BRÜCHSALER POST Kelaktbt mit Verlags BwAsil, V5rtbtaBe 11, Telefon Ne. 2121 Boinfapreits Monatlich DU 2.80 eiud>lie81idi Trigerfeblkr* PoftnuteUnng DM 2.45 siuügU JN0V 1952 ca.8840ml MA11952: 86ÖÖm| IHOT5E 8300m 'M EINGEWOH- \ NÜNGS i LAUER 6000m 5600m LAGER 5250n\>"*> Mit einer Hilfstruppe von fast 300 Nepalesen war die zweite diesjährige Schweizer Mt.-Everest-Expe- ddtion Anfang Oktober am Fuß des Bergmassivs eingetroffen. Sie konnte dort noch die Spuren der Expedition von Aprdl/Mai dieses Jahres vorfinden. Die Aufstiegslager, insgesamt acht, wurden größtenteils an den gleichen Stellen aufgeschlagen wie im Frühjahr. .Auch wie damals setzten der Schweizer Bergführer Lambert und der Nepalese Tensing zium End- lfampf um den Gipfel an; beide mit den Erfahrungen des kürzlichen Versuchs, beide auch vertraut mit der Heimtücke der verdünnten Atmosphäre in diesen Höhen. Lambert selbst hat die verhängnisvollen Wirkungen beschrieben: ein Gefühl des Wohlbefindens und der Zuversicht erfüllt den Bergsteiger und es scheint ihm, als ob alles glatt und gut gehe. Gerade dies aber ist der Augenblick, in dem die völlige Erschöpfung den Menschen zu überwältigen droht, was gleichbedeutend mit dem Tode ist. Das wichtigste in diesen Höhen, so bekunden alle, die sich am Mt. Everest versuchten, ist die richtige Einschätzung der eigenen Kräfte; davon hängen Leben und Tod ab. Lambert und Tensing hatten im Mai gerade noch die Grenze beachtet, als sie in 8600 Meter Höhe umkehrten; in Sichtweite des Zeltes, von dem sie aufgebrochen waren, sanken sie im Schnee zusammen, unfähig noch einen Schritt weiter zu machen. “Grüß Adenauers an deutsche Himalaja-Expedition Bundeskanzler Dr. Adenauer hat der deutschen Himalaja-Expedition in einem Grußbrief zu ihrem „mu- tigeh Beginnen“ vollen Erfolg gewünscht. In der Aufgabe, die sich die deutsche Himalaja-Expedition für 1953 gestellt habe, verbänden sich wissenschaftliche Ziele mit sportlichem Streben. „Wir begegnen uns dabei kameradschaftlich mit den Bergsteigern anderer Völker und freuen uns, bei dem gemeinsamen Wettstreit mit den Gewalten der Natur gerade da zu ringen, wo sie am stärksten sind“, schreibt Dr. Adenauer. Zuchthausstrafen im „Kugellagers-Prozeß Dm das rätselhafte Verschwinden von Kugellagern im Gutbrod-Werk Das Amtsgericht Eßlingen verurteilte die Hauptschuldigen im sogenannten Kugellagerprozeß zu Zuchthausstrafen. Wegen gewerbsmäßiger Hehlerei und Verbrechens der versuchten Abtreibung in zwei Fällen erhielt ein Altmetallhändler aus Plochingen ein Jahr und einen Monat Zuchthaus. Der frühere Nachtwächter der Gutbrodwerke in Plochingen wurde wegen Diebstahl und Beihilfe zur versuchten Abtreibung in zwei Fällen zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt, die Mitinhaberin einer Autoelektrikfirma in Ludwigsburg erhielt wegen gewerbsmäßiger Hehlerei und Betrugs eine Gesamtstrafe von einem Jahr und einem Monat Zuchthaus. Drei mitangeklagte Jugendliche im Alter von 17 Jahren erhielten wegen Diebstahls Strafen von vier Monaten bis einem Jahr Jugeiidgefängrais. Ein 19jähriger wurde wegen Diebstahls zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Als man im Januar dieses Jahres bei der Firma Gutbrod in Plochingen das Fehlen von 6000 fabrikneuen Kugellagern feststellte, stand man zunächst vor einem Rätsel. Kurz darauf fiel ein den ganzen Tag über vor dem Werk parkender PKW auf, als dessen Mieter sich ein damals 16jähriger Lehrling entpuppte. Ins Verhör genommen, gab der Junge zu, Kugellager gestohlen und der Mitinhaberin einer ^utoelektrikfirma in Ludwigsburg verkauft zu haben. Dort fand man jedoch nur noch Quittungen über 5689 Kugellager vor, die zum Preis von rund 12500 DM weiterverkauft worden waren. Schließlich stellte sich heraus, daß der Lehrling mit Einverständnis seines Vaters, eines Altmetallhändlers, und mit Hilfe von vier anderen Jugendlichen die Kugellager im Laufe eines halben Jahres bei zahlreichen Einbrüchen bei der Firma Gutbrod entwendet hatte. Bei den ersten Einbrüchen war der. 57jährige Nachtwächter der Firma behilflich gewesen. Der Nachtwächter hatte sich dem Altmetallhändler gegenüber verpflichtet gefühlt, weil dieser, an seiner Freundin zweimal einen verbotenen Eingriff vorgenommen hatte. Der der Firma Gutbrod entstandene Gesamtschaden beträgt etwa 35 000 Mark. Zuchthaus für versuchten Mord Wegen versuchten Mordes an der Pflegemutter seiner Frau wurde der 32 Jahre alte Gipser Emst Schnepf aus Bimdorf vom Schwurgericht Waldshut nach zweitägiger Verhandlung zu vier Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteüt. Seine Ehefrau, gegen die die gleiche Anklage erhoben worden war, wurde mangels an Beweisen freigesprochen. Der Verurteilte hatte der 78 Jahre alten Pflegemutter seiner Frau am 25. April sechs Veronal- Tabletten verabreicht. Da die Sachverständigen wegen des kranken und altersschwachen Zustandes der Greisin die Wirkung des Veronals nicht als ausschließliche Todesursache bezeichnen konnten, wurde der Angeklagte nicht wegen Mordes verurteüt. Die Gerichtsverhandlung ergab, daß der Angeklagte den Tod der schon seit längerer Zeit bettlägerigen Greisin herbeigewünscht hatte, weü er befürchtete, daß die alte Frau das Testament, in dem die Gattin des Täters als Alleinerbin eingesetzt worden war wieder umstoßen könnte. So war er manchmal nachts als kettenrasselndes Gespenst im Haus umhergegangen, weil er hoffte, daß die alte Frau durch Angst einen Herzschlag erleiden würde. Ein andermal hatte er in die für die Kranke bestimmte Milch Urin gemischt. Als Todesursache der Greisin war zunächst Altersschwäche angenommen worden. Als jedoch später Zweifel am natürlichen Tode der Frau auftauchten, wurde der Leichnam exhumiert. Bei der Obduktion fand man Spuren einer starken Dosis Veronal. In der Gerichtsverhandlung leugnete die mitangeklagte Ehefrau jede Mitwisserschaft. Der Mann nahm die ganze Schuld auf sich. Der Staatsanwalt hatte für Schnepf sieben Jahre, für seine Frau vier Jahre Zuchthaus beantragt. Schneeglätte im Schwarzwald Auf den Straßen des Bayerischen Waldes, im Allgäu und im Schwarzwald herrschten am Sonntag Schneeglätte oder Glatteis. Stellenweise war Neuschnee gefallen. Nach dem Straßenzustandsbericht des Bundesverkehrsministeriums war auch im Oberharz und im Hochsauerland Schneeglätte auf fester Schneeunterlage. Im Alpenvorland fiel stellenweise leichter Neuschnee, der jedoch größtenteils in Schneematsch überging. Die Autobahnen waren im allgemeinen frei vdn Glätte. Um die Bau-Schiebungen in der Pfalz Bundeskriminalamt schickt Beamte in die West pfalz - „Uebel an der Wurzel ausrotten" Auch das Bundeskriminalamt hat sich jetzt in die Untersuchung der „Bauschiebungen“ in der Westpfalz eingeschaltet. Zur Verstärkung des Stabes der Untersuchungsbeamten beim „ Sonderdezemat der Oberstaatsanwaltschaft Kaiserslautern hat es am Donnerstag mehrere Beamte nach Kaiserslautern entsandt. Die umfangreichen Ermittlungsarbeitendes Sonderdezernats machen nach den Worten maßgebender Beamter diese Verstärkung notwendig, da besonders das Bundesfinanzministerium an einer gründlichen und schnellen Aufklärung des Korruptionsskandals bei den Besatzungsbauten interessiert sei. . . bis zum geriebenen Gangster“ Im „Mainzer Dienst“, dem Informationsorgan der FDP Rheinland-Pfalz, wurde am Donnerstag festgestellt, es sei an der Zeit, dieses grassierende Uebel an der Wurzel auszurotten, bevor es bei den Verteidigungsbauten auch im übrigen Bundesgebiet Schule mache. Der neuralgische Punkt liege bei der Methode der Auftrags vergäbe. Neben den durchaus seriösen Generalunternehmern ständen „Vermittler“, die vom naiven Agenten über das „Fräulein“ bis zum geriebenen Gangster reichten, sich auf Grund irgendwelcher dunkler Beziehungen Aufträge besorgten und diese dann gegen gute Provision „weiterverscherbelten“. In letzter Zeit sei noch ein neuer Typ aus dem Sumpf des Besatzungsbaugeschäftes geschossen: der „Fünfprozenter“, der nicht einmal mehr IVit blättetn in neuen /Suchern „Gudrun“ — stolz und Treue Nadierzählt von Alma Johanna König, Im Leykam-Verlag, Graz (Preis DM 18.—). Die begnadete Dichterin, die uns schon durch verschiedene große Romane bekannt geworden ist, hat uns mit diesem Werk eine neue Passung dieses Heldenepos geschenkt, das uns Kunde gibt von den vergangenen Geschlechtern. Es mag kein Zufall sein, daß die erste Fassung des Gudrunliedes in Oesterreich entstanden ist und daß die Dichterin gerade diesem Epos ihre Liebe und Gestaltungskraft gewidmet hat. Nicht nur die bunte Fülle des Geschehens, das auf die Normannenzüge des 9. Jahrhunderts, wohl auch auf die wachsende Bekanntschaft mit dem Morgenland zurückgeht, aber auch das weit ältere Motiv des Frauenraubes noch einschließt, liegt dem beweglichen, gern auf Neues gerichteten Sinn nahe, das Grundmotiv der Gattentreue, das im Nibelungenlied in der Gestalt Krimhilds bis zur vernichtenden Dämonie gesteigert wird, erhält in der unbeirrbar duldenden Gudrun seine menschlichere, versöhnliche Fassung. Eine Fassung, die wir deshalb unserer heutigen Jugend getrost vorlegen können und gar nicht vorenthalten dürfen. Dieses Werk ist eine große dichterische Leistung, mit der Alma Johanna König ihre große Gestaltungskraft erneut unter Beweis gestellt hat. Die Ausstattung dieses Werkes ist ebenfalls von besonderer Güte. Die farbigen Bilder, die das Werk beleben, unterstreichen die Dichtung und lassen das Herz höher schlagen beim Lesen dieses Werkes. „Sahara“ Nordafrikanische Novellen und Essays von Alma Johanna KSönig (Geb. DM H—, lm Leykam-Verlag, Graz). In diesem Buche kommt eine Kennerin von Land und Leuten zu Wort, denn die Autorin hat Jahrelang als Gattin eines österreichischen Konsuls in Algier gelebt. Mit klarer, fesselnder Sprache schildert hier die Dichterin Menschen von leidenschaftlichem Wollen und Handeln, deren Gesicht und deren Taten von der harten Schönheit und Grausamkeit der Wüste geprägt wurde. Sie gibt in diesem Buche eine dramatisch-spannende Sprache in Eindrücken und Erlebnissen wieder, die auf sie eine so nachhaltige Wirkung ausgeübt haben. So ist aus diesem Erleben ein Buch entstanden, das sich an die anderen großen Romane dieser österreichischen Dichterin würdig anschließt. Der Schatz der Sierra Madra Roman von B. T r a v e n, Universitas-Verlag, Berlin W 30 (Preis DM 7.50) — In diesem Buch offenbart der Dichter seine große Erzählerkunst von der besten Seite. Wir erleben einen bunten Wirbel von Einzelbildern, geboren aus dem Zusammenleben von drei Goldgräbern, die maulfaul und streitsüchtig sich vertragen und schlagen. Es geht mitunter kunterbunt zu, mit viel Witz und Humor führt der Autor seine Feder und zeichnet Gestalten, die alle Variationen des menschlichen Lebens offenbaren und erteilt eine Reihe von weisen und frommen Lehren, die meist bezaubernd leicht vorgetragen werden und un* lehren, daß wir das Buch eines meisterhaften Erzählers vor uns haben. Das Wunder von Mundisheim Ein Roman der Menschlichkeit c’on Hans Nüchtern, im Leykam-Verlag, Graz (640 Seiten, in Leinen gebunden). Hans Nüchtern gibt uns mit diesem Werk ein wahres Volksbuch in die Hand. Abenteuer u. Todesgefahr, Menschlichkeit und Dämonie, Angst und Liebe und Erlösung formen sich zum erschütternden Gemälde einer Epoche deren Wesen voll verborgenen Bezuges ist zu unseren Erlebnissen, zu unserem Jahrhundert. Wer diese Beziehung spürt, erkennt die schönste Seite des großen Romans: das Preislied der Menschlichkeit Dieses Mundisheim ist überall auf der Welt und überall in der Zeit, und dieses Wunder mag ebenso jederzeit wieder geschehen: daß die Finsternis zurücktreten muß, die Menschlichkeit aber zum höchsten Gut erhoben wird. Aufstieg und Niedergang des Bolschewismus Dieses Buch von Robert Salt.schick, das im Montana-Verlag, Zürich und Darmstadt (DM 14.80), erschienen ist, geht jeden an, der um die Zukunft Europas und um das Schicksal der Menschheit bangt, der wissen will, was aus Ihm und den Seinen wird, wenn die größte Gefahr nicht gebannt werden kann, von der die Freiheit des Menschengeschlechtes bedroht ist. Keine Polemik, keine tendenziöse Streitschrift liegt hier vor. sondern die anschau, liehe Darstellung jener Tatsachen, die das Zustandekommen des Bolschewismus ermöglichten. Aus Zufälligkeiten und Mißdeutungen ursprünglicher Lehren ist ein System des Terrors entstanden, welches die tiefsten Gesetze des Lebens leugnet und deshalb unentrinnbar an sich selbst zugrunde gehen muß. Es ist ein tröstliches Buch in der Verwirrung unserer Zeit, es zeigt dem Leser die Blickrichtung, die allein möglich ist. um ein klares Urteil zu gewinnen in der entscheidenden Frage, die uns alle bewegt. Deshalb muß man dieses Buch gelesen haben. Es sollte weithin Verbreitung und Beachtung finden. Herz im Glück Ein heiterer Roman von Sigrid Boo, lm Universitas- Verlag, Berlin W 30 (Preis DM 7.80). — Um was geht es in diesem neuen Buch der Sigrid Boo? Es geht mit Humor um die fragwürdige Dollarerbsthaft der jungen Dame, um ihre Verehrer und Versuchungen, um ein Büro und dessen geschäftiges Hin und Her und um die köstlich geschilderten Käuze jeden Alters und beiderlei Geschlechts, die die „Millionöae“ neugierig umtanzen. Doch diese Ellen hält Ihr Herz auch im Glück fest. Auch dieses sprühend lebendige Buch tragikomischer Verwicklungen zeigt wieder die herzerfrischende Beobachtungsgabe, gute Laune, Menschenkenntnis und Menschenliebe, die die Autorin der Bücher vom „Küchenweg“ und des heiteren Romans „Wer zuletzt lacht . . auszeichnen. Geschenkkassette „Schlüssel zum Glück“ Im „Perlen-Verlag“ Marbach (Neckar) Ist diese recht hübsch ausgestattete Kassette, mit den beiden Bändchen „Lieben und geliebt zu werden“ und „Wenn die Männer wüßten“ zum Preise von DM 14.80 erschienen. Die beiden Bändchen sind wirklich Perlen französischer Plauderei über delikate und charmante Dinge des Lebens. Die Verfasserin versteht es, selbst heikle Dinge in entzückender liebenswürdiger Art zu behandeln. Die Illustrationen der beiden Bücher sind so reizvoll wie der Text, der recht humorvoll und spritzig geschrieben ist. Zauberhaft und unbeschwert, kurzum, ein bestens gelungenes apartes Geschenk für solche Menschen, die sich auch gerne mit einem graziösen Thema befassen. Krampe Schrat Geschichten um den grünen Bruch von Alois Eigl, Leykam-Verlag, Graz. — Alois Elgl's kleines Buch wird ln manchem geflickten Rucksack in mancher Diplomatentasche mitgenommen werden Und Jeder, ob in Gesellschaft oder allein, wird die befreiende Freude auskosten, die dieses Buch schenkt, weil jedes Wort darin echt ist und aus einer Beobachtung kommt, zu der eben wieder nur ein erfahrener alter Jäger fähig ist. An dieses Buch denken, bedeutet zumindest: schmunzeln: dieses Buch lesen, heißt aut jeden Fall: lachen, laut herauslachen. Almanach anf das Jahr 1953 176 Seiten. Kartoniert DM 2.80. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart. — Ein schönes, anregendes und preiswertes Taschenbuch für jeden Bücherfreund, das ihn mit vielen wesentlichen Werken der Gegenwart bekannt macht. Fünfzehn Bildnisse der Autoren mit den Faksimiles ihres Namenszuges und zahlreiche Zeichnungen moderner Graphiker ergänzen die vielseitigen literarischen Beiträge und machen den Almanach zu einem wertvollen Geschenk für jedermann. die Aufträge vergebe, sondern nur noch die Geschäftsbeziehungen vermittele. Alle unfachmännischen Zwischeninstanzen müßten jetzt ausgeschaltet werden. An ihre Stelle hätten ordentliche Ausschreibungen zu treten. Im Delirium den Hof angezflndet Ein 42 Jahre alter Weingiutsbesitzer wurde von der Großen Strafkammer des Landgerichts Freihurg in eine Heil- und Pflegeanstalt eingewiesen. Der Gutsbesitzer hatte am 17. Juli dieses Jahres innerhalb weniger Stunden zweimal Feuer an seine große Hofscheuer gelegt. Die Tat hatte er 1m Delirium tremens begangen. Beide Male war der Brand schnell entdeckt worden, so daß nur geringfügiger Schaden entstand. Der Mann hatte sich in der Nachkriegszeit so sehr dem Trunk ergeben, daß er täglich zwischen' 15 und 20 Vierteln Wein und etliche Schnäpse zu sich nahm. Zur Zeit der Tat litt er auch an Verfolgungswahn und schoß aus seiner Pistole auf ' einen unsichtbaren vermeintlichen Brandstifter. Vermischtes Ein „lüsterner Blick“ . . . . . . wurde einem Neger in Nord-Karolina zum Verhängnis. Er war zunächst zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden; die Strafe wurde nun auf sechs Monate herabgesetzt. Die Tat? Däs nur mit Weißen besetzte Schwurgericht befand den Neger für schuldig, ein weißes Mädchen auf eine Entfernung von etwa 20 Metern „lüstern“ angeblickt zu haben, worauf das Mädchen „erschrocken“ war. Nach den einheimischen Gesetzen gehört zu einem „Angriff“ nicht unbedingt eine körperliche Berührung. Ein unbekannter Gangster . . . . . . versuchte mit Hilfe eines Sprengstoffpakets vom Inhaber des bekannten Mönchsbergs-Cafe in Salzburg unter Androhung „gräßlichster Verstümmelungen“ 25 000 Schilling (etwa 5000 DM) zu erpressen. Um seiner Forderung den nötigen Nachdruck zu verleihen, packte er den erpresserischen Brief in ein Sprengstoffpaket. Da das Päckchen aber ungenügend frankiert war und darum seine Annahme verweigert wurde, wurde es nach Linz geschickt und dort auf der Post geöffnet. Die Postbeamten entdeckten eine Waschmittel-Schachtel mit einer größeren Menge Sprengstoff, einer Zündschnur und dem dreiseitigen Schreiben. Nach dem Täter wird gefahndet. „Hände hoch . . . . . . wer sich rührt wird erschossen“, hatten die beiden Bankräuber in Diepholz gerufen und eine Pistole vorgestreckt. Der eine durchschnitt die TeleforiLei- tung, der andere kassierte über 2000 Mark. Zwei Tage später saßen sie aber bereits hinter Gittern. Nun wurden die Burschen im Alter von 25 und 24 Jahren zu sechs und fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Polarflugzeug in Dänemark gelandet Die viermotorige „Arild Viking“ der Luftfahrtgesellschaft SAS, die am Nachmittag des 19. November mit 24 Reisenden an Bord in Los Angeles zu einem Flug über den Nordpol nach Europa gestartet war, ist am 20. 11. um 21.48 Uhr auf dem Kopenhagener Flugplatz Kastrup gelandet. Die Maschine benötigte für die knapp 10 000 km lange Strecke eine reine Flugzeit von 25 Stunden. Sie war in Edmonton (Kanada) und Thule (Grönland) zwischengelandet. Unser Tele- bild zeigt den Luftkapitän der „Arild Viking“, Poul Jensen, der nach der Landung auf dem Flughafen Kastrup von einer hübschen Grönländerin empfangen wurde. ge sucht Eine berzh d a ^ e uS geprägtem Aro- Würze und ausg P J? eder ge m ma, die man «««^ die ni*t raucht; eine g so ndern auch nur gat schmeckt, ni