imnaatr ttoit / StiiniiQ Wöchentlich 6 Ausgaben. Bezugspreis monatlidi 2 RM. efaucbl. 22 Pi. Trägerlohn. Dur* die Post 2 RM. eins*! J6 Pf. BeWrderongegebahr zuzflgl. 36 Pt ZmfellgeMhr Nummer 140 Offenburg, Frelteg, den 18. Juni 1943 132. Jeffrgeng Schweden huldigte seinem Monarchen DNB. Stockholm, 17. Juni. Der 8j. Geburt- tag König Gustav von Schweden am Mittwoch fand seinen Höhepunkt und Abschluß in einer Huldigung von 9000 Vertretern des schwedischen Volkes, darunter die der Regierung, des Reichstages, der Wehrmacht, der Geistlichkeit, der Beamtenschaft, der Wirtschaft, der Studentenschaft und unzähligen Organisationen und Verbände im Burghof des königlichen Schlosses in Stockholm. Im Namen aller Versammelten richtete der schwedische Ministerpräsident Hansson eine Ansprache an den König, die noch einmal der tiefen Liebe und Verehrung des schwedischen Volkes Ausdruck gab. Sichtlich bewegt dankte der greise König, der sich ktotz seiner 8j Jahre einer bewunderungswürdigen Rüstigkeit erfreut, dem Ministerpräsidenten für die Glückwünsche. Er hob in seiner Antwortrede hervor, daß es unter den heutigen politischen Verhältnissen nicht leicht sei, immer den rechten Kurs zu steuern und dem schwedischen Vaterland den Frieden und die Freiheit zu bewahren. Der König betonte dabei die volle Einigkeit, die zwischen ihm und seiner Regierung bestanden habe und bestehe. Es sei seine Auffassung, daß ein konstitutioneller Monarch unter gewöhnlichen normalen Verhältnissen nicht als Führer in der einen oder andern Richtung aufzutreten brauche, sondern nur in Ausnahmefällen. In der jetzigen großen Weltkrise jedoch habe er es als unabweisbare Pflicht betrachtet, durch persönlichen Eingriff bei mehreren Anlässen dem Lande aus den Schwierigkeiten des Augenblicks herauszuhelfen. Das sei bisher gelungen, doch sei die Gefahr noch nicht überwunden. Wenn das schwedische Volk auch in Zukunft einig Zusammenhalten werde, so bestände die Hoffnung, die stürmischen Zeiten zu überwinden. Große Gauleiter-Kundgebung inJKolmar Straßburg, 18. Juni. Am morgigen 19. Juni «ind es drei Jahre her, seit die Befreiung des deutschen Elsaß im Verlauf des einzigartigen Siegeszuges der deutschen Armeen in Frankreich mit der Hissung der Hakenkreuzfahne auf dem Straßburger Münster gekrönt wurde. Dieses Ereignis nimmt Gauleiter Robert Wagner wiederum zum Anlaß, um in einer Großkundgebung der NSDAP. Unsere kämpferische Ueberlegenheit im Osten Betrachtungen zu den Berichten des OKW. - Die deutschen Flieger Herr der Lage th. Berlin, 17. Juni. Zwei Momente sind es, die in der letzten Zeit in den Wehrmachtberichten, soweit sie über die Entwicklung im Osten Mitteilungen machten, besonders auffielen: Der Kampf um die deutsche Sperre am Kuban-Brückenkopf und die deutsche Luftüberlegenheit im Osten überhaupt. In beiden Fällen ^ird die Tatsache besonders deutlich sichtbar, daß die deutsche Führung und die deutschen Truppen sich in ihrem nun fast zwei Jahre dauernden Kampf gegen die Sowjets kämpferische Ueberlegenheit bewahrt haben, die für die weitere Entwicklung im Osten ein Faktor von ausschlaggebender Bedeutung bleiben dürfte. Die Kämpfe an der nordöstlichen Küste des Schwarzen Meeres haben bis jetzt insgesamt vier Großangriffe der Sowjets auf den deutschen Brückenkopf am Kuban gesehen, die in knapp anderthalb , Monaten abrollten. Ueber das Ergebnis im einzelnen ist von der zuständigen deutschen Stelle berichtet worden. Der Zweck war selbstverständlich, die deutschen Stellungen auf der Halbinsel zwischen dem. Schwarzen und Asowsdien Meer aufzureiben. Die Angriffe erfolgten in mehreren Abschnitten, sie scheiterten alle an dem nicht zu erschütternden deutschen Widerstand unter schwersten Verlusten des Gegners. Nach der ersten Offensive im März begannen die Sowjets die zweite Kuban-Schlacht am 4. April, sie machten einen dritten Anlauf am 29. April und setzten am 26. Mai zur vierten Schlacht an. Alle diese Vorstöße richteten sich gegen die Ostfront des Kuban-Brückenkopfes, ein Hauptziel war die Wiedereroberung des Kriegshafens Noworos- s i j s k, der deshalb für die Sowjets /on so besonderem Wert ist, weil ihre Flotte über keine anderen Häfen mehr verfügt, in denen sie überwintern kann. Die Stadt Krymskaja, die später von den deutschen Streikräften aus taktischen Gründen räumt wurde, stand zeitweilig im Mittelpunkt der Vorgänge. Für die deutsche Führung haben diese Kämpfe in Kolmar über die Arbeit der Partei und des 1 um den Kubanbrückenkopf und dessen Besitz einen Staates seit dem vorigen Jahrestag der Rückkehr j doppelten Zweck: 1. defensiv gesehen wird durch GW Landes zum Reich zu berichten. die riesigen Anstrengungen der Sowjets deren Kundgebung der europäischen Ärbeits- und Kampfgemeinschaft 17 Nationen auf dem eindrucksvollen Kongreß der europäischen Arbeiter in Hamburg DNB. Hamburg, 18. Juni. In der Hanse stadt Hamburg eröffnete am Mittwoch im Rahmen einer eindrucksvollen, Feier im Großen Festsaa! des Rathauses Staatssekretär Gutterer vom Reichs- Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda einen unter dem Leitwort: „Europäische Arbeiter in Hamburg schaffen für den Sieg“ stehenden Kongreß, auf dem sich die in Hamburg schaffenden Angehörigen von 17 Nationen zur Demonstration einer einzigartigen Völkerkameradschaft ausammenfanden. Die Feier, von musikalischen Darbietungen umrahmt, wurde durch Begrüßungsworte von Bürgermeister Krogmann im Namen des dienstlich verhinderten Reichsstatthalters und Gauleiters Kaufmann eröffnet. Gauobmann H a bedank unterstrich dann in einer Ansprache den Sinn dieser großen Gemeinsohaftskundgebung Schon vor längerer Zeit sei von den verschiedensten Vertretern der im Hamburger Gau schaffenden ausländischen Arbeiter und Arbeiterinnen der Wunsch geäußert worden, ein öffentliches Bekenntnis zu der gesamteuropäischen Aufgabe ab zulegen und die Bereitschaft zu dieser Mitarbeit su bekunden. Dieser Wunsch sei heute in Erfüllung gegangen. Ihren Höhepunkt erreichte die Kundgebung, als die einzelnen Delegationsführer an das Rednerpult traten, um in ihrer Landessprache und zum Teil in eigener Übersetzung in die deutsche Sprache den Willen ihrer Arbeitskameraden, an der gemeinsamen europäischen Aufgabe mit dem Einsatz ihrer ganzen Arbeitskraft eintreten, zu bekunden. Dje Reihe der Ansprachen eröffnete der Vertreter Italiens. Die Ausführungen der einzelnen Delegationsführer wurden mit außerordentlich starkem Beifall aufgenommen. Dann ergriff Staatssekretär Gutterer das Wort. Er kennzeichnete das Bekenntnis der Vertreter- der europäischen Arbeiter als Demon stration einer Völkerkameradschaft, wie sie vor zehn oder zwanzig Jahren niemand für möglich gehalten hätte. Anglo-amerikanischer Imperialismus und sowjetischer Bolschewismus, verbunden durch die jüdische Rasse, erklärte der Staatssekretär u. a., haben die friedliche Zusammenarbeit der Völker immer wieder sabotiert. Mit dieser Erkenntnis hat sich in den letzten Jahren das Gefühl einer europäischen Solidarität herausgebildet, deren revolutionäres Ausmaß sich in den Reden der Delegationsführer des Kongresses der europäischen Arbeit erneut stärkstens bekundete. Gegen die Flut des Bolschewismus und gegen den Imperialismus de« nordamerikanischen Kapitals gibt es nur eine einzige Parole: Gemeinsame Abwehr der gemeinsamen Feinde und gemeinsame Vertretung der gemeinsamen Interessen. Diese Parole, und nicht politischer Zwang, hatten, so stellte Gutterer fest, die riesenhafte Zahl europäischer Arbeitskräfte veranlaßt, nach Deutschland zu gehen und in Deutschland zu arbeiten und tätig zu sein, denn sie wissen, daß mit dem Reich, dem Kernland unseres Kontinents, auch die Zukunft ihres eigenen Volkes nnd ihrer eigenen Kinder steht und fällt. Wer heute in Deutschland arbeitet, arbeitet für Europa. Staatssekretär Gutterer kam dann auf die zahlreichen Aufgaben zu sprechen, die sich aus der Eingliederung einer so großen Zahl ausländischer Kräfte in den Arbeitsprozeß des Reiches ergaben. Die neuartigen Probleme der Erfassung und Be treuung dieser Millionen seien im Geiste des deutschen Sozialismus gelöst worden In großen, sauberen, bequemen und hygienischen nationalen Gemeinschaftslagern fänden die europäischen Arbeiter ein Stück Heimat, das sie sich selbst ausgestalten können. In diesen Lagern bestehe die Möglichkeit einer Gemeinschaftsverpflegung, die den Eigenarten der Heimatkost Rechnung trägt und teilweise nach der Heimatsitte aus gerichtet ist. Starker Beifall dankte Staatssekretär Gutterer für seine Rede, die auch von den ausländischen Delegationen herzlich aufgenommen wurde. Als Vertreter des Reichsstatthalters Kaufmann sprach Staatssekretär Ahres das Schlußwort. Die auf dem heutigen Kongreß gehaltenen Reden und Aussprachen, so betonte er, haben bewiesen, daß die Idee der europäischen Zusammengehörigkeit marschiert. Die Völker Europas erkennen angesichts der drohenden Gefahr aus dem Osten, daß sie näher zusammenrücken müssen, um vor dem Ansturm der bolschewistischen Feinde der Menschheit und ihrer plutokratischen Steigbügelhalter bestehen zu können. Europa ist auf dem Wege zur Neuordnung und steuert im Zeichen der Achse einer entwicklungsfähigen Zukunft zu. Kriegspotential in starkem Maße abgenutzt, was auch im Hinblck auf künftige Operationen an anderen Fronten wichtig ist; 2. offensiv gesehen, stellt der Brückenkopf ein mögliches Sprungbrett für etwaige neue deutsche Offensiven dar, womit in keiner Weise gesagt werden kann, daß solche Offensiven geplant sind. Mit der amtlichen Meldung vom 9. Juni ist offenbar die gegnerische Offensive zumindesten zunächst mit einer empfindlichen Niederlage zum Abschluß gekommen. Weitere besondere Aufmerksamkeit verdient bei der Betrachtung der Ostkämpfe das äußerst merkwürdige Verhältnis zwischen den deutschen und den sowjetischen Flugzeugverlusten. Wenn das OKW. etwa den Abschuß von 70 oder mehr feindlichen Flugzeugen und daneben als eigene Einbußen nur drei Maschinen meldete, so ist das wirklich frappant. Aehnliche Angaben über eine so roße Verlustspanne konnten, des öfteren wieder- iolt werden, ein Irrtum ist ausgeschlossen, da die Angaben besonders gründlich nachgeprüft wurden und sich als völlig einwandfrei erwiesen. Man fragt sich natürlich nach den Gründen und kommt dabei zu dem Ergebnis, daß die sowjetsdien Flüge in das von den Deutschen besetzte Hinterland regelmäßig mit größten Verlusten enden, was um gekehrt nicht zutrifft. Weiter hat sich bemerkbar gemacht, daß sich das feindliche Flugzeugmaterial nicht mit dem deutschen messen kann und daß auch die sowjetischen Besatzungen nur unzulänglich ausgebildet sid. — Für das, was sich in den nächsten Monaten im Osten abspielen wird, sind das ohne Zweifel günstige Vorzeichen. Freiburger Ritterkreuzträger gefallen DNB. Berlin, 17. Juni. Leutnant Friedrich R u p p , ein bewährter Jagdflieger, dem der Führer am 24. Januar 1943 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen hat, ist an der Kanalküste gefallen. Am 26. November 1917 als Sohn eines Fabrikanten in Freiburg i. B. geboren zeichnete sich der damalige Feldwebel Rupp als Nahaufklärer im Polen- und Westfeldzug aus, erhielt das E. K. I und die Goldene Frontflugspange für Aufklärer und kam dann zu den Jagdfliegern. 1942 zum Leutnant befördert, erwarb er sich auch die goldene Frontflugspange für Jagdflieger. Nach fünfzig Luftsiegen erhielt er das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Das Andenken dieses kühnen und erfolgreichen Jagdfliegers wird in. der Geschichte der deutschen Luftwaffe weiterleben. Die Presse zur Rede. Tojos d. Tokio, 17. Juni. Die Reichs tags reden Tojos und Shknadas füllen die gesamten Morgenblätter, die in mehrspaltigen Ueberschriften als Hauptpunkt Tojos Regierungserklärung hervor- heben. Als den glücklichssten Tag in der Geschichte der Philippinen bezeidhnete der Chef der philippinischen Zentralverwaltung. V a r g a s , in einem Aufruf den 16. Juni, an dem Premierminister Tojo in seiner Reichstagsrede die bevorstehende Unabhängigkeit der Philippinen verkündete. Auch in Nationalchina und Mandschukuo hat Tojos Erklärung riesigen Jubel ausgelöst. Nikolaus von Horthy 75 Jahre alt * Der Reichsverweser Ungarns, Nikolaus von Horthy, begeht heute seinen 75. Geburtstag. Er ist der Sproß einer altadeligen Familie, die seit dem ij. Jahrhundert im öffentlichen Leben Ungarns eine bedeutende Rolle spielt. Um einen Wuijsch seiner Eltern zu erfüllen, bezog Nikolaus von Horthy die Marineakademie, erstieg schnell die einzelnen Rangstufen der k. u. k. Marine und übernahm nach dem Ausbruch des ersten Weltkrieges das Kommando des Kreuzers „Novara“. . (Scherl-Bilderdienst.) Horthys Kriegslaufhahn besteht aus einer Peche glänzender Waffentaten, deren bedeutendste die Seeschlacht von Otranto am 17. Mai 1917 war. An der Spitze einer kleinen Flotte lieferte er überlegenen feindlichen Streitkräftep eine Schlacht, jn deren Führung er von hohem strategischen Können und hervorragendem Mut Zeugnis äblegte. Obwohl im Laufe des Gefechts verwundet, leitete er von seiner Tragbahre aus den Kampf weiter, in dessen Verlauf er den Feind zum Abdrehen zwang. Durch diesen Sieg wurde ein Einbruch feindlicher Flotten- treitkräfte in die Adria abfcewehrt. Als der Leidensweg Ungarns begann, schloß er sich, nachdem das Regime Michael Karolyis versagt hatte, der gegenrevolutionären Regierung gegen den Bolschewisten Bela. Kun an und übernahm das Amt des Kriegsministers. Am 1. März 1920 wurde Nikolaus von Horthy von der Nationalversammlung einstimmig zum Reichsverweser des Königreichs Ungarn gewählt; Damit war' die feste Form gefunden, in der die Aufbauarbeit vor sich gehen konnte. Der zweite Weltkrieg fand Ungarn zunächst als nichtkriegführenden Staat. Erst nachdem die drohende und aggresive Haltung der Sowjetunion im Juni 1941 das bewaffnete Einschreiten unvermeidlich gemacht hatte, und die 24 Sowjetflugzeuge ohne eigene Verluste abgeschossen Nur örtliche Kampftätigkeit an der Ostfront — Briten verloren 18 Terrorbomber DNB. AusdemFührerhauptquartier 17. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Von der Ostfront wird nur örtliche Kampftätigkeit gemeldet. Im südlichen Abschnitt wurden gestern 24 Sowjet-Flugzeuge, darunter zwei durch ungarische Jagdflieger, ohne eigene Verluste abgeschossen. — An der nordfinnischen Front wiesen deutsche Truppen mehrere sowjetische Vorstöße ab. Eine Milliarde Menschen in Broßostasien ist erwacht Schigemitsu vor dem Haushaltsausschuß über die Politik der offenen Tür DNB. Tokio, 17. Juni. In einer Ansprache vor dem Haushalts-Ausschuß des Unterhauses, der am Donnerstag zusammentrat, legte Außenminister Schigemitsu die leitenden Grundgedanken der japanischen Außenpolitik angesichts der neuesten Entwicklung dar, die in der Rede des Premierministers Tojo im Reichstag aufgezeigt wurde. Schigemitsu erklärte, daß der Aufbau einer großostasiatischen Wohlstandssphäre eine vollkommene politische Einheit und Zusammenarbeit aller Völker Großostasiens, d. h. einer Milliarde Menschen, bedeutet. Auf dem Gebiete der Wirtschaft werde im Gegensatz zu der mono- politischen Politik der geschlossenen Tür der anglo-amerikanischen Mächte eine Politik der offenen Tür in Ostasien verfolgt. Auf die Frage, in welcher Weise das Außenministerium die Erklärung Tojos, Japan sei bereit, den Völkern der Wohlstandssphäre volle Unabhängigkeit oder das Recht der Teilnahme an der Regierung zu gewähren, in der Praxis durchzuführen gedenke, erklärte Schigemits-u, das Ziel einer vollkommenen Einigung von einer Milliarde Menschen hmeriialb Ostasiens könne nur durch die Schaffung einer großostasiatischen Wohlstandssphäre erreicht werden. Eine Milliarde Menschen in Großostasien seien jetzt erwacht und hätten die Tatsache erkannt, däß der Aufbau einer Wohlstandssphäre oder die Sicherheit der darin lebenden Völker ohne eine erfolgreiche Wetterführung des Krieges nicht möglich sei. Die Engländer, Amerikaner und Niederländer hätten, wie die Geschichte gezeigt habe, immer eine Politik des „Teile und herrsche“ verfolgt. Japan habe sein Versprechen abgegeben, eine solche Politik durch die Schaffung einer großostasiatischen Wohlstandssphäre zu beseitigen. Am weiteren Verlauf seiner Rede kam Schigemitsu auf Japans Verbündete in Europa zu sprechen und erklärte, daß Deutschland und Italien in Europa die Beschützer der Rassen seien. Abschließend erklärte Schigemitsu, daß Japans konstruktive Politik.^die auf der Gerechtigkeit aufgebaut ist, bestimmt von der ganzen Welt begrüßt. werde. Die neue Politik sei der einzige Weg, den Japan als große Nation beschreiten kann. „Ich glaube fest, daß die Schaffung einer großostasiatisohen Wohlstandssphäre die Morgenröte einer Wiedergeburt Oetmine bringen wird“. Die Luftwaffe traf vor Pantelleria ein Handelsschiff mittlerer Größe und bei bewaffneter Aufklärung im nördlichen Atlantik einen Frachter mit schweren Bomben. Beide Schiffe erlitten so schwere Beschädigungen, daß ihre Vernichtung sicher ist. Britische Bomber griffen in der letzten Nacht westdeutsches Gebiet an und verursachten durch Bombenwürfe auf Wohnviertel, insbesondere in Köln, Verluste unter der Bevölkerung und Gebäudeschäden. Vier Krankenhäuser und drei Kirchen wurden getroffen. Gleichzeitig führten einzelne feindliche Flugzeuge Störflüge über Norddeutschland durch. Bombenabwürfe wurden hierbei nicht festgestellt. Nachtjäger und Flakartillerie der Luftwaffe vernichteten 14 Bomber. Vier weitere feindliche Flugzeuge wurden gestern ohne eigene Verluste über den besetzten Westgebieten abgeschossen. Luftangriff auf den Hafen von Pantelleria DNB. Rom, 17. Juni. Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Kampfflugzeuge griffen den Hafen von Pantelleria an. Auf einige kleinere Orte der Campagne in Calabrien und Sizilien wurden vom Feinde begrenzte Luftangriffe unternommen, die keinen nennenswerten Schaden verursachten. Südwestlich von Sciacca (Agrigent) wurden zwei Flugzeuge von unseren Jägern ins Meer abgeschossen. Mil dem Ritterkreuz ausgezeichnet DNB. Berlin, 17. Juni. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Feldwebel Josef Heinrichs, Zugführer in einem Grenadier-Regiment und auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Oberst Wolz, Kommandeur eines Flakr’giments. Bolschewisten ohne Grund nordungarlsch'e Städte bombardierten, griff auch Ungarn zu den Waffen. Die Geschichte der 23 Regierungsjahre des Reichsverwesers von Horthy bietet — und das darf bei der Würdigung dieses Mannes nicht vergessen werden — eine ununterbrochene Reihe wichtiger sozialer Schöpfungen. Um ihre Größe zu ermessen, muß man sich die Umstände vergegenwärtigen, die Anfang 1920 geherrscht haben. Die ersten Aufgaben, die gelöst wurden, waren die Wiederherstellung der Währungsstabilität, die Festigung der staatlichen Autorität und der inneren Ordnung und die Schaffung einer neuen Wehrmacht, die sich den ruhmreichen soldatischen Überlieferungen des Landes würdig erwies. Gleichzeitig mit der Lösung dieser Probleme wandte sich die Aufmerksamkeit des Staatsoberhauptes auch den großen sozialen Fragen des Landes zu. In erster Reihe mußte die Landwirtschaft gefördert und die Lebenshaltung der Menschen der Scholle gebessert werden. Neben der sozialen Hebung der Agrarbevölkerung wurde di* industrielle Arbeiterschaft nicht vergessen. Ungarn verfügte schon vor dem ersten Weltkrieg über ein soziales Versicherungsgesetz, das damals nur wenige wesentlich reichere Länder überflügelten. Nun wurde in den Jahren 1926/28 eine sozialpolitische Reform vollzogen, durch die Alters-, Unfall- und Krankheitsversicherung aller Lohnempfänger obligatorisch gemacht wurde. Audi der Schutz der Kinder und Jugendlichen sowie der Frauen wurde gesetzlich geregelt. Was das ungarische Sozialversicherungssystem nicht kennt, ist das System der Arbeitslosenunterstützung; denn die ungarische Sozialpolitik befolgt den Grundsatz, daß dieses System unproduktiv sei und keine wahre Hilfe für die Unterstützungsbedürftigen bedeute. Darum war die Sozialpolitik des ungarischen Staates stets darauf gerichtet, die zeitweilig unbeschäftigten Arbeitnehmer, sei es durch Arbeitsbeschaffung, sei es als selbständige Existenz, wieder in den Produktionsprozeß einzuschalten. Ein anderes soziales Werk vorbildlicher Art ist der Gesundheitsdienst, der durch eine das ganze Land umfassende Organisation für den Gesundheitsschutz auf dem flachen Lande (Kinder- und Mutterschutz, Trinkwasserkontrolle, Gesundheitsberatung) Wesentliches zur Bekämpfung der epidemischen Krankheiten und der Kindersterblichkeit leisten. Besonders soziale Werke sorgen für die Betreung der Jugend, für die Gründung selbständiger Existenzen in Handel und Gewerbe; auch das Genossenschaftswesen wurde wesentlich gefordert. Der soziale Schutz der Frontkämpfer wird durch wirksame Maßnahmen gewährleistet. Von Bedeutung sind die von der Gemahlin des Reichsverwesers geleiteten Hilfsaktionen (Allgemeine »Winterhilfe, Hilfswerk für die Kriegsopfer und die Angehörigen der Frontkämpfer), die aus den freiwilligen Beiträgen der Nation gespeist werden. Nikolaus von Horthy trägt seine 75 Jahre in erstaunlicher geistiger und körperlicher Frische. Es ist eine soldatische Erscheinung, der auch die zeitlebens geübte sportliche Betätigung anzumerken ist. Glückwunschschreiben des Führers an Horthy , DNB. AusdemFiihrerhauptquartier, 17. Juni. Der Führer übermittelte dem Reidisverwe- ser des Königreichs Ungarn, Nikolaus von Horthy, zu seinem 7;. Geburtstag in einem herzlich gehaltenen Handschreiben seine und des deutschen Volkes aufrichtigste Glückwünsche. Zweiter Jahrestag der Unabhängigkeit Kroatiens DNB. Berlin, 17. Juni. Aus Anlaß des zweiten Jahrestages de^ ■ Beitritts des unabhängigen Staates Kroatien zum Dreimächtepakt fand zwischen dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und dem kroatischen Außenminister Budak ein in herzlichen Worten gehaltener Telegrammwechsel statt. Die türkische Presse zur Rede Saracoglus DNB. Istanbul, 17. Juni. Die Mehrzahl der Istanbuler Blätter bringt Leitartikel zu den beim Abschluß des großen Parteikongresses in Ankara gemachten Ausführungen des türkischen Ministerpräsidenten Saracoglu. Obwohl die Innenpolitik und vor allem die Steuerpolitik der türkischen Regierung darin eine große Rolle gespielt haben, beschäftigen sich die Laitartikler der Zeitungen „Cumhuriyet“, „Vatan“, „Tan“, „Yen Cabah“, „Tasviri Efkiar“ und „Akscham“ bis jetzt ausschließlich mit dem außenpolitischen Teil der Rede. Sie begrüßen übereinstimmend die abermals gegebene Klarstellung der türkischen Außenpolitik, die zielbewußt darauf ausgerichtet sei, die Türkei außerhalb des Krieges zu halten. Die Marine-HJ. stellt den Nachwuchs unserer Seestreitkrlfte Zeitgeschehen in Kürze Ritterkreuzträger der Marine sprechen zur HJ. im Berlin»- Sportpalast DNB. Berlin, 18 . Juni. Wieder ist eine Anzahl von Ritterkreuzträgern, diesmal von Soldaten der Kriegsmarine, in der Reichshauptstadt eingetroffen, um als Gäste der Hitler-Jugend von ihren Kampferlebnissen zu berichten. Auf einer Großveranstaltung im Berliner Sportpalast sprach nach Eröffnungsworten des Führers des Gaues Berlin, Hauptbannführer Hamann, zunächst der Chef des allgemeinen Marinehauptamtes, Admiral W arcecha, zur mehr als 10 000 Hitlerjungen und BDM-Mädchen. Der Admiral würdigte die Leistungen der Panzerschiffe und schweren Kreuzer, die Erfolge unserer Hilfskreuzer auf allen Weltmeeren und vor allem den härtesten aller Kämpfe zur See, den Kampf unserer U-Boote, die bisher rund 32 Millionen BRT. feindlichen Schiffsraumes versenkten. „Der Gegner“, so sagte Admiral Warcecha weiter, „möchte gar zu gerne wissen, wieviel U-Boote im Kampf gegen sie stünden und wieviel Boote von starken deutschen Arbeiterfäusten fertiggestellt würden Er könne den Briten mitteilen, es seien weit mehr, als ihnen lieb wäre. Die Besatzungen dieser U-Boote kommen aus den Reihen der Hitler-Jugend und setzten sich überwiegend aus Freiwilligen zusammen. „Die Kriegsmarine“ hat die Marine-Hitler-Jugend ausdrücklich als ihre Nachwuchsorganisation anerkannt. Ihre Forderungen an diesen Nachwuchs sind von der Reichsjugendführung freiwillig aufgegriffen worden.“ Nach der Ansprache des Admirals umriß der mit dem Eichenlaub aufgezeichnete Ritterkreuzträger Kapitänleutnant Hardegen die Hauptaufgaben der Kriegsmarine gegen die britische TV-annei auf allen Meeren der Welt. Durch seine Erlebnisse gab er ein Bild jener harten Kämpfer, die dem Feind überall unerbittliche Schläge erteilen. Nach einsen Schilderungen über die Jagdfahrten an der nordamerikanischen Küste sprach dieser bewährte Kommandant vom Leben auf den U-Booten, das besondere Führereigenschaften von jedem Besatzungsmitglied fordere und erwähnte dabei besonders die guten kämpferischen Eigenschaften des jungen Ersatzes. Diese Tatsache verbinde die U-Bootwaffe besonders eng mit der Marine-Hitler-Jugend. Auf den Rhythmus der Versenkungen eingehend, betonte der Eichenlaubträger, daß die deutschen U-Boote immer am Feinde seien und durch ihren Einsatz die Seewege für Europa freimachten unter dem Oberbefehl des von allen U-Bootbesatzungen verehrten Großadmirals Doenitz. Nach dem Englandlied sprach Reichsjugendführer A x m a n n die Schlußworte. Er gab dabei bekannt, daß die Zahl der Marine-Hitler-Jugend- einheiten und deren Ausbildung verstärkt worden sei, daß im Zuge der vormilitärischen Ertüchtigung besonders Wehrertüchtigungslager der Marine-Hitler-Jugend entstanden sind, und daß auf den Seesportschulen der Hitler-Jugend der Führernachwuchs der Kriegsmarine seine erste Ausbildung erfahre. Abschließend betonte Reichsjugendführer Axmann, daß die Jugendbewegung des Führers im Kriege eine verantwortungsvolle, aber schöne Aufgabe zu erfüllen hätte, der Truppe den besten Nachwuchs zu sichern. Die Hitlerjugend wisse, daß das Werturteil über ihre Arbeit von der Front getroffen würde. Mit der Freude an dieser Verantwortung gehe sie daher an ihre Arbeit. Klagenkurt. Im Beisein des italienischen Botschafters wurde die Zweigstelle Klagenkurt der Deutsch-Italienischen Gesellschaft gegründet. Helsinki. Bei der Abschlußfeier eines Offizierskursus erinnerte Marschall Mannerheim in einer Ansprache an die alten finnischen ßoldatentugenden und betonte, daß das Ziel des finnischen Krieges nach wie vor die Sicherung der Freiheit und Selbständigkeit des Volkes sei. Madrid. Der spanische Nationalrat Gimenea Caballero behandelte anläßlich des Abschlusses der antikommunistischen Ausstellung das Thema ,,Wi« und warum wurde Spanien rot?" Er betonte, daß dem Spanier das marxistische Gedankengut von einem feindlichen Ausland aufgezwungen wurde. Madrid. Wie aus Mexiko gemeldet wird, ist der Vulkan Paracutin, der erst vor etwa drei Monaten inmitten einer Maislandschaft entstand, erneut in Tätigkeit getreten. Bukarest. Die deutsch-rumänische Gemeinschaftsausstellung „Autobahn und Wasserstraße", die bereits mehrfach verlängert werden mußte, hat nach einem Rekordbesuch ihre Pforten geschlossen. Sofia. Viele Italiener, Mitglieder der Kolonie in Sofia, fahren am Donnerstag und Freitag nach Jtalien, um als Freiwillige in die Armee einzutreten. Audi eine größere Gruppe von italienischen Staatsangehörigen aus der Türkei hat sich als Freiwillig« gemeldet. Istanbul. Die Erklärung des Königs Ibn Saud zur Palästina-Frage hat bei den - Palästina-Arabern ein begeistertes Emo gefunden. Schließung der türkisch-syrischen Grenze bestätigt Morrison offenbart Churchills doppelzüngige Politik Der Innenminister traut der Auflösung der Komintern nich' DNB. Stockholm, 17. Juni. Der Kongreß der Labour-Partei mußte sich wohl oder übel mit dem Ersuchen der britischen Kommunistischen Partei um Aufnahme in die Labour-Partei befassen. Morrison, zugleich Innenminister der Regierung Churchills hatte die Aufgabe übernommen, die Stellung der Labour-Partei zum Kommunismus darzulegen. In aalglatter Form hat sich Morrison aus der Affäre gezogen. Er sagte Stali* ein paar höflichfreundliche Worte, er nannte ihn „einen der größten Männer der Welt“, konnte aber doch nicht umhin, seine Zweifel über die durch den Kreml-Diktator verfügte Auflösung der Komintern auszudrücken, deren Wiedererstehen er durchaus in den Bereich der Möglichkeit zog. „Die Komintern hatte ihre Nützlichkeit, solange die Sowjetunion von den großen kapitalistischen Nationen boykottiert wurde", meinte Morrison. Nun aber sei die Sowjetunion jeder beliebigen, kapitalistischen Weltmacht ebenbürtig. „Es ist sehr gut möglich“, fuhr Morrison fort, „daß Stalin die Internationale für nicht mehr notwendig erachtete, da sie die Entwicklung der guten Beziehungen zwischen der Sowjetunion und anderen Ländern behinderte“. Nach dieser Verbeugung vor dem bolschewistischen Bundesgenossen rückte Morrison aber gleich sehr nachdrücklich von den Bolschewisten-ab, weil er, d. h. die Regierung, und seine Partei ihnen doch nicht recht trauen. Die Kommunisten glaubten immer noch an eine gewaltsame Revolution, erklärte Morrison Er bezeichnen es daher als untragbar, daß die englische Regierungspolitik, die „aus innerer Ueber- zeugung gelenkt“ werde, mit einer Partei vermischt werde, „die bei den Wahlen erscheint und gleichzeitig bereit ist, eine gewaltsame Revolution zu machen“. Morrison gab den britischen Kommunisten den Rat, sich aufzulösen und dann den Antrag zu stellen, sich als Teil in die Arbeiterpartei aufnehmen zu lassen, sofern sie veijsichern, „keine geheimen Ausflüchte oder Uebereinkünfte zu pflegen“. Morrison offenbart hier Churchills doppelzüngige Politik. Auf der einen Seite ist man bereit, mit dem Bolschewismus durch dick und dünn zu gehen, auf der anderen Seite aber will man sich den Kommunismus möglichst weit vom Leibe halten. Die Churchill-Clique erkennt also sehr wohl die Gefahren des Bolschewismus, aber sie liefert ihm trotzdem Europa skrupellos aus, ja sie hilft Stalin sogar bei dem Versuch, den Kontinent unter die bolschewistische Knute zu bringen. Der Kommunismus gewinnt weiterhin an Boden DNB. Stockholm, 17. Juni. Die Zeitung „Dagsposten“ schreibt in einem Leitartikel, der sich mit der englischen Arbeiterpartei und den Kommunisten befaßt, daß das Interessante an dem Labour- beschluß, die Kommunisten nich aufzunehmen, die große Zahl der für die Kommunisten abgegebenen Stimmen sei. Weiter stellt der schwedische Leitartikler fest, daß alles, was von britischer offizieller Seite heute über die Sowjetunion gesagt werde, ausschließlich von den Interessen der britischen Kriegführung beeinflußt sei. Mit der wirklichen Lage in der Sowjetunion und der englischen Einstellung zur Sowjetpolitik habe das nichts zu tun. Der Kommunismus in England gewinne immer weiter Boden. Sein Vormarsch lasse sich nicht dadurch verhindern, daß die Labour-Partei den Kommunisten die Türe verschließt. Der Beschluß der'Labour- Partei sei mehr ein Ausdruck der Angst vor dem eigenen Parteiapparat als eine prinzipielle Abneigung vor dem Kommunismus, dessen Anschauungen tief in die englische Arbeiterwelt eingedrungen seien. England stellt Schuherzeugung ein DNB. Genf, 17 . Juni. England stellt seine Schuhproduktion für die nächsten Monate ein, teilte, wie „Daily Telegraph“ meldet, der Präsident des britischen Schuhhandelsverbandes auf einer Tagung in London mit. Er betonte, daß es um die Versorgung mit Schuh- und Sohlenleder sehr kritisch stehe, da England über keine nennenswerten Ledervorräte für die Zivilbevölkerung mehr verfüge. DNB. Istanbul, 16. Juni. Der Militärattache bei der britischen Botschaft in Ankara, General Arnold, hat, wie Istanbuler Zeitungen melden, di« türkische Regierung offiziell von der Schließung der türkisch-syrischen Grenze unterrichtet. Diese Maßnahme liege in dem Wunsche der Briten begründet, keine Nachrichten aus dem syrischen und palästinaschen Raum heraus zu lassen. 6 ; fach er rotspanischer Mörder verhaftet DNB. Cordoba, 17. Juni. Die spamsdi« Landpolizei konnte in Cordoba einen seit langer Zeit gesuchten rotspanischen Rädelsführer verhaften und der Militärgerichtsbarkeit zuführen. Es handelt sich hierbei um den 36jährigen Valeriano Cozar Bermudez, dem nicht weniger als 65 Morde an rechtsgerichteten Spaniern zur Last gelegt werden. Der berüchtigte Kommunist entzog sich bisher der Festnahme durch öferten Wohnungswechsel und den Gebrauch mehrerer falscher Namen. Zwei jüdische Verbrecher zum Tode verurteilt DNB. Bukarest, 7. Juni. Das CzemowitzeT Kriegsgericht verurteilte zwei Juden zum Tode. Sie hatten sich als Polizisten ausgegeben und unter Todesdrohungen zahlreiche Czemowitzer Einwohner erpreßt. Als die Juden festgenommen werden sollten, kam es zu einer abenteuerlichen Verfolgungsjagd, in deren Verlauf die beiden Juden von der Waffe Gebrauch gemacht hatten. ' rst iss? „Das Wohl des schaffenden Menschen steht im Vordergrund“ Gauleiter Sauckel bei der Amtseinführung des Leiters des neuen Landesarbeitsamtes Straßburg, 17 . Juni. Am Donnerstagnachmittag erfolgte in Anwesenheit von führenden Männern aus Partei, Staat, Wehrmacht, Wissenschaft und Stadt in der Reiohsstatthalterei in Straßburg die Einführung des Leiters des Landesarbeitsamtes Baden und Reiehstraihänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Baden, Regierungsdirektor N i ck 1 e s, durch den Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz, Gauleiter Sauckel. Gauleiter Robert Wagner verband mit seinem herzlichen Willkommensgruß an den Generalbevollmächtigten Worte des Dankes für das große Verständnis, das dieser jederzeit für die Sorgen und Nöte unseres Gaues, insbesondere durch die Einrichtung eines eigenen Landesarbeitsamtes, bewiesen habe. Gauleiter S a u ck e 1 brachte in seiner Ansprache zunächst seine lebhafte Freude zum Ausdruck, daß er zum "ersten Male seit der Uebemahme seines Amtes als Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz den Leiter eines Landesarbeits amtes und zwar in der alten Soldatenstadt Straßburg in sein Amt einführen könne. Dem Leiter dieses neuen Amtes, Regierungsdirektor Nickles, legte er besonders die Verpflichtung nahe, als Nationalsozialist in enger Zusammenarbeit mit seinem Gauleiter die Geschäfte zu führen« Diese Verpflichtung sei um so größer, als di« harten Gesetze des Krieges vorübergehend außergewöhnliche Maßnahmen wie den Einsatz der Frauen erforderten. Auf die Wahrnehmung der besonderen Aufgaben in den Gauen eingehend, brachte Gauleiter Sauckel zum Ausdruck, daß es von Anfang sein Wunsch gewesen sei, daß jeder Gau sein eigenes Landesarbeitsamt erhalte, weil er gerade auf Grund seiner Erfahrungen als Gau« leiter wisse, wie wichtig die enge Fühlung mit den Gauleitern sei. Bei der Zusammenarbeit mit allen staatlichen Stellen, sowohl den militärischeii wie denen der inneren Verwaltung, komme es darauf an, daß in enger Verzahnung und ohne unnötige bürokratische Hemmnisse alle Kräfte Zusammenwirken, um die größtmöglichen Ergebnisse zu erzielen, wobei das Wohl des schaffenden Menschen stets im Auge behalten werden müsse. Gauleiter Robert Wagner gab dem Generalbevollmächtigten die Versicherung ab, daß in seinem Gau nach diesen Gesichtspunkten die Aufgaben erfüllt würden. Oberrheinische Kulturnachrichten Junge Künstler musizieren in Karlsruhe Wie in den Vorjahren wurde die planmäßige Durchführung der bekannten „Konzerte junger Künstler“ im Oberrheinraum nun wiederum gekrönt durch ein „Solistenkonzert im Badischen Staatstheater" in Karlsruhe. Mit einem hochwertigen Programm gab die musikalische Oberleitung der Staatsbühne unter der Stabführung von Kapellmeister Hindelang zwei Damen und zwei Herren Gelegenheit, ein durchaus konzertreifes Körnten im Wettbewerb mit der Staatskapelle zu beweisen. Letztere dokumentierte ihre anerkannt kameradschaftliche Unterstützung gegenüber dem künstlerischen Nachdruck einleitend durch die Interpretation eines Beet- hovenschen Sinfoniesatzes, den Helmut Mengis dirigierte. Als Begleitkörper von subtilstem Klang fungierte sie vor allem in dem „Conserto gregoriano“ (1921) des Italieners Respighi, dessen Soloviolinpart Helmut Heller (zur zeit Wehrmacht) mit überlegener Führung spielte und wie neulich in seiner reichs- deutschen Erstaufführung des großartigen Werkes in Freiburg nun wiederum einen nachdrücklichen künstlerischen Erfolg im Dienste des deutsch-italienischen Kulturaustausches für sich buchen konnte. Anschließend sang Frau Dr. Rahner-Abelt mit wundervoll gerundeter und vertraglich edler Stimm- ebung und Beseeltheit Beethovens Ah Perfido-Arie ür Sopran und Orchester. Zum Ausklang der ungemein gewinnbringenden und für die Entwicklung des Nachwuchskönnens erfreulich aufschlußreichen Veranstaltung spielte Margot Schnekenburger Mozarts herrliches Krönungs-Konzert als eine Pianistin von seltenster Anschlagskultur und überzeugender Gestaltungskraft in Stil und Formaufbau. Mit einem eigenen Abend gaben die stimmlich hervorragend begabte und sorgfältig geschulte Karlsruher Altistin Martha Weymann und Frau Prof. Pres-Roth als einfühlsame Begleiterin am Flügel ungemein dankenswerte Proben vollendeter Liedkunst in unbekannteren Werken namentlich von Joseph Haas, dem Finnen Kilpinen, Kpgo Wolf und Richard Strauß, die in der tief ausdeutenden Vortragskultur der beiden sehr beliebten Künstlerinnen bei der zahlreichen Hörerschaft im Munzsaal bleibende Eindrücke hinterließen und die erlesene Veranstaltung zu einem aus der Fülle sich merklich abhebenden Erfolg brachten Dr. Hessemer-Karlsruhe Film-Uraufführung „Der ewige Klang" (okn) Am Freitag, 18. Juni, kommt im Straßburger Ufa-Kapitol der „als künstlerisch wertvoll“ bezeichnen Terrafilm „Der ewige Klang“ zur reichsdeutschen Uraufführung. Der Film wurde unter der Leitung von Günther Rittau gedreht, das Buch stammt von A. Artur Kuhnert und Günther Rittau, die Musik ist von Franz Grothe. Hauptmit- wirkende sind: Olga Tschechowa, Elfriede Datzig, E. W. Bordiert, Rudolf Prack, Georg Vogelsang und O. E. Hasse. Ritterkreuzträger Ehrenbürger der Techn. Hochschule Karlsruhe Der für seine besonderen Verdienste um die deutsche Rüstung mit dem Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnete Chef des Technischen Amtes im ReiSisministerium für Bewaffnung und Munition, Dipl.-Ing. Karl Otto S a u r, ein Sohn des Ingenieurs Karl Saur in Freiburg i. Br., hat von 1922 bis 1924 an der Technischen Hochschule Karlsruhe studiert. Er wurde bereits am 13. Februar 1942 „in Würdigung seiner Leistung auf wehrtechnischem und wehrwirtschaftlichem Gebiet, sowie in Anerkennung seiner Verdienste um die Neuordnung und Neubelebung der technisch-wissenschaftlichen Verbände und ihrer Arbeit um die Lenkung und Betreuung des Ingenieumadiwuchses" mit der Würde eines akademischen Ehrenbürgers der Fridericiana ausgezeichnet. Neue Bücher Peter Paquet: Die Helpertsjungen. Drei Bücher mit Bildern von K. J. Blisch. Verlag Erich Wewed, Krailing vor München. Im Industriegebiet am Niederrhein wachsen diese Jungen mit ihren Kameraden auf. Es ist die Zeit des ersten Weltkrieges, die Väter sind im Feld und die Mütter haben nicht viel Zeit, sich um diese Buben zu kümmern. Ein unvollendeter Neubau ist ihr Reich, an dessen Geheimnissen und Herrlichkeiten wir Anteil nehmen, wir erleben ihre Spiele und Kämpfe untereinander, die ihre Charaktere abzeichnen und bilden, die Not und Last des Krieges ümdiistert schon diese Kleinen. Aber sie bilden eine feste Gemeinschaft in Spiel und Ernst, sie trotzen den Gefahren des Leibes und der Seele, das Gesunde und Gerade siegt auch in dem einen, der Irr- und Umwege geht und sich zu dem um ihn ringenden Freund findet. Alle Probleme dieser Jugend des Krieges sind in diesen drei Büchern „Hellm und die hellgrüne Fahne“, „Das Geheimnis des alten Kirchhofs“ und „Die Heimkehr“ behandelt, aber auch die soziale und politische Säte des Krieges und seines unseligen Ausganges. Schlicht und doch lebendig, spannend und doch auf feinste Regungen eingehend spricht der Verfasser zu uns von der deutschen Jugend, die heute zum Glück den Krieg innerlich und äußerlich ganz anders erlebt. * Johannes Künzig: Unser Ätti erzählt. Märchen und Schwänke aus den Oberrheinlanden. Mit vielen Bildern von Philomena Koch. Verlag Erich Wewel, Krailling vor München. Preis 4.20 RM, Der bekannte Verfasser hat aus der reichen Fülle 37 Kinder- und Hausmärchen aus der Schweiz, dem Elsaß und Baden ausgewählt und in einem Buch dem deutschen Volk geschenkt. Denn diese Märchen aus dem alemannisch-fränkischen Raum verdienen weiteste Verbreitung, weil es sich nach Form und Inhalt zum größten Teil um Motive handelt, die nur diesem Raum eigen sind. Daß jedes Sprachgebiet mit einer Erzählung in seiner Mundart vertreten ist, erhöht auch für den Dialektfreund und Heimatforscher den Wert des Buches Uns in Baden freut es, die Geschichte vom „Binsili“ aus Friesenheim bei Lahr, sowie Lügengeschichten und ein Märchen aus Neusatzeck bei Bühl zu finden, das Unterland ist mit Lohenfelder Sagen vertreten. Alles, was Kinder und Erwachsene an den Märchen lieben, die ganze Poesie der Zauber, die Heimeligkeit und der dunkle Glanz jener Welt gingen und leuchten aus diesem auch äußerlich geschmackvoll ausgestatteten Buch, dessen Illustrationen die Künst- serin ganz aus dem Geist der Märchenwelt heraus geschaffen hat. Carl Fürst. Verleger: Alfred Reiff (bei der Wehrmacht) Druck und Verlag: A. Reiff & Cie, Offenburg. Verlagsleiter: R. Hack (b. d. Wehrmacht), Stellvertreter und Anzeigenleiter: Rudolf Berten; Hauptschriftleiter: Carl Fürst. (PL Nr. 8). Offenburger Na chri c ht en der Radsportvereinigung 1904 tt Dornbager vom Radlihrer- Die beste Gelegenheit hast Du jetat, die Entrümpelung Deines Haushaltes au besorgen! Gesammelt werden alle n i di t auf Kraftfahrzeugen, Fahrrädern und Gespannwagen aufgelegten unbrauchbaren Decken und Schläuche, auch Teilstücke von solchen; sämtliche nicht mehr im Gebrauch befindlichen Gummiwaren wie Gummi balle, Gummiwärmeflaschen, Gummimatten usw. Die Schulen kommen in den nächsten Tagen und holen die zur Ablieferung bereitgehaltenen Gummi waren ab. Volksgenosse, Du tust Dir selbst einen Gefallen und erfüllst damit auch eine vaterländische Pflicht. Abgeliefert wird bei der örtlichen Gemeinde- Vorsammelstelle, in Offenburg bei der Hauptsam melstelle Landw. Halle täglich von 17 bis außer Samstags. Volksgenosse, erfülle a Deine Pflicht. 2 Uhr, Du Sie warten auf deine Spende Die Sammelstelle natürlich; denn als sind infolge der Verlängerung der Spinnstoff- und Schuhsammhing 1943 täglich von 19—21 Uhr geöffnet und warten auf deine Spende. Die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter der Spinnstoff- und Schuhsammlung freuen sich, deine Spende heute und morgen, am vorletzten und letzten Tag der Sammlung, in Empfang nehmen zu dürfen. Kurse Stadtmeldungen Heute zwei Dienstappelle Die Ortsgruppen Offenburg-Nord und Offen- bürg-West führen heute Freitag ihre monatlichen Dienetappelle durch; die Ortsgruppe Nord um Uhr im „Union“ (Mittelbau); die Ortsgruppe West um 20.30 Uhr im Saale der „Neuen Pfalz“. Heldentod. Den Heldentod für Führer, Volk und Vaterland starb Oberzahlmeister _ der Reserve, Pg. Rudolf Tacke, Regierungs-Oberinspektor, im Alter von 34 Jahren. Pg. Rudolf Tacke war ein Sohn der ■Witwe Marta Tacke, Augustastraße i und war verheiratet mit Frau Hildegard geh. Schwendemann und Vater eines Kindes. Zuletzt wohnte er mit seiner Familie in Berlin. 73 Jahre alt. Am heutigen Freitag vollendet Frau Maria S ch i 11 i, Witwe, Grimmelshausenstraße 9, ihr 73. Lebensjahr. Sie ist gebürtig aus Ortenberg, wo sie am 18. Juni 186? das Licht der Welt erblickte. Ihr Mann, Zugmeister Schilli, starb bereits im Jahre 1936. Anmeldungen für die Höheren Schulen. Die Schillerschule (Oberschule für Jungen), das Grimmelshausen-Gymnasium und die Ortenau- schule (Oberschule für Mädchen), veröffentlichen im Anzeigenteil eine Bekanntmachung über die Anmeldungen für die unterste Klasse für das kommende Schuljahr, die am 25 . Juni zu erfolgen hat. Geburts-, Impf- und Volkschulzeugnis sind vorzulegen, letzteres mit dem Vermerk: „Besitzt die Reife für die Hauptschule“. — Die Aufnahmeprüfung wird am 1 . Juli durchgeführt. Schlußkonzert der Stadt. Musikschule. Im Singsaal der Schillerschule findet am heutigen Freitag um 17,30 Uhr unter der Leitung des Städtischen Musikdirektors Dr. Heinz Knöll das Schlußkonzert der Städtischen Musikschule Offenburg statt. Sommerfest. Am kommenden Sonntag veranstalten die Arbeitsmaiden des Lagers 3/183 Offenburg im Lager um 13 Uhr für ihre Außendienstkinder ein kleines Sommerfest. Offenburger Filmspiegel. In den Park-Lichtspielen läuft über das Wochenende der Film „Sommerliebe“ mit Winnie Markus, O. W. Fischer, Siegfried Breuer und Hedwig Bleibtreu. — Die. Stadthalle- Liditspiele bringen den Film „Ich verweigere die Aussage". Gaumeisterschaft im Einer-Streckenfahren Am Sonntag, 20. Juni, veranstaltet der NSRL.- Sportgau Baden in Offenburg die Gaumeisterschaft im Einer-Streckenfahren auf folgender Fahrstrecke: Offenburg, Bühl, Griesheim, Sand, Willstätt, Odels- hofen, Kork, Neumühl, Kehl, Sundheim, Marlen, Goldscheuer, Kittersburg und zurück nach Offenburg. Diese Strecke von 38 km wird dreimal durchfahren. Folgende Fahrer werden sich an diesem Rennen beteiligen: Josef Hettich, Heinz Saig, Renatus Hamm, Adelbert Zellner vom Radfahrerverein „Wanderer" Freiburg, Franz Nyfel er und Kurt Nyfelder vom Radfahr-Club Lörrach, Josef Brendle vom Rennklub Frhr. von Drais-Karlsruhe, Heinrich Weis, Erwin Svecina von Mannheim, und Walter verein „Wanderlust" Freiburg. Der Startort befindet sich 50 Meter unterhalb der Kinzigbrücke in Offenburg. Startzeit: Früh 6 Uhr. Zielort: 30 Meter unterhalb der Kinzigbrücke. Der Sieger erhält den Titel „Gaumeister 1943“ nebst Blumengebinde mi* Schleife. Richtlinien für Stillegungshilfe Im Ministerialblatt des Reichswirtschaftsministe- riums Nr. 17 vom 12. Juni 1943 werden die Richtlinien für die Gewährung von Stillegungshilfe veröffentlicht. Diese Richtlinien enthalten im einzelnen die genauen Vorschriften der Voraussetzungen für die Gewährung von Stillegungsbeihilfe, über die Grundsätze für die Bemessung und das Verfahren für ihre Bewilligung. Die Richtlinien behandeln ferner das Beschwerdeverfahren, die Nachprüfung und das Beanstandungsrecht und schließlich die Strafvorschriften bei Mißbrauch der Stillegungshilfe. Kündigungsfristen auch für Schlafstellen (eld) In Mietsachen gehen die Meinungen vielfach auseinander und vor allem über die Frage der Kündigungsfristen entstehen oft Streitigkeiten. Dabei sind die Dinge ganz eindeutig in § 363 BGB. in dem Sinne geregelt, daß die Zahlungsfristen für den Mietzins auch bestimmend sind für die Mietdauer. In einem vom Amtsgericht Leipzig entschiedenen Fall war der Mieter am 1. November ausgezogen, nachdem er durch Zettel am 24. Oktober zum 13. November gekündigt hatte. Er zahlte schließlich auch die halbe Miete für November und das Amtsgericht wies die Klage der Vermieterin auf Zahlung der anderen Mietnälfte wegen ihres eigenen Mitverschuldens ab. Sie hätte nämlich schon ab 13. November vermieten können, nachdem das Zimmer vorzeitig, bereits am 1. November, geräumt worden war, und f>“r den Mieter stellt sich die Verpflichtung zur Mietzahlung für einen Zeitraum, wo er den Mietraum nicht benutzte, als Schaden dar. Die Vermieterin traf insofern ein Mitverschulden, als sie es unterlassen hatte, diesen Schaden abzuwenden oder Zu mindern. Denn es werden jetzt jederzeit viel leere und möblierte Zimmer gesucht, so daß die Klägerin nur das Vermietungsplakat hätte auszuhängen brauchen, um Bewohner zu finden. Wenn man ihr auch als alleinstehende Frau nicht zumuten kann, jeden beliebigen Mietlustigen aufzunehmen und ihr eine gewisse Kündigungsfrist zugestehen muß, so es ihr doch nach der Ueberzeugung des Gerichts mindestens vom 13. November ab möglich gewesen, anderweitig zu vermieten. Diese Grundsätze sind auch für Schlafstellen, denn auch für sie bestehen die gesetzlichen Kündigungsfristen. 1 Neuerungen bei der Reichsbahn In den l^ersonenxügen der Reichsbahn kann man neuerdings Wagen mit einer weißen Markierung beobachten; die Kennzeichnung ist für den ganzen Wagen oder aber nur für einzelne Abteile vorgesehen und besteht aus einem etwa zehn Zentimeter breiten Streifen in der Höhe des unteren Fensterrahmens. Sie weist daraufhin, daß der Wagen oder die Abteile für „Reisende mit Traglasten“ bestimmt sind. Durch die Markierung wird diesen Reisenden das Aufsuchen eines Abteils mit größerer Raumfläohe wesentlich erleichtert. Eine weitere Neuerung hat die Reichsbahn mit der Innenbezeichnung der Polsterklasse vor allem in den Schnellzügen eingeführt. Seit geraumer Zeit waren die Abteile 1 . und 2 . Klasse bereits durch große, an den Fenstern angebrachten Zahlen bezeichnet. Nun werden auch die Innentüren der Plosterklasse mit großen in rot auf weißem Grund gehaltenen Zahlenbezeichnungen versehen, so daß in Zukunft jeder Irrtum (auch der absichtliche) ausgeschlossen sein wird. Eine Entscbul- dgiung wegen Dunkelheit oder Unerkennbarkeit wird nun auch nichts mehr fruchten. Wer zukünftig seine Holzfahrt stillschweigend polstern Am dem Renehtat h. Bottenau. Von der Ostfront traf die Nachricht ein, daß der Bürgersohn der Gemeinde Hesselbach, Obergefreiter Michael Doll, welcher vor der Einberufung mehrere Jahre in Bottenau im Dienste stand, mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet wurde. Dem tapferen Krieger wünschen wir für diese ehrenvolle Auszeichnung alles Gute und eine gesunde Heimkehr. Oppenau. (Todesfall.) Frau Franziska Bör- sig, ged. Huber, ist im Alter von 75 Jahren aus dem Leben geschieden. Den Hinterbliebenen wendet sich herzliche Anteilnahme zu. d. Bad Griesbach. (Vom Standesamt.) Den Bund des Lebens sind eingegangen, Josef Adolf Berger, aus Gottmadingen, Amt Konstanz und Fräulein Karoline Kimmig, Schremppenfränzen, von hier. — (Heimgang.) Im Alter von beinahe 78 Jahren ist Georg Craier zur großen Armee eingegangen. Der Beerdigung fand am Dienstag unter großer Beteiligung der Griesbacher Bevölkerung statt. Die Kriegerkameradschaft mit Musikkapelle erwies ihrem Mitglied und dem Mitbegründer des damaligen Militärvereins die letzte Ehre durch Abholen am Sterbehaus und durch Kranzniederlegung. Kinxig-, Wolf* und Cutachtal H a u s a di. (Auszug aus den Standesbüchem, Monat Mai.) Geburten: Erich, V. Wilhelm Spinner, Pförtner; Josef Ernst, V. Severin Gutmann, zurzeit bei der Wehrmacht; Jürgen Eugen, V. Lothar Eustachius Friedrich Przybilla, Karteiführer, zurzeit bei der Wehrmacht; Elisabeth Roswitha, V. Alfred Friedrich Weinmann, Leistungsinspektor; Irene, V. Karl Sum, Metallarbeiter, zurzeit im Felde; Traude, V. Josef Hausmann, zurzeit im Felde; Bernhard, V. Rudolf Armbruster, Waldarbeiter, Einbach-Adlersbach. — Eheschließungen: Obergefreiter Helmut Otto Geisert, Kaufmannsgehilfe und Rosa Theresia Margareta Mayer; Unteroffizier Helmut Johannes will muß unweigerlich mit Nachzahlung und Le ; b Kaufmann) Urzeit im Felde, und Agnes Kern. Strafe rechnen. - - - - - ■ — - Die deutsche Frau trägt die Haltung der Heimat Gauschulungsleiterin Pgn. Gilg vor der Frauenschaft und dem Deutschen Frauenwerk Im Rahmen eines großen Gemeinschaftsabends der NS.-Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerks der vier Offenburger Ortsgruppen, der am vergangenen Dienstagabend in der „Neuen Pfalz“ in Anwesenheit der Kreisfrauenschaftsleiterin Pgn. K a t z einen glänzenden Verlauf nahm, hielt Gauschulungsleiterin Pgn. Gilg einen grundlegenden Schulungsvortrag. Worte des Führers aus „Mein Kampf“, herzliche Begrüßungsworte der Ortsfrauenschaftsleiterin der Ortsgruppe Offenburg-Süd, Pgn. H o ß f e 1 d, und das gemeinsam gesungene Lied „Und die Morgenfrühe“ leiteten zum Vortrag der Gauschulungsleiterin Pgn. Gilg über. Das Lied, das wir soeben sangen, und das von der Sonne, Täler, Leben und Erwachen der Natur erzählte, so sagte die Rednerin einleitend, führt mitten hinein in die Freude des Daseins. Unser Herz ergötzt sich an der Schönheit der Natur, obwohl die Zeit, die wir heute durchleben, hart, schwer und voll Sorgen ist. Wie klein aber diese Sorgen sind, sehen wir erst, wenn wir mit unseren Soldaten ins Gespräch kommen. Die Last der Zeit darf uns, deutsche Frau und deutsche Mutter, nicht beugen, weil wir die Haltung der Heimat tragen. In der Kampfzeit war die Not viel größer als heute, und Deutschland hat aus- und durchgehalten; damals hätten wir mehr Grund gehabt zu verzweifeln und schwach zu werden. Heute wie damals muß das Frauenherz stark bleiben; und wenn wir die Lage in aller Ruhe überblicken, finden wir nichts, was unseren Glauben erschüttern könnte; im Gegenteil, wir sehen immer mehr, daß wir die Kraft unserer Herzen sammeln müssen, bis das Schicksal gemeistert sein wird. Es stimmt, daß heute Kraft und Zeit sorgsam eingeteilt werden müssen und sogar der Sonntag mit notwendigen Arbeiten in der Familie und im Haushalt ausgefüllt wrd. Aber was ist das schon! Audi der Soldat kämpft, der Rüstungsarbeiter, der Bauer schafft sonntags. Jeder nimmt das Schlimmste und Härteste in Kauf, und hier im badischen Land haben wir am allerwenigsten Grund zum klagen, denn wenn wir an .die hartgeprüften Volksgenossen der luftgefährdeten Gebiete denken, werden wir klein und bescheiden. Sie haben Hab und Gut verloren, und trotzdem bleiben sie tapfer und tragen still ihr schweres Los. Für uns ergibt sich aus ihrer vorbildlichen Haltung manche Aufgabe. Wie sie, müssen wir durchhalten, den Glauben behalten und pflichtbewußt zum Führer stehen. „Laßt Euch,“ so rief Pgn. Gilg den Offenburger Frauen zu, „vom Schicksal nicht niederzwingen, schreitet mutig Euren Weg, auch wenn Ihr vom Schicksal einmal hart angefaßt werdet. Euer Mann oder Vater, der draußen im Felde steht, würde Eure Schwäche nicht verstehen und auch nicht verzeihen. Sie haben Anrecht auf unsere Haltung, auf unseren Glauben und unsere Treue. Darum stehen sie doch draußen! Dort kennen sie nur ein Ziel: Leben oder Tod, Kampf und Sieg oder Vernichtung.“ In ihren weiteren mit größter Aufmerksamkeit verfolgten Ausführungen stellte die Gauschulungsleiterin die Notwendigkeit des heutigen Weltringens nochmals klar heraus. Das Ziel dieses Krieges ist die Sicherung des deutschen Lebens. Heute sind wir fest entschlossen, das Leben unserer Kinder bis zum letzten Atemzug zu verteidigen und zu sichern. Dieses Leben kann nur gewonnen werden durch den Einsatz unseres Körpers und vor allem unserer Seele.. Jeder von uns muß das Gefühl haben, daß er nicht verlassen und allein steht, sondern daß wir alle Zusammenhalten. Jammern und Klagen führen zu keinem Erfolg: allein Arbeit und Pflicht werden helfen. Diese Zeit ist belastend, bringt aber den Gewinn, daß wir der tiefen Werte des Lebens wieder bewußt werden. Heute, mehr denn je, spürt die deutsche Frau, wie eng sie an den Mann gebunden ist und empfindet den Urlaub als ein Ge schenk des Schicksals. Während das Leben des Mannes unter dem Gesetz des Kampfes steht, steht das Leben der Frau unter dem Gesetz ihrer Mütterlichkeit. Zu diesem Begriff der Mütterlichkeit hat die deutsche Mutter durch den Krieg eine tiefere Einstellung bekommen. Mütterlichkeit ist Bereitsein, eine Eigenschaft, die gerade heute in dieser schicksalhaften Stunde zum Ausdruck kommen muß. Was nützt uns, wenn unsere Männer draußen einen heldenhaften Kampf durchkämpfen und in der Heimat keine Jugend heranwächst. In einem eindrucksvollen Schlußwort appellierte die Gauschulungsleiterin an die Einsatzbereitschaft und ah das Verantwortungsbewußtsein der Offenburger Frauen. „Wenn Frau und Mann so weiter arbeiten und kämpfen, werden sie zum Siege durchstoßen. Wir Frauen wollen treu sein und treu bleiben, um einmal vor dem Richter unseres Lebens, vor dem Führer und dem deutschen Volke bestehen zu können. P. F. — Sterbefälle: Erich Spinner, Kind, t Tag alt. ?. W o 1 f a ch. (Todesfall.) In Straßburg starb Frau Magdalena Heizmann geb. Bächle im Alter von 39 Jahren. Die Verstorbene war die Gattin des Landwirts Heizmann, hier, bei der Schmelzebrücke. r. W o 1 f a ch. (Altersjubilarin.) Dieser Tage konnte Frau Maria Wöhrle geb. Lauble, Ehefrau des Adam Wöhrle, Hausacher Straße, ihren 80. Geburtstag feiern. Herzlichen Glückwunsch. Bad Rippoldsau. (Todesfall.) Im Ortsteil Kniebis verstarb im Alter von 70 Jahren der Fuhrunternehmer Josef Schmid. Am Todestage wurde ein Sohn des Verstorbenen, Soldat Markus Schmid, der an einer Krankheit in einem Heimatlazarett gestorben ist, im nahen Griesbach beigesetzt. Marktberichte Oberndorf a. N. (Marktbericht.) Zufuhr 13 Stüde Vieh. Preis für trächtige Kühe und Kalbinnen 830 bis 1120, Jungvieh 300 bis 350 RM. Handel sehr flau. — Schweinemarkt: Keine Zufuhr. Balingen. (Marktbericht.) Gesamtzufuhr 67 Stück. 2 Ochsen, 8 Kühe, Preis 700, 18 Kalbinnen, trächtige 810 bis 1050, leere 780 bis 923, 39 Stück Jungvieh, 6 bis 12 Mon. alt, 213 bis 400 RM. Anordnungen der NSDAP, u. deren Gliederungen Marinegefolgschaft 1/170 Offenburg. Schar 2 . Am Freitag, 18 . 6. 1943 fällt der Dienst aus. Nächster Dienst am Dienstag. 22 . Juni, 20 Uhr am Gymnasium. . Bannsingschar Offenburg. Am Freitag um 6 Uhr Antreten auf dem Schulhof zum Singen. Mädelgruppe I und II Offenburg. Sämtliche Mädel der M.-Gruppen I und II treten heute Freitag bei gutem Wetter auf dem Jahnplatz und bei Regenwetter in der Turnhalle der Reichsbahnsportgemeinschaft pünktlich um 20 Uhr zum Sport an. Wer heute nicht erscheint, kann a'n den Uebangen nicht mehr teilnehmen. Jungmädel und BDM.-Handballmannschaft Offenburg. Am Freitag bei schönem Wetter pünktlich um 19,30 Uhr: Training auf dem Platz der Reichsbahnsportgemeinde Jahn. Vollzähliges Erscheinen wird erwartet. Bei schlechter Witterung fällt das Training aus. BDM.-Werk „Glaube und Schönheit " Offenburg. Der Dienst für die Arbeitsgemeinschaften Spiel und gesellige Kultur, Gymnastik, Nähen und Kochen findet heute um zo Uhr ' in der Turnhalle der Reidisbahnsportgeminsdiaft (Rammersweierer Str.) statt. Erscheinen hierzu mit Sportzeug ist für jede* Mädel unbedingt erforderlich. Alarm auf Kronas Roman von G. FnrtmAller Ahe Redde TMbebalteu: Hora-Vertat, BerSe SW.# 21 . Fortsetzung Es war ein Feuerzeug in Gestalt einer Kugel Helbing nahm es in die Hand und betrachtete es nachdenklich. Plötzlich fiel ihm ein winziger heller Fleck auf, der sich dort zu finden schien, wo der untere Teil der glänzenden Kugel zwecks Einführung des Dochtes und Zuführung von Benzin abnehmbar war. „Da haben wir etwas“, rief Helbing, und während sich die anderen interessiert um ihn drängten, nahm er mit geringer Mühe den unteren Teil des Feuerzeuges ab In dem Hohlraum, der sich hier befand und der mit Benzin verschmiert war, fanden sich einige ganz zerknitterte, winzige Pa- pierfetzchen. Helbing betrachtete sie. „Das scheint der Rest einer Notiz oder eines Briefes zu sein,“ sagte er. „Aber wo ist das andere davon. Es sieht fast so aus, als habe der Besitzer dieses Feuerzeuges, also Swensen, diese Papierfetzen hier versteckt gehabt Vielleicht fand der Mörder sie, nahm sie an sich und übersah die winzigen festgeklebten Fetzchen.“ „Aber er müßte das Feuerzeug dann doch wieder geschossen haben —“ „Das kann sein, vielleicht zu schnell, denn einer der zurückgebliebenen Fetzchen klemmte sich zwischen Oberteil und Unterteil des Feuerzeuges und fiel mir so auf. Allerdings muß ich zugeben, daß mir aus der Literatur ein Fall bekannt ist, wo ein raffinierter Dieb ein Feuerzeug als Versteck von Diamanten benutzte, sonst hätte ich mir das Ding wohl kaum so genau angesehen.“ Die Papierreste sorgfältig glättend, legte er sie auf den Toilettentisch, der sich an der Seitenwand des Badezimmers befand und zog die Lupe aus der Tasche. Interessiert verfolgten die anderen sein Tun. „Darf ich Sie bitten, Herr Doktor,“ wandte Helbing sich an Langemann und reichte -ihm seinen Fund. Er hielt die letzten Papierstücke gegen das grelle Licht der elektrischen Lampe und nahm die Lupe zur Hilfe. Auf den Papierfetzen war eine nahezu verwischte Bleistiftschrift zu sehen, die augenscheinlich von der Hand eines Mannes herrührte. „dringend-benötige-“ buchstabierte er langsam. „— — keinen Ausweg — — alles daransetzen — —. Halten Sie das für die Schrift Wilhelm Nordmanns?“ wandte er sich an Urban, der neben ihm stand. „Die Schrift ist so undeutlich, daß ich Ihre Frage augenblicklich nicht beantworten kann. Dem Sinn nach halte ich es natürlich für eine Mahnung Nordmanns.“ „Lesen Sie mal weiter, Urban“, sagte Helbing kurz. Langemann reichtd dem Kommissar die Papierreste. „nicht länger warten- — —“ setzte Urban die mühevolle Lesearbeit fort. „Hier reißt das Papier wieder ab und ich finde keinen Zusammenhang mehr, weder in den kümmerlichen Resten, noch in der Sache selbst.“ „Jedenfalls verwickelte sich die Sache neuerlich immer mehr“ gab Helbing zurück und wechselte mit Langemann einen Blick. „Heben Sie diese kostbaren Fragmente gut auf — Sie können möglicherweise einen Unschuldigen vor dem Zuchthaus retten“. Als die Beamten die Wohnung verließen und Doktor Langemann am Schloß das Polizeisiegel anbrachte, sagte Helbing: „Vielleicht ist es mir doch geglückt, die sagenhafte Stecknadel, deren Vorhandensein ich selbst schon anzweifelte, zu finden?“ „Es hat beinahe den Anschein, Herr Kommissar“, erwiderte Langemann freundlich. „Fahren Sie mit uns auf die Podizeidirektion zurück, oder wollen Sie eich eine Stunde Ruhe gönnen?“ „Wir sind beide ehrlich müde von der Reise“, gab Helbing offen zu. „Aber die Zeit ist kurz, Herr Doktor, wir müssen sie nützen. Ich habe nur den Wunsch nach etwas frischer Luft, dann bin ich bald wieder auf der Höhe „Wollen wir einen kleinen Rundgang machen und dann essen gehen, Urban?“ wandte er sich an seinen Kameraden. „Gut — Helbing — ich bin einverstanden.“ Sie verabschiedeten sich am Haustor von Langemann und Golling, und während sie dem abfahrenden Polizeiwagen nachblickten, sagte Werner Helbing ernst: „Ich glaube, um diese Papierfetzen allein hat sich unsere Fahrt hierher gelohnt.“ Sie gingen weiter und bogen in eine der belebtesten Hauptstraßen Münchens ein. Nach einer Buchhandlung und einem Musikaliengeschäft fesselte ein Juwelierladen Hedbings Interesse, wo auf tiefviolettem Samt ein Perlenhalsband die Blicke der Vorübergehenden auf sich zog. „Sehen Sie doch diese wundervolle Perlenkette“, sagte er zu seinem Begleiter. Sie lockt förmlich dazu, einer schönen Frau um den Hals gelegt zu werden.“ Urban lachte über den Scherz. ^.Schön gesagt. Aber ich wüßte für mein Ge'd eine bessere Verwendung. Haben Sie vielleicht eine Herzensdame, der Sie dieses Juwel verehren wollen?“ „Nein“, sagte Helbing lachend. „Ich kenne keine Frau, die so unerreichbare Wünsche hat. Meine Braut ist glücklicherweise viel zu vernünftig, als daß sie an solche Kostbarkeiten denkt.“ Einige Schritte weitergehend, wollten sie die Straße überqueren, mußten aber wegen des lebhaften Wagenverkehrs warten, bis der Uebergang frei geworden war. Zurückschauend fiel dabei Helbings Blick auf die breite Glastür des Juweliergeschäftes, das eben ein Kunde verließ. Er hatte scheinbar einen größeren Kauf abgeschlossen, da ihn ein Herr, der offenbar der Juwelier selber war, zu dem wartenden Auto begleitete. Absichtslos folgte Urbans Blick dem des Kameraden. „Was haben Sie denn, Helbing?“ fragte er rasch. Helbings Gesicht hatte sich mit einem Male verändert: Eine dunkle Röte erschien darauf, die einer jähen Blässe wich. Ohne ein Wort wandte er sich um und wollte auf den Fremden zustürzen. Aber jetzt war auch der Mann schon auf das seltsame Gebaren-Helbings aufmerksam geworden. Er sprang in den Wagen, der Motor surrte und einen Augenblick später befand sich das kleine blaue Auto in dem dichten Verkebrsgewühl, das die Straße belebte. Werner Helbing drückte den Hut tiefer in die Stirn und setzte dem Gefährt in langen Sprüngen nach. Bei der nächsten Straßenecke kam ihm eine Autodroschke in den Weg. Er rief den Schofför an, deutete auf den sich noch in Sichtweite befindlichen blauen Wagen und mit raschem Verstehen hatte der Mann erkannt, was der Fahrgast wollte — das Auto, das wie ein Pfeil dahinschoß, verfolgen! Mit wortlosem Staunen hatte Urban den unerwarteten Zwischenfall miterlebt. (Fortsemmg folgt) Blick in die Ortenau Ritterkreuzträger Leutnant Stolz in einem Wehr- i ertüchtigungslager x Am 15. Juni besuchte der aus unserer engeren Heimat stammende Ritterkreuzträger Leutnant Stolz ein Wehrertüchtigungslager im Rahmen einer Vortragsreise durch den Gau Baden. In seiner schlichten Art sprach er zu den gespannt zuhörenden Jungen, die in Kürze selbst den feldgrauen Rodt tragen werden, über Kampferlebnisse im Osten. Sofort hatte er sich Ohr und Harz der jungen Kameraden erobert, als er besonders die Leistungen der deutschen Infanterie, der er, wie er sagte, mit Stolz angehöre, in der ihr gebührenden Form hervorhob. Im Anschluß an seinen Vortrag nahm der Ritterkreuzträger Einblick in den Dienstbetrieb. Der Lagerführer führte ihn durch die Unterkunft und zu den übenden Lagerkameradschaften, die ihr Können in Schießausbildung und Unterricht bewiesen. In anerkennenden Worten äußerte sich Ritterkreuzträger Leutnant Stolz über die im Wehrertüchtigungslager geleistete Arbeit für die vormilitärische Ausbildung der deutschen Jugend. m. Zell-Weierbach. (Dienstappell.) Der fällige Dienstappell findet heute Freitagabend im Rathaus statt. ng. Dur b ach. (Auszeichnung.) Obergefreiter Adolf Kälble in einer Flakbatterie im Osten wurde mit dem EK. II ausgezeichnet. Der tapfere Soldat ist der Sohn des Rangieraufsehers Simon Kälble im Unterspring hier. ne. D u r b a ch. (Kriegstrauung.) Obergefreiter Andreas Werner, Reblandwirt in Durbach-Kirch- platz und Zäzilia Doll, Tochter des im Jahre 1935 verstorbenen Landwirts und Straßenwärters Franz Xaver Doll vom Hesselbach bei Oberkirch, wurden kriegsgetrant. Die Braut konnte zugleich ihr 2pjäh- riges Jubiläum treuer Arbeit und Zugehörigkeit auf dem Bauernhof der Familie Valentin Huber in Durbach-Lautenbach begehen. t. Bühl- Dorf. (Abschluß der Spinnstoffsammlung.) Die Ortsgruppe der NSDAP, bittet die Einwohnerschaft, die noch nicht zur Ablieferung gebrachten Altspinnstoffe, Schuhe u. drgl. bis zum Samstagabend zum Sammelplatz in der „Krone“ bringen zcj wollen. Die Annahme erfolgt jederzeit. t. B o h 1 s b a oh. (Todesfall.) Am Sonntagnach- mittag wurde die hier unerwartet rasoh verstorbene Andreas Nook Ehefrau, Berta, geh. Küderle, unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen. Sie erreichte ein Alter von nicht ganz 70 Jahren. Ihr Ehemann ist ihr vor 2 Jahren im Tode voraus- gegagnen. Aus der Ehe sind 2 Töchter am Leben. — (Vom Standesamt.) Am Mittwoch wurden hier Feldwebel, teohn. Kaufmann Franz Stein und Maria Strenger, Sekretärin, beide aus Essen, dahier Kriegsgetraut. — (Von der Schule.) Die Heuferien an der Volksschule haben am Dienstag begonnen und dauern bis einschl. 26. d. Mts. — (Die Kartoffelkäfersuchtage) sind auf jeden Mittwoch, mittags 2 Uhr, festgelegt. Alle hierzu Verpflichteten wollen sich darum pünktlich um die festgesetzte Zeit vor dem Rathaus einfinden, wo die Einteilung stattfindet. Erfreulicherweise konnte bis jetzt noch nichts Nennenswertes von diesem Schädling fest gestellt werden. d. Niederschopfheim. (Hohes Alter.) Zimmermeister Josef Herrmann vollendet heute sein 85. Lebensjahr. Dem geachteten Mitbürger wünscht die Bevölkerung zu seinem Lebensabend alles Gute. Gengenbach. (Geburtstag.) Am mcjrgigen Samstag vollendet Euphrosina Ban, Schwedenstraße 6, in voller Rüstigkeit ihr 75. Lebensjahr. Wir wünschen der Jubilarin einen besonnten, gesegneten Lebensabend! Zella. H. (Anmeldung der Schulanfänger.) Mit Begine des neuen Schuljahres werden alle Kinder schulpflichtig, die in der Zeit vom 1. November 1936 bis 31. Dezember 1937 geboren sind. Diese Kinder, auch kranke und bisher zurückgestellte Kinder, sind am Montag, 21. Juni, von 13 bis 13 Uhr, im Volksschulgebäude anzumelden. Für alle Kinder ist der Impfschein vorzulegen; für Kinder, die nicht in Zell a. H. geboren sind, außerdem ein standesamtlicher Ausweis über das Geburtsdatum. Lah r.- (Unfall.) An einer Straßenkreuzung stießen zwei Radfahrer zusammen. Beide kamen Fall; dabei wurde der eine, ein ßjjähriger Mann, am Kopf schwer verletzt. Aus der Heimat am Oberrhein Zuchthaus für Tauschgeschäfte Mannheim, 16. Juni. Der au« Laudenburg, Kr. Buchen, gebürtige 63 Jahre alte, in Gaggenau wohnhafte Bäckermeister Otto Hilbert hat in kurzer Zeit große Mengen Weißmehl der geregelten Ernährungswirtschaft dadurch entzogen, daß er falsche Angaben auf den bei der Kartenstelle in Gaggenau abgelieferten Beuteln über die jeweils darin enthaltenen Kartenmengen machte. Er konnte sich dadurch Bezugscheine über ihm nicht zustebende Weißmehlmengen erschleichen und auf alle diese Bezugscheine Mehl beziehen, das er in seiner Bäckerei verarbeitete. Für diese verantwortungslose, die Bedarfsdeckung des Volkes sehr gefährdende Tat wurde er vom Sondergericht Mannheim zu 2 Jahren Zuchthaus, 3 Jahren Ehrverlust und 3000 RM. Geldstrafe verurteilt. Einen großen Teil dieses unrechtmäßig bezogenen Mehls und er daraus hergestellten Backwaren hat seine Frau, Luise Hilbert, geh. Klumpp, an Kunden ohne Marken, teils gegen Eintausch von Butter, Eiern und Milch abgesetzt und hat dadurch eine erhebliche Steigerung des Kundenzulaufs aus Gaggenau und Umgebung erzielt. So war es in Michelbach Tagesgespräch, daß man bei Hilbert bei der Abgabe von Waren ohne Marken, besonders gegen begehrte Tauschwaren, großzügig und entgegenkommend behandelt wurde. Frau Hilbert, die an dem gemeinschaftsschädlichen Verhalten ihre Mannes teil hat, wurde vom Sondergericht Mannheim zu 1 Jahr Gefängnis und 1000 Reichsmark Geldstrafe verurteilt. Gefängnis für jugendliche Feldpostdiebin Konstanz. Die in Wolfach geborene, jetzt 17 Jahre alte J. M. Sch., geriet schon frühzeitig auf die schiefe Bahn, weil sie „Mein“ und „Dein“ nicht zu unterscheiden gelernt hatte. Sie stahl schon in ihrer Pflichtjahrstelle kleinere Geldbeträge. Mit 16 Jahren kam sie als Aushilfskraft zum Wirtschaftsamt Donaueschingen. Hier entwendete sie einen Beutel mit abgelieferten Brotmarken für 100 kg und verbrauchte etwa 20 kg Marken für sich. Aus einem Brief}, den sie zur Post bringen sollte, stahl sie eine Kleiderkarte und verbrauchte die Punkte für sich. Nachdem sie dann beim Postamt angestellt worden war, schreckte sie nicht davor zurück, eine Anzahl Feldpostpäckchen zu stehlen; auch unterschlug si£ in mehreren Fällen Feldpostpäckchen, die ihr von der Hauswirtin zur Auflieferung bei der Post anvertraut worden waren. Trotz der Schwere dieser Straftaten konnte von einer der gegen Volksschädlinge sonst angebrachten schweren Strafen abgesehen werden, weil bei dem jugendlichen Alter der Sch. und dem Stand ihrer geistigen Entwicklung anzunehmen ist t daß sie sich der Schwere ihrer Verfehlungen nicht voll bewußt war und weil die Diebstähle in gewissen mäßigen Grenzen blieben. Die eingehende Erörterung der Gründe, die die Sch. zu ihren Straftaten bewogen, ergab auch, daß das Mädchen wohl schlechte Neigungen hat, die durch Mängel in der elterlichen Erziehung nicht rechtzeitig unterbunden wurden, daß aber eine bewußt gemeinschaftswidrige Gesinnung bei ihr nicht besteht Sie wurde daher als besserungsfähig angesehen, ohne daß aber im voraus gesagt werden kann, welche Strafe erforderlich ist, um sie durch die Erziehung im Strafvollzug wieder in die Volksgemeinschaft einzugliedern. Die Jugendstrafkammer des Landgerichts Konstanz erkannte deshalb gegen sie auf eine Gefängnisstrafe von unbestimmter Dauer und setzte das Mindestmaß der Strafe auf ein Jahr sechs Monate, das Höchstmaß auf drei Jahre und sechs Monate fest. Dessenheim/Kolmar. (Ein Auge eingebüßt.) Einen eigenartigen Unfall erlitt dieser Tage Frau Katharina Simon-Seiler. Beim Kartoffelhacken sprang plötzlich ein Stahlsplitter von der Hacke ab und drang der Frau in das rechte Auge. Im Krankenhaus Kolmar mußte sich die Frau einer Operation unterziehen; das Auge konnte aber nicht mehr gerettet werden. Der Rundfunk am Samstag Reichsprogramm: 12,33 bis 12,45 Uhr: Der Bericht zur Lage. 16 bis 18 Uhr: Bunter Samstagnachmittag. 18.30 bis 19 Uhr: Der Zeitspiegel. 19,15 bis 19,30 Uhr: Frontberichte. 20,15 bis 21,30 Uhr: Aus Film und Operette. 21,30 bis 22 Uhr: Kleines Konzert. 22.30 bis 24 Uhr: „Froher Ausklang“ mit dem Deutschen Tanz- und Unterhaltungsorchester u. a. Deutschlandsender: 11,30 bis 12 Uhr: Ueber Land und Meer. 17,15 bis 18,30 Uhr: „Musik im Grünen". 20,15 bis 22 Uhr: Suppes „Boccacio“. Vermischte Nachrichten Weitere Erdbeben in Jena verze i ch ne t Die am 13. Juni einsetzende rege Erdtätigkeit hält weiterhin an. Am 15. Juni wurden noch weitere kräftige Erdbeben von den Instrumenten der Reichsanstalt für Erdbebenforschung in Jena verzeichnet. Das erste Beben wurde um 12 Uhr 22 Minuten 45 Sekunden MEZ. aus einer Herdentfernung von etwa 8700 Kilometer beobachtet. Es handelt sch hierbei um einen kräftigen Nachstoß zu dem gemeldeten (Kurilen-?)Beben vom iz. Juni. Ein zweites Beben mit »einer Herdentfernung von etwa 10400 Kilometer, über dessen Herdlage sieh noch keine näheren Angaben machen lassen, wurde um 19 Uhr 34 Min. 35 Sek. verzeichnet. Der jüngste Vulkan in Tätigkeit Der Vulkan Paracutin ist, wie aus Mex&o gemeldet wird, erneut in Tätigkeit getreten. Der Ausbruch dieses jüngsten Vulkans der Welt, d$r erst vor etwa drei Monaten inmitten einer Maislandschaft entstand, ist sehr heftig; ein breiter Strom glühender Lava bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von einem Kilometer am Tage bergabwärts. Die Lava hat bereits einige kleinere Dörfer begraben, die in größter Eile von der Bevölkerung geräumt werden mußten. Es entstand auch größerer Ernteschaden. P f i r t/Oberelsaß. (Aufregende Jagd nach einem entlaufenen Affen.) Ein Mann aus der hiesigen Gegend hatte sich einen Affen zugelegt und an diesem Vierbeiner seine Freude. Der Affe bekam aber Freiheitsgelüste und rückte dieser Tage aus. Darob allgemeine Affenjagd. Da das Tier schnell laufen, vor allem aber bekanntlich noch besser klettern kann, war es nicht so einfach, ihn wieder em- zufangen. Daran scheiterten zunächst alle Anstrengungen seiner Verfolger. Schießlidi bewaffnete sich eine Frau mit einem großen Sack und endlich gelang es auch, den possierlichen Ausreißer gegen den Sets zu treiben, ihm diesen im geeigneten Augenblim überzuwerfen und ihn so wieder dingfest *u machen. Jetzt war es mit der Freiheit des Tieres aus und vorbei. Auch die darüber entstandene amüsante Aufregung löste sich in Genugtuung über disn Erfolg dieser regelrechten Affenjagd auf. Letzte Meldungen Mißglückter Aufstand auf Martinique DNB. Vigo, 18. Juni. (Funkdienst des O. T.) Der Oberkommissar für Französisch-Westindien, Admiral Robert, ist immer noch nicht geneigt, Martinique an die USA. auezuliefern. Washington versucht daher anscheinend, durch innere Unruhen die Stellung Roberts zu erschüttern. „New- york Times“ meldet, daß ein Neger namens Valentine mit anderen Vichy-Agenten in der Nacht zum 5. Juni versucht habe, sich der Rundfunk- Station von Martinique zu bemächtigen. Eine Salve des im Hafen liegenden leichten Kreuzers „Jeanne d’Arc“ habe allerdings genügt, um den geplanten Aufstand zu beenden. Der Negerrebell und seine Anhänger hätten flüchten können. Die heutige Ausgabe umfaßt 4 Seiten! Nach banger Ungewißheit traf uns hart d. Trauerbotschaft, daß nach Gottes unerforscht, Ratschluß, mein innigsfgeliebter Gatte, der beste Vater seines kl. Bertold, unser herzensgut. Sohn, Bruder, Schwager u. Enkel Franz Huber« Maurermeister Uffz. in einem Gren.-Regt., Inh. des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwert, des Verwundeten- Abz., der Ostmedaille und des Westwallehren- zeidiens, Teiln. am Frankr.- und Balkanfeldzug, am 24. Sept 1942 bei den schweren Abwehrkämpfen vor Leningrad, im Alter von 33 Jahren, den Heldentod für seine geliebte Heimat gefunden. hat. Er wurde auf einem Heldenfriedhol im Osten zur letzten Ruhe gebettet. Um ihn trauern mit Ergebung in Gottes Willen in tiefem Schmerz ; f nna Huber, geh. Meidinger und Kind Bertold ranz Huber, Maurer 1 . Frau Kreszentia, geb.B»mmn Uffz. Anton Lang z. Z. i. O. 0 . Frau Rosa, K et>. Haber Hildegard Huber / fiefr. Adalbert Huber z.Z.i. Felde Walburga Baumann und Anverwandte. 1. Seelenamt Montag, den 21. Juni, 7.15 Uhr. Durbach, den 18. Juni 1943. Unfaßbar hart und schwer trat uni die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber „ unvergeßlicher Sohn, unser guter über alles geliebter Bruder, Schwager und Onkel Feldwebel Emil Isenmaim Inhaber des EK. 2 und der Ostmedaille im blühenden Alter von 287, Jahren, am 17.6.43 in einem Heimatlazarett, infolge einer im Osten zugezogenen Krankheiß für seine geliebte Heimat gestorben ist. In schwerem Leid: Otto Isenmann, Stationsvorsteher und Frau Helene geh. Riehls Josef Otto Isenmann, z. Z. im Getan und Familie, Weil a. Rhein Karl Isenmann, Küfermeister u. Familie Fritz Isenmann, z. Z. Wehrm. u. Familie Franz Isenmann, 1 . Z. im Felde Helene Isenmann sowie alle Anverwandten Die Beerdigung findet am Samstag, 19. Juni, 7,10 Uhr in Steinach statt Steinach, den 18. Juni 1943. Nur 3 Tuge! Nur 3 Taget Circus Max Holzmüller kommt nach seinen großen Erfolgen in Freiburg und Lahr nach Oberkirch auf den Marktplatz. Eröffnung Samstag, den 19. Juni, 19.30 Uhr Sonntag, 20. Juni, 2 Verstellungen, 15.30 u. 19.30 Montag, 21. Juni, 15.30 Uhr, letzte Vonteilung. Eintrittspreise v. RM 1.20 — 4.50. Kinder bis zu 14 Jahren bezahlen nur nachm, halbe Preise. Vorverkauf täglich von 10-12 Uhr u. ab 14 Uhr. Schmerierfüllt geben wir die Trauernachricht, daß meine liebe Fran, unsre gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Luise Heitz ,,b. noii heute früh, nach kurzem schweren Leiden, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, im Alter von 75 Jahren, in die ewige Heimat abgerufen wurde. Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Heitz, Altbflrgermeister Familie Wilhelm Heitz Familie Andreas Kuderer Beerdigung Samstag, 19. Juni, vorm. 7,10 Uhr. Ebersweier, den 17. Juni 1943. Todesanzeige Der Herr über Leben und Tod rief heute morgen unser liebes einziges Kind Vronile zu sich. In tiefet Trauer: Jesef Brauchte und Frau Res geh. Rombach und Verwandte. Beerdigung Samstagnachmittag 3 Uhr vom Krankenhaus aus. Haslach i. K., den 16. Juni 1943. Sastliof Alte Pfalz Offenburg Mit behördlicher Genehmigung VMM 20. Juni - 3. Jnll IMS geschlossen Ab heute und folgende Tage! Ein Wien-Film mit Winnie Marktet, Sieger Breuer Hane Olden, Lotto Lang u. v. a. Ein heiter-ernstes Spiel, das beschwingt von echtem Wiener Scharm die Liebesgeschichte eines Sommer erzählt. Jugend nicht erlaubt! Beg. Wo. 7.30 / Samst. 5 u. 7.30 Sonntag 1.30,3.30,5.30 n. 7.30 Samstag- and Sonntas-Abendvor- steUang numerierte Plätze. (Vorverkauf ab Samstag 5 Uhr.) <4 PARK ► Kontoristin per sof., spät.l. 7. 1943, ges.Zu melden bei Alfr. Linek, Automob., Offbg. Ad.-Hltier-Str.17 Hund(Rehpinsch.) entlauf. Mitteilg. an Kantine i>rr- ■•vfch, Offenbg., Pr.-Eugen-Str. 2, Fernruf 2177 Höhere Schulen in Offenburg Die Neuanmeldungen für die unterste Klasse für das Schuljahr 1943/44 werden am Freitag, den 25. Juni 1943 von 8—13 Uhr im Dienstzimmer des Direktors entgegengenommen. Anmeldung und Vorstellung erfolgt durch den Erziehungsberechtigten; zugleich sind Geburtsschein, Impfschein und Zeugnis der Volksschule vorzulegen. Die Anmeldung kann nur erfolgen, wenn im Zeugnis der Volksschule, das am 23. 6. 1943 auszustellen ist, der Vermerk steht: „Besitzt die Reife für die Hauptschule“. Die Aufnahmeprüfungen finden am Donnerstag, den 1. Juli 1943 statt, vormittags um 8 Uhr. Die Anmeldungen für die Klassen 2—8 erfolgen am Mittwoch, den 4. August 1943, vormittags 8—12 Uhr, jedoch ist die vorläufige (auch schriftliche) Anmeldung im Laufe des Juni sehr erwünscht. Der Direktor der Schillerschule — Oberschule für Jungen. Der Direktor des Grimmelhausen-Gymnasiums. Der Direktor der Ortenauschule — Oberschule für Mädchen. bezugscheinfrei, eingetroffen. Offenburger Möbelhalle Martin Scbafheitle Offenburg, Kesselstraße 6. Licnupieu OBERKIRCH Heute 8 Uhr, Samstag 8 Uhr Sonntag 2.15, 5 und 8 Uhr Heimaterde Ein pack. Unterhaltungsfilm mit Victor r. Ballasko, Victor Staal, Käthe Haak. Jgl. ab 14 Jahren zugelassen. Schönes Erstllngsmutterkalh zu verkaufen. R 7/18 Oberkirdi-Wolfhag, Haus Nr. 8 Nur bis einschl. Sonntag! i Image Der Leidensweg einer Liebe, dargeetellt durch Olga Tsdiedtowa, Albredit Schoenhals u.v. a- Der packende u. dramatische Inhalt dieses Films und seine hervorragende Darstellung, machen diesen Film zu einem nachhaltigen Erlebnis! Jugend nicht erlaubt Beg. Wo. 7.30 / Sonntag 1.30, 3.30, 5.30 und 7.30 Uhr. ◄ Stadthalle » Dlckrflben- setzllnie zu vk. Bühl-Dorf, Haus Nr. 16. Hel i. Me Seeger Offenburg Lange Straße. Altgummi-Sammlung betr. Auf Grund des § 1 der Anordnung I/43 der Reichsstelle Kautschuk vom 22. Dezember 1942 unterliegen auch die in Baden anfallenden Gummiabfälle und Altgummi der Beschlagnahme und Abgabe zugunsten der Reichsstelle Kautschuk. Die Sammelaktion wird in der Zeit vom 15. Juni bis 11. Juli 1943 durchgeführt. Gesammelt werden Gummiabfälle und Altgummi jeder Art. Ablieferungspflicht besteht für: 1. Handwerk, Handel und Industrie; 2. Fahrzeughalter, Garagenbesitzer und Gespann- wagenhalter; 3. Reifenhändler, Kraftfahrzeughändler, Reifenreparaturbetriebe, Autoreparaturwerkstätten; 4. Autoverwertungsbetriebe; 5. Materialwarenhändler; 6 . sämtliche behördlichen Dienststellen; die NSDAP, mit sämtlichen Gliederungen. Ausgenommen von der Abgabepflicht sind die Fahrzeughalter, welche die im Umtauschverfahren „alt gegen neu“ angefallenen alten Kraftfahrzeuglaufdecken und -Schläuche bei den Wirtschaftsämtern abzugeben haben und die bei den Wirtschaftsämtern angefallenen alten Autodecken, Fahrraddecken pnd Fahrzeugluftschläuche. Die Hauptsammelstelle Offenburg — Landw. Halle — ist täglich von 17—19 Uhr geöffnet außer Samstag; in jeder Gemeinde befindet sich eine Vorsammelstelle bei den Bürgermeistern. Die Haushaltungen werden aufgefordert, das vorhandene Altgummimaterial bereitzuhalten; die Abhohlung erfolgt durch die Schulen. Der Wert wird vergütet; Beträge unter 1 RM werden nicht ausbezahlt. Offenburg und Wolfach, den 16. Juni 1943. Die Landräte der Kreise Offenburg und Wolfach Wirtschaftsämter Pflug, Egge, leichter Wagen mit Eingespann, sowie Kuhkummet gut erhalten, zu kaufen gesucht. Zu erfr. u. O 1/75 an die Gesdi. Bettstalle, m. Rost, gut erb.,auch eiserne Bettstelle angenehm, sofort zu kaufen gesucht. Zu erfr. unter O 19/77 in der Gesdi. d. Bl. WOLFACH Samstag 8, Sonntag 3.30 u. 8 Uhr, Das amüsante Lustspiel So ein Früchtchen mit Lucie Englisch, Maria Andergast, Paul Hörbiger Jugendfrei ab 14 Jahre. Lichtspiele unoi APU Bayrischer Mel nAoLAbn Samstag und Sonntag 8.00 Uhr Sonntagnachmittag 4.00 Uhr So ein Früchtchen mit Fita Benkhoff, Lucie Englisch, Maria Andergast, Pau 1 Hörbiger u. a. Deutsche Wochenschau Jugend ab 14 Jah. zugelassen. Die Annahme und Ausgabe von Schuhreparaturen befindet sich nur nodi in unserem Ladengeschäft Adolf-Hltler-Str. 73 gegenüber dem Rathaus. Annahme u. Ausgabetage Dienstag und Donnerstag von 2 • 6 Uhr und Samttag 8 • 12 Uhr und 2 - 8 Uhr. Max Bächle & Sohn Schuhfabrik, Offenburg Abt. Schuhreparat-vGroßbetrieb Circus Max Holzmüller ln Oberkirch j In beiden Vorstellungen persönliches Auftreten des Herrn Dir. Holzmüller mit seinem Riesenelefanten „Nurml“ der einzige Elefant, der frei Kopf steht Tierschau täglich ab 10 Uhr vorm. Ober 60 Tiere aus allen Ländern der Erde. | Am Sonntag von 10—12 Uhr Reiten für Kinder mit Konzert der Circus-Kapelle.