Erscheint wöchentlich viermal. Bezugspreis für den laufenden Monat DM 2.50 zuzügl. 30 Pfg. Trägerlohn. Einzelnummer 20 Pfg. Im Falle höherer Gewalt, oder bei Betriebsstörung hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung der Zeitung, auch nicht auf Rückzahlung des Bezugspreises. ülteftes Heimatblatt für Stabt unö Beuch Offenburg flnteigenbtatt mit anerkannt guter Ulerbemirbuno Erfüllungsort und Gerichtsstand Offenburg. Zur Zeit ist Anzeigenpreisliste Nr. 2 gültig. Druck u. Verlag A. Reiff & Ci*., Buchdruckerei, Offenburg/Baden. Geschäftsstelle: Offenburg, Kornstraße 10. Fernsprecher: Offenburg Nr. 1537, 2134 u. 1377, Postschließfach Nr. 333. Postscheckkonto: Karlsruhe Nr. 138 91 Nummer 105 Montag, 7. Juli 1952 Ausgabe A 141. Jahrgang über 100 Hiijeopfer in der Bundesrepublik Meteorologen: Es wird noch heißer — Konstanzer verbrauchten pro Kopf und Tag 400 Liter Wasser — Niederschläge verdunsteten in der Luft Bonn (dmt) Eine noch stärkere Hitzewelle wird in den. nächsten Tagen anrollen, melden die Wetterstationen aus ganz Europa. Die Temperaturen werden voraussichtlich zwischen 38 und 42 Grad im Schatten liegen. Das Wasser in Schwimmbädern und Teichen bringt keine Erfrischung, da dort Temperaturen bis zu 28 Grad gemessen werden. Ueberall sind Erfrischungshallen und Gartenlokale überfüllt, so daß Kinovorführungen vor leeren Stühlen stattfinden. Der Wasserverbrauch ist im gesamten Bundesgebiet sprunghaft gestiegen. Den Rekordverbrauch hatte Konstanz, wo auf den Kopf der Bevölkerung 400 Liter Wasser kommen. Obwohl ganz Europa unter der Hitzewelle leidet, sind im Bundesgebiet die meisten Todesopfer zu beklagen. Während aus Italien nur drei Hitzeopfer gemeldet werden, sind es in Westdeutschland schon mehr als 100. Laufend werden Todesfälle durch Hitzscftlag gemeldet und in Nordrhein-Westfalen sind bereits über 60 Menschen ertrunken. Im Süden und im Westen der Bundesrepublik wurden am Sonntag beinahe die Rekordtemperaturen von Mitte vergangener Woche erreicht. Im Norden wehte ein frischer Ostwind und die Thermometer zeigten zwischen 25 und 28 Grad. In Süddeutschland erfuhr die Hitzeperiode mit Höchsttemperaturen zwischen 35 und 39 Grad einen neuen Höhepunkt. Am Sonntagmittag zog am Rhein eine Gewitterwand auf, und in Bonn fiel am frühen Nachmittag sogar ein schwacher Regen, der aber die Schwüle nicht beseitigen konnte. Vereinzelte örtliche Gewitter gab es auch in der Aachener und der Bocholter Gegend. Es donnerte und blitzte, die Niederschläge verdunsteten aber zum Teil, bevor sie die Erde erreichten. Im Laufe des Sonntags wurden aus den verschiedenen Teilen des Landes neue Todesopfer beim Baden gemeldet. Der starke Verkehr, der in den ersten Vormittagsstunden auf den Autobahnen und Landstraßen herrschte, ebbte gegen Mittag fast ganz ab. Selbst in den weinfrohen Dörfern am Rhein, an der Mosel und der Ahr blieb es bis in die späten Nachmittagsstunden ruhig. Viererkonferenz im August in Berlin? Drahtbericht »nsere* Berliner Vertreters Berlin. Aus gut unterrichteten Kreisen der deutschen Hauptstadt wird bekannt, daß die Sowjet^, eine mögliche Viererkonferenz für August erwarten und Vorschlägen wollen, diese in Berlin abzuhalten. Die neueste Entwicklung in dieser Frage — besonders die Intervention des Bundeskanzlers zürn Ton und Inhalt der kommenden Dreier-Antwortnote — werde allerdings einige Komplikationen mit sich bringen, wenn die darüber aus alliierten Kreisen bekanntgewordenen Informationen zu treffen sollten. Danach wünscht Dr. Adenauer zur Viererkonferenz, bzw. zu der neutralen Kommission für die Wahlbedingungen einen offiziellen Vertreter der Bundesregierung hin' zugezogen zu sehen. Das würde selbstverständlich einen gleichen Gegenzug Pankows Mussadiq zurückgetreten Der Präsident der Abgeordnetenkammer vom Schah empfangen Teheran. Der persische Ministerpräsident Mohammed Mussadiq suchte am Samstag den Schah auf, um ihm den Rücktritt seiner Regierung zu erklären. In einer Abschiedsrundfunkansprache an das persische Volk sagte Mussadiq: „Ich bin weder müde noch schwach. Wenn es das Parlament wünscht, werde ich eine neue Regierung bilden, wie ich es schon früher getan habe, und den Kampf gegen den Imperialismus fortsetzen. Die Regierung Mussadiq hielt am Samstag ihre letzte Kabinettssitzung ab. Mussadiq war im April vorigen Jahres Ministerpräsident geworden. Der Präsident der persischen Abgeordnetenkammer, Dr. Hasan Imami, wurde am Sams' tag ebenfalls vom Schah empfangen. Er erklärte dem Monarchen, das neugewählte Parlament sei bereit, seine Arbeit aufzunehmen. Der Schah äußerte die Hoffnung, daß die Abgeordnetenkammer für- die Entwicklung des Landes unter besonderer Berücksichtigung des Grundsatzes sozialer Gerechtigkeit arbeiten werde. Das persische Parlament ‘ setzte sich am Sonntag auf einer Geheimsitzung in Teheran dafür ein, daß Ministerpräsident Mussadiq weiterhin im Amt bleibt. Für ihn sprachen sich 53 Abgeordnete aus. Damit ist es so gut wie sicher, daß der Schah Mussadiq mit der Neubildung der Regierung beauftragen wird. In den Erdölgebieten Südpersiens, aber auch in Kermanschah und anderen Städten Westpersiens wurden aus Protest gegen den Rücktritt Mussadiqs am Sonntag sämtliche Geschäfte geschlossen. Syngman Rhee kandidiert nicht mehr Tokio. Am Samstag gab der koreanische Staatspräsident Syngman Rhee offiziell bekannt, daß er bei den Präsidentschaftswahlen nicht wieder kandidieren werde. Ein wenig undurchsichtig fügte er indessen hinzu, er werde sich jederzeit zur Verfügung des Volkes halten, wenn dieses ihn rufen sollte. Gaullistische Fraktion gespalten' Paris. Eine Anzahl gaullistischer Abgeordneter und Senatoren haben beschlossen,- aus der Sammlungsbewegung des französischen Volkes, auszutreten. Der Nationalrat der Sammlungsbewegung hatte vorher mit 478 gegen 56 Stimmen bei zahlreichen Enthaltungen die gaullistischen Abgeordneten in einer Entschließung aufgefordert, sich bei allen wichtigen Entscheidungen der Nationalversammlung der Parteidisziplin zu fügen. Nach der Annahme dieser Entschließung verließ eine Reihe von Abgeordneten die Tagung unter lautem Protest. Anschließend traten über 20 „rebellierende“ gaullistische Abgeordnete , und Senatoren zu einer Sondersitzung zusammen. In Paris wird angenommen, daß 30 bis 35 gaullistische Abgeordnete und über 20 Senatoren aus der Sammlungsbewegung austreten und eine neue Parlamentsfraktion bilden werden. auslösen, der im sowjetischen Konzept noch nicht enthalten ist, jetzt aber aufgenommen werden dürfte. Die bisher bekannten Informationen • tendieren zu dem Schluß, daß eine Viermächtekonferenz nach Ratifizierung des Generalver träges durch den Bundestag ungleich schwerer Zusammenkommen würde als im gegenwärtl gen Moment. Es ist augenblicklich noch unklar, ob die Sowjets dann überhaupt noch wesentliches Interesse an einer Viererkonferenz unter den vom Westen vorgeschlagenen Bedingungen haben. Die offiziöse Karlshorster Version lautet so: Kommt eine Viererkonferenz über Deutschland bis Ende August nicht zusammen, dann ergibt sich für den Kreml eine völlig neue Lage, über deren Konse quenzen jetzt noch keine konkr eten Beschlüsse vorliegen. Berliner Wirtschaft braucht neue Impulse - / Berlin. Der Berlin-Ausschuß des Bundesta' ges kam am Samstag in Berlin zu dem Ergebnis, daß die Berliner Wirtschaft neue Impulse braucht. Das Interesse Berlins und des Bundes verlange eine stärkere Aktivierung der noch nicht genutzten Berliner Kräfte. Die Mitglieder des Ausschusses waren am Samstag in Berlin eingetroffen, um zwei Tage lang über Hilfsmaßnahmen für Westberlin zu beraten. In der Samstagberatung wurden die Denkschrift des Berliner Senats an die Bundesregierung über eine verstärkte Auftragserteilung und dringende finanzielle und steuerliche Maßnahmen erörtert. Vor Regierungsumbildung in Madrid? General Franco plant Auswechslung von Ministern — Keine Änderung der Politik Madrid, (dmt) In Madrid munkelt man gegenwärtig von Regierungsumbildungen. Seit langem schon erwartet man das Ausscheiden einiger Minister aus der Regierung Franco. Zu ihnen dürfte vor allem Außenminister Ar- tajo gehören, * dessen Ausscheiden schon seit etwa zwei Jahren erwartet wird. Artajo hat sich in den sieben Jahren, die er bereits der Regierung angehört, zweifellos bewährt und eine geschickte Politik betrieben. Seine Entlassung würde lediglich die routinemäßige Auswechslung eines Ministers nach einer gewissen Amtsperiode sein. Die Schwierigkeiten für die Besetzung des Außenministerpostens sind aber beträchtlich. Der gegenwärtige spanische Botschafter in Washington, Lequerica, der die besten Aussichten hat, die Nachfolgeschaft Artajos anzutreten, ist eine eigenwillige Persönlichkeit, die in den Kreisen um General Franco auf Widerstände stößt. Lequerica verfügt jedoch über ein außerordentlich großes Prestige im Ausland, eine wichtige Tatsache für die diplomatische Offensive Spaniens. Nicht aussichtslos ist auch die Kandidatur von Francos Schwager Serrano Suner, der in letzter Zeit politisch wieder in den Vordergrund getreten ist. Auch Arbeitsminister Giron soll auf der Liste der abtretenden Regierungsmitglieder stehen, wenn auch seine Stellung in der Regierung bisher als so gut wie unantastbar galt. Taft klar in Führung Chikago. Senator Taft liegt klar in Führung vor General Eisenhower. Nach der Entscheidung des Nationalkomitees der Republikanischen Partei über die strittigen Delegiertenstimmen führt er mit genau 100 Stimmen vor General Eisenhower. Für Taft haben sich 527 der zugelassenen Delegierten, für Eisenhower 427, für andere Kandidaten 131 Delegierte ausgesprochen, während sich 121 nicht festgelegt haben. Oder und Neige Von W. Kuczynskl „ Polen betreibt einen großangelegten - Indu? stipalisierungsfeldzug an Oder und Neiße. Nach der bevölkerungspolitischen Entfremdungsaktion beabsichtigt man nun eine Umwandlung der althergebrachten Wirtschaftsstxuktur in den ostdeutschen Provinzen. Warschau hofft, dem Argument für • eine Wiedervereinigung der deutschen Agrarländer mit dem westdeutschen Industriegebieten damit die Grundlag« zu nehmen. Die Industrialisierung dieser' deutschen Agrargebiete wird • im Rahmen des Sechs jahresplanes systematisch vorangetrieben. Sie dient nicht der polnischen Volkswirtschaft, sondern dem Machtstreben Sowjetrußlands. Dafür zeugf yor allem das hochindustrialisierte Schlesien, Truppenverbänden verstanden, aus den Kinzigwiesen einen originellen Festplatz zu gestalten, auf dem es an Unterhaltung nicht fehlen konnte. Besonders gern war man in dem niedrigen afrikanischen Zelt zu Gast, das immer wieder abgespritzt wurde, damit es in ihm nicht gar zu wirklichkeitsgetreu wurde. „Viel Afrique“, konnte man dort hören, aber nicht nur dort. Es ist das geflügelte Wort unserer Tage, in denen die Kohlenhändler zum vorsorglichen Einkauf für den Winter mahnen und die Wetterpropheten 40 bis 42 Grad Celsius Voraussagen. Offenburg entdeckte ein neues Bad Der Baygersee in der „Gifiz" — Unzeitgemäßer Badiabsdilag beschränkt Bademöglichkeiten Das Gesprächsthema Nr. 1 über das Wochenende war weiterhin die Hitze. Unter ihr stöhnen seit über einer Woche nun schon die Menschen. Doch hat das Barometer den Höchststand mit 39 Grad Celsius im Schatten vom vergangenen Mittwoch auch gestern nicht wieder erreicht, ist ihm jedoch mit 38 Grad sehr nahe gekommen. Im übrigen spielen ein oder zwei Grad mehr oder weniger kaum mehr eine Rolle. Wenn die Temperaturen tagelang über 30 Grad liegen, dann werden die kleinen Unterschiede nicht mehr deutlich empfunden. Es ist heiß bei 33 Grad und es ist heiß bei 38 Grad. Nur noch das Wasser, das Bad, und vor allem die Brausen, können Abkühlung bringen. Deshalb herrscht an allen erlaubten und unerlaubten Badeplätzen Hochbetrieb. Das städtische Schwimmbad ist übervölkert, zu Wasser und zü Lande. Am Großen Deich ist ein Badeleben zu beobachten, wie wenn es keine Stegermatt gäbe. Die Kinzig hat eben einige Vorzüge, da kann man z. B. auch den Hund (!) mitnehmen; es gibt keine zu beschränkten Badezeiten, und obendrein hat man hier kostenlos fließendes Wasser. An der Stegermatt nicht — weil der Mühlbach abgeschlagen ist! Aus demselben Grunde fällt auch das Bad an der „Säge“ aus. Man kann es zwar nicht ganz verstehen, daß gerade jetzt die Bachreinigung und Instandsetzungen durchgeführt werden müssen, aber Tatsache sind sie leider doch. Tatsache ist auch, daß, wie es sich jetzt erweist, das Bad an der Stegermatt längst nicht mehr ausreicht. Man wird vielleicht doch bei Gelegenheit einmal ein paar Bretter für die „Säge“, wo die Zementpfosten der Bänke noch vorhanden sind, erübrigen, ein paar Mark für die Anlage des Großen Deiches aüs- geben, und die „Nachtschattengewächse“ an den aromatischen „Umkleidekabinen“ am Mühlbach gegenüber der Wäscherei Ilg (früheres Männerbad) entfernen müssen. Die anhaltende Hitze und die ungenügenden Badeplätze haben es mit sich gebracht, daß sich die Offenburger Badelustigen nach neuen OMeHtötQe* Umuhoi Langjähriger Sangesfreund geehrt Eine große Sängerschar des Gesangvereins „Condordia“ brachte am Samstagabend ihrem Sangesfreund Justizoberinspektor a. D. Karl Schilling in der Hermannstraße 36 anläßlich des 70. Geburtstages ein wohlgelungenes Ständchen. Der Jubilar, der seinen Geburtstag in voller Rüstigkeit begehen konnte, ist schon ein halbes Jahrhundert Anhänger der edlen Sängersache. Durch sein geselliges Wesen und seinen lauteren Charakter hat er sich einen großen Freundeskreis erworben. Auch als Laienmaler hat sich Karl Schilling, der in der Tochter des Lokführers Berger eine treusorgende Gattin besitzt, einen guten Namen geschaffen, in vielen Offenburger Familien ist seinen Bildern ein Ehrenplatz eingeräumt. Wir wünschen dem geachteten Bürger für seinen Lebensabend weiterhin, alles Gute. Das Universalgenie Leonardo da Vinci Ein Lichtbildervortrag bei dicht verhängten Fenstern und angesichts einer tropischen Hitze — der Einfall hatte nichts Verlockendes für sich. Es war immerhin eine stattliche Anzahl von Besuchern, die sich trotzdem am Freitagabend im Saal des „Römischen Kaiser“ einge- funden hatte. Man nahm die unangenehmen äußeren Begleitumstände in Anbetracht ausgezeichneter Ausführungen hin. Der Kunsthistoriker Dr. Giovanni Stepanow ist einer der besten Kenner der italienischen Kunst und vorab Leonardo da Vincis, über den er grundgescheit, kritisch, objektiv und in begeisterter Verehrung sprach. Seine Ausführungen waren in gewisser Hinsicht ungewöhnlich. Er untersuchte Leonardo da Vincis zugeschriebene Bilder und wußte in überzeugenden Hinweisen die echte Handschrift, er nannte sie. im Hinblick auf das Vorbild Musik, den künstlerischen „Anschlag“ des Meisters, herauszustellen. Es steht fest, daß nur 7 Bilder von Leonardo da Vinci als orginale Werke an- gesprocheri werden können. Von dem bildhauerischen Werk ist nichts, dagegen von seinen zeichnerischem etwa 300 Blätter vorhanden. Bis in alle Einzelheiten ging Prof. Stepanow den Meisterwerken Leonardos nach. Stepanow sieht in der Kunst des Meisters die Synthese der beiden Florentiner Kunstrichtungen des Subjektivismus und Objektivismus, und die Synthese der südlichen mit der nördlichen Kunst überhaupt. Die ausgezeichneten Ausführungen stellten den ungewöhnlichen Lebensweg und die künstlerische Entwicklung dieses einzigartigen Universalgenies-in dem sich Kunst und Wissenschaft in gleicher ungewöhnlicher Weise begegneten, heraus. Vom Bund der Heimatvertriebenen Am 28. Juni fand im überfüllten Saal der Brauerei Mundinger die erste Tagung der West- und Balkanvertriebenen statt. Nachdem der 1. Vorsitzende, Herr Rösch, die zahlreichen Anwesenden begrüßt und sie zu engem Zusammenschluß aufgefordert, wie auch die Ziele desselben bekanntgegeben hatte, gab der 2. Kreisvorsitzende, Walter Krause, in einem längeren Referat, das starken Beifall erzielte, den Anwesenden näheren Aufschluß über den Aufbau der Flüchtlingsorganisation, Belange der Heimatvertriebenen, Wohnungsfrage, Schadensfeststellungsgesetz und Lastenausgleich, Aufbauhilfsdarlehen und Rentenansprüche sowie einen allgemeinen Einblick in die Geschäftstätigkeit des B.v.D. Offenburger Marktbericht Auf dem Offenburger Wochenmarkt am 5. 7. wurden folgende Preise für Obst und Gemüse festgestellt: Kartoffeln neu 16, Kartoffeln alt 14, Bohnen 60—65, Weißkraut 10—15. Rotkraut 20—30, Wirsing 10 bis-15, Zwiebeln 35—40, Rhabarber 20, Spinat 40, Tomalfen 60—65, Erbsen 40—45, Gelbe Rüben 30, Kohlraben 10—12, Rettiche 10, Gurken 50—55, Kopfsalat 15 bis 20, Blumenkohl 30—100 Pfg. — Obst: Zwetschgen 30—35, Johannisbeeren rot 25—30, schwarz 45, Pfirsiche 50. Aprikosen 85, Birnen 30—50, Apfel 35 bis 40, Stachelbeeren 40, Kirschen 40—50, Sauerkirschen 60, Pflaumen 30, Heidelbeeren 60, Himbeeren 100. frische Landeier 22—23 Pfg. Anfuhr und Marktbesuch gut. Junggesang 1952. Wir verweisen nochmals auf den Junggesang 1952, den die Städtische Singschule heute, Montag, 20 Uhr, im „Römischen Kaiser“ unter dem Motto „Hallo und Trara“ zur Aufführung bringen w'ird. Möglichkeiten des Badevergnügens umsahen. Eine ganze Reihe, hauptsächlich motorisierte, suchen in vermehrtem Maße die Strandbäder in der Umgebung auf. Aber es gibt auch am Rande der Offenburger Gemarkung noch einen Frei-Badeplatz, der eines gewissen Reizes nicht entbehrt und deshalb auch von Leuten besucht wird, denen es auf ein paar Pfennige Eintritts- oder Fahrgeld nicht ankäme. Er liegt draußen zwischen der Hofweierer Landstraße und dem Kinzigdamm, dort wo gewöhnlich die Wohnwagen der Landstreicher zu stehen pflegen und sich ein großer Baggersee befindet, in der „Gifiz“. Von Sträuchern, Buschwerk und Hügeln umgeben, erfreut er sich steigenden Zuspruchs, wenn auch nur gute Schwimmer in sein nasses Element steigen können, das eine Tiefe von 10—15 Metern besitzen soll und deshalb in den unteren Re- Fahrplan für Bödensee-Tanzzug Wie bereits schon mitgeteilt, fährt am Sonntag, 13. Juli, der Tanzzug als Verwaltungssonderzug von Lahr-Stadt nach Konstanz.und zurück. Folgender Fahrplan ist vorgesehen: 6.30 Uhr ab Lahr-Stadt an 23.47 Uhr 6.38 Uhr ab Lahr-Dinglingen an 23.39 Uhr 7.10 Uhr ab Offenburg an 23.12 Uhr 7.23 Uhr ab Gengenbach an 23.02 Uhr 7.34 Uhr ab Biberach (Baden) an 22.53 Uhr 7.47 Uhr ab Haslach an 22.42 OJhr 8.02 Uhrab Hausach an 22.32 Uhr 8.20 Uhr ab Homberg an 22.20 Uhr 8.49 Uhr ab Triberg an 22.04 Uhr 9.17 Uhr ab St. Georgen (Schw.) an 21.45 Uhr 9.38 Uhr an Villingen (Schw.) an 21.15 Uhr 11.16 Uhr an Konstanz ab 19.10 Uhr Für die Bodenseeschiffsfahrt ist vorgesehen: Kon« stanz ab 13.30 Uhr: Aufenthalt auf der Insel Meinaui Stichfahrt in den Obersee; Ankunft in Konstanz gegen 18.30 Uhr. gionen wegen der niedrigen Temperatur nicht ungefährlich sein dürfte. „Sommernächte in der Gifiz“! Wie romantisch das klingt! Beinahe so romantisch, wie es dort sein kann. Offenburg hat ein neues Bad, das „Modebad“ in der Gifiz. Politisches Wodienende der Jungen Union Abgeotdnete sprachen zu innen- und außenpolitischen Fragen Am Samstag und Sonntag veranstaltete die Badische CDU des Kreises Offenburg im „Con- cordia“-Saal der Brauerei Wagner ein politisches Wochenende, das dem Ziele diente, namentlich jüngere Menschen mit aktuellen, Tagesfragen der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik vertraut zu machen. Leiter der Arbeitstagung war der Landesvorsitzende der Jungen Union, Karlheinz Keller (Freiburg), der neben den früheren Landtagsabgeordneten Broß und Brüstle von Offenburg, insbesondere den Landesvorsitzenden der Badischen CDU, Anton Dichtei (Freiburg), den Bundestagsabgeordneten W. Morgenthäler (Achern), die Mitglieder der Verfassunggebenden Landesversammlung Dr. Person (Freiburg) und Oberbürgermeister Jäger (Rastatt) sowie Oberbürgermeister Heitz begrüßen konnte. Zunächst verlas K. Keller die Grußworte des früheren Staatspräsidenten Wohieb, der sich zur Zeit bei der Gründung des Vereins der Badener in München befindet. In seinem Schreiben hatte der ehemalige Landesvater die Feststellung getroffen, daß seit einigen Monaten das politische Interesse der deutschen Jugend wieder im Ansteigen begriffen sei. Die schweren Probleme der nächsten Monate müßten die Junge Union mehr und mehr mit der CDU zusammenschließen. Auch der Vorsitzende der Badischen CDU des Kreises Offenburg, Hans Albertini, stellte fest, daß sich Dinge vorbereiten, die zu einer Aussprache der Jugend mit der älteren Generation drängten. Zur Zeit sei das politische Interesse wieder so rege geworden, wie man es seit dem Zusammenbruch nicht mehr gekannt habe. Als erster .Redner verbreitete rieh der Landesvorsitzende Anton Dichtel über das Thema: „Die CDU im neuen Bundesland“. Hierbei nahm er eingehend Stellung zu der Regierungsbildung in Stuttgart und den Verfassungsentwürfen. Bei der Schilderung der Vorgeschichte des Südweststaates kam er besonders auf den sogenannten „schwarzen Freitag“ in Stuttgart zu sprechen und dann auf die Aufgaben der CDU, die der Regierung schärfste Opposition angekündigt habe. Zusammenfassend forderte Didjtel eine Volksabstimmung über die Verfassung, weil durch die Methode der Regierungsbildung und durch Grundstein zum Krankenhaus gelegt Ein Festtag für Gengenbach und die umliegenden Gemeinden Gengenbach, (a) Am Sonntagvormittag wurde unter Anwesenheit von Vertretern des Bad. Ministeriums des Innern, Chefarzt Dr. Schäfer, der Gengenbacher Aerzteschaft, dem Planer und Gestalter des Baues, Architekt August Weber, Gengenbach, mit seinem Mitarbeiterstab, Vertretern der Geistlichkeit, den Bürgermeistern von Schwaibach, Bermersbach und Reichenbach, sowie einer großen Zahl der Einwohnerschaft der Grundstein zum neuen Krankenhaus feierlich gelegt. Ein Prolog und das von der Stadtkapelle Gengenbach gespielte „Das ist der Tag des Herrn“ leitete über zu der Festansprache von Bürgermeister Schremjip. Ausgehend von der Geschichte des alten Spitals, deutete er es als gutes Omen, daß auf den Tag genau 200 Jahre später hier der Grundstein für ein neues Krankenhaus gelegt werden konnte. Die Notwendigkeit der Erweiterung bestand schon seit langer Zeit. Schwierigkeiten über Schwierigkeiten stellten sich dagegen, bis im Januar 1952 Architekt August Weber, mit der Planung und späteren Durchführung des Baues beauftragt wurde. Der Bau wird bis zur Vollendung auf 1 Million DM zu stehen kommen, so daß es noch größerer Opfer bedarf. Bürgermeister Schrempp fand herzliche Dankesworte für den Mann, der dem Gengenbacher Krankenhaus zu dieser Bedeutung verholten hat, Chefarzt Dr. Schäfer. Er dankte aber auch dey nimmermüde^ Schwester Oberin, die mit ihrer Schwesternschaft mit Sachkenntnis, Klugheit, Opferbereitschaft, Liebe und Hingabe ihres Amtes waltet. Mit dem Wunsche, daß der Herrgott' seinen Segen zum Gelingen des Baues nicht versagen möge, schloß Bürgermeister Schrempp seine Ansprache. Abschließend verlas Otto Ernst Sutter die von Schwester Immaculata künstlerisch gestaltete Urkunde. Die wundervolle Pergamentrolle zieren am Kopfe die Wappen der Stadt Gen gen bach und die der drei zum Spitalfonds gehörenden Gemeinden. Die einen Meter lange Urkunde berichtet von der Geschichte des Spitals, seiner Umgestaltung und schließlich von dem Beschluß, durch Architekt Weber ein neues Krankenhaus zu erstellen. Die Unterschriften der Stiftungsräte sind durch das große Siegel der Stadt Gengenbach beurkundet. Otto Ernst Sutter machte sich zum Sprecher der Einwohnerschaft und dankte dem Stiftungsrat und be- Die hübsche Wappentafel über dem Eingang des alten Gengenbacher Krankenhauses schuf der Bildhauer Peter Zech. Sie trägt die Jahreszahl 1754. Aufnahme: Sepp Braun die Zusammensetzung der Regierung des süd- westdeutschen Bundeslandes starke aufbauwillige Kräfte brutal zurückgestoßen worden seien. Entgegen allen Behauptungen der Vertreter der jetzigen Regierung stehe fest, daß die Beteiligung der CDU weder an der Frage des Ministerpräsidenten, noch an der Schulfrage, noch der Frage eines sparsamen Staatsaufbaues gescheitert sei. In all diesen Punkten seien die Voraussetzungen für eine Einigung durch die entgegenkommende Haltung der CDU geschaffen gewesen. Die Ausschaltung der CDU sei aber bereits vor den Wahren eine beschlossene Sache gewesen. Als nächster Redner behandelte Oberbürgermeister Jäger (Rastatt) die Aufgaben der CDU in der Kommunalpolitik; er forderte, daß besonders die Jugend bei den kommenden Wahlen in vorderster Front stehen müsse. Sie sei daran schuld, wenn noch heute in den Rathäusern Kommunisten säßeh. Nach gemeinsamen Gottesdiensten beider Konfessionen wurde am Sonntag die Tagung mit einem Referat "des Bundestagsabgeordneten Morgenthäler (Achern) fortgesetzt, in dem dieser etwa dieselben Punkte berührte, wie wir sie bereits in unserem Leitartikel in der Ausgabe vom 28. 6. 1952 „Ja oder Nein?“ veröffentlicht haben. Seine Worte faßte er dahin zusammen, daß es bei Nichtzustandekommen der Deutschland-Verträge eintreten könne, daß die jungen Deutschen von den Russen ln die Uniform oder in ein Bergwerk gesteckt würden. Nach einem abschließenden Referat des Landesvorsitzenden der Jungen Union, Karlheinz Keller (Freiburg), über die. Ziele dieser Vereinigung junger Männer innerhalb der CDU, deren Vorsitzender "der Bundestagsabgeordnete Ernst Majonika ist, wurde eine Kreisgruppe der Jungen Union gegründet. sonders Bürgermeister Schrempp für ihren tatkräftigen Entschluß. Mit dem Chor „Heilig Heimatland“ wurde die kirchliche Weihe des Baues eingeleitet, die Benefiziat Prof. Giesler vornahm. Hierauf legte Bürgermeister Schrempp die Urkunde und die derzeit geltenden Münzen in die Kupferhülse. Zugelötet wurde sie in den Grundstein gelegt, der von einem Handwerksmeister in feierlicher Tracht eingAnauert wurde. Mit dem Wunsche, daß das Haus von Bestand und des Himmels Segen über ihm sein möge, beschloß Bürgermeister Schrempp cfie Grundsteinlegung. Chefarzt Dr. Schäfer sprach über die Persönlichkeit des Arztes, die bei jeder Behandlung^ im Vordergrund stehe. Er gab seiner Dankbarkeit Ausdruck, daß das alte Gebäude, in dem er jetzt 25 Jahre habe schaffen dürfen, durch ein neuzeitliches Krankenhaus ersetzt wörde. Diese Tatsache sei dem Stiftungsrat und ganz besonders dem Initiator und stets führenden Kopf, Bürgermeister Schrempp, zu danken. Das mit viel Idealismus, Optimismus und Wagemut begonnene Werk werde zum Segen der Kranken bestehen. Wenn das Haus auch nicht pompös werde, so sagte Dr. Schäfer, so werde es doch über alle neuzeitlichen Einrichtungen verfügen, die in großen Kliniken vorhanden sind. Wohl als bisher einziges Krankenhaus werde das Gengenbacher nur Drei-Bett-Zimmer erhalten. Dr. Schäfer versicherte, daß er seine ganze Kraft und sein ganzes Können einsetzen werde, um den hier Heilung Suchenden zu helfen. Der Mozartchor „O Schutzgeist alles Schönen“ und ein Schlußwort von Bürgermeister Schilli aus Schwaibach, beschloß diese erhebende Feierstunde zur Grundsteinlegung des Krankenhauses, das im Spätjahr 1953 bezugsfertig sein soll. Audi der Tabak hat Durst Berieselungsanlage der Feuerwehr Dundenheim, (s) Infolge der großen Trockenheit wurde hier mit Hilfe einer Rohrleitung der Freiwilligen Feuerwehr Offenburg auf einer Versuchstabakanlage eine Berieselungsanlage errichtet. — Für den für die Firma Rothändle, Lahr, angebauten Virginiatabak ist nun der Trockenofen fertiggestellt. — Zu ihrem 73. Geburtstag am 9. Juli können wir Frau Rosa Zeiser beglückwünschen. Altersjubiiare Marlen (k). Landwirt Ludwig Krämer von Marlen wird am 7. Juli 70 Jahre alt. Ludwig Bittiger Landwirt in Marlen vollendet am 8. Juli sein 73. Lebensjahr. Wir gratulieren! Schöner Verlauf des Feuerwehrfestes Überraschung durch die Offenburger Feuerwehr in Niederschopfheim Niederschopfheim, (i) Angesichts der Vielzahl von Festlichkeiten landauf und landab noch mehr aber infolge des eben erst zu Ende gegangenen Ohlsbacher Feuerwehrfestes, schien es für die hiesige Wehr '3in Wagnis, in unserer Gemeinde sin ähnliches Fest aufzuziehen. Aber gegen alle Bedenken gingen die verantwortlichen Männer der Feuerwehr ans Werk und gestalteten das 30jährige Gründungsfest zu einem schönen Erfolg. Viele fleißige Hände der Einwohnerschaft haben durch tätige Mitarbeit oder durch Spenden zum Gelingen wesentlich brigetragen. Am Vorabend marschierte die Wehr unter den Klängen der einheimischen Musikkapelle zum Fest platz, wo alsbald das Festbankett mit einer reichhaltigen Programmfolge begann. Bürgermeister Franz begrüßte im Namen der Gemeinde alle Teilnehmer. Anschließend nahm er durch Ueberreidiung von Urkunden die Ehrung für 30-, 25- und 20jährige verdienst volle Wehrzugehörigkeit vor. Für 30jährige Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet: Franz Otto Löffler, Franz Xaver Ehret, Franz Karl Bürkle, Albert Schaub, Josef Eggs, Stefan Bühler, Josef Bühler, Anton Eible, Wilh. Heitz, Franz Xaver Bühler. Dann schaltete sich der Gesangverein „Liederkranz“ mit einigen Liedsm ein. Auch die Musik und der Spielmannszug ließen ihre Weisen ertönen. Große Freude löste die An Wesenheit des gesamten Verwaltungsrates der Freiwilligen Feuerwehr Offenburg aus, der es skh trotz starker Beanspruchung nicht nehmen ließ, an der Feier teilzunehmen. Kommandant Feiler tiberbrachta die Glückwünsche der Offenburger Wehr und überreichte dem hiesigen Kommandanten als Geschenk einen genormten Verteiler. Der Sonntag begann mit dem Wecken, dem Festgottesdienst und einer sehr eindrucksvollen Totenehrung am Kriegerdenkmal auf dem Kirchplatz. Es folgten die Wettkämpfe, an denen sich sechs Kampfgruppen beteiligten, die alle gestellten Aufgaben hervorragend bewältigten. Die Bewertung der Schiedsrichter lautete: Sieger LF. 15 1. Ichenheim 125 Sek., 235 Punkte; Sieger LF. 8 2. Oberkirch 125 Sek., 223 Punkte; Sieger TS. 8 1. Ohlsbach 135 Sek., 201 Punkte? 2. Hofweier 154 Sek., 241 Pkt.; 3. Elgersweier 148 Sek., 242 Pkt; 4. Niederschopfheim 166 Sek., 234 Pkt. Die Sieger wurden von Kreisbrandmeister Becbt, Offenburg, mit Plaketten ausgezeichnet. Der anschließenden Schauübung lag folgender Plan zugrunde: An einem geschlossenen, aus Wohn- und landwirtschaftlichen Gebäu den bestehenden, eng zusammenl Jagenden Häuserblock neben dem Gasthaus „Zur Linde“ brach am südlichen Teil ein Brand aus, der von der rasch herbeigeeilten heimischen Wehr aus fünf Schlauchleitungen wohl energisch bekämpft aber nicht bewältigt werden konnte. Die rasche Entwicklung zur Großbrandlage machte die telefonische Heranziehung der Offenburger Feuerwehr erforderlich, die in erstaunlich kurzer Zeit am Brandplatz erschien und mit nur sieben Mann die Bekämpfung aufnahm. Zum Einsatz kam ihr neuester Feuerlöschwagen TLF. 15, der den ersten Wasserbedarf selbst mitführt und deshalb ohne Verzug ln Tätigkeit treten kann. Diese bis jetzt unerreichte Schnelligkeit im Einsatz hat bei den zahlreichen Zuschauern Staunen und Überraschung ausgelöst. Am Festzug in den Mittagsstunden beteiligten sich zahlreiche auswärtige Wehren mit ihren Spielmannszügen. Nach der Begrüßung der Festgäste durch Bürgermeister Franz auf dem Festplatz ergriff Kreisbrandmeister Becht das Wort zu Ausführungen über Zweck und Nutzen der Wehr, die Ausbildung der Wehrmänner und die im Ernstfälle im Dienste des Nächsten zu bringenden Opfer. Die Feuerwehr stehe außerhalb der Politik, ihre Richtlinien seien gute Kameradschaft und guter Geist zur Erfüllung der hohen Aufgabe. Das Land Südbaden besitze ein mustergültiges Feuerwehrgesetz, das allerdings auch den Feuerschutz und somit die Bereitstellung der Mittel, der Geräte und der Wasserversorgung usw. in die Hand der Gemeinde lege. Der Bürgermeister müsse der erste Feuerwehrmann sein, d. h. alles tun, was zum Schutze von Hab und Gut der Bürger notwendig sei. Die Ausführungen des Kreisbrandmeisters wurden mit starkem Beifall aufgenommen. Der Mitbürger Albert Lienhart, der redegewandte Ansager des Festes, referierte aus der Gründungs- und späteren Vereinsgeschichta bis auf den heutigen -Tag. Auch ihm wurde starker Beifall zuteil. Bei fröhlichem Beisammensein und Tanz nahm das in allen Teilen harmonisch verlaufene 30jährlge Jubiläumsfest unserer Wehr seinen Ausklang. Das Bezirksmusikfest in Urioffen Sechzehn Kapellen beim 90]ährigen Jubiläum des Musik Vereins Urioffen Urloffen. (h) Alle pessimistischen Stimmen und Unruhe um das Gelingen des Festes angesichts einer unbarmherzig scheinenden Sonne erhielten durch den unbeirrbaren Idealismus der Männer des Musikvereins und der Gäste aus dem Acher-Renchtal-Gebiet eine überzeugende Widerlegung. Durch das festlich ge schmückte Meerrettichdorf zogen am Samstagabend mit Fackeln der Patenverein Appenweier und die gastgebende Kapelle sowie die örtlichen Vereine nach dem sdiön gelegenen Festplatz bei der Athletenhalle. Nach der Begrüßung durch den Vorstand des gastgebenden Vereins, Kaufmann Emil Schmidt, und einem Prolog, vorgetragen von Fräulein Resel Kiefer, der eigens für das Fest von einem Einheimischen verfaßt worden war, begann eine musikalische Vortragsfolge von einer für ländliche Verhältnisse erstaunlichen Form. Die unvergänglichen Kompositionen von Verdi, Strauß und wie sie alle heißen mögen, wurden durch die Patenkapelle Appenweier, unter Musikdirektor Oerkwitz’s Leitung, in vorzüglicher Manier vorgetragen und begeisterten die Hörer in dem überfüllten Festzelt. Ein gemischter Chor des Gesangvereins „Eintracht“ Urloffen, unter Assistenz der hiesigen Kapelle, von Herrn Hauptlehrer Roth meisterlich dirigiert, brachte die volkstümlichen Melodien aus dem „Nachtlager von Granada“ in schönster Weise zu Gehör. Ein sternklarer Nachthimmel über der friedlichen Aulandschaft schuf die beglückende Resonanz. Mögen alle, die dem Vorabend des Festes beiwohnten, die Gewißheit mitgenommen haben, daß über allem materiellen Denken das kulturelle Gut, von ideal veranlagten Menschen vorgetragen, die Brücke zu einem erfreulicheren Ufer ist. In der Morgenfrühe des Sonntags weckte die Kapelle die Schläfer zum Fest. Nach dem Festgottesdienst, der durch die Predigt des Seelsorgers, Pfarrer Ritzi, eine eindrückliche Mahnung zur Erhaltung der ideellen christlichen Werte wurde, gab die Stadtkapelle von Oberkirch ein Platzkonzert, das den Beifall aller Zuhörer fand. Schon um die Mittagsstunde trafen die Gäste aus dem Acher- und Renchtal sowie aus dem Renchvorlande ein. Es war ein klingendes Musizieren im Dorfe, Goldsdieuer im Zeichen des Sängerjubiläums Ein Erfolg für den Verein und eine Werbung für das deutsche Lied Goldscheuer, (f) Mit einem schönen Fackelzug am Samstagabend wurde das 60jährige Stiftungsfest des Männergesangvereins „Eintracht“ Goldscheuer eingeleitet. Beim Fest- Bankett wirkten außer dem festgebenden Verein, unter Dirigent Oberlehrer 1. R. K. Schanz, der Patenverein Dundenheim, der „Sängerbund am Rhein“ Marlen, „Liederkranz“ Kittersburg, Kirchenchor und die Musikkapelle Marlen, unter dem bewährten Dirigenten Willy Kirpes, Offenburg, mit. Das geräumige Festzelt war schon am Vorabend nahezu voll besetzt. Der Obmann der Hanauer Sängergruppe, Hauptlehrer a. D. Hermann Schanz, konnte dem Sängerfreund Martin Kruß für 25 Jahre aktiver Mitgliedschaft die silberne Ehrennadel überreichen. Der Abend verlief sehr unterhaltend und harmonisch. Der Sonntag wurde durch einen Weckruf der Musikkapelle Marlen eingeleitet. Beim Festgottesdienst, der mit Genehmigung des Erzbischofs als Feldgottesdienst auf dem Festplatz abgehalten wurde, nahm Pfarrer Epple die Weihe der neuen Vereinsfahne vor. Trotz der Bruthitze wurde der Festzug programmgemäß durchgeführt; er bewegte sich durch die herrlich und mit Liebe geschmückten Straßen und an sehr schön gezierten Häusern vorbei zum Festplatz, der bald überfüllt war. Im Festzug gingen mit: Reiterverein Goldscheuer, Musikkapelle und Musikverein Marlen, fünf Festkutschen mit den Ehrengästen, die neue Fahne, getragen von den Fest- und Fahnenjungfrauen, die Gesangvereine .Dundenheim, Eckartsweier, Hesselhurst, Legeis- hurst, Willstätt, Sundheim, Neumühl, Kork, Ichenheim, Altenheim, Kittersburg, Marlen, Sportverein Marlen Radfahrverein Goldscheuer — ln besonders schöner Aufmachung auf vier Rädern ein Boot mitführend, Sportfreunde Goldsdieuer, und zum Schluß der festgebende Verein. Das geräumige Festzelt und die Festtribüne boten anschließend nicht Raum genug für alle Sänger, Sangesfreunde und Gäste. Die Musikkapelle Marlen unter Dirigent Willy Kirpes, Offenburg, eröffnete hier den Festakt; ihr folgte der Gesamtchor „Die Ehre Gottes“ vom Kirchenchor und „Liederkranz“ Kittersburg vorgefragen. Als Ansager waltete Kurt Braun, der seine Sache gut machte; er verstand es mit seinen humoristischen Redewendungen immer wieder, die Aufmerksamkeit aller Besucher zu fesseln. Der 1. Vorstand des Festvereins, Eugen Fien, begrüßte dann die Festteilnehmer mit herzlichen Worten und gab kurz einen Ein- und Rückblick in die Ver- einsgeschicilte. Als besonderes Ereignis konnte er bekanntgeben, daß die Fest- und Fahnenjungfer der ersten Fahnenweihe im Jahre 1892 — also vor 60 Jahren — damals „Riesenwirts Ida“ genannt, heute Frau Lehrer Ohnemus, auf der Festtribüne anwesend sei. Die Fest- und Fahnenjungfer Fräulein Edeltraud Kälble, sprach den Festprolog, worauf der festgebende Verein als Einleitung der Fahnen- übergabe das Lied zur Fahnenweihe von K. Kern vortrug. Als Obmann der Hanauer Sängergruppe überbrachte H. Schanz, Marlen, die Grüße und Wünsche seiner Gruppe, worauf der Schriftführer des Sängerbundes, Herr Platten von Offenburg, die neue Fahne enthüllte und dem Verein übergab. Die Fahnenjungfer heftete die erste Schleife an die neue Fahne, auch der Patenverein Dundenheim ließ durch den 1. Vorstand eine Schleife anheften. Nach der „Weihe des Gesanges“ von W. A. Mozart, durch die Sänger der Vereine Marlen, Goldsdieuer und Dundenheim, unter Oberlehrer 1. R. Schanz vorgetragen, begrüßte Bürgermeister H. Fehrenbach die Festteilnehmer im Namen der Gemeinde, und gab seiner Freude über den so zahlreichen Besuch Ausdruck. Die Festansprache hielt Pfarrer Epple. Er verstand es mit seinen Ausführungen, die von hohem Geist getragen waren, die Besucher zu fesseln und in den Gedanken der Kunstpflege einzuführen. Einen ernsten Appell richtete er an die heranwachsende Jugend, die Kunst von Gesang und Musik zu pflegen und so der Heimat und dem Vaterland zu dienen. Hierauf folgten die Gesangsvorträge der einzelnen Vereine, die allgemeinen Beifall fanden und die Besucher recht lange in guter Stimmung beisammenhielten. Als dann die Musikkapelle zum Tanz aufspielte, kamen auch die Tanzlustigen auf ihre Rechnung. Der Männergesangverein „Eintracht“ Goldscheuer kann den Tag des 60jährigen Stiftungsfestes nicht nur als einen besonderen Erfolg für den Verein, sondern mehr noch für den Gesang und das deutsche Lied buchen. und als am frühen Nachmittag die Kapellen zum Festzug antraten, waren Straßen und Höfe von Menschen dicht besetzt und umsäumt. Der anschließende Festakt gestaltete sich wiederum zu einer Demonstration für das angestammte Gut der Musik, unter Wertung auch des modernen Musikgedankens. In den Ansprachen von Vorstand Emil Schmidt und dem Vorsitzenden des Acher-Renchtal-Musik- verbandes, Herrn Schmidt, ferner von Bürgermeister Ludwig Schmidt, wurde der unveräußerliche Wert des Kulturgutes besonders hervorgehoben. Herzlich begrüßt wurde auch von Bürgermeister und Vorstand als Gönnerin des Vereins die zur Zeit zu Besuch hier weilende Tochter des langjährigen Vorstandes Josef Wittmejer, Frau Sofie Jetmann mit Tochter aus St. Louis, Ohio (USA). Anschließend gaben die Gastkapellen, 16 an der Zahl, ihr Können zum besten. Es sei nicht vergessen, daß auch der Ansager des melodischen Programms. Herr Benz aus Nußbach, seine Aufgabe in einer meisterlichen Form zu lösen verstand. . Ueber den Ausgang des Festes berichten wir in der Dienstags-Ausgabe. Aus Schönwald Durch die Trockenheit und Hitze der letzten Tage mußte von der Gemeindeverwaltung angeordnet werden, daß die Wasserleitung von 14—17 Uhr und abends von 21 Uhr bis morgens 6 Uhr abgeatellt wird. Außerdem müßte wegen des stark zurückgegangenen Wasserstandes das Gießen verbot^ werden. tme feofk StUute Wenn man bedenkt, daß im Jahre 1951 im Bundesgebiet insgesamt 996 Kinder unter 14 Jahren durch Verkehrsunfälle getötet und 23 292 verletzt wurden, — eine große Schule fällt also jedes Jahr dem Verkehrstod zum Opfer — dann muß ach jeder sagen, daß hier etwas getan werden muß,, um diese Zahl energisch herabzuminidem. Verbote und Gebote allein genügen, wie wir wissen, längst nicht mehr. Es muß die inner« Bereitschaft jedes einzelnen dazu kommen, seinen Teil dazu beizutragen. Wer könnte hierfür aufgeschlossener sein als die Jugend? Wer könnte sich so rückhaltlos dafür begeistern wie die Jugend? Deshalb entstanden und entstehen täglich überall im Bundesgebiet Gruppen der Jugendliga für Verkehrssicherheit Ihre Mitglieder wollen freiwillig durch ihr Verhalten im Verkehr dazu beitragen, daß die Verkehrsunsicherheit nachläßt und dem Verkehrstod Opfer für Upfer abgenumgen wird. Durch ihr Bundesorgan „Gib acht!“, das neben den Verkehrsproblemen Wissenswertes aus allen Lebensgebieten bringt stehen die Jugendldga- Gruppen untereinander in Verbindung und erfahren dauernd Anregungen zur Gestaltung ihrer Zusammenkünfte und für ihr Verhalten im Straßenverkehr. Heute schon läßt sich in den Städten,- wo bisher' eine besonders intensive Verkehrsschulung der Jugend durch die Polizei betrieben wurde, nachweisen, daß die Unfallkurve der Schuljugend im Gegensatz zu der Kurve der Erwachsenen nicht mehr gestiegen, ja sogar vielfach schon abgesunken ist Wer seine Lehrlinge verdrischt.. v Körperliche Züchtigung wird heute empfindlich geahndet Ja, der muß heute mit einer empfindlichen Strafe rechnen. Doch wie war es früher? Wenn dje Aelteren sich an ihre eigene Lehrzeit erinnern, dann ist damit zugleich auch mindestens eine Tracht Prügel verbunden, die wohl jeder, der einmal eine Lehrzeit hinter sich gebracht hat, mehr oder weniger heftig, je nach Temperament und Schlagfertigkeit seines Meisters verspüren durfte. Es hat, wie man sich erzählt, früher Meister gegeben, die haben mit dem Draufschlagen wirklich nicht gespart. Ob es allerdings dazu beigetragen hat, aus einem Lehrjungen einen guten Gesellen zu machen, sei dahingestellt. Die meisten behaupten, es hätte ihnen nichts geschadet — wenn man sie heute hört — und manchmal sei es eben notwendig gewesen. Was aber vor 50 Jahren bei der Lehrlingsausbildung noch eine Selbstverständlichkeit war, ist inzwischen doch wesentlich anders geworden. So skrupellos, wie man vor Jahrzehnten mit so einem wehrlosen Stift umgegangen ist, macht man es allerdings längst nicht mehr. Mit der Einschränkung allerdings, daß es auch heute noch vereinzelt Lehrmeister gibt, die die Ansicht vertreten, wenn sie ihre Lehrlinge nicht halbwegs blau schlagen, würden aus ihnen nicht die richtigen Gesellen, oder die irgend einen Halbwüchsigen brauchen, um die eigene Wut oder schlechte Laune an ihm abzureagieren. Armer Lehrling, der so einem Menschen in die Hände fällt! Es wird kein ernsthaft denkender Mensch bestreiten wollen, daß es auch ohne Prügel geht. Wenn auch gelegentlich einmal eine Ohrfeige abfällt, die in ihrem Schwung noch so gehalten ist, daß der Empfänger nicht gleich in Ohnmacht hinüberwechselt, so ist das für einen vernünftigen Menschen in den seltensten Fällen ein Anlaß, sich darüber aufzuregen. Es ist doch immer nur darum zu tun, daß man auch hier Maß hält. Interessant ist es aber doch, die heutige Rechtslage einmal klarzustellen, um sich selber vor Schaden zu bewahren. Schon die alte Fassung des § 127a der Gewerbeordnung sagt, daß “übermäßige und unanständige Züchtigungen“ des Lehrlings verboten sind. Die neue Fassung, (Aenderung vom 27. 12. 51) dagegen ist wesentlich schärfer und sagt ganz eindeutig: „Körperliche Züchtigungen sowie jede die Gesundheit des Lehrlings gefährdende Behandlung sind verboten“. Diese. Bestimmung der Gewerbeordnung fällt zusammen mit dem § 223 bl des Strafgesetzbuches, wo es heißt: „Wer .... Jugendliche. die durch ein Dienst- oder Arbeitsverhältnis von ihm abhängig sind, quält oder roh mißhandelt, oder wer durch böswillige Vernachlässigung seiner Pflicht, für sie zu sorgen, sie an der Gesundheit schädigt, wird mit Gefängnis nicht unter drei Monaten bestraft.“ Mancher, der es bisher mit diesen Dingen nicht allzu genau genommen hat, wird sich wundern, daß es heute durch Gesetz verboten liehen, der bei ihm beschäftigt ist, zu züchtigen. Wird gegen einen Lehrmeister Anzeige erstattet, weil er seine Lehrlinge \jerhaut, dann hat eben der Betreffende die Konsequenzen daraus zu ziehen, und muß mit einer empfindlichen Strafe rechnen. Das alles aber kann man sich ersparen. K. W. Leicht. Wieder Maul- und Klauenseuche Das Landratsamt gibt bekannt, daß in der Gemeinde Sohapbach die Maul- und Klauenseuche festgestellt wurde. Die Gemeinde Schap- bach wurde zum Sperrbezirk erklärt. In die Schutzzone wurden folgende Gemeinden einbezogen: Landkreis Wolfach, Bad Rippoldsau, Einbach, Fiscberbach, Hausach, KaUbrunn, Kinzigtal, Kimbach, Lehengericht, Nordrach, Oberharmersbach, Oberwolfach, Schenkenzell, Schlltach, Wolfach. Vom Kreis Offenburg: Oppenau, Maisach, Ibach, Griesbach, Löcherberg und Bad PetersteL Für die in der Schutzzone liegenden Orte ist verboten: Der Handel mit Vieh, sowie die Abhaltung von Märkten und Versteigerungen, das Weggeben von nicht ausreichend erhitzter Milch aus Sammelmolkereien, das Entfernen der zur Ablieferung von Milch verwendeten Kannen und sonstigen Gefäßen aus der Molkerei ohne vorherige Desinfektion, das Betreten von Ställen und anderen ' Standorten von Klauenvieh durch Schlächter und andere Personen, die gewerbsmäßig in Ställen verkehren, auch Hausierer, die Ausfuhr von Klauenvieh aus der Schutzzone. Bühlertal, (f) ln Bühlertal, Ortsteil Unter- tal, ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Der Ortstell Untertal wird daher zum Sperrbezirk und der übrige Teil der Gemarkung Bühlertal zum Beobachtungsgebiet erklärt. In die Schutzzone fallen alle Gemeinden des Landkreises BühL Brand in Sasbachwalden Sasbachwalden (ks). Ans noch ungeklärter Ursache (vermutlich durch Selbstentzündung) brach am gestrigen Sonntag kurz nach Mittag in dem Gehöft der Familie Gräber die beim Heidelbeenucben war, ein Brand aus dem das Wohnhaus und ein Nebengebäude tollständig zum Opfer fielen. Das Vieh und ein Teil der Fahrnisse konnten gerettet werden. Die Ortsfeuerwehr und die Aeherner Feuerwehr waren alsbald snr Stelle und taten ihr möglichstes, doch mußten sie sich infolge Wassermangels (der im Vorjahre begonnene Brand- welher wurde nicht fertiggestellt) darauf beschränken. ein stark gefährdetes Nachbarhaus ist, einen Lehrling oder sonst einen Jugend- vor dem Uebergreifen des Feuers zu bewahren. \ i Montag, 7. Juli 1952 Das Sängerjubiläum in Ortenberg Langjährige Sangesfreunde anläßlich des 90jährigen Stiftungsfestes geehrt Ortenberg (s). Mit dem Festakt am Samstag abend nahm das Sängerfest anläßlich des 90- jährigen Stiftungsfestes des „Sängerbunds“ Ortenberg seinen Anfang. Die Dorfstraße war geschmückt, besonders schön war der Zugang zur Festhalle gestaltet. Als das Festbankett begann, war die Halle gut besetzt, Das Programm, das sich abwickelte, brachte Leistungen die auch die Anerkennung und das Lob der Musikkenner fanden. Die Vorträge der Musik, des Männerchores, des gemischten Chors und das Zusammenspiel mit der Musik bedeuteten für den Hörer einen Genuß und ernteten dementsprechend reichen Beifall Vorstand Fred begrüßte, neben den vielen Cästen, den Ortsgeistlichen, den Bürgermeister, den Gauchormeister Wagner, Kreisdirigent Schäffner und den Gesangverein Altenheim. Der Sprecher wies auf die Bedeutung des Festes hin und richtete an die Jugend die •Aufforderung, dem Gesangverein beizutreten. Bürgermeister Vollmer entbot dem Verein seine Glückwünsche und Gratulation zum 90- jährigen Jubelfeste; gleichzeitig sprach er dem Verein seine Anerkennung aus für die Lei' stungen im kulturellen Leben während der 90 Jahre seines Bestehens. Er gab auch seinem .Wunsche Ausdruck, daß der Gesang in der Familie gepflegt werde und daß die Jugend noch mehr als bisher zum Gesangverein finden möge. Postamtmann, i. B. Ruch Offenburg, der mit dem Verein schon lange Jahre, ver bunden ist, widmete ihm Worte der Anerkennung und überreichte dem Vorstand ein paS' sendes Geschenk. Karl Moser als Vorstand des Musikvereins übermittelte dem „Sängerbund“ die Glückwünsche des Musikvereins. Chormei- ster Wagner nahm sodann die Ehrungen vor und fand für jeden Geehrten ein passendes Wort bei der Uebergabe der Ehrenurkunde. Folgende aktive Sänger erhielten Ehreh- diplome: Adolf Schäfer für 46 Jahre Vereinszugehörigkeit, Alois Glück 46 J.; Theodor Luch- ner 32 J.; Franz Stigler 32 J.; Jos. Ganter 32 J., Franz Seiferle 31 J.; Karl Berg 30 th; Barthle Braun 30 J.; Franz Buchert 30 J.; und Otto Klein 30 J. Ferner erhielten Ehrendiplome die Ehren-, mitglieder und Passiven: Franz Josef Vollmer 60 Jahre; Franz Buchert 58 J.; Karl Isenecker 58 J.; Josef Buchert 53 J.; Theodor Vollmer 52 J.; Mathias Sieferle 47 Jahre, Eugen Seiz 47 J,; Franz Glattfelder 47 J.; Franz Feißt 41 J, Felix Burr 60 J.; Hermann Kiefer 45 J,; Karl Mußler 44 J.; Franz Buchert Joh. S. 43 Jahre und Friedrich Ruch, Offenburg, 40 Jahre. Mit der silbernen Sängernadel für 25 Jahre aktiver Sängertätigkeit wurden ausgezeichnet: Berg Rudolf, Buchert Anton. Daum Erwin, Kiefer Franz Hch. S., Münchenbach Erwin, und Münchenbach Josef. Namens der Geehrten dankte Ehrenvorstand Sieferle dem Verein für die erwiesenen Ehrungen. Schöne Darbietungen zeigte auch der Turnverein mit einer Damen- und einer Männerriege. Zum Schluß brachte der Gastverein Altenheim einige gut vorgetragene Lieder zu Gehör. Am Sonntag Gengenbacher Schwimmbad-Eröffnung Nichtöffentliche Beschlüsse des Gengenbacher Stadtrats Gengenbach, (a) Zu Beginn der letzten nichtöffentlichen Stadtratssitzung berichtete Bürgermeister Schrempp über die Besprechung mit den Schulen und Sportverbähden, bei der die Zeiteintäilung für die Schwimm- und Sportbadbenützung vorgenommen wurde. Hierbei wurden die jeweiligen Wünsche der einzelnen Verbände soweit wie möglich berücksichtigt. Die Eröffnung des Schwimmbades und Uebergabs an die Gengenbacher Bevölkerung erfolgt im Rahmen des 23. Gautumens des Ortenauer Turngaues, am Sonntag, 13. Juli, um 10 Uhr. Anschließend gelangen Darbietungen im Kunstspringen und Schwimmkämpfe zur Durchführung. Die Malerarbeiten für das Schwimmbad wurden schon jetzt vergeben, obwohl sie ursprünglich erst für das kommende Jahr vorgesehen waren. Der Stadtrat entschloß sich zu dieser Maßnahme, um dem Bad in seinem nicht ganz kompletten Zustand doch ein gefälliges Bild zu geben. Die drei repräsentativen Stadttürme, deren Dächer schadhaft sind und schon seit Jahrzehnten nicht mehr repariert wurden, sollen nunmehr renoviert werden. Ob es jedoch ge lingt, alle Turmdächer noch in diesem Jahre instandzusetzen, ist eine Frage der Finam zierung. Der Gehweg zwischen Schiller- und Scheffelstraße und die Verbreiterung der Bundesstraße (Leutkirchstraße) wird dieser Tage durch das Straßenbauamt in Angriff genom men werden. Die Anlage seitlich der Straße von dem Löwenbergschen Park wird von der Stadtverwaltung voraussichtlich zum Spätjahr gestaltet. Im weiteren Verlauf dar Sitzung stundete der Stadtrat eine Anzahl Gemeindeabgaben. Für die vier Siedlungshäuser, die von Heimatvertriebenen erstellt werden sollen, und die in der letzten öffentlichen Stadtratssitzung Gegenstand einer längeren Beratung waren, tritt die Stadt nunmehr als Bauträger auf Sie stellt das Baugelände zur Verfügung und übernimmt die Durchführung der Bauvorhaben.— Dem Bau zweier Läden konnte der Stadtrat nach Abänderung der vorgelegten Pläne zustimmen. — Einige Wohnungsangelegenheiten fanden nach - eingehender Ueber- prüfung ihre Erledigung. Die in der letzten Stadtratssitzung angekündigte Strompreiserhöhurig der Normalverbraucher tritt nunmehr rüdewirkend vom 1. Juni ab in Kraft. Das Badenwerk hat den Strompreis pro kW um 1,1 Pfennig erhöht. Die Stadtverwaltung wird den Preis pro Kilowattstunde um 1 Pfennig erhöhen, so daß der Haushaltstarif von 11 auf 12 Pfennig, von 28 auf 29 Pfennig steigt; während der Tarif für die Kleinstverbraucher auf 40 Pfennigen bleibt. Dem Antrag auf Instandsetzung der Nöllen-] straße konnte der Stadtrat nicht stattgeben,; da im Augenblick hierfür die finanziellen Mittel nicht zur Verfügung stehen. Der Stadtrat bedauert, daß der derzeitige kata-; 40jähriges Priesterjubiläum Gengenbach, (a) In einer kirchlichen Feiert verbunden mit der Aufführung der Diabelli- Messe, ehrte die katholische Kirchengemeinde ihren Seelsorger, Stadtpfarrer Emil Schüler, der am 2. Juli sein 40jähriges Priesterjubiläum feiern ^konnte. Stadtpfarrer Schüler war als Vikar in Villingen tätig, sodann Klosterpfarrer in Offenburg und wurde im Oktober 1935 als Nachfolger von Geistl. Rat Bloeder zum Stadtpfarrer in Gengenbach berufen. In langjährigem treuem Wirken ist Stadtpfarrer Schüler seither mit seiner Pfarrgemeinde verbunden. strophale Zustand nicht behoben werden kann, teilte jedoch mit, daß dem Vorschlag nichts entgegenstehe, wenn dis Finanzierung der Arbeiten auf Grund von Darlehen der Anlieger geregelt werden kann. Der Stadtrat genehmigte verschiedene überplanmäßige Ausgaben für den ordentlichen und außerordentlichen Haushalt 1951. Abschließend beschloß er, daß zum Erwerb der Holzschuppen auf der Insel weitere Verhandlungen mit den Eigentümern gepflogen werden sollen, um hier baldmöglichst au einem Abschluß zu kommen. Gottesdienstordnung Gengenbach. Dienstag; 6.00 Uhr M. Masse (best, vom Mütterverein) für Franziska Klau'Smann, geb. Steiner; 7.10 Schülergottesdienst und hl. Messa für Landwirt Xaver Gissler, Fußbach und Söhne Heinrich und Franz; 9.00 Trauung mit Amt (Echtle-Wild). — Mittwoch: 6.00 Uhr Gemeinschaftsmesse der Pfarrjugend, hl. Messe für Franz Lien- hard und Söhne, Bermersbach; 7.15 Seelenamt für Hofbauer Max Beiser, Ehefrau und Angehöriga, Reichenbach. Offenburger Tageblatt Chefredakteur: Adolf Kimmig fl. Urlaub) Verantwortliche Redaktion: Adolf Kimmig (PoütikM i. V. und für Badnerland F. J. Mayer, Karl Gie» (Kultur, Unterhaltung und Heimatbeilage), Aloii Hörth (Sport); Herbert Bühles (Allg. Beilagen); Walter Fiebert (Landw. Beilage); Heimatteili Dr. Alfred Galler. Druck und Verlag: A. Reiff & Cie., Offenburg Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß wurde heute meine liebe Frau, meine liebe Mutter, unsere über alles geliebte Großmutter Frau Elisabeth Warth geb. Gang nach langem, schwerem, mutig ertragenem Leiden, in die Ewigkeit abgerufen. Offenburg (Straßburger Str. 19), 5. JuM 1952. In tiefer Trauer: Wilhelm Warth Dr. Hans Warth Enkel: Thomas u. Peter Warth Rqsenkranz am Montag 19% Uhr, HL Kreua- kirche. Stille Beisetzung. Großes Sonder-Angebot in Hüfthaltern Hüftgürteln Büstenhaltern zu äußerst billigen Preisen, teilweise aus erstklassigen Markenfabrikaten Kein Fußschweiß mehr: I „Ich litt an Schweißfüßen und an Ekzemen , ; zwischen den Zehen. Klosterfrau Aktiv-Pu- der hat mir geholfen: Ekzeme und Geruch sind verschwunden!“ So schreibt Herr R. 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Dezember 1950 wurde das Grundkapital auf 50 000.— DM endgültig neu festgesetzt und die Satzung entsprechend geändert. Durch Beschluß der ordentlichen Hauptversammlung vom 12. November 1951 wurde die Satzung vollständig neu gefaßt. Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Krankenpflege, insbesondere auch der Erwerb und Betrieb eines Hauses zur Pflege und Unterstützung kranker, gebrechlicher oder bejahrter Personen ohne Unterschied der Religion oder des Standes, wie überhaupt jegliche caritative Tätigkeit. Die Gesellschaft dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken. Bekanntmachungen seitens der Gesellschaft erfolgen durch den Bundesanzeiger. Dieselben können jedoch auch durch Rundschreiben oder mittels einfacher Briefe erfolgen. Offenburg, den 19. Juni 1952. Bad. Amtsgericht.