Pas Potk SUDBADISCHE HEIMATZEITUNG 7. Jahrgang Donnerstag, 17. Juli 1952 F Nummer 8fr Warnung des DGß an Bonn Wegen Mißachtung des Willens von sechs Millionen Gewerkschaftlern Düsseldorf. Nach sechsstündiger Beratung in Düsseldorf hat der BundesausschuB des Deutschen Gewerkschaftsbuüdes am Dienstagmittag eine Warnung an die Bundesregierung und die Bundestagsabgeordneten gerichtet, ein Betriebsverfassungsgsetz gegen den Willen der Arbeitnehmerschaft zu verabschieden. Der BundesausschuB war einberufen worden, nachdem die von dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Karl Arnold angeregten neuen Vermittlungsverhandlungen mit dem Bundeskanzler im Montag in Bonn und zuvor Vermittlungsverhandlungen mit Vertretern der Koalitionsparteien gescheitert waren. Der Beschluß des Bundesausschusses des DGB ist einstimmig gefaßt worden. In einem kurzen Kommunique heißt es, der Bundesaus- ßchuß sei darüber befremdet, daß Bundesregierung und Bundestag nicht dem Willen der gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmerschaft entsprochen hätten, ein fortschrittliches Betriebsverfassungsgesetz zu schaffen. Der Ausschuß erwarte von der Bundesregierung und dem Bundestag, daß das Betriebsverfassungsgesetz nicht gegen den Willen der Arbeitnehmer verabschiedet werde und richte daher den dringenden Appell an die Abgeordneten der Parteien, die dritte Lesung über das Betriebsverfassungsgesetz von der Tagesordnung des Bundestages abzusetzen und die Möglichkeit zur erneuten Aussprache über die strittigen Punkte zu schaffen. darüber gefaßt worden, welche Maßnahmen die Gewerkschaften ergreifen wollen, falls ihrem Appell auf Absetzung von der Tagesordnung nicht entsprochen wird. Bundesminister Jakob Kaiser hatte im Kabinett den Versuch unternommen, die zweite und dritte Lesung des Gesetzentwurfs auszusetzen, um iunächst neue Verhandlungen zwischen den Sozialpartnern herbeizuführen. Kaiser war aber auf starken Widerstand der Kabinettsminister der FDP und der Deutschen Partei, der Parteien der Sozialreaktion, gestoßen. Die Entscheidung der CDU/CSU-Bundestags- fraktion zugunsten einer Verabschiedung des Betriebsverfassungsgesetzes noch vor den Parlamentsferien fiel nach einer bewegten, über vier Stunden ■ dauernden Sitzung, in der die Meinungen für und gegen eine schnelle Be- hfndlung des Entwurfes aufeinanderprallten. Der CDU-Abgeordnete Aloys Lenz, der dem linken Flügel der Partei angehört, kündigte mögliche Überraschungen bei den Abstimmungen über das Gesetz an. Er deutete an, daß einige seiner politischen Freunde unter Umständen für Gewerkschaftsanträge der SPD stimmen werden. Die SPD-Fraktion wird im Bundestag beantragen, die zweite Lesung des Gesetzes einstweilen von der Tagesordnung abzusetzen. Andernfalls will sie rund fünfzig Abänderungsanträge einbringen. Der Privatprofit soll Trump! sein Köln. Die starke Polemik der Gewerkschaftsführung gegen ein Besetzen der Aufsichtsratsposten mit Betriebsangehörigen zeige, daß die Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsräten nicht nach „privatem“, sondern nach „öffentlichem“ Interesse entscheiden sollen. Die derzeitige Wirtschaftsordnung kenne jedoch das Öffentliche Interesse nicht, als „maßgebende Entscheidungsmaxime“. Das wirtschaftliche Handeln werde allein durch die Privatinitiative beeinflußt. So schreibt Professor Werner Flume im Pressedienst der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeber. Viktor Renner soll mit Schaffer verhandeln Baden-Württemberg muß jetzt die Schuldenwirtschaft der Wohleb-Regierung ausbaden Eine neue Sitzung des DGB-Bundesausschus- ees wurde nicht anberaumt. Es kann jedoch angenommen werden, daß er einberufen wird, falls die dritte Lesung des Betriebsverfassungs-, gesetzentwurfes, die unmittelbar nach der zweiten Lesung noch in dieser Woche durchgepeitscht werden soll, unter Mißachtung der Arbeitnehmerwünsche nicht von der Tagesordnung des Bundestages vor den Parlamentsferien abgesetzt wird. Es sind am Dienstag auch keine Beschlüsse Politik — ganz kurz Zur Außenministerkonferenz der sechs am Schuman-Plan. beteiligtet» Länder fährt Bundeskanzler Dr. Adenauer am 23. Juli nach Paris. Die Verfassungsklage gegen den deutschen Wehrbeitrag ist von den 144 Bundestagsabge- ordneten der SPD und FtJ auch auf den Generalvertrag ausgedehnt worden. Bundeskanzler Dr. Adenauer gab am Dienstagabend einen Abschiedsempfang für den scheidenden amerikanischen Hohen Kommissar McCloy. Stuttgart. Die Regierung von Baden-Württemberg hat noch keinen Beschluß darüber gefaßt, wie sich die Vertreter des Landes im Bundestag bei der für Freitag vorgesehenen Abstimmung des Bundesrates über das Gesetz über die Inanspruchnahme eines Teiles der Einkommen- und Körperschaftssteuer der Länder durch den Bund verhalten sollen. Ministerpräsident Dr. Reinhold Maier erklärte dazu vor der Presse, daß das Land Baden-Württemberg viele der geplanten großen Aufgaben, wie Wohnungsbau, Elektrifizierung und Ausbau der Wasserversorgung, nicht in dem geplanten Umfang durchführen könne, wenn das Gesetz in der vorgesehenen Form verabschiedet werde. Dr. Maier kündigte an, daß Justizminister Viktor Renner (SPD) und einige Beamte des Finanzministeriums in den nächsten Tagen mit.dem Bundesfinanzminister Dr. Schäffer Besprechungen führen und ihn auf die besondere finanzielle Lage des Landes Baden-Württemberg hinweisen werden. Der Ministerpräsident betonte, daß das neue Bundesland erhebliche Schulden des früheren Landes Südbaden übernehmen müsse. Er kritisierte in diesem Zusammenhang, daß der Bund dem Land Öüdbaden ein Darlehen von 15 Millionen Mark zu einer Zeit gewährt habe, als bereits zu erkennen gewesen sei, daß das Darlehen vom neuen Bundesland zurückbezahlt werden müsse. Die Vertreter des Landes Baden-Württemberg werden in der Bundesratssitzung dem Lastenausgleichsgesetz entsprechend den Vorschlägen des Vermittlungsausschusses zustimmen. Vertriebenenminister Eduard Fiedler (BHE) erklärte vor der Presse, das Lastenausgleichsgesetz könne keineswegs als gut bezeichnet werden. Aber es müsse einmal ein Anfang gemacht werden. Er hoffe, daß das Gesetz später noch verbessert werde. ■ Die Bundesregierung und die britische Regierung' haben ein Abkommen abgeschlossen, durch das der Reiseverkehr zwischen Großbritannien und der Bundesrepublik erleichtert wird. Bundeskanzler Dr. Adenauer will seinen Sommerurlaub am 28. Juli antreten. Er reist zu einem dreiwöchigen Aufenthalt nach dem Bürgenstock am Vierwaldstätter See in der Schweiz. 30 000 junge Gewerkschaftler aus de» Bundesrepublik und West-Berlin werden zum ersten Bundesjugendtreffen des Deutschen Gewerkschaftsbundes von Freitag bis Sonntag in Frankfurt a. M. erwartet. t Im Sowjetzonen-Sperrstreifen an der Zonengrenze im Verwaltungsbezirk Braunschweig werden jetzt auch noch Stacheldrahtverhaue ; errichtet. . Der Hauptvorstand der Gewerkschaft Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft äußerte sein Befremden darüber, daß die Länder Rheinland- Pfalz und Baden-Württemberg angesichts der erheblichen Arbeitslosigkeit in, der Land- und Forstwirtschaft beabsichtigen, ausländische Land- und Forstarbeiter anzuwerben. Der Stabschef der USA-Armee in Korea, General Lawton Collins, kündigte an, die UNO- Luftstreitkräfte würden ihre harten Schläge gegen die kommunistische Kriegsmaschine fortsetzen, bis die Kommunisten zu einem Waffenstillstand bereit sind. Die am Dienstag in Pittsburg zwischen Vertretern der amerikanischen Stahlarbeitergewerkschaft und der Industrie geführten Verhandlungen über eine Beilegung des schon über sechs Wochen dauernden Stahlarbeiterstreiks in den USA blieben ergebnislos. Über 150 000 freiwillige Flugzeug-Beobachter begannen ihre Wachtätigkeit in ungefähr 6000 Beobachtungsposten quer durch die Nordgebiete der Vereinigten Staaten. Ihre Aufgabe ist, „unbekannte“ Flugzeuge an die Kontrollstationen der Luftabwehr zu melden. Zur Umbildung der Koalition kein Anlaß Einmütige Stellungnahme der DVP/FDP-Fraktion Stuttgart. Die DVP/FDP-Fraktion der Verfassunggebenden Landesversammlung Baden- Württemberg, billigte am Dienstag in Stuttgart einstimmig die Haltung der Delegierten der Landesverbände Württemberg-Baden und Süd- i baden auf dem FDP-Bundesparteitag in Essen. [ Ferner begrüßte die Fraktion einmütig die von : Ministerpräsident Dr. Reinhold Maier und dem ! Landesvorsitzenden Dr. Wolfgang Haußmann; zu dem Beschluß des Parteitages in Essen abgegebenen Erklärungen, nach- denen zu einer Auflösung oder einer Umbildung der Koalition in Baden-Württemberg kein Anlaß besteht. Die SPD-Fraktion der Verfassunggebenden Landesversammlung nahm am Dienstagabend „mit Genugtuung“ von der Erklärung der DVP/ FDP-Fraktion zu den Beschlüssen des FDP- Bundesparteitages in Essen Kenntnis. Wer wird Regierungspräsident? Stuttgart. Die Regierung von Baden-Württemberg hat am Dienstag in einer Ministerratssitzung Ministerpräsident Dr. Reinhold Maier beauftragt, wegen der Besetzung der Ämter der Regierungspräsidenten im neuen Bundesland mit drei Persönlichkeiten Besprechungen zu führen, und zwar im Landesteil Südbaden mit dem DVP/FDP-Abgeordneten Dr. Paul Wael- din, im Landesteil Nordbaden mit Landgerichtsdirektor Dr. Hans Huber, Heidelberg, und im Landesteil Südwürttemberg mit Landgerichtspräsident Hermann Bendel, Ravensburg. Die Frage der personellen Besetzung für Nord Württemberg soll erst später behandelt werden. Einstweilige Verfügung gegen die SRP Karlsruhe. Der SRP ist am Dienstag durch einstweilige Verfügung des Karlsruher Bundesverfassungsgerichts jegliche Propaganda im Bundesgebiet verboten worden. Die SRP und ihre Unterorganisationen dürfen bei Strafandrohung keine Versammlungen und Kundgebungen veranstalten. Darüber hinaus werden der Druck und die Verbreitung jeglicher Propagandaschriften untersagt. Unüberbietbare Unverschämtheit Berlin. Der SED-Generalsekretär Walter Ulbricht behauptete, wie jetzt bekannt wird, in seinem Schlußreferat auf der zweiten SED- Parteikonferenz, daß die Entführung des Mitarbeiters im Untersuchungsausschuß freiheitlicher Juristen Dr. Walter Linse vom Westen er fun den worden sei. Die einstweilige Verfügung wurde von Präsident Dr. Höpker-Aschoff damit begründet, daß das endgültige Urteil in der Verfassungsklage der Bundesregierung gegen die SRP voraussichtlich erst Anfang September zu erwarten und wegen des agitatorischen Verhaltens der SRP ein Zwischenentscheid aus Gründen des Gemeinwohls dringend geboten sei. (Siehe auch Seite 2.) Der rechtsradikalen Gefahr kann man jedoch nicht nur mit polizeilichen und juristischen Maßnahmen Herr werden. Eine wesentliche Voraussetzung zu ihrer Überwindung ist auch eine Innen- und Außenpolitik der verantwortlichen Regierung, die dem Rechtsradikalismus den Nährboden entzieht. Die Politik der Bundesregierung ist freilich nicht dazu geeignet. Verhandelt öffentlich! Von unserem Stuttgarter r d-Mitarbeiter Hinter verschlossenen Türen hatte der Verfassungsausschuß der Landesversammlung in Stuttgart kürzlich seine Arbeiten aufgenommen. Ein Antrag der SPD auf öffentliche Sitzungen liegt dem Ausschuß zwar vor, doch hat er darüber noch nicht entschieden. Vertreter der CDU haben bisher zu erkennen gegeben, daß ihnen an öffentlichen Sitzungen nicht viel gelegen ist. Sie wissen warum. An dem Tag, an dem die Öffentlichkeit die Arbeit des Ausschusses kontrollieren kann und die Journalisten darüber laufend berichten können, wird den CDU-Leuten die von ihnen bekannte politische Methode der Doppelzüngigkeit nicht mehr möglich sein. Man weiß von den Kommunisten, daß deren „Dialektik“ sie zwangsläufig zu Lügnern machen muß. Sie dürfen nicht sagen, was sie tun, und sie tun nicht, was sie sagen. Immer haben sie eine „Erklärung“ parat, die das jeweilige geheime Ziel ihres Totalitarismus verschleiert. Aber auch die CDU versucht in bedrohlicher Nähe dieser Taktik, gewisse Entscheidungen, die sie auf Grund ihrer inneren Abhängigkeit von einer gewaltigen autoritären Organisation zu treffen hat, vor der Öffentlichkeit, zumindest vor den Randschichten ihrer Wähler, zu verschleiern. Ein-kleines Beispiel dieser Taktik gab die erste Sitzung des Verfassungsausschusses, die noch hinter verschlossenen Türen abgehalten wurde. Es ging dabei um die Artikel 20 und 22 des Entwurfes der Regierungskoalition, die im wesentlichen folgendes enthalten: 1. Das Land... ist ein republikanischer, demokratischer und sozialer Rechtsstaat. 2. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Die CDU setzte dagegen den Artikel 1 ihres Entwurfs, der nach einer Reihe interner Schwierigkeiten — vorläufig allerdings auch nur zur Hälfte — gerade noch vor der ersten Ausschußsitzung beschlossen werden konnte. Der Artikel 1 des CDU-Entwurfes sagt im wesentlichen: „Das Land... ist ein demokratischer und sozialer Volksstaat, der als Grundlage dfes Volks- und Staatslebens das christliche Sittengesetz anerkennt.“ In Konsequenz dieser Fassung mußte die CDU den Passus der Koalitionsparteien: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“ natürlich ablehnen. Sie stellte den Antrag, diesen Satz zu streichen, kam jedoch nicht durch. Erst nach langer Diskussion gab«» die Vertreter der CDU einem Kompromiß ihre Zustimmung. Die neue Fassung des Satzes lautet nunmehr nach der ersten Ausschußlesung: „Die Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ „Die“ statt „Alle“ bedeutet aber eben eine — wenn auch vielleicht nur schwach nuancierte — Abschwächung der Formulierung. Einige Vertreter der CDU, vermochten aber auch diese Abschwächung noch nicht zu schlucken. Sie enthielten sich der Stimme. Abg. Franz G o g (CDU) umging bei der nachfolgenden Pressekonferenz diese wichtige und aufschlußreiche Debatte. Er stellte lediglich fest, daß der Satz „Die Staatsgewalt geht vom Volke aus“ mit Mehrheit angenommen, ja, im wesentlichen vom ganzen Ausschuß gebilligt worden sei. Erst aus dem Beitrag eines SPD- Abgeordneten, dem Gog nicht widersprach, wurde das Dunkel um die dürre Mitteilung etwas aufgehellt, so daß es dem Beobachter möglich war, seine Schlüsse zu ziehen. Die Presse will aber bei einer so wichtigen Arbeit, wie die an der Verfassung, nicht ständig Schlüsse ziehen und Rätsel lösen müssen, sondern sachlich über die verschiedenen Parteimeinungen berichten. Schon die erste Sitzung des Verfassungsausschusses, wäre Äe öffentlich gewesen, hätte einen interessanten Blich auf die zwiefache Taktik der CDU freigegeben, falls der Antrag auf die Streichung des so wichtigen Satzes „Alle Staatsgewalt gpht vom Volke aus“ in einer öffentlichen Sitzung von der CDU überhaupt gestellt worden wäre. Nach der Geschäftsordnung sind außer Untersuchungsausschüssen alle anderen Ausschußsitzungen nichtöffentlich. Der SPD-Antrag braucht, wenn er durchgehen soll, eine Zweidrittelmehrheit. Ohne die CDU ist das nicht möglich. Es wird sehr interessant sein, wie sie sich dem Antrag gegenüber verhalten wird. Sie hat die Wahl zwischen zwei Entscheidungen: entweder sie lehnt ab; dann kann sie im Ausschuß weiterhin anders argumentieren als in der Öffentlichkeit. Und sollte es dennoch in die Zeitungen gelangen, so bleibt ihr immer noch der Weg, es zu bestreiten. Oder sie stimmen der offenen Verhandlung zu; dann müßten sie im Ausschuß so argumentieren wie in der Öffentlichkeit. Das ist für ihre Demagogie zwar nachteilig, doch wird es dafür den Beratungen zeitlich und sachlich nur von Nutzen sein. Die Zuständigkeit der Verwaltungsgerichte Stuttgart. Die Entscheidungen der vorläufigen Regierung von Baden-Württemberg und der neuen Ministerien sollen, von Sonderfällen abgesehen, bei den schon bisher bestehenden Verwaltungsgerichten angefechten werden können. > Donnerstag, 17. Juli 1952 Donnerstag, 17 . Juli 1952 Der Bericht über die Personalpolitik im Auswärtigen Amt Beamte beschäftigt, deren Verhalten in der Nazizeit nicht einwandfrei war Unsere Meinung Die alte, abgedroschene Tonr Nach Essen hatte die FDP einen außerordentlichen Parteitag einberufen, um unter Ausschluß der Öffentlichkeit die badisch-württembergi- schen Demokraten wegen ihrer Koalition mit den Sozialdemokraten zurechtzurücken. Das Ziel ihres rechten Flügels war die Aufsprengung dieser Koalition. Die Landesverbände Hessen und Nordrhein- Westfalen hatten Entschließungen vorgelegt, die Ministerpräsident Dr. Reinhold Maler zur Auflösung der Koalition zwingen sollten. Hinter diesen Entschließungen stand die bekannte Sorge um das Stimmenverhältnis und die Entscheidungen im Bundesrat in Fragen der Bundespolitik, und stand der Druck der Bonner Koalition auf die Führung der FDP. Letztlich steht mit dem Stimmenverhältnis im Bundesrat die gesamte Politik der Bundesregierung auf dem Spiel. Der Kanzler möchte sie nicht gefährdet sehen. Ihm ist die Abseitsposition der südwestdeutschen christlichen Demokraten höchst unsympathisch. Die Demokratie, wie er sie sich vorstellt, ist ihm ohne politisch-klerikale Vorzeichen schlechterdings undenkbar. Aber die südwestdeutschen freien Demokraten, ihrer alten demokratischen Tradition treu, waren auf diesem Parteitag so frei, sich der Einschränkung ihrer demokratischen Entscheidungsfreiheit zu widersetzen, sie waren In Essen nicht zum Befehlsempfang vor Herrn Euler und dessen rechtsgerichteten Freunden angetreten. Sie waren nicht gewillt, sich ihrer Konzeption zu beugen. Dem Parteitag blieb daher nichts anderes übrig, als dies „zur Kenntnis“ zu nehmen. Er hat es nicht gern zur Kenntnis genommen, und Vizekanzler Blücher tritt auch nicht gern mit leeren Händen vor seinen Regierungschef. Aber hier ging es doch ernsthaft um den Bestand seiner Partei. Die Frage hieß eben in Essen tatsächlich: Aufspaltung der Partei ln einen rechten und linken Flügel oder Aufspaltung der Bonner Koalition. Die Interessengegensätze Innerhalb der Partei scheinen größer zu sein als lene in der Bonner Koalition. Und so hat der labile Zustand die Entscheidung des außerordentlichen Parteitages bestimmt. Es wäre zu blamabel gewesen, wenn dieser Parteitag anstatt mit der Auflösung der Stuttgarter Regierung mit der Spaltung der FDP geendet hätte. Da sich nun in Essen niemand hauen ließ, der nicht wiedergehauen hätte, aber unbedingt gehauen werden mußte — denn warum sollte man den Groll, mit dem man nach Essen gefahren war, wieder nach Hause nehmen —, so haute man im Stile des verflossenen Tausendjährigen Reiches auf jene, die nicht da waren: auf die bösen „Marxisten“,' ihre „klassenkämpferisch“ überhebliche Unduldsamkeit, ihren „Radikalismus“ und ihre „staatsgefährdende Obstruktionspolitik“. Das ist zwar eine reichlich abgegriffene Methode, aber warum sollte man sie nicht wieder aufwärmen, da sie doch noch vor 20 Jahren so erfolgreich war und keine großen geistigen Unkosten macht. So hat also der FDP-Parteitag nicht den süd- westdeütschen freien Demokraten, die wider den Stachel des Bürgerblocks leckten, den Kampf angesagt, sondern der SPD, die die heute satten Bürger vor dem Kommunismus bewahrte. So statten sie dafür ihren Dank ab. Das Ist durchaus nichts Neues. Man kann von Leuten wie Euler und Blücher weder politischen Instinkt noch politische Intelligenz erwarten. Die -Chance hemmungslosen Gewinns derer, die hinter ihnen stehen, macht sie völlig blind für die Notwendigkeiten der Stunde. Das Bundeskabinett hat beschlossen, den 7. September, den Tag der dritten Wiederkehr der konstituierenden Sitzung des Deutschen Bundestages, als nationalen Gedenktag zu begehen. Bonn. Der Bundestagsausschuß zur Untersuchung der Personalpolitik im Auswärtigen Amt stellt in seinem jetzt veröffentlichten abschließenden Bericht fest, daß vier der überprüften Persönlichkeiten des auswärtigen Dienstes nicht tragbar sind. Er hat insgesamt 21 Fälle untersucht und gegen die Verwendung der 17 anderen angegriffenen Persönlichkeiten — in einigen Fällen mit leichten Einschränkungen — keine Bedenken erhoben. Das nach achtmonatiger Arbeit fertiggestellte Ergebnis soll noch ln dieser Woche vom Bundestag beraten werden.. Die Frage des Bundestages, ob im Auswärtigen Amt oder auswärtigen Dienst Personen beschäftigt werden, deren Verhalten während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft geeignet ist, das Vertrauen in die demokratische Entwicklung der Bundesrepublik zu gefährden, Karlsruhe. Der Rechtsbeistand der Bundesregierung, Dr. Horst Pelckipann, betonte in seinem Schlußplädoyer vor dem Bundesverfassungsgericht, die Bundesregierung sei nach der Beweisaufnahme überzeugt, daß die SRP nach ihren Zielen oder dem Verhalten ihrer Anhänger die freiheitliche demokratische Grundordnung beeinträchtigen, ja beseitigen wolle. Die wahren Ziele — nicht die öffentlich proklamierten — seien entscheidend. Es wäre kaum zu verstehen, wenn die sich aufdrängenden Parallelen aus der jüngsten Vergangenheit nicht ausreichen sollten, um die SRP für verfassungswidrig zu erklären. Auch die Nebenorganisationen der SRP hätten eine schlagende Ähnlichkeit mit früheren NS- Organisationen. An ehemalige NSDAP-Mitglieder sei man herangetreten, weil ihre frühere nationalsozialistische Überzeugung die Gewähr dafür zu bieten scheint, daß sie auf dem Boden des SRP- Programms stehen. Das von Hitler propagierte System der dauernden Verleumdungen und Lügen trete bei der SRP erneut frech zutage. Auch die Aussagen der SRP-Vorstandsmitglieder hätten deutlich gezeigt, daß sie gelehrige Schüler Hitlers seien, die selbst in einer Gerichtsverhandlung nicht ihr agitatorisches und demagogisches Wesen ablegen könnten. Er hoffe, daß das Bundesverfassungsgericht dem Antrag der Bundesregierung stattgeben und die SRP für verfassungswidrig erklären werde. Deutschland habe mit der Entwicklung der NSDAP zur staatszerstörenden Diktaturpartei furchtbare Erfahrungen gemacht, erklärte der Vertreter der Bundesregierung, Ritter von Lex. Die Schöpfer der neuen Verfassung hätten daraus die Lehre gezogen, daß Volk und Staat vor einer neuen unheilvollen Entwicklung geschützt werden müßten. Undemokratische Parteien könnten nicht nur polizeilich bekämpft, sondern auch aus dem politischen Leben ausgeschaltet werden. • Die Fraktion der Sozialistischen Reichspartei (SRP) im niedersächsischen Landtag hat sich aus Tamungsgründen in „Fraktion Unabhängiger Deutscher“ umbenannt. Abschiedsempfang McCloys für DGB- Vertreter . Bonn. Der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Georg Reuter, und die Vorstandsmitglieder Thea Har- muth und Ludwig Rosenberg nahmen am wird vom Ausschuß für Dr. Werner v. Bargen, Dr. Herbert Dlttmann, Dr. Werner v. Grundherr und Dr. Curt Heinburg bejaht. Der Ausschuß erklärt, daß eine Gruppe ehemaliger Nationalsozialisten, geduldet von den Vorgesetzten, versucht hat, Beamte zu reaktivieren, die während der NS-Zeit nicht immer ein einwandfreies Verhalten gezeigt haben. Der Ausschuß empfiehlt, daß neben Prof. Walter Hallstein ein zweiter Staatssekretär im Auswärtigen Amt eingestellt wird, der ausschließlich die Verwaltung des AA leiten soll. Außerdem sollte bald eine Persönlichkeit zum Leiter der Personalabteilung im AA berufen werden, die eine demokratische Personalpolitik garantiert. Besonderer Nachdruck sollte im AA auf die Wiedereinstellungs- bestimmungen des Bundesgesetzes über die Dienstag an einem Empfang teil, den der scheidende Hohe Kommissar McCloy den Vertretern des DGB in Mehlem gab. Der DGB-Vorsitzende Christian Fette war durch die gleichzeitig stattfindende Sitzung des DGB-Bundesausschusses an der Teilnahme verhindert. Er wird sich am Freitag mit McCloy treffen. Bonn. Das Bundeskabinett verabschiedete den Entwurf eines Familienrechtsgesetzes. Ministerialdirektor Dr. Petersen vom Bundesjustizministerium teilte dazu mit, daß nach dem Gesetz Entscheidungen über gemeinsame Angelegenheiten im allgemeinen von den Ehegatten gemeinschaftlich getroffen werden sollen. Nur dann, wenn eine Einigung nicht zustande komme, erwachse für den Mann das Recht und die Pflicht, eine für Heide Teile tragbare Regelung zu treffen. Das Kündigungsrecht des Mannes für Arbeitsverhältnisse der Frau sei abgeschafft worden. Die Frau habe ein Recht zur selbständigen Arbeit, soweit dadurch ihre ehelichen Pflichten nicht verletzt werden. Die Schlüsselgewalt liege in Zukunft nicht mehr einseitig bei der Frau. Auch der Ehemann werde berechtigt sein, mit auch seine Frau verpflichtender Wirkung Vorkehrungen zum allgemeinen Familienunterhalt zu treffen. Die Unterhaltspflicht für die Familie, die bisher fast ausschließlich dem Mann auferlegt war, bestehe in Zukunft für beide Telle.. Die Frau habe aber das Recht, ihre Unterhaltspflicht durch Hausarbeit abzugelten. Auch im Verhältnis der Eltern zu den Kindern soll das Gesetz das Gleichberechtigungsprinzip verwirklichen. Vater und Mutter sollen gleichrangig volle elterliche Gewalt haben. Nur dann, wenn ein gütlicher Ausgleich nicht möglich ist, soll die Entscheidung vom Vater gefällt werden. Bei Scheidungen soll die volle elterliche Gewalt dem Eltemteil übertragen werden, dem die Kinder zugesprochen sind. Der Aussteueranspruch der Tochter soll in Zukunft fortfallen. Beim ehelichen Güterrecht ist die allgemeine Gütertrennung als Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts für Angehörige des öffentlichen Dienstes gelegt werden. Nur 88 politisch Verfolgte beschäftigt Zur Veröffentlichung des Berichts über die Personalpolitik im Auswärtigen Amt erfuhr dpa, daß am 1. Juli dieses Jahres im auswärtigen Dienst der Bundesregierung 542 höhere Beamte beschäftigt Waren. Davon waren 184 (34 Prozent) früher Mitglieder der NSDAP. 88 Beamte sind ehemals politisch Verfolgte. 153 Beamte — das sind 28 Prozent — gehörten schon dem alten Auswärtigen Amt an. Das wäre recht und billig Bonn. Der Bundestagsausschuß für Rechtswesen und Verfassungsrecht hat dem Plenum empfohlen, die Bundesregierung zu ersuchen, die Entschädigung der Opfer des Nationalsozialismus durch ein Bundesergänzungs- und Rahmengesetz zu regeln. Dabei soll davon ausgegangen werden, daß den politisch, rassisch und religiös Verfolgten Unrecht geschehen Ist und daß Widerstand gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft ein Verdienst um das Wohl des deutschen Volkes und Staates Ist Unter anderem sollen die zur Zeit in mehrefen Bundesländern geltenden Rechtsvorschriften so abgeändert werden, daß die Verfolgten im ganzen Bundesgebiet einen Rechtsanspruch auf Entschädigung erhalten. gesetzlicher Güterstand vorgesehen. Bei Auflösung der Ehe soll aber ein Ausgleich der erworbenen Vermögenswerte stattfinden. Der Teil, der mehr Vermögen angesammelt hat, wird verpflichtet, etwas mehr als ein Drittel dem anderen Ehegatten abzugeben. Doch bleibt die Möglichkeit unberührt, andere Güterstände zu vereinbaren. Ober 15 Millionen Beschäftigte Bonn. Mit 15 170 600 beschäftigten Arbeitern, Angestellten und Beamten wurde am 30. Juni 1952 im Bundesgebiet ein neuer Beschäftigüngs- höchststand festgestellt. Davon waren 10 493 500 Männer und 4 677 100 Frauen. Allein im letzten Vierteljahr stieg die Beschäftigungszahl um über eine halbe Million, genau 587 100 Arbeitnehmer, davon die Zahl der beschäftigten Männer um 431 000 oder 4,3 Prozent, die der Frauerr um 156100 oder 3,5 Prozent. Wie wird das Weiter? Nach dem Eindringen der kühlen Meeresluft in Mitteleuropa wird sich' vorübergehend der Hoch- druckclnfluß wieder stärker bemerkbar machen. Im ganzen bleibt aber das leicht unbeständige Wetter noch bestehen Wetterausslcbten bis Freitagabend: Wolkig bis heiter und größtenteils trocken, verhältnismäßig kühl. Ab Donnerstag wieder wärmer, doch erfolgt im Laufe des Donnerstag wieder Bewölkungszunahme mit nachfolgendem Regen. Zunächst schwache, später auffrischende Winde aus Westen. Am Freitag Bewölkungsrückgang. Herausgeber: Ring Druck und Verlag GmbH., Freiburg l. Br., Kaiser-Joseph-Straße 229. Fernruf 2818 und VUlingen 1. Schw , Klosterring t Fernruf 2361 Chefredaktion: O Fischer Verlagsleitung: A. Höcklin Druck: Universitätsdruckerei Poppen & Ortmann, Freiburg 1, Br, und Ring Druck VUlingen 1 Schw. i Schutz vor neuer unheilvoller Entwicklung Die Diktator mußte teuer bezahlt werden Neuregelung des deutschen Familienrechts * Bandeskabinett verabschiedete Gesetzentwurf Tragik des Schicksals Slück Wid Pech berühmter Slym-iakämpser Ein Tatsachenbericht von HansSteen 1 Der Indianer von Stockholm Olympiasieger als Bettler vor dem Stadion „Have a drink?“, fragt der Mann hinter der Theke im „Sporting Club“. Er sieht seinen Gast kaum an, sondern scheint durch die engen Wände der kleinen Bar hindurch weit in die Ferne zu schauen. Er fragt ganz mechanisch die Leute, die vcm draußen hereinkommen, um hach dem Trubel eines echten Werktages in Los Angeles für ein paar Minuten an der Theke zu hocken, um etwas Eisgekühltes oder gar einen Drink mit Alkohol zu schlürfen. Der Barkeeper ist ein verwitterter Indianer, etwa 62 Jahre alt. Sein Geschäft geht im großen und ganzen recht gut. Er will sich nicht beklagen, wie er leise andeutet, als man ihn danach fragt. Wenn einer der Gäste einen Witz zum besten gibt, verzieht sich im Gesicht des Wirtes keine Falte. Er, hört zu, geht mit völlig versteinertem Gesicht von .Tisch zu Tisch. Doch es scheint, als wenn seine Augen — unergründlich tief — eine Trauer ausstrahlen. Die gleichen unbeteiligten fernen Gesichter sieht man, wenn der Zug irgendwo auf einer welteinsamen Station in einer Indianerreservation anhält. Hin und wieder kommen Gäste in die kleine Bar „Sporting Club“, die sonst nicht im Armeleuteviertel von Los Angeles zu Hguse sind. Sie setzen sich beobachtend hin und wollen den Wirt gern länger sprechen. Aber der alte Indianer mag diese Leute gar nicht. Er verzieht sich in ein kleines Hinterzimmer und kommt nicht wieder zum Vorschein. Er weiß genau, wonach man ihn fragen wird. Hunderte haben das schon getan. Oh, sie fragen alle gern. Aber niemand hat ihm geholfen, als es ihm bitter- schlecht ging. Man will Stories von Jim Thorpe haben. Geschichten, die dann in den großen Blättern breitgetreten werden, damit die Leute diese Zeitungen kaufen, sich eine kleine Mitleidsträne über den braven Jim abkneifen., Mitleid mit einem Barkeeper? Oh, das ist es ja nicht. Dieser Jim Thorpe, der so gleichmütig und völlig unbeteiligt seinen Gin ausschenkt, ist kein Wirt schlechthin, sondern es hat ein gekröntes Haupt gegeben, das ihn den „größten Athleten aller Zeiten“ genannt hat. Lange ist das her! Doch wenn bei Jim Thorpe einmal wenig Gäste sind, wenn es ihm überhaupt in den Sinn kommt, jemanden „nach hinten“ einzuladen, in sein kleines Zimmerehen, in dem er mittags sein Nickerchen macht, dann steht diese höchst seltsame Vergangenheit wieder auf, die ein Stück Olympia ist und merkwürdigerweise bis auf den heutigen Tag noch nicht einmal verfilmt wurde. „Hinten“ in Jims Zimmerchen sind die ! Wände zwar mit einer recht verblichenen Tapete beklebt, aber man sieht nicht allzuviel von diesem bunten Papier, weil fast hundert Fotos mit klein«! Nägeln darauf festgepickt sind. Fotos von einem jungen Mann, der ein kurzes weißes Hemd mit rundem Kragenausschnitt trägt und auf dessen Brust das senkrecht gestreifte Wappen der US.-Leichtathleten zu sehen ist. Der junge Mann hat einen dichten schwarzen Wollschopf, ein energisches Kinn und einen etwas -zurückhaltenden mißtrauischen Blick. Es ist der Olympiateilnehmer von 1912 Jim Thorpe, der Aisammen mit seinem indianischen Kameraden Louis Tewanima und ein paar hundert weißen Gefährten auf dem schönen Luxusdampfer „Finnland“ nach Stockholm fuhr, um dort im Stadion des Architekten Torben Grut die Olympischen Spiele mitzumachen. Dieser Jim Thorpe ist jetzt alt geworden, er sieht sich die vielen Fotos nur noch an, wenn ein Besucher davorsteht. Jim Thorpe als 100-Meter-Läufer, Jim Thorpe als Weitspringer! Hier auch als Diskuswerfer und als Stabhochspringer ... Da beugt sich gar der schwedische König Gustaf V. — damals erst 54 Jahre alt — zu ihm hinüber und überreicht ihm die goldene Medaille in einer roten Lederkassette. Dies Bild mit der Goldmedaille sieht sich Jim Thorpe auch heute noch nicht wieder an. Wenn er dem Gast die Bilder zeigt, lehnt er sich so gegen die Wand, daß seine breite, braune Hand das Foto verdeckt. Damit will er das alles verdecken, was mit diesem Siegespreis zusammenhängt: jenen Brief an das Olympische Komitee, den Baron Coubertin als den „besten Beweis echter Sportlichkeit“ bezeichnet, den jemals ein Athlet gegeben hat. Nicht zuletzt aber auch das Päckchen, das er eines Tages an einen gewissen Herrn Wies- lander geschickt hat, der in* Stockholm wohnte und sich nicht einmal über diese Sendung freute, obwohl er sie angenommen hat. Dies ist Jim Thorpes merkwürdige Geschichte! Da blinzelt im Jahfe 1908 ein Indianerjunge auf dem Schulhof in Carlisle (Pennsylvania) vor sich hin. Der kleide Jim Torpe ist mit sich selbst recht unzufrieden, denn sein Vater hat ihn von der elterlichen Farm in Oklahoma weggejagt. weil mit dem Bengel schlechthin nichts anzufangen ist. „Du bist zu faul, Bengel“, hat der Alte seinen Sprößling angeschnauzt. „Sieh zu, ob auf der Schule etwas aus dir wird. Ein ordentlicher Farmer wirst du nie. Stehst hier herum and rührst dich nicht, als wenn du keinen Verstand hättest!“ Jim ist also nach Carlisle gekommen, wo fromme Leute eine Schule für Indianer aufgemacht haben. Die Lehrer haben Jim bald satt. Er rührt sich auch hier nur, wenn es zum Baseballspielen geht. Gewiß kann man schon um das Jahr 1908 damit sein Geld verdienen, doch auf dem College gilt der Sport nur als Ausgleich und wird nicht allzu hoch bewertet. Die Welt ist also .schlechthin böse mit dem guten Jim. Er mag sie ni$it. er weiß mit sich I selbst nichts anzufangen. Lächerlich, wie sich. zum Beispiel jetzt seine Kameraden abmühen, die Höhe von 1,50 Meter zu überspringen! Wozu eigentlich diese sinnlose Quälerei! Jim schleicht auf leisen Sohlen näher und betrachtet die anlaufenden Mitschüler. Die meis^i haben die durchgebogene Latte längst dreimal gerissen und quälen sich immer noch, diese lächerliche Höhe zu schaffen. „He, Jim, versuch du doch mal, alte Rothaut!“ „Was? Diese Höhe? Mit so etwas gebe ich mich gar nicht ab. Legt die Stange mal auf 1,75 Meter, das werde ich euch zeigen.“ „Ha, ha ha!. Er will 1,75 Meter springen! Dieses Großmaul! Komm her, du sollst deinen Willen haben. Hier, sie liegt auf 1,75 Meter. Nun, blamier dich nicht!“ Jim hat eine lange Hose an. Schwere Stiefel quälen seine Füße. Die dicke Joppe macht "cm auch nicht gerade behender. Nun, das ist gleichgültig, er macht einen kurzen, seltsam krummen Anlauf, schwebt für einen Sekundenblitz waagerecht in der Luft und hat sich über die Latte gerollt. Drüben erhebt er sich lässig aus dem Sand, würdigt die liegengebliebene Stange keines Blickes und schleicht wieder langsam und faul an den Rand des Sportfeldes, um sich in der Sonne braten zu lassen. Die Schulkameraden sind schweigsam geworden. Dieser Bursche, dieser Jim Thorpe, hat ihnen mächtig imponiert. Es steckt mehr in dem Burschen, als man ahnt. Trainer Gien Warner ist an die Gruope herangetreten und klopft den Jungen lässig auf die Schultern. Wer der Bursche da drüben ist, das will er wissen. „Oh, ein gewisser Jim Thorpe. Der faulste der ganzen Schule, sein Vater hat ihn hierhergeschickt weil er ihn auf der Farm nicht brauchen konnte!“ Der Trainer setzt sich neben diesen kleinen Faulpelz und sagt eine Weile gar nichts. Dann meint er ganz nebenbei: „Hättest du nicht Lust, ein guter Athlet zu werden’ Ich meine, du müßtest richtig trainieren. Nun, wie wäre es?“ (Fort«, folgt) Kummer 8fc Donnerstag, 17. Juli 1991 Doppelt so schnell wie der Schall USA-VersuAsflugzeng flog über 2000 Stundenkilometer Moffet Field (Kalifornien). Ein Versncfasflugzeng der amerikanischen Marine hat im vergangenen Jahr eine Geschwindigkeit von 2100 Stundenkilometern erzielt und ist damit fast doppelt so schnell wie der Schall gewesen. Diese Angabe, die in der vergangenen Woche I lediglich einmal einen Häftling an einem Licht- durch Zufall bekannt wurde, ist am Dienstag | mast hängen sehen und dafür gesorgt, daß „dem yon Beamten des amerikanischen Flugbera- Mann geholfen wurde“. Hrnecek arbeitete nach tungskomitees bestätigt worden. Die Rekordmaschine, eine „Skyrocket“ (Hilh- ' Agent, melsrakete), wurde im August letzten Jahres in 10 000 Meter Höhe über kalifornischem Wüstengebiet von einem Mutterflugzeug abgesetzt. Bei ihrem Flug brach sie die Weltrekorde für j dem Kriege für eine amerikanische Einheit als Dachdecker zwölf Meter tief abgestürzt Öhringen. Ein junger Dachdecker aus Kupferzell stürzte am Montagnachmittag vom Dach Geschwindigkeit und Höhe. Es heißt daß die ^es zwölf Meter hohen Hauses in Öhringen Maschine eine Hohe von über 24 000 Metern er- * uf den Bürgersteig und blieb blutüberströmt reichte. Bei ihrem Rekordflug hatte die „Sky- ; liegen . Der junge ^ ann trug schwere Verlet- rocket eine 225 Kilogramm schwere Kuhlr j ^,^^n davon. Er hatte auf einem Brett gestan- aniage an Bord die ausreichen wurde, em Thea- d das plötzlidl kippte und mit ihm in die ter mit 3000 Sitzen im Hochsommer kühl zu halten. Die' Anlage sollte verhindern, daß das ' * Ein Jahr Zuchthaus als Zugabe London. Der 30jährige Edward Teague hat vor dem nordirischen Appellationsgericht in Belfast mit Erfolg für eine Verlängerung einer gegen ihn verhängten Zuchthausstrafe von zwei Metall an der Außenseite des Flugzeuges durch die Reibungshitze erweicht und daß der Pilot in seiner Kabine „gebraten“ wird. Holland will in Atomforschung gleichziehen Delft. Holland will iij der Forschung der Kernspaltung einen gijoBen Schritt vorwärts tun und mit anderen Staaten gleichziehen. In der Technischen Hochschule zu Delft baut es ein großes Proton-Synchroton, das, soviel man weiß, seinesgleichen nur noch in Birmingham (England), Brookhaven und Berkeley in den Vereinigten Staaten hat. Der Diameter des dazugehörenden Magnets mißt acht Meter und über 3000 begeisterten Zuschauern blieb er bei der Ausscheidung in Hastings von 17 Konkurrenten sicherer Sieger, als er mit wohlklingendem und weithin vernehmbarem Organ einen alten Gesetzestext von einer eigens angefertigten Pergamentrolle ablas. Johnson ist der Stolz von Fowey, Wo er seit 1936 die amtlichen Bekanntmachungen verkündet. Zwei Düsenjäger zusammengestofien London. Die Kette der Flugzeugunfälle in Großbritannien reißt nicht ab. Über Cardiff stießen am Montag zwei Düsenjäger vom Typ „Vampire“ im Flug zusammen. Eine der Maschinen stürzte auf ein Hotel. Dabei wurde eine 72jährige Hotelangestellte durch herabstürzende Mauerteile getötet. Wie durch ein Wunder wurde von den zahlreichen Hotelgästen niemand verletzt. Die beiden Piloten konnten sich durch Fallschirmabsprung retten. Die Preise werden fallen Sommerschlußverkauf vom 28. Juli bis 9. August Stuttgart. Der Sommerschlußverkauf in Baden-Württemberg dauert in diesem Jahr, wie im ganzen Bundesgebiet, vom 28. Juli bis zum 9. August. In den letzten drei Tagen ist Restverkauf. Die Abwicklungsstellen der Wirtschaftsministerien in den drei früheren Ländern Jahren plädiert. Das Gericht -gab ein Jahr zu. Württemberg-Baden, Südbaden und Württem- Teague will im Gefängnis das Schusterhandwerk lernen und.fürchtet, daß zwei Jahre dazu nicht ausreichen. Der beste Ausrufer Großbritanniens London. Zum viertenmal hintereinander hat am Wochenende Ben Johnson aus dem Städt- Aus aller Welt Französischer Nationalfeiertag Koblenz. Im Mittelpunkt der Feiern zum ranzösischen Nationalfeiertag in Rheinland- Pfalz zur Erinnerung an die Erstürmung der Bastille am 14. Juli 1789 standen in Koblenz ein Empfang des französischen Hohen Kommissars Francois-Poncet und eine Truppenparade. Millionenschadeii durch Großfeuer Toulouse. Toulouse wurde am Montagmorgen von einem Großbrand heimgesucht, der fast ein ganzes Stadtviertel vernichtete. Viele Familien wurden obdachlos, Der Schaden soll sich auf 500 Millionen Franken (etwa 6 Millionen DM) belaufen. Unter dem Einsatz aller Feuerwehrzüge von Toulouse mit Unterstützung von Pioniertruppen gelang es, den Brand nach einigen Stunden einzudämmen. Das Feuer 'war in einem Gebäude am Bahndamm ausgebrochen, breitete sich rasch auf mehrere Schuppen aus, erfaßte eine Schuhfabrik und mehrere kleine Fabriken und griff schließlich auf angrenzende Wohnhäuser über. Bis zum Eintreffen von Verstärkungen der Feuerwehr hatte der Brand, der sich mit Windeseile gusdehnte, bereits einen Gebäudekomplex erfaßt, der sich über mehrere Quadratkilometer f-rstreckt. Kairo-Expreß entgleist im Nil-Delta Kairo. Der . Schnellzug Kairo—Damiette ent- wiegt 150 Tonnen. In dem Proton-Synchroton F ° we y t in Oornweil die Meisterschaft als A P vnickwirAnmAn« aiii'imfrjMS %/Af> werden auch kosmische Strahlen erzeugt werden können. Das war bisher nur in Amerika möglich. ' Mekkapilger müssen zn Hanse bleiben Istanbul. Die türkische Regierung hat di« Polizeibehörden angewiesen, für Mekkapilger keine Pässe mehr auszustellen. Als Begründung wird angegeben, in Mekka und Umgebung bester Ausrufer Großbritanniens errungen. Vor berg-Hohenzollern weisen in einem Runderlaß darauf hin, daß Parfümerien, Koffer, Akten- . . ._ n . „ , _ . . , 7K , 0 c«. laschen, Elektroartikel und anderes nicht in den «^rNähejmn Tantahun Schlußverkauf einbezogen werden dürfen und daß Preisgegenüberstellungen in Schaufenstern oder in Inseraten unzulässig sind. In Kreisen des Einzelhandels wird für den Sommerschlußverkauf mit wesentlichen Preisabschlägen gerechnet. Engländer haben zu wenig Devisen Fremdenverkehr im Schwarzwald weniger stark als 1951 Freiburg. Von wenigen Schwerpunkten ab- , . _ . .. gesehen, verzeichnen die Kur- und Fremdenherrsche eine Pestepidemie. Selbst Inhaber von verkehrsorte des badischen Schwarzwaldes in Passen, die bereits den Sichtvermerk tragen, diesem Sommer eine zwar befriedigende, aber etwas weniger starke Frequ.enz, als im letzten Jahr. Die Belegung der Hotels mit Dauergästen ist bis jetzt noch unter den Zahlen des- Vorjahres geblieben. Dagegen hat sich der Ausflugsverkehr über das Wochenende außersollen an der Ausreise gehindert werden. Insgesamt etwa 200 Pilger sind indessen bereits nach Mekka /ibgereist. Tschechischer KZ-Kommandant gesteht München. Der unter dramatischen Umstän- ordentlich stark entwickelt. Die Kürzung der den am vergangenen Mittwoch auf dem Münch- Devisenzuteilung in England auf 25 Pfund ner Hauptbahnhof verhaftete 48jährige Wenzel macht sich auch im Schwarzwald ungünstig be- Hrnecek (siehe unsere Ausgabe .vom 15. 7.), hat merkbar, da dieses deutsche Fremdenverkehrs- am Montag zugegeben, daß er von Mitte 1945 gebiet von Engländern bevorzugt aufgesucht zu bis Ende 1946 stellvertretender Kommandant werden pflegte. Sehr günstig hat sich dagegen des tschechoslowakischen Konzentrationslagers die „Touropa-Reise- und Ferienorganisation“ Budweis war. Der Verhaftete wird verdächtigt, ausgewirkt. Die an diese Organisation ange- an Ausschreitungen gegen Sudetendeutsche bei schlossenen 12 Zielorte im südlichen Schwarz- ihrer Ausweisung aus der Tschechoslowakei wald sind ständig gut belegt. Zur Situation auf beteiligt gewesen zu sein. Nach Gegenüberstel- dem Gebiete des Fremdenverkehrs vermerkt lung einer Reihe von Zeugen gab Hrnecek jetzt der Badische Fremdenverkehrsverband in Frei- zu, im Lager Budweis gewesen zu sein, be- bürg, daß das Nachlassen der außergewöhnlich hauptet aber, nichts mit den dort geschehenen hohen Besucherfrequenz, wie sie im vergange- Greueltaten zu tun gehabt zu haben. Er habe nen Jahr festgestellt wurde, nicht nur im Ein Zeltdorf ersteht im Markgräflerland Elf Nationen beim Internationalen Naturfreunde-Camping vom 19. Juli bis 30. Angnst bei Efringen-Kirchen (SB). Efringen-Kirchen. Schon vor einiger Zeit hat unweit des ruhigen Markgräfler Weindorfes Efringen-Kirchen ein geschäftiges Trei- das Internationale Naturfreunde-Camping 1952 abgehalten werden wird. Das Efringer Camping ist die größte inter- ben begonnen: Die Bundesleitung der Natur- , nationale Veranstaltung der weltweiten Or- freudejugend Deutschlands hat im Aufträge der ganisation der „Naturfreunde“ während dieses «t.j _e_a _ t _i._ a .2 __ 1 _ /n: i _.u \ . Cnmmoivi MioVit «ratiiciai* olc elf miPAnöieobn imd Naturfreunde-Intemationale (Sitz Zürich) zwischen Efringen und dem Rhein mit dem Aufbau eines großen, modernen Zeltdorfes angefangen, in dem vom 19. Juli bis 30. August KMM Zum Höhepunkt der Würzburger 1200- Jahr-Feier am Sonntag kamen nicht weniger als 12* M* Besucher aus Deutschland und der ganzen Welt in der Stadt am Main zusammen. Würzburg feiert sein 1200jähriges Bestehen in diesem Jahr um 1* Jahre verspätet — die Stadt wurde 741 durch Bonifazius gegründet — 1941 verhinderte der Krieg eine Gedenkfeier. Allerdings wurden 793 — also vor genau 12M Jahren - die Reliquien der »eiligen Kilian, Kolonat und Totnan aufgefunden, die dem Frankenland den Christenglauben gebracht hatten und im Jahre (SS in Würzburg ermordet wurden. Der heilige Kilian gilt als der Schutzpatron des Bistums Würzburg, dessen erster Bischof der heilige Burkhard war. — Unser Bild zeigt die Reilquien- prozession mit den Gebeinen der drei Heiligen während des feierlichen Umzugs vor der Ruine des Würzburger Doms. Sommers. Nicht weniger als elf europäische und überseeische Jugendverbände werden während der sechs Wochen, die das Camping dauert, in Efringen-Kirchen vertreten sein. Besonders stattlich sind die Delegationen, die aus der Schweiz, Österreich Frankreich, Holland und Belgien erwartet werden. Die meisten Teilnehmer stellt aber der Touristenverein „Die Naturfreunde“ in Deutschland und die deutsche Natur freunde-J ugend. Um die freundschaftlichen Bande zwischen den deutschen Naturfreunden und den verschiedenen wichtigen ausländischen Vertretungen während des Campings zu festigen, sind verschiedene Lagqrwochen vorgesehen. In der Schwarzwald, sondern auch in den übrigen deutschen Fremdenverkehrsgebieten und der Schweiz festzustellen sei. 1945 Frau und Kinder vergiftet, jetzt festgenommen Singen. Die Kriminalpolizei in Singen hat einen 41jährigen Schlosser verhaftet, der von der Staatsanwaltschaft Celle wegen mehrfachen Mordes gesucht wurde. Der Festgenommene gab bei seiner Vernehmung zu, im Mai 1945 vor dem Einmarsch der Sowjets in Mecklenburg seine Frau und seine beiden Kinder im Alter von sieben und neun Jahren getötet zu haben. Anschließend habe er versucht, Selbstmord zu begehen, sei jedoch gerettet worden. Er floh später nach Westdeutschland und ließ sich vor einiger Zeit in Singen nieder. * Ein Bickensohler fliegt nach Berlin Stuttgart. Beim dritten politischen Preisausschreiben des Südwestfunks Baden-Baden gewann Rudolf Kühnrieh, Bickensohl am Kaiserstuhl, den ersten Preis, einen Flug nach Berlin mit dreitägigem Aufenthalt. Den zweiten Preis ifewann Max Blatt, Idar-Oberstein. Blatt erhielt eine Reise nach Straßburg zur nächsten Tagung der Beratenden Versammlung des Europa-Rates mit zweitägigem Aufenthalt. Den dritten Preis, eine Reise zum Südwestfunk Baden-Baden, erhielt Susanne Peterson, Freiburg. Die Teilnehmer des Preisausschreibens hatten eine Nachricht über die Änderung des Familienrechtes, die in vier verschiedenen Fassungen gegeben wurde, funkgerecht zu redigieren. Das vierte politische Preisausschreiben findet nach Mitteilung des Südwestfunks erst im Oktober statt Nil-Delta. Mehrere Personen fanden dabei den Tod, zahlreiche andere erlitten Verletzungen. Der Zug verkehrte nach dem bekannten Sommererholungsort Ras el Bahr. Das Unglück geschah, als der Zug nach Passieren des Bahnhofs von Tantah über eine Weiche fuhr. .Dabei sprang die Lokomotive aus den Schienen und riß die Wagen der ersten Klasse mit sich. Zu den Opfern des Unglücks, unter denen sich auch der Lokführer befindet, sollen mehrere prominente Persönlichkeiten gehören. Sturz von der Cheopspyramide Kairo. Ein Ägypter machte am Montag seinem Leben mit einem Sprung von der Spitze der 140 Meter hohen Cheopspyramide bei Gizeh in der Nähe Kairos ein Ende. Der Ägypter, dessen Selbstmord der erste bekannte Fall dieser Art auf einer der Pyramiden ist, war mit einem Führer das Königsgrab hinangestiegen. Als der Führer an der Spitze der Pyramide dem Ägypter das Panorama zeigte, machte der Besucher einen riesigen Satz, ins Leere hinaus. Der Führer sah, wie der Körper des Selbstmörders auf dem Wege zum Boden mehrmals auf die tonnenschweren Steinblöcke aufschlug. An der Leiche des 34jährigen wurde ein Brief an dessen Familie gefunden, in dem er schrieb, daß er lebensmüde sei Mit dem Auto in den Abgrund Andermatt. Fünf Deutsche wurden am Sonntagnachmittag Todesopfer eines Autounglücks auf der Furkastraße zwischen Furka und Rehalp in der Nähe von Andermatt. Der einzige Überlebende ist der Fahrer des Wagens. Die bisherigen Ermittlungen ergaben, daß die Bremsen des Wagens — eines Mietfahrzeuges — versagten und daß das Fahrzeug über die Straßenböschung in die Tiefe stürzte. Die Namen der tödlich Verunglückten wurden von nichtamtlicher Quelle wie folgt angegeben: Rosemarie Eden geb. 1934, Studentin aus Unterschondorf am Ammersee, Dorothe Wege- ner, geb. 1933, Studentin aus Unterschondorf am Ammersee, Juliana Cadmus, geb. 1933, Studentin aus Hamburg, Klaus Rode, geb. 1934, Schüler aus Burgdorf, Kreis Goslar, Richard Bruckner, geb. 1934, Schüler aus Kissenbruck. Der Name des Fahrers, der in einem Krankenhaus in Altdorf (Uri) liegt, wird als Heinrich Eden angegeben. Er soll der Vater der tödlich verunglückten Rosemarie Eden sein. Goldrausch in den Tauern Massenanstarm der „Schatzgräber“ ohne Lizenz Bad Gastein. Hunderte von Goldsuchern bevölkern seit einer Woche die Wildbäche und Seen des Tauerngebirgsstocks, auf den eine wilde Invasion von Glücksrittern eingesetzt hat, ersten Woche eine deutsch-französische, in der ohne daß man bisher eine Erklärung für das zweiten eine deutsch-schweizerische, dann eine Goldfieber gefunden hat. Jeden Morgen setzt deutsch-österreichische und deutsch-saarlän- j sich ein Strom von Hoffnungsvollen in Rich- ländische und schließlich eine deutsch-hollän- 1 tung auf die Berge in Bewegung. Unter ihren disch-belgische Lagerwoche. Den Abschluß in 1 Mänteln verbergen sie ihr „Arbeitswerkzeug“: der sechsten Camping-Woche bilden dann die Kellen, Blechbüchsen, Flaschen und Kaffeeinternationalen Schulungskurse, die von der mühlen, mit denen sie den Sand zerkleinern. Naturfreunde-Intemationale in Zürich abgehal- , Nur einer der Goldgräber von den Hunderten ten werden. Da die Neaturfreunde großen Wert auf gute Verbindungen zu anderen in- und ausländischen Jugendorganisationen legt, ist das Camping 1952 nicht nur Mitgliedern der Naturfreundeverbände, sondern allen Angehörigen von Vereinigungen, die dem deutschen Bundesjugendring angeschlossen sind sowie den entsprechenden ausländischen Jugendverbänden zugehören, offen. Ausgeschlossen sind demnach besitzt eine Lizenz zur Goldwäscherei. Die Kenntnis vom Tauemgold reicht bis in die Römerzeit zurück. Besonders im 15. und 16. Jahrhundert wurde in diesem Gebiet viel Gold gewonnen. 1904 wurde die Goldsuche im gesamten Gebiet eingestellt. Nur noch Geologen wiesen in verschiedenen Veröffentlichungen auf die reichen Schätze des Tauemgoldes hin, aus denen mit einer modernen Goldwäscheranlage jährlich mehr als 2400 Kilogramm Feingold und 12 000 Kilogramm Feinsilber gewonnen werden könnten. „Belchenschlacht" darf kein Massenmord sein Neue Verhandlungen mit Ministerpräsident Dr. Maier Freiburg. Südbadische und Schweizer Naturschutzkreise haben wegen der heftig umstritte- Mitglieder der (verbotenen) kommunistischen nen „Belchenschlacht“, die alljährlich am Bo- FDJ. ; densee stattflndet, einen neuen Vorstoß unterin der brütenden Hitze der letzten Tage ha- : nommen. Der Leiter des südbadischen Landesherr die Organisatoren des Internationalen Ju- ; kulturamtes, Prof. Dr. Asal, hat Sr der vergan- gend-Zeltlagers zwischen Rhein und Markgräf- ! genen Woche zusammen mit dem Präsidenten ler Weinbergen mit dem Aufbau des Campings : des schweizerischen Naturschutzbundes und des begonnen. Es werden einwandfreie, wenn auch i Weltnaturschutzbundes, Dr. Sharles Bernard, behelfsmäßige sanitäre Einrichtungen geschaf- j Genf, und dem Geschäftsführer des Schweizer fen, Telefonleitungen gelegt und für elektrische i Naturschutzbundes, Puettikofer, Basel, bei Mi- Beleuchtung des großen Lagerplatzes gesorgt. Am 19. Juli dann werden die ersten in- und nisterpräsident Dr. Reinhold Maier in Stuttgart vorgesprochen. Dabei wurde angerqgt, die Ver- ausländischen Teilnehmer erntreffen, um mit : handlungen wegen einer Änderung des im der deutsch-französischen Lagerwoche zu hegin- Jahre 1897 zwischen der Schweiz und dem denen. Von Efringen-Kirchen aus werden wäh- maligen Großherzogtum Baden abgeschlossenen rend des Campings Wanderungen und Fahrten Staatsvertrag über die gemeinschaftliche • Was- in die Schweizer Alpen, in die Vogesen und in serjagd auf dem Untersee und Rhein sobald den Schwarzwald unternommen werden. Für, wie möglich wieder aufzunehmen. Die Ver- diese Dreiländer-Wanderühgen ist die Lage des handlungen waren im November 1951 einge- Campings im badischen Dreiländereck eine be- , leitet, im Hinblick auf die staatliche Neuord- sonders günstige. Inung in Südwestdeutschland jedoch vertagt worden. Der Vertrag regelt die Vogeljagd am Untersee und Rhein, deren erster Jagdtag am 26. November unter dem Namen „Belchenschlacht“ allgemein bekannt geworden ist Die Naturschutzkreise Badens und der Schweiz bemühen sich seit langem, die Jagd einzuschränken und sie vor allem humaner zu gestalten. Landesregierang besucht Breisach Stuttgart. Die Landesregierung von Baden- Württemberg wird am 8. August der Stadt Breisach einen offiziellen Besuch abstatten. Unter Führung des stellvertretenden Ministerpräsidenten Dr. Hermann Veit werden die Minister Gotthilf Schenkel, Friedrich Herrmann, Erwin Hohlwegler und Eduard Fiedler unter anderem das Breisacher Münster besuchen und am Nachmittag einen Empfang geben. Als nächste badische Städte sollen Wangen und Freiburg besucht werden. Ein Termin wurde jedoch nicht festgesetzt. / Donnerstag, |l Juli 1853 Nummer 80 OLYMPISCHE SPIELE 19 52 . Am Samstag ertönt die Olympia-Faniare Die XV. Olympischen Spiele werden um 13 Uhr in Helsinki eröffnet — Schon am Sonntag fallen die ersten Entscheidungen — Schlußfeier am 3. August Schon sind die meisten Olympia-Teilnehmer in Helsinki eingetroffen und im olympischen Dorf untergebracht. Erste Entscheidungen fielen bereits am Dienstag bei der Qualifikation der Basketballspieler. Am Samstag um 13 Uhr werden die Spiele offiziell eröffnet. Die ersten Entscheidungen in der Leichtathletik fallen am Sonntag zwischen 16.20 und 18 Uhr. Wir geben nachfolgend einen Gesamtüberblick über die Aussichten der Teilnehmer, insbesondere der deutschen Olympiakämpfer, in allen Sportarten. Gleichzeitig veröffentlichen wir den gesamten Zeitplan der Olympischen Spiele. die en der großen vorolympdsehen Mittelmeerregatta i teilnahmen, müssen Chancen eingeräumt werden. Recht gespannt ist man im Kanu auf das Zusammentreffen des französischen Weltmeisters im Einer- Kanadier, Boutigny, mit dem Deutschen Meister Franz Johannsen. Neben den französischen Kanuten gelten vor allem die Schweden und die Tschechoslowaken als recht stärk. Italienische Vormachtstellung im Radsport In den radsportlichen Wettbewerben werden die Italiener ihre 1948 gewonnene und 1951 bei den Weltmeisterschaften untermauerte Vormachtstellung verteidigen müssen. Aber auch Frankreichs, Australiens, Englands, Belgiens und Hollands Fahrer gelten als stark. Deutschland hat lediglich im Fliegerrennen mit Potzernheim eine kleine Chance. USA beherrschen Russische Athletinnen 1 Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß die USA trotz der namhaften Verbesserungen in den übrigen Nationen den größten Teil der Goldmedaillen in der Leichtathletik einheimsen werden. Die Amerikaner werden mit ihrem unerschöpflichen Reservoir die Laufstrecken bis 800 m, die Hürden, die Sprünge (außer Dreisprung), das Kugelstoßen und die Staffeln beherrschen. Während bisher immer neue Namen aufzutauchen pflegten, kommen in diesem Jahre mit Dil- lard und Whitfleld zwei Läufer, die bereits vbr vier Jahren zu Goldmedaillen kamen. die Leichtathletik echnen mit „Goldregen“ nicht unwesentlich geändert. Mittelpunkt ist der Achter, in dem Deutschland durch seinen Meister Kölner RV 77 vertreten wird, der allerdings gegen die Boote der USA, Englands und Dänemarks wenig Aussichten hat. Platzchancen räumt man allerdings dem deutschen Zweier ohne Steuermann ein. Gute Aussichten im Kanu und Segeln Im Segeln werden vor allem die Skandinavier eine Rolle spielen. Doch auch den deutschen Teilnehmern, Wenig Aussichten für deutsche Fechter Im Fechten haben die ehemals zur internationalen Spitzenklasse zählenden Deutschen in Helsinki wenig Aussichten auf ein erfolgreiches Abschneiden. Das Verbot des Fechtsports in den Nachkriegsjahren und die Isolation gegenüber dem Ausland haben dazu beigetragen, daß der deutsche Fechtsport seinen hohen Leistungsstandard verloren hat. Es fehlen vor allem junge Nachwuchsfechter, die in der Lage wären, die bereits seit Jahrzehnten aktiven deutschen Sportfechter abzulösen. So muß der Deutsche Fechterbund auch in Helsinki aüf die „alte Garde“ vertrauen, die gegen die äußerst starken Vertreter der Fechtnationen Italien, Ungarn und Frankreich auf verlorenem Posten steht. Lediglich bei den Frauen hat die mehrfache Deutsche Meisterin Lilo Allgayer berechtigte Aussichten, mit den Italienerinnen und Französinnen in die Entscheidung zu kommen. Japans Schwimmer erschüttern Amerika Die USA gewannen 1948 alle Schwimm-Goldmedaillen McDonald Bailey (England) in den Sprints, Rhoden und Wint (Jamaika) über 400 und 800 werden die schärfsten Widersacher der Amerikaner sein. Auf der „schwedischen Nationalstrecke“ über 1500 m sind den Skandinaviern in den beiden Deutschen Lueg und Dohrow ernsthafte Gegner erstanden, gegen die auch die besten englischen Meilenläufer (Banniser und Nakeville) kaum aufkommen werden. Die Langstrecken können einen Doppelerfolg des Weltrekordmannes Zatopek (Tschechoslowakei) bringen. Seit 1912 ist allerdings keinem Langstreckler ein Doppelerfolg über 5000 und 10 000 m geglückt. Auch Zatopek schaffte es in London nicht. In Helsinki stecken in Reiff, Si- moun, Schade, Albertsson, Popow und Anoufriev die Hauptgegner. Die Amerikaner Davis, Richards und Gourdine sind in den Sprüngen heiße Favoriten. Im Dreisprung ist der Brasilianer da Silva, der neue Weltrekordmann, kaum zu schlagen. Die Japaner und die Sowjets kommen ihm am nächsten. In den Wurfübungen können die USA im Kugelstoßen alle Medaillen holen. Im Diskuswurf müssen i Sich die Italiener Consolini und Tosi des Ansturms der Amerikaner Iness und Gordien erwehren. Im Hammerwurf wird die Tagesform entscheiden: Strandli, Nemeth und Storch sind nach der Papierform Favoriten. Finnland wird im Speerwerfen — wie in London — die Goldmedaille holen wollen. Mit Hytiaeinen, Leppaenen und Nikkinen könnte neben dem Sieg auch noch ein Platz herausspringen. Vor vier Jahren in London gewannen die USA sämtliche in den Schwimm Wettbewerben zu vergebenden Goldmedaillen. In Helsinki wird sich die Lage mit dem Wiedererscheinen der Japaner schlagartig verändern. Wenn die Amerikaner auch auf der Kraulsprintstrecke mit Cleveland einen hohen Trumpf ausspielen können, so werden die Japaner über 400 und 100 m Kraul (Furuhasht, Tanaka, Asuma, Aazu- kuri) von der amerikanischen Elite kaum zu schlagen sein. Ein Wort mitreden wird auch der Australier John Marshall. Im Brustwettbewerb über 290 m rechnet Deutschland mit einer Medaille durch den Weltrekordler Herbert Klein, dessen größte Konkurrenten Leonid Meshkov (Sowjetunion) und Bengt Rask (Schweden) sein werden. Im Kunst- und Turmspringen dürften diesmal wieder, wie auch in der 4 X 200-m-Kraulstaffel_ die Amerikaner die ersten Plätze belegen. Im 'wasserballturnier wird die Entscheidung über die Medaillen voraussichtlich zwischen Italien, Ungarn und Schweden fallen. Bei den Frauen wird die Phalanx Dänemarks und Hollands kaum von einer anderen Nation durchbrochen werden können. Im Kunst- und Turmspringen gelten erneut die Amerikanerinnen als Favoriten. Norweger und Amerikaner im Schießen Die am Sonntag in Oslo beendeten Schieß-Welt- meisterschaften zeigten deutlich, daß die USA, die Schweiz und Norwegen beruhigt ihre Schützen mit guten Aussichten nach Helsinki schieben können. Vor allem in den olympischen Disziplinen wurden in Oslo vorzügliche Ergebnisse erzielt, wobei die Spitzengruppe dicht beieinander lag. S&wedens Fünfkämpfer wieder in Front? Der moderne Fünfkampf, eine in Schweden viel geförderte Sportart, dürfte auch in Helsinki wieder mit einem schwedischen Sieg enden. Die kürzlich ausgetragenen Weltmeisterschaften unterstreichen diese Prognose, vielleicht kann einer der drei deutschen Teilnehmer Eingreifen. Im Tarnen hat Deutschland Chancen Finnland, die Schweiz und Sowjetrufiland als gefährlichste Konkurrenten Der Sieg im Zehnkampf sollte für Bob Mathias, den Sieger von 1948, nur eine Gesundheitsfrage sein. Die beiden anderen Amerikaner, Simmons und Campbell, müssen mit dem Franzosen Heinrich um die Plätze streiten, da die Sowjetunion den Esten Lipp nicht gemeldet bat. Die Sprinterstaffel wird erneut mit einem • überlegenen USA-Sieg enden. Dagegen ist in der 4mal-400-m-Staffel ein scharfer Kampf zu erwarten. Zunächst galt Jamaika mit Rhoden, Wint und McKenley als hoher Favorit. Nach dem Formrückgang McKenleys ist aber alles wieder offen. Die USA haben nach wie vor die größte Chance. Deutschland erhofft nicht ganz aussichtslos eine Bronzemedaille. „Fliegend« Holländerin“ auf Medaillen jagd Bei den Frauenwettbewerben scheinen die Läufe auf den’ ersten Bilde für die Holländerin Fanny Blankers- Koen gewonnen zu sein, wie die Würfe den sowjetischen Leichtathletinnen zu gehören scheinen. Der Schein trügt aber. Die »fliegende Holländerin“ hat ernste Rivalinnen in Strickland (Australien), Williams (Neuseeland) und Hasenjäger (Südafrika), die alle die Holländerin schon schlugen. Die Sprünge sind offen und werden durch die Tagesform entschieden. Die Wurfwettbewerbe sind trotz der scheinbaren sowjetischen Überlegenheit durchaus offen. Bei den Europameisterschaften 1946 und 1950 blieben die Weiten der sowjetischen Siegerinnen zum Teil weit hinter den in der Sowjetunion erreichten Leistungen zurück. Daher können Gertrud Kille und Marianne Werner relle Chancen anmelden. Die Frauenstaffel verspricht eines der schönsten Rennen. Italien, Australien, Südafrika und Deutschland, das am Sonntag erst 46.8 Sekunden lief, haben die meisten Aussichten. Während die Chancen Deutschlands im Frauenturnen nur gering beurteilt werden und hier die Ungarinnen eine klare Favoritenstellung einnehmen, sind die Aussichten der deutschen Turner weitaus besser. Gerade bei den Turnern wird es einen barten Kampf zwischen den Finnen, den Schweizern, den Sowjets, den Deutschen und vielleicht den Ungarn geben. Die Medaillen in den einzelnen Wettbewerben dürften dabei vor allem zwischen Finnland. Deutschland und der Schweiz verteilt werden. Türkis die und schwedische Ringer überragen Im Ringen (griechisch-römisch und freier Stil) werden Deutschlands, Ringer kaum etwas zu bestellen haben. Hier dominieren gleichermaßen stark die türkischen und die schwedischen Ringer, wenn auch einige der aussichtsreichsten Türken kürzlich wegen Verstoßes gegen die Amateurstatuten aus der türkischen Olympiamannschaft ausgeschlossen wurden. Nur Schaffner könnfe eingreif en Im Gewichtheben könnte lediglich der Europameister im Schwergewicht Heinz Schattner (München) als einziger deutscher Teilnehmer Platzchancen besitzen. Vor allem in den schweren Gewichtsklassen dominieren die Amerikaner mit Davis und Shemansky, aber auch die Sowjets (Nowak) haben starke Leute zur Verfügung. In den leichten Gewichtsklassen dürften wie 1948 die Ägypter ihre führende Stellung behaupten. Die Tagesform enfscheidef bei den Boxern Für das olympische Boxturnier rechnen sich Argentinier, Südafrikaner, Ungarn und Italiener die besten Chancen aus. Belm letzten Olympiatumier in London Zeitplan der Olympischen Spiele 1952 Hodtey-Goldmedaille für Indien Im Hockeyturnier wird Indien die Goldmedaille kaum strittig gemacht Werden können. Pakistan und England sowie Holland und Deutschland haben die besten Aussichten für eine silberne oder eine bronzene Medaille. Fnßballfurnier offen Im olympischen Fußballturnier gibt es keinen erklärten Favoriten, da die Kampfkraft verschiedener europäischer Nationen (u. a. Schweden) stark nachgelassen hat, die Sowjetunion dagegen ein unbekannter Faktor Ln der Chancenbewertung ist. Die Aussichten Deutschlands können erst nach Abschluß der Ausscheidungsspiele und nach Auslosung der ersten Runde beurteilt werden. Basketball: USA oder Sowjetunion Recht interessant wird das Basketball-Turnier werden, in dem es vermutlich hauptsächlich zu einer Auseinandersetzung zwischen den USA, der Sowjetunion und der Tschechoslowakei kommen wird. Die Sowjetunion, Europameister 1951, und die USA werden im Endspiel erwartet. Kräfteverschiebung im Rudersport Im Rudern spielten 1948 England, Dänemark, Italien und die USA die erste Rolle. Seither hat sich die Lage Erste Faßballsensation Frankreich bereits ausgeschieden In fünf verschiedenen Orten Finnlands wurden am Dienstag Ausscheidungsspiele zum olympischen Fußballturnier ausgetragen. Überraschungen blieben nicht aus. So unterlag Frankreich der Elf von Polen mit 1:2 Toren und schied damit aus dem Wettbewerb aus. Rußland gewann mit viel Glück gegen Bulgarien nach Verlängerung 2:1. Dänemark schlug Griechenland ebenfalls 2:1. Mit dem gleichen Ergebnis besiegte Ungarn Rumänien. Gegen die ohne Schuhe spielenden Inder kam Jugoslawien (Gewinner der Silbermedaille ln London) zu einem höhen 10:l-Sieg. Samstag, lf. Juli: 13 Uhr Eröffnungsfeier; 1# Uhr Fußball. Sonntag, 20. Juli: Leichtathletik-Entscheidungen: 16.20 Uhr 40# m Hürden Männer; 17.35 Uhr Diskuswerfen Frauen; 18 Uhr 10 000-m-Lauf : Vorkämpfe über 100 m, 400 m Hürden, 800 m; Ringen: Vorkämpfe freier SM; Turnen: Pflicht-Zwölfkampf: Rudern: Vorrennen; Segeln: 1. Regattafahrten: Hockey: Vorentscheidungen; Fußball: 3 Spiele Vorrunde. Montag, 2L Juli: Leichtathletik-Entscheidungen: 10 Uhr 50-km-Gehen: 15 Uhr Kugelstoßen Männer: 16.10 Uhr WeitsDrur,«.- 17.20 Uhr 100 m Männer: 17.40 Uhr 400 m Humen; Ausscheidungen Stabhochsprung, 100 m Frauen Vorkämpfe, Turnen: Entscheidungen im Zwölfkampf (6 Einzelmedaillen), Ringen: Freistil, Fechten: Florett-Mannschaft-Vorr., Rudern: Zwischenläufe, Moderner Fünfkampf: Reiten, Segeln: 2. Regattatag, Fußball: 4 Spiele Vorrunde. Dienstag, 22. Juli Leichtathletik-Entscheidungen: 15 Uhr Stabhochsprung; 16 Uhr Diskuswerfen: 16.10 Uhr 800 m; 18 Uhr 100 m Frauen: Vorkämpfe über 20(1 m, Vorlauf 5000 m. Fechten — Entscheidungen: Florett-Mannschaft, Turnen: Pflicht Frauen, Ringen: Freistil, Rudern, Vorentscheidung, Segeln: 3. Regattatag, Moderner Fünfkampf: Fechten, Hockey: Kampf um den 3. Platz. Mittwoch, 23. Juli: Leichtathletik-Entscheidungen: 15 Uhr Dreisprung, 16 Uhr Speerwerfen; 16.35 Uhr Weitsprung Frauen; 17.55 Uhr 200 m. Vorläufe über 110 m Hürden, 30 m Hürden der Frauen und 3000 m Hindernis, Ringen: Entscheidungen Freistil (10 und 19 Uhr), Turnen: Kür Frauen, Rudern: Entscheidungen in allen sieben Bootsgattungen Segeln: 4. Regattatag, -Moderner Fünfkampf: Schießen, Fechten: Florett-Einzel-Vorrunden, Fußball: 1 Spiel. Donnerstag, 24. Juli: Leichtathletik-Entscheidungen: 15 Uhr Hammerwerfen; 16.25 Uhr #0 m Hürden Frauen; 16.46 Uhr 5000 m; 16.45 Uhr Speerwerfen Frauen; 18 Uhr 110 m Hürden. Vorläufe über 400 m und 1500 m, 10 km Gehen, Zwischenläufe über 400 m; Hockey: Endspiel, Moderner Fünfkampf: Schwimmen, Turnen: Vorführung der Turner und Turnerinnen. Fechten: Florett-Einzel- | Endrunde, Ringen: Griechisch-römisch Vorkämpfe, Fußball: 2 Spiele. Freitag, 25. Juli: Leichtathletik-Entscheidungen: 16.20 Uhr 3006 m Hindernis; 17.05 Uhr 400 m. Zehnkampf: 10* m, Weitsprung, Kugelstoßen, Hochsprung, 400 m, 200 m Frauen Vor- und Zwischenläufe, Moderner Fünfkampf: Geländelauf, Gewichtheben: Bantam- und Federgewicht, Ringen: Griechisch-römisch, Fechten: Degen-Mannschaft Vorrunde, Baskettball: Ausscheidungsspiele, Schwimmen: Wasserballspiele, Schießen: Freipistole, Wurftaubenschießen. Fußballs l. Spiel. Samstag, 26. JuU: Leichtathletik-Entscheidungen: 15.10 Uhr Kugelstoßen Frauen; 16.30 Uhr 1500 m; 17.40 Uhr 200 m Frauen; 18.30 Uhr Zehnkampf 1500 m (vorher 11# m Hürden, Diskus, Stabhoch. Speer); Vorläufe über 4X100 und 4X400 m, Gewichtheben: Leicht- und Mittelgewicht, Ringen: Griechisch-römisch, Schwimmen: Vor- und Zwischenläufe 100 m Freistil Männer, Vorläufe 200 m Brust und 100 m Freistil Frauen, Wasserballspiele. Segeln: 5. Regattatag, Schießen: Wurftaubenschießen, Fechten: Degen-Mannschaft Endrunde, Florett Frauen Vorrunden, Baskettball: Ausscheidungsspiele. Sonntag, 27. Juli: Leichtathletik-Entscheidungen: 15 Uhr Marathonlauf; 15.20 Uhr Hochsprung Frauen; 1# Uhr 10 km Gehen: 17 Uhr 4X100-m-Staffel Frauen; 17.10 Uhr 4X 100-m-Staffel; 17.20 Uhr 4X400-m-Staffel. Gewichtheben: Halbschwer und Schwer, Ringen: Entscheidungen Griechisch-römisch, Kanu: Entscheidung 19 000 m Kajaks und Kanadier, Schießen: Freigewehr, Schnellfeuer-Fistole-Figuren, Fechten: Entscheidung Florett Frauen, Degen-Einzel-Vorrunden, Schwimmen: Entscheidung 100 m Freistil Männer, Kunstspringen Männer. Zwischenläufe 200 m Brust und 100 m Freistil der Frauen, Wasserballspiele, Segeln: #. Regattatag, Baskettball: Ausscheidungsspiele. Montag, 28. Juli: Schwimmen: Entscheidungen: Kunstspringen Männer, 100 m Freistil Frauen, Vorläufe 4 X 200 m, 400 m Freistil, Wasserhallspiele, Segeln: Entscheidungen: Größere Boote und Olympiajollen, Kanu: Entscheidungen: 500 m Kajak Frauen, 1000 m Kajak und Kanadier, Fechten: Endrunde Degen-Einzel. Schießen: | Rundfunksender berithien | uns Helsinki Die Rundfunksender im Bundesgebiet werden während der Olympischen Spiele in Helsinki zwischen dem , 20. Juli und 3. August jeden Abend zweimal eine halbe Stunde über die sportlichen Ereignisse berichten. Der Nord westdeutsche Rundfunk und der Süddeutsche Rundfunk haben hierfür die Zeiten zwischen 18.30 und 19 Uhr und zwischen 22 und 22.30 Uhr vorgesehen. Der Südwestfunk und der hessische Rundfunk berichten von 19 bis 19.30 Uhr und von 22.30 bis 23 Uhr. Der Bayerische Rundfunk sendet seine Olympiaberichte zwischen 10.05 und 19.35 Uhr und zwischen 22.30 und 23 Uhr. RIAS Berlin verbreitet seinen Olympiadienst zwischen 18 und 18.30 Uhr und zwischen 22.25 und 22.45 Uhr. Radio Bremen berichtet von 19 bis 19.30 Uhr und von 22 bis 22.30 Uhr. Originalübertragungen des Süddeutschen Rundfunk# Der Süddeutsche Rundfunk berichtet von den Olympischen Spielen in Helsinki außer den täglichen festen Sendezeiten von 18.30 bis 19 Uhr und 22 bi# 22.30 Uhr noch in Originalreportagen an folgenden Tagen: Samstag, 19. Juli, 12 bis 14.15 Uhr Eröffnungsfeier. Dienstag, 22. Juli, 15.30—15.45 Uhr 800-m-End- lauf. Donnerstag, 24. Juli, 15.30—15.50 Uhr 5000-m- Endlauf. Freitag, 25. JuU. 15.15—15.30 Uhr SOOO-m- Hlndemislauf. Samstag, 26. Juli, 15.25—15.40 Uhr 1500- m-Endlauf. Samstag, 2. August, 16—16.10 Uhr 200 m Brustschwimmen, Männer-Entscheidung. Ulzheimer gegen Unbekannte Marga Petersen gleich gegen Fanny Blankers-Koen Die Auslosung der Vorläufe in einigen Disziplinen der olympischen Leichtathletikkämpfe wurde am Montag in Helsinki vollzogen. Bei den Frauen trifft über 100 m Marga Petersen (Bremen) in ihrem Vorlauf gleich auf die vierfache Olympiasiegerin Fanny Blankers-Koen (Holland). Die deutsche Meisterin Maria Sander hat es mit Yoshikawa (Japan), Thorne (Kanada), Augustsson (Schweden) und Rakhely (Ungarn) zu tun, während Helga Klein auf Buglia (Argentinien). Arm!tage (England), Sicce (Rumänien) und Sipiliae (Finnland) trifft. Bei den Vorläufen über 100 m für Männer Ist Werner Zandt gegen Beckleß (Argentinien), Chaaban (Ägypten), MeFar- lane (Kanada), Ajado (Nigeria), Aslam (Pakistan), Aahlen (Schweden) und Pospisil (Tschechoslowakei) ausgelost, während Erich Fuchs auf Smith (USA) Price (Südafrika), Fearon (Guatemala), Crowe (Irland), Olowu (Nigeria) und Porthault (Frankreich) trifft. Über 800 nr trifft Günter Steines u. a. gleich auf den Amerikaner Pearman, während Ulzheimer es mit unbekannten Läufern zu tun hat, und Urban Cleve mit dem Norweger Boysen seine Kräfte messen muß. Keine Vorläufe über 10 000 Meter In Helsinki wurde beschlossen, daß für den 10 000- m-Lauf keine Vorläufe angesetzt werden. Das bedeutet, daß alle 52 Läufer im Endlauf starten. Über 1500 m werden voraussichtlich nicht nur Vorläufe, sondern sogar Zwischenläufe nötig sein, um di* Teilnehmer für den Endlauf zu ermitteln. stellten die vier Nationen die stärksten Kämpfer und schnitten in der Wertung am besten ab. Argentinien, Südafrika und Ungarn gewannen je zwei Goldmedaillen. Die Italiener mußten sich mit einem Olympiasieger begnügen, brachten aber in mehreren Gewichtsklassen wenigstens einen Teilnehmer unter die ersten drei und holten sich bei den Europameisterschaften 1951 die meisten Titel. Die deutschen Boxer haben sich zwar in zahlreichen internationalen Kämpfen für Helsinki gut vorbereitet, werden aber dennoch vor äußerst schweren Aufgaben stehen. Mit etwas Glück und einer entsprechenden Tagesform können aber auch die Deutschen die eine oder andere Medaille mit nach Hause bringen. Schwerste Pröfnng für deutsche Reiter In den Reiterwettbewerben stehen Deutschlands Reiter vor ihrer nach dem Kriege schwersten Aufgabe. Die besten Chancen für einen olympischen Sieg haben die Reiter aus Mexiko, Argentinien, den USA und Frankreich. Die deutschen Reiter können lediglich auf eine Placierung hoffen. Schnellfeuer-Pistole-Figuren, Laufender Hirsch, Reiten: Dressur-Vorprüfungen, Boxen: Ausscheidungskämpfe, Radfahren: Vorläufe für 1000 m Malfahren, 2000 m Tandem, 4000-m-Verfolgungsrennen, Baskettball: H. Runde, Fußball: Vorendspiel. Dienstag, 29. JuU: Schwimmen: Entscheidungen: 4X 200-m-Staffel, 260 m Brust Frauen, Kunstspringen Frauen. Zwischenläufe, 400 m Freistil, Vorläufe 100 m Rücken Frauen, Wasserballspiele, Reiten: Dressurprüfung-Entscheidung, Schießer.: Laufender Hirsch und Kleinkalibergewehr, Radfahren: 4000 m Verfolgung-Endlauf, 1000 m Malfahren-Vorend lauf. 2000 m Tandem-Zwischenläufe, Boxen: Ausscheidungskämpfe, Fechten: Säbel-Mannschaft - Vorrunden, Basketball: H. Runde, Fußballs H. Vorendspiel. Mittwoch, 3*. JuU: Schwimmen: Entscheidungen: 400 m Freistil, Kunstspringen Frauen, Vorläufe 100 m Rücken Männer, 4 X 100-m-Staffel Frauen, Zwischenläufe 100 m Rük- ken Frauen, Wasserballspiele. Fechten: Säbel-Mannschaft-Endrunde, Boxen: Ausscheidungskämpfe, Reiten: Vielseitigkeitsdressurprüfung, Baskettball: H. Runde. Donnerstag, 31. JuU: Schwimmen: Endlauf 10# m Rücken Frauen, Vorläufe 1500 m Freistil, 40« m Freistil Frauen, 200 m Brust Männer. Zwischenläufe 100 m Rücken Männer, Wasserballspiele, Turmspringen Männer, Radfahren: Entscheidungen: 1000 m Malfahren und 2000 m Tandem, 1000 m Zeitfahren. Fechten: Säbel-Einzel-Vor- runden, Reiten: Vielseitigkeitsdressurprüfung, Boxen: n. Runde. Baskettball: HI. Runde. Freitag, 1 . August: Schwimmen: Entscheidungen: 10# m Rücken Männer, 4X108 m Frauen, Turmspringen Männer, Zwischenläufe 200 m Brust Männer und 400 m Freistil Frauen, Turmspringen Frauen, Wasserballspiele, Boxen: HI. Runde. Fechten: Säbel-Einzel-Runde, Baskettball: HI. Runde, Fußball: Spiel um den S. Platz, Reiten: Geländeritt. Vielseitigkeitsspringen. Samstag, 2 . August: Schwimmen: Entscheidungen: 200 m Brust Männer, 400 m Freistil Frauen, 1500 m Freistil, Turmspringen Frauen. Wasserbau, Fußball: Endspiel, Boxen: Entscheidungen, Radfahren: Straßenrennen 187,2 km, Reiten: Jagdspringen, Vielseitigkeitsspringen Sonntag, 3. August: 8 und 15 Uhr Reiten: Preis der Nationen; » Dfcf Schlußfeier. r Daj Qttatt hi CJ-raiL „Ith bekomme sdion Falten!“ Vorsicht in der Sonne! — Ein wichtiges Kapitel Gesichtspflege »Ich bekomme Falten!“ Diese Klage ist oft von Frauen verschiedenen Alters zu hören. Nun kann man zwar mancherlei tun, um auch ein ältliches Gesicht frisch und gepflegt aussen zu lassen, es gibt jedoch kein Mittel, um alternde Haut jünger zu machen, und es ist verfehlt, von kosmetischen Präparaten Wunder zu verlangen. Für die Faltenbildung sind verschiedene Faktoren verantwortlich. Bei allen Menschen verliert die alternde Haut die Elastizität der Jugend, manche Personen bekommen jedoch viel früher Falten und Runzeln als andere, die einen um die Augen, die anderen auf der Stirn oder am Hals. Diese Einzelheiten hängen mit Familieneigenschaften und Erbanlagen zusammen und sind bei jedem Menschen verschieden. Eines aber ist allgemein bekannt: daß die ultravioletten Strahlen der Sonne die Haut vorzeitig altern läßt. Bauern und Fischer, deren Beruf es mit sich bringt, daß sie ihr Gesicht ständig der Sonnenbestrahlung aussetzen, bekommen meist schon frühzeitig Falten. Daß die Haut an Gesicht und Händen rascher altert als die Haut an den von den Kleidern bedeckten Körperteilen, könnte gleichfalls dem Einfluß der ultravioletten Sonnenbestrahlung zuzuschreiben sein. Es empfiehlt sich jedenfalls, das Gesicht nicht zu ausgiebig der Sonnenbestrahlung auszusetzen, wenn man das Auftreten von Falten befürchtet. Ein Gesicht wirkt aber auch oft alt und vernachlässigt durch zu trockene Haut — ein Übel, als dessen Ursache häufig die Reinigungsmittel angesehen werden. Vom Standpunkt der Hygiene und der Hautpflege ist es jedoch wichtig und notwendig, die Haut sauber zu halten. Die meisten Menschen benützen Seife zur Gesichtsreinigung, manche Personen lehnen sie jedoch ab, well sie der Haut das Fett entzieht Das aber tun alle Reinigungsmittel ohne dadurch besondere Hautschädigungen zu verursachen, well die Fettdrüsen normalerweise die Haut schon nach kurzer Zeit wieder einfetten. Wer eine gesunde Haut hat, kann sein Gesicht daher ruhig mit einer milden Seife reinigen. Mpnschen, die zu einer trockenen Gesichtshaut neigen, sollen jedoch darauf achten, daß sie das Gesicht nicht mit Zfa. heißem Wasser waschen, die Seife nicht zu stark einmassieren und sie, bevor sie eintrocknet mit Wasser abspülen. Viele Frauen waschen ihr Gesicht nur einmal täglich; dagegen ist nichts einzuwenden, nur ist es ratsam, diese Reinigung am Abend vorzunehmen, damit die Fettdrüsen über Nacht in Tätigkeit treten können. Immer wieder wird gegen Falten auch Gesichtsmassage empfohlen, von der viele Ärzte im Hinblick auf die Natur der Faltenbildung nichts halten. Die Theorie z. B. geht dahin, daß sich gewisse Linien schon in den Gesichtern junger Menschen abzeichnen; sie sind deutlich zu sehen, wenn die betreffende Person lächelt oder die Stirn runzelt. Im Laufe der Jahre vertiefen sich die Linien durch die ständig wiederholte Bewegung der Gesichtsmuskeln und die fortschreitende Verminderung der Hautelastizität und es kommt zur Faltenbildung. Zusammenfassend läßt sich also nur sagen, daß Falten ein Zeichen des Alterns sind und sich nicht vermeiden lassen. Durch kluge Lebensweise und ein bißchen Gesichtspflege aber kann auch die alternde Frau anziehend und reizvoll aussehen. Moderne Japanerinnen ohne Kimono Das Leben und der Fortschritt der Frauen Nippons in den Nachkriegsjahren Das Leben der japanischen Frauen hat sich seit Kriegsende sehr verändert. Sie sind sozusagen aus ihren traditionellen Kimonos herausgeschlüpft und moderne Menschen geworden, und sie genießen heute dieselben Rechte wie die Frauen in anderen Teilen der Welt. Von grundlegender Bedeutung für die Japanerinnen war die neue Verfassung, die dem Volke die fundamentalen Menschenrechte und die Gleichheit von Mann und Frau garantierte. Dann folgte die Revision des Bürgerlichen Gesetzbuches, und damit eine Neuorientierung des ganzen Erziehungs- und Arbeitswesens. Durch die Revision des Bürgerlichen Gesetzbuches änderte sich auch das Familienleben der Japanerinnen. Vor allem wurde das alte Famüiensystem aufgehoben, unter dem die Frau in Abhängigkeit von ihrem Gatten lebte. Heute kann sie heiraten, wen sie will, ist ihrem Gatten gleichgestellt, besitzt gleiche Eigentumsrechte, gleiches Recht auf Scheidung und gleiches Vormundschaftsrecht. Während früher im Falle von Ehe-, Erbschafts- oder Familienunterhaltsstreitigkeiten der Familienrat die absolute Entscheidung traf, obliegt diese heute den Zivilgerichten, die es an allen Lokalgerichten gibt und die schon vielen Frauen gute Ratgeber waren. Vor allem Frauen bäuerlicher Abkunft nehmen ihre Hilfe bei der Regelung der in Japan ziemlich komplizierten ländlichen Erbschaftsangelegenheiten in Anspruch, aber auch in Scheidungsangelegenheiten sind sie die zuständigen Stellen. ■ Der Krieg ließ zahlreiche Witwen — viele mit Kindern — zurück, die nun für den Unterhalt ihrer Familien sorgen müssen. Wie eine Statistik ergab, sind heute 1 900 000 Japanerinnen Familienoberhaupt. Sie haben im allgemeinen einen Lebensstandard, der nur 77 Prozent von dem jener Familien beträgt, in denen der Vater für den Unterhalt aufkommt. Der Not solcher vaterlosen Familien versucht das japanische Wohlfahrtsministerium durch Unterstützungen zu steuern. Auch das neue Erziehungssystem, das seit 1947 besteht, ist von großer Bedeutung für die Japanerin. Es schreibt einen Pflichtschulbesuch von neun (statt wie bisher von sechs Jahren) vor und sichert männlichen wie weiblichen Kindern dieselben Bildungsmöglichkeiten. Buben und Mädchen sitzen nun nebeneinander in den Volks- und Mittelschulen, und nahezu 50 000 Studentinnen studieren an den höheren Schulen und Universitäten. Vielleicht die bemerkenswertesten Fortschritte aber wurden auf dem Gebiet des Arbeitsmarktes gemacht. Es gibt in Japan heute etwa 3% Millionen weibliche Lohnempfänger; rechnet man zu Ihnen die im eigenen Betrieb mithelfenden oder auf der eigenen Farm beschäftigten, also im weiteren Sinne arbeitenden Frauen, so beträgt ihre Zahl über 15 Millionen. Es gibt keinen Beruf, mehr, zu dem sie nicht zugelassen werden. Während die Zahl der Arbeiterinnen in Textilfabriken nach dem Krieg abnahm, beträgt sie jetzt bereits wieder 600 000, die Zahl der Verkäuferinnen und weiblichen Bürokräfte ist ebenso groß wie früher. Es gibt 17 Rechtsanwältinnen, 5 Richterinneta und 2 Staatsanwältinnen, 120 weibliche Schuldirektoren und in zunehmendem Maße Frauen in Regierungsstellen. Die im September 1947 erlassene Arbeitsgesetzgebung legt die Arbeitsbedingungen für Frauen fest, die auch das Prinzip der gleichen Bezahlung für gleiche Arbeit und den Mutterschutz einschließen. Zur Sicherung dieser Arbeitsbedingungen sind viele Japanerinnen den Gewerkschaften beigetreten. Was Adam an Ihnen liebt... Eine kleine Epistel über seine Schwächen — Denken Sie immer daran! Oh, sicherlich alles, was. zur Bequemlichkeit seines Lebens beiträgt: ein gut geführtes Haus, gutes Essen, das pünktlich fertig ist, saubere und guterzogene Kinder, ein Haushaltungsbuch, das in Ordnung ist, gepflegte Kleidung und all die vielen Dinge des Haushalts, für die Sie ein für allemal die Verantwortung übernehmen mußten. Aber er braucht unbedingt auch seine seelische Bequemlichkeit: An seiner Seite sollen. Sie der liebende Begleiter seines Lebens sein. Hören Sie ihm so aufmerksam wie möglich zu, wenn er Ihnen von seiner Arbeit erzählt, von seinen Sorgen, seinen Freuden. Und wenn Sie nicht viel davon verstehen, dann hören Sie ihm nicht mit den Ohren, sondern mit dem Herzen zu, ohne mit kindlichem Geschwätz zu unterbrechen. Er liebt auch, daß man zärtlich zu ihm ist. Im übrigen ist es möglich, daß Ihre Empfindungen nicht immer ganz mit den seinen übereinstimmen. Für Sie, junge Freundin, ist die Liebe alles und genügt, um jeden Augenblick Ihres Lebens auszufüllen. Er dagegen hat, ohne Sie deshalb weniger zu lieben, noch Lust, einen Blick in die Zeitung zu werfen, die neuesten Nachrichten aus dem Radio zu hören oder seinem Steckenpferd nachzugehen. Quälen Sie ihn deshalb nicht mit Ihren Ge- Jm Urlaub fakrau utir ins $sbirga! Das lustige Dirndlkleid hat sich überall einen Platz erobert — „Zünftiges“ Drum und Dran belebt die Kleidung Man sollte Wert darauf legen, daß die Kleidung praktisch und schön ist. Der ländliche Stil wird sich wohl mehr und mehr durchsetzen, denn die Kleidung im Trachtenstil ist zeitlos, und bei geschmackvoller Farbenzusam- menstelluBf — ’ ier Vielseitigkeit der Formen bietet sie jeder Frau und jedem jungen Mädchen Spielraum für eine ganz persönliche Mode. Während früher das lustige Dirndl sich nur in den Ferien im Gebirge sehen ließ, hat cs sich heute schon überall einen Platz erobert. Wir sehen' es auf dem Lande und in der Stadt und auch zu festlichen Gelegenheiten ‘das seidene Stü- dimdl. Auch Trachtenkostüme und Trachtenmäntel sind gleich behebt wie die lustigen Steppjanker und gestrickten kurzen Jäckchen. Ein buntes Hals- oder Kopftuch, ein fesches Tiroler Hütl vervollständigen den Anzug. Beliebt und praktisch sind die handgestrickten Kniestrümpfe aus weißer Baumwolle mit Zopfmuster oder Durchbruchstrickerei. Man kann sie kochen, und sie halten länger als die seidenen Strümpfe. Eine hübsche Handarbeit ist ein Ansteckblumen aus farbigem Filz, bunte Bauembänder, handgetriebene Gürtelschließen, aparte Knöpfe, Samtband, Gold- und Silberschnüre, farbenfreudige Woll- und Perlstickereien beleben das in Farbe und Form schlichte Trachtenkleid qnd lassen es reizvoller Weise immer wieder verwandeln. Michaela. In der Juli-Sonne Nach einem schwülen Tag erwarten wir am Abend in unserem Garten oder auf dem Balkon ein paar liebe Freunde. Zur Erfrischung und zur Freude sei hier ein Rezept gegeben: Die schönsten Erdbeeren aussuchen, nicht die größten, aber die reifsten. Womöglich mit Stielen. Sorgfältig waschen und auf Papierservietten trocknen. Auf soviel Tellern wie Gäste erwartet werden, arrangieren wir kleine Zuckerberge in der Mitte, umgeben sie mit den Früchten und servieren dazu ein Glas Rotwein. Die Freunde tauchen die Beeren selbst in Wein und Zucker. * Die drückende Hitze macht uns faul. Ein paar Gartenratschläge trotzdem. Radieschen wollen jetzt nur noch im Halbschatten gedeihen. bunter Trachtengürtel, den sich Unter die ersten Gurkentriebe Reisig legen. f»inp ffpsrhirkti* Frau laicht «pIHst e»-.i_*_ —j _yvi_x___xi_ eine geschickte Frau leicht selbst anfertigen kann. Auch hier kann sie Ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Bunte Litzen, etwas Stickerei und die aparten Applikationen sind der Schmuck dieser Gürtel im Trachtenstil. Sehr sorgfältig den Obstspalieren entlanggehen und den Fruchtansatz auslichten, eine Arbeit, die nur mit Gefühl richtig gemacht werden kann. Jede abgeblühte Rose abschneiden. Die Kakteen an eine halbschattige, geschützte Stelle bringen und dort vergessen. fühlen. Fragen Sie ihn nicht alle fünf Minuten, ob er Sie Uebt;'warten Sie, bis er es Ihnen von selbst sagt: er sagt es dann mit viel mehr Überzeugung. Ist er müde oder leidend? Wie schnell verliert er dann sein großartiges, männliches Aussehen und wird wieder zu einem kleinen Jungen. (Aber sprechen Sie das bitte nie aus, gute Freundin, leicht würde er Sie deshalb verabscheuen.) Er verachtet auch nicht, daß man ihn schön findet. Vergessen Sie nicht, ihm ein wenig zu schmeicheln. Der unsterblich in. sein Spiegelbild verliebte Narziss war ein Mann und keine. Frau! In jedem Mann schlummert ein kleiner Tyrann. Wecken Sie ihn nicht auf, liebe Freundin. Und lernen Sie auch das kennen . . Tragik des Möbliert-Sems Möbliert! Ist es nicht ^ein hartes Wort? Liegt in ihm nicht alles verschlossen, was uns Menschen oft das Leben noch einsamer und schwerer erscheinen läßt? Möbliert! Wieviele Menschen in unserer Stadt wissen es, was es bedeutet Nicht immer freilich, denn man darf hier und da auch ein paar Blüten winden um dieses oft liebeleere Wort und seinem möblierten Zimmer den Schein freundlichen Behagens und die Note des Persönlichen geben, wenn es einem gelungen ist, Familienbilder von anno dazumal, rote Plüschdecken, Nippessachen und andere zum Begriff „möbliert“ nun einmal gehörende Dinge allmählich zu beseitigen, wenn auch nach Überwindung eines meist nicht geringen Widerstandes durch die schwer gekränkte Wirtin. In dieser Zeit der Wohnungslosigkeit und der Nachkriegsschrecken ist das möblierte Zimmer Tausenden von Menschen zum Symbol des Lebens geworden,'" well sie überall und nirgends zu Hause sind. Sie wissen, daß möbliert für sie gleichbedeutend ist mit heimatlos. Die Ostvertriebenen sitzen oft als kümmerliche Untermieter in einer elenden Mansarde. Welcher Mensch aber sehnte sich nicht nach einem eigenen Heim, das den Stempel seiner Individualität trägt. Der möbliert Wohnende wird das Milieu seines Zimmers, auch wenn es geschmackvoll ausgestattet ist, niemals als sein „Heim“ betrachten können. In ganz jungen Jahren freilich war das Möbliertsein noch von einem Schimmer von Romantik umgeben. Lächelnd versteht man es, wenn einst Robert Schumann im Jahre 1829 an seine Mutter schreiben konnte: „Mein Logis ist vortrefflich niedlich; in der Schlafkammer immer Mond- und Sonnenschein, in der Arbeitsstube Schatten und Wärme. Die Wirtsleute sind gut und gefällig und Heben mich recht, schicken auch manchmal Reis mit Rindfleisch“. Gerade in der Großstadt aber sind es heute wohl die wenigsten, denen die Wirtsleute ein wenig Liebe und gütiges Verstehen entgegenbringen. Donnerstag, 17. Juli 1952 Das Doth Nummer 86 Einstimmige Annahme der Wasserzins-Erhöhung Der Stadtrat machte jedoch Einschränkungen hinsichtlich des erhöhten Satzes für Mehrverbrauch Strompreiserhöhung für Sonderabnehmer Vor drei Wodien hatte sich der Stadtrat bereits mit der Erhöhung des. Wasserzinses von 16 auf 20 Pfennig je Kubikmeter beschäftigt, die Vorlage aber noch einmal an den Werkausschuß zur gemeinsamen Beratung mit dem Finanz- und Sparausschuß zurfickverwiesen. Am Donnerstag hatte sich nun das Plenum erneut mit dieser für die Städtischen Werke notwendigen, für den Verbraucher aber wenig angenehmen Erhöhung des Wasserzinses zu beschäftigen. Von allen Rednern wurde zwar zum Ausdruck gebracht, daß nach der erst vor. kurzem erfolgten Erhöhung des Gaspreises die neue Belastung für die Bürgerschaft sehr schmerzlich sei, daß man sich aber der Notwendigkeit einer Erhöhung des Wasserzinses in Anbetracht der ständig wachsenden Aufgaben des Wasserwerkes nicht entziehen könne. Es wurden allerdings in der Aussprache einige Bedenken vor allem wegen des außerordentlich erhöhten Satzes für Mehrverbrauch geltend gemacht, da hier unter Umständen Bevölkerungsschichten erfaßt werden könnten, die ungerechtfertigt „bestraft“ würden. Wenn der Stadtrat schließlich einstimmig der Erhöhung des Wasserzinses zugestimmt hat, dann nur unter der Voraussetzung, daß die vorgebrachten Bedenken und Einwände einer nochmaligen Prüfung unterzogen werden. Bürgermeister Schieler hem-iindete noch dle gerade die Bürgerschaft angingen, zur Entschei- rsurgermeisier acnieier Degrunaete nocn dung stünden. Wenn man mit den Leuten spreche, einmal kurz die Vorlage, die vom Werkaus- dann könne man auch tatsächlich Verständnis er- schuß und dem Finanz- und Sparausschuß ge- J meinsam ausgearbeitet worden war. Er wies vor allem darauf hin, daß der Mehrverbrauch mit einem stark erhöhten Satz belegt werden müsse, um in Notzeiten der Wasserverschwendung entgegenzuwirken. Man habe auch Vergleiche mit anderen Städten in Südbaden und im Bundesgebiet gezogen und dabei festgestellt, daß Freiburg selbst mit einem Preis von 20 Pfennig je Kubikmeter immer noch sehr gut wegkomme. In Südbaden seien es lediglich Oberkirch und Breisach, die einen Wasserzins von 18 bzw. 16 Pfennig erheben, während die übrigen Städte bei 20 Pfennig und darüber liegen. Ein Vergleich mit großen Städten des Bundesgebietes falle noch günstiger für Freiburg aus, denn hier liegen die Preise fast durchweg zwischen 25 und 35 Pfennig, zum Teil sogar noch höher. Nur wenige Städte wie Augsburg (22 Pf.), Bochum (21 Pf.), Düsseldorf (20 Pf.) und Dortmund (21 Pf.) liegen nur knapp über dem, was in Zukunft in Freiburg bezahlt werden soll. In der Aussprache wurde weniger die Erhöhung an sich als der hohe Satz für den Mehrverbrauch kritisiert. Stadtrat A 1 b r e c h t (DP) trat für die Einführung von Zwischenstufen bei einem bescheidenen Mehrverbrauch ein. Stadtrat Dichtei (CDU) seilte die Fragen, ob in den städtischen Werken entsprechende Sparsamkeit geübt und ob durch entsprechende Sparmaßnahmen der eine oder andere gestiegene Unkostenfaktor ausgeglichen werde. Er kritisierte dann einige Posten in der Vorlage, so u. a. die Ausgaben für die weitere Wassermehrgewinnung, die, wie er meinte, schon zu Lasten des neu zu erstellenden Werkes eingesetzt werden müßten. Finanzdirektor W a n n e r machte darauf aufmerksam, daß der Fehlbetrag des Wasserwerks für 1952 in Höhe von 474 000 DM nur zu einem Teil gedeckt werden könne, da die Erhöhung des Wasserzinses erst ab 1. August in Kraft treten würde. Es müßten also durch Sparmaßnahmen immer noch 150 000 bis 200 000 DM ausgeglichen werden. Stadtrat Lehr (CDU) anerkannte die erhöhtes Gestehungskosten für das Wasser, so daß man nibht umhin könne, der Erhöhung des Wasserzinses zuzustimmen, Aber auch er verwies auf den Mehrverbrauch, vor allem in stark belegten Wohnungen oder in vielen Häusern, wo gegenüber früheren Jahren heute viel mehr Familien wohnen. Stadtrat Werner (DP) trat für eine Lösung ein, die noch außerhalb der 40-Ffennnig-Grenze liege. Die Einschätzungen stimmten wohl für den Winter, aber nicht für den Sommer. Stadtrat Kappes (SPD) hätte gewünscht, daß man der Öffentlichkeit gegenüber eine Aufklärung über die Berechnungsgrundlage des Wasserzinses gegeben hätte, wie man an die Bevölkerung'überhaupt viel mehr herantreten solle, wenn derart wichtige Fragen, wecken und es sei manches zu erreichen, wenn die Bevölkerung nicht von einer gewissen Seite aufgehetzt werde. Hinsichtlich der 40 Pfennig für den Mehrverbrauch meinte er, daß die Berechnung auf sehr schwachen Füßen stünde. Er halte diesen stark erhöhten Satz lediglich als eine Art Abschreckungsmittel. Innerhalb seiner Fraktion sei die Meinung geteilt gewesen und es sei jedem Mitglied freigestellt worden, nach eigenem Ermessen zu entscheiden. Bürgermeister Schieler antwortete Stadtrat Dichtei auf die Fr^ge hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit der Betriebe, daß das Wasserwerk außer von dem ständigen Wirtschaftsprüfer auch von anderen Stellen geprüft werden solle. Er habe den Eindruck, daß Oberbaudirektor Cordell, der übrigens einer solchen Prüfung freudig zugestimmt habe, sich nicht zu fürchten brauche. 24 Stadträte hätten ebenfalls die Möglichkeit, zu prüfen, ob- der Preis erhöht werden solle oder nicht. Ihm sei es genau so schmerzlich wie jedem anderen Stadtrat, wenn er eine Preiserhöhung zu vertreten habe. Der Wirtschaftlichkeit des Werkes wegen sei sogar eine Erhöhung von S Pfennig vorgeschlagen gewesen, aber man sei dann auf 4 Pfennig heruntergegangen. Dem erhöhten Preis für den Mehrverbrauch stimme er viel freudiger zu als der allgemeinen Erhöhung. Es sei selbstverständlich, daß großen Familien und wenn mehrere Familien in einer Wohnung sind, mehr Wasser zugeteilt werden müsse. Auch werde die erhöhte Gebühr nicht gleich beim ersten Kubikmeter in Anrechnung gebracht werden. Stadtrat Dr. F1 e i g (CDU) richtete an die Stadtverwaltung die Frage, wie man sich die künftige Finanzierung des neuen Wasserwerkes denke, ob man etwa mit Pfennigen durch Erhöhung des Wasserzinses anfangen wolle. Zum Mehrverbrauch meinte er, daß der vom Finanzdirektor errechnete hohe Betrag als Einkünfte aus dem Mehrverbrauch doch etwas zu optimistisch sei. Unbesehen dürfe man diesen Weg nicht beschreiten und er wünschte, daß bei einer Zustimmung zur Vorlage der Punkt „Mehrverbrauch“ ausgesetzt werden sollte. Stadträtin S e e h stimmte der Vorlage zu, weil sie einsehe, daß das neue Wasserwerk eine dringende Notwendigkeit sei, um eine bessere Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Um aber bei der Errechnung eines Mehrverbrauchs Harten zu vermeiden, wünsche sie eine Kontrolle über die Belegung der Wohnungen. Oberbürgermeister Dr. Hoffmann schloß sich der Meinung an, daß bei den städtischen Werken eine kaufmännische Prüfung stattfinden solle. Reserven seien keine vorhanden, die Stadt habe in den letzten Jahren keine Gelegenheit gehabt, eine Politik der .»hohen Kante“ zu treiben. Was dringend notwendig sei, müsse gemacht werden, wenn man verantwortliche Kommunalpolitik treiben wolle. Er schlug vor, daß über den Mehrverbrauch Richtlinien ausgearbeitet und in nächster Zeit dem Stadtrat zugeleitet werden sollten. Das neue Werk müsse zwar mit Hilfe außerordentlicher Mittel finanziert werden, aber wir müßten mit den Pfennigbeträgen von heute einen bestimmten Betrag dieses Finanzwerkes durch die Bevölkerung aufbringen. Die heutige Generation müsse zunächst die anfängliche Belastung auf sich nehmen, während die Amortisation der übrigen Mittel auf spätere Generationen verteilt werden müsse. Die Leistungen des Wasserwerks Oberbaudirektor Cordell wies darauf hin, daß seit 1890 die Anlage des Wasserwerkes bestehe und jährlich 8 bis 9 Millionen Kubikmeter Wasser liefere. Geändert hätten sich aber seit dieser Zeit die Einwohnerzahl und auch die Wasserverhältnisse. Der normale Verbrauch von 23 000 Kubikmeter pro Tag sei während der heißen Tage plötzlich auf 35 000 Kubikmeter gestiegen. Diese starke und plötzliche Erhöhung des Wasserverbrauchs konnte aber nur'bewäl- tigt werden, weil in den letzten zwei Jahrzehn-' ten Pumpstationen gebaut worden seien. Die Wasserbehälter seien noch "dieselben wie 1870 bis 1890. Bis vor zwei Jahren habe der Wasserzins aber nur 14 Pfennig je Kubikmeter betragen. Die Kriegs- und Nachkriegszeit habe es -nicht erlaubt, alle die Arbeiten auszuführen, die notwendig gewesen wären, weil es an Material und zum Teil auch an Arbeitskräften gemangelt habe. ■ Die alten Rohrleitungen müßten gegen neue ausgetauscht werden. Die hierfür erforderlichen Mittel seien aus erhöhten Abschreibungen bei der DM-Eröffnungsbilanz gewonnen worden. In Ebnet und Kirchzarten beständen Schutzgebiete, aus denen Wasser nach Freiburg komme. Diese Gebiete, sowie neu hinzukommende müßten kontrolliert und durch besondere Maßnahmen geschützt werden, so daß für die nächsten 10 Jahre ständig erhöhte Au^g^ben notwendig werden. Oberbaudirektor Cordell erinnerte weiter an die Erstellung einer Chlor- und einer Entsäuerungsanlage, an die Bearbeitung des Wassers mit Kalk usw. und meinte, wenn der Wasserzins heute um 50 Pro- Freigabe der Emil-Thoma-Schule Zu Beginn der Sitzung hatte Stadtrat Dr. i seminar immer noch beschlagnahmt bleibe, das F1 e i g (CDU) den Wunsch ausgesprochen, das so dringend notwendig sei, um unsere Akade- zent höher liege wie 1914, so sei das ganz natürlich. Mit Bezug auf die von Oberbürgermeister Dr. Hoffmann geforderten Richtlinien für den Mehrverbrauch erklärte Direktor Cordell, daß man in diesen Dingen nichts festlegen könne. In Freiburg habe man das Veranlagungssystem mit etwa 12 Kubikmeter Wasser pro Monat und Familie. Damit war die Debatte über diesen Punkt beendet; die Vorlage wurde einstimmig angenommen mit den Vorbehalten, sich aus der Aussprache ergeben hatten. die Punkt „Verschiedenes" im Stadtrat General Schiesser dankte in einem Schreiben an die Stadtverwaltung der Freiburger Feuerwehr für ihr tatkräftiges Eingreifen bei dem Brand am 3. Juli in der Vaubankaserne. Auf Beschwerden über die Behandlung und die Verpflegung in der Kartaus wurde eine überraschende Kontrolle durch eine neutrale Stelle durchgeführt. Sie hat ergeben, daß die Beschwerden unberechtigt waren. Von den vielen befragten Insassen wurde übereinstimmend erklärt, daß die Behandlung gut sei und auch das Essen so reichlich, daß sehr oft nicht alles auf- gegessen werden könne. Ein Bundgang durch die Schiafsäle und Gänge zeigte mustergültige Ordnung und peinliche Sauberkeit. Von den Schwestern wurde lediglich der Wunsch ausgesprochen, daß eine Terrasse angebaut werden möge, damit auch die bettlägerigen Insassen,. die sonst nicht an die frische Luft könnten, einen Aufenthalt im Freien genießen könnten. Oberbürgermeister Dr. Hoffmann berichtete kurz über seinen Besuch in Stuttgart, wo er Ministerpräsident Dr. Maier einige Wünsche vortrug, so vor allem hinsichtlich des Hotels am Colombipark und des Domhotels Geist. Dr. Maier habe sich nach Bonn begehen und dort entsprechende Schritte unternommen. Aus der Mitteilung, die er, Dr. Hoffmann, von Stuttgart erhalten habe, glaube er, hoffen zu können, daß Stuttgart die Freiburger Wünsche unterstütze. Eine frühere Anfrage des Stadtrats Bitterst (DP) wegen Beleuchtung der Trittbretter der Anhängewagen der Straßenbahn erklärte Bürgermeister Schieler, daß sich die zusätzlichen Kosten bei den sechs im Neubau befindlichen Anhängewagen auf 1500 DM belaufen würden. Man will nun versuchen, durch einen weißen Streifen, eventuell mit Leuchtfarbe, die Trittbretter in den Abend- und Nachtstunden kenntlicher zu machen. Die Eingänge zum Luftschutzstollen in der Schloßbergstraße sind in Gefahr, einzustürzen. Diese Gefahr wirkt sich auch auf die Anwesen Schloßbergstraße 7, 9 und 11 aus. Mit dem Einverständnis des Stadtrats wird Bürgermeister Dr. Brandei veranlassen, daß die notwendigen Arbeiten getan werden, um einen Einsturz zu verhindern. ' Stadtrat Bohrer (CDU) bemängelte erneut die Verhältnisse auf dem Großmarkt am Karlsplatz und bat die Stadtverwaltung erneut, hier für Abhilfe zu sorgen. Endgültig könnten die Verhältnisse gebessert werden, wenn es möglich wäre, eine Markthalle zu bauen. Die Stadträte Knobel (CDU) und Werner (DP) machten auf die unhaltbaren Zustände in den Toilettenanlagen des FFC-Stadions aufmerksam. Schon aus Gründen der Hygiene müßte hier etwas von der Stadt getan werden. Oberbürgermeister Dr. Hoffmann sagte zu, vom Gesundheitsamt einen Bericht anzufordern. Stadtrat Dr. Gotthardt wollte wissen, wer den Parkplatz vor der Karlskaserne hatte anlegen lassen, worauf ihm erwidert wurde: „Die Polizei.“ Von einigen Stadträten wurde dieser Parkplatz als unmöglich bezeichnet. In verschiedenen Fällen sei es schon zu Sachschäden an Kraftwagen gekommen. Bürgermeister Kuh machte den Vorschlag, das Gelände hinter der ehemaligen Synagoge zu enttrümmern und als Parkplatz im Zentrum der Stadt einzurichten. Schließlich wurde noch auf den etwas merkwürdigen Umstand hingewiesen, daß zwei Drittel des Kartoffelmarktes als bewachter Parkplatz eingerichtet seien, während ein Drittel nicht bewacht sei. Die Folge davon sei, daß der unbewachte Platz ständig überfüllt sei. Man neige der Ansicht zu, daß am Tage eine Bewachung nicht mehr notwendig sei, sondern nur in den Abend- und Nachtstunden. Weitere Förderung des Altstadt-Wiederaufbaues Thema „Emil-Thomä-SchUle“ aus der Tagesordnung der nichtöffentlichen Sitzung herauszunehmen und in der öffentlichen Sitzung zu behandeln. Diesem Wunsche wurde entsprochen, und Oberbürgermeister Dr. Hoffmann konnte die erfreuliche Mitteilung machen, daß die seit langem geführten Verhandlungen zu dem Ziele geführt hätten, daß die Emil-Thoma-Schule baldigst freigegeben würde. Die französische Gendarmerie und die Genie-Truppen würden in das Lehrerseminar hinübergenommen. Außerdem plane die Besatzungsmacht den Bau eines zentralen Bürohauses, um die dezentralisierten Verwaltungsstellen zusammenzufassen. Die Mittel würden von französischer Seite zur Verfügung gestellt. Der Oberbürgermeister sagte zwar, daß die Stadt 'Freiburg bereits einen Platz zur Verfügung gestellt habe, leider konnte man noch nicht erfahren, wohin dieses Bürohaus zu stehen kommt. Stadtrat Dr. FI e i g (CDU) gab seiner Freude über die baldige Freigabe der Emil-Thoma- Schule Ausdrude, da dadurch endlich die Schulverhältnisse in der Oberwiehre eine Besserung erfahren. Er bedauerte aber, daß das Lehrer- mien endlich aus den Baracken herauszubekommen. Stadtrat L i p p s (CDU) setzte sich wiederum für die Gewerbeschule ein und bat dringend, daß man diese nicht vergesse. Bürgermeister Br. B r a n d e 1 gab eine Übersicht über den Stand der Wiederaufbauarbeiten seit dem 20. Mai 1952. Seit diesem Tage sind inzwischen 283 Wohnungen neu in Angriff, genommen und 236 neue Wohnungen bezogen worden. Bei den öffentlichen Bauvorhaben ist vor allem der Neubau der Handelsschule erwähnenswert, der bis zur Erdgeschoßdecke gediehen ist. Man hofft, noch vor Eintritt des Winters mit dem Rohbau fertig zu sein. Bei den ECA- Bauten sind die Baublöcke 1—5 im Stadium des Innenausbaues, die Blöcke 6, 7 und 9 im Rohbau fertig und Block 8 aufgerichtet. Für private Bauvorhaben wurden 2,5 Millionen DM verplant und zum Teil bereits zugeteilt. Die Summe ist allerdings nicht so groß, daß alle Wünsche befriedigt werden konnten. Bei den Besatzungsverdrängten seien insofern gewisse Hemmungen eingetreten, als sie weniger Wert auf eine Neubauwohnung legten, sondern vielmehr den Wunsch haben, wieder in ihre alte Wohnung zurückzukehren. Der geschlossene Wiederaufbau der Altstadt ist immer noch unbefriedigend. Nach den schlechten Erfahrungen, die die Siedlungsgesellschaft und andere Baugenossenschaften gemacht haben, wird die Stadt den Wiederaufbau noch mehr als bisher mit Barmitteln fördern müs sen, was immer noch billiger ist, als am Stadt- _. , .. ^ . rand neue Gebiete und Straßen zu erschließen. Oberbürgermeister^Dr.^^H^ofhnann erwi-j £> er Wiederaiftbauplan für die Altstadt ist nunmehr vom Ministerium genehmigt worden. derte in diesem Zusammenhang, man könne nur bei den französischen Stellen bitten, daß sie auch für die militärischen Belange ein Haus, ähnlich dem Bürohause, bauen, damit auch die Gewerbeschule wieder ihrem eigentlichen Zweck zugeführt werden könne. Bürgermeister Schieler machte den Vorschlag, eine Trennung der Gewerbeschule anzustreben, damit man wenigstens einen Teil bekomme. Denn nach seiner Überzeugung sei die Schule nicht voll belegt. Stadtrat Kappes (SPD) machte darauf aufmerksam, daß doch auf Grund des Generalvertrages die Verwaltungen vollständig abgebaut werden sollten. Vielleicht könne dann das in Aussicht genommene Bürohaus für die militärische Verwaltung Verwendung finden und dadurch die Gewerbeschule frei werden. Strompreiserhöhung für Sonderabnehmer Nachdem die Strompreise für Strom für Sonderabnehmer aufgehoben wurden, hat die W3 a - denwerk-AG. dem Elektrizitätswerk mitgeteilt, daß sie der Stadt gegenüber eine Preiserhöhung ab 1. April 1952 durchführen müsse. Die Erhöhung erfolgt zunächst nur für den Anteil des Stroms, der an die Sonderabnehmer abgegeben wird. Dadurch ergibt sich eine Mehrzahlung für die Stadt von jährlich rund 567 000 DM. Das Elektrizitätswerk ist ebenfalls berechtigt, die Strompreiserhöhung auf die Son- derabnehirfer abzuwälzen. Es wurde eine Erhöhung ab 1. April für Tagstrom um 1 Pfennig, für Nachtstrom um 0,6 Pfennig, und ab 1. Mai 1952 für Tagstrom um 1,5 Pfennig und für Nachtstrom um 1 Pfennig vorgeschlagen, so daß der oben genannte Betrag wieder gedeckt ist Die Stadträte Dichtei (CDU) und Werner (DP) beanstandeten die rückwirkende Zahlung ab 1. April und schlugen vor, in Verhandlungen mit dem Badenwerk eine Rückwirkung wenigstens ab 1. Mai zu erreichen. Auch der Oberbürgermeister unterstützte diese Ansicht, da die Stadt erst Ende April von der Erhöhung Kenntnis erhalten habe und erst Anfang Mai ihre Abnehmer habe verständigen können. Bürgermeister Schieler wies darauf hin, daß das Elektrizitätswerk die Erhöhung für den April selbst tragen müsse, wenn von de8 Abnehmern der erhöhte Tarif erst ab 1. Mai verlangt werde. Der Oberbürgermeister sagte -zu, entsprechende Verhandlungen mit der Badenwerk-AG. über eine Rückwirkung der Erhöhung erst ab 1. Mai zu führen. - Die Besatzungswohnungen Von den Besatzungsbauten sind inzwischen 176 Wohnungen fertiggestellt, die ersten Einzüge sind bereits in der Erasmusstraße erfolgt. Weitere 116 Wohnungen sind im Bau, 196 neue Wohnungen sind geplant. Sie sollen vor allem in der Rheinstraße, Uferstraße, Schwendi- und Runzstraße erstellt werden. Die Grundrisse dieser neu zu erstellenden Bauten zeichneten sich allerdings durch einen etwas übergroßen Aufwand an Treppenhäusern urfd Gängen aus, der nicht gerechtfertigt ist. Stadtrat Dr. F1 e i g (CDU) stellte zunächst die Frage, ob die Stadt noch etwas Zusätzliches tun könne, um die Bautätigkeit in der Altstadt anzuregen und ob durch den Bezug der Besatzungswohnungen dafür deutsche Wohnungen f ri würden. Stadtrat Dr. Gotthardt (SPD) war der Meinung, daß, nachdem nun die Wiederaufbaugenehmigung füi die Nordstadt durch das Ministerium vorliege, nun auch die Bestimmungen des Wiederaufbaugesetzes zur Anwendung kommen könnten. Auf die Dauer könne sich niemand der Verpflichtung entziehen, zerstörtes Eigentum wiederaufzubauen, wenn ihm von seiten der Gemeinschaft alle Mittel und Hilfe geboten würden. Die Stadtverwaltung sollte auch die Zwangsmittel des Wiederaufhaugesetzes in Anwendung bringen. Dr. Gotthardt stellte schließlich den Antrag, die aus «einem Bauvorhaben übriggebliebenen 100 000 DM für den Wiederaufbau des Gemeinschaftshauses in der Siedlung zu verwenden, über den schon seit zwei Jahren geredet werde, der aber aus Mangel an Mitteln bisher noch nicht in Angriff genommen werden konnte. Bürgermeister Dr. B r a n d e 1 machte darauf aufmerksam, daß im nächsten Jahr der Wohnungsbau am Stadtrand gedrosselt werden müsse zugunsten des Wiederaufbaues in der Altstadt. Etwa im September werde man sich zusammensetzen, um eine gemeinsame Planung durchzuführen. Bürgermeister Schieler teilte mit, daß nach einer Besprechung bei Lt. Col. Monteux vereinbart worden sei, beim Bezug der ersten Besatzungswohnungen 40 deutsche Wohnungen freizugeben. Auf dem Wohnungsamt habe dann eine Unterredung stattgefunden, in der die dringendsten Fälle herausgesucht wurden, so Etatberatung erst nächste Woche Die Beratung des Haushaltsplanes der Stadt Freiburg wird auf Wunsch der Fraktionen erst am Donnerstag, 2 4. Juli, beginnen. Sie wird mit einer Etatrede des Oberbürgermeisters Dr. Hoffmann eingeleitet werden. vor allem alte Leute und Familien, die auf engstem Raum zusammengepfercht seien. Bis jetzt sei die Freigabe aber noch nicht erfolgt. Oberbürgermeister Dr. Hoffmann sagte zu diesem Thema, daß die Beziehung der Bauten bald erfolgen solle. Für die neu zu erstellenden 196 Wohnungen sei eine Freigabe von 100 deutschen Wohnungen in Aussicht gestellt worden. Von verschiedenen Stadträten wurde das Verhältnis zwischen den Besatzungswohnungen und den freiwerdenden deutschen Wohnungen kritisiert und als zu ungleich empfunden. Es wurde zum Ausdruck gebracht, daß man kein Verständnis habe, daß trotz der Besatzungsbauten nur ein Teil der Wohnungen freigegeben werde. Bürgermeister Ruh bat schließlich darum, den Wiederaufbau im Stadtteil Stühlinger etwas intensiver zu betreiben. Erhöhter Steuersatz für Spielklubs Sehr schnell war die Festsetzung des Steuersatzes für Spielklubs (sogenannte Ecarte-Klubs) erledigt. Der bisherige Satz betrug .20 Prozent; es herrschte Einstimmigkeit darüber, diesen Satz auf 30 Prozent des Umsatzes zu erhöhen. Interessant war lediglich, wie man auf diese Angelegenheit gekommen ist Ein Unternehmer, der bisher in Karlsruhe einen Betrieb hatte, wollte dort abwandern, da ihm der Karlsruher Steuersatz von 60 Prozent zu hoch war. Er frag in Freiburg an, wie hoch die Steuer sei und da wurde man aufmerksam. Nachdem man festgestellt hatte, daß in anderen Städten weit mehr als 20 Prozent verlangt werden, hielt man auch in Freiburg einen Satz von 30 Prozent für angebracht. Wieder normale Dienststunden Ab Donnerstag wird bei den städtischen Ämtern wieder der normale Dienstbetrieb durchgeführt, nachdem, veranlaßt durch die große Hitze der letzten Zeit, vorübergehend eine durchgehende Arbeitszeit eingeführt worden war. Nummer M Donnerstag, 17. Juli 1991 Sinnbild des Willens, Gutes zu tun Die Arbeiterwohlfahrt feierte das Richtfest ihres Altersheimes Welch großes Ansehen die verdienstvolle, | unserer Zeit noch vorhanden sei, wenn es auch hochherzige Liebestätigkeit der Arbeiterwohl- oft nicht den Anschein habe, fahrt in weiten Kreisen der Bevölkerung ge-. Bürgermeister Schieler übermittelte der nießt, bewies die außergewöhnlich zahlreiche Arbeiterwohlfahrt den Dank der Stadtverwal Teilnahme am Richtfest für das Altersheim an der Runzstraße, das erste AW-Altersheim in Südbaden. Die Stadtverwaltung war durch die Bürgermeister Schieler, Ruh, Schemenau und Dr. Brandei vertreten: gewiß ein erfreuliches Zeichen dafür, wie sehr das Wirken der Arbeiterwohlfahrt an maßgebender Stelle geschätzt wird! Nach dem Richtspruch unternahm man unter der. sachkundigen Führung des Architekten Fritz Koch, dem die vorzügliche Planung des Projekts zu verdanken ist, einen kurzen Rundgang durch den geräumigen Neubau, der insgesamt Zimmer mit 90 Betten, ferner Krankenbehandlungsräume für Männer und Frauen enthalten und mit Fahrstuhl und Strahlungsheizung versehen sein wird. Im „Schützen“, wo man sich anschließend in froher Runde zusammenfand, dankte die 1. Vorsitzende des Landesverbands der Arbeiterwohlfahrt, Frau Schanzenbach, sehr herzlich allen Meistern, Handwerkern und Arbeitern für das bislang von ihnen Geleistete. Das im Werden begriffene Altersheim sei ein Haus, von dem man sich etwas verspreche und in dem der Wille, Gutes zu tun, eingefangen sei. Unter starkem Beifall stellte die Rednerin fest, es wäre weit besser, in Deutschland Häuser zu bauen als immer wieder Dinge zu schaffen, die nur der Vernichtung dienten. Das neue Altersheim der AW sei ein Musterbeispiel dafür, was geleistet werden könne, wenn viele gleichgesinnte Menschen Hand mitanlegten. Die Arbeiterwohlfahrt wolle durch dieses Heim mit den von der Arbeiterschaft aufgebrachten Mitteln etwas schaffen, das den alten Menschen ihre Freiheit und Menschenwürde erhalte; und man sei sehr froh, ln dem Architekten Fritz Koch den rechten Mann dafür gefunden zu haben. Frau Schanzenbach dankte der Stadtverwaltung herzlich für die Bereitstellung des Platzes, der mitten in der Stadt, zugleich aber auch mitten in der herrlichen Natur liege, und allen am Bau Mitwirkenden. Man wolle das Altersheim als Kraftquell des' Guten betrachten, das auch in tun® für die Errichtung des Altersheims, für das man keinen schöneren Platz hätte finden können. Die Arbeiterwohlfahrt habe nach 1949 Vorbildliches geschaffen: vor allem Kinderheime und Heime für Männer und Frauen, und man könne nur hoffen, daß auch dieses ^Altersheim bald fertiggestellt sein werde. Der Wunsch des Redners, daß die Menschheit einmal vernünftig würde und nur noch aufbaute, anstatt immer wieder Mittel zur Vernichtung zu schaffen, fand ein lebhaftes Echo. Frau Stadtrat S e e h, die selbst m der AW- Arbeit steht und die Hilfsbedürftigen verständnisvoll berät, sprach von dem außergewöhnlich großen allgemeinen Interesse an dem Neubau, das so groß wie die Not der alten Leute sei, die endlich aus ihrem Wohnungselend herauskommen möchten. Spätestens bis zum I. Dezember werde man mit dem Einzug rechnen können. Direktor Benz vom Städtischen Wohlfahrtsamt bezeidhnete es als sehr erfreulich, daß die Verbände der freien Wohlfahrtspflege so aktiv zur Linderung der allgemeinen Not beitrügen, und schloß mit dem Wunsche, daß hier ;ein Heim erstehe, in dem die Alten sich wohl fühlten. Bürgermeister Dr. Brandei fand als Baureferent der Stadt Freiburg Worte hohen Lobes für den Architekten Koch, der hinsichtlich des Altersheims eine architektonisch besonders schöne Form gefunden habe, die sich in die prächtige Landschaft harmonisch einfüge. Sehr anerkennend äußerte sich auch Ministerialrat Wolz Vom Landsarbeitsamt Baden, das in finanzieller Hinsicht ebenfalls zum Bau des Altersheims beitrage. Mit besonderem Beifall wurden die Ausführungen des Architekten Fritz Koch aufgenommen, der mitteilte, daß durch das Altersheim 50 Wohnungen in. der Stadt frei würden und daß man beabsichtige, dem Heim noch einen Bau mit Kleinwohnungen anzufügen. — Noch lange blieb man dann bei Scherz und Gesang in geselliger Runde beisammen. Festliche Stunden, die den Teilnehmern unvergeßlich bleiben werden! R. B. „Schaufenster der Arbeit“ Die Allgemeine Ortskrankenkasse bezog ihr neues Verwaltungsgebäude „Sie wünschen bitte?“ Freundlich wird man von einem jungen Mann an der „Auskunft“ der neuen AOK-Schalterhalle am Fahnenbergplatz empfangen, und gleich darauf erfährt man, wohin man sich zu- wenden hat. „Ausgezeichneter Kundendienst!“ denkt man, während man die weiträumige, das Tageslicht in ungebrochener Fülle durch ihre gläsernen Wände hereinlassende Halle betritt; und dieser Eindruck verstärkt sich, je länger man darin verweilt und den vielen fleißigen Angestellten bei der Abfertigung des Publikums zuschaut. Nur wer die völlig unzulänglichen Verhältnisse in den bisherigen AOK-Geschäftsräumen im Arbeitsamt am eigenen Leibe kennengelernt und in einer der langen Schlangen auf seine Abfertigung gewartet hat, weiß den Umschwung zum Guten, den der schöne Neubau mit sich gebracht hat, voll zu würdigen. Am vergangenen Freitag, dem Eröffnungstage, wurden über 2000 Besucher abgefertigt; und man kann feststellen, daß ee nur eine einzige Stimme des Lobes über die gewaltige Verbesserung aller Einrichtungen gegenüber dem bisherigen Notbehelf gab. Das ermüdende Warten, das einen Gang zur AOK bislang nicht gerade zu einem Vergnügen machte, fällt jetzt so gut wie ganz fort; dafür sorgen schon die 29 Schalter, die übersichtlich nebeneinander liegen, und sollte die Praxis die Notwendigkeit einer zweckdienlicheren Anordnung ergeben, so wird ihr unverzüglich Rechnung getragen werden. Vor allem die alten Rentner und die Kriegshinterbliebenen atmen auf. Für eie ergibt die neue Abfertigung, wenn sie an die Wilhelmstraße zurückdenken, einen Unterschied von Tag und Nacht, und sie freuen sich auch sichtlich über die Tische und die Stühle, auf denen sie sich ein wenig ausruhen können. Rund um unser Stadtgeschehen Alkoholisierter Radfahrer. Bei der Fahrt durch die Eschholzstraße stieß ein Radfahrer, der angeblich angetrunken war, mit einem Lieferkraftwagen zusammen. Er kam zu Fall und zog sich Verletzungen und Prellungen im Gesicht und am Knie zu. Er fand Aufnahme in der Chirurgischen Klinik. Vorsicht beim Überqueren der Fahrbahn. Auf der Elsässer Straße wurde eine Frau beim Überqueren der Fahrbahn von einem Motorradfahrer angefahren, auf die Fahrbahn geworfen und schwer verletzt. Der Motorradfahrer fuhr gegen einen abgestellten Lastkraftwagen, wobei er mit dem Kopf gegen den Aufbau stieß und beim Sturz ebenfalls erheblich ver-' letzt wurde. Beide Verletzten wurden in die Klinik eingeliefert. Wegen eines Fahrtenmessen. Zwei Buben lm Alter von 12 und 8 Jahren stiegen in ein Freiburger Warenhaus ein, indem sie die Scheibe einer Glastüre einschlugen und durch die Öffnung schlüpften. Von einem Ausstellungstand nahmen sie ein Fahrtenmesser mit, das sie unbedingt haben wollten und deswegen zu Dieben wurden. mann,.ln den Ruhestand versetzt. Die ■juristische Laufbahn begann er als Rechtspraktikant und Gerichtsassessor, später war Dr. Strau- mann Staatsanwalt ln Offenburg, Amtsgerichtsrat ln Philippsburg, Landgerichtsrat in Karlsruhe, von 1929 an .Landgerichtsrat in Freiburg. Empfang des Schweizer Trachtenchors Der Schweizer Trachtenchor Chanson de Montreux, der durch seine volkstümlichen Liedvorträge weithin bekannt geworden ist, wurde am Dienstag vormittag im Rathaus empfangen. Die Gäste überbrachten Grüße ihits Stadtpräsidenten und überreichten Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Hoff mann ein mit dem Wappen von Montreux geschmücktes Erinnerungsbuch und einen großen Korb, mit Rosen, in dem sich auch mehrere Flaschen echten Montreuser Weins befanden. Der Oberbürgermeister dankte herriich für die freundliche Geste und sprach die Hoffnung aus, daß die Beziehungen zwischen den beiden Städten Montreux und Freiburg weiterhin so herzlich bleiben. Auch die Arbeitsplätze der Angestellten hinter den Schaltertischen sind sehr günstig angeordnet. Alles zur Abfertigung des Publikums Erforderliche befindet sich in greifbarer Nähe, und eine Förderbandanlage bewirkt, daß jeder unnötige Handgriff oder Gang vermieden wird. In der kalten Jahreszeit wird eine moderne Strahlungsheizung dafür sorgen, daß ln dem großen Raume eine angenehme, gleichmäßige Wärme herrscht. Schon von der Straße aus sieht man die Büroangestellten der AOK an ihren Schreibtischen arbeiten. Das wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas „amerikanisch“, aber dann wird einem klar, daß diese „Schaufenster der Arbeit“ den Vorteil haben, jedem zu zeigen, daß bei der AOK wirklich gearbeitet wird. Schalterstunden sind werktäglich von 8 bis 12.30 Uhr. Im zweiten Stock hat die AOK noch acht Verwaltungsräume; die übrigen Räume werden von der Miterbauerin des Hauses, der Landesversicherungsanstalt Baden, in Anspruch genommen, die hier Ihre Rentenuntersuchungsstelle, ihre Kontroll- amt und ihre vertrauensärztliche Beratung hat Sehr erfreulich, daß sich dies alles jetzt kl einem Hause befindet und somit eine gute Zusammenarbeit zwischen AOK und LVA auf engstem Raume ermöglicht wird. Die Räume des dritten und vierten Stockwerks sind an verschiedene wirtschaftliche Unternehmen ver- Sauerstoffflaschen gestohlen. Einer Freiburger Firma, die im Kreis Emmendingen mehrere Bunker sprengt, wurden in einer der letzten Nächte geht in einem Bunker untergebrachte Sauerstoffflaschen gestohlen. Sofort durchgeführte Haussuchungen blieben ergebnislos. Einbruch. Bei einem Einbruch in ein Geschäft in der Eisenbahnstraße wurden ein Radioapparat, Taschenlampen und vier Mundharmonikas gestohlen. Freitod. Am Dienstag hat sich im Vorort Littenweiler eine Verheiratete, 39 Jahre alte Frau an einem Baum erhängt. Die Selbsttötung ist vermutlich auf geistige Umnachtung zurückzuführen. Die Lebensmüde war bis zum 7. Juli in der Heilanstalt Emmendingen untergebracht gewesen. — In der Sternwaldstraße hat sich eine 56 Jahre alte Frau aus einem Fenster ihrer im vierten Stock gelegenen Wohnung gestürzt. Den schweren Verletzungen ist die Frau in der Klinik erlegen. Die Frau litt seit einiger Zeit an Schwermut — In einem Gasthaus in Freiburg-Zähringen hat sich ein 40 Jahre alter Hausdiener aus Gießen durch Vergiften das Leben genommen. Der Mann hatte noch zu Abend gegessen und sich dann in das gemietete Zimmer begeben. Am nächsten Nachmittag wurde er von dem Wirt >tot im Bett vorgefunden. In den Ruhestand versetzt Nach Erreichung der Altersgrenze wurde Landgerichtsrat und Untersuchungsrichter beim Landgericht Freiburg, Dr.' Rudolf S t r a u - Unsere Jubilere Herr Richard Kniehl, Freiburg - St. Georgen, Basler Landstraße (Linde), feiert am 18. Juli seinen 60. Geburtstag. Der Jubilar leitet all tüchtiger Chormeister seit 25 Jahren die Gesangvereine „Concordia" Denzlingen, „Eintracht“ Freiburg-St. Georgen, Liederkranz“ Freiburg-Betzenhausen und MGV „Nägelesee* Freiburg. Er, der als Berufslehrer den Gärtnerlehrlingen gediegenes Wissen beibringt, genlaßt als wirklich volkstümlicher Dirigent hohes Ansehen und ist auch als Kamerad und Mensch ein Mann von vorzüglichen Qualitäten. Wenn er auch den Wunsch hat, seinen Geburtstag in aller Stille zu feiern — seine ■Sänger werden Ilm schon zu ehren wissen. Ihren *0. Geburtstag feierte Frau Maria I m h o f f, Zaslusstraße 48, am 14. Juli. Am 15. Juli wurde Herr Heinrich Keller, Lo- rettostraße 9, 75 Jahre alt. Allen Jubilaren gratuliert „Das Volk“ herzlich! Tagung des Badischen Staatsgerichtshofs In einer verfassungsrechtlichen Streitsache hat der Badische Staatsgerichtshof einen Termin zur mündlichen Verhandlung auf Samstag, 19. Juli, 9.30 Uhr, anberaumt. Die Sitzung findet im Schwurgerichtssaal am Holzmarktplatz statt. Es handelt sich um die Feststellung der Rechtsufigültigkeit des § 42 Abs. 3 Satz 1 der Badischen Gemeindeordnung, i n dem die Rechtsverhältnisse der Gemeindeangestellten beim Fehlen einer Satzung (Gemeindesatzung) festgelegt sind. Da ln einem anderen Prozeß das dafür zuständige Gericht die Bestimmung des oben angeführten Paragraphen als verfassungswidrig erachtet hat, wird nun der Staatsgerichtshof entscheiden müssen. Auf Einladung der Naturforschenden Gesellschaft sprach dar Direktor das Staatlichen Institutes für Pflanzenschutz, Professor Dr. Walter K o 11 e im großen Hörsaal des Botanischen Instituts über „Wege und Ergebnisse der modernen Pflanzenschutzforschung“. Er gab einen sehr lebendigen und übersichtlichen überblick über das Wesen dieser Forschung, die in ihren Aufgaben zwar zweckgebunden ist. aber doch auch m sich soviele Problemstellungen der reinen Naturwissenschaften verzweigt, daß von Ihr aus wesentliche Impulse auf die naturwissenschaftliche Forschung ausgingen. Nach einer Einführung ln die Aufgaben weit der Pfianzenschutzforschung gab Professor Dr. Kotte sodann einen Einblick in neueste Forschungsergebnisse und Probleme auf den drei Hauptgebieten der Biologie, Chemie und Technik. Eine der Hauptaufgaben erblicke die Pflanzenschutzforschung heute ln der Bekämpfung des Kartoffelabbaues, dem etwa 20 Prozent der Ernte zum Opfer fielen, während der Kartoffelkäfer. dessen Bekämpfung keine ernstliche Sorge darstelle, nur einen Schaden von einigen Promille hervomifen würde. Es handele sich dabei wie bei der berühmten Tabakmosaikkrankheit um einen Virusbefall. Man müsse schnelle und billige Methoden finden, um bereits im Saatgut die Krankheit fest- steilen zu können. Heute sei man noch auf die kostspielige winterliche Probesaat lm Treibhaus angewiesen, wie sie z. B. ln Hüfingen duchgeführt werde. Aber auch serologische Testmethoden wären ln der Entwicklung begriffen. Eine weitere Gefahr sei in der San-Jose-Schlldlaus des Obstbaues zu bekämpfen. Hier verspreche man sich von einer biologischen Abwehr durch Parasiten nach amerikanischem Vorbild den Erfolg. mietet; zwei Aufzüge sorgen dafür, daß man sie schnell und mühelos erreicht. In einem Merkblatt für ihre Mitglieder und die Arbeitgeber weist die Allgemeine Ortskrankenkasse Freiburg darauf hin, daß sie die von ihr aufzubringende Hälfte der Baukosten auf dem Kreditwege beschafft habe und daß die Verzinsung und Rückzahlung dieser Kredite weder die Kassenmitglieder noch die Arbeitgeber merkbar belasten werde. Seit dem März 1951 — damals kamen die Bauarbeiten in Fluß — ist am Fahnenbergplatz von allen Beteiligten unermüdlich und mit großer Hingabe geschafft worden. Bei der Hauseinweihung, die nach Fertigstellung des Gesamtgebäudes in einigen Wochen stattfinden soll, wird noch mancherlei darüber zu sagen sein. R.B. . Den großen Anteil, den die chemische Forschung an den Aufgaben des Pflanzenschutzes hat, beleuchtete Professor Dr. Kotte an dem bekannten Beispiel der modernen Kontaktgifte (DDT, Hexa ü. a.), die zur Bekämpfung der Schädlinge eingesetzt werden. Aber auch ln der Unkrautbekämpfung sei man in der großindustriellen Darstellung mit Hormönmlt- teln neue Wege gegangen. Abschließend streifte der Vortragende noch die mannigfaltigen Aufgaben, die die Technik lm Pflanzenschutzdienst gefunden hat. Der Vortrag war hervorragend dazu geeignet, die volkswirtschaftliche Bedeutung und wissenschaftliche Seite dieses Forschungsgebietes wiederzuspiegeln. G. R. Frauenkonferenz in Freiburg Auf Einladung de* Freiburger Amerikahauses findet am 17. und 18. Juli in Freiburg eine Tagung von Delegierten der Frauenverbände aus dem südbadisdien Landesteil statt, zu der etwa 150 Personen, unter ihnen auch amerikanische, französische und deutsche Gäste aus Gebieten außerhalb Badens, erwartet werden. Die Tagung, die erste dieser Art im südbadischen Bezirk, wird sich mit Problemen der Jugenderziehung und der Stellung der Frau im öffentlichen Leben befassen. Ferner soll sie dazu beitragen, einen engeren Kontakt zwischen den verschiedenen Frauewerbänden zu schaffen. Neue Ergebnisse der Pflanzenschutzforschung Biologie, Chemie und Technik in einer Front , Wohin in Freiburg? Donnerstag, 17. Juli Städtische Bühnen: Großes Haus und Kammerspiele geschlossen. Fiuntneater: Casino: „Strick am Hals“ — Die Kurbel: „Das Doppelleben des Herrn Mitty“ — Frledricns- bau: „Gott braucht Menscnen“ - Harmonie: „Waf- tensehmuggier von Kenya“ — Kandelnof: „Verbotene Gassen“ — Union: „Dr. Fu Man Chu“ (IX. Teil „Das Geheimnis ae» goldenen Drachens“) — zentraitheater: „Mein Freund der Dieb“. Mannergesangverein Eintracht: 20.29 Unr Paulussaal: J ubilaumskonzert. Freitag, 17. JuU Städtische Bühnen: Großes Haus und Kammerspiele geschlossen. Filmtheater: Casino: „Der freche Kavalier“ — Die Kurbel: „Insel der zornigen Götter“ — Friedrichsbau: „Hoirat Geiger“ — Harmonie: „Der keusche Leoemann" — Kanaelhof: „Ungenaut sollst du nicht scmeten gehen“ — Union: „Dr. Fu Man Cnu“ (II. Teil „Das Geheimnis oes goldenen Drachens“) — Zentraltheater: „Schweigegeld für Liebesbriefe“. Staatliche Hochschule für Musik: 20.30 Uhr Orgelkonzert in der Friedenskirche. Badisches Kotes Kreuz; 20 Uhr Kaufhaussaal: Veranstaltung des. Jugendrotkreuzes. Ring politischer Hochschuigruppen: 20.15 Uhr Hörsaal 32 der Universität: Hans vom Hoff vom DGB spricht über „B«s Mitbestimmungsrecht bei der Wirtschaft“. An allen sagen Kunstverein Freiburg, zaistrane ua: Ausstellung Ölgemälde und Graphiken von Mas Beckmann (bis 20 Juli) Museum für Dr- und Frühgeschichte, Adeinauser- kloster: Mittwoch und Freilag, 9 bis 12 und 15 bis 18 Uhr. jeden 2 und 4 Sonntag von 10 bis 13 Uhr. Führungen nach Übereinkunft Münstermuseum, Scholerstraße 4: Sammlung abgängiger Originale, Gipsabdrucke von ügurucnen und ornamentalen Einzelheiten des Freiburger Munsters. Naturkunde - Museum, Gerberau 32: Dienstag bis Freitag 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhl Samstag 10 bis 12 Uhr, Sonn- und Feier tags von 10 bis 13 Uhr. Sonderaussteilung „Pflanzen- und Vorratsschäd- linge- und „Exotische Reptilien“ Augustinermuseum: Ausstellung „Mittelalterliche Kunst“; „Kunst des Barock“: „Ostasiatische Kunst“. Führungen Mittwoch 16 Uhr und Sonntag 11 Unr. Casino-Kunstausstellung: Während der Monate Juni und Juli Malereien von Fritz Nehmen. Höchenschwand (Schwarzwaid) Casino-Restaurant: Täglich 20.30 Uhr Kabarett: Mittwoch und Samstag auch 16 Uhr. Arbeiter-Rad- und Kraftfahrerbund Solidarität • Ortsgruppe Freiburg i. Br. Am Samstag, 19. Juli, findet im „Goldenen Fäßle“ eine Mitgliederversammlung statt, ln welcher die letzten Vorbereitungen zum internationalen Radballturnier besprochen werden. Beginn 20 Uhr. Vollzähliges Erscheinen ist erforderlich. Quartiermeldungen für die auswärtigen Sportler für die Nacht vom 26. zum 27. Juli werden immer noch erwünscht und angenommen bei der Geschäftsstelle „Das Volk“. Kal sei-Joseph-Straße 229, Gewerkschaftshaus, III. Stoch, Zimmer 28, Karl Vieser, Freiburg-Haslach, Markgrafenstr. 33, Ch. Höckel, Freiburg, wenzingerstr. 58. Volkshochschule Im Rahmen der Volkshochschule findet am Donnerstag, 17. Juli, unter Leitung von Frl. Dr. Knecht eine Sternführung auf dem Schloßberg statt. Treffpunkt: 22 Uhr Schwabentor, von dort Aufstieg zum Kanonenplatz. Am Donnerstag, n. Juli, findet um 20.15 Uhr lm Hörsaal 90 der Universität der 4. Lichtbildervortrag über Freiburg von Dr. Leo Kicker statt. Das Thema lautet: „Freiburgs Schicksale lm Zeitalter der großen Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts; Freiburg als französische Festung“. Das 70jährige Jubiläum des MGV Eintracht Der Männergesangverein Eintracht feiert am 17, und 19. Juli das Jubiläum des 70jährigen Bestehens. Wenn Sie heiraten, dann hüten Sie Ihren Wäscheschatz! Bestgeschonte, schwanweiße Wäsche erzielen Sie immer mit Dr. Thompson'* Waschpulver im roten Paket, Wasch- und Einweichmittel zugleich, für nur 37 PL Am Donnerstag, 17. JuU, findet lm Paulussaal das Jublläumskonzert statt und am Samstag, 19. Juli, ist in den Sälen des Kolpinghauses das Festbankett mit Fahnenweihe, wobei sieben Freiburger Gesangvereine mitwirken. Am vergangenen Samstagabend fuhr der Chor in zwei Omnibussen nach Endingen a. K., um die Fahne bei der weitbekannten Fahnenstickerei Frl. K n ä b 1 e in Empfang zu nehmen und nach Freiburg zu überführen. Der 1. Vorsitzende Karl Ludwig wies auf den symbolischen Augenblick hin und dankte Frl. .Knäble in anerkennenden und ehrenden Worten für Ihre künstlerische Arbeit. Anschließend fand 1m Pfauensaal ein gemütlicher Sängerabend, zusammen mit den beiden Endinger Gesangvereinen statt, wobei auch der Buhler Männergesangverein „Harmonie“ zu Gast war. In bunter Reihenfolge wechselten ChorvortTäge, sollstische Einlagen gesanglicher und humoristischer Art. Veranstaltungen des Jugendrotkrenzes Das Jugendrotkreuz führt am Freitag, 18 . JuU, nm 20 Uhr lm Kaufhaussaal eine sehr vielseitige Veranstaltung durch. Zunächst wird ein FUm über das Shell-Verkehrserzlehungsapiel und das Freiburger Ballonwettfliegen 1952 vorgeführt und daran anschließend der Sieger im Ballon Wettbewerb mit einem Preis ausgezeichnet. Ein weiterer Lichtbildervortrag des Referenten der Abteilung Jugendrotkreuz beim DRK-Generalaekre- tarlat In Bonn, Dr. Götz F e h r. und ein festliche» Spiel der Jugendrotkreuzgruppe Rastatt sind weiter« herausragende Teile des Programms. Orgelkonzert in der Friedenskirche Die Staatliche Hochschule für Musik veranstaltet am Freitag, 17. Juli, 20.30 Uhr, in der neuen Friedenskirehe an der Hirzbergstraße einen Orgelabend. Engelhard B a r t h e , der Organist dieses Abends, ist Leiter der Altonaer Singakademie und Organist der Christuskirche ln Hamburg-Othmarschen. Er war vor der Zerstörung der St.-Katharina-Klrche ln Hamburg Organist dieser herrlichen Kirche, an deren Orgel Schon J. S. Bach gespielt hatte. „Das Doppelleben des Herrn Mitty“ Es Ist verhältnismäßig leicht, die Menschen (soweit sie nicht sehr anspruchsvoll sind) lm Kino zum Lachen zu bringen. Man kann das schon recht billig haben, und Je derber die Situationskomik ist, um so eher erreicht man sein Ziel. Weit schwieriger ist es, die Leute schmunzeln zu lassen; denn dazu gehören Witz, Humor und ein untrüglicher Sinn für das Menschliche, zu dieser weit selteneren Gruppe von Filmen gehört „Das Doppelleben des Herrn Mitty“: die Geschichte eine* verhinderten Helden, der sich Immerfort ln eine Welt hineinträumt, ln der es die grellen Abenteuft- der Kriminalschmöker zu bestehen gilt und ln der — wie könnte es anders sein! — am Ende die Guten über die Bösen triumphieren. Das Ist filmisch glänzend (wenn auch für den Zuschauer nicht immer leicht durchschaubar) gemacht, und es fehlt dabei weder an feinen noch an robusten Gags, die mit allem Dollarpomp in Szene gesetzt werden. Uber allem Filmüblichen aber schwebt die sanfte, rührende, nie posierende Komik Danny K a y e s , die das höhere Ziel des echten Humoristen ansteuert: einen Menschen zu gestalten. (Di* Kurbel.) R. a. Hummer 86 Donnerstag, 17. Juli 1952 n. Freiburg.. L 1 in unserem Betrieb, der den modernsten technischen und hygienischen Anforderungen entspricht, wird für die Kreise Freiburg/Br., Lörrach. Müllheim, Emmendingen und den Südteii des Kreises Lohr „Coca-Cola" abgefüllt. Wir freuen uns, das köstliche Getränk wie früher, reg eh mäßig frisch bereitet und in ausreichender Menge liefern SU können für dit effisthcMdcpaiut OBER6AOISCHE GETRÄNKE GESELLSCHAFT KURT JAESCHKE K.G. AbfOHoftg ». Allein..rtri.b von „Coca-Cola" für di« Krolso FraibargiRh, Unach, MOItholm. Emmendingon und don SOdtoil dos Kreises loh* FREIBURG/BR., Heidenhofstraße 3, Ruf: 5957/5958 Auslieferungslager Brambach b. iSrroch, Ruf: 3464 letzt — unentbehrlich! „Als Gehbehinderter litt ich gerade in den Sommermonaten unter Wundsein und starker Schweißabsonderung. Nach dem Gebrauch von Klosterfrau Aktiv-Puder Jedoch kenne ich kein Wundsein mehr! Und auch die unangenehmen. Folgen des Schwitzens sind behoben!“ So schreibt Herr Schmitt. Köln-Süiz, Zülpicher Straße 197. Unzählige können das gleiche bestätigen: Aktiv-Puder-verblüffend auftrocknend und geruchbindend ist das fortschrittliche Mittel zur vorbildlichen Körper- und Fußpdegel jetzt — — einfach unentbehrlich! Aktiv-Puder, Streudosen ab 75 Pfg. in allen Apotheken und Drogerien, penken Sie auch ah Klosterfrau Melissengeist f. Kopf, Herz, Magen, Nerven! iZl. . RraiKA der köstliche Trank für di« KrJu.io Ff. -Drause Groben und die Kleinen iNrar.u Deutsch-Italienische Gesellschaft Freibnrg i.Br, Wir zeigen zwei italienische Filme J musei vaticanf Leonardo Sonntag, 20. JnH 1952, 11 Uhr, im Zentraltheater Eintritt frei! Der Vorstand. Radio ohne Anzahlung als Sonderangebot meines neueröffneten RADIO-GeschSftes Radio-Bauknecht, Erwinstraße 3 a wohlschmeckend — ergiebig und so sparsamt Für unsere Großbaustelle in der Papierfabrik Neustadt im Schwarzwald suchen wir zum sofortigen Eintritt Maurer, Zimmerer und einige Bauhilfsarbeiter Meldungen erbitten wir auf unserem Baubüro in der Papierfabrik Neustadt. 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Angebotsunterlagen können täglich von 7 bis 14 Uhr beim Städt. Hochbauamt, Jakob-Burck- hardt-Straße, Zimmer Nr. 1, abgeholt werden. Einreichtermin und Angebotseröffnung am 24. Juli 1952 zu den in den Leistungsverzeichnissen angegebenen Zeiten. Bürgermeisteramt Freiburg i, Br. M XtncMen&j*** 1 '' C.Wagnor, ’ 5 Gesuch der Firma Schenker & Co. GmbH.; am Genehmigung zur Lagerung von weiteren 25 000 Liter brennbarer Flüssigkeiten der Gruppe A, Gefahrenklasse I, in einem unterirdisch einzubauenden Tank. Die Firma Schenker & Co. GmbH., Zweigniederlassung Freiburg i. Br., hat um die Erlaubnis zur Erweiterung ihres Tanklagers auf dem Lagerplatz 47a an der Zoilhallenstraße, hier, nachgesucht. Es ist die Lagerung von weiteren 25 080 Liter brennbarer Flüssigkeiten der Gruppe A, Gefahrenklasse I, beabsichtigt, so daß die Gesamtlagermenge 50 000 Liter dieser Gefahrenklasse und 25000 Liter der Gruppe A, Gefahrenklasse m, - beträgt. Das Gesuch und die Pläne liegen beim Städt. Baupolizeiamt, Altes Rathaus, Zimmer 1, zur Einsicht auf. Etwaige Einwendungen^egen dieses Vorhaben sind binnen 14 Tagen, vom Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung an, bei dem Städt. Bau- ponzeiamt, Altes Rathaus, Zinuner 1, mündlich oder schriftlich geltend zu nAchen, widrigenfalls alle nicht auf privatrechtlichen Titeln beruhenden Einwendungen als versäumt gelten. Freiburg i. Br., 14. Juli 1952 Das Bürgermeisteramt der Stadt Freiburg — Abt. in — Bau- und Feuerpolizei — Zwangsversteigerung Im Zwangsweg versteigert das Notariat V am Bienstag, 9. September 1952, nachm. 3 Uhr, in seinen Diensträumen in Freiburg i.»Br., Kaiser-Joseph-Straße 259, Zimmer Nr. 206, das Grundstück der Erbengemeinschaft P f a f f (vormals Josef Pfaff, Landwirts-Witwe Rosina geh. Stöhr) auf Gemarkung Freiburg 1. Br. Die Versteigerungsanordnung wurde am 16. April 1852 im Grundbuch vermerkt. Rechte, die zur selben Zeit noch nicht im Grundbuch eingetragen waren, sind spätestens in der Versteigerung vor der Aufforderung zum Bieten anznmelden und bei Widerspruch des Gläubigers glaubhaft zu machen; sie werden sonst im geringsten Gebot nicht und bei der Erlösverteilung erst nach dem Anspruch des Gläubigers und nach den übrigen Rechten berücksichtigt. Wer ein Recht hat, das der Versteigerung des Grundstücks oder des nach $ 55 ZVG. mithaftenden Zubehörs entgegensteht, muß das Verfahren vor dem Zuschlag aufheben oder einstweilen einstellen lassen; sonst tritt für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes. Die Nachweise über das Grundstück samt Schätzung kann jedermann einsehen. Das Liegenschaftsamt der Stadt Freiburg als Preisbehörde hat das höchstzulässige Gebot am 4. Juli 1952 festgesetzt auf 9 200— DM (neuntausendzweihundert Deutsche Mark). Grundstücksbeschrieb: Grundbuch Freiburg, Band 372, Heft 16, Plan Nr. 197a, Lgb.-Nr. 10122, Reutebachgasse Nr. 37, Hofreite mit Gebäuden, Hausgarten, Grasrain mit insgesamt 18,05 Ar. Freiburg i. Br., #. Juli 1952 Notariat \frels Vollstreckungsgerieht Kinderwagen Puppenwagen Dreiräder Tretroller finden Sie preiswert in reicher Auswahl in meinem neuen Ladengeschäft Gnntramstraße 21 Judith Fahrzeuge Fnibnig LBr. / Telefon 5729 Tüchtiger, zuverlässiger Inseratenwerber haupt- oder nebenberuflich bei guter Verdienstmöglichkeit sof. ges. Bewerbungen unter A 2050 an die Ge sch. der Ztg., Lörrach Reisedienst der Zeitung Das Bon veranstaltet durch Omnürasvermietnng Rauchiuß Freiburg, Talstraße 10 Dienstag, 22. Juli Basel Fahrpreis DM 0.— LUZeill Fahrpreis DM 15.— Abfahrt: 7 Uhr, Talstraße 10 Vorverkauf ln unserer Hauptgeschäftsstelle Freiburg, Kaiser- Joseph-Straße 229. Telefon 2816, und Autovermietung Rauch- fuß. Talstraße 10. Telefon 2946. ^/{rcfteTXeaief' NEUSTADT-SCHWAR1WALD Freitag, 18., bis Montag, 21. Juli Ein Welterfolg als Roman und Film Die Stunde der Vergeltung (Der- Sohn von Monte Christo) Im Beiprogramm: Wiederauftritt der „Drei Colibris“ Mehrpreis 40 Pfennig Beginn: tägl. 20 Uhr; Sonntag und Montag 14.30 und 28 Uhr Matinee-Programmi Ein besonderes Kunstwerk von hohem sittlichem Niveau Matthäus-Passion Beginn 1131 Uhr Sonderprogramm! Ein Kriminalfilm der internationalen Extraklasse! Die Menschenlalle Samstag und Sonntag: Nachtvorstellung 22.15 Uhr! im altbekannten FachgeschäL m inmiitc n der / B ^ rtholdstraße 7 Gegi. 1883 Hong Kaffeerösterei Dr. Irmgard BURGER Fachärztin für innere Krankheiten Emmendingen, Markgrafenstraße 47 V e r r e i s t bis 1 . August 1952 ] Vorteilhaft einkaufen .. werden Sie immer, wenn Sie regelmäßig Anzeigen lesen! Donnerstag letzter Tag I Der große Lustsßielerfolg Das Doppelleben des Herrn Mitty DANNY KAYE - VIRGINIA MAYO Täglich: 14.15, 16.30, 18.45 und 21.00 Uhr 4<*KURBELä. Freitag 23.00, Samstag 23.00, Sonntag 11 Uhr COCTEAUS „0RPHEE" ZENTRALTHEATER emmendingen Freitag bis Montag 20.30, Sonntag 17.30 u. 20.30 Uhr Szenen von unvergleichlicher Wucht in dem Farbgroßfilm David und Bathseba Samstag / Sonntag Freikarten ungültig! Samstag 22.45 und Sonntag 15 Uhr Der grandiose Abenteurerfarbfilm Todfeindschaft FUCHSEHLICHTSPIELE^MÄgio: Freitag und Montag 20.30, Samstag 16 u. 20.30 Uhr Sonntag 18.00 und 20.30 Uhr Angelika Hauff, Rolf Möbius, Eduard Köck, Anna Exl in Sfraße zur Heimat Ein großartiger Film in herrlicher Landschaft! Samstag, 22.45 Uhr Spätvorstellung Sonntag 14.00 und 16.08 Uhr Zorro im wilden Westen Ein neuer Zorro, ein echter Zorro! Abenteuerlich, verwegen, mitreißend und gerecht, der Schrecken der Banditen! L Teil: Stadt ohne Gesetz! UJEM/i Ffaf«.' UfickMU •dädkW taabn FLIEGENTOD AUS DEN SlDOl-WERKEN KÖLN bringen am Freitag, 18. Juli, u. Samstag, 19. Juli, Jeweils 28.38 Uhr; am Sonntag, 28. Juli, 15.88, 17.30 und 20.30 Uhr. den großen Erfolgsfilm Das Hans in Montevideo Nach dem Sensationserfolg von „Frauenarzt Dr. Prätorius“ bringen wir einen weiteren Curt- Goetz-Film, der alle Leute, die einen gesunden Him^or haben, zum Kranklachen bringt. Am Samstag, 22.M Uhr: Nachtvorstellung! Nur eine Vorstellung! Straße der Versuchung Bin Film, der alle Höhen und Tiefen eines Lebens schildert! Eine Frau, die mit der Liebe spielt!