Erscheint Dienstag, Donnerstag und Samstag. AdonnementspreiS für hier und auswärts rei ins Haus geliefert »ur 1 Mk. 50 Pf. Der Landbote. Anzeiger für den Amtsbezirk Sinsheim nnv Umgebung. Einnlckungkgebühr die kleingespaltene Zeile oderderenRaum 10 Pf. Reklamen werden mit 20 Pf. die Zeile berechnet. Briefe undGelder frei Jtä 98 Samstag den 20. August 1887. 48. Jahrgang. * politische Umschau. Sinsheim, 19. August 1887. Dem Reichskanzler Fürsten Bismarck, über dessen Befinden aus Kissingen gute Nachrichten einlaufen, stehen für den Herbst ds. Js. zwei Festtage bevor. Am 23. September vor 25 Jahren ist er in das preußische Ministerium eingetreten und am 8. Oktober vor 25 Jahren hat er die Präsidentschaft im Ministerium übernommen. Wie aus Berlin mitgetheilt wird, gedenkt der Kanzler die beiden Tage nicht in Berlin, sondern in Friedrichsruhe oder Schönhausen zu verleben. Am Dienstag Vormittag ist Professor vr. Schweninger beim Fürsten Bismarck in Kissingen eingetroffen. Die russische Presse gießt die volle Schale ihres Zornes über den Fürst von Bulgarien aus. Die Nowosti nennen den gegenwärtigen Augenblick einen der bedenklichsten in der russischen Geschichte. „Wie im Jahre 1812, wie im Krimkriege und wie im Jahre 1863, so stehen wir auch heute vor einer ganzen Koalition europ. Mächte. Im Jahre 1812 war ganz Europa gegen uns, während des Krimkrieges waren nur wenige Mächte neutral geblieben, im Jahre 1863 wagte es Europa aber nicht, das Schwert gegen uns zu ziehen. Es versuchte alle möglichen Drohungen, ging aber über diese nicht hinaus. Befinden wir uns etwa heute in einer schlechteren Lage? Uns steht heute freilich ein mächtigerer Feind gegenüber, aber sind nicht seine Kräfte gelähmt, darf er sich auf uns stürzen, ohne nicht gleichzeitig befürchten zu müssen, daß er selbst von der entgegengesetzten Seite angegriffen wird? Frankreich allein könnte es schon mit mehreren Gegnern aufnehmen, im Bunde mit Rußland ist es aber eine Macht, die selbst ganz Europa nicht zu fürchten braucht. Und wozu soll diese Vergewaltigung führen? Rußland wird sich nicht einschüchtern, wohl aber die schon ohnehin gespannten internationalen Beziehungen noch schroffer gestalten. Die Friedensliebe Rußlands und Frankreichs werden endlich auch ihre Grenzen erreicht haben, und die Stunde ist nicht mehr fern, wo die Würde des Staates und unsere eigenen Interessen uns zwingen werden, Drohungen mit Drohungen und Rüstungen mit Rüstungen zu beantworten." Ueber die von allerlei Ränken durchwobene Vorgeschichte der Kandidatur des Prinzen Ferdinand von Coburg gehen der Presse einige bemerkenswerthe Angaben zu: Daß Prinz Ferdinand seine Wahl anzunehmen gezwungen war, ohne auch nur den Segen und Trost des Fürsten Bismarck von dem guten Avancement oder der schönen Lebenserinncrung mitbekommen zu können, schien eine Härte des Schicksals. Der eiserne Kanzler war nicht zu erweichen, das Antlitz des Erwählten der bulgarischen Nation zu sehen. Der Geburtsort der coburgischen Kandidatur war eigentlich Cannes, und es wäre richtiger, wenn man von einer orkanischen als von einer coburgischen Kandidatur geredet hätte. Denn hier im Kreise der Oheime und Vettern der orleanischen Familie hat sich der außerordentliche Plan vorbereitet. Dazu war die Sache durch die Anwesenheit russischer Großfürsten und Großfürstinnen begünstigt worden. Man hatte die Rollen so glücklich vertheilt, daß selbst auf den Kaiser von Rußland mit Zuversicht gerechnet werden zu können schien. Prinz Ferdinand hoffte auf dem nicht ungewöhnlichen Wege der Damengunst über die ministerliche Staatskunst zu trium- phiren, und in der That, wenn nicht alles täuscht, ganz ohne Erfolg ist dieser Weg keineswegs geblieben. Ohne allen Grund war es nicht, wenn man von Wendungen, von milden Auffassungen sprach, die am russischen Hof zeitweilig aufgelaucht wären. Und das ist schon ein Erfolg. Die ursprüngliche Strenge der Auffassung wich einer milden Erwartung. Man war keineswegs mehr abgeneigt, es auf einen Versuch ankommen zu lassen; wenn man geduldig und abwartend geworden ist, wenn keinerlei Donnerpfeile von Petersburg abgeschossen worden sind, io will das sagen, daß man für den Augenblick ein Auge zuzedrückt habe und das andere offen behalte. Deutsches Weich. Karlsruhe, 17. August. Gestern Abend begaben Sich Ihre Königlichen Hoheiten der Groß Herzog und die Grobherzogin nach Konstant und besuchten das Münster. Unter Fübiung des Münsterpfarrers besichigten Jbre Könrglich.n Hoheiten die seit vorigem Jahre ausgesübrten Restaurationen und neu hecgestellten Kapellen mit Glasgemälden und verweilten beiläufig eine Stunde daselbst. Das „Gesetzes- und Verordnungsblatt für das Geoßherzogth um Baden" Nr. 20 vom 17. August enthält eine Verordnung des Ministeriums des Innern vom 31. Juli 1887, das Kaffen- und Rechnungswesen und die Abhör der Rechnungen der mit Gemeindebürgschaft versehenen Sparkassen betreffend. München, 15. August. Der Staatsminister vr. Freiherr von Lutz und Freiherr von Crailsheim werden sich zum Besuche des Fürsten Reichskanzlers voraussichtlich morg-n Abend nach Kissingen begeben. Fürst Bismarck soll sehr wohl aussehen. Berlin, 16. August. Seine Majestät der Kaiser empfing auf Schloß Babelsberg heute Vormittag den Grafen Peeponcher, den General v. Albedyll und den Chef der Admiralität, v. Capcivi, zu Vorträgen. Gestern machte der Kaiser eine Spazierfahrt und einen Spaziergang im Parke. Ihre Majestät die Kaiserin ist, wie aus Eisenach berichtet wird, heute Nachmittag 1V a Uhr mit der Herzogin von Mecklenburg von dort nach Babelsberg abgereist. vabclsberg, 17. August. Der Kaiser nahm heute keine Vorträge entgegen, in Folge einer durch den schroffen Witterungswechsel entstandenen leichten Erkältung. Ausland. Wien, 17. August. In hiesigen diplomatischen Kreise» ist man überzeugt, daß Rußland, welche Wendung auch die Dinge in Bulgarien nehmen möa-n. trotz alles Hetzens der chau- v'.nisti'chen Presse sich zu keinerlei bewaffnetem Einschreiten wegen Bulgarien verstehen werde. Insbesondere ist der Zar selbst bei seinem entschiedensten Beharren auf dem gegenwärtigen Standpunkte gegen ein derartiges Einschreiten. Er soll geäußert haben: „Ich will keinen Krieg wegen Bulgaiien" Pest, >6. August. Die Mutter der Prinzen von Coburg erhielt ein Schreiben des Prinzen Alexander von Battenberg, in weichem dieser den hhu h Fürsten beglückwünscht und ihm seine Unieistützung z»sa-.t — 17. August. Im hi si^en Centlatdabnbof fand heule eine letzte Begegnuna des Königs Milan mit der Königin Natalie statt, die vom Könige den Kronprinzen Werloren und gefunden. Eine wahre Geschichte. (Schluß.) Oft, wenn mein gewöhnlich so kurz angebundener Schwiegervater einmal ins Plaudern kam, suchte ich das Gispräch aus jenes Thema zu bringen; aber immer wich er mir aus und ging davon, jede Andeutung darüber schien ihn schon verwirrt zu machen, was ich nur immer seiner Bescheidenheit und seiner Scheu, Lob oder Dankesbezeugung zu empfangen, zuschreiben konnte. Um jene Zeit kam Doctor Palmer, ein vertrauter Freund meines Schwiegervaters, nach Newhork und verkehrte natüitich viel bei uns. Eines Tages, als wir bei Tische saßen, kam die Rede, durch eine Zeitungsnotiz veranlaßt, auf das Verlieren von Geldbeträgen. „Ich kann die Leute, denen sclchcs paffirt, kaum bemitleiden," meinte der Dcclor, „sie find entweder ungeschickt oder leichisertig. Rur vor Jahren las ich einmal Anuorcen m der Zeit»«-, die eine verloren gegangene Brieftasche mit 3000 Pfund betrafen, und deren Einsender, nn armer junger Mensch, mir leid that. Es sprach ein so tiefer Schmerz aus jenen Zeilen!" Schon bei den ersten Worten des Dociors war mein Schwiegervater blaß geworden, als ob ihn ein plötzliches Unwohlsein übersallen habe. „Ei, Du mußt Dich deffen doch auch noch erinnern," wandte sich Palmer jetzt bin ct an ihn, „es war gerade in jener Zeit, die auch für Dich eine höchst aufregende war, und wo Dich ein Falliffcment in Philadelphia beinahe mit ins Unglück gerissen hätte." „Jawohl, ich erinnere mich," murmelte Lyiton. „Ich weiß nicht, was aus jenem armen Teufel geworden ist," wollte der Docior fortfahren, als ich >hn unterbrach. „Ei. Doktor, jener arme Teufel bin ich!" „Was, Sie?" „Ganz gewiß, und obwohl Papa nicht gern daran erinnert sein will, muß ich Ihnen die Geschichte doch in aller Kürze erzählen." „Als ich geendet hatte, reichte Palmer meinem Schwiegervater die Hand, indem er sagte: „Das sieht Dir ähnlich, Richard!" Dieter wollte sich erheben, mußte sich aber aus den Tisw stützen, so schwankte er. „Me», Gott. Papa," rief meine Frau besorg' h'nzutpniigend, „Du bist krank!" „Was bast ku lieber Freund?" forschte auch der Docior; aber Lytton wies alle Hitfe zurück u»v b, h^upiele, nur etwas frisch, Luft schöpfen zu muss n. Nachdenklich blieb ich zurück; da schoß mir wie ein Bl'tz ein Gedanke durch den Kopf, der mir zwar seiest unsinnig schien, auf den ich aber immer wieder zurückkommen mußte, wenn ich mich der Elnzelhetten des vorhergegangeue» Gesprächs erinnerte. M-ine Ungewißheit sollte nicht lauge mehr dauern Gleich am nächsten Morgen ließ mich mein Schwieg rvat.r bitten, ihn in seinem Zimmer zu b.suchen. Er war s, hr blaß und erregt. „S,tze Dich, mein lieber Paul," sagte er zn mir m»t einem seltsamen weichen Ton seiner meist rauhen und polternden Stimme. „Höre Mich einen Augenblick an und vernimm ein Ge- überantwortet erhält, um ihn in Deutschland erziehen zu lassen. — 18. August. Prinz Ferdinand von Coburg langte laut „Fr. Ztg." heute Nachmittag in Philippopel an, das großartige Vorbereitungen getroffen hatte. Sämmtliche südbulgarische Städte wetteifern mit den Vorbereitungen zum Empfang des Fürsten. Tirnowa, 17. August. Der Prinz von Coburg reiste gestern früh von hier fort und kam Abends in Gabrowo an, wo er, wie Nachrichten von dort besagen, enthusiastisch empfangen wurde. Die Minister Stoiloff, Stransky, Petroff und Tschomakoff begleiten den Prinzen. Die bisherigen Regenten sind hier zurückgeblieben. Petersburg, 18. August. Das „Petersb. Journ." sagt, die Proklamation des Prinzen Ferdinand an die Sobcanje könne als offenbarer Trotz, als Aufforderung an die Bulgaren angesehen werden, sich über alle Verpflichtungen hinwegzusetzen. Zu dem vorgestrigen Artckel der „Nvldd. Allg. Ztg." bemerkt das Journal: Derselbe ist klar, durchaus korrekt und kann uns in keiner Weise überraschen. Wir erwarten solches von dem Berliner Blatte, verharren auch bei unserer Ansicht, daß die Haltung des Prinzen von allen Negierungen ebenso beurtheilt werden wird. Der Prinz scheint sich Rechnung davon abgelegt zu haben, daß der Bruch mit dem öffentlichen Rechte ein vollendeter ist und geht, wir wollen nicht sagen mit Entschlossenheit, sondern mit Ueberstürzung blind auf dem Wege der Abenteuer weiter. London, 16. August. Der bei der verhafteten Französin Vorgefundene verdächtige Stoff hat sich bei der amtlichen Untersuchung als unschädlich herausgestellt. — Das Reuter'sche Bureau meldet aus Simla 15. Aug.: Aerztlichen Berichten zufolge sind in den Nordwestprovinzen im Juni und Juli 70 000 Personen an der Cholera gestorben, also 1 Prozent der Einwohner. Ostende, 18. August. Neuerdings brachten Zeitungen die Nachricht von dem angeblich bestimmten Tode Stanleys wiederholt in Umlauf. Die Congoregierung veröffentlicht jetzt ein Com- munique, wornach alle Gerüchte von einer Ermordung Stanleys auf Erfindung beruhen. Werfchiederies. * Sinsheim, 18. August. Da die militärischen Herb st Übungen bereits begonnen haben, machen wir mit Bezug darauf aufmerksam, daß es sich empfiehlt, Postsendungen für die an den Uebungen theilnehmenden Truppen zur Vermeidung von Verzögerungen nicht nach den in kurzen Zwischenräumen wechselnden Marschquartieren, sondern stets nur nach dem ständigen Garnisonsorte zu richten. Für die richtige Leitung dieser Briefe wird demnächst postseitig Sorge getragen. Ferner ist es dringend noth- wendig, in den Briefaufschriften den Familiennamen, den Dienstgrad und den Truppentheil (Regiment, Bataillon, Kompagnie, Schwadron, Batterie, Kolonne rc) genau anzugeben. * Sinsheim, 19. Aug Wie man uns mit- theilt, hat Landwirth Heinr. Keller in Hilsbach kürzlich ein 6 Vrl. 50 Rth. umfassendes Grundstück (Acker) um den enorm hohen Preis von 4150 Mk. ongekauft. Allerdings stehen auf dem sehr guten Acker ca. 30 schöne tragbare ständniß, das ich Dir schon längst hätte machen müssen." Er öffnete ein Fach seines Schreibtisches und nahm einen Gegenstand heraus, den er mir hinhielt. „Kennst Du das?" „Die Brieftasche von Williamson u. Comp., welche die 3000 Pfund enthielt," rief ich aus und fügte nach einem Augenblick des Schweigens hinzu: „Aber dann —" Ich wagte nicht zu vollenden. „Ja, mein Freund," sagte da Richard Lytton ernst und ergriffen, „ich habe sie gefunden und — behalten. — O, verurtheile mich nicht, ohne mich zu hören," setzte er hinzu, als er mich eine unwillkürliche Bewegung machen sah. „Gestern hast Du durch den Doctor von der schlimmen Lage gehört, in die mich damals ein in Philadelphia ausgebrochener großer Bankerott gebracht hatte. Niemand ahnte es, wie gefährdet meine Situation war, und ich durfte es auch keinem Menschen eingcstehen. wollte ich nicht selbst meinen Ruin beschleunigen. Es traf mich um so härter, als ich gerade dabei war, jene Ueber- siedclung von London hierher ins Werk zu setzen. Obstbäume. Immerhin aber darf man hierin einen erneuten Beweis erblicken, daß gute Grundstücke, trotz mancher gegentheiliger Annahmen, von ihrem hohen Werthe nichts eingebüßt haben. — Infolge des seit einigen Tagen eingetretenen regnerischen Wetters blieb heute früh die „sichtbare totale Sonnenfinsterniß" bei uns (und vielleicht auch im übrigen Deutschland) „total unsichtbar". So bedauerlich diese Fatalität im Jntereffe der Wissenschaft auch ist, so freut man sich anderseits umsomehr, daß unsere vollständig ausgedorrt gewesenen Fluren endlich die so lang ersehnte Feuchtigkeit erhielten. x Ehrflädt, 17. August. Es ist den Lesern des Landboten wohl bekannt, daß die hiesige Gemeinde seit zwei Jahren ein neues Schulhaus besitzt, welches von der Grundherrschaft v. Degenfeld erstellt wurde. Dieses prächtige Gebäude, eine Zierde unseres Oertleins, enthält außer der Wohnung für den Hauptlehrer zwei Helle geräumige Lehrsäle und ein schönes Zimmer für einen Unterlehrer. Vor einigen Wochen nun wurde das Gebäude auf Antrag der Grundherrschast abgelöst, und ist dasselbe jetzt Eigenthum der Gemeinde geworden. Da di« Gemeinde aber bis jetzt ein Rathhaus hatte, das den Anforderungen der Neuzeit durchaus nicht mehr entsprach, da es viel zu klein, finster und das Gebände abseits gelegen ist, so hat der Gemeinde- rath beschlossen, den verfügbaren Lehrsaal als Rathhaus zu benützen und wurde schon bei der Prüfung am 24. Juni d. Js. von Herrn Kreis- schulrath die Zusicherung gegeben, daß unter den obwaltenden Verhältnissen einer Benützung des 2. Lehrsaals als Rathhaus nichts im Wege stehe. Die Genehmigung von Seiten der zuständigen Behörde ließ auch, nicht lange auf sich warten, und so konnte gestern schon der Gemeinderath seinen Umzug vom alten Rathhaus in das Schulhaus vornehmen. Allgemeine Freude herrscht in hiesiger Gemeinde über diese Aen- derung, zumal das neue Gebäude auch ziemlich in der Mitte unseres Ortes liegt. Bereitwilligst wurde auch dem j-tzigen Lehrer von der Octs- behörde das geräumige und bisher verschlossen gehaltene Zimmer für einen Unterlehrer zur Verfügung gestellt, was derselbe jedenfalls dankbar anerkennen wird. Gewiß werden Lehrer und Ortsbehörde im Geiste des Friedens neben einander wirken. — Heute früh kamen uns vom diesjährigen Manöver die ersten Soldaten (Dragoner) in großer Anzahl zu Gesicht. Da hat sich nun auch wieder jenes bekannte Lied bewahrheitet : „Wenn durch die Stadt die Soldaten marschieren, da öffnen u. s. w." — Richen, 16. August. Gestern wurde in Gegenwart des Vorstandes des Landw. Bezirksvereins, Herrn Oberamtmann Deitigsmann, der Molkereikurs eröffnet, an welchem 18 Frauen und Jungfrauen theilnehmen. Herr Oberamtmann Deitigsmann hielt eine zweckentsprechende Ansprache an die Theilnehmerinnen. — Eppingen, 17. August. Der die Bezirks- Vereine Eppingen, Heidelberg, Ladenburg, Mannheim, Neckarbischofsheim, Philippsburg, Sinsheim, Schwetzingen, Wiesloch und Weinheim umfassende Pfalzgauverband wird vom 24.-26. September d. I. in hiesiger Stadt ein landwirthschaftliches Gaufest abhalten und damit eine Ausstellung von Thieren (Rindvieh, Schweinen und Geflügel), welche später für uns so große geschäftliche Erfolge herbeisühren sollte. „Es war am 14. Dezember, als Du jenes Geld verlorst. Ich habe das Datum nie vergessen; denn an demselben Tage hatte ich mir die Frage vorgelegt, ob es nicht bester sei, mir eine Kugel durch den Kopf zu schießen. Gegen 3000 Pfund gerade fehlten mir für den folgenden Tag, und ich sah keine Möglichkeit, sie mir zu verschaffen. Das war der Ruin und die Schande! Die Luft im Comptoir drohte mich zu ersticken, ich eilte hinaus auf die Straße und hatte noch keine zehn Schritte gemacht, als mein Fuß gegen einen auf dem Boden liegenden Gegenstand stieß. Es war die von Dir verlorene Brieftasche. „Ich öffnete sie, und dann entstand in meinem Innern ein Kampf, — in dem ich unterlag. „Am 15. regelte ich glatt alle meine Verbindlichkeiten, ich war und blieb der Welt gegenüber der ehrenhafte Geschäftsmann, wenn ich auch vor mir selber ein Schuft war. „Das Weitere weißt Du, Paul; meinetwegen mußtest Du damals vierzehn qualvolle Tage Produkten der Thierzucht (Molkerei und Imkerei), des Feld-, Garten-, Obst- und Weinbaues, einschließlich Beerwein, ferner von Geräthschaften und Maschinen zum Gebrauche der Landwirth- schaft verbinden. An Ausstellern aus dem Gau- verbande werden 49 Prämien im Gssammtwsrthe von 1120 Mk. zuerkannt. Für nicht prämiirtes oder nicht verkauftes, aber doch preiswürdiges Vieh wird Weggeld bezahlt. Die vom Großh. Ministerium genehmigte Lotterie umfaßt 5000 Loose ä 1 Mk., wovon 3500 Mk. zum Ankauf von 250 Gewinnen verwendet werden. — Karlsruhe, 16. August. Von einer Organisation der Wahlbewegung ist noch auf keiner Seite äußerlich viel zu bemerken. Die todte Saison und die theilweise Abwesenheit der Führer mag dazu das ihre beitragen. Jndeß ist wohl die Annahme gerechtfertigt, daß der Beginn des September hierin eine Aenderung bringen werde. Die ersten Anzeichen, daß man auf gegnerischer Seite die Bauernvereine in das Feld führen will, sind auf liberaler Seite nicht unbeachtet geblieben. — Auch in der inländischen liberalen Pceffe treten neuerdings Stimmen auf, welche eine Verschärfung der Gesetze gegen den Hausirhandel und gegen den Wucher, speziell gegen den wucherischen Viehhandel befürworten. — Aus Baden. Ein 20jähriger Bursche, welcher wegen eines Sittlichkeitsvergehens im Amtsgefängniß Heidelberg inhaftirt war, hat sich dort erhängt. — In Gjssigheim fiel der 12jäh- rige Sohn des Rathschreibers Steinbach von einem beladenen Erntewagen auf die Straße und war sofort todt. — In Karlsdorf ist das Wohnhaus des Amandus Brücker nebst Stall und Schopf abgebrannt. — Die Ehefrau des Land- wirths S. Lachmann in Bruchsal wurde kürzlich beim Melken von einer zufällig nicht angebundenen bösen Kuh angegriffen, wobei ihr die Hörner derart in den Leib gebohrt wurden, daß die Gedärme heraustraten. Die Unglückliche liegt nun hoffnungslos darnieder. — Im Rheinhafen zu Mannheim ist der 7 Jahre alte Sohn des Ma- schinensührers Bachmann aus Ludwigshafen ertrunken. — Die 36jährige Frau des Schusters Jakob Liebert in Riedböhringrn hat sich mittelst eines Rasiermessers den Hals abgeschnitten. Die durch schwere Nahrungssorgen zu diesem traurigen Schritt getriebene Frau hinterläßt 8 kleine Kinder. — Am Montag Vormittag löste sich von dem großen Felsen gegenüber der offenen Einsteighalle am Bahnhofe Triberg eine größere Felsmaffe und stürzte sin die Tiefe. Rechtzeitig getroffene Vorsichtsmaßregeln schützten vor Unfall und Betriebsstörungen. — Bei einer in dem Pflügerschen Etablissement in Schopfheim stalt- gehabten Dampskefselexplcsion wurde die Zimmerdecke und das Dach des Gebäudes zertrümmert. Verletzt wurden 6 Arbeiter, wovon der eine schwer^ — Der bei Brauereibesitzer Rau in Ulm be- dienstete 30 Jahre alte sehr zuverlässige Knecht Schippert fiel dieser Tage auf offener Landstraße vom Wagen und wurde todtgefahren. — In Wirsrnstrttrn O.A. Horb hat am Sonntag der Sohn des dortigen Schultheißen Haug die Tochter des Hirschwirths Schäfer daselbst mittels eines Revolvers erschossen und dann sich selbst eine Kugel in den Kopf gejagt, so daß er tödtlich verletzt darniederliegt. Es soll ein von den beiden gemeinsam geplanter Selbstmord vorliegen. erleben; doch ich habe versucht, das Dir ange- thane Böse wieder gut zu machen, und auch ich habe Qualen ausgestanden, ich schwöre es Dir. Und nun frage ich Dich: willst und kannst Du mir vergeben?" Widerstreitende Gefühle hatten während dieses Bekenntnisses mein Inneres durchwühlt; einen Augenblick lang überwog der Zorn bei der Erinnerung an jene schlimmsten Tage meines Lebens; dann aber gedachte ich des Glückes, das mir durch diesen Mann geworden war, und als gerade meine liebe Frau die Thür öffnete, um nach dem Papa zu sehen, sagte ich lächelnd, ihm die rechte Hand bietend und mit der Linken auf Mary deutend: „Ich denke nicht mehr an das, was ich einst verloren habe, Papa, ich habe nur zu danken für das Lebensglück, was ich durch Dich gefunden!" — (Drastisch). Kärtchen: Mutter, sieh mal! — Mutter: Was denn, wo denn? — Kärtchen: Sieh mal da, die Frau mit der engen Taille: da geht kein Kloß mehr durch! Buxkin-Stoff, genügend }tt einem ga«;en Anzuge, reine Wolle und nadeiferiig zu MK. W5. Kammgarn-Stoff, reine Molke, «adelsertig zu etnem ganzen Anzuge zu WS. 18.95. Schwarzer Tuch-Stoff, reine Wolle nadelferlig z« einem ganzen Anzug« zu f lk. 8.19 versenden direkt an Private portofrei in's aus Oettinger «V Co., Frankfurt a. SM.., Buxkin-Fabrik-Döpöt. — Muster-Collectionen reichhaltigster Auswahl bereitwilligst franco. — Die vor drei Wochen in Mainz verhafteten elsäßisch-lothringischen Soldaten, welche angeblich einer geheimen Verbindung angehört haben sollen, sind dem Vernehmen nach aus dem Militärgesängniß wieder entlassen worden. — Der Lehrer des Ortes Zgney, eines an der deutsch-französischen Grenze auf französischem Gebiet belegenen Dorfes, ein geborener Elsässer Namens Lang, überschritt am Tag des französischen Nationalfestes mit seinen Schülern die Grenze und ließ aus deutschem Boden Spottlieder auf die „Prussiens" singen. Bei seinem nächsten Besuch, den er seinen in der Gegend von Hagenau wohnenden Verwandten abstattete, wurde er vor einigen Tagen verhaftet. — Metz, 17. August. Zum Besuche der Schlachtfelder und zur Bekränzung der Gräber der in den Schlachten um Metz Gefallenen sind heute hier aus Hamburg 400, aus Sachsen über Slraßburg kommend 850 Mitglieder der Kriegervereine eingetroffen. Dieselben wurden hier festlich begrüßt. — Kürzlich brannten zur Nachtzeit in Oerlinghausen (Hannover) drei Häuser nieder. Dabei wurde die Familie eines Postbeamten von dem Feuer im Schlafe überrascht, wodurch die -5 Kinder desselben^ ihren Verbrennungslod fanden und der Vater tödtlich verletzt wurde. — Fast scheint es, als ob es zum „guten Ton" gehörte, auf den Alpcn den Hals zu brechen, denn mit jedem Tag vermehren sich die durch den Absturz führerloser Alpenbolde verursachten Unglücksfälle. Der neueste datirt vom Sonntag und wird von Mayenfeld im Kanton Graubünden gemeldet. Hiernach haben drei Personen, welche den Falknis bestiegen hatten, durch den Sturz in die Tiefe ihr Leben verloren. Am vorhergehenden Tage ist auch der Züricher Fabrikbesitzer Sulzcr-Ernst auf dem Sanetsch-Paß in Wallis in einen Abgrund gestürzt, aus dem er tobt heraufgeholt wurde. Nach den bis zum 14. August bekannt gewordenen Unglücks fällen auf Bergtouren beträgt deren Zahl im Verlauf von kaum einem Monat nicht weniger als 26, nämlich 21 Todesfälle und 5 Verwundungen,! — EinfurchtbarerWaldbrand wüthet auch seit acht Tagen im Gouvernement Minsk in Litthauen in den Besitzungen des Grafen Pcozor. Zwischen den Stationen Talka und Marien-Gorka der Libau Romny'er Eisenbahn sieht man ein unabsehbares Flammenmeer; Rauchwolken lagern meilenweit über der Umgegend. Die gelammten in der Gegend verfügbaren Arbeitskräfte, Tausende an Zahl, arbeiten Tag und Nacht an der Begrenzung des Brandes, die durch die Unbeständigkeit der Windrichtung erschwert ist. Aus der Gouvernementsstadt Minsk ist militärische Hilfe eingetroffen. — Ein Cyclon oder Wirbelsturm wüthete am Montag in Bordeaux und Umgegend, zerstörte die Felder und Weinberge, riß Schornsteine an Häusern und Dampsanlagen nieder, entführte Dächer von den Häusern und richtete sonst noch mancherlei Unheil an. So z. B. wurden zwei Züge mit Ausflügler» gegen einander geworfen, wobei 10 Personen leicht verletzt wurden. — Rrwyork, 14. August. Von den bei dem Eisenbahnunglück in Illinois Getödteten i sind bis jetzt nur 75 identificirt worden. 129 Personen sind so schwer verwundet, daß sie nicht weiter transportirt werden können; 200 andere sind ebenfalls schwer verletzt. Die Schadenersatzansprüche, welche von Verletzten an die Toledo, Peoria und Western Eisenbahn gestellt werden, belaufen sich auf 1 Million Dollars. Die Compagnie ist schon dreimal bankerott gewesen. — (Schäbiger Filz.) Auf dem Bahnhofe in Sonnrburg hatte, nach der dortigen Zeitung, ein Reisender gegen 400 Mark verloren. Der ehrliche Finder, welcher ihm das Geld wieder aushändigte, erhielt als Belohnung ein Glas Bier! — (Aus der Schweiz.) Tourist: „Sagen Sie. Schiffmann, bei dieses fürchterliche Unwetter ich kann leicht versaufen!" — Schiffer: „Na, und wenn auch, das Schönste haben Sie ja doch schon gesehen!" — Führer: „Sehen Sie, dieser Berg ist der Pilatus und der gegenüber —" — Engländer: „Ich weiß schon, der Pontius." — (W e r's k a n n!) Lehrer (zu seinen Schülern): Seht Euch diesmal ja die Sonnenfinsterniß an, sonst müßt Ihr über hundert Jahre warten, bis Ihr wieder eine solche sehen könnt. Wochumer Stadt-Ankeil-e von 1881. Die nächste Ziehung findet im September statt. Gegen den Coursverlust von ca. 3 pHt. bei der Ausloosung übernimmt das Bankhaus ßark Neuburger, Merlin, Arau- zöfische Straße 13, die Versicherung für eine Prämie von 19 Mf. pro 109 Mark. Kopfenöerichle. Am Mürnberger Markt langen immer mehr Zufuhren neuer Hopfen, allerdings in kleinen Quantitäten an und finden zu Mk. 128—110 schlanken Absatz. 86er Waare, gute Qualität, werden mit Mk. 35—60 bezahlt. Wo« der Hauöer, 16. August. Die Aussichten auf eine gute. Hopfenernte werden täglich geringer. Die Pflanze zeigt Spuren von Krankheit. Der Frühhopfen wird in 8—10 Tagen geerntet. Bisher wurden einzelne Käufe zu 150 M. abgeschlossen. Wenn nicht Regen kommt, dürfte der Späthopfen vielfach abfallen. Sinsheim, 19. August. (Marktpreise.) Spelz pr. Ztr. Mk. 6.— bis 6.20, Gerste pr. Ztr. Mk. 7.— bis 7.50, Korn pr. Ztr. Mk. 7.— bis 7.50. Hafer pr. Ztr. Mk. 5.50 bis 5.60, Heu pr. Ztr. Mk. 2.— 2.20, Stroh pr. Ztr. Mk. 1.— bis 1.20. Rindfleisch pr. Psd. 56 Pf., Kalbfleisch pr. Psd. 60 Pf., Schweinefleisch pr. Psd. 56 Pf., Butter pr. Psd. Mk. 1.— bis 110, Eier 2 Stück 11 Pf. Brod-preist in Sinsheim, vom 15. bis 31. August 1887. lia Namen Jts »N Korn- brod B £ Q ‘a' der Sacker. rs Kgr. 4 Kgr. 4 Gr. 4 Gr. N Jakob Fink . v 2 10 — — 900 25 125 6 PH. Hollenbach % 10 - — 900 25 130 6 Ludwig Klein . % 10 7- 12 900 25 125 6 Jakob Kolb . v 2 10 — — 900 25 130 6 Jak. Morlock . % 10 — — 900 25 125 6 Georg Pfauz . % 10 — - 1000 25 130 6 Johann Pfauz. % 10 — — 900 25 125 6 Karl Reinach . % 10 — — 900 25 130 6 Gottlieb Stock. % 10 7- 12 900 25 125 6 Fried. Wagner. % 10 — — 1000 24 130 6 AmMrhes DerLLKölgMgsölstt pr Sea AmsörzM Ämstzrm m® öle AMsgkttHlsöeMr SwshNW um ÄrMMsHoMM Bekanntmachung. Nr. 6 462. Mit Erlaß des Großh. Ministeriums der Justiz, des Kultus und Unterrichts' vom 10. August l. I. Nr. 13 278 wurde dem Großh. Notar Damm zu Neckarbischofsheim Urlaub vom 21. August bis 25. September l. I. bewilligt. Zu deffen Stellvertreter ist Großh. Notar Hoch st etter in Mosbach und für den Fall seiner Verhinderung Großh. Notar Bender von dort ernannt. Neckarbischosshcim, den 15. August 1887. Großh. Amtsgericht: Volkert. 11278| Flinsbach. Liegenschafts- Versteigerung. Auf Antrag der Erben des verstorbenen Landwirths Georg Andreas Siech von hier werden am Montag den IS. September d. I., Nachmittags 1 Uhr, auf hiesigem Ralhhause aus dessen Erbmasse 7 Hektar 94 Ar 26 Meter Acker und Wiesen in 43 Parzellen im Anschläge von 18 030 Mk. öffentlich zu Eigenthum versteigert, wobei der Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreir oder mehr geboten wird. Flinsbach, den 16. August 1887. Das Bürgermeisteramt. SengcS. [1279J Schweickert. mm Ochmdgms - Versteigerung. Den Oehmdgraser wachs von den Wiesen unseres Verwaltungsbezirks werden wir gegen Zahlung des Steigschillings auf Martini l. I. loosweise wie folgt öffentlich versteigern: 1. von 31 Hektar 9 Ar 94 Quadratmeter Wiesen Sinsheimer Gemarkung Mittwoch den 24. August I. I.; 2. von 15 Hektar 56 Ar 66 Quadratmeter Wiesen Steinsfurther Gemarkung und der 25,64 Ar großen Rohrbacher Pfarrwiese Donnerstag den 28. August l. I. Zusammenkunft jeweils Morgens 8 Uhr; am ersten Tag beim sog. „untern Thor" in Sinsheim, am zweiten Tag beim sog. „Münchshof" in Steinsfurth. Sinsheim, den 18. August 1887. Evang. Stiftschaffnei. Schmidt. [1283J Landw. Häufest Eppingen. Die Herstellung der Ausstellungshalle und der Wirth- schaftshallen zum landw. Gaufeste Gppingensollen im Submissionswege in Akkord gegeben werben. Angebote sind bis Freitag den 26 ,, Abends S Uhr bei dem Unterzeichneten abzugeben, woselbst Zeichnungen und Kostenüberschlag einzusehen sind. Sie Vavkommiffion des landw. Ganftstes. A. A.: A. Armforuster. [1292] Natürliches Mineralwasser aus den Victoriabrunnen m Oberlahnstein bei Ems empsiehlt (1094] Will). Schreder. Feinste neue holl. Voll-Häringe bei £1093j Wilh. Schreder. Empfehlung. „Die Münster'schen Wiedertäufer und die altevangeli- fchen Taufgestnnten" (Menno- niten). Unter diesem Titel ist im Verlag des Unterzeichneten ein Schriftchen erschienen, welches klar darlegt, daß die Mennoniten — die auch unserem Leserkreis bekannt sind — nicht direkte Nachkommen der verrufenen schwärmerischen Secte der „Wiedertäufer" in Münster zur Reformationszeit sind. Letztere Bezeichnung, die den Mennoniten gegenüber öfter« angewandt wird, ist denselben nicht angenehm. Obiges Schriftchen beweist. daß die bestehende Vorstellung unrichtig ist. Wir empfehlen daher allen Lesern dieses Blattes, die sich dafür interessiren, dieses Schriftchen. Es ist zu haben bei Buchdrucker Becker in Sinsheim und bei dem Unterzeichneten das Exemplar zu 10 Psg. U. Hege in Reihen >1281] bei Sinsheim. Hanz-Wnterricht. M Unterzeichneter wird A n- fangs Oktober im Gasthaus „zur Sonne" dahier einen Tanz-Curfus eröffnen, wozu höflichst einladet Achtungsvoll ♦/. Kiihnle, Instituts-Tanzlehrer aus Mannheim. Anmeldungen nimmt Herr Valentin Rohleder entgegen. ( 1280 ] i5ra nj r £g ?: Zur Feier des Kirchweihfeste» findet am nächsten Sonntag und Montag gutbesetzte Tanz-Musik statt, wozu freund lichst einladet Hilspach „z. Löwen". M-LM Am Sonntag den 2R und Montag den 22. August findet das Kirchweihfest mit Tanz-Musik statt, wozu freundlichst einladet Karl Betsch „z. Sonne". Feinste Eier-, Suppen-, und Gemnfenudeln billigst bei M. Erggelet. b mißt Kernseife, I? transparent MiWrm-Mimerffife, sowie Ataukugetn in Schachteln empfiehlt billigst [ 1240 } n. Erggelet. Syndetikon, welcher alles klebt, leimt und kittet, in Fläschchen zu 10, 15, 25, 35 und 50 Pfg., empfiehlt f1099 j G. Münzesheimer. Wichtig für Hausfrauen Die holländische Kaffee-Brennerei H. IMsque & Co., Mannheim, empfiehlt ihre, unter der Marke Elephanten -Kaffee wegen ihrer Güte und Billigkeit so berühmte nach Dr. v. Liebig’a Vorschrift gebrannte, hochfeine QualitätS- Kaffee's: f. Westindisch „ „ „ 1.4O f. Menado „ „ „ 1.60 f. Bourbon „ „ „ 1.80 extra f. 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In diesem Büchelchen ist nicht nur eine Anzahl der besten und bewährtesten Hausmittel ausführlich beschriebst, sondern es sind auch 40 erläuternde Krankenberichte ^ beigcdruckt worden. Diese Berichte beweisen, daß sehr oft eia einfaches Hausmittel geäugt, um selbst eine scheinbar ««heilbare Krankheit noch glücklich geheilt zu sehen. Wenn dem Kranken nur da» richtige Mittel zu Gebote steht, dann ist sogar bei schwerem Leiden noch Heilung zu erwarten und dämm sollt« kein Kranker verstumm, sich den „Lranken- frmnd" kommm zu kaffen. An Hand diese» lesenSwertm Buches wird er viel leichter eine richtige Wahl treffen könne». c Durch die Zusendung des Buche» erwachse» dem «Besteller ÜQT kitmnrlet Koste«. Mehgerlehrking- Oesuch. Ein kräftiger solider Junge stndet eine richtige Lehrstelle bei Heinrich Groß, Metzger in Wimpfen. Näheres auch bei Herrn Metzger Wilh. Etikfrlhöfer in Sinsheim. 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