WMientllch 6 Angaben. Bezugspreis aonztlich 2 RM. «fawdiL 22 Pf. Trlgerlolm. Dar* die Pott 2 RM. eiasdil. U PL BefSrderangagebghr zuzflgL 36 PL ZasteUgeMhr Nummer 225 der Tageblatt <5ri*n*Mcr So««/tfffenfcMrgev Seit mn0 Offenburg, Samsteg/Sonntag, den 25. 25. September 1943 132. Jafirgaog Gauleiter Kube ermordet In der Nacht zum 22. September ist, wie bereits berichtet, der Ge neralkommissar von Welßruthenien, Gauleiter Wilhelm Kube, in Minsk einem bolschewistischen Mordanschlag zum Opfer gefallen. (Scherl-Bil- derdienst-Autoflex.) Staatsbegräbnis ftr Generalkommissar Kube Hb. Berlin, 24. Sept. Der Reichsminister für die besetzten Ostgebiete teilt mit: Der Führer hat für den Generalkommissar für Welßruthenien, Gauleiter Wilhelm Kube, der in Minsk einem bolschewistischen Mordanschlag zum Opfer gefallen ist, ein Staatsbegräbnis angeordnet. Veränderungen in der englischen Regierung dnb. Stockholm, 25. Sept. (Funkdienst des 0. TJ Am Freitagabend wurden einige Veränderun- n> in der englischen Regierung bekanntgegeben. Am Nachfolger des verstorbenen Sir Kingsley yfeod wurde Sir John Anderson auf den Posten des Schatzkanzlers berufen. Er behält seinen Sit» ich engeren Kriegskabinett. Der Posten eines Präsidenten des Kronrates, ein lediglich nominelles Amt, wurde A 1 11 e e übertragen, dem stellvertretenden Ministerpräsidenten. Lordsiegel- bWahrer wurde Lord Beaverbrook, der nach tp Monaten damit wieder in die Regierung elntritt. Der bisherige Kolonialminister Viscount G ran - b o r n e wurde ins Dominienministerium versetzt. Gleichzeitig wird er Führer des Oberhauses. Wer Uolonialminister wird, steht noch nicht fest. Sthiiefillch wurde Ridiard Law zum Staatsmini- Ster ernannt mit der Aufgabe, den Außenminister in seinen Amtsgeschäften zu unterstützen. Damit zieht zum ersten Male ein zweiter Minister in englische Außenamt ein. Law war hier seit bereits parlamentarischer Unterstaatssekretär. Massenmord von Katyn unwiderlegbar bewiesen Amtliches Material Ober die bolschewistische Blutgier dnb. Berlin, 24. Sept. Auf Grund urkundlichen Beweismaterials hat die deutsche Informationsstelle im Aufträge des Auswärtigen Amtes eine Broschüre zusammengestellt, die eine lückenlose Uebersicht über den Massenmord der Bolschewisten im Blutwald von Katyn vermittelt. An Hand von Zeugenaussagen, von Protokollen und Photographien wird ln dieser Dokumentensammlung lückenlos und unwiderlegbar der Nackweis geführt, daß die polnischen Offiziere und andere Angehörige des polnischen Heeres von den Bolschewisten durch Genickschuß ermordet worden sind. Der neuen Dokumentensammlung kommt eine umso größere Bedeutung zu, als sie jedem feindlichen Versuch, den Mord von Katyn zu leugnen oder zu bagatellisieren, den Wind ans den Segeln nimmt. Die Protokolle über die Zen genvernehmungen, die Identifizierung der Opfer, die Berichte über die Besuche einer internationalen Aerztekommission und die Feststellungen ausländischer Gerichtsmediziner und anderer in temationaler Abordnungen enthüllen die unmenschlichen Methoden der jüdisch-bolschewistischen Henkersknechte. Bilddokumente unterstreichen den Sadismus jener Schächer Stalins, die ihrem jüdischen Sadismus an wehrlosen Opfern freien Lauf gelassen haben. Von besonderem Wert sind die Protokolle und Obduktion sfnnde der deutschen Gerichts ärzte und der internationalen AerztekommissiO' nen, die aus den bekannten gerichtsmedizinischen Sachverständigen der europäischen Länder be stand. In diesen Protokollen ist auf streng wissenschaftlicher Grundlage eindeutig bewiesen, wann und wie die Henker Moskaus die Polen „liquidiert" haben. Eine Liste von 143 identifizierten Leidien, die bis zum 4. Juni 1943 aus den Massengräbern von Katyn geborgen werden konnten, gibt die Namen der Ermordeten an, die an Hand von eindeutigen Dokumenten, von Briefschaften und anderem Beweismaterial festgestellt werden konnten. Der politisch-diplomatischen Verhandlung des Falles Katyn durch unsere Gegner ist ein beson derer Absatz gewidmet. Darin werden die durch die Gräberfunde entstandenen ersten Diffe renzen zwischen Polen und Sowjet rußland und die englische Stellungnahme dazu Unverminderte Nettigkeit der Abwehrkämpfe im Osten Italienische Rebellen-Division auf der Insel Kefallonia vernichtet dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 24. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der südlichen und mittleren Ostfront dauern die Abwehrkämpfe in den bisherigen Schwer- punktabschnitten mit unverminderter Heftigkeit an. Im Kuban-Brückenkopf und ostwärts Melito- pol wurden starke feindliche Angriffe abgewiesen, Übersetzer;uche der Sowjets über den mittleren Dnjepr an mehreren Stellen vereitelt. Nordostwärts Saporoshje und bei Demidow gelang es durch entschlossene Gegenangriffe unserer Trnppen durchgebrochene Sowjetregimenter zu vernichten und dabei Gefangene und Beute einzubringen. Die Luftwaffe entlastete durch Angriffe zusammengefaßter Verbände die in schweren Kämpfen stehenden Truppen des Heeres. An der Eismeerfront führten schnelle deutsche Kampfflugzeuge erfolgreiche Angriffe gegen sowjetische Unterseebootstützpunkte und Nachschublager. Im Verlaufe dieser Angriffe schossen JagdfUegerverbände innerhalb 24 Stunden ohne eigene Verluste 45 feindliche Flugzeuge ab. In Süditalien griff der Feind gestern mit starken Kräften bei Salerno und Contursi an. Während die Kämpfe im Abschnitt Salerno noch im Gange sind, wurde der feindliche Angriff im Räume von Contnrsi nach hartem and erbittertem Ringen unter besonders hohen feindlichen Verlusten abgeschlagen. Die mit Masse auf der Insel Kefalonia eingesetzte italienische Division Acqui hatte sich nach dem Verrat der Badoglio-Regierung geweigert, die Waffen zu strecken und die Feindseligkeiten eröffnet. Nack Vorbereitung durch die Luftwaffe traten deutsche Truppen zum Angriff an, brachen den Widerstand der Rebellen und nahmen die Hafenstadt Argostolion. Abgesehen von viertausend Mann, die rechtzeitig die Waffen niederlegten, wurde die Masse der aufrührerischen Division mit dem Divisionsstab im Kampfe vernichtet. Am 22. September versuchten britische Kleinst- Unterseeboote in die norwegischen Schärengewässer einzudringen. Sie wurden bei diesem Versuch jedoch rechtzeitig erfaßt und vernichtet, bevor sie zu einem Erfolg kommen konnten. Ein Teil der Besatzungen geriet in Gefangenschaft Anglo-amerikanische Fliegerverbände verloren am gestrigen Tage bei Angriffen gegen Orte im Küstenraum der besetzten Westgebiete, durch die besonders die Stadt Nantes schwer getroffen wurde, 15 Flugzeuge. Britische Bomberverbände unternahmen in der vergangenen Nacht erneute Terrorangriffe gegen Mannheim, Ludwigshafen, Darmstadt und Aachen. Es entstanden Verluste unter der Bevölkerung und zum Teil erhebliche Schäden. 33 Abschüsse wurden bisher festgestellt. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge bekämpften in der Nacht zum 24. September Flugzeugstützpunkte und andere militärische Ziele in Süd- und Mittelengland. Die feindlichen Verluste beim Terrorangriff in der Nacht vom 22. auf 23. September haben sich auf 27 Maschinen erhöht. Deutsche Unterseeboote griffen nach wochenlanger Pause überraschend den feindlichen Geleitverkehr im Nordatlantik an. Es gelang einer Unterseebootkampfgruppe einen nach Amerika fahrenden Geleitzug zu erfassen, der ungewöhnlich stark gesichert war. Die Angriffe mußten daher vor allem gegen die außerordentlich zahlreichen Geleitzerstörer der Außensickerung geführt werden. Hierbei erzielten unsere Unterseeboote einen einmaligen Erfolg. In tagelangen hartnäckigen und erbitterten Kämpfen wurden 12 feindliche Zerstörer versenkt und drei weitere torpediert, ihr Sinken ist wahrscheinlich. Starker Nebel behinderte die Fortsetzung der Operationen. Trotzdem wurden aus dem Geleitzug noch neun Schiffe mit 46 500 BRT. versenkt und zwei weitere torpediert. wie dergegeben. Der Broschüre kommt also auch in außenpolitischer Hinsicht größte Bedeutung zu, so daß durch das amtliche Material zum Massenmord von Katyn nicht nur die einwandfreie Schuld der bolschewistischen Mörder festgelegt, sondern auch endgültig mit allen Lügennadirichten der feindlichen Agitation aufgeräumt wird. Den Völkern Europas aber gibt diese Dokumentensammlung die unumstößliche Gewißheit, daß nur die gemeinsame Front der Achsenmächte einen unüberwindlichen Damm gegen die bolschewistische Blutgier aufrichten kann. Der schwere Kampf, den die deutschen und verbündeten Truppen im Osten zu bestehen haben, ist ein Kampf auf Leben und Tod. Am Ende dieses Kampfes muß und wird der Sieg stehen damit Europa ein für allemal von der bolsdie wistischen Gefahr und den blutrünstigen Methoden der Sowjethenker, die im Walde von Katyn aller Welt vor Augen geführt worden sind, befreit wird. „Komintern funktioniert weiter“ dnb. Bern, 24. Sept. Der schweizerische Nationalrat lehnte eine Petition für die Amnestierung der verhafteten Kommunisten und die Aufhebung der entsprechenden Partei- und Zeitungsverbote mit großer Mehrheit ab. Im Rahmen der Debatte erklärte der Chef des Justiz- und Polizeidepaite- ments, Bandesrat Steiger: .Heute ist es notwendiger denn je, jegliche kommunistische Tätigkeit bei uns zu unterbinden“. „Wir haben heute schon Beweise, daß der Apparat der Komintern weiter funktioniert". dnb. Paris, 24. Sept. Wie „Petit Parisien“ meldet, befindet sich der frühere französische kommunistische Abgeordnete Thorez mit 24 anderen Abeordneten der gleichen Partei in Algier. Thorez übe, so schreibt das Blatt, mit seinen Gesinnungsgenossen einen immer steigenden Einfluß auf das Emigrantenkomitee aus. d. Genf, 2-fSept. Die letzten Berichte aus Chile „Daily Worker“ ist jetzt in Indien und Ceylon offiziell eine Kommunistische "Partei gegründet worden. d. Vigo, 24. Sept. Die letzten Berichte aus Chile zeigen, daß die dank der Rooseveit-Poiitik auch in Südamerika eindringende bolchewistische Agita tion der Staatsführung immer größere Schwierigkeiten mache. Telegrammwechsel Tojo-Führer dnb. Tokio, 24. Sept. Anläßlich der Befreiung des Duce fand zwischen dem japanischen Premierminister Tojo. und dem Führer ein Telegrammwechsel statt. Premierminister Tojo sprach dem Führer seine Glückwünsche zum Gelingen des kühnen Entschlusses und zu dem tapferen Einsatz der deutschen Soldaten aus. Wieder Bomben auf Nantes dnb. Paris, 24. Sept. Die westfranzösische Stadt Nantes wurde am Donnerstag zweimal durch anglo-amerikanische Bomber angegriffen. Der erste Angriff erfolgte am Vormittag, ein zweites Bombardement in den Abendstunden. Die Pariser Zeitungen berichten, daß die Wohnviertel im Zentrum der Stadt erneut schwer getroffen wurden. Die Zahl der Toten sei noch nicht bekannt, scheine aber sehr hoch zu werden. Bei dem großen Angriff auf Nantes vor einer Woche kamen, wie bereits gemeldet, über 700 Personen ums Leben, -'-"öSsS So wurde der Verrat der Badoglio-CUque am deutschen Bundesgenossen vollzogen Das Bild zeigt die Unterzeichnung des WaffenstUlstandvertrages, durch den die verbrecherische Badoglic-Clique Italien der Willkür seiner Feinde auslieferte und zugleich einen Verrat an den Bundesgenossen des italienischen Volkes beging, ein Vorgang, der in seiner Niedertracht ohne Beispiel in der Geschichte ist. — Links der Vertreter der Feind- mächte, General Bedell Smith, bei der Unterzeichnung des Waffenstillstandsvertrages. Ganz rechts die Sendboten Badoglios, General Castellano (im dunklen Anzug) und Montenari (Scheri-Bilderdienst-Autoflex) v Jetzt ist Klarheit! Von Kriegsberichter Hans Jürgen Weidlidi pk. ...Die Kolonne hielt auf der offenen Straße. Der Kommandeur steigt aus seinem Wagen: „Meine Herren!“ rief er. Die Offiziere folgten ihm. Es war gegen mittag. Die Sonne brannte wie Feuer. Ausgedörrt heben die Berge ihre kalten Schultern gegen den Himmel. Hinter Ihnen schwebt im Dunst der Hitze der Gipfel das Olymp. Der Kommandeur steigt den steinigen Hang an der einen Seite der Straße hinab. Dort, wo die Straße einen ausgetrockneten Bachgrund überquerte, war eine Brücke aus groben Steinblöcken zusammengefügt. Dorthin ging der Kommandeur. Auf einen Stein, im Schatten unter der Brüche, setzte er sich. Eilig, mit vorgestrecktem Kopf und langem Hals marschierte eine Schildkröte aus dem Bereich der hohen Stiefel, die plötzlich um sie waren. „Ich muß mich setzen“, sagte der Kommandeur, „das ist Verrat! Haben Sie das Gesicht des Oberst gesehen? Wie verlegen er war! Ick glaube, er hat sich sogar geschämt. Hoffentlich 1“ Die Kolonne war am Morgen ansgerückt. Int Laufe des Vormittags wollte sie sich mit dfen italienischen Truppen vereinigen. Gemeinsäth sollte die Kampfgruppe des Kommandeurs imd die Formation des italienischen Oberst ein U8- temehmen in den Bergen westlich des Olyfiip Eine gesunde und glückliche Jugend ist der beste Garant für Deutschlands Zukunft. Darum fördern wir das Hilfswerk .Mutter und Kind“ durch eine reichliche Spende bei der 1. ReidisstraßensapA- lung des Kriegs-WHW. am Samstag und Sonntag, 25. und 26. September 1943. durchführen. Aber als die Kampfgruppe in die italienische Garnison einzog, bat der Oberst dfn Kommandeur um eine Unterredung, in deren Vat- lauf er mitteilte, daß zu seinem Bedauern die Formation der Italiener an dem Unternehmen nickt teilnehmen könne: Ein Befehl sei gekommen, der ihm verbiete, die Garnison zu verlassen. „Gut“, sagte der Kommandeur, „dann marsebie- ren wir ohne Sie." Er hatte die Kolonne aus der italienischen Garnison hinausgeführt in Richtung auf die westlichen Berge. Als der erste Berg sich zwischen die lß>- lonne und die Garnison schob, lie ßer halten. „Wir dürfen nicht weiterl Wir müssen in der Nähe bleiben! Passen Sie auf, meine Herren: Das ist das Signal I Noch heute wird das Stichwort durchkömmen, Dann kehren wir um und entwaffnen sie —“ Der Kommandeur nahm die Mütze ab und wischte sich mit dem Taschentuch die Stirn, viele Male, als wollte er noch etwas anderes als nur die Schweißtropfen fortwischen.' ' Dann schüttelte er den Kopf und sagte wiederholt vor sich hin: „Es ist nicht zu glauben! Nein, es ist nickt zu glauben!" Er war ein Mann von über 60 Jahren, ein harter Haudegen, den es auch in diesem Kriege nicht zu Hause gehalten hatte. Er trug die Brust voller Orden: Das Deutsche Kreuz in Gold, das EK. 1 und 2 mit den Spangen, die Ostmedaille, das In- fanteriesturmabzeichen in Silber, das Silberne Verwundetenabzeichen, den höchsten rumänischen Orden: „Michael, der Tapfere" — und aus dem ersten Weltkrieg den höchsten Orden Bayerns: den Max-Josef-Orden. Geben Sie mir einen Schluck Kaffee I Wer hat meine Feldflasche? Meine Kehel ist ausgetrocknet wie dieser Bach. Doktor, fühlen Sie meinen Puls. Ich glaube, ich habe Fieber. Aber das ist alles die Erregung. Es ist ja auch nicht zu glauben, nein, es ist nicht zu glauben I Ein MarsckaUI Er ist doch auch Soldat! Und er hatte doch sein Wort gegeben!" Wieder strich er sich über die Stirn. Die grauen Haarsträhnen waren wirr aneinandergeklebt. Er glättete sie. Sein Fahrer brachte den Kaffee. Er nahm einen Schluck und bot seinen Offizieren die Feldflasche „Trinken Sie, meine Herren! Leider ist es kein Schnaps, der würde uns jetzt besser bekommen.“ Er sah zu seinem Adjutanten auf. „Ist die Femsprechleitung fertiggestellt? Wie viel Funkgeräte ahben wir bei uns? Wir müssen ständig Verbindung halten! Das Stichwort kommt heute! Verlassen Sie sich darauf, meine Herren!“ Dr Fernsprechunteroffizier kam und meldete, daß die Leitung fertiggestellt sei. Von den nach allen Seiten ausgestellten Sicherungen kamen die Meldungen, daß die befohlenen Posten eingenommen seien. Der Kommandeur nickte. „Das ist der größte Verrat, den die Weltgeschichte jemals erlebt hat.“ „Aber, meine Herren!“ — er richtete sich auf — „Jetzt ist endlich Klarheit! Jetzt wissen wir, woran wir sind! Das ist das Beste, was geschehen konnte. Dieses Jahr war weiß Gott nicht schön. Aber jetzt ... glauben Sie mir, meine Herren, in meinem Leben, da war es auch nicht immer ganz einfach. Da stand ich auch oft inmitten von Schwierigkeiten und wußte nicht, Wie heraus. Und anstatt sie nachließ, wuchs noch die Not. Das Eine kam zum Andern. Es war, als ob alle Sorgen der Erde sich. auf einmal in mir vereinigten. Aber ich hatte ja meinde Freunde! Zu denen ging ich und bat sie um Hilfe. Sie hoben die Schultern und sagten, sie bedauerten, aber sie könnten mir leider nicht helfen. Meine Herren! Den wahren Freund erkennt man in der Not — das ist ein bitteres Wort, aber es ist verdammt wahr! Ich stand allein. Und als ich erkannt hatte, daß auch der letzte i. v - ■ - ne» Freu..u war, daß auch er mich im buch ließ, da — glauben Sie es mir, meine Herren, besann ich mich auf meine eigene Kraft. So, sagte ich zu mir, jetzt bist du allein, jetzt hast du keinen Menschen mehr, der dir hilft — wenn du heraus willst aus deiner Not, dann kannst du nur allein dich herausbringen I Und das — diese Erkenntnis, dieses Bewußtsein — das gab mir die Kraft 1 Wie einen Strom fühlte ich sie plötzlich in mir aufbrechen — ein Strom, so stark, daß er mich mit sich fortriß: heraus aus aller Not. Die Sorgen waren fortgeschwemmt — ich fühlte ungeheuere Kraft in meinen Armen, und den Beistand, den ich von meinen Freunden erwartet hatte, den gab ich mir jetzt selbst. Wenn ich vorher im Gedanken an die Hilfe anderer zersplittert und gehemmt war — jetzt gab es diese Hemmungen nicht mehr: ich hatte Klarheit gewonnen, und sie ließ mich auf mich selbst besinnen. Der Starke ist am mächtigsten allein I Meine Herren, auch das ist ein wahres Wort, aber im Gegensatz zu dem, das ich vorhin nannte, ist es ein gutes Wort, vielleicht sogar das beste. Sehen Sie, und genau so, wie es mir als einzelnem gegangen ist, so geht es jetzt dem ganzen deutschen Volk. Mögen da hier und dort auch Unterschiede sein. In einem aber, in dem Entscheidenden ist der Vergleich richtig: Wenn heute das Stichwort gefallen ist, dann sind wir als Großmacht in Europa — allein, allein in unserem Kampf! Dann sind alle Rücksichten auf eine andere Großmacht gefallen f Dann gibt es keine Hemmungen mehr! Und daß wir dann frei sind und uns ganz auf uns selbst besinnen können, das wird uns eine Kraft geben, die wie eine Flamme alles niederreißt, das sich uns in den Weg stellt, oder wie ein Strom uns selbst mit sich fortträgt, daß wir unter uns ertrinkend begraben, was nickt bereit ist, mit uns in diesem Strom zu schwimmen! Glauben Sie, meine Herren I Ich fühle diese Kraft schon jetzt in mir aufsteigen. Jeder wird sie fühlen! Ja! Und wenn ich vorhin über den Verrat noch erschüttert war — Jetzt freue ich mich, daß wir nun allein sind und daß nun unsere Kraft ins Ungeheure wachsen kann! Und sie wird das tun! Verfassen Sie sich darauf, meine Herren! Der Starke £st am mächtigsten allein — das werden wir jetzt beweise n P Bekenntnis zum rücksichtslosen Terrorkrieg dnb. Stockholm, 24. Sept. Der Geist Vansittarts, des unerbittlichen Hassers, kommt immer wieder ln englischen Presseäußerungen zum Ausdruck. So macht sich in der Wochenzeitschrift „IBustrated London News“ ein gewisser B r y a n t den Vorschlag des englischen Agitationsministers Brendan Bracken zu eigen, indem er schrieb: „Deutschland muß beigebracht werden, was es heißt, Krieg zu führen. Wir werden dabei seine Schulmeister sein, und zwar „mit Bomben und Feuer“. Auch dieser Bryant will nichts von dem gelegentlich aufgetauchten Vorschlag, das deutsche Volk durch anglo-amerikanische Pädagogen zu erziehen, wissen, sondern er meint, es wäre schon besser, alle Hoffnungen auf den Oberkommandierenden der Terrorgeschwader, Harris, zu setzen. Das ist ein brutales Bekenntnis zum britischen Terrorkrieg gegen wehrlose Menschen, gegen Kinder.. Frauen und Greise, zum Kampf gegen Krankenhäuser, Kirchen und Kulturstätten. Der Name Harris garantiert für unfaire Methoden der Kriegführung, was wir bei jedem neuen Terrorangriff auf deutsche Städte bestätigt finden. Die ständig wadisende Luftabwehr und die steigenden Verluste der Gangsterflieger werden die englischen Vernichtungsapostel bald darüber belehren, daß die Bäume nickt in den Himmel wachsen. Deutschland ist militärisch . . . und rnoralisck gewappnet. Das möchten sie gerne... d. Genf, 24. Sept. In dem kleinen Dorf Harpens Ferry in Westvirginia, von wo 1861 der Bürgerkrieg seinen Ausgang nahm, tagt z. Z. eine internationale Vereinigung, die die Jugend aller Länder zu „Weltbürgern" erziehen will. Hier forderten die USA.-Vertreter Zwangserziehung für die deutschen Kinder, während der Jude Dr. Felix Groß erklärte, man müsse das deutsche Schulsystem wenigstens 50 Jahre lang überwachen Zwei Ritterkreuzträger dnb. Ans dem Führerhauptquartier, 24. Sept. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: ^-Obersturmführer Willi Grieme Kompanieführer in der ff-Panzergrenadierdivision „Das Reich“ und Unteroffizier Franz Schmitz, in einem Grenadier-Regiment dnb. Rom, 25. Sept (Funkdienst dea O. T.) Von amtlicher itallenisdier Seite wurde am Freitagabend ein ausführlicher Bericht über die Ermordung des früheren Generalsekretärs der Faschistischen Partei, Ettore Muti, am 24. August dieses Jahres gegeben. Die Badoglio-Clique hatte verbreitet, daß der Oberstleutnant und Träger hoher Tapferkeitsmedaillen Ettore Muti gestorben sei. Später wurde erklärt, Muti /sei von Carabinieri auf der Flucht erschossen worden, und man verband diese Mitteilung mit der verleumderischen Behauptung, er hätte sich polizeilichen Nachforschungen wegen angeblicher Unregelmäßigkeit während seiner Amtsführung entziehen wollen. Nach den amtlichen Feststellungen der faschistischen Behörden wurde Muti von 14 Carabinieri unter dem Kommando des Leutnants Taddei des Nachts aus dem Bette geholt und nur notdürftig bekleidet mitgenommen. In einem Gehöft zerrte man ihn aus dem Auto und ermordete ihn durch Schüsse aus mehreren Maschinenpistolen. Nach fcttore Muti durch Badoglios Schergen ermordet c Dm Ergebnis der amtlichen Untersuchung der Mordtat erklärte der Leutnant der Carabinieri: „Endlich ist dieses Schwein tot!“ Ehrung des ermordeten Parteisekretärs dnb. Rom, 25. Sept (Funkdienst des O. T.) Die Stadtverwaltung von Rom hat am Freitag beschlossen, zu Ehren des vor einem Monat auf persönlichen Befehl Badoglios von einer Abteilung Carabinieri ermordeten früheren Generalsekretärs der Faschistischen Partei, Oberstleutnant der Flieger Ettore Muti einen Platz der Stadt Rom „Piazzo Ettore Muti" zu benennen. In der Begründung heißt es, Badoglio habe befürchtet, daß Muti einen Plan zur Befreiung des Duce ausarbeite. Die Faschistische Partei in Rom wieder an ihrem alten Sitz dnb. Rom, 25. Sept. (Funkdienst des O. T.) Die Faschistische Partei in Rom hat am Freitag ihren Sitz wieder in den historschen Palazzo Brascht verlegt, ln dem sie auch vor dem Badoglio- Putsch ihren Sitz hatte. Neuer Rechtfertigungsversuch des Jämmerlings Badoglio Unverschämte Behauptungen und Tatsachenverdrehungen des Verräters dnb. Berlin, 23. Sept. Der Verräter Badoglio hielt es schon wieder einmal für notwendig, mit einer Erklärung vor das italienische Volk zu treten. Badoglio beendet seine Rede mit einer acht Punkte enthaltende Erklärung, durch die er sich und das Königshaus, dessen Herrscher das Komplott mit den Feinden gegen Deutschland und seine Verbündeten geschmiedet hat, von der Schuld des Verrats reinzuwaschen nicht. Die Erklärung beginnt mit der kühnen Behauptung, daß der König and das Königshaus Ausdruck des Willens des italienischen Volkes seien, und daß das Volk mit dem Faschismus nichts mehr zu tun haben wolle. Badoglio und seine Auftraggeber übersehen geflissentlich, was soeben erst durch einen Reisebericht im Berner „Bund“ bestätigt wurde, daß sich das italienische Volk voll Veracktnng von seinem König abwendet, der es in das Chaos gestürzt nnd sich selbst bei den ehemalgen Feinden Italiens ln Sicherheit gebracht hat. Dagegen strömen unentwegt die Massen wieder dem Faschismus zu, der die Schmach des italienischen Königshauses tilgen wird. Was vom Volk gilt, gilt auch von den Truppen. Die traditionsbewußten Soldaten sammeln sich unter den Fahnen der faschistischen Nationalregierung. In Punkt 4 stellt Badoglio die freche Behauptung auf, nickt das italienische Volk habe die Deutschen verraten, sondern Italien sei von der , .Nazi-faschistischen Verschwörung" verraten worden. London und selbst Churchill haben inzwischen der Welt unwiderlegbare Beweise dafür g- geben, daß die Badoglio-Clique von langer Hand Ihren hinterlistigen Schurkenstreich gegen den deutschen Verbündeten vorbereitet hatte. Es wird dem Halunken Badoglio nicht gelingen, diese Verschwörung von sich abzuschfltteln. Eine nicht minder erbärmliche Verdrehung der Tatsachen ist es, wenn Badoglio erklärt die Land- und Stadtbevölkerung von Norditalien würden die Zehntausende ihrer Söhne nicht vergessen, „die einzig und allein im Interesse Deutschlands nach Sowietrußland und in die afrikanische Wüste geschickt wurden". Als ob nicht alle Welt wüßte daß deutsche Truppen nach Afrika gingen, um an der Seite Ihrer Italienischen Kameraden den Feind am Raub italienischen Besitzes zu hindern. Als ob nickt das faschistische Italien in Erkenntnis der bolschewistischen Gefahr es als seine Mission ansah, an der Seite Deutschlands Europa gegen den Bolschewismus zu verleid!- nnd daß unter der Führung des Königs Flüchtlinge, Landleute nnd Arbeiter gemeinsam das zukünftige Schicksal Italiens formen werden. Jene Verscfawörervefbände, die Italien an den Abgrund geführt hatten, hat damit du Vertrauen jedes ehrbewußten Italieners ein für alle mal verspielt Es ist daher ein billiger Effekt, wenn Badoglio seine Erklärung mit der Versickerung schließt, Italien werde „aus dieser Tragödie stärker denn je auferstehen, wenn alle Italiener einig bleiben nnd auf den Sieg vertrauen.“ Wieviel Rechtfertigungsversuche Badoglio auch noch unternehmen mag, er kennzeichnet sich jedesmal stärker als ein erbärmlicher und jämmerlicher Wickt, der jedes Gefühl für Anstand nnd Ehre verloren hat und mm offenbar in Angst und Sorge darum ist, daß er und sein königlicher Komplize Amt und Würden einbüßen könnten. Englands Schuld an Indiens Hungersnot d. Genf, 24. Sept. In einem Kommentar zu der Hungersnot in Bengalen erklärt die ln britischem Besitz befindliche, in Kalkutta erscheinende Zeitung „Statesman“ u. a.: Die Verantwortung für die Hungersnot in Indien lastet auf Großbritannien. Jeder britische Bürger muß sich schämen, daß seine indischen Mitbürger den Hungertod erleiden. d. Stockholm, 24. Sept. „Dank“* für die brutale Unterdrückung Indiens durch England sollen die Inder bei der Niederzwingung Japans entscheidend mithelfen. Das ist die ganze Weisheit des neuen Vizekönigs von Indien, Lord Waveli, die er vor seiner Abreise auf einem Empfang des Royal Empire Society in London zum Besten gab. gen. Nicht das Verhalten der Deutschen nach dem Waffenstillstand hat. wie der Verrätergeneral weiterhin den Italienern einreden will, die „Kluft zwischen Deutschland und Italien noch vertieft' sondern es liegt allein im Interesse jener feindhörigen Clique um Viktor Emanuel, Umberto und Badoglio, eine Kluft zwischen zwei VÖI kern anfzureißen, die sich einig darin waren, daß sie gemeinsam einen Existenzkampf zur siegreichen Entscheidung führen müssen. Es wird ein frommer Wunsdi Badoglios bleiben, anzunehmen. daß Italien „um so eher frei sein wird, je schneller die Deutschen vertrieben werden“. Die letzte Tat des Leutnants Krey (Von Kriegsberichter Hanns H. Reichardt) dnb. (PK.) Bis zum letzten Atemzuge füllte er seine Stellung als leitender Ingenieur in vorbildlicher Weise aus. Mit diesen knappen Worten umreißt die Begründung zur Ritterkreuzverieihung die letzte Tat des Leutnants Ing. Heinz Krey, den der Führer nach seinem Tode mit dem Ritterkreuz auszeichnete. Leutnant Krey wurde nickt von diesem Tod überrascht, er fiel nicht im Kampf, ihn traf nicht das harte Eisen. Bewußt ging er den letzten Gang, sah Leben und Pflicht wie zwei Wege vor sich und wählte — die Pflicht Leutnant Ing. Krey war einer aus der großen Reihe der frontbewährten Ingenieur-Offiziere, von deren Kampf nicht oft die Rede ist Obwohl von ihnen schlechthin der Wert des U-Bootes in technischer Beziehung abhängt. Der L. 1. sieht nicht was geschieht, denn außer den Kommandanten sind ja alle anderen an Bord wie menschliche Räder in dem feingliedrigen Apparat aus Blut und Stahl, aus dem Willen seiner Kämpfer und dem menschlichen Geist, der Gerät nnd Konstruktion ersann und schuf. So sah auch Heinz Krey nicht die kreisenden Bomber über dem Boot Aber er hörte dicht an der Bordwand die Bomben krachen, kurz nachdem der Befehl zum Tauchen gekommen war, und er sein Boot in die Tiefe steuerte. Aber das Boot war nicht zu halten. „Auftancbesl“ Die Luft schoß in die Tanks. Krey brachte dw Boot an die Oberfläche. Oben sprachen die Waffen. Sechs Flieger griffen an, nnd anf das havarierte Boot zu schäumten mit jeder Bugwelle zwei Zerstörer. Sie waren schon viel zu nah, als chtß noch ein Mensch das Schicksal hätte wenden können. Der Kommandant und die Brückenwache waren gefallen, der Befehl „alle Mann an Bord“ flog durch das Boot. Das havarierte U-Boot mit den tausend Geheimnissen moderner Waffen durfte nicht in Feindeshand fallen. Um keinen Preis! „ Und der L. L tat, was geschehen mußte, s&d was ln diesem Falle nur geschehen konnte, seiner letzten Tat stieß er das Tor zu eip neuen Leben anf, das nicht mehr ihm gehört, aber in all den vielen fortbesteht, die mit ihm srnd nach ihm an der gleichen Stelle stehen. Die draußen im Wasser trieben, sahen ihr Boot sinken, noch ehe die Zerstörer heran waren. Aber sie warteten vergeblich auf den letzten Mann, dem die Pflicht mehr war als das junge Leben. Wichtige Kriegsmaßnahmen auch in Mandsdntkso dnb. Helsinki, 24. Sept. Der Kaiser von Man- dschukuo wird der Eröffnungssitzung der Nationalen Vereinigung beiwohnen, die vom 25. bis 30. September tagt. Man glaubt zu wissen, daß wichtige Maßnahmen beschlossen werden, darunter die Zusammenballung der nationalen Verteidigung und die Erhöhung der Produktion. Bei der Konventiqn werden 164 Abgeomete aus 20 Provinzen, die all« Berufe Mandschukuos vertreten, anwesend sein. Izmir. Das Parlament von Libanon wählte am Donnerstag Scheich El-Khuri mit Unterstützung der schitischen Abgeordneten mit einer Mehrheit von 44 Stimmen zum Präsidenten der Republik. Ereignisse aus aller Welt kurz gemeldet :»W II CT Berlin. Der Ritterkreuzträger Leutnant d.R. Rudolf Witsch erlitt bei den schweren Kämpfen im Osten den Heldentod. Berlin. Der Ritterkreuzträger Oberleutnant Hans Götz, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, kehrte von einem Feindflug nickt zurück. Berlin. Der Volksgerichtshof hat den 50jährigen Arbeiter August Neumann wegen Zersetzung der Wehrkraft zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde bereits vollstreckt. Berlin. Die vorübergehend unterbrochene Flugverbindung nach Italien wird am 24. September wieder aufgenommen. Stockholm. Auf besonderen Wunsch des englischen Königspaares wurde die älteste Tochter Prinzessin Elisabeth, da kein männlicher Erbe vorhanden ist. noch vor Erreichung der Großjährigkeit in den Staatsrat auf genommen. Stockholm. Der Stockholmer Postränber, der am 11. September in Stockholm als falscher Postbeamter einen Sack Wertsendungen mit 238 000 Kr. gestohlen hatte, wurde in Oestersund verhaftet. Stockholm. Im englischen Unterhaus gab der Innenminister Amery den katastrophalen Umfang der Hungersnot in Indien zu; die Sterblidikeits- ziffer liegt bereits um 30 Prozent über der Normalziffer. Stockholm. Unter dem Vorsitz von Lord Gary wurde nach einer Meldung aus Canberra das neue australische Parlament eröffnet, das jetzt eine Mehrheit der Labour-Partei besitzt. Lissabon. Das USA.-Schatzamt druckt ungeheure Mengen von Lira-Noten, die den amerikanischen Soldaten auf italienischem Boden «is Sold übergeben werden — ein Mittel der USA,- Juden zur Entwertung der italienischen Währung. Izmir. König Ibn Saud hat an den ägyptischen Ministerpräsidenten Nahas Pascha anf dessen Einladung zur ranarabischen Konferenz erwidert, daß die Engländer eist das Palästina-Statut ändern müssen, da Pa’ästina als arabisches Land der Union der Panarabiscben Völker angehören müsse. Hsfnkjng. Der Kaiser von Mandschukno wird der Eröffnungssitzung der Nationalen Vereinigung beiwohnen, die vom 25. bis 30. September tagt. Es sollen wichtige Maßnahmen, darunter die Zusammenballung der nationalen Verteidigung und die Erhöhung der Produktion, beschlossen : werden. Die zweite Reise des Kolumbus Glänzender Höhepunkt und tragische Wende eines Entdeckerschicksals dpz. Vor 450 Jahren, am 25. September 1493, trat Christoph Kolumbus seine zweite Fahrt nach den von ihm entdeckten Gebieten an. Die Abfahrt aus dem Hafen von Cadiz glich einem Triumphzug. Siebzehn Schiffe nnd 1500 Mann hatte die spanische Krone dem Entdecker zur Verfügung gestellt — weitaus die größte Flotte, über die Kolumbus jemals befehligt hat. Bei der ersten Fahrt waren es ja nur drei bescheidene Kara- vellen gewesen . . . Aber inzwischen war Kolumbus mit dem abteueriidien Bericht zurückgekehrt, daß er den Weg nach Indien über das Westmeer gefunden habe, hatte die höchsten Ehrungen empfangen, war zum Granden von Spanien, zum Admiral und Vizekönig der von ihm entdeckten Gebiete ernannt worden. Hunderte, die in der neuen Welt ihr Glück zu machen hofften, folgten freiwillig auf der neuen Fahrt... Sie wurde für alle Beteiligten eine ungeheuere Enttäuschung. Zwar wurden neue Insein entdeckt — Dominika, Maria Galante, Gouadelonpe, Jamaika und Portoriko — zwar wurde auf Hispaniola (Haiti) eine Stadt begründet, die nach der Königin Spaniens den Namen Isabella erhielt, aber dis erhofften ungeheueren Schätze wurden weder dem Admiral noch seinen Begleitern beschert. Denn die Gebiete, die Columbus entdeckt hatte, waren entgegen seiner Meinung nicht die Ostküste des ersehnten Indiens, sondern Teile eines unbekannten, von Wilden bewohnten Kontinents. Kolumbus hat sich bis an sein Lebensende geweigert, dieser Erkenntnis zuzustimmen. Gegen ihn erhoben sich auf Grund der Erfahrungen dieser Fahrt Kritiker und Verleumder, die seinen Einfluß am spanischen Hofe zu untergraben versuchten. Noch -inn,»! gelang es Kolumbus, seiner Widersacher Herr zu werden, indem er nach drei Jahren, 1496, diese zweite Reise abbrach und nach Spanien zurückkehrte. Er führte zwanzig Indiz- Kolumbas’ Aufbruch zu seiner zweiten Reise ner mit sich, außerdem Goldschätze, die er nicht ohne Zwangsmaßnahmen auf den entdeckten Inseln zusammengeholt hatte. Noch einmal wurden ihm alle Ehren erwiesen. Aber sein Einfluß war und blieb gebrochen. Zwei Jahre dauerte es, bis man ihm Schiffe für eine dritte Reise bewilligte; diesmal waren es nur sechs, nicht siebzehn.... Bekannt ist, wie dann diese dritte Reise, die den Entdecker zum ersten Male an die Küste des süd- amerikanischen Festlandes führte, damit endete, daß man Kolumbus in Ketten nach Spanien zurückbrachte. Er wurde in seine Würden nicht mehr eingesetzt Seine vierte und letzte Reise war ein Privatunternehmern mit nur vier armseligen Schiffen durchgeführt Zehn Jahre nach der Rückkehr von jener schicksaisvollen zweiten Reise, 1506, ist Kolumbus in Valladolid gestorben. Er hat sieh von dem Fehlschlag jenes 1493 so hoffnungsvoll begonnenen Unternehmens nicht mehr erholt... Oberrheinische KuHumachrichten Bodenseeaoxsteilasg 1945 in Konstanz. okn. Die kürzlich im Wessenberghaus eröffnete Bodenseeausstellung 1945 des Kunstvereins Konstanz ist mit 130 Werken von 25 Malern und Malerinnen stärker beschickt als ihre Vorgängerinnen. Im Bildthema überwiegt begreiflicherweise die Bodenseelandschaft die vor allem von Einhart, Stadelhofer, Eiermann, Haas, LämmeL Helene Roth u. a. in lichtvoller Farbigkeit von Renner, Ortei n. a. in dunkleren Tonstufen darge- stelh wird. Die Vorliebe zahlreicher Bodenseemaier für Motive im Hegau und Linzgau sowie in der alpinen Bergwelt zeigt sich wieder einmal mehr in einigen ausgezeichneten Bildern. Mit schönen Proben ist die Porträtkunst das StiUeben und Blumenstück (vorwiegend öl- und Aquarellmalerei) ferner die Graphik vertreten. Für die Fruchtbarkeit des künstlerischen Schaffens im badischen Bodenseegebiet zeugt gerade diese von Kunstfreunden stark besuchte und durch ihren Verkaufserfolg hervorstechende Ausstellung. Der „Fiesco“ in der „Leipziger Fassung“ okn. Vor einigen Monaten war berichtet worden, daß der Königsberger Universitätsprofessor Dr. Borchert in der Dresdener Theaterbibliothek die sogenannte „Leipziger Fassung“ von Schillers „Fiesco" wieder aufgefunden habe. In dieser Lewziger Fassung erklärt Verrina am Schluß nicht „Ich gehe zum Doria“, sondern er werde sich einem Volksgericht stellen. Der jüngsten Straßburger Neueinstudierung des SdiiUerschen Dramas war diese sogenannte Leipziger Fassung zugrunde gelegt, im übrigen hielt sich der zu Gast geladene Berliner Spielleiter Richard Weichert, dem das Theater Straßburg schon eine Reihe glanzvoller Klassikerinszenierungen verdankt, an die Urfas- sung. Weichert hatte auch in dieser mustergültigen! Inszenierung Wort und Sinn des Trauerspiels in die Bewegung umgedeutet und dadurch Spannungen und Ballungen erzielt, die den Hörer von Anfang an in das Geschehen hineinrissen. Tanzgruppe Olga Mertens-Leger Karlsruhe in Dresden. Auf Einladung der Reichskulturkammer wird die Tanzgruppe Olga Mertens-Leger Karlsruhe für die Dauer des Monats Oktober in Dresden in den Ausstellungshallen im Rahmen eines Großvariöteprogramms auftreten. okn. Der Oberrheindichter Hermann Burte ist eingeladen worden, bei der Ende Oktober in Detmold stattfindenden diesjährigen Grabbe-Woehe eine Würdigungsrede über Grabbc zu halten. Verleger: Alfred Reiff (bei der Wehrmacht) Druck und Verlag: A. Reiff & Cie„ Offenburg. Verlagsieiter: R Hack (b d Wehrmacht), Stellvertreter und Anzeigenieiter Rudolf Berte»; Hauptschriftleiter: Carl Fürst, (PL Nr. 8). Johann von Valvasor, der Vater der Höhlenforschung Zum 250. Todestag des vielseitigen Gelehrten und Forschers Die geheimnisvolle Wunderwelt unterirdischer Grotten und Höhlen mit ihren herrlichen Eisbildungen und seltsamem Tropfsteinsdimuck hat frühzeitig die menschliche Phantasie beschäftigt. Meist ist sie nach uraltem Volksglauben von Spuk- und Sagengestalten bevölkert, unter denen Kaiser Rotbart in Thüringen, am Spessart, im Wesergebiet und Salzburger Land wohl die größte Rolle spielt. Einer der ersten Männer, die sich, von rastlosem Forscherdrang beflügelt, in diese Tiefen hinabwagten, war Johann Weikard Freiherr von Valvasor. Hierzu gehörten damals Mut und Unternehmungsgeist, glaubte man doch die Höhlen zu seiner Zeit noch von Fabelwesen und Ungeheuern aller Art bevölkert. Der Gelehrte wurde 1641 in Laibach geboren, studierte in seiner Vaterstadt und beschäftigte sich zunächst mit den unterirdischen Gebirgsbildungen der Krain. Später erforschte er auch die Höhlen Kärntens, Oberbayerns und des Salzburger Landes, wobei er auch die geschichtlichen Überlieferungen und Volkssagen über diese prachtvollen Naturdome mitberücksichtigte. Schließlich reiste Freiherr von Valvasor gar nach Frankreich und Italien, um von dort aus die unterirdische Wunderwelt Afrikas und Asiens wissenschaftlich zu ergründen. Auch den damals neuentdeckten Höhlen auf dem amerikanischen Kontinent widmete er seine Aufmerksamkeit, wobei er sich allerdings nicht auf eigene Untersuchungen stützen konnte. Bei seinen Studienfahrten nahm der Forscher keinerlei Rücksicht auf Gesundheit und Leben. Oft drang er, nur ganz unzureichend ausgerüstet, in tiefste Höhlen ein, um sie auf das gründlichste zu untersuchen. Er verirrte sich dabei nicht selten und entging mehrmals nur mit Mühe dem Tode durch Durst oder Hunger. Durch die Strapazen, mit denen .die Höhlenfahrten in vielen Ländern verbunden waren, wurde die Lebenskraft des Gelehrten vorzeitig erschöpft. Er starb, erst zweiundfünfzig Jahre alt, im September 1693. Freiherr von Valvasor hinterließ eine Reihe bahnbrechender geologischer und topographischer Fachwerke, die sich ganze Generationen von späteren Höhlenforschern zum Vorbild nahmen. Ihr Inhalt ist teilweise auch heute noch von wissenschaftlicher Bedeutung, obwohl ihrem Verfasser bei seinen Untersuchungen keine modernen Hilfsmittel und Präzisionsinstrumente zur Verfügung standen. So gilt Freiherr von Valvasor mit Recht als „Vater“ der neuzeitlichen Höhlenforschung, die nicht nur dem Botaniker, Geologen und Zoologen, sondern auch dem Vorgeschichtsforscher immer wieder die wertvollsten Aufschlüsse bietet. Es sei hier nur an die berühmten Wandmalereien des Urmenschen erinnert, die als Jagdzauber gedacht waren und oft von einzigartiger Farbenpracht wie künstlerischer Vollendung sind. Baum-Mumien Immer wieder bemüht man sich dem zu Bauzwecken verwendeten Holz eine möglichst lange Lebensdauer zu sichern. Besonders schwierig ist das in jenen Fällen, wo die Hölzer dem Wetter preisgegeben und noch dazu mit der Bodenfeuchtigkeit in Verbindung sind, so etwa bei Telegraphenstangen, die in verhältnismäßig kurzen Intervallen erneuert werden müssen. Nun hat man eine vielversprechende Neuerung erprobt. Man läßt Bäume einfach zu Mumien werden, das heißt, man entzieht ihnen noch bei lebendigem Leib das ganze Wasser, das Holz trocknet vollkommen aus, und was übrig bleibt, ist ein Gerüst aus reiner Holzzellulose, aber noch im gleichen Zusammenhang, wie es im lebenden Baum angeordnet war. Dadurch ist jede Fäulnis ausgeschlossen und die Lebensdauer solcher Hölzer ganz wesentlich erhöht. Zu diesem Zweck nimmt man dem Baum die Rinde weg, solange er noch auf seinem Standort steht. Damit aber ist die Zirkulation des Wassers im Baum unterbrochen; obwohl die Wurzeln Weiterarbeiten und auch die Blätter vorhanden sind, kann kein Stoffwechsel mehr vonstatten gehen. Die Äste und Zweige sterben ab, alle organischen Reste, die ansonsten im Holz normal gefällter Bäume vorhanden sind, verschwinden, und kein Insekt, kein Schimmelpilz ist an einer solchen Mumie interessiert, denn hier ist nicht der geringste Rest freßbarer oder verwendbarer Stoffe vorhanden. Man kann die Bäume so lange stehen lassen, bis'man sie braucht, und hat auch keinerlei Lagerkosten. Telegraphenmaste, die man aus solchen „Mumienbäumen“ herstellt, haben eine ungewöhnlich lange Lebensdauer und benötigen keinerlei Vorbehandlung, man erspart also auch jedes Imprägnieren, (g) H. Sch. Dem feindlichen Bombenterror zum Trotz Aus dem Ostfronttagebuch Hamburger Grenadiere — Kampfgeist unerschütterlich S Viele Gesichter trägt das Bild dieser Ab- >pfe im Osten. Verschieden wie Aussehen und Wirkungsweise unserer modernen Infanteriewaffen, unterschiedlich wie Gelände und Klima dieses gottverfluchten Landes, persönlich differenziert wie Charakter und Temperament der kämpfenden Soldaten, abgewandelt wie die zahlreichen Mundarten deutscher Männer, die angetreten sind, gleicht . jeder Einsatz einem spannungsgeladenen Schauspiel, bei dessen Beginn noch völlig offen steht, mit welchen Mitteln der Autor den Konflikt lösen wird. Feststeht allein der Autor und der Konflikt. Als erster«- zeichnet der Kriegsgott Mars persönlich verantwortlich, der Konflikt ist immer der gleiche: 3 ' i auch dem kleinsten Gefecht und Spähtrupp tritt ie Ordnung Europas gegen das Chaos des Ostens an. Einmal ein annäherndes Bild von der Fülle andersgearteter Eindrücke und Probleme zu geben, die in der kurzen Zeit weniger Stunden auf kämpfende Soldaten _ losgelassen werden, sind diese Zeilen bestimmt, in deren Mittelpunkt ein Regiment Hamburger Panzergrenadiere steht, seit dem ersten Tage in Polen, im Westen und hier im Osten eingesetzt und in den letzten Wochen überschüttet mit einem Regen von Feldposttelegrammen, die für ihre Empfänger die immer gleiche Nachricht brachten: Totaler Bombenschaden. Es ist an einem Donnerstag, ir Uhr: Stunde um Stunde rollen sie nordostwärts. Kaum, daß sie ein paar Minuten Zeit finden, die Erbsensuppe hinunterzulöffeln. Als Nachtisch wird Staub serviert, rot- gelber, russischer, lehmiger Staub, der kilometerweit aus der Rollbahn eine dampfende, langschweifige Fahne macht. Es geht wieder sehr eilig zu heute, konstatieren die „alten" Stabsgefreiten. Der Mist scheint wieder am Dampfen zu sein, dann sind ihre Gedanken wieder daheim an der Elbe. Ob wohl wenigstens ein Zivilanzug gerettet ist, damit sie im Urlaub einmal ausgehen können, ohne den strammen Koppelriemen um den Bauch? Urlaub haben nur die Kameraden bekommen, die Verwandte verloren haben. Das sehen sie wohl ein. Schließlich kann nicht die ganze Division nach Hamburg fahren. Eine Schweinerei bleibt es doch: hier angebunden zu sitzen und daheim gibt es sicherlich so viel zu regeln. „Meine Herren, der Feind hat gestern zwischen O. und N. einen Einbruch erzielt, den die hier eingesetzten Einheiten nicht haben bereinigen können. Das Regiment tritt um 18 Uhr zum Angriff an. Aus dem Marsche sofort absetzen und in die Bereitstellung rücken". Die Höhe 243,2 wird für Stunden zum Feldherrn- hügel, wie wir ihn aus den Schlachten des Alten Fritz her kennen. Man sieht die Dörfer und Angriffsziele. Panzer fauchen sich in Deckung heran * Ein wolkenverhangener Abend hat den Tag ablöst, ein schauriger Brandabend mit brennenden Strohdachfadkeln ringsum. Ewiggleiches Bild des Krieges, akustisch untermalt durch paukenschlagartiges Baffen der Panzerkanonen und durch das geschäftige, sich durch den Aether entfernende Gurgeln eigener Artilleriegeschosse, die das Gelände von unseren Angreifern gehörig abkoffern. Zurück kommen Sanitätskraftwagen, Leichtverwundete und Gefangene. Ein erquickender Regen, sagt man wohl nach einem glutheißen Tag wie dem heutigen. Die Grenadiere in ihren Schützenmulden und Panzerdeckungslöchern haben ein anderes Vokabularium, um ihren Gefühlen Luft zu machen. Wenn einem das Lehmwasser den Rücken abwärts in munteren Bächlein rieselt, so werden auch zartbesaitete Gemüter rabiat. Der Angriff ist gut vorangekommen. Morgen früh wird wohl die feindliche Artillerie zu klotzen be- unpassierbar wird. Kübelwagen bringen Kaffee vor zu den klappernden Grenadieren vorne, Panzer kurven zurück um zu — munitionieren", wie sie sagen. Leuchtkugeln steigen, Bomben fallen (feindliche allerdings), und am _ linken Flügel macht sich das „Dritte“ zum Angriff fertig. Durch die Nacht schleichen sie vorwärts, kurze, abgehackte Garben, Leuchtkugeln, Pistolenschüsse, Handgranaten, Kolbenschläge. Um 3 Uhr früh daditt dittdadaditt die Meldung durch den Funk: S. nach schwerem Nachtangriff genommen. . Ja, der Wulf und seine Männer, auf die kann man sieh verlassen, denkt der Kommandeur, Gott sei Dank, denken die Landser, denn nächstens stürmen ist eine unangenehme Sache. Die Frönt schweigt verdächtig. Aus dem Funkwagen in A. klingt Schlagermusik. Der Soldatensender Ursula weiß, was die Männer vorne hören wollen. „Haben Sie schon mal im Dunkeln geküßt?“ fragt eine wissend-tiefe Frauenstimme. Man raucht eine „Sprot“ (Polens Rache, sagen die Soldaten, weil die Fabrik im Gouvernement sitzt). Man trinkt vom Marketenderschnaps und summt die Melodie mit. In wenigen Stunden geht der Angriff weiter. Dann ist sowieso Rabatz genug. * Inzwischen ist es wieder Mittag geworden. Teufel noch eins, war das ein Zunder. Gut, daß wir uns trotz der Hitze vernünftige Deckungslöcher gesdiäu- felt hatten. Mit leichten Sachen ging es los. Klack, klack. Wimm, Wamm. Granatwerfer sind immer unangenehm. Dann die Orgel . . . Volle Deckung. Du denkft, der Iwan meint nur dich. Rechts, links, vorne, hinter dir. Einen Meter neben das Loch. Fünf Meter. Paul, Jäger, Kiki, seid ihr heil geblieben. Da zischt es heran, wird heller und schneidender. Das müssen Möbelwagen sein, die jetzt heranreiten. Wurumms. Wurumms, Wurumms. Die Erde zittert wie ein gequältes Tier. Staub, Dreck und Splitter surren über das Loch weg. Alles gut gegangen? Wurumms. Kopf weg. Wurumms, wurumms. Iwan ist völlig verrückt geworden. Da ohrenbetäubend nahe: Wurumms. Dunkelheit ringsum. _ Lehmkluten decken dich ein, du wühlst dach aus deiner Verschüttung. Wurumms. Volltreffer in das Dach der Scheune. Um Gottes willen, der Funkwagen. Wurumms. Als ob dir beide Ohren abgeschlagen werden. Du rufst Namen von Kameraden. Keine Antwort. Kriechst aus Deinem zugeschütteten Loch. Rufst. Hörst keine Antwort. Da siehst du Paul, verdredst, auch rufend. Hörst nur ein lautes Rauschen im Ohr. Aha, du hörst also nichts mehr. Paul anscheinend auch nicht. Zeichensprache. Stellungswechsel. Nach links. Zehn Minuten später brennt der gesamte Korndiemenkomplex iichtJrloh, in dem ihr euch eingebuddelt hattet. Wurumnö. Glück? Bestimmung? Man fragt nicht, man lebt. * Der Tag neigt sich, ein Tag voller gedrängten Geschehens. Höhe 237,3 besetzt. Zusammengefaßtes Feindfeuer. Dazu andauernd sowjetische Flie- er. Die verdammten Bettelfighters, würde der eutnant sagen. Aber da sind unsere Jäger dazwischen. Wie eine abgeschossene Ente torkelt der Schlachtflieger abwärts. Der zweite brennt, der dritte baut ab. Ein weißer Punkt am Himmel. Er fällt sehr rasch. Soll er sich sämtliche Knochen brechen. Der Fallschirm klemmt, hat die Form einer zermatschten Birne. Tapfere He in. Das war zuviel. Sieben Ratas kurven wie Hornissen um ihr Opfer. Eine Brandfackel. Gelöscht. Wieder eine gelöscht. Todwund zieht der Riesenvogel westwärts. Die Aasgeier lassen nicht nach. Gurt um Gurt, Salve und Salve wandert hinein in die deutsche Maschine. Immer noch fliegt sie, hält Höhe, fliegt. Wie ein Komet rast der brennende Bomber. Ist so was möglichen Die Sowjets lassen nicht ab, und die Maschine hält immer noch Höhe. Weiß Gott, da* ist gute, deutsche Arbeit. Da SifS! Bilder der Woche Oben: Dieser Drahtschutz dient der Begleitsturminfanterie in einem Frontabschnitt im Osten gegen die Nahbekämpfung durch Handgranaten. Im Gefecht kann das Gitter heruntergeklappt werden. — Mitte: Auf einem abgeernteten Roggenfeld stehen die zusammengestellten Garben zum Trocknen: Aber nicht alle dienen diesem friedlichen Zweck. Unter mehreren von ihnen hält sich ein wohlgetarntes Maschinengewehr zur Abwehr überraschender feindlicher Luftangriffe verborgen. Sobald «ich ein bolschewistisches Flugzeug zeigt, fliegt das tarnende Stroh zur Seite, und dem Angreifer jagt ein vernichtender Feuerhagel entgegen. — Unten: Faschistische Freiwillige, die dem deutschen Bundesgenossen die Treue halten, sind zum Schutz an der dalmatinischen Küste eingesetzt. — Aufnahmen der PK.-Kriegsberichter Kripgans, Merz und Schilling (Sch) lösen sich drei Wattetupfen weit über deutschen Stellungen. Die Piloten sind gerettet, tapfere Piloten. Es ist dunkel geworden. Verpflegung empfangen. Es gibt heiße Bohnensuppe, dazu Käse, Jagdwurst, Butter, Brot und sechs Zigaretten. Wird gut sein, die Nacht wird kalt hier, wenn der Kalender Ende August zeigt. Man ißt und fröstelt. Macht die Strohschütte im Erdloch einige Handbreit dicker. Die Sterne flimmern kalt und unbewegt. Vorne darf jetzt niemand schlafen. * Die Stukas sind dagewesen, Schlachtflieger und Horizontalbomber. Wenn wir es noch nicht gewußt hätten: Hier muß eine sehr gefährdete Frontstelle sein: wenn „Hermanns Vögel“ sozusagen von morgens bis abends Eier legen, so hat das schon etwas zu bedeuten. Sechs Gegenstöße sind abgeschmiert. Auf fünf Meter liegen zum Teil die toten Sowjets vor unseren Stellungen., junge, blutjunge Burschen, 18 und 19 Jahre alt, ein Moskauer Studenten-Regiment, das jetzt schon so gut wie vernichtet ist. Von der Höhe am Nordteil A. kann man sie laufen sehen. Kommissare fuchteln mit den Armen in der Luft herum. Nur mit Mühe zwingen sie die Moskowiter wieder in die Stellungen am Hang. Den ganzen Tag über trommelt der Sowjet. Das Trommelfeuer hat sich gelegt. Sie greifen wieder an. In Massen kommen sie die Höhe heruntergetorkelt, wodkaselig, mit dem Versprechen ihrer Kommissare in der Tasche, die Hamburger Division sei kampfesmüde (Gefangeneqenaussagen). Da fetzen die Granaten dazwischen. Das fällt und fliegt. Als Pause ist, flüchten sie in die baumbestandene Mulde. Stukas febnen nieder, mitten hinein! Schreien und Jammern vor unseren Linien. Das hanseatische Traditions-Regiment hat schwer kämpfen müssen in di ese n Tagen. Als Spähtrupps bei Morgengrauen nachzählen, liegen vor den Stellungen über 900 Feindtote. Wie viele mögen ungezählt geblieben sein, denn die Ernte der Artillerie wird ja drüben eingebracht. Zwei Divisionen vernichtet, bestätigt ein Gefangener, zwei Divisionen von einem Regiment, das seine Stellung hält und angreift wie befohlen, heute, morgen, immerdar. Den Bombentelegrammen zum Trotz, mit denen die Tommys glauben, uns weich machen zu können. Unteroffizier Hans Vathje Leiterinnen für Kriegsaltersheime Die NS.-Volkswohlfahrt bringt eine große Zahl von alten, pflegebedürftigen Männern und Frauen aus den Luftkriegsgebieten teils in bestehenden Heimen ähnlicher Art, teils in für diesen Zweck neu einzurichtenden geeigneten Gebäuden unter. Für die Leitung dieser Heime — das eigentliche Pflegepersonal wird von der NSV. gestellt — werden Frauen gesucht, die das nötige Verständnis für den Umgang mit betagten, gebrechlichen Leuten, sowie Kenntnisse und Erfahrungen für die wirtschaftliche und organisatorische Leitung eines solchen Heimes mitbringen. Eine besondere dankbare Aufgabe für Frauen, die selbst Opfer des Luftterrors geworden sind oder ihren Mann im Krieg verloren haben. Die leitende Stellung in einem solchen Kriegsaltersheim enthebt sie auch wirtschaftlich aller Sorgen, denn neben freier Unterkunft und Verpflegung wird ehe angemessene Vergütung gewährt. 1 Bewerberinnen werden gebeten, sich bei der Abteilung „Gemeindepflege'' NSV.-Gauamtslei- tung, Straßburg, Gauhaus, unter Einsendung ihrer Papiere: Lebenslauf, Zeugnisabschriften, Lichtbild usw. zu melden. #?j i(i - ii ■pl rj AÜ 4 il ill M ^B—rt Urtfrfcalfawg SmmUm T2 / TTT n i »»11/ / Eine heitere Jagdgesehtchte rorster W end-land erzählt / von Eduard Fran* Förster Wendiand nahm die Pfeife aus dem Mund. „Tja, Schießen und Treffen kt immer zweierlei“, sagte er lächelnd. „Ich bin in meiner langen Weidmannazeit manchem begegnet, der wohl lustig mit der Büchse knallen konnte, aber mehr als Löcher in der Luft und ab und zu eines im Sitzfleisch der Treiber nicht zustande brachte. Da fällt mir die Exzellenz ein — den Guten bedeckt nun auch schon länget der kühle Basen —, bei der ich in jungen Jahren zum ersten Mal das Försteramt auageübt habe. Der Herr Baron war die meiste Zeit des Jahres in seinem Ministerium in München. Aber ab und zu, wenn ihn die Jagdleidenschaft packte, mußte ich ihn, mit zwei Doppelbüchsen auf dem Rücken, ins Revier begleiten. — Ich hätte Gott gedankt, wenn er bloß ein mittelmäßiger Jäger gewesen wäre; eher er war leider nicht einmal das. Als versessener Bücherwurm stark kurzsichtig, sah er auf zwanzig Schritte Entfernung jeden Ziegenbock für ein Stück Wildbret an. Und die Hasen in seinem Revier wären sämtlich an Altersschwäche gestorben, hätte die Kugel des Jagdherm sie allein bedroht Um von vornherein etwaige Unglücksfälle aue- suschließen, lud ich das Gewehr der Exzellenz •tets nur mit harmlosen Platzpatronen, was der gute Mann bei seiner geringen Sachkenntnis gar nicht merkte. Die Täuschung war umso vollkommener, als im selben Augenblick, da der Baron seine Büchse abechoß, auch mein Jagdgehilfe aus dem Hinterhalt auf das zur Strecke zu bringende Wild feuer mußte, um für den Ahnungslosen den Meisterschuß zu tun. Das ging so einige Jahre hindurch, ohne daß eine dritte Person um das Geheimnis wußte. Mit ansehnlicher Beute und dem Glorienschein eines großen Nimrods kehrte die Exzellenz meist nach einer Woche nach München zurück, um sich dort wieder den Staatsgeschäften zu widmen. Eines Herbstes hatte sich der Baron wieder zur Jagd eingefunden. Des Morgens um sechs wollte ich ihn, wie üblich, zur Pirsch abholen, denn ich wußte, daß die Exzellenz kein großer Frühaufsteher war. Wie erstaunt war ich jSdoch, als der Diener mir erzählte, der Herr Baron habe das Haus schon um vier Uhr früh verlassen und bemerkt, er wolle diesmal sein Weidmannsglück allein versuchen. Da wenig Aussicht war, ihn in dem ausgedehnten Jagdrevier zu finden, wartete ich mit Spannung auf seine Rückkehr. Es ging schon auf Mittag, als die Exzellenz mit den Anzeichen größter Erregung das Haus betrat. Sein Gesicht war von dem schnellen Lauf gerötet und das Haar hing ihm wirr in die Stirn. „Wendland!“ rief er verstört. „Es ist ein schreckliches Unglück geschehen!“ „Ein Unglück, Exzellenz?“ fragte ich erstaunt. „Ja, stellen Sie sich vor, ich habe einen Menschen getötet! Während ich oben bei der Klamm auf den großen Sechsender warte, taucht plötzlich ein Kerl mit rußgeschwärztem Gesicht vor mir auf. Midi sehen und seine Büchse an die Wange reißen, ist eins. In meinem Schreck hebe ich mein Gewehr, drückte ab — ein Knall, und der schwarze Kerl verschwindet wie vom Blitz getroffen im Dickicht. Ich habe sogleich den ganzen Platz nach ihm ab- f esucht, seinen Leichnam jedoch nirgends gefunden. Ir muß wohl in die Klamm hinabgestürzt sein. Ich konnte während des in höchster Erregung vorgebrachten Berichts kaum das Lachen verbeißen. Denn daß der bloße Knall einer Platzpatrone einem stämmigen Wilderer das Lebenslicht ausgeblasen haben sollte, klang mir denn dch zu unwahrscheinlich. Abet^die Exzellenz war nicht zu beruhigen. Er, den seine Freunde einen Philanthropen nannten, habe nun ein Menschenleben auf dem Gewissen, jammerte er. In mir war in diesem Augenblick ein großer Zwiespalt. Sollte ich den Baron bei seinem Glauben belassen, oder ihm — ungeachtet des dann zu erwartenden Donnerwetters — offen sagen, daß er Zeit seines Lebens, also auch in diesem Falle, nicht mit ein« scharfen Patrone geschossen habe? Ich entschloß mich schließlich für das letztere; mochte kommen, was da wollte. Die Exzellenz hörte mich mit abgewandtem Gesichte an, drehte sich dann auf dem Stiefelabsatz um und verließ das Zimmer. — Am Abend ließ der Baron mich endlich zu sich rufen. Sein Zorn schien verraucht. „Wendland,“ sagte er mit etwas belegter Stimme, ,dafür, daß Sie mich seit Jahr und Tag hinters Licht geführt haben, muß ich Sie auf jeden Fall bestrafen. Ich entlasse Sie und den Jagdgehilfen mit dem heutigen Tage aus meinen Diensten. Aber ich gebe euch beiden ein Empfehlungsschreiben an meinen Freund, den Grafen W. mit, der gerade einen neuen Förster samt Gehilfen sucht. Und wenn ihr beide, so lange ich lebe, über die Sache schweigt, werde ich euch in meinem Testament bedenken.“ Ich und mein Gehilfe gaben ihm darauf unser feierliches Versprechen, das wir lang üb« sein Tod hinaus gehalten haben... Der Forst« schwieg nachdenklich. Wir ab« — seine Gäste — wußten nun, woher das Geld gekommen war, mit dem er sich damals das stattliche Häuschen gebaut hatte. Und im Gedanken an die verblichene Exzellenz leerten wir unsere Gläser... Der Sperr»#* Wenn man stob einen Kunstgenuß ln besonderem Rahmen leisten will, dann nimmt man im Theater oder Kino „Sperrsitz“. Es ist die« gewöhnlich einer der teuersten, und besten Plätze des Hauses. Der Name rührt von einer längst vergangenen Bitte her. Die Besitzer der meist kür das ganze Jahr gemieteten besten Plätze hatten das Recht, an den aufklappbaren Litzen Vorlegeschlösser anzubringen und diese abzugper- ren. Sogar bis in die heutige Zeit haben sich in einem einzigen Theater, dem historischen Schauspielhaus des Städtchens Grein an der Donau, noch derartige „Sperrsitze“ erhalten; doch werden die vorhandenen Sperrvorrichtungen schon lange nicht mehr benutzt Im Krankenhaus in Braunau wurde ein Mädchen geboren, das nnr 1.15 Kilogramm wog. Anf Anraten des Arztes wurde das Kind in ein Kinderheim in Trautnau gegeben, wo es durch sorgfältige Betreuung gelungen ist das Kind am Leben zu erhalten und es innerhalb von fünf Monaten auf ein Gewicht von vier Kilo zu bringen. Erkenntnisse eines Lebens / v°* Nach der von Honort dt Balzac berasss- gegebenen Auswahl, übertragen von Karl Lerbs. Der «ste Staitslenk«, der beim ersten großen internationalen Konflikt sich aus rein« Gesinnung der Sache der Volk« annimmt, wird an der Spitze Europas stehen. * _ Wer die Tugend nur deshalb ausübt, weil er sich einen großen Namen damit zu machen hofft, ist vom Verbrechen nicht mehr weit entfernt. Unglück ist die Hebamme des Genies » Die Franzosen bewundern mögliche. nur immer das Un- D« Adler wäre an d« Macht geblieben, wenn er sich nicht mehr mit seinen Zweigen als mit seinen Wurzeln beschäftigt hätte. * D« größte Redner der Welt ist der Erfolg. » W« das Vaterland rettet, verletzt kein Gesetz. * Ein Herrscher darf Fehl« verzeihen, ab« vergessen darf er sie nie. » Die einzelnen Eroberungen, die man niemals bereut, sind die Gebiete, die man der Ungewißheit abgenommen hat. Napoleon dem Ersten Die Kirche muß im Staat sein, ab« nicht der Staat in der Kirche. Vom Geist bis zur Vernunft Weg, als man denken sollte. ist es ein weit« Ein Staatsmann muß sein Herz im Kopfe haben. * Throne kann man nicht ausbessem. » Frankreich wird nur an Paris sterben. Schicksalsschläge gleichen dem Stoß des Prägestocks in der Münze: Sie prägen dem Menschen seinen Wert auf. Ein He« ist ein Volk, das gehorcht. Keine menschliche Einrichtung hat Bestand, wenn sie nicht auf ein Gefühl gegründet ist. » Es gibt keine Kraft ohne ZieL Mit Verwegenheit kann man afles beginnen, ab« nicht alles vollbringen. * * Ein gut« Philosoph ist ein schlecht« Staatsbürg«. Den Tod fürchten heiße aus dem Atheismus ein Gewerbe machen. » Kein Mensch kann Vorhersagen, wie er sich in den letzten Augenblicken sein« Lebens benehmen wird. (g) Bismarck=Anekdoten / o« sammelt von Fritz Alfred Zimmer In der Konfliktzeit von 1863, wo es scheinbar für die preußische Politik keinen Ausweg mehr gab, hatte Bismarck in Berlin einen sonderbaren tröstlichen Traum, den er sogleich am Morgen sein« Frau erzählte und viele Jahre spät« auch dem Kaiser. Im Anhang zu seinen „Gedanken und Erinnerungen“ erzählt « ihn so: f „Mir träumte, daß ich auf einem schmalen Alpenpfad ritt, rechts Abgrund, links Felsen; der Pfad wurde immer schmaler, so daß das Pferd sich weigerte, und Umkehr und, Absitzen wegen Mangel an Platz unmöglich; da schlug ich mit mein« Gerte in der linken Hand gegen die glatte Felswand und rief Gott an; die Gerte wurde unendlich lang, die Felswand stürzte wie eine Kulisse und «öffnete einen breiten Weg mit dem Blkk auf Hügel und Waldland wie in Böhmen; preußische Truppen mit Fahnen, und in mir noch im Traum der Gedanke, wie ich das schleunig der Majestät melden könnte. Dies« Traum erfüllte sich, und ich erwachte froh und gestärkt aus ihm.“ * Es ist bekannt, daß der alte Bismarck merkwürdig starke und dichte Augenbrauen hatte. Wenn er nervös war — und der Eiserne Kanzler war ein Nerven mensA wie selten ein« —, so drehte er sie, wie andere Leute ihren Schnurrbart. Das wußte man in d« Reichskanzlei, und wenn se es sahen, mußten sie wieder einmal auf einen kritischen Tag gefaßt sein. Wenn die Räte zu ihm ins Zimmer traten und bemerkten, daß er mit einer Art weltschmerzlichem Ausdrude der großen Augen zum Fenst« hinaussah, in den Garten, und dabei die Augenbrauen drehte, da wußten sie schon, daß es heute nicht leicht sein werde. Herr Tiedematm selb«, der Kanzleichef, hart» freilich längst dafür ein Mittel gefunden, das « ab« für sich behielt und «st viel spät« verriet. Wenn d« merkte, daß hei dem Gewaltigen em Gewitter im Anzug sei, dann referierte et, auch wenn er die Mappe voll Vertragsachen hatte, üb« eine ziemlich glichgültige, nebensächliche Angelegenheit. Diese hatte er sich vorsichtshalber immer bereit obenauf gelegt. Dann bekam er gewöhnlich den Bescheid: „Mir ganz egal. Tun Sie, was Sie denken.“ Und wenn der Kanzler dann fragte: „Haben Sie noch mehr?“ so erwiderte Tiedemann: „Nein,“ und war entlassen. Der kluge Herr von Tiedemann fügte hinzu: „Dank dieser Vorsichtsmaßregel bin ich nie in die Lage gekommen, den Fürsten ungeduldig zu machen und zu reizen. Am nächsten Tag mußte « dann freilich eine Flut von Vorträgen üb« sich «gehen lassen. Er konnte dann stundenlang geduldig zuhören; die elektrische Spannung war eben vorüb«, und es herrschte wieder gut Wetter.“ * Der große Bismarck-Maler Franz Lenbach berichtet, wie ungezwungen ee oft an Bismarcks Tafel zuging. „Jedermann ist da willkommen, wer gerade im Hause ist, ein Photograph, ein Inspektor, der wegen einer Hagelversicherung gekommen ist, ein Forstmann. Bismarck spricht mit ihm, dem Unbekannten, schenkt ihm Wein ein, läßt ihn neben einem eben anwesenden Gesandten sitzen, und wenn der Mann fort ist, so fragt er: „Wer war denn der Kerl eigentlich?" dergleichen ist schon mit gar» «inlachen Forslgehflfsn pan» siert. Nach Frack oder dergleichen fällt es niemand ein zu fragen. Bei Tisch interessieren den Fürsten die Menschen nur als solche; wer zu sprechen weiß, ist ihm willkommen, und wer sich aufs Zuhören versteht, ist es doppelt.“ Ein andermal aber bekennt Lenbach von dem Fürsten: „Er gibt sich immer so behaglich. Begegnet er irgendeinem armen Teufel, sei es ein Weichensteller oder Tagelöhner, so drückt er ihm in der Regel , einen Taler, häufig auch ein Goldstück in die Hand. Das geschieht so oft, als er ausgeht, und er geht alle Tage aus. * Im Juli 1872 schrieb der Kanzler an seinen Schneider folgenden Brief: „Sie haben mir früher Sachen gearbeitet, die gut saßen; aber Sie habe» leider die Gewohnheit davon verloren und nehmen an, daß ich mit dem Alter kleiner und dünner werde, was doch selten der Fall ist . . . Was Sie mir seit 1870 geschickt haben, ist nicht zu brauchen, und ich habe von einem sonst so intelligent betriebenen Geschäfte wie dem Ihrigen nicht erwarten können, daß Sie die Naturgeschichte des menschlichen Körpers so wenig studiert haben.“ Merkwürdige Bekanntmachungen Rauf und runter „Dem, der den, der den den 12 . d Mts. gesetzten Waraungspfahl, daß nichts in den Stadtgraben hineingeworfen werden solle, in den Stadtgraben geworfen hat, an zeigt, werden 5 Taler Belohnung zugesichert.“ Gemeindevorsteher zugelaufen Der Vorsteher ein« Dorf« Im Hannoverschen «ließ nachfolgende Bekanntmachung: Das Unterzeichnete Schwein, eine Sau mit zwei schwarzen Ohren, an 300 Pfund schwer, ist hier bei Christian Suffrian zugelaufen und dort gegen Erstatt ang der Futterkosten abzuholen. 12. 12. i-c6. Der Gemeindevorsteher. — Der Erfolg war übrigens, daß di« Sau von einem abgeholt wurde, dem sie gar nicht gehörte. Guter Posten Im Altenkirch« Kreisblatt veröffentlicht die Gemeinde Hirsingen im Jahre 1906 eine Bekanntmachung folgenden Inhalts: Hirsingen sucht tüchtigen Mann zum Aufziehen d« Turmuhr. Lohnt zunächst keiner; spät«, bei guten Leistungen, verdoppelt. Guter Rat In der englischen Grafschaft Essex steht auf der Straße nach Colchester an ein« Stelle, wo zwsj Fußpfade abzweigen, eine Säule mit der Insdiriftt Di«« Pfad führt nach Colchester, jener führt nirgendshin. Wer indessen nicht lesen kann, tut besser, wenn er auf der Landstraße bleibt. Woher stammen die Fangsdmüref Als im Jahre 1566 das niederländische Volk unter Führung der sogenannten „Geusen" sich gegen di« Gewaltherrschaft Philipps II. von Spanien «hob, wurde Herzog Alba zur Niederschlagung des Aufstand« nach Holland entsandt. Ab« trotz brutalst« Gewaltmaßnahmen, trotz Hinrichtung viel« Tausende fanden sich genug tapfere Männer, die ihren Führern treu blieben. Ein hauptsächlich au* Holländern rekrutiert« Regiment verließ bei Nacht und Nebel die spanische Fahne und vereinte «ich.mitden Landsleuten zum Kampf gegen die Unterdrück«. Als Herzog Alba davon «fuhr, gab er Befehl, jeden Angehörigen de» fahnenflüchtigen Regiments, der in Gefangenschaft fallen sollte, ohne Verhör kurzerhand am' nächsten Baum aufzuknüpfen. Darauf, stickten die Holland« einen Botschaft« aa den Herzog, worin sie ihm mitteilen ließen, daß formt) Offiziere und Soldaten d« Regiments sich nrft einem Strick und einem Nagel versehen würden, um den spanischen Henkern ihr Handwerk zu erleichtern. Tatsächlich schlangen sie vor jedem Gefecht einen Strick, woran ein groß« Nagel geknotet war, um den Hals, Symbole, die bald als Ehrenzeichen einer erlesenen, todesmutigen Kämpferschar galten. Später, als die Niederlande ihre Selbständigkeit errungen hatte, wurdev on einigen Regimentern diese Auszeichnung an der Achsel getragen, die Schnur aus Wolle, Seide oder Metallgespinst, der Nagel ans Silber. Ob die Preußische Armee bei Einführung der Fan|schnüre auf das niederländische Vorbild zurückgegriffen hat, ist nicht festzustellen. Die landläufige Bezeichnung „Fangschnüre“ spricht eigentlich dafür, daß sie von der Henker schlinge jener holländischen Freiheitskämpf« hergeleit« worden ist. Das leise Kommando Romaa von Willy Harm* 18 . Fortsetzung Jan schüttelte den Kopf. Er mochte nicht sprechen. Schon die paar Worte, die er bisher gesagt hatte, waren zuviel gewesen. Oder waren sie vielleicht gar der Grund, daß er sich klein und abstoßend vorkam? Aber wenn auch! Er konnte sich nicht umkrempeln und wollte es auch nicht. Er meinte, es dem Besucher nicht verzeihen zu können, daß er bei ihm eingebrochen war und seine stille Trauerfeier zerstört hatte. Schweigend saßen beide einander gegenüber. Die Situation hatte sich zugespitzt. Der Vater strich mit der Rechten über das dünne Haar, eine Schlaffheit war in seinen Zügen. „Ich habe mir unser Zusammensein anders gedacht. Von Ihrer Mutter sollten Sie mir erzählen —" „Ich kann doch nicht 1 " „Ich will es zu begreifen versuchen. Wenn Ihre Mutter und ich uns auch getrennt haben — das Warum steht nicht zu Erörterung —, hat, glaube ich, unser Denken doch oft zueinander gefunden —“ Warum mußte Jan nur fortwährend schlucken und an den Brief der Mutter denken? Er fühlte, daß er unmittelbar davor war, einem Druck nachzugeben. Unmögliches würde geschehen. Was sollte er tun? Der Vater erhob sich langsam, fast mit einer gewissen Feierlichkeit. Keinen Blick ließ er von Jan. Doch dieser sah nur den Brief der Mutter, der auf dem kleinen Nähtisch lag und von dem eine ungeheure Gewalt ausging. „Ich bedaure, daß wir nicht zueinander gefunden haben. Ob Sie mir die Hand zum Abschied geben mögen? Ich bitte Sie darum. Wenn es für Sie eine Ueber- wlndung ist, dann denken Sie an die Frau, die wir beide lieb gehabt haben —“ Da schlug die Welt um. Das Zusammensein hatte von einer Sekunde zur andern nichts Verzerrtes mehr. Jan holte tief Atem. Ohne daß er überlegte, ergriff er die dargebotene Hand. Ohne es zu wollen, sagte er: „Vater —, Mutter hat einen Brief Unterlassen. Er ist auch für dich bestimmt. Ob du Ihn lesen magst?“ „Gern, mein Junge!“ Auge in Auge standen beide. Der Vater strich über die Hand des Sohnes. Dann setzte er sich auf den Platz vor dem Nähtisch und las den Brief. — Ueber das, was in der nächsten Stunde noch im Schulhaus geschah oder gesprochen wurde, hat Jan Lehnert später niemand etwas erzählt. Die Leute sahen, daß der junge Lehrer am Spätnachmittag mit einem älteren Herrn langsam nach dem Friedhof schritt. — Dann gingen beide durchs Dorf, der Wagen fuhr voraus. Jan brachte den Vater, der den Arm in den seinen geschoben hatte, bis nach der Sudebrücke, wo bald der Wald begann. Sie war auch am Hause des Arztes vorübergekommen. Sabine sah sie. Die Haltung Lehnerts fiel ihr auf. Hoch und frei trug er den Kopf. 8 . Bevor Sabine abreiste, sagte der Vater: .Deine Gesichtsfarbe gefällt mir nicht mehr, Bine. Kein Arzt kann es verantworten, daß ein junges Mädchen Tag für Tag auf dem Kontorschemel bockt — ein Vater erst recht nicht. Du solltest dich von den Holzwerken freimachen.“ — „Und dann?“ „Gefällt dir unser schönes Stoinsdorf nicht?“ fragte die Mutter. „Natürlich gefällt es mir. Nur eigne ich mich nicht dazu, vom Morgen bis zum Abend am Fenster zu sitzen und zwecklose Handarbeiten zu machen. Und wenn ausnahmsweise sich einmal ein Mensch auf der Straße zeigt, so ist das auch kein Ereignis, das mich erschüttern kann. Andere Ereignisse gibt es hier leider nicht. Die Stoinsdorf er sind eben zu brav." Papenbrink zog die Stirn hoch. „In deinen Aeußerungen ist ein Ton, der mir nicht gefällt. Verachte mir unsere Heidedörfer nickt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß du hier irgendwo einmal als Hausfrau wirkst.“ Sabine lackte. „Ich habe dich in einem ganz schwarzen Verdacht, Vater —“, sagte sie. „Heraus damit!“ „Du trägst dich mit dem Plan,' dich über kurz oder lang zur Ruhe zu setzen. Einen jungen Arzt suchst du, der deine Praxis übernimmt Und mich übernimmt er gleich mit." \ Papenbrink schalt gutmütig, weil cne leibliche Tochter ihn schon zum alten Eisen werfen wollte, aber das Ende der Plänkelei war, daß Sabine sich schließlich bereit erklärte, die Stelle in Schwerin aufzugeben und einen Sommer lang zu Hause zu bleiben. Ausschlaggebend war die Bemerkung des Vaters, daß die Mutter, die täglich als Sprechstundhilfe wirkte, eine Entlastung nötig habe. Sabine sollte ihre Stelle einnehmen und ihm bei seiner Arbeit zur Hand gehen. 1 „Wenn du dadurch eine halbe Aerztin wirst, so ist das kein Unglück, Kind, fügte die Mutter hinzu. „Du willst sagen, daß ich vielleicht doch einmal mit Haut und Haaren in der Zunft der Knochenbrecher lande. Der Jammer ist nur, daß Stoinsdorf keine Aerzte hat, die sich in dein Töchterchen verlieben können." Die Sache war abgetan. Sabine kehrte Ostern ins Elternhaus zurück. 9 . Es war im Mai. Sabine feierte bald ihren zweiundzwanzigsten Geburtstag, und weil sie eine leidenschaftliche Wasserratte war, darum wollte die Mutter sie mit einem neuen Badeanzug überraschen. Nock hatte die Badezeit zwar nicht begonnen, aber Sabine hatte schon gesagt, daß sie sich an jedem Sommermorgen durch ein Bad in der Sude zur Sprechstundenarbeit stärken werde. Frau Anke wollte den Badeanzug in der Stadt kaufen; sie wußte, daß ihr Mann sie ohne weiteres mit dem Wagen hinfahren würde, aber sie wollte ihm die freien Nachmittagsstunden nicht nehmen. Täglich war er mit dem Drilling unterwegs, um das Raubzeug kurz zu halten; die Dorfbewohner hatten sich schon beklagt, daß der Fuchs bei ihrem Federvieh einbrach. Auf seinen Mitpächter, den Jungbauern Manfred Wolter, konnte Papenbrink sich nicht verlassen, und es tat ihm schon leid, mit ihm die Ausübung der Jagd geteilt zu haben; manches hatte er an ihm auszusetzen. Ein Jäger war er, kein Heger. Mehr als hinter dem Raubwild war er hinter den Schürzen her, und sein Ruf im Dorf war nicht der beste. Seit Papenbrink ihm einmal gesagt hatte, daß er von seinem Partner mehr verlangen müsse, als daß dieser möglichst viele Böcke und Hirsche auf die Decke legte, ging Wolter ihm gern aus dem Wege. Papenbrink war das gleichgültig. Ihm war es ein Bedürfnis, täglich in-der abgetragenen grünen Kluft in Begleitung Wotans, des braunen Jagdhundes, durchs Revier zu streifen und den Standort des Rehwildes auszumachen; bald war die Schonzeit vorüber. Mittagsschlaf und Kaffee bedeuteten für Papenbrink nichts, wenn er draußen war. So fuhr Frau Anke heimlich mit dem Fahrrad in die Stadt. Die zwölf Kilometer Entfernung wollte sie schon schaffen, und litt es nicht, daß ihre Tochter sie begleitete. — Schön war die Fahrt durch den meilenweiten Kiefernwald, durch den ein schnurgerader Radfahrersteig führte. Fast lief das Rad von selber. Fortsetzung folgt) Offenburger Nachrichten Auch Kinder helfen... bet der I. Refchsstraßensammlung ffir das WHW. Nicht zehn, nicht hundert, nicht irgend ein kleiner Kreis, nicht hier oder dort, sondern hunderttausend und mehr Kinder werden übeall im deutschen Land dabei sein. Ja, alle Kinder des NS.- Reichsbundes für Leibesübungen treten zum nächsten Sammeltag des Winterhüfswerkes mit ihren Vorführungen an. Kinder helfen auf diese Art die Gaben Zusammentragen, die wieder Kindern durch die NS.-Volkswohlfahrt zugute kommen sollen. Schaut euch die Kleinen und Allerkleinsten an, mit welcher Hingabe sie hier einer Aufgabe dienen, deren Bedeutung ihre kleinen Herzen noch gar nicht zu fassen vermögen. In den Gemeinschaften des NS.-Reidisbundes für Leibesübungen wird fleißig gerüstet, um Mann, Frau und Kind in den Dienst des Sammeltages zu stellen. Hoffentlich beschert uns der Himmel einen warmen, sonnigen Herbstag. Da werden alle Straßen und Freiplätze mit frohem sportlichem Leben erfüllt sein und die Kinderwelt wird an der Spitze marschieren. Die Buben und Mädel der ersten Schuljahre üben unentwegt an ihren kleinen Vorführungen, mit denen sie viele Leute erfreuen wollen. Da wird gesungen, getanzt, „Boden geturnt" und Staffel gelaufen, als ginge es um den sportlichen Siegerpreis. Diesmal erwarten die kleinen Kämpfer und Kimpferinnen aber Viel mehrt Sie wollen den höchsten Siegespreis, die vollen Büchsen, heim- trägen. „Ob alle Büchsen voll werden?" „Wieviel Büchsen erhält jede Abteilung zum Sammeln?“ „Wieviel Geld geht wohl in die Büchse hinein?" — und viele andere Fragen werden gestellt werden und wollen beantwortet sein. Und unsere .Xütten“, ach das wird wieder ein Spaß werden, wenn sie an der Hand ihrer Muttis mutig in die Sammelaktion“ eingreifen. Diese kleinen Dreikäsehock wollen alle mithelfen und sich unentwegt betätigen. Sie sind zwar klein, ihr bittender Wortschatz ist sehr gering, über „bitte, bitte“ geht er meist nicht hinaus. Und doch kämpfen diese „Kleinsten" mit der stärksten Waffe mit ihrem großen und selbsverständUchen Glauben an die Güte und Gebefreudigkeit der „großen“ Menschen. Und wo Herzen bitten, werden Herzen geben. Mögen Fremde lächeln über das Tun unserer Kleinen, wir tun das nickt; unsere Herzensfreude ist bei ihnen und auch unser Stolz. Wir wissen, was es uns und ihnen bedeutet. Es ist sckon ein heilig Weck, wenn Kinder helfen. Liederstngen für das Kriegs-Winterhilfswerk Auch unsere Sänger stellen sich am morgigen Sonntag mit dem großen Liedgut alter und schön- ster deutscher Volkslieder in den Dienst des Krlegs-Winterhflfswerkes. Es ist für sie Selbstverständlichkeit, sich auch an diesem Tage zur Verfügung zu stellen und so ihre Aufgabe für die deutsche Volksgemeinschaft in schönster Weise zu erfüllen. Die Lieder sollen das Gemüt der Volksgenossen ansprechen und ihr Herz erfüllen mit den ewigen Kostbarkeiten des deutschen Volksliedes, das unsere Nation durch die Jahrhunderte begleitet hat. Wünschen wir unseren Sängern auch -ammorgigen Sonntag eine dankbare Zuhörerschaft. -Ar einer Probe werden die Sänger auf Sonntagvormittag, um 10.30 Uhr, in das Concordialokal in der Brauerei Wagner eingeladen. Es wird um zahlreiche Beteiligung gebeten. Kreispropagandaleiter Pg. Nünllst 60 Jahre alt P g. Philipp Nünllst, der das Amt des Kreispropagandaleiters des Kreises Offenburg mit großer Umsicht und Zielsicherheit führt, begeht heute Samstag in erstaunlicher Frische und Rüstigkeit sein 60. Wiegenfest. Philipp Nünllst wurde am 25. September 1883 In Karlsruhe geboren. Seit über 40 Jahren ist er bei der Karlsruher Lebensversicheung tätig und leitet seit 10 Jahren den Bezirk in Offenburg. Früh stieß er zur Bewegung des Führes, in die er am 1. August 1930 auf genommen wurde und sich stets als treuer und einsatzbereiter Soldat des Führers ausgezeichnet hat und noch auszeichnet. Er war Mitbegründer der Ortsgruppe der NSDAP. Röthenbach a. d. Pegnitz bei Nürnberg, wo er das Amt eines Propagandaleiters vom 1. August 1930 bis 1. November 1932 ausübte. Dann übernahm er die Propaganda! ei tnng in Freibnrg- Haslaeh. Am 1. August 1933 nach Offenburg versetzt, war er bis zu seiner Ernennung zum Ortsgruppenorganisationsleiter der Ortsgruppe Offenburg Zellenleiter der NSDAP. Am 1. Februar 1940 kam Pg. Nünllst in das Parteigericht Im Apiil 1941 übernahm er die Leitung des Kreispropagandaamtes. Seit dem 10. September 1943 leitet er in Vertretung die Ortsgruppe Nord, und seit dem 13. September 1943 ist er Beigeordneter der Stadt Offenburg. Auch in den Dienst des hiesigen Vereinslebens hat er sich gestellt: seit 1935 ist er Vereinsftthrer des OFV. Seiner Freundlichkeit und seines Entgegenkommens wegen erfreut sich Pg. Philipp Nünllst in Offenburg sowie überall dort, wo er eingesetzt war, allgemeiner Beliebtheit und Wertschätzung. P. E. Kurze Stadtmeldungen Karner a dschaf tsabend der Urlaube*. Der Kreisleiter und der Oberbürgermeister haben sämtliche Offenburger Urlauber der Wehrmacht heute Samstagabend um 8 Uhr Im Saalbau „Drei Könige" zu einem Kameradschaftsabend eingeladen. Die Offenburger Urlauber mit Frau, bezw. Braut, sind herzlich willkommen. Vergnügungspark auf der Kronenwiese. Auch heute und morgen ist auf der Kronenwiese wie am letzten Sonntag der Vergnügungspark geöffnet. Wer also am letzten Wochenende nicht auf seine Kosten gekommen ist, hat Gelegenheit, dies nachzuholen. Platzmusik. Am Sonntag, den 26. September, bei günstigem Wetter von 11—12 Uhr Platzmusik der Stadtkapelle auf dem Platz der SA. am Kriegerdenkmal 1870/71. Eierausgabe. Wie aus der heutigen Bekanntmachung ersichtlich, wird auf den Bestellschein 54 der Bezugsperiode vom 20. 9. bis 17. 10. auf Abschnitt a ein Ei ausgegeben. Ausgabe der Kartoffelbezugsausweise. Wir verweisen auf die Bekanntmachung, wonach am kommenden Montag in den üblichen Lokalen der einzelnen Ortsgruppen die Bezugsausweise für Speisekartoffeln ausgegeben werden. Spende des ambulanten Gewerbes. Anläßlich des diesjährigen Herbstjahrmarktes hat das ambulante Gewerbe in seinen Reihen gesammelt md einen namhaften Spendebetrag aufgebracht, der für die Verwundetenbetreuung usw. Verwendung finden wird. Den Spendern sei auch an dieser Stelle gedankt. Famitienheihllfen der VT. nickt aoziahrerskhe- nutgspflühdg. Der Reichsarbeitsminister hat bestimmt, daß die narh dem OT.-Frontarbeitettarif und der BautarifOrdnung Ausland gewährten Fa- milieabeihilfen nickt als Entgelt im Sinne der Sozialversicherung anzusehen sind. Sozialversickerungsbeiträge brauchen von diesen Beihilfen also nicht gezahlt zu werden. Mehr Vorsicht beim Obstpflücken Immer wieder ereignen sich Unfälle, die vor allem durch das Abgleiten von Ernteleitern entstehen. Die Arbeit des Obstpflücker» muß daher mit der größten Vorsicht durchgeführt werden. Vor allem sind die Leitern stets fest an die Bäume zu lehnen und nötigenfalls zu befestigen. Nur dann, wenn nichts unterlassen wird, Unfälle befm Obstpflückeh zu vermeiden, ist die Gewähr geboten, daß keine Unfälle bei der Obsternte entstehen, die manchmal sogar einen tödlichen Ausgang nehmen. Lehrlinge aus totalgeschädigten Betrieben ew. Es besteht teilweise Unklarheit darüber, wie mit Lehrlingen aus totalgeschädigten Betrieben verfahren werden soll. Soweit diese Betriebe in kurzer Zeit wiedereröffnet werden oder auch eine Kriegsgemeinschaft mit einer anderen Firma eingehen, setzen die Lehrlinge im gleichen Betrieb ihre Ausbildung fort. Lehrlinge aus Betrieben, die vorderhand nicht weitergeführt werden, melden sich bei ihrer Gauwirtschaftskammer um Zuweisung einer Lehrstelle in einem anderen Betrieb des gleichen Bezirkes. Eine Abwanderung soll nur ausnahmsweise (z. B. aus persönlichen Gründen) stattfinden. In diesem Falle melden sich die Jugendlichen bei der Gauwirtschaftskammer des Aufnahmeortes. Die Arbeitseinsatzbehörden und das Reichswirtschaftsininisterium beabsichtigen, demnächst einen Erlaß herauszugeben, der im wesentlichen auf diese Grundsätze zurückgreifen wird. Beauftragte für unseren Energiebezirk NSG. Der Führer hat Reichsminister Speer in dessen Eigenschaft als Generalinspektor für Wasser und Energie durch einen im Reicksgesetzblatt veröffentlichten Erlaß vom 6. August die Voll- macht erteilt, alle für den kriegwirtschaftlich zweckmäßigsten Einsatz der Elektrizitätsbetriebe erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Zu diesem Zweck kann Reichsminister Speer für die Dauer des Krieges über Personal, Material und Anlagen in der Elektrizitätsversorgung verfügen, ohne weisend, geschaffen habe. Auf fast allen Gebieten der öffentlichen Verwaltung habe Hermann sich durch diese seine grundlegenden Maßnahmen in stolzen Bauten, Denkmäler gesetzt. So sei an die Festlegung des neuen Stadtbauplans, an den Auf- und Ausbau der städtischen Werke und des Krankenhauses, an die Errichtung der Oberealschule, den Ausbau zahlreicher anderer Schulen, an die Errichtung der Landw. Hallen, des Bahnhofes und die Stadtgärtnerei, die Schaffung zahlreicher Gartenanlagen, die Erstellung der Infanterie-Kaserne, um nur einige der wichtigsten Maßnahmen zu erwähnen, zu erinnern. Als das Unvergänglichste an dem Leben und Wirken dieses wahrhaften Ehrenbürgers sei aber zu bezeichnen der Geist moderner volksverbundener Verwaltungsführung, den er mit seinem edlen Menschentum, seinem großen Wissen und seiner nie erlahmenden Tatkraft in der städtischen Gefolgschaft großgezogen habe, sowie die Anteilnahme am öffentlichen Geschehen, das er in seinen Mitbürgern zu wecken und richtig zu leiten verstand. So werde heute und auch in künftigen Zeiten sein Geist weiterieben in einer aufwärtsstrebenden und lebendigen Stadt Offenburg. Beisetzung des Oberbürgermeisters i. R. Fritz Hermann Oberbürgermeister Dr. Romback würdigte dessen Verdienste um Offenburg Am Dienstag fand auf dem Nordfriedhof in Wiesbaden im engsten Familienkreis die Beerdigung des Ehrenbürgers der Stadt Offenburg, Oberbürgermeister L R. Fritz Hermann, statt. Oberbürgermeister Dr. Romback, der mit einem Vertreter der städtischen Gefolgschaft erschienen war, legte am Grabe des Entschlafenen einen Kranz der Stadt Offenburg nieder und führte u. a. aus, daß die Stadt Offenburg sich traditionsgemäß bei Verleihung des Ehrenbürgerrechts eine bewußte Zurückhaltung auferlege. Um so höher sei deshalb auch. die Ehrung zu werten, die dem Oberbürgermeister i. R. Fritz Hermann durch Verleihung des Ehrenbürgerrechts erwiesen worden sei. Bei Hermann handle es sich aber auch um einen Mitbürger, dem nahezu einmalige Bedeutung in der Geschickte der Stadt Offenburg zukomme und der sich um die Entwicklung derselben in entscheidungsschwerer Zeit größte Verdienste erworben habe. Hermann habe die Verwaltung der Stadt Offenburg nach den Grundsätzeü modernster Kommunalpolitik aufgebaut; es gebe auch heute, über zwanzig Jahre nach seinem Aus schaden, kaum ein von der Stadtverwaltung aufzugreifendes Problem, bei welchem Hermann nicht die Grundvoraussetzungen, und zwar richtung- KMEgSWIMTEftmiFSWEft* jfrn Schüfae du Hilfs Werkes +Mutter und Kind -*• $afu/-$eine Sponde am. 25. l26.Sept£5 $afu/-$eine Spande am. 25. l26.Sept£5 daß das Eigentum und die Vermögensverhältnisse an Elektrizitätsversorgungsbetrieben verändert werden. Diese Vollmacht gibt der Energieführung des Reiches die Möglichkeit, zusätzlich zu der Ausbauförderung und der Stromverbranchsregei- ung, die bisher als besonders kriegswichtig im Vordergrund standen, nunmehr auch die Leistungssteigerung innerhalb der Elektrizitätswirtschaft nachcjrücklichst voranzutreiben, um sicherzustellen, daß mit dem geringsten Einsatz von Personal und Material möglichst viel Strom erzeugt und verteilt wird. Reichsminister Speer hat für die 13 EneigM- bezirke Beauftragte eingesetzt, die beschleunigt in Zusammenarbeit mit den Reichsverteidigungskommissaren und Gauleitern ihrer Bezirke und in einzelnen Fällen mit Hilfe besonderer Unterbeauftragter Vorschläge zu machen haben, in welcher Form die angestrebten Ersparnisse an Personal und Material am besten verwirklicht weiden können. Für den Energiebezirk X.zn dem der Gau Baden gehört, hat Reichsminister Speer den Gauamtsleiter für Technik, Ing. Rohrbach, ln Stuttgart zum Bezirksbeauftragten und für den Baden umfassenden WestteU des Bezirks den Gauamtsleiter für Technik, Professor Dr. Oberlach, in Karlruhe, zum Unterbeauftragten ernannt. Der Rundfunk am Sonntag Reicksprogramm: 8.00 bis 8.30 Uhr: (Audi DS) Orgelkonzert aus der Kaiser-Wilhelm-Gedäditnis- kirche zu Berlin, Walter Drwenskl spielt. 9.00 bis 10.00 Uhr: Musik zum Sonntagmorgen von der Kapelle Willy Steiner. 10.10—11.00 Uhr: Vom großen Vaterland. 11.05 bis 11.30 Uhr: Die Rundfunkspielschar München der HJ. singt und spielt. 11.30 bis 12.30 Uhr: Aus Oper, Operette und Tanz. 12.40 bis 14.00 Uhr: Das deutsche Volkskonzert. 14.30 bis 15.00 Uhr: Katharina Brauren erzählt ein Grimm’sdies Märchen. 15.00 bis 16.00 Uhr: Musikalische Skizzen. 16.00 bis 18.00 Uhr: Was sich Soldaten wünschen. 18.00 bis 19.00 Uhr: Konzert des Hamburgischen Philharmonischen Staatsorchesters (Corelli, Geminlani, Beethoven, Leitung Eugen Jodium. 19.00 bis 20.00 Uhr: „Zauber der Musik“, Operettenklänge und rhythmische Weisen. Deutsehlandsender: 6.00 bis 10.00 Uhr: Unser Schatzkästelin, Sprecher: Heidemarie Hathey er, Theodor J,oos. 10.10 bis 11.00 Uhr: Chor- und Blasmusik. 15.30 bis 15.55 Uhr: Komponisten im Waffenrock. 20.15 bis 21.00 Uhr: Musikalische Kostbarkeiten. 21.00 bis 22.00 Uhr: „Der Herbst“ aus Haydns .Jahreszeiten“ Rundfunk am Montag Reicksprogramm: 11.00 bis 11.30 Uhr: Kleines beschwingtes jjjpnzert. 11.30 bis 11.40 Uhr: Und wieder eine neue Woche. 12.35 bis 12.45 Uhr: Der Bericht zur Lage. 15.00 bis 16.00 Uhr: Lled- und Instrumentalmusik von Schumann, R. Strauß, H. C. Schmidt, Wolf. 16.00 bis 17.00 Uhr: Unterhaltungsmusik „wenig bekannt — doch interessant“. 17.15 bis 18.30 Uhr: „Dies und das für Euch zum Spaß". 18.30 bis 19.00 Uhr: Der Zeitspiegel. 19.15 bis 19.30 Uhr: Frontberichte. 20.20 bis 22.00 Uhr: Für jeden etwas. Deutschlandsender: 17.15 bis 18.30 Uhr: Beethoven, Haydn, Palmgreen, Grieg u. a. 20.15 bis 21.00 Uhr: „Aus den Bergen“, klassische Liedsendung. 21.00 bis 22.00 Uhr: Sinfonisches Konzert: Mozart, Brand-Buys, Schumann. Verdunkeluugszeiten vom 26. 9. — 3. 10.: von 20.10 Uhr bis 6.50 Uhr „Sammlungen“ „Dies Denkmal, so bescheiden es sein mag, ist der Markstein einer großartigen Umwandlung, welche die Zeit des politischen Chaos ab schließt und zum neuen Reiche überleitet,“ sagte der damalige Öffenburger Gymnasiumsdirektor Theodor Weiland in seiner zwei Jahrtausende umspannen- den Rede zur Enthüllung des Offenburger Kriegerdenkmals von 1870/71 auf dem alten Marktplatz vor einem halben Jahrhundert. Und * er nannte es weiter ein Zeichen der Erinnerung, der Mahnung und des Dankes, womit er zugleich, wie er das so in der Gewohnheit hatte, eine einfache, klare und sinnvolle Disposition seiner Rede gab. Hunderte, Tausende sind schon an diesem Kriegerdenkmal vorbeigegangen, ohne daß sie einen Blick hinüberwarfen, ohne daß sie sich um das Denkmal nur einen Gedanken machen. Nur ganz selten liest heute noch jemand die Namen, die in Erz auf dieser Denkstätte verzeichnet sind. Ganz wenige sind es ja nur noch, die einzelne der Gefallenen oder der Teilnehmer des Krieges 1870/71 gekannt haben. 50 Jahre waren es in diesem Sommer, daß das von den Karlsruher Architekten Curie! und Moser entworfene, von der Berliner Kunstgießerei Walcker und Schaeffer gegossene, von dem aus Ottenheim stürmenden Bildhauer Wilhelm Sauer modellierte Denkmal, dessen Steinhauerarbeiten die Offenburger Bürger Isenmann und Abele ausführten, hier an einem großen Militärvereinstage enthüllt worden ist. Die Menschen sind in Zeiten mit ganz anderem, weit größerem Blickfeld hineingewachsen. Die Kräfte, die Leistungen in ein damals unvorstellbares Maß gestiegen, die Anstrengungen und Belastungsproben von einer selbst unserer Gegenwart im Einzelnen und im Gesamten unfaßbaren Größe geworden. Und doch — man muß alles in seiner Zeit messen und darf darum Wesen und Wollen einer bereits fast vollkommen ins Grab gesunkenen schaffenden Generation die Schuldige Anerkennung nicht versagen. Ein Geschlecht steht im Leben eines Volkes auf den Schultern des ihm vorhergangenen, das ihm das] Leben gegeben hat. Es ist jetzt anderthalb Jahrzehnte her, daß einer in Offenburg eine Stelle angetreten hat. Bald nach seiner Hierherkunft kam er mit mir ins Gespräch und ich erkannte rasch, daß er seine Tätigkeit zu beginnen suchte mit der Einstellung, als ob auf dem von ihm zu betreuenden Gebiete hier überhaupt noch nichts geleistet worden wäre. Ich suchte ihm beizubringen, daß das nicht das rechte Beginnen sei, daß Anknüpfen an gute Traditionen ihm die Arbeit wesentlich erleichtern würde. Der wohlgemeinte Rat wurde angehört und — nicht befolgt, und nach einigen Jahren war es aus diesen und aus anderen Gründen — aus. Auch eine Klein- und Mittelstadt hat ihr Eigenleben, das man kennen muß, hat ihren Lehensrhythmus, ihre Melodie. Den Menschen, die sie gestalteten und gestalten, nachzuspüren, ist eine anregende Beschäftigung. In diesen Blättern wurde auch jüngst wieder des Chordirektors und Komponisten Carl Isenmann gedacht, der ja auch zu den unseren gehörte und dessen Bewerbungsschreiben als städtischer Kapellmeister eines der feinsten Aktenstücke des Rathauses ist. In Liederbüchern stehen meisters Gustav Michl. Von Ihm stammt u. a. ein „Badischer Waffenmarsch“, der dem Großherzog Friedrich I. gewidmet war, dessen Urschrift also wohl aufzufinden wäre, wie andere Märsche und Ouvertüren, die die seinerzeitigen Militärkapellen eifrig spielten. Die in Öffenburg im Nachlaß verbliebenen Kompositionen Midils sind restlos verschwunden.— Auch Theodor Fuß, der hier verstorbene Komponist, hat viel geschrieben. Wo ist es? — Und wie steht es um die Werke des von Offenburg stammenden badischen Männerchorkomponisten Wilhelm Jung, der vor einigen Jahren in Karlsruhe starb? Des Komponisten Franz Fink aus Offenburg? Franz Fink! Er, der in Berlin sein Wirkungsfeld hatte, ruht wie sein Bruder Karl, der ausgezeichnete Chormeister und Orchesterdirigent, auf dem Offenburger Friedhof. Vor 50 Jahren gab Franz Fink hier mit dem Orchester des 132. Inf.-Regts. ein Konzert, in dem er ein Violinkonzert von Bazzini, von Wienieawski und Werke von Singer hervorragend spielte, das Orchester ster“ von Ibsen, „Raub der Sabinerinnen“ von Schönthan, und anderes, „Die Königskinder“ von Prantl, Operetten. Man denke sich, daß die Kasseneinnahme eines Abends 60 Märklein betrugen. Die alten Offenburger wissen noch, wie arm die Schauspieler jener Zeit in Offenburg waren, wie kümmerlich sie leben mußten, und in den Büchern des Hotels „Drei Könige“ stehen viele unbeglichene Rechnungen und Darlehen, die nie zurückbezahlt wurden. Die Vorstellungen scheinen nicht schlecht gewesen zu sein, aber die Offenburger kamen einfach nicht, trotz aller Appelle. Das Ist in der Gegenwart ganz anders geworden. Wer sich nicht beeilt, bekommt keine Karten. Wenn wir schon alte Erinnerungen sammeln, dann sei hier aber doch auch zu einer zeitgemäßen „Sammlung“ angeregt. Sie unterliegt nicht dem „Sammelverbot“. In einem Kriegsfaszikel der Stadt befinden sich „Feldpostbriefe der Einwohner“. Das sind Briefe, die von im Felde stehenden Offenburgern aus mannigfachen Anlässen an die Stadtverwaltung gerichtet werden. Wie wäre es nun, wenn die ortsansässigen Offenburger Abschriften mit wertvollen Schilderungen der Teilnahme der Söhne und auch Töchter Offen- burgs an diesem zweiten Weltkrieg der Stadtverwaltung überlassen würden? So liegen diese lebendigen Darstellungen da und dort bei den Familien und werden einmal zu einem Teil sicher ver- die Prometheusouvertüre von Mozart, das Wal- einige seiner trefflichen Tonschöpfungen. Er schrieb jkürevorspiel von R. Wagner und die 3. Haydn- aber auch Kantaten, Ouvertüren, die teilweise in Symphonie vortrug. Neben der F-dur-Romanze Offenburg zur Aufführung, wohl zur Urauffüh-jvon Beethoven stand eine g-moII-Mazurka von rung kamen. Bei Tonger in Köln ist eine große;Fmk auf dem Programm. Offenburg hatte zwei Zahl seiner Kompositionen erschienen. Wenn wir weltliche Gemischte Chorvereinig- schon Gengenbach nicht den Ruhm allein lassen‘ungen, die beide die Aufführung von klassi- wollen, Isenmann zu beanspruchen, — und das sehen Werke sich zur Aufgabe gesetzt hatten. Der;- , _ ,-—- ■ - - mit einigem Recht — so sollten wir doch seinem Zäziiienverein unter Adolf Pfeiffer bot das Ora- ^^^n. Wurden sie aber für das Stadt. Schaffen nicht damit allein die Anerkennung torium „Kalanus“, des skandinavischen Meisters Arcfuv gesammelt, dann konnte daraus ein inha \:- zoUen, daß wir nur einige seiner Lieder singen,jNiels Gade, ein selten gehörtes großes Werk, in sondern aus der großen Zahl auch andere her-,einem anderen Konzert hörten die Offenburger ausstellen. Unter denen, die sein Schaffen ehrten kleinere Chorwerke, darunter ein siebenstimmiges in einem Aufruf zu einem Offenburger Isenmann- von Volkmann, Kompositionen von M. Bruch und denkmai, waren auch die Komponisten Johannes Grieg, Field und Lachner. Und das in einem ... ~ ' -7-.— —‘«rT” ' Brahms, Reinicke und der Kapellmeister Felix Städtchen von 9000 Einwohnern. Als Offenburg “** Mottl. Wir Offenburger würden uns also einer 10 000 Einwohner mehr zählte, hat es den weit- “° c “ sehr guten Gesellschaft erfreuen. Und wenn man liehen Chor „Zäziiienverein“ längst nicht mehr ge- einmal suchen würde, die Kompositionen zu geben. sammeln, nach Manuskripten zu fahnden, so wäre w ... . . . , ö . . . j auch das nicht von Schaden. Nur hätte man es ! Wo Llcht lst ’ da lst auch Sciiatten - ^ s£and früher schon tun sollen. reiches Buch über „Offenburger im zweiten Weltkrieg“ zu gegebener Zeit gestaltet werden. Das wäre für die Stadtgeschichte von größtem Wert. Wir erinnern uns noch aus unserer Jugend, v- : e von Zeit zu Zeit zu lesen, welche Gegenstände für die Städtischen Sammlungen von Öffenburger zur Verfügung gestellt wurden. Mit solchen privaten Geschenken wurde der Grundstock zu rn- seren Sammlungen gelegt. Man sollte diese schöbe Übung nicht vergessen und gerade auch beim I Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Übel stand sen der Feldpostbriefe ließe sich in vielen FV- es mit dem Besuch der Theatervorstelun- len daraus eine Nutzanwendung für unsere Zeit gen. Direktor Böbmly, der spätere Direktor des und die Zukunft ziehen. Was heute nicht getan Genau so steht es mit dem kompositorischen!bekannten Basler Böhmlytheater hatte ln Offen-[wird, läßt sich vielfach später nicht mehr nadi- Sdiaffen des einstigen Offenburger Stadtkagpft-Iburg nicht viel Gsüdc. Er brachte „Die Gespen-i holen. Franz Huber, « BHek in die Ortenan Schafherden liehen von Flor m Flor Wiederum sieht man die Schafherden mit dem Schilfer langsam von Flur zu Flur ziehen. Die kostbaren Wolltiere weiden auf den immer noch würzigen Wiesen. Auf die Schäferschippe gestützt schaut der Hirte ins spätsommerliche Land. Der treue Schäferhund bewacht die Tiere und ist besorgt, daß keines verloren geht. Abseits von den Schafen steht der tags über leere, nachts gedrängt volle Schafpferch; einsam und verlassen träumt der breitgebaute Schäferkarren zwischen Stoppel und Thymianblüte. Der Schäfer beobachtet die äsenden Tiere und alte Wettersprüchlein fallen ihm ein: „Wenn die Schafe springen hoch, bekommen wir gutes Wetter noch.“ — „Wenn die Lämmer recht munter sein, folgt eine Woche voll Sonnenschein, fressen sie aber mächtig Gras, werden die Tage trüb und naß." — Seit altersher gelten weidende Schafe durch ihr Verhalten als ziemlich sichere Wetterpropheten und gerne hört der Bauer auf die Wettervoraussage alter erfahrener Schäfer. Bohlsbach. (Filmveranstaltung.) Heute Samstagabend 8 Uhr findet im Saale der Brauerei Jockerst die Aufführung des Filmes „Der scheinheilige Florian" statt, wozu die Einwohnerschaft herzlich eingeladen ist. — (Geburtstag.) Ihren 70. Geburtstag konnte Frau Theresia Goos, Witwe, die Ehefrau des verstorbenen Polizeidieners Gustav Goos, in körperlicher und geistiger Frische feiern. Goldscheuer. (Heldentod.) Bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten fand im Alter von 29 Jahren der Unteroffizier in einem Grenadier- Regiment, Adolf Klem, der Inhaber des E. K. II, des Sturmabzeichens, sowie des Verwundetenabzeichens ist, den Heldentod. Der Gefallene war verheiratet mit Frau Pauline Klem, geh. Marzluf, und Vater eines Kindes. Die Dorfgemeinde bringt den Angehörigen herzliche Anteilnahme entgegen. Altenheim. (Goldene Hochzeit.) Am morgigen Sonntag können die Eheleute Jakob Biegert II und Karoline, geb. Meier, daß Fest der goldenen Hochzeit feiern. Jakob Biegert steht im 74. Lebensjahr und seine Ehefrau im 72. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, von denen vier gestorben sind. Wir wünschen dem Jubelpaar alles Gute. h. Unterharmersbach. (Oeffentlidie Versammlung.) In einer gutbesuchten politischen Kundgebung im „Adler“ sprach ein Frontoffizier, Oberleutnant P.appel, über Selbsterlebnisse im Osten zur hiesigen Einwohnerschaft. Der Redner veranschaulichte all die Entbehrungen, Opfer und Gefahren unserer Soldaten in packenden Schilderungen. Jedoch an Heldenmut, Tapferkeit und technischem Können ist der deutsche Frontkämpfer von keinem Gegner zu übertreffen. In dieser Ueberzeugung wurden alle Teilnehmer dieser Kundgebung aufs neue bestärkt. Mit neuem Eifer wird die Heimat der Front die Waffen schmieden und im Vertrauen auf unsem Führer ist unsere Siegeszuversicht unerschütterlicher denn Je. Hit den Nationalliedern wurde die eindrucksvolle Kundgebung geschlossen. r, Zell a. H. (Hohes Alter.) Frau Sofie Gräber geb. Kramer vollendet ihr 80. Lebensjahr in körperlicher und geistiger Frisdie. Sie ist die Ehefrau des Kaufmanns Symphorian Gräber und die Tochter des Zigarrenfabrikanten Kramer sen. aus Lahr. Wir wünschen der Jubilarin noch manches Jährlein in Gesundheit und Glück. — (Gefallen.) Dieser Tage lief die Nachricht ein, daß der MG.- Schütze Heinz Kümmerte am 15. Juli im Osten den Heldentod erlitt. Der Gefallene erreichte ein Alter von 21 Jahren und war der Pflegesohn der Familie Karl Späth, Metallarbeiter, in der Unterentersbacher Straße, bei der er von Kind auf war und sich stets als dankbarer Sohn erwies. Ehre seinem Andenken. Bühlertal. (Unglücklicher Schütze.) Ein älterer Mann hat durch leichtsinniges Hantieren mit einem Revolver einen schweren Unfall verursacht. In der Annahme, daß die Waffe nicht geladen sei, drückte er ab. Der Schuß traf unglücklicherweise den dabei stehenden 18jährigen Hans Müller in die Brust. Der junge Mann wurde schwer verletzt in das Krankenhaus nach Baden-Baden eingeliefert. bld. Schopfheim. (Kleine Wunde führte zum Tode.) Ein 70 Jahre alter Mann hatte sich beim Pflücken von Zwetschgen einige unbedeutend erscheinende Kratzer am Hals zugezogen. Vermutlich durch ein um den Hals gelegtes Garbenband trat eine Infektion ein, die den Tod des Mannes zur Folge hatte. An ainem Juliabend stieß ein Förster am Grenzweg Gehren—Kalenberg im Thüringerwald auf einen Wilddieb. Der Forstbeamte nahm dem Wilderer das Gewehr ab, dann aber kam es zu einem erbitterten Ringen zwischen den beiden, in dem der Förster zu Boden fiel. Nun entriß der Wilderer dem am Boden liegenden das Gewehr und zielte nach dessen Kopf, Glücklicherweise war aber keine Patrone im Lauf. Während der Wilderer sich am Gewehrmagazin zu schaffen machte, in dem noch einige Patronen waren, gelang es dem Förster, sieh in Sicherheit zu bringen. Jetzt gelang es der Kriminalpolizei, in einem Einwohner von Lauscha den Wilddieb zu ermitteln, was dadurch ermöglicht wurde, daß der Forstbeamte im Ringkampf seinem Gegner ein Erkennungszeichen zu entreißen vermochte. Kampf in den Lüften Zahlreiche Spaziergänger am Rhein bei Braubach erlebten ein nicht alltägliches Schauspiel. Hoch in den Lüften über dem Rhein bekämpften sich zwei große Raubvögel unerbittlich auf Leben und Tod. Immer wieder stießen die mächtigen Vögel aufeinander los, bis schließlich eines der Tiere erschöpft vom Sieger verfolgt zu Boden stieß. Später fand man den arg verletzten Raubvogel verendet im Gestrüpp. Das älteste Orchestermitglied Deutschlands? Der Geiger Oskar Schmidt in Bad Neuenahr gehört mit 82 Jahren nooh aktiv dem Kurorchester Bad Neuenahr an, in dem er bereits seit 20 Jahren mitwirkt. Er ist somit wohl das älteste Orchestermitglied Deutschlands. Täglich erfüllt er sein Aufgabengebiet mit vorbildlicher Pflichtauffassung. Wir schreiben an unsere Soldaten Kameraden! Kennt Ihr dies herrliche Plätzchen in Offenburgs nächster Umgebung? Wie oft seid Ihr selbst allein oder in trauter Zweisamkeit hier gesessen und habt trunkenen Auges dieses herrliche Landschaftsbild der Heimat in Euch aufgenommen. Weingartens Kirche mit dem schlanken Turm, der überall weithin grüßt, ist das Wahrzeichen dieses Idylls, das in diesen sonnigen Spätherbsttagen seinen eigenen Zauber ausübt. Es soll Euch grüßen als Sinnbild der schönen Heimat, für deren Freiheit und Glück Ihr kämpft. Euer Offenburger Tageblatt. ItSsä - - s. 5 JK > Ms. Anordnungen de! NSDAP.u.deren Gliederungen Sturm 15/169 (Sani.): Morgen Sonntag, 26. Sept., tritt der Sturm um 9.30 Uhr vormittags vollzählig zum Arbeitseinsatz in Arbeitskleidung an der Karlsburg an. Arbeitszeit bis 15 Uhr; anschließend Eintopfessen. Standort Offenburg. Zum Herbstsportwettkampf morgen Sonntag, den 26. Sept. 1943, treten sämtliche Gefolgschaften (Gefolgschaft 1, Motor-Gefolgschaft, Marine-Gefolgschaft, Flieger-Gefolgschaft, Nachrichten-Gefolgschaft, Musikzug und SRD.-Ge- folgschaft) um 7.45 Uhr auf dem Otto-Wacker- Schulhof an. Sportzeug ist mitzubringen. Teilnahme ist Pflicht. Unentschuldigtes Fehlen wird bestraft. . SRD.-Gef. 1/170. Die SRD.-Gefolgschaft tritt am Sonntag, den 26. Sept. 19493, um 8 Uhr in tadelloser Uniform an der SRD.-Dienststelle an. BDM., Standort Offenburg. Sämtliche Mädel det M'Gruppe 1 und 2 und der Spielschar treten am Sonntagvormittag um 9.30 Uhr zum zweiten Reichssportwettkampf mit Sportzeug am Schulhof an. Dienstschluß 11 Uhr. BDM.-Gruppen 1 und 2/726. Morgen Sonntag, 26. Sept., treten sämtliche Mädels beider Gruppst morgens 8 Uhr auf dem Sportplatz zum Herbstsportwettkampf an. Erscheinen eines jeden Mädels ist unbedingte Pflicht. Die Gruppenführerinnen. DDM.-Spielschar Offenburg. Sämtliche Mädel treten heute Samstag, pünktl. um 7.30 Uhr, in tadelloser Uniform vor den Drei Königen an. JM.-Gruppe 2 Offenburg-Ost. Bei gutem Wetter treten alle Jungmädel heute Samstagnachmittag um 2 Uhr in tadelloser Uniform und Sportzeug auf dem Schulhof zum 2. Reichsjugendsportwettkampf an. Mädelgruppe 2/170 Offenburg. Alle Mädel traten morgen Sonntag, pünktlich um 9.30 Uhr, mit Sportzeug und in tadelloser Uniform zum Herbstsportwettkampf auf dem Volksschulhof an. Entschuldigungen werden nur schriftlich angenommen. Die Mädeleinheiten (BDM.-Gruppe 1 und 2, Mädelspielschar u. BDM.-Werkgruppen) treten sämtliche in Uniform um 9 Uhr auf dem Schulhof der Otto-Wacker-Schule an. Der Standortführer. Die heutige Ausgabe umfaßt 8 Seiten r.s 16000 Kindergarten vrakrend des 1 errichtet ,t# Sfa£fa&dne Spende v ' cun 25 . I 26 .Sepbembe* KRlEaSWINTERHflFSWERKWfcSAfc Bekanntmachungen der Stadt Offenburg Die Ausgabe der Bezugsausweise für Speisekartoffeln vom 15. Nov. bis 23. Juli 1943 erfolgt am Montag, den 27. September 1943, nachmittags von 14 Uhr bis 19 Uhr ortsgrupenweise in den auf den Haushaltsausweisen näher bezeichnten Lokalen und zwar für Ortsgruppe Ost im Singsaal der Schillerschule, Eingang Zeller Straße Ortsgruppe Süd in der Mädchenschule, Eingang Otto-Wacker-Straße Ortsgruppe Nord in der Höh. Handelsschule, Baracke, Okenstraße 4 Ortsgruppe West im Bürgersaal, Eing. Komstr. für Selbstversorger aller Art in der Karten- • stelle, Spitalstr. 2, II. Stock, Zimmer 4. Bei der Abholung ist der Haushaltsausweis vorzulegen. Kartoffelselbstversorger erhalten keine Bezugsausweise. Bei laufendem Kleinbezug beträgt der Wochensatz je Kopf 3,5 kg, bei Volleinkellerung beträgt die Höchstmenge vom 15. 11. 1943 bis 23. 7. 44 je Kopf 150 kg Speisekartoffeln. Besteflverfahren: a) Bezug vom Erzeuger. Beim unmittelb. Bezug vom Erzeuger kann die gesamte'für Einkellerung zusteh. Menge von 3 Ztr. auf einmal bezogen werden. Der Erzeuger erhält vom Käufer die Ein- kellerungsscheine mit den anhängenden Bestellscheinen, die er als Lieferungsnachweis aufbewahrt. b) Einkellerung. Jeder, der irgendwie einkellern kann, muß einkellern Sie erfolgt beim Bezug vom Groß- oder Kleinverteiler in zwei Raten. Als 1. Rate werden 2 Ztr. (gültig für 56.—61. Periode) zugelassen. Der Rest von 1 Ztr. (62.—64. Periode) kann voraussichtlich erst im Frühjahr 1944 geliefert werden. — Der Käufer legt sofort, spätestens bis 5. Oktober 1943, den Bezugsausweis seinem Groß- oder Kleinverteiler vor. Der Verteiler versieht die Einkeilerungsscheine unten mit seinem Firmenstempel und trennt die betr. Bestellscheine, Einkellerungsscheine und Bezugsabschnitte ab (aber ohne den Abschnitt Firmenstempel), der an dem Bezugsausweis bleibt. Bei Versäumnis des Bestelltermins (letzter Tag 5. Oktober) kann eine Belieferung nicht rechtzeitig erfolgen. Der Verteiler reicht die Einkellerungsscheine mit anhängenden Bestellscheinen zu je 100 Stück gebündelt der Kartenverrechnungsstelle, Spitalstr. 2, III. Stock, Zimmer 7, bis 30. Oktober 1943 ein und empfängt dort die Bezugsscheine A. Bei der Anlieferung oder Selbstabholung der Kartoffeln erhält der Käufer die entwerteten Bezugsabschnitte wieder ausgehändigt. c) Laufender Kleinbezug. (Gilt nur für Perso- nen die nicht in der Lage sind, einzukellern.) Der Käufer legt den Bezugsausweis schon in der vorh. Periode dem Verteiler vor. Der Verteiler drückt den Firmenstempel auf und trennt die Bestellscheine (ohne Bezugsabschnitte) ab. Er reicht die Bestellscheine zu je 100 aufgeklebt der Kartenverrechnungsstelle baldigst ein und empfängt dort einen Bezugschein A. über die Zahl der eingereichten Bestellscheine (ohne Mengenangabe, die er an den Großverteiler weitergibt. Für Großverbraucher ergehen Sonderanweisungen. Offenburg, den 24. September 1943. Der Oberbürgermeister. Bekanntmachung Eierverteilung Auf den vom 20. 9. bis 17. 10. 1943 gültigen Bestellschein Nr. 54 der Reichseierkarte wird insgesamt ausgegeben auf den Abschnitt a I EL Eine bestimmte Ausgabezeit wird nicht festgesetzt. Die Eier sind jeweils sofort nach Eingang vom Verteiler an die Verbraucher auszugeben und diese sollen die Eier alsbald nach Belieferung ihres Kleinverteilers abholen. Bei verspätetem Eintreffen der Eier behält der Abschnitt auch über seine Laufzeit hinaus Gültigkeit. Die Landräte der Kreise Offenburg, Lahr, Kehl und Wolfach — Ernährungsamt Abt. B. Bekanntmaehuagea der Stadt Oberklreh Der Beginn der Vorlese im Weinbau wird auf Dienstag, den 28. September 1943, festgesetzt. Oberkirch, den 24. 9. 1943. Der Bürgermeister. Diphterie-Sdiarlach'Schutzimpfung für Kleinkinder Kommenden Dienstag, den 28. September 1943, nachmittags, findet hier in der Aula der Realschule die Diphterie-Scharlachschutzimpfung statt. Erfaßt werden alle Kinder, die vor dem 1. Oktober 1942 geboren sind, bis zum Schulalter. Die Impfung der Kleinkinder erfolgt um: 14.30 Uhr Familien-Buchst. A—H 15 Uhr Familien-Buchst. J—R 15.30 Uhr Familien-Buchst. 8—Z. Nicht zu erscheinen haben: Kinder, die in den letzten zwei Jahren bereits gegen Diphterie geimpft wurden, und Kinder, deren Geschwister oder Angehörige an Diphterie erkrankt sind. Oberkirch, den 24. 9. 1943. Der Bürgermeister. Meldung von Bewerbern für die aktive Offizierlaufbahn in der Luftwaffe — GeburtS' Jahrgang 1927 Angehörige des Geburtsjahrganges 1927, die sich für die aktive Offizierlaufbahn bei der Luftwaffe (Fliegertruppe, Ingenieur-Offizierlaufbahn, Flakartillerie, Luftnachrichtehtruppe, Fallschirmtruppe, Panzer-Division Hermann Göring) bewerben wollen, reichen jetzt ihr Bewerbungsgesuch bei der dem Wohnort des Bewerbers nächstgelegenen Annahmestelle für Offizierbewerber der Luftwaffe ein. Das Merkblatt „Der aktive Offi- ziemachwuchs der Luftwaffe im Kriege“ enthält alle für die Bewerbung erforderlichen Unterlagen; es ist bei den Wehrbezirkskommandos und den aufgeführten Annahmestellen erhältlich. Annahmestelle 1 für Offizierbewerber der Luftwaffe, Berlin-Charlottenburg 2, Uhlandstr. 191 Annahmestelle 2 für Offizierbewerber der Luftwaffe, Hannover, Escherstr. 12 Annahmestelle 3 für Offizierbewerber der Luftwaffe, München 23, Fianz-Josef-Straße 1 Annahmestelle 4 für Offizierbewerber der Luftwaffe, Wien 110, Schopenhauerstraße 44—46. Nur für Bewerber für die Ingenieur-Offizierlaufbahn: Annahmestelle 5 für Offizierbewerber der Luftwaffe, Bad Blankenburg/Thüringen. Der Reichsminister der Luftfahrt u. Oberbefehlshaber der Luftwaffe — Luftwaffen personalamt. 17.^18. OKTOBER 1943 Äckkü CjaMie. ,2>oppe£ - &?4e 1mV** 1 '#-’ HSc&opfie . Stoati- lotterte-Einnahme LEIPZIG . Adolf - Hitler . Sfr. 874 Eitrige, Vfet*trige in der Woche könnten Sie dodi wohl für Ihre FiiHe sutgeben! Wund-und Blasenlaufen, Brennen, Entzündungen, Fuljsdiweifs usw. verhütet und beseitigt „OduUsi* Fußpflege l CARt HAMEL & CO. FRANKFURT-M.» , dtcutkc Wände — Uohkec Weih, Verschimmelte Wände werden durch Anstreichen mit Kalkmilch und Trosilin-flössig schimmelfrei. Man braucht auf einen Eimer Kalkmilch nur '/s Liter Trosilin- ilüssig »@aye*« I. G. Farbenindustri« Aktiengesellschaft Leverkusen Ci» altbewährtes Abführmittel in neuem Gewände O bas an» dem odttcfewt» Seil« 6 «t Miterwa!!« dxrch Setbampfes geMwuet Saxlehner »atürl. Brunnensalz AimhadieIärtoS - - 'nsiitunaeii mit — i» ans wirkt det .. „ »r,er Je», «ha« Ichmerzhast« Reiea,rlch«inua,en oder ichödliche Foloezustiind« heroorzarufea. Erhältlich ta HaarpoLingea 1 too (Siams 2.50 KSR., und ta Reisepackangea mtt 10 B-atela »7 Erornm r.— StSR. ia «lern «»»th-IkR »ad Sro*«r«n. Immer «nfftttat aad überall hi» bequem mitzafährea! _ ., „ . General-Berlrieb: Alfred Sttenücker, Berlin W 50, Lpichernftr.4 „u, deroose* Sthoh . crem* °“*A* „; r ou* i*°* ' Von dort >mmal 4en Ru ^,rn i mm. Hartes Wasser — schweres Waschen! 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Gemeinschaft, Augustastraße 1 Sonntag H10 Uhr Gottesdienst. Gemeinschaft innere Mission, Friedenstraßc 4. Sonntag, 6.30 und Mittwoch 5.30 Uhr Bibelstunde. EvangeL Gottesdienst Oberkirch Sonntag, 26. Sept. 1943: 9.30 Uhr Hauptgottesdienst; 10.30 Uhr Christenlehre und Jugendgottesdienst. Sielienangeboie Für die Viqh Wirtschaft ein. Dienststelle der Reichsleitung der NSDAP in der Westmark wird für die Aufzucht u. Wartung von Schweinen, Ziegen u. Hühnern 1 tüchtiger u. fachkundiger Schweinemäster zum sobaldigen Eintritt ges. Bewerber mochten Lichtbild, handgeschr. Lebenslauf u. Zeugnisabschr. (Beginnt». nicht erfordert.) unt. U 1204 nn Ala, Mannheim einreichen. Für eine Dienststelle der Reicks- Mtung der NSDAP in der Westmark wird eine BHaazbuchhalterin zum sofortigen Antritt ges. Verlangt wird sicheres Arbeiten auf dem Oebiet der Abschlußtechnik, Kontenrahmen usw. Unterkunft u.Ver E Regung rorh. Bewerbungen mit icfatbild, handgeschr. 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Mein in- nigstgeliebter, unvergeßlicher u. treusorgender Gatte, der stolze Vater seiner lieben Kinder, unser guter Bruder, Schwager, Onkel und Vetter Pg. Ignaz Schindler Oefreiter ln einem Batafflone-Stab bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten an den Folgen einer schweren Verwundung am 16. 9. 1943 im 39. Lebensjahre in einem Feldlazarett gestorben isL Br wurde auf einem Heldenfriedhof beigesetzt. In tiefem Schmerz: Frau Helene Huber, geb. Alles und Kinder SJielt, Inge und Irene, die Eltern: Andreas Huber u. Frau Franziska, geb. Rosenfelder nebst Angehörigen und Verwandten. Rammersweier (b. Offenburg) Hemsbach (Renchtal) , 24. Sept 1943. t Statt eines frohen Wiedersehens erhielten wir die schmerzliche kaum faßbare Nachricht, daß nach Gottes lieblichem Ratschluß, unser innigstgeliebt., igsvoller, ältester Sohn und Bruder Franz Xaver Schöner Obergefr. ln einem PlonlerbatL Inh. des EK 2 u. Ostmed. Hfi blühenden Alter von 23 Jahren am 5.9,1943, ifc) Osten sein [junges Leben für seine aber alles geliebte Heimat dahingab. Er folgte nun sänem vor Jahresfrist gefallenen Bruder Wilhelm, dessen Heldengrab er oft besuchen kannte im Tode nach. Unvergessen von uns ruhen beide in fremder Erde. Unser einziger Trost ist Wiedersehen, tu tiefer Trauer: Die Eltern: Josef SeMner u. Frau Luise, geb. Baumann. Die Brüder: Josef Schöner, z. Z. im Felde. Konrad Schöner, z. Z. RAD. fiottfried, Adolf, Albert a. Heinrich Schöner, nebst Verwandten. Erstes Seelenamt am Dienstag, den 28.9.1943, vormittags 9 Uhr, 2. u. 3. Seelenamt am 30. 9. und 1. 10. 1943, vormittags 8 Uhr ln der Stadtkirche Zell-Harmersbach. Üiiterentersbach, den 23. September 1943. Statt eines frohen Wiedersehens erhielten wir die kaum faßbare Nach- — rieht, daß nach Gottes unerforschlichem Ratschluß unser lieber, unvergeßlicher, hoffnungsvoller Sohn und herzensguter Bruder und Neffe oeir. Josef Fehrenbacher Inb. du Infanterle-Sturmatneldieiu im blühenden Alter von 21 1 /« Jahren, im Osten den Heldentod fand. Unvergessen von seinen Lieben ruht er nun im fernen Heldengrab. In tiefer Trauer: Josef Fehrenbacher und Frau Amalie, geb. Willmann, Steffeshof Befreiter Albert Fehrenbacher, z. Z. Wehrmacht Franz Fehrenbacher, z. Z. RAD. Helene, Amalie und Maria Fehrenbacher. Erstes Seelenamt Dienstag, den 28. Sept. um V«8 Uhr in Steinach. Steinach/Niederbadi, den 25. SepL 1943. & w t . Bacher Leihbücherei Weber JtreÄs gab im Osten am 11. 9. 1943, im Kampf für Großdeutschland in soldatischer Pflichterfüllung, getreu seinem Fahneneide im Alter von 36 1 /, Jahren für seine geliebte Heimat sein Leben. Unvergessen von seinen Lieben, ruht er in fremder Erde. In stillem Leid: Frau Hilda Schindler, geb. Broß, mit Kinder Waltraud und Renate. Familie Franz Schindler. Familie Knosp I. Familie Markus Huber, Karlsruhe. Alois Schindler, z. Z. bei der Wehrmacht Familie Lorenz BroB. Befr. Lorenz BroS, z. Z. bei der Wehrmacht. Erstes Seelenamt am Montag, den 27. Sept, vormittags */« 9 Uhr. Erlach, den 25. September 1943. # Schmerzerfüllt geben wir die Trauernachricht, daß mein lieber guter unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser lb. Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Josef Zimnteriflann Obergefreiter In einen Grenedler-Reglineitt im Alter von 30 V, Jahren im Osten, infolge einer schweren Verwundung am 13. 9. 1943, für sein geliebtes Vaterland den Heldentod erlitten hat Er wurde mit militärischen Ehren auf einem Heldenfriedhof beigesetzt In tiefer Trauer: Frau Maria Anna Zimmermann, geb. Roth, mit Kind Maria. Familie Josef Zimmermann, Bad Griesbach. Das erste Seelenamt findet am Montag, den 27. Sept 1943, vormittags 9 Uhr, in der Pfarrkirche Bad Peterstal statt Bad Peterstal, den 24. September 1948. In Verbindung mit dem Hauptgottesdienst findet am Sonntag, den 26. September, 9.45 Uhr in der Evang. Kirche Offenburg der Trauergotteedffemet für unseren gefallenen Sohn und Bruder Gerhard Sehaaffar Fahnenjunker in einem Jäger-Regiment statt Obaratlamtaant Sehaaffar and Fanailla. Nach Gottes hl. Willen ist heute mein lb. Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater und Bruder Markus Maler PolfzeiWaditmelster a. D. im Alter von 78 Jahren sanft entschlafen. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Apollonia Maler Wwe. geb.Wadcer Fam. Anton Maler / Fam. Karl Broß Farn. Konrad Vetter / Fam. Engen doggerst Wwe. / Fam. Franz Brlschle Wwe. Bruder Lorenz Maler u. Anverwandte. Die Beerdigung ist am Sonntag, 26. Sept,, 15 Uhr. Weier, den 24. September 1943. 8» herzl. Vergelts Gott sagen Vk all denen, die an dem Heldentod unseres lb., guten ufiA unvergeßlichen Söhnet u. Bruder» Obtrgtfr. Walttr StSfk ln so liebevoller u. mitfühlender Weise ihre Anteilnahme bekundeten. Insbesond. unken wir fflr den Besucb der Truergottesd. u. Messespend. In uef. Leid: Fam. Leopold Störk Oflenburg, den 22. SepL 1943. Für die innige Anteilnah. beim Heldentode ans. lb. unvergeßi. Sohnes, Bruders, Schwagers, Onkels und Bräutigams. Safraltar Jasif Bracker sagen wir allen, bes. der Fa. Krämer, den Schulkameraden sowie den Kranz- und Messespendern, ein herzl. Vergelts GotL In schwerem Leid: Familie Josef Bracker und Anverwandte. Haslach i/K., 24. SepL 1943. Fflr die zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme, sowie fflr die cchönen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgang meiner lieben Frau, innigen Dank. Karl Lehmann und AngehBrtge. Offenburg, den 25. SepL 1943 Moltkestrafee 76 Für die vielen Beweise der liebevoll. Anteilnahme b. Heldentode unseres lb. Sohnes u. Bruders Befr. Rudolf Ml für die große Anteilnahme am Trauergottesdienst u. die viel. Messespenden sagen wir hiermit ein herzl. Vergelts GotL In tiefer Trauer: Fualiifl Karl Kbia. Nordrach, den 23. SepL 1943. Fflr die liebevolle Teilnahme beim Heldentod unseres lb. Sohnes u. Bruders Obergefr. Hirmnn Stulz, sowie für die Beteiligung an den Opfern und das Gedenken im Gebete sprechen wir allen ein herzl. Vergelts Gott aus. Im Namen der trauernden Angehörigen: Familie Wendelin Stulz, Stulzenhof. k 19/16 Welschensteinacfa, 21. Sept. 43. Allen die uns b. dem Heldentod unseres im ewigen Frieden ruhenden Id. unvergeßlichen Sohnes, Bruders a. Schwagers Pionier Franz Karl Buehholz ihre Anteilnahme entgegenbrachten, sagen wir ein inniges Vergelts GotL k ts/99 In unsagbarem Schmers: Familie Josef Buehholz, Seschwister und Anverwandte. Unterentersbach, 21.SepL1943. Herzl. Vergelts Gott allen, die antäßi. d. Heldentodes unseres lieben Bruders u. Bräutigams Flldw. Ludwig MfCfegrt ihre Teilnahme bekundeten. Geschwister Beschert Braut: Sophie Beschert und Verwandte. Oberkirch, den 24. Sept. 1943. Die Papierfabrik A. Koehler ehrt in dem Gefallenen einen ihrer Besten. Für die aufrichtige Teilnahme beim Hinscheiden uns. lb. un- vergeßl. Mutter, Schwiegermutter,Großmutter,Schwester, Schwägerin und Tante, r 16/46 Pauline Ronecker, geb. Huber Alt Plldcrblnerla sagen wir allen ain herzt. Vergelte GotL Besonderen Dank für die krans-u. Messespenden. Bia trauernden Hinterbliebenen. Maisach, 21. September 1943. Für die Anteilnahme anläßl. des Heldentodes unseres lb. Gefallenen Befr. Wilhelm Leible, für die große Beteiligung an den Trauerämtern und vielen Meseetpenden, sagen wir ein herzl. Vergelts GotL ru/28 Die trauernd. Hinterbliebenen: Anna Lsibla, geb. Vogt, mit Kindern Irmgard and Theresia nnd alle Angehörigen. Zusenhoten, den 22. SepL 1943. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme, für die zahlreichen Kranz- u. Messespenden beim Tode meines lieben Mannes Otto BrQgol, ein herzl. Vergelts GotL Besonders danke ich für die ehrenden Wortg am Grabe, in tiefem Schmerz: Frau Emma Brägel, geb. Grieshaber, und alle Angehörigen. k 2/53 Steinach, den 25. SepL 1943. leuaufnahmen in der Leihbücherei Trübe Offenburg, Platz der SA. MEDOPHARM ||| Arzneimittel Oll sind treue Helfer Ihrer Gesundheitl Medopharm-Arzneimittel sind nur In Apotheken erhältlich. SO LT 11 gibt Lmäersohtmn tätigere MEDOPHARM Pharmazeutische Präparate Gesellschaft trub.H. München 8 KREWEL vi Der Vergnügungspark vom Jahrmarkt auf der Kronenwiese ist am 25. u. 26. September 1943, nochmals geöffnet! Die Schausteller r Gfiuiher ist angekommen. In dankbarer Freude: Rosa Refnbold geb. Hauser StSdt. Krankeah. Gengenbadi Uff*. Max Relnbold z. Z. im Felde Rammersweier Rob.-Wagner-Str. 232 ^Ka r Frank Otto Unser Stammhalter ist angekommen. Die glücklichen Eltern: Lent Armbrusfer geb. Pries z. Z. Krankenhaus Gengenbadi Richard Armbrumter Fhj. Feldw. d. Int. ^taslach i. K., den 22. September VMZ.j Wir haben uns verlobt: Liesel MOIIer Alfons Erdrich Oberfeldwebel Offenburg z. Z. im Urlaub Franz-Volk-Stra&e 46 26. September 1943. ^ 0 12/312_y Ihre Vermählung geben bekannt: Karl HOmmerle Uffz. in einer Nadiricbtenabtlg. Irmgard HBmmerle geb. Igl 24 September 1943 Hssladi i. K. Nflmberg Ihre Vermählung r 17/41 geben bekannt Herbert Seit* DipL Ing. x. Z. bei der Wehrmacht Ruth Seit*, geb. Krümer z. Z. im Einsatz Oberkirch (Baden) 28. September 1943. Ihre Vermählung geben bekannt Erleb Polig KapeHmeist«r Klara Polig, geh. Mink z. Z. b.d. Wehrmacht Strafebarg 25. September 1943. ^ 0 16/93 _^ Unsere Verlobung geben wir bekannt Paula Feger. Friseuse Alois Vollmer, Oberfeidw. Offenburg Ortenberg Ritterstr. 11 Käfersberg 25. September 1943 r Für die vielen Qlflckwdnsche u. Aufmerksamkeiten zu unserer Silbernen Hochzeit danken wir henlkhst Hermann Bauer «. Frau Den Gratulanten, besonders denen von der Front im Osten, zu meinem 50. Geburtstag herzlichen Dank Dötsdii. 02/615 Offenbarg, 25. September 194&y Wir grüßen als Verlobte Elfriede Kern Heinrich Rodapp Matr.-Obergefr. b. d. 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