BROCKSALER POST SUDD. HEIMATZEITUNG FÜR KRAICHGAU UND BRUHRAIN Nummer 240 ( Samstag, den 14. Oktober 1050 Einzelpreis 15 Pfennig Deutsche Im Osten, habt Vertrauen, verzagt nicht! Appell der Bundesregierung und der Opposition an die Ostzonen-Bevölkerung vor den Scfaeinwahlen Bonn (UP). Am Vorabend der von der SED proklamierten Einheitswahlen in der Sowjetzone versicherten der deutsche Bundeskanzler Dr. Adenauer und der Vorsitzende der stärksten Oppositionspartei, Dr. Schumacher, übereinstimmend die tiefe Verbundenheit der Bundesrepublik mit der deutschen Bevölkerung der sowjetischen Besatzungszone. In Ansprachen über alle Sender der Bundesrepublik am Freitagabend betonten sowohl der Kanzler als auch Dr. Schumacher, daß der Westen ungeachtet des schon heute feststehenden Wahlergebnisses zu den Deutschen im Osten halten werde. Dr.* Adenauer unterstrich, die Bevölkerung der Ostzone werde von den politischen Machthabern gezwungen, einem politischen System die Stimme zu geben, das sie aus „innerster Überzeugung“ ablehne und verabscheue. Dr. Schumacher knüpfte daran die Feststellung, wenn im Osten nicht der Druck einer totalitären Besatzungsmacht lastete, hätte sich die Bevölkerung schon längst gegen die Gewaltherrscher jenes „Pankower Ersatzstaates“ erhoben, der die „Tyrannei der herrschenden Parteischicht“ im Dienste einer fremden Macht über die arbeitenden Menschen sei. Beide Sprecher des Westens wiesen entschieden den Versuch der Machthaber in der Ostzone zurück, aus dem „unter Druck erpreßten Resultat der Scheinwahl“ die Berechtigung abzuleiten, im Namen ihrer Bevölkerung oder gar des ganzen deutschen Volkes zu sprechen und zu entscheiden. Während der Bundeskanzler hervorhob, es werde den Menschen im Osten nicht ohne Gefahr für Leib und Leben möglich sein, frei ihrer wahren politischen Meinung Ausdruck Paris (UP). Die französische Regierung plant Notstandsmaßnahmen, um ihre Truppen in Indochina zu stärken, die zur Zeit unter dem Druck der kommunistischen „zweiten Front“ zurückweichen müssen Das Kabinett sah sich auf Grund der großen Empörung der Öffentlichkeit über die militärischen Rückschläge in Indochina gezwungen, zum zweiten Mal in dieser Woche zu einer Sondersitzung zusammenzutreten. Kurz vor dem Zusammentritt des Kabinetts waren weitere Absetzbewegungen französischer Garnisonen von ihren isolierten Standorten entlang der chinesischen Grenze bekanntgegeben worden. Die französische Regierung soll, wie berichtet wird, che folgenden Maßnahmen in Erwägung ziehen: 1. Entsendung von Verstärkungen nach Indochina, 2. in Indochina stationierte Truppen, deren Dienstzeit abgelaufen ist, weiter unter den Fahnen zu behalten, 3. die Anrufung der Vereinten Nationen in Zusammenhang mit der Entwicklung der Lage in Indochina. Festung Thatke geräumt Das französische Oberkommando teilt mit, &aß die Festung Thatke, 27 km südl. Dongkhe, geräumt wurde. Ein Sprecher des Hauptquartiers teilte mit, daß die Vorhuten der zurückgezogenen Besatzungstruppen bereits Nacham erreicht hätten. Die geheimen Rüstungsbesprechungen zwischen Mitgliedern der französischen und der amerikaifischen Regierung nahmen in Wa- Dr. Lehr — der neue Bundesinnenininister ü#* * i fRiSS l miä zu verleihen, rief Dr. Schumacher seinen Hörern in der Sowjetzone zu, sie sollten sich am Sonntag nicht herausfordem oder zu Unbesonnenheiten hinreißen lassen. Man wisse im Westen sehr genau, versicherten beide Redner, wie man- im Osten wirklich denke. Dr. Adenauer wies dabei besonders auf die ostdeutsche Jugend hin, die sich „mit beispielhaftem Mut zur Freiheit der Persönlichkeit und zu den Gütern abendländischer Kultur bekenne“. Dies sei um so höher zu bewerten, als es den jungen Menschen schwer gemacht werde „im Nebel einer unwahrhaftigen Propaganda den kritischen Blick für die Wirklichkeit offen zu halten“. Bonn (UP). Maßgebliche Persönlichkeiten der Bundesregierung erwägen die Bildung eines deutschen Sicherheitsamtes in Bonn, mit dessen Leitung ein Abgeordneter des Bundestages beauftragt werden soll. Der Leiter des Sicherheitsamtes wird vermutlich Kabinettsrang erhalten. Nach bisher vorliegenden Informationen steht der CDU-Abgeordnete Blank an aussichtsreichster Stelle der Kandidaten für den Posten eines Sicherheitsdirektors. Blank ist Gewerkschaftler und gehört dem sogenannten „linken Flügel“ der CDU an. Dem Sicherheitsamt soll unter anderem die Bearbeitung aller Fragen übertragen werden, die mit der äußeren Sicherheit des Bundesgebietes Zusammenhängen. Der Leiter des Sicherheitsamtes wird vermutlich Kabinettsrang erhalten. Alliierte Beamte wollen erfahren shington ihren Anfang. Die französischen Beauftragten richteten an die amerikanische Regierung die dringende Bitte, die Verschiffung amerikanischer Waffen nach Indochina zu beschleunigen Argentinien auf Krieg vorbereitet. Argentinien verfüge über eine schlagkräftige Armee, die auf einen möglichen Krieg vorbereitet sei, erklärte der argentinische Präsident Peron. Bonn (UP). Insgesamt 22 000 DM habe der unabhängige Abgeordnete A u m e r im Laufe des Jahres von ihm erhalten, erklärte der Erdölindustrielle T e I k e von der Gewerkschaft Elverath vor dem Untersuchungsausschuß des Bundesrates. Telle sagte, er habe Aumer diese Summen gegeben, weil der Abgeordnete als Vorsitzender des Mineralölaus- schusscs des Bundestages „mit der Erdölindustrie zu tun gehabt habe“. Auf die Frage, warum gerade Aumer bzw. gerade die Bayernpartei Gelder bekommen habe, antwortete Telle, daß auch an andere Parteien „Material über die Erdölindustrie“ gegeben worden sei und daß er auch andere Parteien finanziell unterstütze. Bedingungen habe er, Telle, an die GeldzuWendungen jedoch niemals geknüpft. Er sei natürlich am Benzinpreis interessiert gewesen, aber er habe niemals den Abgeordneten Aumer, der ihn um das Geld gebeten habe, beeinflussen wollen, eine bestimmte Richtung oder Ansicht zu vertreten. Vor dem Zeugen Telle hatte der Ausschuß den ehemaligen Schatzmeister der Bayernpartei, Konsul Dr. S c h m i d h u b e r, gehört, den der BP-Abgeordnete Donhauser als seinen Geldgeber genannt hatte. Auf die Frage, was er zu der Behauptung im Protokoll Baumgartners zu sagen habe: „Schmidhuber bezieht seine Gelder aus der gleichen russischen Quelle wie Loritz“, erklärte der Konsul: „Zu diesem Ergebnis eines Saufabends kann ich nur sagen — man könnte genau so gut behaupten, daß mir der König von England Geld gegeben habe“. Er sagte, Donhauser habe von ihm insgesamt ungefähr 4000 bis 5000 DM bekommen, weil er, Schmidhuber, ihn persönlich habe unterstützen wollen. Auf die Frage, wieso er bei der Kulmbacher Nachwahl einerseits Geld an die Bayempartei und andererseits an Donhauser gegeben habe, der schon damals in Opposition zu der Partei gestanden habe, bemerkte Schmidhuber: *Wir haben bei der Kulmbacher Nachwahl unser Ziel erreicht.“ Zu Beginn der Verhandlung war die Sekretärin der Bayempartei vernommen worden, Den Verhältnissen in der Ostzone stellte Adenauer das rege Bemühen der Bundesregierung entgegen, im Westen eine „echte soziale Ordnung“ zu schaffen, die später die Grundlage für ein gesamtdeutsches Sozial- g e f ü g e werden könne. Zu einer noch stärkeren Aktivität rief Schumacher den Westen auf, der seine Verbundenheit mit den Menschen der Sowjetzone „mehr als bisher durch Taten“ beweisen müsse. Abschließend appellierten Kanzler und Oppositionsführer an die „Frauen, Männer und Jugendlichen der Sowjetzone“, nicht zu verzagen, wie immer auch das vorher konstruierte Ergebnis der Einheitswahlen ausfallen werde. haben, daß zunächst an die Bildung eines Sicherheitsministeriums gedacht worden sei Wahrscheinlich wird sich das Sicherheitsamt, wenn die zur Zeit diskutierten Pläne verwirklicht werden sollen, der Bundeskanzlei und nicht dem Bundesinnenministerium angegliedert werden. Der Sicherheitsberater des Bundeskanzlers, Graf Schwerin, soll dann gleichfalls im Rahmen dieses Amtes tätig sein. Dem Bundeskabinett sind diese Pläne noch nicht zur Verabschiedung oder Beratung zugegangen. Vertreter der parlamentarischen Opposition berichten in diesem Zusammenhang, daß der Bundeskanzler stets geplant habe, ein solches Amt einem Zivilisten anzuvertrauen. Das angeblich geplante Sicherheitsamt würde sich vermutlich auch mit den Problemen zu beschäftigen haben, die aus der Verstärkung der alliierten Besatzungstruppen in Deutschland entstehen können. Es gilt als unwahrscheinlich, daß die Behörde sich mit Polizeifragen befassen wird. Die Haupttätigkeit des Amtes jedoch dürfte erst beginnen, wenn die Alliierten den Wunsch nach Aufstellung deutscher Kontingente innerhalb einer europäischen Armee äußern sollten. Der Leiter eines solchen Amtes würde dann demnach etwa mit einem „Verteidigungsdirektor“ verglichen werden können. Offiziell wurde die Absicht, ein solches Amt ins Leben zu rufen, weder dementiert noch bestätigt. Das Bundespresseamt erklärte auf Anfrage, daß ihm von solchen Absichten nichts bekannt sei. die das zur Debatte stehende Gedächtnisprotokoll Baumgartners ins. Stenogramm genommen hatte. Sie brachte einen Stenogrammblock mit, der ausschließlich dieses Protokoll enthielt. Wie alle anderen Zeugen wurde auch sie vereidigt und sagte unter Eid aus, daß der vorliegende Blöde die Originalniederschrift des Protokolls enthalte. „Was kosten die WAV-Stimmen?“ Recht aufschlußreich war auch die Vernehmung des Abgeordneten Loritz. „Einige Tage vor der Abstimmung Bonn-Frankfurt kam ein Herr zu mir, der mit dem heutigen Ministerialdirektor Blankenhorn zusammensaß. Dem habe ich auf seine Frage, was die Stimmen der WAV für Bonn kosten würden, Ohrfeigen angeboten“, versicherte Bundestagsabgeordneter Loritz vor dem Untersuchungsausschuß des Bundestages. Fragen nach dem Äußeren dieses Herrn konnte Loritz nur sehr ungenau beantworten. Er habe ihn vorher wiederholt mit Blankenhorn zusammen gesehen, aber nach diesem Zwischenfail habe er ihn nicht mehr im Bundeshaus erblickt. Ein Zwischenfall „Ich gratuliere der Bundespressekonferenz, daß sie einen solchen Lumpen in ihrer Mitte hat.“ Mit dieser bisher schärfsten Charakterisierung eines Pressemannes bedachte Dr. Arndt (FDP), Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Untersuchungsausschusses, den Bonner Vertreter des „Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienstes“, Ger st. Gerst hat in der sowjetisch-lizenzierten „Berliner Zeitung“ behauptet, daß Dr. Arndt im Ausschuß die Zeugen beschwichtigt habe mit dem Hinweis, bei den Bestechungen handele es sich keineswegs um strafbare Handlungen. Gerst hatte daran den Kommentar geknüpft, daß der übergroße Teil der Bonner Bundestagsabgeordneten bei dieser Feststellung aufgeatmet habe. Auf Antrag Arndts beschloß der Ausschuß, Gerst von den weiteren Beratungen. des Ausschusses auszuschließen. Der Ausschuß will dem Bundestagspräsidium empfehlen, Gerat auch das Betreten des Bundeshauses zu verbieten. Französisch-Indochina braucht rasche^JIilfe Notstandsmaßnahmen geplant — Thatke geräumt — USA sollen Bonn plant ein Bundessicherheitsamt Abgeordneter Blank als künftiger „Verteidigungsdirektor“ Unerfreuliches vor dem „Spiegelausschuß" Finanzielle „Unterstützung“ auch weiterer Gruppen? Wollen die Deutschen mitkämpfen? Von Captain B. H. Llddell Hart Wir veröffentlichten an dieser Stelle vor kurzem einen Aufsatz von Captain B. H. L i d- dell Hart, ln dem der bekannte britische Militärschriftsteller seine Ansicht zu der Frage „Warum muß der Westen rüsten?" darlegte. In einem weiteren Artikel beschäftigt sich Liddell Hart jetzt mit dem Problem, ob die westliche Welt ohne deutsche Beteiligung verteidigt werden kann Auch diese — mit den Augen eines Engländers gesehene — Untersuchung ist von bemerkenswerter Offenheit und darum geeignet, zur Klärung der Meinungsfronten in der deutschem Öffentlichkeit beizutragen. D. R. Was die beteiligten Völker auch für Befürchtungen mit einer Wiederbewaffnung Deutschlands verbinden mögen, so scheint bei ihnen einschließlich vieler Franzosen doch ausnahmslos das Gefühl zu bestehen, daß keine Verteidigungsarmee hinreichende moralische Kraft gegen einen russischen Angriff aufbringen werde, sofern ihr nicht starke deutsche „Versteifungen“ eingezogen sind. Aus diesem Grunde ringen sich selbst diejenigen, die mit einer solchen Entwicklung nur den Angriff beschleunigt auszulösen fürchten, zu dem Empfinden durch, daß hierin doch wohl die geringere von zwei ernsten Gefahren zu sehen ist. Aber wie denken die Deutschen über diese Dinge? Der Widerwille gegenüber einer Wiederbewaffnung, der von allen Führern der hauptsächlichen politischen Parteien Westdeutschlands, mit denen ich sprach, an den Tag gelegt wurde, mag „als zu schön um wahr zu sein“ erscheinen. Ist diese Ablehnung echt oder wird sie nur zur Schau getragen, um die Westmächte in ihrem Eifer zu bestärken, Deutschlands Wiederbewaffnung zu erzwingen? Es ist ganz natürlich, daß die Deutschen die Vorteile einsehen, die der Zustand des Umworbenseins ihnen bringt. Noch natürlicher wäre es, wenn sie eine Art Schadenfreude darüber empfinden würden, daß ausgerechnet die Länder, die mit solchem Eifer alles Soldatentum in Deutschland ausgerottet und seine Industriebetriebe niederzulegen bestrebt waren, jetzt zu der Erkenntnis gekommen sein sollten, daß sie ohne deutsche Hilfe hilflos gegen einen Angriff sind. So ist die Meh rheit in Deutschland zur Passivität, um nicht zu sagen zum Pazifismus geneigt. Das ist die Folge zweier katastrophaler Kriege, zweier Besatzungen und einer bis in das Innerste der Seele dringenden Enttäuschung. Vor allem in der jüngeren Generation ist ein ausgeprägter Widerwille gegen den Gedanken an eine militärische Dienstpflicht verbreitet Die jungen Leute selbst oder ihre älteren Brüder sind mit 15 Jahren von den Schulbänken weg zur Flak eingezogen worden, sie haben die Schrecken und die Aussichtslosigkeit der Abwehr gegen die Massen- bombardierungen ihrer Heimatstädte zu spüren bekommen. Und als sie nur wenig älter geworden waren, hat man sie mit einem Mindestmaß an AusbUdung und Ausrüstung einer Invasion entgegengestellt, die an Zahl und allen modernen Kampfmitteln ungeheuer Überlegen war. Was diese jungen Leute einzig kennen lernten, war Niederlage in bitterster Form. Was bei ihnen haften blieb, war die Überzeugung von der Nutzlosigkeit jeder Verteidigung. Die Kriegsgeneration im eigentlichen Sinne, die etwas älteren Jahrgänge, weist in ihren Reihen ungeheure Lücken auf — eine Folge des großen Sterbens auf den Schlachtfeldern oder in russischer Gefangenschaft. Die Überlebenden bewahrten sich ihr Selbstvertrauen im Gefühl ihrer vielerprobten soldatischen Bewährung — aber es fehlt ihnen das Vertrauen, daß die Besatzungsmächte in der Lage sein werden, Westdeutschland oder Westeuropa zu verteidigen. Sie wissen aus eigener Erfahrung, wie leicht es ihnen 1940 gelang, den Westen zu überrennen. Das gibt ihnen Zweifel, sich in eine Verteidigungsfront einzureihen, die zum großen Teile aus diesen schwachen und noch immer ungefestigten Nachbarn besteht. Warum, so fragen sie, soll man sich bei so geringen Erfolgsaussichten an einer Abwehr beteiligen, die bloß ihre Heimat, ihre Familien und sie selbst der Zerstörung und noch schlechterer Behandlung durch die Russen aussetzen würde? Bei den alten Soldaten, die eher zu kämpfendem Einsatz bereit wären, sind noch andere Hemmungen wirksam. Sie sind voll Erbitterung über die Art und Weise, in der sie nach dem Kriege behandelt wurden, nicht nur durch die Alliierten, sondern ebenso durch ihre / Samstag, den 14. Oktober 1950 eigenen Landsleute. Hinzu kommt die Erbitterung über die Verurteilung in den Kriegsver- brecherproze*en. Zuerst standen die meisten Deutschen diesen Prozessen teilnahmsles gegenüber. besonders soweit es sich dabei um Generale handelte. Aber mit dem Verfahren gegen den Feldmarschall von Manstein bahnte sich auch ein Umschwung der Empfindungen an. Die Hartnäckigkeit, mit der die Alliierten darauf bestehen, deutsche Offiziere für Handlungen in Haft zh halten, die sie bei der Bekämpfung kommunistischer Partisanen zwangsweise tun mußten, ist zum Gegenstand verbreiteter Beschwerden geworden. Die Deutschen kritisieren scharf, was über die drastischen Maßnahmen der Franzosen in Indochina oder Engländer in Malaya und der Amerikaner in Korea berichtet wird. Viele von ihnen äußern, daß sie gar nicht daran dächten, zu kämpfen, solange ihre alten Kameraden oder Chefs noch hinter Gittern sind. Selbstverständlich unterliegen die Ansichten in Deutschland dem gleichen schnellen Wechsel, wie dies in anderen Ländern der Fall ist. Schon während meines kurzen Aufenthaltes dort konnte ich den Umschwung feststellen, der dem Angriff gegen Südkorea folgte. Man sah schnell ein, daß ein Gleiches sich auch in Westdeutschland vollziehen könne. Viele, die jeden Gedanken an eine Wiederbewaffnung vorher abgelehnt und sich mit einer passiven Rolle abgefunden hatten, ließen den Wunsch zur Selbstverteidigung erkennen — mindestens gegen einen Angriff durch ostdeutsche Polizeikräfte oder andere russische Satelliten. Wahrscheinlich würde es also keine Schwierigkeiten machen, hinreichend Freiwillige, und zwar ausschließlich solche mit Kriegserfahrung, zu erhalten, um eine Armee von 10 bis 20 Divisionen zu bilden, welche die vorhandenen alliierten Deckungsstreitkräfte verstärken könnte. Weit schwieriger dürfte es sein, eine solche Truppe mit einer angemessenen Ausrüstung zu versehen. Unter den augenblicklichen Verhältnissen würde es einer langen Frist bedürfen, und während dieses Wiederaufbauprozesses würde die Gefahr eines russischen Präventivkrieges in ganzer Schwere drohen. Der gangbarste Weg könnte vielleicht darin bestehen, daß man mit der Bildung einer kleinen „Internationalen Armee“ oder „Europäischen Legion“ beginnt, in die Freiwillige aller westlichen Länder, also auch Deutsche, unmittelbar und gleichberechtigt eintreten könnten. Ein Flammenmeer über 150 Kilometer Beschießung der koreanischen Ostküste — Harte Kämpfe um Kumtschon Tokio (UP). Die vor der koreanischen Ostküste stehende Kriegsflotte, an ihrer Spitze das amerikanische Schlachtschift „Missouri", berichtet, daß ein über 150 Kilometer langer Küstenstreifen Nordkoreas nach der bereits über 24 Stunden andauernden Beschießung in Flammen steht. Die lange Dauer dieses Beschusses bestärkt militärische Beobachter in der Überzeugung, daß damit ein neues Landungsunternehmen der Truppen der Vereinten Nationen vorbereitet wird. Von Jagdbombern und Torpedoflugzeugen wurden am Freitag 30 kommunistische Schiffe versenkt. Sonniges Wetter begünstigte am Freitag die Durchführung der Beschießungsaktion, in deren Mittelpunkt ein konzentrierter Angriff auf die wichtige Industriestadt Tschong- j i n stand, das über drei Stunden läng beschossen wurde. Von Bord dieser Schiffe aus wurden über der Stadt riesige Stichflammen und große Rauchwolken beobachtet. Aufklärungsflugzeuge berichten, daß „alle Einrichtungen von strategischer Bedeutung“ in Tschongjin zerstört oder wenigstens schwer beschädigt seien. Auch die Rundfunkstation Tschongjin hat ihre Sendungen eingestellt. Offenbar sind auch diese Anlagen zerstört worden. ln Kumtschon eiqgedrungen Die erste amerikanische KavaUeriedivision ist am Freitag abend ins Stadtgebiet von Kumtschon eingedrungen. Ihr Vormarsch in Richtung auf Py o n g y a n g wird von fanatisch kämpfenden Nordkoreanern erschwert, die sich im Raum von Kumtschon in Bunkern verschanzt haben, die bis zu drei Meter dicke Mauern besitzen. Kumtschon war eine der bedeutendsten nordkoreanischen Befestigungen. die eing starke Garnison aufwies. Die amerikanische Vorausabteilung, die am Donnerstag westlich von Kumtschon vorstieß und Hanp«, einen über 25 Kilometer nördlich des 38. Breitengrades liegenden Ort, besetzte, hat etwa 1500 bis 2000 Kommunisten eingekesselt und war am Freitag mit der Vernichtung dieses Verbandes beschäftigt. An der .rechten Flanke der ersteh Kavalleriedivision nähert sich ein weiterer amerikanischer Verband, der 20 Kilometer nördlich des 38. Breitengrades und 20 Kilometer östlich von Kumtschon liegenden Stadt Tschangwa. Zum Angriff angetreten Die dritte südkoreanische Division ist längs der von Wonsan nach Pyongyang führenden Straße zum Angriff angetreten und hat sich im Laufe des Freitag einige Kilometer in westlicher Richtung vorgearbeitet. Die südkoreanische Hauptstadt-Division, die gemeinsam mit der dritten südkoreanischen Division Wonsan besetzte, ist noch immer mit Säuberungsmaßnahmen in und um Wonsan beschäftigt. * Die Zahl der kommunistischen Gefangenen, die sich den Streitkräften der Vereinten Nationen ergeben haben, hat sich am Freitag auf über 60 000 erhöht. Ein Sprecher des alliierten Hauptquartiers in Tokio-teilte mit, daß nordkoreanische Befehle erbeutet wurden, nach denen ursprünglich unmittelbar nördlich des 38. Breitengrades eine starke kommunistische Verteidigungslinie aufgebaut werden sollte. Weiter ist diesen Befehlen zu entnehmen, daß weiter nördlich die Errichtung einer zweiten Linie vorgesehen war. Der schnelle Verlust von Wonsan habe jedoch dazu beigetragen, die Pläne der Kommunisten in Unordnung zu bringen. US-Vorschlag über Korea-Besatzung Rhee-Regierung auf Südkorea beschränkt Lake Success (UP). Die Vereinigten Staaten haben der Entscheidung des Interimsausschusses der Vereinten Nationen für Korea ihre Zustimmung erteilt, die Machtbefugnisse der Syngman-Rhee-Regierung auf Südkorea zu beschränken. Der Beschluß des Ausschusses wurde sofort an General Mc Arthur weiter geleitet. Der amerikanische Delegierte in dem Interimsausschuß, Ross, hat dem Ausschuß einen Plan der amerikanischen Regierung unterbreitet, in dem eine sich in drei Stadien abwickelnde Besatzungspolitik für Nord-Korea Umfangreiche Arbeit im Bundestag Abg. Ehlers soll Bundestagspräsident werden Bunn (UP). Vor Beginn der 91. Sitzung des Bundestages vereidigte der amtierende Präsident des Bundestages, Professor Carlo Schmid, in einer kurzen feierlichen Handlung den neuen Bundesinnenminister Dr. Robert Lehr. Gegen die Stimmen der Opposition billigte der Bundestag die Verlängerung des vorläufigen Haushaltsplanes bis zum Ende des Jahres. Der Bundestag ermächtigte die Regierung weiter, mit Genehmigung des Haushaltsausschusses den Kreditplafond von 1,5 Milliarden DM um 500 Millionen zu überschreiten. Gegen die Stimmen der Opposition wurde der Gesetzentwurf über die Selbstverwaltung in der Sozialversicherung angenommen. Der SPD-Abgeordnete Schüttle begründete die Ablehnung seiner Partei mit der Auffassung, dieses Gesetz gewährleiste „nicht die Wiederherstellung, sondern eine Herabminderung“ der Selbstverwaltung in der Sozialversicherung. Das neue Preisgesetz konnte nicht verabschiedet werden, da der Entwurf nach Ansicht der FDP wegen seiner Bedeutung nicht in Abwesenheit des Bundeswirtschaftsministers beraten werden sollte. Ein Entwurf zur Änderung des Gesetzes über die Genossenschaftskassen wurde vom Bundestag einstimmig gebilligt Im Aufträge des Ausschusses für Geschäftsordnung ersuchte Dr. Horlacher (CDU?CSU) den Bundesjustizminister, gesetzliche Möglichkeiten vorzuschlagen, damit Verächtlichmachung des Bundestages strafrechtlich verfolgt werden könnte. Mit Mehrheit wurde ein Zentrumsantrag gebilligt wonach die Bundesregierung ein Gesetz über die Beschäftigung von Schwerbeschädigten vorlegen soll Zu einem SPD-Antrag über eine Erhöhung der Unterstützungssätze für Fürsorgeempfänger sagte Arbeitsminister Storch, der Kreis der Bedürftigen sei so groß, daß die Sozialleistungen nicht ohne Schwierigkeiten gesteigert werden könnten. Es fehle das Geld dazu. Der CDU-Abgeordnete Dr. Ehlers hat seiner Fraktion mitgeteilt daß er die Kandidatur für den Posten eines Bundestagspräsidenten annehmen werde. Die CDU will in einer der nächsten Sitzungen des Bundestages eine Neuwahl des Präsidenten anregen. Konferenz der Innenminister Die Innenminister der elf Länder trafen am Freitag zu einer informatorischen Besprechung im Bundesinnenministerium in Bonn zusammen. Neben laufenden Verwaltungsfragen waren Polizei- und Sicherheitsprobleme Hauptthemen der etwa fünfstündigen Sitzung. Die Tagung war von den Länderinnenministem einberufen worden. Die ebenfalls zur Erörterung stehenden Fragen der Bereitschaftspolizei werden nunmehr von den Innenministern den einzelnen Länderkabinett«) vorgelegt und von den Ministerpräsidenten diskutiert. Das Finanzierungsproblem soll am kommenden Donnerstag in einer gemeinsamen Tagung der Länder-Innen- und Finanzminister seine Erledigung finden. Bayerischer Staatsbesuch beim Vatikan. Der bayerische Ministerpräsident Ehard ist mit seiner Gattin und seinem politischen Berater, Ministerialdirektor Schwendt, aus Anlaß des Heiligen Jahres nach Rom abgereist, wo er dem Vatikan einen Staatsbesuch abstatten wird Umrissen ist. Er sieht eine beschleunigte Umwandlung der Militärverwaltung in eine zivile und die Verwendung einer höchstmöglichen Anzahl nichtamerikanischer Beamter in den Verwaltungsbehörden vor. Truman in Hawaii eingetroffen Vor den Besprechungen mit McArthur Honolulu (UP). Präsident Truman ist am Samstagfrüh auf dem Hickam-Flugplatz bei Honolulu eingetroffen. Als Truman seinem Flugzeug entstieg, begrüßte ihn der blaue Himmel und die strahlend heiße Sonne Hawaiis. Das hawaiische Parlament ist zu einer Sondersitzung zusammengetreten in der Hoffnung, Truman werde eine Ansprache vor dem Haus halten. In Tokio verlautet, daß General MeArthur am Samstagmorgen vom Flugplatz Haneda bei Tokio abfliegen wird, um sich zu Präsident Truman zu begeben. Bradley: Schneller rüste»! General Omar Bradley, der Chef des gemeinsamen amerikanischen Generalstabes, stellte fest, daß der Umfang des amerikanischen Wiederaufrüstungsprogrammes nicht ausreichend sei. Er kündigte an, daß der gemeinsame Generalstab schon in Kürze Präsident Truman einen Plan zur' Beschleunigung der Mobilisierung vorlegen werde. Heinemaim zur Aufrüstungsfrage Die Gründe seiner Demission Bonn (UP). „Wir legitimieren unser Deutschland selbst als Schlachtfeld, wenn wir uns in die Aufrüstung einbeziehen“, schreibt der ehemalige Bundesinnenminister Dr. Heinemann in einem Artikel zur deutschen Sicherheitsfrage. „Es kommt darauf an, daß die Chance für eine friedliche Lösung nicht verloren geht“ Heinemann beschäftigt sich in dem Artikel mit dem Problem einer deutschen Wiederaufrüstung. Es sei nicht Sache der Bundesrepublik, um eine Beteiligung an militärischen Maßnahmen nachzusuchen oder sie anzubieten. „Wenn die Westmächte unserer Mitwirkung zu bedürfen glauben, so mögen sie an uns herantreten und dabei verbindlich sagen, welches die Grundlagen einer etwa von ihnen gewünschten deutschen Mitwirkung sein sollen.“ Die Sicherung der Bundesrepublik nach außen sei nach wie vor Angelegenheit der Alliierten. Vor der Frage, ob Deutsche in der Bundesrepublik einen müitärischen Beitrag zur Verteidigung Westeuropas leisten würden, stehe die andere Frage, „ob die Bundesregierung im voraus ungefragt ihre Bereitwilligkeit zur militärischen Beitragsleistung erklärt hat“. „Ist es vertretbar, daß eine Erklärung von solch entscheidungsvoller Tragweite vom Bundeskanzler abgegeben wird, ohne daß das Kabinett an der Willensbildung beteiligt ist?" fragt Heinemann. Weiter will er wissen, ob es vertretbar sei, daß das deutsche Volk nur von außen her von der Bereitwilligkeit seiner Regierung zur militärischen Beteiligung an einer Verteidigungsmacht unterrichtet werde. Der Bundeskanzler habe zwar erklärt, daß er keine solche Verpflichtungen eingegangen sei. „Das hatte niemand behauptet. Zur Erörterung steht lediglich eine Bereitwilligkeitserklärung. Darüber wird deutscherseits geschwiegen. Was also steht im Memorandum des Bundeskanzlers vom 29. August, dem die Bundesregierung am 31. August zugestimmt hat?“ fragt Heinemann. Für besonders bedeutungsvoll hält Heinemann die Frage, ob eine westdeutsche militärische Beteiligung auf Rußland provozierend wirken kann. Ein europäischer Krieg mit deutscher Beteiligung würde ein Krieg Deutscher gegen Deutsche sein. Wer auch immer die erste Schlacht gewinnt — der Stoß geht in deutsches Land, im Westen oder im Osten. Abschließend bemerkte Heinemann zu seinem Rücktritt, daß er demissioniert habe, weil er die Verantwortung nicht habe tragen können, die einem Bundesminister zugemutet wird. „Wo die dem Kanzler obliegende Bestimmung der politischen Richtlinien so verstanden wird, daß eine gemeinsame echte Willensbildung nicht stattfindet, und wo jeder nur mit Vorwürfen zu rechnen hat, der sich den Richtlinien nicht willig fügt, möchte und kann ich keine Mitverantwortung tragen.“ USA-Sicherheitsgesetz wirkt sich aus Zahlreiche Deutsche festgehalten — Schärfer« Überprüfung von Visa-Anträgen — Verschiedene Proteste Washington (UP). Das Schicksal vor zahlreichen Deutschen, die noch auf Ellis Island festgehalten werden, ist bis jetzt noch ungeklärt. Unter den Festgehaltenen befindel sich der Opernsänger Hans Hotter. Beamte des Außenministeriums und des Justizministeriums in Washington sind damit beschäftigt, zu prüfen, ob vielleicht doch eine Möglichkeit vorhanden ist, diesen Deutschen die Einreise naeh den USA zu gestatten. In nicht-amtlichen Kreisen wird betont, es "ei zu erwarten, daß die amerikanischen Stellen beschließen werden, das neue Gesetz zui Wahrung der inneren Sicherheit der USA, das Angehörigen und ehemaligen Mitgliedern totalitärer Gruppen die Einreise verbietet, gegenüber solchen Personen mit Nachsicht anzuwenden, die bereits ein Visum besitzen und in den USA schon angekommen sind oder sich bereits auf der Reise nach den USA befinden. Es steht jedoch fest, daß künftige Antragsteller eingehender als bisher überprüft werden. Beamte des amerikanischen Konsulats in Frankfurt am Main äußerten, daß etwa 1000 Deutsche von den neuen Verfügungen des State Department betroffen sein dürften. In einem Schreiben an Bundeskanzler Adenauer erhebt der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie, Berg, Einspruch gegen die Verschärfung der Reisebestimmungen nach den USA. In amerikanischen Regierungskreisen wurde erklärt, daß spanische Falangisten die Einreisegenehmigung in die USA erhalten können, ungeachtet des Gesetzes gegen den Kommunismus und Faschismus. Neues aus aller Welf Die Unterweisung im Tunnel Sechs Tote durch Dynamitexplosion Trento (UP). Sechs Personen wurden durch Explosion einer Dynamitladung in einem Tunnelbau unweit der italienischen Stadt Trento getötet. Ein Ingenieur unterwies fünf Tunnelarbeiter im Gebrauch einer neuen elektrischen Vorrichtung, mit deren Hilfe 36 Ladungen gleichzeitig zur Explosion gebracht werden können. Plötzlich explodierte eine Dynamitladung von selbst und tötet« alle sechs Flugzeug in Flammen Drei Besatzungsmitglieder verbrannt Casablanca-Marokko (UP). Ein zweimotoriges Verkehrsflugzeug stürzte gleich nach dem Start mit sieben Personen an Bord ab. Der Pilot versuchte noch, eine Notlandung zu machen, konnte aber den Flugplatz nicht mehr erreichen. Das Flugzeug ging sofort in Flammen auf. Die vier Fluggäste konnten gerettet werden, während die drei Besatzungsmitglieder in den Flammen umkamen. Der Mann, der „Nein“ sagte Skandal vor dem Traualtar Rom (UP). Eine glänzende Schar von 500 prominenten .Gästen füllte die Kirche, als der Priester den jungen Vittorio Jannitti-Piromallo vor dem Altar fragte, ob er die junge Dame an seiner Seite zum Weibe nehmen wolle Der junge Mann sagte „Nein“, marschierte aus der Kirche hinaus, warf sich in ein Tax?’ und fuhr nach Hause. In der Kirche blieben die weinende Braut, ihre. Eltern, secte Priester, zwei Brautjungfern, der Brautzeuge und die bestürzt schweigenden Gäste zurück. Das „intime“ Hochzeitsfrühstück, das im Hotel Excelsior für 80 Gäste vorbereitet worden war, mußte abgesagt werden. Jannitti-Piro« mallo, von Reportern bestürmt, meinte ledig* lieh: „Bis an das Ende meiner Tage wäre ich an das Mädchen gefesselt gewesen... bis zur letzten Minute habe ich darüber nachgedacht; Dann, als der Priester mich fragte, hatte ich mich entschieden: ich sagte nein“. — Vittorio mußte tags darauf seine Wohnung verbarrikadieren. Die Menge wollte zu dem „Schuft, den man hängen sollte“, eindringen. Die Braut soll inzwischen Rom verlassen haben. Diskontsatz wird nicht erhöht Der Zentralbankrat beschloß ln einer Sondersitzung in Anwesenheit von Kabinetts- mitgüedern, den Diskontsatz nicht zu erhöhen. Gleichzeitig einigte sich der Zentralbankrat mit den zuständigen Fachministern, die Liberalisierung beizubehalten. Der Zentralbankrat beschloß ferner, in Kürze wieder Anträge auf Importlizenzen an- zunehme*. Eine entsprechende Anweisung der Bank Deutscher Länder ist bereits ergangen. Die bisher erteilten aber nicht ausgenützten Einfuhrbewilligungen verfallen am Samstag. An der Sitzung des Rates nahmen zeitweilig auch der Bundeskanzler und die Bundesminister für Wirtschaft, Finanzen, Ernährung und Marshallplan teil. Der Zentralbankrat beschloß, daß Antragsteller auf Importlizenzen in Zukunft vor der Erteilung einer Einfuhrbewilligung den Abschluß eines Kaufvertrages nachweisen und gleichzeitig auf ein Konto bei der Bank Deutscher Länder 50 Prozent des Kaufpreises einzahlen müssen. Die Außenhandelbsbanken dürfen in Zukunft einen bestimmten Betrag für Wechsel zur Finanzierung von Importen ihrer Kunden nicht überschreiten, uro Wechselreitereien zu verhindern. In Kreisen der Bundesregierung und der Bank Deutscher Länder hofft man, daß durch diese Regelung ein hoher Devisenbetrag zur Bezahlung des Importprogrammes der Bundesregierung frei wird. Während der Verhandlungen ist es gelungen, die gegensätzliche Auffassung über die notwendigen Maßnahme n zwischen den Bundesnnnistem Blücher und Erhard zu beseitigen Blücher hatte vorgeschlagen, die notwendigen Devisen mit Hilfe von Maßnahmen auf dem Gebiet der Liberalisierung zu beschaffen, während sich Erhard für eine dreißigprozentige Vorfinanzierung von Importlizenzen durch die Importeure und eine Dis konterhöbung ausgesprochen haben soll Geringer Rückgang der Spareinlagen Bei den württembergischenSparkassen überwiegen die Abhebungen von Spargeldern die Einzahlungen neuer Ersparnisse nur geringfügig. Wie der Württembergische Sparkassen- und Giroverband mitteilt, standen im Juli den Auszahlungen von 16,1 Millionen DM Einzahlungen von 14,9 Mülionen DM gegenüber Im August wurden 13,95 Millionen DM eingezahlt und 14,8 Millionen DM abgehoben. Der Einlagenbestand ging vom 1. Juli bis 31. August 1950 von 274,1 Millionen DM auf 272,1 Millionen DM zurück. Die steuerbegünstigten Einlagen sind im August auf 9,6 Millionen DM angewachsen und machen 3,5 Prozent der gesamten Spareinlagen aus. Naeh dem Stand von Ende Juni 1950 kamen in Nord- und Süd- Württemberg einschließlich Hohenzollern aui den Kopf der Bevölkerung 76 DM Spareinlagen. Der Durchschnitt im Bundesgebiet betrug 55 DM. Die Einlagen von Wirtsch 'ts- untemehmen und Privaten auf Depositen-. Giro- und Kontokorrentkonten sind vom 1 7 bis 31. 8. 1950 von 469,4 Millionen DM au* 490.4 Millionen angestiegen. Die Gesamteinlagen beliefen sich somit Ende August au: 762.5 Millionei» DM. Ha* Sdtid§s&l des deutschen Ostens Studienrat Dr. Böer im Stadtausschuß der katholischen Aktion Mit einem Vortragsabend von Studienrat Dr. Böer im Jugendheim von St. Peter über das politische und religiöse Schicksal Ostdeutschlands nahm der Stadtausschuß der katholischen Aktion am Donnerstag seine Winterarbeit auf. In seinem Begrüßungswort an Redner und Hörer teilte Religionslehrer Wolf u. a. m it, daß der Stadtausschuß monatliche Zusammenkünfte plane, wobei zeitgemäße Themen besprochen würden. Mit wissenschaftlicher Gründlichkeit erläuterte Studienrat Dr Böer die historischen und die zeitgeschichtlichen Zusammenhänge der Problemstellung Ost-West. Aus den interessanten, durch reiches Tatsachenmaterial unterstützten Darlegungen des Vortragenden geben wir die folgenden Gedankengänge wieder: Friedliche Kolonisation Ostdeutschland wurde nicht, wie die Polen behaupten, erobert. Die Kolonisation und die Christianisierung verliefen im wesentlichen friedlich. Von Passau, von Salzburg, von Regensburg, von Prag aus wurde missioniert. Zisterzienser, Prämonstratenser, Augustiner bauten Klöster und Kirchen. Bereits im 13. Jahrhundert sei der ostdeutsche Raum mit westdeutschen Menschen besiedelt gewesen. Die slavische Minderheit habe sich im 14. und 15. Jahrhundert mit den Deutschen vermischt. Ein neuer Menschen- typ sei entstanden, der sich bis in die Gegenwart erhalten habe Der ostdeutsche Mensch Als wesentlichste Grundzüge des ostdeutschen Menschen führte Dr. Böer an: 1. Die Zurückdrängung des Persönlichen zugunsten des Gemeinschaftlichen. 2. Das reformato- rische Streben, z. B. durch Luther in der Kirche, durch Opitz in der Sprache, durch Gottsched für die Bühne. 3. Der Wille zur staatlichen Einheit. Während Westdeutschland in 300 Territorien aufsplitterte, blieb in Ostdeutschland die Einheit erhalten. 4. Der starke Einsatz des Willens, wie er sich bei Heinrich dem Löwen, später bei Kant, bei Fichte, bei Nietzsche finde. Der Gedanke der deutschen Einheit, wie ihn heute die Ostzonenregierung für sich in Anspruch nehme, sei keineswegs kommunistisch, sondern wurzle im ostdeutschen Volkscharakter. Die ,.Wegentwicklung von der Kirche“ im 16. Jahrhundert, so fuhr Dr. Böer fort, habe im deutschen Osten zu einer Wegentwicklung von „Gott“ geführt. Die Hofgesellschaft Friedrich II., so berichteten Historiker, sei weitgehend atheistisch gewesen. Wenn heute der eine oder andere der kommunistischen Gottlosenpropaganda erläge, sei das z. T. auch historisch bedingt. Ost und West Im zweiten Teil seines Vortrags befaßte sich Dr. Böer mit der zeitgeschichtlichen Entwicklung des deutschen Ostens. Die westdeutsche Auffassung: Die ostdeutsche Republik sei illegal, weil sie nicht aus freien Wahlen hervorging, sie habe kein Recht,, für die Sowjetzone, geschweige denn für Deutschland zu sprechen. Die ostdeutschen Ziele: Beseitigung des westdeutschen Eigenstaates, des Ruhrstatuts, der Saar-Autonomie, die Errichtung eines einheitlichen deutschen Staates. Damit sei die Trennung da, die Zweiteilung des deutschen Raumes Wirklichkeit! Die Wahlen vom Sonntag würden, so meinte Dr. Böer, eine gewisse Entscheidung bringen, wahrscheinlich werde die Trennung noch stärker. Ausblick auf die Zukunft Solange die Besatzungsmächte im Land seien, sei eine Verschmelzung unmöglich! Trotzdem dürfe die Hoffnung nicht abgegeben werden, denn auf beiden Seiten gäbe es Deutsche, die die Vereinigung wünschten. Vorher aber habe Ostdeutschland die gewaltige Aufgabe zu lösen, das kommunistische 1 Viertel „Bruchsaler Roten” für 30 Pfennig Erinnerungen eines alten Reichsba hnamtmanes in Bruchsal Während in Bruchsal vom 11. bis 20. August die große Lehr- und Leistungsschau „Kraich- gau und Bruhrain“ stattfand, beging das würt- tembergische Geislingen die Jahrhundertfeier der Geislinger Steige. Am Festzug in Geislingen beteiligte sich der Verkehrsverein Bruchsal mit einem eigenen Festwagen: Brudisaler Schloß, Rokokopagen u. Graf Kuno. Ein heute pensionierter Reichbahnamtmann, E. Scheifele von Cannstatt, der seine alte Anhänglichkeit an Bruchsal bewahrt hat, schrieb dieser Tage dem Verkehrs verein u. a.: Ich bin geborener Geislinger und am 15. März 1901 in die Dienste der Firma Schnabel und Henning getreten, der ich 6 Jahre im Innen- und Außendienst angehört habe. Ich war daher besonders erfreut, im Festzug der „Jahrhundert-Feier der Geislinger Steige“ den prächtigen Bruchsaler Festwagen bewundern zu können. Mit Nachstehendem drängen sich bei mir einige persönliche Erinnerungen an meine Bruchsaler Zeit in den Vordergrund: Wie oft waren wir im damaligen Kaiserhof und in der Bahnhofskantine mit dem württembergischen Personal zusammen, bevor es schlafen ging oder aber sich zur Rückfahrt ins „Reich“ mit den Frühzügen rüstete. Vielleicht war es bei uns jungen Menschen zuweilen die Sehnsucht nach heimatlichen Klängen, denn sobald die Grenzpfähle damals verblaßten, wurden sie immer wieder auf beiden Seiten mit leuchtenden Farben neu gestrichen. Der Begriff des „Reingeschmeckten“ hat sich schnell verflüchtigt und geblieben sind wertvolle Freundschaften und Bündnisse für das ganze Leben. Einträchtig haben wir den „Brusler Dorscht“ miteinander bezwungen, was uns trotz des bescheidenen Einkommens möglich war, denn Yi Bruchsaler oder Unteröwisheimer Roter kostet 20 damalige Pfennige und 12. Pfennige 1 Glas Monninger Hell oder Dunkel, und durch Schrotkügelchen im Untersatz wurde die Anzahl der gelerten Gläser überwacht. Da die von der Obrigkeit für die Bewältigung des Dorschtes festgesetzte Zeit nicht immer ausreichte .mußten wir hierüber auf der Wachstube des Rathauses Aufschluß geben, aber mit den Hütern der öffentlichen Ordnung haben .wir stets freundschaftlichen Gruß gewechselt und auch mit ihnen angestoßen, wenn unser Gewissen nicht ganz sauber war. Die furchtbaren Wunden, die der Krieg Ihrer Stadt geschlagen hat, haben meine Freunde und mich tief ergriffen. Aus alter Anhänglichkeit verfolgen wir den Wiederaufbau Ihrer Stadt, dem auch die Bemühungen und die Rührigkeit des Verkehrsvereins dienlich sind. So möge sich denn auch die ersprießliche nachbarliche Zusammenarbeit zum Segen und Wiedergedeihen der Stadt Bruchsal auswirken. In diesem Sinne erlaube ich mir herzlichen Gruß zu entbieten. Regime voti innen her zu überwinden. Die „Angst der Welt“ vor einem starken Deutschland sei allerdings einer Vereinigung wenig förderlich: Dr. Böer berief sich auf Lucius D. Clay: Die westliche Welt würde sich eher bereit finden, Westdeutschland allein willkommen zu heißen, als ein einheitliches ‘ Deutschland mit 60 oder 70 Millionen Menschen. Die westdeutsche Verpflichtung Westdeutschland müsse sich trotz aller Gegensätzlichkeiten der Verpflichtung bewußt bleiben, Ostdeutschland nicht im Stich zu lassen, es innerlich zu umfassen, es wieder in das gesamte Deutschland zu führen und ihm einen seinem Rang .seiner Größe und seiner Wenn Gleise „unruhig” werden ... Besuch bei einem der sechs Oberbau • Lerfrbauzüge der Bundesbahn Ueberall auf den Strecken der Bundesbahn sieht man Bautrupps an den Gleisen bei der Arbeit. Schwer ist die Tätigkeit der Männer, denn bei jedem Wetter muß sie ausgeführt werden, — das ist der erste Eindruck, der sich auf drängt. Der Leiter eines solchen Trupps muß eine umfassende Ausbildung haben. Nur dann kann er die verantwortungsvolle Tätigkeit der Männer, die für die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Bundesbahn mit von ausschlaggebender Bedeutung ist, wirklich leiten. Es ist nicht leicht, Rottenmeister zu werden. Die besten Bautrupparbeiter, die drei Jahre Dienst bei der Bundesbahn und gute Kenntnisse im Schienenverlegen haben sollen, werden ausgesucht, gemeldet. Daß sie gewissenhaft und zuverlässig sein müssen, ist selbstverständlich. Dann ist eine Vorprüfung. Nur wenige kommen in einen der sechs Oberbau- Lehrbauzüge, die die Bundesbahn in Westdeutschland unterhält, zu einem achtmonatigen Lehrgang. 37 Männer aus den Bereichen der Eisenbahndirektion Stuttgart, Frankfurt und Augsburg, im Alter zwischen 23 und 43 Jahren, waren kürzlich unter Leitung eines technischen Reichsbahninspektors in dem Oberbau-Lehr- bauzug 2925 zusammengezogen. Mit allen Gebieten des Oberbaues werden diese „Schüler“ vertraut gemacht: die verschiedenen Bauarten, die Bettungserneuerung, die Gleis-, Söhienen- und Schwellenerneuerung, die Entwässerung der Bahnkörper und die mannigfachen Weichenanlagen müssen gründlich, praktisch’ und theoretisch studiert werden. Die Wandtafel im Unterrichtsraum verrät, daß der zukünftige Rottenmeister auch mit Rechen- und Zeichenstift umzugehen verstehen muß. * Wußten Sie schon, daß Schienen „wandern“, daß Gleise „unruhig“ werden, wenn die Entwässerung nicht in Ordnung ist? Oder aber gar, daß es eine Art „Fieberthermometer für Schienen“ gibt? So ein Fieberthermometer darf bei Gleisarbeiten nicht fehlen, denn nach der jeweiligen , Schienenreparatur muß die Stoßlücke (die Stelle, an der zwei Schienen Zusammenstößen) mehr oder weniger weit gehalten werden. Das heißt, sie ist so zu berechnen, daß bei 26 Grad Schienenwärme die Lücke geschlossen ist. Und genau muß die Arbeit ausgeführt sein, trotz des schweren Materials und den Unbilden der Witterung. „Was der Gleistechniker millimetergenau auf dem Papier entwarf, muß der Rottenmeister mit seinem Bautrupp millimetergetreu in der Natur ausführen“, sagt der Lehrgangsleiter. Nicht mehr als einen Millimeter dürfen z. B. zwei parallel liegende Schienen in der Höhe von einander abweichen. * Wo es etwas zu lernen gibt, dort hält der Lehrhauzug. Der Zug der Einsenbahndirektion Stuttgart, dem unser Besuch gilt, übte die Entwässerung an der Geislinger Steige und studierte die Weichenanlagen auf dem großen Rangierbahnhof Kornwestheim, die Gleisschäden auf der vielbefahrenen Hauptstrecke Stuttgart—Bruchsal—Mannheim. Insgesamt 22 Wagen umfaßt dieser Zug. Wohn- und Schlafwagen, ein wenig eng, aber so gemütlich wie möglich ausgestattet; ein Unterrichtswagen, in dem weder die schwarze Tafel noch der Projektionsapparat und eine Gesteinssammlung fehlen, Küchenwagen, Waschwagen mit Becken und Brauseeinrichtung, Werkstatt-, Büro-, Geräte- und Maschinenwagen. Ein eigener Kesselwagen versorgt den ganzen Zug mit fließendem Wasser. Für die wirkliche Freizeit — sie ist nicht zu reichlich berechnet, wenn man weiß, daß es abends noch zu pauken gibt — sind Radiogeräte vorhanden. A. R. Jubilarfeier bei Siemens Im Rahmen einer Feierstunde anläßlich d s Gründungstages der Firma Siemens a:n 12. Oktober wurden die Jubilare einem alten Brauch des Hauses gemäß geehrt. Die Feiern fanden in Erlangen, München u? d Berlin, sowie an den einzelnen größeren Niederlassungsplätzen im Bundesgebiet, darunter auch in Bruchsal, statt. Dr. Hermann v. Siemens, der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Siemens & Halske AG. und der Siemens-Schuckertwerke AG., konnte in seinen Ansprachen 1525 Jubilare begrüßen, von denen 208 auf eine Dienstzeit‘von 40 ur.d 6 Jubilare auf eine solche von 50 Jahren zurückblicken. Herr v. Siemens schilderte die Auswirkungen des Krieges und der Nachkriegszeit auf die Entwicklung der beiden Firmen und gab einen Ueberblick über den Wiederaufbau der letzten Jahre. Er würdigte hierbei die geleistete hingebende Mitarbeit der Belegschaft. Mit besonderer Freude konnte Herr v. Siemens ankündigen, daß ab 1. Okt. d. J. die Pensionsleistungen der Firmen an Arbeiter und Angestellte von bisher 75 Proz. der Vorkriegsbeträge auf 90 Prozent erhöht werden. An besonders befähigste ehemalige gewerbliche Lehrlinge konnte Herr v. Siemens 11 Stipendien zum Besuch einer technischen Fachschule verleihen. Bedeutung entsprechenden Platz anzuweisen. Eingehend befaßte sich Dr. Böer mit der religiösen Situation in der Ostzone. Beiden Konfessionen sei der Kampf gegen ilen bolschewistischen Atheismus gemeinsf p. Von diesem Standort aus ergäben sich wc jintliche Anknüpfungspunkte für die „Una sancta“. Abschließend erklärte Dr. Böer: Gewarnt werden muß vor dem Mißbrauch des Wortes „Friede“ durch den Kommunismus. Die rote „Friedens“-Propaganda habe nur den Zweck, die Welt einzuschläfern, um den aktiven Kampf gegen jeden nichtkommunistischen Staat vorzubereiten. Auf die Erkenntnis, wie sie Romano Guar- dini verkündete, komme es an: Europa werde christlich sein oder es werde überhaupt nicht sein! -st- J&cuchsatec AUedei Gesellenprüfung des Zimmererhandwerks. Dieser Tage nahm der Prüfungsausschuß des Zimmererhandwerks die Herbstgesellenprüfungen ab. Unter Vorsitz von Obermeister Hans Kneißler-Gondelsheim mit den Zimmermeistern Alfons Armbrust-Bruchsal und Gustav Zieger-Oberhausen sowie den Beisitzern Franz Fechtig-Heidelsheim und Rud. Schmidt-Bruchsal, wurden folgende Lehrlinge geprüft, die ihre Prüfung mit Erfolg bestanden: Josef Bender, St. Leon,'Richard Bender, Oestringen, Walter Egle, Bruchsal, Martin Geiß, Zeutem, Heinrich Huber, Philippsburg, Wilhelm Kneller, Weiher, Rolf Kneißler, Gondelsheim, Erhard Mäule, Münzesheim, Georg Obermaier, Odenheim, Hans Reiser, Zeutern, Hans Sehadt, Unteröwisheim, Elex Josef Sand, Kirrlach, Wilhelm Stöffler, Odenheim, Alfred Tubach, Unteröwisheim und Walter Weindel, W 01088 mm BMKMNN k _k_k_k_k_L k_k_k__k_k_L $*n«Q Samstag, 14. Oktober 1950 i Bruchsal. iVotz der hohen Prüfungs anfor- dertragen insbesondere im fachtechnischen Teil war eine wesentliche Steigerung des Lei- stungsniveaus gegenüber den Prüfungsergebnissen fastzusteilen. Die beste Leistung hatte der Prüfling Wilhelm Stöffler zu verzeichnen. Der Vorsitzende richtete in seinen Schlußworten die Mahnung an