I» I 1 rrschilnt wöchenaid» viermal. Bezugspreis für den lautenden Monat DM 2.3« zuzüglich 30 Pi. Trägerlolm. Einzelnummer SO Pf. Im Falle höherer Gewalt oder bei Betriebsstörung hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung od Nachlieferung der Zeitung, auch nicht auf Rückzahlung des Bezugspreises. JHteltes Heimatblatt für Stabt unb Sezirk OffenbutQ Hoteiaenblatt mit anerkannt yuter Verbemirkuna Erfüllungsort und Gerichtsstand Offenhurg. Zur Zelt ist dl« Anzelgenprelsllste Nr. 2 gültig Dru Im bedeutendsten Rennen des Tages (Halbliterklasse) feierten die Nortonwerke nach ihrem, dreifachen Sieg in der 350 cm-Klasse sogar einen vierfachen Triumph, da alle vier Werksfahrer der Norton-Werke als erste das Ziel erreichten. Vergeblich stürmten die BMW- Fahrer Meier und Zeller gegen die Phalanx der vier Norton-Fahrer an, die ihren Spitzenfahrer, den Weltmeister Geoffrey Duke, abschirmten und niemand an sich vorbei ließen. Duke führte von der ersten bis zur letzten Runde und fuhr mit 138,4 km/std einen neuen Rundenrekord, der von Meier mit 138,2 km/std nicht ganz erreicht wurde. Die anderen drei Nortonfahrer Lockett, Brett und Kavanagh wechselten sich auf dem zweiten bis vierten Platz ständig ab. Walter Zeller duellierte sich mit seinem älteren Stallkameraden Georg Meier und. nahm zeitweise den fünften Platz ein. Der Italiener Lorenzetti auf seiner Vier- zylinder-Moto-Uzz! kam lange nicht richtig auf Fahrt, und erst in den letzten Runden gelang es ihm, das übrige Feld zu distanzieren. Sein Versuch, zu den führenden Engländern und den beiden Deutschen aufzuschließen, mißglückte jedoch, so daß er weit abgeschlagen auf dem siebenten Platz landete. Hlatet Stjw m mee-Sief, üke Süd&aden Rheinland-Pfalz unterlag jedoch im Wasser ball Dem Schwimmvergleichskampf zwischen Südbaden und Rheinland-Pfalz war am Eröffnungstag nicht das beste Wetter beschieden. Unter diesem Umstand war der Besuch der Veranstaltung eine Enttäuschung, die für die südbadischen Zuschauer noch dadurch vergrößert wurde, daß die Leistungen ihrer Lands leute nicht überzeugten. Die heimischen Vertreter mußten den Gästen in allen Wettbewerben des Samstags Doppelerfolge überlassen. Lediglich in der Loxioom-Lagenstaffel kam UeÜHteisUt-Uf stUeäette m diüUtku S täm uk te sse 30 000 Zuschauer erlebten 16:8-Sieg gegen Schweden Der Handball-Länderkampf Deutschland — Schweden begann am Sonntag in Duisburg mit der Vorstellung der beiden Mannschaften. Die schwedische Weltmeisterelf grüßte nach allen Seiten und erntete spontanen Beifall. Zu Ehren der Gäste und des Schiedsrichters von der Geest wurden die schwedische and niederländische Nationalhymne gespielt. An Stelle einer deutschen Nationalhymne wurde die Hymne an Deutschland gespielt. ersten Halbzeit: 0:1 Dahlinger, 1:1 Akerstedt, 2:1 Schädlich (13-Meter), 3:1 Schädlich, 4:1 Kempa, 5:1 Schädlich, 6:1 Käsler, 6:2 Sjunnes- son (13-Meter), 6:3 Moberg, 7:3 Dahlinger, 7:4 Sjunnesson (13-Meter) und 8:4 Kempa. In der zweiten Hälfte hatte sich die deutsche Deckung besser auf die schwedischen Stürmer eingestellt Da die Skandinavier nach der Pause nur noch mit fünf Spielern angriffen, hatte die deutsche Elf stets die Initiative. Der Ball wanderte mühelos und fehlerfrei von Mann zu Mann. Diese gute Ballsicherung, verbunden mit schnellen Angriffen bei ständigen Positionswechseln der Stürmer waren der Schlüssel zu den Torerfolgen, die in gleichmäßigem Abstand erzielt wurden. Die Schweden resignierten anscheinend vor diesem deutschen Angriffswirbel und konnten sich nicht zu ihrem berühmten Endspurt aufraffen. Von den vier Toren der zweiten Hälfte wurden drei durch verwandelte 13-Meter erzielt. Torerfolge, zweite Halbzeit: 9:4 Kempa, 9:5, 9:6 Sjunnesson (zwei 13-Meter) 10:6 Kuchenbecker, 11:6 Dahlinger, 11:7 H. Olsson, 12:7 Käsler, 13:7 Bernhard, 13:8 Sjunnesson (13- Meter), 14:8 Kuchenbecker (13-Meter) 15:8 Schädlich, 16:8 Podolske. Deutschland gewann die Platzwahl und spielte in der ersten Halbzeit mit Wind gegen die Sonne. Dem- Schiedsrichter stellten sich die Mannschaften in folgender Aufstellung: Schweden: Rune Nilsson, Walter Lars- son, Elof Kjellmann, Hans Olsson, Sven OUe Schoenberger, Lars Erik Olsson, Rolf Olsson, Sten Akerstedt, Leif Andersson, Ake Moberg, Evert Sjunnesson. Deutschland: Horst Brücker, Markus Bernhardt, Jügen Isberg, Fredie Heidemann, Werner Vick, Herbert Podolske, Horst Käsler, Bernd Kuchenberger, Bernhard Kempa. Hein Dahlinger, Walter Schädlich. Der deutsche Angriff fand sofort den Kontakt. Mit schnellen Kombinationen und dauerndem Abspielen des Balles wurde die massierte Schwedendeckung immer wieder aufgerissen und die deutschen Stürmer fanden wiederholt freien Raum für Torschüsse. Die Schweden brachten die bessere Kondition mit, kämpften auch vorbildlich, doch fehlte es ihnen offenbar an Witz und taktischem Verständnis. Der schwedische Angriff betrieb zu viel Einzelspiel, so daß die deutsche Abwehr sich immer wieder formieren konnte. Beide Torhüter warteten mit Glanzleistungen auf. Torfolge der Südbaden durch Disqualifikation der Rhein- land-Pfalz-Staffel, die nach interessantem Rennverlauf gesiegt hatte, zu der vollen Punktezahl. Männer: 200-Meter-Brust: 1. Tringbom (R) 2:58,7 Min.; 2. Ohligschläger (R) 3:08,2; 3. Summ (Sb) 3:08,2. 10 x 100-Meter-Lagen: 1. Südbaden 14:27,0 Min;. 2. Rheinland 14:16,2 Min. — disqualifiziert. Frauen: 100-Meter-Kraul: 1. Lindner (R) 1:21,4; 2. Wiegand (R) 1:27,2; 3. Traber (Sb) 1:29,5. 3 x 100-Meter-Lagen: Rheinland 4:43,0 Min.; Südbaden in 4:58,8 Min. — disqualifiziert. Die Ueberlegenheit hielt auch am Sonntag an. Der Kampf endete so mit einem klaren 119:83-Sieg der Rheinländer. Das abschließende Wasserballspiel entschied Südbaden mit 6:5 für sich. Männer: 100 Meter Rücken: 1. Lindner 1,20:4 Min.; 2. Hussong 1,21:3 Min.; 3. Walter 1,23:9 Min. 100 m Kraul: 1. Dr. Bornhaupt 1,03:5 Min., 2. Lindner 1,05:0 Min., 3. Wolf 1,09:0 Min. 100 m Brust: 1. Kaufmann 1,17:2 Min., 2. Summ I, 21:2 Min., 3. Beinhauer 1,22:8 Min. lOXlOOm Kraul: Südbaden 11,04:6 Min., 2. Rheinland II, 10:6 Min. Frauen: 4X100 Brust: 1. Rheinland 6,28:4 Min., 2. Südbaden 6,39:8 Min. 4 X100 m Kraul: I. Rheinland 6,05:2; 2. Südbaden 6,32:2 Min. 100 m Rücken: 1. Lindner 1,38:4; 2. Linnemann 1,38:5; 3 Herth 1,48:2 Min. gleich 138,0 km: 1. Geoffrey Duke (England) auf Norton 1:00:44,3 std gleich 136,0 km/std (neuer Klassenrekord); 2. Ken Kavanagh (Australien) auf Norton 1:00:50,5 std gleich 135,0 km/std; 3. Jack Brett (England) auf Norton 1:00:52,2 std gleich 135,8 km/std; 4. Johnny Lockett (England) auf Norton 1:00:53,3 std; 5. •Georg Meier (München) auf BMW 1:00:53,8 std; 6. Walter Zeller (Hammerau) auf BMW 1:01:12,4 std. . Waldkirch ist genistet! Nur eine kleine Weile noch, und die Pforten des Tumiersaales (Gasthof „Zum Rebstock“) ln der Kandelstadt Waldkirch im idyllischen Elztal werden sich dem 5. südbadischen Schachkongreß (1. bis 8. 9.) öffnen. In dem kleinen südbadischen Industriestadt- chen hat der rührige Schachverein von waldkirch unter der Kongreßleitung von Schachfreund Reiser für 250 zu erwartende Teilnehmer die Ausrichtung des Kongresses übernommen, denn die Zahl „5“ verpflichtet. Aus der umfangreichen schönen Festschrift seien von der Fülle der vielen Veranstaltugnen die fünf Turniere genannt: Meister-, Gästemeister-. Meisteranwärter-, Haupt-, Neben- u. Jugendturnier. Wie immer, so ist auch das diesjährige Ringen um den Titel „Schachmeister von Südbaden 1951“ eine harte und zähe Angelegenheit, sind doch für dis teilnehmenden Akteure in 8 Tagen zehn Runden durchzustehen. Titelverteidiger ist der routinierte Meister Mache te, Stuttgart-Freiburg, der schon ganze Arbeit leisten muß, um seine Widersacher Krauß, Dr. Linder, Diemer, Meßmer und Kfuschka, um nur einig« zu nennen, niederzuhalten. Großmeister E. D. Bo- golJubow-Triberg, der auf allen Kongressen außer Konkurrenz spielt, fehlt dieses Mal, da er Deutschlands Ländermannschaft verstärkt, die in Krefeld am 3.—5. September auf die jugoslawische Ländervertretung trifft. Im Gästeturnier treffen wir alte Bekannte wieder, die trotz ihrer Erfolge oder relativen Mißerfolge zu dieser schon ständigen Einrichtung «u unserem Kongreß kommen. Auch die anderen Turniere weisen eine gute Besetzung auf, so daß schachsportlich betrachtet, Verlauf und Ausgang für alle Teilnehmer ein ganz großer Erfolg zu werden verspricht. Auf der gleichfalls alljährlich im Rahmen de« Kongresses stattfindenden Generalversammlung wird die Abstimmung über den Zusammenschluß des süd- und nordbadischen Landesverbandes, der kürzlich von den offiziellen Vertretern in Baden-Baden getätigt wurde, seine Bestätigung finden und im Jahre 1952 erstmals wieder der gesamtbadische Kon. greß der Höhepunkt für Badens Schachspieler werden. Der Aufnahmeantrag der Sowjetzone Deutschlands ln den Internationalen Fußball-Verband wird auf einer Plenarsitzung des FIFA-Exekutiv-Ausschusses am 6. und 7. Oktober in London behandelt, entschied der Exekutiv-Ausschuß der FIFA, der am Wochenende unter dem Vorsitz seines Präsidenten Juels Rimet in Basel tagte. Bei der am 39. August beginnenden „Tour de France für Automobile“ .wird Porsche mit 5 Wagen als einzige deutsche Marke vertreten sein. Die Fahrt wird in Nizza gestartet und führt insgesamt übrr 5239 km. SlUHhtiH 8Ü4H HüUjMoU-faf Das beste Spiel nach dem Kriege DHB-Präsident Daume: Das deutsche Offensivsystem hat sich -durchgesetzt, wir gaben den Schweden keine Zeit zur Abwehrformierung. Spiel wart Perrey: Eine hervorragende Mannschaftsleistung. Der Sieg ist der Lohn der intensiven Vorbereitung des Offensivspiels. Schiedrichter van der Geest (Holland): Ich war streng, aber ich mußte es sein. Die deutsche Mannschaft hat mir gefallen, und ifch muß mich bei ihrem Kapitän für die faire Haltung bedanken. Der belgische Handballkapitän Hubert Car- nol meinte, es sei das beste Spiel gewesen, das er nach dem Kriege gesehen hat. Der deutsche Sieg sei auf Grund hervorragenden Mannschaftsspiels verdient. Es war eine großartige Werbung für den Handball. Mannschaftskapitän Kuchenbecker: Die schnellen Angriffe haben uns viel Kraft gekostet Wir freuen uns über den Erfolg natürlich sehr. Die schwedischen Spieler waren deprimiert und äußerten sich nicht r Montag, 27. August 1951 Mannheim kam in Mühlburg unter die Röder Kleeblatt-Elf erzwang 1:1 Unentschieden gegen VfB Stuttgart — Die „Löwen" kanterten VfL Neckarau 10:0 nieder — Knapper, aber verdienter Club-Sieg Einen überzeugenden 5:2-Sieg über den VfR Mannheim errang der VfB Mühlburg in seinem zweiten Punktespiel. Di# Platzherren hatten bei der Pause einen 2:0-Vorsprung durch Tore von Kunkel und Schäfer herausgeholt. Während dieser Zeit rettete Bechtel zweimal auf der Linie, so daß die Bemühungen der Rasenspieler, den Rückstand auszugleichen, vergeblich waren. Nach dem Wechsel war das Spiel ausgeglichen, doch konnten die Mannheimer nicht verhindern, daß Kunkel in der 56. Min. und Buthz in der 60. Min. den Vorsprung auf 4:0 ausdehnten.. In der 67. Min. gelang dann Langlotz der erste Treffer, dem Löttke in der 83. Mn. ein zweites Tor anreihte. Rastetter stellte in der 88. Min. das Endergebnis durch einen Freistoß her. SV Waldhof — Schwaben Augsburg 1:1 (0:0) Bei großer Hitze lieferten sich beide Mannschaften vor 8 000 Besuchern ein schwaches Spiel, das 1:1 endete. Nach torloser erster Halbzeit schoß Lipponer das erste Tor, dem fünf Minuten vor Schluß Strittmatter den Ausgleichstreffer entgegensetzte. Der Waldhofmannschaft stand eine gut kombinierende Augsburger Elf gegenüber, die jedoch die Deckung der Platzelf nicht bezwingen konnte. Eintracht gewann 96. Frankfurter Derby 3:1 Eintracht Frankfurt gewann das 96. Frankfurter Fußball-Derby gegen den FSV vor 25 000 Zuschauern, unter denen sich auch der ehemalige FIFA-Generalsekretär Dr. Ivo Schricker befand, vor aljem auf Grund einer sehr guten Leistung in der zweiten Spielhälfte verdient mit 3:1 (0:0) Toren. Nach einer schwachen ersten Halbzeit kam das Spiel nach dem Wechsel plötzlich in Schwung, als innerhalb von 30 Sekunden in der 57. Minute durch Meik der Führungstreffer für den FSV und durch Tempel der Ausgleich fielen. Ein Tor von Reichert (72. Minute) und ein placiert verwandelter 25,Meter-Freistoß von Pfaff (74. Minute) stellten den verdienten 3:1-Sieg der „Adlerträger“ her. VfB Stuttgart — Spvgg Fürth 1:1 * Im einzigen Meisterschaftsspiel der Oberliga Süd am Samstag teilten sich der VfB Stuttgart und die Spvgg Fürth vor 16 000 Zuschauern, unter ihnen Bundestrainer Sepp Herberger, bei einem 1:1 (1:0) die Punkte. Da das Neckarstadion wegen Renovierungsarbeiten nicht zur Verfügung stand, war der Kickers- Platz Austragungsort. Obwohl Fürth ohne Schade und Appis antreten mußte, waren die „Kleeblätter“ ein gleichwertiger Gegner. Bai- tinger und Gotinger waren die Torschützen. Fürth verlor in der 73. Minute seinen Außenläufer Helbig durch Platzverweis. 1860 München schlug Neckarau 10:0 Vor 10 000 Zuschauern besiegte 1860 München den VfL Neckarau überraschend hoch mit 10:0 (3:0). Im Münchener Sturm klappte es besonders nach der Pause sehr gut. Der nach dem Verlust seines Auges erstmals wieder mitwirkende Mittelstürmer Thanner war herausragend. Mondschein schoß allein fünf Tore. Bis zur Pause kamen die Löwen durch Zau- singer und Mondschein (2) zum Halbzeitstand. Nach dem Wechsel fielen in regelmäßigen Abständen sieben Treffer. Mondschein (3), Laux- mann (2), Thanner und Link waren erfolgreich. Viktoria Aschaffenburg spielt erneut unentschieden Vor einer in Aschaffenburg noch nicht erreichten Zahl von 15 000 Zuschauern trennten sich der Oberliga-Neuling Viktoria Aschaffenburg und das in spielerischer Hinsicht überlegene Bayern München 2:2 (1:2) unentschieden. Die Gäste zeigten nicht nur das bessere SV Weil — SV Schopfheim 2:2 (1:2) Fast 1 500 Zuschauer sahen ein gutes Spiel, bei dem Schopfheim in der 1. Hälfte tonangebend war, und auch nach Treffer von Bechtel und Säger mit 2:0 in Führung lag, ehe Nollert kurz vor der Pause auf 1:2 aufholen konnte. In der zweiten Hälfte kamen die Weiler besser auf, während Schopfheim frühzeitig auf Halten spielte. Den verdienten Ausgleich der Weiler konnte Buschbaum in der 70. Minuten erzielen. Rotweiß Lörrach — FV Lahr 3:2 (1:0) Von beiden Mannschaften wurden keine besonderen Leistungen geboten. Hinzu kam, daß Bayer (Lahr) bereits in der 15. Minute verletzt ausscheiden mußte. Lörrach ging in der 12. Minute durch Heberle in Führung. In der 57. Minute verwandelte Mayer einen Strafstoß zum 2:0. In der 75. und 76. Minute Zusammenspiel, sondern waren auch weit gefährlicher als die in der Abwehr zeitweise unsicheren Platzherren. Stab u. Budion (10 Min. vor Schluß) erzielten die Aschaffenburger, Witt und Scholz die Münchener Tore. » Schaffer hielt Elfmeter Nach spannendem Spielverlauf siegte der 1. FC Nürnberg vor 20 000 Zuschauern gegen Kickers Offenbach knapp mit 1:0 (0:0). Bis zur Pause ließen die gut funktionierenden Dek- kungsreihen den Stürmern nur wenig Spielraum. Ohne Baumann un Morlock- hatte die Clubabwehr einen schweren Stand gegenüber den weiträumigen Offenbacher Angriffen. Trotzdem hatten die Nürnberger die besseren Chancen, die aber nicht zuletzt von dem ausgezeichneten Gästetorhüter Ruscher vereitelt wurden. Dramatisch verlief die zweite Halbzeit. Nach einem Lattenkopfball von Baas glückte Glomb im Gegenzug (52. Minute) das alles . entscheidende Tor. In der 85. Minute verhängte Schiedsrichter Pfennig, Mannheim, nach Foul-Spiel an Schreiner, einen Elfmeter gegen den Club, Schaffer hielt jedoch den von Baas getretenen Ball. hieß es durch Bömmelburg 2:2. Erst in der 89. Minute fand die Feldüberlegenheit der Lörracher durch ein Tor von Greiner auch zahlenmäßig zum 3:2 seinen Ausdruck. Kuppenheim gut gerüstet Beachtlich war die Leistung, mit der die neu formierte Mannschaft des FV Kuppenheim die Gäste aus Rheinfelden förmlich überfuhr.. Durch Tore von Wdller (2) und Göhrig und das Ehrentor der Gäste durch Mellein stand die Partie beim Seitenwechsel bereits 3:1. Nach der Pause waren Weiler, Göhrig, Zäpfel und Burkhard nacheinander für die Gastgeber erfolgreich. Joe Maxim blieb Boxweltmeister Mit einem Punktsieg über den Herausforderer Bob Murphy (USA) verteidigte Joe Maxim (USA) am Mittwoch im New York Madison Square Garden erfolgreich seinen Boxweltmeistertitel im Halbschwergewicht. Maxim, der zum ersten Male wieder ln einem Tltelkampt atand, seitdem er vor 1» Monaten den Engländer Freddy Mills besiegte, war den ganzen Kampf hindurch überlegen. Murphy hatte lediglich die Chance, durch k.o. zu siegen. Mfitth A H E Uüt'-l&iik u$ Stm CßQb&Gi i Hoher 5:1- (2:0) Sieg des Offenburger FV UebenaschungeD in der eisten AmateuiUga Kuppenheim schlug den Rekord der Rekorde Der zweite Spielsonntag der südbadischen Amateurliga verlief nicht ohne lieber- raschungen. Der Meister des Vorjahres, Villingen, lag beim Neuling Gutach noch bei Halbzeit im Rückstand, um schließlich noch mit 2:1 knapp zu gewinnen. Rastatt 04, in Stockach gastierend, mußte sich mit 1:0 eine Niederlage gefallen lassen. Hingegen konnte Koiptanz in Kehl, das dem Anschein nach noch nicht die für eine erste Amateurliga erforderliche Elf zur Verfügung hat, hoch gewinnen. Den besten Eindruck machte Kuppenheim, das die Rheinfelder nach Belieben abfertigte. So spielten sie... I. Liga Süd VfB Stuttgart — SpVgg Fürth Vikt. Aschaffenburg — Bay. München Schweinfurt 05 — Stuttg. Kickers VfB Mühlburg — VfR Mannheim Eintr. Frankfurt — FSV Frankfurt SV Waldhof — Schwaben Augsburg 1. FC Nürnberg — Kickers Offenbach 1860 München — VfL Neckarau I. Liga Nord Eimsbüttel — VfL Osnabrück Arminia Hannover — Viktoria Hamburg 4:2 Lüneburger SK — Hannover 96 1.3 Werder Bremen — Bremerhaven 2:2 FC St. Pauli — Holstein Kiel 1:1 Eintr. Osnabrück — Göttingen 05 1:5 Eintr. Braunschweig — Bremer SV 1:0 I. Liga West Erkenschwick — Preußen Münster 2:1 Schalke 04 — Hamborn 07 1:1 1. FC Köln — Borussia Dortmund 3:2 Rheydter SV — Preußen Dellbrück 1:1 Meidericher SV — Schwarz weiß Essen 0:0 Alemannia Aachen — Katernberg 4:2 Leverkusen Fortuna Düsseldorf 0:0 Rotweiß Essen — Horst Emscher 5:0 1. Liga Südwest: 1. FC Kaiserslautern — Mainz 05 4:2 FK Pirmasens — Phönix Ludwigshafen 2:3 VfR Frankenthal — Eintracht Trier 2:1 Wormatia Worms — VfR Kaiserslautern 5:0 TuS Neuendorf — VfL Neustadt 0:2 Weisenau — FV Engers 4:0 Tura Ludwigshafen — Kreuznach 4:2 1A 22 1:1 5:2 3:1 1:1 1:0 10:0 Sri II. Liga Süd ASV Feudenheim — ASV Durlach 1:1 VfR Aalen — 1. FC Bamberg 1:3 Wacker München — Singen 04 3:0 SSV Reutlingen — Ulm 46 4:1 Freiburger FC — ASV Cham 1:3 1. FC Pforzheim — SV Darmstadt 98 1:2 Hessen Kassel — Bayern Hof 2:1 SV Wiesbaden — TSG Straubing 0:2 BC Augsburg — Jahn Regensburg 8:1 I. Amateurliga Südbaden: Gutach — Villingen 1:2 Kehl — Konstanz 1:5 Lörrach -— Lahr 3:2 Achern — 1844 Freiburg 1:8 Stockach — Rastatt 1:0 Kuppenheim — Rheinfelden 7:1 St. Georgen — Offenburg 1:5 Weil — Schopfheim 2:2 II. Amateurliga, Staffel I Gengenbach — Ottenau 3:2 Orschweier — Oberachem 1:4 Oetigheim — Wolfach 7:3 Oberkirch — Bühl 1:1 Muggensturm — Oetigheim 7:1 Haslach — Homberg 3:2 Bühlertal — Bietigheim 0:1 11. Amateurliga, Staffel II FC Freiburg Ib — Waldkirch 5:0 Waldshut — Fahmau 2:2 Handball-Landesklasse Südbaden: Durmersheim — Niederbühl 5:18 Freiburger FC *— Schultern 17:5 Lahr — 1844 Freiburg 4:9 Teningen — Hauingen 5:10 Sicherer als erwartet errang Offenburg auf dem gefürchteten kleinen Platz in St. Georgen einen hohen 5:1-Sieg. Die graslose harte Platzanlage machte den Offenburger Spielern zunächst stark zu schaffen. Sie ließen sich d|s hohe Spiel des Gegners aufdrängen, doch das bessere Einzelkönnen setzte sich zum Schluß doch durch. In der ersten Halbzeit lief das Spiel bei Offenburg noch einigermaßen flach, anschließend spielte man lässig und zu hoch, nachdem man sich des Sieges sicher fühlte. Nach 25 Minuten führt eine Kombination Bitt- ner-Kopp zum ersten Tor. Zehn Minuten später ließ Kopp eine Bombe auf .den Kasten, Klingert sprang dazwischen und köpfte zum 2:0 ein. Wiederum war es nach der Halbzeit Kopp, der einen Strafstoß unheimlich scharf und unhaltbar zum dritten Tor verwandelte. Anschließend kam St. Georgen nach verunglückter Strafstoßabwehr zum ersten und einzigen Treffer. In der 86. Minute war es abermals Kopp, der mit prächtigem Schuß das vierte Tor erzielte. Zwei Minuten vor Schluß konnte Bittner nach verunglückter Rückgabe des Gegners den 5. Treffer für den OFV unterbringen. Als beste Spieler kann man Kopp, Bittner und Armbruster bezeichnen. Torschützen sind: Kopp (3), Klingert (1) und Bittner (1). Eckballverhältnis 3:9. Schiedsrichter Henkel, Wollmatingen, leitete unsicher. Kl. Gute eiste Halbzeit - dennoch hohe Niedeilage KFV I—VfL Konstanz 1:5 (0:1) lieber 600 Zuschauer sahen zunächst den Neuling in der Amateurliga auf eigenem Platz gegen die versierteren Konstanter dauernd im Angriff. Die ersten 20 Minuten wickelten sich durchweg in der Konstanzer Hälfte ab, wobei der Konstanzer Torhüter namentlich in der 15. Minute mit letztem Einsatz ein sicheres Tor der Gastgeber vereitelte. Auf der Gegenseite rettete Roß H. wenig später auf der Linie. Die 30. Spielminute brachte die erste Ecke für Konstanz, die nichts einbrachte. Vier Minuten darnach ein Deckungsfehler der einheimischen Hintermannschaft, wobei eine saubere Hereingabe des Rechtsaußen durch den schnell spurtenden linken Läufer das erste Tor der Gäste erbrachte. In der Folge jagte Sommer einen scharfen Schuß neben das Tor. Der Pfiff zur Halbzeit beendete einen aussichtsreichen Vorstaß der Einheimischen innerhalb der Strafraumgrenze.. Die zweite Halbzeit sah alle Akteure zu Beginn trotz der großen Hitze recht frisch. In der 58. Minute schoß der Gästerechtsaußen im Alleingang das zweite Tor. Ein Strafstoß gegen die Gäste hob Sommer schön in den Strafraum, wo jedoch Sester zu langsam Startete, um den Ball zu verwerten. Kurze Zeit später war Weidt überhaupt nicht im Bilde, als der Ball im Lattenkreuz landete. Die Gäste hatten damit ein leicht vermeidbares weiteres Tor erzielt. Die 75. Minute erbrachte einen Strafstoß gegen Konstanz, wobei Roß Max Mittelstürmer Sester einsetzte und dieser mit scharfem Schuß den Torsteher anschoß. Sester angelte sich mit der Brust nochmals den Ball und drückte zum Ehrentor ein. Zehn Minuten vor Schluß rutschte Weidt ein Strafstoß unter war nicht immer ganz befriedigend. Zur Kehler Mannschaft sei noch gesagt, daß in letzter Minute vor Spielbeginn durch einen Unfall von Kiefer eine Umstellung notwendig machte, die sich namentlich auch durch das Fehlen von Baumert Emil doppelt bemerkbar machte. (on) DeuistLßjt Trolj deutschem Ersah SAweizer Niederlage in fast allen Disziplinen Die deutschen Leichtathleten gestalteten das 18. Zusammentreffen mit den Eidgenossen in Bern mit 121:90 Punkten zu einem klaren Erfolg. Bisher war den Schweizern seit 1921 kein Erfolg in diesen Wettbewerben beschie- den. Obwohl de deutsche Vertretung durch Verletzungen (Geister) und Urlaubsschwierigkeiten (Kraus u. Gude) geschwächt war, und die deutsche Sprintstaffel wegen Wechselgrenzen - Ueberschreitung disqualifiziert wurde, sprang ein klarer Sieg heraus. In den Sprüngen erlitten die Gastgeber unglückliche Niederlagen. Im Stabhoch- und im Hochsprung erreichten ihre Vertreter dieselben Leistungen, kamen aber durch die größere Anzahl von Versuchen nur auf den zweiten Platz. Im Weitsprung sicherte sich der Deutsche Meister Goebel erst im letzten Versuch den Sieg. In den technischen Uebungen war der Schweizer Rekordmann Senn durch eine Hüftverletzung behindert und erreichte nicht seine gewohnten Weiten. Die Stfiimei hatten mein als Pech VfR Adlern—1844 Freiburg 1:3 (1:1) Ueberblickt man den gesamten Spielverlauf, so konnten einem die Platzherren nach dem Abpfiff leid tun, denn das Ergebnis spiegelt keineswegs den reinen Spielverlauf wieder. Bei der prallen Hitze legten beide Mannschaften vom Anpfiff weg mehr Wert auf ein kraftvolles Spiel mit weiten Fiügeleinsätzen, wobei die Gäste gekonnt am Ball blieben, die Gastgeber hingegen sich kraftvoller einsetzten. Den ersten Fehler machte Griesbaum, als er einen harmlosen Ball auf dem unebenen Boden verfehlte und die Gäste hierdurch billig zur Führung kamen. Eine Drangperiode der Platzherren brachte vorerst lediglich vier Eckbälle ein, bis Vöttinger, der an dem Erfolg des 1844 den Hauptanteil hat, die erste Pappbombe über die Latte fähstete. Der längst fällige Ausgleich fiel durch Neurohr I, der sich gegen Kramer fein durchsetzte und ins lange Eck zum 1:1 einschoß Bei dem ausgeglichenen Kampfgeist konnte man schon zum Wechsel ahnen, daß nur die Mannschaft mit stärkeren Nerven den Kampf dem Bauch weg und wenige Minuten später I für sich entscheiden würde, zumal Lell, Mann-, gerundeter, mußte Kehls Cerberus zum fünften Male hin-[heim, sich das Spiel vom Mittelfeld aus sehr [werden, ter sich greifen. Schiedsrichter Busse-Rastatt>leicht machte und dadurch nicht fehlerfrei! wirkte. Es begann mit einem Schuß von Tritsch- ler, den Griesbaum zur zweiten Ecke für die Gäste boxte. Im Gegenangriff brachte bei einem tollen Durcheinander Schwerer den Ball nicht ins leere Tor! Während man um einen fragwürdigen Ausball stritt, nützten die schnellen 1844er eine kleine Deckungsschwäche der .Platzherren aus. Griesbaum konnte zwar den ersten Schuß noch halten, doch drückte Tritschler das Leder zum 1:2 ein und schoß kurze Zeit später das haltbare 3. Tor. Damit war das Spiel praktisch entschieden, obwohl Pappe nochmals die Latte traf und Neurohr III eine feine Flanke von Schwörer knapp neben den Pfosten köpfte. Schließlich war es wieder Vöttinger, der mit prachtvollen Paraden auch die bestgemeinten Schüsse von Neurohr I und III unschädlich machte und den Gästen zwei Punkte rettete. Es wäre falsch, wollte man die Gastgeber, die sich alle Mühe gaben, in Grund und Boden verdammen; wenn sie jedoch Punkte holen wollen — und diese werden sie brauchen — muß ihre Mannschaftsleistung noch viel ab- ihr Einsatz noch zielstrebiger Die deutschen Frauen setzten sich überlegen mit 74:32 Punkten durch und feierten dabei meistens Doppelsiege. Die deutsche Frauenmannschaft unterstrich damit erneut ihre Stärke. Die überragende Leistung der Berner Veranstaltung wurde in einem Nebenwettbewerb erzielt. Die vielseitige Holländerin Fanny Blankers-Koen, die mit recht als die beste Leichtathletin aller Zeiten bezeichnet wird, erzielte mit 4185 Punkten einen neuen Weltrekord im Fünfkampf. Männer: Weitsprung: 1. Goebel (D) 7,10 m; 2. Honegger (S) 6,92 m; 3. Ebnoether (S) 6,85 m. 10 000 m: 1. Eberlein (D) 31,23:7 Min.; 2. Steller (D) 31,26:7; 3. Frischknecht (8) 31,36:8. Diskus: 1. Hipp (D) 50,04 m; 2. Haeflinger (S) 46,23 m (neuer Schweizer Rekord); 3. Noack (D) 43,74 m. 800 m: 1. Bonah (D) 1,53:2 Min.; 2. Luethi (S) 1,53:8 Min.; 3. Dengler (D) 1.54:0 Min. 400 m Hürden: 1. Scharr (D) 54,4 Sek.; 2. Borgula (S) 54,7 Sek.; 3. Huppertz (D) 54,8 Sek. 100 m: 1. Zandt (D) 10,8 Sek.; 2. Wehrli (S) 10,9 Sek.; 3. Eichenberger (S) 11,3 Sek. Dreisprung: 1. Tro- zowski (D) 13,98 m; 2. Scheurer (S) 13,79 m; 3. Stauffer (S) 13,68 m. Hammer: 1. Veeser (S) 48,33 m; 2. Hagenburger (D) 47,24 m; 3. Dubs (S) 43,51 m. 4 X 400 m: I. Deutschland (Cleve, Vogt, Huppertz, Haas) 3.15:9 Min.; 2. Schweiz (Stalder, von Gunten, Epple, Sieger) 3,19:0 Min. Speerwerfen: 1. Luethi (S) 63,0 m; 2. Buesse (D) 62,58 m; 3. Hauer (D) 59,11 rn. Stabhochsprung: 1. Schneider (D) 4.20 m; 2. Scheurer (S) 4,20 m; 3. Hofstetter (S) 4.0 m. Hochsprung: 1. Baehr (D) 1,93 m; 2. Bahli (S) 1,93 m; 3. En- druweit (D) 1,80 m. 200-m-Lauf: 1. Zandt (D) 21,4 Sek.; 2. Wehrli (S) 21,5 Sek.; 3. Eichenberger (S) 22,2 Sek. Frauen: 100 m: 1. Sander (D) 12,5 Sek.; 2. Petersen (D) 12,8 Sek.; 3. Pretot (S) 13,0 Sek. Speer: 1. Müller (D) 42,35 m; 2. Groß (D) 39,48 m; 3 Köhler (S) 32,83 m. 200 m: 1. Sander (D) 25,5 Sek.;2. Hertneck (D) 26,2 Sek.; 3. Gygax (S) 27,8 Sek.; Kugel: 1. Kille (D) 13,4 m; 2. Wer- ler (D) 12,04 m; 3. Bollinger S) 11.16 m. Weitsprung: 1. Nitzsch (D) 5,66 m; 2. Seonbuchner (D) 5,45 m; 3. Zbinden (S) 4,94 m. Internationaler Frauen-Fünfkampf (außer Konkurrenz): Kugelstoßen: 1. Blankers-Koen (Holland) 11,10 m; 2. Wackerreuther (D) 9,93 m; 3. Seonbuchner (D) 8,55 m. Hochsprung: 1. Blankers-Koen (H) 1,50 m; 2. Wackersreuther (D) 1,43 m; 3. Seonbuchner (D) 1,43 m. 200 m. 1. Blankers-Koen (H) 24,5 Sek.; 2. Wackersreuther (D) 26,4 Sek.; 3. Seonbuchner (D) 27,4 Sek. Montag, 27. August 1951 2500 Üsd utSe t im Remmlinger (Bodersweier) der herausragende Fahrer des Tages Herrliches Fahrwetter hatte Petrus dien Oüenburger Organisatoren beschert und fertigte hiermit das letzte Glied an, das den gelungenen Radsporttag vervollständigte. Schätzungsweise 2500 Zusfchauefcr bevölkerten das grloße Oval des Kinzigstadions und kamen voll auf Ihre Kosten. Verbandsvorsitzender Hättig, begrüßte die zahlreichen Zuschauer und dankte dem Vereinsvorsitzenden Diebold für die Mühe, die sich der Offenburger Radfahrverein auf- erfegte, um für einen reibungslosen Ablauf der verschiedenen Rennen zu garantieren. Schon beim ersten Vorlauf des „Großen Eröffnungspreises“ im Fliegerhauptfahren setzte sich Betzier, Feuerbach, gleich an die Spitze und wollte es ganz genau wissen. Alles andere hinter sich lassend spurtete er die Bahn entlang und erreichte mit großem Vorsprung das Ziel. Spinner, der Offenburger Lokalmatador, konnte zwar den zweiten Vorlauf für sich entscheiden, mußte aber beim zweiten Zwischenlauf die bessterre Fahrweise des Münchners Spiegel, und deis Freiburger Wiesier, anerkennen, die seine Ausreißversuche vereiteln konnten und verwiesen den Offenburger im Endspurt auf den 3. Platz. Lösch aus Landau, konnte sich im Hoffnungslauf für die Endläufe qualifizieren, die nach dramatischen Runden Betzier. Feuerbach, als Sieger sahen. Den 2. und 3. Platz errangen Hennesch, Stuttgart, und Spiegel, München. Ebenfalls in der Jugendklasse beim Jugend- Punktefahren (25 Runden = 10 km) gab es erbitterte Kämpfe um Punkte und Prämien. Sieger wurde Wolfgang Boch, Baden-Baden, mit 15 Punkten. 2. Ludwig Ritter, Langhurst, 14 Punkte. 3. Friedrich Bayer, Hofweier 11 Punkte. 4. Schubneil, Freiburg, 5 Punkte. Um den Ehrenpreis der Stadt Offenburg kämpften die alten Kämpen in 10 Runden 4 km. Beachtlich die Leistung des Offenburger Sportkameraden Glück, der sich hier beim Rennen der Veteranen noch mit 70 (!) Jahren auf die Bahn wagte. Gewonnen wurde das Rennen von Prunk, Offenburg, vor Haußer, Altenheim, Junker, Hofweier, Zjnd, Schutterwald und Wiedemer, Windschläg. Punktefahren der Klasse C (50 Runden = 20 km). Dieses Rennen war die Domäne des Bodersweirer Remmlinger, der sich keine Prämie und keine Wertung entgehen ließ und anscheinend alles „brauchen“ konnte. Souverän beherrschte er das Feld und gewann mit 23 Punkten das Rennen. Der zweite war Maier, Lauterbach, mit 1L Punkten, vor Kempf, Langhurst, mit 11 Punkten und Faulhaber. Bodersweier, mit 3 Punkten. Im Wilhelm - Graf- Ged ä chtni sr ennen (Ausscheidungsfahren) waren 18 Fahrer am Start. Bei diesem Rennen mußte der letzte Fahrer jeder Runde aus scheiden und die letzten vier entschieden dann das Rennen unter sich. 1. Ehret, Freiburg, 2. Klehr, Cannstadt, 3. Hoek- ker Frieeenbeim (Pfalz) und 4 Lederer, Stuttgart. Der große Herbstpreis von Offenburg war ein 150 Runden Mannschaftsfahren nach 6- Tageart. Das Rennen sah wiederum bekannte Radfahrer aus Süddeutschland, die Gebrüder Marion! (Italien) und den Franzosen Boulain am Start. Sämtliche Ausländer zeigten bisher keine große Klasse und mußten schon im Fliegerrennen bei den Vorläufen ausscheiden. Schon zu Beginn des American-Rennens mußten die Marionis wegen Pedalbruch aufgeben und das Rennen gewann das Paar Klehr (Cannstadt) und Hennesch (Stuttgart). 2. wurde das Paar Ehret (Freiburg) und Wiesler (Freiburg) 1 Runde zurück und 22 Punkte, vor Kugelmann« (München) — Spiegel (München) 13 Punkte 1 Runde zurück und Betzier (Feuerbach) — Hasenfurter 23 Punkte 2 Runden zurück. Sch. Sport in der Heimat A-Klasse, Gruppe Nord: Leutesheim — Kork, 1:1 Renchen — Appenweier 2:5 Legelshurst — Willstätt 0:6 Urioffen — Zusenhofen 3:3 A-Klasse, Gruppe Süd: Ichenheim — Schutterwald 2:3 Waltersweier — Berghaupten 2:1 Heiligenzell — Weier 3:4 Schiltach — FV Lahr II 4:1 Zell — Hausach 2:2 A-Klasse Baden-Baden: Frankonia Rastatt — Sandweier 1:1: Lauf — Au am Rhein 2:1 Gernsbach — Bischweier 1:4 Gaggenau — Illingen 3:0 B-Kiasse, Staffel Nord:: Ottersdorf — Wintersdorf 2:2 Rauental — Plittersdorf 2:2 Forbach — Michelsbach 3:1 Würmersheim — Haueneberstein 4:5 Elchesheim — Lichtenthal 6:2 Kreisklasse, Staffel A Waldulm — Schwarzach 2:2 Ulm — Söllingen 1:8 Unzhurst — Neusatz 1:4 Stollhofen — Hügelsheim 2:0 Ex-Landesligist in Gengenbach geschlagen Gengenbach - Ottenau 3:2 (1:1) Das Spiel übertraf alle Erwartungen. Aeu- ßerst schnell begannen beide Mannschaften, wobei Gengenbach ein leicht überlegenes Feldspiel zeigte. Der Sturm vermochte jedoch ■nicht, die zahlreichen Vorlagen auszunützen. Die vorzügliche einheimische Hintermannschaft zerbrach die von Ottenau gefährlich vorgetragenen Angriffe. Ein Alleingang des schnellen Rechtsaußen brachte den Gästen in der 20. Minute das Führungstor. Der Gengenbacher Sturm wurde mit guten Vorlagen bedacht, verspielte jedoch die sichersten Chancen. Die 35. Minute brachte ihnen durch Höhnisch dep Ausgleich. Kurz vor der Pause mußte ein Gästespieler, offensichtlich wegen Minis- kus, ausscheiden. Nach dem Seitenwechsel versteifte sich Ottenau auf das Abseitsspiel. Es war sehr schwer, für den nichtanpassungsfähigen Gengenbacher Sturm hier Vorlagen auszunutzen. Einen Strafstoß von Sickinger verwandelte Fritsch in der 60. Minute zur 2:1-Führung. Die Gäste drückten nun schwer und glichen in der 68. Minute durch ihren reaktionsschnellen Linksaußen mit einem Kopfballtor aus. Jede Mannschaft setzte nun alles daran, um den Siegestreffer zu landen. Die Gäste mauerten und kamen nur noch vereinzelt mit gefährlichen Durchbrüchen vor das Gengenbacher Tor. Höhnisch fand in der 77. Minute eine Lücke und schoß im Alleingang zum vielumjubelten Führungstor ein. Fünfkampf-Weltrekord von Blankers Koen Die vierfache Olympiasiegerin Fanny Blan- kers-Koen (Holland) gewann am Sonntag in Bern den als Rahmenwettbewerb zum Länderkampf Deutschland — Schweiz ausgetragenen Fünfkampf der Frauen mit der neuen Welt- Rekordleistung von 4185 Punkten. Der Rekord wird von Ben Hamo (Frankreich) mit 3 204 Punkten gehalten. Die Holländerin schaffte in den einzelnen Hebungen folgende Leistungen: 200 Meter: 24,5 Sekunden; 80 Metes Hürden: 11,2 Sekunden; Weitsprung: 5,80 Meter; Hochsprung: 1,50 Meter; Kugelstoßen: 11,10 Meter. Die beiden deutschen Teilnehmerinnen Wak- kersreuther und Seonbuchner kamen auf 3 093 und 2 943 Punkte. 5:0 6:3 4:4 3:0 Vimbuch — Oensbach Weitenung — Scherzheim Weitere Ergebnisse Waltersweier II — Berghaupten II Zell a. H. Jgd. — Friesenheim Jgd. Kampfgeist entschied das Spiel 8V Lauf — SV An a. Rh. 2:1 (0:1) Der SV Lauf eröffnete das erste Verbandsspiel mit einem verdienten 2:1-Sieg gegen das spielstarke Au a. Rh.. Die Läufer Elf, die sehr ersatzgeschwächt antreten mußte, war ihrem Gegner zwar in technischer Hinsicht unterlegen,, doch glich sie dieses Handicap durch großen Kampfgeist aus. In der 43. Minute brachte der Gästehalblinke durch einen harmlosen BodenrolleP die Auer in Führung. Erst nach der Pause glückte dem famosen Läufer Sturmführer der längst fällige Ausgleich. Er war es auch, der für die Läufer Elf den Siegestreffer und damit die zwei Punkte herausschoß. Der Mannschaft gebührt ein Sonderlob, da sie erstmals wieder einen großen Kampfgeist an den Tag legte. er. Zusenhofen klar überlegen Urioffen 1 — Zusenhofen V 0:4 (0:1) Urloffens Fußballmannschaft mußte zu Beginn der Punktekämpfe mit mehrfachem Ersatz antreten. Zusenhofen, das eine leichte Feldüberlegenheit zeigte, verwandelte in der 14. Minute einen Elfmeter. Oft kamen die Platzherren gefährlich auf, konnten aber durch eigenes Schußpech und durch die Störungsarbeit des Gegners nicht zum Erfolg kommen. Nach der Pause ergriff Urioffen zunächst die Initiative, die Zusenhofen nach einem umstrittenen Tor wieder an sich riß. Die Gäste fanden sich besser und konnten sich durch ihren schnellen Mittelstürmer noch weitere zwei Tore einsenden. Im Vorspiel trennte sich die Reservemannschaft 3:3 (1:1) Fr. Orschweier I — Oberachem I 1:4 (1:2) faires und Beide Parteien lieferten ein verbissenes Spiel, in dem von keiner Seite etwas geschenkt wurde. Oberachern, das tznit einem Ersatztorwart antreten mußte, trug nach dem Anstoß einen schönen Angriff vor. Im Gegenzug kamen die Einheimischen überraschend zu ihrem billigen Führungstreffer. In den folgenden Minuten fanden sich die Acher- taler mehr und mehr und zeigten ihren zahlreich erschienenen Anhängern ein flottes Spiel Ein von Doll schön vorgetragener Strafstoß brachte in der 28. Minute durch Santo den Ausgleich, und neun Minuten später konnte derselbe Spieler nach einer Steilvorlage das Mißglückter Start des Gastgebers Schönwald I — Villingen I 1:6 Beim ersten Start in die diesjährige Verbandssaison gab die Platzelf eine denkbar unglückliche Figur ab. Eine Flanke von rechts erwischte der rechte heimische Verteidiger so unglücklich daß sie im eigenen Tor landete. Das ließ nichts Gutes ahnen. In der ersten Hälfte hatten beide Mannschaften gleichviel vom Spielgeschehen. Villingen hatte ein Plus darin, daß die Mannschaft gut deckte und der Sturm mit Schüssen nicht sparte, sobald sich eine Gelegenheit bot. Sehr gefährlich war ihr schneller Flügel, mit dem die heimischen Verteidiger sehr schwer fertig wurden. Nach etwa 25 Minuten stand das Spiel 2:0 für die Gäste. Endlich erhielt der linke Flügelmann der Platzelf eine brauchbare Vorlage. Sein Bombenschuß ergab das Resultat von 2:1. Nun kam die Wendung, aber nicht, wie die Zuschauer erwarteten. Wohl hatte Schönwald das Spiel ganz erheblich in der Hand, zeitweise drückend überlegen, aber der Sturm wollte den Ball ins Tor tragen. Ueberhastetes Schießen und reichlich Pech verhinderten jeden Erfolg. Die zwejfe Halbzeit war nur noch eine Angelegenheit der Gäste, deren Vorstöße brachten jedesmal einen Zähler und die so begehrten Punkte. Der Schönwalder Elf , fehlte es vor allem am gegenseitigen Verstehen, an der Ballabgabe, am genauen Decken. str. Knapper Tribereer Sieg FC .Triberg I — VfL Konstanz I b 2:1 (0:1) Die Platzherren hatten alle Mühe, die allerdings auch in bester Verfassung spielenden Konstanzer niederzuhalten.* Nach einem wechselvollen Start, bald die eine, bald die andere Mannschaft in Front, sorgten die Gäste in der zwölften Minute für die Ueberraschung durch ihren Linksaußen, der nach dem Durchbruch an dem herauslaufenden Triberger Torsteher den Ball zum 1:0 einschießen konnte. Diesen knappen Vorsprung verstanden die Gäste in. tapferer Gegenwehr bis zur Pause zu verteidigen. Nach dem Wechsel versuchten die Gäste den Vorsprung weiter auszubauen während die Gastgeber den Rückstand zu korrigieren hatten. Aber im Eifer des Gefechts vergaben die Seehasen sowie die Platzherren einige sichere Chancen. Erst in der 51. Minute konnte Tri- bergs Halblinker für seine Mannschaft den Ausgleich herstellen. Sechs Minuten vor Spielende gelang es Tribergs Mittelstürmer unter freudigem Jubel seiner Anhänger, das Leder zum 2:1 in die Maschen des Gästegehäuses zu setzen, was für Triberg Sieg und die ersten Punkte bedeutete. Das Vorspiel bestritt die A-Jugend des FC Triberg und die A-Jugend des FC Endingen. Bei diesem Treffen konnte die Triberger A- Jugend mit 7:3 Toren erfolgreich das Spielfeld verlassen. 2:1 für die Gäste erzielen. Weitere Angriffe konnten von der Hintermannschaft Orscb- weiers abgewehrt werden. So wurden mit 1:2 Toren die Seiten gewechselt. Auch nach der Pause waren die'Gäste die besseren. Zahlreiche Angriffe, denen nur vereinzelte der Gastgeber gegenüberstanden, brachten keine zählbaren Erfolge, bis Santo in der 75. Minute eine Vorlage von Koppel durch Umspielen des gegnerischen Torstehers zum dritten Treffer einschieben konnte. In der 80. Minute konnte für Oberachern der 4. Erfolg erzielt werden, und damit wurde das Endergebnis hergestellt. Trotzdem die Gastgeber alles auf eine Karte setzten, konnten sie an diesem Ergebnis nichts mehr ändern. ist. Der Fluch vom Engadin ROMAN VON GÜNTHER GROMANN 19. Fortsetzung Geblendet von soviel verderblichem Licht in den Augen des Alten, senkt Hans für Sekunden den Blick. Dann, als er ihn wieder hebt, schaut ihm ein häßlicher Hohn aus flackernden Augen entgegen und glimmt verräterisch fort. Die Augen des Försters verfinstern sich plötzlich zu einer eisigen Maske. Ein ungezügelter Haß erfüllt ihn, eine Elementarkraft, über die sein sonst so nüchterner Verstand nicht mehr Gewalt hat. Mit zwei Sätzen ist er bei den beiden und schlägt dem Waldhüter die Faust schwer und roh mitten ins Gesicht Dann reißt er Liesel an sich, die am ganzen Körper zittert und bebt Ein Blick, schnell und giftig wie ein Pfeil, trifft den Förster, daß er einen Augenblick blaß wird. Noch nie hat er einen so unbezähmbaren Haß aus den Augen eines Menschen aufblitzen sehen wie soeben. „Du Hund!“ zischt der Alte zwischen 'den Zähnen hervor. „Du erbärmliche Kreatur wagst es, deine Hand gegen mich zu erheben?“ Er greift mit einer schnellen Bewegung zum Hirschfänger, aber der Förster ist auf alles gefaßt. Mit ungeheurer Wucht schlägt er dem Alten die Faust unters Kinn, daß er wie ein Mehlsack zu Boden geht „Komm, Liesel, keinen Augenblick länger bleibst du in diesem Haus. Ich bringe dich zu meiner Mutter. Sie wird sich freuen, sich ein wenig um dich kümmern zt» können. Ich habe ihr schon sehr viel von dir ^erzählt.“ Ohne eine Widerrede abzuwarten, hakt er sein Mädel unter und führt sie aus dem Haus. Sie ist auch viel zu erschöpft, als daß sie sich widersetzen könnte. Ihr ist alles gleich. Langsam gehen sie den Waldpfad zum Forsthaus hinunter, während sich der alte Waldhüter in seiner Kammer langsam und stöhnend wieder aufrafft. Einen Augenblick ist er noch wie betäubt, doch dann leuchtet in seinen Augen ein Haß auf, so heiß und verzehrend wie kochende Lava. Zur gleichen Stunde ist der Bauer Jürgens seltsam berührt, als der Forstmeister Guckes persönlich bei ihm erscheint. Was hat das zu bedeuten? Fraglos hängt sein Besuch mit dem jungen Erdmann zusammen. Auch Irene ist überrascht über diesen seltsamen Besuch. „Nun, Jürgens, es verschlägt Ihnen wohl die Sprache, mich so unvermutet hier zu sehen, wie? Macht nichts, ich habe meine Gründe. Muß unbedingt mit Ihnen ernsthaft sprechen.“ Der Bauer wechselt einen flüchtigen Blick mit seiner Tochter. Ihm ist nicht ganz wohl ln seiner Haut. Der alte Forstmeister, ein Mann wie ein Eichbaum, läßt sich in einen Sessel fallen. Sein Gesicht ist von Wind und Wetter verwittert und die hellen Augen darin blicken lustig und immer vergnügt in die Welt. Seine wenigen Haare lassen vom an der Stirn nur eine Art kleinen Hochwaldes übrig, den er sich jedesmal, wenn er etwas gesagt hat, fast liebevoll über die Glatze schiebt, worauf sich die wenigen, kurz geschorenen Haare sofort wieder schrägt nach oben aufrichten wie windverwehte Kiefern, die der Sturm nicht fällen kann. Umständlich stopft er sich sein Pfeifchen und zündet es an. „Man kann mit dem blauen Dunst leichter den Trübsinn und die Feindlichkeiten des Alltags vergessen“, schmunzelt er. „Und nun setzen Sie sich mal zu mir, Jürgens, wir haben da etwas zu besprechen, was mich bedrückt.“ Umständlich nimmt der Bauer Platz, und auch Irene setzt sich auf einen Stuhl. Sie ist sehr gespannt, was den Forstmeister hierher geführt hat. „Also, Jürgens“, beginnt Forstmeister Guk- kes, und bläst den Rauch seiner Pfeife behaglich von sich, „Sie haben gestern einen gewaltigen Bock geschossen. Schnappen mir einfach meinen Schützling und sperren ihn ein. Mein Gott, Jürgens, hat Sie denn der Teufel geritten? Sie kennen doch Fritz Erdmann. Trauen Sie ihm denn so viel Schlechtigkeit zu?“ „Unsere persönliche Ansicht ist nicht maßgebend, Herr Forstmeister. Ich habe den jungen Erdmann in einer Situation angetroffen, die einfach unmißverständlich war. Es blieb mir gar nichts anderes übrig, als meine Pflicht und Schuldigkeit zu tun.“ „Gut, gut, Jürgens, das wird Ihnen auch kein Mensch übel nehmen. Aber Sie hätten doch mehr Ihren menschlichen Instinkt dabei spielen lassen sollen, dann wäre Ihnen ein so grober Irrtum nicht unterlaufen.“ Irene hat glühende Wangen. Ihr Herz macht Sprünge wie ein Fisch auf dem Trockenen. Am liebsten möchte sie dem alten Herrn um den Hals fallen und ihm seinen struppigen Bart küssen. Der Forstmeister also ist von der Unschuld des Geliebten überzeugt? Ach, dann kann ja nichts mehr schief gehen. „Ich kann mir nicht denken, daß mir ein Irrtum unterlaufen ist“, beharrt der Bauer, der es nicht gern zugeben möchte, daß er einen Mißgriff getan hat. Die Blamage im Dorf und das Gelächter wäre zuviel für ihn. „Sie wissen selbst, Hferr Forstmeister, daß man einen Wilddieb nur überführen kann, wenn man ihn auf frischer Tat ertappt, oder wenn er in trunkener Siegesfreude vor seiner Beute steht. Fritz Erdmann stand, als ich ihn am Bruch anrief, vor einem meiner besten Hirsche. Sie ahnen ja nicht, was das für mich bedeutete! Wochenlang war ich auf der Pirsch nach diesem Frevler, keine Nacht habe ich geschlafen, stundenlang saß ich auf Ansitz, immer in der Hoffnung, den Kerl vor den Lauf zu bekommen, und jedesmal ist er mir wieder durch die Latten gegangen. Vier Kapitale kommen bereits wieder auf sein Gewissen. Wissen Sie, was es heißt, ständig in Angst zu leben, dieser Kerl könnte sich wieder «in Menschenleben auf sein Gewissen laden? Herr Forstmeister, was ich in letzter Zeit durchgemacht habe, kann kein Mensch ermessen. Und dann sehen Sie plötzlich einen Menschen, neben ihm mein bester Hirsch, der Schweiß läuft ihm noch aus der Wunde, Sie sehen die gebrochenen Augen, die wie in stummer Anklage auf Sie gerichtet sind, und wenn Ihnen dann der Zorn nicht überwältigt, sind Sie kein Jäger.“ Der alte Forstmeister hebt den Kopf wie ein alter Platzhirsch, dem ein Luftzug um den Windfang fährt. v „Ich mache Ihnen ja auch gar keinen Vorwurf, Jürgens. Sie hätten sich nur eben etwas mehr von Ihrem menschlichen Instinkt leiten lassen sollen, dann wäre Ihnen manches aufgefallen, was Sie stutzig gemacht hätte. Ein so gerissener Bursche wie der Fluch vom Engadin benimmt sich nicht so stümperhaft und bleibt stundenlang bei seiner Beute stehen, daß man nur zugreifen braucht, um ihn abzuführen. Das wissen Sie doch ganz genau. Doch die Sprache der Vernunft war bei Ihnen stumm. In eine Enge getrieben und belastet mit der Verantwortung für das Wild und den Wald, vollkommen erschöpft vom marternden Drang nach Befreiung aus dieser Fessel, suchten Sie verzweifelt einen rettenden Ausweg und spielten mit Bildern solchen Ausweges wie jeder Gefangene in seinem Kerker. Dies allein entschuldigt Ihr übereiltes Handeln. Sehen Sie. Jürgens, damals vor fünf Jahren hat uns die Geschichte verdammt viel Kopfschmerzen bereitet und wir sind nicht zum Ziel gekommen, und Sie wollten das jetzt in wenigen Tagen schaffen? Nein, Jürgens, so leicht macht es uns der Bursche nicht. Doch will ich nicht verhehlen, daß wir vielleicht unserem Ziel sehr nahe sind. Ich habe mich die ganzen Jahre hindurch mit diesem Fall in aller Heimlichkeit befaßt. Es ließ mir einfach keine Ruhe. Und jetzt kann ich Ihnen auch sagen, daß uns vielleicht Ihr übereilte« Handeln ganz gut zu Nutzen sein kann. Ich habe nämlich einen ganz bestimmten Verdacht, der sich auf Grund meiner Ermittlungen und Ueberlegungen so langsam herausgeschält hat. Sollte er zutreffen, dann werden Sie sicher sehr überrascht sein. Sie haben gestern den jungen Entmann, einsperren lassen, gut Ich nehme an. daß bis heute nichts passiert Ist was darauf schließen läßt, daß der Wilderer sein Unwesen weiter treibt?“ Fortsetzung folgt. Erst spät kam der Ruhm Georges Rouault, einer der größten französischen Maler der Gegenwart Paris hat in diesen Tagen Georges Rouault gefeiert, den nunmehr achtzigjährigen Maler, einen der größten Meister der Farbe, die die Gegenwart kennt, dazu bemerkenswert als geistige Erscheinung: Rouault ist ein wirklicher Christ, der an einer Gesellschaft leidet, die ihm in diesem Betracht nur aus Kompromissen zusammengesetzt scheint, ein Einsamer, der aller Schulen spottet, ein Mystiker, der im Grund ein Mensch des Mittelalters ist, der, verkannt wie ein Cözanne. dennoch wenigstens zu Lebzeiten die Gewißheit erhielt, daß er einmal zu den ganz Großen der französischen Malerei gehören wird. Rouault war sein Leben lang verkannt, der Ruhm kam erst sehr spät zu ihm. Das erklärt vielleicht sein widerspruchsvolles Wesen, das vom Lächeln im Augenblick zur Wut wechselt und keine Konzessionen macht. Er selbst macht es sich nicht leicht, so ist sein „Alter König“ 1916 begonnen und 1936 vollendet worden Man erinnert sich noch der 800 „unvollendeten“ Bilder, um die sich Rouault mit den Erben des Kunsthändlers Ambroise Vollard vor Gericht auseinanderzusetzen hatte Rouault gewann den durch Jahre geführten Prozeß: er bekam tatsächlich die Bilder zurück, von denen er 300 sofort in den Ofen steckte, obwohl sie einen Wert von mehreren Hunderttausenden von Mark darstellten, und machte sich daran, die übrigen von neuem in Angriff zu nehmen. Zu seinem 80. Geburtstag sollte ihm der Präsident der Republik im Elysee die Ehrenlegion überreichen. Rouault sträubte sich lange, denn er ist vom Fieber der Arbeit besessen, er will noch alles vollenden und vervollkommnen, was er as unzureichend ansieht, er geht nicht mehr aus und sieht keine Gäste bei sich; alles ist für ihn verlorene Zeit. Aber die Familie bestand darauf, daß er den Gang ins Elys6e antrete, man könne den Präsidenten nicht vor den Kopf stoßen. „Gut, gut“, brummte der Greis, „ich werde hingehen und ihm meine Meinung über die Steuern und noch so ein paar Dinge sagen.“ Er war dann im Palast sehr aufgeräumt und kehrte ganz befriedigt nach Hause zurück: „was wollt Ihr, man kann doch schließlich nicht einen Mann anranzen, der einem ein so schönes Band um den Hals hängt!“ Vincent Auriol ist es also besser gegangen als jenem Minister, der .Rouault vor Jahren einmal mit „Verehrter Meister“ anredete. Rouault explodierte beinahe: „Verehrter Meister, verehrter Meister“, öf'te er den Minister wütend nach, „das hätten Sie mir mal lieber sagen sollen, als ich im Elend steckte und vier Kinder aufzuziehen hatte!“ Mit den Bürgern hat er schlechte Erfahrungen gemacht, und er hält es mit Leon Paul-Fargue, der das Wort geprägt hat: „Der Bougeols ist ein Mann, der eine Idee erst akzeptiert, wenn si. ganz mit Staub bedeckt ist.“ Seine Werke sind eine Anklage, seine Dirnen und Clowns, vor allem die --ehreckl'^on Richter, die füi ihn alles Unrecht in der Welt symbolisieren. Aber .clbst seine Clowns mit ihrem halb grotesken, halb traei sehen Gesichtsausdruck. Zeugen des mansch liehen Leides, scheinen gemacht, einen gotischen Spitzbogen auszufüllen, sie sind ebenso von einem religiösen Gefühl durchtränkt wie seine eigentlichen religiösen Malereien Am Abend vor seiner Hochzeit fragte ihn eine Dame aus der Familie seiner Frau, von der er wußte, daß sie ihn able^nte, was sein Vater sei. „Er war Arbeiter bei Beyel“, antwortete Rouault. „Sie wollen doch wohl sagen: Angestellter?", fragte die leicht schockierte Dame zurück. „Nein, er war Arbeiter“, behände der Maler, und als seine Partnerin ein Gesicht zog. fragte er sie: „Sind Sie Christin?“ — „Welche Frage!“ — „Dann werden Sie auch meinen Vater achten, wie Sie es mit Joseph dem Zimmermann, und seinem Lehrling, dem Jesusknaben, tun.“ Die Dame entfernte sich und zischte: „Ah, jetzt endlich verstehe ich, warum der Mensch so häßliches Zeug malt!“ (dad) Komet erscheint am Himmel Staubwolken und leuchtende Gase im All — Kometen künden von bereits geschehenem Unglück Allerlei Aberglauben und seltsame Märchen ranken sich um die Schweifsterne, als sonderbarste Erscheinungen des nächtlichen Himmels. Seltsamerweise gibt der Forscher dem Volksmund recht, der dem auf tauchenden Kometen unglücksschwangere Kräfte zuspricht. Nur in einem unterscheidet sich die Meinung Die brennenden Sümpfe von Sumatra Phosphorgranaten führten zur Entdeckung ergiebiger Oelvorkommen Während der Nachkriegswirren auf Sumatra geschah es, daß sich eine Abteilung aufständischer Bataks in die südlichen Sumpfgebiete zurückzog und von hier aus einen erbarmungslosen Kleinkrieg erst gegen die Holländer und später gegen die indonesischen Regierungstruppen führte. Den Guerillas war in dem unwegsamen und fieberverseuchten Gebiet nicht beizukommen, bis schließlich eine Gruppe erfahrener Dschungelkämpfer ausrückte, um den Widerstand zu brechen. Sie hatte binnen weniger Wochen Erfolg durch eine ebenso einfache wie überraschende Methode: mit Phosphormunition wurde in die grünlich schillernden Sümpfe geschossen, hinter denen sich das Hauptquartier der Rebellen befand, und bald schlugen Flammen aus der Oberfläche des stagnierenden Wassers hervor und wälzten sich schwere dunkle Rauchwolken über die Gegend. Was von den Aufständischen nicht erstickt war, kam keuchend und hustend hervorgekrochen und ergab sich kampflos. Die Nachricht von dieser seltsamen Ausräucherung gelangte auch nach Djakarta, und die Regierung entsandte alsbald Experten, welche die brennenden Sümpfe untersuchten Sie stellten fest, daß sich unter ihnen ergiebige Erdölvorkommen befinden mußten — in Sumatra keine Seltenheit, haben doch schon die bisherigen Bohrungen im Süden der Insel gewaltige Quellen erschlossen. Da die Indonesier die Ausbeutung nicht den wenig beliebten Holländern überlassen wollten, schlossen sie mit den amerikanischen Standard- und Texas-Oil-Companies Verträge ab. die eine neue Gesellschaft, die Caltex-Oil-Company, ins Leben - riefen. Mit einem Kanital von etwa 20 Dollarmillioner werden die neuen Erdölvorkommen erschlossen und große Raf • finerieanlagen erbaut werden. An dem Gewinn wird die Republik Indonesien mit einem guten Prozentsatz beteiligt sein und so auf Jahrzehnte hinaus Vorteil aus jenen Sümpfen ziehen, die der Krieg in Brand steckte Ina Glückwünsche für Cecil B. de Mille Der 70jährige kennt nur die Arbeit — Mass^nregisseur feierte im kleinsten Kreis Ganz Hollywood war auf den Beinen, um I beteiligt war, ist damit zu einem der reichsten den 70. Geburtstag von Cecil B. de Mille, dem Millionäre Hollywoods geworden. Gründer Hollywoods und größten Filmregisseur aller Zeiten zu feiern. Seit Monaten waren Kuriere unterwegs, die Unterschriften von allen prominenten Freunden de Milles unter ein Gratulationsschreiben sammelten. Der Jubilar, der in seinen Filmen die gewaltigsten Massenszenen und den luxuriösesten Aufwand zu zeigen pflegt, hatte jedoch nur eine kleine Gesellschaft im engsten Freundeskreise angeordnet. Sie wurde abgehalten in seinen beiden riesigen Villen in Hollywood, die er durch einen Glas-Korridor hat verbinden lassen. Das Menu war für Hollywooder Begriffe geradezu sensationell einfach. Es gab Puterbraten aus de Milles eigener Zucht und anschließend Eisbomben. Nach dem Essen begab sich die Gesellschaft dann in das Privattheater des Filmkönigs, um sich einen Wildwest-Film anzusehen. Seine Enkelkinder schenkten ihm Schlipse und Socken, die sie selbst gekauft hatten, während ihm der Stummfilm-Star Julia Fay einen Kuchen überreichte. Fay ist Mitglied des „de MiUe-Clubs“, dem ältere Schauspieler angehören, die an den 69 Filmen des Geburtstagskindes mitgearbeitet haben. 69 Filme hat de Mille gedreht, seit er im Jahre 1913 nach Hollywood kam. Sein erstes Werk in dem damals noch von Wüsten umgebenen Hollywood hieß „The Squaw Man“, kostete 15 000 Dollar und brachte 225 000 Dollar ein. Von all den Tausenden von alten Filmpionieren, die zum Geburtstag Glückwünsche übersandt hatten, ist de Mille immer noch der rüstigste. Jeden Tag arbeitet er mindestens zwölf Stunden, und seine jüngeren Assistenten können das Temno kaum durchhalten. Am Morgen nach seinem Geburtstag war er bereits wieder als erster in den Studios, um an seinem letzten Werk „Die großartigste Schau der Welt“ zu arbeiten. In Hollywood hat man die Ansicht: „Der Kerl ist verrückt“ schon längst revidiert. Dieses Urteil war entstanden, als de Mille im Jahre 1924 fiir den Film „Die zehn Gebote“. 1.4 Millionen Dollar ausgab Eine solche Summe für ein religiöses Thema zu verwenden, war selbst den an Sensationen gewöhnten Holly- woodem zu viel Die Filmverleihen wollten ihm für diesen Streifen nur die Hälfte zahlen da er statt des F'wnenllcht»* T.qmoen benutzte, die nur einen Teil der Gesichter der Schauspieler zeigten. „Haben Sie nie etwas von Rembrandt gehört?“ frarte de Mille den Produzenten und verlangte dann wegen der mangelnden Beleuchtung den doppelten Preis. Seine Filme, von denen nur zwei Mißerfolge waren, erzielten 560 Millionen Dollar und wurden von über drei Milliarden Menschen gesehen. De MUl e. der an allen seinen Streifen prozentual Sein jetziger Film „Die großartigste Schau der Welf“ wird das Gewaltigste, was er bisher geschaffen hat. Er wird noch weitaus größer als „Samson und Dalila“, an dem 10 000 Statisten beteiligt waren. 16 Monate vor Drehbeginn mußten sich die Hollywood-Stars die in der „großartigsten Schau“ mitwirken, dem Mammutzirkus „Ringling Brothers and Bamum & Bailey anschließen, um das Zirkusleben kennenzulernen. Doubles sind bei de Mille nicht erlaubt. So muß Dorothy Lamour den Zahnhang einüben und Betty Hutton einen Trapez-Flug. Mit diesem Film sind de Milles Pläne aber noch lange nicht erschöpft. „Ich möchte mit der ersten Seite der Bibel anfangen und von jeder Seite einen Film drehen“, erklärte er kürzlich. Seine ganze Leidenschaft gilt seiner Bibliothek. Er besitzt mit 10 000 Bänden die umfangreichste religiöse Buchsammlung Amerikas. De Mille will sich mit seinem 70 Geburtstag noch lange keine Ruhe gönnen. Er möchte noch viele Filme hersteUen, die ähnlich erfolgreich werden wie „Samson und Dalila“, der bisher 20 Millionen Dollar einbrachte. der Himmelsforscher: daß nämlich die Katastrophe sich nicht ereignen wird, sondern be- reits ereignet hat. Wem es möglich ist, durch ein Fernrohr den Himmel näher zu erkunden, wird an diesem auch unscheinbare, kleine Wölkchen erkennen. Sobald sie in die Nähe unserer Sonne gelangen, fangen sie plötzlich an, immer stärker zu leuchten Bald entpuppen sie sich als Schwefelsterne. Bei diesen Wölkchen handelt es sich nicht um feste Weltkörper, wie etwa einen Planeten oder einen Mond, sondern um Staub, der in ungeheuer feiner Verdünnung zu eine; - Wolke zusammengeballt ist. Wo aber große Oberflächen, walten, wird auch mehr Licht aufgenommen und widergespiegelt. Eine große Rolle spielen hierbei verschiedene Gase. Bekanntlich ist der Schweif immer von der Sonne weggerichtet Also kann es sich tatsächlich nur um leichte, staubartige Stoffe handeln, die vom Druck der Sonnenstrahlen fortgeschoben werden. Die Untersuchungen des Kometenspektrums haben ergeben, daß in der Tat gewisse auch auf der Erde bekannte Gase, die im eisigkalten Weltraum an den Staubkörnchen des Kometen angefroren sind, in Sonnennähe zum Tauen, Aufleuchten und Prinseßehens erster Geburtstag .... wird sicherlich unter diesem Bild lm Familienalbum des englischen Königshauses stehen, zumal Prinzessin Anne ein strahlendes Festtagslächeln zeigt und sehr stolz ist, daß sie das kleine Koralienkettchen, das auch ihre Mutter zu ihrem einjährigen Geburtstag trug, anlegen durfte. Richtungeinnehmen gezwungen werden. Millionen und Milliarden Kometen schwirren andauernd durch den Weltraum, ohne von uns wahrgenommen zu werden, da kein Sonnenstrahl das Staubwölkchen zum Leuchten anregt. Noch merkwürdiger ist die Entstehungsgeschichte der Kometen Es gab einmal einen Planeten, ähnlich unserer Erde, der von einem anderen zerrissen und zerstäubt wurde. Alles löste sich in Wohlgefallen auf. Durch Zufall blieben einzelne Staubwölkchen beisammen und zogen fürderhin als Kometen durchs A1L Die Gase froren an den Staubkörnern an. Oft querten solche Kometen die Erdbahn, aber selbst diese sonst giftigen Gase vermochten infolge ihrer Verdünnung nichts auszurichten. Nur ein großer Sternschnuppenfall setzte ein. Denn die Gesamtmasse eines Kometen beträgt kaum die eines mittleren Berges. Rast die Erde durch einen Kometen, so heißt das, etwa durch ein ungelüftetes Zimmer gehen. Dr. v. Papp Schlesisches Pflaumenmus Die Grünberger „Obstbacke" um das Jahr 1850 Südbaden, besonders die Ortenau, hat in diesem Jahre eine Zwetschgen- und Pflaumen- Ernte von riesigem Umfang zu verzeichnen. Schätzt man doch allein im Kreise Bühl die Zwetschgen-Ernte auf 500 000 Zentner. Da dürfte es auch die Leser dieser Zeitung interessieren, daß in meiner Vaterstadt Grünberg (Niederschlesien) bereits um die Mitte des vorigen Jahrhunderts eine große industrielle Obstverwertung (Obstbacke) bestand. Es war der Weinkaufmann Eduard Seidel, der um das Jahr 1850 in Grünberg eine Obstbacke und Muskocherei mit Dampfkesselanlagen“ schuf. Als eifrigen Förderer des heimischen Obstbaues war sein Augenmerk nicht nur darauf gerichtet, mehr Obstbäume anzupflanzen und größere Ernten zu erzielen durch sachgemäße Pflege der Bäume, sondern auf einen wesentlichen Punkt im gesamten Obstbau: die schnelle und vorteilhafte Verwendung und Verwertung der Ernten. Damals kannte man ja noch nicht das „Wecken“ der Früchte, ihre Konservierung im heutigen Sinne. Seidel gründete ein „Obstproduktengeschäft zur Herstellung von Obstkonserven und Dörrobst“. Die Dampfkesselanlage mußte nun eine Reihe kupferner Kessel für die Kirsch- und Pflaumenkocherei heizen, die sog. „Obstbache“. Ein doppelter Schwenk kessel, in dem in 12 Minuten drei Zentner Pflaumen weichgekocht wurden, erregte damals das Staunen der Grünberger Einwohner. Kamen doch an manchen Tagen 300 bis 400 Zentner Pflaumen auf den Hof der FabrikEine Uhr geht 100 Jahre Eine Anlage im Institut für Ionosphärenforschung der Max-Plank-Gesellschaft Im Institut für Ionosphärenforschung der Max-Planck-Gesellschaft in Lindau am Harz ist eine Uhrenanlage konstruiert worden,, die für ein volles Jahrhundert die genaue Zeitangabe gewährleisten soll. Die Uhr, die den praktischen Anforderungen der modernen Forschung entspricht, ist für die automatische Beobachtung der Ionosphäre von großer Bedeutung, Im Landauer Institut sind drei Quarzuhren. Sie werden ständig miteinander verglichen, und während eines Zeitraumes von etwa drei Jahren kann eine Abweichung von nur einer Sekunde genau festgestellt werden. Die Genauigkeit einer Quarzuhr beruht auf der außerordentlichen Gleichmäßigkeit, mit der ein Quarzkristall seine Schwingungszahl einhält. Mit - Hilfe einer Rückkopplung kann der Quarzkristall in einer dauernden Schwingung gehalten werden. Da die Umgebungstemperatur maßgebend für die Gleichmäßigkeit der Schwingen ist, halten Heizgeräte und Ventilatoren den Uhrenraum auf gleicher Temperatur. Der Quarzkristall selbst ist von einem äußeren und einem inneren Thermostat umgeben, die dafür sorgen, daß die Temperaturen des Kristalls nicht mehr als ein hundertstel Grad von 39 Grad Gelsiue abweicht. Die EtaetaUuDg der Lindau« Quarzuhren erfolgt nach der „Minute Null“ des Zeitzeichens des NWDR., das nach einer Quarzuhr der Sternwarte in Hamburg-Bergedorf gegeben wird . . . Dipl.-Ing. Geisweid einer der Mitarbeiter des Lindauer Instituts, verwertete die Genauigkeit der Quarzuhr, indem er durch die gleichbleibende Schwingungszahl ein Uhrwerk steuern ließ, das nicht nur Minute und Stunde, sondern auch Tag, Monat und Jahr, anzeigt. Gleichgültig ist dabei ob der Monat 28 oder 31 Tage, das Jahr 365 oder 366 Tage hat. Diese Jahresuhr. die bisher auf der Welt kein Gegenstück aufzuweisen hat, wird seit einiger Zeit erprobt. Sie hat inzwischen bewiesen, daß sie den Anforderungen des Instituts nach einer genauen Zeitanlage gerecht wird. Ihren jeweiligen Stand hält ein Filmstreifen bei den automatischen Registrierungen der Ionosphäre fest Auch die Laufzeiten elektrischer Wellen, die von ei r Station ausgesandt und von einer zweiten, weit entfernt liegenden empfangen werden, können mit Hilfe dieser Uhr genau bestimmt werdeii. Diese Messungen ergeben wichtige Aufschlüsse bei der Auswertung verschiedener Ereignisse auf der Sonne oder in der Ionosphäre, die u. a. den Funkverkehr auf d» Erde merkbar beetof hu ae n . anlage Die Schlesier haben für Pflaumenmus immer ein großes Interesse bekundet Aus dem Schwenkkessel kam der Brei in große Wonnen, aus denen acht kräftige Frauen ihn auf kupferne Siebe schöpften und mit neuen, kurzgehackten Birkenbesen durchrührten.. Männer schütteten ihn in tiefe Kessel und rührten ihn sorgsam dick. Sollte Mus zum Schneiden entstehen, kam der steife Mus in sechs bis acht Fuß lange und drei Fuß breite flache Kupferwannen und wurde mit Hojzkruken von zuletzt vier Mann gerührt, bis er nur noch mit dem Messer zu schneiden war. Der weiche Mus kam in Zentnerfässer, der ganz feste Mus in Schachteln. — Heute ist natürlich die Herstellung von Pflaumen- und Zwetschgen-Mus weit rationeller infolge moderner Maschinen. In großem Maße wurden auch saure Kirschen verarbeitet. Ein Teil wurde abgebacken, der Hauptteil aber zu Saft verarbeitet. Sie wurden in Mühlen zermahlen und in Säk- ken ausgepreßt Das Backobst wurde hauptsächlich nach Ostpreußen versandt als „begehrtes Kompott für das Landgesinde“. Später kam auch noch in großem Umfange das A b b a k - ken von Aepfeln und Birnen hinzu. Der stolze Erfolg der vielen Arbeit war der, daß „Seidels Eingemachtes“, wie damals die heutigen Konserven hießen, in weiten Kreisen unseres Vaterlandes geschätzt und gerühmt wurde. Es war eine schöne Tat der Stadt Grünberg, diesem Mann dadurch ein Denkmal zu setzen, daß eine Straße in Grünberg seinen Namen trug. Eduard Seidel war es auch, der eine Stiftung ins Leben rief, nach der an jeden Schüler, der Ostern die Schule verließ und dessen Eltern ein Stüde Ackerland besaßen, je ein junger Obstbaum nach eigener Wahl übergeben wurde. Er wollte damit den schlesischen Obstbau fördern und bei der Jugend die Freude am eigenen Besitz eines Baumes wachrufen. Diese segensreiche Einrichtung bestand noch im Jahre 1943 Richard Kern (Zell-Weierbach). Bobby wird gebildet Bobby ist eingeladen. Nach dem Essen fragt er die Hausfrau: „Haben Sie auch Familie, verehrte Frau Hollebusch?“ Stolz antwortete sie: „Ja, zwei Buben, mir direkt aus dem Gesicht geschnitten!“ Da sieht sich Bobby die Dame noch einmal genauer an, dann meint er: „Na, bei Jungens macht das ja nichts!“ ♦ Das Brautpaar »ging in die Kirche. Zwei kleine Blumenstreukinderchen folgten. Erfreut rief Bobby, als er das Schauspiel sah: „Was haben die beiden doch für hübsche Kinderchen!“ * Gerade lehnt Bobbv eine lange Leiter an das Haus, als ein Polizist vorbeikommt und ihn fragt: „Was soll denn das bedeuten?“ „Ach“, meint Bobby da verlegen, „ich bin mit dem Portier böse!“ Montag, 27. August 1951 Offenburg schmückt sich zur Stadtfeier Die lebten Trümmer sollen beseitigt werden — Am Bahnhof entsteht eine Verkehrsinsel / Mim ZEITGESCHEHEN das Opfet füt Uett&tety Bin Sohn der Drelfalti'gkeitsikjrehe, Erich ‘Beneke, der vor vierzehn Jahren hier seine Primiz geifeiert hatte, kehrte gestern in seine Heimatkirche zurück. Nicht um hier wieder einmal ein heiliges Meßopfer zu zelebrieren, sondern um hier zu bitten für seine Pfarr- gemeinde, die 11 000 Seelen zählende Gemeinde Penzberg in Oberbayem. Aus dem bayrischen Kohlenpott kam der Priester, der einmal in der Woche die Soutane mit dem Steigeranzug, vertauscht und mit dem Förderkorb in die Stollen hinabführt, wo seine Gemeindeglieder die Kohlen von den Wänden schlagen. Mühsam und in ständiger Lebensgefahr müssen sie ihr tägliches Brot verdie- ' iten. Es reicht kaum für die Ernährung der großen Familien in ihren primitiven Barak- ken, geschweige denn zum Wiederaufbau der Stadtkirche. Deshalb ist er selber hinausgegangen ins Land, um Geld zu sammeln für seine Gemeinde und ihre Kirche, mit der er sich ganz eins weiß, obwohl sie ihm sein Amt nicht leicht macht. Sie hat den Sohn der Dreifaltig- keitspfarret auch ijn seinem Innersten verwandelt. Der ruhige, besinnliche Mensch ist zum glühenden Verfechter des Wortes Gottes geworden, der Wahrheit des Wortes, das wahrhaftig nicht immer angenehm ist. Aber wie er es in Penzberg seinen Arbeitern predigt, vorlebt und im steten Kampf mit dem Antichrist verficht, so unmittelbar und unmißverständlich hat er es gestern in der stark besuchten Dreifaltigkeitskirche in die Offenburger Gemeinde getragen. Sie hat ihn verstanden. Tief ergriffen vernahm sie das harte Schicksal ihrer Glaubensbrüder, denen Armut, Zwietracht und Unfrieden stete Hausgenossen sind. Ihnen den Frieden zu schenken, den Trost, die Freude und die Zuversicht, auch in schweren Tagen, dazu sollen das neue Gotteshaus und letztlich damit auch die Opfer dienen, die Offenburg gestern für Penzberg in reichem Maße gebracht hat. Heber 2000 DM wurden allein in den Vormittagsgottesdiensten gespendet. „Vergeßt mich nicht“ rief der Stadtpfarrer den Offenburger Gläubigen zu, „wenn ich nicht mehr auf der Kanzel stehe, wenn Ihr vor der Kirchtür seid“. Erich Beneke aus der Schwarzwaldstraße, heute Pfarrer im oberbayrischen Kohlenpott, wußte, weshalb er nicht nur einmal mahnend so sprach. Es gäbe nicht so viel Unrecht, Elend und Kriege auf der Welt, wenn die Menschen nicht so schnell vergessen würden. r. Mit Hochdruck wird bei der Stadt für die 850-Jahrfeier und die Ortenauer Herbstmesse gearbeitet. Dazu gehört nicht nur die Fertigstellung des Messegeländes an der Kinzig und die umfangreichen Vorarbeiten, die, nur wenig sichtbar, in den Ausschüssen usw. getroffen werden, dazu gehört auch die Verschönerung des Stadtbildes. Wie vorteilhaft hat sich doch allein durch den hellen Anstrich das Salzhaus verändert. Rathaus und auch Landratsamt werden ihm an äußerer Schönheit bald nicht mehr nachstehen. Dem Beispiel von Stadt und Staat eifern bereits viele Bürger nach. Ein Offenburger Haus nach dem anderen wird frisch verputzt. Um so mehr stechen jetzt die anderen ab, deren Besitzet entweder nicht in der Lage, oder auch nicht Willens sind, vorgenannte Schönheitsreparaturen durchführen zu lassen. Pm ,850. JA. Gerade in unmittelbarer Nähe des Stadtmittelpunktes stehen zwei Häuser, die unbedingt renoviert werden sollten. Darf gehofft werden, daß sie bis zur Stadtfeier nicht mehr unangenehm auf fallen? Doch nicht nur in der Stadtmitte gilt es, das Stadtbild Verunzierendes zu beseitigen. Auch an den Stadteingängen sollte das geschehen. Wenn die Festgäste nach dem schön an- Ukset j teste lud das Uod (Die an dieser Stelle veröitentllchten Beiträge stellen lediglich die MeinungsäuBerung de» Einsenders dar. Die Veröffentlichung geschieht außer Verantwortung der Redaktion.« Macht die Demokratie Harakiri? Unter Bezugnahme auf § 11 des Pressegesetzes ersucht Rechtsanwalt Dr. Rom- b a c h - Stuttgart, zu dem in der Ausgabe vom 20. 8. unter der Ueberschrift: „Entschließung gegen Rombach-Urteil. Notfalls Gegenmaßnahmen der Gewerkschaften erwogen.“ um Aufnahme folgender Berichtigung: 1. Es ist unwahr, daß der rechtshängige Anspruch auf Unterhaltsbeitrag für insgesamt nur 3 Monate irgendetwas mit „rechtsradikalen Strömungen“, mit einer „Verhöhnung und Gefährdung der Demokratie“ oder mit einer „Untergrundbewegung“ zu tun hat. Wa h r ist, daß der vom Landgericht Offenburg pflichtgemäß zuerkannte Anspruch sich auf eine als rechtsverbindlich anerkannte Verordnung des demokratischen Staatspräsidenten stützt. 2. Es ist unwahr, daß der Unterzeichnete „sich in das Licht der Oeffentlichkeit gestellt, sich als politisch Verfolgter gebärdet und damit die Kriegsgeschädigten und Kriegsbeschädigten verhöhnt hat“. Wahr ist, daß der Unterzeichnete selbst Kriegsgeschädigter und Kriegsbeschädigter sowie u. a. Inhaber des Sturmabzeichens ist. Infolge 44 Monaten Gefangenschaft und KZ und 1 weiteren Jahres Arbeitslosigkeit, sowie infolge der 5% Jahre dauernden Verhinderung an der Ausübung des erlernten Berufes, war er diese ganze Zeit nicht in der Lage, für seine Familie zu sorgen. Der geltend gemachte Anspruch ist deshalb nicht nur juristisch, sondern auch moralisch gerechtfertigt. Auszahlung der Renten 3. Es ist unwahr, daß der Unterzeichnete „mit spekulativen Unternehmungen gescheitert ist“. Wahr ist, daß er sich nach dem zwangsläufigen Verkauf seiner wertvollsten Sachwerte an einem Industrieunternehmen beteiligen mußte und trotz gewissenhafter Sicherung hierbei erheblich Verluste erlitten hat. Wahr, ist weiter, daß der Unterzeichnete vor dieser Beteiligung den Stadtrat erfolglos gebeten hatte, ihm durch Gewährung eines geringen Unterhaltsbeitrages diese Industrie- Beteiligung zu ersparen. 4. Es ist unwahr, daß der Unterzeichnete seinen Posten 1 Tag vor der Besetzung unter Mitnahme seiner Personalakten verlassen hat. Wahr ist, daß er einem militärischen Stellungsbefehl Folge leistete und daß seine Personalakten bereits 1944 im Ministerium des Innern in Karlsruhe verbrannt sind. Der Restbestand seiner Personalakten befindet sich heute noch bei der Stadt. 5. Es ist unwahr, daß es auf die Frage „Wahl“ oder „Ernennung“ ankomme. Im Uebrigen wurde der Dienstvertrag des Unterzeichneten am 17. 1. 1934 vom Bürgerausschuß einstimmig genehmigt. 6. Es ist unwahr, daß nur durch Aufruf der Offenburger Betriebe ein „demokratisches Recht“ in der hier streitigen Frage geschaffen werden kann. Was „demokratisches Recht“ und finanziell tragbar ist, hat das Bundesgesetz zu Artikel 131 des Grundgesetzes festgelegt. 7. Es ist unwahr, daß „die Demokratie (d. h. deren Säuberungsorgane) den Unterzeichneten sehr mild behandelt haben“. Wahr ist, daß sowohl die Spruchkammer in Freiburg als auch die in Tübingen übereinstimmend festgestellt haben, daß kein Anlaß besteht, dem Unterzeichneten das Recht auf Pension etc. zu entziehen. Mit diesem gesetzlich erzwungenen Schlußwort Rombachs ziehen wir nun tatsächlich den Schlußstrich unter eine unerfreuliche Debatte. Die Auszahlung der Kriegsversehrtenrenten Ausflug des Kegelclubs findet am 29. und 30. August statt. Alle übrigen Renten werden am 31. August und 1. Bohisbach. (1) Am Donnerstag machte der September ausbezahlt. Kegelclub „Gut Holz“ seinen diesjährigen Die Empfänger von Invaliden- und Ange- Ausflug. Er führte zunächst ins Renchtal, zu stelltenrenten werden gebeten, den Renten- |( jen romantischen Allerheiligen-Wasserfällen empfangsschein wieder auf den alten Renten- un< j dann am schönen Mummelsee vorbei nach betrag auszustellen und zu unterschreiben, dem Murgtal. Nach der Besichtigung der Der Rentenempfangsschein für die Nachzah- jLthwarzenbachtalsperre führte der Weg über hing Monat Juni und September wird vom^ 0 rbach nach Gernsbach. Anschließend fuhr Postamt ausgefertigt_ jman nach der Ebersteinburg. Neuweier, war . , . . , , ..... , (die nächste Station. In fröhlicher Stimmung t r Lebensjahr vonendete am Mittwoch ^m letzten Ziel, der Stadt Bühl ent- phienstr. 9. Dem Eisenbahnveteran nachträg- gege "’ w ° im Gasthaus Altenburg auch der lieh unsere herzlichsten Glückwünsche. Kegelsport auf seine Rechnung kam Der schone Ausflug fand m diesem Lokal, dessen Ihren 70. Geburtstag feiert heute F&u Her- Wirtin eine Bohlsbacher Bürgerstochter ist, tha Herrn geh. Merz, Kronenstraße 1. Wir mit einem gemütlichen Beisammensein sein gratulieren. Ende. gelegten Meßplatz strömen, dann werden sie in der Vorstadt an einer zerstörten Mauer vorbeikommen, die mit geringen Mitteln vollständig zu beseitigen wäre. Könnte es nicht noch bis zur Herbstmesse geschehen? Und am Nordeingang der Stadt? Die Trümmer des Hauses Ecke Haupt—Franz-Volk- Straße und des Bahnhof-Hotels? Die des letzteren werden diese Woche nun beseitigt. Das Gelände wurde schon vor längerer Zeit durch die Stadt von Herrn Kelterer erworben. Ein schwerer Bagger wird die Trümmer des Bahnhof-Hotels abräumen und sie in die tiefen Kellerschächte werfen. Dadurch wird das Gelände eingeebnet, das hierauf folgendermaßen äusgewertet werden soll: Der Gehweg bleibt als Art Verkehrsinsel bestehen. Nach ihr werden sämtliche Haltestellen der MEG, der Post-, Bundesbahn- und Touringclubsomnibusse verlegt, die heute weiter südlich beim Halten den Verkehr behindern. Neben dem Straßenstreifen, der für die Omnibusse reserviert wird, bleibt eine Durchfahrt frei, an die sich weiter westlich noch ein Parkplatz anreihen Wird. Auch entlang der oberen Straßburger Straße soll ein Parkplatz entstehen. Auf dem hinter den Parkplätzen freibleibenden Gelände kann, sobald rieh ein Interessent findet, wieder ein Bahnhof-Hotel entstehen. Vielleicht ließe sich dort auch eine Ladenreihe, ähnlich der zwischen Bahnpost und ehern. Verkehrsverein, erstellen. Hauptsache ist vorerst jedoch, daß die Ruinen gegenüber dem Bahnhofseingang, der übrigens auch eine Umgestaltung erfahren soll, verschwinden und gleichzeitig durch die Verlegung der Omnibus- und MEG-Haltesfellen nach der Verkehrsinsel, ferner durch die Anlage von Parkplätzen vor dem Bahnhof eine wesentliche Verkehrserleichterung geschaffen wird. Es ist zu begrüßen, daß die Stadt damit einem dringenden Bedürfnis Rechnung trägt. Es wäre aber auch zu begrüßen, wenn die anderen Trümmer ebenfalls weggeräumt und alle Bürger sich an der Verschönerung des Stadtbildes zur bevorstehenden Jubelfeier'beteiligen würden. In fünf Minuten zum Ausrücken bereit Hoher Ausbilduugsstand der Feuerwehr — Arbeitstagung der Wehrführer Der Beratung von Feuerwehrfragen diente die Arbeitstagung der Feuerwehrkommandanten des Unterabschnitts Offenburg am gestrigen Sonntag im Sitzungssaals des Landratsamts, zu der erstmalig auch die Bürgermeister des gesamten Kreisgebiets eingeladen waren. Kreisbrandmeister Oskar B e c h t führte einleitend aus, daß nur die Zusammenarbeit der Bürgermeister mit den Feuerwehrkommandanten , und den Wehrmännern die geschlossene Einheit bilden könne, die imstande sei, den Mitmenschen in Not und Gefahr Beistand zu leisten. Dort, wo man für diesen Zusammenschluß kein Verständnis aufbringe, müsse das Kreisfeuerwehramt selbst eingreifen. Als eine der wichtigsten Vorbedingungen für eine erfolgreiche Bekämpfung bezeichnete der Kreisbrandmeister eine geregelte Löschwasser-Versorgung. Die Gemeinden müßten unbedingt auch dafür Sorge tragen daß man sich vom elektrischen Strom unabhängig machen könne, falls dieser versage.. Daher dürften in den Kreisgemeinden auf keinen Fall die vorhandenen Löschwasserstellen vernachlässigt werden. Aus gegebener Veranlassung wies er auch darauf bin, daß heute noch vorhandene Luftschutzeinrichtungen nicht mehr vernichtet werden dürften. Als dringende Erfordernis für , die Ausbildung stellte der Kreisbrandmeister neben der Förderung des Nachwuchses den unerläßlich notwendigen Bestach der Feüerwehrschulen in Freiburg heraus. Besonders in den Lehrgängen für Feuerwehrführer und Maschinisten könnten reiche Erfahrungen gesammelt werden. Besonders die Wintermonate müßten für diese Lehrgänge ausgenutzt werden. Auch •legte er den Bürgermeistern nahe, die abge- ordneten Wehrmänner mit Beihilfen für diese Kurse zu unterstützen. In Verbindung damit ließ der Kreisbrandmeister keinen Zweifel darüber offen, daß es auf die Dauer auch für die kleinste Gemeinde unerläßlich sei, sich endlich Motorspritzen zu beschaffen. Dann kam der Kreisbrandmeister auf die umstrittene Feuerschutzabgabe zu sprechen, die in der Hauptsache zur Gewährung von Zuschüssen für die Beschaffung von Geräten u. a. Verwendung finden. Wenn der einzelne Feuerwehrmann seine Freizeit und oft Leben und Gesundheit opfere, so müsse man auch von den Gemeindeangehörigen auf Mithilfe rechnen. Eine weitere Anweisung bezog sich u. a. auf die unbedingt erforderliche Instandsetzung der Feuerwehrhäuser, die keine Schutt- abladestellen sein dürften. Auch der oft katastrophale Zustand des Schlauchmaterials müsse unbedingt behoben werden. Der Kommandant der Offenburger Wehr und gleichzeitig Kommandant des Unterabschnitts Offenburg, Max F e i 1 er , informierte sodann die Versammlung über die Bestimmungen bezüglich der Anforderung der Ueberland-Brandhilfe Nur in Fällen, in denen die örtliche Wehr außerstande sei, einen Brand selbständig zu bekämpfen, dürfe die Ueber- iandhilfe angefordert werden. Auf alle Fälle müsse in Zukunft vermieden werden, auswärtige Wehren bei kleineren Bränden zu Hilfe zu rufen. Hinsichtlich verschiedener Zweifelsfragen bezüglich der Kostenerstattung bei der Inanspruchnahme der Ueberland-Brandhilfe stellte Kommandant Feiler fest, daß grundsätzlich die betroffene Gemeinde die Kosten zu tragen habe. Aller» dings würden den Gemeinden von der Landesregierung 80 Prozent der entstandenen Kosten rückvergütet werden. Bei dieser Gelegenheit konnte der Offenburger Wehrführer den Versammlungsteilnehmern die Mitteilung machen, daß die Offenburger Wehr heute auf einem solch hohen Stand angelangt sei, daß sie bereits fünf Minutei) nach Alarm aasrücken könne. -.iwasw-' Im Laufe der Arbeitstagung war den Bürgermeistern und Kommandanten Gelegenheit zu einer Aussprache gegeben. Dabei - verwies u. a. der Kreisbrandmeister noch darauf, daß zur Erhaltung der Schlagkraft der Wehren regelmäßig durchzuführende Hebungen unerläßlich seien, an die sich aber jeweils eine eingehende Lagebesprechung anschließen müßte. Er dankte insbesondere den Wehren, die sich bei der Bekämpfung der letzten Brandkatastrophe in Reichenbach in hervorragender Weise betätigt haben. Bedauerlicherweise sei im Polizeibericht kein Wort davon erwähnt worden, daß der Feuerwehr in diesem Falle auch die Rettung von Menschenleben zu danken war. Zusammenfassend dürfe man heute bekennen, daß die Feuerwehren Südbadens zu den besten in der gesamten Bundesrepublik zählen Sie fänden auch seitens der Landesregierung die beste Unterstützung. Abschließend versicherte der Kreisbrandmeister, daß alles getan werde, um im Kreise Offenburg die Wehren zu jener Einsatzfähigkeit heranzuerziehen, die sie im Ernstfälle in die Lage versetze, der Bevölkerung in jeder Not und Gefahr zu helfen. Nachrichten aus dem Kreis Weil das Fuhrwerk unbeleuchtet war... Schutterwald. Hier ereignete sich am Freitag um 20.30 Uhr dadurch ein Verkehrsunfail, daß ein Dreiradlieferwagen von einem unbeleuchteten Pferdefuhrwerk zur Seite gedrückt wurde und dadurch an einen Holzstoß gefahren ist. Der Lieferwagen wurde beschädigt, der Fahrer und sein 15 Jahre alter Sohn verletzt. Das Pferd wurde ebenfalls verletzt. Schutterwalds Häuser erhielten neue Nummern Schutterwald, (j) Dieser Tage wurden an den Häusern neue Nummernschilder angebracht. Während bisher jeder der drei Ortsteile durchgehend numeriert war, brachte die Neuerung für jeden Straßenzug eine besondere Nummernbezeichnung. Beschlüsse des Gemeinderats Diersburg (s). In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde die Frage der Erweiterung der Wasserleitung in das neue Baugelände besprochen und die notwendigen Entschlüsse gefaßt. Dann wurde ein Schätzer für Tierseuchenverluste ernannt. Für die Volksabstimmung im September wurde der Wahlausschuß gebildet. Ferner sollen verschiedene Kanalisationen erneuert bzw. neu gebaut werden. Geburtstagsfeiern in Ortenberg Ortenberg (s). Der Weichenwärter a. D. Kosmas Weißer, der früher in Bohisbach wohnhaft war, vollendete am 26. August sein 79. Lebensjahr bei guter Rüstigkeit. Am 28. August wird der Landwirt Adolf Friedmann, der noch täglich seiner landwirtschaftlichen Arbeit nachgeht, 84 Jahre alt. Sofie, geb. Seckinger, Witwe des Josef Herp in Käfersberg, vollendet an diesem Tage ihr 79. Lebensjahr. Die Rosa, geb. Braun, Witwe des Gustav Herp, feiert am gleichen Tage ihr 78. Wiegenfest. Den Geburtstagskindern unsere herzlichsten Glückwünsche. In Bad Mergentheim gestorben Ohlsbach, (ü) In Bad Mergentheim, woselbst er Heilung von langem Kranksein suchte, verstarb 51jährig Bahnarbeiter Friedrich Fricker. Die große Beliebtheit des Verstorbenen bekundete die außergewöhnlich große Beteiligung am Leichenbegängnis. Musik- und Sportverein ehrten ihr treues Mitglied mit Nachruf und Kranzspende. Desgleichen die Eisenbahndirektion und die Gewerkschaft. Ferner ehrten der Musik verein und der Werkchor den allzufrüh Entschlafenen mit Trauerweisen. Wir beglückwünschen Niederschopfheim (b). Es vollendeten am 17. August Bahnarbeiter a. D. Franz Karl Bürkle das 73., am 19. Wtw. Magdalena Lindenmeier das 72., am 19. Zimmermeister Franz Schöntag das 74., am 19. Landwirt Ludwig Ehret 3 das 72., am 20. Bahnarbeiter a. D. Karl Götz das 74. Lebensjahr und am 28. wird Landwirt Karl Gegg 72 Jahre alt. Montag, 27. August 1951 Holzhieb für Scbulhausneubau Beschlüsse des Genoenbadier Stadtrats — Der Betriebsrat der Stadtverwaltung Gengenbach, (a) Nachdem Stadtväter und Zuhörer im Bürgersaal die Entwürfe und Modelle betrachtet hatten, die von fünf Architekten zum Ideenwettbewerb für den Schulhaus- Erweiterungsbau eingereicht worden waren, eröffnete Bürgermeister Schrempp die öffentliche Stadtratssitzung. Zu Beginn wurde das Ergebnis des Wettbewerbs bekanntgegeben, von dem wir bereits berichtet haben. Aus dem Protokoll der Preiskommission ging hervor, daß ihr als ideale Lösung etwa folgendes vorschwebt: Schulhof zur Straßenseite, das zu errichtende Gebäude von der Straße zurück, etwa auf die Höhe der Turnhalle — und zwischen dem abzuschirmenden Friedhof und dem Schulhaus Rasenspielplätze für die Kinder. Auch soll die* Südostrichtung im Bau betont werden, damit den Kindern der wunderschöne Blick zum Bergle erhalten bleibt. Da in diesem Winter der Bau in Angriff genommen werden muß, sollen ein oder zwei Architekten aus den gewonnenen Anregungen der Entwürfe und der Kommission eine Patentlösung finden. Inzwischen sind auch die Verhandlungen mit dem kath. Pfarramt als Eigentümer des Geländes so weit gediehen, daß der Stadtrat seine Zustimmung zu geben hatte. Wie der Vorsitzende erklärte, sei der Preis ein mittlerer und durchaus akzeptabel. Die Stadt müsse sich jedoch verpflichten, ihrerseits ein ebenso großes Gelände zu einem mäßigen Preis abzutreten. Der für den Schulhausneubau vorgesehene außerordentliche Holzhieb in Höhe von 1000 Festmetern, der in früheren Sitzungen beraten worden war, fand die Zustimmung des Stadtrates und wurde beschlossen. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde die vom Ministerium des Innern erlassene Satzung für Feuerwehren angenommen. Der Stadtrat beschloß, daß jedem Feuerwehrmann beim Eintritt in die Feuerwehr die Satzung ausgehändigt werden soll. — Zwei Anträgen auf Uebernahme der Ausfallbürgschaft wurde vom Stadtrat zugestimmt. Wie der Vorsitzende mitteilte, ist seit langem die Wegbenutzung durch die Gemeinde Bermersbach ein unerfreuliches Kapitel. Bereits vor einem Jahr schlug die Stadtverwaltung der Gemeinde Bermersbach vor, den unteren Weg instandzusetzen und erklärte sich bereit, die Obhut sodann zu übernehmen. Leider blieb jegliche Stellungnahme aus. Da Bermersbach erklärt hatte, die Gemeinde benötige den oberen Weg überhaupt nicht, war immer nur vom unteren' Weg die Rede. Na'* *em die Angelegenheit unerledigt ruhte, stellt die Gemeinde Bermersbach nunmehr den Antrag auf Benützung des oberen Weges um Holz abzuführen. Den Stadtrat stellte sich auf den Standpunkt, daß der Antrag bis zur Stellungnahme der Gemeinde Bermersbach betr. unterem Weg zurückgestellt werden soll, zumal auch von seiten der Forstverwaltung der Gemeinde vor langem nahegelegt worden ist. den Vorschlag der Stadtverwaltung zu akzeptieren. Von der Gemeinde Reichenbach lag ein .' ertrag auf Verlegung der Hochspannungsleitung vor, wonach die 5000-Volt-Leitung mit Kabel vom Nöllen über die Wolfslache verlegt werden soll. Dem Antrag wurde einmütig zugestimmt. Schon vor zwei Jahren hatte der Stadtrat beschlossen, daß nach Bebauung der Straßenseite im Weiherfeld vor dem Park an der Leutkirchstraße eine Grünanlage entstehen soll. Mit dem Bau der Badischen Heimstätten AG schließt sich die kleine verbliebene Lüche, so daß der Zeitpunkt gekommen ist, die Gärten vor dem Park zu kündigen. Dieser schwere Schritt ist umso notwendiger, als bei dem zunehmenden Verkehr ein ordentlicher Gehsteig auf der rechten Straßenseite (Parkseite) un -7 entbehrlich ist. Der Stadtrat ist sich aber bewußt, daß die Kündigung der Gärten eine Härte bedeutet. Um hier auszugleichen, ist der Stadtrat bemüht, alle Möglichkeiten zu erwägen, um Ersatzgelände zur Verfügung zu stellen. Sicher ist jedoch, daß hierbei nicht alle Gartenbesitzer entschädigt werden können, da heute Bauland vor Gartenland geht. Anschließend gab Bürgermeister Schrempp Bericht über die geplanten Bauten. Architekt Weber ist von der Badischen Heimstätten AG damit beauftragt worden, die Wohnblocks zu erstellen. Es ist gelungen, alle Arbeiten an Gengenbacher Handwerker zu vergeben, wie auch die Wohnhäuser der Gengenbacher Weberei von einheimischen Handwerkern erstellt werden. Die dritte Siedlung ist inzwischen auch ausgeschrieben worden so daß die Beschäftigung des Gengenbacher Bauhandwerks auch über den Winter gesichert ist. Da der Stadtverwaltung in letzter Zeit aus allen Gegenden Aufforderungen zu Straßensammlungen zugegangen sind, nahm der Vorsitzende hierzu eindeutig Stellung. Die Stadtverwaltung wird künftighin alle Aufforderungen dieser Art ablehnen. Wenn Organisationen von s’ch aus Sammlungen veranstalten, so ist von seiten der Stadt dagegen nichts einzuwenden. Zum Abschluß der öffentlichen Sitzung gab Bürgermeister Schrempp das Ergebnis der kürzlich stattgefundenen Betriebsratswahl bekannt. In den Betriebsrat der Stadtverwaltung wurden gewählt:' Hermann Lehmann. 1. Vorsitzender, Karl Siefert. 2. Vorsitzender, und Albert Mnrlock, Schriftführer. — Mit einer nichtöffentlichen Beratung wurde der Sitzungstag beschlossen. Eine hochzeitsreiche Woche Nordrach, (s) Es wurden getraut: Walter Braun und Fräulein Baumann, Heinrich Gehler und Fräulein Braun vom Bärhag und Küchenchef Heinrich Lohmann und Fräulein Hilde Klink von Hindenburg. Marktberichte Auf dem Offenburger Wochenmarkt am 25. August 1951 wurden folgende Preise für Obst und Gemüse festgestellt. Für je 500 Gramm: Rotkraut 10—18; Weißkraut 10—15; Tomaten 20—30; Bohnen 30—35 Zwiebeln 20; Kartoffeln 9—10; Spinat 30—40; Wirsing 15; Rahnen 15 bis 20; Gelbe Rüben 15—20 Pfennig. Kopfsalat 15—20; Endiviensalat 10—20; Rettiche 5 bis 10; Gurken 10—30; Kohlraben 15; Blumenkohl 30—80; Lauch 10 Pfennig je Stück. Obst: Birnen 20—30; Aepfel 10—20; Mirabellen 25—30; Pfirsische 20—60; Johannisbeeren 20; Heidelbeeren 45; Brombeeren 30—40; Trauben, ausländische 1.— je 500 Gramm. Frische Landeier 25—27 Pfennig je Stück. Anfuhr überaus reichlich, Marktbesuch mäßig. GottesdJenstordnwiges Gengenbach. Montag: 6.30 Uhr best. hl. Messe für Euphrosine Rauer, geh. Harter, Strohbach; 7.15 Uhr best. Seelenamt für Olga Merkle. geb. Früh; 6 Uhr in Reichenbach hl. Mese für Wagnermeister Stefan Suhm. — Dienstag: 6.30 Uhr best. hl. Messe für Schmiedmeister Fr. X. Käst, Schiltach, und Ehefrau; 7.15 Uhr Schülergottesdienst, best, hl. Messe für Wilhelmine Rösch, geb. Frühe, Haigerach; 7 Uhr Berglemesse für Paula Nock, geb. Neumeser. Oberharmersbach. — Mittwoch: 6.30 Uhr Gemeinschaftsmesse der Pfarrjugend, best. hl. Messe für Krieger Franz Kaiser; 7J.5 Uhr 3. Opfer mit Seelenamt für Maria Anna Harter, Wingerbach. Evang. Kirche Gengenbach: Mittwoch: 9 Uhr Wochengottesdienst in der Anstaltskirche in Fußbach. Offenburger Tageblatt Chefredakteur: Adolf Kimmig Verantwortliche Redaktion: Adolf Kimmig (Politik!! Franz Josef Mayer (Badner Landl: Karl Gies (Kultur, Unterhaltung und Heimatbeilage): Aloia HBrth (Sport); Herbert Bubles (Allg. Beilagen); Walter pichen (Landw. Beilage); Heimatteil: Dr. Alfred Gailer. Adolf Kimmig i. Urlaub: Vertr.: Franz Josef Mayer Druck- A. Reiff L Cie., Offenburg Danksagung Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Heimgang unseres lieben, unvergeßlichen Entschlafenen Herrn Gärtnermeister Friedrich Hügel sowie für die überaus zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte und die schönen Kranzspenden sagen wir allen unseren innigsten Dank. Besonders herzlichen Dank Herrn Pfarrer Fath für seine trostreichen Worte, Herrn Gärtnermeister Krauß, Appenweier, vom Landesverband Badischer Gartenbaubetriebe, Herrn Vorstand Stoß vom Turnverein, Herrn Vorstand Butz vom Musikverein, Herrn Vorstand Zink vom Obstbauverein, sowie der Gefolgschaft für die ehrenden Nachrufe. Nicht zuletzt danken wir dem Musikverein, Gesangverein und Kirchenchor für ihre erhebenden Trauerweisen. Auch der Landwirtschaftsschule für die schöne Kranzspende sei herzlich gedankt. Rheinbischofsheim, den 25. August 1951 Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Frau Dina Hügel, Wwe. Statt Karten Für die vielen Glückwünsche und Geschenke anläßlich unserer Vermählung sägen wir hiermit unseren herzl. Dank Ortenberg, 27. August 1951 Bernhard Gielisch und Fron Johanna geb Armbruster Nähmaschinen SSZ-Ziduadt-Sdifieldertnasfbinen stets vorrätig K. Pfeiffer, Offenburg Okenstraße 71 Die beste und schnellste Vermittlerin für alle privaten und geschäftlichen Belange ist eine Anzeige im Offenburger Tageblatt Stepp- und Daunendecken I Neuanfertigung — Umarbeitung, große Stoffauswahl, günstige Preise. Verlangen Sie bemustertes Angebot. p. Schwalkirt, Oflenbera Friedenstr. 36 — TeL 1890 Beinschoden,,*'*.. "»am, äswto t wtd aMe Wundan •w me »■■■>■ alb i» m ApoewM« «fMKUcll. Procp. gratis dl Cham. lab. tetataidar. Wtasfcada« tu Stellenangebote Landw. Arbeiter oder landw. Ehepaar zwecks Mithilfe in Landwirtschaft gesucht. Familienanschluß m. guter Wohnung und Kost ist zugesichert. Angeb. u. Nr. 10-400 an die Geschäftsst. Gute Schneiderin die ins Haus geht, für Privat gesucht. Off. unter Nr. 9-136 an die Gesch. Todesanzeige Nach langem, schwerem Leiden und doch unerwartet rasch verschied nach einem arbeitsreichen Leben, wohlvorbereitet, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, am Sonntagfrüh mein treubesorgter Gatte, unser guter Vater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Anton Lurk Landwirt im Alter von 55 Jahren. Bohlsbach, den 26. August 1951 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Sofie Lurk. geb. Graß, u. Kinder Familie August Siebert, Windschläg Familie Franz Siebert Die Beerdigung findet Dienstag, 9.30 Uhr statt. Achtung! Achtung! Heute Montag, vom 27. bis 29. August 1951, findet im Gasthaus „Kopfhalle“, Offenburg, jeweils von 10 bis 18 Uhr, Mittwoch von 9 bis 13 Uhr die Schuhausstellung einer Pirmasenser Schuhfabrik statt. Geboten werden: Herren- und Damenschuhe, Waren 1. Qualität. Schnellste Lieferung ab Fabrik zu günstigen Preisen. Bestellungen nach Maß werden entgegengenommen. I. A.: Vertreter Schwarz Achtung! Dienstag, 28. 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M. folgende Anordnung erlassen: Gemäß § 4 Abs. 1 der Straßenverkehrsordnung vom 13. November 1937 (RGBL I Seite 1179) wird die Benützung der Zugangswege von der Oberdorf-, Schweden-, und Ein- achstraße nach dem „Bergle“ in Gengenbach, für Kraftfahrzeuge aller Art aus Gründen der Sicherheit des Verkehrs gesperrt. * Schulhauserweiterung Die Wettbewerbsunterlagen einschließlich der Modelle sind in der Zeit vom Sonntag, den 26.. August bis einschl. Sonntag, den 2. September 1951 im Sitzungssaal des Rathauses öffentlich ausgestellt. Die Besichtigung kann Sonntags von 10 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr, an den Werktagen während den Dienststunden erfolgen. Oeffentliche Ausschreibung der Maurer-, Kunststein-, Zimmerer- und Blechnerarbeiten für acht Siedlungsdoppelhäuser in der Binzmatt. Die Stadt Gengenbach hat auf dem Submissionswege die Maurer-, Kunststein-, Zimmerer- und Blechnerarbeiten zum Neubau von acht Siedlungsdoppelhäusem zu vergeben. Die Interessenten wollen die Angebotsunterlagen ab Montag, den 27. August 1951 bei Architekt A. Weber, Gengenbach abholen Die Angebote sind in einem geschlossenen Umschlag mit der Aufschrift „Siedlung III“ bis spätestens Montag, den 3. 9. 1951, vormittags 8 Uhr auf dem Bürgermeisteramt abzugeben. Gengenbach, den 24. August 1951. Bürgermeisteramt Schrempp 1 schulentlassenes Mädchen zur Mithilfe im Haushalt ab 1. 9. gesucht. Zu erfragen u. Nr. 1-102 in der Gesch. Kinderliebendes Mädchen nicht u. 17 Jahren zum Betreuen von Kindern ges. Off. u. Nr. 10-511 an die Gesch. Stellengesuche Abiturient sucht kaufmännische Lehrstelle in größerem Fabrikbetrieb. Angeb. u. Nr. 14-105 an die Gesch. Verkäufe Phänomen 1V 2 1 Granit 25, Motor generalüberholt, 6 fach bereift, evtl, mit Flaschengasanlage u. verschiedenen Ersatzteilen, im Auftrag zu verkaufen. Eugen Huber, Kraftfahrzeuginstandsetzung. Offenburg, Sofienstraße 26. Zu verkaufen: 3.20 m dunkelbr. 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Submission 1. 9. 51. 11 Uhr Der Vorstand des Eisenbahnbetriebsamts Offenburg Ersatzreifen (verloren) 700/20, rote Felge, a. d. Wege Achem-Offenburg-Homberg. Der ehrl. Finder wird geb. dens. gegen Belohnung a. Fa. Adolf Weinhardt, Achem, Unzhurster Str. 4a. abzugeb. Telefon 245. Vermietungen Möbl. heizb. Zimmer m. separ. Eing. i. sonn. Lage (Nähe Krankenh.) a. alleinst, ser. Pers. sof. zu verm. Off. u. Nr. 11-230 an die Gesch. ESSEN SIE GERN Obsttorte mit Gußf Dann verlangen Sie bitte bei Ihrem Kaufmann Dr. Oetker Tortenguß in dem roten Päckchen. Dieser neuartigeTorten- gußergibt einen kristallklaren Guß, der auch bei längerem Stehen den Tortenboden nicht oufweicht. Dürfen wir Ihnen das Rezeptblatt über laden, guß zusenden ? DR. AUGUST OETKER Nährmittelfabrik GmbH BIELEFELD