// Eradiettit wöchentlich viermal. Bezugspreis für den laufenden Monat DM 2.30 zuztigl. 30 Pf. Trägerlohn. Einzelnummer 20 Pf. Im Pake höherer Gewalt oder bei Betriebsstörung hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung od. Nachlieferung der Zeitung, auch nicht auf Rückzahlung des Bezugspreises. Ältester Heimatblatt für Stabt unü Vezirk Vstendurg Anzeigenblatt mit anerkannt guter Werbewirkung Erfüllungsort und Gerichtsstand Offenburg. Zur Zelt Ist die Anzelgenprelsliste Nr 2 gültig. Druck u. Verlag A Reiff & Cie.. Buchdruckerei, Offenburg/Baden. Geschäftsstelle: Offenburg, Komstraße 10. Fernsprecher: Offenburg Nr. 1537, 2134 u. 1377. PostschUeßfach Nr. 333 Postscheckkonto: Karlsruhe Nr. >3681. Nummer* 185 Montag, 26. November 1951 Ausgabe a 140. Jahrgang NATO erörtert Verteidigungsbeitrag Atlantikratstagung eröffnet — Außenminister betonen die friedlichen Absichten ihrer Regierungen Rom. Die achte Tagung des Atlantikrats wurde am Samstag in Rom in Anwesenheit von 36 Ministem der 12 Paktstaaten eröffnet. Zum erstenmal nahmen ein türkischer und ein griechischer Beobachter an der Tagung teil. In der Eröffnungssitzung sprachen die Außenminister Großbritanniens, Italiens, Belgiens und Kanadas. Sie appellierten an Westeuropa, den europäischen Zusammenschluß zu beschleunigen. Dies sei das wirksamste Mittel, um Sicherheit zu schaffen. Die Redner betonten gleichzeitig die friedlichen Absichten ihrer Regierungen. Der britische Außenminister Eden sagte: „Wir sind immer zu Verhandlungen bereit.“ Auf der Nachmittagssitzung des Atlantikrates wurde die vorbereitete Tagesordnung genehmigt. Von einem Sprecher des Atlantikrates wurde nach der Tagung bekanntgegeben, daß sie folgende Hauptpunkte umfaßt: Berichte des Militärausschusses, des Zivilausschusses, Bericht des Ausschusses der Außen- ministerstellvertreter, des Verteidigungs-Produktionsausschusses und des Finanz- und Wirtschaftskomitees. Weitere Punkte der Tagesordnung sind eine Erklärung Eisenhowers, die deutsche Beteiligung an der westeuropäischen Verteidigung, wozu der französische Außenminister Robert Schuman einen Bericht voriegen wird und die Festlegung von Ort und Zeit der nächsten Zusammenkunft des Atlantikrates. Bei der Beratung des deutschen Verteidigungsbeitrags rechnet man mit einer längeren Diskussion. Eine Vertagung dieses Punktes sei deswegen nicht ausgeschlossen. Nach Ansicht des Präsidenten der Atlantikratstagung wird am Mittwochabend die letzte Vollsitzung stattfinden. Der Bericht des Militärausschusses soll, so habe man während der Tokio. Die UNO-WaffenstiUstandsdelegation hält es für möglich, daß bereits am Montag vollständige Einigung mit den Kommunisten über den Verlauf der vorläufigen Waffenstillstandslinie in Korea erzielt wird. Der Stabsoffiziersausschuß beider Delegationen setzte am Sonntagvormittag und am Nachmittag die Skizzierung des gegenwärtigen Frontverlaufs, dem die Waffenstillstandslinie entsprechen soll, fort Dabei entstanden Meinungsverschiedenheiten über etwa zehn Stellen des Frontverlaufs, die noch nicht geklärt werden konnten In einem Communiquä des UNO-Kommandos heißt es, die kommunistischen Delegierten hätten die Feststellungen der UNO-Seite über den Frontverlauf „willkürlich bestritten“ und die Anregung zurückgewiesen, strittige Frontabschnitte mit einem Hubschrauber zu inspizieren. Sie hätten diesen Vorschlag mit dem Gegenvorschlag erwidert, einen Inspektionstrupp zu Pferde an die strittigen Stellen zu schicken. Die UNO-Stabsoffi- ziere waren mit diesem Gegenvorschlag nicht einverstanden. Die Besprechungen sollen am Montag fortgesetzt werden. An der Front kam es bei starkem Schneefall und eisigem Wind zu wechselvollen Kämpfen um mehrere beherrschende Höhenstellungen. Besonders erbittert sind die Gefechte um die „Höllenhöhe“ westlich von Vonchon, die zur Zeit zur Hälfte von den UNO-Truppen besetzt ist. Gefangene auf dem Wege nadi Schanghai Washington. Eine große Anzahl amerikanischer Kriegsgefangener soll von den chinesischen Kommunisten in die Gebiete von Peking, Nanking und Schanghai gebrecht worden sein. Wie es heißt, soll geplant sein, alle USA-Kriegsgefangenen in der Nähe des Hafens von Schanghai zu sammeln. Die Berichte von diesen Transporten werden in Washington insofern begrüßt, als sie es ermöglichen würden, sofort nach Abschluß eines Waffenstillstandsabkommens in Korea die Gefangenen im Hafen von Schanghai — nach entspre- Konferenz außerdem beschlossen, zunächst den Verteidigungsministern der 12 Atlantikpaktländer vorgelegt werden, bevor er der Vollversammlung zugeht. Die Frage der Rüstungsaufträge dürfte in Rom entschieden werden, erklärte der Sprecher weiter, wenn der vorläufige Ausschuß des Rates den entsprechenden Bericht vorgelegt habe. Nah Ende der Diskussion gab der Präsident Lester Pearson den Rücktritt des Leiters des atlantischen Rüstungsproduktionsamtes Kopenhagen. Im Minenarsenal des Ro- penhagener Marinestützpunktes Holmen ereignete sich eine schwere Explosion. 15 Personen sind dabei ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten wird auf 50 bis 60 geschätzt. Die Explosionswelle war so stark daß sie 600 Kilometer von Kopenhagen entfernt, in Stockholm, gehört werden konnte. Bei der Explosion sind zehn große Seeminen in die Luft gegangen. Unter den Toiesonfern sind 10 Feuerwehrleute, die das Uebergreifen eines Brandes, der in einem Benzintank hinter dem Minenarsenal ausbrach, verhindern wollten. Kurz vor der Explosion schlug ein Wachtposten, der den Brand im Benzinlager bemerkt hatte. Alarm. Die Brandwachen und einige Marinesoldaten begannen sofort mit den Lösbarkeiten, konnten aber nicht verhindern, daß eine der Minen explodierte. Die Löschmannschaften wurden van dem Druck der Detonation sofort zu Boden geworfen, und viele von ihnen erhoben rieh nicht mehr. Die Kopen- hagener Feuerwehr sandte alle verfügbaren Rettungsmannshaften aus. Das Feuer, das nah der Explosion auf weitere Gebäude übergegriffen hatte, konnte erst nah mehreren Stunden unter Kontrolle gebracht werden. Am Samstagmorgen glih das Gelände der Marinestation und. der Marinewerft einem Schlachtfeld. Verschiedene Gebäude wurden durch die Explosion und den Brand in Schutt William R. Herod bekannt. Ein Nahfolger ist noch nicht ernannt worden. Der britishe Außenminister Anthony Eden verteidigte im Verlauf der ersten geheimen Vollsitzung der NATO-Konferenz die Haltung Englands in Aegypten. Kanadas Außenminister Lester Pearson berichtete über die Kriegslage in Korea. Der norwegische Außenminister Halvard Lange gab die Stellungnahme seiner Regierung zur Sowjetnote an Norwegen bekannt. gelegt. Drei Feuerwehrautos wurden vernichtet. Eine große moderne Kaserne der Kadetten, die zur Unterbringung von 700 bis 800 Soldaten eingerichtet war, ist schwer beschädigt. Etwa ein Drittel der Marinesoldaten hatte zur Zeit der Explosion Ausgang. Die übrigen wurden durch den Donner der Explo- sidh geweckt. Auf die Betten regnete es Glasscherben, Kalk und Holzsplitter, Teile der Decke brachen zusgjnmen. Es gelang jedoch allen Marinesoldaten, aus dem Gebäude herauszukommen. Viele von ihnen erlitten Verletzungen. Wie der stellvertretende Chef des dänischen Marinestabes, Kommandeur Larsen, mitteilte, sindßaei der Explosion 10 große Seeminen explodiert. Jede enthielt eine halbe Tonne Sprengstoff. Seit 70 Jahren hat die Ko- penhagener Feuerwehr keine so große Katastrophe erlebt und so große Verluste an Mannshaften gehabt. In der dänischen Presse wurden heftige Angriffe gegen die Verantwortlichen der Marinestation erhoben, weil die Feuerwehr nicht vor den Minen gewarnt worden sei und weil die Minen in einem aus dem Jahre 1870 stammenden Gebäude statt in einem feuersicheren Gebäude aus Beton gelagert worden seien. In der Stadt laufen Gerüchte um, daß der Brand durch Sabotage verursacht worden sein soll. Die Polizei neigt jedoch zu der Ansicht, daß der Brand durch einen überhitzten Ofen entstanden ist. Madrid wartet aut deutschen Botschafter Von unserem Madrider Vertreter Dr. A. Dieterich Die Deutsche Botschaft in Madrid ist Im Laufe dieses Sommers Stein um Stein abgetragen worden ‘ und liegt niedergerissen. Soll das Jahr Null der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Spanien fortdauern? Die Spanier selbst haben schon einen Botschafter nach Bonn geschickt. Aber ihre Erwartung, die zugleich die Hoffnung der deutschen Kolonie war, noch im Herbst einen Vertreter der Bundesrepublik in der spanischen Hauptstadt aufziehen zu sehen, hat sich bis jetzt nicht erfüllt. Zwar ist soeben im zweiten Anlauf eine Erneuerung des Handelsvertrags zwischen den traditionell befreundeten <%euk imjpvrl: In der Zwischenrunde um den Amateur- Pokal der Fußballer setzten sich Bayern, Württemberg, Niederrhein und Schleswig- Holstein durch. Der VfB Stuttgart setzte sich durch klaren 3:1-Sieg über 1860 München vor dem pausierenden 1. FC Nürnberg an die Spitze der Oberliga Süd. Die Frage nach dem Herbstmeister. ist als« nach wie vor offen. Der FV Offenburg profitierte vom Ausfall der Begegnung FC Rastatt — SC Baden-Baden Durch einen verdienten 1:0-Sieg übernahm er die Spitze der I. .Amateurliga vor dem VfL Konstanz, der kuppenheim 7:4 abfertigte. Nationen zustande gekommen, der unter dem Vorzeichen eines aufgefrischten Optimismus segelt. Doch siM sich die beiden Regierungen darüber hinaus nicht näher gekommen. Ein leicht bitterer Ton ist deswegen in den deutschspanischen Beziehungen zu spüren, der ihnen nicht bekommt, wohl aber zum Schaden gereichen könnte. Sind die Wirtschaftler mit gutem Beispiel vorangegangen, mögen die Politiker ihnen bald folgen! Kein Grund ist ersichtlich, warum sie päpstlicher als der Papst sein sollten und sich demokratischer gebärden müßten als die Paladine der Demokratie, die ihren Frieden mit der Franco-Diktatur geschlossen haben und ihr Geschäft damit machen Die Spanier haben auch ihren Stolz! Wenn sie in den letzten Jahren für die Bonner Regierung Sympathien bekundeten, begegnen sie heute den regierenden Männern Deutschlands kritisch. Als dieser Tage der Frachter „Ruhrort“ als erstes deutsches Schiff seit Kriegsende in den Hafen von Alicante einlief, wurde dies von der Bevölkerung und von der Presse gefeiert. Aber wenn die Regierung Dr. Adenauers sich mit Schwierigkeiten herumschlägt, findet sie hier kein Wohlwollen mehr, sondern obendrein teils spitze, teils versteckte Vorwürfe. Der Unterschied, der zwischen dem deutschen Volk und seiner Regierung gemacht wird — die Zensur ist daran nicht unbeteiligt —Ist offensichtlich. Ein Stein des Anstoßes sperrt den Weg, doch ist er kein Fels, der sich nicht zur Seite schieben ließet die Frage des deutschen Eigentums in Spanien. Nach dem Zusammenbruch von 1945 war die spanische Polizei großzügig, wenn sie in alliiertem Oberauftrag Pgs. und Nicht-Pgs. haschen sollte. Die Bevölkerung hielt sich rühmenswert Aber in der Beschlagnahme deutschen Besitzes ist nach deutschem Empfinden von den amtlichen spanischen Stellen eine gewisse Radikalität gezeigt worden. Nachträglich wurde manches wieder gut gemacht, denn viele deutsche Betriebe wurden frei gegeben. Die größten und wichtigsten aber — AEG, Siemens, Osram, Bayer, Merk — wurden mehr als preiswert versteigert Damit wurde nicht bloß den Alliierten Genüge getan, sondern die spanische Staatskasse steckte zwanzig Prozent Provision ein, und gleichzeitig wqrden deutsche Unternehmen, die Jahrzehnte zu ihrem Aufbau benötigt hatten, außerordentlich wohlfeil nationalisiert. Daß deutsche Direktoren als Mitdirektoren — auf Aussterbe-Etat — zumeist belassen wurden und die deutschen Angestellten ihre Posten Was kostet der deutsche Wehrbeitrag? Neue Wehrmadit soll sick aus 250000 regulären Soldaten und 100000 Mann Hillstruppen Zusammensein Rom. Auf Grund von Indiskretionen alliierter und deutscher Militärkreise glaubt der „Tempo“-Korrespondent in Bonn in der Lage zu sein, detaillierte Angaben über die Kosten des deutschen Wehrbeitrages zu machen. Der in der Sonntagsausgabe des großen römischen Morgenblattes erschienene Bericht geht von der Feststellung aus, daß sich die neue deutsche Wehrmacht aus 250 000 regulären Soldaten und 100 000 Mann Hilfstruppen zusammensetzen wird. Die 250 000 Mann der Fronttruppe verteilen sich wie folgt: 200 000 für die 12 modern ausgerüsteten motorisierten Divisionen des Heeres, 4000 stehen für die taktische Luftwaffe zur Verfügung, die aus 800 Flugzeugen — vorwiegend Jagdmaschinen, Transportern und leichten Bombern — bestehen wird, 10 000 Mann sind für die deutsche Küstenflotte vorgesehen. „Um eine einzige der genannten 12 Heeres- divisionSn mit Handfeuerwaffen auszurüsten, Meinungsverschiedenheiten in Korea Vor Ratiiizierung der Vereinbarung über Waiienstillstandslinie Schneefall wechselvolle Kämpfe Trotj chenden Austauschvereinbarungen mit den Kommunisten — abzuholen. 8000 USA-Soldaten ermordet Washington. Der UNO-Oberkommandierende General Ridgway hat die Zahl der in Korea ermordeten gefangenen amerikanischen Soldaten bereits vor Wochen auf 8000 geschätzt. Etwa 400 Fälle sind einwandfrei erwiesen. sind sechs Millionen D-Mark nötig, außerdem mehr als zwei Millionen D-Mark für Granatwerfer und Panzerabwehrkanonen. Für eine einzige motorisierte Division mit 250 (teils mittleren, teils schweren). Panzern müssen 300 Millionen DM angesetzt werden. Selbstverständlich werden einige der Divisionen voll gepanzert sein. Für die Divisionsartillerie müssen rund 20 Millionen DM pro Division kalkuliert werden. Weitere 50 Millionen DM entstehen an Ausgaben für informatorische, kartographische, operative, sanitäre und. andere Hilfsdienste. Alles in allem wird eine vollausgerüstete deutsche Division auf 500 Millionen DM zu stehen kommen. Amerikanische Experten rechnen sogar mit 750 Millionen DM. Die 12 deutschen Divisionen werden demnach zwischen 6 und 10 Milliarden DM kosten. Für die taktische Luftwaffe muß mit einer Ausgabe von vier, für die Kriegsmarine mit einer solchen von 2,5 Milliarden DM gerechnet werden. Der deutsche Wehrbeitrag verschlingt demnach zwischen 13,5 und 17 Milliarden DM, wobei Kasernen, Flugplätze und andere militärische Anlagen, Verpflegung, Kleidung und Entlohnung der Truppen sowie deren Versorgung mit Munition nicht inbegriffen sind. Für die 100 000 Mann der Hilfstruppe ist mit einer Ausgabe von 300 Millionen DM pro Jahr zu rechnen. Abschließend schreibt der Korrespondent, von amerikanischer Seite lägen bereits bindende Zusagen an die Bonner Regierung über großzügige Lieferungen der benötigten leichten und schwären Waffen vor, so daß die Bundesregierung den Mittelweg bei der Alternative „Butter oder Kanonen“ einhalten könne. Explosion in Minenarsenal 15 Tote und etwa 60 Verletzte — Kopenhagen erlebte die größte Katastrophe seit 70 Jahren Montag, 26. November 1951 « behalten durften, steht nach mehr aus, als dahinter steckt. Als Stachel, der noch nicht gezogen Ist und eine schmerzausstrahlende Entzündung unterhält, bleibt zudem die leidige Tatsache, daß die Enteignungs-Aktion sechseinhalb Jahre nach Kriegsende noch nicht — wie anderwärts — abgeschlossen ist; sie hat nicht einmal eine Zwischenbilanz gefunden. Ja, die Hefürchtung, es körn „von neuem losgehen-, ist nicht gpnz unbegründet. Doch ist zu beachten, daß eine solche Gefahr nicht von spanischer, sondern von interessierter alliierter Seite droht. Es ist positiv zu werten, daß das spanische Außenministerium dabei entschieden als Anwalt der deutschen Rechte auftritt. Symptom für ein aktives Bemühen, um mit Deutschland zum Einvernehmen früherer Zeiten zu kommen, ist ferner die jüngste Entscheidung des obersten spanischen Gerichtshofes, die den in Spanien lebenden Deutschen gleichen Mietschutz zusichert wie den Spaniern selbst; dadurch wurden mehrere Räumungsurteile erster und zweiter Instanz, die nach 1945 wegen „Nicht- "existenz des deutschen Staates“, zumal in Barcelona, gegen deutsche Gewerbetreibende gefällt worden waren, aufgehoben und die private Ausbeutung der deutschen Niederlage vereitelt. Das spanische Außenministerium hat auch angedeutet, daß Deutschland bei der Neuorganisation seines Schulwesens in Spanien mit Entgegenkommen rechnen könnte. Mit bewundernswerter Initiative und unter erheblichen Opfern einzelner Kolonie-Mitglieder sind zwar in Madrid, Barcelona und Bilbao erneut Schulen geschaffen worden, doch verlangen diese dringend des Schutzes und der Hilfe der Bundesregierung, die gerade jetzt eineinhalb Millionen D-Mark für mie Wiedereröffnung der Kulturinstitute in Madrid, Rom und Athen bewilligt hat. Eine Vielfalt von Aufgaben harrt des deutschen Botschafters. Die Zeichen stehen gün- tig. Nicht Feinde mit mürrischer Miene erwarten ihn, sondern alte Freunde, die nur darob die Stirne in Falten gelegt haben, weil er noch nicht gekommen ist. Sein Eintreffen würde nicht bloß die deutsch-spanischen Beziehungen,. die nicht ohne Konkurrenz sind, normalisieren und erfolgreicher gestalten; es würde auch mit einigen Pseudo-Repräsentationen aufräumen. Denn es ist an der Zeit, daß nicht etwa ein Skorzeny, absichtlich oder unabsichtlich, als Exponent des Deutschtums betrachtet wird. Außerdem dürfte nicht länger damit gesäumt ^werden, nach den hundert und mehr Millionen Mark Reichsgeldem umzuschauen, die 1945 nicht so sehr dem alliierten Zugriff entzogen als in höchst private Taschen gesteckt wurden und dort geblieben sind. Die Aufklärung drängt, da dieses Geld die Tendenz verrät, aus Spanien nach Südamerika abzuwandern, um sich jedem Zugriff zu entziehen. £ r „Gfcsamfrat der Rundfunkanstalten" Berlin. Die Intendanten der Rundfunk- . Stationen der Bundesrepublik beschlossen, mit einem „Gesamtrat der Rundfunkanstalten“ ein neues Organ zur Selbstkontrolle einzurichten. Er soll zusätzlich zu der bei jeder Rundfunkanstalt bestehenden Kontrolle durch unabhängige Aufsichtsorgane wirken und Gutachten über Fragen von allgemeiner Bedeutung erstatten, die bei einzelnen Rundfunkanstalten auf treten. Dem Gesamtrat sollen die gesetzlichen Vertreter derttundfunkanstal- tep, die Vorsitzenden der Veffcraltungsräte und Rundfunkräte und des Hauptausschusses des Nordwestdeutschen Rundfunks angehören. Devisen für Toui istenverkehr Bonn. Das Bundeswirtschaftsministerium hat zur Förderung des nichtgeschäftlichen Reiseverkehrs nach den OEEC-Ländem (alle westeuropäischen Länder mit Ausnahme Spaniens), für die Wintersaison' 1951/52 5 Millionen Dollar bereitgestellt. Jeder Reisende kann «nach den neuen Richtlinien für Devisenabgaben jährlich bis zu 420 Mark für nichtgeschäftliche Reisen nach den OEEC-Ländem erwerben, ohne die Verwendung dieses Betrages nachweisen zu müssen. Innerhalb dieses Höchstbetrages legen die obersten Wirtschaftsbehörden der Länder bei ihren Devisengenehmigungen einen Tagesrichtsatz von 25 bis 30 Mark zugrunde. Wyschinski grfeift Westmädite an Zahlreiche Abänderungsanträge zu dem westlichen Abrüstungsplan vorgelegt Paris. Der sowjetische Außenminister An-1 trolle kontrolliert werden, wenn es kein Verbot drey Wyschinski bezeichnete dAi Abrüstungs-1 gibt? Sie sprechen über das Verbot von Atomplan der Westmächte am Samstag als Versuch, —"— '~'" L ' '—“— r ' : - J —— aggressive Pläne durch ein Gerede über Abrüstung zu verschleiern. Er legte zahlreiche Abänderungsanträge zu dem westlichen Plan vor, die nach Auffassung der westlichen UNO- Delegatiorten nur wenig Aussicht auf Fortschritte im Abrüstungsgespräch bieten. In einer zweistündigen Rede vor dem politischen Ausschuß der UNO-Vollversammlung griff der sowjetische Außenminister zunächst den Westen scharf an Er sagte, der in der Vollversammlung eingebrachte Abrüstungsantrag der Westmächte stelle keinen Fortschritt gegenüber der ursprünglichen Dreimächte-Erklärung zur Abrüstung dar. Er wolle jedoch die Vorschläge des Westens weiterhin „unvoreingenommen und ruhig“ prüfen. Die Erklärung des amerikanischen Außenministers Acheson, daß die freien Nationen ihre Streitkräfte verstärken und für den Frieden arbeiten müßten, sei eine neue, erstaunliche und doppelgesichtige Konzeption. Acheson habe, als er sich für eine energische Politik gegen die Sowjetunion einsetzte, Mangel an Voraussicht gezeigt. „Ich bin über die Leichtfertigkeit dieser Erklärung erstaunt, denn man wird die Sowjetunion nie mit Gewalt zum Nachgeben zwingen.“ Der westliche Abrüstungsplan, sagte Wyj schinski ferner, ziele nicht auf eine wirkliche Abrüstung ab. Er sei mit Vorbehalten eingezäunt, deren Ziele klar seien. Es sei wohl allen Delegationen klar, daß vom Westen nicht die Friedenshand, sondern eine zum Gebrauch bestimmte Waffe ausgestreckt werde. Die Westmächte schienen das Wort „Kontrolle“ dem Wort Verbot“ in bezug auf dieAbschaffung der Atom- 1 fn ♦♦ i iivi aL am V TT mm Y-amm Z __TT — . _ waffen. Gut, schreiten Sie voran und erklären Sie sich damit einverstanden. Legen Sie dies schwarz auf weiß nieder.“ Die Sowjetunion bestehe darauf, daß ein Abrüstungsplan das Verbot aller Atomwaffen und die Bildung einer internationalen Körperschaft zur Kontrolle dieses Verbots sowie eine Herabsetzung der herkömmlichen Rüstungen enthalten müsse. Er legte dann 12 Zusatzanträge zu dem westlicheh Plan vor und sagte, die Sowjetunion werde sich an einem Weltabrüstungsplan' beteiligen, wenn diese Abänderungsvorschläge angenommen werden. Inhalt der Zusatzanträge ist im wesentlichen: Herabsetzung der Rüstungen und der Streitkräfte Großbritanniens, der USA, Chinas, Frankreichs und der Sowjetunion innerhalb eines Jahres um ein Drittel. Bildung einer UNO-Kommission für Atomenergie und herkömmliche Rüstungen, ein UNO-Atomwaffenverbot, Einberufung einer internationalen Konferenz, die Maßnahmen zur Erzwingung des Atomwaffen-Verbots beraten soll, Auskünfte aller Staaten über ihre Rüstungen innerhalb eines Monats, nachdem das Atomwaffenverbot von der UNO ausgesprochen ist. . Politi.#he Beobachter in Paris bemerkten, die 12 Zusatzanträge Wyschinskis liefen praktisch darauf hinaus, den westlichen Abrüstungsvorschlag durch einen sowjetischen zu ersetzen. Vom westlichen Vorschlag sei nichts als die Einleitungsklausel übrig geblieben. Keine Willkürmaßnahmen am Suez Neue britische Truppenverlegungen - Evakuierung der Frauen und Kinder in vollem Gang London. Die britische Regierung wies in einer Note an Aegypten Behauptungen zurück, Großbritannien habe in der Suezkanalzone Willkürmaßnahmen getroffen. Alle Maßnahmen der dort stationierten britischen Streitkräfte seien durch die Politik der ägyptischen Regierung notwendig geworden. Sie hätten das Maß des für die Aufrechterhaltung der Sicherheit der britischen Streitkräfte und deren Rechte nach dem britisch-ägyptischen Vertrag von 1936 erforderlichen nicht überschritten. In einer zweiten Note wird die ägyptische Darstellung der Zwischenfälle von waffen vorzuziehen. „Was kann mit einer Kon- Ismailja scharf zurückgewiesen. Die Note be- Umstrittener.„Kreuzweg der Freiheit" Stinkbomben bei Filmaufführung am Kurfürstendamm Berlin. Die Filmaufführung „Kreuzweg der Freiheit“, der das deutsche Schicksal seit 1945 unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung in Berlin behandelt, wurde am Sonntagvormittag in der Berliner „Filmbühne Wien“ am Kurfürstendamm durch Stinkbombenwürfe gestört. Die Stinkbomben wurden etwa eine halbe Stunde nach Beginn der Vorstellung vom Rang her geworfen. Dies veranlaß te einige Zuschauer, den Saal zu verlassen. Die Vorstellung wurde jedoch fortgesetzt. Westberliner Polizei wurde zur Aufrechterhaltung der Ruhe alarmiert. Die ersten Stinkbomben wurden geworfen, als a^f der Leinwand die Vergewaltigung einer deutschen Frau durch einen Sowjetsoldaten gezeigt wurde. Zu neuen Stinkbombenwürfen kam es bei Filmszenen über die Festnahme illegaler Zonen-Grenzgänger durch Rotarmisten und während der Wochenschauszenen über die Unruhen aus den Jahren 1948/49, als es zur Spaltung Berlins kam. Vor der Aufführung hatten zahlreiche West- und Ostberliner vergeblich versucht, noch Einlaß in das überfüllte Theater zu erhalten. Der Film war von der freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft in Wiesbaden erst unter besonderen Vorbehalten zur einmaligen Vorführung freigegeben worden. Die Selbstkontrolle hatte Bedenken gegen den Dialog erhoben, der „nationalistische“ Aeußerungen enthalte und die „Gefühle der Alliierten" verletzen könne. Zu einem Zwischenfall kam es, als sich die Gattin Günther Birkenfelds, des Leiters des Berliner Büros des „Kongresses für kulturelle Freiheit“, gegen den Film ausgesprochen hatte, weil er „nationalistisch und schief“ sei. Der Berliner FDP-Vorsitzende, Karl Hubert Schwennicke hatte die Sprecherin unter Beifall aufgefordert, nach Bautzen zu gehen und dann noch einmal über den Film zu urteilen. Frau Birkenfeld wurde unter PoUzeischutz aus dem Saal geleitet. Die Aufführung fand starken Beifall. Bei Vorstellungsschluß lagen Flugplaijfrage noch nicht entschieden Nunmehr direkte Verhandlungen mit alliierter Zentralplanungsstelle in Bad Enr Freiburg. Staatspräsident Leo Wohieb erklärte nach seiner Rückkehr aus Bonn, daß die Landesregierung alle mit den Flugplatzprojekten in Südbaden zusammenhängenden Fragen im Einvernehmen mit der Dienststelle Blank nunmehr direkt mit der alliierten Zentralplanungsstelle in Bad Ems erörtern werde. Er habe bereits Verhandlungen über die französische Landeskommission in Freiburg aufgenommen. Er hoffe, bereits in den nächsten Tagen Generaldirektor Stahl von der Mission des Travaut aeronautiques in Bad Ems sprechen und ihm die badischen Ueberlegungen über die Flugplatzprojekte vortragen zu können. Auch mit dem französischen Hohen Kommissar, sei er dieser Tage zusammengekommen. Francois-Poncet habe sich bereiterklärt, für eine annehmbare Lösung einzutreten. Die Schwierigkeiten in der Flugplatzfrage seien zu einem großen Teil durch das einseitige Vorgehen der Firma Strabag entstanden, bemerkte Hbhleb. In der ganzen Angelegenheit müsse nun eine ruhigere Betrachtung Platz greifen. Für den bei Baden- Oos projektierten Flugplatz seien die badischen Gegenvorschläge bereits abgegangen. Stellungnahme und Vorschläge zu den anderen ren Flugplatzprojekten würden von der badischen Regierung noch ausgearbeitet VdK-Landesverbandsvorsitzende sur sozialen Lage der Kriegsopfer Baden-Baden. Die Landesverbandsvorsitzenden des Verbandes der Kriegsgeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner (VdK) im französischen Besatzungsgebiet erörterten in einer Sitzung die soziale Lage der Kriegsopfer. Sie stellten fest, daß im Verlauf der Umanerkennung nach dem Bundesversorgungsgesetz entgegen den Erwartungen wesentliche Verschlechterungen in den Versorgungsleistungen eingetreten seien. Zum Teil werde dadurch die Existenz der Kriegsopfer im französischen Besatzungsgebiet gefährdet. Zur sofortigen Abwehr dieser Notlage forderten die Vertreter des VdK die Weiterbewilligung des Härteausgleichs gemäß dem Beschluß des Bundestags, eine Ueberprüfung der Verwaltungsvorschriften des Bundesversorgungsgesetzes, die schnellste Herausgabe der Bestimmungen über die soziale Fürsorge, die Erhöhung der Einkommensgrenzen des Gesetzes und die Gewährung von Teuerungszulagen. auf den Gängen kleine Zettel mit der Schreibmaschinenaufschrift „setzt den Film ab. Wir wollen nicht ins Massengrab.“ Johannes Häußler, der den Film für die Dokumentarfilm-Produktion, Remagen und Berlin, inszenierte, erklärte nach der Vorstellung, noch vor der .zweiten Berliner Aufführung, die am nächsten Sonntag stattfindet, sollten Aenderungen an dem Film vorgenommen werden. Damit wolle er hervorheben, daß sich die umstrittenen Szenen nicht gegen das russische Volk in seiner Gesamtheit, sondern gegen das sowjetische System wendeten. Zentrum kritisiert Sozialpolitik Münster forderte der Essener Ratsherr Kohlhoff eine bessere Sozialpolitik, um die Menschen vor Verproletarisierung zu schützen. Es sei keine Zeit mehr au verlieren, sonst werde eines Tages restlos aufgeräumt werden mit dem, was nach den heutigen Vorstellungen das Leben ausmacht. Der Mensch müsse vor den natürlichen Katastrophen des Lebens gesichert werden. Dazu s6ien eine echte Reform der Sozialversicherung und die Betreuung der kinderreichen Familie nötig. antwortet die ägyptische Note vom 20. November Nach britischer Darstellung ist die ägyptische Schilderung der Vorfälle „völlig ungenau“ und „entbehrt jeder Grundlage“. In der britischen Note werden dann im einzelnen die Darstellungen und Erklärungen ägyptischer Regierungsmitglieder zu dieser Angelegenheit zurückgewiesen. Auf der britischen Luftbrücke nach dem Nahen Osten "werden die militärischen Transporte wieder aufgenommen. In vier bis sechs Flügen je Tag wird die Verlegung von 2200 Mann der dritten Infanteriedivision vorgenommen. Die Evakuierung britischer Frauen und Kinder aus der Kanalzone in Aegypten ist in vollem Gange. 800 Frauen von Soldaten trafen per Schiff in Southampton ein. Neue Sowjetnote gegen Nahost-Kommando Moskau. Die Sowjetunion setzte die Reihe ihrer diplomatischen Schritte gegen das geplante Nahost-Kommando fort. Der stellvertretende Sowjetaußenminister Andrej Gromy- ko überreichte den Botschaftern Großbritanniens, Frankreichs und der Türkei und dem Geschäftsträger der Vereinigten Staaten in Moskau identische Noten, in denpn die Absicht, ein Nahostkommando zu schaffen, als Versuch bezeichnet wird, „die Länder des Nahen und Mittleren Ostens in die militärischen Maßnahmen einzubeziehen, die vom aggressiven Atlantikblock durchgeführt werden.“ Weiterhin wird den USA und den anderen am vorgesehenen Nahostkommando beteiligten Staaten vorgeworfen, daß sie die Nahost-Länder zum Aufmarschgebiet für die Streitkräfte des Atlantikblocks machen wollten. Flugzeugabsturz bei Zurick Zürich. Ein israelisches Frachtflugzeug ist am Samstagmorgen bei Zürich, abgestürzt. Sechs Mann der Besatzung kamen ums Leben. Ein weiteres Besatzungsmitglied verletzt. Passagiere waren nicht an Bord. * - Hat Pleil weitere Mordtaten begangen? Lübeck. Die Mordkommission der Polizeigruppe Schleswig-Holstein Süd bemüht sieh zur Zeit darum, zu klären, ob einige bisher unaufgeklärte Sexualmorde in der Umgebung von Lübeck von dem Massenmörder Rudolf Pleil und Karl Hoffmann verübt wurden, die das Braunschweiger Schwurgericht am 17. November 1 vergangenen Jahres zu lebenslänglichen Zuchthausstrafen verurteilte. Das Braunschweiger Schwurgericht hatte damals Pleil neun vollendete Morde und einen Mordversuch nachgewiesen und Karl Hoffmann sieben Morde, die vor! den beiden zum Teil gemeinsam begangen worden waren. Nach den bisherigen Ermittlungen wird vermutet, daß zumindest ein Mord an der 30jährigen Edith Kraue im Juli 1946 an der Bahnlinie Blankensee—Sarau von Pleil und Hoffmann begangen wurden. Auch für zwei andere Mordtaten in der Umgebung von Lübeck nimmt die Polizei an, daß wahrscheinlich die beiden die Täter waren, da sie zu jener Zeit illegal die Zonengrenze überschritten hatten und die Verbrechen an diesen Frauen in ähnlicher Weise verübt wurden wie die anderen Pleil und Hoffmann in der Schwurferichtsverhandlung bereits nachgewiesenen Mordtaten. Pleil, der inzwischen von der Mordkommission eingehend vernommen wurde, hat zugegeben, daß er im Juni 1946 zusammen mit Hoffmann in der Nähe von Ratzeburg illegal über die Zonengrenze kam, um Alkohol zu verkaufen. Familiendrama fordert drei Tote Basel. Ein Familiendrama in der Gemeinde Fahrwangen im Schweizer Grenzkanton Aargau forderte drei Tote. Ein von seiner Frau getrennt lebender 33jähriger Ehemann drang in die Wohnung seiner Schwiegereltern ein, bei der seine Frau mit ihren beiden Kindern wohnte. Er richtete zunächst die Pistole auf seine Schwiegermutter und tötete sie durch einen Kopfschuß. Danach erschoß er auch sein vierjähriges Söhnchen. Seine Frau konnte unterdessen fliehen und um Hilfe rufen. Der Täter richtete hierauf die Waffe gegen sich selbst und verletzte sich so schwer, daß er Frost. nach einer Stunde verschied. Das Motiv zu der Tat ist in Familienzerwürfnissen zu suchen. Belgischer Urlauberzug entgleist Eschweiler. Ein belgischer Militärur- Iauberzug ist am Sonntagnachmittag auf der Fahrt von Brüssel nach Köln im Bahnhof Eschweiler entgleist. Die Lokomotive stürzte um, sechs Wagen sprangen aus den Schienen. Der Heizer wurde getötet, der Lokomotivführer wurde schwer, zwei belgische Soldaten wurden leicht verletzt. Die Strecke Aachen— Köln war durch das Unglück mehrere Stunden blockiert. Hilfszüge der Bundesbahn begannen sofort mit den Räumarbeiten. Der Verkehr wurde mit Omnibussen aufrechterhalten. 9 Tote bei Großfeuer Tokio. Bei einem Großfeuer in dem kleinen Fischerhafen Katsuura, 80 Kilometer südöstlich von Tokio, kamen 9 Menschen ums Leben. 150 Gebäude gingen in Flammen auf. Der Sachschaden wird auf 100 Millionen Yen (über 1,1 Million DM) beziffert. Unterirdischer Kraftstofftank explodierte Bristol. In einem der belebtesten Geschäftsviertel Bristols explodierte ein Kraftstoffbehälter in einer unterirdischen Garage. Sieben Personen kamen dabei ums Leben. Zahlreiche andere wurden verletzt. Wetterbericht Nach der außerordentlich milden Witterung um das Wochenende, die durch Warmluftzufuhr aus Südwesten verursacht wurde, fließt nun auf der Ostseite eines von den Azoren bis nach Island und Schottland vorgedrungenen Hochs wieder kalte Meeresluft in Mitteleuropa ein. Dadurch wird ein merklicher Temperaturrückgang verursacht. Aussichten bis Montagabend: Uebergang der Niederschläge im Hochschwarzwald in Schnee. Im Laufe des Tages Bewölkung, zeitweise auf- heitemd. Am Nachmittag nur noch einzelne Schauer. In der Nacht zum Dienstag leichter t Montag, 26. November 1951 Die letzten Vier im Amateur - Pokal Bayern, Württemberg, Niederrhein ü. Schleswig-Hol tein setzten siA in der Zwischenrunde durch Die Vorschlußrunden-Teilnehmer des Länderpokals der Fußballamateure wurden am Sonntag in den vier Zwisthenrundenspielen durch folgende Ergebnisse ermittelt: In Bonn: Mittelrhein — Bayern 1:3 (1:0); in Heilbronn Württemberg — Nordbaden 6:1 (3:0); in Neumünster: Schleswig/Holstein — Niedersachsen 4:1 (1:1); in Wetzlar: Hessen — Nie- derrhein 2:3 (1:3). Nordbaden scboß nur das Ehrentor Vom Anspiel weg. drängte Württemberg, erzielte zwei Ecken, die aber abgewehrt wurden. Dann aber wurde Spielführer Horn eingesetzt, spurtete aufs Tor, da fuhr der badische Unglücksrabe Held dazwischen und lenkte in der dritten Minute den Ball ins eigene Tor. Baden resignierte jedoch nicht, und Lechner konnte einmal in höchster Not im leeren Tor retten. Dann kam Horn wieder zum Zuge, und schoß am Torwart vorbei zum 2:0 in der 17. Minute ein. Schon drei Minuten später erzielte Flaig im Duell mit Torwart Brümmer ein herrliches Kopfballtor, das das 3:0 ergab. Der ausgezeichnete Stopper Kusneczow holte sich anschließend durch akrobatischen Rückfaller Sonderapplaus. Schließlich jagte Muche aufs badische Tor, zögerte aber einen Moment zu lange, und Held warf sich in den Schuß. Wenige Minuten später ging Horns gefährlicher Schuß einen halben Meter neben Brümmers Gehäuse. Auch die Badener kämpften unentwegt. Ihr Sturm spielte einige schöne Chancen heraus, war aber zu schwunglos und unentschldssen. Nach dem Wechsel gelang Waldner in der 65. Minute durch herrlichen Schuß das 4:0. Wunderschön liefen nun die Kombinationen der Württemberger, und wieder war es Waldner, der, auf haiblinken Posten gewechselt, fünf Minuten später Nummer fünf in die Maschen jagte. Neun Minuten vor Schluß unterlief Kusneczow ein Fehlschlag, den Beck zum Ehrentor ausnützte. Eine Minute darauf würde Waldner von Spankowsky im Strafraum gelegt, und Horn verwandelt den Elfmeter sicher zum 6:1. Klarer EHolq Sdi'eawio-Holstelns Schleswig-Holstein kam am Sonntag in Neumünster vor 5000 Zuschauern zu einem überraschend sicheren 4:1 ■ (l:l)-Sieg über Niedersachsen. Der Erfolg . war ein Verdienst der beiden Itzehoer Außenläufer Reich und Hartmann, die ein großes Spie] lieferten und den schußschwachen Niedersachsen-Sturm nicht zur Entfaltung kommen ließen. Etfttmer brachte die Einheimischen in der 34. Minute inljihrung, die Kruhl in der 42. Minute aus- gleichen konnte. Nach dem Wechsel stellten Buchaliek, SShmuck und Dittmer' den Sieg Schleswig-Holsteins sicher. Niederrhein glückrdier ^ieqer Vor 4000 Zuschauern wurde Niederrhein in Wetzlar glücklicher Sieger mit 3:2 (3:1) über Hessen. Sechs schwache Minuten der ersten Halbzeit kostete den Hessen den Sieg. Niederrhein ging nach ausgeglichenem Spielverlauf in der 18. Minute durch Glocke ln Führung, und der gleiche Spieler erhöhte drei Minuten später auf 2:0. Als die Hessen-Abwehr ins Wanken geriet, schoß Heiß zum dritten Treffer für den Niederrhein ein. Erst zum Schluß der Halbzeit konnte Hessen das Spielgeschehen wieder ausgleichen und in der 40. Minute durch Kreß den ersten Gegentreffer anbringen. Nach Wiederbeginn stand das Spiel ganz im Zeichen Hessens, doch reichte es trotz zahlreicher Chancen nur zum Anschlußtreffer fünf Minuten vor Schluß durch Bubek (Elfmeter). Mittelrheinabwehr versagte nach der pau e Bayern gewann in Bonn vor 3000 Zuschauern gegen Mittelrhein mit 3:1 (0:1) durch bessere Leistung in den zweiten 45 Minuten verdient. Während die Süddeutschen auf schwerem Boden nach dem Wechsel weitaus besser spielten, und auch mehr zuzusetzen hatten, wurde die Mittelrheindeckung schwächer, so daß sich der Sturm seine Bälle selbst holen mußte und dadurch nicht mehr so ins Spiel kam wie vor der Pau^e. Mittelrhein ging in der 37. Minute durch einen Elfmeter Krahes in Führung. Nach dem Wechsel kamen die Bayern groß ins Spiel, und innerhalb von elf Minuten stellten Zeltler, Bäumler und Hinterstocker den Sieg sicher. Süd-Herbstmeisterschait wieder völlig offen So spielten sie ... Oberliga Süd: 1860 München — VfB Stuttgart 1:3; VfB Mühlburg — Eintracht Frankfurt 7:2; Kicker« Offenbach — VfL Neckarau 7:3; Stuttgarter Kickers — VfB Mannheim 2:2; Spvgg. Fürth gegen Bayern München 5:1; Vlkt. Aschaffenburg — Schweinfurt 05 2:1; FSV Frankfurt gegen Schwaben Augsburg 2:1. VfB Stuttgart 13 8 4 1 31:10 20:6 1. FC Nürnberg 12 8 3 1 21:7 19:5 Kickers Offenbach 13 6 5 2 33:22 17:9 VfB Mühlburg 13 6 4 3 32:17 16:10 Spvgg. Fürth 13 5 4 4 20:16 14:12 Stuttgarter Kickers 13 6 2 5 31:26 14:12 1860 München 13 5 4 4 25:22 14:12 FSV Frankfurt 13 5 4 4 24:22 14:12 Eintracht Frankfurt 13 5 3 5 22:25 13:13 VfR Mannheim 13 3 6 4 23:28 12:14 Vikt. Aschaffenburg 13 2 8 3 17:22 12:14 SV Waldhof 12 2 7 3 15:20 11:13 Bayern München 13 3 3 - 7 18:25 9:17 Schw. Augsburg 13 3 2 8 13:25 8:18 Schweinfurt 05 13 2 3 8 12:25 7:19 VfL Neckarau 13 2 2 9 17:42 6:20 Südwestdeutsche Oberliga: TuS Neuendorff — 1. FC Saarbrücken 0:0; Phönix Ludwigshafen — Eintracht Trier 1:1. 1. FC Saarbrücken 11 30:6 20 Wormatia Worms 12 27:9 18 TuS Neuendorf 13 28:12 18 1. FC Kaiserslautern 12 36:16 15 Eintracht Trier 14 25:19 15 Tura Ludwigshafen 14 22:21 15 Mainz 05 13 30:31 14 Bor. Neunkirchen 10 33:23 13 FK Pirmasens 12 28:20 13 Phönix Ludwigshafen 14 21.28 13 FV Engers 13 20:27 12 VfL Neustadt 12 20:25 10 VfR Frankenthal 13 25:40 10 VfR Kaiserslautem 13 24:40 8 Eintracht Kreuznach 13 16:39 9 SG Weisenau 13 18:43 4 VfB Stuttgart verdrängte pausierenden 1. FC Nürnberg von der Spitze — Torreigen in Mühlburg und Offenbadi — Eindrucksvoller Fürther Sieg über Bayern-München Neuer Tabellenführer in der ersten Oberliga Süd wurde aasgerechnet am 13. Spielsonntag der VfB Stuttgart, der in dieser Zahl und seinem schweren Auswärtsspiel bei den Münchener „Löwen“ kein schlechtes Omen erblickte und den pausierenden 1. FC Nürnberg durch einen eindrucksvollen 1:3-Sieg von der Spitze verdrängte. Damit ist die Entscheidung um die Herbstmeisterschaft im Süden, die man allgemein schon dem „Club“ gutgeschrieben hatte, wieder völlig offen geworden und es dürfte jedenfalls erst das Spiel 1. FC Nürnberg —VfB Stuttgart darüber entscheiden. Die Verfolger der Spitzengruppe wollten es diesmal ganz genau wWen nnd schossen hohe Siege hesaus. Jeweils 7mal trafen Mühlburg und Bie Offenbacher Kickers gegen die Frankfurter Eintracht bzw. den VfL Neckarau ins Schwarze. 5 Tore schossen die Stürmer der Spvgg. Fürth gegen Bayern München heraus und rückten damit auf den fünften Tabellenplatz vor. Aschaffenburg schaffte nach einer langen Serie von Unentschieden diesesmal auf eigenem Platz gegen den Tabellenvorletzten Schweinfurt mit 2:1 wieder einen doppelten Punktgewinn und mit demselben Ergebnis blieb der FSV Frankfurt über Schwaben Augsburg erfolgreich. Die Stuttgarter Kickers sahen ihren Heimnimbus gegen den VfB Mannheim in Gefahr und mußten einen Punkt beim 2:2 überlassen. Fürths Sturm nicht zu halten Die SpVgg Fürth gewann mit 5:1 (4:0) gegen Bayern München. In der 6. Min. ging Fürth in Führung, als Münchens Torhüter Gütendorf einen Flankenball ins eigene Tor faustete. In der 21. Min. hielt Höger einen von Witt scharf geschossenen Foulelfmeter. Schade verwandelte in der 26. Minute einen Freistoß, und unmittelbar darauf erhöhte Appis ayi 3:0. Hoffmann gelang es in der 41. Min. den 4:0-Pausenstand herzustellen. Dem Ehrentreffer von Bauer II (52. Min.) setzte Fürth durch Schade ein 5. Tor entgegen. Audi Streitle, der zum Schluß, mitstürmte, konnte keine Wendung herbeiführen. VfB Mannheim erzwang den Ausgleich im Endspurt Die auf eigenem Platz bisher siegreich gebliebenen Stuttgarter Kickers mußten sich mit dem 2:2 ( 0 : 1 ) gegen VfR Mannheim am Samstag zum ersten Mal in dieser Serie im Heimspiel mit einem Unentschieden begnügen. Die Gäste setzten in der letzten Viertelstunde alles auf eine Karte und buchten durch den Verteidiger Senk das verdiente Ausgleichs tor. Mannheim hatte auch den Torreigen durch de la Vigne eingeleitet, mußte sich dann aber zwischendurch zwei Gegentreffer der Stuttgarter durch Jackstell und Kronenbitter gefallen lassen. Torreiches Treffen am Bieberer Berg Mit 7:3 (3:1) überspielten die Offenbacher Kickers den Tabellenletzten VfL Neckarau und festigten damit ihre Spitzengruppenstel- lung. Im Gegensatz zu dem sehr flüssig arbeitenden Angriff der Offenbacher war die Hin termannschaft ziemlich schwach, so daß sie etwas leichtfertig drei Gegentreffer verschuldete. Baas (3), Preißendörfer (2), Schreiner und Kaufhold waren die Torschützen des Siegers, Preschle Gärtner, und M. Grammin ger schossen für Neckarau die Treffer. Zweiter doppelter Punktgewinn für Aschaffenburg -Vor 5000 Zuschauern mußte Viktoria Aschaffenburg im Heimspiel gegen Schweinfurt 05 alle Kräfte aufbieten, um nach einem 0:1- Pausenrückstand doch noch verdient 2:1 zu OtyHiftisde l/aeßeeeUukpeu dee t eukl a iltteten Verhandstag in Malente - Das Programm für 1952 Im Mittelpunkt der Ausschuß-Sitzungen beim DLV-Verbandstag in Malente standen am Samstag Beratungen des Sportausschusses über die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele in Helsinki. Der Sportausschuß beschloß ein umfangreiches vorolympisches Prüfungsprogramm, aus dem sich etwa 22 bis 25 Männer und 8 bis 10 Frauen als Helsinki-Fahrer qualifizieren dürften. Als Mannschaftskapitän der deutschen Leichtathleten ist für Helsinki der Präsident des DLV, Dr. Max Danz. vorgesehen. Außerdem ist die Entsendung eines S portwar- tes und je zweier Sportlehrer und Masseure' geplant. Deutsche Kampfrichter werden in Helsinki nicht vertreten sein. " Zu einem der wichtigsten Tagungspunkte des Sportausschusses gehörte die Festsetzung des Terminkalenders für die Olympische Saison 1952. Die deutschen Waldlaufmeisterschaften werden am Ostermontag in Bietigheim (Württemberg). die deutschen Marathonmeisterschaften in Neustadt-'Weinstraße. die deutsche Meisterschaft im 50-km-Gehen in Hamburg, die deutschen Meisterschaften — ohne Staffeln — in Berlin, die Mehrkampf-Staffel u. Junioren- Meisterschaften in Ham ausgetragen. Die Austragungsorte der Endkämpfe um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft stehen noch nicht fest. Sie sollen voraussichtlich erst nach Ermittlung der Endrunden-Teilnehmer bestimmt werden. Ein Novum in der Geschichte der deutschen Leichtathletik ist die Abtrennung der Staffelgewinnen. Schon im 12:1 Eckenverhältnis kommt die Ueberlegenheit der Gastgeber klar zum Ausdruck. Ullrich hatte Schweinfurt in der 6. Minute nach einem Fehler von Richter überraschend in Führung gebracht Die allzu sorglosen Viktorianer wurden nun lebendiger und erzielten in der 65. Minute den Ausgleich durch Stopper Giller. Das Siegestor der Gastgeber fiel in der 70. Minute durch Schiele nach der 10. Ecke. HSV revanchierte sich beim 1. FC Nürnberg Der norddeutsche Fußballmeister HSV besiegte in einem Samstag-Privatspiel den 1 FC Nürnberg vor nur 7000 Zuschauern verdient mit 5:2 (2:l)-Toren und revanchierte sich damit für die bei der letzten deutschen Meisterschaft erlittenen 1:2- und 1 ^-Niederlagen. Bei typischem HSV-Wetter zeigten die Gastgeber wieder mit Posipal, Schemel und Spundflasche eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der der Sturm durch die gute Läuferreihe immer wieder gut eingesetzt wurde. Dagegen spielten die ohne Baumann, Herbolsheimer und Brenzke antretenden Gäste im Sturm zu eng, als daß sie bei der entschlossen dazwischenfahrenden HSV-Abwehr zu mehr Treffern hätten kommen können. meisterschaften von den Berliner Titelkämpfen. Der Sportausschuß begründet diesen Schritt damit, daß mit dieser Maßnahme eine UÜber- anstrengung der Sprinter, die sonst in Einzel- und Staffel-Läufen starten müßten, verhindert werden soll. Hamburger SV bester deutscher Leichtathletikverein Dr. Max Danz (Kassel) tritt nach seiner Wiederwahl seine dritte Amtsperiode als Präsident des Deutschen Leichtathletikverbandes an. Der wiedergewählte Vorstand setzt sich ferner aus den beiden stellvertretenden Vorsitzenden Obermayer (München) und Dr. Sabel (Dortmund), Sportwart Umgelter (Stuttgart), Lehrwart Polmanns (Düsseldorf), Kassierer Weiß (Braurischweig), Jugendwart Kra- ger, Frauenwart Martens (Kiel), Pressewart Reisdorf (Frankfurt) und Rechtsanwalt Nöl- ler (Bonn) zusammen. Der Vorstand berichtete dann über seine Arbeit im Jahre 1951, in dem Deutschland in sieben Länderkämpfen unbesiegt geblieben sei und gab dann als erfolgreichster Verein in der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft der vergangenen Saison den Hamburger SV bekannt, der mit 51 Mannschaften insgesamt 52L142 Punkte erreichte. An zweiter Stelle folgt der TV Pirmasens mit 445 446 Punkten (89 Mannschaften) vor den Stuttgarter Kickers mit 408 662 Punkten (65 Mannschaften). An den Mannschaftwettkämpfen beteiligten sich 1951 insgesamt 5832 Mannschaften (1950: 1511). Volles Programm in Südbadens Ringeroberiiga Die Punktekämpfe in der südbadischen Ringer-Oberliga wurden mit vollem Programm fortgesetzt. Der Tabellenzweite Freiburg-Has- lach konnte die Erwartungen in Lahr nicht erfüllen und mußte sich mit einem dem Kampfverlauf entsprechenden Unentschieden begnügen. Die Punkte vom Fliegen- bis Leichtgewicht fielen an die Freiburger, während vom Welter- bis Schwergewicht die Lahrer dominierten. *Das zweite Unentschieden des Tages gab es in St. Georgen-Schwarzwald, wo Urioffen auf die Matte ging. Der Gastgeber zeigt sich gegenüber dem Vorsonntag in verbesserter Form, und so gelang es ihm, selbst ohne einen Schwergewichtler, eine Punkteteilung zu erzwingen. Im Bantam-, Feder-, Weiter- und Halbschwergewicht waren die St. Georgener, im Fliegen-, Leicht-, Mittel- und Schwergewicht (kampflos) die Gäste erfolgreich. Weniger glücklich kämpfte der Namensvetter Frei burg/St. Georgen gegen den Liga-Neuling Alemannia Kuhbach. Wider Erwarten vermochten sich die Freiburger Vorstädter nur im Flie gen- Leicht- und Halbschwergewicht durchzusetzen, wogegen die Kuhbacher im Bantam-, Feder-, Weiter-, Mittel und Schwergewicht siegreich blieben. Ergebnisse: Lahr — Freiburg-Haslach 4:4 Freiburg/St. Georgen — Kuhbach 3:5 St. Georgen/Schwarzwald — Urioffen 4:4 Homberg 4 4 0 0 27:5 8 Freiburg-Haslach 4 3 1 0 22:10 7 Kuhbach 4 12 1 15:17 4 ASV Lahr 3 0 2 1 11:13 2 Gottmadingen 3 0 2 1 10:14 2 Freiburg-St Georgen 3 1 0 2 9:15 2 Germania Freiburg 3 0 2 1 9:15 2 Urioffen 4 0 2 2 13:19 2 St Georgen/Schw. 2 0 11 4:12 1 Landesliga-Ergebnisse Flirtwangen — Hornberg H 5:3 EmmeDdingen — ASV Frei bürg 4:1 KoUnau/Gutach — Sportfreunde Freiburg 6:2 Oberliga Nord: Eimsbüttel — Arminia Hannover 6:1: Bremer SV — Hannover 96 3:1; Concordla Hamburg gegen VfL Osnabrück 1:3; Lüneburger SK gegen Holstein Kiel 0:2. Privatspiel: HSV — 1. FC Nürnberg 5:2 Oberliga Nord Holstein Kiel 12 31:18 20 VfL Osnabrück 14 37:20 19 Hamburger SV 12 42:20 17 St. Pauli 12 28:15 17 Bremerhaven 93 14 28:18 17 Eimsbüttel 14 32:30 14 Arm. Hannover 13 27:34 14 Göttingen 05 14 25:24 14 Werder Bremen 13 31:26 13 Bremer SV 14 25:23 13 Eintracht Osnabrück 13 27:36 11 Hannover 96 12 17:20 10 Viktoria Hamburg 13 19:36 9 Concordla Hamburg 13 27:33 9 Eintracht Braunschweig 13 26:28 8 SK Lüneburg 14 19:48 7 Oberliga West: Horst Einseher — Preußen Dellbrüek 1:2; Schwarz-Weiß Essen — Spfr. Katernberg 1:1; Fortuna Düsseldorf — SpVgg Erkenschwick 3:0; Hamborn 07 — Borussia Dortmund 0:1; Rheyd- ter SV — Meidericher SpV 2:1; Alemannia Aachen — Bayer Leverkusen 3:2; Preuß. Mün- ster — Schalke 04 6:2; 1. Köln — BW Essen 3:1. Oberliga West Rot-Weiß Essen 14 37:23 21:7 Schalke 04 13 24:24 16:10 Alemannia Aachen 13 30:21 17:9 Bayer Leverkusen 12 21:17 14:10 Meidericher SV 12 24:15 13:11 1: FC Köln 13 27:17 15:11 Preußen Münster 13 35:24 15:11 Schwarz-Weiß Essen 13 22:26 14:12 Sportfr. Katernberg 13 29:27 13:13 Horst Emscher 13 23:31 11:15 Rheydter SV 13 29:35 12:14 Preußen Dellbrüek 13 16:23 12:14 Hamborn 07 13 16:26 9:17 Borussia Dortmund 12 24:27 10:14 SpVgg Erkenschwick 13 21:33 8:18 Fortuna Düssesdorf 13 17:23 8:18 II. Südliga: 1. FC Pforzheim — Bayern Hof 3:2; ASV Cham — TSG Ulm 46 0:5; FC Bamberg — SSV Reutlingen 2:0; Hessen Kassel — Jahn Regensburg 1:0; BC Augsburg gegen Singen 04 2:2; Wacker München — SV Wiesbaden 1:1; Darmstadt 98 - FC Frel- bürg 5:0. TSG Ulm 46 14 9 3 2 40:16 21:7 Bayern Hof 14 9 1 4 32:17 19:9 Hessen Kassel 14 9 1 4 25:17 19:9 BC Augsburg 15 8 3 4 39:30 19:11 Darmstadt 98 •14 8 2 4 32:20 18:10 1. FC Pforzheim 14 6 4 4 35:24 16:12 ASV Durlach 13 5 5 3 24:20 15:11 TSV Straubing 13 5 5 3 20:20 15:11 ASV Cham 14 5 5 4 23:20 15:13 FC Bamberg 14 7 1 6 19:22 15:13 Sy Wiesbaden 15 5 4 6 26:24 14:16 SSV Reutlingen 14 4 5 5 29:26 13:13 ASV Feudenheim 14 6 1 7 19:30 13:15 Jahn Regensburg 14 5 1 8 21:21 11:17 FC Freiburg 14 3 3 8 17:31 9:19 Wacker München 15 2 4 9 17:31 8:22 Singen 04 14 1 3 10 13:33 5:23 VfR Aalen 13 1 3 9 16:45 5:21 Der richtige Tip West-Südblock: 10212111022111 Nord-Südblock: 11112211011122^ Internationale Kurwette: 2, 1, 2, 0, 1, 0, 1, 1, L » V Montag, 26. November 1951 Otfenfaty ütenudm wiedee TfoßdUkfukwtf Dur di verdienten 0:1-Sieg über Rheinleiden — VIR Konstanz auf dem 2. Platj In der südbadischen 1. Amateurliga konnte sich der FV Offenburg an die Spitze setzen, da das Spiel des Tabellenführers SC Baden-Baden gegen FC Rastatt wegen des Regenwetters ausfallen mußte. Offenburg siegte im Auswärtsspiel auf aufgeweichtem Platz, in schönem, schnellen Spiel verdient mit 0:1 gegen den FC Rheinfelden, der sich in der Mitte der Tabelle behauptete. Der SC Baden-Baden fiel durch die Zwangspause auf den 3. Platz und Rastatt auf den 5. Platz zurück. Der VfL Konstanz überflügelte beide Mannschaften durch sein hohes Ergebnis gegen SV Kuppenheim. Durch gute Stürmerleistungen der Platzelf kam er zu einem verdienten 7:4-Sieg. 1844 Freiburg mußte sich wider Erwarten dem VfR Stockach trotz besserer spielerischer Leistung beugen. Stock - ach konnte mit Glück ein 3:1 herausholen, änderte dadurch jedoch nichts an seinem Tabellenstand. Dieses Spiel wurde drei Minuten vor Schluß abgebrochen, da der links- außen Kieser (Freiburg) wegen einer Karambolage vor dem Stockacker Tor des Platzes verwiesen wurde, aber das Feld nicht verließ. Freiburg rutschte damit von dem dritten auf den vierten Platz ab. Im Mittelfeld und im letzten Drittel der Tabelle änderte sich wenig. Einen überraschenden Sieg gab es in Freiburg, wo der FV Lahr den Gastgeber ASV Freiburg in einem schnellen, kräftigen Spiel besiegte. Auch dieses Spiel hatte, wie die Begegnung VfR Ackern gegen Rotweiß Lörrach und FC Villingen gegen FV Kehl, unter Regen und schlechten Bodenverhältnissen zu leiden. Kehl bleibt das Schlußlicht. SV Weil der mit Ersatz spielte, aber durch besseres technisches Können verdient gewann, rangiert weiter als Vorletzter vor dem FV St. Georgen. VfL Konstanz — SV Kuppenheim 7:4 (2:1) führten, schien die Partie eine glatte Das torreiche Treffen zeigte zum Teil großartige Stürmerleistungen der Platzelf, die die Gäste technisch klar ausspielten, aber auch einige Mängel in der einheimischen Abwehr, die die Kuppenheimer resolut und mit Glück ausnützten. Als die „Seehasen“ schon vor Ablauf einer halben Stunde (14. und 17. Minute durch Schocker und Reichert) bereits mit 2:0 I. Amateurliga: ASV Freiburg — FV Lahr 2:4; FC Villingen — FV Kehl 3:0; FC Rastatt gegen SC Baden-Baden ausgef.; VfR Stockach gegen 1844 Freiburg 3:1; SV Weil — SV St. Georgen 3:1; VfR Ackern — RW Lörrach 2:1; VfL Konstanz — SV Kuppenheim 7:4; FC Rheinfelden — FV Offenburg 0:1; FC Gutach gegen SV Schopfheim 2:2» FV Offenburg VfL Konstanz SC Baden-Baden 1844 Freiburg FC Rastatt SV Schopfheim FC Gutach FC Rheinfelden ASV Freiburg RW Lörrach FC Villingen Lahrer FV VfR Stockach SV Kuppenheim SV Ackern SV Weil FV St. Georgen Kehler FV Das abgebrochene Freiburg wurde in der Tabelle nicht gewertet. II. Amateurllga, Gruppe I: Mörsch — Muggensturm 3:2; Gengenbacfa — Wolfach 1:4; Oberkirch — Hornberg 3:3; Biertigheim gegen Oberackem 6:1; Ottenau — Haslach 2:0; Orsch- weier — Oetigheim ausgef.; Kappelrodeck gegen Bühl 1:0. 13 9 1 3 23:9 19:7 13 8 2 3 30:19 18:8 12 8 1 3 32:13 17:7 13 7 3 3 27:19 17:9 11 8 0 3 25:16 16:6 13 6 4 3 26:24 16:10 14 7 2 5 37:25 16:12 13 7 1 5 24:31 15:11 12 7 0 5 23:20 14:10 13 6 2 5 27:19 14:12 13 5 4 4 26:18 14:12 14 6 1 7 27:31 13:15 14 5 2 7 23:35 12:16 12 4 2 6 £4:23 10:14 15 4 2 9 21:32 10:20 13 3 3 7 19:29 9:17 15 3 0 12 16:37 6:24 15 2 0 13 15:51 4:26 Spiel Stockach — 1844 IL Amateurliga Staffel 3: Radolfzell — Neustadt —; Rlelasingen gegen Konstanz Ib 1:1; Singen Ib — Gottmadin- gen 8:0; Triberg — Furtwangen —; Ueberlin- gen — Engen 7:2; Villingen Ib — Donau eSchin- gen 2:0; Vöhrenbach — Blumberg —. Singen Ib Radolfzell Ueberlingen Triberg Donaueschingen Wollmatingen Villingen Ib Rlelasingen Homberg Ib Furtwangen Neustadt Engen Vöhrenbach Gottmadingen Blumberg 13 11 0 2 66:12 20 11 9 0 2 40:13 18 14 9 0 5 43:31 18 11 7 1 3 27:18 15 13 7 0 6 26:25 14 13 6 1 6 24:33 13 11 6 2 3 23:23 14 12 5 3 4 26:30 13 12 5 2 5 22:9 12 12 3 2 7 18:26 8 12 3 2 7 21:29 8 12 2 4 7 13:46 8 13 3 2 8 16:30 8 11 3 1 7 16:30 7 13 3 1 9 18:34 7 Handball — Landesliga 1844 Freiburg — Niederbüh^ 8:8; Lahr gegen Schutterwald 5:8; Freiburger FC — Hofweier 7:5; Zähringen — Lörrach 3:12. Handball — Landesklasse Rot-Weiß Lörrach 9 9 0 0 106:53 18 SV Niederbühl 11 7 2 2 125:76 16 SV Schutterwald 10 7 2 1 96:69 16 Freiburger FC 11 7 0 4 111:75 14 1844 Freiburg 9 6 1 2 68:51 13 SV Durmersheim 9 4 2 3 64:71 10 SV Schuttem 11 5 0 6 107:110 10 SV Hofweier 11 3 0 8 76:98 6 TS¥ Zähringer. 11 2 1 8 56:74 5 Teningen 10 2 1 7 59:95 5 SV Hauingen 10 2 1 7 64:93 5 TV Lahr 10 2 0 8 55:117 4 eine glatte einheimische Angelegenheit zu werden, bis dann die bereits erwähnten Schnitzer in der 40 und 47. Minute (durch B. Schmidt und Josef Burkhardt) ein überraschendes 2:2 mit Kuppenheimer Strohfeuer und Konstanzer Bedrohung ergaben. Heber 3:2, 4:2, 4:3, 5:3, 6:3, 6:4 gab es sodann innerhalb von 25 Minuten mit sechs Treffern einen reichen Torsegen, den Fritz — bester Mann der Konstanzer — mit einem erfolgreichen Elfmeter zum* 7:4 abschloß. Schiedsrichter Moßbrugger aus Rheinfelden leitete vorzüglich. FC Gutach — SV Schopfheim 2:2 (1:1) In diesem Spiel standen sich zwei gleichwertige Gegner gegenüber, so daß die Punkteteilung dem Spielverlauf völlig gerecht wird. Zwar begann der Kampf für die Gutacker sehr vielversprechend, denn schon nach fünf Minuten erzielte Schindler das 1:0. In der Folge kamen die Gäste jedoch mehr und mehr auf und kamen kurz vor der Halbzeit zum 1:1. Nach der Pause regierten zunächst wieder die Gutacker das Spielgeschehen und gingen auch in der 70. Minute erneut durch Ganz in Füb rund. Aber schon acht Minuten später glichen die Gäste abermals aus und stellten somit das Endergebnis her. Schiedsrichter Knoerr, Ro tenfels, leitete zufriedenstellend. Kehl wehrte sich tapfer SC 08 Villingen — FV Kehl 3:0 (1:0) Ein vollkommen aufgeweichter Platz, Sturm und Regen ließen ein normales Spiel nicht zu. Kehl hatte außer einer sehr eifrigen Abwehrleistung nicht viel zu bieten. Mittelläufer und Torwart waren die besten Leute. Der Tormann hatte immer wieder unerhörtes Glück, sonst wäre die Partie schon in der Pause klar entschieden gewesen. Bis dahin hatte Villingen aber nur dugch einen etwas harten Elfmeter in Führung gehen können. Ein mageres Ergebnis für die große Ueberlegenheit. Auch in der zweiten Hälfte brachte es Kehl nur zu gelegentlichen Vorstößen, die zweimal allerdings gefährlich - aussahen. Schließlich schoß Grammel dann placiert zum 2:0 ein. Das Eckenverhältnis stand schon 17:2, als Allgaier ln der letzten Minute noch einen dritten Treffer anbringen konnte. SV Weil — SV St. Georgen 3:1 (2:0) Mit einer guten Gesamtleistung in der ersten (Spielhälfte legte der SV Weil, der Kuolt, Ute und Renner ersetzen mußte, den Grundstock zu seinem verdienten Sieg. Schon iif dei dritten. Minute konnte Gihr Gie Gastgeber mit 1:0 in Führung bringen. Buschbaum erhöhte das Ergebnis in der 13. Minute auf 2:0. Auch in der Folge bis zur Pause hatten die Weiler noch mehrere schöne Chancen, da abei St. Georgen in der Abwehr ziemlich stark war. blieb es beim 2:0-Vorsprung der Einheimischen bis zum Seitenwechsel. Auch in der zweiten Hälfte konnten sich die Weiler Vorteile verschaffen. Auf Flanke von Rechtsaußen Faller konnte Beck in der 55. Minute das Ergebnis auf 3:0 erhöhen. Mit dem Anschluß und Ehrentreffer der Schwarzwälder durch ihren Rechtsaußen Kopp in der 60. Minute wurden die Gäste etwas aktiver und hatten auch bis Spielschluß etwas mehr vom Spiel. imt 6-21. Aufust Bahn- und Strafienmeistersdialten in der Pfalz Auf der Jahrestagung des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) wurde am Sonntag in Karlsruhe beschlossen, die Durchführung von Bahn- und Straßenmeisterschaften künftig nur noch einem Landesverband zu übertragen. 1952 wird die Pfalz diese Meisterschaften voraussichtlich in Iggelheim und in Speyer aus- richten. Die Hallenmeisterschaften wurden an Hamburg vergeben. In einem kurzen Referat umriß der Präsident des Bundes, Kurt Kühn, Braunschweig, das Verhältnis des BDR zum Radfahrerbund „Solidarität“ und zum Sportausschuß der Sowjetzone. Kühn betonte, daß der BDR grundsätzlich zu einer guten Zusammenarbeit mit beiden Organisationen bereit sei. Der Organisator der Deutschlandrundfahrt, Hermann Schwarz, teilte während der Ta- Ottenau 12 9 2 1 35:15 20:4 gung mit, daß die Deutschland-Rundfahrt Kappelrodeck 12 8 3 1 31:19 19:5 1952 vom 6. bis 21. August stattfinden werde Biertigheim 13 7 4 2 38:19 18:8 und sich zahlreiche ausländische Fahrer daran Mörsch 12 7 3 2 46:25 17:7 beteiligen dürften. Unter anderem rechnet Muggensturm 13 5 5 3 33:25 15:11 man mit dem Straßenweltmeister Ferdi Küb- Oetigheim 12 6 2 4 33:25 14:10 1er (Schweiz) und dem Italiener Gino Bartali. Wolfach 14 6 2 6 41:44 14:14 Offen burgs Boxer in Ludwigsburg Oberkirch Bühl 12 11 5 3 3 6 4 2 28:27 24:18 13:11 12:10 Homberg 13 5 2 6 41:39 12:14 Ludwigsburg. In Ludwigsburg stand eine Bühlertal 13 5 2 6 32:29 12:14 kombinierte Boxstaffel der Spvgg. LudwigsOberachem 11 5 1 5 21:27 11:11 burg und von VfK Germania Stuttgart einer Gengenbach 13 4 2 7 ,22:33 10:16 Mannschaft von FV Offenburg gegenüber. Haslach 13 3 1 9 23:35 7:19 Da nicht alle Gewichtsklassen besetzt waren Ettenheim 11 1 1 9 17:40 3:19 und andererseits das Weltergewicht gleich Orschweier 13 0 1 12 17:56 1:25 drei Boxer aufwies, konnte der Kampf nicht unter Mannschaftskampfbedingungen ausgetragen werden. Die Kämpfe selbst zeigten nur recht spärliche Technik, dafür aber viel Schlagwechsel. Die beiden einzigen Siege fü£ Offenburg holten Kiefer gegen Feil nach Punkten und Lechercy gegen' Weinmann ebenfalls nach Punkten. Für die Einheimischen siegten Vollmer nach Punkten über Mast, Lieb durch Aufgabe in der ersten Runde von Nuber, Kistner nach Punkten gegen»Schmid und Hofheinz durch Aufgabe von Hagenauer in der ersten Runde. Unentschieden trennten sich Bodin und Hofmann, Mast zwei und Neumann, Lott und Rolle, sowie Tenzer und Otto. FFC-Boxer siegten über Polizei Karlsruhe Einen 12:8-Punktsieg landete die Boxstaffel des Freiburger FC am Samstagabend über die Staffel der Polizei Karlsruhe in Freiburg. Den besten Kampf lieferten sich der Gruppensieger der südwestdeutschen Amateurboxmeisterschaft, Feuchter (Karlsruhe) und Bruchhauer (Freiburg) im Halbweltergewicht, den der Karlsruher durch Aufgabe des Freiburgers gewann. \ordrhe und bei dauerndem Regen gab es in Rheinfelden doch ein schönes, kampfbetontes Spiel, das die Gäste mit ihrer besseren Ballbehandlung, ihrer größeren Schnelligkeit und guter Zusammenarbeit verdient gewonnen haben. Schon in der ersten Spielhälfte hatte Offenburg bereits leichte Feld vorteile, scheiterte aber mit dem zu engen Innenspiel des Sturmes an dem sehr guten Rheinfelder Stopper Mellein. Das Tor des Tages fiel in der 48. Minute durch Stäbler im Nachschuß auf einen Schuß des Halblinken Klingelt. Erst in den letzten 10 Minuten, als Offenburg auf Halten des Ergebnisses spielte, wurde Rheinfelden tonangebend, scheiterte aber an der vorzüglichen Offenburger Läuferreihe mit Armbruster, Rabold und Herold. Auch Torhüter Schi Ui konnte sich mehrfach besonders auszeichnen. Aus der Mannschaft, der ein Gesamtlbb gebührt, ragten besonders heraus: SchUli. Rabold, Armbruster, Herold und Stäbler. Bedauerlich war, daß der Gastgeber eine unnötige Härte ins Spiel trug, insbesondere als er erkannt hatte, daß Offenburg als die einwandfrei bessere Mannschaft den Sieg erringen würde. Der Halblinke Klos mußte kurz vor Schluß wegen grober JJnsportlichkeit dem Schiedsrichter gegenüber vom Platz gestellt werden. OßeeatUeen baut untee die Rodet Bietigheim knöpfte durch 6:1 (5:1) Sieg wettvolle Punkte ab Oberachern kam in Bietigheim schwer unter die Räder. Der Wettergott hatte für die Fußballer am gestrigen Sonntag wirklich kein gu- Stes Herz, was sich auch auf die Spielgeschehnisse nachteilig auswirkte. So war es auch nicht verwunderlich, daß nur eine kleine Zahl Fußballanhänger Oberachems Elf auf ihrem schweren Gang begleitete. Der Platz in Bietigheim war für ein Spiel so gut wie unmöglich, waren doch nahezu zwei Drittel des Platzes unter Wasser. Trotzdem ging „das Spiel vonstatten. Die Einheimischen, mit den Bodenverhältnissen besser vertraut, konnten auch ihren Vorteil klar zur Geltung bringen und das Spiel hoch für sich entscheiden. Das Wetter wirkte auch auf die Spieler der Gästeelf sehr ungünstig, so daß diese Niederlage von Bietigheim nahezu verdient wurdö. Besonders der Torsteher der Gästemannschaft hatte einen ausgesprochen schwarzen Tag, ob gewollt oder ungewollt, sei dahingestellt. Bietigheim kam bereits in der 4. Minute zu ihrem ersten zählbaren Erfolg durch Strafstoß, der ohne weiteres hätte gehalten werden können. Schon wenige Minuten später landete der Ball erneut im Gehäuse der Oberacherner. Dies wirkte bei den Gästen und sie begannen zu kämpfen und kamen auch in der 14. Minute zu ihrem ersten ‘'Treffer. Innerhalb von weiteren zehn Minuten konnten die Einheimischen erneut dreimal erfolgreich einschießen. Bei diesem Stand blieb es bis zum Seitenwechsel. Nach der Pause war das Spiel, das durch weg von Regenschauern begleitet war, sehr zerfahren. Der Schiedsrichter hätte bei derartiger Witterung unter Rücksichtnahme auf die Gesundheit der Spieler dieses Spiel nicht zur Austragung kommen lassen dürfen. Wie schon erwähnt, war die zweite Hälfte durchweg planlos und hatte mit Fußball nichts mehr zu tun. In der 55. Minute konnte Bietigheim seinen 6. und letzten Treffer anbringen. Schiedsrichter Kempf-Zunsweier hatte bei den außerordentlich schlechten Platzverhältnissen einen sehr schweren Stand, leitete jedoch gut - ist - Meine ü&etaeugenden Leistungen Doch siegten Schutterwalds Handballer 5:8 (2:3) über 'TV Lahr Die wenigen Zuschauer auf der Klostermatte konnten in keiner Spielphase warm werden. Beide Mannschaften, ersatzgeschwächt, boten keine überzeugenden Leistungen. Man konnte es bald mit einem Sommerhandballspiel vergleichen. Dem äußerst klitschigen Boden muß man wohl vieles zuschreiben, doch wäre es mit etwas mehr Kampfgeist und Elaft anders geworden. Es hatte gerade den Anschein, als ob die Gäste ihren Gegner viel zu leicht nahmen, die ihrerseits alles daran setzten, ein erträgliches Endresultat zu erzielen. Dock ist im gesamten zu sagen, daß der Sieg der Gäste keineswegs gefährdet war. Anfangs schien es, als ob die Gäste ihren Gegner überrennen wollten, dSnn Zind II, der diesmal in guter Spiellaune war, legte gleich zwei Tore vor, doch damit war auch für die nächsten 15 Minuten das Pulver verschossen. Die Platzherren bekamen durch die Unentschlossenheit der Gästestürmer etwas Oberhand und konnten einen Anschlußtreffer anbringen. Der Ausgleich schien sicher zu sein, doch den 13-Meter hielt Hermann bravourös. Nachdem der junge Flügelstürmer Hansert einen Angriff mit dem dritten Tor abschloß, wurde den Gastgebern ein weiterer I3-Meter zugesprochen, der ebenfalls eine sickere Beute des Gästetorhüters war. Vor der Pause konnten die Platzherren den zweiten Anschlußtreffer anbringen. Nach Wiederbeginn sah das Bild auch nicht anders aus. Gutgemeinte Angriffe beiderseits verpufften schon, bevor die gefährliche Zone erreicht war. Als Zind II mit zwei weiteren Toren eine beruhigende 3:5 Führung vorgelegt hatte, war es Ichters, der auf 3:6 erhöhte. Die Gastgeber kamen nochmals zu zwei weiteren Toren, bis Seigel den 7. Treffer ins Netz setzte. Als ein 13-Meter für die Gäste über die Querlatte sauste, kamen die Gastgeber im Gegenzug zunj, 5. Tor. Kurz vor Schluß war es dann Junker II, der mit dem 8. Treffer das niveauarme Spiel, das unter guter Leitung von Schiri Friboli-Weil stand, abschloß. Einsafeschwache OFV Handballer OFV I — Seelbach I 5:7 (2:4) Wenn man das Spiel in seiner Gesamtheit betrachtet, ging der Sieg knapp verdient an die Gäste. Trotz des aufgeweihten und schweren Bodens übertrafen sie fast über die ganze Spieldauer die lustlos und zuwellen sogar pomadig spielenden Rotweißen an Schnelligkeit und Einsatzfreude. Der OFV ging zwar gleich nach Spielbeginn mit 1:0 in Führung, dock schon nach wenigen Minuten riß Seelback eine überrasckende 2:1- Führung an sich, die erst Fischer wieder durch unerwarteten Weitschuß ausglekhen konnte. Die Gäste wachten nun merklich auf und legten eine imponierende Unbekümmertheit und Spurtkraft an den Tag, die ihnen durch ein fragliches Tor (Kreis?) wieder in Führung brachte. In der folgenden Spielzeit wurden Zuschauer und Spieler durch Schiedsrichter Anselm, Altenheim, auf eine harte Probe gestellt. Zweimal hintereinander traf Offenburg ins Schwarze. Anselm aber beachtete keinen Vorteil und gab Strafstoß. Dadurch kamen die Gastgeber noch mehr aus dem Konzept und lagen bis zur Pause mit 2:4 im Rückstand. Nach der Pause verkürzte Köpnik nach einer schönen Kombination mit Fischer durch einen Pracktsckuß auf 3:4. Der OFV schien sich gefunden zu haben und kanonierte jetzt aufs Tor der eifrigen Gäste. Drei Latten- und Pfostenschüsse waren die einzige Ausbeute, den Rest hielt der sichere Gästehüter. Stolzer wechselte jetzt in den Sturm und versuchte unermüdlich durch sein „Wirbeln“ die Ver- Der 30. Ortenberger Trefier Ortenberg I — Nordrach I 6:0 (1:0) Mit diesem Sieg konnte Ortenberg seinen 1. Tabellenplatz weiterhin halten. Nachdem der einheimische Sturm während der ersten Halbzeit vom Sckußpeck verfolgt war und nur einen Treffer anbringen konnte, gelang es ihm nach dem Seitenwechsel in steter Folge fünf Tore zu erzielen, die das Ergebnis schöner Kombinationen waren. Schiri Weiß (Zell a. H.) war dem fairen Spiel ein guter Leiter. ü Urioffen — Fautenbach 1:2 (0:1) In der ersten Hälfte sah man ein ausgeglichenes Spiel, obwohl Urioffen gegen den Wind spielte. Die Gäste gingen in der 15. Minute in Führung. Nach der Pause war Urlof- fen tonangebend. Durch klares Abseits, das die Gäste selbst Zugaben, kamen die Fautenba- cher zu einem billigen Tor und Punkt. Urlof- fen schoß 20 Minuten vor Schluß durch Sauer unhaltbar ein. Unter dem Protest der Zuschauer leistete sich der Schiri noch drei Fehlentscheidungen. f. Ringern St. Georgen (Schwarzwald) — Urioffen 4:4 Urioffen konnte, obwohl ersatzgeschwächt, in St. Georgen einen wertvollen Punkt holen. Kampfrichter Tanner, Villingen, leitete sicher. Im Fliegengewicht brachte Stöckel, Urioffen, in zähem Kampf nach 13 Minuten Gerhard, St. Georgen durch Nackenheben auf die Schulter. Bantam: Langenecker, Urioffen, mußte sich in der 9. Minute dem St. Georgener Jäckle durch Schulterschwung beugen. Federgewicht: Hätti, Urioffen, unterlag gegen Ochs, St. Georgen durch Schulterdrehgriff nach 7 Minuten. Leichtgewicht:, Schneider, Urteffenj, bezwang nach 8 Minuten Sprich, St. Georgen, durch Ausheber. Weltergewicht: Storz, St. Georgen wurde nach 15 Minuten Punktsieger über Sauer, Urioffen. Im Mittelgewicht: Nopper, St. Georgen, mußte nack 6 Minuten durch Rosenfelder, Urioffen, eine Nackenhebelniederlage hinnehmen Halbschwergewicht: Leible, Urioffen, brachte Heß, St. Georgen, wiederholt an den Rand einer Niederlage, mußte sich aber nach 9 Minuten durch Hammerlock beugen Im Schwergewicht wurde Börsig, yrloffen. kampflos Sieger. f. Sportverein Triberg — Sportverein Vöhren- bach 5:3 Im Städtischen Kurtheater in Triberg kam es am letzten Samstagabend vor gutbesetztem Hause zwischen den beiden Ringerstaffeln der Landesliga des Sportvereins Triberg und des Kraftsportvereins Vöhrenbach zu einer heftigen Auseinandersetzung, wobei die Gastgeber nack spannenden Kämpfen mit 5:3 Punkten unter Leitung des Kampfrichters Müller, St. Georgen, die Matte verlassen konnten. -h- teidigung Seelbachs aufzureißen, aber Seelback hatte mehr Glück und erhöhte auf 3:6. Wieder war es Köpnik, der die Rotweißen näher brachte, doch durch eine Fehlabwehr des OFV-Hüters stellte Seelbach den alten Abstand wieder her, bis Köpnik durch Strafwurf mit 5:7 das Endresultat hersteUte. — Wie schon erwähnt, stand Schiedsrichter Anselm, Altenheim, auf schwachen Füßen, und es nützt einer Mannschaft wenig, wenn er nach Spielende seine Fehler zugibt und bedauert. ehe. Kurzer Sport funk Oer DFB-Kontroll-Auäfechuß für Amateur- und Profi-Fragen tagte im Stuttgarter Parkhotel. Der Vorsitzende. Regierungsrat Curt Müller, hatte als Hauptpunkt die Frage auf das Programm gesrtzt, wie die Voraussetzungen für die Einführung des Berufsspielertums in Deutschland wären. Da die Tagung interner Natur war, hörte man nur, daß verschiedene Ausschüsse mit Sonderaufgaben he traut wurden, um alles Notwendige zu klären. Erst dann soll der Oeffentlichkeit ein Plan unterbreitet werden, wie die Profifrage in Deutschland zu klären wäre. Herbert Klein schwamm in München 100-m-Brust mühelos in 1:07,5 Min. Sein eigener deutscher Rekord steht auf 1:07.0. Die 16jährige Gundi Busch, die bei den letzten Europa- und Weltmeisterschaften die beste deutsche Eiskunstläuferin war, startet in der neuen Sa Aon für den Kölner Eisklub. Gegen Portugal hat der Deutsche Tisch-Tennls- i-und für den 1. Dezember in Hannover die Spieler Dr. Mauritz, Braun (Wuppertal) und Schippers (Rheydt) aufgestellt. Am 2 . 12. spielen: Seifert (Wiesbaden), Vossebein (Bochum), Piffl (Stuttgart) in Basel gegen die Schweiz und gleichzeitig Rasch (Berlin), Schlaf (Lübeck) und Ilberg (Hagen) gegen Dänemark in Neumünster. 3. Bobbahn Garmisch wird umgebaut Bereits jetzt finden mit Hilfe amerikanischer „Caterpillars“ die Umbauarbeiten djr Olympia- Bobbahn für die Bob-Weltmeisterschaften statt, die für das Jahr 1953 nach Gar: lisch vergeben wurden. Die gefährliche Bayemkurve, auf der im Vorjahr der Schwede Odenrick tödlich verunglückte, wird eingerisssen. Die neue Kurve wird tiefer in den Wald gelegt, so daß die Rennen in Zukunft auch bei Sonnenschein am Nachmittag abgehalten werden können. Außerdem wird das Gefälle der Bayernkurve von 9 Prozent auf 4 Tozent verringert. Deutsche Nationalhymne schwierigstes Problem für Oslo Die umstrittene Frage, ob bei den kommenden Winterspielen ln Oslo das Deutschland'ied oder die „Hymne an Deutschland“ als offizielle Nationalhymne gespielt werden soll, ist nach Ansicht des vor einigen Tagen aus Oslo zurückgekehrten Hans Heinrich Kirchgessner vom Deutschen Skiverband eine» der schwierigsten Probleme der Olympischen Winterspiele überhaupt. Kirchgessner sagte, daß man ln Norwegen beim Abspielen des Deutschlandliedes mit Zwischenfällen zu rechnen habe, die das Organisationskomitee der Winterspiele unbedingt vermeiden wolle. Die deutsche Sportjugend sei ln Oslo willkommen und sie werde wie jede andere dort aufgenommen werden. Montag, 26. November 1951 I M 'ZEITGESCHEHEN Zeit des Übergangs Grau in grau zeigte sich der letzte Sonntag des zu Ende gehenden Kirchenjahres. Düster hat er begonnen und ebenso ging er zur Neige, der Sonntag der Toten, an dem nochmals viele ihre Schritte hinauslenkten zum Gottesacker oder der lieben Toten in fremder Erde gedachten. Aber es war nicht nur ein Tag der'Trauer. In den Predigten der Gottesdienste kam es zum Ausdruck, daß Tod und Leben zusammengehören, daß der Tod verschlungen ist in den Sieg. Hinter dem Sterben erwartet uns eine andere Form des Lebens. In dieser ist unser irdisches Sein mit all jenen verbunden, die vor uns dahingegangen sind — und diese Verbundenheit war der Sinn auch dieses Totensonntags, an dem ein Hauch der Ewigkeit unsere Zeit berührte. Es ist nun eine Zeit des Uebergangs, in allem. ■ Am nächsten Sonntag feiern wir schon den ersten Advent. Kleine Stadtchronik Die Orthopädische VersorgungssteUe Freiburg hält am Donnerstag, den 29. November, vormittags von 8 bis 13 Uhr, im Gasthaus »Zum Schwanen" in Offenburg für die Kriegs und Fliegerbeschädigten einen orthopädischen Sprechtag ab- Diejenigen Beschädigten, die Antrag auf Neuanfertigung oder Reparaturen ihrer Prothesen, orthop. Apparate oder Schuhe usw. stellen wollen, müssen die betreffenden Hilfsmittel mitbringen. Die Auszahlung der Löhne findet durch das Requisitionsamt statt am: Freitag, 30. Nov. für Hausgehilfinnen, und am Freitag, 7. Dez. für Popot- und Instandhaltungspersonal. 1 Um Verwechslungen zu vermeiden, wollen wir zu unserem Gerichtsbericht in der Samstag-Ausgabe noch mitteilen. daß es sich bei dem Angeklagten A. W. um einen Vertreter aus Buschkütten im Kreis Siegen handelte. Generalversammlung des Skiclubs Jahresberichte schöner Erfolge — Neuwahl des Voi Standes In der sehr gut besuchten Generalversammlung des SCO im Hotel „Union“ erstattete Vorsitzender Hermann Litterst, der aus beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellte, den Jahres- und Geschäftsbericht. Hierbei galt sein besonderer Dank den engeren Mitarbeitern, vor allem den Hütten-, Sport- und Tourenwarten. sowie den ehrenamtlichen Skileh- rem, von denen der Verein vier besitzt und vielleicht im kommenden Winter sogar bis zu zehn zählen wird. Dies sei ein Erfolg, wie ihn kaum ein anderer Ski-Club aufzuweisen habe. Eine besondere Ehrung erfuhr der bisherige Hüttenwart, Wilhelm Hugelmann, der dieses Amt bereits 15 Jahre bekleidet und dem dafür die Ehrenmitgliedschaft angetragen wurde. Auch dem Sportwart Olli Grimm und dem Tourenwart Walter Gruber galt der Dank des Vorstandes für ihre jederzeitige Einsatzbereitschaft. Der Vorsitzende bat die Rennmannschaft, auch im kommenden Jahre wieder ihre bisher allseits anerkannte faire sportliche Haltung zu zeigen. Aus den Berichten der einzelnen Referenten ging der gute Stand des SCO hervor. Sportwart Olli Grimm hob besonders die großen Verdienste von Claus Mölders hervor. Der SCO bestritt neben verschiedenen Meisterschaften auch mehrere Schwarzwald-Rennen mit großen Erfolgen. Dabei bildete die Schwarzwald- Meisterschaft von Claus Mölders den Höhepunkt. Hüttenwart Wilhelm Hugelmann schilderte die Bemühungen des Vereins um eine vorbildliche Instandhaltung der Skihütte auf der Ladstatt. Die Zahl der Gäste ist im verflossenen Winter auf rund 150. die der Übernachtungen auf 670 angestiegen. Trotz großen Materialmangels ist es gelungen, vor allem durch Spenden von Freunden des Skisports den Hüttenbetrieb aufrechtzuerhalten. Tourenwart Walter Gruber konnte seinerseits ebenfalls von einem erfreulichen Aufschwung Mitteilung machen. Weiter berichtete der ehrenamtliche Leiter der neu geschaffenen Skischule. Otto Busam, über deren Erfolge. Die Anregung hierzu war von Heinz Mölders ausgegangen. Nach der Neuwahl setzt sich der Vorstand nun wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Studienrat Wilhelm Hornung, der bisher im Acher- ner Ski-Club führend war; 2. Vorsitzender W. Hugelmann; Schriftwart Frau Lieselotte Kiese- wetter; Kassenwart Anton Möllinger; Sportwart Emst Roll; Hüttenwart Arthur Sattler Jugendwart Paul Stickel; Tourenwart Walter Gruber; Pressecvart Arthur Sattler; Leiter der Skischule Otto Busam. Dem Sportausschuß gehören auf Grund ihrer reichen sportlichen Erfahrungen an: Olli Grimm als 1. Skilehrer und Heinz Mölders als-Leiter der Renn-Mannschaft. Das Winterprogramm sieht Jugend-Skikurse in zwei Abteilungen auf der Ladstatt vor. Da zu kommen Kinderkurse in Schönwald, ferner Skikurse ebendort Im Frühjahr werden Hoch- gebirgstouren unternommen. Neben einer Nf kolausfeier am 8. Dezember ist als Jahresausklang eine Winterschlußfeier vorgesehen. Voller Erfolg des Qualitätstabakbaues Gute Preise bei der Sandblatt- und Mittelguteinschreibung Am 23. November fand in Offenburg im! Hotel „Drei Könige“ die Einschreibung der Sandblatt- und Mittelguternteanteile der Sorten Geudertheimer und Havanna statt. Auch wurden einige Posten Virginia zum Verkauf angeboten. Zu der Einschreibung waren zirka 100—150 Käuferfirmen, vornehmlich aus der Zigarrenindustrie und dem Rohtabakhandel, aus dem gesamten Bundesgebiet erschienen. In der Woche vor der Einschreibung konnj£ man bereits feststellen, daß von seiten der Oftyek&ütget lUnstkou Goldene Hochzeit Heute feiert Zugführer a. D. Albert Irslinger und seine Ehefrau Anna, geh. Kempf in der Sofienstr. 10 bei voller Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar ist 76, die Jubilarin 75 Jahre alt. Ihrer Ehe entsprossen vier Kinder, ein Sohn und drei Töchter, die alle verheiratet sind. 53 Jahre hat Albert Irslinger bei der Eisenbahn im Dienst gestanden. Dem Jubelpaar entbieten auch wir die herzlichsten Glück- und Segenswünsche. Ehrung eines verdienten Eisenbahners Zur goldenen Hochzeit des Lokführers a. D. Oskar Schott und seiner Gattin wurde im Dienstzimmer des Maschinenamtsvorstandes eine kleine Feier veranstaltet. Oberbaurat Koner beglückwünschte das Paar und würdigte die Verdienste des Jubelbräutigams während seiner 47jährigen Dienstzeit. Im Namen der Eisenbahndirektion Karlsruhe überreichte er ein Glückwunschschreiben mit einem Geldgeschenk. Oberamtmann Henn vom Bw. Offenburg sowie .Amtmann a. D. Wolf als langjähriger Dienstvorstand schlossen sich den Glückwünschen an. Amtsbetriebsrat Emst übermittelte die Glückwünsche der Belegschaft des Bw. Offenburg und überreichte ebenfalls ein Präsent. Oberlokführer a. D. Bianzano, als Vertreter der Pensionäre, sprach die Glückwünsche seiner Berufskollegen aus und schenkte dem Jubelpaar eine Ehrenurkunde sowie ein Blumengebinde und eine Flasche Wein. Ausstellnng des MECO kehren Omnibusse ab Oberschopfheim, Niederschopfheim, Durbach, Diersburg. Willstätt, Bad Peterstal. „Auf Tierfang in Afrika“ Der weltberühmtes Direktor des Berliner Zoo und Leiter der deutschen Naturschutzparks, Professor Dr. Lutz Heck, hält am morgigen Dienstag in der Volkshochschule zwei Lichtbildervorträge im Saal des „Römischen Kaiser“, Langestraße, über das Thema „Auf Tierfang in Afrika — Begegnungen mit gefährlichem Wild.“ Der Vortrag am Nachmittag ist für die Offenburger und auswärtige Schuljugend und für die auswärtigen Erwachsenen um 14,30 Uhr. Kartenbestellungen telefonisch unter 1941 (Stadtkasse) oder 1773. Abends 20 Uhr findet der Vortrag für die hiesige Bevölkerung statt, wobei für eine ausreichende Bestuhlung Sorge getragen ist. Heimatvertriebene in Offenburg Das Kreisumsiedlungsamt will die Gültigkeitsdauer der Ende dieses Jahres abgelaufenen Flüchtlingsausweise im Dezember verlängern. Dadurch wird es den Heimatvertriebenen möglich gemacht, diese Ausweise dem Finanzamt wegen Steuerermäßigung rechtzeitig vorzulegen. Die Heimatvertriebenen werden daher gebeten, ihre Flüchtlingsausweise in der Zeit vom 29. November bis 1. Dezember ds. Js. beim Städt. Wohlfahrtsamt, Zimmer 16, Hauptstraße 77. zur Weiterleitung an das Kreisumsiedlungsamt abzugeben. Nach Eintragung der Verlängerung werden die Rückgabezeiten wieder bekannt gegeben. — GleichKäufer, durch den regen Besuch der ausgelegten Musterproben in den Tabakbaugemein-' den, ein reges Interesse an den südbadischen Tabaken besteht. Dieses Bild zeigte sich auch bei der Einschreibung am vergangenen Freitag. Auch von seiten der Tabakpflanzer wurde der Einschreibung ein reges Interesse entgegengebracht, so daß sich der Verkauf vor e> nem vollbesetzten Saale vollzog. Nachdem sich schon bei der Grumpeneinschreibung die Tendenz abgezeichnet hat, daß die Firmen bereit sind, für gute Tabake angemessene Preise zu bezahlen, hat sich diese Tendenz auch bei der Sandblatteinschreibung durchgesetzt. Bereits in den Morgenstunden war eine befriedigende Preisbildung festzustellen, die den ganzen Tag über angehalten hat. In den Abendstunden war das Interesäe nach wie vor rege, so daß die Höchstpreise des Tages kurz vor Schluß an die Gemeinde Moos mit DM 317.— für Sandblatt Havanna bezahlt wurden. Dichtaif folgen sodann die Tabakpflanzer der Gemeinden Gams hur st mit DM 315.60, und Ringsheim mit DM 315.— für die gleiche Sorte. Es kann festgestellt werden, daß auch die Sandblatteinschreibung für die beteiligten Tabakpflanzer ein voller Erfolg des Qualitätstabakbaues war und die Käuferfirmen durch die Ergebnisse des Grumpenverkaufs zufriedengestellt worden sind, so daß auch bei dieser Sandblatteinschreibung wieder angemessene Preise angelegt wurden. Es ist zu hoffen, daß diese günstige Entwicklung weiter anhält und bei der Einschreibung des größten Emteanteiles — des Hauptgutes — seinen Niederschlag findet, so daß die Tabakpflanzer den angemessenen Lohn für ihre Mühe und Arbeit aus der Ernte 1951 erhalten Josef Glück 70 Jahre Lang ist es her. daß die Offenburger Ihren Rennfahrer Josef Glück beglückwünschten und anstaunten, wenn er fast Sonntag für Sonntag mit neuen Siegen von einem Radrennen nach Offenburg zurückgekommen ist Als Sohn des Konditormeisters Josef Glück sr. geboren, hat er wohl das väterliche Handwerk gelernt, aber als Amateur Intensiv auch dem Radsport gehuldigt und es hier zu großer Meisterschaft gebracht Nachdem er sich zunächst Josef Glück ln der Zelt, als er sich noch fast jeden Sonntag in Radsporlvvettkämpfen neue Siegesmedaillen holte. Aufnahme: OT-Archiv als Gastwirt in Ohlsbach selbständig gemacht hatte, übernahm Josef Glück die väterliche Konditorei und das Cafä „Reichsbank“ neben dem Hause Neveu auf der Hauptstraße, in dem sich damals die Reichsbanknebenstelle befand. Vier Töchter gingen aus der mit Maria geb. Riehle von Ortenberg geschlossenen Ehe hervor. Josef Glück war eine humorvolle Persönlichkeit, die im damaligen Camevalverein sehr aktiv und außerordentlich produktiv gewesen ist" Unser Jubilar hat vom Vater wohl die Freude am Humor geerbt, aber er betätigte sich nicht in gleicher Weise, da seine Neigungen doch nicht die gleichen gewesen sind. Das Cafä Glück besteht schon lange nicht mehr, und in dem Hause ist die Wäschereiannahme der Fa. Schorpp und eine Zeitungsund Zeitschriftenverkaufsstelle, die von einer der Töchter Jos. Glücks besorgt werden und bei der Herr Glück mittätig ist. Gute Laune und Gesundheit sind dem Jubilar bis in das hohe Alter erhalten geblieben, und wir wünschen ihm heute an seinem 70. Geburtstag, daß er so noch lange unter uns weilen darf. können. Als wesentliche Voraussetzung hierzu werden die Verwiegüngsergebnisse der Tabake dienen. Die verkauften Ernteanteile müssen daher an der Waage streng sortiert in den beiden Güteklassen I. und II. Sorte zur Waage gebracht werden, dann werden sich die Käuferfirmen auch nicht scheuen, bei den weiteren Einschreibungen dieselben Preise zu bieten. Der Modelleisenbahn-Club Offenburg hatte zeiti S weist , das Kreisamt für Umsiedlung auf auf gestern vormittag zu seiner ersten off ent- folgendes hin: Damit auch die Flüchtlings- lichen Ausstellung eingeladen, die in der Eisenbahnkantine II in der Rammersweierer Straße stattfindet. Dazu waren neben den Vertretern der Bundesbahn Landrat Dr. Joachim, Oberbürgermeister Heitz und der Leiter des Straßburger Clubs erschienen. Die Schau, die mit Recht höchstes Interesse fand, zeigt, auf Tischen aufgebaut, eine Bahnänlage in vollem Betrieb. Es verkehren, von den Stellwerken elektrisch geleitet, zwischen den Bahnhöfen Offenburg und Triberg ein Triebwagen, FD-Zug, Personenzug und Güterzug. Rund 70 Meter Schienen wurden beim Bau dieser Anlage, die über selbstgebastelte Brücken und einen Tunnel führt, verlegt. Sie stellt der Leistungsfähigkeit des Offenburger Clubs das beste Zeugnis aus. . Komödie „Die Frau des Bäckers“ •j Die Theaterfreunde werden nochmals auf tdas Gastspiel des Theaters der Stadt Baden- Baden, morgen Dienstag 20 Uhr in der Stadthalle hingewiesen. Zur Aufführung gelangt ein Stück Marcel Pagnols „Die Frau des Bäckers“, Dieses Stück des ungewöhnlich erfolgreichen französischen Autors wird auch die Herzen der Besucher des Offenburger Gastspiels erobern. Die Aufführung verspricht ein um so größerer Erfolg zu werden, als Willy Reichert als Gast mitwirkt. Die Theaterfreunde der Umgebung machen wir auf die preisgünstigen und bequemen O mnibusveit)indun gen aufmerksam. Es ver- kartei auf dem Laufenden gehalten werden kann, sind alle Veränderungen, Zu- und Abgang, Geburten, Todesfälle, Verheiratungen usw. beim Umsiedlungsamt laufend unter Vorlage der entsprechenden Urkunden anzugeben. Bei Todesfällen sind noch die Angaben Mer Todestag, Todesursache und die Begräbnisstätte erforderlich. Offenburger Marktbericht Auf dem Offenburger Wochenmarkt am 24. 11, 51 wurden folgende Preise für Obst und Gemüse festgestellt: Rotkraut 20 bis 25; Weißkraut 12; Gelbe Rüben 20—25; Feldsalat 80 bis 1.—; Zwiebeln 30—35; Schwarzwurzeln 60—70; Rosenkohl 60—70; Wirsing 20; Spinat 30; Rahnen 20; Butterrüben 15; Blumenkohl 70—1.30; Endiviensalat 10—20; Kopfsalat 20; Lauch 10; Sellerieknollen 10—40; Meerrettich 30—60; Aepfel 15—30; Birnen 25—35; Nüsse 80. — Eier: frische Landeier 28; deutsche Kühlhauseier 27; dänische Kühlhauseier 24—26; bulg. F.-Eier 30; franz. Eier 25—28. — Anfuhr und Marktbesuch gut. Besuch des Badischen Staatstheaters Um auch auswärtigen Theaterfreunden einen verbilligten Besuch des BadischenStaats- theaters zu ermöglichen, wurde dem Ba- disch-Pfälzischen-Besucherring die Organisation der Theaterfahrten übertragen. Vorverkaufsstellen in Offenburg: Deutsches Reisebüro und Musikhaus Carl Pfettscher. Vorsä^liche Brandstiftung durch Geisteskranken Strafkammer verfügte Unterbringung in einer Heilanstalt In ihrer letzten Nachmittagssitzung hatte sich die £roße Sträfkammer Offenburg mit jener, Brandkatastrophe zu beschäftigen, die in den Abendstunden des 1. August ds. Js. das Dorf Schutterzell in Schrecken versetzt hat. Es war etwa gegen 22.30 Uhr, als Feueralarm gegeben wurde, weil in der Scheune der Witwe Karo- Line Zibold plötzlich Feuer ausgebrochen war. Die Flammen hatten sofort auf die mit Getreide- Vorräten beladenen Erntewagen übergegriffen. Durch die Ausweitung des Brandes waren dann neben der Scheune auch das Wohnhaus sowie ein benachbartes Oekonomiegebäude mit sämtlichen Futtervorräten und dem gesamten landw. Inventar vernichtet worden. Hierdurch war ein Gesamt-Sachschaden von 40 000 DM entstanden. Schwere Verdachtsmomente der Brandstiftung richteten sich bald gegen den 32jährigen, als geistesschwach bekannten Sohn der geschädigten Witwe, der dann auch nach seiner Festnahme ein Geständnis ablegte. Er hatte in der Scheune des elterlichen Anwesens das auf dem Boden liegende Stroh vorsätzlich mittels Streichhölzern angezündet. Ein als Sachverständiger vernommener Amtsarzt aus Emmendingen erstattete in der Hauptverhandlung das Gutachten, daß der Beschuldigte zur Zeit der Brandstiftung an einer Geistesstörung litt Es unterliege keinem Zweifel, daß die Straftat in unzurechnungsfähigem Zustand begangen wurde. Diesem Gutachten pflichtete Staatsanwalt Goebel bei, wies aber gleichzeitig darauf hin, daß der Beschuldigte eine erhebliche Gefahr für die Allgemeinheit darstelle. Die öffentliche Sicherheit erfordere seine Unterbringung in eine Heilanstalt. Die Große Strafkammer schloß sich dem Antrag an. w. Unsere kritische Filmbetrachtung Jennifer Jones in „Madame Bo Vary" In dem Metro-Goldwyn-Mayer-Film „Madame Bovary“, der nach dem weltberühmten Roman Flauberts von Vincente Minnelli gedreht wurde, spielt sich die außerordentlich begabte Jennifer Jfnes in die Reihe der ersten Tragödinnen des amerikanischen, auch des weltgültigen Films. Unwillkürlich drängt sich ein Vergleich mit Greta Garbo auf (etwa in ihrem Film „Kameliendame“). Die „unverstandene“, in romantischer Verstiegenheit ver- JltCt DIE KREISVERKEHRSWACHT Vorfahrt achten, lieber warten! Nicht beachten — Totengarten! schwärmte Frau des 19. Jahrhunderts wird hier mit einer Delikatesse dargestellt, die in allem den Grundakkord des Echten trägt und eine große Psychologisierungskunst ausweist. Nicht weniger stark berührt die ausgezeichnete realistische Zeichnung des Arztes durch van Heflin als ihr ebenbürtiger Partner. Die schon etwas angestaubte Flaubertsche Romanhandlung wird durch das eindrucksvolle Spiel dieser beiden Darsteller historisch gewendet. neuschöpferisch für unsere Zeit wiederentdeckt. Das von Robert Ardrey gestaltete Drehbuch hat hierbei allerdings einen wesentlichen Anteil. Der Film ist stark und fesselnd gezeichnet. Er könnte noch gewinnen, wenn Flauheit, der von James M a s o n dargestellt wird, anfänglich nicht zu ausführlich moralisierte und wenn die etwas durch ihre Länge ermüdenden Tanzszenen im Schloß die Schere des Cutters gekürzt hätte. Trotzdem darf sich der Streifen mit g-’.temc Recht als ein Jubiläumsfilm der GMF bezeichnen. (*) Montag, 26. November 1951 t Ein Abend echter Sängerfreundschaft Theaterabend des «Liederkranz* Schutterwald wurde voller Erfolg Altenheim, (r) Der am Samstag im Bahnhofsaale durchgeführte Theaterabend des Mannergesangvereins „Liederkranz“ Schutterwald unter Mitwirkung des Altenheimer Männerchors wurde für die Veranstalter ein voller Erfolg. Mit dem Sängerspruch und dem Chor „Heimat" eröffnete der Altenheimer Verein den Abend. Ehrenvorsitzender Beathalter (Schutterwald) begrüßte die Sangesfreunde und dankte dem Altenheimer Männerchor für die freund liehe Unterstützung. Er hob besonders die von beiden Vereinen von altersher gepflegte gute Nachbarschaft hervor. Das zur Aufführung gelangte Volksstück „Die Mühle im Schwarzwald“ schien eigens für die Spieler geschrieben und alle gaben ihr Bestes, wofür ihnen reicher Beifall zuteil wurde. In den Pausen warteten die Altenheimer Sänger mit feinempfundenen Chören auf. Nach Beendigung der Aufführung Tödlich verunglückt Berghaupten, (s) In einem Zeitraum von »eben Wochen ereignete sich der zweite Unfall njit Todesfolge. Am Freitagabend stürzte auf dem Heimweg die Schneidermeisterswitwe Frau Luise Armbruster auf der neuen Dorfbrücke so unglücklich, daß der Tod infolge des Sturzes in den Bach sofort eintrat. Die Verstorbene, die im 73. Lebensjahre stand, hinterläßt eine Tochter und drei Söhne. Ihr Mann starb bereits im Jahre 1942. Für die Hinterbliebenen ist das Ableben unter so tragischen Umständen besonders schmerzlich. Die Dahingeschiedene war ob ihres schlichten Wesens und ihres unermüdlichen Arbeitseifers überall beliebt. Das Dorf nimmt an ihrem Heimgang herzlichen Anteil. gaben beide Vereine nochmals Proben ihres hohen Könnens, und Herr Seigel (Schutterwald) brachte mit seinen Couplets Perlen köstlichen Humors. Zum Schlüsse dankte Vorstand Junker (Schutterwald) nochmals in herzlichen Worten für die erwiesene Gastfreundschaft, wie sie nur echte Sängertreue hervorbringen kann. Altenheim schnitt sehr gut ab Altenheim, (r) Bei der am 23. 11. in Offenburg abgehaltenen Sandblatteinschreibung konnte der hiesige Tabakbauverein mit Geu- dertheimer und Havanna sehr gut abschneiden. Beim Abholen der Muster im Bahnhofsaale gab Tabakvorstand Georg Lutz die Ergebnisse bekannt und forderte die Pflanzer auf, nun den Tabak streng nach Klassen zu sortieren, damit beim Verwiegen keine Schwierigkeiten entstehen und der Ruf Altenheims als Quali- bestätigt und ge- tätsanbaugemeinde weite festigt wird. Der Tod nahm ihm die Schaufel Dundenheim, (s) Wenzel H i p p m a n n, ein Heimatvertriebener aus dsm Sudetenland, war dieser Tage bei der Kohlenausgabe des Konsumvereins dabei, seinen Anteil in die Säcke zu schaufeln, als ihm der Tod die Schaufel aus der Hand nahm. Ein Herzschlag hat dem Leben dieses 68jährigen Fleißigen Mannes, der seit 1946 in unserer Gemeinde lebte, ein Ende gesetzt. Ein großes Trauergeleite erwies ihm die letzte Ehre. Aufklärende Versammlung Dundenheim (s) Der Konsumverein hielt dieser Tage für seine Kohlenbezieher eine aufklärende Versammlung ab, in der Vorstand Georg Wollenbär , die im Kohlenbezug eingetretene Verzögerung klarlegte und in Aussicht stellte, daß der Kohlenbezug zufriedenstellend gelöst werde. Ebenso forderte er die Mitglieder auf, schon jetzt die Düngemittelbestellung aufzugeben. Audi in diesem Jahr wieder Weihnachts-Bazar In der städt Turnhalle, veranstaltet von der ev. Kirchengemeinde Gengenbach. ( a ) Um jedem den Erwerb eines schönen und preiswerten Geschenks zu ermög liehen, veranstaltet die evangelische Kirchen gemeinde auch in diesem Jahre wieder ihren traditionellen Weihnachts-Bazar Eine große Zahl gestrickte und gehäkelte Kleidungsstücke sowie viele kunstgewerbliche Arbeiten stehen zum Verkauf, so daß sich für jeden Besucher etwas findet. Da sich der Weihnachts-Bazar immer größeren Zuspruchs von S^dt und Land erfreut, wird er in der Städt. Turnhalle abgehalten. Der Reinerlös des Verkaufs kommt der Kirchenrenovierung zugute. Schutterwald wünscht eigene Geflügelzucht Intelessenten vorhanden, aber wer bezahlt den Brutapparat? W, Schutterwald, (s) Am Samstagabend hielt Frl. Detken, Landwirtschaftslehrerin beim Landwirtschaftsamt Offenburg, im Gasthaus „Zur Krone“ ein Referat über Geflügelhaltung. Ratschreiber Junker begrüßte als Vertreter der Gemeinde u. a. den Vorstand des Kleintierzuchtvereins C175, Albert Hansert, sowie den Vorstand des Landwirtschaftlichen Hauptverbandes, Franz Wurth. Landwirtschaftslehrerin Detken gab praktische Winke für Fütterung, künstliche und natürliche Brut, Kük- kenaufzucht sowie für deren Stallung. Ratschreiber Junker, selbst Geflügelzüchter, erbrachte anschließend den schon lange gehegten Gedanken zum Ausdruck, einen Brutapparat zu beschaffen, der vom Kleintierzuchtverein, von der Landwirtschaftlichen Genossenschaft oder auch von der Gemeinde erstellt und finanziert werden könnte. Dadurch wäre es auch möglich, die eigenen guten Rassen weiter nachzuziehen. Schutterwald hat dieses Jahr Jung-Hennen eingeführt, die eine Höchstleistung von 240 bis 245 Eiern pro Henne im Jahr erzielen. Es wäre unklug, solche Hennen aussterben zu lassen. Schutterwald bat 4000 Einwohner Schutterwald, (un) Durch die Geburt der Angelika Rosa, Tochter des Alfred Koppel, Hindenburg-Str. 46. am 12. Oktober, hat die Gemeinde die Einwohnerzahl von 4000 erreicht. Aus diesem Anlaß hat die Gemeindeverwaltung dem jungen Erdenbürger ein Sparbuch mit einem kleinen Geldbetrag überreichen lassen. Totengedenkfeier ln Hofweier Hofweier, (h) Am Buß- und Bettag versammelte sich die Kirchengemeinde in der Pfarrkirche, um gemeinsam ihrer Toten und vor allem der im letzten Krieg gefallenen Soldaten zu gedenken. Nach einem ergreifenden Lied des Kirchenchores sprach der Ortsgeist-j liehe zu den Gläubigen, Di> umrahmt durch den Vor 4 -a migen Requiems von F< ötenfeier war 'eines vierstim- Grfindung eines Ortsverbandes der Heimkehrer Niederschopfheim Cb). Letzte Woche fand die Gründung eines Ortsverbandes des Verbandes der Heimkehrer statt. Friseurmeister Zachmann hatte die Vorbereitungen dazu geschaffen. Er begrüßte die Anwesenden und übergab den Vorsitz Bürgermeister Franz, der selbst Spätheimkehrer ist. Der Geschäftsführer des Landesverbandes sprach über den Zweck und die Ziele des Verbandes. Nach einer Aussprache wurde Bürgermeister Franz als 1. Vorstand, Hauptlehrer Braun als Stellvertreter und Schriftführer und Schriftsetzer Hubert Franz als Kassenwart bestimmt. Der neue Gemeinderechner Niederschopfheim (b). Gemeinderechner Frz. Hogenmüller hat vor einiger Zeit das Amt zur Verfügung gestellt. Aus der Zahl der Bewerber, die sich beim Landratsamt einer Eignungsprüfung unterziehen mußten, wurde vom Gemeinderat einstimmig Gemeinderat Alfred Ehret als neuer Gemeinderechner gewählt Alters|ubilare in Urioffen Urloffen. (f) Ihren 75. Geburtstag beging am 21. 11. Frau Elisabeth Wiedemer. Mühlweg 5. Dasselbe Fest feiert am 26. 11. Frau Elisabeth Hätti (Ochselies). Hauptstraße 162. — Frau Maria Anna Sauer, Hanauerstr. 14, wurde am 21. 11. 70 Jahre und Barbara Knosp. Wolfsgasse 8 4 am Montag 74 Jahre alt. — Ferner feierten am 24. 11. Barbara Armbruster, Straßburger Straße 33 ihren 77 und Anton Wittmeier, Jahnstr. 10. seinen 72. Geburtstag. I im väterlichen Gewerbe Herzliche Glückwünsche. Aus Gengenbachs Familienchronik GengenbjjjJj. (a) Am 28. November vollendet in körperli r und geistiger Frische Frau Rosa Fritsch, Cf* nstraße, ihr 86. Lebensjahr; am 30. NovemTHJ’ feiert Theodor Kistner, Höllengasse 11. srfhen 81. Geburtstag; am 1. Dezember kann Bwnhofswirt Franz Beck, Bahnhofstraße 3, ättt 74 Lebensjahre zurückblicken. Allen Jubilaren die herzlichsten Glückwünsche. Silberhochzeit der Bürgermeisterfamilie Reichenbach (az). Die Eheleute Bürgermeister Andreas Benz und Frau Maria, geh. Die ner, feierten am 24. d. M. das Fest der Silber nen Hochzeit. Die ganze Gemeinde nahm regen Anteil an dem festlichen Ereignis, und Gesang- und Musikverein wetteiferten durch Liedvorträge und flott gespielte Musikstücke um das Fest zu verschönern. Auch unsere herzlichsten Glückwünsche. Wechsel im Schulhaus Reichenbach, (az) Lehrer Herbert Egel in Neuhausen bei Pforzheim ist mit Wirkung vom 1. Dezember an die hiesige Volksschule versetzt. Junglehrer August Uhl, der seit 1. 9. ds. Js. an der hiesigen Volksschule tätig ist, wurde auf den* gleichen Zeitpunkt- der Schule Ortenberg zugeteilt. Nur ungern sieht man den fleißigen und strebsamen Lehrer von hier scheiden. Goldene Hochzeit in Bermersbach Bermersbach. Georg Fritsch und seine Ehefrau Franziska, geb. Müller, begehen am heutigen Montag das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar ist von hier gebürtig und steht im 80. Lebensjahr, seine Gattin, eine Reichenbacherin, ist 71 Jahre alt. Beide sind noch rüstig und erfreuen sich bester Gesundheit. Aus ihrer Ehe sind 6- Kinder hervorgegangen. Zum Jubeltage unsere herzlichsten Glückwünsche. A Junger Auswanderer Fußbach. In diesen Tagen verließ der älteste Sohn des Hauptlehrers Luem seine Heimat, um sich in Kanada eine Existenz zu gründen. Der Gesangverein ließ es sich nicht nehmen, jlurch ein Ständchen und sinniges Geschenk leinen Sangesbruder zu verabschieden. Einige frohen Stunden im Gasthaus „Zum Rebstock" zeugten von der herzlichen Kameradschaft, derer sich der Scheidende erfreute. Den mutigen Auswanderer begleiten die besten Glückwünsche für seinen weiteren Lebensweg. Meisterprüfung bestanden Ohlsbach (u). Josef Imhof, ein Sohn des Zimmermeisters Imhof, hat vor der Handwerkskammer in Freihurg die Meisterprüfung ifiit bestem Erfolg Eine „Goldene” in Windschläg Windschläg (st). Die Eheleute Landwirt Franz Paul Wiedemer. und Frau Anna, geb. Eggs, können am 26. dieses Monats das seltene F^pt 4er goldenen Hochzeit begehen. »Aufnahme Photo Grimm Der Jubilar, geboren am 1. 11. 1874 (77 Jahre alt) ist gebürtiger Appenweierer, Sohn des langjährigen Bürgermeisters Jakob Wiedenier; die Jubilarin, geboren am 28. 8. 1874 (ebenfalls 77 Jahre alt) ist eine hiesige Bürgerstochter von Bartholomä Eggs, Landwirt. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, ein Sohn, der den landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern übernahm und eine Tochter, die in Bohlsbach verheiratet ist. — Die ganze Gemeinde nimmt an diesem Anlaß freudigen Anteil und wünscht dem Jubelpaar viel Glück und Segen. Silberne Hochzeit Griesheim, (g) Das Fest der silbernen Hochzeit feierten dieser Tage die Eheleute Rudolf Eggs. Landwirt, und Frau Maria, geb. Wurth. Dem Jubelpaar wünschen wir noch viele Jahre bester Gesundheit. bestanden. Herzlichen Glückwunsch. Maul- und Klauenseuche in -Zell-Weierbach Zell-Weierbach. Am Samstag wurde im Riedle ein Fall von Maul- und Klauenseuche festgestellt. Die Gemeinde hat alle Vorkehrungen getroffen, um eine Verschleppung und Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern. Die Gemeinde Zell-Weierbach wurde sofort zum Sperrbezirk erklärt. In die Ewigkeit abberufen s ' Zell-Weierbach. Einer der ältesten und angesehensten Einwohner unserer Gemeinde, Bartholomäus See, ist nach längerem Leiden im Alter von 83 Jahren gestorben. Die Beerdigung findet Mdfctagmorgen, 9 Uhr, in Weingarten statt. Musik und Gesang bei Familienfesten Zell-Weierbach, (h) Anläßlich des Festes der silbernen Hochzeit brachte die Musikkapelle dem Jubelpaar Josef Busam, Landwirt, und Maria geb. Leitermann ein gelungenes Ständchen. Vorsitzender Wilhelm Busam gratulierte im Namen des Vereins. — Der Mannergesangverein „Sängerbund“ brachte seinem Mitglied Karl Moßmann, das am 24. 11. 1951 die grüne Hochzeit feierte, ein Ständchen. Vorstand Adolf Schaub jr. beglückwünschte das Brautpaar Karl Moßmann und Maria Busam unter Ueberreichung eines Geschenkes. — Der Landwirt Josef Obermüller wird bei bewundernswerter geistiger und körperlicher Rüstigkeit am 27. 11. 1951 84 Jahre alt. Wir‘gratulieren. Lauxmann • Verlag Stuttgart • E xzxperiment j - | Kriminalroman von RALPH BLACK Bad Cannstatt MMXYe 40. Fortsetzung „Ja, sich. Das ist etwas anderes. Im übrigen hat dieser unglückliche junge Mann, den Sie eben erwähnten, schon früher öfters Selbstmordabsichten geäußert Diese Sacke ist bereits geklärt und geht uns nichts an.“ „Vielleicht erfuhr oder wußte Herr Koch von seinem Sekretär eine Tatsache, die nicht ans Licht kommen sollte, und deretwegen er Herrn Koch zum Schweigen brachte?“ „Das ist nicht ganz ausgeschlossen“, gab der Kommissar zu. Der Assistent, froh dieses Mal recht bekommen zu haben, ließ sogleich seiner Phantasie die Zügel schießen: „Ja, so wird, so muß es gewesen sein. Sie haben festgestellt, daß Herr Koch seinen Schreibtisch selbst durchwühlt hat. Er suchte wahrscheinlich ein Schriftstück, das den Sekretär belastete. Oder aber, er suchte etwas, was ihm selbst gehörte, etwa ein wichtiges Dokument, durchwühlte aufgeregt den Schreib tisch, fand es nicht, konnte es nicht finden, weil der Sekretär es vorher gestohlen hatte. Jan kam dazu, sah, daß Herr Koch ihn beschuldigen, ihn Anzeigen würde, und schoß ihn von hinten nieder. Wäre es nicht so gewesen, so hätte Herr Koch zum mindesten wieder die Schubfächer verschlossen.“ Beifallheischend sah er seinen Chef an. Dieser jedoch lächelte. „Ihre Vorstellungskraft ln allen Ehren, Ruoff, aber so kann es trotzdem nicht gewesen sein. Denken Sie einmal nach, warum nicht. Sie haben das Bild des Zimmers ja sicher noch im Kopf?“ „Ja. allerdings, aber ich wüßte trbtzdem nicht . . .“ „Nun, wie sollte die Leiche neben den Schreibtisch kommen, etwas hinter die offene Türe des rechten Schreibtischkastens?“ „Koch machte einige Schritte und brach dann erst zusammen oder hat ihn der Täter dorthin geschleppt“, verteidigte sich Ruoff. „Das erstere ist nach Ansicht des Ajyrtes ausgeschlossen. Der Schuß war auf der Stelle tödlich. Und die zweite Möglichkeit scheidet ebenfalls aus, denn der Täter hätte die Leiche gegen den Strich des Teppichs schleppen müssen. und das hätte man gesehen. S : e sehen also“, schloß der Kommissar lächelnd, „unser alter Sherlock Holmes kommt doch immer wieder einmal zu Ehren.“ „Nein, nein“, fuhr Sichtig dann fort. „Herr Koch suchte etwas ganz anderes, und er hatte, es auch gefunden. Er stand damit bereits auf der Seite neben dem Schreibtisch, als er erschossen wurde, denn dort und nirgends anders brach er zusammen. Hier ist es.“ Damit reichte der Kommissar seinem Assistenten einen Gegenstand, den dieser höchst verwundert in den Händen drehte. „Aber, das ist . . . das ist ja eine Kinderpistole?“ sagte er schließlich. „Allerdings. Ich habe sie an mich genommen, denn sie scheint mir einer der interessantesten Funde unserer Untersuchungen zu sein. Freilich im Augenblick auch der unerklärlichste.“ „Eine Kinderpistole aus Blech“, wiederholte der Assistent kopfschüttelnd, „zum Schießen mit Knallkapseln. Das kann unmöglich die Mordwaffe sein.“ ■* Der Kommissar lachte herzlich: „Da haben Sie allerdings recht. Ruoff. Abgesehen davon, daß sie nicht der Mörder, sondern der Ermordete in Händen hatte. Üebri- gens. haben Sie das Zimmer des Sekrdtärs genau nach Waffen durchsucht?“ „Ja. aber nichts gefunden. Der Täter muß die Waffe mitgenommen haben.“ „Und was ist das?“ fragte der Kommissar und zog eine kleine, viereckige Pappschachtel aus der Tasche, die mit einem grünen Etikett beklebt war. Der Assistent fiel in neues Erstaunen; „Das ist ja Pistolenmunition!“ „Ja. Kaliber 6.5. wie die Todeskugel.“ „Und wo haben Sie sie gefunden?“ ..In Jans Zimmer!“ Der Assistent wurde wieder rot: „Ich habe doch alles genau durchsucht!“ „Anscheinend doch nicht so genau, denn ich war nach Ihnen dort und habe sie gefunden. Ja mein lieber Ruoff, Sie sollten doch noch ab und zu Sherlock Holmes lesen. Die Schachtel war nämlich gar nicht versteckt; sie lag offen auf dem Nachttisch. Können Sie lesen, was auf dem Etikett steht?“ „Abführpillen“, las Ruoff beschämt, „ja ich erinnere mich jetzt, sie liegen gesehen zu haben. Wer hätte allerdings gedacht . . .“ „Ein gründliches Mittel“, sagte der Kommissar sarkastisch, „wer es einmal bekommt, braucht es nie wieder. Doch nun genug davon. Wir müssen warten, bis wir Jan haben. Schade, daß wir aus dem, was wir gefunden haben, bis jetzt das Motiv nicht entnehmen können. Ich hätte es dem Täter am liebsten gleich ins Gesicht gesagt, wenn wir ihn haben.“ — Trotzdem die Polizei alles daran setzte, um des Sekretärs habhaft zu werden, zeigte sich keine Spur von ihm. Er hatte allerdings die halbe Nacht Vorsprung gehabt. In dieser Zeit konnte er schon weit sein. Er brauchte nur bis zur nahen Hauptstadt zu Fuß gehen — ein Weg von etwa drei Stunden — und dort mit den vielen Reisenden in einen der Fernschnellzüge einzusteigen. Dafür meldete sich einige Tage nach dem Mord ein junger Mann bei dem Kommissar. Er war sehr verlegen. „Ich kann eine Aussage machen, die Ihnen vielleicht nützen kann. Nur möchte ich nicht, daß eine ai /’ere Person in die Sache hineingezogen wird.“ „Was für eine andere Person?“ Der Mann schwieg und drehte seine Mütze in der Hand. „Das wollen Sie nicht sagen? Nun, wenn jene Person für die Aufklärung der Angelegenheit nicht unbedingt notwendig ist, können wir auf ihre Vernehmung verzichten. Also was haben Sie vorzubringen?“ „Ich war in der Nackt, in der Herr Koch ermordet werden ist, auf einem Spaziergang mit ... mit... nun mit jener Person .. .** „Mit Ihrer Freundin also?“ Der junge Mann nickte. Der Kommissar klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter: „Na, erzählen Sie schon. Wir tun Ihnen nichts. Aber bleiben Sie unbedingt bei der Wahrheit.“ „Wie wir nun so spazieren gingen, die Lan- dolinsteige zur Burg aufwärts, wo der kleine Weg abzweigt...“ „Moment mal, wann war das ungefähr?“ Fortsetzung folgt Montag, 26. November 1951 Der Lupus und seine Bekämpfung Der Lupus (die „fressende Flechte“) stellt die häufigste Form der Hauttuberkulose dar. Er unterscheidet sich von allen anderen Tuberkuloseformen grundsätzlich in drei Punkten: (1) Sein Sitz ist auf der äußersten Haut, in über #0 Prozent aller Fälle an sichtbaren Körperstellen (Nase, Gesicht, Ohren, Hals). (2) Er verursacht keine Schmerzen und kein allgemeines Krankheitsgefühl und (3) er ist trotz manchmal erschreckenden Aussehens nicht übertragbar. Lupuskranke sind also nicht ansteckend. Diese „fressende Flechte" ist entsprechend der außerordentlich großen Verbreitung der Tuberkulose als Volksseuche in allen Volkskreisen in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg sehr häufig gewesen. Man rechnete damals in Deutschland mit 60 000 Lupuskranken, von denen sich der größte Teil in sehr beklagenswertem Zustand befand, weil eine zweckmäßige Behandlung im allgemeinen durch Nachlässigkeit der Kranken und ihrer Umgebung um Jahre oder Jahrzehnte zu spät einsetzte. Der Beginn reicht meist bis in die Kindheit zurück. Chronische Nasenerkrankungen oder Drüsenbeteiligungen bilden oft den Anfang. Die Bekämpfung der Hauttuberkulose erfordert besondere Methoden, weil die Kranken nicht, wie die Lungenkranken, durch allgemeines Krankheitsgefühl zum Arzt gezwungen-werden. Man muß sie vielmehr aufsuchen und immer wieder an eine zielklare, durchgreifende Behandlung erinnern. Sonst sind schwere Verstümmelungen und Entstellungen, ähnlich wie in den mittelalterlichen Leprafällen, unvermeidlich. Seit dem Jahre 1927 wird in Deutschland nach einem einheitlichen System planmäßig die Hautuberkulose bekämpft durch Aufsuchen aller Kranken und Krankheitsverdächtigen. Hierbei kann Jeder mithelfen, denn die Kranken tragen meist ihr Leiden sichtbar tÄd hur die Gleichgültigkeit der Umgebung ist die Veranlassung, daß sie nicht rechtzeitig zum Arzt gehen. Würde das geschehen, so könnten die Lupuskranken fast ohne Ausnahme frühzeitig schon in der Kindheit oder auch später von ihrem Leiden befreit und dadurch vor Entstellung, beruflicher Schädigung und Krebsentwicklung bewahrt werden. Die modernen Behandlungsmethoden vermeiden meist operative Eingriffe und Aerzteverfahren, wie sie früher nötig waren. Mit chemotherabeutischen Mitteln und Vitaminpräparaten gelingt es heute bei sorgfältiger Aufstellung und Ueberwachung eines vernünftigen Heilplanes in den meisten Fällen ohne Krankenhausbehandlung, den Lupus weitgehend zu bessern oder ganz auszuheilen. Dazu aber bedarf es der Beratung durch den auf diesem Gebiete besonders erfahrenen Facharzt. Die Aufsuchung der Beratung, im Benehmen mit dem bisher behandelnden Artz, dienen die sogen. „Lupus-Sprechtage“, die seit 25 Jahren in regelmäßigen Abständen als kostenlose Sprechstunden abgehalten Verden. Am Mittwoch, 28. November, von 11—13 Uhr, hält der Landesbeauftragte für Hauttuberkulose, Prof. Dr. A. stühmer (Direktor der Universitäts- Hautklinik Freiburg) in Offenburg (Staatliches Gesundheitsamt, Wilhelmstraße 3) eine solche Lupus-Sprechstunde ab. Tiort hat Jeder Arzt Gelegenheit, ihm bekannte Lupuskranke zur Beratung über notwendige weitere Behandlungsmaßnahmen vorzustellen oder bei lupusverdächtigen Personen eine Klärung der Diagnose herbeizuführen. Aber auch jeder, der glaubt, an einer lupusverdächtigen Krankheit zu leiden, hat hier* Gelegenheit, sich vorzustellen. Zur Mitarbeit an der Bekämpfung dieser Volksseuche ist jeder aufgerufen. Dann muß es gelingen, auf diesem Teilgebiet der Tuberkulosenbekämpfung zu erreichen, daß die beklagenswerten schweren --rankheitsfälle c idgültig verschwinden. Hohes Alter Ortenberg. Heute vollendet bei noch geistiger und körperlicher Frische der Eisenbahnbedienstete im Ruhestand Felix B u r r sein 85. Lebensjahr. Unseren Glückwunsch. Keine Eheschließungen im Oktober Ortenberg, (s) Im Monat Oktober wurden beim hiesigen Standesamt verzeichnet: Geburten: Rudolf Karl, V. Adolf Vollmer, Maurer, Käfersberg; Katharina, V. Johann Neff, Maurer, Am Marktplatz. — Eheschließungen: keine. — Sterbefälle Albert Benz, Emaillier, aus dem Freudental, 49 Jahre alt. Gottesdienstordnung Katholische Gottesdienste Berghaupten. Montag 20 Uhr Rosenkranz der Männer- und Angehörigen. — Dienstag 7 Uhr Jahrtagseelenamt für Otto Schappacher und Franziska und Georg und Franziska Armbru- ster; 18 Uhr Rosenkranz der Kinder. — Mittwoch, 8 Uhr: Gemeinschaftsmesse d. Frauen, hl. Messe für Gemeinderechner Martin Lien- hard. und hl. Messe für Leo Schappacher, Ehefrau und Kinder; 19.30 Uhr Rosenkranz der Frauen. Gengenbach. Montag 7.15 Uhr 2. Opfer mit hl. Messe für Krieger Karl Vollmer, Fußbach; 7 Uhr in Reichenbach: hl. Messe für Martha Wußler; 9 Uhr goldene Hochzeitsfeier mit Amt (Fritsch—Müller). — Dienstag 6 Uhr hl. Messe für Frieda Hug, geh. Zink; 6.35 Uhr hl. Messe für Richard Armbruster, Eltern und Geschwister, Reichenbach; 7.15 Schülergottesdienst; 2. Opfer mit hl. Messe für Brigitte Lambrecht; 7 Uhr Bergle-Messe für Leo Fallert, Ehefrau und Sohn Roman. — Mittwoch 6 Uhr Gemeinschaftsmesse der Pfarr- jugend; hl. Messe für Theodor Kistner; 6.35 hl. Messe für Luise Braun. Mittelbach; 7.15 Seelenamt für Frieda Wußler. geh. Männle, Mittelbach. Evangelischer Gottesdienst Montag 7 Uhr Morgen wache; 20 Uhr Frauen- und Mütterkreis (im Pfarrhaus). — Dienstag 20 Uhr Männerabend im Pfarrhaus. — Mittwoch 9 Uhr Wochengottesdienst in der Anstaltskirche Fußbach. Olfenburger Tageb'atl Chefredakteur: Adolf Kimmig Verantwortliche Redaktion: Adolf Kimmig (Politik); Franz Josef Mayer (Badner Land): Karl Gl es (Kultur, Unterhaltung und Heimatbeilage): Alois Hörtb (Sport): Herbert Bubles (Allg Beilagen); Walter Picbert (Landw Beilage): Heimatteil: Dr. Alfred Galler. Druck und Verlag: A. Reiff & Cie.. Offenburg* Nach längerer Krankheit und doch unerwartet starb am 24. November unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Herr Adolf Nickles Angestellter der Stadt Offenburg im Alter von 57 Jahren. Offenburg, den 26. November 1951. Augustastraße 14. Namens der Hinterbliebenen: Mina Nickles Die Beerdigung findet statt am Dienstag, den 27. November 1951, nachmittags 3 Uhr. Statt Karten! Danksagung Für die vielen Kranz- und Blumenspenden und die Beweise herzlicher Anteilnahme beim Hinscheiden meines geliebten Mannes und liebsten Papas Hans Balzer kaufm. Angestellter sage ich Freunden und Bekannten meinen innigsten Dank. Vor allem herzlichen Dank Herrn Pfarrer Haaf für seine trostreichen Worte bei der Beerdigung. Besonderen Dank den Aerzten und Schwestern des Städt Krankenhauses Offenburg für die liebevolle Pflege und den Kollegen für die vielen Besuche, die Kranzspenden und die tröstenden Worte am Grabe. Offenburg, den 26. November 1951. Badstraße 41. In tiefem Schmerz: Hannele Balzer, geh. Künstle und Kinder Rolf, Heinz r Jahre Wohlmuih 50 Jahre Wohlmuih Einladung zu den Wohlmuth-Vortrügen * Wohlmuth im Dienst der Gesundheit Dienstag, den 27. 11. 51, Burgerho^’reiiag, den 30.11. 51, Hotel Union jeweils 16.00 und 20.00 Uhr Es spricht: Wohlmuih-Schwester E. Breinlinger. Ausgezeichnete Erfolge der , Wohlmulh-Heimkur vor allem bei Stoffwechselkrankheiten, Kreislaufstörungen, Rheuma, Ischias, Nervenleiden. Eintritt frei 1 V. jfc/winefot ■VifafcesaL cütrt/u __ ii«> n .Bei sämtlichen Erkältungskrankheiten nehme ich gleich Klosterfrau Melissengeist | und kann sagen, daß er mir sofort gründ- ' lieh hilft. Auch bei nervösen Schmerzen ist . er mein treuer Helfer. Bei rheumatischen .j Beschwe»den gebrauche ich ihn als Einreibemittel und spüre sofort Besserung. So ist mir Klosterfrau Melissengeist bei vielerlei Beschwerden unentbehrlich geworden. 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Schwestern sage ich im Namen der Hinterbliebenen herzlichen Dank. Luise Wotschke Wwe. Offenburg, den 26. November 1951. r Allen Freunden, Bekannten, Kollegen und Kunden ein herzliches Lebewohl und auf Wiedersehn I Alfred Vervoorst und Frau V. fWbFnJÖ li Richard Düizer & Sohn Lacke und Farben für Gewerbe u. Industrie Offenburg, Uerbeistraße 4 Flanell und Finnette »für Sdiiafanzüge und Nadithemden Hildastr. 5 NllI 350." kostet diese Giitzner-Mfihmaschine |n| bequeme Teilzahlung bei K. Pfeiffer ; Gritzner 'tldhmasctun* Offenburg, Okenstr. 71 Telefon 2282 Bast- Taschen und Bündel für Arbeiten Dleterle üt fen bürg Gerber str. 10 Stellenangebote Jüngere, kaufmännische An . gestellte, die Lust und Liebe zur Buchhaltung hat, kann in größerem Be trieb sofort Anstellung finden. Bewerbungen m. handgeschriebenem Lebenslauf u. Nr. 17-298 an die Gesch. Tüchtiger Knecht für mittl. Landwirtschaft sofort gesucht. Zu erfragen u. Nr. 7-400 in der Gesch. 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Elgersweier ist zum Sperrbezirk erklärt Die erforderlichen Schutzmaßnahmen sind angeordnet Offenburg, den 23. November 1951. Landratsamt Gute Nutzkuh tbc-frei, mit 4. Mutterkalb, zu verkaufen. Hesselhurst, Haus 99. Geldmarkt Behördlich geprüft! Kap.-Teilhaber sowie Kredit-Beratung kostenlos tgl. 9—19, So. 9—12 Uhr. 8-281 Diersheim b. Kehl, 188. Bekanntmachungen der Stadt Gengenbach Maul- und Klauenseuche Nachdem die Maul- und Klauenseuche in Gengenbach erloschen ist, sind sämtliche Anordnungen, die sich auf den Sperrbezirk Gengenbach erstrecken — einschließlich der Schließung des Farrenstalles — durch das Laadratsamt Offenburg aufgehoben worden. Schlagraum-Versteigerung Am Dienstag, den 27. November 1951, vormittags 8 Uhr, werden auf der Polizeiwache 26 Lose Schlagraum aus den Abteilungen IV/5 Sommerwald unten, 11/2 Strohbach oberhalb der Häuser und 11/3 Sonnenwirtsmatt gegen Barzahlung versteigert. Lupus-Sprechtag Der diesjährige Lupus-Sprechtag für den Kreis Offenburg findet am Mittwoch, den 28. November 1951, 11—13 Uhr, im StaatL Gesundheitsamt Offenburg, Wilhelmstraße 3, statt. Gengenbach, den 23. November 1951. Bürgermeisteramt: gez. Schrempp