WmbuWMagMIt SrtLNkmrr V-LMMurgek Mttuns Lrsckslnt wSckentlich viermal. Rszugsprels kür üen laufenden Monat DM 2.30 zuzüglich 30 Pf. Trägerlohn. Einzelnummer 80 Pf. Im Falle höherer Gewalt oder bei Betriebsstörung hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung od. Nachlieferung der Zeitung, auch nicht auf Rückzahlung des Bezugspreises. ftlteftes Heimatblatt für Stabt unö Bezirk Ottenburg Anzeigenblatt mit anerkannt guter werbemirkung Erfüllungsort und Gerichtsstand Gffenburg. Zur Zeit ist die Anzeigenpreisliste Nr. 2 gültig. Druck u. Verlag A. Reiff & Cie., Buchdruckerei, Offenburg/Baden. Geschäftsstelle: Offenburg, Kornstraße 10. Fernsprecher: Offenburg Nr. 1537, 2134 u. 1377. Postschließfach Nr. 333 Postscheckkonto: Karlsruhe Nr. 136 81. Nummer 55 Montag, 9. April 1951 Ausgabe a 140. Jahrgang Preisentzerrung vordringlichstes Problem Der verzögerte Beitrag von Bundesregierung wehrt sich gegen Vorwurf verantwortungsloser Wirtschaftspolitik — Verbraucher sollen kritischer sein — Keine gleichzeitige Preis- und Lohnkorrektur Bonn. Die Bundesregierung weist in einer vom Bundespresseamt herausgegebenen Veröffentlichung „Andere haben auch Sorgen“ energisch den Vorwurf einer „ratlosen Wirtschaftspolitik“ zurück. „Diese Vorwürfe“, so stellt die Bundesregierung fest, „übersehen einmal die verwaltungsmäßigen sowie innen- und außenpolitischen Reibungen, die bei den notwendig gewordenen Umstellungen als verzögerndes Element in Erscheinung treten, zum anderen übersehen sie die Tatsache, daß in einem. nicht autoritären System der schnellen Durchsetzung der als richtig erkannten wirtschaftspolitischen Maßnahmen gewisse Grenzen gesetzt sind. Außerdem weist die Bundesregierung darauf hin, daß der innere Wirtschaftsablauf zum großen Teil von der Entwicklung auf den internationalen Märkten abhängig sei, die sich der Kontrolle der noch nickt vollsouveränen Bundesregierung völlig entziehe. Den Verbraucher ruft die Bundesregierung auf, dem Angebot des Marktes kritischer gegenüber zu stehen. kerung mit Nahrungsmitteln zu sichern und die Versorgung der Industrie mit Roh- und Grundstoffen zu gewährleisten sei. Endgültiges Ziel solle eine weitere Hebung des Lebensstandards der Bevölkerung sein. Die Preisentzerrung wird, wie es in der Veröffentlichung heißt, von der Bundesregierung als ein vordringliches Problem anerkannt. Dabei wird jedoch eine Beseitigung der Preisverzerrung durch erhöhte gebundene Preise und durch eine allgemeine Heraufsetzung der Löhne, Gehälter und Renten in der jetzigen Lage als ein gefährliches Unterfangen angesehen, weil eine umfassende gleichzeitige Preis- und Lohnkorrektur nur allzu leicht den Weg zur Inflation freimachen könnte. Absolut notwendig sei die Anpassung der Brotgetreidepreise an den Weltmarkt und der Aufschlag von einer Mark je Tonne auf den Kohlepreis zur Förderung des Bergarbeiterwohnungsbaues Aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit werden entsprechende Anpassungen der Renten und Fürsorgeleistungen und Einkommensregulierungen bei den sozial Schwachen als notwendig anerkannt. Zur Kapitalbeschaffung für Investitionen in den Engpaßbereichen der Grundstoffproduktion sind Kaufkraftabschöpfung, Heranziehung von Abschreibungen der Industrie und Umlenkung der Deckungsrücklagen der Sozialversicherungsträger vorgesehen. Die notwendige Exportsteigerung zum Ausgleich der Zahlungsbilanz soll durch wirt- schafts- und steuerpolitische Maßnahmen erreicht werden. Außerdem soll die Exportwirtschaft durch eine absolute Priorität unmittelbar hinter dem Besatzungsentwurf in die Lage versetzt werden, alle gebotenen Chancen im Ausfuhrgeschäft voll ausnutzen zu können. Joseph Alsop Der bekannte außenpolitische Kommentator der „New York Herald Tribüne“, der zur Zeit die Bundesrepublik bereist, beleuchtet im folgenden Artikel die Hintergründe für die Verzögerung des deutschen Verteidigungsbeitrags. Auch wenn man Alsops Schlußfolgerungen nicht beipflichtet, dienen seine Darlegnugen doch allgemeines Interesse. D. Red. Hier in Deutschland tritt klar zutage, daß die westlichen Verteidigungsbemühungen durch die sowjetische Blockierungstaktik bereits behindert worden sind. Der Kreml bediente sich dabei der Methode, die gegenwärtigen politischen Schwächen der Regierungen Frankreichs und Großbritanniens auszunutzen und abwechselnd mit Kriegsdrohungen und mit der Andeutung zu arbeiten, er sei bereit, auf einer Viererkonferenz ernstlich über eine Regelung der strittigen Weltfragen zu sprechen. Der Ansatzpunkt des Kreml war natürlich die delikate Frage eines wesentlichen deutschen Verteidigungsbeitrags. Die frühere Atmosphäre wie auch die Haltung aller Generalstäbe Europas wird gut durch eine Anekdote gekennzeichnet, die im Zusammenhang mit dem Besuch steht, den Feldmarschall Mont- gomery im letzten Herbst in Bonn abstattete. Bei einem Diner mit Bundeskanzler Adenauer Atomspionage half Rußland Klaus Fuchs ist „der verhängnisvollste Spion aller Zeiten' Das sei die einzige Waffe des Verbrauchers, selbstbestimmend auf den Markt einzuwirken und der Marktentwicklung nicht hilflos ausgesetzt zu sein. in der Veröffentlichung, die einen Ueber- blick über die Wirtschaftslage in der Bundesrepublik und in anderen Staaten gibt, werden fünf Punkte aufgezählt, auf die sich die künftigen, Wirtschaftsmaßnahmen der Bundesregierung im wesentlichen stützen wollen;. 1. Bereinigungen auf dem Preisgebiet in einem sozial- und geldpolitisch vertretbaren Umfang, 2. Anpassung der Renten- und Fürsorgeleistungen an die Preiserhöhung, 3. Kapitalbeschaffung für Investitionen in den Engpaßindustrien mit dem Ziel, das Sozialprodukt zu steigern, 4. Maßnahmen zur Steigerung des Exports, 5. Fortsetzung der Politik des knappen Geldes durch die Bank deutscher Länder, um eine Inflation zu verhindern. Ueber allen wirtschaftspolitiscben Maßnahmen der Bundesregierung stehe der Richtsatz, daß die Versorgung der Bevöl- Kaiserslautern. Vizekanzler und Erp-Minister Franz Blücher begrüßte am Sonntag auf einer FDP-Kundgebung zu den bevorstehenden Landtagswahlen den Schuman- p 1 a n als Förderer der gesamteuropäischen Wirtschaft. Der Schumanplan sei ein außerordentlich günstiger Versuch, den Franzosen das Gefühl größter Sicherheit zu geben. Ein übernationales Gremium für die Grundstoffe Kohle, Eisen und Stahl stelle so etwas wie den ersten Teil eines europäischen Wirtschaftsministeriums dar. Blücher vertrat den Standpunkt, die Bundesrepublik solle sich einen Beitrag zur Völkerverständigung in der westlichen Welt nicht abkaufen lassen, sondern eher eine Vorleistung geben, um dadurch eine Entwicklung zu fördern, die ohnehin von Notwendigkeiten bestimmt sei und auch für Deutschland großen Nutzen bringen werde. Eine baldige Regelung der innerdeutschen Ländergrenzen forderte Blücher mit der Begründung, daß elf Länder und Ländchen für die Bundesrepublik nicht tragbar seien. Zu den Ländern, die nicht organisch gewachsen und nicht lebensfähig seien, gehöre auch Rheinland-Pfalz, über dessen künftige staatliche Zugehörigkeit die Bevölkerung das letzte Wort sprechen müsse. Notwendig sei ferner ein gleichzeitiger Wahltermin für den Bundestag und die Länderparlamente, weil sonst durch Veränderungen im Bundesrat eine zielbewußte Politik der Bundesregierung gefährdet werde. Die Bundesregierung brauche auch eine im Grundgesetz nicht vorgesehene Handlungsvollmacht beim Eintritt nationaler Notstände. Zur Saarfrage sagte Blücher, es sei völkerrechtlich unbestritten, daß eine Abmachung darüber nur gültig sein könne, wenn sie in einem Friedensvertrag zwischen zwei gleichberechtigten Partnern, von denen einer Deutschland sei, getroffen werde. Die Stimme Washington. Der Atomwissenschaftler Dr. Klaus Fuchs ist nach einem . Bericht des Atomenergie-Ausschusses des amerikanischen Kongresses „der verhängnisvollste Spion aller Zeiten“ gewesen. Der Bericht wurde am Sonntag unter der Ueberschrift „Sowjetische Atomspionage“ veröffentlicht. In ihm heißt es: „Es ist kaum eine Uebertreibung, wenn man sagt, daß Fuchs die Sicherheit von mehr Menschen beeinflußt und größeren Schaden angerichtet hat als irgend ein anderer Spion, nicht nur in der Geschichte der Vereinigten Staaten, sondern in der Geschichte aller Völker.“ Durch den Verrat der vier Atomspione, Dr. Fuchs, Professor Bruno Pontecorvo, Dr. Allan Nunn May und David Greenglass haben nach dem Bericht des Ausschusses die Sowjets in ihrem Atomenergieprogramm mindestens 18 Monate gewonnen. Klaus Fuchs wurde in Deutschland geboren. Er ging während des nationalsozialistischen der Saarbevölkernug werde dabei eine wichtige Rolle spielen. Bei dieser Gelegenheit müsse über die Stellung der Saarwirtschaft innerhalb der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft entschieden werden. „Blit 5 gesetj"-KIage * vor Verfassungsgericht? Freiburg. Nach Aeußerung eines badischen Regierungsvertreters sollen zwischen den Ländern, die sich im Bundesrat als Minderheit gegen das „Blitzgesetz“ ausgesprochen haben, Besprechungen aufgenommen worden sein, um beim Bundesverfassungsgericht eine gemeinsame Klage zur Anfechtung der Verfassungsmäßigkeit dieses vom Bundestag angenommenen Gesetzes über die Verschiebung der Landtagswahlen in Südbaden und Südwürttemberg zu .erheben. Die Länder betrachten das von ihnen als verfassungswidrig angesehene Gesetz als eine alle föderativen Glieder des Bundes angehende wichtige und grundsätzliche Angelegenheit. Die Länder, die sich im Bundesrat gegen das Gesetz gewandt haben, sind Südbaden, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland- Pfalz. Nordbadische CDU für getrennte Auszählung Mannheim. Die nordbadische CDU forderte auf ihrem 5. Landesparteitag zur Neuordnung der Länder im südwestdeutschen Raum in einer Entschließung, daß bei einer Abstimmung die Stimmen in den früheren Ländern Württemberg und Baden getrennt ausgezählt werden. Auf dem Parteitag war auch der südbadische Staatspräsident Leo Wohieb anwesend. Regimes nach Großbritannien und wurde britischer Staatsbürger. Im vergangenen Jahr wurde er wegen Atomspionage zu Gunsten der Sowjetunion zu vierzehn Jahren Gefängnis verurteilt. Später wurde ihm die britische Staatsbürgerschaft aberkannt. Professor Pontecorvo war ebenfalls in Großbritannien auf dem Gebiet der Atomforschung tätig. Er stammte aus Italien und verließ im vergangenen Sommer seine neue Heimat, um seinen 'Urlaub in Europa zu verleben, kehrte jedoch niemals zurück. Dr. Allan Nunn May ist ein britischer Atomwissenschaftler und war an der Londoner Universität Lektor. Er wurde bereits 1946 im Zusammenhang mit der kanadischen Spionageaffäre zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. David Greenglas arbeitete an der Herstellung von Atombomben in Los Ala- mos in Neu-Mexiko mit. Er bekannte sich schuldig, atomwissenschaftliche Daten an die Sowjetunion verraten zu haben; am vergangenen Freitag wurde er zu fünfzehn Jahren Gefängnis verurteilt. •In dem Bericht des amerikanischen Kongreßausschusses heißt es über die Tätigkeit dieser vier Männer: „Wenn Krieg kommen sollte, wird die Fähigkeit Rußlands, gegen den Westen eine Offensive mit Atomwaffen zu führen, durch die Schuld dieser vier Männer sehr viel größer sein.“ Der „Meisterspion" in London? London. Die Londoner Zeitung „Sunday Chro- nicle“ schreibt am Sonntag, der Führer des Rings von Meisterspionen, die Atombombengeheimnisse der Westmächte an die Sowjetunion lieferten, habe seinen Sitz in London. Durch den New Yorker Prozeß, der in der vorigen Woche mit Todesurteilen für Julius und Ethel Rosenberg und langen Gefängnisstrafen für David Greenglass und Morton Sobell zu Ende ging, sei der Ring der von dem Meisterspion in Großbritannien geleiteten Atomspionage nicht gesprengt worden. 41 Tote bei Flugzeugabstürzen Washington. Bei zwei Flugzeugkatastrophen in den Vereinigten Staaten kamen am Wochenende 41 Personen ums Leben. Am Samstag stürzte auf dem Flug von St. Fran- zisko nach Los Angeles eine Dakota-Maschine im Bergland von Santa Barbara ab, wobei die 22 Insassen — 3 Besatzungsmitglieder und 19 Fahrgäste — den Tod fanden. Die getöteten Insassen, überwiegend Angehörige der amerikanischen Streitkräfte, darunter vier Obersten, wurden über eine weite Fläche verstreut in einer Schlucht gefunden. 19 Todesopfer forderte am Sonntag der Absturz eines Armeeflugzeuges in der Nähe von Charleston im Staat Westvirgina. Das Flugzeug war von Eigin Field in Florida nach Charleston unterwegs, wo die Insassen an einer Beerdigung teilnehmen wollten. Nur zwei Mann kamen mit Verletzungen davon. <%mle i/ritfivrl: Deutschland besiegt Frankreich im Handball- Länderspiel 12:5. Das Rennen um die süddeutsche Fußballmeisterschaft geht weiter. — l.FC Nürnberg unterlag in der Höhle der Münchner „Löwen“. Fürth wieder Tabellenführer. Singen dem Abstieg verfallen. Tag der Heimsiege in der 1. südbadischen Amateurliga. Geschlossene Vierergruppe an der Spitze. Villingens Chancen steigen. Rimck (FO Offenburg) wieder Badischer Waldlaufmeister. Deutschlands Nationalelf für das Fußball- Länderspiel gegen die Schweiz nominiert. und dem britischen Hohen Kommissar Sir Ivone Kirkpatrik soll Montgomery, wie berichtet wird, gesagt haben: „Herr Kanzler, an dem Tag, an dem Sie Ihre Männer in Uniform stecken, wird die Hohe Kommission den Petersberg verlassen. Und wenn mein Freund Kirkpatrik und die anderen nicht freiwillig herabkommen, dann, das verspreche ich Ihnen, schicke ich meine Jungs hinauf, um sie herunterzuholen.“ Feldmarschall Montgomery erkannte damit indirekt die Notwendigkeit an, Deutschland die politische und militärische Gleichberechtigung mit den andere westlichen Alliierten als Bedingung einer deutschen Teilnahme zu gewähren. Der sowjetische Erfolg liegt in der Stärkung der französischen Abneigung gegen eine deutsche Remilitarisierung und in der Umwandlung der britischen Interessiertheit in ein Widerstreben, das der französischen Einstellung fast gleichkommt. Vor einigen Monaten war man sich darüber einig geworden, daß die Regierungen Großbritanniens, Frankreichs und der Vereinigten Staaten Deutschland in einer sogenannten „Prinzipiellen Erklärung“ die politische Gleichberechtigung öffentlich Zusagen sollten. Bundeskanzler Adenauer sagte seinerseits zu, daß er die Frage eines deutschen Verteidigungsbeitrags vor den Bundestag bringen werde, sobald diese Erklärung erfolgt und über die Art des Verteidigungsbeitrags Ueber- einstimmung erzielt sei. Der Weg einer „Prinzipiellen Erklärung“ sollte -gewählt werden, um lange Verzögerungen bei Verhandlungen über die vielen kleinen Details des neuen Status’ Deutschlands zu vermeide . Der Text dieser Erklärung stand kurz vor seiner Billigung, als Sir Ivone Kirkpatrik, der vorher dem ganzen Vorgehen zugestimmt hatte, plötzlich zu Beratungen mit seiner Regierung nach London reiste. Nach zweiwöchiger Abwesenheit kehrte Sir Ivone zurück, um zu erklären, daß die britische Regierung keine weiteren entscheidenden Schritte zu unternehmen wünsche, ehe nicht die geplante Konferenz der vier Außenminister stattgefunden habe. So wurde die Wandlung der britischen Deutschlandpolitik plötzlich offenbar. Auf der militärischen Ebene hatten die Franzosen inzwischen schon längst das Problem des deutschen Verteidigungsbeitrags durch den Pleven-Plan für eine „Europa-Armee“ auf ein anderes Gleis gebracht. Der Pleven-Plan sah in betonter Form die Nicht-Gleichberechtigung Blücher über Ländergrenzen Elf Länder und Ländchen für Bundesrepublik untragbar — Gleidier Wahltermin für Bundestag und Länderparlamente Deutschlands auf militärischem Gebiet vor. Er hätte auch die Stäb« jeder im Feld stehen den Europa-Division zu einem Albtraum eines UN-Dolmetschers gemacht. Der Plan war politischen Ursprungs, und daß es ihm beim französischen Generalstab an Unterstützung fehlt, ist ein offenes Geheimnis. Angesichts der Opposition gegen den Pleven-Plan, die in Deutschland herrschte, kostete es Adenauer einigen Mut, die Herren Blankenhom und de Meziöres zu Besprechungen über den Gedanken einer Europa-Armee nach Paris zu schicken. In Paris lehnten Blankenborn und de Mezieres gemischte Divisionen als undurchführbar ab schlugen jedoch eine europäische Armee mit deutschen Divisionen vor. Die französischen Verhandlungspartner erklärten, daß sie Zeit brauchten, ehe sie den deutschen Vorschlag als Verhandlungspunkt annehmen könnten. Und damit kam die Angelegenheit zum Ruhen. Politisch wie militärisch sind die Bemühungen, Deutschland in die Verteidigung daß bereits die erste sportliche Begegnung zwischen Deutschland und Israel stattfand? Und zwar in Wien bei den Tischtennis-Weltmeisterschaften. Dort gewann Bayerns Spitzenspielerin Hertha Maier (MTV München 79) gegen Madame Goldman (Israel) mit 3:2 Sätzen. .... daß sich der Berliner Tennisclub Rot-Weiß eine starke Frauen-Mannschaft auf bauen wird? Außer der Thüringenmeisterin Gärtner hat er nun auch Hanna Kozeluh auf der Mitgliederliste. Die Nichte des größten Tennisprofis aller Zeiten, Karel Kozeluh, bekam von ihrem Vater Jan Kozeluh soviel „Tennisblut“ mit, daß sie eine große Verstärkung der Rot-Weiß-Mannschaft bedeuten wird. .... daß ln München eine Windhund-Rennbahn gebaut wird? Präsident Hans Horstmann läßt bereits bekannte Hundezüchter mit Ihren Hunden einem eifrigen Training obliegen. Bald wird das erste Hundestation mit einer elektrisch betriebenen Hasenflucht-Anlage erstellt sein. Aus England und den USA sollen Windhunde-Rennstars verpflichtet werden. Wie beim Pferderennen klappert dann lustig der Totalisator- .... daß Oberbürgermeister Dr. Kolb (Frankfurt) für je 100 000 Einwohner eine Schwimmhalle für erforderlich hält? Der Vorsitzende des Deutschen Turner-Bundes bezeichnet es als dringliche Zukunftsaufgabe, die Wieder-Einrichtung oder den Neubau von Schwimmbädern In jeder Stadt vorwärtszutreiben. Vor allen Dingen müsse jede Turnhalle eine Brausebad-Einrichtung bekommen. Sorgen und Nöte der Fischerei 500 Berufsfischer und 3250 Sportangler in Baden — Gewässerverunrein'gung und Fischberecfatigung der Besatzung kommt vor den Landtag — Rheinseitenkanal u. Schluchseewerk bedrohen Fischerei Offenburg. Die Jahreshauptversammlung des Landesflscherei-Verbandes Baden e. V. stand unter dem Gedanken, daß vielleicht nun die Zeit endgültig vorbei ist, in der die Fischerei das fünfte Rad am Wagen sei. Der Landesvorsitzende, Fischmeister David Thorwarth (Leutesheim), konnte neben zahlreichen Fischzüchtern, Berufsflschern und Sportanglern des Verbandes, der weit über 600 Mitglieder zählt, insbesondere Landwirt- schaftsminister Dr. Kirchgäßner begrüßen, in dessen Begleitung . der französische Landesdelegierte für Wässer- und Forstwirtschaft, Pierre Meyer (Freiburg) eingetroffen war. Weiter hatten sich neben den Vorsitzenden der Landesflscherei - Verbände Nordbaden und Württemberg-Baden Regierungsdirektor Rein bold vom Staatlichen Domänenamt und Min.- Rat Dr. Asal vom Landes-Kulturamt, Reg.-Rat Beyl als Vertreter des Landrats und Bürgermeister Dr. Schenkel eingefunden. Oberregierungsrat Dr. Koch (Freiburg)ging in seinem Geschäftsbericht davon aus, daß es das besondere Bestreben des Verbandes sei wieder eine absolut saubere Kinzig zu bekommen, um besonders dem Angelsport wieder Freude zu bringen. Die Sorgen und Nöte der Fischerei hätten geradezu zu untragbaren Zuständen geführt Leider habe der Krieg sämtliche Zuchtbetriebe verwüstet, die .Rheinfischerei ausgeplündert und sämtliche Geräte vern'chtet. Reg.-Rat Dr. Koch unterzog dann zunächst die Bodenseefischerei als das wichtigste Fischereigebiet einer eingehenden Würdigung. Hier habe man einigermaßen wieder zu den günstigen Vorkriegsverhältnissen zurückgefunden. Im Jahre 1950 lagen die Fangergebnisse erheblich über dem Durchschnitt. Von dem Aufkommen von rund 375 Tonnen fielen auf Deutschland 56 und auf Baden 44,6 Prozent. Dr. Koch behandelte dann die Zunahme des Blaufelchen als des wichtigsten Nutzfisches. Sehr stark zugenommen habe besonders infolge der vermehrten Abwasserzuleitungen der Flußbarsch. An Fischerkarten wurden im Jahre 1950 an Berufsfischer 498, an Sportfischer 3250 ausgegeben. Auch am Hochrhein zwischen .Schaffhausen und Basel wurde die Fischerei nach langem Verbot wieder zugelassen. Versuche am Stauwerk Kembs ergaben, daß oft in einer Nacht bis zu 12 Ztr. Fische aufstiegen. Allerdings sei der Lachs oberhalb Basel völlig verloren gegangen. Demgegenüber habe die künstliche Lachszucht ein erfreuliches Ergebnis. Es gebe kein anderes Land wie Südbaden, wo man so intensiv mit der Lachsbrut arbeite. Der Referent schilderte die Gefahren, die der Fischerei durch den linksrheinischen Seitenkanal und das Schluchseeprojekt drohen Vor allem sei mit dem Ausbau des Schluchseewerks mit einem großen Fischsterben zu rechnen, so daß hier irgendwie ein Ausgleich geschaffen werden müsse, die Fischzucht im Schwarzwaid zu entschädigen. Die Abwasserfrage habe in einer Zeit, wo die Industrie auf Hochtouren laufe, die zunehmende Gefahr des Fischersterbens gebracht. Leider seien dide Dauerüberwachungen infolge der Ueberlastung saubere Weste. der Behörden in Fortfall gekommen, so daß das Finanzministerium dringend ersucht wurde, diese wieder einzuführen. Da keine Entschädigungen mehr gezahlt würden, seien die Pachten der Gewässerstrecken in Frage gestellt. Es sei dringend erforderlich, daß die Bundesregierung schnellstens eingreife. Minister Dr. Kirchgäßner spricht Landwirtschaftsminister Dr. K i r ch g ä ß - n e r bezeichnete ebenfalls die Frage der Verunreinigung der Gewässer als eines der heikelsten Gebiete. Dabei berührte er die Tragik des Wutachtals, dessen Romantik durch das Schluchsee werk Einbuße erleidet Die Wutach werde künftig nur noch ein Schattendasein haben. Vor allem habe infolge der Verunreinigung durch die Neustädter Zellulosefabrik ein großes Forellensterben eingesetzt. Es sei hier Aufgabe des Ministeriums des Innern, für Abhilfe zu sorgen; diese Frage würde übrigens in der nächsten Sitzung des Bad. Landtages viel Staub aufwirbeln. Auch mit der Frage des Mitbefischungsrechts werde sich der Landtag demnächst auseinanderzu. setzen haben. Bisher seien alle Bemühungen ergebnislos verlaufen; die Volksvertretung werde sich sehr eingehend mit der Frage zu befassen haben, so daß man doch werde aufhorchen müssen. Der Minister benutzte die Gelegenheit, dem scheidenden französischen Delegierten Meyer den Dank für das Verständnis auszusprechen, das er besonders bei der Behandlung der oft recht schwierigen forst- und jagdwirtschaftlichen Fragen zeigte Der Delegierte stellte auch seinerseits fest, daß man immer versucht habe, zur gegenseitigen Zufriedenheit zu arbeiten. Wenn es mit den Bestimmungen bezüglich der Fischerei schwie riger als z. B. auf dem Jagdgebiet gewesen sei, so habe es an den eigenartigen Verhältnissen gelegen, wie diese auf diesem Gebiet in Frankreich vorlägen. Prof. Dr. Hans Liebmann (München) nahm zu dem Thema: „Der Kampf gegen die Verunreinigung der Gewässer im Bundesgebiet“ Stellung. Anhand seiner biologischchemischen Untersuchungen des Teich- und Seebodens sowie seiner hydrobiologischen Untersuchungen von Fließgewässem war der Referent, der heute a. o. Professor für Zoologie, Parasitologie und Hydrobiologie an der Münchener Universität ist, wie kein anderer geeignet, von der wissenschaftlichen Warte her all das aufzuzeigen, was der Förderung der badischen Fischerei dienlich sein wird. w Ecarte im Gerichtssaal Einmal auf den Fuß getreten: Herz-Aß — Verbotener Eingriff in das Glück — 13 Falschspieler saßen auf der Bank Karlsruhe, (lid) „Der Herr Staatsanwalt ver-I Der Richter und seine beiden Schöffen betritt in diesem Falle eine schlechte Sache“, Ißen sich zu Beginn der Verhandlung durch meinte vor dem Karlsruher Schöffengericht der Verteidiger einer der dreizehn Angeklag ten, die sich wegen Falschspiels in Ecarte- Clubs zu verantworten hatten. Der Rechtsanwalt sprach weiter von der Unmoral des Staates, der derartige Stätten zulasse, in denen schlechtbezahlte Arbeiter und Angestellte, Erwerbslose und Fürsorgeempfänger dem Gelde nachjagen und dabei, vom Spielteufel gepackt, Rock und Hose verlieren. Ecarte-Club-Besit- zer M-, an dessen grünem Tisch die Angeklagten das „corriger la fortune“ betrieben und der . seine eigenen Finger nicht ganz sauber gehalten hatte, sekundierte dem Verteidiger. Der Staat habe bei ihm in einem halben Jahr 24 000 Mark Steuern herausgeholt. Allerdings müsse er eingestehen, daß auch in seine Tasche ein beachtlicher Reingewinn floß — so zwi sehen fünf- und sechstausend Mark im Monat. Aber auch er sei ein leidenschaftlicher Spieler. Sein Geld hätten die Croupiers der großen Spielbanken bis auf den letzten Pfennig eingeharkt. Wie gewonnen, so zerronnen, philosophierte der Ecarte-Mann und sah bekümmert auf seine ausgelatschten Schuhe. Neben ihm auf der Anklagebank lauter junge Männer zwischen 20 und 30-Jahren mit abenteuerlichen Haarschnitten, dicken Wollschals um den Hals und grauen, übernächtigen Gesichtern. Unter ihnen ein abgerutschter, ehemaliger Polizeibeamter und ein quecksilbriger Syrer, der sich mit Stolz als Kenner aller Spielbanken und vieler Ecarte-Clubs in Westdeutschland bezeichnete. Heute ernähren ihn die Karten, nachdem sie zuvor sein Geschäft in die Pleite trieben. Ein anderer verspielte Existenz und Auto seiner Frau. Von den übrigen Falschspielern haben nur noch wenige eine zwei Kriminalbeamte im Ecartäspiel unterrichten. Vorher aber schlossen sie die Oeffent- lichkeit aus. Die im Zuhörerraum sitzenden Spielclubstammkunden protestierten lebhaft und tauschten dann im Korridor eigene Erfah rungen aus. Nach den Kriminalbeamten zeigten die Angeklagten ihre Tricks. In dem Ecarte-Club hatten jeweils zwei Mann zusam mengearbeitet. Der eine war der „Funker“. Er sah dem Bankhalter in die Karten und „telegrafierte“ seinem an der Ponte stehenden Partner durch Fußtritte, Handauflegen oder mit der Zigarette die Karte. Wieviel sie bei diesem unreellen Geschäft verdient hatten, wollten sie vor Gericht, nicht mehr wissen. Aber einige Tausender müssen es gewesen sein, denn sie hatten alle über ein Jahr nur vom Falschspielen gelebt Klappte die Sache eine Weile nicht, mußte bei den Verheirateten die Frau Geld verdienen gehen. Selbst arbeiten? Die passionierten Falschspieler lächelten spöttisch. Ihre Hände dürfen keine Schwielen haben, sonst hapert es beim Volteschlagen. Im Nebenberuf gingen sie mit dem „Fingerhut- und Schwämmchen-Spiel“ auf Dummenfang. Ein 23 Jahre alter Mann aus Danzig verstand sich darauf so gut, daß er damit in einer Nacht einem Karlsruher Bürgersöhnchen 800 Mark aus der Brieftasche holte. Das Schöffengericht verurteilte die Angeklagten von 100 Mark Geldstrafe an bis zu zehn Monaten Gefängnis. Man sah es dem Richter an, er schien wenig Hoffnung zu haben, daß der Spielteufel die Angeklagten aus seinen Klauen lassen würde. Vor dem Gerichtsgebäude holte einer der soeben Verurteilten ein Kartenspiel aus der Tasche und zeigte seinen neuesten Trick. Ueber die Wellen des Funks Dienstag, den 10 . April Sfldwestfunk: 6.10 Marktberichte; 7.20 Flüchtllngs- kind Im Massenlaser: 7.30 Musik am Morgen; 8.40 Musikal. Intermezzo; 11.30 Stellenmarkt; 12.10 Bauem- funk; 12.20 Mittagskonzert; 13.15 Musik nach Tisch; 14.30 Franz. Sprachunterricht; 15.00 Für die Schuljugend; 15.15 Sang und Klang Im Volkston; 18 00 Konzert; 17.00 Unterhaltungsmusik; 17.40 Der Frühling zieht auf die Berge; 20.00 Volksmusik u. Chorgesang; 20.30 „Fünfundzwanzig Uhr“; 22.30 Neu« Instrumente im Konzertsaal. Stuttgart: 8.00 Frauenfunk; 9.05 Marktrundschaut 9.15 Unterhaltungs-Musik; 11.25 Tanz- und Reigenlieder aus alter und neuer Zeit; 11.45 Landfunk; 12.00 Musik am Mittag; 13.00 Echo aus Baden; 15.00 Schulfunk; 18.00 Nachmittags-Konzert; 16.50 Frauenfunk; 17.05 Virtuose Musik; 17.45 Fahrt um den Kaiserstuhl; 20.05 Für den Opernfreund. Mehr Angst vor Lagerkommandant Riegler als vor den Russen Heidelberg. Vor dem hiesigen Schwurgericht begann die Verhandlung gegen den 38jährigen Karl Riegler aus Eppelheim bei Heidelberg, der beschuldigt wird, in der Zeit von 1946 bis 1948 als Kommandant verschiedener Kriegsgefangenenlager im Kaukasus Kameraden mißhandelt und bestohlen zu haben. In drei Fällen wird ihm Körperverletzung mit Todesfolge zur Last gelegt. Der Angeklagte gab zu, die Gefangenen gelegentlich mit einem Gummiknüppel geschlagen zu haben, wenn sich diese schwerer Vergehen schuldig gemacht hatten. Mehrere Zeugen satgen aus, daß Riegler bei den Gefangenen mehr gefürchtet gewesen sei als die sowjetischen Wachposten und Offiziere. Mehrere ehemalige Kriegsgefangene berichteten von Fällen, in denen der Angeklagte Kameraden von ihnen geschlagen hatte, weil diese wegen Entkräftung die vorgeschriebene Arbeitsleistung nicht erfüllen konnten. Ueberein- stimmend sagten alle Zeugen aus, daß Riegler im Gegensatz zu seinen ausgemergelten Mitgefangenen gut ernährt gewesen sei. Ein ehemaliger Lagerführer, der später von Riegler abgelöst worden war, berichtete, wie der Angeklagte Mitgefangene über den Tisch gelegt, die Aermel aufgekrempelt und seinen Opfern dann bis zu dreißig Schlägen mit einem Hartgummiknüppel versetzt habe. Gefängnis im Freiburger Bauunglücksprozeß Freiburg. In dem Prozeß gegen die Verantwortlichen des Freiburger Bauunglücks, bei dem im April 1950 durch Mauereinsturz sieben Arbeiter getötet worden waren, wurde am Samstagabend nach viertägiger Verhandlung das Urteil gesprochen. Die Angeklagten;' Architekt Bernhard Wildmann und Bauunternehmer Heinrich Zaich erhielten je vier Monate Gefängnis, die beiden Beamten der Baupolizei, Stadtamtmann Friedrich Dittes und Stadtoberbauinspektor Emst Weyh, je einen Monat Gefängnis. Gefährliche Diebesware Zell a. H. (s) Wie die hiesige Gendarmeriedienststelle meldet, sind aus einer Liegehalle der Lungenheilstätte Nordrach-Kolonie eine große Anzahl neuer Wolldecken entwendet worden, die ausschließlich bei Lungenkranken in Benützung waren. Es ist zu vermuten, daß die Täter das Diebesgut abzusetzen versuchen werden. Wegen der stark infektiösen Beschaffenheit der Decken wird die Bevölkerung dringend vor dem Ankauf gewarnt und gleichzeitig gebeten, Beobachtungen, die auf einen Zusammenhang mit dem Liebstahl schließen lassen, der nächsten Gendarmerie- oder Polizeidienststelle sofort zu berichten. ROMAN VON FRED ANDREAS v * MIT SCHORRSII6I1 8RCSSCRECHTK DURCH MÜNCHENER ROMANVERLAG®. M.BH 46. Fortsetzung „Sie sehen mich so genau an“, sagte sie auf einmal mit einem leicht spöttischem Ton, „als ob Sie mich malen müßten.“ Benda wurde rot vor Schrecken. „Ich bitte sehr um Verzeihung“, stammelte er, „ich hoffe, es hat Sie nicht verletzt, gnädiges Fräulein. Ich weiß, das ist eine häßliche Angewohnheit von mir, und meine einzige Entschuldigung ist eben, daß es mit dem Beruf zusammenhängt. Und auch sonst . . . müßten Sie nicht so streng sein, Sie sind schön . . . sehr, sehr schön.“ „Haben Sie heute nachmittag etwas Besonderes vor, Herr de Ger?“ fragte sie, während man schon dis Stufen zum Speisesaal hinaufstieg. Benda beeilte sich, zu versichern, daß er völlig frei wäre. Sie lud ihn zu einem kurzen Spaziergang ein, mit der merkwürdigen Bitte, ihr von Holland zu erzählen. * Pünktlich zur verabredeten Stunde war Benda an dem kleinen hölzernen Bahnhof. Er brauchte nicht lange zu warten, Erika Körting kam wenige Minuten spätgr. „Wir wollen uns über den Fluß setzen lassen“, sagte sie. „Drüben am anderen Ufer, wo der Wald anfängt, gibt es schöne, schattige Wege.“ Sie wußte auch, wo die Boote lagen, und fand einen Jungen, der sie schräg über die Aa ruderte. Die Sonne stach, aber sie näherten sich dem hohen Nadelwald, von dem ein kühler Wind herüberwehte. Schweigend schritten sie nebeneinander. In Frage und Gegenfrage kam ein leichtes Gespräch zustande, bis Erika Körting mit einem Male von ihrem Leben und davon sprach, wie sie nach Holland kam. „Wußten Sie damals eigentlich, wer ich war?“ fragte sie. Benda, dem das Lügen bisher so leicht gefallen war, fühlte plötzlich den Zwang, die Wahrheit zu sagen. „Ich wußte Ihren Namen“, erwiderte er dumpf, „wir, das heißt ich und die blonde Dame, wir stritten uns um Ihre Nationalität, da Sie uns natürlich aufgefallen waren. Als der Oberkellner unser Gespräch hörte, nannte er ungefragt Ihren Namen und sagte, daß Sie eine Baltin seien.“ „Und sonst wußten Sie damals nichts von mir?“ „Nichts.“ „Nun, dann kann Ich es Ihnen sagen. Ich habe im Hag die größte Erniedrigung meines Lebens durchgemacht.“ „Sie waren sehr traurig damals.“ „Mehr als das. Ich wollte aufhören zu leben.“ Sie setzten sich auf eine birkene Bank, und Erika erzählte nun tmbefangen die Geschichte ihrer Liebe. Ohne den Namen Wihtol zu nennen oder den Rang seines Trägers anzudeuten, schilderte sie die tiefe Neigung und das große Vertrauen, das sie schon früh zu dem Manne gefaßt hatte, der ihr vollkommen erschienen war und alle anderen überragend. Sie erzählte von der Verlobung, die durchaus geheim gehalten werden mußte, monatelang, bis dann auf einmal jener Brief gekommen war, der in wohlgesetzten Worten, mit wahrhaft leidenschaftlichem Bedauern allem ein Ende machte. Um ein Nichts, um den Schatten einer Befürchtung, die grotesk war, hatte der Geliebte sie aufgegeben. „Alles kann ich ertragen“, sagte sie, in der Erinnerung zitternd, „aber nicht, daß ein Mensch, den ich liebe, seine Gefühle widerruft, als w|ire ein Irrtum in seinem Herzen möglich . . . Ich glaubte an MißJ Verständnisse, an Intrigen sogar, und reiste nach Holland, wo mein VeAobter sich aufhielt. Aber es war nichts dergleichen, er betrog mich nicht, er liebte keine andere, er hatte sich ganz klar ausgedrückt und opferte mich der Spur einer Befürchtung, von der er glaubte, daß sie unter gewissen Umständen seinen Ehrgeiz treffen könnte. Ich hatte meinen Wert in der Kalkulation seines Lebens überschätzt. Das alles hätte mich noch nicht umgeworfen, wenn ich nicht wüßte . . .“ „Daß Sie ihn heute noch lieben“, vollendete Benda, dem das auf einmal ganz natürlich schien. „Ja ... Ich liebe ihn . . . heute noch . . .“ wiederholte sie, die Augen mit den Händen bedeckend. „Das ist die große Erniedrigung, unter der ich leide.“ „Es ist keine Erniedrigung“, tröstete Benda sie, „einen Menschen zu lieben, wer er auch sei. So verrucht kann niemand auf der Welt sein, daß nicht auch er geliebt werden dürfte.“ Erika sah ihn an, mit einem kindlichen Blick, fragend und voll Staunen darüber, daß gerade dieser Mann neben ihr saß. „Ich bin sehr froh“, sagte sie leise, „daß ich einmal darüber sprechen konnte. Sonst hat niemand ein Wort von mir darüber gehört. Es bedeutet auch kein besonderes Vertrauen, Herr de Geer, daß ich es Ihnen erzählte. Bei Ihnen bin ich gewiß, daß es verstanden wurde . . . und verschwiegen bleibt. Ich kenne Sie erst seit wenigen Stunden, aber ich weiß, daß Sie ein . . . ein durch und durch anständiger Mensch sind.“ „Wenn Sie wüßten“, sagte Benda mit hohlem Ton, „was ich bin!“ , Sie wurde nicht unsicher und bereute nichts, sie' schüttelte den Kopf, sah ihn fest an und wiederholte: „Ich wußte es gleich, daß Sie ein . . . seltener Mensch sind . . . Schon damals im Haag.“ Er wollte schreien: Selten bin ich wirklich! Ein Mörder auf der Flucht! Siehst du nicht, wie ich gezeichnet bin und daß ich die letzte Etappe meines Lebens gehe?! . . . Aber er schwieg, als spürte er eine fremde Faust um seinen Hals. Er ergriff, ohne es zu wissen, ihre zarten weißen Hände und bedeckte sie mit Küssen, dieselben Hände, die wohl einst den tüchtigen Major Wihtol geherzt hatten . . . Sie entzog sich ihm sanft. „Bitte, stören Sie das nicht", bat sie flehend, „ich will nicht hören, ich darf nicht hören, was Sie vielleicht sagen wollen . . .“ Benda blickte zu Boden, griff sich an den Hals, als ob er die Faust lösen wolle, und sagte: „Ich spreche ja nicht . . ich verschweige ja alles, da ich nicht reden darf . . . Ihret- und meinetwegen . . . Ich will bei Ihnen sein, weil Sie schön sind. Nur kurze Zeit noch, zwei Tage oder drei . . .“ Er stand auf und machte ein hartes Gesicht, als ob er etwas Bitteres zu sagen im Begriff wäre, aber da trat sie ganz nahe an ihn heran und bat ihn mit ihrer rührenden Stimme, nicht traurig zu sein. Es überwältigte ihn so sehr, daß er sich vergaß, ihren Kopf in die Hände nahm und einen langen Kuß auf den schönen traurigen Mund drückte. Fui»*ylzung folgt. Montag, 9. April 1951 I M ZEITG ESCH EH EN ftu M ikfsto Uk Forsythien und Schlehen, das ist der Frühling in Stadt und Land. Es ist die reine Schönheit, die wir in diesen Blütensträuchern begrüßen, eine Schönheit, von der wir keine Frucht erhoffen. Bei der Forsythie schon gar nicht. Ihre gelbe Pracht gehört in die Ziergärten der Städte, und ihre goldene Flamme sprengt die Eintönigkeit der Steinwüsten. Es ist schön, wenn wir-einen Strauß Forsythien ins Zimmer stellen können, und wir brauchen gar nicht darüber nachzudenken, ob sich ihr grelles Gelb mit einer anderen Farbe „beißt“. Wo die Natur selbst die Palette gemischt hat, ist alles schön, weil alles natürlich ist. Auf dem Land freilich sieht man die Forsythie selten. Der Bauer hat nicht viel übrig für „zwecklose Schönheit“. Aber er gönnt dem Schlehenbusch seinen Platz an Wegrainen und Waldrändern. Seine Schönheit ist wehrhaft und stachlig, und wer sich einen Schlehenstrauch pflücken will, der sehe sich vor. Auch die Frucht wird unfreundlich und herb sein, und man kann sich nicht recht denken, daß die Pfahlbauern der Steinzeit mit einem Kompott aus Schlehen recht zufrieden waren. Wenn man heute die Heilwirkung der ersten Schlehenblüten preist oder aus dem Aufbrechen ihrer Knospen den Emtetermin vorausbestimmen will, so ist das noch auf die Schlehenfreundschaft unvordenklicher Zeiten zurückzuführen. Berufsgruppe der Bankangestellten Die DAG (Deutsche Angestellten-Gewerkschaft), Ortsgruppe Offenburg, hatte die Bank- und Sparkassenangestellten zu einer internen Sitzung am Freitag ins Schwara- waldhotel eingeladen. Vorsitzender Frietsch sprach zuerst kurz über die Organisation und Entwicklung der DAG und gab dann dem Referenten, Betriebsratvorsitzendem Riester von der Oberrheinischen Bank, Freiburg, das Wort zu einem aufschlußreichen Vortrag, in dem die gewerkschaftlichen Ziele und Aufgaben der Bankangestellten dargelegt wurden. Nach ihm sprach Sekretär Heistenbach vom Landesverband Südbaden über alle Themen, die heute die Bankangestellten interessieren. In einer kurzen Diskussion berichtete Gruppenvorsitzender L. Stumm noch über die Auslandshandelstagung der DAG. die im Anschluß an die Messe in Frankfurt erstmalig stattfand. Herr Böhm gab nochmals einen Ueberblick über den notwendigen Zusammenschluß aller Beschäftigten und wies auch auf die jüngsten Erklärungen des Bundeskanzlers hin, wonach die deutsche Arbeitnehmerschaft den Aufbau in der Wirtschaft mit gesichert habe und damit ein Recht auf Mitbestimmung habe. Selbstüberwachung des Verkehrs Verkehrsteilnehmer wollen in Zusammenarbeit mit der Behörde der Verkehrsunsicheiheit steuern Offenburg-Wolfach gegründet Kreisverkehrswacht Am Samstagvormittag fand im Sitzungssaal des Offenbürger Rathauses die Gründungsversammlung der ' Kreisverkehrswacht der Kreise Offenburg und Wolfach statt, die vom Allgemeinen Deutschen Automobilclub einberufen worden .war. Rechtsanwalt D r e y e r konnte als Leiter der Versammlung zahlreiche Vertreter aus allen Berufsständen und Bevölkerungskreisen begrüßen. Danach hob er die Notwendigkeit einer Kreisverkehrswacht hervor, um weiterem Unheil vorzubeugen. Sie solle eine Art Selbsthilfe darstellen und als rein private Institution den zuständigen Behörden beratend zur Seite stehen. Erheblich gesteigerte Intensität des Verkehrs Daß deren Macht alleine nicht mehr ausreicht, um der ständig zunehmenden Verkehrsunfälle Herr zu werden, ging aus den Zahlen hervor, die Oberregierungsrat Dr. K ö p f - ler von der Abteilung Verkehr im Badischen Finanzministerium mitteilte. Zuvor gab er stärker ausgenutzt (mit einem und zwei Anhängern) als früher, was aus folgender Statistik, die auf der Bundesstraße 3 zwischen Karlsruhe und Offenburg aufgestellt worden ist, ersichtlich wird: 1937 waren es im Tag durchschnittlich 268 Lkw., im vergangenen Jahr 1054. Während sich die Zahl der Kraftfahrzeuge verdoppelt hat, ist der Verkehr gegenüber 1937 gar auf das Vierfache gestiegen. Das Verkehrsnetz reicht nicht mehr aus, diese ungeheure Intensität aufzunehmen, obgleich die Straßen des Landes Baden die besten in der Bundesrepublik sind und Baden in vorbildlicher Weise am meisten für ihren Unterhalt getan hat. Der Bund' müßte jährlich 500 Millionen aufwenden, wenn er das Straßennetz den Erfordernissen anpassen wollte. Fast täglich ein Toter Dann gab Dr. Köpfler einige Unfall- Bereit zur Hilfe in jeder Not Haus- und Straß nsammlung des Roten Kreuzes vom 9.—15. April In der Zeit vom 9. bis 15. April 1951 führt das Badische Rote Kreuz, gemeinsam mit den Landesverbänden des Deutschen Roten Kreuzes im Bundesgebiet, die diesjährige Rot-Kreuz-Sammlung durch. In diesen Tagen werden die Sammlerinnen und Sammler des Badischen Roten Kreuzes die einzelnen Haushaltungen aufsuchen und um eine Spende für das „Rote Kreuz bitten. Am Samstag, den 14. April und Sonntag, den 15. April 1951 werden in einer Stra- ßensammiung Rot-Kreuz-Sammelabzeichen angeboten, so daß jedem einzelnen Gelegenheit gegeben ist, auch seinerseits durch seine Spende mitzuhelfen an der Erfüllung der großen sozialen Aufgaben, die dem „Roten Kreuz“ als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege gestellt sind. In der heutigen Notzeit ist ein Leben im Staate ohne die Tätigkeit des „Roten Kreuzes“ nicht mehr denkbar. Auch die Bundesregierung hat erneut mit einem Schreiben des Bundeskanzlers am 26. Februar 1951 das Deutsche Rote Kreuz als Träger aller derjenigen Aufgaben anerkannt, die von den nationalen Gesellschaften des Roten Kreuzes gemäß den auf den internationalen Rot-Kreuz-Konferenzen festgelegten Grundsätzen wahrgenommen werden. Das „Rote Kreuz“ weiß sehr wohl, wie groß die Not bei jedem einzelnen ist, ja, gerade, weil es weiß, daß diese Not ja noch viel größer ist, als der einzelne nur ahnen kann, wendet es sich in seiner Sammlung an jeden mit der dringenden Bitte, trotz der schlechten Wirtschaftslage seinerseits durch eine Spende mitzuhelfen, damit anderen geholfen werden kann. Groß ist die Zahl derer, denen das „Rote Kreuz“ in ihrem Leben schon in irgend einer Form Hilfe gebracht hat; glücklich sind diese, die seine Hilfe bisher noch nicht gebraucht haben, aber keiner weiß, ob nicht auch er schon in der nächsten Stunde seine Hilfe benötigt, denn auch für ihn ist das Rote Kreuz mit seinen Helferinnen und Helfern und allen seinen Einrichtungen bereit zur Hilfe in jeder Not. Aufschluß über die Ursachen, auf die die große Verkehrsunsicherheit mitzurückzuführen ist, Sie ist zu einem wesentlichen Teil durch die Vermehrung der Kraftfahrzeuge bedingt, die gegenüber 1937 nicht weniger als 170 Prozent beträgt Der schweren Lastkraft Die Aussprache erbrachte dann auch ein-1 wagen von 4 und mehr t sind sogar 500 Prostimmig die Bereitschaft zur Gründung der I zent mehr als 1937 im Verkehr. Außerdem Berufsgruppe der Bankangestellten. I werden diese heute viel öfter eingesetzt und Öfäekßütget Umstkoü Bunter Abend d^s Roten Kreuzes Im Rahmen der Werbe- und Sammelwoche für das Rote Kreuz hatte zum ersten Male das Französische Rote Kreuz in Zusammenarbeit mit dem Badischen Roten Kreuz zu einem Gemeinschaftsabend in der „Neuen Pfalz“ eingeladen. An der Spitze der französischen Behörden bemerkte man den Kreisdelegierten, Colonel Estadieu, ynd Attachä Weber sowie Mme. Fabre-Dolfus als Leiterin des Französischen Roten Kreuzes. Von deutscher Seite nahmen u. a. Landrat Dr. Joachim in seiner Eigenschaft als Kreisvorsitzender des Badischen Roten Kreuzes sowie Oberbürgermeister Heitz an dieser Gemeinschaftsveranstaltung teil. Im ersten Teil des Abends brachten Sieglinde Grämlich und Manfred Wagner Klavierwerke von Liszt und Chopin zu Gehör, wobei man allerdings bedauerte, daß man für diese sehr anspruchsvollen Werke wie z. B. „Liebes- träume“ keinen Flügel, sondern lediglich ein bescheidenes Klavier zur Verfügung hatte. Unter Leitung von Jakob Ruck zeigten Schülerinnen der Turngemeinde Keulen- und Reifschwingen. Zudem warteten sie mit den "bekannten elsässischen Bauerntänzen von Merklin auf. Die erst sechsjährige Uta Augustin von der Bühnentanzschule Kiesler- Härtel erfreute die Gäste mit reizenden Spitzentänzen. Im Film wurden Ausschnitte auF der Arbeit der Pariser Feuerwehr gezeigt. Ferner eine Frühlingswanderung durch die schönsten Gebiete Frankreichs. Zum Schluß trat der Musikal-Clown „Plem-Plem“ (Andre Wiedemann, Genf) auf, der einige Lieder und Scherze zum besten gab. Das schmissige Orchester des 2. Dragonerregiments umrahmte den Abend. Zwei interessante Vorträge Morgen Dienstag, 20 Uhr, spricht im Sitzungssaal des Rathauses Universitätsprofessor Dr. Baue r-Freiburg im Rahmen der Vortragsreihe der Volkshochschule Offenburg und des Verbandes der Freunde der Universität Freiburg über das Thema „Die Entstehung des modernen Wirtschaftsgeistes“. Es wird ferner darauf hingewiesen, daß am mischen Kaiser Donnerstag, 12. April, 20 Uhr im Saal „Römischer Kaiser“ ein Expeditionsvortrag mit Lichtbildern „Durch den Himalaya nach Tibet“ stattfindet. Es spricht der bekannte Asienforscher Dr. Bruno Beger, der persönlich an der Tibetexpedition Dr. Schäfers teilnahm. Der gleiche Vortrag findet auch nachmittags 14,30 Uhr für die auswärtigen Besucher und für Schüler statt. Leiter Termin für Sdiwarzhöhrer Der Südwestfunk beginnt die letzte Woche seiner Hörerwerbung. Allen bisherigen Schwarzhörern ist hier noch einmal — ohne jede rechtliche Auseinandersetzung — Gele genheit gegeben, ihr Rundfunkgerät anzumelden. Seit dem 1. März 1951 haben bereits über 100 000 Hörer im Sendebereich des SWF von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Bis zum Endtermin der „Hörerwerbung“, den 15. April, verzichtet die Deutsche Bundespost auf die ihr gesetzlich zustehenden Mittel der Schwarzhörerbekämpfung und ruft gemeinsam mit dem Südwestfunk zur freiwilligen Meldung auf. Offenburger Marktberichte Auf dem Offenburger Wochenmarkt am 7.,4. 51, wurden folgende Preise für Obst und «Hemüse festgestellt: Rotkraut 0.20 bis 0.25; Weißkraut 0.15; Spinat 0.35 bis 0.40; Gelbe Rüben 0,15; ZwiebelÄ 0.12 bis 0.15; Schwarzwurzeln 0.50 bis 0.85; Wirsing 0.20 bis 0.25; Rahnen 0.15; Lauch 0.20; Kartoffeln 0.08; Lattich-Salat 1.—; Feldsalat 0.80 bis 1.—: Kresse- Salat 1.—; Rhabarber 0.45; Radieschen 0.25 bis 0.30; Kopfsalat 0.40 bis 0.55; Meerrettich 0.10 bis 0.40; Blumenkohl 0.70; Sellerieknollen 0.10 bis 0.50; Aepfel 0.20 bis 0.32; Frische Landeier 0.18 bis 0.20. — Anfuhr und Marktbesuch waren gut. Dem Schweine- und Ferkelmarkt am 7. 4. 51 in Offenburg wurden 140 Ferkel und Läufer zugeführt. Der Höchstpreis betrug 140 DM für das Paar, der niedrigste Pre's 90 DM für das Paar. Verkauft wurden 130 Stück. Der Marktverlauf war lebhaft. Der Verband der Kriegsbeschädigten, Hinterbliebenen und Sozialrentner, hält am Mittwoch, den 11. April 1951. um 20 Uhr, im „Römischen Kaiser“ eine Mitgliederversammlung ab. Da speziell über die Ueberleitung des neuen Versorgungsgesetzes gesprochen wird, sind alle Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen von Offenburg eingeladen. zahlen bekannt. 1950 waren es allein in Baden 8085 Unfälle. Fast täglich gab es dabei einen Toten und 17 Verletzte. Im Bundesgebiet zählte man 1937 126 000 Unfälle, denen letztes Jahr 243 000 gegenüberstanden. Jährlich sind in diesem Bereich 5500 Todesfälle und 150 000 Verletzte zu beklagen. Die deutsche Upfallziffer ist damit acht mal so groß wie die der USA Zu 64 Prozent ist der Kraftfahrzeugverkehr an den Unfällen schuld, 78 Prozent davon sind auf unsachgemäßes Fahren, 16,4 Prozent auf Versagen des Fahrers und nur 5 Prozent auf technische Mängel zurückzuführen. Wie Dr. Köpfler dazu bemerkte, kann die Zahl der Unfälle nur dadurch auf ein erträgliches Maß herabgedrückt werden, daß an den Menschen selber herangetreten wird. Die Polizei kann nicht überall sein. Die einzelnen Fahrer sollen zu Verantwortungsbewußtsein im Verkehr erzogen werden. Dazu soll die wiedergegründete Verkehrswacht, die vom vergangenen Regime 1934 aufgelöst worden war, in eigener Verantwortung und Initiative beitragen. Regierungsrat B e y 1 vom Landratsamt Offenburg erklärte im Anschluß an diese Ausführungen, daß die Verkehrswacht bei ihrer Zusammenarbeit mit der staatlichen Aufsichtsbehörde ein Mittelmaß zwischen Anmaßung und Bescheidenheit einhalten solle. Dann gab er die Unfallziffem für Stadt und Kreis Offenburg in den letzten Jahren bekannt. Sia lauteten für die Stadt: 1948: 71 Unfälle mit 2 Toten, 43 Verletzten 1949: 175 Unfälle mit 1 Toten, 70 Verletzten 1950: 274 Unfälle mit 0 Toten, 112 Verletzten (Die an den Folgen eines Verkehrsunfalls in ärztlicher Behandlung verstorbenen Opfer des Verkehrs sind in dieser Statistik nur als Verletzte aufgeführt.) Im Kreis Offenburg hat die Statistik des letzten Jahres folgendes Aussehen: 1950: 231 Unfälle mit sieben Toten und über 200 Verletzten. Regierungsrat B e y 1 bedauerte, daß der Verkehrspolizei die Strafbefugnis genommen worden ist und daß die Verwaltungsgerichte bei Führerscheinentzug usw. sehr nachgiebig sind. Denn nur damit könnten die Verkehrssünder empfindlich bestraft werden. Von der Verkehrswacht hoffe er, daß sie mehr in die Breite arbeiten werde und gab ihr den Ratschlag, in den Kreisgemeinden rührige Gemeinderäte zur Mitarbeit heranzuziehen. Abschließend sprach er die Erwartung aus, daß durch die Zusammenarbeit von Kreisverkehrswacht und Behörde der „Kreis Offenburg zu einer Oase der Verkehrssicherheit“ wird. Unhaltbarer Zustand in Offenburg In der allgemeinen Aussprache wies Rechtsanwalt D r e y e r auf deif schlechten und gefährlichen Zustand der Offenburger Straßen hin, die durch Panzer befahren werden. „Die Beibehaltung des gegenwärtigen Zustandes wird als untragbar empfunden.“ Auch die „eingleisige“ Gengenbacher Kinzigbrücke sei heute nicht mehr zu verantworten. Straße nach Hofweier zu stark ausgelegt? Reg.-Baumeister Berger lenkte die Aufmerksamkeit auf die starke Ueberhöhung von 8 Prozent der neuen Straße bei Hofweier, die bei dem tödlichen Verkehrsunfall am 16. März wahrscheinlich eine Rolle gespielt hätte, weil dadurch vermutlich der überladene Lkw. stark nach der Straßenmitte hin abgetrieben worden sei. Bei 80 km Geschwindigkeit merke man nichts von dieser Ueberhöhung. Eine solche Straße sollte nach seiner Meinung aber für mittlere Geschwindigkeit' ausgelegt werden. Auch'mit dem Pkw. spüre man in der Kurve den Abtrieb. ' ! Lehrer Scherer bat um günstigere Anbringung von Schulwarntafeln in der Wilhelmstraße und wandte sich gegen das Befahren des Schulplatzes. Der Vorstand der Kreisverkehrswacht Die anschließende Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorstand: Fabrikant Rettich; Stellvertreter: A. von Deschwanden; Schriftführer: Gewerkschaftssekretär Benzelrath; Schatzmeister: Conrad (vom Güterkrafttransport Baden); Geschäftsführer: Vogt; Beisitzer; Reg.-Baumeister Berger und je ein Vertreter der Stadt, der Schulen, der Jugend, der Justiz, der Versicherungen, Rechtsvertreter Rechtsanwalt Dreyer. Dieser schloß als Präsident des ADAC die Versammlung mit einem Appell an alle Verkehrsteilnehmer, sich ritterlich, anständig und pflichtbewußt zu benehmen. Denn nur durch verständnisvolle, gegenseitige Rücksichtnahme könnte wieder Ordnung in den Straßenverkehr gebracht werdeh. Arbeitsgemeinschaft der drei Landsmannschaften Die ostdeutsdien Heimat vertriebenen schlossen sich in Ottenburg zusammen Um eine bessere Zusammenarbeit aller Landsmannschaften in Offenburg zu erreichen, haben d : e drei Landsmannschaften, die Sudetendeutschen, Schlesier und die Ost- und Westpreußen, Pommern und Baltendeutschen, eine Arbeitsgemeinschaft gebildet. Damit ist ein wichtiger Schritt in der Arbeit der Landsmannschaften nach vorne getan. Bisher hat sich ihr Wirken unabhängig von einander auf den ihnen eigenen Kreis beschränkt. Wohl war der Kontakt vorhanden, gemeinsame Veranstaltungen, bei denen d'ese Solidarität auch nach außen in Erscheinung treten konnte, sind jedoch bislang nicht zur Durchführung gekommen. In ihrem Bestreben, die kulturelle Arbeit vorwärts zu treiben, sich dabei gegenseitig zu unterstützen und zu ergänzen, kamen nun die Landsmannschaften überein, für die Zukunft mit gemeinsamen Veranstaltungen an die Öffentlichkeit zu treten, deren Durchführung die ns Leben gerufene Arbeitsgemeinschaft übernehmen soll. Darüber hinaus wird die Arbeitsgemeinschaft über grundsätzliche, alle Landsmannschaften angehende Fragen beraten und so eine einheitliche Stellungnahme herbeiführen. Das Gremium setzt sich aus den ersten Vorsitzenden der drei Landsmannschaften bzw. ihren Vertretern und je zwei weiteren Mitgliedern zusammen. Als erste gemeinsame Veranstaltung ist ein Heimatabend im April vorgesehen. D'e Gestaltung des „Tages der Heimat“ ist g ?r *e weitere weht'ge A” f gabe. mit der s ! ch die Arbeitsgemeinschaft befassen wird. * gehaltene, verurteilte, verschleppte oder vermißte Angehörige zu beklagen haben, sollen sich umgehend, spätestens aber bis tun 11. April 1951, beim ersten Vorsitzenden; Herrn Wedell, Stegermatt, melden. Es handelt sich um eine Sondererhebung des Deutschen Roten Kreuzes. Suchdienst Hamburg. #■ Die Ortsvereinigung Offenburg des Landesverbandes der heimatvertriebenen Deutschen gibt bekannt, daß sich sämtliche in Offenburg wohnenden Heimatvertriebenen, die mit mehr als 3 Personen in einem Raum wohnen 'müssen, am Sonnabend einer jeden Woche, späte- Gib dem Roten Kreuz, damit es geben kann! stens jedoch bis 21. April 1951, in der Zeit von 15—17 Uhr im Kreisumsiedlungsamt, Zimmer 12, melden können. Heimatvertriebene, die mit der gleichen Personenzahl in möbl. Räumen wohnen, können ebenfalls vorsprechen. * Die vereinigten ostdeutschen Landsmannschaften (Sudetendeutschen, Schlesier, Ost- und Westpreuß^n, Pommern und Baltendeutschen) geben bekannt, daß zur Gründung einer (fugendgruppe die Kinder der Heimatvertriebenen im Alter von 7 bis 14 Jahren am Samstag, den 14. April 1951 um 14.30 Uhr im Gasthaus „Zur Brandeck“ Zusammenkommen. Die Jugendwarte der Landsmannschaften werden die Kinder unter ihre Obhut nehmen und ih- ( nen über die geplante Gestaltung der Jugend- veranstaltungen Aufschluß geben. Die Eltern werden gebeten, ihre Kinder vollzählig zu dem ersten Treffen zu schicken. Montag, 9. April 1991 Bürger dürfen im Stadtrat mitreden Ein Beschluß des Gengenbacher Gemeinderats — Der Haushaltsplan 1951 52 ist ausgeglichen Gengenbach, (a) Im Vordergrund der letz ten öffentlichen Stadtratssitzung stand die Beratung des Haushaltsplanes für das Rechnungsjahr 1951/52. Es ginge zu weit, hier auf alle Einzelheiten des umfassenden Planes näher einzugehen. Doch seien einige Zahlen genannt, die von allgemeinem Interesse sind Im ordentlichen Haushalt stehen u. a in Ausgaben 15 000 DM für die Fortsetzung des Rathausausbaues. Für die Volksschule sind zur Beschaffung von weiteren Eimich tungsgegenständen 3000 DM und für Lehr' und Lernmittel 2500 DM eingesetzt. Das im Aufbau befindliche Progymnasium, ist im Haushalt mit 1500 DM für Einrichtungs- und Lehrmittelbeschaffung bedacht worden. Die kulturellen Einrichtungen der Stadt sind auch in diesem Jahre in gleicher Höhe berücksich tigt worden. Der Fürsorgeetat wurde gegenüber dem Vorjahr um eine Kleinigkeit erhöht und auf 17100 DM festgesetzt. — Für das Bau- und Siedlungswesen sieht der ordentliche Haushalt 7000 DM zur Aufschließung von weiterem Neubaugelände vor. 50 000 DM für Instandsetzung der Straßen Die 40 000 DM, die für die Straßeninstandsetzung vorgesehen waren, können durch einen Staatszuschuß auf 50 000 DM aufgerundet werden, so daß es in diesem Jahre möglich sein wird, die Pflasterung auf der Hauptstraße zu Ende zu führen. Das Brunnendreieck soll mit besonderen Steinen erneuert werden. Zur Modernisierung des Fuhrparkes werden zur Anschaffung von einem Traktor und einem Anhänger 10 600 DM verausgabt. — Der Feuerwehr werden zur Beschaffung einer Luftbereifung für die ältere Motorspritze und zum Kauf von Uniformen 2400 DM zugestanden. Weitere 300 Meter Schläuche im Werte von 2500 DM sind in Auftrag gegeben. Schwimmbecken kann gebaut werden Erstmalig tritt nun auch das Strandband im Haushaltsplan in Erscheinung. Im Etat hat die Stadt 10 000 DM" vorgesehen. Bürgermeister Schrempp konnte dazu mitteilen, daß diese Summe durch Zuschüsse auf 50 000 DM erhöht werden kann. In diesem Sommer wird zunächst das Becken gebaut werden, wozu es obendrein erforderlich sein wird, daß die Bürgerschaft durch freiwillige Mithilfe weitere 10 000 DM ersparen hilft. Die Landwirtschaft erhält 3000 DM zum Kauf von Farren, Eber und Ziegenbock. Die Verkehrsgemeinschaft bekommt den gleichen Zuschuß wie im Vorjahre. — Für das Ortsnetz sind zur Beschaffung von Zählern, Material und Unterhaltung 7000 DM veranschlagt,- während die in Auftrag gegebene neue Straßenbeleuchtung mit 10 000 DM in Ansatz gebracht worden ist. — Zur Unterhaltung des Wasserwerkes und der Vornahme kleinerer Erweiterungen stehen 10 000 DM zur Verfügung, während die Erweiterung des Wasserleitungsnetzes (Ringleitung) mit 25 000 DM veranschlagt worden ist. Der Einbau einer Ent- ■eisungs- und Entsäuerungsanlage im Tiefbrunnen kommt auf 15 000 DM. — Da im Wald keine besonderen Aufwendungen erforderlich sind, bewegt sich die Ausgabe hierfür im üblichen Rahmen. — Gegenüber 10 000 DM im Vorjahr wird die Stadt in diesem Jahre 15 000 DM zur Unterhaltung ihrer Gebäude ausgeben. Die Ausgaben für die in Gengenbach berufstätigen, jedoch auswärts wohnenden Arbeiter und Angestellten haben sich erhöht und sind mit 7000 DM vorgesehen worden. — Die Landkreisumlage beträgt 44 600 DM, während an den Gemeindeausgleichsstock eine Umlage in Höhe von 8500 DM bezahlt werden muß. Die erwarteten Einnahmen An Einnahmen werden neben dem Schulgeld, Feuerschutzabgabe, Verkauf der Pferde, Marktgebühren, Kaufgräber, Badegebühren und aus den wirtschaftlichen Betrieben, 170 000 DM aus der Elektrizitätsversorgung, 25 000 DM aus dem Wasserzins und 130 000 DM aus dem ordentlichen Holzhieb erwartet. Hinzu kommen die Mieteinnahmen der städtischen Häuser und der Pachtzins aus dem städtischen Grundbesitz. An Steuern werden folgende Eingänge erwartet: Grundsteuer 102 000 DM, Gewerbesteuer 85 000 DM, Bürgersteuerausgleichsbetrag 22 000 DM, Getränkesteuer 1000 DM, Vergnügungssteuer 9000 DM und Hundesteuer 3000 DM. Ferner wurde der Ueberschuß aus dem Jahre 1949 als Einnahme in Höhe von 58 000 DM vorgetragen. Hiervon mußten allerdings schon 20 000 DM verausgabt werden. Die Einnahmen im außerordentlichen Haushalt erstrecken sich auf den Erlös des außerordentlichen Holzhiebes mit 97 000 DM und einer Darlehensaufnahme in Höhe von 30 000 DM, diese Summe soll bis auf die Auslagen für die vermehrten Holzhauerlöhne etc. den Rohbau des Schulhauserweiterungsbaues finanzieren. Nach der Diskussion der einzelnen Punkte genehmigte der Stadtrat folgende Satzung für den Haushalt: Der ordentliche Haushalt ist in Einnahmen und Ausgaben mit je 757 000 DM und der außerordentliche Haushalt in Einnahmen und Ausgaben mit je 127 000 DM ausgeglichen. Die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer bleiben die gleichen wie im Vorjahre. Der Kassenkredit wurde auf 30 000 DM als Höchstbetrag festgesetzt. Zur Bestreitung der Ausgaben im außerordentlichen Haushalt soll ein Darlehen in Höhe von 30 000 DM aufgenommen werden, das für die Finanzierung des Erweiterungsbaues der Volksschule bestimmt ist. Dritte Siedlung geplant Im zweiten Teil der Sitzung unterbreitete Bürgermeister Schrempp den Vorschlag zum Bau einer dritten Siedlung. Die Nachfrage nach Wohnungen ist groß und ernsthafte Bewerber sind genügend vorhanden. Mit einem Darlehen von 30 000 DM könnte der Rohbau dieser Siedlung finanziert werden. Die Stadträte befürworteten den Vorschlag des Bürgermeisters. Die Pferde der Stadt wurden an Kohlenhändler Karl Roth verkauft und ihm das Vorrecht zum Fahren des Leichenwagens zugestanden. Zum Abschluß der Sitzung gab Stadtrat Holl (SPD) eine Anregung. Er vertrat die Ansicht, daß der Stadtrat auch die Meinung der Bürger hören und die öffentlichen Sitzungen dazu freigeben solle. Bürgermeister Schrempp stimmte dem Vorschlag zu und auch die anderen Stadträte teilten diese Ansicht, zumal kein Bürgerausschuß mehr besteht. Der Vorsitzende beschloß sodann, daß dieser Anregung probeweise stattgegeben werden solle, da sachliche Kritik die Arbeit des Stadtrates nur fördern könne. Bei Ausartungen könne davon jederzeit wieder Abstand genommen werden. Es ist zu erwarten, daß die bisher schlecht besuchten öffentlichen Stadtratsitzungen auf diese Weise größeres Interesse bei der Bürgerschaft finden werden. Romantische Chöre, eine Uraufführung und ein junger Dirigent Das Frühjahrskonzert des Männergesangvereins „Badenia* Offenburg Aus dem Harmersbachtal Rüstiger Handwerksmeister Zell a. H.(s) Schmiedemeister August Neunzig kann am heutigen Samstag seinen 70. Geburtstag begehen; gesund und rüstig steht der weit über Zell hinaus bekannte Handwerksmeister noch täglich in seiner Schmiede. Theateraufführung des Radfahrvereins Oberharmersbach, (m) Der Radfahrverein wird am Sonntag im Gasthaus „Zur Sonne“ zum ersten Male wieder an die Oeffentlich- keit treten, und zwar mit dem Theaterstück „Jörg Mertens, der Sohn der Heide“. Vortragsabend des Bildungswerkes Zell a. H. (s) Frau Katharina Herr in der Nordracher Straße konnte am 7. April ihren 85. Geburtstag feiern. — Das Jugend- und Volksbildungswerk veranstaltet am Donnerstag, 12. April; um 20 Uhr, einen Farbbildabend. bei dem Karl May aus Fischerbach über „Schönheit des Lebendigen, Pflanze und Tier im Farbbild“ sprechen wird. Wir müssen gestehen, daß wir mit einiger Erwartung, nicht zu sagen Spannung in das Frühjahrskonzert des Männergesangvereins „Baden! a“ gingen. Einmal, um diesen großen Männerchor Offenburgs seit langem wieder zu hören und seine Leistungen zu konstatieren, dann um festzustellen, wie sich ein solches Konzert in der Turnhalle der Ober realschule macht und zuletzt vor allem um dem ersten öffentlichen Auftreten des neuen jungen Dirigenten des Vereins Hans Elmar Weigel beizuwohnen und einen ersten Einblick in seine Dirigententätigkeit zu gewin nen. Wir müssen sagen, daß wir bei allen diesen drei Dingen nicht enttäuscht wurden. Die neuen Leistungen des Männerchors hinterlie ßen einen ausgezeichneten Eindruck, der ganz offensichtlich bewies, daß in den Reihen der Sänger um Vervollkommnung im Chorgesang gerungen wird. Man ist sich bewußt, daß Singen zunächst und vor allem eine kulturelle Aufgabe und kein amüsantes Abendvergnü gen ist, für das man sich etwa versehentlich, weil man eine ganz gute Stimme hat, statt einer sportlichen Betätigung entscheidet. Der Sänger ist zwar kein Künstler, aber er betritt schon den Vorhof der Kunst: die Liebe zum Gesang bewegt ihn, einer immer höheren und reineren Sphäre zuzustreben. Der Gedanke, das Konzert in der Turnhalle des Schillergymnasiums zu starten, ist nicht unglücklich. Seitdem der Saalbau „Drei Ko nige“ für derartige Zwecke verlorenging oder nur bedingt zur Verfügung steht, fehlt in Offenburg ein Raum, der so etwas wie ein Mittelding zwischen der Stadthalle und dem Saal des „Römischen Kaisers“ "darstellt. Die Stadthalle ist für solche kulturellen Vereinsveranstaltungen verschiedentlich zu groß und der Saal des „Römischen Kaisers“ (wie das auch das Konzert des Fuß’schen Männerchor zeigte!) zu klein. Der letzte Sonntag bewies, daß sich die Turnhalle akustisch und räumlich ausgezeichnet für solche Konzerte eignet. Nur die ästhetische Seite des Raums läßt leider viel zu wünschen übrig. Man suchte die Mängel durch dekoratives Grün zu verdecken, aber man müßte den Saal beinahe schon in einen kleinen Wald verwandeln. Es wäre schon ein Gewinn, wenn allein alle Fenster einmal eingesetzt wären. Vielleicht geschieht hier gelegentlich etwas. Der Raum hat auch das Interesse anderer Vereine gefunden. Auch die „Con- cordia“ wird, wie wir hören, hier ihr nächstes Konzert veranstalten. Die auf solche Weise noch nicht völlig gelöste Raumfrage in Offenburg erscheint uns so wichtig, daß wir es im Rahmen dieser unserer Konzertbesprechung für angebracht gefunden haben, sie einmal anzuschneiden. Die „Badenia“ wartete mit einem auf den romantischen Grundakkord abgestimmten Konzert auf, das sich in zwei Teile: „Stimmungsbilder aus der Natur“ und „Frühling und Liebe“ gliederte. Dazwischen lagen pia- nistische Darbietungen von Hans Elmar Weigel und Sololieder für Baß und Tenor durch choreigene Kräfte. Es war für Hans Elmar Weigel, den Dirigenten, gewiß nicht einfach, die Nachfolge des im Chorwesen viel erfahrenen und umsichtigen Fritz Kummer anzutreten, dem die „Badenia“ an Gesangspflege so viel zu verdanken hat. Das Konzert bewies, daß man aber mit diesem neuen, für die Zukunft viel versprechenden Chorleiter keinen schlechten Griff getan hat. Seine Herkunft vom rein Musikalischen ist unverkennbar. Man spürt, daß seine ordnende Hand auf das Subtile, das Gepflegte, das Anspruchsvolle hinarbeitet. Es ist erstaunlich, was dieser junge Dirigent aus diesem großen, der Macht der geballten Tonsprache zugeneigten Chor an leiser, inniger Aussage herauszuholen vermag. Hier ist ein starkes ursprüngliches Talent am Werke. Das zeigten schon die „Stimmungsbilder“, die mit dem klippenreichen Chor von Schuberts „Liebe rauscht der Silberbach“, Schumanns kurzer' und inhaltsvoller, von schwerer Melancholie getragener Chor „Der träumende See“ und Abts „Die stille Wasserrose“ äcifwarteten. Hier wurde feinsten Verästelungen nachgegangen, die sich ganz dem Lyrischen ergaben. Klare Intonation verband sich mit satter gefühlstiefer Schilderung. Was uns dabei allerdings etwas zu kurz gekommen schien, war das Rhythmische, die knappe, kräftige Akzentuierung. Man hätte sich zwischenhinein einmal einen frischen, herzhaften Chor gewünscht. Auch der zweite Teil wich im allgemeinen nicht von der einmal eingeschlagenen Linie ab. Der Männerchor ..Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht“ von Cassimir war eine prächtig ausgeglichene Leistung, ganz von innen her gerichtet; ebenso das kräftiger betonte Lied „Frühlingszeit“ von Karl Wilhelm. Wenn- auch verschiedentlich, wie bei dem Chor von Abt, die Uebergänge klarer gestaltet sein konnten, so bewies doch jede der einzelnen Leistungen eine beachtliche Uebereinstimmung der einzelnen Stimmlagen von der äußersten Tenorrechten bis zur äußersten Baßlinken. Neben einem von Karl Strauß gesetzten Volkslied „Ich hört’ ein Vöglein pfeifen“, gab es auch eine Uraufführung, die den jungen Dirigenten Hans Elmar Weigel auch als wirkungsvollen Komponisten auswies. Sein Männerchor „Maderl mit dem schwarzen Mieder“ basiert ganz auf der bewährten Tradition des romantischen Chorliedes und fügte sich harmonisch in das Programm ein. Hans Elmar Weigel spielte am Klavier Debussys „Clair de lune“ (Mondschein) und den Walzer op. 39 von Jehannes Brahms. Darbietungen, die nach einer leichten Nervosität sehr viel an technischer Präzision und innerer Seelensprache verrieten. Brahms konnte vielleicht um eine Nuance „härter“ gespielt werden. Mit seinem warmen, in die baritonale Lage reichenden Baß sang Hans Haaser Schuberts „Im Abendrot“ und Kreutzers Olfenburger Filmprogramm Beim ersten Kuß sagte sie noch „Danfcsl schön“. Später hatte sie es nicht mehr nötig, als sie sich im Zweifel befand, ob eine Frau ihrem Ehemann mehr Gehorsam schuldig ist als ihrem König, als sie, die Geliebte von Edelleuten, Räubern und Königen, das Ziel ihres unbändigen Ehrgeizes, große Kurtisane am verschwenderischen Hofe Karls II. zu sein, erreicht hatte. Es war der Höhepunkt ihrer an abenteuerlichen und dramatischen Etappen reichen Laufbahn, die sie ihrer sündhaften Schönheit verdankte. Dann sank ihr Stern*, aus eigener Schuld. Das Schicksal war nicht so freigiebig wie sie; es zwang sie zum größten Ver- tindo Damen alt sündhaft schöne, verführerische ondj ehrgeizige Amber in dem Technicolor-Film „AMBE R** (FOREVE R AMB ER). Foto 1 20tb Century-Foxi zieht, der von einer Mutter gefordert werden kann. Willi Forsts „Sünderin“ schlummerte schließlich süß mit Veronal jns Jenseits hinüber; Kathleen Winsors „Amber“ aber fand für ihren von der moralischen Seite her zu verurteilenden Charakter keinerlei Belohnung. Auch das, was sie wirklich liebte, wurde ihr genommen. Sie blieb allein; Von Linda Darnell wird diese rrieistum- strittene Gestalt der modernen Literatur in ihrer zwiespältigen Art voll ausgespielt und auch Comel Wildes Edelmann hat Format. Die übrige Besetzung ist jedoch nicht ganz hundertprozentig. Was dazu fehlt, wird durch die phantastische Ausstattung dieses großen Technicolor-Farbfilmes der 20 th Century-Fox ausgeglichen. Schon dieser einmalige Aufwand lohnt einen Besuch. (Park-Lichtspiele) . r. „Waldeslied“. Eine knappere, mit etwas weniger Vibration gegebene Anlage der Darbietungen, hätte ihnen zu noch stärkerer Wirkung verhelfen. Der Tenor Ulrich König sang zwei Frühlingslieder von Schubert, die seine Begabung für das Lyrische verrieten. Ulrich König verfügt über ein zwar nicht großes Volumen, dafür aber über eine ausgezeichnete Aussprache und Technik. Er kennt sehr genau seine Grenzen. Alle Darbietungen des gut besuchten Konzertes fanden reichen Beifall. Besonders konnte auch der junge Dirigent viel Applaus entgegennehmen. Der Männerchor quittierte den Dank zuletzt mit einer Zugabe. * -i- Täglich nur 10 Gramm Zeitungspapier Eingeschränkter Papierverbrauch in Stadt und Kreis Ottenburg Wenn die Tageszeitungen heute Papiersorgen haben, so sind daran nicht der Verlag oder die Redaktion Schuld. Die Ursache ist in der bereits im Sommer vorigen Jahres einsetzenden Verknappung des Zeitungsdruckpapiers zu suchen. Der wichtigste Rohstoff für die Papiererzeugung ist der aus dem Faserholz gewonnene Zellstoff, der früher überwiegend aus Ostdeutschland kam. Der Grund, weshalb dei Papierverbrauch im Bundesgebiet nicht wieder auf den Vorkriegsstand zurückgeführt werden kann, ist in der Abtrennung der Ostgebiete und Isolation der Sowjetzone zu suchen, wodurch über die Hälfte der früheren gesamten Papierkapazität verloren gingen. Dazu kommt, daß als Folge der Nachkriegsentwicklung etwa 78 Prozent der Bevölkerung des früheren deutschen Reiches heute ihren Wohnsitz im Bundesgebiet haben. Die derzeitige inländische Produktion an Zeitungsdruckpapier im Bundesgebiet beträgt 14 000 Tonnen pro Monat, wozu noch 2000 Tonnen eingeführtes Papier kommen. Bei einer Bevölkerung von 48 Millionen kommen bei einer monatlichen Kapazität von 16 000 Tonnen Zeitungsdruckpapier auf den Kopf der Bevölkerung pro Tag nur 10 Gramm Papier. Das wären rund gerechnet täglich 850 kg Zeitnngspapier für den Kreis Offenburg Das ist eine verhältnismäßig geringe Menge. Die Zeitungsverleger haben als Mindestmaß ein Quantum von 20 000 Tonnen für das Bundesgebiet pro Monat angesetzt. Leider läßt sich das monatl-'che Defizit von 4000 Tonnen vorerst nicht durch Einfuhren decken, zumal auf dem Weltmarkt zur Zeit eine gewisse Spannung auf dem Zeitungspapiermarkt anhält. Der gesamte Papierverbrauch im Kreis Offenburg weist infolge der Papierverknappung gegenüber der Vorkriegszeit eine starke Einschränkung auf. Im Jahre 1938 betrug der Gesamtbedarf pro Kopf und Jahr in Deutschland 48 Kilo. Im Vorjahre wurde dagegen bei einem Produktionsstand von etwa 1,5 Millionen Tonnen der Verbrauch an Papier und Pappe mit nur noch rund 35 kg errechnet. Das heißt wiederum, daß täglich nur 100 Gramm Papier für jeden Offenburger zur Verfügung stehen, da bei einer Umrechnung auf die Einwohnerzahl für unseren Bezirk nur rund gerechnet monatlich 255 Tonnen Papier entfallen. Die Verknappungserscheinungen wirken- sich in erster Linie bei Zeitungspapier, holzhaltigen Druck- und Schreibwaren, Chromoersatzkarton und Per- gamyn aus. Da die inländische Papierproduktion auf absehbare Zeit nicht erhöht werden kann und Einfuhren aus den Zellstoffländern Skandinavien und Oesterreich Schwierigkeiten bereiten, ist das Ende der Papierknappheit noch nicht vorauszusehen. Wir ehren das Alter Schutterwald, (j) Am 7. April heg- • die Witwe Katharina Seigel, geh. Oßwald, K rch- gasse 71, ihr 85. Wiegenfest. In Höfen ist es der Maurer Wilhelm Heuberger, der am 1L April das 79. Lebensjahr vollendet. Die Witwe Euphrosine Ritter, geb. Gmeiner, Ehefrau des verstorbenen Zigarrenfabrikanten Wilhelm Ritter, erreicht am 11. April das 73. Lebensjahr. Der Zimmermann Blasius Kempf, wird am 13. April 82 Jahre alt und am 15. Aprü kann der Privatbahnangestellte a. D. Edmund Lindenmeier sein 83. Wiegenfest begehen. Der Geburtstagsjubilar stand viele Jahre im Dienst der Straßburger Straßenbahngesellschaft bzw. der MEG. Kiesgrube wurde urbar gemacht Schutterwald (j). Die an der Kreisstraße gelegene frühere Gemeinde-Kiesgrube erfuhr dieser Tage eine Bearbeitung durch Spitzhacke und Schaufel. Dadurch konnte ein größerer n*üjadpstraife^ urbar gemacht werden. 4 Montag, S. April 1951 Aus der Offenburger Umgebung Silberne Hochzeit Zell-Weierbach. Das Fest der „silbernen Hochzeit“ feierten am vergangenen Samstag die Eheleute Philipp Hauser (Philipp Sohn) und Frau Rosa, geh. Stürzei. Wir gratulieren. Munition im Rammersweierer Wald Rammersweier, (b) In der letzten Gemeinderatssitzung stand als erster Punkt das Wohnungsproblem auf der Tagesordnung. Es ist das größte Sorgenkind unserer Gemeindeväter. Die sehr lebhafte Debatte führte zu keinem festen Entschluß, daher wird man sich in der nächsten Sitzung abermals mit diesem Problem befassen müssen. — Einem Gesuch um Uebernahme einer Ausfallbürgschaft wurde zugestimmt, ein zweites Gesuch zurückgestellt. Zum Schluß wurde von einem Gemeinderatsmitglied mitgeteilt, daß im Gemeindewald noch mehrfach verstreut herumliegende Munition gefunden wurde Es wird daher besonders den Eltern empfohlen, ihre Kinder auf die Gefahren im Wald aufmerksam zu machen. Das Standesamt im März Rammersweier, (b) Unser Standesamtsregister hatte im März folgende Eintragungen: Geburten: Marika Elisabeth, V. Willi Volk, Kraftfahrer; Volkhardt Herbert, V. Reinhold Karan, Arbeiter. — Eheschließungen: Hans Schneekloth, Heizungsmonteur, mit Gerda Litterst, ohne Beruf; Alferd Hügel, Lokheizer, mit Hildegard Hesselschwerdt, Krankenschwester. — Sterbefälle: Karolina Bieser, geb. Fey, und Katharina Deutsch, geb. Biirkle. Vom Standesamt Ortenberg Ortenberg, (s) Das Standesamt verzeichnete im März: Geburten: Ursula Franziska, Vater Felix Kiefer, Postfacharbeiter, Käfersberg; Roßwitha Luise, V. Günther Karrow, Werkzeugmacher. — Heiratseinträge: Keine. — Sterbefälle: Franz Herp, Postbetriebswart i. R., 65 J.; Emma Greminger geb. Bahr, 54 Jahre. Aus Gengenbachs Familienchronik Gengenbach, (a) Am 9. April konnte Albertine Lambrecht, Feuergasse 1, auf 82 Lebensjahre zurückblicken; am 12. April feiert Joseflne Paulus, Hauptstr. 42, ihren 77. Geburtstag: am 13. April wird Georg Seewald, Leutkirchstr. 4, 77 Jahre alt; am 15. April vollendet Theresia Faller, Klostergasse 7, ihr 78. und Ida Waibel, Dorfstr. 27, ihr 75. Lebensjahr. Das Standesamt im ersten Vierteljahr Ohlsbach, (ü) Zehn Eintragungen wurden im abgelaufenen Vierteljahr in den Standesbüchern getätigt, nämlich: 5 Geburten, 2 Eheschließungen und 3 Sterbefälle. Biberacher Chronik Riberach. (s) Das Standesamt verzeichnete an Eintragungen im März: 1 Geburt, 3 Sterbefälle und 1 Eheschließung. — Durch verschiedentlich aufgetretene Ungenauigkeiten bei der alten Gemeindewaage hat sich die Gemeindeverwaltung veranlaßt gesehen, eine neue Waage anzuschaffen.. Der Kauf wurde bereits getätigt. — Frau Theresia Brunn, geb. Späth, begeht am 9. April, ihren 83. Geburtstag und Frau Barbara Schmieder, geb. Bohnert, zählt am 10. d. M. 72 Lenze. Den Geburtstagskindern die besten Glückwünsche. — Die in Haslach und Welschensteinach durchgeführte Prüfung als Obstbaumwart hat Hans Höhn mit gutem Erfolg bestanden. Er ist zugleich Pflanzenschutzwart der Gemeinde. Versammlung der Heimatvertriebenen Biberach. (s) In der vom Ortsverband der Heimatvertriebenen ab gehaltenen Versammlung im Gasthaus „Zum Adler" wurde ein Bericht über die am 24.. März in Haus ach abgehaltene Kreisvertretersitzung abgegeben. Mit Bedauern wurde die Nachricht vernommen, daß der bisherige 1. Kreisvorsitzende Katzer aus beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung gestellt hat. Ferner wurde bekanntgegeben, daß nach Beschluß der Kreisvertretersitzung zwei Vertreter des Kreises zu der am 8. April in Freiburg stattfindenden Landesvertretersitzung entsandt werden, welche bei der Neuwahl des Landesvorstandes die Interessen des Kreises vertreten sollen. Vorbereitungen für das Bezirksmusikfest Niederschopfheim, (b) Am 5. August findet hier das Bezirksmusikfest statt. Bereits jetzt wurde mit den Vorarbeiten begonnen. Auch die neue Musikhalle wird rechtzeitig fertiggestellt werden. Standesamtliche Nachrichten Niederschopfheim, (b) Standesamtliche Eintragungen im März: Geburten: Claudia Maria, V. Heinrich Ehret; Hermann Josef, V. Johann Rapp. — Eheschließung: Josef Ott, Bahnarbeiter, und Elisabeth Seidel, geb Veit. — Todesfälle: Alma Geiger, 69 Jahre; Hilda Neumann, geb. Berger, 79 Jahre; Sofie Ehret, geb. Bauer, 78 Jahre. Hanauerland und Ried Die Altersjubilare des Monats Ichenheim (f). Frau Katharina Jäger geb. Zeiser und Maurer Philipp Fäßler feiern am 6. 4. ihren 80.; Bäcker Eduard Bläsi am 8. 4. seinen 73.; Landwirt Karl Jäger L. S. am 9. 4. seinen 74.; Landwirt Julius Kleis am 10. 4. seinen 80.; Frau Magdalena Fischer geb. Jäger zur Zeit im Vinzentiushaus in Offenburg am 11. 4. ihren 71., Frau Christine Wurth geb. Krieg am 14. 4. ihren 73.; Landwirt Andreas Biegert am 20. 4. seinen 71.; Frau Berta Roth geb. Roth am 21. 4. ihren 71.; Frau Maria Anna Jäger geb. Nautascher am 22. 4. ihren 79. und Landwirt Gottfried Bläsi am gleichen Tage seinen 77.; Landwirt Fidel Bläsi am 25.4. seinen 83. Geburtstag. Wir wünschen allen unseren Jubilaren einen sonnigen und sorgenlosen Lebensabend. Die 60er feierten ihren Geburtstag Ichenheim, (f) Am Samstag feierten die Schulkameraden des Geburtsjahrganges 1890— 1891 im Gasthaus „Zum Schwanen“ ihren 60. Geburtstag. Bei Musik, Heiterkeit und mancher humoristischen Einlage vergingen die frohen und vergnügten Stunden nur allzu rasch. Hauptkörung der Ziegenböcke Ichenheim, (r) Im Gehöft der früheren Zuchtviehauktionen fand die diesjährige Ziegenbockhauptkörung statt. Das Material an Ziegenböcken war überdurchschnittlich gut; pfleglich und fütterungsmäßig ausgezeichnet waren die drei Böcke der Gemeinde Ichenheim, wofür Arnold Franz uneingeschränktes Lob ausgesprochen bekam. Auch die Zuchteber wurden am gleichen Tage einer eingehenden Prüfung auf Zuchttauglichkeit unterzogen. Tabakgeld kam zur Auszahlung Langhurst (j). In der Wirtschaft „Zum Srauß“ kam das Tabakgeld zur Auszahlung. Durch den Hagelschlag erlitten die Pflanzer erhebliche Mindereinnahmen. Beim Ueberholen angefahren Urioffen, (f) Auf der Bundesstraße 3, oberhalb des Renchtalbahnübergangs, wurde ein hiesiges Fuhrwerk von einem ausländischen Pkw beim Ueberholen von hinten angefahren. Während beide Fahrzeuge beschädigt wurden, trug eine Kuh Verletzungen davon. Personen kamen nicht zu Schaden. Unsere Geburtstagskinder im April Appenweier (v). Anna Walter, geb. Mitsch, Bahnhofstr. 26, wird am 13. 4. 75, Franz Xaver Wiedemer, Landwirt, Dorfstr. 133, am I. 4. 80, Franz Koger, Zimmermann, Wolkengasse 141, am 19. 4. 76, Wilhelm Armbruster, Pensionär, Wolkengasse 145, am 9. 4. 82, Maria Anna Schwarz, geb. Ullrich, Witwe, am 11. 4. 85, Ka- roline Bischler, geb. Kommeier, Witwe, am 1. 4. 79, Josef Wiedemer, Pensionär, Bach str 251, am 27. 4. 70. Sofie Hodapp, geb. Schnurr. Witwe, Oberkircher Str. 273, am 15. 4. 76 und Arthur Stumpf, Privatier, Ebbostr. 303, wird am 12. 4, 74 Jahre alt. Wir gratulieren den Jubilaren. Die Geburtstagskinder im April Zusenhofen. (r). Am 12. April vollendet Karl Feger sein 73. Lebensjahr, am 16. April feiert Sofie Vollmer ihren 70. Geburtstag, Georg Schribel und Sofie Vogt können am 22. und 23. April jeweils auf 75 Jahre zurückblicken. Herzlichen Glückwunsch. Gottesdienstanzefeer Gengenbach. Dienstag: 6,30 hl. Messe für Karl Maile - und Ehefrau: 7,15 Schülergottesdienst; 2. Opfer mit hl. Messe für Veronika Gühr geh. Meßmer, 7.00 Berglemesse n. d. Meinung. — Mittwoch: (Schutzfest des hl. Josef); 6,30 Gemeinschaftsmesse der Pfarrjugend; 2. Opfer mit hl. Mess« für Frieda Bühler; 7,15 hl. Messe für Wilhelm Kämmerer, Fußbach. Evange!. Kirche Gengenbach: Mittwoch; 9 Uhr Wochengottesdienst in der Anstaltskirche zu Fußbach. Offenburger Tageblatt Chefredakteur; Adolf Kimmig Badner Lead und Sport: Herbert Buhlet Kultur und Unterhaltung: Karl Oie« Lokale«: Dr. Alfred Geller Landwlrtschaftl. Beilege: Walter Fiebert Druck; A. Reiff L Cie„ Offenburg Mit Namen gekennzeichnete Artikel stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt auch die der Redaktion dar. Achtung Hausfrauen - Neuheit! VALAN Es spricht sich rund von Mund zu Mund erprobt u. gelobt - die Waschmaschine in der Tüte für Weiß-und Buntwäsche. Das neue, unschädliche Waschmittel - ohne Chlor, - Kein Einweichen u. kein Kochen mehr - 1 Btl. f. 151 Wasser. Einen Versuch heute noch - wird Sie überzeugen und begeistern. 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Klosterfrau Aktiv-Puder unerreicht saugfähig, geruchbindend, hilft Zuverlässig I Gengenbach Anzeigen-Annahme für die Heimaizeitung bei iukoedBuge* Schreibwaren Hauptstraße Anzeiganmiutei und Tazte fiii Familien- und Genohäfaqnieigen liegen aut Sie erhoben gerne Auskunft mnmmmmm iiiiiiiiii/iiiiiiimii Defekte Badio - Gerflte zu Radio Schmidt Ing- Rundfunk-MechanikerBetrieb Offenburg, Sophienslra&e 7 Nach wie vor Natur-Krepp' die preiswerte SJ Dauersohle i für jeden Schuh > . SVuAmaeKtni jßuluHg Bcxltr \ hoMlMtHkä «IAMOISTR.3 I Darlehen, Hypotheken, Rest- kaufselder; Kostenlose Auskunft durch: Dr. Emst Kiefer, Generalagent. Freiburg, Ja- cobistraße 21 parterre. ißettledernreinigung« jeden Donnerstag E. Tischer Offenburg, Hauptstr. 85 Anzeigen sind Angebot und Verkauf zugleich! 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