tßrtcitimcrttotc/ <&fftitlMirg*r2*iiuit9 Erscheint wBchenflich sechsmal. Bezugspreis für den laufenden Monat 1,78 RM. zuzüglich 33 Pf. Träger lohn 132. Jahrgang Ausgabe A Nummer 43 Ottenburg, Samsfag/Sonr ag den 20. 21. Februar 1943 Ein einziger Qedanke - harter und totaler Krieg! Das europäische Presseecho zur gewaltigen Willenskundgebung des Volkes im Sportpalast * : Abgelöste Soldaten einer Luftwaffen-Feldeinheh gehen in Ruhestellung zurück. Leichtverwundete haben es sich auf dem Schlitten bequem gemacht, während ein schwerverwundeter Kamerad im Boots-Akja zurücktransportiert wird. — PK.- Kriegsberichter Brändlein (Sch) Die bolschewistische Gefahr in Sofia DNB, Sofia, 19. Febr. Die Polizeidirektion weist in einer Verlautbarung, die die gesamte Morgenpresse veröffentlicht, auf die bolschewistische Gefahr hin,, die sich deutlich in den Mordattentaten der letzten Tage zeigte. In der. Verlautbarung heißt es: Am 8. Februar wurde in Sofia ein Arbeiter, der gegen den Bolschewismus eingestellt ist, von einem Mann und einer Frau ersdiosssen. Am 13. Februar wurde General Lukoff ermordet, und zwar wieder von einem Mann und einer Frau mit demselben Revolver, mit welchem der Arbeiter am 8. Februar erschossen worden war. Am 16. Februar wurde ein bewährter Polizeibeamtar aus dem Hinterhalt erschossen. Am "17. Februar wurde Explosivmaterial bfcim Bahnhof Serdika gefunden, das bereits auf die Schienen gelegt war. Die Polizeidirektion hat bestimmte Spuren und weißi daß diese Taten von einer Gruppe von Terroristen' ausgeführt wurden, die bolschewistischen Kreisen entstammen. Das Ziel, das dabei erstrebt wird, ist, Unruhe zu stiften und den nationalen Geist der Bevölkerung zu zersetzen. Die Poilzei- direktion fordert alle Bürger auf, ihr bei der' Verhaftung dieser Gruppe von Terroristen behilflich zu sein, um die Schuldigen zu verhaften sowie alle staatsfeindlichen Elemente unschädlich zu machen. Es wurde eine Belohnung von 30000 Lewa ausgesetzt. * Berlin, 19. Febr. Die große Rede, die Reichsminister Dr. Goebbels am Donnerstagabend im Berliner Sportpalast vor Zehntausenden begeisterter und kampfentschlossener Zuhörer aus allen Schichten des deutschen Volkes hielt, hat in allen europäischen Hauptstädten und darüber hinaus einen gewaltigen Eindruck gemacht, und man mißt ihr die größte historische Bedeutung zu. Uebereinstimmend wird in den Pressekommentaren die Sporpalastkundgebung als eine entschlossene Willenskundgebung der gesamten deutschen Nation gewertet, >n diesem gigantischen Kampf um die Rettung Europas vor dem alleszemörenden Bolschewismus, alle Kräfte zusammenzufassen und keine ^fer zu scheuen, um den Feind endgültig In ganz Italien wurden die Ausführungen Reichsminister Dr. Goebbels mit lebhafter und freudiger Zustimmung aufgenommen. In der römischen Presse wird die grundsätzliche Bedeutung dieses Aufrufes zum härtesten Kampf hervorgehoben. „Te- vere“ überschreibt die Rede mit den Worten: „Ein einziger Gedanke — harter und totaler Krieg — Eine einzige Gewißheit — der Sieg!" „Giornale d’Italia“ bringt die Rede mit der Ueberschrift „Allein die Heere der Achsenmächte können Europa vor der bolschewistischen Gefahr retten“. „Popolo di Roma“ beschreibt in seinem Rahmenbericht die Begeisterung der Zuhörer, die entschlossen zum Ausdruck gebracht hätten, alle Opfer auf sich zu nehmen, um dem Führer die Mittel in die Hand zu geben, den Bolschewismus endgültig zu vernichte^. Die drei Hauptpunkte aus der Bede von Reichsminister Dr. Goebbels, nämlich 1. die bolschewistische Gefahr, die nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa vom Osten her bedrohen würde, wenn das deutsche Heer den Feind nicht aufhalten könnte, a. daß nur das deutsche Heer und die Kräfte seiner 19 . Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im West-Kaukasus und am unteren Kuban fanden bei einsetzendem Tauwetter nur Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung statt. Dabei machte ein eigener Angriff südlich Nowo- rossijsk weitere Fortschritte An der Donez-Front und im Raum von Charkow griff dßtz Farad wieder mit starken Kräften an. Er wurde in teilweise schweren Kämpfen abgewiesen. Zahlreiche feindliche Vorstöße südöstlich von Drei scheiterten. Der Gegner wurde durch Gegenangriff geworfen und hierbei mehrere Panzer vernichtet. Die Luftwaffe griff Panzeransamm- lungen, Artilleriestellungen und Marschkolonnen des Feindes an und brachte den Verbänden des Heeres dadurch fühlbare Entlastung. Verbündeten Europa aus dieser Gefahr retten könne und 3. die Notwendigkeit, schnell und gründlich zu handeln, da die Gefahr vor der Tür stehe und es sonst zu spät sei, werden von der italienischen Presse besonders herausgestellt, die betont, daß der Nationalsozialismus, der stets den Dingen ins Gesicht sehe, sich der schweren Gefahr voll bewußt sei. Die rumänischen Zeitungen geben die Rede in ausführlicher Fassung unter ganzseitigen Schlagzeilen wieder. Sie unterstreichen dabei, daß das Abendland in Gefahr sei, daß hinter der militärischen Bedrohung das internationale Judentum stehe, daß der totale Krieg das Gebot der Stunde sei, und daß alle Gedanken und Anstrengungen dem Siege gelten müssen. Sie heben vor allem die Worte des Reichsministers über die verpflichtende Mahnung des Opfers von Stalingrad hervor und sind stärksten« beeindruckt von der Kampfentschlossenheit und Siegeszuversicht des deutschen Volkes. Unter großen Schlagzeilen und unter Anfügung eigener Stimmungsberichte über den Verlauf der Kundgebung im Sportpalast veröffentlicht die f i n n i s ch e Presse die große Rede von Reichsminister Dr. Goebbels. Nie zuvor, so wird von den Zeitungen übereinstimmend unterstrichen, kam auf einer Kundgebung der fanatische Wille zum Sieg so zum Ausdruck, wie gestern, wo zehntausende aller Volksschichten ihre bedingungslose Hingabe an die Sache in sensationeller Weise demonstrierten. Der überzeugende Appell an das gesamte deutsche Volk zur äußersten Kraftanstrengung fand durch die Bejahung der zehn Fragen uneingeschränkte und in ihrer fanatischen Zustimmung noch nie gehörte Antwort. (Fortsetzung auf Seite 2) Bei Fortführung der starken Angriffe südwestlich des Ilmensees erlitt der Feind erneut schwerste Verluste an Menschen und Material. Trotz stärkster Unterstützung durch Panzer und Sehlaehtflieger wurde der Gegner vor den deutschen Hauptkampflinien überall abgewiesen. Auch die fortgesetzten Versuche der Sowjets, unsere Front südlich des Ladogasees und vor Leningrad zu durchstoßen, brachen blutig zusammen Im Gegenangriff wurde dabei eine feindliche Kräftegruppe eingeschlossen und vernichtet. Die spanische Freiwilligen-Division hatte erfolgreichen Anteil an der Abwehr der sowjetischen Angriffe. Ein Nachtangriff von Kampfflugzeugen auf Stadt und Hafen Murmansk hatte gute Wirkung. In Tunesien schreiten die Kampfhandlungen weiter erfolgreich fort. Stimme des Volkes ch Dr. Goebbels ist seiner politischen Vergangenheit, seiner Stellung als Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda und seinen besonderen Fähigkeiten nach einer der berufensten Sprecher des deutschen Volkes. Die strenge Logik seiner Gedankenführung, die Schärfe seiner Dialektik und die mitreißende Gewalt seiner politischen Leidenschaftlichkeit sind die wesentlichen Bestandteile der Gewalt, die er über Herz und Geist von Millionen von Volksgenossen besitzt. Die Volksversammlung im Berliner Sportpalast war eine neue Bestätigung für die propagandi- stisch-aufklärende Kraft, die von Dr. Goebbels ausgeht. Er fand Worte und mit diesen Worten einen Widerhall, der in einzigartiger Weise dem Ernst der Stunde, aber auch der inneren Haltung entsprach, mit der das deutsche Volk bereit und entschlossen ist, diesem Ernst zu begegnen. In schweren Kampfzeiten, das ist eine alte nationalsozialistische Regel, kommt es darauf an, das Wesentliche zu sehen, die Losung heißt: Vereinfachen, gerade aussehen, „stur“ sein, wie di» Front sagt, die diesem Wort schon lange den I Daran setze Leib und Blut, Kraft und Macht, Dewalt und Dut, Dein Vaterland zu retten. Hans Sachs. Beigeschmack des Beschränkten genommen und ihm die ernste Bedeutung des Hartnäckig-Verbissenen gegeben hat. So müssen heute immer und immer wieder zwei Themen, das politische und in hohem Maße auch das persönliche Denken bestimmen, die Erkenntnis des vollen Umfanges der bolschewistischen Gefahr und der tatkräftige Einsatz. diese Gefahr zu beseitigen, der totale Krieg. Dieses Thema hat Dr. Goebbels ganz in der ihm eigenen Art angepackt und nach den verschiedensten Gesichtspunkten hin abgewandelt, durchdrungen von der Große dieser Aufgabe und durch- giüht von der Bedingungslosigkeit seiner politischen Denkungsart Was er zu großen beherrschenden Fragen zu sagen hatte, fand in seinen Worten seine optimale Ausdrucksform, jede Paraphrase könnte Gewicht und Wirkung seiner ausgesprochen Ueberlegungen nur abschwächen. Di» Berichte aus dem Berliner Sportpalast lassen erkennen, daß hier wirklich auf relativ engem Raum ein kleiner, aber sehr bezeichnender Ausschnitt aus dem Bild des nationalsozialistischen Deutschland von heute gegeben war: Die Masse bildeten Arbeiter aus allen Betrieb«! jeder Größe, und Art, Rüstungsarbeiter vor allem Sehr stark war das Feldgrau der Soldaten vertreten, Angestellte. beruflich tätige Männer und Frauen neben den führenden Persönlichkeiten der Wehrmacht, der Partei und des Staates, Ritterkreuzträger, Wissenschaftler, Wehrwirtschaftler, Künstler, — ein ehrlicher Querschnitt, dessen leidenschaftlich» Beantwortung der zehn Fragen von Dr. Goebbels einmal mehr bewies, was sie von diesem Volk zu halten und zu erwarten haben. Starke sowjetische Angriffe an alten Frontabschnitten abgewiesen Erfolgreiches Fortschreiten der Kampfhandlungen in Tunesien DNB. Aus demFührerhauptquartier Das britische Empire eine Defahr für den Weltfrieden Sechs führende Nordatnerikaner über die Zukunft des englischen Weltreiches DNB. Genf, 19 Febr. Die in den USA. nicht endenwollende Debatte über die Zukunft des britischen Empire erreichte einen neuen Höhepunkt, indem die Neuyorker Zeitung „P. M.“ sechs führende Amerikaner und einen Engländer zu diesem Thema Stellung nehmen ließ. William S h i r e r schreibt, er glaube, alle Kolonialreiche der Erde seien dem Untergang geweiht. Man könne nur hoffen, daß ihr Ende verhältnismäßig friedlich komme. Ein Aufstand in Indien lasse sich auf die Dauer nicht niederhallen. Den Nordamerikanern müsse gestattet sein, das Indien-Problem öffentlich zu erörtern, da es nicht mehr eins rein britische Angelegenheit sei Der Journalist John Gunter meint, es sei unmöglich, das britische Empire verschwinden zu lassen, ohne gleichzeitig für einen „Ersatz“ 'zu sorgen, wer als „Ersatz“ in Frage kommt, ist kein Rätsel: Selbstverständlich die USA. Der bekannte Rundfunkkommentar Cecil Brown seinerzeit von den Engländern wegen allzu offener Ausführungen jm. Rundfunk aus Singapere ausgewiesen, sagt, das britische Empire höre als solche nach diesem Kriege zu bestehen auf. Senator N y e, der Führer der Isolationisten, ist der Ansicht, daß das riesenhafte Ausmaß des britischen Empire eine Gefahr v für den Weltfrieden darstelle. England müsse mindestens auf einen Teil seiner überseeischen Besitzungen verzichten. Sämtliche britischen Besitzungen auf der westlichen Weltbalbkugel müßten in Form einer Teilzahlung auf die Leih- und Pachtlieferungen den USA. verkauft werden, äußerst der englische Professor Eral Rüssel. Indien müsse seine Unabhängigkeit wiedergegeben werden, während die Flotten- und Flugstützpunkte internationalisiert werden müßten. Die einzige, die nicht an das Ende des britischen Empire glaubt, ist Freds. K i r ch w e y, Hauptschrifileiterin und Eigentümerin der USA.- Zeitschrift „The Nation". Nachbarschaftshilfe bei den Arbeiten in Landwirtschafts-Betrieben Tagung der Landesbauerniührer und DNB. Berlin, 19 . Febr. Die kommenden Wochen der Frühjahrsbestellung sind ausschlaggebend für die Sicherung unserer Ernährung im nächsten Winter. Die Entwicklung der Versorgung mit Betriebsmitteln und des Arbeitseinsatzes erfordert besonders wirksame Vorkehrungen, um die gesteckten Ziele zu erreichen Zur Besprechung dieser Fragen traten die Landesbauernführer und die Gauamtsleiter für das Landvolk im Reicbsernährungsministerium zusammen. Der mit der Führung der Geschäfte des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft und des Reichsbauernführers beauftragte Staatssekretär Oberbefehlsleiter Herbert B a ck e und der Reichs- obmann des Reichsnährstandes, Bauer Behrens mit ifiren Mitarbeitern, k’ärten in eingehendem Vortrag und Aussprache, wie unter Ausnutzung aller Möglichkeiten mit den beschränkten Arbeitskräften und Betriebsmitteln größtmögliche Leistungen zu erzielen sind. Das Schwergewicht dieser Aufgaben liegt draußen in den landwirb- Gauamtsleiter für (las Landvolk schaftlichen Betrieben, in denen auch dort, wo die Männer im Felde stehen, durch die Nach - barschaftshilfe die richtige Führung sichergestellt sein muß. Aus diesem Grunde stehen künftig vom Wehrdienst freigestellte Betriebsführer nicht mehr zur Verfügung eines einzelnen Betriebes, sondern des Kreisbauernführers, der für den entsprechenden Einsatz sorgt Staatssekretär Backe schloß die Beratungen mit dem Hinweis auf die Ab lieferungs- sch lacht, die auch neben der Frühjahrsbestellung ohne Panse weitergeführt werden muß. Die vom Reichsnährstand eingerichteten Hofbegehungskommissionen geben der Führung einen Ueberblick über die Ablieferungsmöglichkeiten der einzelnen Betriebe. Sie tragen wesentlich dazu bei, gerechte Erhebungsgrundlagen zu schaffen und damit den in vier Kriegsjahren bewährten Ablieferungswillen unserer Landwirtschaft zu erhalten und damit die Versorgung von Wehrmacht und Staat sicberzusteliea. -Kiirwn Im Seegebiet von Algier erzielten deutsch-italienische Fliegerkräfte bei der Bekämpfung eines stark gesicherten feindlichen Nachschubgeleites weitere Erfolge. Ein leichter Kreuzer und drei große Transporter erhielten Torpedotreffer Mit der Vernichtung eines der Handelsschiffe kann gerechnet werden. In den späten Abendstunden des gestrigen Tages griff ein Verband feindlicher Kampfflugzeuge Nordwestdeutschland an und warf Spreng- und Brandbomben auf d^s Gebiet von Wilhelmshaven. Die Bevölkerung, vor allem in den umliegenden Ortschaften, hatte Verluste. Neun der angreifenden Bomber wurden abgeschossen. Imster Rückschlag “ DNB. Stockholm, 18. Febr. Wie der Londoner Nachrichtendienst aus Washington meldet, mußte Kriegsminister Stimson zugeben, daß die nordamerikanischen Truppen in Tunesien „einen ernsten Rückschlag“ erlitten hätten. Viele USA.-Panzer seien von deutschen Stuka* vernichtet worden. Die nord- amerikanischen Truppen hätten erhebliche Verluste erlitten. Fünf neue Ritterkreuzträger DNB. Berlin, 18. Febr. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberstleutnant Hermann Lenz, Kommandeur eines Grenadier-Regiments; ff -Obersturmbannführer Max S ch ä f e r, Kommandeur eines Pionier-Bataillon* der Waffen-ff; Oberst Wolfgang Gläserner, Kommandeur eines Panzergrenadier-Regiments; Oberst Friedrich Friedmann, Kommandeur eines Gebirgsjäger-Regiments, und Oberleutnant Ewald B a r n ä k, Führer eines Panzer-Pionier-Bataillons. * ff-Obersturmbannführer Max 8 chäfer, am 17. Januar 1907 in Karlsruhe geboren, hielt am Manytsch einen Brückenkopf, an dem sich die Absetzbewegung seiner Division vollziehen sollte. Von zahlenmäßig weit überlegenen feindlichen Kräften umgangen und im Rücken bedroht, faßte er zur Freihaltung der Rückmarschstraße sein Bataillon zu einem Gegenstoß zusammen und schlug selber an der Spitze vorstürmend den Feind in harten Kämpfen. ff-Obersturmbannführer Schäfer erlernte nach dem Besuch der Volksschule und Realschule in Bühl das Schreinerhandwerk. Bis 1929 war er als Schreinergehilfe und Monteur bei Sdiiffsinnenbauten tätig. Er war Mitbegründer der NSDAP., Ortsgruppe Steinbach in Baden. Unter seiner Führung stand 1930 der SA.- und 1931 der ff-Trupp in diesem Ort. 1932 wurde Schäfer im Kampf der Partei um die Macht erheblich schwer verwundet. 1935 wurde er als ff-Uitersturmbannfübrer in die ff-Verfügungstruppe übernommen. 1940 wurde er als ff-Hauptsturmführer Kompaniechef in einem Pionier-Bataillon. Nach seiner Beförderung zum ff- Sturmbannführer wurde er 1941 zum Kommandeur eines ff-Pionier-Bataillons ernannt. Japans Ministerpräsident erhält größere Vollmachten DNB. Tokio, 19 . Febr. Das Repräsentantenhaus des japanischen Reichstags nahm 25 Gesetzesvorlagen ohne Diskussion an. Darunter befindet sich ein Gesetzentwurf, der dem Ministerpräsidenten größere Vollmachten in der Durchführung der Produktion kriegswichtiger Materialien ein räumt. Der Gesetzentwurf wurde Freitagvormittag von Premierminister Tojo im Oberhaus erklärt und darauf einem Sonderausschuß zum Studium zugeleitet. Man erwartet, daß die Vorlage auch vom Oberhaus ohne Aussprache ange- Bomaro wäd. Beveridge-Theater im Unterhaus DNB. Stockholm,. 18. Febr. Im Unterhaus ■wurde am Donnerstag die Debatte über den Beve- ridge-Plan fortgesetzt. Der Abgeordnete Griffith brachte einen Abänderungsantrag ein, in der die „tiefe Unzufriedenheit mit der Haltung der Regierung gegenüber dem Beveridge-Plan“ ausgesprochen und von der Regierung verlangt wird, „ihre Beschlüsse zu berichtigen und den Plan mit der geringstmöglichen Verzögerung in Kraft zu setzen". Der konservative Abgeordnete Sir Herbert Williams erklärte, der Beveridge-Plan sei ein sehr schlechter Bcridit, schlecht geschrieben und die Vorschläge und Argumente liefen völlig durcheinander. Man habe versucht, dem Volk einzureden, daß Beve- ridge eine Eingebung des Himmels gehabt habe, und der Verfasser liefe im Lande herum und rede für seine eigenen Vorschläge. Wenn das Parlament „gerade jetzt“ den Plan annehme, würde die wirtschaftliche Lage ernster werden als 1931. Nachdem n. a. auch der konservative Abgeordnete Sir William E 11 a n die Labour-Partei ermahnt habe, doch „Vernunft anzunehmen“, faßte Innenminister Morrison die dreitägige Redeschlacht über den Beveridge-Plan als Regierungssprecher zusammen. Er erklärte, daß aus dem Abänderungsantrag der Labour-Partei „eindeutig konstitutionelle und Parteifolgerungen ernster Art" für die Regierung entstehen würden. Beveridg« selbst, so meint Churchills Minister, habe ihm gesagt, daß der Plan „nicht vor Beendigung des Krieges“ in Kraft treten würde; man könne „doch nicht gut ein Ministerium für soziale Sicherheit im voraus errichten“. Das Unterhaus müsse der erwachsenden Schwierigkeiten Herr werden, worauf das Unterhaus den Abänderungsantrag mit 33j gegen 119 Stimmen ablehnte. Das britische Volk kann also weiter auf ein Selbstverständliches Recht warten. Frankreich» Frehvüligenlegian DNB. Paris, 19 . Febr. Botschafter de Britt 0 n, der neue Vorsitzende des Komitees der französischen Freiwilligenlegion gegen den Bol «chewismus, erklärte in Paris in einer Konferenz vor französischen und ausländischen Pressevertretern, daß die französische Regierung nunmehr die Leitung der Legion selbst übernommen habe. Die Angehörigen dieser Legion haben gemeinsam mit den deutschen Truppen an der Ostfront gekämpft Botschafter de Brinon sagte, er glaube, daß Frankreich bisher zu wenig dieser Mitbürger gedacht und die Opfer dieser Kämpfer zu wenig gewürdigt habe. Marschall Petain habe nunmehr der Legion ein offizielles Statut verliehen und sie unter den Schutz des französischen Staates gestellt, um ihre besondere Bedeutung zu unterstreichen. Er hoffe, so schloß Botschafter de Brinon, daß die Soldaten der Legion, die durch den Einsatz an der Ostfront Frankreich dienen, sich den großen Traditionen ihres Landes würdig zeigen werden. Eisenhower läßt hinrichten DNB. Algeciras, 19. Febr. Durch die nordamerikanischen Besatzungstruppen in Französisdi- Nordafrika wurde wiederum eine große Anzahl von Petain treu ergebenen Franzosen hingerichtet. So werden u. a. aus Meknes mehrere Erschießungen gemeldet. Diese Hinrichtungen, die vielfach auf Anzeigen von Juden erfolgen, haben die Erbitterung der französischen und eingeborenen Bevölkerung gegen die nordamerikanischen Besatzungstruppen weiter gesteigert. — Auch das nordamerikanische Kriegsgericht in Algier verurteilte erneut sechs französische Staatsangehörige wegen Feindseligkeit gegen die Besatzungstruppen zum Tode, meldet Radio Mondar aus Tanger. Das Urteil wurde bereits vollstreckt. Zwei schwere Flugzeugunfälle in USA. DNB. Stockholm, 19. Febr. In den USA. wurden am Donnerstag zwei schwere Flugzeugunfälle bekanntgegeben. Nach einer Mitteilung des Washingtoner Kriegsministeriums ist ein Armee- Transportflugzeug am 7. Februar in der Nähe eines ungenannten pazifischen Stützpunktes ins Meer gestürzt. Ein Offizier und 17 Mann kamen dabei ums Leben. — In Seattle, im nordwestlichsten Staate der USA., ist am Donnerstag ein Flugzeug abgestürzt und auf dem Dach einer großen Fleischerei explodiert. Die Fleischfabrik geriet durch die Explosion in Brand. Lieber die Auswirkungen dieses Feuers sagte eine Reutermeldung: ,Die Schreie der eingeschlossenen Arbeiter und der zur Schlachtung bereitstehenden Tiere waren trotz des Tosens der Flammen vernehmbar". Anhaltend schwere Abwehrkämpfe im SQden und Norden der Ostfront In Verteidigung und Gegenangriffen dem Feind schwere Verluste zugefügt DNB. Berlin, 19 . Febr. Am Kuban- Brückenkopf behindern zur Zeit Regen, Schnee und tief aufgeweichte Wege die beiderseitige Kampftätigkeit Trotzdem setzen unsere Truppen ihren Angriff gegen die an der Krymskaja-Bucht bei Noworossijsk gelandeten Bolschewisten fort Der Feind versuchte mit seinen Küstenbatterien vom Südostufer der Bucht her in das Gefecht einzugreifen. Unsere stürmenden Grenadiere gewannen jedoch an Boden und warfen die Bolschewisten im Kampfe Mann gegen Mann von den Höhen, die den Eckpfeiler des feindlichen Lande- kopfee bilden, herunter. Im Don ez hecken griff der Feind an verschiedenen Stellen mit starken Kräften *an. Schneefälle und Nebelbänke erleichterten den Bolschewismen die Annäherung an der schlagartig einsetzenden Abwehr. Zwölf zerschossene Sowjetpanzer blieben im Kampfgelände liegen. Bei Charkow setzte der Feind seine Vorstöße mit mehreren Schützendivisionen und Brigaden fort In schweren Kämpfen wurden die Sowjets zurückgeschlagen. Sie verloren dabei neun Panzer. Weitere empfindliche Verluste hatten die Bolschewisten durch Angriffe unserer Kampfflugzeuge gegen marschierende Truppen und Versorgungsstützpunkte. Vorstöße die der Feind im Raum aücjöstlioh Drei führte, scheiterten. Die Bolschewisten wurden im Gegenangriff zurückgeworfen und dabei zehn Sowjetpanzer abgeschossen. Einem bolschewistischen Lehr-Batailion, das sich aus besonders ausgesuchten Offizieren und Mannschaften zusammensetzte, war es gelungen, in Abschnitt pommerisch - mecklenburgischer Grenadiere einzudringen und, verstärkt von Teilen eines Schützen-Regiments, bis an die Versorgungsstraße dieser Division heranzukommen. Im Gegenangriff wurde das Lehr-Batailion völlig aufgerieben. Südöstlich des Ilmensees blieben erneute, mit Artillerie, Panzern und Schlachtflugzeugen vorgetragene Angriffe wieder ohne Jeden Erfolg. Die Bob schewisten hatten hohe^blutige Verluste und büßten 14 Panzer ein. Zwischen W o 1 ch o w und Ladogasee bekannten die Bolschewisten ebenfalls von neuem die deutschen Stellungen. Bei der Abwehr eines Umfassungsversuches sdilossen rheinische Grenadiere den schon auf Handgranatenwurfweite herangekommenen Feind im Gegenstoß ein und rieben den abgeschnittenen Verband völlig auf. In den erbitterten Nahkämpfen verlor der Feind drei Panzer, rund 450 Gefallene, darunter dep Kommandeur der Angriffstruppe, sowie zahlreiche Gefangene und Waffen. Vor Leningrad wies die spanische Freiwil- liegendivision drei nach starker Artillerievorbereitung vorgetragene feindliche Angriffe ab. Die Bolschewisten setzten zu diesen Vorstößen erhebliche Kräfte an. Die Spanier ließen sich aber weder von dem schweren Feuer noch von dem Ansturm der Schützenmassen beirren. Sie schlugen rasch und energisch zurück, so daß die Angriffswellen jedesmal unter schweren Verlusten liegen blieben Bisher 33 Luftsiege DNB. Berlin, 19. Febr. Im Nordabschnitt der Ostfront schoß am 19. Februar ein Jagdgeschwader unter Führung des Ritterkreuzträgers Ooerstleutnant Trautloft nach bisher vorliegenden Meldungen einen 33. sowjetische Flugzeuge ab und überschritt damit die Zahl von 4000 Luftsiegen. In diese Erfolge teilen sich eine fränkische Jagdgruppe unter Führung von Hauptmann Philipp. Ritterkreuzträger mit Eichenlaub und Schwertern, eine ostmärkische Jagdgruppe unter Führung des Ei&enlaubträgers Major Hann und eine ostpreußische Jagdgruppe unter Führung des Ritterkreuzträgers Hauptmann Seiler. — Allein in den harten Abwehrkämpfen dieses Winters schoß das Geschwader an der Ostfront im Januar und Februar bisher über 500 bolschewistische Flugzeuge ab und entlastete in weit über 4000 Tiefangriffen auf Panzer, Artilleriestellungen und Kolonnen die schwer kämpfenden Erdtruppen. Das Presseecho zur Rede von Reichsminister Dr. Goebbels Die Worte Dr. Goebbels über die Krise im Osten, den totalen Krieg und den restlosen Einsatz aller Volkskräfte für den Sieg wurde in der gesamten ungarischen Oeffentlichkeit mit ernster Spannung aufgenommen. Der „Pester Lloyd“ kommentierte die Rede in einer umfangreichen Eigenmeldung. Der Reichsminister Dr. Geobbels, so heißt es darin, spricht es noch offener, rückhaltloser und unerbittlicher aus als bisher, daß das deutsche Volk inmitten einer schweren Belastungsprobe stehe. Es war weder lärmendes Kriegsgeschrei noch eine überschwengliche patriotische Kundgebung, die diese Versammlung charakterisierte, sondern eher ein alarmierender Appell an das deutsche Volk und darüber hinaus an die Völker des kontinentalen Europas, sich zur denkbar größten gemeinsamen Kraftanstrengung gegen die unmittelbar gewordene Bedrohung durch den Bolschewismus zu entschließen. In maßgebenden ungarischen politischem Kreisen wird die Sportpalast-Rede als eine Rede von größter historischer Bedeutung bezeichnet > Die slowakische Presse hebt in ihren Kommentaren vor allem die untrennbare Verbundenheit zwischen der deutschen Führung und dem deutschen Volke hervor, die in der Sportpalast-Kundgebung wieder einmal deutlich zum Ausdruck gekommen sei, „Slovenska Prawda“ betont, daß der Reichsminister das Programm des Sieges, Kampf und Arbeit verkündete. Durch die rasche Mobilisierung aller Kräfte werde Deutschland allen Gefahren, von denen es in diesem Kriege bedroht sei, trotzen können. Es gehe aber nicht um Deutschland allein, es gehe heute um die Rettung Europas. Im ganzen spanischen Volk hat die große Rede von Dr. Goebbels einen gewaltigen Eindrude hinterlassen, umsomehr, als man in ihr die Bestätigung der wiederholten Ausführungen der führenden Männer Spaniens sieht, von denen die erst kürzlich gehaltene Ansprache des spanischen Parteiministers Arrese noch frisch in aller Erinnerung ist. Die Kommentare der Madrider Blätter, die die Rede an erster Stelle und unter der Parole „Deutscher Sieg oder Bolschewisierung Europas" auf den Titelseiten bringen, spiegeln die Meinung des spanischen Volkes wider, das den Kommunismus zu sehr aus eigener Erfahrung kennt, um nicht zu wissen, was eine bolschewistische Invasion für den ganzen Kontinent bedeuten würde. Die Rede Dr. Goebbels’ beherrscht auch das Gesicht der norwegischen Presse. Durch eine große Aufmachung unterstreichen che Blätter die Wichtigkeit der Ausführungen des Reichsministers und betonen, daß das deutsche Volk sein Blut für die Rettung Europas zur Verfügung stelle. Es gebe nur eine Wahl zwischen einem Europa unter dem (Fortsetzung von Seite 1 ) Schutz der Achse oder einem bolschewistischen Eu- Weiter günstiger Fortgang der Kampfhandlungen in Tunesien Erfolgreicher Angriff auf feindlichen Geleitzug an der algerischen Küste DNB. Rom, 19 .Febr. Im italienischen Wehr- machtbericbt vom Freitag wird bekanntgegeben, daß die im mittleren Frontabschnitt der tunesischen Front in Gang befindlichen örtlichen Kampfhandlungen sich weiter günstig entwickelt haben. Die italienische und deutsche Luftwaffe waren erfolgreich an den Kämpfen beteiligt. Sie belegten Truppen- und Kraftfahrzeugansammlungen im Tiefflug mit Bomben und Maschinengewehrfeuer. Im Nordabschnitt wurde ein feindlicher Angriff abgewiesen. Die Häfen von Tripolis und Bengasi wurden bombardiert. Über der Straße von Sizilien schoß ein deutscher Jäger ein britisches mehrmotoriges Flugzeug ab. In der Nacht vom 18 . Februar griff ein Verband unserer Torpedoflugzeuge trotz sehr schlechter Witterungsverhältnisse vor der algerischen Küste einen feindlichen, geschützten Geleitzug an. Vier Dampfer, darunter ein 10 OOO-Tonnen-Dampfer, erhielten Treffer. Zwei der Dampfer sind anschließend gesunken. Bei dem im italienischen Wehrmacht- berieht vom Freitag gemeldeten erfolgreichen Angriff italienischer Torpedoflugzeuge auf einen feindlichen Geleitzug vor der algerischen Küste zeichneten sich, wie amtlich ergänzend mitgeteilt wird, besonders folgende Flieger aus: Die Haupf- leute Pegna und Graziani, die Oberleutnante Fag- gioni, Bellen!, Ammannato, die Leu'nante Pfister, Spronza, Salvators, der Feldwebel Moschi und der Unterfeldwebel Merlo. * DNB. Rom, 18 . Febr. Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wort laut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Tunesien haben die Achsentruppen wei- -ere feindliche Stellungen besetzt und haben einen rem Fanzerstreitkräften unterstützten feindlich « ropa. Selten hat man, *0 wird von der dänischen Presse unterstrichen, einem mehr imponierenden und überzeugenden Ausdruck des Wissens einer Nation, zu leben und sich den Bedingungen zu unterwerfen, die dieses Leben fordert, gegenübergestanden, wie in der großen Sportpalastkundgebung am Donnerstag. Die Fragen, die Dr. Goebbels an die ganze deutsche Nation gerichtet habe, seien von den Zehn tausenden im Berliner Sportpalast mit schallenden Ja-Rufen beantwortet worden. Die mitreißende Rede von Reidssminister Dr. Goebbels, die auch vom Wehrmachtsender Belgrad übertragen wurde, hat in der ganzen serbischen Öffentlichkeit tiefen Eindruck hinterlassen. „Novo Vreme“ unterstreicht, daß die deutsche Wehrmacht der einzige verläßliche Wall Europas gegen den Bolschewismus sei. Die Zeitungen veröffentlichen die Rede des Ministers in größter Aufmachung über die ganze Seite gehenden Balkenüberschriften. Die Anatolische Agentur verbreitete noch in der Nacht zum Freitag eine ausführliche Fassung der Rede von Dr. Goebbels, die von der Istanbuler Presse unter großen Schlagzeilen wiedergegeben wird. „UW bringt als Schlagzeile „Deutschland ist nicht kriegsmüde!“ Die Zeitungen „Gumhuriyet“, „Tas- viri Efkiar“ und „Vatam“ bringen die Rede mit einer Photographie von Dr. Goebbels. Auch in der Pariser Presse findet die Rede von Df. Goebbels ein starkes Echo. Die Zeitungen heben auf der ersten Seite ihrer Ausgaben in Schlagzeilen und Uebersdiriften die markantesten Stellen der Rede des Reichsministers hervor. Der „Matin“ bezeichnet die Rede von Dr. Goebbels als von größter Wichtigkeit und wählt die Ueberschrifti „Dr. Goebbels verkündet den Willen des Reiches, die bolschewistische Gefahr zu brechen.“ Das „Oeuvre“ überschreibt: „Wenn die Wehrmacht nicht imstande wäre, den bolschewistischen Ansturm zu brechen, würde ganz Europa untergeben.“ Im „Petit Partien“ wird herausgestellt: „Nur das Reich kann sich wirksam dem Bolschewismus, der den europäischen Kontinent bedroht, entgegenstellen.“ Die Pariser Zeitung“ schreibt unter der Ueberschrift „Ehernes Herz, ehernes Haupt“: „In dieser Stunde haben hundert Millionen Deutsche ihrem Führer von neuem die Treue bekundet, wie es feierlicher und großartiger nicht geschehen könnte.“ „Und dennoch " DNB. Wilhelmshaven, 19. Febr. Wie der Wehrmachtbericht kürzlich meldete, wurde die Kriegsmarinestadt Wilhelmshaven in der Nacht zum Freitag, xi. Februar, durch britische Bomben angegriffen. Zwei Tage später war der sechste Opfersonntag des Kriegs-WHW., für den der NSV.- Kreisamtsleiter die Parole „Und dennoch“ herausgab. Man muß wissen, daß nach einem Angriff die Sammlungsorganisation niemals vollständig sein kann. Manche Spender sind „zerbombt“ und nicht anzutreffen oder die Sammler durch Bombenschaden verhindert, ihre Tätigkeit auszuüben. Aber trotz allem: Das Ergebnis betrug am sechsten Opfersonntag in Wilhelmshaven 71 *47.15 RM. Das bedeutet eine Steigerung um 31,6 v. H. gegenüber der gleichen Sammlung des Vorjahres. So hat die Bevölkerung die Parole und dennoch“ verstanden und in eine beispielhafte Tat umgesetzt. Weitere japanische Erfolge in Nordhma DNB. Tokio, 19. Febr. Nach einer Domei-Meldung aus Kiangsi ist der Ring um die eingesdiloi- senen zoooo Mann der 89. Tschungking-Division weiter verengert worden. Dem Feind wurden am Donnerstag neuerlich schwere Verluste zugefügt. Di# japanische Armee in Nordchina veröffentlicht am 18. Februar einen Bericht über ihre im Januar errungenen Erfolge. Danach wurden S904 Mann Tschungking-Truppen vernichtet und 5428 Gefangene gemacht. Umfangreiche Beute wurde eing#- bracht. Tshungking-Kommission sucht Hilfe Schanghai, 20. Febr. (Funkdienst des O. T.) Während die japanischen Truppen in Zentrgl-China zu einer neuen Offensive ausgeholt haben, stößt Tschungking unentwegt Hilferufe aus und sendet Abordnungen in die Hauptstädte der Antiachsenmächte, um dort wegen der ausgebliebenen Unterstützung vorstellig zu werden. So befindet sich gegenwärtig Frau Tschiankaischek in Washington. Ihr Bruder, der Außenminister Lung, wurde am Freitag durch den Vizekönig von Indien in Neu- Delhi empfangen, und in den nächsten Tagen wird die Militärmission, die letzthin in Washington weilte, nach London fahren. Aber keine Besprechungen und kein Empfang, den Roosevelt oder Chur- djiff für die betrogenen Tschungking-Chinesen veranstalten, wird die Sperrung der Burma-Straße auf- heben können. ein __ . v$09tw 5 , . „ .wf Gegen eine vierte Präsidentshaft. Rfiostvelts DNB, Genf, 19. Febr. .Daily Expreß“ berichtet aus Washington, daß in dieser Woche ein Art von Kongreßrebellion gegen Roosevelt bevorstehe. Der Grund hierfür sei der USA.-Bürokratis'mus. Für Roosevelts Gegner bedeutet das Wort Bürokratismus nachgerade ein Schlagwort, unter dem sie gegen den Präsidenten Roosevelt agitierten. Sie erklären nämlich, der von Roosevelt so stark geförderte Bürokratismus beschere am Ende noch den Amerikanern einen totalitären Staat. Die frühere isolationistische Presse der USA. hat einen Agitationsfeldzug gegen ejne vierte Präsidentschaft Roosevelts begonnen, meldet .Daily Expreß“ aus Netl- york. „Neuyork Daily News“ widmet diesem Thema sogar einen ganzen Leitartikel und bemerkt dazu u. a.: „Die USA. laufen gefahr, einen König zu bekommen: König Franklin I.“ Zeitgeschehen in Kfirze Gegenangriff abgewieeen. Über Tunesien wurden vier feindliche Flugzeuge abgeschosaen. Drei fielen dem Feuer der Bodentruppen eines Jagdflugzeugen zum Opfer. Nördlich von Algier griffen deutsche Flugzeuge einen Geleitzug an. Ein 8000 BRT.-Dampfer wurde versenkt, ein ebenso großer Dampfer wurde beschädigt. Amerikanische Kampfflugzeuge warfen Spreng- und Brandbomben auf Cagliari, Quarto Sant’ Elena und Cannosfanaliga. Der Angriff verursachte schwere Schäden an Wohnhäusern und Opfern unter der Bevölkerung Bisher wurden 100 Tote und 235 Verletzte gemeldet. Von unseren Jagdflugzeugen angegriffen, stürzten drei der angreifenden Flugzeuge bei Sanas», in der Umgebung von Maraminas, sowie westlich der Insel San Pietro ab. Zwölf feindliche Flieger, die mit dem Fallschirm abgesprungen waren, wurden gefangen genommen. Vor Catania stürzte ein vom Feuer eines unserer Kampfflugzeuge gefaßtes Spitfire-Flugzeug ins Meer ab. Tausende Kilo Sprengbomben auf Bengasi DNB. Berlin, 19. Febr. Verbände deutscher Kampfflugzeuge vom Muster Ju 88 und He 111 griffen in den Abendstunden des 17. Februar den britischen Nachschubhafen Bengasi an der nordafrikanischen Küste in mehreren Wellen an. Die deutschen Kampfflieger durchbrachen die dichten Flaksperren una drangen bei hellem Mondlicht und gdter Sicht bis über das Hafen- und Stadtgebiet vor. Sie warfen viele Tausende Kilo Sprengbomben auf die Kais und Verladeeinrichtungen dieses wichtigen britischen Versorgungsstützpunktes. An der Nordest- und Ostmole beobachteten unsere Kampfflieger heftige Detonationen, die zahlreidie Brände zur Folge hatten. Genf. Die britische Admiralität gab eine neue merkwürdig abapfaßte Verlustbekanntgabe aus: 399 Offiziere und Mannschaften seien „den allgemeinen mit dem Krieg verbundenen Gefahren“ zum Opfer gefallen. Stockholm. Gandhi ist am heutigen Freitag den neunten Tag im Hungerstreik. Sein Zustand ist, wie der Londoner Nachrichtendienst meldet, sehr ernst. Stockholm. Die Südafrikaner haben sich bisher gesträubt, ihren Goldbergbau rm Interesse der Kriegsproduktion einzuschränken. Jetzt ist die Einschränkung jedoch durch Manipulationen der USA. erzwungen worden. Stockholm. Reuter verbreitet eine amtliche Meldung, nach der Churchill an einer Erkältung mit Fieber leidet und das Bett hüten muß. Sofia. Nach einer Mitteilung aus Teheran wurden in letzter Zeit alle in Iran verfügbaren und für die Sowjets brauchbaren Warenvorräte requiriert und von britischen Kolonnen abtransportiert. Rom. Die Sowjetunion hat mit Genehmigung der Engländer beschlossen, diplomatische Vertreter in alle arabischen Länder des Nahen Ostens zu entsenden. Saloniki. Der Andrang zu der am 14. Februar in Saloniki «öffneten antibolschewistischen Ausstellung „Das Sowjetparadies“ ist außerordentlich groß. Ankara- Der Präsident der türkischen Republik Ismet Inonue stattete der Ausstellung „Neue deutsche Baukunst“ einen Besuch ab. Ankara. In Damaskus wird ab sofort eine dreimal wöchentlich erscheinende kommunistische Zeitung herausgegeben. Das neue Blatt bezieht sein Nachriditenroaterial ausschließlich über die Agentur Taß und gilt als Organ der Kommunistischen Partei in der Levante. Schanghai. Alle staatenlose Emigranten in Schanghai müssen ihren Wohnsitz in einen genau abgegrenzten Bezirk des Hongkewer Stadtviertels verlegen, wie durch einen Erlaß des japanischen Oberbefehlshaber» im Schanghaiet Bezirk am Mittwoch bekanntgegebeo wurde. Buenos Aires. In Peru ging auf dem Flug über eine Waldgegend nach der Hauptstadt Lima ein Militärflugzeug der Vereinigten Staaten verloren. Unter der Besatzung befand sich auch der USA.-Oberst Tweddle. Die Suche nach den Verunglückten verlief bisher ergebnislos. Buenos Aires. Bei den Staatspräsidentschaftswahlen in Paraguay erhielt der bisherige Staatspräsident Morinigo als einziger Kandidat 85 vH. klier Stimmen. Somit wird Marinigo für weitere fünf Jahre die Regierung beibehalten. Der Untergang des Lazarettschiffes „Graz" DNB. Berlin, 19. Febr. Im Mittelmeer verkehren seit Beginn des afrikanischen Feldzuges Lazarettschiffe der Acose zwischen afrikanischen und italienischen oder griechischen Häfen. Diese Schiffe stenen unter dem Schutz der Gern er Konvention. Seit unserer Landung in Tunis tafiren soiene Scbitte auch nacb den tunesischen Hären. Am 3 Dezemoer 1942 hatte das Lazarettschiff „Graz“ einen italienischen Hafen verfassen, um Verwundete aus Bizerta abzuholen. Die afrikanische Küste kam am 5. Dezember 1942 frünmorgens in Sicht. Das Lazarettschiff fuhr mit voll eingeschalteter Beleuchtung und den vorgeschriebenen beleuchteten Zeichen des Roten Kreuzes. Um 6,15 Unr errolgte eine Unterwasserdetonation, das Vorschiff schnitt unter Wasser und nach kurzer heit ging das Lazarettschiff unter. Durch italienische Vorpostenboote konnten 17 deutsche Sanitätssoldaten und elf Mann der griechischen Zivilbesatzung gerettet werden. 13 deutsche Soldaten, ein italienischer Marinesanitätsoffiziet und 39 griechische Seeleute werden vermißt. Obgleich in dem fraglichen Seegebiet britische Unterseeboote operieren, werden seiostverständiich, trotz dieses Verlustes, weiterhin Lazarettschitfe zwischen tunesischen und italienischen Häfen eingesetzt. Verleger: Alfred Reiff (bei der Wehrmacht) Druck und Verlag; A. Reift & Cie, Offenburg. Verlagsleiter; R. Hack, Hauptschriftleiter Carl Fürst. Anzeigenleit«: Rudolf Berton. (PL Nr. 8). Nr. iS Öfftnburger Tageblatt Samstag [Sonntag, den 20.f2i. Februar 1943 Der erste Eichenlaubträger aus dem Unteroffiziersstand Oberwachtmeister Hugo Primozic. der „Spezialist der Panzerjäger“ Als erster Unteroffizier des Heeres und 185. Soldaten der deutschen Wehrmacht verlieh der Rührer dem Oberwachtmeister Hugo Primozic das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. »- Oberwachtmeister Hugo Primozic gilt als Spezialist der „Panzerjagd“. Er hat mit seinem Sturmgeschütz im Laufe weniger Monate bereits mehr als 60 bolschewistische Panzer zusammengeschossen. Diese ungewöhnlich hohe Abschuß- ziffer mag wohl der stolze äußerlich sichtbare Erfolg einer ungewöhnlichen soldatischen Leistung »ein; sie ist kennzeichnend für den entschlossenen, kaltblütig-überlegten Kämpfer, der sein Handwerk gelernt hat, der im richtigen Augenblick richtig zu handeln versteht und seine „Chance“ wabrzn- nehmen weiß. Sie ist aber nicht das Entscheidende. Entscheidend vielmehr ist jene, sich nicht Immer im äußeren Erfolg ausdrückende männliche Tat, die, einem inneren Befehl gehorchend, der Tapferkeit des Herzens entströmt Kennzeichnender als alle Panzerabschußergeb- Bisse erscheint darum die folgende Kampfepisode, eine von vielen auch dem kämpferischen Einsatz des Soldaten Hugo Primozic; Als Sturmgeschützführer hatte er zusammen mit einem zweiten Geschütz eine Stellung bezogen, in der er trotz schweren feindlichen Feuers ausharrte, um einen drohenden Einbruch zu verhindern. Als die letzte Granate verschossen war, entschloß er sicsh, zu rückzufahren, um neue Munition zu holen. In diesem Augenblick erhielt das zweite Geschütz einen Treffer, so daß es sich aus eigener Krafl nicht mehr fortbewegen konnte. Kurz entschlossen stieg Wachtmeister Primozic aus seinem Geschütz auä und nahm — obwohl er sofort von drei Seiten wütend beschossen wurde — das bewegungsunfähige Geschütz ins Schlepptau, so daß es mit zurückgeschafft werden konnte. Dabei wehrte er selbst in heftigen Nahkämpfen die bolschewistischen Angreifer ab, die beide Geschütze bereits als willkommene Beute betrachtet hatten In dieser gegenüber den zahlenmäßig erfaßbaren Kampferfolgen unscheinbaren, gleichsam am Band vermerkten Tat offenbart sich der gleiche Geist, der die Helden von Stalingrad beseelte un i zum leuchtenden Symbol des unvergänglichen deutschen Soldatentums werden läßt. So wird es immer der Geist sein, der den Soldaten und erfolgreichen Kämpfer ausmacht. Nicht die Materie entscheidet, nicht die Waffe allein, sondern immer der Mann! Dafür legen auch gerade die Taten des Oberwachtmeisters Primozic sprechendes Zeugnis ab. Es nutzt wenig, die beste Waffe nur zu besitzen, man muß sie vielmehr beherrschen und richtig zum Einsatz bringen können, erst dann wird sie ihren Zweck tatsächlich erfüllen. Primozic — schon im Westfeldzug als Unteroffizier bestes bewährt — erwies sich bereits in den ersten Monaten des Krieges gegen die Sowjets als hervorragender Meister seiner Waffe. So wurden dem meisterlichen Beherrscher des ihm an vertrauten Sturmgeschützes bald die schwierigsten und damit zugleich ehrenvollsten Aufträge gestellt. Meist war er dabei völlig auf sich selbst und seine Entschlußkraft angewiesen. Auch in Augenblicken höchster Gefahr kaltblütig und blitzschnell handelnd, wußte er sein Geschütz stets mit größter und wahrhaft „durchschlagender" Wirkung einzusetzen. Ein Mann kühler Überlegung und stahlharter Entschlossenheit, der zu gegebener Stunde auch im rein infanteristischen Einsatz beispielhafte Bewährungsproben ablegte Das Idealbild eines Unterführers, der als Einzelkämpfer, als ;,Vor“-Kämpfer seiner Kameraden die besten soldatischen Tugenden in sich vereint. So erklären sich seine verblüffenden Erfolgs Serien. Es sind keine glücklichen „Zufallstreffer“. Auch hier gilt das Wort; Glück hat auf die Dauer nur der Könner. Waffenglück aber lacht darüber hinaus nur dem Tapferen! Im September 1942 wurde dem damaligen Wachtmeister Primozic, nachdem er durch Abschuß von 17 Panzern an einem einzigen Tage wesentlich zur erfolgreichen Abwehr eines bolschewistischen Großangriffs im Raume von Rschew beigetragen hatte, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Er hatte bereits viele Vorgänger, die sich durch ähnliche Tapferkeitstaten hervorgetan hatten Nun wurde er vom Führer durch Verleihung des Eichenlaubes als erster Unteroffizier des Heeres in die Reihe jener ganz wenigen Auserlesenen gestellt, die dieser seltenen Auszeichnung nicht nur ihrer vorbildlichen Tapferkeit wegen, sondern auch auf Grund überragender führungsmäßiger Leistungen für würdig befunden werden Eine in der deutschen Soldatengeschichte bislang beispiellos dastehende Ehrung. Noch im vorigen Weltkrieg blieb bekanntlich der Pour le merite als damals höchste Tapferkeitsauszeichnung dem Offizier Vorbehalten. Der Soldat aus dem Mannschaftstand konnte sich die Goldene Tapferkeitsmedaille erwerben. Die nationalsozialistische deutsche Wehrmacht hat diese Unterschiede nicht nur auf dem Papier beseitigt. Die Ritterkreuzverleihungen und nunmehr der Eichenlaubträger Oberwachtmeister Primozic zeigen, daß der Weg zum größten Ruhm keinem tapferen Soldaten verschlossen bleibt. Otto Sroka „Ist nischt weiter als ’n bißchen Kaltblütigkeit nötig.. Zwei schwere Sowjetpanzer mit Handgranaten erledigt ff-PK. Seit Stunden schon schaukelte unser LKW. über die Löcher und Rinnen der vereisten Fläche, die man hier großspurig als Straße be- zeichnete. Wieder einmal waren wir fluchend über die Rückklappe geklettert, um der rauchenden Karre wieder auf die Beine zu helfen, da fiel unser Blick auf einen der riesigen, ausgebrannten Kadaver eines Sowjetpanzers, wie sie. verlassen und ihrer drohenden Gefahr beraubt, am Straßenrand immer wieder zft finden sind. Auch bei diesem starrte das Rohr zerfetzt in den grauen Himmel, zersprengt lagen die Glieder der mächtigen Ketten im ersten Schnee. Es war ein ganz besonders schwerer Brocken. „Mensch — mit dem möchte ich — wenn er gesund ist — auch nichts zu tun haben . .“ brummte einer vor sich hin, als wir unseren, endlich wieder flügge gewordenen „Transporter“ bestiegen. „Ach Quatsch, ist alles halb so wild mit den schweren Biestern. Die sind gar nicht so gefährlich!“ Der Kleinste unter uns sagte das. Ausgerechnet der Kleinste! „Angeber!“ sagte einer für sich, aber doch so laut, daß es alle hören können. Ich aber sah mir den kleinen Mann näher an, erblickte auf seinem Aermel zwei silberne Streifen, von denen sich — metallisch glänzend, das Bild eines Panzerwagens abhob. Da fuhr er auch schon fort „Auch die dicken Pötte haben ihre Achillesfersen. Man muß nur einmal die Schrecksekunde überwinden, dann ist alles halb so wild. Das war damals, als die Bolschwisten im Nebel über die Newa gekommen waren und plötzlich mitten in den Stellungen der Division auftauchten. Wir bauten geballte Ladungen zusammen und dann rein in den Straßengraben. Da stand nämlich ein dicker Panzer mitten auf der Straße und schoß in unsere Infanterie hinein, daß einem die Wut hochkommen mußte. Die Pak hatte an anderer Stelle alle Hände voll zu tun “ „Der Sowjetpanzer da vorne muß weg!“ schrie mein Korporal und winkte mir zu. Also bin ich im Straßengraben vorgeschlichen - . . ein schweres Stück Arbeit, das kann ich euch sagen, in dem Dreck und Schlamm. Der Bolschewist hat mich gar nicht gesehen Als ich dann auf etwa zwanzig Schritt heran war, ist mir doch ein bißchen schwummrig geworden. Ja, wenn man so mutterseelenallein ist, kann einem schon bange worden . . . Aber was ein rechter Schiffer ist, der fürcht sich nicht so leicht. Also hab ich dem erst meine Nebelhsnd- granate vor den Bug gesetzt und dann bin ich die paar Meter hingespritzt und hab ihm die Ladung an den Wanst geknallt. Ich war noch nicht wieder richtig im Graben, da ging der Zauber schon los, und zwar so gründlich, daß mir die Fetzen um die Ohren flogen. Als sich der Qualm verzogen hat, reiße ich die Augen auf und glaube eine Fata Morgana zu sehen - hinter „meinem“ rollt ein anderer, noch größerer Bruder heran. Verdammt, jetzt wtrds mulmig, denke ich mir, jetzt fort von der üblen Gesellschaft! Aber als ich die weite, freie Fläche hinter mir sehe, über die ich herüber muß, da kommt mir das Unternehmen noch spanischer vor. Ich peile mir erst mal den zweiten „Genossen“ über den Grabenrand an, dann greife ich an den Gürtel, in dem noch ein paar Handgranaten stecken. In aller Hast binde ich mit einem Stück Draht die Handgranaten zusammen, da hat mich der Bursche doch gesehen. Auf einmal kracht es neben mir, und als iöh hoch blicke, sehe ich, daß drüben die Klappe angehoben wird und eine Hand herausfährt, um eine Eierhandgranate zu mir herüberzuwerfen . . . Wie das Weitere dann kam, weiß ich nicht mehr. Ich bin aufgesprungen und habe ihm meine Ladung in die Klappe geschoben, ehe er noch seine Hand zurückziehen konnte. Wumm . . . und aus war der Traum Das war alles.“ Nun war es ganz still geworden auf unserem keuchenden LKW „Weiß der Deubel! Mensch, an so einen dicken Gustav ranzuspringen, da gehört eine ordentliche Portion Mut und Tapferkeit dazu . .“ „Nun macht bloß keine großen Sprüche“, lachte da der Kleine, „ist nischt weiter als ’n bißchen Kalt blütigkeit nötig.“ Ein bißchen Kaltblütigkeit . ? Wo fängt dann das Heldentum an, fragte ich mich in diesem Augenblick . . . ff -Kriegsberichter Günther Honelkt _ . :0 •; >* . ' ' 1 '' ; Bilder der Woche Oben; Rückkehr von einem Stoßtruppunternehmen. Fallschirmjäger führten in diesem Abschnitt der Ostfront ein erfolgreiches Stoßtruppunternehmen durch. Einer der Kameraden erlitt hierbei Verwundungen. Alle helfen mit, um nach beendigtem Einsatz auf schnellstem Wege in die Ausgangsstellung zurückzukommen und den Kameraden in ärztliche Obhut zu bringen. — Mitte: In tausend Scherben flog dieser Sowjetpanzer, der vor der Stellung des Infanterieregiments „Feldherrnhalle“ von der Artillerie in direktem Beschuß erledigt wurde, als er bis auf kürzeste Entfernung herangekommen war und, wild um sich feuernd, die Stellungen des Regiments angriff. — Die beiden Porträts - rechts: Generalmajor Postei, der mit einer Infanteriedivision in neuntägigem schwerem Ringen im Südostabschnitt der Ostfront die feindliche Abriegelung durchbrach und sich wieder in die Abwehrfront einreihte; links: Ritterkreuzträger Oberleutnant Rudel, Sturzkampfflieger in einem Sturzkampfgeschwader, führte dieser Tage als erster deutscher Flieger seinen 1000. feindflug durch. — Unten; Franzosen, die- während der Gefechte in Tunis in deutsche Gefangenschaft gerieten, rasten auf dem Marsch ins Sammellager vor dem Aquädukt Kannibale bei Karthago. — S Aufnahmen der PK.-Kriegsbe richtet Slickers, Elle und Meyer-Wrekk (Sch.), 2 Scherl-Bilder.) Auch fOr „Kamerad Pferd“ ist im Winterkrieg in jeder Weise gesorgt Warme und sichere Unterschlupfe — Veterinär-Kompanien und Pferdelazarette NSK. Irgendwo in der Unendlichkeit des östlichen Raumes! An den weitläufigen Stallge- b ä u d e n einer der zahllosen Kolchosen herrscht eifriges Leben. Gefangene und einheimische Zivilbevölkerung sind unter der anleitenden Aufsicht deutscher Soldaten dabei, die halbverfallenen allenthalben die Spuren des Krieges tragenden Gebäude wieder in Stand zu setzen. Dächer werden ausgebessert, Fenster und Türen erneuert, jahrelang auf gehäufter Schmutz und Unrat entfernt. Ein wahrer Augiasstall! Aber nach einigen Tagen ist es geschafft. Hell strahlt der weiße, desinfizierende Kalkanstrich, Trennbäume sind gezogen, Kolzkrippen stehen in langen Reihen an den Wänden, frisch duftende Streu lädt zur stärkenden Ruhe: Ein Winterquartier für die Troßpferde einer deutschen Infanteriedivision war hergerichtet! Ein anderes Mal standen wir plötzlich in der bäum- und deckungslosen Steppe am Don vor einer steil und tief in den steinharten Lehmboden eingeschnittenen Schlucht. Soldaten waren dabei, mit Spitzhacke und Spaten zahlreiche Stollen und Unterstände in die senkrecht abfallenden Wände der Schlucht zu treiben, die mit Brettern abgestützt und mit einem Vordach versehen werden, um den Bespannungen der Gefechtsfahrzeuge eines Infanterie-Bataillons einen zwar engen, aber um so wärmeren Unterschlupf für den Winter zu bieten Daß diese „Ställe“ obendrein noch einen guten Schutz gegen die Splitter feindlicher Granaten und die Geschosse sowjetischer Flieger gewähren, ist ein wichtiger Vorteil. überall an der Ostfront haben deutsche Soldaten ihren vierbeinigen Kriegskameraden frühzeitig wärmenden Unterschlupf für den herannahenden Ostwinter geschaffen. Während des Sommers standen die Tiere meist Im Biwak. Aber dann hieß es, einen Schutz schaffen vor den eisigen Schneestünnen, einen wenn auch noch so behelfsmäßigen Stell, in den die Pferde eich aasruhen und erholen können zu neuer, anstrengender Arbeit. Gerade der Winter des Ostens stellt an die Leistungsfähigkeit der Bespannungen ganz besonders hohe Anforderungen. Bei meterhohem Schnee und klirrender Kälte werden die Pferde, sei es bei der Versorgung oder bei der kämpfenden Truppe, fast zum alleinigen Träger jeder Bewegung. Das hat mancher noch so begeisterte Motorfreund im vergangenen Winter am eigenen Leibe erfahren müssen. Aber mit einem warmen Stall allein ist es nicht getan. Wie das Kraftfahrzeug Benzin und öl, so braucht der „Hafermotor“ Heu und Hafer, um Leistungen zu vollbringen Zwar geht es bei unseren Pferden, wenn der Nachschub einmal stockt, auch mit gekürzten Rationen, während jeder Motor streikt, sobald der letzte Tropfen Benzin verbraucht ist. Aber auf die Dauer kann auch nur ein gut und zweckmäßig ernährtes Pferd Höchstleistungen vollbringen. Und die müssen im Felde von ihm unerbittlich gefordert werden, genau so wie von jedem Soldaten. Die deutschen Truppen haben im vergangenen Jahr die fruchtbarsten Gebiete Europas erobert. Das deutsche Heer lebt in erster Linie aus diesen Gebieten! So will es der Führer um die Bestände und die Ernte im Reich der Heimat zugutekommen zu lassen. Schon frühzeitig begann daher in den besetzten Ostgebieten unter der Anleitung der La.-Führer die Bergung der Ernte und die Ausnutzung des Landes auch für die Ernährung unserer Heerespferde. Alle Arten von Pferdefutter, Heu und Stroh sind in gewaltigen Mengen in Futterpunkten zusammengebracht, die, an verkehrsgünstigen Orten gelegen, als weitmaschiges Netz das Land überziehen. Zahlreiche Strohpressen sind eingesetzt, um das sperrige Gut in Preßballen zu verwandeln, Fabriken sind eingerichtet für die Herstellung von „Futterkonser- ven“, die unter hohem Druck in handliche Preß- 8tücke gebracht, all das enthalten, was die Pferde an Hart- und Rauhfutter zu ihrer Ernährung brauchen. Größtmögliche Ausnutzung des knappen Transportraumes ist Ziel und Erfolg dieser Maßnahmen. Im Bereich der Front hat die Truppe selbst in vorbildlicher Weise Futtervorräte, vor allen Dingen Rauhfutter, für den Winter gesammelt, um weitgehend vom Nachschub unabhängig zu sein und diesen zu entlasten. Zu diesen Bemühungen um das Wohl und Wehe unserer Pferde in den harten Wintermonaten gehören aber auch in erster Front unsere Veterinärdienste, die Veterinärkompanien, Pferdelazarette, Pferdeparks. Sie sind die Truppenteile, deren vornehmste Aufgabe es ist, sich unserer Pferde anzunehmen in gesunden und kranken Tagen; damit zugleich Erhalter wertvollsten Volksgutes — unserer unersetzlichen Pferdebestände — und sichtbares Zeichen unseres Dankes an den ältesten und treuesten Kampfgefährten des Menschen. Die deutsche Wehrmacht sieht im Kriegspferd nicht eine leblose Sache, sondern ein Wesen von Fleisch und Blut, den jederzeit willigen Helfer der Truppe bei der Erhaltung ihrer ständigen Marschberei'schaft auch im eisigen Ostwinter. Diesem Helfer galt unsere vorausschauende Fürsorge. Und er verdient sie auch! Oherstahsveterinär Dr. Otto. Nutdose Zeitvergeudung Dessau. Es gibt immer noch Leute, die Zeit dazu haben, sich aus Sensationslust stundenlang im Zuhörerraum eines Gerichtssaal aufzuhalten. In Dessau, wo bei einer Verhandlung des Sondergerichts der Zuhörerraum von Neugierigen aller Altersklassen, vorwiegend von Frauen, dicht gefüllt war, erschien überraschend ein Vertreter des Arbeitsamtes Dessau, der sich mit den persönlichen Verhältnissen dieser Zuhörer, die heute noch nutzlos Zeit vergeuden, näher beschäftigte. *#*!?*!*>• **.,i .'. .*.;sy».b Für dim Frnn ss*e«g 4t» Familie Auf dem Heimweg / v 00 wnbeim o.rd K, n un helft, daß sie ans Ufer kommt und laut« immer — laut«!“ Die Glocken tönen durch die Vinternacht, und Lisa lauscht ihnen entgegen. Am Ufer flackern rote Fackeln auf. Und Bretter hat man vom Lande hinaus auf das Eis gelegt, einen langen Steg, über den sie sich« wandelt. „Bring mich nach Hause, Karl!" sagt sie, und ihre Stimme ist klar wie an einem schönen Maitag. Und spät«, da sie schon auf dem Vege find, und sein Atem dennoch stoßweise geht: „Ich will dir auch sagen, was mir geträumt hat von dir und mir!" „leb mach’s, Herr Leutnant!" Von Wolfgang Jflnemann Bei der Erstürmung der Düppel« Schanzen, al* die Wucht des deutschen Angriffs im mörderischen Feuer der Abwehr zu erlahmen droht# und d« Trupp, der auf die zweit* Schanze angesetzt war, sich unter der Führung seine* Leutnants in einem Graben wiederfand, und dies« nun schon stumm und bleich in seinem Blut* lag und jener weit hinter ihnen ln einem Erdloch nach dem Sanität« schrie , da war es In dem Augenblick, wo eine trotz der vorangegangenen Kanonade völlig unversehrt# Brustwehr dem kleinen Häuflein höhnisch Halt gebot, daß für Sekunden der Erfolg des ganzen Unter, nehmens in den Händen jen« Männ« lag, die sich verzweifelt tiefer, immer tiefer in die Erde krallten. Denn auch die Dänen wußten, um was es ging, und wütender und heftiger nur pfiff und knallt* und jaulte und rauscht* es haarscharf üb« sie hinweg, als ob dies« Greben nun doch ihr Gab werden und es kein Entkommen mehr geben sollte. Da aber befahl der Leutnant, sich Schweiß und Dreck aus den Augen wischend, daß die Wut über die verzweifelte Lage nur brennender aus ihnen hervorsprang, kurzerhand: „Sprengen!'!' Und, indes seine Männ« den Pulversaat fertigmachten, den der Pionier Klinke ihnen zuschob, froh, daß er das Teufelsding los wurde, legte der Leutnant sich den Plan zurecht, wie die durch eine geschickte Sprengung zu erwartende Bresche am besten auszunutzen sei. Da wurde « durch einen gequälten Laut aus seinen Gedanken gerissen, wandte sich um und blickte in die ratlos «starten Gesichter der Untergebenen. V« denn los sei, wollt* « wissen, doch schwieg «in jäh« Erkenntnis! « fehlte die Zündschnur — verloren, liegengeblieben bei einem der Männ« dort Hinten, gleichviel. Vas ab« — und d« Leutnant biß eich die Lippe blutig üb« der Frage, — was war zu tun? Der Pionier jedoch, der den Pulversach bis hi«her mitgeschleppt hatte ; — „Ich mack's, Herr Leutnant!" rief er, und nur die Stimme, rauh und heiser, verriet, daß d« Entschluß aus einem Herzen kam, das einmal noch die Frau, die beiden Kinder in seine Schwingung nahm. Dann, da der Leutnant, unfähig eines Vorn, seine Rechte suchte, ihm ,n die Augen sah, — noch ein Händedruck, dann griff der Pioni— wieder nach dem Pulversack und duckte sich. Unu nun — « stürzte hoch — ein Sprung — ein Streichholz flammte . . . Und die Gewalt der Sprengung wirft die Kameraden, die Klinke aufrecht, ungeachtet allen Feuers, nachgesehen haben, Erdbreeken, Eisen, Stein* dureh- einanderwirbelnd, zu Boden. Doch der harte Schrei des Leutnants, schon von der Bresche her die dumpfen Sinne wie von fern berührend, h*an- denburgische Kolonie Groß-Friedrichsburg an Afrikas 1 Westküste für 4000 Dukaten in holländischen Besitz über. In dem neuen Königreich Preußen hatte man die Feste, die der Major von Groeben 1683 im Urwald errichtet hatte, vergessen. Kapitän Deuzelot, der letzt* brandenbur- gisebe Kommandant, harrte vergeblich auf Schif- fe, die die eingebandelten Felle und Frücht* abholen und neue Soldaten bringen würden. Da» Fieber hielt reiche Ernte unter dem kleinen Häuflein, das noch Wach* hielt unter dem Roten Adler. Neger der befreundeten Stämme wurden nach brandenburgischem Reglement gedrillt, — schließlich war der Kapitän der einzige Weiße in der Festung. Im Winter 1716 ließ er den Häuptling Jan Gunny rufen, der die Ausbildung eine* brandenburgischen Offiziers erhalten batte, und erklärte ihm, er wolle in die Heimat reizen und Geld und neue Soldaten holen. Bis er wieder- kehre, soll der Häuptling die Feste halten. Jan Gunny schwor ihm, die Festung zu verteidigen, bis der Kapitän wiederkomme, und Deuzelot fuhr auf einem holländischen Kauffabrer fort. Mehr al* anderthalb Jahre vergingen. Der schwarze Kommandant nahm sein Amt sehr ernst, ließ »eine hundert schwarzen Krieger Tag für Tag vor den Wällen exerzieren, übt* mit brandenbur- ®ischen Kommandos Schießen und Stürmen und schuf eine Truppe, an der mancher brandenbur- gische Korporal seine Freud* gehabt hätte. Im Juli 1718 erschien ein holländischer Beamter im Fort. „Ihr müßt die Feste räumen!“ sagt* er. „Groß-Friedrichsburg ist von Holland gekauft worden.“ Und er zeigt* dem Häuptling den Vertrag zwizehen Preußen und Holland. Jan Gunny konnte nicht lesen.. Aber dieser Vertrag war für ihn ein Fetzen Papier, er kannte nur die mündliche Vereinbarung zwischen ihm und Deuzelot. Daran hielt er sich, alles andere war wahrscheinlich Betrug Darum warf er den Holländer hinaus. Es kamen noch mehr Unterhändler, aber es ging ihnen nicht anders, So entschlossen sie sich zur Gewalt. Ein Hauptmann und fünfzig Soldaten schienen ausreichend, um die widerspenstigen Nigger au» dem Fort zu werfen. Sie kamen bis auf dreihunder Schritt an die Wäll» heran- Dann gellt* eine Stimme im Fort: „Gebt — Feuer!“ Aus achtzig Musketen und drei Kanonen fuhr das Blei und Eisen in die stürmende Schar. Ein einziger entkam dem Blutbad und meldete dem Kommandanten des nächsten holländischen Fort* die Niederlage. Nun wußten die Holländer, daß sie et nicht mit einer kriegslustigen Negerhorde, sondern mit einer woblausgebildeten Truppe zu tun hatten, dis Waffen und Munition genug besaß, um die Feste lange zu haben. Der Wunsch der Ulla Ude Roman von A. von Saztnhofen Urheber-Reditssdiulj: Arthur vom Dorp. Freit»! 22. Fortsetzung Meine Hände sind zu Fäusten geworden und sie halten mein zuckendes Herz, wie mit eisernen Klammern- Es zieht uns ib der großen Not unserer Seelen zueinander, aber die Vernunft reißt uns zurück. Nicht einmal einen einzigen Schritt tun wir aufeinander zu . . , Petfersen und ich y Ich frage mich immer wieder, ob es notwendig war, meinem Leben ein Schicksal aufzubürden, das sich entsetzlich zu gestalten droht, nur weil meine arme und unglückliche Mutter eine kurze, freudlose Ehe hatte, verbittert war und von mir in der Todesstunde diesen unseligen Schritt erpreßt hat Ich hätte Karl Petersen geheiratet Ja! Warum nicht? Ich hätte es getan. Er Ist ein besonderer Mensch, eine starke Persönlichkeit, die Anspruch darauf hat, als solche gewertet zu werden. Ich hätte ihn geheiratet 0 Gott, man soll nicht glauben, daß man ungestraft etwas tun darf, was gegen die bürgerliche Moral und alles Herkommen ist. Ich habe ein Leben von Schuld und Heimlichkeit auf mich geladen und das Dasein meines Kindes mit einer Lüge eingeleitet. Ich hätte es ule tun dürfen! Im närbs'en Februar wird er achtzehn Jahre alt. Es ist unglaubhaft, es ist unvorstellbar, daß er nie über sieb nncbgfdaeht haben sollte, nie nach seinem Herkommen geforscht hat. Ich denke manchmal . er we'.B es Oft ruhen »ei ,10 grauen- klaren Augen auf mir mit einem versteckten, sinnenden, zärtlichen Blick, daß es mir beiß wir 1 , vor Freude und mb die Arme aueitrecken möchte: Mein Kind! Mein Sohn! Warum habe ich es ihm nicht gesagt? Wenn ich es jetzt sage, reiße ich seinen Himmel ein, und er wird mir fluchen. Großer Gott! Großer Gott! Wenn ich nur mit einem einzigen Menschen reden könnte! Marta schilt auf die Kinder, zu ihrer Zeit hätte man .. . Ich weiß, man hätte verschiedenes nicht zulassen dürfen, Aber dl* Jugend von heute ist anders, ist selbständiger und frühreifer, fragt nicht und kennt keine Zweifel, tut, was sie für richtig hält. Warum sollte er glauben, daß seine Junge Liebe zu Ulrika Petersen ein Unrecht sei? Ueber die Heide fährt der Novemberstunn, und am kleinen Friedhof von Brinkendorf rascheln die Totenkränze. Ulla geht oft zur Gruft, Die Ruhestätte der Brfnken ist eine offene, kleine Kapelle, vor der man knien kann- Sie glaubt ihre selige Mutter um Verzeihung bitten zu müssen, dafür, daß eie ihr Leben aus der Bahn des Herkömmlichen geworfen. An dieser Stelle hofft sie Trost zu finden. Aber er kommt nicht. * An einem Sturmtage eteht auf einmal Rike vor Ulla. Sie ist wieder ganz gesund, ihre Wangen sind gerötet. Sie ist von einer Lieblichkeit und Schönheit, daß das Auge sich nicht von ihr wenden kann. Ulla ist so erschrocken, daß ihre Hände eiskalt werden. „Rike!“ eagte sie nur, will noch etwas hinzufügen und kann nicht. Aber Rike knicket fröhlich: „Meine Mutter >äß dem gnädigen Fräulein vielmals danken für »11**. was Sie in meiner Krankheit für an* getan haben, und läßt frag«», ob das gnädige Fräulein uo» nicht die Ehre eoheskeQ wollt«, honte abend . , . Mutter hat ein Schwein gemästet, und heute haben wir Schlachttag gehabt“ Ulla muß sich an der Kants des Tisches fest- halten. Sie will sagen: Nein, ioh kann nicht, ich bin verhindert. Aber das geht ja nicht Das würde grensenlos beleidigen. Sie lächelt krampfhaft und sagt: „Ja, Rike, ich komme,“ ♦ Es können Abgründe zwischen Menschen sein, die zusammen gehören, aber das tägliche Leben überbrückt sie.iüewohnheit tut das ihre dazu, man sieht sie nicht mehr. Aber dann kommen Stunden, die einen schaudernden Blick in die. Tiefe tun lassen, und man weiß doch, daß niemand schuld ist und beide Teile nur ihr Bestes tun und gehen. So ist es Ulla an diesem Abend schmerzhafter als je zum Bewußtsein gekommen, wie grenzenlos verschieden dl» beiden sind . . . Karl Petersen und »eine Jette- Die gute, Uebe, immer freundlioh* rundliche Frau, die Geschäftigkeit, mit der sie hin nnd her eilt mH Schüsseln von Würsten, mit gebratenem und gekochtem Fleisch . . . strahlend s'oiz als bäuerliche Hausfrau, die eie immer geblieben ist- Und er , . ,1 Uli* si*zt zwischen ihm und Rike. Sie soll aasen und kenn nicht. Mit einer hilflosen und fast entschuldigenden Bewegung der Hand schiebt er ihr selber die Platten hin. Qualvoll geht das Gespräch über di* nützlichen, praktischen Dinge des Lebens bin. Einmal bebt Rike ihre märchenhaften, veilchenblauen Augen zu Ulla. „Wie geht ** Heinz?“ Sie weiß nicht, hat sie geantwortet oder nicht . . . oder hat tr es für eie getan, oder hat dir uatnnüdliohe Hausfrau mit neuen Leckeibis*«, Ein energische, Protestschreihen ging «n da König von Preußen. Im November brachte ein Bote dem Häuptling Jan Cupny ein königliches Handschreiben, das den Verkauf bestätigte und die Üebergabe befahl. Der schwarze Kommandant schüttelte den Kopf, — was fing er mit dem geschriebenen Zeug ap? Für ihn hatte pur das Wort Geltung, das er dem Kapitän Deuzelot gegeben, niehts weiter. Dies Wort zu halten, war seine Pflicht, dafür kämpfte er. Er konnte nicht wissen, daß Deuzelot, nachdem er von dem Verkauf gehör* hatte, zusammengebreehen war und schwer kräng im Spital lag- Jahr für Jahr verging, — der Rofe Adler weht* noch immer über dem Fort im Urwald. In unzähligen Angriffen verloren die Holländer HUB* derte von Toten. Jan Gunny wurde härter und düsterer in diesem Kampf. Mit den Schädeln der erschlagenen Gegner ließ er den Weg zun» Kommandantenhaus plastern. Ja, dieser „Kommandant“ war wirklich ein „Wilder“ mit *11« guten und. schlechten Eigenschaften seiner Rasse, —• aber unter preußischer Zucht hatte er den Begriff der Pflicht in eich aufgenommen, und nun wioh er keinen Schritt von den» Wege ab, den er seit Kapitän Deuzelots Abreise eipgesehlagen. Die Kämpfe forderten auch unter den Verteidigern viele Opfer, Jan Gunnys Kriegesruhm verbreitete sich weithin, immer neue Kriegerscharen strömten aus dem Urwald herbei, die nach dem alten Reglement a'usgebildet wurden. Sieben Jahre lang dauerte dieser seltsame Kampf. Die Fahne Brandenburgs wurde von Stürmen und holländischen Kugeln zerfetzt, Jan Gunny ließ eine neue Unfertigen. Er harrte schweigend auf seinen Freund, niemand vermochte ihm auszu- reden, daß nicht auch er *ein Wort halten und zürückkemmen würde. Und dann, im Jahre 1728, nach einem neuen blutig abgeschlagenen Angriff, zeigte sich wieder einmal ein Unterhändler. Er schwenkte ein Dokument. „Befehl des König» von Preußen I Du sollst die Festung sofort räumen und die Fahne einziehen!“ Jan Gunny lachte nur. „Du wartest auf die Rückkehr des alten Kommandanten vergeblich- Er ist schon vor drei Jahren gestorben . . ." Diese Mitteilung traf den Häuptling wie sine Kugel —- daran hatte »r nie gedacht. Dann war wohl der Vertrag wirklich gültig, aller Kamp! umsonst . . ■ Als die Holländer tags darauf einen neu« Sturm wagten, fanden sie dag Fort verlassen- Jan Gunny war mit den Seinen im Urwald verschwunden- Nur die brandenburgische Fahn* hatte er mitgenommen als letztes Zeichen der Freundschaft zu den weißen Männern, die einet hier gelebt hatten. Mit Groß-Friedrichsburg geriet auch dieser letzte „Kommandant“ allmählich in Vergessenheit, der einen siebenjährigen Krieg unter Brandenburgs Adler führte, weil er sich ihm und einem Deutschen verschworen hatte. Aber damals sprach man in der ganzen Welt von der geheimnisvollen Macht der Deutschen, die sogar Schwarz# gu freiwilliger unwandelbarer Treue verpflichtete, (f) Anekdoten aus vergangenen Tagen Al* der Smrwelpet«-Hoffmznn nodi ein unbemittelter, vor wenig Realitäten stehender Frankfurt« Arzt war, hielt er gleichwohl um die Hand d« Tochter des gewichtigen Patrizier# Donner an. D« war überrascht und zunächst nickt übermäß^ erfreut. „Und was haben Sie eigentlich,“, fragte er endlich mit einigermaßen reserviert« Miene, „für Aussichten für die Zukunft?" „Ick spiel ä A genügt Eft t'ockna* losten Donr bürste# 1224 an Ala, Hannover, Seorgstr. S4 Lehrlängsgesuch Junger kräftiger Bursche, der das Schmledehandwark erlernen will, kann sofort. oder auf Ostern in die Lehre treten, Kost und Wohnung beim Meister. Adolf Dürr, Schmiedemeister, Oberkirch. Sie spornt mct&ackpuloer und mit Strom, Qas oder Köhlen, utean Sie sich genau nach meinen„i&tgerttiißmJleieptm richten. ^^hzfiuguMr Oetker, i'Bielefeld ■HBBÜ Ufna fertigt ein Paar O VT CI Herrenpantoffel an S Mieigesuche oder Einfamilienhaus 3-Zimmer-Wohnung mit Bad, Oststadt, gegen 4-Z merwohnung mit Bad. Angel Schwarzer Kastenherd gebr., mit Nidrelschiff, für 50.- zu verkaufen. Wank, Pfarrstrafte 2 Bett zu verkaufen Preis 45 - RM. Zu erfr. unter Nr. 8/104 im O. T. Kinderwagen ffi bereifung u. Wagendecke, Preis 70-, geg. Kindersportwagen zy tausch, ges , evtl, auch so zu verk Anzuseh. vorm. Zu erfr. u. 18 88 3 Löcher Weißrüben zu verkaufen. */„ Griesheim, Haus Nr. 5. 6 Löcher Weißrüben zu verkaufen. 10/94 Ohlsbach, Haus 71. Dickrßben 40 Zentner, zu verkaufen. **/„, Edtartsweier b. Kehl, Haus 148. Ca. 100 Johannisbeer- und ca. 50 Stachelbeerwürzlinge groftbeerig, zu verkaufen. , Zu erfragen in der Geschäfts stelle des O. T. unter Nr. 12/75. Heiraten Herr, 30er Jahre, sucht mit Fräulein (auch Witwe) zwecks späterer Heirat in Verbindung zu treten. Zusdir. postlagernd 500 Lahr. * Tüchtiger Landwirt, Witwer, Mitte 50er Jahre, kath., mit schönem 8*, Hektar großem Anwesen, wünscht mit älterem Fräulein od ÜÄ Heirat möglichst bald in Verbindung zu treten. Einheirat nicht ausgeschlossen. Angebote unter 6/43 an die Geschäftsstelle des O. T. neuzeitliche lausche . 2-Zlmmerwohnung am Uhlgraben gegen 2-3-Z Fabrikräume ca. 600 - 800 qm groß, heil u. trocken, in Offenburg oder allernächster Nähe zu mieten oder . zu kaufen gesucht Einfamilienhaus Zentralheizung, Tausch Tausche zwei Paar Verloren Geldbeutel mit Inhalt am Freitagabend 7 Uhr au Weg v. der Friedrichstr'., Bä Zimpfer - Schillerplaß veri Abzug eben gegen B e 1 o h i Sofienstraße 16, IV. Stock. Weißrotes Kätzchen | . Kaufgesuche 1 R-6-SchecksrÄS : Damenfahrrad ohne Bereifung zu kaufen gesucht. Auskunft in der Gesch. unt 14/16. 2 Nachttische und Waschkommode zu kaufen gesucht Angebote unt Nr. 16/65 an die Geschäftsstelle des O. f Nähmaschine gut erhalten, zu kaufen gesudit. *•/„ Sand, Haus Nr. 142. Gebr. KäilML80KINLN auch »eparatui bedürftig, kauft Frey, Kehl, Sdiillerstraße 8 Karrenbaumspritze gut erhalten, zu kaufen gesudit. Hermannstraße 34. 6r5Berer Puppenwagen gut erhalten, zu kaufen gesucht. Zu erfr. in derGesdi unter 16/59. Kindersportwagen ten, zu kaufen gesucht. Preisangebote unt. 20/7 an Gesch. d O. T. Fahrrad gut erhalten, euch ohne Bereifung, zu kaufen gesucht */» Waltersweier, Haus Nr. 22 Violinschule“^“” oder Homann-Günlher, zu kaufen gesudit. Zu erfragen unter 10/124 in der Geschäftsstelle des O. T Eiserner Ofen gebraucht, zu kaufen gesucht Angebote unter Nr. 16/57 an die Geschäftsstelle des O. T. Brennhoiz zu kaufen gesucht 11/00 Hesselhurst, Haus 10. i Garten In der Nähe von Offenburg zu pachten oder zu kaufen gesucht Angebote unt 10/123 an die Geschäftsstelle des O. T. | Ein- od. Mehrfamilien- Halle zu kauf, gesucht Angeb IlflUO unt 10/122 an die Gesch. •Altmaterialien ’ wie ßisen, Metalle, Lumpen, Papier, Knochen usw. kauft stets jedes Quantum. Anton Amend Offenburg, Franz-Volk-btr. 5 Fernruf 1280. , Keltere gute Nutzkuh 27 Wochen ti ächtig, zu verkaufen. Altenheim, Rheinstraße 6. H /«» Tiermarki zu verkaufen. Bühl-Dorf, Haus Nr. 29. zu verkaufen. 23/80 Niederschopfheim, Müüstr. 187. Starke Kalbin schon gekalbt, zu verkaufen. u /, 7 Griesheim, Haus Nr. 34 Zugkuh 6jährig, 14 Zentner schwer, zu verkaufen Zu erfragen u /w Altenhelm »Drei Könige r Material vorhanden. Angeb. unt Nr. 8/100 an die Uesch. des O. T. Kalbin ttächtig, nahe am Ziel, zu verkaufen. **/« Altenheim, Kirchstrafie 15. Fahrkuh 8 Jahre alt, zu verkaufen. */io» Ohlsbach, Haus Nr. 45. Erstlingskuh 10 Wochen trächtig zu verkaufen Kittersburg, Haus Nr. 1 Ab heute steht ein großer Transport hochtrBchtlgar Kalbinnen im Gasthaus zum Löwen in Altenhalm zum Verkauf. Schlachtvieh wird entgegengenommen. Hügel, Viehkaufmann, Altenheim. 2 junge Kühe m. Kälber sowie eine schöne Ifalhilt großträchtige IHIIUIII zu verkaufen. Strosack, Altenheim Robert-Wagner-Straße 9 Fernruf 38 jBhrlges, schönes Hengstfohlen zu verkaufen. August M iser, i. Rössel Urioffen. Vordrucke liefert A. Reiff & Cie. Buchdruck erei und VerUg Fernruf 1736 und 1737 Offenburg,Korn strafte 10 Sie -macktelrickfy! Auf die ST-Abschnitte ihrerNährmittelkarten kauftsie nicht nurPd- dingpulver - sondern auch Kartoffelmehl u. Sago.Sieweiß.daßman auch daraus gute Speisen kochen kann und durch diese Einteilung einer anderen Hausfrau zu ihrem Anteil an Puddingpulver verhilft * Mondamin Ges-m-b.H. Berlin* Charlottenburg 9 MEDOPHARM I ArzneimiMeliil sind treue Helfer Ihrer Gesundheitl Medopharm-Arzneimittel sind nur in Apotheken erhältlich. MEDOPHARM Pharmazeutische Präparate Gesellschaft m.b.H. Mündien8 *- s - jdontAJUcte. 0 'A K 0 H 1 E rtl^ ve*®“ 1 * n»* l “ f,! Wenn's nach Kohlenklau ginge, hätten wir an Herd und Ofen stets alle Klappen und Türen auf. Er würde mit vielzuviel Luft feuern, daß es nur so raucht und bullert. Da machen Du und Ich und alle anderen nicht mit! Zuviel Luft jagt nur die Hitze zum Schornstein hinaus. Luftklappe, Aschentür. Luftsehieber oder Drosselklappe (je nach Art des Herdes oder Ofens) öffnen wir nur beim Anheizen oder Nachlegen ganz. Ist die Kohle durchgebrannt, geben wir nur soviel Luft, wie wir Wärme brauchen. Wenn noch Glut vorhanden ist, heißt es: Klappe zu, Aschentüre zu! Sonst füllen wir Kohlenklaus Sack. Darauf kann er lange warten, der schwarte Schuft! Hier ist für Ihn nichts mehr zu machen, - Paß auf# jetzt sucht er andre Sachen! de"' Se««-' 06 ' so muß vor eBem die SehmibmoKhtftf in Ordnung sein. Achten S«e darauf, daß die wic ht ige n Teile (Farbbonduftiicholtung, Sandtet tsport, Walzen usw ) stets emwandfrei arbeiten. Sie schreiben dann nodi länger mit dem forbkenzentrierten I dadurch besonders ergiebigen Porbbond EDELKLASSE geha-werke-hannover VAU EN Der Name „VAUEN“, die „gekreuzten Pfeifen" und der „Weißpunkt*, sind die Schutzzeichen der ältesten deutschen Bruyöre-Pfeitentabrlk gegründet 1848 VAUEN Nürnberg Ebenso wie sich das färb verdichtete Pelikan Schreibband länger benutzen läßt, wenn man es alle acht Tage wendet, hält auch das Sblikan KOHLENPAPIER noch länger, wenn man es nach einiger Zeit so umdreht, daß die bisherige Oberkante nach unten kommt. Die Typen treffen dann andere Stellen als vorher. GÜNTHER WAGNER. HANNOVER SEIT 35 JAHREN RARMOLWERK DrAASCHMIDSAU CHEM.PHARM.'FABRUC W1ENS2 ; •»«H Ein Brief vom Frontsoldaten! Weibliche Xräfte helfen der “Deutschen Tleuhs- post bei der schnellen Zustellung der Sendungen. Dienstkleidung wird gestellt l Jrauen und Mädel l Meldet Euch beim nächsten Postamt! DEUTSCHEST REICHSPOST r Gengenbach ■ Löwen-Lichtspiele Samstag bis Montag Zwei in einer großen Stadt Jugend zugelassen Ab Donnerstag — Freitag Krach im Vorderhaus Imprägnierungen gegen Feuer, Holzwurm und andere tierische Schädlinge, sowie gegen Pilzbefall u. Hausschwamm werden wieder sadigemäg unter fachmännischer Leitung ausgeführt. Auskunft und Beratung sowie kostenl. Voranschläge durch Willi. Henne, Mannheim, Luisenring 24, Tel. 24191. Nachtdienstbereitschaft und Sonntagsdienst hat ab heute Samstag die Hirsch-Apotheke, Offenbg. Fischmarkt 3, am Löwenbrunnen Ebenfo am Mittwochnachmittag ab 13 Uhr. D am en bart + (tlesiditshaare)und allelästigen Haare werden durch die von mir angewandte sicherste Methode für immer mit der Wurzel sdimerzl. entfernt ohne Messer, Pulver, Creme. §. 8vkNeN«UM. Offanburit jetzt Rheinstrage 15. Sprechet, jeden Montag 9-19 Uhr. Ihre Vermählung geben bekannt KarlGeißinger Unteroffizier Mina GeiSinger geb. Koger Offenburg, 20 Februar 1943 Hildast. 54 Friedrichstr. 57 V. lüj f -- Wir haben uns verlobt Elfriede Vogt Willi Paul Offenburg Breslau Rammersweiererstr. 36 Gfintherbrfidc- Revaier Sfr. 18 20. Februar 1943. V _ Meine innigstgeliebte, herzensgute Frau und treuester Lebenskamerad, unser stets so treu- besorgtes, aufopferndes, unvergegliches Mutterte, unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin, Tante und Nichte Johanna Kutteroff geb. Blkkers wurde durch einen sanften Tod im Alter von 39 Jahren von ihrem Leiden erlöst ' Wer die Verstorbene kannte, weig was wir verlieren. Die Einäscherung fand auf Wunsch der Verstorbenen in aller Stille statt Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand nehmen zu wollen. Offenburg, den 17. Februar 1943. Im Namen aller Hinterbliebenen: Adolf Kutteroff und Kinder Adolf, Edith, Hannelore. I Rasierl werden wied. geschliffen Freie 10 StOck 55 Pfg. Nur saubere, unbeschädigte Klingen werden angenommen Fr. Deuchler Inhaber Herrn. Schmid, Messer-- schmiedmstr, A -Hitler-Str.76 £ef Kopfweh Hämorrhoidalkranke Dr. Lehnert’s Heilanstalt, Wiesbaden (Hämorrhoiden, Fisteln, Fissuren, Vorfall, Ekzem). Prospekt durch das Sekretariat der Heilanstalt, Wiesbaden 27, Taunusstrage 5. $uaa-$Eccftie Juckreiz und Entzündung zwischen den Zehen heilf S*ftebiocon\lcko(! erhältlich In Apotheken 6 A Mof* 4Co> Cbwitl- fobr. Frankfurt a/M. wenn es durch Schnupfen, Stockschnupfen und ähnliche Beschwerden verursacht ist. bringt das seit über hundert Jahren bewährte Klosterfrau- Schnupfpulver oft wohltuende Erleichterung. Klosterfrau-Schnupfpulver wird aus wirksamen Heilkräutern hergestelll von der gleichen Zinna, die den Klosterfrau-Melissengeist erreugt. Sie erhalten Klosterftau-Schnupjpulver in Originaldosen ;u SS Pfg. (Anhalt etwa 5 Gramm), monatelang ausreichend, bei Ahrem Aoolheker oder Drogisten. ist Ihnen zumute .... wenn Sie Ihren Füljen eine wirkliche Pflege angedeihen lassen. Hühneraugen und Hornhaut beseitigt zuverlässig die bewährte % * SCHKLKUR Zur weiteren Pflege Ihrer Fofye dann selbstverständlich 'FUSSPUDER CARL HAMEI & CO. FRANKFURT/M.? EidecUst" FuflftfUgemitiet anns gewürzte Fulferkalkmischung ZWERG-MARKE sparsam verwenden; deshalb nie in das Tränkewassergeben ,sondem stets unter das Futter mischen. Ein altbewährtes Abführmittel in nerrern Gewände »»«»»» de» ectOebaafe« 6ad«1aet »Utera»!!« dorch Stcbatnpfea sttoaaaca* Saxlehner natürl. Brnnnensalz -nnhadi-ILnos St cattSIt M« ilelche» Dtcfoollea Eleeolchofte» aab HeUwliluno«» wie dar - »- - .... - - anE mitU »«i R«deoerlcheimi»r«n Haurpackaagr» Ori#iaal.»itte:maff«. tft leicht aad »»»«»eh« i» aebmea Lrwachseaea Bit Xiaotia ta kaue« Zeit, oha« lchmerrhoft« R« oder schädlich« tzolztjustöad« heraorzurujea. Erhältlich^ ta ä I00 Eramm 2.5 ' . . ___„_ Jriä_. ... . IW .... .... aad ta Reiiepackunge» mit 10 Leatela t 7 Eramm 2.— SK. «a ellea Uoothekea aad »eosertea. Immer ,rMbereU aad tiberoll hia hemcem mitycUrhnnl General-Vertrieb: Alfred Rienäcker, Berlin iS 50, Spicherustr. 4 in der Leihbücherei Trübe Offenburg Platz der SA. Kleinanzeigen sind grast im Erfolgt 1 -fit . -Mb«« i Im- TV#1H« I Wü. .f a f.» »22 \ .. f «tu*’ 1 V. Ü | »WCE t' tw.wst«f-r f*v f CWCA. Gof tesdiensiordnungen Evang. Kirchengemeinde Offenburg. Sonntag, 21. Febr. Stadtkirche: Der Frühgottesdienst fällt aus. — 9.30 Uhr Hauptgottesdienst mit Prüfung der Konfirmanden der Ostpfarrei, Pfr. Lautenschläger. — 11 Uhr Kindergottesdienst im Konfirmandensaal. — Nachm. 5.30 Uhr Verlesung des Vortrages von Prof. Dr. Hupfeid über „Tod und Ewigkeit“. — Donnerstag, 2Y Uhr, Abendandacht im Konf.-Saal. — Samstag, nachm. 4 Uhr Kleinkinder-Gottesdienst im Konf.-Saal. Gemeinschaft innere Mission, Friedenslraße 4. i Sonntag, 6.30 und Mittwoch, 4 Uhr: Bibelstunde. I Statt Karten! Für dfa herzliche Anteilnahme und die schOnen Blumenspenden beim Heimgang unseres lieben Kindes, sprechen wir unsern innigsten Dank aus. Offenburg, den 20. Februar 1943. Karl Rothenberger z. Z. bei der Wehrmacht Mia Rothenberger geb. Rimecke. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme, die uns beim Tode meiner lieben, unvergeg- lichen Frau und treubesorgten, herzensguten Mutter Anna Theresia Eckenfels geb. Hurst zuteil wurden, sprechen wir hiermit unseren tiefempfundenen Dank aus. Durbach-Tal, den 18. Februar 1943. Andreas Eckenfels, Landwirt, mit Kinder. Unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Sophie Lorenzen Ww. geb. Bauer ist für immer von uns gegangen. Offenburg, den 18. Februar 1943. Adolf-Hitler-Strage 18 ln tiefer Trauer:- Hans Lorenzen, Leutnant, z. Z.in Nordafrika, u.Frau Resel, geb. Eisenlaaer Emma Lorenzen und Angehörige. Die Beisetzung findet auf Wunsch der Verstorbenen in ihrer Heimat statt. Todesanzeige Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen herzensguten Mann, unseren treubesorgten Vater, GroBvater, Schwiegervater und Onkel Josef Heid Landwirt im Alter von nahezu 75 Jahren, zu sich in die ewige Heimat abzurufen. Ohlsbach, den 18. Februar 1943. Im Namen der trauernden Hinterblieb.: Frau Johanna Held nebst Kindern und Anverwandten. f Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag, 2 Uhr, statt Nach kurzer Krankheit verschied heute nacht, wohlvorbereitet, unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter,Orogmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharina Ruf geb. Scherer Pflästerermeisters-Witwe im Alter von nahezu 82 Jahren. Zunsweier, den 20. Februar 1943. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Martin Ruf, Schuhmacher Familie Edmund Ruf Familie Karl Ruf Witwe Familie Johann Erhard, Zell-Weierbadi FacniJe Karl Ansetment Barbara Ruf, DRK.-Schwester. Beerdigung Montag, 22. Febr. 1943, '/,10 Uhr/ ln unserm großen, schweren Herzeleid durch den Heldentod unseres geliebten, .unvergeg- lichen Sohnes, Bruders, Bräutigams u. Freundes Dr. ror. pol. Qeorg Oorner Leutnant ln einer Aufklärungsstaffel wurde uns in reichstem Mage herz!. Teilnahme und tiefstes Mitgefühl entgegengebracht. Wir danken allen hierfür von ganzem Herzen. Offenburg, im Februar 1943. Frau Lina Rohrmann Wwe. verw. Domer, Frau Lina Kiefer geb. Denier u. Kind Hansjfirg, Josef Kiefer, z. Z. b d. Wehrm., Ilse OeB, Dr. med. W. Wagner. Für die überaus große Anteilnahme anläglich des Heldentodes unseres lieben unvergeglichen Sohnes und Bruders Soldat Franz WUrthle sagen wir auf diesem Wege allen ein herzliches Vergelts Gott. Offenburg, den 20. Februar 1943. Die trauernden Hinterbliebenen: Famlllo Georg WQrthle. tieferschüttert traf uns die unfagbare Nachricht, dag'unser lieber, guter Sohn, Bruder, Onkel, Schwager und Neffe stud. ms. Leopold Benz Uffz. in einem 6ren.-Rgt, Inh. des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern, der Ostmedaille, des Westwallehrenzeichens und anderer Auszeichnungen am 18. Januar 1943 bei den schweren Abwehrkämpfen südlich Krasnodar, im Alter von 25. Jahren, den Heldentod fand. Offenburg, den 18. Februar 1943. Sdilageterstraße 48. in unsagbarem Schmerz: August Benz, Lokomotivführer a. D. und Frau Luise, geb. Bürkle Richard Benz, Qerirhtsassessor u. Familie Erwin Benz, Oberleutnant z. Z. im Osten und Familie. Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. Rosenkranz Sonntag, 21.2.43, 18 Uhr, 1. Opfer mit Seelenamt Dienstag, 23. 2.43, 8.15 Uhr, in der Dreifaltigkeitskirche. Statt eines froh.Wiedersehens erhielten wir die unfagbare Nachricht, dag mein lb. Mann, der gt. Vater seiner 2 lieb. Kinder, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager u. Onk. Friedrich Mild Gefreiter In einer Pionier-Kompanie bei den schweren Kämpfen im Ost., am 15.1.43, im Alter von 35 Jahren, in treuer Pflichterfüllung durch den Heldentod sein hoffnungsvolles Leben für Führer, Volk und Vaterland hingab. Altenheim, 18. Februar 1943. In tiefer Trauer; Frau Rosa Mild, geb. Lipps u. Kinder Lin n. Elin Mutter: Kath. Mild.gb. Killius, Farn. Georg Fritsch Farn. Friedrich Satter, Farn. Hans Mild, Fam.dakob Hügel, Farn. Jakob Mild, Farn. Alb, Reuter, Schwiegermutt.: Sophia Lipps,gb.Wagner, Farn. Joseph Mai, Farn. Hermann Schrempp, Farn. Franz Lipps. Kriegsandacht: Sonntag, 21. 2. 1943,>/,!! Uhr. Wir verlieren einen braven Arbeitskameraden, dem wir ehrendes Andenken bewahren werden. Betriebsfahrer und Gefolgschaft L. Fischer, Baugeschäft, Offenburg. Ara 3. Februar starb in einem Feldlazarett im Osten infolge einer schweren Verwundung unser lieber Bruder und Schwager Johann Mai Obergefreiter In einem Infanterie-RegL im Alter von 27 Jahren. Er gab sein Leben für Deutschlands Zukunft. Zell-Weierbach, den 19. Februar 1943. In tiefem Schmerz die Geschwister: Rosa Müller, geb. Mai Fritz Müller, Neuyork Sofia Mai Otto Mai, Obergefreiter, z. Z. im Osten Lina Mal Der Vetter: Matthias Mal. I Nach bangem Warten traf uns die kaum fagbare Nachricht, dag nach Gottes hi. Willen unser über alles geliebter, hoffnungsvoller Sohn, unser unvergeßlicher Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Georg Heisch Gefr. ln einer Gebirgs-Nadirichtenabtlg. sein junges Leben im Alter von 21'/, Jahren, am 16. Januar 1943 bei den schweren Abwehrkämpfen im Kaukasus für se n Vaterland dahingab. Sein heißester Wunsch, die Seinen und die liebe Heimat wiederzusehen, war ihm nicht gegönnt. Zell-Weierbach, den 18. Februar 1943. Hasengruncl HO In tiefem Schmerz: Familie Friedrich Heisch und Angehörige. Unsere liebe gute Mutter, Schwiegermutter und GroBmutter Frau Julie Henco ist heute im 74. Jahre wohlvorbereitet sanft im Herrn entschlafen. 19. Febr. 1943 Hannover-Kleefeld, > Offenburg (Vinzentiush.) Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Hermann Henco Hauptmann, z. Z. im Felde und Familie. Beerdigung Montagnachmittag V,3 Uhr