FWSDVKUeStRU SUDKURIER 4. JAHRGANG grschemt Dienstag, Donnerstag, Samstag. Adresse: Konstanz, Rosgartenstr. 12 Telefon-Anschlüsse: Redaktion und Verlag Nr. 924, 925, 1130, 1510, 1511 ÜBERPARTEILICHE INFORMATIONSZEITUNG FÜR KONSTANZ DONNERSTAG 21. OKTOBER 1948 DAS LAND BADEN * NUMMER 92 Bezug monatlich durch die Post DM 1.80. dazu 27 Dpf. PostzusteUgebiihr, ctarxhi Träger DM 2.10 emscbiießlich 25 Dpf. Trägerlohn. — Einzelpreis 20 Dpf Kurz notiert Von zuständiger Seite verlautet, daß in Kürze auch hi der französischen Zone mit der Freigabe des Kraiftlahrzeugvericehrs an Sonntagen za rechnen ist. Das Internierteidager in Balingen (Württemberg), in dem sich gegenwärtig nur noch wenige politische Häftlinge befinden, soll in Kürze aufgelöst werden. Die Stuttgarter Münzanstalt hat mit der Prägung von 83 750 000 Einpfennigstücken begonnen. In dfen Reichenhatler und Berchtesgadener Bergen fiel zum eistenmale ln diesem Jahr Schnee bis unter die 1000 Mietergrenze. Die in Niedersachsen lebenden ehemaligen SS- Angehörigen dürfen sich nun ihre Bhitgruppentä- towierungen operativ entfernen lassen. hs Hannover wurde ein ehemaliger Gefreiter zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er sich den / Grafentitel zugelegt hatte und als Major der Luftwaffe und Eichenlaubträger mit Schwertern 227 Luitsiege errungen haben wollte. Er halte mehrere Verlobte geschädigt und über 200 000 Reichsmark- erschwindelt. Auf der Lomhaxdshrüdce in Hamburg fuhr ein Kraftwagen ln eine Gruppe Straftenarbeitern und verletzte fünf von ihnen schwer. Zwei starben inzwischen. Der Transportaiheiterstreik in Hessen wurde nach fünftägiger Dauer beendet, nachdem die geforderte Lohnerhöhung um 15 Prozent zugestanden worden war. Beim zweiten Prozeß gegen Teilnehmer der Demonstration auf dem Platz der Republik in Berlin wurden drei weitere Jugendliche vom sowjetischen Militärtribunal, zu Gefängnisstrafen bis zu l*/z Jahren mit Bewährungsfrist verurteilt. Die LDP-Fraktion des Berliner Magistrates forderte, daß Wilhelm Pieck aus der Fhrenhürgerliste gestrichen wende. Im ganzen russischen Sektor Berlins ist die Ver- •ammlungstättgkeit der liberalen Demokratischen Partei von den Russen Verboten worden. Der Vorsitzende der Partei in der Provinz Brandenburg ist aus unbekannten Gründen verhaftet worden. Auf dem Mannheimer Marktplatz versammelten, sich 50 000—60 000 Werktätige zu einer der größten bisherigen Kundgebungen der Stadt, um gegen die Wirtschaftspolitik des Frankfurter Wirt- •chaftsrates zu demonstrieren. Der öffentliche Kläger der Münchner Spruchkammer I, Michael Pfeuffer, wurde wegen Ver- dachtes der passiven Bestechung ln zehn Fällen verhaftet. In, der britischen Presse werden Stimmen laut, die für eine IntemattonaUsieruag des Katser-Wü- belm-Kanals unte r UN-Oberhobeit plädieren. General Marsh all wurde vom Papst Pins in Ca- ste], Gandolto empfangen und unterhielt sich mit dem Hl. Vater eine halbe Stunde lang über Probleme des Friedens und der Menschlichkeit. Die schwedische sozialdemokratische Partei und die Agrarpartei gaben bekannt, daß die Bildung einer Koalitonsregierung beider Parteien gescheitert sei. General Clay begibt sich zu einem kurzen Aufenthalt nach New York. Die amerikanische Flotte gab 200 Fotografien zu r Veröffentlichung frei, die von Raketen in einer Höhe von 112 km aufgenommen wurden, und die etwa 800 000 Quadratkilometer der Erdoberfläche zeigen. Die 60. Armee der chinesischen Regierungs- Streitkräfte hat, wie der kommunistische Rundfunk bekanntgibt, in de r Mandschurei kapituliert. Der neue japanische Ministerpräsident Yoshida hat das neue Kabinett ausschließlich aus Mitgliedern der liberalen Partei gebildet. Der sowjetische Resolutionsentwurf über die Kontrolle der Atomenergie wurde von der politischen Kommission der UN mit 39 gegen sechs Stimmen abgelehnt. Machtkämpfe in der Stahlindustrie Um die Neuregelung der Eigentumsverhältnisse an der Ruhr Düsseldorf. Die Machtkämpfe um die neue Ordnung in der Stahlindustrie und der Aufschub wirtschaftewidriger Demontagen führten in dieser Woche im Ruhrgebiet abermals zu dramatischen Zuspitzungen. Während der britische Unterstaatssekretär Mayhew Besprechungen über Demontagefragen und Ruhrproduktion mit führenden Männern .der Landesregierung in Düsseldorf abhielt, kam es in den Radialwalzwerken der Rheinischen Röhrenwerke in Mühlheim an der Ruhr zu passivem Widerstand der Belegschaft gegen anrückende Demontagekolormen. Führende Beamte der Militärregierung traten mit der Werkszeitung in Verhandlungen, nachdem die Arbeiter zeitweüig die Fabrikhallen besetzt hielten, so daß eine Demontagekolonme unverrichteter Dinge umkehren mußte. In einer gemeinsamen Protesterklärung hatten Belegschaft und Werksleitung das bedrohte Walzwerk als einzig in seiner Art bezeichnet und festgestellt, daß ein Ab- und Aufbau des Walzwerks einen vierjährigen Produk- tionsausfall zur Folge haben werde. In der Protesterklärung hatten beide auf den Verlust von rund 2t 000 t Kesseltrommeln hingewdesen, die in dieser Zeit für den Neubau von 20—30 Großkraftwerken produziert werden könnten . Seit der Ankündigung einer Uebergangs- lösung zur Neuregelung der Eigentumsverhältnisse im Ruhrkohlenbergbau und der Stahlindustrie beim Besuch der alliierten Gouverneure Clay und Robertson im Ruhrgebiet halten auch die Spekulationen über die Art und Weise dieser Reform und ihre Rückwirkungen auf die Entflechtung der Stahlkonzerne an. Während Generaldirektor Dinkelbach nicht - an eine Aufhebung des Prinzips seiner Entfledhtungs- methoden glaubt, rechnen andere führende Männer der Eisen- und Stahlindustrie — wie auch die überparteiliche „Westdeutsche Allgemeine Zeitung” erfahren haben will — mit einer gewissen Rückentflechtung, und sie will wissen, daß sich General Clay für die Wiederherstellung der früheren, später durch britische Anordnung auseinandergerissenen Verbundwirtschaft Kohle und Stahl in einem gewissen Ausmaß eingesetzt haben soll. Man spricht von der Möglichkeit, bereits entflochtene Werke der Stahlindustrie wieder in fünf bis sechs Gruppen zusammenzufassen. Eine Wiederherstellung der alten, nach reinen Unternehmer gesichtspunkten gebildeten Konzerne soll damit nicht in jedem Falle verbunden sein. Ueber die internen Auseinandersetzungen im westdeutschen Unternehmertum, das , seine größte Kraftquelle im rheinischwestfälischen Industriegebiet besitzt; unterrichtete auch eine Tagung der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft in Düsseldorf. Ein Vorstandsmitglied des Metallwirtschaftsverbandes, Dominicus, bezeichmete Westmächte fordern guten Willen Paris. Der Sicherheitsrat nahm in seinen letzten Sitzungen die Erörterung der Berliner Frage wieder auf. Nachdem die Russen inzwischen auch ihrerseits ein Weißbuch veröffentlicht und an die Delegierten verteilt hatten, lehnte Wyschinski es in einer einstündigen Unterredung mit dem Vorsitzenden des Rates, Dr. Bramug- lia nochmals ab. auf die Fragen der neutralen Mächte über die Berliner Situation einzugehen. Damit haben die Vermittlungsversuche dieser Mitgliedsstaaten noch immer zu keinem Ergebnis geführt. Noch einmal legte der britische Delegierte. Sir Alexander Cadogan, die Vorgänge dar, die zur Blockade Berlins geführt haben und beschuldigte, wenn auch in gemäßigter Form, die Moskauer Regierung der Unaufrichtigkeit und des Mangels an gutem Willem. Die Behauptung Wy- schinskis, es gäbe keine Berliner Blockade, schlage den Tatsachen ins Gesicht. Der amerikanische Delegierte, Dr. Jessup, schloß sich den Ausführungen seines britischen Kollegen am und appellierte an den guten Willen der Russen. Berlin sei keine russische Stadt und wenn die Moskauer Regierung sich immer wieder auf die Potsdamer Abmachungen berufe, so müsse daran erinnert werden, daß die Sowjetunion ebenso wie die anderen Besatzungs- mächte damit die feierliche Verpflichtung übernommen habe, zum Aufbau und zur Entwicklung eines demokratischen und friedfertigen Deutschland beizutragen. Als dritter sprach der französische Delegierte Parodi Er vertrat die Ansicht, daß Rußland, wenn es mit seiner Blockade wirklich nur Selbstverteidigung gegen die von den Westmächten nach langem Zögern durchgeführte Währungsreform gehandelt habe, andere Methoden zur Ueberwachung des Devisenverkehrs hätte einführen können, wie dies in der ganzen übrigen Welt Gebrauch sei. Frankreich sei nach wie vor für eine vernünftige Lösung des Konfliktes, beginne jedoch allmählich am guten Willen Moskaus zu zweifeln. Nach den Reden der drei westlichen Delegierten nahm weder Wyschinski noch ein anderer Delegierter des Rates das Wort und die Debatte wurde bis zur nächsten Sitzung vertagt Die Palästinafrage Bei weiteren Verhandlungen des Sicherheitsrates wurde die Palästinafrage erörtert. Der derzeitig amtierende UN-Ver- ^mittler Bunche erstattete über die Kämpfe der letzten Tage in Südpalästina Bericht und forderte ein sofortiges Eingreifen des Sicherheitsrates. Als Verhandlungsbasis schlug er die Räumung aller Gebiete vor, die vor Ausbruch der letzten Kämpfe nicht besetzt waren. Nachdem die Israelitische Regierung zunächst mitgeteilt hatte, daß sie die von dem UN-Vermittler angeordnete Feuereinstellung nicht befolgen könne, erklärte sie sich später bereit, den Beschluß des Sicherheitsrates anzunehmen und den z. Z. in der Negeb-Wüste kämpfenden Truppen den Befehl zur Einstellung des Feuers zu erteilen. Kommunistischer Aufstand in Korea Seoul. Ein kommunistischer Aufstand ist in Südkorea ausgebrochen. Dieser Aufstand entstand unter den Gendarmerietruppen. 3000 Mann dieser Formation besetzten die Polizeistellen und die öffentlichen Gebäude der Hafenstadt Yesu. Die koreanische Regierung von Seoul verlautet, daß die Rebellion der Gendarmerie aiuf kommunistische Agitation zurückzuführen ist. Der Aufstand greift augenblicklich auf die im Norden von Yesu gelegenen Gebiete über und soll bereits den bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt Sunches erreicht haben. Die Regierung von Seoul hat die Veröffentlichung sämtlicher Nachrichten über diesen Aufstand verboten. Wie jedoch am Mittwochmorgen aus in Seoul eingegangenen Mitteilungen hervorgeht, soll es auch in Schinfu in Südkorea zu einem Aufstand gekommen sein. FsmapruA unseres P. L. - Korrespondenten hierbei die Pseudo-Unternehmer, welche weder den Willen zur Rationalisierung besitzen, noch die Initiative, sich selbst zu helfen, als den größten Feind in den eigenen Reihen Auch andere Redner auf der Kundgebung schauten vor offener Kritik des Pseudo-Unternehmertums nicht zurück und erhoben ihre warnende Stämme gegen die moralische Krise des Unternehmertums und die Gefährdung der Unternehmerehre. Der Vorsitzende der Gesellschaft, Dr. Köhler, kritisierte die ungerechtfertigte Bereicherung und Hortung aus Gewinnsucht. An die Rückständigen und Bequemen richtete er den Appell, an den wahren Geist des Wettbewerbs zu denken. In einer Entschließung forderte die Versammlung, den Mißbrauch wirtschaftlicher Machtstellung durch eine straffe Wettbewerbs Ordnung a*us zuschalten unddie soziale Marktwirtschaft zu verwirklichen. Demontagestop in der Bizone London. Großbritannien hat dem ERP-Administrator Paul G. Hoffman sein Einverständnis mit einem vorläufigen Demontagestop bei 126 größeren Werken der Bizone erklärt. Bei weite- teren 457 Fabriken sollen die Abbauarbeiten verlangsamt werden. Insgesamt war in der britischen Zone die Demontage von 496 Unternehmen vorgesehen. Für Reparationszwecke nach dem Stand vom 1. Oktober laufenden Jahres wurden 191 Einheiten komplett demontiert. Bei 222 sind die Demontagearbeiten imGange, bei den restlichen 117 wurde mit ihnen noch nicht begonnen. Die Demontage von 339 Einheiten werden noch einmal genau untersucht werden. Eine offizielle Ankündigung dieses Beschlusses wird erst dann erfolgen, wenn auch die französische Regierung ihren Standpunkt dargelegt hat. Wie weiter aus London bekannt wird, dürfte demnächst ein spezieller englischer Sachverständigenausschuß zu diesem Zweck vom Foreign Office eingesetzt werden, um in jedem einzelnen Falle festzustellen, ob durch das Verbleiben des betreffenden Unternehmens in Deutschland der deutsche Beitrag zum Wiederaufbau Europas erhöht werden kann. Man nimmt an, daß in einem solchen Falle das betreffende Werk endgültig von der Demontageliste abgesetzt wird. Der englische Ausschuß wird selbständig handeln, aber in enger Verbindung stehen mit dem amerikanischen Humphrey-Komitee, das sich mit den deutschen Demontagen im Aufträge des Marshall-Hilfswerkes befaßt. • Washington. Die franz. Antwort auf den Vorschlag der Vereinigten Staaten, " sAen Tradition verwurzelten Messianismus da» gefährliAe Moment der gegenwärtigen Situation- * Der bisherige deutsAe Vertreter beim Oeku- menisAen Rat der KirAen in Genf, Dr. Rein" hold v. Thadden-Trieglaff, wurde 1® die Kanzlei der EvangelisAen KirAe in DeutsA- land naA SAwäbisA-Gmünd berufen, um Fragen der Männer- und Jugendarbeit, 6owie der EvangelisAen Akademien und der EvangelisAen Studiengemeinde zu bearbeiten. * Die steigende Ueberalterung d es evangelisAen Pfarrerstandes kam auf der BrandenburgisAen Provinzialsynode SpraAe. BisAof D. Dibelius teilte mit, daß vo® 480 Pfarrern in Berlin nur 91 unter vierzig Jahr® alt seinen. 1948 X. Oktober »48 SÜDDEUTSCHER HEIMATKURIER Nr. 92 / Sette « i Jahr singe- wichst wgung ; man. t ohne Durch igs «r- erwei- w«u. 0» n der Igrader itzlidie sn den Groß- >11 einigt ha- peboten tit, daß adwer* werden es Ab» g wird jrk-ehi« Sonne über dem Bodensee Der Aee ata W&rmeapeicher — FM» und Nebel als Winnespender ll visier ng >r- lie ie- ■11t ei» iel m. m eiint g* nf- n- ter ter jr- ies en ;n: 10 30 hr. lis üg ei- 5R ELT Venn man, vom rauhen Schwarzwald ^kommend, die »onnigen Gestade des gadeneees erricht, stellt man schon nach : ^jiaer Zeit fest, daß man seinen Ueber- rj^jer ruhig hätte zu Hause lassen kön- :-as. Die Sanne, brennt hier eiuch tonSpät- ljer bst mit noch fast sommerlicher Kraft. : fesutn nun strahlt gerade hier die Sonne -jo warm? Der Schwarzwald und die rauhe B**r sind doch gar nicht so weit entfernt. Offenbar wird das Bodenseegebiet durch j^ondere Verhältnisse begünstigt. So ist in der Tat. -Geographische und klimatologische Ge- Jjjbsrfieiten stehen hier in engem Zusam- i ysite ag. Man entnimmt das Allgemeln- einer Gegend den Zusammenstel- __ gen der meteorologischen Stationen, tfe sie Sich z. B. in Meersburg, Ueberlin- 'fg, Konstanz Heiligenberg und Aach befinden. Diese Stationen geben ihre gerte an den „Deutschen Metearologi- gben Dienst im französischen Besat- fl«pgeibtet”> die Zentralstation Seel- b*h bei Lahr, weiter, die sie entspre- rigad aufzeichnet und zu mannigfachen Zwecken verwertet. Von den einzelnen Klimakomponen- tes ist für das Bodenseegebiet die wichtigste die Temperatur. Man muß hier jwischen Maximal-, Minimal- und Mittelwerten unterscheiden. Mittelwerte sind UBthschnittstemperatuien, wie sie aus den Tagestemperaturen für einen Gesamt- saonat errechnet werden können. So kann man aus jahrelangen Zusammenstellua- gen ersehen, daß der Monat Jiuli beinahe in allen Jahren mit einer durchschnittliche» Wärme von etwa 18 Grad bei weitem der wärmste ist. 1947 war mit über JO Grad Durchschnittstemperatur in fast dien Sommermonaten ein Rekordjahr. Bei weitem wichtiger aber als die Mittelwerte ist der Gang der täglichen Temperatur. Es ergibt sich da beim Vergleich mit andern badischen Stationen, daß im badischen Bodenseegebiet die Morgen- ■snd Abendtemperaturen fast das ganze Jahr hindurch zu warm sind, der Tag jedoch zu kühl ist. Worin liegt aber nun das vielgerühmte Seeklima eigentlich begründet? Es geht dies weniger aus den Mittelwerten, als gerade aus den Extremwerten hervor. Spiegeln doch diese Werte den Bereich des Möglichen uncj sehr häufig Vorkommenden wider. Die absoulte Schwankung, das heißt die zwischen dem höchsten und dem tiefsten Temperaturwert im Verlaufe eines Jahres gemessene Differenz schwankt im Bodenseegebiet in vielen Jahren übereinstimmend um 53 Grad. Die Station Donaueechingen hingegen mißt eine absolute Schwankung van 65 Grad. Schon hierin zeigt das Bodenseeufer eine deutliche Milderung der Extreme gegenüber dem allgemein kontinentaleren Klima der Baar. Von Interesse ist hier auch die Dauer der (rostfreien Zeit, die sich im Bodenseegebiet ungefähr auf 154 Tage, im Schwarzwald hingegen nur auf 108 Tage beläuft. Auf der rauhen Hochfläche der Baar beträgt die frostfreie Zeit gar nur etwa 67 Tage. Im Bodenseegebiet ist sie länger als an jedem andern Ort des Landes. Der aus diesen Tatsachen ersichtliche Frostschutz des Bodenseegebietes wirkt sich naturgemäß in einer lokalen Begünstigung des Obst-, Wein- und Gemüsebaues aus. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Zeitpunkt des Frühlinigsednzuges, wie er in der Pflanzenphänologie durch das mittlere Datum des Aufblühens allgemein verbreiterter Pflanzen festgelegt wird. Für das Bodenseeufer liegt dieses Datum etwa um den 5. Mai, während der Frühling im Schwarzwald erst um den 20. bis 26. Mal seinen Einzug hält. Von größter Wichtigkeit sind diese Daten für die Länge der sog. Vegetationsperiode, denn vom Zeitpunkt des Frühlingseinzuges, der bei uns zeitlich etwa mit den letzten Frösten übereinstimmt, hängt der Termin des Beginns des Feld- und Gartenbaues ab. Das Einsetzen der Herbstfröste bedeutet das Ende der Vegetationsperiode. Die deutliche Milderung des Bodensegklimas gegenüber dem transkontinentalen Klima ist begründet einesteils in der geographischen Lage des Sees vor den Alpen, was zu häufigen Niederschlägen und Nebeldecken führt, an- demtedls in der großen Wassermasse des Bodensees, die ein ziemlich konstantes Wärmereservoir darstellt. Ein Vergleich der Wasser- und Lufttemperaturen zeigt, daß im Mittel das Wasser beinahe um zwei Grad wärmer ist als die Luft. Das relativ hohe Jahresmittel der Qberflächen- temperatur des Seewassers ist durch die begünstigte Einstrahlung in den kälteren Zeiten bedingt. Eine erhebliche Begünstigung der Wärmeverhältnisse erfährt das Bodenseegebiet auch durch di« hier sehr häufigen Föhnwinde, die warnte Luft heranbringen. Einen andern wichtigen Klimafaktar stellen die Niederschläge dar. Sie liegen im Westen des Bodensees unter, in seinen östlichen Teilen über 1000 mm jährlich» Der Bodensee fällt ln eine Zone der ausgesprochenen Sommerregen. Häufig ist das Frühjahr etwas zu trocken. Als wichtiger Frostschutz dürfen auch die für die Schifffahrt so unangenehmen Bodenseenebel nicht vergessen -werden. So zeigt die Landschaft am Bodensee ausgesprochen bevorzugte Verhältnisse, die aus der südlichen.' Lage und namentlich aus dem temperatunmiidemden Einfluß des Wassers im Winter resultieren. W. G. Kirche für alle Konfessionen Die von der amerikanischen Militärregierung und der Stadtverwaltung Karlsruhe gemeinsam wieder aufgebaute Kirche am alten Friedhof wurde am Sonntag in Anwesenheit zahlreicher amerikanischer und deutscher Ehrengäste ihrer Bestimmung übergeben. Sie soll künftig allen Konfessionen der beiden Nationen als Gotteshaus dienen. Sch. BLICK ÜBER DIE GRENZEN Z ü r i eh. Die Firma Elektro-Watt beteiligt sich am Ausbau de« Rechenwerkes im oberen Vlntschgau durch Montecattlni in Oesterreich mit 30 Millionen Franken. Dafür liefert Montecsttini 120 Millionen kWh Winterenergie und insgesamt 650 Millionen kWh Jährlich. Die Kilowattstunde soll 3,6 Rappen kosten. B e r n. Der von schweizerischen Filmkreisen angestrehte „Filmfünfer'eine Abgabe von fünf Rappen auf jedes Klnobillett zur Forderung des Schweizer Filmes, wurde von der Eidgenössischen PrelskontroUstelle als unerwünschte Eintrltts- preieerhöhung aibgelehnt, nachdem sich di« Kinobesitzer dagegen ausgesprochen hatten. Bern. Ein Schweizer Hauptmann und Baumeister, Fritz Gugglsfoerg, hat «Ich in den Jahren 1936 bi« 1945 ln zahlreichen Fällen widerrechtlich an Armesaufträgen bereichert. Zu einer Kontrolle seiner Tätigkeit hatte lange Zeit das technische Personal, und „später infolge des Kriege« wohl auch die erforderliche Zeit" gefehlt, wie es in der Anklageschrift heißt. Er und mehrere Mithelfer stoben Jetzt vor dem Richter. Salzburg. Landeshauptmann Rehrt wurde ztrm Lamdes-Obersehützenmelster ernannt. Poli- zeidlrektor Hofrat Dr. Böhm, der einen neuen Schützenmarsch komponierte, wurde die Ehr&n- mitgliedsurkunde des privilegierten Lande« - Hauptschießetandee überreicht. Wien. Der aus Gesundheitsrücksichten erfolgte Rücktritt des österreichischen. Beauftragten für die Pariser Marshallorganisation, Professor Taucher wird als bedeutungsvoll angesehen, um so Festspiele der Heidelberger Flüchtlinge Vertriebene schaffen sich eine neue Kulturstätte Am kommenden Sonntag, 24. Oktober, beginnen in Heidelberg die Festspiele des Ostdeutschtums, an denen vorwiegend Künstler und Autoren au« den Kreisen der Vertriebenen mitwdrken und deren Namen der Veranstaltung ein hohes kulturelles Niveau garantieren. Vorgesehen ist u. a. die deutsche Uraufführung des Schauspiels „Der veruntreute Himmel" von dem in Prag geboreen deutschen Dichter Franz Werfel, der sich in späteren Jahren auch in Amerika einen guten künstlerischen Ruf schuf. Neben (Jen Aufführungen von Opern, Liederabenden upd Vorträgen wird der ehemalige Leiter des Bruckner-Orchesters in Linz/Donau, Ludwig Jochum, die einstigen Prager Sinfoniker in zwei großen Konzerten dirigieren. Die Festspiele, die künftig jedes Jahr in Heidelberg stattfinden werden, sind als Fortsetzung der bekannten ehemaligen Prager Maifestspiele gedacht. Ihre Aufgabe ist. Drei Karlsruher Bibliotheken Wieder 70 000 Bände in der Landesbibliothek les beeil bei Dktober n trägei. >eirisch' i Oeku- r. Reh“' urde 111 Deutsch- Frage“ , r Evan- eliscbe“ Me Vernichtung dier Karlsruher Lan- deshibliothek bedeutete für das kulturelle SAaffen der Stadt ein empfindlicher Mit dem Bibliotheksgebäude am fifedrichsplatz fielen 350 000 Bände, dar- : arter fast das gesamte Spezialschrifttum über Baden, den Flammen zum Opfer. Rur die Handschriften, die Inkunabeln ®d Frühdrucke, glücklicherweise auch «ine Anzahl verlagerter und ausgeliehe- aer Werke blieben erhalten. Die Bücherei, die jährlich 30 000 Bände auslieh und 10 000 Bände nach auswärts verschickte, *üen am Ende. Von Grund auf mußte neu aufgebaut werden. Alsbald nach dem ünglückstag begannen die ersten Bücher- «unmlungen. Ein Aufruf brachte beträchtliche Geschenke aus dien Beständen staatlicher und städtischer Behörden, rber auch viele Gaben aus privaten Bü- chersdiränken. Die ersten Nachkriegs- Jafcre setzten den Neuausbau fort. Neu- tocheinungen der verschiedensten Ver- fcge gesellten sich zu den Erwerbungen «ia Privathand oder aus Antiquariaten. 3eehs Jahre nach dem Brand von 1942 ®üt die Badische Landesbibliothek Karlsruhe bereits wieder rund 70 000 Mnde. Ein guter Anfang ist damit gemacht, ®> der traditionsreichen, aus der Hof- *®herei des früheren badischen Fürsten- hervorgegangenen Bibliothek wie- j®" ihren alten Bang zu vercchaffpn. In “fc ersten Monaten gestatteten die 5®rmüchen Verhältnisse keine öffentliche —nutzung. Seit einem Jahr jedoch fin- wieder die Ausleihe statt. Aus allen hten und Berufen kommen dde Bü- mde, über hundert pro Ausleih- ; und tragen ihre Wünsche vor. In ab- ’ arer Zeit soll sogar der dringende eines Lesezimmers im jetzigen liotheksgebäude im Generallandes- uv Erfüllung finden. Neben der Ausbeit läuft dde nicht minder wichtige üogisierung einher. So dient die äl- Karisruher Bibliothek heute wieder besten Kräften ihrer Doppelaufgabe: ^Wissenschaftliche Bildungs- und ba- Schrifttumsbücherei. >000 Bände in der Volksbücherei a-z anderen Zielen dient die Städti- Volk. Bücherei. Erfreulicherweise hat Ihren gesamten Bestand durch die ereignisse hindurch retten können, ^beläuft sich, mit den nicht unbesehen Neuerwerbungen der letzten auf 35 000 Bände. Unterhaltungs- atur aller Art ist in ihnen enthalten, auch helehrendes Schrifttum aus al- Wissensgebieten. Neuerscheinungen geschichtlichen, naturwissenschaft- philosophischen Literatur zeigen Verzeichnisse ebenso an wie za-hl- Schidfttum aus dem Ausland. Al- öie amerikanische Literatur ist mit 2000 Bändten vertreten. Dem Hei- und dient eine eigene Spezial- hrng über Karlsruhe. erkensweit sind die besonderen riinsche. Bibliotheksleiter Preetel htet, daß die große Menge der Leser üem schöngeistigen Schrifttum ver- Sie will den gepflegten Roman. Weinbrenners „Münze“ als „Amerika-Haus“ Die Leser lehnen broschierte Nebensächlichkeiten ab. Viele sehnen sich auch im Buch, nach der vermeintlichen „guten, alten Zeit”. Ganghofer z. B. hat heute Hochkonjunktur. Viel begehrt ist auch der handfeste Kriminalroman, wobei vor allem dem englfeehen der Vorzug gegeben wird. Die Jugend lehnt alle Ro- binsonaden ab. Sie zieht Tiergeschichten vor. Die Heimkehrer-Generation hingegen verlangt nach den Erinnerungswerken führender Persönlichkeiten. Sie will sich darüber unterrichten, wieso es zur Not der Gegenwart gekommen ist. Amerikanisches in der „Münze” Die gleichen Feststellungen sind auch in der dritten Karlsruher Bücherei zu machen: in der Amerikanischen Bibliothek”. Wie in allen bedeutsameren Städl- ten der amerikanischen Zone hiat die Militärregierung auch in Karlsruhe ihr „Amerika-Haus” geschaffen. Man wählte •dazu eines der wenigen erhaltenen Wedn- brenner-Bauten, dde Münze, aus. Erst 1946- 47 gegründet, zählt diese jüngste Karlsruher Bibliothek bereits 8000 Bände. Beträchtliche Neuzugänge werden für die nächsten Wochen erwartet. Es ist das Ziel dieser Bücherei, den Blick der deutschen Leser nach den Vereinigten Staaten wie nach dem gesamten Ausland zu lenken und Begegnungen mit dem geistigen Schaffen der übrigen Völker zu vermitteln. Neben dem amerikanischen Schrifttum, das naturgemäß zahlenmäßig weit überwiegt, enthält dde Bücherei viele Neuerscheinungen aus französischen, englischen und italienischen Verlagen. Viel begehrt sind die Werke deutscher Autoren. Auch hier steht die neue Memoirenliteratur an erster Stelle. Die Erinnerungen Churchills,, Schuschniggs, Rauschniggs, Dodds, die Darstellungen Schweizer Historiker sind oft erst nach Vorbestellung zu erhalten. Viele der 300 täglichen Besucher studieren in den Leseräumen die aufliegenden Zeitungen und Fachzeitschriften aus aller Welt. Drei Karlsruher Bibliotheken, drei verschiedene Aufgaben und Ziele, einig aber in ihrem Willen zum Dienst an der Volkes bildung und am Brückenschlag ins Reich des Geistes. Wilhelm Sandfuchs den Einheimischen den Wert der verlorenen Kulturstätten im Osten vor Augen zu führen. Sie sollen gleichzeitig den Beweis erbringen, daß der Vertriebene nicht nur ein namenloser „Flüchtling” ist, Sondern aus Gebieten kommt, in denen sich bedeutende deutsche Kulturstätten befanden. Die Veranstaltung wird darüber hinaus daran erinnern, daß Kant ein Ostpreuße, Eichendorff und Gerhart Hauptmann Schlesier, Stifter und Ebner v. Eschenbach Sudetendeutsche waren, daß in Prag Mozart, Gluck und Weber viele Jahre wirkten und daß in derselben Stadt 1348 die älteste deutsche Universität gegründet wurde. Man hat die alte ehrwürdige Universitätsstädt Heidelberg als künftigen Festspielort gewählt, weil sie durch ihre romantische Lage find Unzer- störtheit viel Aehnlichkeit mit Prag besitzt und dadurch wie kaum eine andere deutsche Stadt befähigt ist, den Flüchtlingen auf kulturellem Gebiet etwas Vergessenes in ihrer schweren Not zu schenken. Finanzlage des Erzbistums Freiburg Die der kirchlichen Finanzverwaltung des Erzbistums Freiburg i. Br. nach der Währungsreform verbleibende Summe stellte etwas mehr dar als der Betrag, der für eine Monatszahlung an die Geistlichen erforderlich ist. Die zwischen 21. Juni und 30. September 1948 eingegangenen Kirchensteuern reichten nicht für eine Monatszahlung an die Geistlichen aus. Für drei Monatszahlungen mußten daher Kredite in Anspruch genommen werden. Wenn allerdings die noch ausstehenden staatlichen Leistungen eingegangen sind, wird der Schuldenstand der Erzbistumskasse auf eine geringe Summe zurückgehen. Für das Restjahr 1948 ergibt sich ein Defizit von 995 000 DM. Bei der gespannten Finanzlage und der Unsicherheit der Steuereingänge werden die Gehälter nur zu 80 Prozent ausbezahlt. Bei der Gehaltskürzung von 20 Prozent ist der Voranschlag im Jahre 1949 ausgeglichen. Mit der Einbehaltung von 20 Prozent der Gehaltsbezüge können 847 000 DM eingespart werden, was ungefähr dem Aufwand von zwei Monats-gehaltszahlungen gleichkommt. Der wesentliche Punkt des Haushaltsplanes ist die Erhöhung des Steuerfußes von 5 auf 8 Prozent; Diese Erhöhung wurde durch die wenigstens um ein Drittel ermäßigte Einkommensteuer nötig. Herbei, herbei zu meinem Sang ... Mit der Leidenschaft begeisterter Buben herzen sangen wir das Lied, das der Großvater uns gelehrt hatte, das Kartoffellied auf Franz Drake, den braven Mann, Der vor zweihundert Jahren Von England nach Amerika Als Kapitän gefahren, Und er, als er zurücke kam Von seinen weiten Reisen, Die guten Dinger mitgebracht, Die wir Kartoffel heißen .... Und man konnte es kaum erwarten, bis es soweit war, daß wir die ersten, sozusagen naturgerösteten, meist reichlich schwarzen Erdäpfel aus dem prasselnden Feuer des brennenden Kartoffelkrautes mit seinem beizend-herben Rauch heraus- stupfen konnten.... Die Poesie der Kartoffefeuer hat ihren eigenen Reiz. Sie hüllt die verblassende Herbätlandschaft noch stärker in die Schleier wehmütiger Melancholie, als sie ihr der September sdion übergeworfen hat. Freilich, in der goldenen Bubenzeit verspürte man davon noch nichts. Dafür wird es einem nun von Jahr zu Jahr mehr bewußt. Geht es nicht mit immer eiligeren Schritten dahin, wenigstens soweit das ln Frage kommt, was wir — Zeit zu nennen pflegen! Und nun ist es wieder einmal an dem, daß die weißen Fahnen der Kartoffelfeuer über die leer geworden Felder ziehen. Das Lied aber: , Herbei, herbei zu meinem Sang, Hans, Jörgei, Michel, Stoffel Und singt mit mir das Ehrenlied Dem Stifter der Kartoffel . . . ist unvergessen geblieben, obwohl über ein halbes Jahrhundert einen von den Tagen trennt, in denen man sieh an ihm begeisterte. Der vielstrophige Cantus des sangesfrohen Lehrers und Biedermeier-Dichters Samuel Friedrich Sauter, der vor hundert Jahren das Zeitliche gesegnet hat und dem man u. a. auch das wehmutvolle „Lied vom Dorfschulmeisterlein” zu danken hat, büßte nichts an echter, volkstümlicher Anziehungskraft ein, obwohl mittlerweile, seit es gereimt ward, festgestellt wurde, daß jener Admiral Francis Drake vielleicht auch Kartoffeln von seinen kühnen, eroberungslü- sterner) Fahrten mitbrachte, aber keinesfalls als der Mann angesehen werden darf, der als erster die gepriesene Knollenfrucht Europa zum Geschenk gemacht hat .... Das Kartoffellied Samuel Friedrich Sauters, das heute wohl fast ganz der Vergessenheit anheimfiel, endet mit dem Vorschlag, Drake, dem „Stifter der Kartoffel” ein Denkmal aus Gold zu setzen. Nun, der Wunsch des Volkspoeten hat sich gar nicht sehr lang nach Sauters Heimgang erfüllt. Der elsässische Bildhauer Friedrich schuf eine Statue des englischen Seefahrers der Königin Elisabeth und schenkte sie den Offenburgern, die sie dankbar annahmen und ihr vor dem Rathaus einen Ehrenplatz einräumten. Mit aller gebotenen Feierlichkeit wurde in den fünfziger Jahren des letzten Säkulums das Monument enthüllt, das zwar kein Kunstwerk von erlesener Schönheit war, aber sich gar nicht übel ausnahm in der Hauptstadt der Ortenau mit ihrem sprichwörtlichen Früchtereichtum. Dann kam der — Nationalsozialismus. Und da fanden einige Hundertfünfzig- und Zweihundertprozentige, es sei eine „Schmach”, daß in einer badischen Stadt der „britische Seeräuber” ein Denkmal habe, und schon machten sich die Hinterfronthelden daran, die Sandsteinfigur herunter zu holen und alles kurz und klein zu schlagen. Versteht sich, daß dabei auch das „Englandlied” mithelfen mußte, diesen ..Sieg über die verruchten Briten” zu verherrlichen. . . Ein Jammer fürwahr, daß die „Retter deutscher Ehre”, die das Drake-Denkmal beseitigten, ihm restlos den Garaus machten — wie schön wäre es, wenn man’s wieder aufrichten könnte* Und vielleicht hätte dabei auch das liebe, alte Kartoffellied des Samuel Friedrich Sauter wieder einmal angestimmt werden können mit allen seinen vielen, vielen Strophen, in denen auch alle Kartoffelgerichte, von der „Erdäpfeiknöpf” bis zum „Grumbieresalat” besungen werden. So singt es eben nur ein alter Mann still vor sich hin, indessen die Fahnen der Kartoffelfeuer durchs Tal ziehen. Hieronymus Ehrung der Mutter J. P. Hebels Ein sichtbares Andenken an die Mutier des alemannischen Dichter« Johann Peter Hebel, wurde in Form einer Ruhebank an der Straße zwischen den Ortschaften Brombach und Steinen im Wiesental errichtet. Der dreizehnjährige Johann- Peter holte vor 175 Jahren, am 16. Oktober 1773, die in ihrer Dienststelle in Base; erkrankte -Mutter mit einem Fuhrwerk dort ab, um aie wunschgemäß in ihr Heimatdorf Hausen zu bringen. Unterwegs trat das für den Dreizehnjährigen Erschütternde ein: die Mutter starb oberhalb Brombach. Die erwähnte Ruhebank, an der später eine entsprechende Gedenktafel angebracht werden soll, wurde am Nachmittag des 16. Oktober im Beisein von Hebelverehrern aus der näheren und weiteren Umgebung feierlich in die Obhut der Gemeinde Brombach übergeben. - ü- Unverwüstllches Theater ln Baden-Baden Nachdem schon zwei Generationen über den „Raub der Sabinerinnen" gelacht haben, ist nun die heutige Jugend dran — und wir möchten ihr dies Vergnügen gönnen, auch wenn für sie der Begriff „Schmiere" bei der heutigen Organisierung des Theaters kaum mehr vorhanden sein mag. Freilich, vö’.lig ist diese tragikomische Wirklichkeit noch nicht ausgestorben — ich «ah vor einigen Monaten in einem kleinen bayerischen Dorf eine solche Truppe : es war herrlich schön I Nun, der Direktor Striese von Fitz war eine nicht minder herrliche Leistung, allerdings nicht etwa unbewußt, sondern sehr gekonnt. Auch Arno E b e r t, den man sonst nur in gewichtigen Rollen kannte, erwies sich als Komödienprofessor ersten Ranges, und man könnte so da s ganze Ensemble aufzählen. Eine Leistung für sich waren die Bühnenbilder von Heinz Küpferle; überwältigend das Jugendstil-Arbeitszimmer. Es war just die Dekoration, für die tags zuvor Prof. Kretschmer das Wort von der „Tugendkomödie des viktorianischen Zeitalters" geprägt hatte. Der Regisseur, Hans Herbert M i ch e 1 e , hatte dafür gesorgt, daß jede Situation und Pointe ihre Wirkung hatten: was das Publikum durch starken Beifall, teilweise sogar auf offener Szene gern und heiter bestätigte. RGH mehr, als auch die Gewerkschaf tan, die Induetli« und die wirtschaftlichen Ministerien auf seinet Seite stehen. Wien. Der Oberste Gerichtshof hat entschieden, daß ein auf Grund .heftiger Gemütsbewegung” begangener Mord nur dann nicht die Todesstrafe erfordere, wenn diese Gemütsbewegung durch vom Täter nicht verschuldete Umstände hervorgerufen und vom sittlichen Standpunkt au« vorwurfsfrei ist. Wien. Minister a. D., Ludwig, der Vorsitzende des Nationolaussdiueses für Verwaltung^ reform, erklärte in einer Versammlung de« Wirt- schaftsibundes, wichtiger als der personelle Abbau sei die Entflechtung der heulte kaum mehr übersichtlichen Kompetenzen. Hier liege der Haupt-Hemmschuh der Verwaltung. Wien. Infolge der Produktiansausweitung wird der Industriebedarf an elektrischer Energie in diesem Jahre 2 600 Millionen kWh betragen, gegenüber einem Voi-jahneverbrauch von 2 231 Millionen. Da dieser Bedarf aber nicht voll gedeckt werden kann, so Ist mit StromsparmaS- nahmen zu rechnen. Eine volle Deckung sei erst nach Fertigstellung der Kapruner Werke zu erwarten, erklärte Bundeslastverteiler Hintermayer. Wien. Der Minästerrat beschloß, sich an den Alliierten Rat zu wenden i Oesterreich besitz* als eines der letzten Länder der Erde noch immer nicht seine Lufthoheit und könne sich noch - nicht aktiv am internationalen Luftverkehr beteiligen. Es beantragt, die Befugnisse des Amtes für Zivilluftfahrt zu erweitern. Wien. Der Präsident des österreichischen Gewerkschaftsbundes erklärt ln einem Aufruf an die Bauern, nach der Neuordnung der Agrar- preise bestehe kein Anlaß mehr, aiuch nur einen Bruchteil der landwirtschaftlichen Erzeugnisse der legalen Ablieferung zu entziehen. Die Arbeiter hätten jahrelang mit hungrigem Magen gearbeitet. Nun seien die Bauern daran, ihre Vernunft zu beweisen. Das Ausland denke nicht daran, jene Lebensmdttelmengien zu liefern, die die Bauern nicht abliefern wollen. Hunger und Not hätten schon oft über den Umweg der Unzufriedenheit die Massen dem Totalitarismus in die Arme getrieben. Wenn sie "pflichtvergessen seien, könnten die Baiuem eines Tages dde Konsequenzen für ihre katastrophale Politik zu spüren bekommen. Südwestdeutsdie Umschau Radolfzell. Die Stadtväter von Radolfzell tragen sich mit dem Gedanken, ihr Krankenhaus künftig auch als Erholungsheim zur Verfügung zu stellen, damit die durch schwache Belegung verursachten finanziellen Schwierigkeiten behoben werden können. — Ein 75jähriger ehemaliger Hauptlehirer hat in einem Garten durch Erhängen Selbstmord begangen. Nach Mitteilung der Kriminalpolizei hat der Mann in einem durch die ungünstigen Zeitläufe hervorgerufenen Anfall seelischer Depression gehandelt. — In Moos wurde nachts in eine Scheune eingebrochen. Dia unbekannten Täter stahlen drei komplette Räder für ein Personenauto. Wolfenweiler (Kreis Freiburg). In dem Nebenort Lautersberg der Gemeinde Wolfenweiler drangen, von den Hausbewohnern unbemerkt» über die Mittagszeit Diebe in ein Bauernhaus ein und räumten ein Zimmer fast vollständig aus. Sie nahmen auch die Bettüberzüge mit, vermutlich wurde darin das Diebesgut verpackt, um es bequemer fortschaffen zu können. Freiburg i. Br. Im hohen Alter von 83 Jahren starb hier Dr. August Schlatterer, langjähriger Herausgeber des Jahrbuchs für angewandte Naturwissenschaften. Hauptschrdftleiter des „Kleinen Herder" und Mitarbeiter am großen Herder-Lexikon. Dr. Schlatterer ist durch zahlreiche Veröffentlichungen als Naturwissenschaftler, Botaniker und Geograph hervorgetreten und galt als bester Kenner unserer heimischen Flora. (b) Baden-Baden. Als Nachfolger des vor kurzem zurückgetretenen Präsidenten der\ bisherigen Industrie- und Handelskammer wurde der Inhaber der Firma Ad. Vetter & Co., in Baden-Baden, Herr Karl Bedcer, gewählt- Herr Becker ist 1881 in Mosbach geboren und seit 1898 in Baden-Baden tätig. Vor 1933 war er Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe i feiner bekleidete er lange Jahre das Amt des Vorsitzenden des Gewerbevereins in der Bäderstadt. Seit Januar 1947 ist Herr Karl Becker Präsident der gemeinsamen Lenkungsstelle der Berufsgenossenschaften der französischen Zone Süd. Der neue Präsident genießt den Ruf eines ausgezeichneten Kenners der mdttelbadischen Wirtschaft und hat nicht nur in den Reihen deT Unternehmer, sondern auch bei der Arbeiterschaft volles Vertrauen, so daß man diese Wahl in jeder Hinsicht begrüßen wird. Baden-Baden. Auf dem mit Fahnen reich geschmückten Marktplatz traf endlich der Lastzug mit den neuen Glocken dier Stiftskirche ein. Drei malerische Herolde begrüßten die zahlreichen Zuschauer mit Fanfaren. Stadtpfarrer Heiler im Ornat hielt eine Ansprache und dankte allen Spendern der Glockensammlung. Dann sang die versammelte Gemeinde das Loblied „Großer Gott, wir loben Dich’’. Baden-Baden. Der kürzlich gemeldete Ueber- fall in der Geroldsauer Straße wurde, wie dis Untersuchung ergab, nicht von einem Polen ausgeführt. Karlsruhe. Mit der Eröffnungsfeier im Konzerthaus begann am Samstag die Karlsruher Festwoche der notleidenden Jugend, die vom Stadtjugendamt veranstaltet wrtd. Die Stadt Karlsruhe, die mit ihrem Fürsorgeaufwand an der Spitze aller badischen Städte steht, will damit die notwendigen Summen für die Fortführung ihrer Fürsorgemaßnahmen erhalten. Karlsruhe. Das seinerzeit von den Nationalsozialisten entelgnete Gebäude und die darin befindliche Druckerei des sozialdemokratischen „Volksfreund” wurde am Samstag von deT Vermögensverwaltung an die neugebildete Volksfreund-GmbH. zurückgegeben. Sinzheim. Vor dem Einzelrichter in Baden-Baden kam eine Klage zum Abschluß, die schon seit langem lebhaftes Aergemi« «Tregt hat. Der frühere Viehhändler K. sollte in seinem von ihm und seiner Schwester bewohnten Haus eine Frau mit zwei Kindern aufnehmen. Dageget» sträubte eT sich, obwohl die Gemeinde ihm Handwerker zur Ausbesserung von zwei Dachzimmern zur Verfügung stellte. Vor dem Richter venstieg er eiih zur Drohung : „Bevor jemand bei uns einquartiert wird, fließt Blut!” Eine Woche Gefängnis und 70 DM Strafe waren sein Erfolg. Hoffentlich läßt der rabiate Viehhändler «ich das zur Warnung dienen — sonst, arme Frau und Kinder ! Eine Warnung sollte es aber auch sein füT alle, die bei der nunmehr anlaufenden Unterbringung von Flüchtlingen sich ähnlich halbherzig zeigeD sollten- Mannheim. Die Einwohnerzahl der Stadt Mannheim hat nach dem neuesten Stand 230 000 erreicht Rund 4 000 Personen sind seit Jahresbeginn nach Mannheim zugezogen, hinzu kommen noch etwa 2 200 Rückkehrer aus der Gefangenschaft. Tübingen. Auf den beabsichtigten .Abbau ein« Gleises der Eisenbahnstredce Calw—Alt- hengstett ist endgültig verzichtet worden, so daß die Strecke zweigleisig erhalten bleibt ;j! l:!ü! m Seite 4 / Nr. 92 SDDKURIER Donnerstag, den 21. Oktober Das Experiment Grofj-Kolumbien Von -der großen Weltöffentlichkeit kaum beachtet. hat sich in den letzten Wochen in Aequa- torial-Amerika ein Ereignis von nicht geringer Bedeutung abgespielt: In Quito tagten Kolumbien, Venezuela, Ecuador und Panama und be- pchlo6sen eine „Groß-Kovu-mbisdie Wirtschafts- Union*' zu verwirklichen. Der Gedanke eines solchen Zusammenschlusses fct nicht n»eu. Das Geschehen der letzten Jahre scheint ihm aber jetzt zur Verwirklichung zu verhelfen. Die Länder Mittelamerikas leben unter eigenartigen Bedingungen : Das Fehlen von Land- und Wasserwegen hat die einzelnen Staaten, so sah sie auch auf der Landkarte aneinander liegen, so sehr entfremdet, daß der Wirtschaftsverkehr zwischen ihnen jahrzehntelang den Umweg über New York oder Europa nahm. Der europäische Kontinent war der beliebte Wirtschaftspartner, der aber durch den zweiten Weltkrieg so gut wie verloren ging. Die Folge : Eine starke Abhängigkeit von den USA, die vom amerikanischen Kapital sehr nachdrücklich ausgenützt wird. Die kleinen und wendg widerstandsfähigen Länder Mittelamerikas haben nun als erste den, Versuch gemacht, 6ich weitgehend von der Abhängigkeit vom Dollar frei zu machen. Sie wollen nicht nur eine Zollunion schaffen, son- \ dem ihre gesamte industrielle Produktion und das Finanzsystem weitgehend koordinieren. Es sind bereits mehrere Konferenzen festgesetzt, die sich u. a. mit -der Schaffung einer groß-kolum- bischen Zivil-Luft-Flotte, mit der Errichtung einer groß-koLumbischen Bank, der Abhaltung von Mustermessen, der Vereinheitlichung der Sozialversicherungen und besonders auch dem Ausbau des Verkehrsnetzes befassen sollen. Dieser Block zählt nur 17 Millionen Menschen, von denen ein großer Teil aus Farbigen mit geringen zivilisatorischen Ansprüchen besteht, aber seine wirtschaftliche Potenz ist trotzdem nicht zu unterschätzen. Dte Rohstoffreserven der vier Länder sind nicht nur noch nicht ausgebeutet, sondern noch nicht einmal in ihrem ganzen Ausmaß und ihrem Reichtum zu übersehen. Der Ausschluß von den europäischen Märkten hat das Tempo der Industrialisierung beschleunigt, und düe Diktatur des Dollars hat zu einer Aktivierung der Energien beigetragen. Gleichzeitig aber hat das ausländische Kapital, das bisher die Ausbeutung der Bodenschätze und Ver- kehtsverbandungen nahezu zum Monopol hatte, starke eigene Wirtschaftskräfte ausgelöst, die in der breiten Maße Anklang finden, da die fremden Nutznießer kein Interesse an der Beseitigung der rüdeständigen sozialen Verhältnisse haben. In diesem Klima, in dem sich neue soziale Anschauungen leicht bilden und weiterentwickeln, kann sich der in Quito eingeschlagen^ „groß- kolumbisdie Weg" als Ausgangspunkt einer ideologischen Revolution erweisen, die mit dem bisherigen Konzept eines'starren Nationalismus aufräumt, um lebensfähigen Staatenföderationen Platz zu machen. Hamburger Kaufleute sehen die Nachkriegswelt Südamerika bietet eine gute Chance / Sonderbericht unseres Hamburger Dr. Pl.-Korrespondenten ist insofern bemerkenswert, als «eit 1938 I genen Mitteln finanziert werden soll. Ar- bekanntlich die amerikanischen und eng- gentinien kann nicht in größerem Umfange llschen Oelgewinnungsfirmen in Mexiko | im Auslände kaufen. Es wird daher eine au- ausgesdialtet worden sind. Amerika hatte I tarke Wirtschaftspolitik verfolgt und trotz Der Vorsitzende des Vereins Hamburger Exporteure und Mitinhaber der Hamburger Firma Münchmeyer & Co., Waitz, machte in einer Mitgliederversammlung des Vereins Hamburger Exporteure interessante Ausführungen über eine fünfmonatige Geschäftsreise nach den süd- und mittelamerikanischen Staaten Argentiniens, Brasilien, Uruquay, Venezuela, Mexiko, Waita erhäeEt als erster Deutscher die Erlaubnis zu einer Reise nach Südamerika. Das Interesse an Deutschland ist groß. Diese freundschaftliche Einstellung wäre wie Waitz glaubt, vor einem Jahre in den meisten eüdamerikanisdien Ländern noch nicht anzutreffen gewesen. Wir verdanken sie der Politik unseres Nachbarn im Osten, die in Südamerika scharf kritisiert wird. Das Deutschtum in Uebersee mußte in den letzten Jahren besonders schwere Zeiten durchmachen. Die Verhältnisse waren für die Deutschen umso schwieriger, je näher die betreffenden Länder zu den USA lagen. In Mexiko ist heute noch eine ganze Anzahl von Firmen gesperrt und nicht arbeitsfähig. Eine kleine Anzahl von Firmen kann wieder ihren Geschäften nachgehen, aber unter sehr schwierigen Umständen, denn vier Jahre lang waren die übersee- deutschen Finneninhaber von ihren Betrieben ausgeschaltet. Günstiger waren die Verhältnisse in Uruguay und Argentinien. In Uruguay bestehen die deutschen Unternehmungen heute noch. In Argentinien sind fast alle deutschen Firmen wieder voll arbeitsfähig wie jede inländische Firma. Nur einige deutsche Industriebetriebe sind in Uruguay vom Staat übernommen worden und werden vom Staat weitergeführt. Venezuela erscheint als das wirtschaftlich gesundeste Land. Tatsächlich trifft das aber nur bedingt zu, denn der Export von Venezuela besteht zu 95% aus Rohöl, zu je 2% aus Kaffee und Kaikao und zu 1% aus verschiedenen anderen Gütern. Die Landwirtschaft ist in diesem für landwitschaftliche Produktion so günstigen Land stark vernachlässigt, und wenn Venezuela auch jetzt noch mit seiner Wirtschaftsstruktur gut fährt, so gibt es doch gewichtige Stimmen, die diesem Land für die Zukunft eine ungünstige Entwicklung prophezeien. Auch Mexiko hat eine freie Devisenpolitik. Die Rohölproduktion ist gering. Dies Fortschritte in Südafrika Das Vorstandsmitglied des Vereins Hamburger Exporteure. Lübcke, sprach in Hamburg „über seine Eindrücke von einer Geschäftsreise nach Afrika. ' Lübcke hat auf dieser Reise die Südafrikanische Union und das südwestafrikanische Mandatsgebiet, früher Deutsch- Südwestafrika, besucht und ist überall außerordentlich freundlich aufgenommen worden. Zum Handelsverkehr mit der Südafrikanischen Union wies Lübcke darauf hin, daß seit 1935 der Außenhandel sich auf Basis des Wollabkommens abgespielt hat. Ob sich ein Handelsabkommen mit der Südafrikanischen Union auf derselben Ebene wie das frühere bewegen wird, ist noch ungewiß. Die Südafrikanische Union ist stark an wirtschaftlichen Abmachungen mit Deutschland interessiert, wobei sich allerdings eine Schwierigkeit dadurch ergibt, daß dieses Land zum Sterling-Block gehört und aus technischen Gründen der Abschluß eines Abkommens zunächst nicht möglich ist. Das Interesse der Südafrikanischen Union an Deutschland wird z. B. auch dadurch bekundet, daß ein Merchant Secretary noch im Laufe dieses Monats seine Tätigkeit in Frankfurt aufnehmen wird. Zu den wirtschaftlichen Verhältnissen in ^Südafrika führte Lübcke aus, daß es eines der glücklichen Länder sei, die heute keine Import- und Exportrestriktionen kennen und daher ein Tummelplatz für sämtliche Exportinteressenten sind. Der Markt ist mit Waren aller Art überschwemmt. Man ist über die niedrigen Preise überrascht, auch für Qualitätswaren. Die Entwicklung der südafrikanischer Industrie hat in den letzten 20 Jahren große Fortschritte gemacht. Man schätzt sie etwa auf das Dreifache, und die Entwicklung ist ständig im Fluß. Besonders stark hat sich die Schwerindustrie entwik- kelt. Für die Maschinenindustrie ergeben sich hier große Absatzmöglichkeiten. Die Textilindustrie hat besonders auf dem Gebiet der Konfektion ihre Kapazität stark erweitert. Auch die Möbelindustrie ist ausgebaut worden. Die Schuhindustrie Südafrikas exportiert heute bereits nach Australien und Europa. Beachtlich ist die südafrikanische Farben- und Glasindustrie. Die südafrikanischen Häfen, insbe- sonders Kapstadt, sind stark ausgebaut worden. Besonders störend hat sich im Handel mit Südafrika das JEIA-Verfahren erwiesen, da die ausländischen Geschäftsfreunde die übermäßigen Formalitäten scheuen und dann lieber von dem Geschäft Abstand nehmen. Man ist durchaus bereit, deutsche Erzeugnisse zu kaufen, aber selbstverständlich nur, wenn Qualität und Preis auf dem Niveau der anderen Angebote liegen. Einen besonders guten Namen haben in Südafrika die deutschen optischen Instrumente, feinmechanische Erzeugnisse und Maschinen. Hier wäre man gegebenenfalls bereit, preislich Konzessionen zu machen. .diese Ausschaltung mit einem lachenden und einem weinenden Auge verfolgt, mit einem lachenden deswegen, weil England heraus war, und weil die Amerikaner damit rechneten, sich wieder allein in das mexikanische Oelgeschäft einschalten zu können also ohne die Engländer. Diese Erwartung ist tatsächlich eingetroffen. Einfuhrbeschränkung: infolge Dollarmangel Brasilien hatte bis April eine freie Devisenpolitik. Den während des Krieges angesammelten Devisenreichtum hatte Brasilien schnell verausgabt (z. B. wurden sogar Obst- und Gemüsekonserven eingeführt). Infolge Dollarmangels besteht jetzt eine scharfe Einfuhrbeschränkung. Es sind Handelsabkommen mit einer Reihe von Ländern abgeschlossen worden, eine Einfuhr findet nur noch im Rahmen dieser Abkommen statt. Argentinien lebt unter Peron im Zeichen einer starken Inflation. Eg ist ein Fünf- jahreeplan aufgestellt worden, der mit ei- des Mangels an Erz und Kohle eine ausgedehnte Eisenindustrie entwickelt. Dieses Land gibt nach der Ansicht von Waitz einen der interessantesten Partner für Deutschland ab. Zu den Absatzmöglichkeiten in Südamerika führte Waitz aus, daß trotz der starken Entwicklung der Industrie in den letzten Jahren genug Platz für deutsche Ware bleibt. Es fehlt vor allem an Präzisionsgeräten und -maschinen. In Brasilien würde z. B. u. a. die deutsche Autoindustrie ein gutes Absatzgebiet haben. Der deutsche Mercedeswagen blieb von allen anderen Auslandswagen unübertroffen. Argentinien hat eich grundsätzlich bereit erklärt, in dem Maße von Deutschland zu beziehen, wie Deutschland von ihm bezieht, aber es will die Geschäfte direkt abschließen. Um den Außenhandel anlaufen lassen zu können, müßte, also da® westdeutsche Außenhandelsverfahren entsprechend gewandelt werden. Welche Chancen bieten die USA? Die kürzlich erfolgte Bekanntgabe der Wiedereröffnung der deutschen Einwanderungsquote in den USA hat einen Massenansturm von Auswanderungslüstigen auf die amerikanischen Konsulate zur Folge gehabt. Die praktischen Möglichkeiten und wirt- schaftlidjen Aussichten der Auswanderung nach den USA entsprechen jedoch kaum den übertriebenen Erwartungen, die Zehntausende an diese Meldung geknüpft haben. Die deutsche Quote selbst in Höhe von genau 25 957 Personen im Jahr (es ist, die zweithöchste nach der englischen) ist gering und zudem in zwölf Monatsquoten aufgeteilt. Wenn aus irgendwelchem Grund in einem Monat die Quote nicht ausgenutzt wird, ist eine Uebertragung der Visen auf den nächsten Monat nicht möglich. Bis 1950 einschließlich gilt ferner die besondere Bestimmung, daß 50 Prozent der deutschen Quote solch eh „deutschstämmigen” Personen Vorbehalten bleibt, die als von ihrer Heimat vertriebene Personen gelten. Da die Zahl der Auswanderungswilligen weit größer sein wird als die Zahl der Visen, wird man auf amerikanischer Seite eine gründliche Auswahl der Antragsteller vornehmen. Zunächst werden alle die bevorzugt, die schon Verwandte in den USA haben, und unter diesen wiederum die Eltern, Kinder und Ehehälften amerikanischer Bürger. Was die berufliche Seite angeht, so werden Landwirte bevorzugt werden und die meisten Chancen haben. Schließlich wird auch die politische Vergangenheit des Antragstellers geprüft werden, und ausgesprochene Nationalsozialisten dürften kaum zugelassen werden. Milch und Honig fließen nicht mehr Die deutschsprachige New Yorker „Neue Volks-Zeitung” warnt die deutschen Auswanderer vor der Vorstellung, daß die Vereinigten Staaten als ein Land angesehen werden, in dem Milch und Honig fließt. Es sei zwar natürlich, daß in der gegenwärtigen materiellen Not Deutschlands die USA als ein Paradies betrachtet werden, und die amerikanischen Soldaten mit ihrer hohen Löhnung hätten den Eindruck verstärkt. Viele der deutschen Frauen — es sind jetzt genau 19 044 — die Amerikaner geheiratet haben und über den Ozean gegangen sind, mögen es gut getroffen haben, und in ihren Briefen den Verwandten in Deutschland ein zu rosiges Bild malen. Die Zeiten, wo man in Amerika als Zeitungsjunge begann und als Millionär endete, seien aber unwiderruflich vorbei. Es werde niemanden etwas geschenkt, und die bessere Lebenshaltung müsse schwer erarbeitet werden. Die Nominal- und Reallöhne der Arbeiter seien in den USA höher als in irgend einem anderen Land der Welt, aber gleichwohl hinter den gestiegenen Lebenshaltungskosten zurückgeblieben. Ein wesentliches Hindernis für alle Einwanderer sei die Schwierigkeit, in eine Gewerkschaft aufgenommen zu werden. Die Gewerkschaften seien vielfach sehr exklusiv und die Mitgliedschaft in ihnen sei in manchen Berufen oder Betrieben die Voraussetzung, eine Arbeitstelle zu finden. Dazu käme die Wohnungsnot in vielen Großstädten und die sprachlichen Schwierigkeiten, die Zeiten, wo man in fast rein deutschsprachigen Gegenden ohne viel Englisch auskommen konnte, seien vorbei. JEIA fördert Fremdenverkehr Die vor dem Kriege im Auslände so beliebten Gesellschaftsreisen zum Besuch der teilweise Jahrhunderte alten Sehenswürdigkeiten werden jetzt wie die JEIA bekannt gibt, wieder eingerichtet werden, um viele tausende Ausländer mit ihren Devisen nach Deutschland zu locken. Die bisher vorgesehenen vier verschiedenen Touren dauern zwischen drei und zehn Tagen und kosten den Ausländer durchschnittlich etwa 15 Dollar pro Tag, einschließlich Autobusfahrten, Mahlzeiten. Hotels, Eintritts- und Trinkgelder. Die Kosten sind von den Reisenden in Dollar zu bezahlen, die dem JE- IA-Exportfond zugunsten der bdzonalen Wirtschaft zufließen. Das Reisebüro, die Hotels usw. erhalten Zahlungen in D-Mark zum regulären Kurs von 1 DM = 30 Cents. Die Zehn-Tage-Tour führt die Reisenden nach bekannten Naturschönheiten und an historische Plätze, wie z. B. Heidelberg, Stuttgart, Ulm, Augsburg, Oberammergau, Garmisch München, die bayerischen Alpen, Berchtesgaden. Nürnberg, Rothenburg/Tauber, Dinkelsibühl und Würzburg und schließen somit Sehenswürdigkeiten wie weltberühmte Schlösser, Kirchen und Paläste ein. Um die Touren abwechslungsreicher und interessanter zu gestalten, werden der Besuch einer Rheinwein-Kellerei, Mittagessen im „Roten Ochsen“ in Heidelberg (einer typischen Studentenyaststätte), Besuch einer Aufführung der Münchener Staatsoper oder eines Konzertes und einer Motorbootfahrt auf dem Königsee eingeflochten. Darüber hinaus wird den Touristen genügend Spielraum für Einkäufe oder zur Befriedigung anderer persönlicher Wünsche gelassen. Eine Siebentagetour nimmt ungefähr den gleichen Verlauf. Konjunkturaussichten in Amerika Di« derzeitigen Auftriebskräfte in der amerifc, nisdaen Wirtschaft werden hauptsächlich dun* den Marshallplan und ..die großen, für die Auf rüstung erforderlichen" Aufwendungen gespeist und das Wirtschaftsvolumen auf seinem geg^ würdigen Stande kann insbesondere durch die anhaltend starken Investierungen in neuen Fahre ken und Ausrüstungen bald in diesem und bafc in jenem führenden Wirtschaftszweig aufrecht erhalten werden. Die in den Vereinigten Staa- ten zu verzeichnende Investitions-Konjunktur _. hält durch den bedeutenden Nachholbedarf an in" vestitionsgütem für eine in den vergangen^ acht Jahren um zehn Millionen gestiegene Bevöl. kerung ihren Hauptantrieb. Für die Investiel lungs-Tätägikeit spielen die in den Kriegsjahrar gewonnenen Erfahrungen hinsichtlich der Produfc. tionsmethoden sowie die Auswertungen zahltet! eher neuer Erfindungen von wirtschaftlich abzuschätzender Tragweite eine hervorragende Rolle. Größte Beachtung wird feiner der wisse#, schaftlichen Forschung beigemessen. Ihre Weit er . entwicklung bedingt kostspielige Investierung^ äußerst langfristiger Art. Als symptomatisch fiq diese Bestrebungen kann die Errichtung eineneuen großen Forschungszentrums in Willnnng. ton (Delaware) durch den führenden Du Po,,-. Chemie-Konzern angesehen werden. Der Wachstums- und Umformungsprozeß, in den sich die amerikanische Wirtschaft gegenwärtig befindet, übt seinen Einfluß zum Teil auch auf die Preis, und Kostenstruktur des Landes aus. In- meihin muß die inflationelle Tendenz der amerikanischen Warenpreise, wie sie durch die weite, um sich greifende Lohnwelle — beispielsweise in der USA — Kohlen-, Eisen- uda Automobiio- dustrie —, feiner durch Preissteigerungen für I#. iiustriewaren und seit Anfang August besonders für Eisen, Stahl und Buntmetalle zutage tritt und die das allgemeine Preis- und Kostenniveni in die Höhe treibt, zur Vorsicht mahnen. Die Folge wird ein wachsender Widerstand größere; Vertaaudierschichten gegen die hohen Konsi®- güter-Preise sein, der letzthin nicht nur bei Iuiiu» artikeln zu beobachten war, sondern neuerdingi bei Radiogeräten, Gummireifen und in zrunehmen dem Umfange bei Textilerzeugnissen jetzt zu ver. zeichnen ist. Für die weitere Entwicklung wird mit von ent scheidender Bedeutung die Frage sein, ob es den Vereinigten Staaten gelingt, den Preisanstieg zu zügeln und die Erzeuger vor Preisübertreibungeu zurückzuhalten. Gefahren drohen in Zukunft hauptsächlich von einer Ueberspannung des Preis- und Kostrengefüges, In diesem Zusammenhänge verdienen die von der amerikanischen Ke gierung und den Federal-Reserve-Banken in den Monaten August und SeptembeT ergriffenen neuen geldwirtschaftlichen Maßnahmen zut Infi«, tionsbekämpfung nachdrückliche Beachtung. Gleich, zeitig ist festzustellen, daß die Lieferfähigikeit in einem amerikanischen Industriezweig nach dem andern deutlich im Zunehmen begriffen ist. Es sei außerdem erwähnt, daß die amerikanischen Warenvorräte laut Angabe des US-Handels-De- partments bereits im Frühjahr einen neuen HöchstrekoTd von fast 43 Milliarden Dollar er- j reicht hatten, ein Symptom das für die Tendenz j in den Herbst- und Wintermonaten genau beachtet zu werden verdient. Außerdem ist von jetzt ab mit einer Uebersdnußbcildung an bestimmten Rohprodukten und mit einer Zunahme des internationalen Wettbewerbs auf zahlreichen Gebieten zu rechnen -R- Modernisierung der Zuckerindustrie Wie ein Vertreter des brasilianischen Handels- aimtes in New York äußerte, hat die dortige Zuk- ker- ud Kaffeebörse keine Einwendungen dagegen erhoben, daß brasilianischer Zucker in Kürze an der New Yorker Börse notiert wird. Er erklärte weiter, Brasilien beabsichtige die Reorganisation und Modernisierung seiner Zucker- indlustrie. Brasilien stehe an zweiter Steile unter, den ZuckerpToduzenten Südamerikas. Der Ertrag 'könnte um 28 Prozent erhöht werden, wenn Brasilien über modernes Material verfügte. Der gegenwärtige Ertrag einer Tonne Zuckerrohr sei 195 Pfund Zucker. Mit besseren Einrichtungen könnte der Ertrag aiuf 250 Pfund gesteigert werden. Durch diese Produktionsver- besserumgen könnte man auch die Anschaffung neuer Maschinen finanzieren. Eine etwaige Freigabe des Zucfcermarktes in den Vereinigten Staaten hätte auf die kubanischen Absatzgebiete keinen großen Einfluß. Deutsche Ausstellung in New York Wie die JEIA am Mittwoch ln Frankfurt mitteilte, besteht heute schon ein großes Interesse für die deutsche Industrieausstellung 1949, die vom 1. bis 21. März in New York abgehalten werden wird. Diese „German? 1949 Industry Show” soll in allen Teilen^schon in Deutschland zusammengestellt werden. Für die Entwürfe ist der Münchner Architekt Peter Pixis gewonnen worden. AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN Sanbtonerorbnnitg übe« Crjengcrfeft- «nb 8erb»nßerbäßfipni|e für Spättnrtef- fet« tat fiariaffttmittfßafteinbt 1948 a»at I. Dfteker 1948. Suf ©nutte heg § 2 fces Steisbilbaitgsgefebeg »am. 29. DfWbet 1986 (9K5®!. 1, S. 927) mttb für bog Sanb Sahen fnfgettbes angeorbttet: § 1 &iii hem Seteiß heg Parties Sahen me täten erb fofcirt füt »ef&fjetfßige Speife- farkrrfeln fgtgenbe EtjeugerfcRpretfe feftgejegi: S Ü D KU RIE Veranstaltungen Stellen-Angebote je 50 fg. BdR 4- je 50 fg. TSR 4.20 je 50 fg. MR 4.50 je 50 fg. MR 4.80 je 50 fg. MR 5.80 je 50 lg. MR 5.16 je 50 lg. MR 5.50 je 50 lg. MR 5.30 je 50 fg. MR 5.80 je 50 fg. MR 5.90 je 5 fg. MR 0.65 1. Sei Siefenumg ah $oj 2 Sei Siefeiumg SBaggon frei Sertekefiction 3 Set Stefetuitg frei Serfcwsftette heg Sieinbänberfs 4. Sei Sieferung jtei Selter heg Setbraaßets 52 Bie Berbiaiu,ßerbäßjtptcife für gelhffetfßige Speifefartoffefn befragen 1. Sei Stbgabe buiß ben ©ntptengsneiietlet fffiio&bänWet): a) an ben Sleinserteifer aber ffitofperbtaußet (ffiafifiätten, SBerWüdjen, Sranfenßäufer ufm.) fei Jufuhr frei Saget ge ladt fei 3uruf)r frei Saget I»[e f) an ten Setbtoußer fei Jutebi frei Reifer fei Selbfiabbolung burß ten Seitraudjer 2. Set Sfboabe furch ben Äleimoeiietler (EingetfiänMei) al ab Jterfaujsfteltc in SKcngen tun 50 fg. urth tnefjt b) frei Selter heg Seitrautperg cj in SRengen unter 50 fg. 3. Sei äfgole »an SRengen uniet 5 fg beträgt bet Steig 6,5 Bpflg je 500 g„ mobei bie Suftunhuttg auf »affe Bpfg erft beim Eitbbtirag natgenomnten tpetfen farf. 4. ©tofjoenbraußer im Simte non 5 2 3Utet 1 Sußftabe a) ift, t»er je Sie» fernng minbefien* 2500 fg. brjiefjt. 5 3 Bie Steife füt meifejleifßige Spetfefariojfefn jitrt 30 Bpfg. je 50 fg. »her bei Sft-gabe an ben Serbrandjer in Heineren SRengen um 3 Bpto. je 5 fg. ntebttget. ctg bie oorfiefjenben Steile für ge{6flet[d)iige Sperlefattoffelit. 5 4 gilt Setjotthnerietfet nritb bet J-itßlaq auf bie (Erjeugerfetoteije auf 20 Bpjg. je 50 fg. etnihltenfitß Scfcfufsnßetngebüfjt fejtoefeftt Biefet Jumlaa barf ©eher erljäbd noh unter|4iitten merken. Bet 3 u i ierepfantei unk neuartiger SuRentärig, feit geboten. Setitetererjoßrg. benot, jugi. jebod) tri ißt Se Dingung. 3 utd) z m. Sidjtbillb u. 984 on 3fnn.=®rp. Slat. * ber, Stuttgart.“, ßßcriottcmti. 11. gaäjfanfmann, MMtänbiger. aug ber Sapietbrancße, in Ititen-be Stellung »afß ber Siihjone gefutßi. 3>t(<ßi. unt. V 8313 an Obonej. änä.-Sjp, gtei- * bürg i. St. SHeUllbrider, «in tüdjt., finb. Bauerfiel, fang bei ür 3ug, Dttetsmeier/Sb. fteßennerkienfi «. erifteuj. 29 »erfhieb Slogfißfetten für mäitnt. unk meibf. Sememen. Shtsfiißrl. Snleitg. 1.— B3R. Sicßtets,Steifung. Hamburg 13, Rio- jteaaRee ?B. fianegeßtlftn, nicht unter 25 Soßren, ehrlich unb aßfotur jumerf., in aßen 3meigen bes gansbaUs erfaßten, twn älterem ©bepaat (2 Setionen), auf 1 3ton. »b. ipäter gej. Knie Seipflegatng unb Steßnung rin gauje. Sutbbtuileiei Steinbauifer. Baben-Saben, Scßafßerg- ftrafte 2. > teilen-Gesuche Sontarifiin mit allen Sontorarbeiten im it raut, Spanifd» perfeft tn Stert u. 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Setfiangafibigct Saafrftisasbctrieb in btt ftanjoBißen 3ou* iußt für bas äBtntttßalbjabr 1948/49 Sobnoufträg« aller Bit Jufßr. unt 4130 an teit- ißau, Stttng. anjeigea-Sermittfung • Xuttlingen. Lastenansgleidi ftSR.-SßlubbüUmg. Ueberitt. iungsbiianj. B3R-Eröfhrut»gski. fattj, 3Baßrntbmung 3brer 3n» terefjen burß Steuerte ßmann. 3uißr. unt. 38 018 Sübfutter Sinken. Klaviere und Flügel bie Ißmet •btt [eißt befßäteigc fink, lef teßn. «. ißieinetmäfiig ittfia« 6 B«al Steift SS. Speißiai** SBerfftätien füt giiigel StenioSnffttnkfefiung