BRUCHSALER POST Ralaktfoa anil Verl**: Bru&sal, Worthstraße 11, Telefon Nr. 2121 B«s«f*prei*t Monatlich DM 2.80 euschließlidi Trigergefaihr« FoftsasteUnng DM 2.45 tnzüglidi Zustellgebühr. — Ericheiat «a jedem Tag der Woche, außer aona* nnd feJertagi RHEINISCHES TAGBLATT SÜDDEUTSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG Aueigenprei» taat Preisliste. — Bankkontent Spar, ml EreSu bank Bruchsal Nr. 603 1 Stadt. Sparkaeae Pbilippabarg Nr. 1037c Poatachechkoata: An Karlsruhe Nr. 36440. — Bei Störung durch hShere Gewalt besteht kein Eraaganapruch. Nummer 250 Montag, 27. Oktober 1952 Einzelpreis 20 Pfennig Gemeinsame Saarerklärung gescheitert Gespräch Adenauer - Francois-Poncet ohne Ergebnis - Saarlandtag einberufen - Verschärfung der innerpolitischen Situation zu erwarten BONN. Der deutschen Bundesregierung und der französischen Regierung ist es nach stundenlangen Verhandlungen nicht gelungen, eine gemeinsame-Erklärung zustande zu bringen, um einen Aufschub der Saarlandtagswahl zu erreichen. Die deutsch-französischen Gespräche über eine Lösung der Saarfrage sollen jedoch fortgesetzt werden. Das Bundespresseamt gab am Sonnabendnachmittag über die Saargespräche folgendes Kommunique heraus: „Der _ Gedankenaustausch, der in den letzten Tagen zwischen Paris und Bonn mit dem Zie] einer Verschiebung der Landtagswahlen an der Saar stattfand, hat nicht zu einer Uebereinstimmung der Auffassungen geführt. Die Probleme der Zukunft der Saar werden nichtsdestoweniger weiter erörtert.“ Wunsch nach einem Aufschub der Saarlandtagswahlen und die Zulassung der deutschen Parteien sei notwendig, um eine sachliche und ruhige Atmosphäre für die Verhandlungen zu schaffen. Im Hinblick auf den Fortgang der deutsch-französischen Saargespräche weist man in Bonn darauf hin, daß zunächst Die Entwicklung an der Saar abgewartet werden müsse. Wie nach einem zweistündigen Gespräch zwischen dem Bundeskanzler und dem französischen Hohen Kommissar Francois-Poncet am Samstag in Bonn mitgeteilt wurde, sind es weniger politische als wirtschaftliche Schwierigkeiten, die einer Einigung im Wege standen. Die französische Seite und die Saarregierung bestehen auf einem Fortbestand der fran- zösisch-Saarländischen Wirtschaftskonventionen. Dr. Adenauer wünschte, so heißt es, eine Anpassung der Wirtschaftskonventionen . an die fortschreitenden Maßnähmen der europäischen Montanunion. Die berechtigten französischen Wirtschaftsinteressen an der Saar würden dabei durchaus anerkannt Der Bundeskanzler und der französische Außenminister Schuman sind jedoch übereingekommen, die deutsch-französischen Besprechungen über eine Lösung der Saarfrage fortzusetzen. Nach deutscher Ansicht hängt es nun vom Verhalten der Saarregierung ab, ob die Gespräche positiv verlaufen. Sollte der Saarlandtag die Wahlen nicht verschieben, würde dies nach deutscher Auffassung die deutsch-französischen Gespräche erheblich erschweren. In Bonn ist man über die Einflußnahme der Saarpolitiker und des französischen Saarbotschafters Grandval verstimmt. Ihr Einschalten in Paris hätte die deutsch- französischen Besprechungen, die auf eine gemeinsame Erklärung abzielten, nachteilig beeinflußt. Trotzdem hofft man in Bonn, daß die Politiker an der Saar eine Lösung finden, um die europäische Zusammenarbeit, insbesondere die deutsch-französische Verständigung, nicht zu erschweren. In Bonn wird betont, daß die deutschen Wünsche im Hinblick auf die vorgesehene gemeinsame Erklärung durchaus annehmbar gewesen wären. Der Kriegsgefangenen-Gedenkwoche abgeschlossen HAMBURG. In allen Bundesländern mit Ausnahme Bayern gedachte die deutsche Bevölkerung am Sonnabendmittag zwölf Uhr mit einer zwei Minuten dauernden Verkehrsstille und Arbeitsruhe der noch nicht heimgekehrten Kriegsgefangenen und Zivilverschleppten. Vielerorts läuteten die Kirchenglocken während dieser zwei Minuten und die Sirenen ertönten. In den großen Städten wurden die Verkehrsampeln auf rot gestellt, die Straßenbahnen, U-Bahnen und Omnibusse stoppten, wo sie gerade standen. Bayern hatte auf Empfehlung des Ministerrates auf Verkehrsstille und Arbeitsruhe verzichtet. Gründe dafür wurden nicht angegeben. Einige Landtagsabgeordnete wollen, wie verlautet, die Regierung danach fragen. Die' Kriegsgefangenengedenkwoche im Bundesgebiet wurde am Sonntag, der als „Tag der Treue“ gilt, abgeschlossen. Die Fahnen auf den öffentlichen Gebäuden bisher auf halbmast gesetzt waren wurden wieder hochgezogen als Zeichen des Glaubens an die Rückkehr der Gefangenen. Mit Schweigemärschen, Kundgebungen und Mahnfeuern entlang der Zonengrenze wurde die Woche beendet. Auch der österreichische Innenminister Helmer forderte am Sonnabend die Rückführung von 1000 österreichischen Kriegsgefangenen, die nach seinen Angaben noch immer in der Sowjetunion festgehalten werden. Zu dem in Bonn veröffentlichten Saarkommunique erklärte der Sprecher des französischen Außenministeriums am Sonnabend, Außenminister Schuman habe Bundeskanzler Adenauer schon vor langer Zeit mitgeteilt, daß die Anberaumung und Abhaltung der saarländischen Wahlen die Fortsetzung der Verhandlungen in keiner Weise behindern werde. Außer dieser lakonischen Erklärung ist in Paris bisher keine offizielle Reaktion auf das Nichtzustande- kommen einer deutsch-französischen Saarerklärung zu verzeichnen. In politischen Kreisen wird aber befürchtet, daß die damit geschaffene Situation ernste Konsequenzen für das Bonner Sicherheitsab- kommen und den EVG-Vertrag haben könnte. Nachdem eine gemeinsame deutsch-französische Saar-Erklärung nidit zustandegekommen ist, wird in politischen Kreisen an der Saar mit einer Verschärfung der innerpolitischen Situation gerechnet. Es wird angenommen, daß die Regierung Hoffmann alle Bedenken zurückweist und der Landtag, der für heute nachmittag einiberufen worden ist, den 30. November zum Wahltag bestimmt. Die drei deutschorientierten Saar-Parteien werden sich höchstwahrscheinlich ebenso wenig an diesen Wahlen beteiligen können, wie die Kommunistische Partei Saar, deren Registrierungsantrag zurückgewiesen wurde. Mit der formalen Ablehnung der Anträge der CDU und DSP (Deutschen Sozialdemokratischen Partei) wird in den nächsten Tagen gerechnet. Die französische Nachrichtenagentur AFP meldete bereits am Sonnabend, es bestehe jetzt kein Zweifel mehr darüber, daß die Wahlen zur saarländischen Landtag vor Bern 30. November stattfinden werden. Auriol wirbt um Verständnis Frankreich wünscht keine Schmälerung seiner „Verdienste um die gemeinsame Sache” PARIS. Der französische Staatspräsident Auriol appellierte am Sonnabend bei der Einweihung der neuen Rhone-Talsperre von Donzere-Mondragon an das Diplomatische Korps, den Wunsch Frankreichs nach einer gebührenden Stellung in der westlichen Welt zu verstehen. In Gegenwart Ministerpräsident Pinays wies Auriol darauf hin, daß man sich nicht über die Reaktion in Frankreich wundem dürfe, wenn man seine „Verdienste um die gemeinsame Sache“ vergessen oder schmälern wolle. Unter den ausländischen Diplomaten waren der USA-Botschaf- ter James Dünn und sein britischer Kollege Sir Oliver Hardy. Auriol würdigte den wirtschaftlichen Wiederaufstieg Frankreichs und seine politische Initiative zur Schaffung eines geeinten Europas. Der Staatspräsident dankte für die Unterstützung des Auslandes, vor allem für die Marshallplanhilfe. Gleichzeitig gab er zu bedenken, daß der „zur Verteidigung der westlichen Freiheit“ geführte Indochina-Krieg das Land bisher das Doppelte gekostet habe, was es von den USA erhielt Frankreich empfinde trotz der erduldeten Leiden keinen Haß gegen seine früheren Feinde. Es sei jedoch verletzend, wenn deren „Disziplin und Machtwille“ gegen die angebliche „Schwäche und Sorglosigkeit Frankreichs“ herausgestellt werde. Es könnte der Eindruck entstehen, als ob der Angreifer mehr Ermutigung verdiene als das Opfer. Berlinhilfe gehört zu Verteidigungsbeitrag Schäiier für neue Verhandlungen mit westalliierten Vertragspartnern DINKELSBÜHL. Bundeefinanzminister Fritz Schaffer forderte am Sonntag in DinkelsfoühL daß die Aufwendungen des Bundes für Westberlin voll auf die Verteidigungskosten der Bundesrepublik angerechnet werden. Die Bundesregierung müsse in neuen Verhandlungen mit ihren westalliierten Vertragspartnern die Anerkennung verlangen, daß es die wichtigste aller Verteidigungsausgaben sei, Westberlin zu erhalten, sagte der Minister in einer Abschlußkundgebung des CSU-Landesaus Schuss es. „In dieser vollbelagerten Festung“ ist die gesamte Einwohnerschaft zu ernähren. Schaffer forderte außerdem, daß der Luxus der Besatzung fallen müsse. Eine Bundesregierung, fuhr Schäffer fort, über die der einzige Weg von Moskau nach Le Havre führe, könne nicht von Neutralität träumen. Es. sei unmöglich, daß die in der europäischen Verteidigungs- gemeinschaft und im Atlantikpakt zosammenge- schiossenen Staaten jemals einen Angriffskrieg führen können. „Wir wollen eine Verteidigungskraft schaffen“, rief der Minister, „die den Krieg verhindert“. EVG-Vertrag und Montanunion hätten zum Ergebnis, daß es keine Möglichkeit einer nationalen Sowjetoffiziere übernehmen Volkspolizei Doppelbesetzung bis zum Leutnantsrang - Empörung und Enttäuschung bei deutschen Offizieren BERLIN. Sowjetische Truppenoffiziere haben seit Mitte Oktober überraschend die unmittelbare Kommandogewalt bei allen auf „Kampfstärke“ aufgefüllten Divisionen der Sowjetzonen-Volkspolizei- armee übernommen. Wie die Westberliner Volkspolizeiberatungsstelle am Sonnabend mitteilt, sehen sich die deutschen VOPO-Offiziere vom Oberstleutnant bis hinab zum Leutnant in ihren Kasernen nunmehr sowjetischen Militärs gegenüber, die zwar jeweils im gleichen Dienstrange stehen, aber als Vorgesetzte fungieren. Während bisher den einzelnen Divisionen drei bis sechs sowjetische „Berater“ für die Waffengattungen Infanterie, Artillerie, Panzertruppe und für die Abwehr zugeteilt waren, sind es jetzt bereits Uber 350 sowjetische Offiziere je Division. Diese Zahl der sogenannten „Sowjetniks“, die in den gleichen olivengrünen Uniformen auftreten, wie sie die Sowjetzonenoffiziere tragen, soll noch erhöht werden. Die Sowjets beabsichtigen, so heißt es, die kasernierten Volkspolizeitruppen noch vor der Proklamierung der Sowjetzonen-Volksarmee fest in die Hand des sowjetischen Militärstabes in Berlin-Karlshorst zu bekommen. Bei den Divisionen Egges, Prora und Prenz- lau seien die Truppen bis hinab zur Kompanieführung mit sowjetischen Offizieren durchsetzt. In weiten Kreisen des deutschen Offizierkorps der Volkspolizei seien nach der überraschenden sowjetischen Maßnahmen Empörung und Enttäuschung zu verzeichnen, meldet die Westberliner Beratungsstelle. Nach Ansicht vieler Volkspolizei-Offiziere hätten die Sowjets durch die Uebernahme der direkten Befehlsgewalt praktisch jede Wirkung der Parole „Nationalarmee“ zunichte gemacht. Lediglich bei den Truppenersatzeinheiten wie Gotha, Meiningen, Weißenfels und Zittau sei von einer Konzentrierung sowjetischer Truppenoffiziere noch Abstand genommen worden, um bei den neu eingestellten Rekruten nicht schockierend zu wirken. Geflüchtete Volkspolizisten berichten, daß die sowjetischen Offiziere in den Volkspolizeikasemen ein strenges Regiment einführen und geringe Vergehen hoch bestrafen. Ändere Volkspolizeiflüchtlinge sprechen von großen Versorgungsschwierigkeiten der sogenannten Armeegruppe Nord der kasernierten Volkspolizei in den Gebieten Mecklenburgs. Dort sei es den Versorgungsoffizieren in den letzten Wochen nicht möglich gewesen, in Mecklenburg selbst Kartoffeln und Gemüse für die Truppe aiufzutreiben. Diese Nahrungsmittel müßten aus Thüringen oder Sachsen herbeigeschafft weiden. Rüstungsindustrie auf europäischem Boden und einer nationalen Armee auf deutschem Boden mehr gäbe. Die CSU habe der deutschen Politik seit 1945 die entscheidende Wendung gegeben. Schäffer wies auf Erfolge der deutschen Wirtschaft, Außen- und Finanzpolitik hin, die unter einer anderen Regierungskonstellation nicht hätten erreicht werden können. Der stellvertretende CSU -Vorsitzende und Generalsekretär Franz Josef Strauß verurteilte Parti- sanembewegungen und setzte sich für den „legalen Weg eines offenen Wehrbeitrages" ein. Wer Partisanenbewegungen aufbaue, mache sich mitschuldig an Repressalien, die eventuell später gegen die Bevölkerung angewendet werden könnten. Demokratie ohne Schwäche von Dr. Karl Küper In der Weimar«: Republik war für Millionen Deutsche Demokratie mit Schwäche gleichbedeutend geworden. Das Verbot der Sozialistischen Reichspartei durch das Bundesverfassungsgericht zeigt mit erfreulicher Deutlichkeit, daß das nun anders ist Wenn sich in dem Chaos, in das der Nationalsozialismus das deutsche Volk gestürzt hatte, eine klare Erkenntnis Bahn brach, so war es die, daß den Feinden der Freiheit niemals wieder die Freiheit gewährt werden dürfe, die Demokratie mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen. Dieser Gedanke fand seinen Niederschlag im Artikel 21 des Grundgesetzes, der über das Wesen und Wirken der politischen Parteien handelt An diesen Artikel hatte sich das Karlsruher Gericht zu halten und sorgfältig zu prüfen, ob die Tatbestände erfüllt seien, die ein Verbot der SRP nicht nur rechtfertigten, sondern zur Pflicht machten. Die Zeit die das Gericht auf die Untersuchung verwendet hat — die Klage der Bundesregierung war im vorigen November eingereicht worden —, und die Länge der Urteilsbegründung zeugen allein schon davon, daß hier nicht willkürlich, sondern unter Wahrung aller rechtsstaatlichen Gesichtspunkte vorgegangen worden ist • Unabhängig davon kann man natürlich die Frage aufwerfen, ob ein derartiges Verbot nicht nur gerecht sondern auch politisch klug ist. Die Gefahr, daß eine verbotene Partei zur Untergrundbewegung wird, ist nicht zu bestreiten, aber die SRP rekrutierte ihre Anhänger aus Schichten, die weder Lust haben, noch dazu geeignet sind, in der JUegalität zu wirken.. Selbst wenn sich nun ein kleiner Klüngel von Fanatikern heimlich zusammentut, so ist das bei weitem weniger bedenklich, als es die Scheu unseres jungen demokratischen Staates wäre, ausgesprochen undemokratischen Organisationen gegenüber energisch zuzupak- ken. Deshalb ist auch vollkommen richtig, daß die Abgeordneten des Bundestages, der Landtage und Gemeindevertretungen, die als SRP-Kandidaten gewählt worden sind, ihres Mandates vorlustig gehen. Wenn damit indirekt auch die Wähler dieser Abgeordneten getroffen werden, so gehört das ebenfalls zur Abwehr einer staatsgefährlichen Minderheit durch die erdrückende Mehrheit des Volkes, die von den Erfahrungen eines autoritären Regimes für edle Zeiten genug hat Schwieriger liegen die Dinge im Hinblick auf die Kommunistische Partei, über deren Verfassühgs- mäßigkeit das Bundesverfassungsgericht gleichfalls noch befinden muß. Hier sprächen sehr gewichtige politische Ueberlegungen dafür, die Möglichkeit bestehen zu lassen, daßs ich das deutsche Volk und das Ausland von der Geringfügigkeit der kommunistischen Anhängerschaft auch weiterhin überzeugen können. Der dauernde Schwund der kommunistischen Wählerstimmen ist zu deutlich, als daß wir uns dieses Kontrollmittels durch ein Verbot der KPD berauben sollten. Die Elemente, die ein gefährliches und unterirdisches Netz von Stoßtrupps und Aktionsgruppen aufbauen könnten, sind in dieser Partei überdies zahlreicher, und an Geldmitteln aus Moskau würde es ihnen bestimmt nicht fehlen. Andererseits ist zu überlegen, daß ein illegaler kommunistischer Apparat ohne hin schon besteht. Diesem Problem ist vom Richterspruch her nicht beizukommen, hier können nur dauernde scharfe Wachsamkeit, ausreichende staatliche Machtmittel und nicht zuletzt eine kluge und umsichtige Außenpolitik' der Gefahr wehren. UNO schiebt Entscheidung über China au! Neue Mitglieder Dir den Sicherheitsrat - Keine geheimen Korea-Verhandlungen mit USA UNO — NEW YORK. Die UNO-Vollversammlung beschloß , am Sonnabend mit 42 gegen 7 Stimmen bei 11 Enthaltungen, sich während ihrer gegenwärtigen Sitzungsperiode nicht mehr mit der Frage der Vertretung Chinas in der UNO zu beschäftigen. Ein von den Sowjets in der Vollversammlung eingebrachter Antrag, die Beglaubigungsschreiben der nationalchinesischen Delegierten für ungültig zu erklären, wurde zurückgewiesen. Zu neuen nichtständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates wählte die Vollversammlung Dänemark, Kolumbien und den Libanon. Sie lösen die Niederlande, Brasilien und die Türkei ab, deren zweijährige Amtsperiode am 31. Dezember abläuft. Neunzehn Nationen stimmten am Freitag einer gemeinsamen amerikanisch-britischen Resolution zu, in I der die Vereinten Nationen aufgefordert werden, der Kämpie in Indochina flauen ab HANOI. Die Stoßkraft der Vietminh- Offensive gegen das Tonking-Delta hat nach französischen Militärberichten am Wochenende nachgelassen. Am Sonnabend herrschte an der Front im nordwestlichen Indochina bis auf kleinere Gefechte Kampfruhe. Anhaltende Regenfälle behindern auch die Operationen der französischen Luftstreitkräfte gegen die Vietminh. Ein französischer Militärsprecher vertrat die Ansicht, daß die Viet- minh-Verbände, die seit Beginn ihres Angriffs vor einer Woche etwa 70 km durch teüweise schwieriges Gebirgsland vorgestoßen sind, eine Kampfpause benötigen, um Nachschub heranzuführen und ihre Positionen zu festigen. HA-6IAH6 3 + ♦ VV CA0-BAN6 c- ♦'♦/fl ♦ >- *■ /f i D0N6KHE t + O PAKHA OKAj atkhe N6-S0N T(UCR-6UAN H6HIAIO O TMAMKV- ms-JEH- wbjek Äunwim 50 Kaonmct t Kriegführung des UNO-Oberkommandos in Korea und den von der UNO geführten Waffenstillstandsverhandlungen zuzustimmen und ihre Unterstützung zu geben. Die neunzehn Staaten sind: Australien, Belgien, Dänemark, Abessinien, Frankreich, Griechenland, Honduras, Island, Luxemburg, Holland, Nikaragua, Kanada, Kolumbien, Neuseeland, Norwegen, die Philippinen, Siam, die Türkei und Uruguay. Fruchtlose Gespräche Amerikanische und sowjetische Diplomaten haben sich im Frühjahr und Sommer dieses Jahres in New York getroffen, um über die Koreafrage zu beraten, wurde am Sonnabend aus amerikanischen diplomatischen Kreisen bekannt. Zwei oder drei Zusammenkünfte haben stattgefunden. Nach der amerikanischen Darstellung dienten sie dem Ziel, festzustellen, ob die Kommunisten wirklich den Frieden in Korea wünschen. Der amerikanische Außenminister Acheson hatte am Freitagabend in seiner Rede vor dem Politischen Ausschuß der UNO-Vollversammlung auf diese Besprechungen angespielt, als er sagte, amerikanisch-sowjetische Gespräche seien „absolut fruchtlos“ gewesen. Ein hoher amerikanischer Beamter sagte am Sonnabend, gegenwärtig führten die Amerikaner keine geheimen Verhandlungen. In diplomatischen Kreisen in New York ist man der Ansicht, daß nur durch diplomatische Verhandlungen hinter den Kulissen der UNO-Vollversammlung eine Regelung der Koreafrage gefunden werden kann. Peking präzisiert Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur „Neues China“ präzisierte am Sonnabend die Vorschläge zur umstrittenen Frage der Rückführung von Kriegsgefangenen, die von den kommunistischen Unterhändlern in Pan Mun-jon vorgelegt worden sind. Bei den kommunistischen Vorschlägen wird nach Angabe der Agentur eine deutliche Trennungslinie zwischen Austausch und Rückführung von Kriegsgefangenen gezogen. Körner mahn! zu Besonnenheit WIEN. Der österreichische Bundespräsident Dr. Körner ermahnte am Sonnabend in einer Rede in Villach die Politiker der Regierungsparteien zur Besonnenheit, damit die über Haushaltsfragen entbrannten Auseinandersetzungen und die dadurch entstandene. Regierungskrise beigelegt werden können. Körner sprach die Ueberzeugung aus, daß die Verhandlungen zwischen der OeVP und der SPOe erfolgreich verlaufen, wenn sie ruhig und sachlich geführt werden. Seite 2 / Nummer 250 Montag, 27, Oktober Mflj „Soldaten in Europa" Europa-Union erörtert Wehrfragen Kesselring Uber römische Reaktion betroffen BOCHUM. Der am Donnerstag von den Engländern begnadigte ehemalige Generalfeldmarschall Kesselring äußerte sich am Sonnabend tief betroffen über die italienischen Protest gegen seine Freilassung. Ganz abgesehen davon, daß er nicht für die Erschießungen in Italien verantwortlich zu machen sei, müsse er feststellen, daß es den Bemühungen seiner Heeresgruppe gelungen sei, viel weitergehende Forderungen Hitlers abzubiegen, sagte Kesselring im Krankenhaus „Bergmannsheü“ in Bochum. „Dem italienischen Senat scheint es unbekannt geblieben zu sein, daß durch meine Führungsmaßnahmen Italiens Kirchen und Kunstschätze vor der Vernichtung bewahrt, viele wirtschaftliche Schäden vermieden werden konnten und viele gerichtlich zum Tode verurteilte Italiener, darunter auch Geistliche der katholischen Kirche, roch heute am Leben sind.“ Wenn Italiener sich zwei Jahre nach dem Kriege dahingehend geäußert hätten, daß er ein Ehrenmal, aber keinen Prozeß verdiene, und wenn italienische Bischöfe seine Tathilfe öffentlich anerkannten, so Besage das manches. Die geschichtliche Forschung werde gerechter und dankbarer sein als das italienische Parlament anscheinend sein könne. Seine Zuneigung zum italienischen Volk leide nicht durch die I^ltung des italienischen Senats. > Kriegsopfer appellieren an Soldatenbünde KÖLN. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands (VdK), Bundestagsabge-» ordneter Helmut Bazille (SPD),‘appellierte am Sonnabend auf einer. Kundgebung der Kriegsbeschädigten ln Köln an die Vereinigungen und Bünde ehemaliger Soldaten, Meinungsverschiedenheiten zurückzustellen und gemeinsam mit dem VdK für die Erfüllung der Ansprüche der Kriegsopfer des letzten Krieges einzutreten. Erst wenn diese Ansprüche anerkannt seien, habe eine Regierung das Recht, mit neuen Forderungen an den Staatsbürger heranzutreten. Es gehe hier um ein Grundprinzip des Staates. ESSLINGEN. Professor Dr. Eugen Kogon wurde am Sonntagvormittag auf dem vierten Jahreskongreß der deutschen Europa-Union in Eßlingen mit großer Mehrheit wieder zum Präsidenten der deutschen Europa-Union gewählt. Dr. Kogon nahm die Wahl an, sagte aber, daß nach seinem Willen aus der Besetzung des Präsidentenstuhles keine „Erbmonarchie“ werden solle. Als stellvertretende Präsidenten wurden gewählt: Emst Friedländer, Otto Blessing und. der Eßlinger Oberbürgermeister Dr. Roser. Präsidialmitglieder wurden Frau Dr. Theanolte Bähnisch, Wolfgang Kanngießer und Moritz von Bethmänn. Der Arbeitsausschuß „Soldaten“ des Kongresses der Europa-Union empfahl am Samstag, daß die höheren Offiziere für das deutsche Kontingent der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft von einem „Aelte- stenrat“ vorgeschlagen werden sollen, der vom Bundespräsidenten einzusetzen sei. Dieses Gremium soll ferner die wichtigsten Bestimmungen eines Wehr- gesetzes* formulieren und die Dienstvorschriften ausarbeiten. Dem Aeltestenrat sollten sechs Vertreter aus dem politischen Leben und sechs ehemalige Berufssoldaten angehören. Der Ausschuß hob hervor, daß die Aufstellung eines deutschen Kontingents keine Ressortfrage sein dürfe, sondern von den politischen Körperschaften entschieden werden müsse. Bei der Kriegsverbrecherfrage dürfe man nicht von einer Generalamnestie sprechen, sondern nur von einer allgemeinen Bereinigung des Problems. Sonst würden auch die Wirklichen Kriegsverbrecher mit eingeschlossen. Am Sonntag bezeichnete es der Europa-Kongreß in einer Entschließung zum Thema „Soldaten in Europa“ als unerläßlich, daß die Verfassungen der europäischen Staaten der Gewissenentscheidung des einzelnen in der Frage des ‘ Kriegsdienstes Raum geben. Ferner müsse ein soldatisches Ethos entwickelt wer- Frenay: Nationalisten - Agenten Moskaus den, das auf eine echte Polarität von Gehorsam und verantwortlicher Entscheidung in den oberen Führungsbereichen abgestellt ist und sich auch gegen einen Gegner behauptet, der sittliche Maßstäbe in der Kriegführung nicht gelten läßt. Alle noch im fremden Gewahrsam zurückgehaltenen Kriegsgefangenen und Internierten sollen nach einer anderen Entschließung der Europa-Union in ein Land ihrer Wahl entlassen und dort vor nationale Gerichte gestellt werden, die die bereits gefällten Urteile nach den allgemein anerkannten und in der Charta der Menschenrechte von 1950 niedergelegten Rechtsgrundsätzen überprüfen und die noch schwebenden Verfahren übernehmen. Alle diejenigen, die nicht gemeiner Verbrechen überführt sind, sollen vorläufig freigelassen werden und sich verpflichten, dem Gericht jederzeit zur Verfügung zu stehen. Der Präsident der Union europäischer Föderalisten, Henri Frenay, sagte, er werde sich beim französischen Verteidigungsminister dafür einsetzen, daß die Anwerbung für die Fremdenlegion in Deutschland eingestellt werde. Frenay bezeichnete den früheren französischen Ministerpräsidenten Daladier und den SPD- Bundestagsabgeordneten Wehner als „wertvolle Bundesgenossen“ der kommunistischen Presse und bedauerte lebhaft die Kritik Daladiers an der Bundesrepublik auf dem Kongreß der Radikalsozialistischen Partei Frankreichs sowie die Erklärungen Wehners über die angeblichen Geheimverhandlungen Frankreichs und Rußlands. Frenay betonte, daß Frankreich und Deutschland den Eckstein der europäischen Vereinigung bildeten, in beiden Ländern seien jedoch Nationalisten am Werke, die nicht begriffen hätten, daß das Zeitalter der Nationen endgültig vorbei und das der Kontinente gekommen sei. Frenay nannte die Nationalisten unter den Völkern Europas Agenten Moskaus. Ehlers: Politische Verkrampfung lösen Opposition sollte nur Grundsätze vertreten, die sie später selbst verwirklichen kann H. Inemann: Noch keine neue Partei ESSEN. Der frühere Bundesinnenminister Dr. Gustav Heinemann erklärte am Sonnabend in Essen, Meldungen, daß er und seine Freunde in Mülheim/ Ruhr eine neue Partei gegründet hätten, eilten dem Stand der Dinge weit voraus. Es sei längst bekannt, daß Gespräche mit dem Ziel geführt würden, verschiedene politische Gruppen neü zu formieren. Auch in Mülheim habe er vor acht Tagen mit seinen Freunden, mit Mitgliedern des Christlich-Sozialen Volksdienstes und anderen Gruppen darüber gesprochen. Er könne aber nur sagen, daß es einzelne Persönlichkeiten gewesen seien, die von ihren Organisationen nicht Ohne weiteres zu Entscheidungen befugt waren. Europäischer Fragebogen BONN. Das Auswärtige Amt in Bonn hat am Samstag den Wortlaut des Fragebogens veröffentlicht, den der Ministerrat der Montanunion dem Verfassungsausschuß, der sogenannten adhoc-Versammlung für die europäische politische Gemeinschaft, als Arbeitsgrundlage für seine Beratungen zugestellt hat. Heufi über das Ehrenamt BONN. Ein paar Worte über das Ehrenamt im öffentlichen Lehen sprach Bundespräsident Theodor Heuss am Samstag bei der Einweihung des neuen Raiffeisen-Hauses in Bonn, das in unmittelbarer Nähe seines Amtssitzes liegt. Nach einem Gruß an den neuen Nachbarn erwähnte Präsident Heuss die ideelle Aufgabe des Raiffeisenverbandes einen Beitrag zur demokratischen Erziehung und Bewährung zu leisten. Die Arbeit des Verbandes wäre aber wirkungslos, „wenn nicht das Ehrenamt da wäre“. Das Ehrenamt im öffentlichen Leben sei in die karitativen Verbände geflohen und nur in den Genossen-, schaftsverbänden geblieben. Ohne das Ehrenamt werde das staatliche und öffentliche Leben zur Apparatur. Die spezifischen Kräfte des Genossenschaftswesens lägen in der inneren Begeisterung für die gemeinsame Sache Und im christlichen Glauben. Auf diesen Säulen habe Friedrich Wilhelm Raiffeisen sein heute in aller Welt anerkanntes Werk aufbauen können. Neuwahlen in Polen WARSCHAU. Am Sonntag wurden in Polen Neuwahlen zum Sejm (Parlament) abgehalten. Das ganze Land und das unter polnischer Verwaltung stehende deutsche Ostgebiet ist in über vierhundert Wahlkreise derart eingeteüt, daß auf 60 000 Einwohner ein Abgeordneter entfällt. Die neue volksdemokratische Verfassung vom 22. Juli dieses Jahres, die das sowjetische’ Grundgesetz zum Vorbild hat, sichert dem gegenwärtigen kommunistischen Regime die absolute Mehrheit. Es gibt nur eine Einheitsliste unter der Bezeichnung „Nationale Front“. STUTTGART. Bundestagspräsident Dr. Ehlers bezeichnete es am Samstag in Stuttgart-Bad Cannstatt als einen wesentlichen Punkt der gemeinsamen Verantwortung von Politik und Presse, die „Verkrampfung der politischen Auseinandersetzung“ zu lösen. Jede Opposition müsse bedenken, daß sie nur Grundsätze vertreten dürfe, die sie ‘später auch selbst venr wirklichen könnte. Ehlers sprach auf der ersten Pressetagung der südwestdeutschen CDU, an der rund 150 Journalisten aller Richtungen teiinehmen. Die Presse, sagte Ehlers, habe nicht nur die Aufgabe, neues zu bringen, sondern müsse im Sinne einer vertrauensvollen Zusammenarbeit für ein gemeinsames Ziel auch im rechten Augenblick schweigen können. Der ehemalige Staatspräsident von Württemberg- Hohenzollem, Dr. Gebhard Müller, bedauerte, daß Kritik und Schmähung heute in der Bundesrepublik die am meisten verbreitete Form der politischen Aeußerung sei. Ein großes Hindernis für die politische Arbeit sei die Ausschaltung der Beamten aus der Politik. Die Geschichte des Parlamentarismus in Deutschland zeige, daß gerade das Beamtentum hervorragende Politiker hervorgebracht habe. Der CDU/ CSU -Bundestagsabgeordnete Dr. Kiesin- ger wies auf die große Aufgabe hin, die Deutschland heute vor allem auch in den Augen des Auslands habe. Man spüre überall die Gefahr, die dem Abendland droht. In verschiedenen Arbeitsgruppen''wurden auf der Tagung bundes- und landespolitische Probleme erörtert. Der Vorsitzende des Presseausschusses im Bundestag Dr. Vogel sagte, ' er glaube, daß die deutsch-alliierten Vertragswerke kaum vor dem 1. April 1953 von allen beteiligten Ländern ratifiziert sein werden. Durch diese Terminverschiebung spare die Bundesrepublik rund 750 Millionen Mark, die für die Besatzungsverdrängten verwendet weiden sollten. FDP-Bundesvorstand in Berlin BERLIN. Unter Vorsitz vön Vizekanzler Blücher trat am Sonnabend der Bundesvorstand der Freien Demokratischen Partei zu seiner ersten Sitzung in Westberlin zusammen. An der Tagung nehmen auch Bundesjustizminister Dr. Dehler, der Vizepräsident des Bundestages, Dr. Schäfer, und Vertreter aller Landesverbände der FDP und DVP des Bundesgebietes und Berlins teil. Der regierende Bürgermeister Ernst Reuter und die Mitglieder des Berliner Senats empfingen am Sonntagvormittag im Schöneberger Rathaus den FDP-Bundesvorstand. „Der Berliner Boden zwingt über alle Parteien und Meinungsverschiedenheiten hinweg zum Zusammenhalt aller Kräfte, weil hier das Land angesichts der tödlichen Gefahr verteidigt werden muß“; sagte Reuter in seiner Begrüßungsansprache. Hier in Berlin sei der gemeinsame Grund für alle Parteien und wurzele das gemeinsame Ziel, ein freies Volk zu sein. Bundesjustizminister Dr. Dehler sagte am Sonnabend auf einer FDP-Versammlung in Charlottenburg: „Der ist kein Demokrat, der nicht gewillt ist, sich, seine Frau, seine Kinder und seine Heimat zu verteidigen“. Es müsse wieder selbstverständliche deutsche Staatsauffassung werden, daß eine Demokratie keine Demokratie ist, „wenn sie nicht gewillt ist, sich zu verteidigen, und den Soldaten will und ehrt“. Während es um jeden Tage gehe, rauften sich die Deutschen in dialektischer Besserwisserei. Doris wendet sich an KP DÜSSELDORF. Der fraktionslose Bundestagsabgeordnete und ehemalige Vorsitzende der inzwischen verbotenen Sozialistischen Reichspartei, Dr. Fritz Doris, hat sich bei der KPD-Bundestagsfraktion in Bonn nach der Möglichkeit erkundigt, „nach dem Verbot der SRP den bedrohten Funktionären dieser Partei ein Exil zu sichern und durch Geldzuwendung die Herausgabe einer Tamzeitung zu finap^igrgn.“. Wie der Parteivorstand der KPD am Samstag in Düsseidorf bekannt gab, sei Doris mit diesem Ersuchen an den KPD-Bundestagsabgeordneten Heinz Renner herangetreten. Renner habe dieses „provokatorische Ansinnen“ aufs schärfste zurückgewiesen und Doris ersucht, das Büro der KPD-Fraktion nicht mehr zu betreten“. Trotzdem habe Doris seine Provokation am Abend desselben Tages telefonisch wiederholt. Nach Ansicht des KPD-Vorstandes „war der Zweck dieses Agentenmanövers, das fehlende Beweismaterial für das Verbot unserer Partei zu beschaffen und die KPD — die eine demokratische Partei ist — in der Bevölkerung zu diffamieren“. Der KPD-Vorstand äußerte sich nicht darüber, ob Doris ein Exil innerhalb der KPD oder in der Sowjetzone meinte. Bundesrepublik Vaterland aller Deutschen BERLIN. Die Bundesrepublik ist als einziger freier deutscher Staat das Vaterland aller Deutschen, sagte der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Ernst Lem- mer am Sonntag auf dem sudetendeutschen Heimattag in Berlin. Er rief die Sudetendeutschen dazu auf, loyale Bürger der Bundesrepublik zu sein und daran zu denken, daß ihre Heimat nur auf politischem Wege zurückgewonnen werden könne. Die von der Bundesrepublik erstrebte Einigung Europas sei nicht möglich ohne „vorangehende oder gleichzeitige Wiedervereinigung Deutschlands“. ROMAN VON GUSTAV RENKER Copyright by G»yd»-Pron. Oflnzftnr g/Bay, 33. (Nachdruck verboten) „Rinaldo Rinaldini haben wir dich genannt“, platzte der Junge heraus. „Zu viel Ehre für einen Südfrüchtehändler aus Susak!“ lachte Bengassun. Er war jetzt froher und etwas gelöster, Aya hatte ihn schon lange nicht mehr in so guter Laune gesehen. Auch schien er ihr stattlicher und männlicher den je. Sie war ordentlich stolz auf ihn. „Wenn wir verheiratet sind“, 6agte sie zu Imre, als der Vater eine Strecke voraus war, „sollte er auch wieder heiraten. Da hätte sein Leben doch einen neuen Inhalt Jedes Mädchen könnte sich gratulieren, ihn zu kriegen. Wenn ich nicht seine Tochter wäre, würde ich mich unbedingt in ihn verlieben“. „Na, sei so gut!“ packte Imre sie am Ohr. Sie lachten, Bengassun blickte sich um und schien sich über die Freude der Jungen zu freuen. Der Hirt von Katun Lovikje, saß vor der Hütte, hatte ein Butterfaß zwischen den Knien und trieb den Stößel aus und ein. Natürlich war es Ziegen-, butter, weiche er herstellte. Er hieß Gosilne, hatte einen schütteren weißen Bart und waeserfolaue Augen, welche wie Knöpfe hervortretend, inhaltslos vor sich hin glotzten. In der schmutzigen, übelriechenden Hütte brannten auf einer schmalen Feu- etelle am Fußboden einige Holzscheite, über ihnen hing an einem Draht eine Art von Sack. Imre dachte zuerst, daß hier Käse geräuchert werde, eine Alpsitte, welche er in den Bergen Kärntens gesehen hatte. Aber Bengassun belehrte in eines anderen. Der Sack war ein gut gereinigter Ziegenmagen, mit einem Bindfaden verschlossen; in ihm kochte Gosilne ein Stück Schaffleisch zum Abendessen. Vor zwei Tagen war ihm ein Tier abgestürzt, und nun verwendete er das Fleisch für sich. „Vielleicht“, sagte Bengassun augenzwinkemd, „ist das Schaf abgestürzt .worden*. Auch Goline hat hie und da Appetit auf Fleisch. „Aber der Ziegenmagen? Verbrennt er nicht?“ „Er ist sehr widerstandsfähig. Eine Weile hält er das Feuer aus, und dann nimmt man eben einen neuen. Kostet immerhin weniger als ein Topf. Diese primitive Art-, des Kochens ist in Albanien 6ehr gebräuchlich“. Der Alte hatte die Gäste unbesorgt in der Hütte herumschnüffeln lassen. Wertgegenstände mochte er ja auch kaum haben, und die paar Ziegen- und Schafskäse auf einem Gestell an der Wand reizten nicht zum Diebstahl. Sie gingen wieder ins Freie* was nach dem Gestank in der Hütte sehr wohltuend war. „Na, Gosilne“, sagte Bengassun, „wie wäre es mit einer Pfeife Tabak?“ Der Karpfen-Vergißmeinnichtaugen wurden plötzlich sehr lebendig, um nicht zu sagen gierig. Zwei hornige Finger fuhren in den Beutel und nahmen eich von dem Kraut. „Noch mehr!“ forderte Bengassun auf und schüttete Gosilne einen ordentlichen Haufen in die hohlen Hände. Danke sagte der Alte nicht; möglicherweise stand dieses Wort gar nicht in seinem spärlichen Sprachsatz. Aber er sah behaglich drein; er wußte, daß nun, da Aya den Rucksack öffnete, auch etwas Eßbares für ihn abfeilen würde. Denn dieser große schwarze Mann und seine junge Frau, so taxierte Gosilne die beiden, waren ja schon einige Male bei ihm eingekehrt und hatten sich als freigebig erwiesen. Fremde, hatte er immer gedacht. Nun wußte er es anders, aber das sagte er nicht. Schon längst hatte Bengassun die Opanken Gosil- nes betrachtet. Es waren zweifellos jene, deren Spuren oben im Höhlenlehm standen. An der hinteren linken Ferse war ein Stück der dicken Holzsohle abgebrochen — auch das stimmte mit der Fährte überein. Aya öffnete eine Büchse Sardinen. Der Hirt ließ ein Glucksen hören, man sah geradezu, wie ihm das Wasser im Munde zusammenlief. „Hast du heute ein Schaf gesucht?“ steuerte Bengassun gerade auf9 Ziel. „Ich? Nein — warum?“ „Wir haben dich am frühen Morgen gesehen. Oben bei dem großen Felsloch“. „Eh, am Maul des Windes“. „Heißt das so? Natürlich, weil der Sturm so durchbläst. Dort warst du doch?“ „Hm — ja — so ein wenig, ganz wenig“. Er machte mit den Fingern ein Zeichen, wie winzig und bedeutungslos seine Hirtengänge seien. „Ich habe kein Schaf gesucht, sondern eine Ziege“. „So, so! Ja, die streifen überall umher, bis auf den Grat, durch das große Loch — und auf die andere Seite hinüber, was?“ „Dort war sie nicht“, sagte der Alte schnell „Aber du!“ „Ists etwa verboten?“ fragte er mehr neugierig als trotzig. „Aber nein! Die Berge sind frei, und jeder kann auf ihnen gehen. Vorher warst du nie dort?“ „Sehr selten. Es ist kalt und der Wind so stark, daß man glaubt, durch das Loch gerissen zu werden“. „Auf der anderen Seite ist es d^für schön windstill, was? Das hat dir doch gefallen?“ „Hm — ja“. Offensichtlich wußte der Hirt nicht, wo hinaus die Fragerei gehen sollte. Jemand hatte ihm gesagt, er solle sehr vorsichtig sein; drüben wohne ein großer Räuber, der jeden erschieße, wer immer sich nahe. Er solle nur prüfen, ob man da hinabgehen könne, aber um Himmels willen nichts verraten, sonst sei er bald tot. Und zehn Leka hatte er dafür bekommen! Aengstlich blickte er von einem zum andern. Der große Schwarze sah sehr bedrohlich aus, die beiden jungen allerdings weniger. Es gruselte ihn, daß er dem wilden Räuer schon etliche Male Milch gegeben hatte. Aya hielt ihm die Sardinen hin. „Da, nimm sie alle, mögen sie dir gut schmecken!“ Gosilne führte mit öltriefenden Fingern ein Fisch- lein nach dem anderen zum Munde. „Also, du bist nur eine Ziege suchen gegangen?“ fuhr Bengassun so jovial wie möglich fort. „Hat dir jemand gesagt, daß du einmal auf die andere Seite gucken solltest?“ Vor Schreck ließ Gosilne fast die Blechschachtel fallen. „Mir gesagt — aber Herr! Zu mir kommt doch niemand. Oder sehr selten, nur wenn ich den wohlgeborenen Besuch von dir und deiner schönen Frau hatte“, '• Neues kurz gesagt: * Der SPD-Vorstand trat am Sonnabend unter dem in Dortmund gewählten ersten Vorsitzenden Erich Ollenhauer in Berlin zusammen. * Der Hauptausschuß des Deutschen Städtetages, der am Freitag und Samstag unter dem Vorsitz des Berliner regierenden Bürgermeisters Reuter in Coburg tagte, lehnte in einer Entschließung alle Tendenzen in Richtung auf eine möglichst weitgehende Verstaatlichung der Polizei ab. * Die Deutsche Partei gründete in Anwesenheit von Bundesverkehrsminister Dr. Seebohm am Samstagabend in Freiburg einen Bezirksverband Südbaden. * Eine deutsche Delegation ist am Samstag von Bonn nach Saudi-Arabien abgereist, um mit der saudi-arabischen Regierung Handels- und Wirtschaftsbesprechungen zu führen. * Der zum Gesandten in Lissabon ernannte ehemalige Staatspräsident von Südbaden, Leo Wohieb, ist am Samstagvormittag aus Freiburg abgereist, um sein neues Amt in der portugiesischen Hauptstadt anzutreten. * Ein syrisches Militärgericht verurteilte am Sonnabend neun Syrier wegen Zusammenarbeit mit Israel zum Tode. * Südkoreanische Verbände eroberten am Sonnabend die Nadelspitzenhöhe auf der heiß umkämpften Scharfschützenhöhe im Mittelabschnitt der Koreafront zurück. * Einige ehemalige deutsche Jagdflieger säßen vielleicht auch am Steuer der in Korea auf der kommunistischen Seite eingesetzten russischen MIG-Jäger, sagte am Sonnabend der Generalstabschef der US- Luftwaffe General Vandenberg in Paris. * Das oberste italienische Militärgericht lehnte am Sonnabend den Revisionsantrag ab, den der ehemalige SS-Obersturmbannführer Herbert Kappler gegen seine Verurteilung zu lebenslänglich Zuchthaus eingelegt hatte. * Mussolinis 18jährige Enkelin Raimonda Ciano heiratete am Sonnabend Sandro Giunta, einen entfernten Abkömmling der Familie Napoleon. * Die guatemaltesische Regierung hat die Enteignung zweier deutscher Geschäftsunternehmen in Guatemala mit der Begründung befohlen, daß die Eigentümer während des Krieges auf einer „Schwarzen Liste“ standen. * Josef Rommerskirchen, der Bundesführer des Bundes der deutschen katholischen Jugend, wird Mitte November auf der nächsten Hauptversammlung der katholischen Jugend von seinem Amt 'zurücktreten. * Die USA haben, wie ein Sprecher des Quai d'Orsay in Paris mitteilte, dem französischen Außenministerium beruhigende Zusicherungen über ihre Haltung bei der Behandlung der Tunesienfrage in der UNO- Vollversammlung gemacht. * Exkönig Faruk von Aegypten hat in der kleinen Stadt Castel Gandolfo, wo der Papst seinen Sommersitz hat, eine Villa gemietet. Phitippinen von neuem Toihm bedroht MANILA. Die Philippinen, die erst in der vergangenen Woche von einem schweren Taifun heimgesucht wurden, wurden am Sonntag yon den Wetterstationen erneut vor einem Taifun gewarnt, der sich in Richtung auf Südluzon zu bewegt und dieses Gebiet bis spätestens am Dienstag erreichen wird. Der neue Taifun soll'sogar nocfr stärker sein als der, der am vergangenen Dienstag und Mittwoch' mehr als 500 Todesopfer gefordert hat. Die Sachschäden belaufen 9ich auf etwa 100 Milionen Pesos (etwa 220 Millionen Mark). Von Flugzeugen aus wurde beobachtet, daß in den südlichen Provinzen Luzons ganze Städte und Dörfer „plattgewalzt“ worden sind. In der Stadt Tabaco erklärten Augenzeugen, daß zwei Dörfer mit» ihren zweihundert Einwohnern von Flutwellen ins* Meer hinausgeschwemmt wurden. Viele von dem Sturm heimgesuchten Bezirke sind noch immer von der Außenwelt abgeschnitten. Regierungsflugzeuge bringen Aerzte, Medikamente und Nahrungsmittel in die schwersten betroffenen Gebiete, wo Hunger und Epidemiengefahr drohen. Ein schwerer Hurrikan, der sich vor vier Tagen im Karibischen Meer bildete und am Freitag auf Kuba schwere Schäden und Ueberschwemmungen verursachte, passierte am Sonnabend die Bahama- Inselgruppe, ohne die Hauptinseln zu berühren. Er wird auf Kuba als der schwerste Wirbelsturm bezeichnet, der die Insel je heimgesucht hat. In Indochina wurden zahlreiche Städte am Sonnabend von einem mit ungeheurer Wucht heranbrausenden Taifun heimgesucht, der schwere Schäden anrichtete. Aus Annam werden große Ueberschwem- mungen gemeldet. Seine Angst war so groß, daß Bengassun gar nicht weiter zu fragen brauchte. Natürlich hatte ihn die Pedmezi gedungen. Bengassun hätte ihm das Geständnis durch einen tüchtigen Batzen Geld entlocken können, aber es widerstrebte ihm, seine wirtschaftliche Ueberlegenheit gegenüber der Todfeindin auszunützen. Wozu auch? Er wußte, wa 9 er wissen wollte. Der Alte in seiner Verlegenheit tat ihm sogar leid. „Ich meinte, der Besitzer der Ziege. Deine Tiere gehören doch den Bauern von Boga?“ „Ja, natürlich“, sagte Gosilne so übereifrig, daß die Jungen ein Lächeln kaum unterdrücken konnten. „Der Besitzer der Ziege hat mir befohlen, nach ihr zu suchen. Aber sie war nicht drüben“. Erleichtert führte er die nun leere Büchse an den Mund und trank das Oel aus. „Dann ist‘s ja gut“, Bengassun erhob sich. „Wir müssen wieder gehen. Du hast doch nicht gelogen, Gosilne?“ „Ich, Herr? Was denkst du?“ „Weißt du, über dem Felsloch liegt nämlich ein Zauber, wenn ein Mensch durchgeht, der gelogen hat, dann schließt sich der Gang zum verwunschenen See in der Tiefe“. „Eh!“ glotzte ihn der Hirt an. Aber er war nicht so dumm, das zu glauben. Der große Räuber wollte ihm offenbar Angst machen und verhindern, wieder hinaufzugehen. Sehr schlau dünkte sich der Hirt sogar; vielleicht war die Frau, welche ihm zehn Leka gegeben hatte, von der Polizei. Nein, nein, Gosilne wollte weder mit der Polizei noch mit einem Räuber was zu tun haben. Aber schon am nächsten Tag kitzelte ihn die Neugier. Wieder stieg er zum „Maul des Windes“ hinauf, trotz eingetretenem schlechten Wetter. Er rieb sich die Augen, suchte den Spalt, tastete die Felsen ab. Und machte dann schleunigst, daß er wieder in seine Hütte zurückkam, wo er pudelnaß anlangte. Die Felsenkluft war nicht mehr da, grobe Blöcke türmten sich an ihrer Stelle, unter dem Fenster jedoch stürzte die steile Wand in die Tiefe. Also war es doch wahr! Der See und das einsame Tal waren verwunschen. Er, Gosilne, hatte gelogen, und nun hatte sich der Berg geschlossen. (Fortsetzung folgt) Montag, 27. Oktober 1952 SPORTSEITE Nummer 250 / Seiüt.3 (/6f» dez Spihze huc \Jfö Stuttgart sUyceUk VfR Mannheim — Eintracht Frankfurt 1:1; 1860 München — KSC Mühlburg-Phönix 4:3; Sehweinfurt 05 — VfB Stuttgart 1:3; Stuttgarter Kickers — SpVgg Fürth 2:2; 1. FC Nürnberg — Kickers Offenbacfa 1:1; FSV Frankfurt — Bayern München 1:1; Viktoria Aschaffenburg — BC Augsburg 1:6; XSG Ulm 46 — SV Waldbof 3:1. stoß in Führung. Die sich in guter Kondition vorstellenden Frankfurter kämpften energisch um den Ausgleich, der ihnen zehn Minuten vor Schluß durch Rechtsaußen Dziwoki gelang, In Süddeutschlands erster Liga blieb am neunten Spielsonntag von der fünfköpfigen Spitzengruppe nur der Deutsche Meister VfB Stuttgart siegreich, der in Sehweinfurt in einem 1:3-Sieg beide Punkte holte, damit den Spielgegner überflügelte und auf den vierten Tabellenplatz vorstieß. Der KSC Mühlburg/Phönix unterlag bei den Münchner Löwen mit 4:3 und mußte damit innerhalb von zwei Spielsonntagen sieben Gegentore hinnehmen, die auf starke Deckungsschwächen deuten lassen. Die Frankfurter Eintracht und die Offenbacher Kickers behaupteten Platz eins und zwei in der Tabelle durch Teilerfolge beim VfR Mannheim bzw. 1. FC Nürnberg, der damit weiterhin vergeblich auf seinen zweiten Sieg boffte. Die ersten vier Mannschaften liegen nun dicht beisammen und werden nur durch zwei Punkte Unterschied getrennt. Außer in Mannheim und in Nürnberg gab es zwei weitere Unentschieden in Stuttgart und Frankfurt, wo Fürth bzw. Bayern München je einen Punkt holten. Die größte Ueberrasehung meldete Viktoria Aschaffenburg, die bisher heimstark war, aber sich nun vom bisherigen Tabellenschlußlicht BC Augsburg mit 6:l schlagen lassen mußte. Dadurch hat Augsburg nunmehr dem 1. FC Nürnberg die rote Laterne der süddeutschen ersten Liga in die Hand gedrückt. In Ulm blieben die Spatzen weiterhin erfolgreich und konnten den SV Waldhof mit 3:1 bezwingen. Ulm hat damit endgültig Anschluß an die starke Mittelfeldgruppe gefunden. Mit sechs Ersatzspielern gelang den Münchener Löwen vor 12000 Zuschauern ein überraschender 4:3 Erfolg gegen den Tabellenzweiten Mühlburg. In der vierten Min. erzielte Sommerlatt die 1:0 Führung für Mühlbuig, aber Wechselberger stellte mit einem hat-trick in der 15., 19. und in der 23. Min. einen 3:1 Vorsprung für 1860 München her, was allerdings durch eine Verletzung des Gästestoppers Adamkiewitz begünstigt wurde. Nach Halbzeit blieben die Münchener weiterhin überlegen. Trotzdem kam Mühlburg in der 36. Min. durch Kunkelmann auf 3:2 heran, bis Baumgartner in der 63. Minute den vierten Treffer für München schoß. Nach guten Abwehrleistung en der Gästeverteidigung erzielte Beck in der 71. Min. für Mühiburg das dritte Tor. Ein drei Sekunden vor Schluß erzieltes fünftes Tor erkannte Schiedsrichter Efoerle (Stuttgart) trotz heftiger Proteste der Zuschauer nicht an. Der FC 05 Sehweinfurt verlor gegen den Deutschen Meister VfB Stuttgart 1:3. Der Schweinfurter Sturm verstand es nicht, die klaren Torgelegenheiten zu verwerten. In der zweiten Halbzeit hatte Stuttgart nach schnellem Angriff durch ein Tor von Blessing (46. Min.) Erfolg. Mit Macht drängte Sehweinfurt auf den Ausgleich. Durch ein zweites Tor aus der Deffensive heraus machte Blessing (84. Min.) alle gegnerischen Hoffnungen zunichte. Waldner glückte in der 87. Min. das dritte Tor. Erst kurz vor dem Abpfiff erzielte Sehweinfurt durch Kupfer den Ehrentreffer. Der FSV Frankfurt mußte den Münchener Bayern mit einem 1:1 Unentschieden in letzter Minute noch einen wertvollen Punkt überlassen. Fünf Minuten vor Schluß gelang es dem Gästemitteistürmer Mer- semann die Ausgleichsbemühumgen mit einem Torerfolg zu krönen und die in der 28. Min. von Kuppel erzielte 1:^, Führung der Frankfurter aufzuholen. Der Münchener Sturm war trotz leichter Vorteile sehr unproduktiv, erst als der rechte Verteidiger Brandmaier für Metz in den Sturm ging, wurden die Aktionen der bayerischen Fünfecreihe gefährlicher. Im Ulmer Stadion kam es vor 6000 Zuschauern zu dem erwarteten hartnäckigen Kampf gegen den SV Waldhof, den die Ulmer mit 3:1 für sich entscheiden konnten. Zwei Minuten der zweiten Halbzeit genügten, um die Waldhof-Mannsehaft in der 78. und 79. Minute durch zwei Ulmer Treffer von Steck und Schoy endgültig zu schlagen. Zuvor hatten Hain für Ulm und Gärtner für Waldhof den l:l-Pausen- stand erzielt. Die 1:6-Niederlage der Aschaffenburger Viktoria gegen den seitherigen Tabellenletzten BC Augsburg vor 8000 Zuschauern ist nicht nur ein sensationelles Resultat, sondern bedeutet das erste verlorene Verbandsspiel auf eigenem Platze seit dem Aufstieg Viktorias in die Oberliga vor eineinhalb Jahren.' Die Hintermannschaft der Platzherren konnte die flinken Außenstürmer Platzer und Schüller nicht halten. Der BCA spielte auf dem glatten Rasen wesentlich rationeller und hat sich den Sieg, wenn auch nicht in dieser Höhe, redlich verdient. Bei ausgeglichenem Feidspiel erzielten Platzer (3) und Schüller (2) den Hauptanteil am Sieg. Das sechste Tor entsprang einem Foulelfmeter, den Bachl verwandelte. Das Viktoria-Ehrentor erzielte Budion beim Stande von 4:0. Der Spitzenreiter der süddeutschen ersten Fußballliga, Eintracht Frankfurt, kam am Samstag im Auswärtsspiel gegen den VfR Mannheim vor 10 000 Zuschauern zu einem l:l-Unentschieden. Bei ständiger Ueberlegenheit der Mannheimer verhinderte Eintracht-Torwart Henig in der ersten Halbzeit den Führungstreffer. Er wurde von seinen Vorderleuten gut unterstützt. Nach dem Wechsel brachte Langlotz (51. Minute) die Gastgeber mit einem verwandelten Frei- Der 1. FC Nürnberg mußte sich gegen die Offenbacher Kickers mit einem 1:1 begnügen. Offenbach war nur in der ersten Halbzeit gleichwertig. Nach dem Wechsel fand der Club zu seinem Flachpaßspiel zurück und schnürte die Offenbacher vollkommen ein. Torhüter Zimmermann vereitelte jedoch zahlreiche Nürnberger Torchancen. Gegen ein Kopfballtor von Morlock (53. Minute) war er aber machtlos. Bei einem der seltenen Offenbacher Gegenvorstöße gelang Kaufhold (85. Minute) nach einem Deckungsfehler zum Entsetzen der 20 000 Club-Zuschauer der Ausgleich. Vor 10 000 Zuschauern erzwang Fürth bei strömendem Regen trotz zeitweiliger Mittelfeldüberlegenheit gegen Kickers Stuttgart ein 2:2-Unentschieden. Stuttgart hatte die klareren Chancen, konnte aber nur zweimal zu Erfolgen kommen. Das junge Fürther Nachwuchstalent Haffner brachte die Gäste in der 6. und 30. Minute zweimal in Front. Jedesmal konnte jedoch Stuttgarts Linksaußen Pflum in der 22. und 56. Minute den Ausgleich erzwingen. Beste Spieler waren Dreher bei den Kickers und Appis bei Fürth. Tabellenführer verliert gegen Schlußlicht Zu einer überraschenden Entthronung des Tabellenführers der 2. Liga Süd, Jahn Regensburg, kam es bei der Begegnung mit dem Schlußlicht VfL Neckarau. Die Neckarauer schickten ihre Gäste mit ei. ner 3:0-Niederlage nach Hause. Vor die Regensburger konnte sich wieder Hessen Kassel durch seinen 1:0-Heimsieg gegen den Exoberligisten S chwaben Augsburg als neuer Spitzenreiter setzen. Die Augsburger rutschten durch die Niederlage weiter ans Tabellenende ab. Der dritte der Spitzengruppe, der KFV, der ebenfalls ein Heimspiel absolvierte, mußte gegen den Freiburger FC eine 1:0-Niederlage einstecken und seinen Platz an den SV Wiesbaden abtreten, der aus Reutlingen mit einem 1:3-Sieg heimkehrte. Im Mittelfeld kletterten außer dem Freiburger FC auch Bayern Hof und Straubing weiter noch oben, während der ASV Durlach und der SV Feudenheim auf den 10. bezw. 12. Tabellenplatz abrutschten. In die Nähe der abstiegsbedrohten Mannschaften kam auch der 1. FC Pforzheim, der im Heimspiel gegen Straubing mit 1:4 unterlag, während die Böckinger Union durch ihren 3:1-Sieg über den ASF Feudenheim ans Ende der Mittelgruppe aufschloß. Die Pforzheimer Hintermannschaft hat es diesmal nicht verstanden, die richtige Einstellung zu dem schulmäßigen Zickzack-Spiel des Straubinger Angriffes zu finden. Es war ganz offensichtlich, wie der Gegner sein Spiel immer wieder auf dieselbe Weise vortrug und wie er von Mann zu Mann in die Gassen spielte. Man konnte sich während der 2. Halbzeit von der Tribüne aus genau aus rechnen, wie der Ball wandern mußte. Nur im Spielfeld schien es von den Pforzheimem niemand zu merken. Dabei wäre, das Rezept nicht einmal so schwierig gewesen, wenn die Hintermannschaft konsequent jedem Straubinger auf den Fersen gesessen wäre. Statt dessen ließ man) sich von den ständigen Rochaden der Gegner bluffen und schließlich wußte niemand, wer eigentlich wen zu 1. FC Pforzheim — TSV Straubing 1:4 (1:2) Trotz eines vielversprechenden Anfangs und einer 1:0-Führung mußte der 1. FC Pforzheim gegen den TSV Straubing seine bisher höchste Heimniederlage dieser Saison hinnehmen. 1:4 ist wahrlich eine deutliche Zahl und sie spricht eigentlich für sich allein. Auch wenn man versucht mit Lokalpatriotismus und der ehrlichen Absicht die Leistungen der Einheimischen in einem besseren Licht zu sehen, so bleibt nicht übermäßig viel, was man zur Entschuldigung finden könnte. Da wäre zunächst einmal der Schiedsrichter, dem man eine gehörige Schuld aufbürden kann. Er gab zunächst einmal mindestens einen fälligen Elfmeter nicht und brachte es auch fertig, in einem zweiten Fall den Ball aus dem Straubinger Strafraum herauszunehmen und als Freistoß ' ‘ ausführen zu lassen, obwohl sich das Foul an Koberstein ganz offensichtlich innerhalb der Strafraumgrenze zugetragen hatte. Auch in der Vergebung von Eckbällen schien er mehr als zaghaft. Wenn man nach weiteren Entschuldigungsgründen sucht, muß man auch noch das große Schußpech herausstreichen, mit dem die Pforzheimer Spieler behaftet waren. Bleibt noch der schwere Boden zu erwähnen, der allerdings für den Gegner von gleicher Beschaffenheit war. Trotz Würdigung all dieser Umstände bleibt es unerfindlich, wie eine Mannschaft nach so guten 20 Minuten zu Beginn des Spieles und einer psy- „ . chologisch wichtigen 1:0- So bahnte sich das erste und einzige Pforzheimer Tor im Spiel gegen Straubing Führung trotzdem vor an.” Torhüter Aumeier wirft sich nach einem Scharfschuß von Bethge, kann aber eigenem Publikum War das Leder nicht bei sieb behalten. Es fliegt Krämer vor die Füße, der auf den besiegt wird. leeren Kasten schoß. Bild: Günter Oberst FuBboU in Zahlen Oberliga Süd: VfB Mannheim — Eintracht Frankfurt Sehweinfurt 05 — VfB Stuttgart 1 FC Nürnberg — Kickers Offenbach München 1860 — VfB Mühlburg Stuttgarter Kickers — .SpVgg Fürth Viktoria Aschaffenburg — BC Augsburg TSG Ulm 46 — SV Waldhof FSV Frankfurt — Bayern München Eintr. Frankf. 9 28:15 14:4 Kickers Offenb. 9 34:14 13:5 Mühlbg./Phönix 9 25:13 12:6 VfB Stuttgart 9 20:11 12:6 Sehweinfurt 05 9 11:13 11:7 VfR Mannheim 9 18:16 10:8 SpVgg Fürth 9 18:14 9:9 Aschaffenburg 9 21:26 8:10 SV Waldhof 9 15:19 Kickers Stuttg. 9 22:25 Bayern Münch. 9 9:16 FSV Frankfurt 9 9:18 1680 München 9 15:22 TSG Ulm 46 9 14:22 BC Augsburg 9 16:22 1. FC Nürnberg 9 14:19 ltl 4» 3« 1:8 3:1 1* 8:10 6:10 7*6 7:U 7:11 7:11 6:12 6:13 Haben Sie richtig getippt ? West- Süd-Block: 0000010I2'21200 Nord-Süd-Bloek: 010210010002IÜ IMI IU HMM Zweite Liga Süd: SSV Reutlingen — SV Wiesbaden Union Bückingen — ASV Feudenheim Karlsruher FV — Freiburger FC VfL Neckarau — Jahn Regensburg 1 FC Pforzheim — TSV Straubing ASV Cham — FC Singen 04 SV Darmstadt 98 — ASV Durlach Bayern Hof — FC Bamberg Hessen Kassel — Schwaben Augsburg Hessen Kassel Jahn Regensbg. SV Wiesbaden TSV Straubing Karlsruher FV Freiburger FC SSV Reutlingen Bayern Hof FC Singen 04 11:6 23:13 17:8 17:13 23:9 15:12 20:12 13:9 11:13 13:5 12:6 11:7 11:7 10:8 10:8 9:9 9:9 9:9 ASV Durlach 9 12:14 Darmstadt 98 9 10:18 Feudenheim 9 11:18 FC Bamberg 9 14:18 ASV Cham 9 14:22 Un. Bückingen 9 12:21 1. FC pforzheim 9 9:16 Schw. Augsbg. 9 6:13 VfL Neckarau 9 6:13 t:3 3* 0* 3:0 1:4 3:1 3:2 4:0 ldl 9:6 0:9 9:9 8:10 7:11 7:11 7:11 7:11 5:13 Oberliga Nord: Bremerhaven 93 — Eimsbüttel Hamburger SV — FC St. Pauli Concordia Hamburg — Bremer SV Werder Bremen — Göttingen 05 VfB Lübeck — Arminia Hannover Eintracht Osnabrück — Altona 93 Oberliga Südwest: Eintracht Trier — Phönix Ludwigshafen TuS Neuendorf — Mainz 05 Wormatia Worms — FK Pirmasens Tura Ludwigshafen — FV Engers 0:3 6:0 2:2 2:1 decken hatte. Daß die Straubinger mit Einsatz und Härte ihr Spiel zu erreichen suchten, war schon vorher bekannt genug und man hätte sich sdiließUcn mehr darauf einrichten müssen. Fehlende- Kondition muß allerdings in vielen harten Trainingsstunden erst einmal erworben werden. Wir sagten es schon: Während der ersten 20 Minuten lief das Pforzheimer Spiel ausgezeichnet. In den ersten Spielminuten zeichnete sich Brand bereits mit seinen überraschenden Schüssen aus dem Hinterhalt aus. Aber auch im Clubstrafraum war gleich dicke Luft und Biedenbach konnte dem agilen Hahn den Ball gerade noch vor dem Fuß wegschlagen. Dann fiel in der achten Minute der umjubelte Führungstreffer. Torwart Aumeier faustete einen Schuß von Vogt ins Feld zurück, wo Gramer den Ball aufnahm und an dem am Boden liegenden Torwart vorbei auts leere Tor feuerte. Der herbeigelaufene Vogt brauchte den Ball nur noch über die Linie drücken. Doch nach 20 Minuten Spielzeit übernahmen die Straubinger die Initiative. In der 28. Minute kam Buhl zum Ausgleich, als Kerkhoff einen Ball verpaßte und der Straubinger Mittelstürmer auf diese Weise in gute Schußposition kam. Das Spiel nahm an Härte zu, wobei vor allem der Gegner ziemlich robust an den Mann ging. So wurde Kerkhoff am Boden liegend von dem Straubinger Vogt stark am Kopf verletzt In der 35. Minute kam Koberstein zu einem zweiten Tor für Pforzheim, dem der Schiedsrichter wegen angeblichem Abseits die Anerkennung versagte. Zwei Minuten später übernahm Straubing die Führung durch ein Tor ihres Halbrechten Hahn, der eine Hereingabe von Emst mit Kopfball unhaltbar verwandelte. Nach dem Seitenwechsel spielte Straubing das volle Können aus. Wiederum kam Buhl mit einem dritten Treffer zu Torehren. Es war erstaunlich, daß dieser Spieler zwischen zwei Pforzheimem hindurch trotz eines Sturzes mit dem Ball weiterkam und noch einschießen konnte. In der 60. Minute stellte Hingsamer, der als Statist auf der linken Straubinger Seite stand, das 1:4-Endergebnis her. Bis zum Abpfiff bot sich dem Club noch mehrmals die Gelegenheit, das Ergebnis etwas günstiger zu gestalten, doch ein unglaubliches Schußpech und die aufmerksame Straubinger Deckung verhinderten mögliche Erfolge. G.O. Alles für den 'labak, deshalb ist sie so gut! OVERSTOLZ vom Rhein f«» 4 1 Nummer 250 Montag, 27. Oktober IflSl Schweden - Italien im Fufibail 1:1 Das mit großer Spannung erwartete Fußball-Länderspiel zwischen Schweden und Italien im vollbesetzten Rasunda-Stadion in Stockholm endete 1:1 (Halbleit 1:1). Die Italiener eröffneten das Spiel mit stürmischen Angriffen und erzielten bereits in der 2. Minute einen Treffer durch Rechtsaußen Boniperti, der jedoch wegen Abseits nicht anerkannt wurde. Im Gegenzug schaffte Schweden innerhalb von drei Minuten zwei Ecken. Die 7. Minute brachte Italien die Führung durch Mittelstürmer Vivolo auf Vorlage von Boniperti. Bereits sechs Minuten später stellte der schwedische Mittelstürmer Persson auf Vorlage des Halbrechten Loefgren den Ausgleich her. Trotzdem blieben die Italiener weiter tonangebend. In der 16. Minute konnte Schwedens Torwart Svensson einen Femschuß des rechten italienischen Verteidigers Ber- tucelli gerade noch zur Ecke lenken, und wenige Minuten später streifte ein Schuß des italienischen Linksaußen Fontanesi am Außenpfosten vorbei. Auch In der 19. Minute hatte der schwedische Schlußmann Gelegenheit, sich gegen einen Scharfschuß von Vivolo zu bewähren. Auch der Rest der ersten Halbzeit gehörte eindeutig den Azzurris. Selbst die Verteidiger schalteten sich In die Angriffe ein. Aber immer wieder zeigte sich der schwedische Schlußmann Svensson unüberwindlich. Kurz vor der Pause wurde Persson verletzt und durch Johansson ersetzt. In der zweiten Halbzeit verlief das Spielgeschehen offener. Die Italiener waren zwar weiter im Angriff, doch hatten sie nun viel von ihrem Elan verloren. Beide Parteien hatten gute Chancen, doch zeigten sich die Abwehrreihen allen Anforderungen gewachsen. Außerdem machte heftiger Regen das Spielfeld schwer. Schwedens überragender Mann war Torwart Svensson. Er allein rettete das Unentschieden für seine Mannschaft. 37 000 Zuschauer, unter ihnen Prinz Bertil und Italiens Botschafter, wohnten dem Spiel bei. Beide Nationen bestritten das sechste Länderspiel. Auch die letzte Begegnung endete im vorigen Jahre in Florenz 1:1. Italien hatte seine überragenden Kräfte im linken Verteidiger Cervato und in Mittelläufer Giovan- nini. Der Angriff spielte im Felde gut, doch vor dem Tor wurden nicht immer die letzten Chancen ausgenutzt. Pandolfini und Vivolo waren hier die gefährlichsten. Nousch bleibt mit allen VoUmachten Der erweiterte Bundesvorstand des Oesterreichi- ichen Fußball-Bundes sprach in Wien dem Bundeskapitän Walter Nausch, der am Mittwoch seinen Rücktritt erklärt hatte, einstimmig das Vertrauen aus. Bin Antrag des Präsidiums, daß Vertreter dieser Institution Nausch künftig „beratend“ zur Seite stehen sollten, wurde abgelehnt. Nausch erklärte sich bereit, seine Funktion wieder aufzunehmen, da man ihm die alleinige Verantwortung für die Aufstellung der Nationalmannschaft überlagse. Die Schaffung eines Auswahl-Komitees, die während der mehrstündigen Sitzung angeregt worden war, bezeichnete Präsident Dr. Gero« als satzungswidrig. Nausch wird neben seiner Anstellung als Verbandstrainer also auch die ehrenamtliche Funktion eines Bundeskapitäns weiter ausüben. Der Versuch der Spitzenvereine, mehr Einfluß auf die Nominierung der Nationalelf zu gewinnen, ist damit endgültig gescheitert. In Fachkreisen glaubt man, daß die Beschlüsse des Bundesvorstandes geteilte Aufnahme finden werden, da die Sportpresse der Bundesländer scharf gegen Nausch eingestellt ist. Ringen der badischen Oberliga KSV Wiesemtal — Eiche Sandhofen Germania Karlsruhe — 8RC Viernheim SpV(S Ketsch — ASV Feudenheim ASV Heidelberg — KSV Klrrlaeh uehaal — Germania Bruc SV Brötzingen 38 Sandhofen 8 IM 9:1 Brötzingen 3 12:13 Viernheim 8 14:10 4:3 Heidelberg 3 11:13 Brubhsal 3 18:11 4:3 Kirrlacn 3 11:13 Feudenheim 3 14:10 3:3 Wiesental 3 8:19 Ketsch 1 12:18 3:3 Karlsruhe 3 8:19 Bruchsal — Brötzingen 4:4 2:8 3:5 4:4 4:4 4:4 8:3 2:4 2:4 2:4 2:4 Brötzingen hatte in Bruchsal reichlich Glück. Bruchsal kam durch zwei unglückliche Niederlagen nur zu einem Punkt. Im Fliegengewicht standen sich Schmitt II (Bruchsal) und Süß (Brötzingen) gegenüber. Schmitt wurde in der 12. Min. durch Armdurchzug Sieger. Im Bantamgewicht kam auchStaib (Brötzingen) gegen Stoll (Bruchsal) um die Niederlage nicht herum, und Schmitt I stellte gegen Weis- sert (Brötzingen) lm Federgewicht den 3 : 0 -Vorsprung her. Erst im Leichtgewicht kam Hirschmann (Brötzingen) gegen Seeburger Fritz zum ersten Gästeerfolg, und durch Seeburger Adolf jun. kamen die Gastgeber durch Punktsieg über Held (Brötzingen) lm Weltergewicht zum 4:1. Im Mittelgewicht kam Brötzingen durch Mürle gegen Werner zu einem weiteren Punkt, und im Halbschwer bezw. Schwergewicht waren noch Schubert gegen Bauer (Bruchsal) und Broß gegen Seeburger Adolf sen. (Bruchsal) erfolgreich und kamen hiermit zu einem 4:4. Unverdiente Niederlage des ASV Durlach SV 98 Darmstadt — ASV Durlach 3:2 (1:0) Der ASV Durlach mußte in Darmstadt eine unverdiente Niederlage hinnehmen, nachdem er streckenweise, hauptsächlich der linke Flügel, weit besser spielte, als die Lilien, und bis zur 75. Minute verdient 2:1 führte. Hätte die Elf weiter offensiv gespielt, wäre das Spiel nicht verloren gegangen. Die verstärkte Deckung ließ zu diesem Zeitpunkt Darmstadt stark aufkommen. Aber als dann der Ausgleich fiel, war der Gastgeber nicht mehr aufzuhalten. Er-schoß durch seinen besten Stürmer Schirra fünf Minuten vor Schluß nach einem groben Abwehrfehler der rechten ASV-Deckung das Siegestor. Schiedsrichter Köhler aus Feuerbach leitete korrekt, nur zeigte er in der letzten Viertelstunde bei groben Fouls' der Darmstädter eine Elfmeterscheu. Der ASV zeigte sein gewohntes Spiel, schneller Wechsel und ein Torschuß aus allen Lagen. Ruhl, der Torhüter von Darmstadt, verhinderte die Erfolge. Besonders stach bei den Gästen noch der Halblinke Wasco hervor, der ein großes Pensum vollbrachte. Der ASV-Torwart war bei dem Siegestor nicht schuldlos. Nach falschem Stellungsspiel faustete er den Ball ins eigene Netz. Beiderseits wurde zunächst ein schönes schnelles Spiel vorgeführt, das die beiden Torhüter durch schöne Paraden auf dem Posten fand. Durlach hatte die ersten Torchancen, jedoch verschossen Wasco und Sommerlatt aus kurzer Entfernung. In der 34. Minute ging dann Darmstadt nach einem Eckball von Schirra durch den Mittelstürmer Böhmann in Führung, nachdem kurz vorher der rechte Läufe Schi- korra verletzt ausschied. Nach der Pause diktierte der ASV weiterhin das Spielgeschehen und in der 55. Minute gelang Wasco durch Zuspiel von Sommerlatt der Ausgleich, und Sommerlatt verwandelte in der 65. Minute einen Eckball zum 2:1. In der 75. Minute gelang den Darmstädtern durch Brühhammer der Ausgleich. Fünf Minuten vor Schluß fiel die Entscheidung durch Schirra, der die Abwehr überlief und zum Siegestreffer einschoß. Karlsruher FV — Freiburger FC 0:1 Im Punktespiel gegen den Freiburger FC erlitt der KFV nach einem torlosen Pausenstand die erste Heimniederlage. Das Spiel des KFV blieb über den ganzen Spielverlauf Stückwerk. Das Fehlen des verletzten Ehrmann hinterließ eine Lücke, die im Augenblick nicht zu schließen ist, am allerwenigsten durch den erstmals wieder in einem derart schnellen und unerbittlich hart, aber überaus fair ausgetragenen Treffen eingesetzten Hochmuth. Aber auch die anderen Stürmer erreichten nicht ihre gewohnte Form. Hätten die Freiburger im Strafraum mehr Konzentration gezeigt, der Sieg wäre zweifellos klarer ausgefallen. Den entscheidenden Treffer erzielte Bechtel in der 63. Minute nach einer Flanke von Faber. Freiburg hatte in Schmitz-Ketterer ein famoses Verteidigerpaar, in Lehmann einen tüchtigen Aufbauläufer und in Fangmann und Faber zwei durchschlagskräftige Stürmer zur Stelle. Beim KFV gefielen Weber, Müller und Kittlitz sehr gut. Reinhard, Stuttgart leitete vor etwa 5000 Zuschauern sehr gut SSV Reutlingen — SV Wiesbaden 1:3 Enttäuschte Gesichter gab es im Reutlinger Ringelbachstadion bei den rund 5000 Zuschauern, als Wiesbaden mit einem einwandfrei verdienten 3:1-Sleg' beide Punkte entführte. Reutlingen war zwar Teile der ersten Halbzeit und die komplette zweite Halbzeit klar tonangebend, konnte sich aber mit dem zerfahrenen Stürmerspiel gegen die vielbeinige Abwehr der Hessen nie durchsetzen. Bei den Gästen überragte der glänzend harmonierende Angriff, der zwar fast dauernd nur mit drei Stürmern operierte, aber die oft zerfahrene Reutlinger Abwehr doch mit Steilvorstößen und schönen Kombinationen dreimal überwinden konnte. In einer Drangperiode der Platzmannschaft fiel der erste Gästetreffer in der 41. Minute, als Rechtsaußen Peter eine Flanke zum Linksaußen Sza- kany hereingab, die dieser verwertete. Schon drei Minuten später erhöhte wiederum Szakany, der von der Reutlinger Abwehr nicht beschattet wurde, auf 2:0. Nach dem Wechsel setzte die Platzelf alles auf eine Karte und war ständig überlegen. Aber wiederum war Wiesbaden glücklicher, als Peter in der 65. Minute einen Durchbruch mit dem dritten Treffer abschließen konnte. Erst in der 76. Minute gelang Reutlingen der längst fällige Ehrentreffer, den Lidinsky erzielte. VfL Neckarau — Jab» Regensburg 3:0 Der Tabellenführer Jahn Regensburg mußte beim Tabellenletzten Neckarau vor nur 800 Zuschauern eine empfindliche Niederlage hinnehmen, da sein Sturm nicht in der Lage war, die vielen gebotenen Chancen auszunutzen. Die Neckarauer Stürmer dagegen waren weitaus schneller und kamen durch ihren Halbrechten Schmelzinger noch vor der Pause zum Führung#^ tor. Nach der Pause erhöhten die Neckarauer Nadg* wuchsspieler Rr. Schneider und W. Schneider in däf 70. und 80. Minute auf 3:0. Die Niederlage der Regensburger ist zu hoch ausgefallen, denn sie waren in bezug auf Kombinationsvermögen und Stellungsspiel ihrem Gegner mindestens ebenbürtig. Ihr Mannschaftsspiel verlief aber zu kompliziert und außerdem zu langsam. Bei Neckarau zeichnete sich der vom Senior Preschle geführte Sturm aus, während bet Regensburg die gute Aufbauarbeit der Außenläufer Popp und Schamriß auffiel. Schiedsrichter .Maehn (Frankfurt) hätte energischer durchgreifen müssen. Union Böchingen — ASV Feudenheim 3:1 Vor 4000 Zuschauern kam die Union Böckingen zu einem 3:1-Sieg über den ASV Feudenheim und zu einem doppelten Punktgewinn. Die Böckinger Elf zeigte sich in wesentlich verbesserter Form und war vor allem in der ersten Hälfte im Feldspiel stark überlegen. Bester Spieler war Mittelstürmer Horn, der auch für zwei Tore verantwortlich zeichnete. Dia Gäste wurden ihrem Ruf nicht ganz gerecht. Besonders die Stürmerreihe enttäuschte, wo nur der Halblinke Busch überdurchschnittliches Format aufwies. In der dritten Minute erzielte Horn das Führungstor für die Platzherren. Busch konnte jedoch in der 33. Minute auf einen Freistoß von Zimmermann den Ausgleich erzielen. In der 73. Minute war es wiederum Horn, der einen abgeprallten Schuß zum 2:1 unhaltbar verwandelte. In der 80. Minute erhöhte Schellenberger das Resultat auf 3:1. Schiedsrichter Neumaier (Nürnberg) war schwach. Er anullierte zwei Tore für Böckingen wegen Abseits. Wie sieht die kommende Ländereil aus? Vorbereitungen für das Länderspiel Deutschland-Schweiz am 9. November ln Rugsbnrg Der Spielausschuß des Deutschen Fußballbundes (DFB) tagte am Wochenende in Frankfurt und bestimmte die für die Länderspiele gegen die Schweiz am 9. November in Augsburg bzw. in Basel in Frage kommenden Spieler wie folgt: Für Augsburg: Turek (Fortuna Düsseldorf), Bögelein (VfB Stuttgart) im Tor, Retter (VfB Stuttgart), Kohlmeyer (1. FC Kaiserslautern) und Streitle (Bayern München) als Verteidiger, Eckel (1. FC Kaiserslautern), Posipal (HSV), Schanko (Borussia Dortmund) als Läufer und Klodt (Schalke 04), Morlock (1. FC Nürnberg), Otmar Walter und Fritz Walter (1. FC Kaiserslautern), Röh- rig, Schäfer (beide 1. FC Köln) als Stürmer. Für Basel: Wunstorf (St. Pauli), Kupsch (Katernberg) im Tor, Miersberger (1. FC Nürnberg), Deinert (Tennis Borussia), Geruschke (Hannover 96), Bauer (Bayern München) als Verteidiger, Sommerlatt (Miihlburg/Phönix), Liebrich (1. FC Kaiserslautern), Schaffer (Spfrd. Siegen), Metzner (Hessen Kassel), Harpers (Sodingen), Derwall (Alemannia Aachen) als Läufer sowie Gerritzen (Preußen Münster), Preißler (Borussia Dortmund), Schreiner (Offenbacher Kickers), Kaufhold (Offenbacher Kickers), Stollenwerk (Düren), Schröder (Bremen 60), Waldner (VfB Stuttgart), Preißendörfer (Offenbacher Kickers), Staab (Viktoria Aschaffenburg), Flügel (Borussia Dortmund) und Baitinger (VfB Stuttgart) als Stürmer. • Für die A-Auswahl stehen ferner die beiden Esse- Daxlanden erweiterte seinen Vorsprung Leimen — KSC Mühlburg/Phönix 1:2: Rohrb&ch — DSC Heidelberg 0:1; Daxianden — Brötzingen 4:1; Hcvhewh elm — Schwetzingen 2:2; Viernheim — Kirchheim 4:0; Knielingen — Birkenfeld Ü:i; Käfertal gegen Kirrlach ausgefallen ersten zwanzig Minuten das Spiel offen gestalten, doch dann übernahmen die Daxlandener die Spielführung und schon in der 21. Minute hieß es 1:0 für Daxlanden. Etwa sechs Minuten später sorgte der Daxlandener Speck mit seinem Eigentor für den Ausgleich, der auch bis in die Pause hinein gehalten wurde. Nach dem Wechsel ergriffen die Platzherren dann eindeutig die Initiative und die 60. und 85. Minute sah sie dann mit zwei Toren in Front, als Gallus zweimal ins Schwarze traf. Schwalls Tor in der 87. Minute brachte den Endstand.. Daxlanden Friedrichsfeld DSC Heldelbg. Mühlbg./Fhönlx Hockenhelm Knielingen Viernheim Klrrlaeh 8 28:8 8 18:8 8 10:9 8 17:18 8 12:12 8 16:1$ 7 12:7 8 21:14 14:4 VfB Leimen 8 13:13 8:8 11:9 Germ. Brötzg. 8 11:13 8:8 11:9 Schwetzingen 8 18:14 0:10 10:6 Kirchheim 8 11:17 8:10 9:0 Sincenfeld 8 11:21 0:10 9:0 sc Käfertal 8 10:22 4:12 8:0 TSG Rohrbach 7 0:28 2:12 8:8 Leimen — Phönix Karlsruhe 1:2 (abgebrochen). Dieses Treffen wurde vom Schiedsrichter beim Stande von 2:1 für Phönix wegen hereinbrechender Dunkelheit abgebrochen. In der Tabelle wird dieses Spiel nicht gewertet, da sehr wahrscheinlich eine Wiederholung stattfinden wird. Rohrbach — DSC Heidelberg 0:1. — Einen glücklichen Sieg konnten die Heidelberger aus Rohrbach entführen, da die Platzelf ein mindestens ebenbürtiger Gegner war und eine Punkteteilung wohl der gerechte Spielausgang gewesen wäre. Seifert konnte schon in der 27. Minute das goldene, spielentscheidende, Tor schießen. Daxlanden — Germania Brötzingen 4:1. — Die Brötzinger Germanen mußten in Daxlanden eine deutliche Niederlage quittieren und den Hatzherren beide Punkte überlassen. Wohl konnten sie in den 7 38:6 12:2 Eutingen 7 18:11 8:6 8 38:9 12:4 Ettlingen 8 18:31 8:8 8 18:13 10:6 Grünwinkel 6 11:10 7:8 7 17:13 9:9 Tiefenbronn 8 8:17 8:11 8 18:17 0:7 Ellmendingen 9 12:17 5:13 8 38:16 3:8 Malaeh 9 8:27 5:13 8 11:13 8:8 Mühlacker 7 7:20 1513 eim — Malsch 6;9. — Zu einem VfR Pforzheim Bretten Durmersheim Rüppurr Dillstein Nietern Forchheim VfR Pforzheim Schützenfest wurde das Spiel des VfR gegen die Gäste aus Malsch. Diese hatten in der einseitigen Angelegenheit nicht viel zu bestellen, sondern verteidigten über die ganze Spielzeit und kamen kaum über ihre eigene Hälfte hinaus.. Bereits in der 20. Minute konnte Diebold durch einen Alleingang das 1:0 hersteilen. Zehn Minuten später nahm Nonnenmann eine Vorlage von Vogler auf und setzte in Direktschuß das 2:0 in die Maschen. Der Ex-Buckenberger Bordt stellte zwei Minuten vor dem Pausenpfiff das Ergebnis auf 3:0. Nach dem Wechsel war es dann Vogler der den Torreigen fortsetzte und in der 60. Minute das 4:0 markierte. Gann H sorgte in der 70. Minute für den fünften Treffer und Diebo'd machte in der 85. Minute das halbe Dutzend voll. I Grflnwinkel — Bretton 4:2. — Als der Schiedsrichter in dar ersten Spielhälfte den linken Verteidiger von Bretten wegen zweimaligen Handspiels vom Platz stellte, nahmen Bretten er Schlachtenbummler eine drohende Haltung gegen den Unparteiischen ein, doch kam es glücklicherweise zu keinen Tätlichkeiten. Hennhöfer konnte für die Hatzelf die 1:0-Führung markieren, die jedoch von Tritschler wieder egalisiert wurde. Die erneute Führung für Grünwinkel wurde wieder von Hennhöfer erzielt, doch konnte Bretten ein zweitesmal aus- gleichen. Nach dem Wechsel war es wieder Hennhöfer, der den Hatzherren die Führung zurückeroberte. Abe schlug jedoch auch den Platztorhüter nochmal und man hatte sich schon mit einer Punkte- VfR Pforzheim neuer Tabellenführer VfR Pforzheim — Maisch 6:0; Grflnwinkel — Bretten 4:3; Durmersheim — Forchheim 1:0; Rflppurr gegen Ettlingen 2:2; Dillstein — Niefem 4:2; Ellmendingen — Tiefenbronn 2:1. teilung abgefunden, als ein von Maier vollstreckter FouleLfmeter Grünwinkel den knappen Sieg brachte. Durmersheim — Forchheim 1:0. — Nur zu einem knappen Sieg gereichte es den taktisch und technisch besseren Durmersheimern. Forchheim hatte nur einen lobenswerten Eifer dem technischen Plus der Platzelf entgegenzusetzen. Nachdem man torlos d'e Seiten gewechsen hatte konnte Wurz in der 50. Minute vom rechten Läufer eine Steilvorlage aufnehmen, die Gästeverteidigung auspielen und am Forchheimer Torwart vorbei zum Siegestreffer einschießen. Rflppurr — Ettlingen 2:2. — Die Rüppurrer hatten gegen die gefährlich und schnell spielenden Ett- linger alle Hände voll zu tun um mit Mühe und Not ein Unentschieden zu retten. Bereite in der 10. Minute 9choß der Ettlinger Mittelstürmer die 1:0- Führung für die Gäste. Dabei blieb es bis zum Seitenwechsel Kiefer stellte dann in der 75. Minute das Unentschieden her, doch erneut ging Ettlingen durch seinen Halbrechten in Führung. Klotz konnte dann den verdienten Punkt in der 72. Minute durch das zweite Tor erzielen. DUisteia — Niefern 4:2. — Mit zwei Toren Unterschied mußte sich Niefem auf dem Hohenecksportplatz geschlagen geben. Dillstein ging durch Geist in Führung. Derselbe Spieler vergrößerte den Vorsprung durch ein zweites Tor. Niefems Halblinker konnte zwar bald darauf mit einem Tor auf 2:1 verkürzen, doch gelang es Hahn noch vor dem Seitenwechsel den alten Abstand wieder herzustellen. Nach der Pause erhöhte wiederum Hahn auf 4:1, ehe der Niefemer Linksaußen auf 4:2 verkürzen konnte. Beim Stande von 3:1 hielt der hervorragende Dillsteiner Torwart einen scharf aber nicht genau plaziert getretenen Elfmeter. Ellmendingen — Tiefenbronn 2:1. — Ellmendin- Hockenheim — Schwetzingen 2:2. — Nachdem di« Schwetzlnger in der Pause noch 1:2 führten, konnte Hockenheim mit dem zweiten Tor doch noch das Unentschieden und damit den Punkt retten. Brandenburger brachte Hockenheim 1:0 in Führung, doch glich Konzian au». Brixner besorgte dann für die Spargelstädter die Halbzeitführung, die von der Platzelf erst in der 70. Minute ausgeglichen werden konnte, als Brandenburger eine Ecke trat die Konze verwandeln konnte. Viernheim — Kirchheim 4:0. — In der ersten Spielhälfte waren die Platzbesitzer deutlich überlegen und brachten dies auch durch eine 3:0-Halb- zeitführung zum Ausdruck. Nach dem Wechsel kam Kirchheim besser ins Spiel und konnte den Viem- heimer Druck etwas abschwächen, ohne jedoch verhindern zu können, daß Wenger noch ein viertes Tor für Viernheim erzielte. Knielingen — Birkenfeld 1:1. — Ein achtbares Unentschieden erzielten die Birkenfelder in Knieiingen. Anfänglich drängten die Karlsruher Vorstädter zwar stark, dodi von der 25. Minute ab war das Spiel ausgeglichen, blieb jedoch bis zur Pause torlos. In der 60. Minute gelang den Birken- feldem der Führungstreffer, den sie mit aller Macht zu halten versuchten. Aber die drückende Ueberlegenheit der Platzherren brachte doch in der 75. Minute den' Ausgleich durch Mainzer, der mehr als verdient war. Das Eckenverhältnis von 13:1 für Knielingen spricht für die Ueberlegenheit der Platzelf. Bester Mann auf dem Platz war Birkenfelds Torhüter Burkhardt, dem die Gäste auch den Punkt verdanken konnten. gen siegte zwar verdient aber knapp. Die Pechsträhne der Platzbesitzer begann damit, daß der Ellmendinger Mittelläufer ein Eigentor fabrizierte, das den Tiefenbronnem bis zur Halbzeit eine knappe Führung einbrachte. Nach der Halbzeit knallte Seelig mit einem harten Fernschuß das 1:1 in die Maschen. Ein Strafstoß von Süß brachte dann das zweite Tor und damit den knappen Sieg. Staffel II Durlach-Aue — Weingarten 3:2; Bruchsal — Gröt- ringen 2:1; Nenreut — Eggenstein 1:1; Wiesental gegen Karlsdorf 2:1; Sfldstern — Rußheim 2:1; Blankenloch — Graben 3:0; Hagsfeld — Frankonia Karlsruhe 2:0 Blankenloch 9 25:12 14:4 Eggenstein 9 20:17 7:9 Hagsfeld 8 20:8 13:3 Neureut 8 13:15 7:9 Wiesental 8 18:16 11:5 Karlsdorf 7 8:11 6:8 Frankonia K‘he 9 21:20 10:8 Südstem K'he 9 8:18 5:13 Graben 9 14:15 10:8 Söllingen 8 11:26 4:11 Bruchsal 7 16:15 8:6 Rußheim 8 15:27 3:13 Grötzingen 8 14:18 8:10 ner Außenstürmer Rahn und Termath laut Aufstellung zur Verfügung, doch ist ihr Einsatz fraglich, da Rotweiß Essen am 9. November das Oberliga-Punktspiel gegen Schwarzweiß Essen nachholt und Rotweiß außerdem noch im DFB-Pokal mitwirkt. Für den DFB-Vereinspokal wurde die Zwischenrunde auf den 1. Februar, die Vorschlußrunde auf den 8. März und das Endspiel auf den 6. April (Ostermontag) festgelegt. Etwa notwendige Wiederholungsspiele werden jeweils mittwochs ausgetragen. Die Termine für den Amateur-Länderpokal wurden wie folgt festgesetzt: Zwischenrunde: 7. Februar, Vorschlußrunde: 8. März, Endspiel: 5. April (Ostersonntag). Deutschlands Kunsttuxner gegen Finnland Albert Zellekens, der Kunstturnwart des DTE, hat die Riege nominiert, die in Karlsruhe den Länderkampf gegen Finnland bestreiten wird. Die deutsche Riege wird wie folgt Turnen: Adalbert Dickhut (Köln), Helmut Bantz (Langerfeld), Theo und Erich Wied (beide Stuttgart), Friedei Overwien (Essen, Hans Pfann (Neuötting), Robert Klein (Bergisch- Gladbach), Heinz Schnepf (Kreuznach), Ersatz: Jakob Kiefer (Kreuznach). „Sport - Gesundheit und Erholung" eröifnet Die in Verbindung mit dem Tum-Länderkampf Deutschland — Finnland veranstaltete Ausstellung „Sport — Gesundheit und Erholung“ wurde am Samstag in der neuen Messehalle in Karlsruhe eröffnet. Die Ausstellung vermittelt einen Einblick in das Wirken der einzelnen Sportverbände und zeigt darüber hinaus in Sonderausstellungen die Arbeit des Schwarzwaldvereines, des Alpen- und Skiclubs. Der Ausstellung ist weiterhin eine Schau des Sportärzte- verbändes zusammen mit dem Roten Kreuz und "der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft mit Sanitlte- autos, Verbandskästen, Sauerstoff- und Tauchgeräte sowie eine Briefmarken-, Münzen- und Medaillenschau angegliedert. In der Woche vom 25. Oktober bis 2. November wird in der Messehalle ein buntes Sportprogramm mit Vorführungen der Radsport- und Schwerathletikvereine, des Badischen Fechterverbandes sowie turnerische Darbietungen stattflnden. Ideeller Träger der Veranstaltung sind die Stadt Karlsruhe und der Badische Sportbund. In seiner Eröffnungsansprache stellte Sportdezernent Dr. Gutekunst fest, daß die Stadt Karlsruhe bisher ihr Bestmöglichstes zur Förderung des Sportes gegeben habe und es auch in Zukunft tun werde. Drei neue Weltrekorde Zatopeks Der dreifache Olympiasieger Zatopek stellte am Sonntag in Prag über 25 und 30 km sowie über 15 Meilen folgende neue Weltrekorde auf: 15 Meilen: 1:16:26,4 Stunden; 25 km: 1:19:21,8 Stunden; 30 km 1:35:23,8 Stunden. Zatopek legte in einer Stunde 18,978 km zurück. Kühler gewann „Cballenge Degrange-Colombo" Der Schweizer Ferdinand Kübler gewann am Sonntag durch einen 10, Platz in der Lombardei- Rundfahrt, der letzten diesjährigen klassischen Radsportprüfung, zum zweitenmal die begehrte Trophäe „Challenge Degrange-Colombo“. Sieger der Lombardeirundfahrt mit Start und Ziel in Mailand, über 222 km wurde der Italiener Minardi in 6:03:36 Stunden mit einem Mittel von 37,290 Stundenkilometern und einer Radlänge vor dem mit der gleichen Zeit einkommenden Nino de Filippis. Zwei Badweltrekorde durch Harrisund Patterson Zwei neue Welrekorde im Radfahren über einen Kilometer mit stehendem bezw. fliegendem Start stellten Exweltmei»ter Reg Harris (England) und Verfolgungsweltmeteter Sid Patterson (Australien) am Sonntag auf der Mailänder Vigorelli-Radrenn- bahn auf. Harris verbesserte seinen eigenen Weltrekord über einen Kilometer mit stehendem Start von 1:09,8 Minuten auf 1:08,6 Minuten. Patterson erreichte über die gleiche Distanz mit fliegendem Start 1:04,0 Minuten und löschte damit den alten Rekord des Italiener« Battesini mit 1:04,6 Minuten aus dem Jahre 1938 aus. Huf Händen und FttBen durchs Ziel Die größten Ovationen der 50 000 Zuschauer bei den Japanischen Leichtathletikmeisterschaften in Nordjapan erhielt am Mittwoch ein Langstreckenläufer, der auf Händen und Füßen durchs Ziel kroch. Isamu Kojo stürzte bei dem 20-km-Straßenlauf nicht weniger als acht Mal. Beim letzten Sturz vermochte sich der Japaner nicht mehr zu erheben und bewegte sich auf Händen und Füßen gehend weiter- Er wurde schließlich noch 29. in einem Startfeld von 44 Teilnehmern. W/0 wird das Weiter? Vereinzelte Schau«' möglich Dem Zwischenhoch über Süddeutschland folgt eine Störung. Der Witterungscharakter bleibt im ganzen veränderlich, der Zustrom milder Meeresluft hält an. Heute Aufheiterung, vereinzelt leichte Schauer möglich. Höchsttemperaturen um 15 Grad, schwache bi« mäßige westliche Winde. Morgen veränderlich und nicht niederschlagsfrei. Eine Fachberatungsstelle für Obst- und Gartenbau: Das dringendste Gebot: Die Schaltung von Henanlagen Die Vorschläge: Anbau von Erdbeeren, von Frühkirschen, Frühpfirsicben und Frühbirnen Die Kreisobstbauinspektion — Leiter Obstbauinspektor DickgieBer — fand jetzt nach mehrmaligem Umzug in dem neuen Gebäude der Landwirtschaftsschule an der Förster Landstraße eine bleibende Unterkunft. Die Obstbauinspektion beabsichtigt, hier eine Beratungsstelle einzurichten, die jedem Interessenten die neuesten Erkenntnisse im Obst- und Gartenbau vermittelt. Vorteilhaft für diese unsere Beratung wirkt sich besonders die Tatsache aus, daß bei der Schule praktische Unterweisungen in der Obstbaumpflege gegeben werden können, da im Laufe des kommenden Winters um das neue Gebäude eine beachtliche Anzahl Obstbäume gepflanzt wird. Aeltere Bäume zur Durchführung der Pflegemaßnahmen stehen in den danebenliegenden Siedlerbetrieben zur Verfügung. In diesem Zusammenhang darf nicht unerwähnt bleiben, daß auch durch die Initiative der Landkreisselbstverwaltung ein Lehr- und Versuchsgarten angelegt werden konnte, der zunächst den Fachberatern die Möglichkeit gibt, Fragen der besten Obst- und Gemüsesorten für unser Kreisgebiet, der Schädlingsbekämpfung und Düngung an'Hand von Extraversuchen zu klären. Dieser Lehrgarten wurde wegen der besseren klimatischen Verhältnisse ins Hügelland verlegt und ist in 10 Minuten von der Dienststelle aus zu erreichen. Wir hoffen, hier Schülern, Lehrgangsteilnehmern, Baumwarten, Obstbauvereinen und sonstigen Interessenten wertvolle Anregungen geben zu. können. Für die Wichtigkeit dieser Anleitungen spricht die Tatsache, daß wir im Kreis Bruchsal einen dezimierten, zum größten Teil vernachlässigten Baumbestand haben, der durch die vieler) Streupflanzungen und dem Sortenwirrwarr nur schwer zu einer guten durchschnittlichen Gesamtleistung gebracht werden kann. Um konkurrenzfähig sein zu können, müssen diese Uebelstände wenigstens im Erwerbs-Obstbau im Laufe der Jahre verschwinden. Bäume, welche wegen ihres ungünstigen Standortes, ihres schlechten Ge- •sumdheitszutsandes einen Arbeits- und Materialaufwand nicht mehr lohnen, müssen entfernt werden. Dafür sind die gesunden Bäume umso besser zu pflegen. Daß hiermit schon viel erreicht werden kann, zeigen alljährlich die in verschiedenen Gemeinden des Kreises von uns gepflegten Beispielsanlagen. Das im Verkauf der Früchte sich ungünstig auswirkende Vielerlei von Sorten, kann nur durch die Fortsetzung der bereits in diesem Frühjahr begonnenen Umpfropfungsaktion beseitigt werden. Hierdurch wird folgendes erreicht: 1. eine allgemeine Ertragssteigerung, 2 bessere Durchführung der Schädlingsbekämpfung, 3. bessere Sortierung, Verpackung und Absatz. Neben der Intensivierung des tragbaren Baumbestandes ist die Schaffung von Neuanlagen dringendes Gebot. Die Notwendigkeit dieser Arbeit ergibt sich durch den starken Rückgang des Obstbaues durch Frost, Trockenheit, Schädlingsbefall und aus der allgemeinen ungenügenden obstbaulichen Ertragssicherheit. Dabei ist zu überlegen, wo und wie Verbesserungen gegenüber früher ausgeführten Pflanzungen vorgenommen werden können. Die wichtigsten Gesichtspunkte, unter welchen die kommende Gestaltung der Neupflanzungen erfolgen muß, sind: 1. Berücksichtigung der natürlichen Ansprüche von Obstart und Sorte in Bezug auf Klima, Lage und Boden. 2. Die Schaffung einheitlicher geschlossener Anbau- gebiete durch Zusammenfassung gleicher Arten und Sorten in begünstigten, abgegrenzten Gewannen. 3. Die Eingliederung des Obstbaues in den landwirtschaftlichen Betrieb. 4. Verbesserung und Erleichterung der gesamten Pflegemaßnahmen. Der Stellenmarlit Es werden gesucht: Angestelltenberufe 1 Kaufmann für die Finanzabteilung eines größeren Industriebetriebes in Bruchsal. Bewerber muß Mahnwesen beherrschen und neben Beobachtung der Außenstände auch die Prüfung der Kunden auf Kreditwürdigkeit übernehmen. Alter 30—35 Jahre. Interessenten, die auf diesen Arbeitsgebieten Erfahrungen besitzen, gewandte Korrespondenten sind und über gute Referenzen verfügen, wollen ihre Bewerbungsunterlagen bei der Arbeitsamtsnebenstelle Bruchsal einreichen. I Elektroingenieur (TH oder HTL) mit Kenntnissen in der Lichttechnik von Betrieb der Leuchtenfertigung in Bruchsal, Um einen guten Absatz zu gewährleisten, muß bei der neuzeitlichen Gestaltung des Obstbaues in unserem Kreisgebiet der Anschluß an den bekannten Bruchsaler Spargelmarkt geschaffen werden. Dazu ist die Ausweitung des Frühobstbaues voranzutreiben. Wir denken hier an den Anbau von Erdbeeren. Diese Kultur hat den großen Vorteil, daß schon im kommenden Jahr Vollernten und somit schnelle Einnahmen erzielt werden. Um die Transportkosten zur Markthalle herabzusetzen, muß auch hier der Anbau konzentriert erfolgen. Von weiterer Wichtigkeit ist die Ausweitung des Frühkirschenanbaues. Der schnellste Weg zur Erreichung dieses Zieles führt über das Umpfropfen minderwertiger Sorten (Bastardkirschen), soweit die betreffenden Bäume dafür noch geeignet sind. Gleichzeitig sind auch hier Neupflanzungen mit hellrindigen Vogelkirschen zu schaffen, die zur gegebenen Zeit mit den entsprechenden Sorten umzupfropfen sind. Auch der Anbau von Frühpfirsichen und Frühbirnen dürfte durch das Vorhandensein des Bruchsaler Spargelmarktes dem Anbauer gute Einnahmen bringen. Diese wenigen Ausführungen zeigen, daß noch ein großes Arbeitsgebiet vor uns liegt, das nur zu bewältigen ist, wenn die obstbautreibende Bevölkerung aufgeschlossen und in jeder Hinsicht fortschrittlich ist. des Arbeitsamtes 1 Werkmeister oder Werkstättenleiter mit Erfahrung in der spanlosen Verformung von Feinblechen, sowie in der Gußbearbeitung, möglichst mit Kenntnissen in der Fertigung von elektischen Leuchten von Betrieb der Leuchtenfertigung in Bruchsal. Werkswohnung wird gestellt. Gewerbliche Berufe 1 Werkzeugschlosser, junge und perfekte Kraft von Herdfabrik in Bruchsal, 1 Heizungsmonteur, an selbständiges Arbeiten gewöhnt, von Heizungsunternehmen bei Bruchsal, 3 Spitzendreher mit gründlicher Berufserfahrung in Dauerbeschäftigung von Pumpenfabrik in Bruchsal. Arbeitskräfte für den Ruhrbergbau im Alter von 17 bis 32 Jahren laufend in Dauerarbeit. ff Wodie des Berufes” vom 2* bis 8. loiember Die Handwerkskammer Bruchsal mit den Vorbereitungen betraut Die Bundesregierung hat in einem Aufruf an alle a 73*ruf?tätigen und die Angehörigen aller Behörden zu :; *iher „Woche des Berufes“ in der Zeit vom 2. bis November aufgerufen. Es ist ihr dringender Wunsch, durch diese Veranstaltung die Aufmerksamkeit der gesamten Oeffentlichkeit auf die berufliche . und soziale Förderung der Jugend hinzulenken. Die Veranstaltung stützt sich auf Trägerorganisationen wie z. B. den Bundes jugendring, die zentralen Zusammenschlüsse der Städte, Landkreise und Gemeinden, die Gewerkschaften, die Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern. Auch die Spitzenorganisationen der Lehrerverbände und die Verbände der Landwirtschaft haben ihre Mitwirkung zugesagt. Rund 1 Million Jugendliche befinden sich in Berufsausbildung. Das ist praktisch jeder 15. berufstätige Deutsche. Eine gute Berufsausbildung erzeugt Leistung, Leistung bringt Wohlstand und soziale Sicherheit. Niemand in der modernen Welt kann unabhängig von der Arbeit anderer seine Existenz fristen, auch nicht in der primitivsten Form.. Es wird daher von der Oeffentlichkeit erwartet, daß sie die Veranstaltung der „Woche des Berufes“ nach Kräften unterstützt. Das Schwergewicht der Veranstaltung liegt zeitlich in der ersten Novemberwoche, Kundgebungen und Vortragsveranstaltungen werden im ganzen Bundesgebiet den Auftakt geben. Es werden Versammlungen, Ausstellungen von Berufsschulen, Betrieben, Kammern, Betriebsbesichtigungen folgen, die Gelegenheit geben, Einblick in berufsbildende Maßnahmen zu nehmen. Der praktische Leistungswettbewerb des Handwerks wird seine Ergebnisse, die auf Bundesbasis ermittelt worden sind, in dieser Woche der Oeffentlichkeit vorlegen. Zahlreiche Freisprechungs- bzw. Lehrabschlußfeiem werden in diese Woche gelegt werden. Der Berufswettkampf der Deutschen Angestelltengewerkschaft wird in der gleichen Zeit seinen Abschluß finden. Die organisatorische Vorbereitung liegt bei den Arbeitsausschüssen, die in allen größeren Orten des Bundesgebietes gebildet werden. Hier finden sich die Vertreter der Wirtschaft und der Gewerkschaften, der Arbeitsämter, Lehrerschaft, Wirtschafts- und Berufsorganisationen, Behörden und Verwaltungen zu gemeinsamem Vorbereitungen zusammen. Für den Ortsausschuß Bruchsal hat die Handwerkskammer Bruchsal die Federführung. Im Mittelpunkt der Woche des Berufes steht eine große Freisprechungsfeier aller Handwerkslehrlinge der Herbstprüfungen 1952. Außerdem findet eine Gesellenstückausstellung in den Räumen der Gewerbeschule Bruchsal statt. Auch eine Sammlung durch den Verkauf von 12 geschmackvollen Abzeichen, die einige wichtige Berufe symbolisieren, ist vorgesehen. Der Erlös dieser Sammlung wird der beruflichen Erziehung und Ausbildung bedürftiger, begabter Jugendlicher zugute kommen. Weitere Stellenangebote können aus dem „Südwestdeutschen Stellenmarkt“, der in allen Arbeitsämtern und Gemeindeverwaltungen aufliegt, ersehen werden. Interessenten wenden sich an die für ihren Wohnort zuständige Arbeitsamtsdienststelle. ** Tageskalender für ??;Dktober Schloßtheater Bruchsal, 18 und 20 Uhr „Ich heiße- Niki... und alle höben mich lieb“. Casino-Lichtspiele Bruchsal, 17 und 20 Uhr „Mädchen mit Beziehungen“. Europa-Lichtspiele Bruchsal, 17, 19 und 21 Uhr „Reitet für Deutschland“. Badisches Staatstheater, 20 Uhr im Opernhaus „Symphoniekonzert der Badischen Staatskapelle“. MGV Liedertafel Bruchsal, 15.45 Uhr treffen sich die Sänger vor der Leichenhalle zur Beerdigung unseres Ehrenmitgliedes Wilhelm Klein. Polizeialarm gegen Raudisiinder Benzypren verseucht die Großstadt — Der Polizei dürfte eine weitere wichtige Aufgabe zufallen. Es soll nämlich Polizeialarm gegen den Krebs gegeben werden. In den Großstädten der Erde will man die Verkehrspolizisten mit rückhaltloser Schärfe gegen die „Rauchsünder“ einsetzen, da sie es vor allem sind, die für die ständig ansteigende Todeskurve durch Lungenkarzinom verantwortlich zu machen sind. Wie englische Forscher bei Untersuchungen in den Hauptverkehrsstraßen Londons und an den Patienten feststellten, marschiert an der Spitze der heute als Krebserreger erkannten Stoffe, welche die Großstadtluft verseuchen, Benzypren. Und zwar soll diese Gefährdung, wie Luftproben ergeben haben, besonders im Winter wirksam sein. Benzypren ist ein unsichtbarer, gefährlicher Feind der Großstädter, der sich in die giftigen Schwaden der Auspuffgase von Benzin- und Dieselmotoren einnebelt. In Wien möchte man aus diesen Ergebnissen der englischen Wissenschaft, die erstmalig auf einem internationalen Kongreß der Krebsforscher in Löwen (Belgien) mitgeteilt wurden, nun die Konsequenzen ziehen. Nicht nur durch die Wachsamkeit der Polizisten, sondern auch durch die Aufnahme der Arbeit des österreichischen Krebsforschungsinstituts, für dessen künftige Tätigkeit allerdings noch längst nicht die notwendigen Geldmittel bereitgestellt werden Die Auspuffgase als Krebserreger? konnten. Verschiedene Kliniken und akademische Institute beschlossen, je einen ihrer Assistenten für diese Aufgaben für die Dauer eines Jahres zu beurlauben. Das neue Institut wird sich vorwiegend mit dem Problem des Lungenkrebses befassen. Die Wiener Statistik zeigt nämlich eine beängstigende Zdnahme dieser Krankheit in den letzten beiden Jahrzehnten. Die Zahl der Opfer von Geschwulstwucherungen an Atmungsorganen hat sich seit 1934 fast verdreifacht. Dabei ist der Anteil der Krebserkrankungen an den Organen des Rachens, der Speiseröhre und des Magens ebenso beständig zurückgegangen. Während der Rückgang als Erfolg der ärztlich-medizinischen Bemühungen verbucht werden darf, kommt das Fortschreiten des Lungenkrebses im hohen Maße auf das Konto eines immer mehr zunehmenden u. rücksichtslosen Automobilstraßenverkehrs. Und noch eins wird von dem Institut versichert, das dem Durchschnittsraucher tröstlich in den Ohren klingen mag: Eine krebsverursachende Wirkung des maßvoll genossenen Nikotins konnte bisher nicht erwiesen werden. Bedenklicher sieht die Sache allerdings für Kettenraucher aus: Unter zehn an Lungenkrebs Erkrankten befinden sich neun, die schwer rauchten und täglich bis zu 40 Zigaretten verbrauchten. K. W. Stadtumschau Montag, den 27. Oktober 1952 Nähkurs im Sancta Maria. Am Mittwoch, 5. Nov. beginnt ein Nähkurs im Institut St. Maria in Bruchsal für arbeitslose, heimatlose bezw. noch nicht in Lehrstellen untergebrachte Mädchen. Anträge auf Einweisung in diesen Kurs sind sofort beim Arbeitsamt zu stellen. Die Jugendlichen müssen beim Arbeitsamt als Arbeitssuchende oder Lehrstellensuchende vor gemerkt sein. Der Kurs umfaßt 26 Kurswochen. Katholischer Frauenbund. Am Mittwoch, 29. Okt., 8.15 Uhr, ist in der Stadtkirche unsere Gemeinschaftsmesse für den Frieden. — Am Donnerstag, 30. Okt., 20.15 Uhr, spricht im Gasthaus zum Wolf Frl. Dr« med. Krämer über Krankendiät. „Die Globetrotter“ kommen nach Bruchsal. Das berühmte parodistische Kabarett „Die Globetrotter“ reist zur Zeit von Oesterreich über die Schweiz nach Frankreich. Auf dem Wege nach Paris geben „Die Globetrotter“ in einigen Städten Württembergs und Badens Gastspiele. Der Direktion der Europa-Lichtspiele ist es gelungen, „Die Globetrotter" für ein Gastspiel in Bruchsal zu gewinnen. Am Donnerstag, den 30. Oktober, werden sie um 20 Uhr ihr diesjähriges Erfolgsprogramm „von Hapy bis End“ zeigen. „Wer hier nicht Tränen lacht, dem ist nicht zu helfen!“ Neues vom Futtermittelmarkt. In der Tieremährung hat sich immer mehr die Erkenntnis durchgesetzt, daß nicht nur die Beseitigung des Mineralstoff- mangels im Futter ein dringendes Gebot ist. Als ebenso wichtig für die gesunde Aufzucht und Leistung der Tiere ist von Wissenschaft und Praxis das genügende Vorhandensein von D-Vitaminen im Futter festgestellt worden. Diesen Erkenntnissen hat die Firma Brockmann Rechnung getragen. Der von ihr als mineralisches Beifuttermittel seit Jahrzehnten hergestellte Fütterkalk „Zwergmarke“ enthält infolgedessen neben den Spurenelementen seit einiger :Zeit auch das antirachitisch wirkende D-Vitamin in zweckmäßiger Dosierung. Philippsburger Stadtnotizen Die Geburtstage der Woche Am 28. Okt. wird Heinrich Maurer IV, Backhausstraße 20, 70 Jahre und Frau Karoline Dahm, gefo. Steiner, Udenheimerstr. 6, 77 Jahre alt. Am 30. Okt. vollendet Malermeister Heinrich Grill sein 69., Frau Anna Stock, Rotetorstr. 48, ihr 70. und Frau Karoline Stoll, geb. Batzler, Skalstr., am 2. 11. das 79. Lebensjahr. Wir wünschen den Jubilaren herzlichst Glück und ferneres Wohlergehen. , Bekanntmachungen der Stadtgemeinde 1. Die Kirchweih für 1952 wurde infolge des am 16. November 1952 stattfindenden Volfcstrauertag auf Sonntag, den 9. November 1952, vorverlegt. 2. Die diesjährige Hauptkörung der Bullen, Eber und Ziegenböcke für die Gemeinden Oberhausen, Rheinhausen, Rheinsheim, Huttenheim und Philippsburg findet am kommenden Donnerstag, den 30. Oktober 1952, vormittags 9 Uhr beim Sägewerk Heiler in Philippsburg statt. Da die Hauptkörung als Sammelkörung eine wichtige und unentbehrliche Maßnahme zur Förderung der Tierzucht zum Nutzen jedes einzelnen Tierhalters und der gesamten Ernährungswirtschaft darstellt, ist ein reger Besuch erwünscht. Elternabend der Jugendgruppe St. Wendelin Weiher. Am Mitwochabend wartete die Jungen- scfiaftsgruppe St. Wendelin vor den Eltern im Hirschsaale mit einem heiteren Programm auf. Mit Ausschnitten aus ihrem Wirken verstand es die Gruppe, die Anwesenden in humorvoller Weise bei Lied und Spiel aufs beste zu unterhalten. Für ihre Darbietungen wurde dieser begeisterten Jugend reicher Beifall zuteil. Besondere Anerkennung verdient der Leiter der Gruppe, Lothar Gärtner, der auch für die Ausgestaltung der Bühne verantwortlich war. In seinem Schlußwort sprach H. H. Kaplan Hartmann' über Zweck und Ziel der Gruppenabende und forderte za reger Teilnahme von Seiten der Jugend auf, nachdem die Vorführung bei allen einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hatte. Mit sofortiger Wirkung wurde Lehrer Karl Fuchs, der 14 Monate an der hiesigen Volksschule mit großem Erfolg tätig war, nach Philippsburg versetzt. Wir bedauern das Scheiden dieses ausgezeichneten Lehrers, der durch treue Hingabe an seinen Beruf, durch seinen Fleiß und der aufopfernden Liebe, die er in hohem Maße seinen Schülern entgegenbrachte, sich bei der ganzen Eiiwohnerschaft, beim Kollegium und besonders bei der Schuljugend größter Beliebtheit und Wertschätzung erfreute. Herausgeber: C. & H. Kruse, Bruchaal. Geschäftsstelle u, Redaktion: Bruchsal, Wörthstr.. 11. Redaktion: Hanl Stander, Bruchsal. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 rom 1. April 1952 gültig. Heute früh entschlief nach einem arbeitsreichen Leben 7 Tage vor seinem 75. Geburtstag mein innigst- geliebter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel Herr Wilhelm Klein Kellermeister Bruchsal, Schönbornstr. 42, den 25. Okt. 1952 IN TIEFER TRAUER: Frau Hedwig Klein Familie Albert Klein Familie Willi Klein Beerdigung: Montag, den 27. Oktober, 16 Uhr.' BIHLODON* IST WIRKSAM UNO i VON GUTEM GE5CHMATK „Fünf Monate bin ich alt und war noch keinmal wund! 3a, — das verdanke ich allein dem Klosterfrau Aktiv-Puder! Meine Mutti ist auch ganz begeistert von dem Klosterfrau Melissengeist, denn der hat ihr immer so gut geholfen!" So läßt Frau Hildegard Trapp, Koblenz-Pfaffendorf, Hermannstr. 3, ihr Söhnchen Michael schreiben. Unzählige Mütter könnten das Gleiche sagen: Aktiv-Puder ist der große Fortschritt zur Pflege der gesunden und kranken Haut. Mit Recht vertraut man ihm genau so, wie dem berühmten Klosterfrau Melissengeist für Kopf, Herz, Magen, Nerven! Aktiv-Puder, Streudosen ab 75 Pfg. in allen Apotheken und Drogerien. Danken Sie auch an Klosterfrau Moltssengeist bei allen Beschwerden > von Kopf, Herz, Magen, Nerven. : Todesanzeige Unser lieber Vater, Großvater und Urgroßvater Florian Heft Rentner ■ ist im Alter von 78 Jahren am 25. Oktober von uns gegangen. Die trauernden Hinterbliebenen. Philippsburg, den 25. Oktober 1952 Beerdigung: Montag, 27. Oktober, 15 Uhr. Baugeld 47,7, 2 V 2 °/o Gufhabenzms u. fährt. Wohnungsbau* Prämien v.25 bis 35 °lo bis DM 400.- Näheres durch: BAUSPARKASSE GMBH. KARL! ( Bezirksleitung: Gustav Paul, Bruchsal, Friedrichstatweg 20 Telefon 2604 Die neuesten RADIO -Geräte in großer Arswahl bequeme Teilzahlung Eigene Reparaturwerkstätte ■"« 8 ^ ,IRUCHSAi- lAHNHOf PLATZ t Telefon 2454 Man kauft nicht nui. man wird beraten! HCH. SCHILLING & CO.^ BRUCHSAL • KAISERSTRASSE 18/20 Das gut bekannte Möbel-FachgeschSft bietet seit 1880 immer wieder besondere Vorteile , Möbel- und Polsterwerkstätten • Einrichtungshaus Tapeton, Gardinen, Teppiche, Linoleum Eigene und fremde Erzeugnisse. Z a h V ungs«rl«ich r u Ihre Anzeige im Heimatblatt sichert den ERFOLG! DER SPORT DER HEIMAT VfB Brndisal und FV Wfesenlal erfolgreidi 2. Amateurliga: VfB Bruchsal Grötzingen 2:1 Bruchsal fand sich gleich gut zusammen und hatte sofort gute Torchancen. Aber erst in der 11. Min. fiel durch Blümle die Führung. Trotz dauernder Überlegenheit kam es erst kurz vor Halbzeit durch Decker zum 2:0. Auch in der zweiten Spielhälfte hielt die Bruchsaler Ueberlegenheit an und Grötzingen war in der Abwehr zu beschäftigt, um sich dem Aufbau widmen zu können. Ein Durchbruch brachte allerdings durch Mittelstürmer Heim die Gäste auf 2:1 heran. In der Folgezeit vergab Bruchsal 2 Foulelfmeter. Die Gäste verdanken ihrem ausgezeichneten Torhüter Zoller, daß die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Die Leitung von Schiedsrichter Vierhauser, Karlsruhe, ließ sehr zu wünschen übrig, worunter Bruchsal sichtlich zu leiden hatte. FV Wiesental — Karlsdorf 2:1 (2:0) Trotz regenschweren Platzes gab es im Lokalkampf ein schnelles Kombinationsspiel zu sehen, das die Gastgeber immer leicht im Vorteil sah. Bereits in der 2. Minute war Kallenberger erstmals für die Gastgeber erfolgreich. Trotz massiver Durchbrüche' gelang erst in der 44. Minute ein weiteres Tor, das Hatzier unhaltbar einschoß. Obwohl Karlsdorf in der zweiten Spielhälfte weniger zu bestellen hatte, kam auch Wiesental zu keinem weiteren Erfolg. Vielmehr waren es die Gäste die durch Bolz, der mit Abstand der beste Mann Karlsdorfs war, zum Anschlußtreffer kamen. Trotz beiderseitiger Anstrengungen blieb es bei diesem Stand. Odenheims Eil in großer Form Ueberraschungen in der A-Klasse blieben nicht aus A-Klasse: Mingolsheim — Untergrombach 2:2 Langenbrücken — Kronau 2:4 Hambrücken — Odenheim 0:10 Rheinsheim — Unteröwisheim 1:1 Neudorf — Oestringen 0:1 Huttenheim — Forst 3:2 Philippsburg — Oberhausen 2:1 Huttenheim — Forst 3:2 (0:1) Mit einem knappen, aber verdienten Sieg behaupteten sich gestern in einem durch die Witterung beeinträchtigten Spiel Huttenheim gegen die Germanen aus Forst. Bei schlechten Platzverhältnissen kam es nicht zu den gewohnten Kombinationen, sondern zu einem ausgeglichenen Feldspiel auf beiden Seiten. Nach wenigen Minuten bereits konnten die Gäste durch ihren Linksaußen in Führung gehen. Huttenheim gelang bis zur Pause nicht der Ausgleich. Es fand sich nach Wiederanspiel, jedoch besser zusammen, spielte zeitweise drückend überlegen und erzielte kurz hintereinander den Ausgleich, die 2:1— Führung und ein drittes Tor. Erst nach einem Zwischenspurt der Gäste gelang diesen der Anschlußtreffer, ohne daß sie sich in der Folgezeit jedoch hätten durchsetzen können. FV 09 Philippsburg — Oberhausen 2:1 Ein typisches Lokalkampfspiel bei regennassem Platz und einem manchmal zu temperamentvollen Publikum brachte dem 09 beide Punkte. Oberhausen beherrschte in den ersten 20 Minuten das Spielgeschehen bis die Platzbesitzer sich gefunden hatten, die nun für den Rest der ersten Halbzeit eindeutig das Spielgeschehen bestimmten. Durch ein Eigentor der Gäste kam der 09 in der Mitte der ersten Halbzeit zum 1:0. Nach Wiederanpfiff gelang es bei zunächst verteiltem Feldspiel dem 09 durch Werner Gilliar zum 2:0 zu erhöhen. Bei einem Gedränge vor dem Tor der Platzbesitzer erkannte der Schiri auf einen sehr harten Elfmeter, den Oberhausen sicher zum 2:1 verwandelte. Oberhausen setzte sich vergebens um den Ausgleichstreffer ein, während auch auf der anderen Seite gegebene Torgelegenheiten nicht verwertet werden konnten. Oberhausens Mannschaft entpuppte sich als überraschend schnell und kampfstark. Beim 09 war Br. Dörrwang als Verteidiger sehr zuverlässig und brachte die Mannschaft immer wieder ins Spiel. Der sicher leitende Schiri fand nicht immer die Zustimmung der Gästezuschauer. 2. Mannschaften 2:0. Hambrücken — Odenheim 0:10 (0:4) Die Gäste aus Odenheim rechtfertigten auch in Hambrücken ihren guten Ruf und kamen zu einem überzeugenden Sieg, den man in dieser Höhe keinesfalls erwartet hätte. Zwar zeigten die Gastgeber, die bereits gleich nach Spielbeginn ihren Halbrechten blieben, starken Eifer, erreichten jedoch in keiner Phase das spielerische Niveau der überzeugenden Gäste. Man hätte aber doch den einen oder anderen Treffer verdient gehabt, blieb aber ohne jedes Glück. Die zahlreichen Zuschauer, auch die Gäste hatten starken Anhang mitgebracht, sahen trotz des Torunterschiedes ein schönes Spiel, bei dem Odenheim bis Seitenwechsel bereits mit 4:0 führte und später mit sechs weiteren Treffern triumphierte. Die Tore der Gäste erzielten Zundt 4, Vetter 2, Scheuring 2 und Zoz und Keller je eines. Langenbrücken — Kronau 2:4 (0:1) Bei sehr schlechten Platzverhältnissen lieferten sich beide Mannschaften ein Spiel, das den Erwartungen nicht entsprach. Die Gäste gewöhnten sich schneller an das glatte Spielfeld und gingen bereits in der 2. Minute in Führung. Trotz der beiderseitigen Anstrengungen blieb es bis zur Pause bei diesem Resultat. Die zweite Hälfte sah zwar Langenbrücken leicht im Vorteil, doch zeigten die Spieler zu wenig Konzentrationf Erst beim Stande von 0:4 kamen die Gastgeber zu ihrem ersten Gegentreffer. Zwar stürmten die Platzherren in der restlichen Spielzeit unaufhörlich, konnten aber nur durch Gan- ninger ein zweites Tor erzielen. Der Unparteiische leitete vorzüglich. 2. Mannschaften 0:2. . Neudorf — Oestringen 0:1 (0:1) Trotz aufopfernden Spieles der Einheimischen mußte den körperlich überlegenen und in allen Reihen gut besetzten Oestringern beide Punkte abgegeben werden. Wie in den letzten Spielen vermißte man beim Gastgeber auch diesmal wieder den krönenden Torschuß der Stürmerreihe. Der einzige Treffer der Begegnung fiel bereits in den ersten Minuten durch Verletzung verloren und dadurch im Nachteil als der Gästehalblinke entschlossen eingeschossen Gülshansen Irolzle auch den 1/fB Reserven Unveränderte Lage in der Gruppe Bergstraße B-Klasse - Bergstraße: Münzesheim — Obergrombach 4:0 Kürnbach — Neibsheim 1:1 Gölshausen — VfB Bruchsal lb 4:2 Bauerbach — Menzingen 8:2 Gochsheim — Frankonia Bruchsal 1:11 Rinklingen — Heidelsheim 2:2 Gochsheim — Frankonia Bruchsal 1:11 (0:4) Der Tabellenletzte mußte gegen Bruchsals Franko- nen eine unerwartete klare Niederlage einstecken, die bereits an der Pause, als die Gäste mit vier Treffern im Vorteil lagen, beschieden war. Die Franko- nen waren gegenüber den vergangenen Spielen nicht wiederzuerkennen und zeigten trotz der schlechten Platzverhältnisse eine recht gute Leistung, während die Einheimischen stark enttäuschten und es nur zum Ehrentor brachten. Nach Seitenwechsel trafen Bruchsals Stürmer noch sechsmal ins Schwarze und kamen damit zu ihrem bisher höchsten Sieg. Münzesheim — Obergrombach 4:0 (2:0) Die Einheimischen ließen sich gegen Obergrombach die Chance des Platzvorteils nicht entgehen und kamen zu einem überzeugenden Erfolg, der mit etwas mehr Glück noch höher hätte ausfallen können. Zwar kämpften die fairen Gäste bei schlechten Hatzverhältnissen unermüdlich, ihre Mühe blieb jedoch T$V Rheinhansen setzte sidi an die Spitze Führung in der Gruppe Hardtweiterhin hart umkämpft Hardt: TV Forst — 08 Bruchsal 2:1 Rheinhausen — TSV Wiesental 2:0 TV Oberhausen — Stettfeld 2:1 TV Kirrlach — Weiher 4:2 Neuthard — 09 Philippsburg lb 0:2 Zeutem — TV Philippsburg 1:1 Zeutern — TV Philippsburg 1:1 (0:1) Ein faires und schnelles Spiel entwickelte sich in Zeutern trotz widriger Platzverhältnisse. Phüippsburg kam in der 32. Minute überraschend zum Führungstreffer. Ausgeglichenes Feldspiel, bei dem weder Platzbesitzer noch Gäste eindeutig überzeugen konnten, kennzeichneten den weiteren Spielverlauf. Noch kurz vor Ende der Spielzeit schien mit diesem 1:0 Philippsburg die Entscheidung an sich gerissen zu haben. Aber... Fast mit dem Schlußpfiff nutzten die Platzherren eine Chance und schossen unhaltbar zum 1:1 ein. Beide Mannschaften befleißigten sich jederzeit einer fairen Spielweise. Der Schiedsrichter konnte befriedigen. TV Oberhausen — Stettfeld 2:1 Der Sieg des Gastgebers war vollauf verdient. Oberhausens Mannschaft zeigte von Anfang an, daß sie unter ihrem neuen Trainer zu den besten Hoffnungen berechtigt. Etwa in der Mitte der 1. Halbzeit ging der Gastgeber durch Braun in Führung und mit 1:0 ging es in die Pause. In der 2. Halbzeit glich Stettfeld durch Strafstoß aus. Der Mittelstürmer Kullmann konnte jedoch kurz darnach das Siegestor schießen. Der Schiedsrichter war immer Herr der Lage. TV Kirr lach — Weiher 4:2 (1:1) Die Gastgeber konnten erstmals wieder überzeugen und brachten dem Tabellenführer aus Weiher seine erste Niederlage bei. Während bei Kirrlachs Turnern alles bestens klappte, lief das Spiel der Gäste nicht in gewohnter Form. In der 31. Minute erzielte öchs- ler das Führungstor für Kirrlach, das eine Minute vor der Pause von den Gästen ausgeglichen wurde. In der 49. Minute brachte Linksaußen Heger Kirrlach erneut in Front, jedoch führte ein verwandelter Foulelfmeter erneut zum Gleichstand. Schließlich konnte Hildenbrand einen Handelfmeter zum 3:2 nützen und kurz vor Spielende erzielte Heger, A. im Alleingang (jag 4:2. Jungliga: Olympia Kirrlach — Niefem 3:0. Rheinbansen — TSV Wiesental 2:0 (0:0) Trotz schlechter Platzverhältnisse bekamen die zahlreichen Zuschauer ein schnelles Spiel zu sehen, wobei sich beide Mannschaften mächtig einsetzten. Zwar hatten die Einheimischen über die ganze Spieldauer leichte Feldvorteile, jedoch scheiterte man immer wieder an der ausgezeichneten Gästedeckung. Da auch Wiesental keine seiner Torchancen verwandeln konnte, stand die Partie bis knapp vor Schluß noch 0:0 und man hatte sich bereits mit einem Remis abgefunden, als ein Foulelfmeter doch noch den Führungstreffer für Rheinhausen ergab und im Endspurt ein Strafstoß zum 2:0 führte. 2. Mannschaften 1:0. Neuthard — FV 09 Fhilippsburg lb 0:2 (0:0) Diese Auseinandersetzung litt außerordentlich unter den schlechten Witterungsverhältnissen, die das Aufkommen eines spannenden Kampfes nicht ermöglichte Wenn trotzdem ein sauberes und jederzeit faires Spiel zustande kam, so war dies das Verdienst beider Mannschaften, die sich mit großem Eifer um die Punkte stritten. In der 1. Halbzeit waren beide Gegner gleichwertig, wobei jedoch Philippsburg nicht immer ganz überzeugen konnte. In der zweiten Halbzeit hatten die Gäste großes Glück, als sie zwei günstige Gelegenheiten überraschend zu Treffern auswerten konnten. Der Schiedsrichter leitete zufrieden- stellend. TV Forst — 08 Bruchsal 2:1 (2:0) In einem Spiel ohne besondere Höhepunkte unterlagen die Gäste aus der Kreisstadt recht knapp aber nicht imverdient. Die Gastgeber zeigten sich als durchschlagskräftiger was für den Spielausgang entscheidend bleiben sollte. Die Platzherren bewiesen erneut, daß ihre junge Mannschaft zu spielen versteht. Durch zwei schöne Tore sorgten sie für eine 2:0 Halb- zeitführüng, während die 08 Elf erst später zum Anschlußtreffer kam. vergeblich. Hummel und Götz sorgten für die 2:0- Halbzeitführung und nach Seitenwechsel erhöhten Rohr und Reiter zum 4:0 Endstand. Der Unparteiische leitete sehr gut. Kürnbach — Neibsheim 1:1 (0:1) Bei sehr schlechten Platzverhältnissen (das Spiel mußte Mitte der 1. Halbzeit wegen starken Regens unterbrochen werden) entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, das zunächst keinen der beiden Gegner in Front sah. In der 15. Minute kam Neibsheim durch einen Foulelfmeter zum Führungstreffer. Erst in der 70. Spielminute konnte Kürnbach ausgleichen und so aus diesem jederzeit fairen Treffen einen Punkt retten. Bauerbach — Menzingen 8:2 Im Spiel gegen Menzingen kamen die Einheimischen dank der weitaus besseren Leistung zu einem überzeugenden Sieg, der nie in Frage stand. Rinklingen — Heidelsheim 2:2 (1:1) In diesem Heimspiel konnte sich Rinklingen weiterhin in der Spitzengruppe behaupten und durch eine Punkteteilung mit dem in vorzüglicher Kondition antretenden Gegner aus Heidelsheim seinen kämpferischen Einsatz unter Beweis stellen. Die Auseinandersetzung verlief jederzeit spannend und in fairer Weise. Obwohl Rinklingen jeweils das Führungstor schoß, mußte es doch Heidelsheim den Ausgleich ■einräumen, das nicht nur ein harter Gegner sondern auch eine in jeder Beziehung ernstzunehmende Mannschaft blieb. Gölshausen — VfB Bruchsal lb 4:2 (1:0) Gölshausen enttäuschte seine Anhänger in diesem „Kerwe-Spiel“, zu dem es ersatzgeschwächt antrat, nicht. Gölshausen blieb es Vorbehalten, den ungeschlagenen Bruchsalem die erste Niederlage beizubringen, und zwar überzeugend und in dieser Höhe unerwartet eindeutig. Hartmann (3) eröffnete in der ersten Halbzeit den Torreigen für Gölshausen und sorgte in der zweiten Spielhälfte für zwei weitere blitzsaubere Tore. Erst nach Seitenwechsel hatte Bruchsal gleichziehen können, mußte aber Gölshausen im weiteren Verlauf des Spieles mehr und mehr die Oberhand lassen. Kühner schoß für Gölshausen ein viertes Tor. Schiedsrichter Keck-Forst leitete jederzeit zufriedenstellend. Tabelle T abelle SV Gölshausen 8 29:10 12:2 Rheinhausen 7 26:7 11:3 TSV Rinklingen 7 27:20 10:4 Weiher 7 26:11 11:3 Fzg. Münzesheim 6 25:9 10:3 TV fhilippsburg 6 18:10 9:3 FC Menzingen 8 28:24 9:7 Zeutern 7 15:10 9:5 Frank. Bruchsal 6 24:14 8:6 TV Forst 7 14:10 8:6 FV Bauerbach 7 18:9 8:6 Ubstadt 7 18:13 8:6 FC Heidelsheim 7 14:13 8:6 TSV Wiesental 6 8:9 7:5 FC Neibsheim 8 17:16 8:8 TV Kirrlach 8 20:26 5:11 Al. Obergrombach 7 8:18 6:8. TV Oberhausen 5 4:17 3:7 TSV Kürnbach 8 18:16 6:10 Neuthard 6 11:18 3:9 SV Oberöwisheim 6 10:23 3:10 Stettfeld 5 13:23 2:8 Kickers Büchig 6 12:22 2:10 08 Bruchsal 5 5:17 0:10 FC Gochsheim 6 2:33 0:12 Philippsburg lb 6 14:13 9:3 a. K. VfB Bruchsal lb 7 27:17 11:3 a. K. hatte, nachdem Neudorfs Abwehr einen Ball nicht schnell genug wegbrachte. Im übrigen war das Spiel durchweg ausgeglichen. Auf beiden Seiten sah man überragende Abwehrleistungen. Rheinsheim — Unteröwisheim 1:1 (1:0) Im Spiel der beiden Neulinge versuchte Unten» öwisheim sofort das Spiel an sich zu reißen. Trotzdem ging Rheinsheim in der 7. Minute durch Keller in Führung. Bedingt durch die schlechten Platzverhältnisse folgte bis Ende der ersten Hälfte ein verteiltes Spiel bei dem auf beiden Seiten Torgelegenheiten ausgelassen wurden und auch beide Abwehrreihen sich als sehr stark erwiesen. Nach Seitenwechsel hatten die Gäste mehr von der Begegnung und bestimmten das Geschehen sicher, was in der 75. Minute zum Ausgleich führte. Die Platzherren verteidigten diesen Stand bis zum Schluß, obwohl Unteröwisheim überlegen war, was auch das klare 4:9 Eckenverhältnis besagt. 2. Mannschaften 1:2. Mingolsheim — Untergrombach 2:2 (1:1) Das total aufgeweichte Spielfeld stellte an beide Mannschaften erhöhte Anforderungen. Trotzdem blieb das Spiel immer schnell und interessant; im übrigen waren sich beide Mannschaften vollkommen gleichwertig. Während die erste Hälfte den Gastgebern gehörte, die auch in Führung gingen, den Ausgleich Untergrombachs noch vor Seitenwechsel aber nicht verhindern konnten, bestimmten nach Wiederanspiel die Gäste die Partie. Sie lagen bald mit 1:2 in Front, doch führte der erhöhte Einsatz Mingolsheims gegen Spielende noch zum verdienten Ausgleich. Tabelle 13:1 12:4 11:3 8:4 8:4 8:6 8:8 7:7 6:10 5:9 5:11 4:10 3:9 2:14 Tischtennisergebnisse der Kreisklarfse VfB Bruchsal — TTG Huttenheim 5:9 TV Obergrombach — TSV Wiesental 9:4 Odenheim 7 28:3 Huttenheim 8 16:11 FV Philippsburg 7 16:9 Langenbrücken 6 19:9 Kronau 6 15:9 Oberhausen 7 12:7 Rheinsheim 8 11:14 östringen 7 9:10 Forst 8 12:7 Untergrombach 7 14:17 Unteröwisheim 8 13:20 Neudorf 7 4:14 Mingolsheim 6 10:16 Hambrücken 8 8:28 Bingen Oberliga: ASV Bruchsal 2 — Brötzingen 2 7:1 Brötzingen konnte von Glück sagen, daß es in Bruchsal nicht unter die Räder kam. Nur durch zwei unglückliche Niederlagen kam Bruchsal um den Sieg. Fliegengewicht: Schmitt II führte den Kampf klar gegen Süss Brö. und wurde in der H. Minute Sieger durch Armdurchzug. Bantamgewicht: Der jugendliche Stoll Bru. ließ den alten Mattenfuchs Staib Brö. durch ständiges Angreifen nicht zu Atem kommen und wurde vielbejubelter Punktesieger. Federgewicht: Schmitt I Bru. zeigte sich wieder in guter Verfassung und siegte nach 2.10 Min. durch Hammerlock gegen Weißert Brö. Leichtgewicht: Hier kam es zur ersten Überraschung. Seeburger Fritz Bru. fiel bereits nach 30 Sek. einem Schleudergriff von Hirschmann Brö. zum Opfer Weltergewicht: Allgemein war man auf den Kampf zwischen den alten Rivalen Seeburger Adolf Bru. gegen Held Brö. gespannt. Beide Ringer gaben sich während des ganzen Kampfes keine Blöße und nur ein Armzug brachte Seeburger den Punktsieg. Mittelgewicht: Wömer Bru. mußte sich nach 4.10 Min. dem Brötzinger Mürrle durch Untergriff beugen. Halbschwergewicht: Der erwartete Sieg des Bruch- salers Bauer kam leider nicht zustande. Bauer beherrschte seinen Gegner Schubert Brö. jederzeit und hatte einen klaren Vorsprung, als er mit 9.25 Min. durch Abfangen eines Ueberstürzers unglücklich verlor. Schwergewicht: Gegen den massigen Brötzinger Bross hielt sich Seeburger Adolf sen. in den ersten 6 Minuten gut, mußte sich aber dann in der Bodenlage nach 8 Min. dem größeren Körpergewicht beugen. Weier. Im Rahmen des Volksbildungswerks finden im Laufe des Winters nachstehende Vortragsabende statt. 2. Dez.: Eine praktische Lebenshilfe „Wie benehme ich mich richtig?“ Redner: Pfarrer Oscar Frey, Rheinsheim. 27. Jan.: „Schädlingsbekämpfung — vordringlichstes Gebot unserer Zeit“ von Landw.-Rat Seßler-Bruchsal. 11. Febr.: „Erfolgreicher Obstanbau auf leichten Böden“, Farblichtbildervortrag von Obstbauinspektor Dickgießer-Bruchsal. 26. Febr.: „Photofahrt durchs Frankenland“, Rothenburg, Dinkelsbühl, Nördlingen, Nürnberg, Bamberg, Würzburg (Lichtbildervortrag) von Oberstudiendirektor A. Wiedemann-Bruchsal. D. Kronau behauptet sich im Handball gegen Gaggenan Schüler von Kronau wurden Kreismeister Verbandsliga: Kronau — Gaggenau 10:3 Bretten — St. Leon 5:5 Mühlburg — Rintheim 14:4 Beiertheim — Durmersheim 5:4 NiederbühT — Kappelwindeck 18:6 Bretten — St. Leon 5:5 (3:2) Das Spiel zwischen Bretten und St. Leon verlief hart und nahm einen durchaus gerechten Ausgang. Die Gastgeber hatten sich zunächst auf Verteidigung eingestellt, um eine Torausbeute des Gegners zu vermeiden. Trotzdem schoß Bretten in der 8. Minute seinen ersten Treffer und erhöhte wenig später bereits auf 2:0. Dem Gästesturm gelang es zu dieser Zeit nicht, Brettens Verteidigung zu überwinden. Bis zur Halbzeit konnten die Gäste ausgleichen, mußten aber noch einen Treffer hinnehmen. Nach dem Wechsel gestaltete sich das Spielgeschehen ausgeglichener, obwohl Brettens Sturm auf vollen Touren lief. Der Dreizehnmeter, der für Bretten die Entscheidung hätte bringen können, wurde von dem ausgezeichneten Gästetormann gehalten. 2. Mannschaften Bretten — St. Leon 7:10. Kronau — Gaggenau 10:3 (5:2) Im Rückspiel gegen Gaggenau zeigte sich Kronau von der besten Seite. Glanzvoll bestand vor allem Kronaus Stürmerreihe ihre schwierigen Aufgaben und zeigte sich in prachtvoller Schußlaune. Ihre Ueberlegenheit war eindeutig. Bereits bis Seitenwechsel hatten die Platzherren für eine hohe Tör- quote zu ihren Gunsten gesorgt und ließen sich auch in der zweiten Halbzeit die Führung nicht mehr aus den Händen nehmen. Während Gaggenau nur noch einmal erfolgreich war, trafen die Platzbesitzer noch fünfmal ins Schwarze und bewiesen mit diesem Erfolg ihr Können, das auch unter widrigen Umständen (schlechte Platzverhältnisse) unanfechtbar war. T abelle Rintheim 9 130:86 16:2 Mühlburg 9 102:84 14:4 Niederbühl 10 123:83 14:6 St. Leon 8 101:55 13:3 Durmersheim 10 101:87 10:10 Bretten 9 77:75 9:9 Beiertheim 10 88:108 8:12 Kronau 10 94:95 7:13 Gaggenau 10 69:121 3:17 Kappelwindeck 9 64:154 0:18 Bezirksklasse Staffel 2: - Oestringen — Wieblingen 4:3 Oestringen trat mit neuer Stürmerreihe an, was sich günstig auswirkte. In der ersten Minute gingen die Platzbesitzer durch Häfner in Führung, doch die Gäste stellten durch Strafstroß den Ausgleich her. Oestringen hatte nun eine große Drangperiode und zog auf 3:1 davon, doch Wieblingen zog bis zur Pause gleich. Nach dem Wechsel wurde das Spiel kampfbetonter. Oestringen ging mit 4:3 in Führung und nun spielten die Gäste sehr hart. Hätte nicht Oestringens Torhüter meisterhafte Leistungen gezeigt, hätten die Gäste vielleicht noch mehr erzielt. Die Gäste benahmen sich sehr unsportlich und spielten einen überaus harten Handball. Bezirksklasse Staffel 3: Odenheim — Daxlanden 3:8 Graben — Neuthard ausgefallen Polizei Karlsruhe — Linkenheim 6:20 Eggenstein — Knielingen 8:7 Odenheim — Daxlanden 3:8 (1:4) Die Gastgeber waren in diesem Punktespiel starl von Pech verfolgt, mußten sich aber einem bessere Gegner beugen, der verdient beide Punkte entführte Während in der ersten Spielhälfte Daxlanden vie Tore vorlegen konnte, erzielte für Odenheim Mülle den Anschlußtreffer; viermal traf man nur die Latte Zwar waren später nochmals Müller und Zorn fü die Platzherren erfolgreich, doch stellten die schnei len Gäste mit vier weiteren Treffern ihren Sieg si eher. Das Ergebnis wird dem Spielverlauf in keine Weise gerecht, da das Feldspiel großteils ausgeglichei war. Beide Mannschaften standen durch die schlechten Platzverhältnisse vor einer schweren Aufgabe. Tabelle Daxlanden 7 69:28 Knielingen 7 61:40 Bruchsal 6 60:45 Polizei Karlsruhe 7 61:72 Linkenheim 6 56:52 Eggenstein 7 59:67 Odenheim 5 31:41 Graben 6 22:52 Neuthard 5 34:56 Kreisklasse: Bruchsal lb — Büchenau (Büchenau r' 12:2 11:3 9:3 7:7 6:6 6:8 2:8 2:10 1:9 ngetreten) Kirrlach 4 61:11 8:0 Büchenau 5 35:31 6:4 Hochstetten 3 28:34 4:2 Neudorf 4 29:35 2:6 Karlsdorf 4 15:47 2:6 Bruchsal lb a.K. 6 25:38 6:6 Kronaus Schüler wurden Kreismeister Kronau — Neuthard 3:2 Mit einem 3:2-Erfolg über die spielstarke Mannschaft von Neuthard wurden die Kronauer Schüler in einem spannungsreichen Treffen Kreismeister.