F St V S R H K. ,kel . da, 'gen ent t einige “ tauen tel Fre;. wifi nid« eine, D kaum - em Mää. I ls t uns U. JAHRGANG OKU £ Erscheint Dienstag, Donnerstag, Samstag. Adresse; Konstanz, Rosgartenstx. 12 i Telefon-Anschlüsse: Redaktion und Verlag Nr. 924, 925, 1130, 1510, 1511 ÜBERPARTEILICHE INFORMATIONSZEIT ÜNG FÜR DAS KONSTANZ DONNERSTAG 30. DEZEMBER 1948 LAND BADEN « NUMMER 121 Bezug monatlich d«Tch die Post DM 2.03. dazu 27 Dpf Postzustellgebühr, durch Träger DM 2.10 einschließlich 25 Dpf. Trägerlohn. — Einzelpreis 20 Dpf kr erzää. ■eben hat lenkaste, bei dei se Erfis. : in de, aber z, akusü- g in Be- eder Be- ien von r Blinde e einzige Arbeit.. vor den 'chtendea i ersetz: t Blinde mit den :m Stand er Nach- irate nin In Holen Weg. So «itzt ■ Teka 4 gen und rerwaitei lruf, -wie i Friede-, sie mit für jede ört. Die- gewählt, gen. Del ider lie- auf Lei- lten Ton auf den a s audi iio Tele- Slangfar- n Kasten n Knopf, inlaufen- wirken . Ist das et, dann isch wieder ge- darstellt ein Gene duidt besetzt -Zeichen, zugegen, ist dort pparate» ändisch» he Mög- 0 Gerät Augen- die hoi- ; zu pa- = Que'e 18.50 . 23.50 (8.50 !3.ofl an- öurda 125 i!4. So wie dieses Jahr mit einer Verschärfung des indonesischen Konfliktes beschlossen wird, ging das Jahr 1947 mit der Schlagzeilenmeldung: „Griechische Gegenregierung gebildet” — womit Markos gemeint war — zu Ende, in beiden Fällen kommunistisch inspirierte Aufstandsbewegungen, welche lange schon schwelten, welche lange schon zum Weltbrand zu werden drohten, ohne es bisher zu werden. Den ersten wirklichen Schock seit dem Zusammenbruch des deutschen Reiches erhielt die Welt jedoch nicht durch diese Kämpfe — auch nicht die Kämpfe in Palästina, wenn diese auch erwiesen, daß die UNO kaum ! mehr bedeutet als der einstige Völkerbund —, sondern durch den Staatsstreich Gottwalds am 27. 2. in Prag, der die Tschechoslowakei den Kommunisten überantwortete, besiegelt durch den „Fenstersturz” von Mäsaryk — so war die offizielle Erklärung — am 10. 4. und schließlich durch den Abgang von Benesch am 8. 6. Wir Deutschen haben wenig Grund, Benesch, der bald nach seiner Ablösung durch Gottwald starb, nachzutrauern; er war der Typ einer rückgratlosen Zeit, die jedesmal vor der Gewalt kapituliert, er war verantwortlich für die Ausweisung von Millionen Sudetendeutschen, auf deren Spuren nunmehr Tausende von Tschechen nach Deutschland flüchten. Der Umsturz in Prag aber stärkte Rußlands osteuropäisches System, Journal gerade Prag am längsten mit den Lockungen des Mar- ■ shall-Planes geliebäugelt und damit die Ausrichtung von Osteuropas Wirtschaft auf Rußlands Bedürfnisse gefährdet hatte. Der Erfolg in Prag ermutigte und zwang zugleich den Kreml, in Ostdeutschland schärfer voranzugehen. Am 2. 4. sprengte Sokolowski die Kontrollrats-Sitzung in Berlin, die Westmächte sahen sich vor die Notwendigkeit gestellt, entweder in ihrer Deutschlandpolitik Rußland völlig nachzugeben — das hieß aber praktisch, Rußland an die Ruhr zu lassen — oder das Odium der Spalter durch Aufbaumaßnahmen in (ihrem Teil auf sich zu nehmen. In der Viermächtestadt Berlin mußte die westliche, ohne Rußlands Zustimmung verfügte Währungsreform zu Konflikten führen. Zur selben Zeit jedoch brach zwischen Tito und dem Ko- tninform ein Konflikt aus, dessen wahre Hintergründe noch immer unklar sind. Es scheint, als lehne sich das Selbstgefühl der Serben dagegen auf, nicht mehr als Satelliten Moskaus zu sein. Denn Kommunisten sind sie durchaus geblieben, sie sind noch keineswegs direkt zum Westen abgeschwenkt, wenn sich auch die Handelsbeziehungen mit England und den USA verbesserten .Unklar jedoch bleibt, aus welchem Grunde Moskau den Konflikt vom Zaune brach. Hat es seine Macht so über-, Titos Macht so unterschätzt? War der Zwist nicht mehr zu umgehen? Auf jeden Fall verlor auch Griechenland im gleichen Augenblick an Bedeutung, denn ohne Jugoslawien war Markos nicht ausreichend zu unterstützen — und wer garantiert, daß Markos nicht auch Titos Spuren folgen würde? Denn diese Spuren lockten auch andere, zunächst die Polen, wenn auch, wie es scheint, vorerst vergeblich. Aber seitdem ist das gesamte kommunistische Parteigebäude etwas morsch geworden. Am 20. 4. hatten bereits die Kommunisten in Italien verloren, der letzte Streik in Frankreich hat dort der KP mehr geschadet als genutzt, in Finnland erlebten sie eine Schlappe, in Ungarn hört das „Säubern” nicht mehr auf, in Ostdeutschland war ihre wahre Macht niemals gewaltig. Sie steht allein auf Bajonetten. Es spricht sogar recht viel dafür, daß nicht einmal der Sieg der chinesischen Kommunisten gleichbedeutend ist mit einem Sieg Moskaus, daß auch Mao-Tse-Tung Titoist und nicht gewillt ist, Satellit zu spielen. All diese Dinge zwingen Rußland, sich an Berlin festzubeißen, zumal es dies mit einem Schein des Rechtes tun kann und gleichzeitig der Scheinwerfer der Weltöffentlichkeit unbemerkt von der Mitteimeerschlappe — die auch durch den Palästinakonflikt nicht ausgewetzt werden konnte — abgelenkt wird. Berlin ist heute der Angelpunkt für Rußlands strategische, wirtschaftliche, politische Lage, eine Niederlage dort bringt Rußlands gesamtes osteuropäisches System ins Wanken. Strategisch bedeutet der Besitz Ostdeutschlands — und ohne ; Berlin besitzt Rußland Ostdeutschland nicht vollkommen — die 'Möglichkeit, im Falle eines Falles die nur 150 km entfernte [Nordseeküste und damit den Ausweg aus der Ostsee schnell zu ■ erringen. Hinzu kommt die Hoffnung, dem uralten eigenen Mangel an seebe^hrener Bevölkerung durch Deutsche abzuhelfen. Wirtschaftlich aber bedeutet der Besitz Ostdeutschlands ein .für Rußland fast unersetzliches Industriepotential, vor allem : aber ein Reservoir an Fachkräften aller Art. Ohne in den gefährlichen Fehler einer Unterschätzung der russischen indu- ; striellen Leistungsfähigkeit zu fallen, muß festgestellt werden, Fdaß es den Sowjets bisher nicht gelungen ist, die rein schöpfe- F rische Leistung der Wissenschaftler und Ingenieure des We- Ssstens auch nur annähernd mit ihrem System der Unterdrük- Tkung zu erreichen. Sie sind noch immer auf den Bezug neuer Konstruktionen, besonders auf dem Gebiet der Werkzeugmaschinen, aus dem Westen angewiesen. Diese empfindliche Lücke ' können und sollen Deutschland und die Tschechoslowakei | schließen. Sie können es, sind aber ihrerseits auf die Zufuhr von Rohmaterial, zumal Stahl und Nichteisenmetallen, angewiesen. Hier scheint sich aber die durch die Blockade Berlins verstärkt gegen den Westen aufgerichtete Barriere störender aus- : Euwirken, als man in Moskau angenommen hatte. Die ursprünglichen Ideen Marshalls gingen dahin, Europa solle sich untereinander über die Möglichkeit gegenseitiger : wirtschaftlicher und finanzieller Unterstützung weitestgehend verständigen und einen gemeinsamen Plan aufstellen, aus dem 1 sich ergibt, welche Hilfe von den USA noch notwendig ist, wenn man alle eigenen Mittel restlos erschöpft hat. Es ist nicht ’ die Schuld der USA, wenn die europäischen Staaten nicht nach diesen gesunden Gedanken handelten, sondern wenn jeder einzelne versuchte, die amerikanische Hilfe zur Stärkung seiner . eigenen Kraft ohne Rücksicht auf die Nachbarn auszunutzen. In langwierigen Verhandlungen wurden Pläne aufgestellt über einen Bedarf an Krediten, Rohstoffen und Maschinen, der zu : einem recht bedeutenden Teil von der deutschen Industrie hätte gedeckt werden können, wenn man sie nicht hätte demontieren L Wollen. Immer deutlicher wurde, daß die wirtschaftliche Behandlung Deutschlands der Idee des Europahilfsplanes direkt ■ zuwider lief, daß die USA den kalten Wirtschaftskrieg gegen ' Deutschland finanzieren sollte. DES NEUEN J N\ ' ' i ^ fr Zeichnung: Han« Sauerbruch Das ailte Jahr hat der Welt wieder keinen Frieden gebracht. Die Brücke, auf der die Menschheit sicher und ungefährdet das rettende Ufer hätte erreichen können, blieb ungebaut. Wieder steht ein neues Jahr wartend am Strom der Zeit. Wird der Brückenschlag endlich erfolgen? Oder muß es, getrieben von der immer größer werdenden Sehnsucht nach der hehren Licht- gestalt des Friedens, noch einmal den Gang in die reißende Flut antreten, St. Christophorus gleich die schwere Last der Schuld und des Schicksals der Menschheit auf den schwachen Schultern tragend? Wir wissen es nicht. Wir können nur hoffen. — st. Brennpunkte der Weltpolitik 1948 Die wichtigsten Brennpunkte dies weltpolitischen Geschehens dm letzten Jahr werden auf unserer Karte noch einmal in unseren Blickpunkt gerückt. Sie liegen fast alle am Rande des großen Machtbereiches der UdSS'R. An der Berliner Frage entzündete sich zu Beginn des Jahres eine schwere Krise zwischen Ost und West, die in unverminderter Stärke anhält. Das Problem Griechenland ist noch ebenso weit von einer Lösung entfernt wie vor einem Jahr. Die erbitterten Kämpfe, die nach Aufgabe des britischen Mandats zwischen Juden und Arabern in Palästina ausbrachen, haben mit einem Sieg der jüdischen Streitkräfte geendet. Indessen muß man für die endgül-* tige Beilegung des Konfliktes das Ergebnis direkter Verhandlungen zwischen Juden und Arabern abwarten. Die gewaltsame Eingliederung des von einem Moslem beherrschten aber von Hindus bewohnten Fürstentums Haiderabad in die Indische Union wurde ohne wesentlichen Widerstand hingenommen. — In Indonesien, einem der reichsten Rohstoffgebiete der Welt, haben holländische Streitkräfte am 18. Dez. eine neue „Polizeiaktion“ gegen die Indonesische Republik begonnen, nachdem der Versuch gescheitert war, die Republik zur Teilnahme an der Bildung einer Regierung für di« Vereinigten Staaten von Indonesien zu veranlassen. Die Indonesische Republik umfaßt West- und Mittel-Java sowie den größten Teil Sumatras mit etwa 30 Millionen Einwohnern (von insgesamt 76 Millionen). — In Indochina setzten die Partisanen unter Ho Chi-Mänh ihren Kampf gegen die französischen Streitkräfte fort. — Auich in Burma und der britischen Kolonie Ma- laya kam es im vergangenen Jahr zu Kämpfen mit Partisanen. 7 V ( SÜD- ^ VAmeiyKA V f - - Jl r o&an, RE Unter diesen Umständen war es kein Wunder, wenn man in den USA zeitweilig nicht mehr all zu viel Lust verspürte, sich weiter mit den europäischen Zänkereien zu befassen. Asien schien bedeutungsvoller zu sein. Aber der Zusammenbruch des Tschiangkaischek-Regime, von Marshall -vorausgesehen — dies gerade mag ihn zu seiner Aktivierung der amerikanischen Europapolitik veranlaßt haben, — hat Europa und damit Berlin wieder in den Mittelpunkt der nordamerikanischen Politik gerückt, zumal nach der Wahl Trumans, die manchen Unsicherheitsfaktor in der Politik der USA beseitigte. Die USA scheinen sich jetzt nicht nur nicht aus Europa zurückziehen zu wollen, sie wollen offenbar aus der Stellung des lustlosen Geplänkels zwischen Morgenthau- und Märshallplan eindeutig in die feste Richtung des Wiederaufbaus von Westdeutschland einschwenken — in amerikanischer Manier. Die weltpolitische Lage ist zu Beginn des Jahres 1949 eindeutiger als sie zu Beginn des Jahres 1948 war. Der Westen hat die Hoffnung, sich in absehbarer Zeit mit dem Osten verständigen zu können, fast völlig aufgegeben, beide haben sich festgerannt, am stärktsten in Berlin. Wir tappen über die Möglichkeit, wie sich dieser Knoten lösen könnte, völlig im Dunklen. Das muß nicht Krieg bedeuten. Der Zufall spielt in der Geschichte eine große Rolle, er allein berechtigt Geduld der frischen Tat oftmals vorzuziehen. 1241 schlug der Mongolenkhan Batu das Heer der Deutschen bei Liegnitz, aber er kehrte dennoch zurück, weil die Nachfolge des damals verstorbenen Großkhanes Ogotai in Karakorum, der Hauptstadt des Mongolenreiches, geregelt werden mußte. Nach den Folgen dieses Krieges und unter der Drohung der modernen Waffen, von denen die Atombombe fast noch die harmloseste zu sein scheint, sollte man an Krieg als Mittel der Politik nicht denken, wenn es auch so aussieht, als gäbe es gar kein anderes mehr. Der beendete Krieg zeigte, daß Rußlands stärkste Waffe nicht der Kommunismus sondern der Urinstinkt der Vaterlandsliebe war, der mit Erfolg von Stalin nur angesprochen werden kann, wenn Rußland selbst überfallen wird. Dem Kommunismus aber, mit dessen Hilfe Rußland die Westmächte von innen heraus auszuhöhlen denkt, kann, wie uns die Geschichte bisher lehrte, am erfolgreichsten mit wirtschaftlichem Wohlstand begegnet werden. Der Krieg, den wir zu führen haben, ist so der Krieg gegen das Elend. Das Elend aber ist am größten,--wenigsten in Europäern Deutschland. Man hat geglaubt, sich um die Zustände in Deutschland nicht sonderlich kümmern zu brauchen. Gewisse Bedenken, ob die Behandlung Deutschlands mit den Menschenrechten, welche man jetzt verbindlich für die UNO erklärte, im Einklang sei, wurden mit Hilfe des Begriffes Kollektivschuld überwunden, bis Sowjetrußland offensichtlich daran ging, seine Zone zu remilitarisieren. Die Nachrichten darüber mögen übertrieben sein, immerhin entstand ernsthaft die Frage, welche Anziehungskraft eine deutsche Truppe im Osten auf die arbeits- und hoffnungslose Jugend und die von der Entnazifizierung Betroffenen haben würde, zumal, als gleichzeitig ein gemeinsamer Generalstab der Westmächte etwas von der Verteidigung Europas am Rhein verlauten ließ. Was wird aus Deutschland in einem solchen Fall? Das Problem Deutschland ist gleichzeitig ein Problem Frankreich. Das Problem Frankreich aber wird bestimmt durch die Stärke der kommunistischen und der gaullistischen Partei und' überschattet von dem Verlangen nach Sicherheit gegen Deutschland, das im Zeichen der Atomenergie doch nicht mehr ganz aktuell ist. Das Verhältnis beider aber, Frankreichs und Deutschlands zueinander, bestimmt die Möglichkeit eines zukünftigen Europas, die zahllosen Gespräche über Paneuropa und dergleichen bleiben Festreden ohne tiefere Bedeutung, solange nicht beide Völker geschlossen hinter ihnen stehen. Nur diese beiden Völker vermögen aus Europa eine dritte Macht zwischen Ost und West zu schaffen, die mehr ist als Satellit von Ost oder West, den Anstoß aber kann heute nur Frankreich geben. Das immer noch, trotz der Ereignisse in Indien und im vorderen Orient, außerhalb Europas verankerte Großbritannien bedeutet für das Problem Europa nichts Entscheidendes. Die USA jedoch scheinen sich, den europäischen Brückenköpfen jenseits der Alpen und der Pyrenäen, Italien und Spanien als strategisch wichtigere und politisch leichter zu leitende Basen zu- und von dem ewig streitenden Zentraleuropa abzuwenden, indem nur noch das Ruhrgebiet gemeinsames Interesse findet. Nur eine Behebung der durch die wirtschaftliche Not, deren Grundlagen die Währungsreform nicht beseitigte, hervorgerufenen sozialen Spannungen wird Deutschland an den Westen binden und damit Frankreichs Sicherheit bedeuten. Dieses Problem läßt sich ohne Rußland lösen, in Bonn und Frankfurt, an der Ruhr — aber auch in München, Tübingen, Freiburg, Stuttgart und Hannover, in Paris und London. Es ist vielleicht gut, daß uns das Jahr 1948 noch keinen Frieden brachte — er hätte kaum gut ausgesehen — aber es ist nötig, daß das Jahr 1949 Klarheit bringt darüber, ob nun endgültig Morgenthau, Marshall oder — Europa siegt. h. C. Goldscheider Wir blättern zurück im Jahresablauf und halten fest: 30. 1. Mahatma Gandhi ermordet 17. 2. Erzbischof Dr. Gröber gestorben 10. 3. Jan Masaryk verübt Selbstmord 2. 4. Sokolowski sprengt Kontrollratssitzung in Berlin 14. 5. Gründung de. Staates Israel 15. 6. Gottwald wird Staatspräsident der Tschechoslowakei 21. 6. Währungsreform 24. 6. Luftbrücke nach Berlin beginnt 28. 7. Explosionskatastrophe in Ludwigshafen 1. 9. Parlamentarischer Rat in Bonn eröffnet 3. 9. Benesch gestorben 17. 9. Graf Bemadotte in Palästina ermordet 2.10. „Internationaler Generalstab” gegründet 2.11. Truman gewählt 14.11. Geburt des englischen Thronfolgers Charles Prinz von Edinburgh 22.11. Wiedereintritt von Frangois-Poncet in die Politik 4.12. Prinzessin Juliane wird Königin von Holland 18.12. Beginn des Krieges in Indonesien Seite 2 < Nr. 121 SÜDKURIER Donnerstag, 30. Dezeimer 194g Kurz notiert Nach einer Theatervorstellung für Deutsche in tuegnmkoster (Dänemark) wurde die 28jährige deutsche Schauspielerin Wilhe'mine Saß von einem dänischen Nationalisten im Hotel ermordet. Die drei Militärgouverraeure einigten sich, den Sitz des militärischen Sicherbeitsamtes, da>s die Entwaffnung Deutschlands durchzulühren hat, in Bad Ems einzurichten. Nach einer Mitteilung der Postverwa'iung Frankfurt wird der Fernsprechverkehr zwischen den dTei Westzonen und Finnland am 1. Januar 1949 wieder ausgenommen. Mit Genehmigung der sowjetischen Mi’itär- ahMnlstration ist die Seefahrtsdurie Wustrow/ Mecklenburg wieder eröffnst worden. Das letzte Flugzeug mit deutschen Mädchen, die Amerikaner geheiratet haben, verließ am Sonntag den Flughafen Rhein /Main bei Frankfurt. Mit 418 gegen 181 Stimmen billigte die französische Nationalversammlung einen Gesetzesent- wurf über die Gewährung eines 40-MiFiouen- Francs-Kredits zur Installierung des Westunion- G^neralstabs in Fontainebleau. Die Finanzkommission des Rates der iram*8- sisehen Republik hat den Finanzplan de?- Regierung mit 15 gegen 12 Siämrmen abgelehnt, Milt 8 Stimmen gegen 3 Enthaltungen nahm der Sidrieriheitsraft einen chinesischen Resolutions, entwmrf, der Holland zur Freilassung der poili- ttsdien indonesischen Häftlinge aiuffordert, an. Auf Antrag der USA beschloß der Sicherheitsrat mit zehn Stimmen bei einer Enthaltung das sofortige Einstellen des Feanens in Südpalästina anzuordnen. Ein Sprecher des US-Staatsdeipartemeat* teilte mitt, daß Argentinien und Chile eine Note der USA-Reglerting über den Abschluß eines Abkommens zur Internationalisierung der Antarktis ablehnend beantwortet habe. 37 prominente Bürger von Tientsin aippellierten an Tsdiiangkaischek, Tientsin und Peking zu offenen Städten zu erklären, um sie vor dier Zerstörung zu retten. Vergeltungsmaßnahme fü die Bombardierung Hiroshimas hatten neun japanische Offiziere 33 abgestürzte amerikanische Flieger ermordet Für diese Tat wunden sie nunmehr zum Tode veiuTtedlt, drei von ihnen durch den Strang. Während das Thermometer in Moskau nur Null Grad anzeigt, werden in Irkutsk (Sibirien) bis zu 50 Grad unter Null gemessen. Schneefall im Schwarzwald Freiburg. Der seit 24 Stunden einge- tretene Wetterumsturz hat im Schwarzwald in den Höhenlagen über 1200 m zu stärkeren Schneefälien geführt. Der Feldi- berg meldet eine geschlossene Neuschneedecke von 15 bis 20 cm bei einer Temperatur Von minus 1 Grad. Mit weiteren Schneefälien ist zu rechnen, so daß die Chancen für den Skisport an den Neu- jahrsfeiertagien entsprechend steigen. Ruhrproduktion bleibt eingeschränkt Paris. Zusammen mit dem Kommunique den Londoner Ruhrkonferenz wurde am Dienstag für Text des Entwurfes des Abkommens zwischen den sechs Mächten über die Schaffung der internationalen Rührbehörde veröffentlicht. Der Entwurf wird den sechs Regierungen zur Billigung vorgelegt werden. Das Schlußkommunique in London kündet u. a. die Durchführung folgender Vereinbarungen an: 1. Schaffung einer internationalen Rührbehörde, deren Hauptaufgabe die Verteilung von Kohle, Koks und Stahl an Deutschland und die übrigen Länder sein wird. Außerdem wird sie sämtliche diskriminierenden Handelsmaßnahmen zu verbieten und die Interessen des Auslandes in der Ruhrindustrie zu schützen haben. In der Verteilung von Koks und Kohle wurd das in Moskau und Berlin hinsichtlich der Lieferungen an Frankreich vereinbarte „bewegliche System" beibehalten. Die Tätigkeit der internationalen Kontrollbehörde wird mit derjenigen der Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit in Einklang gebracht. 2. Gründung eines militärischen Sidier- heitsamtes, das in Zusammenarbeit init der Ruhrbehörde üiber die tatsächliche Abrüstung Deutschlands zu wa-dien hat. Im Hinblick auf die industrielle Abrüstung wird die Höchsterzeugung von Rohstahl auf jährlich 10,7 MilL t festgelegt. Die von Byrnes im Jahre 1946 unterbreiteten Vorschläge zur Beibehaltung der Abrüstung Deutschlands werden, soweit erforderlich, übernommen. 3. Die Betriebskontrolle der Ruhrindustrie, die augenblicklich von der „Gruppe Essen" durichgeführt wird, der auch Frankreich vor kurzem beigetreten ist, wird im geeigneten Augenblick der Ruhrbehörde und dem Sicherheitsamt übertragen, 4. Die Frage der endgültigen Eigentumsrechte über die Ruhrindustrie wird weder durch die Londoner Besprechungen noch durch den Vertragsentwurf präjudizlert. 5. Die Besatzungbehörden werden Deutschland bis zur Bildung einer deutschen Regierung in der Ruhrbehörde vertreten. Diese wird dann die Möglichkeit haben, dem Abkommen beizutreten. Sie wird jedoch kein Stimmrecht in Sicherheitsfragen haben. Ägyptischer Ministerpräsident ermordet Kairo. Der ägyptische Ministerpräsident Nokraschy Pascha wurde am Diensta.g- r.aehmittag durch sechs Revolverschüsse ermordet. Uebcr den Vorgang der Tat selbst wird berichtet: Am Dienstagmorgen begab sich ein Mann in der Uniform eines Leutnants der Armee in das Innenministerium und stellte sich im Vestibül neben den Fahrstuhl auf. Kurze Zeit später traf der ägyptische Premierminister im Auto von seiner Villa kommend im Ministerium " : n Der Leutnant grüßte ihn, Der Premierminister reichte ihm die Hand und wandte sich dann zum Fahrstuhl. In diesem Augenblick krachten sechs Schüsse und Nokraschy Pascha fiel, von den Schüssen in die Brust getroffen, blutüberströmt zu Boden. WETTERVORHERSAGE Unter dem Ansturm einer Reihe atlantischer Tiefdruckgebiete ist das europäische Hoch ganz nach Südosten abgedrängt worden. Mit dem Zustrom milder Meeresluft findet, die Frostperiode zunächst ein Ende. Aussichten bis Neujahr: Anfangs stark bewölkt bis bedeckt, strichweise auch etwas Regen, später wechselnd bewölkt und zeitweise stärker gufheiternd. Zunächst noch mild, später bei nächtlicher Aufheiterung leichter Frost. Die nächste Ausgabe des „Südkurier“ erscheint am Dienstag, den 4. Januar 1949. Es gelang dem Mörder nicht mehr, die W'affe gegen sich selbst zu richten, da er von Polizisten überwältigt und sofort zur nächsten Polizeistation gebracht wurde. Bei dem Mörder handelt es sich um einen jungen Menschen, der sofort zugab, nicht der Arme e anzugehören. Er gab zu, ein Mitglied der „Moslem-Bruderschaft“ zu sein, die von Nokraschy Pascha aufgelöst J wurde. Der wahrscheinlichste Beweggrund 1 für das Verbrechen dürfte daher in Rachemotiven liegen. Die Moslem-Bruderschaft ist eine politisch-religiöse Vereinigung — eine geheime Terror-Organisation — die übet großes Kapital und zahlreiche angeschlossene Verbände in allen mohammedanischen Ländern verfügt. In einem Kommentar der offiziellen israelitischen Sprechers, das vom Sender Tel Aviv zur Ermordung Nokraschy Paschas gegeben wurde, heißt es in lakonischer Kürze: „Anscheinend gibt es in Aegypten Menschen, die ihn noch weniger schätzen als wir.“ * Kairo. Zum neuen Ministerpräsidenten Aegyptens wurde der 50jährige Ahmed Mäher Pascha ernannt. Die erste Handlung des neuen Premierministers bestand darin, die nationale Einheit aufzurufen, „um der kritischen Lage begegnen zu können, die das Land augenblicklich inner- und außenpolitisch zu überwinden hat.“ Die Ziele des Abkommens werden in dem Kommunique wie folgt zusammengefaßt: Sicherung der Abrüstung und Demilitarieie- rung Deutschlands. Wiederaufbau der Länder Europas, einschließlich eines demokratischen. und friedliebenden Deutschlands, Herstellung einer engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen all diesen Ländern. * SK. Die im Abkommen genannten Ziele decken sich kaum mit dem Inhalt; denn weder wird ein Wiederaufbau Europas noch Deutschlands selbst möglich sein, wenn man das Ruhrgebiet an die Ketten von einer Produktionsbeschränkung auf 10,7 Millionen Tonnen Stahl legt, die praktisch dem Sieg Morgenthaus über Marshall und einem Kolonialstatut für Deutschland entsprechen. Wir glauben nicht, daß das Ruhrstatut ein Ruhmesblatt europäischer Politik darstellt, das Urteil wird die Geschichte sprechen. Sie sprach schon manches Urteil über ähnliche Statute. Die französischen Sicherheitsforderungen hätten sich auch mit vernünftigen wirtschaftlichen Regelungen vereinbaren lassen, das Ruhrstatut jedoch ist geeignet, die Unsidierheit in Europa weiterhin aufrechtzuerhalten, es sei denn, man unterwerfe andere Industriegebiete beispielsweise diejenigen in Oberschlesien, dem Ruhrgebiet des Ostens, gleichen Bedingungen. Das Ruhrstatut ist Deutschlands wahre Verfassung — und hat mit Demokratisierung nicht mehr viel zu tun, wohl aber mit dem wachsenden Desinteresse der USA an Mitteleuropa, das nur noch strategisch, nicht mehr ökonomisch gewertet wird. Wir glauben nicht, daß der im Ruhrstatut über Deutschland errungene Sieg ein Sieg Europas ist — es ist Stalins Sieg. Bestürzung an der Ruhr Fernspruch unseres P. L.-Korrespondenten Düsseldorf. Die Spannung, mit der zwischen Weihnachten und Neujahr die Bevölkerung des Ruhrgebietes der Bekanntgabe des Ruhrstatuts entgegensah, ist am Tage nach seiner Veröffentlichung einer tiefen Bestürzung gewichen. Die Kommentare in den Zeitungen sämtlicher Parteirichtungen und die impulsive Reaktion oes Mannes auf der Straße ließen keinen Zweifel über die Tendenz der Kritik. Unternehmer und Arbeiterschaft sind sich einig in der Ueberzeugung, das Statut bedeute keinen Fortschritt in Richtung auf eine Zusammenarbeit aller europäischen Schwerindustrien, es diskriminiere vielmehr den deutschen Partner in der GeseH- schaft der europäischen Nationen und bilde die Handhebe, durch Betriebs-, Produktions- und Exportkontrollen der verschiedensten Art die Entwicklung des deutschen Lebensstandards nach den Mehrheitsbeschlüssen gegen eine deutsche Minderheit und nach den Wünschen der Großmächte zu regulieren. Der Präsident des Parlamentarischen Rates und Zonenvorsitzende der CDU, Dr. Adenauer, bezeichnete das Statut als ein sehr ernstes Dokument für Deutschland und Europa, ein Dokument, „wie es die Geschichte wohl noch nie gesehen hat". Das Statut zeige in erschütternder Klarheit, daß das deutsche Volk mit der bedingungslosen Kapitulation seine Sou- Bisdiof von Limburg verunglückt Limburg. Der Bischof von Limburg, Dr. Ferdinand Diricbts, ist auf der Autobahn bei Idstein im Taunus tödlich verunglückt. Der Wagen des Bischofs kam aus noch nicht geklärter Ursache ins Schleudern und stürzte eine Böschung hinunter. Die Leiche des Bischofs wurde vom Krankenhaus Idstein nach Limburg gebracht, wo am Montag nächster Woche die Trauerfeier stattfinden wird. Dr. Di- richs hatte im Oktober 1947 sein Amt in Limburg angetreten. Nach dem Tode des Flüchtlingsbischofs Dr. Kaller war er zu dessen Nachfolger ernannt worden. Sport-Toto beginnt am 16. Januar Konstanz. Der Südbadische Sport- Toto, dessen Zentrale bekanntlich Konstanz ist, beginnt mit dem Wettbetrieib am 16. Januar. Wettannahmestellen werden in der Hauptsache an den Orten eingerichtet, wo Fußballvereine sind. Annahmeschluß für die Wettscheine ist bei den Annahmestellen außerhalb Konstanz der Freitagabend. Die Wettscheine müssen spätestens jeweils Samstagmittag 12 Uhr bei der Zentrale in Konstanz sein. Der Mindesteinsatz beträgt DM 1.— für drei Tips. Für DM. 2.— können 6 Tips, für DM 3.— 9 Tips abgegeben werden. veränität verloren habe und ihm noch nichts davon wiedergegeben worden sei. Nach Dr. Adenauers Ansicht wird alles darauf ankommen, in welchem Geiste das Statut gehandhabt werde. Entspreche die Handhabung dem Wortlaut, so müßten gleichartige Organisationen für die französische und belgische Industrie unbedingt folgen und daraus ein einheitliches Ganzes entstehen; denn das Statut werde nur Bestand haben, wenn eine europäische Föderation folge. Andernfalls weide es wieder verschwinden. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes der britischen Zone, Dr. Boeckler in Düsseldorf, stellte die Frage, ob überhaupt noch eine deutsche Wirtschaftspolitik möglich sei, wenn die Grundstoffindustrien der Verfügung deutscher Stellen vollkommen entzogen seien. Koeekler zeigte sich besonders befremde* darüber, daß die deutsche Arbeiterschaft nur als Objekt internationaler Kcnti r»^ , tehandelt werde, obwohl die Arbeiterschaft für den Gedanken der internationalen Verständigung eintrete. Tito zum Boykott Jugoslawiens Belgrad. Marschall Tito äußerte sich zum ersten Male in der Oeffentlichkeit vor dem Parlament zu Ider Wirtschaft, liehen Boykottierung Jugoslawiens durch die Komdinform-Länder, die seiner Ansicht nach die internationalen Verträge verletzt haben, um die Industrialisierung Jugoslawiens zu verhindern. Er beschuldigte diese Länder, Jugoslawien zum reinen Agrarstaat und Rohstofflieferanten stempeln zu wollen. Tito wie« sodann darauf hin, daß trotz unvorhergesehener Schwierigkeiten der Wirtschaftsplan im Jahre 1948 erfüllt worden sei und fügte hinzu auf Grund des Boykotts Jugoslawiens durch die östlichen Staaten müsse Jugoslawien Handelsbeziehungen mit dem Westen anknüpfen, um sich die zur Verwirklichung seines Wirtscbaftsplanes erforderlichen Maschinen zu verschaffen. Tito betonte jedoch, daß ein derartiger Güteraustausch auf der Basis völliger Gleichberechtiigui^ ohne politische Bindungen stattfinde. USA läumt Süd-Korea Tokio. General McArthur veröffentlichte ln Tokio ein Kommunique, in dem die Verlegung der bisher in Südkorea stationierten 7. amerikanischen Infanterie- Division nach Japan als Ablösung für eine zurückgeführte Luftlandetruppe bekanntgegeben wird. Weiter heißt es in dem Kommunique: „Der Abzug der in Korea stationierten amerikanischen Truppen erfolgt im Anschluß an die Bildung der koreanischen Republik und entspricht dem Beschluß der UN-Vollversammlung, durch den der alsbaldige Abzug der sowjetischen und amerikanischen Truppen in Korea gefordert wird.” Entnazifizierung in Baden beendet Sonderbericht unseres W. S.-Korrespondenten F r e i b u r g. Im badischen Amtsblatt vom 24. Dezember 48 ist eine Bekanntmachung veröffentlicht, die das offizielle Ende der Entnazifizierung in Baden und mit wenigen Ausnahmen die Auflösung der Spruchkammern bedeutet. Der Freiburger Stadtkommandant und gleichzeitig Beauftragte für die Entnazifizierung in Baden, Colonel Monteux, umriß bei dieser Gelegenheit dem Korrespondenten des Südkurier gegenüber noch einmal kurz die technische Seite dieser nunmehr abgeschlossenen drei Jihre währenden Arbeit . Einer Statistik ist zu entnehmen, daß vor dem Erlaß des Gesetzes durch den Badischen Landtag 190 000 Fragebogen ■abgegeben wurden, während nachher 70 000 geprüft wurden. In 10 000 Revisionsfällen wurde das Urteil geändert. Von den 4000 Internierten ist keiner mehr im Lager. Die letzten Fälle sind am 24. Dezember vor die Kammer gekommen. Seit diesem Zeitpunkt gibt es keine Internierten mehr. Die 100, die noch im Lager sich befinden, sind entweder als Kriegsverbrecher festgestellt oder sie befinden sich noch unter dem Verdacht, Kriegsverbrecher zu sein, in Untersuchungshaft. In der Zeit vom 1. 1. bis 31. März des kommenden Jahres sollen nunmehr als letzte Maßnahme sogenannte Verwertungskammern ins Leben gerufen werden, die den festen beschlagnahmten Besitz in Bargeld umzuwandeln haben. Man hofft, mit der Beendigung dieser Arbeit einen endgültigen Strich unter das Kapitel Entnazifizierung ziehen zu können. Im Anschluß an diese rein sachliche Erklärung des Freiburger Colonels beantwortete dieser Fragen unseres Korrespondenten und brachte zum Ausdruck, daß die französische Militärregierung im Gegensatz zu den anderen Militärregierungen mit den deutschen Spruchkammern in Baden keine Schwierigkeiten gehabt habe. Und daß man sagen könne, daß die Spruchkammern im Rahmen des Gesetzes eine bestimmte Milde walten ließen. Wenn auch die Entnazifizierung nicht gleichzusetzen sei mit der Demokratisierung Deutschlands, so könne man doch sagen, daß trotz der an den Tag gelegten Milde der deutschen Spruchkammern ein sicherer Startpunkt für die beginnende Demokratisierung gegeben worden sei. Er glaube ganz fest und ehrlich, daß die großen Nazis von jedem Posten entfernt seien, von dem aus sie politisch oder administrativ Einfluß haben könnten. Entweder seien sie von der Spruchkammer verurteilt worden oder aber sie würden sich verstecken. In beiden Fällen sei ihre persönliche Aktion neutralisiert. Unseren Lesern und Mitarbeitern wünschen wir ein Glückliches Neues Jahr! Verlag und Redaktion des SÜDKURIER SÜDKURIER Verantwortliche Radaktion Außenpolitik und Wirtschaft: Herbert GoMacbeideri Innenpolitik; Hermann Dörfiinger labwesend). I V : Konrad Gunst; Feuilleton; Friedrich Munding; Heimat- teil: Alois Beck; Sport; Alfred Strobel; ZUM NEUEN JAHRE Das neue Jahr ist da, und viele Tausend Stunden Sind im Vergangenen verlohren und verschwunden. Darinn gieng vieles vor, das bis auf diese Frist Uns schädlich theils, und theils vielleicht auch nützlich ist. Ihr Gönner! welche Ihr bey hell und trüben Wettern Uns Eure Huld gegönnt und unsern Wochenblättern Geduld und Zeit geschenkt, nehmt unsern Dank dafür, Und seid sehr hoch gelobt. Denn dieß verdienet Ihr. Wenn wir uns übereilt, und etwas wo versehen, So zömet nicht darob. Es ist nicht gern geschehen. Werft ferners, wie bisher, die altgeneigten Blicke Auf unser Wochenblat, auch neuerlich zurücke, Damit dasselbige in diesem neuen Jahr So wohl gelitten sey, wie es im Alten war. Für diese Gütigkeit soll Euch der Himmel Leben, Und alles Glück und Wohl im Ueberflusse geben. Was Euer Herz sich wünscht, gewähre Euch die Güt Des Himmels ohne Müh. Seyd frölich im Gemüthe, Und an dem Leib gesund. Habt eine Menge Geld; Denn ohne dieß kommt man nicht durch die beste We ; Lebt friedlich und vereint. Der Abend und der Morgen Erblicke Euch vergnügt, zufrieden, ohne Sorgen. Daß Jedermann sofort, weil man so glücklich ist Wenn man uns wohlgewollt, die Wochenzeitung ließt! Constanzisches Wochenblat zu Anfang Jenner Anno 1775 Das Vermächtnis / Spaßvögel hört man gern, weil sie die Trauer- amsein vertreiben, aber sie selber mag man nicht. Man geht ihnen gern aus dem Weg, denn eh® man sich« versieht, kommt man einmal selber an die Reihe. Der Nachtwächter in Allermannsau war ein solcher Spaßvpgel, und die Leute reden im SchwaizwaJd noch heute von ihm. Nachtwächter war er erst in späteren Jahren geworden. Vordem hatte er sich ein halbes Menschen*!ter in Amerika herumgetrieben, als Kellner., wie man sagte, und dabei war er wohl zu einem der Philosophen geworden, welche die menschlichen Schwächen aufs Korn nehmen und ihren Spaß daran haben. Die Allersnrannsauer Bürger reizten s»ch gern zu ihrem Nachtwächter und ließen es sich einen Schoppen kosten, um Von Friedrich Munding seine neuen Spass« zu hören. Aber keiner wollte dann der letzte sein, weil den letzten die Hunde beißen. Der letzte Spaß des Nachtwächters von Allermannsau war zugleich sein bester und man hat heut nodi nicht aufgehört darüber zu lachen. Als er nämlich da-9 Ende seiner Tage herannahen fühlte, ließ er den Herrn Notar kommen und ein Testament aufsetzen, wie es rechtens ist. Daxin stand geschrieben, er vermache der Stadt Allermannsau zur freien Verfügung alles, was er in seinem Leben diesseits und jenseits des großen Wasser« hinter sich gebracht habe. Es war ein Geheimnis, dieser letzte Wille, aber nach kurzem wußten alle davon und steckten die Köpfe zusammen. Was mag ds ; r arme i Schwartenmagen schon hinterlassen? sagten die einen. Die anderen aber lobten die schöne Ge- sinnung und gaben zu bedenken, daß nicht jeder seinen Besitz in der Auslage habe, und daß sich von einem, der sich dreißig odeT vierzig Jahre in Amerika umtue, wo das Geld auf der Straße liege, schon etwas hinter sich bringen laisf e. Als der Nachtwächter ein paar Tage später einschlief und nicht mehr aufwachle, ließ ihm die Stadt auf Gemeindekosten ein Begräbnis zuteil werden, das sich sehen lassen konnte. Hinter dem schönen eichenen Sarg mit glänzenden Beschlägen schritt eine zehn Mann starke Musikkapelle und spielte herzbewegende Trauermarsche, einen um den anderen, und dann kamen die Honoratioren der Stadt und hinterher bewegte sich feierlich, was in Allermannsau gerade Zeit hatte, und da man in Allermannsaa viel Zeit hat, war bei diesem Begräbnis eine Teilnahme, wie man sie sek Memschengedenken nicht gesehen hatte. Der Pfarrer rühmte d e treuen Dienste des Verblichenen, der sich buchstäblich aufgeopfert habe zum Wohl der Stadt, und säumte nicht darauf hinzuweisen, daß eT selbst auf dem Totenbett darauf bedacht gewesen sei, sich ein unvergängliches Andenken zu sichern. Alle wußten, was es mit diesen Worten auf sich hatte, und kaum deckte die kühle Erde den Nachtwächter, als man sich unverweilt daran machte, die Hinterlassenschaft fesSzustel- len. Aber da gab es rote Köpfe. So sehr man auch herumstöberte, außer einem abgetragenen Anzug, einer ausgebrannten Tabakspfeife und einigen alten Kalendern war nichts, aber auch gar nichts aufzufinden, was nran nach landläufiger Anschauung als Wert hätte ansprechen können. Weiß Gott, sagten die meisten, er hat sich mit uns noch einen letzten Spaß gemacht und das schöne Geld für das Begräbnis ist umsonst vertan. Einige aber bedachten sich und sagten: Er hat uns zuguterletzt noch eine Lehre gegeben und das ist auch ein Vermächtnis, das vielleicht nicht einmal gar so gering anzuschlagen ist. (Aus dem „Oberländer 'Boten" 1949) KULTUR UND LEBEN Vom „Südbadisdien Werkbund". Der 1. Vorsitzende des „Südbadischen We kbun- des" Paul Renner, ist aus Gesundheitsrücksichten zurückgetreten. Zu seinem Nachfolger wurde jetzt der bisherige Geschäftsführer des Südbadischen Werkbundes, Dipl.-Architekt Hermann Blo- meier, Herausgeber der im Otto Maier Verlag, Ravensburg, erscheinenden Archdtekturzeitsdirifit „Bauen und Wohnen” gewählt. Der Südbadische Werkbund setzt die Tradition des alten Deutschen Werkbundes, der sich 1933 auflösen mußte, fort, und sammelt Kunsthandwerker, Künst'er und Industrielle um sich, die Cm badischen Teil der französischen Besatzungszone wohnhaft sind. Weitere Untergruppen bestehen bereits in Hamburg (DWB Nordwestdeutschland) — Düsseldorf (DWB West-Nord) — Frankfurt (DWB Hessen) — Heidelberg (DWB Württemberg-Baden) und München (DWB Bayern). Ministerpräsident al« Buchautor. Unter dem Titel „Ende und Wende, das Schicksal von 1944 bis 1946" hat soeben der württember- gisch-badische Ministerpräsident Reinhoid Maier ein Buch veröffentlicht. Neues R e h b e r g - D r a m a in Karlsruhe. Mit gutem Erfolg wurde im Badischen Staatstheater in Karlsruhe ein neues Schauspiel „Bothwell und Maria" uraufgeführt, das von dem bekannten Dramatiker historischer Themen, Hans Rehbe-g, in den Jahren 1945/46 verfaßt wurde. Das Stück gibt in seinen elf Bildern keine Spiegelung gesd*lcht.iche r Begebenheiten, sondern die Verdichtung der schicksalhaften Begegnung eines rücksichtslos ehrgeizigen Höflings mit einer Kö^gin, die nach des Dichter« eigenen Worten „zwischen Verzweiflung und Geschlecht" ihr tragisches Los heraufbeschwört. Die Ursprünglichkeit der Renaissance-Menschen erleichterte dem Dichter die Enthüllung menschlicher Abgründe. Courths-Mahler zeitnahe. Hedwig Courths-Mahler, die hochbetagte Autorin von über zweihundert Romanen, ist, wie der „Telegraf" berichtet, fieberhaft damit beschäftigt, ihre Bestsellers umzuarbeiten und sie den heutigen Zeitverhältnissen anzupassen. Die in der Sowjetzone ansässige Schriftstellerin modernisiert ihre Rcwnanhelden und macht aus 'Ihnen, da sie meistens Rittergutsbesitzer, Barone oder Leutnants sind, kaufmännische Vertreter oder Versicherungsagenten. Theodor Plievier in Paris. In Paris fand ei-me Massenkundgebung des von Sartre, Röusset und anderen Intellektuellen ohne Parteibindung gegründeten „Rassemiblement Democra- tlque Revolutionnaire" statt. Sie stand unter dem Zeichen „Internationale des Geistes", und neben bekannten 'französischen Schriftstellern ergriffen auch der Holländer Jef Last, der Amerikaner Richard Wright, der Spanier Andrade und der Deutsche Theodor Plivier da 9 WoTt. In den Reden von Albert Camus, von Jean-Paul Sartre, David Rousset und Richard Wright kam' die tiefe Enttäuschung über die heutige Gesellschaftsordnung zum Ausdruck, mag sie auf den Säulen des Kapitalismus oder auf dienen der pseudosoziali* stlschen Staaten ruhen. Besonders bedauerlich 6ei es, daß die in faschistischen Ländern geübten Methoden genau so auch in der Sowjetunion angewendet werden. Schriftsteller und Künstler unterstehen einer Kontrolle, man fordert von ihnen Rechenschaft darüber, warum sie so oder so schreiben und warum sie so und nicht anders ma'en und gestalten. Theodor Plievier gab «ai* ne- Ueberzeugung Ausdruck, daß die Jugend i* Deutschland trotz der bitteren Jahre und bitteren Enttäuschungen den Willen habe, am Aufbau eines neuen friedlichen Europas mltzuarbeiten. Man dürfe ihr die Hoffnung nicht rauben, daß sie selbst wieder zu einem mitbestimmenden Faktor am internationalen Geschehen werden könne. Dt« Erfahrungen des Nazireaimes würden sie davor bewahren, 6ich in neue Abenteuer stürzen zu las* sen. — Dies war übrigens die erste große Kundgebung der Nachkriegszeit, auf der ein Deutscher zu Wort kam. Richard Wagner und die deutsch* französische Verständigung. Das deutsch-französische Verhältnis 1870—1914 in der Darstellung von Professor L'Huilliet von der Universität Diien bildete den Höhepunkt eines Kongresses f ln Offenburg, der die bisherige Arbeit des sogenannten Höllhofkreises überprüfen und die künftige Arbeit planen sollte. Der HöFhof- kreis besteht aus eine r Reihe von ehemaligen HJ-Führem, Berufserziehern und Studenten, di« die geistige und seelische Isolierung, in die diese jungen Menschen vom Nationalsozialismus hineingetrieben worden waren., in gemeinsamer Arbeit durchbrechen wo’len. Professor L’HuilKet entwickelte in seiner Rede, wie das gespannte Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland nach dem Kriege von 1870/71 6ich allmählidi durch e ne Verbesserung der französischen Offen** liehen Meinung über Deutschland gelöst hab* erst; Y Di 1818 zur kleinen jedichte Gottesh; I fend, ftund< form llaege »erlkk \ lOedne We Staunt ten: In c ’lßasti feite feädd lang 1 Beim Der fette, flteel fetzte Rötzl Duft • am fe da: «ltql Habe: •diwi SÜDKURIER Nr 121 ■ S?'ts 3 itag, 30. Dezember 1948 & % mm W%i jiüi/u .orea um wm. "AziSk '^" l '\7 •lat'.:. wm-, VU)6 mmi W:\ ym, mm zm. 1Z9W. - •». v-V y ipWB^ | ■raES® ruck, ! im ägie- :am- i ge- inne, des ilten rung Die Zeichnung gibt die Kirche ln Arnsdorf im Salzburgischen wieder, wo im Jahre 1818 zum ersten Male das schöne Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ von einer kleinen Gemeinde gesungen wurde — wenige Stunden, nachdem es der Pfarrer Josef Mohr gedichtet und sein Freund, der Lehrer Gruber, komponiert hatte. Später wurde das Gotteshaus durch die reißenden Fluten der Salzach weggerissen. Bild: Mayer 1 Das Silvesterorakel / Von Hans Anderle man : ge- :am- be- wor- *lich, >sten tisch önn- uch- * sie allen siert. i und ilitik: mrad imat- Pari« artre, artei- ocra- dem leben riffen caner [ der : Re- artre, tiefe sord- i des iziali* erLch lbten i an- lstler von oder nders sei- id in bitte- jfbau ;iten. ß sie aktor . Di« [avoc las* iund- sdcer s di * Da* l deT Uni- Kon- rbeit und ’hof- ligen die diese hin- Ar- illiet mnte iland Mi* fenct- iah* B inem Silvesterabend sipielte sich in enstraße eines Wiener Bezirks eine hnlidie Szene ab. Schlag sechs Uhr aus einem Gartentor ein Mädchen Straße, nur ganz flüchtig in einen gehüllt, ohne Kopfbedeckung und n Anzeichen einer starken inneren g. Aengstlich ließ sie zuerst ihre traßauf, straßab schweifen und erst, we^t und breit niemand zu sahen war, jpsgte sie sich zögernden Schrittes weiterauf fen Gehsteig voru Im halben Dunkel stehend, lausichte eie und zählte dann leiße die Jtendenachläge mit, die vom nahen Kirch- Urm her durch den froststanren Abend dangen. „ ... Vier, fünf, sechs“, murmelten fcre Lippen. Dann war der letzte Klang Windungen, immer aber noch stand die Deine regungslos und ihre Augen gangen : rie suchend durch das Stemengefunkel ; Iber ihr. Wieder murmelte sie leise Worte ; tad ein unsichtbarer Lauscher hätte nun er- , Itaunt sein können, abermals Zahlen zu hö- tei: „ ... Sieben, acht, neun, zehn ..” : In diesem Augenblick erklangen auf dem Pflaster der gegenüberliegenden Straßen- ieite feste Schritte. Eine männliche Gestalt ton den verschneiten Park entlang. Das Mädchen schrak auf und einen Augenblick lang hatte es den Anschein, als wolle die Kleine zurück ins Gantentor flüchten. Der Mann auf der anderen Straßenseite fette, nun schon ganz dicht gekommen, das fiteel hafte Mädchen nicht gesehen und fetzte ruhigen Schrittes seinen Weg fort Mötzlich aber flog etwas an seinen Hals — Buft von Frauenhaar — ein heißer Atem — to fester herzhafter Kuß auf seine Lippen *- das alles waren Empfindungen einer Sekunde. Und ehe der Verblüffte eich noch pmer Ueberrasichung bewußt werden tonte, schreckte ihn das Klirren der Masche auf, die er in seinem Arm getragen hatte und die ihm bei dem Ueberfall Sitgütt. (Diesen Augenblick benützte die Unbekannte, um nasch im Park zu verschwinden. Langsam fand der Mann Halt und Had- teng wieder. Er blickte silch nach allen Seiten um. Dann holte er aus der Tasche Feuerzeug und beleuchtete den Boden, fef dem seine Flasche aber nur in trauten Fragmenten wiederze finden war. Er Rückte sich nieder und es schien, daß er •twas aufhebe. Schließlich setzte er kopf- •feüttelnd seinen Wag fort. — ; Unbemerkt wieder ins Haus und ihr Zim- tor gelangt, war Ilse zunächst gar nicht tohl zumute. Sie begriff einfach selber feht, nein, am liebsten hätte sie heute kei- 8n Menschen mehr sehen mögen, denn sie *tte das Gefühl, jedermann müßte ihr Geschichte von der Stirn ablesen kön- Böse war sie, auf Sikh selber und JScht minder auf die alte Kathrin, ihre Jtomaüge Amme. Denn die hatte immer Jto lächerlichen Aberglauben erzählt: wenn Mädchen den Mann, den es wirklich Psben kann, und der es von seiner Seite S to wirklich liebt, finden will, so muß es _ Silvesterabend, Schlag sechs Uhr, zehn Jtone zählen und dann den küssen, der Fjn als erster in den Weg kommt. Und fen hatte sie wirklich diesen Unsinn beltegen ... Aber nein, was kennte die alte pthrta dafür, — eigentlich hatten ja die ptern schuld. Denn hätten sie mit diesem penieur Löster Ruhe gegeben, den Ilse tor schon gar nicht ausstehen konnte, so hätte sie es nicht nötig gehabt, zu einem solchen Mittel zu greifen. Und nun war das Jahr vergangen und wieder Silvesterabend. Ilse war diesmal von ihrer Schwester Gietl, die in der Nähe verheiratet war, eingeladen worden und gerne dorthin gekommen. „Ihr werdet nicht bös sein“, hatte Schwager Albert nachmittags gesagt, „wenn ich meinen Freund und Kollegen, den Doktor Reiner, eingeladen habe. Er ist hier alleinstehend und wir werden uns gut mit ihm unterhalten.“ Und abends dann saß man zu viert zusammen, und es entstand wirklich eine echte Silvesterstimmuog, die ihren Höhepunkt erreichte, als man zu dem unumgänglichen Bleigießen schiritt und Dr. Reiner, der auf allgemeines Verlangen den Guß als erster versucht hatte, ein Ding goß, das einem Ehering nicht nur ähnelte, sondern schon verdammt gleichsah. „Das heißt heiraten“, war die allgemeine Meinung. „Nein“, sagte der Doktor darauf mit einem gewissen Ernst, „das heißt, ich werde diejenige, die ich heiraten möchte, wohl niemals finden. Aber das ist eine sehr dunkle Geschichte.. .1" „Erzählen! Erzählen!” riefen alle zugleich. „Eine dunkle Geschichte”, wiederholte der Doktor. „Es war genau heute vor einem Jahr. Ich weilte damals in Wien und wollte den Abend mit meiner Mutter verbringen. Ich war am Nachmittag noch in der Stadt, hatte für den Abend eine Flasche Wein mitgenommen und schritt dien weiten Weg meiner Wohnung zu. Da hatte ich ein seltsames Erlebnis .. Was der Doktor nun weiter erzählte, nahm seine Hörer so gefangen, daß niemand auf Ilse achtete, die bald blaß, bald rot wurde. „Ja“, schloß der Doktor endlich, „es klingt vielleicht etwas unsinnig, aber jener Kuß war der schönste, den ich in meinem Leben bekommen habe und ich werde nicht eher ruhen, big ich jene Lippen wiederfinde, die ihn mir gespendet.“ „Und Sie haben gar keine Anhaltspunkte, wer —“, fragte die Hausfrau. „O ja, doch! Bei dem Ueberfall, wie ich das ganz bei mir nenne, hat die Unbekannte einen Armreif verloren, den ich nachher an mich nahm. Ich trage ihn übrigens stets bei mir, wenn sie wollen als Talisman, hier ist er.“ „Nein! Nicht!“ erklang ein erschreckter Ausruf. „Das ist doch der Reifen, den ich dir einmal geschenkt habe, Ilse?“ rief zugleich Frau Gretl. Da war aber das Mädchen schon durch die Tür hinaus. Daß auch das letzte Geheimnis jener Nacht offenbar wurde, das war Ilse zuviel... Albert stimmte in ein unbändiges Gelächter ein, in das die anderen einfielen. „Ja, ja, das stimmt schon alles“, sagte schließlich die Hausfrau, „in der Gasse, die Sie erwähnten, wohnen meine Eltern. — Ich meine, Herr Doktor, es wird am besten sein, wenn sie jetzt gehen und den Armreif seiner Besitzerin feierlich zurückerstatten .. „Gewiß“, sagte der Doktor, „aber nur wenn ein Ring als Draufgabe genommen wird.” Mitternacht: .... zehn, elf, zwölf... Neujahrsanbruch — da hatten sich zwei Lippen- paane zum schönsten Kuß ihres Lebens gefunden. Gedanken am lebten Tag des Jahres Von Adalbert Stifter (1866) „Der Silvesterabend ist da“, sagen die Leute, „ein Jahr ist in einigen Stunden aus, und ein neues beginnt.“ „Es ist ein wichtiger Zeitabschnitt”, sagen die andern, „er hat das, er hat jenes gebracht, was wird der neue bringen?” Und wie viele fragen: „Was ist die Zeit?“ Und ich, wenn wir von so etwas Ungeheurem reden, von einem Abschnitte der Zeit, frage: „Was ist die Zeit?” Und kann man sie abschneiden und zerschneiden? Sie ist das Geheimnis der ganzen Schöpfung, wir sind in sie eingehüllt, kein Pulsschlag, kein Blick der Augen, kein Zucken der Fiber ist außer ihr, wir kommen nicht aus ihr heraus, und wissen nicht, was sie ist. Kann ein Gedanke außer der Zeit sein? Man glaubt, es meinen zu dürfen, der Gedanke ist da, er ist er selbst, unabhängig von allem. Aber ich sage, kann der Gedanke nicht sein wie der Blitz, nur unendlich schneller, daß wir die Dauer seines Werdens und Seins nicht messen können, und daher glauben, er ist nicht in der Zeit, und er ist es doch? Und hat die Zeit nicht einen Bruder, der so furchtbar ist wie sie, den Raum? Was ist der Raum? Er hat die Frage von dem Worte Raum auf das Wort Ausdehnung geschoben. Was ist Ausdehnung? Ist es ein Außer- oder Nebeneinandersein, dann ist es ein Sein im Raume und nicht der Raum. Ist es ein Fortdenksn, Fortvorstellen nach allen Richtungen, so ist es doch heimlich ein Fortschieben eines Beweglichen im Raume und nicht der Raum. Und endlich Richtung. Ist nicht Richtung schon selber wieder Raum oder im Raume. Wir sagen: die Zeit ist vergangen, sie vergeht, sie wird kommen. Wir reden von einer Vergangenheit, von einer Gegenwart von einer Zukunft. Was ist nun die Zeit? Unserem Sinne erscheint sie nicht. Im Vergnügen ist sie kurz, im Leiden, in ungeduldiger Erwartung unendlich lang. Legen wir eine Betrachtung an die Zeit, wie bei dem Sternenhimmel an den Raum. Um eine Billion zu zählen, würde man wenn man in jeder Sekunde fünf zählt, in ununterbrochenem Zählen über sechstausend Jahre brauchen. In der Zeit ist die Welt erschaffen worden. Was war die Zeit vorher? Was waren in der weltleeren Zeit billionenmal Billionen Jahre, die vielmal billionenmal Billionen Jahre? Hat die Zeit selber einen Anfang gehabt? Wenn sie einen Anfang gehabt hat, so müssen wir uns vor dem Anfänge der Zeit eine leere Zeit denken, also wieder eine Zeit, und vor ihr wieder eine. Das verstehen wir nicht. Oder hat die Zeit gar- nie begonnen, und ist sie immer dagewesen? Das verstehen wir auch nicht, wie den unendlichen Raum nicht. Was ist nun die Zeit? Ich füge noch eine Betrachtung bei: Wir Menschen empfinden uns als Urheber unserer Handlungen. Wir fassen oft über eine Handlung bittere Reue, wenn auch kein Schaden aus ihr entstanden ist, und wir freuen uns oft gar sehr einer Handlung, wenn sie auch keinen Nutzen gebracht hat. Wir loben oder tadeln in unserem Gewissen unsere Handlungen, und wissen es wie unser Dasein selber, daß sie die unsrigen sind. Nun weiß aber der allwissende Gott alle Handlungen voraus, folglich sollte man schließen müssen, können die Handlungen nicht anders erfolgen, als sie Gott voraus weiß, sie sind eine Weltnotwendigkeit, und wir nicht ihre Urheber. Wo liegt nun der Zwiespalt? Er liegt in unserer Vorstellung von der Zeit. Wie wäre es, wenn vielleicht die Zeit und der Raum gar nichts Wirkliches wären? Wenn sie nur die Einrahmungen wären, in denen unsere Vorstellungen haften müssen, das Gesetz für unsere Vorstellungen, dem wir nicht zu entrinnen vermögen? Dann wäre Gott und es wären vielleicht auch andere Geister in der Zeit- losigkeit oder eigentlich Ewigkeit. Ist es so? Ist es nicht so? Auch das wissen wir wieder nicht. „Nun“, wird einer sagen, „wozu die müßigen Fragen, wozu das müßige Gerede, das man nicht einmal überall versteht, und dem gar niemals eine Lösung wird, und sehr wahrscheinlich auch gar nicht nottut? Wozu das?” Der Mann hat recht, ich werde die Lösungen dieser Fragen nie finden, und tue die Fragen doch immer wieder, und schreibe sie hier gar in einer Silvesterabendrede auf, und werde sie wieder tun, und mit mir werden sie diejenigen tun, die ähnliche Wege wandeln, und alle diejenigen müssen uns verzeihen, denen nicht, wenn sie vor dem Bilde von Sais säßen, die Finger zuckten, den Schleier wenigstens zum Teile zu lüften. Eine Stunde vor Mitternacht Das Jahr geht um, Der Faden rollt sich sausend ab. Ein Stündchen noch, das letzte heut, Und stäubend rieselt in sein Grab Was einstens war lebend'ge Zeit Ich harre stumm. ’s ist tiefe Nacht! Ob wohl ein Auge offen noch? In diesen Mauern rüttelt dein Vertanen, Zeit! Mir schaudert doch. Es will die letzte Stunde sein Einsam durchwacht. Geschehen alL Was ich begangen und gedacht, Was mir aus Haupt und Herzen stieg; Das steht nun, eine ernste Wacht, Am Himmelstor. O halber Sieg! O schwerer Fall! Wie reißt der Wind Am FensterkreuiZe! Ja, es will Auf Sturmesfittichein das Jahr Zerstäuben, nicht ein Schatten still Verhauchen unterm Sternenklar... Du Sündenkind. War nicht ein hohl Und heimlich Sausen jeden Tag In deiner wüsten Brust Verlies, Wo langsam Stein an Stein zerbrach, Wenn es den kalten Odem stieß Vom starren Pol? Mein Lämpchen will Verlöschen, und begierig saugt Der Docht den letzten Tropfen Oel. Ist so mein Leben auch verraucht? Eröffnet sich des Grabes Höhl Mir schwarz und still? Wohl in dem Kreis, Den dieses Jahres Lauf umzieht, Mein Leben bricht. Ich wußt es lang, Und dennoch hat dies Herz geglüht In eitler Leidenschaften Drang. Mir bricht der Schweiß Der tiefsten Angst Auf Stirn und Hand. Wie, dämmert feucht Ein Stern dort durch die Wolken nicht? Wär es der Liebe Stern vielleicht, Dir zürnend mit dem trüben Licht, Daß du so bangst? Horch, weich Gesumm? Und wieder? Sterbemelodie! Die Glocke regt den ehrnen Mund. O Herr, ich falle auf das Knie: Sei gnädig meiner letzten Stund! Das Jahr ist um! Annette von Droste-Hülshoff DIE FLUCHT / Beim Durchblättern einer Kunstmappe Ich bitte Sie, an dieser Mappe vorüberzugehen, wenn Sie die Kunst für eine Sache halten, die Ihnen nur gute Feierabendgefühle wecken soll wie blühende Renoir-Akte. Sie tut das nicht. Es handelt sich um eine Folge von 16 großformatigen getuschten oder mehrfarbigen Rohr- und Stahlfederzeichnungen des schwäbischen Künstlers Willy Wid- mann, die der Karl-Meier-Verlag in Stuttgart herausgegeben hat. Sie trägt den Titel „Die Flucht”. Die blütenweiße Unschuld wurzeln suchen. Dreieinhalb Jahre Frieden haben es ihnen nicht gegeben. Neben den materiell Geschlagenen fliehen Legionen seelisch Getroffener aus dem, was ihnen verblieb. Ihr Besitz, ihr Leben, die Zukunft ihrer Kinder, Europa sind ihnen fragwürdig geworden. Sie fühlen sich wie Menschen auf Abruf. Es ist, als habe sich die Gewöhnung an das Sich- fürchten-müssen vor einem Unbekannten' in ihnen zu einer chronischen Angst verbockt, die sie unablässig auf der Lauer 1 äl ihres Einbands verbirgt die Schuld unseres Geschlechts an Millionen von Schicksalen. Sie ist ein Dossier gebrochener Versprechen, ein Faszikel von Diagnosen der Zeitmoral, eine Dokumentensammlung der Furcht. Sie erfreut als Kunst und erschreckt als Stoff. Flucht ist eine der allgemeinsten und bittersten Wirklichkeitsmächte der Gegenwart. Wem sie nicht Schicksal ist, dem ist sie Versuchung. Machtstaatsddeologien, Heere, Bomben und Ausweisungen haben Europa zu einem Feld von anonymen und organisierten Zügen heimgesuchter Flüchtiger gemacht, die ein Erdreich zum Entliegen läßt nach dem Land ohne Furcht, nach dem Leben in Sicherheit. Ueberall ist dieses Fliehen-wollen zuhause. Der Krieg war noch kein Jahr vorbei, da berichtete das norwegische Auswandererbüro Australia, daß sich von der kaum 3 Millionen zählenden Bevölkerung 400 000 Interessenten für Uebersee gemeldet hätten. Um dieselbe Zeit beschäftigte sich „Enseignements” mit den Auswanderungsanträgen junger Franzosen bei Konsulaten und Kolonialbehörden und mit ihrer Fiktion: „Auswandem heißt: durch Abschied ein wenig sterben; nacht auswandern heißt: sterben auf jeden Fall”. Das alles sind nicht nur Symptome einer politischen Unsicherheit. Es sind Symptome eines seelischen Schwächezustandes. Der Mensch ohne Gott hat seine Achse verloren, schrieb „Enseignements” damals: er ist „desaxe”. Der Gläubige kann Heimsuchung in Kraft verwandeln; es gibt für ihn keine endlosen Straßen. Der Mensch ohne Achse ist allein mit der Sinnlosigkeit des Zufalls. Seine Angst bleibt unerlöst. Die 16 Blätter, von denen ich spreche, sind Psychogramme dieser sozialen und seelischen Heimsuchung der europäischen Gegenwart. Sie fliehen nicht vor dem, was ist. Sie zeigen realistische Ausschnitte aus Vorgängen, die das Auge sah: Trecks, die über die schneeigen Bodenwellen der Ukraine hinweg in Endlosigkeiten weiterziehen. Trecks, die kampieren. Trecks, in denen Menschen und Tiere zur gesichtslosen Masse gejagter Kreaturen verschmolzen sind. Flüchtende zwischen brennenden Trümmern. Kämpfende um den rettenden Platz im Güterwagen. Ermattete, über deren Warten die Zeit stillsteht. Frierende auf schleifenden Schlitten, denen die abendlichen Wintemebel östlicher Weiten wie auf Katzensohlen entgegen- schledchen. Aber so wahr und unmittelbar diese Vorgänge gesehen und erlitten wurden von einem Herzen, das mitten darin war: — die Mappe ist keine Reportage. Und es ist gut. daß die Sauberkeit der Wiedergaben dies durch die sorgsame Abstufung der Ton werte unterstreicht. Zuchtvoll maßhaltender Abstand hat den spontan erfaßten Augenblickseindruck von sich weggerückt. Er hat die allzuheftige Leidenschaftlichkeit gemäßigt durch den Wällen zur künstlerischen Form. So bleibt die skizzenhafte Unmittelbarkeit und in, ihr die gleichsam stoffliche Wirklichkeit des Erlebten gewahrt. Aber sie werden eimbezogen in eine umfassendere geistige Wirklichkeit: Schicksal durch waltet den Einzelvorgang, das Blatt wird zum Symptom, die Bildfolge zum Symbol. Nicht mehr nur das Motiv steht da. In ihm lebt unsere ganze Zeit. Ihre Angst vor dem Morgen und ihre Sehnsucht nach dem le- benswerten Leben in einem Frieden unter Menschen mit menschlichen Gesichtern Nicht allen Blättern gelingt dies gleich rein; die sparsamsten sind die überzeugendsten. Aber das ganze wirkt wie der Kreuzweg unserer Zeit, zu dem sie verurteilt wurde, weil sie einst die Kriegsbilder von Otto Dix nicht wahrhaben wollte und sie nicht in die Gestaltung des Friedens einbezog. Ich kenne nur wenige Bilder von ähnlicher Verdichtung der Realität zur Schicksalhaf- tigkelt Es sind Flüchtlingskinder von Elisabeth Mühlenweg und ein flüchtendes Ehepaar des Esten Haamier, der im Osten verscholl. Auf einem der Blätter steht ein Kind mit erhobenen Händen vor einem Ofen. Es ist eine erschütternde Gebärde. Sie macht d.-:s plumpe Instrument zum einzigen menschlichen Wesen io der ganzen Serie. Zu einem Menschen, der gibt und nicht flieht. Zu einem menschlichen Menschen, der schenkt und überwindet, indem er erstarite Glieder und verzagte Herzen mit Vertrauen durchwärmt. mh Srite 4 / Nr. 121 SUDKHHIER Peter Paul Bertram: FÜNFECKS Copyright by Prometheus Verlag 11 Gröbenzell bei München Während er diese las, batte er mehrmals das Gefühl, beobachtet zu werden. Einmal, als er unerwartet den Kopf hob, sah er, wie ein ihm unweit gegenüber-sitzender Mann den seinen hinter einer Zeitung versteckte, und gleich darauf bemerkte er, wie dieser Mann sich unauffällig aus dem Raum zu entfernen suchte. Der Mann hatte sein Gesicht Roger abgewandt, aber seine Gestalt und seine Kopfform kamen Roger bekannt vor. Eben als der andere durch die Türe huschte, wußte Roger auch, wer es war: sein ehemaliger Diener Barrister. „Ein anderesmal wird es gelingen”, hatte Barrister ihm gesagt, als er diesen zu nächtlicher Stunde in seiner Wohnung ertappte. Die Leute, die mit ihm oder eigentlich seinen Stiefbruder ein Bühnlchen rupfen wollten, hatten zweifellos vorgehabt, es diesmal auf der einsamen Landstraße zwischen der Bahnstation und Dunford Hall zu versuchen. Dank Inspektor Swaynes war ihr wohleingefädelter Plan zu Schanden gemacht worden. Beruhigt bestieg er einige Minuten später den Zug nach London. Er blieb am Fenster eines Abteils stehen, um zu beobachten, ob Barrister sich irgendwo zeigte. Erst als der Zug aus der Station war, nahm er Platz und dabei streifte sein Blick den einzigen anderen Insassen— eine Dame, die ihm schräg gegenüber auf der entgegengesetzten Seite des Abteils saß. Sie sah angelegentlich aus dem Fenster und hatte ihr Gesicht abgewandt, aber trotzdem erkannte Roger sie sofort — es war Vivian Karakerian. Ein entscheidungsschweres G e s p r ä ch Die Lage war ebenso grotesk wie peinlich. Der Zug hielt die nächsten zwei Stunden bis London nicht mehr, und während dieser Zeit war Roger unentrinnbar in engem Raum mit einer Dame zusammen, die ihm vor nicht langer Zeit zwar nicht mit Worten, aber doch deutlich genug, die Tür gewiesen hatte. Der Takt gebot ihm, ein anderes Abteil aufzusuchen, aber ein unbestimmbares Gefühl, das er in dem Augenblick für Trotz hielt, veranlaßte ihn, seinen Platz beizubehalten. Er erwog in seinem Innern, ob sie ihrerseits das Abteil verlassen oder ihn einfach ignorieren würde. Während er sie verstohlen daarufhin betrachtete, bemerkte er zu seinem nicht gelinden Erstaunen, daß um ihren festzusammengepreßten Mund ein leises, aber nicht unfreundliches Lächeln spielte. Sie schien sich seiner Anwesenheit nicht bewußt zu sein, jedenfalls nahm sie keine Notiz davon, aber immer wieder irrten bewundernde Blicke zu ihr hinüber. Sie war in der Tat entzückend; selbst ln seiner wenig rosigen Gemütsstimmung konnte Roger nicht umhin, dies festzustellen. Die Art, wie sie mit einer etwas burschikosen und doch damenhaften Bewegung ihre schlanken Beine übereinan- derschlug, bezauberte ihn ebenso sehr wie das feine Profil mit dem zarten, energischen Näschen. Während er aus dem Fenster starrte, fühlte er mehrmals ihre Augen auf sich ruhen, wie damals in der Oper und genau so wie damals hatte er das Empfinden, daß diese Blicke keineswegs feindselig waren. „Wenn ich mich jetzt rasch umwende”, dachte er, „und ich sie dabei ertappe, wind sie sich ärgern; ich darf es also nicht tun.” Im gleichen Augenblick wandte er sich trotzdem um. Weit entfernt davon, sich unmutig zu gebärden, sagte Vivion mit klarer und sicherer Stimme: „Entweder sind Sie der größte Poseur, Mr. Denison, dem ich je begegnet bin, oder Sie haben sich in den letzten Monaten sehr verändert.” Rogers Wangen verfärbten sich leicht. Verwundert und belustigt nahm Vivian diese Wirkung ihrer Anrede wahr. „Sie scheinen inzwischen sogar gelernt zu haben, rot zu werden, wie ich sehe. Für einen Poseur keine üble Nuance.” Roger, der fühlte, daß er im besten Falle stottern würde, begnügte sich damit, sein reizendes Gegenüber hilflos anzustarren. „Ich erkenne Sie von Minute zu Minute weniger”, sagte Vivian mit leisem Spott, „Sie hatten doch sonst immer eine Antwort auf alles bereit.” Nun mußte Roger antworten, obwohl er Mühe hatte, sich eine passende Erwiderung zurechtzulegen. „Vielleicht habe ich mich ■wirklich etwas verändert”, sagte er, „wenigstens hoffe ich es bisweilen.” „Auch ich hoffe es — in Ihrem eigenen Interesse. Fast wäre ich sogar geneigt, es zu glauben. I'ch: halbe Sie zweimal in Situationen beobachtet, in die der frühere Reginald Denison sich kaum begeben hätte. Seit wann sind Sie musikalisch geworden, und seit wann haben Sie sich zum Retter kleiner Jungen und ihrer Spielzeuge entwickelt?” „Ach”, sagte Roger, um irgendetwas zu sagen, „das waren Launen.” „Hören Sie, Mr. Denison”, Vivians Stimme klang ernst und eindringlich; sie wandte sich ihm mm voll zu. „Damals, als ich nahe daran war, mich mit Ihnen zu verloben, war ich bereit, viele Ihrer Schwächen zu übersehen. Ja, ich glaubte, daß Sie mich aufrichtig liebten. Aber als man mir Ihre zynische Wette hinterbrachte —:” „Meine Wette?” warf Roger ein; im selben Augenblick erinnerte er sich an die Worte, die Vivians Begleiter im Hyde- Park fallen gelassen hatte. Er hielt es für das beste abzuwarten, was weiter kommen würde. „Ja, Ihre Wette”, fuhr Vivian fort. „Es wurde mir erzählt, Sie hätten gewettet, daß in einem halben Jahre meine Mitgift in Ihrer Tasche und ich in einem weiteren halben Jahre von Ihnen getrennt sein würde — geschieden durch mein Verschulden. Ich habe das damals geglaubt, denn einer Ihrer sogenannten intimen Freunde trug es mir zu. Nun aber frage ich Sie auf Ehre und Gewissen: „Ist es wahr, was man mir erzählte?” „Nein!” wollte Roger erwidern, „nein, ich bin nicht der, für den Sie mich halten.” Er sprach es indessen nicht aus, obwohl ihn alles dazu drängte, unter den prüfenden, zweifelnden Blicken des schönen, begehrenswerten Geschöpfes seine Doppelgängerrolle, die ihn, wie er immer mehr erkannte, als einen charakterlosen Zyniker erscheinen ließ, abzuwerfen und den wahren Sachverhalt zu enthüllen. Er erinnerte sich jedoch noch beizeiten, daß ein solcher Schritt wohl überlegt sein mußte. Es waren ihm mit dieser Rolle auch Pflichten zugefallen, rein menschliche sowohl wie dienstliche, die er nicht einfach von sich abstreifen konnte, nur um sich bei einem jungen Mädchen, das er kaum kannte, in ein besseres Licht zu setzen. Würde es überhaupt ein besseres Licht sein? Er mußte dies bezweifeln, denn es war möglich, sogar wahrscheinlich, daß er Vivian als ein Mensch, der zum Betrüger an seiner ganzen Mitwelt, seinen Freunden und Verwandten, zuletzt auch an sich seihst geworden war, nicht minder verabscheuungswürdig sein würde als der Tote, dessen Namen er sich angemaßt hatte. Er mußte die Suppe, die er sich eingebrockt hatte, auslöffeln, so schwer es ihm auch im Augenblick wurde! Es war ihm unmöglich, Vivian auf ihre Frage zu antworten. Obwohl er wußte, ■wie sie sein Schweigen auslegen würde, wandte er sich ab und starrte wieder zum Fenster hinaus. IWie zum Hohn brach eben die Sonne durch die Wolken und schien freundlich auf das dampfende Hügelland. „Also doch”, erklang es ernst und bedauernd von der anderen Seite des Abteils. Ein langes Schweigen folgte. Erst nach geraumer Zeit begann das junge Mädchen ein nichtssagendes Gespräch, um die immer drückender werdende Spannung zu brechen. Mühsam entwickelte sich eine schleppende Unterhaltung über belanglose Gegenstände. Noch immer vermied es Roger, Vivian anzusehen. Er blickte nach den Wolken, die sich klar am Horizont abzeichneten. „Sehen Sie”, bemerkte er kläglich, froh, eine Ablenkung zu finden. „Wildgänse! Dort drüben am Waldrand!” Ganz weit, fast am Horizont, zeichnete sich ein dünnes, kaum wahrnehmbare« Dreieck über dem dunklen Grün des Forstes ab. Vivians Blick war der Richtung \on Rogers Arm gefolgt. Dann aber richteten sich ihre klaren Augen forschend auf das Antlitz des jungen Mannes und der Ausdruck ihres Gesichtes ging von verblüfftem Staunen allmählich in eine leuchtende, beglückte Heiterkeit über. „Warum”, fragte sie endlich langsam, jedes Wort betonend, „warum haben Sie mir nicht gleich gesagt, daß Sie nicht Reginald Denison sind? Das hätte Vieles vereinfacht.” Ein paar leere Blätter Roger erwachte aus tiefem, traumlosem Schlaf und blinzelte nach der Uhr. Er hatte länger als gewöhnlich geschlafen, und es war Zeit zum Aufstehen. Trotzdem traf er keine Anstalten dazu. Allmählich formten sich unklare und verworrene Erinnerungen in seinem Kopf. „Vivian!” murmelte er traumverloren. Dieses Wort zerriß wie mit Zaubermacht die Schleier, die sein Gehirn noch umfangen hielten .Er vermochte wieder geordnet zu denken. Wie war nur alles gekommen? Er hatte sich verraten! Frauenscharfsinn hatte die Maske, die er monatelang erfolgreich aufrechterhalten hatte, durchschaut. Bei der Erinnerung an seine Unvorsichtigkeit lachte Roger hell auf. Wie hätte er aber auch in jenem Augenblick an die Kurzsichtigkeit seines Stiefbruders denken sollen! Ueberdies war ihm klar, daß Vivian schon vorher ernste Zweifel an seiner Identität aufgestiegen waren, und daß sein Hinweis auf die Wildgänse, die nur sehr scharfen Augen erkenntlich sein konnten, einen Rest solcher Zweifel beseitigt hatte. Er hatte Vivian lange verständnislos angestarrt, als sie ihm erklärte, er sei nicht Reginald Denison, und erst verstanden, wie sie darauf gekommen war, als sie ihn lachend zu der plötzlichen Schärfe seiner Augen beglückwünschte. Darauf ließ er dann wohl öder übel alles Komödienspiel fallen und beichtete dem schönen Mädchen den ganzen Betrug seiner Scheinexistenz. Mit glücklichem Lächeln dachte er daran, wie ihm ihr teilnehmender Blick über alle Schwierigkeiten dieses Geständnisses hinweggeholfen hatte. Sie verstand ihn von seinen ersten Worten an, begriff, was ihn in bedrängter Lage, geschwächt durch seinen schweren Unfall, zu seiner Handlungsweise veranlaßt und ihn gezwungen hatte, den Betrug auch weiterhin aufrecht zu erhalten. Für alles hatte sie ein Wort der Entschuldigung; so oft er sich in Selbstanklagen ergehen wollte, versicherte sie ihm, eie hätte in seiner Lage das Gleiche getan. In einer knappen Stunde durcheilten sie beide einen weiten Weg der Annäherung, und als der Zug sich schließlich London näherte, war er mit Vivian zu einem Grad von Vertrautheit gelangt, der sich erst nach Wochen, ja Monaten enger Bekannt- „Heur Cook " bei IHühtnehn Verrückt — aber nicht unbedenklich Mit den diktatorischen Launen der Miode haben wir uns längst abgefundien — soweit eie das schöne Geschlecht betreffen. Hierüber noch Worte au verlieren, wäre ein müßiges Beginnen’ i denn betrachten wir unsere bebilderten Zeitschriften: an welches Thema wird mehr Raum, mehr Druckerschwärze, mehr karikierender Witz und werden mehr geistvolle Apercus verschwendet, als an den längst nicht mehr neuen und immer noch aktuellen „New Look.“? Au& westeuropäischen Modezentren aber kommen neuerdings alarmierende Nachrichten, die auf den ersten Blick phantastisch und unglaubwürdig scheinen könnten, wenn sich nicht Symptome auch schon in deutschen Großstädten bemerkbar machten. Was unvorstellbar war, geschieht: auch die Männer wollen sich der Modediktatur unterwerfen! Daß in Paris eine gewisse Sorte Männchen mit himmelblauen Anzügen, engen, großkarierten Hosen und papageifarbenen Krawatten herumlaufen, hätten wir schließlich verschmerzt. Weitaus bedenklicher icheint uns jedoch, daß der konservative Westen des konservativen London in neueiter Zeit Bilder bietet, die dem Kölner Karneval entnommen »ein könnten. Herrensalons verkaufen lila-rot gestreifte Hernien, hellblaue Hüte mit roten Federn, rot- weiße Schuhe mit gelben Absätzen, himmelblaue Anzüge mit Jacken, die bis zu den Kniekehlen reichen und Ofenroihrho- sen — nicht etwa im voraus für den nächsten Karneval, sondern als „ernsthafte“, neueste Märmermode! Dagegen sind die hochgekrempelten Hosenbeine und Rimgel- socken, die einem in Hamburg und München schon hie und da einen Schock versetzen können, nur ein schwacher Abglanz. Wir sprachen vom ersten Bück. Wenn man einen zweiten Blick auf solche Verrücktheiten erträgt, dann stimmt dieser einigermaßen nachdenklich. Man ist versucht, auch auf die Gefahr hin Allgemeinplätze zu betreten, dem Propheten recht zu geben, der da sagte: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne.“ War es nicht im Dreißigjährigen Krieg, damals, als Mitteleuropa zum erstenmal in Schutt und Asche fiel und die, die davonkamen, in Lumpen hungerten, daß der schlesische Satiriker Logau die Verse schrieb: „Kleider machen Leute. Trifft es richtig ein, werdet ihr, ihr Schneider, Gottes Pfuscher sein?“ Mag sein, daß die meisten Europäer, die nicht wissen, wie sie ihren einzigen Anzug durch ein neues Stüde, ersetzen sollen, mit diesem „New Look“ der Dandis von Paris, Brüssel und London gamicht in Berührung kommen. Wer ihm aber begegnet, und sei es nur auf dem Bilde, der wird sich eines reichlich bitteren Lachens nicht erwehren können. Gewiß, die Reaktion ist auch im Ausland und nicht zuletzt bei den Frauen, zumeist die des gesunden Verstandes und guten Geschmacks. Die Tatsache aber, daß es geschäftstüchtigen Modegran- den überhaupt gelingen konnte, ihre Mißgeburt in die Welt zu setzen, ist nicht gerade ein Zeichen dafür — trotz aller Lehren der jüngsten Vergangenheit und Gegenwart — daß Westeuropa die Reife erlangt hebe, die notwendig ist, um aus unseren materiellen und geistigen Trümmern eine neue Zukunft zu bauen. H. R. Queiser i Er geht mit der Mehrheit Ein großer englischer Chirurg machte in der Klinik die Runde, bei der ein halbes Dutzend Studenten ihm folgten. Als er zu dem Bett eines Patienten kam, dessen Fall zweifelhaft war, sagte er zu seinen Begleitern: „Nim, meine Herren,, ist hier eine Operation angezeigt oder nicht?” Die Studenten kamen alle zu dem Schluß, eine Operation wäre nicht nötig. „Sie haben alle nicht recht”, sagte der Chirurg, „ich werde morgen operieren". „Das werden Sie nicht tun”, rief da der Patient und erhob sich im Bett, „Sechs gegen einen — das ist die entschiedene Mehrheit. Ich will meine Kleider haben...” O. K. Donnerstag, 3#. Denember mm m M i WM ; * s V — Aeht uud aiua Malta Sehultat Deutschlands „Touristenkönigin 1949" soll als „Miss Fremdenverkehr“ nach USA. Schluß einer Besuchsfahrt ausländischer Journalisten, die vom 27.—31. Deze Bayerns Kurorte bereisen werden, findet am 31. Dezember 1948 im Haus der München die Wahl der deutschen „Touristenkönigin 1949“ statt. Am 21. Dezember die Vertreterinnen der einzelnen deutschen Städte in München zusammen, wo die Schönsten ausgewählt wurden. Die Siegerin wird im Frühjahr als Deutschlands „Touristenkönigin 1949“ nach New York fahren. — Unser Bild zeigt die Bewerberinnen um die „Touristenkönigin 1949“. — (DENA-Bild) schaft einstellt, so daß er den Mut hatte, zu sagen: „Miss Vivian, ich stehe Ihnen in einer äußerst eigenartigen Lage gegenüber, in der eigenartigsten vielleicht, die einen Menschen befallen kann: als Doppelgänger eines Mannes, dem Sie einstens Ihre Zuneigung geschenkt haben. Reginald und ich glichen uns äußerlich, aber als ich Sie sah, erkannte ich, daß auch innerlich eine Wesensverwandschaft zwischen uns bestanden hat, denn Sie haben auf mich einen tiefen Eindruck gemacht, und es war mir vom ersten Augenblick an, als hätte ich Sie schon längst gekannt. Darf kh hoffen, daß Sie eines Tages die Neigung, die Sie für Reginald hatten, auf mich übertragen werden?” „Sie dürfen es”, war ihre kalte Antwort gewesen. „Aber unter einer Bedingung: daß Sie das Böse, das Reginald so vielfach begangen hat, nach Möglichkeit gutmachen und durch Taten Ihre eigene Versündigung rechtfertigen. Sie haben die beste Gelegenheit dazu, und ich hoffe, daß Sie es tun werden.” Was in der nächsten Viertelstunde bis zur Einfahrt in den Euston Bahnhof folgte, hatte Roger zu der Ueberzeugung gebracht, daß ihre Hoffnung schon an Glauben grenzte, denn als er von ihr schied, war er mit ihr bis zu einem Punkt gelangt, der kaum mehr einen Zweifel an der Erfüllung seiner Wünsche ließ. Roger richtete sich vergnügt im Bett auf. Von nun an hatte das Leben für ihn wieder Sinn und Inhalt. Er sah ein erstrebenswertes Ziel vor Augen, zugleich aber auch eine schwere Aufgabe. Zwar hatte er schon viele der Sünden seines toten Stiefbruders getilgt, aber es blieben noch genug übrig. Vor allem jedoch war es nun seine Pflicht, sich selbst vor der Welt und dem Gesetz zu rechtfertigen. Mit raschem Entschluß sprang er aus dem Bett, badete und kleidete sich an. Nach dem Frühstück zündete er sich eine Zigarette an und sagte zu sich: „Nun wollen wir einmal meinem sauberen Herrn Stiefbruder etwas näher an den Leib rük- ken.” Er unterzog den Schreibtisch einer sehr sorgfältigen Durchsuchung, kramte alle Schriftstücke und Briefe hervor, die er bis jetzt achtlos liegen gelassen hatte und studierte sie eingehend. Entgegen seinen Erwartungen war das Ergebnis dieser Nachforschungen zunächst eher dürftig. Die Briefe von Frauenhand c Wenn en c nfach n voi ei den krauch rs e: Iber « Jirtsd valti haben, licht, i ^stärkte Noch iDeutsd jäten D Jgegebe finit de ; Assiste hinter len ; form i not hii alter schien« waren banal, bisweilen mehr als desräl^ im übrigen aber belanglos, bei diesen Damen war wohl nichts „gutzumachen.” Mit mehr Aufmerksamkeit durchlas Roger den rot angestrichenen Zettel über Ermordung des stadtbekannten G d& ro p * leihers Carol Angiolini durch den me£». fach wegen Einbruchs vorbestraften Gewohnheitsdieb Jim Sleeves und seine Komplizin Jessie Petterson. Er soffen sich um eines jener alltäglichen Verbrochen zu handeln, die sich in allen größeren Städten der Welt immer wieder ereignen: Sleeves war mit Unterstützung seiner Geliebten bei dem Wucherer eingebrochen und war von diesem überrascht worden, eben als er den Kassenschrank gesprengt hatte; während des nun folgenden Handgemenges hatte Sleeves sein Opfer erschlagen. Die Polizei, durch einen Passanten auf den offenstehenden Dienerem- gang des Hauses aufmerksam gemacht, war noch rechtzeitig erschienen, um den Mörder und seine Helfershelferin auf dem Tatort festzunehmen. Der Prozeß hatte mit einem Todesurteil gegen Jim Sleeves geendet, während Jessie Petterson mit einer Zuchthausstrafe davongekommen war. Was seinen Vetter veranlaßt hatte, diesen Bericht rot anzustreichen und in seinem Schreibtisch zu verwahren, blieb für Roger unerfindlich. Vergebens durchsuchte er das rotlederne Adreßbuch nach den Namen Sleeves oder Petterson. Plötzlich entsann er sich des unheimlichen anonymen Befehls, den er vor zwei Tagen erhalten hatte. Er suchte den Brief hervor und zog den Zettel aus dem Umschlag: Das leere weiße Papier zeigte nicht die leiseste Spur von Schriftzügen. Roger pfiff leise vor sich hin. Nun verstand er — die unbeschriebenen Blätter, die er nach seiner Ankunft von Dun- ford-Hall vorgefunden. Offenbar waren darauf Mitteilungen mit sympathetischer Tinte geschrieben gewesen, die innerhalb weniger Tage völlig verblaßte. Auch begriff er nun den Sinn der lakonischen Bemerkung: „Einträgen!” auf der Verständigung über die Adressenänderung. Wieder nahm er das Adreßbuch seines Stiefbruders zur Hand und blätterte darin. Ganz zum Schluß fand er unter X eine Reihe von Adressen ohne Namen, von denen alle, bis auf eine, durchgestrichen waren. Er übertrug sie sorgfältig in sein Notizbuch. Hier hatte er anscheinend einen Anhaltspunkt für das Rätsel, das ihn umgab, gefunden. (Fortsetzung folgt.) I den- ih ; Reichs! ' ters-chr | Gel-dw« Zum L hofften l-terror , Westdc i duziert zu gel [ gewohi i wie di von de Tage ersten sich d l ders a: L sig zu i [DM zi im Au dann s Wege pfgetausi ? Deutsc und C Es 1 Schach f weit n zer” z - Zusam enthül ■ ten, d: [;’ stoßric fülle v ^■• den i-s* voreili; sen is sehen die Gi Ir kieru-n Seht Zur s minister Gesellei gibt uni teiiungs Stelle i gegeben und ein Cs ge5akeken soudezbate &incje Nur gegen Attest! Laut Verfügung der Pro- vinzialregierimg in Halle/Saale erhalten MütteT Kinderwagen nur gegen Bezugschein. Den Bezugschein erhält man, wenn ein amtsärztliches Zeugnis voriiegt, aus dom hervorgeht, daß die Mutter ihr Kind nicht auf dem Arm tragen kann. Eine Wunderkur. In Apoida/Thüringen mußte eine Mutter ihren dreijährigen So-hn zum Arzt bringen, weil sich der Kleine den Nachttopf über den Kopf gestülpt hatte, den die Mutter nicht wieder vom Kopf herunterbekam. 1m Wartezimmer saß noch ein älterer Herr mit einer stark angesdiwollenien Nase. Der Bub mußt so sehr über die dicke Nase des alten Herrn lachen, daß der besagte Topf ganz leicht von seinem Kopf herunterging. Der Mann aber mit dem Geschwür auf der Nase mußte über den Vorfall so heftig lachen, daß sich sein Geschwür von selbst öffnete, und die beabsichtigte Operation nicht mehr notwendig war. Ehrenwerte Männer. Vor einem Hamburger Gericht hatten sich dieser Tage vier -leitende Angestellte des Fettwirtschaftsiverbandes wegen Unterschlagung größerer Mengen Fett zu verantworten. Sie erhielten je zehn Monate Gefängnis für ihre Taten zudiktiert. In der Urteilsbegründung schilderte der Richter — man sollte es nicht glauben — die Angeklagten als „ehrenwerte Männer", die sich um die Fettbewirtschaftung sehr verdient gemacht hätten. Seine gute Laune. In Frankfurt veranstaltete man vor kurzem eine Umfrage mit dem Titel „Wann sind Sie guter Laune?" Ein Befragter antwortete auf diese Frage: „Wenn recht viele Leute Kopfschmerzen haben!" — Es handelte eich um den Fabrikanten eines Kopfwehpulvers. Ein Geschäft In einer Dresdner Büder-Galerie kaufte ein kunstsachverständiger Kunde eine Original-Zeichnung von Hans Thoma fÜT 77.— DiM. Nach drei Wochen verkaufte er sie w-iedex an das gleiche Geschäft für 2500 DIM. Er hatte es in sich. In einer Heütoronner Rumpelkammer stand jahrelang ein alter Koffer, der nur wenige Male wegen seines schlechten Zustandes verliehen worden war. Jetzt fand man in der Deckelklappe dieses alten Koffers ein wertvolles Gemälde von Grützner. Hoffentlich nicht! In einer belgischen Kirche hängt die Dienstvorschrift für den Küster aus. Einer der siebzehn Paragraphen lautet da: „Der Küster erhält zwölf Mark monatlich für das Läuten der Glocken, Et hat diese mit seinem eigenen Fett zu schmieren!" Schwarzarbeit. Im Bezirk Stade amtierte in den verschiedenen Dörfern ein BezMosschorasteln- feger, der seine Gebühren monatelang tarifmäßig ein-kassierte. Jetzt stellte sich heraus, daß der Mann gar kein Schornsteinfeger war- Lohnende Reparatur. Als in Bebra ein Polster- meister einen Klubsessel zur Reparatur bekam, fand er darin einen Brillantring von eineinhalb Karat. Die Herkunft des Brillaintringas waT bisher völlig unerklärlich. „Schach dam 'flecLsidautau* Unter dieser Ueberschrift schreibt „Die Tat , Zürich: „Die Zeiten sind nun endgültig vorbei, 5,1 denen man sich in Italien über irgendeine Sach« „königlich” freuen konnte. Das amtliche BuUeti» deT italienischen Bienenzüchter veröffentlicht den Beschluß der Imker, angesichts der UmwandkiDÖ des Königreichs in eine Republik den Namen .Bienenkönigin* durch ,Mutterbiene' ziu ersetzen» Eine neue Säuberungewelle bespült demnach den italienischen Stiefel, und sie wird eigenartig® und unerwartete Spuren hinterlassen. _ Sämtlich* Schachspieler sägen den Hauptfig 0 ' ^ ren in diesem republikanischen Spiel die Krone*J ab und rufen 6toiz: .Schach dem Präsident en ^ Die Kartenspieler stechen mit dem Premier die Kegler versuchen, den Regierungschef «® r zurwerfen. Wer am besten schießt, wird Schütze** vater und erhält eine Scheibe mH Mutteradaec* als Wappentiere — oder aber mit Löwen, de» Präsidenten der Wüste. _ Die Säuberung muß diesmal wirklich sichtslos chrrchgeführt werden. Es geht mehr an, immer wieder beide Augen drücken, denn unter den Blinden ist bekanntlich der Einäugige Präsident. Und die Deutsche» sollen sich ein gutes Beispiel nehmen, den dem vom Präsidenten Drosselbart erzählen in den Gesang aus brechen: .Wer reitet so «P* durch Nacht und Wind? Es ist der Erlpräsf^O» mit seinem Kind.' (Hier int — zwar nicht Goethe — aber Glossator, denn «iI dem Roß saß nicht der 1 körnig, sondern der Vater. gelegt 25.- bis und M- auf alle gen zu warten ten zun 2.20 DtN 5 bürg n< • Völkern Schuh.mi< Arbeitsl Das •chaftsn werics 6ich uu: sere M zu etw< erhaUer das Wi gemäß fteicbenc derlidie hierzu i daß ua wiTd ui [selbst s j&ändler •^den Sch Die l äSohl’Ul lateria ifZu taten jLeder. genähte 2.75 DI Zeit 1-4 preis fi _ ohn* AI r _für frei dienst f Umsatz« Preise i untragb. meisfrer Redrnun bezahle] im neue ^.ahmsw &«u±en tung. 1 unseren itmdsd [Wir uns erstag, 30. Dezember 1948 für das seinem leit« iß Polster leiüiiQjö var bis* bei, * ieSad>e Bulletin icht den andiufl^ Namen »rsetzen* ach. den enartige Krone» d denteni' iier n* 1 lef um- diulzen* eradie** en, de# Monate Deutsclimark: 0 Tannenbaum, □ Tannenbaum! Von unserem Schweizer Wirtsohaftskorrespondenten sa Dia. n Ge- »Seren ■ignen: sr Gerochen 'Orden, prengt Hand- Opfer i Pa6- iereki- macbt, na den if dem hatte üleeves n mit )ramei e, dle- seinem ir Ro- lsudite en Na- iheim- r zwei i Brief a TTm- e nicht . Nun t Biät- i Dwn- waren itiscner lerhalb : lako- uf der nände- ch sei- ätterte iter X en, von trieben in sein einend el, das Wenn sich in diesen Festtagen die Men- hen der nördlichen Halbkugel unter dem afach oder reich geschmückten Tannen- aum eine Stunde ruhiger Besinnlichkeit anen, so kann das gedankliche Ergebnis nicht wesentlich günstiger ausfallen vor einem oder vor zwei Jahren. Daß dem Rundblick besonders Deutschland keine tröstlichen Gefühle auslöst, J>raucht vom Politischen her nicht besonders erläutert und begründet zu werden. ! Aber es ist bemerkenswert, daß auch im [Wirtschaftlichen', wo die letzten Monate ■gewaltige Veränderungen mit sich gebracht -haben, noch kaum Elemente der Zuver- - sieht, in neuester Zeit sogar solche vermarkte Skepsis sichtbar werden. Noch vor wenigen Monaten hatte sich i Deutschlands Umwelt ebenso wie die meisten Deutschen selber der Hoffnung bin- | gegeben, daß wenigstem Westdeutschland !«nit der von Mr. Tannenbaum und seinen . Assistenten ausgearbeiteten (und von den Ihinter Stacheldraht eingeriegelten deut- len Sachverständigen benickten) Geldreform über das Gröbste der Nachknegs- not hiniweggekommen sei. Sogar die nach alter Gewohnheit verprügelten Sparer schienen bereit zu glauben, daß hinter den ihnen als Ersatz für die geplatzten Reichsmairk-Seifeniblasen. angebotenen, unterschriftslosen Geldscheinen ein iealer | Geldwert stehe. Zum ersten Mal nach der vergeblich erhofften Rückführung aus dem Wirtschaftsterror in die Demokratie herrschte In . Westdeutschland eine Bereitschaft, auf re- y duziertem Niveau an den Wiederaufbau zu gehen, und selbst die Mehrzahl der ' gewohnheitsmäßigen Wirtschiaftssünder, i wie die Hamisterer Und Schieber, schienen von dem Elam der Büßfertigkeit der ersten Tage mitgeirissen. F reilich, nur in den ersten Tagen und Wochen. Denn bald sah sich das Wirtschaftsbild schon sehr an- ' dens an. Es ist heute wahrscheinlich müs- : sig zu untersuchen, wer den Außenwert der ’i DM zuerst erschüttert hat: die Skeptiker : im Ausland, die Geld als vollwertig nur dann anerkennen, wenn es auf legalem Wege auf der ganzen Welt in Ware um- ‘ getauscht werden kann — oder die in ■Deutschland selbst sitzenden Saboteure l'und Geschäftemacher. Die Geldschwemme Es ist natürlich leicht, wie es Dr. H. Schacht tut — dem die ausländische Fachwelt nicht so grobe „Tannenbaum-Schnit- zer” zugetraut hätte — hinterher den ■ Zusammenhang der Fehlerquellen zu enthüllen; aber es läßt sich nicht bsstrei- -ten, daß durch die Menge und die Aus- durch die Geldaiusstattung der Banken bis in die Nähe von 10 Milliarden gesteigerten Geldumlaufes liegt ja nicht so sehr in der Menge als in der Umlaufge- schwiindigkeit des Geldes. Man hat den kleinen Verbrauchern sichtbar gemacht, daß die freigegebene Warenproduktion bei weitem nicht zur Deckung des aufgestauten Bedarfs ausreicht. Und er hat angesichts der bei den Produzenten schnell wieder in Gang gesetzten Preisspindel bald begriffen, daß die neuen Geldscheine, wie vorher die alten, beim Liegen nur noch schlechter werden. Die Folge tot heute, daß jeder Konsument, und damit auch jeder Zwischenhändler, durch Einkauf um jeden Preis an der verhängnisvollen Steigerung der Umlaufgeschwindigkeit mitwirkt. „Auf dem Dache... Natürlich war das nicht die Absicht der Regierenden in Frankfurt und in den Hauptquartieren. Gerade weil man im Ausland die Schwierigkeit eines Ueber- garags von der dirigierten Staats- zur freien Marktwirtschaft zur Genüge erfahren hatte, um so mehr wunderte man sich über den Frankfurter Entschluß, der im wörtlichen Sinne auf dem „Papier” stand. Mit Interesse verfolgt man, wie sich zwar ein großer Teil der Produzentenschaft von den Staatsaufsicht gelöst hat, wie aber gleichzeitig die private Verbandsbürokratie anschwillt und bei der Verteuerung der fixen Unkosten und bei der Komplizierung der Verteilung und des Exports nach Kräften miltwirkt. Mit einem gewissen Kopf-chütteln sieht auch das Ausland, wie sich im „Faschingstaumel der Preise” der Fiskus kaltblütig durch Geschäfte ohne Rechnung und ohne Buchhaltung an der Nase herumgeführt wird. Sehr viel milder als die planmäßige Verheimlichung der Er.thortu.ngs- und neuen Produktionsgewinne vor dem machtlos gewordenen Steuerfiskus beurteilt das SODKURIBR Ausland aus der Erinnerung der Kriegsjahre heraus die Lebensfähigkeit der Kompensationsgeschäfte, weil diese nicht notwendigerweise auf Kosten der Währung zu gehen pflegen. Als den neuralgischen Punkt der sozialwirtschaftliehen Spannung in Deutschland (und in Frankreich) sehen unabhängige Beurteiler in der nach der Geldreform nicht nur nicht beseitigten, sondern eher noch vertieften, Diskrepanz zwischen den Preisen und den Löhnen an. Mat hat zwar von Frankfurt aus die beharrliche Beteuerung vernommen, daß die neue deutsche Wirtschaftspolitik im wesentlichen nur der unvermeidlichen Anpassung der Warenpreise an diejenige des Auslandes gelte. Die Tatsache aber, daß die'Löhne und Gehälter in diesem „Hebungsprozeß” nicht raach- kommen, hat die Befürchtung geweckt, von der neudeutschen Wirtschaftspolitik könne eines Tages entweder eine Exportpreis-Unterbietung von der Kosterassite her oder - bei fortgesetzter Benachteiligung der Arbeitnehmer — eine neue, von Osten her genährte Sozialrevolutionäre Störung de=s europäischen Wirtschaftsgefüges ausgehen, Daß es bei gegenseitiger Aner- Nr. 121 / Seit« 9 Die Nahrungs- und Genußmittelindustrie! ergoß sidi zweifellos in die Kassen der Nahrung«- und Genußmittelindustrie. Schon in den ersten Tagen hatten Obstikonserven und Marme- ladenindustxie eine gute Obstanlieferung zu verzeichnen. Lebensmittelgroßhandlungen und Feinkostgeschäfte waren kaiufbereit für Wein und Sekt. Bereits in den ersten Tagen wurden nicht bewirtschaftete Lebensmittel in erheblichem Umfange angeboten. Vereinzelt wurden aber aus Liquiditätsgründen vom Kleinhandel auch bewirtschaftete Waren ohne entsprechende Marken abgegeben. Die Kaffeebestellungen erfolgten nur zögernd, da der Ladenpreis damals doppelt so hoch wie der Preis auf dem schwarzen Markt (bei besserer Qualität) war. Zigarren und Zigaretten deutscher Herkunft waren so wenig gefragt, daß selbst passionierte Raucher zum Teil heute noch alte unentwertete Raudierkarien in der Tasche tragen. Der Grund ist in den niedrigen Preisen für amerikanische Zigaretten auf dem schwarzen Markt zu suchen. Tn den ersten Stunden des Tages X wurden 200 amerikanische Zigaretten mit kenmmg der wirtschaftlichen und politi- j 10 - S ehandelt - am Abend k°*t«eu sehen Solidarität möglich ist, den Anteil j d “ , und na * weiteren 14 Tagen der Arbeitnehmerschaft em steigenden 1 1 "" 1 ”‘ '*“* Wert des Sozialprodukts zu erhalten, hat " mcU dem 7 oty X Der bei weitem größte Teil des neuen Geldes I Zustandes in der Zeit kurz nadr' der Währung»* zum Beispiel ekle Schweiz (die sich freilich in jeder Hinsicht in einer bevorzugten Sonderlage befand) bewiesen, indem die reale Kaufkraft der Löhne sich von 1939 bis Ende 1948 um nicht weniger als 12 Prozent erhöht hat. Um welchen Prozentsatz die reale Kaufkraft der Löhne und in Deutschland während des halben Jahres der DM, vor allem während der letzten zwei Monate, gesunken ist, läßt die Statistik noch im Dunkeln. Aber denen, die hüben und drüben für die Konstruktionsfehler und Funktionsstörungen de9 Geld- und Kreditwesens verantwortlich sind, kann es bei diesem Halbjahrsrückblick nicht wohl sein .Auch nicht denjenigen, die für den vom Ausland her als nicht lebensfähige Spätgeburt bezeichnten La/stenau sgleich die Vaterschaft übernommen haben. p. Stimmungsbarometer „Versicherung" Ansteigende Abschlüsse — Soziale Mindestanforderungen für Privatrentner Der Verband der LebensversicfaerungsunteT- nehmen unternahm in Karlsruhe einen Ueberblick über den augenblickH-cben Stand der Personen-, Sachschäden und Kranücenver- sicheruntr unter Berücksichtigung der Einflüsse der Währungsreform zu vermitteln. Die ersten Monate nach dem Kriegsende stellten die Versicherungsgesellschaften vor die sehr mühevolle Aufgabe, in ihrem Geschäftsbetrieb wieder Ordnung herzustellen unteT Berücksichtigung der sehr schmerzlichen Tatsache, daß vorläufig die Bestände in der Ostzone abgeschrieben werden müssen. Was mit ihnen endgültig -‘Stoßrichtung derDruckenpresse elneUeber* fülle von flüssigem Geld geschaffen wor- i geschieht ward voraussichtlich, aus dem kommen. |L den ist, der die Warenproduktion .in einer i Fn*dwwilra», hervorgehen. In der.Tn- voreilig befreiten Wirtschaft nicht gewachsen ist. Das Verhängnisvolle des inzwischen durch die beiden Kopfquoten, durch die Ge'chäftsgelder, durch die Teildebldk- kierung der Festkonten und schließlich Schuhreparaturen in der Praxis Vom bad. Wirtscbaftsministerium winden Richtpreise für Schubreparaturen veröffentlicht, gegen die umgehend, sowohl bei den Preisbiidungsstelien als auch beim Wirt- schaftsimni'S'teri'um von allen bad. Sdyuhma- dterirmungen und Obermeistern sowie vom Landesinnungsverband Schritte unternommen werden mußten, da diese Richtpreise unter keinen Umständen ungehalten werden können. Die Schuhmadierinnung Konstanz nimmt Zone zählte man 1945 einen Bestand von 18 bis 20 Milliarden Versicherungssumme, der sich Ms zum 21. 6. 1948 bis auf 22 bis 25 Milliarden steigerte. Die Prämieneinnahmen betrugen ln den Jahren 1946 und 1947 je rund 1 Milliarde Reichsmark. Durch die Währungsgesetze wurde die Prämienreserve in der Lebensversicherung im Verhältnis 10:1 herabgesetzt, was aber keineswegs eine Abwertung des Versicherungsschutzes — nämlich der Versicherungssumme — auf 1/10 bedeutete. Entscheidend für die Umstellung der einzelnen Versicherungen war vielmehr die Höhe des jeweils angesammelten Dek- kungsmateirials. Viele Versicherte haben nach der Währungsreform ihre Prämienzahlungen nicht unmittelbar wieder aufnehmen können. Auf Grund der bisher vorliegenden Teilergebnisse ist damit zu rechnen, daß 65 bis 70 % der Mitglieder ihre Lebensversicherung fortführen, während ca, 10 hierzu folgende Stellung ein Zur seihen Zeit in der das bad. Wirtschaft«- I Prozent noch unschlüssig sind. Ln der Großle- ministerium einen' neuen Tarifvertrag mit einem i bensversicherung zahlt vorübergehend ein ge- Gesellenlohn von 1 10 DM pro Stunde bekannt I wisser Prozentsatz nur die Risikopramie. Insge- gibt und einen Lederpreis von 19.60 DM für Zu- j samt wollen über 80 Prozent der Mitglieder ihre teihmgsleder genehmigt, wird von derselben ! Versicherung erhalten. Damit scheint die Verstelle eine Preiskalkulation öffentlich bekannt- j ärgerung überwunden zu sein, die m den ersten gegeben der ein Stundenlohn von ca 70 Pfennig Monaten nach der Währungsreform unter der und ein Leder,preis von rund 12.- DM zugrunde ] Bevölkerung gegen die einzelnen Versicherung«, gelegt ist (Freies Leder aus der Bizone kostet gesellschaften wegen der auch von ihnen durch- 25.- bis 30.- DM.) Mehr als 20 wichtige Zutaten und Materialien beschaffen wir uns seit 1945 auf allen möglichen und faat unmöglichen Wegen zu ebensolchen unmöglichen Preisen. Wir warten auf Heizmaterial für unsere Werkstätten zum Preis von 12.- DM für 1 Ster Holz und 2.20 DiM für 1 Ztr. Kohlen. Hat es ßich ln Frei- f bürg noch nicht herumgesprochen, daß die Be- iVölkerung längst barfuß gehen würde, wenn das p Schuhmachterhandwerlc an Stelle der bewährten . Arbeitstische ebenfalls grüne Tische hätte? ■Das Vertrauen und Ansehen des bad. Wirt- * schaftsministeriums ist in den Augen des Handwerks auf den Nullpunkt gesunken. Es erhebt ßich nur noch die Frage, ob wir in Zukunft unsere Materialien wie bisher aus der Bizone zu etwas erhöhten Preisen einkaufen und sicher : erhalten, oder solange warten sollen bis uns geführten Abwertung herrschte. Nach der Währungsreform schlossen die Versicherungsgesellschaften in der Zeit von Juli bis zum Oktober Lebensversicherungen über eine Gesamtsumme von 406 Mill. DM ab, wobei die Beträge von Monat zu Monat stiegen. Diese Neuabschdüsse verteilen sich auf die Großle- bensversicheTung mit 45 415 Verträge und in der Kleinlebensversichexung mit 317 355 Verträge. Im Durchschnitt liegen die Zahlen der Neuverträge nur wenig unteT denen vor dem Währung s- schnibt. Tn der Rentenversicherung hat der Verband der Versiehe rungswtirtsdiaft den Direktor der Verwaltung für Finanzen darauf hingewiesen, daß die Benachteiligung der Privatver- ßicherten mit dem Umstellungsverhältnis 10:1 gegenüber den Sozialversicherten., die ihre Bezüge in voller Höhe weiter erhalten. x unhaltbar ist. Er hält als soziale Mindestforderung nachstehende Behandlung der privaten Rentenzahlungen für gerechtfertigt: Umstellung der Monatsraten bis 50 DM im Verhältnis 1:1, des Teils über 50 DM bis 100 DM im Verhältnis 1:2 und des Teils über 100 DM auf der Basis 1:10. Zur Durchführung dieses Vorschlages werden nach Errechnung des Verbandes rund 200 MiU. DM Ausgleichforderungen benötigt. Praktisch würden alle 11 Länder des Währungsgebietes zusammen lediglich mit 3 1 /* '/• Zinsen, d. h. 7 Müll. DM im ganzen Jahr belastet. ©ei der HandwerkerveTsicherung liegt der Fall ähnlich. DeT Verband hat daher beantragt, die Lebensversicherung der Handwerker big zur gesetzlichen Mindesthöhe von 5000 DM im Verhältnis 1:1 umzustellen und zur Auffüllung der Prämienreserven dieser Lebensversicherungen zusätzliche Ausgleichforderungen zur Verfügung zu steilen. Es handelt sich dabei um einen Bestand von über l 1 /« Milliarde Ver sicherungssumme. Die Ausgieichforderungen würden 530 Millionen DtM betragen. Das bedeutet die Bereitstellung von 18^4 Millionen DM Zinsen für alle Länder der Trizone p-ro Jahr. Trotz dieser noch zu behebenden Schwierigkeiten zeigen sich alle deutschen Versicherungsgesellschaften durchaus optimistisch und weisen darauf hin, daß mit Beginn des Jahres 1949 von den früher in Deutschland vertretenen vier Schweizer Versicherungsgesellschaften drei ihre Geschäfte wieder aufnehmen werden. Nach Ansicht der Versicherungsfachimänner ist ihre Branche ein ausgezeichnetes Stimmungsbarometer, dessen augenblicklicher Stand anzeige. daß weder die Deutschen sich nah dem schweren Währungsschock selbst aufgeben noch daß Deutschland von öem Ausland gänzlich abgeschrieben sei, W. Schallie* 40- D'M. Die Qualität der Speisen in den Gaststätten — bei sinkender Preistendenz — besserte sich wesentlich, während der Bieikonsum last auf dem Nullpunkt lag. Trotz Herabsetzung der Bierpreise hatten die Brauereien Umsatzrückgänge bis zu 80 Prozent. Gefragt waren gute billige Getränke, aber kein Ersatzbier. Ende Juli waren die Preise für amerikanische Zigaretten so weit angezogen, daß sie die Preise der deutschen Zigaretten übertMfen. Die deutsche Tabakindustrie und der Tabalkhandel konnten daher bereits zu diesem Zeitpunkt eine leichte Steigerung deT Umsätze verbuchen. Dennoch lagen die Umsätze weit unter denen vor der Währungsreform. Zigarren bis ru -.65 DM waren schwer absetzbar und über -.65 DM fast unverkäuflich. In der Nährmit t eüi n dustrie begann gegen Mitte August Unsicherheit über die künftige Versorgung mit Getreiderohstoffen Platz zu greifen. Die Nachfrage nach Hafernährmitteln und Teigwaren blieb unverändert groß; Absatzschwierigkeiten gab es dagegen für kochfertige Suppen. In der Fleischkonserven- und Wurstwarenindußtrie war der Eingang von Rohware infolge stärkeren Vieliangebotes gut, wegen des 'Barzahlungszwanges aber nicht ganz abgenommen werden konnte. Aus deT Süßwarenindustrie wurde ein zufriedenstellender Besdiüf- tigungsziusitand für Dauerbackwaren und Zucker- waren bei regelmäßigem Absatz und laufendem Zahlungseingang gemeldet. Die Bevorzugung von Markenerzeugnissen durch den Verbraucher trat deutlich in Erscheinung. In ihrem Bericht vom 20. August meldete die Verwaltung für Wirtschaft die teilweise Stillegung süddeutscher Zig&re11en-Fabriken. Die Brauereiindustrie half ©ich, vor allem in Süddeutschland, selbst, indem sie ohne behördliche Genehmigung Sprozentiges Bie r herstellte, das guten Absatz fand. Die bayerische Malzindustrie war vorwiegend mit Exportaufträgen für die Schweiz beschäftigt. Die Weinpreise hatten infolge großer Nachfrage steigende Tendenz. Bereits im September hatte sich das Angebots- umd Nachfrageveihältnis in das Gegenteil des reform verkehrt. Infolge schlechter Versorgung der Tabakindustrie mit Rohtabak war das Warenangebot bei starker Nachfrage nach Tabak zurückgegangen. Im Tabakemzeihandel wurden wieder Umsätze im Rahmen der vor der Währungsreform üblichen getätigt. Die Verwaltung für Wirtschaft berichtete am 8. Oktober von einer Verlagerung des ScbwaTzmarktgesdiäftes in amerikanischen Zigaretten zum Einzelhändler. Etwa 70 Prozent aller Händler verkauften amerikanische Zigaretten: Einkaufspreis damals 0.16 DM bis 0.20 DfM ( Verkaufspreis 0.25 bis 0.30 DM. Im Brauereigewerbe war inzwischen der Kampf um die Herabsetzung der Bdersteuer auf ein erträgliches Maß bei gleichzeitiger, wesentlicher Verbesserung des Bieres von Erfolg gekTÖnt. Das neue Lagerbier mit 8 Prozent Stammwürzegehalt fand bei einem Preis von -.80 DM pro Liter gute Aufnahme. Die Liquidität der Brauereien war so gut, daß sie zum Teil Wirten beim Wiederaufbau kriegszensttöTteT Gastwirtschaften finanzielle Unterstützung leisten konnten. Im Oktober mußte dann in der TabakwaTen.- industrie eine Produktionsdrosselung wegen Ausbleibens des in USA gekauften Rohtabaks erfolgen. Schwierigkeiten hatte die Tabckwaren- industrie auch bei Verpackungsmaterial. Die Importabhängigkeit von Tabakiwuen trat dann von Woche zu Woche deutlicher in Erscheinung und auch nach der Steuersenkung verschlechterte sich die Lage auf dem Tabakmsrkt weiter. Die Hersteller konnten die Aufträge nur zum Teil ausführen. Die Tabakwarendndus.trie hofft mit einer Entspannung nach der Verarbeitung des in den Vereinigten Staaten gekauften iRohtabak®. -bra— Was geschieht mit den Anlagekonten? Am 31. 12. 1948 läuft die Frist ab, in der die alliierte Bankkonnni&sion auf Grund dies vierten Gesetzes zur Neuordnung der Geldwesens (§ 1, Ziffer c) auf dem Verordnungswege eine Verfügung zu treffen hat, was mit dem Restbetrag aus der Umstellung, nämlich dem letzten halben Prozent, zu geschehen hat. Insgesamt handelt es sich um einen Betrag von rund 500 Mill. DM, welcher auf schätzungsweise 40—50 Mill. Konten steht. Nach dem Wortlaut des Gesetzes sollen die Beträge als Anlage für mittel- oder langfristige Wertpapiere verfügbar sein. Wie lange diese Wertpapiere fest, d. h. indisponibel, bleiben werden, ist noch nicht entschieden. Auch df© Frage der Uebertragbarkeit, der Beleihung, des Verkaufs, also kurz der Verfügung über die Papiere, steht noch aus. Als «icheT kann lediglich die Verzinsung ab 21. 6. (zu 2 1 /a %) angesehen werden. £9 besteht auf deutscher Seite nicht dar Plan, die Winzig-Konten — mit außerordentlich kleinen Beträgen — gänzlich freizugeben. Maßgebend für diese Auffassung^ sind währungs- politische Erwägungen. Es ist auf deutscher Seite daran gedacht, in einem Sehuldbuch die Anlagekonten zusammenzufassen. Schwierigkeiten haben sich bis jetzt auch in der Frage deT Stückelung deT Emissionsstücke ergeben bei der Zuzählung aus nicht gesperrten (Beträgen bzgl. des Miteigentums und einzelnen SpezraTfragen. Mit dieser durch die alliierte Bah'kenk 0 mmission zu erlassenden Verordnung dürfte das Gescetz- gebimgswerk der Währungsumstelliung im wesentlichen beendet sein. -bra- BLICK ÜBER DIE GRENZEN Messe-Kalender 1949 Audi im kommenden Jabr werden die einzelnen Städte ihre Messen entsprechend dem Charakter Fankfurt, Hannover und Leipzig haben bereits entsprechende Programme zusammengestellt, die sowohl deutschen, als auch ausländischen Besuchern einen Einblick in die wirtschaftliche Gesundung Deutschlands, votr. f das Wirtschaftsministerium zu billigeren Preisen \ nehmJich Westdeutschlands, geben sodlen. gemäß den bekanntgegebenen Richtlinien ausreichende Materialmengen und sämtliche erforderlichen Zutaten zuteilt, bzw. die Lieferfirmen hierzu mitteilt. Bald wird es wieder soweit sein, daß uns der Handel mit deT Bizone verboten wird und die Kunden die Schuhsohlen wieder selbst stellen müssen. (Erhältlich beim Schwarz- händler für 20.- DM zuzüglich Rieikozuschlag für den Schmuggel über die Zonengrenze.) Die bekanntgegebenen Richtpreise für Leder- besohl'ung entsprechen ungefähr dem heutigen Materialpreis für ZuteilungsledeT einschließlich Zutaten oder dem reinen Lederpreis für freies jied-er. Die Arbeitszeit für ein Paar rahmengenähte Herrensohlen beträgt 2Vz Stunden also 2.75 DM, die Geschäftsunkosten für dieselbe Zeit 1.40 DM, sind rund 10 - DiM. Selbstkostenpreis für eine rahmengenähte Herrenbesohlung ohne Absätze aus Zuteilungsleder oder 11.50 DM für freies Leder. Hinzu kommt noch der Verdienst für den Meister sowie die beliebten 3 % (Umsatzsteuer. Im übrigen sind die heutigen Preise nicht nur für die Masse der Bevölkerung ' Untragbar hoch, sondern auch der Schuhmacher- Oieister weiß nicht mehr, womit er die hohen Rechnungsbeträge für Materialien und Unkosten bezahlen soll. Möge daa Wirtschaftsministerium Ln neuen Jahr die Preisregulierung einmal aus- rahmsweise an der Quelle der Ursachen ver- jsuhen und nicht wie bisher nur an der Mün- tmg. In diesem Sinne wünschen wir sowohl in eigenen, als auch im Interesse unserer Kundschaft einen vollen Erfolg. Bis dahin sehen Vir uns jedoch im Interesse der Erhaltung un- |4erer Betrieb« gezwungen die Preis« selbst zu kalkulieren. Frankfurt: Vorn 6.— 12. 4. 1949 die Rauchwarenmesse (rohe und veredelte Pelze). Vom 24.—30. 4. 1949 die Frühjahrs- als allgemeine mit technischer Messe. Vom 29.—31. 5. 1949 Informationsausstellung und Tagung der Dechema. Vom 26. 6.— 3. 7. eine Fleischer-Fachausstellung mit der Tagung des Fleischerverbandes der U5-Zone. Vom 18.—23. 9. Frankfurter Herbstmesse. Vom 11.—16. 10. Deutsche AgTar-Messe, Köln. Die westdeutsche Messestadt Köln hat sich durch den Ausbau der großen Ausstellungshalle auf das Messe)ahr 1949 vorbereitet. Die Schuhfachmesse vorn 20. bis 22. März wird d.e Messeveranstaltungen einleiten. Die Frühjahrsmesse wird so aufgeteilt, daß die Textilmesse und die zum ersten Male wieder stattfindende westdeutsche Möbelmesse vom 27. bi« 29. März und die Messe für Haus- und Wohnbedarf in der Zeit vom 3. bis 5. April abgehalten wird. Vom 11. bis 13. September Herbstmesse. Vom 25. September bis 2. Oktober 12. Westdeutsche Fachschau für das Gaststätten- und Hotelgewerbe (zugleich Abschluß der Kölner Messeveranstaltungen 1949). Hannover: Vom 20. 5.—5. 6. Export-Messe. Die Vorbereitungen dazu sind schon in vollem Gange: mehr als 200% Ist die Messe schon überbelegt! Um den Wünschen gerecht zu werden, ist eine Zweiteilung der Messe vorgesehen, so daß im Frühjahr eine technische Messe stattfinden soll und im Herbst die Konsumgüterindu- strien ausstellen. Leipzig: Vom 6.—13. 3. 1949 Frühjahrsmesse. Allerdings hegt die Messeleit-umg die Erwartung, daß bis zu diesem Zeitpunkt die schwebenden politischen nnd währungstechnischen Fragen so weit abgeklärt sind, daß der Besuch reibungsloser als im Herbst 1948 von statten geht. Neben skandinavischen und westeuropäischen Ausstellern, wird erstmals auch die Sowjetunion vertreten sein. Auslands-Messen Die 33. Schweizer Mustermesse wird vom 7. bis 17. Mai 1949 in Basel stattfinden. Sie wird auch dieses Jahr dem in- und ausländischen Besucher einen vollständigen Ueberblick über die schweizerische industrielle Produktion vermitteln. Das Mailänder Messeamt hat den deutschen Ausstellern 1100 qm Messeraum bei der Internationalen Mailänder Messe zur Verfügung gestellt; davon sind 500 qm für eine Gemeinschaftsschau im Palast der Nationen vorgesehen. Für die U t r e ch t e r Frühjahrsmesse vom 29. März bis 7. April kann nur eine wesentlich kleinere Ausstellungsfläche als ursprünglich vorgesehen war, für die westdeutschen Firmen bereitgestellt worden. Die „Deutsche Industrieschau New York" vom 9: bis 21. April 1949 wird von etwa 190 Einzelausstellern und 37 Kollektivständen mit etwa 400 Firmen aus Deutschland beschickt. Auch Firmen der französischen Zone werden an dieser Schau beteiligt sein. Auf Anregung von Schweizer Geschäftsleuten soll vom 8. bis 21. April in Zürich eine private Ausstellung deutscher Exporterzeugnisse veranstaltet werden, an der sich etwa 50 bis 80 deutsche Firmen beteiligen können. Eine Entscheidung über die Beteiligung deut- ; scher Finnen an der Internationalen Messe in i Izmir (Türkei) vom 20. August- bis 20. Sep- | tembei und an der Internationalen Mustermesse ! in Valencia fSpanien) vom 10. bis 25. Mai i steht noch aus. Dasselbe trifft für die Internaitio- | nale Ausstellung für die Bauwirtschaft West- j europas im Januar in Rotterdam und für die Instrument and Mesurements Conference ln Stockholm vom 9. bi* 15. Mai zu. St. Gallen. Der Vorstand des Verbandes der Bekleidungsarbeiter stellte angesichts der schlechten Beschäftigungslage der Maßschneider mit Bedauern fest, daß in einigen Betrieben einheimische Arbeitskräfte zum Feiern angeregt werden, während man ausländische Kräfte weiter beschäftigt, und z. T. unter Bedingungen, die denen des Landesvertrages nicht entsprechen. R o r 9 di a ch. Aus einem Leserbrief an die „Rorschacher Zeitung" geht hervor, daß die vor anderthalb Jahren mit einem Kostenaufwand von 45 000 Franken errichteten öffentlichen Bedürfnisanstalten besonders in .den Samstag- und Sonutagnächten laufend demoliert werden. Fenster werden eujgeworfen. Armaturen abgeschraubt, Türen beschädigt. Diese „eigenartige Menschlichkeit" wird vom Einsender auf „Alkohol nnd andere niedere Instinkte" zurückgeführt. Schaffhausen. Aus dem Randengebiet wird eine Wildscheininvasion aus dem Sdrwarz- wald gemeldet, Rudel von zwölf Stück und mehr wurden gesichtet. Ein Schwein überschwamm sogar den Alten Rhein. Z ü r i ch. Auf der Durchreise nach Südamerika traf der ehemalige ungarische Reichsverweser von Horthy in der Schweiz ein. Er war bisher von den Amerikanern in Bayern interniert. Bern. Durch den Grenzsanitätsdienst wurden 6eit 1945 2250 Personen, die als Arbeiter nach der Schweiz einreisen wollten, wegen Tuberkulose zurückgewiesen. Mehrere hundert Ausländer-Kinder wurden als Diphtherie-Bazillenträger entlarvt. Während der Cholera-Epidemie in Aegypten im Sommer des vorigen Jahres waren die ankommenden Luftreisenden einer verschärften Kontrolle unterworfen. Chur. Die Gemeinde Val« hat mit 175 gegen 20 Stimmen einer Kraftwerk-Gruppe die Konzession zur Anlage eines S'.ausees Zeroreila erteilt, der 40—70 Millionen Kubikmeter fassen soll. Man rechnet mit einem Energieertrag von etwa 500 Millionen kWh jährlich', darunter die Hälfte Winterstrom. Lugano. In manchen Gegenden der Südschweiz können in Höhen von 1000 bis 1500 Meter Walderdbeeren gelesen werden, an anderen Stellen blühen Primeln, Veilchen und Walderdbeeren. Berndorf. Auf einer Wiese blühten Mätte Dezember Schlüsselblumen. Bregenz. In Gegenwart eines Zollbeamten wurden 400 kg Kakao, acht Pfund Schokolade, ein Viertel Zentner Reis, etwa ein halber Zentner Teigwaren und 10 Pfund Käse verbrannt, die aus einem Liebesgaben’ager stammten und infolge Durdmässung beim Transport oder bei der Lagerung ungenießbar geworden waren. Lustenau. Eine 1100 Kilo schwere Kirchenglocke löste sich vom Glockenstuhl und stürzte in die Tiefe, blieb aber im Turmgebälk hängen. Salzburg. Ueber hundert medizinische Präparate wurden zum Verkauf in Oesterreich freigegeben, die legal bisher nicht erhältlich waren, darunter Aspirin und Pyramidon, nachdem im Salzburger Landtag auf die Gefahr hingewiesen wurde, daß eine Reihe von Spezialitäten sonst hätten vernichtet weiden müssen oder auf den Schwarzen Markt abgewandert wären. Salzburg. Ein Leser dei „Salzburger Nachrichten" wundert sich in einer Zuschrift darüber, daß Ankündigungen über die Ausgabe von Tabakwaren erscheinen, während es doch schon lange kein Geheimnis mehr sei, daß man in jeder Tabaktrafik auch ohne Raucherkarte und zu normalen P*eisen Zigaretten kaufen könne Linz. Durch Verbraucher-Genossenschaften sollen 30 000 noch nicht an das elektrische Netz angeschilossene Öberösterreichische Bauernhöfe elektrifiziert werden. Wien, Im Hörsaal der psychiatrischen Klinik wurde ein junger Mann, der bei einer Rauferei einen Fausischlag in die Gegend des Auges erhalten hatte und durch den Schock erblindet war, unter dem Einfluß von „Wahrheitsserum" wieder sehend. Wien. Die Post- und Telegrafendirektion weist darauf hin, daß Schwarzhören strafbar ist, daß deswegen eine gerichtliche Verurteilung erfolgt, und daß diese in die Strafakten eingetragen wird. Wien. Wegen Strommangel wurde die bedingungslose Abschaltung jeder Reklame- und Schamfensterbeleuchtiung angeordnet. Drei SCHACH-Kurzparfien (Aus 1 . 3. Unerwarteter Flgurenveriust Weiß: E. J. Diemer (ScheCdegg) S di w ar z : Barnstedt (Offenburg) deT süd'badischen Schadimeisterschdfi Konstanz, 9. Runde) d 2 —d4, Ö7—d5; 2 . e 2 —e4!, dSXe4 ; Sbl—c3, Sg8—f6; 4. f2—f3!, Lc8—f5; 5. f3Xe4l. Sf6Xe4: 6. Ddl—f3, Se4—d6 (Auf 6 ... Sd3Xd4 habe ich schon mit 7- Df3Xf5, Se4Xc3; 8. Df5— c8+ eine Figur gewonnen.) 7. Lei—f4l, Dd8—d7 (Kostet — eine Figur! Am besten dürfte Dd8—c8 sein. Die Qualität ging schon nach 7 ... Lf5—d7; 8. Df3Xb7, Ld7—c6: 9. Lfl—b5ü verloren.) 8. Lf4Xdß! und mein Gegner entschloß sich, mit 8 .. . c7—c 6 ! die FiguT aufzugeben, denn nach 8 .. ,c7Xd6; 9. Lfl—1>5, Sb 8 —c 6 ; 10. d4—d5 wäre die Lage noch katastrophaler. Daß ich die IJartie trotz der Figur mehr noch verior, daran war mein Bestreben schuld, „schön" zu gewinnen. Drohungen Ober Drohungen Weiß: Sibler (Freiburg/Bisg) S di w a r z : Brauchle {Aulendorf) (Aus dem 1. Lindauer Bodenseetumier Aug. 1947) 1. e2—e4, e7—e5; 2. d2—-d4, d7—d 6 ; 3. Lfl—c4, a7—a 6 (Hier gewann bereits 4. d4Xe5, dßXeö, 5. Lc4Xf7-M! einen Bauern.) 4. Sgl—f3, Lc 8 —g4t 5. Sbl—c3, h7—h 6 ; 6 . Sf3Xe5U, d6Xe5! (Nach 6 . .. Lg4Xdl: 7. Lc4Xf7+, Ke 8 —e7 haben wir mit 8 . Sc3—d54- das „Seekadetten-Matt"!),- 7. DdlXg4, Dd8Xd4; 8 . Dg4—c 8 +, Dd4—d 8 (Oder Ke 8 —e7 : 9. Sc3—d5+, Ke7—d 6 ; 10. Dc8Xc7+, Kd 6 —e 6 ; 11. Sd5—b 6 + und Matt oder Damen- gewinn*!), 9. Lc4—f7+U, Ke 8 —e7 (Matt oder Damenverlust!); !0. Dc 8 —e 6 Matt! 3 Originelle Fesselung Weiß: Rossolimo (Frankreich) S ch w a r z : Kottnauer (Tschechoslowakei) 1. e2—e4, c7—c5 ; 2. Sgl—f3, Sb&— 06 ; 3. Lfl— b5, e7—e 6 ; 4. 0—0, Sg&—f 6 ; 5. Tfl—el, d7—d5!?: 6 . e4Xd5, Sf6Xd5: 7. Sf3—e5, Dd 8 —c7; 8 . Dd'l—13, Lf 8 -dß; 9. Se5Xcö, b7X<*>. (Was jetzt folgt, konnte man wirklich leicht übersehen; nach 9.... 0—Oü stand Schwarz ausgezeichnet, denn der Sc 6 hat keinen Rückzug! Beides sehen — wer sieht das mitten im Kampfgetümmel?): 10. Df3Xd5U, Ld6Xh2 + : 11. Kgl—hl, 0—0; 12. Dd5—h5. Schwarz gibt auf, er hat eine Figur zu .wenig. Anm. von E. J. Diemer (Lindau-Scheidegg). SÜDKURIER ’fäCeüiouzeufefu gfränletn, 40er, aßeinit.. geb., fotlj., mtt aßen guten ^a-ustnu-cn-eigeni^af- ten, fairfrt ^aus^aUTÜbTU'itg (35er- trauensiteiluita') bei atteiitji. ittem* ab. alt. S-crrn. iudj 3J?tthiX‘fc in Ißtagte unfc 9üm> (SdjteibmiritJjme, ftüljrei* '■drein?), «nid) gute ^$j3e0*tin unb ©c- feU-i^afteri'n. u. 70 877 ©24- futier Konitanj. ' Irtdirto«. bto »± *»*'* „At«»*'**!!! f\ Wi sssss^ &S.15S- Same, junge, roitifdKtftlidj, gepflegt, eoanig., mödjt« attetnjft. $*rm 4. £aus- fycrltt führen, ^einat nid# beeebju^ri-ai. 3u*f^t. u. 73 820 ©üfoburter Konftanj. _ Vertretungen _ Vertreter bei g'.ir.ftigen Seiringungen t. fßerbeorgan fiii Sucbgemetirbe geruht. 3uftbt. ». 87 665 ©übEuriet Sinbau. Sertreter für beit SSeffouif non toRfi- unb oertbromten Seiteieit an fSntrole non ©»finget SeitetPürma gefuifit. 3 U_ Rbniften u. 2414 ©iiMimet ÄoitRanj. _ Wohnungstausch _ SBoftnnngstaiifd)! SReldjiei Ste^r-et touidrt in einem Ort £>o#erns. 9T*ä^e Ktet, tttfiftr tögtidjer g^^os^egen^eit. SBoflj- roung mtt (Sutten oorfyanttcn. 3uf$t. u 73 892 ©iibf. Kunfbcm 1 ,}. Verkäufe Vi-©eige, oil gdpieltts SnTtruiment, Sofort gegen TM ISO.— gu »erfaufeu. * 3*141. unt. 1966 Sübftmet Konftanj. ÖKSB*9leifen. 9tenroare. Mete an gegen Kaffe: 10.00-2 2 tp-T.; 12.00- 24. toi.; 14.00—20, !p{. Öieferbar wifort. 3'U'rdjt. u. 2416 Sübfutier Äonftanj. Kaufgesuche 6 / Nr. 121 Rinbetgarinerin, fall)., itidjt unter 25 un4 ni&t üiber 30 Safae, jur Seitung einer Abteilung Kteittft findet im SlUcr tum 2—3 Strikten §efu#i. ißetongungen [in® guter (fcputtiwjevtsjuiftaTVb pflege- rifdje, etjteben^e u. ptaft. ©eroarcb* bert, gute SUgemeinbilbumg, Mibe u bei^eibene fiebens'^ultuirg. Stusfä-^rl. Stngettotc an Äiit4er^e;m St. ©lifalrei$, Äunrtoni 3 , ©ütteftrafte 8. $axsinäbdjen jbet)nnen, 2ienen-©cnetal- oertretung. Sasbütbiralben Xelefon * Sdjern 290 8ienen.6inaib9-8angmaterial • önf>änger futsfr lieferbar. 2ienen-©cneraloertr ©uftuo ^eunffen. Sasbatfimalben tele. * fon Sdietn 290 Sienen * 3®P*a , ft5-8-t.i'an0nHJterial.!ln - bänger fursfriftia lieferbar, ©u^ao fjcpmien. 8ienen--©eneralcertt.. Sas- * bndnral’ben Telefon Silbern 290 2K9B ©^eorolet, 6 39lin&ßt. l 3 /i t, neu fateijeriert. generailüber&olt, bereift. ferner öaitomag-SierenDugcn, 1 t, reparaturbebürftig, eotl. als ©rfa^teite ju octI. 3uift^r u. 35 279 Sübforriet ^nnftanj _ Heiraten _ Kiifet-iinoiptu, tin haften, ju Haufin §cirat|ad),ntit, äSermiltlungen allerocts. 3-u ; rrf|r. an Klraatii §ertmamt, Scbinaunflcn foftcnirui! gennann 2cu- Küferei, Äis. SBaJte^ul. i^ct, Sann a. Wlj., Köln Sti. 74/28S Amtliche Be kanntmachun g fungsfß^ine. bie i&ie neuen Kontingente entölten. Mitteilungen Darüber, unter mettfjen Sorausfetyungen unb in meinem Umfange 9tädrt- unb ©onntagseneTgie be- jogen roerben fann, erfolgt outib bie juftänbige ^a^fommif r ion. 2, $anbmert unb $anbel 3>ie Den Serbtau^ern btefet Seruifs- gruppen juite^enbe ©Irommenge beträgt im Monat Sanuar 1949 nur 80% bes ihnen julettf jugeitanbenen monatlichen ©tromfontiugentes. 3. Die Änmenbung eleltrifdjer 9?aium- hei^ung. fotoie bie Senüfcung oon Sd>au- feniter. unb tReFlamebcleu^tung bleiibt Ttatf) roie ooi oerboten. Jreiburg, 23 tejember 1948. Sabifdjes Miniffertum bet 2Birtjm * Jjeima'tsTieitft Münzen 15 (452). 3»|d)ueibm-ci|ter mm iü^xenöer mfrbeut- (dj-er Trifo-tagenifabrif gefugt, ©etoet* fber, Sie tief frefäbigt füljlen. einei mofoetnen ^^neiiwMetfuTtiQ wvtju- liefen, richten if)te 3uiitf)i. u. 32193 * an Sübl ÜRabolfseü/So’benfee. ©feröefnedit in Tauerfteßanig geftuhl * Slitton Stapele, Kappel (9t-ai>ens&utg). SduoeiAer, Püf§t., .^u 30 ctud 93ieb, nnob Stall una 3ßeit>ebetrieb gefugt. 2ln- * km Stägele, Kappel, Kr. Staoensfrutg Vertreter ©erfonentxaftmagen (TK3B. Olympia ©olfsma^en oiber 170 V). in neuro Juiffcaitib ju taruifen gefuept. Sn 3^^’ kttg fanit ein fahrbereite« Mgeben roePben. 3' a ‘ * i^rift. u. 45132 ©üb! 9tai«nsb'Utg CK3B, 2 t, KaftemauPba-u. mit neuiroet-t. Jj>®^©©-Motor. Telahage-Matot. 4 3^1., ntit ©etriebe ju oetl. 3 U '^ 1 u - *48 241 ©üfoturiet Stoda^._ _Maschinenmarkt_ Maijbadj-Motdre, 100 un)> 135 neu, mit c^roerölDeteafer. giinß. nerJauft. Karl 3®ii*. St^maringen, ffiprmn-artum- * [trafo 4. GUTE FAHRT 1949 wünscht allen Autofahrern GUMMI UMMIH>EU’ Tel. 3156, 31%, 250* Fabrik für Reifenentegerang AilszibehSr- n.Werkzpnggroknandlang 5 5/f bewährte Vertretet für einige Sejixte gefugt jurn 35erlauf oan ^al5b«arb«xtunös-9Jtai^. Merfjeuige Motoren uitb äljn'I T>in.ßen Ißut Herren, b>ie ju arbeiten oerfte- Ijen melSen bet Otto 3ßeber. Snb unb ©ero. Sebarf. ©hittgart-Tegetiod). * SBalöfttaBe 18. tlbonncntenroerber unb nücfyt. Otga- nifatoren non 3Berbefolu>nnen f. franj. 3mte geiu^. Sln^e'bioi unter K 210 an * £©3l Stuttgart*© Tüb-i-n-get Sit. 19a $amen u. fetten, bü^tige, gum Vertrieb unfeter Künftleraergröherurmgen in allen Orten ß-eiudjt. Sei ©ißnung erfolgt feite Taueranftcßung. Kunft- unb SergrÖBerum'gsanltalt ©nfta» Kurth. * (13b) Mün^en-SIla^ _Verkäufe_ 28 einige Mafietllinge«, SSO! 3.—. (Sitte Sottoifel). Ebr 3ä(Kt. Dartimxitb. * ®»in)tiabe 144. _Kraftfahrieuge_ Epelaii j Stäbe (jxctfrutg, toii. fieirat m '■'/ gef4änsfüibt. 3ftl. ab SBtne ' 5läb Mi. Gljeinititut Satmo- nie SSetroaltung Ranftana, lalgatten- ftt. 1 (Äeitn-3lr Sb 7456) Siictpotto » etbeien. Sie bebilbeete $eiiatspott oermittell Ha. m«n unb (>erren im 3n, u. Sbuslanb © etnrn t e naais'tau; una sut ang#t in» 2tusuv'j'51. Sieg u. SRiittet, ©ab Eann- * patt, Jack 19 geitate»? 3a — aber aut öuidi Stila ♦ Stuttgart 39 11 KotebäblSt 95 (Ebe-3eitung „»lein Snp“ bringt Settaten u. Siitbeiraten aHet 3 ön ^ n , uueb j. Cetmägenslaie. Seine 2lujMaasgeb'übt. Entl i5»to}U'ienbg. StieimeiWeleinlet- tuag j. Unterl u 3Jlübe 5 T311 bet« * legen 3nftit. Stijtus. Satjeislautexn. Verschiedenei Mitarbeiter t>on 3agö- unb lyilifreret* jeitung gefugt ©mtiftiierier, Tier- nwiler, 3 ö * a, 9 IanD€l. 3nbuftrie unfi iBirtfibaft, Öifte lo’rtenl. * btttcb Merlut Qrinbed 435 Santttjes für ben Mann — für &ie bas Veit Sauren beroä^rte §ormu>n* Sraparat gegen Wetoentt^roätbe nnb Sntersetjdjeirtungen. ©r^ältlii^ in ben Slpot^efen $lusiü!lj:lid)e Srafcbüte b. 5otnw>;an, ©, Spulte u. ©o.. Kom- * ©ej., granffurt/M.. Saitfad) C SetriebsüberficbteH unb 3 i»tfdjtftbüan- jen ju jebem ©ieuettetntvn i^neß uni juioerKiifig butch bie ..Jortitbritt-St* nanj-ßo-^n- uirb ßofier-Thtr^fcbtetbe- SudfoaMunig''. Serlangen Sie Snge» bot 3li. Hl butd) bie ^rrma S- u. S. Stbele, 5artlf^iitt-S-üi>o-einrtd)tungs* |>au5, ©tfuttgatt-K, j. 3- ©alioer * Strafte 36. Die Eisenbahn bau) auf, der Fahrplan ist verstärkt reist deshalb mit der Eisenbahn! Für die 3 besten Werbe-Ideen zur Förderung unseres Reiseverkehrs setzen wir 3 Preise von 500.— DM, 300.— DM und 200.— DM aus. Letzter Termin für die Einsendung der Vorschläge: 25 Januar 1949. Ueber die Zuerkennung der Preise entscheidet ein besonderer Ausschuß der Generaidirektion der Südwestdeutschen Eisenbahnen in Speyer unter Ausschluß des ordentlichen Rechtswegs. Die Eisenbahn erwirbt an den mit Preisen bedachten Vorschlägen das Eigentum. Generaldirektion der südwestdeutschen Eisenbahnen Speyer Seit vielen Jahren beliebte und bewährte linirnPXKt-' Ist Husten eine Krankheit? SBet niel unter inijten ju [eiten 6at ,ijt »M« inerteres geneigt, rieje grage }u bejahen. 3n Jßirlliöjfeit ater ift gujten leine Ätan%it (oiriertt nur eine Segleitepf^einung, ein Sgmpiom einer lallen, näm- Iii6 einer Sättigung tes »arten (Semetes ter atmungsotgane, tie fick als Sei} auf tie tuet netlaufenien ffimpfitttangsneraen ausmirft unt lo He fHeHenjti>f;e ausläit. Bas mug man mifjen, tnemt man erfalgteiäi gegen terartige Se^mer- ten narge^en mili, inste'oniere menn fte |ö>on d)ionii<6 gemärte n Rn t. Ba}u tat in uttge}ä^Iten gärten tas nrm 25tof«([oten. aer}ien uitt Spanien ln riifjnnliö) anertannt« „SilpMscaltn“ als tos rilH'ige 2Rirtel ernriettn. Benn „Silpäoscalin" ridjtei ieine SBirturtg urfaebtieb auf tie Äran.lKifsporgänge in ter Htnrungsldjleimöciut, es iji belanters taranf eingefietß. iieftm empfintlicten Semete er^te ajiterRanis- Iraft }u »etlei^en, tue eitf}ünMiiten Sstgänge }um Süägang }u bringen unt tie au$6eilung ter enijtantenen Semebsfibäten }u jäptern. 21atür- Iidj eignen tem Silt^ascalin au<6 buftenitiHenbe. fdjleimläiertie unt ausmurrförternie SBirluttgen; «nt io faitn man oerftejen, roesljalb M cilp^ascabin einen [o beöeulenten Ruf als Surmiiiel gegen falarrba- Iii*6e lirfranluitgen t«r aimumgsotgane. namentlid) ebronrjeber ärt, errangen bat. — Silpboscalin-Sabletten Rnt in grünet bSacfuttg mit 80 Stüi }«m RSteis non B2R 2.06 in ten Epotbeten erbätlicb. 93er- longen Sie pan ter girma Carl Säblet, ÄoRftan}, tnRenlos uni uiroerMn6I:d) bie iniereflanie. illnRrierte auflläpungsjcbriit S/ . . . . Melissengeist • Magentropfen "Karmelitergeist ’ Hienfong-Essenz • Dreierlei-Tropfen DRESSIN-WERK. Andreas Märtin t Co. KG. Chem. Fabrik. Bayreuth. «cRtung! ffiin Soften 3' Qualität ioli 9d|t«ng! tnlmaren, beRe ort lieieriwt Waschtöple 30 2iier.B2J1 18.50 40 Shier.B3R 23.50 Ein wec kapparate B3R 22.50 Fntterkoctatiipfe 30 Ktet B2R 18.50 » aiiet.B3J1 23.50 Sefte perginlt« äBatel (Ein 3abr Grarantie! Sei SeRettumg Sabnftatian angeben ßiefetmng erfolgt butd) Racbnabme Gerhard Paul, Varnhalt Kr. 125 Post Steinbach/Baden BtcttKv ftaffee! Seit 51 Satten Stemer Quart- täts-Saffee. gür Serfauf titelt an SiiPüie Setteilet «. SammelbefteUer gefuebt Sngebote u S. S 715 an tie Kortag, Sternen. 2an- genRt. 132 erbeten * fGummntoht 1 [Oauptngtviffr SXdlmqnikr für Kraftfahrzeuge und Schlepper sind einmalig Verlangen Sie die neue Preisliste Fritz Hetz Ketten fabrik Ettlingen/Baden Es genügt nicht dass man für 1 Stunde satt ist Sechs Stunden hat ein halber Tag. Und bei jungen Menschen soll noch etwas übrig bleiben für den Aufbau. Drum gibt die Mutter Schwaben- Frühstack Nur zehn Pfg. kostet das Frühstück für jedermann. Zu haben in jedem Lehensmittel-Geschäft C0RYDENT Zahnpasta * Verkaufspreis 0.80 FERD. LANGENBERGER & CO. STUTTGART ■sur in Fachgeschäften QyifaÄi langer Enlbehrung ab und zu endlich wieder ein ediler UERDINGEN R«| 11 N Jm neuen Ja tie bringt Glück, oeegits es nie, ein tos der Süöae/tbeutldien üiafleniotteeie! 3ieböRg Der 4. Klaffe am 10. Sanaar 1949 $M 201 000.— roerben ocrloft. Ipreis für ©rneueiunfl: Vs TM 3.—. V* 6.—, l h 24.— Kaufloie V« T>M 11.-. % TM 22.-. ‘/i TM 88.- T>ie Sale ftnb bet allen ftaatl. &orterie.©inna^m«n erbältli^. Ättdwestdeatsclie Klaseenlotterie SUDKURIER das erfolgreiche Anzeigenblatt Mehreren ZUSCHNEIDERN, einem NXHMASCHINEN-OBERMEISTER einem WIRK- und STRICK-MEISTER einem BEKLEIDUNGSTECHNIKER (Refa-Mannj bieten mit eilt ausii4)tsmcf)cs aibettsfelt iBit merten Sie nicht nu: als Mitarbeiter eittRellem. (onbern auit) als (olcben aibten. Sibreiben Sie uns iafort mit allen natmentigen Sngaben. menn Sie mehr als nur genügerrte gacb-Äenntniiie baten . TrikoHabriken J. SCHIESSER A. G.. RADOLFZELL SÜDDEUTSCHER Donnerstag, 30. Dezember 1948 HEIMATKURIER Nr. 121 / Seite 1 Schwarzwald erwartet Wintergäste Wiederaufbau des badischen Fremdenverkehrs Skilift am Feldberg Der Schwarzwald, die Geburtsstätte des deutschen Skilaufes vor mehr als einem Jialben Jahrhundert, w*r von jeher eines der besuchtesten deutschen Skigebiete. Droben im Feldberggebiet haben sich Norweger, Finnen, Schweden eben so wohl und heimelig gefühlt wie die Schweizer End Oesterreicher. Vom Hornisgrindegebiet über die Hänge des Kniebis und Thur- ner bis hinauf auf die Höhen von Herzo- genhom, Feldberg und Belchen war lfh Winter ein Ferienparadies, das mit seiner Märchenpracht eines Schwarzwald-Winters Tausenden und Abertausenden Erholung aus dem grauen Alltag brachte. Wenn nicht alles täuscht und das Wetter, das in ganz Europa bis jetzt für den Skiläufer nicht sehr erfreulich aussieht, keinen Strich durch die Rechnung macht, wird der Schwarzwald in diesem Winter zum ersten Male wieder einen Wintersportbetrieb erleben, der an die Friedenszeit erinnern dürfte. Die französische Besatzungsmacht, die bis zu 90% der Hotelbetriebe in Südbaden beschlagnahmt hatte, S gab im Spätsommer eine größere Anzahl ' von Hotels für den innerdeutschen Reise- J verkehr frei. Dazu kam die Aufhebung der /Einreiseschwierigkeiten in die französische f Zone, in der in der Hauptsache die [ Schwarzwald-Skigebiete liegen und nun | erwartet der Schwarzwald zum ersten f Male in der Nachkriegszeit Wintergäste, die in den bekannten Wintersportplätzen gastliche Aufnahme finden werden. Bedenkt man, daß im letzten Winter nach Ueberwindung großer Paß-Schwierigkeiten noch Kohlen, Kartoffeln und sonstige Lebensmittel einschließlich Bettwäsche im Rucksack mitgenommen werden mußten, dann kann man den Fortschritt im Wiederaufbau des badischen Fremdenverkehrs ermessen, wenn man die dieser Tage vom Badischen Fremdenverkehrsverband in Freiburg herausgegebene Werbeschrift „Schwarzwald — Ferienland in der Wintersonne“ in die Hand nimmt und in dem für die heutige Zeit außerordentlich interessanten Hotelführer zahlreiche Angebote von vorteilhaften Pensionspreisen findet. Alte Schwarzwaldbesucher erinnern sich pf noch mit Wehmut der buntfarbigen gastronomischen Landkarte, die in geschmackvoller Weise auf all die Herrlichkeiten des Badner Landes hmwies, angefangen vom süffigen Wein und dem vielbegehrten Kirsch- und Zwetschgenwasser, den herrlich mundenden Freiburger Brezeln, dem begehrten Schwarzwälder Speck und all den gastronomischen Eigenarten des Badner Landes. Soweit sind wir allerdings noch nicht, daß all diese schönen Dinge dem Gast zur Verfügung stehen, aber die anerkannt vorbildliche Gastlich- ' keit der Schwarzwälder Hotellerie ist auch heute schon wieder in allen Gebieten des Schwarzwaldes festzustellen. Ueberall regen sich im Badner Land die Hände, um dem schwer um seine Existenz kämpfenden badischen Fremdenverkehr wieder seine für das Land Baden wirtschaftliche Bedeutung zu geben. Der schon länger wieder tätige Badische Fremdenverkehrsverband mit einem so alten erfahrenen Fachmann wie Hotelier Joner an der Spitze und dem schon Jahrzehnte im Fremdenverkehr tätigen Dr. Boos Titisee als Geschäftsführer hat im vergangenen Jahre wertvollste Wiederaufbauarbeit geleistet. Nach der Werbeschrift des Badischen Verkett nsverb an des steht beispielsweise im Nordschwarzwald in diesem Winter das bekannte Kurhaus Ruhestein für den Fremdenverkehr zur Verfügung, während im Kurhaus Unterstmatt im Hornisgrindegebiet während der ganzen Wintermonate Skikurse für Fortgeschrittene und Anfänger durchgeführt werden. Von den Höhenhotels im Bühlerhöhengebiet ist ein großer Teil ebenfalls wieder frei, so daß der bisher dreimal wöchentliche Omnibusverkehr Bühl—Höhenkurorte vermehrt werden soll und außerdem wieder die Omnibuslinie Baden-Baden—Bühlerhöhen- kurorte in Aussicht genommen ist. In Ottenhofen sind bekannte Hotels geöffnet und im Mittelschwarzwald haben Wintersportplätze wie Triberg, Schonach, Schönwald und St. Georgen ebenfalls wieder Unterkunftsmöglichkeiten. In Südbaden hat man für den bevorstehenden Winter große Pläne. Im Gebiet von Hinterzarten, Titisee und Feldberg liegen bereits zahlreiche feste Vorbestellungen vor. Titisee hat 250 Betten, Hinterzarten etwa 300 und der Feldberg auch über 200 Betten zur Verfügung, während Neustadt, wo Mitte Februar die Schwarzwald- Meisterschaften in der nordischen Kombination durchgeführt werden über rund 200 Betten für den Fremdenverkehr verfügt. Am Feldberg sind allerdings noch der Feldberghof, der Hebelhof, und die Jägermatte für die Besatzungsmacht in Anspruch genommen aber Grafenmatte, Todtnauer-Hütte, Menzenschwander-Hüt- te, Albquelle und das Gasthaus Herzogen- horn stehen in diesem Winter für Unterkunft zur Verfügung. Mit dem ersten Schneefall wird der von einer schweizer Gruppe im Fahler Loch neu erstellte Skilift, der über 500 m Länge auf dem Gelände "des Feldbergstadion hinauf zur Grafenmatte führt, in Betrieb genommen. Der Lift ist nach dem Paternostersystem erbaut und kann je Stunde bis zu 200 Personen befördern. In Titisee, dem Eissportzentrum des Schwarzwaldes will man den Eissportbetrieb wieder aufnehmen und in dem vielseitigen Betrieb der Kurverwaltung sind u. a. Pferdeschlittenfahrten vorgesehen. Altglashütte, Falkau, Breitnau, St. Blasien, Saig, St. Märgen und wie all die bekannten Wintersportplätze im südlichen Schwarzwald heißen mögen, sind zum Empfang der Wintersport-Gäste beredt. Da auch die Verkehrsorganisationen durch Einlegung von Wintersport-Sonderzügen Verständnis für die Belange der Wintersportler gezeigt haben, dürfte der Schwarzwald in diesen Wintermonaten bei herrlicher Sonne und steubendem Pulverschnee widerklingen von den fröhlichen Rufen der ■Skiläufer. Zunahme der Kriminalität in Südwürttemberg Im November haben sich in Südwürttemberg die Straftaten im Vergleich zu den Vormonaten beträchtlich erhöht. Insgesamt wurden 3167 Straftaten verzeichnet, während es im Oktober 2358 und im September nur 2196 waren. Die Wirt- ‘schaftsvergehen sind von 93 im September und 199 im Oktober auf 446 im November angestiegen. Die Diebstähle von 526 im September und 580 im Oktober auf 658 im November. Die Schwarzschlachtungen haben sich von 32 im September und 48 im Oktober auf 84 vermehrt. Auch bei den übrigen Delikten geht die Kurve weiter aufwärts, so vor allem bei Fahrraddiebstählen und Betrügereien. ' Bekannter Vererbungsfarscher nach Köln berufen Der stellvertretende Abteilungsleiter im Kaiser-Wilhelm-Institut für Biologie in Hechingen, Dozent Dr. Josef Straub, hat einen Ruf als ordentlicher Professor für Botanik der Universität und Direktor des Botanischen Gartens der Stadt Köln erhalten. Dr. Straub, der aus Waldshut stemmt, ist ein Schüler von Professor F. Oehlkers (Freibung). Amerikanische Weihnachtsgaben Rund 1,5 Millionen deutscher Kinder in der amerikanischen Besatzungszone sind zu Weihnachten von der amerikanischen Besatzungsmacht beschenkt worden, wie AUF DER FLUCHT Bild: Sauerbrudi Jahreswende am Bodensee Von der Arbeit des Suchdienstes Ein Besuch in der Zentrale des Suchdienstes in Rastatt Hart und bitter ist das Los Tausender, die noch heute in Ungewißheit um das Schicksal ihrer Angehörigen sind. Was sind die Sorgen des täglichen Lebens, wenn dazu noch das Dunkel kommt, das seit dem Ende des Chaos über dem Schicksal vieler Gatten, Väter, Brüder und Söhne liegt, über deren Verbleib kein Lebenszeichen bei ihren Familien vorliegt. Eine ungeheure Aufgabe verbirgt sich hinter dem bescheidenen Wort „Suchdienst“, und eine Welt voll Hoffnung tat sich auf, als wenige Zeit nach dem Zusammenbruch unter diesem Kennwort in allen Zonen Deutschlands Zentralen entstanden, um zu helfen. Wir haben die für die gesamte französische Zone zuständige Stelle, die sich in Rastatt befindet, aufgesucht und konnten unter Führung ihres Leiters, Direktor Hellemeyer, Einblick nehmen in die Vielfalt aufklärender und vermittelnder Arbeit. Beharrlichkeit, Fleiß und Anstrengung •haben nach 15monatiger Kleinarbeit zu einem dankenswerten Erfolg geführt. — Die Urzelle der Nachfrage liegt beim Bürgermeister einer Gemeinde oder Stadt, der der Zentrale verantwortlich ist und von ihr seine Anweisungen erhält. Anfragen haben ausschließlich über die Heimatgemeinde des Nachfragenden zu gehen, sollen jedoch niemals der Zentrale direkt zu- geleitet werden. Mit 114 856 Vermißten, deren Angehörige in der französischen Zone wohnen, oder die selbst in der Zone beheimatet sind, sind etwa 98 Prozent als erfaßt anzusehen. Das ist eine enorme Arbeitsleistung, wenn man bedenkt, wie schwer die einzelnen Unterlagen beschafft, gesichtet und karteimäßig eingeordnet werden mußten. Hier bewährte sich der sogenannte Heimkehrerfragebogen von Direktor Hellemeyer, der sämtlichen aus Gefangenschaft Zurückkehrenden vorgelegt wird. Die Fragen lauten: a) wann und mit wem in Gefangenschaft geraten, b) wer wurde aus dem Lager wann entlassen und versetzt (hauptsächlich für Rußlandheim- kehrer von Bedeutung), c) wer wurde über den Verbleib eines oder mehrerer Kameraden (von seiten des Entlassenen) unterrichtet. — Diese Angaben werden stets vor dem Erhalt der Lebensmittelkarten erhoben und erbringen wertvolles Material. Um alles organisationstechnisch exakt ausführen zu können, wurden alle Land- und Stadtkreise sowie die Gemeinden des französisch besetzten Württemberg, Südbaden, der Pfalz und des Rheinlandes informiert und gebeten, Erhebungen anzu- etellen. Dennoch liegt es bei den Angehörigen, die Arbeit dieser Dienststelle durch zweckdienliche Angaben zu erleichtern und zu unterstützen. Der Suchdienst in Rastatt hat drei große Karteien. Eine Vermißtenkartei, eine Kartei, welche Aufschluß über Heimkehrer ond ihre Feldpostnummer gibt. Als einzige Einrichtung dieser Art in Deutschland besteht die Registratur der Gräber von im Kriege gefallenen oder verstorbenen deut- i sehen Soldaten. Mit viel Liebe und Sorgfalt sind 18 Angestellte mit der Sichtung und Verarbeitung des Materials, der Anfragen und Erhebungen beschäftigt, um zu prüfen, neue Eintragungen vorzunehmen oder wartenden Angehörigen Aufschlüsse und Nachrichten zu vermitteln, j Bevor wir die Räumlichkeiten der Zonenzentrale im Sybillenbau des Rastatter Schlosses verlassen, stellen wir die Frage, wie lange der Suchdienst wohl noch arbeiten wird? — „Wenn alle Schicksale geklärt sein werden, — hoffentlich wird es bald zu Ende sein.” So sehnlich man sich die Erfüllung dieser Worte auch wünscht, so weiß man doch, daß noch viel zu leisten j sein wird, und — das ist das große be- , dauerliche Aber —, daß der Schleier des Ungewissen auch nicht mit dem größten Aufwand von allem des so vielfältigen traurigen kriegerischen Geschehens genommen werden kann. G. H. Januar Das Jahr hebt seine Schwingen, Es blitzt sein Flügelpaar, Der Flug muß ihm gelingen; Januar! Der Fluß starrt kühl vorn Eise, Die Zeit ist hell und klar, Wir wünschen gute Reise: Januar! Der Schnee beschützt die Saaten, So scharf der Frost auch war Die Saaten laß geraten, Januar! Verjagt die alten Sorgen, Es floh, was gestern war, Hell strahlt der neue Morgen: Januar! Mensch, heb auch du die Schwingen Und prüf dein Flügelpaar! Beginnen heißt gewinnen: Januar! Max Barthel. Die Glocke regt den ehernen Mund. O Herr, ich falle auf das Knie: Sei gnädig meiner letzten Stund! Das Jahr ist um! Diese Verse der Droste am Ende dies Jahres lassen nicht nur die Erinnerung wadi- werdem an die Vergänglichkeit alles Seins, sondern auch an das große kulturelle Ereignis des a.bgeilaufenen Jahres, an dlie Meersburger Gedenkfeiern zum 100. Todestag der Dichterin. Sie können als der Höhepunkt der kulturellen Veranstaltungen des Jahres 1948 angesehen werden, nicht nur was ihre tiefe Gehaltlichkedt anging, sondern auch entsprechend ihrer Wirkung nah außen. Um sie herum gruppieren sich dlie vielen anderen kulturellen Ereignisse, von denen noch besonders die Lindaiuer Herbstwochen genannt werden sollen. Sie alle zogen zahlreiche Gäste aus der benachbarten Schweiz an, so daß in dieser Hinsicht 1948 eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen hat, berücksichtigt man hierbei noh, daß seihst aus einigen Kreisen des Seegeibietes den Bewohnern Gelegenheit gegeben war, einen kurzen Abstecher in die Schweiz oder nach Oesterreich (Bregenzer Festspiele) zu machen. Als besonders, bedeutsames. Ereignis auf kulturellem Gebiet muß noch die lieber - nahme der Leitung des Konstanzer (jetzt deutschen) Theaters durtch Heinz Hilpert erwähnt werden. Seine großartige Vermittlung nicht nur des Dramatischen, sondern auch des Geistigen schlechthin in den Morgenfeiern vertieft ständig seine Wirkung. Auch für das Bodenseegebiet ist das Jahr durch den Tag X der Währungsreform in zwei Hälften geteilt. Die wesentlichste Wandlung, speziell für das Seegebiet, kann in einigen Worten gesagt werden: Blau- felchien, Wein, Aep-fed. Auch ist durch das Freiwerden einer größeren Reihe von Hotels wieder für genügende Unterkunft gesorgt, wobei besonders Ueberlingen als neuenstandemer Kneiport große Hoffnungen hegt. Auch die Dampfer haben ihre Gastlichkeit erhöht nicht nur durch einen hellen Anstrich, sondern auch durch ihre abendlichen Tanzfahrten in milden Sommer- und Herbstnächten. Die großen wirtschaftlichen Faktoren des Seegebietes, Aepfel und Fische, waren, besonders was das erstere betrifft, recht zufriedenstellend. Daß der Bodensee von den Zerstörungen des Krieges weithin veischont blieb, zeigt sich nicht zuletzt darin, daß sich in steigendem Maße Unternehmen niederlassen wallen. So erfreulich das auicb an und für sich für die wirtschaftlidie Entwicklung ist, so mußten dennoch häufig derartige Gesuche aus räumlichen Gründen abgelehnt werden. Wenn man auch überall in Stadt und Land eine rege Bautätigkeit beobachten kann, so bedeutet dies vorerst doch nur einen Tropfen auf einen heißen Stein. Das nächste, gleich zu Beginn des Jahres auftretende Problem, dürfte die Unterbringung der Flüchtlinge sein. Sie werden in einem schönen Fleckchen Land unserer Heimat Aufnahme finden Möge sie ihnen durch. hilfsbereite Menschlichkeit auch zur wirklichen Heimat werden. ol. Südwestdeutsche Umschau die amerikanische Armeezeiitung „Stars end Stripes” mitteilt. Mit 1 /* Million Dollar, die aus freiwilligen Spenden aufkamen, und 40 000 DM, die die Deutschen beisteuerten, wurden 3000 Kinder-Weih- nachtsf eiern finanziert. Allein die Be- satzungsangehörigien des europäischen Hauptquartiers in Heidelberg sammelten 10 000 Dollar und verschenkten neben Spielzeug und 7000 Kleidungsstücken über 1 Million Tafeln Schokolade. Freiburg. Die Stadt Freibuig wird Sonderfcrief- marken als Wohilfahrtszusatzmarken in den Werten von vier bis 16 und 20-Pfennigen heraüs- bringen. Die Marken zeigen Motive aus dem Stadtbild Freiburgs und sind von Professor Dietrich entworfen. Der Ertrag soll im wesentlichen für zusätzliche Wohlfahrtsausgaben und für den Siedlungsbau Verwendung finden Friedridisfoafen. Die Eisenbahn führt gegenwärtig Verhandlungen wegen Ankaufs der ihr mietweise überlassenen Zeppelinhalle, in der zur Zeit Kleinlokomotiven aus der. französischen Zone und der Blzone repariert werden. Tuttlingen. Zur Erlangung weiterer Mittel für den Wohnungsbau hat der Gemeinderat die Wiedereinführung der erst am 1. Oktober als „unLeuchten müssen wir...! Mein Auge schweift über den See. Der Nebel hüllt »dran den Bodanrücken ein, drückt sich langsam näher. Die Wasserfläche verschwindet, das Gold des hohen Schilfes ist kaum noch sichtbar. Rote, matte Streifen am Himmel künden den frühen Abend an. Zwischen Wiesen fahren die letzten hochbepackteii Wagen mit der Streu. Stille... Langsam wate ich durch feucht- tes Gras, versunken in trübe Gedanken. Ueber mir, vom Horner Kirchlein, schlägt es die fünfte Stunde, bald darauf schwingt sich ein Läuten in die Luft. Wie tröstlich flimmert aus den bunten Fenstern jetzt ein warmes Licht. Man betet wohl dort oben; mögen die Gebete Erhörung finden. —. Während meine Füße langsam weiter streben, packt mich eine große Sehnsucht. Wohin, nach was? Fort möchte ich in diesem Augenblicke, weit fort, nicht in der lieblichen Landschaft weilen, die mein Fuß berührt. Warum? . . . In der Schwere der vergangenen Zeiten, im Heutigen, im unsicheren Morgen, sehne icb mich nach einer anderen, kargeren Umgebung. Dorthin, wo der Himmel Weiten überspannt, wo Wacholder und Föhne, zerzaust vom harten Winde, in zähem Bemühen um ihr Sein sich in den Boden wühlen. Es. schneit um diese Zeit in der Heide. Lautlos fallen die Flocken auf raschelndes, trockenes Blattwerk. Unter tief gezogenen Strohdächern, in den alten Dielen flammt Licht auf. Die Kuhketten klirren, klappernd, in Holzpantinen, werden dem Vieh Futter und Tränke gereicht. In der Stube sitzt Grossing, ihre gichtige Finger netzen den Faden am Spinnrad. In Gedanken gehe ich durch ein uraltes Niedersachsendorf. Die Straße breit, links und rechts in den alten Eichkamps liegen die großen Höfe. Tief geduckt das Dach, um von den rauhen Winden geschützt zu sein, aber breit der geschmückte Giebel mit den gekreuzten Pferdeköpfen und lang das ganze Gehöft. .Doch nur in der Erinnerung weile ich dort, eine einzige Nacht ließ die Pracht deutschen Bauerntums in Flammen aufgehen. Heute — eine versunkene Welt, und durch den brausenden Wind, der jetzt die Schneeflocken seitlich treibt, eile ich weiter zu den Menschen, die eingeschlossen in einer Festung, ihr Leben fristen. Tot abends die große, dunkle Stadt. Wieviel Verzweiflung mag in ihren Häusern nisten.. Welch’ ein Advent für den Norden, ein Weihnachtsfest für seine Menschen. Am ersten Adventssonntag, in der Trübe des späten Nachmittags, brachte der Schweizer Sender eine von einem Pfarrer gehaltene Ansprache. Im Zimmer flackerte das rote Lichtlein in Tannenkranz. Ein feiner Duft umwebte uns, die wir andächtig der klaren und innigen Mahnung, lauschten. Es wuchs ein Bild in meinem Herzen auf, dazu das liebe Verslein, dem wir folgen sollten: „In der Welt ist’s dunkel, leuchten müssen wir“. — Ja, leuchten müssen wir. So sehe ich visionär in den weiten Flächen der Niederung dort wo die Grenzen im deutschen Lande ängstlich umgangen werden, wo ihre armen Pulse schneller klopfen in der Wahrnehmung der Zeit, daß die Großen sich nicht mehr verstehen und das graue Wort Krieg ihre Nächte zerquält, ihre kleine weiße Gestalt über die öden Straßen hinschweben. Ein Gesicht, unschuldig, rein mit zärtlichen blauen Augen. Die Kinderhände tragen eine hohe Kerze, es geht ein Strahlen von ihr aus, so golden und weit wie nur eine Himmelskerze ihre Strahlen über die dunkle Erde senden kann. Der süße Mund lächelt, er beginnt leise zu singen. Während der weiße Knabe an den alten Hütten vorüberfliegt, wird sein Gesang mächtiger. Traumselig lauschen die Schläfer, weinen sie im Schlaf, lösen sich ihre Aeng- ste? Sie falten die Hände, neigen das Haupt seitwärts und murmeln: „Oh Jesulein“. Doch mit dem Orgeln des Windes hebt sich die leichte Gestalt hoch in die Lüfte, über seinem Haupte brennt ein Kränzlein funkelnder Sterne, und die Kerze in seinen Händen wird zur strahlenden Sonne. Seine Stimme aber gleicht den Urgesängen des Alls, mahnend, aufrüttelnd, stärkend. So fährt er dahin zu der Stadt, die da besonders leidet, deren Menschen knieen vor dem Gotteswillen, betend „Herr, Herr.“ Hier aber wird die Kerze zur Fackel und er schwingt eie im Kreuze und segnet die da kämpfen um des Ehrlichen Recht, um den Frieden, um die Liebe, die zu viel schläft, und um die göttliche Vernunft. Dann nimmt der Schnee die Erscheinung. Aber die Stadt atmet stiller. Die Lichtfunken des Kreuzes sind in ihre Herzen gesenkt, sie wissen ihre Bestimmung, kennen ihr Golgatha. Doch über dies hinaus wächst ihr Mut und der Glauben, Vorbild zu sein für die andern. Die Geburt des seligen Kindes gehört heute dorthin, wo in den weiteren Niederungen gedarbt und gefroren wird im Namen eines großen Glaubens. Traute Meerwarth- Sebold. Dichterworte zum Jahreswechsel Laß’ uns, seltsames Jahr, ein Neujahrsgeschenk zurück. Sollen Völker vergeblich geweint haben? Sollen wir, wie Sterbende, noch Flocken lesen, und nach Mücken greifen? Laß' uns aufstehen und die Augen abwischen, und durch Zuirückschauen die Euridice — gewinnen. Laß’ uns, wie die Erde, nach Donnermonaten des Krieges endlich Reife und Früchte zeigen! Jean Paul sozial" abgeschafften Getränkesteuer mit Wirkung ab 1. Januar 1949 beschlossen. Balingen. Die hiesige Lagersprudikammer hat den früheren wüTttembergischen Ministerpräsidenten und Kultminister Prof, Christian Mer- genthaler in die Gruppe der Hauptschuldigen eingestuft. Karlsruhe. Anläßlich des Goethe-Jahres führen die Westdeutschen Verkehrsverbände 1949 eine umfangreiche Auslands-Werbung durch. Eine Werbeschrift in deutscher, englischer und französischer Sprache ist in Vorbereitung. Mannheim. Bei einer Großrazzia auf Mannheimer Bahnhöfen wurden große Mengen Rauch- und Rohta : bake, Zigarren, Schokolade, Kakao, Zucker, Pralinen, Fleisch sowie eine Anzahl schwerer Koffer sichergestellt, zu denen sich keine Besitzer ausfindig machen ließen. Die Kontrolle, die in der Nachf zum Montag stattfand, galt allen zoll- und verbrauchssteuerpflich- tigen sowie bezugsbeschränkten Waren. Die si- cbergesfellten Waren sollep den Kriegsversehrten, dauernd bettlägerig Kranken und den Kinderstationen in Mannheimer Krankenhäusern eine Weihnachtsfreude bereiten. — Fünf Polizisten die im Mannheimer Güterbahnhof amerikanische Waggons zu bewachen hatten, sicherten sich daraus einige Tausend Paar Socken und setzten sie um. Sie wurden jetzt zu je einem Jahr Gefängnis verurteilt. Mannheim. Bei einem Großfeuer in Mannheim- Feudenheim gingen in einer Möbelfabrik beträchtliche Mengen an fertigen Möbeln und Holzvorräte in Flammen auf. Dm Schaden wird auf 50 000 DM geschätzt. Die Ursache ist noch nicht geklärt. Baden-Baden. In der Straßenbahn gab es dieser Tage eine aufregende Szene. Ein junger Bursche versuchte einem Fräulein in der üblichen drangvollen Enge aus der Handtasche unbemerkt einiges zu klauen — dachte aber nicht daran, daß dadurch die Tasche leichter wird. Als beim Anssteigen die Bestohlene das bemerkte, wurde der Dieb sofort von anderen FahTgästerl festgestellt — und erhielt auch umgehend eine blutige Quittung in Form sehr kräftiger Prügel. -r. Im Bett den Hungertod erwartet Karlsruhe. In einem völlig erschöpften und dem Tode nahen Zustand wurde eine 35jährige, arbeitslose Frau in ihrem Wohn raum aufgefunden. Sie war seit 7 Tagen apathisch und unterernährt ohne Nahrungsaufnahme im Bett liegen geblieben. Die Alleinstehende hatte kein Einkommen. Die ihr gewährte Unterstützung reichte nicht zum Einkauf genügender Lebensmittel und Heizungsmaterialien aus ln ihrer Verzweiflung beschloß sie, sich einen schnelleren Tod durch den völligen Entzug von Nahrungsmitteln zu geben. — Es erscheint auf den ersten Blick recht unwahrscheinlich, daß es einer Frau in den besten Jahren nicht möglich gewesen ist, eine sie ernährende Arbeit zu finden. Auf dem At- beitsmarkt macht sich aber in der letzten Zeit eine starke Abneigung der Arbeitgeber gegen die Einstellung älterer werblicher Angestellter bemerkbar. Man bevorzugt Kräfte unter 25 Jahren, da diese nach, dem Tarif geringer entlohnt werden brauchen. sch. Seite 3 / Nr. 12<1 SÜDKURIER P Donnerstag, 30. Dezember 1948 Unter WAR- department-V ertrag 500 deutsdie Forscher und Ingenieure in den Vereinigten Staaten Gleich nach Kriegsende begannen fast alle Siegerstaaten einen planmäßigen „Feldzug“ zur Erfassung der Spitzenkräfte der deutschen Wissenschaft. Mit den Truppen zusammen waren Spezialisten gekommen, die eine eingehende Sichtung des umfangreichen Materials Vornahmen und Ausschau nach den deutschen Ingenieuren, Physikern und Chemikern hielten. General Donald L. Putt meldete alsbald seinen Vorgesetzten in Washington, die Deutschen hätten völlig neue, von den Amerikanern noch nicht gefundene Wege in die Zukunft des Flugwesens beschritten. Durch Inbesitznahme der deutschen Flugzentren, Versuchsstationen. Laboratorien und Produktionsstätten fielen ihnen Unterlagen in die Hände, die zeigten, daß die USA auf einigen Gebieten der Luftfahrt alarmierend rückständig war. Während sich die amerikanische Forschung auf die Massenproduktion von Langstreckenflugzeugen und die Atombombe konzentriert hatte, lag der Schwerpunkt in Deutschland auf diesem Gebiet bei der Entwicklung von Raketenantrieben und Überschallflugzeugen. Vor allem auf diese Forschungszweige richtete sich das besondere Augenmerk der USA- Fachleute. Mehr als 100 verschiedene Raketenantriebe standen bei Kriegsende in Entwicklung. Das erste Raketenflugzeug, die Me 163. flog Einsatz mit über 1000 Stundenkilometer. Eine Großrakete, dis die V 2 weit übertraf, war unter der Bezeichnung A 9 in Entwicklung; sie sollte von Deutschland aus mit einer verhältnismäßig großen Sprengladung den Atlantik überqueren und so den Krieg und die Zerstörung auch auf den amerikanischen Kontinent tragen. Gesteuerte Geschosse in einer Vielzahl standen vor der Vollendung, die teils als Angriffs-, teils als Abwehrwaffe eingesetzt werden sollten. General Putt soll erklärt haben, die deutschen Fors eher hätten Amerika auf dem Gebiet der Entwicklung gelenkter Geschosse 10 Jahre Arbeit erspart. Unter der Tarnbezeichnung „Operation paperclip“ sammelten die Amerikaner in den Sommermonaten 1945 über 1200 Tonnen wissenschaftliches Material, das auf schnellstem Wege nach Wright Field zur Auswertung gebracht wurde. Doch waren mannigfache Schwierigkeiten zu überwinden, um die deutschen Fachleute nach den Vereinigten Staaten zu bringen. Da feindliche Ausländer — solange kein Friedensvertrag besteht — nicht einwandern dürfen, wurde für sie ein besonderer Vertrag geschaffen, in dem sie als „Angestellte der amerikanischen Streitkräfte in Europa, zur zeitweiligen Dienstleistung nach den USA kommandiert“ bezeichnet wurden. Mit Hilfe dieses Vertrages war es möglich, die gewünschten Fachkräfte ohne Einwanderungsvisum nach Amerika zu schaffen. In Frankfurt wurde eine Dienststelle eingerichtet, die alle Wissenschaftler in Deutschland, für deren Fachrichtung man sich interessierte, erfaßte. Hier erhielten die Deutschen Station White Sands bei El Paso in Texas, j Die Amerikaner hatten in der Produktions- ! stätte der V 2, den Mittelwerken bei Nord- j hausen in Thüringen, etwa 30 unbeschädigte I Raketen vorgefunden und diese sofort ver- j schifft. Hiermit macht nun diese Gruppe um- I fangreiche Versuche und konnte die Gipfel- ! höhe in den letzten beiden Jahren von anfänglich 105 km auf über 180 km treiben. Die aufsehenerregenden Erdballfotos, die kürzlich als Sensation durch die Weltpresse gingen, zeigten auf einem einzigen Bild eine Million qkm, also ein Gebiet von der Größe des ganzen Europa auf einem Bild. Zum erstenmal wurde die Erde fotografisch als Kugel abgebildet — die Bilder zeigen die Krümmung des Horizontes. Diese Arbeiten dienen der Entwicklung der amerikanischen Großraumrakete „Neptun“, die, etwa zweieinhalb mal so groß wie die V 2, über 400 km in die Höhe steigen soll. Eine andere große Gruppe, die fast 200 deutsche Wissenschaftler umfaßt, befindet sich im. amerikanischen Luftfahrt-Forschungszentrum Wright Field bei Dayton (Ohio). In den großen Laboratorien dieser Forschungsanstalt arbeiten vor allem Aerodynamiker, Motoren- und Raketen-Spezialisten und Flugzeugbauer. Als vor zwei Jahren zum ersten Male amerikanische Reporter an die Deutschen herangelassen wurden, waren besonders der Konstrukteur des ersten Raketenflugzeuges der Welt, der Me 163, Dr. Alexander Lippisch, und seine beiden deutschen Assistenten und zwei deutsche Piloten von ihnen umlagert. ■Wenige Monate später wurde Dr. Lippisch zur Marine nach Philadelphia versetzt und arbeitet dort an Überschaliprojekten. Seine Idee, die pfeilförmig nach hinten gewinkelten Tragflächen, die in der Me 163 verwirklicht sind, beeinflußte die Gestaltung des neuen Über den Einsatz von deutschen Forschern, Ingenieuren und sonstigen Fachkräften in Rußland ist bisher wenig bekannt geworden, und es ist von dort bisher auch ganz vereinzelt nur jemand zurückgekommen. Na- mevtlich die ersten Jahre nach dem Zusammenbruch sind aus dem Westen, besonders aus der britischen und der amerikanischen Zone, eine ganze Reihe von Spezialisten, die dort keine Arbeit finden konnten, oder die wegen der Entnazifizierungsvorschriften nur niedrige Arbeiten verrichten durften, nach dem Osten gegangen, weil dort die Rationen für Geistesarbeiter wesentlich höher lagen und weil es Arbeit, sei es in der Zone, sei es weiter östlich, in Hülle und Fülle gab. Gleich nach der Inbesitznahme deutscher Werke und Forsehungsstätten hatten die Russen eine besondere Aktivität entfaltet. Ge- auch ihre Verträge. In Landshut in Bayern j lehrte in Uniformen waren von den russischen amerikanischen Düsenbombers „Stratojet“ von Boeing, der mit seinen sechs Strahltriebwerken 800 Stundenkilometer entwickeln soll. Unter denen, die in Wright Field ihre Versuche forlsetzen, befinden sich auch Professoren und Dozenten von Technischen Hochschulen, Ballistiker, Infrarot-Spezialisten. Turbinenbauer, Flugmotorenspezialisten. Fer- tigungsspezialisten, Fallschirmkonstrukteure. Windkanalspezialisten, Treibstoff- und Keramikspezialisten und Flugmediziner. Zuerst waren die deutschen Wissenschaftler in Armee-Baracken untergebracht und führten — wenigstens in der ersten Zeit — ein weniger freies Leben, da sie nur in Begleitung eines Offiziers an die Öffentlichkeit gehen durften. Aber schon kurze Zeit später wurden diese Beschränkungen aufgehoben, und die Fachleute konnten nun ihre Einkäufe in der Stadt selbständig ausführen. Im Dezember 1946 kamen die ersten Familien nach, und es wurde ihnen gestattet, sich nach Belieben selbst eine Wohnung zu suchen. Der Halbjahresvertrag, unter dem die i Deutschen nach den USA gebracht wurden, garantierte ihnen ein Jahresgehalt in deutscher Währung, das zwischen 5000 und 33 000 Mark lag. Sie erhielten ferner einheitlich täglich 6 Dollar zur Bestreitung der Lebenshaltungskosten in den USA. Diesem ersten Kontrakt folgte meist nach einem Jahr ein neuer Vertrag, der die Experten auf 5 Jahre an das Kriegsdepartement bindet. Wenn dieser Vertrag unterzeichnet ist, der Jahresgehälter von 2900 bis 7900 Dollar bietet, kann die Familie auf Kosten des „War-department" nachkommen. Die Gehälter sind niedriger als die der gleichwertigen amerikanischen Kollegen, aber dennoch wurde der Vertrag vielfach gern angenommen, da der Lebensstandard auf Grund dieses Gehaltes weit über dem deutschen Lebensstandard liegt. So mancher hat sich schon ein Auto angeschafft und ist dabei, ein eigenes Haus zu bauen. Im Ganzen schätzt man die Zahl der deutschen Forscher und Ingenieure, die nach dem Kriege in die USA gingen, auf etwa 500. Sie wurden, namentlich von den Emigranten älteren Datums, die meist inzwischen Amerikaner ge- ; worden sind, nicht immer freudig begrüßt, j Das erste offizielle Einreisevisum wurde an I einen Junkers-Strahltriebwerks-Spezialisten j erteilt. Nach mehr als zweijährigem Aufent- | halt in den USA wurde er zum nächsten Kon- | sul nach Kanada gebracht und erhielt dort | die Einwanderungspapiere. Nun konnte er j offiziell die Grenze überschreiten. Also auch | in den USA wiehert der Amtsschimmel, j Inzwischen sind eine ganze Reihe führender Männer der deutschen Wissenschaft in die Heimat zurückgekehrt. Vielen hatte man eine I Industriearbeit zugesagt — und das Versprechen dann nicht gehalten. Nur wenige Deutsche sind bekannt, die in Industrie-Unter- j nehmungen arbeiten können — aber dennoch ! blieben sie unter dem „War-department- S Vertrag”. _ HPE | Nach einem Bericht der „New York Times“ j haben sich Präsident Truman sowie der be- ! kannte Atomspezialist David E. Lilienthal vor ! einiger Zeit beim Komitee für unamerika- | nische Umtriebe darüber beklagt, daß sich i durch dessen ständige Untersuchungen und : Nachforschungen in den staatlichen Rüstungs- I Forschungsinstituten ein „Klima des Miß- : trauens und der Feindseligkeit“ entwickelt ! habe. Dazu käme noch die relativ schlechte ' Bezahlung, heißt es in dem Bericht, so daß man sich nicht zu wundern brauche, daß bei • einer Rundfrage unter amerikanischen Wis- : senschaftlern 48 Prozent erklärten, sie zögen den Universitätsdienst vor, 31 Prozent spra- ; chen sich für Arbeit in der Industrie aus, und nur 11 Prozent fühlten sich in den staatlichen Betrieben wohl. Die amerikanischen Wissenschaftler überlegten sich heute nur zögernd die Mitarbeit an den Atom-Projekten. Nur deshalb... „Mit seidenen Ketten festgehalten” 50 000 Spezialisten in der Sowjet-Union | zugsrationen, hohen Gehältern und sonstigen j Vergünstigungen völlig frei ihre Arbeiten fortsetzen zu können, Glauben schenkten. Es hatte sich dann schnell herumgesprochen, daß die Wissenschaftler und die Facharbeiter hier ausgezeichnet behandelt wurden, und so folgten viele dieser Verlockung. Sahen sie doch hier eine Basis, sich und ihre Familie bei der anhaltenden Lebensmittelnot gut über Wasser halten zu können. In Peenemünde, der ehemaligen Erprobungsstelle der V 1- und V 2-Geschosse, wurden die noch in Ostdeutschland verbliebenen Spezialisten gesammelt, und arbeiteten auch hier in der ersten Zeit recht friedlich an ihren mehr oder weniger friedlichen Experimenten. Ebenso wurden in anderen Städten, darwurde unter der Bezeichnung „Landshut- Housing-Project“ eine Stelle geschaffen, die die Angehörigen auf nahm und in zwei Villenvierteln großzügig unterbrachte. Hier lebten die Angehörigen der Wissenschaftler mit Vorzugsrationen von 2300 Kalorien und sonstigen Vergünstigungen und warteten auf den Tag, an dem sie die Reise über den Atlantik an- treten konnten. Im September 1945 brachte man die ersten sieben Experten unter strengsten Vorsichtsmaßregeln nach den USA. Bald folgten weitere, die zuerst in Fort Hund bei Washington, später, je nach ihren Wissensgebieten, einzelnen Forschungsstellen zugeteilt wurden. Dr. Werner von Braun, der Konstrukteur der V 2, der sich mit dem Großteil seines technisch-wissenschaftlichen Stabes bei der Annäherung der Russen aus Peenemünde abgesetzt hatte, sammelte seine Leute in Süddeutschland und man trat gemeinsam die Reise über das große Wasser an. Heute arbeitet diese Gruppe, die sich aus etwa 150 Spezialisten zusammenpetzt, und der u. a. auch General Dornberger (nach ihm wurden die sogenannten Do-W T erfer benannt) angehört, in Fort Bliss und der Raketenversuchs- Hochschulen und Instituten gekommen, um alle vorhandenen Unterlagen, die zum größten Teil nicht der befohlenen Vernichtung anheimgefallen' waren, genauestens zu überprüfen. In Berlin wurden sogleich die wichtigsten der in den späteren westlichen Sektoren der Stadt gelegenen Betriebe demontiert, und als die westlichen Alliierten dort einzogen, fanden sie nur mehr leere Hallen. Die Facharbeiter und das technische Spezialpersonal wurde aufgefordert, sich in ausgelegte Listen einzutragen und für den Wiederaufbau ihrer Betriebe in der Sowjetunion zu verpflichten. Da sich aber nur verhältnimäßig wenige meldeten, beschritt man andere Wege, um der Spitzenkräfte der deutschen Kriegsindustrie, soweit sie in der sowjetischen Zone beheimatet waren, habhaft zu werden: In dem „Kabelwerk Oberspree“ z. B., im Osten Berlins, wurden alle Kräfte der elektrotechnischen und physikalischen Forschung zusammengezogen. Dieses Werk war in den Sommertagen 1945 nicht demontiert worden und man hatte aus anderen Fabriken ganze Laboratorien dorthin gebracht, so daß auch die Skeptiker defi Versprechungen, hier mit VorBelebende Ausstrahlungen! Mit dem Weihnachtsgeschäft ist der amerikanische Einzelhandel nicht recht zufrieden: Die Umsätze bleiben hinter dem Rekord des Vorjahres um einige Prozent zurück. Die großen Versandfirmen, die einen wesentlichen Teil des Kleinhandels in den USA, vor allem mit den außerhalb der großen Städte lebenden Verbrauchern bewältigen, haben ihre Preise für die jetzt ausgeschickten Frühjahrskataloge zum Teil um fünf bis zehn Prozent gesenkt, um dem Umsatzrückgang zu begegnen, den sie zum ersten Male seit drei Jahren zu verzeichnen hatten. Die Verbrauchsgüterindustrien berichten hier und da von Entlassungen. Allerdings wird vermutet, daß solche Meldungen absichtlich aufgebauscht werden, um der für 1949 erwarteten „vierten Runde” der Lohnerhöhungen propagandistisch zuvorzukommen. Immerhin setzt sich die Ansicht durch, daß der große Nachkriegs-Warenhunger jetzt im wesentlichen gestillt ist, und daß die ungeheuer angeschwollene Kapazität der Industrie sich mm auf den laufenden Absatz einrichten muß, der durch die hohen Preise nicht gerade In der auf die Unterhausrede Bevina anschließenden Debatte erklärte nach einer „Reuter”- Meldung der Führer der Opposition, Winston Churchill, es müsse alles versucht werden, um den kalten Krieg mit Rußland zu beenden und eine friedliche Regelung zu erreichen, bevor auch Rußland über Atombomben verfüge Die nachhinkende praktische Politik unternimmt es, die Probleme von gestern zu lösen, ohne die von heute zu sehen geschweige die von morgen vorauszusshen Hermann Rau«chning in „Die Zeit des Deliriums'' gefördert wird. Außer Automobilen und Fernsehapparaten gibt es kaum noch Artikel, die „unter der Hand” und zu Ueberpreisen angeboten werden. Sehr beachtet wird im statistikgläubigen Amerika die Tatsache, daß im November die Zahl der Beschäftigten in der Gesamtwirtschaft zum ersten Male einen, wenn auch unbedeutenden Rückgang gezeigt hat: Sie sank wieder etwas unter die kurz zuvor erreichte Sechzig-Millionen-Grenze. Es wird aber nirgends ernsthaft angenommen, daß ein Rückschlag nach dem Muster der großen Krise von 1921 eintreten wird. Damals brach die Nachkriegskonjunktur in einem gewaltigen Krach zusammen, der zu den dunklen Kapiteln der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte gehört Für 1949 ist etwas Aehnliches deshalb nicht zu befürchten, weil die neue Rüstungs- | welle alle Rückbildungserscheinungen im pri- ] vaten Verbrauch sofort auffingt. Arbeiter, i die bei der Massenherstellung von Verbrauchsgütern überflüssig werden, finden zum ! Beispiel leicht einen neuen Arbeitsplatz in ' den Flugzeugfabriken, die die leichte ört- I liehe Entspannung des Arbeitsmarktes freudig j begrüßen. | Alle Anzeichen einer beginnenden Defla- | tion, wie das Fallen der Agrarpreise, der : Rückgang der Ausfuhr, die verhältnismäßig ' geringeren Neuanlagen der Industrie — die ; sich aus dem noch immer prekären Engpaß ! an Stahl und den außerordentlich hohen Bau- | kosten erklären —, das Ueberangebot an | Kohle und die Klagen der Verbrauchsgüter- i Wirtschaft, verlieren sehr viel von ihrer I warnenden Wirkung, wenn man sich die be- j lebenden Ausstrahlungen des Rüstungsbedar- i fes und der Europa-Hilfe vor Augen hält.. I DW kannter Prüfstandspezialist, kam aus der französischen Zone, der Treibstoffchemiker Emmerich aus München, die Konstrukteure Schenk und Tietze zusammen mit dem Fertigungsfachmann Werner aus Berlin, die Erprobungsoffiziere Erich Müller und Erhard Winter aus Sachsen. Man nahm Verbindung auf mit den Zubehörwerken, und es gelang auch dort, die Spezialkräfte wieder zu sammeln und mit der Produktion zu beginnen. So wurde z. B. die Fabrik für säurefeste Kunststoffe, die Raspe-Werke in Peitz (Niederlausitz) wieder in Betrieb genommen, und die beiden Chefchemiker Dr. Burmeister und Neumann für diese Arbeiten gewonnen. Die „Gruppe Siebei” wurde zusammen mit vielen anderen deutschen Wissenschaftlern unter in Jena, die Fachkräfte der optischen j ur ‘^ Facharbeitern jedoch Mitte Oktober 1946 Industrie, in Suhl in Thüringen die Waffenspezialisten, in Chemnitz die Textil-Experten und in Stettin die U-Bootkonstrukteure zusammengezogen. Im Norden Berlins, in der Nähe des Wandlitz-Sees, hatten die Bayrischen Motoren- j Werke zwei große Serienwerke errichtet, die j unter der Bezeichnung „BMW-Flugmotoren- j werke Basdorf und Zühlsdorf“ bekanntge- j worden sind. Diesen wurde 1940 ein Entwick- ! lungswerk für Raketenantriebe angegliedert. \ binnen weniger Stunden nach verschiedenen Teilen der Sowjetunion abtransportiert, und seitdem erreichen uns nur noch sehr spärliche Nachrichten. Zur gleichen Zeit wurden auch die Familien mit . ihrem gesamten Hausrat verladen und trafen nach wochenlanger Eisenbahnfahrt mit ihren Ernährern zusammen. Andere Familien von anderen hochwertigen Spezialisten wurden sogar mit Flugzeugen in die neue Heimat gebracht. Der bekannte Nobelpreisträger Professor aui diesen * orscmungszweig ricncecen me , H ertz, soll sich nach ausländischen ZeitU ngs- Russen begreiflicherweise ihr besonderes ; berichten) in dem ^gegründeten „Atomgrad” befinden und hier zusammen mit an- Augenmerk, und die russischen' Spezialisten hatten bald aus den Vorgefundenen Namenslisten die Anschriften der leitenden Ingenieure erfahren, und einige hiervon, Oberingenieur Kurt Schell und Dipl.-Ing. Werner Singelmann zusammen mit einigen Meistern und Monteuren für den Einsatz im Werk dienstverpflichtet. In monatelanger, mühevoller Arbeit wurden aus noch vorhandenen Teilen vollständige Geräte zusammengebaut und diese dann hohen russischen Offizieren und Wissenschaftlern, die eigens aus Moskau gekommen waren, vorgeführt. Nach den gelungenen Versuchen wurden die Geräte zusammen mit allen verfügbaren Unterlagen verpackt und auf dem Luftwege nach Rußland gebracht. Man entließ die Deutschen dann und beschäftigte sie teilweise mit der Demontage der Serienwerke. Zwei Monate später, im Dezember 1945. f uhr ein hoher russischer Offizier bei Herrn Schell in Falkensee vor, freundlich und überaus freigebig, und bot ihm die Leitung eines Raketen-Entwicklungswerkes in Halle an. Schell, der seinerzeit als alter Nationalsozialist auf dem Bahnhof Kohlen schippen mußte und auch sonst als Pg seit 1926 keinen leichten Stand bei der kommunistischen Stadtverwaltung hatte, griff, ohne lange zu überlegen, zu. In Halle waren die Russen im Begriff, in den ehemaligen Siebel-Werken die Fachkräfte der Luftfahrtindustrie zusammenzuziehen. Schell fand dort bereits eine große Gruppe von Junkers aus Dessau und Köthen vor, die an Ueberschall-Projek- ten, den Düsenjägern DFS-346 und Junkers 287 arbeiteten. Neue Prüfstände wurden nun errichtet, die zerbombten Hallen repariert und bald konnte eine ganze Reihe von Raketen-Spezialisten versammelt werden, zumal den Männern von dem russischen Leiter des Werkes, Oberst Wlassow, zugesichert wurde, daß sie in Deutschland bleiben würden. Infolge der allgemeinen Not gelang es, viele Angehörige der BMW-Werke in Zühlsdorf-Basdorf, Spandau, Staßfurt, ja sogar einige Herren des Münchener Werkes, zu verpflichten. Die Arbeit wurde unter russischer Oberaufsicht selbständig geleistet. Die Bezahlung war für damalige Verhältnisse hervorragend. Zwischen 1000 und 10 000 Mark wurden je nach Leistung und Verantwortung monatlich geboten, und auch die Verpflegung und Unterbringung war ausgezeichnet. Mit der Zeit war es Schell gelungen, fast seinen ganzen früheren Mitarbeiterstab um sich zu ver- deren namhaften deutschen Wissenschaftlern mit Atomproblemen beschäftigt sein. Auch der überaus einfallsreiche Manfred von Ar- denne, Radiofachmann und Konstrukteur von Elektronenmikroskopen, der auch noch einiges andere kann, befindet sich in Rußland, ebenso wie Professor Hans Richter, ein langjähriger Mitarbeiter Willy Messerschmitts. Die seinerzeit in Stettin zusammengezogenen U-Boot-Spezialisten, von denen auch eine ganze Anzahl aus der britischen Zone kam, setzen in der Sowjetunion ihre Arbeiten fort und sind mit der Weiterentwicklung des deutschen „Schnorchel-U-Bootes” der Baureihe 21 beschäftigt. Die amerikanische Zeitschrift „Life” glaubt zu wissen, daß seit Kriegsende bereits über 100 dieser U-Boote in Dienst gestellt wurden, die bis zu 20 000 Kilometer und radarsicher, ohne aufzutauchen, fahren können. Auch Spezial-Minen- fachleute befinden sich in Rußland. Der Spezialist für neuartige U-Boot-An triebe, Dr. Heinz Fröhlich, arbeitet an einem Institut der Technischen Hochschule in Moskau Rund 7 000 Spezialarbeiter der Zeiß-Werke stellen optische Geräte für Flugzeuge, Panzer und (J-Boote her. Deutsche Getriebefachleute, unter ihnen der Konstrukteur der Auto-Union in Chemnitz, Fritz Kreis, entwickeln automatisch schaltende Getriebe für Panzerwagen, die die Vielganggetriebe ersetzen und das Fahren der Panzer wesentlich erleichtern sollen. In der Nähe von Pemau in Estland und auf der Insel ösel wurden große Erprobungsfelder und Abschußbasen für Ferngeschosse errichtet. Dort arbeiten die deutschen VI- und V2-Leute zusammen mit russischen Wissenschaftlern an der Weiterentwicklung dieser fliegenden Raketengeschosse. Unter ihnen soll sich auch der ehemalige Befehlshaber des V-Waffeneinsatzes, SS-General Kammler und dessen Stabschef Thom befinden. Nach den wenigen authentischen Meldungen, die uns erreichen, geht es den deutschen Fachkräften relativ gut. Sie bewohnen dort in Estland zusammen mit ihren Familien sogenannte Finnenhäuser, Holzhäuser, die von Finnland als Reparationen an Rußland geliefert wurden. Die Verpflegung und Bezahlung soll sogar besser sein als die der russischen Arbeiter. Die „Neue Zürcher Zeitung” schrieb, die Russen hielten die deutschen Spezialkräfte „mit seidenen Ketten fest”. Amerikanische Fachzeitschriften schätzen die Zahl der in der Sowjetunion arbeitenden I sammeln. Ingenieur Werner Kaul, ein be- i Spezialisten auf 20 000—50 000. Marine rettet Ehre! Nach dem Fiiedensvertrag mit Italien sollten eine Anzahl von italienischen Kriegsschiffen an Rußland übergeben und in russische Häfen überführt werden. Die Offiziere und Matrosen der italienischen Kriefsmarine aber hatten sich geweigert, diesem Befehl Folge zu leisten. Ein Ultimatum Rußlands zwang nun die italienische Regierung, Maßnahmen zu ergreifen, um die Auslieferung der Schiffe sicherzuistellen Es handelt sich um mehrere Unterseeboote und kleinere Einheiten, sowie um den Kreuzer „Giulio Cesare” und das Segelschulschiff „Christoforo Colombo". Um die Ehre zu retten, habe, so berichtet der „Kosmos-Pressedienst", die italienische Kriegsmarine beschlossen, die Schiffe fiktiv an die private Reederei „Caim” zu verkaufen. Auf diese Weise braucht nicht Italien, sondern nur eine Gruppe Industrieller die Schiffe auszuliefern. Um ganz sicher zu gehen, wurden die Schiffe außerdem noch umgetsuft: So wurde aus Julius Cäsar ein schlichter „ZU”. Kein Angehöriger der italienischen Kriegsmarine wird an der Ueberführung der Schiffe nach Odessa beteiligt sein. Das benötigte Personal wurde aus zivilen Mannschaften der Handelsmarine zusammengestellt. „Unsere Ehre ist gerettet" — erklärt das italienische Marineministerium ... Illegale und Legale Wie die Essener „Neue Riuhrzeitung" meidet, wurden durch einen überraschenden Zugriff Österreicher und französischer Behörden Teile einer Organisation aufgedeckt, die »ich mit der illegalen Ausreise ehemaliger deutscher Offiziere nach Ländern des Nahen und Mittleren Ostens beschäftigt. Ein französisches Militärgericht verurteilte in diesem Zusammenhang einige hohe deutsche Offiziere, im wesentlichen Spezialisten deT Luftwaffe, u. a. den früheren Kommandeur einer Armeegruppe, General Schlemmer, ferner die Obersten Faulmüller, Grasehey, von Loßberg, von Zitzewitz, von Hardenberg und Berthold. * Es gibt auch legale Landsknechte — sogar in Westpoint. Männer der Wissenschaft und der Technik, Militärs und Politiker. Der eine hier und der- andere dort. * Kämpfer für den Frieden sind ... weniger gefragt. Und, die Nachfrage begann bereits, während man, in San Franzisco, eine neue, bessere Welt zu zimmern begann, — nachdem ein System unter der militärischen und moralischen Uebermacht einer geeinten Welt zusammengebrochen war. Kopien von allem... In einem im Ganzen etwas fantastisch klingen- den Bericht aus französischer Quelle heißt es über die von den Amerikanern gesammelten deutschen Akten und Pläne: „Unter den militärischen Geheimnissen hat man 138 Typen von gesteuerten Geschossen gefunden, ferner Erfindungen, mit deren Hilfe man einen durch Reaktionsmotor getriebenen Fernbomber sehen kann, der von Deutschland nach New York in 40 Minuten, in 250 km Höhe, hätte fliegen können, und dessen Pläne jetzt, scheint es, in den Händen der Russen sind." Weiter heißt es, man habe in Washington ein Büro geschaffen, von dem man sich' beliebige Kopien von allen erbeuteten Unterlagen anfertigen lassen könne. „Die Russen haben Männer geschickt, die ganz einfach erkläTt haben: „Wir wollen von allem Kopien". Zwei Millionen Selten seien durchzuarbeiten und man habe 40 000 neue Wörter schaffen müssen, um die wissenschaftliche- und technische Sprache der Deutschen ins Englische übersetzen zu können ... „Es ist wahr, die Russen haben behauptet, daß gewisse Fabrikationsfortsdiritite nicht veröffentlicht worden sind, und man habe sie ihnen vorenthalten . . Eine Angabe dieses Berichtes ist durch Äußerungen von Senator Harry Byrd, aus Jowa, Mitglied der Militärkommi-esion des Senats, bestätigt, der in einer amerikanischen Zeitschrift erklärt hat, deutsche Wissenschaftler hätten an einer „Raum- basis, einem Stützpunkt im Weltraum gearbeitet, der zur Brennstoffversorgung von Raketenschiffen dienen und wie der Mond die Erde in einer Entfernung von 400 Meilen umkreisen sollte." Wir hielten das in der Auslandspresse bereits öfter erwähnte Projekt für „made in USA" — nun i6t es „made in Germany”. * Das beruhigt uns einigermaßen. Vielleicht kommen wir doch noch mal auf einen besseren Steirn. Na, dann Prost... NEUE BÜCHER Karl Friedrich Boree, „Die Halbvollendete Schöpfung". Gespräche über ein Thema der Natur? Hans W. Hegemann, „Die Deutschen in der Kultur des Abendlandes"? Verlag R, Piper & Co-. München. Reinhold Schneider, „Der Kronprinz", Politisches Drama? Karl Büchner, „Die Freundschaft zwischen Hutten und Erasmus"? Wilhelm Szabo, „Das Unbefehiigte", Gedichte? Louise Dumont, „Lebensfeiertag", Briefe an Gustav Lindemann; Karel van de Woestijne, „Ausgewählte Werke"; Reinhold Schneider, „Leasings Drama"? Reinhold Schneider, „Erworbenes Erbe", Zum Gedächtnis der Droste? Alfred Döblin, „Unsere Sorge de' Mensch"; „Erde und Ewigkeit", Russische Me • stererzählungen? Peter Dörfler, „Der Urmeier". Roman? „Von den Anden zum Atlantik", Erzählungen? lila Andreae, „Das Geheimnis dei Unruhe". Geschichte eines westfälischen Geschlechts? Verlag Karl Alber, München. Alfred Güntzel, „Die Reise", Erzählung? Wunderhorn-Verlag, Heidelberg. Dirks Paulun, „Nach dem Fest", Gedanken zur Lage? Richard Hermes Verlag, Hamburg. Nikolai Gogol, „Der Njewski-Prospekt"? Vic tor Berge'Henry Wysham Lanier, „Der Perlen taucher"? Verlag Rü ten & Loening, Potsdam. Jon Svensson. „Nonnis Reise um die Welt' I. Band? Verlag Herder, Freiburg/Br. Constance Rourke, „Die Ursprünge der amer kanischen Kultur"; Andre Demedts, „Niemal wieder", Roman? August van Oauwelaert, „Da Mädchen Roberta", Erzählungen? Verlag Karl Alber, München. Waldemar Bonseis, „Dositos", Ein mythische! Bericht aus der Zeitwende; Corona-Verlag, Neu stadt a. d. H. Julius Büttner, „Die Hausschlachtung auf deir Lande"? Verlagshau« Sponholz, Frankfurt a. M „Russische Meistererzählungen"; Verlag Ba’ duin Pick, Köln-Merheim. Carl Friedrich v. Weizsäcker, „Die Geschieh' der Natur", Zwölf Vorlesungen? S. Hirzel Ve; lag, Stuttgart. Guy de Maupaasant, „Fräulein P=rle" Srz^’ lungen? Nikolai Leßkow „Der ungetaufte Pope Erzählung? Hans Balzer, „Wilhelm Büschs Bu- des Lebens"? Thomas-Verlag, Kempen/Niederrh Otto Heinz Rüb, „Die kleine Bühne": Grim meishausen, „Der abenteuerliche Simplicissimus“? E. A. Eriksen Verlag, Bonn. Werner Finck, „Aue der Schublade“; Otto B. Gervais, „Finanzamt Inselstadt", Roman einer Hinterziehung? Verlag F. A. Herbig, Berlin-Gru- newald. Oscar Paret, „Goider, der Meisterschraied", Ein Erfinderleben vor 2500 Jahren? Ad. Bonz & Cot Verlag, Stuttgart. 8jsj988*£! Menjahrsglttekwttn§ehe entbieten ans Konstanz: Juwelen, Gold- und Silberwaren, Uhren ANKAUF — VERKAUF Konstanz, Kanzleistraße 17 / Fernsprecher 619 Gebrüder Hepp Führendes Haus für Optik — Photo — Kino Konstanz — Marktstätte 9 GOLD UND SILBER als Schmuck in gediegener Ausführung immer preiswert bei Juwelier und Goldschmiedemeister Willy Müller Hussenstraße 38 Graf u. Möhrle Modehaus Konstanz Geschwister Maier Holz- und Kohlenhandlung Konstanz a. B. —. Neugasse 42 Eisensroßhandel Graner u. Co. Konstanz — Bahnhofstraße 3 Hermann Jauch Bäckerei Konstanz — Hüetlinstraße 3 Hans Wieder Zedtungs-Vertrieb Konstanz a. B. — Kiosk am Hauptzollamt Hans Jakobs (17a) Konstanz a. B. — Kanzleistraße 9 — Telefon 89 Restaurant Metropol Erich Rüdiger Konstanz — Hüetlinstraße 39 — Telefon 217 Max Kautz Uhren * Goldschmiedemeister * Schm Konstanz — Hussenstraße 60, am Schnetztor „Ranzenwirt" Speiserestaurant J. Erat Konstanz, Wiesenstraße 4 Karl Conzelmann Schreinermeister Konstanz, Wiesenstraße 25 Friedr. Marquardt Konstanz Bahnhofplatz 4 — Tel. 311 Simon Meßmer Bahnhofwirtschaft Konstanz Karl Kaiser Zigarren-Spezialgeschäft Konstanz, Bahnhofstraße 14 Edmund Einhart u. Co. Fischhandlung Konstanz, Rosgartenstr. 11 Stohrer Friseur, Spez.: Kaltdauerwelle Konstanz — Rosgartenstr. 4 Frieda Einhart Obst- und Gemüsehandlung Konstanz — Neugasse 33 M. Hoffmann Heißmangel Konstanz — Dammgasse 9 Karl Tröndie Kolonialwaren Konstanz — Sigismundstr. 10 Alfons Burth Großhandlung Konstanz, Rosgartenstr. 4 Oskar Meier Elektromotoren — Apparate Ankerwickelei Konstanz, Hüetlinstraße 17 Stoffhaus Arthur Zufla Konstanz — Rosgartenstr. 17 Albert Mayer Bäckerei - Konditorei - Caf$ Konstanz, Rosgartenstraße 19 Telefon 838 RudoH Maudi Buchverkaufsstelle Bahnhofsplatz, geg. Hauptpost Wolfram N. Kerle G. M. B. H. Güternah- und Fernverkehr Gaststätte „Roter Knopf” zum Meisterquelf Inhaber: Familie Grethel Konstanz — Paradiesstraße 7 — Telefon 109 Adam Müller Auto-Reparatur-Werkstätte und -Garage Konstanz Bodanplatz 3 und 5 Th. Werdehausen Strickerei Max Wilhelm — Sanitätsgeschäft — Konstanz — Bodanplatz 4 • Konstanz, Hüetlinstraße 26 Konrad Brecht Ernst Beck Kolonialwaren, Obst u. Gemüse Sattlerei — Polsterei Tel. 819, Konstanz, Neugasse 6 Konstanz, Sigismundstraße 6 % Festliches Bläserkonzert vom Turm Bild: Archiv Johann Hagen Holz- und Kohlenhandlung Konstanz a. B., Neugasse 12 Pelzhaus Schneider Konstanz — Marktstätte 3 Werner Wolfer, Molkereiprodukte Konstanz — Bodanplatz 3 M. Sand Wäscherei und Plätterei Konstanz — Neugasse 21 Telefon 407 ■viunsdtisebw fh netuMiäiw mmiru*. Firma Hubert Pflüger Kurz-, Weiß- u. Modewaren Konstanz, Kanzleistraße la Franz Griesbaum Friseurgeschäft Konstanz — Bahnhofstraße W. Hilschmann Buchverleih — Schreibwaren Konstanz. Bahnhofstraße Cate Hina Konstanz, Bahnhofstraße 14 Robert Fufterknecht Orthopädie- Schühmadiermatr. Konstanz, Neugasse 21 Gertrud Neumann Reformhaus — Konstanz Neugasse 44 — Fernruf 1140 Erich Vögele Bäckermeister — Konstanz Hüetlinstr. 32 — Telefon 621 Ludwig Erndwein Kürschnerei Konstanz — Telefon 1014 Fritz Müller Metzgerei Konstanz — Hüetlinstraße 14 — Telefon 803 Wilhelm Pfeiffer Großhandel / Import — Export / Autotransporte Konstanz/Bodensee — Dammgasse 5 — Fernruf 448 Konstanz Hotel Falken Inh.: H. Müller Kreuzlinger Straße 13 — Telefon 1355 Hans Schöner Goldschmied Atelier für feinen handgearbeiteten Schmuck Konstanz a. B. — Bodanstraße 31 — Telefon 1416 Otto Müller Metzgerei und Wursterei Konstanz — Rosgartenstraße 20 — Telefon 1188 Anton Fischer, Intern. Transporte G. m. b. H. Konstanz Gasthof „Schlüssel” Besitzer: Julius Sauter Konstanz — Sigismundstraße 14 — Telefon 404 Gertrud Hofele Möbel- und Aussteuergeschäft Konstanz — Zollernstraße 29 Ernst Straub, Konstanz Eisenwaren — Werkzeuge — Hausrat Xaver Wittmann Glas — Porzellan — Haushaltungsartikel Konstanz — Kanzleistraße 8 — Telefon 118 Anna Jons Molkereiprodukte Konstanz — Neugasse 1 Zum Alpenröile ■ Familie Weiß Wwe. Konstanz m m ina fc\:s m m m. m ''ÄiA im m §2 yt"$ m m sm \ß m ft uag te", Ms. i m iM m sM m ly m u Ml m w@ m •M Zum Jatjresmectyfel wün\d)m (öefcfyäftserfolg unb Äfunbbeit: Wilhelm Maier Darm- u. Gewürzgroßhandlung, Metzgereibedarf Konstanz, Rosgartenstr. 9 — Telefon 1173 Adam Kunz Herren- und Damen-Maßschneiderei Konstanz, Konradigasse 14 — Telefon 1704 August Gratz Gartenbaubetrieb Konstanz, Brüelstr. 10 Fritz Böcherer Gipsergeschäft Konstanz, Friedrichstr. 89 Die Friseur-Innung Konstanz, Stadt und Land Ludwig Riedmütler Zentralheizungen Konstanz, Konradigasse 18 — Telefon 771 Karl Gutmann Kürschnermeister Konstanz, Berggasse 4 Glück, Gesundheit und Zufriedenheit ¥ wünscht allen Geistesfreunden und Bekannten Institut für Graphologie u. Kosmopsychologie 2L 4osef La ns Tägermoosstr. 3 Zum Bräusfüble Inh. Max Egler Ferdinand Sellak Hutgeschäft Konstanz, Bodanstr. 32 Albert Hofmann Schneidermeister Konstanz, Sigismundstraße 4 Adolf OeHinger Konstanz Papier- und Schreibwaren Buchdruckerei, Bahnhofpl. 1 b Zum Jahreswechsel Freunden und Bekannten alles Gute Familie M. Schächtle-Heim zum Steinbock Max Müder Blechnerei und Installations- gesch., Haus- u. Küchengeräte Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein frohes neues Jahr Eduard Maier Futtermittelgeschäft Friedrichstraße 58 Foto - Wies er Atelier neuzeitlicher Bildgestaltung Turnierstraße 25 Karl Höt’ner Konstanz Bodanstr. 16 Buchhandlung Leihbücherei Briefmarken Wach- und Schldeßinstitut „Konstanzia” wünscht Allen ein gutes neues Jahr Inh. Otto Rinklin Kreuzlinger Straße 38 Unserer werten Kundschaft ein recht glückliches 1949 KOOFf KTI0n«H^üS m Hussenstr. 17 ältestes Fachgeschäft für Herrenbekleidung in Konstanz, KONSTANZ Ruth Eckhari Damensalon Gottlieber Straße 46 W. Kunz Bildergeschäft Einrahmungen, Buchbinderei Untere Laube 22 Otto Utz Malermeister Mangoldstr. 11, Telefon 480 Wilhelm Knötzsch Tapeziermeister Konstanz, Ten Brinkstraße 1 Familie Kuner zum Löhlinbad Untere Laube 9 Frau Emilie Jüngling Massage und Fußpflege Salmannsweilergasse 32 Meiner sehr verehrten Kundschaft die besten Grüße zum Jahreswechsel Paul Westendorf Elektromeister. Konstanz, Richentalstr. 20 Friedrich Kehrer Tabakwaren Groß- und Kleinverkauf Marktstätte 30 Joh. Häfjier Elektro-Inst.-Geschäft Konstanz, Markgrafenstr. 12 Luise Müller Friseursalon Konstanz, Kreuzlinger Str. 50 Th. Walk Limonade, Mineralwasser. Apfelsaft Schwedenstr. 9a, Telefon 463 Stadtgarten im Winter — Photo privat Alfred R Graf Konditorei - Cafi - Bäckerei Konstanz — Marktstätte — Dammgasse 9 Fernsprecher 322 Ernst Trümmer Uhren-Fachgeschäft Hussenstraße 21 Familie Karl Lickert Küferei u. Weinhandlung Konstanz, Pfauengasse 2 Telefon 1132 Wir wünschen unserer verehrt. Kundschaft, sowie allen Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Karl Breyer Motor- und Fahrradpark Konstanz Bahnhofplatz Konstantin Hornstein Schuhmachermeister Dettingen, Ruf Allensbach 72 wünscht seiner verehrt. Kundschaft von hier und auswärts alles Gute zum neuen Jahr Familie Mathias Kern z. „Bären“, Insel Reichenau Alfred Böhler Polsterer- u. Dekorateurmstr. Konstanz, Muntpratstraße 10 Die besten Glückwünsche zum Jahreswechsel W. Gotfmann Nacht. E. Knöpfte Brot- und Feinbäckerei Hund Rheingasse Allen Gästen, Freunden und Bekannten entbietet zum Jahreswechsel allles Gute! Gaststätte Graf Zeppelin Josef Deggelmann Schreinermeister Dettingen bei Konstanz Baumaterlalien-Großhandlung Konstanz-Petershausen Haarpflege-Salon Boivin Brückengasse 2 Allen meinen Lieferanten, Kunden, Freunden u. Gönnern Emil Haut Kachelofentürenfabrik Steißlingen Meiner geschätzten Kundschaft ein gutes neues Jahr! Franz Moser Malergeschäft, Dettingen Gebrüder Engelmann, Dachdeckergeschäft Konstanz, Feldstraße 17 — Fernruf 839 Josef Oehler, Schneidermeister Konstanz Kreuzlinger Straße 27 SENGER und BUTZ Amtliche Rollfuhrunternehmer der Reichsbahn Hafenstrafje 6 Telefon 18 Konrad Fischer u. Sohn Zimmergeschäft Gartenstr. 42 Tel. 774 J. S. Grau Juwelier u. Goldschmiedmeister Rosgartenstraße 28 — Telefon 557 J. Althaus-Keller ™ m täte Kolonialwaren Kreuzlingen, Tägermoosstraße 5 E IMBEUDW1DUID lST9lumtflyßü$ eukb inu eujorch- wjnsMiz-zatCRnsm Friedrich Brunner Zimmermeister Konstanz, am Schänzle 30 PhiHpp Blum Gipsermeister Konstanz, Wilhelmstr. 12 Telefon 1493 Restaurant zum AlpenbHck Familie A. Rehm Meiner werten Kundschaft die besten Neujahrswünsche Mathilde Auer Lebensmittelgesch., Konradig. 10 Karl Ramsperger Ford-Verkaufsstelle Großgarage Herr Gottlieber Straße 34 Telefon 1440 Gasthaus „Zum Elefanten" Inh. Gremmelsbacher »1 m IST? Bahnhofwirtschaft KONSTANZ Am Neujahrsmorgen ab 4.30 Uhr geöffnet m m Viel Glück im neuen Jahr unserer verehrten Kundschaft und danken gleichzeitig für die erwiesene Treue. Für 1949 erhoffen wir, wie früher, Ihren Wünschen nachkommen zu können. Braunkohlen, Torfmull, Bündelholz prompt lieferbar. H. Mikschl, Konstanz Holz und Kohlen, TeL 341, Schwedenschanze 14, und gegenüber Petershauser Bahnhof, Eing. Markgrafenstr. M Restaurant Täuble Meinen verehrten Gästen und Bekannten zum Jahreswechsel die besten Glückwünsche! Familie W. Bräuninger, Konstanz, Bodansirafje Telefon 1827 Polizeistunden Verlängerung! Telefon 1827 Zum Jahreswechsel entbieten wir allen Freunden und Bekannten herzliche Glück- und Segenswünsche J M. Haberbusch und Frau, Gärtnerei Öhningen/Höri — Telefon 38 im 5 SW el S>1 1 ?' i K * * gßti 3## $id <>luck utt6 ^un^df »tu neuen Mt ift Schneider u. Mohl Obst-, Gemüse- und Früchtegroßhandlung Konstanz, Konradigasse 24 Familie Albert Fröhlich Malermeister, Konstanz, Sohneckenburgstraße 30 Glückauf 1949! Allen Kunden und Geschäftsfreunden Albert Schröder jr. Chemische Fabrik, Konstanz a. B., Bücklestraße 74 Georg Knittel Malermeister — Richentalstraße 9 — Telefon 1484 -,$'9 Gute Fahrt im neuen Jahr! ' Konstanzer Vulkanisieranstalt Josef Rist Konstanz a. B., Zollemstraße 4 — Fernruf 411 Glückauf 1949 ! allen Kunden und Geschäftsfreunden Albert Schröder jr. Chemische Fabrik, Konstanz a. B., Bücklestraße 74 Konditorei und Cafe Hans Hofmann Konstanz a. B., Scheffelstraße' 13 — Telefon 892 Maria Lederer Gesundhettsfußpflege Obere Laube 71 Mg A. Eberharl „Zum Ziegelhof“, Konstanz Restaurant „Zum Frieden" Konstanz 7 WM Frau Anita Spieth-Abdullah bek. Graphologin u. Chiromantin, Konstanz, Gebhard- str. 9/II (auch schriftl. Beratg.) chaftj rgen ffnet Ifp f Bäckerei u. Konditorei Wilhelm Fuf| Konstanz, Tel. 307 chaft reue. chen •bar. und astr. ff/SS: m i: m i Drogerie Kurt Sterk Konstanz-Petershausen neben der Schule Max Schneider elektr. Licht- u. Kraftanlagen Konstanz, Wilhelmstraße Wilhelm Schildknecht Kolonialwaren, Molkereiprod. Konstanz, Mainaustr. 66 Fr. Grelndl Bilgerbräu Konstanz, Gebhardstraße Familie Fischer Gasthof Reichenauer Hof Konstanz Reimer Obst, Gemüse u. Südfrüchte Konstanz, Wilhelmstr. 16 Martin Wehl )r. Ofen- und Plattengeschift Konstanz, Mainaustraße 68 b. Salzberg Gasthaus „Zum Schützen" Konstanz empfiehlt den werten Vereinen tmd Gesell' schäften Neben- and Goitzim mer ca.130 Per- sooen faßend. Ebenfalls schön« Fremdenztramer. Leuesdorf. 1827 Herren- und Damenfrlsiersalon V. Aigner-Konstanz Wilhelmstr. 16 — Tel. 203 «srvprinlität: Kalte Dauerwellen, Färben, Wasserwellen ” und Ia Herrenbediemmg 3% Geschwister Schäffauer Kurz-, Weiß-. Wollwaren Konstanz, Wilhelmstr. 31 Lebensmittel — Feinkost A. Gleichauf Konstanz, Petershauserstr. 26 tamttfifct ntim ßtsttfats tsttft ^cfc^dft$fv(ttts5(ti: Lebensmittel-Großhandlung Disch u. Weisenburger Konstanz, Friedrichstr. 8 / Hansegarten 15 Telefon 1320 Alles Gute zum neuen Jahr meinen Geschäftsfreunden und Abonnenten Anton Baumgartner 0. H. G. Zeitschriften-Vertrieb — Konstanz, Emmishöferstraße 16 Samen-Gaugel Konstanz, Wessenbergstraße 32 — Telefon 548 Spielwaren puppe» Ksti., Neugasse 44 Konstanz Puppenklinik Johann Seibertz Kürschnermeister, Konstanz, Tirolergasse 8 Photohaus Jos. Fischer, Konstanz Hussenstraße Nr. 18 — Fernsprecher Nr. 666 Willy Peters, Salon der Dame Haus der modernen Haarfärbekunst Konstanz a. B., Hussenstraße 14 — Fernruf 1727 Emil Böss Konstanz a. B., Kanzleistraße 20 — Telefon 923 Das führende Spezialgeschäft für Lederwaren, Reise- und Sportartikel Jos. Karl Winter Paul Ott Fenster-, Türen- Möbelbau Herren- und Damen-Maß- Döbele 24 — Telefon 617 Schneiderei, Mayenfischstr. 8 Rathaus Allmannsdorf (Bild: Archiv) ftonftam -IJctctötjmifctt Richard Ehrle orthop. Schuhmachermeister Döbelestraße 7 Wohnung: Wilhelmstraße 26 Johanna Deinhardt vorm. Wilhelm Schildknecht Kolonialw., Molkereiprodukte Konstanz, Mainaustraße 66 I Alfred Glocjer Wagnermstr., Richentalstr. 16 tt Hans Mattheis Friseur Konstanz, Gebhardstr. 2 Otto Bitler Lebensmittel Konstanz, Markgrafenstr. 46 Gebhardshalle Konstanz. Gebhardstraße Radio Haas Konstanz Führendes Haus in Radio-Apparaten und Beleuchtungskörpern Porzellan-Manufaktur Karl Karrer Konstanz, Gebhardstraße 9 Bäckerei — Konditorei Cafe Müller Konstanz, Wilhelmstraße Josef Lieb Feinkost — Kolonialwaren Konstanz, Wilhelmstraße 18, Friedrichstr. 37 Albert Hein Metzgerei Konstanz. Spanierstraße 31 Adolf Matt Konstanz — Spanierstraße 32 Fritz Friedrichs Blumen- und Kranzbinderei Konstanz — Gebhardstraße 4 Gasthaus zum Petershof L. Wäschle, Konstanz Gebhardstraße 14, Tel. 467 Anton Festlnl Wwe. Küchengerätehandlung und Blechnerverzinnungswerkstatt Konstanz. Spanierstraße Edwin Huber Friseurmeister Konstanz, Spanierstraße 20 Metzgerei Biller Konstanz, Wilhelmstraße 26 Leo Mühlherr Metzgerei Konstanz, Markgrafenstraße 48, TeL 1423 Konrad u. Oskar Löhle Feinbäckerei Konstanz, Reichenaustr. 14b. TeL 1565 Lorenz Willkomm Lebensmittelgeschäft Konstanz, Gebhardstr. 16. Tel. 854 Annemarie STEURER mft Scraüfc Sübfriidjte Konstanz. Wilhelmstr. 1. lei. 390 Emil Schroff Metzgerei Konstanz, Eberbplatz 1 Wilhelm Auer Metzgerei Konstanz, Markgrafenstr. 69 hrHus von Kilian Papier- und Schreibwaren Bürobedarf, Schul-, Mal- u Zeichenartikel. Zeitschriften und Unterhaltungslektüre Konstanz, Wilhelmstr. 36, T.732 Eugen Haas Brot- und Feinbäckerei Konstanz, Zähringerstraße 22 Telefon 1711 Damen- und Herren- Maßschneiderei Böttcher Konstanz, Wilhelmstraße 5 r|fga mm H»: JC&SWfix 1* / Nr. m SÜDKURIER F Donnerstag, 30. Dezember 1948 Famlllenanzelgen Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Minn Scheu Max Graupner Bildhauer Konstanz, Kanzleistr. 1 / Zürich-Kreuzlingen Silvester 1948 Ihre Vermählung geben bekannt Sepp Villiger El friede Villiger, geh. Münch Züridi/Schweiz Konstanz, Brauneggerstr. 44 Trauung Montag, 3.1. 1949, 10.30 Uhr im Münster Konstanz. Bs grüßen als Verlobte: Trudel Rimmeie Rudi Lehmann Bodman Frei Neujahr 1949 Als Verlobte grüßen; Mathilde Buhler Rudolf Bauer Konstanz, Schützenstraße 2, Sdiuistraße 13, Neujahr 1949 Ihre Verlobung geben be- kannt: Else Reichte Edgar Bergmann Aach-Linz Konstanz Neujahr 1949 Unser Stammhalter Hans Peter ist ang&kommen. In dankbarer Freude. Gisela Heck- ner, z. Z. Vincentiushaus, Hans Hsckner, Konstanz, 25. Dezember 1948 Wir geben unsere Verlobung bekannt: Angela Schiessel Julius Müller Neujahr 1948, Brauneggerstraße 8, Kreuzlmger Str. 47a t jfoüft (Sattes $1. SBinen ijt fteute mein« liebe Statt, un, jlere treubeforgl«, ftetflens- oute SJtuttei, ©uoftnruttar, Sftmejter urib Sftiroägenn $ebroig i&odj geb. ftSüiftfe im 9Ii«t »oit 77 Sagten, roaftl- oorieiettet im gettn, noft längerem Seihen enbiftiaijcn. 3ftr Beben tu« mwjetniie Siebe umb Sorge für Me Sftrigen. Uebetlingen, 28. EejemSet 1948 3n ttejet Stauer: &ermonn &odj, SioMigättner i. 95.. he- berti’itgen; jjamt. 9J5ar Äofttec. Ue&eiHngen; 2?am. ÄatI 35a;7, 3n;el SDiaireau; Sem. ftSauline Ä'efttet, 3Biiu>«, Äanftaitj: 3a- miKe fjeitttift £>oft, Uebet- liitgen: SJaptift fjoft, lieber» (iugen: gimitie Stift &oft, SBeittgarien (SBitbg.J; gamittc Eugen ÄammerSanhet. Äon- jban}; Seht $oft, Uebetlingen; Sam. 211;reb (pöiftfe, Xresben; grau kurt ©oft, ffiiiroe Uebetlingen. SJeetMguitg Ijeule Xcmnetstag, 30. 12., 14.30 Uftr, mm bet griebftoftcrpefie aus. Urtier »ietgeliebter teurer Sätet ^rlebrid) SDlättnec Ätopitän a. ©, tft am ©temsiag aäenb tun 11 Ifljr it-adj I-änifl-etetn Serben im Silier mm 86 Sagten [airft ent. 9 Bit Ijaiben bctt lieben SJerftoidknen am Freitag, 24 . ©e^. 46 jut lebten Stofe geBetitei in bet tröftlitfen ©emiBfeit eines Gfüdlidjem SBtebetfefens. Äonftanj, 27 . ©ereilt® er 1946 . SölrijftraBe 4 ©ie hauetmiDen $inlet 6 Ke^eneit. ©anffagatig Sfit bie »ieten Semeife aiuTtidj- tiger leilna^me beim Swttfdjei- ben imferet lieben ajtofter 3Rtttio SFlobel %eb. 3 im.mermann bauten mt allen redrt fetälidj. Sefonberen ©»an! bet efem. Ätan- ten|^n>e)ter für ifee aufopfernde ^lege unb H- H- ©efait §eit- ninget für Sie Äranfeitbe^iMfe fair bie Äianä- u. aKepfejipenben unb allen, bie jHe jut lebten Stofe begleitet feben, ein feiik licfes Vergelte ©oft. Hagnau. 20 ©ejember 1048 . 5 m 5 tamen allet Hinterbliebenen: ftant. 5 oljann SJlobel. Unsere Renate hat ein Brüderchen Bernhard bekommen. Elfriede Meyer, geh. Schwarz, Wilh. M‘3yer. 26. Dezember 1948 Konstanz, Rosgartenstraße 18 Ihre Verlobung geben bekannt: Luise Rodert Werner Jaumann Silvester 1948 Konstanz, Klingenbergstr. 10 Ihre Verlobung geben bekannt: Elfriede Funke Hans Heinz Meisel Silvester 1948 Konstanz, Eidihomstraße 16 Ihre Verlobung geben bekannt: Ruth Schindler Bobby Webber Singen/HtwL, Bas«l/Sdiweiz Freiheiten. 21, Fasaneustr. 72 t Urtiere 16 . Sdjt»«fter, Sftwä- gerin unb Xante (Slifabetl) SWefemer ift uns u/nermattet butdj ben lob enttif-fcn morben. Jdir bi-c meltn Semeift bcrjl. Stntei-I- na^me, für bic frönen Ätana- u. Stumetifpen-bcn, für ben troft- ttei^en unb e^renben Slat^ruf bes ©eauftragten ber girtmt u. Seletf'dy&ft am ©rabe, für bic ^i^licitfi« Sctciligung ihrer SlrbcitsfoUcginrntn am Sei- (Ösnbcgängnis. ftomic bem Äir« (ffentb'Or ber s Bfartci 6 t. ©eorg in Slllmannsborf für ben erlje- benben ©c;ian.ft beim Seelcnamt fagen sott unferen lerjli^iftcn ©ait^. Äonftanj-Staab, 22 . ©c^. 1948 . ©ic trauetNbenHinterWtefrmett- t ©ott bem $enn ^at «s gefallen, n>ad) längerer, leib- twjllet Äranl^eit meine liebe ©affin, uitfere Stutter, c^bc* fter. Sdputegermiutter, Stfrnnäge- tin, ©ante uitb 3 $atin, < 5 rau SRatia König geb ftebjtein, HirfK^emoirtin einem 2 -eben immeruxäfi- renoer Arbeit im SÜter mm 68 Sauren, oerfeben mit ben bl- Sterbe’oframen'ten, in bie ©roig- feir abjubetiufen. ©ie Seife^ung fanb am 26 . ©ejemiber ftatt. fair bie ote^en Semeife aufriibfiger ©eilnabme fagen uwr allen ein berj);ltifre 5 3 ?ergel 4 s <&ott! Se- fonberen ©an! ben ebrro. 6 cbu)e- ftern unb H. H. IRelfor Sßolf für Äwmfenbe-fucbe unb feel. Seiftanb, fomte a-ll benen-, bte ber Ib. 95 erftorbenen bur^ bl. Söleffen unb Äransfpeniben gebaut unb bie letjte ©bte cr- miieTen haben. Smmenftaab, 26 . ©e^ember 194 S 5 m Flamen bet tieftrauernb Hinterbliebenen: ©*atie Sernb. Äönig, Söbne Sertbolb Äönig mit jrau u-nb ^tii Äimig. ©anlfagung 9 to^ tief erf^üftert übet ben feren 3 Seitiu|t fipretben mit auf biejem 5 Bege allen faeunben für bie otden 2 iebe 9 ben)eiie beim Hinfcbeiben unferes teuren 25 aters (Srnft U^Iemann unieren initigften ©an! aus. 5 ns- befonbere für bie tiefempfunbe- nen JBorte oon Herrn ißfattet Sorenj unb Herrn ©ir. Sifbetle. ©benio b. Äametaben b. Si-abt- Japelle für ben lebten ©rufe. ftonftan- 1 . 26 . ©e^ember 1948 . Ei'pft ©erlinbe unb ©rnft Ublemann. /mit f iaweco- A^cAsi~esi£r{- S ^CrMrl "feiten und- Haspeln für,.den Beruf ^ ^ rirma Oscar Bissier, Konstanz, schottensfr. 49 Herzlidien Glückwunsch allen Verlobten: Lassen Sie durch uns diesen Festtag im Bilde fesihalten. FOTO-KUBAN, Hussenstraff e 21 Audi über die Feiertage durch Fernruf 325 zu erreichen. Gebhards halle oiloefter. ab 20 H'br Sani, ©s fpiett bie ^-a&fapelle. Hotel Krone Unteruhldingen Wiedereröffnung Samstag, 1. 3«nuar (35«ujabr) Jtaftm.: Äonjert; a&erois : Xanj (Es fpiett SapcUe »ifftoff mit dluelio von habiO/7//- . Rheinweine 1947 er Spitzensorten Dfirkheimer Rotwein 450 t 948 er Vi Fl« ** Weißweine */i FT. ab 3» Winkler ü^!» (ßroger tßojten cojtll. Skirucksäcke mit Xraflgcftelt, amotil. §«ctes- matc gu oerfaufert. 9 J 6 ujtet X 3 J 5 12 .— pet 3 taftn. Xft Siebieg, Sonbotf (Slojel) Injektion-Großpackungen Oleum Campf. gölte Xippofla- oin, S. (Eatbiojol, S. XannaT- bin, Siomutal, unb SnftuciMa- btetien iofoit abgugeben. 3uifti. u, 73 898 Sübfarict Äonjtan3. Wohn- und Geschäftshaus in 5 mibuftricftabt am Sabenf-ee ju künftigen $cbingungb begehn SBir laben jum TASZ am Silpefter-^benb, ^leufabts- fag, Sonnfag u. -bl- ©teifönig, ab 20 Ubr. ©in glüdli^e« 9Teni«bt meinen ttercljrien ©äften. Gasthaus zum „ flidler Allmannsdorf Steujaftrstag 1849 ab 8 Ufte abenbs Xanj. Gasth. Linde, Wollmatingen Jleujofttstog ab 18.30 Uftt, TANZ mit Äapette Peftle Gasthaus u. Metzgerei zum „Bodan“ Wollmatingen Siloeftcr umb 2. 1. 1949 ab 18.30 Uftt Tanz für
naachen, Flnstel, Skifnllu, Bekleidung usw. in reicher Auswahl Skireparetnren nnd -Montagen SPORTHÄUS OLYMPIA KONSTANZ Kreuzlinger Straße 5 beim Schnetztor - Telefon 1871 Spezialfabrik für feine Damenwäsche sucht Näherei lei ter in Bewerberin muß Zuschneiden und Muster entwerfen können und befähigt sein, Arbeiterinnen anzulernen und zu leiten. Ausführliche Bewerbungen mit Lichtbild und Gehaltsansprüchen unter 1029 Südkurier Konstanz. Veranstaltungen Beginn 22.30 Uhr. Ende T Kartenrorverkauf an der Theaterkasse Karten können nur noch in besdiränkiem Umfange abgegeben werden Übergang SUuestu&att OfS DEUTSCHEN THEATERS Großer Silvester-Ball und ein reichhaltiges Kabarett-Programm mit Karl Steuer in „St. Johann“, Beginn 20 Uhr / Ende 1949 Restaurations- u. Barbetrieb Überraschungen aller Art Kartenvorverkau! u- Tischbestellungen im Zigarrenhaus BRElG, Tel. 220 BAVARIA TANZBAR Passage Qtaipaz SUveitaz-dÜuU Neujahr und Sonntag, den 2. Januar 1949, ab 16 Uhr TANZ Es spielt für Sie die beliebte Barkapelle A1 d r i e s. Prosit Neujahr ! wünscht allen verehrten Gästen, Freunden und Bekannten Bavaria-Tanzbar Bayrische Bierhallen H. Meßmer m. Fam. Alemanne (Hussenkeller) Silvester-F eier mit Tanz DEUTSCHES THEATER IN KONSTANZ Xannerstog, 30. 12. 48. lü.30 Uftt, asft. äbemn., „Set Äönig mb bas 3»tteltiet“; 20 Uftt, ctammj. VI, „Sintigone“, grei- tag, 31. 12.. 20 Uftt, auft. älbottn.; Samstag, 1. 1. 49, 20 Uftt, auft. Stftonn.; Sonntag, 2. 1. 49, 20 Uftt, ciamimi. I: 3Kon> tag, 3. 1, 49, 20 Uftt, Stanrmj. II; Xienstcg. 4. 1.,'19.30 Uftt, auft. ilbann. Sabareft: SBet meint, ftat niftts jn leften. ©e- jamtipielplan an ben ätnjftlag- iaulen. Xel karten bette (tun gen 1886. Das Neujahrsprogramm der Filmtheater Heute letzter Tag: „PAGANINI- Ab morgen Silvester: Wiedersehen mit einem Großerfolg: „HEIMATLAND" Nach Nico Dostals bekannter Operette ,.Monika”. Zwischen Schwarzwald und Berlin pendeCt die humorvoll-ansprechende Handlung mit Hansi Knoteck, Wolf Albach-Retty, Josefin® Dora, Ursula Herking usw. Wo.: 15, 17.30, 20; So.: 14, 16, 18, 20 Uhr. Heute letzter Tag: VERDACHT AUF URSULA Neujahrstag und Sonntag ab 20 Uhr T Ä N Z Flotte Kapelle Meinen verehrten Gästen, Freunden und Bekannten »Glückliches Neujahr“ Familie MUller 3m* Safttesmcftfcl toiinjftcn mir alten uit[«t«n (Säften unb (Befannten ein glidliftes neues Safte. Hans and Irmgard Meßmer 9t Siloefter int fefttift betoeietten Saal (eben tDiittmoft, Samstag *. Sonntag Xonj, mit bem bebamnten Xan^otfteücr $anl grübet, Ulm. Hotel Adler Hagnau ßonindien-, Geflügel- u. Touben- flusftellung ln Konstanz am 8. u. 9. Januar 1949 ln der Stefansturnhalle, Untere Laube. Anmeldung an Ausstellungsleitung Marx u. Küster. wünscht ihren verehrten Gästen, Freunden u. Bekannten ein glückliches neues Jahr! Auch im neuen Jahr halte ich mein Haus u. meine anerkannt gute Küche bestens empfohlen. zu Neujahr: ITIartgans uttft Cntoobroton dazu auserlesene Weine in großer Auswahl. Silvester geschlossene Gesellschaft. Neujahr und Sonntag StimmuHCfS- u. IdtttezkaltuHgsmusik Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten wünschen wir ein glückliches neues Jahr OSKAR KLAIBER Gaststätte Münsterhof Silvester! GASTSTÄTTE Froher Jahresausklang mit Konzert KONSTANZ Ma»ktstätte 7 Siloefter-flbenö ileujahrstag u. Sonntag ab 20 Uhc Obece Sonne „Gaststätte Anker“ Qrofjc Silvastez-Feicz Es spielt die Kapelle Serpelloni Meinen verehrten Gästen. Freunden und Bekannten aun Cf utas uauaA Jahzi Der Wirt Georg Restle Ab morgen Silvester: Eine heitere Gesellschaftssa- före über Leute, die hoch hinauswollen: . DIENER LASSEN BITTEN ’ Mit Hans Söhnker, Rose Stradm&r, Fita Benkhoff, Joe Stöckel. Musik: Leo Leux. Wo.: 15, 17.30, 20; So.: 14, 16, 18, 20 Uhr. $ € Al A Ab morgen Silvester: Eine® der Werke, die immer wieder erfreuen! Willy Forsts bezaubernder Film: „OPERETTE" Mit Dora Komar, Marih Holst, Willy Forst, Paul Hörbiger, Siegfried Breuer, Leo Slezak. Tägl. 14 u. 16: Mo. auch 16 und 20.15; So. nur 14 Uhr. Xas alt« Salftt geftt nun jv En&e, ftrunt fourmi ju uns jut Safttes- menbe. graftjinn, Stimmung u. Snonor finbeft Xu tim .Bauhof' nur Dttiftftattige (betränte uorjiig- lifte Speifcn, jiorgen für bas ieiftKcfte SBoftI, baju jpiclen am grrttag (Sitnefter), Ütcujaftr u. Sorentag, 2. Sanuat 1949, tag. lift ab 20 Uftr Öic mcloöikcr Bcßatttanf am Äieuglinget 3MI labet ein jut 9b 18 Uftr, SBiufit unb Xanj Xii#b«ft«Uunig tetefon 217 Restaurant Döbele Silvestcr-Fcicr mit Xunj Das Ereignis: Silvester-Ball an Bord! Am t reUag,-ft.Dez. 48 an Bora des neurenovierten Saaisdiiffes «Karlsruhe“ mit Fahrt in den Überlinger See.Beginn ab 20 Uhr Abfahrt Konstanz 21.30 Uhr, Meersburg ab 22.00 Uhr. Über lingen ab 72.20 Uhr. Mitwirkende : U Else Elster, (Bad Wiessee» i. Berthold Ebbefke, (Mfindien i. Rolf Werni&e, Regie 4. Erstkl. Tanzordiester 5. Radio Franithirt macht Sonderreportage Eintrittspreise mit Fahrt: DM 7.-, 10.—. 12.—, 15.— mit reserviertem Tischplatz. Teilnehmerzahl au’ 250 beschränkt — Bewachter Parkplatz - Programm und Anmeldung: BoDenfee-Reifcbürc 'Balmfiofplnft h - Sei. 55- (tuto-Reile-Dienji Fahrt im geheizten Antobns Dienstag, 4 . lan. ab 6 .C 0 Uhr FREIBURG ... DM *S. (einfach DM 9 ,-) Ausk. u. rechtzeitige Anmeldung: BoDenfee - Reifebür! 'Batjnbofplfit? fi ■ 3 el ?T