I t W&dientlidi 0 Ausgaben. Bezugspreis monatlicb 2 RM. «iusckl. 22 Pf. Trägerlohn. Durch die Post 2 RM. einscfal. 13 Pf. Beförderungsgebühr zuzflgL 36 Pf. Zustellgebühr WrTdgMM <&r«enaNer Vo»e / #f feit barg er StitNHf Nummer 226 Offenburg, Monteg, den 27. September 1943 132. Jabrgeoo Das Pferd im Deckungsgraben. Auch die Pferde, die mit einem Munitionstransport in der HKL sind, müssen bei einem feindlichen Feuerüberfall in den Deckungsgraben — PK.-Kriegsberiditer Elle (Sch) Eickentaub für ^-Obersturmbannführer Stadler dnb. Ans dem Führerhauptquartier, 26. Sept. Der Führer verlieh dem ^-Obersturmbannführer Sylvester Stadler, Regimentskommandeur in der W-Panaer-Grenadier-Division „Das Reich“, ajs 305. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Albanien unabhängig dnb. BerHn, 26. Sept. In Albanien hat sich nach dem Verrat der Regierung Badoglio und der Ftecfat des albanischen Ministerpräsidenten ein nationales Komitee gebildet, das die verantwort- Ita Führung des z. Z. führungslosen und von anarchistischen Zuständen bedrohten albanischen Staates auf dem Boden der Unabhängigkeit Albanien? übernommen hat. Das nationale Komitee hat jetzt zur Führung der Regierungsgeschäfte ei- n$n Arbeitsausschuß eingesetzt und hat sich an ifia Reichsregierung mit der Bitte um Anerkennung gewandt. Die Reichsregierung hat dem nationalen Komitee diese Anerkennung ausgesprochen und sich bereit erklärt, mit dem Arbeitsausschuß als vorläufige Regierung aufs engste zusammen zu arbeiten. Libanons neue Regierung dnb. Izmir, 26. Sept. Die neue libanesische Regierung besteht aus Riad Es Solh, Ministerpräsident und Finanzen; Habib Bey Abi Schehla, Justiz und nationale Erziehung; Selim Bey Takla, Aeußeres und öffentliche Arbeiten; Hedschid Ars- lan, Ackerbau, Hygiene und nationale Verteidigung; Kamil, Inneres und Post, und Adil, Versorgung, Handel und Industrie. Schwere Anklagen Qrazianis gegen die Verräter Appell an das italienische Volk zur Rettung des Vaterlandes ■ dnb. Rom, 26. Sept. Der Minister für nationale Verteidigung und Kriegswirtschaft im faschistisch-republikanischen Staat, Marschall Gra- z i a n i, sprach am Samstagabend über den Rundfunk zu den italienischen Offizieren und Soldaten und zum italienischen Volk. Er erinnerte dann an die unwürdige Szene vom 8. September, als Badoglio den deutschen Bundesgenossen noch seiner Treue versicherte, während er schon fünf Tage vorher das Abkommen mit dem Feinde unterzeichnet hatte. Tiefe Erregung zitterte in der Stimme des Marschalls, als er darauf hinwies, daß in diesen fünf Tagen die Engländer noch Gelegenheit gefunden hätten, die Zerstörung Neapels zu vollenden und die Stadt Frascati vollkommen in Trümmer zu legen. Die 6000 Toten von Frascati erhöhen eine furchtbare Anklage gegen ihren Mörder Badögüo. Aber auch der König sei in diese Schuld verstrickt. Badoglio habe bei seiner schmählichen Flucht das italienische Heer in vollständigem Chaos zurückgelassen, ohne jegliche Leitung. Jahrelang sei Badoglio Generalstabschef gewesen. Daher sei nur er für die militärischen Fehler jener Zeit verantwortlich, ebenso wie für die militärischen Fehlschläge in Albanien, Griechenland und Nordafrika. Churchill selbst habe bezeugt, daß Badoglio bereits geheime Verhandlungen mit dem Feinde angeknüpft hatte, als italienische Soldaten noch kämpften, bluteten und starben. Badoglio habe versucht, das italienische Volk und seine Verbündeten einzulullen und die Weit zu betrügen, indem er eine bolschewisieren- des Kabinett ins Leben rief. Nach dem Zusammenbruch seiner Berechnungen sei er feige geflohen und habe jetzt das Volk zum Brudermord aufgehetzt. Die lügnerischen Behauptungen Badoglios, daß Deutschland die Feindseligkeiten gegen das italienische Volk eröffnet habe, wies Graziani mit allem Nachdruck zurück und stellte fest, daß nach Churchills eigenen Worten englische Fallschirmjäger die italienische Hauptstadt angreifen und besetzen wollten, wenn die Deutschen diesem Angriff nicht rechtzeitig durch die Besetzung der Flugplätze Roms zuvorgekommen wären. Der König, so erklärte Marschall Graziani weiter, habe durch seine Flucht seinen Königseid gebrochen. Deserteure aber, gleichgültig welchen Ranges sie seien, verlören alle Rechte, Aemter und Würden. Darum sei auch der Treueid eines jeden italienischen Soldaten gegenüber diesem König hinfällig. Viktor Emanuel selbst habe das italienische Heer durch seine Flucht aufgelöst. Am Schluß seiner Ausführungen betonte Mar- schall Graziani den Lebenswillen des italienischen Volkes, das er zur Mitarbeit aufrufe, um die Unabhängigkeit des Vaterlandes wieder zu erringen. Er habe sich fest vorgenommen, die Wiedergeburt des Vaterlandes zu erreichen, und appelliere deshalb auch an alle Italiener, sich freiwillig in die Reihen des faschistisch-repubikanisdien Heeres oder in den Aufbau der nationalen Arbeit einzu- gliedem und sich dem Duce zu unterstellen. Der Negus protestiert dnb. Saloniki, 24. Sept. Nach einer Meldung deS Blattes „Al Ahram“ in Kairo fand eine große Volkskundgebung gegen Badoglio in der abessini- schen Hauptstadt statt. Der Negus Halle Selassie hielt vom Balkon seines Palastes eine Ansprache an die erregte Volksmenge und erklärte, daß er bei den verbündeten Regierungen in London und Washington gegen jegliche Unterhandlung oder Verbindung mit Badoglio energisch protestieren werde. Erfolglose Sowjetangriffe am mittleren Dnjepr Anglo-amerikanlsche Angriffe in Süditalien abgewiesen — Seegefechte vor England dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 26. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein sowjetischer Landungsversuch an der Küste des Asowstheq Meer es endete damit, daß die gesamte Landegruppe in Stärke von über 800 Mann aufgerieben wurde. Beiderseits des Kuban scheiterten auch gestern alle mit Panzerunterstüt- zung vorgptragenen feindlichen Angriffe. Auch am mittleren Dnjepr blieben erneute Angriffe der Sowjets gegen die deutschen Brückenköpfe erfolglos. Schwächere feindliche Gruppen, die in dem unübersichtlichen Gelände an einzelnen Stellen den Fluß überschritten hatten, wurden im Gegenangriff geworfen. Im mittleren Frontabschnitt setzte der Feind besonders im Raum westlich des Bahnknotenpunktes Unetscka und im Kampfgebiet von Smolensk seine Angriffe mit starken Kräften fort. Bei schwierigen Wetter- und Wegeverhältnissen wurden die Angriffe im wesentlichen abgewiesen. An einigen Stellen halten die Kämpfe an. Die Luftwaffe griff mit zusammengefaßten Kräften besonders nördlich des Asowsdien Meeres und ostwärts des mittleren Dnjepr feindliche Truppenmassierungen an und fügte ihnen empfind- Sowjet-Landungsversuch an der Kuban-Mündung zerschlagen Harte Kümpfe am mittleren Dniepr und Im mittleren Frontabschnitt dnb. Berlin, 26. Sept. Bei dem Landungsversuch, den die Bolschewisten in den Nachtstunden zum Samstag westlich der Mündung des Kuban ins Asowsche Meer unternahmen, konnten die feindlichen Kräfte noch während der Nacht und in den frühen Morgenstunden des Samstag völlig aufgerieben werden. Bisher wurden 200 tote Sowjets gezählt und 293 Gefangene eingebracht, während der Rest des Feindes im Meer ertrunken ist. Nördlich der Kuban-Mündpng blieben die Bolschewisten während des ganzen Tages mit sechs Kanonenbooten auf See liegen und beschossen unsere Stützpunkte an der Küste. Bei Beginn der Dunkelheit versuchten sie dann ebenfalls zu landen, wurden jedoch auch hier zurückgeschlagen. Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge hatten wirksamen Anteil an der Vernichtung des Feindes. An der Ostfront des Kuban-Brückenkopfes zerschlugen unsere Truppen mehrere sowjetische Bereitstellungen und wiesen einen von 14 Panzern mit aufgesessener Infanterie unternommenen Vorstoß ab. Südlich des Kuban bHeb ein von 40 Panzern begleiteter Angriff einer feindlichen Division im Abwehrfeuer unserer tapferen Grenadiere liegen. Auch nördlich des Flusses hatten die ständig in Kompanie- bis Bataillonsstärke geführten Angriffe der Bolschewisten keinen Erfolg. Am mittleren Dnejpr, wo die Sowjets ihre Vorstöße und Angriffe gegen die deutschen Brückenköpfe immer wieder erneuerten, wurden 12 feindliche Panzerkampfwagen abgeschossen. Die Kämpfe in diesem Raum waren während der Ietz- \ ten Tage besonders hart. Eine unserer Divisionen hatte in ihrem Abschnitt nicht weniger als 23 feindliche Angriffe in Kompanie- bis Regimentsstärke abzuwehren, wobei sie den Bolschewisten empfindliche Verluste zufügte. Neben 490 Toten und 291 Gefangenen zählte sie eine erhebliche Beute. Nordöstlich Moltitopol und östlich des mittleren Dnjepr trug der Einsatz der Luftwaffe auch wirksam zur Unterstützung der Angriffe unserer Divisionen bei. Schlachtflieger und Nahkampfverbände versenkten mitten auf dem Dnjepr fünf Landungsboote und zwei große Schleppkähne, die mit Truppen und Fahrzeugen beladen auf das Westufer des Dnjepr zuhielten. Die Kämpfe am mittleren Frontabschnitt der Ostfront hielten in unverminderter Stärke an. Die sich stetig verschlechternden Wegverhälnisse stellen höchste Anforderungen an unsere Truppen. Trotzdem begegneten sie den vielfach mit Panzerunterstützung und aufgesessener Infanterie vorgetragenen schweren Angriffen des Feindes ent-« schlossen und vernichteten eine Reihe von Panzerkampfwagen. Südlich des Ladogasees beschränkte sich die beiderseitige Kampftätigkeit auf die Durchführung mehrerer Späh- und Stoßtruppunternehmungen. Bei den Kämpfen am Vortage konnten drohende Durchbrüche der Bolschewisten verhindert und einige verlorengegangene taktisch wichtige Geländestreifen zurückerobert werden. Im Nordabschnitt der Ostfront bekämpfte schwere Artillerie des Heeres den Eisenbahnverkehr südlich und östlich Leningrad, sowie in der Stadt selbst. Am Freitagnachmittag wurde die Beschießung der Insel Lavansaari fortgesetzt. Zahlreiche Stichflammen, Detonationen, Rauchwolken und ausgedehnte Brände zeugten von der Wirksamkeit des deutschen Artilleriefeuers. Im hohen Norden hatten die Bolschewisten bei vergeblichen Angriffsversuchen hohe Verluste. Eine, an der Murmanküste gelandete feindliche Gruppe, in Stärke eines Zugs, wurde zum Rückzug gezwungen. Auch der dreimalige Vorstoß eines sowjetischen Bataillon? an einer anderen Stelle konnte von der aus Gebirgsjägern bestehenden Stützpunktbesatzung abgeschlagen werden. 1 liehe Verluste zu. Am 24. und 25. 9. wurden an der Ostfront 105 Sowjetflugzeuge vernichtet, fünf eigene Flugzeuge werden vermißt. In Süditalien stießen britisdi-nordamerir kanische Kräfte gegen unsere Stellungen zwischen dem Golf von Salerno und der Bucht von Man- freddonia vor. Die Angriffe wurden abgewiesen, erneute Bereitstellungen durch Artilleriefeuer zerschlagen. Die Luftwaffe schoß gestern im Mittelmeerraum sechs feindliche Flugzeuge ab und traf einen Frachter von 3000 BRT. durch Bombentreffer vernichtend. In der Nacht zum 25. 9. griffen deutsche Schnellboote an der englischen Küste britische Bewacher an, von denen einer versenkt wurde. Zur Entlastung ihrer schwer bedrängten Sickerungsstreitkräfte griffen britische Schnellboote in den Kampf ein. Eines von ihnen wurde bei plötzlich einsetzender Sichtverschlechterung durch ein deutsches Schnellboot gerammt. Es sank sofort. Das deutsche Schnellboot erlitt dabei schwere Beschädigungen. Es wurde von der eigenen Besatzung versenkt. Britische Torpedo- und Zerstörerflugzeuge griffen südwestlich Den Helder ein deutsches Geleit vergeblich an. Sechs feindliche Flugzeuge wurden dabei abgeschossen. Ueber dem Atlantik sowie bei Einflügen schwächerer britisch-nordamerikanischer Fliegerkräfte in die besetzten Westgebiete verlor der Feind weitere fünf Flugzeuge. Einzelne feindliche Störflugzeuge warfen in der vergangenen Nacht im westlichen Raum planlos einige Bomben, durch die nur unerhebliche Gebäudeschäden entstanden. Roslawl und Smolensk geräumt dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 25. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am Kuban-Brückenkopf setzten die Bolschewisten ihre starken Angriffe den ganzen Tag über ohne Erfolg fort. An der Nordküste, des Asow-Meeres führte ein eigener Angriff zum Erfolg. Gefangene und Beute wurden eingebracht. Am mittleren Dnjepr griff der Feind an zahlreichen Stellen gegen die Brük- kenköpfe ostwärts des Flusses vergeblich an. Eine größere Anzahl von Panzern wurde dabei vernichtet. Nördlich Tscherkassy zerschlugen deutsche Panzerkräfte kleinere feindliche Gruppen. Im mittleren Frontabschnitt fanden westlich des Bahnknotenpunkts Unetscka und südlich Smolensk heftige Abwehrkämpfe statt, die noch andauern. Die Städte Roslawl und Smolensk wurden nach vollständiger Zerstörung und Vernichtung aller kriegswichtigen Anlagen, vom Gegner völlig unbehindert, geräumt. Südlich des Ladogasees erreichte ein Angriff deutscher Jägerdivisionen das befohlene Angriffsziel. Mit Panzern unterstützte Gegenangriffe der Sowjets scheiterten. Im hohen Norden schlugen deutsche Truppen im Kandalakscha-Abschnitt und an der Murmanfront mehrere Vorstöße des Gegners unter Verlusten für ihn ab. An der süditalienischen Front herrschte auch gestern lebhafte Kampftätigkeit. Die Angriffe britischer Truppen im Abschnitt Salerno wurden nach harten Kämpfen abgewiesen. Sturzkampfflugzeuge versenkten im Mitteimeer- Stalins kirchliche Konzessionen Metropolit Sergius: „Nur taktisches Manöver“ d. Der Metropolit von Litauen, Sergius, hat zur Lage der Kirche in den UdSSR, eine Erklärung abgegeben, die eine interessante Beleuchtung der kirchlichen Konzessionen Stalins an die. Kirche darstellt. Konsequent hat der Bolschewismus, so erklärte Sergius, die Religion bekämpft. Ohne jeden Zweifel befindet sich der Bolschewismus in einer so schwierigen Lage, daß er gewillt ist, der Bevölkerung und der Kirche gewisse Konzessionen zu machen. Allerdings bedeuten dem Bolschewit« mus diese Konzessionen nichts als ein taktisches Manöver, eine Tarnung seiner eigentlichen Absichten, ein Trick, mit dem er das Volk und die Welt wieder einmal zu betrüg«! versucht. Er hofft dabei, daß die Konzessionen nur vorübergehend sein werden, wie das früher auck der Fall war. „Die Bolschewisten wissen es gan genau", schließt Sergius seine Erklärung, „zwischen ihnen und der Kirche gibt es nur Krieg, obgleich er vorübergehend durch einen Waffenstillstand unterbrochen werden kann. Erst dfer Sturz und Untergang des Bolschewismus kann dem Volk und der Kirche die Freiheit sichern. * s. Die Komödie, die die Sowjetregierung mit der angeblichen Anerkennung der orthodoxen Kirche in Szene setzt, weckt die Erinnerung an die ersten Tage der atheistischen Schreckensherrschaft vor 25 Jahren. Ein Jahr nach ihrem Siege über das schwächliche Kerenskiregime im Herbst I§18 begannen die jüdischen Machthaber des damaligen Rußland ihren großangelegten und viele Jahre dauernden Äusrottungsfeldzug gegen die griechisch- katholische Kirche und gegen das Christenttuh. Der jüdische Volkskommissar für Kunst und Wissenschaft, Lunatscharsky alias Chaimoff, der längere Zeit als emigrierter Schriftsteller in Berlin und in der Schweiz gelebt hatte, erbat von seineyr Rassegenossen Trotzki-Bronstein 30 000 Rotgardisten, die in Spezialkommandos eingeteilt üffd in die russischen Städte und Dörfer gesandt wurden mit der ausdrücklichen Anweisung, die Kirchen und die Klöster auszuplündern und die geraubten Schätze zu „sozialisieren“. Seit Oktober 1918 gingen, nachdem bereits vorher häufig Kirchen geschändet worden waren, hunderte vcjn Gotteshäusern in Flammen auf, hunderte wurden nach der Branschatzung zugenagelt, tausende von Geistlichen in brennenden Kirchen dem Flammentod preisgegeben, niedergemetzelt und aufgehanH. Was bis dahin planloser Exzeß des Pöbels w$r, wurde jetzt zum System erhoben. Unermeßliche Schätze schleppten Nathan Chaimoffs Schergen nach Moskau, nach ^Petersburg, in die Keller der Sowjet-Behörden, Schätze, die in Gold umgemünzt wurden, denn der bolschewistische Staat brauchte Geld. Von den Ueberschüssen aber, die ihm die Kirche lieferte, wollte Chaimoff-Lunat- scharsky ein Denkmal bauen, und zwar für Judas Ischariot! Der Verräter Christi sollte der Nationalheilige der Sowjetunion werden. Ein greiser Patriarch, der zwei Jahre danach ins Ausland fliehen konnte und dort diese Vorgänge schilderte, ging zum Volkskommissar, als er von dem Plan Kenntnis erhielt. Er flehte Chaimoff an, dem Volke diese Schmach zu ersparen. Lunatscharsky stand, die Arme gekreuzt, vor dem Greise und lächelte verächtlich: „Lassen Sie das nicht andere hören, Bürger. Ihr Gott schützt Sie nicht, wenn einer weniger nachsichtig ist als ich I" Und das Denkmal wurde errichtet, zu Ehren Judas Ischariot . . . raum ein großes feindliches Torpedoboot und trafen zwei Frachtschiffe vernichtend. In der vergangenen Nackt warfen einzelne feindliche Störflugzeuge wirkungslos einzelne Bomben auf nordwejtdeutsches Gebiet. Deutsche Luftverteidigungskräfte brachten gestern zehn feindliche Flugzeuge über den besetzten Westgebieten und ein schnelles britisches Aufklärungsflugzeug über dem Reichsgebiet zum Absturz. Norman Davis, Präsident des Roten Kreuzes der USA., der soeben von einer Besichtigungsreise aus Nordafrika und Sizilien zurückgekehrt ist, erklärte laut „News Chronicle“, man müsse von jetzt an mit großen amerikanischen Verlusten rechnen. Links: Marschall Graziani der in dem neuen faschistischen Staat das Ministerium für r"' : onale Verteidigung und Kriegswirtschaft übernc.r-tien hat. — Rechts: Chef des Wehrmachtscnitä.tswe- sens, Generaloberstabsarzt Professor Dr. Handloser, dem der Führer in Anerkennung seiner Verdienste um den Ausbau und Einsatz des Sanitätswesens der Wehrmacht das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern verliehen bat. — Scherl-Bilderdienst-Autoflex ;iMl m dnb. Minsk, 26. Sept. In tiefer Trauer verein ten sich Samstagmittag die Deutschen in Minsk zu einer ergreifenden Totenfeier für den Generalkommissar in Weißruthenien, Gauleiter Wilhelm Kube, der einem bolschewistisdien Anschlag zum Opfer gefallen ist. Feierliche Fanfarenklänge gaben der Stunde des Abschieds den weihevollen Auftakt. Stille lag über dem in gedämpftem kickt getauchten Raum, als // -Gruppenführer Gottberg dem Reichskommissar Lohse meldete, daß Generalkommissar Kube zum Sturm Horst Wessel abberufen sei. Reickskommissar Gauleiter Lohse würdigte in einer längeren Ansprache die Verdienste des Toten um Weißruthenien. Wie sehr es ihm gelungen sei, der gestellten Aufgabe gerecht zu werden, beweise der Haß der bolschewistischen Feinde. In ohnmächtiger Wut hätten sie die Erfolge seiner Arbeit, die Früchte seines Schaffens und das Vertrauen der weißruthenischen Bevölkerung zu Kube und zu seinem Wirken für das Volk beobachtet. Der Reichskommissar zeichnete dann ein Bild des kämpferischen Lebensweges des Ermordeten und seine Treue zum Führer, für den er gelebt, gekämpft und jetzt gefallen sei. In seinem Glauben und in seiner Pflichterfüllung sei er ein leuchtendes Beispiel geworden. ' Wie ein Gelöbnis erhoben sich unter den Klängen des Liedes vom Guten Kameraden die Hände. Mit den Liedern der Nation nahm die Trauergemeinde Abschied von Wilhelm Kube. //-Gruppenführer von Gottberg sein Nackfolger dnb. Minsk, 26. Sept. Der Reichsminister für die besetzten Ostgebiete hat den ff- und Polizeiführer beim Generalkommissar in Minsk,//-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei von Gottberg, vertretungsweise mit der Führung des Generalbezirks Weißruthenien beauftragt. Arbeitstagung der Reickspropagandaleitung dnb. Berlin, 26. Sept. In Berlin fand eine Arbeitstagung der Reickspropagandaleitung der NSDAP, statt, an der die führenden Propagandisten der Bewegung und Vertreter aller Gaue teilnahmen. Als Redner kamen u. a. Reichsmini- ter Speer, Reicksminister Funk und Staatssekretär Backe mit Fachreferaten aus ihren jeweiligen Arbeitsgebieten zu Wort. Den Abschluß der Veranstaltung bildete eine Rede des Reichspropagandaleiters, Reichsminister Dr. Goebbels. der den für die politische Erziehungsaufgabe am deutschen Volke verantwortlichen Männern die unverrückbaren Grundsätze unserer Kriegführung darlegte, die unabhängig von den wandelbaren Ereignissen des Tages von bleibender Gültigkeit sind. Rückgabe der Dorpater Universitätsbibliothek dnb. Berlin, 26. Sept. Die estnische Zeitung „Postimees" berichtet aus Dorpat von der Rückgabe der Dorpater Universitätsbibliothek, die im vorigen Weltkreg von den Bolschewisten geraubt wurde. Insgesamt wurden fast 5000 Bände, darunter ene Anzahl unersetzlicher älterer Werke dem rechtmäßigen Besitzer übergeben. Während die Gegner Deutschlands durch ihre verbrecherischen Luftangriffe ehrwürdige Kunststätten zerstören, bemüht sich dag Deutsche Reich durch seine Organe, die vorhandenen Kulturgüter vor der Vernichtung durch Kriegshandlungen zu bewahren, damit den Völkern Europas ihre Kulturschätze erhalten bleiben. Den 2 000. Feindflug geflogen dnb. Berlin, 26. Sept. Eine im hohen Norden operierende deutsche Fernaufklärerstaffel meldete in diesen Tagen ihren 2000., Feindflug. Unter schwierigsten Bedingungen haben die Flugzeugbesatzungen in besonders stark gesicherten Räumen neben wichtigen Geländeaufklärungen auch eine bedeutende Zahl feindlicher Geleitzüge, die zur Fahrt durch arktische Gewässer bestimmt waren, erfaßt und dadurch ihre Bekämpfung ermöglicht. Bei bewaffneter Aufklärung wurden von der Staffel ferner 43 feindlicke Schiffe mit über 100 000 BRT. versenkt oder schwer beschädigt .......dnus bbi^.u.yuiigskrieg gegen den Bolschewismus . Eine Rede des finnischen Finanzministers Tanner dnb. Helsinki, 26. Sept. Der flnniscke Finanzminister Ta n n e r hielt in Helsinki eine Rede, in der er sich mit der Stellung Finnlands im Kriege und mit den in der „Times“ und der neutralen Presse verbreiteten Gerüchten über finnische Sonderbestrebungen befaßten. „Finnlands Verteidigungskrieg gegen die Sowjets“, so erklärte Tanner, „ist das logische Ergebnis von alledem, was vorher geschehen ist. Im Zwansfrieden von 1940 hat Finnland begeutende Gebiete abgetreten, und das ist mit schwerem Herzen wieder in der Hoffnung geschehen, daß man in Zukunft in Frieden leben könnte. Der Friede ist Finnland jedoch nicht gewährt worden, sondern nach Beginn des deutsch-russischen Krieges hat die Sowjetunion mit ihrer Luftarmada Finnland angegriffen und hier große Verwüstungen angerichtet. So ist Finnland wiederum in einen Krieg mit der Sowjetunion geraten. Wir hätten nicht anders handeln können, als uns zu verteidigen, nachdem der Angriff erfolgte. Die Verteidigung hatte Erfolg. Wir erhielten das früher Verlorene zurück. Minister Tanner beschäftigte sich dann mit dem Verhältnis Finnlands zu der Sowjetunion und erklärte, daß die Finnen als Ziel des Kampfes die Garantie anstrebten, daß von dieser Seite keine Gefahr mehr drohe und daß der Bolsewismus nicht mehr das innere Leben Finnlands verwirre. In diesen Dingen ist, so erklärte Tanner, das Vertrauen zu unserem Nachbar weiterhin schwach. Gegenüber der internationalen Agitationsdisku— sion über angebliche Sonderbestrebungen Finnlands erklärte" Minister Tanner, daß ein Friedens- wunsch das gewünschte Ergebnis nicht garantiere. Er führte dazu das für alle Völker lehrreiche Beispiel Italiens an. Es gebe nicht die Frage eines Friedens, sondern die welchen Friedens. Tanner trat der falschen Vorstellung des Auslandes, als ob in Finnland Kapitultionsstim- mung herrsche, mit Nackdruck entgegen und befaßte sich im besonderen mit einer Reihe von schwedischen Blättern, in deren Spalten wir täglich Sensationsmeldungen über Finnland ebenso wie auch Einschüchterungen und Aufforderungen lesen können. Es scheint beinahe, als sei man dort nervös, weil es in Finnland keine nervösen Menschen gibt, sondern man sich völlig ruhig verhält.“ Zum Schluß umriß Tanner die Ziele Finnlands mit den Worten: „Die Selbständigkeit und die Freiheit sind für unsere Zukunft unbedingt unerläßlich, und niemand ist berechtigt, sie mit irgendwelchen Maßnahmen zu gefährden.“ Germanischer Block: Europas Rettung dnb. Oslo, 26. Sept. Die anläßlich des dritten Jahrestages der Machtübernahme von Nasjonal Sämling veranstalteten Gedenkfeiern erreichten mit einer Massenkundgebung und einer Rede des Ministerpräsidenten Quisling ihren Höhepunkt. Er stellte einleitend fest, Nasjonal Sämling sei heute stärker als je zuvor, und führte dann weiter aus: Wenn man sich über Norwegens Stellung in dieser Weltenwende klar werde, so komme man zu dem Ergebnis, daß es nicht die Aufgabe Nor- Europa mit dem Untergang bedrohten. Das Judentum hoffe insbesondere, seinen alten Traum zu verwirklichen und mit Hilfe von Kapital und Kommunismus seine Herrschaft über die anderen wegens sein könne, die Demokratie zu retten, die Völker anzutreten. im eigenen Land bereits mit ihrem schändlichen Spiel schmachvoll gescheitert sei. Ebensowenig sei Norwegen bereit, auf die durchsichtigen Versprechungen des Judentums hereinzufallen, einerlei ob sie nun nach außen als eine Art neuer Völkerbund angepriesen werden, oder ob sie das Aushängeschild sogenannter „Vereinter freier Nationen“ tragen. Für Norwegen gebe es nur eine einzige Rettung für sein völkisches Weiterbestehen, nämlich Nasjonal Sämling und Europas Sammlung um einen germanischen Block als Kern. Der Krieg, den man heute durchlebe, sei nicht ein gewöhnlicher Machtkampf zwischen Staaten, sondern der elementare Ausdruck eines gewaltigen Umwälzungsprozesses. Das zersplitterte Europa mache den letzten Versuch, sich zu sammeln,, um die Freiheit und Zukunft seiner Völker gegenüber denen zu sichern, die unter allerlei demokratischen und bolschewistischen Phrasen und Vorwänden Neue Ritterkreuzträger dnb. Führerhauptquartier, 26. Sept. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Major Martin Bu h r, Kommandeur einer Sturmgeschütz-Abteilung; Hauptmann Friedrich Bauer, Führer einer Panzer-Abteilung; Hauptmann Karl- Heinz Holzapfel, Kommandeur eines Pionier- Bataillons ; Oberfeldwebel Gerhard G e r 11 e r, Kompanietruppführer in einem Jäger-Regiment: Feldwebel Rudolf Baecker, im Stabe eines Grenadier-Bataillons; Obergefreiter Gerhard Kutte rt ; Obergefreiter Bernhard Himmelskamp, Richtschütze in einem Panzer-Regiment, und auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe an Major Orlowski, Kommandeur einer Aufklärungsgruppe, und Hauptmann Richter, Gruppenkommandeur in einem Kampfgeschwader. Inselbatterien versuchten deutsche Landung zu verhindern Vorbildlicke Zusammenarbeit von Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe bei der Aktion Kefallonia dnb. Berlin, 26. Sept. Nach wenigen Tagen harten, aber erfolgreichen Kampfes wurde die an der Ostküste des Ionischen Meeres gelegene Insel Kefallonia — die der Wehrmachtbericht am 24. September meldete — von deutschen Verbänden besetzt. Dabei wurden große Telle der badogUo- hörigen Division Acqui vernichtet. Die ionischen Inseln Ithaka, Kefallonia und Zante stellen durch ihre geographische Lage und ihre halbkreisförmige Anordnung einen ungewöhnlich guten Schutz des Golfes von Patres und von Corinth dar. Die größte und bedeutendste dieser Inseln, Kefallonia, ist militärische besonders aus- gebaut und befestigt und war von der italienischen Division Acqui besetzt. Dieser der Badoglio- Regierung hörige Verband hat bis zum letzten Augenblick auf englische Hilfe gehofft und sich nicht ergeben wollen. In kürzester Frist wurden daher zahlreiche Einheiten unserer Kriegsmarine zusammengezogen und mit Truppen beladen. Diesen Schiffen wurden außerdem noch kleine Truppentransportdampfer beigegeben, die im Schutze der Kriegsschiffe ihre Truppen im Süden der Insel aussetzten. Es waren vor allem Gebirgsjäger, die hier sofort nach der Landung gegen den Feind vorgingen, jeden Widerstand hart und entschlossen brachen und rasch Boden gewannen. Die Operationen an Land wurden durch die Artillerie der Kriegsschiffe aufs wirksamste unterstützt. Vor allem beschossen unsere Schiffsgechütze die Inselbatterien des Gegners, die versuchten, durch ihr Feuern die Landung zu verhindern. Trotz dieses Beschusses wurden inmitten feindlicher Ge- sckoßeinsckläge Waffen, Munition, Kraftwagen und Geschütze an Land gebracht, so daß die Brückenköpfe rasch erweitert werden konnten. In unermüdlidien Tages- und Nachteinsätzen brach- Schwere Schiffsverluste der Amerikaner vor Finschhafen Drei Kreuzer, zwei Zerstörer und ein Transporter versenkt dnb. Tokio, 26. Sept. Wie das Kaiserliche Hauptquartier bekannt gibt, landeten am 22. September starke amerikanische Truppenverbände in Finschhafen (Neuguinea). Japanische Besatzungstruppen stellten sie zum Kampf. Im Augenblick finden heiße Kämpfe statt. Luftverbände des japanischen Heeres und der japanischen Marine führten starke Angriffe gegen die Transporte und Landungstruppen bei Finschhafen und erzielten vom 21. bis 23. September folgende Erfolge: Drei Kreuzer, zwei Zerstörer und ein großer Transporter wurden versenkt, zwei Kreuzer und zwei mittlere Transporter in Brand geworfen, zwei weitere Kreuzer wurden durch Bombentreffer beschädigt. In Luftkämpfen wurden 22 feind- I liehe Maschinen abgeschossen, wobei der Abschuß Im Spähwagen gegen gelandete USA.-Fallschirmjäger Vereitelter Anschlag auf unsere Artillerie — Im Nahkampf überwältigt dnb.24. 9. (PK.) Diese Nacht war wieder allerhand los. Schon in den frühen Abendstunden, nachdem die mörderische Hitze einer angenehmen Kühle gewichen war, ließen die Vorbereitungen auf beiden Seiten auf eine erhöhte Gefechtstätigkeit schließen. Unsere Artillerie nahm einig Höhenstellungen der Engländer unter gutliegendes Feuer. Dazwischen hörte man das Zischen der Nebelwerfer. In einem kleinen Talkessel machten sich unsere Panzergrenadiere zu einem Gegenstoß auf eine vom Feind besetzte Höhenstellung fertig. Die feindliche Schiffsartillerie dagegen ließ uns in Ruhe. Sie hatten da draußen in der Bucht von Salerno, in die wir von unserer Stellung aus einen fabelhaften Einblick hatten, wohl genug von den Angriffen der deutschen Luftwaffe, die in den letzten Tagen ihre Einheiten empfindlich schädigte. Der Vollmond tauchte die Landschaft in ein zartweißes Licht. Schon waren die Decken zum Schlafe bereitgelegt, als starkes Motorengebrumm die Aufmerksamkeit wieder in die Luft lenkte. Drei Flugzeuge größerer Typen und in geringer Höhe fliegend, wurden sofort von allen Waffen in stürmisches Abwehrfeuer genommen. Sie kurvten über unsere Stellung, drehten aber, offenbar aus Verwirrung, wieder ab und nahmen Kurs aus die nahen Berge, wo unsere Artillerie ihre Stellungen hatte. Und jetzt — stehen auf einmal Fallschirme am Himmel. Stark genug heben sie sich von den glänzenden Dächern ab. In großer Geschwindigkeit stürzen sie der Erde entgegen. Feindliche Fallschirmjäger im Angriff Auf unsere Artilleriestellung! Telephone rasselten, die Melder warfen ihre Kräder an. In wenigen Sekunden war die ganze Umgebung alarmiert. Die Panzerspähabteilung war die erste, die losbrauste. Ritterkreuzträger Oberleutnant K. führt den Haufen. Durch die aus tiefem Schlaf aufgeschreckten kleinen Ortschaften ging es in rasender Fahrt der Landungsstelle der Fallschirmjäger entgegen. Viele konnten es nicht sein, wohl so gegen 20 Mann, dazu eine Reihe von Fallschirmen mit Munition, Waffen und Verpflegung. Kurze Zeit später waren wir mit den Spähwagen an Ort und Stelle. Es wurde abgesessen und die Züge eingeteUt. Hier in dieser Umgebung mußten sie sein. Dort hingen noch einige der Fallschirme in den Räumen, dort lagen Munition und Verpflegungsbeutel im Gelände verstreut. Die feindlichen Fallschirmjäger befanden sich in der Sackgasse, sie waren so rasch gestellt worden, daß ihnen nickt einmal Zeit geblieben war, einen großen Teil der Verpflegung, Waffen und Munition mitzuführen. Einen Zug führte ein junger Leutnant Spuren führten auf Feldwegen in ein kleines italienisches Dorf. Haus um Haus systematisch durchgekämmt Allergrößte Vorsicht war geboten. In dem letzten Haus blieb es erst eine Weile still; mit Bohlen wurde die Tür aufgeschlagen, dann lagen unsere Männer auch schon an der Seite platt am Boden. Alte Ostfrontkämpfer waren es. Sie waren an Ueberraschungen gewohnt, solche Scherze konnte man mit ihnen nicht machen. Richtig — die Amerikaner schossen mit Maschinenpistolen aus der offenen Tür. Einige Handgranaten wurden ihnen vor die Füße gelegt, Maschinengewehrsalven jagten in das Haus. Sehr still wurde es, sofort sprangen unsere Panzermänner nach. Die ersten drei Gefangenen wurden eingebracht, die weiteren bei dem Versuch, die Straße weiter zu entkommen, stürmisch verfolgt. Die feindlichen Fallschirmjäger hatten ihre ersten blutigen Verluste. Ein Teil von ihn flüchtete in die Berge, wurde umstellt und trat in den frühen Morgenstunden den Weg in die Gefangenschaft an. Ein Drittel von ihn war in Zivil abgesprungen; alle führten itaüensches Geld bei sich, die bekannten Karten der Umgebung in Taschentuchformat, Hand- und Feuerwaffen; sie waren bestens ausgerüstet Wenige Stunden später war die Ruhe in den Bergen wieder eingekehrt. Nun aber sind wir startbereit. Neben uns rollen die Panzer an, kreischen die Ketten, wirbelt Staub auf. Wir starten jetzt, um dem Feind auf den Fersen zu bleiben. Kriegsberichter Oskar Peter Brandt von acht Maschinen nicht mit Sicherheit festgestellt werden konnte. Außerdem gelang es den japanischen Fliegern an 15 Stellen der Landungsgebiete Brände zu verursachen. Auf japanischer Seite stürzten sich 16 Maschinen vorsätzlich auf feindliche Ziele oder werden vermißt. Kein USA.-Bomber zurückgekehrt dnb. Tokio, 25. Sept. Wie aus einem Bericht des Senders San Francisco hervorgeht, sind alle 18 USA.-Bomber, die am 12. September auf die japanischen Nord-Kurilen einen Angriff unternommen hatten, nicht zu ihrer Flugbasis zurück- gekehrt. Wie das Kaiserliche Hauptquartier seinerzeit berichtete, wurden elf der Bomber abgeschossen. Nunmehr meldet San Francisco, daß die übrigen sieben auf Kamtschatka zur Notlandung gezwungen wurden und nicht zurückfliegen können. Abtretung der Schan-Staaten an Burma dnb. Tokio, 26. Sept. Das Informationsamt gibt am Sonntagmittag eine Erklärung zum Abschluß des Vertrages über die Abtretung der Schan-Staaten an Burma bekannt. Darin heißt es u. a.: Nachdem eine befriedigende Ueberein- kunft zwischen Japan und Burma erreicht wurde, ist der Vertrag am 25. September in Rangun zwischen dem außerordentlichen Gesandten und Bevollmächtigten Japans, Renzo Sawada, und dem Pemierminister von Burma, Anipadi Ba Maw, geschlossen worden. Nach dem Vertrag stellt Japan die Verwaltung, die es gegenwärtig in den Schan- Staaten ausübt, innerhalb 90 Tagen vom Datum des Inkrafttretens des gegenwärtigen Vertrages ab ein. Dankbotschaften Burmas an die befreundeten Nationen dnb. Tokio, 26. Sept. Ganz Burma beging am Samstag mit aller Pracht die Festlichkeiten anläßlich der Erlangung seiner Unabhängigkeit. Der Festausschuß für die Feier zur Erlangung der burmesischen Unabhängigkeit faßte am gleichen Tage folgende Beschlüsse: 1. Dankesbotschaft an Japan für die japanische Unterstützung bei der Herbeiführung der langersehnten Unabhängigkeit Burmas. 2. Dankesbotschaft an Japan, China, Thalland, Deutschland, Bulgarien, Kroatien und Ungarn für ihre Anerkennung der Unabhängigkeit, und 3. Botschaft an die Philippinen und Indien mit dem Wunsche, daß die Unabhängigkeitsbestrebungen der Philippinen und der indischen Nation möglichst bald von Erfolg gekrönt sein mögen. Ansprache des japanischen Botschafters in Burma dnb. Tokio, 26. Sept. Aus Rangun wird gemeldet, zur Feier der Erlangung der burmesischen Selbständigkeit wird von der Regierung eine Woche lang eine Reihe von Veranstaltungen im ganzen" Lande durchgeführt. Am Samstag hielt der japanische Botschafter in Rangun, Sawada, eine Glückwunschansprache. ten die Fahrzeuge der Kriesmarine fortgesetzt neue Truppen und alles erforderliche Kriegsmaterial aus dem Ausgangshafen nach den Landestellen, so daß alle Voraussetzungen geschaffen waren für den planmäßigen Verlauf der „Aktion Kefallonia", deren rascher Abschluß nicht zum wenigsten auch den vorbereitenden Oparationen unserer Luftwaffe zu verdanken ist In reibungslosem Zusammenarbeiten von Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe gelang es, die strategisch wichtige Insel in kurzer Zeit in unser* Hand zu bringen. Die daran beteiligten Kleinfahrzeuge der Kriegsmarine haben unter schwierigsten Umständen Hervorragendes geleistet. Integrität des Vatikanstaates respektiert dnb. Berlin, 26. Sept. Seit dem Einrücken deutscher Truppen in Rom bemüht sich die gegnerische Propaganda, durch Erfindungen aller Art die Vatikanstadt und ihre Bewohner als ein Opfer deutscher Gewaltherrschaft hinzustellen. Damit sollen die deutsche Wehrmacht und die deutsche Politik bei den Katholiken der Welt verunglimpft werden. Diese Versuche sind vergeblich. Es versteht sich von selbst, daß deutscherseits die Souveränität und Integrität des Vatikanstaates in vollem Umfange respektiert wird und daß die in Rom nur zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung anwesenden deutschen Soldaten sich entsprechend verhalten. Neue Unruhewelle in Indien dnb. Bangkok, 26. Sept. In Jambu im indischen Staate Kaschmir kam es zu schweren politischen Zusammenstößen. Nach einem Bericht des all- indischen Rundfunks vom Sonntagmittag wurden dabei sieben Personen getötet und 16 schwer verletzt, Außerdem erlitten 25 der eingreifenden Polizisten schwere Verletzungen. Im Zusammenhang mit diesen Unruhen wurde gestern unerwartet die Provinzialversammlung in Srinagar auf Anordnung des Maharadschas von Kaschmir: vertagt, da der Ministerpräsident und der,Finanzminister sofort zur Einleitung der Untersuchung nach Jambu fuhren. Berichte aus Kalkutta besagen, daß dort am Freitag eine Gruppe von Studenten verhaftet wurde, als sie Kongreßpropagandaschriften verteilten. Weiter wurden 56 Personen wegen Abhaltens unerlaubter politischer Versammlungen in Haft genommen. Zeitgeschehen in Kurze Stockholm. Zum Nachfolger des von seinem Posten zurückgetretenen Sumner Welles wurde, wie Reuter meldet, Edward R. Stettinius, zum Unterstaatssekretär im USA-Außenamt ernannt. Stockholm. Der bisherige amerikanische Botschafter in Moskau, Standley, ist am Freitag in Washington angekommen. Nach „Neuyork Harald Tribüne“ hat Roosevelt sein Rücktrittsgesuch angenommen. Sein Nachfolger in Moskau soll Har- riman werden, der Vertreter für Pacht- und Leihangelegenheiten in London. Genf. Das französische Nationalkomitee in Algier hat bei General Eisenhower den Antrag gestellt, die Badoglio-hörige französische Kriegsflotte als Ersatz für die im Kriege verlorenen französischen Kriegsschiffe dem Nationalkomitee zu überlassen. Eisenhower will den Antrag wohlwollend prüfen. Genf. Der Tsckungking-„Informationsminister“, Tschang Tao Fan, klagte darüber, daß den Tsckung- king-Truppen Flugzeuge, Panzer und Artillerie fehlen, so daß sie keine Angriffsoperationen unternehmen können. Genf. Das Endergebnis der Wahlen in Neuseeland ist nach einer Reutermeldung aus Wellington folgendes: Labour-Partei 43 Sitze, die nationalistische Partei 35 Sitze, die Unabhängigen 2 Sitze. Genf. Emir Abdul Illah, der Regent des Irak, wird in nächster Zeit, so meldet der Londoner „Daily Telegraph" vom 24. September, England einen Besuch abstatten. Dabei soll er zwei Tage lang Gast des englischen Königs sein. Rom. Der Duce hat den früheren italienischen Gesandten in Kairo, Serafino Mazzolini zum Unterstaatssekretär im Außenministerium ernannt. Bukarest. Den in Bukarest weilende Reichsverkehrsminister Dr. DorpmüUer wurde am Freitag vom rumänisdien Staatsführer Marschall Anto- nescu empfangen. Sofia. Durch einen Erlaß wurde Iwan Popoff zum Generalsekretär der Obersten Wirtschaftskammer ernannt. Popoff war früher Wirtschaftsberater bei der bulgarischen Gesandtschaft in Berlin. Helsinki. Anläßlich der Feier der burmesischen Unabhängigkeit hat die japanische Regierung beschlossen, den Burmesen eine Million Yen für Kriegsschädenbeseitigung zur Verfügung zu stellen. Verleger; Alfred Reiff (bei der Wehrmacht) Druck und Verlag; A Reiff & Cie., Offenburg. Verlagsleiter: R Hack (b d Wehrmacht), Stellvertreter und Anzeigenleiter Rudolf Berten; Hauptschriftleiter; Carl Fürst, (PL Nr. 8). Offenburger Nachrichten Nene Filme in Offenburg Park: „Lache Bajazzo“ Wer hätte es für möglich gehalten, den fast: grausigen Naturalismus und die atemberaubende Dramatik der Oper „Bajazzo" von Leoncavallo noch zu steigern, sie noch spannender zu gestalten? Dies Wagnis ist dem neuen Tobis-Film „Lache Bajazzo“ glänzend gelungen, in dem er das der Oper zu Grunde liegende wirkliche Geschehnis, das sich am 15. August 1865 bei Montalto in Calabrien ereignete und Leoncavallo zu der Oper anregte, in diese einbezog. Der Drehbuchautor Harald Bratt läßt den unglücklichen Canio nach seiner Entlassung aus dem Zuchthaus auf der Suche nach seiner Tochter mit Leoncavallo Zusammentreffen, dem er die Tragik seines Lebens erzählt, wie er seine Frau Nedda und deren Liebhaber Silvio erstochen, weil beide ihn betrogen hatten. Nack 20jähriger Zuchthausstrafe suche er nun seine Tochter, um von ihr Verständnis und Verzeihung für seine Tat zu erlangen. Ergriffen von diesem Stoff aus der Wirk-, lichkeit des Lebens schuf Leoncavallo seine Oper] „Bajazzo", von der es im Prolog heißt „Heut schöpfet der Dichter kühn aus dem wirklichen Leben schaurige Wahrheit". Die Uraufführung dieser Oper bekommt in dem Film einen tiefen Sinn. Da der unglückliche Vater sich der gefun denen Tochter, die in. glänzenden Verhältnissen als Adoptivtochter einer Dame der Gesellschaft, einer glücklichen Zukunft entgegengeht, als Gezeichneter nicht zu erkennen geben darf, erzählt die Oper der anwesenden Tochter das Leben ihres Vaters, dem sie dann, als er sich als der unglückliche Canio vorstellt, dessen Schicksal sie auf der Bühne gesehen, sagt, daß sie seine Tat billigt und verzeiht. Selig lächelnd über dieses erlösende Wort, zu Tränen bewegt, daß er in dieser Stunde nicht seine Tochter an sein Herz schließen darf, scheidet Canio für immer ihr — Bajazzo bis ans Ende. Unter Leopold Hainischs Spielleitung entstand ein Film, der unter teilweiser Benützung der Musik Leoncavallos von Willy Schmidt-Gentner musikalisch bearbeitet wurde und mit Paul Hörbiger als Canio im Leben und Benjamino Gig- li als Canio auf der Bühne, Heinz Moog als Leoncavallo, Monika Burg und Karl M a r t e 11 eine ganz hervorragende Besetzung fand, der eine ebenso reiche Ausstattung und glänzende Szenerie entspricht. Paul Hörbiger gestaltet den vom Schicksal geschlagenen und innerlich geläuterten Komödianten menschlich tief ergreifend, Benjamino Gigli entzückt durch den zarten Schmelz und strahlenden Glanz seiner Arien. Ein Film, der musika lisch, dramatisch und inhaltlich ein Meisterwerk ist. Carl Fürst. StadthaUe: So ein Mädel vergißt man nicht! In diesem dänischen Nordisk-Film in deutscher Sprache mit Marguerite Viby und Siegfr. Johan- sen. wirbelt ein junges Mädchen, Journalistin und hübsch, quecksilbrig, lachend, feixend, zuweilen auch recht dickköpfig durch diese kriminalistisch angehauchte Handlung verliebt sich (natürlich), kommt eines ehemaligen Verhältnisses mit einem Schweden wegen (der dann als Dieb entlarvt wird), in Schwierigkeiten, stellt, als eine wertvolle, japanische Figur verschwindet, ihre detektivische Begabung unter Beweis und kann, mit einem Wort, einfach alles, dazu noch auf eine lächerlich spielerische Art, der zwar das Vorbild im wahren Leben fehlen dürfte, die aber doch recht unterhaltend anzusehen Ist. Heitere Spannung bis zum happy end! Stellenweise nettes Beiwerk, auch einige wildbewegte Szenen. Kurz und gut: «in kleiner, amüsanter Film, dem zwar Jeder tiefere, nackhaltige Wert mangelt; aber letzten Endes gehen wir ja in diese Gattung von Film, um uns zwei Stunden zu unterhalten und zu lachen. Und gelackt und gescfamunzelt wurde. Heinz-Dieter Oefinger. Die neue deutsche Wochenschau DKD. Die einleitenden Bilder der neuen deut sehen Wochenschau zeigen die gesunden Kräfte des neuen Europa. In Flandern wurde der Freiwillige Arbeitsdienst nach deutschem Muster ausgebaut. Durch Paris marschieren Kompanien der französischen Freiwilligen-Legion gegen den Bolschewismus. — Ein Heimatbild aus Görlitz läßt uns einen Festtag für unsere Verwundeten mit- mengrüße; dann rollt ein buntes Unterhaltungsprogramm ab. Aus dem hohen Norden schickten unsere Kriegsberichter Aufnahmen vom 2000. Feindflug einer Seeaufklärungsstaffel. Eine neue Bildfolge zeigt das vom harten Kampf gezeichnete, entschlossene Gesicht des deutschen Soldaten, der in schwerer Abwehrschlacht die Front im Osten unerschütterlich hält. Immer wieder rennen die Bolschewisten mit überlegenen Kräften gegen unsere Linien an. Die Bilder der neuen deutschen Wochenschau zeigen uns deutlich die Härte der Kämpfe, in denen die Sowjets immer neue ungeheure Verluste an Menschen und Material erleiden. — Den Höhepunkt der neuen deutschen Wochenschau bilden die Aufnahmen von der Besetzung Italiens, wobei wir auch Marschall Rommel in seinem Hauptquartier sehen, von der Einnahme Roms, von den Kämpfen im Raum von Salerno und von der Befreiung des Duce. Mit Spannung verfolgen wir die einzelnen Szenen: Fallschirmjäger sind auf dem Bergplateau, auf dem sich das Berghaus, das Gefängnis des Duce, befindet, gelandet. Sie stürmen auf das Gebäude zul ... Der Duce ist frei! Mit herzlichem Dank begrüßt er die Fallschirmjäger, die Männer des SD. und der Waffen-U, die den großen Auftrag des Führers in vorbildlicher Weise erfüllt haben. Eine fliegerische Glanzleistung ist der Start des Fieseier Storch, der den Duce nach einem Flugplatz südlich von Rom bringt. Von c_!.t es 'i _~i ('s,: i. „ip.en und wenn es sein weiter. Der Duce begibt sielt ins f... ..: >, sein Höchstes herzugeben, quartier zu einem mehrtägigen Besuch des Füh- Herzerfreuende und -erfrischende Lieder des rers. Führer und Duce stehen Hand in Hand, §E)M., anmutigende Tänze der immer gern gesehe- in Treue verbunden, entschlossen zum Kampf bis nen Offenburger Jugendgruppe und gemeinsam zum Endsieg! gesungene Soldatenliederpotpourris erzeugten frohe Der Polizeibericht meldet: Stimmung, schufen warme Atmosphäre und verliehen dem Abend ein besonders stimmungsvolles Vorläufig festgenommen wurden am Gepräge. Paul Fischer. 19. September zwei ausländische Arbeiter zurj Personalkontrolle; apt 20. September ein 15 Jahre alter Gewerbeschüler zwecks Vorführung zum Unterricht (Schulschwänzer); am 21. September eine 23 Jahre alte ausländische Person wegen Arbeitsvertragsbruchs und am 23. September eine 18 Jahre alte weibliche Person von auswärts zur Personalienfeststellung. f ur*p *'#a'?frs»elda*»**en Der letzte Septembersonntag stand im Zeichen der ersten Reichsstraßensammlung für das Kriegswinterhilfswerk, die an beiden Tagen bei Sammlern und Spendern regen Eifer zeigte. Ein Platzkonzert am Morgen auf dem Platz der SA. erfreute sich eines zahlreichen Besuchs, am Nac^a -«« Entwendet wurden: Am 20. September um u war das ziel besonders der Jugend, der . 1A in.. UaMcItacek« auf dam iflhr-_ . . , «r.. -: .1,^ 18.30 Uhr aus einer Handtascke auf dem Jahr markt in der Steinstraße ein Geldbeutel mit 16 Reichsmark. Zur Anzeige gelangten bezw. gebührenpflichtig verwarnt wurden: 18 Radfahrer wegen Fahrens ohne Lickt, wegen Durchfahrens von Einbahnstraßen in gesperrter Richtung, wegen Durchfahrens der Bahnunterführung, auf verbotenen Wegen. Linksfahrens, Fahrens durch die Anlagen, ohne Signalglocke, wegen Freihändigfahrens, wegen Fahrens ohne Verdunkelung der Fahrradlampe und wegen Schieben des Fahrrades durch den Jahrmarkt; 1 Person wegen Sachbeschädigung 23 Personen wegen ungenügender Verdunkelung ihrer Wohnungen, 1 Person wegen Mitführens einer zweiten Person auf dem Fahrrad und wegen falscher Namensangabe, und eine Person wegen Höchstpreisüberschreitung, Front und Heimat eine kämpferische Schicksalsgemeinschaft Offenbnrger Urlauber erleben als Gäste des Kreisleiters und des Oberbürgermeisters V unvergeßliche Stunden Daß Front und Heimat eine kämpferische, entschlossene und unlösbare Schicksalsgemeinschaft bilden und treu und unerschütterlich zum Führer stehen, kam am vergangenen Samstagabend besonders symbolhaft zum Ausdruck, als die zur Zeit auf Urlaub weilenden Offenburger Soldaten einer von Herzen kommenden Einladung des Kreisleiters Pg. Rombach und des Oberbürgermeisters Pg. Dr. Rombach begeistert Folge leisteten. Anläßlich dieses Kameradschaftsabends, der im geschmückten „Drei-König“-Saal einen würdigen Rahmen fand und in dessen glänzendem Verlauf die Teilnehmer die schönsten Erinnerten gen auffrischen und neue Kraft zu weiterem Einsatz schöpfen konnten, atmete man so richtig den Geist der Front. Das tiefe Gefühl der engen Zusammengehörigkeit von Front und Heimat wurde dadurch noch vertieft. Dies wurde immer wieder durch die beiden Redner des Abends — Kreisleiter und Oberbürgermeister — hervorgehoben und unterstrichen. Neben dem Vertreter der Partei und der Stadtverwaltung scharten sich mit dem Vertreter des Staates, Landrat Pg. Dr. Sander, die Politischen Leiter und die Führer der Gliederungen der Offenburger Ortsgruppen um die dankbaren Urlauber, die mit Frau bzw. Braut erschienen waren. Ein glücklich zusammengestelltes Quartett gab mit festlicher Musik dem Abend seinen Auftakt. Dann ergriff Kreisleiter Pg. Rombach das Wort zu einer besinnlichen Ansprache, um einleitend die Soldaten recht herzlich zu begrüßen und auf die Notwendigkeit und den tieferen Sinn solcher Zusammenkünfte hinzuweisen. Dieser Krieg — niemand weiß es besser wie der Frontsoldat — erfordert die geballte Kraft des ganzen deutschen Volkes. Wir sind uns auch darüber] klar, daß der Führer der Retter der europäischen Kultur ist und uns zum. Siege führen wird. „Ihr Urlauber," so rief Pg. Romback den Soldaten zu, „Ihr dürft das Bewußtsein in Euck tragen, draußen vor dem Feind Eure Pflicht erfüllt zu haben; Ihr könnt aber auch das sickere Gefühl mitnehmen, daß wir in der Heimat weiterhin alles veranlassen werden, damit die Front kämpfen und Erfolge erringen kann. Die Heimat schafft und die Front kämpft für Großdeutsch- land und Europas Freiheit und nicht zuletzt für die neue soziale Gerechtigkeit." Wir wußten, daß wir unsere Feinde mit eigenen Kräften bezwingen müssen; gerade heute ist es wieder an der Zeit, mit Nachdruck darauf hinzuweisen, daß es in diesem gewaltigen Ringen nicht um Geländegewinn —- - -„ — _ _ ,geht, sondern um die Vernichtung des Bolschewis- erleben. Kinder in Märchentrachten bringen Blu- mus. Stalins Regime und das internationale Judentum müssen vernichtet werden, venn die Welt zur Ruhe kommen soll. Und die Welt kommt _ Ruhe und der Sieg kann nur unser sein, wenn wir den Glauben an die Kraft des deutschen Volkes weiter in uns tragen und fernerhin uner- sdiütteriich und blind auf den Führer vertrauen. Er hat uns die große Volksgemeinschaft erhalten im gegenseitigen Vertrauen von Front zur Heimat und von Heimat zur Front. Als sich der Beifall, der dem Kreisleiter ge spendet worden war, gelegt hatte, schaltete sich das Quartett erneut ein und leitete mit flotten Weisen über zur Rede des Oberbürgermeister Pg. Dr. Romback richtete im Namen der Stadt einen begeisterten Willkommgruß an die Soldaten, die, wie er] sagte, aus allen Teilen der Front hier im engen trauten Kameradenkreis zusammengekommen sind Es ist in der Tat für die Urlauber immer ein Bedürfnis, sich mit den anderen Kameraden zu unterhalten und mit denen Gedanken auszutauschen, die gezwungen sind, sich zu Hause aufzuhalten und die Aufgaben der Heimat zu verrichten. Wir verdanken Euck, so führte der Oberbürgermeister u. a. aus, unendlich viel. An Euerem Kontakt schöpfen wir neue Kraft, frischen Mut und neuen Glauben. Ihr spornt uns an, die Kameradschaft zu pflegen und Eurer Leistungen würdig zu sein. Wir werden alles tun, um Euch die Heimat zu erhalten. Kreispropagandaleiter Pg. Nünlist nahm die Führerehrung vor, und mit den Nationalliedern fand der eigentliche offizielle Teil seinen Abschluß. Ein Zusammensein, das vom nationalsozialistischen Kameradengeist getragen und von gläubiger Siegeszuversidit und -gewißheit erfüllt war, hielt bei einem Glas Wein Gäste und Gastgeber noch längere Zeit beisammen. Der Kreisleiter und der Oberbürgermeister gingen von Tisch zu Tisch, unterhielten sich fast mit jedem einzelnen Urlauber, erkundigten sich über seine Familie, sprachen von seinem Einsatz und fragten nach einem persönlichen Wohlergehen. Den Dank der Urlauber der Wehrmacht für den wohlgelungenen Kameradschaftsabend und die unvergeßlichen Stunden brachte ein Offizier der Wehrmacht, Träger des Deutschen Kreuzes in Gold, in herzlichen Worten zum Ausdruck. Seine besondere Anerkennung galt dem Kreisleiter und dem Oberbürgermeister, denen die Soldaten diese Stunden der Kameradschaft zu verdanken haben. Der Redner sprach von dem heldenhaften Einsatz und den einmaligen Leistungen der deutschen Wehrmacht. Er würdigte aber auch die Arbeit der Heimat, für die es sich lohnt, draußen zu Vergnügungspark auf der Kronenwiese. Wer nicht den schon sehr herbstlichen Sonntag zu einem größeren oder kleineren Spaziergang benützte, fand in den Kinos Unterhaltung, Freude und Entspannung. Auszeichnung. Dem Unteroffizier Max Hahn, Seestraße 9, wurde das Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern verliehen. -> Meisterabend froher Unterhaltung. Wir haben bereits letzte Woche auf das vielversprechende Programm hingewiesen, mit dem uns heute und morgen abend jeweils 19.30 Uhr im Dreikönigsaal die NSG. „Kraft durch Freude“ überraschen wird. Musik, Gesang, Tanz, Komik, Vortragskunst und Akrobatik, kurz alles, was zu einem zugkräftige» Variete-Programm gehört, wird uns von erstklassigen Künstlern dargeboten werden. Jugend erfreut Verwundete. Eine überraschende Aufmerksamkeit wurde den Verwundeten des hiesigen Lazaretts letzte Woche zuteil, als nach Dienstschluß an einem Abend Mädel und junge Frauen der Offenburger Jugendgruppe ihnen einen Besuch abstatteten. Blumen und Obstkörbchen wurden überreicht, und stimmungsvolle Liederund fröhliche Anekdoten verschönten den Besuch, der mit einem schönen Abendlied als Abschied schloß. Elternabend. Die Horst-Wessel-Mittelschule veranstaltet am kommenden Mittwoch, abends um 7 Uhr, in der Turnhalle der Schillerschule einen Elternabend. Der Abend soll in Lied und Gedicht von westfälischer Art künden, ein Rüpelspiel „Das Offenburger Stadtgericht" bringen und den Pflegeeltern einige wichtige Mitteilungen bekanntgeben. Sieben Springbrunnen bleiben in Betrieb Aus Gründen der Wasser- und Energieeinsparung hat sich die Stadt. Wasserwerksverwaltung veranlaßt gesehen, einen Teil der öffentlichen Laufbrunnen im Stadtgebiet vorübergehend außer Betrieb zu nehmen. Die Trockenlegung dieser gern gesehenen Wasserspender dürfte das allgemeine Stadtbild kaum nachteilig beeinflussen, zumal neben den Springbrunnen ln den Zwingeranlagen immer noch weitere sieben durch den Kalbsbrunnen gespeiste öffentliche Brunnen in Betrieb bleiben. Mit Rücksicht auf die Belange des Luftschutzes wird dafür gesorgt, daß die einzelnen Brunnenbecken von Zeit zu Zeit mit Wasser aufgefüllt werden, Der Rundfunk am Dienstag Reichsprogramm: 12.35 bis 12.45 Uhr: Der Bericht zur Lage. 14.15 bis 15 Uhr: Bunte Unterhaltungsklänge unserer Zeit. 15.30 bis 16 Uhr: Lied- und Klaviermusik. 16 bis 17 Uhr: Opretten- melodien. 17.15 bis 18 Uhr: Musikalische Kurzweil am Nachmittag. 18 bis 18.30 Uhr: Arbeitsmaiden singen. 18.30 bis 19 Uhr: Der Zeitspiegel. 19.15 bis 19.30 Uhr: Frontberichte. 20.20 bis 21 Uhr: Sinfonie Nr. 7 von Beethoven, Leitung: Arthur Rother. 21 bis 22 Uhr: Auslese schöner Schallplatten. — Deutschlandsender: 17.15 bis 18.30 Uhr: Dittersdorf, Mozart, v. Westerman. 20,15 bis 21 Uhr: Frohe Weisen zum Abend. 21 bis 22 Uhr: Eine unterhaltsame „Stunde für dich“. Das Sammeln der Haselnüsse Im September reifen die Haselnüsse. In den Wäldern und an Backläufen sind die Sammler, zumeist Kinder, bereits emsig dabei, die Nüsse in ihren Säckchen zu bergen. Wir möchten an dieser Stelle den Sammlern die Mahnung zurufen: Reißt nicht die Stauden ab, denn sie sollen im nächsten Jahr wieder Nüsse tragen. Dem Haselnußstrauch, der schon unseren Ahnen ehrwürdig war, schrieb man früher vielerlei geheimnisvolle Kräfte zu und manches nette Liedchen lobt die Haselnuß. Wenn die Sammler emsig bleiben und den Nüssen die nötige Lagerzelt gönnen, werden am Nikolaustag und zur Weihnacht auch Haselnüsse auf dem Teller liegen. Das leise Kommando Roman von Willy Harme Urheber - RecfafssdloS: Verlag Das Bergland-Bndi. Salzburg 19. Fortsetzung Aber auf dem Rückweg hatte Frau Anke Pech. Es gab plötzlich ein Ruck, und sie stürzte vom Rad. Zwar konnte sie sich noch an einem der Pfähle, die den Steig säumten, festhalten, aber sie hatte heftige Schmerzen im Fußgelenk. Dann bemerkte sie die Ursache des Unfalls: die Kette am Rad war gerissen. Eine dummer Geschickte! Ein Weiterfahren war ausgeschlossen, also mußte sie die letzte Strecke — es mochte sich noch um drei oder vier Kilometer handeln — zu Fuß zurücklegen. Doch als sie ihre Pakete zusammengesammelt und wieder auf dem Gepäckträger befestigt hatte, erwies sich der Fußmarsch als eine Unmöglidikeit, denn bei jedem Schritt hatte sie starke Schmerzen. Ziemlich ratlos blickte sie umher. Kein Mensch war zu sehen. Was sollte sie tun? Sie ließ sich am Grabenrand nieder und wartete zunächst. Vielleicht brachte ein Zufall ihr Hilfe. Sie wußte nicht, ob sie lachen odei weinen sollte. Wahrscheinlich kam sie nun später als ihr Mann nach Hause. Ob er schelten würde weil sie ohne sein Wissen die Fahrt unternommen hatte? Wenn sie sehr viel Glück hatte, kam ein Wagen aus der Stadt und nahm sie mit zurück. Aber darauf konnte sie kaum rechnen, denn eine Fahrt in die Stadt kam bei den Heidebauern nicht oft vor. Auch der Autoverkehr war auf dieser Landstraße noch recht spärlich. Es blieb nur die Hoffnung, daß ein mitleidiger Fußgänger oder Radfahrer kam und ihr irgendwie Hilfe leistete. Wohl einer Viertelstunde wartete sie und massierte den verstauchten Fuß. Dann erschrak sie plötzlich. In ihrer Nähe knackte es im Unterholz. War das jemand, der sich auf Unrechten Wegen befand? Doch sie konnte aufatmen. Jan Lehnert sprang über den Garten und wollte die Straße überqueren. Sie mußte ihn anrufen. sonst hätte er sie gar nicht bemerkt. Schnellen Schrittes kam er auf sie zu und sah, was sich ereignet hatte „Sie haben Unglück mit dem Rad gehabt, Frau Papenbrink? Kann ich Ihnen helfen?" Wir beide, mein Rad und ich, haben Beschädigung erlitt. Die Ketter ist entzwei, und ich habe mir den Fuß verstaucht." — „Ich laufe voraus und hole Hilfe!“ „Damit das halbe Dorf rebellisch wird? Wir wollen aus der Mücke keinen Elefanten machen. Aber wenn Sie keine Eile haben —“ „Ick habe unnütz im Walde umhergestrolcht. Darf ich das Rad führen?" „Sie dürfen. Aber ich verlange mehr —" Fra gend blickte er sie an. — daß Sie als galanter Ritter mir Ihren Arm reichen.“ — „Verzeihen Sie, Frau Papenbrink, daß ich nicht von selber —“ Lehnert errötete und schwieg. „So“, sie hakte ihn unter, „nun tragen Sie die Verantwortung. Packen Sie fest zu. Um so leichter hat es mein Fuß.“ Frau Anke freute sich, daß die Schmerzen jetzt, wo sie eine Stütze hatte, er träglidi blieben. Nun wollte sie schon nach Hause kommen. Jan Lehnert sagte: „Ich freue mich, daß ich Ihnen den Dienst vergelten kann, den Sie vor Monaten meiner Mutter erwiesen haben." — „Sie haben wohl nicht gern .Schulden*?“ Einen Augenblick überlegt er, dann verstand er sie und antwortete: „Es kommt auf den Gläubiger an." „Sie wollen sagen, daß ick zu den Gläubigern gehöre, den man am liebsten aus dem Wege geht? ' Sie lachte ihn an. Er schüttelte den Kopf. 'Es lag ihm nicht, so schnell Frage und Antwort wie die Bälle beim Spiel zu wechseln. „Bei Ihnen Schulden zu haben, ist keine Gewissenslast —“ „Warum nicht? Sind Sie dessen ganz sicher?" „Ich glaube —", er zögerte, wußte nicht gleich das in Worte zu kleiden, was er sagen wollte. — „daß Sie zu den Gläubigern gehören, die nicht nur keine Zinsen nehmen, sondern am liebsten noch draufzahlen. Meine Mutter sagte einmal, daß Sie vom Kapital lebten. Ich glaube, daß sie im Recht war. Sie haben, nach meinem Dafürhalten, mit meiner Mutter manche Aehnlichkeit.“ — „Erzählen Sie mir von ihr!“ „Wenn ich darf, tu' ick es gern. Ick habe sonst keinen Menschen —“ Während sie vorsichtig weiterschritten, sprach er von dem einsamen Leben seiner Mutter. „Jahrelang stand ich unter dem rätselhaften Eindruck, als ob sie täglich auf ein Wunder warte. Seit kurzem glaubg ich, den Namen des Wunders zu wissen, das nie in Erfüllung gegangen ist. Sie weiß, daß die Ehe meiner Eltern geschieden wurde. Kurz vor ihrem Ende hat meine Mutter mir einen Brief geschrieben. Am Beisetzungstag habe ich ihn gelesen. Jeder Satz spricht eigentlich von einem ungestillten Sehnen. So seltsam es klingen mag, wahr dürfte es doch sein, daß sie Jahr um Jahr ein Fünkchen Hoffnung gehegt hat, Vater könne zurückkommen. Das ist das Wunder gewesen, auf das sie gewartet hat. Oft mag sie sich gesagt haben, daß ihr Wünschen sinnlos gewesen sei, aber sie konnte sich doch nicht davon befreien.“ „Sie mögen recht haben mit Ihrer Vermutung, Herr Lehnert. Als ich bei Ihrer Mutter war, hatte ich einen ähnlichen Eindruck. Sie standen ihr sehr nahe?" Merkwürdig fühlte Frau Anke sich angezogen von den Worten ihres Begleiters; sie klangen wie ein Geständnis. „Wie nahe sie mir gestanden hat, habe ich erst erfahren, als ick vom Friedhof allein in das Schulhaus zurückkehrte. Ob Sie den Brief, den meine Mutter mir hinterlassen hat, wohl gelegentlick lesen möchten?“ „Das will ich gern tun, Herr Lehnert!“ „Sie schreibt auch davon, daß ick es meinem Vater nickt verargen soll, wenn er seine eigenen Wege gegangen ist.“ — „Ihr Vater —?“ „Ich war erst ein Jahr alt, als er von uns ging, kannte ihn darum nicht. Auf Wunsch meiner Mutter hat er sich ganz von mir zurückgehalten. Am Begräbnistag habe ich ihn zum erstenmal gesehen. Nein, so ist es falsch ausgedrückt. Ich kann wohl mit einigem Recht sagen, daß ich an jenem Tage meinen Vater gefunden habe." „Dann war der Herr, mit dem Sie nachmittags Arm in Arm an unserem Hause vorübergingen — Sabine sprach davon —“ „— das war mein Vater!" Etwas wie Stolz schwang in diesen Worten. Jan Lehnert hatte einen Menschen, den er Vater nennen konnte. Frau Anke vergaß ihr verstauchten Fuß und ging erregt neben dem jungen Lehrer her. „Was für ein Gefühl muß es sein, wenn ein Erwachsener plötzlich einen Vater erhält", sagte sie. Jan Lehnert erzählte von dem Besuch seines Vaters. „Tölpelhaft habe ich mich benommen. Der Besuch erschreckte mich zunächst. Und durch meine Schuld wären wir um ein Haar als Gegner auseinandergegangen, Erst als mein Vater sich schon verabschieden wollte und noch von der Frau sprach, die, wie er sagte, wir beide lieb gehabt hätten, da war es, als ob ein Staudamm brach —“ (Fortsetzung folgt) m Blick in die Ortenau th. Appenweier. (Heldentod.) Wiederum erreichte uns die Nachricht, daß ein hiesiger Bürgersohn für Führer und Großdeutschland gefallen ist: Rudolf Armbruster, Sohn des August Arm- bruster, Landwirt und der Maria Anna, geb. Füll. — (Zellensprechabend.) Letzte Woche fand im Gasthaus zum Warteck hier ein vollzählig besuchter Zellensprechabend für sämtliche Parteigenossen, Gliederungsführer, Walter und Warte statt. Ortsgruppenleiter Pg. Bell sprach über die Haltung der Parteigenossen, allgemeine Lage und anderes. Die Ausführungen fanden allgemeine Aufmerksamkeit, anschließend fand eine gegenseitige Aussprache statt. — (Herbstferien.) Heute beginnen die Herbstferien bei der hiesigen Volkschule. Die älteren Klassen der Schule dürften für die kommende vielseitige Arbeit in der Landwirtschaft eine spürbare Hilfe für das Landvolk bedeuten. — (Vom Luftschutz.) In der hiesigen Untergruppe des R. L. B. werden z. Zt. Hausunterweisungen durchgeführt. Die zur Unterweisung kommenden Person sind eifrig bei ihrer Sache. k. Urioffen. (80 Jahre alt.) Heute Montag begeht Michael Schmidt, Wagner, seinen 80. Geburtstag. — (Kriegstrauung.) Unteroffizier Erwin Fehrenbadi, Schmied, von Goldscheuer, wurde mit Paula Armbruster, Tochter des Landwirts August Armbruster, hier, kriegsgetraut. Griesheim. (Todesfall.) Im hohen Alter von 82 Jahren verstarb unerwartet rasch unser Mitbürger Heinrich Breithaupt. y. Altenheim. (Auszeichnung.) Für hervorragende Tapferkeit bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten erhielt der Obergefreite Jakob Friedr. Roth das EK. II. Seit Kriegsausbruch steht er im Felde. Wir gratulieren dem tapferen Soldaten und wünschen ihm gesunde Heimkehr. r. Rammersweier. (Heldentod.)" Im Alter von 39 Jahren starb im Osten der Obergefreite Emil Huber, Meldefahrer bei einem Stab, den Heldentod. Er stammte aus Ramsbach im Renchtal, stand vor seiner Einberufung in Oberkirch in Arbeit und Lohnte seit einiger Zeit mit seiner Familie hier in unserem Orte, der dem Gefallenen ein ehrendes Andenken bewahren wird. Der Ehefrau sowie den drei Töchtern bringt man warme Anteilnahme entgegen. d. Niederschopfheim. (Auszeichnung.) ^-Rottenführer Hermann Zapf wurde mit dem EK. II ausgezeichnet. u. Zunsweier. > (Auszeichnung.) Soldat Matthias Hllb-erer, Sohn des verstorbenen Materialoberaufsehers a. D. Matth. Hilberer und dessen Ehefrau Maria geb. Lienhard, wurde an der Ostfront mit dem EK. II ausgezeichnet. Wir gratulieren dem tapferen Kämpfer und wünschen ihm glückliche Heimkehr. Gengenbach. (Sprechabend der Zelle II der NSDAP.) Nachdem erst vor wenigen Tagen die Mitglieder der Zelle 1 ihren ersten Sprechabend erfolgreich gestalten konnten, waren unter dem Vorsitz des Zellenleiters Pg. Herb auch diejenigen der Zelle 2 im Bürgersaale zu einem alle Beteiligten befriedigenden Ausspracheabend zusam mengetreten. Nach Begrüßungsworten und einer schlichten Totenehrung durch den Zellenleiter machte dieser in seinen Ausführungen mit dem Sinn und Zweck dieser kameradschaftlichen Ausspracheabende bekannt, während der Stellvertreter des Ortsgruppenleiters Pg. Boden die allgemeinen Richtlinien zur Kenntnis brachte. Der Hoheitsträger forderte die Anwesenden auf, ihm alle das Gemeinschaftsleben beeinträchtigenden Vorgänge oder irgendwie zutage tretende Mängel mitzuteilen, damit entsprechende Maßnahmen zu ihrer Behebung getroffen werden könnten. Der 1. Beigeordnete der Stadt und Verwalter der Städt. Bibliothek, Pg. Claassen, richtete werbende Worte zur fleißigen Benützung der reichhaltigen Volksbibliothek an die Versammelten. Nach eingehenden Erörterungen über die reibungslose Lösung der Wohnungsfrage für die hier untergebrachten Fliegergeschädigten beendete Zellenleiter Pg. Herb mit dem Gruß an den Führer den gut besuchten Zellensprechabend. Gengenbadi. (Die Weinlese hat begonnen.) Am Samstag hallten dumpfe Schüsse aus den Weinbergen, die manchen Uneingeweihten zuerst erschreckt haben mögen, die aber nur der traditionelle Ausdruck der Freude darüber waren, daß nun für kurze Zeit geschäftiges Leben in die Weinberge eingezogen ist. Allüberall an den son-> nigen Rebhängen unseres Weinbaugebietes hat man mit der Ernte der Frühtrauben begonnen.. Wenn auch das Erträgnis hinter den gehegten Er-j Wartungen Zurückbleiben mag, so ist als Entschädigung dafür ein guter Jahrgang mit hohem Mostgewicht zu erwarten. — (Turnerische Erfolge.) j Bei dem am vorletzten Sonntag anläßlich des Kreisturntages erfolgten Wertungsturnen haben Mitglieder der hiesigen Turn- und Sportgemeinschaft mit ausgezeichneten Leistungen bestanden und das Siegerehrenbuch des Vereins um ehrenvolle Anerkennungen bereichert. Bei den heiß umstrittenen Wettbewerben erzielten in der Klasse der Turner von 16—18 Jahren (Siebenkampf) Richard Mebs den 2. Platz und Hubert Hoferer den 3. Platz. Im leichtathletischen Dreikampf der Altersklasse 30—10 Jahre wurde Eugen Lohmüller 1. Sieger. Den 1. Sieg im gymnastischen Dreikampf der Turnerinnen (Alterklasse 18—23 Jahre) errang Toni Lohmüller. Den Preisträgern und der gesamten Tumerschaft zu den großen Erfolgen unseren herzlichen Glückwunsch! Bermersbadi. (Hohes: Alter.) Am heutigen Montag kann Frau Theresia Fritsch, Witwe, geb. Schrempp, wohnhaft in Strohback, ihren 88. Geburtstag begehen. Frau Fritsch Ist die älteste Mitbürgerin unserer Gemeinde und gelten ihr die herzlichsten Glückwünsche. r. Zell a. H. (Von der Partei.) Beim letzten ( Dienstappell der Politischen Leiter gab der Orts- jgruppenleiter die Richtlinien für die Bücher- ' Sammlung für unsere Wehrmacht bekannt. Hier- Speisekartoffeln rechtzeitig und sorgfältig einkeliern! Kartoffeln früher als sonst — Belieferung in zwei Raten ew. Die Winterversorgung mit Speisekartoffeln wird in Kürze anlaufen. Jeder Verbraudier ist verpflichtet, soweit er Kartoffeln einlagern kann, dies zu tun. Herriditung der Lagerstätten, Säuberung der Kisten u. a. notwendige Vorbereitungen müssen getroffen werden, um das wertvolle Lagergut vor Schaden jeder Art zu bewahren. Sorgfältige Behandlung der eingelagerten Kartoffeln ist oberste Pflicht jedes Einzelnen. Durch die besonderen Leistungen des Landvolkes war es möglich, in den Vorjahren jedem einzelnen Verbraucher Speisekartoffeln, in ausreichenden Mengen, auch in schwierigen Versorgungszeiten, zur Verfügung zu stellen. Bedingt durch die günstigen Wetterverhältnisse, wird die Kartoffelernte früher als in Normaljahren eintreten. Dies hat im Gefolge, daß auch die Einlagerung zeitiger erfolgen wird, als dies bisher im allgemeinen der Fall gewesen ist. Bereits Ende September, Anfang Oktober kann der städtische Verbraucher seinen Kartoffelbedarf decken. Zweckmäßig ist, wenn er unverzüglich nach Erhalt seines neuen Bezugsausweises sich um die Deckung seines Winterbedarfes kümmert. Der neue Bezugsausweis, der Gültigkeit hat vom 15. November 1943 bi 23. JE 1944, enthält drei Einkellerungsscheine. Soweit der Verbraucher vom Bauer seine Kartoffeln direkt bezieht, muß er die Einkellerungsscheine abtrennen und dem Erzeuger, je nach der beabsichtigten Einkellerungsmenge, einsenden. Jeder Einkellerungsschein berechtigt zum Bezug von 50 kg Speisekartoffeln. Die Lieferung durch den Bauer erfolgt erst, wenn derselbe die Einkellerungsscheine in Händen hat. Beim Bezug über den Verteiler (Handel und Genossenschaft) erfolgt die Einkellerung ebenfalls durch Abtrennung und Aushändigung der Einkellerungsstheine an den liefernden Verteiler. Hierbei ist zu beachten, daß auf Grund der erschwerten Verkehrsverhältnisse zunächst nur 1 Dztr. je Kopf, also zwei Einkellerungsscheine, beliefert werden. Der verbleibende dritte Zentner wird im Laufe des Früh jahrs nahgeliefert. Wer rechtzeitig seinen Lieferanten benachrichtigt und für Einkellerungsscheine abgibt, kann auf schnelle Lieferung rechnen. Man überlasse es den Lieferanten, wann sie die Kar toffeln liefern wollen. Schreckt nickt davor zurück, die Einkellerungskartoffeln auch Sonntags abzunehmen, oder selbst am Eisenbahnwagen oder auf dem Lager zu holen. Tut alles, um den verantwortlicken Stellen die Einkellerungsarbeit — soweit wie möglick — zu erleichtern. auf wurden die Rundschreiben und Anordnungen mitgeteilt. Die Zellenabende für den Oktober wurden wie folgt festgelegt: Zelle 1 am 4. Oktbr. im Gasthaus zur „Linde“: Zelle 2 am 11. Oktbr. im Kaffee Brandeck: Zelle 3 am 18. Oktbr. im Gasthaus zur „Sonne": Zelle 4 am 25. Oktbr. im Gasthaus zum „Bären“; Zelle 5 und 6 am 24. Oktober im Gasthaus zur „Laube“ in Unterhar- mersback: Zelle 7 und 8 am 24. Oktober im Gasthaus zum „Pflug“ in Unterentersback, jeweils um 20.30 Uhr. Unterentersback. (Heldentod.) Bei den. schweren Abwehrkämpfen im Osten fand im Alter von 23 Jahren der Obergefreite in einem Pionierbataillon, Franz Xaver S ch ö n e r, Inhaber des E. K. 2 und der Ostmedaille, den Heldentod. Der Gefallene war ein Sohn des Josef Schöner und Frau Luise, geb. Baumann. Die ganze Dorfgemeinde bringt den Hinterbliebenen herzlicke Anteilnahme entgegen. Achtung! Bis 1. Oktober Lehrlinge beantragen! Jahr für Jahr entgeht dem Handwerker brauch* barer Nachwuchs, weil manche Meister vernähmen, rechtzeitig einen Lehrling zu beantragen. Wer auf Ostern 1944 einen Lehrling haben wifl, muß beim Arbeitsamt bis zum 1. Oktober 1$"~ um Genehmigung dazu nachsuchen. Die Arbe ämter geben kostenlos Antragsvordrucke ab, gleichen die Kreishandwerkerschaften. Der ster braucht auch dann die Zustimmung des beitsamtes, wenn er seinen eigenen Sohn Meisterinnen die eigene Tochter) als Lehrling stellen will, warauf ganz besonders hingewietj sei. Dieses Anmeldeverfahren gilt auch für du Anlernlehrlinge. Wer den Anmeldetermin vff> säumt, kann nickt damit rechnen, im Frühjahr 1944 einen Lehrling zugewiesen zu erhalten. Sport am Sonntag Um den Tschammerpokal In Mannheim: VfR. Mannheim — BC. Augsburg 4:2 (1:1) Süddeutsche Meisterschaftsspiele Nordbayern 1. FC. Nürnberg — VfL. Nürnberg 2:2 Post Nürnberg — WTSV. Schweinfurt 1:6 VfR. Schweinfurt — Spvgg. Fürth 1:2 RSG. Weiden — Schweinfurt 05 2:1 FC. Bamberg — Kickers Würzburg 8:0 Südbayern 1860 München — Wacker München 6:0 Schwaben Augsburg — TSV. Pfersee 1:0 TSG. Augsburg — Bayern München 1:6 MTV. Ingolstadt — LSV. Straubing Ick Freundschaftsspiele für das Krlegs-WHW. Gauelf Württemberg — Stadtmannschaft Stuttgart 9:3 Stadtmannschaft Berlin — Pariser Soldaten- ' mannschaft 1:3 „Rote Jäger“ — LSV. Berlin 3:0 Die heutige Ausgabe umfaßt 4 Setten' Statt ein frohes Wiedersehen traf uns hart u. schwer die traurige Nachricht, dag _mein lb. unvergeßlicher hoffnungsvoller Sohn, uns. lb. Bruder, Schwager, Onkel u. Vetter Ernst Kunz Gefrottor in einem Grenadier-Regiment im blühenden Alter von 19 Jahren an einer im Osten am 26.6.43 erlittenen schweren Verwund, in einem Reserve-Lazarett verstorben ist. Er wurde am 20.9. mit allen milit. Ehren zur letzten Ruhe gebettet. Er folgte seinem lb. Bruder Willi der im Osten am IS. 6. 41. den Heldentod fand u. seiner lb. Mutter, die ihm 10 Tage vorausging. In tiefem Leid: Josef Kunz, z. Z. im Westen. Emil Kunz, z. Z. In Urlaub, u. Frau Anna, geb. Schönte. IHfz. Karl Bürg, im Osten z. Z. in Urlaub, u. Frau Maria, geb. Kunz. Familie Josef Maier, z. Adler Unterharmersbadi. Robert und Oerhard Kunz, sowie alle Anverwandten. Waldulm, den 24. September 1943. Mit der Familie trauert um einen treuen Ar- beltskameraden die Leitung und Befolgschaft der Bezirkssparkasse Oberkirch. Wir werden dem Helden ein treues Andenken bewahren. Nach bangen Warten erhielten wir, statt ■Hg eines frohen Wiedersehens, die überaus TA* schmerzliche, kaum faßbare Nachricht, daß mein innigstgeliebter, unvergeßl. Gatte und herzensguter Lebeaskamerad, unser lieber Bruder,Schwiegersohn,Schwager,Onkel u.Neffe Theodor Hurst 8SX< inem infolge seiner am 5. Aug. erlittenen schweren Verwundung, in einem Kriegslaz. am 6. Aug. im blühend. Alter von 30 Jahren den Heldentod starb. Erfolgte seinem Bruder Wilhelm im Tode nach. Fern von seinen Lieben liegt er auf einem Heldenfriedhof L Osten begraben. Sein sehnl. Wunsch, seine Lieben u. seine teure Heimat wiederzusehen ging nicht in Erfüllung. In unsagbarem Herzeleid: Die tiefgebeugte Gattin: Frau Anna Hurst geb. Kampf / Die Mutter: Frau Theresia Hurst geb. Köhler / Die Geschwister: Theresia Hurst, Josef Huret, i. Ost u. Farn., Fam. Kupp, Franz Huret, z. Z. Urlaub, Fam. Herbert Kaufeis, Kart Hurst, i. Ost. u. Fam., Wendelin Hurst, Maria Huret, Ludwig Huret, z. Z. Urlaub, Fam. Josef Kampf und alle Verwandten. Tiergarten, Nußbach, den 25. Sopt. 1943. Nach Gottes hl. Willen fiel am 20. 8. 1943 bei seinem dritten Osteinsatz im Osten im Alter von 24 Jahren unser lieber, unvergeßlicher Bruder eand. thaol. Alfred Zimmermann Fuuk-Uffz. einer A.-Beobachtuiigs(telle, Träger des EK. 2, des Verwundeten- u. Sturmabz. u. d. OstmedaUle Er gab sein Leben für seinen Glauben und seine geliebte Heimat. In tiefer Trauer: Die Geschwister: Maria Waldele, geb. Zimmermann Berta Zimmermann,DRK.-Schw. i. Ost Sr. M. Angelora, Purulon (Chile) Irmgard Butz, geb. Zimmermann Jos. Zimmermann, Obergefr. z. Z. i. F. Elisabeth Zimmermann und alle Anverwandten. Das erste Opfer für den Gefallenen findet am 28. 9. 1943 in Bad Peterstal statt. Bad Peterstal, den 24. September 1943. Haasaplast verbindet Wunden «srickrUtimills In Sekunden. Und das ist gsreds jslz» wichtig, da man dsn Arbeitsgang nicht lange u n terbreche» soll. Trotz kleiner Verletzungen also weiter schaffen. JUmsaplast va r b l ndaTWundae HtSekendeel ... wenige an erfüllen den Zwedt. 1090 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,unseren lieben Vetter, Schwager und Onkel Heinrich Breithaupt versehen mit den heiligen Sterbesakramenten im Alter von nahezu 82 Jahren, rasch und unerwartet zu sich zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Karl Manzer*Brelthaupt. Beerdigung Dienstagvormittag 7,10 Uhr. Griesheim, den 26. September 1943. Schmerzeifüllt geben wir hiermit die Trauer* nachricht, daß nach Gottes hl. Willen meine lb. Frau, uns. gute treubesorgte Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Franziska Wolf «ab. Wabar Sonntagvormittag, infolge Schlaganfall im Alter von 72 Jahren, unerwartet rasch in ein besseres Jenseits abgeruferi wurde. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Josef Wolf, nebst Angehörigen. Beerdigung Dienstagvormittag, 7,9 Uhr. Abgang vom Trauerhause l j t 9 Uhr. Gaisbach-Hilsen, den 26. September 1943. Jungen des Geburtsjahrganges 1927 die sich für die aktive oder Reserve-Offizier- Laufbahn des Heeres bewerben wollen, können jederzeit ihr Bewerbungsgesuch einreichen. Nur Bewerber, die sich frühzeitig melden, haben Aussicht, zu der gewünschten Waffengattung eingezogen zu werden. Die rechtzeitige Abgabe des Bewerbungsgesuches gewährleistet planvolle Regelung des Schul- und Lehrabschlusses sowie der Einberufung zum Reichsarbeitsdienst. Weitere Auskünfte an Bewerber und Eltern erteilen die Annahmestellen für pffizierbewerber des Heeres und ihre Nachwuchsoffiziere sowie alle Wehrbezirkskommandos. Oberkommando des Heeres. Annahmestelle V für Offizierbewerber des Heeres Nachwuchsoffizier Straßburg, Manteuffelkaserae. Aait.BMk-Kaatni«iii od. pens. Varw.-BMMter zur Vertretung des Geschäftsführers von Kreditgenossenschaft für die Dauer des Krieges sofort gesucht. Angeb. unter 017/225 an die Gosch. BüCMialtarPal m. Kassenwesen und Lohnbuchhaltung vertraut, zum sofortigen Eintritt ges. 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