Erscheint Dienstag, Donnerstag und Samstag. Aionnementsprei» für hier und auswärts rei ins Haus geliefert nur 1 Mk. so Bf. Jtf 140. Der Lan-bote. Anzeiger für de» Amtsbezirk Sinsheim und Umgebung. EiurückungSgebühr die kleingespaltene Zeile oderderenRaum 10 Pf. Reklamen werden mit 30 Pf. die Zeile berechnet. Briefe und Gelder fre Samstag den 26. Wovemöer 1887. 48. Jahrgang. Bestellungen auf den „Landvoten" mit der Gratisbeilage „JllustrirteS Sonntagsblatt" für den Monat Dezember können fortwährend bei den Postanstalten und Landpostboten, sowie bei unseren Agenten, in Sinsheim bei der Expedition dieses Blattes gemacht werden. * Z-oNttsche Almschau. Sinßheiw, 25. November 1887. Die einstündige Unterredung, welche Fürst Bismarck mit Kaiser Alexander von Rußland gehabt hat, steht, wie der „Köln. Ztg." aus Berlin gemeldet wird, noch immer im Mittelpunkt der politischen Unterhaltung. Es ist selbstverständlich, daß dieselbe zu keinerlei Abmachungen oder gar zu Bündnißabschlüssen geführt hat. Immerhin hat sie in einem wesentlichen Punkte zu einer sehr erwünschten Aufklärung geführt. Wie uns von unbedingt zuverlässiger Seite mitgetheilt wird, ist im Laufe dieser Unterredung festgestellt worden, daß dem Zaren eine ganze Reihe von Briefen und Depeschen über die Haltung des Fürsten Bismarck in der bulgarischenFrage vorgelegt worden ist, die von Anfang bis Ende gefälscht waren und die, wenn sie echt gewesen wären, in der Thal dem Zaren allen Grund gegeben haben würden, ctjürnt zu sein, der Politik der Fürsten Bismarck zu mißtrauen und ihn gegen dieselbe zu verhetzen. Die ursprüngliche Quelle dieser Fälschung ist alsbald ermittelt worden. Es genügt vorläufig, mitzutheilen, daß sie orleanisti- schen Ursprungs ist und vielleicht noch der Staatsanwaltschaft Anlaß zum Einschreiten bieten wird. Dem Fürsten Bismarck ist es rasch gelungen, den Zaren davon zu überzeugen, daß er in dieser Hinsicht das Opfer der schlimmsten Kniffe geworden sei und hätte die Unterredung auch nur diesen Erfolg allein eufzuweisen, diese großartige Jntrigue emer europäischen Kriegs. Partei zu entlarven, so würde sie schon in nicht unwesentlichem Maße zur Erhaltung des europäischen Friedens beigetragen haben. Im Lause der Zusammenkunft hat sich aber auch noch ferner herausgcstellt, daß ein kleiner aber einflußreicher Theil der hiesigen H o f k r e i s e dazu mitgewirkt hat, bei dem Zaren den falschen Glauben zu erwecken, als wenn der Reichskanzler in seiner auswärtigen Politik nicht in vollem Einklänge mit dem Kaiser Wilhelm Ä sondern von diesem nicht selten nur wider- j die Genehmigung seiner Vorschläge in der Pclitk erhalten könne. Auch in dieser Hinsicht hat dxr Zar bei der jetzigen Zusammenkunft leicht eine^Btsseren, Richtigeren belehrt werden können, im. übrigen wird von allen Seiten bestätigt, daß der Charakter der Unterredung ein gefälliger, nahezu sreundschafrlicher gewesen ist. Die einzelnen Beschwerdepunkie sind zur Sprach« gekommen, zum Tberl aufgeklärt oder richtiggestellt worden. Ob die Unterredung auch weitere nutzbare Folgen für da» ferner« gegenseitige Verbal-. len der beiden benachbarten Kaisermächte zeitigen wird, kann freilich erst die Zukunft lrhren. Da- wird zunächst ^der 'Äon der russischen Zeitungen äußerlich kstrrÄhen.' ^ D»r ReichSanz'eiger verkündigt die kaiserliche Verordnung betr.dieEinsührunßderKonjnlae- gettchlSbarkeit- in den.ostxifrikasische» SKtzitzigejhi^t en.. . .» ' - *"- ,r ; -nipt'x tun.. Der Gesandte derBereinigten Staaten in Berlin, Pendleton, war vom Staatssekretär Bayard beauftragt worden, Kaiser Wilhelm anläßlich der Krankheit des Kronprinzen die Theilnahme des Präsidenten und der Bürger der Vereinigten Staaten auszudrücken. Daraufhin theilte der deutsche Gesandte in Washington dem Staatssekretär Bayard mit, er sei beauftragt, ihn zu ersuchen, dem Präsidenten den herzlichsten Dank des Kaisers für die innigen Ausdrücke der Theilnahme, die ihn tief gerührt hätten, abzustatten. Bei den Czechen hat's Bismarck mit seinem Bündniß zwischen Deutschland, Oesterreich und Italien schlecht getroffen, sie schlagen ein viel besseres vor zwischen Oesterreich, Rußland und Frankreich. Mit diesem sei die Welt gerettet. In Frankreich ist die Entscheidung noch nicht gefallen. Boulanger ist der Kandidat der Präsidentenstürzer, entweder als einer der Minister oder als Chef des Generalstabs oder sogar als Präsident. Es wird ihm aber wahrscheinlich nicht gelingen, denn Grevy bleibt standhaft. Er hat in den letzten Tagen mit Clemenceau, Frcy- cinet, Brisson, Floquet und Goblet unterhandelt und ihnen allen erklärt: „in jedem Fall will ich Schiedsrichter über die Lage bleiben". Clemenceau hat darauf die Neubildung eines Ministeriums abgelchnt und der Präsident sucht nun nach anderen Persönlichkeiten. Das ist unter den gegenwärtigen Verhältnissen eine sehr schwere, fast unmögliche Aufgabe. Sehr eilig hat's der Pariser Gemeinderath. Die Radikalsten in ihm haben bereits die Einsetzung eines Wohlfahrts-Ausschusses beschlossen. Der Elisee-Palast wird deshalb stark bewacht, große militärische Maßregeln sind überall getroffen. Man darf nach allem gespannt sein, ob Grevy sich dazu drängen läßt, vom Präsidkntenstuhl herunter zu steigen. Er mag sich sagen, daß er schon Republikaner gewesen ist, als die Heuligen Wortführer und Bedränger in der Kammer entweder ihre Kinderschuhe austraten oder in monarchistischen Höschen herum- liefen. Er will sich nicht in das alte Eisen werfen lassen von Politikern, die nichts für Frankreich und nichts Gutes für die Republik gethan haben; er möchte sich die Zeit seines Rücktritts wählen. — Und in der Thal ist (nach den soeben eingelaufenen Berichten, s. u. Paris) die Entscheidung rascher erfolgt, als man e>warten konnte. Grevy hat in aller Form demissionirt. Die daraus entstehenden Folgen sind völlig unberechenbar; jedenfalls aber darf man auf den Gang der Dinge in Paris sehr gespannt sein. Die Krisis ist da — ob die Republik sie überdauern wird? Der Pariser „Figaro" hat in Erfahrung gebracht. daß im letzten Monat ein Polen-Kongreß in Paris tagte. Delegirle aller ehemaligen polnischen Provinzen sollen sich unter dem Siegel der Verschwiegenheit daran behelligt und über die Haltung der Polen im Falle eines deutschrussischen Krieges beralhen haben. Auf den Antrag eines Dclegirten aus der Provinz Posen wäre einmüthig beschlossen worden, daß kein Pole für Deutschland kämpfen würde. Als »ÜK akr ein Angehöriger der polnischen von HeErDt*rtz meinte, die Polen sollen sich sämmtlich unter die russische Fahne stellen, brach in der Verhimmlung ein Tumult aus, der zu der Aus- IMng kWfettmt führte. Im Dezember soll der KvngnV in Gens zusamme n irrten. Di« Herren Hab« offenbar vi«l freie Zeiths:'! i. Deutsches Ileich. Karlsruhe, 23. Novbr. Die schon längere Zeit geplante Reise der Frau Großherzogin nach Berlin tritt neuerdings wieder in den Vordergrund. Möglicherweise hängt ihre endgiltige Festsetzung mit der ebenfalls als beschlossene Sache bezeichneten abermaligen Winterübersiedelung des erbgrobherzoglichen Paares nach Cannes zusammen. — Bei der gestrigen Empfangstafel im Schlosse brachte Seine Königliche Hoheit der Großherzog das Hoch auf die Abgeordneten aus, Geheimerath v. Seyfried jenes auf den Landesherrn, der l. Vizepräsident des letzten Landtags Friderich an Stelle des abwesenden Geheimeraths Lamey feierte die Frau Grobherzogin. Jede der drei Reden war bewegt von der beherrschenden Empfindung dieser Tage, den heißen Wünschen für die Genesung des Kronprinzen. Karlsruhe, 23. Nov. In der heutigen Sitzung der 2. Kammer führte der Alterspräsident Betzinger den Vorsitz. Geh. Rath Eisenlohr übergibt dem Hause die Wahlakten. Unter den Einläufen befinden sich zwei Petitionen, die eine aus L ö f f i n g e n in Betreff der Fortsetzung der Höllenthalbahn, die andere von den Wagenwärtern zu Mannheim, Monturenangelegenheiten betreffend. Sodann beeidigt der Alterspräsident den heute erst eingetretenen Abgeordneten Schmitt (Bruchsal), woraus das Haus zur Bildung der Abtheilungen schreitet und sodann auf Wahlprüs- ungen eintritt. Es werden genehmigt in rascher Folge die Wahlen von Konstanz (Stadt), Emmendingen, St. Blasien -Schönau- Neustadt, Müllheim, Freiburg-Stadt (Mandat Pfister), Waldshut. Bei der Wahl von W a l d k i r ch, die bekanntlich auf Geheimen Reserendär Joos fiel, wird der Protest des Wahlmanns Pfarrer Wacker in Zähringen behandelt, aber als unstichhaltig verworfen, nachdem selbst der Abgeordnete Marke namens der ultramontanen Fraktion des Hauses anerkannt hatte, daß der Protest Wackers, obwohl materiell begründet, zu spät eingelaufen sei. Hieraus wird die Waldkircher Wahl ohne Widerspruch genehmigt. Ebenso alle übrigen bisher noch unerledigten Wahlen. — 24. Nov. Die 2. öffentliche Sitzung der 2. Kammer bringt die Wahl des Präsidiums, des Bureaus und die definitive Bildung der Abtheilungen. Als Präsident wird der Abg. Lamey mit 59 von 60 abgegebenen Stimmen gewählt, als 1. Vizepräsident der Abg. Friderich mit 59 Stimmen und als 2. Vizepräsident der Abg. Kiefer mit 58 Stimmen. Die Wahl der Sekretäre führt auf die Abgg. Dreher, Lank, Vogel ünd Wittmer. Geh. Rath Ellstätter legt das Budget für 1888 und 1889 vor und begleitet diese Vorlage mit einem erläuternden Bortrag. Die Schilderung und die Angaben des Finanzministers in Ueber- einstimmung mit der Thronrede geben ein im Ganzen erfreuliches Bild der badischen Staatsfinanzen. Berlin, 23. Nov. Die „Nationalzeitung" schreibt: Ueber die Krankheit des-Kro»Prinzen verlautet in Berliner ärztlichen Kreisen zuverlässig, daß Virchow bei der Untersuchung des Auswurss aus dem Kehlkof des Kronprinzen keine krebsartigen Bestandtheile gefunden habe. Uebrigens wird dazu bemerkt, daß die Absonderung in sehr defekter Form hier angekommen sei. Das Blatt erinnert, daß in den ärztlichen Kreisen schon ursprünglich dieser Absonderung keine Bedeutung beigelegt wurde und daß erst durch die in San Remo auig stellte Behauptung des Vorhandenseins des weichen Krebses, dem Ergebniß von Virchows Untersuchung weitere Beachtung geschenkt wurde. Aus San Remo wird gemeldet, daß der beim Hofstaate des Kronprinzen zur Dienstleistung altachirte Dr. Dohne dort eingetroffen ist. Prinz Heinrich wird während des ganzen Winters in San Remo bleiben. — 24. Nov. Der Reichstag wurde heute eröffnet. Die durch den Staatsminister v. Bötticher verlesene Thronrede gedenkt der ernsten Eikrankung des Kronprinzen, erwähnt die erfreuliche Besserung der Finanzlage und erwartet für das nächste Rechnungsjahr einen Ueberschuß von annähernd fünfzig Millionen Mark. Sie kündigt dann Vorlagen wegen Wegfalls der Wittwen- und Waisengeldbeiträge der Offiziere und Reichsbeamten, wegen Erhöhung der Ge- Ireidezölle, sowie über die Landwehr und den Landsturm an, wodurch eine wesentliche Erhöhung der Wehrkraft herbeigeführt wird; ferner noch die Vorlagen wegen der Alters- und Invalidenversicherung. wegen Aenderung der Genossen- fchaftsgesetzgebung, wegen des Verkehrs mit Wein, zeitweiser Verlängerung des österreichisch-deutschen Handelsvertrages und der Verträge behufs Regelung der Handelsbeziehungen mit einigen amerikanischen Staaten. Die auswärtige Politik sei erfolgreich bemüht, den Frieden zu befestigen durch Pflege freundschaftlicher Beziehungen zu allen Mächten, durch Verträge und Bündniffe, welche bezwecken, den Kriegsgefahren vorzubenzen und den ungerechten Angriffen gemeinsam entgegenzutreten. Deutschland hat keine aggreffiven Tendenzen, keine unchristliche Neigung zu Ueber- fällen von Nachbarvölkern — das ist dem deutschen Charakter fremd. Die deutsche Verfassung und die Heereseinrichtungen sind nicht darauf berechnet, den Frieden mit den Nachbarn zu stören, aber in der Abwehr von llebersällen, in der Vertheidigung unserer Unabhängigkeit sind wir stark und wollen wir so stark werden, daß jeder Gefahr ruhig entgegengesehen werden kann. Ausland. San Rrmo, 23. Nov. Obwohl der Regen aufgehört bat, verhindert das anhaltende feuchtkalte Wetter den deutschen Kronprinzen, auszufahren. Das Allgemeinbefinden bleibt vortrefflich; niemand würde dem Kronprinzen eine Krankheit ansehen. Er schläft gut, spricht, wenn auch leise, so doch ohne Beschwerde, verbringt den Tag im Familienkreise bei gewohnter Beschäftigung, läßt sich Zeitungen vorlesen, aber nichts über seine Krankheit; er scherzt wie gewöhnlich und sieht der Zukunft nicht ohne Hoffnung mit Gottvertrauen entgegen. Den Winter über wird er wahrscheinlich in San Remo bleiben. Es sind keinerlei Anzeichen vorhanden, daß die Tracheotomie sich in nächster Zeit als nöthig erweisen würde. Prinz Heinrich bleibt auf längere, unbestimmte Zeit hier. Wien, 23. Nov. Aus Sofia wird gemeldet : In der heutigen Conferenz beschloß die Majorität, Karaweloff und Consorten in Anklagezustand zu versetzen. Paris, 24. Novdr. Dem Deputaten Maret gegenüber erklärte Grevy gestern nachmittag, er sei seit vormittag entschlossen, zurückzu, treten; er wolle die Berantwoitlichkeit für die inneren und äußeren Verwickelungen, welche er voraussehe, uno in welchen die Republik untergehen könne, nicht übernehmen; er werde an das Land eine Botschaft richten, worin er sich von der Verantwortlichkeit lossage und erkläre, daß er nicht freiwillig, sondern genöthigt durch die Unmöglichkeit, die Regierung weiterzuführen, zurücktrete. — Die Abdankungsbotschaft Grevy's wird heute oder morgen den Kammern ztlgehen, der Kongreß findet wahrscheinlich Samstag statt. Die „Justice" beschuldigt die Opportunisten, gemeinsam mit den Monarchisten die Wahl des Generals Saussier zu planen. Deshalb hätten sie die vorherige Einigung aller Republikaner über einen bürgerlichen Kandidaten hintcrtrieben. Auch der „Radical" bekämpft die Kandidatur Sausfters. Brüssel, 24. Nov. Prinz Victor Napoleon berief die bonapartistsschen Abgeordneten und Senatoren zu einer Conferenz nach Brüssel. Cassagnac kommt morgen hieher. verschiedenes. * Sinsheim, 24. Nov. Ueber den Tabaksbau und die Tabakernte im Großher- zogthum Baden im Erntejahr 1886/87 finden wir in der „Karlsruher Zeitung" einen ausführlichen Bericht, aus dem wir u. A. entnehmen, daß unter den 26 Hauptamts- bezw. Obereinnehmereibezirken derjenige des Obereinnehmereibezirks Sinsheim mit 2426 Tabak- pflanzern in der 7., und mit 32 076,77 Ar Flächengehalt der mit Tabak bepflanzten Grundstücke in der 9. Rangftuse steht. Die Gesammtzahl der Tabakpflanzer Badens betrug in genanntem Erntejahr 36493, welche zusammen eine Fläche von 689 775,24 Ar mit Tabak bepflanzten. Im Vorjahr belief sich die Zahl der Tabakpflanzer nach endgiltiger Feststellung aus 34 59 l und der Flächengehalt der mit Tabak bepflanzten Grundstücke auf 671957.86 Ar, somit ergibt sich für das abgelaufene Erntejahr gegenüber dem Ernie- jahr 1885/86 eine Zunahme von 1902 Pflanzern und 17817,38 Ar Pflanzenfläche oder von 5,5 bezw. 2,65 Prozent. Der Gesammtwerth der Tabakernte — den Tabak in dachreifem, trockenem Zustande gerechnet — betrug 6 334 469 Mk. gegen 5 306 606 Mk. im Vorjahre, somit mehr 1027863 Mk., was eine Zunahme von 19,37 Prozent ergibt. Der Ertrag der 1886er Ernte kann hinsichtlich der Quantität, rücksichtlich welcher er der vorjährigen Ernte ungefähr 'gleichkommt, noch als gut, hinsichtlich der Qualität als ein ganz guter bezeichnet werden. (-) Aus dem Amtsbezirk Sinsheim, 23. Nov. Die heute in Sinsheim abgehaltene freie Lehrerkonferenz, welcher auch der Vorstand der höheren Bürgerschule, Herr Professor Ritter, anwohnte, war sehr zahlreich besucht. Herr Haupilehrer Geier von Hoffenheim hielt, wie in diesem Blatte angekündigt war, einen Vortrag über „Geschichts-Unterricht in der Volksschule" und zeigte, daß sich derselbe aus Lesebuch anzuschließen habe. Nachdem dem Herrn Referenten vom Vorsitzenden im Namen der Konferenz für seinen mit großem Fleiß ausgearbeiteten Bortrag der Dank ausgesprochen und noch einige geschäst-. liehe Sachen erledigt waren, ging man zum ge- müthlichen Theile über und erquickte sich bei einem Glase Bier. Kurz vor Weihnachten soll noch eine Konferenz statlsinden, und können wir jetzt schon mittheilen, daß Herr Professor Ritter von Sinsheim die Freundlichkeit hatte, einen Vortrag für dieselbe zu übernehmen. Wir werden nicht verfehlen, s. Z. im „Landboten" darauf aufmerksam zu machen. O Rrckardischofsheim, 24. Nov. Nächsten Sonntag den 27. d. Mts., Nachmittags halb 3 Uhr, findet im Rathhaussaale zu Epfenbach lanvw. Besprechung über Rindviehzucht statt, wobei Herr Landwirthschaftslehrer Weitzel aus Eppingen den einleitenden Vortrag übernehmen wird. Die Landwirthe und Viehzüchter, überhaupt alle Freunde der zur Besprechung kommenden Sache werden zur Antheilnahme höflichst ersucht. 4c Vom Neckar, 18. Nov. Bei der gestern in der Gemeinde Kleingemünd stattgehabten Bürgermei st er wähl, welche Herr Geh. Regierungsrath v. Scherer aus Heidelberg leitete, wurde der seitherige Bürgermeister Knauf als solcher wieder gewählt. Von 66 abgegebenen Stimmen erhielt derselbe 48. Diese Wiederwahl ist für Herrn Knauf umso ehrenvoller, als letzterer sicherem Vernehmen nach schon seit 24 Jahren der Gemeinde Kleingemünd vorstehl, derselbe also durch den gestrigen Akt nun zum fünften Male durch das Vertrauen der Kleingemünder Bürger- schafl zum Oberhaupt der Gemeinde berufen wurde. In der Thal hätte die Wahl auch auf keinen Würdigeren falle» können als auf Herrn Bürgermeister Knauf, welcher an der Hand reicher praktischer Erfahrungen in der Gemeindeverwaltung, sowie der Rechtspflege, getragen von einer pflichtbewußten, edeldenkenden christlichen Gesinnung, stets bemüht war, das Wohl seiner Gemeinde zu fördern. Diese ausgezeichneten Eigenschaften wurden denn auch Seitens seiner Vorgesetzten Behörden schon vielfach lobend anerkannt, bei welchen er als einsichtsvoller und pflichtgerreuer Gemeindebeamter unentwegt in Achtung und gutem Ansehen steht. Wir erfüllen daher nur eine angmehme Pflicht, wenn wir dem Herrn Bürgermeister Knauf zu seiner Wiederwahl herzlich Glück wünschen. — Aus Baden. Ein junger Mann in Heidelberg hatte am Mittwoch das Unglück, beim Absteigen einer Treppe einige Stufen hinabznfal- len und das Bein zu brechen. — In Frridurg legte sich ein Lehrling nach einem kurzen Wortwechsel mit seinen Eltern auf die Schienen der Höllenthatbahn und ließ sich den Kopf abfahren. — Ueber die bereits gemeldete Mordthat her Falkenwirths Greiner von Zmmrndinge« verlautet des Weiteren, daß von den fünf verletzten Personen 3 noch leGensgesährlich darnirderliegen. Die getödtete Frau (seine Schwiegermutter) ist am Montag beerdigt worden. Die Wunden, die der Mörder sich selbst beigebracht hatte, sind derart, daß er wohl ebenfalls sterben wird. Reue über seine schreckliche Thal soll er nicht haben, indem sr geäußert hätte, „eS sei nur schade, daß nicht alle kaput seien." — Eine nationalliberale Versammlung in Zweibrücken hat über die Getreidezollerhöhung verhandelt und drei Fragen aufgestellt. Die Frage, ob ein Nothstand in der Landwirthschaft bestehe, wurde bejaht, weil die Landwirthschaft nur mit Verlust produziren könne. Die zweite Frage, ob eine Zollerhöhung helfen werde, wurde dahin beantwortet, daß die Zollerhöhung wenigstens eine Verschlimmerung der Lage hindere. 3. Bezüglich der Höhe des Zolls schloß man sich den Anträgen des Landwirrhschaftsrathes (6 Mark) an. Parteifrage, wurde hinzugefügt, dürfe diese Sache nicht werden, und bei etwa eintreteudem außerordentlichen Steigen der Preise müsse dem Kanzler und dem Bundesrath Ermäßigung des Zolles Vorbehalten werden. Die Mannheimer Handelskammer protestirt gegen jede Erhöhung des Getreidezolls. — Zwei Meisterschüsse in einer Viertelstunde sind dem Forstwächter Vetter von Cleebronn, und zwar von einem Stand aus. gelungen. Dieser hat nämlich bei einer Treibjagd am letzten Montag mit zwei Schüssen vier Rehe niedergestreckt; auf jeden Schuß fielen zwei! Die Freude des trefflichen „Vetter aus Schwaben" über sein Jagdglück war natürlich groß. — In Augsburg ist der Untersuchungsrichter am dortigen Landgericht gegenwärtig mit der Voruntersuchung gegen eine Anzahl dortiger Rentiers und Privatiers wegen Betrugs und Wuchers beschäftigt. Diese „reichen" Herren haben seit Jahren die Lage von bedrängten Beamten und Geschäftsleuten dazu benutzt, sich für gemachte Darlehen 15 bis 80 pCt. Zinsen zahlen zu lassen! Endlich ist der Krug, nachdem er lang genug zu Wasser gegangen war, zerbrochen. — In Landsberg sind drei Lehrlinge erstickt, die sich Nachts die Stube tüchtig geheizt und die Ofenklappe zu früh geschlossen hatten. — In der Jrrenstation der Charitee in Berlin ist ein Kranker gestorben, der 23 Jahre weniger einen Tag darin zugebracht hatte. — Aus Spandau, Erfurt und Danzig wird die Wiederaufnahme des vollen BetriejbS der Gewehrfabriken gemeldet. Mit fieberhafter Eile wird an der Fertigstellung unserer 11-Milllmeter-Gewehre (Magazingewehre) gearbeitet, um die gesammtän.deutschen Heereskcäfte sobald als möglich mit diefek Waffe zu versehen. — Jq Kaakow bei Frankfurt a. O. hat der pensiouirte Gensdarm Thiele seine.5 Kinder mit einem Revolver zum Theil geröstet, zum Theil schwer verwundet und zuletzt auch seine Schwiegermutter, bei welcher die Kinder Unterkunft gefunden. Ec lebte von seiner Frau g-trennt und hat aus Rache gehandelt. — Zwei merkwürdige Fälle von Blutvergiftung, welche beide den Tod herbeiführten, werden aus Schüttorf in Westfalen berichtet. Ein Arzt hielt einer Katze ein Stück Fleisch hin, wobei sie ihn in den Finger biß. Obgleich die Wunde ganz unbedeutend war, schwoll doch am folgenden Tage der Finger, dann die ganze Hand und der Arm unter heftigen Schmerzen an uad eS konnten die zur Hilfe herbeigerufenen Aerzte das Leben ihres Kollegen nicht mehr retten. — Ein Lohgerber hatte mit aufgesprungener Haut an der Hand in nassen Häulen gearbeitet. Dadurch entstand Blutvergiftung, welche in drei Tagen den Tod des Mannes nach sich zog. , — Der Kaiser von Oesterreich lst m Wien dieser Tage in Lebensgefahr gewesen. Sein Wagen rannte auf der Kettenbrücke mit einem Lastwagen zusammen, es ging aber noch gut ab. — Von einem neuen Schiffsunglück wird aus Brüssel berichtet. Darnach ist der Dampfer „Blandeeren", welcher zwischen dem Kongo und Antwerpen fährt, an der französischen Küste verloren gegangen, lieber den Verlust an Menschenleben schweigt sich der Bericht aus. — Bei einem Brand in der Schule des russischen Dorfes Wrrchobußrizkojr sind neulich 16. Schülerinnen ums ,Leben g-kymmen. — Infolge Explosion einer Petroleümlamve brach am Sonntag in Barnums Menagerid zu Bridgeport (Connecticut) Feuer aus, welche? das Gebäude in kurzer Zeit in Asche legte und die meisten Thiere, darunter den weißen birmanischen Elefanten, unter den Trümmern begrub. Der ungerichtete Schaden beläuft sich auf 3 Millionen Mark. Das Gebrüll der reißenden Thiere soll fürchterlich gewesen sein. Ein großer Löwe und 28 Elefanten rissen sich los und entkamen aufs flache Land, wo sie einen panischen Schrecken unter den Bewohnern verbreiteten. Die Elefanten wurden wieder eingefangen und der Löwe, welcher in einer Scheuer sich an einer Kuh gütlich that, niedergeschossen. — (Kurz und bündig.) Ein Beamter in Gotha, dem die Last seiner Amtsgefchäfte augenscheinlich einen derartigen Luxus gestattet, hat jüngst folgendes zeitgemäße, aus dlos 85 Buchstaben bestehende Wort konstruirl: „Branntwein- nachversteuerungsrevisionsverhandlungprotokollar- abschriftbeglaubigungsvermerk!" Das ist doch kurz, bündig und verständlich. — Papst Leo ist auch Humorist. Als er hörte, König Humbert sei in Verlegenheit, was er ihm zum Jubiläum schenken solle, sagte er halb im Scherz und halb im Ernst: „Er soll mir die Stadt Rom zurückgeben, das wäre mir das Liebste". Kurrrorrstifches. — Hauptmann: „Einjähriger Müller, wie stehen Sie wieder da! Sie können ja nicht einmal Ihr Gewehr richtig halten und wollen Pfarrer werden ? Die arme Gemeinde!" — (Es hat jedes Ding feine zwei Seiten!") rief der Faulenzer aus und — legte sich auf die andere Seite. — (Widerspruch.) Bademädchen: „Blos ein Zwanziger! als Trinkgeld, und hat über eine Stunde gebadet — der schmutzige Mensch!" — (Moderne Dienstboten.) „Gnädige Frau, bei dem schlechten Wetter dürfen Sie mit dem Kleid nicht ausgehen." — „Aber Lina, was geht denn das Sie an?" — „Gnädige Frau haben mir das Kleid versprochen, wenn Sie es nicht mehr tragen — und da Hab' ich doch auch ein Wörtchen d'reinznreden. (Fl.Bl.) — (Verschiedene Ursache.f „Lude, sage mal, wat haste denn an Deine rechte Backe?" — „Der is ein Muttermal; Hab ich schon lange". — „Und an die linke?" — „Det is een Batermal, Ede, aber erst seit jestern". Bedeckung der Erdbeere im Winter. Die Erdbeeren bedürfen im Winler keiner Bedeckung, da sie denselben ohne Schutz vollkommen aus- dauern. Mist auf dieselben zu bringen, ist gefährlich, weil die Mäuse ihre Quartiere darunter aufschlagen. Dagegen bekommt es den Pflanzen ganz vortrefflich, wenn man sie vor Eintritt des Winters dicht mit Erde bestreuen läßt, die mit Jauche getränkt ist. Einen besonders guten Dung für Erdbeeren gibt eS ab, wenn unter die Komposterde vor Anwendung der Jauche GypS gemischt wird. Der Ertrag der Pflanzen wird durch solche Düngung sehr bedeutend erhöht. Gyps ist überhaupt ein sehr guter Dünger für Erdbeeren. Keüer'sche Spiekwerke. Musik erböht jfbe Freude, mild rt jedes Leid. WaS des Menschen Herz bewegt, spricht sich in Tönen au«; ein« Trösterin ist sie uns, «ine Erweckerin der schönsten Er. innerungen! Doch nicht Jeder, der Sinn und Herz dafür hat, kann sie üben, sich und Anderen znm Genuß. Da hat nun der so unermüdlich und segensreich lhätige, Mensch, liche ErfinbungSgeist auch ans diesem Gebiete dajür gesorgt, daß selbst dem Unkundigen vollauf Gelegenheit geboten wird, sich an den Schöpfungen unserer Tonmeister zu erfreuen. Mit der Erzeugung der Kesscrschen SpietwerLe ist das Mittel gesunden worden, die Mnsik in die ganze Welt, bis in die entlegensten Theile zu tragen, aus daß sie dort mit ihren zauberischen Wirkungen die Freude de» Glücklichen steigert, dem Unglücklichen Trost und Linderung bringt. Diese Spielwerke werden von der genannten Firma in einer Mannigfaltigkeit sabrizirt, die alle Vorstellung über- trifst. Sie bilden die schönste Zierde einer jeden, selbst der luxuriösest ausgestalteten Wohnung. In Ae- stauralionen. uni, Konditoreien ersetzen sie ein ganze« Orchester und erweisen sich als ein starkes Anzithungsmittel sür das Publikum. Für denjenigen, welchen sein Beruf an entlegenen Orten sesthält, sind sie eine unerschöpfliche Quelle des Genusses, für Solche, welche in sremdem Lande wirken, sind die Melodien, welche diese Spielwerke überall hin mit sich tragen, herzbewegende Grüße an» der Heimat. Die Repenoirs, auch der kleinsten Werke, sind mit feinstem Verständnisse znsammengesteüt und die neuesten und beliebtesten Schöpsungen aus dem Gbeicte der Opern-, Operetten- und Tanzmusik, der Lieder und des Choral« gesanges sind dabei stets in erster Linie berücksichtigt. In diesen Vorzügen ist wohl die Thalsache begründet, daß der Fabrikant dteser tönenden Lnstbringer und Sorgenver. jcheucher der Lieferant säst aller europäischen Höse, daß seine Erzeugnisse auf allen bedeutenden Ausstcllungeli durch die Verleihung von ersten Preisen ausgezeichnet wurden, und daß er alljährlich Hunderte von Anerkennungsschreiben erbält. Die Heller'schen Spielwerke erscheinen als ein Gegenstand, der eines der edelsten Bedürfnisse der Menschen befriedigt und sind daher auch das passendste Geschenk bei allen Gelegenheiten, namentlich aber zu Wcinachlcn, Geburts- und Namenstagen. Bei der großen Anzahl von Melodien, welche diese Spielwerke in sich bergen und bei deren geschmackvoller Ausstattung, sind sie sowohl als Geschenk.- im Familienkreise, des Bräutigams an die Braut II. s. w. zn empfeblen, als auch dann, wenn Gesellschaften f verdienten Männern durch Uebergabe eines Ehrengeschen, ke» ihre Liebe und Werlhschätznng bezeugen wollen; jedem Seelsorger, jedem Lehrer und jedem Kranken wird eine solch« Gabe ein Gegenstand nachhaltiger Freude sein. Vertrauenswürdigen Personen werden auch Th eil- zab l u n g e n zugestanden und es ill besonder« hervor, zuheben, daß sich selbst bei den kleinsten Auslrägcn direkte« Bezug empfiehlt, da Niederlagen der Fabrik nur in Nizza und Jnterlaken bestehen. Jllustrirte Preislisten werden Jedermann auf Ber. langen gratis und franko zugestellt und ist die Fabrik in Folge des Sinken» der Rohmaterialpreise in der Lage, bei jedem Aufträge aus die in den Preislisten verzkichneten Ansätze 30 % Naöatk zu bewilligen. Aadtsche 4 ptzl. HtlenSahn-Ankeihe von 188V. Die nächste Ziehung findet Anfang Dezember statt. Gegen den Eoursverlust von ca. 5 ptzt. bei der Ansloosung übernimmt das Bankhaus Karl Hkenünrger, Aerkin, Krauzöstlche Straß« 13, die Versicherung für eine Prämie von 8 pro 1v,v Mark. Weinheim. (Tabak.) In verschiedenen Orten der Umgegend wurde mit dem Abhängen der Sandblätter begonnen und werden solche zu 18 Mk. per Ctr. verkauft. In der Rheinebene, Heddesheim und Viernheim, sei auch schon Tabak abgehängt; der Preis befriedige jedoch nicht. ' __ , Sinsheim, 25. November. (Marktpreise.) Spelz pr. Ztr. Mk. 6.15. bis 6.25. Gerste pr. Ztr. Mk. 7.35 bis 7.50. Korn pr. Ztr. Mk. —.— bis —. Hafer pr. Ztr. Mk. 5.30. bis .—. Heu pr. Ztr. Mk. 2.50 bis 3.—. Stroh pr. Ztr. Mk. 1.50. bis 1.70. Rindfleisch pr. Pfd. 46 Pf., Kalbfleisch pr. Psd. 56 Pf., Schweinefleisch pr. Pfd. 56 Pf., Butter pr. Pfd. Mk. 0.86 Pf., Eier pr. Stück 7 Pf. Mannheim, 24. Novbr. (.Produktenbörse). Folgendes sind die bezahlten Preise: (Per 100 Kilo Preise in Mark). Weizen, pfälz. 18.50 bis —.—, russischer — bis —, Amerik. —.— bis —, Ungar. —.— bis —, Calisorn. —.— bis —.—, Tazanrog. —bis —, Roggen, Pfälzer 14.25 bis 1450, Russischer 13.75 bis 14.25, Französ. —.— bis —Bulgarischer 14 — bis 14.50, G e rste, hiesige Gegend 15.75 bis —.—. psälz. Gerste 16.— bis 16.50, ungarische Gerste —.— bis —Hafer, badischer 12.—bi s 12.25 Württemb. Alp. Hafer 13.25 bis 13.75, Mais amerikan. 13.— bis 13.25, Donau 13.— bis 13.25, Kernen 18.25 bis 18.50., Erbsen —.— bis —. Schifffahrtsnachrichten. Bremen, 23. Nov. Der Schnelldampfer „Elbe", vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist heute 1 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Der Postdampser „Hermann", vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen. Bureau und Wohnung des Unterzeichneten befinden sich nunmehr Litera JB. 5 Ir. 3 m nächst der Jesuitenkirche. Mannheim, im Oktober 1887. Dr. W. Kollier, 117011 Rechtsanwalt. Kranllenknrger %tege[gffts ? fcftdißmiigs= GchMast. Errichtet im Jahre 1864. Obige Gesellschaft versichert Glasscheiben aller Art in Laven, Hotels, Restaurants, Billen und Privatwohnungen gegen Bruchschäden zu billigsten Prämien bei schleunigster Schadenregultrung. Im Jahre 1885 liefen 12716 Versicherungen über Mk. 4893013 Versicherungs-Summe mit einer Prämien-Einnahme von Mk. 119319. Die gesammten Reserven betragen Mk. 102 681. Seit ihrem Bestehen bezahlte die Gesellschaft für Bruchschäden über 600000 Mk. Dividende an die Versicherten pro 1885 — 6% von der Prämie. Zum Abschlüsse von Versicherungen, sowie zur Ertheilung jeder ferneren Auskunft empfiehlt sich die Bezirks-Agentur: Sinsheim. Heorq Schmidt, Glaser. Photographie. Mehrfachen Wünschen entsprechend werde ich von beute an bis nächsten Montag in der Wohnung des Herrn A. Stkerle hier photographische Ausnahmen in jeder gewünschte« Große machen; daselbst könrien auch Ätufierbilder «ingesehen werden. Aufnahmen finden täglich und bei jeder Witterung von Bormittags 10 Uhr bis Nachmittage 3 Uhr statt. Di« Aufnahmen erfolgen nach dem neuesten Momenlverfahren. (1836j Z. Scheck»'!,, Photograph aus Brackenheim. •MÜHNNNNIMNIMNHNIOilNI» O O <1 wie: Gekleidete Puppen, 2 x Puppen-Gestelle, Puppenköpse in 2 • Porzellan, Patent und Holz S empfiehlt zu billigsten Preisen £ artin Laubis Alb. S [1849] intrriiiulsfi!, Jilj- und Skidknhütk in den neuesten Formen und alle» Qualitäten, Winter- Handschuhe in Buckskin. Tricot, Gla^e^ und Waschleder, Aegen-Schirme in Seide, Halbseide, Wolle und Zanella. Hosenträger und Portemonnaies, Shlipse, CrauaUen und Herrenkragen, PelzWaaren jeder Art von den billigsten bis zu den feinste». 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