BRÜCHSALER POST SÜDD. HEIMATZEITUNG FÜR KRAICHOAU UND BRUHRAIN Kummer 114 Freitag, «len 16. August 1951 Einzelpreis 26 Pfennig Blücher droht mit Austritt aus der Ruhrhehörde Krise in der Popierverso/gung Sämtliche deutschen Wünsche abgelehnt — Ernste Gefahr für die Wirtschaft Bonn (BP). Vizekanzler Blücher übte vor der Presse ln Bonn scharfe Kritik am Beschluß der Ruhrbehörde, den deutschen Antrag auf Senkung der Kohlenexportquote abzulehnen. Gleichzeitig unterstrich Blücher gelehnt. Blücher nannte das Verfahren der Erstes Echo aus Paris Ruhrbehörde „sehr schlecht, weil es über- Ein Sprecher des französischen Außentnini-.- haupt keine Revisionsmoglichkeiten an einer steriums erwiderte auf die Erklärungen des. anderen Stelle“ biete. Vizekanzlers: „Wir sehen ein, daß die Koh-. In der Frage der Verwendung von US- lenfrage nur sehr schwer zu lösen ist, aber mit Nachdruck, er habe Veranlassung, wegen Kohle sprach sich B?üeher für einen gemein- wir glauben, daß der bessere Weg für die dieser Haltung der RuhrbehSrde „sehr ernste samen Ausgleich der Mehrkosten aus. Es sei Lösung darin liegt, mit der Ruhrbehörde zu- tlberlegungen“ darüber anzustellen, ob er jedoch sinnlos, nach dem bisherigen Prinzip sammenzuar beiten, anstatt aqs ihr auszutre- nicht ans der Ruhrbehörde ausscheiden weiter zu verfahren, durch das die Bundes- ten. Wir glauben nicht, daß die von Vizesollte, republik die langen Frachtwege für ameri- kanzler Blücher eingenommene Haltung ge- kanische Kohle habe, während sie ihre eigene rechtfertigt ist.“ Falls er seine Drohung ver- Kohle per Achse in andere Länder verschik- wirkliche, könne sich die internationale Lage ken müsse. Westdeutschlands „erschweren“. Der Vizekanzler warf den anderen Mitgliedern der Rufarbehörde vor, die tatsächlichen Verhältnisse in 4er Bundesrepublik nicht zu berücksichtigen und politische und wirtschaftliche Methoden anzuwenden, die längst der Vergangenheit angehören müßten. Diese starre Haltung der Ruhrbehörde, die auch von der amerikanischen Delegation „eindeutig mitgemacht“ werde — obwohl noch vor wenigen Tagen der Chef des US-Rüstungsamtes, Wilson, in richtiger Erkenntnis der Sachlage die Notwendigkeit unterstrichen habe, der deutschen Wirtschaft ausreichend Kohle zur Verfügung zu stellen — können die Bundesregierung veranlassen, die Konsequenzen zu ziehen. Adenauer und Fette sind befriedigt Zusammen wirken im Interesse des Volkes — Weitere Verhandlungen in Bonn Luzern (ZSH) Die Besprechungen zwischen Bundeskanzler Dr. Adenauer und der Delegation des Gewerkschaftsbundes anf dem Bürgenstock wurden mit der Veröffentlichung eines Kommuniques beendet, in dem mitgeteilt wurde, daß die Gespräche in Bonn fortgesetzt und abgeschlossen werden sollen. Der Bundeskanzler Erklärte nach der Kon- Nach Mitteilung des Vizekanzlers stellt der ferenz, er habe keinen Grund, mit ihren Er- gegen die deutschen Stimmen gefaßte Be- gebnissen nicht zufrieden zu sein. Der DGB- schluß der Ruhrbehörde fest, daß wegen der Vorsitzende Fette sagte: „Die ROise auf den Mehrförderung in Deutschland und wegen der Bürgenstock hat sich gelohnt Ich fahre beim zweiten Quartal über die Schätzungen hin- friedigt nach Düsseldorf zurück.“ aus verfügbaren zusätzlichen zwei Millionen dem DGB gewährleisten. Viele Fragen, welche die Interessen der Arbeitnehmerschaft berühren und die sich bei der Durchführung der Gesetze über die Mitbestimmung bei Kohle und Eisen ergeben, seien eingehend erörtert worden. In Bonner Regierungskreisen wurde das Kommunique allgemein als ein Beweis dafür angesehen, daß sich trotz des scharf formulierten Beschlusses des DGB-Vorstandes über die Zurückziehung der DGB-Vertreter aus den Wirtschaftsgremien eine gemeinsame Ba-. sis für eine "weitere Zusammenarbeit finden lasse und diese bei einem Teil der Probleme aus verfügbaren zusätzlichen zwei Millionen m dem Kommunique heißt es: „Die Ver- aufdem^ Bürrenstocksoear bereits veretabärt tonnen, sowie angesichts des Kohlenmangels Handlungen waren auf beiden Seiten getragen g g bereits vereinbart in Europa nach Prüfung al er Dokumente, vom Geiste der Aufrichtigkeit und von der Fette erklärte nach seier Ankunft auf dem Ex^oSo^vo^l^öi 1 f n e t meinSam H en Überzeugung, daß das Lebens- Frankfurter Rhem-MaM^S, er und. Exportquote von 6,2 auf 5,2 Millionen Ton- Interesse des deutschen Volkes ein Zusam- seine Freunde hätten in insgesamt ^roölfstün- g» “ ”“* “W™*“ menwirken dringend verlangt“ sonne. ..... Ein, wesentlicher Punkt der Besprechungen Gelegenheit gehabt, die Gewerk- ~Das Argument, die Bundesrepublik habe im sei die Neuordnung der Grundstoffindustrien SGhafts- und Arbeitsnehmer-Interessen ange* zweiten Quartal zwei Millionen Tonnen über gewesen. Insbesondere seien die Möglichkei- henden Probleme zu besprechen. Die abschlie- 4ie Schätzungen hinaus zur Verfügung ge- ten erörtert worden, die ein gutes Zusammen- ßenden Verhandlungen in Bonn seien für die habt, erkannte der Vizekanzler deshalb nicht wirken zwischen der Bundesregierung und zweite Augusthälfte zu erwarten, an, weil „die Herren von der Ruhrbehörde Die US-Truppen in Europa Begrenzung durch Repräsentantenhaus abgelehnt — Truman will mit Moskau korrespondieren daran Vorbeigehen, daß das Tragische für uns der völlige Verbrauch aller Lagerbestände ist, so daß wir über die Deckung des laufenden Bedarfs hinaus dringend weitere Kohle zur Herstellung wenigstens einiger Lagerbestände benötigen.“ Die ablehnende Haltung der Ruhrbehörde werde zwar den Verteilerplan und insbesondere auch die Hausbrandbe- schlüsse der Bundesregierung nicht ändern, nehme ihr aber die Möglichkeit, an vielen ßtellen zu helfen, und Engpässe zu überwinden, die zwangsläufig zu Kurzarbeit oder gar Zu Stillegungen führen müßten. Nach Mitteilung Blüchers hat die Ruhibe- Washington (UP). Das amerikanische Repräsentantenhaus hat einen neuen Antrag, wonach die Erhöhung der in Europa stehenden Truppen über die vorgesehenen sechs Divisionen hinaus nur mit vorheriger Genehmigung des Kongresses zulässig sein soll, mit 131 gegen 84 Stimmen abgelehnt. Friedens aeiten in den USA angenommen wurde. Präsident Truman erklärte auf seiner üblichen Pressekonferenz, er werde weiter mit hohen sowjetischen Persönlichkeiten korrespondieren in der Hoffnung, daß der Meinungsaustausch der Entspannung der Weltlage und dem internationalen Frieden diene. Denn die Erhaltung des Friedens, sagte Truman, ist keine Unmöglichkeit. Der Präsident verlas __ Das Repräsentantenhaus hat die Vorlage hörde auch einen" deutschen Kompromißvor- über die Bewilligung von 56 Milliarden Dol- schlag, die Senkung der Exportquote ange- lar für die Verteidigung mit 348 gegen 2 , . , sichts des bereits begonnenen Quartals aut Stimmen gebilligt. Es handelt sich um das dazu eine formelle Erklärung, in der es heißt, 650 000 bis 600 000 Tonnen zu begrenzen, ab- größte Verteidigungsbudget, das jemals in die sowjetische Antwort auf seinen Brief sei insofern unrichtig, als die. sowjetische Regierung behaupte, sie lege dem freien Meinungsaustausch zwischen dem russischen und anderen Völkern kein Hindernis in den Weg. Er sei gespannt, ob die Sowjetunion eine wahre internationale Aufrichtigkeit zeigen werde. Solche Beteuerungen hätten sich jedenfalls in der Vergangenheit nicht bewahrheitet. Als Beispiel nannte er die Einschränkung des Hochwasserkatastrophe in den Alpen 25 Todesopfer — Erdbeben in Mittel-Italien Zürich (UP). Langanhaltende, von schweren Gewittern und Hagelschauern begleitete Regenfälle haben eine Hochwasserkatastrophe verursacht, von der vor allem die schweizerischen Kantone Graubünden and Tessin sowie das angrenzende italienische Gebiet heimgesucht worden. Zahlreiche Straßen und Eisenbahnstrecken sind teils durch Hochwasser, zum anderen Teil durch herabgestürzte Gesteinsmassen blockiert. Die Gotthardbahn hat ihren Betrieb eingestellt; auf der Gotthardstraße liegt jeder Verkehr still, Die Eisenbahnverbindungen zwischen den Kantonen Tessin und Graubünden sind ebenfalls unterbrochen. Die Ebene von Castiglione steht rund drei Meter unter Wasser. An der Grenze zwischen der Schweiz und Italien durchbrach der Loverebach die Pämme und zerstörte das italienische Zollhaus, sowie das Gebäude des italienischen Automobilklubs. Die Flut ergriff einen mit 19 Reisenden besetzten holländischen Omnibus, der gerade von den Zollbeamten abgefertigt wurde, und schleuderte ihn über einen 80 Meter hohen Abhang hinab. Alle Passagiere konnte jedoch gerettet werden. — Drei Personen, die in zwei Personenwagen aus Frankreich an die Grenzstation gekommen waren, sind ertrunken. Im Engadin hat der Inn an drei Stellen die Uferdämme durchbrochen und die Eisenbahnbrücke zwischen Sani adan und Pontresina zerstört. Im Gebiet von Alto Lario sind mindestens 19 Personen ums Leben gekommen. Die Orte Domaso und Donro stehen völlig unter Wasser. 16 Personen fanden unter den Trümmern eines großen Wohnhauses von San Stefano, das zushm- menbrach, den Tod. Im italienischen Grenzgebiet sotten zahlreiche Wohnhäuser, Bauernhöfe und Fabriken von den Fluten zerstört worden sehe. Der Eisehbahnverkehr ist zwischen Italien und der ^ Schweiz vollkommen unterbrochen. ' . .. Im Kanton Tessin und in Oberitalien forderte die Hcxhwasserkatastrophe 25 Todes- Reiseverkehrs, die von der sowjetischen Re- opfer. Die Sachschäden im Gebiet von Como werden auf eine halbe Milliarde Lire geschätzt. Gleichzeitig ereignete sich in der Gegend der Stadt Teramo in Mittelitalien ein Erdbeben. Das römische Institut für Geophysik teilte dazu mit, daß die Gewalt des Erdbebens etwa ebenso stark war wie die von zehn Atombomben. „Spionage“-Prozeß in Bukarest Budapest (UP). Acht prominente Rumänen, unter ihnen ein General der Luftstreitkräfte, mußten sich wegen Hoch- und Landesverrats vor einem Gericht in Bukarest verantworten. Alle Angeklagten haben sich in den voraufgegangenen Verhören schuldig be- Großbritanniens und Frankreichs soll, wie kannt. Der Hauptangeklagte Romanescu, der United Press von einem Diplomaten erfährt, bis zu seiner Verhaftung vor einem Jahr, als am 10. September in Washington beginnen. Generalmajor einer der führenden Offiziere Diese Konferenz soll drei bis vier Tage dauern der rumänischen Luftstreitkräfte war, soll und u. a. die Fortschritte zur Errichtung einer bei Beginn der Verhandlung zugegeben haben, westdeutschen Armee überprüfen. Dieser Zu- Hochverrat und Spionage getrieben zu haben, sammenkunft soll die Vorkonferenz der At- Romanescu wird vorgeworfen, offizielle Ee- lantikpakt-Mächte in Ottawa am 15. Septem- kumente aus dem Hauptquartier der Luft- ber folgen. Die eigentliche Konferenz wird Streitkräfte in die britische Gesandtschaft dann am 15. Oktober in Rom eröffnet. verbracht und die entwendeten Papiere durch -- Kopien ersetzt zu haben. Die amerikanische Luftwaffe vergibt gegen- _. _ . , , , . , wärtig Aufträge im Werte von 1,5 Millionen ...^ Dollar an die italienische Werkzeugmaschinen- landischen Stadt Tubbergen, nur einen Kilo- Industrie meter von der deutschen Grenze entfernt, gierung gegen Ausländer verhängt worden sei, und die Hindernisse für den Austausch von Nachrichten. Zur Suezkanalfrage erklärte Truman, er sei bereit, seinen Sonderberater Harrknan, der zur . Zeit in Teheran weilt, nach Ägypten zu schik- ken, falls Harrimans Anwesenheit dort von Nutzen sein könnte. Truman äußerte ferner, er glaube nicht, daß General Eisenhower ein Präsidentschaftskandidat für die demokratische Liste sei. Zur Nominierung auf der republikanischen Liste könne er, Truman, ihm ja nicht gut verhelfen. Sein persönlicher Tip für die republikanische Liste sei aber Senator Taft. Die Konferenz der Außenminister der USA, angebohrt. Das Erdgas strömt aus einer Tiefe von 1409 Metern. Eine Feoersbrnnst zerstörte in der Stadt San Salvador (Mittelamerika) die Kathedrale und das Nationaltheater. Die britische Verwaltung im Sudan sei ein Skandal, sagte der ägyptische Delegierte vor dem Wirtschaftsrat der UN. Der nene portugiesische Staatspräsident, General Lopes, wurde vor der Nationalversammlung formell in sein Amt eingeführt Was wäre der heutige moderne Mensch mit all seinen technischen Errungenschaften ohne den wertvollen Rohstoff Papier? Vergegenwärtigen wir uns einmal den katastrophalen Zustand, wenn plötzlich das Papier äusginge: Neben dem technischen, kaufmännischen Personal der Verlage, neben den Journalisten der Zeitungen, den Schriftstellern und Herausgebern wertvoller Druckereierzeugnisse wäre auch noch das weit größere Heer der Beamten und Angestellten nicht in der Lage, eine Tätigkeit auszuüben. Der Lehrer in der Schule wäre außerstande, seinen Schüler* ein Schulzeugnis zu geben, der Liebende nicht in der Lage, seine Liebessthwiire auf rosa Papier «einer Angebeteten tu offenbaren, der Richter wäre unfähig, sein Urteil zu dokumentieren und das Finanzamt außerstande, säumige Steuerzahler zu mahnen. Wir leben -eben in einem Zeitalter, in dem das Papier als Rohstoff die größte Rolle spielt. Welches wertvolle kulturelle und historische Gut verwahren wir allein schon in den Bibliotheken und Archiven. Der Papierverbrauch ist das Barometer der Zivilisation. Vor dem Kriege beanspruchte jeder Deutsche jährlich 47,8 kg Papier und Pappe; heute muß sich — da die Papierproduktion noch lange nicht den Bedarf befriedigt — der westliche Bundesbürger mit 32,2 kg jährlich zufriedengeben. Eine der wichtigsten Rollen im öffentlichen Leben spielt die Presse, die bekanntlich jeden Staatsbürger über die Ereignisse in der Welt informiert. Mit großen Opfern wurde nach dem Kriege die daitsche Presse wieder aufgebaut, obwohl in den ersten Jahren die Papierknappheit die größte Schwierigkeit machte. Diese Knappheit konnte bisher nie völlig behoben werden. Die Presse kommt sogar erneut mit der Einschränkung der Kohlenlieferungen in einen Engpaß. Trotzdem die westdeutschen Verlegerverbände seit Auftreten der Kohlenknappheit vor sieben Monaten schon alles versuchten, um die Herstellung des Zeitungsdruckpapiers sicherzustellen, wurde die Kohlenzuteilung an die Zellstoff- und Papierindustrie im Monat Juli um 45 Prozent der Juni-Richtmenge gekürzt.. Was das für die “Presse bedeutet, kann sich jeder errechnen. Alle bisherigen Vorstellungen beim Bundeswirtschaftsministerium haben zu keinem Erfolg geführt. Zusätzlich versuchten nun die Verleger, durch ein neu eingerichtetes Referat „Zeitungsdruckpapier“, bei der Bundesstelle für Warenverkehr in Frankfurt eine fühlbare Erleichterung in der Zeitungsdruckpapierbeschaffung zu erreichen; ob es gelingt, ist noch eine andere Frage. Die Kohlenförderung im Bundesgebiet hat in den letzten Monaten keine günstige Entwicklung durchgemacht. Nach den letzten statistischen Feststellungen über die Förderung der Kohle im Steinkohlenbergbau wurden im Juli 9,81 Millionen Tonnen gegenüber 10,04 Millionen Tonnen im Juni trotz zusätzlichen Sonderprämien gefördert, so daß die arbeitstägliche Förderleistung von 386 200 Tonnen im Juni auf 377 300 Tonnen im Juli zurückging. Die Kohlenvorräte des Bundesgebietes waren seit 1946 niemals so niedrig wie gegenwärtig. Der Rückgang der verfügbaren Kohlenmenge für die deutsche Wirtschaft ist nicht aufhaltbar, trotz der Einfuhr von etwa 500 000 Tonnen teurer amerikanischer Kohlen pro Monat. Es ist natürlich, daß bei der gegenwärtigen Lage alle Mittel angewendet werden müssen, um durch den Engpaß der Papierknappheit hindurchzukommen. Das nächstliegende ist die Erfassung des Altpapiers, denn dieses benötigt zur Verarbeitung nicht die Koblenmenge wie die Zellstoffneaberstellung. Vor kurzem wurde mit Unterstützung staatlicher Stellen der „Verein zur Förderung des Altpapieraufkommens“ in Frankfurt gegründet, der die Erfassung von Altpapier im Bundesgebiet intensivieren soll. 1950 wurden 48 000 Tonnen au* dem Ausland eingeführt, wofür 14,2 Millionen DM an Devisen ausgegeben werden mußten. In Millionen von Haushaltungen wird täglich Papier achtlos fortgeworfen oder vernichtet. Bei einem Papierverbrauch von jährlich 32,2 kg je Kopf der Bevölkerung, betrag das Altpapderaufkommen im Bundesgebiet im letzten Jahr nur 8,4 kg. Das reiche Land der USA bringt bei einem Papierver- brauch von 162,6 kg sogar 63,4 kg pro Kopf Freitag, den 10. August 1951 Altpapier zusammen und gibt uns damit ein lehrreiches Beispiel. Es ist klar, daß wir durch die Altpapiersammlung nur eine beschränkte Abhilf« schaffen können. Wichtiger ist, daß das Bundeswirtschaftsministerium mehr Verständnis für die Bedeutung der Presse in der Öffentlichkeit aufbringt und die Zuteilungsquote an Kohle für die Papier- und Zellstoffindustrie revidiert. Wenn andererseits den Papierfabriken zugemutet wird, zusätzlich zu ihren Kontingenten die viel zu teure Importkohle zu verwenden, oder die Zeitungen gezwungen sind, das kostspielige Auslandspapier durch ihre Maschinen laufen zu lassen, dann tritt dadurch eine Steigerung der Gestehungspreise ein, welche die üblichen Kalkulationen illusorisch macht. Man sollte jedoch meinen, daß den verantwortlichen Stellen in Bonn daran gelegen sein sollte, durch eine aktionsfähige freie Presse und eine möglichst umfassende Unterrichtung der Öffentlichkeit über die Tagesprobleme unserer Zeit, einen der wichtigsten Faktoren demokratischen Lebens zu. erhalten. Letzten Endes jedoch muß auch an dem Versprechen festgehalten werden, das Bundeswirtschaftsminister Dr. Erhard am 10. Januar 1951 den Vertretern der deutschen Verlegerverbände gegeben hat: „Die Regierung wird den deutschen Herstellern von Zeitungsdruckpapieren so viel Kohle uncTRohstoffe bevorzugt beschaffen, daß die jeweils betriebsbereite Kapazität möglichst voll ausgelastet bleiben kann.“ Die Krise im deutschen Pressewesen geht gegenwärtig imbestreitbar einem Höhepunkt entgegen, da bereits die Produktionsmenge an Zeitungsdruckpapier um 25 Prozent reduziert und für die kommenden Monate eine weitere Einschränkung ins Auge gefaßt worden ist. Es wäre. zu wünschen, wenn das Wirtschaftsministerium diese Notlage durch geeignete Maßnahmen bannt, denn nur durch sie allein kann nach all dem Ausgeführten eine fühlbare Abhilfe geschaffen werden. ts. Gleiche Anteile am ölvertrieb Briten und Iraner suchen einen Kompromiß Teheran (UP). Den iranischen Delegierten bei der. Teheraner Ölkonferenz berichtete der Staatssekretär im britischen Brennstoff- ministerium, Sir Donald Ferguson, über die Erfahrungen Englands bei der Verstaatlichung von Industrien. Die iranischen Unterhändler begaben sich anschließend zu Ministerpräsident Mossadeg. Senator Daftari sagte nach der Sitzung:. „Die Erklärungen Fergusons sind auf die Verstaatlichung der Ölindustrie im Iran nicht anwendbar.“ Der Nationalistenführer, Hussein Makki, erklärte in Abadan: „Wenn die Briten glauben, daß sie in der Erdölindustrie eine Rolle spielen werden, so täuschen sie sich.“ Mossadeg müsse sich an die Bestimmungen des Verstaatlichungsgesetzes hallten. Gleichzeitig richtete er scharfe Anklagen gegen die „briti-, sehen Kapitalisten“,, die jetzt versuchten, die Regierung Mossadeg zu stürzen. „Warn wir Erfolg haben, werden wir einen Krieg vermeiden und die Sicherheit kn Mittleren Osten gewährleisten“ sagte Makki. Ein iranischer Abgeordneter gab bekannt, daß zur Zeit über die Schaffung einer vereinigten Erdölvertriebsgesellschaft verhandelt werde, an der beide Staaten zu je 50 Prozent beteiligt werden sollen. Die iranische Erdölmission sei nun ermächtigt worden, auf dieser Grundlage zu verhandeln. Ein weiteres Besprechungsthema bilde die Höhe der Entschädigung für die Anglo-Iraniscbe Ölgesellschaft. Der iranische Erziehungsminister, Sanjabi, teilte mit, daß ein Unterausschuß eingesetzt' Petersberg-Bericht weitergeleitet Nur „geringe Einschränkung“ der deutschen Souveränität? Bonn (ZSH). Ein Bericht über das bisherige Ergebnis der Vertragsverhandlungen zur Ablösung des Besatzungsstatuts wurde jetzt von der Hohen Kommission an die Regierungen der drei Westmächte weitergeleitet. An seiner Abfassung haben die Vertreter der Bundesregierung nicht mitgewirkt. In dem Bericht sind die Punkte aufgezählt, in denen bei den Vorverhandlungen mit der deutschen Delegation Einigung erzielt werden konnte, und diejenigen Probleme aufgezeigt, bei denen noch kein Einverständnis herrscht. Abweichende deutsche Ansichten sind wiedergegeben und mit entsprechenden Kommentaren versehen. , Die Regierungen der drei Westmädite werden jetzt in einen Meinungsaustausch über diesen Sachverständigenbericht eintreten. Es wird angenommen, daß die vorgesehene Außenminister-Konferenz über Deutschland in Washington im nächsten Monat bereits eine weitere Behandlung des gesamten Komplexes vornimmt. Ein Sprecher des französischen Außenministeriums gab hierzu bekannt, der Bericht über die Änderung des Besatzungsstatuts empfehle eine „geringe Einschränkung“ der deutschen Souveränität. Diese sei in der fortdauernden Anwesenheit der Westmächte in Deutschland, der tatsächlichen Teilung des Landes und der Unmöglichkeit zu sehen, daß jede der Mächte einen endgültigen Friedensvertrag mit Deutschland abschlösse. Nach Angaben des Pariser Sprechers sollen’ an die Stelle der Hohen Kommissare Botschafter treten, die einen Drei-Mächte-Rat bilden sollen, um Fragen zu behandeln, die ausschließlich im Interesse aller drei Staaten liegen. Jeder Botschafter soll sich jedoch selbst mit der westdeutschen Regierung in Verbindung setzen, wenn nur ihn interessierende Fragen zur Debatte stehen. Die Truppen der Alliierten in Deutschland würden als „Sicherungsstreitkräfte“ und nicht mehr als „Besatzungstruppen“ angesehen. Neue Vorschläge für Interzonenhandel Die drei Hohen Kommissare und Vizekanzler Blücher beschlossen in einer Besprechung auf dein Petersberg, einen gemischten Sach- veratäadigenausscbuß mit der Ausarbeitung neuer Vorschläge für die Wiederaufnahme normaler Handelsbeziehungen zwischen Ost- und Westdeutschland zu beauftragen. Die Sachverständigen werden bereits am Freitag diese Arbeit aufnehmen, damit die neuen Anregungen schon in Kürze den deutschen Behörden der Sowjetzone zur Weiterleitung an die russischen Besatzungsdienststellen übergeben werden können. In Kreisen der Alliierten wird betont, daß der neue Vorschlag des Westens nichts an der grundsätzlichen Haltung der Hochkommission und der Bundesregierung ändere. Die Sicherung des freien Warenverkehrs zwischen Westberlin und dem Bundesgebiet bleibe die Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Interzonenhandels. Die von den Sachverständigen auszuarbeitende Formel soll einerseits einen freien Warenverkehr für Berlin und die Wisderingangsetzung des Interzonenhandels ermöglichen, auf der anderen Seite aber den Russen ausreichende Garantien für die Unterdrückung des illegalen Interzonenhandels bieten. Kammer-Mehrheit für de Gasperi Kein deutsch-italienischer Geheimvertrag Rom (UP). Die italienisch^ Abgeordnetenkammer sprach Ministerpräsident de Gasperi mit 291 gegen 175 Stimmen das Vertrauen aus. Von den 574 Abgeordneten waren bei der Abstimmung 508 anwesend. Davon enthielten sich 42 der Stimme, so daß de Gasperi nur 234 Stimmen für die einfache Mehrheit benötigte. Die Kammer vertagte sich sofort nach der Abstimmung für die Sommerferien. Das Parlament wird Mitte September erstmals wieder zusammentreten. In der vorausgegangenen Debatte wies de Gasperi entschlossen die Forderung der Kommunisten auf Abhaltung von Neuwahlen zurück. Andererseits forderte er die Liberalen und Rechtssozialisten auf, wieder mit der Regierung zusammenzuarbeiten. Die beiden Parteien hatten ihre Vertreter im letzten Jahr mit der Begründung aus der Regierung zurückgezogen, de Gasperi habe sie bei Kabinettsentscheidungen übergangen. De Gasperi nahm auch die Gelegenheit wahr, Berichte über einen angeblichen deutschitalienischen „Geheimv^rtrag“ zu dementieren, der anläßlich des Besuches des Bundeskanzlers in Rom abgeschlossen worden sein sollte. Ridgway läßt die Roten warten Trotz Garantie für Kaesong — Erneute Verletzung der Abmachungen? werde, um zu klären, wie die Tankerkapitäne das von ihnen übernommene Öl in Zukunft bezahlen sollen. Pievens Aussichten bessern sich Mittelparteien zur Mitarbeit bereit Paris (ZSH). Die Radikalsozialistische Partei hat sich mit 73 gegen 28 Stimmen entschlossen, an der von Ministerpräsident Renö Pleven zu bildenden Regierung teilzunehmen. Hauptgegner dieses Beschlusses war der frühere Justizminister Renö Mayer, der vor zwei Wochen in der Nationalversammlung bei der Vertrauensfrage durchflel. Die Radikalsozialisten haben allerdings die Bedingung gestellt, daß sich die Kabinettsminister bei einer -wichtigen Abstimmung in der Nationalversammlung neutral verhalten müssen. Anscheinend wollen sie damit für eine etwaige Kontroverse in der Schulfrage Vorarbeiten. Sie selbst-sind gegen eine staatliche Unterstützung der Konfessionsschulen, so daß der Verlust der Stimmen der katholischen Minister etwaige Abstimmung zu ' ihren Gunsten beeinflussen könnte. Pleven scheint jedoch diese Bedingung nicht zu schwer zu nehmen. Anscheinend glaubt er auch nicht, daß die Volksrepublikaner daran Anstoß nehmen werden, die sich zum Eintritt in Pievens Kabinett bereiterklärten — dessen Aussichten werden nun etwas günstiger beurteilt, nachdem der Sozialistenführer Guy Mollet erklärte, seine Partei werde keine Obstruktionspolitik treiben. Seoul (UP). Das UN-Oberkommando hat sich noch nicht zur Botschaft der Kommunisten geäußert, in der sich diese für die unverzügliche Wiederaufnahme der Waffen- stillstandsverhandliungen in Kaesong ausgesprochen haben. Die Kommunisten haben den Alliierten am Donnerstag zwei Botschaften übermittelt: 1. Die Oberbefehlshaber, der nordkoreanischen und der rotchinesischen Truppen stellten in einer an General Ridgway gerichteten Erklärung fest, daß sie bereits in einer früheren Erklärung die Neutralität des Konferenzortes Kaesong garantiert hätten. Sie forderten die unverzügliche Wiederaufnahme der Waffenstillstandsverhandluhgen. 2. Der kommunistische Chefdelegierte General Nam II übermittelte einen scharfen Protest gegen den Angriff von zwei US- Flugzeugen auf ein Versorgungsfahrzeug der Waffenstillstandsdelegation. Während General Ridgway auf die Botschaft der kommunistischen Oberbefehlshaber noch nicht geantwortet hat, wies Vizeadmiral Joy, den kommunistischen Protest als gegenstandslos zurück, wobei er betonte, daß die Kommunisten möglicherweise die Neutralitätskennzeichen mißbraucht hätten. Aus dem Hauptquartier der 8. Armee wird bekannt, daß die chinesischen Kommunisten die Stadt Pyonggang, den nördlichen Eckpfeiler des ehemaligen „Eisernen Dreiecks“ am mittleren Frontabschnitt zum zweiten Male kampflos geräumt haben. Stoßtrupps, die am Donnerstag in Pyonggang einrückten, fanden keinen .kommunistischen Soldaten vor. t Im Westen von Chorwon wurde ein kommunistischer Angriff abgeschlagen. Wegen starker Regenfälle war die Tätigkeit der Luftstreitkräfte äußerst geringfügig. Nehru lehnt Truppenrückzug ab Erste allgemeine Wahlen in Indien Neu Delhi (UP). Der indische Ministerpräsident Nehru, der anläßlich einer Massenversammlung zu Ehren Gandhis sprach, lehnte es ab, die indischen Truppen von der Grenze Kaschmirs zurückzuzielen, solange in Pakistan „das Geschrei nach einem heiligen Krieg“ andauere. Nehru betonte erneut, daß jeder Angriff Pakistans auf Kaschmir einen Krieg auslösen werde. Der indische Justizminister Ambedkar, gab im Parlament bekannt, daß die ersten allgemeinen Wahlen im .Januar nächsten Jahres stattfinden sollen. Sie werden sich über etwa drei Wochen hinziehen. Wahlberechtigt werden etwa 118 Millionen Inder sein. Ägypten wendet sich an Araber-Liga Wegen etwaiger Beschlüsse des^Sicherheitsrats . Kairo (UP). Der ägyptische Außenminister Mohammed Salah el Din Pascha hatte eine lange Unterredung mit dem Generalsekretär der' Arabischen Liga Abdel Rahman Assam Pascha. Gegenstand der Beratung war die Möglichkeit einer gemeinsamen Aktion der arabischen Staaten in der Suez-Kanal-Frage. Dazu verlautet aus zuverlässiger Quelle, daß Ägypten einen Rückhalt bei den übrigen Mitgliedstaaten der Arabischen Liga sucht für den Fall, daß der Sicherheitsrat einen Beschluß zur Aufhebung der Kontrolle des Suezkanals durch Ägypten faßt. Salah el Din hatte auch eine Unterredung mit dem irakischen Gesandten in Kairo. Die Delegierten der kleineren Staaten im Sicherheitsrat haben mit den Vertretern Ägyptens-neue Verhandlungen aufgenommen, um die Frage der Kontrolle des Suez-Kanals auf dem Wege eines Übereinkommens zu lösen. Thronfolge in Jordanien ungeklärt Genf (UP). Der stellvertretende Ministerpräsident von Jordanien, Said Pascha Mufti, erklärte, daß die Thronfolge offen bleiben werde, bis die Frage geklärt sei, ob der Thronfolger Talal in der Lage ist, die Herrschaft anzutreten. Said Pascha -bestritt energisch, daß er nach Genf gekommen sei. um über eine Abdankung Talais zugunsten seines Sohnes Hussein zu verhandeln. Nach Ansicht der Ärzte sei es nicht möglich zu sagen, ob Talal das Sanatorium verlassen könne. Luxemburg und El Salvador haben den Kriegszustand mit Deutschland für beendet erklärt. Der argentinische Schulkreuzer „Pueyrre- don“, der als erstes argentinisches Kriegsschiff einen deutschen Hafen anlief, verließ Hamburg in Richtung Amsterdam. Wettervorhersage Am Freitag und Samstag wechselnd bewölkt und gelegentlich leichte Regenschauer. Verhältnismäßig kühl, Tagestemperaturen erst am Samstag wieder über 20 Grad ansteigend. Westliche Winde. AUS DEM SÜDWESTEN Von 646 bestanden 600 das Zentralabitur Freiburg (lds). Beim diesjährigen Zentralabitur in Südbaden haben nach den nunmehr vorliegenden Ergebnissen 600 Schüler und Schülerinnen von insgesamt 646 zur Prüfung zugelassenen Kandidaten bestanden. Neun Schüler waren von ihren Anstalten zur Prüfung nicht zugelassen worden. Das Ergebnis wird von Ministerialdirektor Dr.- Flaig im Ministerium des Kultus und Unterrichts als bemerkenswert gut bezeichnet. Es sei aufgefallen, daß trotz der Bedingung der 40 Punkte bei der schriftlichen Prüfung 8 Schüler im Mündlichen nicht bestanden hätten, obwohl sie durch die eigenen Lehrer geprüft worden seien. Mit der im ganzen erfreulichen Steigerung der Leistung, schreibt Ministerialdirektor Dr. Flaig in einer Darstellung über die Ergebnisse der Reifeprüfung, sei jedoch die schwierige Lage der höheren Schule noch nicht behoben. Künftig müsse mit einer Stundenzahl von 30 in der Woche und verminderter Zahl der Fächer die Arbeit statt in die Breite, ungleich mehr in die Tief« gehen, damit die höhere Schule ihre besondere Aufgabe erfüllen könne. Generalversammlung des Bonifatiusvereins Freiburg (CND). Zur Generalversammlung des Bonifatiusvereins für das Katholische Deutschland, die am kommenden Sonntag und Montag in Freiburg stattfindet, haben vier auswärtige Bischöfe ihre Teilnahme zugesagt, unter ihnen auch der vor wenigen Tagen inthronisierte neue Bischof von Berlin, Dr. Wilhelm Weskam. Insgesamt werden rund 150 Vertreter des Bonifatiusvereins aus ganz Deutschland an der Generalversammlung teilnehmen. Höhepunkt der öffentlichen Veranstaltung bildet am Sonntag das von Erzbischof Dr. Wendelin Rauch im Freiburger Münster zelebrierte Pontifikalamt mit einer Festpredigt des Protektors des Bonifatiusvereins, Erzbischof Dr. Lorenz Jäger, Paderborn. Kurz vor 12 Uhr werden auf dem Freiburger Münsterplatz Fahrzeuge für die Diaspora geweiht. Die Ansprache hält der bekannte „Fliegende Pater“ und Präsident der Diaspöra-MIVA, P. Paul Schulte OMI. Tiefe Griffe in die Molkereikasse Waldkirch (lid). Wegen tiefer Griffe in die Kasse der Molkereigenossenschaft Waldkirch wurden jetzt eine bei der Molkerei an- gestellte 27jährige Frau und ihr Ehemann zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Im ganzen hatte die Frau rund 9350 Mark an sich genommen und durch ausgeklügelte Buchfälschungen zu verdecken verstanden. Ein hartnäckiger Selbstmordkandidat Birkenfeld bei Pforzheim (SWK). Mit dem Ruf „Ich bin verrückt“ zertrümmerte ein junger Mann in Birkenfeld unzählige Bierflaschen auf einem öffentlichen Platze. Am nächsten Tag löste er eine Fahrkarte und begab sich auf den Bahnsteig. Bei der Einfahrt des Zuges warf er sich plötzlich vor die Lokomotive. Man konnte den Lebensmüden, der auch schon vor einiger Zeit versucht hatte, sich an eiem Fensterkreuz zu erhängen, noch rechtzeitig zurückziehen. Der hartnäckige Selbstmord; andidat leidet offensichtlich an Anfallen geistiger Umnachtung. Kuh aß Pudding und besuchte ein Gasthaus Speicher bei Trier (ldn). Seltene Unternehmungslust zeigte eine Kuh, die plötziieh hinter dem Schanktisch einer Gaststätte erschien. Sie hatte sich im Stall ihres Halfters entledigt, kletterte im Hof über ein 70 cm hohes Feldbahngleis, spazierte ins Wohnhaus und lief spornstreichs in die Vorratskammer, wo sie sich eine große Schüssel Pudding zu Gemüte führte. Als die Hausfrau, die mit diesem Kostgänger nicht einverstanden war, einige Männer herbeirief, wurde das Tier widerspenstig, lief durch einen weiteren Raum in die Küche und tauchte plötzlich hinter dem Schanktisch der Gaststube auf. Sie schien aber doch keine alkoholischen Gelüste zu haben, denn sie verließ die Gaststube freiwillig und ließ sich dann In den Stall zurückführen. Gegen Gleichstellung der Rheinhäfen Mainz (ld). Zur Frage der Umsatzsteuer- Gleichstallung der Rheinhäfen mit den deutschen Seehäfen wird gegenwärtig vom Wirtschaftsministerium von Rheinland-Pfalz eine Empfehlung an den Bund ausgearbeitet, welche die verschiedenen Auffassungen koordinieren soll. Eine Umsatzsteuer-Gleichstellung wird nicht befürwortet, da dies zwangsläufig zu einer Verlagerung der Einfuhren von den deutschen zu den niederländischen Seehäfen führen müßte. Auch würde, nach Ansicht der Hauptabteilung Verkehr, die deutsche Rheinschiffahrt von einer derartigen Verlagerung nur in geringem Umfang profitieren, da der Rheinfrachtraum unter niederländischerFlagge gegenwärtig noch erheblich über dem Frachtvolumen unter deutscher Flagge liege. Das Landeswirtschaftsministerium will daher an den sogenannten trockenen Grenzübergängen, insbesondere Schweiz, Österreich, Frankreich, die Errichtung von Freilagern ähnlich den Freihäfen empfehlen. Die Bekämpfung des Zigeunerunwesens Neustadt/Weinstraße (ldn). .Der Regierungspräsident der Pfalz stellte fest, daß das bayerische Gesetz von 1926 zur Bekämpfung von Zigeunern. Landfahrem und Arbeitsscheuen nicht aufgehoben sei. Allerdings müsse bei der Handhabung des Gesetzes auf Artikel 11 des Grundgesetzes geachtet werden, der die Freizügigkeit garantiert. Die Unterbringung von Zigeunern und Landfahrern in Arbeitsanstalten könne nicht mehr angeordnet werden. Ebenso sei es unzulässig, das Umherziehen von einer besonderen Erlaubnis abhängig zu machen. Die Zigeuner und Landfahrer könnten lediglich gezwungen werden, nur an Plätzen zu lagern, die ihnen von der Ortspolizeibehörde angewiesen würden. Spielkasino-Prozeß Anfang September Bad Dürkheim (ld). Die Ermittlungen gegen die sechs Personen, die im Zusammenhang mit einer im Spielkasino Bad Dürkheim aufgedeckten Betrugsaffäre verhaftet wurden, sind abgeschlossen. Die Inhaftierten, von denen vier Croupiers des Spielkasinos sind, befinden sich zur Zeit in Untersuchungshaft im Amtsgerichtsgefängnis Frankenthal. Wie die Oberstaatsanwaltschaft mitteilt, soll den Beschuldigten in den nächsten Tagen die Anklageschrift zugestellt werden. Die Hauptverhandlung wird voraussichtlich Anfamg September vor der Großen Strafkammer Frankenthal stattfinden. Pfälzer Pumpen als Geschenk an die USA Frankenthal (ld). Auf Veranlassung der deutschen Bundesregierung, die den USA bei den Überschwemmungskatastrophen der letzten Zeit unverzüglich ihre Unterstützung anbot, wurden zehn Motorpumpen und fünf Pumpenaggregate direkt in die Katastrophengebiete geflogen. Der Bundeswirtschaftsminister erteilte den Auftrag zur Lieferung der Pumpen- und Armaturenfabrik Klein, Schanz- lin und Becker sowie der Maschinenbau AG. Balcke, beide in Frankenthal-Pfalz. Milde Strafe für Kabeldiebstahl im Bunker Kaiserslautern (ldn). Das Schöffengericht Kaiserslautern verurteilte drei Kabeldiebe aus Kaiserslautem zu je vier Motfaten Gefängnis Sie hatten aus ehemaligen Luftschutzanlagen Kabel gestohlen und dadurch der Bundesrepublik einen Schaden in Höhe von 14 000 bis 15 000 DM zugefügt. In der Urteilsbegründung erklärte das Gericht, die Strafe sei deshalb so mild ausgefallen, weil die Verfügung des Bundesinnenministeriums über die Erhaltung aller noch bestehenden Luftschützeinrichtungen zur Zeit der Tat noch nicht allgemein bekannt gewesen sei Ernst von Weizsäcker beigesetzt Beileidstelegramm von Papst Pius XII. Stuttgart (ZSH). Der verstorbene ehemalige Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Ernst Freiherr von Weizsäcker, wurde auf dem alten Soldatenfriedhof des Schlosses Solitude bei Stuttgart neben seinem gefallenen Sohn Heinrich von Weizsäcker und seinem Vater, dem letzten königlich-württem- bergischen Ministerpräsidenten, Karl Freiherr von Weizsäcker, beigesetzt. An der Trauerfeierlichkeit nahmen außer den engen Familienangehörigen der Chef des Protokolls, Baron Hans von Herwarth, der im Auftrag des Bundesministers des Auswärtigen Dr. Adenauer einen Kranz niederlegte, teil. Zahlreiche Angehörige des ehemaligen Auswärtigen Amtes in Berlin — u. a. der ehemalige Botschafter in Italien, Rahn, der ehemalige Chef des Protokolls, Bülow-Schwante, der ehemalige Botschafter in Japan, Dr. Ott, Erich Kordt, ferner der Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Klett, der ehemalige Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Strölin, waren zugegen. Das Beileid der Welt und der Heimat fand Ausdruck in einem Telegramm des Papstes und einem Kranz des Bundesaußenministers, der württemberg-badischen Landesregierung und der „Crew 1900“ ehemaliger Seeoffiziere der Kaiserlichen Marine. Altlandesbischof D. Wurm segnete den Verstorbenen ein. Er legte seiner Predigt Texte aus der Bibelübersetzung des Tübinger Theologieprofessors Karl von Weizsäcker. — des Großvaters des Verstorbenen — zugrunde, die der ehemalige Staatssekretär seinen aus Landsberg an Familie und Freunde gerichteten Briefen vorangesetzt hatte. Auf dem Friedhof gedachte Universitätsprofessor Carl Friedrich von Weizsäcker, Göttingen, seines verstorbenen Vaters. Er schloß mit dem Wort: „Selig sind die Friedliebenden, denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ Ein Steinsarkophag, welcher einen Gefallenen darstellt, der auf Adlerfittichen der Erde entführt wird, schmückt das Grab. Dieses Schmuckstück wurde von Bildhauer Fritz von Grävenitz, dem Schwager des Verstorbenen, geschaffen. 1. luteeu. üheiniielio lie f tkek des DJklf Ausländische und deutsche Elite am Start Kein Wunsch nach Diskussionsfreiheit? Gross: Landtag versucht, Presse zu drosseln Stuttgart (lwb). Der amerikanische Landeskommissar für Württemberg-Baden, General Gross, hat den Brief des Landtagspräsidenten Keil beantwortet, in dem dieser die Kritik des Landeskommissars an der vom Landtag beschlossenen Änderung des Rundfunkgesetzes abgelehnt hatte. Gross hebt hervor, es zeuge eher von dem Wunsch, Schweigen zu erzwingen, als von Diskussionsfreiheit, wenn der Landtag Journalisten kritisiere und als eigennützig und undeutsch hinstelle, weil sie an der Notwendigkeit einer Änderung des Rundfunkgesetzes zweifeln. Der Berichterstatter — so betont Gross -*• der die Frage nach dem Rundfunkgesetz an ihn gestellt habe, sei vorn Landtag als unloyal und unwürdig abgetan worden und überparteiliche Kräfte habe man als „gesinnungslose Schwadroneure“, bezeichnet. Er befürchte, daß der Landtag versuche,- die Presse zu drosseln und Macht über den Rundfunk zu gewinnen. Es könne kaum angenommen werden, daß derartige, dem öffentlichen Interesse so zuwiderlaufende Bestrebungen eine breite unantastbare und einstimmige Unterstützung des Volkes fänden. Der Landeskommissar schließt sein Schreiben an den Landtagspräsidenten mit den Worten: „Darf ich nicht wieder das helle Licht der öffentlichen Diskussion als eine demokratische Kraft empfehlen, und zwar im Gegensatz zum System des Blitzgesetzes?“ Streikgefahr in den Milchbetrieben' Stuttgart (lwb). Die landwirtschaftlichen Genossenschaftei von Württemberg und Baden sowie der milchwirtschaftliche Verein in Württemberg-Hohenzollem haben es abgelehnt, sich dem vom württemberg-badischen Arbeitsminister Stetter vorgeschlagenen Schiedsverfahren zu unterwerfen. Damit besteht in den Milchversorgungsbetrieben der Länder Württemberg-Baden, Württemberg- Hohenzollem und Südbaden akute Streikgefahr, da die Gewerkschaft Nahrung, Genuß, Gaststätten angekündigt hatte, die Betriebe zu einer Urabstimmung aufzurufen, falls die Milchwirtschaft weiterhin jegliche' Lohnerhöhungen ablehne. Die Gewerkschaft hatte sich bereit erklärt, die Entscheidung einer Schiedsstelle, die sich nach dem Vorschlag des Arbeitsministers aus Vertretern der Gewerkschaft und der Milchwirtschaft sowie aus je einem Vertreter der drei süd- westdeutschen Arbeitsministerien zusammert- setzen sollte, anzunehmen. Die Vertretung der Milchversorgungsbetriebe begründet die Ablehnung, des Schiedsverfahrens damit, daß die Molkereien im Gegensatz zur gewerblichen Wirtschaft ihre höheren Unkosten und Löhne nur nach unten, auf den Bauern, abwälzen könnten. Dies sei aber bei der gegenwärtigen Preisregelung nicht mehr möglich. Die Vertretung der Milchwirtschaft verweist auf ihre Bereitschaft, im Oktober bei neuen Verhandlungen zu erwägen, ob den Betriebsangehörigen der Molkereien zu gegebener Zeit eine einmalige freiwillige Beschaffungsbeihilfe gewährt werden kann. Soldatenband auch in Württemberg-Baden Stuttgart (ZSH). Der „Bund versorgungsberechtigter ehemaliger Wehrmachtsangehöriger und ihrer Hinterbliebenen“ hat beschlossen, sich auch in Württemberg-Baden in „Der Deutsche Soldatenbund“ umzubenennen. Damit soll allen Soldaten die Möglichkeit zur Mitgliedschaft gegeben werden. Die Anschrift der Organisation lautet: Der Deutsche Soldatenbund, B.v.W., Landesverband Württemberg-Baden e. V., Stuttgart-W, Knospstraße 4/L // Weltfestspiel // -Teilnehmer hungern 1000 Tonnen auf der Luftbrücke befördert — 2 Westpolizisten verschleppt Berlin (UP). Die Versorgung der Teilnehmer an den „Weltfestspielen“ Im Berliner Sowjetsektor ist zusammengebrochen. Der Hauptabteilungsleiter im „Versorgungskomitee“, Schoorf, Ist vom Staatssicherheitsdienst verhaftet worden. Die Verantwortung für die Bereitstellung von Lebensmitteln hat die Regierung der Sowjetzone dem Minister für Handel und Versorgung, Dr. Karl Hamann, übertragen. Angehörige des „Organisations- Komitees“ behaupteten, daß besonders in der „Pionier-Republik“ Wuhlheide und in den La-i gern und Quartieren in Lichtenberg die Zustände „katastrophal“ seien. Es gäbe seit zwei Tagen keine warme Mahlzeit mehr. 40 Delegierte für die kommunistischen Weltjugendfestspiele in Berlin sind von Paris nach Prag geflogen, von wo sie die Reise nach Berlin mit der Eisenbahn fortsetzen werden. Unter den 40 Delegierten sollen sich Jugendliche aus Großbritannien, Indien, Zypern, Kenya, Süd-Afrika und Mittelamerika befinden. NEUES AUS ALLER WELT Erdgasausbruch ist versiegt Zwei neue Bohrtürme bei Wolfskehlen Darmstadt (UP). Der Erdgasausbruch im hessischen Ried bei Wolfskehlen ist versiegt. Während noch am Mittwocbmorgen das Gas mit etwa 100 Atmosphären aus dem Bohrloch strömte und eine hohe schwarze Rauch- cind Schlammsäule auswarf, setzte gegen Mittag der Erdgasausbruch plötzlich aus. Das Bohrloch ist durch Schlamm- und Gesteinsbrocken verstopft. Zur Zeit ist man damit beschäftigt, Wasser in das Bohrloch zu pumpen. Der Bohrlochkopf soll verschlossen werden und die Bohrung an der ersten Versuchsstelle damit abgeschlossen sein. Nahe des ersten Erdölbohrlochs will die „Gewerkschaft Elwerath“ demnächst zwei neue Bohrtürme aufstellen. Neuer Höhenrekord einer Rakete Steighöhe der deutschen V 2 übertroffen Washington (UP). Eine neuartige Rakete erreichte nach Berichten der US-Marine eine Höhe von 216 Kilometern. Sie brach damit alle Rekorde gleichartiger Geschosse, die in den USA mit Raketensatz und Instrumentenkopf in einem Stüde konstruiert wurden. Das an der Spitze nadelförmige Geschoß schien nach dem Abschuß fast in der Luft stillzustehen, um dann mit ungeheurer Geschwindigkeit steil aufwärts zu steigen. Die Wamj sich etwa zehn Minuten in der Luft und fiel 65 Kilometer von der Abschußstelle entfernt, auf den Boden. Der bisherige Rekord wurde mit 182 Kilometern von einer deutschen V 2 gehalten, die 1946 von derselben Versuchsstation abgefeuert wurde. Tödliches Gift beim Einbruch berührt Glasschalen mit Vogelspinnengift zerschlagen Berlin (UP). Die Westberliner Polizei warnte am Dienstag Diebe, die in eine Berliner Arzneimittelfabrik eingebrochen waren, vor den Wirkungen von Vogelspinnengift, mit dem sie in Berührung gekommen sein könnten. Die Einbrecher wurden' öffentlich aufge- fordert, sich sofort im Robert-Koch-Institut impfen zu lassen, da sie Schalen zerschlagen haben, in denen Gift von Vogelspinnen aufbewahrt wurde. Sollte dabei die kleinste Menge des Giftstoffes in die Blutbahn gelangt sein, so schweben die Einbrecher, die mit einer Portokasse und zwei wertvollen Mikroskopen entkamen, in höchster Lebensgefahr. Ein italienisches Jagdflugzeug stürzte über dem Gardasee ab und versank. Die Leiche des Piloten konnte bisher noch nicht-geborgen werden. Eine Atlantikpakt-Panzerzcfaule wird in Kürze in Jütland (Dänemark) eröffnet, an der holländische, belgische und dänische Soldaten ausgebildet werden. In ihrer 19jährigen Geschichte ist die bekannte Dreieckrennstrecke vor den Toren Hockenheims am Sonntag zum 14. Male der Schauplatz einer motorsportlichen Großveranstaltung. Erstmals sind auch ausländische Spitzenfahrer dabei, so daß beim „Internationalen Rheinpokalrennen des DMV“ 111 deutsche und 45 ausländische Motorrad- und Seitenwagenfahrer aus neun Nationen starten werden. Unter ihnen befinden sich der zweifache Motorradweltmeister Eric Oliver (England), der als Einzelfahrer und in der Seitenwagenklasse starten wird; sowie seine Landsleute Anderson, Heath, Jenkinson, Mason, Patchpike, Thomas und der „TT“-Sieger Tommy Wood. Luigi Ciai, Italien, startet auf einer Parilla und sein Landsmann Europameister Enrico Lorenzetti auf einer Guzzi. An der Spitze des starken österreichischen Aufgebotes steht Staatsmeister Fassl. Das ausgezeichnete internationale Feld vervollständigen der Irländer Matthews, der Australier Kavanagh, die Schweizer Keller und Stamm sowie die Belgier Goffin und Massuy. Damit ist also eine weitere Vergleichsmöglichkeit zwischen den schnellsten deutschen Werkmaschinen und den neuesten Auslandsfabrikaten gegeben. Deutsche Meister in allen Klassen Für das Rennen haben auch alle deutschen Titelverteidiger und Spitzenfahrer gemeldet. Für BMW starten u. a. Georg Meier, Walter Zeller und Kraus, NSU ist durch seine Werkfahrer Daiker, Dietrich, Fleischmann, Reinhard, Böhm und von Wödtke vertreten. Auto-Union-DKW schickt Kluge, H. P. Müller und Wünsche an den Start, während Horex Mansfeld und Schmitz nominiert haben. Dazu kommen eine große Zahl von Privatfahrern, von denen nur die erfolgreichsten wie Baltisberger, Eberlein, Felgenhaier, Fuß, Gablenz, Grösch, Hoffmann, Kläger, Knees, Lamprecht, Lottes, öxner, Rührschneck, Schnell. Thom-Prikker und die Seitenwagenfahrer Hillebrand, Lipp, Sepp Müller, Mohr und Seppen- hauser genannt sein sollen. Nach langer Pause wird sich bei den deutschen Fahrern der Frankfurter Friedei Schön wieder vorstellen und sein „Come-back“ versuchen. Er hat sich eine nagelneue Moto-Guzzi besorgt und hofft, in der Halbliterklasse seinen ausländischen Konkurrenten das Leben sauer machen zu können. So erfahren alle sechs Läufe eine ausgezeich-^ nete Besetzung. In der 125-ccm-Klasse werden 24, in der 250-ccm-Klasse 26 in der 350-ccm Klasse 34 und außerdem noch in der Halbliterklasse 36 Fahrer gestartet. In der Seitenwagenklasse bis 500 ccm werden 22 Gespanne und in der schweren Beiwagenklasse bis 750 ccm 26 Paare starten. . Um die Meisterschaft 1951 Da das 'Hockenheimrennen als Wertungslauf für die Deutsche Motorradstraßenmeisterschaft 1951 zählt, geht es für die deutschen Fahrer um weitere wichtige Punkte. In Hockenheim können drei Meisterschaften entschieden werden, falls die in der Punktwertung mit klarem Vorsprung führenden Titelanwärter zu neuen Erfolgen kommen sollten. In der Klasse bis 125 ccm hat H. P. Müller einen sicheren Acht-Punktvorsprung, in der Viertelliterklasse ist es Thorn- Prikker, der ebenfalls mit acht Punkten vor dem Karlsruher Gablenz liegt. In der 500-ccm-SW- Klasse müßte es seltsam zugehen, wen» Krauß- Huser ihren hohen 14-Punkte-Vorsprung noch einbüßen würden. Duelle bei den 500ern Zu einem dramatischen Duell der beiden BMW-Spitzenfahrer Meier und Zeller wird sich der Meisterschaftskampf in der 500-ccm-Klasse zuspitzen. Das Rennen dieser Kategorie dürfte zu einem großen Kampf werden, da hier außerdem die ausländischen Asse Oliver und Wood auf Norton, sowie die Guzzi-Werkfahrer Anderson und Lorenzetti am Start erscheinen. Ob allerdings auch in diesem Jahr wieder neue Klassen- und Rundenrekorde herausgefahren werden können, ist fraglich, weil die bis jetzt auf dem 7,725 km langen Dreieckkurs gefahrenen Bestzeiten fast durchweg mit Kompressormaschinen erzielt wurden. die Sdnuettste» auf des Solitude Pagani-Masetti contra Meier-Zeller Zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen 1000 Grenzgängern und der bayerischen Polizei kam es in den Wäldern des Zonengebietes der Landkreise Hofheim und Ebern. Die Grenzgänger waren mit Knüppeln, Schlagringen und anderen Gegenständen bewaffnet. Sie griffen in einzelnen Fällen die bayerischen Grenzpolizisten an. Einige Angreifer und mehrere Polizisten wurden verletzt. Der Polizei ist es gelungen, etwa die Hälfte der illegalen Grenzgänger festzunehmen. Rund tausend Tonnen blockierte Güter wurden über die „kommerzielle Luftbrücke“ bisher aus Berlin nach dem Westen befördert. Zwei Westberliner Polizisten, die sich ln Berlin-Wannsee auf einem Streif gang befanden, wurden auf dem Königsweg, dessen eine Hälfte zum amerikanischen Sektor, die andere zur Sowjetzone gehört, von mehreren mit Gewehren bewaffneten Volkspolizisten überwältigt und in die Ostzone verschleppt. Das Internationale Solituderennen am 26. August wird mit einem Sonderlauf der beiden Inhaber des Weltrekordes für Solo- und Beiwagenmaschine», Herz und Böhm, auf den NSU-Welt- rekordmaschinen über die Solitude-Rennstrecke eröffnet werden. Die beiden dreimaligen Motorrad-Weltmeister, Nello Pagani und Umberto Masetti haben jetzt ihre Nennung für die Halbliter-Klasse beim „Großen Preis von Deutschland“ abgegeben. Beide starten auf der unglaublich raschen Vier- zylinder-Gilera. Pagani ist zusammen mit Georg Meier der prominenteste aktive Motorrad-Rennfahrer aus der Vorkriegszeit, der noch heute alle großen Rennen bestreitet. Sein Schüler, der den Lehrer fast noch übertrifft, ist der erst 22 Jahre alte Masetti. Zwischen ihm und dem Engländer Duke, den er beim „Großen Preis von Frankreich“ in Albi schlagen konnte, dürfte der Kampf um die Weltmeisterschaft in der 500er-Klasse ausgetragen werden. Die sechs erfolgreichsten und schnellsten Rennfahrer der Welt, Pagani, Masetti, Duke, Lockett, Meier und Zeller werden sich in einem mörderischen Rennen beim Großen Preis auf der Solitude den Sieg streitig machen. So eine Besetzung hat man nach dem Kriege in einem deutschen Rennen noch nicht erlebt. Nachdem das Rennen in Hamburg, das am 2. September stattfinden sollte, abgesagt worden ist, hat die OMK den Meisterschaftslauf der 350er-Klasse der Solomotorräder für die Deutsche Meisterschaft ebenfalls auf die Solitude gelegt. Damit werden in dieser Klasse neben den bereits gemeldeten aussichtsreichen Nor- ton-Fahrern alle deutschen Spitzenfahrer, die bereits Punkte in der Meisterschaftswertung haben, starten. SW-Rennen wie noch nie In der Seitenwagenklasse der 500er starten die Spitzenfahrer Böhm-Höller auf NSU und Wig- gerl Kraus-Huser auf BMW. jetzt sind aueh aus dem Ausland die Meldungen der Weltbesten eingegangen, so daß diese Klasse ein Seitenwagenrennen verspricht, wie es Deutschland noch nicht erlebt hat. Der erste Fahrer in der diesjährigen Weltmeisterschaftswertung, der Engländer Oliver, Weltmeister von 1949 und 1950, wird sowohl in der 500er wie in der 750er-Seitenwagen- klasse auf Norton starten. Dazu kommt der zweite in der Rangliste, der Italiener Frigerio, und der dritte Milani, beide auf der Vierzylin- der-Gileras. ' 200 km/std. mit dem Motorroller Fünf Weltrekorde bei Ingolstadt Der 23jährige Italiener Romolo Ferri brach auf der' Autobahn Mönchen—Ingolstadt auf einem Lambretta-Motorroller fünf Weltrekorde der 125-ccm-Klasse. Damit hat Innocenti-Lam- bretta (Mailand) sämtliche 36 Weltrekorde der 125-ccm-Motorrad-Klasse in der Hand. Ferri fuhr über den „fliegenden“ Kilometer 201,0 Stdkm. Über den Kilometer fuhr Ferri mit stehendem Start 105,0 Stdkm. heraus. Auch über die fliegende Meile war der Italiener erfolgreich. Mit 200,0 Stdkm. verbesserte er die bisher von ihm selbst mit 187,0 Stdkm. gehaltene Bestleistung. Bei der stehenden Meile erreichte Ferri 123,0 Stdkm. Eine glänzende Leistung zeigte Ferri über 5 km mit fliegendem Start. Den bisher von Remondini auf Jonghi mit 124,0 Stdkm. gehaltenen Weltrekord verbesserte er um fast 60 Stdkm. Sein neuer Weltrekord steht bei 183,0 Stdkm. • Mute Puoku vot den Pmbt e kam tf eH Ausländische Mannschaften als Spielpartner Die Zeit des „Einspielens“ vor Beginn der Meisterschaften in Süd, Südwest, West und Nord, ist in diesem Jahre wieder sehr kurz bemessen. Bei den mit 16 Mannschaften besetzten Oberligen ist dieser frühe Beginn aber notwendig, um rechtzeitg mit den Regional-Meisterschaften fertig zu werden. Dadurch ist es auch möglich, für Länderkämpfe und Repräsentativspiele einige Termine im Herbst und Winter freizubekommen und Ausweich-Sonntage für eventuell ausfallende Punktekämpfe zu erhalten. Für Vereine gilt es, neu verpflichtete Nachwuchskräfte in die bewährten Mannschaften einzubauen. Auf Anhieb sind ligareife Spieler selten zu finden. Der eine oder andere schwache Punkt im Mannschaftsgefüge kann meist nur im langsamen Heranführen des Nachwuchses an größere Aufgaben ausgemerzt werden. Trotz der sommerlichen Jahreszeit wurde am ersten Wochenende des Monats August bereits guter Sport geboten und man darf mit steigender Leistungskurve rechnen. Teilweise haben sich unsere Mannschaften wieder ausländische Gegner verpflichtet. So gastieren Olympique Lille, eine führende französische Mannschaft, bei TuS Neuendorf, Olympique Charle'roi (Belgien) weilt bei Preußen Münster, Vienna und Admira Wien bestreiten mehrere Spiele auf deutschem Boden, während sich Schalke 04 bei Wacker Wien und die Spielvereinigung Fürth in St. Gallen jenseits der Grenzen umsehen. Aber auch im innerdeutschen Spielverkehr gibt es interessante Begegnungen. Der Deutsche Meister 1. FC Kaiserslautern will bei FC Augsburg und bei 1860 München Proben seiner überdurchschnittlichen Spielkultur geben und dürfte auch die verwöhnten bayerischen Zuschauer zufriedenstellen. Da gleichzeitig auch der Nordmeister Hamburger SV bei Bayern München und Jahn Regensbürg weilt, sind gute Vergleichsmöglichkeiten über die Spielstärke gegeben. Spiele mit ausländischen Mannschaften Sonntag FV Engers — 1. FC Antwerpen, FC Grevenmacher (Luxemburg) — Eintracht Trier, FC Briehl (Schweiz) — VfR Aalen, Wacker Wien gegen FC Schalke 04, FC St. Gallen — SpVgg. Fürth, TuS Neuendorf — Olympique Lille, Preußen Dellbrück — Charleroi, SV Darmstadt 98 gegen Vienna Wien. Samstag Stuttgarter Kickers — Admira Wien, Eintracht Trier — Vienna Wien, TuS Neuendorf — Olympique Lille. Um die Handballmeisterschaft Die Handballmeister von Süd- und Nordbaden, TV Niederbühl und TSV Rot, die sich bereits in Bot im ersten Spiel um die gesamtbadische Meisterschaft gegenüberstanden, treffen am Sonntag in Niederbühl erneut aufeinander. Nachdem der süd- badische Meister bereits in Rot zu einem überraschend hohen 15:9-Sieg gekommen war, genügt Niederbühl schon ein Unentschieden zum Titelgewinn. Meisterschaften im Freistilringen Am 12. August finden auf dem Germania-Sportplatz ln Karlsruhe die badischen Meisterschaften im Freistilringen statt. Der südbadische Schwerathletikverbarid hat sich verpflichtet, die drei besten Ringer in jeder Gewichtsklasse zu den Meisterschaften zu entsenden. Für Nordbaden ist die Teilnahme olfen. Mühlburg — Landau im Ringen und Heben KSV Einigkeit Mühlburg tritt am Samstag zu einem Mannschaftskampf im Ringen und Gewichtheben gegen ASV Landau an. Die Landauer Heber-Staffel zählt zu den besten des Bezirkes Pfalz. In ihr steht der Rheinland-Pfalz- Meister Kopp, der vor zwei Jahren noch di' Germania-Staffel verstärkte. Rnndstreckenrennen in der Dreiländer-Ecke Der RSV „Wanderlust“ Weil am Rhein veranstaltet am Sonntag ein Rundstreckenrennen für Amateure um den „Großen Preis von der Dreiländer- Ecke". Die besten südbadischen Fahrer der A- Klasse, sowie bekannte schweizerische Fahrer aus Basel, Riehen und Zürich, gehen an den Start. Neuer österreichischer Schwergewichtsmeister wurde Kurt Schliegl, der den Titelverteidiger Wiesner über 12 Runden nach Punkten besiegte. BIS SAMSTAG, 18. AUGUST 1951 VON SONNTAG, 12. AUGUST 1951 Sonntag, den 1 7.00 Andacht der Baptisten .00 Landfunk mit Volksmusik .45 Evang. Morgenfeier 9.15 Geistliche Musik 10.30 Melodien am Sonntag 11.30 J. S. Bach; Kantate Nr. 137 13.30 Sommerfahrt durch die Heimat 14.10 Stunde des Chorgesangs 15.00 Ein vergnügter Nachmittag Montag, den 1 7.00 Evang. Morgenfeier 10.45 Die Krankenvisite 11.45 Kulturumschau 15.38 Kinderfunk 16.00 Nachmittagskonzert 16.45 Ober neue Bücher 17.00 Konzertstunde 18.35 Gartenfunk 19-00 Das Stuttgarter Kammerorchester. Leitung: Karl Mün- !. August 1951 Hockenheimrennen 1951 17.00 „Der Fälscher“, Hörspiel 17.50 Orchesterkonzert 19.00 Sport-Toto 19.30 Orchester Hans Conzelmann 20.05 Melodienzauber 21.45 Sport aus nah und fern 22.45 Wie die Iren sind 23.00 Musik für junge Leute 0.05 Mit Sombrero und Bolero !. August 1951 chinger. Haydn: Symphonie Nr. 45, fis-moll. 20.05 Musik für ledermann 21.80 Dichter parodieren Dichter 21.30 Musik an zwei Klavieren — Cy Walter und Walter Gross 21.45 Zur Lage in Asien 22.10 Zeitgenössische Musik 23.05 Anette Kolb liest 23.30 Kleines Konzert SUDDEUTSCHER RUNDFUNK Radio Stuttgart 528 m = 575 kHz Gleicbbletbeode Sendungen 5.00 Musik, Nachrichten (W) 8.00 Choral, Tageswort - SIS Unterhaltende Klänge fW) 9.00 Nachr., Wetter, Musik (W) 9.45 Suchdienste (W) 10 15 Schulfunk (W) 11.45 Landfunk (W) 12 00 Musik am Mittag (W,S) 12 45 Nachrichten Wetter fW S) 13.00 Echo aus Baden (W) 11.10 Werbefunk mit Mustk iW) 15.00 Schulfunk fW) 15.43 Aus der Wirtschaft (W) 17.45 Südwestd Beimatpost (W) 18.45 Die Stimme Amerikas tWi - 19 38 Zum Zeitgeschehen (W) 19.58 Nachrichten Wetter (W. S) 22.00 Nachrichten. Wettet (W. S) 24.00 Letzte Nachrichten (W. S) Donnerstag, den 7.00 Evang. Morgenandacht 1110 Dvorak: II Symphonie d- moll 11.45 Landfunk 15.30 Jan August am Klavier 16.00 Koiizertstunde 18.45 „Die Pfalz meine Heimat" von Friedrich Burschell 17.10 Unterhaltungsmusik 18.00 Klänge aus London 16. August 1951 18.30 Sport gestern und heute 19.00 Schöne Opemmelodien 20.05 Ein Sommernachtsfest für alt und jung 21.45 Programm nach Ansage 22.10 Chormusik 22.30 „Der General“ oder „Kein* schuld wäscht die andere" 23.10 Orchestermusik 0.05 Jazz im Funk Freitag, den 17. August 1951 7.00 Andacht der Methodisten 10.45 Die Krankenvisite 11.45 Kultur-Umschau 15.30 Kinderfunk 16.00 Nachmittagskonzert 16.45 Wir sprechen über neue Bücher. Zur Problematik der Zeit 17.00 Frohe uhd heitere Welsen 18.00 Dreimal Oscar Straus 19.00 Leichte Mischung 19.30 Herrmann Mostar: Im Namefl des Gesetzes 20.05 Romantische Musik 21.00 ..Dichter. Musketier und Eine Siedler" — 275, Todestag von Grimmelshausen 22.10 Tanzmusik 22 45 Programm nach Ansaga 23.15 Tanz und Unterhaltung Dienstag, den 14. August 1951 7.00 Evang. Morgenandacht 11.25 Altitalienische Chormusik 1.45 Landfunk 5.30 Richard Leibert an der Kino-Orgel 16.86 Nachmittagskonzert. Das Rundfunk-Symphonieorche-. ster. Leitung: Wolfram Rührig a. G. Solist: Gerhard Puchelt, Klavier. 18.50 Frauenfunk 17.05 Musik zum Fünf-Uhr-Tee 18:00 Klänge der Heimat 19.00 „Aus Österreichs Gauen“ 20.05 „Das. EHm-Magazin“ 21.60 Aus vergessenen Opern 21.45 Programm nach Ansage 22.10 Tanzmusik' 22.45 Programm nach Ansage 23.15 Wiederhören macht Freude Mittwoch, 15, August (Mariä Himmelfahrt) Samstag, den 18. August 1951 7.00 Evang. Morgenandacht 17.00 Christentum und Gegenwart 7.00 Christen im Alltag 9.05 Geistliche Musik 17.15 Hausmusik 11.15 Hermann Zilcher, geh 18 8.1881 10.45 Orgelmusik 18.00 Musik zum Feierabend 11.45 Landfunk 11.00 Kath Morgenfeier 18.30 Aus der Wirtschaft 14.00 Quer durch den Sport 11.30 J. S. Bach: Sonate A-dur. 18.00 Tanzorchester Erwin Lehn 14.15 Der Zeitfunk 11.45 Landfunk-. • 20.15 Mnsäkfiestwoehen Luzem 15.0» Unsere Volksmusik 14.30 Kinderfunk • 22-30 „Der Unternehmer" kritische 15.® Jugendfunk 15.30 Das Orchester Allen Roth Betrachtung 16.00 Nachmittagskonzert 16.00 Der Dichter Charles Peguy 23.00 Unter bunten Lampions 17,00 Filmprisma 16.15 Zwei rechts — zwei links - 23.45 Das Nachtfeuilleton 17.15 New York funkt Tanzmusik 18.00 Bekannte Solisten 18.30 Merrsch und Arbeit 19.00 Glocäcsn von Bällmertshofen 19.05 Die Stuttgarter Volksmusik 20.05 „Familie Staudenmaier'* 21.00 Wie sie wünschen 21.45 Sportrundschau 22.10 Schöne Stimmen 22.45 Heiteres Schlageralphabet 0.05 Das Nachtkonzert Sonntag, den 12. August 1951 0.00 Froher Sonntag (NW) 9.05 Im Gebirge (BR) 9.45 Orgelmusik (HR) 11.00 Hans Bund spielt (NW) 11.00 Festspiele Salzburg: Mozart- Matinee (BR) 14.30-Was Ihr wollt (NW) 15.15 Meister ihres Fachs (HR) 16.00 Zur Kaffeestunde (HR) 17.00 Symphoniekonzert (BR) 18.00 Sport und Musik (HR) 18.45 Gedanken zur Zeit (NW) 19.10 Tanzmusik-aus New York (HR) 20.05 „Maske ln Biau" (BR) 20.05 Musik für Dich (HR) 20.45 Verliebte Melodien (NW) 21.45 Werke von Berlioz (NW) 22.30 Tanzmusik (HR) 22.45 Wir bitten zum Tanz (BR) 0.15 Rhythmische Weisen • (NW) Montag, den 13. August 1951 0.® Junge Solisten (HR) 14.15 Mittagskonzert (NW) 15.00 Ortegy y Gasset spricht (BR) 15.40 Slawische Weisen (NW) 16.00 Bailettmusik (HR) 17.00 Von alter Musik (NW) 17.00 Bilder aus Ostpreußen (HR) 18.00 Gut gelaunt (NW) 19.00 Unterhaltungsmusik (BR) 19.30 Die Gewerkschaft ruft (BR) 20.05 Melodien aus Paris (HR) 20.05 H. Bund spielt Dvorak (NW) 20.20 Allerlei Musik (BR) 20.50 „Tombola", Hörspiel (HR) 21.00 Symphoniekonzert (NW) 22.20 Beliebte Lieder (HR) 22.30 Die tönende Leinwand (BR) 22.35 Abstrakte Kunst (NW) 23.00 Unterhaltungskonzert (BR) 23.15 Rhythmus der Welt (HR) VON ANDEREN SENDERN Bayerischer Rundfunk (BR) = 312,00 m; KW = 48,70 m Hessischer Rundfunk (HR) = 208,47 m; KW = 49,00 m Nordwestd Rundfunk (NW) = 309,00 m; KW = 41,15 m Gleichbleibende Sendungen Donnerstag, den 16. August 1951 14.15 Musik nach Tisch 15.00 Für die Mütter 15.® Tanzmusik 16.00 Unterhaltungskonzert 16.00 Festspiele Bayreuth: -„Die Meistersinger" 16.00 Kammermusik 17.00 Tanzende Noten 19.00 Bunte Unterhaltung 18.35 Aus der Wirtschaft. (NW) 20.00 Sie wünschen? (BR) 20.05 Von Johann Strauß bis (NW) ‘ Rudolf Kattnigg (HR) 21.15 Französisches Tagebuch 22.20 Neue Schweizer Lyrik (NW) 22.30 Werke von Mozart (BR) 22.40 Unterhaltungskonzert (HR) 23.20 Heiteres (BR) 0.15 Leichte Klänge (HR) 0.25 Tanzmusik (BR) (HR) (BR) (NW) (NW) (BR) (NW! HB 7.15 Frühkonzeri 8.00 Frauenfunk 9.00 Nachrichten, Wetter 9.45 Heimkehrermeldungen 11.45 Der hessische Landbote 22.00 Nachrichten, Wetter BR 8.00 Nachrichten 9.45 Suchdienst 11 15 Landfunk mti Musik 14 00 Marktberichte 19.45 Nachrichten 24 00 Letzte Nachrichten NWDR 5.50 Für die Landwirtschaft 6.45 Nachrichten 11.00 Musik am Vormittag 12.30 Landfunk 19.25 Hier spricht Berlin 22 15 Nachrichten Freitag, 14.15 Humor ln der Musik 15.® Operettenkonzert 16.00 Werke von Kreutzer 16.00 Werke von Zilcher 16.30 Schöne Stimmen 16.50 Unterhaltungskonzert 17.00 Werke von Dvorak 18.00 Jetzt Ist Feierabend 18.35 Gewerkschaftsfunk £0.05 Werke von Mozart den 17. August 1951 (NW) 20.05 Unterhaltungsmusik (NW) (NW) 21.00 „Ohne Gesicht“, Hörsp. (NW) (BR) 21.05 Ihre Lieblingsmelodien (HR) (HR) 21.35 Tanzmusik (BR) (BR) 22.00 Aus der Wirtschaft (BR) (HR) 22.50 Victor Hugo (HB) (NW) 23.00 Tanzmusik (HR) (NW) 23.15 Tanzmusik aus London ( BR ) (HB) 23.25 Werke von Messiaen (NW) (HR) 0.05 Beschwingte Weisen (BR) Dienstag, den 14. August 1951 1 4.15 Kompositionen v. Palm (NW) 19.30 Wirtschaftsfunk (BR) 4.30 Olle Kamellen (NW) 20.05 Musikalischer Baedeker (NW) 6.00 Unterhaltungsmusik (BR) 20.05 Hauptsache glücklich! (HR) 6.00 Opernkonzert (HR) 21.00 Allerlei vom Film (HR) 7.00 Bücherstunde (HB) 21.45 Neue Schaliplatten (NW) 7.00 Kammermusik (NW) 22.20 Für und wider das Radio (HR) 17.20 Werke von Weber (BR) 22.30 „Bathseba" von Gide (BR) 18.00 Unterhaltungsmusik (HR) 22.35 Stunde der Literatur (NW) 18.00 Unterhaltung am Abend (NW) 23.00 Nachtkonzert (BR) 18.30 Für die Frau (HR) 0.05 Tanzmusik (BR) Mittwoch, 15. August (Mariä Himmelfahrt) 10.30 Werke von Brahms (BR) 18.30 Schule und Elternhaus (HR) 11.20 Chorkonzert (BR) 19.00 Musikalische Erholung (HR) 15.05 Balalaika musik (HR) 20.05 Wie es euch gefällt (NW) 15.® Nordische Musik (NW) 20.15 Festwochen in Luzern: Sym- 16.00 Der Dichter Grimmeis- phoniekonzert (BR) hausen (HR) 22.30 Gedichte v. M. Kessel (NW) 16.15 Unterhaltungskonzert (HR) 22.35 Jazz-Jamboree (NW) 16.20 Filmmusik aus aller Weit (NW) 23.00 Tanzmusik (HR) 16.30 Operettenmelodien (BR) 23.20 Nachtmusik (NW) 17.30 Berliner Feuilleton (NW) 23.10 Aus neuen Filmen (BR) Samstag, den 18. August 1951 9.00 Konzert am Vormittag (NW) 15.15 Vblkstümliches Wissen (HR) 15.15 Schlager Astronomie (HR) 16.45 Klänge aus London (HR) 14.00 Froh und heiter (NW) 16.00 Bunter Nachmittag (NW) 17.00 Musikalisches Mosaik (NW) 19.00 Unterhaltungsmusik (BR) 20.05 Bunte Wochenendzeitung (HR) 20.05 Köln bittet zum Tanz (NW) 20.15 Der „Alte Peter" steht (BB| 20.30 Kabarett am Wochenend (BR) 21.15 Sommerabendklänge (HRt 22.15 Sportberichte (HR) 22.25 Werke von Liszt (NW) 22.25 Schallplattenklänge (BR) 22.30 Tanzen möcht’ Ich ... (HR) 23.00 Tanztöusik (NW) 23.30 Mustk vom Broadway (BR) 0.05 Tanz in den Sonntag (BR) Sonntag, den 12. August 1951 8.30 Evang. Morgenfeier listin: Monlque Haas (Klavier) 9.00 Aus der christlichen Welt 19.00 Eigenprogramm der Studios 9.15 Kath. Morgenfeier 19.20 Volkslieder 9.45 Kammermusik 20.00 Was euch gefällt! ! 0.30 Die Liebfrauenkirche in Trier 21.15 Das Buch der Woche 1.® Für den Bauern 21.30 Tänzerische Musik 4.15 Jedem das Seinei 22.20 Sport und Musik 15.00 Kinderfunk 23.00 Literatur und Wissenschaft 15.30 Konzert des SWF-Orchesters 23.10 Fröhlicher Ausklang Leitung: Hans Rosbaud. So- 0.10 „Mein Herz ist voll Musik" Montag, den 13. August 1951 6.50 Evang. Morgenandacht 17.30 Der Kreis um das Kind 15.00 Montags fängt die Woche an 20.00 Salzburger Festspiele: 15.45 Wirtschaftsfunk „Othello" von Verdi I.—III. 16.00 Unterhaltungsmusik Akt. Wiener Philharmoniker. 16.30 Literatur der Landschaft Wiener Staatsopernchor. Lei- Wilhelm Weigand tung: Wilhelm Furtwängler 17.00 Solisten-Konzert. Rachmanl- 22.30 Probleme der Zeit noff: Zweite Suite für zwei 22.40 „Othello", IV. Akt Klaviere op. 17. Herta Dürr 23.30 „Worte in den Wind gespro- und Maria Bergmann Chen“ v. Armin T. Wefiner SUDWESTFUNK Baden-Baden und Freiburg = 363 m Rheinsender 295 m - Reutlingen 195 tn Gleichbleibende Sendungen 5.00 Beginn Musik. Nachr (W) 6.10 Marktberichte. Musik 0 Katholische Morgenandacht 10 Eine kleine Schlagerfolge >0 Ouvertüre und BallettmusiK: 16 Mozart: Ouvertüre „Idome- neo" / Strauß: Bailettmusik „Ritter Pazman" / Weber: 16. Ouvertüre „Euryanthe" / Cha- 17 brier: Slawischer Tanz, aus 20 .Köniff wider Willen“ / Verdi: 22 August 1951 Vesper" / Wagner: Baccha nale aus „Tannhäuser" ,M Von Kopenhagen bis Stockholm — Rolf Wernicke mit seinem tönenden Reisekoffei 30 Unser Samstägnachmittag .30 Bücherschau ,M Traumfahrt nach Italien ,15 Sportrundschau .30 Der SWF bittet zum Tanz Selbstbau eines Radiogerätes Einige Hinweise für Bastler Seitdem es nicht mehr lohnend erscheint, Radiogeräte selbst zu bauen, ist die Zahl der Bastler ständig gesunken. Demzufolge fuhren auch nur noch wenige Fachgeschäfte Einzelteile, für den Bastler und 'sind darum bemüht, diesen zu beraten und ihm, wenn nötig, helfend zur Seite zu stehen. Es handelt sich dabei fast ausschließlich um Versandgeschäfte. Neben den angebotenen Industrie-Materialien, die speziell für Amateurbedarf gefertigt sind, spielen Artikel aus Sonderangeboten eine Rolle. Sie werden vom Bastler und Amateur gerne gekauft, weil sie oft sehr preiswert sind. Der Bastler kommt auf diese Art oft viel billiger zu einem Empfangsgerät oder Zusatzgerät, als wenn er die Industriegeräte fertig kaufen würde. Dazu kommt der Vorteil, daß er sich, in Anpassung an seinen Geldbeutel, Stück für Stück zusammenkaufen, und sich langsam ein großes Gerät „zusammenstottem“ kann. Daß er sich beim Bau manche Handfertigkeit und technische Erfahrung aneignet und im Laufe der Jahre damit beachtliche Kenntnisse erwerben kann, braucht nicht hervorgehoben zu werden. Wer sich ein Gerät bauen will, sei sich von vornherein darüber klar, was er mit der Zeit alles bauen will. Jedes Radiogerät besteht bekanntlich aus mehreren Teilen; dem Tonfrequenzteil, dem Betriebsspannungsteil, dem Hochfrequenzteil U*»d der Antennen-Erdungs- anlage. Bei der Betriebsspannungseinheit muß von vornherein festgelegt werden, welche Betriebsart gewählt werden soll. Es gibt batteriebetriebene Empfänger, solche mit Wechselstromnetzanschluß und solche mit Allstrctn- Netzanschluß. Auch über die geforderte Leistungsfähigkeit muß sich der Bastler im klaren sein. Man kommt bei einer Unterscheidung mit drei Klassen aus: 1. für Kleinempfänger, 2. für Geräte guter mittlerer Leistung, 3. für Hochleistungs-Großempfänger. Beim Tonfrequenzteil und beim Hochfrequenzteil wird derselbe Unterschied gemacht. Nicht ratsam ist es, Baustufenempfänger im System des Kleinempfängers zu planen, Somit bleibt das Gerät für mittlere Leistung, welches genügend Möglichkeiten für erfolgreiche Betätigung bietet. Batteriebetrieb kommt nur da in Betracht, wo ein Netzanschluß fehlt oder das Gerät als Reiseempfänger dienen soll. Bei Gleichstromnetzen oder Wechselstrom- ' netzen mit 220 Volt wäre Allstrombetrieb zu erwägen. Wo ein Wechselstromnetz zur Verfügung steht, ist der Bau eines normalen Wechselstrom-Netzempfängers mit Trafo das Richtige. Dies ist einfach, sicher und bietet größere Ausbaumöglichkeiten. Es ist etwas kostspieliger, wird sich aber besonders für den Anfänger auf die Dauer als das Günstigste erweisen. xieland eine Mischung von Tanzrhythmus und Lärm der üblichen Weise machte. Von der ursprünglichen Dixieland-Musik, die eine kontrapunktische Improvrs.ationskunst hohen Ranges ist, blieb nichts übrig als die technischen Bestandteile. Hier sind tatsächlich Pfiffe des Mißfallens angebracht. Man behüte uns vor einer neuen Jazz-Abart, denn mit falschem Jazz ist Europa geradezu überschwemmt. Daher rührt es auch, daß gerade in Deutschland der Jazz mehr Gegner jfls Freunde hat, denn für den Swing, der ein reines Produkt des Intellekts ist, läßt sich tatsächlich nur wenig Begeisterung aufbringen. Manch einer würde seine schlechte Meinung über den „Auswuchs amerikanischer Kultur" ändern, wenn er einmal richtige Jazz-Musik, die Ausdruck des reinen Gefühls ist, gehört hätte. Den heute üblichen großen Orchesterautomaten fehlt jede Ursprünglichkeit; die schöpferische Phantasie des einzelnen Jazzmusikers geht unter in dem gewaltigen technischen Machwerk. in Raffinement und Blendwerk. Vielleicht aber gibt der wiedererstandene Dixieland den Anstoß dazu, den richtigen Jazz auch bei uns zu wecken. Es wäre zur Freude aller Freunde echter Jazz-Musik und keineswegs zum Schaden ihrer Gegner st. Eine amerikanische Fernsehansstellong, die zwei Wochen lang dauert, wird am 13. August in Berlin eröffnet und dem deutschen Publikum einen Einblick in den Entwicklungsstand des Fernsehens in Amerika vermitteln. Die amerikanischen Radio- und Fernsehgesellschaften NBC und CBS werden technische Ausrüstungen im Wert von rund einer halben Million Dollar nach Berlin befördern. CBS und NBC werden modernste Fernsehgeräte vorführen, darunter das farbige Femsehsystem. Der Süddeutsche Rundfunk sendet vom 11. August an jedem Samstag von 12.00 bis 12.05 Uhr eine Übersicht über Straßensperrungen und verkeb^umleitup ßen - Renaissance des echfen Jazz? Es wird wieder Dixieland gespielt — Musik als gutes Geschäft Es ist eine seltsame Sache , mit dem Jazz: tun hat, nicht viele Freunde erworben. Wohl Er entstand auf ganz harmlose Weise aus englischen und schottischen Volksliedern; aus den monotonen Weisen der Plantagenarbeiter Mittelamerikas und aus den religiösen Gesängen und den afrikanischen Tänzen der nach den USA als Sklaven verschleppten Schwarzen; dann wurde der Jazz weiterentwickelt, er wurde hochgezüchtet, er wurde in Swing umgewandelt und hatte schließlich nicht mehr viel von seinem ursprünglichen Wesen an sich. Nun gibt es seit einiger Zeit in der Jazzmusik eine Wiederkehr des sogenannten Dixieland-Stils, eines Jazzstils der zwanziger Jahre, der, wie der New Orleans- und St. Louis-Jazz eine der wenigen tatsächlichen Jazzformen ist. Es ist dies eine Reaktion auf die allzu abstrakten Melodiephrasen und die allzu kompliziert übereinandergeschichteten Harmonien der modernen Stilrichtungen des Jazz, die unter der Bezeichnung „Cool-Jazz“ zusammengefaßt sind. Glücklicherweise, so darf man ruhig feststellen, haben sich die Vertreter des Cool-Jazz, der, das sei imm£r wieder betont, ■ mit Jazz nur mehr wenig zu preisen die Fachleute diesen Stil in allen Tönen, der normale Jazzfreund jedoch, der nicht gerade ein Fan ist, betrachtet den Cool-Jazz mit wenig Freude. Die Reaktion war, wie gesagt, in Deutschland und Frankreich, in Schweden und England, ja sogar in den USA dieselbe: Überall wurde wieder Dixieland* Musik gemacht. Wer jedoch glaubt, das bedeute eine Renaissance des echten Jazz, der von kleinen Ensembles frei improvisierten Musik, die keine höchsten Trompetentöne und endlosen Schlagzeugsolis kennt, der irrt. Echte Jazzmusik lebt vom Musiker und vom Instrument; es erübrigt sich jedes niedergeschrie- bene Notenmaterial, ausgenommen vielleicht Duke Ellingtons Jazz-Rhythmen. Aber, es wurde nichts aus einer Wiederkehr des freischöpferischen, des Jazz ohne Wiederholung irgendwelcher Phrasen — denn leider bleibt auch für viele Leute Musik eben Geschäft. Vor allem am Broadway und in Hollywood wurde ein direkt raffiniertes Geschäft daraus gemacht, dessen finanzielle Erträgnisse wohl gut- sein mögen, das aber aus dem Di Schwarzarbeit - der Todfeind des Handwerks Drohende wirtschaftliche Krise für das Bauhandwerk und die Baunebengewerbe infolge fehlender Mittel für Neubauten Die wirtschaftliche Lage des Handwerks hat sich in der letzten Zeit wieder erheblich befürchten. Ob dann der Brotpreis gehalten verschlechtert. Das Problem Nr. 1 stellt dievon den amerikanischen Besatzungsmächten werden kann, darüber zerbrechen sie sich heute verordnete Gewerbefreiheit dar, die -selbst dem elendesten Pfuscher Tür und Tor öffnete, den Kopf. Erwünscht wäre, wenn die staat- Hand in Hand damit geht die Ausbreitung der Schwarzarbeit, die zu einem Todfeind des liehen Subventionen für das Konsumbrot, das Handwerks geworden ist. übrigens weit mehr gekauft werden müßte, ' weil es wirklich gut und bekömmlich ist, Die arbeitslosen oder die schwach beschäftig- zur Erlangung von Entwürfen läuft in den schneller gezahlt würden, wenn nicht früher ten Handwerker können deshalb für geringes nächsten Wochen ab. Die Beteiligung der Archi-' oder später der eine oder andere Betrieb in Entgelt arbeiten, weil sie keine Steuern ent- tekten ist ungewöhnlich groß. 80 Architekten ernsthafte Schwierigkeiten kommen soll, richten und die Abgaben an che Handwerks- haben sich bis jetzt vom Stadtbauamt die er- Bedenklich ist die Lase der Schmiede auf dem kammer nicht zu leisten brauchen. Es sind forderlichen Unterlagen geben lassen. La^ waf m t der fortsdirrftädOT Vera^ ^ US 2nat V0 dem a F k isku auf We * se f> nat , ° b di . e Milderstiftungsverivaltung, d. h. dw bTuerll^en Betrilbe z^ammen- fur Monat dem Fiskus und dem Handwerk das Domanenamt, dazu kommt, den geplanten hän J Ihre Außenstände können erst nach der d? P 4Twendfrei7Trk^f ar i a ^ nten wurd ® Erweit ^ungsbau des Krankenhauses bald zu Erntehereinkommen, sodaßdie Schmiede über cne Notwendigkeit erkannt, durch eine neue verwirklichen, steht dahin. Die Aussichten für - - - straffere Handwerksordnung diese ungesunden eine Belebung des Bauhandwerks stehen allem Zustände abzuändern. Wenn das Handwerk Anschein nach unter keinem besonders günsti- nicht in noch größere wirtschaftliche Not kom- gen Stern. Das Bauhandwerk mit seinen Nebengewerben ist der Schlüssel für die Wirtschaft über- c üie (Pä&neit men soll, muß baldmöglichst energisch durch- gegriffen werden. „Wir haben kein Geld!“ Das alte Sprichwort, Handwerk hat' einen goldenen Boden, hat heute im landläufigen Sinne keine Berechtigung mehr. Besonders schwer betroffen sind das Bauhandwerk und die Baunebengewerbe. Schauen wir uns doch einmal in der Stadt um, wo noch gebaut wird. Die Baustellen sind dieses Jahr wirklich dünn gesät, die privaten wie die öffentlichen. Wie wurde doch vor einem Jahr am Wiedereinige Monate einen brenzligen finanziellen Engpaß zu überwinden haben. Trotz aller mißlichen Umstände lassen .die Handwerker den Kopf nicht hängen. Sie suchen immer wieder nach neuen Wegen, um den , Schwierigkeiten zu trotzen.. Die Parole des Ä S ° bald , aUf dl€se ™ Gebiet Stockungen Bruchsaler Landrats „Mehr Initiative im Hand- auftreten, machen sie sich binnen kurzer Zeit we rk!“ ist auf frucht baren Boden gefallen. Die auf allen andern Zweigen des Handwerks am schnellsten bemerkbar. Schuster, Bäcker, Schmiede In einer besonders kritischen Lage befinden sich die Schuhma’cher, die unter der Schwarz- Handwerker erwarten aber, daß ihnen bei ihren Plänen die Behörde weitgehende Unterstützung gewährt. S. T. * Gegen den Kitsch. Die. Leiter der nordba- arbeit vielleicht mehr wie andere Handwerker dischen Volksbüchereien kamen kürzlich im Landratsamt Karlsruhe zu einer Arbeitstagung zusammen. In der Diskussion waren alle zu ieiden haben. Dazu kommt, daß ihre Reser ___ ven in der vergangenen Zeit stark angegriffen u u __ aufbau des Schlosses genörgelt und gemäkelt; wurden, als die Mode der Kreppschuhe den Teilnehmer der Meinung, daß die Volksbü heute, da die Bauten praktisch zum Stillstand Bedarf an Schuhreparaturen stark herabsetzte, chereien kompromißlos jeden Kitsch ablehnen gekommen sind, rufen die gleichen Leute nach / n großer Sorge sind die Bäcker, die so etwas müßten, auch wenn dieser vom Publikum noch Arbeit und Brot für unsere Handwerker. Die w * e ®toe erneute Erhöhung der Getreidepreise so sehr verlangt werden sohle. Lehre von der G‘schichte: Man sollte seinem Mundwerk nicht eher die Zügel schießen lassen, bis jedes Ding von allen Seiten betrachtet ist. Wie kein anderes Handwerk leidet das Bauhandwerk unter der Unmöglichkeit der Finanzierung von Bauvorhaben durch die öffentliche Hand. Keine einzige Gemeinde ist im Kreis Bruchsal mehr ln der Lage, Wohnungs- oder Sftiwerer ierheiirsunfall in Otoergronibadt Am Sonntag, 12. August, Gartenfest des FC „Alemannia“ Gemeindebauten aus eigenen Mitteln zu sub- dem AuhäSu ventionieren. öem Aninang„r Der Neubau des Rathauses Nicht viel anders ergeht es der Stadt Bruch- Auf bis jetzt noch ungeklärte Weise ereignete sich dieser Tage auf der Gondelsheimer Straße ein folgenschwerer Verkehrsunfall. Die 12jährige Tochter des Otto Künze wurde von eines landwirtschaftlichen Den Reigen der diesjährigen Gartenfeste beschließt am Sonntag der FC Alemannia mit seinem Sportfest auf dam Waldsportplatz an der Helmsheimer Straße. Unter Mitwirkung sämtlicher Ortsvereine wird den Zuschauern Traktors erfaßt und so unglücklich zu Boden und Sportfreunden ein erlesenes und unter- geschileudert, daß „sie mit einem Bein unter haltsames Programm, geboten. Die Veranstaltung beginnt um 12 Uhr mit einem Spiel der beiden Schülermanmschaiten von Heidelsheim . _ _ die Räder kam "und sich schwere Rippenver sal, gebaut wird lediglich die Weststadtschule letzungen zueog. Der sofort herbeigeruiene „„„ _ beim Umspannwerk, die bis zum Herbst 1952 Arzt brachte . die Verletzte unverzüglich ins um j Obergrambach. Eine ausgesuchte Elf des vollendet sein soll. In Aussicht steht allerdings Krankenhaus hach Bruchsal. Der Hergang des Turnvereins wird alsdann gegen eine Mann- noch der Neubau des Rathauses, der infolge Unfalls und die Schuidfrage sind noch nicht sc fraft des Gesangvereins aiitreten. Sehr Inder Kündigung der jetzigen Unterkunft nicht geklärt,, w eil de r Fahrer des Traktors von teressant zu werden verspricht die-Begegnung mehr aufzuschieben ist. Der IdeenwettbeWerb dem -Unfall überhaupt nichts gemerkt hatte, zwischen den Auswahtmaimschatten des FC Germania Untergrombach und des FC Hei- Heidelsheisner des kath. Jumgmännervereins ihr Fußball- -können gegen eine Elf des Musikvereins Sportfest des FC 07 — Odenwaldklu b-Wanderung nach Obergrombach Im Mittelpunkt des sportlichen- Geschehens und Karl Pabst I, Bahnhofstraße. 81 Jahre alt; stand das Spiel der Heidelsheimer Ersten gegen am 12. 8. wird Julius Senger, Kanzelberg, 79 die Reservemannschaft des ASV Durlach. Was und Heinrich Jäger II, Brettener Straße, 75 die Durlacher an reicherer Erfahrung und Jahre alt. Wir gratulieren herzlich. __ _ technischem Können voraus hatten, das such- Geburten: Hannelore, V. Hilfsarbeiter Artur ‘ ten die Einheimischen durch erhöhten Kampf- Pabst, Brettener Straße 36; Werner, V. Maler ,“? e S S einsatz wieder auszugleichen, was ihnen bis Herbert Gantner, Marktplatz 12. V *f be ! ust kurz vor Ende des Spiels auch recht gut gelang. Heiraten: Arbeiter Karl Emmerich und J. ™ ~ d „tf 11 * Doch dann mußten sie, teilweise durch ein Miß- Karoline Baumbach, geb. Holler, Bruchsaler al erhand Uh-rraschungen für jung und alt. Verständnis verursacht, hintereinander noch Straße 9; Buchdrucker Emil Hampp und Ruth Die von Mitgliedern der Freiwilligen Feuer- 3 Tore einstecken und mit einem 1 :4 Sieg Manz, Kircbgasse 6; Kaufmann Fritz Schwedes wehr durchgefuhrte Haussammlüng für die konnten die Gäste die Lorbeeren ernten. Die und Hildegard Bräunling, Judengasse 5. Blinden des Landesbezirks Baden ergab hier zweite Mannschaft trat gegen die Neibsheimer Sterbefälle: Landwirt Jakob Goll, Bad- *|z J S »■? I S-e SiJ} fi ® "i 5 s oS=gg i c dH -5SJ«s SK -Jl S © 'Q ^ u swßf ?3 £*•© s* :«s. Ui & o & c » 18 « <| *-r*g Sa i Iä*' ss ^Sjgf B fl fi 8 -° ^ J gf ■g 2 üjp 's |S 8 -S§ f^lgas .jpsj.sß U h mH eotso T3T3 s-tö > eco ’U W Q) lpp|l£ g&aSfJs* © O 3 |!.sii! s a> ’S ±? 2 * — o pfll "§ •> iü s-o ® g >» bfl s?is S 1 £ * “9g IP*I Wf Ö c -’S ggüf >5 midH fi ©• c 8 : © Ort £®§ ■gflfl ?* « © I$fl3 a ®?|Sß .sä ■M Psfi k £% ®*ö ,id © «© 3 ß| •g.’?^ 3 g e | 2 &U§| «.g 3*E 3 iS |i 1 , °§ a ’;" ^ iS< S gl § t P S’ö s 5 :eB © © tn ®ß .— i, © CJ - •S’O^.Sc © © «»ß l-si-o *I«3S ccö © © TJ 685S i « -j >£*8 >£■5^3 Sül lli -2 © GcöGPWTcTSÄ Tr A ß Üfiräf 5 © r ■HSSSs O* ö C3 WOT-0J3 ®5 EjB BS 3-S ß fi.® fifl | gS |® ß V ’ '»»W \ .m fi _- « P.SrA 1) Br* ÖO © bc a w«h (ö Ö TP rt II © 42 tafl II ^lg£- c «H S bl)S- *& ° Ä S ß 3 C _ C iü c %» s'äs X> £ m v ®ä -2 c (B t, ■O-Sas e **~* ^ $£ “gjg „“■S, © C® X W - © -P © :ß TJ 1*4 eo J-t »■ © 3 ^JTJä g Io 15 w J W ß» 02 rC g © ß © © iS © Ol to -o S ® 05 tj ■°ü « f) « J-t* >Ö4J k Ö> v « © -Ö Ä gO « “£® g ö «D ©P s ll Ä a .2 S fil» c c c ß - 7 * © © ii £ w - " llsi ” :0 c » l=" C c« c ^ “ 3 c2 c«i V 3 J5S 3 e in M © 3 5 ® G TQ-M G ö © 33 ß © S 4 « 08 ? ä Ti c Äß3 ®* © CA Ä &0 CS S ® © T 3 rj © Tr c £ ® ® J* ®JCf ,JC Ht d ß < x^l'ß e 2 .S.SÄ^ •g'ü c! c ®. ©ä .St &*£> W Ik © ’S ^'Ö'O •3 wr- C Bce | £553® >M = • fc» © O © © © ö gT 3 ^ fi G ES — ä © £ a » ß |® ® s ^ go ö £ ß er Jz ® • © Ä -3 3 X n £■3' ä -s g f| Ig^ :cq .T: © © ac r* © . © s>« c iIti c c o © g «Et? *? :« 5f .3 S :ffl ^ pQ 45 - «j > ä mxi-O Ö 3JC ■o -o a w H ►—! H w . D H W K |Z4 Ü K Ed 03 05 Ed O u oa.*S ö !-«■§£ -üi-S iis H3? 912 »ge. S s •» 3 -.Es f|=| ä l 2 il^fi ’ 5 ..3vl 9 U-§®||5 • % ^ ^ ^ *S3 «•‘«’S ß »‘S| J >5 ®«PS > Eci ffi T 3 tJ fo ® •*> riS.22 G, ml; Nü! ii ■U4 QD«m Ml|. i S SS5ß : © ?S |j“3-o ^kuls. ifcs cs! äc^Sü ’ö’S Hit J-S ß. SsI ■g D ß ^-S| , «T4 T 3 i i - O fe £*S u 5 © 3 • i h 2 jStSa •8 8 ö *? » * © g 6«N ©3 'S ©Em-qücc® 1 :liisiä|s ^5|”|®Ö5-g II i S-S® 'S - ^ & tß •* c c > mM 5 SS®? II« § I« is .a&si ® ß t« Sau 3 o S^A-S W S I & J^XI« gS|! ■ £ 3 ® H “ Ü -^£ ! ffl ** 3 © aS'B Jß-Sö «■S-g 8 © © e biDMk Ö Ö ^-» ^ © Ö 1|b-s&s •3hS-C £S $g® ij «|8 c? 5’S m C SU ^! su 8 : *3 _ _ g ©*s&* ^■° cl“. S 3 ® “g 10 _ "*« g S e 1 b fe U © 9 © -4 : rt *! J 2 TJ < C g . ’t.j5 n» m ® m C B H £ c « ue — I? © fy) X* ß aj Ti J® ’ 1 » s s 73 ®'l c:3 C fl ß« p j: £0 cs 5® 5 ^ CÄ ä JstJ ffl ©C£' S «*: aj >ß i iE S' 0 ‘ fe ^ * ® ® dt ty © ca fi. 6 © ® ß T? -** »yt ©’ o^'ö a ü - ~ ®* ossS © Ä 2 ß^ © +- © »*£ 5 su © . ®cs SBS.-l «|!ä| : , •— ß *3 © ■S ® m ; , (iiJSÄ ’ ;; 5 s £ u 3 u © 4 ^ N © , S ßi^-c fl £’S< O. 1 U CB Ille _, -^T» # _ © © ß ® 3 „ feÄ 4t i«8l^* c is , i^lp T | ® SS-g 1 ??. ^■£22®fl-sS®° ti ß . 5® Br e Suglfl fl 355 jb .3 « « =« © c < ® •g-S«-Se^5-g °«4Sl ■spS-ü^l t 2 TS «! *% © *? © ■SS »jdC'O ■S-g iRlsiSts ü -^-5 « ..£« 5 ß ta St •SS ß I-f Sßsj?? ® o w fl«.® « 9 gM g i-s «©©^'».‘W r< M’T d! jJ £, ® E ^ rfl T3 "S -Q cScS®^*5*s ffl c3„3 S-SgScS?. N.® TJCO MXS ll-sp ®3°|^|2g|gsSl “®||oPI||||g|5|f|f’3 "V» S —t — SU © t< pa< jr-4 ® £ p 4 O *S © T- ■$3£V «5 ffl~.-g.fl ».* cf| “- l£ B# T a §aS-|T-S8S«ia-c SSJIslScS"- " Mj Sl 3 f - 8 **f 3IJ13 i *'- 1 3 £H«CH«S5 BS5*!ne«eL , 0r iap fi lsisll'a 4 : “ a lfs* C H C r ?. C * ** »T js »BS«ii N *. c ÜS?B£ ®^-3 0 ) £$% © TJ > iS © -d Qi 3 Ju- *! © *0 a5? ® M iu .©. 3 > <: x! c S4f5 « u S g'S^^äE . M T3 p4 . *® ||Igl2l2l- © C r~ ß* ß ® s25 es §! ® S * > W T3 >- r Hs 0 » 1 © ly Co r* t 4 -ß 1 ® Z 5 5 “■£ ßfl®«5 c2 iS2-o £ . gc o»£35^3 I ßjjj E ^HSoS^H c'S _ 9 v S ® 3 fl ®» ß< , 3 c« , a b 5 B -3 a«S 3 • ~c2fl £*- ß#? B ^ä! 9 ”53 „Tg 2&*flg§|i^gg§ O ß 33 s.^^cc* kl’S i?* 42 ® iS r ® -i© «ja Tl8€ , o-S ,öfc, 9s i, p» Cr* Q SU ß .3 rt’Qf 3 (JJ5 i5i3js5ge«Eo2 »CÄ ? f O mC ® 2J-4J &C~7 « i^ c ?Cai! c S ^ T]^ c •e^s &„ 3w »s 0 h3dsj 5 ßfl p Or—ri 3aCU C C i; •/ Q C 5« «■gf ß !l| ® * c ©©W'^*®C £ü»E®. o ® ä 3-6 'T* «© w > 3 3^3 “ 2 1 © 1 © 42 C 0 N © 3 ä 5* 11 g ’ “^-g S J5 %l f u h°ß«%i > © El» Cu®—, p-c c ?2£ ® ® c S 3 elf ^ 735 Hi J» ai*. SS ?C«JS C-o: e fl ® JS ® ’S 35 »> Sfl C 2 s «!-s« | £ J?5 •S 18 ß ■ « jC © ^ “ 'S ^ £ , i?. rje 1 i g ß«: 'S 3 Sfl^, © £ « ui t,' * 0.2S3' ® 1 , ® C 11 £ ® äj‘3 f ß 9 —j M OÄ ©*2 ’S ^ PH 5 3 Ul © 3 C3 G 1 Ui ■s,® u i ^S'Q *r © c ® 3 ns C - - ^ _, SS> s-w 30 © 5 z o 5*P Sfl-^ß‘^©OGß +3> ’S Cm © © w — © © Gl 3 '£ % WS S®gßCgflffi ^®§*8&-5 5§'®' 2 h 4 .-S'SsEjqS^ fc§SÄ8ja§s ■ «öS £ 3flS“fll*’ W ai ”■0 C «> +j *H C* 5»;« Hn3 «>Ed.C -7J« iSßßSl^" 5 ®'^ gEofsa« . «® gS ®> £ ^ fi SS ß s * fgßS|ils| ? »£m u g s © ^ ä -ö > 0) « N 1 5 'S 3 'äJ ft^. ** ® ^ 3 ® ,.*u d H « .£? G Q Siu 2 ©is «-g © 0.2 « ’C-iß © fc W > aj T3 j-4 TJ © ts es » — eo tic £0 C8 © © 00 „ S- -H(| ÖO " H B S f? Nif!i5**52 ^ ■—»*-■ ai TJ »G Ui ■ä 3.8 CO I Ui I © r« © *- so S wh © -ß © 'S c 14 £ «Ä-S ® a- § c ■B«® r c'Siä m * fc « c alf€ ®-i- s B o| •p . ® C u ■= E © © **■ feOWJ E “Sg« r»CS 5 ta ü R 5 K-Q^i ») fl ® «5 "*3 >,« S N Ä« ;li? uß ß S T O tJJ £ >£lO « t; 3 • 5 : § 7 ® T3 P 51 ß B „ ®+; C Ä © ® ® ÖL ■£ i! © J TU JO * U "S ß~i ® 3 .sü-S 8 s £? K •T,33B iflglf Ä I &’Cnfta 3 ® S ß ^ 1 |m£? > *^ ; Sf0 ß ß c ■g l> 3 3 E O 10 « I S’ü £ ßfl xü -•.® Mas* «”■3 HJ ® £® B -a32^ SB 1 .flfl ß SBäi £U 22"£S c g£5§5 fl 9 ® B-§-i K € 3 el D fl «U5 e gxj| . ““SEH-S^ig^a —Ttl q tn j_» > S <0 R sIcqOh» S^fl «£« H 30äB 03 J W 9 H C8 t® ai ” o„,® H 9 3 jS^ ■ 3 53 5?® c 5’3 ß ® S 3 * c n l> Qi & TJ »5 S H« 3 t® 5n h BEi«S 3 “ 0 -o£ä-s?i H B Ei h • H®gsg c e *aj»“ ® ca ■ö b % “ sS-S * C e a fl # n f SgslflS Jfcfes »O ’Ö §J^ § ® £ “ H M ß • 0 © ß tJ T3 tf U .ß Ö © ö O *tff cö ffi *d SS MS r? -4-> 1 © t* . i4 ß 4_ 42 2 ß ß © ® l|-^|®|ß §834 fei ®5s 'S cM»E 75,3 18 ß i£®.2§'i'53 5® l^.c- 0 ! % e| “S Sflö S :^S?r- S%. CB +* S K f« £ ^2flis *■££=. lüi ip.r sllfljgiJ »rt © Hrl W# 3 U U ß •gS 1 ® sj 3 « St! M"-* . LT © -u> JG’S- 0 - iisi-s b ® Ü oJR 5 S ß ® Ss * g-2-g g 1 » ß >'3 BT3 ß 8.£cS|| 3 g'S ? - -I.E§*' S cn^ « ^ « ß C— 00 ** L. © « M u. ■gl? 3 g ß ß © © u» 1 u» '58| 5 3 iiisi Hi»!. © ^ C8 mS^-gfe ?ß fl «<§«•?. £0 U u. m iS a; agjäl 1 UÜ S 11 ?- «S c n 2 g.SSWQ« | 5 *ai 8 cd' 3 ^ g g|n.|S«52Sf J9 si-sa-Sßl « -q 43 - ca 3 &rT®g9- ß b § ^ S 2 ß ■g^gsj w£ T5 - _ ß s §i® t? fj+f 18 . « fl f»|g€ *1 N N w W *» «5 2 c2 2 3 o g g«! fegg 13-S ^ ir co fi w fl ß « ® £ S? §® 3 © ^ ■■* *C © ß «fl g = fi fl g _ ca •« T? ^ ß !S»fl £ g ® «xi ■°fog_g§ 3 £ g ST5f| ® rs t« > tu »2 ®!> H- £5 ,) > .® “S’S fl-o •gO£ ,s ® •S ‘-•§^'1 -S^Sfl-gL i £&.£ “ 3 #s 3 S fl fl fl«; °S«5“B^ c£ jy ®u ® o ^ ®u ®* v &6 © u* ^ 43 ^ E g dG Pi U* C0 #1 ®34 CB*^ § « ß S .8 g.s £5 « g« 3 ^^g[§Wfl g ® q ß *** ® b ß £ »«fl 6^82188 P-s«Is8f8! iwSslaiis «i? Ss I I © © «32 bO © 'O Ss 2 C ß © o ^ > J 3 S.S *nf p 5 S iflg asm ^ fe |fl § fl 2 t?l£ ß l€«^ |S5££ -äs s f*£88 2 3-§< fl Iss c «-» N is- 0 i8"f!jj?s :«hC"(i«3£Sq 5o8S||g|Sp- }S* 6 «iPs 2 . * S,H r.fl«J>! bo8 .« r § ß8 s-§i s! a* •OBJ g 1 - 2 « S $ ® I ß b 05 ® cu |f| ^ N Ö jsas &a «m Tf S ‘ 2 a | TüfeM g Ei“®® w sr" 9 :S|I"I|'S ;* B * Slä * Ww ß. ff2 W S !» ro ff 2 3 a * 3 * ~S-£§ g&3 <5. 3 sä S-S" & 'p5 B§5S i | 8 s i 8§S 3 g-3* P-o-g ; > H S-« n* p (D» 3 sT™ 3 | er g f gg älL 2 3 m 3. .. 3* CO b a§ffSw* -• ®s «■&! 2. a 2. w ' „ g äq g So 3 f cg- 3 3 ft m 'wtiaB' 3 ™ KS*- 1 ' iß p ro ® eb A p ß,M £’{j 3 o*™ a <5 g3g 1 _,C , iMaSa.^& , 1 i”3>KPw Öt-“3 5.™ Ä Sh ä (Tn Q.W S 2 aS (D ^ 3 g-^(D . 3 F^"2j^S®rt?^ W ™ 3 S ff (D lüiBiSs üifi hip isst? ^ o. 3 - - 2 .® ft g c 5 - 1 « soft“ ffg-Ä Qp.a§'“ &§ s* äs »;§ s I ? fff 3 ® § ft | *3 8 I ° 8 3 q SS 5 -^ *PS • §■* |al 2 3 15 ||g S ’ O ^ ImS gä « § 3?|*!SSI?i§-l«aS«§ , S:i8SEoS§-Sh! a|a:S-S w m$?2,5!SL.g;„.§3 i OwS-3-"g3: §?is ! '' , '§ ta *~2 M 23-£§' 3 2gro?Iro<ä.2 llä?18lsi!S«sil »SSa!i. i 'S.ÜS : ®' ! 5-^ * 3 iSm - M < s(DCg‘>3 3 » n B E - * ffa C £ 5 . ft ft 3 ;w s - g ? ) C P 1 C: >- ftS „ t 3 cn ! *ß ft 2 2 . ff _ m _ _ n,3i?®323(5äa l © I 3 * 3 3 to ». 3 s&s^pl £■§■&§<*!* "> SOl^is , 2 ös , *l|l ■h CD ^ S-^ ® 3 3 >-i © to © 3 © •CL’ÄCLW t» ’ » St g SS ^c“?“ §3bo.2 3 t- rt- B c: 3 g ff “ ff SaSlf t J |8 3 3 Q* ►— o* ET groß <® g. §if§-? 5 S.a*-* £ si : r BsS lo ftPftqS l< ^aWlwg’ag |s|i&|sg ö Sc 3 »® •!§ ro a 3 a S H siS^Si-f ss|gS f 5P n, rol ftS* 3 cg ft* a g Sh&l&f8&S?“SS I iw ap e ; : © W P 0] N ß © 3 Ätm sS| 3 o ft 5.“® 3 Sj iHilr 3 . ro 3 *—< h ro 3 s m c m. 2 ff ^§S IlgJ ' ßfS *»?6 % sp I B S O a 2 <® ro ’ SS . S'i ff ro 3 -<| o * jg »s ?SSt-B&?33™Sff «nac33H< 3 3 ® 3 c: § » 2 B.g || »| g _ O - gj'g ™ oS§ S ’S g «§ a;|S *'»»?■ :■ ® ^ js pto & Cs to a c 2 ® i O: •-» | aa&&WffS» »SaSSSs“ 3 n 2 m D< 2. a, ‘ h’ S - TO FS-f>glSg-s i ü 531* 5 33 iS f 3 J SibSiS'o 1 “ 0 ^ s'l&^s- 3 ^ ogl J»&*a äS| 8 S ßj I ö* 3 " 1^1 M 3 _ 3 cä S öq H _ w e»EmSligHlrV* " 5 !^!f“M |! c2 gftS &fi 5 2.™ Ö S^S^2 g-a i|*3&o° ft.S-ß | i to £ i |S. ,| ä £b ^ s*- ™ a g. c 2 CB2,-ß •&£™ 3 aft TO 3 * C- jj* S 2-2. <® g § 3 ro ft g,2. c |ro^ m l||& a IsS-E s 3 -p) ^csTP^o^yOTi- *§2öS|.»a 8 *^ sä®'o|8 6*|B|fä s.affg aBffff'aro 3 f &23s2ofta25.fts’S f 3 7 ö s 3 ff s 1? 7S\3 S .,'ftfl^g»3 ftS§ IWSfflgssfSil 2 .S 33 |e Sftg N f? q s-0. ^ 3 ffB:g c ™ 3S 3 3 W 9 (B «-► ^ ►- > 2as-~ 3 ^ _g J cs !5.a 3 ron- ß-frS S-^52; _53-3ftBs.|<®W §i-3g t^t-iS'O.S' * *ts?§i s g ro ft^roigl 1 L&§^-3 - 3 ff ftg- M g o g.|. §■? 2 , 3 -^Iro ftS • J 3 co 01 & »i *+■ » s < 2»2. M, 3g‘ SsBi-l^rg-ft 3 s :u _ w 2. f Ei-q 3 ftcfira ftff M " . p! 3 Q w . e-r g C S ä S (t M(P C ®TOP3355 ■ (D TO ■ 0 S . O * IB. g E® ^3 2 ”*0.6 n S lllsl ää -o ff ^ d g 3 O* _ __ __ ^S.|^|f 2gS?.* Il|s?i PI & ^*o äff§ j-S’i ro“ a, Üg| 3 i5' □Ui §lg|q t|a5f ^ I ' I a >n SflB-Sg i'&roll liU * q3|§| g^asw äffN 3 * s*! 3 ’®! 'llifilllll "OS S!^’SOft^S S-^g ff S-SS*? i^pftaroarog'-iftöt i Sf ”3 3 8 %i ■9s g| ^ g.ro ro' iii ™ 1 um? 1 31 ifSlSfti^. ■ 3 3 3 1 1 fra ■ 5 >ffai>^tdü 3 ^£ 3 g* a. !-i Issäft 3 ™ä w - 2 - ro e ^ OS » r“TO p w - & ■äWro2. 3 a.3 , ägft||s^ qsäoa5'3'Sft^q‘ 3 »§3S.g ,,> §|-Sg l&ftjf - 3 ff ^|?See § |j I }ääg‘glg » . . 5 S3 cr< p o-to c«-*< -»ä&Sg öai'^r"' m 5" fl) D u (D t* 3 O* 3 _ ■ .. 3 O. 3 LftP C W PT 3 'g W « .,-„15? tags 3 ö-c 3 ™ «t 3 co 3 & M- p. a < *1 2 u .™ w &3 ß 'S ro i 1 © £, © a s ’fts TO !. P Qi" t Mro 3 3 -> ro ff'S > j5- q 3WJ5Dif5 , ewigIft||g , q^ fl> Sw§ ff ft« 3 TI a sS'e _ „ „ „.„e ss-ä-s Q, A p: c+ io O* q* Ö* £■ ^g.g-3 5-öB ffll §'00?3 © g K-'S®» 01 © O* P _ nM «c9 sa' 0 . ; g. 1 » ^ c 1 m to jfa«aös < &< :^i|i|Bl||l - »a&BS^b-a = l*fp -sLä Iftl "TO , - a ,4, J Lw 5,0 3 3 ' 3 3 s s = L.*at„»Sfl|jj£|!?i 3 a 3 ff ,, a B .3 g. a.B«3-s' s - s ag:- R | 3 , (5 « o fl® P a e 3äS §§■?':LSss a§SS 20 §.> 2 |.S' 2 § g < < ®§.f i 5-'*’ESc 3 “i» ro W B- o* «0*©fti d^mm» 2 * ?? P © m- * 7 $ »^%5r|i§.||?S 3 - 3 |Ss= .ffÄlgäfl&al a.||gq| *S l O* >s 1 r* i®' 4- © TO © n © • 1 l © o 6 g|s 9 '!| la«g 3 t ,S'S'. ff 2.03 Qi.cTS-. 3 gI® _ _ -“ftlUl Üll-att-o-!«.■» © rt? ilois» 9 p 5^2 © §» 8 *^ s ■©” 3 * 2 ^ ^0 ' ^ k m S p: *? 2 * 2 ?P !•• Jste^ü- Sb? 3 Et*§ Scof ,1 •v&S-Äiaalfto-fi Sfts Ä £ p 2.£i- o.». S« 4 ©©<■+• . —. co n> 5 , -’-SSa CaaMü. -4.«^. i B 3 |l ? i*|B I iä^siur» 9 ^ E S |I&l s sl! s ^ ,»8 J 8 1 I © F 3* TO ö t |ö*m| E^c zzlnsi is 3 ‘'.ff? © ^ ¥ U-l “*“ 3 5» H S- H g.C«.® t N ft 2 ^ m 2 © H» 2. © CO *-■• -*■ ^ H {tM< JS ■ -w mH «o a r rr» * E a ^ ft I S~’S^ 4 f T'"3 3 Sc 3 S-“a* 6 iS IBS 1 3 ?♦ © g 1 ^lll 1 lliisPr^ 1 M «0 2 2 C4 iög’ SB| W ^ r i?ft ?r p © i s s-g 3 Ca C 1 1 3>S 3 d-O.m . 3 ^ ö i M M o a -&2 öft 3 ftftq 3 3 g (ff<® “ ro #< <®.™ g 3 g. 3 l4!IHfIfI « 3 2 3 ™™ ro-ft C H>Cj3 (P ^o3sl sä § s «i ms.' 3 !|N 12 siiii 1 ^ BuSfff 8 B ö ®gB|tf 8 -?s-^lw|ff m s!|o™sq I 5 ?» P ?gqi ftS8 3g 8J I!<= sS. 3 § : ffi- 3 ftl 3 ! 3 qi- ffs G. » W i ro 3 8 d’g S -- 3 äfts SftS ^W^a^roaggqsro 1 ffl H ü m M P H ^ BS.2.2 ©*!? © 3.B.© »P9bS^^a*(ß : 3j| H, S§a§. w Bi J ro- a |||-H '8 ‘ ff > 2 ® S’ff S c>fft & §^a 'TOro''C3ro§roro3 c ,JgäaC 3 g.g3roaUßa-3a.a 8 I S’a.a- Ä 3 ftS^ S-^S SB fi ffS a ? § SSP rll-iseligfSsi 3 "- * © i a 2 &3 i M rt » E&^g-S r ro ~ « » w Ei ! 3 '~2 3£i 3 “& gsS ' q-a« 3* 2 3 2 ^S 3 3 i sga ' A? " o* P o. iw o 1 |ä|fio| a l ®“alS ro Ca-o* 8&S g.f<® iif ?I6 ro da 3 ro 3 g « £ S S ' , , ^ a ä a a - 3 a g hcl S-iaKlftcg-fg ► It o .» ftgi » 2 2 3 ft a-roar.ff3ö*3i ■ , £ro WJ ilm Ejf h- h,- i, 7J co- rn •“* &£©rt>OOP© © m j“* hj s* *3 wawrororotdS aS , 3 g H ^g.$’” q H ft§ M< § s- 2 <®gsrq Rq> ^w^s:' r „w -2 fts-a sä! kfl. W ff 3 3 H-. -*•►«-► g e+ © äniaSaS ^ g"! ro g. g 'S; ™ 7 ; a^)3ff 3 ft_Q Sw 2 3 W a. 3 a- a ® ä s- g w S 182 2 ^ ff 8 cc g' 3 aSt§^ 3 g’ 2 S'qca ; M,arfS S-S:ft5qq3|c ff ff 2 s.q ff itfi^^lif^'i 1 S ‘ a* O *• ft a. ft S- 2 (0 Hj rfi ffl PfS 3 j- 1 1 co 1 i s r O* ^Pe^-©pKp«-h © © er © |g |iä:|;i Iglilt |i C< 6 cn»iß 1 w 2 Hß.^ 2 wrp‘!S^^^fl > ^«H ^ C hä ® h 1 1 1 1 £r c& o*-* £Xi?p©0->iHi'-(^i^0 i 1 © 1 o » 1 » ffff g»!i ß fe* © © ^d7S c « ö. isias H I 2 I 3 lg.ES-^3^ "’ltt „H.S 2 Kg 2 2 C afäfeffff 8 Saes ff« 8- 3 & a 2 3 8 3 » g ff wro^friC eg ^»al'sES a & 3 83 w! 3 3 aw 2 3 % 1 |3 § 2 g 3 0 (D Qt © ^ © Ö - i!ä|f| 3 ^§ ►1 cg & _ ® S 5. ä ® ^ << p o* © w ^ ?«F-""| ö S 8 ®iS® ^ a Ö 3 ft >® 3!3 ‘'' ■ a ‘ 5 ^S?S«s- 3§!f£ » . ffo. o Wi 2 S - ff " „ 's 3 n. s-sLSs-äälf« - » I, r+- I ö * g ( ,;“:i ? i“|ll"°- !t P Ö - © 0*0 03 wg*-© 3 11 §■■«!?§ | S ro s 3 cif ISaSp . 1 - 2 1 sf * ft | 3 ß !■* % a ft||2| 3 3 5;2a2.§sis . 2 II 2 3 .q m äro.l3!8- M gSfe m*MÄ if|l| B ö er ; J-A 2 ! 3 £ 3 c < a§ s © O* 1 ga& 3 © Q* TO >1 1 ■ " © H- & M 3 w & & LgB-SS-efe-SS § 1-2 |||w||ft|g-|qft|g a,3TO2O > ’<0ffi^a. 5 aM 1-310^3 si^äq«' üfi fMi ß.» 2.E.2 3 frSI'S ^|S§ b.$. h S 9&l.|5g S fti-ffff 2 ?|' 5 -a |||s|§ |ftaS;2 I 3 ro xn —*■ *s t 3 e-b tu., (ö I IwPPlOl <-*- I I c+ I © I CO m iX -I.J 2 <*» -tl s l|r| gg 2 ' ff-s q g. Ws . 5'! “ 2 N §■& §i£ ! H: AU ö.b!i © & 1 3 |q ft TO tß ^ Sto§ ^ i*0 01 no§‘§ : 5?§? Eil l r 9™ |ftg=o?t» 3.^.P 0*53 c ^©* 3 & " • g 8 3 1.2 £2 3 « fta^g 3 ro 31 lq Offs 8 <*$ ?•' FBlJlssvg^ > TO ' ► Q.P k £ r«i g R q i § “ £2 §g ro gg-ß 3 N ff 2 ars : ' |c-i s Sn»' ß| 1 ’*N|3§§‘ffg isq. a»p I g £'f c I .2 _ ß M ! er 5?- ^ - ■ j «• c ff® 2™ — g.gÄi ro 2 ^ r ! ?i. 0 1 s u 0 ^ ^ , m ^ — A g » 53 § 1 r s s® ö§ s ;- 3 §? s g i g ' ®ffli < ® 3 1 2 <8 2 2 W s 36 g ro ro 3 . S Üü 3:3 « “ ® f I^E 5 ’ »-« e : 3 S ro »S^gcl °ksti er w «f * ? ?s| 2 o* 3 | l | ft 3 w srs? 1 w sr&l- ro “ 3 ß lieg >bc o* 5* S ^ E* J 4 . © O * W “^irr hUHH l'flllllll ■ g- g l ss p » ö* / ffa ' 3 &o^ Igftf sä aff 2 8*3 " 3 . 9 ^ < s IsS " ’S !faS*|gs imn ® a g s 3 °-i ag 8 H>ä ä iür£«" *S W «■ S 2 oj © slill *4*1 2 a a 3 OS röa gagSS » 2 § 2