Bezugspreis: DM 2.— einsohl. Trägerlohn, Postbezug: DM 2.20 Geschäftsstellen und Vertretungen in eilen gröberen Orten Erscheint 5raal wöchentlich« Dienstag, Donnerstag und Samstag Gültige Anseigenpreisliste Nr. 5 — Verbreitungsgebiet: Baden Staöt unö Latröhreie Lahr NR. 83/3. JAHRG. SAMSTAG, DEN 2 3. JULI 1949 PREIS 20 PFENNIG Englands Deutschlandpolitik „naiv” Debatte im Unterhaus / Um Deutschlands Kapitulation / Bevin hält Demontage für „fair” / Churchill schämt sich des Morgenthauplanes „Grenzänderungen“ sind Verdat an europäischem Geist - Bakterienexperimente in Amerika - Mitgründer verläßt CDU London. Außenminister Bevin bezeich- nete am Donnerstag in der. außenpolitischen .Debatte des britischen Unterhauses eine Regelung des britisch-amerikanisch-französischen Problems als den Schlüssel zum europäischen Frieden. Eine besonders schwierige Frage sei das Problem, ob und wie Deutschland in die westliche Hemisphäre einbezogen werden kann. Der konservative Abgeordnete Harold MacMillan hatte die britische Deutschlandpolitik als zum Teil „naiv“ bezeichnet und gefordert, die Demontage nicht schleppend, sondern, wenn überhaupt, dann schnell durchzuführen. MacMillan äußerte Befürchtungen, daß, falls Deutschland nicht auf irgendeine Weise fest an den Westen angeschlossen wird, nichts verhindern könne, daß Deutschland bewußt oder unbewußt unter die Kontrolle des Ostens gerät. Auf die Bemühungen zur Bildung einer westdeutschen Regierung, übergehend, sagte Bevin, als sich die Westmächte 1947 in Moskau darüber klar geworden waren, daß die Sowjets eine zentralisierte deutsche Regierung wollten, haben sie sich damit nicht einverstanden erklären können und die Bildung eines deutschen Bundesstaates in die Wege geleitet. Es werde gesagt, meinte Bevin, daß es in Deutschland Nationalismus gebe. Diese Denkweise jedoch, die Deutschland 84 Jahre lang eingepaukt (?) worden sei, könne nicht in einem Augenblick aus der Welt geschafft werden. zu berücksichtigen, sondern auch die Frauen und Kinder, die in seinem Wahlbezirk Wandsworth (London) ums Leben gekommen seien“. (!) In Berlin würden gegenwärtig Vorräte für fünf Monate angelegt. Danach könne man hoffentlich die Luftbrücke einschränken. Die Einrichtungen der Luftbrücke würden jedoch aufrechterhalten „für den' Fall, daß etwas vorkommt“. Mit den Sowjets werde es wegen ihrer anderen Auffassung und ihrer anders gearteten Methoden immer Schwierigkeiten' geben. Als nächster Sprecher meinte Churchill, daß Bevin, was die Demontage • politik in Deutschland anbetreffe, nicht ganz wohl zumute sei. Auch die sehr verspäteten Prozesse gegen deutsche Generale dürften oder sollten Bevin beunruhigen Churchill kam dann auf den Morgen- thau-PIan zu sprechen, der vorsah, daß Deutschland seine gesamte Industrie verlieren und zum Agrarstaat gemacht werden sollte. Wenn man mit einem Feind um sein Leben ringe, sagte Churchill, hebe man ihm gegenüber eine ganz andere Einstellung als nach seiner Niederlage, wenn er am Boden liege und um Gnade bitte. Heute könne er nur sagen daß er nicht mit dem Morgenthau-Plan einverstanden sei und daß er bedauere, damals seine Unterschrift darunter gesetzt zu haben. Auf die Behauptung des Labour-Abgeord- neten Richard Crossmann, Westeuropa könne nur durch Wiederaufrüstung Deutschlands in militärische Verteidigungsbereitschaft versetzt werden, erwiderte Churchill, er befürworte durchaus, daß die allgemeine Politik der deutschen Abrüstung beibehalten wird. „Diese Erklärung“, sagte Crossmann, „wird unseren französischen Alliierten eine große Erleichterung sein“. Dennoch bleibe er bei seiner Feststellung. Die Westunion, erklärte er weiter, biete keine Sicherheit, sondern nur eine Atlantikunion. Das sei eine strategische Realität. US Senat ratifiziert Washington. Der amerikanische Senat ratifizierte am Donnerstag den Atlantikpakt. Das Abstimmungsergebnis lautet 82 gegen 13 Stimmen. Vor der Abstimmung hatte der Senat drei von Republikanern eingebrachte Anträge abgelehnt, welche die Verpflichtungen der USA gegenüber den Partnern des Alantikpaktes eingeschränkt hätten. Flüchtlinge kommen nach Baden Erste Rate von 6000 Facharbeitern trifft Anfang August ein Infolge der bedingungslosen Kapitulation habe es in Deutschland kein Gesetz und keine Verfassung mehr gegeben, worauf man hätte aufbauen können, und keine Persönlichkeit, mit der man hätte verhandeln können. Er selbst hätte sich, falls man ihn damals um eine Stellungnahme ersucht hätte, niemals mit der Forderung auf bedingungslose Kapitulation einverstanden erklärt. Churchill warf ein, daß diese Entscheidung damals von Präsident Roosevelt ohne vorherige Beratungen getroffen worden sei. Er habe damals schnell entscheiden müssen, ob es mit dem britischen Prestige vereinbar gewesen wäre, diesen Beschluß nicht zu unterstützen. Er habe dann seine Zustimmung erteilt, aber es sei nicht die Lösung gewesen, die er geplant hatte. Zur Demontagefrage sagte Bevin, er habe in Moskau zugesagt, daß er bis zum Juni 1948 feststellen werde, welche deutschen Werke zur sogenannten „Kategorie I“ gehören. Die Alliierten hätten ihn jedoch bei seinen Bemühungen behindert. Die USA hätten einmal die eine, dann die andere Ansicht vertreten, Untersuchungsausschüsse ernannt und dann einen ganz neuen Vorschlag unterbreitet. Der nunmehr ausgearbeitete De- Vom Badischen Ministerium des Innern, Landesamt für Umsiedlung, wird mitgeteilt: Nachdem die Vorbereitungen für die Aufnahme der aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen umzusiedelnden Flüchtlinge im Laufe dieser Woche abgeschlossen wurden, Wird nunmehr auch das Land Baden mit der tatsächlichen Durchführung der Umsiedlungsaktion beginnen. Es handelt sich um die Aufnahme der ersten von General Koenig bewilligten Rate von 6000 Facharbeitern nebst Familien, so daß zunächst ungefähr 22 000 bis 24 000 Personen aufzunehmen sind. Bereits Anfang nächster Woche werden Beauftragte der Badischen Landesregierung mit Beauftragten der Regierung * des Landes Schleswig-Holstein Zusammenkommen, um die technischen Einzelheiten der Uebernahme und des Transports, die im übrigen bereits vorbereitet wurden, endgültig festzulegen. Im Anschluß in diese Verhandlungen wird sich die Abnahmekommission des Landes Baden unverzüglich nach Schleswig-Holstein begeben, so daß mit dem Beginn der Transporte Anfang August gerechnet werden muß. Gleichzeitig werden im Laufe ' der nächsten Woche auch Verhandlungen mit der Regierung des Landes Niedersachsen bzw. mit der dortigen Flüchtlings Verwaltung stattfinden, um auch die Umsiedlung der dort für Baden be- reitstehenden Flüchtlinge in die Wege zu leiten. Diese Umstände dürften, fügt die Verlautbarung hinzu, die Frag würdjgkeit jener Gerüchte und Angriffe unterstreichen, die in der bizonalen Presse verbreitet wurden und die dem Land Baden mangelnde Aufnahmebereitschaft vorgeworfen haben. Die Badische Landesregierung hat vielmehr in Rahmen ihrer beschränkten' 1 finanziellen Möglichkeiten das Aeußerste getan, um die Aufnahme der Flüchtlinge so vorzubereiten, daß die bei früheren Umsiedlungen gemachten Erfahrungen berücksichtigt wurden und daß eine menschenwürdige Unterbringung der Flüchtlinge sichergestellt ist. Die nun anlaufende Umsiedlungsaktion wird zeigen, daß die Flüchtlinge im Land Baden gut aufgenommen werden und daß bei allen Stellen der badischen Verwaltung das Bestreben besteht, den Flüchtlingen ein menschenwürdiges Dasein Und eine freundliche Aufnahme zu gewähren. DemontagesMüller verprügelt montageplan sei fair(?) und beruhe auf Sicherheiten) Einem Hinweis des Labour-Abgeord- neten E. Hughes auf die Erklärung deutscher Gewerkschaften, daß die Demontagepolitik ausgedehnte Arbeitslosigkeit zur Folge haben werde, begegnete Bevin mit dem Argument, er habe nicht nur die Arbeitslosigkeit ln Deutschland Sechs Arbeiter wegen Demontageverweigerung vor britischem Militärgericht Dortmund. Vor dem unteren britischen Militärgericht wurde ein Prozeß gegen sechs Demontagearbeiter der Fa. Müller eröffnet, die sich geweigert hatten, die Demontagen bei den Dortmunder Paraffin-Werken durchzuführen. Den Angeklagten wird vorgeworfen, einen schriftlichen Befehl der Militärregie- Riesige Schweigelager in Rußland 4 Millionen Kriegsgefangene und verschleppte Ostdeutsche von der Außenwelt abgeschnitten Kassel. Ehemalige Angehörige der deutschen Rumänienarmee, die mit einem Rußlandheimkehrertransport im Heimkehrerlager Waldschenke eintrafen, erklärten, daß am Donez. bei Charkow und bei Dnjeprope- trnwsk ehemalige deutsche Wehrmachtsan- gehörice der Fumänienarmee in riesigen Schweigelagern festeehalten würden. Keiner der Insassen dieser Lager habe bisher schreiben dürfen. Die Lager würden durch die Sowiets auf besonderen Listen geführt. Schätzungsweise 4 Millionen seit ^Weesende verschollene TVut- grhe _ neben Kriegsgefangenen hanntsäfh- jich 7iviiicton mit Frauen und "Findern aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten — werden den B°r ! ehten der Heimkehrer zufolge noch in der Sowjetunion zurückgehalten. DeutscheKriegsgefangeneaufdemBalkan Alliierte setzen sich für Rückkehr ein Wiesbaden. Die französische und die britische Regierung haben den westdeutschen Länderchefs mitteilen lassen, daß sie ihre diplomatischen Vertretungen in Jugoslawien und Albanien angewiesen haben, sich für den Rücktransport der in diesen Ländern festgehaltenen deutschen Kriegsgefangenen einzusetzen. Aus dem Büro der Ministerpräsidenten verlautet, daß damit die von den elf Länderchefs an die vier Besatzungsmächte gerichtete Note in der Kriegsgefangenenfrage beantwortet worden ist. Eine andere Entschließung, die sich auf die Kriegsgefangenen in der Sowjetunion bezog, ist bisher noch nicht beantwortet worden. rung sowohl am 13. als auch am 14. Juni nicht befolgt zu haben. Alle sechs Angeklagten, die von den deutschen Rechtsanwälten Dr. Dun- fus, Dr. Marx und Dr. Sauer verteidigt werden, erklärten sich für nichtschuldig. Im Verhör durch den britischen Staatsanwalt sagte Dr. Groß von der Reparationsabteilung als Zeuge aus, daß die Demontagearbeiter mit einem LKW ins Werk gekommen und dort von Betriebsangehörigen beschimpft und bedroht worden seien. Zu Tätlichkeiten sei es jedoch nicht gekommen. Auf die Frage der deutschen Verteidigung, ob es ihm bekannt sei, daß der Inhaber der Demontagefirma einige Tage vorher durch empörte Werksangehörige bis zur Bewußtlosigkeit verprügelt wurde, erklärte Groß, er habe es zwar selbst nicht gesehen, jedoch gehört. Der als Zeuge geladene Demontageunternehmer Erwin Müller, Dortmund, erschien schwer angeschlagen in völlig zerrissener Kleidung vor dem Militärgericht. Er war nicht vernehmungsfähig. Nach Mitteilung des Polizeipräsidiums Dortmund ist er am Donnerstag im Anschluß an sein Entnazifizierungsverfahren vor dem Dortmunder Stadthaus von einer größeren Menschenmenge verprügelt worden. Britische Polizeioffiziere verhinderten im Gerichtsgebäude eine Befragung Müllers durch deutsche Presseleute. Selbst Lenin hielt es für gefährlich . .. Anläßlich des 25, Todestages Lenins stellte das „Zentralinstitut für Dokumentarfilme“ in Moskau aus alten Bildern und Filmstreifen ein Leninbiographie her. Es ist ein Beweis für die Bedeutung, die der Kreml der propagandistischen Durchdringung Deutschlands beimißt, wenn dieser nicht ungeschickte Film kurze Zeit nach seiner Moskauer Premiere bereits in deutscher Synchronisation in Berlin aniief. Dieses Bild Lenins auf der Leinwand bietet keinerlei Ueberraschungen. Es ist analog zu Stalins „Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion“ (1938) und zur sowje- amtlichen Leninbiographie aus dem Jahre 1945 gezeichnet — das heißt, die geschichtliche Wirklichkeit und die historische Gestalt Stalins mußten sich „Bearbeitungen“ gefallen lassen, um unter der vertuschenden Schminke diejenigen ihrer Züge zu verbergen, die zum heutigen bürokratischen Machtstaat Stalins in zu krassem Widerspruch stehen. Neu ist lediglich die Herausstellung Churchills als alleinigen Inspirators der Interventionskriege. Die beiden für die derzeitigen Machthaber Rußlands heikelsten Punkte, das Verhältnis Lenin-Trozki und die Nachfolge Lenins, sind nach der bereits in den oben angeführten Werken praktizierten Methode behandelt. Trotzki wird totgeschwiegen. Sein Name fällt nur einmal: Lenin, so wird behauptet, habe ihn bereits 1911 ideologisch „erledigt“. Trotzkis historische Leistung, der Aufbau einer Roten Armee, die die furchtbaren weißen Offiziersbrigaden Denikins ebenso schlug wie den Kosakenataman Krasnow und die Interventen, seine wichtige Rolle in der weiteren Revolutionsgeschichte und schließlich die Bestimmung Lenins in seinem „Testament“ vom 25. Dezember 1922, daß Trotzki in Zusammenarbeit mit Stalin seine Nachfolge übernehmen sollte, wird mit keinem Wort erwähnt. In seiner „Geschichte der Kommunistischen Partei“ machte es sich Stalin fast ebenso einfach: er „entlarvte“ die „trotzki- stisch-bucharnische Bande“, von deren Anführer Trotzki Lenin in seinem erwähnten „Testament“ weiter gesagt hatte, er sei „der fähigste Kopf im gegenwärtigen Zentralkomitee“, als „politische Doppelzüngler“, die in Wahrheit „Söldlinge des Faschismus“ gewesen seien. Was die zweite Geschichtsklitterung betrifft, so vergehen keine 50 Filmmeter, in denen nicht auf die einzigartig herzliche Freundschaft zwischen I.enin und Stalin und auf die „Unentbehrlichkeit“ des „genialen Schülers Stalin“ für seinen „phänomenalen Lehrmeister“ hingewiesen wird. Wie die Wirklichkeit aussah, wissen wir aus der Stalin-Biographie von Leo Trotzki. Dort beweist Trotzki an Hand von unwiderlegbaren Dokumenten, daß Stalin bis in die Zeit nach dem Bürgerkrieg hinein lediglich „als unbedeutender Funktionär, Propagandist und Organisator zweitrangige Funktionen ausübte“ und „aus dem Bürgerkrieg genau so unbekannt und den Massen fremd hervorging wie aus der Oktoberrevolution. Stalins geheimer Aufstieg begann erst“, erklärte Trotzki, „als es möglich geworden war, die Menschen mit Hilfe der Parteimaschine zu unterjochen.“ Dann allerdings verstand er es, sich derartige Positionen zu sichern, daß Lenin in seinen „Testament“ warnen mußte: „Genosse Stalin hat . . . ungeheure Macht in seinen Händen vereinigt, und ich bin nicht sicher, nb er es immer versteht, von dieser Macht mit genügender Behutsamkeit Gebrauch zu machen. Stalin ist zu grob, und dieser Fehler wird unerträglich. Deshalb schlage Ich vor, einen Weg zur Entfernung Stalins aus dieser Stellung (als Generalsekretär der Partei) zu finden und einen anderen Mann zu ernennen, der Stalin an Energie gleichkommt, sonst aber im Wesen von ihm verschieden ist. nämlich geduldiger, treuer, weniger launisch ..." So Lenin wörtlich über seinen ..genialen Schüler". Die Atmosphäre der Unsicherheit und des gegenseitigen „Entfernens“, die aus diesen Zeilen spricht und charakteristisch ist für de« erbitterten Machtkampf, der sich nach Lenin* Tod hinter den Sowjetkulissen abspielt, wird für alle, die gläubig und vertrauensvoll zu ihrer eeihsti OS en Führung aufschauen sollen. Seite 1 .DAS NIC! BADEN* Nr. 83 / 23. 7. 48 ersetzt durch eine Atmosphäre rührend-inniger Zuneigung, die als Lenins Nachfolger seinen besten Freund Stalin wie von selbst berufen erscheinen läßt. Lenin hat einmal folgendes geäußert: „Es fällt mir schwer, die Zeitungen zu lesen. Ueberall wird über mich geschrieben. Welchen Zweck hat das alles? Ich halte diese ganze unmarxistische Herausstellung eines einzelnen für außerordentlich schädlich . . Strafantrag im Abetz»~Prozeß 20 Jahre Zwangsarbeit Paris. Nachdem am Mittwoch die Zeugenaussagen im Abetz-Prozeß beendet wurden, ergriff in der Donnerstagsitzung der Vertreter der Anklage, Capitaine Flicoteaux, das Wort. Bei Behandlung der einzelnen Anklagepunkte führte er u. a. aus, es seien Plünderungen geringen Grades, wie im Falle der Kupferbergwerke von Bor in Jugoslawien, vorgekommen, andererseits aber auch schwerwiegendere Fälle wie die des jüdischen Eigentums. Er beantragte 20 Jahre Zwangsarbeit. FrancoissPoncet über Goethe Kaiserslautern. Auf eine Einladung zur Teilnahme an der Goethefeier der Stadt Kaiserslautern richtete der ehemalige französische Botschafter und künftige hohe Kommissar, Frangois-Poncet, an den Oberbürgermeister einen Brief, in dem es u. a. heißt: „In der Tatsache, daß Goethe in ganz Westdeutschland heute geehrt wird, begrüße ich ein günstiges Omen für die Zukunft Ihres und meines Landes. Persönlich verdanke ich dem großen Dichter unendlich viel. Von ihm habe ich gelernt, daß der Kern der Weisheit darin beruht, daß jeder Mensch, indem er in sich die edlen Kräfte des Guten über die dunklen Gestalten siegen läßt, für die eigene Vervollkommnung und im Dienste der anderen sich voll und ganz harmonisch entfalten muß. An Goethe ist mir der Begriff der Einheit der westlichen Kultur lebendig geworden und durch ihn ist mir der Sinn aufgegangen für die tiefe menschliche Solidarität, die unsere europäischen Nationen, Hüter der antiken und der christlichen Zivilisation, miteinander verbindet oder verbinden sollte. Für unsere persönliche Lebensführung ebensowohl wie für die Gestaltung unserer nationalen und internationalen Politik gibt es keinen Denker, der besser verdient, uns allen ein Leitstern zu sein. In dem Augenblick, wo wir es nicht nur mit den Lippen, sondern aus tiefster Seele erkennen und danach handeln, ist das deutschfranzösische und somit das europäische Problem gelöst. Möge dieser Augenblick nicht zu lange auf sich warten lassen. Abschiedsempfing für General Koenig Freiburg. Der französische Oberbefehlshaber für Deutschland, General Koenig, wird am 29. und 30. Juli zu einem Abschiedsbesuch in Freiburg weilen. Es ist folgendes Programm vorgesehen: Der General trifft am Freitagsnachmittags um 4,30 Uhr von Baden- Baden kommend an der Universität Freiburg ein, wo er vom Sektor, Senat und einer Studentendelegation empfangen wird. Eine Ansprache des Rektors und des Generals Koenig ist vorgesehen. Anschließend wird auf dem Freiburger Meßplatz eine Truppenparade stattfinden. Am Samstagvormittag 9.45 Uhr findet im Kaufhaussaal ein Abschiedsempfang für General Koenig durch die badische Landesregierung und Delegationen verschiedener, Körperschaften statt, bei dem General Koenig und Staatspräsident Wohieb sprechen werden. Arnold gegen Grenzänderungen Heuß zur Saarfrage Gegen internationale Anerkennung eines Saarstaates Stuttgart. Der Vorsitzende der FDP Westdeutschlands, Professor Dr. Theodor Heuß, machte am Donnerstag in einer Presseerklärung schwere Bedenken gegen die Bestrebungen der französischen Regierung geltend, durch die Aufnahme des Saarlandes als assoziiertes Mitglied in die beratende Versammlung des Europa-Rates die internationale Anerkennung eines vom übrigen Deutschland abgetrennten Saarstaates zu erreichen. Der europäische Gedanke, so heißt es in der Erklärung, schließe alles aus, was irgendwie als ein Diktat gedeutet werden könne. Die endgültige Entscheidung über die Stellung des Saarlandes sei eine Sache der Friedensregelung und bedürfe als solche der Zustimmung der deutschen Regierung, die zur Zeit gebildet werde. Diese künftige Regierung könne sehr wohl bestrebt sein, Wege zu finden, auf denen die Saarfrage, sofern es eine solche überhaupt gebe, in einer Weise gelöst werden könne, die sowohl den Deutschen als auch den französischen Wirtschaftsinteressen gerecht würde. Eine Vorwegnahme der politischen Seite dieser Frage im Sinne einer Separation des Saarlandes müsse von der FDP jedoch auf das lebhafteste bedauert und mißbilligt werden, weil dadurch der Weg der Verständigung verbaut werde. Ministerpräsidenten blamierten sich Wiesbaden. „Die westdeutschen Ministerpräsidenten haben sich bei der Behandlung der ihnen gestellten Aufgabe, eine vernünftige Aenderung der Ländergrenzen herbeizuführen, blamiert“, meinte der 1. FDP-Vorsitzende Westdeutschlands, Professor Dr. Theodor Heuß, hier auf einer Wahlversammlung seiner Partei. Durch die Rückgabe dieses Auftrages sei die Entscheidung in diesem schwierigen Problem dem Bundestag überlassen worden, obwohl es von den Ministerpräsidenten hätte leichter gelöst werden können. Auch in der Frage der Bundeshauptstadt, die jetzt nur noch eine politische Streitfrage zwischen Dr. Schumacher und Dr. Adenauer sei, hätten die Ministerpräsidenten die Richtlinien ihrer Parteien befolgt, anstatt das Problem auf der Ebene rein sachlicher Ueberlegungen zu erörtern. FDP will das Reich Bad Nauheim. „Wir wollen das Reich. Nicht nur für die Westzonen, sondern überall da, wo deutsche Lande sind“, erklärte der Landesvorsitzende der FDP in Hessen, August Martin Euler, auf einer Wahlkundgebung. „Für die FDP“, so betonte er, „gibt es nur Deutschland“. Während man in Europa die Grenzen aufzuheben gedenke, würden in Deutschland neue Grenzen errichtet. Eine Reform sei notwendig. In Westdeutschland dürfe es höchstens sechs Selbstverwaltungseinheiten geben und keine elf Länder mit einem Riesenstab von Ministem und Beamten. Euler setzte sich für eine liberale Wirtschaftspolitik ein. Der Wettbewerb sei die Leistungspeitsche der Wirtschaft. Die Zahl der Arbeitslosen werde sich ebenso verringern, wie die Preise in den letzten Monaten gesunken seien. Die Voraussetzung hierfür sei aber, daß die Wirtschaft von den Beschränkungen befreit werde, die ihr von den westlichen Alliierten auferlegt worden seien. Abgelehnte Wählergruppen München. Die Militärregierung für Bayern hat die wiederholten Lizenzierungsanträge der „Notgemeinschaft“ endgültig abgelehnt. Wie verlautet, steht die Militärregierung weiter auf dem Standpunkt, daß die „Notgemeinschaft“ eine Flüchtlingspartei ist. Auch die ;,Parteifreie Wählerschaft“, die sich jetzt in München auf Landesbasis konstituierte, wird mit einer Lizenzierung nicht rechnen können. Keine Lizenz für Notgemeinschatt Bremen. Die amerikanische Militärregierung hat die Lizenzierung der „Notgemeinschaft“, die kürzlich in Bremen gegründet wurde und sich aus der Interessengemeinschaft der Flüchtlinge und Ausgewiesenen sowie der Vereinigung der Fliegergeschädigten zusammensetzt, als politische Partei abgelehnt. Kein neuer Wilhelmstraßen»Prozeß Nürnberg. Die Anträge der Gesamtverteidigung auf Wiederaufnahme des Verfahrens kB Wilheknstraßen-Prozeß sind von dem Präsidenten des Gerichtes in den USA abgelehnt worden. Gleichzeitig wurde zum Ausdruck gebracht, daß weitere Anträge nicht mehr erwartet werden. Ueber die Berichtigungsanträge der einzelnen Verteidiger getrennten Saarstaates zu erreichen. Düsseldorf. „Man sollte einmal aufhören, den Zustand unserer völkerrechtlichen Handlungsunfähigkeit zu einseitigen Maßnahmen auszunützen und begreifen, daß solches Eingreifen sich ungünstig auf die wirtschaftlichen Beziehungen aus wirkt“ er-, klärte Ministerpräsident Karl Arnold am Donnerstag zu den neuesten und unerwarteten Veränderungen der deutsch-holländischen Grenze. Man habe gehofft, fügte Arnold hinzu, daß es nunmehr genug sei mit der Schaffung von Grenzprovisorien. Drei Monate nach der einseitigen Grenzänderung durch Holland rufe die letzte Maßnahme eine begreifliche Beunruhigung der Bevölkerung hervor. BakterienkriegsExperimente in USA Washington. In einem Bericht des amerikanischen Heeres über die im Lager von Detriek (Staat Maryland) durchgeführten „Bakterienkrieg-Experimente“ wird angesichts des wachsenden Ausmaßes dieser Forschungsarbeiten eine zusätzliche Summe von 300 000 Dollar beantragt. In dem Bericht' wird weiter auf die großen Gefahren hingewiesen, denen das Personal des Lagers sowie die Bevölkerung der benachbarten Stadt wegen der gegenwärtig noch unzulänglichen Vorkehrungen zur Desinfektion der Abwässer und der verseuchten Luft des Lagers ausgesetzt sind. Anonyme Warn* und Drohbriefe Dortmund. Sämtliche 107 Demontagearbeiter der Abbruihfirma Müller, die in verschiedenen Werken tätig ist, erhielten am Donnerstag anonyme Briefe mit Warnungen und Drohungen, die sie von weiteren Demontagearbeiten abhalten sollen. Die Briefe tragen die Unterschrift „Deutsche Arbeiter, die um ihre Arbeitsplätze kämpfen“. Der Inhalt der Briefe wird als „letzte Warnung“ bezeichnet. Die Demontagearbeiter wefden als „gesinnungslose Landsleute“ bezeichnet. „Wir werden alle belangen, heißt es darin,.,,die an der Zerstörung mitarbeiten. Wir sind nicht gewillt, uns das weiter mit anzusehen.“ Rauschgiftschmuggel aufgedeckt Heidelberg. Ein umfangreicher Rauschgiftschmuggel, bei dem größere Mengen Opium, Morphium und Kokain im Schwarzmarktwert von rund 250 000 Dollar beschlagnahmt wurde, ist hier von Untersuchungsbeamten der amerikanischen Armee aufgedeckt worden. Sieben Deutsche, darunter ein ehemaliger Wehrmachtsoberst und eine 72jährige Frau, wurd?fi verhaftet. Die Ermittlungsarbeiten begannen bereits Anfang Juli in Stuttgart. Wegen Käseschiehung ins Gefängnis Kempten. Zu 2 Jahren, 6 Monaten Gefängnis sowie 12 000 DM Geldstrafe verurteilte die Große Strafkammer des Landgerichts Kempten den 52jährigen Georg Summer, Mitinhaber der Hochlandkäsewerke Heimenkirch b. Lindau, wegen fortgesetzten Verbrechens gegen das Kontrollratsgesetz Nr. 50 und die Kriegswirtschaftsordnung. Aus dem Sechs-Mächte-Abkommen über die Grenzänderungen gehe hervor, daß Bestätigung oder Ablehnung dieses Provisoriums durch den Friedensvertrag, das bedeute unter Mitwirkung der Deutschen Bundesregierung, zu erfolgen habe. c Aber Deutschland soll holländische Waren kaufen Den Haag. Der holländische Außenminister D. N. Stikker bezeichnete die alliierte Wirtschaftspolitik in den Westzonen Deutschlands als „in besorgnisserregender Weise autark“. In einem Schreiben an die holländische Abgeordnetenkammer erklärte Stikker, der deutsch-holländische Handel würde sich schon viel weiter entwickelt haben, wenn die verantwortlichen Behörden in Deutschland nicht wiederholt Hindernisse in den Weg gelegt hätten. Die nahezu einseitige Orientierung des deutschen Außenhandels nach den Dollargebieten führe in der Praxis zu Maßnahmen, die verblüffende Aehnlichkeit mit den autarkischen Maßnahmen haben, die Deutschland vor dem Kriege aus anderen Gründen ergriffen hat. Holland könne sich einen unausgeglichenen Handel mit Deutschland, wie dies augenblicklich der Fall sei, nicht leisten, um so weniger, als Holland jetzt den Saldo in Dollar ausgleichen müsse. Die von alliierter Seite eingeleitete Reorganisation der Ruhrindustrie verursache ernste Schwierigkeiten. itityMcJk&UCto - kurz berichtet Im Ulmer Durchgangslager Kienlesberg trafen insgesamt 347 ehemalige Kriegsgefangene aus der Sowjetunion und Polen ein. Die neuen Heimkehrer sind teils in der amerikanischen, teils in der französischen Zone ansässig. Das Restaurant im Bonner Parlamentsgebäude steht kurz vor der Vollendung. Es ist für 800 bis 1000 Personen eingerichtet und hat kombinierten Gas - Strom - Betrieb, wodurch die Versorgung von 1000 Personen je Mahlzeit gewährleistet ist. Die Gewerkschaften Gartenbau und Land- und Forstwirtschaft der Trizone werden am 30. Juli in Hannoversch-Münden ihren Verschmelzungsverbandstag abhalten. Der neue /Verband wird 149 000 Mitglieder umfassen. Bautagung aller vier Zonen. Vom 30. bis 31. Juli wird in der Technischen Hochschule Beisetzung der Opfer von Prüm Prüm. In Prüm fand unter großer Anteilnahme der Bevölkerung die Beisetzung der Opfer der Explosionskatastrophe statt. Unter den 7 000 Teilnehmern befanden sich der Gouverneur des Landes Rheinland-Pfalz, Hettler de Boislam- _ bert, der Bezirksde- .gierte Julitte von Trier sowie Offiziere der französischen und luxemburgischen Besatzungstruppen. Auf deutscher Seite bemerkte man den Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Altmeier, und verschiedene Minister. Nach einer kurzen Trauersitzung des Kreistages setzte sich der Trauerzug von der vangelischen Kirche us in Bewegung. Auf dem Friedhof fand dann im Anblich der Trümmerstätten und vor der Ruine er Salvatorkirche ie Gedenkfeier für die Opfer der Katastrophe statt. Generalvikar Dr. von Meurers von der Hohen Domkirche Trier segnete die Särge mit den sterblichen Ueberregten der Opfer ein. Dann hielt Kirchenrat Sachse von der evangelischen Landeskirche die Trauerpredigt. Anschließend überbrachte Generalgouverneur Hettier de Boislambert das Beileid der Militärregierung und Frankreichs. deuten ist. Nach einer Rede des Bürgermeisters der Stadt Prüm zelebrierte Erzbischof Dr. Bornewasser an den Gräbern das feierliche Pontifikal-Requiem. Dann nahmen die Teilnehmer Abschied von den Toten. Nach dem Generalgouvemeur sprach Ministerpräsident Altmeier. Nach einem Hinweis auf die wohltuende Anteilnahme der französischen Militärregierung und der deutschen Länder erklärte der Ministerpräsident: „Möchte doch diese Katastrophe Europa die kategorische Pflicht auferlegen, für den Frieden zu wirken und all das auszulöschen, was noch irgendwie als eine Folge des Krieges zu Bewohner versuchen aus den Trümmern ihres vollständig zerstörten Hauses Einrichtungsgegenstände zu bergen. Durch ein tragisches Geschick forderte auch. der Tag der Beisetzung noch ein Todesopfer, indem im Gedränge der vielen Kraftwagen ein 12jähriger Schüler überfahren und getötet wurde. Amerikanische Spenden für die Bevölkerung Bremen. Nahrungsmittel und Kleidung im Gewicht von 28,5 Tonnen wurden bis jetzt als Spende amerikanischer Wohlfahrtsorganisationen durch die Cralog-Zentrale in Bremen an die von der Prümer Explosionskatastrophe betroffene Bevölkerung geschickt. Auf Veranlassung des Cralog-Vertreters in Berlin werden weitere Spenden amerikanischer Organisationen, darunter 360 Paar Kinderschuhe von der deutsprachigen „New Yorker Staatszeitung und Herold“ nach Prüm geschickt. in Karlsruhe eine Bautagung aller vier Zonen, verbunden mit einer Bauausstellung stattfinden. Die Veranstaltung steht unter der Leitung des Instituts für Wiederaufbautechnik an der TH Karlsruhe. Auf der Ausstellung werden Baustoffe, Bauteile, Konstruktionen, Bauweisen, Baumaschinen, Prb- duktionsmethoden usw. gezeigt und vorge»- führt. Der Verband katholischer kaufmännischer Vereine Deutschlands, Sitz Essen, hält vom 22. bis 25. Juli in Neustadt seinen 55. Verbandstag ab. Bäckerei-Fachausstellung Köln. Eine der interessantesten Gruppen der Kölner Bäk- kerei-Fachausstellung, die am 30. Juli eröffnet wird, ist die Gebäckschau. Rund 600 Spezialitäten, deren Bezeichnung und Namen mit bestimmten Gegenden verknüpft sind, vereinen sich zu einem volkskundlichen Bilde. Wie das Backen überhaupt je nach der Eigenart der Landschaft und der Bevölkerung die verschiedensten Arten und Formen gefunden hat, so finden in ihm auch kulturelle Gebräuche und Besonderheiten symbolische Form und Ausdruck. In einem Staatswald bei Hochspeyer vernichtete ein viertägiger Waldbrand auf einer Fläche von 30 Hektar über 2 000 Festmeter Stammholz in einem Wert von etwa 100 000 DM. Eine große Anzahl von Feuerwehren und über 1000 Personen waren mit den Lösch- und Eindämmungsarbeiten beschäftigt, schmälert werde. 14 Grauhaie landete der Hamburger Fischdampfer „Otto Bröhrn“ in Hamburg. Sie waren dem Schiff in der Nähe von Island ins Netz gegangen. Ein solcher Fang ist nach Ansicht von Fachleuten sehr selten. Der größte der gefangenen Haie wiegt lebend bei viereinhalb Metern Länge über 350 Kilogramm. Wird der Kaiser von Japan Christ? „Im Kaiserpalast von Tokio werden regelmäßig Gespräche über die Bibel veranstaltet und ein ordinierter weiblicher Geistlicher der Vereinigten Kirche von Japan gibt der Kaiserin jede Woche Bibelunterricht“, erklärte der japanische Pastor Michio Kosaki, der sich aus Anlaß der ökumenischen Tagung in England aufhielt. Er glaube jedoch nicht, meinte der japanische Geistliche, daß an den Gerüchten etwas Wahres sei, laut denen der Kaiser Christ werden wolle, wiewohl dieser für das Christentum das größte Interesse zeige. Weiter berichl Trocken und hochsommerlich Das ostwärts wandernde Hochdruckgebiet hat inzwischen Mitteleuropa erreicht. Nach seinem Durchzug erfolgt wahrscheinlich ein Uebergang zu einer leicht unbeständigen Schlechtwetterlage. Aussichten bis Wochenen d'e: Zunächst heiter, trocken und hochsommerlich warm mit Höchsttemperaturen bis zu 28 Grad. Etwa am Samstagnachmittag zunehmende Gewitterneigung, aber noch recht warm. „DAS NEUE BADEN* Chefredakteur: Adolf Kimmig Anschr. der Redakt.: Lahr/Sehw., Postf. 270, Tel. 236S. '/■erlag: Demokratische Verlagsges. mbH. Lahr'Schw. Druck: Moritz Schauenburg Lahr'Schwarzwald Postscheckkonto: 4400 Breiburg i. Bf. Nr. ÖÜ / 2ä. 7. 49 «DAS NEUE BADEN** SfiödösBöi Protestanten in der CDU nicht erwünscht Ein aufsehenerregender Austritt aus der Christlich-Demokratischen Union — Keine konfessionelle Gleichberechtigung mehr Baden-Baden. In hiesigen politischen Kreisen erregte der Austritt von Verwaltungsdirektor Bargatzky, eines Mitbegründers der CDU, aus der Christlich-Demokratischen Union großes Aufsehen. Das Mißbehagen über die Zurücksetzung des ursprünglich als Kandidat für den Wahlkreis 7 vorgesehenen Verwaltungsfachmanns greift auf immer weitere Kreise auch der mittelbadischen CDU über. Der Verrat der maßgebenden Parteistellen an dem Sinn einer „Union“ löste besonders unter den protestantischen Mitgliedern dieser Partei größte Empörung aus. Die Absetzung der Kandidatur Bargatzkys ist nämlich nicht auf in seiner Person begründete Ursachen, sondern ausschließlich darauf zurückzuführen, daß Bargatzky Protestant ist. Das Verhalten der Delegiertenversammlung des Kreises Baden-Baden, Bühl und Rastatt, die «sich gegen die Kandidatur Bargatzkys entschied und Bürgermeister Morgenthaler aus Achern an seine Stelle setzte, wird auch in einem Teil der katholischen Anhängerschaft der CDU als Ohrfeige empfunden und dürfte auf das Gefüge der Partei, zumindest in Mittelbaden, nicht ohne Rückwirkung bleiben. Erschwerend kommt hinzu, daß die Ausbootung des protestantischen Kandidaten nicht ohne Billigung der Landesleitung erfolgt sein dürfte, wenigstens hat man es in Freiburg nicht für notwendig erachtet, für den ursprünglich in Aussicht genommenen Wahlkreiskandidaten auch nur den kleinen Finger zu rühren. Es soll nicht verschwiegen werden, ' daß Bargatzky in Baden-Badener und Bühler CDU-Kreisen Verteidiger erstanden sind, sie vermochten sich aber gegen den überwiegen- ' den Einfluß des intoleranten Flügels im Lande nicht durchzusetzen. In unterrichteten Kreisen behauptet man sogar, die Anhänger der Kandidatur Morgenthalers hätten sich um Eignung oder politische Anschauungen Bargatzkys nicht im mindesten gekümmert, sie hätten sich ausschließlich durch dessen Kon-, fessionszugehörigkeit bestimmen lassen. Damit hat die badische CDU erneut bewiesen, daß in ihr der alte Zentrumsgeist und konfessionelle Unduldsamkeit die Oberhand gewonnen haben. Die protestantischen Volkskreise nehmen diese reaktionäre Entwicklung einer Partei, die bei ihrer Gründung angeblich die Versöhnung und Zusammenarbeit der beiden christliehen Konfessionen erstrebte, mit Befremden zur Kenntnis. Die immer mehr in den Vordergrund tretende Intoleranz und Imparität der Leitung der badischen CDU scheint nicht dazu angetan, die Entwicklung der aus der Annahme des Bonner Gesetzes geborenen Deutschen Bundesrepublik und des aus den Wahlen des 14. August hervorgehenden ersten Bundestages im demokratischen Sinne voranzutreiben, sollte die Partei des totalitären Machtanspruchs ungeschwächt aus den Wahlen hervorgehen. In der heutigen Zeit konfessionelle Gegensätze heraufzubeschwören, dürfte am wenigsten aber von der jungen Generation verstanden werden, die während der Kriegsjahre nicht nach der konfessionellen Zugehörigkeit des Nebenmannes fragte. Therapiekongreß in Karlsruhe Karlsruhe. Während des ersten deutschen Therapiekongresses, der vom 4.—16. September in Karlsruhe stattfinden soll, werden zum erstenmal in der Geschichte der deutschen Medizin therapeutische Themen durch Chirurgen, Internisten, Pharmakologen, Kinderärzte usw. in gemeinsamen Besprechungen behandelt. Als Hauptthema wurden Therapie von Herz- und Kreislauferkrankungen, „Therapie hormoneller Störungen“, „Therapie der Leber- und Galleerkrankungen“, „Therapie der Tuberkulose“, „allgemeine therapeutische Themen und die Fokaltherapie“ festgelegt. Gleichzeitig mit dem Therapiekongreß findet eine deutsche Heilmittelmesse statt, die der pharmazeutischen Industrie nicht nur die Möglichkeit geben soll, ihre Produkte und die Leistungen ihrer wissenschaftlichen Laboratorien der Aerzteschaft durch ihre Ausstellung nahezubringen, sondern auch selbst im Rahmen der Tagung durch Einzelvorträge und Beteiligung an den Diskussionen die Abgrenzung der therapeutischen Leistungsbreite zu unterstützen. Für „Flurbereinigung im Pforzheimer Gebiet“ Pforzheim. Der Pforzheimer Bund für Neuordnung des Enz-Nagold-Gebietes fordert in einem Aufruf die Revision der Grenzverhältnisse im Hinterland von Pforzheim bzw. im Enz-Nagold-Gebiet. Es sei höchste Zeit, mit den Verwaltungskuriositäten im Enz-Nagold- Gebiet aufzuräumen, die einerseits der zentralgelegenen, wichtigen Industriestadt Pforzheim notwendige Behörden und Einrichtungen vorenthalten und andererseits die Bewohner ihrer Umgebung bei Erledigung von Dienstgeschäften zu zeitraubenden Reisen nach Heilbronn, Tübingen, Ludwigsburg, Reutlingen und Rottweil zwingen würden. Zusammenschluß der Heimatvertriebenen Mannheim. Um den Zusammenschluß der in Baden lebenden Heimatvertriebenen aus Pommern zu fördern, sammelt Pfarrer Scheel Weingarten (Baden) deren Anschrift. Meldungen mit Angabe der früheren und der heutigen Anschrift sind dorthin zu richten. Mannheim ertragsreichster Steuerzahler Mannheim. Die Stadt Mannheim ist trotz der erlittenen Kriegsschäden immer noch der ertragsreichste Steuerzahler Nordbadens. Die Lohnsteuer erbrachte allein 35 Prozent des Gesamtaufkommens in Nordbaden, die veranlagte Einkommensteuer 20 Prozent, die Körperschaftssteuer 37,5 Prozent und die Umsatzsteuer 33 Prozent. Die Kandidaten der FDP Freiburg. Am Mittwochnachmittag hielt hier die Freie Demokratische Partei eine erweiterte Landes a.usschuß-Sitzung ab, die sich in der Hauptsache mit der Aufstellung der Landesergänzungswahl-Vorschlagsliste befaßte. Die anwesenden 65 stimmberechtigten Delegierten aus dem ganzen Lande benannten in geheimer Abstimmung folgende Bundestagskandidaten: I. Volkswirt Dr. Karl Hoffmann, Schönau. Z. Bürgermeister Willi Stahl, MdL., Titisee. 3. Landrat a. D. Wilhelm Schindele, Oppenau (Vertreter der Flüchtlinge). 4. Rechtsanwalt Friedrich Vortisch, MdL., Lörrach. 5. Weinhändler Theodor Eisele, stellv. Bürgermeister, Bühl. 6. Hausfrau Dr. Hildegard Teutsch, MdL., Freiburg (Vertreterin der Frauen). 7. Prakt. Arzt Dr. Karl Keßler, Oberkirch. 8. Forstmeister Fritz Einwald, Immendingen. 9. Handelsvertr. Ludwig Haberer, Freiburg. 10. Junglehrer Herbert Gravenstein, Freiburg. 11. Hotellier Alfred Kötter, Baden-Baden. 12. Oberbürgermeister Dr. Paul Waeldin, MdL., Lahr. Der Verlauf der Versammlung, in der Spitzenkandidat Dr. Hoffmann ein aufschlußreiches Referat über die politische und. wirtschaftliche Bedeutung der Bundeswahlen erstattete und der Landesvorsitzende Dr. Waeldin in beredten Worten die gegenwärtigen und künftigen Aufgaben des Bundestags, der Bundesrepublik und dos verantwortungsbewußten Deutschen aufzeigte, spiegelte das einmütige Vertrauen der Delegierten zur Landesleitung wider. Nur auf ausdrücklichen Wunsch des Landesvorsitzenden, der auf seine Ueberlastung mit wichtigen Aufgaben in Stadtverwaltung und Landespolitik hinwies, nahm der Landesausschuß von seiner Aufstellung als Spitzenkandidat Abstand. Besonders freudig begrüßten die Delegierten, daß der unlängst züm Landeskommissar für die Kehler Frage ernannte Landrat' a. D. Schindele die ihm angebotene Kandidatur für den Bundestag annahm. Selbst Flüchtling und die Not Heimatvertriebener am eigenen Leibe kennend, dürften. Flüchtlinge und Kehler Evakuierte die Kandidatur Schindeies mit besonderer Genugtuung begrüßen, bemerkenswert an der Kandidatenliste ist das Heraussteilen der jungen Generation. Zum Schluß der bedeutsamen Tagung stattete der Landesvorsitzende seinen besonderen Dank Generalsekreär Wolf für dessen unermüdlich geleistete organisatorische Arbeit’ ab. Drei Tote bei Kradunglück Niefern (Kreis Pforzheim). In Niefern, auf der Reichsstraße 10, in der Nähe des Bahnhofs ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem der 34jährige Gustav Goß- weiler, der 20 Jahre alte Fritz Kunzmann und der Kradlenker Schäfer tödlich verunglückten. Sie waren mit einem Krad von Niefem in vollem Tempo in die Reichsstraße 10 eingebogen und. gerieten zwischen die Zugmaschine und den Anhänger eines Gemüsetransportes. Während Goßweiler und Kunztnann auf'der Stelle tot waren, erlitt Schäfer als Kradlenker einen Schädelbruch und weitere schwere Verletzungen. Er wurde in das Krankenhaus Pforzheim eingeliefert, wo er inzwischen verstorben ist. Die Verunglückten waren nach Mitternacht von einem Fest gekommen. Den Fahrer des Gemüselastzuges, der in Richtung Pforzheim gefahren war, triff nach den bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft keine Schuld. Badische Seen Sommer und Sonne, Glast und Glut, Wald und Wasser locken zum Reisen, zum Wandern, zur Fahrt. Immer wieder geht es an die Seen, deren Schönheit niemand vergißt, der sie auch nur einmal geschaut. Unsere Heimat, der Schwarzwald, das Badnerland, sie erfreuen uns durch Seen verschiedener Art. Mit einem Flächeninhalt von 53 846 ha ist der Bodensee der Riese unter fünf Zwergen. Mit 252 m Tiefe steht er ebenfalls weitaus an erster Stelle. Nach der Höhe des Wasserspiegels ist er mit 395 m aber der mindeste unter seinen Brüdern. Gewiß hat er seinen Namen von Boden, von seiner Lage im Grunde einer Niederung. Immer wieder haben Dichter das Schwäbische Meer begeistert besungen und auch die Sage weiß manches von ihm zu erzählen. In einer Höhe von 846 m dehnt der Titisee seine Flut, und hat der Wasserspiegel eine Größe von nur 108 ha. Und 39 m sind wahrlich auch keine Tiefe. Ob der Name „See des Tito“ bedeutet, ist mehr als fraglich. Ein Chronist um das Jahr 1800 schreibt von dem Tuttensee: „Seine Bewohner sind Hechte, Karpfen und Forellen, manchmal von besonderer Größe, wenn sie dem stärkeren Hecht, der eigentlich die Seeherrschaft ausübt, lange entgehen . . . Man glaubt, das jenseits des Bruderhaiderberges, dem Titisee parallel liegende Moos bei Hinterzarten, stehe mit dem See durch unterirdische Gänge in Verbindung. Richtig ist, daß schwere Fuhrwerke in jener Gegend einen dumpfen Hall verursache. Doch ist so bald nicht zu fürchten, daß der See Irgendwo auf der Steig durchbrechen jnd durch 49p ffegnafleMoer Tal hinaus Bereits 983 wird der Schluchsee in einer Urkunde erwähnt. Ungestaut hatte er eine Größe von 103 ha. Gestaut hebt sich sein Wasserspiegel von 901 auf 930 m und dehnt sich die Fläche bis 513 ha. Unser Gewährsmann sagt: „Er beherbergt viele Fische, besonders Hechte, die hier öfters zu 40 Pfund schwer gefangen werden“. Nicht viel zu berichten ist vom F e 1 d s e e, der im Jahre 1316 als „Velse“ in einer Urkunde genannt wird. Mit 1109 m ist er der höchstgelegene unter seinen Brüdern. Er hat einen Flächeninhalt von 11 ha und eine Tiefe von 33 m. Sein Name ist uralt und läßt sich mühelos als Bergsee erklären. „Im Mummelsee, im dunkeln See . . .“ Wenn wäre Sehnezlers schönes Gedicht nichtbekannt? Wer wüßte nicht um die See- jungfem, auch Mummlein genannt? 1032 m über dem Meer liegt der Wasserspiegel des Sees, der 3 ha umfaßt und nur 17 m tief ist. „Die Wasser des Wildsees sind schwarzbraun, und gen Westen schließt ihn eine dunkle, breite Felswand ab wie eine Mauer ewigen Schweigens.“ So singt und sagt Heinrich Hansjakob vom Wild- oder Glaswaldsee. Sein Wasserspiegel lieg 912 m hoch und mißt 2 ha. Der See hat eine Tiefe von 12 m. Was aber sind Worte gegen all die Schönheit dieser Seen in der Natur! Wer einmal dort weilte, den zieht es immer wieder hin und er spricht mit dem Dichter: „Wer sah ins tiefschwarze Auge dem tannenumrauschten See? Von Berg und Wald und Wasser, wem tat «tat Uteidcn statt Das Rundtunkprogramm Südwesttunk Samstag, 23. Juli: 8.00: Kurznachrichten; 8.15: Nacnricmen aus uaaen und Wurttemoerg; 11.ju: Volksmusik; 11.45: Nachrichten aus Baden und WürttemDerg; 12.00: Nachrichten; 12.10: Mittagslton- zert; 12 . 40 : uie Sendung der oadiscnen «.egicruug; 13.00: Nacnricnten; 13 . 10 : Mqak nach Tiscn; 14.16; Wir jungen Menschen; 14.45: Musik! Musik!. Musik! 15.45: Bnefmarkenecke aus Kaiserslautern; 16.00: Unser samstag-wacnmittag; l/.oo: Kuiiurnotizen; 17.30: Sang und Klang im Volkston; 18.00: Kreuz und quer durch Deuischand; 18.15: Unsere Thea- terrunaschau; 18.50: Die Uiocken von Sandweier (Baden) läuten den Sonntag ein; 19.00: Innenpolitischer Kommentar; 19.15: Kieme Abendmusik; 19.30: Die Tribüne der Zeit; 20.00: Aus Köln: „No, no Nanette“ — Operette von Vincent Youmans; 22.00: Nachrichten, Sport; 22.30: Der SWF bittet zum Tanz; 24.00: Spätnactirichten; 0.15: Tanzmusik aus Koblenz. Sonntag, 24. Juli: 8.00: Kurznachrichten; 8.05: Musik am Sonntagmorgen; 8.45: Geistliche Musik; 9.30: Das Unvergängliche; 10.15: Katholische Morgenfeier; 10.45: Nachrichten aus der christlichen Welt; 11.00: Die Aula, die Stunde der Universitäten; 11.30: Musik zum Sonntag-Vormittag; 12 . 00 : Nachrichten; 12.10: Mittagskonzert; 12.45: Univ. Prof. Dr. Johannes Spörl: „Fälschungen in der Geschichte“; 13.00: Nachrichten; 13.15: Musik nach Tisch; 14.15: Frohe Melodien; 15.00: Kinderfunk: Reise in das Märchenland; 15.30: Stimme der Heimat; 16.15: Es spielt aus Koblenz das SWF-Unter- haltungsorchester; 17.15: Dichtung der Zelt: Hans Thyriot, eingeleitet von Hans Ahrens; 17.30: Musik und Sport; 18.45: Alfred Döblin: Kritik der Zeit; 19.00: Sportnachrichten; 19.15: Kleine Abendmusik; 19.30: Die Tribüne der Zeit; 20.00: Sinfoniekonzert des Südwestfunk-Orchesters. — In der Pause: Politische Wochenschau; 22.00: Nachrichten; 22.15: Sport am Sonntag; 22.30: Fröhlicher Ausklang; 24.00: Spätnachrichten. Montag, 25 . Juli: 8.00: Kurznachrichten; 8,15: Nachrichten aus Baden und Württemberg; 11.30: „Leichte Kost“; 12.00: Nachrichten; 12.10: Mittagskonzert; 12.45: Der Montagkurier für Baden und Württemberg; 13.00: Nachrichten; 13.15: Musik nach Tisch; 14.15: Unterhaltungsmusik; 16.00: Musik am Nachmittag! 17.00: Aus Fraughbüchern und Zeitschriften; 17.30: Solistenkonzert; 18.00: Kreuz und quer durch Deutschland; 18.15; Plauderei und Kurzweil; 18.30; Lieder von Oskar Baumann. — Es singt Anneliese Werrlein; 18.45: Erbe und Leistungen der Heimat; 19.00: Bücherschau; 19.15: Kleine Abendmusik; 19.30; Die Tribüne der Zeit; 20.00: Musik für Dich; 20.45: Probleme der Zeit; 21.00: Aus der Welt der Oper; 22.00: Nachrichten; 22.30: Einkehr im Geist; 23.15; Der Schallplattenfreund. — Wir besprechen neue Platten; 24.00: Spätnach- richten. Mit der Mistgabel gegen LKW Auenheim (Offenburg). Weil der LKW in einer kleinen Nebenstraße des Dorfes zuviel Staub aufwirbelte, stellte ein Landwirt die Deichsel seines Wagens quer zur Straße und zwang so den Lastwagen zum Halten. Daraufhin drang das Bäuerlein mit einer Mistgabel bewaffnet auf den Fahrer des LKW ein, zerstörte die Sekuritschreibe und verletzte den Fahrer am Arm. Jagd auf Autodieb Möhringen. Ein schweizerischer Staatsangehöriger drang in die Garage eines Fabrikanten ein und entführte dessen PKW. Der Besitzer, sowie dessen Sohn, durch das Geräusch aufmerksam gemacht, konnten gerade noch auf den bereits 1 fahrenden Wagen aufspringen. Türen und Fenster hatte der Dieb fest verschlossen, so daß Vater und Sohn den Wagen nicht zum Stehen bringen konnten und abspriogen mußten, wobei sie Verletzungen erlitten. Die alarmierte Polizei nahm mit Motorrädern und Autos die Verfolgung auf. Es gelang, den Dieb zu fassen und das Auto sicherzustellen. Der PKW war bereits mit Schweizer Nummer versehen, die mit den Papieren des Diebstahls voll übereinstimmte. Im Bodensee ertrunken Oehningen. Ein neues Opfer forderte der Bodensee. Ein siebzehnjähriger Bursche hatte sich mit einem Pferd zu weit in den See hinausgewagt und erkrank. Erste Sitzung des Schwurgerichts Karlsruhe Karlsruhe. In der ersten Sitzung des Schwurgerichts Karlsruhe, das jetzt nach 9jähriger Unterbrechung erstmals wieder Rationen für August Die Fettration für August ist auf 1125 Gramm festgesetzt worden. Die übrigen Rationen zeigen gegenüber dem laufenden Monat keine Veränderung. Es werden wieder 10 000 Gramm Brot, 1625 Gramm Nährmittel, 750 Gramm Fleisch, 250 Gramm Käse und 1500 Gramm Zucker ausgegeben. tagte, wurde der 19jährige Otto Jüngt wegen .gefährlicher Körperverletzung zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Jüngst hatte in der Nacht vom 30. auf 31. Dezember 1948 in der Karlsruher Altstadt einer Dirne, mit der er sich eingelassen hatte, In ihrer Wohnung mit einem Hammer mehrere Schlägb auf den Kopf versetzt, so daß sie mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden mußte. In der Verhandlung konnten Jüngt weder ein Tötungsvorsatz noch Raubabsichten nachgewiesen werden, so daß das Schwurgericht entgegen dem’ Antrag des Staatsanwaltes, der fünf Jahre und sechs Monate Zuchthaus beantragte hatte, Jüngt nur wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilte. Eisenbahn-Anleihe und französische Zone Baden-Baden. Wie der Vertreter Südbadens im Eisenbahnverkehrsrat der französischen Zone, Präsident Mollarth, erklärte, verbleiben die in der französischen Zone gezeichneten Teile der Reichsbahnanleihe ausschließlich der Betriebsgemeinschaft der Südwestdeutschen Eisenbahnen. Darüber hinaus schweben zur Zeit Verhandlungen mit den. Ziel, gewisse Beträge aus dem Anleihe-Aufkommen der Doppelzone an die franzöische Zone zu überweisen. Altkatholische Landessynode Offenburg. Am Mittwoch, 27. Juli, findet in Offenburg die 12. ordentliche Synode der badischen ; Alt-katholischen Kirchengemeinden statt. Sie wird morgens 8 Uhr durch ein feierliches Hochamt des H. H. Weihbischofs Dr, O. Steinwachs in der alt-kathol. Kirche, Gym- nasiumstr., eröffnet. Die Landessynode tagt im Sitzungssaal des Rathauses. Forderungen für Lastenausgleich des Wohnungsbaus und Förderung Wir verweisen auf die in dieser Ausgabe veröffentlichte Bekanntmachung zum Vollzug der ersten Landesverordnung zur Sicherung von Forderungen für den Lastenausgleich und zur Förderung des Wohnungsbaus vom 23. 6. 1949 200 Jahre Sparkasse Salem Aus Anlaß der Wiederkehr des 200. Jahrestages der ersten deutschen Sparkassengründung durch Abt Anselm II. in Salem hätte der Badische Sparkassen- und Giroverband zu einer Arbeitstagung, die vormittags 9 Uhr im Gasthaus „Schwanen“ zu Salem ihren Anfang nahm, die Sparkassenleiter, Verwal- tungsratsvorsitzenden, Verwaltungsräte der Sparkassen des Seekreises und Sparkassenleiter aus dem Lande Baden geladen. Die Arbeitstagung begann mit einem Referat von Verbandsvorsteher Präsident Raule, dem sich weitere Vorträge und Ansprachen anschlossen. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Jubiläumsfeier nachmittags 4 Uhr im Speisesaal der Schule. Schloß Salem. Staatspräsident Wohieb in Begleitung von Innenminister Dr. Schühly und zahlreiche Vertreter der Verbände und Girozentralen der drei Westzonen waren erschienen. Die Feier begann coM einem Musikvortrag des Orchesters der Schule. In der Begrüßungsansprache gab der Vorsitzende des Verwaltungsrats der Bezirkssparkasse Salem, Bürgermeister Freiherr von Hornstein, seiner Freude Ausdruck, daß so viele Vertreter von Staat und Politik und Wirtschaft erschienen waren. Es folgten Ansprachen von Sparkassendirektor Dr. Männer (Salem), ein Vortrag von Geistl. Rat Dr. G i n t e r (Güttingen) über „Abt Anselm II. und sein Werk“ und des Verbandsvorstehers des Sparkassen- und Giroverbandes. Weitere Ansprachen des Paters Prior von Neu-Bimau, des Präsidenten der Landeszentralbank von Baden in Freiburg, der Gäste aus Karlsruhe, Mannheim und Stuttgart schlossen sich an. In einem Schlußwort dankte Bürgermeister von Hornstein allen denen, die zur Verschönerung der Feier beitrugen und für die zum Ausdruck gebrachten Glückwünsche. Chor und Orchester der Schule zeichneten sich durch hervorragende Darbietungen aa». Sin Zug fährt durch die ZNacht Roman von Marieluise Lange 11. Fortsetzung. Randalo schloß das Fenster wieder. Er war ruhiger geworden. Unter den Leuten, die ihm dienstbar waren, hatte es Anwälte gegeben, Anwälte in USA, zu denen er völlig offen gesprochen hatte. Jeder hatte ihn versichert, daß seine Schuld verjährt sei. Ein anderer hatte für ihn gebüßt, und das war gut so. Nur, daß dieser andere gleichzeitig mit jener Frau, deren Blick er einst gescheut hatte, seinen Weg kreuzte, war eine unheimliche Mahnung. Er legte die Zigarre beiseite und streckte sich wieder auf dem Lager aus. Den Pelz Mercedes Garcias, den Simone getragen hatte, breitete er über sich. Aber nicht einmal Frauenduft, den gr liebte, konnte das dunkle Grauen der schicksalhaften Begegnung betäuben. Randalo fiel in einen dumpfen Schlaf, aus dem er in kurzen Abständen immer wieder hochschreckte. • Nun brauste der Zug durch das breite Tal der Rhone. Enge an die Felsen geschmiegt, bahnten sich die Schienen ihren Weg, tief unten brauste der Strom, und das dumpfe Rauschen der gewaltigen, vom schmelzenden Schnee angewachsenen Wasser mischte sich mit dem Rollen der Räder zu einer kraftvollen Melodie. Der Himmel war strahlend blau, und die Sonne vergoldete die Wälder in ihrem jungen Grün und spielte auf dem Polstern der Wagen, die von den Schlafwagenschaffnern für den Tagesgebrauch zurechtgemacht worden waren. Auch Randalo war aus seinem kurzen, schweren Schlaf erwacht. Durch die geöffnete Tür beobachtete er die anderen Reisenden, die nacheinander alle dem Speisewagen zustrebten, aus dem der Duft von starkem Kaffee und frischen Brötchen kam. Er mußte ein leises Unbehagen unterdrücken, als Niedermanns schmächtige Gestalt für Augenblicke sichtbar wurde, *um lautlos wieder aus seinem Gesichtskreis zu entschwinden. Knappe, bekannte Schritte ließen ihn aufhorchen, er wandte den Kopf zum Fenster, aber seine Spannung zwang ihn doch, der Anwältin nachzusehen, die soeben an seiner Tür vorüberkam. Als gehorche auch sie einem inneren Zwang, wandte Hildegard Mertens sich um, ihr Blick blieb an dem Gesicht des Millionärs haften, und wieder fühlte sie sich eigen angerührt von den harten Augen unter den buschigen Brauen. Der Schaffner kam und Randalo rief ihn zu sich. „Machen Sie mein Abteil zurecht und bringen Sie mir Frühstück“, sagte er kurz. „Wie gewöhnlich, aber zwei Eier im Glas. — Ist Frau Garcia schon in den Speisewagen gegangen?“ setzte er fragend hinzu. Der Schaffner bejahte. „Soll ich der gnädigen Frau bestellen, daß Sie Ihr Frühstück hier einzunehmen wünschen?“ „Danke, nicht nötig. Ich habe zu tun und möchte ungestört bleiben.“ Er trat auf des Gang hinaus. An der Tür wandte er sich noch einmal um und fragte: „Haben wir Verspätung, oder sind wir pünktlich in Genf?“ „Bis jetzt sind nur wenige i Minuten Verspätung gemeldet, Senor“, gab der Schaffner höflich zur Antwort. „Wir werden kurz vor II Uhr in Genf sein und nach kurzem Aufenthalt nach Lausanne weiterfahren.“ „Und halten wir dort länger?“ „Eine halbe Stunde, Senor. Wir warten dort den Zug aus dem Westen ab.“ „Danke, es ist gut.“ Randalo griff in die Tasche und gab dem Schaffner ein Geldstück. „Übrigens noch eins“, sagte er langsam, als überlege er jedes einzelne Wort, „die Dame Bleibt Vorstoß ins Weltall Utopie? Neuen amerikanischen Meldungen zufolge sind die Arbeiten an den sogenannten Stufenraketen soweit gediehen, daß man mit dem Bau von Großraumraketen beginnen kann. Die Pläne zu diesen Stufenraketen stammen von dem Konstrukteur der V-Raketen, Dr. von Braun, der seit Kriegsende in den USA tätig ist. Diese Nachrichten über die Stufenraketen werden ergänzt durch eine andere amerikanische Mitteilung, wonach es in einem Laboratorium im Bundesstaat Ohio möglich war, einen einwandfrei arbeitenden Raketenmotor zu konstruieren, der mit Wasserstoff betrieben wird und eine Auspuffgeschwindigkeit • von 4000 m/sek. besitzt. Diese Veröffentlichungen sowie auch die zahlreichen Artikel, die sich mit Raketen als Forschungsmittel beschäftigen, zeigen, daß der Start einer Rakete ins Weltall nicht mehr allzulange auf sich wartqn lassen wird. Viele der amerikanischen Artikel sind dem Thema Medizin und Raumschiffahrt gewidmet, eine Frage, die auch deutsche Wissenschaftler schon oft beschäftigt hat. Von biologisch-medizinischer Seite aus wird eine;' Reihe von Einwänden erhoben, die einen Vorstoß über den Erdkreis hinweg als ein sehr ungewiß ausgehendes Wagnis erscheinen lassen. Ein Teil dieser Einwände, die auch in den amerikanischen Berichten immer wiederkehren, ist längst durch praktische Erfahrun. gen widerlegt worden. Die Versorgung der Raumschiffinsassen mit Sauerstoff und der Zwang, die Temperatur im Innern der Raketenkabine ständig innerhalb einer erträglichen Grenze zu halten, sind technische Aufgaben, die zu lösen heute wohl ohne weiteres möglich sein werden. Schwieriger in Abteil 3 kommt mir bekannt vor, ich muß sie schon irgendwo einmal gesehen haben. Täusche ich mich oder ist sie Rechtsanwältin?“ Der Schaffner verbeugte sich zustimmend. „Eine Rechtsanwältin aus München“, bestätigte er. „Hm“, Randalo strich sich über das Kinn, „und fährt sie ois München mit?“ „Jawohl, Senor. Sie hat das Abteil schon IN MÜHLENBACH vor einigen Tagen bei der Gesellschaft bestellt und den Wunsch geäußert, möglichst allein zu bleiben. Sie arbeitet sehr viel, Immer, wenn ich hereinkomme“, fügte er in vertraulich gesprächigem Ton hinzu. Randalo gab keine Antwort, sondern zog die Tür hinter sich zu. * Als der Schaffner mit seiner Arbeit fertig war, ging Randalo wieder in sein Abteil zurück und. ging ein paarmal hastig hin und her. Was er trotz aller Unruhe der Nacht im stillen doch für Einbildung gehalten hatte, wird es schon sein, einen wirksamen Schutz gegen die durchdringenden kosmischen Strahlen oder andere noch völlig unbekannte Ultraoder Infrastrahlen einzubauen. Die Entdek- kung der von der Sonne und von anderen Sternen kommenden Radiostrahlen läßt es auch zweifelhaft erscheinen, ob es den Raumfahrern möglich sein wird, ständig eine Funkverbindung mit der Erde aufrechzuerhalten. Das ist ein wirkliches Risiko. Es bedeutet, daß bei Fahrten über größere Räume hinweg die Orientierungsmöglichkeit verlorengeht und das Raumschiff im Weltall ohne Ziel herumsteuert. Was nach medizinischer Ansicht die meisten Schwierigkeiten bereiten wird, ist der Andruck beim Start der Rakete und die Schwerelosigkeit, die nach Erreichen der Höchstgeschwindigkeit auftritt. Die knatternden Explosionen im Raketenmotor werden dem Raumschiff nach wenigen Sekunden eine Geschwindigkeit von 40 000 km'std. verleihen. Schon nach 4V«' Minuten wird das Raketenschiff 1600 km von der Erde entfernt sein. Natürlich ist auch ein langsamer Start möglich, der das Raumschiff in einer geruhsamen Kurve aus dem Schwebebereich der Erde herausträgt, aber ein solcher kostet unnötig viel Brennstoff. Der beim Start entstehende Andruck beträgt ungefähr das Vier- bis Fünffache des normalen Druckes. Daß der menschliche Körper einen solchen Druck minutenlang ohne Schaden aushalten kann, ist experimentell bereits wiederholt bewiesen worden. Erst wenn der Andruck das Achtfache des Normaldruckes beträgt, treten gesundheitliche Schäden auf; das Blut wird dann in dicken Tropfen aus der Körperhaut herausgedrückt. Auch über die Schwerelosigkeit können bereits zuverlässige Angaben gemacht werden. Sie ist durchaus kein unangenehmer Zustand, war nun Gewißheit. Die Frau, die damals seine Gegnerin gewesen war, mit der er um Leben und Freiheit gerungen hatte, war ganz in seiner Nähe. Wenn er die Augen schloß, sah er sie deutlich vor sich. Nicht das beherrschte, reife Frauengesicht von heute, in dem ihm nur die Augen unheimlich bekannt waren, sondern das junge Gesicht von damals, in dem sich leidenschaftliche Erregung, Mitauf seine goldene Armbanduhr. Vor zehn Minuten war Hildegard Mertens in den Speisewagen gegangen, mindestens die doppelte Zeit blieb ihm zur Ausführung seines Vorhabens. Randalo nahm den Koffer der Anwältin aus dem Netz und arbeitete in fieberhafter Erregung an den blanken Schlössern. Sie gaben nicht nach. Der Mann richtete sich auf und wischte mit dem Rücken seiner Hand den Schweiß von der Stirn. Der Schaffner hatte erzählt, die Anwältin arbeite. Dann mußten Akten da sein. Aber wo? Er mußte sie •ehen, vielleicht stand irgendwo noch sein Name. Und wenn nicht, so konnte er endlich überzeugt sein, daß alles Hirngespinste waren, die ihn die Begegnung mit dieser Frau schicksalhaft ansehen ließ. Er lachte höhnisch, während seine Finger aufgeregt den Mantel abstasteten, der in der Ecke hing. Hundertmal hatte er sich schon gesagt, daß diese Begegnung nichts als reiner Zufall war, er hämmerte sich diesen Gedanken ein, verachtete sich selbst, weil er nicht daran glaubte, weil in seinem Innern noch immer Zweifel steckten, die an der klaren Logik seiner Vernunft rüttelten. Plötzlich hielt er im Suchen inne. Seine Augen weiteten sich, seine Hände krampften sich um eine Tasche, die, unter dem Mantel versteckt, in der Ecke lehnte. Er drehte am Schloß. Auch das gab nicht nach, aber Randalo kannte diese Art Aktentaschen. Er griff in die Hosentasche und hielt einen Augenblick lang seinen Schlüsselbund wägend in der Hand. Das Schloß knirschte leise, als er den schmalen Schlüssel hineinschob, und ließ sich willig öffnen. Der Mann atmete schwer wie nach einer ungeheueren körperlichen Anstrengung. Er hatte erreicht, was er wollte! In rascher Hast nahm er eiiy Papier nach dem anderen heraus — es war nichts dabei, was ihn anging. Dazwischen lauschte er nach draußen, ob nichts käme, was ihn in seinem Vorhaben stören könnte. Aber der Wagen lag in lautloser Stille da. Das Blut dröhnte in seinen Schläfen und zog einen fast undurchdringlich roten Schleier vor seinen Blick. Er mußte ein paar Sekunden lang innehalten, ehe er Buchstaben und Worte, die er las, deutlich entziffern konnte. Jetzt hatte er alles durchgesehen und wollte eben alles in die Mappe zurückschieben, als sei» Blick auf ein Notizbuch fiel. Er nahm .es auf, blätterte darin und spürte, wie eine siedende Hitze durch seinen Körper jagte, als er denJNamen las, der ihm gehört hatte. „Steckbrief Lodart beantragen. Vernehmung Schamberg.“ Randalo atmete keuchend wie ein Tier, das In die Enge getrieben ist Warum hatte die Anwältin Seharnbergs Namen auf geschrieben? Was konnte der mit dem Steckbrief zu tun haben? Schamberg war tot, er konnte nicht mehr sprechen. Aber — Randalo zwängte die Finger zwischen Hals und Kragen und unterdrückte nur mit äußerster Willenskraft den Schrei, der sich aus seiner Brust ringen wollte — war es möglich, daß er noch vor seinem Tode gesprochen hatte? Mit wildem Blick sah Randalo um sich, besann sich mit einemmal, wo er war, und zwang sich zum ruhigen Nachdenken. Er durfte hier nicht länger bleiben, jeden Augenblick konnte die Anwältin zurückkommen, und fand sie ihn hier, wußte sie, wer er war. Randalo legte das Notizbuch in die Mappe zurück, verschloß sie wieder und deckte sie mit dem Mantel zu. Dann ging er, nachdem er sich vorsichtig vergewissert hatte, daß niemand auf dem Gang war, zu seinem eigenen Abteil zurück. Wie ein Boxer blieb er neben der Tür stehen. Sein Gesicht schien aus Stein gehämmert, er hielt den Nacken geduckt und die Hände zu Fäusten geballt, als wollte er sich auf jeden stürzen, der seine Sicherheit bedrohte. Aber niemand kam. Auf dem Tisch am Fenster stand das Frühstück, hübsch angerichtet und mit viel Sorgfalt serviert. Die neueste Schweizer Zeitung lag daneben, alles griffbereit, um es ihm möglichst bequem zu machen. Der gewohnte Anblick beruhigte ihn. Er richtete sich auf, ging in das Abteil hinein und glättete vor dem Spiegel sein Haar. „Es kann mir nichts geschehen“, murmelte er beschwörend vor sich hin, „die Tat ist verjährt, Scharnberg ist tot, keiner kann mir etwas nachweisen.“ Die Tür rollte, eine Hand griff nach seinem Arm. Gereizt wandte er sich um und starrte sekundenlang in das erschrockene Gesicht Simone Vendettes, ehe er schwerfällig einen Gruß stammeln konnte. „Mon dieu, wie böse am frühen Morgen!“ sagte das Mädchen lachend. „Ist der hohe Herr immer so, wenn er sich eine Nacht um die Ohren geschlagen hat?“ Ihre Stimme klang wie das Zwitschern eine* Sommervogels, sie hatte Rot aufgelegt und die Haar solange gebürstet, bis sie einen eigentümlich kupfernen Schimmer bekamen. Sie warf dem Millionär einen verstohlenen Blick zu. Ob er bemerken würde, daß sie ihre beste Bluse, ein zartes Gebilde aus Georgette und Spitzen, trug, die ihre bräunliche Haut reizvoll durchschimmern ließ? Randalo hatte noch immer nichts gesagt. Der jähe Uebergang aus seinen dunklen Grübeleien zu der Gegenwart dieses jungen, unbeschwerten Mädchens war so heftig, daß er ihn nicht ohne weiteres überwinden konnte. Noch wogten die Gedanken durch sein Hirn, die ihn auälend bestürmt hatten, dazwischen meldet sich wieder die lockende Erinnerung der Nacht, die Simone ihm geschenkt hatte. (Fortsetzung folgt.) Conrad Kayser am mm gefühl und Abicheu »chleierlos gespiegelt hatten. Er »trich sich über das Gesicht, als könnte er damit auch das Bild Hildegard Mertens’ verwischen. Aber es gelang ihm nicht, und aus der inneren Unsicherheit entsprang ein Entschluß, den er sofort in die Tat umsetzte. Er verließ sein Abteil, blieb ein paar Minuten lang lauschend im Gang stehen und trat dann in das Abteil 3 ein. Mit einem schnellen Griff zog er die Vorhänge dicht zusammen, damit er von draußen nicht gesehen werden konnte. Dann warf er einen Blick wie es immer wieder von den Gegnern des Raumschiffahrtgedankens behauptet wird. Der deutsche Flieger Horst Dieter Lux, der schon mehrere hundert Sturzflüge gemacht hat, sagt: alles ist seltsam leicht und der ganze Körper hat das herrliche Gefühl, frei und unbelastet zu sein. Gewiß, ein Flieger, der seine Maschine aus Stratosphärenhöhe zur Erde herabstürzen läßt, kann dieses Gefühl nur wenige Sekunden haben, denn schon nach 20—30 Sekunden muß er seinen Apparat ' wieder auffangen, um nicht am Boden zu zerschellen; aber diese 30 Sekunden vermitteln ein gutes Bild. \ Es ist nichts davon zu verspüren, daß Herz oder Geist ihre Tätigkeit verändern oder einstellen. Der Flieger Lux hat mit wachen Sinnen den Zustand der Schwerelosigkeit in seiner Kabine erlebt. Er hat gesehen, wie ein 1 kg schwerer Schraubenschlüssel, den das Anrucken beim Sturzbeginn aus dem Regal herausschleuderte, langsam wie eine Daunenfeder an ihm vorbei wirbelte. Auch das merkwürdige Phänomen, daß alle Gegenstände gewichtlos in der Luft hängen bleiben, hat er erlebt. Er hat seine Handschuhe einmal neben sich in die Luft gehängt, wo sie hängen blieben, bis der Fall gebremst und die Erdanziehung wieder spürbar wurde. Fraglich bleibt nur, wie das Gleichgewichtsorgan im Ohr, das von Natur aus auf den normalen Erddruck eingerichtet ist, reagieren wird. Das Fehlen des Druckes auf längere Zeit dürfte zu Funktionsstörungen führen, die sich in Schwindelgefühlen und Ohnmächten äußern werden. - Alles in allem, Schwierigkeiten sind da, aber sie sind nicht so unbekannt und unberechenbar, daß ein Besuch auf dem Mond, der Venus oder dem Mar* für alle Zeiten eine Utopie bleiben mußte. -> 00 . KT. 83 / 23 . 7 . 49 .DAS NEUE BADEN* Seite a Solinger Kinder erholen sich auf dem Langenhard Besuch in . der „Villa Bärenfett“ und im „Spatzennest“ sah* unö Umgebung Sommer=Sdilußverkauf Nach siebenjährigem Verbot wird es in diesem Tagen erstmals wieder einen Saison- Schlußverkauf geben. Welch ein Wandel hat sich vollzogen! Vor einem Jahr eilte man von Geschäft zu Geschäft, um zu sehen, „was es alles wieder gibt“. Jetzt werden die Frauen, an die Warenfülle schon wieder gewöhnt, von Schaufenster zu Schaufenster gehen, um sich nach den Preisen zu orientieren. Denn innerhalb dieses Jahres hat der Kaufmann und haben die Kunden wieder rechnen gelernt. Sommer-Schlußverkauf! Hat das Wort nicht etwas vom Abschiednehmen in sich? Wir werden an des Sommers Ende gemahnt, aber noch Stehen wir mitten in der Fülle des Jahres. Die ersten Erntewagen fahren in die Scheunen, die Sonne scheint prall auf die Felder, in den Bädern herrscht Hochbetrieb, noch denkt niemand au das Ende der Sommerfreuden. Nur den Kaufmann drängt es, Abschied zu nehmen von Sommerkleidern, Badeanzügen, Reisekoffern — für ihn geht die heiße Jahreszeit zu Ende. Und weil er es eilig hat mit seinem Abschied, setzt er die Preise herunter, denn er denkt mit Schrecken — wie in früheren Jahren — an die wandelbare Mode und sieht im Geiste schon sein Lager voller Ladenhüter. Die Kunden aber werden durch die Preissenkung um eine Sommerfreude reicher. \ i Stadtnotizen ' Was ist auf gerufen: Teigwaren 500 gr. Den Sonntags- und Nachtdienst der Apotheken versi^fit in der Woche vom 23. bis 29. Juli die „Löwen-Apotheke, Marktstraße. , XJm Gesundheitsschädigungen infolge des Genusses giftiger' oder verdorbener Pilze möglichst zu vermeiden, hat das Landratsamt eine Beratungsstelle für Pilzsammler eingerichtet. Sprechstunde der Beratungsstelle (Polizeioberinspektor Bürgin), Landratsamt Lahr, Zimmer 4, jeweils am Dienstag von 10— 12 Uhr und am Freitag, 15—17 Uhr. Die Beratung erfolgt kostenlos. Die Wählerliste für die Wahl zum ersten Bundestag liegt noch bis einschließlich Sonntag, 24. Juli, zu jedermanns Einsicht im Neuen Rathaus, Zimmer 8, von 8—12 und 14— 17 Uhr auf. Innerhalb dieser Frist können während der Dienststunden Einsprüche beim Bürgermeisteramt schriftlich angezeigt oder *ur Niederschrift- gegeben werden. Die Arbeiterwohlfahrt Lahr gibt bekannt, daß ab sofort jeden Dienstag von 16—19 Uhr Sprechstunden des Fürsorgers im Büro, Werderstraße 63, stattfinden. Die Beratung, die von einem ersten Fachmann abgehalten wird, erstreckt sich auf sämtliche fürsorgerische Angelegenheiten. Angezeigt wurde ein Bäcker aus Kappel, der bei angeblich unbekannten Bauern Mehl zu Ueberpreisen einkaufte und, um den Mehrpreis einzuholen, seine Brötchen mit erheblichem Untergewicht für 10 Pfg. verkaufte, während der vorgeschriebene Höchstpreis 8 Pfg. beträgt. Der Volkschor Lahr hat für heute Freitag für seinen gemischten Chor eine Konzertprobe angesetzt, auf deren Wichtigkeit auch an dieser Stelle hingewiesen wird. Erblindete Kunstschaffende geben am Samstag, 20 Uhr, im Pflugsaal ein Konzert. Der Kaninchenzuchtverein Dinglingen veranstaltet am 23. und 24. Juli in der „Blume“ eine Jungtierschau. Die Veranstaltungen des sehr rührigen Dinglinger Kaninchenzuchtvereins haben schon immer nicht nur in Züchterkreisen, sondern auch bei der Allgemeinheit starkes Interesse gefunden, das wir auch bei seiner Jungtierschau wohl mit Recht wiederum erwarten dürfen. Die schwer zerbombte Stadt Solingen, um die Gesundheit ihrer Kinder sehr besorgt, suchte einen Erholungsort. Daß man gerade auf den Langenhard verfiel, hat vielleicht — wir wissen’s nicht — seinen Grund darin, daß Lahr und seine reizvolle Umgebung für den Fremdenverkehr noch nicht entdeckt sind. Drum ist auch der Langenhard noch nicht von Hotels, Bars und Sanatorien verbaut, nur einige Bauern leben dort, und am Wochenende kommen die Lahrer für kurze Stunden zu Besuch in die „Schöne Aussicht“ oder in die „Eiche“. Sonst aber ist hier oben Ruhe, der Wind rauscht in den Bäumen, Quellen murmeln leise, Kühe weiden auf den Matten. Kann es für Kinder aus der Großstadt einen idealeren Ferienort geben? Seit dem Frühjahr ist diese Ruhe etwas gestört durch Kindergesang und Kinderlachen. Anfangs waren es nur 40, jetzt sind es 86, insgesamt waren es bisher gegen 200. Die Kinder bleiben jeweils drei Wochen, bis zum Herbst will die Stadt Solingen nach Möglichkeit allen Kindern der Gemeinschaftsschule zu einem Aufenthalt auf dem Langenhard verholten haben. In der vergangenen Woche überzeugten sich der Oberbürgermeister und der zweite Bürgermeister der Stadt Solingen von der Unterbringung ihrer kleinen Bürger. Sie fanden sehr lobende Worte und beabsichtigen, die Kindererholung auf dem Langenhard zu einer Dauereinrichtung zu machen. Die Kinder kommen klassenweise mit ihren Lehrern, während der Schulzeit wird im dazu hergerichteten Saal der Wirtschaft „Zur Eiche“ Unterricht erteilt. Augenblicklich sind Ferien, und die Buben und Mädels haben den ganzen Tag Zeit, sich in der freien Natur zu bewegen, bei Spiel und Gesang sich zu erholen. Dieses ungewohnte Leben in der Natur und die Luftveränderung an sich machen natürlich Hunger, aber auch dafür ist gesorgt. , Die Kinder erhalten den Krankenverpflegungssatz I und dazu die Schulspeisung. Doch lassen wir unseren R-Mitarbeitr sprechen, der kürzlich auf den Langenhard stieg und die Solinger Kinderschar besuchte. Er schreibt: Der letzte Sonntag war wie alle Sonntage, wenn die Sonne der Erde hold ist. Kirchenglockenklang, Waldvögelsang, träumende Nadelforsten, dazu der lachende leuchtende Himmel. Und doch brachte gerade dieser Sonntag etwas unvergeßlich Schönes. Ich durfte die Kinder erleben, die Buben und Mädels auf dem Langenhard. War das ein Singen und Summen, ein Jauchzen und Jubeln — ein Kinderparadies! Fern von Trümmern und Ruinen, losgelöst von Häuserblocks und Mietskasernen — in der herrlichen, duftenden, sonnigen Bergluft! Nur wer in den Augen dieser Kinder die Freude gelesen hat, kann es verstehen, was diese kurzen drei Wochen Ferien dieser Großstadtjugend bedeuten: ein noch nie erlebtes Glück. Hier am Rande des Schwarzwaldes, in 440 Meter Höhe, umgeben von Wäldern und Matten, beherbergt und verpflegt die Arbeiterwohlfahrt seit einigen Monaten die erholungsbedürftigen Kinder der Stadt Solingen. Mit viel Mühe und Geduld, mit Verständnis und Klugheit wurde alles getan, um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Da ist vor allem das eigentliche Heini, das längst zu klein ist für die vielen, die da gekommen sind und noch kommen werden. Drei Zelte mußten bereits dem Heim beigefügt werden. Ein Zelt für die Junges, eines für die Mädels und das dritte für die Lehrer. In der „Villa Bärenfett“ hausen Jungens, ebenso wie drüben im Hauptbau, im „Spatzennest“. Die Mädels haben ihre Kämmerlein gleichfalls benamt. Da gibt es eine „Eulenklause“, ein „Mäusenest“, ein „Flohverließ“ und manch anderen Namen. Welchem Buben gefiele so was nicht? Ich habe mit dem kleinen Karlottokar gesprochen. „Villa Bärenfett“ sei für ihn ein „richtiger“ Wildwest, hatte er gemein*, und er selber wäre jetzt Winetou. Hier oben seien überhaupt alles Apachen und Deluwaren, nur im Haus drüben seien die Milchgesichter. ; So ist es auf dem Langenhard bei der Solinger Jugend. Die Kinder werden begeistert ihren Eltern berichten und werden auch von Onkel Ledowski erzählen, der als Betreuer längst ihre Herzen gewonnen hat, ebenso wie die allerliebste Küchenfee, die Marianne, die sehr wohl weiß, daß ein „Schlecklefladen“ den Kindern das beste „Gemüse“ ist. Daß die ärztliche Betreuerin als „Lohrerin“ mit der nötigen fachmännischen Auskunft und je nach dem auch mit einem entsprechenden „Tröpfle“ oder Mixtürle dienen kann, sei nur am Rande bemerkt. — Wenn am Samstag der Opa, Rektor Boos und sein Gefolge, auf dem Langenhard eintrifft, hoffen alle Buben (und die Mädels), daß er als „Old Wabberli* in der „Villa Bärenfett“ eintrifft, jedoch sein Tohu- wahak (lies: Röhrle!) zu Hause gelassen hat. Veranstaltungskalender Samstag : Pflugsaai: 20 Uhr, Konzert blinder Künstler. „Falkenkeller“: 20 Uhr, Tanz. „Krone“, Dinglingen: 20 Uhr, Tanz. Sonntag: Stadtpark: 10.30 Uhr, Promenadenkonzert. Lahrer Haus: 11 Uhr, Volkshochschule (Vortrag). Stadtpark: 20 Uhr, Operettenkonzert der Stadtkapelle. Klostermatte: Ab 8 Uhr, Bad. Schweratheltik- Jugendmeisterschaften. „Falkenkeller“: 20 Uhr, Tanz. „Löwen“, Ichenheim: 15 Uhr, Erntetanz. „Linde“, Wallburg: 15 Uhr, Tanz. Festplatz Seelbach: ab 14 Uhr, Festliches Konzert, abends Tanz. „Adler“, Friesenheim: 20 Uhr, Tanz. „Löwen“, Schönberg“: 15 Uhr, Tanz. Täglich : Schwarzwald-Lichtspiele: „Clara Schumanns große Liebe“. Palast-Lichtspiele: „Bedelia“. Lahrer Haus: Ausstellung des graphischen Gewerbes. Vorhalle GM: Ständige Ausstellung. „Blume", Dinglingen: Samstag und Sonntag Kaninchen-Jungtierschau. Eisenbahnunglück verhindert — Kindesleiche geborgen Sensationen der Sauregurkenzeit in Lahr Gottesdienste Evang. Gottesdienste am Sonntag, 24. Juli: Burgheimer Kirche: 8.30 Uhr: Christenlehre (2. Stiftspfarrei); 11.15 Uhr: Kindergottesdienst. Stiftskirche: 9.45 Uhr: Hauptgottesdienst (Pfr. Hörner); 11.00 Uhr: Kindergottesdienst. Christuskirche: 9.00 Uhr: Christenlehre; 9.45 Uhr: Hauptgottesdienst (Pfr. Krastel); 11.00: Kindergottesdienst. Seelbach: 9.30 Uhr: Gottesdienst (Vikar Heller). Ev. Vereinshaus, Bergstr. 15: Sonntag und Donnerstag, 20.00 Uhr: Bibelstunde. Landeskirche Gemeinschaft Liebenzeller Mission: Sonntae. 20.00 Uhr: Bibelstunde im Saal bei der Stiftskirche. Evang, Gemeinschaft. Zionskirche, (Bergstr. 4): 10.00 Uhr: Predigt: 11.00 Uhr: Sonntagsschule. Mittwoch. 20 00 Uhr: Vorbereitungsgottesdienst zum heil. Abendmahl. Freitag, 17.00 u. 20.00 Uhr: Jugendkreis. Xath. Gottesdienste der Pfarrei Peter und Paul Vf? Uhr: Frühmesse: 8 Uhr: Hl. Messe mit Ansprache; s/ i9 Uhr: Betsinemesse der Jugend und Jugendweihe unserer 14iährigen Buben und Mädchen mit gemeinsamer hl. Kommunion und Predigt: 10 TThr: Singmesse mit Prediet: U Uhr: Militärgottesdienst: 11 Uhr: Christenlehre für die männliche Jugend mit Entlassung des 3. Jahrgangs: abends 8 Uhr: Muttergottesdienst mit An- »prarhe und Segen . Kuratiekirche Sancta Mari», B1smarck«trafle 7 TTbr: tu. MesQ TThr: Horhemt: 11 Uhr: Kin- • ?0 TThr: Kath. Pfarrkirche „welliger Geist“, Lahr-Ding- lingen 7 Uhr: Frühmesse; 9.30 Uhr: Hauptgottesdienst; M Uhr: Andacht. Dem fortschrittlichen Stand der Jahreszeit nach sind wir in die Hundstage gekommen. Die Hundstage sind jene glückliche Zeit, in der erfahrungsgemäß nichts Besonderes passiert Es gibt plötzlich nichts Neues mehr in der Welt. Das meldungswichtige Leben, das uns noch vor kurzem mit erregenden Nachrichten überschüttete, versagt. Es ruht sich aus. Die Schulen werden geschlossen, die Kinder gehen in Ferien. Fliegen brummen träge durch die Amtsstuben. Die Straßenköter drücken sich scheu in den Schatten und lehnen es ab, als „überfahren“ für eine zweispaltige Meldung herzuhalten. Die Freundin ist derweil in Urlaub und schreibt jede Woche eine Ansichtskarte: „Mir geht es gut. Herzliche Grüße und alles Weitere mündlich.“ Auf das „Weitere“ wären wir allenfalls noch gespannt. Wir müssen uns per Post vertrösten lassen. Unsere Bekanten überfallen wir auf der Straße mit der Frage: „Was gibt es Neues?“ Es gibt nichts Neues. Der Fluß nachbarlicher Gespräche erlahmt in Betrachtungen über den Thermometerstand. Wir stecken mitten in der sommerlichen Flaute und lauern vergebens auf Sensationen. Die Reporter in den Redaktionsstuben schwitzen Blut im Vakuum der Meldungen. Nichts los! Sauregurkenzeit! Das sind die Wochen, in denen alljährlich das Ungeheuer von Loch Ness erscheinen muß; um unserer Neugier einen fetten Happen vorzusetzen. Aber Loch Ness liegt weit, die Schütter und der Gewerbekanal sind entschieden näher und bergen zumindest ebenso abenteuerliche, nicht geheuere Möglichkeiten. „Haben Sie schon gehört? Man hat eine Kindesleiche aus der Schütter geborgen, ein ganz neugeborenes, noch mit der Nabelschnur ... Mein Gott!“ Die Frauen flüstern sichls zu, die Männern schütteln die Köpfe, die Kriminalpolizei schickt einen Beamten an den Tatort — es war der Gewerbekanal, nicht ,die Schütter — und der sieht sich die Bescherung an und stellt mit Amtsmiene fest, daß die Kindesleiche — ein Tiermagen ist. Ja, die Schütter und ebenso der Gewerbekanal, die habens in sich . . . Sie ist ganz außer Atem, Frau Fama, und muß sich erst von der Strapaze des Treppensteigens erholen, ehe sie die neueste Nachricht preisgibt. Die sah dann so aus: auf der Strecke Friesenheim—Niederschopfheim hat der Lokomotivführer des Personenzuges das Herannahen des D-Zuges bemerkt. Was tun? Nun, der Lokomotivführer ist geistesgegenwärtig, kehrt schleunigst um und rast zurück in den Friesenheimer Bahnhof, wo er gerade noch rechtzeitig auf ein Nebengleis geleitet werden kann und den D-Zug vorbeifahren läßt. Man stelle sich vor. wenn . . Als wir die Bahnhöfe in Friesenheim, Niederschopfheim und Lahr anriefen, war man baß erstaunt, kein Bahnbeamter hatte von d°r Geschichte bisher etwas gehört. T ' T 'v v ' erstauntem war man, als aueh von o f *°uh,, r g und anderen Orten wegen des ri'rch die Geistesgegenwart eine» Lokomotivführers verhinderten Eisenbahnunfalls angefragt wurde. Frau Fama ist leichtfüßig, blitzschnell eilt sie von Ort zu Ort. Sie ist auch im Sommer nicht träge. Doch mit den Sensationen war es nichts. Der Zeitgeist lächelt müde. Er hat sich in den Liegestuhl versenkt und gähnt sich eins. „Warum muß überhaupt immer etwas passieren?“ fragt er stirnrunzelnd und dreht sich behäbig auf die Seite. „Ist denn nicht schon genug passiert in der Welt?“ Preisgekrönte Kinderzeichnungen Am Montag fand im Gouvernement Mili- taire ein von Administrateur H e p p , Baden- Baden, präsidierter Festakt statt, an dem die schönsten und originellsten Kinderzeichnungen der gegenwärtig im Gouvernement gezeigten Ausstellung preisgekrönt wurden. Die Preisrichter hatten die besten Arbeiten mit guter Kenntnis für das Wesentliche des kindlichen Zeichnens ausgewählt'und mit Recht alle Arbeiten ausgeschieden, die Vorbilder oder elterliche Einflüsse verrieten. Bei der kleinen Feierstunde, an der auch Gouverneur Chauchoy und Landrat Freiherr von Gleichenstein teilnahmen, waren auch die jugendlichen Preisträger zugegen, die von Administrateur Hepp vor ihren „Kunstwerken“ mit lobenden Worten und geschmackvollen Buchpreisen bedacht wurden. Anschließend sprach der Administrateur warmherzige Worte zu den kleinen Künstlern und den Gästen, wobei er, auf den Ton der kindlichen Mentalität eingehend, den tiefen Eindruck bekundete, den die Lahrer Ausstellung auf Ihn ausübte. Von den Beziehungen Deutschlands und Frankreichs werde viel gesprochen. Die großen Leute würden dabei oft nur sehen, was beiden Ländern nicht gemeinsam sei. Die Kinder aber stellten auf ihren Blättern gerade das Gemeinsame dar und drückten — zwar noch ungeschickt, aber sehr gefühlvoll — aus, was sie noch nicht zu sagen vermöchten. Der Administrateur ermunterte die Kinder, den Zeichenstift recht oft zu ihrer Erholung und zu immer besserem Verstehenlernen der Natur in die Hand zu nehmen. Schließlich sei noch berichtigt, daß die jüngste Preisträgerin die siebenjährige Gisela Sieferle (nicht Siefert) ist. Heimattreue zu Ettenheim Begegnung mit der Jugend Wenn ich die Augen schließe, Erscheint mir ein sonniges Bild: Ein Tal seh ich, ein holdes, Mit wogender Saaten Gefild’! A. Ganther Je mehr wir uns der Altersgrenze nähern, um so mehr erscheint uns die Jugend im goldenen Licht der verklärten Vergangenheit. Gar mancher sprachbegabte Dichter hat diese Erfahrung gemacht, aber auch der mit der Heimat verwachsene „Laie“, der die Verbindung mit der Heimaterde nicht verloren hat in der Fremde. Die nordbadische Erzählerin Auguste Bender hat nicht weniger als neunmal in drei Jahrzehnten aus Heimatsehnsucht von USA aus das Oberschefflenzer Heimatdorf aufgesucht und hat die altgewohnten Volkslieder, über hundert an der Zahl, in einem jetzt selten gewordenen Buch gesammelt aus Heimatliebe und -Sehnsucht! Im Wiedersehen mit der 'Jugend der Dorfheimat werden wir wieder selber jung, und wir fühlen uns zurückversetzt in jene Tage, da wir sorglos uns den Spielen der Altersgenossen hingaben. E. Meckel muß es so ergangen sein, als er seine Novelle „Wiedersehen rfiit der Jugend“ in Ettenheim erlebte und niederschrieb. Heimatluft hat ihre Wirkung nicht verfehlt, als er im „Pflug“ dort nach Jahren einige Tage verbrachte und mit der Jugendfreundin sich wieder traf. Wer wollte es ihm versagen? — Nun fällt mir dieser Tage ein vergilbtes Fotobild in die Hände, welches die Altdorfer Schuljugend vor 55 Jahren darstellt, zusammen mit ihren damaligen, längst verstorbenen Lehrern Pforz und Wimpfheimer. In sechs Reihen ist das Bild vom Fotografen aufgebaut vor dem Hause des Weinhändlers Winter, der nebst mit seinen beiden Söhnen in dem Fensterrahmen erscheint, während im zweiten offenen Fenster Lehrer Wimpfheimer mit seinem einzigen Töchterchen sich zeigt. Leider kennen wir den Schöpfer dieses Gruppenbildes nicht; er hat sich nicht verewigt mit seinem Geschäftsstempel und mit der Jahreszahl. Aber um 1894 95 muß diese Aufnahme entstanden sein, cie uns die Begegnung mit der Jugend von damals erleben läßt. — Es geht einem wie es Adalbert v. Chamisso, dem französischen Flüchtling, ergangen ist, als er in dem bekannten Gedicht „Das Schloß Boncourt“ (Schloß-Gutshof) die Geister seiner Jugendheimat beschwor: „Ich träum’ als Kind mich zurücke . . .“ Erwartungsvoll schauen dich die Kindergesichter an, sie alle wollen sich im Festgewand von der besten Seite zeigen, vom Kleisten bis zum Größten. Wie klug schauen diese Knaben und Mädchen in die Welt! Viele von ihnen dürften das Zeitliche bereits gesegnet haben und die Grabhügel decken ihre sterblichen Ueberreste. Was haben die Dorfbewohner, diese Erdenbürger in fast zwei Menschenaltern erlebt? Seltsame Fragen an jedes einzelne tauchen auf. Fragen, auf die kaum eine Antwort mehr möglich sein wird. Die Jugend (1er Heimat grüße ich jetzt wieder, die Heimat, von der der Mundartdichter Ganther singt: O Wonnetal der Heimat, Das ich so früh verließ, Oft schaut ich deine Schönheit, Wenn ich die Augen schließ’. Dr. Otto Biehler Aus der Stadtratssitzung in Ettenheim Ettenheim. In der Stadtratssitzung wurde für die landwirtschaftliche Berufsschule die Errichtung eines Fahrradschuppens sowie die Beschaffung einer besseren Beleuchtung eines Schulraumes beschlossen. Die Kreisverwaltung lehnte eine Erhöhung der Jahresmiete ab. Das Ministerium des Innern hat verfügt, daß Stiftungen unter 1500 DM und Schulstiftungen unter 1000 DM aufzulösen und auf ein Stiftungs-Sammelkonto umzuschreiben sind. Der Stadtrat beschloß, die Broßmer-Kirchmann-Neumann- und die Max- Chavoen-Stiftungen beizubehalten, alle andern Stiftungen dagegen aufzulösen. Den drei besten Schülern des Internats sollen als Prämie 35 DM durch Abzug an der Jahreskostenrechnung gewährt werden. Dem Statistischen Landesamt in Freiburg wurde _ auf eine Anfrage mitgeteilt, daß die bisherigen Märkte beibehalten werden. An die Gemeinde Hugsweier wurde eine Feueralarm-Sirene verkauft. Wallburg. Am kommenden Sonntag findet in Wallburg das zur Tradition gewordene Kirchenfest statt, das auch von Lahr aus stets gerne besucht wurde. Seite • .DAS NEUE BADEN' Nr. St / 9 . ». 49 BUCK IN DIE LANDGEMEINDEN Seelbach. Am Sonntag wurde der im Alter von 54 Jahren verstorbene Bahnhilfsschaffner Albert Walz unter zahlreicher Anteilnahme zur letzten Ruhe gebettet. Eine kurze, aber heimtückische Krankheit hatte den ruhigen, freundlichen und allseits geachteten Mitbürger allzu rasch aus dem Leben gerissen. Von seinen beiden Kindern gilt der einzige Sohn immer noch als vermißt. Reichenbach. Am 19. Juli starb unerwartet Frau Mina Schrempp, geb. Rohmann, im Alter von 60 Jahren. Mahlberg. Die 7. und 8.,Klasse der hiesigen Volksschule machten einen gemeinsamen Ausflug. Der Omnibus führte die Teilnehmer nach Freiburg über die Ravennaschlucht nach Titisee, Feldberg, Schauinsland und zurück. Allen Schülern wird diese Fahrt eine bleibende Erinnerung sein. — Im Schulhaus fand die Entlassungsfeier, verbunden mit der Goethe-Feier statt. Zu dieser Feier erschienen Bürgermeister Bürkle mit den Gemeinderäten, das Lehrerkollegium und die Eltern. Zur Entlassung kamen 13 Knaben und 15 Mädchen. — Zur bevorstehenden Bundestagswahl wurde der Wahlausschuß wie folgt zusammengestellt: Wahlleiter: Bürgermeister Bürkle, Stellvertreter Landwirt Karl Zipf, Beisitzer August Fehrenbach, Mechaniker, Fritz Thum, Landwirt, und Josef Kopf, Gerber, Schriftführer Ratschreiber Weinacker und dessen Stellvertreter Frau Emma Fleig. Wallburg. Wenn auch der bisherige Schaden durch die Feldmäuse nicht so stark ist wie in den Riedgemeinden, so hat die Gemeinde doch Giftweizen an die Bauern abgegeben - und hofft, daß jeder Betrieb an der Bekämpfung dieser Nager mithilft. — Dem Gemeindewahlausschuß gehören an: Bürgermeister Herr als Wahlleiter, Josef Ibert als Stellvertreter, Fritz Klasterer, Ratschreiber, als Schriftführer und als Beisitzer Wilh. Wegmann und Albert Ramstein. Die Wählerliste mit 270 Wahlberechtigten liegt bis 24. Juli öffentlich zur Einsichtnahme auf. — Um die in Kürze zu erwartenden Flüchtlinge unterbringen zu können, soll im gemeindeeigenen Armenhaus zusätzlicher Wohnraum durch Ausbau beschafft werden. Dundenheim. Die außergewöhnliche Trok- kenheit macht sich überall stark bemerkbar. Durch die große Dürre wurde der Reifeprozeß des Getreides frühzeitig beendet. Schon erklingt der vertraute Brummton der Dreschmaschine. — Um einen Ueberblick über den großen Schaden zu bekommen, den die Feldmäuse angerichtet haben, wurde die Gemarkung von mehreren Kommissionen begangen, die den Schaden abschätzten. Dundenheim. Beim Aufladen von Gerste stürzte Frau Hermann so unglücklich vom Erntewagen, daß sie sich eine Verletzung des Rückgrates zuzog, die ihre Ueberführung ins Krankenhaus notwendig machte. — Frau Katharina Biegert, Ehefrau des Landwirts Diebold Biegert, kann am 21. Juli ihren 75. Geburtstag feiern. Meissenheim. Am vergangenen Samstag fand die Entlassungsfeier der Volksschule statt. Insgesamt konnten 16 Buben und 22 Mädchen aus der Schule entlassen werden. Hauptlehrer Seidel sprach Abschiedsworte an die zur Entlassung kommenden Schüler. Nach Beginn der Schlußfeier erschien Kreisgouverneur Chauchoy in Begleitung des Kreissehuloffiziers der Militärregierung, Capitaine Kru- gell, wodurch die Feier ihren besonderen Rahmen erhielt. Hauptlehrer Seydel konnte im Verlauf der Feier an die beste Schülerin, Martha, Schiff, Tochter des noch in Rußland vermißten Schmiedemeisters Wilhelm Schiff, den vom Kreisgouverneur gestifteten Ehrenpreis aushändigen. Ferner kam in diesem Jahr erstmals der Friederike-Brion-Preis an die zwei besten Schüler zur Verteilung, der in diesem Jahr von Heimatforscher Hauptlehrer Emil Baader, Lahr, gestiftet wurde und künftighin von der Gemeindeverwaltung verliehen wird. Träger waren der Schüler Hans Ludwig Ervens und die Schülerin Eva Zachrau. Die Feier wurde durch einen Schülerchor unter Leitung von Frau Moser würdig umrahmt. Meissenheims Reitergruppe in Offenburg erfolgreich Meissenheim. Bei dem Reitturnier in Offenburg wirkte auch die hiesige Reitergruppe mit, die eine bereits bei den Heimattagen in Meissenheim gerittene Quadrille zur Vorführung brachte und großen Beifall erntete. Die Reitergruppe erhielt eine Kuckucksuhr als Geschenk. Auch bei den Hindernisprüfungea wirkten verschiedene Reiter der Abteilung mit, wobei der Abteilungsleiter Hans Drexler einen 2. und 4. Preis erringen konnte. Es verdienen diese Leistungen um so höhere Beachtung, als sie ausschließlich mit Ackerpferden vollbracht wurden, während die Konkurrenz teilweise mit Reitpferden antrat. Damit trat die Reitergruppe, die erst vor Jahresfrist aufgestellt werden konnte und zu der heute auch Reiter aus Allmannsweier, Ichenheim, Langenwinkel, Schutterzell und Wittenweier gehören, erneut vor die Oeffent- lichkeit. Sport im Heimatbezütk Germania Karlsruhe boxt in Lahr aber schon am heutigen Freitag Nach langen Schwierigkeiten ist es der Leitung der Boxstaffel gelungen, für den 22. Juli Germania Karlsruhe zu einem Kampf auf der Klostermatte einzuladen. Germania Karlsruhe, eine in vielen Meisterschaften erprobte Mannschaft, wird gegen die Boxstaffel Lahr keinen leichten Stand haben; sollte es auch den Karlsruhern zu einem Siege reichen, so muß er schwer erkämpft werden. Lahr steht im Kampf gegen Karlsruhe mit der in vielen Kämpfen bekannten Mannschaft: Wiegert, Hauger, Del-Fabro, Eichner, Nolte, Pfahler, Fischer, Hoog, Merz. — Mit Rücksicht auf die Veranstaltung der Ringer wurde der Kampf vom Samstag auf den heutigen Freitag vorverlegt. Rekordbeteiligung bei den Schwerathletik- JugendmeistersChaften Die eingegangenen Meldungen haben die Zahl der an den Jugendmeisterschaften Teilnehmenden auf annähernd 300 anwachsen lassen, so daß am kommenden Sonntag auf der Klostermatte eine Rekordbeteiligung zu verzeichnen ist. Wenn Vereine wie Blauweiß Freiburg 42, Urioffen 34, Homberg 20, Schiltach 10, Kuhbach so Aktive gemeldet haben, so sind recht interessante und spannende Kämpfe zu erwarten Auch Emmendingen, Lörrach, Tennenbronn, Appenweier, Kollmarsreute haben außer, lidhr eine stattliche Zahl von Jugendlichen gemeldet! Die Kämpfe müssen vormittags 8 Uhr pünktlich gestartet werden. Um 9.30 wird eine Pause eingelegt, um den Jugendlichen die Teilnahme am Gottesdienst zu ermöglichen. Am Nachmittag, an dem die Stadtkapelle ein Konzert geben wird, werden die Kämpfe um 2 Uhr fortgesetzt. Landratsamt gegen AH. de» Sportfreunde Lahr Zu einem interessanten Treffen kommt es am Samstagabend auf dem Sportplatz Dammen- mühle, wo die Mannschaft des Landratsamtes, die in jüngster Zeit viel von sich reden gemacht hat, gegen die Alten Herren der Sportfreunde antritt. In der Elf des Landratsamtes stehen mehrere Spieler von guter Qualität, darunter auch einige Leute aus der Zonenliga, gegen die es die Alten der blauweißen Farben aufnehmen wollen, um den Siegeszug der Elf des Landratsamtes zu stoppen. Sportfreunde Lahr spielen in St. Georgen Da der Sportplatz -der St. Georgener in über 900 m Höhe liegt, herrscht für das dortige Gebiet keine Sommersperre und somit folgen die Lahrer am kommenden Sonntag einer Einladung ihres letzten Gegners in den Punktespielen. Handball-Bezirkstag am kommenden Sonntag Verschiedener sportlicher Veranstaltungen wegen muß der Bezirkstag der Handballer am 24. Juli, vormittags 9 Uhr, in der „Damenmühle“ stattfinden. Die umfangreiche Tagesordnung erfordert, daß jeder Verein des Bezirks stimmberechtigt vertreten ist. Gleichzeitig findet am 24. Juli,in der „Dammen- mühle“ ein Bezirksschiedsrichterlehrgang durch den Landesschiedsrichterobmann statt. Es ist von äußerster Wichtigkeit, daß jeder Verein mindestens einen Schiedsrichter zu diesem Lehrgang entsendet. Schiedsrichter Ka- pitzke, der beim Reichsschiedsrichterlehrgang teilgenommen hat, wird über seine Erfahrungen und vor allem über die Auslegung der Spielregeln ein Referat halten. Südbadische Erfolge bei den Karlsruher Tewmismeistevschaften In Karlsruhe wurden die gesamtbadischen Tennismeisterschaften ausgetragen. Die Ueberraschung dieser Meisterschaften war das erfolgreiche Abschneiden der südbadischen Vertreter, die drei .von den insgesamt fünf Meisterschaften gewinnen konnten. ' Im Herren-Einzel kam es im Endspiel zu einer Neuauflage der schon vielfach mit wechselndem Erfolg durchgeführten Begegnung zwischen Kuhl- mann (Heidelberg) und Walch (Pforzheim) die diesmal Kuhlmann sicher mit 6:3, 6:3 gewann. Walch hatte größere Mühe als Kuhlmann, ins Endspiel zu kommen und mußte vor allem gegen den Freiburger Potaß — den ehemaligen Badischen Jugendmeister — mit größtem Einsatz spielen, um schließlich 6:3, 6:3 zu gewinnen. — Auch Gratwohl (Freiburg) ließ sich von Walch erst nach Kampf 4:6, 4:6 schlagen. ... Im Damen-Elnzel fehlten die Favoritin Frau Peters (Baden-Baden) und Frau Klotz (Heidelberg). Fräulein Gaerber (Konstanz) gewann das Endspiel gegen Fräulein Lang (Pforzheim) nach einer matten Begegnung mit 6:4, 6:3. Eine Sensation gab es im Herren-Doppel mit dem Sieg der Freiburger Potaß und Gratwohl gegen die starke Mannschaft Kuhlmann-Fütterer. Nach spannendem wechselvollem Kampf holten sich die Freiburger 4:6, 6:4, 9:7 die Badische Meisterschaft. — Die Baden-Badener Dr. Buß-Kretzer waren hier in der Vorschlußrunde an Kuhlmann-Fütterer ge- , scheitert. „ „ Bei Abwesenheit von Frau Peters-Dr. Buß (Baden-Baden) war das gemischte Doppel eine sichere Angelegenheit für die Konstanzer Frau von Baatcz- Müller, die Frau Vorwerk-Walch (Pforzheim) im Endspiel 6:1, 5:7 schlugen. Zum Endspiel des Damendoppels trat vor allem Frau von Baatcz (Konstanz) die zuvor von Spiel zu Spiel gehetzt worden war, völlig übermüdet an. Die Karlsruherinnen Bürgermeister-Knobloch siegten unter diesen Umständen mit 6:4, 1:6, 6:4 über Fräulein Dr. Frühwirt—Frau von Baatcz (Konstanz). Bei nicht immer einwandfreier Organisation waren diese Badischen Meisterschaften in sportlicher Beziehung ein voller Erfolg. Vor allem zeigte sich, daß im ganzen Land Baden ein guter Nachwuchs vorhanden ist, der sich immer mehr nach vorne arbeitet. Schwarzgelb Heidelberg Endsieger bei den Medenspielen der Damen Im Endkampf der Medenspiele der Damen (Baden) standen sich der Tennisklub Konstanz und Schwarzgelb Heidelberg gegenüber. Die Nordbadener kamen zu einem überlegenen 6:0-Erfolg und wurden damit Endsieger. WEIT Internationales Bodensee-Turnier in Konstanz Vom 5.-7. August führt der Tennisklub Konstanz das Internationale Bodensee-Turnier durch, an dem die süddeutsche Spitzenklasse und ausländischen Spieler teilnehmen werden. Vorschlußrunde der Kleinen Medenspiele Am kommenden Sonntag stehen sich auf den Plätzen an der Lichtentaler Allee in Baden-Baden die II. Mannschaft des TC Rotweiß Baden-Baden und die I; Mannschaft der Tennis-Abteilung von Fortuna Freiburg im Treffen der Vorschlußrunde um die kleinen Medenspiele, B-Klasse, gegenüber. Beide Mannschaften haben sich nach UeberWindung z. T. sehr schwerer Gegner bis in die Vorschlußrunde vorgekämpft. Da auf beiden Seiten ausgezeichnete Spieler angesetzt werden, ist guter Sport zu erwarten. Der Begegnung kommt insofern große Bedeutung zu, als die siegreiche Mannschaft sich damit die Teilnahme am Endspiel sichert, in dem sie auf den Sieger der Begegnung Freiburger TC II gegen TC Singen I treffen wird. Im allgemeinen rechnet man mit einer Endspielpaarung Rotweiß Baden-Baden gegen TC Singen. Noch immer Saazer in Weiß Die elfte Etappe der „Quer durch Deutsthland“- Fahrt von Wangen nach Garmisch-Partenkirchen endete mit einem Sieg von Günter Pankokc*, der gemeinsam mit Gerhard Stubbe und Reinhold Steinhilb nach 5:06,29 Stunden Fahrzeit die Ziellinie passierte. Etwa acht Minuten zurück folgten Matthias Pfannenmüller, und die beiden großen Widersacher Erich Bautz und Harry Saager mit der gleichen Zeit von 5:14,27. Mit weiteren sieben Minuten Abstand erreichte Karl Weimer das Etappenziel vor Weischedel. Das 22 Mann starke Hauptfeld folgte mit einem Abstand von einigen Minuten. Die fast 200 km lange Etappe verlangte bei hochsommerlicher Witterung von den Fahrern den ganzen Einsatz ihrer Kräfte. Vom Start bis zum Ziel wurde das Rennen von drei Mann beherrscht, die ihre Anstrengungen schließlich damit belohnt sahen, daß sie als erste mit weitem Vorsprung das Etappenziel erreichten: Pankoke, Stubbe und Steinhilb. Durch vorzügliche Fahrweise verstanden sie es, den Abstand zum Feld immer mehr zu vergrößern, so daß der Vorsprung im Ziel gegenüber der Hauptgruppe 20 Minuten betrug. Die Fußballet: und Handbailev iahten in Säckingen Daß Säckingen ein beliebter Tagungsort ist, konnte man am vergangenen Sonntag erneut feststellen, denn sowohl die Fußballer als auch die Handballer wählten die Trompeterstadt als Tagungsort. Um es vorweg zu nehmen: es änderte sich 8 in beiden Sportarten nicht viel. Im Fußball blieb der bisherige Bezirksfacnausschuß für ein weiteres Jahr im Amt. Einiges Kopfzerbrechen bereitete die Einteilung für die kommende Saison. Besonders der SV Wehr versuchte mit einem Antrag auf Erweiterung der Bezirksliga durchzukommen, um so dem Abstieg zu entgehen. Dieser Antrag verfiel aber ziemlich eindeutig der Ablehnung, dagegen werden die Reserven der Landesligisten Rheinfelden und Schopfheim in die Bezirksliga aufgenommen und — sofern Rotweiu Lörrach aufsteigt, auch die Reserve dieses Vereins. Bei den Handballern gab es im Bezirksfachausschuß ebenfalls kaum Veränderungen. Als neuer Jugendleiter wurde Jost (Lörrach) gewählt. Beachtliche Erfolge der Lörracher Schwimmer Bei den südbad. Schwimm-Meisterschaften konnten die Schwimmer der Schwimmabteilung des SV Rotweiß ganz beachtliche Erfolge erzielen. Mit sehr guter Besetzung und starker Konkurrenz aus Freiburg Konstanz, Rastatt, Gaggenau, Tnberg, Waldkirch Lörrach wurden diese Meisterschaften unter Berücksichtigung der Vereine mit und ohne Winterbad (Hallenbad) durchgeführt. Interessante Kämpfe lieferten sich die Vereine, die keine WintertrainingsmdglKhkeit haben. Die Lörracher konnten auch hier wieder ihr großes Können unter Beweis stellen, und die junge Abteilung kann stolz auf diesen Erfolg sein, m der Lagenstaffel, 3X100 m, gelang es ihr knapp hinter Konstanz Freiburg zu schlagen und in 50 m Kucken, 50 m Brust und 50 m Kraul für Männer (Kl. u 30 J.) konnten die Zeiten der Vereine mit Winterbad unterboten werden. _ Das Wasserball-Spiel Lörrach gegen Rastatt-Gaggenau (komb.) konnte Lörrach nach überlegenem Spiel 7v0 für sich entscheiden. Durchschnittsgeschwindigkeit dieser drei betrug 40 km. Kempten wurde zuerst von Weimer, Pankoke, Weischedel, Steinhilb und Stubbe passiert. Mit etwa 2'/i Minuten Abstand folgte der Spitzengruppe der junge Iggelheimer Ruckteschler, der etwa zwei Minuten vor dem übrigen Feld lag, in dem sich die Asse gegenseitig bewachten. Vor allem Bautz und Saager ließen sich nicht aus den Augen, und keinem von beiden gelang ein Loslösen vom Feld. Bereits vor Kaufbeuren war das Feld mehr als 8 km auseinandergezogen. Ueber die Echelsbacher Brücke ging es in die Bergwelt des Wettersteingebirges nach Oberammergau. Bautz und Saager, die sich gemeinsam mit Müller und Pfannenmüller vom Hauptfeld getrennt hatten, verschärften auf den gefährlichen und kurvenreichen Abfahrten das Tempo, konnten jedoch die Spitzengruppe nicht mehr einholen. Harry Saager verteidigte das Weiße Trikot mit einer Fahrzeit von 70:30:01,4 Stunden gegen Erich Bautz mit 70:44:32,6. Der Stuttgarter Reinhold Steinhilb ist in der elften Etappe auf den dritten Platz im Gesamtklassement aufgerückt. . Schulte gewann die zehnte Etappe Nach außerordentlich schneller Fahrt von Singen nach Wangen gewann Peter Schulte die 155 km lange Etappe mit einer Radlänge vor Hubert Schwarzenberg; etwa 50 m zurück folgte eine Fünfergruppe mit Siebelhof, Kijewski, Hennig und Gilsdorf. Schulte legte die Strecke in 3:54,10 Stunden zurück. Wird es ein Problem? Ziege, Jährling, Gleimitz und Wiemer stehen auf der Teilnehmerliste für die Ostzonen-Mannschafts- meisterschaft über 100 km, die am Sonntag ausgefahren wird. Die genannten Fahrer sind vorzeitig bei der Deutschland-Rundfahrt ausgeschieden und hatten vor dem Start dieser schweren Prüfung dem BDR eine Erklärung abgeben müssen, in der sie sich verpflichteten, bei vorzeitigem Ausscheiden bis Ende Juli kein anderes Rennen zu bestreiten. Da die alliierten Sport-Offiziere auf ihrer Tagung in Bad Nauheim feststellten, daß die bisher gegründeten Sportverbände keinen legalen Charakter besitzen, wird diese Angelegenheit wahrscheinlich noch weitere Kreise ziehen. Coppi und Baviali hallen eisern die Spilze Ergebnisse: 50 m Brust Männer (ü. 30—35 J.): 1 H. Corduan, 0,36,9; 50 m Brust Männer (ü. 35 J.): 1 K Seufert, 0,44,8; 200 m Brust Frauen: 2. T. Buhler 1,51,8; 2. W. Meyerin, 1,56,0; 4 X 100 -m-Brust- rin, 1,36,0; 4 X 100 -m-Kraulstaffel Männer: 1. Rotweiß Lörrach, 5,48,0; 50 m Rücken Männer (ü. 30—35 J.): 1. H. Corduan, 0,40,0; 100 m Brust Frauen: 1. T. Bühler, 1,51,8; 2. W. Meyerin, 1.56,0; 4X100-m-Brust- staffel Männer: 3. Rotweiß Lörrach; 100 m Kraul Männer: 1. H. Straß, 1,14,5; 5. G. Brüderlin, 1,39,1; 50 m Kraul Männer (ü. 35 J.): 3. G. Schöner, 0,35,4, 4. L. de Brechan, 0,36,2; 50 m Kraul Männer (ü. 30—35 J.): 1. H. Corduan, 0,32,0; 400 m Kraul Männer: 1. H. Straß, 7,01,2; 3 X 100 -m-Lagenstaffel: 1. Rotweiß Lörrach, 4,15,9. Südbadische Jugendmeisterschaften in Lörrach Am kommenden Wochenende wird der SV Rotweiß Lörrach, dessen Organisationsgeist bei jeder Großveranstaltung immer wieder lobend hervorgehoben wurde, die südbadischen Jugendmeisterschaften durchführen. Es ist alles aufs beste vorbereitet, so daß mit einem guten Verlauf der Veranstaltung gerechnet werden kann. Bezirkstag der Sdiwarzwald-Handballer Der Bezirkstag für Handball des Bezirkes Schwarzwald findet am 30. und 31. Juli, um 16 Uhr, in Triberg im Hotel „Adler“ statt. Sämtliche handballspielenden Vereine in den Landkreisen Neustadt, Donaueschingen, Villingen und Wolfach werden um vollzählige Anwesenheit gebeten. Handballauswahl Nord gegen Süd des Bezirkes Rastatt — Baden-Baden In der Südelf werden am Sonntag auf der Rennwiese in Achern Spieler der Bezirksklassenvereine Ottenhöfen, Helmlingen, Memprechtshofen, Großweier und Achern stehen, während die Nordelf sich auf eine Kombination erfahrener Spieler von Niederbühl, Rastatt, Gaggenau, Durmersheim und Steinbach stützt. Der Italiener Vineenzo Rossello gewann am Donnerstag die 18. Etappe der Tour de France von Aosta nach Lausanne (265 km). Den zweiten Platz sicherte sich Rossellos Mannschaftsgefährte Bruno Pasquini. Für die beiden Erstplazierten wurde die gleiche Zeit von 9:05,26 Stunden genommen. 3. Felix Weilemann (Schweiz); 4. Stan Ockers (Belgien); 5. Raphael Geminiani (Frankreich); 6. van Steenbergen (Belgien); 7. Schotte (Belgien). Das Gesamtklassement nach der 18. Etappe: 1. Fausto Coppi (Italien), 126:06,35 Std.; 2. Glno Bartali (Italien), 126:09,38; 3. Jacques Marinem (Ile de Franie), 126:19,13; 4. Stan Ockers (Belgien), 126:25,18; 5. Jean Robic (Regionalmannschaft West-Nord); 6. Marcel Dupont (Belgien); 7. Florenzo Magni (Italien): 8. Apo Lazarides (Frankreich); 9. Jean Goldschmitt (Luxemburg); 10. Pierre Cogan (Regionalmannschaft West-Nord). 59 „Tour“-Fahrer, d. h. weniger als die Hälfte der am 30. Juni in Paris Gestarteten, nahmen am Donnerstag in Aosta den Kampf um die 18. Etappe auf, auf der der Große St. Bernhard (2473 m) und der Col des Mosses (1448 m) zu überwinden waren. Die paßhöhe des St. Bernhard erreichte Bartali als Erster, gefolgt von‘Coppi, Robic und Ockers. Mit kurzem Abstand folgte das Hauptfeld. Die beiden Italiener fuhren dann verhalten und überließen den Nachwuchsfahrem die Führung. Auf dem Col des Mosses lösten sich die Italiener Ros- sallo und Pasquini vom Hauptfeld und eilten Lausanne entgegen, das sie mit 12 Minuten Vorsprung vor dem Gros erreichten, in dem sich Coppi und Bartali befanden. Hans Stuck startet auf dem Nürburgring Zum Großen Preis des Nürburgringes hat sich der bekannte frühere Auto-Union-Rennfahrer Hans Stuck gemeldet. Stuck wird mit der AFM-Kon- struktion von Falkenhausens an den Start gehen. Unsere kleine Spovlvundschau Der diesjährige Verbandstag des südbadischen Fußballverbandes findet am 31. Juli in Offenburg statt. In Gelsenkirchen stehen sich in dem letzten Spiel der westfälischen Aufstiegsrunde SV Herten und VfL Witten gegenüber. Der Sieger dieses Spiels hat bei einer evtl. Erweiterung der Oberliga West auf 16 Vereine noch die Chance, über eine Entscheidungsrunde mit den Abstiegskandidaten (Katemberg, Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf) den Aufstieg zu erreichen. In Hamburg findet das Entscheidungsspiel um den Aufstieg zur Oberliga Nord zwischen dem Harburger Tumerbund und dem Itzenhoer SV statt. Beide Vereine hatten die Aufstiegsrunde punktgleich an zweiter Stelle beendet. Werder Bremen hat durch den Ex-Schalker Burdenski, den Benrather Rechtsaußen Kirchberg und den ehemaligen Helmstedter Mittelläufer Klötzer für die kommenden Saison-Punktespiele wertvollen Zuwachs erhalten. Nach seinem Kubkameraden Langjahr wird nunmehr auch der bekannte Seitenläufer des VfB Stuttgart, Herberger, zum Lokalrivalen Stuttgarter Kickers übertreten. Nach seinem Krefelder Tumiersieg erlitt der Australier Jack Harper am Mittwoch bei den Velberter Tennis-Einladungskämpfen gegen Gottfried von Cramm eine 4:6-, 2:6-Niederlage. Die .Ringerstaffel von „Enighet“ Malmö, die am Dienstag ihren dritten Kampf in Deutschland bestritt, mußte sich bei Jahn Göppingen mit einem 4:4-Unentschieden zufrieden geben. Kurt Mansfeld, der sich beim Sturz auf dem Schottenring schwere Verletzungen zuzog, hat Seine Meldung zum Großen Preis auf dem Nürburgring abgegeben. Die damals ausgebrannte Maschine Mansfelds wurde inzwischen wieder startbereit gemacht. Nach einer Meldung von Radio Moskau wurde der sowletische Amateur-Boxverband in den internationalen Verband aufgenommen. Dies ist der elfte internationale Verband, dem sowjetische Sportler offiziell angeschlossen sind. Auf der Jahreshauptversammlung des Internationalen Ringerverbandes in Istanbul wurde die Wiederaufnahme Japans in den internationalen Amateurringerverband beschlossen. Der englische Leichtathletik-Verband teilte dem tschechoslowakischen Verband „Sokol“ mit, daß er wegen der gegenwärtigen Verhältnisse keine Mannschaft zu dem geplanten Länderkampf Tschechoslowakei—England am 16. und 11. September nach Prag entsenden werde. Südbadens Meister im Ringen und Gewichtheben Gewichtheben: Bantamgewicht: Wacker (Gottmadingen) 445 Pfund (Drücken 135 Pfund, Reißen 135 Pfund und Stoßen 175 Pfund); Mittelgewicht: Bellm (Freiburg) 500 Pfund (150, 155, 195); Halbschwergewicht: Kißling (Singen) 550 Pfund (155, 175, 220); Schwergewicht: Zimmermann (Villingen) 535 Pfund (145, 170, 220). Ringen: Bantamgewicht: Pfister (Homberg); Leichtgewicht: Kemena (Konstanz); Mittelgewicht: Wagner (Schiltach); Schwergewicht: Dufner (Freiburg). Nr. 83/23. 7. 49 .DAS NE0B BADEN* Ss8e* Todesanzeige und Danksagung Gott, der Allmächtige, hat am 16. Juli nach einem mit großer Geduld ertragenen, schweren Leiden unsere liebe, gute Mutter und Oma, Schwester, Schwägerin und Tante Karoline Hurst geb. Lehmann im Alter von 72 Jahren 5 Monaten zu sich in die ewige Heimat abberufen. Allen denen, die unserer lieben Entschlafenen durch Kranz- und Blumenspenden gedachten und sie auf ihrem letzten Gang begleiteten, sägen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Wir danken insbesondere Herrn Missionar Ruf für seine trostreichen Worte an der Ruhestätte, und Schwester Sofie für ihre treue Pflege. Lahr-Dinglingen, den 21. Juli 1949. (3921) In tiefer Trauer: Mina Hurst Familie Wilhelm Hurst Familie Fritz Hurst u. Verwandte Todesanzeige Aus einem arbeitsreichen Leben holte Gott unerwartet Fräulein Maria Dietrich Hauptlehrerin zu sich in die ewige Ruhe. (3931) Die Angehörigen. Die Beerdigung findet Samstag, vorm. 11.30 Uhr, statt. Wir grüßen als Verlobte: Martha Schaible Georg Kern (3860) Nonnenweier, 24. Juli 1949 Leonie Dorner Hans Maier VERLOBTE Lahr 24. Juli 1949 Feuerwehrstr. 49 Tailfingen (Wttbg.) Wir grüßen als Vermählte: Willi Kopp ' Erika Kopp, geb. Frey Heiligenzell Lahr-Dingl. 23. Juli 1949 (3885) Für die uns anläßlich unserer Vermählung überbrachten Glückwünsche und Aufmerksamkeiten danken wir recht herzlich. Walter Jockers und Frau Lisa, geb. Walter. (3888) Mietersheim „Zur Linde“, 18. Juli 1949. Dr. Negendank Hautärztin Lahr, Gärtnerstr. 11 Sprechzeit täglich 9—12 Uhr (•3916) 16—19 Uhr Gununiechuts, 1 putzend 4 DM. Dis» + kxeter Versand per Nachnahme. Fxenzel, Heidelberg G, Postfach 489 Zurück! Täglich Sprechstunden, außer Mittwoch. Erwünscht ist Voranmeldung. Telefon 2707 Dßjdi&iiu. lisfhtuftliti LAHR, Kaiserstraße 64 STELLENANGEBOTE Suche per sofort erste Modistinnen Schriftliche oder persönliche Vorstellung erwünscht Fa. Kurt Lieser, Hutfabrik Gengenbach (Baden) Hausgehilfin für Kochen, Haushalt, leichte Gartenarbeit, zum 1. Aug. in Dauerstellung (Geschäftshaushalt) gesucht. Nau- dascher, Ottenheim. (*3853) Vertreter, die Privatkundschaft besuchen, zur Mitnahme eines Artikels „Teilzahlung“ sofort ges. Hoher Verdienst! 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Juni 1949 Auf Grund des § 7 der Ersten Landesverordnung zur Durchführung des Landesgesetzes zur Sicherung von Forderungen für den Lastenausgleich und zur Förderung des Wohnungsbaus vom 23. Juni 1949 (Badisches Gesetz- und Verordnungsblatt Seite 239) wird bestimmt: 1. Nach dem Gesetz zur Sicherung von Forderungen für den Lastenausgleich und zur Förderung des Wohnungsbaus vom 22. Februar 1949 sind im Range unmittelbar nach Hypotheken, Grundschulden oder Rentenschulden, die auf Grund der Währungsgesetze umgestellt worden sind, öffentliche Umstellungsgrundschulden entstanden. Soweit die Hypotheken, Grundschul- den oder. Rentenschulden privaten Gläubigern — also nicht Instituten — zustanden, hat der Eigentümer des belasteten Grundstücks oder Inhaber eines grundstücksgleichen Rechts die Hypothek-, Grund- oder Rentenschuld bei einem Institut im Sinne der §§ 9 und 10 der Ersten Landesverordnung zur Sicherung von Forderungen für den Lastenausgleich und zur Förderung des Wohnungsbaus anzumelden, das die Verwaltung der UmstellungsgrundsChulden übernehmen soll. Diejenigen Grundstückseigentümer und Inhaber grundstücksgleicher Rechte, die dieser Anordnung bisher nicht nachgekommen sind, werden hiermit aufgefördert, die Anmeldung bis zum 15. August 1949 unter Auswahl eines der berechtigten Institute vorzunehmen. Diese Frist ist eine Ausschlußfrist, nach deren fruchtlosem Ablauf die Verwaltung der noch nicht angemeldeten UmstellungsgrundsChulden der Landes- 'kreditanstalt für Wohnungsbau in Karlsruhe zusteht. 2. Die Anmeldung muß folgende Angaben enthalten: a) Name, Beruf, Wohnort und Wohnung des Grundstückseigentümers oder Inhabers eines grundstücksgleichen Rechtes: b) Name, Beruf, Wohnort und Wohnung sämtlicher Gläubiger nach der Rangfolge im Grundbuch; c) grundbuchmäßige Bezeichnung, Art und Lage des belasteten Grundstücks oder grundstücksgleichen Rechtes; d) ursprünglicher Betrag und Stand der Rest- schuld in Reichsmark am 20. Juni 1948, Zinssatz (auch Verwaltungskostenbeitrag und Tilgungssatz), Zahltermine für Zinsen und Tilgungen, Vereinbarungen über Zahlungs- erieichterungen; e) Name des Instituts, das die Umstellungs- grundschulden verwalten soll. 3. Uebt der Grundstückseigentümer oder der Inhaber des grundstücksgleichen Rechtes seine Rechte nicht selbst aus, so trifft die Anmeldepflicht denjenigen, der diese Rechte für ihn ausübt (z. B. Verwalter oder Treuhänder). 4. Wer die geforderte Anzeige nicht oder unrichtig oder unvollständig abgibt oder die verlangten Angaben verweigert, kann gemäß § 7, Absatz 3,' der Ersten Landesverordnung zur Durchführung des Landesgesetzes zur Sicherung von Forderungen für den Lastenausgleich und zur Förderung des Wohnungsbaus mit einer Geldstrafe bis zu 10 000 DM bestraft werden. Freiburg, den 15. Juli 1949. (1-451) Badisches Ministerium der Finanzen Wa sch*Joppen in allen Größen und Farben 11.90 13.50 16.85 Leinen-Sakkos in nur guter Verarbeitung 26.00 29.00 34.00 ll-rhg. Anzüge u, Sportanzüge soweit ausverkaufsbegünstigt 79.00 89.00 98.00 SportäSakkos in vielen flotten Dessins 59.00 66.00 84.00 Kombinatio n s hose n 28.00 32.00 36.00 Leder-T rachtenhosen Preise in Knabengröfjen ab 23.50 25.00 32.00 Nicht saisongebundeneWaren sind vom Sommerschlußverkauf ausgenommen LAHR und OFFENBURG Wegen Umzugs guten Gleichstrom- Radio billig zu verkaufen. Lud. Mark, Marktstr. 35. (3906) 2 kompl. 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