Erscheint Dienstag, Donnerstag und Samstag. Abonnementspreis vierteljährlich 1 Mk. 50 Pf., durch die Post bezogen 1 Mk. 75 Pf. Dei' Landbote. de» Amtsbezirk Sinsheim und Umgebung. Einrückunzszebühr die kleingespaltene Zeile oderderenRaum 10 Pf. Reklamen werden mit 20 Pf. die Zeile berechnet. Briese undGelder frei. M 134. Dienstag den 14. November 1882. 43. Jahrgang. Deutsches Reich. Karlsruhe, 9. Nov. Von Seiten des Finanzministeriums wurde soeben die Vollzugsverordnung zu der am 1. Dezember d. I. in Kraft tretenden revidirten Weinsteuerordnung verkündig. Dieselbe enthält in 65 Paragraphen nähere Bestimmungen und Erläuterungen des in seiner Handhabung nicht unwesentlich vereinfachten Gesetzes. Das Gesetz läßt u. A. Vereinbarungen der Steuerbehörde mit Wir- then über Entrichtung von Aversalbeträgen zu. Jede derartige Vereinbarung bedarf der Genehmigung der Steuerdirektion und müssen derselben dir thatsächlichen Verhältnisse in der Weise zu Grunde gelegt werden, daß eine Be- nachtheiligung der Steuerkasse vermieden wird. Die Übereinkunft ist von Seiten der Steuerbehörde jederzeit kündbar, von Seiten des Wirths nicht vor Ablauf eines Jahres. An diese Verordnung wird sich noch in Bälde eine eingehende Instruktion von Seiten der Steuerdirektion anschließen. — In der katholischen Presse wird darauf aufmerksam gemacht, daß zwar die Besetzung der noch erledigten Dom« präbendarstelle in Freiburg diesmal dem Hrn. Erzbischof zusteht, daß aber auch für diese Besetzung der großherzoglichen Regierung eine Bewerberliste vorzulegen ist, woran sich das Recht der Regierung knüpft, die ihr minder genehmen Bewerber zu bezeichnen, bezw. zu streichen. — Die gestern erfolgten Ernennungen in der Staatsanwaltschaft kann man nach den Hierwegen s. Z. in der 2. Kammer geführten Verhandlungen in gewissem Sinne als eine Reorganisation der Staatsanwaltschaft betrachten. Bevor diese Ernennungen stattfanden, wurde für die ersten Staatsanwälte eine der Wichtigkeit ihres Dienstes entsprechende hervorragende Stellung geschaffen. Man betrachtete damals die Zustimmung der Kammern zu den bezüglichen Aenderungen als einen ersten, bedeutsamen Erfolg des Justizpräsidenten Nokk. KorlSruhe, 10. Nov. Aus Stockholm erhalten wir vom 7. November nachstehende Mittheilung : Der Gesundheitszustand Ihrer Königlichen Hoheit der Kronprinzessin ist fortwährend ein sehr befriedigender, so daß, durch die ungewöhnlich milde Witterung begünstigt, noch immer Höchst- derselben tägliche Ausfahrten gestattet sind. Ihre Königliche Hoheit die Grobherzogin hat in den jüngst abgelaufenen Tagen mehrere Wohl- thätigkeits- und Erziehungsanstalten sowie eine der hiesigen größeren Molkereianstalten der Mä- largegend besucht. Am 6. November wohnte Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin mit Ihren Majestäten der Feier zum Gedächtnisse des 250. Jahrestages des Todtes Königs Gustav H. Adolf in der Riddarholms-Kirche an. Ihre Majestät die Königin hat mit dem Gestrigen Allerhöchstihren dauernden Aufenthalt in der königlichen Residenz genommen. Karlsruhe, 11. Nov. Heute Vormittag empfingen Seine Königliche Hoheit der Großherzog den Oberststallmeister von Holzing, den Oderst- kammerherrn Freiherr n von Gemmingen, den Kammerherrn und Direktor des General-Landes- archives Freiherrn Roth von Schreckenstein und den Professor der Philosophie an der Universität Freiburg 0r. Riehl. Nachmittags 4 Uhr nahmen Seine Königliche Hoheit den Vortrag des Major von Treskow und von 5 Uhr an den des Vorstandes des Geheimen Kabinets entgegen. Karlsruhe, 11. Nov. Soeben 5 Uhr 10 Min. trifft von Seiner Königlichen Hoheit dem Kronprinzen von Schweden und Norwegen, sowie von Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin aus Stockholm die freudige Nachricht ein, daß Ihre Königliche Hoheit die Kronprinzessin heute Nachmittag 4 Uhr 30 Min. von einem Prinzen glücklich entbunden wurde. Der Neugeborene ist ein kräftiges, wohlgebildetes Kind, die Kronprinzessin befindet sich den Umständen nach in bestem Wohlsein. München, 9. Nov. Die hiesige Künstlergenossenschaft kündigt die Abhaltung einer internationalen Kunstausstellung für das Jahr 1883 an. In einigen Tagen wird das vom Aus- stellungs-Zentral-Komite festgesetzte ausführliche Programm in die Welt gehen; einstweilen sei aus demselben nur betont, daß auch diesmal König Ludwig II. das Protektorat übernahm. Eine Verloosung soll den Ankauf einer großen Anzahl von Werken der Kunst ermöglichen. — Herr Professor Franz Defregger in München ist von einem schweren Schicksalsschlag betroffen worden. Fünf seiner Vettern sind bei der jüngsten Ueber- schwemmung imMDusterthale in der beliebten Malerheimath Dölsach um das Leben gekommen. Berlin, 9. Nov. Die Nachricht erhall sich, daß der Kaiser am 14. in eigener Person den Landtag eröffnen werde. Berlin, 9. Nov. Die Kaiserin hat auf die Nachricht von der zweiten über Tyrol hereingebrochenen Katastrophe, als Ehrenmitglied der Gesellschaft vom Rothen Kreuz, zu der von dieser Gesellschaft für die Nothleidenden veranstalteten Sammlung wiederum einen Beitrag von 1000 Mark gespendet. Berlin, 10. Nov. Minister Puttkamer wird am Sonnabend aus Varzin zurückerwartet und es wird an diesem Tage eine Sitzung des Staatsministeriums stattfinden, an welcher Herr v. Puttkamer theilnehmen wird. In dieser Sitzung wird voraussichtlich die Thronrede zur Berathung gelangen. Ohlau, 9. Nov. Se. Majestät der Kaiser ist in Begleitung Seiner Kaiserl. König!. Hoheit des Kronprinzen und Ihrer Königlichen Hoheiten der Prinzen Wilhelm, Friedrich Karl und Albrecht heute Abend 8'4 Uhr wohlbehalten eingetroffen. Seine Majestät begab sich unter dem Geläute der Glocken und unter endlosem Jubel der Bevölkerung alsbald zu Wagen nach dem Ständehaus, wo eine Ehrenwache vom I. Schlesischen Husaren-Regiment Nr. 4 mit der Standarte und dem Trompetercorps aufgestellt war und vor welchem auch der Kriegerverein, der Jünglingsverein und der Schützenverein mit Fahnen und Musikcorps Aufstellung genommen hatten. Im Ständehause wurde Seine Majestät von dem Fürsten Pleß, dem Hosjägermeister v. Heintze und dem Landrath v. Eicke empfangen. Ohlau, 10. Nov. Der Kaiser ist im besten Wohlsein, begleitet vom Kronprinzen, dem Prinzen Wilhem, dem Prinzen Friedrich Karl und dem Prinzen Albrecht, heute früh 9 Uhr zur'Jagd nach dem Fürstenwalde gefahren, nachdem zuvor von den vereinigten MusikcorpS von sieben Regimentern eine Morgemusik dargebracht war. Neiffr, 10. Nov. Die „Neisser Zeitung" meldet: Der österr. Kaiser hat die Einsetzung einer Weihbischofs im österr. Antheile des Bisthums Breslau genehmigt, der Generalvikar Sniegon in Teschen ist zum Weihbischof designirt worden, der Fürstbischof Herzog zahlt die Dotation. Ausland. Wien, 10. Nov. Ministerpräsident Taaffe reiste heute nach Pest, um dem Kaiser über die Kravalle Bericht zu erstatten. Militär und Polizei treffen abermals Vorkehrungen, da wegen des schönen Wetters heute Wiederholungen der Tumulte zu befürchten sind. Wie», 10. Nov. Nach 10 Uhr wurde im Bezirk Mariahilf eine Ansammlung einiger hundert Arbeiter durch Militär versprengt, 18 Verhaftungen fanden statt. Um 11 Uhr rückte das Militär in die Kasernen. Wien, 10. Nov. Graf Taaffe wurde zum Kaiser nach Pest beschieden, um über die Straßenunruhen in Wien zu referiren. Pest, 9. Nov. Gestern wurden bei der Durchführung einer gerichtlichen Exekution in Gyarmata (Temeser Komitat) von zwei Nazarenern der Vicerichter und ein Geschworener mit Messern ermordet, sechs andere schwer und einer leicht verwundet. Der Exekutor entkam durch das Fenster. Husaren verhafteten die Mörder, die keinen Widerstand leisteten. Paris, 9. Nov. Die auf die Anarchistenbewegung bezügliche Stelle der Ministe rer kl ä- rung lautet: „Die Kammer wird wie die Regierung jede kompromittirende Solidarität zurückweisen und nicht gestatten, daß namenlose Verbrecher durch frevelhaften Mißbrauch der gesetzlichen Erleichterungen überall Aufruhr und Drohungen verbreiten, die friedlichen Leute einschüchtern und so die Arbeit lähmen, wobei sie in ihrer Erbitterung bemüht sind, die Republik verächtlich zu machen und zu verderben. Die Regierung rechnet hiebei auf die Unterstützung des Parlaments. Diese Stelle, wie die gesammte Erklärung wurde von der Kammer günstig ausgenommen. Namentlich im Senat begegnete der Passus gegen die Anarchisten ausgesprochener Zustimmung. London, 10. Nov. Einer Meldung aus Newry in Irland zufolge soll der katholische Priester Macqurk von Belleck in der Grafschaft Armagh heute früh ermordet worden sein. London, 10. Nov. Beim gestrigen Lord- mayors-Bankette im Stadthause konstatirte Glad- stone die Abnahme der Agrarverbrechen in Irland, deren Zahl von 531 monatlich auf 111 pro Monat zurückgegangen sei; Redner glaubt, daß die gegenwärtigen Einrichtungen nicht länger in Irland gefährdet seien; wenn das irische Volk auf dem Wege der Legalität fortschreite, werde es die Abstellung aller seiner Beschwerden vom britischen Parlament erlangen. Redner beglückwünschte schließlich die Armee zu ihren Erfolgen in Egypten. Spalato, 10. Nov. Gestern Abends wurde auf den Bezirkshauptmann, Baron Conrad, aus dem Hinterhalt mit einem Revolver geschossen. Der Thäter ist flüchtig. Das Attentat, welches glücklicherweise erfolglos blieb, dürfte von irre- dentischer Seite ausgegangen sein. Stockholm, 11. Nov. Soeben 7 Uhr verkündeten 84 Kanonenschüsse, daß die Kronprinzessin Victoria (um 4 '4 Uhr) mit einem Prinzen niedergekommen ist. Mutter und Kind befinden sich wohl. Der König hat dem Neugeborenen den Titel eines Herzogs von Schonen verliehen. In der Stadt herrscht großer Jubel. (F. I.) Petersburg, 10. Nov. Gestern fanden Passanten der Newski- und Stallhofstraße nihilistische Proclamationen an den Straßenecken angeklebt. Die Proclamationen, welche geschrieben waren, wurden von der Polizei nach einigen Stunden erst entfernt. Nrwyork, 10. Nov. Weitere Wahlberichte bestätigen, daß die Demokraten in der neuen Repräsentantenkammer um 50 stärker sein werden, als die Republikaner. In Arizona siegten die Demokraten. verschiedenes. 4- Sinsheim, 13. Nov. Beim hiesigen Dorsch u ß v e r e i n ist seit einem Monat der Geschäftsverkehr wieder ein erheblich lebhafterer, als dies in den vorhergegangenen Monaten der Fall war. Der günstige Ausfall der Ernte läßt sich recht deutlich wahrnehmen und wird dies noch mehr der Fall sein, wenn einmal der Verkauf der Halmfrüchte mehr in Gang gekommen sein wird. Im Oktober wurden an SLammantheilen 782 Mk. und an Kapitalanlagen 7600 Mk. eingelegt, Vorschüsse in 62 Posten ausgenommen 44,472 Mk., verlängert mit 177,954 Mk., dagegen in 58 Posten abgetragen 35,816 Mk.; und an Güterzielern, die auf Martini d. I. fällig waren, sind bereits 20,350 Mk. abbezahlt. Der Kassenumsatz vom 1.'.Januar bis 1. November, Einnahmen und Ausgaben zusammengerechnet, besteht in Mark 1,931,034, wogegen der Gesammt-Umsatz sich auf etwa Mark 7,000,000 beläuft. . — Karlsruhe , 10. Nov. Das „Gesetzes- und Verordnungsblatt" Nr. 34 von heute enthält eine landesherrliche Verordnung vom 3. November, die Aenderung der landesherrlichen Verordnung vom 26. August 1879 über den Aktuarsdienst bei den Großh. Bezirksämtern betr. Ferner eine Verordnung des Großh. Ministeriums der Justiz, des Kultus und Unterrichts vom 20. Oktober: Die Dienstvorschriften für die Staatsanwaltschaft betr. — Karlsruhe, 11. Nov. Der Rhein ist seit gestern bei Mannheim 3 Meter hoch und ist heute bereits bis 675 fortgestiegen. Der Neckar bei Heidelberg ist heute bereits bis 410 gestiegen, fällt heute jedoch wieder; bei Mannheim war der Stand des Neckar heute Morgen 723 bei weiterem Steigen. Ferner werden Hochwasser der Dreisam bei Freiburg, der Schütter und Kinzig bei Kehl, der Murg bei Rastatt und der Nagold bei: Pforzheim gemeldet. * Reckargemünd, 8. Nov. Gestern hat eine gemeind eräthliche Abordnung dem Herrn Lehrer Schreitmüller für dessen fünfundzwanzigjähriges pflichttreues Wirken an der Schule den Dank der Gemeinde ausgesprochen und demselben als äußeres Zeichen der Anerkennung seiner Verdienste eine Uhr überreicht mit Wunsch, daß ihm solche noch viele glückliche Stunden zeigen möge. Auch die früheren Schüler des Herrn Lehrer überreichten demselben einen silbernen Pokal. — Heidelberg, 8. Nov. Am Montag Vormittag 11 Uhr wurde die Leiche des seit mehreren Tagen vermißten Lieutenants Plehn, welcher im vorigen Monat zum Besuch seiner Corpsbrüder von der Saxo-Borussia hierhergekommen und dann plötzlich verschwunden war, im Neckar auf der Handschuchsheimer Gemarkung, Wieblingen gegenüber, geländet und Abends in das akademische Todtenhaus verbracht, woselbst die Leich«, welche wohl 14 Tage im Wasser gelegen sein mag, von dem Bruder des Verunglückten fofert erkannt wurde. — Dir Großher- zogliche Staatsanwalt in Offenburg gibt bekannt, daß die Weinhändler Eduard und Isidor Günz- bürge« zu je 2250 M. Geldstrafe verurtheilt seien. — Ebertach, 10. Nov. Auf der hessischen Bahnlinie in der Nähe der Gaimühle kam gestern Mittag ein Dammrutsch vor, so daß der Zug nicht weiterfahren konnte und die Passagiere auf einem gewöhnlichen Rollwagen nach Eberbach befördert werden mußten. Ein weiterer Dammrutsch erfolgte gestern Nachmittag zwischen der Station Kailbach und Schöllenbach. Der Betrieb auf der Linie von Eberbach nach Schöllen- J* ai ‘*1 Folge dessen gestern Nachmittag ein- gestellt werden müssen. Hoffentlich wird die Un- terbrechung mcht lange anhalten und das auf das Geleise gerutschte Material baldigst beseitigt sein. Die anhaltende nasse Witterung hat den Boden gar zu sehr aufgeweicht und sind deßhalb kleinere Rutschungen wohl unvermeidlich. — Nach einer Zusammenstellung wurden in unseren Wäldern in diesem Herbst ca. 400 Malter Haselnüsse gesammelt. (E. Z.) — Mosbach i. B., 11. Nov. Die hiesige Gemeinde ließ heute aus ihrer Obstbaumschule 500 Stück junge Bäume öffentlich versteigern und löste hiefür 367 M. 40 Pf. — Das Reichswaifenhaus ist unter Dach. Der Hinkende hat soeben das Gut Altvater, anmuthig gelegen am Altvater-Berg, 70 Meter über der Stadt Lahr, das in 5 Minuten zu erreichen ist, mit herrlicher Aussicht auf den Schwarzwald, das Rheinthal und die Vogesen, im ganzen ca. 5 Morgen Park und ca. 8 Morgen Hofraithe, Weinberg, Gärten, Wiesen und Ackerfeld, für die Summe von 40000 Mark von dem seitherigen Besitzer Fallenstein in Bremen erworben. Mit diesem Kauf ist das Vermögen des Reichswaisensonds auf M. 13,000 zusammengeschmolzen und der Hinkende vertraut auf die weitere Hilfe seiner vielen alten Freunde, zu denen hoffentlich jetzt noch viele neue Freunde kommen werden. Die nöthige Auskunft finden sie in seinem Kalender für 1883. Einen Ertrag wirft das Gut leider nicht ab. Es sei denn, daß Sommerfrischler die schönen Räumlichkeiten miethen, um in der überaus gesunden Luft neue Lebenskraft zu finden. Der Hinkende ist namentlich dem ReichSober- fechtmeister Nadermann und den vielen Fechtmeistern und Fechtschülern Dank dafür schuldig, daß die Idee nun Wirklichkeit wird. Sie entstand vor etwa 6 Jahren. Der Hinkende war im Sommer 1876 mit seinem Kalender für das Jahr 1877 fertig. Er wurde aber vor dem Druck noch an den bei seinen Verwandten in Hamburg weilenden Verleger geschickt und dieser machte zu dem Aufsatz: „Viele Wenig machen ein Viel" worin das Sammeln von Cigarrenspitzen empfohlen wird, die Bemerkung: „Da die Leser keine Gelegenheit zum Absatz von Cigarrenspitzen haben werden, so wird es sich empfehlen, wenn der Hinkende sich die gesammelten Spitzen senden läßt. Außer Cigarrenspitzen könnten aber auch Pfennige gesammelt werden, die in Briefmarken nach Lahr zu senden wären. Der Ertrag könnte für ein Waisenhaus bestimmt werden." Dieser Vorschlag wurde vom Hinkenden angenommen und nun wird das Reichswaisenhaus in nicht zu ferner Zeit seiner Bestimmung übergeben werden können. — Leipzig. (Aus der Rechtsprechung de? Reichsgerichts.) In dem Urtheile eines badischen Landgerichts war unter den Berdachtsgründen auch die Aussage eines Zeugen aufgeführt, welcher nicht in der Hauptverhandlung, sondern nur in der Voruntersuchung vernommen war. Nach den Grundsätzen des mündlichen und unmittelbaren Verfahrens vor dem urtheilenden Gerichte darf ein solche» Beweismittel nicht benutzt werden, so daß auf die Revision der Angeklagten jenes Urtheil aufgehoben wurde. In zwei anderen badischen Straffachen ist die Revision verworfen worden. Die Bestrafung wegen Hehlerei beruhte ans der Annahme, daß der Angeklagte weniger für die angekauften, gestohlenen Sachen bezahlt habe, als sie für ihn werrh waren, wogegen die Revision cinwendete, es sei damit der Affekttonswerth berücksichtigt. Mt Rücksicht auf die sonstigen Umstände des Falles hat dar Revistonsgericht eine konkrete, nicht rechtsirrthümliche Beurtheilung angenommen. — Dem anderen Angeüagten war im ZwangSwege ein Wagen versteigert worden, welchen der Erwerber einstweilen im Hofe des Angeklagten stehen ließ, um ihn später abzuholen, weil er den SteigerungspreiS nicht sogleich bezahlen konnte. Nachdem der Steigerer den Preis an den Gerichtsvollzieher bezahlt hatte, wollte er einige Tage später den Wagen abholen, allein der Angeklagte hatte denselben an einen nicht ermittelten Dritten verkauft. Deßhalb wegen Unterschlagung bestraft, wendete der Angeklagte ein, der Wagen sei nicht eine fremde Sache gewesen, sondern bis zur Zahlung des Steigerungspreises sein Eigenthum geblieben. Dieser Angriff hatte keinen Erfolg, weil nach dem hier maßgebenden badischen Landrechte dar Eigenthnm des Wagens mit dem Zuschläge auf den Steigerer übergegangen war. Mehrere Miterben hatten dem Einen von ihnen Vollmacht ertheilt, die gemeinschaftlichen Ansprüche auf einen Nachlaß zu verfolgen. Der Bevollmächtigte schloß nunmehr mit den Testamentserben einen Vergleich ab, wonach dieser an jeden Miterben eine Abfindungssumme bezahlte. In einem geheimen Ber- trage hatte sich der Bevollmächttgte, noch eine besondere Vergütung von 20,000 Mark bedungen, die ihm der TestamentSerb« auch bezahlte. Davon erhielten die andere» Miterben zufällig Kenntniß und erwirkten in den zwei oberen Instanzen die Berurtheilung de» untreuen Bevollmächttgte» zur Herausgabe der jeden tteffendcn Rate jener Summe, weil aller Bortheil, welchen der Bevollmächtigte erwirbt, den Vollmachtgebern zugut kommt. (Karlsr. Z.) — In Kulm feierte am 8. Nov. der Bischof von der Marwitz sein 25jährigeS Bischofsjubiläum. Der Bischof steht im 88. Lebensjahre. Nachdem er die Freiheitskriege von 1813—1815 mitgemacht, nachher noch mehrere Jahre als Husarenoffijier in der Armee gedient und es bis zum Rittmeister gebracht hatte, trat er zum geistlichen Stande über. Der Papst bat ein eigenhändiges Glückivunschschreiben übersandt, ebenso der Kaiser. — Rom, 7. Nov. (Setzer und Depu- tirter.) Der neugewählte Abgeordnete für Mailand, Herr Maffi, ein Setzer, ist, wie die „Jtalie" schreibt, hier angekommen. Er hat den Betrag von 3000 Francs jährlich, den ihm die Arbeiter- Syndikatskammer in Mailand angewiesen hatte, um unabhängig in Rom leben und sein Mandat frei erfüllen zu können, ausgeschlagen und begnügte sich damit, zu bitten, daß er von der Buchdruckerei Civelli, wo er angestellt war. zur Surkkursale derselben in Rom transferirt werde. Das wurde bewilligt und Maffi wird nun am Vormittag arbeiten, um Nachmittags in das Abgeordnetenhaus zu gehen. — (Erster Schnee.) In diesem Jahre hat es zum ersten Mal in Australien geschneit. Aus Toowoomba wird darüber dem „Golos" folgendes gemeldet: Auf unsere Orangenbäume und Tropengewächse fiel zu unserem Erstaunen Schnee. Alle Leute waren überrascht, wirklichen Schnee zu sehen, den ste sonst nur aus Erzählungen und Bildern kannten. Denn hier gab es vordem nie Schnee. Von Jahr zu Jahr aber wurde der Winter kälter, und vielleicht werden wir eines Tages noch Schlittschuh laufen und Schlitten fahren. Literarisches. Die im Großherzogthum Baden geltenden Prüfungsordnungen für die einzelnen Bernfsarten im Civildienfte. Das vorliegende Büchlein enthält eine Sammlung aller in unserem Lande geltenden Vorschriften über die Vor- und Fachbildung für die verschiedenen Berufsarten im Civildienfte, die näheren Bestimmungen über Zulassung zu den bezüglichen Prüfungen und über Vornahme derselben, sowie über die Receptton der Candidaten für die einzelnen Fächer. Die Vorschriften sind nach den verschiedenen Staatsverwaltungszweigen in 12 Abschnitte vertheilt: I. Justiz und innere Verwaltung. — II. Kultus. — III. Unterricht. — IV. Medizinalwesen. — V. Ingenieur- und Vermessungswesen. — VI. Hochbauwesen. — VII. Finanzdienst. — VIII. Forstdienst. — IS. Berg- und Hüttenwesen. — X. Eisenbahndienst. — XI. Postdienst. — XII. Telegraphendienst. Der Zweck der Herausgabe dieser Sammlung ist in erster Reihe der, allen denjenigen, welche in der Lage sind, einen Beruf zu wählen oder bei der Wahl eines solchen mit Rath beizustehen, als Hilfsmittel zu dienen, indem die Sammlung genauen Aufschluß darüber gibt, welche Schulanstalten zur Erlangung der Vorbildung für die verschiedenen Bernfsarten besucht und welche Klassen mit Erfolg absolvirt werden müssen, welche weitere Ausbildung auf Universitäten oder technischen Hochschulen bei den einzelnen Berufsarten etwa verlangt wird, auf welche Zeit und auf welche Lehrfächer sich dieselbe erstreckt, ob und welche etwaige sonstige Anforderungen und Vorbedingungen gestellt werden, in welcher Weise die Prüfungen stattfinden und welche weitere prattische Ausbildung etwa vorgeschrieben ist. Haus- und Landtvirthschaftliches. Behandlung der Kartoffeln. Es kann in diesem Jahre nicht genug angerathen werden, die Kartoffeln statt in feuchten Kellern, an trockenen und lustigen Orten aufzubewahren. Nur auf diese Weise kann man versichert sein, daß sie sich einigermaßen halten werden. Ebenso dürste es sich empfehlen, dieselben möglichst zu dämpfen statt zu kochen. Hat man keinen entsprechenden Apparat zur Verfügung, so genügt es, in den Kochtopf eine Schichte Kieselsteine zu legen, so daß die Kartoffeln nicht ins Wasser zu liegen kommen, sondern durch die sich bildenden Waffer- dämpfe fertig werden. Wässerige Kartoffeln mehlig zu machen. Um diesem besonders in nassen Jahren häufig vorkommenden Mißstande abzuhelfen, wird in der „Braunschweigschen landw. Zeitung" den Hausfrauen gerathen, dieselben vor der Zubereitung einige Zett in der N/ihe des warmen Ofens aus- zubreiten. Nachdem die überflüssige Feuchtigkeit verdunstet, werden sie mehlig und gewinnen merklich an Wohlgeschmack. Dasselbe kann übrigens auch unmittelbar vor dem Zersetzen dadurch erreicht werden, daß man an jeder einzelnen mnd- herum einen schmalen Streifen abschält. Die so vorbereiteten Kartoffeln brauchen nicht so lange zu kochen, werden mehlig und auch schmackhafter. Das vielfach angewendete starke Pressen der abgesottenen wässerigen Kartoffeln in einem Tuche wird dagegen als unpraktisch bezeichnet. Die Fütterung der Hausthiere mit schimmeligem Brod. Die Fütterung der Hausthiers mit schimmeligem Brod, so schreibt das „Hannov. land- und forstw. Vereinsblatt", ist eine meistens für ganz unbedenklich angesehene, aber im Ge- gentheile ziemlich gefährliche Maßregel. Namentlich bestraft sich dieselbe sehr häufig, wenn sie bei Geflügel angewendet wird. Ein so gutes Futtermittel Brod in mäßigen Gaben für alle unsere Hausthiere auch ist, so nimmt doch verschimmeltes Brod sogar giftige Eigenschaften an und wirkt gefährlich, da es Kolik und Auftreibung des Hinterleibes, auch Durchfall, ferner Entzündung und Brand der Baucheingeweide und dadurch den Tod veranlaßt, sowie es bei trächtigen Thieren die Ursache von Fehlgeburten werdm kann. Diese Nachtheile theilt das schimmelige Brod mit schimmeligen Oelkuchen, welche ebenfalls bei unseren Hausthieren Magen- und Darmentzündungen Hervorrufen. Wer also in die Verlegenheit kommt, schimmeliges Brod als Viehfutter verwerthen zu wollen, der koche es vorher ab, dadurch wird der den Schimmel bildende Pilz unschädlich gemacht. Ußaaren- und Produkteirberichte. Sinsheim, 11. Nov. Spelz M. 6.50. bis 6.85. per Ctr., Gerste M. 7.30. vis 7.50., Hafer M. 6.25. bis —.—., Heu M. 2.50. bis 2.60., Stroh M. 1. bis 1.20., Kartoffeln M. 3.—. bis 3.50.; 1 Pfd. Rindfleisch 60 Pf-, 1 Pfd. Schweinefleisch 64 Pf., 1 Pfd. Kalbfleisch 65 Pf., Butter 90 Pf., Eier 6 Pf. per Stück. Mannheim, 9. Nov. (Produktenbörse.) Folgendes sind die bezahlten Preise: (Per 100 Kilo. Preise in Mark.) Weizen,Pfälzer20.—. bis 20.50. russischer 20.50. bis 21.50. Amerik. 21.75. bis 22.25. Ungar. 22.75. bis 23.—. Californ. 22.—. bis 22.25. Taganrog. 19.50. bis 19.75. Roggen Pfälzer 15.50. bis 16.—. russischer 15.50. bis 16.—. Französ. 16.75. bis 17.75. ungarischer —.—. bis—Gerste hiesige Gegend 15.50. bis 16.—. psäl. Gerste 15.50. bis 16.25. ungarische Gerste 19.50. bis 21.—. Hafer neuer badischer 13.—. bis 14.25. Württemb. neuer Hafer 13.25. bis 14.50. ruffischer —. bis —.—. Mais amerikan. mixt 17.50. bis 17. 75. Bohnen alte 22.—. bis 27.50. neue —.bis — Linsen —.—. bis —.—. Wicken 18.—. bis —. Kernen 19.—. bis 19.75. Erbsen—.—, bis. —.—. Kohlreps deutscher 30.— bis 31.— ungarischer 31.25. bis 31.75. Kleesamen deutscher 1. Sorte 112.—. bis 115.—. 2. Sorte 106.—. bis 110.—. Provencer 125.—. bis 135.—. neuer Pfälzer Luzerne 110.—. bis 115.—. Esparsette 16.50. bis 17.—. Schifffahrts-Nachrichten. Newyork, 6. Nov. Der Dampfer „Australia" der Directen Deutschen Dampfschifffahrt in Hamburg ist heute wohlbehalten hier angekommen. Newyork, 7. Nov. Der Postdampfer „Habsburg" des Nordd. Lloyd, welcher von Bremen abgegangen, ist heute wohlbehalten hier angekommen. Hamburg, 9. Nov. Laut Telegramm sind die Hamburger Postdampfschiffe: „Cimbria", am 25. v. Mts. von Hamburg und am 28. v. Mts. von Havre, am 9. d. M-, „Allemannia", am 22. v. Ms. direkt expedirt, am 8. d. M. in Newyork angekommen. „Wieland", am 26. v. Mts. von Newyork, am 7. d. Mts. in Hamburg eingetroffen. „Bohemia", am 28. v. M. von Newyork, am 8. d. M- Lizard passirt. „Santos" am 8. d. M. von Brasilien in Hamburg eingetroffen. Amtliches Verkündigungsblatt für den Amts- und Amtsgrrichtsbyirk Sinsheim. Eroßh. Bezirksamt Sinsheim. Die Manl- und Klauenseuche betr. Nr. 12775. Auf Wunsch Gcoßh. Bezirksamts Eppingen bringen wir zur öffentlichen Kenntmß, daß auch für den Amtsbezirk Eppingen bezüglich des Hausirhandels mit Bieh die gleiche Anordnung getroffen worden ist, wie solche nach unserer Verfügung vom 3. d. Mts. Nr. 12560 (im Amtsblatt Nr. 131) für den Amtsbezirk Sinsheim in Kraft getreten ist. Sinsheim, den 9. November 1882. _«. Jung._[1596] Eroßh. Bezirksamt Sinsheim. Die Begräbnißplätze und die Beerdigungen betr. Nr. 12905. Wir bringen behufs künftiger Darnachachtung zur Kennt- niß der Gemeindebehörden, daß wir mit Verfügung vom Heutigen gemäß Z 5 der V.O. vom 20. Juli 1882 (Ges.- und V.O.Blt. Seite 202) die Frist, nach deren Ablauf die Gräber geöffnet werden dürfen, für die Begräbnißplätze der Gemeinden Ehrstädt, Eschelbach und Zuzenhausen auf 25 Jahre, bezw. für Gräber von Kindern unter 10 Jahren auf 15 Jahre, für die Begräbnißplätze sämmtlicher übrigen Amtsgemeinden auf 20 und bezw. 12 Jahre festgesetzt haben. Sinsheim, den 9. November 1882. «. Jung. [15953 (Eroßh. Bezirksamt Sinsheim. Die Betreibung der Gemeindeausstände für das Jahr 1882 betr. Nr. 12842. Die Gemeinderäthe werden beauftragt, gemäß diesseitiger Verfügung vom 12. September d. I. Nr. 9739 (im Landbote Nr. 109) aus den Einzugsregistern der Gemeinderechner zu erheb«, und binnen 8 Tagen zu berichten, welche Beträge an Umlagen-, Schul-, Holz- und Pferch- geldern, Pacht- und Kapitalzinsen bis jetzt erhoben und welche Beträge noch zu erheben sind. Den Gemeinderechnern ist bei diesem Anlaffe wiederholt aufzugeben, die Gemeindeausstände unausgesetzt und mit dem möglichsten Nachdruck zu betreiben und gegen die säumigen Schuldner ohne Weiteres das Zwangsverfahren einzuleiten und durchzuführen, bis Zahlung erfolgt. Sinsheim, den 7. November 1882. «. Jung. [1594] Leiranntmachung. Nr. 21257. Großh. Amtsgericht Sinsheim hat unterm 8. Novbr. l. I. Nr. 21257 den hiermit veröffentlichten Beschluß erlaffen: „Die Wittwe des Eisenbahnarbeiters Wilhelm Bender von Grom- bach, Margarethe geb. Streik, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr der Verlaffenschaft ihres Ehemannes gebeten. Diesem Gesuche wird stattgegeben, wenn nicht binnen 6 Wochen dagegen Einsprache erhoben wird." Der Gerichtsschreiber der Großh. Amtsgerichts: [1610] «. Kästner. Tages-Ordnung zu der am Freitag de« 17. lllovem- brr 1888 dahier stattfindeuden Var- Wittags 8 Uhr beginnenden Schöffensitzung : ^ . 1. A.S. gegen Albert Neubeck von Forst wegen Beamten - Beleidigung. 2. A.S. gegen Johann Dinkel Ehefrau von Efchelbronn wegen Diebstahls. 3. A.S. gegen Johann Dolch von Helmstadt wegen Beleidigung und Sachbeschädigung. 4. A.S. gegen Christof Hotz Ehefrau, Elisabeth« geb. Hermann von Neckarbischofsheim, wegen Hehlerei. 5. A.S. gegen Johann Becker von Waldangelloch wegen Uebertre- tung der Feldpolizeiordnung. 6. A.S. gegen Adan Schick Wtw., Susann« geb. Eiermann von Sinsheim, wegen Vergehens gegen die öffentliche Ordnung. 7. A.S. gegen Sebastian Hörner von Obergimpern wegen Diebstahls. 8. A.S. gegen Herz Traub von EichterSheim wegen Hausfriedensbruchs. Sinsheim, den 13. Novbr. 1882. Gr. Amtsgericht. Schindler. [1609] Freimüller. Steigerungs- Ankündigung. In Folge richterlicher Verfügung werden dem Jocob, Georg und der Katharina Grittmann in Reihen am Montag den 6. Dezember 1882, Nachmittag» 4 Uhr, im Rathhause Reihen untenverzeich- nete Liegenschaften öffentlich zu Eigenthum versteigert, wobei der Zuschlag erfolgt, wenn der Anschlag oder mehr geboten wird. Beschreibung derLiegen- schaften. Gemarkung Reihen. Anschlag. 1. Die Hälfte an einem einstöckigen Wohnhaus 700 M. 2. 13 Ar 16 Mir. Acker 150 M. 3. 20 Ar 70 Mir. Acker 280 M. Gesammtanschlag t,l30M. Die Steigerungsbedingungen können bei dem Unterzeichneten ringe- sehen werden. Sinsheim, 1. November 1882. Großh. Notar: I. Weber. [1593] Anzeige. Donnerstag den 16. ds. Mts. bin ich wieder in Sinsheim zur Post zu sprechen. Mannheim, 12. November 1882. Th. Frantz, Rechtsanwalt. Katastervermejsrrng. Zur Schlußverhandlung über die Eröffnung und Anerkennung des Ver- meffungswerkes von der Gemarkung Epfenbach istTagfahrtsauf Donnerstag de« 16. d. M. von Morgens 8 Uhr im Rathhause in Epfenbach anberaumt. Dieses wird mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß Erinnerungen wegen der Vermessung in der Tagfahrt dem anwesenden Stellvertreter des Vermessungs-Inspektor vorgetragen werden können und daß Güterzettel, welche nicht wieder zurückgegeben werden, gemäß §. 93 dritter Absatz der Vermefsungsanweifung Großherzogl. Finanz - Ministeriums vom 9. August 1862 auf Kosten der betreffenden Grundeigentümer neu gefertigt werden müssen. Karlsruhe, den 1. November 1882. Der Eroßh. Vermessungs- Inspektor. habe meinen Wohnsitz nach Mannheim zurück- verlegt. Kanzlei: A3 Ar. 10, gegenüber dem Amtsgericht. Dr. W. Köhler, [1599] Rechtsanwalt. Kirchardt. Alle Sorten Kochgeschirr empfiehlt Heinrich Htzßaidler. Lekensverficherungsöank für Deutschland siano a» i. «aioorr iöös. 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