^ Ä w*m t Ä Ä ^ v tX&tBMa&A 'Uli Erscheint wöchentlich viermal. Bezugspreis für den laufenden Monat DM 2.50 zuzü"l. to Pf*. Trägerlohn. Einzelnummer 20 Pfg. Im Falle höherer Gewalt 1er bei Betriebsstörung hat der Bezieher keinen / nspruch aui Lieferung oder Nachlieferung der Zeitung, auch nicht auf Rückzahlung des Bezugspreises. filtßltes fmmntblQtt füc Stadt und Beuch Offenburo Qnteioenblatt mit anerkannt guter tDerberoirkuna Erfüllungsort und Gerichtsstand Ottenburg. Zur Zelt ist dl« Anzeigenpreisliste Nr. 4 gültig. Druck u Verlag A Reiff & Cie., BuchdruckereL Offenburg/Baden Geschäftsstelle: Offenburg, Kornstraße 10 Fernsprecher: Offenburg Nr 1537, 2134 u 1371. Postschließfach Nr 333 Postscheckkonto Karlsruhe Nr 13681. Nummer 95 Donnerstag, 19. Juni 1952 Ausgabe a 141- Jahrgang # Gegen Äusserung der Feststellungsklage Bundestagsminderheit gegen Zurückstellung der Klage bis zur Erstattung des von Heuß angeforderten Gutachtens — Bundesverfassungsgericht prüfte Antrag des Bundespräsidenten Bona. Die 144 Bundestagsabgeordneten, die beim Bundesverfassungsgericht Feststellungsklage über die Verfassungsmäßigkeit eines deutschen Wehrbeitrages angestrengt haben, lehnten eine Zurückstellung dieser Klage bis zur Erstattung des vom Bundespräsidenten angeforderten Gutachtens ab. Die Abgeoid-, neten Dr. Adolf Arndt (SPD), Dr. Hermann Etzel und Dr. Bernhard Reismann, beide FU (BP/Z), teilten dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichtes am Mittwoch telegrafisch mit, daß es nach ihrer Auffassung weder rechtlich zulässig noch möglich sei, der Erstattung eines Gutachtens den Vorrang vor der Entscheidung über den von ihnen gestellten Antrag auf Feststellung der Verfassungsmäßigkeit des EVG-Vertrages einzuräumen. Für eine Stellungnahme zu den Anregungen des 'Bundesverfassungsgerichts im Verfahren über den aus der Mitte des Bundestages gestellten Antrag müßten 1 ausschließlich rechtliche Erwägungen maßgeblich sein, erklärten die Kläger. Ein Gutachten werde lediglich die möglicherweise mehrfachen Meinungen und ihre Gründe darlegen können, um dem Bundespräsidenten die eigene Entscheidung zwischen diesen Meinungen beratenderweise vorzubereiten. In dem Telegramm wird eine ausführlich begründete Stellungnahme bis zu der vom Bundesverfassungsgericht auf den 25. Juni festgesetzten Frist angekündigt. Wie unser Karlsruher Mitarbeiter drahtet, hat sich am Mittwochnachmittag das Plenum des Bundesverfassungsgerichts eingehend mit dem Ersuchen des Bundespräsidenten Professor Dr. Heuß um Erstattung eines Rechtsgutachtens zur Verfassungsmäßigkeit des EVG- Vertragswerks befaßt Das Plenum ist zu dem Ergebnis gekommen, daß zunächst abgewartet werden soll, welche Erklärungen die an dem Verfahren vor dem Ersten Senat Beteiligten bis zum 25. Juni abgeben. Bis dahin sollen sich die Beteiligten nach einer Verfügung des Ersten Senats darüber äußern, ob sie mit Rücksicht auf das angeforderte Rechtsgutachten des Bundespräsidenten mit der Aussetzung des anhängigen Verfahrens einverstanden sind. Zu der Rechtsfrage, ob die Erstattung eines Plenargutachtens auch während eines sich verfassungsrechtliche Fragen berührenden Rechtsstreites zulässig ist, hat das Plenum noch nicht Stellung genommen. Die in der Oeffentlichkeit über die mutmaßliche Meinung des Bundesverfassungsgerichtes in dieser Frage angestell- ten Erörterungen entbehren daher jeder Grundlage. In diesem Zusammenhang sieht sich das Bundesverfassungsgericht zu der ausdrücklichen Feststellung veranlaßt, daß es unziemlich erscheine, wenn in der Oeffentlichkeit dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, einem Senat oder einzelnen seiner Mitgliedern für die von ihnen zu treffenden Rechtsentscheidungen von vornherein politische Motive unterstellt werden. Acheson will zu den Berlinern sprechen Washington. Der amerikanische Außenminister Acheson teilte am Mittwoch in Washington auf seiner Pressekonferenz mit, er werde bei seinem für Ende Juni geplanten Besuch in Berlin eine öffentliche Rede halten. Der Zweck seiner Reise sei die Einweihung einer amerikanischen Bibliothek. Frankreich „ohne” Saarproblem Quai d'Orsay: Das jetzige Saarstatut stellt Frankreich völlig zufrieden Paris. „Für Frankreich gibt es kein Saarproblem“, erklärte am Mittwochnachmittag der amtliche Sprecher des Quai d’Orsay vor der Auslandspresse zu der Ankündigung des Bundeskanzlers, die Saarfrage im Ministerrat des Europarates bei Ueberreichung des deutschen Saarmemorandums anzuschneiden. „Das jetzige Saarstatut stellt Frankreich völlig zufrieden“, erklärte der Sprecher weiter. Deutschland verlange, daß das Schicksal der Saar bereits vor dem Friedensvertrag geregelt werde. Für uns ist es im Grunde bedeutungslos, ob diese Frage vor oder erst beim Friedensvertrag geregelt wird, da wir für die Beibehaltung der heutigen Lösung eintreten, und von einer entsprechenden Regelung überzeugt sind.“ Bei dem privaten Gedankenaustausch zwischen dem Bundeskanzler und Außenminister Schuman über die Regelung der Saarfrage seien im beiderseitigen Einvernehmen zwei Vereinbarungen getroffen worden: 1. daß deutsch-französische Besprechungen über die Zukunft des Saargebiets geführt würden mit dem Ziel, eine endgültige Regelung zu finden, und 2. daß eine deutsch-französisch-saarländische Dreierkommission zur Prüfung der Voraussetzung zur Durchführung unbehinderter Landtagswahlen an der Saar geschaffen wird Die deutsch-französischen Verhandlungen zur Herbeiführung einer Endlösung an der Saar und die Tätigkeit der vorgesehenen Dreier kommission haben ungesäumt und gleichzeitig stattfinden sollen. Bundeskanzler Adenauer habe im Anschluß an diesen Gedankenaustausch an Außenminister Schuman einen Brief gerichtet, in dem er diesen davon in Kenntnis gesetzt habe, daß er bereit sei, die deutschen Mitglieder der Dreierkommission zu benennen und den französischen Außenminister bitte, das gleiche zu tun. Außenminister Schuman habe daraufhin den Bundeskanzler daran erinnert, daß der Beginn der Tätigkeit der Dreierkommission von der Aufnahme der deutsch-französischen Saarverhandlungen abhängig sei. Wenn nunmehr der Bundeskanzler erkläre, daß er das Saarproblem vor den Ministerausschuß des Europarates bringen wolle, dann scheine er damit auf die Aufnahme unmittelbarer deutsch-französischer Saarverhandlungen verzichtet zu haben. Auf französischer Seite bleibe im gegenwärtigen Zeitpunkt nur die Feststellung übrig, daß sich die deutsche Haltung in der Saarfrage gewandelt habe, nicht aber die französische, die unverändert geblieben sei. Ren£ Mayer wird Präsident des Schiedsgerichts der Montanunion (Drahtbericht uns. Pariser rl-Korrespondenten) Paris. In Paris wurde halbamtlich bekanntgegeben, daß der frühere Justizminister Rene Mayer zum Präsidenten des Gerichtshofs der Montan-Union ausersehen sei und sein Abgeordnetenmandat niederlegen werde. Mayer hatte sich aus dem politischen Leben fast vollkommen zurückgezogen, seit ihm von der Nationalversammlung die Investitur als Ministerpräsident verweigert wurde. Er gehört der Radikalsozialistischen Partei an und ist Jurist. Noch vor kurzem wurde er einer der Anwärter Großbritannien beschlagnahmt Olladung London. Ein Sprecher des britischen Außenministeriums teilte am Mittwoch mit, daß die britische Regierung in Verbindung mit der anglo-iranischen Oelgesellschaft jetzt „geeignete Maßnahmen“ ergreifen werde, um zu verhindern, „daß das persische Oel an Bord des Tankers „Rose Mary“ in dritte Hände kommt. Die „Rose Mary“ traf Dienstagabend im Hafen von Aden ein. Ein Gericht des britischen Stützpunkts Aden beschlagnahmte am Mittwoch auf Antrag der anglo-iranischen für den Posten als Außenminister für den Oelgesellschaft mit einer einstweiligen Ver- Fall von Schumans Rücktritt genannt. fügung die Oelladung des Tankers. Für die Freiheit der Kriegsgefangenen Ein Aufruf an die Bevölkerung von Baden Sieben Jahre nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandes sind deutsche Kriegsgefangene aus Ost und West noch nicht heimgekehrt. Sieben Jahre nach dem Waffenstillstand werden verschleppte deutsche Männer und Frauen noch zurückgehalten. Sieben Jahre nach dem unseligen Weltkrieg weinen noch Mütter, Frauen und Kinder um ihre hinter Stacheldraht und Kerkermauern dahinsiechenden Angehörigen. Vergebliroemerieh-e Ve rl a gs a n st a ! t Mflnehen ROMAS VON MARIA VON Kl RCH B ACH 1 . Kapitel Wenn Soldaten durch die Wüste ziehen, immer einen Schritt vor den andern setzend und wieder einen Schritt, wenn sich ihre Füße in den glühenden Sand stemmen, als wateten sie durch schlickiges Wasser, wenn die Sonne auf sie niederstürzt wie ein Lanzenreiter, dann singen sie nicht. Wie sollten sie auch singen, wenn ihre Zungen am Gaumen kleben, ihre Kehlen vor Durst kaum schlucken können? Wenn zwischen ihren Zähnen der Sand knirscht und vor ihren Augen der Sand flimmert, daß sie halbblind vorwärtstaumeln? Wenn der Korkhelm auf ihrer Stirn angeklebt ist, der Schweiß in Strömen über ihren Körper rinnt und das Herz wie eine Trommel dröhnt? Acht Stunden schon sind sie marschiert, und noch immer taucht die ersehnte Oase nicht auf. Der älteste Offizier nimmt den Kompaß aus der Tasche. Er hat die Verantwortung für fünfzig Mann. Man sollte schon längst den Brunnen erreicht haben. Hat man ihn verfehlt, ist man an ihm vorbeigegangen? Hat eine tückische Bodenschwelle ihn verborgen mit seinen Palmen, seinem Schatten, seinem kühlen Wasser, das zwischen Gras leise gurgelt? Hat man ihn verfehlt, so bedeutet das vielleicht, noch zwanzig Stunden ohne Wasser sein oder auch zwei Tage lang. Es bedeutet vielleicht den Tod. Der Offizier hebt den Feldstecher ans Auge und sucht die Wüste ab, das Gewell windgekräuselten Sandes, die kristallene Härte des Himmels, der wie ein gewölbter, glühendblauer Glasdeckei über einen goldenen, Teller gestülpt ist. In seiner Brust ist ein seltsames Beben, das er nicht meistern kann, als schüttele eine Faust sein Herz. Und es ist immer wieder das gleiche Zittern, täglich das gleiche: Werde ich sie wohlbehalten hinbringen, diese fünfzig Mann? Und bei den Soldaten: Werden wir Wasser finden? Wird er uns zur Quelle führen? Oder werden wir in der Wüste verschmachten, wir und er, unser Kamerad? Denn in der Wüste sind alle Brüder. Wer einmal den Durst gespürt hat und das Glück der erreichten Quelle in einem Meer von Sand, der ist Kamerad. Und ehe man ihn verließe oder verriete, eher verließe oder verriete man sich selbst. Es sind Franzosen aus allen Himmelsrichtungen unter ihnen, blauäugige Bretonen, kleine, lebendige Korsen, breitknochige Gas- cogner, feuerblonde Normanen, die in ihrer wolkenüberwanderten Heimat ein Traumbild von Blau und Gold und spitzfingrigen Palmenkronen sahen, die aus Knabenbüchem die Sehnsucht mitbekommen hatten nach den stolzen Sitten hochherziger Wüstensöhne. Da ist der lange Charles Brown, Franzose, obgleich er in Amerika geboren ist, dessen blaue Augen sehr unter der Sonne leiden. Darum kneift er sie immer zusammen, daß sie kaum sichtbar sind. Er ist gewöhnlich bei der Nachhut und hilf £ denen weiter, die schwach werden. Für Charles Brown, für Charlie, gingen alle durchs Feuer. Er ist der Freund des Capitaine Arnbery, obwohl es zwischen einem Offizier und einem Unteroffizier der französischen Kolonialtruppe keine allzu herzlichen Beziehungen geben sollte. Er ist auch der Freund des jungen blonden Leutnants Gon- tard, dessen Haut sich nicht bräunen will,, sondern nur purpurrot wird und sich schmerzhaft abblättert. Er ist der Freund des Lothringers Homer aus Avricourt, diesseits der französischen Grenze, dessen Familienverhältnisse er genau kennt: wie alt die Schwestern sind, was für einen Beruf der Bruder hat und wieviel Stück Vieh dem Hof jährlich Zuwachsen. Er kennt den Fliederbaum, das regenschwarze Strohdach, die Diele, die die Mutter des Samstags scheuert, bis man von den Brettern essen könnte. Er kennt — er kennt die Geschichte eines jeden; denn die Einsamkeit der Wüste, die Stille des Lagers unter den allzu hellen Sternen machen mitteilsam. Es geht immer so: die Neulinge hüten ihre Geheimnisse, machen eine Mördergrube aus ihrem Herzen. Das dauert so lange, bis sie einmal so recht warm geworden sind, so warm, daß sie am Wege liegenbleiben und ihnen Charlie aus einer Flasche Branntwein übers Gesicht gießt und einen Schluck in den Mund. Von da ab sind ihre Zungen gelöst. Bei manchen dauert es länger, bei anderen kürzer. Aber länger als ein halbes Jahr machte es auch der krasseste Fall nicht, der Beamaiser Ladroucq. Der schwieg so lange, daß man schon glaubte, es sei die seltene Ausnahme, die die Regel bestätigt. Es bildeten sich sogar zwei Lager, die gegeneinander wetteten. Man ist mit seinem Sold sehr freigebig, wo Geld jeden Wert verliert. Die einen behaupteten, er werde weiterhin stumm sein, die anderen, es werde ihn doch auch einmal packen. Noch einen ganzen Monat mußten sie warten, bis die Wette ausgetragen wurde. Erst als Ladroucq nach dem Genuß von brackigem Wasser schweren Durchfall bekam und jeder meinte, es sei Typhus, bat er den Sergeanten Brown, er möge, wenn er tot sei, an seine Mutter schreiben, die Witwe eines Antiquitätenhändlers. Sie werde sich freuen, Nachricht zu bekommen, daß man ihren Sohn inzwischen begnadigt habe; denn er habe seine Geliebte, die Marie Fougere, aus Eifersucht erschossen. Obwohl Brown dicht gehalten hatte, verbreitete sich die Nachricht mit Windeseile durch die Truppe; wie, weiß nur Gott. Brown drohte, er werde den verdreschen, der das Maul gewetzt habe. Jedenfalls wurden hohe V/ettprämien an diesem Tage ausgezahlt, und Ladroucqs Geständnis erregte mächtiges Frohlocken oder heftigen Aerger. Ein großer Teil der Truppe war ihm seither gram, man konnte ihm seine lange Verschlossenheit nicht vergeben. Man behandelte ihn mit Verachtung, die er geduldig hinnahm, in der Ueberzeugung, daß es gar nicht anders sein könne. Uebrigens war er kein Muster von einem Soldaten, schwächlich, gelbblaß, und er litt unter hysterischen Anwandlungen, die man seiner Reue zuschrieb. Oft schrie er im Traum jämmerlich auf. Aber selbst Ladroucq war in die Kameradschaft eingeschlossen. Denn diese Kameradschaft auf Leben und Tod war heilig. Heilig ihnen allen, die da nebeneinander durch die Hölle taumelten, mit schweratmenden Lungen, mit vor Licht tränenden Augen. Die einzige Blume war diese Kameradschaft, die in der trostlosen Wüste gedieh. In dem Sand, in den, vom Samum verweht, die Gräber Tausender vergessener Toter eingegraben waren. Was also sollten die Soldaten singen? An diesem Tage aber sangen sie. Sie sangen mit lauter Stimme, die in ihren Kehlen unmelodisch rasselte. Seit drei Stunden etwa hatten sie schon, wie Tuffe fernen Haifagrases, die Silhouetten der Palmen auftauchen sehen und dahinter die weißen Minarette einer Stadt, die goldenen und grünen Kuppeln einer Moschee, die gezackten Simse maurischer Dächer. Und jeder wußte, die Kaserne winkt. Nach Monaten fast unerträglicher Entbehrungen wartet auf dich die Kühle der Straßentäler, in denen die Wasserverkäufer für ein Spottgeld dir zu trinken geben, bis du nicht mehr kannst; lädt das Dämmern der Basare, in denen es von Seltsamkeiten schimmert. So kühl ist es in diesen Basaren, daß dich manchmal — o fast unvorstellbarer Gedanke — ein Frösteln überlaufen kann, vom Scheitel über das Rückgrat hinunter und bis in die äußersten Gliedmaßen. Du wirst Frauen sehen, verschleierte Frauen, denen nur die samtenen Augen, schelmisch oder tief wie das Schicksal, unverhüllt bleiben. Du wirst den Glanz ihrer braunen Haut an den entblößten Händen sehen oder an den kleinen, schlanken Füßen, die in weichen, roten Pantöffelchen stecken. Sogar Europäerinnen wirst du sehen, den Perlenschimmer weißer, gepflegter Haut, die ein Hut beschattet; goldnes oder braunes Haar, auf das die Sonne seltsame Lichter wirft, lok- kende Lichter. Du wirst die schönen, hochmütigen Frauen in ihren Wagen daherfahren sehen und an die Heimat denken müssen, wo auch du eine solche Frau dein eigen nanntest. Aber damit ist es nun natürlich vorbei für einen Soldaten der Kolonialtruppe. Höchstens in dem Viertel, in das man sich auf Umwegen schleicht, gibt es weiße Frauen. Aber dort sind sie noch gefährlicher als die anderen. Der Capitaine Arnbery, der glückliche, hat seinen Schatz, die Aimee, die im Kabarett Se- miramds auf ihn wartet. Der kann lachen! Aber neide ihm nichts, er kann nicht mehr bekommen als du. Denn auch du wirst satt sein, satt, satt, satt! Dein Körper wird im Wasser stehen, und Kälte wird ihn umspülen und in Eis verwandeln. Du wirst frisches, rauhes Linnen antun, du wirst reine Strümpfe haben, leichte Schuhe, ein neues Gewand. Du kannst essen ohne das verdammte Gefühl, als ob dir jeden Augenblick jemand zwischen die Schulterblätter schießen müßte. Du wirst dir kaum Zeit lassen, dich anzukleiden, deine Finger werden zittern, wenn du die Knöpfe deines Rockes schließt, du wirst hinausstürzen, das Geld wird dir in den Taschen klirren, du darfst leben, läsen, du wirst wieder ein Mensch sein, dessen Mund feucht ist, dessen Lippen trinken, dessen Hände fassen und umklammern, ein Mensch, eir Mensch, ein Mensch! „Woran denkst du“ fragte Horner seinen Kameraden Morand, der mit geisterhaftem Lächeln um die Lippen sich vorwärts schleppte. „Weiber!“ sagte der. „Und du?“ Homer sah den andern mitleidig an. Jeder wußte, daß er im fortgeschrittenen Stadium der Schwindsucht war. Für ihn gab es wohl kein Ausrücken mehr aus dieser Kaserne. Der Feldarzt würde es ihm schon sagen, wenn er zur Untersuchung befohlen wurde. Und mit den Weibern war es da auch Essig. „Ich?“ antwortete Homer dann, und ein verschmitztes Lachen kroch aus den Fältchen um seine Augen. „Also erst das Bad. Ich werde eine Stunde im Bad sein, mindestens. Dann werde ich mich anziehen und zu Lekejian gehen. Und dort werde ich ein Glas Bier trinken, eiskaltes Bier, verstehst du. Vielleicht trinke ich auch zwei, mal sehen. Und dann kann’s losgehen!“ „Na, die Pyramiden wirst du ja auch nicht entdecken“, sagte Morand höhnisch. Das war so eine Redensart unter ihnen, die soviel bedeuten sollte wie: Etwas Rares wirst du auch nicht finden, oder: Der ,großen Liebe' wirst du nicht begegnen. Homer grinste. Er sagte aber nichts mehr; denn nun waren seine Augen mit Schauen beschäftigt. Die Sonne hatte sich in der großen, vergoldeten Kuppel der Hassan-Moschee gefangen und schleuderte von dort mörderische Pfeile in den Himmel zurück. Die bauglasierten Majolikamauem der Imamschulen stiegen auf, das alabasterne Spitzenwerk der Sultangrabkirche, das rosenrote Gemäuer der Festung Saladins. Und Homers romantisches Herz schwoll an und wollte schier überfließen. Denn er sah das alles zum ersten Male. Dafür war er gekommen, dafür hatte er Monate und Jahre vegetiert, dafür Hitze, Hunger und Durst und Einsamkeit ohnegleichen ertragen, damit er sie sähe, diese ägyptische Stadt, dieses Märchen im dunklen Afrika, diesen elfenbeinernen Turm. von dem schon die Bibel singt. Es hätte nicht viel gefehlt, so wäre er auf seine wankenden Knie niedergesunken und hätte vor Freude geweint und gelacht. Aber das hätte in die Reihen der anderen ungeheure Verwirrung bringen können, denn auch sie waren vor Freude und Erschöpfung nun alle am Rande der Tränen. 2. Kapitel Mit leisem Sporenklirren, gewaschen, rasiert, parfümiert, in einem Rock aus blauem Tuch, an dem die drei Hauptmannsborten golden glitzerten, in der behandschuhten Hand ein Reitstöckchen, ging Jules Arnbery an den salutierenden Posten vorbei und durch das Hoftor des Gebäudes, das die Franzosen als Kaserne eingerichtet hatten. Er ging längs der Mauer, bis er zur Ecke der Straße kam. Dort blieb er stehen, zwirbelte ein wenig an seinem kleinen schwarzen Schnurrbart, hieb mit dem Reitstock gegen die Stiefel und wartete, bis der' Sergeant Brown die Rede des .Alten' über Disziplin und Verluderung in der .Garnison' über sich hatte ergehen lassen, zusammen mit der übrigen Mannschaft, die nur darauf brannte, den Weg frei zu bekommen, und den Obersten Junot tum Teufel wünschte. E>ie Sonne sengte, aber aus den Torwegen strömte die Kühle Am Ende der Querstraße, die zum Fluß hinabführte, schimmerte das Grün einer Anlage, Palmen, wiegten ihre Kronen im Wind. Scharen von Tauben erhoben sich von den Moscheen jenseits des Waagen und schwebten durch das dunkelblau des nachmittäglichen Himmels. In der Anlage führten weißgekleidete Nursen die Kinder der reichen Europäer spazieren. Sie gingen mit dem Hochmut von Königinnen dahin. Dieser verdammte Junot, was hielt er denn die Leute so lange? Sacrebleu noch mal. Ah, da endlich erschien Brown. Auf seinen langen Beinen kam er daher, den Rock hatte er etwas liederlich zugeknöpft, — verdiente eine Rüge — und lachte aus seinen zugekniffenen Augen, mit jedem Schritt den Boden gleichsam fressend. „Eh bien, Charlie, was hat er euch gesagt?“ Charlie grinste. Zwischen seinen gelbgerauchten Fingern hielt er nachlässig die ewige Zigarette. „Es gab Stunk wegen Ladroucq. Er wollte nicht in die Badewanne. Sagte, er habe kein Bedürfnis danach. Darauf haben Morand und Pinelli ihn in den Waschraum getragen und unter die Leitung gehalten, bis er beinahe erstickt ist. Sie haben ihn von oben bis unten mit Schmierseife eingerieben. Er sah aus wie eine gebadete Ratte. Konnte nicht rechtzeitig zum Appell da sein und bekam gleich Kasernenarrest aufgebrummt. Du weißt, Morand und Pinelli sind scharf auf ihn, weil beide zweihundert Franken an ihn verloren haben.“ Sie hatten sich nach links gewandt, die Anlage überquert, in der der Goldregen sein wehendes Haar bis auf die Wege niedersinken ließ, Ziersträucher ihre feuerroten Flammenblüten der Sonne öffneten, der Lorbeer dunkelte, um einen Weiher von hellgrünem Wasser ein Gebüsch schwankenden Bambusrohres schattenhaft träumte und Ibisse ihre zarten Hälse gleich rosigen Arabesken wölbten. Bald waren sie in die Hauptstraße eingebogen, die sie überquert hatten, um sich den Straßen zuzuwenden, in denen die Basare lagen und das orientalische Leben wogte. „Aimee wird erwarten, daß ich ihr etwas mitbringe“, sagte Arnbery. „Und du? Willst du nicht etwas für Mona auswählen?“ Brown zuckte die Schultern. „Na schön. Warum nicht. Soll das gute Kind auch seine Freude haben!“ Sich durch die Menge hindurchdrängend, zwischen vornehmen Effendis mit dem Tar- busch auf dem Kopf, Fellachen in blauen Kitteln und mit Turbanen, weißgekleideten Arabern, dunkelberockten Kopten, Wasserverkäu- fem, die unter der Last ihres gefüllten Ziegenschlauches schnaubten, schwarzhäutigen Negern, englischen Soldaten; zwischen Bauernfrauen, Früchteverkäufem, Limonadeverkäu- fem, die imunterbrochen mit ihren Messingplatten klapperten; zwischen Bäckern mit Brotkörben, Hausierern, weißbärtigen griechischen Priestern mit hoher schwarzer Kopfbedeckung; vorbei an den offenen Garküchen, aus denen der fettige Geruch des Hammeltalgs und unaussprechlicher Süßigkeiten drang, an den Süks der Schuhmacher, der Kupferschmiede, der Teppichweber, der Waffenhändler, der Kunstschreiber, der Töpfer, geschoben, gestoßen, mit höflichen Entschuldigungen überhäuft ebenso wie mit heimlich drohenden Bücken, gelangten sie zum Basar des alten Ibrahim, den sie bei jedem Aufenthalt zu besuchen pflegten. , Ibrahim kam aus der Tiefe seines Gewölbes und lud die Besucher unter demütigen Verneigen zum Ausruhen ein, indem er ihnen Kissen am Boden häufte. Sodann ließ er ihnen Mokka bringen und begann sich nach ihren Privatangelegenheiten zu erkundigen, was nicht etwa Ausdruck der Neugierde, sondern der Ehrerbietung war. Darauf verschwand er im Hintergrund des Ladens und blieb eine Zeitlang unsichtbar, während die Freunde den glühendheißen, süßen Kaffee schlürften und das grelle Bild der morgenländischen Straße in sich aufnahmen. Als Ibrahim wieder herbeikam, trug er auf seinen Armen kostbare Spitzen, dünne Gewebe, von Metallfäden durchzogen, Filigranarbeiten, duftende Sandelholzschächtelchen, Emailarbeiten, mit Gold eingelegtes Schildpatt, roh geschnittene Türkise, Bernstein, Turmaline, in Spangen von massivem Gold eingesetzt, getriebene Kupferarbeiten und Cloisonnäwaren, alte purpurrote Koranbücher mit silbernen Beschlägen, Seidenballen, Kristallflakons mit Essenzen, Räucherwerk und seltenes Zuckerzeug. Hinter ihm Hefen seine drei Gehilfen, ebenso bepackt wie er, und stapelten die Waren rings um die Käufer auf. „Ich denke, ich werde das nehmen“, entschied sich Arnbery für einen golddurehwirkten Schal, der von Türkisblau ins Morgenrot hinüberspielte und so leicht war, daß er auf der Luft zu schweben schien. „Das wird für meine Kleine gerade recht sein.“ Brown wählte ein eingelegtes Schildpattkästchen und zwei ebensolche Kämme. „Ah, da wirst du Mona eine Freude machen! Das arme Kind verzehrt sich in unerwiderter Liebe“, meinte Arnbery. „Schon gut, Jules; aber sie bekommt das nicht. Für Mona nehme ich diese Türkisbrosche, und dji kannst sie ihr bringen.“ „Ich denke nicht daran! Und für wen soll denn das andere sein?“ „Weiß ich selbst noch nicht“, sagte Brown. Er wandte sich an Ibrahim. „Was macht das, weiser Scheich? Nenne uns gefälligst gleich die Summe, wir wollen heute nicht handeln-“ Fortsetzung folgt. Die alte Hauptstadt des Glatxer Berglandes ^ V ' v „äsS***-»., Blick auf einen idyllischen Winkel der Hauptstraße von Glatz, der Hauptstadt des Glatzer Berglandes. Die Stadt wurde 1742 preußisch und steht seit 1945 unter dem Namen Kladzko unter polnischer Verwaltung. DAS REICH DER FRAU Keine zu große Voreiligkeit! Streit der Kinder - zu ernst genommen Eltern sind nachtragender als Kinder . Wenn zwei Kinder streiten, wenn womöglich der Hans vom Nachbarn die kleine Gretl an den Zöpfen zieht, sodaß sie heulend zu ihrer Mutter kommt und sich über den Spielgefährten beklagt, dann ist es leider in sechzig von hundert Fällen der Fall, daß eine empörte Mutter die Nachbarin stellt und sich bei dieser über ihren „Fratzen“ beschwert, der so ganz und gar unverträglich sei. Natürlich fühlt sich die angegriffene Mutter zutiefst getroffen. Man braucht sich den daraus entspinnenden Disput keineswegs weiter fortzuführen: jeder kennt ihn. Aus eigener Erfahrung oder aus Beispielen in der Umgebung. Die Folge aber ist fast immer, daß sich zwischen zwei Familien eine Feindschaft anbahnt. Beileibe nicht der Kinder wegen! Die vertragen sich nämlich eine Stunde nach ihrem Streit schon längst wieder, haben vergessen, was zwischen ihnen geschehen ist. Nicht vergessen aber haben es die Mütter. Sie sind es, die diese Auseinandersetzung ins Unendliche fortführen. Auch die Kinder sind die Leidtragenden. Denn meist wird ihnen der Umgang mit dem bisherigen Spielgefährten verboten. Auf ihre Frage: „Warum?“ erhalten sie nur selten eine befriedigende Antwort. Hie und da gehen besonders nachträgliche Mütter sogar so weit, ihrem Kind sehr unschöne Dinge über die Nachbarsleute zu sagen, die auf Umwegen diesen wieder zur Ohren kommen. Oder die Kinder werden — von den Eltern! — zu allerhand Bosheiten angestiftet, für die sie vorher bestraft worden wären. Welchen Einfluß eine solche Entwicklung auf ein Kind ausüben kann, wird bei einigem Ueberlegen wohl jedem vernünftigen Menschen klar werden. Vielleicht wird gerade hier ein Charakterzug herausgebildet, unter dem ein Kind in seinem späteren Leben noch viel zu leiden hat. Notwendig aber war das alles nicht! Solange kein ernsthafter Schaden angerichtet wurde. oder eine offensichtliche Böswilligkeit vorliegt, Zur Nachahmung empfohlen sollen sich Eltern überhaupt nicht in einen Streit unter Kindern einmischen. Mütter neigen besonders leicht dazu, die Fehler oder Um arten der eigenen zu übersehen und anderen die Schuld zu geben. Handelt es sich um Kleinigkeiten, wie eine alltägliche Rauferei, so ist es am besten, die Kinder das ganz alleine unter sich abmachen zu lassen. Sieht der Streit etwas ernster aus — man wird hier von Fall zu Fall entscheiden müssen — so soll man beide Parteien hören, wie das ja auch in einem solchen Fall unter Erwachsenen üblich ist. Erst dann kann entschieden werden, wer die Schuld trägt und wer Strafe verdient. Mit der Mutter des anderen Kindes aber setzt man sich am besten in einer vernünftigen Aussprache auseinander. T. S. Laß die Frau, die dich liebt, niemals weinen... Mister Donaid's Tränenstatistik prd. — Ein Amerikaner errechnete, daß die Frauentränen der ganzen Welt in zehn Jahren einen mindestens 20 Quadratkilometer großen See ergeben würden, in dem wegen seines um gewöhnlich hohen Salzgehaltes Schwimmen geradezu eine Leichtigkeit wäre. Austin Donald befaßte sich noch intensiver mit diesem Problem und legte sich einmal die Frage vor, weshalb Frauen eigentlich weinen, wenn dies nicht gerade aus körperlichem Schmerz oder einem für jedermann erkennbaren Fischkost gegen Kropfbildung Fische eignen sich vorzüglich für die Krankenkost Prof. Dr. med. W. H e u p k e, Hospital zum hl. Geist, Frankfurt am Main. Ueber den Nährwert der Fische sind von Aerzten zahlreiche Untersuchungen angestellt worden. Alle stimmen darin überein, daß Fische ein gutes Nahrungsmittel sind, denn Fisch ist dem Fleisch der Haustiere in vieler Hinsicht ebenbürtig. Durch seine leichte Verdaulichkeit — die auf dem geringen Gehalt an Bindegeweben beruht — sogar überlegen. Fischfleisch wird im Darm schnell verarbeitet und aufgesaugt. Es eignet sich also gut für Krankheiten des Magens, des Darmes und der Leber, da es die Verdauungsorgane nicht überlastet. Das i/lpI/Us der Woche Ultra-Schnitt K 5187 IUY Ultra-Schnitt K5188 17,1,11 K 5187, Gr. Ultra-Schnitt, Gr. II, IV K 5188. Großer Ultra-Schnitt, Gr. 17, I, II Man liebt wieder Handarbeiten an den Kleidern. Leichte Stickerei, wie sie K 5188 hat, ausgeführt in Blattstichstickerei oder in durchbrochener Madeiraarbeit, sieht sehr hübsch aus. Sie können das Kleid aus einem zarten, pastellfarbigen Dupion arbeiten. Dieses Material läßt sich, obwohl es etwas starr ist, sehr gut besticken. An dem Kleid daneben, K. 5187, zeigen wir die Nahtbetonung der Längsteilungen durch Stoffschlingen. Das ist eine Arbeit, die sich leicht ausführen läßt und die doch recht wirkungsvoll ein sonst völlig schlicht gehaltenes Kleid ziert. Ultra- und Ullstein- SCHNITTf.USTEB Sa M SPINNER SFFIIlBie IN IlMILUOF Fische enthalten 15—18 Prozent Eiweiß mit fast allen für den Menschen lebenswichtigen Aminosäuren. Kohlehydrate fehlen im Fischfleisch, deshalb sind Fische für den Zuckerkranken erlaubt. Fische sind verhältnismäßig reich an Mineralstoffen. In der frischen Substanz sind 0,84 bis 1,35 Prozent vorhanden. Von besonderer Bedeutung ist der Jodgehalt der Fische. In British-Kolumbien liegt 90 km von Vancouver entfernt Pemberton Valley. In diesem Tal machte der Kanadier Keith interessante Beobachtungen. Die Angehörigen der weißen Rasse, die das Tal bewohnten, hatten fast ausnahmslos einen Kropf. Auch das Vieh, vor allem die Schweine, Kälber und Pferde litten unter starkem Jodmangel, so daß die Sterblichkeit der Tiere sehr hoch war. Im gleichen Tal wohnte ein Indianerstamm, der dort schon lange ansässig war, ehe die Weißen ka men. Bei diesen Indianern v/ar niemals eine Kropferkrankung als Folge Schilddrüsenunter- furiktion aufgetreten. Die Erklärung für die verschiedene Krankheitshäufigkeit war die Tatsache, daß sich die Indianer ganz anders als die Weißen ernährten. Sie lebten vorwiegend von Lachsen. Auch im Winter, da die nahrhaften Fische als Winterproviant eingesalzen wurden. Die Haustiere erhielten die Abfälle und fraßen oft die an das Ufer getriebenen Fische. Mit dieser Nahrung wurde Mensch und Tier ausreichend mit Jod versorgt. Die meisten Fische enthalten 2—3 mg Jod im Kilo. Fischgenuß wirkt also Kropfbildung entgegen. Darüber hinaus ist Fischfleisch besonders reich an Vitamin A, das die Widerstandskraft gegen Infektionen erhöht, und Vitamin D, das die englische Krankheit verhütet und Kalkablagerung in den Knochen begünstigt. Außerdem sind beträchtliche Mengen Vitamin Bl, B2, B6 und Nikotinsäure vorhanden. Fischfleisch enthält eine große Zahl von Wirkstoffen, die man in der Behandlung von Krankheiten verwendet, indem man den Anteil der Fische in der Ernährung steigert. Grund geschehe. Nach 3 Jahren eifrigen Schaffens lagen Mr. Donald 750 000 ausgefüllte Fragebogen vor. Vor zwei Monaten hatte der um das „schwache Geschlecht“ so besorgte Herr seine Auswertung beendet. Ergebnis: Die Wogen des Glücks würden in dem Tränensalzsee hoch schlagen und nur selten einen Schwermuts- und Leidensspritzer springen lassen. Inzwischen haben Persönlichkeiten aller geistigen Berufe und statistische Schnüffler in den Formularen herumgewühlt und sich davon überzeugt, daß 70 Prozent aller Frauen hauptsächlich vor Glück, Freude, seelisch froher „Erschütterung“ oder in „dankbarer Ueberraschung“ in Schluchzen und Weinen ausbrechen. Es hat sich erwiesen, wie unberechtigt die Behauptungen der Männer sind, die Tränen würden als Mittel zum Zweck benutzt Die Frauen weinen — nach ihrer eigenen Aussage — selten aus dem Grunde, bei ihrem Gatten, Bräutigam oder Freund einen materiellen oder persönlichen Vorteil zu erzielen. Indessen sollen die jungen Damen , recht gerne die Tränendrüsen betätigen, wenn es sich darum dreht, einen Erfolg im Leben zu erzielen und dies von der Entscheidungsgewalt eines „Ekels“ abhängig ist. Die ernstere Seite dieser weinerlichen Sache ist die durch Mister Donald festgestellte und bisher nicht in diesem Umfange erkannte „Zerbrechlichkeit der Frauenseele“. Sie werde noch viel zu sehr von den Männern mit den Füßen getreten. Die Männer beschwören — nach Mr. Donald — die Tränen der Frau herauf und wenn es soweit ist, wissen sie mit dem schluchzenden Geschöpf nichts anzufan- In einer norddeutschen Großstadt hat ein findiger Geschäftsmann einen Strumpfautomaten auf der Straße aufgestellt. Jede Interessentin kann sich ohne großen Aufenthalt und ohne ein Geschäft zu betreten, ihren Strumpf aus dem Automaten ziehen. Wie die Beobachtung lehrte, sind Strümpfe aus dem Automaten sehr gefragt und der Inhaber erklärte, das Geschäft ginge gut. gen. 243 500 von 750 000 Frauen kommen sich in solchen Fällen vor, „als streiche ihnen die Pranke eines liebkosenden unbeholfenen Raubtieres über den Kopf oder als tätschele sie ein Riese, dem jedes liebevolle Einfühlungsvermögen abgehe“. Nachdem durch eine weitere Zahl ähnlicher Antworten erwiesen ist, daß die Männer selbst die glücklichen Tränen einer Frau als peinlich empfinden, ist gleichzeitig festgestellt, daß diese die einzige weibliche Waffe zur erfolgreichen, hundertprozentigen Erweichung des Männerherzens darstellen. Trotz aller Erkenntnisse scheint hier eine zuverlässige Abwehrwaffe noch nicht entwickelt worden zu sein. Vielleicht liegt es an den variantenreichen Anwendungen, mit der die Frauen immer wieder überraschen, bluffen und verblüffen? Christopher Ch. R i c h a r d s o n Vom Einweichen und Aufquellen Guter Rat für die Hausfrau Wer Hülsenfrüchte und Reis, getrocknete Pilze, Dörrobst usw. über Nacht einweicht, erzielt nicht nur einen größeren Wohlgeschmack, sondern auch eine bedeutend intensivere Ausnutzung der Nahrungsmittel. Daß zum Kochen das Quellwasser immer verwendet wird, ist selbstverständlich. Weniger bekannt aber ist es den Hausfrauen, daß das Aufquellen bzw. Nachquellen gewisser Nahrungsmittel sich vorteilhaft auswirkt. Das gilt in erster Lime für alle Teigwaren. Selbstverständlich kann man sie nicht vorher einweichen; sie werden immer in kochendes Wasser geschüttet. Doch rechne man immer eine gute halbe Stunde mehr Zubereitungsdauer als notwendig, denn in dieser letzten halben Stunde steht das fertige Gericht bereits nur noch am warmen Ofenplatz und hat Zeit, nachzuquellen. Vielfach muß man die Suppe oder den Eintopf verdünnen, weil er zu sehr aufquoll. Aber damit rechnet man in Zukunft und braucht nur weniger Teigwaren zu neh- Und nun: Spinat auf den Tisch Einer der reichsten und wichtigsten Träger von Vitaminen Wintergemüse, Kartoffeln und Aepfel haben durch die’ lange Lagerung an Vitaminen verloren. Eine gewisse Eintönigkeit war in un- serm Küchenzettel eingetreten und wir begrüßen nun den Spinat mit seinem leuchtenden Grün mit -besonderer Freude, als einen der wichtigsten und reichsten Träger von Vitaminen. Aber außer den Vitaminen, die wir zur Ueberwindung der Frühjahrsmüdigkeit und zum Schutz gegen Krankheiten brauchen, hat der Spinat außer viel Eisen (d. h. wenn er beim Düngen nicht zuviel Stickstoff bekommen hat) und wertvollen Mineralsalzen vor allem den höchsten Gemüse-Jodgehalt. Es gibt wenige Gemüsearten, die sich so verschieden zubereiten lassen, wie Spinat. Man kann ihn gekocht, gedämpft oder — wenn er noch schön zart ist — auch roh essen, als Gemüsegericht oder als Salat, als Pudding oder als Auflauf, in Form von Klößen oder als Füllung von Omeletts. Welch eine Fülle der Verwendungsmöglichkeiten! Und er verträgt sich mit allen nur erdenklichen Zutaten, sei es Fleisch oder Schinkenwürfel, Eiern oder Tomaten, geriebenem Käse oder allen Arten von Gewürzkräutern. Immer schmeckt er anders und immer schmeckt er gut. ■ Junger Spinat sollte nie gekocht, sondern nur grob gehackt in heißem Fett geschmort werden. Nicht mit Mehl, sondern mit Semmelbröseln dicken und mit etwas geriebenem Käse oder Schinkenwürfeln verfeinern. Braune Butter darüber geben. Spinatsalat wird aus gesäuberten, gut getrockneten und sehr fein geschnittenen Spinat- blättem wie grüner Salat zubereitet und mit einer Salattunke, je nach Geschmack, angerichtet Man kann auch mit Kopf- und Endiviensalat mischen und erzielt dadurch eine schöne Farbmischung. Spinatkuchen klingt zwar merkwürdig, aber — er schmeckt! Aus 150 g Haferflocken, zwei Eiern und zwei Eßlöffel geriebenem Käse wird ein Teig zubereitet. Die Hälfte davon wird angebacken, der grob gehackte Spinat darauf gelegt und mit dem Teigrest zugedeckt. Auf beiden Seiten gebacken und mit Petersilie überstreut, wird der Kuchen jedem schmecken. Spinatpudding wird nicht mit Puddingpulver angemacht, sondern man nehme 500 g rohen Spinat, 250 g gekochte abgekühlte Kartoffeln und eine Zwiebel, drehe alles durch den Fleischwolf, bereite mit zwei Eidottern und zwei zu Schnee geschlagenen Eiweißen sowie etwas Majoran einen Teig, fülle ihn in eine Puddingform und koche im Wasserbad. men! Sehr wichtig ist das Nachquellen der Suppen aus Würfeln, die damit nicht nur wohlschmeckender, sondern auch ausgiebiger werden. H. v. L. Wußten sie . . . daß es Vorkommen kann, daß beim Fettaus- lassen die Flamme in das Fett schlägt? Um ein Unglück zu verhindern, muß man den Topf schnellstens mit einem genügend großen Topfdeckel bedecken. fem. daß die Messer stumpf werden, wenn man kochendes Fett damit umrührt? Man benutze aus diesem Grunde lieber eine Gabel oder einen Löffel. Holzlöffel werden leicht ranzig, wenn sie mit dem Fett gesättigt wurden und dann lange im Küchenschrank liegen. ,Botschafterin der Mode* Margot Hlelscher befindet sich zur Zelt als „Deutsche Botschafterin der Mode“ in Paris und sucht bei den führenden französischen Modehäusern für die internationale Ausstellung, die ln München vom J0. August bis zum 2. September stattfinden wird, die schönsten Modelle aus. Unser Bild zeigt Margot Hielscher (Mitte) im Vorführraum des Modehauses Pierre Baimain. 7 ' Donnerstag, 19. Juni 1952 I M ZEITGESCHEHEN Die Publizität der Vereine Begreiflich: Jeder Verein hat ein Interesse daran daß die Presse von ihm nicht nur Notiz nimmt, sondern auch für ihn werbend tätig ist. Er wird auch leicht verstimmt, wenn die Redaktion einen ihr vom Schriftführer einge sandten Bericht nicht vollinhaltlich aufnimmt, und er ist verärgert, wenn da und dort einmal mehr oder weniger deutlich Kritik geübt wird. Die Fußballsportler nehmen es allerdings (wenigstens nach außenhin) glattweg hin, daß ihre einzelnen Spieler von den Sportberichten! sehr scharf beurteilt werden, wenn sie einen Fehler gemacht haben. Anders ist es schon bei musikalischen Veranstaltungen. Wenn ein Musikberichterstatter sich erlaubt, eine Aufführung zu tadeln, so wird ihm und der Zeitung das angekreidet und gar nicht so selten wird auch ein scharfer Brief darob geschrieben, worin irgend eine Animosität gegen den Verein oder Einzelpersonen unterstellt wird. Es gilt zwar als selbstverständlich, einem Berufskünstler offen zu bescheinigen, daß er die Erwartungen enttäuschte, aber das gilt eigentlich doch nur für die „Fremden“, nicht aber für die „Einheimi sehen“. Bei letzteren ist ein anderer Maßstab anzulegen. Der „fremde“ Künstler verschwindet wieder aus dem Gesichtskreis, der ..einheimische“ bleibt aber am Ort, und er wird um einer schlechten Kritik willen schief angesehen, wenn nicht noch andere Folgen für ihn eintre- ten. Aus diesem lokalbedingten Gesichtspunkt wird sich der Ton sehr differenzieren, die Sprache oft eine andere sein. Indessen wird es sich doch empfehlen, daß jeder, der in der Oeffentlichkeit tätig ist, auf dem Gebiet der Politik, Verwaltung oder Kunst, mit der öffentlichen Kritik auch rechnet und seine persönliche Empfindlichkeit möglichst zurückstellt. Wer in der Oeffentlichkeit auftritt, muß sich auch eine öffentliche Kritik gefallen lassen. Nun gibt es Vereine, die wirklich nur privater Natur sind, und solche die auf allgemeines Interesse Anspruch erheben und das auch haben. Vereine, die die Gesellschaft dringend benötigt oder unbedingt braucht, wenn das kulturelle, wirtschaftliche und soziale Leben sich fruchtbar weiter entwickeln soll. Wie sehr das Privatvereinigungen sind, so hat die Oeffentlichkeit an ihnen doch ein besonderes Interesse und wird sich um ihr Wohl und Wehe bekümmern — oder sie sollte das wenigstens —, oder sie hat dazu ein gewisses Recht, wie man nun sagen will. Teilweise kommt das dadurch zum Ausdruck, daß hier •finanzielle Zuwendungen aus öffentlichen Mit- telh erfeigen, und wenn das der Fall ist, wird es auch verständlich sein, daß sich die Oeffentlichkeit um ihr Leben besonders kümmert. Es kann aber auch sein, daß Vereine der Bürgerschaft und der Stadt in weitem Umfang nützen, und daß sie dafür kein Entgelt und keine Unterstützung erhalten. Die einen werden mit der Stadtbrille betrachtet werden können, die anderen können der Stadtbrille durch aus entraten, ja sie werden mit gutem Recht sagen dürfen: „Wer mir nicht durch seinen Beitrag mein Leben ermöglicht, den geht es auch nichts an, wie ich lebe oder wirtschafte“. Darum gehen Interna auch der Oeffentlichkeit dienenden Vereine die Oeffentlichkeit so lange nichts an, als nicht der Verein selbst die Oeffentlichkeit für sich aufruft oder die Publikation in öffentlichem Interesse liegt. Die Vereine haben ihre satzungsgemäßen Organe. Diese müssen schauen, mit den Dingen fertig zu werden, und wem diese Organe unzulänglich erscheinen, der mag sich als Vereinsmitglied mit ihnen auseinandersetzen oder er mag, wenn ihm die Sache gar nicht paßt oder sie nicht zum Klappen kommen will, seine Mitgliedschaft aufkündigen. Es ist niemand gehalten, in einem privaten Verein zu bleiben. Das Auf und Ab in der Mitgliederbewegung ist ja auch durch die Zufriedenheit und Unzufriedenheit bewirkt. Wie groß müßte denn eine Zeitung werden, wenn alle Vereinsmitglieder Wünsche und Forderungen, die sie an ihre Vereine haben, darin gedruckt sehen wollten? Das wäre ja dasselbe, wie wenn die größeren oder kleineren Sensationellen eines Genossenschaftswohnblocks allen Menschen kund und zu wissen getan würden. Die Publizität der Vereine insgesamt ist also begrenzt; sie kommt aber dort gar nicht in Nachfrage weiterhin rückläufig Produktion wird auf Lager gelegt — Lage der Wirtschaft un Kammerbezirk Die wirtschaftliche Entwicklung im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Mittel- baden ließ im vergangenen Monat noch keine Anzeichen fUr eine Ueberwindung der nun schon seit längerem in weiten Kreisen der Industrie herrschenden Stagnation erkennen. Es überwiegen im Gegenteil die Berichte, daß die Nachfrage weiterhin rückläufig ist. Die Betriebe sehen sich vor das immer ernster werdende Problem gestellt, wie sie angesichts der großen Absatzschwierigkeiten ohne drastische Produktionseinschränkungen über diese Zeit binwegkommen können. Es wird zwar ein großer Teil der Produktion auf Lager gelegt, aber auf die Dauer läßt sich dies natürlich nicht durchhalten, da, abgesehen von der finanzi eilen Beanspruchung, auch das Lagerrisiko immer größer wird. In einigen Branchen der Produktionsgüterindustrie, ist die Marktlage nicht ganz so angespannt. Die neuen Aufträge fließen zwar auch spärlicher ein, doch ist die Beschäftigung meist noch für mehrere Monate gesichert. Dafür bestehen aber hier immer noch sehr ernsthafte Materialschwierigkeiten, die die Produk tion beeinträchtigen. Nach dem Aufschwung der vergangenen Jahre, der den Betrieben weitgehend den Wiederaufbau der Kriegszerstörungen und Demontagen ermöglichte, steht die Produktion jetzt immer mehr im Zeichen der Rationalisierung. Der Konkurrenzkampf macht sich immer stärker bemerkbar, so daß man die Wettbewerbsfähigkeit durch eine Verfeinerung der Arbeitsmethoden zu erhalten sucht. Bei der Rohstoffversorgung ist die Belieferung mit Eisen- und Stahlerzeugnissen immer noch sehr unzulänglich. Besonders Eisenbleche, Walzdraht und andere Walzwerkserzeugnisse sind nach wie vor sehr schlecht zu bekommen. Die Eisenpreiserhöhung hat noch zu keiner wesentlichen Besserung der Materialbelieferung geführt. Beim Stahlbezug glaubt man in den letzten Wochen eine Erleichterung erkennen zu können, doch lauten die Berichte im einzelnen sehr unterschiedlich. Die NE-me- tallverarbeitenden Betriebe haben keine Materialschwierigkeiten. Von der erwarteten Besserung in der Rundholzversorgung nach der Preisfreigabe ist noch kaum etwas zu verspüren. Dagegen besteht in Schnittholz ein sehr starkes Ueberangebot, das noch durch beträchtliche Einfuhren vergrößert wird. In der Textil-, der ledererzeugenden- und auch der papiererzeugenden Industrie bestehen keine besonderen Rohstoffschwierigkeiten. In letzter Zeit mehren sich wieder die Berichte über die nach wie vor unzureichende Kohlen- und vor allem Brikettversorgung, In verschiedenen Fällen ist die Zuteilung sogar geringer als im vergangenen Jahre Der Bedarf muß zum überwiegenden Teil über den freien Markt gedeckt werden. Die Preisentwicklung ist im allgemeinen leicht sinkend oder zumindest gleichbleibend. Dies gilt insbesondere für die Erzeugnisse der Konsumgüter-Industrie, die bemüht ist, das Sinken der Rohstoffpreise auf ihre Enderzeugnisse weiterzugeben. Der Preisfall auf den Weltrohstoffmärkten ist allerdings Elf Wohnungen wurden frei Elf bisher beschlagnahmte Wohnungen wurden Anfang dieser Woche freigegeben. Sie waren seit längerer Zeit freigestanden und weiden, mit 2 Ausnahmen, von den alten Eigentümern wieder bezogen. Dem Vernehmen nach sollen diese 11 Wohnungen auf das Kontingent nicht angerechnet werden, das durch das Beziehen der neuen Besatzungswohnungen freigegeben wird. Im Hinblick auf die große Wohnungsnot wäre das sehr zu begrüßen. gekommen und hat hie und da sogar einer leichten Preissteigerung Platz gemacht, ohne jedoch eine anhaltende Tendenz nach oben zu zeigen. Für die nächste Zeit wird mit einer ziemlich stabilen Preislage auf den Rohstoffmärkten gerechnet werden können. Ein noch immer sehr heikles Gebiet sind di« Holzpreise. Der Preis für Rundholz bewegt sich nach wie vor auf einer stark überhöhten Ebene, wenn auch ganz ausgefallene Spitzenpreise weniger häufig zu finden sind als bisher. Demgegenüber befindet sich die Sägeindustrie in einer sehr kritischen Lage, da sie ihrerseits durch ein großes Ueberangebot an Schnittholz mit ihren Preisen herunter muß, in der letzten Zeit fast überall zum Stillstand | um überhaupt absetzen zu können. Die Heimat vermitteln und das Reisen erleichtern Offenburger Verkehrs- und Reisebüro wieder im Pavillon am Bahnhof Das Offenburger Verkehrs- und Reisebüro ist dieser Tage von seiner Notunterkunft int Zigarrenhaus Steiger wieder nach dem Ver kehrsvereinspavillon beim Bahnhof umgezo gen, der 1945 von der Besatzung beschlagnahmt worden war und seitdem ihr als Buchhand lung diente. Oberbürgermeister H e i t z schilderte gestern morgen in Anwesenheit von Landrat Dr. Joachim und zahlreichen Mitgliedern des Verkehrsvereins bei der Wiedereröffnung im alten Haus die Schwierigkeiten, die bis zur Freigabe des Pavillons zu überwinden waren, Heute könnte man sagen: „Was sehr lange währt, wird trotzdem noch ganz gut.“ Das Reisebüro ist wirklich wieder sehr schön Unvergängliche Werke abendländischer Kunst Erlebnisreiche E^hrt der Offenburger Kolpingstamilie ins Elsaß Als vor wenigen Monaten der Präses der I begegneten ihnen Zeugen einer jahrhundert- Offenburger Kolpingsfamilie, Stadtpfarrer alten, glaubensfrohen Welt. Hugle, den Wunsch aussprach, eine Fahrt ins benachbarte Elsaß durchzuführen, fand dieser Vorschlag lebhaften Widerhall. Galt es doch wertvollste Kulturgüter abendländisch-deut scher Kunst aufzusuchen, die landschaftlichen Schönheiten vor und innerhalb der Vogesen zu betrachten, eine Brücke zu schlagen in echt christlichem Geist zu Menschen, die ein furchtbarer Krieg in Elend und Verbitterung stürzte. Endlich kam der ersehnte Tag herbei, an dem gegen 100 Teilnehmer die Fahrt über die Grenze antraten. Bei herrlichem Sonnenschein wurde vor dem Straßburger Münster Halt gemacht. Gewaltig sprcch dieses Bauwerk vollendeter Gotik den Schauenden an. In der Hauskapelle des Stifts St. Arbogast wohnten auch einige elsässische Brüder und Schwestern dem hl. Opfer bei, das der Präses mit den Gläubigen feierte und für alle ein tiefes Erlebnis lebendigster Verbundenheit im Glauben wurde. Nach kurzem Aufenthalt fuhren die Omnibusse der deutschen Bundespost dem Wall fahrtshedligtum vieler elsässdschen und deutschen Pilger zu. Hier auf dem Odilien/berg Frage, wo einer oder einige das Bedürfnis haben, ihre eigenen Wünsche und Forderungen auf den großen Markt Außenstehender zu tragen und unter Umständen ihrem Verein dadurch mehr schaden als nützen. Jedes Mitglied kann darauf hinwirken, daß in einer Mitgliederversammlung Fehler und Gebrechen offen und mit aller Deutlichkeit zur Sprache gebracht werden und daß die Mitglieder selbst für Abstellung sorgen, wie ein Familienkrach oder eine Krankheit in der Familie innerhalb dieser zu bereinigen gesucht werden muß, so lange nicht wirklich ein öffentliches Interesse vorliegt. Schubart 16. Ortenauer Herbstmesse vom 3.—12. Oktober Siadtiat bildete Ausschüsse zur Vorbereitung — Nichtöffentliche Stadtratssitjung Ueber die nichtöffentliche Stadtratssitzung vom 9. Juni ging uns vom Bürgermeisteramt folgender Bericht zu: Für den Operationssaal des Stadt. Krankenhauses wird eine neue, moderne Sterilisationsanlage angeschafft. — Zur Lösung von Badekarten im Volksbad des Knabenschulhauses wird ein Kartenautomat, wie er in allen größeren Bädern üblich ist, aufgestellt. Zur Vorbereitung der 16. Ortenauer Herbstmesse in der Zeit vom 3.—12. Oktober wurden verschiedene Ausschüsse bestellt. Der Stadtrat faßte Beschluß über die Vergebung des Wirtschaftsbetriebes im Wirtschaftszelt der Ortenauer Herbstmesse. In Verbindung mit der Ortenauer Herbstmesse wird die Gesundheitsausstellung „Ein Ja dem Leben“ durchgeführt. Zur Zahlung einer tariflichen Ausgleichszulage an die städtischen Bediensteten wurden die notwendigen Mittel bewilligt. — Zu der Inangriffnahme der Arbeiten zur baulichen Erweiterung der Augenabteilung des Stadt. Krankenhauses gab der Stadtrat seine Zustimmung. — Die Durchführung der Feuerschau in der Stadt Offenburg wurde einem auswärtigen Architekten übertragen. — Entsprechend dem für das Gewann „Im Blöchle“ beschlossenen Teilbebauungsplan wird das Umlegungsverfahren durchgeführt. Im übrigen faßte der Stadtrat über verschiedene Grundstücksangelegenheiten, Arbeitevergebungen und Beihilfegesuche Beschluß. Die Wanderpreise sind ausgestellt Die für das große Sch ul-Wanderpreis- Schwimmen, das am Donnerstag, 26. Juni, vormittags 11 Uhr, im Stegermattbad stattfindet und an dem alle Offenburger Schulen teilnehmen, von hiesigen Behörden und Firmen gestifteten Wanderpreise sind ab heute im Schaufenster des Europahauses ausgestellt. Auf die große schwimmsportliche Veranstaltung machen wir die Bevölkerung von Offenburg und der Umgebung nochmals aufmerksam, da sich ein Besuch sicherlich lohnt. Aber was wäre eine Fahrt ins Elsaß ohne den Besuch des früheren Dominikanerklosters „Unterlinden“ in Colmar! Mit staunender Augen erlebten die Kolpingssöhne und ihre Angehörigen den schönsten Teil der Fahrt’ durch das romantische Münstertal der Hoh körügsburg zu, vorbei an den Ruinen der Ottrotter Schlösser, durch Gegenden, die in ihrem Gepräge manchen Vergleich mit dem heimischen Schwarzwald zuließen. Nach einem kurzen Imbiß in Schlettstadt wurde das Ziel der Fahrt, die schöne Stadt Colmar erreicht Es gehört wohl zum Schönsten und gleich zeitig Erschütterndsten, was der heutige Mensch erleben kann, wenn er vor dem unmittelbarsten Werk mittelalterlicher Kunst, dem Isen- heimer Altar steht. Es kann an dieser Stelle nur angedeutet werden, wie sehr der Mensch der Gegenwart von dieser christlich-mittel alterldchen Welt des Meisters Matthias berührt wird. Man kann das Lebenswe^k Grünewalds nicht als ein schönes Ornament ästhetischer Bildung anschauen, sondern muß es als Kernstück einer neuen Lebensgestaltung be trachten, die nach den Worten J. Eschweilers wieder hinführt zur heilenden, heiligenden Mitte christlichen Glaubens. Es war nicht verwunderlich, daß die Besucher während der Rückfahrt noch ganz unter dem Eindruck dieses Erlebnisses standen. Und so darf auch an dieser Stelle noch ein mal allen gedankt werden, insbesondere dem Präses der Kolpingsfamilie, die zum Gelingen dieser erlebnisreichen Fahrt beigetragen haben. —geeo— Wert der fachlichen Bildung In jedem Berufe gibt es mit der Zeit Neues hinzuzulernen. Gerade im graphischen Gewerbe mit seinen neuartigen Druckverfahren, des Tiefdrucks, aber auch des Buchdrucks, gibt es soviel Neues, daß es sich für den Berufsangehörigen lohnt, sich fachlich weiterzubilden Durch die Berufsgruppe Offenburg werden den hiesigen Buchdruckern aller Sparten durch bildende Vorträge berufliche Bildungswerte vermittelt, die sie befähigen, theoretisch wenigstens, immer auf dem Laufenden zu bleiben. Obermaschinenmeister P1 ö ß 1 vom Herderverlag Freiburg, sprach kürzlich im Rahmen des Programmes der Berufsgruppe über „Arbeitsmethoden im Buchdruck im Lichte neuzeitlicher Erkenntnisse.“ Das Thema beweist dem Fachmann, daß hier viel zu sagen war, Der Vortragende sprach über die Entwicklung der Druckverfahren, von der ungeahnten Entwicklung des Offset- und Tiefdruckverfahrens woraus der Buchdruck seine Lehren ziehen müsse, wenn er nicht viele seiner Arbeitsgebiete an die genannten Druckverfahren verlieren wolle. Gegenüber den anderen Druckmethoden müsse es im Buchdruck zu einer Verbilligung der Herstellung kommen. —Die anschließende Diskussion zeigte, wie auch erfahrene Berufsangehörige durch solche berufsbildenden Vorträge ihr Wissen und Können erweitern können. Die Nord-Ostdeutsche Landsmannschaft hält am 21. Juni um 20 Uhr in der „Brandeck“ ihre fällige Monateversammlung ab. geworden, schöner als es vorher war, vor und erst recht nach 1945. Das Stadtbauamt hat di« Räume freundlich und sehr geschmackvoll hergerichtet. Das nördliche Zimmer des Pavillon« wurde als „Kompensationsobjekt“ der Omnibusleitstelle der Bundesbahn zur Verfügung gestellt und damit auch der Streit zwischen Stadt als Eigentümerin des Hauses und der Bahn’ als Eigentümerin des Geländes zu beiderseitiger Zufriedenheit beigelegt. Bekanntlich erhob die Bundesbahn zuerst Ansprüche auf das ganze Haus, worüber wir seinerzeit in Zuschriften berichtet haben. Bis Anfang 1951 war den Bemühungen der Stadt um Freigabe kein Erfolg beschieden. Di« Stadt hätte ein Ersatzlokal stellen müssen, was bei der Ladennot in Offenburg nicht möglich war, zumal der Inhaber der „Librairi« , J.< Der Verkehrsverelnspavillon am Bahnhof Aufnahme: Photo-Stober, Archiv. frangaise“ große Ansprüche stellte. Die Kreisdelegation war erstmals zu einer Prüfung der Frage der Verlegung geneigt, als die Möglichkeit auftauchte, durch das Entgegenkommen von Zahnarzt Dr, Langendorf die französische Buchhandlung ln dem kleinen Geschäft neben der „Badenia“, gegenüber dem Bahnhof unterzubringen. Nach sieben Monaten war es endlich soweit. Die Verlegung des Buchladens kostete die Stadt, wie ihr Oberhaupt gestern sagte, Opfer, die in die Tausende gehen. Denn sie mußte den neuen französischen Buchladen gegenüber dem Bahnhof auch noch einrichten. Doch die Wiedererlangung des Pavillons war ein zwingendes Bedürfnis im Interesse Offenburgs, das die Opfer rechtfertigt. Die Meinungsverschiedenheiten, die nach der Freigabe wegen der weiteren Verwendung des Hauses auftra- ten, wurden in Verhandlungen mit der Eisenbahndirektion Karlsruhe beseitigt. Offen gebliebene Fragen werden noch geklärt. So hat sich die Vernunft überall durchgesetzt. Das Reisebüro hat gestern am Bahnhof sein« Schalter wieder geöffnet und Oberbürgermeister Heitz den Pavillon Herrn Rade in getreue Obhut übergeben. Der Verkehrsverein kann nun den Fremden wieder die Schönheit unserer Heimat .vermitteln und den Einheimischen das Reisen erleichtern, schon durch die Fahrkartenausgabe. Herr Rade, der Inhaber des Verkehrs- und Reisebüros, versprach, diese Aufgabe gewissenhaft zu erfüllen. 25 Jahre Berichterstatter Schon 25 Jahre ist Georg Schneider, Okenstraße 6 (früher in Windschläg) als Berichterstatter für unsere Zeitung tätig. Es gäbe eine Länge von vielen Kilometern, wenn man all diese Zeilen von den unzähligen Berichten aneinanderreihen wollte, die Georg Schneider in diesen 25 Jahren geschrieben hat. Bei jeder Witterung brachte er pflichtbewußt unserer Zeitung seine Berichte über Festlichkaten und sonstigen Ereignissen. Seine Beiträge vor dem Kriege zur Heimatbeilage am Wochenende unter dem Titel „Wald und Flur“ die er auf seinen zahlreichen Wanderungen niederschrieb, wurden allgemein gern gelesen Mit 82 Jahren den ganzen Tag bei der Heuernte Rüstige Jubilarin in Höfen — Vier Geschwister zusammen 310 Jahie Höfen, (j) Morgen vollendet die Witwe Theresia Huck geb. Lipps das 82. Lebensjahr. Die Jubilarin erfreut sich trotz ihres hohen Alters einer guten körperlichen Frische. Unermüdlich half sie dieser Tage wieder beim Einbringen der Heuernte von morgens früh bis abends spät. Ihr Ehemann Jakob Huck starb bereits am 2. Juli 1903 infolge eines Sturzes von der Tenne im Alter von nahezu 43 Jahren. Eine verheiratete Pflegetochter ist um die Jubilarin besorgt. Frau Huck stammt aus einem gesunden Geschlecht. Die noch iebenden Geschwister, der frühere Totengräber und Hausmetzger Andreas Lipps, steht im 78., Landwirt und Pflästerer Fraedolin Lipps im 76., und die Witwe Sofie Heuberger geb. Lipps im 74. Lebensjahr. Die vier Geschwister zusammen zählen demnach 310 Lebensjahre. Wir beglückwünschen die Jubilarin zu ihrem Geburtstag. Mögen ihr noch viele Jahre der Gesundheit beschieden sein. Heuwender auf dem Feld gestohlen Goldscheuer, (f) Wenn in der Zeit des Heuens die Arbeit drängt, lassen die Landwirte des öfteren Maschinen und landwirtschaftliche Geräte auf dem Felde, um sie am nächsten Tage weiter zu benutzen. Ein Landwirt aus Goldscheuer mußte nun feststellen, daß sich über Nacht ein Liebhaber für seinen Heuwender gefunden hat. Es ist zu hoffen, daß der Dieb bald festgestellt wird. ' Dorfälteste feiern Geburtstag Ichenheim (r). Landwirt Karl Emst, der älteste Bürger unserer Gemeinde, konnte am 16. Juni seinen 87. Geburtstag feiern. Trotz seines hohen Alters betreibt er mit seiner Schwiegertochter und seinem Enkel noch seinen landwirtschaftlichen Betrieb. Am gleichen Tage konnte Landwirt Wilhelm Keller seinen 84., Pensionär Rudolf Kempf am 18. Juni seinen 73., und Altmesner Johann Fäßler am 20. Juni seinen 76. Geburtstag feiern. Wir wünschen den Jubilaren weiterhin einen gesegneten Lebensabend. Altersjubilare im Juni Niederschopfheim (b). Am 21. Juni wird Landwirt Baptist Harter 73 Jahre alt. Ihren 70. Geburtstag kann am 23. Juni Frau Rosa Warlich feiern. Ihr 71. Lebensjahr vollendet ebenfalls am 23. Juni Frau Helene Uhl. Am Sonntag Herz-Jesu-Fest Niederschopfheim (b). Alljährlich am dritten Sonntag nach Pfingsten wird hier das Herz- Jesu-Fest in feierlicher Weise gehaltert. Im Hauptgottesdienst predigt Stadtpfarrer Hugle, Offenburg. Nachmittags wird die feierliche Prozession sein. ' Dorffest in Elgersweier Elgersweier (kf). Entgegen dem Bestreben der Zeit, möglichst viele Feste zu feiern, Haben sich der hiesige Musikverein und der Gesangverein entschlossen, ein gemeinsames Gartenfest zu veranstalten, das am kommenden Sonntag, den 22. Juni 1952, auf der Festwiese in der Kirchstraße stattfinden wird. Mit diesem Fest soll die Gemeinschaft der kulturellen Vereine und des Dorfes gepflegt und gefördert werden. Der Nachmittag wird ausgefüllt sein mit einem Konzert der Musikkapelle und des Gesangvereins. Am Abend wird die Musikkapelle außerdem zum Tanz aufspielen. Der Primiztag im Film Elgersweier (kf). Am vergangenen Sonntag zeigte Lehrer Lang im vollbesetzten Saal „Zur Sonne“, seinen am Primiztag des Neupriesters Hermann Stigler selbst gedrehten Film, der lebhaften Beifall fand. Zur Ausfüllung des Abends brachte er außerdem drei Kulturfilme und zwei Märchenfilme zur Aufführung. Der Primizfilmstreifen wird dem Primizianten zur steten Erinnerung, übereignet werden. Leichter Verkehrsunfall Berghaupten (a). Am Montagabend ereignete sich auf der Kreisstraße Richtung Zunsweier beim Bellenwald ein Verkehrsunfall. Einem Elektromechaniker aus Oberschopfheim, der sich mit seinem Motorrad auf dem Heimweg befand, lief plötzlich ein Pferd dort haltender Landfahrer in die Fahrbahn und brachte den Motorradfahrer und sich selbst zu Fall. Mann und Pferd erlitten leichte Verletzungen. Wir ehren das Alter Schutterwald (j). Der ledige Landwirt Valentin Oßwald vollendete am 16. Juni das 77. Lebensjahr. Am 20. Juni wird die Witwe Katharina Lipps, geb. Siefritz 78 Jahre alt. Frau Viktoria Bruder, geb. Lipps vollendet am 22. Juni das 71. Lebensjahr. Die Witwe Sofie Han- sert, geb. Bürkle in Langhurst wird am 22. Juni 74 Jahre alt. Harmersbach» und Nordradital Vortrag über Argentinien Zell a. H. (s). Im Rahmen des Jugend- und Volksbildungswerkes fand am Sonntag ein Vortrag des vor wenigen Wochen aus Argentinien zurückgekehrten Lehrers Thomas Kopp statt. Kopp ist zwar kein gebürtiger Zeller, hat aber seine Jugendjahre in unserem Städtchen verbracht, und so war das Interesse an dem Vortrag so groß, daß der Badische Hof- Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war. Bürgermeister Schwab widmete dem Redner zunächst einen herzlichen Willkommgruß in der alten Heimat, der nicht nur als Lehrer und Erzieher, sondern auch als wagemutiger Bergsteiger der deutschen Sache im Ausland gedient hat. Dann schilderte Kopp in der ihm eigenen ruhigen und bescheidenen Art vom Leben im Urwald und in der Pampa. Doch seine besondere Vorliebe - galt der Bergwelt, den Cordilleren, wo er nicht weniger als llmal seine Ferien verbrachte. Bürgermeister Schwab vermittelte ihm den Dank der Zuhörerschaft der auch Im lebhaften Beifall zum Ausdruck kam. Zahlreiche Geburten im Mai Zell a. H. (s). Im Standesregister wurden im Monat Mai 1952 eingetragen: Geburten: Brigitta Maria, V.: Franz Anton Börsig, Unterharmersbach; August Winfried, V. Josef Wilh. Aierider; Hildegard Berta, V. Rudolf Meier, Biberach; Klaus Otto, V. Otto Lehmann; Manfred Berthold, V. Berthold Friedrich Buß, Katharina Maria Anna, V. Lorenz Isenmann, Haslach; Rudi, V. Rudolf Robert Gräber; Karl Max, V. Leonhard Karl Rothmann, Unterentersbach; Beate Antonia, Elisabeth, V.: Kurt Riehle, Biberach; Liana Sibylla, V. Alfons Zapf Biberach; Paul, V, Josef Gutmann, Oberenters- bach; Claudia Theresia, V. Georg Schmider, Oberharmersbach; Rita Maria, V. Hermann Anton Schneider, Oberharmersbach; Werner Jakob, V. Jakob Emil Bißwanger; Peter, V. Emil Willi Jung, Hildegard, Maria, V. Arthur PöLLfka; Aleta, V. Otto Hafke, Nordrach; Gerhard Herbert, V. Herbert Stäche. — Eheschließungen: Lorenz Metz mit Julia Anna Bea; Hans Heinze, Steinach, mit Lore Schätzle, Karl Eble mit Rosa Hedwig Spitzmüller, Zell- Neuhausen; Walter Wolfgang Schottier mit Paßbilder •schnellund gut 1Ü ^-« TR „ff'" Lieselotte Marfurt; Karl Bossert mit Helene Gutmann, geb. Kussi, — Sterbefälle: Franziska Armbruster, geb. Schätzle, Kunigunde Stein; Wendelin Maier, Franziska Schwarz, geb. Huber, Oberharmersbach; Rosa Anna Siegert, geb. Thoma; Theresia Willmann, geb. Willmann; Emilie Fischer, geb. Hilß! Justina Gutmann geb. Wisser. f Altersjubilare in Nordradi Nordradi (s). Am 20. Juni kann Ludwig Spinner seinen 72. und Witwe Pauline Roth ihren 74. Geburtstag feiern. Wir gratulieren. Arbeit in luftiger Höhe Ein 24 Mann starker Bautrupp des Baden- Werkes begann am Samstagnachmittag mit den Anstreicharbeiten der Hochspannungsmasten. Diese werden im ganzen dreimal gestrichen, um die Widerstandsfähigkeit der eisernen Masten gegen alle Witterungseinflüsse zu er- hölieti. Es gehören schon starke Nerven dazu, diese Arbeiten zwischen Himmel und Erde auszuführen. Gottesdienstordnung Berghaupten: Freitag: 6.30 Uhr Herz- Jesu- Amt mit Sühnekommunion, Opfergang und Segen; bestelltes Amt für Georg Krämer, Vater und Sohn. — Samstag: Fest des hL Aloisius: 6.45 Uhr hl. Messe für Serafine Schappacher, geb. Lienhard und hl. Messe für Hermann Kern und Ehefrau; 15.Q0 Uhr Kinderbeicht; 20.00 Uhr Salve. Gengenbach. Freitag: 5 Uhr Eröffnung der Ewigen Anbetung mit Prozession und Amt; 6 Uhr 2. Opfer mit hl. Messe für Emma Ruf, geb. Warth; 6.35 Uhr hl. Messe für Regina Wußler, geb. Huber, und Söhne Albert und Franz, Haigerach; 7.10 Uhr Schülergottesdienst, hl. Messe für Elisabeth Grind- ler, geb. Fritsch; 20 Uhr Schluß der Ewigen Anbetung, Prozession und Segen. — Samstag: 6 Uhr hl. Messe für Uffz. Walter Aloi3 Bruder; 6.35 Uhr 3. Opfer mit hl. Messe für Franziska Braun, geb. Meyle; 7 Uhr hL Messe für Euphrosina Schilli und Angehörige, Schönberg; 7.15 Uhr hl. Messe für Andreas Schilli, Schönberg, Ehefrau.und Angehörige; 20 Uhr Rosenkranz. Nordrach: Donnerstag: 8.00—14.00 Uhr ewige Anbetung. — Freitag: 6.15 Uhr hl. Messe für Franziska Oehler; 6.15 Uhr Herz-Jesu-Amt für gefallenen Karl Roth. — Samstag; 6.15 Uhr hl. Messe für Franziska Vollmer; 6.15 Uhr hl. Messe für verstorbene Angehörige Nock—Gmeiner; 16.30 Uhr und 19.30 Uhr hL Beicht. Zell a. H. Freitag: 6.15 Uhr hl. Messe für Karl Fischer, Maria geb. Vetter, Sohn Karl, Tochter Thekla und Alois Zimmer von Zell; 6.45 Uhr Herz-Jesu-Amt für Camilla Breig, geb. Rohrer und vermißten Sohn Josef von Zell. — Samstag: 6.45 Uhr hl. Messe für Anna Maria Lehmann, geb. Gutmann von Unter- harmersbach-Gföll; 9.30 Uhr Trauung und Hochzeitsamt der Brautleute E. Dirhold von Fischerbach und Eva Kornmayer von Zell; 14.00 und 17.00 Uhr Beichtgelegenheit; 20.00 Uhr Rosenkranz. Gemeindeausflug am kommenden Sonntag Zell-Weierbach (k). Der Verwaltungsrat des Musikvereins beschloß in seiner letzten Sitzung am kommenden Sonntag eine Fußwanderung nach dem nahegelegenen Reichenbach durchzuftihren. Der Musikverein hat die Absicht, alle wanderlustigen Einwohner der Gemeinde zu der Wanderung einzuladen. In Reichenbach selbst findet am 22. 6. 1952 das 60jäh- rige Stiftungsfest des dortigen > Musikvereins statt Dieser Ausflug soll kein Vereins- sondern ein Gemeindeausflug werden. Unserer heutigen Ausgabe liegt ein Wettschein des Württemberg-Badischen Totos im West-Süd-Block beL Sonnwendfeier der „Naturfreunde“, Bezirk Offenburg. Am Samstag, den 21. Juni, findet auf der Komebene die Sonnwendfeier statt Beginn 22 Uhr. Zahlreiches Erscheinen ist erwünscht. Schiedsrichter-Hauptversammlung des Bezirkes Offenbarg Das neue Offenburger Filmprogramm „Du bist die Schönste für mich!". Dieser Filmtitel ist dem neuen Schlagerlied des Mariandl-Kom- ponisten Hans Lang entnommen und bezieht sich auf die österreichische Nachwuchs-Darstellerin Han- nerl Matz, die hier, in ihrer ersten Film-Haupt- rolle, von WoU Albach-Retty angebetet wird. Das Der lebensgefährliche Barl Bei widrigen Winden nimmt er jede Sicht, «r muß ab! (Eine Szene aus dem Lustspiel ^Du bist die Schönste für mich" mit Hans IWoser und Leopold Rudolf. In weiteren Hauptrollen: Hannerl Matz, Wolf Albach- Setty, Susanne v. Almassy, Egon v. Jordan. - Musik: Mariandl-Komponist Hans Lang. - 6uch und Regie: Ernst Marischka.) FM 6 Foto: Erma/London Film zweite Liebespaar spielen — mit komischem Akzent — Egon von Jordan und Susanne von Almassy, und für die heitere Abrundung des Ganzen sorgen die Charakterkomiker Hans Moser und Leopold Rudolf. Dieses leichtfüßige Kind der Wiener Film- muse läuft ab 20. 6. 1952 in den Stadthalle- Lichtsplelen. „Was das Herz befiehlt*. Der bekannte Regisseur Leopold Hainisch gestaltete in Göttingen und Tirol mit dem Ensemble der berühmten Exl-Bühne sowie den Schauspielern Viktor Staal, Paul Hörbiger, Ilse Steppet, Albert Florath,, Erich Ponto und Wolfgang Lukschy einen Spielfilm, dessen Handlungsbereiche sowohl im Milieu der Großstadt als auch ln den dörflichen Bezirken der Berge liegen. Dieser apart fotografierte Bildstreifen wird viele Fllmfreunde aneprechen. Erstaufführung morgen Im „Park“. Der einstige .Herr der sieben Meere* und .Herr des Wilden Westens* kommt nun als „Herr der Silberminen“ in dem gleichnamigen Abenteurerfilm der Warner Bros, zu uns. Seine charmante Gegen- spleleriri in diesem Im Goldgräbermllieu spielenden Film ist Ahn Sheridan. Die Regie dieses pak- kenden Streifens, der in der Stadthalle und lm Park läuft, führte Raoul Walsh. „Gift lm Zoo*. Bis heute sind die mysteriösen Tiertötungen, die sich im Frankfurter Zoo ereigneten, noch nicht aufgeklärt worden. Indizien, Verleumdungen — niemand konnte etwas beweisen. Staatsanwalt und Verteidigung behaupteten und entkräfteten. Ergebnis: Freispruch des ange- klagten Oberwärters. Das ist die Vorgeschichte des Films, Jedoch nicht sein Inhalt, denn eine even- eamera/NATIONAL Irene von Mayendorff spialt in dem Film „Gift im Zoo" als Dompteuse Vera Pauly mit einem Gepard und einer Robbengruppe die Hauptrolle. tuelle Wiederaufnahme, des Prozesses soll er nicht beeinflussen. Handlung und Personen sind daher frei erfunden. Der Film „Gift im Zoo“ läuft ab morgen ln den Lichtspielen „Drei Könige“. William Boyd, den „König der Cowboys“, sehen wir ln Nachtvorstellungen ln den „Drei Königen" in dem spannenden Film „Araber, Beduinen und Betrüger“, der Ihn auf den Spuren von Karl May zeigt. In 2201 Spielen wurden die Pleilenmänner eingesetzt Die Jahreshauptversammlung der Schiedsrichter des Bezirks Offenburg fand am Sonntag in Kehl im Gasthaus „Zum Barbarossa“ statt. Die Tagung verlief, im Gegensatz zu den Veranstaltungen gleicher Art in den vergangenen Jahren, in voller Einmütigkeit. Der Vorsitzende der Schiedsrichter- Vereinigung, Boeres-Lahr, eröffnete die Tagung mit herzlichen Begrüßungsworten an die Pfeifenmänner, und Vorstandsmitglieder Emil Schertel, des gastgebenden KFV, entbot gleichfalls ein herzliches Willkomm. Nach der Bekanntgabe der Tagesordnung durch den Vorsitzenden, erstattete der Schiedsrichter-Obmann dea Bezirks Offenburg, Lichtenwallner-Has- lach, den Rechenschaftsbericht, der ein erfreuliches Bild lm Bezirk Offenburg darstellt. Ein Schiedsrichter, Lehmann (Offenburg), wird Zur Leitung von Oberligaspielen herangezogen. 26 Schiedsrichter wurden mit der Leitung von Spielen der beiden Amateurklassen betraut. Insgesamt wurden 2201 Spiele — ohne Freundschaftsspiele — ausgetragen. Besonders erfreulich war die Verbreiterung der Lehrgangs-Arbeit in den einzelnen Untergruppen, die zu einer Leistungssteigerung der Schiedsrichter beigetragen hat. Auch die Zusammenarbeit mit dem Bezirksfachausschuß BFA ist ausgezeichnet. Schiedsrichter-Obmann Lichtenwallner schloß seine Ausführungen mit dem Hinweis, daß das neue Spieljahr 1952/53 von gleichem Efolg begleitet sein möge, und der Bitte an die Behörden, die schwierige Aufgabe der Schiedsrichter zu unterstützen, die auf dem Spielfeld 22 Kameraden zu betreuen haben. in der anschließenden Diskussion wurden verschiedene Fragen behandelt. Boeres-Lahr verurteilte die Maßnahmen des Verbandsschiedsrichter-Ausschusses, den Vereinen die Auflage zu machen, je nach ihrer Klassenzugehörigkeit eine bestimmte Anzahl Schiedsrichter zu stellen, damit die Gefahr einer gewissen Schematisierung und Herabminderung des Leistungsstandes der Schiedsrichter, sowie eine Uebersetzung vermieden wird. Er lobte aber auch die Tätigkeit innerhalb der Untergruppen an den der Lehrgangs-Abenden. Sein besonderer Dank galt dem stets einsatzbereiten, opferwilligen Sdiieds- richter Lehmann-Offenburg, der seine reichen Erfahrungen in Form von Referaten ln zahlreichen Lehrgangs-Abenden dem heranwachsenden Schiedsrichter-Nachwuchs zur Verfügung stellt. Die anschließende Wahl des Bezirksschiedsrichterausschusses, der nach einer Anordnung des Verbandsschiedsrichterausschusses lm kommenden Spieljahr aus dem Bezirksschiedsrichter-Obmann und 2—3 Beisitzern, — darunter der eine Schriftführer, der andere Referent — bestehen soll, ergab folgende Zusammensetzung: Bezirksschiedsrichter-Obmann: Lichtenwallner (Haslach); Referent: Lehmann (Offenburg); Schriftführer: Fießler (Lichtenau); (Fleßler gleichzeitig Schiedsrichter-Obmann der Untergruppe Hanaueriand); Un- tergruppen-Obmänner: Berg (Ottenburg); Krieg (Renchen); Bembeneck (Haslach); Ott (Lahr); Kassenwart: Häiele. Schiedsrichter Lehmann-Offenburg hatte allerdings gegen den Vorschlag von Boeres, vor der Abstimmung seine Bedenken geäußert, nachdem Boeres, der jahrzehntelang schon ln der Schiedsrichter-Bewegung tätig, damit für die weitere Arbeit aua- fallen würde, waa Boeres-Lahr allerdings mit dem Einwand entkräftete, zur großen Freude der Schiedsrichter, daß er auch nach wie vor ln sportkamerad- sehaftllcher Welse zur Verfügung stehen wird. Die nächste Jahreshauptversammlung findet in der Untergruppe Lahr statt, voraussichtlich in Niederschopfheim. Unter Wünsche und Anträge nahm Boeres-Lahr die Ehrung des Untergruppen-Obman- nes Berg-Offenburg vor, der für seine 25Jährig« Schiedsrichter-Tätigkeit die Ehrennadel erhielt. Weiter wurden noch verschiedene technische Fragen besprochen und zahlreiche Anfragen in bezug auf Regelkunde und Neuerungen (Handspiel!) beantwortet. ' Mit dem Dank an alle Sportkameraden für ihre bisherige Arbeit und der Mahnung, auch weiterhin fleißig lm kommenden Spieljahr bereit zu sein, schloß der seitherige Vorsitzende, Boeres-Lahr, die reibungslos und schnell abgewickelte Tagung. Erfolgreiche Altenhelraer Jagend Bel dem am Sonntag in Ottenheim stattgefundenen Pokaltumier konnte unsere Jugendmannschaft nach hartem Kampfe den II. Platz erringen, und einen wertvollen Pokal nach Hause bringen. Das Endspiel bestritten die beiden Gruppensieger Reichenbach und Altenhelm, bei welchem unsere tapfere Jugendelf mit 2:3 Toren nach Verlängerung gegen die spielstarken Reichenbacher knapp verlor. Erfolgreiche Altenheimer Schwerathleten Bel den Ausscheldungskämpfen um die Schwer- athletikmelsterachaften errang ln der Jugendklasse Heinz Fink zwei erste und zwei dritte Preise und wurde somit südbadischer Meister. Mit diesem Erfolg steht ihm der Weg zu den deutschen Meister- schäften, die in München ausgetragen werden, offen. Sein Vereinskamerad Willi Gerhard, der gleichfalls zu den besten Hoffnungen berechtigte, konnte infolge Krankheit von den Kämpfen leider nicht teilnehmen. Emst Baumgartner errang bei den in Daxlanden ausgetragenen Kämpfen einen neunten Preis. Möge den jungen Kämpfern der Erfolg auch weiterhin treu bleiben. r. Bezirkstagung 1952 Die Absdilußtagung des Bezirkes für das Spiel- Jahr 1951/53 findet am Sonntag, den 22. Juni, vormittags 6.30 Uhr lm Gasthaus „Badischer Hof“ in Zell a. Harmersbach statt. Auf der Tagesordnung stehen: Jahresbericht über das abgelaufene Spiel- Jahr, Entlastung des Bezirksfachausschusses, Neuwahlen u. a. m. Offenburger Tageblatt Chefredakteur: Adolf Kimmlg Verantwortlich« Redaktion-. Adolf Kimmlg (Politik)! Franz Josef Mayer (Badner Landl: Karl Gies (Kultur. Unterhaltung und Helmatbetlage) AloCs Hörth (Sport)i Herbert Buhlet (Allg. Beilagen); Walter Plcbert (Landw. Beilage); Helmatteil: Dr Alfred Gatter. Druck and Verlag A. Reiff & Cie. Offenbare OFlf I - Sinaen I Pokalspiel W ■ t0mu ■ ® ■ Süddeutscher Verbandspoka! Samstagabend 13 30 TJhr Sportplatz Stagarmatt *WSwW VHi BILDER VOM TAGE iitiii » Halt den Schiebern“ In den letzten Tagen wurden an der Zonengrenze auf westdeutschem Gebiet zahlreiche Schilder aufgesteilt, mit denen ..Schieber” aufgefordert werden, keine Waren für die sowjetische Rüstung über die Zonengrenze zu bringen. Unser Bild zeigt eines der • Schilder an dem Zonenübergang Töpen—Juchhöh in der Nähe von Hof, einem der letzten offiziellen Grenzübergänge, die noch interzonalen Verkehr aufweisen. dpa Räumung des Teillagers 76 auf Koje l Vor s leben Jahren Wf»1 I C H TE NBIATT 0 E R A L t t t ER T l H M II1 T Ä < 8 € 6 t £ ft UH 6 vDienstag. Juni 19 4-5 - Tagungsort vermutlich Potsdam LONDON, ta 3unl. der britisehan AuBonpoIitik gewehrt bleibt. Die Dreierkonferenz findet »fett zwischen dem' Am 19. 8. 45, also vor sieben Jahren, kam die erste Meldung nach Deutschland, nach der Tru- man, Churchill und Stalin in Potsdam eine Konferenz abhalten würden. Damals erschienen in Deutschland noch keine deutschen Zeitungen, sondern nur Nachrichtenblätter der Alliierten Militär-Regierung. Unser Bild zeigt den Kopf einer solchen Besatzungszeitung. Ein neuer schwerer Zwischenfall, bei dem ein Amerikaner und 31 Kriegsgefangene getötet und 14 Amerikaner und 139 Gefangene verletzt wurden, ereignete sich, wie schon gemeldet, auf der Kriegsgefangeneninsel Koje vor der südkoreanischen Küste. Amerikanische Wachmannschaften waren mit Tränengas und Panzerunterstützung in das berüchtigte Teillager 78 eingedrungen, in dem vor mehreren Wochen auch der ehemalige Lagerkommandant General Dodd festgehalten wurde. Der jetzige Kommandant, General Boatner, hatte diese Aktion befohlen, nachdem der kommunistische Lagerführer die Aufforderung, die Lagerinsassen in neue kleinere Teillager abmarschieren zu lassen,mißachtet hatte. — Die bei dem Zwischenfall verwundeten kommunistischen Gefangenen erhalten außerhalb des Lagers von amerikanischen Sanitätern erste Hilfe, dpa Bergung der Besatzung der „Catalina“ \ * Links: Wir sind in der Lage, unseren Lesern das erste Stockholmer FunkbiiB von dem über der Ostsee abgeschossenen schwedischen. Flugzeug zu übermitteln. Selten hat bisher ein Unglück so viel Aufsehen in der schwedischen Oeffentlichkeit erregt wie der Abschuß dieses Flugzeuges. Die Stockholmer Sowjetbotschaft wird Tag und Nacht von der schwedischen Polizei bewacht. Unser Bild zeigt das Wrack der „Catalina“ und im Vordergrund ein Rettungsboot mit Besatzungsmitgliedern der abgeschossenen Maschine, die übrigens von dem deutschen Frachter „Münslerland” geborgen wurden. Oben: Als der sowjetische Botschafter in Schweden, Konstantin Rodionov, von einem Besuch bei Ministerpräsident Tage Erlander wegen des Catalina-Falles zurückkehrte, wurde er am Eingang zu dem russischen Gesandtschaftsgebäude von einer empörten Menge erwartet, die ihn mit geballten Fäusten beschimpfte. Unser Funkbild aus Stockholm zeigt die Protestdemonstration vor der russischen Gesandtschaft in Stockholm. Die Olympia-Kampf statten in Helsinki Links: Luftaufnahme vom Stadion in Helsinki, in dem die olympisdien Spiele in diesem Jahr abgehalten werden. . Rechts: Die Unterbringung in dem wunderschönen großen Olympiastadion macht den Veranstaltern manche Sorgen. Die Anzahl der Sitzplätze konnte jetzt auf 72 000 erweitert werden. Die letzten Handschläge werden zur Zeit getan. 1 1 % Todesanzeige Nach einem Leben voller Arbeit und Sorgen um die Seinen hat Gott der Allmächtige meinen lieben Gatten, unseren herzensguten Vater, Großvater, Schwiegervater und Onkel Hermann Goldberg Glasermeister kurz vor Vollendung seines 74. Lebensjahres zu sich gerufen. Elgersweier, den 18. Juni 1952. In tiefer Trauer: Frau Gertrud Goldberg geb. Eisinger Franz Haberer und Frau Gertrud geb. Goldberg und Enkelkinder Emil Ackermann und Frau Paula geb. Goldberg und Enkelkinder sowie alle Anverwandten Die Beerdigung findet am Freitag, den 20. Juni 1952, nachmittags 16 Uhr statt. Gott der Herr über Leben und Tod nahm nach einem arbeitsreichen Leben und langem, schwerem Leiden, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante Frau Karolina Oehler geb. Roth im Alter von 70 Jahren, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, zu sich in die ewige Heimat. Schutterwald, den 18. Juni 1952 In tiefer Trauer: Familie Josef Oehler und Angehörige. Die Beerdigung findet am Freitag, 20. Juni 1952, nachm. 15 Uhr, statt ^yMmkheif ist BtacoiZlcrofwSdilankbcit»* zudier. Anatnehn in dar An« wsnduiig. 8 Pfd. Gewichtsabnahme in 30 Tagen Kein Abführmittel» keine Pillen. Viele Oanksdtreiben. In Apotheken | und Drogerien. Stets vorrat.ini Burg-Drog. W. Litterst, Bahn- hof-Drog. A. Jaeger, Schwarz- wald-Drog. A. Zeitz, Drog. Gorski, Weingartenstraße 37, Drogerie Spinner. it*s e s Achtung! Von Donnerstag, den 19. Juni, bis Samstag, den 21. Juni, täglich 9—19 Uhr, findet im Gasthaus „Zauberflöte“ Offenburg ein großer Popeline-Mantel-Verkauff statt. Nino-Flex in ausgesuchten Formen und Farben zu günstigen Preisen. Auf Wunsch Teilzahlung. Kein Kaufzwang. W. Knapp und A. Kapp, Stuttgart emiditet folti&v Fliegm, Sdinoktn, Müdtuiundondere «düdlidn hstkttn FLIEGENTOD SSS93D irim S«f£ geg. 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