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Die Lage an der koreanischen Nordwestfront ist für die UNO-Truppen weiterhin «mst, hat sich aber in den letzten 24 Stunden nicht weiter verschlimmert. Amerikanische, britische und südkoreanische Einheiten haben neue Stellungen entlang des Tschongtschon- Flusses bezogen. ■ Ein amerikanischer Sprecher teilte mit, daß bisher Verbände von fünf chinesischen Divisionen festgestellt worden sind. Sie seien mit Danzern, schwerer Artillerie und Raketenwerfern ausgerüstet. Die UNO-Lufistreitkräfte greifen- unermüdlich in den Erdkampf ein und haben den Nordkoreanern schwere Verluste zugefügt. Nach Frontberichten sind ,die Nordkoreaner durch Truppenverbände verstärkt ■worden, die bisher nicht identifiziert werden konnten. Sie trügen zum Teil grüne, zum Teil wattierte Uniformen nach Art der kommunistischen chinesischen Militärbekleidung. Oestlich von Kunuri sollen die Nordkoreaner bereits den Tschongtschonfluß überschritten haben. Sie drückten stark auf Andschu und 81- nahdschu. Offensichtlich wollen sie hier zur "Westküste durchstoßen und damit dem 1. Amerikanischen Korps den Rückzug abschnei- den. Auch an der Nordostfront leisten die Nordkoreaner erbitterten Widerstand. Die 7. Amerikanische Division, die vor einigen Tagen bei Wonsan gelandet war, hat nach der Einnahme von Pungsan Stellungen nördlich das^Stadt bezogen. Der stellvertretende-' stidkoreanische Außenminister Tscho Tschung Whan erklärte Söul, die sowjetische Regierung, habe der chinesischen Volksrepublik befohlen, - Truppen über den Jalu-Fluß zu entsenden. In einem Kommentar des Pekinger Rundfunks heißt es, daß jeder Soldat, den die USA nach Korea schicken, die amerikanische Verteidigung an anderen Punkten schwäche. Diese Aeußerung gibt politischen Beobachtern Grund zu der Annahme, daß es das Ziel des Kommunismus sei, möglichst viel amerikanische Truppen in Korea zu hinden, um die USA in anderen Gebieten zu schwächen Der Sprecher General MacArthurs bezeichnete die Gesamtlage als „gegenwärtig noch nicht kritisch“. Er sagte, die Nordkoreaner hätten „aus eigenen und anderen Quellen“ Verstärkungen erhalten. Im Nordwesten könnten die UNO- Luftstreitkräfte nicht so wirksam Eingreifen, weil die Kommunisten Nachschublager „in geschütztem-Gebiet“ haben. Die Informationsabteilung General MacArthurs veröffentlichte zwei Bilder, die achtzehn chinesische Gefangene zeigen, sie wurden im Gebiet von Ham- hung an der koreanischen Ostküste aufgenommen. Dalai Lama aus Lhasa geflohen Kalimpong. Der Dalai Lama, der 16jährige geistliche Herrscher Tibets, ist — nach Meldungen, die in der nordindischen Grenzstadt Kalimpong am Freitag eintrafen — mit unbekanntem Ziel aus seiner Hauptstadt Lhasa geflohen. Wie zuverlässig bekannt wurde, hat er sein Kabinett und den Regenten Takta Rimpotsche mitgenommen. Gleichzeitig soll sich in Lhasa ein politischer Umsturz ereignet haben, doch sind bisher keine näheren Einzelheiten bekannt geworden. - - Die Flucht des Dalai Lama, der in Indien bereits um 'Asyl nachgesucht haben soll, wurde zur gleichen Zeit bekannt, als die Truppen der chinesischen Volksrepublik bis auf einen Punkt auf etwa 250 Kilometer von der tibetanischen Hauptstadt entfernt, vorgerückt waren. Einzelne Einheiten der chinesischen Truppen sollen bereits bis auf etwa 80 Kilometer an Lhasa herangekommen sein. Grenzbefestigung Loakay geräumt Saigon. Die wichtige Grenzfestung Loakay, der französische Hauptstützpunkt im Nordwesten Indochinas, ist von französischen Truppen geräumt worden. Die Räumungsaktion begann am Mittwoch und wurde bereits einen Tag später abgeschlossen. Die Garnison war eineinhalb Bataillone stark. Ihr gehörten französische Verbände, Kolonialtruppen und vietnamesische Einheiten an. Die Garnison zog sich nach Westen zurück Obgleich die schlechte Wetterlage eine Unterstützung durch die Luftstreitkräfte verhinderte, ging die Räumungsaktion nach Mitteilung eines französischen Militärsprechers „normal“ vor sich; es kam kaum zu Zwischenfällen. Neuer Pariser Vorschlag erwartet 1 Amerikanische Note an Frankreich? London. In London wird erwartet, daß Frankreich einen neuen KomprpfiCiißvorschlag zur Frage eines deutschen Verteidigungsbäi- in träges im Rahmen der Atlantikpaktorganisation verlegen wird. Di* Gespräche der Verteidigungsminister über diese Frage, diö in Washington auf einen toten Punkt geraten sind, sollten auf diese Weise wieder in Gang gebracht werden. Auch der britische Verteidigungsminister Shinwell soll an einem neuen Plan arbeiten und beabsichtigen, das Problem noch vor der nächsten Sitzung des Verteidigungsausschusses mit seinem französischen Kollegen noch zu erörtern. Die „New York Times“ läßt sich am Freitag aus Washington melden, in hohen Regierungskreisen Washingtons sei man über die Einstellung der französischen Regierung zur Frage der europäischen Verteidigung äußerst ungehalten. Die optimistischen Aeußerungen Außenminister Achesons über die Verteidigung Westdeutschlands änderten nichts an dieser Tatsache. In Washington spricht man davon, daß Neuer Vorschlag für Südweststaat-Konferenz Sachverständigenausschuß einigt sich aui Kompromiß Freiburg. Der aus je drei Vertretern der Regierungen von Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern bestehende Sachverständigenausschuß zur Vorbereitung der nächsten Südweststaat-Konferenz hat — wie am Freitag von gut unterrichteter Stelle in Freiburg verlautet — bei seiner Sitzung am 26. Oktober in Tübingen die Vorschläge und Gegenvorschläge für ein Verwaltungsabkommen der drei südwestdeutschen Länder zu einem neuen Vorschlag vereinigt. Die politische Bedingung der Stuttgarter Regierung, einem Verwaltungsabkommen nur dann zustimmen zu wollen, wenn innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten dieses Abkommens eine Volksabstimmung über die Bildung des Südweststaates oder die Wiederherstellung der alten Länder abgehalten wird, wurde zunächst zurückgestellt. Die Regierungen in Freiburg und Tübingen sollen sich zu diesem Vorschlag bis zur nächsten Konferenz der Länderchefs .äußern. Die badische Antwort, deren Inhalt bisher nicht bekannt wurde, wird voraussicht- am Samstag nach Stuttgart abgehen. Am Freitagvormittag wurde in der Badischen Staatskanzlei in Anwesenheit der 3 badischen Mitglieder des Neuner-Ausschusses und des Staatspräsidenten Leo Wohieb nochmals eingehend über die Vorschläge des Sachverständigenausschusses beraten. • Die ursprünglich für den 7 November vorgesehene Konferenz der drei süddeutschen Länderchef* über ein Verwaltungsabkommen zwischen Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern, kann nicht termingemäß stattfinden. Staatspräsident Wohieb hatte vorgeschlagen, die Konferenz auf Schloß Bürgeln bei Lörrach abzuhalten. Ministerpräsident Dr. Reinhold Meier kann jedoch dieser Einladung nicht Folge leisten, da er an einer Bronchialerkältung erkrankt ist. Kraftwagen als „Geschäftsbedürfnisse' Im Landtag Württemberg-Hohenzollern, gab es am Freitag erregte Debatten um einen Omnibus, der von der Universität Tübingen für die Kliniken beschafft wurde, ohne daß vorher die Genehmigung dazu eingeholt wurde. Als in diesem Zusammenhang der Abgeordnete Dr. Paul Binder (CDU) fragte, ob es stimme, daß für den Rektor der Universität ein Wagen gekauft worden ist, der nicht als Wagen, sondern unter „Geschäftskosten“ verbucht wurde, teilte Kultusminister Dr. Sauer mit. daß von der Universität tatsächlich zwei Kraftwagen gekauft und unter „Geschäftsbedürfnisse und vermischte Ausgaben“ gebucht worden seien. Das Kultusministerium werde das in gebührender Form beanstanden. Die erregten Zwischenrufe und Ausführungen der verschiedenen Redner faßte der Abg. Dr. Leuze (FDP) in der Feststellung zusammen, man habe es hier mit einer sehr weitgehenden Mißachtung des Etatrechtes des Landtages zu tun; es fehle schon am parlamentarischen Ausdruck, um dieses Verhalten richtig zu kennzeichnen. die amerikanische Regierung gegenwärtig mit der Abfassung einer Note an die französische Regierung beschäftigt ist, die recht scharf gehalten sein soll. Das Blatt fügt hinzu: „Verteidigungsminister Marshall soll sogar folgenden Rat erhalten, haben: Wenn die.französische Regierung unnachgiebig bleibt Und auch die Nationalversammlung nichts an ihrer Haltung ändert, sollen wir einfach sagen, ,schönen Dank, guten Tag’. Dann wird man in Paris schon wieder zur Vernunft kommen. General Marshall hat diesem Rat aufmerksam zugehört, sich aber nicht festgelegt.“ Keine Zeit mehr zum Aushandeln Frankfurt. Die amerikanische „Neue Zeitung“ veröffentlicht einen Beitrag von offizieller Seite, in dem Deutschlands Rolle im Zusammenhang mit der europäischen Sicherheit dargestellt wird. Darin wird betont, daß nach amerikanischer Auffassung keine Zeit mehr ist für kleinliche Streitigkeiten oder das Aushandeln von Bedingungen als Preis für eine deutsche Mitwirkung an der Erhaltung des Friedens. Die Vereinigten Staaten seien davon überzeugt, daß die kommunistische Aggression eine unablässige gemeinsame Gefahr für die freien Nationen Europas und der Welt sei. Die Vereinigten Staaten allein könnten nicht die nötigen Verteidigungskräfte stellen. „Der Umfang ihres Beitrages . wird wesentlich von den Leistungen der anderen Nationen in Europa abhängen. Zu ihnen gehört auch Deutschland.“ In dem Artikel wird dann darauf hingewiesen, daß das Wort „Remilitarisierung“ für einen deutschen Verteidigungsbeitrag abwegig sei. Die Vereinigten Staaten seien gegen jede Diskriminierung der Deutschen innerhalb einer gemeinsamen Verteidigungsstreitmacht. Eine Voraussetzung für eine schlagkräftige gemeinsame europäisch-amerikanische Verteidigungsmacht sei die Teilnahme aller auf gleicher Basis. Die amerikanische öffentliche Meinung sei etwas empfindlich gegenüber gewissen Erklärungen in Deutschland und Frankreich. „Offensichtlich werden die USA nur dann in Deutschland starke Kräfte Einsetzen, wenn die Deutschen selbst an der Verteidigung ihres Landes teilnehmen.“ Die amerikanische Regierung sei bei allen ihren Maßnahmen von der öffentlichen Meinung Amerikas abhängig. Das deutsche Volk solle deshalb die Entwicklung dieser Meinung beobachten. „Die Entschlossenheit der Amerikaner zur Verteidigung der Freiheit wird nicht erschüttert werden. Wenn aber die Völker und Regierungen Europas amerikanische Hilfe wünschen, dann müssen sie den Tatsachen ins Auge sehen.“ Ein Kohlenkommissar Bonn. Dr. Martin Sogemeier ist zum Bundeskohlenkommissar ernannt worden. Er wird im Aufträge der Bundesregierung den Kohlenverbrauch im Bundesgebiet steuern. Manie der Statistik ak. Im Jagdschloß von Bebenhausen, dem Sitz des Landtags für Württemberg und Ho- henzollern, kam es am gestrigen Freitag zu einer lebhaften Debatte über die Zuschüsse für das Statistische Landesamt. . Es . wurde hierbei der Bundesregierung der Vorwurf gemacht, bei der Anforderung von Statistiken „hemmungslos“ zu sein. Dieser Vorwurf trifft unseres Erachtens ins Schwarze, denn die vom Staat befohlene Indiskretion ist immer mehr Trumpf geworden. Zuletzt hat das ja die in der Bundesrepublik verordnete Volkszählung gezeigt. Dem Grafen Keyserling schreibt man das Wort zu, daß Indiskretion das Wesen des modernen Zeitalters sei. Diejenigen, die sich einigermaßen in dem so viel. geschmähten absoluten Staat des 18. und 19. Jahrhunderts auskennen, werden dem reisenden Philosophen Recht geben, hat man doch damals selbst die Einkommensteuer abgelehnt, weil sie den Verwaltungsorganen einen allzutiefen Einblick in die privaten Verhältnisse der Bürger gestattet hätte. Ueber derartige Zimperlichkeiten geht man im Zeitalter der Fragebogensucht leichten Herzens hinweg. Der Staatsbürger machte sich seine eigenen Gedanken, als bekannt wurde, daß in Ludwigsburg, dem „schwäbischen Potsdam“ und der einmal Freien Reichsstadt Eßlingen Beamte der Finanzämter ihre Finger in die Fragebogen zur Volkszählung hineinsteckten, obwohl in einer Rundfunkansprache selbst Bundespräsident Heuß zugesichert hatte, die Häushaltsliste werde weder'der Polizei, noch dem Finanzamt, noch dem Wohnungsamt zu Gesicht kommen. Und wer bürgt dafür, daß das Beispiel der Schwabenstädte nicht auch anderswo Schule macht? Jedenfalls wird berichtet, auch in Karlsruhe seien Polizeibeamte zur Auswertung der .Volkszäblurrgslisteft frerr angezogen Worden, und Beamte des Fihanzy amtes und des Jugendamtes hätten für -die Listen ebenfalls eine auffallende Neugier bej- kundet. Erfreulicherweise hat der Bundespräsident es sich nicht bieten lassen, daß die Verwaltungsbürokratie an seinen Worten so lange herumdeutelte, bis sie mit ihrer Indiskretion glücklicherweise den höchsten Repräsentanten des Bundes desavouierte. Gleich beim Bekanntwerden der geschilderten Vorfälle hat Professor Heuß deren energische Untersuchung und die Bestrafung der Schuldigen verlangt. Man hat in dem fraglichen Kreis zwar versucht, die Dinge so hinzustellen, als*seien es nur „zufällig“ Steuerbeamte gewesen, die die Erhebungen gemacht hätten; aber diese lendenlahmen Erklärungen können nicht darüber hinwegtäuschen, daß hier gröblichster Vertrauensbruch vorliegt und mit der Glaubwürdigkeit von Bundesversicherungen Schindluder getrieben wurde. Selbstverständlich stellt von vornherein jeder Staatsbürger in Rechnung, daß der Staat und alles, was von ihm verordnet wird, Menschenwerk ist, mit Irrtü- mern und Fehlern, wie sie Menschen nun einmal eigen sind. Man braucht auch die Verwaltung, weil sonst das Räderwerk des Staates ins Stocken geriete. Aber es muß alles sein Maß und Ziel haben, sonst brauchen wir einen Rechtsschutz gegen die Allmacht des Staates. Im Mittelalter gab es das „jus primae noctis“, das den Feudalherren bei der Hochzeit von Leibeigenen zustand; es hat darüber Revolten und Totschlag gegeben. Wir modernen Leibeigenen müssen heute gegen das „jus supremae inspectionis“ revoltieren, das dem Staate das Recht beliebiger Einsichtnahme in unsere privatesten und intimsten Bezirke zuspricht. Wir haben uns daran gewöhnt — oder vielmehr daran gewöhnen müssen —, dem Staat mehr zu geben, als des Staates ist, aber wir sind nicht gesonnen, der Bürokratie die Zugriffsmöglichkeit auch auf unsere allerpersönlichsten Angelegenheiten einzuräumen. Jeder Mensch bedarf eines geheimen Bezirkes seiner Seele, in den er nicht einmal den Nächststehenden Einblick "nehmen läßt. Erst recht kann er vom Staat verlangen, daß er nicht alle Schranken durchbricht, soll nicht alle persönliche und menschliche Würde verletzt werden. Auch für die „Leidenschaft der Erfassung“ gibt es Grenzen. Wir sind in den zurückliegenden Jahren, wahrhaftig mehr als genug mit Fragebogen und Statistiken gequält worden, und auch die Wirtschaft weiß hier ein Lied zu singen. Darum begrüßen wir daß der Bundespräsident dieser Manie den Kampf angesagt und sich schützend vor das Recht gestellt hat, das der Staatsbürger auch gegenüber der Bürokratie besitzt. Sollte der \ Samstag, 4. November 1950 Bundesrepublik, trotz des Widerstrebens der Parteien, einmal ein Sparkommissar beschie- den sein, so würde er gerade auf dem Gebiet der endlosen Statistiken und .Volksbefragungen“ ein reichliches Betätigungsfeld finden können. Streik auf Zedbe Nordstern Gelsenkircben. Kommunisten haben auf der Zeche Nordstern der Gelsenkirchener Bergwerks-AG. in Gelsenkirchen-Horst einen Streik 'inszeniert, der am Freitag zur Arbeitseinstellung auf der Zeche führte. Kommunistische Wortführer riefen am Donnerstag zur Arbelts- “ niederlegung auf, nachdem der kommunistische Betriebsratsangehörige Hückeswagen wegen falscher Anschuldigungen gegen die Zechenleitung fristlos entlassen worden war. » An den Zechentoren und auf den Zugangsstraßen stehen Streikposten. Adieson-Pian angenommen New York. Der Siebenmächte-An trag zur Sicherung des Friedens, der „Acheson-Plan“, wurde am Freitag von der UNO-Vollver- sammlüng angenommen Vor der Abstimmung über den Antrag wies der kanadische Außenminister darauf hin, daß der Plan keineswegs »der Organisierung des Krieges, sondern vielmehr der Erhaltung des Friedens dienen »olle. __ Audi Gustaf VL - verzichtet auf Feierlichkeiten Stockholm» König Gustaf VI. Adolf von Schweden hat, ebenso wie sein Vater, im Jahre 1907, auf eine Krönungsfeieziichkeit verzichtet. Die Regierungsmitglieder und das diplomatische Korps nahmen am Freitag Abschied von König Gustaf V. dessen Sarg in der Schloßkapelle aufgebahrt und mit einem Hermelin man toi und einer Krone geschmückt ist. Bonn. Der Lastenausglelchsentwurf, der bereits von der Bundesregierung grundsätzlich gebilligt worden war, soll vorläufig noch nicht an die gesetzgebenden Bundesorgane geleitet werden. Die zuständigen Ministerien und die Fraktionen der drei Regierungsparteien wollen erst noch einmal über den Inhalt des Entwurfes verhandeln. Die Fraktionen der Regierungsparteien sollen dazu Stellung nehmen, ob sie den Entwurf in seiner jetzigen Fassung von der Bundesregierung verabschiedet oder die in Unkel erarbeiteten Gesichtspunkte zum Lastenausgleich in den Entwurf eing-»arbeitet haben wollen- Sobald die Fraktionen Stellung genommen haben, will das Kabinett endgültig Beschluß fassen. Der Vorsitzende des Zentralverbandes der Heimatvertriebenen (ZVD), der. CDU-Bundes- tagsabgpordnete Dr. Linus Kather, gab am FrÄ tag'Einzelheiten der bevorstehenden neuen 47 Fluggäste ln den Alpen verschollen Bombay. Die LoftfahrtgeseUscbaft Alr-In- dla gab am Freitagabend bekannt, daß eines ihrer Flugzeuge, das sich auf dem Flug von Bombay nach London befand, mit vierzig indischen Seelenten und sieben Mann Besatzung In den südfranzösischen Alpen abgestürzt ist. Die Maschine war kurz nach Mitternacht in Kairo gestartet und sollte Freitagvormittag in Genf ein treffen. Sie meldete sich zuletzt 50 Kilometer nordöstlich von Marseille. Weitere Einzelheiten über die Absturzstelle und das Schicksal der Flugzeuginsassen stehen gegenwärtig noch aus. Sofort aufgebrochene Suchtrupps aus dem französischen, italienischen und schweizerischen Alpengebiet hatten bis zum späten Nachmittag noch keine Spur der vermißten Maschine entdeckt Die Luftaufklärung war durch dichte Wolkenbildung behindert Berliner Ehepaar entführt Berlin. Der 68jährige Wilhelm Steneberg und seine 62jährige Frau sind am Freitag aus ihrer Westberliner Wohnung in Schöneberg in den Sowjetsektor entführt und dort verhaftet worden. Steneberg war früher Redakteur der Berliner „Börsenzeitung“. Nach 1945 wurde er Wirtschaftsredakteur bei der sowjetischen „Täglichen Rundschau“ und später Referent in der ehemaligen Sowjetzonen-Wirt- schaftskommission. Er floh, als er gedrängt wurde, in die SED einzutreten, nach Westberlin. Unzufriedene Neubauern Schwerin. Im Laufe dieses Jahres haben mehrere Hundert Neubauern ln Mecklenburg ihre Neubauernstellen wegen zunehmender wirtschaftlicher Schwierigkeiten aufgegeben. Bonn. Das Bundeskabinett hat am Freitag zum ersten Wohnbaugesetz eine Berehnuhgs- verordnung und eine Mietverordnung für neu geschaffenen Wohnraum verabschiedet Ein Regierungssprecher unterstrich, daß Altmieten von beiden Verordnungen nicht berührt werden. Die Mietverordnung soll die Voraussetzungen für die Berechnung der Mieten neuen Wohnraums nach wirtschaftlichen Grundsätzen geben. Beide Verordnungen haben besondere Bedeutung für den steuerbegünstigten Wohnungsbau, da bei dem frei finanzierten Wohnungsbau die M'etpreise nicht gebunden und beim sozialen Wohnungsbau aus öffentlichen Pius xrr. verkündet dam Marla~Dogma In einer feierlichen Zeremonie ln Rom, die den Höhepunkt de» Heiligen Jahres und des lllShrtgen Pontifikats Plus XII. bildete, erhob der Papst am Tage Allerheiligen die Lehre von der leiblichen Himmelfahrt Mariens zum Glaubenssatz der Kirche- Papst Plus wahrend des Verkündungsaktes. dpa-Telebüd Mitteln die Höh st mieten Im Wohnungsgesetz vorgeschrieben sind. ) Einzig möglicher Protest gegen Orson Welle* Holzm'nden. Als erstes Kino Niedersachsens hat die Holzmindener „Schauburg“ beschlossen, aus Protest gegen die von Orson Weites in französischen und holländischen Zeitschriften veröffentlichten abfälligen „Erfahrungsberichte“ seines Deutschland-Aufenthaltes, künftig keine Filme mehr zu zeigen, in denen Orson Welles als Schauspieler oder Regisseur mitwirkt oder an denen er sonst irgendwie beteiligt ist Neues in Kürze Die Im Min vargenommene Registrierung noch I .cbt zurücksekekrter Kriegsgefangener und Vermieter, soll auf Veranlassung des Bundes innen m l rJ. . t»r« fortgesetzt werden. Es sollen alle Helmkekrer und alle Veränderungen im Personenkreis der Kriegsgefangenen und Vermißten erfaßt, auch bisher nicht gemeldete Kriegsgefangene und Vermißte bei den zuständigen Gemeindeverwaltungen gemeldet werden. Die Postaugestellten Im Bundesgebiet erhalten kür die Zeit vom 1 . Oktober bis zum 31. Januar nächsten Jahres eine Teuerungszulage von monatlich zwanzig Mark, wenn ihr Grundgehalt ohne Wohnungsgeld 353 Mark nicht überschreitet. Geber eine Lohnzulage für die Arbeiter der Bundespost Ist noch kein Uebereinkommen erzielt worden. Die Tarifverhandlungen im Verslcheruugsgewerbg haben einen vorläufigen Abschluß gefunden. Wie dich Gewerkschau Handel, Banken und Versicherungen hierzu mitteilt, wurde folgende Vereinbarung getroffen: 100 DM einmalige Sonderzahlung bis zum 31. Dezember für Angestellte' mit Hanshaltsznlage, 63 DM für Angestellte ohne Hausoaltszulage, 40 DM für Jugendliche, 30 DM für Lehrlinge und 13 DM als Kinderzulage. Gleichzeitig wurde vereinbart, das Aniang Januar 1931 die Tarifbezüge generell neu geregelt werden. Der Hauptvorstand des Deutschen Sängerbundes (D5B), dem heute wieder 6000 Chore mit rund 300 000 Mitgliedern angehören, trat unter Leitung seines Präsidenten, Oberstudiendirektor Pesch-Dortmund in Stuttgart zu einer Tagung zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die yorbereitunggn für das große 13. Deutsche Sängerbundfest, das in Mainz in den Tagen vom 21.—29. Jilli nächsten Jahres stattf-ndet. Schon jetzt liegen zahlreiche Anmeldungen von Chören aus dem gesamten Bereich des D3B vor; auch deutsche Chöre des Auslandes haben ihre Teilnahme zugesagt- Die Anmeldungen lassen erkennen, daß mit mindestens so Sonderkonzerten zu rechnen ist; damit Ist die musikalische Ausgestaltung des Festes bereits gesichert. Der Bruderrat der Evangelischen Bekennenden Kirche in Deutschland hat mit allen Parteien Fühlung genommen, um mit ihnen die politische Lage zu besprechen. Vor allem ist geplant, noch vor der außenpolitischen Debatte Im Bundestag, also vor dem 8. November, mit führenden Vertretern der CDU zusammenzukommen. Zusagen der Parteien liegen noch nicht vor. Die Bundesregierung hat ein 000 LIllllonen-Mark- Investitionsprogramm für die deutsche Wirtschaft fertiggestellt. Das Geld stammt aus den sogenannten ERP-Gegenwert-onds. Im Einzelnen sollen lm laufenden Marshall-Plan-Jahr — Mitte 1330 bis Mitte 1351 — erhalten u. a. Wohnungsbau 135 Millionen, die Bauwirtschaft 5 Milllionen, die Eisen- und Stahlindustrie 7s Millionen, die Wasserwirtschaft 25 Millionen, die Landwirtschaft so Millionen und dl» Forschung 10 Millionen. 25 Millionen sind für di» Förderung und den Aufbau von FlücbtUngsbetrleben vorgesehen. Die in der Türkei lebenden bulgarischen Staatsbürger wurden vom bulgarischen Konsulat ln Istanbul aufgelordert, sich für die Heimreise nach Bulgarien bereitzuhalten. Ihre Zahl ist aber nicht sehr erheblich; es handelt sich in der Hauptsache um Inhaber kleiner Milchwirtschaften und Mtlchhallcn, ln denen Milchprodukte sowie türkische Süßspeisen verkauft werden. Das neue griechische Kabinett, wieder unter Führung des Liberalen Sonbokles Venizelos, wurde am Freltagvorinittag vereidigt. In der neuen Koalition, die ans Liberalen und demokratischen Sozialisten besteht, wurde die VoP-rspartei ausgelassen. Da* vorige Kabinett Venizelos war am Vortag znrbck- gotreten, angeblich wegen der Beschuldigungen, daß ln der Volkspartei Korruption herrsche. deutsche Beobachter in Rom Gespräche um den Lastenausgleich Gesetzentwurf soll von Fraktionen beraten werden - Der Standpunkt der Heimatvertriebenen Berecbnungs- u. Mietverordnung Lastenausgleichsgespräehe bekannt. Nach der Worten Dr. Kathers sollen vor allem die gegensä tzl’chen Punkte zwischen RegierunPsent- wurf und Unkeler Grundsätzen in der Frage der Vermögensabgabe, der Einsabgabe, der Kriegsschädenrente und der Hausratsentschädigung besnrochen werden. Im Ge^ens’tz zu der gestaffelten Vermögensabgabe im Regierungsentwurf fordere der Unkeler Kreis eine generelle Belastung von 50 Prozent und eine Zinsabgabe zwischen 4 und 6.5 Prozent (im Re- giening-entwurf sind es 0,75 bis 1 Prozent). Jn erster Linie forderten die Vertriebenen an Stelle des Einheitswertes bei der Abgabewertung den Verkehrswert und außerdem eine Vermögenszuwachsabgabe sowie die sofortige Fälligkeit der gesamten Vermögensabgabe bei Fällen über 30 000 Mark. Diese Forderung gelte auch grundsätzlich für die Landwirtschaft Nach den Schätzungen der Vertriebenen müßten Ihre Forderungen 20 bis 30 Proz. mehr einbringen. Teilnahme an den Sitzungen des Ministerausschusses des Europarats mit beratender Stimme Rom. Der Ministerausschuß des Europarats senheit nur für bestimmte Sachgebiete vorist am Freitagnachmittag unter dem Vorsitz des italienischen Außenministers, Graf Sforza, zu seiner ersten Sitzung zusammengetreten. Als Beobachter wurden für die Bundesrepublik Staatssekretär Dr. Walter Hallstein und für das Saarland Staatssekretär Hector zu der Sitzung zugelassen. Der britische Außenminister Bevin hat sich für sein Fernbleiben mit wichtigen Regierungsgeschäften entschuldigt Der Gemischte Ausschuß des Europarats, der sich aus Vertretern des Ministerausschusses und der Beratenden Versammlung zusammensetzt, hatte auf seiner ersten Sitzung am Freitagvormittag vorgeschlagen, daß die deutschen Beobachter in beratender Eigenschaft zu den Erörterungen über alle Punkte der Tagesordnung des Ministeraussehusses ' hinzugezogen werden sollen; ursprünglich war Ihre Anwe- Die Sanierung der Bundesbahn Amerikanische Eisenbahnfirma sch ägt Tariferhöhungen und Pei sonalabbau vor Frankfurt Bundesverkehrsminister Dr. See- bohra bat nach Mitteilung der Alliierten Hoben Kommission fn diesen Tagen das deutsch- alliierte Gutachten unterzeichnet nach dem die Vorschläge der amerikanischen Firma Co- verdale und Colpitts (New York) zur Sanierung der Bundesbahn verwirklicht werden sollen. Das Gutachten, das von einer gemischten deutsch-alliierten Kommission ausgearbeitet wurde, soll jetzt der Bundesregierung unterbreitet werden. Die Alliierte Hohe Kommission stellt fest, daß damit ein praktischer Plan zur Lösung der Probleme der Bundesbahn formell der Bundesregierung vorgelegt werde. Die große Mehrheit der angenommenen Coverdale- und Colpitts-Vorschläge seien vom Direktorium der Bundesbahn und dem Bundesverkehrs- mlnister verwertet worden, ohne daß Regierungsmaßnahmen oder Gesetze erforderlich seien. Sieben Punkte machten jedoch entsprechende Verordnungen der Bundesregierung notwendig. Die Vorschläge der amerikanischen Eisenbahnfirma enthielten neben technischen Rationalisierungsmaßnahmen und Tariferhöhungen für den Berufsverkehr auch die Anregung, 80 000 Bedienstete der Bundesbahn zu entlassen. Dieser Vorschlag wurde jedoch von deutscher Seite nicht angenommen. Statt dessen ist' an einen organischen Abbau gedacht, der sich in einer Aufrechterhaltung der Einstellungssperre und vorzeitiger Versetzung in den Wartestand äußert Nach der anfänglich negativen deutschen Reaktion zu den amerikanischen Vorschlägen begrüßen amerikanische Sachverst" 1; ge nunmehr, daß man sich deutscherseits doch mit einem großen Teil des Gutachtens einverstanden erklärt habe. Es wird angenommen daß eine Zuteilung von ECA-Mitteln an die Bundesbahn weitgehend davon beeinflußt wird. Haushaltsvorschläge des Bandesrats abgelehnt Bonn. Die Bundesregierung bat dia Vorschläge des Bundesrates zum Bundeshaushalt 1950/51 im wesentlichen abgelehnt Die entscheidenden finanziellen und organisatorischen Vorschläge des Bundesrates werden von der Bundesregierung nicht anerkannt Sie erklärt sich lediglich bereit die gegenwärtige Verteilung der Lasten und Einnahmen zwischen Bund und Ländern in einzelnen Punkten zu überprüfen und der Entwicklung anzupassen. Schließlich wird von der Bundesregierung die Auffassung des Bundesrates nicht akzeptiert daß die Ausgabenentwicklung der Bundcsoberbehörden und Bundesanstalten zur Sorge berechtigte; die Möglichkeit der Einrichtung solcher Behörden sei bisher nur im notwendigen Umfang ausgenutzt worden. Zur Forderung des Bundesrates, bei den sozialen Kriegsfolgelasten Abstriche zu machen, erklärt die Bundesregierung, daß die für Arbeitslosenfürsorge vorgesehenen rd. 650 Millionen DM bei weitem nicht ausreichen werden Es wird erwartet daß hierfür in diesem Haushaltsjahr bis zu 850 Millionen erforderlich sein werden. Einsparungen bei anderen Sozialauspaben sollen zur Deckung dieses Mehrbedarfs verwendet werden. gesehen. Nachdem sich die Außenminister mit dem Vorschlag des Gemischten Ausschusses einverstanden erklärt haben, werden Staatssekretär Professor Hallstein und Ministerialdirektor Dr. Blankenborn an allen Diskussionen — allerdings ohne Stimmrecht — teilneh- - men können. Der Ministerausschuß wird zunächst über die Erweiterung der Vollmachten des Europarats, über das Flüchtlingsproblem, über die Konvention zur Währung der Menschenrechte und Grundfreiheiten, über die Garantien für soziale Sicherheit, über den Schumanplan, über übernationale Behörden, über den Churchill-Antrag auf Schaffung einer europäischen Streitmacht und über kritische Einwände gegen die Arbeit des Europarats beraten. Zum ersten Mal in der Geschichte des Europarats wird am Samstag ein deutscher Vertreter seine Unterschrift unter einen Beschluß des Europarats leisten, der von der Beratenden Versammlung ausgearbeitet und vom Ministerausschuß gebilligt worden ist. In seiner Freitagsitzung bat der Ministerausschuß die von der Beratenden Versammlung ausgearbeitete Charta der Menschenrechte angenommen, die für alle westeuropäischen Staaten gelten soll und über deren Einhaltung ein internationaler Gerichtshof wachen wird. Hilfe für Ostflüditlinge geordert Washington. General Spaatz, der frühere Generalstabschef der amerikanischen Luftstreitkräfte, setzt sich für die.Unterstützung der Flüchtlinge aus Länder hinter dem Eisernen Vorhang ein. Er forderte die Oeffentlichkeit auf, durch Spenden einen Fonds in Höhe von einer Million Dollar zu schaffen. Spaatz übernahm am Donnerstag die Leitung eines Ausschusses für Os'-flüchtlingshllfe; er sagte, er habe eich im Mal in Deutchland davon überzeugen können, daß etwas für das materielle Wohlergehen der Menschen geschehen müsse, die um der Freiheit willen ihr Zuhause und ihre Stellung aufgeben mußten. Weder das Rote Kreuz, noch die Besatzungsbehörden oder die Bundesregierung könnten ausreichende Hilfe gewähren. Wegen fünf Mark erschlagen Achtzehnjähriger gesteht Raubmord an einer Gastwirtsfrau Ravensburg. Unter dem Verdacht, am 19. August die 60 Jahre alte Gastwirtin Pauline Wild in Unterschwarzach (Kreis Biberach) ermordet und beraubt zu haben, wurde ln Neustadt-Kocher bei Heilbronn der 18jährige Molkereigehilfe Bernhard Gut aus Ziegelbach (Kreis Wangen/Allgäu) verhaftet Er hat nach einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft mittlerweile gestanden, die Tat begangen zu haben. Ueber die Beweggründe teilt die Staatsanwaltschaft mit, daß Gut sich damals in Geldverlegenheit befand. Er war von seinem Vater, einem kinderreichen Landwirt, aufgefordert worden, ein bereits gekauftes Fahrrad zu bezahlen. Gut versuchte in seiner Verlegenheit zunächst das Geld von der Wirtin zu bekommen Als diese auf sein wiederholtes Drängen mit der Polizei drohte, würgte er sie und erschlug sie schließlich mit einer Bierflasche. Als Beute fielen ihm 5 DM in die Hände. Prozeß der Scheußlidik eiten Braunschwelg. Am Freitag, dem vierten Verhandlungstag im Mordp»ozeß Pleil. wollte der Hauptangeklagte Pleil seine erste Mordtat nicht in Gegenwart der Zuhörer schildern. Das Gericht schloß daher vorübergehend die Oeffentlicbkeit aus. Pleil berichtete dann frei und ohne Hemmung über seinen Mord an der Ehefrau Eva Miehe, deren. Leiche am 26. März 1946 in einem Wassergraben gefunden wurde. „Es war mein erster Mord, deshalb bin ich besonders erregt gewesen“, sagte Pleil. In der NachmittagsverhaijcLIung wies Kriminaloberinspektor Fulst darauf hin, daß Pleil einige Beamte mit großer Sicherheit in Walkenried im Harz zu der Stelle geführt habe, wo am 16. Juli 1946 die Leiche eines mit einem Hammer erschlagenen jungen unbekannten Mädchens aufgefunden wurde. Zu diesem Mord erklärte Pleil, daß er nach der Tat und nachdem er die Leiche geschändet hatte, eingeschlafen sei. Als er aufwachte, sei er fortgegangen und habe die Tote liegen lassen. Die Verhandlung wird am Montag fortgesetzt. Wetter heridit Unser Wetter wird auch in den nächsten Tagen unter dem Einfluß eines Tiefdruckgebietes über dem mittleren Europa liegen. Auf der Westseite dieses Tiefs fließt kühle Luft aus Nordeuropa bis in unser Gebiet. Aussichten bis So_nt~ga’?end: Wechselnd bewölkt und einzelne schauerartige Niederschläge, dazwischen nur kurze Aufheiterungen, Recht kühl. Tagestemneraturen in den Niederungen 2.bis 6 Cr"d, in höheren Schwarzwaldlagen Frost und einzelne Schneefälle. Samstag, 4. November 1950 „Kung Gustaf der folkkäre" „Kung Gustaf den folkkäre“ — König Gustaf, Liebling des Volkes — diesen Ehrennamen hat einst Per Albin Hansson, Sohn eines kleinen Arbeiters und späterer, langjähriger Führer der schwedischen Sozialdemokratie, für König Gustaf V. geschaffen. Der gleiche Sozialistenführer hatte, nachdem seine Partei die stärkste des Ländes geworden war, als Ministerpräsident ein Programm zu vertreten, das die Einführung der Republik in Schweden ins Auge faßte. Diese Forderung wurde bald stillschweigend fallen gelassen. Die Persönlichkeit dieses Monarchen galt allen Schweden, ohne ■> Unterschied der weltanschaulichen Färbung, als unantastbar. Gustaf V. folgte im Jahre 1907 seinem Vater Oskar II. auf den Thron. Nüchtern und sachlich, sportlich und von schlankem Wuchs, war er in allem ein Gegensatz zu seinem Vater. Seinen Wirklichkeitssinn bewies er zum ersten Mal, als er aus Anlaß seiner Thronbesteigung auf die herkömmlichen Krönungsfeierlichkeiten mit ihrem kostspieligen Zeremoniell verzichtete. Kein Präsident einer Republik hätte eine schlichtere Form der Amtsübernahme finden können. Diese Neuerung, - die nur einigen Hofschranzen nicht gefiel, war nicht ohne symbolische Bedeutung: Gustaf hatte erkannt, daß der Glanz der Monarchie im Bewußtsein der Völker zu verlöschen begann, und daß es nicht rauschende Feste sein würden, die ihn wieder erstrahlen lassen könnten. „Niemand kann auf eine solche Laufbahn zurückblicken wie ich“. Vielleicht hat Gustaf V. in seinem langen Leben, wenn er den Blick auf die bewegten Jahrzehnte zurückgleiten ließ, die hinter ihm lagen, an diesen Ausspruch seines Vorfahren Jean Bemadotte gedacht. Er häUe ihn mit Abwandlungen auf sich beziehen können. Wenngleich der Werdegang des Vorfahren sich von dem Gustafs V. sehr unterschied, hat dieser doch die innere Stabilität und das internationale Ansehen Schwedens, das jener begründet hat, gegen alle Fährnisse zu erhalten verstanden. Jean Bemadottes Weg zum Thron war abenteuerlich gewesen: der Pariser Advokatensohn, der als einfacher Soldat in den Reihen der Revolutionsarmee und danach in den napoleonischen Heeren gekämpft hatte, war schließlich Marschall von Frankreich geworden und von Napoleon auf den altehrwürdigen Thron der Wasa gesetzt worden. - Er blieb der Einzige, der sich beim Sturz des Kaisers nicht mit in die Tiefe reißen ließ. In die mehr als vierzigjährige Regierungszeit Gustafs V. sind zwei Weltkriege gefallen. Es ist das wesentliche Verdienst des Königs gewesen, Schweden diesen Auseinandersetzungen fernzuhalten. Dank einer geschickten, aber auch aufrichtigen und festen Politik vermochte er sich immer den Respekt der Kriegführenden zu erwerben. Im Innern des Landes fand ^ine tiefreichende soziale und Wirtschaftliche Umwälzung statt, und wenn hier die Meinungsverschiedenheiten mitunter zu schroff aufeinander zu prallen drohten, war es stets die beherrschende Persönlichkeit des MoHarchen, die die Wellen glättete und die Eintracht wiederherstellte. Die Rettung des inneren und äußeren Friedens des Landes ist das große Werk dieses Königs gewesen. Welches Glück dies für die schwedische Nation darstellt, wissen heute alle Völker Europas zu würdigen. König Gustaf hat seine amtlichen Pflichten immer sehr ernst und genau genommen. Er war dem feingeistigen Leben nicht abgeneigt, aber im Vordergrund standen für ihn die Politik und das öffentliche Leben überhaupt. Auf diesen Gebieten war er immer hervorragend informiert, er las vorurteilsfrei die Zeitungen aller Parteien und liebte es, alle Parteien zu hören. Wenn er aber nur Mensch sein wollte, dann wurde er „Mr. G.“ und gab sich dem Sport hin. Er schätzte besonders das Tennisspiel, das er hervorragend beherrschte; alljährlich war er auf den großen Turnieren an der Riviera zu sehen. Ein Gottfried von Gramm erfreute sich seiner besonderen Gunst. Im Alter von 80 Jahren ritt er noch seinen Lieblingshengst, zwei Jahre vor seinem Tode konnte man ihn noch in der Ostsee schwimmen sehen. Und mit besonderer Hingabe widmete sich der König der Gobelin-Stickerei. Erst vor wenigen Monaten vollendete er eine Altardecke, die er der protestantischen Kirche von Worcester (Massa husetts, USA) zum Geschenk machte, wo eine starke schwedische Kolonie ansässig ist. In seinem Privatleben Nachrichten a 3 Tote durch sträflichen Leichtsinn Münster. In Münster im Kreis Soltau (Niedersachsen) wurden drei Einwohner durch Munitionsexplosionen getötet. Unabhängig voneinander hätten an zwei Stellen des Ortes Männer an al,ter Munition hantiert und versucht, die Bisenringe von den Zündern abzuschlagen. Dabei wurden drei Männer im Alter von 33, 18 und 17 Jahren getötet. Russische Einbrecher Mannheim. Das amerikanische Districts- Gericht in Mannheim verurteilte zwei sowjetische Staatsangehörige wegen sechs gemeinsam begangener Einbruchsdiebstähle zu je zweieinhalb Jahren Gefängnis. Die beiden Verurteilten, 21 und 24 Jahre alt, waren 1943 als Arbeiter nach Deutschland gekommen. Römische Funde auf einer Hochrheininsel Säckingen (SWK). Auf der Rheininsel zwischen Stein und Säckingen stieß man bei Durchführung von Tiefbauarbeiten auf eine mit Knochen und Keramikscherben durchsetzte Kulturschicht, die römischer Herkunft zu sein scheint. Auch einige sehr frühe südgallische Siegelzeichen wurden entdeckt. Die Kulturschicht ging in eine völlig mit Kohlen, Knochen und Scherben durchsetzte Abfallgrube über. war der König, der im Jahre 1881 Prinzessin Viktoria von Baden geheiratet hattet bescheiden und zurückhaltend. Seine Leidenschaft war der Tabak, er war Kettenraucher. Der Tod König Gustafs ist ein schwerer Verlust für das schwedische Volk. Wer sich der Beweise der Liebe und Treue erinnert, die dem Monarchen anläßlich seines 90. Geburtstages aus allen Teilen des Landes, von aller. Klassen und Parteien entgegengebracht worden sind, wird den Grad der Trauer ermessen, die nun diese Nation ergriffen hat. us aller Welt Ein Richtschwert kehrt zurück Endingen am Kaiserstuhl. Das aus dem Jahre 1650 stammende, kunstvoll gravierte Richtschwert des alten Kaiserstuhl-Städtchens Endingen wurde durch den französischen Kreisdelegierten in einem feierlichen Akt dem Bürgermeister von Endingen zurückgegeben. Das Schwert war bei der Besetzung Endingens 1945 von einem Mitglied der französischen Besatzungsmacht als Andenken mitgenommen worden. Nun hat es wieder seinen Ehrenplatz im Rathaus, erhalten. „Ave Maria“ am Münsterturm Konstanz. 4 katholische Jungmänner in Konstanz haben zusammen mit dem städtischen Elektrizitätswerk am Turm des Konstanzer Münsters die Worte „Ave Maria“ in Leuchtschrift angebracht. Damit soll an die Verkündigung des Dogmas von der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel, das am Allerheiligentag in Rom verkündet wurde, erinnert werden. Heidelberger Hotelfachschule kehrt zurück Weinheim/Bergstraße. Die Heidelberger Hotelfachschule, die seit Kriegsende in Weinheim an der Bergstraße untergebracht ist, wird wahrscheinlich im November wieder nach Heidelberg umziehen. Die Schule bildet Fachkräfte für das gesamte Hotelwesen aus. Verworrene Lage in Korea f Kufonet ß . Unaere Karte zeigt das koreanische Grenzgebiet ln dem die UNO-Truppen und sQdkoreanl- sehen Verbände zur Zeit in schwere Kämpfe verwickelt sind. Zwei bis drei nordkoreani- sch« Divisionen, denen starke chinesische Einheiten -zugeteilt sind, versuchen, von Unsan aus zur Mündung des Chongchon-Flusses durchzustoßen und damit den westlich des Flusses Stehenden UNO-Verbänden den Rückzug abzuschneiden. Die nordkoreanisehen Angriffsverbände hatten in der Nacht zum 2. II. 50 tiefe Einbrüche in die Stellungen der UNO-Trup- pen erzielen können. An der Ostküste liegt das Zentrum erbitterter Kämpfe in der Näh« der etwa 60 km von der mandschurischen Grenze entfernten Stadt Pungsan. Sparkassen -Angestellte mochte die Bauern nicht Rastatt. Das Schöffengericht verurteilte ln Rastatt eine 27ährige ehemalige Angestellte der Bezirkssparkasse Rastatt zu zwei Jahren Gefängnis und 1000 DM Geldstrafe, weil sie durch Fajschbeurkundungen und Falschbuchungen in der Zeit von 1946 bis zur Währungsreform 28 000 RM und seither bis Frühjahr 1950 rund 3000 DM unterschlagen hatte. Sie nützte für ihre banktechnischen Aktionen vor allem Konten von Wehrmachtsangehörigen mit unbekanntem Aufenthalt aus, von denen sie Abbuchungen vornahm und das Guthaben auf ihr Konto übertrug. Die in allen Punkten geständige Angeklagte gab zu ihrer Entschuldigung an, daß sie in erster Linie Bauern schädigen wollte, die vor der Währungsreform die Städter nur gegen hochwertige Kompensationen mit Nahrungsmitteln unterstützt hätten. Das deutsche Jugendherbergswerk hat in diesem Jahr 4» Jugendherbergen wieder in Betrieb genommen. Während der gleichen Zeit wurden für 1 6SS #0# Mark Betten, Matratzen, Wolldecken, Schlafsäcke, Bettlaken und andere Gegenstände beschafft. Zur Zeit sind noch US Jugendherbergen mit rund S0M Betten zweckentfremdet. fli Schacholympiade Dubrornlck 20. August bis 10. September 1950 Die besten Einzclergebnisse Punkte Partien V# Unzicker (Westdeutschland) 11 14 78,8 Najdorf (Argentinien) 11 14 78.8 Reshevski (USA) 11 77,1 Gligoric (Jugoslawien) 11 15 78.8 O’KeUy (Belgien 11 15 73,8 2. Brett Bolbochan (Argentinien) 11% 14 88,1 Rossolimo (Frankreich) 9 12 75 Schmid (Westdeutschland) 9 12 75 3. Brett Trifunovic (Jugoslawien) 10 13 78 Jt 4. Brett Radar (Jugoslawien) 9 10 80t CorUever (Holland) 8 11 72.7 Königsindisch« Verteidigung Weiß: Canal (Peru) Schwarz: Najdorf (Argentinien) - l. d2—d4, Sg8—fß; 2. c2—c4, gl—g«: S. Sbl—C3, LfS—g7; 4. er—«4, d7—d«; 5. Lfl—e2, 0—0; .0. h2—h4, c7—c5; 7. d4—d5, e7—«6; 8. d5.es, Lc8:e6; 9. Lei—f4, Dd8—a5; 10. Ddl—d2, Tf8—d8: 11. Sgl—h3, Sb8—c6; 13. Sh3—g5, Sc6—d4; 13. 0—0—0, b7—b5l; 14. Sgö:e6, Sd4:e6; 15. c4:b5, a7—a6; 16. b5:a6, Ta8—b«; 17. Le2—c4, Se6:f4; 18. Dd2:f4. Stellung vor dem 18. abc defg h 18. . . . Tb8:b21; 1». Kcl:b2, Sf6:e4: 20. Df4:f7+, Kg8—hS; *1. Tdl—d3, Se4:c3; 22, Kb2—c2, ScS—eJ| 23. Td3—e3, Td8—18; 24. Df7:f8+, Lg7:f8; 25. Te3:e3, Da5—a4+; 26. Lc4—bS, Da4:a6; 27. Te2—eS, Kh8—g7; 28. Te8—e4, Da6—b7; 29. Thl—el, d6—d5; 30. Te4—f4, Lf8—d6; 31. Tf4—g4, c5—C4; 32. Lb3:c4, d5:c4; 33. h4 hä, Db7—d5; 34. Tel—e3, Ld8—b4; 35. h5—h6+, Kg7:h«; 36. Tg4—h4+, Kh6—g7; 37. a2—a3, Dd5—d2+; 38. Kcl —bl, c4—c3; Weiß gibt auf. Rotkäppchen Ein modernes Märchen Es war einmal ein kleines, süßes Girl, das hatte seine Großmutter sehr lieh. Die Großmutter hatte ihm nämlich aus den Resten einer alten Fahne eine Motorradfahrerhaube gemacht. Und weil es diese Haube und nichts anderes mehr auf dem nordischen Blondhaar tragen wollte, nannten es alle Leute das Rotkäppchen. Eines Tages sprach die Mama: „Komm, Rotkäppchen, da hast du ein Stück Hundekuchen und einen Suppenwürfel mit Ochserischwanzaroma, marschiere los und bring das der Oma. “ „o. k.“, sagte Rotkäppchen, denn sie sprach perfekt auswärts, ging heimlich in den Holzschuppen, holte Vatis Quick heraus und fuhr quicklebendig von dannen. Denn sie war ein kluges Kind und sagte Sich: „Ich brauche keine Millionen, mir fehlt kein Pfennig zum Glück, ich brauch’ nur Vatis drei PS, ich brauche nur die Quick!“ Die Großmutter aber wohnte in einem großen Wcld, der zufällig noch nicht abgeholzt war und in dem illegale Werwölfe hausten. Rotkäppchen gab Gas, fuhr sicher wie Fleischmann und legte sich in die Kurven wie Böhm- Fuchs. Sie war so gewandt im Gebrauch des Rücktritts, als gehöre sie einer französischen Koalitionsregierung an, und hupte so vernehmlich, daß die sieben Zwerge den Uranbergbau einstellten und laut riefen: „Die Befreier sind da!“ Der böse Werwolf aber hatte sich als Polizeibeamter getarnt, und als Rotkäppchen kam, rief er: „Halt! Verkebrskon- trclle!“ Rotkäppchen hatte gar keine Angst vor ihm. obwohl sein braunes Fe'l durch die Poli’aniniform schimmerte, denn s'e war diesen Anblick gewohnt und hatte in der Schule den Spruch gelernt: Die Polizei, dein Freund, dein Helfershelfer. Der Wolf fragte nach den Papieren. Da Rotkäppchen keine hatte, de- schlagnahmte er die Quick und fragte nach dem Reiseziel. Rotkäppchen gab ihm die genaue Marschzahl, so wie sie es im BdM gelernt hatte, und der Wolf wußte sofort Bescheid, denn er war einmal Taktik!ehrer auf einer N SKK-Motorsportschule gewesen. Er setzte sich auf die Quick und brauste davon. Rotkäppchen weinte bitterlich und sietzte den Marsch infantericstisch fort. Der Wolf aber fuhr zu Großmamas Behelfsheim und läutete. „Wer ist draußen?“, fragte die Großmama. „Der Gasmann“, sagte der böse Wolf, fuhr mit der Quick in die Stube, blendete die Großmama mit dem Scheinwerfer, verschluckte sie und gurgelte anschließend mit Zweitaktmischung, versteckte die Quick und legte sich ins Bett der Großmutter und schlief den Schlaf das Ungerechten. Nach einiger Zeit kam auch Rotkäppchen in Großmamas Behelfsheim und wunderte sich über das veränderte Aussehen der Großmutter. „Ei Großmutter was hast du für große Augen?“ — „Die sind mir über -die Remilitarisierung aufgegangen!“ — „Ei, Großmutter, was hast du für große Hände?“ — „Daß ich besser von der Hand in den Mund leben kann!“ — „Ei, Großmutter, was hast du für ein entsetzlich großes Maul?“ — „Daß ich den Posten auf dem Verkehrsministerium bekomme!“ Kaum hatte der Wolf das gesagt, so sprang er aus dem Bett und liquidierte das arme Rotkäppchen. Mit Motorradbrille, Regenhaut und Haar Dann legte er sich wieder ins Bett und schnarchte, daß man meinte, eine Rennmaschine würde auf vollen Touren laufen. Draußen aber ging ein Medizinstudent im 20. Semester vorbei, der sich als Jagdgehilfe mit Pfeil und Bogen sein Geld verdiente, und dachte bei sich, als er das monotone Schnarchen hörte: „Zum Donnerwetter, wie kommt der Beamte in den Wald?“ Er trat ein, erkannte den Wolf am üblen Mundgeruch (es war schwarzes Benzin, das der Wolf geschluckt hatte), zog sein Skalpell und machte dem Friedrich Wolf den Jakob-Kaiser Schnitt. Schon nach den ersten Schnitten sah er das rote Käppchen leuchten und rief erfreut: „Hämmorido, ihr seid befreit!“ „O Je- mineh, schon wieder“, sagte die Großmutter und wollte wieder in den Wolfsbauch zurück. Rotkäppchen aber schob sie vollends heraus und führte einen Freudentanz auf. Dann entdeckte sie ihre Quick im Hofe, zapfte ihr einen Liter Benzin ab, flößte es dem Wolf ins Maul und nähte ihm den Bauch wieder zu. So entstand in dem Wolfsbauch ein Explosivgemisch. Dann steckten sie ihm die Zündkerze in den Rachen und sprengten ihn kunstgerecht in die Luft, denn sie waren Sir Vansittards Aufforderung gefolgt und hatten sich als Partisanen in Werwolfsburg ausbilden lassen. Der Jagdgehilfe sagte stolz: „Ohne meine Hilfe wäret ihr nicht befreit worden“. Da antwortete die Großmutter lakonisch: „Heutzutage gibt es viele Hintertürchen, da hätten wir vermutlich auch eines gefunden.“ Rotkäppchen war s^hr vergnügt, zog dem Wolf den Pelz ab und schneiderte sich daraus eine Motorradweste. Die Hupe schenkte sie der Großmutter als Alarms'gnal und gab ihr die Luftpumpe als Waffe. Als der Jagdgehilfe aber die reizende Quick sah, bängte er Pfeil und Bogen samt Studium an den Nagel und sattelte um, indem er sich in den Sattel der Quick setzte und Quickreporter wurde. Rotkäppchen fuhr auf dem Sozius. So fuhren die beiden mit hundert Sachen in d : e W~lt. Und alle hundert Sachen waren in den Satteltaschen verpackt. Und so oft-sie einen Polizisten oder einen anderen Uniformierten im Wege stehen sahen, fuhren sie ihn ohne Warnung tot, weil sie in ihm einen Werwolf vermuteten. Auf diese Weise starben im Laufe der Zeit alle Uniformträger den Heldentod, und es gab keine Waffenträger und daher auch keine Kriege mehr. Die beiden aber fuhren quicklebendig am Werktag und erquickend am Sonntag durch die Lande, lmd wenn sie K’’ oft stnff und Ex- plos'v-em'erii nicht zu s-»*- irc'r-> nander verquickt haben, quicken sie heute noch! gamslag, 1. Ifarömfcer 1990 DER ALTE HERR ERINNERUNGEN AN HINDENBURG s Ein« Artikelfolge von Rolf Brandt Damals in dem Zimmer, in dem die Lampe gelklick und still brannte, wagte ick vorzubringen, daß dock sehr viele der besten Deutschen das Opfer verstünden, das er gebracht habe und immer wieder brückte. Der Reichspräsident beugte sich vor. Seine Augen waren wieder fest und hart: „Mein Gott, Sie waren doch damals in Hannover! Ich habe auf Jüngere verwiesen, bis dann Tirpitz kam und mir immer wieder sagte, ich müßte Es tun, das Vaterland verlange es. Es war ein Ruf. Ich bin dem Rufe des Vaterlandes gefolgt.“ Eine kleine Pause. „Venn man ein bißchen mehr Erkenntnisse sähe... aber man darf ja wohl nicht ungeduldig sein ...“ Wieder eine Pause: „Und die Menschen sind so sehr — verschieden..." Der Reichspräsident schwieg und hing einen Auaenblick seinen Gedanken nach. Er dachte wohl an die Zeit in Hannover, da er den Schritt in den letzten entscheidenden und für ihn wohl schwersten Teil seines Lebens unternahm. In das Schweigen sagte dann Hinden- burg: „Ick habe einen Eid geschworen und werde ihn halten! Sehen Sie. ich kann nichts anderes als dies immer wieder Sagen, ach, sie hören es ja nicht richtig: seid einig, einig!“ Seine ganzen Besorgnisse um einen deutschen Bürgerkrieg, von denen die letzten zwei Jahre seines Lebens beschattet waren, lagen in diesem Satz, den er sorgenvoll sprach. Es entstand wieder eine Pause. Dann wurde der alte Herr fast heftig: ..Es, ist. zum Teufel, doch besser, wenn sich Männer, die ernsthaft sind, die Hände reichen, als wenn sie sich die Fäuste unter die Nase halten. Man muß das Vaterland nicht bloß so am Sonntag lieben: Man muß es hockstellen. Man muß das Vaterland so hoch stellen, daß man sich selbst darüber vergißt..Das können Sie schreiben“, fügte er hinzu, „das andere nicht. Es kommt nur darauf an.“ Ehe er das Gespräch beendete — Meißner hatte schon zweimal den Kopf durch die Tür gesteckt und der Reichspräsident hatte immer ärgerlicher abgewinkt —, kam Hindenbürg noch einmal auf die Tage in Hannover zurück. Jetzt entspannte sich sein Gesicht, und die Augen hatten diesen freundlichen Schein, der von der Erinnerung heraufbeschworen wird: „Ja, Hannover habe ich gern gehabt. Ich bin ja gleich nach Sechsundsechzig hingekommen. Man wollte der Stadt Hannover etwas Gutes tun. Ja, in Hannover bin ich gern gewesen.“ Er sprach wieder von der Eilenriede. Ich erlaubte mir an Bismarck zu erinnern, der einen besseren Tag hatte, '.wenn er in der Nacht von jungen Fichtenschonungen träumte.“ Hinden- burg winkte energisch ab: „Keine Vergleiche bitte! Ich komme mir schon falsch am Platze hier in diesem Hause vor.“ Dann erhob sich der alte Herr. Er hatte ein freundliches Abschiedswort für mich, und dann sagte er, so wie eine Art Wunsch für das neue Jahr, das ja vor der Türe stand: „Ach, unser Volk hat so viel geleistet, es wird durchkommen. Es geht alles nickt so schnell, wie die Jungen denken Man muß geduldig sein und tapfer. Ick glaube, daß wir es mit Gott schaffen! Es wird Stufe um Stufe gehen, aber wir werden durchkommen, wenn wir uns treu sind.“ Er reichte mir die Hand und machte eine Andeutung von Schritten, als ich mich zur Tür begab. Es war das letzte Mal, daß ick den Mann sah. der sein Vaterland so hoch stellte, daß er sich selbst darüber vergaß. Ick ging damals durch den Park vor der Reichskanzlei, durch die kleine Tür nach dem Tiergarten. Aus dem Fenster Hindenburgs schimmerte die gelbe Lamoe. Man sah seine Silhouette gebeugt über einem großen Bogen Papier. Ueber den Wegen lagen Nebelschleier. Im bra'mgriinen Gras ein verwitterter Stein: „Tiras 1876—89“, der Reickshund Bismarcks. Am 2. August 1934. zwanzig Jahre, nachdem der erste Weltkrieg begonnen hatte, sank auf dem kleinen Schloß Neudeck in Westpreußen die blauweiße Hausfahne um 9.15 Uhr auf Halbmast. Um neun Uhr hatte das Herz des Hausherrn aufgehört zu schlagen. Fs war ganz still im Park und im Schloß NciHeck. Alle Landstraßen waren abgesperrt. Fern am Parkeingang brauste zuweilen ein Auto vorüber. Es war, als ob ein Land den Atem anhielt. Im Sterbezimmer stand die Familie um die Bettstatt des großen alten Mannes. Gegen Mittag fuhr man aus Eylau heran, die Posten klirrten auf allen Eingängen des Parks, sie standen an der Tür zum Sterbezimmer. Der Tote wurde gebettet. Eickenlaub wurde um seine Bahre gekränzt, unter die gefalteten Hände legte man ihm einen Strauß von Nelken und Lorbeer.. Die letzte Bewegung Hindenburgs, ehe seine Seele in die Ewigkeit ging, war, daß er selbst die Hände faltete. Am Tage vorher hatte er noch einen Blick ln das Spruchbuh getan, das nqben ihm lag. Dort war ein Snruck angestrichen, als Hinden- burg starb: .Mit der einen Hand führt er das Schwert, mit der anderen arbeitete er’. In der Stille des nächsten Vormittages stand ick vor dem Portal mit dem Wappen Hindenburgs darüber. Von der Mitte der Freitreppe führt ein Eicheneeländer herab, das zur Stütze des alten Reihspräsidenten angelegt war. Vor der Tür, an der Stelle, wo dieses Geländer aufhört, ist ein kleines steinernes Rund. Es wa- der T.ieblin'gsniatz des Präsidenten in der kurzen Zeit, in der er überhaupt in dem neu hergerichteten Schloß Neudeck wohnte. Man sieht durck eine hreite Parkshneise weit hinein in das Ernteland. Fern dämmern Hügel am Horizont. Man erzählte mir, ehe dem greisen Mann das Bewußtsein schwand, kamen ihm Jugendbilder. Er sprach von 1866 und dem alten Kaiser ... Major von Riedel führte mich in das Sterbezimmer. Auf weißem Linnen lag in gelblicher Blässe das große Gesicht. Es war schmal geworden, still und friedlick. Ein Ausdruck des Friedens ging von dem Toten aus. Bei diesem letzten Abschied von Hinden- burg ist manchem der Gedanke gekommen in dem stillen Zimmer, daß dieser Tod auch das Ende eines Zeitalters bedeutet hat. Wir wußten damals noch nicht, weiches Schicksal unseren Vaterland und jedem einzelnen seiner Bewohner bevorstand. Aber es war so, als ob das Symbol der Würde eines Zeitalters mit dem alten Mann hingegangen war. Die Ergriffenheit, die viele beseelte, war nickt darüber, daß der Tod nen selbstverständlichen Tribut gefordert hatte, sondern ein nicht fortzuscheuchendes Gefühl: Dies war die Zeitwende! Die geschlossene Gardine am Fenster wehte ein wenig im leisen Winde, der vom Park herein kam. Auch der Ledersessel vor dem Schreibtisch im Arbeitszimmer Hindenburgs war mit Eichenlaub umkränzt. Am Fenster stand ein hochlehniger tiefer gelbüberzogener Stuhl. Hier pflegte der Reihspräsident zu sitzen und noch bis in die allerletzten Tage den Vortrag entgegenzunehmen. Man blickt über einfache Rasenrabatten, die mit Bucksbaum umsäumt sind, in die alten Linden und Ahome des Parks. Ueber dem Schreibtisch Hindenburgs hing ein Lenback-Bild von Moltke und über der Tür ein Oelgemälde Lüdendorffs. Das Bild blickte schräg auf den Schreibtisch... Ein Pastellbild von Frau von Hindenbürg, die viele Jahre vor ihrem Mann gestorben war. hing zur Seite, so daß der Reihspräsident es zu jeder Zeit mit seinem Blick umfassen konnte. Eine hohe dunkle Allee führt durck den Park am Wirtshaftshof vorbei zu dem Erbbegräbnis. Ein ganz einfacher Gutsfriedhof, Hier ruhen unter alten schweren Bäumen fast all« Mitglieder der Familie Hindenbürg ,1902’, so kann man auf dem Marmorkreuz lesen, ,starb Robert von Beneckendorff und von Hindenbürg’, der Vater des Reihspräsidenten. Dunkelgrüne alte Tannen umsäumen den Hintergrund. Fern glänzen die roten Dä her und die Kirche von Freystadt. Hier, dieser Wunsch des Reihspräsidenten ist unumstößlich geäußert worden, wollte Hin- denburg begraben werden, wie mir auch von Seiten seiner Familie bei meiner Ankunft in Neudeck mitgeteilt worden war. Es ist über das Testament, das später veröffentlicht wurde, viel geschrieben und wenig festgestellt worden. Ls ist unnötig, darüber noch Worte zu macken. Nur das steht fest, daß der Wunsch des Reichspräsidenten, da in Neudeck bei seinen Eltern begraben zu liegen, nicht in dem Testament steht, wie es später gedruckt wurde. Heute steht der mächtige Sarg Hindenburgs in der Elisabethenkirche zu Marburg. — Ende — Charakter der iHandschrift Ein Kapitel über die Handschriftlesekunst / Von Dr. Hans Knobloch Unter dem Titel „Die Lebensgestalt der Handschrift" erschien im West-Ost-Ver- lag, Saarbrücken, ein interessantes Buck von Dr. Hans Knobloh, dem wir die nahstehenden Ausführungen und Schriftproben entnehmen. Der bedeutendste Vertreter der amerikanischen Persönlihkeitspsyhologie, . G. W. Allpert, hat-*in seinen Untersuchungen über Ausdrucksbewegungen festgestellt, daß man /s/+ vielseitiger Schwindler mit über M Vorstrafen, dessen Unternehmungen immer wieder Erfolg brachten. an den verschiedensten natürlichen Bewegungsformen, wie Schreiben, Zeichnen, Klopfen, Gehen usw. drei allen gemeinsame Hauptzüge ablesen kann, die für Stärke und Sonderart der psychomotorischen Energie des Bewegungsträgers maßgebend sind: emphasis, area und centrifugality/centripetality. Den Begriff emphasis übersetzt man am besten mit Intensität, den Begriff area mit Expansion der Bewegung. So kann die aus der Schrift erschließbare Shreibmotorik in Bezug auf yr°t - “ /t r Die Handschrift des großen Humanisten Erasmus von Rotterdam zeigt alle Formvereinfachungen und Abschweifungen, die charakteristisch für die Vorherrschaft formalen Denkens sind. Sie stellt ein Beispiel für den unbestimmten UmriQ dar, dessen Grundbedeutung durch die in den religiösen Auseinandersetzungen seines Jahrhunderts sich ungern festlegende Haltung. ihre individuelle Stärke und ihre besondere Ablaufsweise beschrieben werden mit Merkmalen der Intensität, der Expansion und der Zentrifugalität bzw. Zentripetalität Da die Intensität einer Bewegung ablesbar ist an dem Nackdruck und der Geschwindigkeit, mit der sie erzeugt wird, ferner ah der natürlichen Atemlänge, welche ihre einzelnen Impulse haben, erfaßt man sie in der Schrift mit den herkömmlichen Merkmalsbezeichnun- Lebensnahe, kräftige Sinnenhaftigkeit, Neigung zu starken Farben. Für ein Mädchen etwas derb und burschikos. gen von Druck, Geschwindigkeit und Verbundenheit Expansion stellt sich dar in Größe und Weite. Merkmale der Zentrifugalität sind alle vom Körper des Schreibenden wegführenden Streckbewegungen, Merkmale der Zentripetalität alle auf den Körper des Schrei- 1) yi, Die Stelllag« weist suf ein Ideal männlicher Selbstbeherrschung. Junger Ideellst mit guten Wlllensquelltäten. benden zuführenden Beugebewegungen. Es Ist in den meisten Handschriften der Fall, daß eine bestimmte Seite des motorischen Ablaufs, sei es der Druck, die Geschwindigkeit, die Verbundenheit, die Größe oder die Weite Anlaß zu einem — grundsätzlich als statisch zu bezeichnenden — Eindruckserlebnis wird. Anders wäre eine Deutung dieser Merkmale als einzelner nicht möglich. Die Größe der Handschrift z. B. ist eines ihrer optisch auffallendsten Merkmale und vermittelt den suggestiven Eindruck der Ueberlegenheit Infolgedessen entspringt sie häufig nicht echt vitaler Expansion, sondern mehr oder weniger bewußter Wahl, ist dann aber nicht mehr als primär motorisches Merkmal zu bewerten. Es gibt also eine Größe der Handschrift, die unmittelbar der natürlichen Stärke der sie erzeugenden Motorik entspricht, und eine solche, die ihre Entstehung dem Bestreben des Schreibers verdankt, mit seiner Schrift den Eindruck der Ueberlegenheit hervorzu rufen. Bei einer Handschrift mit einem rein nach physiologischen Gesetzen sich vollziehenden Bewegungsablauf wären nun alle Merkmale dieser 'Bewegung primär vital bedingt Wird diese Gesetzlichkeit gestört sei es durch eine sich drängende, ihrem Wesen nach unrhyth- Typlscher Querulant, dessen Beschwerdewut die Gereckte mit Klagen belästigt. piisdie Haltungsspannung oder eine physiologisch unzweckmäßige Abänderung der Federbahn, dann sind die Merkmale, an denen dies ablesbar wird, nickt mehr vitaler Herkunft. Hierfür zwei Beispiele: Wenn der Druck einer Schrift nicht gemäß den Form- und Richtungsänderungen der Federbahn elastisch an- und abschwillt, sondern starr auf einer gleichen Höhe gehalten wird, dann stellt er, auch wenn er noch so groß ist kein Merkmal der Stärke des vitalen Ablaufs dar, sondern er wird durch eine unrhythmische Haltungs- spannung bedingt und ist damit statischen Charakters. - ■ms Der Naturforscher Zeichnung von Wilhelm Giese KULTURSPIEGEL Der Riemenschneider-Marien-Altar ln Creglingen muß restauriert werden. Die Kosten für die Entwurmung auf chemischem Wege werden ungefähr auf U 000 DM geschätzt. Das Richtfest für das neue Dach des Hauptschiffe# der Lübecker Marienkirche konnte gefeiert werden. Für den Wiederaufbau dieser kulturhistorisch wertvollen Kirche hat auch Thomas Mann mit dem Ertrag aus seinen deutschen Urheberrechten für zwei Bücher im Suhrkamp-Verlag beigesteuert. Der nächste deutsche Sängertag wird am 18. Febr, 1951 ln Bremen veranstaltet. Der Hauptvorstand des Deutschen Sängerbundes erörterte in Uhlbach bei Stuttgart Fragen d es IS. Deutschen Sängerbundesfestes (27. bis 29. Juli ln Mainz), für das sich bereits namhafte Chöre des In- und Auslandes angemeldet haben. Eine Romaln-Rolland-Stlftung als Forschungszentrum und Gedenkstätte wird in Paris in Zusammenarbeit der Romain-Rolland-Gesellschaft mit der Pariser Universität entstehen. Als besonderer Anziehungspunkt der dort vereinigten Sammlungen gelten die mehr als 1000 ungedruckten Briefe Hollands, . die von der Witwe des Dichters in jahrelangem Bemühen zusammengebracht worden sind. 'le jungen Autoren in Frankreich sind sehr aktiv! in .der Zelt von Mitte . September bis Mitte läezem- - ber erscheint — wie eine Auswertung der Verlags- , Programme zeigt — täglich ein Buch eines Autor# unter 40 Jahren, darunter wöchentlich mindest«» ' zwei Erstlingswerke. Das Hauptgewicht der Aktivität lieft auf dem Gebiet der Romanliteratur. Zur sehwerpunktmäßigen Förderung der Forschung auf bestimmten Gebieten hat die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft einen Schwerpunktaus- schuß gebildet, dem fünf Gelehrte angehören. 100 deutsche Studenten und Studentinnen aus dem französischen Besatzungsgebiet können Im Jahre 1951 nach den USA reisen und dort ein Jahr an Universitäten oder ähnlichen Hochschulen studieren. Nach einer Mitteilung des amerikanischen Beobachters beim französischen Landeskommissariat für . Württemberg-Hohenzollem müssen sich Interessenten innerhalb von 10 Tagen an den amerikanischen Beobachter ihres zuständigen Landeskommlssariateo wenden. Schriftliche/ Bewerbungen werden bevorzugt. Als Bewerber kommen Studenten und Studentinnen aller Fakultäten in Frage, die nicht älter «1# 25 Jahre sind und über ausreichende englische Sprachkenntnisse verfügen. Das Max-Reger-Instltut ln Bonn, das 1947 in kleinem Kreis gegründet wurde, will künftig auf breiterer Basis das Andenken Max Hegers und seiner Werke pflegen und der Wahrung einer stilreinen Aufführungstradition dienen. Jährlich soll eine musikwissenschaftliche Veröffentlichung über Reger herausgegeben werden. Zum achtzigsten Geburtstag der in Bonn lebenden Witwe Max Hegers, gibt der Dümmler-Verlag die erste Hälfte bisher unbekannter biographischer Freundeserinnerungen an den großen Tondichter heraus. Der Arbeitsausschuß zur Bekämpfung der Lupus (Hauptuberkulosei ist nach der Unterbrechung des Krieges wieder Ins Leben gerufen worden. Zum Vorsitzenden wurde der Direktor der Freiburger Universitäts-Hautklinik, Professor Dr. Alfred Stüh- mer, gewählt. Die Berufshautkrankheiten waren Hauptthema der Herbsttagung der südwestdeutschen Dermatologen in Freiburg, zu der Hautärzte aus allen Universitäten der Bundesrepublik und Berlins neben Gästen aus der Schweiz und den Niederlanden erschienen waren. Der Neusiedler See an der österreichisch-ungarischen Grenze, der durch seine starken Wasserständ- schwankungen, seinen riesigen Schtlfgürtel und seine einzigartige Vogelwelt als ein wissenschaftliche« Phänomen gilt, soll mit seiner weiteren Umgebung zum österreichischen Nationalpark erklärt werden. Ein winziger Photo-Apparat von der Größe einer Fingerspitze ist ln Japan konstruiert worden. Mit Hilfe dieses Apparates soll das Innere des Magens photographiert Werden können, um Magengeschwüre oder Krebs festzustellen. Die Anekdote Slezak war zu Gast bei Knallprotzens. Feudale Villa, er Eingang von vier Figuren flankiert „Na, was meinen Sie, Meister, was das vor stellt?“ fragt der stolze Besitzer. „Sicher die fünf Sinne“, sagt Slezak mit seinem unschuldiesten Lächeln. „Aber ich bitte Sie, Meister, es sind ja nur vier!“ „Gerade darum. Der Geschmack fehlt eben.“ * „Aber Herr Direktor“, sagt der Bewerber. „Sie wollen mich als Kassierer einstellen, aber mir nur ein Gehalt von 200 Mark 0 cben. Damit kann ich wirklick nicht weit l.omm'n “ „Das sollen Sie ja auch gerade nicht“, sagt der menschenfreundliche Firmeninhaber. -mpfo Samstag, 4. November 1950 Die UKW-Sender des SWF SSdcingen, Feldberg und Hornisgrinde sollen die „Verwlrrungsgebiete''versorgen Baden-Baden. Der erste UKW-Sender des SWF werde noch in diesem Jahr in Reichberg bei Hechingen entstehen, erklärte der technische Direktor des Südwestfunks, Emst Becker, und kündigte weiter an, daß im Laufe des Winters bei Säckingen ein zweiter UKW-Sender für das Oberrheingebiet errichtet werde. Im nächsten Jahr sei der Bau von UKW-Sendern auf dem Feldberg und auf der Hornisgrinde vorgesehen. Mit diesen Sendern biete eich dem Südwestfunk die Möglichkeit, neben dem Mittelwellen-Programm ein zweites Programm zu senden und vor allem auch die sogenannten Verwirrungsgebiete zu versorgen, zur Behebung der schlechten Mittelwellen- Empfangsverhältnisse zwischen den auf Gleidi- welle arbeitenden Sendern. Auf der gleichen Welle (195 m gleich 1538 Khz) wie Bad Dürrheim arbeitet der Sender Reutlingen, und in absehbarer Zeit wird der Sender Freiburg ebenfalls auf diese Gleichwelle umgestellt werden. Diese Welle erhält später auch der Sender Ravensburg, mit dessen Bau in Kürze begonnen wird, um das Sendenetz des SWF in der Südzone „zu vollenden. * Von fünf Ultrakurzwellensendem. die im Stuttgarter Funkhaus, in Stuttgart-Degerloch, auf dem Königsstuhl bei Heidelberg, in Mühlacker und Ulm-Wilhelmsburg stationiert sind, wird vom 19. November an das neue UKW- Programm des Süddeutschen Rundfunks ausgestrahlt werden. Da durch diese Sender das gesamte. Gebiet Württemberg-Badens noch nicht überdeckt werden kann, ist die Aufstellung weiteren UKW-Sender, unter Umständen auch bei Walldürn vorgesehen. Insgesamt hat der Süddeutsche Rundfunk in diesem Jahre, 1,1 Millionen DM für die. Entwicklung des UKW-Programms ausgegeben. Gegen einen Rundfunksender auf dem Schliffkopf Der Kreisbeauftragte für Naturschutz im Kreis Freudenstadt, Dr. Max Buob, wendet sich gegen. den vom Südwestfunk geplanten Bau eines Rundfunksenders auf dem Schliffkopf. Er weist darauf hin, daß der, Schliffkopfgipfel in dem einzigen Naturschützgebiet im nördlichen Schwarzwald von der Alexanderschanze bis zum Seekopf und zum BaüjftgelJief ujtL den. Wildsee liegt. Die geplante. Seade- ofatidn kann nach seiner Ansicht genau so gut auf der Hornisgrinde oder bei der Ale- Karlsruhe. Zweimal in einem Monat war Karlsruhe in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit gerückt. Zum erstenmal, als der Bundesgerichtshof, das oberste deutsche Revisionsgericht, in Anwesenheit des Bundespräsidenten Professbr Heuß und zahlreicher Vertreter der Regierungen, des Rechts und des öffentlichen Lebens eröffnet wurde, und dann, als Ende Oktober die Fridericiana, die älteste deutsche Technische Hochschule, ihr 125jähriges Jubiläum feierte. Der Festakt wurde zu einem überwältigenden Erlebnis. Man wußte, daß Wissenschaft und Technik im Laufe der Jahrzehnte des Bestehens der Hochschule wiederholt wegweisend von Karlsruhe aus befruchtet worden waren — die Entdeckung der elektromagnetischen Wellen durch Heinrich Hertz machte Karlsruhe zur Wiege des Rundfunks —, aber kaum jemand ahnte das Echo, das bei diesem Jubiläum aus aller Welt näch Karlsruhe zurückhallen würde. Waren zu diesem Hochschuljubiläum die Männer der Wissenschaft, aus allen Teilen der Erde in Karlsruhe zusammengekommen, so war es vor 69 Jahren das ganze badische Volk, das am 20. September 1881 in Karlsruhe dem damaligen schwedischen Kronprinzen Gustav Adolf, dem in diesen Tagen in Stockholm verstorbenen Schwedenkönig Gustaf V. zu jubelte, als er mit Viktoria, der Tochter des badischen Großherzogspaares, in der Karlsruher Schloßkirche den Bund fürs Leben schloß. Der Hochzeitstag des jungen Paares war mit dem Tag der Silberhochzeit des Großherzogspaares zusammengelegt worden. Drei deutsche Kaiser, der alte Kaiser Wilhelm I., der Kronprinz und sein ältester Sohn, der spätere deutsche Kaiser Wilhelm II., sowie zahlreiche Fürstlichkeiten deutscher Länder und des Auslandes — auch Rußland war durch Großfürst Michael vertreten — wohnten der Hochzeit bei. In den festlich geschmückten Straßen der Stadt aber wogte eine freudig bewegte Menschenmenge auf und ab, die den beiden Paaren zu jubelte und ihnen in einem großen Festzug huldigte, aus dem besonders auch die badischen Landes- xanderschanze aufgestellt werden. Dr. Buob fordert Verständnis für den Teil der Bevölkerung, der nicht den Gipfel technischen Interessen opfern wolle und schreibt: „Sie alle bekennen sich zu einem Kulturprogramm, und Kultur fängt ganz einfach, ganz unten an: draußen in der Stille und Unberührtheit der heimatlichen Bergnatur und Wälderlandschaft“. Versuchsfahrten auf der Höllentalbahn Baden-Baden. Neuartige elektrische Triebwagen und eine neuartige elektrische Lokomotive, die für die südwestdeutschen Eisenbahnen und für die französischen Staatsbahnen bestimmt sind, werden in den nächsten Wochen auf den mit dem 50 Hertz-Bahnstromsystem ausgerüsteten Strecken der Bundesbahn in Südwestdeutschland in Betrieb ge- Baden-Baden. (SWK/APD). Wie andere gewerbliche Unternehmungen alle sechs Monate eine Gewinn- und Verlustaufstellung machen, zogen auch die südwestdeutschen Spielbanken zum 30. Oktober ihre Halbjahres-Bilanz. Eine genaue Aufstellung von Baden-Baden liegt noch nicht vor, jedoch dürfte das Resultat in der Bäderstadt an der Oos mit über 100 000 Besuchern in der Zeit vom 1. April bis 30. September ohne Zweifel auch im Hinblick auf das finanzielle Ergebnis den Rekord halten. Die Berichte vom Bodensee sind nicht ganz so günstig. Während die Stadtverwaltung von Lindau sich ins Fäustchen lacht, sieht man in Konstanz recht betretene Gesichter. Als Mitte 1949 zum ersten Mal am Bodensee in Konstanz die weiße Kugel rollte, sprach man von einem hoffnungsvollen Beginn und rechnete mit erheblichem Gästezustrom aus der Schweiz. Bald darauf trat jedoch am anderen Ende des Sees Lindau in den Wettbewerb. Auch dort wurde ein Casino eröffnet, das sich, mit Hilfe einer Münchner und Hamburger Interessentengruppe zum 1. Mai d. Js. in eine Spielbank mit 36er Roulette verwandelte. Da auf Grund eines Vertrages mit der Stadt 70 .Prozent des .Gewinnes abgeführt 'werden mußten, stimmte das Stadtparlament zu. Der bajuwarische Löwe legte trachten von Neckar bis zum Bodensee in ihrer farbenfrohen Buntheit herausragten. Auch die Silberhochzeit feierte das schwedische Königspaar im Jahre 1906 zusammen mit der goldenen Hochzeit des Großherzogspaares in Karlsruhe. Die Stadt Karlsruhe sprach dem neuen schwedischen König und dem schwedischen Volke in Erinnerung an die Freundschaft, die den verstorbenen König Gustaf V. mit Karlsruhe und dem badischen Lande verband, zum Tode König Gustafs dr.s tiefempfundene Beileid aus. Ein festlicher Tag war es auch, als jetzt mit der Aufführung' der Neunten Symphonie von Beethoven der große Festsaal der aus den Trümmern der ehemaligen Ausstellungshalle neuaufgebauten Stadthalle feierlich eingeweiht wurde. Schon vor einigen Wochen konnte das neue Schauspielhaus, das im gleichen Hause eingerichtet wurde, seine Pforten öffnen, und in Kürze wird noch ein weiterer kleinerer Saal fertig werden. Der große Saal faßt 1800 Personen. Damit hat Karlsruhe wieder einen repräsentativen Saal erhalten, der den Verlust der im Bombenkrieg zerstörten Festhalle vergessen läßt. Die Vereine werden hier ihre Feste feiern, die Karnevalsveranstaltungen werden ein frohgelauntes Völkchen in ihm sehen, und auch für die großer? politischen Kundgebungen, die jetzt mit den Vorbereitung der Landtagswahlen ihren Anfang nehmen, finden hier einen würdigen Rahmen. Der Stadtkämmerer freilich hat tief in seinen Geldsack greifen müssen, tiefer als er es eigentlich gewollt hatte. Denn durch unvorhergesehene bauliche Schwierigkeiten wurde der Voranschlag um 600 000 DM überschritten, so daß der Wiederaufbau der Stadthalle im ganzen 2,2 Millionen DM erforderte. Aber der Stadtrat war großzügig und bewilligte auch die nachträglich erforderlichen Mittel in der Ueberzeu- gung, daß der Ausbau dieses Saales für Karlsruhe, das in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer Kongreßstadt geworden ist, notwendig war. M. L. nommen werden. Die Eisenbahnfachleute des In- und Auslandes haben sich seit Jahren bemüht, auf dem Gebiete der elektrischen Zugförderung den einphasigen Motorstrom unmittelbar aus dem allgemeinen Drehstromnetz der einzelnen Länder zu entnehmen, ohne ihn zuvor in Gleichrichtern zu Gleichstrom oder in Umformern oder Umrichtern in die bei den Bahnen bisher verwendeten Stromarten umzuwandeln. Im Frühjahr 1933 setzten die Bemühungen der damaligen badischen Regierung ein, einen Versuch mit der neuen Bahnstromversorgung auf der Höllentalbahn zu unternehmen Nach 1945 haben dann die südwestdeutschen Eisenbahnen gemeinsam mit den französischen Staatsbahnen neue 50 Hertz- Bahnstromkollektor-Motoren entwickelt und gebaut, die nach dem Ergebnis der Versuche auf dem Prüfstand zu berechtigten Hoffnungen Anlaß gaben. Eine Studienfahrt mit der neuen 50 Hertz-Lokomotive und den neuen 50 Hertz-Triebwagen findet am 23. November in Anwesenheit des Bundesverkehrsministers Dr. Seebohm auf der Höllentalbahn statt. seine Pranken wohlwollend über den Stadtsäckel und lächelte. Anders lagen die Dinge in Konstanz. Aus dem Glücksspiel sollte ein „Geschicklichkeitsspier werden. Aber die zahlungskräftigen internationalen Spielbankbesucher konnte dieses „Kinderspiel“, wie sie es. nannten, nicht reizen. Die großen Luxuswagen rollten nach Lindau, wo zudem der Höchsteinsatz nicht 150 DM, sondern 2400 DM betrug. Darum konnte die Stadt im Bodensee nach sechs Monaten von 30 000 Spielbankbesuchern 500 000 DM Gewinn buchen. Die Konstanzer Casino- gesellschaft setzte demgegenüber seit dem 11. Juli mit ihrem „Geschicklichkeitsspiel“ 50 000 DM zu. Die Abgaben an die Stadt waren natürlich auch entsprechend gering. Da der Spielbetrieb in den Wintermonaten noch unrentabler zu werden verspricht, hat das Inselhotel die Pforten seines Spielraumes seit 1. November geschlossen, während Lindau seine Säle für die Wintergäste aus dem Allgäu, aus der Schweiz und aus Oesterreich weiterhin offenhält. Ein „Opfer“ des eleganten. Bandenchefs Karlsruhe. (SWK?APD).' -Standen da kürzlich auf der Autobahn in der Nähe von Weingarten unweit einer Tankstelle zwei junge Männer. In der Hand hielten sie je eine funkelnagelneue Aktentasche. Sie förderten aus ihnen Einbrecherwerkzeuge zutage. Alles war vorhanden, angefangen vom Brecheisen über den Stemmhebel bis zum Fesselungsstrick, dazu Dietriche und Nachschlüssel in jeder Auswahl. Bei dem einen der beiden handelt es sich um einen 24jährigen illegal aus der Ostzone in die Bundesrepublik gekommenen früheren Volkspolizisten. Er gab im Laufe der Vernehmung an, daß er zu einem Austauschkontingent von Volkspolizisten gehört habe, die nach Prag verschickt werden sollten; tschechische Polizisten kämen dafür in die Ostzone. Das hätte ihm jedoch nicht gefallen, und so sei er in die Westzonen geflüchtet. Im Laufe des Sommers lernte er in der französischen Zone einen 34jährigen Mann kennen, den er als den berühmten großen Unbekannten und „eleganten Chef“ bezeichnet«. Hauptsächlich hatten die beiden es auf Photogeschäfte abgesehen; in Friedrichshafen, Lindau, Baden-Baden, Karlsruhe und Hagen/Westfalen, fielen ihnen dabei wertvolle Apparate in die Hände, die ein weiterer Mittelsmann von Aachen aus über die Grenze nach Belgien brachte. Der „Chef“ selbst, der noch flüchtig ist, war ständiger Besucher von Spielbanken. Von Baden- Baden aus, wo den „Chef“ nach einem versuchten Einbruch in ein Photogeschäft beinahe das Schicksal ereilt hätte, trennten sich die Wege der Komplizen. Mit dem zurückgelassenen Einbrecherwerkzeug' machte sich dann der frühere Volkspolizist „selbständig.“ Bei dem zweiten Festgenommeneri ergaben sich keine belastenden Momente. Dieser hatte den Volkspolizisten a. D. auf dem Bahnhof in Baden-Baden kennen gelernt und sich ihm aus reiner Abenteuerlust angeschlossen; mit den Diebstählen hat er nichts zu tun. Beileid zum Tode Gustaf V. Freiburg. Staatspräsident Leo Wohieb hat den in Bonn akkreditierten schwedischen Gesandten gebeten, König Gustaf VI. von Schweden und der schwedischen Regierung das Beileid der badischen Landesregierung zum Hinscheiden König Gustafs V. zu übermitteln. Ueber die Wellen des Funks Sonntag, den 5. November Südwestfunk: 8.30 Evang. Morgenfeier; 9.15 Kath» Morgenfeier; 9.45 Das Unvergängliche; 11.00 Musik zum Sonntagvormittag; 11.45 Für den Bauern; 12.20 Joh. Seb. Bach; 13.30 Volksmusik und Chorgesang; 14.00 Vaterfreuden: 15.00 Kinderfunk; 16.30 Stimme der Heimat; 17.00 Unterhaltungs-Orchester; 18.30 Sportberichte; 19.15 Deutsche Volkslieder; 20.00 Sinfoniekonzert. Solist; William Primrose. Stuttgart: 8.00 Landfunk: 10.30 Melodien am Sonntagmorgen: 11.30 Joh. Seb. Bach; 14.00 Chorgesang; 14.30 Kinderfunk; 15.45 Nachmittagskonzert; 17.00 Sinfoniekonzert; 20.05 Das klingende Magazin; 22.40 Wir bitten zum Tanz. Montag, den 6. November Südwestfunk: 6.10 Morgenkonzert; 6.45 Marktberichte; 9.00 Für die Hausfrau; 12.20 Mittagskonzert; 14.00 Für die Schuljugend; 14.30 Franz. Sprachunterricht: 17.30 Der Kreis um das Kind; 17.40 Spätherbst im Geroldsecker Land; 20.00 Musik für dich!; 21.00 Aus klassischen Operetten. Stuttgart: 8.00 Für die Mutter; 9.05 Ital. und span. Klaviermusik; 10.15 Schulfunk; 13.00 Echo aus Baden; 15.00 Schulfunk; 15.30 Kinderfunk: 16.00 Nachmittagskonzert; 18.00 Zeitgeschehen; 21.15 Rendezvous am Montagabend; 22.05 Bela Bartok. Noch 15000 Heimat vertriebene Baden-Baden, (ce) Auf einer Kundgebung im Kurhaus gab der Landesvorsitzende der Heimatvertriebenen in Südbaden, Dr. Winkler,' bekannt, daß bis März 1951 etwa 15 000 Heimatvertriebene noch nach Südbaden kommen werden. Eine amerikanische Sonderkommission, die sich dieser Tage in Südbäden und besonders in Freiburg aufgehalten habe, konnte mit Befriedigung feststellen, daß sowohl in Freiburg wie in Singen und Waldshut die Heimatvertriebenen mit den Einheimischen in den Arbeitsprozeß eingeschaltet werden. Abschied vom „Haus des guten Willens" Radolfzell. (SWK) Das unter dem Namen „Haus des guten Willens“ im Hochsommer dieses Jahres eröffnete Kinderheim im früheren Bäderhaus des Sanatoriums Schloß Rheinburg in Gailingen schloß jetzt wieder seine Pforten. Das Heim stellt eine Stiftung des französischen Hohen Kommissars- Frangois-Poncet dar. Nahezu 60 Flüchtlingskinder aus Danzig, Niederschlesien, Pommern, Breslau und aus Jugoslawien verbrachten hier die ersten Ferienwochen. Seit dem 1. November wurde das Kinderheim wegen vertraglicher Verpflichtungen anderweitig verpachtet. Das ganze Inventar soll kostenlos an besonders bediyrftige Neubürger abgegeben, werden. Theateraustausch zwischen Heidelberg und Baden-Baden Heidelberg. Der bereits in der vergangenen Spielzeit begonnene Austausch zwischen den städtischen Theatern in Heidelberg und Baden- Baden soll auch in Zukunft fortgesetzt werden Von den Städtischen Bühnen Heidelberg wurde darauf hingewiesen, daß eine Zusammenarbeit dieser beiden Bühnen schon deshalb gut möglich sei, weil die Theater der Stadt Baden- Baden über keine eigene Oper und Operette verfügten, die Städtischen Bühnen seien andererseits daran interessiert, durch das Baden- Badener Ensemble vor allem das moderne Schauspiel in Heidelberg zu Wort kommen zu lassen. Der Chefdramaturg der Städtischen Bühnen Heidelberg, Fred Alten, ist gleichzeitig künstlerischer Berater der Theater der Stadt Baden-Baden. Südwestdeutsche Konferenz für Innere Mission Die Südwestdeutsche Konferenz der Inneren Mission hält am 15. November im evangelischen Vereinshaus in Heidelberg ihre Herbsttagung ab. Auf der Tagesordnung stehen Vorträge über die Themen „Neue Wege in der Fürsorge-Erziehung“ und „Warum haben die Diakonissenmutterhäuser so wenig, Nachwuchs?“ In der Südwestdeutschen Konferenz für Innere Mission sind sämtliche Gruppen der Inneren Mission im südwestdeutschen Raum zusammengeschlossen. Vereinheitlichung von Tarifen Freiburg. Die Deutsche Angestelltengewerkschaft, Landesverband Südbaden in Freiburg, hat mit dem Einzelhandelsverband e.V. Südbaden und mit der Arbeitsgemeinschaft der Sortimentsgroßhändler und verwandter Branchen mit Wirkung vom November einen neuen Gehaltstarif vertrag abgeschlossen, der die bisherige Zersplitterung in Bezirkstarife vereinheitlicht. Großfeuer in Rheinau Mannheim, (ce) In einer chemischen Fabrik im Vorort Rheinau entstand im Aufenthaltsraum der Werksangehörigen ein Feuer, das rasch um sich griff und auch die beiden großen Lagerhallen erfaßte. Nur dem tatkräftigen Einsatz der Wehren war es zu danken, daß der Brand binnen weniger Stunden lokalisiert werden konnte. Es wird angenommen, daß das Feuer sich durch Putzwolle selbst entzündet hat. Der Gesamtschaden wird auf etwa 35 000 Mark geschätzt Festliche Tage in Karlsruhe Von der Hochzeit des Schwedenkönigs bis zum Jubiläum der Fridericiana Spielbanken ziehen Halbjahrsbilanz Konstanzer „Kinderspiel" verursacht 50000 DM Defizit Persil ~ fäne Htntt fo&w&& frakf! P148F/50 Samstag, 4 Nove mb er 1959 Was ist mil den „Waldhofbuben“? Fürth prüft sie auf Hers und Nieren sieh im „Zabo“ Altmeister treffen Vor Jahresfrist lag nach elf Spielen Im Süden der SV Waldhof an der Spitze. Heute lat die Elt vöUlg außer Tritt und abstleegelährdet. Die Auswirkungen des Falles Lipponer oder eine ungünstige Termln- Uste mögen oen schlechten Tabellenplatz dieser ehedem als „Waldhof-Schule“ berühmten süddeutschen Elf erklären. Die Waldhöfer müssen sich Ihrer großen Tradition besinnen, wenn sie am Sonntag den Tabellenführer Fürth zu Gast haben. Die übrigen Gluts der unteren Tabellenhälfte machen erfolgreiche Anstrengungen, ihr Punktkonto zu verbessern. Bekanntlich müssen am Ende der Saison lm Süden vier Mannschaften at steigen. — In der Noris darf man dem „Club“ Siegeschancen gegen den VfB Mannheim 'einräumen, denn die „Mannemer* haben auswärts noch nirgends Lorbeeren ernten können. In ihrem Spielausgang offen sind die Treffen Eintracht Frankfurt — VfB Mühlburg und Bayern München — FC Schweinfurt 05, da die Gastgeber, in Gegensatz zu Ihren Gästen, sich in der letzten Zeit recht schwankend in der Form zeigten. Sonst sind vorwiegend Erfolge der Platzbesitzer zu erwarten. Sdhafft Konstanz endlich einen Heimsieg? Dia Spiele der zweiten Südliga Becht trübe sieht es auch diesmal für die ehemaligen Zonenligisten Freiburg, Tübingen und Konstanz aus. Die „Seehasen“ hauen aber dabei immer noch den Vorteil des eigenen Platzes. Ob er ihnen zum Siege verhelfen kann ist mehr als fraglich. Die Konstanzer vollbrachten bisher vor eigenem Publikum nicht gerade Glanzleistungen. In Cham haben sie einen Gegner erhalten, der auf Grund ■einer konstanten Leistungen mit Recht in der Spitzengruppe der zweiten Südllga behaupten konnte. Die Bayern wußten auch auswärts bisher um Jeden Punkt bis zum Schlußpfiff kämpfen, umsomehr kann man die Slegesauasichten der Gastgeber nicht allzuhoch einschätzen. Mit sehr geringen Aussichten auf ein erfolgreiches Jtbahneiden fahren der FC Freiburg zum Tabellenzehnten Union Böchingen und das Schlußlicht SV Tübingen nach Wiesbaden. In Bückingen ist schwer .gewinnen, diese Erfahrung machten schon vorher Spielstärkere Mannschaften, als sie der FC Freiburg zur Zeit darstellt. Bel Wiesbaden täuscht der 1*. Tabellenplatz über die tatsächliche Spielstärke dieser EU hinweg. Wiesbaden spielt einen technisch hochstehenden Fußball und ist auf allen Posten gleichmäßig gut besetzt. Die Mannschaft faßte lediglich etwas erspätet Tritt. Gegen Tübingen sind die Kurstädter hoher Favorit. Die beiden Tabellenersten, Bayern Hof und Stuttgarter Kickers müssen auswärts spielen. Hof hat in Durlach noch nicht gewonnen, auch wenn die Karlsruher nicht zu den besten Mannschaften dieser Meisterschaftsrunde zu zählen sind. Etwas leichter dürfte es hingegen Kidcers Stuttgart beim Tabellen vorletzten Arbeilgea haben- sollten beide Spitzenreiter unterliegen, kann Jahn Regensburg, das Vikt. Aschaffenburg zu Besuch hat und gewinnen müßte, wieder den ersten Hatz übernehmen. Ausgeglichen erscheinen die übrigen Paarungen zwischen Ulm 46 gegen Hessen Kassel. TSV Straubing gegen 1. FC Pforzheim, und L FC Bamberg gegen Wacker München. Tabellenführer vor weiteren Siegen Die Spiele der L südbadischen AmatcorRga Der neunte Spieltag der L südbadischen Amateur- liga sieht die führenden Mannschaften in Heimspielen. Die mit Abstand an der Spitze liegenden Vllünger müsse n als einziger Spitzenverein nach St. Georgen und sollten vor keiner allzu schwer lösbaren Aufgabe stehen. Auch dem SC Baden- Baden sind zu Hause lm Spiel gegen Botwalf Lörrach zweifellos die besseren Siegeschancen ein zuräumen. Der Dritte lm Bunde, der FT/SC Freiburg, hat bei Platzvorteil vom Tabellenvlerzehnten Ottenau kaum eine unangenehme Ueberraschung zu erwarten. Die Mannschaft, die seit einigen Wochen sehr zu beachten ist, der VfB Achern, spielt gegen das Schlußlicht ASV Freiburg vor eigenem Publikum). Der Gastgeber ist als hoher Favorit anzu- sehen. Hart und verbissen wird es dagegen ln Kuppenhelm hergehen. Lahr will erst bezwungen sein und hat immerhin Aussichten ein Unentschieden mitzunehmen. Die Begegnung der unteren Tabellen hälfte zwischen BlauweiS Freiburg und SV Rhein- leiden erscheint sehr ausgeglichen, wenn man auch den Platzbesitzern die etwas besseren Chancen einräumen kann. Für die Blauweißen wird es endlich Zeit ans Punktesammeln zu gehen. Die Begegnung Schopfhehn — Offenburg ist als offen zu bezeichnen. während Rastatt schon auf Grund des Platzvorteils gegenüber Weil als Sieger zu erwarten ist. Wieder Eigenheim-Verlosung beim Toto Auf Grund der Beschlüsse der deutschen Toto- Gesellschaften in ihrer Sitzung am zweiten November ln Frankfurt am Main, führt die Sport-Toto mbH. Rheinland-Pfalz, die Eigenheim- bzw. Wohnungsbau-Verlosungen wieder ein. Deutschland und die Winterspiele Man hofft auf die Ritteriiehhelt der norwegischen Jugend Die Fbage, ob Deutschland an den Olympischen Winterspielen 1952 ln Oslo teilnehmen wird, ist nach |Wle vor ungeklärt, da der Exekutivausschuß dea IOK auf seiner letzten Tagung in Lausanne den Beschluß gefaßt hatte, dem IOK anläßlich der lm 1 Frühjahr ln Wien stattfindenden nächsten Zusam- Imenkunft vorzuschlagen, deutsche Wettkämpfer zwar zu den Sommersplelen in Helsinki zuzulassen, nicht aber zu den Winterspielen in Oslo. I In diesem Zusammenhang interessiert eine Stellungnahme von C. J Luther (Garmisch-Partenkirchen) ganz besonders, die vom „Sport* Zürich dieser Tage veröffentlicht wurde und in der es u. a. heißt: „Trotz aller Gegenerklärungen aus Oslo ist die Tür zur Teilnahme Deutschlands an den Olympischen Winterspielen in Oslo noch nicht zugeachlagen. , Nach wiederholten früheren Ereignissen ist vielmehr anzunehmen, daß die norwegische Jugend Ihren Fuß zwischen Tür und Rahmen schiebt. Als vor St. Moritz 1928 die immer recht konservativen Sportväter Norwegens gegen den Olympischen Skilauf waren, siegte die Jugend am grünen Tisch und dann auch in der Schweiz. Auch 1938 gab es ln Oslo „Olympische Winterkämpfe“ ähnlicher Art zwischen väterlicher Vorsicht und stürmischer Jugend, und auch da setzte sich letztere durch. Daß sie auch derzeit startbereit ist, hörten wir dieser Tage von einem nach beiden Seiten gut orientierten Norweger. Und wenn in den letzten Tagen der Präsident des Schwedischen Skiverbandes erklärte, die norwegische Einstellung sei versöhnlicher geworden und et lägen norwegisch - deutsche Treffen auf dem neutralen Schnee Schwedens im Bereiche der Möglichkeit, so ist anzunehmen, daß er sich ohne Uebereinstlmmung mit den norwegischen Aktiven in dieser Form nicht geäußert hätte. Jedenfalls gilt als sicher, daß im Januar in München eine norwegische Springermannschaft mit dem Flugzeug zwischenlandet. Es dürfte dann kaum bei einem bloßen Umsteigevorgang bleiben. In diesen Dingen ist Norwegen Immer ein wenig peer-gyntisch undurchsichtig oder auch überschwänglich. um sich Jedoch schließlich lm Ar noch rechtzeitig auf die unbekümmerte Startbereitschaft dar Aktiven zu besinnen. Wie verhehlen nicht, daß Norwegen gute Gründe zur Vorsicht hat. Doch am Ende dürfte auch ln diesem Falle die Osloer Auflassung siegen, es sei befriedigender, daß Norweger 138 m springen, als daß sie zuaehen müssen, wenn es andere tun.“ Bunte Spoitmeldungen Deutsche Schach-Vareinsmeisterschaft eröffnet Die deutsche Sdiach-Verelnsmeisterschaft begann am Donnerstag in Berlin mit vier Mannschaften. Bei den mit großer Hartnäckigkeit geführten Spielen fielen erst nach viereinhalb Stunden die ersten Entscheidungen. In Jedem Kampf wird an acht Brettern gespielt. Nach Ablauf der Spielzeit gab es am Donnerstagabend folgende Zwischenergebnisse: Hamburger Schachgesellschaft — Schachklub Köln (vier Hängepartien). Eckbauei Berlin — Schachverein Freiburg 3:0 (fünf Hängepartien). Neubans nach Düsseldorf «lägeladen Am Sonntag spielen r Oberliga Süd: Neckarau — 1880 München (Sa) SV Waldhof — SpVgg Fürth L FC Nürnberg — VIR M annhe i m VfB Stuttgart — Darmstadt Offenbach — FSV Frankfurt FC Singen — BC Augsburg Eintracht Frankfurt — VfB Mühlburg Beyern München — FC Schweinfurt _ Schwaben Augsburg — SSV Reutlingen Oberliga Südwest: L FC Kaiserslautern — Andernach Pirmasens — Phönix Ludwigshalen Worms — VfR Kaiserslautern Mainz 05 — ASV Landau Eintracht Trier — Tura Ludwigshafen FV Enger« — Bad Kreuznach Oberliga Nord: Altona 83 — VfL Osnabrück Holstein Kiel — FC SL PauU SV Itzehoe — Hamburger SV Eimsbüttel — Bremerhaven 93 Concordia Hamburg — Hannover ft VfB Oldenburg — Bremer SV Arminia Hannover — Eintracht Braunschweig Oberiga Wett: KW Oberhausen — Schalke M Rheydter SV — Borussia Dortmund Fortuna Düsseldorf — L FC Köln Preußen Münster — Erkenschwick Duisburger SV — SF Katernberg BW Essen — Müncben-Gladbach STV Horst — Alemannia Aachen Preußen DeUbrück — Hamborn 07 II. Südliga: SG Arhellgen — Stuttgarter Kldwn Ulm 1846 — Hessen Kassel Union Bückingen — FC Freiburg TSV Straubing — L FC Pforzheim Jahn Regensburg — Viktoria Ascbaffenbnrg SV Wiesbaden — SV Tübingen VfL Konstanz — ASV Cham 1 . FC Bamberg — Wacker München ASV Durlach — Bayern Hof Südbadische Amateurliga: Schopfheim — Ottenburg BW Freiburg — Rheinfelden FT/SC Freiburg — Ottenau Kuppenhelm — Lahr Rastatt — Well St. Georgen — Vllllngen SC Baden-Baden — RW Lörrach Achern — ASV Freiburg n. Amateurliga (I): Donaueschlngen — Furtwangen Haslach — Gottmadingen Stockacb — Neustadt Rielaslngen — Triberg Blumberg — Konstanz N Ueberlingen — Radolfzell (Engen spielfrei) Wer nimmt an Olympia-Schulung teil? Die Kandidaten der Kunstlurner-Nationatmannschaft Rn November troffen sich die Kunstturnwarte der {Ander bei Albert Zeilekens in Frankfurt, um die Aufbauarbeit für das Kunstturnen im Deutschen Turnerbund (DTB), sber such die Organisation der Deutschen Kunstturnervereinigung, zu beraten. Mit an vorderster Stelle rangiert uie Frage: wen ziehen wir zur Olympia-Schulung heran? Schließlich sind es keine zwei Jahre mehr, und im Kunstturnen wird man kaum über Nacht ein Meister, auch nicht bei gründlichster Schulung. Unser J. G -Mitarbeiter besprach sich über dieses aktuelle Thema mit dem Frankfurter Kunstturner- Mäzen Albert Zeilekens. Der allzeit frohgemute blonde Zeilekens sieht gar nicht schwarz und glaubt sogar, daß eine oder andere von den kommenden Größen uns noch gar nicht bekannt sei. Tatsächlich hört man aus allen Ländern von besonderen Begabungen. Aber werden sie es ln so kurze: Zeit schaffen? Die Badenser zeigen auf Heger-Wiesental, Jetzt ' TSV 48 Mannelm, die Wtlrttembeiger auf Rolf Breg- Donzdorf. Bekannter sind schon der Oppauer Greiser, der Hamburger Leininger, der Arzberger Kropf, der Düsseldorfer Nlellng. Hinzu kommen von den 1 erprobten Turnern aus Hessen Willibald Engiert, aus Schleswig-Holstein die Brüder Mildt, aus Bayern Adolf Deßier, aua dem Mitte Ir heinkreia Heinz Schnepf-Kreuznach und Seb. Qulerbach-Köblenz. ■us Westfalen Euteneuer und Hübner. Audi bei wohlwollender Auswahl kann man den Kreis der Kandidaten zur Zeit nicht weiter ziehen. Dieser Ansicht ist, wes die konzentrierte Schulung 1 der Besten angeht, auch Zeilekens. Denn einige Plätze ‘UQ'i in der kommenden Natlonalmanr. haft nahezu fest vergeben: Jakob Kiefer, Erich und Theo Wied, Dickhut, Bantz, Frenger, Overwien. Hin- j zu kommt Gauch-Kiel und last not least der uner-j müdliche Inno Stangl. Ihm traut Albert Zeilekens von allen „Alten“ noch am meisten Zu. ,?nno ist unverbraucht, für ihn ist ein Wettkampf N«rvHi >> nit! — Schlimmer isch’s usgr->ge mit seilt Gaslampe, meint glich wo für Menschen, die sich schwer in die Ordnung fügen können, Gelegenheit war, häuslichen Unrat abzuladen, steht Jetzt schon ein stattliches Siedlerhaus: Es ist zu wünschen, daß recht bald weitere Siedler In die Lage versetzt werden, die restlichen Bauplätze nach' dem vorliegenden Bebauungsplan zu besiedeln. — Am Allerseelentag wurde Frau Anna Armbruster 72 Jahre alt Herzlichen Glückwunsch. Von allem Leid erlöst Nordrath, (s). Unerwartet rasch rief der Tod Frau Berta Spitzmüller vom Hermeshof aus dem Leben. Eine große Trauergemeinde gab ihr das letzte Geleite zum Friedhof. Jetzt ruht Eie aus von allem Erden' eid, das ihr in sc re : ch e m Maß zuteil wurde. Im ersten/Weltkrieg ve-lor s ! e ihren Mann, lm zweiten den Sohn. Zu allem Unglück brannte vor etwa druf wieder s’Nale. D’Lllll un dY „Rolli- BölU“ hen in der paus turnerische Vorfüh- runge dran ginacht, wie wenn se am Trapez hänge täte; mit eme fürchterliche Krach (hit dät mer glich an e Atombomb denke!) isch die ganz Putschär runtergsaust S’ Klassezimmer hen mer fluchtartig räume müsse wegen» ausströmende Gas. Selli Affär het uns schon meh z’schaife gmaefat. STriedel meint dann: „Hen ihr euch au seller Ratschläg von d’r Fräulein B. im Läwe gut gmerkt: „Kinder, nie auf die Oberlippe beißen, denn sie ist der größte Bazillenträger. „Es“ het sich’s awer bestimmt so z’ Herze g’numme, sunsch wär’s net so e knusprigs Ehefraule wore; die andere awer au nit! Un schun hett (' Maria wieder eb’s uf Lager: „Wenn ihr später mal euren Namen in der Zeitung lesen wollt, müßt ihr euch verloben“, so het FrL B. gemahnt; „zeigt mir aber erst euren Bräutigam.“ Ob das eini gmacht het, weiß i nit; denn mer sieht jo erseht später, wje dLehrer mit de Schüler es gut meine. — - Un so isch’s doch stundenlang furtgange; e Kuhglock hat als zwieche ni s’ Gschrei als wieder mol e weng dämpft Uf einmol isch’s einem doch tiedig heiß igfalle, daß mer jo auch noch eheliche Pflichte bet un daheim e Mann un Kinder uf ihre „höhere Tochter“ warte. Un schnell isch mer wieder 25 Johr älter gwese un isch schön heimgange, so wiä sichs für e ordentliche Mueder ghört Mancher Mann het sicher denkt: „Bin i froh, daß nit jedes Johr Jubiläum isch, sunscht tät i mini Frau vor Jugendlichkeit nimm! kenne.“ So ganz „Unentwegte“ hen sich am Sündig mit ihre „Setzle“ noch emol zu’me Exbummel tröffe, wil sie immer n6ch ebbes uf Lager ghet hen Un noch emol isch’s prima gwese. Des hen sogar selli „fünf“ vun der Herre- partie gmeint, die ihre Freue und Kinder gsucht hen! Awer sei! wisse mir alle, daß es keine 25 Johr meh gehe derf, bis mer wieder z’samme komme. Des hen mer uns feierlichst gschwore unter sellere Gaslatem, die als Klassewimpel zuem Fescht g’stiftet wore isch. Hilde Exner-Kern. I Vom Ichenheimer Standesamt Ichenheim (r). Das hiesige Standesamt verzeichn ete im Monat Oktober folgende Eintragungen: Geburten: Marlies Helene, V.: Arbeiter August Franz Hüge; Werner Ludwig, V.: Ratschreiber Karl Sebastian Wendle. — Eheschließungen: Drexler und Landwirt Karl Erwin Reichenbach mit Johanna Ursula Fäß- ler. — Sterbefälle: Landwirt Wilhelm Walter, 55 Jahre; Landwirt Wilhelm Wälde, 70 Jahre; Landwirt Johann Georg Kimmig, 77 Jahre alt 30 Jahre an der Schule Marlen Marlen (f). Auf eine 30jährige Tätigkeit als Lehrer an der Schule Marlen kann Hauptlehrer A. Fuchs zurückblicken. Auf 1. Oktober 1920 wurde er als Hauptlehrer von Mannheim an die hiesige Volksschule versetzt, wo er seither — seit 1945 infolge Zerstörung des Schulhauses — in Behelfsunterkünften den Dienst versieht. Der Jubilar ist besonders in den Kreisen der Turner eine bekannte und geschätzte Persönlichkeit und begleitet seit bald 20 Jahren das Amt eines Gaujugencf- tumwartes des Ortenauer Tumgaues. — Frau Marie Fischer, geh. Bittiger, vollendete am 3. d. M. ihr 70. Lebensjahr. — In Kittersburg können Adolf Krämer und Wilhelmine, geb. Frössel, zum Wochenend das Fest Ihrer Silberhochzeit feiern. Unseren Glückwunsch: „FlIegerbalT ln Baden-Baden Die Interessengemeinschaft Segelflug Baden- Baden veranstaltet heute abend um 20.30 Uhr im Kurhaus Baden-Baden einen Fliegerball, zu dem auch Gäste von Offenburg und Umgebung eingeladen sind. Diese werden, wenn sie die Räume des Kurhauses betreten, von allen möglichen Schildern und Plakatdekorationen zum „Rollfeld“ geleitet, wo sie bei leichter „Schönwetterbewölkung“ sich im Takt der Musik wiegen können Hinter der Tanzkapelle »teht das Gebäude der „Wetterwarte“. In der „Werft“ kann man ungestört unter Modellen von Segelmaschinen und Luftschrauben größter Dimensionen plaudern und sich vom Tanz ausruhen und ... In einem anderen Saal steht eine naturgetreue Flugzeugführerkabine mit allen Instrumenten und Steuern. Hier braucht nur ein Knopf bedient zu werden und . . . mehr sei nicht verraten. Wer Lust hat, sic* dort zu vergnügen, fährt heute abend zum Fliegerball der JG. Segelflug Baden-Baden im Kurhaus. Samstag, 4. November 1950 Neue Quellen sollen gefaßt werden Zur Sicherung der Wasserversorgung von Diersburg — Erschließung von Baugelände > Diersburg: (s). In der letzten Gemeinderatssitzung standen wichtige Fragen auf der Tagesordnung. Zunächst wurde der Ortsbauplan im Gewann „In der Bühnd“ besprochen. Das Gebiet wird umgelegt, vermessen und die Bauplätze eingeteilt Audi die hierzu notwendige Straße wird angelegt und die Bauflucht bestimmt. Ein ganz aktuelles und schwieriges Problem Ist der Wasserleitungsbau. Trotz der fünf Behälter reicht das Wasser nicht da der Bedarf in den letzten Jahren stark angestiegen, ist und außerdem die Quellen versagt haben. Um diesem Uebel abzuhelfen, wurde folgender Beschluß gefaßt: Neue Quellen sollen gefaßt und ihr Wasser den Behältern zugeführt werden. Um auch die „Fuchsbühler“ mit mehr Wasser zu versorgen, soll eine Pumpe angeschafft und durch diese das in den niederen Behältern anfallende Wasser ig den Hochbehälter auf dem Fuchsbühl hinaufgepumpt werden. Sobald der Voranschlag für dieses Projekt eingegangen ist, soll er einer Bürgerversammlung vorgelegt werden. Die gemeindeeigenen Grundstücke werden auf weitere neun Jahre durch öffentliche Versteigerung verpachtet. — Ein Beitrag für Kriegsgräberfücsorge wurde bewilligt. — Abgelehnt wurde' der Vorschlag, eine Motorspritze für Schädlingsbekämpfung zu erwerben, mit der Begründung, daß solche schon in Privatbesitz vorhanden seien. — Eine Feuerschutzabgabe wurde eingeführt. Ehrung des Mesners Diersburg (s). Aus Anlaß der Ehrung des Diersburger Mesners für 50jährige Dienste brachte ihm der Kirchenchor am Sonntagabend ein Ständchen. Pfarrer Franz Weimert richtete herzliche DankeSworte an den Jubilar und überreichte einige praktische Geschenke und ein Glückwunschschreiben des Erzbischofs. Anschließend begab sich alles in den „Hirschen“, wo mit Gesang, Gedichten und viel Spaß das Jubiläum gefeiert wurde. Ansteigen der Notschlachtungen Diersburg (s). In der Gemeinde ist, wie das Bürgermeisteramt mitteilt, in letzter Zeit ein sehr starkes Ansteigen der Notschlachtungen festzustellen. — Landwirt Karl Feger wird am 4. November 80 Jahre alt; am 10 begeht Frau Ella Tritschler, geh. Krüger, ihren 75. Geburtstag. — DasStandesregister verzeichnet im Oktober eine Geburt, zwei Eheschließungen, keinen Sterbefall. Christkönigsmesse mit Orchesterbegleitung Berghaupten (g). Am Sonntag versammelte sich die hiesige Pfarrgemeinde im überfüllten Gotteshaus, um der Christkönigsmesee und den damit verbundenen, kirchenmusikalischen Darbietungen beizuwohnen. Sie verdienen in Anbetracht der hiesigen Verhältnisse und der kurzen Vorbereitungen, erhöhte Beachtung und Würdigung. Das Ganze wurde unter viel Mühe von unserem tatkräftigen Ortsgeistlichen vorbereitet Ausgeführt von hervor- genden, einheimischen Kräften im Verein mit Streichmusikerp aus Gengenbach, standen die musikalischen Darbietungen unter Leitung des verdienten Chordirigenten, Oberlehrer, Buntru. Zunsweier, (f). Die hiesige Arbeitsgemeinschaft des Jugend- und Volksbildungswerks wird über die Wintermonate ihre Arbeit vom vergangenen Jahr fortsetzen bzw. erweitern. Radiotechniker Weigelt wird für Anfänger und Fortgeschrittene Kurse über Elektrotechnik abhalten. Der Flugmodellbau und Krippenbau liegt in den Händen des Leiters der Arbeitsgemeinschaft, Lehrer Walter Huber. Ein Anfängerkurs für französischen . Sprachunterricht wird Hauptlehrer Wölber übernehmen. Die Arbeitsabende, die im letzten Winter durchweg recht gut besucht waren, werden auch in diesem Jahre wieder den jungen Menschen reiche Kenntnisse und vielseitige Fertigkeiten übermitteln, so daß . deren Besuch nur zu empfehlen ist, denn manche durch den Krieg bedingte Lücke kann hier ausgefüllt werden. Wir ehren das Alter Schutterwald, (j) Im Ortsteil Höfen vollendet die Witwe Viktoria Braunstein, geh. Rudolf, ihr 81. Lebensjahr. Mit dem 6. November wird der in Höfen wohnende Oberjäger a. D. Andreas Fuchs 82 Jahre alt. Mehrere Jahrzehnte lang war er der Betreuer der Jagd auf hiesiger und der Gemarkung Hofweier. Oberweichenwärter a. D. Andreas Haß kann am 9. November auf 73 Lebensjahre zurückblicken. Treffen der Kriegsopfer Schutterwald (s). Am vergangenen Sonntag unternahm die hiesige Ortsgruppe des Verbandes der Körperbeschädigten und Hinterbliebenen eine Omnibusfahrt nach Zell- Weierbach. Im Gasthaus „Zur Sonne“ wurden sie von der dortigen Ortsgruppe und der Ortsgruppe Elgersweier durch Herrn Buchert begrüßt. Der Nachmittag diente in der Hauptsache der Unterhaltung der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen, die für einige Stunden ihren Verlust an Leib öder Leben vergessen wollten. . Die Gastgeber boten, was in ihren Kräften stand. Zum Schluß gab Kreisverbandsvorsitzender Hüther seiner Genugtuung über dieses Treffen Ausdruck und dankte für die gewährte Gastfreundschaft. Unsere Geburtstagskinder im November Zunsweier (f). Den 70. Geburtstag begeht am 4. 11. Tobias Lienhard;.am gleichen Tage feiert Elisabeth Fehrenbach, geh. Lien- hard, ihr 73, Wiegenfest und Gottfried Stehle sein 74.; Theresia Lehmann, geh. Vetter, wird an diesem Tage 75 Jahre alt; am 7. 11. kann Maria Anna Möschle, geh Lienhard, auf 74 Jahre zurückblicken: ihren 70. Geburtstag feiert am 11. 11. Mathilde Lämmler, geb.. Walter und ebenfalls am 11. 11. wird Ka- rolirta L e h m a n n, geb. Wetzel, 76 Jahre alt; das 70. Lebensjahr erreicht am 12. 11. - Anna Lang, geb. Ruf; Frieda Obert, geb. Möschle feiert am 17. 11. ihr 72. Wiegenfest; seinen 70. Geburtstag begeht am 18. 11. Friedrich Maier (Rüttihof); Wilhelm Möschle erreicht am 22. 11. 74 Lebensjahre; Johann Wetzel wird am 23. 11. 76 Jahre alt; das hohe Alter Von 80 Jahren erreicht am 24. 11. Katharina Maier, geb. Lienhard; am Tage darauf begeht Katharina Wetzel, geb. Obert, ihren 72. Geburtstag. Siedlungsvorhaben ließ sich nicht verwirklichen Jugend- und Volksbildungswerk arbeitet weiter Die Arbeitsgemeinschaften für Anfänger und Fortgeschrittene beginnen wieder Niedersdioplheimer Chronik Niederschopfheim, (b) In den nächsten Tagen können folgende Personen ihren Geburtstag feiern: Am 5. Karl Kühne den 75., am 6. Frau Christine Kühne den 75.. am 10. Frau Maria Ehret (Klemens Maria) den 72., am 11. Witwe Maria Schaub den 75., und am 16. Witwe Berta Ehrhardt den 71. Geburtstag. — Einträge im Standesbuch: 7 Geburten: Cornelius, V. Hans Kühne; Brunhilde. V. Alois Meier; Franz Ludwig. V. Stefan Bürkle; Alfons, V. Josef Seidel; Elisabeth, V. Emil Grath- wohl; Wolfgang Alfred. V. Albert Meliert; und Brigitta, V. Lorenz Schaub. — Eheschließung: Johann Göppert, Arbeiter. Hofweier, und Paula Ehret von hier. — Sterbefälle: Josef Riether 70 Jahre alt und zwei gemeldete Gefallene: Stanislaus Gallus und Franz Kopf. — Am Sonntag, 5. Nov., findet die Generalversammlung der „Landwirtschaftlichen Ein- und Verkaufgenossenschaft Niederschopfheim GmbH.“ in der „Sonne“ statt. — Unsere Turner üben recht fleißig. Der wieder ins Leben gerufene Turnverein macht gute Fortschritte. Ke Frage um einen geeigneten Uebungsraüm soll nun auch bald zur Erledigung kommen. Bunter Abend des MGV „Sängerbund" Oppenau (r). Mit seinem in der „Bruder- halle“ veranstalteten Bunten Abend durfte der Sängerbund Oppenau einen glänzenden Erfolg verbuchen. Die Veranstaltungen des Vereins genießen einen guten Ruf, dies zeigte sich in dem zahlreichen Besuch. Für die heitere Gestaltung des Abends war der Humorist Sepp Sonntag aus Karlsruhe verpflichtet worden. Neben dem ausgezeichneten Vereinsorchester wirkten der Männer-, Frauen- und der gemischte Chor mit. Unter der Leitung ihrer Dirigenten, Oberlehrer Huber und Hauptlehrer Maag boten die Chöre vorzügliche Leistungen, vor allem gefielen der Frauen- und der mehr als 70 Sängerinnen und Sänger zählende gemischte Chor. Den Höhepunkt des Abends bildete die Aufführung einer Walzerfolge „Am Wörther See“ v. Koschat durch gemischten Chor und Orchester, die in ausgezeichneter Motivierung und herrlicher Klangfülle dargeboten wurde und besonderen Beifall fand. Geburtstagsjubilare im November Zusenhofen. Am 11. 11. feiert Luise Seidler ihren 73. Geburtstag; am 18, 11. kann Barbara Koch ihren 72., am 26. 11. Josef Sester seinen 74. und am 28. 11. Barbara Huber ihren 77. Geburtstag feiern. Wir gratulieren. Doch rege private Bautätigkeit in Ohlsbach Ohlsbach, (ü) Wie anderwärts, so hatten auch hier Maurer und Zimmerleute alle Hände voll zu tun, um die Wünsche der Baulustigen — sei es als Neu- oder Ausbau — zu befriedigen. 7 Neubauten mit 13 Wohnungen konnten, da sie über den Winter im Rohbau standen, im Frühsommer bezogen werden. Hinzu kamen noch ein Erweiterungsbau mit 2 Wohnungen. Weitere drei Gebäude, die dieses Jahr in Angriff genommen wurden, sind bezugsfertig. Fünf Familien werden in diesen Tagen in das neue Heim einziehen. Drei Zweifamilienhäuser mit sechs Wohnungen sind im Entstehen begriffen. Auf dem einen kann zu Beginn der nächsten Woche der Maien gesetzt werden. Vier Bauvorhaben sind ferner behördlich genehmigt. Hier ist das verschiedenste Baumaterial schon gelagert. Trotz dieser ganz ansehnlichen Wohnraum- beschaffung — zum Teil handelt es sich noch um Ersatzbauten für Kriegszerstörungen — ist das Wohnungsproblem noch brennend, zumal sich das Siedlungsvorhaben nicht verwirklichen ließ. Stattlicher Leichenzug Ohlsbach, (ü) Ein großes Trauergefolge erwies der im Alter von 73 Jahren verstorbenen Ehefrau des Altlandwirtes Georg Frietsch, der Amalie, geb. Schrempp, die letzte Ehre. Für die Entschlafene, die sich abseitiger Beliebtheit erfreuen durfte, war der Tod eine Erlösung von herbem Leide. Mit diesem Sterbefall wurde dieses Jahr das zweite Paar getrennt, das vor vier bezw. zwei Jahren die goldene Hochzeit hatte feiern können. Wir ehren das Alter Ortenberg, (s) Die Karl Sieferle Witwe, Cä- cilie, geb. Leitermann, vollendet am 5. November ihr 75. Lebensjahr bei guter Rüstigkeit. Gertrud Schillinger, geb. Herp, Witwe, feiert am 8. Noyember ihr 86. Wiegenfest. Die Frau des Barthle Bahr, Cäcilie, geb. Lehmann, wird am gleichen Tage 74 Jahre alt. Den Geburtstagskindern unsere Glückwünsche und alles Gute für die Zukunft. Fußbachs Altersjubilare Fußbach. (1). Im Monat Oktober konnte im Ortsteil Wingerbach Maria Anna Harter ihr 84. Lebensjahr vollenden. Im Ortsteil Strohbach feierten Otto Wittstock die Vollendung des 75., Theresia Harter des 75. und Zäzilia Schrempp des 72. Lebensjahres. In .Fußbach konnte Ludwig Schrempp auf 82. Lebensjahre zurückblicken. Den hochbetagten Jubilaren noch weiterhin ein gesunder und heiterer Lebensabend. Der erste Abend in der Volkshochschule Gengenbach (a). Zu Beginn der Veranstaltungen des Wintersemesters erlebten die Hörer der Volkshochschule eine besonders wertvolle musikalische Feierstunde. Zwei in Gengenbach bereits bekannte und hochgeschätzte Künstler, Werner Laukisch (Cello) und Hildegard Matzka (Klavier) gaben einen Sonatenabend. Die Freunde guter Musik waren sehr zahlreich erschienen, so daß der Saal der Pädagogischen Akademie trotz der Abwesenheit der Studentinnen nahezu voll besetzt war. Erneut ein Zeichen, daß die musikalischen Abende für die Hörerschaft der Volkshoch- Kein Gemeindegelände für Industriezwecke Die laufende Pachtperiode wird um eiu Jahr verlängert schule, stets von besonderer Anziehungskraft sind. Das auserlesene Programm — Sonate D-dur von Johann Sebastian Bach, -Sonate A-dur von Ludwig van Beethoven, Sonate e-moll von Johannes Biahms — wurde durch das wundervolle Zusammenspiel und das große Können der Solisten zu einem nachhaltigen und bereichernden Erlebnis. Todesfall Gengenbach (a). Am 3L Oktober starb Frau Amalie Braun, geb. Weber, Gartenstraße, im Alter von 81 Jahren. Bohlsbach. (1) Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 29. v. Mts. folgende Beschlüsse gefaßt: Die Pachtdauer für die an Martini 1950 ablaufende Periode soll mit Rücksicht darauf, daß die künftige Pachtperiode für die Ackergrundstücke mit der Pachtperiode für die Wiesen gleichlaufend sein wird, um ein Jahr verlängert werden. Pächter, die jedoch ihr Pachtverhältnis auf Martini 1950 lösen möchten, wollen dies innerhalb 8 Tagen im Rathaus melden; Die auf gestellte Vorschlagsliste für die Schöffen und Geschworenen enthält: Emil Löffler, Schlosser; Georg Siebert, Landwirt; Anton Link, Sport in der Heimat Nochmals ins Dreiländereck ASV Schopfhetm — OFV Auch an diesem Sonntag muß der OFV ins Drei, ländereck (allzuviel Sorgfalt scheint man bei der Zusammenstellung des Terminkalenders nicht angewandt zu haben). Der ASV Schopfbelm nimmt bisher überraschend mit 10:8 Punkten den 3. Tabellenplatz ein, allerdings wurden die Siege gegen am Tabellenende stehende Gegner wie Rheinfelden, Ottenau und ASV Freiburg errungen. Dagegen vermochten sie als bisher einzige Mannschaft dem Spitzenverein Villingen einen Punkt abzuknöpfen und gegen Kuppenheim und Adlern ein Unentschieden zu erzwingen. Am Vorsonntag jedoch wurden die .,Wiesentäler“ auf eigenem Platz vom Neuling Weil mit 3:1 bös hereingelegt, was die Aussichten des OFV auf einen Erfolg erhöht. Auf keinen Fall darf der letzte Sieg gegen Schopfhelm, anläßlich der Bodenseereise, als Maßstab für den morgigen Punktekampf sein — mjt 4:10 Punkten an viertletzter Stelle, wäre es an der Zelt, ans Sammeln von Pluspunkten zu denken. Die Mannschaft spielt wieder mit Vogel im Tor und dem talentierten Stäbler für den verletzten Kopp, mit: Vogel: Hederer, Rabold; Wüger, Pfeiffer, Armbrusten: Stäbler, Müller, Vogel W., Bitt- ner, Herold. Beide Handballmannschaften reisen zu schweren Punktekämpfen nach Hofweier. Handball* TV. Lahr — TuS. Schutterwald Nach dem großen Spiel gegen Lörrach wird die 1. Mannschaft am morgigen Sonntag vom TV. Lahr erwartet. Das Schlußlicht der Landesliga Südbaden brachte es bisher noch zu keinem Punktgewinn. Auch auf heimischem Gelände werden sie kaum um eine weitere Niederlage herumkommen. Die 2. Mannschaft, als Tabellenführer der Kreisklasse Offenburg, ist beim TV. WiUstätt zu Gast und müßte auch hier zu einem weiteren Sieg kommen. Die A-Jugend tritt zu ihrem wichtigsten Punktespiel in Hofweier gegen die dortige A-Jugend an. Hier wird sich entscheiden müssen, wer weiterhin die Tabelle anführt. Die B-Jugend wird mit der I. Mannschaft nach Lahr fahren und wird als Vorspiel im Punktekamnf d»r dortigen B-Jugend gegenüberstehen. —Is— Handball — Bezirksklasse: Hofweier — Offenburg Sulz — Altenheim Meißenheim — Auenheim Seelbach — Nonnenweier Hofweier empfängt am Sonntag Offenburg und wird alles daran setzen, seine Tabellenführung zu festigen. Offenburg die mit einer verjüngten Mannschaft antreten, werden alles versuchen, in Hofweier ehrenvoll abzuschnedden. — In Sulz treffen der Tabellenzweite und -dritte aufeinander. Altenheim wird es nicht leicht haben, in Sulz zu Punkten zu kommen. — In Meißenheim wird Auenheim nicht viel zu bestellen haben, da Meißenheim auf seinem Gelände kaum zu schlagen ist. Den Anschluß zur Tabellenspitze will Meißenhelm nicht verlieren. — Das Spiel Seelbach — Nonnenweier ist offen zu betrachten, zumal Nonnenweier auf ihren gesperrten Mittelstürmer verzichten muß. Seelbach wird versuchen, Anschluß ans Mittelfeld zu 4 bekommen. Handball — Besirksklasse Stand vom Gi 38. 18. $8 Hoiweler 6 6 0 0 59:16 12 Altenheim 7 5 1 1 78:46 11 Sulz 7 4 1 2 82:48 10 Nonnenweier 7 3 2 2 63:62 8 Olfenburg 6 3 2 1 46:49 7 Meißenhelm 6 3 2 1 42:40 7 Ottenheim v 7 2 5 0 72:83 4 Elgersweier 4 1 2 1 25:30 3 Auenheim 8 1 4 0 29:55 2 Seelbach 8 1 5 0 38:54 2 Oberkirdi 7 1 6 0 60:90 2 Eine Bitte an alle Schiedsrichter! Nach Beendigung der Spiele bitte umgehend die Spielaufträge an den Staffelleiter absenden. Radsportvereinsmeistersdiaften in Offenburg Der Radsportverein Offenburg führt als Abschluß der diesjährigen Radsportsaison am morgigen Sonntag, 14.00 Uhr, seine Vereinsmeisterschaften durch, die in einem Rundstreckenrennen ausgetragen werden. Das Rennen führt durch folgende Straßen: Hildastraße — Friedenstraße — MoJtkestraße — Zeller- straße — Rund um den Schillerplatz — mit Start und Ziel in der Hildastraße. Die aktiven Rennfahrer, die in diesem Jahr verschiedene Straßen- und Aschenbahnrennen mit den vordersten' Plätzen belegt haben, werden sich um die Vereinsmeisterschaft heftige Kämpfe liefern. W. Grap, Offenburg in der Seniorenklasse, wie Kam. Hurst in der Juniorenklasse, sind als Favoriten anzusehen. Ferner findet noch ein Schüler-, Alters- und Damenrennen statt, wobei auch mit spannenden Kämpfen zu rechnen ist. Um eine reibungslose Durchführung der Veranstaltung vornehmen zu können, bittet der Radsportverein die hiesige Bevölkerung, sich den Weisungen der eingesetzten Absperrposten des Vereins, sowie der Polizeiorgane Folge zu leisten. Um 20.00 Uhr findet im Vereinslokal. „Zum Laubenlindle“ die Preisverteilung statt, mit anschl. gemütlichem Beisammensein. Kraftsport: Mannscbaftskampf Appenweier — Offenburg Morgen Sonntag, den 5. November, . findet um 15.0* Uhr, in der Städtischen Turnhalle in Offenburg, der erste Mannschaftskampf in sämtlichen Klassen zwischen dem Kraftsportverein Appenweier und dem Sportverein für Kraft und - Körperpflege „Germania“ Offenburg statt. Schmiedmeister; Albert Leiber, Arbeiter; Andreas Joker st, Landwirt und Friedrich Siebert, Poäta'SItsteät: 1 -^IHfhsichtlich der Kostentragung! für Neuänschlüsse an das Wasserleitungsnetz' wurde am früheren Beschluß festgehalten, der lautet, daß jeder Neuanschließende die Kosten ab Hauptstrang bis an die Gebäudegrundmauer selbst zu tragen hat.» Eine Anordnung des Landratsamtes vom 12. v. Mts. auf Zurverfüngungstellung von Gelände für einen Industriebetrieb soll dahingehend beantwortet werden, daß gemeindeeigenes Gelände nickt zur Verfügung steht und der Interessent evtl, selbst hier vorstellig werden soll, um sich persönlich mit Privateigentümern in Verbindung zu setzen. — Dem Volksbund für Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. soll für 1950 ein Beitrag von 20.— DM gegeben werden. — Dem vorliegenden Entwurf für die Neuerstellung eines Grabdenkmales im Friedhof wurde stattgegeben. Theateraufführung des Radfahrvereins Bohlsbach. Der Radfahrverein veranstaltet am Sonntag,, den 12. November, im Saal der Brauerei JockersF, nachmittags für Kinder, und abends für Erwachsene, seine erste Theateraufführung in diesem Winter. Griesheimer Nachrichten Griesheim (r). Frau Elisabeth Oberle, geb. Baumann, konnte am 2. November in guter körperlicher und geistiger Rüstigkeit ihr 72. Lebensjahr vollenden. — Auf einer Vorstandssitzung des Gesangvereins „Eintracht“ wurde beschlossen, am 19. November ein Konzert zu veranstalten, bei welchem erstmals ein Schülerchor mitwirken wird. — In der Gemeinde herrscht zur Zeit rege Bautätigkeit. Das im Jahre 1942 abgebrannte Wohngebäude des Landwirts Karl Kempf wird wieder neu aufgerichtet, während das ebenfalls abgebrannte Oekonomiegebäude bereits in den Kriegsjahren neu erstellt wurde. — Die Ladenräume des Kaufhauses Weißer, gegenüber dem Gasthaus „Zum Adler“, werden zur Zeit vergrößert. 75 Jahre alt Waltersweier (b). In bester geistiger Frische konnte Karl Willneff am 1. dieses Monats seinen 75: Geburtstag begehen. Trotz schwerer körperlicher Behinderung infolge eines in seinem Beruf erlittenen Unfalls geht der Jubilar noch täglich seiner Arbeit in Feld und Haus nach. Zum Oberlehrer bestimmt NuKhack. Der seit 1933 an der hiesigen Schule .wirkende Hauptlehrer Artur Frank wurde als Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Oberlehrers Karl Seyfried zum neuen Oberlehrer bestimmt. Oberlehrer Frank hat sich Zeit seines hiesigen Wirkens um die erzieherischen, gemeindlich-sozialen und kulturellen Belange unseres Dorfes sehr verdient gemacht. Samstag, 4. November 1950 m iinniiiiiiwinniiiuiiiitin mrnmmnnmimmmwmimnuimi UWIIIII m wmtmmmmmmfflmmidMmummnmmiimmm# s Gasthof zum „Deutschen Kaiser“ Appenweier mit seinen Fremdenzimmern und dem stilvollen Jägerstüble Munniniunnnnninin miiiiinniiMimniniiimiinini /////////////////////////////////////////////// tm Die Neueröffnung des Gasthofes „Deutscher Kaiser“ hat nicht nur für die altbekannte Gaststätte, sondern auch für Appenweier selbst -feine Bedeutung, die sich für das örtliche Wirtschaftsleben sowie auch verkehrstechnisch fruchtbkr auswirken wird. - Mit Stolz und Befriedigung darf Metzgermeister August F öTi, der den „Deutschen Kaiser“ von seinem Vater übernommen hat und ihn seitdem weitsichtig zu führen und auszubauen wußte, auf das bisher Erreichte zurückblicken. Schon im vergangenen Jahre wurden die unteren Gasträume hübsch und geschmackvoll renoviert, was dem Hause und dem Äs äußerst gepflegt bekannten Wirtschaftsbetrieb in jeder Beziehung zugute kam. ln diesem Jahr begann der Besitzer auch die Fremdenzimmer des Hauses vollkommen neuzeitlich herzurichten, mit. fließendem kalten und warmen Wasser zu • versehen' unc. damit für eine Einrichtung zu Sorgen, die durchaus städtischen Ansprüchen genügt. '■ < Im Zuge dieser Modernisierungsarbeiten wurde im oberen Stockwerk zugleich ein neues Nebenzimmer eingerichtet, das als Jägerstüble einen überaus ansprechenden Charakter besitzt und sich bei den Gästen sehr bald ganz besonderer Beliebtheit erfreuen dürfte. Ganz im altdeutschen Stil gehalten und getäfelt mit formschöner Balkendecke gotischer Konstruktion, wurde hier ein überaus behaglicher Gastr.aüm geschaffen, der durch Motive aus dem Jagdleben seinen. Namen mit Recht trägt und in seiner Art keine Alltäglichkeit darstellt. Es ist nicht schwer, dem gemütlichen, Und ungeachtet seiner stattlichen Ausdehnung dennoch intim wir-. kenden Raum die ganz besondere Bevorzugung der Gäste vorauszusagen. Verdient schon . die Unternehmungsfreudigkeit und die Weitsichtigkeit des Besitzers des Hauses größte Anerkennung, so gilt, .diese nicht weniger den Handwerksmeistern und kunstverständigen Gestaltern der stilvollen Neueinrichtung. Der reizvolle Entwurf des Jägerzimmers ist Schreinermeister Emil Latein zu danken, der in gemeinsamer Arbeit mit der Fa. Karl Lechleiter, Schreinerei in Appenweier, bereits im vergangenen Jahre die Renovierungsarbeiten im unteren Stockwerk zu einem harmonischen Ab- schluß^bfachte In diesen unteren Gasträumen fallen dabei als besonders schön die kunstgeschmiedeten Beleuchtungskörper der Fa. August und Günter Keller, Kunstschmiede in Offenbürg, ins Auge. Nicht minder eindrucksvoll wirken im Jägerstüble die bleiverglasten gotischen Fenster mit ihren bunten Jagdszenen, die von hohem Können der Kunstwerkstätte Karl Vollmer, Glasmalerei in Offenburg, zeugen. Auch die Möbeleinrichtung, die breiten Tische mit dem Weiß ihrer massiven Ahornplatten, Stühle und Sitzflächen passen sich dem Charakter des Jägerzimmers stilgerecht an. Die Einrichtung wurde z. T. vom Möbelhaus Christian Mast in Urloffen-Zimmern geliefert, die sich damit die Gelegenheit einer sehr glücklichen Dauerausstellung wirklicher Qualitätsarbeiten gesichert hat. Neben diesen Firmen waren an den Arbeiten, die den Innenräumen des „Deutschen Kaisers“ ihr heutiges, neues Gesicht gegeben haben, maßgebend und verantwortlich' Maurermeister Fritz Beschert in Appenweier, Elektro- meister Karl Nosch in Zusenhofen sowie das bekannte Renchener Installationsgeschäft für sanitäre Anlagen W. Köhler beteiligt, die alle von der Zuverlässigkeit und dem handwerklichen Können unserer heimischen Firmen bestes Zeugnis ablegten. Zusammenfassend darf an dieser Stelle nochmals betont werden, daß die erfolgte Renovierung des altbekannten Ap- penweierer Gasthofec „Zum Deutschen Kaiser“ ein nicht gering einzuschätzender Gewinn für diesen, im Schnittpunkt dreier wichtiger Verkehrsstraßen gelegenen Ort darstellt, der sich ohne Zweifel auch für das Haus selbst erfolgreich auswirken wird. Im Zusammenhang mit der eigenen Metzgerei seit jeher hinsichtlich Küche und Keller von besonders gutem Ruf getragen, ist der „Deutsche Kaiser“ nunmehr in der Lage, auch den verwöhntesten Ansprüchen der Fremden wie Einheimischen gerecht zu werden. Gelegentlich des am Sonntag und Montag in Appenweier stattfindenden großen Jahrmarkts vollzieht sich _ die Neueröffnung gleichzeitig unter einem besonders günstigen Stern, da zu diesem Anlaß auch viele Besucher aus dem Kreisgebiet und den Nachbarbezirken zu erwarten sind. Wir zweifeln nicht daran, daß auch sie die Neueröffnung des um, so vieles verschönerten Appenweierer Gasthofes aufrichtig, begrüßen werden. Sanitäre Inftollotioncn fjert- und Ofcnlnger W. Köhler R E N C H EN Teleion 213 ;:»»»»»»»»»»»»»»»»»»»»»»»»)»>»»»» r»»r»rrrr»r»rrWrr»A»rrr»rrrrMrr»>rrr>r»»»»« $ P hm ueutstktk Haiset" appenwe. er I I Neuzeitlich eingerlcKteta £.rsmde'ri*immer inft fließendem Wasser Y - 8 8 Gasthof fyl • : ’ i 0 Ä 1 k tt Neue gemütliche Gasträume bieten jederzeit angeneh men Aufenthalt- « » 0 8 Hei Ue: U if fu iiH f des sUtaaU t u „Jäfetslütie* I I 8 Küche und Keller 8 bieten das Bestei K Es ladet freundlichst ein August Föll, Metzgermelster Magnet*'Beau Ausführung der Künstschcniedearbeiten August & Günter Keller Offfenburg Schlossermeister Karl Lechleiter ElekteO’Radio Kail Nosch Beleuehlungsköipei Elektrische Lieht■ und Kraftanlagen •fgg+äfSt’}*--- MBH Die freundlichen Gasträume des „Deutschen Kaiser“ r • EMIL LATEIN APPENWEIER - Telefon Nr. 305 MÖBEL UND INNENAUSBAU i ft WlO i lteto f • Bauernstuben und Gaststätten nach eigenen und gegebenen Entworfen Christian Mast Urloffen-Zimmern Telefon Appenweier 340 Reichhaltiges Lager in Hotelzimmer, Schlafzimmer Wohnzimmer und Kücheneinridifungen Polslermöbe und Matratzen Lieferung frei Hausl Bleioerglaste Fenster mit Glasmalereien tür Bauern- u. Jagdstuben in Gaststätten u. Privatbauten fertigt nach eigenen Entwürfen Kunst urerkstütte für Glasmalerei und Mosaik KARLVOLLMER Offenburg i.B. tbuzöss Fritz Boschert Maurermeister Appenweier Neubauten - Umbauten - Reparaturarbeifen Samstag, 4. November 1950 Warnung vor dem „Sdmeeball" Jede Firma ist bestrebt, neue Kunden zu gewinnen. Das ist verständlich und berechtigt. Es darf aber nicht mit Mitteln geschehen, die anfechtbar sind. Glücklicherweise nur ganz vereinzelt sind auswärtige Firmen dazu übergegangen, zur Werbung neuer Kunden ein System anzuwenden, das von allen Kreisen des Handels eindeutig abgelehnt wird, weil dabei die Leichtgläubigkeit der Käufer ausgenutzt wird. Es wird jemand aufgefordert, einen bestimmten Gegenstand zu kaufen und ihm dabei angeboten, statt der Bezahlung des Kaufpreises eine bestimmte Anzahl von Kunden zu werben. Dazu soll er dann, einige Gutscheine käuflich erwerben, die er an die von Ihm gewonnenen Kunden weiter absetzt. Gelingt ihm dies, so soll er den Kaufgegenstand billiger oder gar umsonst erhalten. Vielfach werden die Gutscheine auch, wenn sie nicht abgesetzt werden können, auf den Kaufpreis angerechnet. Wer leichtgläubig ist, glaubt, daß ihm die Werbung der Kunden bald gelingt, während ihn die Wirklichkeit über das Gegenteil belehrt. Dann muß er nämlich den Kaufgegenstand trotzdem abnehmen. Diese Kundenwerbung nennt man „Schneeballsystem“. Der Bundesvorstand des deutschen Versandhandels ist gegen Firmen, die dieses System anwenden, bereits vorgegangen. Er teilt uns mit, -daß der deutsche Versandhandel das Schneeballsystem ablehnt. Geschäfte mit Radiös Festgenommen und in das LG.-Gefängnis eingeliefert, wurde ein lediger 22 Jahre alter Hilfsarbeiter aus dem Ruhrgebiet, weil er in betrügerischer Absicht mehrere Radios auf Anzahlung gekauft und diese sofort wieder weiterverkauft hat, obwohl Eigentumsvorbehalt bestand. Er wollte durch den Ankauf und Anzahlung einer kleinen Rate und den Wiederverkauf zu Geld kommen. Als letzten Ausweg wollte er sich nun zur Fremdenlegion melden, woselbst' er aber krankheitshalber nicht angenommen wurde. Ein Lehrling war der Dieb Dieser Tage wurde einem Arbeiter eines hiesigen Betriebes ein Betrag von 20 DM aus einem im Arbeitsraum abgehängten Kittel entwendet. Als Täter konnte ein 17 Jahre alter Lehrling desselben Betriebes ermittelt werden. Ehrenwanderung des Schwarzwaldvereins Jede Jahreszeit hat ihre besonderen Reize, gerade auch der Herbst bietet dem Wanderer ungeahnte Schönheiten. Sie genossen am Sonntag die 52 Schwarzwaldvereinsfreunde, die sich zur Ehrenwanderung eingefunden hatten, die der 75jährige Wanderkamerad August Keller führte. Bei strahlender Morgensonne ging man den Albersbacherweg hinauf. Es war eine Lust, in die farbenfrohe Herbstlandschaft hinein zu wandern. Ueber Bühlhof, Fritsdieneck erreichte man das Brandecklindle. Von dort führte die Wanderung über die Reichenbacherhöhe, zum Spähneplatz. Gegen 17 Uhr kam man über Giedenbach in das schön gelegene Oedsbach, wo im „Grünen Baum“ die frohe Wanderschar gute Aufnahme fand. Vorstand Ludwig Schneider richtete dort herzliche Wör- te der Ehrung und des Dankes an Wanderkamerad Keller, der diese schöne Wanderung ausgewählt hatte. Verband der Kriegsbeschädigten Am Montag, 6. 11. 1950 um 20 Uhr, spricht im Saal „Brauerei Mundinger“ Bundestagsabgeordnete Frau M. Schanzenbach über das Bundesversorungsgesetz. Kriegsbeschädigte und Hinterbliebenen sind herzlichst eingeladen. Die Büroräume der im Inseratenteil einzeln aufgeführten Gewerkschaften befinden sich ab sofort im Hause des Gasthauses „Zum Engel“ auf der Hauptstraße 58. Stellenangebote Jüngeres Mädchen tagsüber gesucht. Zu erfr. u. Nr. 25-98 i. d. Gesch. d. O. T. Hausgehilfin selbständig, ehrlich, fleißig, in Dauerstellung zum 15. 11. gesucht. Rudolf Bilharz, Offenburg, Hauptstraße 107. 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Kommunion der Karrgemeinde; 8.00 Hochamt; 13.30 Andacht. Vordach: 7.08 Frühmesse? *.*# SatreWottesdlewÄ mit Christenlehre für Mädchen; 1330 Nachmlttags- an dacht. Gengentach: (Kollekte für Borromfiusvereln.) 8.00 und 0.45 hl. Messen: 7.30 Singmesse und hl. Kommunion der Männer und Jungmänner; 8.45 Predigt und Amt; 10.00 Singmesse mit Predigt; Christenlehre für Mädchen; 14.00 Corooris-Chrlstl- Bruderrchattsandacht mit Segen. Ablaß für die armen Seelen. Nordrach: 74)3 Frühmesse mit Monatskommunion der Frauen; 9.15 Singmesse mit Predigt; 18.15 Christenlehre für die Jungfrauen; 14.00 Corporls- Christl-Bruderschaft Nordrach-Kolonte: 8.od Jahr!a»smesse für Karl Dett- ling und Hans Brack; 030 Gottesdienst für die Heilstätte. ZvtngtOtSe Soitetälensie. ___ Offenbar«: Beformatlonsfest. Kein Frühgottesdtenst. 930 Festgottesdienst, Stadtkirche: 11.00 Kindergottesdienst. — Die für den Abend vorgesehene Gemeindeveranstaltung wird wegen Erkrankung' des Redners verschoben. — Schutterwald: l'.OO evang. Gottesdienst ln St. Jakob. — Zell- Walerbach: 18.00 evang. Gottesdienst im Schulhaus. — Mittwoch: 20.00 Frauenkreis der Ostpfarrel lm Gemeindehaus, Brach'eldstr. 17- 20.15 Männerwerk, Pos'str. 16. — Donnerstag: 20.00 Bibelstunde lm Saal, Foststr. 18. Dlersburg&Reformationsfest. 8.80 Gottesdienst; 13.00 Christenlehre; 20.00 Jungmädchen. — Montag: 204» Frauenabend 1. d Kinderschule. — Dlens-j tag: 1430 erste Konflrmandenstunde. Funsweier: 11.00 Gottesdienst ln der oberen Schule. Gengenbach: 9.30 Gottesdienst; 11.00 Kindergottesdienst; 20.00 Evangelienspiel „Spiel von der Kirche“. — Montag- 7.00 Morgenwache. Ot-erharmersbacU: 15.00 Erntedank-Gottesdienst (die 1 Gaben werden bis Samstagnachmittag 17.00 erbeten; abzugeben bei Frau Gerstenlauer im Rathaus. Zell a. H.: Samstag 20.00 Wochenschluß in der Kirche- — Sonntag 9.45 Reio:rnatlons-Fest- gottesdienst (Kitchenchor); 10.45 Schülergottes- dienst und Klelnkindergottesdxenst. — Montag 30.00 Jungenkreis — Dienstag 23.00 Frauenabend. — Mittwoch 20.00 Kirchenchor (Krone). — Freitag 20.00 Mädchenkreis. Gemeinschaft Innere Mission, Friedenstr. 6: Sonntag und Mittwoch 16.00 Bibelstunde. Mitten aus einem Leben der rastlosen Liebe für ihren Mann und ihre Kinder wurde meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, .. ->• Großmutter Frau Luise Fauihaber ged. Maier heute nachmittag im Alter von 67 Jahren durch einen plötzlichen Tod entrissen. Haslach L K„ den 3. November 1080. In tiefer Trauer: Karl Fauihaber, Textilkaufmann, Walter Fauihaber und Frau Hanny geb. Schaettgen Dr. Paul Zahn und Frau Hildegard, geh. Fauihaber, und vier Enkelkinder, Die Beerdigung findet am Montag, den 6. November 1950, vormittags 9.30 Uhr vom Trauerhause aus statt Rosenkranz 17 Uhr. — 25 Jahie GELD ätAUSMCCKASSSi Itfir Hausbau 1 atrsPauf t nd ! Umschuldungen erhalten Sie billig duirh steuerbegünstigtes Spaten bei der Denhdnn Bausparkasse (D.B S.) Darmsfadt. Ailmonati. Zuteilg. billiger un'iündb. Darlehen. Auskrnfi: Bei.-leiltra Ottenburg, Franke, Kameradenweg 4; Habeier, Hansjakobsti. 32: Hptl Nickel. Clutach ; Gcetel Kuß, Wol'ach Vorstadtstc. 50 Ihre Haarwäsche THjJtona Msrküw mit dem vollschäumer.den Dl'lnu-Haar-IUir-Sluunpoo Ist ein Vergnügen I Aue 6 tropfen wird du*tenderSchaum, der Ihr Haar liebevoll reinigt und Ihm den natürlichen Glanz schenkt Diplou- Shampeg Ist so gut wie Slploaa-Baar-Eztrakt, Diplona Haarextrakt (gegen Haarausfall und Schuppen) und Dipiona Haarnähr-Shampoo erhalten Sie: Park, und Salon Steiner, Offenburg, Steinstr. 18 Adler Parf. Ed. Weber, Hauptstraße 53 Burgdrog. Litterst, Hauptstraße Schwarzwald-Drog. Zeitz & Klrchhoffer, am Stadtbuckel. 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Todesanzeige und Danksagung Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben un- vergeßlidien Mann, unseren guten Vater und Bruder Josef Kaiser Reichsbahninspektor a. D. nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden lm Alter von 66 Jahren, wohlvorbereitet in die Ewigkeit abzurufen. Friesenheim, den 4. November 1950. In tiefer Trauer: Josefine Kaiser, geb. Hess und Anverwandte, Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme an dem schweren Verluste sagen wir allen unseren herzlichen Dank. Besonderen Dank den Schwestern des Vinzentiushauses für die aufopfernde Pflege. Ebenso verbindlichsten Dank der Eisenbahndirektion für die Kranzniederlegung, den Vertretern des Betriebsamtes Offenburg, sowie allen Kollegen und Bekannten, die ihm die letzte Ehre erwiesen haben. Spexlal - Werkst Btt e für Innen» u. Außen-Reklame FORMSCHÖNE NEON - Lieht-Anlagen nach Wonach und eigenen Entwürfen liefert montags- und brennfertig GLAS- u. LICHT-REKLAME A. 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Binnen dierer Frist und weiterer zwei Wochen können Einwendungen gegen das Vorhaien bei Ausschlußvermeiden geltend gemacht werden. ~~ Olfenburg, den 23. Oktober 1950. Landratsamt Die weltberühmten HOHNER-Akkordeons sind auch heute noch Mangelware, und nicht immer so zu bekommen, wie man sie sich wünscht! — Wenn Sie Ihrem musikalisch begabten Kinde eine neue HOH- NER unter den Christbaum legen wollen, dann kommen Sie schon jetzt zu mir nach Friesenheim. Jetzt können Sie noch in aller Ruhe wählen und gegen kleine Sicherheit sich ein entspr. Instrument bis zum Fe3t zurücklegen lassen! — Der Weg zu mir lohnt sich für Musikfreunde immer. (Audi für Sdiallnlatten. Noten, Notenständer, Plattenspieler, Koffergrammophone usw.) Musik-Lani. Friesenhelm h. Lahr Statt Karten! Danksagung Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem schmerzlichen Verlust unserer lieben herzensguten Mutter Theresia Weber geb. Schwörer sagen wir herzlichen Danjc. Besonderen Dank unserem Hochw. Herrn Kaplan Waßmer für die trostreichen Worte, den Haushalt-Schwestern für ihre Betreuung, sowie allen, die unserem lieben Mütterlein während ihres langen Leidens Gutes getan und ihr zur letzten Ruhe das Geleit gaben, sowie durch Kranz- und Blumenspenden ihr Ehre erwiesen. Leo Weber, Oberschaffner a. D. Karl Weber und Familie Marie Weber, DRK-Schwester und Anverwandte. Offenburg, den 2. November 1950. V.. Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten die mir anläßlich meines 80. Geburtstages erwiesen wurden, danke ich auf diesem Wege allen recht herzlich. Offenburg, den 4. November 1950. Heinrich Jäger, Loki i, R. Samstag» 4. November 1950 Ab 3. November 1950 befinden sich die Büroräume unten bezeichneter Gewerkschaften in Offenburg , Hauptsir.58 im Hause Gasthaus „Zum Engel“ Deutscher Gewerksdiaftsbund Kreisaussdiufc Ottenburg Einheitsgewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands, Bezirk Ottenburg Industriegewerkschaft Metall Industriegewerkschaft öffentliche Dienste, Transport und Verkehr Industriegewerkschaft Textil u- Bekleidung Mm Offenburg, Lange Straße 51 Telefon 1100 In meinem Schaufenster kann ich Ihnen Immer nur wenige Modelle zeigen. Sie werden aber erstaunt sein, wenn Sie mein reichhaltiges Lager besichtigen. Dort finden Sie alles, was Sie zur Einrichtung einer behaglichen Wohnung benötigen. Sie werden von der guten Qualität und der Preiswürdigkeit überrascht sein Möbel-Balluff Im Ankersaal Buhl Dort heute Samstag ab 19.30 Uhr Tanz mit der beliebten Kapelle Schwan Verein für deutsche Schäferhunde Offenburg Samstag, den 4. 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