Wöchentlich 6 Ausgaben. Bezugspreis monatlich 2 RM. «ioachl. 22 Pi. Trigeriohn. Durch die Post 2 RM. eiaachl. 18 Pt BeförderungagebOhr znzflgL 36 Pt ZustellgebShr rittttitr Kok / 0||(niMir9tr Stiinng Nummer 132 • * * Offanburg, Dienstag, den 8. Juni 1943 132. Jahrgang sjl.V Das Reich hat den Willen und die Mittel zum Sieg Die ersten europäischen Pressestimmen zu der Kundgebung im Berliner Sportpalast DNB. Berlin, 7. Juni. Die große Sport-Stellung des Rfcidispropagandaministers Dr. Goeb- palastkundgebung hat in der Presse der Welt ein bels herausstellen, daß Deutschland unbesiegbar *ei lebhaftes Echo g El gefunden. Die Rede des Reichsministers Dr. Goebbels wird allgemein als Ausdruck des Siegeswillens und der unbedingten Siegeszuversicht des deut?dhen Volkes gewertet. Zu dem Bericht, des Reichsministers Speer stellt die Presse fest, daß er ein Zeichen der unbeugsamen deutschen Kraft und Kampfentschlossenheit sei und einen überzeugenden Eindruck von den überragenden Leistungen der deutschen Rüstungsindustrie lassen habe. Die gesamte römische Presse veröffentlicht die beiden Reden von Reichsminister Dr. Goebbels und Speer in größter Aufmachung. Die großen viermaligen Uebersdbriften unterstreichen das gewaltige . deutsche Rüstungspotential. „Die deutsche Rüstungsproduktion“ hat in diesem Jahr Rekord- aiffern erreicht“, so heißt es in der Zeitung „Voce d' Italia“. „Die Soldaten der Achse werden immer mehr und wirkungsvollere Waffen bekommen“, schreibt „Messaggero“, so lautet die Ueberschrift des Sonntagsblahes des „Lavoro Fascista“. Die beiden Reden, schreibt Gayda in der Sonntagsaus- cabe des „Giornale d’ Italia“, umreißen die Stellung Deutschlands und der Achse gegenüber dem neuen Abschnitt des europäischen Krieges. Sie geben den unerschütterlichen Willen der Achsenmächte Ausdruck, bis zum Sieg zu kämpfen und zeigen weiterhin die Fähigkeit, diesen Willen auch durch wirkungsvolle Rüstung zu unterstützen. Italien wird, so schließt Gayda seine Ausführungen, die Schwierigkeiten der augenblicklichen Kriegsentwicklung mit derselben Festigkeit und ruhiger Entschlossenheit tragen, wie Deutschland die Schwierigkeiten des vergangenen Winters überwunden hat. „Ungeheure Kraft des Reiches" Audi in der rumänischen Presse nehmen die Reden von Reichsminister Dr. Goebbels und Speer •inen weiten Raum ein. Die Zeitung „Universal“ sieht in ihnen einen Beweis für die ungeheure Kraft, über die das Reich verfügt. Der Berliner Berichterstatter des Blattes meint, die Zahlen seien so imponierend, da# sie-in keiner Weise von den phantastisch«! Ziffern übertroffen werden können, die England und die USA. über ihre Rüstungen lancieren. Niemals bis jetzt, so bemerkt das Blatt zu der Rede Dr. Goebbels, hat sich ein deutscher Staatsmann s»'»energisch gegen die Kampfmethoden der Antiachsenländer im Luftkrieg ausgesprochen. Es ist absolut sicher, daß die Vergeltungsmaßnahmen entsetzlich sein werden. Aus den Erklärungen der Minister, so schreibt „Timpul“, geht klar hervor, daß die deutsche Wehrmacht für jede Kraftanstrengung und für jede Lage gewappnet ist. „Deutschland wird den Krieg gewinnen “ Dis gesamte bulgarische Presse bringt die beiden Ministerreden an führender Stelle. „Sora“ überschreibt die Reden: „Deutschland wird den gegenwärtigen Krieg gewinnen“ und in der Ueberschrift der Zeitung „Utro“ heißt es: .„Wir können nicht geschlagen werden, wenn wir uns nicht selbst den Schlag versetzen“. Die Zeitung „Retsch“ bemerkt in Ihrem Kommentar, daß diese Reden die gewaltigsten Dokumente des nationalsozialistischen Deutschland in den letzten Monaten seien und daß sie nochmals den festen Glauben des deutschen Volkes an den Endsieg unterstrichen hätten. Die gewaltigen Leistungen der deutschen ‘Rüstungsindustrie ebenso wie die entschlossenen und offenen Worte des Reichsministers Dr. Goebbels über den Einsatz der deutschen Wehrmacht, der zum Siege führen muß, haben in der Slowakei das lebhafteste Echo gefunden. Alle Zeitungen heben vor allem hervor, daß die deutsche Rüstungsindustrie. trotz der Luftangriffe, eine Leistungssteigerung aufzuweisen habe, die vor allem auch in den Teindländem Ueberraschung herverrufen werde. „Rekordergebnisse der Rüstung“ Die ungarischen Blätter versehen die Wiedergabe der beiden Ministerreden mit großen Schlagzeilen, in denen sie besonders die erhebliche Steigerung der deutschen Rüstung sowie die Festunbesiegbar ... und seine Wehrmacht zur Abwehr eines feindlichen Landungsversuches bereitstehe. Die finnischen Blätter unterstreichen aus den Reden der beiden Minister, daß die deutsche Kriegsindustrie trotz der feindlichen Terrorangriffe Rekordergebnisse erbracht habe und daß die Produktion noch immer weiter steige. Besonders wird hervorgehoben, daß Deutschland jetzt neue Waf- mter- fe n besitze und damit alle Trümpfe zur Erreichung eines tatsächlich entscheidenden Sieges in seiner Hand habe. Die Reden des Reichsministers Dr. Goebbels und Speer werden in der Madrider Presse in großer Aufmachung wiedergegeben. „Arriba* schließt sich vollauf der Auffassung von Dr. Goebbels an und schreibt: „Die Juden sind es, die eine Invasion wünschen, aber die Engländer und Amerikaner werden die Folgen zu tragen haben. Das Blatt unterstreicht weiter die Worte des Reichsministers Speer, daß die deutsche Bewaffnung von Jahr zu Jahr stärker werde und die Rüstungsproduktion in diesem Mai bereits Rekordziffern erreicht habe. „Am Ende steht der Sieg " „Am Schluß dieses Kampfes steht der Sieg — Die deutsche Rüstungsproduktion schlägt alle Rekorde“, so und ähnlich lauten die Schlagzeilen, unter denen die O s 1 o e r Blätter lange Auszüge aus den Reden des Reichsministers Dr. Goebbels und Speer veröffentlichen. „Aftonposten“ meint, das deutsche Volk wisse um seine historischen Chancen und werde daher den Endsieg erringen. „Morgenposten“ unterstreicht den unbeugsamen Willen Deutschlands zum Sieg, für den die Sportpalast-Kundgebung ein überzeugender Ausdruck gewesen sei. Auch in der schwedischen Presse fanden die Reden der beiden Minister auf der Sportpalast-Kundgebung starken Abdruck. „Stockholms Tidningen“ weist darauf hin, daß nach den Ausführungen von Reichsminister Speer die deutsche Rüstungsproduktion trotz des Luftterrors der Engländer und Nordamerikaner auf allen Gebieten eine Rekordhöhe erreicht habe und daß die Rüstungserzeugung auch weiterhin ansteigen werde. Französische Blätter geben die von Reichs- minister Speer mitgeteilten. Zahlen- über die- deutsche Rüstungsproduktion wieder und verweisen besonders auf die Ausführungen von Dr. Goebbels, daß dem deutschen Volke niemals eine große Chance zur Verfügung gestanden habe wie heute. Ein Teil der südfranzösischen Zeitungen gibt der Auffassung Ausdruck, daß Deutschland heute alle Trümpfe in seiner Hand habe. Die vom Führer ausgezeichneten neuen Ritter kreuzträger der Arbeit während der Kundgebung im Berliner Sportpalast. Aufnahme: Presee-HoffmaiA „Wir registrieren nur“ cf. In seiner großen Rede im Sportpalast am Samstag kam Reichsminister Dr. Goebbels auf den brutalen Zynismus, des britischen Luftterrors zu sprechen, der unsere Kriegsmoral zermürben soll. Wenn man in London auch noch versucht, Deutschland als Urheber des Luftkrieges hinzustellen, so überzeugen die Tatsachen doch immer mehr die Welt vom Gegenteil. Denn stärker als das plumpe Leugnen und Verdrehen wirkt auch für den unvoreingenommenen Neutra- sen der frivole Ton, mit dem sich die Briten noch ihrer Terrorangriffe rühmen, die schurkische Offenheit, mit der dieses Thema in der Presse und von verantwortlichen Staatsmännern behandelt wird. Hier offenbart sich auch der Geist, der mit der Auffassung eines Kulturvolkes nichts mehr zu tun hat, ein» Gesinnung, dje bisher unter kriegführendem Nationen nicht üblich war. Wir geben im folgenden • eine kleine Auslese solcher Stimmen, die erschreckend zeigen, auf welch niederer Kulturstufe'ähs/einmal sich „stolzes Al- bion“ nennende England heute steht. Bereits am 26. Januar 1940 schrieb N. G. Wells in der USA.-Zeitschrift „Liberty“ u. a.: „Ich hin überzeugt, daß starke Bombardierungen, Städtezerstörungen und ähnliches eine vollständig heilsame und demütigende Erfahrung für die Deutschen sein würden.“ Am 25. Oktober 1940 London: Deutschlands Lage ist nicht mit 1918 zu vergleichen Auch England kann sich der Logik der Reden von Goebbels und Speer nicht entziehen DNB. Stockholm, 7. Juni. S-lbst in England haben die Reden der Reichsmin :r Dr. Goebbels und Speer bei der Berliner Sportpalast-Kundgebung ihre Wirkung nicht verfehlt. Man kann sich auch dort ihrer unerbittlichen Logik nicht entziehen. So erklärte zum Bespiel ein Kommentator des Londoner Nachrichtendienstes zum Vergleich der Lage Deutschland von heute mit der von 1918, den Reichsminister Dr. Goebbels anstellte: „Deutschlands Lage ist heute nicht so, wie sie Anfang 1918 war. Abgesehen davon, daß wir beide Male das vierte Jahr eines Weltkrieges haben, kann ich sehr wenig Aehnliches zwischen 1918 und 1943 sehen. 1918 wurde die Ernährungslage in Deutschland außerordentlich schwierig, während Deutschland 1943 aus Millionen Hektar eroberter Gebiete seine Nahrungsmittel beziehen kann und die . deutsche Ernährung noch immer sehr reichhaltig ist“. Patrick Lacy erklärte im Londoner Nachrichtendienst, Goebbels behaupte, die deutschen U-Boote hätten - England 1917/18 an den Rand des Abgrundes gebracht. Es stimmt, daß die U-Boote uns. in eine akute Krise brachten. England dürfe sich heute nicht einen Augenblick einbilden, daß es mit den U-Booten fertig sei. Erneuter Angriff auf Gorki - 83 Sowjetflugzeuge vernichtet Zwei feindliche Schnellboote und ein U-Bootjäger vor der Kaukasuskiiste versenkt DNB. AusdemFührerhauptquartier 7. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Feindliche Angriffe am Kuban- Brückenkopf und südlich de« Urnensees wurden erfolgreich abgewehrt. In der vergangenen Nacht griffen starke Kampffliegerverbände erneut die Industriewerke der Stadt Gorki an. Bei guten Sichtverhältnissen wurden zahlreiche Bombenvolltreffer in den Werkanlagen des bedeutenden Rüstungszentrums erzielt. Ein Flugzeug wird vermißt. Die polnischen Kriegsgefangenen sollten Spione der Sowjets werden Weitere Beweise für die Erpressungen der Smolensker GPU. an den Polen DNB. Smolensk, 7. Iuni. Im Gewahrsam der Smolensker GPU. befand sich nach seiner Ueber- führung aus dem Lager Kozielsk der ehemalige Oberst der polnischen Armee, Bronislaw Florian Adamowicz. Adamowicz ist offensichtlich dem Verhör aller Grade unterzogen worden. Man hat ihn wochenlang unter Druck gesetzt und versucht, ihn zum Agenten und Spion zu machen. Endlich am 3. Januar 1941 vermerkt der Unterleutnant der Staatssicherheit Starikowitsch, Leiter der besonderen Abteilung des Lagers Kozielsk, in einem Schreiben an den Leiter der Hauptverwaltung für Staatssicherheit in Smolensk, Hauptmann der Staatssicherheit Kuprijanow: „Meinerseits bin ich der Meinung, daß die Verwendung des Adamowicz zwecklos ist. Man muß „ihn bearbeiten“ und hernach dem Gericht übergeben“. Das heißt mit anderen Worten, m: muß ihn beseitigen, ' damit er nicht über das reden kann, was er in der Zeit der Verhöre durch die GPU. «lebt hat. Dazu sollte ihm, wie das so üblich war, ein Gerichtsverfahren angehängt werden, das dann mit der „maximalen Strafe“, der Umschreibung für die Todesstrafe, auszugehen pflegte. Immer wieder kehrt auf Anfragen von Polen, die in die Sowjetunion verschleppt worden sind, nach ihren Angehörigen die Antwort wieder, daß die betreffenden nach einem anderen Lager übergeführt wurden, dessen Lage unbekannt sei. Frau Alexandra U r b a n sk a aus Weißruthenien, ausgesiedelt nach Rodnikowska, Gebiet Aktjuba, Sowjetrepublik Kasachstan, wendet sich zum Beispiel in bewegten Worten an die GPU. und bittet um Mitteilung über den Verbleib ihres Mannes, der ehemaligen Unterleutnants der polnischen Armee, Richard Urbanski, der seit dem März 1940 aus dem Lager Kozielsk nicht mehr geschrieben habe. Genosse Filipowitsch vermerkt auf dem Gesuch: „Teilen Sie mit, daß er in ein unbekanntes Lader übergeführt wurde. 6. 5. 40." Auch Urbanski liegt in den Gräben von Katyn. Die Luftwaffe versenkte vor der Kaukasusküste zwei feindliche Schnellboote und einen Unterseebootjäger. Am 5. und 6. Juni wurden an der Ostfront 83 Sowjetflugzeuge vernichtet. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge griffen gestern im Tiefflug kriegswichtige Ziele der südenglischen Hafenstadt Eästbourne mit sichtbarem Erfolg an. * DNB. Berlin, 7. Juni. : Starke Verbände deutscher Kampfflugzeuge starteten in der Nacht zum 7. Juni erneut zum Angriff gegen das Panzerwqgen- werk „Molotow“ in Gorki. Während der späten Abendstunden bis kurz vor Mitternacht fielen Bomben aller Kaliber in den Zielraum, der durch Leuchtbomben so erhellt war, daß man alle Einzelheiten klar erkennen konnte Zudem erleichterte auch das ausgezeichnete Flugwetter bei völlig wolkenlosem Himmel die Orientierung. Verschiedene Montagehallen erhielten wieder schwere Bombentreffer. Wirkungsbilder von den beiden ersten Angriffen auf das Panzerwageftwerk zeigen, daß zwei große Montagehallen und eine Schmiedewerkstatt völlig ausgebrannt sind, während andere Werkhallen und Gebäude ebenfalls zahlreiche schwere Bombentreffer aufweisen. Bewährter Staffelfiihrer erhielt Ritterkreuz DNB. Berlin, 7. Juni. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsiharschall Gering, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberleutnant A1 b r e ch t, Staffelführer in einem Zerstörer- geschwader. sagte der britische Luftmarschall Joubert in einer Rundfunkrede ganz offen: „Wir haben M satt, Bomben auf militärische Ziele zu werfen“» Damit auch die Anfeuerung dazu von der anglikanischen Kirche nicht fehle, schrieb sechs Tags später der Vikar 8. E. Gott am in Wootich Grafschaft Bergshire) an die „Daily Mail“: „Ich sage, zerstört den Kölner Dom, bombardiert 8t Peter in Rom, lasset die Flotte Genua bombardieren und Männer, Frauen, Kinder und Marmorpaläste vernichten.“ Da damals diese frommen und nationalen Wünsche nicht so schnell in Erfüllung gingen, rief am 17. Januar 1941 „Rj- itish United P r e ß“ in London in einem Pressetelegramm an „Preß Varitas Sydney“ fast flehentlich: „Um Himmels willen, fangt endlich an, mit der dsot* sehen Zivilbevölkerung aufzuräumen: denn es ist bewiesen, daß dies der eilige. Weg ist, ihre Moral zu brechen.“ 1 Wie Sine Zusage>'auf ‘ diese Wünsche schrieb am 12. März .1941 ■ ,;N ew:s C h r 0 n i c 1 e“: „Die Köyal Air Force wird' Flüge über bestimmte Plätze Deutschlands durchführen, die ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung, gerichtet sind.“ Direkt -zum „Heroismus“ läßt sioh „Daily Mail“ am 17. März hinreißen, als sie meinte: „Wir würden es als Ehrensache betrachten, auf Zigaretten, Bier, Alkohol, Süßigkeiten und Kino zu verzichten gegen das Vergnügen, di» Reichshauptstadt zerstört zu wissen.“ Damit man ja nicht glaube, hier handle es sich nur um eine unverantwortliche Pressehetze, zitieren wir noch den Unterstaatssekretär der Luftfahrt Harold Balfour, der am 12. Mai 1942 im Unterhaus erklärte: „Dienststellen der RAF. studieren in Zusammenarbeit mit Erdbeben sachverständigen die Möglichkeit, den Vesuv zu bombardieren, um katastrophale Ausbrüche hervorzurufen. — — Das Luftfahrtministerium weiß, daß die Bomben, die bei dem ersten Angriff auf Neapel 1940 geworfen worden sind, nicht zufällig auf den Vesuv fielen.“ Und am 24. Oktober 1942 sagte ebenfalls Baäfour: „Wenn man mich fragt, ob die Luftbombardements den Krieg ent- entscheiden können, ist meine Antwort die, man möge mir eine bessere Art und Weise zeigen, wi,e man Deutschland treffen kann. Wir treffen das deutsche Volk auf zweierlei Weise: Wir erschüttern seine Moral und seinen Glauben an den Führer.“ Nach diesen amtlichen und halbamtlichen Aufforderungen zum Terrorkrieg gegen Zivilisten bekommt man erschauernd eine Ahnung von der englischen „Ritterlichkeit“ der Gentlemans jenseits des Kanals und taan wundert sich dann gar nicht mehr, wenn der Londoner Sende! am 3. März 1943 meinte: „Man ertappt sich selbst dabei, daß man sich freut, wenn Männer, Frauen und Kinder gezwungen werden, so . schrecklich zu leiden,“, oder das amerikanische Blatt „Philadelphia Daily News“ am 6. Mai die Bombardierung der Zivilbevölkerung damit begründete, daß nicht nur die deutsche Armee dem Führer die Treue halte, sondern ebenso die deutsche Hausfrau. Das sind alles Ausgeburten eines so unmenschlichen Hasses und einer so rohen Gesinnung, daß sich jedes weitere Wort erübrigt. Das ist kein Krieg mehr, sondern ist der Haßausbruch eines Untermenschentums, wie er in der Kriegsgeschichte neuerer Zeit nicht mehr für möglich gehalten worden wäre. Aber wir sind trotzdem dankbar für diese Stimmen, denn sie werden uns, wie Dr. Goebbels am Samstag sagte, „einmal die Begründung für unsere Antwort auf diese Schurkereien sein.“ Noch mögen die Gangster der Luft triumphieren, aber der Tag der Vergeltung wird kommen, wo dem britischen Volk der Zynismus und die Brutalität vergehen werden. Bis dahin registieren wir nur und warten mit verbissenes, immer härter und entschlossener werdendem Trotz. In dey Treue zum Führer und in der Entschlossenheit zum Kampf bis zum Endsieg lassen wir uns von Piraten und Gangsters am allerwenigsten wankend machen. .4: tag i Offenburger Nachrichten Das Schaufenster geschlossener Betriebe In Uebereinstimmung mit der Reichepropagandaleitung der NSDAP, hat die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel besondere Richtlinien für die Gestaltung der Schaufenster geschlossener Betriebe auf- gestellt, die auch von den Handwerksorganisatio- nen übernommen werden. Jeder Einzelhandelskaufmann, dessen Betrieb vorübergehend aus kriegswirtschaftlichen Gründen stillgelegt wird, hat selbst das größte Interesse daran, seinen Namen bezw. seine Firma und die von ihm gelieferten Waren beim Verbraucher in ständiger Erin- derung zu halten. Er wird sich aus diesem Grunde bemühen, gerade das Schaufenster in den Dienst dieser Bestrebungen zu stellen und so zum Ausdruck zu bringen, daß das Geschäft nach dem Kriege wieder voll zur Befriedigung der Kaufwünsche seiner Abnehmer zur Verfügung stehen wird. Zahlreiche bereits vorliegende praktische Beispiele lassen erkennen, daß diese Anregung der Wirtschaftsgruppe in ihrer ganzen Bedeutung erkannt und praktisch durchgeführt worden ist. Da bei den meisten stillgelegten Betrieben die Warenbestände anderweitig zum Verkauf gelangt sind, ist eine Warendekoration nicht möglich und es müssen also hier andere Wege — beispielsweise durch Verwendung von Dekorationsstücken, Atrappen usw. — beschriften werden, um die Zweckbestimmung des Einzelhandelsgeschäftes zu erkennen zu geben und den äußeren Eindruck für die Uebergangszeit zu erhalten. Das Hauptbestreben bei der Gestaltung der Schaufenster stiHgelegter Einzelhandelsbetriebe muß darauf gerichtet sein, sowohl dem einzelnen Unternehmen als auch der Fachgemeinschaft und darüber hinaus den Zielsetzungen des totalen Krieges zu dienen. Auch das Schaufenster, das nicht von der Partei oder anderen Dienststellen für volkswirtschaftliche oder politische Aufklärung herangezogen wird, kann trotzdem in Verbindung mit der Erinnerungswerbung für den geschlossenen Betrieb zugleich eine wichtige Aufgabe als Stimmungsfaktor erfüllen, wobei es im einzelnen Falle vom Geschick und der Gestaltungskunst abhängen wird, die richtige Synthese zu finden zwischen Erinnerungswerbung, der gebotenen Rücksicht auf die „Optik des Krieges“ .und würdigem Hinweis auf den Kriegseinsatz des Betriebsführers und seiner Gefolgschaft bei der Wehrmacht oder in der Rüstungswirtschaft. (BLD.) Kurse Stadtmeldungen Heldentod. Den Fliegertod fand der Leutnant und Flugzeugführer Wolfgang Gutmann im Alter von 21 Jahren. Er war ein Sohn des Prokuristen Josef Gutmann und seiner Frau Lina, geh. Schwendemann, Horst-Wessel-Platz 9. Feldpostgrüße. Feldpostgrüße sandte Unteroffizier Willi D u p p s, Matrosenobergefreiter Karl Grob und Gefreiter Franz Müller. hervorhob. Der Wandertag war für alle, die an ihm teilnahmen, ein ‘unvergeßliches und schönes Erlebnis. Der Rundfunk am Mittwoch Reichsprogramm: 12 , 3 ^ bis 12,45 Ubr. Der Bericht zur Lage. 14,15 bis 1445 Uhr: Das deutsche Tanz- und Unterhaltungsorchester. 14,45 bis 15 Uhr Hans Busch spielt auf. 15,30 bis iL Uhr: Klassische Klänge. 16 bis 17 Uhr: Klingende Landschaft. 17,50 bis 18 Uhr: Das Buch der Zeit. 18,30 bis 19 Uhr: Der Zeitspiegel. 19 bis 19,15 Uhr: Vizeadmiral Lützow: „Seekrieg und Seemacht“. 19,15 bis 19,30 Uhr: Fronterichte. 20,15 his 21 Uhr: „Soldaten spielen für Soldaten". 21 bis 22 Uhr: Eine bunte Stunde. — Deutschlandsender: 11,30 bis 12 Uhr: Ueber Land und Meer. 17,15 bis 18,30 Uhr: Bach, Dittersdorf, Haydn u. a. 20,15 his 21 Uhr: Franz Schmidts III. Sinfonie. 21 bis 22 Uhr: Opem-Kon- zert (Mozart, Verdi, Puccini). Sport in Kürze Die in Bamberg ausgetragenen Deutschen Ju- gendmeisterschaften in der Schwerathletik brachten dem Gebiet Baden-Elsaß mit 13 Punkten den Gesamtsieg. Am Samstag standen sich im Freiburger Mösle- Stadipn eine Freiburger Wehrmachtelf, verstärkt durch drei Spieler des Freiburger FC, und eine Wehrmachtelf aus Dijon gegenüber. Die Gäste siegten mit 4:1 Toren. Die Handballmannschaften der Universitäten Bonn und Freiburg trugen in Freiburg ein Freundschaftsspiel aus, das die Freiburger Studenten hoch mit 19:8 Toren gewannen. Im Straßburger Städtischen Schwimmbad fand ein Vergleichskampf der Stadtmannschaften von Karlsruhe und Straßburg statt, den die einheimische Vertretung hoch mit 79:48 Punkten gewinnen konnte. Das Wasserballspiel endete mit dem ungewöhnlichen Ergehn!« von 18:4 Toren zu Gunsten der Straßburger. Im Osten fiel für Führer und Volk im Kampf gegen den Bolschewismus der Fußball-Nationalspieler Urban, Linksaußen in der Meisterelf von Schalke 04. Er war eines unserer begabtesten Fußballtalente und lange Zeit Deutschlands schnellster und bester Stürmer auf dem linken Flügel. Durch seine sportliche Haltung ein Begriff geworden, fiel er, kaum von einer Verwundung genesen, im Kampf. Vogelscheuchen ten kennt — Jeder Jäger wird dies bestätige» — weiß, daß dies keineswegs der Fall ist Vielleicht wundern sie sich am ersten Tag, wo die komische Figur über Nacht hergekommen sein mag. Bald haben sie heraus, daß „nichts dahinter steckt“. Und es dauert nioht lange, dann lassen sich die Vögel gar gemütlich darauf nieder, um den fetten Raub zu verdauen und nach neuer Beute in ihrem alten Gefilde auszuspähen. Vielleicht entdeckt so ein frecher Spatz auch unter den Lumpen an dem Stecken manches brauchbare Stück für seinen Nestbau und holt sich Stück um Stück weg. Dafür hat die Vogelscheuche doch sicher niemand aufgestellt, und das Zeug könnte weit nützlicher verwendet werden. Dies gilt gerade jetzt für die Spinnstoffsammlung. Mancher, der die Vögel verscheuchen will, hat dafür sogar eine Hose oder einen Rock geopfert, der, ein wenig geflickt, als Arbeitsanzug noch recht gute Dienste leisten könnte. Jedenfalls kann die komplette Bekleidung einer Vogelscheuche einen ganz netten Beitrag zur Spinnstoffsammlung bilden. Also fort mit ihr vom Acker und zur nächsten Sammelstelle! Aus dem Renchtal k. 0 p p e n a u. (Todesfall.) Im Alter von 80 Jahren verstarb am Donnerstag Frau Theresia Börsig, Witwe, geh. Erdrich (Dreikönigeweg). Unter großer Anteilnahme fand am Samstag die Beerdigung statt. Die Entschlafene möge nach ihrem arbeitsreichen Leben in Frieden ruhen Lautenbach. (Heldentod.) Im Alter von 2214 Jahren fand der Obergefreite Friedrich Fischer an den Folgen seiner schweren Verwundungen den Heldentod. Kinsig-, Wolf - und Gutaehtal r. W o 1 f a ch. (Todesfall.) Am Freitagnachmittag starb hier unser Mitbürger Hermann Gebert im Alter von nahezu 84 Jahren. Der Verstorbene, der sich hier großer Wertschätzung erfreuen konnte, war der Vater von Frau Fabrikant Leipolt. Schramberg. (Todesfälle.) Im Alter von 81 Jahren verstarb unser Mitbürger Karl Krausbeck nach langem, schwerem Leiden. — Nach langem, schwerem Leiden verstarb unser Mitbürger Werkmeister Georg Kaiser im Alter von 61 Jahren. Marktberichte Schweinemarkt Offenburg vom 5 . Juni. Zugeführt wurden 24 Ferkel, für die 70—90 M. pro Paar bezahlt wurden. Sulz a. N. (Marktbericht.) Auftrieb: 2 Kühe, 12 Kalbinnen, 7 Rinder, zusammen 21 Stück Erlös: Wer lacht da nicht, wenn ihm auf der Straße Kühe 400 bis 56°. Kalbinnen 7;-- bis 1100 . Rinder eine spindeldürre Gestalt begegnet, der die Kleider nur so um die knochigen Glieder schlottern? Doch nicht diese haben wir jetzt im Auge, sondern die richtigen Vogel- und Wildscheuchen, die in Feld und Flur hängen, um die Spatzen, Hasen 270 bis 350 RM. Anordnungen der NSDAP, u. deren Gliederungen DRK.-Bereitschaft (w) Offenburg 1 . Mittwoch, 9 . Juni, um 20,15 Uhr: Pflichtdienstabend in der und Rehe abzuschrecken? Wer ihre Gewohnhei- Ortenauschule (Mädchenrealschule). Auslese der Besten für die Adoif-Hitler-Schulen Kennwort „Panzerschicht''. Zahlreiche Betriebe arbeiten spontan zusätzliche Sonderschichten zu- unsten der Rüstungsfertigung. Da vjelfäch Un- larheit besteht, an welche Stelle die. dabei aufkommenden Betritze zu zahlen sind, wird bekanntgegeben, daß Einzahlungen unter dem Kennwort „Panzerschicht" bei der Reichsbank oder" ihren Nebenstellen geleistet werden können. Kriegswanderung der Turner und Sportler. Der Sportbezirk Offenburg, Lahr und Kehl führt« am Sonntag seine Kriegswanderung durch, die das Turnerheim am Brandeck-Lindle zum Ziel hatte. Die Beteiligung an dieser Wanderung war überraschend hoch, hatten sich doch über 500, Turnerinnen, Turner und Sportler von Offenburg, aus dem Ried, dem Hanauerland, dem Kinzigtal un siger Ortsgruppe beiwohnen könne. Sie sprach dann über die Aufgaben der Frau im Kriege und wies besonders darauf ihn, daß die kleinlichen Belange zurückzustehen hätten und unser gesamter Einsatz in der Heimat auf den einen Nenner Sieg zu bringen sei. Sie sprach den Frauen für ihre geleistete Tätigkeit ihren Dank aus und forderte alle auf. weiterhin ihre Pflicht zu erfüllen. Anschließend richtete Ortsgruppenleiter, Bürgermeister Pg. Bell, einige Worte ah die versammelten Frauen. th. Appenweier. Die von der Gaufilmstelle hier gezeigte Wochenschau und der Film „Wiener Blut“, welche im im Filmvorführungsraum gezeigt wurcten, waren ein voller Erfolg. Nachmittags fand eine Kindervorführung, „Der gestiefelte Kater“, statt. Auch diese Vorführung wies einen sehr guten Besuch auf. Bohlsbach. (ReichSnährstandsversamm- lung.) Der Ortsbauerführer hatte die Landwirtschaft treibenden Einwohner/auf Donnerstagabend in den Saal der Brauerei lockerst eingeladen. Mit dieser Versammlung war die Auszahlung der Prämien für gute Milchablieferer durch den Genossenschaftsvorstand Pg. Jos. Link verbunden Nahezu sämtliche Anlieferer konnten mit ansehnlichen Prämiensummen bedacht werden. Die Versammlung wurde geleitet von Ortsbauernführer Pg. L u r k, der zu Beginn den Redner des Abends Obstbauoberinspektor Pg. Löffler, Offenburg, Bürgermeister Pg. L u r k , und den Vertreter des Ortsgruppenleiters, Pg. Dreher, und eine ansehnliche Zahl von Landwirten und Frauen begrüßen konnte. Pg. Löffler hielt ein Referat über die politische Lage. Er betonte insbesondere, daß der siegreiche Ausgang unseres gegenwärtigen, uns von dem Judentum aufgezwungenen harten Kampfes, mit entscheidend von der Emährungs- lage unseres Volkes abhängt. Das Landvolk muß daher in einem gegenseitigen Wetteifer so bestrebt sein, als ob es auf den Einzelnen ankäme, ab uns der Sie^ oder die Vernichtung beschieden sei. Die Bodenbenützungserhebung bietet die sichere Grundlage für die künftige Ernährungslage. Das Landvolk leistet dem Führer den besten Beitrag zum Sieg, durch gerechte Abgabe ihrer dazu auferlegten Erzeugnisse. Ferner streifte der Redner die Marktordnung, insbesondere inbezug auf die Obstbewirtschaftung. Der Ortsbauernführer sprach über örtliche Angelegenheiten und ermahnte alle, der Nachzucht von Kälbern größte Beachtung zu schenken. Es ist nicht allein die harte Feldarbeit, die alle Kräfte auf dem Lande in Anspruch nimmt, dazu kommt noch die Sorge für die Häuslichkeit, für den Hof und Garten. Von diesem Bauerngarten soll heute die Rede sein. Zur Verschönerung des Dorfbildes tragen nicht wenig die Gärten bei, in denen der Ort gebettet liegt. Es wird kaum ein ländliches Anwesen geben, das nicht seinen Garten hat, sei es direkt beim Hause, sei es eine Wegstrecke entfernt oder vielleicht ein kleines Feldgrundstück. Neben dem idealen Zweck steht nämlich der wirtschaftliche Nutzen des Bauerngartens. Es ist verständlich, daß der Haushalt der Bauersfrau mit seinem Eigenbedarf an Gemüse nicht den städtischen Markt belasten will. Man pflanzt es- selbst und betreut, wenn man müde vom Felde heimkommt, noch seinen Garten. Man freut sich und ist stolz darauf und es fehlt auch nicht an dem Willen, seine Sachkenntnisse zu vertiefen. Man zeigt sich deshalb empfänglich und dankbar für jede Anregung, jeden Wink und Ratschlag. Diesem Bedürfnis, wird nun eine Einrichtung gerecht, die im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „Bäuerliche Berufsertüchtigung“ im BDM.-Werk „Glaube und Schönheit“ gesdiaffen wurde. Wir meinen den 4. Ar großen Lehrgarten innerhalb der Versuchsfelder des Reichsnährstandes — Landesbauernschaft Baden — in Forchheim, dem wir in diesen Tagen einen Besuch abstatteten. Hier haben Bauernmädchen aus Baden und dem Elsaß die Gelegenheit, ihre gärtnerischen Kenntnisse theoretisch und praktisch zu erweitern. Das geschieht in kostenlosen Lehrgängen, deren bereits 10 stattgefutiden haben und zwar in den Monaten März, April und r. Bohlsbach. (Tapferer Soldat.) Unteroffizier Hermann Bahr, in einer Sturmpionier- Abteilung, Sohn des Wegwarte Karl Bahr, wurde mit dem EK. 1 ausgezeichnet. Weier. (Feldpostgrüße.) Feldpostgrüße sandte der Saaitätsunteroffizier Franz Anti. y. Altenheim. (Todesfall.) Im Alter von 84 Jahren verschied hier der Altrentner Johann Jakob Kämmerer. Geboren in Altenheim, erlernte er das Schreinerhandwerk und zog später nach Straßburg. Nach Kriegsende kam er nach Altenheim, wo er sich trotz seiner Ausweisung aus Straßburg noch einmal ein eigenes Heim schuf. Ein sonniger Humor war Papa Kämmerer allezeit eigen und ein gütiges Herz für seine Mitmenschen. — (Rote-Kreuz-Sammlung.) Die am Sonntag durchgeführte Sammlung für das Rote Kreuz hatte auch hier ein sehr gutes Ergebnis. Gengenbach. (Wehrmachtkonzert.) Am Sonntagabend fand in der Städtischen Turnhalle ein vom Städtischen Verkehrsamt veranstaltetes Konzert eines Musikkorps der Luftwaffe statt, das sich eines ausgezeichneten Besuches erfreute. Die reichhaltige Vortragsfolge brachte neben einer Reihe schöner Militärmärsche im ersten Teil Opernmusik, während die zweite Programmhälfte der leichteren Muse gewidmet war. Majestätisch erklang von dem herrlichen Mai. Sie wurden von der Gartenbaulehrerin Frl. Ruth mit großer Hingabe und Sachkenntnis durchgeführt, bereitwillig unterstützt von den Gutsverwalterseheleuten Kelterer. Der Lehrgang dauerte jeweils 8 Tage und umfaßte durchschnittlich 1; bis 18 Mädchen, so daß also bisher rund 200 Jungbäuerinnen geschult worden sind, mit beachtlichem Erfolg, wie eine Besichtigung der Gärten daheim zeigte. Den Sommer über finden wegen der Feldarbeit zu Hause keine Kurse statt. Im September/ Oktober sollen wieder Mädchen kommen, um in die Herbstbestellungsarbeiten eingeführt und mit dem Einwintern von Gemüse vertraut zu werden. Während der Kursdauer sind die Mädchen in der Bauernschule Scheibenhardt untergebracht. Der Forchheimer Lehrgarten bietet mit seinen Gemüsebeeten, Beerensträuchern und der Kräuterecke, diesen drei wesentlichen Merkmalen eines sorgfältig bearbeiteten und gepflegten Bauerngartens (der mindestens 1 Ar groß sein soll) ein wertvolles Anschauungsmaterial. Hier erhalten die Mädchen auf Grund reicher Erfahrung Anleitung, wann und wie gesät und gepflanzt wird, wie man den Boden behandelt, wie das Gartenland durch zweckmäßigen Anbau von Zwischenkulturen ausgenützt wird usw. Auch die Blumenpflege ist nicht vergessen, da in jedem Garten etwas blühen soll. Wir waren erstaunt über die Vielseitigkeit gärtnerischer Betätigung und die Fülle der Erzeugnisse, die der Nutzgarten herzugeben vermag. Zum Schluß sei noch bemerkt, daß -in Baden und im Elsaß insgesamt 150 Arbeitsgemeinschaftsgärten vorhanden sind. Instrumentalkörper Richard Wagners Ouvertüre zur Oper „R-cnzi“. Der Meister der italienischen Oper Giuseppi Verdi, war mit einer großen Phantasie über die Oper „Tosca" vertreten. Eine rhythmisch und musikalisch feine Leistung war der Holzschuhtanz aus Lortzings „Zar und Zimmermann“. Mit einem großen I)otpourri aus der Operette „Land des Lächelns“v 0 n Franz Lehar ernteten die Musiker Sonderbeifall. Dann klangen die in einem Streifzug durch die Operetten von Johann Strauß unvergänglichen Melodien des Walzerkönigs auf. Der Liedwalzer „Dorfschwalben aus Oesterreich“ von Josef Strauß und ein großer „Potpourri über deutsche Volksweisen“ von Karl Ruprecht beschlossen die durch mehrere Zugaben bereicherte Vortragsfolge. Wie immer bei ihren Gastkonzerten, wurden die Musiker im grauen Rock lebhaft gefeiert. Das Konzert wäre ein ungetrübter Genuß gewesen, wenn eine kleine Besuchergruppe, die anscheinend den Konzertsaal verwechselte, sich der gleichen Disziplin befleißigt hätte, wie man sie beim Musizieren der Gäste bewundern durfte. Gengenbach. (Auszeichnungen.) Mit dem Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern wurden ausgezeichnet: Obergefreiter Walter Münkea, Adolf-Hitler-Platz, Gefreiter Karl Oehler, Siedlung, Gefreiter August Wußler, Leutkirchstraße, Gefreiter Otto Nerber, alle von hier. Wir gratulieren. k. B i b e r a ch. (Tod durch Unglücksfall.) Das vierjährige Söhndien des im Felde stehenden Malermeisters Amand Fäßler von hier wollte einem Personenauto auf der Hauptstraße ausweichen und lief dabei einem schwerbeladenen Lastwagen mit Anhänger gerade unter das Vorderrad. Die beiden Oberschenkel wurden überfahren. Im bedenklichem Zustande wurde das Kind sofort ins Offenburger Krankenhaus eingeliefert. Es ist inzwischen seinen schweren Verletzungen erlegen. — (Nachträgliches zum Reichssportwettkampf der HJ.) Die hiesige Gemeindebehörde hat den Ortssiegern Le® Münz für die HJ, Rudi H i m m e 1 s b a ch für das DJ., Rose Armbruster für den/BDM., und Anneliese Oehler für die JM. je ein Buch als Anerkennung übergeben. h. Oberharmersbach. (Todesfall.) Am Montagvormittag verstarb nach schwerer Krankheit der verheiratete Gregor B i 1 d s t e i n, Bahnheizer a. D., im Alter von 78 Jahren. Mit dem Verstorbenen, der aus Nordrach gebürtig war, ist ein allseits geachteter Mitbürger aus der Dorfgemeinschaftg »- schieden. Dem langjährigen treuen Mitglied wird die Freiwillige Feuerwehr (Miliz) am Mittwochvormittag durch die Beteiligung bei seiner Beerdigung die letzte Ehre erweisen. Den Angehörigen wendet sich allgemeine Teilnahme zu. Leiste Meidungen DNB. Madrid,. 8. Juni. (Funkdienst des O. T.) Das gesamte chilenische Kabinett ist am Montagnachmittag zurückgetreten. Die Minister erklärten sich mit dem Innenminister Morales solidarisch, der, wie bereits gemeldet, in den frühen Morgenstunden unerwartet sein Amt .liedergelegt hatte. Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Der Bauerngarten eine Aufgabe der bäuerlichen Berufsertüchtigung Fttr horten Bart und sarte Haut Merke Dir vor ollen Dingen, sparen sollst Do mit Tennisklingen Dies Sparen wird dadurch er,eicht, indem man die Klinge nach Gebrauch von der Mitte zur Schneide trocken Kf^jiiiiimmiiiimwmi!niimimiimniiiinmraiiiU:'|° — " - M' Da »leien Ftennjen der jahrzehntelang erprobten Alma-Uhr wird hierdurch mitgeteilt, dafi eidt die Generalversammlung der Alpina Deutsche Uhrmacher- Genossenschaft entschlossen hat, ihren Namen an ändern in D U G E N A Ge nossenschaft deutscher Uhrmacher Alleinvertrieb der Marken. länmunniniuiiiwiiumminiHiiniiimmmmijäf ii pfeif] Ihr Hühner* au