>-rr 947 p B T /W B S Be Des* U ■m n idi) ents jen- vian arat Bil- ig'7 SUDKURIER 3. JAHRGANG Erscheint Dienstag und Freitag. Adresse: Konstanz, Rosgartenstraße 12 Telefon-Anschlüsse: Redaktion und Verlag Nr. 924, 925, 1130, 1510, 1511 ÜBERPARTEILICHE I N F 0 R M AT I 0 N S Z E I T U N G FÜR DAS LAND BADEN • NUMMER 51 KONSTANZ FREI TAG 4. JULI 1947 Einzelpreis 20 Pfg. Abonnement bei der Post 1,74 M., durch Träger 1,60 M Anzeigenannahme durch alle Geschäftsstellen und Agenturen des Südkurie/ Kurz notiert Die Ministerpräsidenten aller Länder der vier ^■atzungszonen Deutschlands werden aut der dplsn Sitzung des Kontrollrates am 10, Juli fc Berlin empfangen werden. • Aul den Präsidenten des thüringischen Landabes, August Fröhlich, wunde in Weimar ein Attentat verübt. Der Präsident erlitt Axmver- fctzungen; der Täter wurde'verhaftet. Der frühere deutsche Halen Stettin wurde von jp sowjetischem Behörden offiziell der polnischen Verwaltung übergeben. Der frühere Vorsitzende der Deutschnationalen Vflkspartei Alfred Hilgenberg ist aus dem Inter- ■fenmgslager Staumühle bei Paderborn entlassen worden. Infolge der ln Essen ausgebrochenen Paratyphus- fridomie sind mehrere Schulen geschlossen worin. Etwa 4000 Personen sollen erkrankt sein. Das Berliner Schwurgericht verurteilte den Hnrer Gustav Becker, der seine Ehetram wegen M Viertelpfundes Speck im Streit erschlagen hatte, zu vier Jahren Gefängnis. Auf dem etwa acht Morgen gro&en Gelände des Gartens der früheren Reichskanzlei soll eine Mu- ttagarten-Arbeitsschule geschaffen werden. Der ehemalige Luftschutzbunker in den Bahn- hofmlagen Stuttgarts ist durch die amerika- atoebe Militärpolizei gesprengt worden. Der Berliner Magistrat hat den 14. September als Gedenktag für die deutschen und ausländi- ■hm Opfer des Faschismus festgesetzt, lei einer Explosion eines mH Munition beladenen Dampfers im Halen von Santo Stephano h der Nähe von Rom wurden 60 Personen ge- r Wet. Jugoslawien protestierte beim britischen Au- llilinirtr i inui gegen die unerlaubten Rüge eiliger britischer Flugzeuge von Oesterreich über iagoslawien. Das ungarische Parlament nahm den Gesetzentwurf über die Ratifizierung des Friedemsver- feages mit den Alliierten an. Der frühere Marschau Kwatemik und andere einmalige hohe Vertreter des „Unabhängigen baltischen Staates" während des Krieges, die i Urzllch zum Tode verurteilt wurden, sind hta- | fntchtet worden. Eia Abkommen zwischen der türkischen Re- jterang und amerikanischen Firmen sieht den lao von Flugplätzen Im Werte von 43 Mül. tür- tishem Pfund vor. Der irakische Hohe Gerichtshof verurteilte drei Ißgüeder einer Illegalen kommuntstisdien Orga- ikation zam Tode. 3# bis 40 neue Bischöfe wurden in der Sowjet- miee ernannt. Außerdem soll die Schaffung üertogisdier Akademien und Seminare im Gange •da. Mnzregent Charles von Belgien wird zwei Monate lang Belgtsch-Kongo bereisen. Erste Flüchtlinge aus Königsberg Berlin. Die ersten offiziellen Flücht- Engstransporte aus Königsberg (jetzt Ka- liagrad) sind dieser Tage in Berlin ein- »troffen. Die Flüchtlinge wurden in das i Sammellager Quenz bei Brandenburg in 1 »e Weit zu schaffen, nämlich in der die Möglichkeit gegeben ist daß die Prinzipien ®er Vereinten Nationen feste Wurzeln •chlagen und allgemeine Gültigkeit erlan- ten '• Die Streitkräfte der UNO Lake Success. Der Generalstabsaus- *«huß legte dem Sicherheitsrat einen ersten Vorschlag für die intemaionalen Streitkräfte 'Mir, die den Vereinten Nationen ziir Verlegung stehen sollen. Nach Ansicht der : Aaazösischen Delegation sollen sich die feitkräfte wie folgt zusammensetzen: tstreitkräfte: 775 Bombenflugzeuge, 300 300 Aufklärer. Bodenstreitkräfte: 16 Divisionen, davon 3 Panzer, 3 Luftlandetrup- pen, 10 motorisierte und Gebirgstruppen. Seestreitkräfte: 3 Schlachtschiffe, 6 Flugzeugträger, 9 Kreuzer, 18 bis 24 Zerstörer, 30 Sicherungsfahrzeuge, 30 Minenräumboote und 12 Unterseeboote. Großbritannien schlug folgende Zahlen vor- Luftstreitkräfte: 600 Bombenflugzeuge, 400 Jäger, 200 verschiedene Typen. Bodenstreitkräfte: 8 bis 12 Divisionen. Seestreitkräfte: 2 Schlachtschiffe, 4 Flugzeugträger, 6 Kreuzer, 24 Zerstörer, 48 Sicherungsfahrzeuge, 24 Minenräumboote, 12 Unterseeboote.. Die Vereinigten Staaten schlugen vor: Luftstreitkräfte: 1250 Bombenflugzeuge, 2250 Jäger, 300 andere Typen. Bodenstreitkräfte: 20 Divisionen. Seestreitkräfte: 3 Schlachtschiffe, 6 Flugzeugträger, 13 Kreuzer, 84 Zerstörer, 90 Unterseeboote. Gromyko erklärte daraufhin, er werde an einer Debatte über die Zahlen für die Armee der Vereinten Nationen, wie sie in dem Bericht des Generälstabsausschusses niedergelegt sind, nicht teilnehmen. Er hielt es für unmöglich, über derartige Zahlen zu beraten, bevor nicht über die allgemeinen Grundsätze eine Einigung erzielt ist. Neun Millionen Sklaven London. Rund neun Mülionen Menschen leben nach einer Feststellung der Sonderkommission der Internationalen Konferenz für Menschenrechte noch immer in einer Art von Sklaverei. Die Konferenz, die gegenwärtig in der britischen Hauptstadt tagt, ersuchte die UNO, die Sklaverei in allen Teilen der Welt abzuschaffen und die wirtschaftliche Rehabüttieraag der befreiten Sklaven sicherzustellen. Nach den Angaben der Sonderkommission leben rund 2 Millionen Sklaven in Abessinien und eine gleiche Anzahl von Kindersklaven in China. 700 000 Sklaven befinden Sich in Arabien, 300000 in Liberien und anderen Teilen von Afrika und Indien, und 4 Millionen in lateinamerikanischen Ländern. Die Konferenz beschloß einstimmig, der UNO vorzuschlagen, Staaten, die nicht in ihrem Lande durch Gesetz und in der Praxis die Sklaverei abgeschaft haben, von der UNO auszuschließen. Sowjetunion weigere sich, den französischen Plan anzunehmen, weti er die Bildung einer Organisation voreehe, die in die inneren Angelegenheiten der europäischen Staaten eingreift. Im weiteren Verlaufe der Schlußsitzung betonte Molotow außerdem: der anglo- französische Vorschlag würde dazu führen, daß Großbritannien, Frankreich und die ihnen angeschlossene Gruppe von Ländern sich von den anderen europäischen Staaten absondem und damit Europa in zwei Staatsgruppen teilen und neue Schwierigkeiten in den gegenseitigen Beziehungen schaffen. Die sowjetische Regierung erachtet es als notwendig, die Regierung Großbritanniens und Frankreich vor den Folgen derartigen Handelns zu warnen. Bidault warnt Nach Außenminister Molotow ergriff Bidault das Wort. Er erklärte, daß die Ausführungen des sowjetischen Vertreters ihn enttäuscht hätten. Er müsse seinerseits die Sowjetunion vor einer Entscheidung warnen, die die Aufspaltung Europas in zwei Mächtegruppen zur Folge habe. Frankreich, so sagte Bidault, weist jede Beschuldigung zurück, daß es eine Vorherrschaft anstrebe. Es hat alles versucht. eine Zweiteilung Europas zu verhindern und fühlt sich daher in keiner Weise verantwortlich, wenn es dennoch dahin kommen sollte. Ferner sagte Bidault, die französische Regierung verpflichtet sich, den Marshall-Plan weiterhin eingehend mit allen Ländern zu erörtern, die sich hierzu bereit erklären Die Haltung der britischen Regierung In einer kurzen Ansprache legte anschließend Außenminister Bevin die Haltung der britischen Regierung dar. Der englische Außenminister beschuldigte Molotow der „völligen Verdrehung der Tatsachen“ und der .kompletten Mißdeutung“ alles dessen, was die britische Regierung auf den Sitzungen vorgebracht habe. Großbritannien wolle sich nicht in die internen Angelegenheiten anderer Länder einmischen. „Wir werden alle europäischen Länder fragen, ob sie mit uns Zusammenarbeiten wollen. Wenn sie bejahen, können wir vielleicht durch die Tat die gegen uns erhobenen Anschuldigungen widerlegen die wir mit Worten dicht entkräften konnten.“ Gemeinsames Kommunique London. Außenminister Bevin und Außenminister Bidault haben am Donnerstagnachmittag ein gemeinsames Kommunique veröffentlicht in dem es heißt: „Die Regierungen Frankreichs und Großbritanniens haben folgende Entscheidung getroffen, um die Vorschläge, die Außenminister Marshall in seiner Rede in der Harvard-Universität am 5. Juni gemacht hat und in der er fordert, daß Europa die Initiative in der Wiederaufbauarbeit ergreift, unverzüglich in die Tat umzusetzen. Zu diesem Zwecke ist es erforderlich. so schnell wie möglich ein Programm zu entwerfen, in dem die Hilfsquellen und Bedürfnisse Europas berücksichtigt werden. Ein provisorischer Ausschuß muß errichtet werden um die einzelnen Punkte zusaimmenzustellen, auf denen ein solches Programm fundiert werden soll. Die britische und französische Regierung haben deshalb beschlossen, alle europäischen Staaten (vorläufig mit Ausnahme Spaniens), die sich an dem Entwurf einer Antwort auf den Vorschlag Marshalls beteiligen wollen, aufzufordem, an der Errichtung dieser Organisation mitzuarbeiten. Aufgabe dieser Organisation wird es sein, ein Programm für den europäischen Wiederaufbau zu entwerfen, worin Hilfsquellen und Bedürfnisse eines jeden Landes derart aufeinander abgestimmt werden sollen, wie dies die einzelnen Länder freiwillig beschließen. Dies Angebot, an der Arbeit der Organisation teilzunehmen, steht allen europäischen Staaten offen“ Erstes Echo aus USA. N e w y o r k. Die Kommentare der New- yorker Presse zur Ablehnung des Gesamtplanes Marshalls und zum Abschluß der Dreierbesprechungen in Paris werden von dem Leitmotiv beherrscht: „Der Westen muß seinen Weg fortsetzen“. Ehard über die Entlassung von Loritz M ü n ch e n. Zur Entlassung des ehemaligen bayerischen Sonderministers Alfred Loritz erklärte der bayerische Ministerpräsident Dr. Han« Ehard auf einer Pressekonferenz in der bayerischen Staatskanzlei, daß Loritz durch die von ihm verfolgte Politik das Vertrauen der Militärregierung, der Staatsregierung und des Landtages verloren habe. Dr. Ehard stelle fest, daß das Sonderministerium das einzige Ministerium war, bei dem es nicht gelungen sei, einen klaren Einblick zu erhalten. Auch sei es unmöglich gewesen, sich über die dort beschäftigten Personen Klarheit zu verschaffen. Es waren dort Leute tätig, ohne amgestellt zu sein. Wollte man hingreifen, waren sie plötzlich verschwunden, tauchten aber später regelmäßig wieder auf. Audi im Landtag gab es um Loritz immer wieder neue Aufregung und Sensationen Ueber die Gründe, die zu seiner Absetzung geführt hätten, sprach auf dem Königsplatz der abgesetzte Loritz vor mehr als 20 000 Personen Im Anschluß daran faßten die Versammelten den Entschluß, gegen die Amtsenthebung des Sonderministers und gegen die Art ihrer Durchführung zu protestieren. Gewisse Herren, so hatte Loritz in seiner Rede betont, in der bayerischen Regierung hätten ein begründetes Interesse daran gehabt, daß seine Entnazifizierungs- Politik nicht zu Ende geführt würde. Winifred Wagner verurteilt Bayreuth. Nach Verlesung der Urteilsbegründung in der Verhandlung gegen Winifred Wagner hat der Staatsanwalt sofort Berufung eingelegt und eine strengere Bestrafung der Angeklagten beantragt. Winifred Wagner wurde zu 15 Monaten Arbeitslager und zum Einzug von zwei Drittel ihres Vermögens sowie zur Bezahlung der Prozeßkosten verurteilt. Mörder vor dem Nürnberger Gericht Nürnberg. Die Anklageschrift gegen 18 ehemalige hohe SS-Offiziere und Chefs der berüchtigten Einsatzgruppen und Einsatzkommandos im Osten wurde vom Hauptankläger der yereinigten Staaten bei dem Nürnberger Kriegsveibrecher-Prozeß an General Telford Taylor überreicht. Die Angeklagten werden beschuldigt, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt zu haben, indem sie Tausende von Juden, Zigeunern und sowjetischen Beamten ermorden ließen. In 85 Punkten zählt die Anklageschrift die Beschuldigungen gegen die Einsatzgruppen auf. Während der Zeit vom 22. Juni 1941 bis zum 15. Oktober 1941, heißt es u. a„ ■wurden in Litauen, Lettland, Estland und Wedßruthenien von der Einsatzgruppe A 118 430 Juden und 3398 Kommunisten ermordet. In der Zeit vom 22. Juni 1941 bis zum 14 November 1941 ermordete die Einsatzgruppe B mehr als 45 467 Personen. Am 23. Oktober 1941 ermordeten Einheiten der Einsatzgruppen B 279 Juden in der Umgebung von Mogilew. Vom 22. Juni 1941 bis zum 3. November 1941 ermordete die Einsatzgruppe C im Gebiet von Shitomir Novo, Ukrainka und Kiew mehr als 75000 Juden. Meifiner als Zeuge in Nürnberg Nürnberg. Der ehemalige Staatsminister und Chef der Präsidialkanzlei, Otto Meißner, der im Prozeß gegen die 15 Nazijuristen und Staatssekretäre von Rechtsanwalt Dr. Egon Kubuschok als Entlastungszeuge für seinen Mandaten Dr. Franz Schlegelberger aufgerufen wurde, erklärte, Hitler habe schon von Anfang an eine unfreundliche, ja ablehnende Haltung zur Justiz gezeigt. Hitler sei weniger ein Vertreter des Rechtsstaates, als ein Vertreter des Macht- und Podizeistaates gewesen. Von der Justiz und den Richtern habe er sehr geringschätzig gesprochen und sie als Personen bezeichnet, die dem praktischen Leben zu fern stünden. Oberst Scotland als Zeuge Hamburg. In einem Prozeß gegen ehemalige deutsche Offiziere des Luftsta- lag 3, die angeklagt sind, Befehl zur Erschießung mehrerer britischer Gefangener gegeben zu haben, wird Oberst Scotland als Zeuge auftreten. Er gehörte dem Intelligence Service an und tat in beiden Weltkriegen beim deutschen Oberkommando Dienst. Während des Prozesses sagte General Westfahl aus, er selbst habe die Fahrt eines Offiziers des Luftstalag 3 nach England organisiert, um die englischen Behörden von der Verletzung des Kriegsrechtes durch die Nazis in Kenntnis zu setzen., durch die, seiner Ansicht nach, die Ehre der deutschen Wehrmacht beschmutzt worden sei. Der letzte deutsche Soldat Dachau. Die Aushändigung der Entlassungspapiere an den letzten deutschen Soldaten in US-Kriegsgefangenschaft nahm der amerikanische Generalleutnant Frank W. Milbum vor dem Tor des ehemaligen KZ‘s Dachau vor. Der General beglückwünschte die Heimkehrer und überreichte als letztem dem ehemaligen Major der Wehrmacht, Walter Hartwig, die Papiere. Alle Kriegsgefangenen, die weiterhin durch das Entlassungslager Dachau entlassen werden,' wurden nicht von US- Truppen gefangengenommen. Was nun? Von Hermann Dörflinger „Die drohende Hungersnot und die Möglichkeit eines allgemeinen wirtschaftlichen Zusammenbruchs sind gegenwärtig die Hauptgefahr. Die Tuberkulose grassiert augenblicklich in Europa; Hunger, Blutarmut und Vitaminmangelkrankheiten nehmen zu”, so schloß der Direktor des Hilfswerkes der Vereinten Nationen (UNRRA) seinen Rechenschaftsbericht. Auf diesem düsteren Hintergrund spielten sich die Pariser Verhandlungen über das neue amerikanische Hilfsangebot ab. Der erste Versuch, ein gesamt-europäisches Aufbauprogramm zu schaffen, ist mißglückt. Alle Vermittlungsversuche des französischen Außenministers Bidault sind an Molotows Nein gescheitert, dessen Ziel es gewesen sein dürfte, das amerikanische Hilfsangebot für Europa zu sabotieren. Wenn Molotow der Auffassung Ausdruck gab, daß die europäische Erholung normal und ganz befriedigend sei, so dürften diese Worte nicht überall gläubige Zuhörer gefunden haben. Nach Molotows Vorschlag hätten die einzelnen Staaten nur ihre Kreditansprüche geltend zu machen und ihre eigene Wirtschaftskapizität für den allgemeinen Aufbau nur insoweit zur Verfügung zu stellen als ihre eigene Souveränität nicht gefährdet wird. Bei der von Amerika in Aussicht gestellten Hüfe handelt es sich um 15 Milliarden Dollar, das sind ungefähr 55 Milliarden Schweizer Franken. Von diesem Kreditbetrag sollten England 30%, Frankreich 20%, Deutschland 20% und der Rest den übrigen mittel- und osteuropäischen Staaten zur Verfügung gestellt werden. Dieser Verteilungsplan beweist, daß Amerika der deutschen Wirtschaft eine ganz wesentliche Bedeutung beimißt. Der Marshall-Plan geht von der Tatsache aus, daß eine europäische Wirtschaftsgesundung ohne Einschaltung des deutschen Wirtschaftspotentials kaum denkbar ist. Die Tragik des ergebnislosen Pariser Verhanö- hmgsausgangs liegt darin, daß nunmehr die deutsche Wirtschaft in zwei Teile gespalten wird. Die Trennungslinie zwischen Ost und West geht allem Anschein nach mitten durch Deutschland und liegt an der Elbe. Noch ist nicht ganz klar, welche Haltung Polen, die Tschechoslowakei und die Balkanstaaten in Zukunft einnebmen werden. Sie haben sich nach Verkündigung des amerikanischen Hiifsplanes für eine Beteiligung ausgesprochen. Ob sie nach der ablehnenden Haltung Rußlands den Mut aufbringen werden, mit England und Frankreich an der Verwirklichung des europäischen Wiederaufbauplanes zusammenzuarbeiten, wird die nächste Zukunft zeigen. Der Ausgang der Pariser Konferenz bringt angesichts des Verlaufes der Moskauer Beratungen keine Ueberraschung. E : n Fortschritt liegt jedoch darin, daß die Außenminister diesmal nicht fünf Wochen, sondern nur fünf Tage zur Feststellung ihrer Uneinigkeit gebraucht haba So bedauerlich die durch den Ausgang der Konferenz geschaffene Teilung Europas in eine östliche und eine westliche Sphä'-e ist, so bringt sie zunächst für die zukünftigen wirtschaftlichen Maßnahmen eine klare Linie. Das Tempo der Arbeit wird nunmehr von der Initial ; ve der verantwortlichen Staatsmänner abhängen. Schon haben Bidault und Bevin die europäischen Staaten eingeladen, konstruktive Aufbauvorschläge vorzulegen und vor. Amerika k'jm.rt die Mitteilung daß Außenminister Marsball auch ohne Beteiligung Rußlanls sein Angebot aufrecht erhält. Die Pariser Konferenz hat einen ähnlichen Ausgang genommen wie die Münchner Konferenz der deutschen Ministerpräsidenten. Und doch ist München nach dem Scheitern der gemeinsamen Verhandlungen trotz allem nicht ohne Erfolg geblieben. Die dort ausgearbeiteten Vorschläge für den deutschen Wirtschaftsaufbau werden von den Ministerpräsidenten aller Zonenländer beim Kontrollrat vertreten. Vielleicht besteht noch die Möglichkeit, wenn einmal die Grundlinien des Wirtschaftsaufbaues der westeuropäischen Staaten überzeugende Gestalt angenomemn haben, daß auch Rußland sich entschließen wird, in einer geeigneten Form am gesamt-europäischen Wiederauftau teilzunehmen. Hellseher glauben in dem Abbruch der Verhandlungen schon das Gespenst eines neuen Krieges zu sehen Gewiß, die Atmosphäre ist zum Zerreißen gespannt. Die Nervosität der Menschen ist auf dem Siedepunkt angelangt. Aber sollte klare Erkenntnis einer aufsteigenden Gefahr nicht auch die Möglichkeit bieten, dieselbe mit Vernunft zu bannen? Wenn wir an die Arbeit denken und an das Elend und die Not in ganz Europa, die Sorgen und Wunden der letzten Vergangenheit, wird jeder vernünftige Mensch einem Kriege ein klares Nein entgegensetzen. Hören wir die Reden der verantwortlichen Staatsmänner, so vernehmen wir wohl die Kunde von der Gefahr, aber auch gleichzeitig den festen Willen, den Krieg zu vermeiden. Nicht mit dem Schwert, sondern mit den Waffen des Geistes, sollen die Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden. Und wenn die bisher für den Krieg aufgewandten Volks- Sei Seite 2 / Nr. 51 SCDKURIEB Freitag, 4. Juli 1947 vermögen und die neuen Kredite wirklich für den friedlichen Aufbau und die Wohlfahrt der Völker verwendet werden, dann dürfte auch die Zeit gekommen sein, in der ein gesamt-europäischer Aufbau im Bereich des Möglichen liegt. Wir stehen am Wendepunkt in der internationalen Nachkriegspolitik. Der wirtschaftliche Wiederaufbau Europas wird sich im westlichen Teil unter Ausschluß Rußlands vollziehen. Wir müssen aber auch annehmen, daß Rußland in seinem Machtbereich alles daransetzen wird, die Wirtschaft in der östlichen Sphäre auf seine Art zu fördern. Wenn dann die Kraftanstrengungen beider Teile zu einem friedlichen Wettlauf um die Wirtschaftsgesundung in ganz Europa führen, so könnten in diesem Wettstreit doch noch Anhaltspunkte für eine vernünftige Einigung liegen. Erbschaften, Bürgschaften und Kreditgeschäfte haben 6chon im privaten Leben oft mehr Streitigkeiten geschaffen als Frieden gestiftet. Im Leben der Völker und Nationen haben solche Meinungsverschiedenheiten oft zu langen und meistens erfolglo- sensen Kriegen geführt, an deren Ende doch eine Regelung durch Staatsverträge gefunden werden mußte. Darum geben wir die Hoffnung nicht auf, daß trotz der fast unüberbrückbar erscheinenden Gegensätze in der Frage des Wiederaufbaus Europas noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Wenn der Beweis erbracht ist, daß das amerikanische Hilfsangebot wirklich den Völkern die Möglichkeit gibt, in Unabhängigkeit und Freiheit und in gemeinsamer Anstrengung die Gegenwartskrise zu überwinden, dann dürften auch die Türen zu weiteren Verhandlungen nicht endgültig zugeschlagen sein. Deutschland und Euiopa Parteitag der SPD in Nürnberg — Teilnahme ausländischer Delegierter Nürnberg. Auf dem Parteitag der SPD führte Dr. Kurt Schumacher aus, daß Deutschland den größten Demokratien eines voraus habe, nämlich die Erfahrung mit dem Totalitarismus in Gestalt des omnipotenten Dritten Reiches. Man werfe den Deutschen heute vor, daß sie keine Initiative oder konstruktive Planung zeigten, schließlich hätten aber die Allüerten alle notwendigen Schlüsselstellungen in der Hand. Der bizonale Wirtschaftsrat gäbe nunmehr den Deutschen die Möglichkeit, ihre Stimme gegenüber der Welt zu erheben. Aber auch beim stärksten Willen, diese Chance zu nutzen, müsse die Hilfe der Besatzungsmächte hinzutreten. Zur Frage der Sozialisierung erklärte er, es sei falsch, die zentrale Planung mit einer zentralistischen, detaillierten Planwirtschaft gleichzusetzen. „Wir demokratischen Sozialisten wollen nicht gegen, sondern mit dem Selbsterhaltungstrieb und dem gesunden Erwerbstrieb unsere Wirtschaftspolitik machen. Die Konkurrenz auch sozialisierter Betriebe in der Merkwirtschaft ist möglich " Verhältnis Frankreich-Deutschland Eine der wichtigsten und fruchtbarsten Voraussetzungen für die notwendige Zusammenarbeit der europäischen Nationen sei die Annäherung zwischen Franzosen \ und Deutschen. Keines der beiden Länder ] könne kulturell und ökonomisch eine strukturelle Schwächung des anderen ertragen. Das Verhältnis Frankreich — Deutschland sei ein Gradmesser der lebendigen Menschlichkeit in Europa. Ueber das Verhältnis zu Rußland sagte Schumacher: die SPD stehe auf dem Standpunkt, Europa mit Rußland sei möglich, am besten in einer engen Zusammenarbeit mit Rußland, aber Europa und Deutschland sind nicht russisch möglich. Zuvor hatte Dr. Schumacher auf einer Pressekonferenz erklärt, daß er von einem gegen ihn ausgesprochenem Redeverbot in der französischen Zone offiziell nicht unterrichtet sei, er habe davon nur durch die Presse erfahren. Das Verhältnis zu den Sozialisten Frankreichs sei außerordentlich gut: gerade die französischen Sozialisten hätten vollstes Verständnis für -die Sorgen und Nöte der deutschen Sozialdemokratie. Der französische Delegiert, Salomon Grumbach bestätigte dies und wies darauf hin, daß Frankreich vor denselben Problemen stehe wie Deutschland. „Ihr habt 200 Gramm Brot täglich in Deutschland, wir in Frankreich haben nicht mehr, auch unser Brot ist gelb von Maismehl, auch unsere Frauen stehen Schlange”, rief Grumbach aus, und der Vertreter der Labour-Party, Joe Reves, führte aus: „Wir hoffen den Tag zu erleben, an dem wir durch unsere gemeinsamen wirtschaftlichen und kulturellen Errungenschaften die Zerstörungen des Krieges überwunden haben, als Vorbereitung für eine neue Weltordnung, in der die Rechte de« Einzelnen stärker sind, als private Profitinteressen oder nationalistische Ideologien. Wir gehören alle zu einem großen Ganzen und das Unrecht, j/ts einem geschieht, wird allen angetan!" Norwegen lehne eine Schuldigsprechung aller Deutschen ab, meinte der Delegierte der Norwegischen Arbeiterpartei, während der Delegierte der belgischen Sozialdemokratischen Partei versicherte, trotz der großen Opfer dieses Krieges verstünden die meisten Belgier die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit mit Deutschland, denn Europa könne nicht ohne Deutschland und Deutschland nicht ohne Europa leben. Ueber den Aufbau der deutschen Republik führte in einer Rede der nordrhein- westfälische Innenminister Dr. Walter Menzel aus, die Sozialdemokratie sei gewillt, Deutschland nicht nur als nationales Einzelwesen, sondern als einen Bestandteil des großen Europa anzusehen. Der südwürttembergische Regierungschef, Dr. Carlo Schmid, forderte, wie bereits in München, als ersten Schritt zu einem deutschen Rechtsstaat die klare Festlegung der Rechts- und Hoheitssphären der Besatzungsmächte. Ferner schlug er die ■ Festsetzung der Besatzungskosten nach einem bestimmten Prozentsatz des Staats-Etats als eine für beide Teile günstige Lösung vor. Zum Abschluß des Parteikongresses erklärte der einstimmig wieder zum ersteh Vorsitzenden gewählte Dr. Schumacher, die große amerikanische Initiative und der sozialistische Gedanke in der Welt bewiesen. daß der Humanismus die Idee der Zukunft sei. Sinn und Ergebnis des SPD-Par- teikongresses sei eine Annäherung der deutschen Sozialdemokraten und des deutschen Volkes an die Welt, wozu auch die ausländischen Genossen mitgeholfen hätten. Deutsch-tschechoslowakisdies Gespräch Berlin. Im Verlauf eines vom britischen Informationsdienst in Deutschland veranstalteten Empfangs unterhielten sich tschechoslowakische und deutsche Journalisten über internationale Probleme. Besonderes Interesse zeigten die tschechoslowakischen Journalisten für die Haltung des deutschen Volkes gegenüber den slawischen Völkern, denn darüber wird in der deutschen Presse selten geschrieben. Sie betonten außerdem, daß das deutsche Volk die Ausweisung der Volksdeutschen aus den slawischen Ländern ohne Vorbehalt als endgültig ansehen müsse. Die deutschen Journalisten wiesen ihrerseits daraufhin, daß die wichtigsten internationalen Probleme nicht gelöst werden könnten, solange es keinen Friedensvertrag für Deutschland gibt. Deutsche Arbeiter in Schweden? Stockholm. Schweden will, nach Plänen des Arbeitsministeriums, weitere 100 000 Arbeitskräfte anweihen, um durch Steigerung der Produktion einer Inflation begegnen und die Lieferungen an die SU einhalten zu können. Man beabsichtigt deshalb die Einwanderung von deutschen Industriearbeitern, die früher in der Tschechoslowakei beheimatet waren, von Landarbeitern aus Ungarn, italienischen Facharbeitern und Zwangsverschleppten aus Oesterreich in die Wege zu leiten. Die amerikanischen Besatzungsbehörden in Deutschland hätten jedoch die Bedingung gestellt, daß mit den Deutschen eine gleich große Zahl Zwangsverschleppter aus der US - Besetzungszone nach Schweden auswandern sollten. Dies habe die schwedische Regierung abgelehnt und sei danach an Großbritannien herangetreten, Arbeiter aus Deutschland und Nordirlang zur Einwanderung nach Schweden zuzulassen Die britische Regierung jedoch sei in dieser Frage 6ehr zurückhaltend. Die britischen Kriegsschiffsverluste London. Die britischen Kriegsschiffsverluste während des zweiten Weltkrieges betragen nach den im Unterhaus vorgelegten statistischen Unterlagen 1503 Schiffe mit einer Gesamttonnage von 959 757 Tonnen, darunter drei Schlachtschiffe, zwei Schlachtkreuzer, fünf Flugzeugträger, 23 Kreuzer und 139 Zerstöre?. Insgesamt 281 Einheiten gingen durch Minentreffer, 271 durch Fliegerangriffe, 172 durch Angriffe von U-Booten und 109 von Uberwasserschiffen verloren. Fünf Schiffe wurden gerammt und sanken. Vier Schiffe wurden durch Küstenbatterien versenkt und 116 gingen aus unbekannten Ursachen während Kampfhandlungen unter. Die restlichen 545 Schiffe gingen auf folgende Weise verloren: gestrandet 114, als Blockschiffe eingesetzt 89, Kollission 85, Unfall 38, Feuer 37, durch eigene Streitkräfte versenkt 28 und aus unbekannten Ursachen >34. Grenzzwischenfall Wien. An der österreichisch-jugoslawischen Grenze ereignete sich ein Zwischenfall. Gemäß der österreichischen Version ist eine Grupoe von sechs Gendarmen, die bei Pößnitz an der Glaaz, Gemeinde Schloßberg (Steiermark) Patrouillengang machten, von Unbekannten, die mit leichten Maschinengewehren bewaffnet waren und aus jugoslawischem Gebiet kamen, angegriffen worden. Die österreichischen Gendarmen versuchten sich zu verteidigen, aber die Bewaffnung der Gegner war der ihren weit überlegen. Sie mußten das Gelände verlassen. Zwei von ihnen wurden ' getötet. Weiter wurden mehrere Personen von einem Bauernhof aus der Umgebung, die Ihnen zu Hilfe geeilt waren v schwer verletzt. Ein Gendarm und der Sohn des Bauern sind verschwunden. Urteile gegen ungarische Verschwörer Budapest. Der ungarische Rat der Volksgerichtshöfe fällte als Berufungsinstanz sein Urteil gegen die Führer der „Verschwörung“. In einzelnen Fällen wurde das Strafmaß des Volksgerichtes gemildert. Statt drei Todesurteilen ist nur ein einziges und zwar gegen den Hauptangeklagten Georg Donath, einen ehemaligen Vizepräsidenten der Regierungspartei in der Horthy-Zeit gefällt worden. Die Überschwemmungen des Mississippi St. Louis. Die Überschwemmungen im Mississippi-Tal haben jetzt ihren größten Umfang seit 103 Jahren erreicht. 4000 Hektaren Land stehen unter Wasser. Die Fluten sind bereits in St. Louis und andere Ortschaften eingedrungen. Zur Verstärkung der Deiche hat die Armee alle verfügbaren Freiwilligen aufgeboten. Hunderte von Zivilisten, Truppen und Marinereservisten, auch Frauen, arbeiteten fieberhaft an der Erstellung von Schutzwällen und haben entlang der 250 km langen kritischen Uferstrecke Deichpatrouillen gebildet. — In Nebraska, Iowa, Missouri und Illinois sind schätzungsweise 30 000 Einwohner obdachlos geworden. DIE MEINUNG BCSV Vertrauenskundgebung Der erweiterte Parteivorsteimi der BCSV Stadt, kreis Konstanz hat in einer Sitzung vom 30. Juni dem Laindltagsabg. und Knetovotsitoenden Bürgermeister Schredder, Leiter dies Wirtschaftis- umd E'xnäbnungeanifes Konstanz einstimmig das Vertrauen für die geleistete Arbeit ausgesprochen. In einem anonymen Fiugtatolt wurden ver- antwortungsJose Vorwürfe gegen Bürgermeister Schneider als Letter dies Emäfiiruinigsaimtes im Zusammenhang mit der • Fischverteif.nng erhoben. Die HaJtio«igkeit dieser Angriffe iisrt einwandfrei nachgewiiesen. Der erweiterte Painteivorsibamid bedauert die ziuim Teil aus p&rteiipohttisehen Gründen erfolgten Angriffe und liegt Wert darauf, festoustellen, daß dier Leiter des Ernährung®- und Wirtscha-ftsamtes Konstanz, mit Tatkraft und Weitblick um die Etmähuungs- sidneirung der Konstanter Bevölkerung kn Rahmen der vom Staatssekretariat für Ernährung in Fneiburg gegebenen Anweisungen besorgt ist. Ferner gibt der erweiterte Partei verstand seiner Genugtuung über das gute und erfolgreiche Zusammenwirken von katholischen und evangelischen Christen in der BCSV zum Ausdruck. Des Jugienidauisischuiß der BCSV schloß sich dieser Ver trauenskumdgebumg an und sprach Bürgermeister Schneider, dier gleichzeitig stellvertretender Lan- desparteivonsitizenider ist, ebenfalls das Vertrauen aus. ln der gleichen Sitzung wunde an den neugewählten Badischen Staaitspräsadeniten Leo Wohieb ein Schreiben gerichtet, in dem unter anderem gesagt wird-: „Wir Kon,Stanzer wissen um die große Verantwortung, die Sie mit Ihrem hohen Amt übernommen haben und wünschen I-hn-en für Ihre Arbeit Kraft und Gottes Segen.". Der erweiterte Partedvorsitamd beschäftigte sich mit aktuellen kommunai-potiiischen Fragen, mit der badischen Lanriesipolitik und nahm einen Beiricht entgegen über die Münchener Ministerpräsiideniten-Kaüfe- jienz. Es sprachen Oberbürgermeister Knapp. Bürgermeister und Lamdtagsabgeoudmeter Hemm. S ch n e i d e r uinid Redakteur H. Dörflinger. Zur Regierungsbildung in Tübingen Aus ober-schwäbischen Parteikreilsen wird uns geschrieben: Die Regierungsbildung zieht sich immer mehr in die Länge. Es besteht dierEünidirudc eiinierHüflosig- keit, die von den oberääudiischeo Wähtertn, der stärksten und daher die Verantwortung in erster Linie tragenden Partei, aufs 1-ebhaffeste bedauert wird. Diese Wähler erwarten, daß weiterhin mit äußerster Beschleunigung verfahren umd eine Vertiefung des Eindrucks vermieden wird, daß man in Tübingen weiterhin in bürokratischen u-nid taktischen Fteinhediten sich ergeht, es aber verabsäumt, uns eine Regierung au bescheren, wie sie dem wahnen VölkswOen entspricht, d.h. eine Regtamag, die vor altem nicht ein Bürokna- tenkonsortium darstellt, sondern eine Regierung von Männern, die mi-t dem täglichen Leben des Volkes vertraut sind, Zwei Jahre CDU Am 26. J-u-nd 1945 wurde in Berlin von Dr. Hermes, Dr. Schreiber, Jakob Kaiser und anderen Männern, dlie von der christlichen Weltemjschau.- ung aus das politische Leben neu zu gestalten versuchten, die Christi. Dem. Union gegründet. DER PARTEIEN Interessante Meldungen Wh sind bereit Unter dieser Uefoersdnrift formuliert das Parteiorgan der KP /.Unser Tag” den kommunisti- sehen Standpunkt zur Regierungsbildung in Frei, bürg. Sie erklärt di-e grundsätzliche Bereitschaft der Kommunisten zur Mitarbeit, wie sie bereits durch die Uehernehme des Wiedeiaufbaiumäni- steriums in der provisorischen Regierung bekiäl. tigt wurde, lehnt allerdings paiflamiänitairischf Kuhhasndeissnanöver kategorisch ab In&beson dere kann den Kommunisten nicht verdacht wen. den, daß säe nach der tatiansigenten Haltunc der bürgerlichen Parteien in der letzten Lan«' tagssitzuing ein gewisses Mißtrauen in die Loy; Iii-tät dieser Parteien hegt. Zeitungsverbat in Dortmund Die kounmuniistische Tageszeitung „Westdeutsches Vo'ksiecho” wurde auf vier Wochen ver boiten wegen „ungenauer ednseitliiger Kritfi gegen die britische und amerikanische Militär regieirung und auch gegen die von der britischer und amerikanischen M-fflitänregierung mit de Ausführung der Politik beauftragten Deutschem". Hierzu erklärt die Lamdesteitung Nondrhein 1 Westfalen der KPD: „Das „Westdeutsche Volks | etho" sah seit seinem Erscheinen seine Haupt- i aufgatoe darin, die Lebensrechte des werktätige:; : j Ruih-rvolkes zu verfechten. Es bemühte sich, prai. tische Vorschläge zu entwickeln, zur Ueberwin- d-ung der größten Nöte, war aber auch genötigt. schärfste, unebbittfiche Kritik zu üben am allen reaktionären Kräften, die die mühsamem Bestrebungen der Werktätigem zu sabotieren versuchten." Zwaagsrekruttaning in der Ostzone Pastor Alibentz, Leiter des Bezdirks-FHüthtlmg amtee Lüneburg und Sozdaidetnoknaiiischec Abge ordneter in Ntedeesarhsea berichtete in der Be:. Huer Zeitung „Tagesspiegel" vom 13. Juni üte seine Untersuchungen, die er im FlüdutJingsieget Ueüzen-Bohlidamm unter den „Ostfüchtlingen" arasteWhe. „Einer verschwindendem Zahl”, so heißt es in deim Bericht, „von Fliüditlilingen und Vertriebenen, die aus raachzuweisenden Gründe« ihren bisherigen Wohnort in der russischen- Zone aiufgeben mußten, stellt eine erdrückende Mehrheit von Illegalen Greuzgämgeim gegenüber, die Jeden Halt auch an eine noch so gelockerte Ordöuug vertonen hat.' Ein bezeichnendes Er- lebnäs in derselben Angelegenheit berichtet de* gleiche Artikel des „Tagesspiegel". Im Zug zwi. sehen Mainz und Frankfurt bietet einem ,,Flächt, liing" ein Mitreisender tausend Mark für den Gestellungsbefehl, dem er sich angeblich durch d-iie Flucht entzogen hat, Es stellte sich heraus, daß er ihn verloren hatte. Kommentar überflüssig. Prophetische Worte über Loritz „Die Wahl des Dr. Lomitz zum Säuberung*, minteter ist nicjht nun' ein weiterer Schlag gegen eime gerechte EirtnaaffizienungsipoHtik, sondert zeigt auch die Prinzipienioaigkeit jener Kreise auf, die Lorttz bekämpft hoben und sich auf reaktionärer Grundlage mit ihm völlig einigten. Damit werden dfte oazi-ähnldthein Methoden des Dr. Loriite Eingang finden in die Tätigkeit der Regierung.” (Erklärung dier LandesCeMuug Bayern der KPD vom 24. Dezember 1046.) Vor der spanischen Volksabstimmung Lissabon. Die spanischen Monarchisten sind angewiesen worden, bei der am kommenden Sonntag stattfindenden Volksabstimmung entweder ihre Stimmzettel nicht auszufüllen oder überhaupt nicht zur Wahlurne zu gehen. Die Volksabstimmung wird über das Gesetz entscheiden, wonach General Franco solange als Staalschef im Amt bleiben soll, bis Spanien entweder unter einem König oder einem Regenten zur Monarchie wird. Ein amtlicher Sprecher des spanischen Kronprätendenten erklärte, die bevorstehende Volksabstimmung beeinflusse in keiner Weise die Stellung, -die Don Juan bereits gegen das Thronfolgegesetz eingenommen habe. Etwa 8 600 000 Frauen und 7 500 000 Männer werden laut Madrid berechtigt sein, ihre Stimme abzugeben An die italienisdien Staatsangehörigen Die Militärregierung gilbt bekannt: Alle ehemaligen Kriegsgefangenen, die am 8. September 1943 den italienischen Land-, Luft- und Seestreitkräften angehörtem und die bei Ihrer Enitäassung in der französischein Besafcungs, zone verbüteben nmd, halben sich vor dem 15. Juli 1047 bei der itakeriiiscbeti Mission für Re, partriieimmg in der französischen Zone Rastatt Kapetieartnafie 6 zum Zweck der Regelung ihre» MiMärverhälitnisises zu meiden. — Auch die Inhaber eines vom der Mission ausgefartigben Ur> Ja-ulbsschieänies sind dieser Anordnung untetw®, feo. — Adle in Frage kommenden Personen, die sich bis zu dem angegebenen Dalum nidil gemeldet haben, vertiere in. ihren Anspruch anl Kriegagefangeoertbesolidunig, unabhängig von de* Stnatoatoahmen, die anläflMdi ihrer Repatrife- rung gegen sie «»griffen wenden können. Evirn per gli itaUani Tuiti gä eoc-prigtoriemi di gueaxe che atöa datt deti' 8. settembro 1943 si trovavaime alle armi (esexcito-, marina-, afviarione) e che all atto dellia Kberazkxse deMa prigfonia socio riroarii in genoania devono prasenfamsi aKa missione italiona die rimpatrio in zone francese d' occre pazfone. Raslabt, Kapeüensfraße 6 per reguläre ■fa loiö posizione mdiitare, Coäöiro che h-anno gäa ricevuto da questa missione un fogCio dl conce- do di liceniza staaordiiniairia sooo egualmente sog- getto aM‘ ofcftigo di pnesemtamsi. Co-lore che non si preseutenammo eutee i! 15 lugiio 1947 o-ltre ad jzucotpane in everutiuiald samzione in caso di rim- pafrto decadmenno da ogmi draibto per la risco- sione degti nassegn matimati per 9 periode deiba prigRnia. Der anständige Mensch Von Johannes R. Becher Dem „Soturtag", der im AufbaUrVediag, Berlin, erscheiinenidieii Wcxfoenzeit-umg für KuJiIut- Kulitik, Kunst und Unterhalitiuing (zugleich Sprachrohr dies Kulturbundes zur ctemo- tratischein Erneuerung Deu-tschlianid-s), en-tesh- oem wir die folgenden Absätze a-us einer be- (euitsamien Rede, welche der Präsident dies K-ul- tafbumidies, Johannes R. Becher, jüngst auf dem ersten Buudeskougreß gehalten hot. Becher betonte, daß der K-uHiturtnimd eine unabhängige, überparteiliche Bewegung und weder ost- noch westoniiemitiert sei; er erstreibe eine durch die Parteien und die Parteilosen himdiurchgehemide Gemeinschaft der anständigem, gutwilligen aufrechten Menschen. Sicher kommt Bechers Idee einer (sefibstveoständtiUh amtifaschistäisch orientierten) „Partei dier Anständigen", neben den ausgesprochen politischen Parteien, einem tiefem Bedürfnis der Besten unseres Volkes entgegen. — Uebrigens fegt der Kul-tuitnmd (Berlin W 15, Schiiüters-tnaße 45) soeben einen von Heinz Wülmamm verfaßten Tätigkeitsbericht („Zwei Jahre Kulturbund“) vor. Es gilt, neue Ideale wieder aufzurichten, s gilt, einen neuen deutschen realistischen Humanismus zu begründen, gerade in einer Zeit, wie der unseren, wo das Leben jedes einzelnen von uns, wo das Leben der Gesamtheit unseres Volkes von zersetzenden und auflösenden Tendenzen bedroht ist nach wie vor. Ein solcher neuer deutscher Humanismus ist keineswegs eine Erfindung von romantischen Dichterlingen oder weltfremden Stubengelehrten, ein solcher neuer deutscher Humanismus ist die r e a 1 i s t i - sehe Voraussetzung dafüi, daß unser Volk die furchtbaren Folgen der Vergangenheit überwindet und zu sich selber kommt. Ein neuer deutscher Humanismus zieht aus der Geschichte die Lehre, indem er Bescheid weiß, daß in der Vergangenheit in erster Linie unsere geistigen und kulturellen Werte es waren, die uns die Hochachtung und Liebe in der ganzen Welt eintru- fen, und daß darum wir auch heute geistige und kulturelle Leistungen erzielen müssen. um uns wieder das Ansehen der Welt und die Gleichberechtigung unter allen Völkern zu erringen, Daß solch ein Ansehen und solch eine Gleichberechtigung auch rückwirkend sind auf unsere materiellen Lebensverhältnisse, steht außer Frage. Um solche Leistungen auf geistig-kulturellem Gebiet künftighin zu erzielen, dazu bedarf es aber der Anteilnahme und der Mitarbeit des ganzen Volkes. Unter dieser Mitarbeit und Anteilnahme ist aber vor allem folgendes zu verstehen: Wenn es uns nicht gelingt, das Bild des anständigen deutschen Menschen zu verwirklichen, dann kann man Voraussagen, daß alle geistigen Höhenflüge von vornherein zum Scheitern verurteilt sind. Aber nicht nur das. Wenn es nicht zustande kommt, daß der Durchschnitt unseres Volke s sich aus diesen einfachen anständigen Menschen zusammensetzt, die da s Herz auf dem rechten Fleck haben und die über eine heute ganz seltene Gabe verfügen: nämlich über einen gesunden Menschenverstand — wenn solch ein bester Durchschnitt nicht das Vorherrschende und Bestimmende wird in unserem Volkscharakter, dann ist nicht nur ein neuer deutscher Humanismus, sondern auch jegliches Aufbauwerk von vornherein auf Sand gebaut. Der anständige, der menschliche Mensch als Vorbild, der anständige menschliche Mensch als Held unserer neuen Dichtung als das höchste heroische Ideal unserer Zeit, als neuer Menschentyp und als Seele und Träger der Demokratie, solch ein Bild des Menschen wäre wohl imstande, auch auf die Jugend eine Anziehungskraft auszuüben und sie für eine Lebensform und Staatsform zu gewinnen, worin nur der anständige menschliche Mensch gesellschaftsfähig ist und tonangebend und worin die Demokratie selbst erscheint als die staatliche Lebensform des anständigen, des menschlichen Menschen. Nur auf Grund einer von diesem menschlichen Prizip geleiteten Neuordnung unserer Verhältnisse entsteht eine neue Menschenordnung. Äusklang der Schubertwoche Es-dur-Messe im Münster Was wir an der Es-diuir-Messe verehrend in uns aufmeimnien können, wurde durch die kn ganzen musikaiisdi-tedindseh vollwertige und von den Impulsen eimei spürbaren MSteirgrff- fenhei't getragene Aufführung in ekudTing , '.i(her Darstellung enthüllt: Schuberts Auseimandeir- seitzumg mit den letzten Dingen, Schmerz, To- dessehnsuchit, De-profundis-Stimmung und Gol- gotfaa-Hortzionite,, letzter Geistaltwandel von romantischer Phantastik zu musikalischer Mystik, ■weltahschiedsibereiite Durchleuchtung des eucha- ristisdien Geheimnisses durch die tiefstnahiemde Fackel der Mueik, ein Schubert, der nicht, wie Beethoven in seinen Messen, mit dem Engel ringt, sondern ihn abhorcht und dieses Lauschen letztlich verdautflrairt. Whr danken dem Münstenhor, der vom Kyrie bis zum Agnus Dei ein durthschinititiiich ausgezeichnetes gesangliches Format bewie-% wenn auch dieser oder jener Passus klanglich noch differenaderter und durchskh-tiigeir hätte sein können. Die Solisten (Anna Dtetscbe-Rößler, Laura Müller. Allbert Rigg, Georg Thieme, Willy Kraus) zeigten (besonders kn Benednotus) einzeln und insgesamt vorbildliche Tonqualitäten. Die Fühlungnahme mit dem Orchester, das diesmal wärmer, bereiter spielte und räumlich voller zur Wirkung kam (wir berfidcskhitiig'en dabei die je nach Standort verschiedene Ueberakustik des Raumes), war eine allgemein gute und geschah aus einem geschlossenen ihythmdschien Formempfin- den heraus. In Alfons Denzel besitzt der Münsterdtor einen miuslikalisch ganz hochwertigen Dirigenten, dessen Können zwischen persönlichem Impuls und sachlicher Einfühlung eine gesa&tertsch saubere MStte einhält. WiT geben wohl dem affigeuredmen Empfinden Ausdruck, wenn wir feststellen, daß der Eindruck, dien die etwa 1800 Besucher empfingen, ganz der Erhabenheit des Werkes entsprach und daß der Ausfela-ng der ^dnubertwoche nicht würdiger und gewichtiger hätte begangen werden können. Dr. G. Lanzingex KULTURNACHRICHTEN Hermann Hesse zum Dr. honoris causa ernannt. Anläßlich seines 70. Geburtstages, den dar in der Schweiz lebende deutsche Dichter und Nobelpreisträger auf Schloß Bremgarten in Aangou verbrachte, wurde ihm von der Universität Bern der Grad eines Ehrendoktors der philosophischen Fakultät verliehen. Professor Guardini nach München berufen. Die Pbiäiosophische Fakultät der Münchener Universität erließ einen Ruf an Prof. Romano Guardini von der Undversiität Tübingen für den neu zu schaffenden Lehrstuhl für christliche Weltanschauung und Reiagiönsphifosophdie. Sowjetische Kultur. Eine „Zentrale Gesellschaft zum Studium der sowjetischen Kultur", die aläee Schichten des deutschen Volkes ein Studium dieser Kultur ermöglichen will, wurde in Berlin gegründet Den vorläufigen Vorstand bürten Professor Kuczynska und Schriftstellerin Anna Seghe-ns. Veröffentlichungen der Deutschen Akademie der Wissenschaften. Nachdem diese wieder zugelassen worden ist, können auch ihre bekannten wissenschaftlichen Veröffentlichungen wieder erscheinen, darunter das „Nadmchteniblatt für Wissenschaft und Technik", das „Chemische Zentralblatt" und die „Deutsche Litenaiturzedtuing ’ 60 Jahre Esperanto. Die von dem Warschauer Augenarzt Dr. L. L. Zamenhof stammende Welthilfssprache Esperanto kann in diesen Tagen auf i ix 60 jähriges Bestehen zurüdc- büdcen. Aus den unzähligen Weltsprachenprojekten hat sie sich als die tauglichste hensus- kristatisiert. Ihre Anhänger, viele Mdliio&eu begeisterte Esperantisten, sind auch im entferntesten Winkel unserer Erde für die Verwirklichung der Weltsprarhenidee tätig. Eine Erklärung Sauerbruchs. Auf der ChiTungentagung in Berlin, von der wir kurz berichteten, eröffnete Prof. Somerbrach seine Ausführungen mit folgender Erklärung:” Zwei Jahre nach dem Ende des Krieges herrscht hier und da immer noch eine harte, ablehnende Beurteilung des deutschen Volkes, die schwer zu tragen ist. Aufrechte Deutsche erkennen die Berechtigung dieser Ablehnung an, so schwer sie auch davon betroffen werden. Wir alle aber sind traurig, daß eine Versöhnung oder wenigstens Verständigung bisher ausgeblieben ist, und wir sind daher um so dankbarer, daß jetzt durch diese Tagung die Grundlage für eine Verstau dignrag in unserem Berufe gegeben wird. Sauer bnidi schloß unter lebhaftem Beifall mit dem Gelöbnis, daß die deutschen Chirurgen sich bemühen würden, ihre Begabung und ihr Können wieder in Verbindung mit den anderen Völkern zur Geltung zu bringen SCHÖNE AUSSICHTEN Von Dr. Owlglaß Ein etwas größ’res Quantum Fett, so meinst du, wäre doch recht nett? Na, tröste dich mein liebes Kind, bis wir erst mal im Himmel sind. Dann gehn wir, je zu zwei, drei, vieren, auf jener Straße promenieren, die, wie du weißt, von A bis Z reinweg aus Milch und Rahm besteht, woraus wir, bloß indem wir schreiten, die nötige Butter un« bereiten. Von Zeit zu Zeit setzt man sich gern, um auszuruhn, auf einen Stern (für jedermann gibt e6 da einen), schabt sich die Butter von den Beinen und streicht dieselbe ganz kommod aufs trockne Himmelsvesperbrot. Weil nun (dafür laß ich mich köpfen!) der Vorrat niemals auszuschöpfen, geht das so weiter höchst bequem bis Anno Sankt Methusalem. (Aus einem dieser Tage im R. Piper & Co Vertag, München, ensdreimemten Band „Tempi Psssaii". letzte Gedichte, von Dr. Owlglaß; jl dem besondere vom früheren „SirnplSzissinM® " hier weitbekannten satirischen Humoristen.) Ferdinand Riesel t An den Folgen eines tragischen Unfalles i st Fend'inamd Riesex, der von 1924—1938 Direkt® 1 des Schuspielibauises Zürich war und mach sein« 1 Uebe-rsiedUmg nach Amerika dfe Scbauspfelhau*- Liegenschaften weiterhin in seinem Besitz b« - hielt, im Befvorr Rüschlifcon bei Zürich verscha«' den. Infolge der politischen Entwidäurag un® dien st ä ndigen Drohungen von seiten der Front' ler wanderte Rieser semereeit nach Amerika aus. In Nenyork betätigte er sich als Verleger. Kür** Mdi ist er ledigtich zu einem längeren Aufenthalt in die Schweiz zurüdegekehrt und hat b«' reite auch wieder eine Reihe von Drohbriefe® erhalten (!). Rieser war mit einer Schwester de*: Dichter« Werrfei ven h cara i te t 1947 Par- «uirretä- in Frei, itschaft bereits äOlüIH flä- , befcräf. tisch >eeoo wer. laltumg Lacv:’ Loyr stdeujt- »n ver- Kritü MEitär iltdiscbe«! it de • sehen", dntoein Volks Haupt- tätiges präi- jerwm- ch geben an isamen otisrer ntling Abgs Bet- üb« gaaget lingen" ”, 90 an und nündee sisdien- ickemde eniütwr, ockerte les Eitet de» lg zwi- Flücht- är den durch heraus, über- anungs- «ndem Knerse di auf .tilgten, en des ei* der Bayern eim 15. 5ür Re, Rasta«, g ihre» die In> ien Ur> terwor- itsonen, nicht