BRÜCHSAIER POST Asureigeapreise laut Preisliste* —— BaaUconteiM **3 Kre3h bank Brachial Nr. 603; Stadt. Sparkass« PMUppabarf Nr. 1037. PostsdieckkoBt»! Amt Karlsrabe Nr. 36640. — Bei Stonrnf dnrab bSbere Gewalt besteht hdn Kfeet a wepmHi Redaktloa and Verla®: Bruchsal. Wortlutra&e 11* Telefon Nr. 2121 Beat|iprein Uonatlicb DM 2.00 elnschlieOHch Tra^ei^cbölir. PostxasteUan® DM 2.45 tuigllA Zustellgebühr. — Ersehe tat ea ledern Ta® der Todn, aaSer sonn, aal feiertags. J 5 u 22 5.00 PrObtnuslk 5 20 Press «stimmen 6.00 Frühousik 6.40 7.10 7.15 610 6.15 9.00 8 45 1000 10 15 12.45 13 10 18 45 SOdwestdeutsche rieimatpost Proqiamtu Vorschau Werbet unk mit Musik WessersteodscnelduaaeB MorqenrnusU Nachrichten Suchcneidunqes Suchdienst tOi Heimkehrer und Krieqsgefaoqene bzw KindersucbdJenst Schultunk Echo aus Baden Werbetunk 4 Die Stimme Amerikas | Sonntag, 24. Mai Stattairt 6.30 Morgengymnastik 8.00 Die Frau im Beruf und öffentlichen Leben 8.15 Fröhildie Morgenmusik 10.15 Schulfunk: Eine Schmehe ohne Fehl 11.15 Kleines Konzert 11.45 Landfunk: Die Heuernte 14.00 Quer durch den Sport 14.15 Der Zeitfunk 15.00 Fröhliches Schaumschlagen 15.40 Jugendfunk 16.00 Münchner Gschtehten 17.00 Wir senden — Sie spenden 17.40 Südwestdeutsche Heimatpost 18.00 Bekannte Solisten 19.05 Die Stuttgarter Volksmusik spielt 19.45 Zur Politik der Woche 20.05 .Herrn Pfleiderers Abenteuer* mit Willy Keldbert 20.50 OperettenkUnge 21.45 Sportrundschau 22.15 Amerikanische Schlagerparade 22.45 Tanzmusik für Dich 0.05 Das Nachtkonzert: Das Stuttgarter Kammerorchester spielt Durante, Rossini und Mozart Sonntag, 25. Mai j Montag, 26. Mai j Dienstag, 27. Mai | Miflwoch, 28. Mai | Donnerstag, 29. Mai | Freitag, 30. Mai Stattaut 6.00 Da* Wort zum Tag, Choral, anschl. froher Klang zum, frühen Morgen 8.00, Landfunk mit Volksmusik 8.30 Aus der Welt des Glaubens 8.45 Evangelische Morgenfeier 9.15 Geistliche Musik 9.45 Erz&hlerweUbewerb des Südd. Rundfunks: Vorstellung des Preisträgers 16.30 Das Orchester Franz Deuber 11.20 Die Kantate 12.00 Musik am Mittag 13.30 Aus unserer Heimat 14.10 Chorgesang 14.30 Kinderfunk 15.00 Bunte Melodien 17.00 Hörspiel: „Konferen* in Christobai" 18.00 Leicht beschwingt 19.00 Der Sport am Sonntag 19.40 Die Woche in Bonn 20.05 Festliche Operntage Schwetzingen 1952: »Iphigenie in Aulit* 22.30 Erwin Lehn und sein Südfunk- ,Tanzorchester 23.00 Serenade in Blue 0.05 Tanzrhythmen, die Sie gerne hören Stuttgart 8.00 Frauenfunk: Großmutter und Urgroßmutter 9.05 Kleines Konzert 10.15 Schulfunk Deutschland wird Republik 10.45 Die Krankenvisite 11.40 Kulturumschau 15.00 Schulfunk: Das Grab des Tut-ench-Amun 15.30 Kinderfunk 15.45 Aus der Wirtschaft 16.00 Nachmittagskonzert mit Heinz Schröder und bekannten Solisten 16.45 Wir sprechen über neue Büchei 17.00 Konzertstünde 17.40 Südwestd^utsche Heimatpost 18.00 Das Orchester Kurt Rehfeld 18.35 Gartenfunk: Amaryillis und Clivia 19.00 Musik am Abend 19.45 Von Taq zu Tag 20.05 Musik für jedermann 21.00 Zeichen der Zeit. Streifzüge durch 30 Tage Kultur 22.10 MilitÄrpolitisdier Kommentar von Dr. Robert Knauß 22.20 Zeitgenössische Unterhaltungsmusik 23.00 „Christopher Fry* Essay von Hans Gottschalk 23.30 Musik zur Nacht: Das Quartetto di Roma von Anton Dvorak Stuttgart 8.00 Frauenfunk: und Leben Aus Frauenarbeit 9.95. Sing schon am Morgen 10.15 Schulfunk: Das Grab des Tut- ench-Amun 11.15 Kleines Konzert 11.45 Landfunk: Pflege der Hack- fruchtäcker 15.00 Schulfunk 15.30 Gerhard Wehner am Klavier * 15.45 Aus der Wirtschaft 16.00 Nacbmittagskonzert 16.50 Frauenfunk: Der Garten der Colette 17.05 Kleines Konzert 17.40 Südwestdeutsche Heimatpost 18.00 .O du schöner Rosengarten* 19.00 Musik am Abend 19.45 Von Tag zu Tag 20 05 Beliebte Künstler singen und musizieren 21.00 »Das Pfälzische Herz* 22.20 Tanzmusik 22.45 Programm nach Ansage 23.15 Erwin Lehn und sein Südfunk- Tanzorchester 0.05 Tanzmusik vom RIAS Berlin Stottgert 6.30 Morgengymnastik 6.00 Der Frauenfunk gibt Rat 9.05 Unterhaltungsmusik 10.15 Schulfunk: Wir singen um die Wette 10.45 Die Krankenvisite 21.45 Landfunk: Sendung des Bauernverbandes 14.00 Frauenfunk: Uber Ehe u. Moral 14.15 Unterhaltungsmusik 14.30 Kinderfunk 15.00 Schulfunk: Der Fall Zenger 15.30 Heinz Schierle (Akkordeon) 15.45 Aus der Wirtschaft 16.00 Carlo Coccioli — Ein Sdirift- stellerportrait 16.15 Unterhaltsame Weisen 17.15 Studierende der Musikhochschule Stuttgart musizieren 17.40 Südwestdeutsche Heimatpost 18.00 Erwin Lehn und sein Südfunk- Tanzorchester 19.00 Musik am Abend 19.45 Von Tag zu Teg 20.05 Das Orchester Mario Traversa- Schoäner 20.30 »Fis pnit Obertönen" 21.30 Humor bei Beethoven 22.20 Tanz und Unterhaltung von neuen Schallplatten 22.40 Der Lastenausgleich und seine Probleme 23.10 Zur Unterhaltung 0.05 Unterhaltungsmusik vom RIAS Berlin Stottgert 8,00 Frauenfunk: Frauen in aller Welt 9.05 Unterhaltungsmusik 10.15 Schulfunk: Der Fäll Zenger 11.15 Georges Bizet: 1. Symphonie in C-dur 11.45 Landfunk: Das Wirtschaftsjahr endigt am 30. Juni 12.00 Klänge deT Heimat 15.00 Schulfunk 15.30 Walter Dürr am Klavier 15.45 Aus der Wirtschaft 16.00 Konzertstunde 16.45 Landschaften abseits 17.10 Das Karlsruher Unterhaltungsorchester spielt unter Karl Pfordtner 17.40 Südwestdeutsche Helmatpost 18 00 Klänge aus dem Londoner Senderaum 19.00 Musik am Abend 19.45 Von Tag zu Tag 20.05 Ein bunter Abend mii bekannten Solisten und dem Südfunktanzorchester unter Erwin Lehn 21.30 „Politik mit Oel" 22.20 Chormusik 22.40 „Pan im 20. Jahrhundert” Portrait Jean Gionos 23.15 Das NBC-Symphonieorchester 0.05 Town-Hall-Konzert mit Louis Armstrong 1.00 Unterhaltungsmusik vom RIAS Berlin Stuttgart 8.00 Frauenfunk: Erwachsene Töchter im Elternhaus 9.05 Kleine Stücke und Lieder 10.15 Schulfunk 10.45 Die Krankenvisite 11.40 Kulturumschau 14.00 Kalenderwettbewerb des Südd. Rundfunks: Bekanr:gabe Der Gewinner 14.15 Klaviermusik 15.00 Schulfunk: Das Auge von St. Palomar 15-30 Kinderfunk t 15.45 Aus der Wirtschaft 16.00 Nachmittagskonzert 16.45 Wir sprechen über neue Bücher 17.00 Froh und heiter 17.40 Fern und doch nah! Eine sudetendeutsche Stadt 16.00 Melodien von Johann Strauß 18.35 Frauenfunk 19.10 Hermann Mostar Im Namen des Gesetzes 19.45 Von Tag zu Tag 20.05 Das Rundfunk-Symphonie- Orchester spielt Variationen und Fuge von Max Reger 20.45 Filmprisma 21.00 „Ein dreifach Heil dem Intellektuellen* 22.20 Tanzmusik 22.45 Programm nach Ansage 23.15 Unterhaltung und Tanz SOdwestfonk 20.00 Bunter Abend mit dem Großen Orchester des SWF und Kurt Edelhagen 22.20 Sportrundschau 22.30 Der SWF bittet zum Tana 0.10 Der SWF tanzt weiter Frankfurt 20.00 Endspiel: Wer gegen wen? Unter Mitwirkung von Ilse Werner, Rudi Schuridee und Helmut Zacharias 22.30 Sportberichte 23.45 Mitternachts-Cocktail — bunt gemischt und gut bekömmlich Mönchen 20.15 Die weiß-blaue Drehorgel 21.00 Die sieben Favoriten 21.25 Ferner liefen . . . Die Außenseiter der Woche 22.40 Joseph Haydn: Streichquartett in G-dur, Werk 77 23.00 Münchner Tanzkapellen 0.05 Melodie und Rhythmus NWSB 20.00 Die Spritztour — Ein Bummel durch das nächtliche Berlin 22.10 Joseph Haydn: Symphonie Nr. 2 In D-dur 22.40 Tanz am Wochenende 0.10 Tanz nach Mitternacht 1.00 Rhythmus der Welt Sfidwestfunk 20.00 Konzert des Boston Symphony Orchestra unter Pierre Monteux 23.10 Fröhlicher Ausklang 0,10 Tanz- und Unterhaltungsmusik Frankfurt 20.00 Operette — Operette. Alte und neue Melodien 21.00 Fahrt ine Unbekannte 21.15 Orchester der Welt 22.45 Amerikanische Schlagerparade 23.15 Tanzmusik aus Frankfurt Mönchen 20.05 Der Barbier von Sevilla Komische Oper von Rossini 22.45 Amerikanische Schlageiparade 23.15 1000 Takte Swing 0.05 Wie gefiel Ihnen das? NWDB 20.00 Treffpunkt Münster! 22.15 Tanzmusik 22.45 „Anita erbt ein Schloß* Kabarett im Studio 23.15 Melodie zur Mitternacht 0.10 Nachtkonzert mit Bnil Telmanyi Violine SOdwesttunk 20.00 Milo Karacz 20.30 Besuch in Bonn 20.50 Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg 22.20 Darius Milhaud: „Scaramouche* für zwei Klaviere 22.30 Die Lieder der Bilitis 23.00 Gäste aus London Frankfurt 20.00 Zur Unterhaltung neue * Schallplatten 2100 Hörspiel: „Radium" 22.55 Ernst Toch spielt eigene Klavierwerke 23.15 Der Jazzclub Mönchen 20.00 Der bunte Teller 21.10 Die Bamberger Symphoniker 22.30 Kleine Abendmusik 23.30 Ja, wenn der Text nicht wir'! 0.15 Dreiviertelstunden im Dreivierteltakt NWDB 19.30 Symphoniekonzert 20.50 Taugliches Wohnen 23.30 Kammermusik 0.30 Georg Haentzschel und sein kleines Tanzstreichorchester SOdwesttunk 20.00 Unterhaltungsmusik — neu aufgenommen 20.30 Hörspiel: „Blick auf Venedig* von Günter Eich 21.30 Kleines Zwischenspiel 22.30 Jazz und neue Musik 23.40 Orchester Billy May Frankfurt 20.00 Stunde der Melodie 21.00 Volkstümliche Weisen 21.15 Die bunte Folge 22.35 Die Potemkin'schen Dörfer der Literatur Mönchen 20.00 Aus der Notenmappe 20.40 Die Frau von der Insel Andros 22.30 Italienische Volksmusik 23.00 Nachtkonzert 0.05 Musik zur Unterhaltung NWDB 19.30 Beethovens Klaviertrios 20.15 Das hört man gern 21.15 Herr Sanders öffnet seinen Schallplattenschrank 22.30 Georges Bizet 0.30 Rhythmische Klänge SOdwestfonk 20.00 „Unter dem Maibaum* 20.50 Beliebte Operettenmelodien 21.40 Sang und Klang im Volkston 22.20 2 Stücke von Franz Liszt 23.00 Tanzmusik zum Tagesausklang 0.10 Swing-Serenade Frankfurt 20.00 Internationale Maifestspiele Wiesbaden: „Ein Maskenball* 23.15 Plauderei am späten Abend 23.30 Erich Börschel spielt München 20.15 Sie wünschen? Wir spielen Ihre Lieblingsmelodien 21.45 Die tönende Leinwand 22.30 Meister ihres Instruments 0.05 Jazz um Mitternacht NWD8 20.00 „Die Geisha“, Operette von Carl Michalski 22.35 Ein tänzerisches Intermezzo 23.00 Vesco d'Orio und sein Ensemble 23.20 Musik zur späten Stunde 0.30 Kammermusik SOdwesttunk 20.00 Das Große Unterhaltungsorchester des SWF 20-30 Lob von Rom 21.00 Das Residenz-Orchester Den Haag spielt Schubert, Bruch und Haydn 22.30 Heitere Verse von Paul Schaaf 23.15 Ganz leis* erklingt Musik . . . Frankfurt 20.00 Liebtingsmelodien unserer Hörer 21.15 Frank Martin: „Et in terra pax 1 22.35 Den Freunden der Dichtung 23.05 Tanzmusik bis Mitternacht Mönchen 20.00 Wann — wo — wie — warum? Quizsendung mit Robert Lemke 21.00 Aus Oper und Konzart 22.30 Tanzmusik 0.15 Zeitgenössische englische Kammermusik NWDB 19.45 Heitere Note • 20.45 Ich habe ein schönes Schloß 22.35 Musikalisches Nachtprogramm 23.24 Serenade in der Maiennacht 0.30 Otto Fröhlich und seine Funksoiistei\ SOdwesttunk 20.00 Tonfilmmelodien 20.45 Sind die Frauen jünger geworden? 21.00 Die großen Meister 22.30 Heiteres von Manfred Lommel 23.15 Zeitgenössische Musik für Kenner und Liebhaber Frankfurt 20.00 Von Berlin nach Frankfurt und von Strophe zu Strophe 21.15 Oeffentliches Symphoniekonzert 22.35 Abendkabarett mit den Amnestierten 23.30 Musik zur guten Nacht Mönchen 20.00 Die Freunde von Salamanca Komische Oper von Schubert 22.30 Der Kulturspiegel 23.15 Erinnern Sie sich . . . ? Tauber — Alpar — Weber — Gaden 0.05 Unter südlichem Himmel NWDB 19.30 Opernkonzert 21.00 Italienische Tanzmusik 22.05 Music-Box von Dr. Jazz 72.30 Wenn die Balalaika klingt 23.00 Hier ist Radio WSAY 23.30 Der Tag klingt aus Das beste Bild vom Marshallplan „Mach das beste Bild vom Marshallplan!“, heißt ein Wettbewerb, mit dem sich der Bundesminister für den Marshallplan in Zusammenarbeit mit den Jugendverbfinden und dem Fotohandel an die Jugend wendet. Er dauert bis zum 15. August. Es soll gezeigt werden, wie sich der Marshallplan auf das Leben in Deutschland auswirkt. Mit Hilfe der Marshallplangelder konnten Brücken. Wohnungen und Industriebauten errichtet werden. Darüber hinaus hat er aber auch sonst in das Leben des einzelnen eingegriffen. Darüber sollen Fotos gemacht werden, die auch nach Jahren noch die Bedeutung des Marshallplanes für Deutschland zeigen. Motorräder und Motorroller, Faltboote, Fahrräder, Zelte, Fotogeräte — insgesamt 1500 Preise sind zu gewinnen. Es kommt nicht darauf an, besonders schöne oder technisch einwandfreie Aufnahmen zu erzielen, das Thema, die Idee gilt nicht weniger. So haben auch Jungen und Mädchen, die hur eine Box besitzen, Chancen auf einen Gewinn. Einzelheiten des Wettbewerbs sind bei den Fotohändlern zu erfahren. Das Auto des Sphmuckreisenden im „Strafraum" Ist dos Nummernschild „ÄW 11..." ein besonderer Anziehungspunkt für Diebe? Im Januar war ein Pforzheimer Schmuck waren- vertreter mit einer wertvollen Kollektion nach Karlsruhe gefahren und hatte dort gegenüber der Hauptpost zwischen Verkehrsinsel und Gehweg geparkt. Das war gegen 11 Uhr. Im Wagen blieb bei dem wertvollen Schmuck als treuer Wächter-ein Schäferhund zurück. Die Verkaufsverhandlungen nahmen längere Zeit in Anspruch. Inzwischen nahm ein Polizeibeamter an dem an verbotener Stelle parkenden Wagen Anstoß. Er betrat den Laden und machte den Vertreter auf das Verkehrshindernis aufmerksam. Dieser jedoch ließ sich Zeit. Nach. 40 Minuten mahnte der Polizist ein zweites Mal, den Wagen an einer anderen Stelle zu parken. Daraufhin schimpfte der Vertreter über die „bürokratische Maßnahme“ uni beschimpfte den Polizisten, der mit einer Ahzeige drohte, als „Nichtstuer“, für den man Steuern bezahlen müsse. Er verwies dabei auf den wertvollen Schmuck, den er in seinem Wagen habe und nicht aus den Au- Allmählicher Uebergang zur Grünfütterung Um die Trockenfütterung abzukürzen und möglichst lang die vorhandenen Grünfutterflächen zu nutzen. soll frühzeitig mit der Grünfütterung begonnen werden. Junges Gras und Klee enthalten jedoch sehr viel Eiweiß und nur wenig Stärkewerte. Das Eiwedß-Stärkewertverhfiltnis ist zu eng oder mit anderen Worten, die Tiere werden zu stark mit Eiweiß ist zu gering mit Stärkewerten versorgt. Dadurch wird sowohl die Leistung als auch die Leistungsfähigkeit der Tiere in mehreren Punkten negativ beeinflußt. 1. Unmittelbar nach Beginn der Grünfütterung steigt die Milchmenge, gleichzeitig sinkt jedoch der Fettgehalt stark ab. Der Grund liegt darin, daß das im jungen Grünfutter in übermäßiger Menge vorhandene Eiweiß eine milchtreibende Wirkung hat, während sich der Stärkewert der für die Fettbildung verantwortlich ist, im jungen Grünfutter in ungenügender Menge vorfmdet Das Tier sucht einen Ausgleich im zu engen Eiwedß-Stärkewertverhältnds dadurch zu schaffen, daß es aus seinem Körper Stärke- werte zuschießt Als Folge magert es ab und wird anfälliger für Krankheiten. 2. Es können nach Beginn der Grünfütterung durchfallartige Erscheinungen auftreten. Dadurch bleibt für eine ordentliche Verdauung zu wenig Zeit so daß das Futter zum Teil unausgenutzt wieder aus dem Körper ausgeschieden wird. In solchen Fällen können Eiweiß Vergiftungen zu gesundheitlichen Störungen, ja sogar zum Tode führen. 3. Durch einseitige, zu eiweißreiche Fütterung besteht die Gefahr, daß eine Fütterungsstenli- tät auf tritt, das heißt, daß die Tiere nicht trächtig werden. Die Ursachen können auch darin liegen, daß durch die einseitige Fütterung das MineralstoffVerhältnis gestört wird. 4. Die durch einseitige Fütterung und gesteigerte Milchleistung hervorgerufene Störung im Mineralstoffhaushalt führt auch zu einer Veränderung des Mineralstoffspiegels im Blut und damit zu Schäden in Gesundheit und Leistung. Wie kann man diesen Schwierigkeiten begegnen? — Als erstes ist der Uebergang zur Grünfütterung allmählich durchzuführen. Die Winterfuttermittel sind den Tieren in abnehmenden Mengen ruhig weiterzugeben. Diese Notwendigkeit ist in den Futterplan einzubauen, d. h. es sind stärkereiche Futtermittel für diese Zeit zurückzubehalten. In der Hauptsache sind dies Futterrüben und sofern vorhanden Maissilage. Fehlen diese Futtermittel muß dieses ungünstige Eiweiß-Stärkewertverhältnis durch Zukauf von Trockenschnitzeln korrigiert werden. U. Mißglückter Schmuggel nach Frankreich Beim Versuch, vergoldete Armbänder für Damenuhren nach Frankreich zu schmuggeln, wurde dieser Tage der deutsche Kaufmann, Walter Lux aus Pforzheim von französischen Zollbeamten in Straßburg festgenommen. Lux hatte, wie dpa aus Straßburg meldet, die Armbänder in mehrere Pakete verpackt und versucht, die Schmuggelware mit seinem Volkswagen bei Kehl über die Grenze zu bringen. Die Armbänder im Werte von etwa 10 000 Mark wurden beschlagnahmt und Lux festgenommen. Ferienreisen für mittellose Erholungsbedürftige Das Evangelische Hilfswerk will Erholungsbedürftigen helfen, die sich zu den üblichen Pensionspreisen keine Ferienreise leisten können. Sein Zentralbüro in Stuttgart hat einen Beratungsdienst zur Förderung der sozialen Erholungsfürsorge eingerichtet, der vor allem diesen Menschen dienen soll/ Das Hilfswerk hat preiswerte Unterkünfte in soliden Fremdenverkehrsorten ausgesucht, die zum Teil abseits der großen Fremdenverkehrswege in wirtschaftlichen Notstandsgebieten oder kirchlichen Diasporagegenden liegen. gen lassen könne. Als er sich noch weigerte, seine Papiere vorzuzeigen, erklärte der Polizist seine vorläufige Festnahme. Es war inzwischen 14.15 Uhr geworden. Notruf und Polizeiwache wurden verständigt, aber auch gegen einen zu Hilfe eilenden Polizisten zeigte sich der Vertreter widerspenstig. Er versuchte sogar, einem Beamten seine Aktentasche auf den Kopf zu schlagen. Schimpfend wurde er daraufhin zur Wache geleitet, wo sich der aufgebrachte Pforzheimer beim Reviervorsteher beschwerte. Dieser stellte aber lediglich fest, daß da eine Ohrfeige fällig gewesen wäre. Gegen einen Strafbefehl über 100 Mark Geldstrafe erhob der Vertreter Einspruch. In der Hauptverhandlung wies der Verteidiger des Angeklagten auf die Schwierigkeiten der Pforzheimer Schmuckwarenvertreter hin, die in ihren Kraftfahrzeugen enorme Werte mit sich führten. Das polizeiliche Kennzeichen „AW 77 — . . .“ sei den Gangstern wohlbekannt, so daß die Industrie- und Handelskammer schon mehrfach angeregt habe, andere Kennzeichen einzuführen. In Hauptverkehrsstraßen sei es immer schwierig, den Juwelieren Muster vorzulegen und gleichzeitig den Wagen zu bewachen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Widerstands zu 100 Mark Geldstrafe. Der Polizist habe rechtmäßig gehandelt. Zudem sei der Wagen durch den Schäferhund gesichert gewesen. jt. Wenn der goldene Ginster blüht . . . . . . legen die Götter ihren Königsmantel über die Erde und es strahlt auf grünem Samt lebendiges Gold. Das ist die wogende Unendlichkeit des blühenden Ginsters, der aus Steinen, Schutthalden Jnd Feldstücken bricht und wie Goldstücke seine Blüten an die grünen Ruten hängt. Es ist die Zeit vor Pfingsten, da diese hochzeitliche Blume erblüht, jene Flut, die aus der rohen Erde dringt, wie ein Mund, der trinkt, die Gevatterin des Flachses, des keimenden Johanniskrautes. „Welle von blühendem Ginster, vor der Tür — da schreitet eine Braut herfür“, singen die jilngen Burschen im Frankenlande und schicken den Hochzeitsbitter ins Haus der Auserwählten mit dem Ginsterstrauß Sie legen ein Ringlein, ein paar Schühlein und das weiße Brauttuch dazu und derweilen das Mädchen die Schätze auf ihre Kammer trägt und hineinschaut ln die Schühlein, ob der Bursche heimlich seinen Namen hineingeschrieben habe, daß ihre Füße immer nur zu ihm laufen möchten, verhandelt der Brautwerber mit Vater und Mutter über den Tag der Hochzeit. Bühender Ginster — Blume der Wallfahrer, die zu den heüigen Kapellen und Kirchlein von frommer Hand getragen wird, blühender Ginster kaum irgendwo so 9diön wie in unseren Schwarzwald, wo er von den Berghängen quillt, sich wie ein goldenes Vlies an den Tälern entlang ausbreitet, ein Meer von Gold! Vermischte» Ein Rotkehlchen . . . . . . schlug sein Nest ausgerechnet auf einer Maschine einer Bürstenfabrik in Bristol auf. Die Direktion ließ daraufhin die Maschine stillegen und ein Schild anbringen: „Rotkehlchen am Nestbau. Ruhe!“ Drei Eier wurden kurz darauf in dem Nest gefunden. Ein Sprecher der Gesellschaft erklärte: „Wir haben das Risiko einer Produktionseinschränkung auf uns genommen.“ Ueber der Stadt Seattle ... . . . explodierte ein großes Meteor.. Sekundenlang war der Himmel von dem Schein der Explosion hell erleuchtet. Schreckerfüllt nahmen Tausende von Einwohnern der Stadt den ungewöhnlichen Vorgang wahr. Türen und Fenster klapperten, als das Meteor auseinanderbarst. Es soll sich bei der Explosion mindestens 700 Meter über dem Erdboden befunden haben. Fast dreißig Sekunden war ein donnerähnliches Grollen zu hören. Schaden entstand nicht. Eine Ziege . . . . . . wurde zur Ursache einer heftigen Stammesfehde zwischen den Basuko- und Bambala-Negern im Kongogebiet, bei der einige Eingeborene schwer verletzt wurden. Der Kampf brach aus, als die den Bam- balas gehörende Ziege auf das Basuko-Gebiet hinüberlief. Die belgischen Behörden schlichteten den Streit und sandten die Verletzten in ein Krankenhaus. Drei Löwinnen . . . . . . eines Wanderzirkus entwichen aus ihren Käfigen in einem Zug in Transvaal. Die eine konnte wieder in den Käfig gelockt werden. Die zweite wurde eingefangen, nachdem sie eine Gruppe afrikanischer Arbeiter auf die Bäume gejagt hatte, die dritte griff eine Kuh bei einer Viehversteigerung an und wurde erschossen. Nachträglich zum Muttertag . . . . . . schenkte ein 18jähriger Flüchtling seiner Mutter in Mülheim seinen Totoschein mit zwölf richtigen Tips und einem Gewinn von 32 292,50 Mark. Die Familie schlief bisher auf Feldbetten. Einen Sarg . . . . . . bestellte sich ein Patient'im Ostendener Krankenhaus, weil er nach Ansicht der Aerzte nur noch Tage zu leben hatte. Der Sarg kani, der Patient gesundete. Ein anderer Patient, der an schweren inneren Blutungen litt, kaufte den Glückssarg, — er wurde gesund. Einem dritten ging es ebenso, denn auch er will den Sarg bereits wieder verkaufen. Ein Schlangenbeschwörer . . . . . . zeigte auf dem Marktplatz in Lyon seine Künste, als plötzlich ein Zuschauer nach einem der Reptilien griff. Er wurde prompt gebissen, tat aber nichts dagegen, sondern lief davon. Die Polizei verfolgte ihn, brachte ihn ins Krankenhaus, wo der Patient erklärte, er habe auf diese Weise Selbstmord begehen wollen. Freitag, 23. Mai 1952 Wummer 118 / Seit 3 S SPORT-NACHRICHTEN Fußball-Amateure in der Zwischenrunde Die Deutsche Fußballmeisterschaft der Amateure wird am Sonntag mit der Zwischenrunde fortgesetzt. Es spielen. In Wuppertal; SC Cronenberg — Eintracht Nordhorn, in Schwenningen: VfR Schwenningen gegen Viktoria Alsdorf, in Bremen: Bremen 60 — Bergedorf 85, in Schwabach: TSV Schwabach — Borussia Fulda. Den Platzvereinen werden in diesen Spielen durchweg die besseren Chancen eingeräumt. Allerdings muß Cronenberg auf seinen Verteidiger Hoff- xnann wegen Verletzung verzichten, so daß von der kampfstarken Eintracht Nordhorns Gefahr droht. Im Bremer Spiel muß sich heraussteilen, wie der Spielmacher des Titelverteidigers Bremen 60, National- ßtürmer Schröder, die schweren Auswahlspieler der Amateurländermannschaft überstanden hat. Dr. Danz, Dr. Bauwens und Baume führen Olympiamannschaft Beim Einmarsch der Nationalmannschaften zu den Olympischen Spielen ins Stadion von Helsinki wird die deutsche Mannschaft durch drei Offizielle angeführt werden. Da Dr. Ritter von Halt.als Mitglied des Internat. Olympischen Komitees nicht teilnehmen kann, werden an der Spitze der deutschen Mannschaft die beiden Vizepräsidenten des Nationalen Olympischen Komitees, Dr. Max Danz und Dr. Peco Bauwens sowie der Schatzmeister des NOK‘s, der Präsident des Deutschen Sportbundes, Willy Daume, die deutsche Mannschaft anführen. «Eifelgold" in silbernem Kranz In diesem Jahr feiert der Nürburgring, der Welt schönste und beste Prüfungssttecke für Kraftfahrzeuge aller Art, sein 25. Jubiläum. Aus diesem Grunde werden die diesjährigen Veranstaltungen auf dem „Ring“ besonders eindrucksvoll und mit dem Aufgebot aller verfügbaren Kräfte durchgeführt. Die Reihe der internationalen Veranstaltungen eröffnet am kommenden Sonntag der ADAC mit seinem internationalen Eifelrennen für Wagen und Motorräder, am 3. August folgt der Automobilclub von Deutschland mit dem „Großen Preis von Deutschland“ für Sport- und Rennwagen und den Beschluß bildet das Internationale ADAC-24-Stundenrennen für Wagen am 6. und 7. September. Es ist also etwas geboten auf dem Nürburgring, der sich in den 25 Jahren seines Bestehens einen besonderen Platz im deutschen und im europäischen Motorsport gesichert hat. Kommt es zu süddeutschem Endspiel? In den Gruppenkämpien zur Deutschen Fußballmeisterschaft geht es in die Rückrunde Gruppe I: 1. FC Nürnberg — Schalke; HSV — Saarbrücken. Gruppe II: Te-Be Berlin — VfB Stuttgart; RW Essen — VfL Osnabrück Mit Beginn der Rückrundenspiele ist die Voraussage nicht mehr so abwegig, daß in diesem Jahr eine süddeutsche Endspielpaarung durchaus möglich ist. Es bewahrheitet sich immer mehr, daß auswärts errungene Punkte ausschlaggebend sind für den Sieg. Aus diesem Grunde kann der Teilerfolg des „Clubs“ in Schalke nicht hoch genug gewertet werden. Auch der VfB Stuttgart hat schon einen solchen goldwerten Punkt auf seinem Konto. Die Berliner haben allerdings der schon zwei und neben dem 1. FC Saarbrücken in der Gruppe I sind es in erster Linie die Berliner „Veilchen“, die den beiden süddeutschen Vertretern den Einzug in das Endspiel streitig zu machen vermögen. Mit dem Zusammentreffen der Spitzenreiter in der Gruppe II fällt vielleicht schon die Entscheidung. Kann der süddeutsche Meister VfB Stuttgart im Olympiastadion gewinnen? Ein Sieg wäre gleichbedeutend mit dem Freifahrtsignal zum Endspiel, aber auch eine Punkteteilung würde den Stuttgartern schon genügen. Acht Punkte werden wohl ausreichen zum Gruppensieg. Offener ist die Lage in der Gruppe I. Hier verdankt Saarbrücken möglicherweise seine Tabellenführung nur dem Umstand, daß es zweimal den Vorteil des eigenen Platzes hatte. Die schweren Brocken kommen, für die Saarländer erst. Bei der Gleichwertigkeit der Vereine ist es nicht von der Hand zu weisen, daß gm Schluß das Torverhältnis über die Placierung' entscheidet. Auf Grund der bisherigen Erfahrungen möchte man .geneigt sein, die Platzmannschaften zu favorisieren, zumal sie teilweise unerwartet glatte Vorspielniederlagen wettzumachen haben. Der HSV und Tennis- Borussia haben es jeweils mit den Spitzenreitern zu tun und es muß abgewartet werden, ob sich diese von ihrem Ziel abdrängen lassen. Den Essenern traut man einen klaren, den Nümtoergem einen knappen Sieg zu. Cockell punktete Tontinl aus Der britische und Empiremeister im Halbschwergewicht, Don Cockell, besiegte in der Londoner Harrin- gay-Arena den italienischen Meister Renato Tontini in einem Boxkampf über zehn Runden nach Punkten. Spitzenreiter Arnberg muß zum KFV Torentscheidungen um den Aufstieg in die zweite Liga Süddeutschlands stehen bevor SC Baden-Baden — Olympia Lampertheim; Karlsruher FV — FC Amberg. Spielfrei: Union Bückingen In den Aufstiegsspielen zur zweiten Liga Süd kann am Sonntag bereits eine Vorentscheidung fallen. Der Spitzenreiter FC Amberg muß nach Karlsruhe zum KFV. Beide Mannschaften haben je 4:2 Punkte. Sollten die Bayern dieses Spiel gewinnen, dürfte an ihrem Aufstieg nicht mehr zu zweifeln sein. Im zweiten Spiel stehen sich die beiden Tabellenletzten SC Baden-Baden und Olympia Lampertheim gegenüber, ^wobei die Platzherren leicht zu favorisieren sind. Die Mannschaft von Union Böckingen ist spielfrei. Pokalspiele in Süddeutschland FC Singen 04 — VfB Mühlburg (Sa); 1. FC Pforzheim gegen FV Offenburg (Sa); ASV Durlach — Freiburger FC (So.) Den Sechs Pokalgruppen in Süddeutschland steht am Wochenende ein umfangreiches Programm bevor. Am Mittwoch, Samstag und Sonntag sind Spiele angesetzt. In der Gruppe drei ist der VfB Mühlburg bestrebt, die an den Freiburger FC verlorene Tabellenführung wieder zurückzugewinnen. Aufstiegsspiele zur Nordbadischen Amateurliga TSV Buchen — SG Kirchheim; VfB Bruchsal — SC Käfertal Mit den Spielen Bruchsal—Käfertal und Buchen gegen Kirchheim wird am Sonntag die Vorrunde der Aufstiegsspiele zur ersten Nordbadischen Amateurliga abgeschlossen. Während in Bruchsal die Platzherren das bessere Ende für sich behalten sollten, ist in Buchen mit einem Erfolg der gastierenden Kirch- heimer zu rechnen. Todessturz beim Giro Auf der vierten Etappe des Giro d'Italia am Dienstag von Siena nach Rom über 250 Kilometer wurde leider ein Todessturz verzeichnet. Achtzig Kilometer vor dem Etappenziel stürzte der Italiener Orfeo Ponsin bei einer steilen Abfahrt so schwer, daß er seinen Verletzungen erlag. Sieger der Etappe wurde Desiree Keieleer (Belgien) in 7:26:40 Stunden vor Alfredo Pasotti (Italien) und Ferdi Kühler (Schweiz). Auf den nächsten Plätzen endeten die Italiener Alfo Ferrari, Renzo Zanazzi und Giorgio Albani. Für alle wurde die gleiche Zeit des Siegers gestoppt. Beginn der Meden- und Pönsgenspiele Tennisplätze am Oavosweg in Erwartung der Spitzenspieler aus drei Ländere In Hagen, Bad Nauheim, Pforzheim, Hamburg, Wiesbaden, Köln und Tübingen kommt am Wochenende die Vorrunde der Großen Meden- (Herren) und Pönsgenspiele (Damen) zum Austrag. (Wir berichteten bereits darüber.) Titelverteidiger dieser Tennis-Mannschaftsmeisterschaft der Verbände ist bei den Herren Bayern und bei den Damen der Niederrhein, der auch in diesem Jahre wieder als Favorit gilt, während das durch den Abtritt von Roderich Menzel und Dr. de Vos ersatzgeschwächte Bayern die Meisterschaft kaum wieder gewinnen dürfte. Es spielen: In Hagen: Westfalen — Bremen, Sieger gegen Rheinbezirk. In Bad Nauheim: Bayern — Hessen. Pforzheim: Niederrhein — Württemberg, Baden gegen Rheinland-Pfalz. Hamburg: Hamburg — Niedersachsen, Berlin — Schleswig-Holstein. Damen: Wiesbaden: Niedersachsen — Westfalen, Sieger gegen Hessen. Köln: Rheinbezirk — Rheinland-Pfalz, Sieger gegen Niederrhein. Tübingen: Württemberg — Baden, Sieger gegen Bayern. Hamburg: Hamburg — Bremen (Bremen hat bereits verzichtet), Berlin — Schleswig- Holstein. An den Austragungsorten der Medenspiele werden gleichzeitig auch die Henner-Henkel-Spiele (sechs Junioren, vier Juniorinnen in Einzelwertung) ausgetragen. Die Spiele in Pforzheim versprechen äußerst interessant zu werden. Vor allem die erste Begegnung zwischen Niederrhein und Württemberg bringt einige deutsche Spitzenspieler gegeneinander auf die Plätze. Die Daviscup-Spieler Göpfert und Herrmann, die für Niederrhein starten, werden vom Pforzheimer Tennispublikum mit besonderer Spannung erwartet. Da auch die Württemberger mit ihrem Spitzenspieler Fürst eine äußerst starke Mannschaft zur Verfügung haben, werden bereits am Samstag vormittag um 10 Uhr, dem Beginn der Kämpfe, schöne Paarungen erwartet. In der Mannschaft von Rheinland-Pfalz, die zunächst auf die badischen Spieler Kuhlmann, Dörfer, Meinhardt, Helmrich, Potaß und den Pforzheimer Walch trifft, stehen ebenfalls Ranglistenspieler, die einen guten Schläger führen. — Im letzten Jahr hatte Pforzheim bereits schon einmal den Vorzug, die Großen Medenspiele zu eröffnen. Damals standen sich Baden, Württemberg und der spätere Gewinner Bayern auf den Plätzen am Davosweg gegenüber. Badens Spitzenspieler Kuhlmann lieferte dem ehemaligen Daviscup-Spieler Roderich Menzel einen blendenden Kampf, bei dem Menzel alles aufbieten mußte, um im dritten Satz noch mit 9:7 zu gewinnen. Leider standen die damaligen Spiele unter schlechten Wetterverhältnissen. Hoffen wir, daß die Sonne morgen und am Sonntag freundlich über den schönen Plätzen am Davosweg scheint Das Pforzheimer Tennispublikum, das vor allem in den Jahren vor dein Krieg immer bestes Tennis geboten bekam, ist in freudiger Erwartung. G. O. • .i ' 04 . Unsere Bildmontage zeiot Ausschnitte aus den letztjährigen Medenspielen am Davosweg. Links Kuhl- mann hinter der Grundlinie. Mitte: Blick auf die Anlage während des Spieles Kuhlmann gegen Fürst Rechts oben: Kuhlmann und Menzel , die schärfsten Gegner jenen Tages. Aufnehmen: Gunter Oberst SÜD WESTDEUTSCHER SPIEGEL Dr. Veit verabschiedet sich Wirtschaftsminister Dr. Hermann Veit sprach am Dienstag anläßlich der Beendigung seiner Amtszeit als Präsident des Landesbezirks Nordbaden in einem Aufruf der nordbadischen Bevölkerung sowie allen Bediensteten der Staatsverwaltung des Landesbezirks Nordbaden, den Beamten, Angestellten und Arbeitern den Dank für ihre Zusammenarbeit und ihre Leistungen beim Wiederaufbau der zerstörten Gemeinden und Städte aus. In dem Aufruf bittet Wirtschaftsminister Dr. Hermann Veit vor allem, den Groll über den Zusammenschluß von Baden und Württemberg zu einem neuen Bundesland beiseite zu legen, und mitzuarbeiten an der großen Aufgabe, dieses Land wirtschaftlich, kulturell, sozial und politisch so zu gestalten, daß sich alle darin wohl fühlen und niemand den Zusammenschluß zu bereuen hat. Wirt- schaftsminister Dr. Hermann Veit bat die Bevölkerung Nordbadens davon überzeugt zu sein, daß er sich nach wie vor für die Interessen und Anliegen der badischen Bevölkerung einsetzen werde. Schwarzenbach-Stausee verschwindet vorübergehend Ueberprüiung der Mauer notwendig - üeber 14 Millionen cbm Wasser werden abgelassen Tausende von Mittelbadenem aus Pforzheim, Karlsruhe, Bühl und den Industriestädten an der Murg müssen diesen Sommer auf ein Vergnügen verzichten, das sie alljährlich an den Schwarzenbachstausee im Herzen des Nordschwarzwaldes geführt hat, um hier, fern vom Betrieb der Schwimmbäder, in aller Ruhe ihre Zelte aufzuschlagen. In’ diesem Sommer nun wird erstmals seit dem Jahre 1936 das Schwarzenbachstaubecken abgelassen. Wo sich sonst 14,2 Millionen Kubikmeter Wasser befand, wird dann eine leere und öde Steinwüste sein. Schon jetzt ist der Stausee auf ein Drittel geleert, und die Geräusche von Preßluftbohrern erfüllen die sonst so stille Schwarzwaldlandschaft. Bis Anfang Juni wird der See ganz leer und die Staumauer in ihrer vollen Länge und Breite den Arbeitern zugänglich sein. Außerdem Betonverputz der dem Wasser zugekehrten Staumauern sollen auch die Rohre und Stollen überprüft und eventuell ausgebessert werden. Eine solche Ueberprüfung ist deshalb notwendig, weil im August des Jahres 1944 die Talsperre von amerikanischen Bombern mit etwa 70 Bomben eingedeckt wurde. Die Staumauer selbst wurde von zehn Bomben getroffen, der Rest ging ins Wasser. Die Bauleitung erwartet, daß sich auf der Sohle der Talsperre noch Reste der Torpedonetze finden werden, die damals das Werk vor der Vernichtung schützten. Mit dem Ablassen des Wassers aus dem Staubek- ken ist natürlich auch die Stromproduktion des Werkes Forbach, das dem Badenwerk angehört, unmöglich geworden. Das wird aber insofern die Stromversorgung des mittelbadischen Gebietes nicht stören, als die Strommengen auch bei normaler Produktion nicht den Verbrauch decken und das Werk Forbach das Fünffache der eigenen Produktion aus dem Schluchseewerk entnimmt und absetzt Studenten mit Finonzminister unzufrieden Auf der Vollversammlung der Studenten der Technischen Hochschule der Stadt Stuttgart kritisierte der Asta-Vorsitzende das mangelnde Verständnis des Landesfinanzministeriums für die Belange der Hochschule und ihrer Studierenden. Im württembergisch- badischen Parlament sei bei der Debatte um dringend notwendige bauliche Verbesserungen der TH vom Finanzminister immer wieder die Deckungsfrage gestellt worden. Für das Institut für Leibesübungen erhalte die Hochschule aus Mitteln des Fußballtotos jährlich 7 000 Mark, während dem Staat aus einer Erhöhung der Studiengebühr, die für die sportliche Förderung der Studenten verwendet werden sollte, jährlich 40 000 Mark zuflößen. Die Umkleideräume des Hochschulsportplatzes seien baufällig. Das Finanzministerium erkläre sich jedoch für nicht zuständig. Berliner Kinder nach Baden eingeladen Der Verband der Heimkehrer in Offenburg (Baden) will eine größere Zahl von Berliner Kindern, deren, Väter heute noch in Gefangenschaft oder vermißt sind, in den Sommerferien in der Ortenau, dem Gebiet um Offenburg, unterbringen. Die Kinder sollen durch das Rote Kreuz in ihre Bestimmungsorte geleitet werden. In einem Aufruf wird die Bevölkerung gebeten* Berliner Kinder aufzunehmen. Ein „politisches Urteil'' oder nicht? Bundesverfassungsgericht befaßte sich mit einem in der Sowjetzone erlassenen Strafurieil Der Erste Senatdes Bundesverfassungsgerichtes befaßte sich unter dem Vorsitz seines Präsidenten Dr. Hermann Höpker-Aschoff mit der Verfassungsbeschwerde des 27 Jahre alten Gerhard Biszovsky aus Pforzheim, der gegen die Vollstreckung eines wegen fahrlässiger Tötung in der Sowjetzone gegen ihn erlassenen Strafurteils Verfassungsbeschwerde ein gereicht hatte. Biszovsky war am 27. Juni 1950 vom Gericht in Reichenbach/Vogtland in Abwesenheit wegen fahrlässiger Tötung zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte am 24. Juli 1949 mit einem Mietwagen seine Verlobte aus Zwickau abgeholt. Obwohl er keinen Führerschein besaß, hatte er den Wagen gelenkt und beim Anfahren an einer Tankstelle — der Rückwärtsgang war eingeschaltet — einen Bauarbeiter angefahren. Der Bauarbeiter, der gegen einen anderen Wagen gedrückt worden war, erlag seinen bei diesem Unfall erlittenen schweifen Verletzungen. Nach der Anordnung der Vollstreckung der Strafe durch das Württembergisch-Hohenzollem'sche Justizministerium im Jahre 1951 hatte Biszovky zunächst Dienstaufsichtsbeschwerde und, nachdem diese abgelehnt worden war, Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Diese Beschwerde begründete Biszovky mit unmenschlicher Härte und Grausamkeit des Ostzonenurteils. Gleichzeitig hatte er darauf hingewiesen, daß er sich nur durch seine Flucht nach Westdeutschland einer Einweisung in ein Uranbergwerk entzogen habe. Fahrlässige Tötung wird im Osten wie im Westen abgeurteilt Der Verteidiger Biszovskys, Rechtsanwalt Dr. Bau- mer, bezeichnete die Entscheidung des Sowjetzonengericht als ein „politisches Urteil“, dessen Strafmaß wegen der Flucht Biszovskys erhöht worden sei. Da man Biszovsky auch kein Amnestierecht gewährt habe, stelle er den Antrag, das Bundesverfassungsgericht möge die von der Staatsanwaltschaft in Tübingen erlassene Verfügung über die Inhaftierung Biszovskys aufheben. Der Vertreter des Bundesjustizministeriums, Oberstaatsanwalt Dr. Nüse erklärte, daß man in der Bundesrepublik mit Ausnahme von politischen Urteilen, die Strafurteile sowjetzonaler Gerichte im allgemeinen anerkenne und vollstrecke, zumal da auf dem Gebiet des allgemeinen Strafwesens die in der Sowjetzone gültigen Richtlinien und Grundsätze der Strafurteile im wesentlichen mit denen in Westdeutschland übereinstimmten. Der Vertreter des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen, Ober- regierungsrat Dr. Kunisch, zweifelte daran, daß Biszovsky in ein Uranbergwerk eingewiesen worden wäre, da er dem Gericht darüber keine Unterlagen vorlegen konnte. Auch er war der Ansicht, daß man in der Strafzumessung kein „politisches Urteil“ sehen könne. Der Vertreter des Justizministers von Württemberg- Hohenzollem, Oberstaatsanwalt Bogenrieder, bezeichnete das Vergehen Biszovsky als grobe, fahrlässige Tötung, die im Osten wie im Westen abgeurteilt Wierde. Die Strafe sei zwar hart aber nicht unmenschlich. Bogenrieder stellte daher den Antrag, die Verfassungsbeschwerde zu verwerfen. Ladenschlußgesetz ungültig Die von Südbaden und Bremen erlassenen Ladenschlußgesetze sind vom Bundesverfassungsgericht in. Karlsruhe neuerdings für ungültig erklärt worden. Nach der Urteilsbegründung des Ersten Senats stehen beide Gesetze im Widerspruch zu der als Bundesrecht noch geltenden Arbeitszeitordnung von 1938. Nach dieser Verordnung müssen die Geschäfte von 19 bis 7 Uhr geschlossen sein, woraus sich nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichts umgekehrt ergibt, daß sie von 7 bis 19 Uhr geöffnet sein dürfen. Im badischen Ladenschlußgesetz war im Paragraphen 2 bestimmt, daß die Läden Mittwochs um 13 und Sonnabends um 17 Uhr geschlossen werden müssen. Das bremische Gesetz setzte den Verkaufsschluß von Montag bis Donnerstag auf 18 Uhr und für Samstag auf 14 Uhr fest. Das Bundesverfassungsgericht ist dagegen der Ansicht, daß Läden an Wochentagen von sieben bis 19 Uhr keinen Verkaufszeitbeschränkungen unterworfen werden dürfen. Kurzmeldungen aus Südwestdeutschland :: Für den Bau eines Studentenwohnheimes in Stuttgart hat ein Deutsch-Amerikaner den stattlichen Betrag von 1,3 Millionen Mark gespendet. Der hochherzige Stifter will jedoch nicht genannt werden. Mit dem Bau des Wohnheims, das hinter der Holzgartenstraße errichtet werden soll, wird im Herbst begonnen werden. :: Dpis Städtische Krankenhaus in Kehl wird, wie die Abwicklungsstelle der Staatskanzlei in Freiburg mitteilt, am 21. Juni 1952 um 17 Uhr an den deutschen Sektor von Kehl zurüdegegeben. :: Die Landespolizei hat einen 18jährigen Arbeiter aus Asperg und seine um zehn Jahre ältere Schwester ermittelt, die dieser Tage zweimal in das Wochenendhaus ihres Onkels bei Markgröningen eingebroefaen sind und Möbel sowie Einrichtungsgegenstände gestohlen haben. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben ferner, daß die Geschwister bereits im vergangenen Jahr in dasselbe Wochenendhaus eingebrochen waren und ein Sofa gestohlen hatten. Um ihren Diebstahl zu vertuschen, hatten sie damals Feuer gelegt und das Haus völlig niedergebrannt. :: Ein Pflanzenschutzmittel, das ein Landwirt im Kreis Künzelsau auf seinen blühenden Rapsacker gestreut hatte, verursachte ein großes Bienensterben, von dem 150 Bienenvölker in den umliegenden Dörfern betroffen wurden. Der Schaden wird auf ungefähr 5 000 Mark geschätzt, kann sich aber noch erhöhen, da außer den Flugbienen auch die Brut in den betroffenen Stöcken eingehen dürfte. Haute Beflaggung der äffentlldien Bebfiude Der badisch-württembergische Ministerrat hat beschlossen, daß die staatlichen Gebäude am 23. Mai, dem Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes, beflaggt werden. Der Ministerrat hat mit diesem Beschluß einer Anregung der Bundesregierung entsprochen. Gleichzeitig wurden die Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts gebeten, ebenfalls zu beflaggen. Klettermaxe klettert in Mannheim Der bekannte Sensationsdarsteller, Arnim Dahl, der in dem neuen Film „Klettermaxe“ die Hauptrolle spielt, hat am Dienstagnachmittag seine artistischen Kunststücke vor mehreren Tausenden Neugierigen auf dem Mannheimer Paradeplatz gezeigt. Arnim Dahl machte diese Vorführung zugunsten der Tombola für den Wiederaufbau des Nationaltheaters, die gegenwärtig in Mannheim läuft und bei der bereits über 600 000 Lose verkauft wurden. Er kletterte an der Hausruine eines einstigen Mannheimer Groß- kaufliauses hinauf und ließ sich auf der einen Seite an der Außenwand wieder vier Stockwerke hinunter. Strafgefangener schießt Aufseher nieder Bei einem Ausbruchsversuch aus dem Trierer Gerichtsgefängnis in der Nacht zum Dienstag schoß der 27jährige Strafgefangene Paul Hollatz den Gefängnisaufseher Theodor Werner mit einer belgischen Kleinkaliberpistole nieder. Hollatz, der sich in der nächsten Zeit unter der Anklage, 33 Raubüberfälle im Bundesgebiet verübt zu haben, vor dem Trierer Landgericht zu verantworten hat, konnte nach einem Feuergefecht überwältigt werden. Es ist noch nicht geklärt, wie er in den Besitz der Pistole gekommen ist. Der Gefangene hatte um Medikamente gebeten. Als der Wärter die Zellentür öffnete, richtete Hollatz die Pistole auf -ihn. Mit zwei lebensgefährlichen Kopfschüssen brach der Beamte zusammen. . Bundesgerichtshof verweist Bevision Staneks Der Erste Strafsenat des Bundesgerichtshofes verwarf am Dienstag die Revision des aus Schlesien stammenden 42jährigen Kraftfahrers Albert Stanek, der im November vorigen Jahres vom Schwurgericht Karlsruhe wegen Mordes zu lebenslänglichem Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt worden war, als unbegründet. Stanek hatte im November 1950 seine Geliebte in deren Wohnung in Karlsruhe-Bulach durch über zwanzig Stiche mit einem Schlächtermesser aus Eifersucht getötet. Vor der Tat hatte sich Stanek in ihr Schlafzimmer eingeschlichen und unter ihrem Bett verborgen. Die Revision des Angeklagten hatte sich darauf gestützt, daß er im Affekt gehandelt habe, und demzufolge zu unrecht wegen Mordes verurteilt worden sei. Wetterbericht Die sich von der Biskaya bis Nord- und Osteuropa erstreckende Hochdruckbrücke hat sich noch verstärkt, 90 daß sich die eingeflossene Kaltluft nur langsam verdrängen läßt Tagsüber allmählich Erwärmung, aber immer noch niederschlagsfrei. Langsam abflauende Winde, nachts ziemlich kühl. "TümZDirlMdi ätrJZtimvand (Xiiüin maßgeßiieft: J)a.s §e&cfiä{jt Kann der Film soziale Reformen durchsetzen? — Weshalb Hollywoods Sozialkritik versagt? Richtschnur des Denkens und Handelns für etwa 50 Millionen Amerikaner sind Fernsehen und Film. Große und anerkannte Schauspieler wirken geradezu als Gesetzgeber und Lebensreformer im Kleinen, im positiven wie auch im negativen Sinne. Sie können „Revolutionen“ verursachen und Traditionen umstoßen. Deshalb wird Hollywood auch von der Organisation der Vereinigten Nationen ernst genommen. Deshalb hat die UNO einen ständigen Vertreter in Amerikas Filmmetropole. Auch internationale Großfirmen versuchen, über den Film und über beliebte Schauspieler ins große Geschäft zu kommen. So gelang es englischen Teefirmen, durchzusetzen, daß in einem Hollywood-Film statt der üblichen Drings Tee getrunken und das Wort Tee ein paarmal in lobenden Wendungen gebraucht wurde. Der Umsatz von englischem Tee in den USA schnellte nach dieser geheimen Filmreklame, die niemand als Reklame erkannt hatte, um 20 Prozent in die Höhe. Seit 1945 ist Hollywood auf breiter Front in die amerikanische Gesellschaftskritik eingeschwenkt. Vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges hatte sich Hollywood nur einmal in diesem Genre versucht und dabei die Finger so gründlich verbrannt, daß man fürs erste davon genug hatte. Der Film hieß „Mister Smith kommt nach Washington“. Er geißelte die Korruption in der amerikanischen Politik so offen, daß er in gewissen Staaten des amerikanischen Ostens nicht gezeigt werden konnte. Die Theaterbesitzer lehnten es ab, ihn vorzuführen. Seit Kriegsende dagegen findet Hollywood gerade mit Filmen der schärfsten Kritik am amerikanischen Leben überall in den Staaten offene Theater, und man scheut sich nicht, die Filme auch im Ausland zu zeigen, obwohl sie keine gute Visitenkarte für das Land und seine Bewohner sind. Man braucht sich nur an den Film „Die Schlangengrube“ zu erinnern, der Zustände in amerikanischen Nervenheilanstalten rücksichtslos geißelte. Ein anderer bekannter Film spielt in einem amerikanischen Frauengefängnis und drängt jedem Zuschauer die Vorstellung auf, in allen amerikanischen Gefängnissen herrsche eine derartige unvorstellbare Brutalität und Korruption der Verwaltung. Zu den Themen, die ferner aufgegriffen und bis zur Selbstzerfleischung durchleuchtet wurden, gehören das Rassenproblem, das Verbrecherunwesen und die Korruption im Berufssport. Bei oberflächlicher Betrachtung erscheint die Themenwahl Hollywoods wirklichen Emst und großes, soziales Verantwortungsbewußtsein zu beweisen. Bei näherer Betrachtung bleibt davon aber auch gar nichts übrig. Fragen wir zunächst einmal nach der Wirkung all dieser sozial-kritischen Filme. Merkwürdigerweise ist sie bis jetzt immer noch ganz anders gewesen, als man theoretisch erwarten müßte. Nach unserer Meinung hätte Beseitigung der Übelstände erfolgen müssen, zumindest aber hätten wir eine allgemeine Entrüstung und Empörung der Öffentlichkeit erwartet. Was geschieht? Das Publikum füllt die Kinos, läßt sich entweder schockieren oder faszinieren, fordert aber keinesfalls Abänderung korrupter oder menschenunwürdiger Zustände. Es zeigte sich zum Beispiel, daß überall da, wo der große, das Berufsboxen brandmarkende Film gezeigt wurde das Interesse an Berufsboxkämpfen noch größer wurde. Nach Filmen, die das Verbrecherunwesen in den USA dokumentarisch durchleuchteten, stieg die Nachfrage nach Zwischenserien mit Verbrechern als Helden nur noch höher. Weder in einem Frauengefängnis, noch in einem Irrenhause, die der Reform bedurften, ist nach den kritisierenden Filmen irgend etwas geschehen. Das alles scheint schwer verständlich, hat aber einen triftigen Grund. Der Film ist in erster Linie Geschäft. Hollywood hat die sozialkritischen Themen aufgegriffen, weil sie „ziehen“. An einer Beseitigung der Übelstände sind die Filmleute Völlig uninteressiert. Triebfeder ihrer ' Daher auch der durchweg deprimierende Eindruck, den alle diese brillant gemachten Filme bei dem besseren Teil des Publikums in Amerika und überall anderswo hinterlassen. Da sie sich auf Negationen beschränken, ist ihre Wirkung auf diesen Teil des Publikums negativ. Kinobesucher dieses Schlages sehnen sich nach echten, menschlichen Werten und sie sind verstimmt, wenn sie das Kino verlassen müssen in dem Gefühl, eigentlich sei es doch eine Schande und ein Verhängnis, Mensch zu sein. Mit diesem Teil des Publikums rechnet man in Hollywood nicht, denn die Marktanalyse hat festgestellt, daß Kinobesucher dieser Art in Amerika in der Minderzahl sind gegenüber denen, die das Negative reizt und fasziniert, womöglich sogar begeistert. Diesem psychisch labilen Teil des Publikums zuliebe werden die sozialkritischen Filme gedreht, aus diesen Kreisen kommen die wertvollen Mundpropagandisten, sie verhelfen den Filmen zum Welterfolg. Auf keinen Fall ist, es Hollywood darum zu tun, aus Liebe zur Wahr- Kritik ist nicht etwa soziales Mitgefühl heit, aus Nächstenliebe und Mitgefühl für oder Verantwortungsbewußtsein, sondern die armen Opfer sozialer Mißstände Alarm eiskaltes geschäftliches Kalkül. izu schlagen. Nut eine film-Minute Bericht über einen Besuch im Filmatelier Hier, hinter den Kulissen, scheint es nur die zwei Erklärungen zu geben: Trümmerhaufen oder Omas Rumpelkammer. Vom Podium der Kamera aus gesehen aber schieben sich die Gipswände, Sperrholzplatten, Holztürme und Laufstege zauberhaft zusammen, und man befindet sich nicht mehr in einem Filmatelier, sondern in einer internationalen Seemannskneipe, einer Hafenspelunke, mitten in einer fremden und fernen Welt. Alles ist da: wackelige Tische und Stühle, ein Baldachin aus Bambusstangen, ein Balkon für die Reichen und andere Zuschauer, - unten ein Podium für die Jazzband, Nischen für Pärchen, die Theke für den unvermeidlichen schwammigen Wirt und überall dahinter und dazwischen ein buntes Völkchen unter heiterem Himmel. Alles, was sich in einer Hafenstadt des Südens ein Stelldichein geben kann, ist versammelt: der unrasierte Steuermann auf großer Fahrt, der Matrose, von dem man nicht weiß, wieviel Rassen er angehört. In der Dunkelheit möchte man ihm nicht allein begegnen. Vielleicht wagen das nur jene Mädchen, die selbstredend auch da sind. Sie sitzen mit schmachtenden Blicken in ihren Nischen und warten. Es fehlt nicht der Malaie und nicht der Chinesenjunge, der an seinem Strohhalm kaut, weder der junge Schiffsoffizier noch der Globetrotter aus dem alten Europa. „Einstellung 347!“ schallt es durch den Raum. Hundert Hände werden lebendig wie die Pleuelstangen einer gewaltigen Maschine. Die Kamera rückt auf, die Scheinwerfer werden eingestellt, und alles wirbelt durcheinander. Tischler, Beleuchter, Maler, Architekt, Maskenbildner, Garderobier, Komparsen, Schauspieler, Kameramann und Assistent, Requisiteur und Aufnahmeleiter, Produktionsleiter, Regisseur — lauter Menschen —, die das Publikum nie zu sehen bekommt. „Achtung, Probe!“ — „Ruhe bitte!“ Pfeifen schrillen, die Scheinwerfer schleudern ihr Licht in den Raum, die Tänzerin macht ein paar Schlangenbewegungen zum Tisch hin, an dem der Hauptdarsteller in seine Zeitung vertieft ist... „Halt!“ — Das Bild gefällt dem Regisseur nicht. Es gibt räumliche Verschiebungen, Umstellungen. „Das alles klebt ja auf einem Haufen!“ knurrt der Regisseur. Vorn der Malaie am Tisch des Stars und des Globetrotters muß sich herumdrehen. „Profil, profil brauchen wir den!“ Wieder Probe. Wieder nichts. Es sieht nicht alles gespannt genug auf die Begegnung dieser beiden Typen am Tisch, und darum hat die Szene selbst auch keine Spannung. Korrektur und wieder Probe. „Nein, der Chinesenjunge soll weiter stoisch am Strohhalm kauen!“ Der versteht noch nicht, um was es hier geht. Der Hauptdarsteller darf die Zeitung nicht so hoch halten, und die Komparsin mit dem Strohhut soll noch gespannter, noch sensationshungriger sein. Immer wieder wird korrigiert und geändert. Dann endlich Hauptprobe. und nur der erlösende Ruf: „Alles auf die Plätze!“ Der Mann mit der Klappe tritt vor die Kamera: „347 das zweitemal!. Wir drehen. Achtung! Aufnahme — los!“ (Erma/London Film) Einen schönen Gruß aus Wien lächelt uns Marianne Schönauer zu. Marlon Brando haßt Blondinen Der exzentrischste Mann Hollywoods — Vom Kanalarbeiter zum Filmstar Mit Zelluloidringen in der Nase und braunen Kontaktgläsern vor den blauen Augen spielte Marlon Brando seine neue, große Rolle: den mexikanischen Rebellen Zapata. Das deutsche Publikum kennt diesen hervorragenden Schauspieler durch seine Meisterleistung in dem Film „Endstation Sehnsucht“. Man kann Brando ohne zu zögern, als den exzentrischsten Star unserer Zeit bezeichnen. Sein Auftreten in der Welt des Films hat wie eine Bombe gewirkt. Viel zu plötzlich ist er nach seiner Auffassung /jtnieo (djiuisß Der große Sänger als Mensch — und als Hauptperson eines Films * (Metro-Goldwyn-Mayer) Deborah Kerr und Robert Taylor halten ein Atelierschwätzchen während der Aufnahmen zu „Quo Vadis“. Mit dem Namen Enrico Caruso verbinden die Älteren unter uns die Vorstellungen von einem außergwöhnlichen, bisher unerreicht gebliebenen Sänger. Damit hat es sein Bewenden, und das ist für die Jüngeren, die diesen Tenor nicht mehr erlebten — Caruso starb 1921 — durchaus verständlich. Und doch verdienen es die großen menschlichen Züge, die den Sänger zeit seines Lebens auszeichneten und als Voraussetzung für die beseelte Kraft seiner Stimme angesehen werden müssen, daß ihrer zur Abrundung des Bildes Enrico Carusos einmal gedacht wird. Die menschliche Brücke zu dem Unsterblichen schlug für uns zunächst der Roman von Frank Thieß „Neapolitanische Legende“, ein Buch, das den Lebensabschnitt des Werdens des einstigen Arbeiterkindes aus dem Armenviertel Neapels zum sich durchringenden Opernsänger umschließt — und nun, da sich die Italiener so sehr von dieser biographischen Dichtung anrühren ließen, daß sie das von 'Thieß Geformte mit Kamera und Mikrophon für die Lichtspielhausbesucher umformten, schlägt diese Brücke auch der Film. Er heißt: „Das Wunder einer Stimme — Enrico Caruso“. In beiden Werken wird die Wurzel der menschlichen Vorzüge Carusos sichtbar. Aus ihr erklärt es sich, daß der später Erfolgreiche, der für einen Abend in Mexico City 15 000 Dollar erhielt — eine Gage, die seitdem nie wieder gezahlt wurde — immer der einfache, gütige, tiefgläubige Mensch blieb, der seine Herkunft nie verleugnete. Lob und Schmeichelei waren ihm, der seine Stimme stets als Begnadung empfand und seinen Gesang! j als Mission auffaßte, aus tiefster Seele verhaßt. Um in solchen Fällen überhaupt, 1 darauf etwas zu erwidern, entzog er sich ; der ihm peinlichen Situation mit den von einem charmanten Lächeln begleiteten Worten: „Wie freundlich von Ihnen, sich neiner zu erinnern!“ Der Große, der in' einer Jugend das Brot der Armen aß, war m Grunde seines Herzens ein Beschei- lener. Und daraus entsprang die nächste ;roße Eigenschaft seiner Persönlichkeit: ier Wunsch, Gutes zu tun. Hunderte und aber Hunderte von Bittgesuchen mit Darlehnswünschen erreichten ihn, in jeder Post waren Bettelbriefe, und immer beantwortete er sie und half mit kleinen Summen, soweit es in seinen Kräften stand. Seine Frau Dorothy sagte ihm eines Tages, daß unter diesen Briefen bestimmt auch einige von Schwindlern seien und man unrecht tue, sie zu unterstützen. Caruso antwortete: „Schwindler oder nicht, wer will das entscheiden?! Und wenn dadurch ein Armer nicht unterstützt würde?“ Musikkritiker stellten schon diesem und jenem Tenor nach Caruso das Zeugnis größerer technischer Qualitäten aus. Was Caruso dennoch vor allen als Sänger auszeichnete, war der Adel seiner gläubigen Persönlichkeit, der Ernst und das Verantwortungsbewußtsein seiner Arbeit. berühmt geworden. Aber trotzdem ist der ehemalige Kanalarbeiter vollauf mit seinem neuen Beruf zufrieden. „Ich bin Schauspieler“, betont er, „und für etwas anderes habe ich kein Talent.“ Ich aß mit Marlon Brando in einem Restaurant zu Mittag. Es war ein aufregendes Mittagsmahl. Brando redete wie ein Buch. Plötzlich erhob er eich und marschierte zum großen Staunen aller Gäste einige Male zwischen den Tischen hin und her. Als er sich wieder setzte, sagte er nur: „Ich war unruhig geworden.“ Ich nickte entschuldigend. Man hatte mir schon von dieser Angewohnheit des Stars erzählt. Beim Nachtisch erzählte er grinsend: „In Afrika habe ich einmal gemahlene Gazellenaugen gegessen!“ Ich sah ihn erstaunt an. Da brach er in ein schallendes Gelächter aus und gestand: „Ehrlich gesagt: Ich bin niemals in Afrika gewesen.“ Das ist Marlon Brando. Er pfeift auf alle gesellschaftlichen Regeln. „Ich glaube, die Menschen halten mich für verrückt“, sagte er mir einmal grinsend. Und fügte hinzu: „Ich birl es aber nicht. Höchstens bei Vollmond.“ Der 28jährige Schauspieler ist Junggeselle. „Ich hasse Blondinen“, erklärt er. Es gibt überhaupt vieles, was er nicht ausstehen kann. Dazu gehören Filmprämieren, Coctail-Parties und Nachtclub6. Auch für „Publicity“ ist er nicht zu haben. Und das will für einen Filmstar schon etwas heißen. Seine neue Rolle als Zapata hat ihn befriedigt. Nur die Zelluloidringe — die seine Nasenflügel verbreitern sollten — ärgerten ihn maßlos. Weniger das Honorar. „Ich glaube, sie sind die 185 000 Dollar wert, die wir Ihnen für Zapata gezahlt haben“, sagte der Produzent Darryl Zanuck' zu ihm, als der Film abgedreht war. Brando nickte lässig. „Bin ganz Ihrer Meinung!“ war seine selbstbewußte Antwort. Vielleicht ist es gut, daß das überkultivierte Hollywood endlich einmal einen Mann herausgestellt hat, der so ganz aus dem Rahmen fällt. Aber wir wollen hoffen, daß die „Errol-Flynn-Epoche“ jetzt nicht durch eine „Marlon-Brando-Epoche“ abgelöst wird. Denn das hieße den Teufel 'mit Beelzebub austreiben. In Hamburg wird der Film „Toxi“ gedreht. Die Hauptrolle spielt das fünfjährige Mulattenkind Elfie Fingert, und es spielt damit gleichzeitig sein eigenes Schicksal, das Schicksal eines der glücklich- unglücklichen Geschöpfe der. Besatzungszeit. Elfie ist ein niedliches Ding und ungeheuer wißbegierig. Hier muß ihr Regisseur R. A. Stemmle die Kamera erklären. Zwei Sprachen, ein Tonband Ottawa. — Ein kanadischer Filmfach- . mann hat eine Erfindung gemacht, die von umwälzender 1 Bedeutung für die Tonfilm- , industrie werden kann. Es handelt sich um ein Verfahren, das die Aufnahme von ; zwei Sprachversionen auf einem einzigen i Tonband ermöglicht. Erfinder des Verfahrens ist ein Ingenieur des kanadischen Nationalen Filmamtes. Mit der amerikanischen Tonfilmindustrie ist bereits Verbindung aufgenommen worden. Der Zweisprachen-Ton- film beruht auf einem geteilten Tonband. Der Standard-Tonstreifen wird durch zwei getrennte schmalere Tonstreifen ersetzt, die in einem Mixgerät wieder zusammengefügt werden. Durch einen Druckknopf wird bei der Vorführung die gewünschte Version ein- und die andere ausgeschaltet. Nordbaden, das Land der Burgen und Schlösser „Uiiveryefilidie Eindrttdie im Brudialer Sdiloflyarten” Ein kleiner Streifzug durch ein Dutzend Bilderbogen aus dem nordbadischen Raum Ein dickes Bündel von Reiseprospekten aus dem „Land der Burgen und Schlösser“ flatterte uns dieser Tage auf den Tisch. Die Herausgeber der z. T. mit farbigen Reproduktionen bebilderten kleinen Hefte sind der Landesfremdenverkehrsverband Heidelberg bzw. die Verkehrsvereine der einzelnen Städte. Mannigfaltigkeit auf engstem Raum Treffend schildert der Prospekt „Baden-Württemberg“ das Charakteristische unserer Heimat. Das Wesen des deutschen Südwestens, so heißt es da, sei die Mannigfaltigkeit auf engstem Raum. Neben altertümlichen Kleinstädten, in denen jeder Reisende immer neue Entdeckungen mache, stünden moderne Großstädte mit allem Komfort der Neuzeit. Neben dem eleganten Hotel sei der verträumte romantische Gasthof aus Urväterstagen zu finden. Dieser Flecken zeichne sich durch einzigartige Kunstschätze, der andere wieder durch prachtvolle Volkstrachten aus und dgl. mehr. Der Bruchsaler Prospekt Der Verkehrsverein brachte das hübsche Heftchen in einer Auflage von 10 000 Stück heraus. Auf engstem Raum enthält das Werkchen alles, was über Bruchsal zu sagen ist. Es gibt eine kleine Einführung in die Geschichte der Stadt, es berichtet von dem einzigartigen Schloß mit dem berühmten Treppenaufgang des genialen Baumeisters Balthasar Neumann. Auf die Peterskirche macht der Prospekt aufmerksam, auf das Belvedere, auf den Schloßgarten, auf die allegorischen Figuren der Jahreszeiten und der Elemente. ' Zusammenfassend wird festgestellt: „Bruchsal ist. eine Stadt, in der sich Traditon und Fortschritt auf's glücklichste verbinden“, Das Hotel- und Gaststättenverzeichnis gibt Aufschluß über die Unterbringungsmöglichkeiten. Im aufstrebenden Hotel „Friedrichshof“ stehen wieder 55 Betten' zur Verfügung, in der „Scheffelhöhe“ 24, im Hotel Garni 6, im Graf Kuno“ 11, im „Goldenen Lamm“ 5 und im Fremdenheim Etzkorn 10 Betten. An Kaffees und Restaurants sind erwähnt: Das Kaffee Baumann, der Brauereiausschank Denner, der „Prinz Max“, die Gaststube Oertle und die Winzerstube Göpfrich. Unsere Bitte wäre: Alle müßten sich beteiligen, wenn der Verkehrsverein einen zweiten Prospekt vorbereitet. Die geringen Kosten, die der einzelne zu tragen hat, stehen in keinem Verhältnis zu der durch den Prospekt erreichbaren Werbewirkung. Mingolsheim und Langenbrücken Eine andere Werbeschrift „Reiseland Nordbaden“ stellt die Schwefelbäder Mingolsheim und Langenbrücken besonders heraus. Erwähnt sind das seit 1824 im Besitz der Familie Sigel befindliche Langenbrük- -teener Kurhaus mit 80 Betten, von Mingolsheim die ■ Kurhäuser St. Rochus mit 60 und Gantner mit 36 Betten. Aufmerksam gemacht wird auf die besonderen Heilerfolge der Schwefelbäder bei Rheuma in allen Formen, bei Gicht und Ischias, bei chronischen Ekzemen, bei Furunkulosen, bei Stoffwechselkrankheiten und bei Vergiftungen. Bruchsal immer wieder erwähnt In allen Prospekten des nordbadischen Raumes ist Bruchsal stets rühmend erwähnt. Die Schrift „Nordbaden, das Land der Burgen und Schlösser zwischen Rhein, Neckar und Main“, sagt u. a.: „In Bruchsal bemüht man sich um den Wiederaufbau des Schlosses und ist bestrebt, die traditionellen Konzerte im Rokokorahmen wieder ins Leben zu rufen“. Im französischen Text stößt der Leser auf die anerkennende Bemerkung: „Le jardin du chateau de Bruchsal, qui laisse au spectateur des Souvenirs inoubliables“. — Unvergeßliche Eindrücke hinterläßt der Bruchsaler Schloßgarten. Historisch nicht ganz stichhaltig Der gleiche Verfasser bezeichnete Karlsruhe als „ancienne residence du Grand-Duc de Wurtemberg- Bade“, ehemalige Residenz des Großerzogs von Württemberg-Baden. Hoffentlich führt diese Machterweiterung zu keinen diplomatischen Auseinandersetzungen zwischen dem König von Württemberg und dem Großherzog von Baden, wenn sie sich im Jenseits begegnen sollten. In der Gaststätte zur „Winzerstube“ hielt die Innung kürzlich ihre diesjährige Generalversammlung ab. Die nicht übermäßig stark besuchte Versammlung wurde von Obermeister Jäckel-Untergrombach, mit Begrüßungsworten eröffnet. Mit ehrenden Worten gedachte er der im letzten Jahre gestorbenen Mitglieder Heinrich Wöhrle-Menzingen und Hermann Le- dermann-Oestringen. Es folgte der Tätigkeits- und Kassenbericht des Geschäftsführers Büche, der durch Ausführungen des Meisters J. Bleickert namens der Kassenprüfer ergänzt wurde. Obermeister Jäckel erläuterte die Gründe für das Anwachsen der Außenstände, sowie des leichten Rückganges der Mrtgliederzahl während der letzten drei Jahre. Gleichzeitig konnte er aber nicht ohne Befriedigung feststellen, daß die wirtschaftliche Lage und das Ansehen der Innung trotz aller Schwierigkeiten gut sei und sie in Gesamtbaden als eine der besten gelte. Die Entlastung des Gesamtvorstandes erfolgte einstimmig. Damit war für alle Wahlämter der Innung die dreijährige Wahlperiode abgelaufen. Unsere Filmsdian „13 unter einem Hut“ in Philippsburg Die „Junge Film-Union“ stellte dieses köstliche Lustpiel her, das eine abenteuerliche Rheinreise zum Vorwurf hat. — Die bunt zusammengewürfelte Reisegesellschaft, die sich u. a. aus einem Auto-Besitzer- Ehepaar, einem Maler, einem Gerichtsvollzieher, einem steckbrieflich gesuchten Hochstapler, einem Pärchen auf der Hochzeitsreise, einem liebestollen Fri- < seur und zwei miteinander in schärfster Konkurrenz stehenden Modistinnen zusammensetzt, verjubelt schon am ersten Abend die ganze Reisekasse. Trotzdem schließen sich noch ein halbes Dutzend herrlicher Reisetage an, mit romantischen Erlebnissen, u. a. in einer Scheune, einem Schloß und — einem Gefängnis. Am Ende ist selbstverständlich alles wieder ein „Eierkuchen“, die Liebenden haben sich gefunden, die Kampfhähne sich versöhnt und die Polizei hat den Bösewicht erwischt. „Die Martinsklause“ in Philippsburg Ludwig Ganghofers Romane fanden stets begierige Leser, verfilmt vermögen sie den heutigen Menschen durch ihre Lebensnähe zu beeindrucken. Liebe und Das Lob der Bergstraße Zum Lob der Bergstraße zitiert der Prospekt „Baden-Württemberg“ einem deutschen Kaiser des Mittelalters. Er habe beim Anblick dieser herrlichen Gegend ausgerufen: „Hier will Deutschland — italienisch werden!“ Ins Land der Franken fahren... Mit Prof. Wiedemann haben dies die Bruchsaler schon oft getan. Wertheim, Bronnbach, Tauberbischofsheim, Mergentheim, Stuppach, Weikersheim, Creglingen und Rothenburg ob der Tauber sind die Stationen im „Lieblichen Taubertal“. Jeder dieser Namen ist ein Begriff, in der Vergangenheit und Gegenwart mit einer romantischen Landschaft zu völliger Harmonie verschmolzen. H. St. Haß einer naturverbundenen Gebirgsbevölkerung, Schönheit und Geheimnis der Berge weiß auch dieser Gänghofer-Film packend zu schildern, der eine Sage um den Watzmann als'Grundlage hat. Die Bergwelt des Watzmanns und seine wilden Täler geben der Handlung eine eindrucksvolle Kulisse. „Verrat im Dschungel“ in Neudorf In den Krone-Lichtspielen läuft über das Wochenende der große Film „Verrat im Dschungel“. Spannende Geschehnisse und eine romantische Liebesgeschichte halten das Filmpublikum in Atem. Der Dschungel der Philippineninsel Mindanao ist der Schauplatz der Geschehnisse. Dort führt der Moro-. häuptling Alipang, von den Eingeborenen der grüne Tod genannt, einen erbitterten Kampf gegen amerikanische Truppen. Es sind jene namenlosen mutigen Männer, denen es unter unsäglichen Opfern gelang, den Aufstand der wilden Morrostämme niederzuhalten. G. Cooper, ein junger Tropenarzt, und Andrea Leedes, eine brünette junge Schönheit, sind die treibenden Kräfte des Widerstandes. Ihrem Mut und ihrer gegenseitigen Unterstützung gelingt es, den Aufstand, der im ganzen Dschungel wirbelte, niederzuschlagen. für die in drei Jahren geleistete Arbeit auszusprechen. Der Gast der Versammlung, Geschäftsführer Meder Von der Handwerkskammer Bruchsal, schloß sich mit äußerst interessiert aufgenommenen Ausführungen über die auf dem Gewerbesektor zu erwartende Neuordnung an, wofür er sich den Dank seiner Zuhörer sicherte. Mit einem Schlußwort an alle Anwesenden, sich auch im neuen Jahre zu einer von echtem Vertrauen und handwerklichem Gemeinschaftsgeist getragenen Arbeit, in Treue zur Innung zu bekennen, beendete Obermeister Jäckel die Generalversammlung. B. Stadtumschau HiiuiiliprsiimniliiiHi der HerrensfliHeider-Inimng Obermeister Jäckel erneut gewählt — Dank an Geschäftsführer Büche Eine Wahlkommission, bestehend aus J. Bleickert, Franz Klump und Val. Schmidt wurde auf Vorschlag des Aeltesten einstimmig bestätigt. Der Wahlvorgang wickelte sich unter Einhaltung aller satzungsmäßiger Bestimmungen flott und reibungslos, teils in offener, teils in geheimer Abstimmung ab und ergab: Obermeister Anton Jäckel-Untergrombach (einstimmige Wiederwahl), Stellvertreter Obermeister Fr. Klumpp- Bruchsal, Schriftführer und Pressewart Jakob Bleik- kert-Bruchsal, Kassier Oswald Riffel-Bruchsal, Modewart Gustav Molline-Bruchsal, Rechnungs- und Lehrlingswart Max Klumpp-Bruehsal, Beisitzer: L. Dickgießer, Hdi. Knebel und Aug. Dietz. Gesellenprüfungskommission: Vorsitzender Erhard Oechsler- Kirrlach, Stellvertreter Max Winter-Oberöwisheim, Meisterbeisitzer Ludwig Dickgießer-Langenbrücken, Siegfried Weizemann-Odenheim, Gesellenbeisitzer Adolf Wagner-Langenbrücken, Johann Ott-Bruchsal. Nach Beendigung der Neuwahl nahm der Obermeister zunächst Gelegenheit, der Wahlkommission zu danken, um anschließend dem durch - andere berufliche Verwendung ausscheidenden bisherigen Geschäftsführer Büche-Bruchsal, den Dank der Innung Spargelpreise: In der Markthalle Bruchsal wurden am Mittwoch, 21. Mai, für Spargel folgende Preise erzielt: Sorte I, 1,37—1,46 DM, Sorte II, 0,94—1,16 DM, Sorte III, 77—90 Pfg., SortelV, 40—51 Pfg. Stadtrentamt Bruchsal. Am Samstag, 24. Mai, um 12 Uhr versteigert das Stadtrentamt Bruchsal im städtischen Schlachthof einen Hund (Terrier, schwarzweiß). Suchdienst ehemaliger Panzereinheiten. In Verbindung mit dem Suchdienst des Roten Kreuzes werden die Angehörigen untenstehender Einheiten und die Hinterbliebenen Gefallener und Vermißter gebeten, ihre Adresse dem Suchdienst an Kamerad Karl Wiesenthal, Stuttgart-Vaihingen. Filderstr. 11, mitzuteilen. Pz.R. 7, Pz.R. 8, Pz.R. 23 (201), Pz.R. 18, 4. Pz.- Brigade, Pz.Abt. 7, Pz.Abt. 8, Pz.Abt. 508, Pz.Abt. Coreica,. Sizilien und Rhodos, Pz.Ers.Abt. 7 und Pz.- Ers.Abt. 18. CDU — Kreisverband Bruchsal Am kommenden Sonntag, 25. Mai, findet in der „Scheffelhöhe“ eine Kreisdelegierten-Versammlung der CDU statt. Es sprechen: MdL Bürgermeister Bläsi über die Vorkommnisse bei der Regierungsbildung des Südweststaates und MdB Neuburger über die innen- und außenpolitische Lage. Zu dieser Versammlung laden wir alle Parteimitglieder, unsere Vertrauensleute, Ortsvorstände, Bürgermeister, Kreistagsabgeordnete, die Stadt- und Gemeinderäte der CDU herzlich ein. Der Kreisvorstand. Waldfest des Radfahrervereins „Solidarität“. Der Bruchsaler Radfahrerverein „Solidarität“ veranstaltete am Wochenende im Büchenauer Wäldle ein Waldfest, das jung und alt viele Stunden in fröhlicher Runde beisammen sah. Unterhaltung, Musik, Tanz und ein guter Tropfen trugen wesentlich zur frohen Stimmung bei. Verbunden mit dem Waldfest, das ebenso wie die anderen Veranstaltungen des Vereins großen Ahklang fand, war eine Sternfahrt, die ihren Zielpunkt im Büchenauer Wald, auf dem Festplatz hatte. Auch diese radsportliche Veranstaltung wurde wie das Vereinsfest ein voller Erfolg. Odenwaldklub Bruchsal. Am Samstag, 24. Mai, Son- derwanderung nach Obergrcähbäch. Sammlung um 18 Uhr beim „Graf Kuno“. Rückfahrt 23 Uhr ab Untergrombach. Tageskalender für 23. Mai Casino-Lichtspiele Bruchsal. 17 und 20 Uhr „Die Kameliendame“, 22.15 Uhr „Jesse James, Mann ohne Gösctz** Europa-Lichtspiele Bruchsal. 17, 19 und 21 Uhr „Meine Frau macht Dummheiten“. Schloßtheater Bruchsal. 18.30 und 20.45 Uhr. Badisches Staatstheater. 20 Uhr im Schauspielhaus „Das Leben ein Traum“. ■ ■ «„MniUhoafpr Rrnrhsa.1. 18.30 und 20.45 Uhr „Nachts Todesanzeige Durch Gottes Güte wurde heute Nacht 11.30 Uhr nach einem arbeitsreichen Leben mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, Opa, Bruder und Schwager Wilhelm Panske im Alter von 53 Jahren von seinem mit großer Geduld ertragenem Leiden erlöst. • Im Namen aller Hinterbliebenen: EMMA PANSKE, geb. Große Bruchsal, Talstr. 1, den 20. Mai 1952 Die Beerdigung findet am Freitag, 23. Mai, um 14 Uhr statt. FILMTHEATER Krone- Lichttpiele iiniiiiiimimiiniiiiiiii Nsudorf Von Freitag bis Montag CARY COOPER „Verrat im Dschungel" Bitte beachten Sie die Spielzeiten: wochentags: 21 Uhr; sonntags: 15, 18.50 und 21 Uhr. NUR 2 TAGEI Am Mittwoch und Donnerstag „Aufruhr in Marokko" Gloria- Licht spiel« mmmmmmm Philippsburg zeigen Freitag und Samstag 20.30 Uhr „13 unter einem Hut" Samstag 22.30, Sonntag 19,21 u. Montag 20.30 Uhr „DIE MARTINSKLAUSE" nach dem gleichnamigen Roman von Ludwig Ganghofer. Gartensdiläudie %“ und «* mit Zubehör Rebspritzensdiläudie Membranen, Ventilscheiben, Kugeln für Reibspritzen I Gummi-Fachgeschäft Hermann Wächter Bruchsal j Schönbornstraße 51 Ruf: 2164 i milUl DOnT... die patentierte Zahnpas: .Ein Segen für die Menschheit'' ist Klosterfrau Melissengeist! Viele Jahre habe ich ihn in meiner Familie angewandt: er hälf, was er verspricht! Auch Aktiv-Pudor verdient das gleiche Lob: mein Sohn hat ihn mit gutem Erfolg gegen FuBschweiB angewandt. Ich selbst habe durch Aktiv-Puder lästige Exzeme rasch beseitigt!" So schreibt Frau Maria Heinrich, München 8, Blrkar- spitzstr. 9. Bel Millionen Menschen haben sich die „Klosterfrau" Erzeugnisse einzigartiges Vertrauen erworben: Klosterfrau Melissengeist als Hausmittel für Kopf, Herz, Megen, Nerven: Aktiv-Puder gegen HautschÖden aller Art, bei Körper-'und FuBschweiB! Klosterfrau Melissengeist in der blauen Packung mit 3 Nonnen und Klosterfrau Aktiv-Puder sind in allen Apotheken und Drogerien erhältlich. Filme in Bruchsal Frei A a f ^S 0 5 nn ,»‘‘* 9 CASINO Freitag bis Montag 17 und 20 Uhr, Bonntag 15, 17, 20 Uhr Greta Garbo — Robert Taylor in „DIE KAMELIENDAME" nach dem gleichnamigen Roman von Alexander Dumas. Freitag bis Sonntag Spätvorsteitungen 22.15 Uhr, Sonntag 13.15 und 22.15 Uhr „JESSE JAMES Mann ohne Gesetz". Tyrone Power in einer neuen Glanzrolle als der größte Bandit seiner Generation! Dienstag bis Don« nerstag 17 und 20 Uhr „Premiere der Butterfley". EUROPA Freitag bis Montag 17, 19, 21 Uhr, Sonntag auch 15 Uhr „MEINE FRAU MACHT DUMMHEITEN". Ein köstliches Lustspiel mit einer Bomben-Besetiung: Inge Egger, Hans Holt, Georg Thomalla, Marina Ried, Rudolf Platte, Oskar Sima. Samstag 15 Uhr, Sonntag 11 Uhr Kulturfilmveranstaltung: „LHASA IO". 1 in Film der deutschen Tibet-Expedition Dr. Schäfer. Ftr Jugendliche Eintrittspreis 40 Pfg. Dienstag bis Donnerstag 17, 19 und 21 Uhr „Rache für less# James" mit Tyrone Power. SCHLOtC.TMFATFB Anfangszeiten: Wochent.1S.J0u AVnkWJJ-mCAIEK 20.45 Uhr. samstags auch 14.15. sonntags u 141 ^ 18 3 g und 20.45 Uhr. RUF 2132 Freitag bis Montag Jadit$ auf den Straßen” mit Hans Albers, Hildegard Knef u. a. Sorgen, SUnden und Seligkeiten auf atemberaubender Fahrt in das Leben von heute. i lugend verbeten! Samstag und Sonntag 23.00 Uhr SpStvorstellung „Tüieuec JbCut" Die große Filmoperette mit Maria Holst, Willy Fritsch u. a. m Regie: Willy Forst. \mi *m veredelte pfeife "W* UI IU pflegt die d€aut Frauen über 40 bleiben schlank und gesund durch RICHTERTEE. Er ent« T*» g* wassert das Gewebe, regt f die Verdauung u. Drusen* d tätigk. an, rein. Blut u. Saite. I Auch alt DRIX-DRAGEES. \ 2,-/2,25 DM i.Apoth.u.Drog. Drogerie Woll, Bahnhofpietz 1 Engel-Drogerie, Württembergerstr. 14 Jxohe JfyuiQstm in festlicher Kleidung Gufmöbl. 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