r» i i aß MB SrtLnauLL N-WMMbmgLL Erscheint wöchentlich viermalig. Bezugspreis für den laufenden Monat DM 2.10 zuzüglich 30 Pf. Trägerlohn. Einzelnummer *0 Pf. Im Falle höherer Gewalt od. bei Betriebsstörung hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung der Zeitung, auch nicht auf Rückzahlung des Bezugspreises. Westes Heimatblatt für Stabt und Bezirk üffenburg Anzeigenblatt mit anerkannt guter werdemrkung Erfüllungsort und Gerichtsstand Offenburg. Zur Zelt Ist die Anzeigenpreisliste Nr. 2 gültig. Druck u Verlag A. Reiff & Cie., Buchdruckerei, Offenburg/Baden Geschäftsstelle: Offenburg, Kornstraße 10. Fernsprecher: Offenburg Nr. 1337 und 2134. Postschließfach Nr. 333. Postscheckkonto: Karlsruhe Nr. 130 gl. Nummer 139 Samstag, 7. Oktober 1950 Ausgabe a 139. Jahrgang Bundestag zweimal so teuer wie Reichstag Der Bundestagsabgeordnete kostet heute 40000 Mark gegen früher 14000 Mark — Diäten sind auf das Dreifache gestiegen — 100000 Mark kostet die Gemeinschaftsküche Bonn. Der Haushalt des Bundestages erfordert mit 16,583 Millionen Mark im Rechnungsjahr mehr als das Doppelte der Ausgaben des Reichstages von 1931, die 8,005 Milionen Mark betrugen. Aus einer Zusammenstellung des Bundesfinanzausschusses geht hervor, daß die Ausgaben, auf den Kopf der Abgeordneten berechnet, fast auf das Dreifache gestiegen sind. 1931 betrugen sie für jeden Abgeordneten 14 000 Mark, während heute auf jeden Bundestagsabgeordneten einschließlich der Sachkosten 40 000 Mark kommen, wenn man die Haushaltssumme auf die Kopfzahl umrechnet. Den Hauptteil an den höheren Ausgaben hat der algemeine Haushalt, der im wesentlichen die Diäten umfaßt. 1931 erhielten die Abgeordneten außer der Freifahrt nur eine monatliche Aufwandsentschädigung von 600 Mark, die sich bei versäumten Sitzungen verminderte. Die Bundestagsabgeordneten erhalten einen festen monatlichen Betrag von 1100 Mark und außerdem Sitzungsgelder von 30 Mark; bei zwanzig Sitzungstagen im Monat macht das noch einmal 600 Mark aus.- Gegenüber einem Reichstagsperso- ij a 1 von 323 Personen beschäftigt der Bundestag 510 Beamte, Angestellte und Arbeiter. Der Bundesratsausschuß ist aber der Auffassung, daß dieses Personal durch neue Aufgaben bedingt wird. Er kritisiert lediglich, daß der Direktor des Bundestages, ein Beamter, eine jährliche Dienstaufwandsent- sdiädigung von 3000 Mark bekommen soll. Die sachlichen Verwaltungsausgaben, die im Reichstag 1931 1,1 Millionen Mark betrugen, machen im Bundestag 2,9 Millionen Mark aus. Die größeren Ausgaben entstehen hier für die Druckerei, für die Post- und Fernsprechgebühren und für Kraftwagen. Auch die Ausgaben von 100 000 Mark für die Gemeinschaftsküche des Bundestagspersonals hatte der alte Reichstag nicht. Der Finanzausgleidi der Länder Bonn. Die Bundesregierung verabschiedete auf ihrer Freitagssitzung' den Entwurf eines Gesetzes über den Finanzausgleich der Länder. Es soll grundsätzlich nur ein Spitzenausgleich und keine Nivellierung stattfinden. Der Entwurf sieht einen Finanzaus- Briissel. In der Freitagssitzung des Brüsseler Kriegsverbrecherprozeß gegen den früheren deutschen Militärgouverneur von Belgien, General von Falkenhausen, kam die Verteidigung zu Wort. Der Gerichtspräsident verlas ein Schreiben des Bundestagsabgeordneten Paul Bausch (CDU) an den Verteidiger Henri Botson, daß die alliierten Truppen bei dem Einmarsch in Deutschland deutsche Geiseln hingerichtet hätten. In dem Schreiben Bauschs heißt es: „Mir ist persönlich bekannt, daß die Franzosen bei ihrem Einmarsch in Hgs Dorf Reutlingen in Württemberg im Frühjahr 1945 vier deutsche Geiseln erschossen haben. Der Gemeinderat von Reutlingen könne diese Tatsache bestätigen. In den Wandelgängen des Gerichtsgebäudes erregte es starkes Aufsehen, als Maitre Botson vor Pressevertretern eine Erklärung verlas, daß die belgischen Verteidiger Falkenhausens und seiner Mitangeklagten vom Präsidenten des belgischen Anwaltbundes für eine kostenlose Verteidigung ausgewählt worden sind. Botson erklärte, die beteiligten Anwälte hätten diesen Auftrag im Interesse der Verteidigung ohne jegliche Intervention der deutschen Bundesregierung übernommen, mit der sie keinerlei Verbindung hätten. Am Freitag behandelte das Gericht zum letzten Mal die Frage der Geiselerschießungen. Der frühere General von Claer sagte, gegen die Ueberfälle der Widerstandsbewegung hätte etwas unternommen werden müssen, weil die belgische Justiz untätig geblieben sei. Zu der Erschießung von 10 Geiseln in LüHich im Januar 1944 sagte von Falkenhausen. d’ß Hitler ihm persönlich telephonisch Anweisung gegeben hätte. 25 Geiseln zu erschießen. Ich ließ dem Führer darauf mittei- gleichsbetrag vor, der auf die einzelnen Länder umgelegt werden soll. Beim Finanzausgleich sollen Probleme wie Dauerarbeitslosigkeit, Kriegszerstörungen und Flüchtlingslasten berücksichtigt werden. Die Aufstellung dieser Lasten hat ergeben, daß für Kriegszerstörungen 400 Millionen, für Vertriebenenversorgung 400 Millionen, für Arbeitslosenunterstützung 40 Millionen, für Hochschulen 150 Millionen und für Hafenlasten 35 Millionen Mark aufgebracht werden müssen. In dem Entwurf wird darauf hingewiesen, eine Neuordnung des föderalistischen Aufbaus der Länder müsse auf den gesunden Grundlagen einer Wirtschaftsgeographie erfolgen. Der Entwurf ist nunmehr dem Bundesrat zugestellt. Südweststaatkonferenz am 12. Oktober Einladung des Staatspräsidenten Müller nach Wildbad Tübingen. Der Staatspräsident von Wfirttemberg-Hohenzollern, Dr. Gebhard Müller, hat den Ministerpräsidenten von Württemberg-Baden, Dr. Reinhold Maler, und den badischen Staatspräsidenten Leo Wohieb schriftlich zu einer Konferenz eingeladen, bei der versucht werden soll, eine Einigung in der Frage der Neugliederung des südwestdeutschen Raumes zu erreichen. Dr. Müller hat als Termin den 12. Oktober und als Konferenzort Wildbad vorgeschlagen. Hamburg. Im Bundesgebiet ist am Freitag fast die gesamte Binnenschiffahrt lahmgelegt. Die Arbeiter und Angestellten der Wasserstraßen- und Schiffahrtsverwaltung sind am Freitagmorgen in den Streik getreten, um ihre Lohnforderungen durchzusetzen. Der Streik wurde angesetzt, nachdem sich 91 Pro-ent der Beteiligten bereit erklärt hatten, wegen ihrer Lohnforderungen die Arbeit niederzulegen. Die Gewerkschaft verlangt für die Arbeiter und Angestellten dieser Verwaltungen eine len, daß 25 Personen hingerichtet worden seien, während in Wirklichkeit nur 10 erschossen wurden. Der frühere General Reeder sagte aus Himmler habe mehrere Polizeibataillone in die Ardennen schicken wollen, um die Widerstandsbewegung zu bekämpfen. Falkenhausen sei es jedoch gelungen, diesen Plan zu verhindern. Abschließend erklärte der Gerichtspräsident, die Aussagen hätten ergeben, daß von den hingerichteten 240 Zivilisten sieben Personen tatsächlich zum Tode verurteilt worden waren In acht Fällen seien große Fehler begangen worden. Sieben »Personen, die in einem Prozeß wahrscheinlich nicht zum Tode verurteilt worden wären, und 12 Personen, deren Fall wegen besonderer Umstände gründlich hätte geprüft werden müssen, seien gleichfalls erschossen worden Die übrigen hingerichteten Geiseln hätten bei einem Prozeß möglicherweise zum Tode verurteilt werden können. Der Prozeß wurde bis Montag vertagt. General Ganeval verließ Berlin Berlin. Zahlreiche Berliner hatten sich am Freitagnachmittag auf dem französischen Flugplatz Tegel in Berlin eingefunden, um dem scheidenden französischen Stadtkommandanten General Jean Ganeval einen herzlichen Abschied zu bereiten. Sein Abflugi, verzögerte sich um eine halbe Stunde, da ddf General nach dem Abschreiten der Front eines Ehrenbataillons Hunderten der Anwesenden, sowohl den offiziellen Vertretern als auch der Bevölkerung, die Hand schüttelte. Er fliegt in die Bundesrepublik, um sein neues Amt als französischer Vertreter im alliierten militärischen Sicherheitsamt anzutreten, Wie Staatspräsident Wohieb unserm Frei- burg-Sch.-Mitarbeiter in anderem Zusammenhang erklärte, wisse er nicht, ob er die Einladung zu einer Besprechung der südwestdeutschen Bundeschefs annehmen werde. „Ich werde zunächst einmal alles abwarten“, sagte der Staatspräsident. Unregelmäßigkeiten bei der Volksbefragung? Stuttgart. Der Landeswahlausschuß für Württemberg-Baden ist zur Zeit mit Nachprüfungen daftiber beschäftigt, inwieweit die Behauptung der Arbeitsgemeinschaft > der Badener zutrifft, wonach bei der Volksbefragung über den Südweststaat in Nordbaden Unregelmäßigkeiten vorgekommen sein sollen. Der Landeswahlausschuß hat inzwischen festgestellt, daß von den in Heidelberg abgegebenen 1100 Stimmscheinen zehn n i ch t hätten anerkannt werden dürfen, weil sie nicht von in Nordbaden wohnenden Personen stammten. Es wurde jedoch ermittelt, daß sieben dieser Stimmscheine aus Südbaden und nur drei aus dem Landesbezirk Nordwürttemberg stammten. Nach Mitteilung des Landeswahlleiters dürfte in sämtlichen vier Abstimmungsbezirken eine geringe Zahl von ungültigen Stimmscheinen fälschlich gezählt worden sein. Eine offiziele Stellungnahme des Landeswahlausschusses wird nach Abschluß der Ueberprüfungen veröffentlicht werden. Lohnerhöhung von fünfzehn Pfennig pro Stunde beziehungsweise eine Gehaltserhöhung für die Angestellten von 35 Mark im Monat. Von dem Streikbeschluß werden 20 000 Menschen erfaßt. Da er aber erst am Donnerstagnachmittag bekanntgegeben wurde, konnten nicht mehr alle Gewerkschaftsmitglieder rechtzeitig verständigt - werden, sodaß die Arbeit in manchen Gebieten fortgesetzt wurde. Der Vorsitzende der Gewerkschaft öffentliche Dienste, Transport und Verkehr kündigte an, daß über diese Arbeitsniederlegung hinaus größere Streiks im öffentlichen Dienst stattfinden, wenn es bei den Lohnverhandlungen mit der Bundesregierung und den zuständigen Länderbehörden für die Arbeiter und Angestellten des öffentlichen Dienstes nicht iu einer Einigung kommt. Vom Streik sind sämtliche Bundeswasserstraßen, besonders das westdeutche Kanalsystem einschließlich des kanalisierten Mains, des kanalisierten Neckars und des Nordostsee- Kanals betroffen. Die Binnenschiffahrt, die Seeschiffahrt, die Hafenbetriebe und auch die Rheinhäfen, sind vom Streik nicht erfaßt, weil deren Betriebe und Belegschaften nicht zur Bundesverwaltung gehören. Soweit hier gestreikt wird, werden nur Länder, Gemeinden oder private Betriebe betroffen. Sämtliche Kanalschleusen von Duisburg bis Münster und bis Braunschweig sind seit Frei- tigfrüh geschlossen. Damit ist die Schiffahrt auf den westdeutschen Kanälen praktisch lahmgelegt. Auf dem Rhein und in den Häfen von Duisburg-Ruhrort wirkt sich die Arbeitsniederlegung noch nicht aus. Im Bereich der Wasserstraßendirektion Münster, die den Dortmund-Emskanal. Teile des Rhesn-Heme-Ka- nals und des Mittellandkanals bis zur Sowjetzone leitet, haben Hunderte von Schleppschiffen vor den Schleusen Anker geworfen. Die südbadischen Gewerkschaften beteiligen sich nicht am Streik, da für den 10. Oktober neue Tarifverhandlungen vorgesehen sind. An der unteren Donau ist das Wasserstraßenamt Passau allein vom Streik betroffen. Vor dem Bundestag hat Arbeitsminister Storch die Verantwortung für den Streik im Namen der Bundesregierung abgelehnt. Er hat auf die Verhandlungsbereitschaft der Regierung verwiesen und die Gewerkschaf- ten allein für alle Folgen des Streiks, 'die sich möglicherweise auch in der Versorgung der Bevölkerung zeigen, verantwortlich gemacht. Die Schweiz und Europa Von. Dipl. sc. pol. Hummel Als vor wenigen Wochen in Straßburg die Beratende Versammlung des Europa-Rates tagte, wehte nicht die Schweizer Flagge in dem Fahnenrondell vor dem Hauptportal des Europa-Hauses mit ihrem weißen Kreuz auf rotem Feld. Die Schweiz ist weder Vollmitglied wie z. B. Frankreich und England, noch assoziiertes Mitglied wie die deutsche Bundesrepublik und das Saargebiet, obwohl gerade sie wie kein anderer Staat in Europa Voraussetzungen für eine konstruktive europäische Politik mitbringen würde. Dieses Land hat nicht nur in den inoffiziellen Gesprächen über Europa eine außerordentlich wichtige Rolle gespielt, sondern auch bei sich im kleinen die Probleme gelöst, die unser Kontinent im großen noch bewältigen muß. Durch seine staatsrechtliche Struktur des Kantonalsystems hat es die von den kontinentaleuropäischen Völkern angestrebte Föderation als Muster einer bundesstaatlichen Organisation vorweggenommen und dadurch das für Europa so außerordentlich schwierige Nationalitäten-Problem gelöst. Während die europäischen Staaten seit dem Westfälischen Frieden von 1648 einem immer stärker werdenden nationalstaatlichen Denken verfielen, hatte die Schweiz diese rivalisierenden Tendenzen für ihre vier Nationalitäten: Deutsche, Franzosen, Italiener und Rätho-Romanen überwunden. Ist die eidgenössische Föderation und das heute uns als Vorbild dienende gute Zusammenleben der verschiedenen Nationalitäten mit ihren wirtschaftlichen und kulturellen Eigenarten und Tenv. peramenten auch nicht ohne Kämpfe zustande gekommen, so waren doch diese bewaffneten Auseinandersetzungen Bürgerkriege, die das Trennende überwanden und somit zur staatsrechtlichen Einheit führten, während im übrigen Europa die Nationen zwischen sich die Konfliktstoffe anhäuften, die im Laufe der Jahrhunderte unseren Kontinent durch Kriege immer stärker zersplitterten und ihn zur politischen Ohnmacht verurteilten. Wenn bis heute die Schweiz nicht den Weg nach Straßburg gefunden hat, so nicht etwa, weil sie wie England antieuropäisch denkt, sondern lediglich aus der Erkenntnis, daß sie ihre innere föderative Einheit nur durch bewußtes Herausbleiben aus den europäischen Konflikten erreicht hat und bis heute bewahren konnte. Diese Neutralitätspolitik ist auch heute noch die alleinige Richtschnur für alle politischen Entscheidungen auch in Bezug auf den Europa-Rat. Diese Neutralitätspolitik reicht bis zum Jahr 1474 zurück, wo die Schweiz durch einen Vertrag mit Oesterreich festlegte, daß sie sich an keinem Krieg mit oder gegen Oesterreich beteiligen würde. Einen gleichen Vertrag schloß sie 1516 mit Frankreich, womit sie sich nun aus allen Wirren femhielt, da Oesterreich und Frankreich die beiden hauptkriegführenden Mächte der damaligen Zeit waren. Seit 1647 war die Schweiz bereit, ihre Neutralitätspolitik durch die Erklärung der bewaffneten Neutralität nach außen zu verteidigen. Als die Schweiz 1648 auch rechtlich aus dem alten deutschen Reichsverband ausschied, wurde diese Politik stillschweigend von den anderen europäischen Staaten anerkannt und am 20. 11. 1815 nach Beendigung der na- poleonischen Aera, in der ihre Neutralität noch einmal überrannt wurde, von den Signatarmächten des Pariser Friedens rechtlich sanktioniert Wenn die Schweiz 1919 trotzdem Mitglied des Völkerbundes wurde, so hatte sie gewisse Sonderrechte, wie z. B. Nichtbeteiligung an Sanktionen. In Bern wartet man heute den Erfolg der Bemühungen um Europa-Rat und Schuman- Plan aus der Erwägung heraus ab, nur dann aus der bisherigen und bewährten Position der Neutralität herauszutreten, wenn eine andere Organisation wie eine europäische Föderation ihren Wohlstand und ihre Sicherheit besser garantieren kann, als ihre bisherige Pol'tik der strikten Neutralität es getan hat. Man verläßt sich noch lieber auf seine eigene Stärke in dem Bewußtsein, wenn man auch weiß, daß bei einer Bedrohung von außen diese Kräfte allein zur Sicherung nicht ausreichen. Nicht aus innerpolitischen Erwägungen heraus würde die Schweiz ihre Souveränität zugunsten einer europäischen Einheit aufgeben, sondern nur bei ein>r Gesamtbedrohung Europas von außen, und wenn sie das Gefühl hat, daß dieses Europa sich selbst und damit auch die Schweiz erfolgreich verteidigen kann. Belgische Anwälte für Falkenhausen In Reutlingen haben au* die Alliierten Geiseln ers*ossen Wasserstraßen verkehr lahmgelegt Arbeiter und Angestellte in den Streik getreten Samstag, 7. Oktober 1950 70000 Arbeitslose weniger Bonn. Die Zahl der Arbeitslosen ist ln der Bundesrepublik im September um 69 559 auf 1 271 647 zurückgegangen, davon waren 863 520 Männer und 408127 Frauen. Besonders stark war der Rückgang der Arbeitslosigkeit in den Ländern Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen in großem Abstand folgen Hamburg, Schleswig-Holstein, Württemberg-Baden, Rheinland-Pfalz und Südwürt- temberg-Hohen Tollem. In Bremen und in Südbaden hat sich die Arbeitslosenzahl leicht erhöht. Dienstjüngere Berufs'oldaten ohne Versorgung . Bonn. Die Bundesregierung will grundsätzlich auch bei Berufssoldaten nur zwei Beför- ■ derungen seit der deutschen Wiederbewaff- • nung im Jahre 1935 anerkennen. Entgegen den Wünschen der ehemaligen Berufssoldaten stellte die Bundesregierung auf ihrer Kabinettssitzung am Freitag fest, daß nur Berufsoffiziere und -Unteroffiziere mit mehr als . zehn Dienstiahren im geplanten Versorgung» gesetz die gleichen Rechte wie ehemalige Beamte haben sollen. Die dienstjüngeren ehemaligen Berufssoldaten fallen nicht unter das Gesetz. Erklärung des Bundesverkehrsministers Bonn. Bundesverkehrsminister Dr. Hans Christoph Seebohm hat die streikenden An gehörigen der Wasserstraßen, und Schiffahrtsverwaltung aufgefordert, ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Es sei weder notwendig noch richtig, in den Streik zu treten, solange die Möglichkeit bestehe, durch Verhandlungen eine bessere Lebenshaltung zu erreichen. Ein Streik könne nur dann verantwortet werden, wenn alle Versuche in dieser Hinsicht erfolglos geblieben seien. Seebohm erinnerte daran, daß nach Kündigung der Tarifverträge durch die Gewerkschaften im Frühjahr 1950 abgesprochen wurde, die Verhandlungen bis zum Auf stellen des Haushaltsplanes auszusetzen. Die«« Verhandlungen hätten zunächst kein Ergebnis gehabt. Daraufhin hätten die Ge- . werkgchaften am 2. Oktober die Bundesregierung aufgefordert, bis zum 5. Oktober mittags den Gewerkschaften mitzuteilen, ob sie außer den beabsichtigten Maßnahmen zur Preissenkung auch bereit sei, die Löhne und Gehälter der Arbeiter und Angestellten der Bundesverwaltungen zu erhöhen. Trotz dieser ultimativen Forderung habe die Regierung am 4. Oktober beschlossen, die Verhandlungen über die Lohnstreitigkeiten beim Bund unter einem unparteiischen Vorsitzenden fortzusetzen. Für den Fall, daß die Verhandlungen ergebnislos verlaufen sollten, wurde vorgeschlagen, von einem zu bildenden Schiedsgericht die Lohnstreitigkeiten beizulegen. Dieser Beschluß sei noch am Abend des 4. Oktober den Gewerkschaften übermittelt worden. In den letzten Wochen und Monaten habe ihm und seinen Mitarbeitern die Belegschaft und insbesondere die große Zahl der Arbeiter wiederholt versichert, daß sie mit der Haltung ihrer Verwaltung als Arbeitgeber und ihren Bemühungen um einen besseren Lebensstandard zufrieden seien. Wenn diese Einstellung der Belegschaft zutreffe, dann sei ein Streik in einer Zeit schwebender Verhandlungen unverständlich. Der OEEC-Rat tagt Paris. Der Ministerrat der OEEC trat am Freitag in Paris unter dem Vorsitz des niederländischen Außenministers Dirk Strikker zu seiner zweitägigen Tagung zusammen. Die Bundesrepublik ist durch Vizekanzler und ERP-Minister Blücher vertreten. Unmittelbar nach Eröffnung der Sitzung nahm der Rat ein vom Generalsekretär der OEEC ausgearbeitetes Memorandum über eine gemeinsam anzuwendende Politik entgegen, durch die die Herstellung der Verteidigungsbereitschaft der Teilnehmerländer ohne Gefährdung ihrer Wirtschaft ermöglicht werden soll. Dieses sieht u. a. Kampf gegen Inflation und Beschränkung, der öffentlichen «Ausgaben — soweit nicht für Verteidigungszwecke bestimmt —, Kampf gegen die Rohstoffverknappung durch ein Zuteilungssystem, zweckmäßigeren Einsatz der vorhandenen Arbeitskräfte und Bestandsaufnahme der Reserven an Arbeitskräften vor. Warnung vor überhöhten Zuckerpreisen Freiburg. Das Ministerium der Wirtschaft und Arbeit warnt vor dem Kauf von Zucket zu überhöhten Preisen, Es betont, daß offensichtlich versucht werde, im Hinblick auf die beginnende Normalisierung der Zuckerversorgung Schwarzbestände . noch zu überhöhten Preisen anzubringen. Der normale Zuckerpreis betrage für Verbrauchszucker 57 Pfennig je 500 Gramm und für Sondersorten (Kristall-, Würfel- und Feinraffinate) 60 Pfennig je 500 Gramm. In mehreren Kreisen des Landes sei die Zuckeranlieferung bereits normal, in den übrigen Kreisen sei bis spätestens Mitte des Monats mit normaler Anlieferung zu rechnen. Die Käufer sollten deshalb überteuert angebotenen Zucker ablehnen. Besatgungssdiäden aus dem Jahre 1945 Das Landesentschädigungsgericht Freiburg i. Br., Hochmeisterstraße 2, gibt bekannt: Anträge, die sich auf zwischen dem 1. August und dem 20. September 1945 verursachte Schäden beziehen, können noch bis zum I. November 1950 eingereicht oder, wenn sie früher einmal gestellt und zurückgewiesen worden waren, erneut eingereicht werden. Es genügt eine kurze, formlose Anmeldung. Neues in Kurze Oer AblaJJ des Heiligen Jahres, der UM rar to Rom erlangt werden konnte, wird nach dem SU Dezember auf dem ganzen Erdkreis auch von allen den Gläubigen erworben werden können, die nicht nach Rom pilgern konnten. ^ In den letzten Tagen mehren zieh die AozelcheD für eine wachsende Unzufriedenheit der französischen Industriearbeiterschaft mit dem Preisanstieg, besonders auf dem Uebensmittelsektor. Auch ans der Provinz werden Lohnforderungen der Arbeiterschaft gemeldet. Vatikankreise berichten, daß die katholischen Geistlichen ln der Tschechoslowakei neuem Terror und neuen Gewalttätigkeiten ausgesetzt seien. Der Rektor des Prager Seminars, die Kanoniker des Prager St. Veitsdoms und mehrere Professoren der theologischen Fakultät von Königgrätz seien verschwunden; ferner seien die Sekretäre mehrerer katholischer Bischöfe von der tschechoslowakischen Geheimpolizei verhaftet worden. Das kanadische Devisenkontrollamt hat die sofortige Einstellung aller Devisengeschäfte durch kanadische Banken und andere dazu befugte Institutionen angeordnet. In Finanzkreisen wird die Einstellung der Devisengeschäfte als deutlicher Hinweis darauf angesehen, daß das Kabinett eine Aufwertung des kanadischen Dollar beabsichtige. Luxussteuergesetz abgelehnt — Die Geiselerschießung von Reutlingen Jeder Deutsche kann Konsul werden Bonn. Das neue Luxussteuergesetz hat keinen guten Start gehabt. Im Bundestag ist es von den Sprechern aller Parteien äußerst skeptisch beurteilt und in der vorliegenden Form abgelehnt worden. Das Gesetz, das unter anderem für Personenkraftwagen, Lederwaren, Spirituosen und einige Delikatessen eine Sondersteuer vorsieht, wurde in der Debatte von Dr. Hoepker-Aschoff in den Bereich des „Steuerdilettantismus“ verwiesen. Viele Industriezweige — auch Flüchtlingsindustrien — würden dadurch betroffen. Die Abzugsfreiheit besonderer Aufwendungen zum Bewirten von Geschäftsfreunden, die nach dem Gesetz besonders versteuert werden schien, müsse an eine bestimmte Grenze gebunden und in den Durchführungsverordnungen zur Einkommen Steuer geregelt werden. Jetzt muß rieh der zuständige Ausschuß damit beschädigen. Neben diesem interessanten Thema standen im Bundestag noch mehrere wichtige Gesetze und Anträge zur Debatte. Die Immunität des SPD-Abgeordneten Oskar Kalbfell wurde vom Bundestag aufgehoben, da das Innenministerium von Südwürttemberg-Hohenzollem gegen Kalbfell ln seiner Eigenschaft als Reutlinger Oberbürgermeister ein Disziplinarverfahren einleiten will. Eine Essener Zeitschrift hatte Kalbfell vorgeworfen, er sei an der Hinrichtung von vier Geiseln beteiligt gewesen, die im November 1949 in Reutlingen durch ein französisches Bataillon erschossen wurden. Ein interfraktioneller Antrag zu einem Gesetzentwurf über die Aufhebung der sechsprozentigen Gehaltskürzung ging an den Beamtenrechts- und Haushaltsausschuß. Nach dem Entwurf soll die Gehaltskürzung nun auch für Mitglieder der Bundesregierung und die Beamten, Angestellten und Versorgungsempfänger des Bundes aufgehoben werden; in den Ländern gilt sie seit einiger Zeit nicht mehr. Südkoreaner wieder im Vormarsch Ernsthafter Widerstand erst bei Wonsan erwartet Tokio. Die südkoreanische Division, die bei ihrem Vormarsch entlang der koreanischen Ostküste am Donnerstag nördlich von Ttschang- dschon auf hartnäckigen Widerstand nord koreanischer Verbände gestoßen war, nahm ihre Offensive am Freitag wieder auf und drang gegen nur mäßigen Widerstand bis in die Nähe von Tongtschon vor. Die Südkoreaner rechnen erst vor der wichtigen Hafenstadt Wonson mit ernsthaftem Widerstand. Im Südwesten der Division' geht die südkoreanische Söul-Division ebenfalls weiter nach Norden vor; sie ist über Indsehe hinaus etwa 15 Kilometer weit vorgestoßen, um die Westflanke ihrer Nächbardivision zu schützen. Die Gesamtzahl der Gefangenen, die die UNO-TruDpen im Verlauf des Feldzuves eingebracht haben, beträgt jetzt über 40 000; über 14 000 Mann wurden allein in den letzten drei Tagen gefangen genommen. Die UNO-Streit- kräfte haben auch beträchtliche Mengen an schwerem Kriegsmaterial, darunter Geschütze und Panzer, erbeutet. Verbände der 3. südkereanlschen Division durchbrachen am Freitag die nordhnreanisehen Verteidigungslinien an der Ostkü«te Nordkoreas und drangen bis zu einer Entfernung von rund 50 Kilometer fLuftlinie) auf den wichtigen Hafen und Verkehrsknotenpunkt Wonsan vor. Nordkoreanische Verluste 200 000 Mann Das Hauptquartier General MacArthurs beziffert die bisherigen militärischen Verluste der Nordkoreaner auf 200 000 Mann; wie ein amerikanischer Offizier erklärte, sind in dieser Zahl sowohl Gefallene, Verwundete als auch Gefangene enthalten, nicht aber die Verluste der nordkoreanischen Zivilbevölkerung durch Bombardierungen und andere Ursachen. Schwere Kämpfe in Indochina Par s. Zwischen Rat-Khe und Langson im Norden Indochinas sind schwere Kämpfe zwischen französischen Truppen und Vietminh- Verbänden im Ganee. Nach der Räumung von Caobang hat sich die dortige starke Garnison nur unter größten Schwierigkeiten bis zu der ■’r von Tat-Khe aus entgegengeschickten Ent- tzkolonne durchschlagen können. Inzwischen versuchen die Vietminh-Truppen die ganze Kette befestigter Wachtposten zwischen Tat- Khe und Langson aufzurollen. Auch ganz im Süden Indochinas, 120 Kilometer südlich von Saigon, ist es zu schweren Kämpfen gekommen. Bei Caogan versuchten mehrere Viet- minhbataillone, ein algerisches Schützenbataillon aufzureiben; die Schützen erhielten Fliegerunterstützung und vermochten ihre Gegner zurückzuschlagen. Ein großes militärisches Ausbildungstaiger des Vietminh, nördlich von Hue im mittleren Indochina, wurde von französischen Flugzeugen in den letzten Tagen mehrfach bombardiert. Die mit chinesischer Hilfe verbandsmäßig ausgebildeten und mit der Handhabung moderner Waffen vertrauten Viatmlnh-Truppen- werden auf zehn Divisionen geschätzt. Ein vom Bundestag einstimmig angenommenes Gesetz verfügt, daß alle in der Zeit vom 1. Januar 1945 bis zum 1. August 1948 erfolgten Eheschließungen, die nicht rechtswirksam sind, weil sie nicht von einem Standesbeamten vollzogen wurden, vom Zeitpunkt ihres Bestehens an voll anerkannt werden, wenn diese Anerkennung bis Ende nächsten Jahres beantragt wird. Ebenfalls einstimmig billigte das Plenum die Vorschläge zu einem Gesetz über Personalausweise. Danach soll bis zum 31. Dezember 1954 jeder mit einem Lichtbild versehene alte Ausweis gelten, dann muß jedoch der neue einheitliche Ausweis mitgeführt werden. Die Verordnung über die Getreidepreise für die Monate Oktober 1950 bis Juni 1951 wurde vom Plenum gebilligt. Die Preisgebiete beim Roggen sind, wie Bur.desemährungsminister Niklas mitteilte, von 14 auf 4, beim Weizen von 18 auf 4 verringert worden. Ein Antrag aus den Reihen der WAV und DKP, wonach Heimatvertriebene auf allen Strecken der Bundespost eine 50prozentige Fahrpreisermäßigung erhalten sollen, wurde abgelehnt. Nach der neuen Fassung des Konsulargesetzes, der das Plenum zustimmte, kann jeder deutsche Staatsbürger Berufskonsul werden, wenn er eine vorgeschriebene Prüfung besteht oder sich durch seine Lebens- und Berufserfahrung als geeignet gezeigt hat. Die Aufhebung der Verordnung über dis Aenderung des Einheitstarifes für Kraftfahrzeugversicherungen — soweit sie die Kasko und Unfallversicherungsprämien betrifft — wurde in einem SPD-Antrag gefordert, der dem Verkehrsausschuß überwiesen wurde. Die Bundesregierung wurde aufgefordert, ,, dem Bundestag Unterlagen über die Notwendigkeit einer Erhöhung der Haftpflichtversicherungsprämien vorzulegen. 100 Zwei Millionen Bestediungsgelder? Abgeordneten soll das Eintreten für Bonn belohnt worden sein — Bundestag - setzt einen Untersuchungsausschuß ein Bonn. Der Bundestag beschloß in seiner Donnerstagssitzung einstimmig, einen Untersuchungsausschuß einzusetzen, der sich mit den Veröffentlichungen der Wochenzeitschrift „Der Spiegel“, beschäftigen soll, denen zufolge für die Hauptstadtentscheidung für Bonn statt Frankfurt seinerzeit etwa 2 Mill. DM an rund 100 Abgeordnete gegeben worden seien. Die Untersuchung wurde in einem gemeinsamen Antrag der CDU/CSU, SPD, FDP, DP, BP, WAV und Zentrum gefordert Bei der Begründung des Antrages erklärte Seelos (BP), daß die Sauberkeit der Staats- und Parlamentsführung eine wesentliche Voraussetzung für die Demokratie sei. Der Abgeordnete fügte hinzu, daß es der Weimarer Republik wesentlich geschadet habe, daß einzelne Skandale zu ihrer Zeit gegen die Demokratie ausgenutzt worden seien. Wenn nunmehr der Vorwurf der Korruption, Unsauberkeit und Bestechung in der jungen deutschen Demokratie auftauche, so müsse der Bundestag ihm in aller Schärfe nachgeben. Gerade weil die Parteien beim Volke nicht besonders beliebt seien, sollte der Ausschuß die „stärksten Maßstäbe“ anlegen. Der „Spiegel“-Untersuchungs-Ausschuß begann am Freitag mit dem Verhör des Abgeordneten Dr. Josef Baumgartner (BP) seine erste Arbeitssitzung. Im Verlauf der Sitzung wurde das Ausschußmitgjied Dr Hermann Etzel (BP) von den Arbeiten ausgeschlossen, weil sich herausstellte, daß er selbst als Zeuge vom Ausschuß vernommen werden muß. Insgesamt will der Ausschuß im Verlauf seiner Untersuchungen neben Baumgartner und Etzel die Abgeordneten Dr. Conrad Fink (BP), Anton Donhauser (früher BP), Dr. Anton Besold (BP), Dr. Emst Falkner (BP), Hermann Aumer (früher BP), Georg Mayerhofer (BP), Dr. Robert Pferdmenges (CDU) und Wilhelm Schmidt (WAV), sowie den Bundesfinanzminister Schäf- nern kann.“ f er "verhören. Dr. Baumgartner stellte in seinen Aussagen fest, daß die im „Spiegel“ wiedergegebenen Protokolle, die er aus dem Gedächtnis über seine Unterredungen mit Aumer und Mayerhofer angefertigt hatte,; wörtlich richtig seien, und daß er bereit sei, ihren Inhalt zu beeiden; für das Gespräch mit Aumer sei zudem Dr. Falkner Zeuge. Bundestagsabgeordneter ~Br. Josef Baumgartner (Bp) erklärte, in einer späteren Untersuchung des Falles vor dem Landesschiedsgericht seiner Partei habe kein einwandfreier Nachweis geführt werden können, daß Aumer, Donhauser und andere Abgeordnete tatsächlich Bestechungsgelder bekommen haben. Die Frage, ob er selbst Gelder für sein Votum zu Gunsten Frankfurts bekommen habe, verneinte Baumgartner entschieden, räumte jedoch „als bekannt“ ein, daß gewisse Industrien bestimmte rechtsgerichtete Parteien mit Geldzuwendungen unterstützten. Der Abgeordnete Aumer, der als zweiter Zeuge aussagte, bestritt die Richtigkeit der Protokolle Baumgartners weitgehend. Er stellte ausdrücklich fest, daß er keinerlei Gelder „im Zusammenhang mit der Hauptstadtfrage“ bekommen habe. Gelder, die er für den Wahlkampf an einige Abgeordnete gezahlt habe, stammten aus einem persönlichen Kredit, den er auf genommen habe, um sich in bestimmten Kreisen innerhalb der Bayernpartei einen gewesen Einfluß zu verschaffen. Aumer konnte während der Vernehmung eine Reihe von Fragen nicht beantworten, weil er sich „nicht erinnerte“ Als ihm vorgehalten wurde, daß aus der eigenen Partei der schwere Vorwurf der passiven Bestechung gegen .ihn erhoben worden sei, antwortete Aumer resigniert: „Ich muß sagen, daß ich auf diesem Gebiet soviel erlebt habe in der Bayernpartei, daß ich mich tatsächlich nicht mehr erin- Eine vietnamesische Patrouille unter Führung eines französischen Korporals beim Vorgehen durch einen angeschwollenen Bach. Nach fünf Jahren wieder zu Hause Freudenstadt. Auf dem katholischen Stadtpfarramt Freud stadt meldete sich dieser Tage ein lßjähriger Junge, der seine in Buhl bach im Kreis Freudenstadt wohnenden Eltern suchte. Der Junge, der in Mokra (Karpathen-Ungarn) geboren ist, verließ im Winter 1944/45 mit seinen Eltern die Heimat, um vor den anrückenden Russen zu flüchten. Wegen Krankheit mußte er in einem Kinderheim in der Tschechoslowakei zurückgelassen werden, von wo er im Sommer 1945 als Elfjähriger von den Russen verschleppt wurde. Er mußte dann nach Stalingrad und arbeitete dort mit deutschen Kriegsgefangenen im. Kohlenbau über Tag. Im letzten Jahre meldete er sich zur Landarbeit in die Tschechoslowakei und durfte jetzt G» seinen Eltern zurückkehren. An der Grenze wurden ihm allerdings noch seine Ersparnisse in Höhe von 16 000 Tschechenkronen und ein Teil seiner Wäsche abgenommen. 34 Tote bei Grubenunglück Santiago de Chile. Bei einer heftigen -Schlagwetter-Explosion in einem chilenischen Kohlenbergwerk kamen 34 Bergleute ums Leben. Die Katastrophe ereignete sich in den Gruben von Lota, etwa 640 Kilometer südlich von Santiago. Fünf Bergleute wurden außerdem verletzt. Bergwerksnnglück bei Mährisch-Ostrau Prag. Bei einer Kohlenstaub-Explosion, in dem Kohlenbergwerk Michalka bei Mährisch- Cstrau sind 36 Bergleute ums Leben gekommen; es soll darüber hinaus zahlreiche Verletzte gegeben haben. Mehrere Dutzend Bergleute konnten gerettet werden. Wetterbericht ■ Das Hochdruckgebiet das unser Wetter «eit Mitwoch maßgeblich beeinflußt, liegt jetzt über dem Baltikum. Trotzdem dauert bei uns der Hochdruckeinfluß fort, da sich, zwischen dem Azorenhoch und'dem Hoch über dem Baltikum eine Hochdruckbrücke ausbildet. Aussichten bis Sonntagabend: Zunehmende Bildung von Morgennebel, sonst weiterhin trocken und überwiegend heiter. Mittags allgemein sehr mild. Samstag, 7. Oktober 1950 DER ALTE HERR ERINNERUNGEN AN HINDENBURG Eine A r t i k e I f o I g e von Rolf Brandt Damals - vor 35 Jahren In Insterburg saß der General des Zaren, Rennenkampf. Er war siegessicher, und schon damals, im August 1914, wurde auf den Karten im Stab Rennenkampf Ostpreußen als für immer russisch bezeichnet Mit Hilfe der westlichen Alliierten der Russen war der große Einbruch Asiens gekommen, den Deutsche seit über tausend Jahren von den Grenzen der westlichen Kultur ferngehalten hatten. Als der neuernahnte Oberbefehlshaber der schnell zusammengerafften 8. Armee in Ostpreußen die Schlacht bei Tannenberg geschlagen hatte, schien dieser Druck aus Asien, dieser tödliche Druck, ausgeschaltet Der Feldherrnruhm des Mannes, der diese Schlacht gewagt und gewonnen hatte, flog mit einer unheimlichen inneren Kraft durch Ostpreußen und durch ganz Deutschland und im Grunde mit der gleichen Schnelligkeit über die ganze westliche Welt Vielleicht, so darf man wohl heute bei besserer Kenntnis der Zusammenhänge, feststellen, weil jenseits der Regierungssphären, vielleicht sogar jenseits aller eigenen Verstandesgründe, dies immanente Gefühl einer Todesgefahr für alles westliche Leben durch diesen Sieg über die Heere des Kolosses aus Asien zunächst ausgelöscht war. Der Generaloberst von Hindenburg, der aus seiner Pension nach Osten geeilt war und hier seine erste Schlacht schlug, dachte natürlich zunächst an seine Heimat als er diesen siegreichen Kampf des Westens gegen den Osten mit der eisernen Ruhe, die sein Wesen auszeichnete, bestand. Heute werden Millionen und Millionen Menschen auf der ganzen Welt eine andere Einstellung zu dieser Drohung aus dem Osten haben; denn die rein technische Entwicklung der menschlichen Kultur hat es ja mit sich gebracht daß sie alle, wie wir es durch ein Jahrtausend waren, Nachbarn dieser riesigen asiatischen Volksmassen sind, die, wie die Russen unter dem Zaren und jetzt unter Stalin, den Wunsch und die Kraft in sich spüren, ihre Grenzen nach Westen und nach Osten auszudehnen unter imperialistischen Vorzeichen, wie immer man sie verbrämen mag. In den Sand gezeichnet Es war mir bestimmt vor sechsunddreißig Jahren, also einem Menschenalter, als Kriegsberichterstatter-Ost, wie die Bezeichnung damals lautete, Hindenburg, der eben zum Generalfeldmarschall ernannt worden war, Ende August in dem kleinen Park zu begegnen, der zu dem Gutshaus gehörte, in dem das Hauptquartier lag. „Was machen Sie eigentlich hier?“ Ich versuchte, meine Aufgabe mit möglichst wenigen Worten zu umreißen. Der General setzte sich auf eine Bank an einem kiesigen Weg. Er trug in der rechten Hand einen Stock, den er neben sich legte. „Passen Sie auf“, sagte er, und dann zeichnete er mit dem Stock auf den Weg die berühmten strategischen Grundlinien der Schlacht von Tannenberg, die mit der offenen Flanke geschlagen wurde, wie es wohl nur sehr wenige Heerführer um diese Zeit so gewagt hätten. Hindenburg zeichnete Linien und machte dazu mit seiner tiefen Stimme die Bemerkung: „Es ist wie beim Schachspiel. Man muß die Nerven beieinander behalten und genau wissen, wo der nächste Zug hingehen soll.“ Ich wußte um diese Zeit schon durch den Generalstabsobersten Hell im Stabe der 8. Armee und durch eigene Wahrnehmungen, daß Ludendorff diese Fähigkeit, die Nerven beieinander zu behalten, keineswegs in so hohem Maße besaß, wie der für Tannenberg allein verantwortliche General. Es ist später, von einer Reihe böswilliger Neider hervorgerufen, auch über die Frage des Siegers der Schlacht von Tannenberg Streit entstanden, der, so viel ich weiß, erst mit dem Tode Ludendorffs zu Grabe getragen wurde. Es war aber zweifellos so, daß die Schlacht von Ludendorff allein, der wohl vor allem sehr viel zu den strategischen Einsichten beitrug, nicht siegreich zu Ende geschlagen worden wäre. Dazu gehörte die unumstößliche Heberzeugung Hindenburgs vom Siege, die so stark war, daß sie auch später jeden tröstete, der dem Mann in schweren Lagen, die ja durch die schlechte politische Führung auch in dem damaligen Kriege vorherrschend war, in die Augen sehen durfte. Kampf mit dem Hauptquartier Im Laufe des ersten Weltkrieges habe ich Hindenburg in vielen entscheidenden Tagen gesehen, und später nach dem Zusammenbruch sein Ausharren in Pflicht in Kolberg an der Ostsee erlebt, wo das deutsche Oberkommando in der Revolutionszeit saß. Immer blieb der Eindruck der menschlichen Seite seiner Persönlichkeit gleich. Ob er unter der Zurücksetzung, die das Hauptquartier im Westen niemals unterließ, gelitten hat, kann man schwer ermessen. Er pflegte über solche Dinge niemals zu sprechen. Es war aber etwa so: Wenn der General von Falkenhayn, der Chef des Stabes der damaligen deutschen Armee, zum Oberbefehlshaber Ost, also zum Generalfeldmarschall Hindenburg kam pflegte er mit seinem Adjutanten im Auto irgend ein Brot zu essen, damit er der Situation überhoben war, das Essen beim Stab Ob.-Ost einzunehmen. Als der nunmehrige General Hell, der Chef des Stabes des Generalfeldmarschalls Eichhorn, die Schlacht um Wilna schlug, stand ich bei ihm, als er selbsc am Ticker, einem Siemens- Apparat, auf dem er mit dem Großen Hauptquartier sprechen konnte, immer wieder, zuletzt fast in flehender Form um Hilfe bat, um die Schlacht, die vermutlich bereits im Jahre 1915 den Krieg im Osten beendet hätte, entscheidend durchzuführen. _ In dem großen Kessel von Wilna waren über fünf russische Korps abgeschnitten. Die •?rste deutsche Kavalleriedivision war in den mee einkesseln. Ein Plan, der, wie mir der General Hell später auseinandersetzte, gelungen wäre. In dem Augenblick, da deutsche Kavallerie die Düna überschritt, wäre es bereits für die Russen zum Rückzug zu spät gewesen. Aber Falkenhayn entschied sich, unter allen Umständen Sieg und Kommando dem General von Mackensen zu sichern, so daß der große Sieg bei Gorlice vielen Siegen aus den Jahren 1941 und 1942 ähnelte. Er wog nicht viel. Auf diese Dinge ist auch später nicht viel eingegangen worden. Aber ich bin der Meinung, daß nur allergrößte Ehrlichkeit in jedem Punkt auch innerhalb der höchsten Befehlsstellen überhaupt möglich ist. Im Grunde ironisch Weniger mit tragischen Akzenten belastet, taucht aus meinen Erinnerungen ein Zusammensein mit von Eichhorn, mit dem er als Leutnant zusammengestanden hatte und sein fünfzigjähriges Militärjubiläum feierte. Die Stimmung bei dem feierlichen Beisammensein Hindenburg bei einem seiner täglichen Spaziergänge Rücken der Russen gekommen und mußte durch Infanterie verstärkt werden. In dänischen und anderen ausländischen Zeitungen, die ich damals zu lesen bekam, standen schon die großen Siegesberichte über die den Krieg entscheidende Schlacht im Ostei. Aber diese Infanterie gab Falkcnhayn nicht her. Endlich schickte er eine sächsische Brigade, die marschmüde war. Der Kessel wurde von den Russen geöffnet Zwar wurde Wilna genommen und der große Vormarsch des Jahres 1915 begann, aber an großen Vormärschen war ja auch im ersten Weltkrieg kein Mangel. Als der berühmte Durchbruch bei Gorlice angesetzt wurde, hatten Hindenburg und Ludendorff die größten Bedenken gegen diese Operation. Ich habe später die Stelle gesehen, auf der mit Hindenburgs großer und starker Schrift am Rande des Planes das Wort „Hahnebüchener Blödsinn“ stand. Hindenburg wollte zunächst mit starken Kavalleriemassen die Düna überschreiten und vom Norden her den ganzen rechten Flügel der russischen Ar- an langen Tafeln war ziemlich offiziell. Als Hindenburg das Wort ergriff, wurde sie sofort kameradschaftlich und gelöst Er sagte nämlich, damals sei der Leutnant Eichhorn keineswegs so seriös gewesen, wie er jetzt als Generalfeldmarschall tue. Er sagte aber auch das Wort er sei im Schatten des Baumes aufgewachseu, den Bismarck gepflanzt habe, und könne daraus wohl in seinem Le ben nicht mehr heraustreten. Am Schlüsse, da man, wie das bei solchen Zusammenkünften selbstverständlich war, den Obersten Kriegsherrn leben ließ, war Hindenburg von seinen Erinnerungen so eingesponnen, daß er „den König“ leben ließ und sich dann, übrigens ohne jede Irritation, in »den Kaiser“ verbesserte. Nach der Feier saßen die beiden Generäle mit dem Chef Eichhorns, dem Obersten Hell, bei einer Flasche Rotwein zusammen. Hell winkte mich heran. Hindenburg forderte mich auf, über die politische Lage in Rumänien zu sprechen, von wo ich soeben kam. »Vom Militärischen verstehen Sie ja doch nichts, obgleich Sie darüber schreiben.“ Er war keineswegs einfach in seinen Bemerkungen, wi« man das so oft später hingestellt hat Er war im Grunde ironisch, machte aber von dieser Begabung im allgemeinen sparsamen und freundlichen Gebrauch. Es war übrigens ein schrecklicher Abend für mich; denn der alte Herr ergriff eine der Jubiläumskisten, die auf dem Tisch standen, und ich mußte eine ganz schwere Havanna rauchen. Die erste Zigarre meines Lebens. Sie war scheußlich schwer. Hindenburg selbst gab mir Feuer, und als er sein Feuerzeug zog, sagte Eichhorn: „Das stammt noch von Friedrich dem Großen persönlich“. Eichhorn war ja der menschlich aufgeschlossenste General, den man sich nur vorstellen konnte. Er wurde später in Kiew von einem russischen Kommunisten ermordet. Damals in Wilna sah er mich ein wenig mitleidig an, als er merkte, wie schwer ich mit meiner Zigarre kämpfte. Dann sah er seinen Chef, Hell, an, und der gab mir endlich die Möglichkeit, zu verschwinden. Es war wohl die schwerste militärische Zigarre, die mir verpaßt worden ist. Ich habe später in Hannover Hindenburg in seiner Villa diese kleine Geschichte erzählt, als er mir in einem grauen Zivilrock gegenübersaß. Er lachte schallend, aber sein Mitleid galt nicht mir, sondern er sagte: „Schade um die schöne Zigarre, sie war doch großartig!“ „Ich bin ein sehr alter Mann" Meine letzte Begegnung mit Hindenburg vor seinem Abschied von der Armee war in Kolberg. Alles war zusammengebrochen. Im Osten drangen polnische Insurgenten, in Wirklichkeit ausgebildete Truppen, schon gegen Bromberg in Richtung Berlin vor. Hindenburg hatte mir ein Telegramm nach Berlin senden lassen und mich um mein Erscheinen ersucht Es handelte sich um Briefe Wilhelms II., der gebeten hatte, daß sich der von ihm wenig bevorzugte Mann für ihn einsetzen solle, da ein Auslieferungsantrag an Holland damals lief, den aber schließlich Holland ablehnte. Als ich den großen alten Mann wiedersah, waren seine Augen wie blicklos vor Schmerz. Er hatte eine Handbewegung, mit der er sich über die Augen fuhr, die erschütterte. „Ich habe gedacht, dastehen zu müssen. Sehen Sie, so viele gingen. Ich bin ein sehr alter Mann. Wenn die Jungen sehen, daß ein so alter Kerl seine Pflicht tut, werden sich doch manche besinnen. Ich bin todmüde. Aber ich werde stehen, bis ich umfalle, so lange dieser alte Körper noch zu etwas gut ist. Für ein Beispiel. Für Deutschland.“ Es war die Zeit, da Trotzki in dem Funkspruch „An Alle“ erklärte, daß Deutschland für die bolschewistische Revolution gewonnen sei. Auf den müden, alten Augen stand da ein hoher, vielleicht der letzte Teil der Rettung Deutschlands vor der Anarchie. Andere fanden große, herzerhebende Worte für ihre nationalen Leiden, er tat — todmüde — seine Pflicht. Er war um diese Zeit zweiundsiebzig Jahre alt. Nachdem Hindenburg seine letzte Aufgabe, die Rückführung des Heeres und das Anhalten der Angriffe aus dem Osten, durchgeführt hatte, begab er sich nach der Unterzeichnung des Versailler Vertrages am 3. Juli 1919 zum zweiten Male in den Ruhestand nach Hannover, wo er in völliger Zurückhaltung lebte und mir einmal von dem Glück sprach, daß die Eilenriede so nahe war. Fast in ähnlichen Worten, wie sie Bismarck einmal gebraucht hatte, sprach er von der tröstenden Kraft, die der Wald ihm jedesmal gäbe. Bismarck hatte gesagt: „Wenn ich die Bäume nicht so liebte, wüßte ich nicht, wie ich leben sollte.“ Selbstverständlich soll dieser kleine Vergleich nicht etwa auf andere Bezirke ausgedehnt werden, und Hindenburg hat selber, als er Reichspräsident war und einmal in den alten Zimmern des ersten Reichskanzlers wohnen mußte, weil sein Palais umgebaut wurde, jeden solchen Vergleich mit dem „hohen Herrn“ sehr ernst und sehr nachdrücklich abgelehnt Er wußte von sich selbst ziemlich genau, wie weit 'ein Vermögen ging und gab sich wenig Illusionen über das politische Leben hin. (Fortsetzung folgt) Samstag, t Oktober 1050 B1KICK AM BODENSEE Von Dr. Dieter Stolz ein« Fülle barocker Kunst kirch- ” ' lieber und profaner Art umsäumt die Gestade des Sees! Sind sie doch wie ein lieh ter Kranz bunter Blumen, die ihn mit ihren Formen und Farben schmücken. Im benachbarten Württemberg war der Barock zuerst aufgetreten in der 1722 von Michael Beer errichteten Klosterkirche zu Weingarten, dem „Deutschen St. Peter“. Sie wurde zum Ausgangspunkt, von dem aus der Barock seinen Siegeszug am See antrat. Und neben diesem künstlerischen Ansatzpunkt geht parallel ein weltanschaulicher: das Vordringen der vor Neues Schloß Meersburg allem durch die Jesuiten getragenen Gegenreformation, in deren Gefolge als treuer Verbündeter der Barockstil gehört. Etwas unerhört Neues war mit diesem Barock in die kirchliche Baukunst und darüber hinaus in den äußeren Rahmen des kirchlichen Lebens überhaupt gekommen. Die bisherigen im gotischen Stil gehaltenen Kirchen mit ihrem Halbdunkel im Innern, der streng gegebenen Formgebung im Bau und Ausschmückung, im Schnitzwerk der Altäre usf. wurden nun plötz lieh überflutet durch einen Licht- und For menreichtum, der den Raum aufzulösen' schien In Farbe und Bewegung und ihn. aller Erden schwere enthoben, hinüber in das Transzendentale schwingen ließ, durch eine bis ins Gotteshaus getragene Welt- und Diesseitsfreude. Die Gestüten der Muttergottes und der Heiligen mit ihrem liebreichen Gesichtsausdruck, mit ihren geschwungenen, oft wie Wellenschaum erscheinenden Gewändern, die pausbäckigen, rosaroten Engelchen, sahen sie nicht alle ohne jede majestätische Küble und Unnahbarkeit im lächelnden Verstehen auf al! die Nöte der Beter und Beterinnen herab? Und die Gläubigen sprach dieser neue Stil an, er erhob sie und schien ihnen ein Abglanz der Herrlichkeiten des Jenseits. So besann man nun überall, wo immer man die Mittel zur Verfügung hatte, kirchliche und orofane Bauten im Barockstil zu errichten. Von Weingarten aus wurde die Prioratskirche Hofen (jetzt Schloßkirche in Friedrichshafen) zwischen 169? und 1702 von Meister Ch. Thumb erbaut und mit der bisher unbekannten Gipsstukkatur ausgeschmückt. Und dann folgt Bau auf Bau am See. Bald hatten unsere heimischen Künstler — man stößt am Bodensee immer wieder auf die gleichen Namen — ihre oberitalienischen Lehrmeister erreicht, in manchem sogar übertrof^n. Man lernte den Gips als „Stucco“ zunächst noch ungeformt, später direkt aufgetragen, von der gröbsten bis zur hauchdünsten Art anzuwenden und ihn so zu behandeln, daß er dem Marmor glich. Bald machte die Malerei dem Stuck den Vorrang streitig, der ihr schließlich aus Decken und Gewölben weichen mußte, auf denen dann großartige Fresken entstanden. Der ganze Verlauf des Barock von seinen Anfängen über den Hochbarock bis zum spielerischen Rokoko und zum Ausgang im Klassizismus tritt uns hier am Bodensee entgegen. Lassen wir einige der Glanzstücke vor unserem geistigen Auge erstehen, so drängt sich zunächst das Bild Birnaus, der Perle des Sees, auf. Einzig in seiner Verbindung von Farbe und Form, in seiner Aufgelockertheit, die aber nie in Unruhe oder Unstetigkeit übergeht, scheinen sich hier alle Künste zum Preis der göttlichen Majestät vereinigen zu wollen. 1746 bis 1750 von Peter Thumb errichtet, von dem Maler Götz und dem Plastiker J. A. Feuchtmayer ausgeschmückt, steht es im Uebergang vom Hochbarock zum Rokoko. Das benachbarte Salem errichtete seinen Klosterneubau 1709 auch im modernen Barockstil, wobei Bernhar- dusgang und das Wintdtre fektorium besonders hervorragende Zeugnisse barocker Stukkaturkunst sind. Und auch das gotische Münster, vom verheerenden Brand von 1697 verschont geblieben, mußte sich eine völlige Neugestaltung des Innern in barocker und klassizistischer Form gefallen lassen, wobei auch hier in Salem wieder der Name des Plastikers Feuchtmayer auftritt neben denen der Bildhauer Dürr und Wieland, den Schöpfern der zahlreichen Alabasteraltäre. An Meersburgs Neues Schloß, 1743 begonnen und im Rokokostil 1750 beendet, mit seinem prunkvollen Treppenhaus und der ebenfalls durch Feuchtmayer ausgeschmückten bischöflichen Hauskapelle schließt sich das Priesterseminar an, an dem der Italiener Begnato, Baumeister des Deutschen Ordens, der schon 1740 den Barockbau des Schlosses auf der Mainau errichtet hatte, mitwirkte. Konstanz zeigt den Barock vor allem in der Jesuitenkirche und -schule: Ueberlingen in der Franziskanerkirche, im Festsaal des Bechlin-Meldeggschen Geschlechterhauses u. a. Daß beide Städte den Barock nicht in verbreitertem Umfang aufweisen, liegt daran, daß die Blütezeit beider im 18. Jahrhundert vorüber war. Das gleiche gilt für Lindau, das uns im sogenannten „Cawacca“, heute . Heimatmuseum, ein schönes, barockes Bürgerhaus zeigt. Eines viel zu wenig bekannten herrlichen Kleinods muß noch kurz gedacht werden, der Wallfahrtskirche von Baitenhausen oberhalb Meersburg gelegen. Schon der von da aus gegebene Blick in das fruchtbare «Salemertal ist von einschmeichelnder Lieblichkeit. Die äußere Schlichtheit des Baues läßt im Innern nicht einen derartigen köstlichen Reichtum von zartesten Freskengemälden aus der Hand J. W. Baumgärtners, der auch schon an anderen Or- Das schöne Torhaus von Salem ten wie am Neuen Schloß in Meersburg mitwirkte, ahnen. So hat. der. Barock am Bodensee zu seiner natürlichen Schönheit noch einen herrlichen künstlerischen Schmuck geschenkt, der sich mit der Landschaft zu einer einzigartigen Harmonie verbindet. Die berühmte Kirche von Birnau Ein überaiteter „Jugendstil*, Karl Scheffler nimmt in seinem Buch - „Kunst ohne Stoff“ gegen die abstrakt« ■ gegenstandslose Kunst Stellung. Wir veröffentlichen einen Vorabdruck aus dem demnächst im Otto Pikreiter-Verlag; - Ueberlingen, erscheinenden Werk. „Mit dem Wort schlecht ist die abstrakte Malerei dennoch nicht abzutun. Sowohl das individuelle Leben wie das kollektive ist in Unordung gekommen, und die Kunst ist in die daraus entstandenen Ueberkompensierun- gen hineingerissen worden. Doch hat Kunst die unverlierbare Eigenschaft, niemals ganz negativ zu sein. Der Wunderspiegel ist zerschlagen, doch reflektiert jeder Splitter immer noch Leben, wenn er ins rechte Verhältnis zum Auge gebracht wird. Denn das Auge hat nun einmal die Schöpfungskraft, aus Teilen Ganzheiten aufzubauen. Das Sehen hat seine eigene Phantasie, und so kommt es, daß sogar das Dekomponierende noch Synthetisches enthält. In den Abstraktionen ist zuweilen Frappierendes, Zündendes und sogar Erschütterndes. Dieses aber müssen Elemente des Notwendigen sein. Die abstrakte Malerei entwächst nicht dem Unvermögen, nicht der Tatenlosigkeit und selbstverständlich auch . nicht dem bösen Willen: sie ist ein Produkt der Selbsthypnose, es ist geschichtliche Fatalität darin. Diese Stilmutation ist ein Barometer, das immer noch auf Sturm weist Kindisch wäre, das Barometer zu zerschlagen und zu hoffen, das Wetter werde sich dann ändern. Ebenso verkehrt ist es jedoch, die stofflos im Leeren umherirrende Malerei zu kanonisieren , und das Ende einen Anfang, ihre biologische Schwäche eine höhere Kraft zu nennen. Da der Maler liebt, was er darstellt, liebt er auch seine Abstraktion, er versucht, aus einer letzten Möglichkeit das Beste zu machen. In Wahrheit ist die unlogisch gerahmte abstrakte Kunst ein zu hohen Jahren gekommener .Jugendstil', mit dem Unterschied, daß . dessen Väter — von van de Velde bis Oberst — sich konsequenter zur architektonisch motivierender Form vorzutasten strebten. Di« Erkenntnis kann aber bei dieser historischen Einsicht hiebt stehen bleiben. Hugo Häring hat gesagt, in der Natur bezeuge der Verfall und die Zertrümmerung der Formen: diese hätten ihre Aufgabe erfüllt, sie wären nicht länger fähig, dem bauenden Gestaltungswillen der geistigen Kräfte als Organe zu dienen, es handle sich um eine Phase im Wachstum der geistigen GesamtwelL Dieser Gedanke verweist auf eine Regeneration, wenn auch auf eine langsame. Die stofflose Form gleitet ins Kunstgewerbliche und kritisiert damit sich selbst. Zugleich wächst in dunkler Stille neuer Mythus, und das ist eine neue Stoffwelt, die ein Jahrtausend wird speisen können. Vom Stoff aus wird dann auch die Form eine Wiedergeburt erleben, ein echter Stil, kein neuer Ismus. Inzwischen möge der Selbsttäuschung gesteuert werden. Samstag, 7. Oktober 1950 (R a&yijA id Badischer Haushalt angenommen Zweitägige Generaldebatte im Freiburger Kaufhaus Drahtbericht unseres Freiburger Dr. W.-Vertreters) Freiburg. Die am Donnerstag einsetzende Debatte über den Etat 1950 war sachlich und leidenschaftslos. Schon bei dem sozialdemokratischen Redner war sie durchsetzt mit kritischen Aeußerungen zu der Abstimmung über den Südweststaat Auch in der Rede des Vorsitzenden der demokratischen Fraktion nahm diese Frage einen erheblichen Raum ein. Die Ausführungen Dr. Waeldins fanden infolge ihrer Objektivität die Aufmerksamkeit des ganzen Hauses und zeigten einen Weg, auf dem die Zusammenschlußfrage ohne das Eingreifen des Bundes vielleicht bereinigt werden kann. Als erster Redner zollte Abg. D i ch t e 1 (CDU) der Sparkommission, die das vorhandene Defizit stark senken konnte, uneingeschränktes Lob. Wenn auch die Etatkunst de« Finanzministers anerkannt werden muß, so könne man doch nicht darüber hinwegsehen, daß manche Ausgabe, die im Interesse der Volkswohlfahrt zweckmäßig gewesen wäre, unterblieben sei. Dfe Entscheidung über die Durchführung der Beschlüsse des Landtags sei vielfach auf den Finanzminister übergegangen, womit sich der Landtag nicht einverstanden erklären könne. Der Redner unterstrich die Notwendigkeit einer Entlastung des Staates durch Abbau seiner Aufgaben. Als aktive Leistung der Regierung bucht der Redner die Entwicklung auf dem Bau- markt. Bis spätestens Februar nächsten Jahres müsse man dem Landtag ein Vorwegprogramm für 1951 vorlegen. Es sei bedauerlich, daß sechs Jahre nach dem Kriege viele Familien noch nicht in ihre Wohnungen zurückkönnen, die einschließlich der Einrichtung von der Besatzung beschlagnahmt seien. Beim Etat des Ministeriums der Wirtschaft und Arbeit unterstreicht der Redner die ausgezeichnete Sozialpolitik Badens. Nach dem kommenden Bundesversorgungsgesetz würden sich die Kriegsbeschädigten und deren Hinterbliebene schlechter als nach badischem Versorgungsrecht stellen; infolgedessen bringe die Fraktion der CDU den Antrag ein, für Baden «ne tragbare Uebergangsregelung, gegebenenfalls unter finanzieller Beteiligung des Landes, zu schaffen. Zum Etat des Kultusministeriums befürwortet der Redner erneut die Verlegung des Schuljahrbeginns auf Ostern. Den Lehrern, die erst ab 1934 ihr freireligiöses Herz entdeckt hätten, spricht er das Recht auf Förderung ab. Er schließt mit dem Bemerken, daß der Etat zwar nicht zu 100 Prozent befriedige, daß man aber der Regierung mit Recht die Anerkennung für ihre Arbeit durch Annahme des Etats nicht versagen könne. Die Rede des Abg. J ä ck I e (SPD) bekundet ein starkes Mißtrauen gegen den Optimismus des Finanzministers. Die Sozialdemokratie wünsche eine Auswahl der Polizisten und auch der Beamten nicht durch Gesinnungsschnüffelei zu treffen, sondern durch 'die Herbeiführung der sozialen Voraussetzungen, unter denen sich der Einsatz für den Staat von selbst ergebe. Der Preisüberwachung müsse mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bei einer Neubildung des Landeswirtschaftsrats dürften die Gewerk schäften nicht nur mit sieben Mitgliedern berücksichtigt werden. Ueber den Etat des Landwirtschaftsministeriums wolle er sich im einzelnen nicht auslassen, da die Landwirtschaft nach dem Satz „Lerne klagen, ohne zu leiden“ schon für sich selbst sorge. Die Verbesserung d. Kriegsbeschädigtenversorgung durch ein Uebergangsgesetz sei ein Verlangen, für das alle badischen Abgeordneten ein- treten müßten. Auch dieser Etat werde Abstriche durch die Verwaltung bringen, die Finanzbasis des Landes reiche eben nicht aus, um Baden selbständig bestehen zu lassen. Seine Partei lehne deshalb den Etat ab. Dr. W a e 1 d i n (FDP) erklärt, auch in Baden stehe man unter dem Gesetz der wachsenden Staatsausgaben, wobei es auch die Besatzungsmächte leider an Verständnis mangeln ließen. Diesem Gesetz müsse nunmehr eine Grenze gesetzt werden, wobei die Neugestaltung der Länder eine wesentliche Rolle spielen würde. Damit kommt Dr. Waeldin auf die Abstimmung über den Südweststaat; die kleine altbadische Mehrheit sei nicht als Vertrauensvotum für die Regierung anzusehen. Rechtlich bindende Verpflichtungen kämen der Befragung nicht zu, und man dürfe daraus keine politischen Schlüsse ziehen. Beachtung verdiene die Tatsache, daß die an Württemberg grenzenden badischen Landesteile für den Südweststaat gestimmt hätten. Man dürfe in Südbaden keine einseitige Wirtschaftspolitik treiben and die Länderbildung nicht von der Konfession abhängig machen. Die Heimatliebe sei kein Privileg der Altbadener. Der Staatspräsident solle sich bei seinem bevorstehenden Besuch in Lahr davon überzeugen, was eine heimatliebende Bürgerschaft leiste, auch wenn sie sich für den Südweststaat entscheidet. Man müsse an den Beschluß des Landtags vom 24. September 1948 anknüpfen, der einen Zusammenschluß der Länder auf Grund der Karlsruher Beschlüsse verlange. Als letzter Redner der ersten Garnitur polemisiert Abg. Büche (KPD) gegen die Maßnahmen des Innenministeriums zur Verhinderung der FDJ-Demonstrationen am 1. Oktober sowie gegen die Bundesregierung. Seine starken Ausfälle bringen ihm einen Ordnungsruf ein. 1 Am Nachmittag wird in die Debatte über die Einzelpläne eingetreten. Bei Einzelplan über Volksvertretung, Landtag und Rechnungskammer kritisierten Abg. Men ge s Vom Prinzenpalais zum Bundesgericht Die politische Strafjustiz ln Deutschland - Für Hoch- und Landesverrats- verfahren ist fortan Karlsruhe zuständig Wenn am'morgigen Sonntag in Karlsruhe in einem feierlichen Staatsakt Bundespräsident Prof. Dr. Heuß den Deutschen Bundesgerichtshof »einer Bestimmung übergeben wird, sind genau drei Monate verstrichen, daß mit den Wiederaufbauarbeiten am ehemaligen Erbgroßherzoglichen Palais in der Kriegstraße begonnen wurde. Was viele nicht für möglich hielten, ist Wahrheit geworden: die Bauarbeiten, bei denen mitunter bis zu 300 Männer beschäftigt waren, wurden termingemäß fertiggestellt. Der repräsentative Bau, umgeben von einer parkähnlichen Gartenanlage, bietet in seiner hellgrauen Farbe und mit einer großen Kuppel einen geradezu festlichen Anblick. Wirft man einen Blick zurück in die Geschichte dieses Hauses, das mit der polit. Geschichte des Landes so eng verknüpft ist, so stellt man fest, daß an dieser Stelle schon seit 1817 ein Prinzenpalais des badischen Fürstenhauses stand, daß aber unser heutiger Bau erst 1894 unter Prof. Dr. Durm erbaut und bis 1918 als Erbgroßherzogliches Palais benützt wurde. In gediegener Form erstellt, war es als Behördensitz in der Zeit von 1918 bis 1944 wie geschaffen, bis es durch Luftangriffe starke Zerstörungen erlitt. Nach dem Kriege wurde das Bauwerk notdürftig überdacht, um es gegen Witterungseinflüsse zu schützen, es sollte als Badisches Landesmuseum wiederaufeebaut werden. Als der Monate währende Streit um den Sitz des Deutschen Bundesgerichtshofs entschieden war, bewilligte der Württemberg- Badische Landtag die Mittel mit 1,3 Millionen DM zum Auf- und Ausbau des Hauses, der in 63 Tagen bewältigt wurde. Es mußten dabei 2500 cbm Schutt beseitigt, 1300 am neues Mauerwerk aufgeführt, über 3800 neue Bodenbeläge, 3700 qm Deckenputz, 135 neue Türen, 147 neue Fenster. 18 500 qm Malerarbeiten, 500 qm Glasoberlicht 239 neue Heizkörper und 11500 m Elektroinstallationen gemacht werden. Jetzt hat das Haus den Charakter eines repräsentativen Bürogebäudes. Es umfaßt 5 Sitzungssäle, 90 Diensträume, einen Erfrischungsraum mit moderner Küchenanlage. Ein Personenaufzug verbindet die einzelnen Stockwerke. Hervorzuheben ist die Ausstattung des Plenarsaales mit der großen Freitreppe nach dem Park. Die Säulen und Pfeilerkapitäle sind von Bildhauer Prof. Sutor entworfen und ausgeführt. Im Aeußeren ist das Bauwerk belassen, wie es uns überkommen ist Mit der von Bundespräsident Prof.'Dr. Heuß ausgesprochenen Ernennung des seitherigen Oberlandgerichtspräsidenten von Bamberg, Dr. Hermann Weinkauff zum Präsidenten des Deutschen Bundesgerichtshofes, hat am 1. Okt. der Bundesgerichtshof in Karlsruhe seine Tätigkeit aufgenommen. Mit dem Präsidenten sind zugleich der kommissarische Oberbundesanwalt Dr. Carl Wiechmann und 11 von den 54 Bundesrichtern in Karlsruhe eingetroffen. Aus Bonn sind in den letzten Tagen 11 große Lastzüge mit Büromöbel aller Art eingetroffen, ein weiterer Teil der Inneneinrichtungsgegenstände wird von der Landesregierung Württemberg-Baden gestellt. Von der Staatskanzlei in das Bnndesgericht Freiburg. Ministerialrat Dr. Richard Se- lowsky von der Badischen Staatskanzlei wurde durch den Richterwahlausschuß zu einem der elf Bundesrichter am neugeschaffenen Bundesgericht gewählt Dr. Selowsky, der nun aus dem badischen Staatsdienst ausscheidet, wurde 1899 in Dresden gebaren, war von 1920 bis 1938 Notar und Rechtsanwalt in Berlin. 1938 wurde er aus Deutschland verwiesen und begab sich nach Frankreich, wo er nach der Besetzung im Jahre 1941 in ein Konzentrationslager eingeliefert wurde. 1947 wurde Dr. Selowsky der Badischen Staatskanzlei zugeteilt, wo er zum Regierungsdirektor und später zum Ministerialrat emapnt wurde. (Dem.) und Dr. Haas (SPD) insbesondere, daß der Staatspräsident sich bei seiner Propaganda für Altbaden in Gegensatz zu dem Beschluß des Parlaments gestellt habe. Bei dem mageren Ergebnis der Abstimmung werde es nicht möglich sein, Nordbaden von Württemberg zu trennen. Betrete man den Weg, den Dr. Waeldin vorgeschlagen habe, so könnten für Baden noch die Sicherungen erreicht werden, die man bei der Regelung durch den Bund wahrscheinlich nicht werde erlangen können. Beim Etat des Ministeriums des Innern wurde vom Abg. Stephan (SPD) bemängelt, daß keine Mittel für Kehl in |dem Etat ausgeworfen seien, was man aus psychologischen Gründen nicht hätte unterlassen sollen; ein Antrag der Sozialdemokratie soll dem abhelfen. Ein Zwischenruf des Finanzministers klärt darüber auf, daß der Bund voraussichtlich 2 Millionen DM für Kehl auswerfen wird. Abg. Dr. Schlapper CCDU) weist darauf hin, daß alle Gerüchte Baden-Baden würde als Luxusbad ausgestattet, falsch seien. Die Stadt lege den allergrößten Wert auf die Betreuung der Sozialversicherten. Das Landesbad werde zu diesem Zwecke weiter ausgebaut. Abg. Reuter (CDU) bemängelt, daß bei dem Entschädigungsgericht aus Mangel an Personal 20 000 unerledigte Anträge vorliegen, die zum Teil vor 2 bis 3 Jahren eingegangen seien; 600 bis 800 neue Anträge liefen monatlich ein. Hier müsse geholfen werden. Die Debatte geht dann sehr in die Breite, und Abg. Hilbert (CDU) weist mit Recht darauf hin, daß die Wünsche und Anträge hätten bei den Ausschußberatungen vorgebracht werden sollen. Er beantragt, am Freitag nur den Hauptrednern der Fraktionen 10 Minuten Redezeit zu jedem Einzeletat zuzubilligen und allen weiteren Rednern nur fünf Minuten. Als der Antrag mit 18 gegen 15 Stimmen der Linken, eines Teils der Demokraten und einzelner CDU-Angehöriger bei 5 Enthaltungen angenommen wird, erklärt die Sozialdemokratie, daß sie sich Vorbehalte den Beratungen am Freitag fernzubleiben. In der Freitagsitzung erfuhr man auf Grund einer kurzen Anfrage, daß das Flüchtlingsgesetz im Entwurf fertiggestellt, jedoch bisher im Landtag nicht vorgelegt worden ist, weil ein Bundesgesetz über die gleiche Materie in Aussicht steht, das aber vom badischen Entwurf wesentlich abweicht. Der Landtag nimmt dann ein Gesetz über eine Aenderung der badischen Gemeindeordnung ohne Debatte in zwei Lesungen an. Es handelt sich darum, daß in den Gemeinden Villingen, ISäckingen, Neustadt und Gaggenau 1948 keine Bürgermeisterwahl zustande kam, so daß ein kommissarisrher Bürgermeister ernannt wurde, dessen Amtszeit am 31. 12. 1950 abläuft. Das Gesetz legt fest, daß die Bürgermeisterwahl nunmehr durch die Wahlberechtigten und nicht durch den Stadtrat erfolgen soll. Der Etat des Justizministeriums gibt am wenigstens zu Beanstandungen Anlaß. Von den Anregungen, die gegeben werden, sei die | erwähnt, den Gebührenanteil der Gemeinden 'für die Führung des Grundbuches zu erhöhen, die Erhöhung aber den Hilfsbeamten der Gemeinden zukommen zu lassen. Beim Etat des Finanzministers beleuchtet Abg. Dr. Hoffmann (CDU) die Auswirkung dieses Haushalts auf die Gemeinden. Er wendet sich dagegen, daß die vom Staat zum Wiederaufbau gegebenen Beträge nur für die Enttrümmerung gegeben werden. Es habe keinen Zweck, Enttrümmerungen ohne sofortigen Wiederaufbau vorzunehmen. Der Redner hofft auf einen baldigen, die Interessen der Gemeinden wahrenden Lastenausgleich. Eine Ueberbrückung könnte durch eine vom Bund gegebene langfristige Anleihe geschaffen werden, für die er die Vermittlung des badischen Staates erbittet. Ein Antrag des Abg. Schieler (SPD) auf Erstattung der Ausfälle, die die Gemeinden an Grundsteuer infolge Kriegsschäden erlitten, wird mit den Stimmen der CDU abgelehnt. Bei dem Etat des Wirtschaftsministers wird von allen Rednern gefordert, daß die Preise durch Abbau unberechtigter Verdienstspannen gesenkt werden und ein Einschreiten der Preisprüfungsstellen verlangt. Abg. Schneider (CDU) regt an, daß die Zuschüsse der Städte zu der Verwaltung der Krankenhäuser von den Versicherungsträgern übernommen werden, damit die Städte die Mittel für weiteren Ausbau der Krankenhäuser verwenden können. Einstimmig angenommen wird ein gemeinsamer Antrag der CDU, FDP und SPD auf eine Uebergangsregelung der Bezüge der badischen Kriegsbeschädigten und deren Hinterbliebenen im Hinblick auf das in Aussicht stehende Bundesversorgungsgesetz mit seinen geminderten Sätzen. Beim Etat des Landwirtschaftsmini, steriums stellte Abgeordneter Matt (SPD) fest, eine systematische Feldflurbereinigung würde eine Ertragssteigerung von 10 bis 15 Prozent mit sich bringen. Abg. Vielhauer (DP) und Burger (CDU) vertreten eine große Zahl von Forderungen, die Anregungen zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produkte und Organisation bezwecken. Zum Kultusetat vertrat Abg. S ch i el e r die Wünsche der sozialdemokratischen Opposition, Er wandte sich u. a. gegen die Absicht, eine Kirche in den neuen Freiburger Kliniken izu errichten, solange noch Zimmer für Kranke .fehlen.. • HrsnC J?r. Teutsch (FDP) begrüßte das''Bestreben, an der Volksschule Uzü«sricht in einer Fremdsprache einzuführen. Abg. S ch n e i d e r (CDU) wandte sich unter dem Beifall des Hauses gegen den übertriebenen Naturschutz. Er lehnte die Ansicht ab. daß im Kultusministerium eine „schwarze Diktatur“ herrsche. In der Abstimmung wurde der Kultusetat gegen acht sozialdemokratische Stimmen, bei einer kommunistischen Enthaltung angenommen. Als einmalige Ausgaben wurden u. a. noch bewilligt für den Ausbau des Rathauses in Gengenbach 20 000 DM, und für das Münster in Breisach 30 000 DM. Dem außerordentlichen Ha u s h a 11- stimmten auch die Sozialdemokraten zu, weil er den Wohnungsbau fördere. Der außerordentliche Haushalt wurde mit zwei Enthaltungen bewilligt. Das Haushaltsgesetz wurde dann in erster und zweiter Lesung mit 32 gegen 8 Stimmen bei 2 Enthaltungen angenommen. Nachdem der Staatspräsident allen gedankt hatte, die an der Verabschiedung des Etats beteiligt waren, wurde die Sitzung geschlossen. Vom Tankstellen wart zum Schulzen Der „Schrecken des Albt als" wurde Strac Verteidiger Hoffmann zum Verhängnis Karlsruhe. (SWK) Die aufsehenerregende Verhaftung des bekannten Karlsruher Strafverteidigers, Stadtrats und Mitglieds des Württemberg-Badischen Staatsgerichtshofes und bis 1948 führenden VVN-Angehörigen, Rechtsanwalts A. Franz Hoffmann, beschäftigt die Öffentlichkeit in ganz Südwestdeutschland. Ihm wird, wie bereits gemeldet, Begünstigung seines Mandanten, des Karlsruher Holzhändlers Gustav Lang, vorgeworfen, eines etwa 40 Jahre’alten „Kaufmanns“ An Lang erinnern sich die Bewohner des Albtals nicht mehr gern. Im Jahre 1945 führte er nach dem Einmarsch der Franzosen in Herrenalb ein tyrannisches Schreckensregiment, nachdem er sich prompt vom Tanksteilenwart zum Bürgermeister des berühmten Kurortes ernannt hatte. Erpressungen wechselten mit Denunziationen, Amtsunterschlagungen mit Betrügereien am laufenden Band. Ein Jahr lang zitterten die Einwohner vor den Gewaltmaßnahmen ihres „Bürgermeisters“, der vorübergehend auch kommissarischer Bürgermeister von Wildbad war. Wegen all dieser unschönen Dinge wartet der Tübinger Staatsanwalt mit offenen Armen auf ihn. Vorher wird man ihm aber erst in Karlsruhe den Prozeß machen. Zwei Todesopfer durch Hochspannung Donaueschingen. Der Betriebsleiter des Städtischen Elektrizitätswerkes Bräunlingen, [Wilhelm Schmidt, und der Elektromonteur Martin Reichmann verunglückten am Freitag Leitung in einer Siedlung in Bräunlingen der Fernleitungsdraht mit der 6000 -Volt-Leitung in Berührung kam. Die beiden Verunglückten sind Väter von je fünf Kindern. Fahrt in den Tod Emmendingen. Ein aus Richtung Freiburg kommender Personenwagen geriet beim Bremsen in einer Kurve der Emmendinger Ortseinfahrt ins Schleudern und fuhr gegen einen Lastzug. Der vordere Teil des Pkw wurde durch die Wucht des Aufpralls zertrümmert Der Fahrer, der 40 Jahre alte Dr. Hermann Fischer von den Wisco-Werken in Kandern war sofort tot. Seine beiden Begleiter, ebenfalls Angehörige der Wisco-Werke, wurden schwer verletzt. Rita Hayworths „Partner“ kommt vor Gericht Karlsruhe. (SWK) Wie unser Korrespondent von zuständiger Seite erfährt, findet die Verhandlung gegen den 31jährigen Robert See- ger, der sich als charmanter Hochstapler in der Nachkriegszeit hochtönende Namen zugelegt hatte, nach abenteuerlicher Laufbahn schließlich als „General Pitt“ und Frühstückspartner von Rita Hayworth, der amerikanischen Filmschauspielerin und jetzigen Prinzessin, weithin von sich reden machte, voraussichtlich im Laufe des Monats November vor der Karlsruher Strafkammer statt. „Pitt“, dem in sensationellen Reportagen der Titel | eines „Königs der Hochstapler“ zuerkannt worden war, landete schließlich im Unter- — i' j. j.— " tun icuag-iwuiuni war, ianaeie scnliemicn im imittag tödlich, als beim Aufziehen einer Frei- suchungsgefängnis seiner Heimatstadt. Samstag, 7. Oktober 1950 Aus König Fußballs alten Zeiten Erinnerungen an Ernst Hollstein und andere Ernst Hollstein, dem vor kurzem Verstorbenen sollen diese letzten Worte gelten. Als er 191* Offenburger Bürger wurde, war das der unvermutet frühe Abschluß einer strahlenden Laufbahn, deren Gipfel er noch lange hätte halten können. Aber der Beruf ging ihm vor und seine Bewunderer mußten, damals schon traurig, ihn aus dem Star-Ensemble des KFV (Karlsruher FV) scheiden sehen. Sie hatten guten Grund, ihm nachzujammern. Denn sie wußten nur zu gut, daß der Spruch: „Wir werden seinesgleichen niemals wieder sehen!“ hier wirklich ein Mal seine fatale Bestätigung gefunden hatte. Wirklich war mit seinem unfreiwilligen Abgang die erste Bresche in den Bau der Meisterelf gerissen, bald darauf zerfiel sie und der einst berühmteste Verein des Fußball-Kontinents ist seitdem nie mehr auch nur annähernd das geworden, was er damals war. Hollstein kam in Jene 05/06er Elf der KFVler, die deren I. Generation abschloß, und ihren Höhepunkt "bildend, durch einen Formfehler von den Meisterschaftsspielen ausgeschlossen wurde, obwohl sie als Beste Deutschlands allgemein anerkannt wurde. Mit dem „Spitzentänzer“ des Fußballs, Fritz G u t s c h , Zusammen bildete er das glänzendste Verteidigerpaar, das Je einem deutschen Club angehörte. Wenn ein Mann wie der Alt-Nürnberger Hans Hofmann, der als Ehrenpräsident des (Nürnberger) „Clubs“ doch sonst seine Leute bevorzugt, das noch 1936 feststellte, dann darf man es ruhig glauben. Wobei nur hinzugefügt sei. daß unter dem seit 19*5 bestehenden *-Mann-Abseits ein derartiges Zusammenwirken, wie es diese zwei auszeichnete, nicht mehr möglich ist. In Jenem 06er Jahr, in dem die I. Generation des KFV (Karlsruher Fußballverein) infolge des Weggangs Dr. Ivo Schrickers. des langlährigen FIFA- (Fußball-Weltverbands)-Sekretärs, und Wetzlers, des genialen Mittelstürmers und „unbezahlten wie unbezahlbaren Trainers“, ihre überragende Stellung verlor, entstand auch das Fußball-Leben in Offenburg. Früh genug, ebenfalls ein Beweis, wie Musterland Baden damals auch in fußballerischen Dingen ganz Deutschland voran ging. Verständlich, hatte doch in Karlsruhe der Fußball unter englischem Einfluß bereits nach dem 70/71er Krieg zu rollen begonnen: Der Gymnasial F. C., das war der eigentlicher Vorläufer des KFV, aus dem dieser sich entwickelte. Während sich der FC Offenburg in der Folgezeit mit Zabern, Bischweiler, Lahr, Straßburg-Neudorf und Cäsar sowie anderen herumschlug, begann der KFV unter der behutsamen Leitung des größten Fußball-Lehrers, des ehemaligen Blackburn Rovers Linksaußen, William Townley, sein „come back“ und schaffte es auch. Zu den großen Fußball-Duellen der Südkreis-LIga, die aus Baden, Württemberg und dem Elsaß bestand und ihresgleichen in Deutschland suchte, steuerte Offenburg auch den besten Schiedsrichter, den Professor Willy Winkler bei, aus — Offenburg —, wie man nie verfehlte hinzuzufügen. Dieser gefürchtete Mann wies 'mal sogar den Titanen Max B r e u n i g , des KFV Mittelläufer und Spielführer vom Feld, als er von vier bis fünf Mannheimern gestellt, seinen gröbsten Quäler, den späteren Schweizer Internationalen Rötheli, mit einem fairen Schulterrempler auf den — Hintern — gesetzt hatte. Das war ein kolossales Versehen, allein der SChwyz- zer hatte Winkler mit lauter „Foul“-Geschrel momentan die Besinnung geraubt! Und es passierte auch beim gleichen Schiedsrichter, daß Ernst Hollstein, dem fairsten aller Spieler, die einzige Regelwidrigkeit seines Lebens unterlief. Von der unglücklichen Deutschmeister- schafts-Zwischenrunde 1911 (0:2 gegen VfB Leipzig) an, bis zum 7. Januar 1912 hatte er gefehlt. Das Gewerbelehrer-Examen wollte bestanden sein, da war keine Zeit mehr für das Spiel. Aber nun war er als Junger Lehrer in Offenburgs Gewerbeschule eingezogen, nun war er wieder für seine Mannschaft frei. Sie brauchte ihn bitternotwendig, denn das entscheidende Treffen gegen den Rivalen „Phönix" stand bevor. Doch noch galt es den schweren Gang mit den Pforzheimem. Und als sein Nebenmann Max Schwarze, ein Spieler fast wie Gutsch, der '09 leider die Stiefel ausgezogen und so diese ideale Verbindung mit Hollstein gelöst hatte, infolge einer Meniskus-Verletzung zusammenbrach, lastete die ganze Schwere der Abwehr auf ihm allein. Die Goldstädter griffen mit erhöhter Energie an, ihr „kleiner“ Rechtsaußen Meier war wie aufgezogen, er ging sogar Holls*ein durch. Und da langte ihm dieser mit dem rechten Fuße nach. Es war mehr eine Reflexbewegung als Absicht. Als Prof, Winkler (aus Offenburg, nicht zu vergessen!) den Elfmeter verhängte, als dieser — ich weiß nicht mehr von wem: m. E- von dem „gelegten“ Meier selbst? — verwandelt wurde, stand Hollstein wie mit Blut übergossen da. Ich habe nie einen Spieler gesehen, der sich so geschämt hätte wie er! Das ist ihm ein einziges Mal passiert, daß er der Versuchung unterlag. Begreiflich und entschuldbar, nachdem er acht Monate ausgesetzt. Ja nicht einmal trainiert hatte. Acht Tage später überbot er gegen Phönix alles. Wer nicht ermessen sollte, was das bedeutet, der möge wissen, daß die rechte Doppelflanke des Ex-Meisters: Wegele-Fritz Reiser die stechendste Waffe war, die man sich vorstellen kann. In Verbindung mit seinem linken Läufer Bosch, ebenfalls einem hocheleganten Mann, brach Hollstein die blauschwarze Flut. Dazu kamen berechnetste Stöße aller Sorten von flachweiten bis zum Riesenschlag, der von einem Dom-Kirchendach herunterzukommen schien und doch auf den Fuß des Linkaußens Kächele abgepaßt war. Einen Kopfball-Zweikampf focht er mit „Wiesel" Wegele aus und gewann, obwohl ihm beim Üusammenprall das Haupt „aus dem Leim zu gehen“ drohte. Ja, daß er wie kein Zweiter köpfein konnte, haben selbst Jene gemerkt, die die feinsten Punkte seines Spiels nie begriffen. Und daß er mit einem Kopfstoß aus gut dreißig Metern, weit links, etwa fünf Meter außerhalb des Strafraums stehend, eine ganz weit nach hintengehepde Ecke zum einzigen entscheidenden Tor gegen die Union Stuttgart (heute Stuttgarter SC) verwandelte, hat ihm nur einer annähernd nachgemacht. Das war aber kein deutscher Fußballer, sondern der Engländer Joe Smith, Spielführer der Cup Figthers Bolton Wanderers. Damals Englands bester Halblinke setzt« er auf dem Münchner Oberwiesenfeld gegen die Bayern aus 28 Metern eine Ecke um. Aber während er völlig unbewacht war, hingen an Hollstein mindestens drei lange schwere Gegner. Und Unions Torwart „Bär“ Rottweiler, einer der Besten im Süd, war an Jenem 11. Novembertage unschlagbar, was man vom Bayernhüter Hopper- dietzl gerade nicht behaupten kann. Mit diesem Fußballer-Lebensbild sei dem Leser das Wirken eines Sportsmannes ohne gleichen nähergebracht. Sein vor kurzem erfolgter Tod hat die Blicke der Sportwelt auf die zu Füßen des Schwarzwaldes arbeitende und hämmernde Stadt gelenkt, wie damals als Halbrechter Sichert als gut genug für die Elf der in Württemberg dominierenden Stuttgarter Kickers befunden wurde und „Papa“ Wohlschlegel die ehemalige freie „Reichsfeste“ zur Aufstellungszentrale der vielbeschäftigten glänzenden Süddeutschen B-Elf machte. Joseph Michler München contra Nürnberg-Für*h Interessante Paarungen bei der Oberliga Süd „Club* contra „Bayern“ im Süden Beim Duell der Nürnberg—Fürther gegen die Münchner Vereine wird es sich zeigen, welche der bayrischen Mannschaften als schärfster Widersacher für den Tabellenführer FSV Frankfurt zu gelten hat. Der Fußballsportverein hat beim SV Waldhof ein sehr schweres Spiel vor sich. Aber die Waldhöfer sind in diesem Jahr weit von ihrer sonstigen Form entfernt, sodaß der Platzvorteil allein noch keineswegs einen Erfolg gegen die spritzigen Frankfurter gewährleistet. Weit mehr wird das Spiel 1. FC Nürnberg—Bayern München die Massen mobilisieren. Im Vorjahr triumphierte Jedesmal der Club mit 4:2. Da sich die Noris aber keineswegs als die unbezwingbare Burg (Singen!) erwies, könnte man den Bayern schon mehr als ein Unentschieden, das am nächsten liegt, Zutrauen. Für die Münchner „Löwen“ wird es Zelt, durch eine gute Leistung den lahmen Eindruck der letzten Spiele zu verwischen. Ob die Kleeblättler das richtige Objekt sind, um eine zunehmende Kampfstärke zu beweisen? In den übrigen Spjelen sind Siege der Gastgeber zu erwarten, mit Ausnahme von Reutlingen, das gegen Kickers Offenbach auf verlorenem Posten stehen dürfte. Oder wollen es die Reutlinger einmal den Singenem nachmachen, die schon ganz nette Ueberraschungen bescherten? Bleibt Bayern Ho! vor Jahn Regensburg ? Von den beiden Tabellenersten der zweiten Südliga muß Spitzenreiter Bayern Hof in Arheilgen antreten, während die starke Jahn-Elf Hessen Kassel empfängt. Verfolger Stuttgarter Kickers reist zum Schlußlicht SV Tübingen und hat reelle Chancen, den Anschluß zur Spitze auch weiterhin zu hakten. Die schwachen Vorstellungen der Universitätsstädter, sowohl zu Hause als euch auswärts, lassen kaum auf einen Sieg hoffen, der übrigens der erste in dieser Saison wäre. Auch Konstanz hat in Karlsruhe-Durlach ein schweres Spiel vor sich. Die Durlacher sind wohl weit von ihrer Bestform entfernt, aber auf eigenem Platz äußerst gefährlich. TJlm' 46, der Bezwinger des VfL Konstanz, verlor bei den Karlsruhern immerhin mit 0:4 Mit etwas Glück müßten die „Seehasen“ jedoch ein Unentschieden mit nach Hause nehmen können. Der FC Freiburg hingegen hat in seiner derzeitigen schwachen Form ln Wiesbaden wenig Aussichten, zu einer Punkteteilung zu kommen. Die Wiesbadener sind langsam aber sicher im Kommen, und ihr Jetziger Tabellenplatz täuscht über das tatsächliche spielerische Können der Kurstädter hinweg. Der alte ruhmreiche FFC wird wohl nach dem nächsten Spielsonntag auf einem der letzten drei Plätze zu finden sein. Recht ausgeglichen erscheinen dagegen die Paarungen, Vikt. Aschaffenburg — 1. FC Pforzheim, TSV Straubing — ASV Cham, Union Bückingen — Wacker München und Ulm 46 — 1. FC Bamberg. Hier haben alle beteiligten Mannschaften gleichgroße Chancen. VilÜnoen weiter ungefährdet? Die Spiele der L südbadischen Amateurliga Auch am kommenden Spielsonntag sollte dem Spitzenreiter FC Villingen die Führung nicht zu entreißen sein. Villingen spielt auf eigenem Platz gegen den SC Baden-Baden, der noch immer nicht zu seiner Vorjahrsform zurückgefunden hat. Die letzte Vorstellung der Kurstädter am verengerten Sonntag gegen die durch Abgänge geschwächten Rastatter ließ Jedenfalls Viele Wünsche offen. Kuppenheim, Inhaber von Platz sechs, müßte zu Haus stark genug sein, um die Gäste aus Ottenau zu schlagen. Allerdings darf die ehrgeizige Gast-Elf nicht unterschätzt werden Im Freiburger Lokal- Derby zwischen FT/SC FreibOTg und Blauweiß sollte der Gastgeber auf Grund seiner reiferen Solei weise zu zwei weiteren Punkten kommen, denn Blauweiß lieferte bisher noch nicht den Beweis einer überdurchschnittlichen Elf in dieser Meisterschaftsrunde. Hecht ausgeglichen erscheint hingegen die Begegnung in St. Georgen. Hier trifft der gastgebende Verein auf den Tabellenneunten VfB Ackern, der erst geschlagen sein will. Ein Unentschieden käme nicht als Ueberraschung. Der Nachkömmling ASV Freiburg wird es schwer haben, in Schopf heim zu bestehen. Die Gastgeber dürfen als Sieger angesehen werden. Und auch Weil, obgleich auf eigenem Platz spielend, wird gegen den Gast aus Lörrach nicht viel zu bestellen haben. Mit das interessanteste Spiel findet aber in Offenburg statt, wo zur „Orienauer Herbstmesse“ ein rechter Messeschlager in der Begegnung Offenburger FV — Lahrer FV geboten wird. Zwar spricht der Platzvorteil für einen Offenburger Sieg, doch darf nicht übersehen werden, daß die Lahrer am letzten Sonntag einen Formanstieg erkennen ließen. 17 Sonderzüge zum Länderspiel nach Stuttgart Für das erste Fußball-Länderspiel nach dem Kriege, Deutschland — Schweiz am 22. November in Stuttgart, sind bisher siebzehn Sonderzüge der Bundesbahn nach Stuttgart angemeldet. Die Geschäftsstelle des Deutschen. Fußballbundes teilt in diesem Zusammenhang mit, daß die Verteilung der Eintrittskarten nicht durch den DFB, sondern durch die zuständigen Landes-Fußball- Verbände erfolgt. Folgende Eintrittspreise wurden festgedegt: Stehplatz Kurve 1,5» DM Stehplatz Mitte 2 rf 0 DM. Geländesitzplatz 3,00 DM. Vortribüne 4,00 DM. Gegentribüne 5,00 DM. Sondertribüne 8,00 DM. Haupttribüne 7,00 DM. Schüler und Studenten 0,50 DM. Kriegsbeschädigte zahlen auf den für sie vorgesehenen Plätzen halbe Preise. Revision im Weber-Prozeß Gegen das Urteil der Kölner Ersten Strafkammer im Prozeß gegen den früheren Geschäftsführer der Westdeutschen Toto-Gesellschaft, Artur Weber (Solingen), hat Staatsanwalt Dr. Höher inzwischen Revision eingelegt. Weber war am 29. September nach zweitägiger Verhandlungsdauer von der Anklage der Untreue, Erpressung und Nötigung freigesprochen worden- Die Westdeutsche Toto-Gesellschaft wird die Zulassung als Nebenkläger beantragen, nachdem durch das Ermittlungsverfahren und die Gerichtsverhandlung die Höhe der an Weber gezahlten Bestechungsgelder (etwa 190 000 DM) bekannt wurde. Die Toto-GmbH, wird einen Strafantrag wegen unlauteren Wettbewerbs stellen. Ägypten führt Am zweiten Tag des Tennis-Drei-Länderkampfes zwischen Italien, Aegypten und Deutschland in Rom verloren V. Cramm/Saß gegen die Italiener Cucelli/ del Bello mit 4:6, 6:3, 2:6. Im Einzel schlug V. Gramm Cardiani klar mit 6:3 und 6:2, und Gucelll schlug den für Aegypten spielenden Tschechen Czemik mit 6:4, 6:4. Saß unterlag gegen Probny (Aegypten) klar mit 1 : 6 , 0:6. Danach lag nach dem zweiten Tag Aegypten mit 3 Siegen an der Spitze vor Italien und Deutschland mit je 2 Siegen. Um den Hockey-Silberschild . An der Vorrunde um den Hockey-Silberschlld Ist Süddeutschland am Sonntag mit drei Spielen beteiligt: Nordbaden — Württemberg, SUdbaden gegen Bayern und Hessen — Rheinland/Pfalz. Die südbadische Auswahlmannschaft Ist durch folgende Spieler vertreten: Lehmann (Lahr), Hellmann (Gernsbach), Ralmann (Hinterzarten), Wunsch (Gernsbach), Stärk (Villingen), körte (Hinterzarten), Hahn (Konstanz), Reese (Hinterzarten), Baumert. (Hinterzarten), Heinzmann (Lahr) und Mattes (Freiburg). Deutsche Leichtathleten in Mailand Das Mailänder Sportpublikum wird am Sonntag den Start mehrerer deutscher Leichtathleten im Rahmen internationaler Wettkämpfe erleben, die vom Italienischen Leichtathletikverband vorbereitet worden sind. In der Mailänder Arehe treten folgende deutsche Leichtathleten an: Fischer (Krefeld) und Zandt (Stuttgart) Im 200-Meterlauf, Haß (Nürnberg) und Geister (Krefeld) im 400-Meterlauf, Ulz- heimer (Frankfurt) im 440-Meter-Hindemislauf und über 800 m, Gerd Luther (München) im Weitsprung und Storch (Fulda) und wahrscheinlich auch Wolf (Karlsruhe) lm Hammerwurf. Am Sonntag spielen: Oberliga Süd: , VfB Mannheim — VfL Neckarau (Samstag) FC Singen — Darmstadt 98 FC Augsburg — VfB Mühlburg 186» München — Spvgg Fürth Waldhof Mannheim — FSV Frankfurt Eintracht Frankfurt — Sehwelnfurt 65 VfB Stuttgart — Schwaben Augsburg 1 . FC Nürnberg — Bayern München SSV Reutlingen — Kickers Ottenbach n. Liga: Jahn Regensburg — Hessen Kassel SV Tübingen — Stuttgarter Kicker» SV Wiesbaden — FC Freiburg Viktoria Aschaffenburg — 1. FC Pforzheim TSV Straubing — ASV Cham Union Böckingen — Wacker München SG Arheilgen — Bayern Hof Ulm 46 — 1. FC Bamberg ASV Durlach — VfL Kopstanz Oberliga Südwest: FK Pirmasens — Wormatia Worms Mainz 65 — VfL Neustadt Eintracht Trier — Phönix Ludwigshafen Spvgg Andernach — Eintracht Kreuznach Tura Ludwigshafen — FV Engers 1. FC Kaiserslautern — ASV Landau Oberliga Nord: Hannover 96 — Hamburger SV Werder Bremen — St. Pauli Eintracht Braunschwelg — Bremer SV Itzehoe — Arminia Hannover VfB Oldenburg — Göttingen 95 Concordia Hamburg — Altona 93 Holstein Kiel — VfL Osnabrück Eintracht Osnabrück — Eimsbüttel Oberliga West: Schalke 94 — Erkenschwick Fortuna Düsseldorf — STV Herzt 1. FC Köln — Preußen Bellbrück Borussia Dortmund — Preußen Münster Duisburger SV — Alemannia Aachen Rheydter SV — Hamborn 07 RW. Oberbansen — M.-Gladbach SF Katernberg — RW. Essen Südbadische AmateurUga: FV Offenburg — rV Lahr SV Kupnenhelm — SV Ottenau FT/SC Freibur* — Blauwels Freiburg ASV Schopfhelm — ASV Freiburg SV Weil — Botweiß Lörrach St. Georgen — VfB Ackern FC villingen — SC Baden-Baden Amateurliga n (West): Oetigheim — Maulburg Kannelrodedc — Emmendingen Wyblen — Wllletätt Gutach — Kenzlngen , OrschWeier — FC Freiburg TI Neuenburg — Sportfreunde Freiburg AmateurUga n (Ost): Blumberg — Neustadt Konstanz n — Furtwangen Engen — Gottmadlngen Donaueschtngen — Rielasingen Ueberllngen — Stockach Haslach — Radolfzell Handball-Landesklasse: Lahr — RW Lörrach Scbuttern — Haulnren FFC Freiburg — FT/SC Freiburg Niederbühl — Zähringen Schutterwald — VfB Mühlburg 4. südbadisches Sdiaditurn’er In Trlberg Nach der fünften Runde des Schachturniers In Trlberg, wo am vergangenen Wochenende der viert« südbadische Schachkongreß nach dem Kriege eröffnet worden ist, liegen Mackate und Krauß (beid« solelen für den Freiburger Schachverein: mit viereinhalb Punkten bezw. dreieinhalb Punkten an der Spitze. Der außer Konkurrenz spielende Großmeister Bogoljubow (Trlberg) erreichte bisher 4 Punkte, liegt also an zweiter stelle (Inoffiziell). Der Wein- heimar Kunerth und der Fürther Hanke führen im Meistergästeturnier mit je drei Punkten. Kampfrichterlehrgang der Schwerathleten Am Sonntag wird in Frelburg-St. Georgen ein Kampfrlchterlebrgang für alle Kampfrichter und Interessenten vom südbadischen Schwerathletikverband durchgeführt. Sowjetische Gewichtheber erhalten keine Visa Den sowietischen Gewichthebern, die sich vom 13. bis 15. Oktober an den Weltmeisterschaften in Paria beteiligen wollten, wurden von der französischen Regierung die beantragten Visa versagt, in der sowjetischen Mannschaft befinden sich die Weltrekordhalter Duganow (Mittelgewicht), Nowak (Halbschwer- gewieht) und Laputin (Schwergewicht). 4t>. F onsetzung „Ich würde alles darum geben, um dem jungen Menschen zu helfen, so zu helfen, daß er seinen Beruf wieder ausüben kann. Können Sie mir Hoffnung machen?“ Professor Burgrave schwieg eine Weile. Dann zog er eine Schreibtischschublade auf, aus der er ein Röntgenbild hervorholte. ' „Hier ist die Röntgenaufnahme“, sagte er. „Sehen Sie hier die dunkle Stelle? — Die Hoffnung besteht — allerdings ist die Operation sehr schwierig. Wenn Ihnen der Fall so am . Herzen liegt, warum —?“ ^ „Sie meinen, warum ich noch nicht an meinen Vater nerangetreten bin?“ „Allerdings. H»rr Geheimrat van Dongen Ist doch die größt« Kapazität, gerade auf diesem Gebiete.“ „Ich komme aus dem Ausland und bin Jahre nicht zu Hause gewesen. Sie meinen also, daß die Operation Aussicht auf Erfolg hätte?“ „Ich halte es für möglich. Noch vor wenigen Jahren hätte ein solcher Fall zu den aussichtslosen gehört. Immerhin, der Universitätsklinik m Bonn dürften die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse wohl zur Verfügung stehen.“ „Würden Sie mir die Röntgenaufnahme wohl überlassen, Herr Professor, wenn ich Sie darum bitten würde?“ „Sie möchten sie Herrn Geheimrat v. Dongen einsenden?“ „Ja.“ „Gewiß, Sie können sie bekommen. Damit würde ich den Fall abgeben.“ „Sie meinten doch selbst.“ „Ja, ich meine. Bei allem Ehrgeiz als Chirurg — es handelt sich iftn ein junges Menschenleben. Zudem, wenn eine Autorität wie Geheimrat van Dongen zur Wahl steht — man könnte den Fall in keine besseren Hände geben.“ „Ich danke Ihnen, Harr Professor“, tagte van Dongen warm. Burgrave schaute ihn mit einem gutmütigen Blick an, in dem es gleichzeitig wie eine Frage ag. Er mochte sich wohl darüber wundem, wie der Sohn des Geheimrats van Dongen zu dieser Freundschaft mit einem Artisten kam. Aber die Undurchdringlichkeit seines Gegenübers enthob ihn der Mühe, weitere Betrachtungen darüber anzustellen. Abends nach der Vorstellung fand sich William Simpson im Hotel „Salisbury“ ein. Van Dongen enrnfing ihn in seinem Hotelzimmer. Das Gesicht Williams drückte ängstliche Erwartung aus. Seine Augen hingen in düsterer Spannung an den Lippen van Dongens, als habe er von diesen die Beantwortung einer Schicksalsfrage zu erwarten. Van Dongen bemerkte es. Er drückte William In einen Klubsessel. „Ich will dich nicht lange auf die Folter spannen, William. Die Unterredung mit Professor Burgrave war zufriedenstellend. Wenn ich mir im Augenblick noch keine übertriebenen Hoffnungen mache, so ist das besser, William. besser für uns alle. Wir werden erst genaueres in Erfahrung bringen, wenn Fred von meinem Vater untersucht worden ist. Aber eins kann ich dir doch mitteilen. Burgrave hält «in Gelingen der Operation für möglich. Und da« muß uns im Augenblick genügen.“ „Wenn es gelänge, — es wäre nicht auszudenken. Wir würden ewig in deiner Schuld bleiben.“ „In den nächsten Tagen läuft mein Vertrag mit dem „Coliseum“ ab“, fuhr v. Dongen fort. Da ich sowieso in Westdeutschland engagiert bin, so liegt ein Besuch bei meinem Vater am Wege. Uebem’mmt er den Fall, so gebe ich euch sofort telegraphisch Bescheid. Du sorgst dann dafür, daß Fred unter Wahrung aller Vorsichtsmaßregeln nach Deutschland transportiert wird und es wäre besser, wenn du ihn begleitest Den finanziellen Teil der Angelegenheit übernehme selbstverständlich ich. Damit wäre alles klar.“ William konnte kein Wort hervorbringen. Es war das erste Mal ln seinem Leben, daß die Hilfe und Uneigennützigkeit einer Freundschaft ihn beschämte. In diesem Augenblick ahnte er noch nicht, daß Tutti der Clown zu andern Opfern fähig war, wie er erst später erfahren sollte. Er ergriff van Dongens Hand. „Dank dir, Reinhard.“ „Kein Wort mehr von Dank, William, Unsere sogenannten Guttaten sind auch meistens unsere Eitelkeiten, weil wir so sein wollen und nicht anders. Warum lobst du mich also für etwas, womit ich mir selbst einen Gefallen erweise?“ „Ich sehe nur deine helfende Hand, Reinhard. Weiter nicht“ „Schon gut Und nun wollen wir noch einer Pulle den Hals brechen. Was trinken wir. William? Kann mir schon denken. Du trinkst doch lieber Whisky als unseren guten Rhein oder Mosel. Ich werde eine Flasche heraufbringen lassen.“ Van Dongen schritt zum Haustelefon. Din unglaublicher Mensch, dachte William. NEUNTES KAPITEL Mit dem Nachtzug von Calais fuhr van Dongen nach Deutschland. Er hatte sich kurz ln Calais umgesehen, war bewundernd vor dem Gruppenbild Rodins stehen gebl !o ben, das d ! e historische Szene des Bittgangs führender Männer von Calais darstellt, die sich dem englischen König unterwarfen. Auch Lady Hamiltons hatte er gedacht, der berühmten Geliebten Lord Nelsons, die einsam und in Armut in Calais gestorben war. Das bekannte Tunnelnrojekt war Ihm eingefallen, wofür man unweit Calais’ schon Ausschachtungen vorgenommen hatte. Das Projekt, das eine Untertunnelung des Kanals vorsah, war jedoch nie zur Ausführung gekommen. Im allgemeinen fand van Dongen Calais wenig anziehend. Er hatte schönere Hafenstädte gesehen. Er war froh, als er im Abteil seines Schlafwagens lag und dem gleichmäßigen Rhythmus des dahineilenden Zuges lauschte. Schon als Kind war er gern mit dem Zug gefahren. Es schien ihm, als hafte der Unruhe der fliehenden Räder auf endlosen Schienenwegen ein Teil seiner eigenen Unruhe an, die ihn jahrelang über Landstraßen und Eisenbahnlinien getrieben hatte. Er konnte sich nicht erinnern, daß ein Mitglied seiner Familie an dieser fürchterlichen Unruhe gelitten. Ab und zu hatte ihn die Sucht befallen, seßhaft zu werden. Aber das war nie von langer Dauer gewesen Er lauschte der Bewegung, der wahren Melodie seines Blutes und wußte, er würde ihr immer lauschen. Immer wurde er hinein tauchen müssen ln jene unbekannte Feme, würde den Lichterdunst sehen, der brodelnd in den abendlichen riroßstadthimmel stieg, würde die Wellen der Brandung hören irgendeiner Stadt am Rande des Ozeans. (Fortsetzung folgt) Samstag, 7. Oktober 1950 Herbstmesse geht ihrem Ende entgegen I M ZEITGESCH EHEN tiu futet Jtakn Der Herbstwind geht über die Fluren, und der Bauer holt all die Gaben heim, die der Herbst ihm spendet. Der Tabak ist glücklich eingebracht und verspricht nach Menge und Qualität reichen Lohn für all die Arbeit, die er gemacht hat. Das letzte Oehmd wartet auf die Heimfuhr. Mengenmäßig ist es dieses Jahr viel besser ausgefallen als letztes Jahr nur hatte die Einbringung viel unter der Ungunst der Witterung zu leiden. Das Gras steht vielerorts schon wieder so hoch, daß mancher Landwirt einen dritten Schnitt macht. Verglichen mit letztem Jahr, ist dieses Jahr Futter in Hülle vorhanden. Die Kartoffelernte dagegen darf nur als mittelmäßig bezeichnet werden. Auffallend ist dieses Jahr wieder das Ueberhandnehmen des Kartoffelkäfers, der in diesen Herbsttagen auf den Straßen und sogar an und in den Häusern herumläuft. Mais und Rüben werden in guter Menge eingebracht. Immer mehr leeren sich die Aecker, um dann wieder für die neue Wintersaat hergerichtet zu werden. Der Herbst war dieses Jahr ein guter Zahlmeister, der die schwere Arbeit des Landwirts reichlich gelohnt hat. Die beiden letzten Tage gehören der Feuerwehr und dem Sport — Morgen viele Besucher aus dem Kreis Lahr zu erwarten — Ein Vergleich mit der Lahrer Messe Jahrgang 1915/16 traf sich Letzten Samstag traf sich der Jahrgang 1915- 1916 nach 20jähriger Schulentlassung in der »Zauberflöte" zu einem Wiedersehensabend Der alte Klassenlehrer, Hauptlehrer i. R. M a r- t i n , ließ es sich nicht nehmen, dieser feuchtfröhlichen Feier bis zu ihrem Ende beizuwohnen. In herzlichen Worten sprach der 77jährige Klassenlehrer zu seinen ehemaligen Schülern, die nun alle, bis auf einen, Familien- Hauptlehrer a. D. Josef Martin väter Sind. Mit Freude hatte er feststellen können, daß seine altbekannte Lehrerstrenge Früchte getragen hat, und daß aus allen seinen Schülern tüchtige Männer geworden sind. Von 29 Schülern konnten neun das Wiedersehen nicht mehr erleben, da sie aus dem unseligen Kriege leider nicht mehr zurückkehrten. Nur zu rasch vergingen die frohen Stunden Nur noch 48 Stunden ist die Ortenauer Herbstmesse 1950 geöffnet. Ueber das Wochenende ist daher mit einem neuen Massenbesuch zu rechnen. Denn es hat sich in den letzten acht Tagen herumgesprochen, daß die erste Offenburger Nachkriegsmesse sehenswert ist, mehr, daß man sie gesehen habet*, muß, weil sie die Erwartungen weit übertroffen hat. Die ungewöhnlich hohe Besucherzahl ist der beste Beweis dafür, daß jeder Besucher die besten Eindrücke mitnimmt. Dadurch ist in ganz Mittelbaden bekannt geworden, daß sich die Fahrt nach Offenburg, zu seiner ersten Nachkriegsmesse, lohnt. Morgen findet nun im Rahmen der Verbandsrunde das Fußballspiel FV Offenburg— FV Lahr statt. Es, ist gleichsam ein Messeschlager für sich, der gerade aus dem Kreis Lahr viele Besucher nach Offenburg bringen wird. Sie werden hier wohl Vergleiche anstellen zwischen der Ortenauer Herbstmesse in Offenburg und der Mittelbadischen Herbstmesse in Lahr. Dasselbe haben wir auch schon getan. Der erste Eindruck von der Lahrer Messe, den man nach Betreten des Ausstellungsgeländes erhält, ist nicht gerade gleich gewinnend. Die Freilandschau ist zu verzettelt, sie verliert sich auf dem Wiesengelände, zumal sie nicht so reichhaltig ist wie die Offenburger — Im Stadthalle-Eineang stellen Künstler aus, was bei unserer Messe dieses Jahr noch zu vermissen war. Allerdings benötigt man zu einer Kunstausstellung auch ein festes Gebäude mit einigermaßen günstigen Lichtverhältnissen. Das Wesentliche an der Lahrer Messe stellen die vielen Kojen des Einzelhandels im Saal der Stadthalle dar. Dorthin haben die Lahrer Geschäfte ihre Auslagen verlegt. Sie sind zum größten Teil sehr schön und wir kungsvoll, entsprechen aber als Verkaufsstän- d« vielleicht doch nicht dem Charakter einer Messe, die übrigens auf der einen Balkonseite vollkommen verloren geht. Was die Möbel- und Polstermöbelabteilungen anbetrifft, etwa auf der Bühne und aber auch in den beiden Zelthallen, besitzt die Lahrer Messe einen unzweideutigen Vorsprung, da in Offenburg erst im letzten Augenblick die Möbelwerkstätte „Badenia“ von Karlsruhe eingespru'ngen ist. Umgekehrt verhält es sich wieder mit den Arrangements und Die interessante Freigeländeschau Nach einer kurzen Stärkung in Halle 5 bei der Ortenauer Milchzentrale, den würzigen Senf für das Käsebrötchen liefert nebenan gleich Tonoli, und einem wärmenden Schnaps chen bei der „Badenia“, besichtigen wir heute das Freigelände Kaum übersehbar ist die Fülle der land wirtschaftlichen Maschinen und Geräte, die auf dem Freigelände der Herbstmesse in bun ten Farben leuchten. Man sieht Neuigkeiten aller Art auf diesem Gebiet. Die Offenbur ger Firma Karl Lutz nimmt einen großen Platz ein. Sie zeigt Traktoren, Pumpen, JSg gen, kurz alles, was man zur Landwirtschaft braucht. Karl Eisele Offenburg stellt neben leichten Dieselschleppern und anderem Gerät einen äußerst wendigen Motorpflug aus. Georg Wacker zeigt Anhänger. Die Firmen Paschke, Alfred und Otto Link sind mit Schleppern vertreten. Karl .fehle und Söhne zeigen Zweiradanhänger mit 500 kg. Tragkraft. Die Offenburger Küferinnung, der die Küfermeister Beck-Offenburg, Hättich-Durbach, Isemann-Ohlsbach, Kiefer-Zell-Weierbach, und Roser aus Gengenbach angehören, zeigen form schöne Fässer und Bottiche jeder Größe mit blanken Beschlägen versehen. Karl Moser- Offenburg führt Werkzeuge, Maschinen, Bau- und Möbelbeschläge, sowie Kleineisenwaren aller Art. Die Baufirma A. u. K. We-'-er hat im Mittelpunkt des Freigeländes c'-i eigenes Haus aufgebaut. In einem modernen Badezimmer mit algenfarbiger Badewanne der Offenburger Firma A. Schwarz kann der Beschauer im Geiste in duftendem Fichtennadelgewell plät ehern-dunkel gekachelt die Wände. Die gleiche Baufirma stellt neuzeitliche Förderbänder und Baumaterialien aus. Außerdem bieten' sich hier die schönsten Wand- und Bo denbeläge wie von selber an. August Wie lemer hat ein ganzes Gartenhaus erstellt. Fr bietet Neuheiten d"s ftart»nbpnöedarfs vom Düngemittel bis zur Mctorbodenfräse. Firmen der Offenburger Umgebung sind ebenfalls stark beteiligt. Der Dreirad-Schlepper „Dieselzwerg“ von Kühner und Berger in Sasbach interessiert stark, ebenso das Gelände der Firma Albert Ritter in Zell a. H., die eine große Pumne und eine Dreschmaschine praktisch vorführt. Josef Friedmann-Ortenberg nd Lorenz Imhoff aus Welschensteirtach zeigen modernste Schädlingsbekämpfungapparate. Hermann Gumpp aus Elgersweier läßt Leibei netten Vorträgen, Musik und Tanz. Alles!fern in den Himmel wachsen, allen Bäumen in allem, es war ein wohlgelungener Abend. I gerecht. Karl Harter aus Oensbach ist eben- -b- 'falls mit landwirtschaftlichen Maschinen vertreten. Schmiedmeister Valentin Vögele aus Elgersweier bietet Anhänger an. Die Holzwerke Wagner aus Schiltach sorgen für imprägnierte Stöcke und Pfähle zur Stütze von Bohnen, Tomaten, Reben usw. Eine Stahlkonstruktion nebst Aufzug der Firma Urban in Baden-Baden, die auch Zementmischmaschinen in allen Größen vorführt, wirkt recht demonstrativ. Der ,.Norman“-Schlepper wird von der Firma F. Platten & Söhne aus Bad Peterstal nach allen Regeln der Kunst vorgeführt. Edmund Lienhardt aus Elgersweier sorgt für Wasserversorgungsanlagen, Blechnerei und Installation. den Rabatten der Gärtner. In dieser und der landwirtschaftlichen Abteilung steht die Lahrer der Offenburger Messe um vieles nach. Denn die Offenburger Gartenschau darf man ruhig als Stuttgarter Gartenschau im kleinen bezeichnen; auch Lahrer Besucher haben sie neidlos anerkannt Im übrigen sind diese aber von ihrer kleineren Lahrer Messe mehr beeindruckt. Ihre um 50 Prozent geringere Besucherzahl, es waren z. B. am Mittwoch, als in Offenburg 35 000 gezählt wurden, in Lahr gerade 16 000, wird nach der Meinung von Lahrer Ausstellerkreisen durch eine „nachhaltigere Wirkung die Lahrer Messe wieder wettgemacht“. leichtern und die Leistungsfähigkeit zu steigern. Das Restaurant der Herbstmesse fügt sich, der Ausstellung geschmackvoll an. Man ist angenehm überrascht von der wohltuenden Atmosphäre, die der Raum ausstrahlt. An den Wänden hängen Bilder von Ortenauer Künstlern. Die Fenster sind mit Glasmalereien des Offenburger Glasmalers Vollmer geziert, deren Farben sich im Sonnenlicht brechen und Gediegenheit und Wärme ausstrahlen. Durch alle Hallen und das Freigelände erstreckt sich die Lautsprecheranlage von Radio Martus, die sehr klar und deutlich die Werbedurchsagen, die Zeit, Suchmeldungen usw. vermischt mit unterhaltender Schallplattenmusik, vermittelt. Ueberragt wird das Freigelände, dessen Ausstellungen sehr vielfältig und interessant sind, von einem großen Reklamewürfel des graphischen Großbetriebes Burda. Seine bunten Reklameflächen mit ansprechenden Darstellungen führen deutlich, besonders mit den hohen Auflageziffern, sowohl die wirtschaftliche Bedeutung dieses Betriebes als auch die publizistische Wirkung und Beliebtheit seiner Zeitschriften und Illustrierten vor Augen. Damit wollen wir nach einem kurzen Ab- Im Mittelpunkt des Freigeländes erfreut ein!Stocher zur Brauerei Wagner die Rundgange Springbrunnen inmitten eines bunten, leuch-! durch die Ortenauer Herbstmesse beschließen tenden Blumenbeetes den Beschauer. Es ist, in der Hoffnung, nicht daß wir alles luckenwirklich an alles gedacht worden. Die Aus- j los gesehen und berichtet hätten, sondern daß stellungsstücke im Freigelände sind so weit- es uns gelungen ist, ein möglichst umfassen- räumig aufgebaut und lassen für den Interes- des Bild von der großen Ortenauer Herost- senten genügend Bewegungsfreiheit. Zahlreich sind auch Geräte für den Weinbau vertreten. Sie helfen mit, die Arbeit der Winzer zu ermesse 1950 zu vermitteln, das sich jeder Besucher selber ergänzen, erweitern und korrigieren kann. Das Jubiläum der Wedcerlinie Die ganze Bevölkerung ist zur Teilnahme an den Veranstaltungen eingeladen Das Veranstaltungsprogramm der Ortenauer Herbstmesse 1950 wird über das Wochenende im Zeichen der Offenburger Feuerwehr stehen, die heute und morgen unter Beteiligung zahlreicher auswärtiger Wehren das 25- jährige Jubiläum ihrer Weckerlinie begeht. Aus diesem Anlaß hat die Freiw. Feuerwehr Offenburg ein Festprogramm aufgestellt, das die ganze Bevölkerung der Stadt und ihre Gäste an dem Jubiläum teilnehmen läßt, wozu sie auch herzlich eingeladen sind. Sie kön nen bei dieser Gelegenheit ihre Verbundenheit mit den Männern zum Ausdruck bringen, die jahraus, jahrein, Tag und Nacht bereit sind, für sie Opfer zu bringen und ihr Hab und Gut vor der Vernichtung zu bewahren. Gerade die Weckerlinie erfüllt in dieser Beziehung, immer wieder und als erste Abteilung der Feuerwehr ihre freiwillig übernommene Pflicht. Stadt und Land rufen sie zuerst herbei, wenn das Leben und der Besitz von Feuer bedroht werden. Wie oft ist die Wek- kerlinie seit ihrer Gründung im Herbst 1925 schon ausgerückt; wie oft hat sie uns schon vor größerem Schaden bewahrt; wie oft wurde sie schon mitten in der Nacht herausgeläutet gen, und zum dritten müßte in Zukunft versucht werden, Schausteller hierher zu bekommen, die neuartige Geschäfte haben, wie sie auf der Oktoberwiese in München oder beim Cannstatter Volksfest zu finden sind. Solche Unternehmen bieten eine große Anziehungskraft. Das Pferdekarussel von Benz, das schon vor einem halben Jahrhundert — damals allerdings in anderer Form und von einem Schimmel gezogen — hier war, der Flieger und die Berg- und Talbahn, hatten nur wenig Fahrgäste. Besser ging es den Kleinautos und der Ueberschlagschaukel. Die Glücksbuden und das einzige Spezialitätentheater hatten zeitweilig gut zu tun. Hätte der Vergnügungspark seine Buden schon an der Hauptstraße, statt 50 Meter davon, so würde der Zustrom besser gewesen sein, als durch die enge Gasse hinter der Ausstellung. Im nächsten Jahre wird also hier schon frühzeitig Umschau gehalten werden müssen, wer für diesen Platz gewonnen werden kann. Und eine Gaststätte wird man hier auch aufstellen müssen. Am ersten Messesonntag wäre ein riesiger Bierumsatz gewesen, wenn solches ausgeschenkt worden wäre. -er öfäett&utget Umstüou Verdienstvoller Postbeamter Der frühere Leiter des Fernmeldebaubezirks Offenburg, Heinrich Stöber in Offenburg, vollendete am 6. Oktober sein 80. Lebensjahr. Herr Stöber hat sich während seiner langen Dienstzeit hervorragende Verdienste um den Ausbau des Fernmeldenetzes im mittelbadischen Raum erworben. Seine Verdienste wurden im Kreise des gesamten Fernmeldebaupersonals, dem er jahrzehntelang ein guter und vorbildlicher Vorgesetzter gewesen ist, in feierlichem Rahmen besonders gewürdigt. Im Aufträge der Oberpostdirektion Freiburg wurden dem verdienstvollen Beamten die Glückwünsche und eine besondere Anerkennung der Deutschen Bundespost überbracht. Mögen Herrn Heinrich Stöber noch viele Jahre wohlverdienten Ruhestandes bei guter Gesundheit vergönnt sein. Ehrliche Findeiin Am 29. September hatte ein 26 Jahre alter Kaufmann aus Trier, der mit seiner jungen Frau auf seiner Hochzeitsreise hier kurz Aufenthalt nahm, beim Einkauf an einem Kiosk am Bahnhof seine Geldmappe mit 315 DM Inhalt verloren Den Verlust hat er auf der Weiterfahrt in den Schwarzwald bemerkt und am Tage darauf bei der Gendarmerie in Al- pirsbach Anzeige erstattet. Inzwischen hatte eine hiesige Frau den Geldbeutel gefunden und ihn mit Inhalt abgeliefert. Der Verlierer hat wohl nicht mehr damit gerechnet, daß es noch ehrliche Finder gibt. Fahrraddiebe hatten wenig Glück In den letzten Tagen wurden in Offenburg zwei Fahrräder gestohlen. In einem Falle konnte der Dieb am anderen Tage anläßlich einer Verkehrskontrolle auf der Autobahn bei Durlach von der Kriminalpolizei festgenommen und das Rad sichergestellt werden. Der zweite Dieb kam bis Worms, wo ihn dann das Schicksal ereilte, als er sich dort zur Fremdenlegion melden wollte. Eine Riesenbirne Eine Pastorenhirne von ungewöhnlicher Größe konnte dieser Tage Josef Maier, Gymnasiumstraße 14, in seinem Garten ernten. Sie hatte das respektable Gewicht von 500 Gramm. Kriegsversehrtenrenten-Zahlung Die Auszahlung der Kriegsversehrtenrenten für den Monat Oktober 1950 findet bereits am 10. Oktober statt. Die Rentenempfänger werden auf pünktliche Abholung ihrer Rente aufmerksam gemacht. Wir gratulieren 78 Jahre alt wird am 9. Oktober Theresia Wagner, Witwe des Lok.-Führers Josef Wagner, wohnhaft Kohlerstr. 30. Nun ruft sie uns, die Bevölkerung, mit ihr das 25jährige Jubiläum zu feiern. Es ist eine Ehrensache, daß wir ihrer Einladung zu allen Veranstaltungen Folge leisten, daß wir noch einmal die Stadt festlich beflaggen und den Festzug der Feuerwehren mit Blumen begrüßen. Mit der zahlreichen Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger an diesem Jubiläum soll der Weckerlinie und mit ihr der ganzen Feuerwehr Dank und Anerkennung für ihre stetige Opferbereitschaft im Dienst am Nächsten abgestattet werden. Um allen die Teilnahme und den Besuch der Jubiläumsveranstaltungen zu ermöglichen, bringen wir im folgenden nochmals das Programm der Feuerwehr für heute und morgen in Erinnerung: Samstag; 19 Uhr: Fackelzug durch folgende Straßen; Hildastraße, Weingartenstraße, Wilhelmstraße, Unionbrücke, Bahnhof, Franz- Volk-, Oken-, Blumen-, Haupt-, Gerber-, Lange-, Stein-, Klosterstraße, Saalbau „Drei Könige“, wo anschließend das Festbankett mit Tanz seinen Anfang nimmt. Sonntag: 10.30 Uhr große Uebung der Offenburger Feuerwehren am Salzhaus, mit anschließendem Platzkonzert und Weinbrunnenbetrieb. — 13.30 Uhr Festzug der Feuerwehren durch die oben bereits angegebenen Straßen vor das Landratsamt, wo er nach kurzen Ansprachen sein Ende finden wir" 3 Vom Vergnügungspark Der Vergnügungspark auf der Kronenwiese war zunächst, am ersten Messesonntag, gut besucht und die Geschäfte waren dort auch zufriedenstellend, dann ließ aber der Betrieb rasch nach. Er fehlte eben doch am Geld, und zum andern ist der Platz etwas abgele- Heute abend bis 10 Uhr geöffnet Die Ortenauer Herbstmesse ist heute Samstag bis 22 Uhr geöffnet, um auch den Werk- und Berufstätigen Gelegenheit zu geben, sich die Ausstellungshallen in Ruhe zu betrachten. Der Zutritt zum Messe-Restaurant ist bereits ab 20 Uhr kostenfrei. Morgen Sonntag ist der letzte Besuchstag. Die Ortenauer Herbstmesse 1950 schließt morgen abend 20 Uhr offiziell ihre Pforten. Das Messe-Restaurant bleibt bis 1 Uhr geöffnet. Der Schwarzwald-Personenzug wartet Aus Anlaß des Kammermusikabends mit Elly Ney und Ludwig Hölscher am Sonntag, 8. Oktober, wird der letzte Personenzug (Egmp 5370) in Richtung Schwarzwald die Aufnahme der Teilnehmer dieser Veranstaltung abwarten. Die täglichen Verkehrsuniälle Am Donnerstagnachmittag fuhr ein ungarischer Staatsangehöriger mit einem französischen Pkw. beim Einbiegen von der Hauptstraße in den Pfählerpark auf einen dort parkenden Pkw. auf, wodurch dieser schwer oe- sehädigt wurde. — Am gleichen Tage wurde ein Radfahrer, als er vor der Wirtschaft „Zur Karlsburg“ nach Bohlsbach einbiegen wollte, von einem Pkw. überholt und angefahren. Dabei wurde der Radfahrer zu Boden geschleudert und zog sich Verletzungen am Hinterkopf, sowie eine Gehirnerschütterung zu. Er mußte ins Krankenhaus verbracht werden. Samstag, 7. Oktober 1950 * 50 Jahre Kaufhaus Johann K. Weiher Ein Offenburger Bürgerhaus im Wandel der Zeit Im so ebenmäßig schön gebauten Hause Hauptstraße 78 ging eine sehr beachtliche Veränderung vor sich: Die Toreinfahrt ist eine Schaufensterpassage geworden, die den geschäftlichen Charakter des Gebäudes in einer vornehmen, gefälligen und großstädtischen Weise betont. Die Inschrift, die lange am Balkon des Hauses zu sehen war, ist bei der letzten Instandsetzung verschwunden. „Geiger“ hieß das Schild. Es konnte sich niemand etwas darunter vorstellen, der in der Offenburger Stadtgeschichte nicht etwas bewandert gewesen ist. Emil Geiger hieß einmal ein Eigentümer. Im Hof hinten wurde eine Oelmühle betrieben, sonst aber war das Haus in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts die „W einst u b e Geiger“ gewesen, allwo Beamte, Offenburger Patrizier, größere Handelsleute und gut gestellte Handwerksmeister ihre „Viertele“ getrunken haben. Hier hat der hervorragende Kunstmaler Heimburg verkehrt, der die Andreaslrimhe gemalt hat und dessen Frau eine große Wohltäterin war, deren Bild im Vinzentiushaus hängt, und der viele lustige Episoden von Offenburgern und auch zwei schöne Bilder gemalt hat, die heute noch in dem Hause sind. Als die Wirtschaft dort noch bestand, wurde auch unser Offenburger Erfinder Haselwander in diesem Hause geboren — und nicht in jenem Hause Hauptstraße-Ritterstraße, an dem die Tafel hängt. Da hat er nämlich nur lange gewohnt. Es muß gemütlich gewesen sein in dieser Weinstube Geiger, insbesondere auch in dem hinteren Raum, der heute noch estradenmäßig erhöht ist, und wie ein kleiner Bühnenraum sich ausnimmt. Da saßen die Spielgesellschaften der Offenburger Honorationen. Vor einem halben Jahrhundert war in den ehemaligen Räumen der Weinstube Geiger die Buchhandlung Roth rechts von der Toreinfahrt, und links vom Tor die Manufakturwarenfirma H a u s e r & Levi. Seit 1904 ist die Firma Johann K. Weiher in diesem Haus. - Der Gründer der Firma Johann K. Weiher ist schon nach Offenburg gekommen, bevor er sich mit einem Geschäft hier seßhaft gemacht hat. In Künzelsau in Württemberg war er geboren, und die Offenburger Märkte mit ihrem großen Betrieb und ihrer reichen Verkaufsmöglichkeit ein gern besuchter Platz. 1900 entschloß er sich mit seiner Frau Lina, geh. Hoffmann. in Offenburg Domizil zu nehmen und sein Blick fiel auf die Metzgerstraße. Da stand neben der Eisenhandlung Fal- bJsaner & Stebel (heute Kaechelenl ein kleines Haus, das dem Rentner Josef Thalmann gehörte. der im letzten Haus der Fabrikstraße (Wilhelm-Bauer-Stra R el am Kronenbach wohnte. Im Hau.se der Metzgerstraße waren auch noch andere Geschäftsleute, der Schuhmachermeister Johann K«nirn»er. der es später kaufte, der Schlosser Christian v. Dcschwanden und dessen Mutter, d" 1- Metzeer Kratz und der Sc'mei'fcnncie+er Wjmann Es mag et«m S erg her»egangen sein, aber Herr Weiher fand Raum für seinen „Bazar“, w'e er das Oeschäff nannte, das er hier er- öffnete. Er fand Anspruch. Es kam gute Kundschaft, obwohl ein zweites ähnliches Geschäft in den Räumen des heutigen Damen- schneidermeisters Schäfer als . Bazar Marcmard“ und ein drittes, der . Razar Rattvani“. auf der Hauptstraße vorhanden war. Der Zustrom war so stark, daß H"rr Weiher im Jahre 1904 sich entschloß, in die Räume der Buchhandlung Roth im Hause „Geiger“ zu gehen, nachdem Herr Roth das Haus des Tapeziers und Mfhelhqndl°rs Josef Merke. die heutige Buchhandlung Gustav Roth, gekauft hatte. Nach zwei weiteren Jahren gab die Herrenkonfektionsfinma S. Glaser — es gab damals 6 Geschäfte für Herrenkonfektion in Offenburg — die sich nach der Firma Hauser & Levi im Hause „Geiger“ niedergelassen hatte, ihren Betrieb auf. und Herr Weiher nahm nun au^h die weit geräumigeren Lokalitäten in Betrieb, wobei er sein Geschäft „Kaufhaus Weiher“ nannte. Glas, Porzellan, sowie Haus- und Küchengeräte, Gaststätten- und Hoteleinrichtungen Spielwaren und noch einiges dazu waren hier zu erhalten. Das „Kaufhaus Weiher“ war eines der größten Geschäfte Mittelbadens in seiner Art geworden, als Herr Weiher 1939 schwer erkrankte und rasch starb. Nunmehr übernahm sein Sohn, Herr Wilhelm Weiher, das Geschäft. Er hatte sich seine Fachkenntnisse in bedeutenden Einzelhandelsfirmen erworben, und war zuletzt in leitender Stellung in einem der größten Spezialgeschäfte für Haus-, Küchen- und Gaststättengewerbes tätig gewesen. Mit dem Eintritt des Herrn Willy Weiher zeigten die Schaufenster nicht nur ein neues, dekorativ eigenes Gesicht, sondern sie wurden auch durch Beschränkung auf gefällige Artikel für das'Publikum anziehend. Wi£ kritisch auch die Zeiten des Kriegs und der ersten Nachkriegszeit für die Warenbeschaffung eines solchen Spezialhauses waren, die Firma K. Weiher war und blieb ein repräsentatives Unternehmen ihrer Branche in der Ortenau. Leider wurde Herrn Wilhelm Weiher die im Laden unablässig treu mithelfende Gattin, Frau Emma, geh. Schüler, die unter den Zeitverhältnissen körperlich und seelisch schwer gelitten hatte, im Frühjahr 48 durch den Tod Das Schwarzwälder Bauernhaus auf der Ortenauer Herbstmesse (Halle 5) findet bei bäuerlich, handwerklich, heimatkundlich und kulturgeschichtlich interessierten Besucherkreisen eine starke Beachtung, zumal es eine naturgetreue und maßstabgerechte Nachbildung des unweit Offenburg — oberhalb des Brandeck-Lindle — gelegenen Ritterhofes darstellt. Dieser Hof stellt das charakteristische oberdeutsche Einhaus dar, dem unter der Bezeichnung „Scharzwaldhaus“ mit spezifisch Ortenauer Einschlag in der Kulturgeschichte eine beachtliche Bedeutung zukommt. Unberührt von allen kurzlebigen Stilrichtungen, politischen Wirrnissen und veränderlichen Lebensformen behauptete das Schwarzwaldhaus durch die vielen Jahrhunderte sein eigentümliches Gepräge und sein alemannischer Bewohner die traditionsgebundene Lebens- und Gesinnungsärt, die ihm mitunter leider — aber nur von Unverstän- entrissen, sodaß heute alles auf den Schultern des Inhabers ruht. Seine zuvorkommende und stets persönlich dem Käufer dienende Wesensart, die Unterstützung durch ein langjähriges, vielfach im eigenen Betrieb geschultes Personal, die Gediegenheit der Geschäftsführung und die Zufriedenheit der Kundschaft, ermöglichten es, daß das Jubiläumsjahr nicht nur zahlenmäßig in Erscheinung tritt, sondern in der heutigen modernen Gestalt des Geschäfts ihren markanten Ausdruck findet. Dazu darf man Herrn Willy Weiher beglückwünschen. Freuen wird sich aber auch Frau Witwe Lina Weiher, die mit ihren jetzt 79 Jahren ihren Lebensabend im Vinzentiushaus verbringt. Freude erfüllt die Offenburger, die sehen, wie der tüchtige Geschäftsgeist, der in diesem Hause früher schon heimisch war, auch heute sich auswirkt, und freudig ist man berührt, daß der Inhaber über das Geschäftliche hinaus dem geistigen und künstlerischen Leben sich verbunden fühlt, d°r ein wesentliches Stüde der Tradition des H a uses „Geiger“ ist. F. H. digen — den Vorwurf einer gewissen Stupidität oder an Trotz grenzende Verschlossenheit einbringt Gerade diesem, dem Bauerntum eigenen Konservatismus ist zu danken, daß er dem Kulturhistoriker ein aussichtsreiches Forschungsfeld bietet, wertvollste Ergebnisse aus der dunkelsten Vergangenheit zu gewinnen. Diese Gedanken und das Bestreben, den schöpferisch-handwerklichen Nachwuchs mit den Kulturschätzen, traditionellen Bauweisen und charakteristischen Bauformen unserer engeren Heimat vertraut zu machen, veran- laßten die Bauabteilung der Offenburger Gewerbeschule, zwei fleißige und befähigte Schüler und Lehrlinge des Zimmererhandwerks — ’Hans Trauschke und Wilhelm Ruby — zu bewegen, während ihrer Freizeit den Ritterhof in Durbäch-Gebirg beim Brandeck- Lindle im Maßstab 1:10 nachzumodellieren. Die Schönheit und Stilechtheit dieses Hofes ist den Sachverständigen schon längst aufgefallen und der staatliche Denkmalspfleger für Sport in der Heimat FV. Zunsweier — VfB. Haus&eb Auf dem Waldsportplatz in Zunsweier treffen sich am morgigen Sonntag die beiden alten Rivalen im Kampf um die Punkte. Die Kinzigtäler als Ta- bellenvierter wie die Einheimischen als Tabellenzweiter haben in den bisherigen Punktespielen noch keine Niederlage zu verzeichnen. Der Ausgang dieses Spieles ist somit als durchaus offen zu betrachten, und die einheimische Elf wird sogar gut tun, mit einem anderen Einsatz als am vergangenen Sonntag im Pokalspiel, an die diesmal schwierigere Aufgabe heranzugehen, wenn nicht eine weitere unliebsame Ueberraschung eintreten soll. Spielbeginn 14.30 Uhr. Im Vorspiel um 13 Uhr stehen sich ebenfalls um die Punkte die Reserven beider Vereine gegenüber. Ortenberg I — Haslach II Ortenberg II — Oberharmersbach I Wenn alles gut geht, gelingt es unserer ersten Mannsachft am kommenden Sonntag, das erste Punktespiel dieser Saison auszutragen. Ein nicht zu unterschätzender Gegner — Haslach H — wird in Ortenberg um die Punkte kämpfen. Im Vorspiel ringt unsere II. Mannschaft gegen Oberharmersbach I ebenfalls um die Punkte. Auch dieses Treffen dürfte sehr interessant werden, sodaß die Sportbegeisterten wieder einmal auf ihre Rechnung Tischtennis: TV 46 Offenburg — Kehl-Sundheim Der TV 46 hat am Sonntag, um 9.00 Uhr, Sen Landesligisten Kehl-Sundheim in der Volksschulturn- halle zu Gast. Die neugegründete TT.-Abteilung wird ihr ganzes Können einsetzen müssen, um sidi gegen die starke Kehler Mannschaft behaupten zu können. Die Offenburger spielen mit Rajnish, Duf- ner, Zeller, Matema, Quarti und Voigt. Samstag, 20.00 Uhr, kämpfen ebenfalls in der Offenburger Volksschulturnhalle Oppenau I. und II. gegen die II. Mannschaft des TV um die Punkte. Die TT.-Abteilung des TV 46 führt mittwochs und samstags, um 20.00 Uhr, ihr Training in der Volksschulturnhalle durch. OFV — SV Oberkirch Die beiden Landesligamannsehaften der Tischtennis-Abteilungen des SV Oberkirch und des OFV treffen sich am Sonntag, dem 8. 10. 1950, um 9.80 Uhr, ln der Turnhalle der Schillerschule zum Vor- rundentumier. Während die Oberkircher mit Boschert, Streif und Busam an der Spitze, ihr Möglichstes daran setzen werden, ihren alten Rivalen zu schlagerl, dürfte die Mannschaft des OFV mit Dr. Marsowsky und Albrecht sowie einer starken Schlußbesetzung doch Aussicht auf Erfolg haben. Wohl hat Dr. Marsowsky durch das Tennisspiel das Tischtennistraining noch nicht aufgenommen, doch wird er noch genügend Routine haben, um als I. Spieler den OFV zu vertreten. Beide Mannschaften haben schon oft bewiesen, daß sie einen interessanten Ballwechsel zeigen können. das Schwarzwaldhaus hegt die Absicht, ihn unter besondere Obhut zu nehmen. Neben den Modellanfertigem gebührt dem Zimmermeister Eckenfels in Durbach für die Bereitstellung seines Werkraumes und der Witwe des Andreas Kuderer, der jetzigen Ritterbäuerin, für den verständnisvollen Einlaß, besondere Anerkennung. Ein großzügiges Entgegenkommen bewies ebenso die Offenburger Bau- und Zimmererinnung, die durch die U,ebemahme eines erheblichen Kostenanteils für den Ausstellungsstand die Besichtigung des wertvollen Instruktionsmodells durch die Oeffentlichkeit. möglich machte. Durch das harmonische Zusammenwirken der beteiligten Kräfte wurde die ursprüngliche Absicht in vollem Ausmaß erreicht, das Interesse der Oeffentlichkeit auf den historischen Wert der Kulturzeugen unserer Heimat hinzulenken, die werkende Jugend für ideale Aufgaben zu begeistern und zu beachtlichen Leistungen anzuspornen und guterletzt auch die durch Kriegseinflüsse fast gänzlich eingebüßte Lehrmodellsammlung' an der Offenburger Gewerbeschule stetig zu erneuern. - H. — Silberne Hochzeit Zell a. H. (s) Büchbindermeister Karl Febon und seine Ehefrau Anna, geb. Kienzle, konnten am 5. Oktober ihr silbernes Ehejubiläum feiern. — Im Standesregister wurden im Monat September eingetragen: 4 Geburten, 3 Eheschließungen und 5 Sterbefälle. Gartenfest der Sänger Nesselried (v). Am Sonntag trafen sich die benachbarten Gesangvereine im schönen Weinort Nesselried, um am Gartenfest des hiesigen Männergesangvereins teilzunehmen. Vorstand Karl Vollmer begrüßte die Festgäste. Nach den Gesangsdarbietungen blieb man noch lange beisammen. Nesselried (v). Am Sonntag feierte Frau Amalie Benz, geb. Sauer, ihr 70. Wiegenfest im Kreise ihrer Kinder. Herzlichen Glückwunsch. Der 35 000. Besucher der Ortenauer Herbstmesse, Karl Falk aus Homberg, erhielt am Mittwochabend von der Ortenauer Milchzentrale einen gchönen und wertvollen Präsentkorb. Inzwischen Ist die Besucherzahl weiter gestiegen. Bis gestern abend wurden 40 000 gezählt. Aufnahme: Photo-Stober Das Modell des Ritterhofes in Durbach-Gebirg Von zwei Sdiülern der Gewerbesdiule in der Freizeit angefertigt :«««Mrr::«rr«r:rr«««r«rr«r«rr«««rr««L«rr«:r«r««rr««r«««««LL««Wrs 8 8 8 8 8 8 I y y i r«««r«rrr«rr«rrrrr«r««r««r:r«««««««^ leim es unserer Firma besdiieden ist, in diesem Jahre Ihr 50-jähriges Geschäftsjubiläum 'zu feiern, so gebührt vor allem unserem treuen Kundenkreis von Offenburg und Umgebung herzlicher Dank, denn nur durch die erwiesene Kundentreue und das Vertrauen auf die Geschäftsführung war es möglich, die Firma bis zu ihrer heutigen Entwicklung auszubauen r Kaufhaus Johann K. Weiher 8 Es wird fernerhin das Bestreben der Firma sein, durch „Dienst am Kunden", reelle Preise und gute fachmännische Bedienung dieses Vertrauen zu würdigen. Unser reichhaltiges Lager in Glas - Porzellan - Kristall - Gelegenheifs- gesdienken aller Art - Hotelgeschirren - Haus- und Küchengeräten, nur guter Markenfabrikate - bietet reiche Auswahl, unseren werten Kunden zu dienen und das bisher gehabte Vertrauen weiterhin zu festigen. y 8 8 y 8 8 1 Inhaber Wilhelm Weiher Hauptsir. 78 - Offenburg, Telefon 1313 8 y y t Samstag, 7. Oktober 1050 Maler der Ortenau stellen aus -- Eine neue Kunstausstellung im Olfenburger Europa-Haus eröffnet Nachdem vor kurzer Zeit im Europahaus eine Ausstellung mit Bildern des französischen Malers Pierre Vinit in Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Stadt und der Besatzungsbehörde eröffnet worden war, und der Maler seine zweifellos guten Bilder zum größten Teil verkauft hatte, bekamen nun auch die Maler Ofenburgs und der Ortenau Gelegenheit, ihre Bilder im Europahaus auszustellen. Allerdings geschah dies ohne weitere Beachtung von Seiten der Stadt und der Oeffent- lichkeit und ohne Einladungen. Eine Presseeinladung, die man, nachdem die Ausstellung schon mehrere Ta»e gelaufen war, veranstalten wollte, kam infolge fehlerhafter Benachrichtigung nicht zustande. Es ist also notwendig, die Oef'entbchkeit auf diesem Wege auf die Ausstellung hinzuweisen, die auch leider weder auf den Programmen der Herbstmesse noch sonst irgendwo bekannt gemacht worden Ist. Es wäre gewiß kein FeMer gewesen, wenn man die Worte, che bei Vinits Eröffnung ge- f 1 ’-uarm wtr*^on, euch bei ei^ec uf^i-ipUen Eröffnung dieser Ausstellung hätte hören können, zumal ja die Kunst unsrer M*ler ebenfalls dazu angetan ist. das Verständnis unte- den Nationen zu we^Vpri. Per ■ naheliegende Vergleich m*-t den B f ldem Pi°rre Vinits führt zu dem daß jn der jetzigen Ausstellung zum Teil Wesentlicheres hängt, wenngleich manches dem formalen Können des Krengosen unterlegen ist. Jedo-h sterbt in den t^eid-m Aquarellen Hermann Sprauers mehr kf'mstleris'hß Realität. Seine Handsrh-Ht — wohl zum F-eizs-hnitt n-ädestinient — sa»t auch m ; t dem Pinsel nur Wesentliches, sowohl in d-r Form a's auch in Zu^mmpnHan? von Le ?r h- tmkeit und Freude und holzschnitzartiger Festigkeit im Aufbau. Sepo Linder j°t mit einem Blumenstrauß und zwei T »ndceiiaften vom Brandeck-.Lindie und vom Oharrieein vertreten. Das letztere piid zeigf sehr deutl'che Vereinfachung geg»n« üh^r seinem frükeren SUl. Das Oherrhoin- b ; id ist eines der treffend-ton Lsndschafts- lülder. das man bisher in Offenhurg sah. S°h- f°m gekennzeichnet und beleuchtet ist das 3-^pnseehli(3. Otto Käst zeigt zw“? I»ndsc v,!> fton in seiner bekannten ansunppv,enden MalweBe. — Die dr»i Hintersiast'i’der von Kari Vollmer Zentren von gcnOp-n Fa-npu r-u gpneuP' Arbeit in ornamentalem Stil. Vom gleichen Künstler hängen auch fünf kleine Bildchen aus der Ortenau aus, die wohl als Illustrationen gedacht sind. — Teil Geck springt durch die satte Farbe und scharfe Kontrastierung seiner beiden Landschaften ins Auge, die im Erpressionismus stehen und an den Deutsch- Amerikaner Josef Scharl erinnern. Die Art der Farbgebung steht in Beziehung zu exotischer Ornamentik. Die Bilder werden dadurch aber nicht ausgefüllt, sondern bleiben flächenhaft. Die Figur einer Cellistin ist gut erfaßt. Mit Peter Valentin ist die Kunst der Por- Der rote Bademantel an der schwarzgekachelten Wand hatte es nicht nur mir angetan. Wie er so leuchtend dahing über all der giftgrünen Herrlichkeit dieses Badezimmer-Palastes! Da fehlte nur noch die Aphrodite, die er umschmeicheln konnte, und wer hätte da nicht (Seifen)-Schaumsehläger sein mögen? Sagen wir doch frei nach dem allzufrüh verstorbenen Hans Fallada: „Kleiner Mann, was tun?“ Denn der ganze funkelnde Spaß mag so mit Wandbelag und den übrigen neckischen Dingen auf rund .... DM kommen und — wer soll das bezahlen . . . ? * Da, wo Franz Welle seine Südherde zur Schau stellt, sah ich eine schlanke Frau mit einer dicken Tasche. Sie batte pfundweise Prospekte gesammelt. Kein Wunder, bei diesen miserablen Zeiten. Wo sogar das Zeitungspanier knapp ist. Vielleicht war sie aus einer Metzgerei und brauchte es, um das Gehackte für die Kunden einzuwickeln. Vielleicht auch .... * Auf einem Miniaturbeet war ein Mann am Umgraben. Wie er das machte! Fabelhaft! Aber es war auch nicht allzuschwer mit dem Spaten, den er hatte. Emen Super-Spaten sozusagen; mühelos ging das vor sich, mit trätmalerei hervorragend vertreten. — Paul Sief ert zeigt Blumen mit Aepfeln, großzügig gemalt. Eine Landschaft von ihm besticht durch leuchtende Farben, hängt aber zu sehr am Mittel. — Toni Bach stellt einen Harlekin mit Tod und ein Kinderbild aus. — Leo Kohles Landschaften kommen nicht genug aus sich heraus, um befriedigend zu wirken. Der Wert der Ausstellung liegt im Wert ihrer besten Bilder. Nirgends wird eine „moderne Tour“ getreten. Aber man versucht erfreulicher Weise mit Erfolg, über das Konservative hinauszußelangen. Es ist sehr zu hoffen, daß die Ausstellung auch verkaufsmäß'g so günstig ausfällt wie die letzte, zumal sie künstlerisch sehr gute Arbeiten enthält. Dieter Schorf Hebelwirkung und allen Schikanen. Aber soviel er auch grub, Engerlinge fand er seltsamerweise keine. * Das „Offenburger Intelligenz- und Wochenblatt (mit Großherzogi. Badischem allergnädigstem Privilegium) — der ehrwürdige Vorläufer des heutigen „Offenburger Tageblatt“ — lag mit einer Ausgabe vom 21. Oktober 1812 neben anderen alten Nummern in einem Glaskasten. Fast auf den Tag genau sind das nun 138 Jahre her. Daneben ein dicker Buch- Band mit dem Titel: „Akten zur Deutschen Auswärtigen Politik 1918—1945 — Aus dem Archiv des Deutschen Auswärtigen Amtes.“ 1812 begann Napoleons Stern zu sinken. 1945 war Hitlers Herrschaft zu Ende. Parallelen in der Geschichte und im Glaskasten. <- Mir fei auf. daß so viele Leute mit Blumentöpfen herumliefen. In der Lotterie hatten sie diese gewonnen. Da hab ich’s dann auch versucht, aber vergeblich. Ich nahm schon eine hübsche Menge Lose, aber es waren lauter Nieten. Die Umstehenden meinten, ich hätte offenbar Glück in der Liebe. Da hatte ich meinen Senf weg, aber der war leider nicht von Tonoli. Und im übrigen, die müssens ja wissen. — hb — Fahrplanwedisel In der Nacht vom 7. auf 8. Oktober 1950 — 0.00 Uhr — wird bei allen Eisenbahnverwaltungen der Winterfahrplan 1950/51 eingeführt, der sich bis zum 19. Mai (einschl.) erstreckt. Abfahrt: 1.10 (D 753) Ackern — Bühl — Baden-Oos — Rastatt — Karlsruhe — Neustadt (H.) — Kaiserslautern — Bingen — Bonn — Köln 2.45 (D 86) Lahr-Dinglingen — Freiburg — Müllheim — Basel 3.05 (D 85) Baden-Oos — Rastatt — Karlsruhe — Mannheim — Darmstadt — Frankfurt Bebra — Hannover — Hamburg-Altona 4.05 (P 1400) Hausack 4.35 (P 3872) Appenweier — Kehl 5.35 (P 874) Freiburg (Brsg.) 5.08 (P 935) Karlsruhe Hbf. üb. Durmersheim 5.22 (P 1412) Konstanz 5.58 (D 401) Appenweier — Ackern ■— Bühl — Baden-Oos — Rastatt — Karlsruhe — Wörth — Ludwigshafen (Rh.) 6.07 (P 3865) Appenweier 6.36 (P 1416) Hausack 6.40 (P 3231) Karlsruhe Hbf. nach Mannheim (über Durmersheim) 6.50 (E 854) Lahr-Dinglingen — Herbolzheim — Riegel — Emmendingen — Freiburg — Bad Krozingen — Müllheim — Weil a. Rh. — Basel 7.00 (P 864) Lahr-Stadt 7.05 (D 754) Konstanz 7.14 (E 593) Mannheim über Schwetzingen 7.41 (P 1352) Bad Griesbach 8.22 (D 308) Basel 8.26 (FDt) 77) Frankfurt (M) Hbf. 8.27 (P 900) Freiburg (Brsg.) Hbf. 8.30 (D 121) Kehl—Straßburg 8.32 (D 170) Lrndau 8.50 (P 3237) Mannheim 9.38 (FD 163) Hoek van Holland 9.40 (FD 276) Basel 10.02 (D 285) Karlsruhe — Heidelberg -- " nover (Hamburg—Bremen) 10.56 (Dt 576! Konstanz 10.57 (D 76) Basel 11.02 (P 366) Lahr-Dinglingen 11.10 (P 965! Karlsruhe über Durmershe'n . 11.15 (P 14-6! Konstanz 12.15 (P 1440) Gengenbach 12.18 (D 159) Karlsruhe — Frankfurt 12.20 (P 880) Freiburg 12.26 (D 269) Amien weier — Baden-Oos — Rastatt — Karlsruhe — Mannheim — Ludwigshafen — Mainz — Köln — Düsseldorf Essen — Dortmund Fahrplan der Omnibuslinien Offenburg— Durbach - Oberkirch Kraftpostanschluß 7.38 W 14.33 von Kehl nach 17.2« 7.31 13.55 von Oberschopfh. nach 17.30 Impressionen am Rande der Herbstmesse Was man bei einem Rundgang sehen und hören kann Der Winterfahrplan der MEG In dem am 8. Oktober 1950 in Kraft tretenden Winterfahrplan der MFG sind nur wenige Aenderungen gegenüber dem Sommerfahrplan zu verzeichnen, Geänderte Abfahrten ab OW^nburg Bundesbahn sind: D'e zweite Morgenf^hrt nach Altenheim — Kehl Werktags erst 8,35 Uhr. Der bis jetzt. Eaftistags um 11.15 Uhr verkehrende Zug ‘wprd° auf 10,30 Uhr vorverlegt und verkehrt bis Ichenheim. Der erste Mittaeszus verkeimt bereits 12 05 Uhr, der zw°’te 13 08 Uhr. Beide Züge, verkehren an allen Werktagen, also auch samstags um diese Zeit. Der erste Zug hat in Altenheim Anschluß nach Ottenheim und samstags nach K*hl; dezweite an allen Werktagen n-ck Kehl und Ichenheim; sonntags ist die Mittagsabfahrt 12.30 Uhr m’t An-ck'uß nach Kehl und Ottenheim. Der Nachmittagekurs ab 17.15 Uhr verkehrt auch’ sonntags mit Anschluß nack Kehl. Von Montag bis Freitag ist ein Soättrieb- waeen von OTenburg n°ch A’t=nheim mit Abfahrt 2310 Uhr eln°°setzt. Weitere Fmmlhei- ten des Fahrnlens sieh« Aushangfahrpläne, die an den Bahnhöfen erhältlich sind. Die Züge d°r MFG verkehren morsen zur Ortenauer Herbstmesse nochmals wie am vergangenen Sonntag, und zwar ebenfalls mit verbilligtem Fahrpreis. Prämiierungen in der K'ein tier schau Bei der zweiten Abteilung der Kleintierzüchter ln Helle 3 d©r Ortenauer Herbstmesse, erhielten folgende Züchter Preise: Helle f^nß-SHber: Albert Haaser, Offenburg, fünf EV*rer»nrei*e. vier I., vier TT., ein ITT. Pre^: Job. F.Uerdt, O'fenbvrg, zwei tt. Preise: Aue. Zimmer- ni *'dt, o**er*Mirff, e ? n T . zwei ttt # preise. —'Gro*e Chl*'«eMn a . JJV’nz F^srhei*. OHenbnve, ein TTT. pre‘s. — Wiener *"eiß: Jebann R^aun. OfT»nb*i’*e. 1 bronzene MedeiHe. 3 EbrennreMe, e'n TT. prejs: F r *nz Siegele, 0**enb”rg. i Hron». Me*., 2 Eb^nnrefse. viei* I., zwei tt ^rei^e; Teo TJ, i?bure. drei TT. Preise. — H»va**na: Fr^Hr^ tfus*n, o # *enhurg. *"nf 7.. 2. TT. Preise. -- Klein Chi«: Kerl Werner. Offen. bnr ff . zwei I. P"«.;«,-.- Konra* Tvrjs«r er . o w ^n’*«rC. z^'ei TT. Pre'Se. — Tb n nujj e r; X*ver Burghar'H. o**en- bur*. e’n T.. e'n TT ., e‘n ttt. p r e*s. — Kleinster gelb: Jn«ef /‘'♦'«nfenr?, f"nf H., ein HI. pr*<*. Ernst KH«er, O^fe^bur*, ein 7 T . Preis. •— Kleinsilber schwarz: A. TTeub»reer, fH* A nbur*, l bronz. Med., ein T.- ein TL Preis; **«n- sert. T.fln«?burst. f*'n* T. Preise; Engelbert Heck, 0*fen Ki, rg, e'n Ehrennrefs. ein T . Preis. — M^rh^r- xer Feh: Puctav Kmtnrn*T. Gencenb^eh, f bronz. Med., zwei TTVivonnrel^e. zwei I., e'n ttt. Preis. — Fneiigrhe Sebecljen: K®rl T.cn^. Po^er«3veier. ein xbrerpre's, e'n T . Preis: pob. Gntb. GrOlds^heuet. e'n TT ., ein tti. Preis. — H^ntnder: pn^dr. f^izert. Eeh”t‘ t en*raid. 1 bronz. ein TT. Preis. •— Sebwarzloh: Karl Warner, Offerbur^ 1 bronz. ^ ff ed.. einen t. und zwei H. Preise; Wil 1 ! Deike, Rchnt- re^^ald. ein I. ©in T T. Preis: w . Ku*erer, Gen*?en- b»ch. zwei 7.. e*n tt. Prei$ ; Albert H»n«ert, Seh M t- terwmid. zwei Fhrennreise. drei T. Preise. — Her- jneiin: Engelbert Of^enbure. 1 bronz. Med., drei Ebrenpre J «e. ein TT. Preis. — A»t»ora: Friedrich Oehrip««»r. Offenbare, 1 bronz. Med.: A. Ar*obru- ster. Of # enVurp. ein Ehrenpreis, zwei I Preise: v>»nz ^toher, 0 ## enbur tf . zwei T -, e'n H, Pre'S. — F^r Hühner: Ru^nl* Hafner, Of^enbure, 1 bronz. Med * T*ri«pib € j*t Heek. O+Tenhure. \ bzonz. Med.: Paul nhfrrriaver, OfTer>bur»?. 1 bronz. Med.: Franz Bost. Fessenbach. 1 bronz. Med.- Karl Schäfer, Kit- te^burg. 1 bronz. Med. — Für Tanben: Franz Harter, Bermersbadi. 1 bronz. Medaille. Aouthok“n-Sonnt»,gs«n»nst. Dienstbereit ist ab heute 12 Uhr die Hirsch-Apotheke. 7.35 W 12.03 17.00 7.36 12.14 16.14 6.26 12.0S 16.00 Bahnanschluß von Karlsruhe von Freiburg von Villingen nach nach nach 7.1« »■22 7.05 14.00 14.28 13.10 14.00 14.28 15.21 17.20 16.50 16.55 18.29 19.02 19.25 W DoSa DoSa W DoSa MoMi S Sa 6.00 7.45 13.00 17.30 ab Offenburg Bahnhof an 6.50 13.0* 13.50 16.35 19.20 6.03 7.4« 13.03 17,33 ab Durbacher Hof an 6.47 13.02 13.47 16.32 18.17 6.03 7.53 U.08 17.38 ab Rammersweier ‘ an 8.42 12.57 13.42 16.27 18.12 6.15 8.60 13.15 17.45 ab Durbach-Unterweller an 6.35 12.50 13.35 16.20 18.05 6.20 8.05 13.20 17.50 an Durbach Post ab 6.30 12.45 13.30 16.15 18.00 * 8.12 ab Durbach Post an 12.44 8.15 ab Durbach-Heimbach an 12.42 8.25 ab Bottenau Post an 12.32 8.20 ab Bottenau Schule an 12.28 8.34 ab Bottenau Gmelner an 12.23 8.38 ab Oberkirch Schlüssel an 12.19 8.42 an Oberkirch Post ab 12.15 Bahnanschluß 11.26 nach Appenweier von ».32 9.32 nach Bad Griesbach von 12.12 Offenburo - D'ersburg - Oberschopfheim BahaansehluS von Karlaruhe 2.36 7.35 10.47 17.00 von Freibur* 2.55 736 131« 16.14 von Konstanz 0.54 7.« 12.05 16.00 Hinfahrt W w w w Offenburg Bahnhof ab 6.05 '7.40 12.40 17.30 Offenburg Schwanen ab 6.08 7.42 12.43 17.37 Abzw. Hildboltsweier x ab 6.11 7.44 12.46 17.40 Abzw. Elgersweier x ab 6.13 7.46 12.48 Hofweier ab 6.19 7.52 12.54 Niederschopfheim ab 6.26 13.01 Elgersweier ab 17.45 Zunsweier Laube ab 17.53 Zunsweier Post ab 17.57 Diersburg ab 18.07 Obe r schop f h eim an 6.36 13.10 18.15 Rückfahrt w W Vk W Obe rschopfheim ab 6.46 13.15 18.19 Diersburg ab 6.53 13.25 Zunsweier Post ab 7.05 13.34 Zunsweier Laube ab 7.10 13.38 Elgersweier ab 7.26 13.45 Niederschopfheim ab 18.29 Hofweier ab 7.53 18.36 Abzw. Elgersweier >. ab 7.23 7.59 13.48 18.42 Abzw. Hildboltswek ab 7.26 8.01 13.50 18.44 Qffenburj Schwanen ab 7.28 8.03 13-52 18.17 Offenburg Bahnhof •m- 7.31 8.65 13.55 18.50 Bahnanschluß nach Karlsruhe 8-26 8.26 14.60 19.17 nach Freiburg 822 8.22 14.28 19.02 nach Konstanz 8.32 8.32 15.21 19.25 Ottenburg—WiltsUtt-Eckartswe er - Kehl w W W — W 12.45 17.20 ab Offenburg Bahnhof an 7.38 14.33 12.50 17.25 ab Bühl an 7.32 14.30 12.54 17.29 ab Griesheim Sonne an 7.26 14.26 12.56 17.31 ab Griesheim Krone an 7.24 14.24 13.04 17.40 ab Sand an 7.15 14.15 13.14 17.50 ab Willstätt an 7.05 14.05 13.18 17.54 ab Abzw. Hesselhurst x an 7.01 14.01 13.23 17.59 ab Eckartsweier Schwanen an 6.56 13.56 13.33 18.09 ab Kehl-Sundhetm Post an ß.«8 13.46 13.36 18.12 ab Kehl Mittelplatz an 6.43 13.43 13.38 18.14 an Kehl Bürgermeisteramt ab 6.40 13.40 Kraftpoftanschluß cSa 16.35 von Oberkirch nach DoSa 7.45 C 17.30 13.55 von Oberschopfheim nach b 7.40 Bahnanschluß 20.47 174» von Karlsruhe nach 8.26 16.20 12.14 18.14 von Freiburg nach 8.22 16.50 12.05 16.00 von Konstanz nach 8.32 15.21 Bahnanschluß a 11.02 18.35 nach schwarweh von 5.18 11.42 16.30 a 18.10 nach Appenweiar von 6.11 11.8« 14.47 20.00 nach Straßburg von 11.01 a - W außer Sa; b - nur bis Hofweier; c = nur von und bis Durbach, 13.10 fP 1448) Hausack 13.12 (P 969) Karlsruhe über Ettlingen 13.18 (F 114) Kehl (Sa) 13.25 (P 868) I ahr Stadt (täel. außer Sa) 1 3.25 CP 882) Herbolzheim (Sa) 14.00 IT) 171) ADpenweier — Ackern — Bühl — Rc>d°n-Oos — Rastatt — Karlsruhe — Wörth — Speyer — Ludwigshafen — Mainz —- Bonn — Köln 14.06 CP 1354> Bad Griesbach 14.28 (Dus 632! Tahr-Din^üngen —Emmendingen — Freiburg — Basel 15.06 CP 3184) Amrenweier — Kehl (tägbth außer Sa) 15.21 CD 172! Lindau 16.20 (D"= 631) Ackern — Baden-Oos — Rastatt — Karlsruhe 11.28 1P PH! I akr-Stadt (täglich außer Sa) 16.50 (T) 270) Lehr-Dingb'uien — Emmendingen— Freiburg — MülPmim — Basel 16.55 CK 531) Gengenbach — Biberach — Haslach — Heusack — Freudenstadt — Horb — Tübingen 17.10 CD 156! Konstanz 17.20 cp .3287! Karlsruhe Hbf. üb. Fttlingen — Manukeim 17.20 fP 899! Freiburg 17.26 (P 1464) ViHingen 18 25 fP 1 c°0! Hauseck 18.25 (P 876) Lahr-Dinglingen 18.29 CD 75) Ackern — Bühl — Raden-Oo= — Rastatt — Karlsruhe — Mannheim — Frenkfurt (M.j — Hannover — Hamburg- Altona 1 8.41 -—nhagen — Stockholm 20.56 'f eoai Anpeniveio- — Ariiern — Bühl — Paden-Oos — Rastatt — Karlsruhe — Durior+i _ Bruchsal — Wiesloch-Walldorf Heidelberg 21.02 iO ELEKTRO-INSTALLATIONSGESCHAFT OFFENBURG, Lange Straße 33 . 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St. Fidelis: 63Q Frühmesse; 6.00 Singmesse; 9.15 Kindergottesdienst: 9.30 Andacht. Kloster-Kirche: 7.30 Festgottesdienst für die Feuerwehr: 8.30 Konventgottesdienst. Berghaupten: Samstag: Priestersamstag-Messe zu Ehren d. Mutter v. d. immerwährenden Hilfe. — Sonntag: 8.00 Singmesse; 10.30 Spätgottesdienst d. hl. Messe f. verst. Stifter v. Jahrtagen. Diersburg: 7.00 Frühmesse; 9.00 Hauptgottesdienst; 13.30 Andacht. Durbach: 7.00 Frühmesse: 9.30 Hauptgottesdienst (keine Christenlehre). Gengenbadi: Erntedankkollekte. — 6.00 Frühmesse; 6.45 hl. Messe; 7.30 Singmesse und hl. Kommunion der Jungfrauen; 8.45 Predigt und Amt; 10.00 Singmesse mit Predigt; 14.00 J>ankandacht mit Segen; Versammlung der Mar.-Kongregation. Nordrach: 7.00 Singmesse für verm. Willi. Göhring; Monatskommunion der Männer und Jungmänner; 9.15 Segnung der Früchte, Dankamt, Predigt und Segen: 14 00 Dankandacht. Nordrach-Kolonie: 8.00 Singmesse, Jahrtag für Wilh. Amann; 9.30 Gottesdienst für die Angehörigen der Heilstätte. Zell. a. H.: Kath. Stadtpfarrkirche: 6.30 Beichtgelegenheit; 7.00 Frühmesse mit Monatskommunion der Mütter; 8.00 Schülergottesdienst mit Singmesse; 9.30 Abholung des Erntekranzes, Emtedankfeier mit Opfergang, Ansprache, Segnung des Erntekranzes und der Erntegaben, Hochamt mit Te Deum und Segen; 14.00 Corporis Christi- Bruderschaftsandacht mit Segen, anschließend Versammlung der Frauen und Mütter. — Wallfahrtskirche: 6.30 und 7.00 stille hl. Messen; 7.30 Singmesse mit Predigt. Evangelische Gottesdienste Offenburg: Tag der Inneren Mission. — 8.00 Frühgottesdienst, Stadtkirche, anläßlich des Feuerwehrtages: 9.30 Festgottesdienst Stadtkirche, (Tag der Inneren Mission); 11.00 Kindergottesdienst Stadtkirche; 11.00 Christenlehre beider Pfarreien im Saal, Poststraße 16; 20.00 Feier des Heiligen Abendmahls. — Schutterwald: 15.00 -Gottesdiens in St. Jakob. — Mittwoch: 20.00 wrauenkreis im Gemeindehaus, Brachfeldstraße 17; 20.15 Männerwerk, Poststr. 16; — Donnerstag: 20.00 Bibelstunde im Saal, Poststraße 16. Diersburg: 9.30 Predigtgottesdienst; 10.30 Kindergottesdienst: 13.30 Christenlehre. Niederschopfheim (Kirche): 15.00 Predigtgottesdienst. Gengenbach: Samstag: 20.00 Wochenschlußfeier. — Sonntag: 9.30 Gottesdienst; 10.30 Christenlehre: 11.00 Kindergottesdienst. — Montag: 7.00 Morgenwache. Zell a. H.: Samstag: 20.00 Wochenschluß in der Kirche. — Sonntag: (Tag der Inneren Mission): 8.00 (nicht 9.30) Hauptgottesdienst; 9.00 Schülergottesdienst und Kleinkindergottesdienst. — Montag: 20.00 Jungen- und Jungmännerkreis (Krone). — Dienstag: 20.00 Frauenabend (Krone). — Donnerstag 20.00 Kirchenchor (Kirche). — Freitag: 20.00 Mädchenkreis (Krone). Oberharmersbach: 15.00 Gottesdienst im Rathaus zum Tag der Inneren Mission. (Am Sonntag, 15. 10. findet kein Gottesdienst statt). Gemeinschaft Innere Mission, Friedenstraße Sonntag und Mittwoch: 16.00 Bibelstunde. Evang. Gemeinschaft, Augustastraße 1: 9.30 Predigtgottesdienst. — Montag: 19.30 stunde. — Donnerstag: 19.30 Bibelstunde Chorprobe. Kind vom Zug überfahren Gestern nachmittag wurde beim Einfahrtssignal des Bahnhofs Windschläg, zwischen Windschläg und Bohlsbach, ein etwa 20 Monate altes Mädchen von einem Zug überfahren. Es war sofort tot. Die Eltern des Kindes arbeiteten auf dem Felde, als sich das Kind in einem unbewachten Augenblick dem Bahnkörper näherte und vom Zuge erfaßt wurde. Offenburger Tageblatt Chefredakteur: Adolf Kimmig Verantwortlich für Politik: Adolf Kimmig Kultur und Unterhaltung: Karl Gies Badner Land und Sport: Herbert Buhle, Lokales: Dr. Alfred Gatler Landwirtschaft! Beilage: Walter Ptchert Druck und Verlas: A. Reiff & 01«- Offenburg 6 : Sonntag: Sing- Mit Namen gekennzeichnete Artikel stellen die Mel« und -nu'ng des Autors, nicht unbedingt auch die der Re* daktion dar. Für sofort ehrliches Mädchen mindestens 20 Jahre, gesucht zum 15. 10. od. 1- 11. f. Bedienung u. Mithilfe im Haushalt. Bedingung: Gesund, ehrlich u. fleißig. Gute Behandlung zugesichert. Brauerei, Gebr. Mundinger, Offenburg, Gerberstraße Tücht., jüng. Damenfriseur oder Friseuse (guter W&serweller) in gutgehendes Friseurgeschäft bis 15. 10. gesucht. Zu erfr u. Nr. 6-169 in der Gesch. des O. T. mögl. selbständig, f. 2 Personen - Geschäftshaushalt ges. Gute Behandlung und Lohn. Dauerstellung. Schuhhaus, Paul Reiner, Triberg, Wallfahrtstraße 5 Auto-Elektriker mit ausgezeichneten Kenntnissen auf sofort gesucht. Schriftliche Bewerbungen u, Nr. 23-363 a. d. Gesch. d. O.T. Auf 1. November wird ges.: Jüngere erstklassige Kontoristin perf. in Stenographie und Maschinenschreiben: geeignet u. bereit zur Ausbildg. als Chefsekretärin. Handschrift!. Bewerbungen unter Nr. 7-340 an die Gesell, des O. T. Putzfrau 1—2 mal wöchentl. f. Haushalt ges. Vorstellg. Sonntag, 8. 10. 10—11 Uhr, Bondzio, Offbg., Witsch-Str. 6 2-612 Dauerstellung geboten: Suche noch zwei junge Leute nicht unter 17 Jahren u. nur aus Offbg. o. näh. Umgebung zur Anlernling. (Anlernzeit IV; Jahre). Spezialbetrieb Zylinder- u. Kurbelwellen- ,'i'hleiferei A. Gerber, Offbg., Friedrichstraße 45 Verkäufer(in) f. 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Gauser, Witwe ist, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, im Alter von 86 Jahren, in die Ewigkeit eingegangen. , Offenburg, den 6. Oktober 1950 Friedrich Vesper, Eichenau bei München Ludwig Vesper, Brooklyn und Angehörige Beerdigung: Montag, den 9. Oktober 14.30 Uhr. Bosenkranz: Sonntag 17.30 Uhr abends, Hl, Kreuzkirche. r Al Vermählte grüßen Wilfried Isele Hedwig Isele geb. Stiefvater 8. Oktober 1950 Neustadt Schwarzwald Hauptstraße 3 Offenburg/ Baden Glasei stiaße 12 .J " Todesanzeige Heute Nacht hat der Herr über Leben und Tod meinen innigstgelieb- ten Mann, unsem guten Vater Franz Xaver Elble Sattler- und Tapeziermeister ganz rasch und unerwartet im Alter von 59)4 Jahren zu sich in die Ewigkeit abgerufen. Schutterwald, den 5. Oktober 1950 In tiefer Trauer: Frau Maria Anna Elble, geb. Hansert und Kinder, sowie alle Angehörigen. Die Beerdigung findet am Samstag nachm. 15 Uhr statt. Für die uns anläßlich der Erötfnung unserer Gaslslalte Waldhorn übermittelten Glückwünsche danken wir auf diesem Wege recht herzlich. Ezldi und Lissy Baumelt A ussdiank der Brauerei Ganter / VorzügL Küche u. Weine Montags ist die Gaststätte geschlossen rr !r rr iiiimmiiimmiiiiiimiimii o A ja nach heimischem Geschmack ^ ssr Besser - am Besten Die Veibmuchei sagen und schreiben, $UC(- schmeckt gut IIIIIBHIIIIIBIIIIIIiailBBIillllllll UE&i rechtzeitig * in J Brille/ Optische Central* | HmsfrredgrTuK .Offenburj Ueierant der Kranken kessen 1 PIANOS; neu u.gebr Rotenrahlg. Musikbaus KN 0 BL 0 CH Offen b.urQ : Stein ffrofle .-amilienanzeigen in das Offenburger Tageblatt Besuch! das 4. Meerrettidifesl im 1000jährigen Urioffen am 15. Oktober 1950 mit großem Festzug, Festspiel, Ausstellung und Leistungsschau Festtreiben und Meerrettichessen in den gastlichen Lokalen Statt Karten. Für die innige Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Vaters Franz Xaver Münchenbach Malermeister danken wir herzlich. Besonderen Dank den ehrw. Schwestern für ihre Pflege, für den letzten Gruß der Malerinnung, der freiw. Feuerwehr sowie dem Sängerbund für den erhebenden Grabgesang. Ebenso danken wir für die vielen Kranz- und Blumenspenden sowie all denen, die dem lieben Verstorbenen das letzte Geleit gaben. Ortenberg, den S. Oktober 1950 Fam. Münchenbach s y % 8 I ii tiMtnaitcr Hervftmeffe Offenburg/Baden, Kronenwiese Aussftellungs - Gaststätte täglich bis Mitternacht geöffnet. Musik und Tanz. Reichhaltige Küche, beste Weine, Kaffee u. Kuchen Samstag, den 7. Oktober, 20 Uhr: BUNTER A B E N Dt „Wir fahren in die Ortenau" Sonntag, den 8. Oktober, 20 Uhr: BUNTER AB E N Dt „In Offenburg herrscht Frohsinn" Ansage: J. K. ME1NEL Musik: Kapelle FANZ Bestellen Sie rechtzeitig Tische bei der Ausstellungsleitung. - Telefon 1288. iauktßöle OFFENBURG Samstag, 7. Okt. 1950 ab 20 Uhr Sonntag, S. Okt. 1950 ab 19 Uhr lamo&euie mit dem beliebten Stirn* mungs- und Tanzensemble Surf ii0» Stars. Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. WILHELM BURG und Frau HEDWIG, geb. Göppert. Offenburg, Rosenstr. 5 Gasthaus Posthorn Urloffen Sonntag, den 8. Okt. 1950 tarn ab 19.00 Uhr Es spielt Kapelle Scharlach PraxiSsEröff iiung Habe midi am 10. Oktober 1950 in Ortenberg, Hauptstr. 139 gegenüber Gasthaus .Zum Ochsen* als prakt. Arzt niedergelassen. dt. tfyek UüUe Besuchen Sie einmal Cafä Seger Nied ersch oplheim Danksagung Die überaus herzliche und wohltuende Teilnahme bei dem schmerzlichen Verlust meines geliebten Gatten und herzensguten Vaters, Schwiegersohnes, Bruders und Schwagers Eugen Braun erfüllt uns mit Dank und Trost. Insbesondere danken wir der Gefolgschaft, dem Sportverein, dem Musik- und Gesangverein für die schönen Blumenspenden \ und Ehrungen am Grabe. Ferner danken wir auch allen lieben Freunden u. Bekannten aus nah und fern und all denen, die ihn durch die herzlichen Blumenspenden geehrt und zur letzten Ruhestätte begleitet haben. Ohlsbach, den 6. Oktober 1950. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Theresia Braun Wwe. Kinder und Angehörige Saa/ba owe Zell-Weierbach Samstag ab 20 Uhr und Sonntag ab 17 Uhr Weinfest mit Tanz Verlängerung Reichhaltige Speisenkarte mit verschiedenen Spezialitäten Weine der Winzergenossenscbaft Zell-Weierbach ff. Wagner-Bier - Es spielt Kapelle (JOLLING Gasthaus „Zum Pflug** Schönberg b. Gengenbach, Tel. Amt Gengenbach 281 unter neuer Leitung Samstag und Sonntag großes Schlachtfest Spezialität: Große SdiladitplatteJ Jehle-Pilsner- und -Bodebier Gute Weine - Schöne Musik Straßenwesen: Sperrung der Bundesstraße Nr. 33 für den Durchgangsverkehr zwischen Offenburg und Biberach. Zwecks Durchführung von Umbauarbeiten an der Kinzigbrücke ln Gengenbach wird hiermit, mit Zustimmung des Bad. Ministeriums des Innern in Freiburg/Brsg. gemäß § 4 Abs. I Satz 1 der Straßenverkehrsordnung vom 13. 11. 1937 (RGBL. I S. 1179) in der Zeit vom 17. Oktober bis 19. November 1950 die Sperrung der Bundesstraße Nr. 33 für den Durchgangsverkehr zwischen Offenburg und Biberach angeordnet. Die Umleitung des Gesamtverkehrs zwischen Offenburg und Biberach erfolgt über die Bundesstraße Nr. 3 bis Lahr-Dinglingen und weiter über die Landstraße I. Ordnung Nr. 100 über Schönberg nach Biberach und umgekehrt. Offenburg, den 5. Oktober 1950. Landratsamt Verkehrsabt. F Saalbau _Zell- Heute Samstag ab 20 Uhr mit Verlängerung Okfoberfesl „Riedle“ Weierbach Sonntag, ab 16 Uhr Es spielt das Stlmmungsorches’er Melodia TANZ . Stimmung • Humor Warum einsam? Viele Frauen ahnen nicht, wie oft ungenügende Körperpflege die unausgesprochene Ursache für Abneigung ist. Warum unnötig darunter leiden? 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