MMN! Erscheint wöchentlidi viermalig. Bezugspreis für den laufenden Monat DM 1,S0 zuzüglich 30 Pf. Trägerlohn. Einzelnummer 20 Pf. Im Palle höherer Gewalt od. bei Betriebsstörung hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung der Zeitung, auch nicht auf Rückzahlung des Bezugspreises. -Westes Heimatblatt für Stabt und Bezirk Offenburg Ontelgenblatt mit anerkannt guter Werbewirkung Erfüllungsort und Gerichtsstand Gffenburg. Zur Zeit Ist die Anzeigenpreisliste Nr. 3 gültig, Druck u Verlag A. Reiff & Cie., Buchdruckerei, Offenburg/Baden. Geschäftsstelle: Offenburg. Kornstraße 10. Fernsprecher: Offenburg Nr. 1537 und 2134. Postschließfach Nr. 333. Postscheckkonto: Karlsruhe Nr. 136 31. Nummer 106 Donnerstag, 10. August 1950 Ausgabe a 139. Jahrgang Stimmen für deutsche Wiederaufrüstung Ohne Deutschland ist Westeuropa nicht zu verteidigen, sagte Boothby in Straßburg — Sensationelle Vorschläge Churchills erwartet Straßburg. Die erste Arbeitssitzung der Beratenden Versammlung des Europarats stand im Zeichen zweier Hauptgesichtspunkte: Kritik an der zögernden Haltung des Minister- ausschusses und Hinweise auf die in Korea akut gewordene Aggressionsgefahr. Unter lautem Beifall der Versammlung forderte der sozialistische f tanzösische Delegierte, Andre Philip „wirkliche Autorität“ für das Straßburger Parlament und setzte sich für die Schaffung einer -europäischen Armee ein, die durch die Erhebung europäischer Steuern finanziert werden ■ müsse. „Was in Korea geschehen ist, darf auf keinen Fall auch in Westeuropa geschehen. Wir sind es satt, erst nach einer Invasion befreit zu werden. Wir brauchen eine Streitmacht, die uns in gemeinsamer Anstrengung an unseren eigenen Grenzen verteidigt.“ Wenn die sowjetischen Tanks morgen durch Mitteleuropa zu rollen beginnen, hoffe ich, daß die britischen Divisionen rechtzeitig da sind. Hoffentlich können sie in Brest landen, bevor die sowjetischen Tanks zuerst da sind.“ Zu dem neben ihm sitzenden deutschen Delegierten Dr. Pünder gewandt, sagte Philip: „Wir sind gegen die Aufstellung einer deutschen Armee. Nach unserer Ansicht wäre sie eine Gefahr für die Geburt einer Demokratie in diesem Land. Wenn wir eine Europas Anteil ha dieser Frage keine nationalen Probleme ge ben. Gefährlicher als die sowjetischen Tanks und Bomben ist die Verelendung in Europa. Ihrer wird sich die Sowjetunion bedienen, um zu erreichen, was sie vielleicht aüf militärischem Gebiet nicht durchsetzen kann.“ Außer den Verteidigungsproblemen seien aber im europäischen Rahmen noch viele andere Probleme zu lösen, beispielsweise das deutsche Flüchtlingsproblem und die Arbeitslosigkeit in Italien. Achtzehn deutsche Delegierte hörten am Mittwoch schweigend und mit unbewegten Gesichtern zu. als verschiedene Delegierte die Wiederaufrüstung der deutschen Bundesrepublik forderten. Am Donnerstag wird Winston Churchill über die weltpolitische Situation sprechen. Man erwartet allgemein, daß der ehemalige britische Premierminister sensationelle Vorschläge für die praktische Sicherung der europäischen Verteidigung machen Wird. Mit besonderer Spannung erwartet man, welche Rolle Churchill der Bundesrepublik auf diesem Gebiet zugedacht hat. Es wird damit gerechnet, daß Churchill eine Wiederaufrüstung Deutschlands vorschlagen wird. Churchill soll sich bereits die Unterstützung des früheren französischen Ministerpräsidenten Reynaud für seine Vorschläge gesichert haben. Als erster Sprecher forderte der konservative britische Delegierte Robert Boothby die direkte Beteiligung der Bundesrepublik an der Verteidigung Westeuropas. „Wenn die Bundesrepublik ausgeschlossen bleibt“, sagte Boothby,. „ist Westeuropa meiner Meinung nach nicht zu verteidigen. Wird die Bundesrepublik aber in das Verteidigungsbündnis der Westeuropaunion aufgenommen, muß sie zu den gleichen Bedingungen wie jeder andere Mitgliedstagt ihren vollen Verteidigungsbeitrag leisten. Es darf nicht länger Nationen erster und zweiter Klasse geben. Entweder gehört Deutschland als gleichberechtigtes Mitglied zur Westeuropaunion oder es muß weiterhin besetzt bleiben und außerhalb stehen. Aber auch Deutschland hat seine Wahl zu treffen. Ich hoffe glühend, daß es sieb für uns entscheiden wird.“ Deutschland zur Mitwirkung bereit Gefahr für Tibet Langer und starker Beifall der 125 Straß- bufg-Delegierten klang am Mittwochnachmittag in der Beratenden Versammlung auf, als der deutsche CDU-Delegierte Eugen Gersten m a ier erklärte, daß Deutschland bereit sei. an der Verteidigung Europas mitzuwirken. Gerstenmaier sagte, die Mehrheit des deutschen Volkes lehne die Remilitarisierung ab. Es hasse iüen» K»4e» ve« Ißeeäen sei »icbt>Wüien^ bene Not der -Vertriebenen • und Heimatlosen - -en, würde esjnenSihgÄ tftj slch an untauglichen Experimenten zu beteiligen. Doch glaube er, daß die Bundesrepublik gewillt sei, ihren vollen Beitrag zur Erhaltung des Friedens zu leisten. Gerstenmaier fußte hinzu, es sei selbstverständlich, daß Deutschland bereit wäre, bei der Verteidigung Europas von sich selbst nicht weniger als von denen zu verlangen, die für die Freiheit und Gerechtigkeit einstünden. Wir erwarten nicht von den anderen, daß sie uns verteidigen, ohne daß wir selbst unter gleichen und gerechten Voraussetzungen unseren Beitrag dazu leisten. ' Auf die Rede Philips eingehend, schnitt Gerstenmaier sodann das deutsche Flüchtlingspro- Koffer mit Atomgeheimnissen gestohlen Scotland Yard au! der Suche nach verschwundenen Dokumenten Warrington (Lancashire). Beamte von Scotland Yard, amerikanische Abwehroffiziere und britische Eisenbahnbeamte beteiligten sich am Mittwoch an einer umfassenden Suchaktion nach einem Koffer mit geheimen atomwissen schaftlichen Dokumenten, der dem amerikanischen Atomwissenschaftler Frank Greenleaf auf der Reise von London nach Blackpool gestohlen worden ist. Greenleaf,, der seit vielen Monaten mit einer atomwissenschaftlichen Spezialarbeit beschäftigt war, befand sich auf dem Wege zu einer geheimen Konferenz britischer und amerikanischer Atomwissenschaftler. Als er den Verlust des Koffers entdeckte, alarmierte er sofort die britische Polizeizentrale Scotland Yard, und eine umfassende Suchaktion wurde in die Wege geleitet Die Polizei nimmt an, daß die umfangreichen und komplizierten technischen Einzelheiten der gestohlenen Dokumente nur von einem Atomforscher verstanden werden können. Russische Saboteure in Westdeutschland? Basel. Die „Basler National-Zeitung“ berichtet über den Einsatz neuer kommunistischer Agenten in der Bundesrepublik., Die „Neue Garnitur“ bestehe aus alterprobten russischen Kommunisten mit hervorragenden deutschen Sprachkenntnissen. „Es ist das erste Mal“, meldet das Schweizer Blatt aus der Sowjetzone, „daß jetzt Russen zur Sabotagearbeit in die Westzone gehen. Sie sollen einmal über die Missionen der Oststaaten eingeschmuggelt werden, aber auch auf dem Umweg über Italien und Oesterreich in die Bundesrepublik kommen. Diese neuen Agenten treten mit ihren gefälschten Papieren sowohl als Deutsche wie auch als Angehörige italienischer und österreichischer Firmen auf. Wie aus der kommunistischen Zentrale in Ostdeutschland verlautet, glaubt das Politbüro, schon nach kurzer Zeit soviel zuverlässige Kräfte herangebildet zu haben, daß der gegenwärtige Fehlschlag in Westdeutschland wettgemacht und ein neues besseres Arbeitsnetz aufgestellt werden kann. Mit Frau und Sekretärin verhaftet Berlin. Der Generalsekretär der Sowjet- zonen-LDP, Günter Stempel, wurde am Diens tagvormittag vor dem Parteigebäude im Sowjetsektor von Kriminalbeamten in Zivil verhaftet. Vierzig Minuten vorher war seine Frau Christine, Abteilungsleiterin im Zentralvorstand des Frauenbundes der Sowjetzonenrepublik, an derselben Stelle verhaftet worden. Am Dienstagnachmittag wurde auch die Sekretärin Stempels, Helga Maibaum, an ihrem Arbeitsplatz verhaftet Stempel sollte am Montag eine Reise in die Bundesrepublik an- treten und dort über Aufgaben und Ziele der „Nationalen Front“ sprechen. Wieder Landeskommissare ? Freiburg. Dem badischen Innenministerium wurde, wie am Mittwoch in Freiburg verlautet, der Auftrag erteilt, den Plan für eine gesamtbadische Verwaltungsreform auszuarbeiten. Dabei soll auf das früher in Baden übliche System der Landeskommissariate zu rückgegriffen werden. Die Landeskommissare sollen mit beratender Funktion zu den Kabinettssitzungen hinzugezogen werden können und durch sogenannte Befugnis-Delegation mit weitgehenden Zuständigkeiten ausgestattet werden. Man hofft, mit diesem System das Verhältnis vom Staatsbürger zum Staat enger zu gestalten und die Ministerialbüro- kratie weitgehend ausschalten und zum Teil abbauen zu können. Ferner sollen Einsparungen im Staatshaushalt und eine finanzielle Entlastung des einzelnen Staatsbürgers erzielt werden, da letzterem durch die Erledigung von Anliegen bei den Landeskommissariaten weite Anreisen zu den Zentralbehörden erspart werden können. blem an und sagte: „Wir Deutsche sind willens, bis an den Rand unserer Kraft alles für die Lösung des Flüchtlingsproblems in Mitteleuropa und in Deutschland zu tun. Es ist außer Zweifel, daß das Flüchtlingsproblem wegen seines Umfangs und seiner Ursache dringend der europäischen Hilfe bedarf. Der innere Frieden im Herzen Europas ist durch die unbeho- schwer gefährdet. Im Verlauf der Debatte erklärte noch Paul Reynaud, man müsse , für Europa einen Kriegsminister haben und ihn mit entsprechenden- Vollmachten ausstatten. Den Blick auf Churchill gerichtet, fügte er hinzu: „Wenn Sie einen Kriegsminister haben wollen, dann brauchen Sie ihn nicht außerhalb dieses Versammlungsraumes zu suchen.“ Das Mitglied der SPD- Bundestagsfraktion Willi E i c h 1 e r schlug die Schaffung einer gemeinsamen Behörde vor, die für die europäische Außenpolitik und Sicherheit, für wirtschaftliche Angelegenheiten und für die Wahrung der Menschenrechte zuständig sein solle. Die Mittwochsitzung der Beratenden Versammlung wurde kurz nach 18 Uhr auf Donnerstagvormittag vertagt. Eine Erhöhung de« Dieselöl-Kontingents für das dritte Quartal 1950 um 20 Prozent hat das Bundeswirtschaftsministerium wegen- der günstigen Vorratslage angeordnet. Da diese: Anordnung nur noch in den Monaten August und September wirksam werden kann, kommt sie einer Erhöhung um 30 Prozent gleich. Die preisbegünstigten Kontingente für Landwirtschaft und Schiffahrt werden dadurch ledoch nicht berührt. Von Generalleutnant Sir Philip Neame Kommunistische chinesische Truppen sollen sich im Vormarsch auf die tibetanische Grenze befinden, verlautete am Dienstag in Hongkong. Während nach diesen Berichten eine mindesten« 20 000 Mann starke Heeresgruppe von Osten her durch die Provinz Sikiang auf die Grenze heranrückt, nähern sich ihr andere Einheiten in Stärke von etwa 40 000 Mann von Norden aus der Provinz Tschinghai. Ziel der beiden Kampfgruppen soll die im Südwesten von Tschinghai an der tibetanischen Grenze gelegene Stadt Jye- kundo sein. Jyekundo, das „Tor nach Tibet“, ist gut 600 km von der tibetanischen Hauptstadt Lhasa entfernt. Die strategische Lage Tibets ist ziemlich hoffnungslos. Zwar liegen immer noch 1300 Kilometer eines von Gebirgen, Sümpfen und Wüsten durchzogenen Gebietes zwischen 81- ning und Lhasa, aber noch niemals zuvor waren organisierte und einigermaßen gut bewaffnete Truppen so nahe gewesen. Die tibetanische Armee kann es an Ausbildung und Ausrüstung keineswegs mit den chinesischen Kommunisten aufnehmen, auch darf man nicht vergessen, daß ihre Religion ihnen immer wieder einhämmert, daß Friede das höchste ist. Die jahrhundertealte Tradition des Buddhismus hat auch in diesem Lande nachteilig auf den Kampfgeist seiner Einwohner gewirkt. Der größte Truppenverband ist das Regiment, das gewöhnlich 500 Soldaten umfaßt und von einem „Depon" (Oberst oder Generalmajor) geführt wird. Der Depon steht als Beamter 4. Klasse auf recht tiefer Stufe der Beamtenhierarchie. Im allgemeinen werden die militärischen Pläne vom Kabinett in Lhasa ausgearbeitet, dem auch der Oberbefehl zusteht. Wenn man aber bedenkt, daß die Staffelreiter etwa drei Wochen brauchen, um einen Befehl von Lhasa nach Tschiamdo, der Hauptstadt der Provinz Sikang, zu bringen, dann kann man sich leicht ausmalen, daß die Operationspläne nicht gerade sehr leicht umzubauen sind und daß Truppenbewegungen nicht allzu schnell durchgeführt werden können. Die Schwierigkeiten werden darüber hinaus noch durch die. Tatsache vermehrt, daß die tibetanischen Streitkräfte zwei Oberbefehlshaber kennen: einen Lama oder Mönch und einen Zivilisten, beide jedoch ohne irgendwelche militärische Ausbildung. Das Waffenarsenal von Lhasa, wo die gesamte Gebirgsartillerie, die Masse der Maschinengewehre und Gewehre und die gesamte Munition lagern, kann nur in Gegenwart aller Kabinettsmitglieder unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten geöffnet werden und etwas von seinen Beständen ausgeben. Waffen und Munition haben in Zentralasien mehr Wert als die Goldreserven der Bank von England. Die Folge ist, daß die Soldaten niemals Schieß- Sechs Fragen an Jakob Malik Sicherheitsrat au! dem toten Punkt - Wird der Sowjetdelegierte seine Obstruktion aufgeben ? Newyork. Die USA stellten der Sowjetunion am Dienstag eine Frist von zwei Tagen, im Sicherheitsrat von der bisher geübten Obstruktionstaktik abzugehen und den Rat wieder arbeitsfähig zu machen. Nach vierstündiger fruchtloser Verfahrensdebatte forderte der amerikanische UNO-Delegierte Warren Austin eine Vertagung bis Donnerstag, damit der Sowjetdelegierte sich aus Moskau Instruktionen holen könne, die dem Sicherheitsrat die Fortführung seiner Aufgaben gestatten würden. Neun Delegierte stimmten für die Vertagung; Malik sprach sich dagegen aus Der jugoslawische Delegierte enthielt sich der Stimme. Malik hatte zuvor einen 1 Entschließungsentwurf eingebracht, in dem „das unmenschliche, barbarische Bombardieren der friedlichen Bevölkerung, sowie der Städte und Dörfer in Nordkorea“ verurteilt wird. In der Debatte hatte Austin dem sowjetischen Delegierten mehrere formulierte Fragen vorgelegt und diese sogleich selbst beantwortet. Austin sagte: „Wessen Truppen sind im Lande eines an deren weit zum Angriff vorgedrungen? Die Nordkoreaner. Welches Land wird von einer einfallenden Armee überrannt? Die Republik Korea (Südkorea). Wer hilft der Republik Korea, sich zu verteidigen? Die Vereinten Nationen, von deren 59 Mitgliedern 53 die UNO- .Aktion unterstützen. Wer hat den Einfluß und die Macht, die angreifende nordkoreanische Armee zurückzubeordem? Die Sowjetunion. Wer unterstützt die Charta der Vereinten Nationen? 53 der 59 Mitgliedstaaten Welches Sicherheitsratsmitglied unterstützt die Angreifer? Die Sowjetunion.“ Die Sitzung war hauptsächlich mit einem Streit darüber ausgefüllt, ob nur ein südkoreanischer Beobachter oder, wie Malik wünschte, Beobachter der beiden kämpfenden Parteien zur Erörterung des Koreakonfliktes zugezogen werden sollten. Wallace bekehrt sich New York. Henry Wallace, der ehemalige Vicepräsident und Handelsminister der Vereinigten Staaten, ist am Dienstag aus der bisher von ihm geführten Fortschrittspartei ausgetreten*. Bereits im Juli hatte Wallace erklärt, daß er im Koreakonflikt voll und ganz die Haltung der USA-Regierung und der Vereinten Nationen unterstütze. In einem Schreiben an den Sekretär der Fortschrittspartei, C. B. Baldwin, teilt Wallace mit. er sei angesichts der vom Parteivorstand bezogenen Stellung davon überzeugt, daß er der Sache de* Friedens wirksamere Dienste erweisen könne, indem er aus dem Vorstand und dem Vollzugsausschuß sowie der Partei austrete. Im Juli hatte der Vorstand der Fortschrittspartei eine Erklärung veröffentlicht, die die amerikanische Intervention in Korea ablehnt. Donnerstag, 14. August lMt Übung» durchführen. Als Ich die Garnison von Lhasa inspizierte, stellte ich fest, daß seit sechs Jahren keine Schießübungen veranstaltet worden waren. Auch Gefechtsübungen waren unbekannt, und das einzige, was man mir vorführen konnte, waren Märsche ln Viererkolonne unter dem Befehl eines Shen- ngo (Sergeant). Auf mein Betreiben fanden dann auf der Ebene von Lhasa zum ersten Male Schießübungen mit Gewehren, Vickers- Maschinengewehren und zehnpfündiger Gebirgsartillerie statt. Die Maschinengewehrschützen und die Kanoniere, die von dem in Indien ausgebildeten Yutok Depon geschult worden waren, zeigten beim Schießen auf einfache Ziele brauchbare Leistungen, aber die anderen Schützen versagten jämmerlich. Ich legte dem tibetanischen „Kashag“ einen Plan vor, der eine Zusammenfassung aller Waffengattungen zu einer Brigade in Lhasa vorsah, die dann von britischen Instrukteuren ausgebildet werden sollte. Nach entsprechender Ausbildung sollte dann ein Austausch von Soldaten zwischen Sikang und Lhasa stattfinden, bis schließlich alle Regimenter nach dem Vorbild der Brigade in Lhasa geschult worden seien. Gleichzeitig schlug ich vor, moderne Waffen aus Indien kommen zu lassen. Das „Kashag“ stimmte meinem Plan mit großer Begeisterung zu, erklärte jedoch, daß er zunächst von der Nationalversammlung gebilligt werden müsse, wo die Aebte der großen Mönchsklöster entscheidenden Einfluß haben. Meine Vorschläge wurden schließlich der indischen Regierung zugeleitet, ohne jedoch jemals verwirklicht zu werden, da Indien die Auffassung vertrat, daß das Land weder auf Instrukteure noch auf Waffen verzichten könne. Möglicherweise wird die gegenwärtige Regierung Indiens es eines Tages sehr bereuen, daß ihre Amtsvorgängerin unter britischer Kontrolle Tibet diese Hilfe verweigerte. Abrechnung mit dem Ministerausschuß Heftige Angriffe Reynauds — Schrecken vor Sowjetblock völlig unbegründet Straßbarg. Der Ministerausschuß des Europarates hat am Mittwoch die Erörterung von drei Vorschlägen, die die Beratende Versammlung dringend gewünscht hatte, bis zu seiner nächsten Sitzung vertagt, die Ende Oktober in Rom stattfinden soll. Die Vorschläge, die den Ministern vom Vorsitzenden der Beratenden Versammlung, Paul Henri Spaak, als Mindestbedingungen für ein wirksames Arbeiten des Europarates zugestellt worden waren, sind: 1. Eine Aenderung des Abstimmungverfahrens im Ministerausschuß, um eine grundsätzliche Billigung von Empfehlungen zu ermöglichen, ohne ein Land zu deren Durchführung zu verpflichten. 2. Ein Beschluß, daß die Empfehlungen der Beratenden Versammlung den Länderparlamenten mit einer einfachen Mehrheitsabstimmung der Minister überwiesen werden, anstatt wie gegenwärtig mit einstimmiger Billigung. 3. Ein Beschluß, daß die Mitgliedsstaaten des Europarates besondere Minister für europäische Angelegenheiten ernennen. Atemlose Stille und größte Spannung lagerten über dem Sitzungssaal des Europahauses, als der frühere französische Ministerpräsident Paul Reynaud das Wort ergriff. Reynaud richtete heftige Angriffe gegen den Ministerausschuß, der vor der dramatischen Lage, in der sich Europa heute befinde, die Augen geschlossen habe. Der Ministerausschuß sei heute die reaktionärste Einrichtung in Europa geworden. „Was wollen wir mähen“, so fragte er, an die Delegierten gewandt, „wenn der Ausschuß der Minister zu einer reinen Neinsage-Maschine wird?“ In Straßburg herrsche eine wahre europäische Gesinnung. Es bestehe kein Zweifel, wofür sich die in Straßburg versammelten Abgeordneten entscheiden würden, Wenn es eine Entscheidung zwischen Europa und dem Europarat zu treffen gelte. Reynaud beschäftigte sich dann eingehend mit’ den westeuropäischen Verteidigungsbemühungen gegenüber der sowjetischen Bedrohung. Der in Europa herrschende Schrecken vor dem sowjetischen Block sei völlig unbegründet Schließlich lebe in Westeuropa ein Block von 260 Millionen Menschen. Westeuropa verfüge über Kohle und Stahl, über glänzende Wissenschaftler und sei auf mehreren Gebieten dem sowjetischen Block weit überlegen. »Wir müssen ein Europa schaffen“, rief Reynaud aus, „das sich nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich auf den eigenen Beinen halten kann.“ Der frühere französische Ministerpräsident warnte vor einer entschlußlosen Haltung, mit der man die Dinge an sieh herankommen lasse, bis es unter Umständen zu spät sei. In der Vergangenheit hätten sich die Demokratien die Praxis zu eigen gemacht, solange zu warten, big der Krieg angefangen habe, bevor sie zur Tat geschritten seien. Diese Auffassung dürfe jedoch unter keinen Umständen beibehalten werden. Reynaud sprach sich dafür aus, die Stahlwerke der Ruhr, Frankreichs und Großbritanniens in die Aufrüstung Westeuropas einzuschalten. Er übte Kritik an Großbritannien, das mit der Ablehnung der Schumanplan-Behörde das Prinzip der Abgabe von Souveränitätsrechten zurückweise. Schließlich werde aber weder auf politischem, noch auf militärischem oder wirtschaftlichem Gebiet etwas erreicht werden, wenn man nicht bereit sei, auf einen Teil seiner Souveränität zu verzichten. Neuwahlen in Dänemark Kabinett Hedthoft über Forderung neuer Steuern gestürzt Kopenhagen. Die mit Spannung erwartete Reichstagsdebatte über das dänische Zahlungsbilanzdefizit und die Rüstungsfinanzierung hat zum Rücktritt der sozialdemokratischen Minderheitsregierung Hedthoft geführt. Nach einer erregten Nach(tsitzung erklärte Ministerpräsident Hedthoft in den frühen Morgenstunden des Mittwoch seinen Rücktritt. König Frederik empfing Hedthoft am Mittwochvormittag und Unterzeichnete das Auflösungsdekret des Reichstages, das die Neuwahlen auf den 5. September festlegt. Die Oppositionsparteien hatten es abgelehnt, den Regierungsvorschlägen zur Beseitigung des Defizits zuzustimmen. Hedthoft hatte eine neue Verteidigungssteuer, eine zwanzigjährige Verteidigungszwangsanleihe für alle größeren Vermögen, und indirekte Steuern auf Süßwaren, Tabak, Alkohol und Kraftstoff vorgeschlagen. Dem Defizit der Zahlungsbilanz wollte Hedthoft mit einer Importkürzung von 280 Millionen Kronen (etwa 170 Millionen DM) begegnen. Die Regierung hatte ihre Vorschläge so abgefaßt, daß es der Opposition schwer fallen mußte, ihnen zuzustimmen. Offenbar wollte Hedthoft Neuwahlen erzwingen, die seiner Meinung nach wegen der politischen Entwicklung des letzten Jahres unvermeidlich geworden waren. Auch in konservativen Kreisen herrscht Befriedigung darüber, daß nunmehr Aussicht besteht, die politische Luft zu reinigen und ein arbeitsfähigeres Parlament zu schaffen. »Volkskammer" billigt Oder-Neiße-Linie Berlin. Die provisorische Volkskammer der Sowjetzonen-Republik billigte am Mittwoch einstimmig (!) das Abkommen über die Oder- Neiße-Grenze. In Vertretung des Sowjetzo- nen-Außenministers G. Dertinger berichtete Staatssekretär Anton Ackermann (SED) über das Abkommen mit Polen. Er erklärte, daß die Sowjetzonen-Republik dadurch in den .Volksdemokratien“ wieder Kredit erhalten habe. (!) Audi das Wahlgesetz, nach dem die Volkskammerwahl am 15. Oktober abgewik- kelt wird, wurde angenommen. Von den 400 Abgeordneten waren während der Abstimmung nur 192 im Saal. (!) Der Vorsitzende der Nordkoreaner räumen Tschindschu Weitere Geländegewinne der amerikanischen Truppen Amerikanisches Hauptquartier. Die nordkoreanischen Streitkräfte bereiten die Räumung des von den amerikanischen Offensivkampfgruppen hart bedrängten Tschind- achu (Chinju) vor. Seit Beginn des amerikanischen Gegenangriffes hatten sich drei Kampf- t»..fnchon\ Suwon Ansong wng Oiahon oirhii ChlnonWbngju Chongju Andong TAEjON Taechon Utsong KurnsanM Kimchon Va/ \vhgdiQ TAP6U r fKochong fyongju t4£s$ft. Die Bahnwettbewerbe finden in Rocour bei Lüttich, die Straßenrennen in Moorsiede statt. Am 13. August fallen zuerst die Entscheidungen ln den Fliegenrennen, am 15. August sind die Verfolgungs- fähfer an' der Reihe, und gleichzeitig werden die Eijdkämpfe im Radball ausgetragen. Am 16. August steigt der Steher-Endlauf, und den Abschluß bilden am 19. und 20. August die Straßenrennen. Hier gehört bei den Berufsfahrern der Schweizer Kühler, der Sieger der 37. Tour de France, zu den Favoriten. „Ferdi National“ konnte im Vorjahr bereits den zweiten Platz belegen. In der Verfolgungs-Meisterschaft der Profis kann Fausto Coppi-Itallen seinen Titel nicht verteidigen, weil er von seinen Sturzverletzungen noch nicht wiederhergestellt ist. In der Gesamtbilanz der Weltmeisterschaften von 1893 bis 1949 steht Frankreich mit 44 Titeln auf dem ersten Platz vor Holland 26, England 25, Belgienz4, Italien 22, Deutschland 18, Dänemark 13, USA 12 und Schweiz 9. Erfolgreichste Weltmeisterschaftsfahrer waren Jeff Scherens-Belgien und Meredlth-England, die es beide zu je sieben Titel, brachten. Im Zweier- Radball kommt die 15. Weltmeisterschaft zum Austrag. Deutschland holte sich in den Vorkriegstumie- ren von 1929 bis 1938 alle zehn Titel, während in der Nachkriegszeit dreimal die Schweiz und einmal die Tschechoslowakei zum Zuge kam. Der Sieger der 37. Tour de France l&iantast, Nervenbündel, Fahrer ohne Ausdauer und Moral — so hatten viele Experten den Schweizer Ferdinand Kühler vor seinem großen Rennen ln der „Tour de France“ bezeichnet. Und nicht ganz zu Unrecht! Denn der 31jährige Adlls- wieler, einer der kühnsten Bergabfahrer der Welt, war früher nie ein Mann der Beständigkeit. 1947 mußte er ln der „Tour" nach der siebten Etappe eliminiert werden und 1949 steckte er auf der 18. Etappe von selbst auf. Dieses Jahr aber lernte die Welt einen ganz anderen Kübler kennen. Er schien alle Untugenden abgelegt zu haben. Er fuhr taktisch so klug und beherrscht, daß ihm aus Tausenden von Telegrammen und Briefen die Sympathien der Radsportfans entgegenschlugen. So gewann er in souveräner Weise die 37. Tour vor dem 30jährigen Belgier Ockers und dem 25jährigen Franzosen Bobet. Zehntausend« im Pariser Prinzenpark umjubelten Ferdi, nachdem sie zuerst den Etappensieg ihres Landsmannes Baffaert auf der 314 km langen Schluß- Strecke von Dijon nach Paris in 9:3612 Std. gefeiert hatten. Während Bobet, der I^iebling Frankreichs, von seiner Jungen Frau stürmisch umarmt wurde, sprach Kübler seine ersten freudigen Worte über das Rundfunkmikrophon an seine Frau und sein Kind. „Ich bin riesig glücklich. Ich hab’s geschafft.“ Endergebnis: Kübler-Schweiz in 145 Std. 36 Min. 35 Sek. für 4832 km. 2. Ockers-Belgien 9:30 Min. zurück; 3. Bobet-Frankreich 23:19 zurück; 4. Geminiani- Frankreich 31:14 zurück, 5. Klrchen-Luxemburg 24:21 zurück. Die Mannschaftswertung gewann Belgien (Ockers, Impanis, Laipbrecht) mit 436:54:21 Stunden vor Frankreich (Bobet, Geminlanl, Giguet) mit 439:32:26, und Luxemburg mit 439:35:26 stunden. Sowjetische Leichtathleten nehmen teil Die Sowjetunion hat dem belgischen Leichtathletikverband telegrafisch mitgeteilt, daß sie vierzig Sportler und Sportlerinnen zu den Leichtathletik-Europameisterschaften, die am 23. August in Brüssel beginnen, entsenden wird. Durch diese Zusage bestehen erstmalig Vergleichsmöglichkeiten mit den als sehr stark geltenden sowjetischen Leichtathleten. Oeffentlichkelt gedrungen, als schon die Bestellungen telefonisch, telegrafisch und per Eilboten in solcher Zahl eingingen, daß zur Zeit nur noch 300 Plätze zur Verfügung stehen und das 14 Tage vor der Veranstaltung. Nachdem nun auch unsere Wetterpropheten ab IS. August sehr gutes Wetter vorausgesagt haben — auf sieben Regenjahre folgen scheinbar Jetzt für den Nürburgring 7 Sonnenjahre —, steht nichts mehr im Wege, die letzten Vorbereitungen für den Besuch des „Großen Preises“ zu treffen. Den Besucher wird es interessieren, daß 150 Lautsprecher für die Streckenreportage zur Verfügung stehen, so daß eine gute Unterrichtung über den Rennverlauf sichergestellt ist. Am Mikrophon steht der Frankfurter Dr. Paul Laven. Damit aber auch die hunderttausende Rennbegeisterter, die nicht dabei sein können, ein naturgetreues Bild von den Ereignissen während des achtstündigen Rennens bekommen, sind die Sprechstellen für die Staffel reportage von 4 auf 6 erweitert worden. 'Erstmalig nach dem Kriege hat die Nürburgring-Verwaltung auf der Quiddelbacher Höhe, am Karussell, am Schwalbenschwanz und im Wehrseifen offizielle Zeltlagerplätze eingerichtet. Am 5. und I. Aug. wurden die deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Stuttgart ausgetragen. Bei dem 800-m-Lauf der Männer gewann überraschend der Koblenzer Steines von Rot-Weiß mit 1:50,9 Min. vor Cleve, BSV Preußen-Krefeld (Mitte), und dem Titelverteidiger Utzheimer, Eintracht Frankfurt (links). Steines entthronte damit Heinz Utzheimer, der seit 1946 ununterbrochener Deutscher Meister über diese Strecke war. SPORT ln KÜRZE Die Vereine der beiden badischen Amateurligen halten in dieser Woche, wichtige Tagungen ab, bei denen die Staffeleinteilung im Vordergrund steht. Trainer Paul Oswald wird auch in der kommenden Spielzeit dem deutschen Fußball-Vizemeister, Offenbacher Kickers, zur Verfügung stehen. Den Leichtathleten von Rot-Weiß Koblenz, die am vergangenen Wochenende bei den deutschen Meisterschaften in Stuttgart sechs Titel errangen, wurde bei ihrer Rückkehr durch die Bevölkerung ein begeisternder Empfang bereitet. Der in Tokio ausgetragene dreitägige Schwimmwettkampf endete mit einem klaren 46:17-Punktsieg der Amerikaner. Der Junge französische Schwimmer Jean Boiteux, der bei den französischen Schwimm-Meisterschaften den 400-m-Kraul-Weltrekordler Alex Jany schlug, gewann auch die 1506-m-Kraul in 2t:l3,4 Minuten. Der bekannte Zehnkämpfer Heine Lipp stellte am Sonntag im Moskauer Dynamostadion mit 16,93 m einen neuen sowjetischen Rekord im Kugelstoßen auf. * Die 31jährige Stenotypistin Florence Chadwick ans San Diego (Kalifornien) durchschwamm am Dienstag den Kanal von Cap Gris Nez nach Dover 1 in 13:23 Stunden: Damit ist der bisherige Frauenrekord, aufgestellt von Gertrud Ederle (USA — früher Deutschland) von 14:32 Stunden aus dem Jahre 1928 unterboten worden. Po^eeheim Amateur-Fliegermeister Der Hamburger Potzemheim sicherte sich bei den Amateurbahnmeisterschaften im Radfahren in München die Fliegermeistersehaft gegen Titelverteidiger Trost (Köln). Im Endkampf hatten die vier Qualifizierten Fahrer Jeder gegen Jeden anzutreten. Seinen Lauf gegen Trost gewann Potzemheim mit doppelter Reifenstärke und sicherte sich zum ersten Male den Titel. Endstand: Potzerheim 8 Punkte, Trost (Köln) 5 Punkte, Scheitle. (Stuttgart) 4 Punkte. Die Verfolgungsmeisterschaft 1m Einzelfahren holte sich Intrak (Frankfurt) in 5:10,0 Minuten gegen den Berliner Schliebener in 5:26,4 Minuten. Expreß Herpersdorf verteidigte im Mannschaftsverfolgungsfahren seinen Titel mit Erfolg. Die Mannschaft siegte in 4:50,0 Minuten vor Berlin/Luisenstadt (5:01,8). Deutsche Amateurboxmeisterschaften In Anwesenheit von Ministerpräsident Arnold Bowle von 20 000 Zuschauern wurden am Sonntag die deutschen Amateurboxmeisterschaften abgeschlossen. Nur in drei Fällen vermochten sich die Vorjahresmeister erneut durchzusetzen. Der Süden und der Westen teilten sich mit Je vier Erfolgen die Titel, Die neuen Meister: Fliegengewicht: Paffrath, Düsseldorf; Bantamgewicht: Slojewski, Hamborn: Federgewicht: Hoog, Hagen; Leichtgewicht: Keiwaß, Weiden; Weltergewicht: Biehler, Stuttgart; Mittelgewicht! Sladky, Dorsten; Halbschwergewicht: Pflrrmann, Weinhelm; Schwergewicht: Saalfeld, Stuttgart. Freistilmeister im Ringen In Ebersbsch bei Göppingen wurden am Wochenende die Deutschen Meister Im Freistilringen vier Gewichtsklassen ermittelt. Neben den Vertretern der Sowjetzone fehlten auch namhafte westdeutsche Ringer. Folgende Meister wurden im nordischen Turnier (jeder gegen jeden) ermittelt; Fliegengewicht: Weber (Göppingen); Federgewicht: Schmitz (Köln); Weltergewicht; Nettesheim (Köln); Halbschwergewicht; Ferber (Schifferstadt). Internat, deutsche Tennismeisterschaften Die Vorjahiessiegerin Mary Weiß (Argentinien) eröffnete am Dienstag auf dem großen Medenplatz die diesjährigen internationalen deutschen Tennismeisterschaften in Hamburg. Die Titelkämpfe haben eine Besetzung gefunden, wie sie nach dem Kriege in Deutschland noch nicht zu verzeichnen war. Der erste Tag galt hauptsächlich den beiden Einzel in denen jeweils die letzten Sechzehn ermittelt wurden, wobei es vor allem bei den Herren bereits einige erbitterte Kämpfe gab und vier Begegnungen erst nach der vollen Distanz von fünf Sätzen gewonnen wurden. Als in schlechtem Zustand erwiesen sich vor allem die Meisterschaftsplätze. Ein Opfer des schlechten Platzes wurde Saß (Göttingen) gegen Harper (Australien). Auch der deutsche Spitzenspieler Gottfried von Gramm hatte mit dem sehr gut aufschlagenden, wieselflink laufenden und frisch spielenden 26jährigen Schweden Cavalli einige Mühe. Erst im letzten Satz zeigte von Cramm seine beste Form. Hughes und R. Menzel mußten gegen Buchholz bzw. Hermann der Jugend den Tribut zollen und unterlagen Jeweils in drei Sätzen. Der Favorit Drobny brauchte nur wenig zu zeigen* um klarer Sieger über Gerstel zu bleiben. Auch die Australier Quist und Sidwell sowie Murphy, Spitzer und Bose konnten sich nur schlecht mit den weichen Plätzen abfinden und gewannen nur ln vier bzw. fünf Sätzen. Nach seinem Sieg über Cavalli erklärte von Gramm: Unter den letzten Sechzehn im Herren-Einzel sind nur noch fünf Deutsche vertreten. . , Bis auf die Niederlagen der Berliner Meisterin von Falkenhayn gegen Eberstein und Fuchs gegen Vollmer ging es bei den Damen ebenfalls planmäßig zu. Nachhaltigen Eindruck hinterließen hier [die Amerikanerinnen Head und Anderson sowie die ! Titelverteidigerin Weiß. ->. UN’ Idener A [PPELHt Pressedrucksrechte beim Allgemeinen Feuilletondienst, Neustadt/Haardt. 13. Fortsetzung VIERTES KAPITEL Zwei Tage später lief die Montezuma ln die La Plata-Mündung ein. Der Hafen von Buenos Aires kam in Sicht. Als der Ozeanriese am Pier festgemacht hatte, begann eine rege Betriebsamkeit. Es war ein ununterbrochenes Kommen und Gehen, Rennen und Laufen, ein Tohuwabohu der verschiedensten Sprachen, ein tolles Gemisch von Gerüchen aller Art, der fremdartigsten, exotischen Gestalten. Die Vertreter der Zollbehörden kamen an Bord, der Gesundheitspolizei, der Konsulats- und Auswandererbehörden. Allein die Verhandlungen Dal Montes und Larsens mit den Repräsentanten all dieser städtischen und staatlicher! Einrichtungen zogen sich fast den ganzen Vormittag hin. Inzwischen hatte auch die Ausschiffung des Zirkus begonnen. Der Betrieb im Hafen, wo Pferde, Kamele und Elefanten an schweren Lastkränen wie vom Himmel herab auf den Kai hemiederschwebten, lockte eine Menge Neugieriger herbei, welche die verschiedenartigsten Vorgänge mit der Lebhaftigkeit südlichen Temperaments begleiten. Man konnte es den Tieren anmerken, daß der Umstand, der wochenlangen Gefangenschaft ln der Schwüle des Schiffsinnem endlich entronnen zu sein, das äußerste Wohlgefallen in ihnen auslöste. Besonders die Elefanten zeigten recht auffallend ihre Freude. Neela machte es anscheinend diabolischen Spaß, aus einer großen Tonne bereit gehaltenen Wassers gefährliche Strahlen in seine Umgebung zu spritzen, was unter den herumlungemden Erscheinungen kaum zu charakterisierender Menschen typen jedesmal ein lautes Gelächter hervorrief. Dita stand an der 1 Reeling und schaute von dort aus dem bunten Treiben mit sichtlichem Vergnügen zu. Ein Offizier der Schiffsbesatzung, mit dem sie sich während der Reise etwas angefreundet hatte, leistete ihr Gesellschaft. „Sehen Sie nur, Wie Neela sich patzig macht!“ rief sie. „Der ist anscheinend genau so froh wie ich, wieder Land unter die Füße zu kriegen.“ „Neela? Ist das der große Dickhäuter da unten?“ * „Neela? Neela ist unser bester und klügster Elefant, Herr!" , „O, entschuldigen Sie, ich wollte Sie nicht kränken.“ „Das ist nicht so schlimm. Sie können Ja nicht wissen, daß Neela unser aller Liebling ist.“ „So! Ist er!? Leider nur etwas zu groß, um ihn auf den Schoß zu nehmen.“ ’■ Dita lachte und er stimmte in ihr fröhliches Gelächter ein. „Seien Sie bloß froh, daß Neela Sie nicht auf den Rüssel nimmt. Sie würden sonst respektvoller von Ihm reden.“ „Sagen Sie, Fräulein Dita, Ist es wahr, daß Elefanten bis zu hundert Jahre alt werden? „Das kann ich Ihnen nicht sagen! Jedenfalls bin ich bei einer Geburtstagsfeier Neelas noch nicht dabei gewesen.“ „Schade. Ich denke es mir zu reizvoll, wenn die kleinen Elefantenbabys zu ihrem Großvater kämen, um ihm einen Blumenstrauß zum Geburtstag zu überreichen.“ Dita wieherte vor Lachen. Ein reizendes Geschöpf, dachte der Offizier im stillen. Als Dita sich wieder beruhigt hatte, fragtf sie: „Kennen Sie eigentlich Buenos Aires näher?“ „Ja! Warum?“ Er merkte, daß sie nicht mit der Sprache herauswollte. „Nun?“ „Ich habe gehört, daß es hier Mädchenhändler geben soll.“ „Allerdings. Als ich vor zwei Jahren hier war, wurde gerade ein solches Nest aufgestöbert. Die Zentrale befand sich in Rio de Janeiro.“ „So ist es gefährlich, hier allein auszugehen?“ „Für eine junge Dame jedenfalls. Sie dürfen das unter keinen Umständen tun. Wenn Sie es wünschen, stelle ich mich Ihnen gerne ^zur Verfügung und begleite Sie in die Stadt.“ „Danke. Im Notfälle werde ich davon Gebrauch machen.“ _ Ein Nothaken ist schließlich auch was wert, dachte er. „Und was geschieht dann mit den Mädchen, die da verhandelt werden?“ begann Dita von neuem. „Was mit ihnen geschieht?“ Der Offizier merkte, daß er rot anlief. Er befand sich in peinlichster Verlegenheit. „Hm! Es ist natürlich besser mit Kürbissen zu handeln. Entschuldigen Sie mich bitte für einen Augenblick.“ Fort war er. „Alberne Antwort“, murmelte Dita entrüstet. Als sie kurz darauf die Kabine aufsuchte, die sie gemeinsam mit ihrer Mutter innehatte, traf sie diese zum Ausgang bereit an. „Ich habe auf dich gewartet, Kind. Wir fahren zur Stadt. Hier, nimm deinen Hut! „In die Stadt? Das ist ja herrlich. Mammi. Endlich fort von diesem alten Schiffskasten. Die Mutter lächelte nachsichtig. „Deine Ausdrücke sind reichlich burschikos. Wir hätten besser daran getan, dich für ein Jahr in ein Pensionat zu stecken, als dich auf diese Tournee mitzunehmen.“ „Pensionat? So etwas ist mir viel zu langweilig.“ „Und was langweilig ist, ist nach deinen Begriffen auch nicht notwendig. Ich finde, wir haben dich furchtbar verzogen. Aber morgen beginnt der Ernst" des Lebens wieder für dich. Na, komm schon!“ . Dita setzte ihren Strohhut auf und warf einen prüfenden Blick in den SpiegeL „Bin ich gut so, Mammi?“ Diese nickte. Fortsetzung folgt. Donnerstag, 10. August 1950 120000 Deutsche im Sold fremder Mächte? Ein Oberstleutnant Müller namens Hazim Bey — An Titos Grenzen sollen auch Deutsche stehen Als bei Verlöschen des zweiten Weltbrandes die Kämpfe um Palästina aufflackerten, ging ein geheimnisvolles Rumoren durch die Lager der deutschen Kriegsgefangenen im Nahen Osten. Es begann im Lager 307 am Nil, in dem sich vornehmlich Berufsoffiziere, technische Spezialisten und Ausbilder befanden. Eines Tages war dieses Lager leer, und niemand wollte wissen, wie das eigentlich vor sich gegangen war. Ein geheimnisvolles Schweigen legte sich über Vorfälle ähnlicher Art. Jedenfalls — die Ueberreste des deutschen Afrikakorps marschierten offenbar wieder! Heute stehen, wenn man ausländischen Informationen glauben darf, in Aegypten 6000, in Syrien 4000 und in Irak 2000 Deutsche als Soldaten im Sold fremder Mächte. Im Orient schätzte man die deutschen Militärs allezeit hoch ein. Hazim Bey, das heißt der ehemalige Oberstleutnant Müller, soll sogar mit der Anwerbung neuer deutscher Soldaten beauftragt worden sein, die arabische Belange schützen sollen. Indessen ist das anscheinend nur ein kleiner Ausschnitt aus der Geschichte deutschen Söld- nertums nach dem Kriege. In Albanien warten nämlich nach den gleichen Informationsquellen 4000 ehemalige SS-Leute in ihrem Hauptquartier bei Valona auf politische Dummheiten Titos. Sie gehörten den Truppen des Admirals Saalwächter und des Generals Brandt an, befanden sich zunächst in russischer Kriegsgefangenschaft, und nahmen 1947 und 1948 schon an dem griechischen Bürgerkrieg teil. Es klingt unglaublich, daß sich auf Madagaskar 3000 deutsche Soldaten befinden, während im indochinesischen Dschungel nahezu 25 000 Mann in geschlossenen Einheiten unter deutschen Offizieren kämpfen sollen. Ueber die Zahl der Deutschen, die in russische Dienste traten, kann da? Internationale Rote Kreuz keine Zahlenangaben machen. Im übrigen ist aber auch das zur Verfügung stehende amtliche Material über deutsche Söldner in anderen Ländern lückenhaft. Nach Angaben des Roten Kreuzes kann man jedoch die Mindestbeteiligung deutscher Soldaten an allen Fronten der Welt auf 120 000 Mann schätzen. Ein Deutscher, der in den Dienst fremder Armeen tritt, macht sich keines gesetzlichen Vergehens schuldig. Bemerkenswerterweise sind nach dem Kontrollratsgesetz Nr. 11 die Bestimmungen des § 141a gegen Anwerbung für fremde Dienste außer Kraft gesetzt und alle Bemühungen, diese Bestimmungen wieder rechtskräftig zu machen, sind bisher ge- I scheitert. Tarzan war eine Goldgrube Burroughs gilt als der reichste Schriftsteller der Welt Tarzan, der Affenmensch, hat seinem geistigen Vater, dem amerikanischen Schriftsteller Edgar Rice Burroughs, ein Riesenvermögen eingebracht. Burroughs ist kürzlich gestorben. Er hat das größte Erbe hinterlassen, das je ein Mann der Feder auszuteilen hatte. 25 Tarzanfilme brachten den Filmgesellschaften 75 Millionen ein. Die Tarzanbücher, die in 50 verschiedenen Sprachen erschienen sind, erreichten eine Gesamtauflage von 35 Millionen. Allein von einem Verlag, der den Tarzan in der in Amerika sehr beliebten Form von Bildromanen herausbrachte, nahm Burroughs jede Woche 1500 Dollar ein. Die Ladies finden es schön Chancen für Vollbärte — Betonung der Männlichkeit in England In den Jahren um 1900 war es, als die Engländer das Gesicht der Welt, wenigstens das der Herrenwelt, zu verändern begannen, indem sie der damaligen Mode des Barttragens Valet sagten und die Rasiermesser schwangen. Heute scheint es, als ob von London aus der altmachende Bart erneut in die Welt gesetzt werden soll. Man begegnet auf den Straßen, in den ' Restaurants, den Theatern und auf Gesellschaften immer häufiger Männern, die sich um Kinn und Wangen ein wohlgepflegtes Gebüsch wachsen lassen. Schaut man diesen ungeheuer seriös wirkenden Gestalten genauer ins Gesicht, dann erkennt man mit einiger Verblüffung, daß es sich um junge Menschen in den Zwanzigern oder um dreißig handelt. Da man sich heutzutage gerade iij Modefragen immer häufiger auf die Vergangenheit besinnt, besteht kein Grund, in so „lebenswichtigen“ Dingen wie dem Bart nicht auf ehemalige Bräuche zurückzugreifen. Möglich, daß der letzte Krieg das seinige dazu getan hat, weil einzelne englische Waffengattungen, zum Beispiel die Luftwaffe, ihren Stolz darein setzten, zwar nicht mit Vollbärten, was offiziell verboten war, aber doch mit kühn geschwungenen Schnurrbärten von imponierendem Ausmaß herunuculaufen. Viele ehemalige Angehörige der Royal Air Force haben diese Gewohnheit beibehalten, und die jüngere Generation scheint ihre Väter an haariger Quantität noch „ausstechen“ zu wollen. Obwohl lange genug „Der Bart ab“ war und die letzten Jahrzehnte auch danach aussahen, sollte man an den Anbruch eines bärtigen Zeitalters keine übertriebenen Hoffnungen knüpfen. Es liegen nirgends geschichtliche Erfahrungen vor, auf deren Grundlage sich das Gedeihen der Völker mit dem Barttragen in irgend eine Gesetzmäßigkeit bringen ließ. Eins aber gilt bereits als erwiesen: Die Frauen sind für die Vollbärte der Männer, die englischen Frauen zumindest, sie finden die garnierten Gesichter stattlicher, reizvoller und liebenswerter. Wenn das kein Grund ist... Em. Diese Erfolge wurden Burroughs an der Wiege nicht geweissagt Er war das Kind armer Eltern, die nicht in der Lage* waren, ihren Sohn die höhere Schule besuchen zu lassen. Er verdiente sich als Halbwüchsiger seinen Lebensunterhalt durch Gelegenheitsarbeiten und Hausieren. Als er schon verheiratet war, mußte er einmal eine Brosche seiner Frau versetzen, um den Bäcker bezahlen zu können. Später erzählte er einmal, daß er in seinen armen Jahren die Nächte hindurch wachgelegen und die verrücktesten Geschichten ersonnen habe, um sich über die traurige Wirklichkeit hinauszuheben. Jahrelang! ersann er Abenteuer. Sie erschienen unter dem Pseudonym „Normal Bean“, was soviel bedeutet wie mittelmäßiger Mensch. Seine ersten Erzählungen spielten auf dem Mars. Das fand Burroghs am zweckmäßigsten, weil noch' kein Mensch auf dem Mars war und also dem Schriftsteller Fehler nach- weisen könnte. Die erste Tarzangeschichte kam 1912 in einer Wochenschrift heraus. Ihr Erfolg war mäßig. Es dauerte zwei Jahre, ehe Burroughs einen Verleger fand, der die Geschichte in Buchform herausgab. Als jedoch eine Filmgesellschaft das Manuskript annahm, war Burroughs Weg gemacht. Er hat oft selber darüber gespottet, wie wenig Bildung eigentlich zu einer erfolgreichen Laufbahn gehört. Er hat nämlich nie Afrika und die Dschungel gesehen, in denen er Tarzan auf- treten ließ. Heiratsschwindler auf der ganzen Welt In jedem Lande haben sie ihre besonderen Tricks Bei primitiven Völkern gibt es keinen Heiratsschwindel; er ist eine Errungenschaft der Zivilisation, und er ist in den zivilisierten Ländern ziemlich gleichmäßig verbreitet, wenn auch der Weltrekord in Rumänien liegt. Dort hat Konstantin Maniu 80 Ehen und 298 Verlobungen geschlossen, ehe ihm das Handwerk gelegt wurde. Muß ein Mann, der so viele Frauen zu gewinnen weiß, ein Adonis sein? Weit gefehlt! Maniu hat eine Glatze und ein häßliches, geradezu abstoßendes Gesicht. Auch Nr. 2 auf der Weltrangliste, Sigmund Engel in Chikago, der im vergangenen Jahr für seine 49 Ehen und zahllosen Verlobungen ins Gefängnis wanderte, ist ein unansehnlicher, 70jähriger Mann, der auch in jüngeren Jahren nicht mit Schönheit gesegnet war und doch gutgläubige Frauen um zwei Millionen Dollar ärmer zu machen wußte. Das ist das Merkwürdigste an den Heiratsschwindlern, daß sie meist alltägliche, äußerlich ganz und gar nicht glänzende Menschen sind. Ja, die Durchschnittlichkeit ihres Aussehens scheint eine Voraussetzung ihrer Erfolge zu sein. Die Kriminalistik belegt es, und den Psychologen ist es keineswegs ein Rätsel. Diese Betrüger suchen ihre Opfer meist unter den Frauen der mittleren Jahre. Die Frauen über 40 warten nicht mehr auf den Kavalier von blendender Erscheinung. Sie würden auch Männern mißtrauen, die mit großen Reichtümem und hochtrabenden* Titeln kommen. Sie wollen in erster Linie Sicherheit, und diese Sicherheit meinen sie bei den Durchschnittlichen eher zu finden als bei den Blendern. Doch ohne einen Schuß Romantik geht es nun einmal nicht, und das wissen die Heiratsschwindler in raffinierter Heberlegung zu nutzen. Der Schein des Besonderen, mit dem sie sich umgeben, ist in jedem Lande in psychologischer Berechnung der Vorliebe angepaßt, die man für bestimmte Berufs- oder Herkunftsklassen hegt. Bei uns in Deutschland spielt der angebliche Offizier oder angebliche Adlige immer noch seine Rolle. In England imponieren Männer mit akademischer Bildung besonders. Seit dem letzten Kriege kann man aber auch als „Offizier“ sein Garn legen, freilich empfiehlt es sich, bei der RAF gedient zu haben. In Frankreich gingen früher die Heiratsschwindler am sichersten, wenn sie die Ehrenlegion hatten. Heute sind Widerstandskämpfer bevorzugt Wer im Maquis war, sticht die gewöhnlich Sterblichen aus, in der Aemterbesetzung und bei den männersuchenden Frauen. In den aus beste Empfehlung.* Darum konnte der häßliche, alte Sigmund Engel mit den Dollars des einen Opfers schon das nächste hereinlegen. Irgendeiner in der Reihe einer bevorzugten Gruppe zu sein, das ist der sicherste Weg für Heiratsbetrüger, um die Frauen in Armut und Abenteuer zu stürzen, die nichts als Ruhe und Sicherheit wollen. pf. lUeutu Me&tsiäeael f ww Sein eigenes Grabkreuz hat sich der dänische Seemann Peter Jacobsen in seiner Wohnung in Aerösköbing aufgestellt. In das Zementkreuz hat Jacobsen sieben selbstgebastelte Schiffsmodelle in Flaschen eingießen lassen. * Die Sonne zündete dem Landarbeiter Sigurd Jörgensen in Damsbo (Dänemark) die Hose an. Sigurd hatte am Tage vorher ein Feld mit Natriumchlorat besprengt. Als er am nächsten Tag Rüben hackte, ging seine Hose plötzlich in Flammen auf. Mit schweren Brandwunden mußte er ins Krankenhaus gebracht werden. Fachleute nehmen an, daß die Rückstände der Chemikalien sich durch Sonneneinwirkung entzündet haben. Studenten der amerikanischen Columbia- Universität mußten in einem Fragebogen angeben, welches der klassischen Werke der Weltliteratur sie am langweiligsten fänden. Die meisten Stimmen bekamen Goethes „Faust“, Cervantes „Don Guichotet“ und Walter Scotts „Ivanhoe“. * In Würzburg wollte ein Journalist die Meldung nachprüfen, nach der ein Bettler an einem Tage 200 DMark eingenommen hatte. Er verkleidete sich als Bettler und setzte sich mit einem Grammophon und offener Mütze an den Straßenrand. Nach einer Stunde hatte er 3,34 DMark in der Mütze. Dann nahm ihn die Polizei mit. * Einen Sicherheitskorken, der jede Flasche vor dem Zugriff Unbefugter schützen soll, brachte jetzt eine amerikanische Firma heraus. Der Korken läßt sich nur herausnehmen, nachdem — ähnlich wie beim Fahrradschloß — eine bestimmte Ziffer eingestellt worden ist. * Halbrasiert wurde Mr. Joseph Pilkington aus Rochdale (England)* im Krankenhaus eingeliefert. Ein Autobus war in den Friseurladen gerast, während Mr. Pilkington gerade im Barbierstuhl saß. Man mußte ihn Vereinigten Staaten ist der Dollar die weit- zwischen den Rädern hervorziehen. KULI UBSPIEGEL Fretburg. Professor Dr. W. Gentner, Direktor de* Physikalischen Instituts der Universität Freiburg, wurde zum auswärtigen wissenschaftlichen Mitglied des Instituts für Physik am Max-Plank-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg ernannt. — Der Freiburger Universitäts-Professor Dr. Adolf Schönke wurde zum Ehrenmitglied des Instituts für Krtminiologie in Buenos Aires gewählt. — Professor Dr. Wilhelm Grewe, ebenfalls an der Universität Freiburg, hat einen Ruf auf den Lehrstuhl für öffentliches Recht an der Universität Heidelberg abgelehnt. Der Dichter der „Eulenspiegelballade“, Günther Weisenbom, wandte sich in Erlangen scharf gegen Plagiatvorwürfe von Bert 'Brecht, der behauptet hatte, das Weisenbornsche Stück sei ein Plagiat des de Costersehen „Ulenspiegel“. Weisenbom, der auf einer Diskussion bei der internationalen Theaterwoche der Universitäten in Erlangen sprach, forderte für das deutsche Zukunftstheater den Fortfall des Bühnenbildes. Nur ein „ortloses Theater“ könne zum Ausgangspunkt einer modernen Dramaturgie werden. Der in Dietershofen im hohenzollerischen Oberland geborene und gegenwärtig in Bonn lebende Dichter Anton Gabele wurde 60 Jahre alt. Aus dem Schaffen Gabeles sind besonders die Romane „Im Schatten des Schicksals“ — für den den Autor 1930 den Erzählerpreis der Deutschen Buchgemeinschaft erhielt —. „Der arme Mann“, „Mitsommer“, „Das Nachtlager“ und „Der Freund des Parazelsus“ bekannt geworden. Aus seinem Kindheitsbuch „Talismann“ wurden in fast allen deutschen Schulbüchern Abschnitte aufgenommen. Das letzte Werk Gabeles „Wenn die Wasser verinnen“, schildert das Schicksal zweier Heimkehrer. Im Badischen Kunstverein in Karlsruhe wird gegenwärtig eine Ausstellung gezeigt. Sie nennt sich .Westafrika in der Kunst" und ist als Teilgebiet den Sammlungen des Museums für Länder- und Völkerkunde in Stuttgart entnommen. Die Schau, die sich auf Wesentliches beschränkt und ausgesuchte Stücke aus dem Stuttgarter Kabinett und einige Karlsruher Leihgaben enthält, darf das besondere Interesse des Publikums erwecken, zumal sie in ein fernes und fremdes Kunstgebiet führt, (ce) Der Arbeitskreis für Hausmusik, Kassel, veranstaltet vom 20.—27. August in Königsfeld (Schwarz- wald) eine Chorwoche, die in diesem Jahr unter dem Thema J. S. Bach steht. Die Leitung hat Musikdozent Hermann Pfautz, Kork. Nähere Auskunft erteilt der Veranstalter oder der Leiter. Gegen Ende des Krieges wurde auch der bekannte Hochaltar der Wallfahrtskirche Triberg beschädigt. Eine gründliche Untersuchung des Kunstwerkes, das Meister Schupp aus Vülingen im Jahre 1705 aus Föhrenholz geschaffen hatte, zeigt, daß unter der Vergoldung und der Oelfarbe das Holz durch Holzwürmer weitgehend zerstört war. Um das Werk vor dem Verfall zu retten, wurde es in eine Kunstwerkstätte nach Ueberlingen geschafft,, wo es zur Zeit restauriert wird. Der über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Geograph Professor Wilhelm Volz, der seit 1936 zurückgezogen in Pauscha bei Naumburg/Saale lebt, vollendet am II. August das 80. Lebensjahr. Der amerikanische Schriftsteller Upton S in • c 1 a i r der erst kürzlich ein Schauspiel über biologische Kriegführung beendete, arbeitet der „New' York Times" zufolge zur Zeit an einem Schauspiel über das Leben Jesu. Bilanz der deutschen Gegenwartskunst Tradition und Moderne in der „Großen Kunstausstellung München 1950 Mit der insgesamt 941 Katalognummem umfassenden „Großen Kunstausstellung München 3950“ ist erstmalig ein größerer Ueberblidc über das gesamtdeutsche Kunstschaffen der Gegenwart möglich, geworden. In seiner Eröffnungsansprache sagte Staatssekretär Dr. Dieter Sattler als Vertreter des bayerischen Kultusministers, daß München damit auf dem Wege sei, seinen Ruf als internationale Kunststadt zurückzugewinnen. Für die Gestaltung der Ausstellung zeichnen die drei großen Mün- qhaner Künstlargiruppen — die „Münchener Künstlergenossenschaft“, die „Secession“ und die „Neue Gruppe“ — verantwortlich. Jeder dieser drei Gruppen ist innerhalb des Unter- und Obergeschosses im Ostflügel des Hauses der Kunst gleicher Raum und gleiche Wirkungsmöglichkeit gegeben. Die dreiteilige Jury jede Gruppe hatte ihr eigenes Wahlgericht — hat von etwa 2400 Einsendungen 80 Plastiken, 300 Graphiken und Aquarelle sowie 500 Oelgemälde als ausstellungsreif befunden. Ein wirkliches gesamtdeutsches Bild bietet aber bestenfalls die „Neue Gruppe“ als die modernste Künstlervereinigung, die am meisten auswärtige Maler und Bildhauer — darunter einige aus Berlin und der Ostzone — in ihren Räumen aufnehmen konnte. Dagegen leben die konservativere „Secession“ und die Genossenschaft zum großen Teil von Namen aus dem bayerischen Kulturraum. Bei der Genossenschaft finden wir ganze Reihe bedeutungsvoller Werke, die sowohl einem „bürgerlichen“ als auch einem zeitgemäßen modernen Geschmack Rechnung tragen. In der Plastik halten sich hier die formalistische Studie (Schörghofer, Teuerjahr) und ein ernstes Ringen um eine lebendige Ausdrucksform (Lothar Dietz, Obermaier, Weber- Hartl) ungefähr die Waagschale, hobei es zu gelegentlichen Spitzenleistungen kommt, wie in dem Relief der Grablegung von Theodor Georgii. Die stärksten Impulse findet man aber in der impressionistischen Landschaftsmalerei, die durch Aigner, Hötzendorf. Pallas und Ilse Brigitte Klein am repräsentativsten vertreten wird. Einer stillen Innerlichkeit begegnet man in den Interieurs von Leo von Weiden und Konstantin Gameff. Joseph Ma- der, dessen Bilder etwas von der Kraft altbayerischer Volkskunst enthalten, zeigt uns in Heimkehr zum Vater“ das vielleicht stärkste Bildnis. Die Absicht der „Secession“, ein dem Alter ihrer führenden Mitglieder und ihres Rufes gemäßen vornehmen Ton zu wahren, ist schon durch das lebensnahe, mit feinem psychologischen Spürsinn gemalte Porträt des Bundespräsidenten von Rolf Röhricht, der sich auch alp ein Landschafter von Format erweist, voll erreicht. Die von Ludwig Bock meisterhaft vertretene Alte Schule, Otto Dills schon klassisch zu nennender Impressionismus und der von Mal zu Mal sich wandelnde Ausdrucksstil in den Landschaften Otto Bauriedls verleihen dieser ehemals revolutionärsten Künstler-, gruppe heute ihren längst entschiedenen Rang. Von den auswärtigen Gästen fallen hier besonders Hans Purrmann, der mit einigen Bildern von seiner Wahlheimat am Luganer See erstmals wieder in Deutschland auftritt, und der feinsinnige, ideenreiche Dresdener Zeichner Josef Hegqpbarth auf. Die Plastik besonders stark im Ausdruck bei Raimund Haas (,Der Fischer“), Otto Hitzberger, Elmar Dietz, Eugen Maver-Fassold und Franz Mikorev, hat bei der „Secession“ ein im Durchschnitt cue anderen Gruppen überragendes Niveau, das nicht zuletzt durch Josef Wackerles „Rufer mitbestimmt wird. Erhält die „Neue Gruppe“ zunächst durch die exotaisch-farbenprächtigen Landschaften von Karl Schmidt-Rottluff und Max Pechstein, das schwelgerische Grün in den Bildern von Oskar Coester und die strengen Konturen bei Karl Hofer, diese Bahnbrecher und Altmeister des deutschen Expressionismus, ihr repräsentativstes Gesicht, so besteht in der Mehrzahl doch eine Neigung zur Abstraktion, die bereits in den religiösen Bildthemen Karl Gaspars sich abhebt und in den expressiv gestalteten Landschaften Arnold Balwes ihren Anspruch auf die völlige Auflösung der Form anzumelden scheint Dagegen liegen der sympathische, mit leichten Strichen skizzierende Tierzeichner Babs Engländer, der düstere Willi Geiger und der heitere Landschaftsmaler Anton Lam- precht (mit seinem elementaren Gefühl für das innere Wesen der Natur) noch ganz auf der Linie einer akademischen Tradition, die von Rudolf Schlichter und Edgar Ende für einen symbolisierenden Naturalismus mit surrealistischem Einschlag verwendet wird. Adolf Hartmann und Max Unold, beides Maler von ungefähr gleichem Geblüt, vertreten das Antlitz des Menschen vor der gegenstandslosen Malerei, die ihren Diskussionswert besonders durch die Kompositionen von Werner Gilles, Rolf Cavael und Günter Grote enthält. Während Willi Baumeister in seinen konstruktiv gebauten Studien sich ganz einem farbigen Formenspiegel hingibt, nähert sich Emst Geit- linger einer übersinnlichen Ausdeutung der gegenständlichen Welt. Der Nachwuchs hängt noch allzu sehr im Schlepptau großer Vorbil- ' der, und so kommt es, daß es bei den jüngeren Malern von jungen Marcs, Feiningem, Klees und Kandinskys nur so wimmelt. Von den Bildhauern hat Edwin Scharff (vor allem in seinem Bronzerelief) einen wirkungsvollen dekorativen Stil entwickelt, der in Qualität und Aussagekraft die Plastiken von Heinrich Kirchner, Toni Stadler und Anton Hiller zuweilen übertrifft. In summa summarum darf man sagen, daß die deutsche Kunst der Gegenwart in dieser Ausstellung, die bis 8. Oktober geöffnet ist, zwar nur wenig wirklich Ueber- ragendes aufzuweisen hat. daß die damit gezogene Bilanz aber doch zu einigen Hoffnungen Anlaß gibt. Und das sollte uns genug sein. .Wolfgang Wildenburg A Donnerstag, 10. August 1950 I M ZEITGESCH EH EN Laurentiustag Staatliche Wohnungsbau-„Förderung'' Der Amtssdiimmel geht wieder einmal sellsame Wege Es wird uns geschrieben: Zu den von den Regierungen des Bundes und der Länder, von den Verwaltungen der Kreise und Gemeinden sowie von der Oeffent- lichkeit derzeit am meisten erörterten Fragen "ehört unstreitig der Wohnungsbau. r Einer der wichtigsten Lostage des ganzen ueber seine soziale und wirtschaftliche Be Jahres ist Laurentius, im Volksmund Lorenz! deutung besteht wohl nirgends mehr der ge- oder auch Lenz geheißen. St. Laurentius ist ringste Zweifel; daher sollte man annehmen, der Patron der Bäcker,' Köhler und Feuer- daß jeder Verantwortliche an seinem Platze wehrleute. Auch als Beschützer der Bibliothe- alles tun würde, um die Bautätigkeit schnellten wird er angesehen, zu so viel vei mg? Nun, er nahm in der Kirche wichtige Stellungen ein. Außer dem Dienste am Altäre, hatte er das Vermögen der Kirche zu verwalten und die Armen zu betreuen. Witwen und Waisen hatten ihm viel zu verdanken. In einer Christenverfolgung ward er gegeißelt und schließlich auf einen glühenden Rost gelegt. Wie volkstümlich der Heilige war und ist, erkennt man an den verschiedenen Wetterregeln. An Laurentius geht des Landmanns Blick zum Himmel. Ist es hell und klar, dann folgt in der Regel ein schöner Herbst. Sind Lorenz und St. Barthel (24. August) schön, ein guter Herbst vorauszusehen. Vor allem aber ist den Winzern Laurentius ein wichtiger Lostag: St. Laurenzi Sonnenschein, bedeutet ein gutes Jahr mit Wein; schlechten Wein gibts heuer, wenn Laurenzi ohne Feuer. Ganz köstlich ist aber folgende Regel: Lorenz zu Barthel spricht: schür, Barthel, schür, in 14 Tagen ist’s an dir; nach Laurenzi wächst das Holz nicht mehr. Die Alten schauen aber auch nachts zum Himmel; denn da bietet sich dem Auge ein schönes Schauspiel. Vom Sternbild des Perseus sprühen Sternschnuppen nach allen Seiten. Mit großer Geschwindigkeit ziehen sie am Himmelsgewölbe nach allen Seiten, leuchtend und glückverheißend. ji ber viel, viel schöner ist doch die Legende die das Volk bildete: Alljährlich, an seinem Namenstag, weint St. Laurentius in dunkler Nacht. Seine Tränen wandeln sich in Sternschnuppen, denn es sind Tränen der Freude, die er vergossen. Drum bringen viele „Laurentiustränen“ dem Landwirt viel Obst und auch Wein. stens anzukurbeln und alle ihr etwa entgegenstehenden Hemmnisse zu beseitigen. Daß es aber doch mitunter noch eine Behörde gibt, die den sich aus dem Wohnungsbauproblem ergebenden Erfordernissen des Tages weltfremd gegenübersteht und nur darum bemüht ist, den Amtsschimmel sein traditionelles Leben weiter fristen zu lassen, möge folgender Fall beweisen: Liegt dort irgendwo im Schwarzwald eine kleine Gemeinde, der der Wohnungsmangel umso mehr auf d-n Nägeln brennt, als ihr in zunehmendem Maße Heimatvertriebene zugewiesen werden. Baulustige sind genügend vorhanden, auch die Finanzierung der geplanten Bauten ist gesichert, nur fehlt es an geeignetem Baugelände. Das Tal ist eng, und die Eigentümer der Bauernhöfe können sich be greiflicherweise nur schwer von ihren wenigen in d Ebene liegenden Matten und Aeckem trennen. Aber den Bemühungen des Bürgermeisters gelang es schließlich doch, Baugelände ausfindig zu machen, wobei er die vom Gesetzgeber geschaffene Möglichkeit einer Enteignung durchaus nicht verschwieg. Auch im Ortsetter wurden einige Bauplätze zur Verfügung gestellt, davon einer fast an der Bundesstraße, denn von dieser ist er nur durch einen schmalen, staatseigenen Geländestreifen von wenigen Quadratmetern getrennt. (Jm dieses Stückchen deutschen Bodens entspann sich nun ein monatelanger Kampf, der wohl noch immer typisch für unsere Behörden-Demokratie ist und der im übrigen von den Geldern der Steuerzahler finanziert wird. Vor vier Wochen begann dieser „kalte Krieg“ und jetzt erst wurde er beendet! Die Baugenehmigung konnte im Frühjahr nicht erteilt werden, weil das in Frage stehende Ofätk&utQet UfHStUau Im blühenden Alter gestorben Am Dienstagabend verstarb plötzlich und unerwartet im Städtischen Krankenhaus an den Folgen einer Bauchfellentzündung der einzige Sohn des Landgerichtsdirektors Br. Schiruska, Gerhart J. Schiruska, im blühenden Alter von 21 Jahren. Der durch seine Freundlichkeit, Liebenswürdigkeit und große Bescheidenheit allseits bekannte junge Mensch, der sich flicht nur bei seinen vielen Kameraden und Freunden, sondern in allen Bevölkerungskreisen der Stadt größter Beliebtheit erfreute, oblag im vierten Semester an der Albert-Ludwig-Universität in Freiburg dem juristischen Studium und berechtigte zu den besten Hoffnungen. Den schwergeprüften Eltern wird allgemein tiefste Anteilnahme an diesem unersetzlichen Verlust entgegengebracht. Alle seine Freunde werden dem allzu früh Verstorbenen ein bleibendes Andenken bewahren. Sie handelten mit Fernkabel in der Nacht zum Samstag wurden an der Bundesstraße oberhalb der Offenburger Kinzigbrücke etwa 60 m Fernkabel im Werte von etwa 500.— DM gestohlen. Die sofort aufgenommenen Ermittlungen ergaben, daß das Kabel von mehreren Personen weggeschafft worden sein muß. Die Spuren führten nach der Siedlung Kinzigdamm. Im Laufe der Er- hebungeh konnten die Täter ermittelt werden. Es handelt sich um drei am Kinzigdamm wohnhafte Händler und um einen Händler aus Rastatt. Das Kabel wurde mit einem Pkw. von hier nach Rastatt geschafft, dort im Walde eingeschmolzen und das Material, Blei und Kupfer an eine Händlerin in Rastatt für 125.— DM verkauft. Das Material konnte von der Kripo Rastatt dort sichergestellt werden. Diebstähle im Bad aufgeklärt Am Montag, 7. 8., wurde im Offenburger Schwimmbad einem Badegast seine Armbanduhr gestohlen. Die sofort eingeleitete Untersuchung führte zur Ermittlung des Täters. Es handelt sich um einen 15jährigen Jungen aus einem Nachbardorf. Derselbe gab bei der Einvernahme zu, in letzter Zeit insgesamt fünf Diebstähle im Bad begangen zu haben, und zwar habe er Briefmappen und Geldbeutel mit Inhalt entwendet. Von dem gestohlenen Geld konnten noch DM 10.— bei ihm vorgefunden werden, das andere Geld hatte er bereits verbraucht. Ebenfalls konnte noch eine Armbanduhr bei ihm vorgefunden werden, von der er zunächst angab, er habe sie gefunden. Schließlich gab er zu, diese schon im letzten Spätjahr bei einem hiesigen Uhrmacher entwendet zu haben. Beginn der neuen Toto-Saison Die Hauptstelle Offenburg der Württbg.- Bad. Sport-Toto GmbH, teilt allen Wettfreunden mit, daß die Toto-Saison 1950/51 mit den Spielen am 13. August beginnt. Hierbei macht sie auf folgende Vorteile des WB-Toto aufmerksam: Neben dem 12er Tip die 6er Zusatzkann eine Zusatzwette über die ersten 6 Spiele zum halben Einsatz abgeschlossen werden; für die Zusatzwette erfolgt eine besondere Rangausschüttung. Hierbei ist besonders zu beachten, daß bei zweimal 6 richtigen Tips auf einem Wettschein der fünffache Gewinn und bei dreimal 6 richtigen Tips auf einem Wettschein der 15fache Gewinn der Zusatzquote erzielt werden kann. Wettunterlagen sind bei allen Annahmestellen des WB-Toto erhältlich. Die täglichen Verkehrsunfälle In der vergangenen Sonntagnacht wurde ein Radfahrer, der infolge Trunkenheit von der Fahrbahn abgekommen war und stürzte, in polizeilichen Gewahrsam genommen. — Am Samstag fuhr ein Lkw in der Uhlgrabensiedlung infolge Trunkenheit und unvorsichtigen Fahrens ein dort spielendes Kind an, das verletzt wurde und sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. — Am Dienstag fuhr in der Okenstraße „Am Holderstock“ ein Kradfahrer in die Flanke eines einbiegenden Lkw. Dabei wurde eine auf dem Sozius mitfahrende Frau zu Boden geschleudert und an Kopf und Händen verletzt. Sie mußte ins Krankenhaus verbracht werden. — Am gleichen Tag stießen auf der Mühlbachbrücke in der Nähe der Pfählervilla zwei Radfahrer infolge Unachtsamkeit so heftig zusammen, daß der eine ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Er hatte sich eine Gehirnerschütterung zugezogen. Wanderung der „Naturfreunde" Der Touristenverein „Die Naturfreunde“, Sektion Offenburg, führt am Sonntag, 13. Aug-, eine Wanderung nach Oberkirch über Schloß Schauenburg, Solberg, Allerheiligen, Sulzbach, Hubacker durch. Die Sektionen Oberkirch und Kehl beteiligen sich daran. Abfahrt 5.04 nach Oberkirch. Sonntagsfahrkarte nach Hubacker. Anmeldung wegen Gesellschaftskarten bis Samstag bei Bühler Karl und Walz Josef, Sofienstraße 7. 11. Wanderung des Sdiwarzwaldvereins Am letzten Sonntag führte der Offenburger Schwarzwaldverein seine elfte Wanderung durch. 48 Schwarzwaldfreunde wanderten von Gengenbach aus durch das Haigerachtal, um kurz vor der „Forelle“ den Talweg zu verlassen und über einen stark ansteigenden Waldweg auf die Höhe und nach „Isemanns- ruh“ zu gelangen. Hier bietet sich ein schöner Blick auf den Steinfirst, Geigerskopf, Rauhkasten und die Ruine Geroldseck. Nach kurzer Rast ging es noch weiter bergauf nach „Hilseck“, einem Treffpunkt mehrerer Wege und herrlichen Rastplatz mitten im Wald. Von da führte der Weg weiter zur Hohltannhütte hinunter nach Qppenau. Im Gasthaus Bruder wartete man die Abfahrt des Zuges in froher Stimmung ab. Vorstand Ludwig Schneider dankte dabei Wanderfreund Ruf für die gute Führung. eso. Wir beglückwünschen Ihren 70. Geburtstag kann morgen Freitag, 11. August, Frau Maria Spinner Witwe, geb. Baugrundstück keinen Zugang zur Straße hatte. Es wurde also an die Straßenbaubehörde ein Antrag auf Ueberlassung des Platzes gestellt. Es kam ein abschlägiger Bescheid mit der Begründung: Der Platz ist unentbehrlich; er wird dringend für die Zwecke der Straßenunterhaltung benötigt! Dabei ist er nachweislich in den letzten 15 Jahren dafür nicht einmal benutzt worden, denn sonst hätte sich dort nicht ein 2—3 Meter hoher Komposthaufen ansammeln können. Nicht einmal bei der gründlichen Instandsetzung der fraglichen Bundesstraße im Vorjahre wurde dieses Stückchen Staatseigentum irgendwie benutzt. Es wird sogar erzählt, daß der unteren, zunächst angegangenen behördlichen Stelle anfangs unbekannt war, daß ihr der Platz unterstand. Als aber diese Erkenntnis gekommen war, dann war er unentbehrlich! Der Kampf ging weiter: vom Bürgermeister der Gemeinde wurde die höhere Dienststelle persönlich aufgesucht, jedoch ohne Erfolg. Also wurde schriftlich weiter gelochten — denn auch auf diese Weise läßt sich im Rahmen des Wohnungsbauprogrammes Arbeitsbeschaffung betreiben. Jetzt endlich, nach fast vier Monaten, hat der Baulustige nicht etwa das Fleckchen Boden käuflich erwerben können, sondern er hat die jederzeit widerrufliche Genehmigung erhalten, über die wenigen Quadratmeter Staatseigentum einen Zufahrtsweg zu seinem Grundstück anzulegen. Und die Moral von der Geschichte: Der Staat sträubt sich, auch nur das kleinste Stückchen Grund und . Boden abzutreten, in diesem Falle nicht einmal im Interesse der Förderung des Wohnungsbaues; dafür erläßt er jedoch Gesetze, kraft deren den steuerzahlenden Staatsbürgern Grundstücke zum Zwecke der Bebauung mit Wohnhäusern enteignet werden können. Weiterhin ist der Baulustige der am meisten Geschädigte: Hätte er bereits im Frühjahr mit dem Bau beginnen können, dann hätte er noch in diesem Jahre sein Haus beziehen und überdies zwei Wohnungen dem Wohnungsmarkt der Gemeinde zuführen können. So aber wird dieses erst im nächsten Jahre der Fall sein. Daß das Baugrundstück in diesem Sommer nicht mehr der landwirtschaftlichen Nutzung unterlag, sei abschließend der Vollständigkeit halber erwähnt. Den für diese Sache Verantwortlichen kann man zu ihrem Erfolge, der erheblich zu einer schnellen Lösung des Wohnungsproblems in unserem Lande beigetragen hat, nur gratulieren und wünschen, daß wenigstens sie eine schöne und preiswerte Wohnung — vielleicht sogar Dienstwohnung — haben. tn. Mit dem Ortenau-Orchester nach Bad Peterstal Das 42. Konzert beschloß eine vielseitige Arbeitsperiode Ueber das 42. Konzert des Ortenau-Orche- sters, das in Bad Peterstal stattfand, berichtet uns ein Teilnehmer. Es war ein herrlicher Sommernachmittag, als am Montag ein Omnibus der Bundesbahn mit den Musikern des Ortenau-Orchesters, ih ren Angehörigen und Gästen Offenburg ver ließ und entlang der Rench dem Schwarz- waldkurort Bad Peterstal zustrebte. Die frohe Stimmung, die das Wetter, die schöne Landschaft und nicht zuletzt auch die nahen, und vom Orchester wohlverdienten Ferienwochen, aufkommen ließen, schwand nicht, als sofort bei Ankunft Musikdirektor Seeger seine Getreuen zu einer Probe zusammenrief. Erika Jung, die als Solistin des Abends vorgesehen war, mußte unmittelbar vor dem Konzert ab- sagen. Daher gab es noch manche Arbeit, damit das Opemkonzert, auf das sich die zahlreichen Kurgäste in Bad Peterstal und die Einheimischen seit längerem gefreut hatten, nicht abgesagt werden mußte. Glücklicherweise gelang es, den Opernsänger Josef Hartmann zum Einspringen zu bewegen. Doch mußte das Programm geändert werden, die zum Teil neu beschafften Noten wurden eingerichtet. Während viele Hände der Musiker dabei halfen, fand eine Klavierprobe mit dem Sänger und kurz danach eine Orchesterprobe statt. Und doch war noch soviel Zeit, daß man noch im Freien den schönen Abend genießen und sich auf das Konzert konzentrieren konnte. Inzwischen trafen die Gäste nach der Abendpromenade und die Offenburger Besucher nach einem kurzen Höhenausflug im schönen Konzertsaal des Kurhauses ein und harrten in froher Erwartung, in das „Reich der Oper“ eingeführt zu werden. Im strahlenden Schein der Kronleuchter erklangen nun die Opernteile, die wohl zu den gern gehörtesten und beliebtesten überhaupt gehören: „Carmen“, „Troubadour“, „Aida“, La Boheme“, „Zar und Zimmermann“, „Margarete“. Josef Hartmann sang u. a. mit glanzvoller Stimme das Torerolied und die Arie des Grafen Luna, vom Orchester schön begleitet; auch die reinen Orchesterstücke sprachen gut an. Als der Faust-Walzer das Programm beschlossen hatte, setzte ein langanhaltender Beifall ein, der dann schließlich Musikdirektor Seeger zu einer Zugabe bewegte. In den vielen Konzerten, die das Orchester im vorigen und diesen Sommer in dem Kurort gab, hat sich ein herzlicher Kontakt zwischen den Mitwirkenden und den Peterstälern ergeben; auch die zur Erholung oder Kur Weilenden empfinden diese Abende immer als eine willkommene Abwechslung. Für das Ortenau-Orchester bedeutete dieses 42'. Konzert das Ende einer vielseitigen Arbeitsperiode. S. P. Vor 45 Jahren wurde Bahnhof Appenweier zerstört Am Laurentiustag 1905 verwüstete ein Wirbelsturm die Bahnhoisanlagen (f) Wenn uns heute die hohen Fenster des ausgebrannten Bahnhofsgebäudes von Appenweier entgegerlgähnen, werden wir unwillkürlich an den schrecklichen Krieg und an seine Folgen erinnert. Doch schon eftimal, mitten im tiefsten Frie- ein solches Unwetter. Eine Abteilung der Kehler Pioniere wurde zu den Aufräumungsarbeiten herangezogen. Nicht nur der Bahnhof war so mitgenommen worden, auch im Dorf waren an allen Gebäuden Schäden entstanden. Die Felder Der Appenweierer Bahnhof nach seiner Verwüstung am Laurentiustag 1905 den, boten die Appenweierer Bahnhofsanlagen I sahen aus, wie wenn eine schwere Sturmflut wette! Zu allen Tipreihen der Hauptwette Fischer, in der Badstraße 16 begehen. ein Bild wüster Zerstörung. An einem drük- kend schwülen Donnerstag, am Laurentiustag, 10. August 1905, abends K9 Uhr, brach ein Gewittersturm, verbunden mit Hagel, in bis dahin unbekannter Wucht los, so daß die Bevölkerung glaubte, der jüngste Tag sei angebrochen. Der Wirbelsturm riß die Dächer der Bahnsteige II und III, und teilweise auch von I los und schleuderte sie wie Kartenblätter 300—400 Meter weit über die Landstraße zum sogenannten englischen Bächl. Die gußeisernen schweren Träger der Bahnhofshallen wurden einfach abgeknickt; nur noch die kurzen Stümpfe blieben stehen. Aehnlich erging es der Lumpenfabrik einer Offenburger Firma, die in der Nähe der jetzigen Kirrmannschen Wohnung stand. Niemals vorher und niemals nachher erlebte man darüber hinweggegangen wäre. Die meisten Bäume waren entwurzelt oder standen kahl da. Die Feldfrüchte fand man kaum noch, die Kulturen waren dem Boden gleich. Das Wild, besonders Fasanen und Hasen, erschlagen von den Schloßen, fand , man dutzendweise auf dem Felde; die Singvögel waren vernichtet. Am darauffolgenden Sonntag, dem 13. August 1905, besichtigten der damalige Landesfürst Großherzog Friedrich I und Großherzogin Luise das Katastrophengebiet und leiteten die Hilfsaktion ein. Eigenartig ist, daß immer gerade am 10. August, so auch wieder 1936 und 1946, schwere Unwetter mit Hagelschlag über unsere Gegend kamen. Mögen wir in Zukunft von solchen Wettern verschont bleiben. A Donnerstag, 10- August 1950 Festliche Tage in Windschläg Der Verlauf des Dorf- und Heimattages, der ein voller Erfolg wurde Windschläg (tt). Vom 5. bis 7. August feierte die Gemeinde Windschläg ihr Dorf- und Heimatfest, verbunden mit einer großen Ausstel lung. Dank der großzügigen Hilfe der gesanr ten Einwohnerschaft war es möglich, ein Fest zu gestalten, das wohl allen Besuchern etwas geboten hat. Als am Samstag um 15 Uhr die neuen Glocken zum ersten Male läuteten, war das Zeichen zur Eröffnung des Heimattages gegeben. Es war ein feierlicher Moment, nach langen Jah ren zum ersten Mal wieder den Klang der eigenen Glocken zu hören. Bürgermeister Schmidt hielt vor der Ausstellung eine Ansprache über ihren Sinn und Zweck. Die Feier wurde umrahmt durch Musikstücke der Musikkapelle und Chöre der Schulkinder. Anschließend erfolgte die Besichtigung der Ausstellung durch die geladenen Gäste und Aussteller. Während der Besichtigung war vor der Ausstellung ein Platzkonzert Um 16 Uhr fand im Gasthaus „Zum Schwanen“ für alle Arbeiter, die am Bau der Wasserleitung beschäftigt waren das Richtfest statt. Ferner war der alte und der neue Gemeinderat zugegen. Bürgermeister Schmidt h : elt die Begrüßungsansprache. Er gab einen Ueberblick über die geleistete Arbeit und dankte allen in herzlichen Worten. Franz Seipel schilderte den Werdegang und die Schwierigkeiten, die am Anfang dem Plan entgegen- Aanden. Maurerpolier Menzer aus Griesheim, beschäftigt bei der Firma A. K. Wacker, Offenburg, dankte im Namen aller Arbeiter der Gemeinde Windschläg. Bei einbrechender Dunkelheit bewegte sich ein großer Fackelzug durch das Dorf. Anschließend begann das Festbankett im Festgarten, bei dem Bürgermeister Schmidt die Gäste begrüßte. Der Abend wurde ausgefüllt mit Musik-, Gesang- und Sportdarbietungen, ferner mit Vorführungen der Kinder aller Schulklassen. Der Sonntag nahm mit einem Turmblasen und anschließendem Wecken durch die Musikkapelle seinen Anfang Nach dem Festgottesdienst wurden die Gäste mit Musik zu der Ausstellung begleitet, wo Bürgermeister Schmidt die Ehrengäste willkommen hieß. Unter ihnen befanden sich u. a. Landrat Dr. Joachim, Oberregierungsrat Vierling, Oberbauinspektor Siebert, Direktor Graß, Direktor Herrmahn, Direktor Rudigier, Forstmeister Bernhard, Baron Freiherr von Neveu und Pfarrer Müller. Die Ausführungen von Bürgermeister Schmidt waren ein Bekenntnis zur Dorfgemeinschaft. Er dankte besonders den Ausstellern, die mit viel Liebe und handwerklichem Können die Ausstellung geschaffen haben. Anschließend erfolgte ein Rundgang der bei einem Ehrentrunk und gemütlichem Beisammensein in der Weinstube einen schönen Ausklang fand. Der große Festzug, der unter dem Motto „Einst und Jetzt“ stand, bewegte sich am Nachmittag durch farbenprächtig geschmückte Straßen und zog eine vieltausendköpfige Zu- echauermenge an. Sie war von der Originalität jedes einzelnen der Festwagen angenehm überrascht. Der Wagen mit Neptun und seinen Nixen, die Hochzeit, in drei Generationen, der Früchtewagen, Spinnwagen, Strandbad, Wasserwegen „Einst und Jetzt“, Bodengruppen, Radfahrverein, Reiter usw., es wäre zu viel, alles einzelne aufzuzählen, sie alle gaben ein • Bild von der Volkstümlichkeit und Bodenständigkeit unseres Dorfes. Auf dem Festplatz begrüßte anschließend Bürgermeister Schmidt die Festteilnehmer. Die Festrede hielt O. Bierle. Zunächst behan- schließend an den Heimatgedanken und die Heimatliebe zu appellieren. Nach seinen mit reichem Beifall aufgenommenen Ausführungen begann sich in bunter Folge ein ansprechendes und unterhaltsames Programm abzuwickeln. Reigen, Tänze, Lieder der Chöre und beschwingte Weisen der Windschläger und Bohlsbacher Musikkapellen nebst den Ueber- tragungen von Radio-Akustik (Mau, Offen- Am Abend war der Festplatz nochmals übervoll von Menschen. Nochmals war Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen, wofür die Tanzlustigen der ausgezeichneten Kapelle und ihrem Dirigenten Goos herzlichen Dank wußten. Eine besondere Einlage bot der Artist Rehag-Karaldo (früher bei Sarasani-Dresden) Großer Beifall lohnte seine Arbeit. Ein besonderer Dank gilt neben allen Helfern und Mitwirkenden der Bohlsbacher Musikkapelle, die erneut die gutnachbarlichen Beziehungen unter Beweis stellte. Ferner soll unserer Mathilde mit ihren Schulkindern noch gedankt werden für den selbstverfaßten Proper vielbewunderte Früchtewagen, der im Festzug mitgeführt wurde. Fboto: Walter Grimm. bürg) schenkten Stunden des Frohsinns und der Gemütlichkeit. Bei einbrechender Dunkelheit warteten Tausende von Menschen auf das Feuerwerk, das dann große Begeisterung auslöste. Am Montagfrüh wurde für die Verstorbenen, Gefallenen und Vermißten der Gemeinde ein Gedächtnisgottesdienst gehalten. Bürgermeister Schmidt und Karl Schaub legten nach den Gedächtnisreden Kränze am Kriegerdenkmal nieder. Der weitere Vormittag war ausgefüllt mit Vorführungen von landwirtschaft- j hilfenprüfung mit der Note „Gut“ vor der liehen Maschinen und Geräten. Der Nachmit- Industrie- und Handelskammer Lahr he tag gehörte der Jugend. 'standen. Hukla-Werk siedelt nach Gengenbach über 200 Personen werden Beschäftigung finden — Gengenbacher Chronik log „Unsere Wasserleitung“. Der Heimattag von Windschläg war ein voller Erfolg, alle Teilnehmer werden ihn noch lange in bester Erinnerung behalten. Wir gratulieren Windschläg (tt). Frau Maria Anna Vogt, Witwe, feiert am 10. August ihren 70. Geburtstag. Die Jubilarin ist geistig noch frisch und geht täglich ihrer gewohnten Arbeit nach. Margot Vogt hat die kaufmännische Ge- Gengenbach, (a) Das Hukla-Werk siedelt von Haslach nach Gengenbach über. Die Ausschachtarbeiten auf dem Gelände des „Alten Spitals“ sind bereits in vollem Gange. Das Werk, das Polstermöbel und Möbelbezugsstoffe herstellt, will etwa 200 Personen beschäftigen. Die Fabrikhalle soll noch in diesem Herbst unter Dach kommen. Zur Zeit findet im „Adler“-Saal eine Teppichausstellung statt, die an vielen Orten Aufsehen erregte und guten Absatz gefunden hat. — Das 30jährige Stiftungsfest des S.V. Gengenbach wird am 26. August mit einem Spiel der Altherren-Elf, die größtenteils aus Gründern des Vereins besteht, und einem Kameradschaftsabend eröffnet. Am Sonntag spielen alle aktiven Mannschaften des Vereins. Vormittags delte er die Geschichte unseres Dorfes, um an- wird ein Staffellauf durch die Straßen der Stadt Am 22. Oktober Meerrettidifest in Urioffen Verbunden mit einer Leistungsschau — Wasserleitungsprojekt vorangetrieben Urloffen. (h) Es scheint ernst zu werden mit der Durchführung des alten, dringlichen Projekts des Wasserleitungsbaues, nachdem es erst in diesem Frühjahr zur allgemeinen Ueberraschung in einer Bürgerversammlung von Bürgermeister Schmidt erneut in die Debatte geworfen worden war. In der letzten Gemeinderatssitzung war der Wasserleitungsbau wiederum Gegenstand einer fruchtbaren Aussprache, in welcher Ingenieur Stierhof aus Offenburg durch seinen von eindeutigen Feststellungen belegten Vortrag die Planung gründlich untermauerte. Das bedrohliche Absinken des Grundwassers, das durch den elsässischen Rhein-Seitenkanal noch gefördert werden wird, mahnt dringend zur ' Anlage einer ausreichenden Wasserversorgung der ausgedehnten Gemeinde. Bis zum Monatsende sollen Pläne und Berechnungen für das Projekt fertiggestellt sein, die dann auch ein klares Bild für die Finanzierung ergeben werden. Im zweiten Punkt wurde die Gestaltung des nunmehr auf den 22. Oktober festgesetzten Meerrettichfestes, verbunden mit Leistungsschau von Landwirtschaft, Handwerk und Gewerbe und einem Jahrmarkt, ausführlich besprochen. Ein vorgelegter Programmvorschlag fand allgemeine Zustimmung. Der Bürgermeister wird mit den erforderlichen technischen Vorbereitungen beauftragt. Der Cemelnderat beschloß seine aktive Mitarbeit !" der Ausgestaltung des Festes. *m weiteren Sitzungsverlauf wurden zwei f' meinderäte mit dem Ankauf eines Farrens I rauftragt. Dann wurden die Einzelheiten z— Ehrung verdienter Feuerwehrmänner f ' belegt. 1 '2 Genehmigung eines Grabkaufes und die 1 'etzung des Preises für überbautes Ge- i: ..de waren Gegenstand weiterer Beratung. Eine ausgedehnte Debatte über das neuralgische Problem der Wohnungsfrage zog die Sitzung in die Länge und erst eine halbe Stunde nach Mitternacht konnte Bürgermeister Schmidt die arbeitsreiche Beratung schließen. Großes Werbesportfest des Sportvereins Urloffen (h) Man muß schon sagen, daß der zu Jahresbeginn aus dem Torso der ehemaligen Sportvereinigung neu entstandene Fußballverein die kritische Zeit seiner Neugeburt in einer erstaunlich kurzen Zeit überstanden hat. Die bisherigen Leistungen auf dem grünen Rasen und eine aufs trefflichste gelungene Fastnachtsveranstaltung haben dies überzeugend bewiesen. Am kommenden Sonntag, dem 13. August, ruft nun der junge Verein zu einem Werbesport auf, das in wohlvorbereiteter und durchdachter Anlage wiederum zu einem bedeutenden sportlichen und gesellschaftlichen Ereignis werden wird. Der schön gelegene Sportplatz in der Bachmulde hinter dem Zimmemer Wallfahrtskirchlein wird ein Treffen namhafter Bezirksligisten der Ortenau sehen, dem am Abend ein Sommemachtsfest großen Stils, mit Feuerwerk und Beleuchtung und dem obligaten Festrummel mit Tanz die Krone aufsetzen wird. Am Montag wird eine Volksbelustigung mit Tanz und Ueberraschungen für die junge und ältere Jugend das Fest beschließen. Kalist Trautmann gestorben Urloffen. (h) Im Alter von 72 Jahren ver- gestartet. Geschlossen wird das Fest mit einem großen Sommernachtshali in der „Sonne“. Am Sonntag gab der M.G.V. „Sängerbund Eintracht“ einen Familienabend im Garten des „Mersischen Hof“. Der Männergesangverein brachte u. a. Chorwerke von Mozart und Carl Isenmann zu Gehör, die den ungeteilten Beifall der vielen Gäste fanden. In froher Runde blieb die große Sängerfamilie bei Tanz und Unterhaltung lange Zeit beisammen. MGV Badenia in Neustadt i. Schw. Die sangesbrüderlichen guten Beziehungen, die die „Badenia“ seit Jahrzehnten mit dem Männergesangverein „Hochfirst“ Neustadt unterhält, fanden über das vergangene Wochenende ihren Ausdruck durch einen Besuch dieses Vereins am Sonntag und Montag. Die Bundesbahn stellte zu diesem Zweck einen Serienwagen, in dem die „Badenia“ bequem Platz hatte und diese am Samstagabend frohgestimmt ans Ziel brachte. Für vorzügliche Unterkunft und Verpflegung in Neustadt hatten die Neustädter Sangesbrüder alle Mühe und Sorgfalt aufgewandt. In zwei Abendunterhaltungen mit abwechselnden Liedvorträgen kam dies aufs schönste zum Ausdruck. Schon der Empfang am Bahnhof Neustadt war ein herzlicher. Es ist das dritte Mal, daß die „Badenia" ihren Bruderverein „Hochfirst“ in Neustadt besuchte, und zwar in den Jahren 1912, 1924 und 1950. Das ist der beste Beweis der Traditionsverbundenheit beider Vereine. Bei der gegenseitigen Begrüßung am Samstagabend und beim Abschied am Montag waren die Sänger ein Herz und eine Seele. Beim sonntäglichen Promenadekonzert für die Kurgäste wirkten beide Vereine mit und fanden wie in den Auendunterhaltungen herzlichen Beifall. Von der „Badenia“ wurde dem Neustädter Verein eine schöne Plakette überreicht die allgemeine Bewunderung und Freude hervorrief. Sie ist ein Kunswerk, hergestellt von Sangesbruder Mack, Juweliergeschäft (Schaible Nacht), bei dem sie zur Zeit ausgestellt ist. Die Neustädter Sänger gaben aus Freude und «Dankbarkeit der „Badenia“ eine in Tannengrün gehüllte Schwarzwalduhr zum Geschenk. Neben dem gesanglichen Teil spielte aber auch die Unterhaltung bei den Abendunterhaltungen eine köstliche Rolle, den die Vergnügungsabteilung der „Badenia“ bestritt Ein Spaziergang auf den nahen Hochfirst mit seiner prächtigen Rundsicht über den Hochschwarzwald brachte weitere angenehme Abwechslung. Ein Volk, das seine Kraft im Liede sucht und in der Liebe zur Heimat alles überwindet wird nicht untergehen. Unter dieser Devise stand der ganze Ausflug der „Badenia“. Zu Ehren des hl. Sixtus Zunsweier, (f) In feierlicher Weise wurde auch dieses Jahr wieder das Fest zu Ehren des hl. Sixtus begangen. Mit einem feierlichen Hochamt, in welchem der Kirchenchor mit großem Einfühlungsvermögen eine Faist- Messe sang, begann die kirchliche Feier. Ein Kapuzinerpater hielt die Festpredigt, in welcher er Parallelen zog zynischen dem Leben und Sterben des hl. Sixtus und dem heutigen Zeitgeschehen, wobei er besonders das Leben dieses Heiligen als Vorbild würdigte. Anschließend bewegte sich eine feierliche Prozession, an der auch die Vereine teilnahmen, durch die mit Grün und Kirchenfarben geschmückte Hauptstraße.' Zeltlager in Zunsweier Zunsweier (f). Auf dem herrlich gelegenen Waldsportplatz haben 24 Jungen der kath. Jugend aus Heidelberg ihre Zelte aufgeschlagen, um hier mit ihrem Lehrer und Betreuer 14 Tage der Erholung zu verbringen. Mit großer Begeisterung und viel Freude durchstreifen die Stadtkinder unsere Wälder und erfreuen sich in ungezwungenem Tun und Lassen ihrer Ferientage. Durbach rüstet zum 85 jährigen Stiftungsfest 1000 Sänger haben ihre Teilnahme bereits zugesagt Durbach, (m) Das Festkomitee des Mannergesangvereins hatte alle aktiven und passiven Mitglieder am vergangenen Sonntag in das Gasthaus „Zum Bären“ zu einer Besprechung eingeladen. Auf der Tagesordnung stand die Organisation des 85jährigen Stiftungsfestes am 20. August 1950. , Vorstand Spinner hieß alle Anwesenden herzlich willkommen und stellte das - Festprogramm zur Debatte. Bürgermeister Glanzmann sprach sodann im Namen der Gemeinde und forderte alle Anwesenden auf, sich für das Gelingen des Festes einzusetzen. Hierauf sprach als aktiver Sänger, Küfermeister Schwörer. Er erörterte die einzelnen Punkte der Organisation und gab zur Erheiterung aller bekannt, daß bei diesem Feste die Herren Vereinsvorstände nicht, wie üblich, mit den Fest-Damen „belastet“ werden dürften. Statt dessen wird für den Festzug eine Trachtengruppe eingeschoben, die den Verkauf von Festzeichen übernimmt und zur sonstigen Umrahmung des Festes beitragen wird. Inzwischen haben sich über 1000 Sänger zur Teilnahme angemeldet, ln der Diskussion wurde bemängelt, daß ein aktivstarker Stadtverein seine Teilnahme mit 3 Mann (!) zusagte. Es wurde dabei abeh j&rklärt, daß für diese Zusage eine Berichtigung ergehen dürfte, wenn andererseits das Land mit bedeutend mehr Aufwand für das Gelingen der Herbstmesse beitragen wird. Abschließend erläuterte Chormeister Fischer in kurzen Zügen die Bedeutung und den kulturellen Wert des deutschen Liedes. Er forderte insbesondere die Jugend auf, ihr Interesse dieser edlen Sache gegenüber zu bekunden und sich dem Männergesangverein anzuschließen. Lkw. fuhr in den Graben Durdach, (m) Am vergangenen Montag fuhr im Ortsteil Hilsbach ein Lastkraftwagen infolge hoher Geschwindigkeit über die vom schied nach schwerer Krankheit der Land- Unwetter angeschwemmte Böschung in den wirt und Handelsmann Kalist Trautmann. Graben. Das Fahrzeug wurde beschädigt, Per- Der „alt Kalischt“, wie er im Volksmunde Isonen sind nicht verletzt worden. genannt wurde, war einer der letzten typischen Vertreter der Zunft der Meerrettichmänner und als origineller Charakter landauf und landab bekannt. Kleine Nußbacher Chronik Nußbacfa/Renchtal (b). Der hiesige Christi. Mütterverein unternimmt unter Leitung seines Präses, Pfarrer Bigott, am Donnerstag eine Omnibus-Wallfahrt nach dem Kloster Birnau am Bodensee. Geplant ist demnächst auch eine Männerwallfahrt unserer Pfarrgemeinde nach dem berühmten bayerischen Wallfahrtsort Altötting. — Im Alter von 48 Jahren verstarb im Krankenhaus Waldshut der hier gebürtige ledige Kraftfahrer Hermann Benz, der auf seinen Wunsch auf dem Gottesacker seines Heimatdorfes Nußbach zur letzten Ruhe bestattet wurde. — Die Totenglocke kündete uns das Hinscheiden des Zimmermanns Emil Koger, der nach kurzer, schwerer Krankheit in die ewige Heimat einging. Mutterglück im Viehstall Appenweier, (v) Eine Kuh des Landwirts Max Sauer, Kirdistr. 67, brachte drei Kälber zur Weit. Die Kuh und ihre drei Kälbchen erfreuen sich bester Gesundheit. Eine Kuh war entflohen Appenweier, (v) Bürgermeister Josef Sauer fand am Abend bei etwas verspäteter Heimkehr mit seinem Fuhrwerk im Gewann Hei- merstal eine herrenlose Kuh. Da er den Besitzer des Tieres durch Rufen nicht ermitteln konnte, band er das Tier an seinem Wagen fest und fuhr mit ihm nach Hause, wo er es in seinem Stalle unterbrachte. Die Kuh war einem hiesigen Bürger im Felde entflohen. Am Dienstagmorgen veranstaltete er eine größere Suchaktion in der Gemarkung und dan umliegenden Ortschaften. Ein daran Beteiligter begegnete zufällig dem Finder auf seinem Felde. Er war nicht wenig erstaunt, als ihm bekannt wurde, daß sich das entlaufene Tier im Stalle des Bürgermeisters befindet. — Die Sonnen-Lichtspiele zeigen vom 11. bis 13. August den Urwald- und Dschungelfilm „Die Braut des Maharadscha“. Besuch aus Ame ika Appenweier, (v) Der vor 25 Jahren nach Amerika ausgewanderte Sebastian Wiedemer, Malermeister, ist dieser Tage zu einem Besuch in seine Heimatgemeinde zurüdegekehrt. Als ehemaliges aktives Mitglied der Musikkapelle brachte ihm dieselbe ein Ständchen. Ein gleiches Ständchen brachte ihm der Männergesangverein. Donnerstag, 10. August 1950 Das Stiftungsfest des Sportvereins Rückblick auf die Vereinsgeschichte — Ernennung von Ehrenmitgliedern Zell a. H. (s). Das vergangene Wodienende als der 1. Vorsitzende verkünden mußte, daß stand hier ganz im Zeichen des 30iährigen Stiftungsfestes des Zeller Fußballvereins. Als Auftakt der Veranstaltungen fand am Samstagabend im Hotel „Hirsch“ ein gut besuchtes Festbankett statt. Zunächst entbot der 1. Vorsitzende Dr. Gropp allen Erschienenen, da runter besonders Bürgermeister Schwab und den Mitgliedern des Gesangvereins „Frohsinn“, einen herzlichen Willkommgruß. In großen Zügen gab er eine Rückschau über die Einführung und die Entwicklung des Fußballspiels in Deutschland und betonte hierbei, wie schwer es gerade in der Kleinstadt und im Dorf gewesen sei, einen Fußballverein auf die Beine zu stellen, wobei fast immer die Platzfrage ein besonderes Problem gewesen sei. So hätte auch die kleine Schar, die sich mit viel Sport-Idealismus in Zell zusammengefunden hatte, mit mancherlei Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Dann gedachte Dr. Gropp insbesondere des Friseurmeisters W. Guggenbühler, dem in erster Linie die bis ins kleinste gehende Vereinschronik zu danken sei. Mit dieser Vereinschronik machte der zweite Vorsitzende, Willi Lehmann - Oberharmersbach, in seiner anschließenden Ansprache vertraut. Danach wurde das erste Spiel des jungen Zeller Vereins in Bollenbach ausgetragen und mit 3:1 gewonnen; das Rückspiel, das auf einer Wiese im „Steinfeld“ stattjhnd, wurde ebenfalls gewonnen. Bereits 192r wurde die Mannschaft dem Süddeutschen Verband gemeldet und konnte in der C-Klasse spielen. 1923 wurde der Sportplatz auf das Gelände beim heutigen Schwimmbad verlegt. Nach einem Abgang von sechs Spielern mußte die Mannschaft 1924 neu formiert werden; eine 2. Mannschaft und Jugendmannschaft konnten geschaffen werden. 1927 wurde das Jahr des größten Aufstiegs. 1928 mußte die Mannschaft abermals umgekrempelt werden. Trotz der nun folgenden Krisenjahre konnte der Spielbetrieb aufrechterhalten bleiben. Die Jahre 1934/39 bezeichnete der 2. Vorsitzende als die „Aera Kopp“, denn unter dem leider allzu früh verstorbenen Ratschreiber Kopp gestaltete sich das Vereinsleben zu einer einzigen großen Kameradschaft. Das Einweihungsspiel des neuen Sportplatzes im Jahre 1939 war zugleich auch das letzte Spiel vor Kriegsausbruch, nach dem der Spielbetrieb zunächst eingestellt werden mußte. 1941 wurde der Spielbetrieb mit der Jugend bis 1945 wieder aufgenommen. Nach der Besetzung erfolgte die Beschlagnahme des Sportplatzes als Kraftfahrzeugpark. In der Folgezeit wurde unter Oskar Eisele zwar eine Mannschaft aufgestellt, ?>ber erst 1947 wurde der Verein von der Besatzungsmacht genehmigt, zuerst allerdings nur als Verein für Leibesübungen. Der 2. Vorsitzende schloß seine Ausführungen mit einem Appell an die 1. Mannschaft, zusammenzuhalten, um Erbe dessen sein zu können, was der Verein früher war. ' , ""'"Im weiteren Verlauf des Abends brachten sowohl Bürgermeister Schwab wie auch der Vorstand des Männergesangvereins „Frohsinn“ dem Jubelverein ihre Glückwünsche zum Ausdruck. Neben den Klaviervorträgen von Frau Dr. Gropp und Jürgen Kropp war es besonders auch der Männergesangverein „Frohsinn“, der mit seinen Heimatliedern den Abend verschönern half. Am Schlüsse gab der 1. Vorsitzende noch die Ernennung der Gründungsmitglieder zu Ehrenmitgliedern bekannt: Josef Schwarz war in Anbetracht seiner unermüdlichen Arbeit und Einsatzbereitschaft bereits früher Ehrenmitglied geworden. Im übrigen sind es nun Paul Kienzle, Karl Wild, Gottfried Schmieder, Rudolf Rüb, Josef Lang, Rudolf Falk. Gustav Hiß und Albert Hug. Im zweiten Teil des Abends widmete sich jung und alt bei den Klängen einer Abteilung der Stadtkapelle dem Tanz. Unterdessen fand auch die Tombola großen Anklang und mancher wertvolle Gewinn wurde bereits an diesem Abend gezogen. Am Sonntagvormittag begannen dann die Wettspiele und zwar Jugend Zell — Jugend Wolf ach 2:0 und Oberharmersbach — Biberach 1:2... Beim Festzug am frühen Nachmittag gingen außer sämtlichen beteiligten Sportvereinen auch die Stadtkapelle und die Ulanen-Abteilung des Schützenkorps mit. Anschließend nahmen die Wettspiele -ihren Fortgang. Zunächst spielte Gengenbach — Wolfach 1:3, dann Nordrach — Biberach 1:2. ein Freundschaftsspiel Zell — Ettenheim endete 1:3 und die letzte Begegnung Wolfach — Hausach 4:1: in der Kreisklasse gewann Biberach den Pokal, in der Bezirksklasse Wolfach. Am Abend fanden sich zahlreiche Besucher zum Sommernachtsfest im Schwimmbad ein. Es gab allerdings eine kleine Enttäuschung, das Feuerwerk nicht stattfinden könne, da die behördliche Genehmigung nicht rechtzeitig eingetroffen war. Es soll am 20. August bei einer Veranstaltung der Stadtkapelle nachgeholt werden. Die Kapelle Bechert spielte unermüdlich zum Tanz auf. Noch einmal konnte jeder in der Tombola sein Glück versuchen, bis plötzlich alle Lose verkauft und ein junger Mann aus Zell glücklicher Besitzer des 1. Preises, eines Fahrrades, geworden war. Nach Abschluß aller Veranstaltungen kann der Zeller Fußball verein mit Recht auf ein wohlgelungenes 30jähriges Stiftungsfest zurückschauen. — Am Donnerstag, dem 10. 8., kann Frau Regine Hug, geh. Oberle, Waldsiedlung, ihren 80. Geburtstag begehen; die aus Oberentersbach gebürtige Jubilarin ist noch verhältnismäßig rüstig. Kirchweih in Unterharmersbach Unterharmersbach, (h) Bei strahlendem Sonnenschein konnte vergangenen Sonntag das hiesige Kirchweihfest begangen werden. Groß war der Zustrom der Gäste aus der näheren Umgebung, für deren Unterhaltung und Wohl bestens gesorgt war. Vorsicht beim Ueberholen Biberach. (b) In der unübersichtlichen Doppelkurve zwischen Postgebäude und Rathaus wollte ein Personenwagen einen Lastwagen mit Langholz überholen. Dabei wurde ein Kind von ihm erfaßt. Nur dem sofortigen Bremsen war es zu verdanken, daß kein Unglück geschah. Tragisches Ende einer Ferienfahrt Stuttgarter Motorradfahrerin bei Altenheim tödlich verunglückt Altenheim. In der Nacht vom Montag auf Dienstag ereignete sich vor dem Bahn Übergang Richtung Goldscheuer ein schwerer Verkehrsunfall, der ein blühendes Menschenleben forderte. Ein Stuttgarter Motorradfahrer mit Soziusfahrerin, die von Goldscheuer herkamen, wurden infolge Unkenntnis der Strecke bei hoher Geschwindigkeit aus der Kurve getragen. Dabei wurde die 19jäbrige Soziusfahrerin gegen ein Warnkreuz geschleudert. An dem dabei erlittenen Schädelbruch ist sie auf dem Transport ins Offenburger Krankenhaus gestorben. Der Motorradfahrer kam mit leichten Verletzungen davon; auch das Motorrad wurde nur leicht beschädigt. Die beiden verunglückten Motorradfahrer stamm«! aus Stuttgart. $ie befanden sich auf einer Ferienfahrt. Vom Bodensee kommend, besuchten sie am Sonntag das Schauinsland- rennen und anschließend Bekannte in Altenheim. Mit ihnen waren sie am Montag abend zum Ausklang des Sportfestes nach Goldscheuer gefahren. Auf dem Heimweg fand dann ihre Ferienfahrt ein so tragisches Ende. Das Altenheimer Filmprogramm Altenheim. Die Schwanen-Lichtspiele zeigen über das Wochenende, „Das Indische Grabmal“ (II. Teil des „Tiger von Eschnapur“). Noch spannender und interessanter! Im hohen Alter gestorben Marlen, (f) Hier verstarb im 89. Lebensjahr Josef F i e n, (gen. Fien Märtels Sepp). Er war der drittälteste Mann der Gesamtgemeinde Goldscheuer und der Zweitälteste des Ortes Marlen. Viele Jahre war er als Rheinbauarbeiter tätig. * 74 Jahre alt Kittersburg, (f) Karl Fischer vollendet am 9. d. Mts. sein 74 Lebensjahr. Viele Jahre war er als Müller in der nun zerstörten Mühle Altenheim tätig. Im November d. Js. kann er mit seiner Ehefrau das Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Weisungen für Tabakpflanzer Ichenheim (r). Nachdem am vergangenen Mittwoch schwere Gewitter mit leichtem Hagelschlag über unserer Gemarkung niedergegangen waren und an den in bestem Wachstum befindlichen Tabakkulturen Schaden angerichtet hatten, sah sich der Vorstand der Tabakgenossenschaft, Fäßler, gezwungen, in den Nachmittagsstunden des vergangenen Sonntags im Schwanensaal eine Versammlung abzuhalten. Der Vorstand legte unter anderem jedem Pflanzer ans Herz, größte Sorgfalt beim Aussortieren walten zu lassen, um später eine einwandfreie und getrennte Ware an die Waage zu bringen. Zum Glück ist nur ein kleiner Prozentsatz der Bestände vom Hagel heimgesucht worden. Es wurde auch bekannt gegeben, daß am Montag mit der Schätzung der Tabakfelder begonnen wird, und daß die Pflanzer ihre Bestände durch Tafeln erkenntlich machen sollen. Anschließend fanden noch rege Diskussionen statt. Wallfahrt nach St. Margen Waltersweier (b). Unter Führung von Pfarrer Wiest machten die Mütter von Waltersweier mit zwei Omnibussen eine Fahrt in den Schwärzwald. Sie ging über Freiburg, wo das Münster besichtigt wurde, durch das Höllental zum Titisee, von dort nach St. Märgen, wo die Teilnehmer eine Wallfahrt machten. In St. Märgen wurde auch das Mittagessen einge- Um die Neuorganisation der Arbeiterschaft Katholische Arbeiterschaft trifft sich am Sonntag in Offenburg Die Diözesanleitung des Kath. Männerwerks der Erzdiözese Freiburg ruft, wie bereits kurz berichtet, auf kommenden Sonntag die katholischen Werktätigen aus den Stadt- und Landgemeinden des Landkreises und Dekanates Offenburg auf 15 Uhr in den „Concordia-Saal“ der Brauerei Wagner in der Lange Straße. Erstmals seit Ende des Krieges 1939/45 finden an allen größeren Plätzen der Freiburger Erzdiözese diese Arbeiterversammlungen statt. Sie sollen die Fragen der Neu-Organisation der Kath. Arbeiterschaft in Baden abkläre» Ei sind Bestrebungen dahingehend im Gange, für die katholische Arbeiterschaft wieder, wie früher, eine tragfähige Organisationsform zu schaffen. Bei der ersten Kath. Nachkriegs-Arbeiterversammlung am 13. August im Offenburger „Concordia-Saal“ (nicht Marienhaus, wie zuerst vorgesehen) wird der Verbandspräses der süddeutschen Arbeiterbewegung „Katholisches Werkvolk“, Anton Maier aus München, zu dem Thema „Katholische Arbeiterschaft im Zeitgeschehen“ sprechen. Ebenso wird der Referent für Arbeiterfragen in der Diözesan-Fühtung des Kath. Männerwerks, Diözesanleiter Joseph Titzer aus Freiburg, anwesend sein. Auf Grund der Ergebnisse dieser Versammlungen soll dann bei der Diözesan-Konferenz des Kath. Männerwerks im September d. J. in Karlsruhe ein bihdender Beschluß zur Neuorganisation der Kath. Arbeiterschaft in Baden gefunden werden. Alle interessierten katholischen Werktätigen aus Städten und Dörfern unseres Landkreises — die Männer, die Frauen und die werktätige Jugend — finden sich am Sonntag, dem 13. August, in Offenburg um 15 Uhr im „Concordia-Saal“ (Brauerei Wagner, Lange Straße) ein. nommen. Auf der Heimfahrt über St. Peter wurde in Bleibach im Elztal der ehemals langjährige Waltersweierer Seelsorger. Geistl. Rat Merkle, besucht. Durch das Kinzigtal kehrte man mit Einbruch der Dunkelheit nach Waltersweier zurück. Die Fahrt war durch herrliches Wetter begünstigt und für alle ein freudiges Ereignis. Wir beglückwünschen Ebersweier, (e) Am Dienstag Jconnten die Eheleute Albert Kuder er und Frau Ludwina. geb. Vollmer bei bester Gesundheit das Fest der Silberhochzeit feiern. — In sehr guter Rüstigkeit durfte am Sonntag Pensionär H. Bauer, der seit längerer Zeit hier ansässig ist, das achte Lebensjahrzehnt vollenden. Er geht in bewundernswerter Frische immer noch verschiedenen Arbeiten nach. Gottesdienstordnimgen Gengenbach. Freitag 6.30 Uhr: heilige MesL„ für Paul Suhm I, Ehefrau und Kinder, Sondersbach; 7.00 hl. Messe für Maria Anna Harter und Ehemann, Halgerach; 7.15 3. Opfer mit hl. Messe für Hermann Hentschel, Bermersbaeh. — Samstag 6.30 hl. Messe für Krieger Josef Roth, Reichen- bach; 7.15 Seelenamt für Georg Wußler, Ehefrau Barbara geb. Heitzmann und Angehörige, Reichenbach; 9.00 Trauung mit hl. Messe (Suhm— Späth); 20.00 Rosenkranz. Zell a. H. Samstag 6.45 hl. Messe für verstorbene Angehörige der Familien Lehmann—Huber, Unterharmersbach: 14, 17 und 20 Uhr Beichtgelegenheit;! 20 Uhr Rosenkranz mit Segen. Oberbannersbach: Freitag 6.15 Uhr hl. Messe für Anton Roth und Regina, geb. Erdrich, und verstorbene Angehörige. — Samstag 6.15 Uhr hl. Messe für Fridolin Lehmann, gefallenen Sohn Albert und vermißten Sohn Reinhard von der „Unteren Hark“. — Beichtgelegenheit jeden Morgen; Samstag 14, 16, 18 und 19.30 Uhr. Münchner Spielgruppe in Diersburg Diersburg (s). Am Samstagabend zeigte die Calderon-Spielgruppe aus München das Stück „In Ewigkeit, Amen“ von Calderon. Wie aus den Ausführungen Pfarrer Franz Weinerts hervorging, gilt Calderon als einer der größten religiösen Schriftsteller. Die Vorstellung im „Hirschen“-Saal war sehr gut besucht. Die erstklassigen Leistungen der Schauspieler befriedigten alle Gäste. Durch den sehr ernsten und ergreifend dargestellten Schluß beeindruckt, vergaß man sogar den Beifall, was jedoch ohne Zweifel eine größere Anerkennung als stärkster Applaus bedeutete. Alles verkauft Zum Schweine- und Ferkelmarkt am 5. cs. in Offenburg wurden 145 Ferkel und Läufer zugeführt. Der Höchstpreis betrug 160.— DM das Paar, der niedrigste Preis 100.— DM das Paar. Es wurde alles verkauft. Der Marktverlauf war lebhaft. Sport in der Heimat Urioffener 2. deutscher Jugendmeister im Federgewicht (h). Bel der Austragung der deutschen Jugendmeisterschaften der Schwerathletik in Lage/Lippe konnten sich die Urioffener Jungathleten erfolgreich beteiligen. Die Jungen Kraftsportler belegten bei stärkster Konkurrenz erstaunlich gute Plätze vor allen übrigen südbadischen Teilnehmern. Der Federgewichtler Reinhard Wörner errang im Stemmen den 2. Preis und wurde damit 2. Deutscher Jugendmeister im Federgewicht bei nur fünf Pfund Differenz gegenüber dem 1. Meister. Friedrich Langenecker, Federgewicht, und Richard Schneider, Mittelgewicht, errangen mit Je dem 6. Preis eine vorzügliche Position. Ihre Leistung verdient um so mehr Anerkennung als die Kämpfe oft gegen 40 bis 42 Vertreter erster deutscher Klasse ausgetragen wurden. Die Urioffener Sieger von Hofweier Am 30jährigen Stiftungsfest des TuS Hofweier pahmen 16 Einzelwetturner des TV Urloffep teil. Alle Teilnehmer aus Urioffen zeigten vorzügliche Leistungen und kamen zu Sieg und Kranz. Diese Tatsache gereicht sowohl den Turnern als auch den tüchtigen Turnwarten zur Ehre. Nachfolgend die Namen der erfolgreichen Turner und Turnerinnen: Turnerinnen (Sechskampf): l. Preis Ilse Wittmeier; 3. Preis Irmgard Osev; 5. Preis Anneliese Baümann; 6. Preis Hilda Sauer; 9. Preis Johanna Knosp; 12. Preis Johanna Stöckel; 14. Preis Rosa Kiefer; 15. Preis Maria Armbrusten Turner (Dreikampf): 2. Preis Walter Hätti. Jugendtu mer (Sechskampf): 4. Preis Friedrich Christ; 6. Preis Artur Laug; 13. Preis Eugen Otteni; 15. Preis Wilhelm Schmidt. Turner (Fünfkampf): Hugo Otteni, Franz Hug, Karl EU. Gymnastik, 1 ) Turnerinnen: 1 . Elisabeth Heisig, Zunsweier, 69 P. * Gymnastik, Jugendturnerinnen: 1 . Anneliese Schei- dlng, Offenburg, 73 P. 2. Waltraud Wetzel, Zunsweier, 72. 3. Mariane Wetze], Zunsweier, 69. Jungturnerinnen: 1 . Thekla See, Zell-Weierbach. 132.5. 2. Mechthilde Klem, Marlen, 131,5. 3. Anna Schüly, Zunsweier, 130. 3. Irene Muser, Marlen, 130. 3. Christa Kim, Offenburg, 130. Sechskampf, Jungtnrnerinnen: I. Ilse Wittmeier, Urioffen, 118,5 P. 2. Margot Llenhard, Zunsweier, 112.5. 3. Sieglinde End, Offenburg, 111. Volkstümlicher Dreikampf, Jungturnerinnen: 1. Hedwig Scheer, Marlen, 63 P. 2. Tilli Scheer, Marlen, 58 S. Hanna End, Marlen, 54. Geräte-Vierkampf, Turnerinnen: 1. Ludwine Dek. ker, Zunsweier, 66,5 P. Geräte-Vierkampf, ältere: 1. Dorla Kiefer, Zell- Weierbach, 74,5 P. Turn- und Sportfest in Schutterwald Der Tum- und Sportverein Schutterwald hielt am vergangenen Sonntag Im Garten des „Schutterwäl- der Hof“ sein diesjähriges Tum- und Sportfest ab. das, im allgemeinen gesehen, als gut gelungen bezeichnet werden kann. Am Vorabend des Festes versammelte sich auf dem Festplatz die Aktivität des Vereins, um in den einzelnen Klassen ihren „Vereinsmeister 1950“ festzustellen. Allgemein gute Leistungen der Turner und Leichtathleten zeugten von der bisher geleisteten Arbeit dieser erst wieder im Aufbau begriffenen Abteilungen. Die stattliche Besucherzahl, die Ihr Interesse und die Leistungen der Darbietenden, durch Beifall bekundeten, bekamen im Anschluß an die Vereinswettkämpfe, ein Kunstturnen am Barren und Reck vom TV Ortenberg vorgeführt, das sie restlos begeisterte. Mit den akrobatischen Darbietungen, die ebenfalls großen Anklang fanden, ging das Samstagabendprogramm seinem Ende entgegen. Am Sonntag begann mit gemeinsamem Kirchgang, der zu Ehren der gefallenen und verstorbenen Mitglieder abgehalten Wurde. Gegen 13.30 Uhr bewegte sich ab Gasthaus „Zum Pflug“ der Fetszhg durch die Straßen zum Festplatz. Schauturnen der einheimischen Jugendturner, Keulenübungen und Tanzreigen der Turnerinnen von Marlen und Altenheim wechselten sich ln der Folgezeit miteinander ab. Barren- und Reckturnen aller anwesenden Vereine bildete den Abschluß der sportlichen Darbietungen. Hierbei darf die einmalige Energieleistuiur des einarmigen Turners Lorenz aus Altenheim besonders erwähnt werden. Nach der Siegerehrung spielte die einheimiscne Musikkapelle flotte Tanzweisen auf und Jung und alt bekamen bis spät in die Nachtstunden reichlich Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen. Mit dem Schülersportfest, der Volksbelustigung am Montag, ging das in allen Teilen gut gelungene Turn- und Sportfest zu Ende. Js. TuS. Zell-Weierbach Sieger (e). Bei herrlichem Wetter konnte das mit Interesse erwartete Pokaltumier des SpV Ebersweier. am Sonntag gestartet werden. Nach 12 Uhr bewegte "Für unverlangt elngesandte Manuskripte wird keine D.sicb ein ansehnliüier Festzug durch die Dorfstraßen Gewähr übernommen. unter Vorantritt der Musikkapelle und zur größten Freude der Einwohnerschaft erstmals wieder mit dem an seine alte Tradition anknüpfenden Radfahrverein. Die einzelnen Spiele endeten mit folgenden Ergebnissen: SV Bohlsbach — TuS Durbach 1:0; TuS Zell-Weierbach — SC Sand 3:1; SV Zunsweier — VfR Elgersweier 4:3 n. V.; in dem Hauptspiel SpVgg. Weier I — Ebersweier I 4:1 (2:1) hat sich die Junge Mannschaft von Ebersweier gegen den erfahrenen Bezirksligisten tapfer geschlagen. SV Bohlsbach — TuS Zell-Weierbach 1:3 lautete das Ergebnis des Vorentscheidungstreffens. Dann spielte Weier I gegen eine Kombination von Durbach- Ebersweier, die die Partie 2:3 gewinnen konnten. Das anschließende Tumierendspiel zwischen TuS Zell-Weierbach — SV Zunsweier 2:1 brachte nochmals einige dramatische Momente. Bei einem rasanten Durchbruch erzielte Zell-Weierbach den entscheidenden Siegestreffer. Die Schiris Kempf, Schutterwald, und Kühne, Waltersweier, leiteten sicher. Im Anschluß an die Siegerehrung herrschte reger Tanzbetrieb auf - der Freibühne beim Sportplatz. Das Turnier iät gut gelungen, wofür auch hier allen Mitwirkenden herzlicher Dank gesagt sei. Niederschopfheim Sieger in Dundenheim (s) Bei strahlendem Sonnenschein herrschte am 'vergangenen Sonntag auf dem Sportplatz reges Leben. Zu dem vom Sportverein Dundenheim veranstalteten Fußball-Pokal-Turnier waren Gäste aus nah und fern erschienen. Die Kämpfe, denen mit regem Interesse gefolgt wurde, endeten mit folgenden Ergebnissen: Niederschopfheim — Altenheim 2:0; Ichenheim — Waltersweier 1:0. Entscheidungsspiel: Niederschopfheim — Ichenheim 1:0. Damit wurde Niederschopfheim Pokalsieger. — Ein schöne* Freundschaftsspiel lieferten sich Schutterwald gegen, Dundenheim 1:0. Das Jugendspiel Dundenheim gegen Ortenberg endete 0:0. Die Pausen zwischen den einzelnen Spielen wurden mit leichtathletischen Darbietungen ausgefüllt: 100-m-Lauf (mit Fußballschuhen auf Rasen): 1. Preis: Karl Meier, Waltersweier, 13,1 Sek. 2. Preis: Bernhard Buchholz, Waltersweier, 13,4. 3. Preis: Alfons Eble, Schutterwald, 13,4 Sekunden. Die 4X100-m-Jugendstaffel gewann Ortenberg vor Dundenheim. Am Abend versammelten sich die Sportfreunde im „Adler“-Garten, wo die Altenheimer Musik frohe Weisen spielte. Der Männergesangverein „Eintracht“ sang einige gut vorgetragene Chöre. — Der Montagnachmittag gehörte der Dorfjugend. Sportplafjeinweihung in Altenheim Am kommenden Sonntag veranstaltet der Sportverein Altenheim ein Fußball-Turnier, an dem folgende Vereine teilnehmen: Zell-Weierbach I, Dundenheim I. Ichenheim II, propagandaspiel: Altenheim I — Ichenheim I. Auch die Freunde de* schnellen Leders werden bei dem Freundschaftstreffen Altenheim I gegen die wieselflinke erste Handball-Mannschaft des SV Meissenheim auf ihre Kosten kommen. Um 13 Uhr wird ein Festzug vom Gasthaus „Zum Adler“ zu dem neu eingezäunten und erweiterten Sportplatz den Auftakt bilden. Anschließend findet seine Einweihung statt dem dann die einzelnen Spiele folgen werden. Durch eine auf der „Schaflad*" errichteten Tanztribüne ist allen Tanzlustigen Gelegenheit geboten, nach den Weisen des hiesigen Musikvereins das Tanzbein zu schwingen. Fußball-Turnier in Durbach Durbach (m). Am kommenden Sonntag hält der» Sportverein Durbach sein Sportfest ab. Für das Fußballturnier haben sich mehrere Vereine angemeldet- Vormittags finden die Wettkämpfe der Jugend statt; anschließend Staffellauf. Nachmittags stehen sich folgende Mannschaften im Turnier gegenüber: SV Achem II, SV Ebersweier I, SG Gengenbach II, VfB Hausach II, FV Offenburg HI und TuS Windschläg I. Sodann wird ein Propagandaspiel FV Offenburg II — Durbach I ausgetragen. Nach Ermittlung des Turniersiegers im anschließenden Endspiel, erfolgt im Vereinslokal „Zur Eintracht“ die Siegerehrung und Preisverteilung. Abschließend ist kameradschaftliches Beisammensein mit Tanz. Forbach I — Zusenhofes I 0:8 <8:4> Verbunden mit einem Ausflug bestritt Zusenhofen in Forbach gegen die dortige Mannschaft ein Freundschaftsspiel, das die Gäste unerwartet hoch mit 0:8 gewinnen konnten. Das Spiel war eine einseitige Angelegenheit, wie schon das Torverhältnis zeigt. h. Offenburger Tageblatt Chefredakteur! Adolf Kimmig Verantwoitlicb für Politik: Adolt Ktmmig Kultur und Unterhaltung: Karl Gtes Badner Land und Sport: Herbert Buhl«, Lokales: Dr. Alfred Galler Landwirtschaft! Beilege- Walter Picbert Druck und Verlag: A. Reiff L Cie„ Offenburg Donnerstag, 10. August 1950 AMTL. BEKANNTMACHUNGEN Ortsbauplan Zunsweier: Teilbebauungsplan für das Gewann „Gänsäcker 1 Die Gemeinde Zunsweier hat die Feststellung des Teilbebauungsplanes für das Gewann „Gänsäcker“ beantragt. Der Plan nebst Beilagen liegt zur Einsicht der Beteiligten während zwei Wochen, beginnend am Tage nach der Ausgabe dieser Zeitung, auf dem Rathaus in Zunsweier auf. Binnen dieser Frist und weiterer zwei Wochen können Einwendungen gegen das Vorhaben bei Ausschlußvermeiden geltend gemacht werden. Offenburg, den 5. August 1950. Landratsamt. Durchführung des Gesetzes über die Behandlung der Verfolgten des Nationalsozialismus in der Sozialversicherung vom 22. August 1949. Das Gesetz des Wirtschaftsrats des Vereinigten Wirtschaftsgebietes vom 22. August 1949, das auch jetzt im Lande Baden gilt (Bad. Ges. u. VOBI. 1950 S. 187), bestimmt; daß Verfolgten des Nationalsozialismus die in der Sozialversicherung entstandenen Nachteile wieder gutgemacht werden. Als Verfolgte im Sinne des Gesetzes gelten: 1. Versicherte, die nachweislich unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in der Zeit vom 30. Januar 1933 bis 8. Mai 1945 wegen ihrer politischen Haltung, ihres Glaubens, ihrer Weltanschauung oder ihrer Rasse in Haft genommen wurden, oder ihr Arbeitsverhältnis aufgeben mußten, ohne in ein gleichwertiges Arbeitsverhältnis eingestellt zu werden, oder in das Ausland geflüchtet sind; 2. Versicherte, die nachweislich in der Zeit vom 30. Januar 1933 bis 8. Mai 1945 durch Maßnahmen: a) einer Dienststelle des Reichs, eines deutschen Landes oder einer sonstigen Körperschaft oder Anstalten des öffent- liehen Rechts, b) einer Dienststelle oder eines Amtsträgers der NSDAP sowie einer ihrer Gliederungen oder angeschlossenen Verbände aus den in Nr. 1 bezeichnten Gründen dauernde Gebrechen erworben, oder den Tod erlitten haben. 3. Die Hinterbliebenen der unter 1 u. 2 genannten Personen. Als Versicherte im vorstehenden Sinne gelten auch Personen, die in die deutsche Sozialversicherung überführt worden sind (Flüchtlinge) und solche Personen, die zwar nicht in einem Arbeitsverhältnis gestanden haben, aber als Selbständige in der Sozialversicherung pflichtversichert oder freiwillig versichert sind. Als Haft im Sinne der Nr. 1 gilt jede Art von Haft, insbesondere auch die 'Konzentrationshaft. Die Wiedergutmachung umfaßt bei der Rentenversicherung die Nachzahlung von Renten und die Berücksichtigung von Ersatzzeiten und höheren Steigerungsbeträgen bei später einr tretenden Rentenfällen. Die Anträge sind von den Berechtigten bei der Landesversicherungsanstalt Baden oder bei der Süddeutschen Knappschaft in München, Georgenstraße 10, anzumelden. Die Zuständigkeit der Süddeutschen Knappschaft ist gegeben, falls der Antragsberechtigte diesem Versicherungsträger angehört. Die Anträge sind von den Bürgermeisterämtern auf den da -1 für bestimmten Formblättern entgegenzunehmen. Die Bürgermeisterämter haben ihren Bedarf an Formblät-| fern beim Landrats-Versicherunasamt anzufordern. Die Anträge sind von den Bürgermeisterämtern auf dem üblichen Dienstwege der Landesversicherungsanstalt Baden zu übersenden. Soweit die Zuständigkeit der Süddeutschen Knappschaft gegeben ist. ist der Antrag forhilös an diese zu übersenden. Den Berechtigten wird in ihrem eigenen Interesse empfohlen, den Antrag alsbald bei dem für ihren jetzigen Wohnort zuständigen Bürgermeisteramt zu »teilen. Etwaige Nachweise über das Vorliegen der Wiedergutmachungsvoraussetzungen nach dem Gesetz sind dem Antrag beizufügen. Die Versiehe rungsunterlagen (Quittung»- oder Versicherungskarten. Aufrechnungsbescheinigungen, Rentenbescheid etc.) sind für die Aufnahme des Antrags zur Einsichtnahme mitzubringen, werden diesem aber nicht beigefügt. Es wird darauf hingewiesen, daß auch die Mitwirkung der Wiedergutmachungsbehörden nach dem Bad. Landesgesetz über die Entschädigung der Opfer des Nationalsozialismus vom 10. 1. 1950 bei der Feststellung der Ansprüche vorgesehen ist. Offenburg, den 2. August 1950. Landratsamt. Wenn Sie Sanella auf einer dünnen Scheibe Brot kosten, dann werden Sie schon beim ersten Bissen feststellen: Geschmack — wundervoll rein! Aroma — ausgezeichnet frisch! 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Krankenschwester für ihre liebevolle Pflege sowie allen, die unserer, lieben Verstorbenen das letzte Geleit gaben. Offenburg, den 10. August 1950. Ludwig Litterst und Frau Marie geb. Wäckerle. Vom 11. bis 15. August keine Sprechstunde. Dr. med. 0. Jäckle Homöopathischer Arzt Gengenbach r^/Dein RADIO von MARTUS Kleinanzeigen im Offenburger Tageblatt sind billig I Wolle Polojacktn Trikotagsn Strflmpf« Säuglingsart. Kurzwaran Strumpfansohlg. Kahlke Offenburg Friedenstr.l tS& Optisch? Centrale HufftetferifflS Ostender, Lieferant der Krankenkassen Todesanzeige i Danksagung An den Folgen eines Unfalls starb am l. August mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Schwiegervater und Bruder Paul S nhm , im Alter von 57 Jahren. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie .für die vielen Kranzspenden danken wir. Besonders sei dem H. H. Pfarrer Müller von Windschläg gedankt, sowie allen denen, welche ihm in letzter Stunde noch Gutes erwiesen haben. In tiefer Trauer: Frau Maria Suhm, Kinder und Anverwandte. Durbach, den 10. August 1950. Erstaunlich, dieser Unterschied — ' Suwa-weiße Wäsche! Weiße Wäsche — herrlich! Doch erst am hell strahlenden „Suwa.Weiß“ erkennen Sie das neue Suwa mit Solium. Je eher Sie damit waschen, desto eher haben Sie auch Suwa«weiße“ Wäsche! NEU! FÜR DIE GROSSE WÄSCHE Zwangsversteigerung Samstag, den 12. Aug. 1950, vorm. 10 Uhr, werde ich in Offenburg, im Hofe des Landgerichts gegen bare Zahlung im Vollstreckungswege öffentlich versteigern: 1 Zugmaschine (Ackerschlepper), 22 PS, Baujahr 1949, ferner: 1 groß. 2räd- riger Anhänger und verschiedene Radioapparate. Die Versteigerung find, bestimmt statt. Klaiber, Gerichtsvollzieher. Geldmarkt DM DiS IM- für Bauzwecke, gegen gute Sicherheit, kurzfristig zu leihen gesucht. Ang. u. Nr. 30-10 an die Gesch. d. O.T. 80 [90 PS Dieselmolofen i« Opil«««ü F«rd.Awtf6kr«Af Trifcrt M iNi — q fc l nfcm |iW8 rl .T47 Unser geliebter, hoffnungsvoller Sohn Berhart J. Schiruska stud. iur. ist im Alter von 21 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit von uns gegangen. Offenburg, den 8. August 1950. In unsagbarem Schmerz: Richard und Liese Schiruska. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. 18-347 Nach Gottes hl. Willen entschlief wohlvorbereitet, nach schwerer Krankheit, unsere lb. Schwester, Schwägerin und Tante Anna Kämmerer im Alter von 40 Jahren. Offenburg, München, 7. August 1950. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Geschwister Kämmerer und Anverwandte. Die Beerdigung findet am Donnerstag, 10. 8., vorm. 11 Uhr, auf dem Friedhof in Offenburg statt. 10-449 Das Seelenamt ist am Freitagmorgen 6.30 Uhr in der Hl. Kreuzkirche. Todesanzeige Am Mittwoch früh verstarb unerwartet rasch durch Herzschlag meine herzensgute, liebe Frau, unser gutes Mütterlein, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante Franziska Kempf r ~ . geb. Beck Im Alter von 53)4 Jahren. In tiefer Trauer: Familie August Kempf und Anverwandte. Offenburg, Wilhelmstr. 10, den 9. August 1950. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 12. 8., vorm. 10.30 Uhr, statt. Für die erwiesene Anteilnahme und die zahlreichen Blumen- und Kranzspenden beim Tode unseres treubesorgten, unvergeßlichen Entschlafenen Josef Weber Friseurmeister sagen wir unseren herzlichen Dank. Besonders sei den Aerzten und den ehrw. Schwestern des Gengenbacher Krankenhauses gedankt Offenburg, den 9. August 1950. Frau Maria Weber geb. Frey Eduard Weber und Kinder Alfred Weber und Frau, Stuttgart Frau Sophie Weber und Töchter Friedei und Klärte. y vergessen Sie nicht das neue Telefon-Verze ichnis Offenburg Ausgabe Juni 1950 in unserer Verlagsgeschäftsstelle, Kornstraße 10, Gebühr von gegen eine abzuholen. A. Reiff « Cie Offenburg, KornetraßelO