2 Volk 80 Pfennig SODBADISCHE HEIMATZEITUNG X Jahrgang Samstag, 30. September 1952 ;f Kummer 114 Jefct ferngelenkte Geschosse in Korea Leitflngzeoge steuern sie aul die Ziele hin Washington, ln Korea haben die amerikanischen Streitkräfte jetzt amn erstenmal ferngelenkte Geschosse erfolgreich gegen Ziele in Nordkorea eingesetzt. Wie aus Washington verlautet, wurden die i UtSA-Marine am Donnerstag di Tokio, bei den Geschosse von Bord des amerikanischen Flug- Angriffen seien „veraltete Modelle“ verwendet Nach acht Jahren geschafft i' m Als letzte Reparationslieferung wurde am 19. September der auf einer finnischen Werft gebaute Fischtrawler „Zhemtschug“ an die Sowjetunion übergeben. Nach acht Jahren haben damit die Finnen sämtliche Reparationsverpflichtungen abgetragen. — Unser Bild zeigt Werftarbeiterinnen — in Finnland keine Seltenheit —, die auf den Schornstein des Trawlers „gute Fahrt“ nnd „pauke“ geschrieben haben. Sinngemäß ist allerdings das Wort „Kiitos“ (danke), etwa mit „Gott sei Dank, wir haben es geschafft“ zu übersetzen. zeugträgers „Boxer“ durch Katapult gestartet und dann von einem Leitflugzeug genau in Ziele gesteuert, die über 240 Kilometer von'der Abschußbasis entfernt waren. Der Abschuß wird von einem Leitflugzeug an Bord des Trägers abgelöst. Sobald das in den Himmel jagende Geschoß die festgelegte Höhe erreicht hat, übernimmt ein zweites Leitflugzeug in der Luft die Steuerung bis zum Ziel. An Bord des Flugzeugträgers zeigen Instrumente jede Phase des Fluges genau an. Wenn das Geschoß zum Sturz auf sein Ziel ansetzt, ist das zweite Leitflugzeug kilometerweit entfernt und außerhalb der Reichweite der Flak. Die vom Geschoß ausgesandten Signale werden mit dem Sturz lauter. Beim Auftreffen auf das Ziel schweigen die Instrumente schlagartig. Viele Einzelheiten dieser jetzt zum erstenmal eingesetzten Waffen werden noch geheimgehalten. Nach Augenzeugenberichten werden die ferngesteuerten Flugzeuge mit einer starken Sprengladung — 1000-Kilo-Bamben — ausgestättet. Im ersten Einsatz dieser Flugzeuge konnten in Korea ein Kraftwerk, eine Brüche und ein Tunneleingang völlig zerstört werden. Die Flugzeuge gehen zwar bei jedem Angriff auch verloren, aber es entstehen keine Mannschaftsverluste. Zur Verwendung ferngelenkter Geschosse gegen Ziele in Nordkofea, sagte ein Sprecher der worden. Der USA-Marine sei es jetzt sogar schon möglich, gegebenenfalls Geschosse nach Moskau zu lenken, wenn man eine verbesserte Konstruktion verwende. Der Marinesprecher fügte hinzu, es liege im Bereich Ader Möglichkeiten, „ganze Flotten“ ferngelenkter Flugzeuge gegen Nordkorea einzusetzen. Die ferngelenkten Geschosse könnten auch mit einer atomaren Sprengladung* versehen werden. Der Leiter der USA-Abteilung für ferngelenkte Geschosse, Konteradmiral H. S i d e s , erklärte die Mitteilungen als überschätzt und übertrieben. Südes sagte, die USA-Streitkräfte in Korea hätten gegenwärtig nicht genug ferngelenkte Geschosse zur Verfügung, um diese Waffen sofort zu einem nachhaltigen Massenangriff einzusetzen. Der Abschuß eines ferngelenkten Geschosses in Korea sei eine „Zwischenmaßnahme* gewesen. Es habe sich dabei um den primitivsten Typ dieser Waffe gehandelt. Sehr viel wirkungsvollere Typen von ferngelenkten Geschossen befänden sich im Entwicklungsstadium. Sides wandte sich besonders gegen Andeutungen über den Einsatz von unbemannten Flugzeugen von Kontinent zu Kontinent und zum Abwurf von Atombomben. Er betonte, man dürfe nicht unterschätzen, was auch die Russen möglicherweise auf dem Gebiet der ferngelenkten Geschosse tun. Außenminister Eden besucht Marschall Tito Mehrtägige Besprechungen mit den jugoslawischen Staatsmännern Belgrad. Der jugoslawische Staatschef, Marschall Tito, gab am Donnerstag in Belgrad ein Festessen Zu Ehren des britischen Außenministers Eden, der sich zu mehrtägigen Besprechungen in der jugoslawischen Hauptstadt aufhäit. Tito bezeichne!« in einer Tischrede den Besuch Edens als Merkmal der verbesserten Beziehungen zwischen Jugoslawien und Großbritannien und der Verbundenheit beider Länder. Außenminister Eden, betonte ln einer Antwortrede, er sei nicht najch Belgrad gekommen, um über Verträge zu verhandeln. Er wolle den Marschall und seine Mitarbeiter kennen- lemen und er wolle mit ihnen über die wichtigen Fragen von gemeinsamem Interesse spre- Politik — ganz kurz Der für die Zeit vom 4. bis 6. Oktober in Hamburg geplante diesjährige Parteitag der ExilCDU ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Der in den letzten Tagen aufgetretene Fahr- ■eugstau an den Interzonen-Verkehrsübergän- gen Helmstedt und Dreilinden ist seit Donnerstagmorgen beendet. Mehrere hohe Offiziere des Bundesgrenzschutzes nahmen am Donnerstag auf dem britischen Truppenübungsplatz Sennelager bei Paderborn für einige Stunden als Gäste an den alliierten Manövern in Nordrhein -Westfalen teil. Mehrere Angehörige der sowjetischen Mili- tfirjnission in Bad Salzuflen wurden auf Anordnung des Oberbefehlshabers der britischen Rheinarmee, General Sir John Harding, aus dem alliierten Manövergebiet in Nordrhein- Westfalen ausgewiesen. 10 638 Jugendliche aus der Sowjetzone unter 84 Jahren sind nach Inkrafttreten des Bundesnotaufnahmegesetzes vom Februar bis August dieses Jahres nach West-Berlin geflüchtet. chen. Unterschiede des politischen Systems seien kein Hindernis für eine Zusammenarbeit. Aus der Kampfgemeinschaft des Krieges sei eine Kameradschaft zwischen beiden Ländern hervorgegangen. Großbritannien werde alles tun, um Jugoslawien Frieden und Unabhängigkeit zu erhalten. Straß bürg. Der Beratenden Versammlung des Europa-Rats ist am Donnerstag ein dritter Entschließungentwurf zum Saarproblem vorgelegt worden. Er kommt von der Saarregierung und folgt dem Saarprotest der deutschen Delegierten und dem Verlangen mehrerer sozialistischer Delegierter verschiedener Staaten, die zukünftige Stellung der Saar zu erörtern. Der neue Entschließungsentwurf wurde ebenso wie die deutsche Saarentschließung ohne Diskussion an den politischen Ausschuß weitergeleitet. Die Beratende Versammlung hat ihre dreitägige politische Debatte am Donnerstagmittag Bonn. Im Bundestag ist in der vergangenen Woche mit der Vorbereitung eines Altsparergesetzes begonnen worden. Ein hierfür gebildeter Ausschuß hat seine Arbeiten aufgenommen. Sie sollen so zeitig beendet werden, daß das Gesetz zum 1. April 1953 wirksam werden kann. Wie von Ausschußmitgliedern verlautet, sollen alle diejenigen Altsparguthaben aufgewertet werden, die vor dem 1. Januar 1940 entstanden sind. Die Aufwertung soll zehn Prozent — unabhängig von der bereits erfolgten Umstel- Sturz des libanesischen Staatspräsidenten Beirut. Der libanesische Staatspräsident Beschara El-Churi ist überraschend zurückgetreten. Er überließ die Führung des Staates dem Oberkommandierenden der Armee, General Shehab, bis zur Wahl eines neuen Staatspräsidenten. Beschara El-Churi ist am Donnerstagmittag nach Frankreich abgeflogen. Achtzehn Delegierte der Opposition hatten in einer Petition an den Sprecher , der Abgeordnetenkammer den Rücktritt des Präsidenten gefordert und ihre Forderung durch einen Generalstreik und Demonstrationen unterstrichen. Eine dritte Saar-Entschließung vor dem Europa-Rat Die politisdte Debatte abgeschlossen Ein Altsparergesetz in Vorbereitung Weitere Aufwertung um 10 Prozent abgeschlossen. In den nächsten Tagen werden nur Ausschußberatungen stattfinden. Erst Ende des Monats wird die politische Debatte in der Versammlung fortgesetzt werden. Zur Stellung der deutschen Sozialdemokratie gegenüber dem „Europäischen Vorparlament" (erweiterte Versammlung der Montanunion), erklärte Carlo Schmid, die Nichtmitwirkung der SPD-Delegierten besage, daß die SPD nicht an einer Arbeit teilnehmen könne, die voraus- setzt, daß die Verträge über die europäische Verteidigungsgemeinschaft angenommen werden. Es sei für die SPD unmöglich, einen Weg mitzugehen, den sie in ihrem eigenen Lande' ablehne. ' lung bei der Währungsreform — betragen. Die Entschädigung soll aus Staatsmitteln, entweder aus dem Lastenausgleichsfonds oder aus Erlösen des Staatsvermögens erfolgen. Zu den Altsparguthaben sollen dabei nicht nur Sparkonten, sondern auch Lebensversicherungen, Bausparverträge und festverzinsliche Wertpapiere zählen. Umstritten ist noch, ob Industrieobligationen und Papiere des R eichs und Preußens in die Altsparregelung einbezogen werden sollen oder nicht. Gefährliche Illusionen Das erste Ziel einer deutschen Politik hat heute die Erhaltung des Friedens und zugleich die Wiedergewinnung der Einheit und Freiheit Deutschlands zu sein. Bundeskanzler Dr. Adenauer behauptet, dies sei auch sein Bestreben. Der Weg jedoch, den er geht, führt indes ganz woanders hin. Gewiß, die westlichen Vertragspartner erklären als ihr gemeinsames Ziel die Wiederherstellung eines völlig freien und vereinigten Deutschlands auf friedlichem Wege und die Herbeiführung einer frei vereinbarten friedensvertraglichen Regelung. Um aber die Aufrichtigkeit dieser Beteuerung im rechten Licht zu sehen, braucht man nur an zweierlei zu erinnern: 1. daß Frankreich, trotz der Montanunion, schon die auch nur verwaltungsmäßige Rückgliederung der Saar an das halbe westliche Deutschland unannehmbar erscheint und daß es gar bei dem Gedanken an ein wiedervereinigtes Deutschland von Angstträumen befallen wird, und 2. daß diesem selben Frankreich hinsichtlich der Wiedervereinigung Deutschlands in den Artikeln 7 und 10 des Generalvertrages, also gleich zweimal, das Vetorecht eingeräumt worden ist. Von der Sowjetunion, ohne deren Einwilligung es weder einen Friedensvertrag mit Deutschland noch eine deutsche Einheit gehen wird, ist nicht die Rede. Damit stellt sich die Frage: Wie soll denn überhaupt die Wiedervereinigung Deutschlands auf friedlichem Wege herbeigeführt werden? Der Bundeskanzler und seine westlichen Partner beteuern: durch unsere gemeinsame und wachsende Stärke. Also eine Spekulation auf ein Weich werden Moskaus? Und wenn nun die- Sowjets nicht vor dem Westen kapitulieren, was dann? Etwa Krieg? Und in Deutschland, mit deutschen Divisionen auf beiden Seiten, mit verbrannter Erde und Atombomb«i, noch viel verheerender als das letztemal? Der republikanische USA-Präsidentschafts- kandidat Eisenhower rief unlängst zu einem Kreuzzug gegen die Sowjets auf; er wolle „niemals haltmachen, bis die Schmutzflut des aggressiven Kommunismus in ihre eigenen Grenzen zurückgedrängt ist“. General Eisenhowers außenpolitischer Berater Dulles bestätigte tags darauf diese Zielsetzung. Dan amerikanischen Oberbefehlshaber der Atlantikpakt-Streitkräfte sollen Adenauers westdeutsche Divisionen unterstellt werden. Nun sagte Dulles zwar, die Sowjetunion solle „vcm innen heraus“ unterhöhlt werden. Durch Kinderluftballons mit Propagandatraktätchen? Und wenn sich die Sowjets, wofür alles spricht, nicht aushöhlen lassen, was dann? Niemals wollen Eisenhower und Dulles ruhen, bis ... Und wenn sich die Sowjets das eines Tages nun selbst nicht mehr in Ruhe mit ansehen, sondern zuschlagen? Dann wird Deutschland im günstigsten Falle auf dem linken Ufer des Rheins verteidigt, wie führende Militärsachverständige der Atlantikpakt-Streitkräfte dankenswerterweise, und zwar der Wahrheit gemäß, offen verkündet haben. Das also sind die keineswegs beruhigenden Aussichten der Politik des Bundeskanzlers, der Vierer-Verhandlungen mit der Sowjetunion gegenwärtig für unnütz hält. Er übersieht dabei offenbar, daß Deutschland heute und in Zukunft der unmittelbare Nachbar der Sowjetunion ist, mit der in ein erträgliches Verhältnis zu kommen Voraussetzung für einen Friedensvertrag ist, der allein Deutschland seine Einheit, Unabhängigkeit und Freiheit zurückgeben kann. Gespräch Adenauer-Ollenhauer Bonn. Bundeskanzler Dr. Adenauer und der amtierende SPD-Vorsitzende Erich Ollen- h a u e r hatten am Donnerstagnachmittag eine Aussprache über die Möglichkeiten einer Wiedervereinigung Deutschlands. Der Bundeskanzler unterrichtete seinen Gesprächspartner über den Entwurf der Antwortnote der Westmächte an die Sowjetunion. Ollenhauer erklärte am Donnerstagabend, es sei möglich, daß noch ein Gespräch mit Dr. Adenauer stattflnden werde. Ein Termin sei jedoch noch nicht abgesprochen. Anfang Oktober Saardebatte im Bundestag Die britische Delegation bei der Montanunion ln Luxemburg ist durch Vertreter des britischen Bergbaues, der Stahlindustrie und der Gewerkschaften erweitert worden. Die USA haben Holland einen Flugzeugbauauftrag von 20 Millionen Dollar angeboten. Die österreichische Regierung beabsichtigt, beim Alliierten Rat die Schaffung einer österreichischen Zivilluftfahrt und der dafür notwendigen Bodenorganisation erneut zu beantragen. Die meisten leitenden Funktionäre der AFL haben sich entschlossen, den Wahlkampf des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Stevenson zu unterstützen. Regierungspräsident Dr.Waeldin über seine Pläne Ansiedlung neuer Industrien die Hauptsache Offenburg. Der südbadische Regierungspräsident Dr. Paul W a e 1 d i n erklärte auf der Jahreshauptversammlung des südbadischen Einzelhandels in Offenburg, das Regierungspräsidium solle zwar echte Befugnisse haben, jedoch so ausgebildet sein, daß in Freiburg verwaltet und in Stuttgart regiert wird. Die besondere Situation Südbadens als eines Grenzlandes mache es notwendig, daß dieser Regierungsbezirk eine Sonderbehandlung erfahre. Als Regierungspräsident, so betonte Dr. Wael- din. werde er darauf hinwirken, daß vor allem der Ausbjyi der Wasserkfäffe und die Schiffbarmachung des Oberrheins gefördert würden. Als Hauptaufgabe betrachte er die Ansiedlung neuer Industrien im Obenheingebiet, um so neue Lebensmöglichkeiten zu schaffen. Dies werde jedoch nicht in Gegenden mit einer rein bäuerlichen Bevölkerung geschehen, da hier ohnehin die Gefahr der Landflucht bestehe. Dr. Waeldin bezeichnete in seiner Ansprache die zahlreichen in Südbaden üblichen Feiertage als Ausdruck einer unproduktiven Einstellung. Bonn. Der Bundestag wird sich auf Empfehlung des Ältestenrates auf seiner Plenarsitzung am 1. Oktober mit der Saarfrage, beschäftigen. Bundeskanzler Dr. Adenauer wird voraussichtlich zu einer großen Anfrage der SPD Stellung nehmen, die sich mit der Sicherstellung der demokratischen Freiheiten an der Saar beschäftigt. Adenauer maß noc^j zustimmen London. Die Überreichung der neuen Deutschlandnote an die Sowjetunion wird erfolgen, sobald Bundeskanzler Dr. Adenauer dem Text zugestimmt hat. In diplomatischen Kreisen Londons wird mit der Mögfichkeit gerechnet, daß die Übergabe Ende der Woche erfolgt. Unsere Meinung Der Arbeitnehmer hat sehr viel zn verlieren Der ehemalige Arbeitsminister Württemberg- Badens hnd jetzige Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Wirtschafts- und Arbeitsbeziehungen, David S t e 11 e r, sagte auf einer Betriebsrätetagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll, der Arbeiter dürfe heute nicht wieder in den Fehler der Weimarer Zeit verfallen, die Demokratie, die den Arbeitern die politische Gleichberechtigung gebracht habe, abzulehnen oder gar zu bekämpfen. Stetter erklärte, der deutschen Arbeiterschaft könne nichts Schlimmeres passieren, als eine Spaltung innerhalb der Gewerkschaftsbewegung. Er stellte die Frage, ob nicht Teile der Führung und der Mitglieder des DGB noch von Ansichten aus der Zeit vor 1914 beherrscht würden. Es werde heute oft behauptet, daß noch alles beim Alten sei und der Arbeiter nichts zu verlieren habe. In Wirklichkeit habe der Arbeiter aber sehr viel zu verlieren. Die Mahnungen David Stetters sind durchaus berechtigt. Sie sollten vielen Arbeitern und Angestellten, die da meinen, soziale Errungenschaften seien für ewige Zeiten gesichert, ebenfalls zum Bewußtsein bringen, daß man das, was frühere Generationen durch Opfer erkämpft haben, nur durch ständige Kampfbereitschaft erhalten kann. Politische und gewerkschaftliche Uninteressiertheit könnten sich in absehbarer Zeit aber bitter rächen. BHE ohne klare Linie Man kann nicht sagen, daß der erste Bundesparteitag des BHE in Goslar klare und überzeugende Antwort über sein Wollen und seine Ziele gegeben hat. Nirgends findet man eine eindeutige, der Wirklichkeit entsprechende politische Gesamtkonzeption. Daß man weder „rechts“ noch „links“ 'sein wolle, ist eine Phrase, die gar nichts besagt. Der BHE bejaht z. B. das Abkommen über die „Europäische Verteidigungsgemeinschaft“, verneint aber den Generalvertrag in seiner jetzigen Form. Das ist geradezu ein klassischer Widerspruch. Beide Verträge sind voneinander picht zu trennen. Die in der Bonner Konvention vorgesehenen Erleichterungen — sie sind zweiter Ordnung, die oberste Gewalt bleibt immer noch in den Händen der Westalliierten — treten ja erst mit der Unterzeichnung des EVG-Vertrages in Kraft. Jenes Vertrages, der das westdeutsche Menschen- und Rohstoffpotential auf ein halbes Jahrhundert an die Westmächte binden soll und die Spaltung Deutschlands versteinert. Man kann nicht das eine bejahen und das andere verneinen. Der BHE umfaßt nur einen Bruchteil von Vertriebenen. Legt man die letzten Wahlziffern zugrunde, so ist schwer zu erkennen, worauf sich seine Zuversicht, mit 40 bis 60 Mandaten in den Bundestag einzuziehen, begründet. Offenbar für überflüssig hielt der BHE- Parteitag ein überzeugendes Bekenntnis zur Demokratie, War es darum, weil man vermeiden wollte, sich hier allzustark festzulegen? Es fehlte eine klare Abgrenzung von gewissen Strömungen, die heute da und dort ühd auch . innerhalb des BHE wieder zur Oberfläche drängen. Diese Partei bezeichnet sich zwar mit Vorliebe als eine neue dynamische Kraft, dazu ausersehen, die politische Zukunft des deutschen Volkes mitzuformen. Aber sie scheut nicht das Bündnis mit restaurativen und neofaschistischen Kräften. Wiederholt gingen z. B. BHE- Gruppen Blockverbindungen mit der SRP ein, was schlecht zu einem Kampf um die soziale Neuordnung Deutschlands, die nur mittels der Demokratie erfolgen kann, paßt Für ein Bundesgesetz gegen die staatsfeindliche Tätigkeit von Neofaschisten setzte sich der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Peter Altmeier, am Donnerstag in Mainz ein. ~öie sleinezne GdlGbtG Roman von Otto Lutz Copyright by Dr. Paal Hetiog, Tübingen 16 VIII. : Es dauerte sehr lange, bis Charlotte in dieser Nacht endlich einschlief. Aber auch im Schlaf fand sie keine Ruhe; quälende Träume rissen sie immer wieder hoch. Sie wehrte sich dagegen, versuchte die Bilder zu verscheuchen, die kaleidoskopartig noch einmal an ihr vorüberglitten. Dabei schlief sie wieder ein, und die Traumgebilde verfolgten sie weiter. Da war ein seltsam runder Raum, eine durchsichtige Kugel, und . darin saß ihre Mutter und zerriß endlos lange Streifen Papier in immer kleinere Fetzen. Verzweifelt rannte Charlotte um die Kugel herum und suchte einen Eingang, aber nirgends war einer zu entdecken. In einem anderen Raum, der wje eine Sendestation 1 aussah, bediente Dr. Keßling einen höchst merk würdigen Apparat." Eine Menge Leute betraten den Raum. Keßling sah jeden der Eintretenden einen Augenblick an, drückte auf einen Knopf, und unweigerlich sagte er jedem, was er dachte. Es war unmöglich, ihn zu täuschen.. Charlotte fühlte unsagbare Angst, daß sie an die Reihe kam. Aber plötzlich verwandelte ersieh in einen älteren Herrn, der mit einer grotesken Bewegung zwei Finger zum Gruß an die Stirn führte ... Erschöpft und bftiommen. nun aber vollkommen wach, stand Charlotte um neun Uhr auf. Aber erst nach dem Bad vermochte sie sich einigermaßen von dem Eindruck des wirren Traumes zu befreien. Sie ließ sich das Frühstück auf ihr Zimmer bringen und empfing auch dort Professor Strogies. Ausbau derfndustrie schafft Vollbeschäftigung Hamburgs Wirtschaftssenator sprach vor der IG Metall ' Stuttgart Der Wirtschaftssenator der Hansestadt Hamburg, Professor Dr. Karl Schiller, forderte auf dem Gewerkschaftistag der IG Metall in Stuttgart einen stärkeren Ausbau der Industrie in der Bundesrepublik. Nur durch eine neue Industrialisierungswelle könne eine Vollbeschäftigung erreicht werden, sagte Schiller, besonders müsse die Metallindustrie als das Rückgrat der Industrie gestärkt werden. Dr. Schiller wies darauf hin, daß sich seit einem Jahr der Anstieg der industriellen Produktion in der Bundesrepublik verlangsamt habe. Die Ursachen hierfür seien das ungelöste Problem Europa, ' die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung und die Ungewißheit über die künftige Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Dr. Schiller warnte vor Kräften, die unter der Flagge Europas die Zustände aus der Zeit vor 1914 wiederherstellen wollten. In der Frage der künftigen Wirtschaftsordnung sprach sich Dr. Schiller für eine Synthese zwischen Planung und Wettbewerb aus. Es sei falsch, zu meinen, daß nur das eine oder das andere möglich sei. Unsere Wirtschaftsordnung könne nicht ausschließlich auf dem marktpolitischen Prinzip der freien Konkurrenz auf gebaut werden. Der Wettbewerb müsse geschützt und monopolistischen Tendenzen müsse entgegengetreten werden. Die letzte Entscheidung über die Wirtschaftspolitik liege bei den demokratischen parlamentarischen Instanzen, die jedoch der Beratung und der Kritik der Organisationen bedürften, die aus der Wirtschaft' heraus gewachsen seien. Dabei spiele das überbetriebliche Mitbestimmungsrecht eine wichtige Rolle. Njene unheilschwangere Entwicklung Stuttgart. Auf dem Gewerkschaftstag der IG Metall w Stuttgart wurde eine Entschließung angenommen, in der «tu. a. heißt, daß sich die Erstarkung der politischen und wirtschaftlichen Reaktion in der Bundesrepublik in der Wirtschafts«- lihd Sozialpolitik und in der .GesÄl- schaftsgliederung mit aller Deutlichkeit widerspiegele. Inaner offener erhielten die Kapital- und Wirtschaftsmächtq auf die Staats- und Wirtschaftspolitik bestimmenden Einfluß. Durch die Politik der Koalitionsparteien hätten sich die sozialen Gegensätze wesentlich verschärft. Mit ihnen vereint, leiste das Unternehmertum den gewerkschaftlichen Bestrebungen nach sozialem Fortschritt, wirschaftlicher Gleichberechtigtung und Sicherheit den härtesten Widerstand. Diese Kräfte versuchten mit allen. Mitteln, die Früchte des gewaltigen wirtschaftlichen Wiederaufstieges den Arbeitern qnd Angestellten vorzuenthalten. ^teUtatlezqAMäfc Die Sowjetregierung hat auf Long Island (Neuyork) ein luxuriöses 38-Zimmer-Haus mit einem überdachten Schwimmbad gekauft, in dem künftig der sowjetische UNO-Chefdele- gierte wohnen soll. Das Haus, das früher dem Gouverneur des Staates Neuyork, Nathan Miller, gehörte, war mit einem Kostenaufwand von einer Million Dollar gebaut worden. Der „erste Arbeiterstaat der Welt“ läßt sich die Repräsentation in einem hochkapitaUstischen Staat schon etwas kosten. Da werden eben, um die Kosten aufzubringen, die Antreibermethoden zu Hause entsprechend verschärft. Ein bedeutsamer Parteitag München. Der Bundestagsabgeordnete Willi E i c h 1 e r bezeichnet« den bevorstehenden Dortmunder Parteitag der SPD als den wichtigsten seit dem Neuaufbau der Partei im Jahre 1945. Eichler, der im Bayerischen Rundfunk sprach, wies auf drei bedeutende Komplexe hin, mit denen sich der Parteitag beschäftigen werde, der an einem „Schnittpunkt deutscher Geschichte“ stattflnde: 1. die Politik der deutschen Sozialdemokraten nach dem Tode Dr. Schumachers; 2. die Haltung der SPD fu dem außenpolitischen Vertragswerk der Bundesregierung, und 3. das Aktionsprogramm der Partei. Starkes Anslandsinteresse für SPD-Parteitag Bonn. Am SPD-Parteitag, der am 24. September in Dortmund beginnt, werden etwa dreißig Vertreter sozialistischer Parteien des Auslandes teilnehmen. Dies ist die stärkste ausländische Beteiligung an den sozialdemokratischen Parteitagen der Nachkriegszeit. In den sozialen Fragen zu häufig versagt' Ernste Mahnung an die Kirche Stuttgart. Der Kommunismus sei eine Quittung für die Versäumnisse der bürgerlichen Gesellschaft und der klassengebundenen Kirche, erklärte Professor Dr. Helmut Gollwitzer, Bonn, in einem Vortrag über den „Kommunismus in christlicher Sicht“ vor der württem- bergischen Bibliotheksgesellschaft in Stuttgart. Gollwitzer warf der Kirche vor, sie habe nicht nur in den sozialen Fragen zu häufig versagt, sondern sei viel zu sehr die Kirche der bürgerlichen Gesellschaft gewesen. Sie habe sich in eine Situation drängen lassen, daß der Marxismus hätte folgern können, die Religion gehöre zum „ideologischen Überbau der Klassengesellschaft“. Diese Folgerung des Kommunismus sei nicht nur mit guten Vorsätzen zu überwinden, sondern sie heiße für die Kirche wach' werden und ihre Versäumnisse erkennen. Staatsbesuch de Gasperis in Bonn Bonn. Der bevorstehende Besuch des italienischen Ministerpräsidenten und Außenmini- i sters Alcide de Gasperi in Bonn ist der erste j offizielle Staatsbesuch in der Bundesrepublik. I Dadurch unterscheidet er sich von den früheren j Besuchen anderer ausländischer Staatsmänner i bei der Bundesregierung. I De Gasperi trifft am Sonntag in Bonn ein und wird vier Tage bleiben. Er erwidert den Besuch, den Bundeskanzler Dr. Adenauer im vergangenen Jahr Rom abgestattet hat. Bedenkliches Storchengeklapper Düsseldorf. Eine Äußerung des Bundesarbeitsministers Stör c h über die mögliche Anwendung des Kartellgesetzes auf die Gewerkschaften bezeichnete das DGB-Vorstandsmitglied Emst Bührig als eine Redewendung, die er zunächst - als Lapsus ansehen möchte; denn dig Kartengesetzgebung gegen die Gewerkschaften anzuwenden, sei in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg und in den Jahren j danach eine Forderung des reaktionärsten und scharfmacherischsten Flügels des deutschen Unternehmertums gewesen. Im Gegensatz zu Kartellen, Trusten, Monopolen und Syndikaten seien* die Gewerkschaften Koalitionen der Arbeitnehmer, die gebildet worden seien, um die durch die ökonomischen Verhältnisse gegebene wirtschaftliche Übermacht der Arbeitgeber bei der Gestaltung der Lohn- und Arbeitsbedingungen auszugleichen. „Nicht alle eines Gnadenerweises würdig“ Bonn. Bundeskanzler Dr. Adenauer appellierte im Bundestag an die Welt, die Kriegsverbrecherfrage und die Rückkehr der noch in der Sowjetunion zurücbgehaltenen deutschen Kriegsgefangenen befriedigend zu lösen. Er wies auf die Beunruhigung darüber hin, daß noch 1017 Deutsche im Gewahrsam westlicher Länder sind. Es sei aber zu berücksichtigen, daß nicht alle jetzt noch Inhaftierten eines Gnadenerweises würdig seien, und daß I ein Teil auch von deutschen Gerichten zu hohen Strafen verurteilt worden wäre. Diese Frage müsse mit Zähigkeit und Ausdauer, aber auch mit Klugheit und Takt behandelt werden. Von den Verbrechern im wahrsten Sinne des Wortes, für die sich niemand einsetzte, hatte Atog. Dr. Erich M e n d e (FDP) gesagt, man werde viel Zeit brauchen, um das gut zu machen, was sie dem deutschen Namen zugefügt haben. Verfassungsausschuß lehnt Senat ab Stuttgart. Der Verfassungsausschuß der Verfassunggebenden Landesversammlung für Baden-Württemberg hat die von der CDU vorgeschlagene Errichtung einer Zweiten Kammer mit 14 gegen 11 Stimmen abgelehnt. Die Regierungsparteien machten geltend, daß nach Artikel 28 des Grundsetzes die Gesetzgebungsarbeit nur von einer vom Volk gewählten Vertretung geleistet werden dürfe. Die von der CDU vorgeschlagene Form einer Zweiten Kammer sei daher rechtswidrig. Sie kompliziere und verlangsame außerdem die Arbeit des Landtages. Der Verfassungsausschuß verabschiedete gegen die Stimmen der CDU den Artikel 40 des Verfassungsentwurfs der Regierungspartei«», wonach der Landtag aufgelöst werden kann, wenn es von 200 000 Wahlberechtigten verlangt wird und die Mehrheit der Wahlberechtigten in einer anschließenden Volksabstimmung ebenfalls für die Auflösung Eintritt. Krebs schied ans Frankfurt a. M. Der hessische Landesvorsitzende der Deutschen Partei, Dr. Fritz Krebs, Ider in der NS-Zeit Frankfurter Oberbürgermeister war, ist aus der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung ausgeschieden. Die DP- Fraktion des Stadtparlaments teilte mit, daß Dr. Krebs ein Verbleiben nicht zugemutet werden könne, da er von jeder Mitarbeit ausgeschlossen werde. • Umgekehrt ist es: Es kann Demokraten nicht zugemutet werden, mit einem Mann wie Krebs zusammenzuarbeiten. Wie wird das Weiter ? Aul der Westseite eine große Tiefe Ober Skandinavien fließt kaltluft aus hohen Breiten nach Süden zu uns. In ihrem Bereich bleibt das Wetter zunächst leicht unbeständig, Aussichten bis Sonntagabend: Wechselnde Bewölkung und mir langsam abnehmende Neigung zu einzelnen schauerartigen Niederschlägen. Zum Sonntag dazwischen etwas leichte Aufheiterung, recht kühl, mittags meist nur 12—15 Grad, nachts an frostgefährdeten Stellen Frostgefahr. Winde meist schwach aus west bis Nord. Am Montag voraussichtlich weitere Besserung. ——■■■■—■egegg Herausgeber: Ring Druck und Verlag GmbH, Freiburg i. Br., Kaiser-Joseph-Straße 229, Fernruf Ml« und Villingen 1. Schw., Klosterring 1, Fernruf 2361. Chefredaktion: O. Fischer, Verlagsleitung: A. Höcklin. Druck: Universitätsdruckerei Poppen Ä Ortmann, Freiburg 1. Br., und Ring Druck, Villingen 1. Schw. Er schilderte ihr feingehend seine gestrige Beobachtung an dem Weiher im Pack. Charlotte fuhr zusammen, sie dachte an ihren Traum. Ihre Mutter hatte Papier zerrissen ... , „Mit keinem Wort hat Ihre Frau Mutter heute morgen den Zwischenfall von gestern erwähnt. Ich würde Ihnen nun empfehlen, gnädige Frau, die alte Dame heute nachmittag so zu begrüßen, als wäre überhaupt nichts geschehen. Es ist durchaus denkbar, daß sie plötzlich wieder ihre Absicht ändert und nicht mit Ihnen nach Hause fahren will. Diese Gefahr ist ganz besonders groß, wenn Sie versuchen sollten, ihr das Geheimnis des vernichteten Briefes zu entlocken. Ich glaube. Sie können es am schnellsten erfahren, wenn Sie Ihre Frau Mutt«: bewegen können, möglichst lange bei Ihnen zu Hause zu bleiben und sie dort unauffällig, aber scharf beobachten.“ In dieser Weise redete er eine ganze Zeitlang. Charlotte hörte nur zu klar heraus, daß es vor allem darauf ankam, sie und ihre Mutter möglichst bald das Sanatorium verlassen zu sehen, trotz aller Versicherungen des Gegenteils Wahrscheinlich hätte sie es nicht so deutlich herausgehört, hätte sie gestern abend nicht das- Gespräch mit Keßling gehabt. Gerade, als sie daran dachte, klopfte es an die Tür. Der Kellner brachte einen Brief. Sie erkannte Keßlings Handschrift und wußte sofort, daß es etwas sehr Dringendes sein mußte, wenn j er ihr das Schreibe« hereinschickte, solange' Strogies bei ihr war. Mit einer kurzen Ent-! schuldigemg wandte sie sich ab und überflog da s Schreiben. Keßling schrieb in Stichworten: Soeben Ihre Frau Mutter auf dem Postamt gesehen. Gab Telegramm auf. Jetzt im Caffe am Markt. Bitte mich nach Strogies Besuch zu empfangen. Soeben mit Ihrem Gatten telefoniert.“ Während Sie die paar Zeilen las, bemühte sich Charlotte, ein möglichst gleichgültiges Gesicht zu machen. Dann legte sie den Brief wie etwas Belangloses beiseite und griff das unterbrochene Gespräch wieder auf. Kurz darauf verabschiedete sich Strogies. „Ich schicke Ihnen also um halb vier meinen Wagen. Der Breslauer Zug, mit dem Sie, wie ich Ihrer Frau Mutter sagte, kpmmen würden, trifft um drei Uhr achtundzwanzig hier ein. Nachdem Strogies gegangen war, trat Charlotte an das Fenster. Der Wagen des Professors stand an der Tür, ein Herr saß darin. Charlotte konnte ihn nicht erkennen, er saß mit dem Rük- ken zu ihr. Als Strogies an den Wagen trat, hob der Herr grüßend zwei Finger an die Stirn. Charlotte fuhr wie vom Blitz getroffen zusammen. In diesem Augenblick wußte sie, wer der Fremde war. Professor Kelterborn. Der Wagen fuhr ab, aber Charlotte blieb unbeweglich am Fenster stehen. Sie überhörte ein leises Klopfen an der Tür. Erst als es zum dritten Male und jtärker klopfte, erwachte sie gleichsam und sagte mechanisch „Herein“. Keßling bemerkte sofort ihre auffallende Blasse, sprach aber ungezwungen wie immer. Sie war heute wieder ebenso zurückhaltend zu ihm wie immer. Als er sagte, Professor Kelterborn habe soeben im Wagen auf Strogies gewartet, reagierte sie nur mit einem kurzen „So“. Dann fragte sie: „Hat meine Mutter Sie gesehen?“ „Nein, gnädige Frau. Ich stand in einer Telefonzelle. Durch die Scheibe konnte ich beobachten, wie sie ein längeres Telegramm aufgah Sie zahlte mit einem Fünfmarkstück und bekam nur etwas Kleingeld zurück.“ „So genau möchte ich das nicht wissen." „Verzeihung.“ „Die Geldangelegenheit meiner Mutter hat sich inzwischen aufgeklärt“, sagte sie mit erzwungen fester Stimme. Er nahm es, ohne allerdings ihren Worten Glauben zu schenken, zur Kenntnis. „Sie wollen mir nun vermutlich die Instruktionen mittejlen, die Sie von meinem Mann erhalten haben.“ „Ja, deshalb bat ich Sie um die Unterredung. Ihr Gatte läßt Sie bitten, mich heute im Sanatorium zu empfangen ...“ „Das ist unmöglich“, fiel sie ihm ins Wort. „Das erwiderte ich zunächst auch Ihrem Gatten. Aber er fand eine Lösung, die Ihnen keinerlei Unannehmlichkeiten bereiten würde. Ich bringe Ihnen zum Schein einen Brief Ihres Gatten, den ich Ihnen persönlich überreichen muß, und der Ihre sofortige Antwort erfordert. Während Sie diese schreiben, werde ich in der Halle einen kleinen Imbiß zu mir nehmen. Um diese Zeit ist gerade Teestunde, zu der sich ein großer Teil der Gesellschaft in der Halle einfindet. Bedenken Sie, gnädige Frau, es ist für Ihren Gatten von außerordentlicher Bedeutung, daß ich einen Einblick gewinnen kann. Vor altem möchte ich zu erfahren trachten, mit welchen Herrschaften Professor Kelterborn zusammentrifft.“ Nur widerstrebend willigte Charlotte rin. „Meine Mutter wird wahrscheinlich Argwohn schöpfen, wenn Sie so plötzlich auftauchen.“ „Nachdem sich die Geldangelegenheit geklärt hat“, sagte Keßling langsam, „wird Ihre Frau Mutter meinem Erscheinen wahrscheinlich nicht mehr mit Argwohn begegnen. Vielleicht sagen Sie ihr einfach, ich wäre der Sündenbock, durch dessen Irrtum die Überweisung vor einigen Tagen verzögert worden sei, und Sie hätten darauf bestanden, daß ich selber käme, um mich bei ihr zu entschuldigen.“ Konnte dieser Mensch denn wirklich Gedanken lesen? Gerade hatte sie daran gedacht, ihrer Mutter zu erklären, durch ein Versäumnis Keßlings wäre das Mißverständnis entstanden, da sprach er auch schon diesen Vorschlag aus. „Das wäre zu überlegen, Herr Doktor. Ich erwarte Sie also heute nachmittag oben im Sanatorium.“ (Fortsetzung folgt) Nummer 114 Samstag, SO. September 1932 Blitzlichter aus aller Welt Gasvergif tet Genf. Einer Gasvergiftung fielen am Dienstag zwei Arbeiter, ein Werkmeister und ein Bauunternehmer auf dem Baugrund eines neuen Staudamms im Vallee de Bagnes in der Westschweiz zum Opfer. Sie hatten sich in eine Felsengalerie begeben, um dort eine Sprengung vorzubereiten. Man nimmt an, daß sie dabei eine Spalte passierten, aus der von einer früheren Sprengung noch Gase ausströmten. Soltau. Ein 50jähriger Jugoslawe starb im Krankenhaus an einer schweren Gelbkreuz- 1 Vergiftung. Er hatte trotz zahlreicher Warnschilder ein vom letzten Krieg her noch immer ! verseuchtes Übungsgelände betreten, um Gra- , naten auszugraben. Als er sich am Dienstag mit eigenartigen Krankheitserscheinungen zum Arzt begab, war es schon zu spät. In Raserei Göttingen. Mit einem Tassenmesser stürzte sich am Mittwochabend der 50jährige Konrad Schmerling auf seine Frau, Mutter von acht Kindern, und verletzte sie lebensgefährlich an der Halsschlagader. Ein anwesender Gerichtsvollzieher überwältigte den Rasenden und übergab ihn der Polizei. Nordahn (Schleswig-Holstein). Nach einer Meinungsverschiedenheit verfolgte der 18jäh- rige Bauernsohn Heinrich Bude die 17jährige Hausgehilfin Waltraut Napierski bis in den Stall und drückte ihr, als er sie dort zu fassen bekam, mit der Hand die Kehle so lange zu, bis sie bewegungslos liegen blieb. Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Bude wurde verhaftet. Gut gemeint London. Eine britische Gärtnerei schenkte Stalin eine malvenfarbige Orchidee. Die Orchidee hatte der sowjetischen Delegation auf dem internationalen Gartenbaukongreß in London bei einer Besichtigung gefallen, zumal der Gärtner seiner Züchtung den Namen „Stalin“ gegeben hatte. München. Die bayerischen Väter sind viel bessere Alimentenzahler als die österreichischen. 1094 bayerische Väter zahlen für ihre österreichischen Kinder im Durchschnitt monatlich 28 Mark, während die 875 österreichischen Väter für ihre bayerischen Kinder pro Monat lediglich 12,80 Mark übrig haben. Irren ist menschlich Oslo. Bei den zur Zeit abgehaltenen Manövern der NATO-Truppen hielten die Schiedsrichter ein längliches, stromlinienförmiges Objekt für ein feindliches U-Boot und erklärten den Flugzeugträger „Main Brace“ für versenkt. — Das feindliche U-Boot war ein Walfisch. Oberkirchen. Eine Bäuerin aus der Grafschaft Schaumburg kaufte ein Mittel, das die Hühner zum besseren Eierlegen ermuntern sollte. Sie verwechselte das Mittel mit dem Schlafpulver ihres Mannes — jetzt bringt sie die Hühner kaum noch zum Fressen wach. Psychologisch interessant Chikago. Die von Psychologen der Universität Chikago durchgeführte Befragung mehrerer tausend Personen, in Gestalt welches Tieres sie wiedergeboren werden wollten, falls es eine Seelenwanderung gäbe, erbrachte folgende Resultate: 90 v. H. der Männer wollten als Pferde auf die Welt zurückkehren, während 97 v. H. der Frauen den Wunsch äußerten, ihre Wiedergeburt als Katzen zu erleben. Los Angeles. Den Weltrekord in Sentimentalität stellte eine 57jährige Frau in Los Angeles auf. Sie mußte ihre Wohnungseinrichtung während eines Umbaues auf einem Speicher abstellen. Damit die Möbel nicht heimwehkrank würden, ließ sie die Wände des Lagerraums in der bisherigen Farbe der Wohnung anstreichen. Güterzug rammte Omnibus Monessen (Pennsylvanien). Ein Güterzug rammte am Mittwoch bei CoHinsburg in Pennsylvanien einen mit Schulkindern vollbesetzten Autobus. Nach ersten Berichten kamen mindestens vier Kinder ums Leben. Wie ein Polizeibeamter, der kurz danach an der Unglücksstelle eintraf, mitteilte, wurden fast alle übrigen der 55 Insassen des Autobusses verletzt. Der Zustand von neun Kindern ist bedenklich. SchneDtriebwagen rast gegen Bräckenpfeiler Acht Tote und 32 Schwerverletzte bei Zugunglück in Hamburg Hamburg. Acht Tote, 32 Schwerverletzte und etwa 29 Leichtverletzte forderte am Donnerstagmorgen ein schweres Zugunglück in Hamburg. Der Städteschnellverkehrszug 902, der Lübeck fahrplanmäßig um 6.56 Uhr verließ, entgleiste gegen 8 Uhr kurz vor seinem Ziel in der Nähe des Hamburger Hauptbalmhofes. Brückenpfeiler. Die Wucht des Anpralls war so stark, daß sich der Wagen völlig verbog und zu beiden Seiten um den Brückenpfeiler legte. Die kurz nach dem Unglück eintreffende Feuerwehr arbeitete fieberhaft mit Schneidbrennern, um die Toten und die um Hilfe rufenden Verletzten aus den verklemmten Abteilen zu bergen. Mitreisende berichteten, daß der Wagen zum Glück nicht übermäßig stark besetzt war. Nur die Sitzplätze seien belegt gewesen. Die Lokomotive und die übrigen Wagen sind nicht entgleist. Als Ursache des Unglücks ist ein Materialfehler am Schienenstrang festgestellt worden, der durch Verbindungslaschen zur nächsten Schiene verdeckt wurde. Als die Lokomotive des verunglückten Zuges die Stelle passierte, brach ein Stück der Schiene ab. Der nachfolgende Wagen entgleiste und Wurde durch die anderen Wagen des Zuges gegen den Brückenpfeiler geschleudert. Die Zahl der Leichtverletzten konnte nicht genau ermittelt werden, da viele sofort die Unglücksstätte verließen und sich selbst in ärztliche Behandlung begaben. Güterzug entgleiste in keuchen Karlsruhe. Am Mittwochvormittag entgleiste im Bahnhof Renchen, vermutlich durch Achsenbruch, ein in Richtung Offenburg ausfahrender Güterzug. Personen wurden nicht verletzt. Die Strecke Karlsruhe—Offenburg mußte vorübergehend gesperrt werden. 20 Tote bei Unglück in Südkorea Seoul. Ein Eisenbahnunglück im Westen Südkoreas forderte am Mittwoch 20 Tote und weit über zweihundert Verletzte. Die Lokomotive eines mit Arbeitern und Kindern vollbesetzten Zuges war zwischen Inchon und Yongdongpo auf einer Brücke explodiert. Drei Wagen des Zuges entgleisten. Einer der Wagen wurde erheblich beschädigt. Hamburg. Acht Tote, 32 Schwerverletzte und etwa 20 Leichtverletzte forderte am Donnerstagmorgen ein schweres Zugunglück in Hamburg. Der Städteschnellverkehrszug 902, der Lübeck fahrplanmäßig um 6,56 Uhr verließ, entgleiste gegen 8 Uhr kurz vor seinem Ziel in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes. Nach Berichten von Fahrgästen sprang der erste Wagen des Zuges etwa hundert Meter vor der Steinhauerbrücke am Berliner Tor aus den Gleisen und prallte mit voller Wucht gegen den Tito heiratete bezaubernden Major Große Überraschung in Jugoslawien — Frau Tito empfing Anthony Eden Belgrad (rt)., In Jugoslawien war man äußerst erstaunt, als am Mittwoch die „Jugo-Preß“ veröffentlichte, daß Marschall Tito mit der 28jährigen Jovamka Budislavjevic, Major in der jugoslawischen Armee, verheiratet ist. Die Nachrichtenagentur gab, ohne Tag und Umstände der Vermählung zu enthüllen, lediglich bekannt, daß Marschall Tito und seine Gemahlin am 18. September einen Empfang zu Ehren des britischen Außenministers Anthony Eden geben würden. Tito war bereits zweimal verheiratet, 1919 ehelichte er eine hübsche Russin, als er bei den tschechischen Legionären in Sibirien focht. Diese Frau starb. Ein dieser Ehe entstammender Sohn Zarko lebt heute in Belgrad. Er ist 30 Jahre alt und somit zwei Jahre älter als seine neue Stiefmutter. Die zweite Frau Titos war eine blonde slowenische Schullehrerin namens Herta. Er heiratete sie 1939, ließ sich aber 1947 von ihr scheiden. Sie lebt mit ihrem elfjährigen Sohn Mischa in der Nähe des Amtssitzes. Tito hat sie dort gelegentlich besucht. Titos jetzige Frau, eine bildhübsche Serbin, trat als 17jährige den jugoslawischen Partisanen bei, kämpfte an der Seite Titos und besaß bei Kriegsende den Rang eines Leutnants. Die Vermählung scheint Anfang dieses Jahres stattgefunden zu haben. Jovanka hielt sich jedoch stets im Hintergrund und wurde, wenn sie mit Tito an öffentlichen Veranstaltungen teilnahm, nie als seine Frau vorgestellt. Deutscher will Mussolini-Sdtatz heben Luftwaffeneinheit hat angeblich 1943 mehrere Kisten mit Gold und Juwelen versenkt Köln. Der 34 Jahre alte Kölner Arbeiter Gustav Nagel will versuchen, den sogenannten Mussolini-Schatz zu heben, der angeblich im April 1945 von deutschen Soldaten im Como- See in Norditalien versenkt worden sein soll. Nagel war während des Krieges Luftwaffenunteroffizier und behauptet, Augenzeuge bei der Versenkung des Schatzes gewesen zu sein. Nach seiner Darstellung hat Mussolini damals die Luftwaffeneinheit, der Nagel angehörte, um Begleitschutz ersucht. Am Como-See habe er dann einer Gruppe deutscher Soldaten den Auftrag gegeben, mehrere schwere Kisten mit Münzen, Gold, Perlen und Juwelen in den See zu versenken. Nagel will selbst eine kleine Kassette in den See geworfen haben. Er behauptet ferner, kurz nach Kriegsende schon einmal auf Bitten offizieller Stellen und italienischer Privatleute in Italien gewesen zu sein, um den Schatz zu suchen. Er habe aber damals eine Suchaktion abgelehnt, weil sie ihm wegen der feindlichen Haltung der italienischen Kommunisten zu gefährlich gewesen sei. Jetzt wolle er versuchen, auf eigene Faust den Schatz zu finden. Die Stelle am See sei zwar nicht markiert, doch er sei sicher, den Ort aus seinem Gedächtnis wiederzufinden. Die Kisten seien nicht auf den See hinausgefahren, sondern am Ufer ins Wasser geworfen worden. ' Verbrecherjagd mit Hubschrauber Toronto. Mit einer Geschwindigkeit von 150 Stundenkilometern jagten am Dienstagabend mehrere kanadische Polizeiwagen hinter vier Schwerverbrechern her, die vor einer Woche aus einem Zuchthaus in Toronto ausgebrochen waren. Auch ein Hubschrauber, in dem ein Polizist mit einem Maschinengewehr saß, beteiligte sich an der Jagd. Als die Polizeiwagen dem Auto der Verbrecher nahekamen, eröffneten die Zuchthäusler das Feuer. Ein Polizeifahrer wurde verwundet und jagte mit höchster Geschwindigkeit in einen Straßengraben. Die Verbrecher konnten noch einmal entkommen, doch wurden sie kurze Zeit später in einer verlassenen Farm nordöstlich von Toronto im Heu versteckt gefunden. Zwei Detektive entdeckten die Zuchthäusler, die zwei geladene Gewehre bei sich hatten und deren Taschen voller Munition steckten. „Sie feuerten keinen Schuß ab und sagten kein Wort, als wir sie entdeckten“, erklärten die Detektive. Nächtliches Großfeuer im Elsaß Mülhausen (Elsaß). Durch ein nächtliches Großfeuer in dem elsässischen Städtchen Thann ' wurden zehn Familien mit insgesamt dreißig | Personen obdachlos. Das Feuer, das aus unbekannter Ursache nachts um ein Uhr aus- I brach, griff sehr schnell auf drei große Wohn- |häuser über, von denen zwei niederbrannten. | Da die Anwesen in einer engen Gasse standen, waren die Löschtrupps aus Thann, Mülhausen, Wittelsheim und Cernay bei der Brandbekämpfung stark behindert. Ihren vereinten Bemühungen gelang es nach mehreren Stunden, den Brandherd einzukreisen und ein Übergreifen der Flammen auf ein dicht bebautes Wohnviertel der Stadt zu verhüten. Schwere Manöversdiäden im Pforzheimer Gebiet Pforzheim. Bei den alliierten Herbstmanövern sind im Raume um Pforzheim verschiedene schwere Flurschäden entstanden. So wurden in Gräfenhausen durch einen durch die Weinberge fahrenden Panzer zahlreiche Rebstöcke links und rechts der schmalen Wege vernichtet. In Ellmendingen wurden Obstbäume j umgefahren. Schwere Schäden werden auch aus Arnbach und aus Tiefenbronn berichtet, wo Wagen und Panzer in den Wald und neu angelegte Kulturen hineinfuhren. 70 Jahre verheiratet Hamburg. Die überaus seltene Gnadenhochzeit feierte am Mittwoch der 91 Jahre alte Zimmermann Otto Meyer aus Wedel bei Hamburg mit seiner 88jährigen Frau Anne. Nach den 17 Enkeln und 21 Urenkeln gratulierten Vertreter der schleswig-holsteinischen Landesregierung, des Kreises Pinneberg und der Wedeier Stadtverwaltung dem Paar zu seinem 70. Hochzeitstag. Von seinen acht Kindern leben noch vier in den USA. Eine Tochter ist zum Ehrentag der Eltern über den Atlantik gekommen. „Wir haben keinen Siebenjährigen und auch keinen Dreißigjährigen Krieg gehabt“, meinten die alten Leute lächelnd, „es ging alles sehr gut“. Deutsche Mädchen in England Wie in allen europäischen und zunehmend auch in außereuropäischen Ländern besteht auch in Großbritannien seit langem ein erheblicher Mangel an hauswirtschaftlichen Arbeitskräften. Der Zentralausgleichsstelle der Landesarbeitsämter in Köln-Mülheim, der die Vermittlung von Frauen und Mädchen nach England obliegt, wird laufend eine große Anzahl von Stellenangeboten gemeldet, die auf ihre Arbeitsbedingungen durch die Arbeitsämter in England geprüft sind. Gesucht wÄden vorwiegend Hausgehilfinnen für Privat-, Arzt- und Geschäftshaushalte, für Gutshaushalte und für Bildungs- und Krankenanstalten. Neben Hausgehilfinnen werden auch Köchinnen, Haushälterinnen und Kindermädchen angefordert. Der Lohn für Hausgehilfinnen beträgt je nach Ort und Anforderung an die gesuchte Arbeits- ! kraft bei freier Unterkunft und Verpflegung | 2 bis 3 £ wöchentlich (1 f = 11,80 DM). Von die- ! sem Lohn wird noch ein Betrag zur Sozialver- i Sicherung abgezogen. Die Kosten der Überfahrt | trägt der Arbeitgeber, der nach einjähriger Tä- ' tigkeit der Hausangestellten in seinem Haushalt l'auch die Rückreisekosten übernimmt, j Meldungen zur Vermittlung nach Großbritannien nehmen die Arbeitsämter entgegen, die auch ' zu weiteren Auskünften gerne bereit sind. \ . . . und auch Frau Richter sagt: 7*u^>Ä** Persil/ Warum? Weil ich das strahlende Weiß persil-gepflegter Wäsche liebe. Gewiß - man spricht heute von mancherlei „Weiß". Bei mir heißt das nur: persil-gepflegtl t Samstag, 20. September 1952 ' -— Nummer 114 Oberliga West: Katernberg — 1. FC Köln; Preußen DeUbrück — Schalke 04; STV Horst — Dortmund; Düsseldorf — Münster; Aachen — Meide rieh; Mön- chen-Gladfoach — Erkenschwick; Sodingen — Leverkusen; Rot-Weiß Essen — Schwarz-Weiß Essen. Oberliga Nord: VfL Osnabrück — Eimsbüttel; Hamburger SV — Bremer SV; Hannover 96 — St. Pauli; Harburg — Lübeck; Altona — Arminia Hannover; Con- cordia Hamburg — Güttingen 05; Kiel — Bremerhaven 93. * Spiele der zweiten Amatenrtiga Staffel I: Oberkirch — Mörsch, Lahr — Oberachern, Kappelrodeck — Muggensturm, Bühl — Bühlertal, Ottenau — Bietigheim, Illingen — Wolf ach, Homberg — Kehl. Staffel n: Tiengen — Emmendingen,'Denzlingen — Maulburg, Freiburger FC Ib — Waldshut, Sportfreunde Freiburg — Neuenburg, Waldkirch — Blau- Weiß Freiburg, Staufen — Weil, Kenzingen — Stetten. Bekommt der Club noch einmal Ansthluß? Der Berliner Bär fliegt nach Wien — Lokalspiele werden Zugkraft ausüben Ein Viertel der Vorrunde in den Meisterschaftsspielen der Oberligen ist zurückgelegt. Von den 64 Mannschaften der Ersten Ligen (außer Berlin) sind nur noch fünf ohne Verlustpunkte: VfB Mühlburg (Süden), 1. FC Köln (Westen), 1. FC Saarbrücken, Wormatia Worms und VfR Kaiserslautern (Südwesten). Dabei hat der VfR Kaiserslautern ein Spiel weniger ausgetragen und nur gegen mittelstarke Mannschaften gespielt, so daß man ihn kaum zu den Vereinen zu zahlen braucht, die für die Tabellenführung in Frage kommen Von diesen Mannschaften war im Vorjahre nur der 1. FC Saarbrüchen an den Endspielen um die „Viktoria“ beteiligt. Vorjährige Mitbewerber liegen in ihren Ligen allerdings in aussichtsreicher Verfolgerposition hinter den augenblicklichen Tabellenführern. Eine Ausnahme macht hier nur der 1. FC Nürnberg, der bereits vier bis sechs Punkte hinter den Spitzenmannschaften liegt. Ob die Nürnberger dieses Minus noch aufholen können? Gewiß, die Saison ist lang und vier Punkte weniger will zu diesem Zeitpünkt noch nicht viel sagen. Aber der Ausfall bewährter* Spieler macht sich doch bemerkbar und man darf gespannt sein, wann der „Club“ endlich durch einen Sieg wieder mehr Vertrauen erwerben kann. Max Morlock wurde bis zum 7. Oktober gesperrt. Im Internationalen Kalander ist das Städtespiel Wien — Berlin wegen seiner jahrzehntealten Tradition bemerkenswert, obwohl es hierbei für den Berliner Bären kein Honigschiecken geben wird. — In Bern schließlich stellt sieh der Olympiasieger Ungarn gegen die Schweiz einem kritischen Publikum vor. Ungarns Team gilt als bestes von Europa. Es ist nicht anzunehmen, daß es am „Schweizer Riegel“ scheitern wird. Oberliga Süd; VfB Mühlburg — Bayern München; Offenbach — Fürth (Sa.); Eintracht Frankfurt — Ulm 46; VfB Stuttgart — Stuttgarter Kidcers : 1. FC Nürnberg — SV Waldhof; VfR Mannheim — BC Augsburg; 1860 München — Aschaffenburg; Schweinfurt gegen FSV Frankfurt. Oberliga Südwest: Hassia Bingen — 1. FC Saarbrücken; Trier — Wormatia Worms; Neuendorf — Tura Ludwigshafen; 1. FC Kaiserslautern — Pirmasens; Saar 06 — VfR Kaiserslautern; Mainz — Speyer; Neunkirchen — Kirn; Phönix Ludwigshafen -- Eintracht Osnabrück. Heimspiele sollen Punkte bringen Sowohl Singen wie auch der Freiburger FC spielen am Sonntag vor eigenem Publikum und haben es jeweils mit beachtlichen Gegnern zu tun. In Singen rechnet mit nach dem erfreulichen 1:1 bei Jahn Regensburg mit dem ersten Sieg, darf aber Bayern Hof nicht unterschätzen. Der Freiburger FC hat Jahn Regensburg zu Gast und muß besonders auf der Hut sein, da die Regensburger auf fremdem Parkett eine gute Klinge schlagen. Es spielen in der 2- Liga: Karlsruher FV — SSV Reutlingen (Sa.); ASV Feudenheim — 1. FC Pforzheim (Sa.): SV Wiesbaden — SV 98 Darmstadt; 1. FC Bamberg — ASV Dur lach; TSV Straubing — VfL Neckarau; Freiburger FC — Jahn Regensburg; Schwaben Augsburg — ASV Cham; Union Bückingen — Hessen Kassel; FC 04 Singen — Bayern Hof. In Südbaden: Oberhaus contra Unterhaus In der Amaieurliga werden sich die Geister scheiden In der südbadischen ersten Amateurliga hat sich bereits eine klare Spitzengruppe, der auch die fünf ungeschlagenen Mannschaften angehören, und eine ebenso klare Schlußgruppe gebildet, die sich größtenteils aus den sechs bisher sieglos gebliebenen Mannschaften zusammensetzt. Für das Unterhaus wird der kommende Spielsonntag wenig erfreulich sein, denn der größte Teil dieser Vereine stößt auf Vertreter der Spitzengruppe, die zu favorisieren sind, so daß sich nach d#m kommenden Spieispnntag der Unterschied zwischen Spitze und Tabellenschluß noch eklatanter im Tabellenbild zeigen kann. Das Schlußlicht FC Rastatt dürfte beim Tabellendritten. VfR Achern, ebensowenig auf den Frankreich bereitet seine Kandidaten vor Das Hauptkontingent stellen Stade Reims und Olympique Lille ersten Sieg hoffen können, wie es der ASV Freiburg beim FC Villingen tun kann. Auch Gutach reist ohne Hoffnungen nach Baden-Baden, und selbst Rheinfelden darf sich zu Hause gegen den SC Freiburg keinen allzu großen Hoffnungen auf den ersten Sieg hingeben. Nicht groß ist die Chance für Radolfzell, beim Tabellenzweiten Schopfheim den ersten Sieg zu landen, so daß Schopfheim seinen zweiten Platz ebenso festigen kann, wie Meister Offenburg seine Führung durch einen Heimerfolg über den VfL Konstanz. Zwei Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte stehen sich in Stockach gegenüber, wo die Platzherren ebenso wie der Gast Lahr auf den ersten Sieg hoffen. Im Spiel Lörrach gegen Kuppenheim geht es für beide Vereine darum, durch einen Sieg den Anschluß an die vordere Tabellenhälfte zu behalten. Es spielen: VfR Achern — FC Rastatt; FC Villingen — ASV Freiburg; SC Baden-Baden — FC Gutach; FV Rheinfelden — SC Freiburg; VfR Stockach — Lahrer FV; Rot-Weiß Lörrach — SV Kuppenheim; FV Offenburg — VfL Konstanz; SV Schopfheim — FC Radolfzell. Staffel III: Vöhrenbach — Furtwangen, Donau- eschingen — Trlberg, Konstanz Ib — St. Georgen, Markdorf — Villingen I b, Wollmatingen — Gottmadingen, Blumberg — Überlingen, Dauchingen — Singen I b. * Spiele der A-Klassen Bezirk Bodensee: Meßkirch — Arien, Böhringen — Bilzingen, Stockach H — Etzenhausen, Stetten a. k. M. — Bermatingen, FC Singen I. A.-M. — Immenstaad, VfL Konstanz III — Südstem Singen, Pful- lendorf — Radolfzell H. Bezirk Offenbnrg: Haslach — Zusenhofen, Offenburg n — Orschweier, Ettenheim — Ortenberg, Bo* dersweier — Schutterwald, Zell — Appenweier, Zunsweier — Waltersweier, Leutesheim — Fautenbach. Bezirk Freiburg: SC Freiburg H — Alemannia, Zähringen — Weilertal, Reute — Endingen, Herbolzheim — Glottertal. Riegel — SV Emmendingen, Kirchzarten — st. Georgen, Heitersheim — Kollnau, Müllhgim — Breisach. Bezirk Oberrhein: Grenzaeh — Rheinfelden Ib, Karsau — Schopfheim Ib. Laufenburg — Brennet, Istein — Säckingen, Haltingen — Friedlingen, Kan- dem — Wutöschingen. Bezirk Schwarzwald: Bräunlingen — Bonndorf, Eisenbach — Marbach, Gütenbach — Schönwald, VfB Villingen — Mönchweiler, Möhringen — Schon,- ach, Neustadt — Bad Dürrheim. Handball-Spitzengruppe bleibt unter sieb In der Handball-Verbandsliga, Staffel Süd stehen vier Begegnungen auf dem Programm, dabei gelten die Spitzenreiter als klare Favoriten und werden sich kaum einen Seitensprung leisten. In Zähringen müßte 1844 Freiburg ebenso sicher gewinnen wie Lörrach in Gottmadingen und Schutterwald auf eigenem Platz gegen Altenheim, Lediglich das Spiel Hof- 1 weler gegen Schuttem ist offen. Es spielen: I Zähringen — FT Freiburg; Gottmadingen — Lörrach; Schutterwald — Altenheim; Hofweier gegen Schuttem. Barthet gegen Lueg im Meilenrennen In Berlin treten die Leichtathleten nochmal auf den Plan Der Französische Fußballverband wird für das Länderspiel gegen Deutschland am 5. Oktober im Stadion Colombos in Paris seine Nationalspieler und die Anwärter zu einem Speziallehrgang nach Rueil bei Paris zusammenrufen. Der Kursus beginnt am 29. Semtember. und die Nationalen werden bis zum Tage des Länderspiels besammenbleiben. Der Tabellenführer der Nationalliga Stade Reims und Olym- pique Lille dürften das Hauptkontingent für die Länderelf abstellen. In die engere Wahl kommen: Torhüter: Vignal, Paris; Landi, Nizza. Verteidiger: Gianessi, Roubaix; Marche. Reims; Albanesi, Le Havre. Stopper: Jonquet, Reims; Dececco, Stade Frangais; Cuissard, Nizza; Firoud. .Nimes. Verbinder; Giowacki, Pierre, Sinibaldi, alle Reims; Gru- inellon, Nizza; Cisoeski, RC Paris. Mittelstürmer: Strappe, Baratte-Lflle; Ferry, St. Etienne. Flügelstürmer: Kopa, Reims; Audebert, Bordeaux; Dard, Marseille; Deladerrlere, Nancy. * Schweinfurt um zwei Punkte reicher Der Einspruch des SV Schweinfurt 05 gegen die Wertung des am 24. August von Viktoria Aschaffenburg mit 2:1 gewonnenen Punktspiels wurde von der Spruchkammer des Süddeutschen Fußball-Verbandes anerkannt, da Aschaffenburg den unter 20 Seit Donnerstag rollt auf den Gebirg^strecken rund Um den österreichischen Kurort Bad Aussee die XXVU. Internationale Sechstagefahrt. Sie ist die härteste Leistungsprüfung, die es für das robuste Gebrauchsmotorrad gibt. Seit 1913 wird diese Sechstagefahrt unter härtesten Bedingungen durchgeführt. Sie erfreut sich stärkster Anteilnahme aller der Länder, die Motorräder hersteilen und ihre Erzeugnisse freiwillig einer internationalen Kontrolle unterwerfen. Eine Bewährung in diesem Kampf ist gleichbedeutend mit erhöhtem Export. Vor allem die Engländer legen größten Wert darauf, ihre im Motorradsport errungene Hegemonie zu erhalten. Dieser spezielle Ehrgeiz führte dazu, daß sich die Sechstagefahrt mehr und mehr zu einem Prestigekampf der Motorradindustrie entwickelt hat. Es ist bekannt, daß Engjahre alten und daher für Vertragsligamannschaften noch nicht spielberechtigten zugewanderten Spieler Schnabel mttwirken ließ. Die Punkte erhielt Schweinfurt 05, das damit vom 9. auf den 4. Tabellenplatz vorrückte. ch Der Berliner Meister Tennis-Borussia wurde wegen der Vorfälle beim Spiel gegen Wacker 04 mit Platzsperre für vier Spieltage belegt. Außerdem erhielt Wacker die Punkte zugesprochen. In einem Berufungsverfahren wegen Spielerziehung (Schnepel und Jazon) bekam Tennis-Borussia 1000 DM Geldstrafe. * Die ersten Spielersperren in Sfidbaden In der südbadischen ersten Fußball-Amateurliga wurden die ersten Sperren verhängt. Der Spieler Otto Huonker vom FC 08 Villingen wurde wegen Tätlichkeit mit einer Sperre von zwei Monaten vbm 1. September bis 31. Oktober 1952 belegt. Ebenfalls für die Dauer von zwei' Monaten, vom 1. September bis zum 31. Oktober, wurde in der südbadischen zweiten Amateurliga der Spieler Hans Rieger, SV Otigheim, wegen Bedrohung und Beleidigung des Schiedsrichters gesperrt. land, das die Mehrzahl der bisherigen Sechstagefahrten gewann, schon wochenlang vorher an Ort und Stelle seine Experten einsetzt, um alle Eventualitäten auszuschalten. So war es im Vorjahr in Varese und so ist es auch diesmal in Bad Aussee. Deutsches Nationalmannschafts-Team gesprengt Bereits der erste Fahrtag machte die deutschen Hoffnungen auf die Erringung der internationalen Trophäe zunichte. In der Ortschaft Stall im Mölltal lief in den Mittagsstunden ein Hund dem deutschen Nationalfahrer Dollmann in seine NSU-Fox, so daß Dollmann stürzte. Hierbei wurde seine Maschine so schwer beschädigt, daß er nicht weiterfahren konnte. Damit ist die deutsche Nationalmannschaft gesprengt. Im Mittelpunkt der Jubiläumsveranstaltungen des 50jährigen SC Charlottenburg steht am kommenden Sonntag das 5ö. Internationale Sportfest im Berliner Olympiastadion. Es gibt drei Hauptschlager. Zunächst einmal das Meilenrennen (1609 Meter) mit Olympiasieger Barthel, der seit Helsinki ungeschlagen ist. Der Luxemburger trifft dabei auf die deutschen Rekordläufer Lueg und Lamers, den Schweden Ericsson und ( den Engländer Disnay. Schlager Nr. 2 und Nr. 3 sind der 80-Meter-Hürden-Lauf und der 100- Meter-Lauf der Frauen. Hierzu haben sich angemeldet die Olympiasiegerinnen von Helsinki, Williams, Neuseeland (Weitsprung), und Strick land; Australien (80 Meter Hürden), die vierfache Olympiasiegerin von 1948, Fanny Blankers-Koen, Holland, sowie die deutsche Meisterin Maria Sander. Auch andere Rennen werden gut besetzt sein. So wollen der britische Negersprinter McBailey und der englische 5000- Meter-Läufer Pirie am Start sein. Jugendliche Schwerathleten Im Kräftevergleich mit Nordbaden Die noch ausstehenden Entscheidungskämpfe um die gesamtbadischen Jugendmannschaftsmeisterschaften im Ringen und Gewichtheben und um die Schü- lermannschaitsmeisterschaft im Ringen bilden, den Höhepunkt und zugleich auch den Abschluß des Kräftemessens mit Nordbaden. Für die Endkämpfe, die am Samstag, ab 19 Uhr, in der Festhalle in Frei- burg-St. Georgen ausgetragen werden, qualifizierten sich von Südbaden: Germania Freiburg-St. Georgen (Ringen Jugend). Kollmarsreute (Gewichtheben Jugend) und Freibuag-Haslach (Ringen Schüler). Die nordbadische Konkurrenz besteht aus Heidelberg (Ringen Jugend), Obrigheim (Gewichtheben Jugend) und Bruchsal (Ringen Schüler). Der südbadische Jugendmannschaftsmeister Germania Freiburg-St. Georgen bestreitet den Entscheidungskampf gegen Heidelberg in folgender Aufstellung: E. Seger (40 kg), H. Beil (45 kg), W. Seger (50 kg), J. Diringer (65 kg), Binder oder Ehret (60 kg), M. Frey (65 kg), R. Böhler (70 kg) und Herbstritt (Schwergewicht). Die vielen Erfolge der südbadischen Nachwuchsathleten bei den Einzelmeisterschaften, lassen auch jetzt im Mannschaftsrahmen bei entsprechender Kondition südbadi- sche Siege erwarten Der Landesvorstand des Südbadischen Schwer- athletiksportverbandes tritt in Appenweier zusammen, um die Rundenkämpfe der Oberliga und den Termin für den Verbandstag in Südbaden festzulegen. Am gleichen Ort findet am Sonntag eine Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Schwerathletikverbände von Südbaden und Nordbaden statt. v. Cramm beim Turnier ln Baden-Baden Der Tennisclub Rot-Weiß Baden-Baden veranstaltet vom 24. bis 28. September sein traditionelles Tennisturnier, das als offizieller Abschluß der. deutschen Tennissaison gelten kann. Auch in diesem Jahre hat das Turnier eine ausgezeichnete Besetzung gefunden. Zwölf Nationen werden in Baden-Baden vertreten sein. Jaroslav Drobny, Ägypten, der in den beiden Vorjahren das Herren-Einzel gewann, wird bemüht sein, den wertvollen Wanderpreis endgültig zu gewinnen. Sein härtester Gegner wird wohl der internationale Meister von Deutschland, Eric Sturgess, Südafrika, sein. Für -die Herren-Sonderklasse haben bisher ferner gemeldet: Gottfried von Cramm, der damit sein erstes diesjähriges Turnier in Deutschland bestreitet, Nisse Rohlsson. Schweden, Dorfmann, USA, Tonny Mottram, England, Mitic, Exil-Jugoslawe, und die deutschen Davispokalspieler Emst Buchholz, Rolf Göpfert und Engelbert Koch. — Bei den Damen sind neun Nationen am Start: unter anderem Joan Curry, England, Lucia Manfred!, Hallen, Hella Strecker, Österreich, Rita Anderson, USA. Erika Vollmer, Deutschland, Letzte Meldung Olympiasieger Barthel lehnt Berlin-Start ab Luxemburg. Olympiasieger im 1500-m-Lauf, Josef Barthel, wird nicht an der Jubiläu ms Veranstaltung des SCC (Charlottenburg) am Wochenende im Berliner Olympiastadion teilnehmen, Barthel gab bekannt, daß sein Entschluß deshalb in ihm gereift sei, weil die deutschen Läufer Werner Lueg und Rolf Lamers nicht in Luxemburg angetreten seien. Sethstageiahrt - Hohe Sthule des Motorradfahrers Starke deutsche Beteiligung bei der Internationalen Leistungsprüfnng Radio Stuttgart Samstag, 20. Sept.: 14.00 Quer durch den Sport; 15.00 Fröhliches Schaumschlagen; 16.00 „Am Samstag um Vier“; 19.05 Die Volksmusik spielt; 20.05 Die Welt ist voller Wunder; 21.00 Abendkonzert; 21.45 Sportrundschau: 22.45 Erwin Lehn und sein Südfunk-Tanzorchester; 23.15 Melodie zur Mitternacht; 0.05 Das Nachtkonzert. Sonntag, 21. Sept. 14.10 Chorgesang 14.30 Kinderfunk; 15.00 Ein vergnügter Nachmittag; 17.00 Schauspiel: „Nicht zuhören, meine Damen!“; 18.15 „Fein, fein schmeckt uns der Wein“; 19.00 Sport am Sonntag; 20.05 Konzert des Runfunk-Sinfonieorch.; 21.45 Sport aus nah und fern; 22.15 Wir spielen, Sie tanzen; Montag, 22. Sept.: 15.00 Schulfunk; 16.00 Nachmittagskonzert; 17.00 Konzertstunde; 18.00 Musik zur Unterhaltung; 19.00 Musik am Abend; 20.05 „Der heimliche Kreuzzug“ (Hörfolge); 21.00 Musik über die Grenzen; 22.20 Zeitgenöss. Musik; 23.00 „Dieses Schwein, dieser Morin“ (Hörspiel); Dienstag, 23. Sept.: 15.39 Walter Dürr am Klavier; 16.00 Nachmittagskonzert: .17.05 Zum 5-Uhr-Tee: 18.00 Klänge der Heimat; 19.10 „Bunt sind schon die Wälder“: 20.05 Welt der Musik; 21.15 ..Noch sind die Tage der Rosen“; 22.20 Tanzmusik; Mittwoch, 24. Sept.: 16.15 Unterhaltsame Weisen; 17.15 Stuttgarter Musikhochschule musiziert; 18.00 E. Lehn u. sein Südfunk- Tanzorch.; 20.05 Das Orch. Kurt Rehfeld: 20.30 Der Berg (Ballade); 31.35 Schöne Stimmen; 22.20 Swing auf der Harmonika: 23.10 Eduard Künneke; Donnerstag, 25. Sept.: 17.10 Leichte Unterhaltung; 18.00 Klänge aus dem Londoner Senderaum; 18.30 Sport von gestern und heute; 20.05 „Viel Glück“: 21.00 Erwin Lehn und sein Südfunk-Tanzorch.; 21.30 „Schule der Aufregung“, Abenteuer (Hörspiel); 22.20 Bruckner-Chor, Stuttg.; 23.10 Orchesterkonz.; Freitag, 26. Sept.: 12.00 Volksmusik; 15.00 Schulfunk; 16.00 Nachmittagskonzert; 17.00 Rundfunk-Unterh.-Orch.: 18.00 Karlsruher Unterh.-Orch., musikal. Intermezzo; 20 05 Rundfunk-Sinfonieorch.: 21.00 September- Song; 22.20 RIAS-Tanzorch. spielt; 23.15 Unterhaltung und Tanz. Rundfunk-Programm der Woche SÜD WESTFUNK Samstag, 20. Sept.: 6.10 Frühmusik; 7.30 Musik am Morgen; 8.40 Musikal. Intermezzo; 9.30 Kreuz u. quer durch Deutschland; 12.15 Zur Mittagsstunde; 13.15 Musik nach Tisch; lß.00 Die Zauberflöte (Mozart); 16.00 Eine Landratte erlebt eine‘Seefahrt; 16.30 Unser Samstagnachm.; 20.00 Musik, die unsere Hörer wünschen; 21.00 „Und Sorgenbrecher sind die Reben“; 22.20 Sportrundschau; 22.30 Der SWF bittet zum Tanz; 0.10 Tanzmusik II. 1 Sonntag, 21. Sept.*: 7.10 Musikalisches Zwischenspiel; 7.30 Morgenchoral; 8.10 Ständchen am Sonntagmorgen; 9.45 Das Vermächtnis; 11.00 Musik; 12.45 Zur Mittagsstunde; 13.00 Mittagskonzert; 14.30 Froh und heiter; 15.30 Banchetto musicale; 16.15 Chorgesang; 16.30 „Aus der Traube in die Sonne . . 17.00 Was euch gefällt; 18.30 Die Sportreportage; 19.30 „Bunt sind schon die Wälder“; 20.00 Konzert; 22.20 Sport und Musik; 23.10 Fröhlicher Ausklang; 0.10 Tanz- u. Unterhaltungsmusik; 1.15 Musik bis in die Früh. Montag, 22. Sept.: 12.15 Großes Unterh.- Orchester; 13.30 Musik nach Tisch; 14.30 Schulfunk; 15.15 Am Montag fängt die Woche an; 16.45 Schwedische Volksmusik; 18.20 Sport; 19.30 Kleine Abendmusik; 20.00 Unsere kleine Auslese; 20.45 Götterdämmerung (Wagner); 22.20 Neun Variationen (Boris); 22.30 Hörspiel: „Kleider ohne Leute"; 23.30 Musik zur Nacht; 0.10 Tanz- und Unterhaltungsmusik; Dienstag, 23., Sept.: 11.00 Froher Klang am Vormittag; 12.15 Zur Mittagsstunde; 13.15 Musik nach Tisch; 15.00 Schulfunk; 15.15 Heimische Künstler musizieren; 15.45 Unvergessene Heimat; 16.00 Orch.-Konz.; 17.00 Großes Unterh.-Orch.; 19.30 Kleine Abendmusik; 20.00 Orchester Kurt Edelhagen; 20.30 Hörspiel: „Rabatz-Kolonne“; 21.30 Musikal. Zwischenspiel; 22.30 Jugend und neue Musik; 23.30 Jazz 1952. Mittwoch, 24. Sept. 12.15 Kleines Unterh.» Orchester; 13.30 Musik nach Tisch; 14.30 Schulfunk; 15.15 Musik zur Unterhaltung; 16.00 Kirchenmusik; 17.00 Klaviermusik: 19.30 Kleine Abendmusik; 20.00 Unser Melodienreigen; 21.40 Jugendchor Speyer; 22.20 Klaviermusik; 23.00 Orchester Kurt Edelhagen; 23.30 Tanzmusik; 0.10 Wir tanzen weiter. Donnerstag, 25. Sept.: 7.30 Musik am Morgen; 8.40 Musikal. Intermezzo; 11.20 Kleine Melodie; 12.15 Froher Klang zur Mittagsstunde; 13.15 Musik nach Tisch; 15.15 Nachwuchs stellt sich vor; 16.00 Kleines Unterh.-Orch.; 16.45 Klaviermusik; 19.30 Kleine Abendmusik; 20.00 Zeitgenöss. Musik; 21.00 Moselfahrt aus Liebeskummer; 21.30 Fröhliches Kunterbunt; 23.00 Zärtliche Weisen; 23.30 Liebste Freundin. Freitag, 26. Sept.: 9.30 Kreuz und quer d. Deutschland: 12.15 Zur Mittagsstunde; 13.15 Streifzüge durch Frankreich; 13.30 Musik nach Tisch; 14.30 Schulfunk; 15.15 Nachmittagskonzert; 1615 Erfolge fallen vom Himmel; 16.30 Kammermusik; 17.00 Sang und Klang im Volkston; 19.30 Stadtorchester Friedrichshafen: 20.00 Operettenklänge; 21.00 Die großen Meister; 22.90 Gäste aus Paris; 23.15 Für Kenner und Liebhaber. UKW-Programm Süd westfunk Samstag, 2». Sept.: 14.00 Musik rum Wochenende: 16.38 Nachmittagskonzert; 17.40 Ständchen am Abend; 19.10 Das macht Laune; 20,15 Musikal. Zwischenspiel; 20.45 Hörspiel: Das sonderbare Telefon; 22.20 Was jeder gern hört; 23.40 Der SWF bittet zum Tanz. Sonntag, 21. Sept.: 14.45 Uns gehört der Sonntag; 18.30 Volkslieder; 19.00 Lenzkirch Im Hochschwarzw.; 19.30 Klingende Tasten; 20.00 Aus der Arbeit der bad. Bühnen; 21.20 Wir tanzen . . .; 22.10 Kammermusik; 23.00 Kleine Melodie- Montag, 22 . Sept.: 14.30 CoUegium müsi- cum; 16.00 Fröhlich fängt die Woche an; 17.10 Internat. Kirchenmusik: 18.10 Killma — Hawailans; 20.00 Weinfest in Oberrotweil; 21.10 Melodie des Abschieds; 22.20 Tanzmusik; 23.00 Unterhaltungsmusik. Dienstag, 23. Sept. 14.00 Kleines Konzert; 14.30 Konzert; 15.30 In guter Laune . . .; 16.30 Aus der Welt der Oper; 17.40 Ständchen am Abend; 20.00 Bunt sind schon die Wälder; 21.10 Abenkonzert; 22.30 Wir bitten zum Tanz. Mittwoch, *4. Sept.: 14.30 Operettenklänge; 15.45 Lustiger Rhythmus; . 16.00 5 Minuten vor dem Ersten; 17.00 Banchetto musicale; 17.40 Nachmittagskonzert; 20.00 Promenadenkonzert; 21.10 Melodie und Rhythmus; 22.20 Bergauf — bergab. Donnerstag, 25. Sept.: 14.00 Kleines Konzert; 14.30 Melodien von W. Richartz; 15.30 Musik, die unsere Hörer wünschen: 17.55 Ständchen am Abend; 20.00 Vertraute Welsen ; 21.10 Kunterbunt zur Abendstund; 22.15 Orch. Kurt Edelhagen; 23.15 Kleine Melodie. Freitag, 20. Sept.: 14.36 Musik zur Unterhaltung; 15.30 Schlagermelodien; 18.15 Konzert; 18.10 Klingende Kleinigkeiten; 20.00 Zar Alexander und Pestalozzi; 21.10 Tausend bunte Noten; 22.20 Klaviermusik; 23.00 Tanzmusik Veraessen Sie bitte nicht: Ab 22 Uhr Ihren Radio-Appara» auf Zimmerlauts’ärlce einstellen Radio Beromünster Samstag, 20. Sept. 16.00 Kammermusik; 18.50 D. Merino und seine Gitarre; 17.05 Rhythmen und Chansons; 17.30 Fußball- Länderspiel; 18.15 Bunte Schlagerrevue; 19.05 Aus Goethes West-östl. Diwan; 20.00 'Volkstüml. Musik; 22.40 „Barbara“ (Hörspiel); 22.20 Schottische Fantasie; 22,46 Irmgard Seefried singt. Sonntag, 21. Sept.: 12.40 Mittagskonzert; 13.50 Volkslieder; 14.19 Mitenand gohts besser; 14.40 Zither-Duett Zürich; 18.45 Aus dem Oratorium „Die Schöpfung“; 19.45 „Die Schöpfung“ H; 20.40 „Die Brüche“ (Hörsp.); 21.15 Streichquartett; 22.20 Vision; 22.35 Orgelwerke Regers. Montag, 22. Sept.: 12.40 Konzert; 13.15 Schallplatten; 16.00 Chorlieder; 16.30 Musik für Violine und Klavier; 17.00 Tanzmusik; 18.00 Lieder v. Mendelssohn; 18.20 Volkstümliche Musik; 20.15 Musik kennt keine Grenzen; 21.30 Klavierkonzerte v. Mozart; 22.20 Streichquartett. Dienstag, 23. Sept.: 12.00 Die Klarinette; 12.15 Ouvert. aus Freischütz; 12.40 Musik zum Zeitvertreib; 13.45 Glasharmonikamusik; 18.00 SchaUplatten; 17.30 Paul Eip- per erzählt; 17.50 Basler Unterh.-Orch.; 19.00 Schöne Landorgeln; 20.15 Belgisches Galakonzert: 22.00 Frauen spielen kleine Klavierstücke. Mittwoch, 24. Sept.: 13.35 Klavierskizzen: 14.09 Kreuz und quer durchs Waadtland; 16.30 Romantische Musik; 18.00 Instrumental-Ensemble von Bern: 19.05 Wiener Lieder; 20.00 Streichorchester; 21.15 Leich tq Musik; 21.40 Belg. Spätsommerbilder; 22.20 Musik fremder Völker; 22.50 Vioiinmusik. Donnerstag, 25. Sept.: 11.50 Unterhalt- Musik; 12.15 Appenzeller Streichmusik; 12.40 Basler Unterh.-Orch.; 13.15 Werke v. Mozart; 16.30 Klavierstücke: 18.00 Zur Unterhaltung; 18.35 Konzert; io.oo Drei gegen drei; 20.15 Hörspiele; 22.20 Konzert des Studio-Orchesters. Freitag, 20. Sept: 11.30 Konzert: 12.40 Kaffee-Endsourt: 13.25 Musik zur Unterhaltung: 14.00 Halbe Stunde der Frau; 16.00 Wunschkonzert für die Kranken; 18.00 Unterh.-Orch. 18 50 Fotoplauderei; 19.00 Herbstweisen: 20.00 • Liederkonzert; 21.15 Maurice Ravel. V Nubumt 114 Suwtes, SO. September 1052 Taters Weintag ehrt die Väter Die dentsdae Wein woche vom 19. bis 28. September soll Platz für den neuen Jahrgang schaffen Was der Mutter recht ist, kann dem Vater nur billig sein, sagten sich die Männer, und die Frauen stimmten dem gern zu. So werden denn am 21. September im Rahmen der deutschen Weinwoche die Väter nach uraltem brauch mit des Bodens köstlichster Gabe, dem Wein, geehrt Der Wein ist männlich. Seit Dionysos Zeiten Üt er der Ausdruck männlicher Fruchtbarkeit und schöpferischer Kraft, so wie dereinst Bacchus und Venus im edlen Wettstreit um das Menschenherz rangen, so steht heute der Blume als Symbol der Liebe zur Mutter, der Wein als Symbol der dem Vater gebührenden Ehrung gegenüber. Wenn auch in diesem Jahr die deutsche Weinwoche vor allem eine wirtschaftliche Aufgabe hat dem Winzer zu helfen, für die neue Ernte seine Fässer zu leeren, so kommt ihr doch vor allem eine ethische Aufgabe zu: den Menschen Freude zu bringen. Dazu aber ist der Wein vor allen anderen Getränken seit uralten Zeiten prädestiniert Er ist ein Trank mit Seele, in ihm spiegelt sich eine jahrtausendealte Kulttir, sein Einfluß geht durch die Jahrhunderte, sei es, daß er Dichtem den Geist beflügelte,, oder selbst verherrlicht wurde in Prosa und Gedicht Ein jeder, der fragt was nun die deutsche Weinwoche vom 19. bis 28. September bringen wird, bat eine Erwartung: sauberen und mündigen Wein zu Preisen, die sich auch derjenige leisten kann, dem eine Flasche Wein normalerweise schon ein Opfer bedeutet Diese Erwartung soll die deutsche Weinwoche erfüllen. Im ganzen Bundesgebiet wird das Hotel- und Gaststättengeweihe in verstärktem Umfange Schoppenweine auf die Karte setzen. Weinbau, Weinbandel, Gaststätten und Einzelhandel wirken in diesem Jahr zusammen, tim mit m ö g lic h st kleinen Spannen zu besonders günstigen Preisen schöne Weine für sich selbst sprechen zu lassen. Das Gaststättengewerbe wird, wo es irgend möglich ist Weinfeste veranstalten, beschwingte und frohe Abende, wie sie nur der Wein zu schenken vermag. Der Lebensmitteleinzelhandel stellt sich ebenfalls mit außerordentlichem Schwung in den Dienst am Wein. Aus der Fülle der Veranstaltungen in allen deutschen Landen ragen die Feste in Düsseldorf, Essen, Hamburg und Berlin heraus. Überall, auch in den Weinbaugebieten, wird zur deutschen Weinwoche in einer Auflage von 150 Exemplaren das Plakat „Wein schenkt Freude“ leuchten. Zahlreiche Werbeschriften und Broschüren über den Wein werden über den Fachhandel den Weg zum Weintrinker finden und ihn hoffentlich mit dem Wein vertraut machen, damit er ihm Freund bleibt Zusammenschluß der Gemeindeverbände Freiburg. Die Bürgermeistervereine vonNord- und Südbaden halten am 4. Oktober in Offenburg eine gemeinsame Hauptversammlung ab, auf der der bereits durch die Vorstände beschlossene Zusammenschluß der Vereinigungen zu einem Gesamtverein endgültig vollzogen und die neue gemeinsame Satzung genehmigt werden Bisher 41 Fälle spinaler Kinderlähmung in Sfidbaden Freiburg. In Südbaden wurden in diesem Jahr bis Mitte September 41 Fälle von Spinaler Kinderlähmung verzeichnet, von denen zwei, einer im Frühjahr und einer Anfang dieses Monats, tödlich verliefen. Im August sind allein zwanzig Erkrankungen vorgekommen. Trotz der kühleren Witterung sind auch in der ersten Hälfte des September noch neun neue Fälle aufgetreten. Mit diesen Ziffern ist die Spinale Kinderlähmung in Südbaden wieder etwas über den Vorjahresstand hinausgegangen, dagegen sind die Ziffern von 1950, als 168 Perso- fenburg, die Hauptversammlung der Gemeinde verbände von Nord- und Südbaden statt, deren Zusammenschluß durch das Votum der Mitglieder ebenfalls noch bestätigt werden muß. Auf einer Landesversammlung am Sonntag, dem 28. September, in Bühl werden sich ferner die Ratschreibervereint für Nord- und Südbaden vereinigen. Die größte Uhrenmesse der Welt Vom 19. bis 22. September auf 'dem Frankfurter Messegelände Frankfurt (lid). Die vorliegenden Anmeldungen aus all«» Teilen der Welt garantieren der diesjährigen internationalen Uhrenmesse auf dem Frankfurter Messegelände einen vollen Erfolg im voraus. Sämtliche führenden Uhren- und Schmuckwarenfabriken aus Deutschland und der Schweiz zeigen auf der 4. Internationalen Uhrenmesse auf dem Frankfurter Messegelände ein umfassendes und vollständiges Angebot. Erstmalig werden in diesem Jahr auch einige französische Firmen an den Main kommen. Da die Schweiz bisher an ihrem Grundsatz festhielt, bei ihren inländischen Messen keine Frau Huck beging keinen Rentenbetrug Gerichtsverhandlung enthüllt ungewöhnliches Schicksal Freiburg. Die Kleine Strafkammer des Landgerichts Freiburg sprach am Dienstag in einem Berufsverfahren die 46 Jahre alte Frau Paula Huck aus Hannover von der Anklage des Rentenbetrugs frei. In erster Instanz war die Frau zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die Verhandlung enthüllte das Schicksal der Angeklagten, die trotz der allgemeinen Wirren der Nachkriegszeit einmalig sein dürfte. Die Frau arbeitete vor Kriegsausbruch beim Heerespersonalamt, später beim OKW-Verbindungs- stab in Prag und beim Leiter der Abwehr in Litzmannstadt In einem V-Werk an der Kanalküste wurde sie bei einem Fliegerangriff im Jahre 1943 verschüttet und an ihrem bereits seit Jahren steifen Bein erneut verwundet. Nach dem 20. Juli wurde sie mehrere Monate lang in Haft gehalten. In Kattowitz fiel sie den Russen in die Hände. Noch vor der Kapitulation gelang ihr die Flucht aus einem Gefangenenlager bei Krakau. Später wurde sie unter der Beschuldigung, Gestapo-Agentin gewesen zu sein, festgenommen und nacheinander in amerikanischer, französischer und englischer Kriegsgefangenschaft festgehalten. In den Nürnberger Prozessen und im Verfahren gegen von Manstein sagte sie als Zeugin aus. Im November 1949 entließ sie die Direktion des französischen Gefängnisses in Rastatt mit der Bemerkung, daß nichts gegen sie vorliege. Unmittelbar nach ihrer Freilassung wandte sie sich an den damaligen badischen Staatspräsidenten Leo Wohieb. Durch die Hilfe seiner Staatskanzlei erhielt sie mehrere hundert Mark aus Fürsorgemitteln der Stadt Freiburg. Auch die Fahrkarten zu einer Vorsprache beim Bundespräsidenten und zur Vorlage ihrer Memoiren bei einer Illustrierten in München wurden ihr auf die Initiative der Staatskanzlei hin bezahlt. Schließlich erleichterte diese Protektion Ungekürzt für Kehl Stuttgart Das badisch - württembergische Staatsministerium begrüßte am Donnerstagabend die Haltung des Haushaltsausschusses des Bundestages, der sich am Donnerstag der Auffassung der Vertreter Baden-Württembergs angeschlossen und die vorgesehenen fünf Millionen DM für Kehl ohne Kürzung bestätigt hat. Altmeier wehrt sich gegen Dr. Maier Mainz. Rheinland-Pfalz habe niemals den Antrag gestellt, zu seinen Gunsten von dem für die Stadt Kehl vorgesehenen Fünf-Millionen- Kredit an den Sanierungsfonds Mittel abzuzweigen, erklärte Ministerpräsident Peter Altmeier zu den Äußerungen seines badisch- württembergischen Kollegen Dr. Reinhold Maier. Er habe mit Bedauern die Erklärungen Dr. Maiers aus der Presse zur Kenntnis genommen. 22 Bewerbungen für Lahrer OB-Posten Lahr. Auf die zweite Ausschreibung des Lahrer Oberbürgermeisterpostens sind 22 Bewerbungen eingegangen. Aus diesen Bewerbungen wird der Lahrer Stadtrat am Samstag vier Kan- ditaten zur engeren Wahl auslesen. Die nach der badischen Gemeindeordnung durch den Stadtrat vorzunehmende Wahl soll bis spätestens Mitte Oktober stattflnden. das Verfahren zur Erlangung einer Versehrtenrente. Der behandelnde Versorgungsarzt schöpfte aber Verdacht und stellte Strafantrag. Das Gericht sah jedoch die Schuld für die unberechtigte Auszahlung von Renten und Mitteln aus der öffentlichen Fürsorge nicht so sehr bei der schwergeprüften Frau, als vielmehr bei der Art des Verfahrens auf Grund der Protektion durch die Staatskanzlei, und gelangte deshalb zu einem Freispruch. ausländischen Aussteller zuzulassen, ist die Frankfurter Uhrenmesse die bedeutendste Veranstaltung dieser Branche. Die Ausstellerzahl hat sich in diesem Jahr von 200 auf 237 erhöht. Audi die belegte Fläche wurde von 4500 auf 6000 Quadratmeter vergrößert. Nahezu 60 Anträge von Firmen, die ebenfalls auf der Frankfurter Uhrenmesse ausstellen wollten, mußten abgewiesen werden. Das Angebot von 33 Schmuck-, Gold- und Silberwaren- sowie Besteckfabriken wird durch 19 Großhandlungen dieser Branche ergänzt. Daneben stellen noch 34 Firmen der Zulieferindustrie aus. Das Ausland ist mit 52 Firmen an den Ausstellern beteiligt. Neben dem großen Kollektivstand der Schweiz, an dem etwa 160 Fabrikanten beteiligt sind, werden erstmalig 27 Schweizer Firmen zusätzlich in Vitrinen ihre Spitzenprodukte anbieten. Von den deutschen Teilnehmern an der Messe werden vornehmlich Gebrauchsuhren ausgestellt, während die Schweiz dem anspruchsvolleren Geschmack Rechnung trägt. Die französischen Fabrikanten warten auf der Frankfurter Uhrenmesse in der Hauptsache mit Rohwerken auf. Für die 4. Internationale Frankfurter Uhrenmesse wurde ein Devisensonderkontingent von 720 000 DM zur Verfügung gestellt Ein Wiesbadener kämpft nm Manhattan Kampf eines 69jährigen um die größte Erbschaft des Jahrhunderts Wiesbaden (lid). In den Mauern der hessischen Landeshauptstadt wohnt in einer bescheidenen Einzelzimmerwohnung der 65jährige ehemalige Hotelangestellte Robert F. Sät Jahren führt dieser hochbetagte Wiesbadener einen recht seltsamen Kampf: Auf Grund von Dokumenten, die ihm sein Ur-Ur-Großonkel hinterlassen hat, beansprucht er das Zentrum von Neuyork, ein Gebiet von 57 000 Quadratmetern, für sich. Der Wert dieses Gebietes, bei dem es um die größte Erbschaft des Jahrhunderts geht, wird auf zehn bis zwanzig Millionen Dollar geschätzt. Noch ist der Aktenkrieg um diese Erbschaft in vollem Gange und die Aussichten für eine Lösung sind noch in weiter Ferne, trotzdem läßt der Wiesbadener aber in seinem zähen Kampf um den Besitz der Halbinsel Manhattan nicht locker. Er ist das „Oberhaupt“ der Erben von Manhattan, die außer ihm noch aus einer Handvoll schwäbischer Familien besteht. Den Indianern abgekauft Jener Ur-Ur-Großonkel des Wiesbadeners war 1859 in Neuyork gestorben. Er behauptete damals rechtmäßiger Besitzer von Neuyork zu sein. 1802 war er nach Holland gekommen und heiratete dort die einzige Tochter eines steinreichen Getieralgouverneurs. Als Mitgift bekam die Tochter 231 000 Hektar holländischen Landes, dessen Wert auf 4 Milliarden Gulden geschätzt wurde in den Kolonien. Außerdem erbte die Gouvemeurstochter die Halbinsel Manhattan. Anfang» des 17. Jahrhunderts war dieser heutige Stadtteil von einem Vorfahren des Generalgouverneurs von ihren ursprünglichen Besitzern, den Manhattan-Indianern, für ein Füßchen Branntwein und ein paar Dollar abgekauft worden. Lange war es um die „Besitzer“ von Manhattan still, die inzwischen nach drüben ausgewandert waren. Erst nach dem Tode des Ehemanns wurde die Frage nach den Eigentümern von Manhattan wieder akut. Die in deutscher Sprache erscheinende Neuyorker Staatszeitung hatte damals das Erbe ausgeschrieben. Auf Grund dieser Veröffentlichung suchten die Brüder des Verstorbenen durch eine richterliche Entscheidung ihre Rechte geltend zu machen. Nahezu dreißig Jahre dauerte es, bis dieser Fall vor ejnem Neuyorker Gericht zur Verhandlung kam. Die Geschichte hatte den amerikanischen Rechts Sprechern anscheinend sehr viel Kopfzerbrechen bereitet In den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts entschieden nen erkrankt und 16 Todesopfer zu beklagen waren, glücklicherweise bei weitem nicht erreicht worden. Lebenslänglich Zuchthaus für Autobahn-Mörder Dortmund. Das Schwurgericht Dortmund verurteilte am Donnerstagabend den Angeklagten Günter Hövelmeier wegen Mordes an dem Hamburger Kaufmann Hans Harloff zu lebenslänglich Zuchthaus und Ehrverlust. Seine beiden Mittäter, denen nicht nachzuweisen war, daß ihnen die Mordabsicht Hövelmeiers bekannt war, wurden nur wegen schweren Raubes verurteilt Karl Walter erhielt zweieinhalb und Adolf Beete zehn Jahre Zuchthaus, außerdem wurde bei beiden auf je zehn Jahre Ehrverlust erkannt Damit sühnte das Gericht den Überfall auf das Ehepaar Harloff aus Hamburg vom 19. Juni vorigen Jahres an der Autobahn-Raststätte bei Dortmund-Mengede. Nach Verhandlung über tödlichen Unfall tödlich verunglückt Baden-Baden. Ein 38 Jahre alter Gastwirt aus Bühl, der am Mittwoch als Schöffe an einer Gerichtsverhandlung in Baden-Baden teilgenommen hatte, wurde in der Nacht zum Donnerstag auf der Heimfahrt mit seinem Motorrad von einem Pkw angefahren und 30 Meter weit mitgeschleift. Der Verunglückte erlag seinen Verletzungen kurz nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus. In der Gerichtsverhandlung, bei der der Gastwirt als Schöffe fungierte, war ein Unfall verhandelt worden, der einem Motorradfahrer das Leben gekostet batte. Erstes deutsches Schüler-Lexikon erscheint Ende Oktober Freibarg. Im Verlagshaus Witte, Freiburg, wird Ende Oktober das erste deutschsprachige Schülerlexikon erscheinen, das von einer Arbeitsgemeinschaft deutscher Wissenschaftler, Pädagogen und Techniker, unter Leitung des Bremer Pädagogen Schulrat Wilhelm Berger herausgegeben wird. Es umfaßt 608 Seiten mit über tausend Textabbildungen und 32 ganzseitigen Kunstdrucktafeln, davon 16 im Sechsfarbendruck. Das Schülerlexikon soll für die Schuljugend ein Führer durch die Welt des Wissens sein. Auf die Fragen, die die Jugend täglich stellt, gibt es Auskunft in einer Form, die dem Denken und Empfinden der Schuljugend entspricht. Bä der Auswahl der Stichwörter und den Begriffsbestimmungen, die beispielhaft einfach ünd klar sind, wurde auch der Lehrplan der deutschen Schulen berücksichtigt und das Erfahrungsgut aus jahrzehntelanger Schulpraxis ausgewertet. Die Bearbeitung der Stichwörter, die religiöse Fragen behandeln, übernahmen zwei Arbeitskreise unter Leitung von Domvikar Pehl, Frankfurt, für den katholischen und Pfarrer Buhr, Bietigheim, für den evangelischen Teil. Während es in der englisch-sprechenden Welt schon seit Jahren Schülerlexika in Millionenauflagen gibt, stellt ein solches Werk für Deutschlands etwas völlig Neues dar. Trotzdem hat sich eine Reihe ausländischer Verleger bereits um Lizenzausgaben bemüht. Das Lexikon wird im Subskriptionspreis 17,80 DM und nach Ablauf der Subskriptionsfrist 19,50 DM kosten. Der Erwerb durch Ratenzahlungen ist ebenfalls möglich. Badische Journalisten tagen in Offenbarg Freibarg. Der Presseverband Baden im Deutschen Journalisten-Verband hält am 20. September in Schloß Ortenberg bei Offenburg seine diesjährige Hauptversammlung ab. Neben internen Berufsfragen steht als wichtigster Punkt die Stellung des Badischen Presseverbandes im neuen Bundesland Baden-Württemberg auf der Tagesordnung. die Gerichtsherren dann doch und erkannten den Brüdern des Verstorbenen den rechtmäßigen Besitz von Manhattan zu, allerdings mit dem Vorbehalt, daß sich in den folgenden fünfzig Jahren keine anderen Anspruchsberechtigten melden. „Robert, du wirst das Erbe mal herausholen“ Als der jetzt 85jährige Wiesbadener um die Jahrhundertwende als Hotelangestellter die Bekanntschaft mit vielen namhaften internationalen Hotels suchte und bä dieser Gelegenheit auch einmal seinem Großneffen begegnete, meinte dieser zu ihm: „Robert, du wirst einmal das Erbe heraushäen“. Um diesen Auftrag ausführen zu können, gönnt sich der Wiesbadener auch an seinem Lebensabend keine Rühe. Zwar ist der Kontakt zwischen der „Studiengesellschaft für deutsches Auslandsvermögen“, an die sich der Erbe von Manhattan gewandt hat, und den zuständigen Stellen jenseits des Ozeans hergestellt, doch über Berge von Akten sind die Verhandlungen noch nicht hinausgekommen. Auch der Entschluß des Wiesbadeners, das Erbe mit einer wohltätigen Organisation zu teilen, und für sieh und seine Familie nur etwa drei Viertel der Erbschaft zu beanspruchen, änderte nichts an der Situation. Der Lieblingsplan des „Erben von Manhattan“, sich in der Wätkurstadt ein Luxushotel zu bauen, ist im Augenblick noch Zukunftsmusik. Steigende Kosten verringern Wohnbauleistung 2500 Wohnungen in Südbaden fertiggestellt — Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres waren es fast 4000 Freiborg. Mit änem Aufwand von rund 35 Millionen Mark wurden in Südbaden in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 2577 Wohnungen fertiggestellt Dabä lag der private Wohnungsbau mit 1522 Wohnungen an der Spitze. Von den gemeinnützigen Wohnbauunternehmungen wurden 750, von Behörden und öffentlichen Körperschaften 305 Wohnungen errichtet. Durch diese Bautätigkeit wurde äne Bruttowohnfläche von insgesamt 154 528 qm neu geschaffen. 840 Bauvorhaben entfielen auf den Neu- und Wiederaufbau und 263 auf die Wiederherstellung von Gebäuden. Die im Vergleich zum vergangenen Jahr geringere Wohnbauleistung — 1951 wurden in den ersten sieben Monaten 3920 Wohnungen fertig- gestellt — ist nicht zuletzt auf das ständige Ansteigen der Baukosten zurückzuführen. Außerdem war im letzten Jahr än sehr starker Überhang aus dem Bauprogramm 1950 vorhanden. Dagegen war die Zahl der aus dem vergangenen Jahr in dieses Jahr hinübergenommenen Rohbauten wesentlich geringer. Erhalten Sie immer OSRAM-Lampen, wenn Sie OSRAM verlangen? Daran! müßten Sie achten, der Qualität wegen, ? OSRAM r T31 / 0 * ^. ■* fcSB»»—_ der FDJ: „Wir wissen, daß diese Jugend durch Tand und Flitterkram, durch —- oine korrumpierte, räuberische Ideologie stand!“ a U diesem eine Sowjetoberst Tulpanow 1946 in Brandenburg auf dem I. Parlament Trompeten, Wimpel und Fanfaren von der Erkenntnis abgelenkt w __I. •. .■.. » .r .I. * iÜZ&m&fy. Nummer 114 Samstag, 20. September 1952 * Der Steinschmecker Von Ottfried Graf Finckenstein .Jawohl, da fängt er erst rich- Paul?“ Sie lachten, daß die Paul, der Steinklopper, trat langsam, fast vor- Kleid zurecht, richtig in die Wirtsstuhe. ' I tig an, hörst, „Tag auch“, sagte er und gab seinen Kamera- ■ Lampe klirrte, den Karl und Emil die Hand. Die. waren: beide j Paul bheb «an*, ruhig. „Ich weiß, was ich aufgestanden. Sie behandelten Paul mit einer , weiß. Einmal kriegt jeder genug. Na, aber gewissen Hochachtung. Ihn konnte man nicht entbehren, wenn man wirklich etwas verdienen deshalb möcht man nicht gerade verdursten .. wollte. Keiner konnte einen Stein so genaif ab-, schätzen wie er. Wenn Emil oder Karl solch ein Ding vor den Hammer kriegten, groß wie ein Ochse, dann tippelten sie zu Paul hinüber: „Kannst mal kommen schmecken?“ : Und Paul kam, und schmeckte. Er schlug dem großen Stein eine Ecke ab, sah sich die Maserung eine Weile an und zeigte schließlich auf eine bestimmte Stelle. „Da!“, sagte er und ging wieder zurück zu seinem Schirm, dhffe das weitere abzuwarten. Denn er wußte, was jetzt kam. Ein paar Schläge mit dem Zweiundzwanzigpfünder, und der Ochse war zersprungen wie Glas. Das war Paul, der beste Steinschmecker und zugleich der beste Kamerad. Der Wirt hatte keine Zeit für die Steinklop- per. Deshalb schickte'er seine Frau zu Pauls Tisch. Die Wirtin war etwas fett, etwas schlampig, überhaupt nicht mehr ganz neu. Aber sie. verstand sich mit den Gästen. „Na, denn mal prost auf die Feiertage!“ Sie leerte ihr Glas, damit die Sache erst einmal in Schwung kam. „Wo waren Sie denn die ganze Zeit?“, wandte sie sich an Paul. „ Paul wischte sich mit der eckigen Hand, an der Daumen und Zeigefinger ganz platt geschlagen waren, den Schnaps vom Schnurrbart, ehe er antwortete: „Am Sonntag' "'ar ich in der Kirche... “ „Da hätten Sie auch zu uns kommen können!“ „Der Paul meint das ernst, der ist so“, fiel Emil ein. „Aber nu is ja vorbei. Frau Chef, noch ein Quartier!“ Die dicke Wirtin stand schwerfällig auf, schraubte die Petroleumlampe etwas niedriger und ging dann, Schnaps holen. „Na, heute am Drittfeiertag können Sie ja wieder einen genehmigen“, meinte sie beim Wiederkommen. „Das tu 1 UKW SUPER 160W 6/t Kreise 7 Röhrtn UKW Spitzenleistunges 288 .- DM (ün$ti|, Teilzohlung Dos 6raetz-Frogromh bei jedem guten f ochbändlei Patent-Sparschaltung J spart Strom schont Röhren Bekanntmachung über Straßenübergänge an Bundesbahnstrecken. Zur Erprobung besserer Sichtbarkeit der Warnkreuze durch Kraftfahrer, insbesondere im Scheinwerferlicht der Kraftfahrzeuge, wurden an verschiedenen Straßenjibergängen Warnkreuze in neuer Anordnung versuchsweise aufgestellt. Die Warnkreuze sind hierbei tiefer gesetzt, in ihrer Sichtfläche um 90’° gedreht und teil weise mit Rückstrahlanstrich versehen. Geänderte Warnkreuze sind aufgestellt: 1. Bahnlinie Freundenstadt Hbf.—Baiersbronn a) Wegübergang Wildbader Straße (Höhenstraße) beim Bahnhof Freudenstadt-Stadt; b) Wegübergang zum Schlachthof auf Bahnhof Freudenstadt-Stadt; c) Wegübergang Musbacher Straße in Freudenstadt; d) Wegübergang Alte Stuttgarter Straße (Straße nach Wittlensweiler) in Freudenstadt. 2. An drei Wegübergängen der Landstraße 1. Ordnung zwischen Sohlltach-Stadt und Schrmm- berg. Eisenbahnbetriebsamt Calw Warum sind Kleinanzeigen preiswert? weü der Text der Kleinanzeigen hintereinander abgesetzt wird und nur wenig Raum benötigt — daher billig! well Kleinanzeigen im Preis ermäßigt sind, weil Kleinanzeigen durch ihre geschlossene Zusammenstellung und Placierung auffallen, weil Kleinanzeigen ein beliebter Lesestoff sind, weil Kleinanzeigen viele Zuschriften auslösen! /T Ummer 84 Samstag, 28. September 1952 Am Dienstag, dem 23. September 1952, um 20 Uhr, hn Paulussaal, Freiburg i. Br. WoHspszialgesdiäft, Berteldstrofte Spedalgesdtäft feiner Damenwäsche, Theater-Possoge TSetttj rzAcketmann EisenbahnstraBe 34 # freiburgi.br. Kaiser-Joseph Straße 194 “JijMtoU FREIBURG IM BREISGAU Eisenbahnstrefte 1 CARL FABEL ^TMtes Das Haus der Mode Freiburg i. Br. Salzstraße 5 - Am Bertoldsbrennen DIE GROSSE MDDt-Him SONDIRSCHAU FÜHRENDER DEUTSCHER MARKENFIRMEN * bringt erstmalig einen umfassenden Überblick Ober die Leistungen von führenden deutschen Markenfirmen mit allem, was einer Frau Chic und Eleganz verleiht- auch Modisches für den Herrn und das Kind. Ansage: Ingeborg Born und Wolf Kelberg Musikalische Umrahmung:. Manfred Anwander und seine Solisten Unkostenbeitrag DM 1.50. Eintrittskarten in den einschlägigen Fachgeschäften oder an der Kasse. ELBEO ® Jeßna jDasaar Jeßtsnt jUaÜa Jtyoppet Das Faehgesehdft für Miederwaren Freiburg Im Breisgau • SalzstraBe 14 STRUMPFHAUS Kaiser - Joseph -StraBa 177 AtmrfH* C41 fein* £*derw*rem Freiburg i. 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Leitende Verwaltungsbeamte mitteigro ßer und kleiner Städte in Niedersachsen klagen über das zurückgehende Interesse der Öffentlichkeit an der Arbeit der Kommunalver- waitungen und Gemeindeparlamente. Zurückgeführt wird das auf die Art, nach der dort die Stadt- und Gemeinderäte ihre Beschlüsse an geblich fassen. Eine Ratssitzung soll in Nieder Sachsen etwa so vor sich gehen: Nach der Be- Schlußfassung über die Protokolle der letzten Sitzung erklärt der Ratsvorsitzende: „Wir kom men nunmehr zu Punkt 3 der Tagesordnung. Der Beschluß des Ausschusses liegt Ihnen vor, Da sich kein Widerspruch erhebt, stelle ich einstimmige Annahme fest. Wir kommen damit zum nächsten Punkt.“ — Weiter berichtet der Ar- tikler: „Bisher bestand für den Besucher der Ratssitzungen, sofern ihm die eine oder andere Sache unklar blieb, die Möglichkeit, sich in den Tageszeitungen zu informieren, da die Abschriften der Ausschußprotokolle oder aber die zur Debatte stehenden Anträge der Presse übermittelt wurden. Kürzlich ist darin eine Änderung eingetreten, da der niedersächsische,Innenminister einen Erlaß herausgab, in* dem er den Gemeindeparlamenten „empfahl“, der Presse künftig nur noch eine Zusammenstellung der Aus schußprotokolle auszuhändigen.“ Wir in Südbaden sind nicht nur erstaunt über die so geschilderten kommunalen Arbeits methoden in Niedersachsen, sondern uns wun dert auch in höchstem Maße, daß die nieder- sächsische Bevölkerung diese Methoden stillschweigend zu dulden und gehorsam hinzunehmen scheint. Ein derartiges Beispiel könnte und wird bei uns niemals Schule machen! Wir glauben im Gegenteil, daß die Entwicklung einen entgegengesetzten Weg geht, weil nämlich die kommende neue Gemeindeordnung die Wiedereinführung der Bürgerausschüsse sicher bringt, und damit die Schaffung echter Gemeindeparlamente. Die Basis der direkten Mitarbeit verantwortungsbewußter Bürger wird sich damit wesentlich verstärken und die Gemeindeverwaltungen auch weiterhin zu einer Offenlegung aller ihrer Maß nahmen, Vorhaben und Beschlüsse zwingen. Wir haben den Braunschweiger Artikel auf gegriffen, weil er bei der großen Streuweite der „NeuenZeitung“ auch in Freiburg nicht un bekannt geblieben sein wird und weil durch ihn jenen Gruppen in unserer Stadt Wasser auf ihre Mühlen geleitet werden könnte, die eitrigst die Version verbreiten, auch in Freiburg würden die Maßnahmen der Stadtverwaltung und des Stadtrats hinter verschlossenen Türen und unter ängstlicher Fernhaltung von Presse und Öffentlichkeit beschlossen und durchgeführt. So aber war es bisher nie in Freibure, und wir würden gemeinsam mit unseren Lesern, und zur Wahrung ihrer Bürgerrechte, entschieden Front machen, wepn etwa die Absicht nach - Einführung derartiger Methoden sich auch nur leise abzuzeichnen begänne. Unsere Zeitung „Das Volk“ ist weder vom Rathaus irgendwie wirtschaftlich abhängig, noch mit den Stadträten verwandt oder verschwägert. Wir denken gar nicht daran, zu allen Maßnahmen des Stadtparlaments bedingungslos Ja und Amen zu sagen oder allen Beschlüssen kritiklos unseren Segen zu erteilen. Und Versuche, uns etwa Weisungen oder Richtlinien zu erteilen oder nichtssagende Protokolle aufzudrängen, würden wir empört zurück weisen. In Freiburg können wir gottlob auch weder von einem zurückgehenden Interesse der Öffentlichkeit an der Arbeit der Stadtverwaltung und des Stadtrats sprechen, noch von einer Geheimniskrämerei hinter verschlossenen Türen. Wir wären schlechte Journalisten, wenn es uns nicht gelänge, auch die Tagesordnungen nichtöffentlicher Stadtratssitzungen oder Ausschußberatungen zu erfahren, und zur Ehre der so oft zu Unrecht verdächtigten Stadtväter wollen wir doch einmal in aller Deutlichkeit feststellen: es wurde bisher (sieht man von reinen Personal- und Verwaltungsfragen ab) hinter verschlossenen Türen kein e i n z i g e s, in die Geschicke der Stadt oder die Existenz der Bürger eingreifendes Problem behandelt, das dann nicht auch auf die Tagesordnung öffentlicher Sitzungen kam. Wie in den öffentlichen Beratungen gearbeitet wird, davon sich zu überzeugen, haben alle Bürger an Ort und Stelle Gelegenheit, oder sie können sich durch hre Zeitung unterrichten lassen. Die Presse hat in der Rathaus-Aula ihren eigenen Tisch, der für alle Stadtbeamten und Stadträte „tabu“ ist. Was wir Pressevertreter aus den umfangreichen Debatten aufnehmen und wie wir das Material auswerten, bleibt uns allein überlassen, und jeder wird sich hüten, da hereinzureden. Über der Respektierung dieses Rechts wachen wir ebenso eifersüchtig, wie wir andererseits bemüht bleiben, die verantwortungsbewußte, aufopfernde Arbeit der Stadtväter, die in unserem so schwer mitgenommenen Freiburg vor ungeheure Aufgaben gestellt sind, anzuerkennen und, bei aller Freiheit zur Kritik, auch zu würdigen. Daß die aus der Bürgerschaft heraus gewählten Stadtväter das Äußerste tun, um für das Wohl und Wehe unserer Stadt und aller ihrer Bewohner zu sorgen, wird ihnen niemand bestreiten können. Wer aber gern andere Stadtratsgesichter sehen möchte, wird bei den bevorstehenden Kommunalwahlen ja die Möglichkeit haben, dem Manne seines Vertrauens die Stimme zu geben. Mit einem Satz: wenn in Niedersachsen festgestellt wird, daß die Gemeindeparlamente anonym sind oder es zu werden drohen, dann trifft das in keiner Weise auf Baden, schon gar nicht aber für Freiburg, zu. Der Himmel wolle verhüten, daß sich das bei uns je ändert! hi. Das neue Heim der Freiburger Handelsschüler Der Richtfestbaum über dem Neubau der Städtischen Handelsschule Im Jahre 1936 hatte der Freiburger Architekt Dr.-Ing. habil. Kasper Planauftrag zur Errichtung einer neuen städtischen Handelsschule an der Glümerstraße erhalten. Unter der verantwortlichen Bauleitung von Stadtbaüamt- mann Heppeler waren bis zum Kriegsausbruch 1939 die Fundamente für zwei Drittel des Gesamtplanes gelegt. Dann sprachen die Kanonen, und der Bau mußte stillgelegt werden. Trotz des Wahnsinns der Zeit, die mit demi völligen Zusammenbruch einer verbrecherischen Politik endete, gelang es dem Bauverantwortlichen, die Fundamente so abzudecken und zu sichern, daß sie fast ohne jeden Schaden die Jahre überstanden. Es bleibt auch das Verdienst von Amtmann Heppeler, daß er außerdem Baumaterialien im Werte von heute fast 100 000 DM sicher stellen konnte und dadurch jetzt dem Stadtrat die Entscheidung zur Weiterführung des Handelsschulprojekts wesentlich erleichterte. Daß der Bau einer großen, modernen Handelsschule in unserer Stadt eine dringende Notwendigkeit ist, wird von niemandem 0 bestritten werden können. Nicht allein, daß die alte Handelsschule m- der ehemaligen Karlskaserne völlig ausgebombt wurde, daß das gesamte Inventar (darunter allein 80 Schreibmaschinen) verloren ging und 1945 Oberschuldirektor Litterst, als Leiter der Handelsschule, vor dem totalen Nichts stand; auch die Schülerzahl wuchs, parallel der Entwicklung der Stadt, ständig weiter an, und heute müssen 2000 Schüler und 53 hauptamtliche Lehrkräfte Zusehen, wie sie in 69 auf alle Stadtteile auf gesplitterten Klassen mit einem verkürzten Unterricht zurechtkommen. Das ist eine Unmöglichkeit, und in Erkenntnis dieser unhaltbaren Lage bewilligte der Stadtrat auch Mittel in Höhe von rund 3 Millionen DM, um Vielleicht hilft das endlich? Anlegung einer Verkehrssünderkartei in Freiburg Die Ursachen der Verkehrsunfälle sind bereits in einigen anderen Städten Deutsch- zum überwiegenden Teil auf mangelnde Verkehrsdisziplin zurückzuführen und daran haben weder Aufrufe, statistische Aufstellung und ausführliche Unfallberichte in der Presse, noch Verkehrserziehungswochen oder Plakatanschläge etwas zu ändern vermocht. Nur wirklich durchgreifende, drastische Maßnahmen versprechen eine fühlbare Besserung zu bringen. Die Polizeidirektion Freiburg hat sich zur Einführung einer solchen Maßnahme jetzt entschlossen: Ab 1. Oktober wird eine Verkehrssünderkartei in Betrieb genommen. In ihr werden alle in unserer Stadt wohnhaften Verkehrsteilnehmer, also auch Fußgänger, aufgenommen, die irgendwie durch ihr unvorschriftsmäßiges Verhalten im Straßenverkehr in Erscheinung traten. Es werden alle gebührenpflichtigen Verwarnungen und Strafanzeigen eingetragen, und wer mehrmals in der Kartei vermerkt wird, erhält laufend höhere Strafen und wird zum Verkehrsunterricht geladen. Bei Kraftfahrern erfolgt außerdem die Einleitung eines Verfahrens zur Entziehung der Fahrerlaubnis. Eine derartige Verkehrssünderkartei wurde lands angelegt, hat sich gut bewährt und trug zur Hebung der Verkehrsdiszipliri bei. Um allen interessierten Kreisen bei der Lösung der Verkehrsprobleme in Freiburg Gelegenheit zur Mitarbeit zu geben, wird die Polizeidirektion bei ihrer Verkehrsabteilung einen Verkehrsrat bilden. Ihm sollen Vertreter der Stadtverwaltung, der Bevölkerung, verschiedener Behörden und Vereinigungen angehören. Die Einladungen zur Mitwirkung werden in diesen Tagen verschickt. Die Verkehrsabteilung der Polizeidirektion erhofft sich von dieser Einrichtung eine fruchtbringende Zusammenarbeit. » Auch wir, die wir erst kürzlich die Anregung gaben, notorische Verkehrssünder sollten unter voller Namensnennung und Angabe ihrer Vergehen in der Presse veröffentlicht und als abschreckende Beispiele herausgestellt werden, halten die Anlegung einer Verkehrssünderkartei für eine Notwendigkeit, die keinen Aufschub mehr duldet. Vielleicht trägt sie dazu bei, unserer Stadt den traurigen Ruhm zu nehmen, in der Unfallstatistik der deutschen Großstädte an vierter Stelle zu rangieren. Das Verkehrsproblem der Innenstadt Wie die Polizeidirektion Freiburg die Lage sieht und welche Vorschläge-sie zH einer grundlegenden Verbesserung unterbreitet In umfangreichen Debatten haben sich Stadtrat und Stadtverwaltung immer wieder mit den mehr und mehr Unhaltbar werdenden Verkehrsverhältnissen in Freiburg, und besonders in der Innenstadt, beschäftigt. Das Ergebnis dieser Diskussionen haben wir jeweils unseren Lesern in ausführlichen Darlegungen wiedergegeben. Erstmals nimmt nun auch die Polizeidirektion offiziell Stellung und unterbreitet der Öffentlichkeit nachstehende Vorschläge. Sie hofft, daß diese Ausführungen dazu beitragen, in gemeinsamer Arbeit mit der Stadtverwaltung und der Bevölkerung — deren Vorschläge und Stellungnahmen die Polizeidirektion auch weiterhin dankbar begrüßen wird — eine baldige wirklich grundlegende Änderung des gegenwärtig unhaltbaren Zustandes der Verkehrsverhältnisse in unserer Stadt herbeizuführen. Wir veröffentlichen die Zuschrift der Polizeidirektion im Wortlaut und stellen sie zur Diskussion. D. R. andersetzt. Nachdem man dort zunächst .sogar ernsthaft erwogen hatte, die Innenstadt, mit Ausnahme des Zubringerdienstes in den frühen Morgenstunden, von jeglichem Fährverkehr (auch vom Straßenbahnverkehr) zu befreien und zum Fußgängerbezirk zu erklären, scheint man jetzt anzustreben, den Autoverkehr (mit Ausnahme der frühen Morgenstunden) aus der Innenstadt auszuschließen und den Durchgangsverkehr auf leistungsfähige Ringstraßen zu verteilen. Die konsequente Durchführung eines solchen Planes würde natürlich dem Charakter unserer Stadt als Mittelpunkt des Fremdenverkehrs abträglich sein; in der Weiterverfolgung seiner Gedankengänge jedoch glaubt die Polizeidirektion Freiburg, die Lösung für ihre Verkehrsprobleme gefunden zu haben. Sie hat darum der Stadt einen Vorschlag unterbreitet, in dem vorgesehen ist, die geschlossenen' Altstadtbezirke nur noch in einer Richtung, das heißt durch Einbahnstraßen, zu befahren. Auf diese Weise würde der Verkehr zweifellos an Sicherheit gewinnen und nicht nur in gefahrloseren, sondern auch in flüssigeren Bahnen verlaufen. Dieser Vorschlag hat bereits die grundsätzliche Zustimmung zahlreicher interessierter Kreise, so des ADAC, gefunden. Die Stadtverwaltung dagegen befürchtet von einer solchen Regelung die Abriegelung der Altstadt vom Verkehr und erstrebt im Interesse des Fremdenverkehrs noch weit mehr als bisher die Erreichung eines jeden Punktes der Altstadt von jeder Seite her. Sie hat darum diesen Vorschlag der Polizeidirektion >ab- gelehnt. Unzweifelhaft fordert die von der Polizeidirektion vorgeschlagene Lösung von einzelnen Verkehrsteilnehmern einen gewissen Verzicht Wie in allen größeren Städten, deren Zentrum eine Altstadt mit schmalen und winkeligen Straßen charakterisiert, so ist auclf in Freiburg der unverhältnismäßig zunehmende Verkehr zu einem ernsten Problem geworden. Aus diesem Grunde wurde im Mai dieses Jahres bei der Polizeidirektion Freiburg ein Sonderreferat gebildet mit der Aufgabe, im Benehmen mit der Stadtverwaltung eine grundlegende Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in unserer Stadt herbeizuführen. Gestützt auf die täglichen Erfahrungen der Schutzpolizei, auf Anregungen aus Kreisen der Bevölkerung und nicht zuletzt auf die Verhältnisse in anderen Städten, wurde bereits im Juni ein umfassender Plan zur Lösung des Verkehrsproblems ausgearbeitet. Der Plan sieht in seinen Hauptpunkten vor: . Eine grundsätzliche Regelung der Verkehrsverhältnisse in der Altstadt, insbesondere der Salzstraße, in Verbindung hiermit die Umleitung des Verkehrs aus Richtung Schwarzwaldstraße. :. Einrichtung von Verkehrsampeln an besonders belasteten Straßenkreuzungen. L Einrichtung von Parkplätzen und .die Verbesserung und Neueinrichtung von S topstellen an gefährlichen Straßenmündungen. Die Verwirklichung einzelner Vorschläge hieraus, wie zum Beispiel Einrichtung von Parkplätzen, Stopstellen, Verkehrsinseln u. a. dürften dem aufgeschlossenen Verkehrsteilnehmer nicht verborgen geblieben sein. Welche Schwierigkeiten aber sich der sof origen Durchführung des Gesamtplanes entgegenstellten, kann hier nicht im einzelnen erörtert werden. an Beweglichkeit und Bequemlichkeit. Die ver- In Punkt 1 des Planes, in der Neuordnung j gangenen Monate mit ihren hohen Unfallziffem der Verkehrsverhältnisse der Altstadt, glaubt ; haben aber gezeigt, daß es mit einem bloßen die Polizeidirektion, den Sch lü s s e 1 zu einem ! Appell an die Disziplin der Verkehrsteilnehmer sich für jeden Verkehrsteilnehmer gefahrlos | nicht getan ist, daß vielmehr nur eine umfas- ab wickelnden Verkehr zu besitzen. In diesem i sende Neuregelung die größtmögliche Zusammenhang dürfte es interessieren, zu er- > Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, beson- fahren, wie sich die Stadt Basel,.deren Ver-j ders auch der mit den örtlichen Besonderheiten _ _ ____ hältnisse ganz ähnlich gelagert sind, mit den j nicht vertrauten Fremden (wie zum Beispiel j Damenfahrrad aus bisher nicht festgestellten Schwierigkeiten des Altstadtverkehrs ausein-1 Bächle, Straßenbahnen), gewährleisten kann. 1 Gründen das Weite suchte. wenigstens die zwei Drittel des vor dreizehn Jahren begonnenen Glümerstraßen-Gesamt- projekts aufzuführen und tunlichst rasch'.fertigzustellen. In bestem Zusammenwirken zwischen Architekt, Bauleiter und Schulbehörde erfolgte daraufhin zunächst eine umfassende Orientierung im In- und Ausland, um den -Weiterbau der Freiburger Handelsschule den neuzeitlichsten Erkenntnissen anzupassen und den besonderen Anforderungen an moderne Lehrmethoden gerecht zu werden. Nachdem der Stadtrat sich dann auch entschlossen hatte, den ursprünglich dreistöckig geplanten Bau auf vier Stockwerke hochzuziehen, wurde am 5. Juni dieses Jahres mit dem Bau begonnen; termingerecht konnte nunmehr am gestrigen Freitag der Richtfestbaum auf dem fertiggestellten Rohbau aufgesetzt werden. Das bot Anlaß zu einer eingehenden Besichtigung durch Stadtverwaltung, Stadträte und geladene Gäste, und anschließend wurde (wir werden darüber in der nächsten Ausgabe berichten) in zünftiger Weise Richtfest gefeiert. Unter der Bauleitung von Amtmann Heppeler führten nach den Plänen von Dr. Kasper ausschließlich Freiburger Bauunternehmer mit insgesamt 170 fleißigen Arbeitern den Rohbau hoch; es darf unterstrichen werden, daß dank der vorzüglichen Zusammenarbeit das Vorhaben nicht nur ohne Stocken und Verzögerung gedieh, sondern auch ohne Unfall gelang. Selbst die lange Hitzewelle und der teilweise empfindliche Wassermangel vermochten das Tempo nicht zu hemmen. Da nun der Trakt unter Dach und Fach ist, und bevor jetzt nach längst festgelegter Planung die Innenarbeiten ohne Zögern in Angriff genommen werden, läßt schon der Rohbau erkennen, wie gut, solide, zweckmäßig und modern gebaut wurde. Aus Sparsamkeitsgründen wurde davon abgesehen, die Schule etwa im Eisenbeton-Skelettbau aufzuführen, man entschloß sich zur Backsteinbauweise, um so mehr, als neben den fertigen Fundamenten auch weitere wertvolle - Baumaterialien aus 1939 noch zur Verfüguhg standen. Der Haupteingang ist in wunderschön wirkendem Tuffstein gesetzt; 'Räumverteilung, Haupt- und Zwischenwände, wie überhaupt die ganze Mauerwerkanlage, die ' Deckenkonstruktionen usw. sind architektonisch ausgezeichnet gelöst. Zur Innen a-usges taltu ng sollen auch bildende Künstler herangezogen werden, ebenso werden die Fenster eine Kunstverglasung mit den Symbolen der einzelnen Berufssparten erhalten. ■ ■ Bils August — September nächsten Jahres soll die Schule bezugsfertig sein. Dann werden zweitausend Buben und Mädel Einzug in die 35 Klassenzimmer halten und nicht nur in theoretischer Unterrichtung ihre Ausbildung fürs Leben bekommen, sondern i in modernsten Lehrstätten auch in die .. Praxis eingeführt werden. Neben Sälen für Chemie- und Physikunterricht, Dekorationszimmern, Schreibmaschinen- Lehrräumen usw. werden auch zwei Lehr- k ü c h e n eingerichtet, und die breiten Gänge und Pausenhallen erhalten Schaukästen, Vitrinen und andere dem Ausbildungszweck dienende Einrichtungen. Selbstverständlich entsprechen die Licht-, Beheizungs-, Garderoben-, Wasch- und Toilettenanlagen modernsten Grundsätzen; es wurde nichts versäumt, um eine höchst zweckmäßige Ausbildungsstätte zu schaffen, die der Wichtigkeit ihrer Aufgabe gerecht wird. Schon bevor das Gesamtprojekt — also das noch fehlende Drittel mit weiteren Unterrichtsräumen, einer Turnhalle usw. — einmal vollendet werden kann, wird schon nach Fertigstellung des jetzigen Bauabschnitts eine Trennung nicht nur nach Geschlechtern, sondern auch in branchenmäßig geordnete Klassen erfolgen. Besondere Rücksicht wird dabei auf die weiblichen Schüler genommen, weil die zunehmende Entwicklung der Frauenberufe den Zustrom von Mädchen zur Schule fortgesetzt verstärkt. Die vorzügliche zentrale Lage der neuen Handelsschule wird den Gesamtschulbetrieb wesentlich erleichtern, und auf ihr neues Heim freuen sich neben den Schülerinnen und Schülern vor allem auch die Lehrkräfte, denen man nur Bewunderung dafür zollen darf, daß sie unter ihrem Direktor Litterst seit 1945 trotz unmöglichster Raum- und Unterrichtsverhältnisse in ihrem Bestreben nicht erlahmten, den Handelsschülern die Grundlage für die Lebensexistenz zu vermitteln. hL / Wo ist Dieter Arnold? Seit einer Woche ist der dreizehnjährige Freiburger Schüler Dieter Arnold nunmehr verschwunden, und seit dem festgestellten Besuch bei seinem Onkel in Tiergarten bei Oberkirch verlieren sich ab vergangenen Samstag die Spuren. Die Nachricht, daß der Junge in Konstanz. aufgegriffen worden sei, haben sich nicht bestätigt. Die im ganzen Bundesgebiet weiterlaufende Fahndung der Kriminalpolizei erstreckt sich auch auf den schleswig-holsteinischen Raum, weil Dieter Arnold dort Bekannte hat. Fest steht jedenfalls mit Sicherheit, daß weder ein Verbrechen, noch eine Entführung vorliegt und daß der Junge ohne Barmittel auf einem Samstag, 20. September 1982 Nummer 114 / Das Rennen der Freiburger Buben Morgen, 14 Uhr, Start znm diesjährigen Inunentalrennen Das im 26. Jahr seines Bestehens als ältestes Bergabrennen Deutschlands unter dem Namen „Immertalrennen“ laufende große Sportereignis der Freiburger Buben wird am morgigen Sonntag auf der bewährten Rennstrecke Bichhalde— Rötebuckweg gestartet. Im Organisationsbüro sind die Vorbereitungen abgeschlossen und es läßt sich feststellen, daß auch das diesjährige Rennen eine gute Besetzung, nicht nur durch Freiburger Buben, sondern auch durch Freunde aus allen Teilen des badischen Landes und sogar aus dem Ausland erhalten wird. Eine amtliche polizeiliche Verfügung über die Absperrung und das Verhalten auf der Rennstrecke ist bereits in der vorigen Ausgabe unserer Zeitung erschienen. Alle Rennbesucher werden dringend gebeten, die Anordnungen zu beachten, damit die Veranstaltung ohne Unfall verläuft. Während die Freiburger Bulben bereits am heutigen Samstagnachmittag eifrig trainieren, haben die auswärtigen Teilnehmer am Sonntagvormittag Trainingsgelegenheit. Der Startschuß zum diesjährigen Rennen fällt dann um 14 Uhr. Das gute, alte Freibarg Ein jnnger Maler unserer Stadt schuf einen sehenswerten Wandfries Unsere Stadt hat durch die Katastrophe, die im November 1944 über sie hereinbrach, so manches eingebaut, was allen Freiburgern lieb und teuer war. Um so erfreulicher Ist es, wenn es Unternehmer gibt, die traditionsbewußt Vergangenes wieder aufleben lassen und damit dem Los der Vergessenheit entreißen. So Ist es der Initiative des Hauses F e i e r 1 i n g zu verdanken, daß es bei der Neugestaltung der Insel-Gaststätte einen jungen Freiburger Maler, Manfred A. S c h m i d, beauftragte, einen großen Wandfries rings um das Lokal zu schaffen, der diesem Raum eine wohltuend behagliche Wirkung verleiht. Dies ist dem Künstler, der auch in der Karlschule reizende Märchenbilder an die Wand zauberte, ln trefflicher Weise gelungen. Nach einem Überblick über die Stadt folgt über dem Jägertisch eine Jagdszene, neben der an einem lauschigen Waldplätzchen ein anmutiges Pärchen sich ein verliebtes Stelldickein gibt» den Blicken des Herrn Prälaten entzogen, der gemächlich das Präsenzgäßle durchschreitet. Da stehen wir an der alten Münsterbauhütte mit den werkenden Steinmetzen davor, über dem altersgrauen Dach schaut das feine Filigran des Münsterturmes noch herüber, ein Plätzchen, das ein gütiges Geschick vor der Zerstörung bewahrte. Im Vordergrund steht mit philosophierender Miene eine für Freiburg typische Erscheinung: ein Bächliputzer. Wie unser Stadtmittelpunkt vor etwa hundert Jahren ausgesehen hat, zeigt ein sehr gut ausgewogenes Bild mit einem alten Bierwagen, Trachtenmädchen, dem Bertholds- brunnen und dem alten Martinstor. Am „alten Theater“ lustwandeln Bürger und Bauernmädchen, und nebenan . wird an der alten Schmiede am Schwaberitor, an die sich viele Freiburger noch gut erinnern können, ein Pferd besch'agen. Ein hübscher Durchblick von einer Schusterstube, die an Hans Sachs aus den Meistersingern erinnert, zeigt den altvertrauten Plaz von Oberlinden. Die verschiedenen Gewerbe in der Fischerau und Gerberau fehlen ebensowenig wie die Seligkeit froher Zecher und Sänger auf dem Nachhauseweg. An der gegenüberliegenden Wand ist die Entwicklung des Bieres dargestellt, vom Hopfenbau über das Brauen zum Konsum in der alten Brauerei Feierling, deren schattiger Biergarten hier sehr reizvoll in Einzeldarstellungen zu sehen ist. Auch der Sckackfreunde, Sänger und Turner; die sich damals wie heute gerne in den Gaststätten zu löblichem Tun einfinden, ist gebührend gedacht. Das Ganze ist in Seccomalerei mit feingetönten Gasseinfarben außerordentlich lebensvoll dargestellt und gibt den Fremden, und speziell den Freiburger Bürgern, ein anschauliches Bild der Gemütlichkeit und des behaglichen Lebens im alten Freiburg. Es wirkt wie eine Insel /der Ruhe und der Beschaulichkeit inmitten des hastigen Jagens und Treibens unserer ruhelosen Zelt, Franz R. Werbefachgemeinschaft Freibnrg-Schwarzwatd Eine zur Vorbereitung der Winterarbeit in das Cafe Dreikönig einberufene Versammlung Freiburger Werbefachleute faßte mit Zustimmung der auswärtigen Mitglieder den Beschluß, als „Werbefach- gemeinschaft Freiburg—Schwarzwald“ die ' berufsständischen Aufgaben des Bundes der Werbeschaf- fendep und des Werbefachverbands Württemberg- Baden ln engem Einvernehmen mit der werbungausführenden und werbungtreibenden Wirtschaft mit allen gebotenen Möglichkeiten wahrzunehmen. Eine Anzeigenreihe, mit der auf die Bedeutung sorgsam geplanter, wirksam gestalteter und richtig gestreuter Werbung hingewiesen und das Vertrauen für diese gefördert werden soll, ist mit Unterstützung von 11 ZeitungsVerlegern, zu denen noch weitere hinzukommen, bereits angelaufen, und eine Sonntag-Vormittagsveranstaltung wird demnächst Gelegenheit geben, die neuesten Werbefilme der deutschen Markenartikelindustrie kennenzulemen. Die weitere Ausgestaltung des Arbeitsplatzes für die kommenden Monate ergab eine angeregete Aussprache, bei der Werbeberater und Werbegraphiker ebenso zu Wort kamen, wie Schaufenstergestalter, Anzeigenleiter und Werbemittler. Besondere Aufmerksamkeit wird bei den örtlichen Gegebenheiten der Einzelhandels-, Fremdenverkehrs- und wein Werbung gelten. Eisenbahner-Sonderfahrt Jahrein, jahraus, bei Tag und bei Nacht, sonntags und werktags, steht der Eisenbahner in verantwortungsvollem Dienst für die Volksgemeinschaft. Am 7. September hatten sich nun die gerade dienstfreien Kollegen zusammengetan, um. mit ihren Familienangehörigen eine Sonderfahrt’ nach Freudenstadt zu unternehmen. Punkt « Uhr früh verließ das Dampfroß den Bahnhof Freiburg und brachte einige hundert Eisenbahnangehörige über Rastatt, durch das herrliche romantische Murgtal, nach Freudenstadt, wo ihnen ein herzlicher Empfang durch die Stadt- und Kurverwaltung zuteil wurde. Nach den überaus freundlichen Begrüßungsworten des Kurdirektors gab der Freiburger Eisenbahnmusikverein für die dortigen Kollegen und die Bevölkerung ein Konzert. Auch die Stadtkapelle Freudenstadt gab zu Ehren der Freiburger ihr Bestes. Um 13.50 Uhr mußte schon wieder aufgebrochen werden, um der Stadt Wolfach einen Besuch abzustatten. Neben zahlreichen Wolfackern war zum Empfang am Bahnhof Bürgermeister Martin persönlich erschienen, der die Freiburger herzlickst begrüßte. Unter seiner persönlichen Führung gingen Gäste und Einheimische in den Schloßhof, wo bei Musik, Tanz und Humor die Stunden allzuschnell vergingen. Den Wolfachem und Freudenstädtlern sei an dieser Stelle nochmals Dank für ihre Gastfreundschaft zum Ausdruck gebracht. Um 22 Uhr lief das Dampfroß wieder im Heimathafen ein. — Wenn an diesem Tage das Wetter auch nicht besonders gut war, so um so besser aber — der Humor! E. F. Kanlnchenzüchter-Monatsversammlung Der Kaninchenzüchter-Stammverein C 54 hält am morgigen Sonntag im Gasthaus „Zum Neumeyer“ seine Monatsversammlung ab und bittet, in Anbetracht der Wichtigkeit, um vollzähligen Besuch. Mißglücktes Geschäft mit süßer Ware Große Strafkammer beschäftigte sich mit erschlichener Einfuhrlizenz Wegen verbotener Wareneinfuhr verurteilte die Große Strafkammer des Landgerichts Freiburg einen württembergischen Groß Importeur zu 10 000 DM und einen oberbadischen Großhändler zu 2000 DM Geldstrafe. Ein mitange- klagter angeblicher Journalist muß wegen Beihilfe eine Geldstrafe von 500 DM bezahlen. Mit dieser Entscheidung wurde ein früheres Urteil des Schöffengerichts Freiburg aufgehoben. Rücksichtsloser Pkw-Fahrer. Auf der Kreuzung Rennweg—Sautierstraße stießen durch Nichtbeachtung der Vorfahrt ein Radfahrer und ein Personenauto zusammen, wobei der Radfahrer stürzte. Der Pkw-Fahrer setzte die Fahrt fort, ohne sich um den Gestürzten zu kümmern. Das Kennzeichen des Wagens konnte jedoch festgestellt werden und die Weiterungen für den rücksichtslosen Fahrer werden folgen So zwitschern die Jungen! Die vom Landesruigendring Baden unter Beteiligung aller dem Ring angeschlossenen Jugendverbände zusammengestellte Ausstellung, die den verheißungsvollen Titel „So zwitschern die Jungen“ trägt, wird am morgigen Sonntag um 11 Uhr in der Alten Universität, Berthold- straße, eröffnet. Sie hat den Sinn, das Wesen und Wollen der einzelnen Jugendorganisationen aufzuzeigen, und wird von Freiburg aus während der Herbst- und Wintermonate durch eine große Zahl südbadischer Städte wandern. Iri unserer Stadt ist sie während der nächsten Tage durchgehend von 9—20 Uhr der Öffentlichkeit zugänglich. Wie der Stadtjugendring Frei.burg (Haus der Jugend am Rottecksplatz) mittellt, findet in der Woche vom 21. bis 28. September im Gesamtgebiet die vom Bundesjugendring angeregte „W o- che der Jugend“ statt, die einmal die Arbeit der Jugendorganisationen in der Öffentlichkeit kundtun und zum andern auf die Not und die Sorgen der Jugend aufmerksam macken soll. Neben der großen Ausstellung „So zwitschern die Jungen“ werden außerdem folgende Veranstaltungen stattfinden: Sonntag, 11 Uhr: Eröffnung der Ausstellung in der Alten Universität: 20 Uhr: Abendfeier mit dem Laienspiel der evangelischen Jugend „Ruf aus dem toten Grund“ Im Paulussaal. Die Angeklagten hatten Anfang 1950 unter falschen Angaben bei einer Freiburger Außenhandelsbank eine Einfuhrlizenz für Schokolade über 225 000 Dollar erschlichen. Der wegen Beihilfe Mitangeklagte hatte die Lizenzierung unter der Warenbezeichnung „Kakaomasse, gepreßt, in Tafeln oder Blöcken“ ermöglicht und mit Hilfe eines ehemaligen französischen Kreisgouvemeurs Verbindung mit Pariser Exporteuren angeknüpft. Als die württembergischen Zollbehörden nach Eintreffen der -ersten Ladung mit 250 Tonnen Schokolade entdeckt hatten, daß die Lizenz nicht stimmte, war die Ware bereits nach München und Stuttgart weitergeliefert worden. Der Importeur hatte nach der zweiten Sendung die geplanten weiteren Lieferungen abgestoppt, worauf ihm aus Paris auf diplomatischem Wege eine gerichtliche Klage auf Abnahme der rechtlichen Ware zugestellt worden war. Schließlich war es zu einem Vergleich gekommen, bei dem die Freiburger Bank 95 000 DM bezahlte. Gleichzeitig entließ sie ihren Prokuristen, der die Lizenz deshalb nicht beanstandet hatte, weil er annahm, „Kakaomasse“ sei ein Oberbegriff für Schokolade. Der Importeur, der durch das mißglückte Schokoladengeschäft sehr großen Sthaden erlitten hat, legte sofort Revision gegen das Urteil ein. Betonmaschine gegen Hauswand. In der Habsburgerstraße löste sich eine an einem Dreiradi ieferwägen angehängte Betonmaschine und nrallte. über den Gehweg rollend, gegen eine Hauswand. Glücklicherweise wurde bei dem Zwischenfall niemand verletzt, es entstand lediglich Sachschaden. Radfahrerin erheblich verletzt. Auf der Kreuzung Günterstal-, Lessing- und Schillerstraße wurde eine Radfahrerin beim Einbiegen nach links von einem Personenauto angefahren, weil sie die Änderung Ihrer Fahrtrichtung nicht rechtzeitag angezeigt haben soll. Sie stürzte so schwer, daß sie mit erheblichen Verletzungen in die Klinik eingeliefert werden mußte. Pa«santin erlitt Beinbruch. Beim Überqueren der Carl-Mez-Straße hinter einem parkenden Lastkraftwagen wurde eine Passantin von einem parkenden Lastkraftwagen angefahren und auf die Fahrbahn geworfen. Mit einem Oberschenkelbruch mußte die Verunglückte in die Klinik verbracht werden. Schmerzlicher Verlust. Aus dem Arbeitszimmer einer Wohnung in der Südstadt wurde von einem bisher unbekannt gebliebenen Dieb eine Geldkassette gestohlen, die 1200 DM Bargeld enthielt. Aus dem Freiburger Kulturleben Dienstag, 20 Uhr: Jugend musiziert (katholische Jugend). Mittwoch, 20 Uhr: „Froh zu sein bedarf es wenig“. Fröhliche Darbietungen der Naturfreundejugend. Freitag, 20 Uhr: „Wir diskutieren“ (Ausstellungsraum). Es wird gebeten, die Diskussionsfragen in verschlossenem Umschlag — Stichwort Jugenddiskussion — bis Dienstag ln den Geschäftsräumen „Das Volk“ oder „Badische Zeitung“ am Martinstor abzugeben. Samstag: nachmittags großes stadtspiel aller Buben von 12 bis 15 Jahren aller Organisationen. — 20 Uhr: Filmabend im Ausstellungsraum mit dem Film „Louisana-Legende". Unsere 'ubl'are Das 90. Lebensjahr vollendete am Freitag, 19. September, Frau Viktoria Blaser, Zasiusstraße 42. In bester geistiger und körperlicher Frisch« und Rüstigkeit feiert am heutigen Samstag, 20. September, Herr Rentner Gottlieb Bühler, Münchhofstraße 2 c in, seinen 86. Geburtstag. Mit der herzlichsten Gratulation an unseren treuen Leser verbinden wir die besten Wünsche für einen noch reckt langen, sorgenfreien und friedlichen Lebensabend. Am Donnerstag, 18. September, konnte Herr Forsttechniker Wilhelm Urban, Karlsruher Straße 28, die Vollendung seines 85. Lebensjahres feiern. Die Vollendung seines 78. Lebensjahres feierte am Freitag, 19. September, Herr Alfred z i m m ermann. Freiaustraße 67. Ihr 77. Wiegenfest feiert am heutigen Samstag, 20. September, Frau Jos. S c h i n k e Wwe., Anna- platz 8. Mit der herzlichsten Gratulation an unsere treue Leserin verbinden wir die besten Wünsche für einen noch recht langen, gesegneten Lebensabend. Am heutigen Samstag, 20. September, kann Frau Berta Benz, Konradstraße 10, ihren 74. Geburtstag feiern. . Ihr 70. Wiegenfest feiert am heutigen Samstag, 20. September, Frau Emma Schätzte, Ferdinand- Weiß-Straße 180. Sein 65. Lebensjahr vollendet am morgigen Sonntag, 21. September. Herr Oberjustizwachtmeister beim Landgericht Freiburg August Scherer, Konradstraße 7. Vor seinem Dienstantritt in Freiburg war der Jubilar fast 25 Jahre lang beim Amtsgericht Lörrach tätig. Allen . Jubilaren gratuliert „Das Volk“ herzlickst! Wochenspielplan der Städtischen Bühnen Großes Haus: Samstag, 20. September, 20 Uhr: Eröffnung der Spielzeit mit Calderons „Das Leben ist ein Traum“ (Samstagmiete A und Freiverkauf). — Sonntag, 21. September. 20 Uhr: „Die Zirkusprinzessin“ (Sonntagmiete A und Freiverkauf). — Montag, 22 Seotember, keine Vorstellung. — Dienstag, 23. September, 20 Uhr: „Die Zirkusprinzessin“ (Dienstagmiete A und Freiverkauf). — Mittwoch, 24. September. 20 Uhr: „Die Zirkusprinzessin“ (außer Miete). — Donnerstag. 25. September, 20 Uhr: „Don Giovanni“ (Donnerstagmiete A und Freiverkauf). — Freitag. 26. September, 20 Uhr: „Das Leben ist ein Traum“ (Freitagmiete A und Freiverkauf). — Samstag, 27. September, 20 Uhr: „Don Giovanni“ (Samstagmiete B und Freiverkauf). — Sonntag, 28. September, 20 Uhr: „Die Zirkusprinzessin“ (Sonntagmiete B und Freiverkauf). Kammerspiele: Spielzeiteröffnung am Mittwoch, 1. Oktober. mit Sophokles’ „Antigone“. * Musikalische Morgenfeier Die Kunstwissenschaftliche Gesellschaft Freiburg lädt ihre Mitglieder zur 4. musikalischen Morgenfeier am morgigen Sonntag, 11.15 Uhr, im Augustinermuseum ein. Günther Wich (Flöte), Erich Wilke (Viola) und Hugo Ruf (Cembalo) spielen Werke aus der Barockzeit. ' Olympische Spiele der Antike Oberstudiendirektor Dr. Breithaupt, der sich seit Jahrzehnten um die humanistische Bildung in Baden einen Namen gemacht hat, spricht in einer Sendung des Studio Freiburg am 25. September, 17.55 Uhr, über die Olympischen Spiele der Antike. Die Sendung wird am 28. September um 18.40 Uhr Im UKW-Programm wiederholt. Konzert der Musikkapelle der Heilsarmee Basel Am morgigen Sonntag stellt sich um 19.30 Uhr im Kaufhaussaal die hier noch nicht gehörte Musikkapelle der Heilsarmee Basel, die im ln- und Ausland einen guten Ruf genießt, vor. Das aus über 30 Musikern bestehende Orchester bringt ein gehaltvolles Programm von Werken hauptsächlich amerikanischer, australischer, englischer und neuseeländischer Komponisten. Der Erlös der Veranstaltung dient der Vertiefung der Hellsarmeearbeit 'in unserer Stadt. Vogelkundlicher Kursus der Volkshochschule In der Zeit vom 29., September bis 4 Oktober findet in Markelfingen “am Bodensee ein vogelkundlicher Kursus der Volkshochschule Freiburg statt. Für die Teilnehmer findet eine Vorbesprechung am Freitag, 19. September, 20.30 Uhr, im Konferenzzimmer des Werthmannhauaes statt. * Spitzenartistik im Casino-Kabarett Auf alle Sorgen pfeifen: das ist es, was der abgehetzte Großstädter heute vor allem lernen muß. Thea W o h l m u t, die „richtige Hamburger Deern“, bringt es ihm bei: ein reizend-keckes, frühlingsschlankes, quicklebendiges Persönchen von der Waterkant, das mit seinen Elbe- und Alsterliedem alle S-teifhelt über Bord fegt und das Publikum regelrecht auf Touren bringt. Zusammen mit Walter Günther, dem wohlgelaunten Rahmenplauderer des zweiten Septemberprogramms, erheitert sie es außerdem durch einen munteren Sketch — „Skandal um Tommy“ —, der erfreulicherweise stubenrein ist, was man von Sketchen nicht immer behaupten kann. Und dann erst 4 Röhrst Das sind Artisten der Spitzenklasse, bei deren wunderbar exakten, bis ins letzte ausgefeilten akrobatischen Glanzleistungen man unwillkürlich den Atem anhält. Erstaunlich vor allem die Körperkraft und Elastizität eines eben flügge gewordenen Mädelchens, auf dessen Leib einer der Partner einen Handstand macht — und das alles noch dazu in luftiger Höhe! Auch der kombinierte Jonglierakt des einen jungen Mannes im Einhandstand stellt alles bisher auf diesem Gebiete Gesehene ln den Schatten. Die 3 Sllvest, Tempoakrobaten von Rang, können sich ebenfalls sehen lassen, und von den Vit R o b i s überrascht namentlich der „halbe“ Robi, der doch mit seinen schätzungsweise fünf Jahren schon ein ganzer Kerl ist. Seinen Handstand auf dem Unterarm des Vaters oder gar seinen Kopfstand auf dessen Hand macht Ihm so leicht kein gleichaltriges Artistenkind nach. Verblüffendes leisten auch 2 N a u k o s auf dem Einrad, mit dem „er“ eine Treppe hinauf- und hinabhüpft und mit seiner bildhübschen Partnerin einen fidelen Samba „tanzt“. Auch Terry, ein wieselflinktr, humorvoller Exzentriker, macht eine Treppe zur Basis seiner trefflichen Späße. Wer macht ihm seine Purzelbäume treppab- wärts nach, ohne sich die Knochen zu brechen? Die Tänzerin B16 n d y endlich, die es besonders auf das „Ständchen“ von Heykens abgesehen hat, ist so blond wie ihr Name — und mitunter auch so „neckisch“. —rs— Wohin in Freiburg? Samstag, 20. September Städtische Bühnen, Großes Haus: 20 Uhr, Spielzeiteröffnung mit Calderons Schauspiel «„Das Leben ein Traum*. Städtische Bühnen, Kammerspiele: noch geschlossen. Filmtheater: Casino „Der Tiger von Texas“; Die Kurbel „Gefährliches Abenteuer“; Friedrichsbau „Saison in Salzburg“; Harmonie „Wir werden das Kind schon schaukeln“; Kandelhof „Saison in Salzburg"; Union „Blutrache in Montana“; Zentral „Wochenend im Paradies“. Inselgaststätte Feierling: 16.30 bis 23 Uhr Konzert. Ganterbräu: 18 bis 24 Uhr Konzert. Schloßbergrestaurant Dattler: 20 Uhr Tanzabend. * Sonntag, 21. September Städtische BOhnen, Großes Hans: 20 Uhr, „Zirkusprinzessin*. Städtische Bühnen, Kammerspiele: noch geschlossen. Filmtheater: wie am Samstag. Augustinermuseum: 11.15 Uhr, Musikalische Morgenfeier. Alte Universität, Bertholdstraße: 9 bis 20 Uhr, Ausstellung des Landesjugendringes Baden „So zwitschern die Jungen“. Freiburg-Herdern-Zährlngen: 14 Uhr Immentalrennen der Freiburger Buben. Inselgaststätte Feierling: 16.30 bis 23.00 Uhr Konzert. Ganterbräu: 18.00 bis 24.00 Uhr Konzert. Kaufhaussaal: 19.30 Uhr, Konzert der Musikkapelle der Heilsarmee Basel. * Montag, 22. September Städtische Bühnen: Beide Häuser geschlossen. Filmtheater: wie am Samstag und Sonntag. Filmclub Freiburg: 20.15 Uhr, Ausspracheabend Werderstraße 11. Alte Universität, Bertholdstraße: 9 bis 20 Uhr, Ausstellung des Landesjugendringes Baden „So zwitschern die Jungen“. * An allen Tagen Kunstverein, Talstraße 12a: Picasso-Graphik-Ausstel- lung mit Radierungen, Lithographien und Farb- lithographien 1905—1951. (Bis 28. September.) Augustinermuseum: Ausstellung „Mittelalterliche Kunst“; „Kunst des Barock“. — Dazu bis Ende des Monats Sonderausstellungen „Alte Weinkultur“ und „Schwarzwälder Volkskunst“. Museum für Ur- und Frühgeschichte, Adelhanser- kloster: Mittwoch und Freitag, 9 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, jeden 2. und 4 Sonntag von 10 bis 13 Uhr, Führungen nach Übereinkunft. Münstermuseum, Schoferstraße 4: Sammlung abgängiger Originale, Gipsabdrücke von figürlichen und ornamentalen Einzelheiten des Freiburger Münsters. Naturkunde - Museum, Gerberau 32: Dienstag bis Freitag 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr. Samstag 10 bis 12 Uhr, sonn- und feiertags von 10 bis 12 Uhr. Sonderausstellung „Pflanzen- und Vorratsschäd- linge“ und „Exotische Reptilien* Casino-Kunstausstellung: Malereien von Ernst Honigberger und Adolf Lamprecht, Wehr (Baden). Casino-Restaurant: Täglich 20.30 Uhr Kabarett: Mittwoch und Samstag auch 18 Uhr. * Bereitschaftsdienst am Sonntag Arzte (wenn Hausarzt nicht erreichbar): Dr. Antonie Sibler-Mang, Karlstraße 35, Tel. 4116; Dr. Schott, Urachstraße 27. Tel. 3712; Dr. Schanz, Fuchsstraße 1» Tel. 3429. Zahnärzte: Universitäts-Zahn- und Kteferkllnik, Freiburg-Günterstal, Torplatz I, Tel. 2588, Bereitschaftsdienst von 10 bis 12 Uhr; außerhalb dieser Zeit: Dr. Friedei, Möslestraße 17. Dentisten: Arthur Zschorsch, Basler Landstraße 68. Apotheken: Dreisam-Apotheke, Günterstalstraße 5. — Zähringer-Apotheke, Tennenbacher Straße 3. (Mit Nachtdienstbereitschaft bis 37. September.) • * Wanderungen Freiburger Verein* Touristenverein „Die Naturfreunde*, Ortsgruppe Freiburg: Omnibusfahrt für dte 65jährigen Mitglieder hack dem Breitnauer Haus nach persönlicher Einladung. Abfahrt 8 Uhr am Gewerkschaftshaus. — Freitag, 26. September, 20 Uhr. Mitgliederversammlung in der Harmonie. Jugendgruppe der Naturfreunde: Mittwoch, *4. September, „Wir erzählen Tourenerlebnisae und lesen aus Tourenberichten“. Schwarzwaldverein, Ortsgruppe Freiburg: Tageswanderung Talstation, Schauinslandbahn, Berglusthütte. Treffpunkt 9 Uhr Talstation. Führung Haberer. Jugendgruppe Feldberg des Schwarzwaldvereins! Tageswanderung Kirchzarten, Höfner Hütte, Bildtanne, Hinterwaldkopf, Hirschsprung. Treffpunkt Hauptbahnhof 7 20 Uhr. — Donnerstag, 25. September, Heimabend der Gruppe Feldberg mit Themenbesprechung „Was die Berge erzählen“. Jugendgruppe Schaulnsland des Schwanwald vereinst Tageswanderung mit der Ortsgruppe nach oben veröffentlichtem Programm. Führung Hönig. Deutscher Alpenverein, Sektion Freiburg.Brelsgau: Wanderung Waldkirch, Deitenbach, O-oßer Kandelfelsen, Kandel, Thomashütte, Glorie bad, Glotter- pfad. Denzlingen. Gehzett 7 Stunden. Treffpunkt Bahnhof Waldkirch. Abfahrt Freiburg Hauptbahnhof 6.42 Uhr. Hier sprich' r'ie SPD Stadtbezirk Oberwiehre Am Mittwoch, 24. September, findet Im Gasthaus „Bankepeter“, SchwarzwaldstraBe, eine wichtige Mitgliederversammlung statt. Es spricht Landtagsabgeordneter Stephan über wichtige Fragen der Landes- und Bundespolitik. Die Mitglieder des Stadtbezirks Oberwiehre werden um vollzähliges Erscheinen gebeten. * Familienfahrt des Bezirks Beurbarung Dem allgemeinen Wunsch aus Parteikreisen entsprechend, und um auch den Kindern eine Freude zu bereiten, veranstaltet der Bezirk Beurbarung am 19. Oktober eine Familienfahrt nach Basel (mit Zoobesuch). Meldungen möglichst umgehend bei W. Bornhauser, Emmendinger Straße 29, oder in der Parteiversammlung. Mit der Anmeldung sind Kennkarte, Paß oder Grenzkarte abzugeben, für die Kinder genügt eine TeHnahmebescheinigung der Eltern. « Frauensektion Freiburg Wir machen unsere Mitglieder auf den am Mittwoch, 24. September, 20 Uhr, im Gewerk- schaftshans stattfindenden Filmabend aufmerksam. Zu dieser Veranstaltung, die sehr interessant gestaltet wird, sind neben den Mitgliedern auch alle Genossen recht herzlich eingeladen. Gäste willkommen! Nummer 114 Samstag, SO. Saptambar 1999 * Ergebnisse vom 14. September: Kolinau — Breisach S:l (8:0), St. Georgen — Heitersheim 0:1, (7:1), SV Emmendingen — Kirchzarten 2:4 (3:2), Glottertal — Riegel 1:4 (12:2), Weilertal — Reute 1:2 (2:7), Alem. ~ z ähringen 3:1 (4:2), SC Freiburg n — Mullheim 2:1 (2:5). Die Zahlen in Klammem sind die Ergebnisse der zweiten Mannschaften. Reute Kirchzarten Riegel Alemannia Freiburg 3 2 Kolinau g j Freiburg-St. Georgen 3 1 Heitersheim j i Breisach g i SC Freiburg g i Weilertal ' 3 0 Zähringen g o Glottertal g i Endingen g o Herbolzheim g o SV Emmendingen g o Müllheim g e FV Emmendingen H 8 3 1 0 12:3 5 FFC Amateure 2 1 « « 14:3 8 10:4 < Sportfr. Freiburg H 2 1 1 8 8:4 3 Wasser , 2 2 » 0 7:8 4 8:4 6 Blau-Weiß Freiburg H 1 1 0 0 5:2 2 Oberwinden 2 2 6 1 7:5 4 8:5 4 Waldkirch H 3 1 0 1 4:5 2 Elzach 3 1 1 1 12:8 3 9:8 4 Kenzingen H 3 1 0 2 8:12 3 Bleibach 3 1 « 1 10:4 3 7:9 4 ASV Freiburg H 8 1 0 2 6:12 2 Buchholz 2 1 0 1 6:6 3 9:5 3 Staufen H 2 0 1 1 2:4 1 Altsimonswald 2 1 0 1 7:11 2 5:5 3 Denzlingen H 2 0 1 1 2:5 1 Niederwinden 2 0 1 1 4:6 1 6:7 3 Gutach H 0 0 0 0 0 0 Merzhausen 1 0 » 1 2:5 0 5:7 3 Neuenburg H 0 0 0 0 0 0 Gundelfingen 2 6 6 ' 2 4:14 0 4:5 6:8 2 2 Spiele am 21. September: Sportfreunde Freiburg n — Neuenbursr n. Waldkirch II — BlAu-Weiß Frei- Ebnet n. Mannschaften; 2 0 Gundelfingen * 3 2:10 Buchholz 0 7:3. 4:5 1 bürg H, Gutach H — Staufen IL JJJJU III — Oberwinden 4:2, Ebnet Bleibach 9:4. 1 3:4 1 g 7:10 1 1 1 4:0 Spiele am kommenden Sonntag: SC Freiburg H — Alemannia Freiburg, Zähringen — Weilertal. Reute — Endingen, Herbolzheim — Glottertal, Riegel — SV Emmendingen, Kirchzarten — St. Georgen, Heitersheim — Kolinau, Müllhelm — Breisach. Die zweiten Mannschaften bzw. HI. Mannschaft vom SC Freiburg bestreiten jeweils das Vorspiel ihrer I. Mannschaften. B-Klasse Staffel Süd Wu dem ^pußlwll durch den 'Bezirk Ligareserven-Staffel Ergebnisse vom 14. Sept.: Sportfreunde Freiburg H — Kenzingen H 6:2 (1:1), ASV Freiburg H — Staufen H 3:1 (1:1). Staffel Nord 14. f. spielfrei (Kaiserstühler Winzerfest) Spiele am gl. Sept.: Tenlngen — Sasbach, Weiswell — Königschaffhausen, Wyhl — Waltershofen, Bechlingen — Ihringen. Gündlingen — Himburg, Behlingen — Umkirch, Gottenheim — Buchheim. — Die H Mannschaften (außer den Paarungen Teningen — Sasbach und Bechlingen — Ihringen) haben jeweils das Vorspiel. Staffel Ost Gundelfingen — Buchholz 2:5, Elzach — Niederwinden 2:2, FFC Amateure — Oberwinden 2:0, Ebnet — Bleibach 1:8. A-Jugend, Staffel VI. Elztal-West Denzlingen AH — Waldkirch A H 0:3. Buchholz — Gundelfingen 0:5, Reute — Glottertal 1:2. Waldkirch AH 3 2 10 12:2 5 Gundelfingen 1 1 0 0 5» 2 SV Emmendingen 1 1 0 0 3:0 2 Reute 2 1 0 1 9:2 2 Denzlingen 2 1 4 1 6:4 2 Glottertal 3 1 0 2 3:14 2 Sexau 2 0 1 1 2:5 1 Buchholz 2 6O2 0:13 0 Sportveranstaltungen in Freiburg C 1 - Klasse Staffel Süd Ergebnisse vom 14. September: Grünem — Ebrin- gen l:0, Biengen — Tunsei 6:0. Hügelheim 3J. Bollschweil Bollschweil 2 I » « 11:1 Grünem 2 2 « • 7* Biengen 2 1 X l 8:9 Pfaffen weiter 1 1 * • 3:1 Hartheim 1 1 « « 2:1 Hügelheim 2 0 1 1 4:8 Munzingen I 0 * 1 0:2 Oberried l 0 0 1 2:8 Ebringen » 0 * 2 8:4 Tunsei 1 « • 1 Spiele am 21. September: Pfaffenweiler — Boll- schweil, Tunsei — Hartheim, Munzingen — Biengen, Hügelheim — Ebringen. Staffel Nord Ergebnisse vom 14. September: Bleichheim — Brof- gingen 1:6 (0:2), Wagenstadt — Malterdingen 32 (2:1), Bombach — Nordweil 1:6 (12), Niederhausen — Mundingen 5:2 (3:1). Wagenstadt I Nordweil 2 Niederhausen 2 Malterdingen 2 Helmbach 1 .Broggingen t Bombach i Mundingen 2 Bleichhelm 2 » « « X0.-4 , 20,72« 11,051 1 0 1 12:4 I 1 0 0 2 2 1 0 2 0:10 » , 1 2 5:12 1 • 0 2 2:17 « 0 0 2 2:17 « Spiele am 21. September: Nordwell — Bleichhelm, Broggingen — Bombach, Helmbach — Niederhausen. Mundingen — Malterdingen. Ergebnisse vom 14. September: Bremgarten — Grlß- heim 3:2, Buggingen — Norsingen 4:2, Krozingen — Kirchhofen 6:3 (11:0), Ehrenstetten — Sulzburg 1:3, Oberrimsingen — Wolfenweiler 4:4. 3 3 0 3 3 0 3 2 1 Krozingen Buggingen Sulzburg Oberrimsingen Hausen Untermünstertal Kirchhofen Bremgarten Wolfenweiler Ehrenstetten Norsingen Grißheim 2 11 2 11 110 3 10 3 10 3 0 1 2 0 0 2 0 0 3 0 0 0 22:5 6 5 11:2 6 0 9:4 5 0 8:5 3 0 5:3 3 0 3:2 2 2 6:10 2 2 4:10 2 2 7:11 1 2 2:5 0 2 3:10 0 3 3:16 0 Spiele am 21. September: Wolfen weiter — Hausen, Untermünstertal — Ehrenstetten, Sulzburg — Krozingen, Kirchhofen — Buggingen, Norsingen — Bremgarten — Grißheim — Oberrimsingen. FFC — Jahn Regensburg bereits um 14 Uhr Das Spiel Freiburger FC — Jahn Regensburg am Sonntag beginnt bereits um 14 Uhr. Die Vorverlegung geschah auf Wunsch der Regensburger und wurde vom SFV gebilligt. • Möslestadion: Sonntag, 14 Uhr Fußball FFC — Jahn Regensburg; 15.45 Uhr internationales Handballspiel FFC — AG Lausanne; 10.30 Uhr Spiel der Alten Herren FFC — VfB Waldshut. Weststadion: Sonntag, 10.30 Uhr Fußball Sportfreunde — Neuenburg; 9 Uhr Vorspiel. DJK-Stadlon (Schwarzwaldstraße): Sonntag. 10.30 Uhr Fußball Sportclub H — Alemannia; 9 Uhr Vorspiel ab 13 Uhr Jugendspiele. ASV-Stadion: Samstag, io Uhr Fußball ASV AH — Uni-Verwaltung; Sonntag, 10.30 Uhr ASV HI — Waldkirch H, 13 Uhr Jugendspiel. HaAücUten aus dm fteißikaet Standesamt Geb 2. 9. Birgitt«, V. Hermann Wirbser, Ebnet 8.9. Gabriele, V. August Storr, Kappeier Straße W 5.9. Barbara, V. Gustav Schneider, Waldkircher Straße 37 5. 9. Anna, V. Georg Reinbold, Freiamt-Mußbach 6. 9. Alfred. V. Willi Koder, Dietenbachstraße 3 6 9. Margrit, V. Eduard Schwald, Ballrechten 6. 9. Gerlinde, V. Bemh. Scherzinger, Neuershausen 0. 9. Hubert, V. Johannes Kreßner, Ebnet 7.9. Hans-Dieter, V. Heinz Borchard, Hansjakob- straße 38 7.9. Wolfgang, V. Georg Baer, Köndringen 7 9. Angela. V. Rudolf Burger, Breisach Erika, V. Deo Wagner, Riegel 7. 9. Ernst, V Leo Risch, Umkirch 8. 9. Hans, V. Artur Steiert, Alemannenstraße 11 8.9. Rosmarie, V. Oskar Bechtold, Obergasse 1 8. 9. Helga, V. Franz Schlegel, Bad Krozingen •- 9. Elke. V. Ewin Ritt, Gehrenstraße 21 8. 9. Maria, V. Otto Kuhny, Breisach 8. 9. Gerd, V. Otto Kuhny, Breisach rten 9.9. Elisabeth, V. Karl Schachtele, Tiengen 8.9. Michael, V. Dr. Josef Henecka, Sternwaldstr. 1 9.9. Doris, V. Erwin Constroffer, Fraulautem 9.9. Fritz, V. Fritz Beck, Uhlandstraße 1 9.9. Robert, V. Franz Pfaff, Grünwälderstraße 16 9.9. Elvira, V. Kurt Walther, Breisach 9. 9. Hubert, V. Rudolf Wehrte, Wagensteig 9 9. Cornelia, V. Max Kempf, Buggingen 9. 9. Albert, V. Erich Schmitt, Brombergstraße 28 10.9. Hansjörg. V. Friedrich Rappold, Denzlingen 10. 9. Anette, V. Ludwig Schülll, -Gernsbach 10.9. Lucia, V. Friedrich Hentschel, Opfingen 10.9. Alice, V. Ernst Eichhorn, Untere Lachen 7 10.9. Harald, V. Gerhard Weller, Karlstraße 3 10.9. Hartmut, V. Leonhard Weßthäuser, Bötzlngen 11 9. Rita. V. Alfons Wittmer, Neustadt 11.9. Franz, V. Franz Ruh, Hausen a. d. M. 11.9. Falk, V. Karl Theodor Frltsche, Landsknecht- strsßc 3 11.9. Cornelia, V. Dr. Günter Könn, Friedhofstr. 14 Ehegehlteßnngea II. 9. Karl Begemann mit Gertrud Schub, Im Grün 6 11.9. Peter Schrabler mit Hermine Leible, Zwieger- ackerweg 3 11.9. Wolfgang Schmitt mit Lore Großmann. Merzhauser Straße 35 11.9. Hans-Peter Braun-Illerfeldt mit Verena Riede, Konstanz 11. 9. Manfred Escher mit Luise Gremmelspaeher, Am Anger 5 13. 9. Eduard Gertz mit Augusta Merkte geh. Schneider 13. 9. Max Groschwitz mit Lotte Münz, Elsässer Strsß^ 2 & 13.9. Richard Behr mit Berta Stöhr, Breisach 13- 9. Karl Daum mit Ilse Kenz, Elsässer Straße 8 13. 9. Kurt Kleis mit Hildegard Berblinger, Emmendinger Straße 17 13.9. Emil Berger mit Magdalena Synck geh. Geller, Klarastraße 56 13.9. Artur Kaltenbach mit Anna Burkhard, Schwarzwaldstraße 69 13 9. Albert Wlpf mit Ursula Voigt, Uffhauser Straße 12 13.9. Elimar Eberle mit Helene Lindemann. Schüttorf U. 9. Josef Schätzte mit Mfriede Brodmann geb. Fischer, Horben, Gerstenhalm ^ Sterbefälle 1.9. Kurt Leimenstoll, Denzlingen, 44 Jahre 1.9. Hildegard Winkel geb. Jeß, Aufdingerweg 14, 26 Jahre 3. 9. Marie Hermann geh. Mäder, Markgrafenstr. 9a, 80 Jahre 6.9. Maria Schmitt geb. Kaltenbach, Witwe. Erwinstraße 51, 80 Jahre 7.9. Adolf Kempf, Markgrafenstraße 54, 47 Jahre 7.9. Susanne Iven, Köln,. 46 Jahre 7. 9. Maria Klausner geb. Basler, Neustadt, 62 Jahre 7. 9. Wilhelmine Huber geb. Reif. Bauhöferstr. 126, 60 Jahre 8. 9. Elisabetha Ebner geb. Schottmüller, Witwe, Bleichestraße 18, 55 Jahre 8.9. Franz Stöcker, Buchheim, 49 Jahre 8.9. Berthold Wenk, Stemwaldstraße la, 89 Jahre 8.9. Bruno Riedel, Britzingen. 68 Jahre 9. 9. Emil Vögele, Andreas-Hofer-Straße 24, 66 Jahre 9.9. Berta Fechte! geb. Borensky, Witwe, Jacobi- straße 8, 77 Jahre 10. 9. Lina Eschbacher geb. Maurer, Witwe, Adalbert- Stifter-Stihße 8, 77 Jahre 10. 9. Waldemar Wagner, Reutebachgasse 18, 69 Jahre 10.9. Klara Fehrenbach geb. Hanser, Josefstr. 7, 64 J. 10.9. Elisabetha Nutto geb. Mayer, Zasiusstr. 74, 58 J. 10.9. Karl Allisat, Karlstraße 42. 09 Jahre 10.9. Friedrich Schweiß, Lorettostraße 42, 78 Jahre 11.9. Franziska Schmidt, Ebneter Straße 1. 79 Jahre 11. 9. Dr, Robert Lauterborn, Relchsgrafenstr. 9, 83 J. 11.9. Amalie Klumpp geb. Schneider, Witwe, , Schwarzwaldstraße 72, 73 Jahre 11.9. Maria Krapf, Karlstraße 65, 61 Jahre 11. 9. Dora Eggert, Gündelwangen, 18 Jahre 11 9, Anton Weber, Bürgerwehrstraße 10, 10 Jahre 11.9. Wilhelm Kury, Kolinau, 40 Jahre 12. 9. Elisabeth Manz, Jacobistraße 17, 77 Jahre 12.9. Karl Janz, Wildkicher Straße 17, 79 Jahre 12. 9. Frieda Klingele geb. Isenmann, Beifortstraße 34, 49 Jahre 12.9. Ocha, Emma gen. Schwester Innocentla, Wallstraße 13, 79 Jahre 16.8. Albert Bacherer, Oberrotwell, 84 Jahre 16.8. Franz Bank, Brombergstraße 13, 45 Jahre Sportplatz Schenkendorfstraße: Sonntag, 18.30 Uhr Blau-Weiß HI — Munzingen H; Samstag, 15 Uhr Jugendspiel. Jahnplatz zähringen: Sonntag. 9 Uhr Fußball Zähringen — Weilertal; 10.30 Uhr Handball Zähringen — FC von 1844. Rhodlaceta-Platz: Sonntag, 10.30 Uhr Fußball Rhodiaceta — Oberprechtal; 9 Uhr Vorspiel Rhodiaceta H — Ebringen H. Kirchzarten: Sonntag, 14.30 Uhr VfR Kirchzarten — Freiburg-St. Georgen; 13 Uhr Vorspiel der H. Mannschaft. Freiburger Sportvereine Sportelub: Samstag, 20 Uhr: Unterhaltungsabend für die Schweizer Gäste. Mitglieder und Eltern herzlich eingeladen. Staffel Ost Obersimonswald — Oberprechtal 1:1, Waldkirch HI — Kolinau III 4:0, Sexau — Rhodiaceta 0:12. Sportfreunde Freiburg HI — Windenreut« 4:3, Blau-Weis QI — ASV IH 5:4. Sportfr. Freiburg m 3 Kolinau IH 3 Rhodiaceta 1 Waldkirch HI 1 Blau-Weiß Freiburg IH 1 Windenreute 3 Oberprechtal 2 ASV Freiburg HI 3 Obersimonswald 3 Sexau 2 3.1 11:8 4 111 3:4 S 1 6 6 12:0 2 1 0 0 4:0 3 « 0 5 4 » 1 0 1 6:5 3 0 3 0 l:l 2 1.2 7.12 3 9 1 1 1:3 1 « « » 1:U • A-Jugend, Staffel V, Elztal-Ost Athletiksportvereinigung 1385: Seit dem 16. September finden die Übungsabende wieder regelmäßig dienstags, 20 Uhr, in der Lessingschule statt. Freunde des Kraftsports herzlich eingeladen. Ski-Club: Sonntag, 7 Uhr ab Schwabentorplatz Abfahrt Ins Zastler zum Hüttenbau. Auskunft über die Ausnahmebewilligung zum Befahren der Straße nach dem oberen Zastler erteilt die Geschäftsstelle. FT von 1844 (Fechtabteilung): Bel den gesamtbadischen Mannschaftsmeisterschaften im Fechten errang die Abteilung die Badische Degenmeisterschaft und damit die Startberechtigung bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften auch lm Degenfechten. Ein neuer Fechtlehrer für Damen und Herren beginnt im Oktober. Anmeldung dienstags und Freitags von 20 bis 22 Uhr in der Turnseeschule. Obersimonswald — Oberprechtal 4:1, Oberwindea — Gutach 1:1, Bielbach — Kolinau A U 1:7, Elzach — Niederwinden 5:2. Kolinau A H 2 » « « 18:3 Elzach 1 2 0 1 9:4 Gutach 2 1 l 6 3:1 Obersimonswald 2 1 « X 6:8 Oberwinden 2 0 2 * 2:2 Altsimonswald 2 1 0 1 4:9 Oberprechtal 3 • 1 2 2:12 Bleibach 1 0 • 1 1:7 Niederwinden 2 * 0 2 2* B- und C-Jugend Elztal Gutach B — waldkirch B 3:1, Waldkirch CI — Waldkirch C H 7:0. Gottesdienste In Freibnrg Evangelischer Gottesdienst Ludwigspfarrei (Sautierstraße 21): Sa., 20. 9-, 20 Uhr Wochenschlußgottesdienst; So., 21. 9., 9.45 Uhr Gottesdienst; 18 Uhr Gottesdienst; 11.15 Uhr Kindergottesdienst. Christuskirche: Sa., 20. 9-, 20.30 Uhr Wochenschlußgottesdienst; So., 21. 9., 9 Uhr Gottesdienst mit Christenlehre; 0.30 Uhr Gottesdienst; 10.45 Uhr Kindergottesdienst. Pauluskirche: 9.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl; 11 Uhr Kindergottesdienst. Lutherkirche: 8.15 Uhr Christenlehre; 9.30 Uhr Gottesdienst; 11 Uhr Kindergottesdienst. Melanchthonkirche: Sa.. 20. 9., 20 Uhr Wochenschlußandacht; So., 21. 9., 9.30 Uhr Gottesdienst: 11 Uhr Kindergottesdienst. Frtedensklrche: 9.30 Uhr Gottesdienst; 11.15 Uhr Kindergottesdienst und Klelnkindergottesdienst. Zähringen: 9.30 Uhr Gottesdienst: 10.30 Uhr Kindergottesdienst, Betzenhausen: 9.30 Uhr Gottesdienst; 10.30 Uhr Kindergottesdienst. ' Diakonissenhauskirche: Sa., 20. 0-, 20.30 Uhr Wochenschlußfeier; So., 21. »., 10 Uhr Gottesdienst. Litten weiter: 8.30 Uhr Gottesdienst: 8.30 Uhr Kindergottesdienst. St. Georgen: 8.15 Uhr Gottesdienst; 0J0 Uhr Kindergottesdienst. Evangelisch-lutherische Gemeinde Erlöserkirche (Stadtstraße 10): 0.30 Uhr Gottesdienst mit der Feier des hl. Abendmahls. Katholischer Gottesdienst Münster: 5 Uhr Wanderermesse; 6 Uhr hl. Messe; 7 Uhr Liebfrauenamt; 8 Uhr Jugendgottesdienst; 9 Uhr hl. Messe; 9.30 Uhr Predigt; 10 Uhr Prozession, anschl. Hochamt; 11.30 Uhr Singmesae; 14.30 Uhr Vesper; 18 Uhr Segensandacht. St. Albert: 6.30 und 7.30 Uhr hl. Messe: 8.30 Uhr Singmesse; 20 Uhr Rosenkranz. St. Martin: 6.30 Uhr Frühmesse: 7J0 Uhr Singmesse; 8.45 Uhr Schülergottesdienst; 10 Uhr Hochamt; 11.15 Uhr Singmesse; 20 Uhr Vesperandacht. St. Urban: 6 und 6.45 Uhr hl. Messe; 7.30 Uhr 81ns- messe; 6J0 Uhr Kindergottesdienst; 8.30 Uhr Hochamt; 11 Uhr französischer Gottesdienst; 20 Uhr «Abendandacht. St. Johann: 6.15 Uhr Frühmesse: 7 Uhr Singmesae; 8 Uhr Kindergottesdienst; 8 Uhr Singmesse; 9.30 Hochamt; 11.15 Uhr französischer Gottesdienst 20 Uhr Abendandacht. Herz-Jesu: 6 Uhr hl. Messe; 7 Uhr Kommunicm- messe; 8.15 Uhr Schülergottesdienst; 9.30 Uhr Hochamt; 11 Uhr hl. Messe; 30 Uhr Abendandacht. Liebfrauen: 7 Uhr Frühmesse; 9J0 Uhr Singmease; 15 Uhr Wallfahrtsgottesdienst. St. Michael: « Uhr hl. Messe; 7 Uhr Singmesse; 8.90 Uhr Amt; 10 Uhr Schülergottesdienst; 11.16 Uhr Singmesse; 20 Uhr Andacht. St. Georg: 7 Uhr Gemeinschaftsmesse: 8-30 Uhr Schülergottesdienst: 10 Uhr Amt; 14 Uhr Vesper. St. Blasius: 7 Uhr Frühmesse; 8.90 Uhr Singmesse; 10 Uhr Hauptgottßkdienst; 30 Uhr Abendandacht. — Gundelfingen; 8.15 Uhr hl. Messe. Maria-Hilt: 6 Uhr Frühmesse; 6.4s Uhr hi. Messe; 7.30 Uhr Singmesse; 8.46 Uhr Kindergottesdienstt 10 Uhr Hauptgottesdienst; 20 Uhr Abendandacht. Kartause; 6.46 Uhr Frühmesse; 8.30 Uhr Singmesae; 17.30 Uhr Segensandacht. St. Barbara: 7 Uhr Frühmesse; 9.26 Uhr SingmasJe; 16 Uhr Marlenstunde. St. Konrad: 6 Uhr Frühmesse; 7 Uhr Singmesse; 8JO Uhr Singmesse (Kindergottesdienst); 9.30 Uhr Amt; 11.15 Uhr Singmesse; 19.45 Uhr Andacht. St. Joseph: 7.15 Uhr Frühmasse; 9 Uhr Hauptgottee- dienst; U Uhr hl. Messe: 38 Uhr Andacht. Hl. Familie: 7.30 Uhr Hochamt; 1« Uhr Be taingmesse: 19.30 Uhr Vesper. St. Cyriak: 0 Uhr Frühmesse; 7 und 8 Uhr Singmesse; 9 Uhr Kindergottesdienst: 1« Uhr Hochamt; IMS Uhr Spätmesse; 20 Uhr Abendandacht. St. Carolus: 6.30 Uhr Frühmesse: 7.30 Uhr Hauptgottesdienst; 9.46 Uhr Schülergottesdienst; 10 und 11 Uhr Singmesae. AltksthoUsche Gemeinde St. Ursula (Elsenbahnstraßo 60): 8JO Uhr Amt mit Predigt. Quelle-Agentur Emmendingen Agentur des Großversandhauses Quelle, Fürth (Bayern), wegen Geschäftsverlegung am heutigen Samstag, 20. September 1952, Gehr. Nähmaschine, Singer (Rundsch.), zu verk. Limberger, Freiburg, Gartenstr. 16, Tel. 4345 ALJA geschlossen Ab Montag in den neuen Räumen Markgrafenstraße 44 gegenüber dem Fotohaus Hirsmüller, Telefon 405 Bachabschlaq Der Bachabschlag des Kronenmühlebaches wird vom Samstag, 27. September, 12 Uhr, bis Donnerstag, 2. Oktober, 17 Uhr, durchgeführt. Die Beteiligten werden ersucht, alle vorzunehmenden Arbeiten dem Tiefbauamt rechtzeitig mitzuteilen. Städtisches Tiefbauamt Wer gute Ware braucht, beim Inserenten kauft! führendes Unternehmen der Maßmiederherstellung, seit Jahrzehnten bekannt durch ln Paßform u. Qualität bewährte Modelle, sucht für den Außendienst Mitarbeiterinnen Anfängerinnen werden sorgfältig eingearbeitet. Interessentinnen, die neben gutem Verdienst Wert auf eine solide Existenz mit festem Kundenstamm legen, werden gebeten, sich am 22. September 1952, zwischen 10 und 15 Uhr, bei Frau zimmermann, Freibnrg L Br., Dreisamstr. 25, zu melden. Täglich von S-19 Uhr geöffnet Ratenzahlung bis 19 Monate Einzel-Tocbterzünmer *» dm 475.- Schlatzünmei -» dm 530.- u> 1500.- Küchenbfilett «■ dm 140- du 580.- Kmt Wohnsctuänke » dm 375.- 695.- Wohnzimmerbniett» dm 235.- m* 825.- Poistermübel •*> dm 40.- 355.- Bettcouches — «n 210.- «* 795.- Matratzen Federbetten Steppdecken Teppiche hui«™ *.!*« m dm 115.- tu 820.- Bettumrandungen — Vorlagen - Läufer Deutsche Perser- und Importteppiche Neu eingetroffen: Schlafzimmer 890. Alleinverkauf: MÖBEL HAITZ Freiburg-Zähringen. Johanneagane 1 (Endstation Linie 2) O«g*n0b«r ••ttaurant „Zur Krona- — tut SS CI Preiswerter ltgcrr.rkaal tonstag. 20. September 1952 Nummer 114 Gebr. Opel «Wagen kauft und verkauft laufend Antoluns Breisgan GmbH. Opel-Großhändler FnUrarg i. Br., SantierstrtBe 75 Telefon 62 52/53 .J Privat-Handelsschule ~Ö6zntbtHck Freiburg i. Br. - Talstraße 60 Handelskurse 1. Oktober Unsere vorbildlichen Anbaumobel sind das kostbarste Gut für das behagliche Heim. Das Ideal der Hausfrau aber, ist unsere Reform- Anbauküche Erstaunlich niedrige Preise, Mr gsdlsgens Meisterarbeit! NW Schwabantorplatz 5 DIE J^OÜiieb ECKE Wie immer Portug. Ölsardinen in Olivenöl „Afonso" _ 25 u Clnb-Dott Dt Bratheringsfilet in Edelpiiztunke 2 Dosen 1.2S 1 Dose 270 g .63 Ring-Pkickwurst .48 WO g Bruchmakkaroni n.Hörnle .48 Camembert-Käse 30 o/o .24 Tafelmargarine Grießware 500 g 3 Halbmonde •70 1 Halbmond ä 80 g »°S » Kondensmilch S Doten i 170 g Auto-Radio für alle Wagentypen Einbau und Enstörung in wenigen Stunden. Autorisierte Kandendienststelle huUaiautu Br%/ Adrian Hoven Gretl Schörg — Walter Müller Hans Richter u. a. 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