BROCHSALER POST Anzeigeppceiae laut Preisliste* — Bankkonten: Spar* »9 bank Bcndxsal Nr- 603; Stadt. Sparkasse Philippsburg Nr. 1037. Postscheckkonto: Amt Karlsruhe Nr. 36440. — Bei Storung durch höhere Gewalt besteht kein Emaftansprudt. Redaktion um! Verlag: Bruchsal, Worthstraße H, Telefon Nr. 2121 Beangspreis i Monatlich DM 2.80 einschließlich Tragergebühr. Postausteünng DM 2.43 anzüglich Zustellgebühr. — Eriefaeiit an federn Tag der Woche, außer sonn- and feiertags. Süddeutsche uzAllLgemeine Leitung FOR KRAICHGAU UND 8RHHRAIM Nummer 58 Montag, 10. März 1952 Einzelpreis 20 Pfennig CDU stärkste Partei im neuen Landesparlament Buhiger Wahlverlauf in allen drei Ländern - Starke CDU-Mehrheiten in Südwürttemberg and Südbaden - Es bleibt bei den „Klassischen" Parteien CDU, SPD und FDP - Splitter unbedeutend Bei strahlendem Sonnenschein mit Temperaturen unter null Grad gingen am Sonntagmorgen kurz nach der Oeffnung der Wahllokale um 8 Uhr die ersten Frühaufsteher unter den rund 4,3 Millionen Stimmberechtigten der drei südwestdeutschen Länder Baden, Württemberg-Baden und Würftemberg- Hohenzollem zu den Wahlurnen, um ihren Kandidaten für die verfassunggebende Landesversammlung des künftigen Südweststaates zu wählen. Bis in die Mittagsstunden wurde allgemein ein stärkere Wahlbeteiligung festgestellt, als bei der Volksabstimmung über den Südweststaat am 9. Dezember vergangenen Jahres. In den Kirchen beider Konfessionen wurde die Bevölkerung auf ihre Wahlpflicht hingewiesen. Fast in allen Städten und Gemeinden Südwestdeutschlands setzte dann gpgen 14 Uhr ein stärkerer Andrang zu den Wahllokalen ein. Es wurde jedoch festgestellt, daß viele Wähler dieses Mal früher die Wahllokale auf suchten, als bei der Volksabstimmung am 9. Dezember letzten Jahres. An der Wahl haben sich insgesamt neun Parteien beteiligt. Die „klassischen“ vier, — CDU, SPD, DVP (FDP) und KPD — und Waldemar Kraft BHE in allen drei Ländern, die rechtsradikale SRP und die Kombination DG-BHE nur in Württemberg-Baden, das Zentrum als badisches Zentrum nur in Südbaden und die Deutsche Gemeinschaft (DG) lediglich in Württemberg-Hohenzollem. Die neue Landesversammlung wird spätestens am 25. März zusammentreten. Spätestens einen Monat danach wählt sie den Ministerpräsidenten. Der setzt innerhalb von 14 Tagen den Zeitpunkt für die- Bildung der vorläufigen Regierung des neuen Landes fest Das ist spätestens am 9. Mai. Einzelergebnisse Karlsruhe-Stadt I: Stb. 73 805, abg. 40 322 (54,6); CDU 12031, SPD 14 782, PDP 5258, KPD 2527, DG- BHE 474, BHE 1708, SRP 2433. Karlsruhe-Stadt II: Stb. 72 621, abg. 40 306 (55,5); CDU 13 795, SPD 11 344, FDP 7081, KPD 2257, DG- BHE 483, BHE 2147, SRP 2328. Karlsruhe-Land 1: Stb. 50387, abg. 30315 (60,1); CDU 9096, SPD 9296, FDP 3440, KPD 1121, DG-BHE 687, BHE 2612, SRP 2538. Karlsruhe-Land 2: Stb. 41179, abg. 27992 (67,9); CDU 12508, SPD 7278, FDP 1703, KPD 1029, DG-BHE 278, BHE 2737, SRP. 822. Konstanz Stadt und Land: Stb. 49 986, abg. 36 819 (61,6); CDU 11697, SPD 9172, FDP 4297, KPD 864, BHE 2754, Zentrum 1403. Heidelberg-Stadt: Stb. 82 235, abg. 49 319 (60); CDU 15189, SPD 15 529, FDP 8695, KPD 2393, DG-BHE 1302, BHE 2315, SRP 3241. Heidelberg-Land: Stb. 82717, abg. 57807 (69,8); CDU 20607, SPD 16338, FDP 6118, KPD 2671, DG-BHE 1156, BHE 4073, SRP 5089. Rastatt: Stb. 63141, abg. 36 947 (58,5); CDU 15 448, SPD 9584, FDP 3423, KPD 2098, BHE 1674, Zentrum 3089. Freiburg-Stadt: Stb. 65 059, abg. 42 520 (65,3); CDU 16 450, SPD 12 396, FDP 7761, KPD 1129, BHE .2553, Zentrum 1633. Freiburg-Land: Stb. 55 431, abg. 33 486 (60,4; CDU 15 815, SPD 8464, FDP 3612, KPD 822, BHE 1863, Zentrum 2138. Mannheim-Stadt 1: Stb. 57 701, abg. 35 010 (60.61: CDU 8070, SPD 14 267. FDP 4038, KPD 5275, DG-BHE 645, BHE 780, SRP 1266. STUTTGflRT TÜBINGEN FREIBURG. Das Gesamtergebnis der Wahlen zur Verfassunggebenden Landesversammlung des Südweststaates gibt nach einer privaten Zählung folgendes Bild von der Stimmenverteilung: Stimmber. 4 352 320, abg. 2 789 865 (64,1 Proz.), gült. 2 729 930, un- gült. 59 935. CDU 974 456 (35,5), SPD 764 858 (28,0), FDP 499 595 (18,2), KPD 119 631 (4,3,J, DG- BHE 83 882 (3,0), BHE 170 551 (6,0), Zentrum 23 357 (0,8), DG 5 445 (0,2), SRP 65 766 (2,3), Freie 51191 (1,7) Nach dem amtlichen Gesamtergebnis für Württemberg-Baden verteilen sich die Stimmen wie folgt: Stb. 2 664 904, abg. 1 743 388 (64,7), gült. 1 707 666 (98), ungült, 35 722 (2). CDU 499 277 (29,2), SDP 517 082 (30,3), FDP 327 759 (19,2), KPD 86 738 (5,1), DG-BHE 83 902 (4,9), BHE 113975(6,7), SRP 65 766 (3,9), Freie 13167(0,8) Südbaden: Stimmber. 899 875, Abg. 548 982 (61 Proz.), Ungült. 15 015. SPD 142 084 (26,6 Proz.) CDU 232 382 (43,5), FDP 84 997 (15,9), KPD 16 780 (3,1), BHE 26497 (4,9), Zentrum 23357 (4,3). Die Sitze verteilen sich wie folgt: CDU 14 (sämtlich in Wahlkreisen), SPD 8 (davon 6 auf Landesliste), FDP 4 (sämtlich über Landesliste). Die übrigen drei Parteien: KPD, BHE and Zentrum erreichten nicht die nöügen 5 Prozent, um über die Landesergänzungsliste zu einem Kandidaten zu kommen Südwürttemberg-Hohenzollem: Stimmber. 787 5 43, Abg. 497 505 (63,1 Proz.) Ungültig 9188. SPD 105 692 (21,6 Proz. - Bundestag 1949: 18,9) CDU 250805 (51,4 - 1949: 59,1), FDP 78 831 (16 - 1949; 15,3», KPD 16 113 (3,3 - 1949 5,3), BHE (Kraft) 30 079, (6,1), DG 5445 <1). Von den 22 Abgeordneten entfallen auf die CDU 12 Sitze (davon einer auf Landesliste), SPD 5 Sitze (davon 3 Landesliste), FDP 4 Sitze (aUe Landesliste), BHE ein Sitz (Lanaesliste) Mannheim-Stadt 2: Stb. 57 669, abg. 33 848 (58,6); CDU 7410, SPD 15 388, FDP 3304, KPD 4578, DG-BHE 489, BHE 625, SRP 1279. t Mannheim-Stadt 3: Stb. 63 800, abg. 40 071 (62,8); CDU 10 586, SPD 16 039, PDP 6072, KPD 3641. DG- BHE 781, BHE 793, SRP 1318. Mannheim-Land: 1 Stb. 45770, abg. 31768 (69,4); CDU 10261, SPD 8674, FDP 4422, KPD 2914, DG-BHE 943, BHE 1445, SRP 1614. Mannheim-Land 2: Stb. 464458, abg. 31486 (67,7); CDU 8490, SPD 11112, FDP 4288, KiPD 2705, DG-BHE 373, BHE 1406, SRP 1812. Reutlingen: Stb. 73 375, abg, 41 831 (57); CDU 9250. SPD 15 507, FDP 10 278, KPD 2328, BHE 2816 DG 1128. Stuttgart I: Stb. 69903; abg. 46653 (66,7); CDU 8838, SPD 14144 FDP 15491, KPD 2688, DG-BHE 2361, RUF. 1 000, SRP 1551. Stuttgart II: Stb. 77348, abg. 52446 (67,8). CDU 9352, SPD 18360, FDP 14625, KPD 4734, DG-BHE 1720, BHE 1299, SRP 1638. Stutgart III: Stb. 75652 abg. 49513 (65,4); CDU 8718, SPD J££P0, FDP 14817, KPD 3119, DG-BHE 1857, BHE 1103, SRP 1431. Stuttgart IV: Stb. 77081, abg. 51117 (66,3); CDU 7056, SPD 19770, FDP 13353 KPD 4561, DG-BHE 1580, BHE 2037, SRP 1960. Stuttgart V: Stb. 70549, abg. 47080 (66,7); CDU 7837, SPD 17987, FDP 11944, KPD 4476, DG-BHE 1566, BHE 1063. SRP 1578. Heilbronn-Stadt: Stb. 45713, abg. 29578 (64,7); CDU 4783, SPD 12471, FDP 6781, KPD 1870, DG-BHE 760, BHE 1045, SRP 1207. Bruchsal: Stb. 67771, abg. 43922 64,8); CDU 22880, SPD 9620, PDP 2579, KPD 1386, DG-BHE 896, BHE 2337, SRP 1938. ' Mosbach: Stb. 31721, abg. 27 542(86,82); CDU 10 056, SPD 5648, FDP 2889, KPD 434, DG-BHE 1263, BHE 2669, SRP 3958. Sinsheim: Stb. 54 587, abg. 35 437 (64,9); CDU 8324, SPD 6658, FDP 9378, KPD 812, DG-BHE 5390, DG 1956, SRP 2313. Kabinett Pinay gebildet Außenminister wieder Schuman - Verteidigungsminister Plever PARIS. Nach zähen Verhandlungen, die die ganze Nacht zum Sonnabend in Anspruch nahmen, ist es dem neuen französischen Ministerpräsidenten Pinay gelungen, eine Koalitionsregierung aus Volksrepublikanern, Radikalsozialisten und Vertretern ihnen nahestehender Gruppen und gemäßigten Konservativen zu bilden. Außenminister in diesem siebzehnten französischen Nachkriegskabinett ist wieder Robert Schuman (MRP). Damit demonstrierte Pinay, daß er an dem außenpolitischen Kurs der vorangegangenen Regierungen festhalten will. Pinay, selbst Unabhängiger, hat in dem neuen Kabinett auch das Finanzministerium übernommen. Seine Hauptaufgabe wird darin bestehen, den Franc zu retten und die französische Wirtschaft zu stabilisieren. Seiner Regierung gehören 17 Minister an, während die seines Vorgängers die Rekordzahl von 26 Ministem aufwies. Fast alle Kabinettsmitglieder waren schon in der Regierung Faure Minister, zumeist auf den gleichen Posten. Ausgeschieden ist Verteidigungsminister Bidault, der durch Pleven ersetzt wurde. Stellvertretender Ministerpräsident ist Queuille. Neu eingetreten in das Kabinett ist Arbeitsminister Garet, 46 Jahre alt, von Beruf Rechtsanwalt, gemäßigter Konservativer und zum erstenmal Minister. Die Volksrepublikaner hatten ihre Beteiligung davon abhängig gemacht, daß Robert Schuman Außenminister wird. Das wichtigste Kennzeichen der neuen, vom unabhängigen Republikaner Antoine Pinay am Sonnabend gebildeten französischen Regierung ist nach Ansicht französischer Kommentatoren, daß ihr Außenminister der in letzter Zeit immer stärker angegriffene Robert Schuman ist. Damit sei der außenpolitische Kurs der neuen Regierung klar gegeben. Die Besetzung der neuen Regierung mit den in den französischen Nachkriegskabinetten immer wieder auftauchenden Namen betrachtet die Zeitung „Le Monde“ als einen Vorteil und gleichzeitig als einen Nachteil für ihr Wirken. Der Nachteil sei, daß es mit der gleichen Mannschaft, die bisher am Ruder war, Pinay schwer fallen dürfte, eine wirklich neue Politik einzuschlagen. Für das Gelingen seiner liberalen Finanz- und Steuerpläne spreche, daß seine Vorgänger mit ihren starren Forderungen, die sie mit Hilfe des Vertrauensvotums durchsetzen wollten gescheitert seien. „Die beiden vorhergegangenen Regierungen wurden gestürzt, weil sie nicht glaubten, man müsse es einmal mit einem liberalen Experiment versuchen. Dies scheint die logische Folge der jüngsten Vergangenheit und gleichzeitig auch die Vorbedingung für die Rückkehr zu einer Politik der festen Hand in der Zukunft zu sein.“ Leonberg: Stb. 44 129 abg. 29 962 (67,8); CDU 8023, SPD 8199, FDP 5369, KPD 1810, DG-BHE 1140, BHE 3495, SRP 1382. Ulm-Stadt: Stb. 50147, abg. 32625, (65,0); CDU 9304, SPD 11196, FDP 8099, KPD 736, DG-BHE 1254, BHE 1163, SRP 473. Schwäbisch Gmünd: Stb. 57320, abg. 41 798 (72,9); CDU 15120, SPD 8237, FDP 8159, KPD 924, DG-BHE 1705, BHE 6216, SRP 919. Eßlingen-Stadt: Stb. 49953, abg. 33646 (67,3); CDU 7606, SPD 10615, FDP 4269, KPD 2329, DG-BHE 6130, BHE 1289, SRP 744. TanberSischcfshehn: Stb. 51519 abg. 36875 (71,6); CDU 19260, SPD 6455, FDP 5667, KPD 431, DG-BHE 383, BHE 3560, SRP. 347. Tübingen: Stb. 66213, abg. 37728 (56,9); CDU 14860, SPD 10378. FDP 7034, KPD 2478, BHE 1770 DG 602. Ludwigsburg-Nord: Stb. 61894, abg. 39197 (62,9); CDU 5535, SPD 13155, FDP 10666, KPD 2026, DG-BHE 3293, BHE 2563, SRP 1297. Ludwigsburg-Süd: Stb. 61954, abg. 41712 (66,76); CDU 6349, SPD 11286, FDP 13467, KPD 1786, DG-BHE 4552, BHE 1478, SRP 2310. Buchen: Stb. 42285, abg. 31187 (73,7); CDU 17464 SPD 3474, FDP 261.1, KPD 254, DG-BHE 2065, BHE 3693, SRP 961. Keine Ueberraschung Dr. E. G. Die südwestdeutsche Bevölkerung hat zwar nicht gleichmäßig, aber doch im großen Ganzen bewiesen, daß sie wußte, was die Glocke geschlagen hat. Mag sie nun unter dem Eindruck bundespolitischer Wahlgesichtspunkte oder aus eingestandenem Interesse an der politischen Gestaltung des neuen Bundeslandes ihre Stimme abgegeben haben — die Wahlbeteiligung war lebhafter als am 9. Dezember 1951, obwohl damals die Leidenschaften sich stärker erhitzt hatten. Der große wahlpropagandistische Einsatz hat sich also doch gelohnt. Das Hauptinteresse der Wähler kam (daran hat sich nichts geändert) wieder den drei großen „klassischen“ Parteien zugute, die Splitterparteien haben sich höchstens noch weiter auf gesplittert — ein Zeichen, daß die alten Parteien sich noch keineswegs verbraucht und an werbender Kraft eingebüßt haben. Das Bild der verfassunggebenden Landesversammlung wird im wesentlichen durch die starken CDU-Mehrheiten in Südwürttemberg — Hohenzollern und Südbaden, sowie durch die Gewinne der christlichen Demokraten in Württembefg-Baden bestimmt. Der-Druck, den die SPD mit bundespolitischen Gesichtspunkten auf dei Südweststaatwahl ausübte, hat also einen starken Gegendruck von seiten der Bonner Koalitionsparteien (auch die FDP hat zugenommen) erzeugt. Zwar hat die SPD in Württemberg-Baden die Spitze halten können, da jedoch das Ergebnis aller drei südwestdeutschen Länder entscheidet, hat sie den Führungs- änspruch, den sie in Stuttgart hatte, an die CDU abtreten müssen. Allerdings ist ihre Stellung wiederum nicht so stark, daß sie eine Regierung allein bilden könnte, sie braucht vielmehr einen Koalitionspartner, um regierungsfähig zu sein, und notfalls wäre (zumindest wahlmathematisch) die jetzige Stuttgarter Koalition mit insgesamt 46,2 Prozent der Wählerstimmen (gegenüber 35,5 Prozent CDU) denkbar, was jedoch in Anbetracht der starken CDU-Mehrheit im Süden des neuen Landes Schwierigkeiten mit sich bringen könnte. Im großen gesehen hat das Wahlergebnis keine nennenswerten Ueberraschungen gebracht' — die CDU-Mehrheit im Süden war ebenso zu erwarten, wie die SPD-Mehrheit im Norden —, und wenn Adenauer es jüngst in einer Ansprache vor den CDU-De- legierten in Hannöver strikt zurückgewiesen hat, daß sich das südwestdeutsche Wahlergebnis auf den Kurs des Bonner Staatsschiffes auswirken würde, so liegt es jetzt ebenso im Bereiche der Möglichkeiten, daß die neue Landesregierung die Bundespolitik unterstützt und fördert. FRANKFURT. Der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Professor Hallstein, ist am Sonntagabend vom Frankfurter Rhein-Main-Flughafen zu seinem einwöchigen Amerika- besuch abgeflogen. Wohnungsbauminister Wildermuth gestorben einem Herzschlag erlegen In Tübingen am Wahltag TÜBINGEN. Bundeswohnungsbauminister Eberhard Wildermuth (FDP) ist am Sonntagabend in Tübingen an einem Herzschlag gestorben. Der Minister hatte sich im Wahlkampf für die Wahl der verfassunggebenden Landesversammlung des südwestdeutschen Bundeslandes sehr aktiv eingesetzt und war am Wochenende erschöpft nach Hause gekommen. Nach einem Unwohlsein fuhr er am Sonntag in die Klinik, wo er gegen 18 Uhr starb. Wildermuth, der auch der FDP-Bundestagsfrafction angehörte, war 1949 auf der Landesergänzungsliste von Württemberg-Hohenzollem in den Bundestag gewählt worden. Sein Nachfolger auf der Liste ist der FDP-Landesvorsitzende in Württemberg-Hohenzollem, Dr. Eduard Leuze. Ob Dr. Leuze das Mandat annehmen wird, ist noch nicht bekannt. Der erste Wohnungsbauminister der Bundesrepublik Eberhard Wildermuth wurde am 23. Oktober 1890 in Stuttgart geboren. Er ist ein Enkel der bekannten Schriftstellerin Ottilie Wildermuth. Wildermuth studierte in Tübingen, Leipzig und Berlin Rechts- und Staatswissenschaften. Er war Teilnehmer des ersten Weltkrieges, 1921 trat er als Assessor in den städtischen Dienst von Stuttgart *ein, um später, in den Staatsdienst überzutreten. Von 1925 an bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges lebte Wildermuth in Berlin. Anfangs war er bei der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung tätig. Er gehörte zeitweilig dem Reichsarbeitsministerium an und trat 1928 in die Deutsche Bau- und Bodenbank über. Im zweiten Weltkrieg war er zuletzt Oberst „Bis 1953 überzeugende Zahl von Erfolgen Adenauer: „Ich sehe der Bundestagswahl 1953 mit großer Seelenruhe entgegen' 44 HANNOVER. „Ich sehe der Bundestagswahl 1953 mit großer Seelenruhe entgegen“, sagte Bundeskanzler Dr. Adenauer am Sonntagmittag in einer kurzen Ansprache auf dem Landesparteitag der niedersäch- sischen CDU vor 300 Delegierten in Hannover. Die Bundseregierung werde dem deutschen Volk bis dahin eine so überzeugende Zahl von Erfolgen vorgelegt haben, daß der Wähler die Frage, ob er eine Partei wählen .wolle, die vier Jahre lang nur genör- gelt und kritisiert habe, oder eine Partei, die erfolgreich gewirkt habe, leicht entscheiden könne. Der Bundeskanzler wandte sich scharf gegen Agitationsmethoden der SPD. die den demokratischen Gedanken gefährdeten. „Diese Hetze, diese Auf- peitschung radikaler Instinkte, diese Drohung mit der Straße und diese völlige Negierung aller Regierungsmaßnahmen sind Dinge, die sich eine große Partei nicht zuschulden kommen lassen darf.“ Wenn die SPD behaupte, der Ausgang der Wahl im Südwestraum werde über die Bundestagswahl 1953 entscheiden, so sei das eine Irreführung der öffentlichen Meinung. Aus dem Ergebnis einer Wahl von vier Millionen Wahlberechtigten in einem Teil des Landes könne man unmöglich Rückschlüsse auf das Er-, gebnis einer Wahl mit 30 Millionen im ganzen Lande ziehen. In seiner Eröffnungsansprache hatte es zuvor der Vorsitzende der niedersächsischen CDU, Oberkirchenrat Cillien, als die vornehmste Aufgabe der CDU bezeichnet, die jahrhunderalten Spannungen zwischen den beiden größten Konfessionen Deutschlands brüderlich im politischen Einsatz zu überwinden. Alle Versuche, künstlich konfessionelle Spannungen in die CDU zu bringen, seien von vornherein zum Scheitern verurteilt. der Reserve. Er war der Verteidiger von le Havre und trug das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Nach Rückkehr aus englischer Gefangenschaft im Juni 1946 siedelte sich Wildermuth in Tübingen an. Er wurde Mitglied der Freien Demokratischen Partei und wirkte aktiv beim Aufbau des neuen demokratischen Staates mit. Im Lande Württemberg-Hohenzollem war er zuletzt Wirtschaftsminister, bis er 1949 für den Bundestag kandidierte. Im Bundeskabinett verwaltete Wildermuth als Minister für den Wohnungsbau eine der wichtigsten, umstrittensten und vielfach befehdeten Aufgaben für den Wiederaufbau der jungen Bundesrepublik. Seine Arbeit stand unter dem von ihm geprägten Leitwort: „Wir müssen möglichst viele, möglichst billige Wohnungen möglichst schnell bauen, sonst holt uns alle der Teufel.“ In der Zeit von Beginn seiner Tätigkeit an konnte Wildermuth ansehnliche Bilanzen über das abgeben, was auf dem Gebiet des Wohnungsbaues geleistet worden ist. Es entsprach seiner Persönlichkeit, wenn er selbst nicht zufrieden war mit dem, was auf diesem Engpaß zwischen Kapital, Rohstoffgrundlagen, modernen Baumethoden geschaffen werden konnte. Immerhin vermochte er jährlich rund 350,000 neue Wohnungen zu melden. Für das politische Leben der Bundesrepublik ist der plötzliche Tod Wildermiuths ein herb«- Verlust, Die schlanke, leicht gebeugte Gestalt' dieses temperamentvollen Schwaben mit dem markanten, zersorgten Gesicht wirkte über den Aufgabenbereich seines Ressorts hinaus. Als Eberhard Wildermuth sich zur Bundestagswahl 1949 stellte, forderte er eine Politik der Befreiung nach außen und innen. „Einmal soll das deutsche Volk, wieder in bescheidenem Wohlstand auf Grund harter Arbeit leben und erhobenen Hauptes gleichberechtigt den freien Völkern dieser Welt die Hand reichen können. Dieses neue Deutschland soll seinen Platz in einem geeinigten Europa einnehmen, das heute für uns und die Generation nach uns die einzige Hoffnung eines menschenwürdigen Lebens ist.“ Wildermuth hat dieses Ziel nicht mehr erlebt. Aber im Sinne einer solchen Aufgabe versuchte dieser bedeutende liberale Politiker zu wirken. Mut und zähe Tatkraft waren'die Gesetze seines Wirkens. In den letzten Monaten tauchte sein Name gelegentlich als Kandidat für das Amt eines Wehrministers auf für den Fall, daß die Bundesrepublik einen eigenen Verteidigungsbeitrag leisten würde. Ein Sprecher der Bundesregierung bezekhnete am Sonntag das Ableben des Bundeswohnungsbau,mini- sters Eberhard Wildermuth als schweren Verlust für das Kabinett. „Der so plötzlich Verstorbene war e*n vorbildlicher Minister“, sagte der Sprecher. Seite 2 I Nummer 58 Montag, 10, März 1952 Zwei Minuten Pan Mun-jon TOKIO. Die Besprechungen in Pan Mun-jon über die Frage der Ueberwachung eines Waffenstillstandes in Korea dauerten am Sonntag nur zwei Minuten. „Ich glaube, damit haben wir den Rekord einer kürzesten Sitzung aufgestellt“, sagte ein UNO- Delegierter. Irgendwelche Ergebnisse zeitigte die Sonntagsitzung nicht. Die UNO-Luftstreitkräfte nahmen am Sonntag ihre Angriffe auf kommunistische Ziele in Korea bei gutem Flugwetter wieder auf. Der Kommandeur der 8. USA-Armee, General van Fleet, sagte am Sonntag, er wäre überrascht, wenn die Kommunisten in Korea eine neue Frühlings- offensive unternähmen. Die Kommunisten hätten zwar eine größere Stärke als die UNO-Land- und Luftstreitkräfte, „wir können aber jeden Angriff aufhalten, den die Kommunisten gegen uns führen könnten.“ Neue Regierung in Vietnam SAIGON. Vietnam hat eine neue Regierung erhalten, wie am Sonnabend in Saigon bekanntgegeben wurde. An ihrer Spitze steht wieder Ministerpräsident Tran van Huu der gleichzeitig die Aemter des Verteidigungs- und Finanzministers übernommen hat. Tran van Huu erklärte bei seinem Regierungsantritt, das Verhältnis Vietnams zur Französischen Union soll ähnlich dem Australiens zum britischen Commonwealth werden. Der Ministerpräsident kündigte die Inangriffnahme einer Reihe von wiederholt geforderten Reformen an. Tunis soll doch vor den Sicherheitsrat NEW YORK. Die Delegierten des asiatisch-afrikanischen Blocks innerhalb der UNO beschlossen am Freitag in New York, an den Sicherheitsrat eine gemeinsame Aufforderung zu richten, den französischtunesischen Streit als eine Bedrohung des internationalen Friedens und der Sicherheit auf die Tagesordnung zu setzten. Schleppender Fortgang der Schuldenkonfcrenz LONDON. Die Londoner Schuldenkonferenz geht nur schleppend vorwärts. So sagten ausländische Delegierte, die die deutschen Unterhändler als hartnäckige, aber faire Gegner bezeichnten, einem Sonderberichterstatter der dpa. Die Konferenz wird nach dieser Auffassung noch weit bis in den April hinein andauern, und eine Ratifikation der erhofften Abkommen sei kaum vor Ablauf des Jahres zu erwarten, mindestens nicht in den Vereinigten Staaten, wo die Wahlen erhebliche Verzögerungen in der Erledigung dieser Frage bedeuten würden. Australien drosselt Einfuhren CANBERRA. Die australische Regierung verfügte am Sonnabend ein Einfuhr-Lizenzsystem für alle Importgüter. Dies bedeutet praktisch, daß die Einfuhren nach Australien um 50 Prozent herabgesetzt werden. Ministerpräsident Menzies sagte in einer Pressekonferenz, das Einführlizenzsystem werde auch die Importe aus Großbritannien treffen. Die australischen Maßnahmen habeft in der deutschen Außenhandelswirtschaft Besorgnis und lebhaftes Bedauern ausgelöst. Es wird betont, daß sich die deutsche Ausfuhr nach Australien gerade in den letzten Monaten sehr zufriedenstellend entwickelt hat. • Deutschland soll in gleichem Maße bedacht werden Draper besprach Verteidigungsbeitrag - Bewunderung für deutschen Wiederaufbau BONN. Der Europabeauftragte des amerikanischen Amtes für gegenseitige Sicherheit, William H. Draper, erörterte am Samstagmorgen mit dem amerikanischen Hohen Kommissar John McCl.oy die Probleme des deutschen Verteidigungsbeitrages. Ein amerikanischer Sprecher teilte mit, daß Draper seine Bewunderung für den wirtschaftlichen Wiederaufstieg Deutschlands aussprach. Draper war in der Zeit von 1945 bis 1947 als Wirtschaftsberater des damaligen amerikanischen Militärgouverneurs in Deutschland. Draper betonte am Sonnabend vor der Presse, daß die Bundesrepublik bei der amerikanischen Hilfe genau so behandelt werde wie alle anderen Länder. Ueber die Zuteilung an die einzelnen Länder entscheide der amerikanische Kongreß. Er nehme aber an, sagte? Draper, daß Deutschland in der gleichen Weise wie andere Länder bedacht und nach Aufnahme in die europäische Verteidigungsgemeinschaft Waffenlieferungen erhalten werde. Eine Sonderhilfe in Form von Dollarzahlungen sei bisher 'von deutscher Seite nicht beantragt worden Eine Entscheidung darüber, ob die amerikanische Hilfe, auch nach Errichtung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) die einzelnen Mitgliedstaaten gegeben wird oder ab sie die europäische Verteidigungsgemeinschaft direkt bekommen soll, sei noch nicht gefallen. Die USA warteten den Ausgang der Verhandlungen über die EVG ab. Draper sagte, daß nach der Einigung über den Schumanplan und dem Lissaboner Beschluß über die Errichtung der Verteidigungsgemeinschaft jetzt die Parlamente das Wort hätten. Die Ratifizierung von Schumanplan und Verteidigungsgemeinschaft sei der nächste Schritt. Diese beiden Verträge zusammen mit der in Lissabon offenbarten realistischen Einstellung zu europäischen Problemen seien die bisher größte Anstrengung zur Einigung Europas. Er sei nach Deutschland gekommen, sagte Draper, um sich bei MeCloy und Bundeskanzler Dr. Adenauer über den Fortschritt der Verhandlungen zu informieren. Die Aussicht auf eine Ratifizierung des Vertrages über die Verteidigungsgemeinschaft beurteilte Draper optimistisch. Die Lissaboner Konferenz habe bewiesen, daß die bestehenden Schwierigkeiten nicht unüberwindbar sind. Draper sprach sich dafür aus, den Verteidigungsbeitrag und den Generalvertrag im Bundestag gemeinsam zu beraten. Diese beiden Verträge seien so innig miteinander verzahnt, daß eine getrennte Beratung Schwierigkeiten hervorrufen müßte. Die Notwendigkeit, sie schnell Wirksam werden zu lassen, sei für Deutschland und Europa so wichtig, daß Verfahrensfragen zurückstehen sollten. Zu dem Hinweis, daß die Deutschen erst das Besatzungsstatut beseitigt zu sehen wünschten, damit der Bund in voller Freiheit seinen Beitrag zur westlichen Verteidigung beschließen könnte, sagte Draper, dieser Standpunkt sei ihm bisher nicht geläufig gewesen. ~Auf keinen Fall stelle aber etwa der Verteidigungsbeitrag einen Preis dar, der von der Bundesrepublik zur Erlangung ihrer Souveränität bezahlt werden muß. Diese Dinge könnten nur dann Frankfurter Frühjahrsmesse eröffnet Bundeswir?>3haftsntfnister Erhard befürwortet Abschaffung der Devisenzwangsbewirtschaftung FRANKFURT. Die diesjährige Internationale Frankfurter Frühjahrsmesse wurde am Sonntagvormittag’mit einem Festakt in der Frankfurter Universität durch den hessischen Wirtschaftsminister Heinrich Fischer eröffnet. Auf der Messe sind insgesamt 3748 Aussteller vertreten, das sind rund hun- tert mehr als im Vorjahr. Ueber der Festhalle flatterte die erste in der Bundesrepublik aus reinem Perlon hergestellte schwar-rot-goldene Flagge. Bundeswirts chaft^ninister Professor Dr. Erhard setzte sich in seiner Festansprache nachdrücklich dafür ein, daß die europäischen Staaten „endlich den Mut finden“ sollten, die Devisenzwangswirtschaft zu beseitigen. Es müsse eine Institution eingerichtet werden, die darüber wachen sollte, daß sich die Nationalstaaten in bezug auf ihre Kredit- und Finanzpolitik „der Tugend“ befleißigen. Die europäischen Staaten sollten sich diese Tugend gegenseitig garantieren und sich bereit finden, sie kontrollieren zu lassen. Dann könnten der „Mummenschanz der Devisenzwangswirtschaft, dieses Erbübel der politischen Gewaltherrschaft“, beseitigt und Europa zu wirtschaftlicher Blüte gebracht werden. Erhard kündigte an, daß die Liberalisierung der Bundesrepublik möglicherweise von 60 auf 70 Prozent des Einfuhrvolumens erhöht werden soll. Liberalisierung und Devisenzwangswirtschaft seien aber Gegensätze in sich selbst. Es sollte geprüft werden, Oestringen — Philippsburg 1:2 Mingolsheim — Untergrombach 3:2 Forst — Hambrüdcen 5:1 Kronau — Oberhausen 5:1 Oestringen — Philippsburg 1:2 (0:0) Trotz beiderseitiger Chancen konnte es keiner der beiden Mannschaften gelingen, bis zur Pause ein Tor unterzubringen. Oestringens Mannschaft Verpaßte die schönsten Momente. 15 Minuten nach Seitenwechsel kannte Philippsburg sein erstes Tor erzielen. Nach 10 Minuten gelang Oestringen durch einen Strafstoß das Ausgleichstor. Beide Mannschasten kämpften nun verbissen und Philippsburg kam 1 Minute vor Schluß zum Siegestreffer, während die einheimische Mannschaft trotz großer Anstrengungen keinen Erfolg mehr verzeichnen konnte. Kronau — Oberhausen 5:1 (2:0) Infolge Platzsperre stellte sich die Mannschaft von Oberhausen nochmals in Kronau vor. Zu Beginn des Spiels wollte es keiner Elf gelingen, einen klaren technischen Vorsprung zu erzielen. Kronau behielt durch einen Treffer von Wittek die Oberhand und drängte ständig vor dem gegnerischen Tor, war jedoch nicht im Stande, die überaus zahlreichen Torchancen auszu- nutzen. Kronau hatte die Möglichkeit, einen Elfmeter zum 2:0 auszunutzen. Nach Seitenwechsel war die Härte tonangebend. Bei einem Durchbruch erhöhte Kronau durch Linksaußen Heilmann auf 3:0 und wenige Augenblicke später war es der Halblinke von Oberhausen, der durch einen Weitschuß den verdienten Ehrentresfer schaffte. Das Spiel wurde nun flüssiger und der gegnerische Sturm schuf gefährliche Situationen. Trotzdem gelang es dem Linksaußen Heilmann, den Ball nochmals im Oberhäuser Netz unterzubringen. Alle Anstrengungen der Gäste waren erfolglos, wenige Minuten vor Schluß stellte Kronau mit 5:1 ein Ergebnis fest, das man in dieser Höhe nicht erwartet hatte. Der'Schiedsrichter leitete gut. führer seinen 4. Treffer unterbringen. Mit diesem Sieg hat Bretten endgültig die Meisterschaft errungen. Die Leistungen des Schiedsrichters waren gut. Heidelsheim — Langenbrücken 0:0 Wie schon das Resultat besagt, standen sich in Heidelsheim zwei völlig gleichwertige Mannschaften gegenüber, die beide über ausgezeichnete Hintermannschaften verfügten, aber im Verwerten von Torgelegenheiten ausgesprochen harmlos blieben. So wurden bereits vor der Pause von beiden Stürmerreihen wiederholte Chancen ausgelassen, sodaß man torlos in die Halbzeit ging. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich das gleiche Bild, nur daß allerdings die Gastgeber leichte Vorteile sich erspielen konnten. Das Remis entspricht dem Spielverlauf. Forst — Hambrücken 5:1 Im Lokaikampf gegen den alten Rivalen Hambrücken setzten sich Forste Germanen sicher durch. Die Platzbesitzer zeigten dabei eine technisch sehr gute Leistung undi waren den Gästen klar überlegen. Tabelle: Bretten 21 81:14 41:1 Forst 20 56:30 28:12 Oestringen 21 56:31 28:14 Kronaiu 21 54:32 27:15 Huttenheim 20 33:35 26:14 Philippsburg 20 40:40 22:18 Oberhausen 22 40:46 19:25 Langenbrücken 22 31:36 19:24 Mingolsheim 20 44:36 18:22 Neudbrf 21 36:56 16:24 Hambrücken 22 27:46 15:29 Untergrombach 20 40:61 12:28 Münzesheim 21 24:57 10:32 Heidelsheim 19 19:49 9:26 durch Zeutem den Spielverlauf aber nicht so wiedergibt, wie es sich abgewickelt hat. Ubstadt hätte ebenfalls eins bis zwei Treffer verdient gehabt, doch versagte die Stürmerreihe in den entscheidenden Phasen. Dagegen nahm die Stürmerreihe der Gäste ihre Chancen sicher w^hr und erzielte drei Tore, womit Ubstadts Niederlage besiegelt war. TV Kirrlach — 08 Bruchsal 5:0 Kirrlachs gute Verteidigung ließ den gegnerischen Sturm nicht zur Entfaltung kommen, so daß die Bruchsaler kaum etwas zu bestellen hatten, zumal die Gastgeber eines ihrer besten seither gezeigten Spiele lieferten. Bis zur Pause hatten die Turner bereits zwei Tore vargelegt. Nach Wiederanspiel ergaben drei weitere Treffer, bei denen Bruchsals Schlußmann nicht ganz schuldlos war, den Endstand. Die Gastgeber gefielen durch ihren guten Einsatz und gekonntes Spiel. TV Forst — TSV Wiesental 3:0 Fopst's Turner bewiesen ihre aufsteigende Form durch einen klaren 3:0-Sieg über den. derzeitigen Tabellenführer TSV Wiesen tal, der allerdings, ohne die Leistung der Einheimischen zu schmälern, nicht gerade seinen besten Tag gehabt hat. Jedenfalls waren die Gastgeber entschieden einsatzfreudiger und auch vor dem Tor entschlossener, was zum verdient«! doppelten Punktgewinn führte. Rheinsheim — Stettfeld 3:2 In der ersten Spielhälfte zeigten sich die Einheimischen in ausgezeichneter Verfassung, doch auch die Gäste wußten recht gut zu gefallen. In der 11. Minute erzielte Brecht E. den Führungstreffer für die Gastgeber, wobei es bis zur Halbzeit trotz weiterer Chancen blieb. Nach Wiederanspiel kamen die Gäste durch einen zweifelhaften Treffer zum Ausgleich. Bei gesteigertem Tempo gab es ein ausgezeichnetes Spiel und Brecht E. war es wiederum, der diesmal durch Elfmeter die Platzherren wieder in Front brachte. In der 65. Minute war es der gleiche Spieler, der auf 3:1 erhöhte, während Stettfeld kurz vor Spielende durch eine schöne Flanke um ein Tor verkürzte. Der' Unparteiische konnte nicht immer befriedigen. Zweite Mannschaften 3:2. Tabelle: Rheinsheim 19 68:25 30 >8 TSV Wiesenta' 20 73:35 29:11 Neuthard 20 61:31 26:14 Zeutem 20 54:34 26:14 lÜh einhausen 20 54:29 25:15 Weiher 20 58:31 23:17 Stettfeld 18 60:48 20:16 TV Forst 20 34:60 . 18:22 TSV Kirrlach 18 32:45 16:20 08 Bruchsal 19 29:50 13:25 Ubstadt 18 23:29 12:24 TV Philippsburg 19 33i50 12:28 TV Oberhausen 21 17:129 2:30 Heimsiege in der Gruppe Bergstraße Büchig erzielte einzigen Auswärtssieg in Kümbacb B-Klasse, Bergstraße: Neibsheim — Obergrombach 4:0 Bauerbach — Rinklingen 2:1 Franik. Bruchsal — Oberöwisheim ausgef. Gölshausen — Gochsheim 2:1 Kümibach — Büchig 2:4 Gölshausen — Gochsheim 2:1 (0:1) Mit einem recht knappen Ergebnis behauptete sich Gölshausen gegen Gochsheim, d/as verdient beide Punkte behielt. Gochsheim ging trotz Ueberlegenheit der Einheimischen in Führung und kannte diese bis zur Pause halten. Erst nach Seitenwechsel besann sich Gölshausen eines Besseren und erreichte durch zwei Treffer den Sieg, der lange Zeit gefährdet blieb. Kürnbach — Büchig 2:4 (1:2) Büchig zeigte sich dem Tabellenletzten auch auf dessen eigenem Platz überlegen und kam zu einem sicheren Erfolg; der bereits an der Pause mit 1:2 feststand. Zwei weitere Treffer nach Seitenwechsel, denen die Gastgeber ein Tor entgegensetzen konnten, ergaben den Endstand. In der ersten Spielhälfte war die Partie großteils ausgeglichen, doch bestimmten später die Gäste das Spielgeschehen. Neibsheim — Obergrombach 4:0 (0:0) Die Gastgeber konnten ihr Spiel gegen Obergrombach erst in den letzten 25 Spielminuten entscheiden, da die Gäste sich äußerst hartnäckig verteidigten und einen ganz ausgezeichneten Torhüter zur Stelle hatten. Mit 0:0 ging man in die Pause, obwohl Neibsheim wiederholt Torgelegenheiten hatten. Auch naeji Seitenwechsel zeigte sich das gleiche Bild. Als jedoch in der 68. Spielminute der erste Treffer gefallen war, fand sich Neibsheim zu einer entschlosseneren Leistung zusammen und in kurzer Folge wurden drei weitere Treffer erzielt, die den sicheren. Sieg erbrachten. Bauerbach — Rinklingen 2:1 (0:1) Rinklingen mußte in Bauerbach beide Punkte lassen, obwohl die Mannschaft an Halbzeit mit 0:1 in Front lag, und zwar durch ein Eigentor der Gastgeber. Letztere besannen sich erst in der zweiten Hälfte eines Besseren, erzielten durch Strafstoß den Ausgleich und kamen gegen Spielende durch Kopfballtor noch zum verdienten Siegestreffer. Weitere Chancen wurden vergeben. Tabelle: Unteröwisheim 19 100:15 33:5 Neibsheim 20 78:38 32« Bauerbach 19 66:25 28:10 Gölshausen 20 55:40 23:12 Menzingen 17 44:34 19:15 Oberöwisheim 19 47:45 19:19 Rinklingen 20 49:49 17:23 Obergrombach 20 37:47 17:23 Frank. Bruchsal 17 27:53 11:23 Büchig 19 23:57 10:28 Kürnbach 16 23:60 4:28 Gochsheim 19 22:77 4:28 Handball ohne Cberrasdinngen Platzverein® kamen zu erwarteten Steg e n Handball-Bezirksklasse; Kronau — Hochstetten 13:4 Bruchsal — Rußheim 8:2 Neuthard — Odenheim 6:4 Kirrlach — Oestringen 4:3 Karlsdarf — Graben 9:17 Die Spiele der Handball-Bezirksklasse führten zu vier Heimsiegen. Nur Graben setzte sich erwartungsgemäß in Karlsdorf durch. Kronau — Hochstetten 13:4 Die Gastgeber siegten erwartungsgemäß sehr sicher gegen die Gäste aus Hochstetten, die sich zwar restlos einsetzten, aber am überlegenen Können Kro" naus scheiterten. Sechs Tore legten die Gastgeber bis zur Halbzeit vor. Einmal traf Hochstetten ins Schwarze. Nach Wiederanspiel kamen die Gäste vorübergehend etwas auf, doch bald stellten sieben weitere Treffer den alten Abstand wieder her. Der Sieg Kronaus war nie gefährdet. Neuthard — Odenheim 6:4 In Neuthard gab es eine recht spannende Auseinandersetzung zwischen zwei fast völlig gleichwertigen gen Mannschaften. Am Ende entstehed ober doch die wurfkräftigere Neutharder Stürmerreihe das Spiel zu ihren Gunsten. Mit 3:2 wurden