U6 Sizilien. DNB. AusdemFührerhauptquartier 13. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Nördlich Bjelgorod gewann der deutsche Angriff, von der Luftwaffe unterstützt, nach Zerschlagen von zwei feindlichen Panzergruppen weiter Raum. Gegenangriffe starker Infanterie- und Panzerverbände, die die Sowjets von anderen Frontabschnitten und aus der Tiefe herangeführt hatten, gegen die Spitzen und Flanken der deutschen Angriffskeile und heftige Entlastungsangriffe im Raum östlich und nördlich Orel brachen unter schwersten feindlichen Verlusten zusammen Am gestrigen Tage vernichteten Verbände des Heeres, der Waffen-ff und der Luftwaffe erneut über vierhundert Panzer. 103 feindliche Flugzeuge wurden in Luftkämpfen und durch Flakartillerie der Luftwaffe abgeschossen. Auf Sizilien gehen die harten Kämpfe gegen den gelandeten Feind in erbitterten Gefechten weiter. Deutsche und italienische Fliegerverbände griffen laufend in die Erdkämpfe ein und bombardierten unaufhörlich die Landungsflotte vor der Küste der Insel und fügten dieser sehr schwere Verluste zu. 26 feindliche Flugzeuge wurden über Sizilien und Sardinien abgeschossen. Im Westen bekämpfte ein Verband schwerer deutscher Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht mit gutem Erfolg Hafen- und Dockanlagen der Stadt Grimsby. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Einzelziele im Raum von London und an der Südostküste Englands. Ein deutsches Flugzeug kehrte von diesen Einsätzen nicht zurück! Fernkampfflugzeuge wurden erneut gegen die am 11. Juli im Atlantik in Brand geworfenen großen feindlichen Schiffe zum Angriff angesetzt. Einer der beiden Transporter war bereits gesunken, der zweite wurde durch Bombenwurf versenkt. Damit verlor der Feind wiederum zwei Schiffe mit zusammen 30 000 BRT. Schwere Kampfflugzeuge über England DNB. Berlin, i). Juli. Ein Verband sdtwerer deutscher Kampfflugzeuge griff in der Nadir zum iz. Juli das Hafengebiet der ostenglischen Stadt Grimsby mit, Bomben schweren Kalibers an. In Hafen- und Dockanlagen sowie wichtigen Versorgungsbetrieben der Stadt wurden Treffer erzielt und mehrere Brände hervorgerufen. Ein Flugzeug kehrte von diesem Einsatz nicht zurück. Eine Anzahl schneller deutscher Kampfflugzeuge bombardierte militärische Einzelziele im Raum von London, wobei Einschläge in der Gegend des Themse- Bogens beobachtet werden konnten. Weiter fand ein Störangriff deutscher Flugzeuge auf militärische Anlagen der Stadt Ramsgate an der englischen Südostküste statt. Bei Uebertvachungsfliigen zwei Flugzeuge abgeschossen DNB. Berlin, 13. Juli. In den Nachmittagsstunden des 12. Juli schossen deutsche Flugzeuge bei Ueberwachungsflügen über dem Altantik zwei britische Kampfflugzeuge, darunter ein viermotoriges Großflugzeuge vom Muster „Sunderland“, ab. Kampfwagenkommandant schoß 22 „T 34“ ab DNB. AusdemFührerhauptquartier, 13. Juli. Der Führer verlieh am 10. Juli 1943 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ff-Unterscharführer Franz Staudegger, Kampfwagenkommandant in einem Fanzerregi- ment der Leihstandarte ff Adolf Hitler. Staudegger, der aus technischen Gründen den Angriff seines Regiments nicht mitfahren konnte, erhielt die Meldung, daß ein aus fünfzig bis sechzig „T 34“ bestehender sowjetischer. Panzerverband überraschend in den Rücken der eigenen Kräfte zu gelangen versuchte. Trotz der großen Überlegenheit des Gegner« entschloß sich Staudegger, den feindlichen Panzerverband anzugreifen. Aus günstiger Schußposition schoß er mit seinem „Tiger“-Panzer zunächst siebzehn „T 34“ ab. Als der feindliche Verband daraufhin abdrehte, folgte Staudegger diesem ohne jede Unterstützung und weit über die eigene Sicherungslinie hinaus und schoß weitere fünf Feindpanzer vom Typ „T 34“ ab. Der Reet der Bolschewisten flüchtete. Durch sein mutigen Entschluß vereitelte Staudegger den sonst unvermeidlichen Einbruch und schwächte den feindlichen Panzerverband entscheidend. 132. Jahrgang Segen die Serfichtemacher Im Stuttgarter „NS.-Kurier" vom iz. Juli schrieb Dr. Hans V o m h o f f einen Leitartikel gegen die Gerüchtemacher, die natürlich auch in unserer Gegend die Leute belästigen. Wir entnehmen dem „Eine gute Kur: Rhabarberpillen“ übersdiriebenen Artikel folgendes: Wir kennen die Gerüchteoffensive, mit denen der Feind uns die innere Front zu beunruhigen, wenn nicht zu erschüttern versucht. Da gibt es immer wieder Parolen, die er geschickt ausstreut und die ihre Gläubigen finden. Sie sorgen, da die „Mauldiarrhöe“ ihnen keine Ruhe läßt und z w a n g s w e i s e nach einem Ausgang sucht, für Verbreitung dieser Nachrichten, selbstverständlich aus einer inneren Besorgnis um die richtige Aufklärung ihrer Volksgenossen heraus. Wie könnte et anders sein, da ja heute unter den bestehenden Gesetzen gewiß niemand in den Verdacht kommen wollte, am Rundfunk gedreht und feindliche Sender abgehört zu haben? Das gibt es nicht mehr in dieser für uns so schweren Zeit! Wenn man aber fragt, woher diese besonders begünstigten Volksgenossen ihre Weisheit beziehen, dann bleibt man die Antwort schuldig, wie gesagt, weil wohl jeder von diesen einen Vetter im Generalstab und im Auswärtigen Amt zu haben vorgibt, wir aber dagegen zu wissen glauben, daß alle diese Männer — wir meinen natürlich selbstverständlich nur die Vettern — genau so viel oder so wenig über die Ent- an Scheidungen orientiert sind oder wenigstens über sie aussagen würden wie alle wir anderen Sterblichen, wenn wir etwas wüßten. Und doch gibt es viele, die etwas zu wissen vorgeben. Ich bin vor allem meinen SA.-Kameraden dankbar dafür, wenn sie mich immer wieder rechtzeitig auf diese „Informationen“ von besonders gesegneten Individuen aufmerksam machen, die auf Grund ihrer feinnervigen Veranlagung diese überraschenden Geheimnisse der Natur ablauschen können. Das vermag eben nicht jeder! Und es ist sicher nicht spöttisch gemeint, wenn man diese glücklichen Menschen zu der Gattung hinzurechnet, die das Gras wachsen hört. So steht augenblicklich im Mit- Schwere Verluste der feindlichen Landungsflotte vor Sizilien 25 anglo-amerikanische Flugzeuge vernichtet — Die Schlacht tobt weiter DNB. Rom, 13. Juli. Der italienische Wehrmachtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Die Schlacht in Süd-Sizilien geht mit unveränderter Heftigkeit weiter. Der Feind versucht die Brückenköpfe, die er in Licata, Gela. Paohino, Syrakus und Angusta gebildet hat, zu erweitern. In den Gewässern der Insel griffen italienische Torpedoflugzeuge und Kampfflugzeuge der Achse zu wiederholten Malen Kriegs- und Handelsschiffe an. Säe versenkten einen mittelgroßen Dampfer und beschädigten oder setzten in Brand zwei Kreuzer, zahlreiche Transporter und mehrere kleinere Fahrzeuge. Über Sizilien wurden 14 Flugzeuge von italienischen und deutschen Jägern, neun von der Flakartillerie abgeschossen. Unsere Jäger vernichteten über Sardinien zwei weitere Flugzeuge. Feindliche Verbände bombardierten Ortschaften anf Sizilien und in Calabrien, Darunter Catania, Messina und Reggio. In der vergangenen Nacht erfolgte ein Einflug auf Turin. Die Bevölkerung hatte Verluste. Die Stadt erlitt beträchtliche Schäden. Sechs unserer Flugzeuge sind nicht an ihre Stützpunkte zurückgekehrt. Die Achse wurde nicht überrascht DNB. Berlin, iz. Juli. In den frühen Morgenstunden des io. Juli begannen britische und nordamerikanische Truppen an verschiedenen Stellen der Südost- und Südwestküste Siziliens zu landen. Das Unternehmen kam der deutsch-italienischen Führung keineswegs überraschend. Da der seit der Besetzung von Pantelleria die Häfen, plätze und offenen Städte Siziliens fortgesetzt mit starken Fliegerverbänden angegriffen hatte. Unermüdlich waren aber auch die Luftwaffenverbände der Achse am Feind, überwachten seine Bewegungen und bombardierten mit starker Wirkung die feindlichen Schiffsansammlungen und Transporte. Die Absicht der gegnerischen Führung war offensichtlich, einen Brückenkopf in der Südostecke Siziliens zu bilden. Zu diesem Zweck sezte der Feind in der Nacht zum io. Juli Fallschirmtrup- p e n in den schwer zugänglichen Gebirgen etwa 20 Kilometer nördlich der Küste ab. Sicherungseinheiten verwickelten diese feindlichen Kräfte sofort in heftige Kämpfe und konnten Teilgruppen vernichten. Unmittelbar nach dem Ahsetzen der Fallschirm- truppen stießen unter dem Feuerschutz schwerer Schiffsgeschütze und unter heftigen Bombenangriffen von Hunderten von Flugzeugen die von zahlreichen Kriegsschiffen begleiteten Transportflotten gegen die Süd- und Ostküste der Insel vor. Es gelang den britischen und nord- amerikanisohen Truppen, an verschiedenen Stellen der Küste im Raum zwischen Syrakus und Licata an Land zu gehen. Weiter nördlich und an der Südwestecke Siziliens angesetzte Landungsversuche scheiterten am energischen Widerstand der KüstenverteMigung, die zahlreiche Landungsboote versenkte und die Reste der feindlichen Kontingente zum schleunigen Rückzug aufs offene Meer zwang. Auch an den Landungsstellen nahmen die Küstensicherungen sofort den Kampf auf. Deutsche und italienische Luftwaffenverbände unterstützten in rollenden Angriffen die Abwehr. Von Jägern geschützt, bombardierten sie die feindlichen Schiffsansammlungen und versenkten oder beschädigten zahlreiche Transportschiffe, Landungsboote und sichernde Kreuzer. Zur weiteren Unterstützung der Küstenverteidigung trafen noch am 10 . Juli deutschitalienische Eingreifgruppen zum Stoß gegen die feindlichen Brückenköpfe an und verhinderten an mehreren Stellen das weitere Vordringen der Landungstruppen und Fallschirmspringer. Im Küstenraum westlich Kap Passero gelang es am 11 . Juli, nordamerikanische Kräfte im Gebirge abzuriegeln und an anderer Stelle wieder bis an das Meer zurückzuwerfen. In den Bergen nordwestlich des Kaps stehen eigene Kräfte in heftigen Kämpfen mit feindlichen, aus der Luft gelandeten Truppen, während die etwa 50 km nördlich Kap Passero an Land gegangenen Briten am 11 . und 12 . Juli ihren Druck gegen die deutsch-italienischen Sperrstellungen zu verstärken versuchen. telpunkt dieser aufschlußreichen Gespräche der Reichsmarschall Görin g. „Unser Hermann“ ist wieder einmal in Ungnade gefallen. Er sei schwer erkrankt, andere wissen, ihn in Vorahnung kommender Ereignisse bereits auf der Flucht nach Schweden. Als ich Unwissender erstaunt nach den Gründen dieser „Vermutungen“ fragte, ward mir die Antwort: „Ja, in den Meldungen, die die Verleihungen der Ritterkreuze an Angehörige der Luftwaffe der Oeffentlichkeit kund tun, heißt es nicht mehr wie früher, „auf Vorchlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Hermann Göring“. Mir Mann vom Bau der nun 20 Jahre als Schriftleiter „in Journalismus ' macht", sollte das entgangen sein? Ein betrübliches Zeichen von beginnender Altersschwäche. Also die Verleihungsmeldungen der letzten Wochen in ihrer amtlichen Fassung durchgesehen — und siehe, hier war das Gras zu schnell gewachsen: Der Reichsmarschall war überall als Vorschlagender zur Verleihung genannt. Wenige Stunden später nach dieser journalistischen Sucharbeit lag ein Telegramm auf dem Schreibtisch, das Hermann Göring an die in Heidelberg tagenden deutschen Wissenschaftler als Antwort auf ihre Begrüßungskundgebung gesandt hat, in dem es u. a. heißt: „Gerade als Nationalsozialisten kennen wir di« Macht des Geistes und der Idee und haben so wieder sehen gelernt, welch ungeheuren Antrieb die Gestalter und Baumeister des menschlichen Weltbildes ausstrahlen können. Sie alle vermögen nur zu bestehen auf dem Nährboden der gründlichen Pflege der Wissenschaft.“ Wenn die anderen recht hätten, kämen diese Worte aus dem Jenseits, die besonders verpflichtend für uns wären. Aber es nicht so! Hermann Göring ist noch da. Uns würde man das allerdings nicht glauben. Aber ein anderer Suchender hat sich auf den Weg gemacht; es ist der Berliner Vertreter (Fortsetzung auf Seite , 2 ) Freche Neutralitätsverletzung der Schweiz durch englische Bomber Bomben auf Orte in der Umgebung Berns — Zwei Bomber abgestürzt >NB. Bern, 13 . Juli. Schweiz, namentlich in DNB. Bern, 13 . Juli. An verschiedenen Orten der Schweiz, namentlich in Bern und Genf, wurde am Dienstag kurz nach Mitternacht Fliegeralarm gegeben, der etwa zwei Stunden dauerte. — In einer amtlichen Mitteilung wird gesagt, daß eine größere Zahl „fremder“ Flugzeuge in einer Höhe von etwa dreitausend Meter die Schweiz überflogen. Bei Bouveret im Genfer See ist eine Maschine abgestürzt, wobei fünf Mann der Besatzung ums Leben kamen. An drei Stellen in der weiteren Umgebung von Bern wurden Bomben abgeworfen. In Riggisberg wurde ein Haus zerstört, ein weiteres^gelang es, sich vom Geleit abzusetzen und zu ent in Brand gesetzt. In der Nacht zum Dienstag ist ein zweiter englischer Bomber in der Nähe von Sitten, der Hauptstadt des Kantons Willis, abgestürzt und zerschellt, nachdem er gegen eine Hochspannungsleitung gestoßen war. Die Bombenladung war vorher in den Bergen abgeworfen worden. Von de, Besatzung wurden sieben Mann getötet. — Weiter wird bekannt, daß in der vergangenen Nacht auf den Weiler Moille-Margot bei Lausanne Brandbomben abgeworfen wurden. Zwei Fahrgastschiffe versenkt DNB. Berlin, 13. Juli. Deutsche Fernaufklärer griffen — wie der Wehrmachtbericht vom 12. 7. bereits meldete — im Atlantik einen in südlicher Richtung laufenden feindlichen Geleitzug erfolgreich an. Das aus drei großen Fahrgastschiffen bestehende Geleit wurde von drei Zerstörern und mehreren Flugbooten gesichert. Unsere Flieger stießen trotz heftiger Abwehr durch die Bordflak der Zerstörer tief auf die Transporter herab. Drei Bombentreffer riefen aul dem ersten Schiff eine schwere Kesselexplosion hervor, worauf es in Brand geriet und starke Schlagseite zeigte. Auf dem zweiten Schiff detonierten die Bomben im Vorschiff und hinter der Kommandobrücke. Auch dieser Transporter brannte bald lichterloh. Dem letzten der drei Fahrgastschiffe kommen. Bei einem erneuten Angriff am 12. 7. stellten unsere Flieger fest, daß eines der Schiffs bereits gesunken war: das zweite brennende Fahrgastschiff wurde durch weitere Bombentreffer endgültig versenkt. Italienscher General auf Sizilien gefallen d. Rom, 13. Juli An der Spitze spin-r Abteilungen —fiel he! den Kämpfen in Sizilien am Sonntag der General der Miliz, Enrico ¥ r a n - cisci, Kommandant der 13 Schwarrh°!nden- zone und Verbindungsgeneral beim italienischen Oberkommando auf Sizilien Der Genera! hatte an den Kämpfen um das Imperium und am Spanienkrieg teilgenommen Tm gegenwärtigen Krieg kämpfte er mit den ,.M“.-Bataillonen im Osten. Er war Trä-e- '■ ^ lis Zeichnungen. der „Nationalze’tung" Basel. Er muß unter dem 4. Juli in einem Telegramm an seine Zeitung feststellen: Berlin, 4. Juli. (Privattel.) Die in den letzten 48 Stünden verstärkt aufkommenden Gerüchte von einer schweren Erkrankung Hermann Gö- fings, man will sogar wissen, daß seine Frau nicht von seinem Krankenlager weiche, entsprechen, wie man heute hört, in keiner Weise den Tatsachen. Der Reidismarschall geht, wie man feststellen kann, nach wie vor seinen Amtsgeschäften nach. Damit erledigt sich auch das Gerücht, das von einer Umbesetzung wichtiger deutscher Regierungsstellen wissen will, und Mar- schal! Keitel bereits Teile des Ressorts Görings übernommen habe. Wenn das das Ausland meldet, so ist sicher kein Zweifel mehr möglich. Freilich nicht wir allein haben solche Sorgen. Auch unser italienischer Bundesgenosse leidet unter ähnlichen Verc&chtigungen: Mussolini sei schwer krank. Ist was Wahres .dran? Sicherlich nicht; denn auch hier gibt es eine Erklärung des nur zu durchsichtigen Gerüchts. Folgende Meldung beweist das: „Die römischen Nachmittagsblätter vom Donnerstag bringen Aufnahmen von der Begegnung in Rocca delle Caminate und zeigen den Duce gemeinsam mit Mihai Antonescu und einigen Herren des Gefolges im Hintergründe. Es zeigt wieder einmal, daß die besonders vom englischen Rundfunk verbreiteten Gerüchte über eine angebliche Erkrankung des Duce offensichtlich unzutreffend sind, nachdem Mussolini nicht nur die Rede vor dem Parteidirektorium, sondern auch die Verhandlungen mit dem Vertreter Rumäniens geführt hat.“ Was sollen wir dazu sagen? Gar nichts, sondern bleiben, wie wir bisher waren: Nüchtern überlegt, doch warmherzig und bei allem darauf bedacht sein, daß wir eben Menschen sind, die recht gern und zu leicht Gefallen finden an Gerüchten und Nachrichtenkonstruktionen, und nun in Ermangelung von „Ochsenzunge in Madeirasauce" zum Mundstopfen aus einer längst vergangenen Friedenszeit nach anderem pikanten „Ersatz“ Ausschau halten. Aber das alles glauben und gar weitererzählen!? Kan nit verstan! Also ein Rezept suchen, wie wir die Mauldiarrhöe abstellen können. Mancher wird vielleicht die Art der Verordnung übel nehmen? Warum denn? Was hilft, schafft Luft! Mein verstorbener Vater, ein lange Jahre mit der Scholle verwurzelter Landapotheker, übermittelte uns Buben folgendes Mittel gegen Husten und in der folgerichtigen Abwandlung wohl auch gegen die „Mauldiarrhöe“ in Form einer Schnurre: „Jakob hat einen furchtbaren Husten. Sein Freund Moritz rät ihm, dagegen Rhabarberpillen, und zwar die ganze Schachtel auf einmal, zu nehmen. Am andern Tag treffen sich die beiden wieder und Moritz fragt das Jaköble, das gar nicht mehr hustet: „Nun, hat es geholfen?“ „Was heißt geholfen", erwidert Jakob, „ich trau wer nimmer husten". Was zu erreichen war! ' Professor Dr. Hermann Bohle gestorben ■ DNB. Berlin, 13. Juli. Infolge eines ...schweren Leidens starb am 12. Juli in Berlin im 67. Lebensjahre der Gründer der Landesgruppen der Auslands- Organisation der NSDAP, in der Südafrikanischen Union, Oberbereichsleiter Professor Dr. Ing. e. h. Hermann Bohle. Mit Hermann Bohle ist ein alter Vorkämpfer des nationalsozialistischen Auslandsdeutschtums mitten aus reichem Schaffen für Führer und Volk abberufen worden. Bereits vor der Machtübernahme war Hermann Bohle Landesgruppenleiter der AO. der NSDAP, und hat es in jahrelanger Arbeit _ verstanden, die dortigen Reichsdeutschen in nationalsozialistischem Sinne zusammenzuschließen. Als Hochschullehrer uned Universitätsprofessor in England und Südafrika war er schon lange vor dem ersten Weltkrieg stets der Exponent eines unbeugsamen deutschen Standpunktes. Immer, wenn es galt, Deutschland vor Lüge und Verleumdung in Schutz zu nehmen, trat er ohne Rücksicht auf seine Stellung für seine Heimat ein. Nach fast 4ijähriger Tätigkeit im Ausland für immer nach Deutschland zurückgekehrt, hat er weiterhin seine großen Erfahrungen und seine unermüdliche Schaffenskraft dem Reich zur Verfügung gestellt. Für seine jahrelange politische Tätigkeit als auslandsdeutscher Nationalsozialist verlieh ihm der Führer das Goldene Ehrenzeichen der NSDAP, und für seine wertvollen Forschungsarbeiten auf dem Gebiete der Elektrotechnik die Goethemedaille für Kunst und Wissenschaft. EdenbestandgegendenWillendergesamtenWeltaufdemBombenkrieg Britische Zeitschrift „Economist" bestätigt Englands Schuld am zivilen Luftkrieg DNB. Berlin, 13. Juli. Die kürzlich vom Auswärtigen Amt veröffentlichten „Dokumente über die Alleinschuld Englands am Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung“ finden in der britischen Zeitschrift „Economist“ vom 3. Juni 1933 eine äußerst beweiskräftige Bestätigung. Die englische Zeitschrift berichtet unter diesem Datum über die Verhandlungen auf der Genfer Abrüstungskonferenz und bezeichnet es als höchst bedauerlich, daß die britische Regierung in der Frage der Luftabrüstung eine Haltung eingenommen habe, die „als geradezu absurd obstruktiv“ anzusprechen sei. Die Zeitschrift verweist darauf, daß Deutschland sieh im Prinzip bereit erklärt habe, „seine Berufs-Reichswehr nach und nach durch eine kurzdienende Truppe zu ersetzen“, daß Frankreich fast überredet sei, daß es seine Landstreitkräfte wesentlich reduziere und daß die amerikanische Delegation einem Verzicht auf „neutrale Rechte“ und die Freiheit der Meere zugestimmt habe. Demgegenüber bestehe die britische Regierung eigensinnig auf dem Recht, den Bombenkrieg anwenden zu dürfen. „Economist“ stellt ausdrücklich fest, „daß England mit dieser Haltung praktisch allein stehe, denn neben den Großmächten hätte die brutale Abschaffung von Luftstreitkräften und das Verbot des Bombenkrieges auch die volle Zustimmung der 16 kleineren Mächte gefunden mit Ausnahme Irans, des Schützlings Sr. Majestät des englischen Königs". Trotzdem habe Eden mit Unterstützung des britischen Luftfahrtministers und gegen den einstimmigen Willen der gesamten Welt auf Erhaltung der Luftwaffe und Beibehaltung des Bombenkrieges bestanden. Die Zeitschrift „Economist“ rät der britischen Regierung, sich in der Frage des Luftbombardements vor der ganzen Welt zu rehabilitieren, „indem sie ihre moralisch verabscheuungswürdigen Forderungen ohne Vorbehalt und Einschränkungen auf gibt“. Hier stellt also selbst eine britische Zeitschrift die englische Halsstarrigkeit und den Mangel an gutem Willen, die zivilisierte Welt vor dem Bombenkrieg zu schützen, ausdrücklich fest. Insofern sind die Ausführungen des „Economist“ eine interessante Illustration zu den Dokumenten des deutschen Weißbuches, das sich ebenfalls mit den Verhandlung über den Bombenkrieg auf der Abrüstungskonferenz befaßt. Bekanntlich hatte die deutsche Delegation schon am 18. Februar 1932 Vorschläge für Herabsetzung und Begrenzung der Rüstungen vorgelegt und dabei das „Verbot der Unterhaltung jeglicher Luftstreitkräfte“ sowie des „Abwerfens von Kampfmitteln jeder Art aus Luftfahrzeugen“ vorgeschlagen. Der Führer hatte in seiner Reichstagsrede vom 17. Mai 193$ die deutsche Bereitwilligkeit zur Auflösung seiner gesamten militärischen Einrichtungen noch einmal unterstrichen. Diesen Empfehlungen gegenüber stellte sich der britische Lordpräsident des Staatsrates, B a 1 d w i n, am 10. November 1932 im Unterhaus auf den Standpunkt, daß „die einzige Verteidigung der Angriff“ sei, d. h. daß man „meh# Frauen und Kinder töten" müsse, als der Feind, wenn man sich selbst schützen wolle. Unter dem Drucke der öffentlichen Meinung hielt es die britische Regierung dann noch für angebracht, - das Verbot des Bombenabwurfs nicht einfach abzulehnen. Sie verbiß sich aber in die Forderung, daß man den Bombenabwurf „für polizeiliche Erfordernisse in gewissen entfernten Gebieten“ nicht entbehren könne. Dieser Vorbehalt kam einer Sabotage des Verbots des Luftbombardements gleich. Eden trat am 27. Mai 1933 in Genf noch einmal nachdrücklich für den „Bombenabwurf als Art der Polizeiaktion" ein, während Baldwin am 31. Mai 1933 im Unterhaus mitteilte, daß die englische Regierung von ihrer Auffassung nicht abgehen könne. Der Staatssekretär für Luftfahrt, Lord Londonderry, begab sich sodann eigens nach Genf, um der Abrüstungskonferenz zu begründen, weshalb die britische Regierung auf ihrem Standpunkt bestehen müsse, und er verteidigte später auch im Parlament die Auffassung der britischen Regierung, nachdem schon vorher der jüdische Unterstaatssekretär für Luftfahrt, Sassoon, die „beachtlichen Vorteile, die die Luftmacht als Werkzeug des Friedens biete“, hervorgehoben und das berüchtigte Wort geprägt hatte, daß „der Polizist mit dem Philantropen Hand in Hand“ gehen müsse. Wenn also heute die Engländer die Schuld am Bombenkrieg von sich abschütteln und die deutschen Dokumente als nicht beweiskräftig abtun wollen, dann mag man sich in London die Nummer des „Economist“ vom 3. Juni 1933 vorlegen lassen, und man wird ein zweifellos unverdächtiges Beweisdokument für Englands Blutschuld an dem Bombenkrieg gegen wehrlose Menschen, gegen Greise, Frauen und Kinder haben. Zwei schneidige Unteroffiziere reißen die ganze Kompanie mit Hervorragende Einzeltaten bei der DNB. Berlin, 13. Juli. Die Schlacht im Raum von Qrel und Bjelgorod erhält ihr Gepräge durch das riesige Aufgebot der Bolschewisten an Panzern und Geschützen, die der Infanterie zum Durchbruch durch unsere Fronten verhelfen sollen. Seit einer Woche gewinnen unsere Grenadiere und Panzermänner Tag für Tag an Boden und dringen immer tiefer in den feindlichen Aufmarschraum ein. Mit eiligst herangeführten Reserven versuchen die Bolschewisten, ihre gefahrvolle Lage zu meistern. Fortgesetzt greifen frische Panzerbrigaden in den Kampf ein, und anhaltendes Trommelfeuer soll die Vorstöße unserer Infanterie ersticken, aber immer wieder erhebt sich der deutsche Grenadier aus den Granattrichtern und greift an. Schon vier Tage lag eine niederbayerische Grenadier-Kompanie südlich Orel, ohne Pause, in schweren Gefechten. Stüde für Stück hatte sie in ihrem Angriffsstreifen die Gräben und Stützpunkte der Bolschewisten gestürmt und ausgeräuchert. Jeder Tag hatte sie vorwärtsgebradit. Da steigerte der Feind am fünften Tage das Feuer seiner Geschütze, Granatwerfer und Maschinengewehre zum Orkan. Jetzt schien der Angriff stehen zu bleiben. Da sprang- mitten im wütenden Feuer Unteroffizier Hüttenbredc auf und riß unter „Hurra“ seine Kameraden mit sich vorwärts. Das Beispiel zündete. Die Nachbarkompanien schlossen sich an und das ganze Bataillon, nun wieder in schwungvollem Ansturm, erreichte nach zwanzig Minuten erbitterten Nahkampfes sein Angriffsziel. An anderer Stelle hatte sick der Vorstoß einer weiteren Kompanie des gleichen Regiments vor den Minensperren einer starken feindlichen Feldstellung festgelaufen. Durch heftiges Feuer zahlreicher Granatwerfer, Panzerabwehrkanonen, PanzerbüchseI> und Maschinengewehre verhinderten die Bolschewisten jede weitere Annäherung. Die Klärung der Schlacht im Raum von Bjelgorod Lage brachte Unteroffizier Neumeier mit seiner Gruppe. Er ließ sich von zwei schweren Maschinengewehren, einer leichten Flak und einer schweren Panzerbüchse Feuerschutz geben, säuberte eine Sturmgasse und drang dann m schneidigem Anlauf in die feindliche Stellung ein. Ohne eigene Verluste vernichtete seine Gruppe die Stützpunktbesatzung bis auf drei Mann, die sich gefangen gaben. Audi dieser Vorstoß wirkte sich für die eigene Kompanie wie für die Nachbarverbände günstig aus, so daß der Angriff des ganzen Bataillons wieder in Fluß kam. _ Nicht weniger kaltblütig und entschlossen zeigten sich Panzermänner und Artilleristen. Am vierten Angriffstag war es nördlich Bjelgorod 16 Sowjetpanzern gelungen, unsere Flankensicherung zu durchstoßen. Aus allen Rohren feuernd, griffen sie ein von unseren Kampftruppen bereits durchschrittenes Dorf an. In der Ortschaft lagen im Augenblick des Angriffs nur Troßfahrzeuge und einige beschädigte schwere Waffen, darunter zwei Tiger-Panzer, an denen die Besatzungen Kettenschaden zu beheben suchten. Der vom hügeligen Gelände begünstigte Ueberfall der sowjetischen Panzer kam völlig überraschend. Nach wenigen Augenblicken hatten die Granaten der Panzer das Dorf bereits an den Ecken in Brand gesetzt. Aber unbeirrt von Flammen und Einschlägen sprangen die Panzermänner und Artilleristen an ihre Waffen. Schuß auf Schuß jagten sie auf kürzeste Entfernung den Sowjetpanzern in ihre stählernen Flanken. Kaum eine halbe Stunde dauerte der Vernichtungskampf, aus dem sich nur ein einziger Sowjetpanzer, und auch der nur brennend, wieder in Sicherheit bringen konnte. Acht feindliAe Panzer hatte allein einer der bewegungsunfähigen Tiger vernichtet, die übrigen sieben hatten die Granaten zweier Panzerabwehrkanonen und eine Feldhaubitze zerrissen. Dichter und Seher Am 12 . Juli 1943 wäre der 1868 in Büdesheim bei Bingen geborene Stefan George 75 Jahre alt geworden, hätte ihn nicht vor knapp 10 Jahren, im Dezember 1933 , ein tückisches Leiden dahingerafft. Es ist wohl noch zu früh und bedarf eines größeren Abstande«, um schon heute ermessen zu können, was von dem in 18 Bänden gesammelten Werk des Dichters Dauer und Bestand haben wird. Das eine aber steht fest: Stefan George war am Ausgang des vorigen Jahrhunderts der erste deutsche Dichter, der sich bewußt gegen den Mißbrauch der Sprache wandte und der darum in allen seinen Gedichten und Sprüchen, darüber hinaus aber auch in seinem Leben, bis in die allerpersönlichsten Dinge eine strenge Zucht, Form und Haltung forderte und lebte. Er war aber auch der erste Dichter jener Zeit, der, wie einst andere lange vor ihm, so z. B. auch Hölderlin, mejir als nur ein Dichter und Wortkünstler, sondern zugleich Seher und Prophet seines Volkes sein wollte und wurde. Und so war er auch der erste, der bereits in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg 1914—18 den Niedergang voraussagte und das Kommende. Neu“ voraussah und in manchen Mabngedicbten kündete. Obwohl Stefan George in seinen Büchern nie eine Breitenwirkung erstrebte, ja, sich dieser durch eine bewußte Kleinschreibung wie auch von ihm besonder« entworfene Buchstaben absichtlich entzog; obgleich «eine spröden, ja manchmal harten Versformen schwer eingehen und seine hymnenartigen Gesänge von geheimnisvollen Bildern und tiefsinnigen Symbolen trächtig sind, so wirkte er schließlich doch, nicht zuletzt auch durch seine geradezu heroische Lebenshaltung und trotz seiner Abgeschlossenheit. Mochte auch der ihn umgebende Kreis, in den einzudringen auch Juden verstanden hatten, zu mancherlei unsinnigen Gereden und Gerüchten Anlaß geben. » Wie sehr Stefan George auch aus seinen Ursprüngen lebte, er, der rheinischen Weinbauern entstammte, er, dessen Ohr sich an den alten Hymnen der katholischen Kirche geschult hatte, der sich Novalis, Hölderlin und Jean Paul als Vdrbilder gewählt hatte — so war Stefan George doch auch mit den bekanntesten europäischen Dichtern seiner Zeit befreundet und machte ihre Werke durch seine meisterhaften Uebersetzungen seinen deutschen Landsleuten bekannt. Seit 1890 erschienen Jahr für Jahr seine, von seinem Freund Melchior Lechter künstlerisch ausgestatteten Gedichtbände, so 1890 die Hymnen, 1891 Pilgerfahrten, 1982 Algabal, später ( 1903 ) Tage und Taten, ( 1907 ) Der siebente Bing, ( 1914 ) Der Stern de« Bundes, und schließlich 1927 Das Neue Reich, um nur einige Titel hier zu nennen. Daneben erschien seit 1892 , im Inhalt vornehmlich von den Mitgliedern des sogenannten Kreises bestritten, die Zeitschrift „Blätter für die Kunst“. Bei aller europäischen Weite, die über das christlich-deutsche Mittelälter und das Römertum zurückgreift bis in das Land der Griechen, das schon Hölderlin „mit der Seele suchte“, steht sein Deutschtum unverrückbar fest. Und er besingt seine Heimat am Rhein ebenso wie er in manchen änderen Gedichten alte Mähren und Sagen seines Volkes in liedhaft-sangbar gehaltenem Ton heraufbeschwört, oder auch die Schönheit in ihren verschiedenen Formen und Bildern immer neu preist, um dann wieder Schicksalsaugenblicke und Gewalten im menschlichen Leben zu gestalten. Auch an Stefan Georges Werk ist vieles zeitbedingt und zedtgebunden, doch vieles davon wird bestehen nach Hölderlins Wort: „Was aber bleibt, gestalten die Dichter.“ DPZ Neue Bertelsmann-Feldpostauigaben Der' Verlag C. Bertelsmann-Güterloh, legt eine Anzahl neuer Feldpostausgaben vor. Es sind durohweg Bändchen in handlichem Taschenformat, hübsch ausgesattet, dabei aber von unterschiedlicher Stärke. Neben den beiden Sammlungen der „Feldausgaben“ (Umfang je Band etwa 200 8., Preis je 1.10 RM) und den „Kleinen Feldpost-Reihe“ (64 Seiten, RM -. 60 ) bringt der Verlag auch noch die ganz kleinen, jedem Brief einzulegenden „Bertelsmann-Feldposthefte“ (32 Seiten, RM -. 15 ) heraus. In allen drei Reihen wird ein ebenso sorgsam wie zweckentsprechend ausgewähltes Schrifttum dargeboten: man spürt hier Kräfte am Werk, die sich in der Herausgabe und Verbreitung eines im echten Sinne des Wortes volkstümlichen Schrifttums seit langem erprobt haben. Auch die Feldpostausgaben des Verlages haben bereits ihre Tradition. Dies geht aus der Tatsache hervor, daß seit dem Herbst 1939 schon über 10 Millionen davon ihren Weg zur Front, in die Ruhestellungen und Lazarette gefunden haben. Unter den neu vorgelegten „Feldausgaben“ finden sich ein heiterer Roman P. C. Ettighoffers „Peter im Glück“, Paul Fechters gleichfalls heiter-besinnliche Erzählung „Die Fahrt nach der Ahnfrau“ und der „Klaus von Bismarck“ von Walter Flex. — In der „Kleinen Feldpost-Reihe“ begegnen uns Autoren wie Hans Grimm, Wilhelm Zeichnung Eli Zwei Kreuzer von Japaners versenkt DNB. Tokio, 13 . Juil. Das Kaiserliche Hauptquartier gab Dienstag am frühen Nachmittag bekannt: Die japanische Garnison auf Neu-Georgien hat seit dem 5 . Juli die feindlichen Streitkräfte, die nach ihrer Landung an verschiedenen Stellen der Insel versuchten, nach Munda vom Süden und vom Norden aus vorzurücken, entschieden zurückgeschlagen. Paralell zu dieser Operation hat eine japanische Zerstörerflottille in den Gewässern nördlich von Kulanbangra in der Nacht zum 12 . Juli ein« feindliche Flottenformation, unter der sich, wi» mit Sicherheit fest gestellt wurde, • vier Kreuzer befanden, geschlagen. In diesem Gefecht wurden zwei feindliche Kreuzer versenkt und ein weite- ’ rer Kreuzer, der in Brand geraten war, verließ fluchtartig den Kampfplatz. Ein 'japanischer Kreuzer erhielt schwere Beschädigungen. Dieses Seegefecht wird zukünftig genannt: Nachtgefecht bei Kulambangra. To}o beim Tenno d, Tokio, 13. Juli. Premierminister Tojo er» stattete nach seiner Rückkehr von der Besichtigungsreise dem Tenno ausführlichen Bericht über den Stand des Ausbaues der neuen großostasiatischen Ordnung. V Gelegentlich seines Aufenthaltes in Schonan hatte der inzwischen wieder in Tokio eingetroffene Premierminister Tojo auch Besprechungen mit Ba Maw ( dem Chef der burmesischen Zentralregierung, wobei j Fragen der Vorbereitung der burmesischen Unab- ! hängigkeit sowie Wirtschaftsfragen erörtert wurden, j 29 feindliche Flugzeuge abgeschoesen ; DNB. Tokio, 13 . Juli. Wie das Kaiserlich« l Hauptquartier Dienstagmittag bekanntgab, grlf- [ fen japanische Marineflugzeuge am 11 . Juli feind- > liehe Einheiten an, als - diese im Begriff waren, ! bei der Nordwestküste der Insel Neu-Georgia zu j landen. Es kam zu einem heftigen Luftkampf, bei j dem der Gegner insgesamt 24 Maschinen verlor. Bei einem weiteren Luftgefecht am 9 . Juli über dem Hafen Rendova schossen japanische Jäger fünf gegnerische Maschinen ab, außerdem wurden sechs feindliche Landungsboote versenkt. Lortxii In m*n «*! beschäftig ein Wag kräftiges Spieloper und 6°** Freiburge druck de beteiligte Hauses. Mitwirke yerantwo szewsl dorf a lieh und und mit zu Beif: Gretchen den ned Grimn badi mit als verl Ziehung liehen R sänne F Niger als musi bei der darf, f« jeder V ließ- Daß 1 da, um Neuigke mansch Eintritts schwere menden wieder und Ab 1 General Zenetti 40 Jahre im Militärdienst München, 13. Juli. Der Kommandierende General und Befehlshaber im Luftgau VII, General der Flakartillerie Emil Zenetti, begeht am 18. Juli sein 4ojähriges Militärdienstjubiläum. Ueber seinen militärischen Werdegang wurde bereits anläßlich seines 60. Geburtstages am 16. Mai 1943 eingehend berichtet. General Zenetti hat anläßlich seines 60. Geburtstages so viele Glückwünsche und Aufmerksamkeiten erhalten, daß er die Bitte gestellt hat, diese auch für sein Dienstjubiläum als empfangen annehmen zu dürfen. Zwei Ritterkreuzträger der Kriegsmarine DNB. Berlin, 13. Juli. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Dönitz, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapitänleutnant Friedrich Ms^rk- warth und Kapitänleutnant Karl Mülle r.: „ Ritterkreuzträger zu Oberlandesgerichtspräsifyenten ernannt DNB. Berlin, 13. Juli. Der Führer hat auf Vorschlag de# Reichsministers der Justiz den Senatspräsidenten Dr. Ernst E m m e r t zum Oberlandesgerichtspräsidenten in Nürnberg, und den Senatspräsidenten Dr. Erich L a w a 11 zum Oberlandesgerichtspräsidenten in Köln ernannt. Mit ihnen treten an die Spitze ihrer Gerichtsbezirke zwei Männer, die beide wegen besonderer Tapferkeit im Kampf gegen die Bolschewisten vom Führer mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet worden sind. Reichsminister Dr. Th'-erads nahm di« feierliche Amtseinführung der beiden neuematinten Oberlandesgerichtspräsidenten in Nürnberg und Köln, vor. 900. Luftsieg einer deutschen Jagdgruppe DNB. Berlin, 13. Juli. Gegen die mit starken Kräften an der Südspitze Siziliens angreifenden britisch-nordamerikanisdien Luftwaffenverbände errang am 11. Juli eine deutsche Jagdgruppe ihren 900. Luftsieg. — Wieder handelt es sich dabei um einen der viermotorigen USA.-Bomber, von denen fast jeden Tag mehrere von unseren angriffsfreudigen Jägern verniaitet wurden. Der Abschuß wurde von Oberleutnant R ö h r i g erzielt, der -damit seinen 75. Gegner im Luftkampf beseitigte. Mar • Wie : um der statt, von Pl Heidelb der M- In 18 Geschid gen ges Nach inspekt verpflic Verlad gebnissi Signali: geholt, «ich zv Schieße ' in wese kämpfe schart tag wi men e Der Es wi ausgefi Verans Weiser den / sich J andere wobei enttau: längen Am Gebie P f o r Heide gendei Reic rieht 1 ten. 1 J 9 . 3 => nade *-* Uhr; Schäfer, Hermann Eris Busse, Eugen Roth, Georg Büsing, Stefan Sturm und andere. Klassische Erzähler wie Keller und Storni fehlen nicht, und es fehlt auch nicht der unsterbliche Meister Wilhelm Busch. — Auch bei den „Feldpostheften“ gibt es novellistische Beiträge, u. a. von Martin Luserke. Werner Peiner, Fr. Franz von Unruh und Kurt Ziesel, und zu ihnen gesellen sich als ältere Erzähler Reuter und Storm. Daneben stehen noch mancherlei spannende Erlebnisbericht« von nah und fern. Mit obigen Umrissen dürfte nicht allein die neue Produktion, sondern überhaupt die Vielfalt des ganzen Unternehmens gekennzeichnet sein — eine Vielfalt, dife doch der inneren Einheit nicht entbehrt und weiten Kreisen unserer Soldaten zur richtigen Stunde das Ihre, nämlich die rechte Entspannung geben kann. IV. Beimdick. „Der Evangelimann “ zum 1000. Male in München (wpr) Dieser Tage bringt das Nationaltheater in München Wilhelm Kienzls Volksoper „Der Evangelimann“ zum 1000. Male zur Aufführung. Die Münchner Erstaufführung dieser Oper hat am 18. Oktober 1890 stattgefunden. Kienzl, der seinerzeit Kapellmeister an diesem Münchner Theater'" war, hat die Anregung zu dieser erfolgreichen Oper übrigens in München selbst ^erhalten. * okn. In der Kunsthalle Mannheim ist jetzt eine Ausstellung „Deutsche Pastellmalerei der Gegenwart“ eröffnet worden, an der 25 Künstler aus allen Gauen des Reiches beteiligt sind. Verleger: Alfred Reiff (bei der Wehrmacht) Druck und Verlag A Reift & Cie, Offenburg. Verlagsleiter: R. Hack (b. d Wehrmacht), Stellvertreter und Anzeigenleiter: Rudolf Berton; Haupt- «chriftleiter: Carl Fürst. (PL Nr. 8). W 6i- ä? Rome 8. Fc ;,d gescl Tanj; vor - die I an ge: Er Sic klirr bitte: „D von den Für kauf 81 men „I Kua halt Tan, E: tagt Si sie Stin „I die wär E Offenburger Nachrichten Lortziugs „Wildschütz" in der Stadthaiie Gastspiel der Freiburger Oper |n dieser hochsommerlichen Jahreszeit, in der man am liebsten sich mit der allerleichtesten Muse beschäftigt, noch eine Oper zu geben, war beinahe fjn Wagnis. Aber wenn es sich um ein so zugkräftiges Stüde handelt, wie die unverwüstliche Spieloper von Albert Lortzing, und wenn so sauber und flott gesungen und gespielt wird, wie es die Freiburger Gäste taten, dann nahm man den Hochdruck der Saalatmosphäre trotzdem gerne hin und beteiligte sich dankbar am Beifall des ausverkauften Hauses. Man müßte eigentlich jedes Einzelne der Mitwirkenden aufzählen, deyn alle gaben unter der verantwortlichen Leitung von Siegmund Matu- s z e w s k i ihr Bestes, allen voran Karl Wirs- dorf als Schulmeister, ein Bassbuffo, der stimmlich und darstellerisch jeder Situation gewachsen ist und mit seiner Komik immer wieder das Publikum zu Beifall hinriß. Auch Hildegard Stolz als Gretchen gab ihrer Rolle stimmlichen Glanz und den neckischen Reiz ihrer Persönlichkeit. Eugen Grimm spielte und sang seinen Graf von Eberbach mit überlegener Routine und Josef Rees war als verliebter Stallmeister ein ihm in jeder Beziehung ebenbürtiger Partner. Die übrigen weiblichen Rollen waren mit Charlotte Sie wert, Susanne Hagen-Heilmann und Anita Ried- 1 i n g e r ausgezeichnet besetzt. Karl U e t e r hatte als musikalischer Leiter Orchester und Sänger, wobei der ausgezeichnete Chor nicht vergessen werden darf, fest in der Hand, so daß die Aufführung in jeder Weise einen befriedigenden Eindruck hinterließ. Daß manche Besucher glauben, die Oeuvertüre sei da, um _ sich vor Beginn des Stückes noch einige Neuigkeiten erzählen zu können und daß die summarisch gehaltene Bezeichnung „Saalmitte“ auf den Eintrittskarten das Auf suchen der Plätze sehr erschwert — besonders die regelmäßig zu spät Kommenden die dann pünktlichen Besucher stören, sei wieder einmal vermerkt, ohne damit auf Besserung und Abhilfe zu hoffen. Carl Fürst. Marine-HJ. Offenburg; 3. Gebietssieger im Seesportwettkampf der HJ. • Wie alljährlich fanden auch dieses Jahr die Kämpfe um den Wanderpreis der Marine-HJ. Baden-Elsaß statt. Neben den kampferfahrenen Mannschaften von Pforzheim, Karlsruhe, Mannheim, Konstanz, Heidelberg usw. nahm erstmalig eine Mannschaft der Marine-Gef. 1/170 an den Wettkämpfen teil. In 18 Disziplinen wurden hohe Anforderungen an Geschicklichkeit und seemänisches Wissen der Jungen gestellt. Nachdem am Morgen des 3. Juli der Gebietsinspekteur Hauptgeff. Kraus die Wettkämpfer verpflichtet hatte, nahmen die Wettkämpfe ihren Verlauf. Schon beim Wurfleinenwerfen wurden Ergebnisse erzielt, die sich sehen lassen können. Im Signalisieren wurden sehr ansehnliche Zeiten herausgeholt. Die beiden nächsten Hebungen gestalteten sich zu einem vollen Erfolg der Offenburger. Im Schießen wurde die Mannschaft die beste aller anwesenden überhaupt, und im Geräteturnen erkämpften sie sich den 1. Platz hinter der Mannschaft des Bannes 172 (Pforzheim). Am Nachmittag wurde dann die Leichtathletik und das Schwimmen erledigt. Der Sonntag war ganz dem Bootsdienst gewidmet. Es wurde Schulrudern mit einzelnen Manövern ausgeführt, und dann folgte der Höhepunkt der Veranstaltungen — das Wettrudern. Die schneidigen Weisen einer Kapelle der Kriegsmarine bildeten den Auftakt. Gleich beim ersten Rennen zeigte sich Mannheim in großer Form, aber auch die anderen Bootsbesatzungen gaben ihr Aeußerstes her, wobei sich äußerst hitzige Kämpfe abspielten. Etwas enttäuscht hat nur Heidelberg, das 5—6 Bootslängen hinter Offenburg die Ziellinie überquerte. Am Nachmittag folgte dann die Siegerehrung. Gebietsmeister wurde der Vorjahrsreichssieger Pforzheim. Karlsruhe, Offenburg, Konstanz, Heidelberg und Straßburg teilten sich in die folgenden Plätze. K.pt. Der Rundfunk am Donnerstag Reichsprogramm: 12,35 bis 12,45 Uhr: Der Bericht zur Lage. 16 bis xy Uhr: Aus Wiener Operetten. 18,30 bis 19 Uhr: Der Zeitspiegel. 19,15 bis 19,30 Uhr: Frontberichte. 20,15 bis 21 Uhr: Serenade aus dem Waldstein-Palais m Prag. 21 bis 22 Uhr: Aus Opern von Richard Strauß. — Deutsch-, landsender: 17,15 bis 18,30 Uhr: Konzert aus München. 20,15 bis 2i Uhr: „Liebe gute Bekannte“ der Unterhaltungsmusik. 21 bis 22 Uhr: Musikalische Skizzen. Kurse Stadtmeldungen Ausgabe von Frühkartoffeln. Wir verweisen auf die heutige Bekanntmachung des Landrates, wonach auf den Abschnitt 32 der Nährmittelkarte Frühkartoffeln ausgegeben werden. Feldpostgrüßt. Feldpostgrüße sandte der Obergefreite Hans Sieder. Berichtigung. Zu unserer gestrigen Notiz über den Heldentod des Unteroffiziers Josef Kopf teilen wir mit, daß der Vater des gefallenen nicht als Oberzahlmeister im Felde steht, sondern dessen Bruder Franz Kopf. Keine willkürlichen Aenderungen des Ladenschlusses Die Bekanntgabe der neuen Richtlinien des Reichsarbeitsministers über den Ladenschluß der offenen Verkaufsstellen und der Handwerksbetriebe hat in vielen Kreisen zu der irrtümlichen Ansicht geführt, daß hierdurch die Ladenzeiten für das ganze Reichsgebiet einheitlich festgelegt und damit die entsprechenden Anordnungen der höheren Verwaltungsbehörden hinfällig geworden seien. Demgegenüber wird von amtlicher Seite festgestellt, daß die Richtlinien nur Anweisungen an die höheren Verwaltungsbehörden enthalten, daß also an dem seit Kriegsbeginn bewährten Verfahren der Festsetzung der Verkaufszeiten für die einzelnen Bezirke festgehalten wird. In dieser Hinsicht ist also keine Aen- derung des bisherigen Zustandes eingetreten, insbesondere sind die bestehenden Regelungen innerhalb der einzelnen Bezirke nicht durch die neuen Richtlinien als überholt anzusehen. Die Geschäftsinhaber haben sich daher nach wie vor an die für ihre Bezirke geltenden Anordnungen Zu halten und dürfen keine willkürlichen Aenderungen an den Geschäftszeiten vornehmen. FV. Zunsweier A-Jgd. — TSV. Oppenau A-Jgd. j:o Auf dem Waldsportplatz in Zunsweier lieferten sich beide Mannschaften ein Freundschaftsspiel, das einen spannenden Verlauf nahm. Beiderseits konnte man in starker Besetzung antreten. Die Einheimischen hatten den Renchtälern besonders im Sturm etwas voraus, was aber von der. Gästeelf durch eine gute Hintermannschaft, in der der linke Verteidiger und ehr Torwart hervorragten, \»n wurde. So nahm das Spiel bis zur Halbzeit einen torlosen Verlauf. Nach der Pause aber drehten/die einheimischen Jungen mächtig auf, so daß ihre Ueberlegenheit schließlich durch drei schön geschossene unhaltbare Tore zum Ausdruck kam. Die Bemühungen der Gäste, mindest, das Ehrentor zu erzielen, scheiterten an der aufmerksamen einheimischen Hintermannschaft. TV. Schutterwald (Bann ryc) Gruppenmeister TV. Hausach — TV. Schutterwald 2:4 (1:2) Am letzten Sonntagnachmittag standen sich auf dem Hausacher Sportplatz die Bannmeister von Wolf ach und Offenburg um die Ermittlung des Gruppenmeisters gegenüber. Gleich zu Beginn konnte die einheimische Elf durch einen Strafwurf in Führung gehen. Aber auch der Gegentreffer der Gästemannschaft ließ nicht lange auf sich warten, und durch ein weiteres Spieltor bekam die Sdiut- terwälder Elf einen kleinen Vorsprung. Jetzt aber setzte die Unsportlichkeit der Hausacher Mannschaft ein und dadurch wurde der Reiz des Spieles genommen. Mit dem Halbzeitstand von 2:1 für die Gäste wurden die Seiten gewechselt. Während die A-Jugend des TV. Schutterwald noch weitere zwei Treffer erzielte, hatte Hausach nur einen Treffer in der zweiten Halbzeit entgegenzusetzen, so daß beim Schlußpfiff das Ergebnis 4:2 für die Gästeelf hieß. Besonders ist zu vermerken, daß die Zuschauer sich dazu hinreißen ließen, während des Spieles die Gästemannschaft mit Fallobst zu bewerfen. Und diesen Umständen ist es zuzuschrest ben, warum das Ergebnis nicht eindeutiger ausfiel. Am 18. Juli wird der Gruppensieger TV. Schutterwald gegen den Bodenseemeister antreten. Diesem Spiel kommt insofern eine große Bedeutung zu, da der Sieger bei den Entscheidungsspiel«! um die Gebietsmeisterschaft teilnimmt. Auf jeden Fall steht der Kampf ganz offen und es wird ein schönes Spiel geben. K. B. Bruchsal (Ueberfahren und getötet) Beim Adolf-Hitler-Platz sprang der auf dem Sehrecken- bronner Hof beschäftigte verheiratete Arbeiter Karl Habermann vom Lastauto des Hofes ab und kam dabei so unglücklich zu Fall, daß er vom Anhänger überfahren wurde. Habermann wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus verbracht und ist dort gestorben. R e i ch e n b a th/Lahr. (Schwer verunglückt.) Beim Verladen von Stammholz geriet ein 4|jähriger Mann zwischen zwei Stämme. Es wurde ihm ein Fuß abgedrückt. Kriegsversehrte als vollwertige Arbeiter in der Heimatfront Betreuung durch den Fürsorgeoffizier bis sie ihren richtigen Arbeitsplatz gefunden haben NSG. Mancher Soldat, der vor dem Feinde schwere Verwundungen erhielt und aus ydem Wehrdienst entlassen wurde, steht heute wieder an seinem früheren Arbeitsplatz. Von seinen älteren Berufskameraden ist er mit herzlichen Werten begrüßt worden und so gut es ging, hat er die gewohnte Tätigkeit wieder aufgenommen. Kein Soldat spricht gern von seiner Verwundung, er will auch kein Mitleid haben. Wenn eine' in das Zivilleben zurückkehrt, so will er seinen Posten ganz ausfüllen. Freilich kann einer, der seinen rechten Arm verloren hat, keine komplizierte Maschine mehr bedienen. In der großen Werkhalle treffe ich einen Kameraden. Er ist gerade im Begriff, einen Kollegen abzulösen. „Ja, ich bin Kranführer geworden. Früher arbeitete ich an einer dieser Spezdalmaschinen, wie sie hier in langer Reihe stehen. Heute habe ich mit meinen Augen überall zu sein, wo meine Bühne benötigt wird. Die Betätigung erfolgt durch ganz einfache Hebelgriffe, die ich mit der Linken ausführe.“ Eine kleine Gruppe von Männern begegnet mir. Es ist der Chefingenieur mit seinen beiden Assistenten. Der eine von ihnen hat in Frankreich ein Bein verloren. Schon seit einem ganzen Jahr steht er wieder im Arbeitsprozeß. „Am Anfang wollte es nicht so recht. Der Fürsorgeoffizier, der mich im Werk besuchte, veranlaßte daraufhin, daß ich zur Umschulung kam.“ „Ja, und wir haben Glück gehabt, ihn ausfindig zu machen“, schaltet sieh der Chefingenieur in das Gespräch ein. ,.Er ist heute einer meiner fähigsten Leute im Werk." Es -ist demnach nicht so, daß die Versehrten Soldaten einen beliebigen Arbeitsplatz zugewiesen erhalten, sondern die Fürsorgeoffiziere der Wehrmacht prüfen in gewissen Abständen nach, ob sich der Versehrte auch wohl fühlt. Diese Betreuung hört nicht auf, ehe eine endgültige Lösung gefunden ist. In einer Diensstelle der Partei ist seit etwa drei Monaten ein ehemaliger Oberleutnant, der sich in drei Feldzügen bewährt hat, tätig. Seine Aufgaben sind nicht leicht; er hat einen sehr verantwortungsreichen Posten auszufüllen. Drei Politische Leiter, die jetzt an der Front stehen, hat er zu ersetzen. Mit seiner soldatisch-knappen Art kommt er auch bei der Erfüllung seiner jetzigen Aufgaben am besten zum Ziel. In der Straßenbahn treffe ich einen Kriegskameraden, der jetzt als Bürgermeister in 'einer Landgemeinde tätig ist. „Die alten Bauern haben mir von vornherein großes Vertrauen entgegen gebracht und dies hat mir von Anfang an geholfen. Ich meine oft unter meinen Frontkameraden zu sein, wenn es gilt, eine schwierige Sache in Angriff zu nehmen. Wer mit den Versehrten Soldaten ins Gespräch kommt, der spürt ihren geradezu ansteckenden Drang nach frisch zupackender Betätigung. Das Erlebnis an der Front hat die früher moch jungen Menschen zu reifen Männern gemacht. Sie leben denjenigen, die besonders wichtige zivile Aufgaben bisher in der Heimat festgehalten haben, eine nicht zu übertreffende Pflichtauffassung vor. Gleichgültig, wo man sie hinstellt, immer wissen sie sich zu helfen und sind allen Widerständen gewachsen. Wie sehr freuen sich viele Betriebs führer, wenn sie einen Versehrten Soldaten für ihr Werk gewinnen können. „Ihr Geist ist ein fach wunderbar“, sagte dieser Tage ein techni scher Direktor zu mir. Wie könnte es auch an ders sein. Das Schicksal darf keinen Menschen unterkriegen in dieser Zeit. Mögen sich die in der Heimat immer das «Beispiel dieser Soldaten vor Augen halten, und manches wird leichter sein. Herbert Dörr. Roman von Hans Maria lux: „Tanzmädchen Tanja“ Urheberrecht: Dr. Arthur von Dorp. Korrespondenz-Verlag, Freital S. Fortsetzung ;,Du hast nicht lang genug ins .Tor des Glückes* geschaut!“ rief er. „Du wirst viel umworben, Tanja. Es ist beinahe so, als ob die ganz# Stadt vor dir auf den Knien läge. Die weißen Herren, die bisher mit dir getanzt haben, sind reich und angesehen.“ Er war eifersüchtig und hatte keinen Qrund. Sie freute sich im stillen über den zornig- klirrenden Ton seiner Stimme. Dann sagte sie bitter, ohne aufzuschauen: „Die kleinen Herrlein: Was wollen sie schon von mir! Tanzen und wieder tanzen. Sich vor den anderen wichtig tun. Was geben sie mir! Für ihre Tanzkarte haben sie auch das Recht erkauft, mir alberne Reden ins Gesicht zu blasen.“ Sie ahmte mit schmerzlichem Hohn die Stimmen der weißen Männer nach: „Tanja, Sie sind schöner als die chinesische Kuanyin . . . Tanja, lieben Sie sehr das Tanzen? . . . Tanja, Ihr Kleid steht Ihnen einfach fabelhaft . . . Tanja, Sie berauschen mich . . . Tanja . . ,“ Es war keine Fröhlichkeit in dem, wie sie es tagte. Sie schwieg und starrte ins Wasser. Dann sagte sie nach einer kleinen Weile mit nachdenklicher Stimme: „Ehrlicher als sie alle sind sicher die Chinesen, die mit mir tanzen würden, wenn du nicht wärest!" Er fuhr erschreckt auf: „Was sagst du da?l" Sie überhörte den bangen Ausruf des Dänen Ihr Gesicht wurde streng und die Worte fielen tonlos-sachlich; „Diese gelben Tänzer haben das eine im Auge: Herren zu sein. Und da sie in der großen Politik noch nichts zu sagen haben, führt ein anderer, ganz privater Weg sie die ersten Stufen über die Bekanntschaft mit einem armen Tanzmädchen zuih Erfolg hinan. Diese Stadt ist so zrf einem furchtbaren Friedhof russischer Mädchen geworden, deren einzige Schuld es war, ärmer zu sein als in Europa das verstoßenste Bettelweib.“ Mühsam preßte sie die Tränen zurück. „Ein einziger bezahlter Tanz mit einem der Einheimischen aber . . . und eine nicht mehr zu durchbrechende Barrikade ist zwischen uns und den Weißen hier im Osten errichtet. Wir zählen dann nicht mehr zu Europa, wir werden aber auch nicht Teil des Asiatentums: wir taumeln in die Tiefe, die zwischen Ost und West geöffnet liegt!* Sie umklammerte seinen Arm. - Ihr Beben ging auf ihn über: „Noch bin ich eine Weiße! Noch gehöre ich zu euch!“ Er umfaßte sie, sie weinte. „Zwei Jahre muß ich noch tanzen, ehe ich soviel erspart habe, daß ich nach Amerika fahren kann. Zwei lange, schwere Jahre noch ... Du bist gut zu mir, Erik. Du opferst, um mich vor dem schrecklichen ersten Schritt zu bewahren. Dabei bist du selber ein armer Teufel. Ich nehme die großen Opfer von dir an, selbssiichtig und in sinnloser Angst. Wie lange aber wirst du noch imstande sein, mir zu helfen . . .? Was du mir tust, Erik, hat noch keiner für mich getan. Ich danke dir dafür. Aber es ist besser, wenn unsere Wege sich trennen. Ich bin eine furchtbare Last für dich und eines Tages stürze ich doch . . .“ Er riß sie an sich und küßte sie. Sie ließ es geschehen, und in tiefer Not war sie der Sinne kaum noch mächtig. An diesem Abend schützte die Russin eine Erkrankung vor und ging nicht zu ihrer trostlosen Arbeitsstätte. Sie saß mit dem Dänen in einem kleinen deutschen Cafe! Er hatte zwei einfache Gold ringe gekauft. „Drei Tage noch brauchst du zu tanzen, Tanja. Ich werde bis dahin jeden Abend bei dir sein. Dann ist die Monatshälfte vorbei, und du kannst ohne Schwierigkeit von deinem Vertrag zurückstehen. Bis dahin habe ich mich nach einer anderen Stelle umgesehen, die soviel einbringt, daß mir beide zufrieden leben können. Jetzt kann ich dir es ja sagen: die Firma Longland sucht einen Fachmann. Paß ndr auf, Tanja, den Posten kriege ich bestimmt!“ Er lachte glücklich wie ein kleiner Junge. Sie konnte nicht anders: sie beugte sich zu ihm hin und küßte seine Arbeitshand, an der der schlichte Goldreif glänzte. ♦ Am nächsten Tage trafen sich die Verlobten für die. Dauer eines bescheidenen Mittagessens im russischen Gasthaus „Ich werde mich heute nachmittag zwischen vier und fünf Uhr bei Longland vorstellen“, sagte Erik. „Du wirst sehen, füße Tanja, daß man mich nimmt Im übrigen weiß mein gelber Chef, der ehrenwerte Herr Wong, noch nichts von meinen Plänen. Wenn die Sache bei Longland klappt, rücke jeh einfach aus. Einen Vertrag haben wir ja nicht geschlossen. Der wird Augen machen, wenn sein undankbarer Maschinengott verschwindet!“ Er bestellte eine große Terrine Borschtsch, eine Kohlsuppe, die satt machte und nicht teuer war. „Wenn du viel Geld verdienst, mein blonder Junge, werde ich dir gleich am ersten Tage, wenn wir . . Sie schloß die Augen. jer2ehtäsaai „Fräulein K. aus Sörup “ Ein Opfer ihrer Leichtfertigkeit wurde die 23 Jahre alte Käthe K. aus Sörup, Kreis Flensburg. Sie kam im August 1942 von Kiel, wo sie als Hausgehilfin tätig war, nach Süddeutschland, und zwar zunächst zu einer Freundin nach Offenburg zu Besuch. Später kam sie nach Hausach im Kinzigtal, sie war dort als Arbeiterin in einem Betrieb tätig und wohnte privat bei einer Familie, mußte aber dort bald wieder ausziehen, weil es zu Differenzen mit dpn Vermieter gekommen war. Sie ijahra Wohnung in einem Gasthause.’ Infolge der hierdurch entstehenden Mehrausgaben, und da sie ohnehin leichtlebig veranlagt war (im Alter von 19 Jahren hatte sie ihr erstes und im Alter von 21 Jahren ihr zweites uneheliches Kind geboren), wollte der Verdienst zur Bestreitung des Lenensunterhalte« und der gewohnten Kino- und Kaffee-Besuche usw. nicht mehr ausreichen und die K. unterlag schließlich wieder der Versuchung, sich fremdes Gut anzueignen. Sie entwendete zwei mit ihr im gleichen Stocke des Gasthofe» untergebrach'en. in Hausach i. K. tätigen polnischen Landarbeiterinnen ein Kleid, einen Rock, einen Unterrock und 2 Hemden, und einem im gleichen Gasthause wohnenden Mechaniker Zigaretten und Tabak: den Tabak schenkte sie ihrer Freundin in 0 .; während sie die Zigaretten selbst rauchte. Etwa um die gleiche Zeit begab sie sich auf die Kartenstelle des Rathauses in Hausach und beantragte dort einen Schuhbezugsschein. Als die dort beschäftigte Angestellte auf etwa 2 Minuten das Büro verlassen halte, entnahm di» K. ans einer auf dem Tische liegenden Handtasche der Angestellten einen Gesldbeutel, der 30 RM. enthielt. Die SO RM. behielt die K, den Geldbeutel dagegen warf sie in die Kinzig, um den Diebstahl, — den sie lange und auch später bei ihrer Durchsuchung noch hartnäckig leugnete — sichereer verheimlichen zu können. Wegen dieser Straftaten und außerdem wegen eines Darlehensbetruges zum Nachteil eines Formers , in Kiel mußte sich „Fräulein“ K. vor der 'Strafkammer des Landgerichts Offenburg verantworten. Sie hatte auch schon in Norddeutschland kleinere Diebstähle verübt, ebenso eine Unterschlagung, war dafür aber jeweils nur mit einer Geldstrafe bedacht worden. Da diese geringen Strafen offenbar ihre Wirkung auf die Angeklagte verfehlt haben, kam die Strafkammer des Landgerichts Offenburg zu der Ueberzeugung, daß nur eine strenge Strafe die Angeklagte vom falschen, und schließlich in die Verwahrung führenden Wiege abbringen und wieder in eine geordnete Lebensbahn lenken könne. Es wurde entsprechend dem Anträge des Ersten Staatsanwalt« auf ein» Gesamtgefängnisstrafe von einem Jahr erkannt, wobei der Angeklagten acht Monate der erlittenen Untersuchungshaft angerechnet wurden. Mögen wir die Weltgeschichte vor- oder rückwärts durchmustern: noch nie hat sich ein großes Dasein anders ah auf dem Grunde eines unendlichen Opfers aufgebaut! Das Geschenk des Lebens für das Leben, — das ist es, was sie auf allen Seiten von uns fordert. Georg Stammler. Anordnungen der NSDAP, u. deren Gliederungen NS.-Frauenschaft Offenburg-West. Mittwoch, den 11 . Juli, 20 Uhr Heimabend. NS.-Frauenschaft — Deutsches Frauenwerk — Offenburg-Nord. Am Donnerstag, 15 . Juli, pünktlich 20 Uhr Heimabend. Mädelgruppe z/770 Offenburg. Sämtliche Mädel treten heute Mittwoch um 20 Uhr in Uniform am Schulhof zun* Dienst an. Sportzeug ist nicht mitzubringen. Dienstschluß 22 Uhr. Nachrichten-HJ. Offenburg. Die gesamte Einheit tritt heute Mittwoch um 19,45 Uhr am Heim an. Erscheinen ist Pflicht. Gefolgschaft 7/770 Offenburg. Die gesamte Gefolgschaft tritt heute Mittwoch um 20 Uhr auf dem Otto-Wacker-Schulhof mit Sport an. Erscheinen ist Pflicht. BDM.-Werk „Glaube und Schönheit“ Offenburg. Die Mädel sämtlicher Arbeitsgemeinschaften treten heute Mittwoch bei gutem Wetter um 19,30 Uhr im Stegermatt-Schwimmbad an. Bei sdilechtem Wetter fällt der Dienst diese Woche aus. Motorgefolgschaft ilryo Offenburg. Am Sonntag, 18. Juli, finden in Offenburg die Schwimmwettkämpfe des Bannes 170 in 100 m Kraul-, Brust- und Rückenschwimmen statt. Die Jungen der Motorgefolgschaft 1/170, die daran teilnehmen wollen, müssen sich bis Donnerstag, 15. Juli, auf dem Bann beim Hauptstammführer melden. . . Mann und Frau sind“, vollendete er mit glücklichem Gesicht. . . Sibirisch-Schachtik bereiten. Das ' war früher meine Lieblingsspeise.“ „Ah!“ machte er und sah dabei wie ein kleiner Junge aus, der ein Geschenk erwarte*. Aber er wußte gar nicht, was das für eine Speise war. Sie schaute ihn an: „Seltsam, Erik, daß du npeh gar nicht gefragt hast; woher ich komme, was ich erlebt habe.“ Sie sprach leise. „Jeder, der mit mir tanzt, fragt danach, jeder, Jeder! Nur du bist nicht neugierig.“ „Was wird schon sein!“ Er war sehr erstaunt. „Du bist eine Russin, hast einmal bessere Tag» gesehen . . .'* Er stockte. Sie schaute ihn an und schwieg. „Sicher hast du bessere Tage gesehen“, ereifert» er sich, „dein Vater war wohl ein Beamter, ein Lehrer, vielleicht sogar ein Arzt . . .! Man hat dich aus deiner Heimat vertrieben. Da« ist ja mit Hunderttausenden geschehen. Vielleicht erzählst du mir dies alles einmal später. Aber nur, wenn du willst! Du bist mir recht, wie du bist. Und es ist schon besser, daß du jetzt nicht mehr die Tochter eines Beamten bist. Ich hätte dich sonst nie bekommen. Ich bin doch nur . . .“ Sie goß ihm den Suppenrest aus der Terrine in seinen Teller. Er aß und zahlte. Das Essen kostete nur ein paar Cents. Sie verabredeten einander, um sechs Uhr im Park am Kapri sich zu treffen. Sie würde dann das Ergebnis seiner Vorstellung bei der Firma Longland hören. Als sie sieh verabschiedeten und er eine Risrhka heranrief, um an seine Arbeitsstätte zu fahren, sah sie ihm ernst in die Augen: „Um acht Uhr muß ich zum .Mondpälast* gehen. Vorher aber will ich dir erzählen, was ich bisher noch keinem einzigen Menschen gesagt habe.“ Er winkte freundlich ab. (Fortsetzung folgt) Blick In die Ortenau b. Windschläg. (Todesnachricht.) Von der Zentrale der Organisation Todt traf nun die Nachricht ein, daß der Frontarbeiter Ludwig F i s ch e r von hier am 3. Februar 1943 im Osten tödlich verunglückt ist. Fischer ist verheiratet und hinterläßt eine Witwe und vier Kinder. Den Hinterbliebenen wird allgemeine Teilnahme zugewendet. — (Kriegstrauung.) Den Bund fürs Leben schlossen am 12. Juli Oberleutnant Walter Gegenbach aus Pforzheim und Sofia Hohn von hier. — (Ehrungen.'* Gemeindegruppenführer der Gemeindegruppe Offenburg-Land, des RLB., Pg. Obreiter (Offenburg), nahm am Samstagabend hier im Schulsaal die Ehrung dei schon lange Jahre in der Untergruppe Windschläg tätigen Blockwarte Ludwig Lehmann, Postbeamter. Friedrich Glatt, Bahnarbeiter, und Philipp Vogt, Bahnarbeiter, vor, und überreichte diesen die vom Präsident des RLB. in Berlin verliehenen Ehrenurkunden. Pg. Obreiter sprach ihnen den Dank aus für ihre langjährige Arbeit im RLB. und ermahnte sie sowie die anderen anwesenden Amtsträger, auch weiterhin ihre Pflichten getreu im RLB. zu versehen. Gengenbach. (Auszeichnung.)' Justizsekretär Mathias Zink, von hier, zur Zeit Feldwebel, verwundet in einem Lazarett, wurde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. S ch w a i b a ch. (Verwundetenbetreuung.) Unsere Gemeinde hatte am letzten Sonntag Verwundete eines Reserve-Lazarettes als Gäste eingeladen. BDM.- Mädel empfingen sie am Bahnhof und geleiteten sie zu Fuß oder mit Wagen zu ihren Gastgebern, wo sofort das richtige herzliche Verhältnis herrschte. Besonders war dies der Fall, wo alte Weltkriegskämpfer ihre Erinnerungen und Erfahrungen mit den Soldaten austauschten. Als die frohen und geselligen Stunden des Besuches vorüber waren, schieden die Soldaten, um ein schönes Erlebnis in der Heimat reicher. 7. Altenheim. (Todesfall.) Im Alter von 78 Jahren verstarb hier der Landwirt David Fels. Der Verstorbene diente seine aktive Dienstzeit beim Inf.-Regt. 112 und war verheiratet mit Marie Ursula Krämer, die ihm schon vor einiger Zeit im Tode vorausging. Er war ein fleißiger, ruhiger Mitbürger, welcher überall in gutem Ansehen stand. k. U r 1 o f f e n. (Kräutersammlung.) Im letzten Jahr sammelte die hiesige Schuljugend große Mengen Heilkräuter. Mit großem Eifer haben sie in diesem Jahre schon Holunderblüten und -blätter sowie Spitzwegerich gesammelt. Zur Zeit ist die vielbegehrte Sdiafgarbe an der Reihe; dann folgt das Zinnkraut. Aus unscheinbaren Pflanzen entstehen so Werte, die unserer Volksgesundheit wieder zugutekommen. K. U r 1 0 f f e n. (Hohes Alter.) Ihren 86. Geburtstag beging gestern die Witwe Elisabeth 0 ch s , geh. Schlageterstraße 6. Eine Arbeitstagung der badischen Kreisbauernfiihrer Schwenningen. (Vom Blitz getroffen.) Der 17jährige Anton Haug wurde beim Heuen auf dem Eslde von einem Gewitter überrascht und vom Blitz erschlagen. Bekanntmachung Ausgabe von Frühkartoffeln betr. Anstelle der aufgerufenen 2 kg Frühkartoffel auf den Abschnitt N 32 der Nährmittelkarte der 51. Versorgungsperiode für die Zeit vom 13. bis 19. Juli 1943 werden ab sofort 3 kg Frühkartoffel ansgegeben. Der Landrat des Kreises Offenburg Ernährungsamt Abteilung B. Karlsruhe. In Anwesenheit des Landesbauernführers Pg. Engler-Füßlin, sowie des Regierungsdirektors Dr. Kroll vom Finanz- und Wirtschaftsministerium begann am Dienstagvormittag im Saal III der Schrempp-Gaststätten eine Arbeitstagung der Kreisbauernführer, Stabsleiter und Wirtschaftsberater der Landesbauernschaft Baden, dazu bestimmt, Ausrichtung und Richtlinien für ihre Aufgaben zu geben. Nachdem Landesobmann Pg. Merk die Teilnehmer begrüßt hatte, sprach als erster Referent Hauptabteilungsleiter Bauer Pg. S ch m i 11 über den Landnutzungstaus ch. Der Landnutzungstausch «oll zunächst nur in Baden durchgeführt werden, und zwar im Einvernehmen mit der Partei und den behördlichen Dienststellen im Wege der Freiwilligkeit. Man will durch den Tausch der Grundstücke angesichts des Mangels an Arbeitskräften und Gespannen eine betriebswirtschaftliche Erleichterung schaffen. Landwirtschaftsrat Dr. Kanzler behandelte die Fragen der Erzeugungsschlacht. In Baden und im Elsaß ist eine gute Mittelernte an Getreide zu erwarten, Winterraps und Rübsen lieferten guten Durchschnittserträge, auch Wintergerste ist gut geraten, ebenso stehen Hackfrüchte, Flachs und Zuckerrüben gut. Eine weitere Steigerung soll der Oel- fruchtanbau erfahren. Das Anbausoll in Baden wird von 8000 auf 10 000 Hektar im nächsten Jahr erhöht, jenes im Elsaß von 6000 auf 8000 Hektar. Die Grundlage unserer Ernährung bilden nach wie vor das Brot und die Kartoffel. Zu erstreben ist der verstärkte Anbau von Spätkartoffeln und Zuckerrüben, bei Flachs und Hanf wird die Anbaufläche gehalten, beim Körnermais von 1000 und 2000 Hektar gesteigert. Günstiges ist vom Klee- und Grassamenanbau zu berichten. Der Gemüseanbau hat in Baden und im Elsaß eine Steigerung auf das Doppelte erfahren. Als gut ist der Stand der Reben zu bezeichnen, sowohl in Baden wie im Elsaß. In erfreulicher Weise hat die Schweinezucht zugenommen; es wurde der Stand des letzten Vorkriegsjahres erreicht. In Verbindung mit den beiden Referaten wie auch mit den folgenden, die der Behandlung rein fachlicher Belange galten, fand jeweils eine Aussprache statt. Verlustlose Getreidebergung Ein Appel an die Landwirtschaft in Baden und Elsaß ELD. Die möglichst schnelle Getreideernte ist immer das beste Mittel, die Körnerverluste auf eine kaum zu unterbietende Mindestmenge herabzuschrauben. In denjenigen Betrieben, die mit Bindemäher oder gar mit Schlepper und Zapfwellenbinder arbeiten, ist heute die Getreideernte weder ein Problem noch eine Arbeitsspitze mehr. Wie aber sieht es aus, besonders bei unsicherem Wetter, in unseren zahlreichen badischen und elsässisdien Klein- und Kleinstbetrieben, wo noch die Getreideernte im Zeichen der Sense steht? Arbeits- und Gespannkräfte sind kriegsbedingt knapp. Von den Schultern unserer Klein- und Kleinstbauern muß jedoch die Sorge übernommen werden, daß etwa Auswuchs um seiner selbst willen, sondern auch im Interesse der gesamten Volksernährung — seine Getreideernte schnellstens unter Dach und Fach bringen. Deshalb muß, wo es noch nicht geschehen sein sollte, der gemeinschaftliche Einsatz von Geräten, Maschinen und Gespannkräften in jedem Dorfe vorgesehen werden. Fast nirgends wird auch bei uns die Leistung der einzelnen Maschinen, gemessen an der Getreidefläche der Betriebe, voll ausgenutzt. Ein Bindemäher kann in der Regel das Vielfache seiner bisherigen Leistung vollbringen. Hier kann die Dorfgemeinschaft und Nachbarschaftshilfe ihre Bewährungsprobe bestehen. Dasselbe gilt^ wenn Schwierigkeiten in der Zugkraftgestellung bestehen, für die Pferde, die ebenfalls gegenseitig ausgeliehen werden können. Ist Lagerfrucht zu mähen: was an seinen Erntemaschinen Körnerfänger oder Halmteiler hat, kann durch vorübergehende Gestellung derselben seine bedrängten Nachbarn vor manchem Verlust bewahren. Halten wir uns immer die Kampf- und Not- die Brotfrucht verlustlos bergen. Helfende Hände in der Erntezeit (NSG) Ein schöner Ausdruck der praktischen Verbundenheit zwischen Stadt und Land ist die alljährliche Einschaltung ungezählter städtischer Helfer in die Erntearbeit. Angesichts der Notwendigkeit, die Versorgung von Volk und Wehrmacht mit Nahrungsgütern aus der deutschen Scholle sicherzustellen, kommt es auch dieses Jahr darauf an, die Getreideernte schnell möglichst zu bergen und vor Verlust zu bewahren. Schnelle Ernten aber bedingen viele Hände, die bei dem Kräftemangel während der Arbeitsspitzen schlecht zu erhalten sind. Die Hermann- ' Göring-Verordnung gibt die Möglichkeit, geeignete Helfer und Helferinnen aus Stadt und Land zur Erntearbeit heranzuziehen. Auch Ferien- und Urlaubshelfer können in besonderen Fällen wieder eingesetzt werden. Wenn sie die Landarbeit auch nicht gewohnt sind, Hauptsache ist, daß die Helfer und Helferinnen aus der Stadt guten Willen mitbringen. Für d'e einsatzfreudige städtische Jugend gilt es im kommenden Herbst vor allem, bei der Kartoffelernte wieder zu helfen. Wenn auch auf die fremd- völk’schen Arbeitskräfte nicht verzichtet werden kann, wobei es bei aller Anständigkeit, die wir Deutschen auch dem geschlagenen Feind gegenüber stets bewiesen haben, darauf ankommt, Abftand zu wahren, ist und bleibt entscheidend, daß ^as deutsche Brot durch deutsche Hände geborgen wird. Erntezeit ist jetzt die hohe Bewährungszeit nicht nur für die Gemeinschaft des Dorfes, sondern des ganzen Volkes in Stadt und Land. Zuchtviehabsatzveranstaltung in Meßkirch Am 15. Juli findet in Meßkirch eine Zuchtviehabsatzveranstaltung statt. Sie beginnt vormittags gemeinschaft unserer Frontsoldaten voj Augen. Helft, ^°^^Au^ Zückt" und Landwirte beste Kaufgelegenheiten geboten sind. Am Tage vorher, also am 14. Juli, findet um 13 Uhr mittags die Sonderkörung und Beurteilung der Tiere statt, bei der besonders Gelegenheit für den Käufer geboten ist, die Tiere eingehend zu besichtigen. Außer den zugelassenen Käuftb- gemeinden sind alle Bürgermeister und Interessenten, welche nicht in einem Maul- und Klauenseuchen- Sperrgebiet liegen, eingeladen. ' Zimmberbestellungen müssen rechtzeitig in Meßkirch beim Quartieramt (Rathaus) aufgegeben werden. — Auskunft erteilt der Landesverband Badischer Rinderzüchter Karlsruhe, Beiertheimer-Allee z6. Zeitgeschehen in Kürze Berlin. Der Führer hat dem kroatischen Staatsführer Dr. Ante Pavelio zum Geburtstag telegraphisch seine herzlichsten Glückwünsche übermittelt. Berlin. Reichsarbeitsführer Konstantin Hierl begeht am 14. Juli 1943 den 50. Gedenktag seines Dienstantritts in die alte Armee. Berlin. In einer Veranstaltung der Deutsch- Bulgarischen Gesellschaft in der Friedrich-Wilhelm- Universität würdigte ^-Obergruppenführer Lorenz die Verdienste des verstorbenen Präsidenten der Gesellschaft, Generalleutnant a. D. vonMassow und führte den neuen Präsidenten, komm. Oberbürgermeister der Reichslhauptstadt Steeg, ein. Oslo. Anläßlich der Rückkehr det norwegischen Schi-Kompanie von der Ostfront hielt Ministerpräsident Quisling eine Ansprache, in der er den Einsatz der Norweger in diesem gigantischen Weltkampf behandelte. Genf. Auch in Nordirland — und dort vor allem unter den Jugendlichen — wird eine bedrohliche Ausbreitung der Geschlechtskrankheiten festgestellt. Hierüber machte Ernest Rea, der Präsident des Belfaster Rotarie-Club, in einer Rede nähere Angaben. Tirana. Im Rahmen einer Kundgebung in Tirana wurde eine Ortsgruppe der Faschistisdien Bekanntmachungen der Stadt Oberklrch Stadt. Schuhaustauschstelle Die Austauschstelle ist für die Dauer der Schulferien auf vier Wochen geschlossen. Nächste Austauschstunde: Mittwoch, den 11. August 1943. Oberkirch, 12. Juli 1943. Der Bürgermeister. Bekanntmachung der Stadtgemeinde Haslach Betr. Aehrenlesegetreide In der Anordnung der HVDDuF. für das neue Getreidewirtschaftsjahr 1943/44 ist die vorjährige Regelung über Aehrenlesegetreide aufgehoben. Es besteht damit für die Zukunft wieder der die Ernte gefährdet. Jeder möchte ja — nicht nur Partei in Tirana gegründet. gleiche Zustand, wie in den früheren Jahren vor Einführung der letztjährigen Sonderregelung, das heißt, das durch Aehrenlesen gesammelte Getreide unterliegt ebenso, wie alles übrige Getreide, den Bestimmungen über die öffentliche Bewirtschaftung. Brotgetreide muß daher mit Rücksicht auf das Verfütterungsverbot und im Hinblick darauf, daß eine Freigabe für Zwecke der menschlichen Ernährung nicht erfolgt, abgeliefert werden. Die Aussellung von Bescheinigungen über die Freigabe von Aehrenlesegetreide zu Mahlzwecken durch die Ortsbauernführer darf in keinem Falle mehr erfolgen: Betr. Schließung der Schrotmühlen Es ist bekanntzugeben, daß ab sofort sämtliche Schrot- und Hausmahlmühlen als geschlossen zu betrachten sind, und wird eine widerrechtliche Benutzung derselben nach den geltenden kriegswirtschaftlichen Bestimmungen schwer bestraft. Die Schrot- und Hausmahlmühlen gelten solange als geschlossen, bis die Ortsablieferungskontingente in Brotgetreide, Futtergetreide und Oelfrüthte erfüllt sind. Im Aufträge: gez. Unterschrift Vorstehendes bringe ich zur allgemeinen Kenntnis. Haslach i. K., den ,3. Juli 1943. Der Bürgermeister. Ankara. Dnr zionistische Generalrat in Jerusalem hat eine Resolution angenommen, in der erneut die Forderung auf unbeschränkte Jugeneinreise nach Palästina gestellt wird. Istanbul. Wie aus Iran gemeldet wird, stellte der Ministerpräsident dem Parlament als neuen Innenminister den bisherigen Staatsminister Sanui vor. Ueber den Rücktritt des bisherigen Innenministers Mohammed Homayun ist bisher nichts bekannt geworden. Bangkok. Nach einer Meldung aus Sckonan treffen dort ununterbrochen Freiwillige aus allen Teilen Ostasiens ein, die sich der indischen Nationalarmee anschließen wollen. Vermischte Nachrichten In der luxemburgischen Ortschaft B ar t r in - gen vergnügte sich ein anderthalbjähriges Kind damit, den Finger durch das Drahtgeflecht der Tür eines Kaninchenstalles zu stecken, um einem der putzigen Tierchen das weiche Kopffell su stuicheln. Anfangs ließ das Tier die Liebkosung zu, beschnupperte den Finger, schnappte dann aber plötzlich danach und biß mit seinen Nagezähnen dem Kind die Fingerspitze ganz sh- Schleunigst mußte das Kind zum Arzt gebracht werden. Statt Karten Für die uns anläßlich der Silbernen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten danken herzlich Willi Kern und Frau Offenburg, 14. Juli 1943 J Allen, die uns beim so herben Verluste durch den Heldentod unseres einzigen und braven Sohnes, unseres allerliebsten Bruders Qren. Hubert Sehrepfer ihre Anteilnahme bekundeten, sagen wir innigen Dank. Mathias Sehrepfer, Werkmeister, und Familie. Durbach, den 13. Juli 1943. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme an dem so schweren Leid, das uns durch den Heldentod unseres lieben Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels Obergefr. Josef Wangier betroffen Hat, sagen wir herzliches Vergelts Gott. Oie trauernden Hinterbliebenen. Bermersbach,den 12. Juli 1943 Kaufgesuche Lslchtsrs Brückenwaage,gebr gut erhalten, zu kaufen gesucht. Angeb. u. 0 19/92 an die Gesch. Guts Ziehharmonika zu kauf, gesucht. Karl Bohnert II Lautenbach-Sohlberg Höhanaonna, Marke „Hanau“, neu oder gebraucht, zu kaufen gesucht Angebote unter K 20/8 an die Oesch. Haslach i. K. Ein bis zwei FSsser 100—150 Ltr. haltend, zu kaufen gesucht. Brachfeldstr. 27, Offbg. Futterkartoffaln zu kaufen gesucht. O 1 */«« Rammersweier, Haus Nr. 292. Tiermarki Aalbin, 38 Wochen trächtig, zu verkaufen. 0 18 /««a Niederschopfheim, Haus Nr. 208. Schönas Mutterkalb .zu verkaufen. O */,„ Müllen, Haus Nr. 24. ■talbin 39 Wochen trächtig, zu verkaufen. 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