B a disches U- n- n- st« »i- ;di nd je- en :n- *o- so urinier ifir >ch ich is- ?rr rt- Jas len md 'en on md or- ot- sse einige der erbst Die in Jn- gen ral- wle die ies, lind i. .. r er- iiht •en, ich- ind, >en. ich, ist, lose uch an- ;as- zu- gcn die /er- cin- ?ch- trird -gr- ppe die Kei- ser- tner lese nde ieg- und lum eine rere Die als ihen iber -gr- en 1947, Un- de* ■und CPD ung, war irdt, und nde- tung tim* gen- Vilie >ung I d« ippe ♦ «*0 Ant- > e« nach -si' E Wochenblatt der Kommunistischen Partei beutschlands/landesbezirk Baden Jahrgang 2, Nr. 53 Mannheim, 30. Dezember 1947 Preis 15 PfS. I 1948 - Das Jahr der deutschen Einheit! Dunkel war der Reden Sinn, die „Ganz Deutschland wird zu einer Menschen in ganz Deutschland zu einer von westlichen Politikern und mehr einigen, unteilbaren Republik großen Volksbewegung zusammen, die oder minder autorisierten Persönlich- erklärt“. vollenden wird, was unsere Väter im keiten vor, während und nach der In dieser Stunde der höchsten Ge- Jahre '1948 begannen. Das Jahr 1948 Londoner Konferenz gehalten wurden, fahr für unser Volk und Vaterland wird das Jahr der deutschen Einheit Zwischen den Festtagen hat nun auch schließen sich alle fortschrittlichen sein! das deutsche Volk Muße, die widersprechenden Aeußerungen . zu entwirren und die Zeichen der Zeit zu deuten. Eingehende Pläne für den „Fall des Scheiterns" der Londoner Konferenz sind seit langem verbreitet, und die Errichtung eines Separatist! I Vom VolkskongreB zur Volksbewegung Volkskongreß im Westen der Bevölkerung mit großer Begeiste- ... „ rung aufgenommen und mit großem — - Bremen. Am 17. und 18. Januar nn- Interesse gelesen. Als verantwortliche sehen Weststaates wurde mit solchem det in Bremen ein 'Volkskongreß für Herausgeber des neuen Blattes zeich- Nachdruck propagiert, daß die Erkiä- Niedersachsen-Nord statt, zu dem alle nen . Erich Gniffke, SED, Arthur „Ganx Deutschland wird xu einer einigen, unteilbaren Republik erif Ort* Artikel 1 der „Forderungen der Kommunistischen Partei in Deutschland“, März 1848. Westliche Neujahrswünsche iNacnarucK propagiert, aau aie trina- meaersacnsen-iwa statt, zu aem aue nen . E rich Gniffke, SED, Arthur *■ Wa f bab J:” 1 ?i UtS iah? UM8 B zu rung Marshalls in London: „Ich de- großen Parteien aus allen vier Zonen Lieutenant FDP, Luitpold S t e i d- * one T 01 ? kommenden Jahr ls» manÜAM J«. Iroi^ nnlnilnn ^ ^ CDU ' ^ PfWanfin? mentiere das kategorisch; es gibt kei- geladen sind, nen solchen Plan, weder provisorisch, noch sonstwie“ nur das Labyrinth der Verwirrungen noch vergrößert. Der Wille der deutschen Bevölkerung, ein einheitliches demokratisches Deutschland zu schaffen, konnte indessen nicht überhört werden. Gibt es auch Parteiführer genug, die einer Düsseldorf. Für den 24. Januar ist ein Volkskongreß .für Nordrhein-Westfalen nach Düsseldorf einberufen. Eine entscheidende Jahreswende erwarten?. General Robertson, der britische Militärgouverneur von Deutschland, hat es auf einer Pressekonferenz am 22. 12. in Berlin ausgesprochen: „Sie Ein Organ des Volkskongresses .... , , ' . haben viel gelitten; müssen aber noch - Wir stehen an einer für die Zukunft leiden g sie h kben gut gearbeitet, Deutschlands entscheidenden Jahreswende, Möge im Jahr 1948 im Zeichen ^rhebend^Nwjahr^unsch der Jahrhundertfeier der Achtundvier- Unter dem Titel „Deutscher Volks- z i ger Revolution die deutsche Einheit zeigt besser als alle sonstigen leeren . Zerstückelung des deutschen Vaterlan- uluer oem „ueuisciier ziger Revolution die deutsche Einheit “„hen Re_ des das Wort reden so hat doch der E° n S re ß“ der deutsche Voikskon- i n einem wahrhaft freiheitlichen Sinne | 7 nkunft sehen Deutsche Volkskongreß für Einheit greß für Einheit und gerechten Frieden endlich verwirklicht werden. Erst dann, n^ w?rrcn> und * gerechten Frieden, de? mittler- ? in ® neue Wochenzeitung zur Verbrei- wenn der Volkskongreß zum Ausgang Wir danken unseren neuen Herren, weile zur Volksbewegung geworden ^, ine * Zi f-l etzul l 8 £'l b ® ra , u3 ' ® in er solchen Bewegung und zu ihrer Dichtung . . . ist gezeigt, daß das deutsche Volk ?![ste Nummer dieser Zeitung, die sich Erfüllung wird, kann er als geglückt . , ■nicht nur ein willenloser Spielball in über alle Zonengrenzen hinweg an das bezeichnet werden. Zur. Erfüllung die- .. Die Nahrungsmitteizuteilung in den den Händen fremder Mächte ist, son- p nze deutsche Volk wendet, ist bereits ser Aufgabe des Volkskongresses wol- Westzonen ist.... beträchtlich-'erhöht dern sein eigenes Schicksal mitgestal- großer_Auflage erschienen und wird len wir alle mit unseren besten Kräf- worden Diese Entwicklung ist da- ten kann und muß. Den Männern und auch m der amerikanischen Zone von ten beitragen. Johannes R.-Becher durch gehemmt, daß die Nahrungs- Frauen aller Parteirichtungen und aus . mittellieferungen ausgebUeben sind, s Westdeutscher Staat - Westdeutsche Währung Päää«? die "Westmächte doch etwas Angst vor Neue Währung? — tärischer Bewachung den Bankinstitu- TageSEpiegel VOm „;' ' ihrer eigenen Courage bekamen und Mnrehall e««r* noinl ten Westdeutschlands zugeleitet. . . . Und Wahrheit sich-scheuten, die Verantwortung für »laisumi uem. Damit werden erneut die bekannten i n den Verhandlungen über die die Bildung einer Westzonenregie- Auf der Londoner Konferenz brachte und gefährlichen Pläne der politischen Erweiterung des Interzonenhandels bot rung selbst zu übernehmen. „Da das Molotow Zeitungsberichte zur Spra- Zerreißung Deutschlands auch auf d i e Ostzone der Bizone Zucker aus der deutsche Volk die nationale Einheit che, wonach die USA beschlossen hät- währungstechnischem Gebiet bestätigt. Ernte 1948 an im ungefähren Rahmen wünsche, würden die Nachteile einer ten, im Falle eines Fehlschlages der „„ . - der Lieferungen der diesjährigen Ernte, politischen Fusion der Westzozaen de- Außenministerkonferenz eine neue Neues Westgeld - ein Mittel gegen eine entsprechende Erhöhung ren Vorteile uberwiegen ‘, mußte Ge- Währung in der Bizone auszugeben. der Stahlouote Dies hätte dem Aus- neral Clay auf einer Pressekonferenz Marshall erwiderte: Ich kann katego- EUr »Haltung tausch ostdeutscher Agrarprodukte m Berlin zugeben. Aber General C.ay risch erklären, daß die USA keine „Vielleicht noch wichtiger als die gegen westdeutsche Industrierohstoffe weiß auch, daß die schlimmsten Feinde Entscheidung über Ausgabe einer politische Struktur Westdeutschlands intsorochen der eines der wesent- Deutschlands Deutsche selber sind,und neuen Währung in ihrer Zone getrof- ist die Währungsreform. Mit einem liehen Elemente der deutschen Wirtkann daher ruhig fortfahren: „Die f en haben. Schlag errichten auf diese schaft war. Di« Bizone hat dieses An- Weise die USA eine ökono- gebot abgelehnt und aus Kuba 200000 t amerikanische Militärregierung beabsichtigt daher, nur dann eine bizonale Regierung zu errichten, wenn dies dem Wunsche der in dem betreffenden Gebiete ansässigen Bevölkerung entspricht.“ Eine gesamtdeutsche Volks- . gebot abgelehnt und aus Kuba-- Woo* Roilrtmto» F 1 \ s . che 5? au . er ?7 is Ü h „ e " dan Zucker zum Preise von 5 Cents das WeSt-tfanKnOten beiden Deutschland. Mit die- pf und gekauft.“ (Pressemeldungen In Hamburg eingetroffen ? em , neu . e '}. G , e , !d werden Westdeutsch- Mitte Dezember). ” , land und die Vereinigten Staaten Wirt- (EZ) Aus gut unterrichteten Krei- schaftspartner — obwohl offensicht- Die Stimme Amerikas abstimmung. wie sie Molotow in Lon- sen des Hamburger Bankwesens wird lieh die Vereinigten Staaten die kon- die Regierung habe den Ernst don vorschlug und wie sie der Deutsche bekannt, daß mit Schiffstransporten trollierende Mehrheit bilden —, und der V a g e in Europa übertrieben Wört- Volkskongreß fordert, wurde mit aller Im Hamburger Hafen die vor kurzer im Ergebnis wird die neue Deutsch- Jfl er (Stator Robert Taft vor Klarheit zeigen was der Wunsch der Zeit angekündigten neuen amerikani- mark aus politischen Gründen eine dem amerikanischen Kongreß) gesagt deutschen Bevölkerung ist. Aber da- sehen Banknoten für Westdeutschland dollargestützte Währung sein müssen." hXm Die LeiRe — (das lind wir!) — von sprach General Clay nicht. Er eingetroffen sind. Die Banknoten („New York Herald Tribüne“, 11. De- “®hen nichtVöllig zugrunde Sie leben • hrtlicnVior mili. vzimKo» \ • ® ® _* _ zember.) Er eingetroffen sind wendet sich vielmehr vertrauensvoll wurden unter starker britischer mili- an jene, die mit Dr. Schumacher und dem SPD-Vorstand in Hannover der Ansicht sind, die Einheit Deutschlands könne nur durch die Alliierten geschaffen werden, und einstweilen Nationaler Befreiungskampf gegen Truman-Doktrin Durch den Sender der Demokratl- rung in Griechenland hat nunmehr iw® ®? hen Volksarmee wurde die BiMumg offen ihren antidemokratischen Cha- Demokratische Regierung in Griechenland _ V1 _. _»umoauucc wuiuc uic uuen jiu-cxi tuumauunrauscncn uua- i»er ..iNewvorK uauv ivurrOi nenni V niste^^ „IhI Poli! ^ in f r demokratischen Regierung des rakter gezeigt und die kommunistisc'he das Unternehmen (de/ Marshall-Plan) auch so weiter“! (RNZ 24. 12. 47) ... die „Chicago Tribüne“ ist der Ansicht, daß eine Spende von 15 oder 20 Milliarden Dollar die europäischen Bettlernationen weder stabilisieren noch wohlhabend machen werden. (BNZ 24. 12. 47) Der „Newyork Daily Mirror“ nennt «paltungslüsternen Minister und Poli- freien Griechenland bekannt gegeben. Partei verböten. Dabei hat sie be- „den gröBten Bluff, der jemals offen de/' Kiüiwen 311 a/gearbeiteten pfän? ” iniste rpräsident ist General Marcos zeichnenderweise sich einer neuen einer intelligenten Nation vorgeschla- m*? « »Vk Tnnen romlster Professor Joamdes und Version der aus Deutschland bekann- gen worden sei“ (RNZ 24 12 47) mit ausländischer Hilfe dein deutschen Justizminister Profirogenis, ehemals ten faschistischen Methode des Reichs- Er (Senator Style» Bridge» Vorsit- A?beit aU d?/Au?s//tung D und h Zerrtük- Arbeitsminister. Die Kabinettsmitglie- tagsbrandes benützt. Ca 500 Kommu- zender des BewilLigungslus^husses) ke’une D/itschland? wird von der aus- a be , kar l n * a,s leitende Männer nisten wurden in Athen verhaftet warf Bohlen (Charles Bohlen, Ratgeber länd/che/R/ktion d^ürtchen Volk?- der Widerstandsbewegung gegen die unter der absurden Anschuldigung, ein Außenminister Marshalle.) Falschheit «naiscnen rteaKiion aeuisincn ,,vuik Deutschen» riio nana will. Attentat auf plnpn ronirtmr»aron paI?- _ _a i_!_•_* . rtördern und Vaterlandsverrätern artet den. Kurt anrr ,4* def rtlrt- Die neue Regierung will, Attentat auf einen reaktionären Poli- vor , und bezeichnete die amerikanische wie sie Georg Büchner schon vor hun- Z l ~ * 6 J n Sonderbotschnft er- tiker vorbereitet zu haben Zwei von Po , uik in Deutschland als „dumm bis wie sie weorg tsuenner senon vor nun klärte, die befreiten Gebiete nach de- ihnen — der Vergleich mit van der dorthinaus.“ (Neue Ztg 22 12 47) mokratischen Grundsätzen verwalten. Lubbe drängt sich unwillkürlich auf dert Jahren nannte, übertragen. Doch das deutsche Volk ist auf der Ihr Programm sieht die Verstaatli- — haben „ihre Teilnahme an der Ver- w .. . , h di Enelän- Hnt. Seinen in- und ausländischen chung der Schwerindustrie und die schwörung zugegeben.“ 15 000 Korn- /^ /bluen jrtrt die Amerikaner mit der griechischen Reaktion zusam- Verderbern stellt es den entschlos- Durchführung einer demokratischen munisten und Demokraten schmachten senen Willen entgegen, seine nationale Bodenreform vor. Die demokratische bereits in den Kerkern des faschisti- Einheit und Unabhängigkeit um jeden Regierung von Griechenland will mit sehen Griechenland. Preis zu wahren. allen Staaten der UN in freundschaft- . . „ . T v. „ 10 jö liehen und friedlichen Beziehungen An der Schwelle des Jahres-1948 leban Mit d-r Anerkennung der grie- Wiederholen die Kommunisten jene rhischpn-RPD^pim« Anfnahmp Forderung, die schon vor hundert diplomatischer seitens reit > Griechenland weitere Hilfe Jahren, zu Beginn des Kampfes um verechi Jener Staaten is? ^ rechnen. kommpn “ ,asS5n und zwar oie Einheit und Demokratisierung Deutschlands, an der Spitze des von Neue Verhaftungswelle Marx und Engels ausgearbeiteten er- *n Griechenland USA-Waffcnhilfe für die griechische Reaktion Wie De na meldet, sei Amerika be- zu- men zur Unterdrückung der demokratischen Volksarmee, wobei amerikanische Offiziere sogar im griechischfaschistischen Generalstab tätig sind. Mehr Dollar für Griechenland, das heißt, wie Präsident Truman kürzlich kommen zu lassen, und zwar bestehe erklärte, daß noch ein größerer Be- sie darin, 3m Falle einer Verschärfung trag der USA-Hilfe als bisher vom der Lage mehr Waffen für die Natio- wirtschaftlichen Programm abgezogen __ n-alarmee zu liefern. Griechenland ist und zum militärischen Kampf gegen Men Programms der Kommunistischen Die vom amerikanischen Imperia- das klassische Land der konsequenten ein freies Griechenland überwiesen Partei Deutschlands stand: Usmus abhängige faschistische Regie- Anwendung der Truman-Doktrin. wird. Badisches Volksecho Dienstag, 30. Dezember 1947 Unterderjfi, np Cuhorst freigesprochen • Scheringer verurteilt? Reaktion versucht Antifaschisten iahmzulegen : i jf. Kinderbesdienmf In Ilvesheim Die kommunistischen Frauen Ilvesheims hatten 58 Kinder zu einer Weihnachtsbescherung eingeladen. Es waren Kinder von Kriegerwitwen, Kriegsgefangenen usw. — auch 15 Flüchtlingskinder dabei. In emsiger Arbeit hatten sie es fertig gebracht, jedem der Kleinen ein Wäsche- oder Kleidungsstück schenken zu können. Reizende Schlafanzüge, Höschen, Schürzen kamen zum Vorschein. Dazu erhielt Jedes noch eiir Spielzeug. Der Clou des ganzen bildete aber die Spielzeugverlosung, bei der es natürlich keine Nieten gab. Es waren dort die niedlichsten Puppen ln reicher Zahl, Kaleidoskope, Eisenbahnen usw. zu gewinnen. Mit strahlenden Augen schrien „die Kinder ein kräftiges „Ja", als sie gefragt wurden, ob Ihnen die Bescherung gefallen habe und stolz marschierten die Puppenmütterchen mit ihrem Jüngsten im Arm nach Hause. Beglückter noch waren die Frauen, die zu dem gutpn Gelangen beigetragen hatten. Musik und Gesang umrahmten das Fest. Ueber allem lag die enge Verbundenheit der schaffenden Frauen sowohl bei den Gebenden wie den Nehmenden. Geistliche Unduldsamkeit Ein in Eppingen wohnhafter und in Sulzfeld angestellter Lehrer wollte wegen schwieriger Wohnungsverhältnisse .? versetzt werden. Die Vorgesetzte Dienststelle hat diesen Antrag genehmigt. In Hoffenheim wurde eine Wohnung gefunden und der Lehrer hätte auch dort unterrichten können, wenn nicht von kirchlicher Seite Einspruch erhoben worden Wäre. Der Lehrer, der freireligiös ist, soll vorher wieder Mitglied der Kirche werden. Diese Auffassung einer kirchlichen Stelle hat mit christlicher Nächstenliebe und Toleranz bestimmt nichts zu tun und widerspricht auch den in der Verfassung verbrieften Rechten der Staatsbürger. -gr- Schon seit Monaten keine Rasierseife . Mit Sehnsucht wartet die mit Bärten gesegnete männliche Welt auf einen Aufruf von Rasierseife. Jeden Morgen flucht jeder Vertreter des männlichen Geschlechts in allen Tonarten, wenn er feststellt, da!> er sich wieder mit der stumpfen Rasierklinge lebensgefährliche Schnittwunden beibrachte. Schon seit Monaten wurde keine Rasierseife ausgegeben und auch Rasierklingen sind ein fa?t unerschwinglicher Luxusartikel. Sollte das Wirtschaftsamt hier keine Abhilfe schaffen können? Wenn nicht, dann machen wir dieser Behörde den Vorschlag, eine breite Aufklärungskampagne über die Vorzüge der chinesischen Bartpflege zu starten. Bekanntlich reißt man in China die Bärte heraus, an Stelle sie zu rasieren. Damit wären für Wirtschaftsamt und männliche Normalverbraucher alle unangenehmen Bartprofcieme (n idealster Weise gelöst. Wo bleiben die Eier für Lungenkranke? Für TBC-Kranke ist eine monatliche Zuteilung von 8 Eiern vorgesehen. Die Eier sollen auf die Krankenkarte in jedem Geschäft ausgegeben werden. Schon seit Monaten sind keine Eier in Mannheim mehr angeliefert worden. Die Geschäfte können die Kranken einfach -«lebt bedienen. Wäre es nicht Angelegenheit des Ernährungsamts, dafür zu sorgen, daß mindestens einige Geschäfte mit Eiern versorgt werden, damit die Kranken die Ihnen zustehende und für sie so notwendige Zulage bekommen? Während sich die Rechtsgelehrten noch darum streiten, ob man den frei- gesprochenen Nazimörder Cuhorst vor ein deutsches Gericht zitieren könne, und mit allerlei juristischen Spitzfindigkeiten zu beweisen suchen, daß er eigentlich nicht verurteilt werden könne, wird bekannt, daß in München Richard Scheringer, ehemaliger Landtagsabgeordneter der Kommunistischen Partei, heute Mitglied des Kreistages Ingolstadt und einer der populärsten und beliebtesten Politiker in Bayern, unter den schäbigsten Vorwänden zum Nazi gestempelt und verurteilt werden soll. Richard Scheringer, der in den Jahren 1928 bis 1930 der nationalsozialistischen Bewegung nahe stand ohne ihr jedoch als Reichswehrofflzier anzugehören, wurde 1930 wegen Zersetzung der Reichswehr auf die Festung Gollnow verbracht. Er wurde International bekannt dadurch, daß er als Folge der Berührung mit inhaftierten kommunistischen Arbeitern und Funktionären sich öffentlich von den Nazis lossagte und in die antifaschistische Front einreihte. Diesem Entschluß blieb er auch während der Nazizeit treu und bewährte sich als kompromißloser Gegner des Faschismus und aktiver Mitarbeiter illegaler deutscher Wider- standsgrupen. Heute bewirtschaftet Scheringer einen Bauernhof und kämpft mit der Sachkenntnis eines guten Landwirtes für die Durchführung der demokratischen Bodenreform, deren politische Notwendigkeit für ihn außer Zweifel steht Er ist Vorsitzender der außerparlamentarischen Fraktion der KPD in Bayern und spricht auf großen Versammlungen gegen jene Auftraggeber und Hintermänner Hitlers, die auch heute noch im Westen Deutschlands den Ton angeben. Kein Wunder, daß er der in- und ausländischen Reaktion ein Dom im Auge ill. Wie kann man diesen Mann mundtot machen? — Man weiß, daß aktive Nazis, Wehrwirtschaftsführer und Kriegsverbrecher bei uns nicht nur freigesprochen, sondern auch in die führenden Positionen lanciert werden. Um davon abzulenken, wird der aktive Antifaschist Richard Scheringer jetzt, nachdem die Spruchkammer Ingolstadt sich bisher vergeblich damit befaßte ihm ein Verfahren auf Grund des Säuberungsgesetzes anzuhängen, vor ein amerikanisches Militärgericht gezerrt. Das Befreiungsgesetz wird dazu mißbraucht, um Hauptschuldige zu entlasten, da3 weiß heute jedes Kind. Zu gleicher Zeit versucht man, das gleiche Gesetz zur Belastung und Diskreditierung von Antifaschisten auszunutzen. „Man merkt die Absicht und man wird verstimmt“ Eine unwürdige politische Entwicklung ist damit in unserer Besatzungszone auf dem Gipfelpunkt angalangt In blinder Vermessenheit und wütendem Haß gegen alle fortschrittlichen Kräfte übersieht die Reaktion, daß an diesem Punkt die Entwicklung Umschlagen und sich gegen sie selbst wenden muß. *** Franco als Lehrmeister Die Marshall-Hilfe und ihre innenpolitischen Auswirkungen in verschiedenen Ländern ermutigen das faschistische Spanien und Franco sich als Lehrmeister im Kampf gegen die Demokratie in Europa in Erinnerung zu bringen. Die Madrider Zeitung der Falange „Informaciones“ vom 17. 11. 1947 schreibt: „Frankreich und Italien müssen sich gegen den Kommunismus auf die einzig mögliche Art erheben: durch Waffengewalt. Das bedeutet Bürgerkrieg, das wissen wir. — Wir möchten den beiden romanischen Ländern unsere Erfahrung offerieren: sie müssen sofort gegen den Kommunismus kämpfen, bevor er sich noch weiter entwickeln kann.“ Keine Hausbrandkohle wegen des „wärmeren Klimas“! Ueberfüllte Halden im Ruhrgebiet — Württemberg-Baden kann frieren! Der mit aller Macht hereingebrochene Winter findet die Bevölkerung von Württemberg-Baden, insbesondere in den schwer zerstörten otadten, ohne ausreichenden Winterbrand, trotz der überfüllten Halden tm Ruhrgebiet. Die kommunistische Fraktion im württem- bergisch-baöischen Landtag hat einen Vorgang bei der Heidelberger Braunkohlenzentrale, welche 20 000 Tonnen für den Hausbrand bestimmte Braunkohlenbriketts für gewerbliche Zwecke verausgabte, zum Anlaß genommen, um in einer Anfrage Auskunft über den Stand der Hausbrandversorgung zu verlangen. Wirtschaftsminister Veit gab in der Sitzung vom 12. 12. die Antwort. Die Aussichten sind noch schlechter als im vergangenen Winter. Die bizonalen Bürokraten und Saboteure haben bereits im Sommer angeordnet, daß die für Hausbrand vorgesehenen Kohlen an Industrie und Gewerbe ausgegeben werden müssen. Der zugesagte Ersatz ist niemals eingetroffen. Außerdem stellt sich heraus, daß die bizonesischen Kohlendiktatoren von vornherein einen niedrigeren Versorgungssatz an Hausbrand für Württemberg-Baden angesetzt hatten als anderswo. Aus welchen Gründen? — Ja: „. . eben wo die Gründe fehlen Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.“ Diesmal hieß das Wort picht wie schon zum Ueberdruß zitiert „Transportschwierigkeiten“, sondern „wärmeres Klima!“ — Weil wir in Württemberg-Baden ein „wärmeres Klima“ haben, erhalten wir weniger Hausbrandkohle. Jetzt wissen wir es also! Den Herren bizonalen Klimaforschern aber schreibt die frierende Bevölkerung ein anderes Dichterwort ins Stammbuch, ein kräftiges und treffendes: „Kein Schurke ist so dumm, daß er nicht einen Grund für seine Niederträchtigkeiten fände.“ —tr— Naiv oder „anpassungsfähig“? Der Oberbürgermeister von U;. i, der Vater der bekannten Geschwister Scholl, welche wegen ihres antifaschistischen Kampfes als Studenten in München hingerichtet wurden, erwies sich als aufrechter Mann und guter Deutscher, indem er auf eine Einladung zum Deutschen Volkskongreß ln Berlin einen Vertreter dorthin entsandte. Dies ließ die Parteien von der CDU bis zur Freien Wählervereinigung , nicht ruhen und sie beriefen eine ; außerordentliche Sitzung des Gemeinderats ein, in der sie mit seltener Einmütigkeit über ihren Oberbürgermei- t ster herftelen, und ihm ihr Mißtrauen aussprachen. „Das Thema des Volkskongresse#: „Deutsche Einheit und gerechten Friede n“, konnte jeder Deutsche unterschreiben“, sagte Obar- bürgermeister Scholl. Einer der Herren, die ihre Parteibrille selbst bei den Lebensfragen ihres Volkes nicht abzusetzen vermögen, warf ihm „politische Naivität“ vor, worauf Oberbürgermeister Scholl antwortete, dies habe ihm bereits einmal der Präsident de» faschistischen Sondergerichts in Stuttgart vorgehalten. Wer also damals wie heute für die wahren nationalen Interessen Deutschlands eintrat und eintritt, gilt als naiv. Die blindwütigen Streiter gegen die deutsche Einheit aber, gleichviel ob jn Ulm oder anderswo, sind nicht naiv, sondern äußerst „anpassungsfähig“. Sie waren es wahrscheinlich schon damals und sind es auch heute wieder ihrem neuen Herrn gegenüber. Die Stimme seines Herrn In der letzten Sitzung des Württem- bergisch-Badischen Landtags sagte de* Präsident Wilhelm Keil (SPD): „Wil wollen keinen Milliardentribut auf uni nehmen, den wir nicht zu tragen vermögen und für den die politische unc moralische Begründung noch zu prüfen ist. Denn der Entschädigungsanspruch einer Staatsmacht, die mi’ Hitler einen Deckungspakt abgeschlo» sen hat, damit er einen Raubkrieg beginnen konnte, beruht auf schwacher Füßen.“ > Keil erklärt also offen, wir woliei keine Wiedergutmachung und dii Schuld, die der Hitlerfaschismus dei anderen Völkern und den eigene: gegenüber auf sich geladen hat, wir auf die Sowjet-Union abgewälzt. Solch gefährlichen Argumentationen hörtei wir verschiedentlich im Aether au Neuyork, in einem deutschen Landta haben wir das nicht erwartet \m wenn man nicht wüßte und bedauert! daß das ein Sozialdemokrat mit eine langen Vergangenheit in der Arbeiter bewegung ausspricht, dann sollte me wirklich glauben, die Gehenkten vo Nürnberg seien wieder auferstande und hielten in Württemberg-Baden n Plädoyer. Zur Beachtung! Hans Fuchs, geb. 31. 10. U, wohnha Karlsruhe, Edelsheim 6, Mltgl.-Nr. 1177 wurde wegen parteischädigendem Ve halten aus der Kommunistischen Part ausgeschlossen. Mitgl.-Buch wurde eing zogen. Kommunistische Partei Deutschlam Bezirksvorstand Nordbaden Ein neues Lied, ein besseres Lied o Freunde, will ich euch dichten. Wir wollen hier auf Erden schon Das Himmelreich errichten. Wir wollen auf Erden glücklich sein und wollen nicht mehr darben. Vcrschlemmen soll nicht der faule Bauch, was fleißig e Hände erwarben. <* Heine Am 13. Dezember 1798, also vor 158 Jahren, wurde in Düsseldorf der größte deutsche Lyriker nach Goethe, Heinrich Heine, geboren. Das tausendjährige Nazireich versuchte. diesen großen deutschen Dichter, dessen Lieder zu wahrhaften Volksliedern geworden sind, aus dem Gedächtnis des deutschen Volkes zu tilgen. Denn Hem« tet nicht nur einer der begnadetsten Sänger menschlicher Lust und menschlichen Leidens, sondern er betrachtete auch mit offenem Blick die gesellschaftlichen Zustände seiner Epotfie und wurde so zum Künder der neuen Entwicklung, „ein braver Soldat lm Befreiungskampf der Menschheit**, wie er sich selbst nannte. Hermann Wendel schildert ihn in der von ihm besorgten Gesamtausgabe seiner Werke wie folgt r „Während die Welt der blanken Ritter und der Frauen minnehold in romantischen Tönen, wie „Des Knaben Wunderhorn* 4 sie barg, zu und aus ihm spraeft, wurden die großen bürgerlichen Gedanken von 1789 in seinen Schriften zum erstenmal in Deutschland beredtes Dichterwort; und wiederum das Bürgertum als verfaulte Schicht verwerfend. Lieh er dem Hungerschrei der arbeitenden Massen ergreifend Gestalt. Die blaue Blume blühte ihm dicht neben der Barrikade, und wenn er nicht ganz und ungeteilt war, nicht Romantiker, nicht Bourgeois und nicht Kommunist, so galt sein Zukunftsglaube doch den namenlos dunklen Scharen, die fünf Jahre nach seinem Tode Lassalle zur Eroberung der politischen Macht aufrtef.“ Heine Aber Marx and Engels „Die mehr oder minder geheimen Führer der deutschen Kommunisten sind große Logiker, von denen die stärksten aus der Hegel’schen Schule hervorgegangen, und sind ohne Zweifel die fähigsten Köpfe und die energievoUsten Charaktere Deutschlands. Diese Doktoren der Revolution und ihre mitleidlos entschlossenen Jünger sind die einzigen Männer in Deutschland, denen Leben Innewohnt, und ihnen gehört die Zukunft. Alle anderen Parteien und ihre linkischen Vertreter sind tot, mausetot und wohl eingesargt unter der Kuppel der St. Pauluskirche. Ich spreche hier weder Wünsche noch Beklagnisse aus, ich berichte Tatsachen und Ich rede die Wahrheit.** Friedrichi Engels über Heine . . Heinrich Heine, der größte von allen lebenden deutschen Dichtern, hat sich unseren Reihen angeschlossen und einen Band politischer Gedieh*« veröffentlicht. darunter auch einige, die den Sozialismus verkünden. Er ist der Verfasser des berühmten „Liedes der schlesischen Weber", von denen Ich ihnen eine anspruchslose Ueber - Setzung geben möchte, doch fürchte ich, daß sie in England als Blasphemie wirken wird. Mit diesem Lied, das im deutschen Original eines der stärksten Gedichte ist, die ich kenne, nehme ich für diesmal von Ihnen Abschied in der Hoffftung, bald über unsere weiteren Fortschritte und unsere soziale Literatur berichten zu können.** Hein« über Deutschland Da* deutsche Volk Mßt sich nicht leicht bewegen, Ist es ab» ln irgend eine Bahn hineinbewegt, so wird es diese! mit beharrlichster Ausdauer bis ans Enf verfolgen. • Wenn einst, was Gott verhüt, c ganzen Welt die Freiheit verschwund ist, so wird ein deutscher Träumer in seinen Träumen wieder entdecken • Wir begreifen die Ruinen nicht me als bla wir selbst Ruinen sind. . Man muß die Deutschen von Innen 1 freien, von außen hilft nichts. * Eid einiges Deutschland tut nu ao< Einig nach außen und innen. Weltlauf Hat man viel, so wird man bald Noch viel mehr dazu bekommen. Nur wer wenig hat, dem wird Auch das Wenige genommen. Wenn du aber gar nichts hast. Ach, so lasse dich begraben — Denn ein Recht zum Leben, Lump, Haben nur, die etwas haben. i Herausgeber: Kommunistische FV Deutschlands, Bezirksvorstand Nordbad Mannheim, ä 10. Verantwortlich: ft W Weber. Mannheim Druck: Mai helmer Croßdruckerei, Mannheim. R 1. - Herausgegeben mit Genehmigung Nachrichten-Kontroll-Abteilung fOr Wl temberg-Baden. . Auflage: l