EN •«fUtti lernen. n[. I): 5$afe« etting: ■> Jiei. lamm« £i.e ÄQt* . Xie . VSit Reutet« Heute 19.00 ’ bes ifterin, t. £c*. Stejan fituppe :ntwtnn li, 19 tserte« Sopran, aHaria Sopran, langen, Jlügel: i: 3Ra« otgins, •fl, 18. tta&enb I. 3m Sibu« Koiait. Mtfauf tetlafl«. ll. hon« itbenOit u, SRi» i. Sin euti Weiten. I. 3‘- id). uetmtftt . Stets ebtingcr» Sieuftabt 10 . 21 , et aus« ier lennt rigmattn. 812, 17. iffg. 27. t.*Ctttau Sautet, m tedm. '/Sogen», I 4, St. . 23412. 44. Bit!. )t«6uti(). Bobcniee, 1. 20 in ift 18. 2. HJoimbUt b. Itup* . 45 »njt Satbe tett/SBtlb. cm Sari Be, Stets 1 Eubba, engauten« а. Sfa. ;At 1. 1. n. Stets Ei. 3. 00, tftopjgeim, a«tfiti'M б. 2. 45. i. Eenau« fl. 2. 17. 20. 9. 43 >ftl. Sein, tiietstuttl, JBalbsSut» 01334 G. 219. net. um« Iflci« ). Sotl aiünBct. t. 10738«, tau Sctfa igopjbeim, 28. 9. 23, jut. fiegte aeubibetfl Teit. (Mal gctftt 25. 09077 S. ien). Jen« flett'Sdiar., utp i. St. lulefft in gie 9Iatbt. t GngeUer. 8 G. 2eg(e ien. Stau b. 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Zur deutschen Frage sagte Byrnes u. a. die Viennächtekontrolle Deutschlands auf der bisherigen Zonenbasis funktioniere nicht sonderlich gut. Nach den Potsdamer Beschlüssen sollte Deutschland als wirtschaftliche Einheit behandelt werden; in Wirklichkeit werde Deutschland heute in vier voneinander abgeschlossenen Räumen verwaltet. Handel und andere wichtige Dinge seien mehr eingeschränkt, als es im allgemeinen zwischen unabhängigen Staaten der Fall ist. Die amerikanische Zone koste dem amerikanischen Steuerzahler jährlich 200 ■ Mül. Dollar. Trotz dieser Summe sei das Land von Inflation bedroht. Es bestehe keine Notwendigkeit, diesen Zustand noch länger andauern zu lassen. Sowohl Frankreich wie England seien bereit, zentrale Stellen zu errichten, die erforderlich sind, um Deutschland als Wirtschaftseinheit 2 u verwalten. Die sowjetische Delegation erklärte, der wirtschaftlichen Abtrennung der Saar aus dieser Zentralverwaltung nicht ohne weiteres zustimmen zu können. Schließlich wies Byrnes noch auf seinen Plan hin, wonach die amerikanische Zone mit «iner oder allen anderen Zonen als wirtschaftliche Einheit zu verwalten sein werde. Byrnes gab in seiner weiteren Rede jlann bekannt, daß nunmehr die Vertretet der amerikanischen Militärregierung in Deutschland noch in dieser Woche Anweisung erhalten werden, mit jeder der übrigen Besatzungsmächte oder mit allen drei zusammen in wesentlichen Verwaltungsfragen in Fühlung zu treten. Nachdem Byrne« festgestellt hatte, daß es , eise Tragödie bedeute, den Friedensvertrag mfi Oesterreich weiter «ufzusdiieben, kam er auf die Friedensvertragsentwürfe mit Italien, den Balkanstaaten und Finnland zu sprechen. Diese Entwürfe 6eien die beste Arbeit der Konferenz gewesen. Der amerikanische Außenminister kam dann auf die schweren Verhandlungen und erbitterten Diskussionen über Italien und Triest zu sprechen. Er zählte noch einmal alle Schwierigkeiten auf, die bei der Diskussion dieses Problems entstanden waren. Schließlich habe der französische Kompromißvorschlag die Lösung gebracht. Von französischer Seite wurde vorgeschlagen, Triest und das angrenzende Gebiet von Italien abzutrennen, jedoch nicht Jugoslawien anzugliedern. Die Zone soll international garantiert werden. Der nunmehr festgestellte Status ffir das Triester Gebiet sei gerecht und wirksam. Zur Frage dar Italienischen Kolonien sagte Byrnes, der hierbei angenommene Kompromiß biete den größten Vorteil dadurch, daß er die endgültige Entscheidung den Vereinten Nationen überlasse. Abschließend erklärte Byrnes: „Ich möchte dem amerikanischen Volk nicht die ungeheuren Schwierigkeiten verbergen, die sich ergaben, bis die Ansichten der vier Großmächte über die Friedensvertragsentwürfe aufeinander abgestimmt waren. Ich will gerne glauben, daß es für die Sowjets schwierig ist, uns zu verstehen, genau so wie es für uns schwierig ist, sie zu verstehen. Doch ist dieser dauernde Meinungsstreit nicht immer von Nutzen in einer Welt, die sich nach Frieden sehnt. Moskau zur deutschen Frage Moskau. „Man darf das deutsche Volk nicht mit den Nazis identifizieren, obwohl es die Verantwortung für die deutschen Angriffe auf andere Länder trägt", erklärte Anatoly Ossipow, der politische Kommentator Radio Moskaus in einer Rundfunksendung. -Ossipow wies daraufhin, daß eine 60 for tige Entscheidung h» der deutschen Frage notwendig wäre. Die Sowjetregtereng träte fih Priflzlp. für die Unterzeichnong eines Friedensvertrages mit Deutschland ein. Bevor dies iedoch geschehen könnte, müsse eine starke demokratisch« Regierung in Dr. Dix verteidigte Schacht Weitere Plädoyers für Raeder, Dönitz und v. Schiracfa Nürnberg. Dr. Rudolf Dix, der Verteidiger des Angeklagten Schacht, begann sein Plädoyer mit einem Zitat aus Wilhelm Teil; „Zum Himmel heb’ ich meinen reinen Hände, verfluche dich und deine Tat“. Dr. Dix wies dann daraufhin, daß Schacht seit dem Sommer 1944 auf Befehl Hitlers in einem KZ gefangen gehalten wurde und bezeichnete diese Tatsache als „einzigartig“. Er wandte sich dann gegen die Angriffe, die von seiten anderer Verteidiger gegen den Zeugen Gisevius geführt wurden. Dem Vorwurf, Gisevius habe im Krieg dem Nachrichtendienst der Westmächte geholfen, hielt Dr. Dix entgegen: Hochverrat gegen eine solche Staatsführung ist wahrer und echter Patriotismus und als solcher höchst moralisch auch im Kriege.“ Dr. Dix kam dann auf die Aussagen des als Zeugen vernommenen ehemaligen preußischen Innenministers Severing zu sprechen und erklärte: „Trotz der großen Achtung, welche ich dem sauberen politischen Charakter Severings entgegenbringe, bin ich gezwungen, gerade ihm |sde Legitimation abzusprechen, übeg Staatsmänner ein kompetentes Leumundszeugnis abzugeben, die nicht, gleich ihm und seiner Regierungskoalition, in lethargischer Passivität verharrten. Severing und seine politischen Freunde tragen zwar nicht vor dem Scharfrichter, aber vor der Geschichte durch ihre Unentschlossenheit und politische Ideen- l«igkeit für die Machtergreifung Adolf Hitlers eine ungleich größere Verantwortung als Hjalmar Schacht.“ Abschließend erklärte Dr. Dix, daß Schacht selbst kritisch genug sei, um zu Wissen, daß sein Charakterbild in der Geschichte schwanken wird. Aber er •teile sich in Demut dem Urteil dieser Geschichte, auch dann, wenn der eine °der andere Historiker seine politische Linie als unrichtig bezeichnen wird. Der Verteidiger des Angeklagten Rae- der, Dr. Siemers, faßte seine Beweisführung für Raeder folgendermaßen zusammen. Da Hitler wesentliche Leistungen *uf militärischem und wirtschaftlichem Gebiet vollbringen wollte, nahm Hitler tootz seines Wunsches, nur Naüonalsozia- «*ten um sich zu haben, zunächst Fächelte, die keine Nazis waren, in seine Staatsführung auf, Dr. Siemers hob her- v or, Raeder sei niemals Politiker gewe- s «n, sondern nur Soldat, der von seinem 0 bersten Kriegsherrn die gegebenen Bettle ausführte. Die Anklage erhebt ge- •en Raeder die Beschuldigung, er habe •us den Reden Hitlers die Angriffsziele ••kennen müssen. Demgegenüber stellt Dr. Siemers fest, daß Raeder immer wieder von Hitler in Gesprächen unter vier Augen beruhigt worden sei. Dr. Kranzbühler, der Verteidiger des Angeklagten Dönitz, behandelte hauptsächlich in seinem Plädoyer die vorsätzliche Tötung von Schiffbrüchigen durch die deutsche Kriegsmarine. Alle Maßnahmen, so sagte der Verteidiger, die heute der deutschen Seekriegsführung vorgeworfen werden, waren das Ergebnis einer Entwicklung, an der, wie bei jeder Entwicklung im Kriege, beide Seiten durch Zug und Gegenzug beteiligt waren. Die „Tarnungsmaßnahmen“ und „Dementierungen von Tatsachen“, die die deutsche Kriegsmarine angewandt hat, entschuldigte der Verteidiger mit der Feststellung: Im Kriege kann man jedenfalls eine schlichte Wahrheit in einer Frage, die dem Gegner einen Vorteil verschafft, nicht anerkennen. Der Riß auf der Anklagebank, die bittere Fehde zwischen der von Göring beherrschten Gruppe der unverbrüchlichen Anhänger des Nationalsozialismus und den anderen, die sich früher oder später, mehr oder weniger, zu distanzieren suchten, wurde während des Plädoyer Dix' wie noch kaum vorher sichbar- Göring äußerte mißfallend Empörung, Verachtung, mit fassungslosem Kopfsdiütteln, höhnischem Lachen, plumpen Witzen oder noch stärkeren Gesten, und in der Verhandlungspause drängten sich die Angeklagten in lebhaften Gesprächen zwischen ihren beiden Bänken. Besonders als Dix unter Beziehung auf den Zeugen Gisevius von Schachts Teilnahme an der Bewegung, die zum 20. Juli geführt hatte, sprach, und als er eine solche gegen den Diktator gerichtete Verschwörung als patriotisch und verantwortungsbewußt bezeichnete, stieg der Aerger Göring« aufs äußerste. t. Falkenhorst unter Anklage London. Wie die UNO-Kommission zur Verfolgung von Kriegsve«brechen bekanntgibt, wird sich der deutsche Oberkomman- dierende in Norwegen zur Zeit der deutschen Besetzung, General v. Falkenhorst, in Kürze vor einem Kriegsverbrechengericht in Celle zu verantworten haben. Die Anklage gegen General v. Falkenhorst wird folgende Punkte umfassen: 1. FaHcenhorst gab Befehl, britische Kommandos gefangen zu nehmen und nach 24stündigem Verhör zu töten. 2. Auf seine Veranlassung wurden gefangene Angehörige britischer Kommandos dem SD übergeben, was ihre Ermordung zur Folge hatte. 3. Falkenhorst ist direkt verantwortlich für die Ermordung von 14 gefangenen Angehörigen britischer Kommandos, Deutschland geschaffen werden die imstande sei, alle Spuren des Faschismus zu beseitigen. „Deutschland kann als Staat nicht zerstört werden", führte Ossipow weiter aus, „und es wäre falsch, aus ihm ein Agrarland machen zu wollen"- Aufgabe der Allierten sollte es sein, den Ausbau der deutschen Exportindustrie und des Außen: handeis zu fördern, aber die Produktion für Kriegszwecke zu verhindern". Rheinland-Westfalen Hamburg. Die britische Militärregierung in Deutschland beschloß die Zusammenlegung des Rheinlandes und Westfalens zu einem einzigen Distrikt mit Düsseldorf als Hauptstadt. Diese Zusammenlegung bringt das ganze Industriegebiet der Ruhr unter eine einzige deutsche Verwaltung. Der Sprecher der britischen Militärregierung erklärte, daß diese Reorganisation als Verwaltungssektor einen künftigen interalliierten Beschluß über diese deutschen Gebiete nicht präjudistiere. Ab- und Aufbau am Rhein Koblenz. Das Deutsche Eck bei Koblenz mit dem Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. auf der Landzunge zwischen Rhein und Moselmündung, das während des Krieges stark beschädigt worden war, wird jetzt abgebaut. Die Brücke Koblenz—Pfaffenhausen ist nach fünfmonatiger Bauzeit am 14. Juli durch Gouverneur de Boislambert der deutschen Zivilverwaltung übergeben worden. Ferner wurde eine Behelfsbrücke eröffnet. Deutsch-amerikanische Ehen General Joseph T. McNarnay, der Befehlshaber der amerikanischen Streitkräfte in Europa und Militärbefehlshaber der amerikanischen Besetzungszone Deutschlands, erklärte am Freitag auf einer Pressekonferenz, daß er nicht die Macht hätte, bestehende Ehen aufzulösen, daß er aber gegen jede unter amerikanischer Oberhoheit stehende Person, die das Verbot von Eheschließungen mit Deutschen übertrete, die schwersten Disziplinarstrafen zur Anwendung bringen würde. Es sei keine Aenderung im Verbot für Eheschließungen Staatsangehöriger anderer Länder mit Deutschen eingetreten, sagte General McNarnay, und jeder Vorschlag zur Aenderung würde ungünstig beurteilt werden. _ Zu 3 Jahren Zuchthaus wurde der Regensburger Arzt, Dr. Paul Stefan, der SS-Ange- hörigen die Blutgruppen-Tätowie- rung auf operativem Wege entfernt hatte, vom Militärgericht in Deggendorf verurteilt. Italiens Außenpolitik Eine Rede des Ministerpräsidenten de Gasperl Rom. In seiner ersten Rede vor dem neuen italienischen Kabinett erklärte der Mini6teipräsident de Gasperi einleitend, daß der ganze Glaube an die internationale Gerechtigkeit bedroht sei. Darunter leide die neue italienische Republik in einem Augenblick, in dem sie sich anschicke, ihre große Reise in die Weltgeschichte anzutreten. Der Ministerpräsident betonte weiter, daß Italien das' Recht euL feine völkische Grenze geltend machen werde, die auch den Beschlüssen der Londoner Konferenz vom September 1945 entspreche. Italien wolle mit Jugoslawien Zusammenarbeiten., aber das Land werde auch die unlösbaren Bande, die es mit der Bevölkerung des südwestlichen Istrien« verknüpft, nicht aus dem Auge verlieren. Italien sei bereit, Frankreich Zugeständnisse zu machen, aber man werde sich gegen Forderungen rein strategischen Charakters wehren. de Gasperi ging dann auf das Reparationsprogramm über und erklärte, daß Italien keine Reparationen zahlen wird und kann. Zum Problem Südtirol erklärte de Gasperi wörtlich: „Die italienische Regierung gedenkt die 2Q0 000 Deutschen, die diesseits des Brenners wohnen, nicht als eine Schranke, sondern al6 eine die beiden Nationen verbindende Brücke zu betrachten." Tito gegen Triest Belgrad. Der jugoslawische Premierminister Marschall Tito sprach am Montagabend über den jugoslawischen Rundfunk. Er nahm Stellung zu dem Todesurteil gegen den jugoslawischen Kriegsverbrecher Draga Mihailowitsch und be- zeidmete dieses Urteil als ein „Urteil gegen die internationale Reaktion“. Im weiteren Verlauf seiner Rede äußerte sich Tito auch über die Ergebnisse der Pariser Außenministerkonferenz und sagte: „Wir werden die Entscheidung der Außenministerkonferenz über Triest nicht anerkennen, Wir werden uns zwar nicht auf Abenteuer einlassen, aber wir werden unseren Standpunkt solange verteidigen, bis die anderen Mächte verpflichtet sind, ihn anzunehmen. Ich hoffe, daß die westlichen Völker ihre Regierungen davon überzeugen, daß die jetzige Entscheidung über Jugoslawien nicht beibehalten werden kann.“ Inflationsstop in Ungarn Budapest. Die ungarische Regierung hat die Zurückziehung des Pengö aus dem Geldverkehr angeordnet. Der ungarische Pengö war im Werte auf ein Billionstel Pfund Sterling gesunken. Als vorläufige Währung ist der Index-Pengö übernommen worden, der im Januar zum Zwecke der Steuerzahlung eingeführt worden war. die ungarische Regierung verlangt die Einführung einer neuen Guldenwährung am 1. August. Mit dieser Währung soll eine endgültige Stabilisierung der ungarischen Finanzlage herbeigeführt werden. Vor den türkischen Wahlen Ankara. In der Türkei finden in einer Woche die allgemeinen Wahlen statt.. Die Oppositionsblätter Istanbuls veröffentlichten nun einen offenen Brief des Präsidenten der demokratischen Partei Istanbuls an den türkischen Ministerpräsidenten, in welchem dieser zum Rüdetritt aufgefordert wird. In dem Brief wird behauptet, die lokalen Behörden übten einen Druck auf die Parteien der Opposition aus. Entweder billige diesen der Regierungschef oder er sei unfähig, diesem Vorgehen Einhalt zu gebieten. Mihailowitsch hingerichtet Auch acht weitere Angeklagte wurden erschossen Belgrad. Die Todesurteile gegen General Draga Mihailowitsch und weitere acht Angeklagte wurden durch Erschießen vollstreckt. « London. Das aus der ehemaligen Exilregierung gebildete jugoslawische Nationalkomitee beschloß am Montagabend, an die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Frankreich die dringende Aufforderung zu richten, den „Justizmord“ an General Draga Mihailowitsch zu verhindern. Großbritannien wird keine weiteren Schritte in dem Fall des Generals Mihai- löwitsch unternehmen, erklärte Außenminister Emest Bevin im Unterhaus. — Er fügte hinzu, daß Großbritannien der jugoslawischen Regierung die Zeugenaussagen von 5 britischen Verbindungsoffizieren übermittelt habe, in denen diese erklärten, daß Mihailowitsch sich aktiv am Kampf gegen den Feind beteiligt hätte. Diese Aussagen seien aber nicht dem Gericht in Belgrad übermittelt worden, wie Bevin erklärte. Weiternäh rungslage New York. Expremier Herbert Hoove^ äußerte über die Welternährungslage, seiner Ansicht nach werde im August der schwierigste Teil der Welternährungskrise überwunden sein. Nach Einbringung der Ernte könne man eine gewisse Besserung der Weltemährungsverhältnisse erwarten, Hoover fügte hinzu, daß die Ernährungslage trotz dieser günstigen Entwicklung noch für ein weiteres Jahr angespannt bleiben werde. Hungerrationen Washington. Ein volles Viertel der Bevölkerung der Erde lebt gegenwärtig von Hungerrationen, erklärte der amerikanische Handelsminister Henry Wallace während einer Ansprache an eine amerikanische Jugendkonferenz, die sich mit dem Ernährungsproblem beschäftigte. Allein in Europa gebe es 150 bis 200 Millionen Menschen, deren Lebensmittelrationen nicht zur Erhaltung ihrer Gesundheit ausreichten. Die Ernährungskrise in Europa komme in ihrer Schwere noch nicht an aie in Indien herrschende Hungersnot heran. Wenn nicht noch vor Einbringung der nächsten Ernte Hilfe nach Indien gelange, würden dort 15 Millionen Menschen Hungers sterben. In China sei die Ernährungslage fast so ernst wie in Indien. Wallace wies darauf hin, daß nach Aufhebung der Preiskontroll-Bestimmungen in den Vereinigten Staaten für Fleisch, Butter, Eier und Milch die Nachfrage nach Brot und Getreide zu Putterzwecken noch ansteigen würde, damit eben stände noch weniger Getreide für die menschliche Ernährung zur Verfügung. Die Verschleppten go. Mit über 5 Millionen gaben die nationalsozialistischen Behörden kurz vor dem Zusammenbruch die Zahl der „Fremdarbeiter" an, die man heute unter dem Sammelbegriff „Verschleppte" (displaced persons) zusammenfaßt. Es ist bekannt, daß ein großer Prozentsatz dieser Polen, Russen, Serben, Ungarn und sonstiger Ostvölker, aber auch Franzosen, Belgier, Holländer und Italiener wegen geringfügigster Delikte den Weg in die deutschen Konzentrationslager antreten mußten, wo viele eines elenden Todes starben. Eine allgemeine Welle der Solidarität setzte sofort nach Kriegsende ein. um das Los dieser Aenn- sten zu erleichtern. Sie wurden von den Besatzungsmächten mit allen erdenklichen Privilegien ausgestattet, erhielten ein Vielfaches an Verpflegung gegenüber der einheimischen Bevölkerung, wurden in anständige Wohnungen eingewiesen urfd brauchten keine Arbeit zu leisten. Die deutschen Antifaschisten, die in den Lägern und Gefängnissen Schulter an Schulter mit den Ausländem gegen den gemeinsamen Feind gekämpft hatten, traten vorbehaltlos für eine radikale Wiedergutmachung an diesen Opfern des überwundenen Systems ein. Dankadressen und kameradschaftliche Solidaritätsaktionen der ausländischen Freiheitskämpfer gegenüber ihren deutschen Kameraden — öffentlich dokumentiert z. B. bei der großen Buchenwaldfeier im April dieses Jahres — zeigten die enge Verbundenheit an, die auf der Basis des gemeinsamen Kampfes die nationalen Schranken überwunden hatte. Trotz dem in großem Maßstab erfolgten Heimtransport der DP’s befanden 6ich allein in der amerikanischen Zone noch 532 000 Registrierte im April dieses Jahres. Ja, diese Zahl hat sich inzwischen wiederum erhöht durch einen Zustrom von 63 000 Personen aus Osteuropa allein in diesem Monat Es ist erklärlich, daß die Fleischtöpfe der UNRRA eine unwiderstehliche Anziehungskraft ausüben. So ist es aber auch nicht verwunderlich, daß die" Zusammensetzung der DP's sich im Laufe des verflossenen Jahres grundlegend verändert hat. Die Kämpfer der nationalen -Widerstandsbewegungen haben nicht gezögert, so schnell wie möglich in ihre Heimatländer zurückzukehren, um sich mit ihren überlebenden Angehörigen zu vereinigen und beim Wiederaufbau mitzuwirken. Andere blieben zurück, wieder andere strömten hinzer, und so hat sich inzwischen ein Zustand herausgebildet, den die „Neue Zürcher Zeitung" am 17. Juni mit folgenden bezeichnenden Sätzen charakterisierte: „— Die Kritik beginnt erst dort, wo sich neu hereingekommene Ausländer, deren Vergangenheit im Dunkeln liegt, als Opfer des Nationalsozialismus aufspielen und der UNRRA-Privilegien teühaftig werden. Man verrät kein Geheimnis, wenn auch ein gewisses Unbehagen der amerikanischen Stellen, die der UNRRA gegenüber keine eigentliche Befehlsgewalt haben, registriert wird. Die displaced persons, von denen der schwer und widerwillig zu repatriierende Teil zurückgeblieben ist, stellen noch in anderer Hinsicht einen auf die Dauer sowohl für die Besatzungsmacht wie für die einheimische Bevölkerung bedrohlich wirkenden Fremdkörper dar. Sie bleiben nämlich nicht ruhig und erholungsbedürftig in ihren Lagern sitzen, sondern suchen sich eine wenn möglich angenehme Beschäftigung, wie sie heute in Deutschland auf dem schwarzen Markt dar geboten wird. Es ist wiederum ein offenes Geheimnis, daß manche von der UNRRA gelieferten oder in Deutschland requirierten Güter von den DP’s auf dem schwarzen Markt weiterverkauft werden.” .. Bedenklicher noch ist die durch Ausländer herbeigeführte Steigerung der Kriminalität. Nicht immer wird es sich in der tragikomischen Weise abspielen wie auf jenem Gut in der Nähe Münchens, wo Deutsche mitsamt ihren amerikanischen Gästen von eingedrungenen Polen auf den Boden befohlen werden, ein sich erhebender Deutscher sofort angeschossen wird und Haus und Hof durchsucht und geplündert werden. Oft handelt es 6ich um rein verbrecherische Anschläge, um Diebstahl, Raub und Mord. Ein einziger Münchener Polizeibericht meldet einen Mord und Selbstmord durch einen Ukrainer, Mord durch zwei Jugoslawen und einen Polen, Mord durch vier Jugoslawen, Raubüberfall durch sechs fremdsprachige Männer, Straßenraub durch einen Polen. Diese Verhältnisse sind nicht geeignet, die bei den einsichtigen Deutschenvorhandene Bereitschaft zum. Verständnis zu fördern, werden sie doch häufig von Ausländern geschaffen, die weder in einem Konzentration«- noch in einem Fremdarbei- terlager warfen.” Daß die Verhältnisse in der britischen Zone nicht viel anders liegen — die in unserer eigenen Zone sind uns zur Genüge bekannt —, beweist ein Erlaß der britischen Militärregierung vom 21. Juni, der anordnet, daß Verschleppte von jetzt ab grundsätzlich in Sammellagern .registriert 0 sir Seite 1 / Nr. 92 'werden müssen, und daß privat wohnende Ausländer keinen Anspruch mehr auf Sonderbevorzugung erheben können. Damit wird für solche DP's auch der Zwang zur Arbeit akut. Es ist bedauerlich, daß gewisse kriminelle Elemente ulter den „Verschleppten" durch ihre parasitäre Haltung einen deutlichen Stimmungsumschwung bei der deutschen Bevölkerung ausgelöst haben, der sich — und darin liegt eine gewisse Gefahr — gegen die Ausländer insgesamt auswirkt. Und es wäre wünschenswert, wenn in den Reihen der DP's selbst diese Einsicht zu einer Ausmerzung der kompromittierenden Elemente führen würde. Die deutschen Antifaschisten, welche die deutschen Konzentrationslager bevölkerten, als man in Deutschland noch nicht an „Fremdarbeiter" dachte, ziehen einen deutlichen Trennungsstrich zwischen ihren ausländischen Kameraden, mit denen sie zusammen jahrelang gegen Hitler und das Dritte Reich gekämpft haben, und jenen Rittern de* schwarzen Marktes und der Landstraße, die heute unter einer politischen Flagge segeln und dadurch die gemeinsame Sache diffamieren. Um einen Ministerweehsel Erklärungen von Hoegner, Schmitt und Pfeiffer In einer öffentlichen Versammlung gab Minister Heinrich Schmitt, der Minister für die politische Säuberung in Bayern einen Ueberblick über die Hintergründe seines bereits gemeldeten Rücktritts. „Diese Hintergründe sind nicht techni- scher Art, sondern absolut politischer Natur". Große Schwierigkeiten waren bis zum Inkrafttreten de« Gesetzes zur politischen Säuberung zu überwinden. „Besondere Schwierigkeiten gab es z. B.", wie Schmitt weiter ausführte, ..bei der Definie- rung des Begriffes „Nutznießer". In dem Augenblick nämlich, wo die Kriegsgewinnler und Nutznießer des Naziregimes an ihrer empfindlichsten Stelle, an den Besitz- verhäinissen, getroffen werden sollten, . setzte der Widerstand verschiedener deutscher Delegationsmitglieder ein.” Wiederholt seien die Differenzen so tief gewesen, daß die Verhandlungen kurz vor dem Scheitern stan. den. Die Tatsache, daß der jetzige Minister für Sonderaufgaben, Dr. Pfeiffer, wiederholt beim Ministerpräsidenten die Frage erwogen habe, ob man die Verhandlungen überhaupt noch fortführen solle, lasse es breite Volkskreise als unlogisch empfinden, daß derselbe Dr. Pfeiffer nun »um Säuberungsminister ernannt worden sei. „Damals", schloß Schmitt, „wurde mir und meiner Partei dieses Amt mit der Absicht übertragen, mir den Strick um den Hals zu legen, an dem ich mich selbst aufhängen sollte. Ich habe den Plan dieser Herren vereitelt, indem ich gemeinsam mit meinen Mitarbeitern ein Gesetz schuf, das nur auf Gerechtigkeit fußt und Rache aueschaltet. Ich wollte die Großen hängen und die Kleinen laufen lassen." Heinrich Schmitt ist Mitglied der Kommunistischen Partei, sein Nachfolger Dr. Pfeiffer gehört der CDU an. Der bayerisch« Staatsminister für Sonderaufgaben, Dr. Anton Pfeiffer betonte bei der Uebernahme seines Amtes, daß er darauf 6ehen werde, da« Problem der politischen Säuberung ganz aus dem parteipolitischen Kampf herauszunehmen, darüber hinaus sollen alle demokratischen und aufbauwilligen Kräfte in gleicher Weise zum Dienst an der Gerechtigkeit und Wahrheit eingesetzt werden. Die Hälfte der bayerischen Bevölkerung werde von den Ausstrahlungen des Gesetzes zur politischen Säuberung irgendwie betrofffen werden. Die z. Z. aber vorgeschriebenen kleinen . Geldstrafen trügen nicht zur gerechten Lösung des Problems bei. Sie bringen den Säuberungsprozeß nur in Verruf. Er habe sich, so betonte Minister Pfeiffer, erneut cm General Clay gewandt. Das ganze Problem müsse bei intensiver Arbeit innerhalb von 7— 8 Monaten gelöst werden ohne Rücksicht auf Person und Parteizugehörigkeit. . Ministerpräsident Hoegber hatte in einem Schreiben an den früheren Staatsminister Schmitt eine Richtigstellung der für den Rücktritt angegebenen Gründe gegeben. In diesem Schreiben heißt es u. a.: „Wie Ihnen bekannt ist, blieben die Leistungen ihres Ministeriums in den letzten Monaten hinter den berechtigten Erwartungen zurück. Der Aufbau der Spruchkammer und der Berufungskammer vollzog sich allzuschleppend. Schon vor Wochen war ich daher genötigt, Ihnen aus anderen Ministerien einige meiner besten Beamten zur Verfügung zu stellen. Ich bin weit davon entfernt, Ihnen oder Ihrer Partei die Hauptschuld an dieser Entwicklung zuzuschreiben. Die reaktionären Kräfte, die sich gegen die Durchführung dieses Gesetzes stellten, sind mir sehr wohl bekannt. Sie machten sich aber den Eindruck zunutze, ai« nehme ihre Partei Ihr Ministerium als parteipolitische Domäne für sich allein in Anspruch. Dabei ist es doch wohl ausgeschlossen, da« Gesetz vom 15. März 1946 ohne die Mitarbeit der größten Partei unseres Landes wirksam durchzuführen. Ich schlug deshalb Ihnen vor, die Leitung Ihres Ministeriums einem Manne der Christlich- sozialen Union zu überlassen, der bei der Beratung an Ihrer Seite mitgearbeitet und sich in der peffentlichkeit 6tets rückhaltlos hinter das Gesetz gestellt hat. Ihre freundschaftliche Verbundenheit mit diesem Manne, Herrn Staatssekretär Dr. Pfeiffer, hätte diese Zusammenarbeit zweifellos erleichtert. Leider haben Sie diesen wohlerwogenen Vorschlag abgelehnt." Organisationsfehler ? Die Bauern haben bei der letzten Getreideerfassungsaktion ihre letzten Bestände abgeliefert und sind dadurch auf den Bezug von Brot über Brotbezugsmarken angewiesen. Die Ausgabe der Brotbezugsmarken und insbesondere der Aufruf dieser Marken zur Abgabe von Brot ist jetzt in zahlreichen Dörfern unterblieben. Auf Vorstellungen hin wurden die betroffenen Bauern auf die gegenseitige Aushilfe verwiesen. Durch diese Maßnahme sind insbesondere die Kleinbauern, die sowieso nur beschränkte Erträge zu ihrer Verfügung hatten und deshalb noch als Handwerker, Holzhauer oder Fischer tätig sind, hart betroffen, sodaß eine Abhilfe dringend notwendig ist. Neuer Weltflugrekord London. Der englische Hauptmann Beamont stellte mit seiner Meteor-Maschine mit Rolls-Roys-Motor mit 1013 Kilometer Stundengeschwindigkeit einen neuen Weltflugrekord auf. Er überbot damit den im November vorigen Jahres mit einer Maschine gleichen Typs aufgestellten Geschwindigkeitsrekord von 975 Stundenkilometer und überschritt so zum erstenmal die Tausend - Kilometer - Geschwindigkeitsmarke. Kurz gemeldet In einer einstimmig gefaßten Entschließung des Ausschüsse« für auswärtige Angelegenheiten dankte da« französische Volk dem ehemaligen britischen Premierminister Winston Churchill für seinen Beitrag zum gemeinsamen Siege. Churchill, der anläßlich dee Jahrestages der französischen Revolution in Frankreich weilte, wird am Mittwoch nach London zurückkehren. Nach einer Meldung der französischen Nachrichtenagentur erklärte der norwegische Außenminister, daß Norwegen von Deutschland Reparationen von 40 Milliarden Kronen verlangen werde. Nur noch 300 deutsche Kriegsgefangene werden nach einer Mitteilung des Kommandanten des Durchgangslagers „Camp Shanks", Oberst Harry W. Man, in den Vereinigten Staaten bleiben. SCDKUKIEK Die 5506 Kriegsgefangenen, di« sich jetzt im „Camp Shanks" befinden, werden ln den nächsten Tagen nach Deutschland gebracht werden. Anderthalb Millionen Postkarten von deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion trafen, wie SNB meldet, im ersten Halbjahr 1946 in Deutschland ein und über eine Million Antwortkarten wurden von Deutschland in die Sowjetunion befördert. Unbestellbare Kriegsgefangenenpost aus der Sowjetunion lagert beim Postamt Berlin NW 40, wo sie jederzeit angefordert werden kann. Einheitliche KennzeiAien für Kraftfahrzeuge werden demnächst in ganz Deutschland eingeführt werden, wurde durch eine Übereinkunft der vier Besatzungsmächte in Berlin auf Grund eines amerikanischen Vorschlages festgelegt. Gleichzeitig wurde auf amerikanische Anregung hin beschlossen, eine allgemeine Bestandsaufnahme aller Fahrzeuge in den vier Besetzungszonen vorzunehmen. Der Betrieb der Jugendherbergen, als ehemalige „Stützpunkte nazistischer Militärorganisationen", ist auf Befehl des obersten Chefs der sowjetischen Militärregierung für Deutschland, Marschal! Soko- lowski, in der sowjetischen Zone verboten worden. Da6 gesamte Eigentum der Jugendherbergen dieser Besatzungszone ist den Abteilungen „Volksbildung" der deutschen Verwaltung der Provinzen und Länder zu übergeben. •Nach viertägiger Beratung wurde im Malmedy-Prozeß das Urteil gefällt. Von den 73 Angeklagten wurden 43 zum Tode durch Erhängen verurteilt. Der Propagandachef des polnischen Außenministeriums gab bekannt, daß die neun Personen, die wegen Teilnahme an den Kielcer Judenpogromen zum Tode verurteilt worden waren, durch Erschießen hingerichtet wurden. Der Kommandeur und der stellvertretende Kommandeur der Bürgermiliz in Kielce wurden verhaftet, Sie werden ebenso wie der bereits vorher verhaftete Kommandeur der Sicherheitspolizei beschuldigt, bei den Judenpogromen nicht energisch genug eingeschritten zu sein. In Alexandrien wurde in einem britischen Unteroffiziersklub während einer Tanzveranstaltung fünf Handgranaten geworfen, durch die 25 Personen verletzt worden sind. Die Verluste der chinesischen Armee während des Krieges werden auf 3*/» Millionen Tote geschätzt. Die Gesamtverluste der Bevölkerung und der Armee werden mit über 10 Millionen beziffert. Apostolischer Legat für Deutschland Der „Christliche Nachrichtendienst" veröffentlicht, wie Radio Koblenz berichtete, eine Meldung, daß der Papst den amerikanischen Bischof Münch zum Apostolischen Legaten für Deutschland ernannt habe. Mit dieser Ernennung sollen keine diplomatischen Aufgaben verbunden sein, da keine deutsche Regierung besteht. Josef Wittig Professor Josef Wittig, der ehemalige Breslauer Theologe und Dichter, hat sich wieder mit der Kirche ausgesöhnt. Vor wenigen Wochen war er aus seiner Heimat Neusorge in Schlesien evakuiert worden und lebt nun in der englischen Besatzungszone. 1903 zum Priester geweiht, hatte er von 1911 bis 1926 die Professur für christliches Altertum und kirchliche Kunst in Breslau inne. Seine 1921 erschienene „Patrolo- gie". begründete sein Ansehen in der wissenschaftlichen Welt. Der 1922 im „Hochland“ erschienene Aufsatz „Die Erlösten" lenkte die besondere Aufmerksamkeit auf ihn. Außerordentliche, aber schon bald sehr umstrittene Bucherfolge waren „Herrgottswissen von Wegrain und Straße" (1922) und „Leben Jesu in Palästina und anderswo" (1925), die den Einspruch der kirchlichen Lehrautorität erfuhren. 1926 wurde er nach seiner Verweigerung der Unterwerfung unter da® Urteil der Kirche exkommuniziert, ein Teil seiner Schriften indiziert. Freitag, 19. Juli 1946 ■ I* Akademisches Studium Gegen Ende des WS. 1945/46 nahm da« Akademische Berufsamt an der Universität Tübingen seine Tätigkeit als Dienststelle des Landesarbeitsamts Süd-Württemberg und Hohenzollern wieder auf. Seine Aufgaben sind praktischer und wissenschaftlicher Natur. Praktische Hilfe leistet das Berufsamt durch Vorträge über die gegenwärtige Hochschullage und die Aussichten in den akademischen Berufen vor den Schülern der höheren Lehranstalten, sowie durch Einzelberatung und Auskunfterteilung. Die wissenschaftliche Arbeit dient der Erarbeitung geeigneter Unterlagen! zwei Aufgaben steben hierbei im Vordergrund: die Ausgabe von Literatur und die Statistik der akademischen Berufe. — Einen Ueberblick • über den Nachwuchs und den voraussichtlich sich ergebenden Berufebedarf soll die zur Zeit zusammen mit dem statistischen Landesamt ausgenommen« Erhebung an der Universität Tübingen bieten. Für die Klärung des Bedarf« wurde eine Fühlungnahme mit den staatlichen und wirtschaftlichen Instanzen- angestrebt. Die Hochschulstatistik erfüllt aber erst dann ihren Zweck, wenn aus ihr im Zusammenhang mit der Berufs- Statistik Einblicke in die Nachwuchs- und Bedarfsverhältnisse gewonnen werden können, welche die Aufstellung von Prognosen fpr eine Lenkung des akademischen Nachwuchses ennöglichap. Bei dem Fehlen statistischer Unterlagen und der gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Ungeklärt- heit ist eine Berufsberatung auf lange Sicht nicht möglich. Diese 6etzt, wenn sie nicht ln* Ungewisse hinein erfolgen «oll, eine über einen größeren Raum kontinuierliche Wirtschaftsentwicklung voraus, die in großen Zügen für die nächsten Jahre überschaut werden kann. Dia akademische Berufslage ist gegenwärtig noch nicht einheitlich schlecht Wir wissen nicht, wieviel« Akademiker au« Kriegsgefangenschaft aus den Ostgebieten, au« der Durchführung der Entnazifizierung u. a, m. noch frei werden. Fest steht aber, daß die Ueberfüllung mit Aerzten, Juristen, Philologen, Chemikern, Physikern, Ingenieuren des Maschinenbaues und der Elektrotechnik einen bisher nicht bekannten Umfang erreichen wird. Und was schwerer wiegt, ist die Tatsache, daß die wenigen jetzt noch gewisse Aussicht bietenden Berufe wie Volksschullehrer, zum Teil höhere Schullehrer, Zahnärzte, Theologen in wenigen Jahren das gleiche Bild der Ueberfüllung teilen werden. „Aussicht" bietet im Augenblick nur das Gebiet, das zugleich unser Elend ausmacht: die Bauberufe als. Mittel, aus den Zerstörungen unserer Wohnstätten herauszukommen. Es ist sicher richtig, wenn die akademische Berufsberatung empfiehlt, bei der Berufswahl nicht von Zahlen auszugehen, sondern von der beruflichen Neigung und Eignung. Dazu muß betont werden, daß nur der weit über dem Durchschnitt Stehende dem Studium nähertreten sollte. Da« Abitur ist wohl Berechtigung zum Studium — aber heute nicht mehr die einzige Voraussetzung! Es ist weder gesellschaftliche Frage noch Frage des Prestige«, wenn der heutige Abiturient vom Studium Abstand nimmt. Das Abitur muß wieder als Wissensreife für« Lebfen und nicht bloß fürs Studium angesehen werden. Fragt man: warum denn I die lange Schulzeit? — so muß man dagegen I fragen: ist Bildung nur sinnvoll, wenn sie I in einem akademischen Beruf realisiert wird? Aus diesen Gedanken heraus müssen alle Zulassungsbestimmungen, Zwischenprüfungen u. a. m. verstanden werden. Durch die Zwischenprüfungen soll erreicht werden, daß die Ausscheidung der Ungeeigneten nicht mehr allein einer nach sechs, acht 'oder zehn Semestern abzuhaltenden Staatsprüfung überlassen bleibt, sondern daß der für das Hochschulstudium, Nichtbefähigte noch einen anderen Beruf ergreifen kann. Darum wurde in Tübingen für Studierende der jur. und pbil. Fakultät nach dem zweiten Stir diensemeeter eine Zwischenprüfung mit erheblichen Anforderungen eingeführt. So ist zu erwarten, daß die vom jungen Akademiker geforderten überdurchschnittlichen Leistungen Ansporn sind, alle Kräfte des Willens und des Geistes einzusetzen, um sich in seinem zukünftigen Beruf durchzusetzen und dessen allgemeines Niveau zu heben. Herbert Scheel Der Kritiker • „Wenn man mir doch glauben wollte, daß ich lieber lobe als tadle, daß ich ohne Voreingenommenheit, ohne jegliche Sympathie oder Antipathie, was die Personenfrage betrifft, an diese Dinge herantrete, daß ich keine Freunde und keine Feinde habe, und daß mir lediglich die Sache am Herzen liegt. Man gebe mir Gutes, und ich werde nicht kritteln undmäkeln-. Ich bin nicht dazu da, öffentlich Billettdoux zu schreiben, sondern die Wahrheit zu sagen oder doch das, was mir als Wahrheit erscheint. Denn die Anmaßung liegt mir fem, mich als eine letzte, unfehlbare Instanz anzusehen, von der aus kein Appell an Höheres denkbar ist... Allen Empfindlichkeiten kann unsereins freilich von Metier wegen nie und nimmer gerecht werden." Diese Sätze stammen von Theodor Fontane, dessen vorbildlich ausgeübtes „Metier" es war, das Berliner Theaterleben seiner Zeit in der Vossischen Zeitung kritisch zu verfolgen. Wir kennen Fontane als einen Schriftsteller und Dichter von größter Feinsinnigkeit, dem die reine Hingabe an da« Objekt und Pflichttreue selbstverständlich waren- Auch er hat das Los seiner Kollegen vor und nach ihm geteilt, angefeindet zu werden, so sehr, daß er, Fotanel, sieb öffentlich wehren mußte. Es ist übrigens pikant was „Die Bühne" im Jahr 1940 dazu schrieb. „Nicht umsonst haben wir den Altmeister Fontane bemüht, es „Hegt Veranlassung vor, darauf hinzuweisen" daß Mißtrauen, Empfindlichkeit Aus dem Parteileben 18 Abgeordnete der CDU aus Nordbaden für die Verfassunggebende Landesversammlung Bei der Wahl zur Verfassunggebenden Landesversamm’ung am 30. Juni 1946 wurden 41 Abgeordnete der CDU gewählt. Davon entfallen 18 auf Nordbaden und 23 auf Nordwürttemberg. Von den 18 badischen Abgeordneten sind zehn katholisch und acht evangelisch. Von den 23 württember- gischen Abgeordneten sind 15 evangelisch und acht katholisch. Die CDU ist die einzige Partei, die in allen 26 Wahlkreisen Abgeordnete durchgetoracht hat. Die 18 gewählten badischen Abgeordneten sind: Karlsruhe-Stadt: Bürgermeister Heurich, Karlsruhe, Bürgermeister Kaufmann, Ettlingen; Karlsruhe-Land: Regierungsdirektor A. Kühn, Karlsruhe; Pforzheim Stadt und Land: Dipl.-Ing. Dr. Pracht, Pforzheim; Bruchsal: Minister Dr. Köhler, Ettlingen, Bürgermeister Bläsi, Bruchsal; Heidelberg-Stadt: Prof. Dr. Kaufmann, Bühler-Heidelberg: Heidelberg-Land: Schlossermeister Ruppert, Eppelheim; Mannheim-Stadt: Arbeitsamtsdirektor Kuhn, Mannheim, Arbeiter Schilpp, Mannheim: Mannheim-Land: Bürgermeister Brück, Weinheim; Sinsheim/Mosbach: Bürgermeister Dörr, Eppingen, Bürgermeister Schwarz, Mosbach-, Buchen-Tauberbischofs- heim: Landwirt Wadcer, Berolzheim, Bürgermeister Hoog, Wertheim. Landesliste: Landgerichtsdirektor Dr. Ansdiütz, Heidelberg, Reidisbahn-Abtedlungspräsident Harter, Karlsruhe, Frau Walch, Karlsruhe. Spende im Wahlumschlag Im Umschlag eines für die CDU abgegebenen Stimmzettels in Karlsruhe-Beiertheim befand sich eine größere Geldspende einer CDU-Wählerin. Der Spende war ein Zettel folgenden Inhalts angefügt: „Union, bringe doch unsere unbelasteten Kriegsgefangenen in die Heimat zurück, sie haben es gewiß verdient, sie werden es durch Treue zu der Union danken. Eine für viele.” Aufruf zu den Gemeindewahlen in der Sowjetzone Die Gemeindewahlen müssen zu einem Bekenntnis zum Frieden und zur Demokratie werden und gleichzeitig der Diktatur und aller Kriegstreiberei durch den Stimmzettel eine Absage erteilen, heißt es in dem Aufruf der Christlich-Demokratischen Union zu den für den Herbst dieses Jahre* vorgesehenen Gemejndewahlen. Der Aufruf, den die beiden Zonenvorsit- zenden Berlins, Jakob Kaiser und Ernst Lemmer, sowie die Vorsitzenden der Landesverbände Brandenburg, Mecklenburg- Vorpommern, Sachsen und Thüringen unterzeichnet haben, fordert, daß die öffentlichen Angelegenheiten schon in den kleinsten Einheiten, in den Gemeinden, in ehrlicher, selbständiger Politik vom Geiste sittlicher Verantwortung geführt werden. „Die Christlich-Demokratische Union, die aus den bisherigen Wahlen in anderen Teilen des Reiches als stärkste Partei hervorgegangen ist, ist die große Volkspartei", heißt es in dem Aufruf weiter, „die den Klassenkampf überwindet und sich jeder Diktatur widersetzt. Sie i6t eine christliche Partei, sachlich und wahrhaftig, die keine goldenen Berge verspricht. Sie ist eine Partei des Recht« und bekennt sich zu einer sozialistischen Ordnung." Freiherr von Schoenaich der Union beigetreten Der Präsident der Deutschen Friedensgesellschaft, Freiherr von Schoenaich, der nach 1918 Mitglied der Dgutschen Demokratischen Partei gewesen war, hat seinen Beitritt zur Christlich-Demokratischen Union vollzogen.* Er folgte damit dem Beispiel zahlreicher deutscher Demokraten, die den Neubau Deutschland« in dieser großen, da« Christentum und die fortschrittliche Demokratie bejahenden sozialen Volkspartei gestalten wollen. Uebelnehmerel, Mangel an Verständnis und — Humor auf dem uns' hier angehenden Gebiet in einem Maße zugenommen haben, für das im heutigen Deuts chland, und zumal in dieser das Zusammenstehen aller erfordernden Kriegszeit, wahrlich kein Platz mehr sein sollte." 1940, als der Kritiker schon durch Staatsakt abgeschafft war und dem „Kunstbetrachter" Platz gemacht hatte! KULTURNACHRICHTEN Ehrenvolle Berufung. Die Stadt Koblenz berief Otto Winkler aus Tiengen, zuletzt als 1. Opernkapellmeister am Opernhaus Frankfurt a. M., zum städtischen Musikdirektor. Otto Winkler übernimmt außer der Oberleitung der Oper auch die Konzerte der „Rheinischen Philharmonie“ und baut das historische, im Jahre 1808 gegründete „Koblenzer Musikinstitut“ mit einem großen Oratorienchor wieder auf. Winkler war von 1928-30 an der städtischen Oper Berlin Assistent von Bruno Walter. Ausstellung verschleppter! Künstler. Die UNRRA veranstaltete ! unter der Leitung von Mr. A. Thomasset im Wintergarten des Kurhauses von Baden-Baden eine Kunst- und Kunstgewerbeausstellung polnischer, litauischer, lettischer. estländischer und ukrainischer Künstler. Sie stand unter dem Patronat von General König, dem Oberbefehlshaber der französischen Besatzungsstreitkräfte und General de Marguerittes. Die Leiterin der Ausstellung, Gräfin Natalie de la Fere, eine . geborene Engländerin, erklärte, daß aus Raummangel nur ein Ausschnitt aus dem Schaffen der Künstler gezeigt werden könnte. Akademie derWissensdiaften. Eine deutsche Akademie der Wissenschaft wird nach einer Verfügung der sowjetischen Militärverwaltung in Berlin eröffnet werden. Die Akademie tritt an die Stell« der ehemaligen preußischen Akademie der Sozialismus und Agrarpolitik Auszug aus den Arbeiten der Agrar-Sachverständigen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands von Herbert Kriedemann, Hannover. Alle Probleme der Agrarpolitik und der Bodenreform sind in den letzten Monaten in den Fachausschüssen gründlich studiert worden. An den Beratungen haben neben sozialdemokratischen Politikern und Praktikern auch viele Landwirte teilgenommen, die — ohne Mitglied der Partei zu sein — doch mit den Sozialdemokra»en der Meinung sind, daß man die Aufgaben der Agrarreform entschlußfreudig und gründlich anpacken muß. Bei allen Diskussionen stand stets als Richtschnur die Lebensnotwendigkeit de« deutschen Volke« im Vordergrund. Angesichts der Größe der Aufgabe und ihrer Bedeutung für die nahe und ferne Zukunft hat man sich von jeder billigen Propaganda ferngehalten. Die erste und dringendste Aufgabe der Agrarpolitik ist die Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugung auf deutschem Boden. Es ist die gemeinsame Ueberzeu- gung aller Sachverständigen in Theorie und Praxis, daß eine erhebliche Vermehrung der Produktion möglich ist, wenn hemmende Auffassungen, Einrichtungen und Personen so schnell als möglich ausgeschaltet werden. Wegen des Mangels an technischen Einrichtungen, Maschinen und Kunstdünger und zur Ueberwindung der schweren Schäden, die die Nazimißwirtschaft vor und während des Krieges dem deutschen Boden zugefügt hat, ist die Erhöhung der menschlichen Leistungsfähigkeit erste Voraussetzung. Die Vermehrung und Verbesserung der landwirtschaftlichen Maschinen, deren Unterhaltung und Reparatur besonders auch auf genossenschaftlicher Basis, muß mit jedem Mittel gefördert werden. Ferner ist es notwendig, die Arbeitsfreude der Bauern und Landarbeiter durch die Befreiung von sozialer und wirtschaftlicher Ausbeutung zu steigern. Die Intensivierung der Bodennutzung macht auch eine Vermehrung der Arbeitskräfte notwendig, wobei auf die meist in Flüchtlingslagern unproduktiv zurückgehaltenen Frauen und Männer aus dem Osten zurückgegriffen werden soll. Die Sozialdemokraten wollen die Lage derer, die auf dem Lande arbeiten und derer, die neu in den Kampf um das tägliche Brot eingereiht werden müssen, verbessern und fordern deshalb die Durchsetzung einer neuer# sozialen Gerechtigkeit auf dem Land und für das Land. Der landwirtschaftliche Großbesitz, besonders im Osten, kann als Mittel zur Ausbeutung der Pächter und Landarbeiter aus wirtschaftlichen und politischen Gründen ebenso wenig geduldet werden wie die in den Händen Einzelner befindliche Großindustrie. Die Sozialdemokratie verlangt deshalb die sofortige Ueberführung der Großbetriebe — in der Regel der Betriebe über 100 Hektar — in das Eigentum derer, die das Land bebauen. Die gegenwärtigen Besitzer sollen entschädigt werden. Die Sozialdemokratische Partei erklärt ausdrücklich, daß bei der von ihr geforderten Agrarpolitik von einer Gefährdung des Bauerneigentums in keiner Weise die Rede sein kann. Wir unterscheiden zwischen dem Eigentum, auf dem der auf eigener Scholle schaffende Bauer wirkt — dem Arbeitseigentum — und dem formalen Besitz an Land- und Produktionsmitteln, der dazu dient, ohne selbst zu arbeiten, die Arbeitskraft anderer auszubeuten. Das erstere steht wie im Gewerbe auch in der Landwirtschaft unter dem uneingeschränkten Schutz sozialdemokratischer Politik und wird mit jedem Mittel gefördert. Das Ausbeutungseigentum jedoch ist, nachdem es zu unzähligen Krisen in der kapitalistischen Wirtschaft geführt hat, heute nicht mehr vertretbar und bedarf der Reform. Fortsetzung folgt Wissenschaften. Die frühere preußische Akademie der Wissenschaften wurde vor 250 Jahren gegründet und hatte bis Beginn des 19. Jqahrhunderts einen 'Weltruf erlangt. Deutsche Schiller-Stiftung hat von der sowjetischen Militärverwaltung in Thüringen die Genehmigung zur Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit erhalten. Generalsekretär der Stiftung ist Prof. Heinrich Li- lianfein. • Erotik nicht gefragt. In einem Berliner Theater wurde als Eröffnungsvorstellung Wedekinds „Frühlings- erwachen“ angekündigt. An der Kasse war ein Schild aufgehängt: Für Jugend- # liche verboten! Alles nützte nichts. Etwa 30 Personen waren erschienen, einschließlich der Freiplatzinhaber. Wede- kind war einst sensationell, man drängte sich zu seinen Stücken wie um Brot an Bäckertüren. Aber Erotik ist nicht mehr sensationell und nicht gefragt auf den Brettern, die die Welt bedeuten. * Testament eines Amerikaners, ln Philadelphia starb ein reicher alter Junggeselle und hinterließ ein Testament, in dem er sein Vermögen drei Damen vermachte, die sich um sein irdisches Wohlergehen, wie er schrieb, außerordentliche Verdienste erworben hatten. Diesen drei Damen hatte der Verstorbene Heiratsanträge gemacht und alle drei hatten ihn abgewiesen. Wodurch sie so viel zu seinem irdischen Wohlergehen beitrugen. Valentin« Vergeßlichkeit. Karl Valentin schreibt: Wieviele Menschen, ob alt, ob jung, leiden jetzt infolge Kalorienmangels an Gedächtnisschwäche und Zerstreutheit Kürzlich zünde ich mir ein Streichholz an, will mir eine Zigarette anbrennen, stehe mit dem brennenden Streichholz da und weiß nicht mehr, was ich damit wollte. Als das Streichholz verbrannt war, fiel es mir ein, daß ich mir eine Zigarette anzünden wollt«, wenn ich eine gehabt hätte. gen schi yteiteg, 19. JuM 194« SUDKUKIEK Nr. 92 / Seite 3 Das deutsche Pantheon in St Blasien Zum 1000jährigen Bestehen „Die Kirche zu St Blasien ist inwendig gewiß bei weitem die schönste Deutschlands. Die hohe Simplizität macht sie zu einer der schönsten Kirchen in der Welt, und in Deutschland ist ihr keine zu vergleichen.“ Zu diesen Worten höchster Anerkennung begeisterte schon den Reisebe- sthreiber Nicolai der Anblick des Bauwerks kurz nach seiner Erstellung. Es stellt in der Tat die Krone unter den vielen großartigen Bauten des französischen Architekten d'Iznard dar, eines Baugenies, das auf deutschem Boden und namentlich in Württemberg und Baden seltene Denkmale seines schöpferischen Geistes hinterlassen hat Sie geben zugleich Zeugnis davon, wie der in der Pariser Akademie geschulte Meister sich von allen professoralen Stillehren befreit und seine Bauten mit dem heimatlichen Boden verbunden hat, auf den sie gestellt 6ind. D'Ixnard ist der Architekt der Aufklärung, des Klassizismus, in dem das neue Menschheitsideal, die Harmonie der Form und mit ihr die Mächte sich ankündeten, die die feudal-kirchliche Geisteshaltung ablösten und die bürgerfiche Denkweise zum Siege führten. Der Geist Voltaires und Rousseaus hatte auch Deutschland erobert, in dem man sich das gesuchte Traumland nur in antikem Gewände vorstellen konnte. Es ist bezeichnend, daß d'Ixnard seine großen Aufträge von den geistlichen Fürsten* dem Bischof von Metz, dem Kurfürsten von Trier, dem Kardinal Rohan von Straßburg, dem reichsfreien Damenstift zu Buchau und dem Fürstabt zu St. Blasien erhielt. Das neue Geistesleben hatte die weltlichen wie geistlichen Großen jener Zeit gleich mächtig ergriffen; es kam in ihren Baudenkmalen zum Ausdruck. Ein neuer Bauwille belebte die Träger des Absolutismus in den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts, bevor er endgültig zu Grabe getragen wurde. Der Klassizismus, in dem diese Werke größtenteils erstanden, verlieh mit der Heiterkeit des Rokoko« der Periode seinen Glanz, der sie mit ihren einzigartigen Kunstwerken zu den größten der Geschichte macht. Was in jener Zeit meistens der Fall war, daß der Künstler an seinem Wirkungsort auch den ihm geistesverwandten Bauherrn gefunden hat, das traf auch bei d'Ixnard in St. Blasien zu. Fürstabt Martin Gerbert, geboren zu Horb a. N„ der 1764 bis 1793 an der Spitze des Klosters stand, war ohne Zweifel der bedeutendste Prälat seiner Zeit. Was er im Dienste der Reform des theologischen Studienbetriebs gegen die autarke Spätscholastik getan hat, 6eine Belebung der Kirchengeschichte, der historischen Hilfswissenschaft, der Gesamtdarstellung der Theologie, der allgemeinen Geschichte und namentlich der Kirchenmusik, bleibt unvergeßlich, nicht weniger aber auch «ein historisches Forschungsinstitut,-wodurch er sein Kloster zu einer Gelehrtenakademie ersten Ranges gemacht hat. Dieser Kirchenfürst erinnert mit seinem Universalwissen an die beiden Humboldt, in, ihm scheint der Renaissancemensch seine letzte Prägung gefunden zu haben. Keineswegs ein bloßer Buchgelehrter, hat er sein Wissen auf ausgedehnten Reisen durch Frankreich, die Schweiz, Süddeutschland, Italien, Oesterreich bereichert und 6eine Schaffenskraft beschwingt. Als Mitglied von nicht weniger als sieben Akademien, nämlich von Mannheim, Metz, Berlin, München, Göttingen, London, Rovoredo genoß er internationalen Ruf. Als er nach dem verheerenden Brandunglück des Jahres 1768 vor die große Aufgabe gestellt wurde, aus den Ruinen einen Neubau erstehen zu lassen, stand bei ihm fest, nur eine der Geschichte, Größe und Bedeutung seines Konvents entsprechende Anlage zu erstellen. Er hatte dabei das Glück, in Michael d'Ixnard aus Nimes und Franz Jo6ef Salzmann aus Donaueschingen zwei Baukünstler zu gewinnen, die seinen hochfliegenden Plänen die von ihm erwartete Gestaltung zu geben wußten. Der er- stere stand um jene Zeit im Dienste de« Fürsten von Hohenzollem-Hechingen und baute in seinem Auftrag nachher in seiner Residenz auch die schöne Kirche, heute noch das beste klassizistische Werk in der weiten Umgebung. Letzterer war fürstlich Für- stenbergischer Baudirektor und der praktisch-technische Berater, während d'Ixnard das Künstlerische besorgte. Der Abt war bei «einer Reise nach Rom •o von dem Pantheon begeistert, daß die neue Kirche nach seinem Vorbild gebaut werden mußte. Vor diese Aufgabe gestellt, reichte d’Ixnard «eine Pläne ein. Auch er kannte die Kuppelkirchen wie sie in rand drei Jahrhunderten von den großen Baukünstlern gestaltet worden sind. In seinem Entwurf stützte er sich vor allem auf Vorbilder, die er ln seinem Vaterlande vorfand und in Paris in der Sorbonne, Val de Grace, im Invalidendom und in der Maria- Himmelfahrtskirche in der Honoriusstraße vor Augen hatte. Aber das Pantheon war von ihm nachzuahmen, und das verlangte ein starkes grundsätzliches Abrücken von den großen französischen Vorbildern. Indessen auch bei einem Pantheon mußte den nordischen klimatischen Verhältnissen Rechnung getragen werden: ein offenes Oberlicht war im tiefen Schwarzwald unmöglich. Was an Weite des Raumes durch das Aufgeben des Oberlichtes in St. Blasien gegenüber dem Pantheeon verloren ging, suchte der Künstler durch Erweiterung des Kuppelraumes zu ersetzen, indem er um die in Säulen aufgelöste Wand einen breiten Umgang anfügte. Eine zweite Kuppelschale über dem inneren Gewölbe machte den Außenbau der Kuppel um die Hälfte höher als das Innere. Mag auch d'Ixnard infolge schwerer Differenzen mit seinem Bauherrn vor Vollendung seines Werkes entlassen worden sein: sein Nachfolger Nicolaus de Pigage hielt sich in der Hauptsache an seine Entwürfe. Auch die Türme und Vorhallen wur- j Die in der Zeit vor dem Erscheinen des Menschen grünenden Gewächse sind nicht ohne Spuren untergegangen. Sie haben Reste von verschiedener Beschaffenheit hinterlassen. Allgemein bekannt sind die aus pflanzlicher Substanz entstandenen Kohlenlager. Aber auch in den nicht brennbaren Gesteinen der erdgeschichtlichen Vergangenheit finden sich Hinweise auf die einstige Flora. Besonders bemerkenswert erscheinen die kohlig erhaltenen Fossilien von Früchten oder Samen und die Abdrücke der Laubblätter aus den Ablagerungen der als Tertiär bezeichneten Braunkohlenzeit. Sie haben sich zum Teil durch den Vergleich mit den entsprechenden Organen heutiger Gewächse bestimmen lassen, so daß wir über die Zugehörigkeit der während ihrer Entstehung lebenden Formen unterrichtet sind. Das für Mitteleuropa berühmteste Vorkommen solcher Reste ist unweit Oehnin- gen in der als „Höri“ bezeichneten Landschaft am unteren Bodensee gelegen. Daselbst befand sich im jüngeren Tertiär ein See, der eine durch den Vulkanismus des benachbarten Hegaus entstandene Hohlform ausgefüllt hat. Die geschichteten Kalke und Mergel seiner Sedimente bewahrten zahlreiche pflanzliche und tierische Reste aus dieser Zeit. Schon im 16. Jahrhundert haben die Mönche des benachbarten Klosters Oehningen das Gestein in kleinen Brüchen gewinnen lassen. Bei dieser Gelegenheit wurden die zahlreichen Fossilien bemerkt und als Kurio- den zum größten Aerger Pigage« nach d*Ix- nardß Plan durchgeführt. Ebenso muß das vom inneren Ausbau und von der Ausstattung des Chores und der Kirche gesagt werden. Die Stukkateure und Marmorierer Bossi, Gigei, Pozzi, der Freskenmaler Wen- zinger, der Orgelbauer Silbermann, der Bildhauer Hörr, der Schlosser Hugenest und wie die Künstler alle heißen, haben ihre Arbeiten in den Gesamtplan gestellt, daß das prächtige Bauwerk nach seiner Vollendung jede Kritik der Zeitgenossen pries. Die wohltuende Reaktion des Klassizismus auf die Ueppigkeit und auf das Schwelgen des Rokokos in Form und Farbe ist bei Katholiken wie bei Protestanten festzustellen. D’Ixnard war nachher noch beim Bau de« kurfürstlichen Schlosses in Koblenz, beim Münsterbau in Konstanz und anderswo tätig ; Die Kirche zu St. Blasien ist sein Meisterwerk. Es gibt keinen zweiten Kirchenraum, in dem der weite, ruhige Raum den Besucher sofort in den Bann dieser einfachen, elementaren, großen Verhältnisse zieht. Die ungewöhnliche Monumentalität und Größe läßt St. Blasien über die meisten Kuppelkirchen hervorragen und macht sie zu den größten und herrlichsten Kirchen des deutschen Klassizismus. Ihre Spannweite von 32 Metern steht über der von SL Paul in London mit 30 Metern, St. Stephan in Karlsruhe mit 31, der Frauenkirche in Dresden mit 23, dem Invalidendom mit 25,8, der St Gieneve mit 22. der Kirche in Weingarten mit 15, in St Gallen mit 25, in Wiblingen mit 25,85, aber unter dem Pantheon mit 43,6, dem Dom von Slorenz mit 42 und St. Peter in Rom mit 42,5 Metern. Die Konstruktion mit den 20 freistehenden 17 Meter hohen Rundsäulen, über ihnen die innere Kuppel und der hohe Tambour sowie die äußere Zier der Kuppel ist von außerordentlicher Kühnheit und Genialität, das Raumbild ist Einheitlichkeit der architektonischen Gliederung von mächtiger Wirkung. Im Aeußeren kommt die strakte Geschlossenheit und klare Silhouette aufs glücklichste zur Geltung. Mag auch durch die Brandkatastrophe von 1874 an dem stolzen Werk manches vernichtet worden sein, die mächtige Kuppel kündet uns heute von den großen Architekten und Bauherrn, deren Ruhm für alle Zeiten weiterleben wird. Dr. J. Förderer. sitäten gesammelt Großes Aufsehen erregten die Reste eines Riesensalamanders, den der berühmte Naturforscher J. J. Scheuchzer im Jahre 1706 für einen der Sintflut zum Opfer gefallenen Menschen gehalten hat. Das „betrübte Beingerüst“ dieses armen Sünders sollte nach seiner Ansicht den „neuen Bosheitskindem“ zum abschreckenden Beispiel dienen. Jedenfalls hat dieser mehrfach veröffentlichte Fund die Augen der gesamten Gelehrtenwelt auf Oehningen und die Steinbrüche gerichtet. In der Folgezeit bewährte sich Oehningen als eine wahre Fundgrabe wichtiger Fossilien. Das in der Gemarkung Wangen gelegene Vorkommen erwarb den Ruf eines „Mekkas der Versteinerungskunde“ und wurde nicht nur von zahlreichen Gelehrten besucht, sondern veranlaßte auch ein umfangreiches wissenschaftliches Schrifttum. Von den tierischen Resten sind die ungewöhnlich günstig erhaltenen Abdrücke zahlreicher Insekten besonders bekannt Mehr als 800 Arten hat man zu unterscheiden geglaubt! ■ Auch die Reste von Schnecken, Muscheln, Krebsen, Milben, Spinnen, Fischen, Kriechtieren, Vögeln und Säugetieren sind bedeutsam. Als „Herbarium der Vorwelt“ genießt Oehningen einen besonders ausgedehnten Ruf. Bestimmte Lagen der in den Steinbrüchen anstehenden geschichteten Kalke enthalten neben den Resten der Insekten viele Abdrücke von Laubblättern und Zweigen. Schon die Tafeln des 1709 von J. J. Scheuchzer veröffentlichten „Herbarium Diluvianum“ zeigen solche Fundstücke. Sie «galten dem gelehrten Schweizer und sernen Zeitgenossen als Reste der bei der Sintflut untergegangenen Flora. Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden die beiden Steinbrüche für längere Zeit von der Hochschule in Zürich zum Zwecke der Suche nach Fossilien gepachtet. Die gefundenen Pflanzenreste hat O. Heer in seinem 1859 vollendeten dreibändigen Werk „Flora tertiaria Helvetiae“ abgebildet. Allein von Oehningen werden fast 500 Arten behandelt. Unter ihnen sind die Reste einer Fiederpalme und des Zimtbaumes für die Kenntnis des einstigen Klimas besonders wichtig. Obwohl zahlreiche Bestimmungen der Blätter, Früchte und Samen gegenwärtig als nicht genügend begründet gelten, gehört das Werk Heer’s zu der klassischen Literatur über die Pflanzenkunde der Vorwelt. Durch seinen Titel bedingt, wird das auf badischem Gebiet befindliche Vorkommen zumal von den ausländischen Forschem irrtümlich der Schweiz zugeschrieben. In neuerer Zeit sind die Fundstellen bei Oehningen fast vergessen. Allerdings hat das Geologische Institut der Eidg. Technischen Hochschule zu Zürich während der Jahre 1934-36 sie neu erschließen wollen. Die von H. Strauber betriebenen Ausgrabungen haben an der klassischen Lokalität und in der „Bohlinger Schlucht“ nördlich von der Schrotzburg wesentliche Ergebnisse gezeitigt. Sie belehren uns über die Entstehung der Schichten und die mit der Erhaltung ihrer Fossilien verknüpften Umstände. Die bei Bohlingen geborgenen Blätter sind im Gegensatz zu den “von Oehningen vorliegenden Fundstücken nicht im Abdruck erhalten, sondern zeigen die kohlige Substanz und können gleich Filmen aus dem Gestein entnommen werden. Eine von A, Bacmeister durchgeführte mikroskopische Analyse der Kalke- von Oehningen ergab zahlreiche, wohlerhaltene Reste des Blütenstaubes. Sie haben sich zum Teil bestimmen lassen und ergänzen das von der einstigen Flora nach den sonstigen Fossilien zu entwerfende Bild. Die seit Jahrhunderten bei Oehningen gesammelten pflanzlichen und tierischen Reste sind über die Museen der ganzen Welt zerstreut. Viele wichtige Funde wurden ein Opfer dieses Krieges. Auch die im Landesmuseum zu Karlsruhe aufbewahrte große Sammlung ist vernichtet. Die unter Naturschutz stehenden alten Steinbrüche sind völlig verfallen und begrünt. Sie können aber mit geringen Mitteln neu erschlossen werden. Ihr -Gestein läßt nicht nur reiche Funde von Fossilien erwarten, sondern vermag auch das Bildhauergewerbe mit einem für feine Arbeiten geeigneten Material versehen. Die Besucher des Gebietes sollten dieser Weihestätte der Forschungen über die Lebewesen der Vorwelt gedenken! Prof. Dr. Kirchheimer. , Die Ohrfeige Von Friedrich Munding In einer nicht «ehr belebten Straße in ALlermannsau kam ein Mann in einen Schubladen und wollte ein Paar gute, schwarze Halbschuhe haben. Es darf etwas Besseres sein, sagte er zu dem Geschäftsmann; ich möchte sie an Sonntagen und Feiertagen tragen. Der Kaufmann trug allerlei herbei, breite Formen und schmale, und nach .langem Herumsuchen fand der Mann auch etwas Passendes. Es waren schöne, weiche Schuhe mit glänzenden Kappen. Zwölf Mark und fünfzig Pfennig seien dafür nicht zuviel, meinte der Kunde. Das war damals 60 der Preis. Er begnügte sich nicht, nur den einen Schuh zu probieren. Nein, er zog auch den anderen an. Es sei wegen der Hühneraugen, sagte er, die bei ihm nicht gleichmäßig verteilt 6eien. Wie er nun «ln paarmal auf und ab ging und den guten Sitz der Schuhe lobte, wurde auf einmal die Ladentür aufgemacht und ein Mann in mittleren Jahren trat herein. Er wünschte einen guten Abend, 6ah sich kurz um, ging dann geraden Wegs auf den Kunden mit den neuen Schuhen zu und hatte diesem, ehe man sich's versah, eine derbe Ohrfeige verabreicht. Während dieser sich die Backe hielt und ebenso sprachlos - war wie der Geschäftsmann, der seinen Augen nicht trauen, wollte, lüftete der andere den Hut und verschwand, ohne sich auch nur besonders zu * beeilen. Zuerst erholte 6ich der Mann mit den neuen Schuhen, dem 6eine Backe nicht schlecht brannte. „So etwas ist ®ir denn doch in meinem ganzen Leben noch nicht vorgekommen!" fuhr er auf. „Gebt mir rasch euren Stock da, verehrter Herr, ich will dem da draußen meine Antwort nicht schuldig bleiben!“ Der Kaufmann reichte ihm behende seinen Spazierstock über den Ladentisch, und der andere 6türzte aufgeregt zur Tür hinaus. Der Kaufmann aber rief nach seiner Frau: „Komm gleich herunter und bleib hier im Laden! Da draußen wird eine Sache ausgetragen, bei der ich nicht fehlen möchte." Die Frau kam, und der Mann eilte zur Türe hinaus. Draußen schaute er zuerst die Straße hinauf und dann hinunter. Aber er sah nicht«. Aha, dachte er, die zwei sind schon um die | Ecke. Aber auch an der Ecke sah er nichts, und auch der Laternenanzünder, der gerade vorbei kam, hatte nichts gesehen. Und die schönen Schuhe und den Stock mit der silbernen Krücke hat der Kaufmann auch nicht wieder gesehen. BÜCHERTISCH Wolfgang Langhoff: Die Moorsoldaten. Der Zinnenverlag Kurt Desch-München hat diesen ersten und wohl berühmtesten Tatsachenbericht aus dem Dritten Reich neu herausgebracht. Kaum ein Dokument von Kampf und Leiden entschlossener deutscher Antifaschisten ist in der Welt schneller bekannt geworden. Gewiß, wenn man die „Moofsoldaten“ heute liest, dann wirken sie gegenüber den KZ-Greuelberichten der letzten Kriegsjahre wie eine Idylle, wie Langhoff selbst in seinem Vorwort zugibt Die Rechtfertigung einer heutigen Neuausgabe liegt indessen im frühen Zeitpunkt des ersten Erscheinens der „Moorsoldaten“: Es war im Jahre 1935, zu einem Zeitpunkt, als weite Kreise des Auslandes die Hitlergefahr noch nicht erkannten. Langhoff verfügt über eine eindringliche Sprache, und wie ein spannender Film rollt die Handlung ab. Der Verfasser nennt das Buch einen Tatsachenbericht, . und ich möchte ausdrücklich feststellen: Es gibt kein Kapitel, dessen Inhalt ich nicht aus eigener Anschauung als eine getreue Chronik der damaligen Ereignisse .bezeichnen möchte. G o g u e 1. „Neues Abendland”. Eine Zeitschrift für Politik, Kultur und Geschichte, die sich die Erneuerung des abendländischen Geistes auf christlicher Grundlage zur Aufgabe gestellt hat. Das zweite Heft enthält u. a. eine aktuelle Abhandlung von Maximilian Dietrich „Vom Sinn abendländischer Dichtung“. Universitätsprofessor Rohner schreibt über „Kultureinheit und Kulturzerrissenheit“. Beachtenswert sind ferner die Beiträge über den „Gottesstaat des hl. Augustinus“ von dem verstorbenen Bischof Dr. Scheiwiles. und über „Sacrum Imperium und Bismarckreich“ von Robert John. In diesem Zusammenhang scheint auch die im gleichen Verlag geplante Buchfolge „Abendländische Reihe“ beachtenswert, unter deren Autoren wir u. sr Reinhold Schneider, Josef Bern- hart, Johann Wilhelm Naumann, Walter Ferber, Josef Schumacher und Maximilia Dietrich finden. (Verlag Johann Wilhelm Naumann, Ausgburg.) K.G. Wissenschaftliche Berichte Oehningen: ein Herbarium der Vorwelt IA Kl AUF DERWEESEN INSEL Jß f\ lY Roman von Olaf Hmtikuon 7. Fortsetzung Copyright 1943 by Europa Varlag A. G. Zürich Aber dann saß er noch lange auf der niedrigen Mauer und schaute zu, wie die Kinder spielten, wie sie sich Kuchen buken aus Sand, wie sie sich fingen und haschten oder, von der Kindergärtnerin angeleitet, ein gemeinsames Spiel trieben. Wer Herrn Tom jetzt sah, der mußte glauben, er suche immer etwas unter diesen Kindern, so ruhelos wanderte und glitt sein Blick von einem zum andern. In jedem der fünf Lager, die er von Zeit zu Zeit besuchte, machte er es ähnlich. Und doch hätte er es gewiß nicht sagen können, was er suche. Manchmal holte er sich eines der Kinder heran und sprach mit ihm in einem seltsamen Kauderwelsch zwischen der Sprache seines Landes Agapaja und der des Landes, aus dem das Kind stammte. Hie und da leuchtete auch sein Auge auf, und es war, als habe er es gefunden, was er suchte. Aber dann erlosch es immer wieder wie trnter einem traurigen Schleier. Und diese Traurigkeit wollte mancher damit erklären, daß es eben nicht mehr recht vorwärts ging mit seinem Plan, viele, viele Tausende von Kindern auf der friedlichen Insel zu bewahren. Der „Chef” des Lagers vom Lande Mori- vesen aber erklärte sich den zeitweiligen Trübsinn Herrn Toms anders. Einmal hatte er ihn bei den kleinen Kindern getroffen. Und da hatte Herr Tora auf einen dreijährigen blonden Schopf gedeutet „Sehen Sie", hatte er gesagt, „drüben in dem Kloster, wo die von Orbizon leben, gibt es ein Kind, das diesem ganz ähnlich ist Sonst sind sie ja mehr dunkelhaarig dort. Und da muß ich mir vorstellen, wie «s wäre, wenn die beiden so ähnlichen Kinder hier miteinander spielten. Sie würden •benso vergnügt sich haschen und fangen wie die zwei dort Und dann muß ich mir vorstellen, daß zur selben Zeit die Väter oder Brüder der beiden Kinder sich in zwei Flugzeugen zu haschen suchen und daß einer von beiden durch den andern wie eine brennende Fackel unter den entsetzlichsten Qualen zur Erde geschmettert wird. Wenn aber die beiden Väter oder Brüder gleichzeitig diese Kinder besucht hätten, die zwei miteinander spielenden Kinder? Was meinen Sie wohl, daß dann geschehen wäre? Wäre es ihnen noch möglich gewesen, den andern — sagen wir — mit einem Revolver nieder- zuknallen, was ja einfacher wäre als mit dem Flugzeug — im Angesicht der spielenden Kinder? Glauben Sie das?" Der Chef hatte erwidert : „Wohl kaum. Aber was hilft uns solches Phantasieren? In Wirklichkeit kommt dies ja nicht vor." „Ja", hatte Herr Tom gesagt, und seine leise Stimme war so getränkt gewesen mit Zorn nud Bitterkeit, daß der Chef ihn verwundert und fast erschrocken angesehen hatte, „ja, das ist es eben, die Menschen haben keine Phantasie. Nicht eine Spur Phantasie. Sonst wäre alles anders — alles." „Diese Männer folgen einem Befehl. Sie dürfen nicht einer Phantasie folgen." „Befehl? Ja — jawohL Es ist sehr bequem einem Befehl zu folgen, sehr einfach, dazu braucht es keine Phantasie, kaum einen Willen. Eine Maschine braucht keine Phantasie." Und damit hatte Herr Tom das Gespräch abgebrochen. Erst nach einer Weüe hatte er gefragt: „Ist immer noch keine Aussicht, daß das Verbot der Zusammenkunft verschiedener Asyle aufgehoben werde von seiten Ihres Staates? Zwei der andern Länder wären vielleicht dazu bereit." „Nein, dafür ist keine Aussicht Es wäre nur gestattet, mit dem Lager de« nn« verbündeten Staate« Vallia zusammenzukommen", war die Antwort gewesen. „Nein", hatte Herr Tom hefüg entgegnet, „entweder alle oder keiner. Ich habe es durchgesetzt, daß Agapaja diesen Standpunkt einni mm t. Sonst kommt es zu feindseliger Verbrüderung zweier gegen andere Lager." So hatte es für den Chef seit diesem Gespräch festgestanden, daß der geheime Kummer Herrn Toms eben in der Vereitelung seines eigentlichen Planes bestehe, in der Verhinderung des friedlichen Zusammenlebens der Kinder aus allen Staaten und Ländern, ob diese 6ich nun feindlich oder freundlich gesinnt sein mochten. Und doch ist zu glauben, auch das sei nicht der tiefste Kummer Herrn Toms und der eigentliche Grund dafür gewesen, daß er stundenlang im Garten der Kinder auf der niedrigen Mauer saß und auf das fröhliche Treiben hinscbaute mit seinen versunkenen Augen. IV. Aber was ist es mit Jan? Hat er wahrhaftig hier nicht das Glück gefunden, Kameraden, Spiel, Sport, freundliche, wohlwollende Lehrer, reichliches Essen und nicht zuletzt ungestörten Nachtschlaf? Vielleicht ist alles das auf einmal zu viel für ihn, wie es für Herrn Tom noch zu we- ' nig i6t. Aber auch Jan könnte nicht sagen, warum er so oft in seine mürrische Ver- trotztheit fällt, warum es immer wieder zum Streit mit Kameraden, zur Auflehnung gegen Erwachsene bei ihm Kommt Heute sitzt er auf der Böschung der untersten Terrasse, von wo es hinabgeht zum Strand, zu dem kleinen Hafen mit der Mo- toryacht und dem großen Segelboot Herrn Tenns. Er schaut aufs Meer hinaus. An diesem späten Wintemachmittag liegt es stumpf und grau und ruhig da. Der Himmel ist verhängt nicht klar wie hier sonst immer- In Jan ziehen Gedanken und Wünsche, ruhelos und ziellos. „Die' Yaftit da — der ganze Palast könnte mir gestohlen werden dafür — da könnte man umhersegeln auf dem Meer, zu andern Inseln und Ländern. Da möchte ich Kapitän darauf sein. — Aber das Segeln erlauben sie einem nicht. Da ist man einge6perrt. Nicht'einmal in die Stadt darf man. — Und nur ein kleiner Umkreis um das Heim herum ist frei gegeben, daheim hat man sich um nichts gekümmert — hier wissen sie alles. Alle verpetzen sie einen, die Mädels zuerst". Und jetzt versinkt Jan in Brüten und wühlt in sich herum wie in einer Wunde- „Die sollten nicht da sein — diese Dinger mit ihrem dummen Gekicher". Er hat eine Wut auf sie. Immer hat er das Gefühl, er werde von ihnen ausgelacht. Die große, schlanke Hilda zum Beispiel, um die. sie alle herumstreichen, die älteren Kameraden, die ist doch auch nur ein Jahr älter als er und tut schon so erwachsen und erhaben, wenn er 6ie einmal anredet. Alles wissen die Mädel besser, sie arbeiten auch 60 fleißig, damit 6ie nur ja ein Lob einstecken von diesem Lehrer oder von jenem, von ihrem „süßen" Herrn Jacobi zum Beispiel. Den kann er gar nicht leiden. Besonders seitdem er es einmal gehört hat, wie ein Mädel zum andern sagte: „Findest du Jacobi nicht süß?“ A£er. das stimmt ganz genau für diesen Waschlappen. Daheim, da hat man sich lustig gemacht über die Lehrer und soviel Unfug bei ihnen getrieben, als nur anging- Aber hier kann man das nicht. Dazu findet man keine Helfer und Genossen. Hier muß man alles „fabelhaft" finden und „phantastisch" und muß ewig j^ankbar sein, daß man hier sein darf und nicht in der Heimat bei Fliegeralarm und schmaler Kost. Aber dafür wäre man bei der Mutter. Wenn Jan an die Mutter denkt, dann könnte er beinahe losheulen. Sie hat ihn Weggehen lassen, weggeschickt von sich. Nun muß sie nicht mehr in die Fabrik, schreibt sie. Sie flickt und näht für das Heer. Das ist leichtere Arbeit. Und dann sitzt sie abends allein in ihrer Wohnung und hat große Sehnsucht nach ihm und Robert, so schreibt 6ie. Gestern gerade ist wieder ein Brief von ihr mit dem Wasserflugzeug gekommen* Ja, warum hat sie ihn, Jan, weggeschickt? Jetzt geschieht es ihr ganz recht, daß sie so allein ist In Jan quirlt alles durcheinander, Mitleid, Heimweh, Wut und auch ganz leise da6 Gefühl, daß er anders hätte sein sollen bei ihr. Ein solch trüber Brei quirlt und schäumt in Jan und klärt sich nicht. Der große, metallene Gong tönt von oben. Lernstunde. Immerzu tönt dieser Gong und zerschlägt den Tag in viele Teile und Splitter, und nie, fast nie kann man selber tun, was man will. Gong — Aufstehen — Gong — Frühtumein — Gong — Frühstück — Gong — Unterricht Nach dem Essen eine halbe Stunde Freizeit, was ist das schon? Dann geht's weiter, Handarbeit, Lernzeit Abendbrot. Und dann ist immer noch etwas, Vorlesen oder Musik oder ein Vortrag, zu dran der Gong ruft- Kino gibt'« auch nicht, und vom Krieg wird einem nur das Wichtigste mitgeteilt Es gibt nur einen Radioempfänger für die Leitung. Ueberall sonst sind sie verboten. Man darf sich auch keinen basteln. Und hier hätte man ja auch keinen Empfang mit einem solchen selbstverfertigten Apparat. Auch Zeitungen kommen keine. Man lebt wie hinterm Mond da, denkt Jan. „Das ist eben auch so ein altmodisches Mannsbild, dieser Herr Tom.", Er bleibt sitzen und folgt dem Ruf des Gongs nicht. Er schlendert dann zum Hafen hinunter und beschaut sich die beiden Boote wieder einmal. Alle Messingteile sind verhüllt, die Bullaugen und Luken mit Segeltuch zugebunden, mit Persennings überdeckt- Sie schlafen da wie zwei müde Tiere. „Die sind auch eingesperrt", denkt Jan. Er geht weiter dem Strande entlang, wo die Olivenbäume einen grausilbrigen Hain bilden. Unter seinem Fuß knirscht der Sand, zerbrechen kleine Muscheln. Da ist die große Badehütte. Auch sie verschlossen, Unzugänglich. Selbst an ein paar sehr warmen Herbsttagen hat man sie nicht ins Wasser gelassen. Sicher aus lauter Angsthuberei, • weil es die schwächlichen Kerle wie der Alex nicht -ausgehalten hätten. (Fortsetzung folgt) Sette 4 / Nr. M Irr!; iil!": SDDKURIEK Freitag, 19. Juli 194g Oesterreichische Wirtschaftsfragen Rohstoffe und Arbeitskräfte, Export und Reparationen — dl« dringendsten Problem« fSi'i ii i t 'ii KT ii: . IIJ: I pil r Dia Wiedereinführung der Schillingwährung hat das österreichische Problem des Geldüberhange6, das dort als ein Reichs- marküberhang, teilweise aus Fluchtkapita- Uen stammend, aufgefaBt wurde, wenigstens grundsätzlich währungsmäBig gere- 0 gelt. Freilich bleiben dabei nicht nur manche Einzelfragen offen, sondern es steht vor allem noch die Entscheidung über das Schicksal der gesperrten Guthaben sowie Art und Umfang der zu erwartenden Vermögensabgabe aus. Daneben hatte die kapitalmäßige Verflechtung und die Durchdringung der österreichischen Wirtschaft nach der Angliede- rung seit 1938 zu Abhängigkeiten von reichsdeutschen Wirtschaftskreisen und zu Besitzverschiebungen geführt, welche die nun wieder selbständige Bundesrepublik zu lösen bestrebt ist Die Regierung hat daher einen Gesetzesentwurf in Gestalt eines grundsätzlichen Rahmengesetzes dem Nationalrat vorgelegt, worin in Anlehnung an die Londoner Deklaration vom Januar *.943 Vermögensübertragungen die seinerzeit „im Zuge der politischen und wirtschaftlichen Durchdringung" vorgenoimnen wurden, für nichtig erklärt werden. Inwieweit jedoch eine solche „Rückführung" mit Ansprüchen der Alliierten auf Grund der Potsdamer Besprechungen abgestimmt werden kann, ist abzuwarten. (Inzwischen ist, wie der „Südkurier" berichtete, die Frage der deutschen Vermögenswerte in Oesterreich von den Besatzungsmächten aufgerollt worden- D. Red.) Während von den unmittelbaren Kriegseinwirkungen die westlichen Länder im wesentlichen verschont geblieben sind, haben Nieder- und Oberösterreich stark darunter gelitten. In Niederösterreich hgt die industrielle Kapazität dann auch noch durch Beschlagnahmen und Abtransporte von Anlagen, die von der dortigen russischen Besatzungsmacht im Sinne der eben erwähnten Potsdamer Beschlüsse in Anspruch genommen wurden, -Einbußen zu verzeichnen. Dem erstrebten Aufbau steht noch die allzu schmale Rohstoffbasis hinderlich entgegen. Vornehmlich macht sich auch in ©ester- reich der noch prekärere Mangel an Kohlen, Insbesondere auch an verkokbaren Kohlenvorkommen, hemmend bemerkbar, den Kompensationslieferungen aus der Tschechoslowakei nicht wettzumachen vermochten. Immerhin sind die Walzlägerproduktion in Steyr — Kugellager jedoch müssen noch aus Schweden bezogen werden —, die Zellwolleherstellung in Lenzing, die Vorarlberger Textil- und Papierindustri« erfreulich angelaufen. Die Landwirtschaft leidet wie überall, besonders infolge des Ausbleiben« der slowakischen und ungarischen Wanderarbeiter, 1 unter dem Fehlen von Arbeitskräften. Diese sollen aber einmal durch Anhaltung zu Pflichtarbeit, speziell politisch ^belasteter Personen, und durch Erhöhung des Reallohnginkommen« und Gewährung der vollen bäuerlichen Selbstversorgersätze und Auslobung von Naturalprämien, — z. B. 18 bis 20 kg Mehl ln vier Wochen, Weizen- und Zuckerprämien, — mobilisiert werden. Der forcierte Ausbau der natürlichen Wasserkräfte, (Glöckner - Kapruner - Werk im Tauernmassiv, Donaukraftwerke wie Ybbs- Persenbeug u- a.), soll mit der Zeit die mangelnd« Kohlengrundlage ausgleichen. Die Ausbeute von Zistersdorf, der großen Hoffnung' Oesterreichs, mit zur Zeit etwa 60 000 t monatlich könnte, bei Nichtinanspruchnahme zu Wiedergutmachungszwek- ken, nicht nur den Inlandsbedarf an Erdöl decken, sondern darüber hinaus zu Exportzwecken Verwendung finden. Export ist heute die Devise der österreichischen Wirtschaftspolitik. Durch ihn 6oll die knappe Rohstoffdecke verlängert werden, wobei allerdings die Nahrungsmitteleinfuhr ein beträchtliches Stück verlangt. Seiner Pflege und Förderung dient die Errichtung von Außen-handelsstellen, beispielsweise in der Schweiz, in Frankreich und unlängst für den italienischen Markt in Mailand und der Abschluß von Handelsverträgen. Weiter werden Ausstellungen, wie die Wiener Exportmusterschau, die Industrie- und Gewerbeausstellung in Linz und früher die Textilschau in Dornbirn abgehalten und schließlich eigene Aussteller auf fremden Messen, wie nach Lyon und Paris geschickt. Freilich bewegen sich Auslandsgeschäfte immer noch im Rahmen von Kompensationen oder Lohnaufträgen, wie das Schweizer Lohn-Spinn-Abkommen mit der Vorarlberger Textilindustrie. Neben den Produktionsproblemen stehen Fragen der Arbeits- und Sozialgesetzgebung im Rampenlicht der Diskussion. Entwürfe eines Arbeiterurlaubsgesetzes, über die Neuregelung der Kollektivverträge, der — vor allem finanzielle — Aufbau der Sozialversicherung werden Volksvertretung und Einzelne beschäftigen- So sucht auch Oesterreich über die verschiedenen Engpässe des heutigen Wirtschaftslebens den Weg in.eine bessere Zukunft. — er. Der Veredelungsverkehr in der französischen Südzone Der Veredelungsverkehr, bei dem ausländische Rohstoffe oder Halbfabrikate zur Veredelung tn das Inland und nach der Veredelung wieder in das Ausland zurückverbracht werden, hatte schon von jeher für Südbaden aber auch für größere Gebiete Südwürttembergs eine besondere wirt- «chaftliche Bedeutung. Ueber ein Viertel des gesamten Veredelungsverkehrs des alten Reiches war hier beheimatet. Er verdankt seine Entstehung der internationalen, auf Arbeitsteilung abgestellten Verflechtung der oberelsässtschen, schweizerischen und südbadischen Textilindustrie mit Mühlhausen, Basel und Lörrach als wirt- achaftlichen Mittelpunkten. Er ermöglichte die rationellste Ausnutzung der jeweiligen Konjunkturbedingungen und diente bei starkem Arbeitsangebot auch dem Ausgleich der Produktions- ■pitzen. Die für uns hauptsächlich in Betracht kommende Form der Lohnveredelung für ausländische Rechnung, bei welcher die Veredelungs- erbeit im ifJ erklohn zur Ausführung gebrecht wird, bietet die Möglichkeit, Arbeitsaufträge in das Inland zu legen und damit Betrieb und Belegschaft zu beschäftigen, ohne daß Devisen für die Beschaffung der Rohstoffe benötigt werden. Dies ist gerade heute von ausschlaggebender Bedeutung, da die Devisen fast restlos zur Beschaffung der dringendsten Lebensmitteleinfuh- ren benötigt werden. Da die Werklöhne vom ausländischen Auftraggeber in Devisen bezahlt werden müssen, ergibt sich dabei außerdem die Möglichkeit, aus diesem Veredlungsverkehr Devisen dem Lebensmitteldevisenfonds' zuzuführen. Begünstigt wird diese Art de« Verede- lungsverkehrs auch dadurch, daß die im Lohnveredelungsverkehr für ausländische Rechnung ausgeführten Arbeiten, soweit sie unter die im } 25 der Durchführungsbestimmungen zum Umsatzsteuergesetz aufgeführten gehören, von der Umsatzsteuer befreit sind. Seit Monaten laufen namhafte französische und schweizerische Lohnaufträge dieser Art, die im Zwirnen, Weben, Färben und Bedrucken bestehen, teilweise auch die Konfektion einschließen und sich auf die verschiedensten Rohstoffe stützen. Sie gaben die Möglichkeit, eine von den Kriegswtrren ziemlich verschont gebliebene Wirtschaft raschestens wieder in Gang zu bringen, die Belegschaft zu beschäftigen und bereits namhafte Beträge für die Devisenfonds zur Einfuhr von Lebensmitteln zu erlangen. Dr. Frey. Steinindustrieverband in Baden Von den 225 badischen Betrieben, d:e* sich früher mit der Gewinnung von Natursteinen, Sar.d, Kies, Kreide und Schiefer befaßt haben, sind 125 dem Steinindustrieverband, Ruhesteinstraße 77, in Ottenhöfen bei Adlern, beigetreten, von denen 37 Betriebe ihre Tätigkeit noch* nicht wieder aufnehmen konnten, Transportzentrale für die Rheinschiffahrt Duisburg Auf Grund von Besprechungen der Generaldirektion für die Wasserstraßenverwaltung mit westdeutschen Schiffahrtskreisen wird die in Duisburg-Ruhrort bestehende Transportzentrale an einer Schiffsraum-Lenkungsstelle für den gesamten, in der britischen Zone verfügbaren deutschen Schiffsraum einschließlich der Schleppkraft ausgebaut werden. Es ist ferner beabsichtigt, durch diese Stelle auch alle Fragen der Betriebsstoff- und Materialversorgung zentral bearbeiten zu lassen und ihr auch die Regelung der Kriegsschäden zu übertragen. Ein Beirat aus je drei Vertretern der Reedereien und Partikuliere wird die Interessen der beteiligten Kreise vertreten. Dr. S. Neuorganisation des Welthandels? Washington. Nach Gewährung dar amerikanischen Anleihe an Großbritannien werden Wirtschaftssachverständige der Vereinigten Staaten erstmalig im Oktober dieses Jahres zu einer Reihe von Konferenzen über die Organisation des Welthandels zusammentreten. Diese Konferenzen bilden einen Teil eines auf lange Zeit berechneten Planes zur Errichtung einer internationalen Handelsorganisation innerhalb der Vereinten Nationen. Die neue Körperschaft soll Richtlinien für die Ermäßigung der Zolltarife, die Ausschaltung der Importquoten und die Aufhebung anderer Beschränkungen auszuarbbeiten. Kurze Meldungen Dl« amerikanische Militärregierung hat 675 000 Flaschen Wein für den deutschen Zivilbedarf in der US-Zon# freigegeben. Die Hälfte alles verfügbaren Weines und Likörs in der US-Zone ist für die Besatzungstruppen beschlagnahmt wotden. Die amerikanische Militärregierung hat 540 Tonnen Hopfen für den deutschen Zivilbedarf in der US-Zone freigegeben. Die Stadt Bonn senkte mit Rücksicht auf die fehlenden billigeren Kartoffeln die Brotpreise. < 900 Photoapparate werden monatlich, wie der Leiter der Handels- und Wirtschaftsabteilung der amerikanischen Militärregierung für Deutschland, Frederic Winaut, mitteilt, tn den Leitz-Werkea in Wetzlar hergestellt. 22 Prozent der Produktion geben nach den Vereinigten Staaten. Der Devisenerlös kommt der deutschen Einfuhr zugute. Die Agfa in Wolffen stellt bereits wieder große Mengen schwarz-weiß Normalfilme her. Alle Bestellungen müssen über die sowjetische Militärregierung bzw. im Ausland über die sowjetische Handelsattaches geleitet werden. Die „Änsko“ (Amerikanische Agfa-Gesellschaft) stellt außerdem Agfa-Color für Normalfilm her. Die Entwicklungs- und Kopieranstalten nach Agfa- System befinden sich in Berlin-Koepenidk und Paris Beide Betriebe arbeiten. Rund 13 000 kanadische Stahlarbeiter haben am Montag ihre Arbeit niedergefegt, tun eine Erhöhung ihrer Wochenlöhne durchzusetzen. Die Sowjetunion ist, wie Radio Moskau be- kanntgab, im Besitz einer neuen Papierfabrika- tionsmasdüne, die in der Lage ist, etwa 250 m Zeitungspapier in der Minute herzustellen. Zwei solcher Maschinen sind bereits im Betrieb. Der Jahresproduktionsplan für die ö a t « T - ■ eichischen Stahl- und Hüttenwerke •fehl eine Erzeugung von etwa 940 000 Tonnen tWd vor. Die ehemaligen Hermann-Göring-Werke in Linz sind am Dienstag von der amerikanischen Militärregierung in Oesterreich der österreichischen Regierung übergeben worden. Erster Opel-Schnell-Lastwagen Rüsselsheim. Der grste Opel-Blitz lVt Tonnen Schnell-Lastwagen, mit dessen serienmäßiger Fertigung im Werk Rüsselsheim der Adam Opel AG. begonnen wurde, verließ am Montag im Rahmen einer Betriebsfeier und in Anwesenheit von General Geoffre y Keyes, Kommandeur der dritten amerikanischen Armee, um 10.25 Uhr das laufende Band. Pauley prüft Reparationsfragen ■ Frankfurt. Die amerikanische Regierung überprüft zur Zeit die Frage der deutschen Wiedergutmachungsleistungen aus der amerikanischen Besatzungszone im Hinblick auf die Haltung, welche die Regierung der Sowjetunion auf der Pariser Außenministerkonferenz eingenommen hat. Der persönliche Berater Präsident Trumans ln Reparationsfrage» Edwin Pauley, der zum Studium dieser Fra^n in Frankfurt eintraf, erklärte, die Sowjetunion verletze das Potsdamer Abkommen insofern, als sie die deutschen Wiedergutmachungsleistungen aus der laufenden deutschen Produktion entnehme, ohne die Bestimmungen des Potsdamer Abkommens einzuhalten, wonach die deutschen Exportgüter in erster Linie zur Bezahlung der lebensnotwendigen Einfuhren dienen sollen. Sollte die Sowjetunion ihre gegenwärtige Haltung nicht ändern, so müsse die Regierung der Vereinigten Staaten die Frage der deutschen Wiedergutmachungsteistungen grundsätzlich überprüfen. Es könne sich dann als notwendig erweisen, das ailierte Abkommen über die Höchstkapazität der deutschen Industrie einer Revision zu unterziehen- Süddeutsche Rundschau Berliner Ferienklnder tat Baden 460 Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren sind aus der französischen Besatzungzone Berlins zur Erholung in Südbaden eingetroffen. Sie wurden nach anderthalbtägiger Reisedauer bei ihrem erst kurz vorher angemeldeten Uebernachtungsaufenthalt in Freiburg durch die Arbeiterwohlfahrt mit Abendessen und Frühstück verpflegt und vom Badischen Hilfewerk gesundheitlich betreut. Während bei der Kindererholung de« Zürcher Hilfswerks für deutsche Notgebiete die Unterbringung geschlossen in dem hierfür eingerichteten Kinderheim Pestalozzi in Bad Rheinfelden erfolgte, wurden die Berliner Ferienkinder auf den Landkreis Müllheim verteilt. Hierfür hatte der Landrat mit Hilfe der Bürgermeister und der in der Bad. Landeszentrale für soziale Arbeit vereinigten Verbände der freien Wohlfahrtspflege — Arbeiterwohlfahrt, Bad. Hilfswerk, Caritasverband und Innere Mission — die Aufnahme in Familien mit eigener Landwirtschaft vorbereitet. Weitere Rückführungen Umquartierter In der vergangenen Woche Wurden vom Landeshauptdurchgangslager je ein Transport in die russische und in die amerikanische Zone zugeleitet' An der Rückführung in das russische Besatzungsgebiet nahmen über 1400 Personen teil. Erste juristische Staatsprüfung Stuttgart. Die erste juristische Staatsprüfung wird im August von der juristischen Fakultät in Heidelberg abgehalten werden. Voraussetzungen für die Zulassung, von denen in Ausnahmefällen abgesehen werden kann, sind, wie die Pressestelle des Staatsministerums mitteilt: deutsche Staatsangehörigkeit und sechs Semester Rechtsstudium. Zwei Semester müssen davon in Heidelberg, Tübingen oder Freiburg belegt gewesen sein. Passionsspiele auf dem Freiburger Münsterplatz F r e i b u r g i. Br. Auf dem zerstörten Münsterplatz werden vom 4. bis 15. August die Passionsspiele wieder aufgenommen werden, deren Reinertrag den Freiburger Bombengeschädigten zugute kommen wird- Die Spiele stehen unter dem Ehrenprotektorat von Erzbischof Dr- Gröber; sie fanden zuletzt 1921 statt. Pforzheimer Oberbürgermeister wiederge- wählt Der bisherige Oberbürgermeister von Pforzheim, Friedrich Adolf Katz (CDU), wurde am Freitag im zweiten Wahlgang mit 13 gegen 11 Stimmen auf die Dauer von zwei Jahren erneut zum Oberbürgermeister gewählt. Elf Stimmen erhielt der Kandidat der SPD, Ministerialrat Gustav Klimpel. Ursprünglich waren drei Kandidaten aus der CDU, der SPD und der DVP aufgestellt. Die DVP, die wenig Aussichten auf eine Mehrheit hatte, zog jedoch ihren Kandidaten, Dr. .Brandenburg, vor der Wahl zurück- lnsel Mainau Sitz eines evang. Hilfswerk» In Genf hat sich nach der Tagung des Oekumenischen Rates und des Weltmissionsrates auch ein Ausschuß des Weltbundes der Christlichen Vereine Junger Männer versammelt- Von deutscher Seite nahmen der Beauftragte des Evangelischen Jugendwerks D. Stange und G. D. Gedat daran teil. Die Versammlung nahm wichtige Hilfeleistung für die deutsche evangelische Jugend in Aussicht. Dazu gehört eine großzügige Planung der Ausbildung eines hauptamtlichen Leiterstabes für das deutsche Werk. Sie soll aus einem Fonds finanziert werden, den Kriegsgefangene aus aller Welt sammelten und als Dankesgabe an den Weltbund zur Verfügung stellten. Für die Arbeit in den Notstandsgebieten de« deutschen Osten« soll eine fortlaufende Hilfe gewährt werden. In Zusammenarbeit mit »dem deutschen Werk soll ein schwedisches Hilfswerk für besonder« bedürftige deutsche Jungen auf der Insel Mainau im Bodensee durchgeführt werden, die der Besitzer der Insei, Prinz Lennart Bernadotte, zur Verfügung gestellt hat- Abtprimas Fidelis von Stotzingeo 75 Jahre Abtprimas Fidelie von Stotzingen, der sich in Rom einer Operation unterziehen mußte, hat kürzlich sein 75. Lebensjahr vollendet Ei ist von Steißlingen gebürtig. Die Sendung Msgr. Muendis Msgr. Muench, Bischof von Fargo in USA., wird in Kürze auf seinen Posten als Apostolischer Delegat in Deutschland absei6en, wobei ihn eine päpstliche Delegation begleiten wird, die der deutschen Zivilbevölkerung Hilfe bringen soll. Der Apostolische Delegat wird zunächst in die amerikanische Zone reisen. Die deutsche Nuntiatur, die sich zur Zeit in Eichstätt befindet, wird durch Msgr. Colli weitergeleitet. Die Sendung von Msgr- Muench, der Bischof seiner Diözese bleibt, bedeutet keine Uebemahme dieser Dienststelle, sondern liegt außerhalb jeder diplomatischen Mission. Quer durch die Zonen Durch Vermittlung der hiesigen Delegation des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz haben die Evangelisch-Lutherischen Kirchen Amerikas dem Evangelischen Hilfswerk in Baden für die notleidende Gemeinde Baden-Baden eine ansehnliche Menge Zucker als Liebesgabe zur Verfügung gestellt Das Städt. Hochbauamt Karlsruhe gab das Programm für den Wiederaufbau der Stadt bekannt. Um das Instandsetzungspro- gramm, das für die zu 30 Prozent beschädigten 7564 Gebäude aufgestellt wurde, zu bewältigen, sind nach der heutigen Lage auf dem Baustoffmarkt 5 bis 6 Jahre erforderlich. Diese 7564 Gebäude umfaßten vor ihrer Beschädigung 32 391 Wohnungen, von denen noch 29 899 bewohnt sind. Künftig sollen diese Gebäude 33 304 Wohnungen enthalten. Für das gesamte Wohnungsbaupro gramm sind erforderlich : Zement 5 455 Ton nen, Gips 17 203 Tonnen, Backsteine 8,8 Mil lionen Stück, Dachziegel 7,2 Millionen Stück Dachpappe 186 356 qm, Bauholz 15 753 cbm Nägel und Beschläge 124 Tonnen, Rundeisen 574 Tonnen, Blech 520 Tonnen, Glas 3 794 qm, Herakli-tplatten 843 202 qm. Zur Zeit ist auch nicht ein einziger Nagel aufzutreiben. Die Holzbeschaffung ist besonders schwierig. Rund vierzigtausend Säuberungsverfahren werden im Stadtkreis Mannheim auf Grund der Meldebogen eingeleitet. Dreitausend Fälle gehören zu der Gruppe der Schwerbelasteten, Siebentausend zum Kreis der Belasteten und dreißigtausend entfallen auf die Gruppe der Mitläufer. Die Mitläuferfälle sollen noch vor dem 31- Juli auf dem schriftlichen Verfahrehswege erledigt werden. Professor Dr. Karl Freudenberg, der ehemalige Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Heidelberg, der unter der Anklage falscher Angaben im Fragebogen stand, wurde vom amerikanischen Militärgericht nach einer drei Sitzungstage umfassenden Verhandlung von allen Punkten der Anklage freigesprochen. In der Verhandlung gegen die Personen, die wegen Diebstahls und Vertriebs von Penicillin aus einem amerikanischen Lager angeklagt waren, wurde der Heidelberger Arzt und der Mittelsmann, von dem er das Medikament erhalten hatte, zu 5000 und 3000 Mark Geldstrafen verurteilt, da beide aus ethischen Motiven gehandelt hatten, um einem tödlich Erkrankten zu helfen. Die übrigen Angeklagten wurden zu je sechs Monaten Gefängnis verurteilt. — sp — Ein Heim für heimatlose, schwerversehrte ehemalige Soldaten ist von der Kreisstelle Heidelberg des Roten Kreuzes im Schloß Rotenberg im Angelbachtal bei Wies- loch eingerichtet worden. Das Heim soll etwa sechzig Schwerkriegsversehrte aufnehmen, um ihnen Ersatz für die verlorene Heimat zu geben. — sp — Ein Theater-Ensemble, das gegenwärtig ein Tournee durch Nordbaden und die Pfalz unternimmt, hat sich auf den Austausch von Kunst auf leibliche Genüsse verlegt. In Handzetteln an die Theaterbesucher werden diese gebeten, zur Vorstellung zwei Kartoffeln mitzubringen und in bereitstehenden Kisten abzugeben. 16 500 Frauen und Kinder von Mitgliedern der amerikanischen Besatzungstrup- pen in Deutschland werden in diesen Tagen in der amerikanischen Zone erwartet. Tour de Suisse Der Italiener Bartali führt — Heute an der deutschen Grenze ln der vierten Etappe von Bern über den Brünig nach Zug hat sich die Bilanz zwischen ausländischen und schweizerischen Erfolgen ausgeglichen. Der frühere Stehermeister Hans Martin, der noch am Vorabend im Gesamtklassement den letzten Platz einnahm, enteilte im Aufstieg zur Paßhöhe des Brünigs dem Feld. Die Hauptmacht schenkte diesem Solo-Unternehmen nur wenig Bedeutung, doch der Zürcher .stieg mit überraschender Leichtigkeit und gewann die Bergpreiswertung mit 55 Sekunden Vorsprung. In der Abfahrt durch Obwalden konnte sich das Gros immer noch nicht zur Verfolgung Martins entschließen, während dieser in prächtigem Stil in Luzern auch den Talpreis und unterwegs zahlreiche Prämien eroberten. — Etappenklassement Bern—Zug (201 km) : 1. Hans Martin (Schweiz) 5:34:20; 2. Teisseire (Frankreich) 5:37:12; 3. La- pebie (Frankreich); 4. Bini (Italien); 5. Keteleer (Belgien); 6. L. Weilenmann (Schweiz). Mit der gefürchteten Gotthardetappe vo# Zug nach Lugano (215 km) ist der zweite Teil der achttägigen Schweizer Rundfahrt in Angriff genommen worden. Nach einigen unbedeutenden Vorgefechten rissen die Italiener und Spanier ab Gösche- nen die Initiative an sich. Die Bergspezialisten Bartali, Ronconi und Trueba strebten in prächtigem Stile der Paßhöhe entgegen. Im Aufstieg zum Monte Ceneri trat der Führer des Gesamt- klassementes, Gino Bartali, zum entscheidenden Vorstoß an, dem kein anderer Fahrer folgen konnte. In prächtiger Verfassung gewann der Italiener in Lugano den ersten Etappenpreis. — Etappenklassement Zug—Lugano (215 Kilometer): 1. Bartall (Italien) 6:44:29; 2. Teisseire (Frankreich) 6:46:32; 3. Engels (Belgien);; 4. Wagner (Schweiz); 5. Amberg (Schweiz); 6. Naef (Schweiz). — Gesamtklassement nach der 5. Etappe : 1. Bartali 33:45:09;; 2. Engels 33:54:21: 3. Vietto 33:55:13; 4. Ronconi 33:56:52; 5. Wagner 33:57:17; 6. Naef 33:58:31. Die Tour de Suisse führt heute Freitag, 17 Uhr, durch Kreuzlingen. Europazonenfinal im Daviscup Partie Schweden — Jugoslawien steht 1:2 ln Stockholm sind die beiden letzten ungeschlagenen TenniT-Natäonalmanns'hafte«' der Europazone zur wichtigen Vorentscheidung der diesjährigen Davis-Cup-Konkurrenz angetreten. Die Jugoslawen starteten erwartungsgemäß als hohe Favoriten, weshalb die harte Gegenwehr der Schweden als Ueberraschung zu bezeichnen ist. Im ersten Spiel hatte allerdings B e r g e 1 i n gegen P a 11 a d a einen schweren Stand, und der Jugoslawe gewann die Partie sicher mit 6:2, 6:3, 6:3. Die zweite Partie des ersten Tages nahm anfänglich einen sensationellen Verlauf. Der Schwede Johansson hielt den Jugoslawen M 11 i c im ersteh Satz in Schach, um im zweiten sogar klar zu dominieren. Dann aber drehte Mitic plötzlich mächtig auf und gab in den drei folgenden Sitzen insgesamt nur drei Spiele ab Mitic gewann damit 4:6, 1:6, 6:1, 6:2, 6:0, und brachte Jugoslawien 2:0 ln Führung. Nach Wiederaufnahme des wegen Regen unterbrochenen Linder kämpfe« Schweden—Jugoslawien gingen die Giste angesichts ihrer 2:0-Füh- rung aus den beiden ersten Einzelpartien zuversichtlich in den Kampf. Die Partie nahm einen außergewöhnlich bewegten Verlauf. Im ersten Satz gingen jie Schweden Bergelin,Johansson klar ln Front, doch verloren sie die beiden nächsten Sitze ebenso deutlich, Hart umstritten war dt« viert« Auseinandersetzung, in der die Schweden den Gleichstand erreichten. Unerwartet ließen die Jugoslawen im entscheidenden 5. Satz plötlich nach, so daß Schweden auf 2:t aufholen konnte. Bergelin-Johansson siegte über Mitio-Pallada 6:1, 3:6, 8:6, 6:2. Tennisweltklasse in Paris Die Weltklasse im Tennissport begab sich nach den Meisterschaften von Wimbledon auf- den europäischen Kontinent, um an mehreren Groß- tumieren teilzunehmen. Im Pariser Stade Rolland Garros wurde in den letzten Tagen ein Dreiländerkampf aufgenommen zwischen Frankreich, Australien und der Tschechoslowakei. Die wichtigsten Ergebnisse: Bemard (Frankreich) gegen Hopman (Australien) 6:3. 6:4. Pails (A) gegen P. Pelizza (F) 6:0, 6:0. Destremeau (F) gegen G. Brown (A) 2:6 7:5, 6:4. Bemard'Pitra (F) gegen Brown/Hopman (A) 7:5, 6:2. Destremeau (F) — Vodicka (Tschechoslowakei) 6:3, 8:6. Drob- ny (T) — P. Pellizza (F) 6:1, 6:2. Vodidca'Drob- ny (TI — Destremeau-Lucot (F) 6:0, 6:2. Ber- nard (F| — Caska (T) 6:2, 6:3. G. Brown (A) gegen Vodidca (T) 6:2, 6:2. Drobny (T) — Pails (A) 6:1, 6:2. Pails,'Harper (A) — Vodidca'Caska (T) 6:1, 10:6. Süddeutsche Oberliga ohne Karlsruhe Drei Vereine aus Mannheim werden (falls überhaupt) im Sept. die neue Runde der südd. Fußballmeisterschaft aufnehmen (SpV Waldhof Landesligameister VfL Neckarau, VfR Mannheim), dagegen wird die alte Fußball-Hochburg Karlsruhe nicht mehr vertreten sein. Der Abstieg des KFV stand schon länger fest und Phönix verlor seine fast schon gesicherte Position buchstäblich in letzter Minute, da der VfR Mannheim in Schweinfurt beim FC 05 drei Minuten vor Schluß durch Elfmeter Striebingers auf 2:2 aufholte und in letzter Minute durch Schreiner zum 3:2-Sieg kam. Fußball tn Zahlen. SSV Ulm - V*o gart 0:2; Niederbayerische Auswahl — Bayern München 2:7; VfR Mannheim — SpVgg idiiö- hofen 1:1; Eintracht Frankfurt — VfB Stuttgart 0:1 j VfR Heilbronn — VfB Stuttgart 2:5: SSV Ulm — Stuttgarter Kickers 0:4: Bayern München — Wadcer München 3:1; FC. Nüra- berg'SpVgg Fürth komb — Landesliga/Bezirks- liga 15:0; SpVgg Fürth — Pfeil Nürnberg 9:0; Hamburger SV — Lettische Auswahl 2:1; Victoria Aschaffenburg — SV Wiesbaden 3:2 (um die Landesligameisterschaft von Großhessen); SV Meersburg — SV Wahthof 2:7 (Dienstag); SV Schopfheim — SpFr Tumringen 4:1: Schopfheim Jgd. —' Fahmau Jgd. 11:0; Sdiopfheim Jgd — Weil Jgd. 15:1; Schopfhelm Jgd. II gegen Weil Jgd. H 2:0; Kreisauswahl Reutlingen — SpFr Stuttgart 2:7; Sidcingen II gegen Fahmau II 5:0; Sickingen Jgd. — Fahr- nau Jgd. 8:0. Um Italiens Fußballmeisterschaft. Die zwölfte Runde ergab folgende Resultate: Intemazionale gegen Turin 6:2. Juventus—Milano 3:1. Roma gegen Napoli 2:0. Livorno—Bari 0:0. Nach diesen Spielen präsentiert sich die Klassierung wie folgt: 1. Juventu» 20 P. 2. Turin 18 P, 3. Intemazionale 14 P. 4. Milan 12 P. 5. Napoli 12 P. 6. Roma 9 P. 7. Barl 4 P. Fußballabgeltsregel im Handball Die Handballverbinde von Belgien, Finnland. Dänemark, Holland, Luxemburg, Norwegen, Polen, Oesterreich, Rumänien, Schweden, USA. Uruguay und der Schweiz erklärten anläßlich des soeben in Kopenhagen stattgefundenen internationalen Handballkongresses die vor dem Kriege unter der Leitung von Deutschland gestandene IAHF als aufgelöst. Unverzüglich wurde darauf die Neugründung der Internationalen Handball- Federation vollzogen. Die neugewählte Tech- pische Kommission hat dem Kongreß verschiedene Regelneuerungen vorgeschlagen. So wurde die bisherige Abseitsregel fallen gelassen und die Fußballabseitsregel ab 1. Januar 1947 einge- führt. Ferner wurde der zeitlich beschränkte Spieleraussthluß von 5 und 10 Minuten eingeführt. Singen Ist Handball-Beztrksmelster. Singen 1 gegen Radolfzell I 12:4 (4:21. — Mit diesem Sieg ist Singen, wie erwartet, Bezirksmeister geworden. — Singen II — Rielasingen I 9:6 (4:4). Internationales Abendmeeting in Basel Die Organisatoren des Internationalen Leichtathletik-Meetings in Basel hatten insofern Pech, als statt der neun angemeldeten Amerikaner nur drei anwesend waren. Die Spitzenresultate: 100 m: 1. Ewell (USA) 10,6 Sek. — 200 m: 1. Ewell (USA) 215 Sek. — 400 m: t. Paterlini (Ita- Uen) 49,7 Sek. — 800 m: 1. Fulton (USA) 1:52,8. — 1500 m: 1. Maurer (Lausanne) 4:04,8. — 3000 Meter: 1. Rafferty (USA) 8:45,7. — Hochsprung: 1. Campagner (Italien) 1,85 m. — Stabhochsprung: 1. Scheurer (Biel) 3,90 m. — Kugel: 1. Senn (Basel) 13,47 Meter. — Diskus : 1. Consolini (Italien) 52,04 m. — Speer: 1. Jenny (Solothurn) 57.77 m. — 110 m Hürden: t. Chris- | ten (Zürich) 15,3 Sek. — 400 m Hürden: 1. Ru- I gel (Basel) 56,8 Sek.. — 4 mal 100-m-Staffel: 1. j Rotweiß Basel 43,6 Sek. I Stuck und Lang starten am Ruhestein Die kürzlich gegründete Süddeutsche Motor- remnfahrer-Vereinigung veranstaltet ihr erstes Rennen am 21. Juli mit dem Ruhesteinbergrennen bei Freuden Stadt. Die bekannten deutschen Rennfahrer Hans von Stuck und Hermann Lang haben ihre Teilnahme zugesagt. Inzwischen sind die ersten Probefahrten duxchgeführt worden. Auf der 8 km langen Rundstrecke wurde am ersten Trainingstag eine Durchsdmittsge- schwindigkeit von 96 km erreicht. An dem Rennen nehmen auch zwei Franzosen mit Sportwagen teil. Deutsche Leichtathletikmeisterschaften? Die Leichtathleten beabsichtigen, ■ noch in diesem Jahr eine deutsche Leichtathletikmeisterschaft 1946 durchzufühTen, die im September tn Frankfurt a. M. stattfiniden soll. An der Meisterschaft nehmen auch Leichtathleten aus der russischen Zone teil, die ihre Zonenmeisterschaft am 17. und 18. August im Berliner Stadion durchführen. Die nordwestdeutschen Leichtathletikmeisterschaften finden am 4. August in Köln statt Nachdem die Deutsche Fußballmeisterschaft 1946 abgeblasen Ist, darf man gespannt sein, ob die Leichtathleten die schwierigen Organisation*- und Verkehrsfragen meistern. _ Zwei Handball-Niederlagen erlitt die Schweiz in Kopenhagen gegen Dänemark (6:8) und in Ystad gegen Schweden (5:7). Nuvolari gewann den großen Preis von Albi (nordwestlich von Toulouse) mit Runden- vorsprung vor dem Franzosen Louveau. Frankreichs Leichtathleten gewannen einen Länderkampf gegen Belgien m Brüssel mit 96:68 Punkten. Eine zweite französische Garnitur bezwang mit 134 Punkten Luxemburg (73 Punkten) und Belgien B (68 P.). Juli 1946 Mainau i, die der iernadotte, 75 Jahre gen, der iterziehen sjahr voll- gebürtig. hs > in USA., als Apo- ab leisen, )n beglei- ilbevölke- ostolißche merikani- 'hmtiatur, det, wird Die Sen- lof seiner semahme vußerhalb der ehe- taftlichen 51 b e r g, Angaben amerika- er drei llung von »prodien. ’ersonen, ebs von :n Lager l e 1 b e r- ron dem zu 5000 teilt, da delt hat- u helfen, je sechs sp — •ersehrte •eisstelle zes im ei Wies- aim soll aufneh- erlorene sp — mwärtig lie Pfalz sch von egt. In werden Kartof- ;henden Mitglie- gstruf>- ;en Ta- ■wartet. Freitag, 19. Juli 1946 HEIMAT 1 iiniiiiimiiitiii KURIER. Nr. 92 / Seite 5 iingen I em Sieg gewor- 1:4). Basel Leicht- rn Pech, erikaner äsultate: 3 m: 1. ini (Ita- | 1:52,8. — 3000 sprang: abhoch- Kugel: cus : 1. Jenny Chris- 1. Ru- iffel: 1. stein Motor- erstes ergren- utsdien n Lang wischen i wor- wurde littsge- i dem Sport- tten? in die- leister- ber in i der b aus leister- :r Sta- Leidit- ust in ußball- in ge- «hwie- fragen ch weil nd in von mden- einen 96:68 ir be- akten) •mann roguel nding Jruck: Konftanz unO Nachbarfchaft Leute gibts Leute gibts, die ohne Skrupel sind, die sich selber setzen keine Schranken und zum Beispiel ihre Füllertint’ auf dem Postamt aus dem Näpfchen tanken! Leute gibts, die selbst im tiefsten Schlaf anderer Leute Flöhe husten hören; ihre eignen Flöhe sind so brav, daß sie selbstverständlich niemand stören! Leute gibts, die, wie das eitle Ei, sich für klüger halten, als die Hennen, und sie sinds auch, die mit viel Geschrei allen Pflichten aus dem Wege rennen! Leute gibts auch, die ganz still iftid schlicht und bescheiden ihres Weges gehen, doch von diesen Leuten spricht man nicht, weil sie ja auf einem andern Standpunkt stehen! W. L. Zum Sdmljahrswechsel Da« Schuljahr 1945 endet am letzten Schultag vor den Sommerferien, bzw. vof den im Juli stattfindenden Heu- oder Ernta- ferien. Die zu entlassenden Schüler sollen am letzten Schultag in einer schlichten Schulfeier verabschiedet werden. Das Schuljahr 1946/47 beginnt mit dem ersten Schultag nach den Sommerferien, bzw. nach den Heu- oder Ernteferien. Der Anmeldepflicht für die schulpflichtigen Kinder unterlegen solche Kinder, die im Kalenderjahr 1946 das sechste Lebensjahr vollenden. Ge- suchen um vorzeitigen Schuleintritt kann nicht stattgegeben werden. Das Ministerium des Kultus und Unterricht« weist ausdrücklich darauf hin, daß auf die Erfüllung der Schulpflicht und auf die Handhabung einer 6trengen, aber gerechten Schulzucht zu achten ist. • Lohnsteuertabellen 1946 erschienen Die amtlichen Lohnsteuertabellen, gültig ab 1. April 1946, sind nunmehr bei den Finanzämtern zum Preise von 50 Pfennig je Stück erhältlich. 25 800 Wahlberechtigte in Konstanz Die Zahl der Wahlberechtigten in Konstanz beträgt auf Grund der ausgelegten Wahllisten ca. 25 800. Diese Zahl wird sich bis zum eigentlichen Wahltermin noch etwas verschieben. Wegen ihrer früheren politischen Tätigkeit wurde bis jetzt rund 900 Personen in Konstanz das Wahlrecht entzogen. Bis zum 22. Juli besteht die Möglichkeit, die Wahllisten in der Hussenstr. 13 (Badischer Hof) einzusehen. Bis jetzt sind sfton zahlreiche Personen erschienen, um nachzusehen, ob sie in der Wahlliste stehen. Es ist wichtig, daß jeder Wahlberechtigte Einblick in die Wahlliste nimmt, denn es kann durch irgendeinen Umstand Vorkommen, daß sein Name nicht enthalten ist. Die Erfahrungen bei den Wahlen in anderen Gebieten haben gezeigt, daß Wähler am Wahltag im Wahllokal erschienen und dann feststellen mußten, daß sie nicht in der Wahlliste eingetragen waren. Wieder Omnibusverkehr Konstanz—Staad Seit Mittwoch dieser Woche besteht wieder die Omnibusverbindung vom Schnetztor nach Staad. In den Hauptverkehrszeiten, d. h. morgens, mittags und abends, verkehren die Omnibusse halbstündlich, sonst stündlich. Wenn kein Anschluß an die Fähre vorhanden ist geben die Omnibusse nur bi« zum Rathaus in Allmannsdorf. Die Einrichtung der Omnibuslinie wird allgemein begrüßt, vor allem von den Berufstätigen. Der Wunsch der Einwohner von Petershausen und Wollmatingen geht jetzt nur noch dahin, daß auch 6ie bald wieder die Möglichkeit haben, mittels Omnibus eine bessere Verbindung mit der Stadt zu erhalten. Leider wird es noch nicht möglich sein, in absehbarer Zeit das Motorboot zur Ueberfahrt Pulverturm—Hallenbad in Betrieb zu nehmen, da es den Technischen Werken trotz aller Bemühungen bisher nicht gelungen ist die für das Boot benötigten Batterien zu erhalten. Das Landratsamtsgebäude wird sanber Es hat zwar eine beträchtliche Zeit gedauert, aber nun ist es so weit: Der „untere Festungsgürtel“ am Landratsamt verschwindet. Mit den Abbrucharbeiten an den dortigen Luftschutzbauten ist dieser Tage begonnen worden. Damit erhält das Gebäude des Landratsamtes an der Unteren Laube wieder ein sauberes Aeußeres. Mancher Besucher von Konstanz hat in den vergangenen Monaten gefragt, was dieser sonderbare Aufbau zu bedeuten habe und warum er nicht schon längst verschwunden sei. Vielleicht wirkt die jetzige Arbeit auch anregend auf die gegenüberliegende Reichsbank. Deren Außenfront ist nämlich auch heute noch so verbarrikadiert, als ob in den Kellern große Goldbestände gehütet werden müßten. Sprechstunden des Bad. Hilfswerks Die Kreisstelle des Bad. Hilfswerks, Konstanz, Rheingasse 20, gibt bekannt, daß die Sprechstunden wie folgt geändert werden: Täglich morgens von 8—12 Uhr, nachmittags geschlossen. Um die durch die Abt. Suchdienst anfallenden Schreibarbeiten erledigen zu können, wird das Publikum gebeten, sich an die Sprechstunden zu halten. Sanitäts- und Rettungsdienst am Strandbad Horn Wie alljährlich das frühere Deutsche Rote Kreuz, hat jetzt das Bad. Hilfswerk wieder am Samstagnachmittag und an Sonn- und Feiertagen am Strandbad Horn den Sanitäts- und Rettungsdienst auf genommen. Ausgebildete Sanitäter der Sanitätskolonne versehen den Dienst, um bei dem großen Badebetrieb, der an Sonn- und Feiertagen herrscht, sofort bei eintretenden Unfällen, Hitzschlägen usw. zur ersten Hilfeleistung zur Stelle zu sein. Dank an Die Schmelz för Oie Schultrfpeifung Schon einmal, nach dem ersten Weltkrieg, durfte Konstanz die Hilfsbereitschaft der benachbarten Schweiz dankbar empfinden. Damals hätte niemand gedacht, daß wir diese Hilfe schon so bald wieder in Anspruch nehmen müßten. Wir sind für die neuerlich in so selbstloser und umfassender Weise gewährte Hilfe um so dankbarer, als die Machthaber des „Dritten Reiches" es für notwendig erachtet hatten, die Schweiz in ihre machtgierigen Pläne einzubeziehen und ein politisches Kesseltreiben gegen • einen Staat zu unternehmen, der die Idee des Nationalsozialismus ablehnte und lediglich bestrebt war, seine äußere und innere Neutralität zu wahren. Wir an der Grenze haben diese« Treiben um so schmerzlicher empfunden, als uns von jeher gute freundnachbarliche Beziehungen mit der Schweiz verbunden haben. Um so höher bewerten wir aber auch die tätige Hilfe, die uns unsere Nachbarn ohne jedes Ressentiment in einer Form und in einem Ausmaß gewähren, für das jedes Wort des Dankes zu schwach ist. Eine einfache, schlichte Feier, die am Mittwodivormittag in der Turnhalle der Friedrich-Luisen-Sdiule stattgefunden hat, umriß die Gefühle des Dankes und der Anerkennung in rührender Weise. Sie mag den schweizerischen Freunden, von denen eine Abordnung an der Feier teilgenommen hat, in etwa zum Bewußtsein gebracht haben, was die Herzen der Eltern und Kinder, die Nutznießer dieser edlen Hilfsbereitschaft gewesen sind, all diese Wochen über bewegt hat Oberbürgermeister Arnold, der mit den Vertretern der städtischen Behörden, der Schulen und der Freien Wohlfahrtspflege zu der Feier erschienen war, gab diesen Gefühlen markanten Ausdruck. Ueber 10 000 kg Nahrungsmittel, so führte er aus. seien aus der Schweiz zu uns gekommen und in Konstanz, zu Suppen verarbeitet, acht Wochen lang täglich an 6006 Kinder ausgegeben worden. Der Stadt Konstanz und den Eltern sei auf diese Weise ein großer Teil ihrer Sorgen abgenommen worden. Für die Kinder selbst, die in der an Entbehrungen reichen Kriegszeit aufgewachsen sind, bedeutete diese Speisung bei crer derzeitigen angespannten Emährungs- lage einen überaus wertvollen Beitrag zu ihrer Ernährung. Ihre bleichen Wangen sind in diesen Wochen frischer und voller geworden- Sie werden sich immer dankbar der edlen Hilfsbereitschaft und tätigen Nächstenliebe der Schweiz erinnern. Mit dem Dank im Namen der Stadtverwaltung, der Eltern und der Lehrerschaft gab er das Versprechen, daß wir unsere Kinder zu guten I Welt- und Staatsbürgern erziehen wollen. Ihm schloß sich der Leiter des Stadtschulamtes, Stadtschulrat Antoni an, der im Namen der Konstanzer Volksschulen und der übrigen Schulen den Schweizer Freunden dankte, die sich -um da« Zustandekommen der Schülerspeisungen verdient gemacht haben. Sein besonderer Dank galt Fabrikant Oberst Dr. Schüler, der sich schon nach dem ersten Weltkrieg um da* Zustandekommen der Schülerspeisungen verdient gemacht und der auch jetzt wieder die Initiative hierzu ergriffen hat.. Als Präsident des Arbeitgeberverbandes Kreuzungen wußte er die nicht geringen Mittel für die umfangreichen Speisungen aufzubringen. Dank sagte er auch dem Caritasverband, der Inneren Mission und dem Badischen Hilfswerk sowie allen, die bei der Durchführung der Speisung mitgewirkt haben. Caritasdirektor Dr- K o ch sprach im Auftrag der Freien Wohlfahrtspflege Worte des Dankes an Oberst Dr. Schüler und alle, die mit ihm an dem Werk beteiligt waren. Der Dank der Kinder selbst kam in einem reizvollen, von Schulrat Friedrich Antoni verfaßten und von drei Schülern vorgetragenen Gedicht in Konstanzer Mundart zum Ausdruck. Die Feier war umrahmt von Musikstük- ken eines Schülerorchesters (Andante aus der 3. Trio-Sonate von Händel) und von mehrstimmig vorgetragenen Volksliedern eines Schülerchors. Als äußeres Zeichen der Dankbarkeit überreichten Schüler an Oberst Dr. Schüler Blumen und als Stiftung der Konstanzer Volksschulen ein« Mappe mit sechs Tuschzeichnungen von Kunstmaler Hans Sauerbruch, die Szenen von der Schülerspeisung darstellen. — Die Konstanzer Kinder werden der Schweiz ihre Hilfsbereitschaft nie vergessen. Bei dieser Gelegenheit mag auch die Zusammensetzung des Schweizerischen Aktionskomitee für die allgemeine Grenzlandhilfe genannt sein- Es sind dies: Dr. Egon Isler und Dr. Hans Griesi IFrauenfeld), als Vertreter der schweizerischen Regierung; Dr. med. A. Ritter vom Kantonsspital Mün- sterlingen als medizinischer Fachberater; Nationalrat Otto Höppli als Vertrer des Ar- beiterhilfswerks; Pfarrer Alfons Gmur (Kreuzungen), als Vertreter der Caritas und der katholischen Kirchenbehörde, Pfarrer Amold Schär, Neukirch a. d. Thur, als Vertreter der evangelischen Landeskirche. Die Herren des Komitee« waren als Gäste zu der Feier in Konstanz erschienen. Als schweizerisches Hilfsgebiet wurde der Grenzlandstrfeifen von Radolfzell bi* Markdorf mit Hinterland tmd Schwerpunkt in der Stadt Konstanz bezeichnet- K. G. „Technik der Elektronenröhren" In der Technisch-wissenschaftlichen Vor tragsreihe sprach Dr. Gun d lach über Elektronenröhren vorwiegend zu fachlich Interessierten. Durch einen von den weitverbreiteten Lehrbuchmethoden abweichenden Aufbau seines Vortrages und durch die Fülle des Materiales erhielt auch der Spezialist manche Anregung. Nach einem kurzen Ausblick auf die zukünftige technische Entwicklung und die Röhrenfabrikation in Deutschland wurde der Abend durch eine kurze Diskussion geschlossen. p s Kurze Staötnadmchten Ministerialdirektor Dr. Zürcher, der Leiter des badischen Justizministeriums, weilte dieser.Tage zu dienstlichen Besprechungen in Konstanz und ließ 6ich bei dieser Gelegenheit die Beamten und Angestellten des Landgerichts und Amtsgerichts vorstellen. Seinen 91. Geburtstag begeht am Samstag, 20. Juli, in guter Gesundheit Herr Gebhard Amann, Mainaustraße 152. Am gleiten Tage begeht Schneidermeister Edmund Quenzer, Markgrafenstraße 67, seinen 70. Geburtstag. Die Meisterprüfung im Damenschneiderinnenhandwerk bestanden vor der Handwerkskammer Konstanz mit der Note „Sehr gut" Gertrud Langenfeld, Elisabeth Nothelfer, Marta Seidler, sämtliche aus Konstanz. Johann Boos bestand die Meisterprüfung im Mechanikerhandwerk mit der Note „Gut". Das Abitur an den Konstanzer höheren Lehranstalten wurde in dieser Woche durchgeführt. Schulschluß ist in’ diesem Jahre am Mittwoch, 31 Juli. Einen vergeblichen Fluchtversuch unternahm gestern ein Pole, der zwar aus dem Konstanzer Gefängnis entkommen war, aber beim Gottlieber Zoll vom Grenzbeamten gestellt und festgenommen wurde. Das Städtische Orchester veranstaltet zum Wochenende folgende Konzerte; Am Samstagabend ein von fleißigen Konzertbesuchern gewünschtes Programm, am Sonntag ein Frühkonzert Lab 11 Uhr) und am Sonntagabend ein Programm unter dem Motto „Im Zauber beschwingter Melodien". * Allensbach. Bei der im Kloster Hegne durch den H. H. Erzbischof vorgenommenen Firmung waren neben Kindern von Reichenau, Kaltbrunn, Langenrain usw. aus Allensbach 106 Firmlinge beteiligt. — Der erwartete Vollherbst wird durch eine noch ungeklärte Erscheinung an den Trauben sehr stark beeinträchtigt. Nach gut verlaufener Blüte und schönem Fruchtansatz bleibt plötzlich bei manchen Sorten der größte Teil der Beeren an einer Traube klein und fällt ab, sodaß vereinzelt nur ganz wenige Beeren größer werden. Dieses Vorkommnis ist umso bedauerlicher, als auch durch Massenauftreten von Engerlingen empfindliche Schäden beim Gemüsebau entstehen. — Bei der regelmäßigen Suche nach Kartoffelkäfern wurden mehrere Exemplare und Brut gefunden- — Die Roggen- und Gerstenernte ist im Gange, nachdem die Felder von Hagel und Unwetter verschont geblieben sind; dagegen wird Schaden durch Wildschweine gemeldet. Dettingen. Im Gasthaus zur „Traube" fand die Gründungsversammlung des Sportvereins Dettingen statt. Heinrich Späth begrüßte die Anwesenden. Anschließend verlas Josäf Deggelmann die Satzungen des Sportvereins. Es wurde in geheimer Wahl der Vorstand des Vereins gewählt: 1. Vorstand Heinrich Späth, 2. Vorstand Johann Nikolaus Aßfahl, Schriftführer Josef Deggelmann, Kassier Max Aßfahl, Vorsitzender des Sportausschusses Wilhelm Hierling und Ausschußvorsitzender Johann Hornstein. Im Anschluß wurden die einzelnen Fachwarte gewählt- Zum Schluß dankte Vorstand Heinrich Späth für die starke Teilnahme und sprach den Wunsch aus, daß sich alle atfch weiterhin voll und ganz zum Wohl des neugegründeten Vereins einsetzen. Güttingen. Fischer Haas fing dieser Tage im Mindelsee einen Wels von 2.10 Meter Länge und einem Gewicht von 65 kg. Es ist dies der dritte derartig außergewöhnliche Fang innerhalb von acht Jahren 1938 ging ein Wels mit 2.40 Meter Länge und 90 kg. Gewicht ins Netz, 1945 einer mit 2.20 Länge und 69 kg. AUS DER NACHBARSCHAFT Diebstab) des „Höri-Expreß" aufgeklärt ra. Ein Mann aus einem kleinen Schwarzwalddörfchen hatte im „Südkurier" gelesen, daß der Höri-Lastzug der Reichsbahn in Radolfzell durch unbekannte Täter entführt worden sei. Beim Lesen dieser Zeilen erinnerte er sich, ein Auto, auf das jene Beschreibung paßte, im Dorf gesehen zu haben. Er wußte sogar genau, wer mit jenem Fahrzeug angekommen war, wo er e s unterstellen und . abmontieren wollte, denn jener Fahrer des Eisenbahnautos stammte ja aus seinem'Dorf. Er schrieb einen Brief an die Radolfzeller Gendarmerie, man möge doch mal einen Herrn Soundso in Ahausen bei Markdorf nach dem bewußten Lastzug fragen. So konnte vor wenigen Tagen in Ahausen ein 24-jähriger Kraftfahrer festgenommen werden-. er hat inzwischen qestanden. Unwetterkatastrophe im Bezirk Stockach st. In einem Landstrich, der im Süden von Hindelwangen, im Nordwesten von Mahlspüren im Hegau und im Osten von B u r g t a 1 begrenzt wird, ging am Mittwoch abend ein Hagelwetter nieder, wie es auch ältere Leute in diesem Ausmaß noch nicht erlebt haben. Besonders die Gemarkung Zizenhausen, im Mittelpunkt dieses Gebietes, wurde schwer betroffen und war innerhalb einer Viertelstunde in eine Elendslandschaft verwandelt. Taubeneiergroße Hagelkörner und ein gewaltiger Sturm wetteiferten gemeinsam in der Vollendung des Zerstörungswerkes. Niedergewalzte Getreide- Dic Strafliftc brachte ce an öen Tag Bei vielen Leuten, die schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind, ist heute die Meinung verbreitet, auf Grund der kriegerischen Ereignisse sei auch ihr Strafregister, das irgendwo in Deutschland liegt, verschwunden. Manchmal mag dies ja auch der Fall sein, meistens aber erleben die davon Betroffenen eine Enttäuschung. Das mußte auch der 34 Jahre alte Konrad Seidel aus Berlin erfahren, der im letzten Jahr als angeblicher politischer H,äftling nach Konstanz gekommen und hauptsächlich auf Grund dieser Tatsache bei der Polizei eingestellt worden war. Alsbald wußte er sich vorübergehend gewisse Vorteile des politisch Verurteilten zu verschaffen. Wahrscheinlich hätte der Mann noch einige Zeit in Konstanz als Polizist gewirkt, wenn er nicht ein so großes Geltungsbedürfnis gehabt hätte. Aber es war ihm nichts gut genug bei der Polizei. Er bombardierte alle möglichen Behörden mit Beschwerden, die ohne jeden Grund waren. Zudem hatte Herr Seidel das Pech, daß auf der Dienststelle, auf der er tätig war, ein dort untergestellter Koffer verschwand, der verschiedene Wertvolle Gegenstände enthielt. Dieser Koffer und sein Inhalt wurden später bei dem feinen Polizisten gefunden. Als man sich den Herrn Seidel daraufhin etwas näher betrachtet und in sein Vorleben hineinleuchtete, kam aus Berlin auch ein Strafregister zum Vorschein, mit dessen Existenz der gute Mann nicht mehr gerechnet hatte. Danach hatte Seidel schon mehrmals die Gerichte beschäftigt. Von seiner Großsprecherei blieb bei der Verhandlung vor der Strafkammer des Landgerichts Konstanz nicht mehr viel übrig, auch der politische Häftling schrumpfte in ein Nichts zusammen., Wegen Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung, Betrug und Diebstahl erhielt Seidel eine Gefängnisstrafe von lVs Jahren. Der Fall war wieder ein neuer Beweis für die Tatsache, daß Behörden bei der Prüfung von Papieren für politisch Verfolgte die gebotene Vorsicht walten lassen. Auf der anderen Seite sollten politisch Verurteilte das größte Interesse daran haben, daß nicht unsaubere Elemente sich einschleichen, um mit ihrer angeblichen politischen Leidenszeit Geschäfte zu machen. Heute sorgt ohnedies die Betreuungsstelle für politisch Verfolgte dafür, daß auch nach dieser Richtung hin Ordnung herrscht. „Zunahme der Felddiebstähle“ Zu unserer in Nr. 84 veröffentlichten Notiz über die Zunahme der Felddiebstähle teilt uns die Stadtverwaltung mit, es sei Tatsache, daß die Felddiebstähle größer sind als in früheren Jahren. Aus diesem Grunde wurden zu den drei ständigen Feldhütern noch zwei Hilfsfelcmüter eingesetzt, zu denen ab 15. Juli noch ein dritter kam. Die Erfahrung habe gezeigt, daß die Felddiebstähle zu einem nicht unerheblichen Teil herabgemindert werden, wenn die Feldhüter ihren Bezirk mit dem Fahrrad abgehen können. Besondere Schwierigkeiten in der Abwehr von unberechtigter Aneignung von Feldfrüchten bestehe lediglich gegenüber einem Teil der Ausländer. Verschiedene dieser Leute gehen, selbst in Anwesenheit der Grundstüdeseigentümer auf die Grundstücke und nehmen sich nach Belieben Erzeugnisse mit. Ein Hinweis des Eigentümers und des Feldhüters wird in den meisten Fällen mit der Androhung von Schlägen beantwortet. Vom ßoDcnfee zum Schmarzmalö Am Mittwoch spendete Erzbischof Dr. Gröber in Radolfzell rund 700 Kindern die hl. Firmung. Am Abend zuvor hatte der Erzbischof in der überfüllten Stadtpfarrkirche in Radolfzell zu Tausenden von Gläubigen über die religiösen und christlichen Aufgaben unserer Zeit gesprochen. .In einem Brandweiher bei Singen a. H. ist ein lljähriger Knabe ertrunken, ‘der trotz Verbots dort gebadet hatte. Bei Holzarbeiten im Gottmadinger Wald erlitt der Postb«triebsassistent Karl Schnek- kenburger durch einen fallenden Baum so schwere Verletzungen, daß er gestorben ist. — Die kath. Gemeinde Worblin- gen erlebte seit 155 Jahren wieder zum erstenmal den Tag der kl. Firmung. Zu den großen Söhnen der B a a r zählt der vor 90 Jahren in Berlin verstorbene Kunsthistoriker Alois Hirt. Er stammte aus dem Baardorf B e h I a. Sein literarisches Hauptwerk ist die in den Jahren 1820—1827 erschienene dreibändige „Kunstgeschichte der Alten” Dem 66jährigen Forstwart Wilhelm Läufer in D a u ch i n g e n war auf nicht auf- j geklärte Art ein Holzsplitter in den Körper gekommen. Es trat Blutvergiftung ein, der der Mann erlag. — Aus einem Schafpferch bei Nordstetten war ein Hammel gestohlen und gleich geschlachtet worden. Der ertappte Täter, der schon früher einmal aus der gleichen Herde ein Tier gestohlen hatte, konnte erst unter schwierigen Umständen verhaftet werden, da er mit einem langen Messer nach dem Schäfer und seinen Hunden einstach. Der erst 20jährige ledige Hilfsarbeiter Christian Winkler ' von Oberharmersbach wurde wegen fortgesetzten Betrugs, Diebstahls, falscher Anzeigeerstattung, Urkundenfälschung und Widerstands gegen die Staatsgewalt mit 2 Jahren Zuchthaus verurteilt. Im 77. Lebensjahr ist in W a 1 d s h u t Kaufmann Wilhelm Merkle, Inhaber der Kohlen- und Eisenhandlung Dietsche & Seidel gestorben. — In Tiengen ist im Alter von 60 Jahren Hauptlehrer Otto Frank gestorben. — In der Nähe von Tiengen sprang ein auf der Straße spielendes 3jähriges Kind einem Motorradfahrer in das Rad. Das Kind wurde getötet, die auf dem Rad sitzende Tochter des Hauptlehrers Lüthy in Erzingen stürzte zu Boden und erlag ihren Verletzungen. felder. zerfetzte Kartoffel- und Rübenäk- ker, zerschlagenes Oehmd, tonnenweise heruntergeschlagenes Obst v ausgerissene, geknickte Bäume, sowie vollständig verwüstete Gemüsegärten, das ist das Bild, das sich dem Beschauer bietet. Man rechnet bei der Gerste, beim Hafer und beim Roggen mit einem Ausfall von 80 bis 95 Prozent, während das Korn restlos ver- •nichtet ist. Relativ am besten weggekommen ist der Weizen, doch ist auch hier der Schaden ein ganz beträchtlicher. Was von dem Obst noch auf den Bäumen blieb, kann höchstens noch als Mostobst Verwendung finden. Der Zustand der Obstkulturen aber läßt für die nächstjährige Ernte recht betrüblich* Schlüsse zu. Am Sonntag Jung-Männerwallfahrt Birnau ü. Aul kommenden Sonntag ist in Birnau die Wallfahrt der katholischen Jungmänner des gesamten Bodenseegebietes angesetzt. Weihbischof Dr. Burger wird das Pontifikalamt halten und am Nachmittag zu den Jungmännem sprechen- Wie rotrö öas Wetter? (Vom Freitag, 19. bis Montag, den 22. Juli.) Wettercharakter ; weiterhin unverändert; Winde : aus westHchen Richtungen i Bewölkung : wolkig bis bedeckt; Temperatur: im wesentlichen unverändert: Niederschläge : Regen sehr wahrscheinlich, örtliche Gewitterbildung. Konstanzer Pegelstand : Dienstag, den 16. 7 469; Mittwoch, den 17. 7. 468: Donnerstag, den 18. 7. 464 Zentimeter. Sport Bezirksmeisterschaften der Leichtathletik Die Meisterschaften finden am 28. 7. 46 in Radolfzell statt Teilnahmeberechtigt: alle Mitglieder der sporttreibenden Vereine der Kreise Konstanz, Stodcach, Ueberlingen, Ravensburg, ViUingen und Donauesdungen. Die Teilnehmer aus den Kreisen Ravensburg, Villingen, Donau- eschingsn starten außer Konkurrenz, erwerben sich alter dadurch die Teilnahme an den Badischen Meisterschaften (24. und 25. August in Lörrach). Der 1. Sieger erhält den Titel Bezirksmeister 1946 und eine entsprechende Urkunde Außerdem werden Ehrenpreise ausgesetzt für die beste Lauf-, Sprung- und Wurfleistung. Die Vereine, welche in der Staffel mitlaufen, werden gebeten. Staffelhölzer mitzubringen. Ebenfalls sind Stabhochsprungstangen mitzubringen Außerdem ist jeder Verein verpflichtet, bis spätestens 23. 7. namentlich einen Kampfrichter zu melden. In sämtlichen Klassen wird ein Dreikampf ausgetragen, bestehend aus: 100-m-Lauf, Kugelstoßen und Weitsprung der Männer. Junioren, Jugend A und Frauenkiasse und 75-m-Lauf, Weitsprung und Schlagballweitwurf der Jugend B und Mädelklasse Außerdem wird bei den Männern und Junioren ein 10 000-m-Lauf durchgeführt. — Dep- ping, Bezirksleiter für Leichtathletik. Kalenöer öer Parteien Badische Christlich-Soziale Volkspartei Die Vorbereitungen für die kommenden Gemeindewahlen sind in vollem Gange. In verschiedenen Gemeinden sind schon Versammlungen''abgehalten worden. In Ludwigshafen am See wurde eine Ortsgruppe der Partei gegründet ln H i 1 z i n g e n sprach am Sonntag Redakteur Dörflinger, Konstanz, in einer öffentlichen Versammlung, die unter dem Vorsitz von Gemeinderat Dietrich stattfand. In Watterdingen und T e n g e n hielt Her ehemalige Landtagsabgeordnete Hilbert Versammlungen ab. Ueberall zeigte sich reges Interesse für die Gemeindepolitik. Die Bezirksvorsitzenden veranlassen die Gründung weiterer Ortsgruppen, damit die Kandidaten für die Gemeinderäte in den Gemeinden aufgestellt werden können. Das Kreissekretariat in Konstanz' Münsterplatz 7, Telefon 42, gibt jederzeit Auskunft über alle Fragen der Parteiorganisation Sozialistische Partei ln Blumberg sprach Bürgermeister Geiler- Freiburg unter lebhaftem Beifall über das Thema „Der Weg in die Zukunft" und zeigte das Wollen und die Ziele der SP. In Wehr hielt die Sozialistische Partei ihre erste öffentliche Versammlung mit Adolf Müller. Schopfheim, als Referent über den Aufbau des demokratischen Staates ab. In Ravensburg sprach'Staatsrat Professor Dr. Schmid über die politische und wirtschaftliche Lage. Viel beachtet wurde seine Ausführung, nicht Parteiprogramme anzusdiauen und zu kritisieren, sondern darauf zu achten, was die Parteien und ihre Vertreter tun. Am 14. 7. fand in Straßberg die erste öt fentliche Versammlung der SPD seit ihrer Wiederbegründung statt Sie wurde vom Genossen Kronauer aus Sigmaringen geleitet. Es sprach Genosse Waldner aus Langenenslingen über Demokratie und Sozialismus. Die Ausführungen waren sehr anregend i es wurde lebhaft diskutiert Kommunistische Partei Oeffentliche Versammlungen. Ir, gutbesuchten Versammlungen sprach am 23. 6 Gen. Zimmer (Freiburg) in Schluchsee und in St. Blasien, am 30. 6. Gen. Traub (Freiburg) in L ö f f i n g e n , am 7. 7. Genosse Seyfried (Freiburg) in Hüfingen und Bräunlingen, am 8. 7. Genosse Zink (Freiburg) in L e n z k i r ch , am 27. 6. Genosse Acker (Schwenningen) in Tuttlingen und am 14. 7. Gen. Kaufmann (Weil) in W y.h len. — Käthe Seyfried (Freiburg) sprach in Frauenversammlungen in Tiengen und W a 1 d s h u t am 10. 7. Mitgliederversammlungen am 11. 7. in Rfelasingen unter Leitung von Gen. Lochbaum Landkreiskonferenz am 7 7. in W o 1 f a ch. Eine neue Landkreisleitung wurde m geheimer Abstimmung gewählt. Delegiertenkonferenz für das Gebiet der Landesleitung Baden in Freiburg am 13. und 14. 7. Hinweis. Die Versammlungsberichte können nur veröffentlicht werden, wenn sie von der verantwortlichen Parteileitung unterschrieben sind. Seite 6 / Nr. 92 SCDKUKIEB K Freitag, 19. Juli 1946 BEKANNTMACHUNGEN Atoidnung über Erzeugerhöchstprei*« für Gemüse Mit sofortiger Wirkung werden Ergänzung der Anordnung vom 27. - 46 die folgenden Eizeugerhöchstpreise festgesetzt: Tomaten Tomaten ab 20.7. Treibheusguiken Neuseeländerspinat Karotten, abgescünitten nach Gewicht Bohnen Freiburg, 27. 6. 1946. Badischer Wlrtschattsmlnister — Preisbltdungsstelle. — 30 Rpf. je 500 30 Rpf. je 500 30 Rpf. je 500 13 Rpf. je 500 16 Rpf. je 500 25 Rpf. je 500 *uf Antrag können bis zum 20 Juli 1946 in die Wählerliste aufgenommen werden: diejenigen Personen die nachweislich ihren* Wohnort auf Anordnung der französischen Besatzungsbehörden verlassen mußten. Sie können je nach Wunsch in die Wählerlisten ihrer bisherigen Wohnge- meinde oder ihres - gegenwärtigen Aufenthaltsortes eingetragen werden Tm ersten jrall haben sie eine Bescheinigung des Bürgermeisters ihres Aufenthaltsortes zu erbringen, daß sie dort in die Wählerliste nicht aufgenommen wurden. Oie politischen Flüchtlinge, die Deutschland zwischen dem*’ 30. Januar 1933 und dein 1. September 1939 we* gen ihrer Gegnerschaft gegen das nationalsozialistische Regime auf politischem, religiösem oder kulturellem Gebiet verlassen haben, oder weil sie sich der Anwendung der Rassenge- sef/e entziehen wollten. Die in Frage kommenden Personen haben einen entsprechenden Antrag auf Aufnahme in die Wählerliste möglichst umgehend beim Bürgermeisteramt ihrer Wohn* bezw. Aufenthalts cememde zu stellen. Der Ministerialdirektor des Badischen Ministeriums des Innern Haußer Oefientliche Versteigerung Am Freitag, den 26. Juli, nachm. 14 Ohr, mit Zusammenkunft bei der Dragoner-Kaserne in Linx (bei Kehl) werden verschiedene Personen- und Lastkraftwagen zu Teil- und Material wert gegen bare Zahlung und 10 Pro zent Aufgeld öffentlich versteigert. Die Versteigerungsbedingungpn wer* den am Tage der Versteigerung an Ort und Stelle bekanntgegeben. Die zur Versteigerung gelangenden Gegenstände können täglich in der Zeit von 8—12 Uhr, am Lagerort m Linx besichtigt werden. Fribourg, le 11 Juillet 1946. Le Chef du Service du Contrftle des Biens du Pays de Bade. Signe: Lehmann Sonntagsfahrverbot Das Sonntagslahrverbot für Perso nenwagen, Motorräder und Omnibusse beschränkt sich ab sofort von Samstag oder an Tagen vor Feiertagen vom Zeitpunkt der Sperrstunde (z. Z. 24 Uhr) ab, bis zur Aufhebung der Sperrstunde am # Montag früh (z. Z 3.00 Uhr bzw. des dem Feiertag nachfolgenden Werktages. Werktages. Benutzen von Nutzfahrzengen Es besteht Veranlassung, nochmals ausdrücklich darauf hinzuweisen, daß für alle Fahrten, die mit Nutzfahrzeugen ausgeiührt werden, außer der allgemeinen Verkehrsgenehmigung, auch ein Fabrauftrag von einer Straßenverkehrsleitung vorliegen muß. Für regelmäßig wiederke.hrende Fahrtenziele können Dauerfahraufträge beantragt werden. Fahrzeuge, die auf Fahrt ohne Fahrauftrag angetroffen werden, haben mit Entzug der Verkehrsgenehmigung bzw. Sicherstellung des Fahrzeuges zu rechnen. Konstanz, den 15. 7. 46. Der' Bezirksstraßenverkehrsleiter Umtausch von Brot gegen Kindernähr- mittel. Soweit Vorräte vorhanden sind, kön nen en Kinder von 0—6 Jahren (K 1 und K 2) Kindernährmittel, ausgenommen Teigwaren und gezuckerte Kin- demährmittel, abgegeben werden. Die Abgabe'erfolgt gegen Abtrennung von Brotkartenebsdinitte dieser Altersgrup. pen, und zwar für 100 gr Brot = 75 gr Nährmittel. Konstanz, 17. Juli 46. Der Oberbürgermeister — Ernährungsamt. — Gemeindewahlen Erstellung der Wählerlisten (Nachtragsbestimmung) Bis zum 20.'Juli 1946 können ohne Rücksicht auf die Dauer des Aufent half.es, also ohne daß sie die Wahl* 'Voraussetzung des einjährigen Aufenthalts in den Gemeinden erfüllen, in die Wählerlisten aufoenommen werden : 1. Diejenigen Personen, die nachwei- sen können, daß ste ihren bisherigen Wohnort auf Anordnung der französischen Besatzungsbehörde verlassen mußten. Diese Personen können je nach ihrem Wunsch entweder in die Wählerliste der Gemeinde ihres früheren Wohnorts oder ihres gegenwärtigen Aufent- naltsoms oi n g*» ra<5en werden. Im ersten Fall haben sie eine Bescheinigung des Bürgermeisters ihres Aufenthaltsortes zu erbringen, daß sic dort in die Wählerliste nicht aufgenommen wurden. 2. Die politischen Flüchtlinge. die Deutschland in der Zeit vom 30. Januar 1933 bis zum I. September 1939 wegen ihrer Gegnerschaft gegen das nationatsozialitstische Re- gr.ne auf Dolitischem. reliaiösem oder kulturellem Gebiet verlassen hab^n. odA r weil sie sich der Anwendung der Rassengesetre entziehen wollten. Tn beid«n Tüllen ist ein An*reg erforderlich. der vor dem 20. Jul! 1946 der Gemeinde des Wohn- Ad. Aufenthaltsortes fim Stadtkreis Koustar- Hussenstraß* Nr. 13. 7i mme r Nr. 3) gestellt werden muß. Ueber die An- ♦t*äge_ der politischen Flüchtlinge bat d«r örtliche Prüfungsausschuß zu enf- srii'vr»«T>, i« Ti.li 1Q45 Der Oberbürgermeister. Der Landrat. n ®r 07*” J h»»«vArVehr 9" r 1 »fjjj 1. _ F 3J,r e—Hefen, ist wieder ab 17. 7. 4$ aufoenommen worden. Die Fahrzeiten S'nd 1T1 ripp T ; ahr-'’aribfl<;fpp an den Haf»e**c.Tip n aufgeführt. _ ctSri». Verkehrsbetriebe Konstanz. inffoWnnff rr,p d J e fn-f v. Art'*-■*---«•■le gp-efn *rri \4nn*»n. . im ^rhr-XV^s PWpe-^ir* 7. rr.,lt,rre 0—u T T hr. TV« Kinder sollen jh»*o TTV*Sr ; T*rr<»Tv — At*f- nah^ppruhino et« Dienstag. 23 Juli, 8 T*br und »5 Uhr. Kousfenz, 18. Julf Iflifi. Die T.ettnng de» MS^rhen-Realsdiule ~ l?XVa r <» ¥?A» bensiagr an Seiner itgroeun Set> tnunbung im 3Rarine=2«äatett in äJlalente (Stblesmig-goliiein). SonffOHj, 16. 3uli 1946. 3n [rbmertlidtet Iraner: ©uita» SJeinitein n. gtau Snna geb. Söbm. 3rmgarb SScinftein geb. Rempt u. lödttertgcn Sngtib, Erna u. Sbotf SJcinftcin, Ctio Rempt u. grau u. alle ännernxtnbten. Snitati eines frohen SBwbetiegens ln bet lieben Sjeimai erhietten »ir bie traurige unb unfabbarc Satgritgt, bab mein liebet Kann unb hetjcns. guter Sätet S*««ft Kaie*, Sßeiigtnroärtei im alter non 36 3abr. am 5. Sug 1945 in Sübttantreiä) geitotben rrt- RonltanjsHOmaiiuetoef, 16. 7. 46. 3n tiefet Itouet: grau Siatia 9Raier geb. Stboig unb Rinber gubert unb gifbegarb. Erites Opfer am 23. 3uli 7 Hgr in Sttmannsbprf. DANKSAGUNGEN Eoang. SotteskienSte: RonTta*)>2BolIma' tingen: Sonntag 10 Uhr ©ottesbienit 11 Ugr ftinbergottesbienft. eoo«geti|ibe SelisKtifio« Ranftan), Kai: nauitr. 31 (Saulustirige). Sonntag, 21 Suli. 20 Ugr, Sonrag: „Signale ans kem Scnfeits“. URitnood), 20 Itgr, Sibeiitunbe. Sie Chriftengemeinfdjnft Ronßanj, ®an golbitr. 9. Sonntag 10 Ugr Sonntags ganblung für Rinber, 10.30 Ugr -Ken itgemoctgegairbtung. Kttntag 20 Ugt Sbenbprebigt. AE RZTE Sb SonnerstOB. 25. 7. perlege itg meine Stajis in bie calmannstneiter Äiatfe ‘ am giftgnratft. Spreigftunben: mon tags, bienstogs, barmerstags, fieitags non 3—6 Ugr natgin-liags unb naig Sereinbatung (Jeteftm 192). Sr. meb KüttenReff, gadjarji für Snner« Ke bijin, bisher Sd>o:icniir-.ibe S. UNTERRICHT Seteikigiet Sotmetiige* ©raf non Steber- ftein5a^legrettn. Ronftanj, 3umftein- ft rage 6, Jet. 128. GESCHÄFTLICHES Rteintranspoite S. SliSp6nne:tugttPctt unb Sutaliefertnagen i. Sfctbt. unb 3?ab- nertegr, prompt, raftg u_ tunet läjig Keinet »etebrten &unbftgaft gehe itg betannt, bafe mein Setrieb »om 22. 7. bis einftgl. 3.8.46 toegen Setriebsi ferten geftgloffe.n ift. 9tuboif tgoma ffifeftr. Sntagen. Ronftan). Jet. 1499 3gr Stiefpapier bebnutt Seiuritg Keffel ©ebrautgsgrapbit, tyamitienbrudfafgen, Ronftan). St. 3obanngaffe 6. Keldjet Ronfdiionät bei fr an). 3 <,n e übernimmt bie Stnfertigimg ». Samen- tleibcrn, Sluien u. Käntetn aus ein- geianbten Serbtaucgerfupons? Sngeb. erbittet Kobegaus Setm. &engel, gteu- * benftabi. Sas nene Jetefonbuig bet Orte Singen, Staig. Sinningen, SogKngen, Engen, ©aiengofen, ©eitingen mit Süjingen, Oebningen, Steißlingen, Sengen, ift etitgienen. 3u bestehen bntth bie Ober babiiege Studerci unb Sertagsanftali ©mbg.. Singen a. Ede Igurgauer uttb Eftegarbflraßc. ßbftgut Eb. Sigel, Keersbnrg. Retn C6ftncrtauj megr. iJiatbfragen ftnb )tnedlns u. besgalb höflich »eibeten, SiAtpaiifen tnerben prnmpt angefertigt burd) bie ßicgtpausanftait ßenp. Ort, Ronftan), SBerberitr. 3, Jet. 333. Xabatbeije mit germenfierung, 12 9>j (f. 6 tg Jab.) )u SM. 10.— bei 33or- einienbg. lief. K. ßoeger, -üfronfieiten Künftngcn. Siergarteniktpotgefe Ronftan), St. K Sreinbl. Kit begötbl. ©enegmiguns bleibt untere Stpofgete »om 2t. 3ul bis einiegt. 4. Sug. geicgloffen. SBe- ftettte 8ic)eptc bitten mir reegtjeitig abbolen tu rnollen. SBaiigmittet, Seife, IfSug« uttb Jieint gungsmiiiel u. anbere Et)eugnifje er gaiten Sie burd) igre Kitgilfe! Stellen Sie uns ihr tan)iges, nerborbencs, für bie Etnäbrung unnermenbbares jfett ober Ol, liet- ob. ^flanjenfeit jebet Srt )ur SBerfügung. Sie erhalten bafiir braudibate SBaren tbic oben at-> gegeben. aSetlangen Sie unfet lofteitlo- ies Sngebot! ffiotilieb Sütterlin u. Co., gabrilation. SSeitr.. Etpori cgem.=lccg- nifeget, losm. Erjeugniffc, ßärtadi. Sagen. 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StUraannsbf., SSeHmatingtn, fir tersgauien iofort ob. ipät. gef. 3 ul ^ t - u. 60 588 Sübturier Ronftan). Soppel)immet, freunbl., gut möbl., gei)> bar, ». 2 jungen fmrten (Stab.) gti. SBotnögl. mit ooller ^Senfion, e»:t. tönnen 3uidtüffe geleiftet toerben. 3a• fegt. n. 60 454 Subfurier Ronftan). fiakenlolal mit 1—2 genftern, unb Se= benraum in jentraler ßage »on Ron? ftan) )ur Erridttung eines Runitialons gef. Erich Ralcnta. Runftmaler u. ©ra* pgiler. ©oiimannsplag 4, Ronttan). 3i*cmenoobn«ng ob. Eintamilicngaus unntöbl.). pon feit. Seamten (Sebrnei? jer) gef. 3uidtr. an b. Smt f. Scguici- jtrifdte 3ntere!fen, Ronftan). Sceüi. 9. ßagertaum sum Sintteüen oon Kobeln gefuegt. R. f). Schmibt, Ronftan), SBeffeitheigftraße 25 S.3t*«cer.®ogn«Bg, ntögliihft möbl., oon Sustänber gefuebt. 3uicgr. nntet 57 768 Sübturier Ronftan). 2—3>3tmmt*>Kohiiiitig, möglidjfl möbl.. pan Seiegsbcuticben (Kutter unb Jo-ü- tcr) aus Oeherreidt gefuebt. 3 u -ä- r “ 57 767 Süblurier Ronftan). WOHNUNGSTAUSCH ftiix bie »ielen Seaeiie öerilihen OTii* empfinbens über ben Aeimgang meiner» 1b. ©allen. 6o6nes. Srubcrs.. Shwa* ners unb Cnfcls ^ipl.3ng. Cwjt Rainer banfen mir auf Metern 3Bcg auf bas £erjlihfte. Äanflani. 14.7. 1946. $i< ©atttn SRartc^ Saunet, bie SKuitet ©iigenie Sännet, Me 6hm* fter ©lUabetf) ©artner u. Ereilte. 5&r bie ©telen S cvKih ftcriliher Seil* nabme beim Sabe unieres nnuetge^ lihen Ib. Sohnes. Srixbers. Cnfels u Shmagers Stabsgefr. ^einri«6 $f«a iptehen mit allen unsren inniflften T-an! ans. Äoniran*,. tS. 3uli 1946 3m 5tamen aller öinterbliebenen: Pftanj $fau u. ^rau ©ötifttne geb. 3Uih*tl, Xahormeg 32. 3i«a»er*ÜBolnr«ng, ihön möbliert, mit Äühe. 8«ß«n fteuttbl. möblierte? SfBo&n* Shtafjimmtt fefart m tam’hen ober mieten geiuhi •&. 61 169 3üb- hirier Konftan;, 3immer : ®o6n«ng. föjöne. mit Aühe unb 3ubebör. in ftonftan^ geboten; —4*3^ *2ßobtiuF0 »n &onftütt3*Slttftabi ober t>eifrsbauien geiudit 3n'hi u. 53 350 cübfutter ftonftan^ S*3immer»o1pn««g. Sab. ruftige lonnige Üape in 9peters^aufeh geb., 3—o»^im* mettnoftnung. pari. ob. 1. Sfocf in zentraler Sage Äonftan^ gefuht. 3 tt * Ihr. u. 61 223 €fibfurier Äonftanv SehofamiUtm^ana, mob.. $ab, ©lagen bel)ung. fl. ?BatmtDdIer. ©arten. (13 2fr). in fhöner Sage in mittelbeutfher Unioerfitatsftabt (amet. 3one) f ferner Tauitbmobnung. fl. ©infamiltenftaus. •V'* 3*. Sab, fl. ©arten. Hnioerntats* ftabt (ftan?. 3^*1 geboten; mhe 3® el? fantilienbaiis mit groß, ©arten am 3?o* benfee ob. Umgebung. 3*iht. *• 57 826 SuMuriet Äonftans. 4*3immer*2BobnMiig, ihöne. lommerlih«, ehahfigBren, lünfflerrfh* (®leU3inn« im iegönen Riniigtal, (eixen. eben! flcinete in Siliingin *k«t Umgebg. gefuegt. 3u)6|i. u. 59112 CüM. Roujtj STELLEN- ANGEBOT Raujicann, tücgtigcr, aus Oer ßebens- mittclbtantgc, tatg., älter 50—35, jur Untetftügung bcs ßngabers gefugt. Einheirat möglich. Susfügtl. Semetbg. u. 58 990 Süblutier Ronftan). Sttcgflet unk Schreiner für inteteffan: Slrixiten mie Sunhiunfgegäuie u. bergl. gefuebt. 3uiä)r. an Saiofcg gr. RatI Scgniger. ©engenhaeg. Kanu für ©artenarbeiten geiuebt. 3. 3 ©rau. Ronftan), Sosgarienftr. 28 3cituugsträgerinnen iofort t-'iucbt für Ronftan), lintsrgein. u. reegtstgein. Ju melken Ronftan), RteujHnger Str. 49, im Riosf. $atfte*er unb Jetoratcur für felbftättb Soften mm gröge-rcr girma Iofort gefuebt. Sem u. 25 764 Suhl. Ronitj. Segubmacger, funger, tücgt., in mein artgopäh. Segubmaebettneilftäti« fotort gef. Scbuggaus ©ginget. Singen (fttml.) » &ogentiäget Str. 3. Rnedjt, tücgt., juocrläfftg, für mittlere ßanhtntttfchaft gefuigt. Singebote an 8!f„ ©nau, (14b) Seicgeubgcg, ftt * Saulgau. tpausgaUsgitfe in Etnfonriltenbaus am See )u ; R»ei ErtBaehfenen unb 1 .Rinb nach Ronftan) gefuegt. 3uiegr. u. 24 251 Sübturier Ranftan). Same, gemanbte, für bie Slnmelbung gc- fuegt. Stabttgearer. Stbneiberin, bie 3nterejfe hat, Reg in einer erjtfl. Kogemerlftätte mene reu gilben gegen ^äegftiohn gef. Seroeib u 25 7f3 Süblirier Ronftan). Kübels, jungen, bietet Reg bie Kög- Itcgleü, ben intereRanten unb lagncn ben Setuf her Woben, u. Iraigten- Rrideret in 3jägriget ßegtjeit )u erlernen. Slucb gilfsträfle bringenb gei Woben, unb Iraegtenitriderei ©tii Sommer, RonRan), 3?bsgarienftt. 16. Käbige*, tüiht.. linberliebes, ). 15.8. ab. 1.9. gef. SfuRftau tägl. »organ- ben. Sai)uftetlen »an 18—20 Ugr bei t>. SBeftpgal, Singen=§ogcntu)ieI. Eff- barbftiaRe 19. Käbcgen, tüchtiges, falibes, für tinr.a jimmerbienft unb Kitgilfe im Satcl gefugt, fjotel liegt, Ronftan). Rügengilfe gefugt, ©aRgof ). Elefanten, RonRan). §tlf«, egrl., für II. gausgalt, 1—2mal per SBoge, mit KittageKett, gef. ffiit gelrnftrage 28. 3, Ronftan). Käbgen für Rüge u. Sausgalt in ffiaft- bof nag her Sgtnci) gefugt. Einreiie- gemilligung roirb befolgt. R!eriönltge Sorfteüung bei S. Sglanlc, Ronftan), Jjüetlinftrafie 18. g*äulei« ober atteinftegenbe grau, bie an Stelle bet Ieibenben Sausjrau einen gepflegten Sausgatt fclbftänbig befar- gen lann. auf iofort ob. fpätcr gefugt Setnetbungen, wenn mögl. mit ßigt- hilb u. 23 392 Sübturier Ronftan). $i(fsa*beitt*innen, jüngere, für leigte Siegelten in 3lr)neimtttelfabtit geiugt, SBgt<®uIben, Sbtlg. ßombetg (WbS5, ©oftlieber Str. 25. Eing. SgultgaigRr SUfoarbeiterinnen. füngete, aug un? gelernt*, für leigte unb faubere arbeiten, enil. halbtags, fof. g*f. Sug- bruderet 3acob. Ronftan), 3afiusftr. 8. Sausgegilfin in Einfamiliengaus nag Ronftan) geiugt. 3ufgr. u. 24 236 Sübturier Ronftan). Sausgegilfin, felBft., für Ronfernatorinm »on linbcrl. Sausgalt bei heftet 8c ganblung gefugt. Jir. 3tntmetmann RonRan), SJosgartenRr. 36. STELLE N-GESUCHE Äoithen?*XrodenmiIautfranfft. ©ute Scftanblung erw. 3u>hr. u. 59 921 cübfuriet Äonrtanv Wirficbafterin, jclftn. «nb .luoerl, oftne Unftang. mit prima Aoh* unb Sad* lenntniffen foioie gr CrganüatioRsta* lent jaftr! ^ausftaltsf. eines ©ro^fte* triefte?, fuht paif. 3Birfung?lteis bei franj. 3üeftöT&e ob gr ftaatl. ©nt?oer* roalfung ©rftfl 3euqnflfe unb 9tcfer 3u?hr u 59 991 Snbf Ronftan? Sclhäftignng. an* in »ranL ^ausftoi:. gemuht 3ai*r u 58 518 Sübf Äonfti. VERTRETER ®*)irls»*rtret*r, lanitalfräft. . mit eittem Stab Unteroeitrettr für eintn leigt oetläufl. Sctitel gefugt. Strfelb* Bitb »an bei Stabt, u. ßanb&eoöllerung rege geftagt. Semägte goge 8*o»iRon gei fof. ausjablung. 3ulgr, «. 53198 Süblutiei RonRan) guß) )u oert. 3 u tgr. u. 229T312 Süb- luricr RonRan). SluuunRänbe* in aRen garben, Rinbet- bmRcUcn 70-140 tm, Rügengodet, S»I), unb RoglcntragetiRen. Joppd» iiübänle (für 4 8erioncn, Süden geg. Süden )u titten), 3lt«rf)eugliRen, »et= tglicBbar. S»i3baffiges, geiugt. juig- u. 58 958 Sübturier Ronftan). $tmnan)»g, 1,75, mittl. fjigut, geiugt. juigt. u. 55 267 Süblutier RonRan). Scminbefgnetbetlnppe, '/*—l'/s 3oII. gef. 3u:gr. u. 29 218 Sübturier »onftanj. Rinbermagen, guterg., geiugt. ülngeb. an Ebel. SEittengofen bei Salem. RiRen, gehr, aber neu, gegen gute 8e)., gefugt 3ufef)r. ü 58 039 Sübturier Ronftan) nägmafgtne gegen gute 8c)aglung )u taufen gei. 3ufgr. u. 24 284 Süb, turier Ronitanj. Sgrtibmafgine, guterg.. bringenb gei. E»tl. reparat-utbeb. u. ogne Sarbbb. Juigr. u. 28 256 Sübturier Ronftan). Kalt, ober RBeinfag, 200—250 ßtt. gef. 3u'gr, u. 29 063 Sübturier Ronftan). |»anegaltnngpgcgtnRänbt, ©ebtaugsatti« tel, Spielnraren unb -üeigentartilel jeher ärt unb Wcitge.^ .oune lunit- genterblid)e ©egenRäabe non ©togab nehmet laufen» geiugt. ilu.gt. erbet. * u. Jtr. 29 051 Sübturier Ronftan). Rleinmöbtl, aug Seifet, Eoug, entl. SettroRe, Egaiielongue gef. 3uigt- u 61055 Sübturier RonRan). ©ijtampudcn mit Enantali ^getügt. Jt Sans Sgted, RonRan), Wainauftt. 33. Weufert. Sau, u. Entumrfslegte (omie Sauftatit (Serlag Jeubner) 3 S5be., aug einzeln . ju legt gutem Stets, gei. Sngebote u. SS. 101 an Agentur Sübf. Sottroeil. Juttengoferftr. 11. Sgreibmafgine, bring. ,)U taufen ob. ju leigen geiugt. Süblurier Ronftan) * SosgartenRrajje 12. HEIRATEN TAUSCH #ertenfaftrra&, feftr gut ezftalt., m. allem 3ubcl)öx geb.; gefuht guurftalt. Rament faftrxab. 3ufhrift. unt. %. ©. 100 Süo- lurict Äonftan^. ^errenmantel, ftohiDert., faft neu, mittl. ©röftc, gebflten; guten 0.*Snsug ober gute $.*$>o[e ©r. 1,82 gefuht. 3 u i^ 1 unter 57 S71 Süblutier Äonftans. $anfcftarmonita. biaton., 2*teiftig, mit ^ilfstaften, neu (SRobeli §oftner*^lub 2) geboten; 9vabio gefuht. ®9®t, ftan3, §inbenburgftt. 6/3, aftenbs 19 bis 21 Uftt. ßteifen, neumert., 7.00X29 gcft„ ^Reifen gleihmertig, 5.25X16 5.50X16 gef. Sanität5*9lcrtunfi5iDahe, Ätanlen transp. Äonftan; K Slcugane 27. ©intermantel, foroie Sportan3. (Änider ftodex) für 15—16iäftt. geft., ferten* mintermantel, guterftalt., für jhlontc Jigur gef. 3wihr. u. 29 -54 oüblun-t: SConftans, grad f. grofte gigur. menig getragen geboten, gutes gaftrtab ob s Jlabio. gef 3ufht. u. 36 835 SiiMuriet fiinöau. Staabfiroger, 22?) 33., Tcnnisihläfier geb T'amcnipotrhuftc. «^ l/ 2 öerrenfte* fleibung, 50, gei. 3 u tä** u - 69 839 cüblurier Äonftanv kittberiportmagen, gut ccft.. geb.; T&- menirftuft*. fh®ar^e, mögl. Slodaftf., ©r. 39—46, gefuht. 3^'ht. u. 55 541 6üb turier Äonftan*,. TIERMARKT Kitgfgaf ober §cu geboten, Sferlel ob. ßäuferfgmcin geiugt. ^tnn) tdopi ßigelRetten 49. Kild|)iege, gute. gei. 3uigt. u 81 223 * Sübturier ßenifitg. Sgtagtpjerbe, taufe lauienb ;u gögftcn Jagcspteiicn. Sri Ungiüdsfäll. ignellRe Sbgotung bürg Iransport,läuta. En aelbert oan SSorfum. Sfcrbemctjgerci, Singen, Siclaiingcr Str. 77, Jcl’. 2576. 5»g», groftes $albpfetb, oor)ügl. Spnn, get. 9 3., gegen mitteligmeres Sr, beitspferb )u tauigen. 3. Jauiger, ). ‘Jfoiengarten, Jettnang, 9ta»ensbur. »ger StraRc 1. Jet. 283. IMMOBILIEN VERKÄUFE flrmftaabuftr (ccnroe-Ucr) u. chaQpIat- ten (amerif ). oetf. 3 u ’hr. u. 60 05,' Süblurier Äonftanr Ä«ni«hen* anb ©i^tfefle, nröft Soften aftragAen. 3ulht. *• 29 401 6äb> tarier Äonftan^. Sinfamilienftass, 5 3immet .mit ©arage« fl. ©arten in ^tommern, 3nb-uftrieort, gtft., fl. &aus am ©obenfee m. grö&. ©arten gejueftt. 3 u 'ht. u. 27 252 Süb* lurier ÄonftanL mit ©xunb ge’-uht. 3 u »hi n. 28 238 Sübhiriet ftonftan^. fiagerplaß, ca. 5 Sir. in Äonftans. '4>ara* öiesgegenb ,^u tauitften ’iOtcin Slnaeftot mürbe ceftmiebe, ÜPichanilcr. TMiftaiia: teure, Shloffcr interemeren 3uidjr u. 27 280 Süblurier Äonftanv Cafe*91eftaurant, oon branhetueftttger Tarne pahten get. Kaution roirb gefteflt. 3^hr u 95 675 Süblurier SBalbsftut. Ct«f,*§ai?, 5 3tmmer, wtrb in Äon* ftan.^ geboten, neu^eirl. Äomiort u. 11. ©arten; gefuht gleihmert (ep‘l 4 SlUcnsbah ober 3niel 9lethcnau. 3 u i ( ft r - u - ^ 413 Süblurier Äonftanv ©tunbftüd aber SEieie mit ober oftne $>aus am Sobeniee gefuhi. Iau:h mttb geboten. 3^'hr. u. 11/7 an bie Seeftaien Sn^eickngeiellfhaft, Äon* itan^. Stosgartenftr. 18. fiebergroBftanMang, fiebtrftanblung unb Shuftbebarfsartiiel. ober auh Heinere fiebermarenp ober £«m 4 'huft* < 'tabrif ^u laufen gefuht. Slitgcftoic an Cito Äel* {er. ^iebbetöfteim ft. SBorm?, OTüftl* «rage 2. Wfritäame. bi? 500 qm. für f^olv- u. 33inibuo*9>eratfteitung fof. gef. £a*u geftörige SB oft nu itg erm , jeboh nihr Sebing, 3Ä|hr. u. 61 029 Sübf. Äft). SBerf, fleines. möglihft mit eig. SBoffet* Itaft unb SIrfteitsraumen non 500 Ms 1500 am Äaumflähe oon Subtil für Älein*SIpparateftaa l-angtriftig $u pah* ten. gegebenenfalls $a laufen gefuht. ©rtoün'ht S^rftattbeniein einiger SSrei* ien bis 60 to £rud. rreftautomaten. ^ras* anb Softxmafhitten. Angebote um. §ftg. 471 an £t. ©rupe u. ©o.. Hamburg 36. ©änicmarft 44. $iitgefhaft mit ftaffoniet*S>erlftätt« »on ^ahmann ?u laufen ober pahteu gef. Ober mo famt iolhes eingcrihlet met* ben. 3irihr u. 81616 Sübf. fiinoau. ^ankelsanterneftmen ru laufen ob. parf)- icn gei. Äuh Seieüigur.g crmüirht, 3ui*r u R1 146 Süblurier Äonftanv ©tagenftau? in Äleinftabt, SBert ca. 50 0011 Ä9Ä. tu oerf. ob. gcg. Äanbcis* bettieft ob. ©tu bei etrtl. 3 u 5 a bi ua 9 ^u {auihen. 3 J tihr. u. 61147 Sübf. * ftonftanv ^tftrifriluiw für hem. Sranhe* o«h in ineftmen fl. Räumen, gefamt cü. #0 bis 500 am, fofart *u pahten entl. laufen gefuht. Vermittler eturänfht * 3utht. u. 98 936 Sübf, Xribetg/Shm BETEILIG UNGE N Seltilignng in ftan). 3»ne. ca. 100 OW SW. gei.. mögligR Saugeig. »ber Rotel u. SeRaurationstetrieg. Sngeb ü. W. S. 25 793 bet. ann.=Erp. Carl Säblet ©mb$., Wümgctt I, xgeatiner, »RiOBt 8,1. SUnkine, gühfge, 46 3., neri»., in fegt gut. Sergältnifjen, münfgt SBiebergei- tat m. 6etm aus geh. Rrcifen, Jör- Rer, ßegrer, Stobemiler, 2Biffenigui!. let, aug auf ßanbart. Stiefe erb. u 9608 an fjrau E. Steifer, Egeanbag- * meng, RanRcrn),. SgottenRr. 73. Sanharitt mit ©ragimlerei, mit beRem Egataltet, ca. 50 WtUe Serntög. u Weite, münfgt Beirat mit Sri. ab SBitme (aug m. Rinb). in ben 30er 3 . am liebft. Eingeiiut. 3uigt. u. 60 250 Süblurier RonRan). Rtiegeinittoe. tiitbeiloi«, 35 3.. 1,88 gr. blonb. nielf. intereffiert, angen. poH. igl. Erigeing., mit Eigenheim, fugt mit garaticrpoR. 7>errn in guter S ßI Rt., bis 48 3.. )meds [pät. &eitat in Srieim. )u treten. Silbju-igr. u. 24 261 Sübturier Ronftattj. Kilmt, junge, Sübb btRer Rreije, »gne Rinber, gute Etfg., permögeitb, mob., »ern. bent. Keitlg, mit 3ntcreffc für gepflegte öäusligteit, fugt $errn bcrfelbett Rretfe, mit beften Egarat, teteigenichaften, tultioceri, Rgete S»* iitinn, jmifgen 45—55 3agten, jtneds jpätetet Ehe lcnnen)ulenten 3ufgr unter 58 004 Süblurier RonRan). ßanhmirtstogter, tügtege, u. Rögin, heiterer Wenig mit einRct ßebensaui- fafiung, mögte einem guten Wann, bei ien ein jgönes §eim u. ein RiRes ©lüd aufjubauen. Sin fatg.. 44 3., mittelgroß, »»Ufglanl, mit ftifgem JleURern. gäbe jgönes Sermögen in ßiegenigajten, gausanteil. SBäigeaus, Reuet. Sntgelb. 3 u igt. u. 53 181 Süo. turier RonRan). gultenlanet, Egeanbagnungs > 3nRitut. 3ng, E. ßub». Stuttgart,®)., Sogel- ■angRraRe 9, Rsaftfag 235, lügt für fjagrilbircttor, 49 3., eo„ leb., 1,80 gt., [egt »erm., gaus, u. ©runbbef. Same aus nur guten Rtcijcn uni ent ipreg. SetmögensnetgäBniffen. Siele anbere Eingeiraismögligteiicn für alle Sctufe Rnb »orgemerft unb etmünigt. Sitte menben Sie ftg »erirauenspon * an mig. Raafmantc. felbR., im Sufbau gern, -ja- Britatiansuirternegmens begriffen, 32 3-, giofi, iglanf, iugt Selanntigaft junger, mufitliebenber Same bis 25 3., aus fegt gut. fjamilie jmetfs geirat Silbjufgt. unt. g 18148 an Obaner. * 8ln)cigen,Erp., greiburg/Sr. «rranlem, aus guter Samilie. mit äusR u. fpät. Serm., 31 3., 1,65 gr., tatg., geb., gäust., »ielf. intereffiert, fugt Sriefroegfcl mit gleigm. gerrn jm. ipat. geirat. Sug SBitmer mit Rinb angenegm. SUbjuigr. u. E 18157 an * CbaneE. Slnjetgett-Erp., ,-jreifrurg/Br. t5 r _a*. allcinft., gute Erigcin . m. Sinn für alles ©ute unb Sgöne. Saturfr. •uif fÄönem gehn, münfg Sefannt- fegaft mit Rh geh. gerrn »on 40 bis 50 3., jmeds hatbig« geirat. Sur ernitaem. 3ufgr u 57,359 Sübturier RonRan). MASCHINEN / WERKZEUGE Treffen, g»br. u. meg. (leine Ejcenierl feber ©röge unb Sauori, )u laujen gef. Eitangegote mit tegn. Solen u. Sreis an Wetaltroarenfabril Staun. * roarlg, Itbetlingen/Sobcnfce. Kafginen iebet Sri unb allerorts tauigt * fagger. SSI, Ranftan), ©ebgarbpt. 30. Kotoren. Es biegt fig um Wateten. ©tafjes Unternehmen bet gemtigdaj- metifgen 3nbuRrie fuegt I-tegRtam, mototen 220/380 Salt »on */• bis 2«) SS )u etroetben. Sug auogcglügte u, befgäbigte Wataren finben Setmen, bung. — Snteteffenten mitb bie ©e> mägt für laufenbe ©efgäftsocrbinbung geboten, tosm. Et)eugmRe Rnb liefet, bat. 3ufgr. u. ®W 484/36 an SBcrbo, bienR Etat, gribelbetg,' gauptRr. 30 RrenjfglagmRgltn. Rnet, gjm. Wiig, u Sicbmaiginen »um Wagten ». gol) u funRgatiägnl. Stoffen g)t». ). Wifgen u. ftneten »on mittel)ägen Stoffen u )um Siegen »on galtmcgl gefugt. Set. gütung entl.. in ©egenmetien n Set- einbatung. Sglnifc-Sci.. Ueherlingen SauenReinfttaRe 16. Sr. Ei)enterpreffe, SgleifmaigRtc, We iatliägemafgine u. Wafginen dUer an für 2Bert)eugmagerei geiuefrt. 3ufgt. ~ u. 1000 Sübturier Ronftan). BRIEFMARKEN Bttefmarfenfammlung, (leinete, menn aug unuattRänbig, »on anfänger gei. 3uigr. u. 60 010 Süblutier RonRan). Sgmeij u. a. St» Sunenmte 1940 70 — 1941 70.—; 1943 65.—; 1944 65.—. 1945 65.— ; Sgmeij, ging Wigel 29/36 700.—; ging 1944 !pl. 4 SB. 110.—. alles poitftifg. fiigtenftein: Süs, tpl. 3 SB. poRftiig 150.—; Wigel 187/90 poftfrifg 150.—; ORwpablod gebt. ob. ungebr. 600.—; Dtpmpiabted, paare, ungebr. 95.—, aus aufgelöRet Sammlung nog abjugeben! 3-'üt u ♦ 80 lü) Süblurier lieberlingen. Srieimarten,»n, *. Setlauf. aihSeutig. tenb. I-eutfge Rolonien, Europa, fjans Sinn. (24) Sab Siamitebt/RolRein. «aggeigäft feit 1918. Stiefmaeten. ßp). Weife 1940. 4 SB. tpl ge). 5.—: geign, 7.50; Sind 75.—; Sorfaite E .Srief, )U)üg[. 1.— -KW. Sotto, äusfügtl. ßiRe gtertis. Exbitie angebote Scan). 3one tpl. u. Einsei, roette 10 Sfg». 1. 2, 5 9tW. Srief, matlenpetianbgaus hör fl ältrooge (20) ©Otlingen. SglieRfag 342, SricfmarfeusSaletc 1000 oerigieb 95 100 »er-giebenc 4.—; 100 ocrigtebene -vranfre:cg 15.—; 50 oerig. Stantreig 5 ; —, jüiügl. Sorte, gegen Sorfaiie. Ueber 100- SW. 10% Sabatl. 3 ctraBburg. (IO) fleipjig SF. 33 an- * gctRtoRe 18. Seiefmaiteu heionbets preismert 188 perig. I-euifges Seig 28.50 ' SW ; 188 perfg. Europa 28.50 SW.; 50 per, igieb. 3®ncmmaifcn 26.50 SW.; 40 meit. perfg. 3onenmarhn 26.50 SW Rafia ooraus im eingeigr Srief oo Sagnagme. ©ufta»* Seebcrgcr 25 3ag-.e Srieimartenfagge : göfi. (24) Hamburg 1 « Satgausmarft 17. Srcistific gratis! Srieimarten (Sammlung ober I»|e) non Sri»ai gefügt 3uig t unter 57 516 sublnritt RnnRam «tiefmailen, CeRetteig. amer. 3»ne, tulf. 3»ne. geboten; gefugt »on ftan). 3one 10, 24, 1. 2. 5. 3uigr. u. 57 695 .epublutiet RonRan). VERMISCHTES ^eimerbeite«. met gut folge )U »er, * geben? 3u!gr. u. 32 282 Sübf. Citbg. Siefetauten in terrilmarcn. &aus,. Rü, gcnarritel. Sapie*,. Spielroartn ader »rt »»» 6in)eiganbelsg*igäft geiugt. ouigr. u. 6t 201 Sübturier Ronüanv lakafigneibeu, /fermentieren u. Seiten. ©rob=. Wittel, u. fjeinigniti, über, nimmt SBoig«. Oberugtbingen. Rlamt* )n leiben gefugt 3uitbr u. 58 253 Süoturier RonRan) $eimaebeit »on Sattlet in allen Sattler, u. Salftetarbeiten (gt. Sfanbnäger) oe-ucbi 3u : R-r u 59119 Süb!. Ranft). Käfige »um matgen unb bügeln roirb angenommen «rau W. SunRmaun. Ronftan). Untere ßaube 22. fiinterg. SBiffenfgaftlige Chaialterbeurteilung ans ber Sanifgrift. Otto Sapp, ©rapgo, löge. Rempten/aUg., $as4ag«t Str. 21. Jabritaut. etfagtener, roün-gt Setbinbg. mit Sgmeintti ßcbensmitielinbuRtie )m, fierftcllunq gröiv Wengen Sagrungs, mittet, insbef. für Srport, foroie 8us, roertung bef. Serfabre« unb Kafginen. 3u ! gr. u. 59101 Süblurier RonRan). ©»ugfgtafffelte ». jg. geb. Äriegs». (nigt förpetbb.) auf einige SBogen in fl 5eim gef. SarR Seuter, Ka, iginen. Seurafeb a. Sg., 22b, geb, besbatiet 31*. 49. VERANSTALTUNGEN £ohenjfe>Siigneu, Stakttgeatee RonRan). 3nteltban): Sireltoc fgorR »an Siemen. „Kas 3gc mailt*, ßuRipiel »an Sga, leipeate, 3ni)enietung: Sein) Hilpert, jjreilag, 19. Suli (Stammi. I): Samsm tag, 20. 3uli (Stammi. II); Sonntag, 21. Suli (Stammi. III); Wontag, 22. 3ult (Stammi. IV): Eienstag, 23. 3uli (Stammiig V) uiro. jeroeils 18 Ugt. (5>u Samstag, 13. 3uli ge= löRe karten gelten fjreiteg, 19. Suli! — Eie btitte agannemenistate iR fäl. Itg. SBir bitten um ausgteig an her tgcattilaffe. Stakttgeatee RonRan). ©ajtfpiel in etge, net Segie: SeianRalter a. Sapunorf. Samstag, 20. Suli 1946, 21.30 Ugr „SatlethUbenb“ ßeonote Reite, Sal, lettmeiftetin unb 1. SoIotän.)ctin )U Saris, SBien. Wüngen. gambutg. Siga. unb bie Ian)gruppe Snna Rerre tan)en Werte »on: ßistf. ©b»' pin, Ifgailorofli, Sragms, Schubert, aibeni). Strauß u. a. am fjiügel: S- gergutg. Ratten an bet Igeatetlaffc ab Wittroog. 17. 3uli 1946 Stet® 5 _gruppe It SW. 1.5 0—8.25 .__ Capital,Sigifpiele. geute lis einig!. Eonnerstag „Eie Snlila“, ein bcglüt« tenber /film mit bet glan)Potten Ear, ReHung: Snula SBeffelt). Sttila gör, biget u.o.a. Sugenb übet 16 3agre erlaubt Seainn roogentags 3.30, 6.00, 8.30 Ugr, Sonntag 2.30, 4.30. 6.30, 8.30 Ugt. Rein Sotuetlauf. (aggaoe bet Eimrirtslatten eine Stunbe »ot Scginn bet jcroeil. SotRellung.)_ 6toria,£igtfpiett. ab heute bis einfgt. Eonnerstag: „Rlaman eines Htjies“, ein inhaltsreiger unb fpannenber gilm nag Wotinen bes Sontans ..geimtegr ins ßeben“ mit aibregt Sgoenhals. Waria anbetgaR u. a. 3ugenb über 16 Sagten erlaubt. Seg. roogentags unb Sonntag 3.00. 5.30, 8.00 Ugt. Reine tclef. SatbeReUung. Sornertauf roogentags ab 4.00 Ugt. Sonnrag ab 3.00 Uhr. Sag Räbt. OrgeRe* im Siabigarten. Samstag, 20. 7.. 20.00: Ein geroünig, tes Srogtntnm. Sonntag. 21. 7., 11.00 Ugr: ?jrügton)eit unb 20.09 Ugt: 3m 3aubet gefgroingtet Wel obien._ Weifenbetagaus RonRan). Sonberausftcl, Iung Wilhelm Sraun. Som Sonntag. 14. Suli bis 4. SuguR 1946. ©entölbe, Sonarette. SaRetle, 3 c tchnungen. ©e, öffnet: fonniags 11—18. roerttags 10— 13 u. 15—18 Ugr. VERSAMMLUNGEN 9Ktnitergefanft»eretn ©oft ©ebra^boien. Är 2l?angen'^flg Cgft. ©aftao ^äbtrlt. ^3üi\.^eriäget!omo. 515. Äonitanv am 22. 3. 45 in 9iih= tung 9T?ien. Cpbia ®Ium. Singen*?).. iRemisfröfftt. 16. Sllberi ^i«tft, letjte 2Imhriii nom ;U?ar,5 1945: 4 ^Si.*©ren *©ri.*Satl 10. ^tünn’3Raftren. am Äuftbera Ifteo rrehiel. 11 Snr.* u. 2tusb.=9?cqi 500. r.*Äamp Delmüft. ^inbcnburglo'etnc. Gbuarb 'fyioth, ©benfoben HmcI}}, 3hanUtraftc 22. Cbergefr. Ctt« SBtit, ©eipannfüftrer» trpn. 34 081. im 45 in bet Xihehoilamalent. Ataa fiuiie 5Bitt. 2Biiroe. (17b) Siieberftaufen (Sreisgau). 5lÄgIanb*$1etmlefirer! Pionier ©mit Sub* brtls. anau ; 2Rain beim ©r». on *2Iusb.* 2UI., 3. 93?arihlomp.. bann narfj 9iifa* T ^fct» a. Shm. "äReer. Sermtgt ?cit 44 ©erirub $ubbrifs. Hamburg* 2iergeborf. 3J?ofinftoi 8. Florian Än«61auh, 2Bahtmeifter b. 3h b. 51.. geb. 26. 1t. 01. ©ailingen. 1. ?ali>ei 14. Jypn. 09414 ^8, .»ermiftt 1. 2. 43 im 9laum »en ©ftarfom. ^rau ¥erta Änoblauh. Singen. §oftenlrä* * fter Strafte 37b, Srennrr. ©efr., fipn. fi 22375. ©rup»e Sungmittft. melher am 24. 10. 44 bei fjcrtogcnftoiift (£>allanb) »hmei* oeriDunbet »erm-utlih in engl. ab. fa* nabiihe ©eiangenjtftarj geraten. Pfant. Ärott*Sro{^ie, Sädingen'Saben. fiotel ..Shüften“. ©efr. fiMbaig ©betlein, Saftigang 1925, r^pn. fi 10 490 3h 4 $am* bürg 1, leftte 5?ahtiht S^uar 45, T'änemarf 3Bittin. ©ernsbah ©atten* faßfte 17. Ogfr. $üfer ©nt»», ^»n. 248J6 X. leftte 51ahrihi 'h?ari ^ Sugoilamicn. Ä.** ibarina Toier. UebeVauhen 5?>it ^Älengen Sahen (17b). Slftsgfr. Älbert Mettmann, geb. am 19. 9. 14 in fReuenbori. Ärs ©erbauen, lekte ^pn. 01231. Snf.*51gt. 504. ^rau Sfta Äetimann. 5iötftenbah Crt 5. bet 93ogIer. Ät. fitnbau/^llg lürf. (t.SBij.) aus CppelÄ (CS ). ?tog o. b. fieftfe 9ftahriht ». 30. 4 45. 3Mhr erb. ^rau ©fle türf, (21) SBölr&el 85. Sletnfteim/SBeftf. IfBClIVf IMftCKI e rMWP(7 5t. Xrtttaann, 5teit^urant ^ur ..©am* btinusftaHe“ empfieftlt nh ftötlih . «hriitlt ftem ©mnrtsftafer 3°ß. ÄMomaloaien* unb 3tga?rengefhcit