FWSDVKUeStRH ÜDKURIER 4 . JAHRGANG • ÜBERPARTEILICHE INFORMATIONSZEITUNG FÜR DAS LAND BADEN . NUMMER 120 KONSTANZ DIENSTAG 28. DEZEMBER 1948 "(grsdiemt Dienstag, Donnerstag, Samstag. Adresse; Konstanz, Rosgartenstr. 12 Telefon-Anschlüsse: Redaktion und Verlag Nr. 924, 925, 1130, 1510, 1511 Bezug monatlich durch die Post DM 2.03. dazu 27 Dpi. Postzustellgebühr, durch Träger Md 2.10 einschließlich 25 Dpi. Trägerlohn. — Einzelpreis 20 Dpf Kurz notiert Bel Düsseldorf-Lohausen wird auf Grand einer Entscheidung der Militär-Gouverneure der größte ^flughafen Westdeutschlands gebaut. Der frühere Reichsstudentenführer Dr. Gustav Scheel wurde von der Spruchkammer Ludwigsbarg in die Gruppe der Belasteten eingereiht und Erhielt fünf Jahre Arbeitslager. Im sächsischen Heimkehreriager Pirna trafen Jlber Weihnachten weitere 934 deutsch« Kriegsgefangene aus Jugoslawien ein. 31,5 Milligramm Radium sollten in München mm Schwarzhandelspreis von 250 000 D-Mark verkauft werden. Die Kriminalpolizei konnte das Radium ledcjch vorher beschlagnahmen. Sträflinge des Kasseler Gefängnisses, die auf Grund der Weihnachtsamnestie entlassen werden »oilten, wollten weiterhin in Haft blieben, well •de nicht wußten, wohin sie nach ihrer Entlassung gehen sollten. In Bochum flog über Weihnachten durch die Explosion einer Gasfernleitung ein Haus in die Luit, wobei fünf Personen getötet wurden. Bei einqm Grubenbrand bei Ensdorf im Saar- ' gebiet verunglückten neun Bergleute tödlich. Ein Italiener verspeiste kürzlich auf eine Wette hin flini Meter Wurst. Daraufhin wurde er von einem weiteren „Meister im Wurstessen" m einem Zehnmeter-Wurst-Diner aufgefordert. Der ehemalige Unterstaatssekretär im US- Außenmindsterium Sumner Weites, wurde In der Nähe seine« Wohnhauses bewußtlos aufge- fnnden. Sein Gesundheitszustand wird als kritisch bezeichnet. Die kanadisch« Regierung beschloß, den Staat Israel anzuerkennen. Weltbürger Garry Davis, der beim Präsidenten der französischen Republik um eine Audienz Bachgesucht batte, ist Inzwischen empfangen wurden. Im Zusammenhang mit der Auflösung des japanischen Parlaments wurden fünf ehemalige Minister, die in einen Finanzskandal verwickelt •ein sollen, verhaftet. Im Bankvieirtel von Schanghai, wo sich Hundert tausende vor den Schaltern zum Goideinkauf drängten, wurden sieben Personen totgequetscht and elf schwer verletzt. Ein griechisches Militärgericht verurteilte 15 Kommunisten, darunter fünf Frauen, wegen F Unterstützung der Aufständischen zum Tode. Die Hinrichtungen fanden bereits Statt Kardinal-Primas von Ungarn verhaftet „Mindszenty ein Hindernis auf dem Wege der Demokratie“ — Anklage auf Hochverrat und Spionage Budapest. Kardinal Mindszenty, Primas von Ungarn, wurde am Montag verhaftet. In einem amtlichen Kommunique werden für die Verhaftung folgende Gründe angegeben: Hochverrat, Angriff auf die Sicherheit des Staates,. Spionage und Devisenschiebung. Wie aus gut unterrichteter Quelle verlautet, wurde der Kardinal am Montagmorgen in seinem erzbischöflichen Sitz Esztergom, 50 km nordwestlich von Budapest, verhaftet. Die Nachricht hat die politischen Beobachter nicht besonders überrascht, da der schon seit Oktober gegen den Kardinal eingeleitete Feldzug sich in den letzten Wochen immer mehr verschärft hatte. Der Präsident der Republik, Szakasits, bezeichnet« den Kardinal am Sonntag in der Zeitung „Fuggetle Ma- gyarorszag” als „ein Hindernis auf dem Wege der Demokratie”, das beseitigt werden müsse. Er betonte im übrigen, wie es auch von amtlicher Seite ständig geschah, es handle sich um keinen Schlag gegen die Religion, sondern darum, einen Prälaten unschädlich zu machen, der seine kirchliche Rolle abgelegt habe und zum politischen Führer, d. h. zum Führer der Reaktion geworden sei. Zahlreiche Kreise glaubten nicht, daß die Regierung angesichts des ’ nach wie vor sehr starken Einflusses des Katholizismus in Ungarn es wagen würde, Hand an den Primas zu legen und ihn somit zum Märtyrer zu machen. Der Hirtenbrief Mind- szentys vom 17. Dezember, in dem die Vermittlung des Vatikans zwischen der katholischen Kirche und dem Staat vorgeschlagen wurde, hatte zahlreiche Ungarn in dieser Ueberzeugung bestärkt. Auch die übrigen ungarischen Bischöfe, die vor Blitzkrieg in Indonesien Sonderbericht unseres Dr. H.-Korrespondenten aus Den Haag Den Haag. Das Kriegsunternehmen gegen Djokja ist mit einer Umsicht, Entschlossenheit und Tatkraft begonnen worden, wie es die holländische Oeffentlkhkeit ihrer Obrigkeit kaum zugetraut hätte. Vorbei das Zaudern, welches für die holländische Haltung unter Anführung des vormaligen, in Batavia residierenden Statthalters van Mook kennzeichnend gewesen war. Im Palast von Buitenzorg (Batavia) war ein neuer Mann, Dr. Beel, als Hoher Kronkom- missar eingezogen, dessen Ernennung bereits den neuen Kurs ankündigte, den man nunmehr einzuschlagen gewillt war. Anders als van Mook arbeitete dieser mit der Zentralbehörde im Haag einmütig zusammen, die ihrerseits die Regierungsmannschaft durch Hineannahme zweier tatkräftiger Männer, des Außenministers Stiikker und des Ministers für die überseeischen Gebietsteile Sassen verjüngt hatte. Alle Beschlüsse, die zu dem jetzigen Vorgehen führten, wurden von diesem Kabinett mat Einschluß der sozialistischen Mitglieder einstimmig gefaßt. Auch in der Kammer ließen die Sozialisten durch ihren Praktdonsführer de Goes van Natters erklären, daß sie das Vorgehen der Regierung billige. Mot achtzig Für- und acht (kommunistischen) Gegenstimmen. stellte sich beinahe die ganze Kammer hinter dae Regierung. Es erfolgte dies gelegentlich einer Erklärung, die Ministerpräsident Drees (Sozialist) in der Kammer abgab, und worin er betonte, daß Niederland mit diesen Krfegemaßnahmen in Indonesien „keinerlei koloniale oder imperialistische Ziele" verfolge. Der eingeleitete Blitzkrieg erfolgte im übrigen mit einer sozusagen mathematischen Präzision. General Spoor, der Oberbefehlshaber der niederländischen Sfreit- kräfte in Indonesien (etwa 150 000 Mann), setzte seine Mannschaften am Sonntag, 6.45 Uhr, in Bewegung. Die Soldaten fielen aus der Luft, vom Meer, über Land, von allen Seiten in Djokja ein. Für den Nachschub sorgte eine Luftbrücke, auf der aus Semarang jede Minute zwei mit Mannschaften beladene Großflugzeuge in Djokja eintrafen. Der Oberkommandierende leitete die Operationen persönlich aus einer über Djokja kreisenden Mitchellmaschine. Bei dem Angriff fielen den Niederländern die gesamte Regierung Djokjas, einschließlich des Präsidenten Soekamo und des Generalissimus Soedirman in die Hände. Die Truppen verbreiteten sich nunmehr über dag Landesinnere ohne irgendwo nennenswerten Widerstand zu finden. Mit der Eroberung von Djokja ist der begonnene Krieg natürlich noch nicht zu Ende. Es bleibt noch die Säuberung der riesigen Insel Sumatra, wo Djokja zahlreiche Anhänger besitzt. Diese reden zwar von einem Guerillakrieg, den sie dort führen wollen, doch ist es die Frage, ob die Bevölkerung angesichts der jetzigen niederländischen Erfolge dazu übergehen wird. Ein „Weihnachtsgeschenk“ für Holland Paris. Im Sicherheitsrat wurden die Debatten über das Vorgehen Hollands in Indonesien mit der Annahme einer von den USA, Kolumbien und Syrien ausgearbeiteten Resolution beendet, die folgendes vorsieht: „Der Sicherheitsrat verlangt die sofortige Einstellung des Feuers und . die Zurüdeziehung der Truppen auf die ' vom 18. Dezember eingenommenen Ausgangspunkte vor.“ Dieser Resolutionsentwurf stieß auf den Widerstand des sowjetischen Delegierten, der ausführte, der Beschluß sei zu allgemein gehalten und erwecke den Anschein, der Sicherheitsrat wisse nicht, wer der wirkliche Angreifer in Indonesien sei. Der Sicherheitsrat kam gleichfalls überein, die holländischen Behörden aufzufordern, die seit dem 18. Dezember verhafteten indonesischen Politiker unverzüglich freizulassen. Die Forderung der amerikanischen Resolution, die Kampfhandlungen in Indonesien hoiländischerseits einzustellen, haben in zuständigen niederländischen Kreisen sichtbar unangenehm überrascht. Man bezeichnet diese Entscheidung als unvereinbar mit den Zielen Hollands, das das republikanische Gebiet von terroristischen Elementen, die bis jetzt jede Zusammenarbeit unmöglich gemacht hätten, säubern wolle. „Solange dieses Ziel nicht einmal in großen Zügen erreicht worden ist,“ erklären die Holländer, „wagen die gemäßigten und zur Zusammenarbeit mit Holland bereiten Nationalisten es nicht, ihre Gefühle zu bekunden und es wird kein Uefoereinkommen mit ihnen möglich sein.“ Wenn die holländische Regierung ihre Truppen jetzt zurückziehen würde, so bliebe sie auf halbem Wege stehen und alle bis jetzt gemachten Anstrengungen wären vergeblich gewesen. * New York. Unter der Ueberschrift „Ein Versprechen, das nicht gehalten wurde,“ veröffentlicht die „New York Times“ einen Leitartikel, in dem sie an die im Januar abgegebenen Erklärungen des holländischen Ministers für die überseeischen Gebiete erinnert. Damals sei versprochen worden, in Indonesien ohne die Zustimmung der UN keine Gewalt an- auwenden. Das Blatt nimmt zu den „Rechtfertigungen“ zum Bruch dieses Versprechens Stellung und schreibt weiter: „Dieses Vergehen wird dem Prestige der UN einen härteren Schlag versetzen als eine der häufigen Herausforderungen von seiten der Sowjetunion, von der man nichts anderes erwartet. Durch die Handlungen Hollands wird das westliche Prestige im Osten beeinträchtigt und eine Lücke in die westliche Solidarität gerissen.“ Die Entscheidung des Sicherheitsrats über Indonesien sei so schwach, so bemerkt das Blatt weiter, „daß man sie geradezu als Weihnachtsgeschenk für Holland bezeichnen kann.“ etwa zehn Tagen unter dem Vorsitz des 56jährigen Kardinals zusammengetreten waren, hatten bekanntgegeben, daß sie bereit seien, mit der Regierung über eine Verständigung zu verhandeln. Es war erwartet worden, daß der Vatikan einen hohen Würdenträger ernennen würde, um diese Verhandlungen zu führen, ln einer Weihnachtserklärung hatte der ungarische Staatspräsident noch am Sonntag erklärt, daß „die Regelung der Beziehungen zwischen dem Staat und der katholischen Kirche eine der ersten Aufgaben im neuen Staat sei. Die ungarische Regierung und das Volk seien nicht gegen die Religion eingestellt, sie könnten jedoch nicht dulden, daß sich imperialistische Agenten hinter das Bollwerk der katholischen Kirche verstecken.” SK. Der Schritt gegen den Kardinal komt uns nicht unerwartet. In dien letzten Wochen hatte sich der Kampf der Kommunisten gegen die katholische Kirche von Woche zu Woche verschärft. Kennzeichnend, hierfür ist eine Erklärung des Kardinals Mindszenty vom 18. November, die allerdings nicht verbreitet werden durfte. Sie wurde als der „Schwanengesang” des Kirchenfürsten bezeichnet. In ihr bezeichnet sich der Kardinal als der „Hüter der verlassensten Nation auf dieser Erde”, deren Klage nur durch ihn ausgesprochen werden konnte. Die Erklärung schließt mit den Worten: „Hier stehe ich und warte, was mit mir geschehen wird. Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!” Diesen Ereignissen waren zahlreiche, außerordentliche scharfe Aeußerungen aus den Kreisen der Regierung vorangegangen. Man hatte sogar versucht, eine Spaltung innerhalb des ungarischen Episkopats herbeizuführen, die allerdings mißlungen ist. Der ungarischen kommunistischen Regierung geht es offenbar nicht allein um die Verstaatlichung der Schulen, sondern um die Ausschaltung der Religion aus dem öffentlichen Leben überhaupt. Die Methoden, die angewendet werden, sind nicht neu. Sie gehen von der moralischen Diffamierung einflußreicher katholischer Persönlichkeiten bis zum offenen Terror. Der Streit hat mit der Verhaftung des Kardinals nun seinen Höhepunkt erreicht. Das gequälte ungarische Volk wird die Rechnung zu zahlen haben. Die Weihnachtsbotscbait des Papstes Vatikan. In seiner Weihnachtsbotschaft erklärte Papst Pius XII. u. a,: Wenn man die moralische Kraft und den Mut aufbringt, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, so muß man erkennen, daß der Weg der Völker, der zunächst glückliche Aussichten aufwies, an den Rand eines Abgrundes zu führen scheint, dessen Gefahren alle edlen Völker mit wachsender ‘Besorgnis erfülle. Der; Heilige Vater wandte sich in diesem Zusammenhang sowohl gegen die Auffassung des „Si vis pacem. nara bellum” als auch gegen die Forderung nach Frieden um ieden Preis. Wenn die erste Auffassung Mißtrauen erwecke, so bestärke die zweite diejenigen, die eine Aggression vorbereiten. Es sei daher notwendig, die Grundzüge eines wirklichen christlichen Friedenswillens aufzuzeigen. Der Papst unterstrich, daß das Beten und die Liebe die stärksten Waffen gegen jede materielle Rüstung seien. Wahrer christlicher Friedenswille habe nichts mit Prestigefragen oder Fragen der nationalen Ehre zu tun. Wahrer Friedenswille dürfe auch nicht mit Schwäche verwechselt werden. „Jeder Angriffskrieg”, erklärte der Papst, „ist eine Sünde, ein Verbrechen, ein Anschlag gegen die Majestät Gottes.” Aus diesen Ueberlegungen kam der Papst zu der Schlußfolge, daß es unumgänglich sei, jedem Angriff Widerstand zu leisten und fügte hinzu: „Die Lehre vom Frieden ist göttliches Recht, ihr Ziel ist der Schutz der Güter der Menschheit, als Güter des Schöpfers. Angesichts der Bedeutung dieser Güter für die menschliche Gesellschaft ist ihre Verteidigung gegen einen ungerechten Angriff unbedingt legitim. Zu dieser Verteidigung muß die Solidarität der Völker kommen, das angegriffene Volk nicht im Stich zu lassen Das Bewußtsein, daß dieser Pflicht nachgekommen wird, wird sich auf den Angreifer auswirken und dazu beitragen, den Krieg zu verhin- riem.” Im Verlauf seiner Botschaft kam auch der Papst auf die Lage der Kirche in Rumänien zu sprechen, wobei er feststellte, daß „trotz der Beleidigungen und Angriffe der Abtrünnigen gegen die römische Kirche der letzteren die Pflicht der Barmherzigkeit unvermindert obliegt Wir kennen die Hörigkeit gewisser Vertreter der sogenannten orthodoxen Kirche gegenüber einer Weltanschauung, die letzten Endes auf die Abschaffung jeder christlichen Religion hirnztelt.” Papst Pius gab dann einen Ueberblick über die Ereignisse des vergangenen Jahres und betonte, daß die harten- Prüfungen, die die Kirche zu bestehen hatte, ihre Energie und Widerstandskraft nur gestärkt haben. Der Papst betonte auch, daß die Kirche für diejenigen bete, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Die Kirche erwarte ihre Rückkehr. Abschließend erflehte der Papst den himmlischen Segen für die unzähligen Opfer des Krieges und alle anderen, „deren Not und Elend von Tag zu Tag größer und schmerzlicher werde, in Erwartung eines endgültigen auf sittlichen Grundsätzen auf gebauten Friedens, der frei von jedem Rasseurteil geschaffen wird.” Alliierte Wirtschaftspolizei im Ruhrgebiet? Paris. Die auf der Londoner Experten- Konferenz über das Ruhrproblem erzielte Einigung ist zur Zeit Gegenstand eingehender Prüfungen durch die interessierten Regierungen. Erst nach der Stellungnahme der verschiedenen Regierungen wird das Schlußkomitee über die Londoner Konferenz redigiert und veröffentlicht werden. In Paris wird betont, daß man in London zu einem Uebereinkommen gelangt sei das den legitimen Sicherheitswünschen Frankreichs Rechnung trage. An zuständiger Stelle in Pari® verhehlt man nicht seine Zufriedenheit. Die Londoner Vereinbarung soll aus etwa 25 bis 30 Artikeln bestehen, die eich auf die Organisation und das praktische Funktionieren der künftigen internationalen Ruhrbehörde erstrecken. Diese soll mit den nötigen Mitteln ausgßstattet werden, um einer eventuellen Aufrüstung Deutschlands beizeiten Vorbeugen zu können. Man spricht in diesem Zusammenhang von der Schaffung einer internationalen Wirtschaftspolizei, die im Ruhrgebiet stationiert werde und die Aufgabe haben soll, darüber zu wachen, daß Deutschland die für die Stahlerzeugung festgelegten Grenzen nicht überschreite und daß nicht etwa Kriegsmaterial im Ruhrgebiet fabriziert wird. Besondere Garantien soll das neue Abkommen dafür enthalten, daß keine ehemaligen Nazis wieder an leitende Posten in der Ruhrindustrie gelangen. Auch rechnet man damit, daß in dem Schluß-Kommunique über die Londoner Ruhr-Konferenz gewisse Zusicherungen gegen eine etwaige neue Erhöhung der Stahlproduktion, die bekanntlich auf 11,7 Millionen Tonnen festgelegt ist. enthalten sein werden. Ruhr gegen unechte lnternationalität Fernspruch unseres P. L. - Sonderkorrespondenten Düsseidort Führende Persönlichkeiten des politischen und wirtschaftlichen Lebens im rheinisch-westfälischen Industriegebiet erklärten dem Korrespondenten des „Südkurier“ zu dem Beschluß, die Ergebnisse der Londoner Ruhrkonferenz erst nach den Weihnachtsfeiertagen bekanntzu- grfjen, dieser Entscheid lasse auf ungün war, in der Ruhrkontrolle „unechte Inter- rationalität“, die den Nationalismus stärken werde. Das Ausland müsse daran erinnert werden, daß das europäische Industriegebiet von Schottland bis zum Mittelmeer und von Oberschlesien bis an den Atlantik reiche. Die Ruhrkontrolle erinnere ihn an die Ruhrbesetzung von 1923, also an stige Nachrichten schließen. Minister prä- eine Situation, die von Deutschland auch s’dent Arnold will allerdings erst Stellung nehmen, wenn er den Wortlaut der Vereinbarungen in Händen hält. Sein persönlicher Referent, Dr. Mohr, wagte gegenüber dem Korrespondenten des „Südkurier“ auf seine Anfrage durch einen Türspalt nur die Mitteilung, er könne nichts sagen, weil er sich mit dem Text noch nicht beschäftigt habe. Wirtschaftsministier Prof. Noeltdng erblickte dagegen in einer Stellungnahme, die für die Londoner „Times“ bestimmt heute noch als Unrecht empfunden werde Die dreijährigen deutschen Erfahrungen mit der Besatzungsmacht haben nach seiner Auffassung die deutsche Skepsis gestärkt, nicht immer ohne deutsche Schuld, weil die Hoffnungen oft zu hoch, oft aber auch zu niedrig geschraubt worden seien. Noelting hält in der Praxis eine Kontrolle der gesamten Betriebsorganisationen für unmöglich, weil keine Besatzungsmacht die Industrie eines besetzten Landes überwachen könne. Nach zwei Weltkriegen Von Andrä F r a n c ois - P on eet Welche Hoffnungen hatte man vor rund 30 Jahren, als der erste Weltkrieg beendet war? Die Welt sah, ganz gleichgültig welcher Nation der einzelne angeboren mochte, einer gesicherten Zukunft entgegen. Wir hofften, daß der Friede nun endgültig sei und daß der unter eo großen Erwartungen gegründete Völkerbund von Genf ein unüberwindlicher Garant dieses Friedens sein und eine Weltordnung der Gerechtigkeit errichten würde. Aber wir Franzosen hofften darüber hinaus, daß nach einem so teuer erkauften Sieg die III. Republik den Händen der Demagogen entrissen würde und zu einer ebenso menschlichen wie strengen, einer ebenso sozialen wie geordneten Staatsform emporwachsen würde. Wir hofften weiter, daß Frankreich von jenem bürgerlichen Selbstbewußtsein durchdrungen würde r das die Grundlage aller Staaten bildet, die sich selbst regieren wollen. Wir wissen, daß alle unsere Hoffnungen sich nicht erfüllt halben. Ohne die Gründe im einzelnen aufzuzählen, die dazu führten, darf man nicht an der Tatsache Vorbeigehen. daß unsere Erwartungen zu hoch gespannt waren. Wir haben — um mit Stendhal zu sprechen — unsere Fäden zu hoch gesponnen. Man darf weder von den Menschen noch von den Völkern, die eine so verhängnisvolle Prüfung durchgemacht haben, zu viel verlangen. Der Rhythmus des modernen Lebens läßt uns allzuoft irren. Wir glauben an einen Glekhklanig zwischen dem Tempo unserer Technik und unseren Ideen. Aber das ist nicht der Fall. Der Mensch geht seinen Gang, den die Natur ihm vorschreibt. Sein Herz schlägt den ewig gleichbleibenden Rhythmus. Unsere Gedankenwelt paßt sich dem allzu stürmischen Fortschritt nur zögernd an. Man kann sich nicht in den Himmel erheben, bevor man sein® Wurzeln fest in den Boden geschlagen hat. Jeder Fortschritt ist schließlich nur das Ergebnis langer Bemühungen, beharrlicher Geduld und nimmermüder Anstrengungen. Der Handwerker muß sein Wterk oftmals unterbrechen und betrachten, ehe .es vollendet ist. Ein neuer Krieg ist über uns hinweg- gebrauet, obwohl wir dachten, er sei für immer aus der Welt verbannt. Grausamkeiten wurden uns offenbar, die uns den brüchigen Aufbau unserer Zivilisation erst recht erkennen ließen. Zwar h at das Dritte Reich ebenso wie 1918 einen Waffenstillstand unterzeichnen müssen, doch während damals vor 30 Jahren sieben Monate später der Friede folgte, gilt der Waffenstillstand von 1945 noch nach 3K Jahren,, und die Uneinigkeit unter den Siegern ist So groß, daß man noch nicht übersehen kann, wann dieses Mal der Friede mit Deutschland geschlossen werden wird. Unter einem neuen Namen hatnen wir den alten Völkerbund wieder ins Leben gerufen. Er hat zwar nicht weniger Personal, aber dafür auch weniger' äußeren Prunk und weniger Wirksamkeit als die Genfer Liga. Doch spielen die Vereinigten Staaten dabei eine entscheidende Rolle mit. Auf der anderen Seite hat die bolschewistische Gefahr die Bedrohung durch Hitler ersetzt. Sie bedroht nicht nur den europäischen Kontinent, sondern darüber hinaus die ganze Welt. Frankreich und Italien sind der revolutionären Aggression am stärksten ausgesetzt. Aber angesichts dieser Gefahr ist über den Ozean hinweg eine westliche Gemeinschaft entstanden, die sich in Westeuropa zu einem Bündnis entwickelt hat. Langsam besiegt da® vernichtete Deutschland das Chaos im eigenen Lande. Zwar hat es sein nationalistisches Gedankengut noch nicht über Bord geworfen, doch es besitzt wirkungsvolle und ernst zu nehmende Kräfte, die es bekämpfen und zugleich den bolschewistischen Einfluß auszu- schalten bestrebt sind. Unsererseits ist eine Unterstützung in diesem Bestreben notwendig, che es ihnen ermöglicht, auf diesem Wege weiterzukommen. Die Aufgabe, die wir zu bewältigen haben, ist -heute schwerer und komplizierter als sie vor 30 Jahren gewesen ist. Aber wix werden nicht ermatten. So schwer auch alles heute auf uns lasten mag, wir haben dennoch manche Trümpfe in unseren Karten. Rückschritte. Widerstände und sogar Niederlagen sind der Dünger, aus dem eines Tages doch der Erfolg emporwächst. Man spricht in unseren Tagen so viel wenig Erfreuliches von der Jugend. Aber ich glaube, daß sie nicht die zahlreichen Vorwürfe verdient, die man ihr macht. Sie hat auch heute große Reserven an wahrem Idealismus und an Begeisterung sfähigkeit, die sich allerdings sehr oft hinter zynischen und pessimistischen Aeußerungen verbergen. Was Frankreich angeht, so möchte ich sagen: Die Kurve seiner Temperatur schwankte in allen Jahrhunderten. Diejenigen, die aus der Ferne schon wieder einmal unseren endgültigen Abstieg ankündigen, werden sich auch dieses Mal wieder getäuscht haben. Schwierigkeiten sind noch immer der Beginn eines Aufstiegs gewesen. Beite 2 / Nr. 120 SODKURIER ÜrenStag, 28. Dezember 194 g Wieder Kämpfe in Palästina Amman. Im Negeb-Gebiet in Palästina sind die Kämpfe erneut entbrannt Die Juden unternahmen, tyie au6 arabischer Quelle verlautet, unterstützt von der Luftwaffe und den kürzlich erworbenen Zerstörern, eine Offensive gegen Gaza und Faluga. Man nimmt an. daß diese Offensive durch den Widerstand der ägyptischen Armee ihr eigentliches Ziel verfehlt hat. In einem Kommunique des ägyptischen Verteidigungsministeriums heißt es, daß sich die jüdischen und ägyptischen Streitkräfte während des ganzen Samstags mit Artillerie und automatischen Waffen beschossen haben. In Israel herrscht von neuem Kriegsstimmung. Zwar will es zunächst scheinen, als seien die Kämpfe im Negeb vorläufig von lokaler Natur. Jedoch steht zu befürchten, daß sie größeren Umfang annehmen werden. Da die allgemeine Meinung in Israea sehr aufgebrachtest und die Juden entschlossen scheinen, „ein für alle Mal Schluß zu machen,“ muß man von jetzt ab damit rechnen, daß sie, wie es schon in Galiläa der Fall war, die völlige Beherrschung des Negeb erstreben, auf den 6ie laut UN-Entscheidiung vom November 1947 verbriefte Rechte zu haben meinen. Darum besteht Grund zu der Annahme, daß sie eine schnelle Zurüdc- drängung aller ägyptischen Truppen beabsichtigen. Die Zeit scheint ihrem Vorgehen, in mehr als einer Beziehung günstig zu sein. Das Wetter ist milder geworden. Die starken Regenfälle der letzten Wochen haben aufgehört und die Hitzewelle der beiden vergangenen Tage hat die Wüstenpfade teilweise ausgetrocknet, so daß sie nun einen ebenen und festen Untergrund bilden. Seit Beginn der Beschießung am 22. Dezember wurde Gaza von seinen Einwohnern, die mit den Flüchtlingen insgesamt 120 000 zählen, verlassen. Ein Strom von Flüchtlingen, deren Zahl auf mehrere Hunderttausend geschätzt wird, ergießt sich aus diesem Gebiet in Richtung auf die ägyptische Grenze. Wie verlautet, wird der Irak der Aufforderung der Arabischen Liga, wieder zu den Waffen zu greifen, unter folgenden Bedingungen Folge leisten: Unterstellung aller Truppen unter ein Oberkommando und Verzichterklärung Aegyptens auf palästinensisches Gebiet. Queuilles Finanzplan angenommen Paris. Die Nationalversammlung nahm den Finanzplan der Regierung in seiner Gesamtheit mit 333 gegen 262 Stimmen bei 595 Stimmberechtigten an. Vor der Abstimmung hatte Ministerpräsident Queuille vor der Nationalversammlung betont, daß die Regierung unter keinen Umständen einer Inflation Vorschub leisten werde. Der Ministerpräsident .sagte wörtlich: „Die Regierung hat den anderen Nationen und Mitgliedern der europäischen Wirtschaftsorganisation gegenüber die Verpflichtung übernommen, in keinem Fall zur Inflation zu greifen. Wenn diese Verpflichtung nicht edngehalten würde, würden wir uns geradezu einer wirtschaftlichen Paralyse gegenübersehen.’’ Innerhalb der Regierungskoalition hat man sich zu einem Kompromiß entschlossen. Sowohl die Volksrepublikaner wie die Sozialisten gaben durch die Abstimmung zu verstehen, daß sie den Fortbestand des gegenwärtigen Ministeriums nicht aufs Spiel zu setzen wünschten. New York. Die beiden großen New Yorker Tageszeitungen kommentieren am Sonntagmorgen u. a. die Finanzlage Frankreichs. Die „New York Herald Tribüne” begrüßt die Annahme des Queuille-Fi- nanzplanes durch die französische Nationalversammlung und bemerkt: „Es ist interessant, festzustellen, daß mehr als ein Viertel der Ausgaben dieses Haushaltsplanes für die Landesverteidigung bestimmt ist. Obwohl diese Ziffer propor- tionelll bei weitem nicht die Ausgaben der Vereinigten Staaten für denselben Zweck erreicht, so bildet sie doch eine schwere Last für die französische Wirtschaft und kann trotzdem nicht als ausreichend für die französische Landesverteidigung angesehen werden.” * Wohiebs Weihnachtsansprache Fr ei bürg. Zum Weihnachtsfest hielt der badische Staatspräsident Wohleb eine über den Südwestfunk verbreitete Rede, in der er sich vor allem mit den Arbeiten des Parlamentarischen Rates in Bonn und mit der Frage des föderalistischen Aufbäus Deutschlands befaßte. In Bonn gehe es zur Zeit vor allem um die Frage Zentralismus oder Föderalismus. Der Redner schilderte in diesem Zusammenhang das Streben nach der deutschen Einheit, entstanden nach der französischen Revolution und den napoleonischen Kriegen. Das Jahr 1870 habe in der Frage der Einheit nur zu einer unvollkommenen Lösung geführt, weil diese auf dem Weg über die Hegemonie Preußens erreicht wurde. Präsident Wohleb warnte, im Hinblick auf die Lehren der Geschichte des Deutschen Reiches, vor einer zentralistisch verankerten neuen .Verfassung. Ernste Gesichtspunkte sprächen für einen gesunden und vernünftigen Föderalismus als einer Gewähr gegen die Gefahr der Vermassung oder des Kollektivismus. WETTERVORHERSAGE Di» derzeitige heftige Tiefdrucktätigkeit über dem Nordatlantik führte über Westeuropa zu einer Schwächung des Hochdruckeinflusses, jedoch ist für unser Gebiet mit einer Frostmil- derung nur allmählich zu rechnen. Aussichten bis Donnerstag: Zunächst weiterhin mäßiger bis starker Nachtfrost, örtliche Nebel und meist wolkenlos. Ah Wochenmitte Froet- mdlderuag, verbreitet neblig, aber trocken. In seinen weiteren Ausführungen unterstrich der Redner die Notwendigkeit der Ehrfurcht vor der Vergangenheit und das Heimatgefühl als Gefühlswerte, die man beim Wiederaufbau Deutschlands nicht unterschätzen dürfe. Dieser Wiederaufbau sei nicht nur eine Frage der Finanzen und der Wirtschaft, sondern eines heimatverwurzelten Patriotismus als dem besten Nährboden der Liebe zu dem gesamtdeutschen Vaterland. Abschließend äußerte Präsident Wohleb nachdrücklich die Hoffnung auf den Zusammenschluß aller östlichen und westlichen deutschen Länder, die auf föderativer Grundlage am leichtesten zu vollziehen sei. Er bat die alliierten Staatsmänner und ihre Völker, dem deutschen Volk mehr Vertrauen zu schenken, weil Großherzigkeit, Edelmut und Vertrauen die stärksten und sichersten Waffen seien, die Herzen der Menschen und Völker zu gewinnen. Clay über die Aussichten für 1949 Berlin. In einer von Radio New York übertragenen Unterredung. General Clays mit einem amerikanischen Rundfunkkommentator stellte der amerikanische Militärgouverneur fest, die wirtschaftliche und politische Lage Deutschlands würde sich im Jahre 1949 aller Voraussicht nach erheblich bessern. Trotz unvermeidlicher Schwierigkeiten, wie beispielsweise Strommangel, könne auf Grund der Marshallplan-Hilfe eine weitere Produktionssteigerung erwartet werden. General Clay erklärte sodann, das Jahr 1949 müsse nicht unbedingt zu einem Krieg führen. Die Demokratisierung Deutschlands schreite water fort. Im übrigen hoffe er, daß die zwischen den Westmächten entstandenen Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich des Besatzungsstatuts und der Ruhrkontrolle'im kommenden Jahre endgültig beigelegt werden können. Neue Grenzübergänge zur Sowjetzone Berlin. Die Eisenbahndirektion Erfurt hat der Eisenbahndirektion Berlin in einem Telegramm mitgeteilt, daß ab sofort die Grenzübergänge Probst-Zella, Ellrich, Wartha (Werra) und Gerstungen für Reisende mit Interzonenpässen, Dauerreisege- nehmigungen und anderen Bescheinigungen wieder geöffnet sind. An Reisende mit diesen Ausweisen dürfen Fahrkarten nach den Grenzbahnhöfen verkauft werden. In dem Telegramm wird ferner darauf hingewiesen, daß die Sperrzone — das sogenannte Niemandsland — wieder ohne Genehmigung betreten werden darf. Zwangsarbeit wegen Verbindung mit dem Westen Berlin. Der Vorsitzende des Studentenrates der Universität Leipzig, Natonek, der der Liberal-demokratischen Partei angehört, wurde vor einigen Wochen von den sowjetischen Behörden verhaftet. Wie die Zeitung „Welt” berichtet, wurde Natonek inzwischen von einem sowjetischen Militärgericht zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Dem Angeklagten wurde, weil er als Studentenratsvorsitzender in Verbindung mit westdeutschen Studenten stand, „Konspiration mit dem kapitalistischen und sowjet-feindlichen Westen” vorgeworfen. Mit ihm wurden gleichzeitig sechs weitere Studenten der Universität Leipzig zu langjähriger Zwangsarbeit verurteilt und zur Strafverbüßung nach der Sowjet-Union abtransportiert. Sechs Monate Luftbrücke Telegramm unseres A.G.-KorrespondenÄB Berlin. 552 Flugzeuge je Tag oder nahezu 100 000 Flüge zusammen — das ist die Bilanz aus sechs Monaten Luftbrücke, ein Jubiläum, auf das die Berliner am zweiten Weihnachtsfeiertag zurückblicken. Mit fast nur zweimotorigen Flugzeugen und wenigen 100 Tonnen Versorgungsgütern fing es am 26. Juni an. Wenig später landete alle drei Minuten ein Flugzeug. Berlin-Tempelhof und Gatow wurden die beliebtesten Ausflugsziele unzähliger Berliner. die die Versorgung Berlins aus der Luft mit eigenen Augen verfolgen wollten. Die Blockade hat an Westberlins Wirtschaft nicht wenig gezehrt, den Leistungen der Luftbrücke ist es jedoch zu verdanken, daß die Wirtschaft nidjit völlig zum Erlie- ' gen kam. Entscheidend für die Westberliner Wirtschaft ist die Kohlenzufuhr. 3 500 Tonnen täglich müßten über die Luftbrücke nach Berlin eingeflogen werden, wenn die Bedürfnisse der Wirtschaft und die Versorgung der Haushalte mit Strom, Gas und Winterkohle einigermaßen befriedigt werden soll. Im täglichen Durchschnitt sind es jedoch nur 1550 Tonnen, die über die Luftbrücke in die Westsektoren gelangen. Die Notgemeinschaft der Berliner Wirtschaft hat bei äußerster Beschränkung und Außerachtlassung wichtiger Industriezweige einen Mindestbedarf von 1375 Tonnen für die Wirtschaft angesetzt, ohne den Bedarf der Haushaltungen, Behörden usw. zu berücksichtigen. Mit Beginn der Blockade waren rund 2500 Betriebe in den Westsektoren gezwungen, ihre Arbeit ednzustellen; andere gingen zu Kurzarbeit über. Bis Ende November hat sich die Zahl der stillgelegten Betriebe jedoch mehr als verdoppelt, während sich ei einem'Springen am Schliersee fanden sich 46 Teilnehmer ein, wobei Ludwig Leutner (SchlieTsee) mit zweimal 45 m vor seinem Landsmann TaubenbergeT mit zweimal 44 m. In Bischofshofen, im Salzbuxgischen, startete die österreichische Elite, mit Weltmeister Sepp Bradl an der Spitze. Die dortige Mammut- BTadl bewältigte auf Anhieb 94 und 89 m und siegte mit 231.5 vor seinen Landsleuten Eder f81 und 82.5 m) und Reinhardt (76 und 74 m). Paul Schneidenbach, der in der Altersklasse H 218,0 erreichte (Sprünge 55 und 57 m) triumphierte an der Karwendeischanze des SC Mittenwald mit 223.0 (61 und 60 m) vor Tema Eisgruber und Günther Meergans, während Win-. disch mit 60 und 61 m in der allgemeinen Klasse mit 222 auf den ereten Platz kam vor Rudi Gehring und Josef Graßegger. ln Oberstaufen waren vorwiegend Allgäuer Springer am Start, wobei Asal-Oberstdorf mit 50 und 51 m den Jubiläums-Sprunglauf ae wann. In Bayrisch-Zell holte sich der Oester- reicher Hammerschmidt mit 40 und 41 m und Note 218,0 den Sieg. Bemerkenswert, daß hieT in der Altersklasse Gustl Müller, ein Senior des deutschen Skisports, immer noch seine groß© Kla«$* unter Beweis stellt. In d-er Schweiz Adelboden: Sprungkonkurrenz auf der Lohnerschanze. Elite: 1. Willy Klopfenstein (Adelboden) Note 229 (Sprünge 50, 51, 52 ml. 2 Fritz Tschannen (Adelboden) 227,3 (50, 50, 50 m). — G staad: Sprungkonkurrenz. Senioren: 1. Arthur Zingre (Gstaad) 312. 2 Hermann Moser (!Bem) 309,4, 3. Bruno Trojani (Gstaad) 294,6.— Slalom: 1. P. Matti (Gstaad) 93,4 S., 2. R. Gonseth (Gstaad) 100,8 S. — Kandersteg; Sprunge Konkurrenz. Elite: solo Hans Zurbriggen (Saas- Fee) 146,6 (48,50 m); Senioren I: 1. Hans Schu]- thess (Kriems) 110,4 (40 43 m) und Ceecis (Le Locle) 140,4 (41. 42 m); — Davos: Eröffnung*;-, slalom. Herren: 1. Clemens Bascbeni« 87 Sek. 2. Kuno Künzli 87,8 S.; Damen: 1. Doris L-eieinger 112,2 Sekunden. Für die deutschen Skimeisterschaften gerüstet Richtfest an der Iberg-Schanze in Isny —- Ein gelungenes Werk Ausgerechnet am letzten Tage vor dem Eintritt eines herz erheben d en Winterwetters war es der Sportgemeinde Isny vergönnt, die Arbeiten an der neuen Großsichianze am Iberg zum Abschluß zu bringen, nachdem einige Wochen vorher schon die Kombinationsschanze an der Felderhalde fertiggestelit war. Das freudige Ereignis gab Anlaß zu einem Richtfest, das dieser Tage in der Wirtschaft in Riedhol? festlich begangen wurde. Gründe zu einei frohen Feierstunde waren genug vorhanden. Als am 1. September 1946 die Uebemahme der Deutschen Skimeisterschaften (Westzone) durch die Sportgemeinde Isny endgültig festgelegt wurde, herrschte grundsätzlich darüber Klarheit, daß für die Durchführung dieser Meisterschaften die Errichtung zweier Sprungschanzen — einer Kombinationsschanze und einer Spezialsprung- schanze. — notwendig sein würde. Waren sdion N die Arbeiten auf der Felderhride schwierig genug, so stellte die Aufgabe der Errichtung einer Spezialsprungschanze am Ibeig em recht außergewöhnliche Anforderungen än alle Beteiligten, zumal die letztgenannte Baustelle ca. 8 km von Isny entfernt lag. UnteT schwierigsten Bedingungen haben die Männer des Arbeitskomimandos, die nur zum geringsten Teil aus Fachkräften bestanden, in 13 Wochen allein an der Iberg-schanze in rund 18 000 Arbeitsstunden über 1000 cbm Erdreich bewegt, wobei in mühevoller Handarbeit die Bohrlöcher geschlagen und ca. 200 cbm Felsen durch Spren- | gung beseitigt werden mußten. Das fertiggestellte Werk kann ohne Ueberheblichkeit als eine Glanzleistung bezeichnet werden. Sein Zustandekommen ist nur damit zoi erklären, daß all« Beteiligten in verantwortungsbewußter und zielstrebiger Harmonie zusammenwirkten. Der Stolz an dem gelungenen Werk strahlte denn auch aus allen Gesichtern, zumal die bunte Reihe der Festteilnehmer durchsetzt waT von Mitarbeitern, von denen jeder einzelne für sich nicht bloß die Achtung, sondern auch die Freundschaft aller Beteiligten auf sich vereinigt. Als solcher Typ mag Bürgermeister Reutemann genannt werden, der als Vater von Mayerhöfen mit Herz und Hand an der Sache war und ist, Bürgerin ei ster Kinkele gab seiner Freude über das gelungene Wlerk im Namen der Stadt Isny • beredten Ausdruck. Gewerbeschulrat Heider, durch dessen arbeitsreiche Hände die gesamte Beschaffung der Baustoffe, der Werkzeuge und auch der regelmäßigen Verpflegung gegangen ist, erstattete einen Üeberblidc über die hundertfältigen Schwierigkeiten. A. Scola dankte im Namen des Arbeitskommandos für das verständnisvolle Eingehen der Organisationsleitung auf die Wünsche und Interessen, der Arbeit»- leute. Die beiden neugeschaffenen Schanzen stehen als Wahrzeichen einer erfreulichen Einstellung zum Leben über der Stadt Isny, ein neues Symbol der giebel- und türmereichen Allgäustadt. Alter und neuer Boxmeister H. Nürnberg im Leichtgewicht — Simon «m Federgewicht Zonenliga - diesmal in Freundschaft Die Weihn acht spa use in der Zonenliga Süd waT wohltuend und entspannend für manche überhitzten Gemüter innerhalb und außerhalb des Spielfeldes. Es rollten keine Punkte, es rollte aber der Ball ... in Freundschaft. So friedlich und ohne (Meisters zu ermäßigen. Vor einigen Tagen mußten in Ostende ganze Wagenladungen von Fischen wieder in das Meer zurück ge werfen werden, weil sich keine Käufer einfanden. Eine der Hauptunsachen dieses Zustandes ist in der Absch'.ießung des südwestdeutschen Marktes zu finden. Lord Norwoods Befinden besorgniserregend, ersuche sofortiges Herkommen. Roebuckle. Mit fiebernder Hast eilte Roger in sein Büro und schlug die Zügtf nach Blisworth Junction auf. „Wenn ich mich beeile”, murmelte er vor sich hin, „kann ich den Schnellzug nach Liverpool noch erreichen.” Er stürzte aus dem Haus, bestieg das erste vorbeifahrende Taxi und fuhr zum Euston Bahnhof. Als er, vor dem Portal des Bahnhofs angekommen, auä dem Wagen sprang, wäre er fast mit dem Inspektor Swaynes zusammengeprallt. „Hallo, Mr. Denison”, rief dieser erstaunt, „wohin so eilig? Wollen Sie abermals verreisen?” Roger rief ihm im Laufen eine atemlos hervorgestoßene Antwort zu: „Mein Onkel. Lord Norwood, ist schwer erkrankt, ich muß sofort nach Dunford Hall.” Er hörte Inspektor Swaynes ihm aufgeregt etwas Unverständliches zurufen. Im eiligsten Lauf erreichte er die Sperre, drängte den erstaunten Beamten mit dem Ruf „Ich zahle unterwegs” beiseite und sprang in den eben abfahrenden Zug. Von größter Unruhe verzehrt verging dem jungen Mann die Zeit äuf der Fahrt äußerst langsam. Der Zug war ihm trotz des rasenden Tempos noch nicht schnell genug. Jede Minute schien sich zu Stunden auszudehnen. Das Telegramm Dr. Roebuckles konnte nur bedeuten, daß Lord Norwood im Sterben lag. Immer wieder fragte sich Roger: „Werde ich noch zurecht kommen?” Als der Zug endlich in Blisworth Junction hielt, und er aus seinem Abteil sprang, hatte er sich bereits in einem Zustand kaum noch zu überbietender Aufregung hineingequält. Zu seinem Erstaunen hörte er auf dem Bahnsteig seinen Namen ausrufen. „Mister Reginald Denison! Mister Reginald Denison!” schrie ein dem Zug eht- langlaufender Beamter. Das Schlimmste befürchtend, hielt Roger den Mann an und gab sich als der Gesuchte zu erkennen, worauf ihm der Beamte eine Depesche überreichte. Roger öffnete sie mit bleiernem Herzen und starrte einen Augenblick verständnislos auf den Inhalt. Es dauerte eine Weile, bis er ihn in sein Gehirn aufnehmen konnte. Die Depesche war nicht in Dunford Hall aufgegeben worden, sondern kam aus London und enthielt nicht die schicksalsschweren Worte, die Roger befürchtet hatte. Sie war unterschrieben Swaynes und lautete: „Ihr Onkel Lord Norwood gesund und wohlbehalten in London. Habe ihn selbst gesehen, knapp bevor ich Sie am Bahnhofseingang traf. Wollte Ihnen dies mitteilen, als Sie mir davonliefen. Bin sofort der Sache nachgegangen, Depesche an Sie grobe Mystifikation. Empfehle Vorsicht.” Roger schritt in die Bahnhofsrestauration und ließ sich am Büfett ein großes Glas Whisky geben, das er ln einem Zuge hinunterstürzte. Danach war er imstande, wieder seine Gedanken zu ordnen. Jemand hatte ihn offenbar von seinem Hause weglocken wollen, jemand, der entweder ein Interesse an seiner Wohnung hatte, oder an ihm selbst in einsamere Gegenden, als die Straßen Londons sie darstellen. Was immer auch die Pläne des unbekannten Absenders der Depesche sein mochten, Roger war sicher, daß er eie mit seiner sofortigen Rückkehr nach London durchkreuzte. Er erkundigte eich nach dem nächsten Zug und erfuhr, daß in einer halben Stunde der Schnellzug Liverpool-London fällig sein würde. Damit konnte er um sieben Uhr abends in London sein. Beruhigt und mit erleichtertem Herzen ließ er sich an einem Tisch im Restaurant nieder, bestellte eine Erfrischung und nahm, um sich die Zeit zu vertreiben, eine. Zeitung zur Hand. (Fortsetzung folgt) DI je ist ■ine ■Brüh p anunt a«, mit £oze z jgpwisd] jjgHnpfei m ütx phlsten >n“ dn Anfanj j&toriscl - ’ en : ien Ein) ra&anki jjankfjr ler wird «ein- De: m Oster: gjssichtli von neu« begonner läut gnd Zwe den. Die treten w iten Wo d#nen di< rölkerun Zone, N wird, sir «kennen jebiet i Bünzstä! Hamburg Der E jeuen F Hie dn Buch in alter Fr von 200 ' |en, die dien sin fräeema Metall- ] Graois Zum e überhäuf vom Ma Spielfilm . Jen ...“ --j |er als . Irüdten“ \ pt Ulric i frühere j ferintend -i teddinet 1 Rhen Di« lassen u Hach der eines dei ien für !änd. Das S: «ntwurze das Mot ohne Bin äuf sich den Prot Ixistenz, datz spie Eagler, c Batheyei Frau, die Kriegeen mit einei in eine: Behausur Berstadt dem sie Löffler (1 Kämmers in Berlin Hilpert i «inst in ron Fri1 Raddatz losen Mi tad arb« erzwungi den Kon sieht wie fchwer ■Jegenüb« »ufzubrir ler und möglich, aar Möl durch da Er ist e ttogeordr in Zügei Keren ui »is hätte Der Fi ® Freib Sportanl Ruinen, hahnausl ln der Sc Snf- und feen dur< I« der ? ••lieblich errichtet' fciel’sche Eild von Seiten zi ils Bele Statisten auer en Le Vi bi* regaa- Die ischen h«ut« deut- V' Kleingeld aus Karlsruhe Uie Münze prägt 45 Millionen Einpfennigstücke — „Fünfer“ und „Zehner** i er- Mr*l- inzig 1 zu- r mit jeat- Nadi den älfte >i«se llten i in iren. chen !eide den tct) der der iwe- Sdill. ver- der um !dit- tral- zn- der men des uer- auf- ung haf- iah- Fir- ge- ?ro- be- zu nze in sich hen des to- ler ier ;er nd los bis ite. all m- 1s- tet les od ta- ch Ite »n- n- >n. ist fast wie im Märdien: In jeder 'e faillen zwei blitzblanke Kupfer- ;e in eine breite Schale. Acht Präge- inen stehen in dem großen Raum der ■tendier Münze, und von jeder kommt ununterbrochener Folge das feine Klin- mit dem sich eine soeben gestanzte zu ihren Vorgängerinnen gesellt, •ischen hört man das rhythmische fen der Kolben, die mit einer Kraft über 100 Tannen die hehärteten [Stempel auf die „gerändelten Plättdrücken und aus ihnen Geld machen, ang August dieses Jahres erhielt die »rische Münzstätte der ehemaligen ba- jjschen Residenz den Auftrag, 45 Millio- jen Einpfennigstücke für die Landeszen- afcanken in Freiburg. Kaiserslautern und (ankf-jrt herzustellen. Bis Ende Dezem- tr wird ungefähr der vierte Teil geprägt jüB. Den ganzen Auftrag könnte man bis gi Ostern 1949 erledigen, wenn nicht vor- jussichtlich im Februar mit dem Stanzen ton neuen Fünf- und Zehnpfennigstücken lagernnen werden seil. Man will sogar et- •es läuten gehört haben, daß auch Ein- Uk 5 Zweimarkstücke wieder kommen werden. Die ersten neuen Einpfenn gmünzen (reten wahrscheinlich schon in den nächten Wochen in Kurs. Die Münzen, mit enen die Karlsruher Prägeanstalt die Be- rölkerung der gesamten französischen fone, Nordbaden und Hessen versorgen wird, sind an dem Prägezeichen „G“ zu erkennen. Das übrige westliche Währungs- *>iet erhält das Kleingeld aus den [ünzstätten in Stuttgart, München und Hamburg. Der Entwurf und die Urmatrize des jeuen Pfennigs stammen aus München. Wie in den anderen Münzen, so weden auch in Karlsruhe von dem Urstempel unter Friktionspresse bei einem Druck ron 200 Tonnen in drei oder vier Senkungen. die von Härteg'Übungen unterbro- dien sind, die Arbeitsstempel für die S agemaschinen hergestellt. Deutsche stall- und Nlckeiwerke lieferten die Gramm schweren „gerändelten Plättchen“, wie der Fachmann zu den prägefertigen Stücken sagt. 91 Tonnen betrug das Gesamtgewicht der Liefering für die Karlsruher Münze Jeder Prager erhält Kisten mit 20 kg Plättchen ausgehändigt. Die Waage, auf der dieses Material vor und nach der Prägung gewogen wird, arbeitet trotz ihrer beachtlichen Größe so genau, daß bereits ein Briefumschlag an der Zunge einen fast daumenbreiten Ausschlag bewirkt. Dadurch wird der umständliche und zeitraubende Vorgang des Abzählens erspart. Die Waage zeigt unbestechlich an, ob jemand auf den Gedanken kam, ein „Andenken“ mit nach Hause zu nehmen. Gezählt werden» die neuen Münzen erst in einem abgegitterten Raum auf besonders konstruierten Maschinen, die in P/i Minuten 2 000 Stück erfassen und in Beutel schütten, die durch Plomben und Etikette bankfertig gemacht werden. Material- und Herstellungskosten für den neuen Pfennig betragen rund %- Pfennig. Der Rest gilt als Verdienst des Staates. Auf Grund der bisher an die vier Münzstätten erteilten Aufträge werden in den westlichen Besatzungszonen auf jeden Einwohner zehn einzelne Pfennigstücke kommen — ein Verhältnis, wie es bereits vor dem Kriege war. Der Unterschied ist der, daß die Pfennigstücke früher tatsächlich aus Kupfer mit einer geringen härtenden Beimenge bestanden, während heute lediglich Eisenblech als Material dient, das mit einem Kupfer- überziug versehen ist. Mit Nachahmungen wird wohl kaum au rechnen sein. Für die Fälscher wären die Anschaffungen zu kostspielig, die sie zur Prägung der kleinen Scheidemünzen machen müßten. Die Karlsruher Münze ist das letzte, um 1816 von dem bekannten badischen Architekten Weinbrenner entworfene Bauwerk und einer der wenigen, von Bomben verschonten Zeugen jener klassisch genannten Bauepoche. Die Zähringer und badischen Fürsten ließen ursprünglich ihre goldenen Louisdore, Gul- Wird Freiburg wieder Filmstadt? Zum ersten Male in der Filmgesehidite überhaupt, wurde in Freiburg in der Zeit «an Mai bis Ende November d. J. ein Spielfilm gedreht: „Wohin die Züge fahren...“ Der Verfasser des Drehbuches ist ier als Autor des Drehbuches „Unter den rücken“, weithin bekannt gewordene Walter Ulrich. Die Regie führte der bedeutende frühere Berliner Filmregisseur und Theaterintendant Boleslav Barlog. Der Film teichnet g:8—a6; 9. Df3Xb7, Ta8—c8 eine Figur verlor; und in einer dieser Tage in Lindau gespielten Tumierpartie gegen Toth erzwang nach 8 ...SÖ 8—d7; 9. Df3Xb7, Ta8—b8 das Damenopfer 10. Db7Xb8+M Matt!) 8 ... e7—e5 9- Sb5Xc7+, Ke8—e7; 10. Df3Xb7M Schwarz gab auf! Denn auf 10 ... Db4Xb7 folgt 10 ... D'b4— a5 kostet nach 11. Le3—c5-Hl, Da5Xc5; 12. Sc7—a6 + die Dame. Anm von E. J. Diemer. (Lindau-Scheidegg). Das Glück ln der Zigarre. Eine pfälzische Zigarrenarbeiterin legte aus Spaß einer Zigarre einen Zettel mit ihrer Adresse und ihr Bild bei. Nach einigen Wochen verlobte sich ein wohlhabender Fabrikant mit der Zigarrenarbeiterin! Moderne Invasion. Das Dorf Tiefenbruch im Himsjiick besitzt • außer zwei Greisen keine männlichpn Bewohner. Kürzlich bestellte der Bürgermeister alle heiratsfähigen Bewohnerinnen von Tiefen-brudi in6 Gemeindehaus und überreichte ihnen eine große Liste mit Fotografien von heiratslustigen Männern. Ein Fachmann. Bei einem kürzlich in Stuttgart veranstalteten Schönheitswettbewerb hatte eine Teilnehmerin zwei Meine Kugeln in ihrem Büstenhalter versteckt, um ihren ETUStumfang etwas zu erweitern. Ein Wiesbadener Schönheitsexperte entdeckte sofort edie beiden „Fremdkörper” und entfernte sie. Gut gemeint. Ein fünfjähriger Junge in Gelsenkirchen schüttete in das im Wohnzimmer aufgestellte Aquarium Tinte. Als der Vater wütend seinen Sohn zur Rede stellte, meinte dieser: „Die Fische wollen doch auch mal Nacht haben!" Schon die Kinder. In einer Schule in Hannover sollten Kinder etwas über Schnecken schreiben,, worauf ein zwölfjähriges Mädchen zu berichten wußte: „Die Schnecken sind die Bürokraten des Tierreichs". — Hier lehrte die Kinder das Leben etwas und nicht die Schule Immer praktisch. In Hamburg wurden vor einiger Zeit in den Verkaufszentralen STEG- Waren, verkauft. Leider gab es aber nur Schlafanzugsjacken. Die zum Schlafanzug passenden Hosen konnte man leider nur in Düsseldorf oder in Niedersachsen in den dortigen STEG-Ver- kaufsstellen bekommen. Erkannt. In Braunschweig kam ein vierjähriges Mädchen aufgeregt zu ihrer Mutter ins Wohnzimmer gelaufen und sagte: „Mutti, der Papa heißt in der Küche andauernd der Emmy in den Mund!" — Emmy war* das Dienstmädchen, und sogleich war ein wichtiger Zeuge für eine Scheidungsklage gefunden. Eine merkwürdige Schwiegermutter. In Berlin trat die Schwiegermutter bei einem Scheidungsprozeß als Zeugin für ihren Schwiegersohn auf. Sie belastete ihre eigene Tochter so schwer. daß diese für schuldig geschieden wurde. Einig* Wochen später heiratete allerdings die ehemalige Schwiegermutter ihren einstigen Schwiegersohn! Schnelle Heimfahrt. Sechs Wochen benötigte ein Bremer Matrose, um mit einem Frachter illegal von Deutschland nach Schweden zu kommen. Aber schon nach einer Stunde Aufenthalt in Schweden wurde er von der Polizei gefaßt und am gleichen Abend wieder auf deutschen Boden gestellt. — Da sagt man immer die Bürokratie international und würde überall das gleiche Arbeitstempo halten. In Schweden scheint der Dienstweg bedeutend kürzer zu sein als bei uns. Verschmähte Liebe. Ein junger Flugzeugführer aus Manchester wurde zu einem halben Jahr Gefängnis verurteilt, weil er zehntausend Photographien mit der vollen Anschrift seiner Braut über der Stadt abgeworfen hatte, um sich für einen Treuebruch seiner einstigen Geliebten zu rächen. Die abgeworfenen Photos tragen außerdem noch den Text: „Ein ganz verdorbenes Mädchen". Aus liebe. Wegen Unterschlagung wurde in Liverpool eine 27jährige Dame verhaftet. Vor dem Richter erklärte das Fräulein, sie' habe das unterschlagene Geld zum Taxifahren verwendet, denn sie sei in einen Taxiehauffeur unrettbar verliebt gewesen. Eine haarige Angelegenheit Nach dem Gutachten der Aerztevereinigung von Salt Lake City in USA ist das Einnähen von Haaren in die Kopfhaut Kahlköpfiger eine „ungesunde und selten erfolgversprechende" Methode, um. Glatzen zu reparieren. Die Aerztevereinigung kann recht haben. Des Eierlegens müde. Ein Huhn, das drei Jahre lang fleißig Eier gelegt hatte, war mit seinem Los nicht mehr zufrieden und verwandelte sich kurz entschlossen in einen krähenden Hahn. Das Wundertier war auf einer Geflügelschau in Edinburgh (Texas) zu sehen. Das war das Wichtigste. In Hannover waren fünf Schneider 14 Tage damit beschäftigt, 10 000 neue Schulterstücke für die Po-; lizei aufzunähen. Das Geld hierfür hätte gereicht, einen dringend benötigten leistungsfähigen Ueberfallwagen in Dienst zu nehmen. III VEREINIGTE PAPIERVVERKE NÜRNBERGI! niemals loset Nur die hygienische blaue Schachtet* packung gibt Ihnen die Gewähr für gleichbleibende Güte uncj •Reinheft. ?r:i Weisen Sie daher loie Binden zurück und verlangen Sie stets »Cornelia« in der schützenden Originalpackung. »Rekord« (10 St.) 0.80 -öte HeBfer aMer Hausfrauen HERSTELLER: 0REIKERN-WERK GmbH OFFEN BÜRO/BADEN IN FRIEDENSQUALITAT SÜDKURIE R -fäeMauzeiaen* Wir liefern prompt aus laufender Produktion: Rein-Aluminium-Waren Schüsseln tiefe Form Essenträger 2 40 3.35 4.95 5.90 DM Milchkannen 2 Itr. DM 4.70 t.5 Itr. rund DM 3.80 Stielkasserolen 17 18 . cm 2.70 2.90 DM Butterdosen Brotdosen Trinkbecher rund OS 8 cm DM 0.50 viereckig Ibxl2 5x5,5 Va Ür. DM 0.70 DM 1.60 KOTTE GmbH. Kotte&Loerke Wülfrath/Rhld. 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Dritte 30. futgenöridi. gtog, (dflo-nf, toben Srftb-, geroontbr, be> titrsbü'dtt. «l. trieftet!., rönnet S6e- gt'iitf mit junget, geiunb., bäusl. ©e- iöbrtin. Sleigiung enf'tßeibet allein. .Släbetes unter 1081 t>urtb Stieß fD7ol> let, SPicsbaben, Xetefipeeftta'fte 1/1. * (Ebeoemtittfer). Raftmietstoißtet, . 20erin, »ermügenb, trmmefjt gebillbeien Cebensfonterabcn. ■ Sfäßetcs unter 360 buitß Stiefbunb XrcubeSf, Srtefaniia'ßmeftene Stiin'ßen * 51, S^Mefttacß 37. Samen. Junge SBitnoen, Me Sntereffe ßaßen ftneifs fpäterer Beirat mit StßtncijeT, SImertfanet ab, frarnsöfif^en StaateangT'ßärigen in SJerbinbung ju freien, »erben gebeten nm tßte' 3 U - ftßriff unfet Beutferi ftarlsrutße/Baben, * Bo*f[tßKeffte<5 32. $9i|dje Samen nmtien auf Sie! e’’4i'0t neue Sie ©eben erft-aunt fein iiß« bie [äußere StfreM, üe furjt Siefer- . ^eit unb bie frtHt^n greife. Sdiroj- ßer^er Ära»atiu 6eja^em. 3n SBirdi^feit aber ift §u[ten Jeane Äranf^eit [onbern nur eine SJeglefiteri^einung, ein Spanjitoin einet folgen, näm. It-^ einer Sdjäfrig’ung bes jarten ©emetßes bet Sttimntgsaxaane, bie [tih als 3?eij auf bie bort oerlaufenben ©mpfinbiungsnernein ausmirft unb f-o bie $-uiften|tÖke ausloft. Das muß man njip[en, menn man erfolgreiib eegen berartige 35efäja»et- ben »Orgien mtll, tnsbeianbeje toenn jte ft^on gehörten Rnb. ta,)u- ^at ftih in unge^Mcn ^fällen bas wm ^rofefioren, Sterben unb Äponfen i'o rü^m^i^ anertannte „Silp^calin“ a-Is bas tii^ßige 3JIitteI enuieiJn. ^enn „Süpfro&cuUn“ timtet feine 3Ü3irhing urfäi^Iitfr auf bie Äranflljeiteworgiänge in bet 2ltrmtngs[ meßbentidjen ÜRnfilalakemie Setmolk. 3nietfemeftrige ünsßilfcuna al* Bocßeeettnng fnt jeben tnnftl- gen Beruf, inoßefonbete fiit päbagogiftße, ftimmtiiuitleriitßc nnk tebneriiiße Berufe, iotnie für alle Berufe keg Sefunbßette- mefeno nnk ket Seißeserjießnng, oBitßlicßenb mit einet 3 mi f^ en * Prüfung not bem Sngftßng be» Betßanbes bet Seßrlräfte ber 3ißule. Bnmclbungeu , bis jum 1.9R8rg 1949 Anfragen nnb Bnfotbetung bt» Sinbienpianes bei ber Setroai- tung bet Stßule Schlaffhorst-Andersen Cieme/Sippe swxAst fiawetUy ' Asef\AjeÄjlr(r 51 Diesel LKW. bet Sübmerfe (friißet Ärupp) Fofort ßj». turjfriftig Kefttßar buriß * gelmnt B>crfftötten unt) ganbei. Stuftet untb Scofpette otrfottern. 3Jafw4t UUMlhKIKIl Ä«t*jmßefrer-Swbh*’rtl*«g Cßem. 3Bcrfe (ehern. 39) [uifren erwrg., sielten). a. ^too.-Safis Sepf. b. Seimen Äleßjt. Farben, 2 a den uhp. Grseu-git. f. alte Sran^en. 3 U * idjtr-fen m. für, 5 . SUette^ang n. §. 5i88 a. 1 tnnoitc.-S{p. $eufra^ fmtelterg. SÜDKURIER das erfolgreiche Anzeigenblatt Sie suchen emaillierte Bratpfaonenl jgT 130 mm ES! 0.95 0 150 »nt ETO 1.46 0 190 mm E3R 1.90 0 220 mm ESK 2.70 aus laufender Produktion prompt lieferbar KOTTE GmbH. Hotte & Loerke Wülfrath/Rhld. tt i langer Enibehnrng ab and zu endlich rweder ein echler UERDINGEN-RHEIN pjjjjjj rnmmmwm 5 3iU bewährte rcrer Eauerßeil'img/fießrg. 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Schatten auf der Berufsausbildung Verhängnisvoller Partikularismug — Benachteiligte AltlehrUnge — Streit um Erziehungsbeihilfen Besonders verhängnisvoll macht sich der Verlust der bis 1945 reichseinheitlichen Ausbildung- und Prüfungsmaßstäbe, der einheitlichen Prüfungstermine und der Zulas sungsbedjngungen, sowie der Verlust der für ganz Deutschland gültigen Berufsbilder bemerkbar. Heute ist es noch nicht einmal möglich, eich zu den gleichen Richtlinien innerhalb einer Zone oder sogar eines Landes zu einigen. In Südbaden hofft man, jetzt wenigstens zu einheitlichen Maßstäben für die Kaufmannsgehilfenprüfung innerhalb dieses Landes kommen zu können. Dieses Abweichen der Prüfungsmcdalitäten einzelner Kammerbereiche hat zur Folge, daß jeder Meister oder Betriebsführer, der einen Gesellen aus einem anderen deutschen Land anstellt, isich kein Bild über dessen Leistungsfähigkeit machen kann, da er meist dessen Auisbildungs- und Prüfungsbedingungen nicht kennen wird. Der Arbeitnehmer wird sich seinerseits kaum vorstellen können, welche Anforderungen an einem auswärtigen Arbeitsplatz gestellt werden. Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt, sowie starke Leistungsgefälle sind nur einige Zeichen dieser unerfreulichen Dezentralisierung im gewerblichen Ausi- bildungswesen. Erfreulich berührt in diesem Durcheinander die Meldung, daß der „Deutsche Verband für das kaufmännische Bildungswesen“, der 1983 aufgelöst wurde, und dessen Träger alle an der Berufsausbildung interessierten Kreise waren (wie z B. Handelskammern, Wirtschaftsverbände, Hochschulen), ab 1. Januar 1949 in I Braunschweig seine Tätigkeit wieder aufnehmen wird. Als sehr wichtiger Teil der Berufsausbildung steht heute neben der Beratung und Leitung der Jugendlichen in die geeigneten Berufe die Auswahl der Lehrbetriebe. Man sieht sich heute in der deutschen Wirtschaft vor dem schwierigen Problem, nach den Zerstörungen des Krieges, den Demontagen, den Maschdnenentnah- men, bei immer noch" anhaltender Rohstoff-, Kohle- und Stromknappheit, den Jugendlichen nach Möglichkeit noch eine bessere Ausbildung zuteil werden zu lassen als früher. Um so mehr wird man auf die fachlichen und auch die menschlichen Qualifikationen des Ausbildenden Wert legen müssen. Man sollte vor allem auf zu hohe Lehrlingshaltung achten, da mancher Lehrherr gerade in einer kommenden Anspannung der Wirtschaftslage auf die billige Arbeitskraft mehr Gewicht legen könnte als auf seinen Lehrauftrag. Neben einer Intensivierung der Berufsschulausbildung, deren Bedeutung heute wohl von niemand mehr bestritten werden kann, sollen zur Vervollkommnung der Ausbildung die vor 1945 gekürzten Lehreiten wieder auf die alte Dauer ausgedehnt werden. In der Rüstungswirtschaft brauchte man einen schnell und möglichst spezialisiert ausgebildeten Nachwuchs. Beide Tendenzen haben sich auf aas Leistungsniveau nicht sehr günstig auegewirkt. Die Lehre soll eine gründliche Grundausbildung vermitteln, die nicht unter zu früher Spezialisierung leiden darf. Mancher Berufswunsch wird außerdem während der Lehre erst entstehen oder wird sich ändern und kann dann nicht mehr oder nur noch unter großem Zeitverlust korrigiert werden. Je weiter im übrigen die Spezialisierung getrieben wird, desto geringer wird die Beweglichkeit auf dem Arbeitsmarkt. Diese Feststellung sollte gerade bei der augenblicklichen unsicheren Wirtschaftslage genügend beachtet werden. Die durch den Krieg in der Ausbildung zurüekgeworfenen Altlehrlinge und Um- k rnlinge sind die besonderen Sorgenkinder der Berufsausbildung. Diese „Veteranen“ stellen an een Ausbildenden oft ganz andere pädagogische Anforderungen als ein Schulentlassener. Sie stehen mit einer anderen Problematik als diese vor der Arbeit und vor ihrem Lehrherrn. Selbstverständlich wird man ihnen die Lehrzeit so verkürzen, wie es der Leistung nach angemessen erscheint. Doch wird der Vorsprung in der Leistung vor den Jüngeren oft nicht sehr groß sein, denn gerade bei den handwerklichen Berufen kommt es in erster Linie auf eine rein manuelle Fertigkeit an, in weicher der Sechzehnjährige oft dem Zwanzig- oder Dreißigjährigen überlegen sein kann. Trotzdem wird man dem Altlehrling immer eine höhere Entlohnung zubilligen müssen. Dieser Zuschlag, der ja den Charakter einer Fürsorgeleistung trägt, sollte aber dementsprechend vom Staat und nicht, wie bisher, von dem jeweiligen Betrieb getragen werden. Ein Betrieb, der für einen Altlehrling eine höhere Lohnsumme als für emen ausgelernten Arbeiter auswerfen muß (dieses Verhältnis tritt durch die Zuschläge für Altlehrlinge oft ein), wird sich ... im internationalen Mafjstab Ausnutzung der Arbeitskräfte Die Arbeitsminister und Präsidenten der Landesarbeitsämter haben sich kürzlich mit der Schaffung einer Aulsgleichstelle für schwer zu vermittelnde Berufe befaßt. Wie es heißt, soll diese Stelle beim Lan- defarbeitsamt Hessen in, Frankfurt (Main) errichtet werden. Verstehen wir recht,, so handelt es sich um eine amtliche Einrichtung, mit deren Hilfe Suchende und Gesuchte, die einander immittelbar oder durch die übliche Vermittlung nicht finden können, aus den Westzonen zusiammenge- führt werden, gewissermaßen um ein übergebietliches „Clearing” zwischen Mangel und Uebsrfluß an Arbeitskräften. Damit wäre dann eine seit langem spürbare Lücke endlich geschlossen. Lücken hier — dort Ueberfluß Aber wais heißt „schwer zu vermittelnde Berufe?” Fast überall gibt es solche Berufe, richtiger: schwer zu vermittelnde arbeitswillige Menschen, die nur bei genauer Kenntnis des Wirtschaftsgefüges und seiner fachlichen Gliederung an die richtige Stelle gebracht werden können. Durch die „Völkerwanderung” nach dem Kriege, die viele Millionen Menschen vom Osten zum Westen getrieben und, wie es der Zufall wollte, ohne Rücksicht auf Beruf und Fä- higkeitein, blindlings über Stadt und Land verstreut hat, wurden Probleme der Arbeitsvermittlung aufgeworfen, wie es sie früher niemals gegeben hat. Verglichen mit diesem Wirbel, sind selbst die zahlreichen Berufsentfremdungen durch die Zwangsverpflichtungen während der Rüstungszeit vermutlich nur eine Bagatelle. Offene Stellen sind in vielen Industrien vorhanden, die Fachkräfte sind in der Regel ebenfalls da, aber „sie konnten zusammen nicht kommen”, weil sie nichts voneinander wissen und der übergebi etliche Ausgleich nicht mit aller Energie betrieben wurde. Notschreie sudetendeutscher Tertilarbeiter Nehmen wir als Beispiel die Spinnstoff- Wirtschaft. Hier kann in einer ganzen Anzahl von Zweigen der Bedarf an Fach- und Spezialarbeitem nicht völlig gedeckt werden, weil sie (nach Kriegsverlusten, Abwanderungen, mangelnder Nachwuchsheranbildung) im engeren Bereich nicht genügend vorhanden sind, während irgendwo weit entfernt, in „Itetztendorf” oder „Hinterstadt” die geeigneten Kräfte versauern. Die Erfahrung hat gelehrt, daß nach fast jedem Pressebericht, in dem vom Facharbeitermangel der Spinnstoffwirtschaft die Rede ist, zahlreiche Hilferufe aus den Reihen der Ost- und Sudetendeutschen bei den Redaktionen und Verfassern einlaufen. Es bandelt sich überwiegend um ausgebildete Fachkräfte, zum Teil qualifizierte Spezialisten, die in eine völlig „berufsfremde Gegend” verschlagen wurden. Vereinzelt sind es ehemalige „Führungskräfte”, die gerade wegen ihrer früheren Vorzugsstellung (und so schließt man: wegen zu hoher Ansprüche) schwer zu kämpfen, haben, obwohl sie mit einem bescheidenen Arbeitsplatz zufrieden sind; sie fühlen sich als „Neubürger minderen Rechts”. Fast alle zählen in ihrem Bereich zu den „schwer zu vermittelnden Berufen.” Sie sind arbeitslos oder werden afc Hilfsarbeiter .in irgend einem Wirtschaftszweige verschlissen, ohne Freude, Lust und Hingabe, während der für viele-geeignete Platz an anderer Stelle leer steht. Schriftleitungen und Berichterstatter wurden nolens volens bisweilen zu nebenamtlichen Stellenvermittlungen und dank der Hilfe auf geschlossener Geschäftsführer von Fachverbänden des öfteren auch mit Erfolg. Aber das ist bei allem menschlichen Mitgefühl gewiß nicht Aufgabe der Presseleute. Es wird vielmehr hohe Zeit, daß der übergebietliche Ausgleich durch berufene Stellen endlich die Menschen zusammenführt, die zueinander gehören, sachgemäß und in möglichst kurzer Frist. Hier steht zu viel auf dem Spiele: nicht nur die bitter notwendge Steigerung der Produktion, sondern auch Schicksale von Menschen, die in ihrem Verdruß das Leben nicht mehr zu meistern vermögen und schon oft genug dem Schwarzhandel in die Arme getrieben wurden. u r n. Mit demselben Problem, mit dem sich unser Dr. N.-Mitarbeiter in seinem Artikel „Facharbeiterausgileich" innerhalb der deutschen Grenzen befaßt, setzte sich David A. Morse, der neue Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes in Genf, auf einer Pressekonferenz über das zu dem Arbeitsamt Beratung vorgelegte „Programm betreffend die Probleme der Arbeitskräfte, der Wanderungen und der bruflichen Ausbildung" aus- ■ einander. Das Programm gründet sich auf die Erkenntnis, daß eine vernünftige Verteilung und Ausnutzung der auf der Welt vorhandenen Arbeitskräfte eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Fortentwicklung ist. Es muß den Arbeitskräften die Möglichkeit gegeben werden, von Orten, wo sie überzählig sind, nach solchen abzuwandern, an' denen Mangel an Arbeitern herrscht. Allerdings darf es sich dabei rieht tim Zwangisumß'iedlrungen handeln. Man will den überzähligen Arbeitern die Möglichkeit geben, in ihrem eigenen Interesse und zum Nutzen der Gesamtheit nach neuen Wohn- und Induistriestätten abzuwandern. Die Durchführung eines so großzügigen Plans bedarf jedoch der aktiven Unterstützung durch die Vereinten Nationen und ihre Spezialinistitutionen, einschließlich der regionalen Wirtschaftskommissionen, der Internationalen Flüchtlingsorganisation und des Komitees für die wirtschaftliche Zusammenarbeit Europas. Anfang des kommenden Jahres werden sich die Vertreter der in Frage kommenden Organisationen in Genf zusammenfinden, um das Programm in seinen Einzelheiten zu besprechen und nötigenfalls zu ergänzen. Es kann damit gerechnet werden, daß das Internationale Arbeitsamt schon in absehbarer Zeit der Öffentlichkeit einen wohl koordinierten Plan für die volle Ausnutzung der Arbeitskräfte der ganzen Welt unterbreiten kann. Während seines Aufenthaltes in Paris gewann David A. M-onse in Gesprächen mit führenden Politikern aer verschiedensten Länder die Überzeugung, daß die Durchführung einer solchen Aktion als unerläßlich erachtet wird. Das Komitee für die wirtschaftliche Zusammenarbeit Europas hat das Lnterna.- tionale Arbeitsamt ersucht, einen internationalen Kurs für diie Ausbildung des höheren Arbeitspersonals zu organisieren und die Möglichkeit der Förderung eines internationalen Austausches von Spezialisten der Berufsausbildung zu prüfen. In bindung mit dem Komitee für die wirtschaftliche Zusammenarbeit Europas — der Koordinationsstelle für den Marshallplan — und ferner der Europäischen Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen und der Internationalen Flüchtlingsorga- , nisation funktioniert das Internationale Arbeitsamt bereits als Zentralstelle für den Austausch von Informationen in Fragen der Berufsausbildung und der Umschulung. Weiter hat es • einen Informationsdienst über Mangel und Überfluß von Arbeitskräften in Europa errichtet. Zur Zeit wird die Veröffentlichung von Monographien verbreitet, in denen die ganze Problematik der Berufsausbildung der breiteren Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Eine Monographie über berufliche Ausbildung in Großbritannien ist bereits erschienen. Die nächsten Publikationen sollen sich mit einer ausführlichen Schilderung der Situation ’n Belgien, Frankreich, Schweden und Holland befassen. Ebenso wird die geplante Darstellung der Erfahrungen der systematischen Berufsausbildung während und nach dem Kriege in den Vereinigten Staaten von großem Interesse sein. Das Internationale Arbeitsamt schaltet sich mit diesem Weltprogramm für Berufsausbildung und eine bessere internationale Verteilung der Arbeitskräfte in die Reihe der Bemühungen ein, die eine Steigerung der Produktivität zum Ziele haben. Nichts hat die Notwendigkeit einer vernünftigen Verteilung der Arbeitskräfte schlagender bewiesen, als der Streik der belgischen. Grenzgänger, die, in ihrem Lande überzählig, in der nordfranzösi- schenTextilindustrie Beschäftigung fanden, in einer Gegend, in der es an Arbeitskräften fehlt. Da sie infole des Devisenmangels in Frankreich nicht mehr in belgischer Währung entlohnt werden konnten, haben sie sich entschlossen, nicht mehr über die Grenze zur Arbeit zu gehen, obwohl sie dadurch gezwungen werden, sich arbeitslos zu melden. In einem solchen Falle mußte, so lange die europäischen Landesgrenzen noch bestehen, ein e inter- europäische Stelle eingreifen können. Blinde als vollwertige Arbeitskraft■ mit Recht weigern, überhaupt noch Altlehrlinge einzustellen. Man würde also durch die weitere Übertragung dieser Sozialisten auf die einzelnen Betriebe denen am meisten schaden, denen man eigentlich helfen sollte, nämlich den Alt- iehrlingen. Um die Entlohnung der Lehrlinge ist auch in anderer Hinsicht ein Streit entbrannt. Der Lehrling steht zu seinem Lehrherrn in einem Ausbildungs- und Erziehungsverhältnis, das wohl einige einem Arbeitsvertrag ähnliche Regelungen aufweist, aber niemals seinem Charakter nach eine arbeitsvertragliche Vereinbarung sein soll. Dementsprechend wird dem Lehrling auch kein Lohn, sondern nur eine Erzie- hungsbeihilfe gezahlt. Seit einiger Zeit fordern nun die Gewerkschaften, die Er- j ziehungsbeihilfen zum Gegenstand tarif- | vertraglicher Verhandlungen zu machen, j Damit'würde der Lehrvertrag in einen Arbeitsvertrag und damit auch der Sinn des LehrverLältnisses in einer von keiner Seite zu wünschenden Form geändert werden. Eine Differenzierung der Entlohnung bereits in den Lehrjahren birgt zudem die große Gefahr, daß bei der Berufswahl in erster Linie der augenblickliche materielle Vorteil und weniger Neigung und Berufs- eignung maßgebend sind. Ein weites Feld liegt vor denen, die sich mit der mühevollen Wiederaufrichtung einer ordentlichen Berufsausbildung beschäftigen. Es geht aber um die künftige Arbeitskraft in unserer Wirtschaft und um die rechte Erziehung junger Menschen. Dafür sollte keine Anstrengung zu groß sein. -tt- Da s Organ der nieder.indischen Hand*]. ^ kammer in Den Haag „Economish Contaer " veröffentlicht in ihrer Dentsdiland-Ausg*]- - unter dieser Ueberschrift einen Artikel, dea wir folgende interessante Ausführungen ent nehmen: Im Arbeitsamt zu Heerlen wird seit einige» Wodien die Telefonzentrale von einem junge» Mädchen bedient, das außerordentlich viel F re ... de an seiner Arbeit hat und seine gewiß nidn ieichte Pflicht zu voller Zufriedenheit seine g £>. rektons erfüllt. Die Tatsache an sich brauchte wohl kaum i» die Zeitung gesetzt zu werden. Es gibt viel» tüchtige Telefonistinnen in Holland die eifrig und verantwortungsbewußt sind. Bei dem Mai- dien in Heerlen liegt der Fall aber etwas anders: Friedeiika ist blind. Sie ist die erste blinde Telefonistin, die in Holland tätig ist und ihr Brot" als voliwerige Arbeitkraft verdient Darum wollen wie etwas mehr von ihr erzäh- len. Daß sie heute wieder Freude am Leben hat und voller Selbstvertrauen am Strippenkasten sitzt, verdankt sie einer Erfindung, die bei da holländischen Post gemacht wurde. Diese Erfij. düng fiel der Post auch nicht gerade in den Schoß. Eine Reihe von Versuchen führte aber za einem Bedienungsgerät für Blinde mH akustischen Signalen, das in Heerlen erstmalig i n Be- trieb genommen wurde. Das Schöne an der Sache ist. daß jeder Bedienungsapparat ohne erhebliche Kosten vom holländischen Reichshaustelefondienst für Blinde umzubauen ist, so daß Friederika nicht die einzige zu sein braucht, für die ein nützliches Arbeite- feld gefunden werden konnte. Auch in Deutschland kannte man vor dem Kriege .ein System, bei dem die aufleuchtenden Lämpchen durch kleine Metallblättchen ersetz! wurden, die bei Anruf auffederten. DeT Blinde mußte daher den Schalterkasten dauernd mit de» Fingerspitzen abtasten, um sich von dem Stand der Dinge zu vergewissern. Ein weiterer Nachteil dieses Systems war, daß solche Apparate nur von Blinden bedient werden könnten. In Holland beschritt man daher einen anderen Weg. Man nahm akustische Signale zuhilfe. So sitzt das Mädchen in Heerlen an einem sog. Teka 4 bis 27, einem Gerät mit vier Stadtleitungen und 27 Hausanschlüssen. Wenn der Hausverwalter Telefondienst hat, dann leuchten bei Anruf, wie üblich, kleine Lämpchen auf, doch wenn Friederika ihren Platz einnimmt, dann ist sie mit einem Mikrofon ausgerüstet, sodaß sie für jede Leitung einen besonderen „Grundton" hört. Diese Töne sind keineswegs willkürlich gewählt, sondern so, daß sie leicht im Gehör liegen. Del Tonintervall zwischen den neben einander liegenden Leitungen ist eine reine Quint. Meldet sich z. B. ein Stadtgespräch auf Leitung 3 mit dem für diese Leitung gewählten Ton an, dann drückt die blinde Telefonistin auf den entsprechenden Knopf und spricht. Wa s aud) sonst mit diesem Gespräch geschieht, die Telefonistin erkennt es an dessen eigenen Klangfarbe. Eben an dem Ton deT Leitung 3. Am Kasten befinden sich drei neuartige Knöpfe. Ein Knopf, mit dem man den Summton eine s neu einlaufen- den Gesprächs, das vielleicht störend wirken* könnte, vorübergehend ausschalten kann- Ist das Gespräch auf der einen Leitung beendet, dann kommt das neue Gespräch ganz automatisch wieder zum Vorschein. Am wichtigsten ist der dritte Knopf, der gewissermaßen das Auge d'es Blinden darstellt Verbindet die blinde Telefonistin z. B. ein Gespräch mit einer Abteilung, dann kann sie durch Knopfdruck feststellen, ob diese bereits besetzt ist. Der Knopf gibt dann das „Besetzt’’-Zeichen. Ist in der Abteilung vielleicht niemand zugegen, der den Anruf annehmen könnte, dann ist dort das regelmäßige Läuten des Femsprechapparate« zu hören. Friederika sitzt am Strippenkasten und ist ein zufriedenes Menschenkind. Sie war vorher Stenotypistin und konnte nur arbeiten, wenn ihr jemand diktierte. Heute geht sie mit dem Telefon mit einer Geschicklichkeit und Zuverlässigkeit um. als hätte sie nie in ihrem Leben etwas anderes getan Für Blinde öffnet sich durch die holländische Erfindung ein Arbeitsfeld, das ihnen reiche Möglichkeiten bietet. Wieweit das akustische Gerät dem Ausland zugänglich ist, läßt sich im Augenblick nicht «sgen. Jedenfalls wünschte die holländische Reichspost ihre Erfindung nicht zu patentieren. Ihr genügt es, den Bünden eine Que'e der Lebensfreude erschlossen zu haben. 14- J c |rschen Telefon So v Konfli zeilenr mit M nistisd schwel ten, ol seit di Welt j< in Pal mehr den S choslot den „1 klärun nesch ,, ;, Währu r Datnen und ICtrrtn von 16—60 Jahren werden als Briefpartner für Korre- spondence mit Schweden, England, Britisch Afrika, Frankreich, USA, Indien, New Zealand und Canaida gesucht. Anfragen mit Angabe von Alter, Beruf, Sprachkenntn., Interessen u. evtl. 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SRdr* 1040 n«d) näherem Äufruf burd> frie Kraftfaßrjeug. dutatfungsfieKen oorgefeßen. äßegen ber mH bet Cinfiißrung ber neuen Kennzeichen zufammen^ängeniben SernHif'iaings'arfreiten Meißen bie Kraftfa^räeufBuCaffungsfteflen am 8., 4. unb 5. Sanuat für ben ^ubUbumsoet- fe|r gei-dÜfl^en. greifest! i. ©r., 22. De*emtifrer 1048 Scbtföes Winifteri«» fees 3*«ent. Mehreren ZUSCHNEIDERN, einem NXHMASCHINEN-OBERMEISTER einem WIRK- und STRICK-MEISTER einem BEKLEIDUNGSTECHNIKER (Refa-Mann) bieten mit rin «usiiißfsteid)ts StbetlsfeR). SBit merben Sic niüft nur als 3Ritatf»ilet ctrejtcllem, [onbttn auä> als foldien achten. Schreiben sie uns irtort mit aden notmenliigen Hngaben, tuenn Sie metr als •ut flenüsenbe gadj-Äennintftt Mafien TrikoHabriken J. SCHIESSER A. G., RADOLFZELL JBanbttf^afberben 3um Sißuße gegen Sie Sejäßrbuno ber »ießbeftäiAe in eübbaien buteß bie JKauI. uni Stauenjeucße. miiö ßin- iiißMiiß bet Uebetmaißuna bet SBanhet- iftafßeeben auf ürnniö »es S 79 bes licmucßengejeßes nom 36. 6. 1909 (JK58I. S. 519) fcKgenbes anfleoebnet: 1. Sänttli<5e Scbafbciben unteiKenen Sis auf uteiietes bet polizeilichen Se- abacßhino. 2. Das Treiben »on Seßafßethen in Siibboben ift bis auf meitetes serhaten, ateißgüItM, aus Btetcßem Serfumfis- utnß bie ocßafßerhen Seltenem Set Suf- entßalt um* bas 3Beiben bet Selben finb in iebem Reell auf bie buriß 5acßt- oertrag 6e}eiißnele (ßcmarfung be- jeßränfi. Sereifs etteilte Tiiebqenebm: gungen [inb mit Iafarfiget JBitfumg un. gültig. 3. Scßaißerben aus Siauf- unb Ätauenieuißc-Spertbejirien u-nb 15-Im- 8huMc 1 nett um foliße Spettbejirfe hälfen itiißt naß Sübbaben gebraßt »erben. 4 Das Verbringen oon Sßafßerben in bie Äreiie Vaftati, Süßl unb fteßi ift im S'nbiiif auf »ie berjeitige SeuAen- lage bis auf »eueres »erboten. 3Ius- noßmen bebfirfen in jebem Ratte ber ißtifilißen Sencßmigung bes Sab. 3Ri- nüteiiinns ber Sanbmirtrßafl unb ffit- cäßruftg in Rieibutg 5. Ser Transport »on Sßafßerben innerßalb Sübbabens ßat bis auf »eitere» mit ber Saßu ober mit Raßrjeugen ju erfolgen. äniäRltß bei in jebem Raö ootn juffänbigen Segierungsoeteri- nätrai ODtjuneßntcr.ben (Entlobeunter- lußung ßat bieier aßmetßenb non ben Sejtimmungen ber Serorbnung »am 16. Suli 1936 (»SCSI. S 102) ben Trießmeg unb bie Ttiebjcit oom Sus- labebaßnßaf Jüan 3ieIort feftjidegen uitb im ÄontroIIßuß bes Sßafßafteis tinju tragen. Snilabebaßnßof iß bei bei gepaßteten -BSeibe näßjtgelegene Saßnßaf. Sie Theßjeit fall 24 Stuubcn nißt flber- [ßreiten Siele Inebgeneßntigung tfi pan ber Satlage eines teßisgältigen fBeibepaßteertrage» abßangtg }u maßen. 6 Saute bet aeilete Verlauf ber JJtoiul- unb Älauenfeuße es erfeebetfiß bie ST ‘ — - un» Älauenieuße-Vaccine amf Soften bes Sßafßaliers ißußgeimpfi 1 Uebertretungen gegen bie oben fteßettbe Slnorbnung ßaben naß 5 174 ber ausfüßrungsoorißriften jum Tier [eußengeieß oom 7 12. 1911 (KffiVI 1912, S 3/ bie Sbißlaßtung bei beit ßerbe jui Rolge. Sas RIeiiß bei ge- ißlaßlefen Sßafe unterliegt ben babi ißen R!ciißbe»irtf*aitungsoorißriften Ser Erlös ber nenoerrbatem Teile bei, getßtaßieten Sßafe oerbleibt naß 3t6. gug ber entftanbenen Soften bem Sßaf- ßaller. 8. Sie Snorbnung tri« mit [afottigci JBitfung in Srafi. Rttibutg i. Sr., 16. Sejember 1948 Sabifßes Süniftetiam bet fienboitiißafi unb Ctnäßtung gej. Sitßgäjjnet. maßen, 1« »eiben bie Sßafe nrii ÜJtaui- Setlauf »en Srafifaßtjeugeu »urß bie frang 2uft»afre. 8us bem Orag-Varf bei ftomj. Sufi maffe in Rieiburg, SaHei-Strofte 3, fommen Srafifabrjeuge (VÄV5, Sra*et unb SSV5). bie naß tneift geringen 3n- ifanbießungsatbeiien in Sebrauß genommen »erben fönnen, jum feften Sßäßungspteis iugügl- Unfaften }um Serfauf. Bnlerefienfen reißen bis fpatefteus 31. 12. 1948 über befs juftänbige Steis- SitaBenoeileßisamt unoetbinMiße Sauf- anitage in fotml»iet Fßtiftl SBeile mit genauer Sngabe ißxet Snißtift unb bet Sttnglißfeitsbegrüivbung ein. Rttibutg. 21. 12 1918 Sanbes-Sttafteusetießtsauii »oben Krallfahrzeuge Sienen-8-i=SRffi=anßängct ,ofort biefet- bat. (ßaftao öetjnften Sienen-Seneral- oeriretung, ■ Sasbaß»alben. Telefon Vßein 290. 1,5 r. 3 t unb 4.5-t=3n- * hänget lurgriftig 9ienen<ö-t-SS9i-ßnßänget lofori liefet, bar. Suitao §e»nffen. Stenen-Senetal- oetireiung Sasbaßroalben Telefon •Hßern 390 Sieneu-Einaßs.Sangmatetial - Vnßänget fürs« lieierbat. Eienen-Senctaloetti (Suitao gepniien, Sasbaßmatben Tele, * jon Vßem 290 Bßlung! 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