J r k t 65,25 Millionen beim ersten Opfersonntag dnb. Berlin, 5. Okt. Der am 12, September ds. Je. durchgeführte erste Oopfersonntag des Kriegswinterhilfsverkes 1943/44 hatte ein vorläu flges Ergebnis von 55 241998,05 RM. Bei der gleichen Sammlung im Jahre 1942 wurden 40 718 276,85 RM aufgebracht. Die Zunahme beträgt fomit 14 323 721,20 RM gleich 35,7 Prozent. Das Judenproblem im neuen Italien dnb. Rom, 5. Okt. Zum Judenproblem im neuen Italien nimmt der Sender der faschistischen Re- ierung in einem längeren Kommentar 'Stellung, ’achdem er betont hatte, daß das Judenproblem für den Faschismus eines der allerwichtigsten Probleme sei, die im neuen Italien gelöst werden müßten, erinnert er an die frühere Hidengesetz- gebung, die niemals verwirklicht worden sei. Weiter wird ausgeführt, daß die Gesetze, die die Reinheit der Rasse, erstrebten, doppelsinnig gewesen seien; man habe sie nur in den wenigsten Fällen und höchstens an der Peripherie des Landes mit einiger Gewissenhaftigkeit ausgeführt. An Hand zahlreicher Fälle wird daran erinnert, daß der Spionagedienst der Anglo-Amerikaner sich hauptsächlich auf Jüdische Elemente stützte. Der Verrat an dem treuen deutschen Bundesgenossen sei jüdischen Hirnen entsprungen. Am Morgen nach dem Badoglio-Putsch hätte das italienische Volk überall die Juden am Werk gefunden. Juden hätten die Plünderungen organisiert und Aufruhr gepredigt. Der Faschismus fordert, daß die Juden unschäd- HA gemacht würden. Die Juden müßten- aus dem nationalen Leben des neuen Italien verschwinden, denn die Schwanhemden wollten nickt zum zweiten Male einen Dolchstoß erhalten. Hefmwehr für Unterhausabgeordnete „zu anstrengend“ dick. Genf, 5. Okt. Innerhalb der sogenannten englischen Heimwehr war lm Laufe der Zeit auch eine Kompanie aufgestellt worden, die nur aus Mitgliedern des Unterhauses bestand. Von diesen Abgeordneten sind nun eine ganze Reihe vor kurzem ausgetreten, mit der Begründung, „ihre ptlHamentarische Tätigkeit erlaube es ihnen leider nicht, weiter in der Heimwehr Dienst zu tun. Sie könnten nicht im Unterhaus und gleichzeitig ln ler Heimwehr voll ihren Mann stehen". Dia Zeitung „Star“ wendet sich nun in ihren Spalten sehr scharf gegen „diese Massenflucht der Volksvertreter aus den Reihen der, Heimwehr" und meint, die Herren hätten sich wohl bisher gewiß nicht überanstrengt, denn im Unterhaus seien sie Meist nicht zu finden“^ selbst nicht bei wichtigen Sitzungen — und in den Wahlkreisen beklagten sich die Wähler auch darüber, daß ihre Abgeordnete nie oder nur selten zu sehen seien. Das Blatt wagt daher die Frage aufzuwerfen, wo diese Herren Abgeordneten nun eigentlich ihre „parlamentarische Tätigkeit" ausübten. ^ Smuts in London d. Stockholm, 5. Okt. Nach einer Mitteilung des Dominionamtes ist der südafrikanische Ministerpräsident Smuts zu Besprechungen nach England gekommen. Smuts, der auf seiner Reise in Kairo Station machte, erklärte dort: Befreit Euch von der Illusion, daß dieser Krieg seinem Ende ent- S sgen gehe. Ich bin der Ueberzeugung, daß die ältesten und blutigsten Schlachten dieses Krieges noch ausstehen. Oertliche Sowjet-Angriffe überall gescheitert Alle deutschen Truppen auf Korsika auf das Festland fibergesetzt - Auf Insel Coo gelandet dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 5. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am Kuban-Brückenkopf wurden starke Durchbruchsangriffe der Sowjets blutig abgewiesen. Am mittleren Dnjepr, in der Mitte und an einigen Stellen im Norden der Ostfront scheiterten örtliche Angriffe des Feindes. Dabei kam es besonders im Gebiet der Pripjetmündung und westlich Smolensk zu heftigen Kämpfen, die zur Zeit noch anhalten. In Süditalien verstärkte der Feind seinen Druck gegen den Ostabschnitt der Front und landete gleichzeitig dicht hinter unserer Front bei Tfermoli. Starke deutsche Kräfte sind zum Gegenangriff angetreten. Im Anschluß an die Ueberführung sämtlicher auf Sardinien eingesetzter deutscher Truppen nach Korsika wurde nun auch diese Insel befehlsgemäß geräumt und alle Truppen, einschließlich ihrer schweren Waffen, Geschütze, Panzer, Kraftfahrzeuge und allen Geräten auf das Festland Ubergesetzt. Unter Führung des Generalleutnants von Senger und Etterlin, der als Letzter mit seinem Stabe die Insel verließ, ist hier in ständigem Kampf gegen nachdrängende Badoglio-Truppen, Gaullisten und Amerikaner und gegen eine starke feindliche Ueberlegenheit zur See und in der Luft erneut eine einzigartige Leistung vollbracht worden. Nickt einmal die Einschiffung unserer letzten Sprengtrupps konnte der Gegner verhindern. Ebenso wie die unter Führung von Konteradmiral Meendsen-Bohlken und Kapitän zur See Engelhardt stehenden Verbände der Kriegsmarine, die meist mit Kleinschiffsraum die gewaltige Ueber- setzleistung vollbrachten, haben sich Transportverbände der Luftwaffe besonders ausgezeichnet. Die/eigenen Verluste bei der gesamten Operation sind äußerst gering. Am 3. Oktober begann lm östlichen Mittelmeer eine Landungsoperation aller Wehrmachttelle gegen die nördlich Rhodos gelegene Insel Coo. In zweitägigen Kämpfen wurde der Widerstand des Feindes zerschlagen und die Insel besetzt. 600 Mann der britischen Besatzung und 2500 Mann Ba- dogliotruppen wurden gefangen genommen, 40 Geschütze, 22 Flugzeuge und ein Schiff erbeutet. Die Säuberung der Insel von letzten versprengten Tellen des Feindes ist im Gange. Deutsche Unterseeboote versenkten im Mittelmeer, vor der nordafrikanisdien Küste aus gesickerten feindlichen Geleitzügen sieben Schiffe mit 59 000 BRT. und einen Zerstörer. Kampffliegerverbände griffen im gleichen Seegebiet einen Geleitzug an und beschädigten nach bisher vorliegenden Meldungen acht größere Schiffe schwer. Feindliche Fliegerverbände unternahmen während des Tages und in der Nackt Terrorangriffe gegen Orte im Rhein-, Main- und Saargebiet. Besonders schwer wurden Wohngebiete der Stadt Frankfurt a. M. getroffen. Weitere Zerstörungen werden aus Offenback, Mannheim, Ludwigshafen, Worms pnd Saarlautern gemeldet. Von Luftverteidigungskräften wurden gestern 41 feindliche Flugzeuge, vorwiegend schwere Bomber, abgeschossen. Die deutsche Luftwaffe führte in der vergangenen Nackt eine Reihe von Einzelangriffen gegen wichtige Objekte in England durch. An der westfranzösischen Küste kam es in der Nackt zum 4. Oktober zu einem Gefecht zwischen leichten deutschen Seestreitkräften und britischen Zerstörern. Ein feindlicher Zerstörer wurde torpediert und auf einigen anderen zahlreiche Artillerietreffer erzielt. Der deutsche Verband kehrte mit geringen Schäden in seinen Stützpunkt zurück. * * Die planmäßige Räumung von Korsika, die der heutige Wehrmachtbericht meldet, ist wieder ein glänzendes Zeugnis überlegener deutscher Strategie. Ausdrücklich wird bemerkt, daß diese Räumung gegen eine starke feindliche Ueber- legenheif zur See und in der Luft vollzogen wurde und daß auch der letzte Mann -und auch das letzte Gerät das Festland erreichten. Diese Tat läßt ahnen, wie auch unsere See- und Luftstreitkräfte dem Feind im Mittelmeer zusetzen, der übrigens durch die Kämpfe im Osten gegen Japan im Atlantik und im Mittelmeer seine Kräfte weit verzetteln muß. Berücksichtigt man ferner noch, daß wir zu gleicher Zeit im östlichen Mittelmeer unter schweren Verlusten für dfn Feind die Insel Coo besetzten, so ist dies ein neuer Beweis, daß im Mittelmeerraum durchaus nicht unsere Gegner die Herrschaft haben, sondern wir wie überall, auch dort das Gesetz des Handelns bestimmen. Fünf neue Ritterkreuzträger dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 5. Okt. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Edel Zachariae-Lingenthal, Abteilungskommandeur in einem Panzer-Regiment; Hauptmann Hermann Henle, Abteilungskommandeur iq einem Nebelwerfer-Regiment; Oberfeldwebel Georg Eschenbacher, Zugführer in einem Grenadier-Regiment; Gefreiten Arnold Reinhardt, Gruppenführer in einem Grenadier-Regiment und auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, an Oberfeldwebel Plenzat, Flugzeugführer in einem Sturzkampfgeschwader, der im November 1941 den Heldentod starb. Knox warnt erneut vor der U-Bootgefahr dnb. Genf, 5. Okt. Der USA.-Marineminister Knox erklärte in Natal, wo er auf dem Wege nach Washington seine Reise unterbrach, vor amerikanischen Matrosen, daß der U-Bootkrieg noch immer nicht entschieden sei. Man müsse darauf gefaßt sein, so unterstreicht er, daß noch mehr deutsche U-Boote im Nord- und Südatlantik erscheinen würden. Niemals ein 1918 * Der große programmatische Bericht den Reichsministers Dr. Goebbels über die Kriegslage dürfte klargemacht haben, daß die Hoffnung des Feindes auf ein neues 1918 in jeder Beziehung fehlgeht: emährungspolitisch, militärisch, innenpolitisch, psychologisch. Wenn es noch einer Warnung bedurft hätte, so hat, wie der Minister hervorhob, das Beispiel Italien diese Warnung ausgesprochen. Sollte also der Feind heute etwa Gelegenheit nehmen, an die fünfundzwanzigste Wiederkehr des deutschen Waffenstillstandsangebotes vom 5. Oktober 1918 zu erinnern, so wäre das für ihn ein nützlicher Anlaß zur Selbstprüfung. Am 5. Oktober 1918 wandte sich die Regierung des Prinzen Max von Baden nach vorausgegangenen Besprechungen mit der Obersten Heeresleitung an den Präsidenten der Vereinigten Staaten mit der Bitte um Waffenstillstand und Frieden auf der Basis der 14 Punkte. Diese Vertragsbasis wurde von Wilson und den alliierten Regierungen nach wochenlangen Verhandlungen angenommen, aber zum größten Betrug der Weltgeschichte benützt. Als in Deutschland die Revolte des 9. November ausgesprochen war, schob der Feind alle Bindungen und Hemmungen beiseite und diktierte einen Wahnsinnsfrieden, der eine Katastrophe Über Deutschland und Europa gebracht hat. Die Lehre dieser Tage und Wochen steht dem deutschen Volke vor Augen. Niemals mehr wird es dem Wort eines amerikanischen Präsidenten glauben, niemals wird eine Nation, die diese furchtbare Erfahrung gemacht hat, den Schritt vom 5. Oktober 1918 wiederholen. Zudem ist der heutige Vemichtungswille de» Feindes viel offener als vor 25 Jahren. Er hat diesmal in Wirklichkeit auf einen Schwindel der vierzehn Punkte vollkommen verzichtet und erklärt, daß selbst die Atlantik-Charta für Deutschland, Italien und Japan nicht gilt. Was man mit uns vorhat, ist in tausend Reden und Artikeln klargelegt, die völlige Vernichtung als Staat, als Volk, ja die physische Liquidierung. Diese brutale Klarheit ist schon deshalb gegeben, weil diesmal im Lager des Gegners der Bolschewismus steht, dem England und Amerika für Europa und Deutschland freie Hand für Sowjetisierung, für Massenmorde und Deportationen gegeben haben. Der Wahn, ein demokratisches Deutschland aufrichten zu können, der 1918 noch in den Köpfen spuken konnte, findet heute keinen Platz, weil wir den demokratischen Bazillus aus dem Völks- körper entfernt haben und weil der Feind die Bolschewisierung und Zerstückelung als einzige Alternative fordert. Es ist abwegig, Roosevelt einen. zweiten Wilson zu nennen. Obwohl er im allgemeinen ähnliche ölige Phrasen gebraucht — „Die Deutschen haben die Kriegsgeschichte auf den Kopf gestellt“ Feststellungen der spanischen Presse zu den deutschen Operationen im Osten Brückenköpfe am Dnjepr werden zusammengedrückt Artillerie und Luftwaffe bringen den Bolschewisten schwere Verluste bei d. Madrid, 6. Okt. „In der Schlacht im Osten ist ein spürbarer Wandel eingetreten' schreibt der militärische Sachverständige des ABC. und gibt damit die Auffassung. der spanischen Militärkreise wieder“. „Das deutsche Oberkommando, an dessen-, außerordentlichem Können niemand zweifeln kann“, so fährt der Kommentar fort, „hat alle drohenden Gefahren zu umgehen, die Kampfkraft seiner Erontdivisionen fast unangetastet zu wahren und die Verteidigungsschlacht in der Art zu führen verstanden, daß es nie auf seine allgemeinen Reserven zurückgreifen mußte". Trotz der Gebietsaufgabe, die die Deutschen vorgenommen hätten, werde den neutralen Beobachtern immer deutlicher, daß das deutsche dnb. Berlin, 5. Okt. Am Dnjepr wurden in den wechselvollen Kämpfen des 4. Oktober mehrere örtliche Angriffe des Feindes abgewiesen. Dabei stießen unsere Soldaten in Gegenangriffen den sich absetzenden Bolschewisten nach und zwangen sie zur Flucht. Auch beiderseits der Pripjet-Mün- dung fanden heftige Kämpfe statt, in deren Verlauf unsere Truppen zu einer wichtigen Ortschaft vordrangen. Dagegen wurden die an verschiedenen Stellen erfolgenden feindlichen Unternehmen überall abgeschlagen und 14 im Schutz eines Bahndamms vorrollende sowjetische Kampfwagen vernichtet. Am mittleren Dnjepr verhinderten, von starken Verbänden der deutschen Luftwaffe unterstützte westfälische Grenadiere und Panzergrenadiere dieser Tage das weitere Vorrücken der Bolschewisten aus einem Brückenkopf heraus und drängten sie an das Di^epr-Ufer zurück. Unter der Wucht des deutschen Ansturms flohen große Telle der übergesetzten gegnerischen Kräfte, wobei sie außer schweren und leichten Waffen sogar ihre Mäntel und Ausrüstungsgegenstände liegen ließen. Unsere Artillerie und die Bordwaffen der Kampfflieger richteten in den Reihen der Bolschewisten immer neue Verheerungen an. Bis zum Abend des 3. 0kt. waren außer schweren Panzern 45 Geschütze, 155 Maschinengewehre sowie zahlreiche andere Waffen, Geräte und reiche Munitionsvorräte vernichtet oder erbeutet. Eine Panzergrenadier-Division stellte allein in ihrem Abschnitt 800 tote Bolschewisten fest. An zwei anderen Stellen war es dem Feind vor einigen Tagen gelungen, im Schutze mehrerer Batterien u. Salvengeschütze bis nahe an unsere Stellungen vorzudringen. Die in Kompaniestärke in eine Schlucht eingedrungenen Sowjets wurden von unseren zum Gegenstoß angetretenen Grenadieren schon im ersten Ansturm vollkommen aufgerieben. Die südlich eingedrungene stärkere feindl. Gruppe konnte sich in der sofort erfolgtem Abriegelung noch kurze Zeit halten, dann fiel auch sie der Vernicklung anheim. Während dieser Kämpfe versenkten unsere Waffen innerhalb weniger Stunden Hunderte mit je 15 bis 20 Mann besetzte Boote der Sowjets. Heer im Osten einen gewaltigen noch nicht abschätzbaren Sieg errungen habe. „Denn“, so schreibt die „Hojo del Limes", „alles sowjetische Beginnen verwandelt sich in eine kostspielige Serie von Frontalangriffen und Zusammenhang' ! Die Befreier des Duce als Ehrengäste im Berliner Sportpalast Der Großkundgebung, die anläßlich des Erntedanktages im Berliner Sportpalast stattfand, wohnten auch die Männer bei, die unter Führung von Ritterkreuzträger ^-Sturmbannführer Skorzeny den Duce auf dem Grand Sasso befreiten — Seherl-Büderdienst losen Unternehmungen, die das Rote Oberkommando zum gleichzeitigen Einsatz all seiner Reserven nötigt, ohne aber eine Entscheidungsschlacht im napoleonishen Sinne erringen zu können.“ So scheiterten die strategischen Pläne der Sowjets und sie mußten sich mit taktischen Erfolgen begnügen. Vom militärischen Standpunkt aus muß es Bewunderung hervorrufen, daß die Deutschen ihre Absetzbewegungen so dunhführten, daß die Verluste für das sich zurückziehende Heer minimal und für das verfolgende Heer maximal waren, ja, daß die Deutschen sich sogar von Großstädten, von wichtigen Zentren absetzen konnten, ohne daß das Rote Oberkommando auch nur den Kontakt mit ihnen aufrechterhalten, geschweige denn an s ° eine Verfolgung oder an die Ausnutzung eines Erfolges denken konnte. Was die Deutschen in Rußland geleistet haben, stellt die Erfahrungen der Kriegsgeschichte auf den Kopf. Nach dieser werden Absatzbewegungen mit gutem Grunde zu den schwierigsten und gefährlichsten Unternehmungen gezählt, da sie sich sehr leicht auf die Moral der Truppen auswirken. Im Fall der sowjetischen Sommeroffensive ist jedoch diese stets gefährliche Reaktion nicht bei den sich absetzenden, sondern bei den nachrückenden Soldaten zu beobachten „Hoja del Lünes" bezeichnet dieses als „kurioses Phänomen" und weist im Zusammenhang damit auf die von sowjetischer und alliierter Seite laut gewordenen Besorgnisse wegen der Höhe der eingetretenen Verluste in der Sommeroffensive hin, deren Ausgang von den Alliierten charakteristischerweise als ein keineswegs leicht zu nehmendes Mysterium" beurteilt wird. Japanische Kabinettssitzung dnb. Tokio, 5. Okt. Das japanische Kabinett versammelte sich am Dienstag zu einer zweistündigen Sitzung in der Amtswohnung des Ministerpräsidenten. Außenminister Shigemitsu gab einen eingehenden Bericht über die letzten internationalen Entwicklungen. Javanische Verteidigungsarmee dnb. Tokio, 5. Okt. Wie aus Djakaria (Batavia) berichtet wird, erließ der dortige Oberbefehlshaber der japanischen Streitkräfte in Java einen Aufruf über die Schaffung einer freiwilligen javanischen Verteidigungsarmee, die. unter japanischem Oberbefehl zusammen mit den dortigen japanischen Streitkräften die Verteidigung der Heimat übernehmen soll. „Stuka zu Fu6“ - Eine neue deutsche Waffe enthüllt Landsername für unsere Werfer —Feuerschweif über den Gräben wie sein Lehrmeister —, dem deutschen Volke gegenüber verzichtet er schon heute auf die Maske der Heuchelei und zeigt unverhüllt das brutale Gesicht des Henkers. Am Beispiel Italien haben die Völker Europas gesehen, wie der Feind mit Leuten umspringt, die schwach werden. Auch Nichtkriegführende und neutrale Völker scheinen an diesem Beispiel zu begreifen, daß von den Engländern und Amerikanern nichts erwartet werden darf, schon deshalb nicht, weil sie vom moskowitischen Bolschewismus abhängig sind. Um so mehr weiß das das deutsche Volk. Reichsminister Dr. Goebbels hat diesem Ver- nichtungswillss die Elemente des Sieges gegenübergestellt. Was er von der Vergeltung sagte, daß es sich dabei nicht um ein rhetorisches oder propagandistisches Schlagwort handele, sondern daß England diese Wirklichkeit eines Tages kennenlernen werde, das gilt von den ganzen Feststellungen seiner Rede: es sind Wirklichkeiten, die unsem Sieg verbürgen. Realistisch denkende Engländer und Amerikaner mögen diese Rede neben das Dokument vom 5. Oktober 1918 legen und aus dem Vergleich ermessen, daß nach fast gleicher Dauer des Krieges ihnen ein Deutschland gegen- übersteht, das nicht nur kein 1918 duldet, sondern mit seinen Verbündeten sogar stärker ist als das von 1939, ein Deutschland, das nur noch ein „Vorwärts" kennt und dem aus dieser Gesinnung unaufhaltsam der Kommende große Sieg zuwächst. Massenversammlung der Inder ln Bangkok dnb. Bangkok, 5. Okt. Am Samstag wurde eine Massenversammlung anläßlich Gandhis Geburtstag in Bangkok 'abgehalten, zu der sämtliche Inder in Bangkok erschienen. Subhas Chandra Bose hielt eine Ansprache, in der er auf die Opfer und die tatkräftige Hilfe hinwies, die Mahatma Gandhi der Unabhängigkeitsbewegung in Indien gebracht hat und die das indische Volk niemals vergessen werde. Bose appellierte dann an die Inder in Thailand und in ganz Ostasien, sich zu erheben, um die Mission zu erfüllen, für die Mahatma Gandhi sein Leben lang gekämpft habe. Eine offizielle Erklärung der provisorischen Freien Indischen Regierung ln Ostasien steht unmittelbar bevor, erklärte Subhas Chandra Bose. Im britischen Kerker erkrankt d. Stockholm, 5. Okt. Schon wieder ist ein indischer Kongreßführer, der von den Engländern verhaftet worden war und seit Monaten hinter Kerkermauern saß, schwer erkrankt. Die Provinzregierung von Bihar gab bekannt, daß Kroshna Singh ehemaliger Ministerpräsident von Bihar und bekannter Kongreßführer, wegen „unzunehmender Verschlechterung seines Gesundheitszustandes" aus dem Gefängnis entlassen werden mußte. Singh befand sich seit dem 10. August 1942 im Gefängnis. Tokio. Der frühere Eisenbahnminister und bis- hergie Oberste Berater der japanischen Militärs bei der Verwaltung der Philippinen, Shego Murato, wurde am Dienstag zum Botschafter für die Philippinen ernan"*. dnb. Hannover, 5. Okt. Gelegentlich der Amtseinführung des neuen Oberfinanzpräsidenten von Hannover, Dr. Rudolf Rinkefeil, sprach Reihsminister der Finanzen, Graf Schwerin von Krosigk über die Aufgaben der Finanzverwaltung im Kriege.' Sie könnten nur gelöst werden, wenn in der gesamten Verwaltung die denkbar größten Vereinfachungen durchgeführt würden. Jeder Vorschlag, der diesem Ziele diene, werde geprüft. Als entscheidend bezeihnete es der Minister, die Mittel der Kriegsführung herbeizuschaffen und die Währung stabil zu erhalten. Die Frage, ob dies möglich sei, müsse mit einem eindeutigen Ja beantwortet werden. Auf alle hiermit in Verbindung stehenden Probleme hinweisend zeigte Reihsminister Graf Schwerin- Krosigk den Weg der Rationierung und der Preiskontrolle auf. Durch diesen Weg verliere das Geld zwar einen Teil der Kaufkraft, werde aber auf der'anderen Seite zwangsmäßig gehortet. Das Geld behalte seinen Wert, so daß wir vor dem Phänomen stehen, eine sinkende Kaufkraft bei einem gleichbleibenden Wert des Geldes zu haben. Es werde sich zeigen, daß diejenigen gehandelt haben, die ihr Geld gespart haben, und umgekehrt diejenigen verkehrt gehan- PK. Hinter einem Waldstück sind sie aufgefahren: seltsame Gestelle auf Rädern, kleine unscheinbare Rohre, mehrere zu einem Bündel zusammengefaßt, den französischen Mitrailleusen gleich, den im Kriege 1870/71 verwandten Vorläufern der Maschinengewehre. Lediglich das Kaliber ist ein anderes. Meßlatten sind vor ihnen in die Erde gerammt, elektrische Kabel führen von ihnen weg zu einem kleinen Deckungsgraben, einige .. zig Meter rückwärts. Ein Nimbus des Geheimnisvollen umgibt diese Waffe. Wenn die Grenadiere die gedrungenen seltsamen Werfer sehen, die gleichsam ein Sperrkreis von der Umwelt abschließt, dann gehen bedeutungsvolle Worte durch die Reihen: Holla, die „Stuka zu Fuß" sind.da! Da gibt es ja bald Zunder. „Stuka zu Fuß", unter diesem Namen sind die Werfer in der Truppe bekanntgeworden. Der Name ist aus zwei Eigenschaften dieser seltsamen Waffe entstanden: aus dem nervenaufpeitshen- den Heulen, mit dem die Geschosse ihre Bahn durchmessen, und aus der vernichtenden Wirkung, die sie am Ort ihres Einschlages hinterlassen. Doch darf der Name keineswegs zu irrigen Anschauungen führen. Die Nebelwerfer sind eine Waffe des Heeres. Ihr Prinzip beruht auf Raketenwirkung, d. h., ihr großkalibriges Geschoß wird durch einen Raketensatz durch die Luft getriebep, nicht wie bei der Artillerie durch die Entzündung der Kartusche abgeschossen. So ist auch das Bild beim Abschuß ein ganz anderes. Auf eine beherrschende, von den Bolschewisten stark befestigte und als Artillerie-Beo^acfatungs- punkt benutzte Höhe sind die gedrungenen Rohre der Werfer eingerichtet. Die letzten Handgriffe an den Rohren. „Fertig!“ brüllt von dorther ein Unteroffizier dem Gefreiten am Zündapparat zu. Dann eilen die Grenadiere von den Werfern weg zu ihren Deckungslöchern. „Feuer!" befiehlt der Führer der Nebelwerferbatterie Sekunden später. Der Gefreite drückt den Knopf des ZünBapparates. Nun entwickelt sich an den Werfern ein einzigartiges Bild. Geschoß nach Geschoß' entzündet sich, einen meterlangen Feuerschweif ausstoßend, beginnen sie ihre Bahn zu ziehen. Mit freiem Auge kann man den feurigen Kometenschweif verfolgen. Schauriges Heulen, den niederstürzenden Stukas ähnlich, nur um vieles heller und greller, schwingt den enteilenden Geschossen nach. Vorn in den Gräben ducken sich die Grenadiere, als mit einemmal dieses urwelthafte Heulen über sie hinwegzieht, dann aber verfolgen. sie gespannten Auges die Bahn der Geschosse, die nun den Höhepunkt ihrer Bahn erreicht haben und dem Ziel zustürzen. Hohe, schwarze Rauchwolken gehen auf der Höhe hoch, Rauchwolken, ähnlich denen schwerster Bomben. Und auch im Getöse der Schlacht, im vielfachen Detonieren der Artilleriegeschosse, gehen diese Einschläge nicht unter! Auf brüllen delt haben, die heute versuchten, ihr Geld „wertbeständig" anzulegen. Der Minister setzte sich dann auch mit allen Fragen der Steuererhöhung im Krieg auseinander und wies auf die Gefahren hin, die vom Gelde drohen, das sich einer gesunden Hortung entzieht. Er vermittelte in diesem Zusammenhang einen umfassenden Einblick in alle Fragen unserere Kriegsfinanzierung, wobei er sich mit Nachdruck gegen alle Gerüchte wandte, als ob das Aufkommen des WHW. zur Finanzierung des Kriegs verwandt würde. Diese Mittel werden selbstverständlich den Aufgaben zugeführt, für die sie bestimmt sind. In seinen weiteren Ausführungen faßte der Minister die Aufgaben der Finanzverwaltung in drei grundsätzlichen Punkten zusammen: 1. Unbedingte Gerechtigkeit. Es müsse die volle Gewähr dafür gegeben sein, daß unter gleichen Verhältnissen niemand mehr oder weniger Steuern zahlen müsse als anders 2. Wirtschaftliches Verständnis für gegebene Notwendigkeiten; 3. Soziales Verständnis für alle Nöte und Leiden der Menschen. Diese Haltung müsse sich auch in den täglichen Formen des Verkehrs zeigen. dort drüben die Sprengladungen der gefürchteten Waffe der Deutschen, verbreiten Tod und Verderben um sich. Stunden später, als nach hartem Angriff die „Höhe“ in unserer Hand ist, können wir die Wirkung der Geschosse unserer Nebelwerfer betrachten. Metertiefe Trichter haben sie gerissen, viele Tote und unkenntliche Trümmer liegen in ihrem Umkreis. Ein Bunker hat einen Volltreffer bekommen. Nur mehr ein paar Hölzer sind von ihm übrig, nicht eingedrückt, sondern zerfetzt ist seine Decke. Zweimal hat die Nebelwerferbatterie nur geschossen. Kurz hintereinander. Nach der zweiten Salve eilen die Grenadiere an ihre Werfer, im Nu haben sie die beweglichen, Geräte abgebaut und aufgeprotzt. Stellungswechsel! Nicht zu früh war es. Kaum sind sie fort, sind sie in Deckung, liegt auf dem Platz, von dem sie eben gefeuert haben, der Feuerüberfall sowjetischer Batterien, zerfetzt die Stellungen, reißt schwarze Trichter in die Erde und schmettert mit tödlichem Splitterregen in die knickenden Baumkronen. Nur wenige Kilometer hinter der Hauptkampflinie stehen die Werfer. Den Ort ihres Abschusses zeichnet eine dichte schwarze Qualmwolke. Leicht sind sie daher für die Beobachter der sowjetischen Batterien zu erkennen. Aber sie wissen schon, die Grenadiere von den Nebelwerfern, daß dann, wenn sie ihr feuriges Wort gesprochen haben, die Antwort der Bolschewisten nicht lange auf sich warten läßt. Zu gut kennen sie die vernichtende Wirkung ihrer Geschosse, vermehrt durch die moralische Wirkung, die dieser sichtbar durch die Luft heranheulende Tod in jedem hinterläßt, auf den es niedergeht und der es lebendig übersteht, um nicht zu wissen, daß sie damit wütendstes Abwehrfeuer auf sich ziehen. Das sind sie: unsere Nebelwerfer, die oft im Osten schon ein entscheidendes Wort gesprochen haben. Kriegsberichter Jürgen Darmer Siuberungsaktionen in Hankau Wutschang d. Hankau, 5. Okt. Die vorgeschobenen japanischen Truppeneinheiten im Frontabschnitt Hankau —Wutschang haben bei einer Reihe von Säuberungsaktionen gegen den Feind insgesamt 76 Gefangene gemacht und 52 Gewehre sowie ein Ma- schiengewehr erbeutet. Der Feind ließ insgesamt 187 Tote zurück. Ereignisse aus aller Berlin, Ein deutscher Nachtjäger brachte in der Nacht zum 4. Oktober einen britischen Terrör- bomber durch Rammen zum Absturz. Die deutsche Flugzeugbesatzung konnte sich durch Fallschirmabsprung retten. Berlin. Am 1. September 1943 ist Ritterkreuzträger, Unteroffizier George Wyozisk, Zugführer in einer schlesischen Panzerjäger-Abteilung, bei den Kämpfen im Osten gefallen. Berlin. Reicksminister Dr. Goebbels hat dem Leiter der Münchener Kammerspiele, Staatsschauspieler Otto Falckenberg, und dem Maler und Graphiker Prof. Heinrich Hoenich in Prag, zur Vollendung ihres 70. Lebensjahres die herzlichsten Glückwünsche übermittelt. Linz. Als 1.9. Institut im Verband der Technischen Hochschulen Großdeutschlands wurde am Montag durch Reichsminister Rust eine Technische Hochschule in Linz eröffnet, die als Schöpfung des Führers errichtet wurde und berufen ist, auf dem Wege des Hochschulstudiums völlig neue Wege zu gehen. Stockholm. Der australische Premierminister Gurtin erklärte, die Kriegskosten Australiens betrügen bis Ende August 1194 000 000 Pfund Sterling. . Stockholm. Ein Reuterbericht aus Kalkutta enthält weitere Einzelheiten über die Hungersnot in Indien. Die Bilder des Elends in Bengalen und Kalkutta, gibt Reuter selbst zu, . seien herzzerreißend. Genf. Der Befehlshaber der USA.-Luftflotte in China, Generalmajor Chennault, erklärte, die Japaner hätten in Südchina in letzter Zeit ihre Luft- macht um 200 bis 300 Prozent gesteigert. Madrid. Am Montag fand im Madrider Palast der schönen Künste ein internationales Schachturnier statt. Der erste Tag brachte einen Sieg von Zu den Kämpfen bei Saporoshje dpz. Das Hinderniss des Dnjepr-Flusses, der gegenwärtig über mehrere 100 km den Frontverlauf im Osten markiert, beherrscht zurzeit den größeren Bereich der sowjetischen Offensive. Hier nimmt der Kampf gegen die deutschen Brücken- tutfltis. — do/i/ielfleis. Sismi. ßPZ Mtrqertd Uillft/fiSS TvomrfenG An**, tutfltis. — do/i/ielfleis. dismi. ßPZ köpfe aitf dem Ostufer seinen Fortgang durch immer wieder, wenn auch vergebliche neue Versuche der Sowjets, das Westufer zu erreichen. Die schwersten Kämpfe spielen sich dabei im Raume südöstlich und östlich von Saporoshje ab. Hier hat die Sowjetische Heerführung sehr starke Kräfte massiert und führt immer wieder neue Divisionen heran, um in den Raum zwischen dem unteren Dnjepr und der Küste des Asowschen Meeres einzudringen uhd zugleich den großen Dnjepr-Bogen und den Landzugang zur Krim- Halbinsel flankierend zu bedrohen. Sie setzt deshalb ihre Truppen immer wieder aufs neue in schonungslosem Angriff ein. An der Entschlossenheit ( der deutschen Abwehr sind jedoch alle Durchbruchsversuche der Sowjets gescheitert. Ebenso scheiterten ihre Versuche, an einigen Stellen des mittleren Dnjepr auf dem westlichen Ufer Boden zu gewinnen. Welt kurz gemeldet Ingelmi über Perez und von Gomez über Alonso sowie ein Unentschieden zwischen Medina und dem Esten Keres. Madrid. Der aus London zurückgekehrte demokratische Abgeordnete Will Roberto erklärte, die anglo-amerikanischen Verluste bei den Luftangriffen gegen Deutschland seien erschreckend hoch. Lissabon. Ausgrabungen, die seit einiger Zeit in Romarize Duas "Egrejas in Nordportugal im Gange sind, führten zur Auffindung von Iteber- resten einer römischen Siedlung. Auch wurden Spuren einer späteren westgotischen Siedlung entdeckt. Vigo. USA.’-Marinesekretär Rnox ist überraschend iri brasilianischen Luft- und Flottenstützpunkt Pernambuco eingetroffen. Offenbar will er die Kriegsvorbereitungen Brasiliens kontrollieren. Istanbul. Am Strand von Ayasch bei Alexan- drette ist ein 20 Meter langer und 13 Tonnen schwerer, einem Walfisch ähnlicher großer Fisch, aufgefunden worden. In seinem Innerrf-befanden sich die Achselstücke eines fremdeiyKapitäns und der lange Knochen eines menschlichen Armes. Der Bohrer in der Lunge Während einer zahnärztlichen Behandlung war einer Frau in Stockholm ein Bohrer durch die Luftröhre so tief in eine ihrer Lungen geglitten, daß er unterhalb des Herzens saß. Nachdem die Lage durch Röntgenaufnahmen festgestellt worden war, wurde der Eingriff bei Röntgenbeleuchtung vorgenommen, wodurch es ermöglicht wurde, sowohl den Bohrer zu sehen, wie die Zange, mit welcher dieser entfernt werden sollte, zu verfolgen. Die Operation gelang. Seid sparen ist vorteilhafter, als es „wertbeständig“ anlegenl Der Reichsminster Uber die Kriegs auigaben der Finanzverwaltung Freiburger Theaterbrief Die Eröffnung des Großen Hauses mit einer klassischen Oper entsprach alter Tradition, Mozarts „Don Giovanni" kommt von der Opera buffa her und verleugnet diesen Ursprung, ungeachtet einer unermeßlichen Vertiefung, nickt. Um die Tragödien des Helden lachen und tollen die Geister beschwingter Heiterkeit, burlesker Komik. Diese Gegensätze, im Text leicht angedeutet, sind in der Musik ausgeschöpft; sie sind zugleich itt der Sphäre des Mozartschen Genius jeglicher Erdenschwere entkleidet und zu einer Einheit von göttlicher Grazie verschmolzen. Vom Musikalischen aus hatte die Leitung (Generalmusikdirektor Vondenhoff und Regisseur Arthur Schneider) den Gehalt des Kunstwerks nach allen Richtungen hin erfaßt und ließ ihm eine mustergültige Wiedergabe zuteil werden (mit einziger Ausnahme der erstaunlichen und ernüchternden Höllenfahrt durch die Zimmertür). Eugen Grimm entfaltete in Stimme, Spiel und Erscheinung den diabolischen Charme, der die mythisch gewordene Gestalt des Don Juan kennzeichnet. Auch eine zweite große Oper steht bereits auf dem Repertoire: Smetanas „Die verkaufte Braut“. Kapellmeister Ueter brachte die rassige Musik zum Leuchten und Klingen. Die Instrumentierung dieser Oper wächst an Fülle des Ausdrucks und an Umfang vielfach weit hinaus über die von dem Stoff ihr dargebotenen Anlässe. Spielleiter Matuszewski begegnete manchen Unstimmigkeiten der Handlung mit einer besonders feinsinnigen und einfallreichen Aktivierung bis in kleine hübsche Einzelheiten hinein. Seine Intentionen wurden mit Geist und Laune von der Künstlerschar aufgenommen, die sich um das stets von neuem herzgewinnende junge Paar, Hanne Schmitz und Hans Heinrich Hagen, bewegte. Würdig reiht sich das Schauspiel an, das gleichfalls in die Sterne griff, und sich den funkelndsten von allen hemnterholtd, Schillers „Wallenstein" (vorderhand nur den Tod). Im Rahmen des von Alfred Gabel geschaffenen, ungewöhnlich großzügigen Bühnenbildes, das die ganze Tiefe der Bühne auswertet, baute der Gastregisseur Dr. Adolf Rott vom Burgtheater Wien, die gewaltige politische Tragödie auf. Der Spielleiter faßte die Darsteller, die teilweise bewährte alte Typen spielten, teilweise, ihrer Eigenart entsprechend, neue Wege suchten, mit fester Hand zu einem Ganzen zusammen. Schillers Wallenstein gilt als Aufgabe des Heldendarstellers: in den Händen eines Charakterspielers von Format, Carl Heinz Emmerich, wurden der Rolle, die sich durchaus dazu hergab, neue interessante Seiten abgewonnen. „Wiener Blut“, die entzückende Operette von Johann Strauß, darf gewiß als eine glückliche Wahl gepriesen werden. Auch wirkte die von großer Sorgfalt deri Leiter (Georg! Konstantinoff und Oskar Orth) ebenso wie von gutem Können deri eingesetzten, vielfach neuen Kräften getragene Vorstellung durchaus erfreulich. Doch erinnern wir uns noch wohl einer, erst wenige Jahre zurückliegenden, überdurchschnittlichen Vorgängerin, während andererseits gar manche Straußsche Operetten in Freiburg noch ungespielt sind. Der Wunsch, auch den letzteren nach und nach auf unserer Bühne zu begegnen, dürfte daher nickt unberechtigt sein. — Die Kammerspiele haben teilweise das Repertoire der vergangenen Spielzeit beibehalten, um zwei heitere Neuigkeiten bereichert. Paul van der Hurk geht in seinem Lustspiel „Wie heirate ich meine Frau?" von einer vielversprechenden Voraussetzung aus und hat es verstanden, sie im bunten Wirbel verwirrender Situationen fruchtbar zu machen. Ein berühmter Mann heiratet eine Millionärin; aber in Wirklichkeit ist er gar nicht der berühmte Mann, als der ihn die entwendeten Papiere ausweisen, sondern ein Abenteurer, und die Millionärin ist nicht die Millionärin, sondern ein kleines Alltagsmädel. Und es ist nur gut, daß der wirkliche berühmte Mann und die wirkliche Millionärin, die sich solchermaßen ohne ihr Zutun miteinander verheiratet finden, damit schließlich ganz einverstanden sind; ebenso wie auch das andere Paar, das einander nichts vorzuwerfen hat, auf der neuen, wesentlich bescheideneren Basis gern beisammen bleibt. — Für die „Bagatellen“ von Willy Grüb ist die Gattungsbezeichnung „Lustspiel“ viel zu gewichtig. Ein Zwei-Personen-Stük, ein amüsantes Geplänkel zweier Gatten, die ihren Lebensstil noch nicht aneinander angepaßt haben, das stofflich zu zergliedern sich nicht lohnt. Das kleine Haus sah auch bereits zwei der ganz besonders schönen und reizvollen musikalischen Veranstaltungen, die sich dort allmählich eingebürgert haben. Ein Sonaten- und Liederabend bot .Werke von Schubert, Mozart und Schumann. Ein * Onhesterkonzert hatte eine interessante Folge von seltener gehörten Werken aufzuweisen. Bei- denfalls Kammermusik besser Art. mit erlesener Kultur und entzückender Grazie Aargeboten. Dr. E. Gottlieb. Zwei Uraufführungen in Mülhausen L Eis. okn. Die Uraufführung des Schauspiels „Die drei Liebesabenteuer Karls XII." von Walter Etro pal durch die Städt. Bühnen Mülhausen i. Eis. findet am 7. Oktober in Gegenwart des in Berlin lebenden Dichters statt und diejenige des Kammerspiels „Drei im Leuchtturm" von Toni Fabri und Carl Heinz Wolff am 20. Oktober im Kleinen Haus .der Städt. Bühnen. Paul von Klenaa-Uraufführung in Heidelberg okn. Im ersten Sinfoniekonzert der Stadt Heidelberg hörte man, von der Frankfurter Altistin Luise Richartz meisterlich interpretiert und von Musikdirektor Bernhard Conz. mit dem Städt. Orchester klangschön begleitet, als Uraufführung vier Lieder nach Gedichten Friedrich Hölderlins von Paul von Klenau. Der in Kopenhagen gebürtige Komponist, der in Deutschland längst Heimat- rechte erworben hat, hat sich ganz in den Geist der Hölderlin’schen Dichtung versenkt und gibt in seinen Kompositionen die gleiche schlickte Feierlichkeit, von der die Hymnen Hölderlins erfüllt sind. Einfache Harmonien begleiten die klangvolle Sprache des Dichters und geben ihr gerade dadurch ihren tiefen geistigen Gehalt. Dr. Werner Schmidt. Denkmal für einen Sundgauforsdier okn. Dem verdienstvollen Sundgauforscher, verstorbenen Schulleiter Eugen Wacker, wurde eine der beiden als Naturdenkmäler sichergestellten großen alten Buchen inr Baselwald gewidmet. Sie wird eine Tafel mit folgendem Inhalt tragen: „Zum Gedenken an Eugen Wacker, geh. in Knöringen am 23. 10. 1878, verst. in Reihweiler am 9. 1. 1943, dem verdienstvollen Sundgauforscher, wird diese Bucke „Eugen-Wacker-Bucke" benannt. Erfolge eines Karlsruher Malers okn. Der Karlsruher Kunstmaler Kar! Oertel 'hatte in Kollektivausstellungen in den Kunst- | vereinen Darmstadt, Jena und Kassel sowie Konstanz scköne Erfolge erzielt. Eine Reihe seiner Werke sind angekauft worden. Im Oktober veranstaltet das Kunsthaus Straßburg eine Kollektivausstellung Oertel s Verleger: Alfred Reiff (bei der Wehrmacht) Druck und Verlag: A. Reiff & Cie, Offenburg. Verlagsleiter: R. Hack (bei dei Wehrmacht), Stellvertreter und Anzeigen’eitrr Rudolf Berten; Hauptschriftleiter: Carl Fürst. * (Preisliste Nr. 8), « Offenburger Nachrichten Mehrarbeitsvergiitung auch bei Krankheit * Eint Entscheidung des KeUhsarheitsgeruhts Bei der Beantwortung der Frage, ob die Ueber- «tundenvergütung dem Gefolgsmann im Falle einer Erkrankung weiter zu gewähren ist, muß zunächst geklart werden, was unter „Vergütung“ im Sinne j Ortsbestimmungen zu verstehen ist. Nach der Rechtsprechung des Reichsarbeitsgerichts ist dabei zunächst an den vereinbarten oder tariflich bestimmten Arbeitslohn, den Grundlohn, zu denken. Es kommt für die" Frage der Fortgewährung der Vergütung auch nicht, wie beim Urlaub darauf an, was der Gefolgsmann gerade während der Zeit der Erkrankung verdient hätte, wenn er gearbeitet hätte, sondern darauf, was nach der Gestaltung seines Arbeitsverhältnisses allgemein als eine Arbeitsvergütung Zu gelten hat, Leistet der Gefolgsmann nidit nur vorübergehend, sondern längere Zeit hindurch regelmäßig über die Normalarbeitszeit hinaus Mehrarbeit durch Ueberstunden, so gewinnt .diese verlängerte Arbeitszeit den Charakter der Normalarbeitszeit ««nentsprchend sind auch im Krankheitsfalle die Ueberstunden mit zu vergüten. Der Umstand, daß eine Mehrarbeit krigesbedingt ist, nimmt ihr, wenn sie sonst längere Zeit hindurch geleistet worden ist, nicht den Charakter der Regelmäßigkeit. . 1® einem Sonderfalle hatten nun Ingenieure in einem Entwiilungslaboratorium Ueberstunden geleistet, und zwar nicht täglich in ununterbrochener Folge, sondern entsprechend der Besonderheit ihrer Arbeiten je nadi deren Anfall und Eilbedürftigkeit. Eine ununterbrochene Folge von Ueberstunden ist aber, so entschied das. Reichsarbeitsgericht zur Bejahung der Regelmäßigkeit der Mehrarbeit nicht erforderlich- Es -genügt vielmehr ihre Wiederkehr mit solcher Häufigkeit, daß eine zusammenhängende Folge der Arbeiten deutlich wird, die ihnen den Charatkter der Unregelmäßigkeit nimmt. Der Anpsruch des Gefolgsmannes auf Mehrarbeitsvergütung im Kankheitsfalle besteht unabhängig davon, ob die ausfallende Mehrarbeit während seiner Erkrankung von anderer Seite mitverrichtet wird oder ob sie unverrichtet bleibt. Offenburger Soldatenelf weiter erfolgreich VfB. B.-Baden — Offenburger Wehrmachtelf 1:5 Die Soldaten aus Offenburg waren am Sonntag in der Bäderstadt zu Gast und konnten ihre Erfolgserie mit einem glatten Sieg weiter fortsetzen. Es war ein forsches und schnelles Spiel, das die Soldaten in jeder Lage beherrschten. So erzielten die Offenburger durch ihr schönes Kombinationsspiel, bis zur Pause drei Tore, denen die Einheimischen nur eines durch Elfmeter entgegensetzen konnten. Nach der Pause trat die Ueberle- genheit der Soldaten noch klarer zutage. Durch die vielen Torgelegenheiten-, die sich boten, wurden schließlich noch zwei Chancen zu herrlichen Erfolgen verwandelt und der Endstand von 5:1 erreicht. Damit hat die Offenburger Elf bewiesen, daß sie eine kampfstarke Mannschaft is, und sie wird in den kommenden Spielen sehr zu beachten sein. F. P. Kurse Stadtmeldungen Zellensprechabende der Ortsgruppe West. Die Ortsgruppe Offenburg-West führt diese Woche folgende Sprechabende durch: Heute Mittwoch, 6. Oktober, Zelle 3 im Gasthaus „Zähringer Hof Morgen Donnerstag, 7. Oktober, Zelle 2 im Gasthaus zum „Schwanen“. Uebermorgen Freitag, den 8. Oktober, Zelle 4 im Gasthaus zum „Engel“, und Zellen 5 und 6 im Gasthaus „Tritschler“. Am Samstag, 9. Oktober, Zelle 1 im „Ziegelhof. Sämtliche Zellensprechabende finden jeweils um 20 Uhr statt. Sämtliche Parteigenossen und Parteigenossinnen, einschließlich die umquartierten Parteigenossen, sowie die Blockleiter, Walter und Warte der DAF. und NSV. und die Zellen- und Blockfrauen der NS.-Frauenscfaaft nehmen an dem Sprechabend ihrer Zelle teil. Fahrgebührermäßigung für Kinderreiche auf Kraftposten. Auf Anordnung des Reichspostministers erhalten Angehörige von kinderreichen Familien mit mindestens vier unverheirateten leiblichen Kindern bis zu 21 Jahren, die dem Hausstand der Eltern angehören, bei Benutzung der Kraftposten eine Fahrgebührermäßigung von 50 v. H. Als dem elterlichen Hausstand angehörend werden auch die Kinder angesehen, die vorübergehend, z. B. zur weiterem Ausbildung, vom Elternhause abwesend sind, aber von den Eltern noch vollständig unterhalten werden. Dies gilt auch für Kinder, die ihrer Dienstpflicht beim Reicksarbeitsdienst oder bei der Wehrmacht genügen. Lieder- und Klaviernachmittag blinder Künstler. Zwei blinde Künstler, die schon so manches Mal die Herzen ihrer Zuhörer entzückt und erhoben haben, werden sich am Sonntagnachmittag im Dreikönigsaal hören lassen: Maria Kujawa aus Wiesbaden mit ihrem zierlichen Sopran — am Flügel begleitet vpn Liesel Wald-Bernhardt — und Kreisleiter Pg. Rombach nahm das "Erntedankfest in Zunsweier zum Anlaß, um den Bauern und Landwirten seines Kreisgebietes für ihren Einsatz und ihre Leistungen zu danken und um des stillen Heldentums der deutschen Bäuerin zu gedenken. In seinen packenden Ausführungen streifte der Hoheitsträger die gegenwärtige Lage, sprach vom günstigen Ausfall der Ernte und bewies, daß die deutsche Ernährungslage für ein weiteres Jahr gesichert ist. Dass Gasthaus zum „Ochsen“ in Zunsweier, w6 die Einwohner sehr zahlreich erschienen waren, gab der Erntedankfeier den äußeren Rahmen. Nach den Begrüßungsworten gedeckte Ortsgruppenleiter Pg. 8chüly der rastlosen Arbeit des Bauern im verflossenen Jahr und erwähnte dabei besonders die Bauersfrau als die Trägerin der Hauptarbeitslast während des Krieges. Sodann ergriff Kreisleiter Pg. Romback das Wort. Mit gespannter Aufmerksamkeit folgten die Anwesenden den interessanten Ausführungen des Kreisleiters, der auf den deutschen Bauern und die deutsche Bauersfrau als die Träger der Ernährungssickerung unseres Volkes zu sprechen kam. In aufklärenden Worten wies der Kreisleiter auf die Bedeutung der Erzeugungs schiacht hin, die vom Führer in weiser Voraussicht schon lange vor Zeder beliebte Pianist Otto Schneider aus Heidelberg. Eine geschmackvoll gewählte Vortragsfolge stellt eien wertvollen Kunstgenuß in Aussicht. Der Rundfunk am Donnerstag Reicksprogramm. 11 bis 11,40 Uhr: Kleines Konzert. 12 bis 12,30 Uhr: Operettenklänge. 12,35 bis 12,45 Uhr: Der Bericht zur Lage. 16 bis 17 Uhr: Aus Oper und Konzert. 17,15 bis 18,30 Uhr: Bunter Melodienstrauß. 18,30 bis 19 Uhr: Der Zeitspiegel. 19,20 bis 19,35 Uhr: Frontberichte. 20,15 bis 21 Uhr: Suite von Telemann, Konzert für Orgel und Orchester von Händel. 21 bis 22 Uhr: Szenen aus Lortzings Opern. — Deutschlandsender. 17,15 bis 18,30 Uhr: Sinfonische Musik und Opernspiele. 20,15 bis 21 Uhr: Bekannte Unterhaltungsmusik von der Kapelle Hans Busch. 21 bis 22 Uhr: Musik für dich. ginn des Krieges in die Tat umgesetzt wurde und uns so in der Ernährungsfrage unabhängig vom Ausland gemacht hat. Sodann kam der Kreisleiter auf den uns aufgezwungenen Krieg vom Beginn bis in die heutigen Tage zu sprechen. In einem flammenden Appell ermahnte der Kreisleiter die Anwesenden, auch weiterhin treu und in unermüdlichem Einsatz hinter dem Führer zu stehen. Die aufschlußreichen Ausführungen des Kreisleiters wurden mit großem Beifall aufgenommen. Im weiteren Verlauf der Feier wechselten Lieder, Gedickte und Vorführungen einer Mädelgruppe auf der Bühne ab. Ein prächtig ausgestatteter Erntekorb mit verschiedenen Erzeugnissen der heimischen Landwirtschaft wurde sodann dem Kreisleiter übergeben, den dieser sodann einem anwesenden Soldaten des Reservelazaretts von Offenburg zur weiteren Uebergabe und Verwendung für amputierte Kameraden unter Worten des Dankes überreichte. Mit dem Gedenken an den Führer und den Nationalliedern wurde sodann der offizielle Teil der eindrucksvollen ^Kundgebung beendet. Der hierauf folgende gemütliche Teil hielt die Einwohner bei frohen Weisen in kameradschaftlichem Beisammensein noch einige Stunden beisammen. F. V. Dia Lebensmittelrationen vom 18. Oktober bis 14. November Neuregelung der Roggen- und Weizenzuteilung Der Reichsernährungsminister gibt jetzt die Bestimmungen über die Lebensmittelverteilung in der 35. Zuteilungsperiode vom 18. Oktober bis 14. November 1943 bekannt. Wie bereits mitgeteilt, wird die Brotration für alle Versorgungsberechtigten je Zuteilungsperiode um 400 Gramm Weizenbackwaren erhöht. Darüber hinaus bekommen die Kinder von sechs bis zehn Jahren 500 Gramm Roggenbrot und die Lang- und Nahtarbeiter auf ihre Zulagekarten 400 Gramm Roggenbrot zusätzlich. Die Rationen der ausländischen Zivilarbeiter, der Inhaber der AZ-Karten, werden ebenso erhöht wie die der Normalverbraucher. Ferner erfahren die Rationen der Selbstversorger (Inhaber der Mahlkarten oder der Selbstversorgerbrotkarten} eine Erhöhung um 300 Gramm Röggen oder 400 Gramm Roggenbrot je Zuteilungsperiode. Da die diesjährige Ernte außerdem in der anteiligen Aufbringung von Roggen und Weizen wieder normale Verhältnisse aufweist, ist es möglich, den Weizenverb rauch überhaupt im Rahmen der Gesamtbrotration unter Aufhebung der bisher notwendigen Einschränkungen wieder zu erhöhen. Es wird deshalb eine Regelung eingeführt, wie sie in ähnlicher Form bereits früher für längere Zeit gegolten hat. Das Reihsgebiet wird, in Anlehnung an die Verzehrsgewohnten der Vorkriegszeit, in drei Zonen mit einem unterschiedlichen Verbrauchsverhältnis von Roggen zu Weizen eingeteilt. Die Brotkarte B ist hierbei im gesamten Reihsgebiet einheitlich ausgestaltet worden. Sie enthält je Periode Abschnitte über 3000 Gramm Brot, die sämtlich zum Bezüge von Weizenerzeugnissen berechtigen. Außerdem enthalten die Brotkarten A und A/Jgd. in den Zonen eins und zwei Abschnitte, die nickt durch den ,,R"-Aufdruck gekennzeichnet sind und ebenfalls zum Bezüge von Weizenerzeugnissen berechtigten. Die Möglichkeit des Mehlbezuges ist gegeben auf sämtliche Abschnitte der Brotkarte B sowie auf diejenigen Abschnitte der Brotkarte A und der übrigen Brotkarten, die einen entsprechenden Aufdruck tragen. Die Rationserhöhung wird bereits mit Wirkung ab 20. 9. 43 gewährt. Zur Zone I gehören die Bezirke der Landesernährungsämter: Württemberg, Baden, Reihshauptstadt Berlin, Hamburg, Wien, Kärnten, Niederdonau, Oberdonau, Salzburg, Steiermark und Tirol-Vorarlberg, zur Zone II: Bayern, Rhein- Main, Westmark, Sachsen, Thüringen, Weser-Ems, Hessen-Nassau, Rheinland, Sahsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Westfalen und Sudetenland. Die übrigen Bezirke fallen in die Zone UI. Zone I bekommt, entsprechend den früheren Verbrauhs- gewohnheiten, den höchsten Weizenmehlanteil. Wenn man hier nämlich alle ausgegebenen Brotkarten zusammenrehnet, wobei ja die Kleinstkinderkarten nur Weizenzuteilung enthalten, dann kommt man auf ein Mengenverhältnis von Weizen zu Roggen wie 50 zu 50, In Zone II beträgt dieses Verhältnis 60 Teile Roggen zu 40 Teilen Weizen, in Zone III 70 Teile Roggen zu 30 Teilen Weizen. Da die Karten für die am 20. September 1943 begönne Periode bereits ausgegeben waren, konnten die Erhöhungen hier nickt mehr berücksichtigt werden. Die für die jetzt laufende Zuteilungsperiode vorgesehenen Brotzulagen werden daher in der am 18. Oktober beginnenden Zuteilungsperiode nachträglich gewährt. Auf entsprechenden Kartenabschnitten ist durch Aufdruck gestattet, die darauf entfallenden Backwaren schon eine Woche vor Beginn der 55. Zuteilungsperiode zu beziehen. Die Gesamtration bleibt unverän : dert. Entsprechend der Jahreszeitlichen Erzeugung wird jedock an die Versorgungsberechtigten über 14 Jahre weniger Butter und dafür mehr Shlahtfett und wieder Speiseöl ausgegeben. Bei den Kindern von 6 bis 14 Jahren wird ein Teil der Butterration durch Margarine ersetzt. Um Käsesonderzuteilungen künftig einfacher verteilen zu können, enthält der Käsebestellschein einen Mengenaufdruck mehr. Deutschlands Ernährungslage ein weiteres Jahr gesichert Der Rreisleiter würdigte beim Erntedankfest in Zunsweier die Leistungen des Bauern Das leise Kommando Roman von Willy Harms Urheber-Redrtsgdnitj: Verlag Dm Beratend - Buch, Salzburg 26. Fortsetzung Wolter blieb wütend zurück. Warum gab er dem Hinuntersteigenden keinen Fußtritt und nahm dadurch Rache für die Unbill, die ihm widerfahren war? Er preßte die Faust um den kalten Lauf. Es wäre nur ausgleichende Gerechtigkeit, wenn er schnell lud und dem Davongehenden eine Kugel nachschickte, die diesmal aber keine leere Demonstration sein würde. Warum tat er es nicht? Wie war es möglich gewesen, daß er sich dem Willen des Schulmeisters beugte? Ob Lehnert keine Angst hatte? Nicht ein einziges Mal sah er sich um, ging nicht schneller als sonst. Ein weiteres Verweilen auf der Kanzel war unmöglich. Wolter stieg die Leiter hinab. Er wollte 'zum Dorfkrug, um dort den Schimpf vergessen. 12 . Aeußerlich war es Jan Lehnert kaum anzumerken, daß er diesem Abend viel verdankte: vielleicht war sein Schritt etwas sicherer, seine Haltung etwas straffer — aber das war alles. Größer war die Auswirkung für den inneren Menschen. Durch sein Eintreten für Sabine war er gedanklich endgültig frei geworden von Kor- tendieck. Es drückte ihn nicht mehr, welche Rolle ihm von einem Georg Mulsow zugedacht gewesen war und daß der Bauer Leppin ihn an die Gruft gezerrt und dadurch zum Schuldigen gestempelt hatte. Jene Wochen lagen weit zurück. Etwas Neues war geschehen, etwas, das alles Vergangene in den Schatten stellte. Sabine hatte in ihrer Not nach ihm gerufen! Dieser Ruf hatte ihn umgekrempelt, hatte das Gestern ausgelöscht. Es war, als hätte es nur dieses Anstoßes bedurft, damit er in den nächsten Tagen wie ein unvergleichliches Geschenk die Erkenntnis gewann, daß er Sabine lieb hatte. An sie dachte er, wenn er vor der Klasse stand und in der Geschichtsstunde den Kindern erzählte von der Wiedereroberung Mecklenburgs durch westfälische Siedler, wenn er Hefte korrigierte und sich dabei ertappte, daß er seit Minuten auf den gleichen Fleck starrte, wenn er durch die Räume des weitläufigen Sdiulhauses ging und überlegte, wie die Wohnung später aus- sehen mochte — später, das hieß, wenn Sabine hier die Hausfrau war. Würde sie je zu ihm kommen wollen? Nach seinem Empfinden stand sie turmhoch über ihm. Mutter Lembke, die eine Art Haushälterin bei ihm spielte und jeden Vormittag in Haus und Garten herumwirtschaftete, freute sich, /als Lehnert sich jetzt auch tüchtig bei den Blumen- und Gemüsebeeten betätigte. Der Grund lag freilich nicht in einem plötzlich erwachten gärtnerischen Interesse. Aber bei dieser Arbeit sah Jan Sabine manchmal am Fenster, konnte, obwohl die Hecke zwischen den Gärten recht hoch war, heimlich beobachten, wie sie Salat holte oder Erbsen pflückte. Trotz der Hecke hätte sich wohl ihn und wieder eine Gelegenheit zu kurzer Unterhaltung finden lassen. Aber Jan Lehnert suchte sie nicht. Jene Minute, in der Sabine ihn um seine Verschwiegenheit gebeten hatte, war für ihn so eindrucksvoll gewesen, daß sie keine Fortsetzung in einem gewaltsam herbeigezerrten Alltagsgespräch vertrug. Darum tat Jan Lehnert, als wisse er nicht, daß Sabine bei den Stachelbeerbüschen beschäftigt war. Und die, der seine Gedanken galten, merkte auch, daß ihr Verhältnis zu ihm durch jenen Abend ein anderes Gesicht erhalten hatte. Zu keinem Menschen, auch nicht, zu den Ekern, hatte sie ein Wort von dem Ueberfall gesagt. Nur Lehnert wußte darum, und sie fühlte sich durch sein Mitwissen nicht beengt. Ex sollte den Abend vergessen-das war ein närrisches Verlangen gewesen. Sie selber konnte es ja nicht, und sie war nicht einmal unglücklich darüber, hatte die halbe Stunde nach dem Zusammenstoß doch gezeigt, daß sie den Nachbarn nicht umsonst um seinen Schutz gebeten hatte. Aber hatte sie ihn wirklich darum gebeten? Oder hatte er ihn von sich aus übernommen? Alles war so schnell geschehen, daß feich die Einzelheiten verwischten. Aber wenn er aus eigener Machtvollkommenheit gehandelt hatte, so hatte er es um ihretwillen getan, und sie konnte ihm nur dankbar sein und war es auch. Ungefähr konnte Sabine sich vorstelle«, wie der Abend sich weiter gestaltet hatte, auch wenn sie nur Zuschauer gewesen war. Als der Vater ihren Bericht über Hamanns Zustand gehört hatte, war die junge Frau Behrens, die in der Wiese beim Heuen gewesen war, mit dem Rad herangekommen. Lotte Behrens war vor einigen Jahren im Arzthause Mädchen gewesen, nur ein paar Worte brauchte Papenbrink zu sagen, als sie ihm schon das Rad zur Fahrt zu dem Kranken anbot Die beiden Frauen gingen nebeneinander zurück. Sabine war noch viel zu erregt, als daß sie fähig gewesen wäre, sich mit Lotte Behrens eingehend zu unterhalten. So ließ sie ihre Begleiterin ausführlich von ihren beiden Zwillingen erzählen. Der Schuß, der dicht an Lehnerts Kopf vorbeiging, störte Lotte nicht; sie berichtete weiter von ihren Kindern. Dann sah Sabine aus der Ferne, daß Jan Lehnert die Stufen zur Jagdkanzel emporstieg, und wußte augenblicklich, daß die Männer von ihr sprechen würden. Immer wieder mußte sie den Kopf nach rechts wenden, in den Schläfen hämmerte das Blut, und jäh fiel ihr ein, aus welchem besonder Grunde Lehnert die Kanzel aufsuchte. Es ging um ihren Ruf, er wollte Manfred Wolter den Mund verschließen. Ob es ihm gelang? Sie ahnte, daß es hart zwischen den Männern her- Die Ernährungsämter bewerten den Bestellschein mit der festgesetzten Grundmenge von 125 Gram« und zählen dazu jeweils die Menge, die etwa durch besonderen Erlaß als Sonderzuteilung gewährt wird. Infolgedessen verbleibt der F-Abschnitt nunmehr grundsätzlich bei der Käseabgabe, unter Entwertung, an der Karte. Für die 55. bis 58. Zuteilungsperiode (18. 10. bis 6. 2. 1944) werden neue Reichskarten für Marmelade (wahlweise Zucker), Eier und entrahmte Frischmilch ausgegeben. Die Verbraucher erhalten wieder die Möglichkeit, den wahlweise zu beziehenden Zucker auf die Reichskarte für Marmelade innerhalb der Gesamtgültigkeitsdauer der Karte vorweg zu beziehen. Beim Zuckerbezug selbst können die Verbraucher wie bisher jeweils auf die Abschnitte der nächsten Zuteilungsperiode vorgreifen. Marktberichte f Haslach i. K. (Mickaelimarkt.) Der km Montag abgehaltene Michaelimarkt hat mit dem Schweinemarkt begonnen, auf dem 148 Ferkel aufgeführt wurden. Für das Paar Ferkel wurden von 49 bis 140 RM bezahlt. Der Geschäftsgang war lebhaft. Auf dem anschließenden Großviehmarkt ist keine Anfuhr zu verzeichnen. Der inzwischen aufgebaute Krämermarkt füllte sich allmählich an und eine große Schar von Kaufliebhaber hatten sich eingefunden. Ein reger Geschäftsgang konnte wahrgenommen werden. Die Kauflust lag in den Vormittagsstunden, so daß der Jahrmarkt am Nachmittag ein rasches Ende nahm. Am 15. November findet der Martinimarkt statt, bei dem noch ein größerer Zulauf zu erwarten ist. Lahr. Der Schweinemarkt war mit 51 Ferkeln befahren. Je nach Größe und Gewicht der Ferkel wurden diese zum Preis von 90 bis 120 RM pro Paar je nach Ware verkauft. Der Geschäftsgang war gut. Rottweil. (Schweinemarkt.} Zugeführt wurden 87 Milchschweine. Handel lebhaft. Bezahlt wurden die vorgeschriebenen Höchstpreise. Diese betragen 1,75 RM je ein halbes Kilo. Anordnungen der NSDAP, u. deren Gliederungen SA.-Sturm 11 und N/169 Offenburg. Heute Mittwoch: Antreten um 20 Uhr in Zivil in der Turnhalle der Schillerschule. Sportkleidung mitbringen. SA.-Sturm 15/169 (SanL) Offenburg. Heute Mittwoch 20 Uhr: Antreten in Uniform in der Handelsschule. Gefolgschaft 1/170 Offenburg. Heute Mittwoch findet der Dienst in der Schule statt. Antreten 19,55 Uhr Oto-Wacker-Schulhof.. Pünktliches und vollzähliges Erscheinen ist Pflicht. Motor-Gefolgschaft 1/170 Offenburg. Heute um 20 Uhr ist Dienst in der Handsschule (Zimmer 3). Erscheinen wird jedem zur Pflicht gemacht. Nadirichten-HJ. Offenburg. Die gesamte Einheit tritt heute Mittwoch um 19,45 Uhr am Heim an. Erscheinen ist Pflicht. Flieger-Gefolgschaft 1/170 Offenburg. Die gesamte Flieger-Gefolgschaft tritt heute um 19,40 Uhr an der Gewerbeschule an. Marine-Gefolgschaft 1/170 Offenburg. Heute Mittwoch tritt die gesamte Gefolgschaft um 20 Uhr am Gymnasium an. SRD.-Gefolgschaft 1/170 Offenburg. Die SRD.- Gefolgschaft tritt am Mittwoch um 19,45 Uhr in tadelloser Uniform an der SRD.-Dienststelle an. 1,10 RM sind mitzubringen. NS.-Frauensdiaft, Offenburg-West Heute Mittwoch, 20 Uhr: Heimabend mit Lichtbildervortrag. NS.-Frauenschaft, Ortsgruppe Offenburg-Nord. Morgen Donnerstag 20 Uhr findet im Heim ein Lichtbildervortrag statt. BDM.-Spielschar Offenburg. Sämtliche Mädel treten heute um 19,45 Uhr in Uniform auf dem Schulhof zum Dienst an. Material für Werkarbeit ist mitzubringen. Dienstschluß 21,30 Uhr. Mädelgruppe 1/170 Offenburg. Heute um 19,45 Uhr treten sämtliche Mädel auf ‘dem Hofe der Otto-Wacker-Schule zum Dienst an. Material für Werkarbeit mitbringen. Dienstschluß 21,30 Uhr. Mädelgruppe 2/170 Offenburg. Alle Mädel treten heute pünktlich um 19,30 Uhr mit Material für die Werkarbeit (Stoffreste, Bleistifte usw.) in der Otto-Wacker-Schule an. Dienstschluß spätestens 21,15 Uhr. Jungmädelgruppe 2 Offenburg, Heute Mittwoch um 14,30 Uhr treten alle Jungmädel in tadelloser Uniform auf dem Schulhof an. Es findet die Aufnahme der Zehnjährigen statt. Es ist deshalb eine Selbstverständlichkeit für jedes Jungmädel, daß alle vollzählig erscheinen. Vor allem müssen die Zehnjährigen in tadelloser Uniform kommen. gehen werde, und atmete auf, als nach etwa zehn Minuten Lehnert die Jagdanzel wieder verließ; sie konnte ihn gerade noch erkennen, Lotte und sie waren schon in die Nähe der ersten Häuser gekommen . . . Oft mußte Sabine Papenbrink an dies Erlebnis denken. Was geschehen wäre, wenn Lehnert nicht in ihrer Nähe gewesen wäre? Nickt daran denken! Sie fühlte die Verpflichtung, ihm noch einmal ihren Dank zu sagen und hoffte auf einen Zufall, der ihr Gelegenheit dazu geben würde. Doch als der Zufall sie dann zusammenführte, war keine Möglichkeit zum Danken, Jan Lehnert lag auf dem weißen Sand d.\ Si.vns- dorfer Badeanstalt wie ein Toter. » 13. Auf Veranlassung Papenbrinks war vor mehreren Jahren an einer günstigen Stelle der Sude eine Badeanstalt errichtet worden. Wenn die Stoindorfer gegen die neumodische Einrichtung zunächst auch recht mißtrauisch gewesen waren und die Benutzung zumeist der Jugend überlassen hatten, so hatte sich diese Einstellung doch mit der Zeit geändert. Wenn man den ganzen Tag Roggen abgestakt hat und aussah, als wäre man wochenlang nicht mit Seife und Wasser in Berührung gekommen, war die Gelegenheit zu einer gründilhen Säuberung schon etwas wert. Auch ältere Leute gingen nun am Abend zur Badeanstalt. Freilich mußten Nichtschwimmer sich vorsehen; die Sude war heimtückisch, Strudel waren entstanden, die für Ungeschickte gefährlich werden konnten. Bei Papenbrink war es feste Gewohnheit, daß er jeden Morgen, bevor er die Tagesarbeit begann, sein Bad nahm. Meistens schlossen Frau und Tochter sich an. Sonst kam Sabine nachmittags und lag nach dem Bad noch eine Weile in der Sonne. (Fortsetzung folgt) / ■HAU .11 I*:l.i vaMMMMtMMMpMl >»-! Jj f- ■ KJ af’J Blich in die Ortenau Hrfwder. (Heldentod.) Bei den schweren Ab- im Besitze eines amtlichen Lichtbildausweises beehrte ampfen im Osten fand im Alter von 22 findet IntrS/u auf ranatari.. „,.r wehrkämpfen im Osten fand im Älter von 22 fändet. Bürgermeisteramt, Zimmer 4, zu stellen. wehrkampfen im Osten fand im Alter von 22 Jahren -Rottenführer in einem Grenadierregiment Rudolf Wörter, ein Sohn des August Wörter und Frau Mare qsb. Göppert, den Hel dentod. Anträge auf Kennkarten sind auf dem der Heimat am Oberriiein b. Niederschopfheim. (Erntedankfeier.) Auch in unserem Dorfe wurde eine würdige Feier veranstaltet. Der Organisationsleiter sprach zu den Anwesenden. Jugendgruppe der NS .-Frauenschaft und BDM. verschönten die Feier durch Lieder und Ge dichtvorträge. Der Saal war neben andern mit einem schönen Früchtekranz geziert (Jugendgruppe). — (Heldentod.) Unteroffizier. Robert Gnädig ließ sein Leben im Kampfe gegen den Bolschewismus. Er war zuletzt vor der Einberufung Kaufmann in einem Großbetrieb in München, wohin er sich auch verheiratet hatte. Vor kurzem erfuhren wir den Heldentod seines Zwillingsbruders, dem er nun im Kampfe für die Heimat im Tode folgte. Den Angehörigen herzliche Teilnahme. — Weiter kam die Nachricht, daß der Sohn des Weichenwärters Jakob Saar, Obergefreiter «Karl Saar, im Alter von 32 Jahren den Heldentod erlitt. Wir wollen stets der Helden gedenken. Heidelberg. (Zwei Kinder schwer verunglückt.) An einer Straßenkreuzung in der Rottmannstraße fuhr eine dreizehnjährige Schülerin mit dem Fahrrad auf dem sie ein dreijähriges Mädchen mit sich führte, auf einen Lastzug. Beide Kinder wurden überfahren. Das dreijährige Kind war sofort tot, während das andere schwer verletzt in die Medizinische Klinik gebracht werden mußte. Ersingen (Kr. Pforzheim). (Von der Kuh zuj Tode getreten.) Beim Anspannen seines Kuh- 5 Fuhrwerkes wurde der 75jährige Landwirt und Schreiner Josef Rapp von einer Kuh getreten, wobei er auf den Boden zu liegen kam. Der Verunglückte ist an den Folgen innerer Verletzungen gestorben. Verdunkelungszeiten vom 4. bis 9, Oktober Von 19.00 bis 6.00 Uhr Neusatz (Kr. Bühl). (Vom Baume gestürzt.) Der Landwirt Emil Köhler zog sich durch Sturz vom Nußbaum einen Beckenbruch und andere schwere Verletzungen zu. Er' wurde bewußtlos ins Krankenhaus Aehern gebracht. Churchill empfing Sowjetgewerkschaftler dnb. Stockholm, 6. Okt. (Funkdienst des O. T.) Churchill empfing am Dienstag den Vorsitzenden des Zentralrates der Gewerkschaften der Sowjetunion und Präsidenten des Nationalrates, Schwer- nik, der von Mitgliedern der sowjetischen Gewerkschaftsabordnung begleitet war. Schwemik sprach Churchill für die Gelegenheit zu einer Besichtigung der britischen Rüstungsbetriebe und anderer Einrichtungen seinen Dank aus und betonte, daß solche Besuche eine weitere Festigung der Freundschaft zwischen Großbritannien und der Sowjetunion ermöglichten. Churchill dankte Schwemik und bat ihn, Stalin und Molotow seine persönlichen Grüße zu übermitteln. Schießen, ein wichtiger Teil der WehrertQchtigung Zusammenarbeit von Sdiützenverband und SA. — Zu den Kriegsmeisterschaften im Schießen Für Küche und Garten Oberschopfheim. (Feldpostgrüße.) Feldpostgrüße sandte der Unteroffizier Friedrich L ö g 1 e r. Zunsweier. (Feldpostgrüße.) sandte der Soldat Sixtus Buß. Feldpostgrüße Gengenback. (Auszug aus dem Standesregister.) Geburten. September 7. Brigitte Theresia, V. Emil Friedrich Bürkle, Maler, Ohlsbach; 9. Monika Maria, V. Karl Fritsch, Mechanikermeister; 20. Rainer, V. Fritz Eduard Paul Zweig, Feldmeister im RAD.; 21. Monika Maria, V. Werner Otto Backhauses, Schneider, Schwaibach; 22. Elke Ursula, V. Heinrich Hermann Erich Sieburg, Zugwachtmeister der Schutzpolizei; 24. Elisabeth, V. Adolf Antonius Adler, Landwirt; Dieter Wilhelm, V. Wilhelm Friedrich Roth, Mechaniker; 30. Herbert Roland Fritz, V. Fritz Wilhelm Zimmer, Bauingenieur. — Eheschließungen; Sept. 11. Dr. med. Alfred Andreas Hermann, prakt. Arzt und Maria Theresia Beck, ohne Beruf. — Sterbefälle. September 20.: Anna Maria Bracker geb. Bracker, 77 Jahre alt; 30. Luise Zäzilia Bruder geb. Bischler, Bermers- bach-Fußbach, 40 Jahre alt. Zell a. H. Die Stadtgemeinde gibt bekannt: (Bauliche Veränderungen.) Sämtliche Veränderungen an Gebäuden, Neuerstellung, Reparaturen, sowie jegliche andere bauliche Veränderungen, die im Jahr 1942/43 vorgenommen wurden, sind bis zum 10. Oktober 1943 auf der Ratskanzlei, Zimmer 4, anzuzeigen. — (Sprechstunden des Arbeitsamtes.) Das Arbeitsamt Offenburg, Nebenstelle Hausack, hält jeden Dienstag, von 8.30 Uhr bis 10.30 Uhr im Rathaus Zell a. H., 3. Stockwerk, Sprechstunden ab. — (Anträge auf Kennkarten.) In heutiger tett ist es erforderlich, daß jede Person sich (NSK) Die „Deutschen Kriegsmeisterschaften im Schießen", die dieser Tage ausgetragen werden, stehen im Zeichen der sich aus dem totalen Krieg ergebenden Notwendigkeiten. Gute Schießausbildung und gute Schießleistung dürfen heute in der Heimat nicht nur Angelegenheit derer sein, die aus persönlichem Interesse dem Schießsport huldigen. Der totale Krieg fordert: „Jeder ein trefflicher Schütze!" Schon seit längerer Zeit bestand deshalb zwischen dem Deutschen Schützenverband und der SA., die im Rahmen der Erziehungsarbeit der Partei nach dem Befehl des Führers die außermilitärische Wehrerziehung der wehrfähigen Männer über 18 Jahren, soweit sie nicht anderen Parteigliederungen angehören, durchführt, eine enge und erfolgreiche Zusammenarbeit unter der Leitung von SA.-Obergrappenführer Jüttner, der zugleich die Führung des Deutschen Schützenverbandes inne hat. Der Deutsche Schützenverband stellt den Einheiten der SA. seine Schießstände, Gewehre und Geräte sowie Schießwarte zur Unterstützung der Schießausbildung zur Verfügung. Wer im Rahmen der außermilitärischen Wehrerziehung gute Schießleistungen aufweist, erhält im Deutschen Schützenverband eine besondere Spezialausbildung als Scharfschütze oder als Schießwart. Die SA. bringt hierdurch dem Deutschen Schützenverband fortlaufend einen starken jungen Nachwuchs. Dieses Zusammenwirken hat sich auf das beste bewährt; es diente insbesondere dazu, die Freude am Schießen und die Erkenntnis der Notwendigkeit der Schießausbildung in die weitesten Kreise des deutschen Mannestums hineinzutragen und die Schießleistungen in zunehmendem Maße zu erhöhen. Das Schießen gilt heute nicht mehr als Sport neben vielen anderen Sportarten. Es wurde ein Teil der allgemeinen Wehrertüchtigung und damit zu einer Angelegenheit des ganzen deutschen Mannestums. Wie auf allen anderen Gebieten zeigte sich auch hier die durch den Nationalsozialismus ausgelöste Dynamik, die alles in Deutschland aktivierte, was der Förderung und der Verteidigung des Lebens unseres Volkes dient. Hierdurch erhalten auch die diesjährigen „Deutschen Kriegsmeisterschaften" ihr Gepräge. Mit der Austragung der eigentlichen „Deutschen Kriegsmeisterschaften“, an denen sich etwa 150 Mann beteiligen, sind weitere große Veranstaltungen verbunden, welche die Bedeutung der von der SA. durchgeführten außermilitärischen Wehrerziehung kennzeichnen. An einem Wehrkampfschießen im Gelände werden sich über 90 Mannschaften der Gliederungen der Partei und ihrer angeschlossenen Verbände, Wehrmacht, Waffen -ff, Polizei und Reichsarbeitsdienst, beteiligen. Dieses Wehrkampfschießen wird ergänzt durch ein Pistolenschießen für Führer der Gliederungen und Volksgenossen, die bereits mit der Pistole ausgebildet sind. Ein Kleinkaliberschießen auf Schießständen und ein großes Volksschießen mit Luftbüchsen, für die Beteiligung weitester Kreise bestimmt, werden zeigen, wie lebendig der Wille zur Wehr in den breitesten Schichten des Volkes ist. Bei einer abschließenden Kundgebung wird der Stabschef der SA., Wilhelm Schepmann, sprechen. Die Teilnahme eines Sturmes der Standarte „Feld- hermhalle“ unter Gewehr, versinnbildlicht den wehrpolitischen Charakter der Veranstaltung. So sind die „Deutschen Kriegsmeisterschaften" über ihren eigentlichen Zweck hinaus eine machtvolle Demonstration des Wehrwillens und der Wehrbereitschaft der Heimat. Sie geben ein Bild von der Leistung der außermilitärischen Wehrerziehung auf dem Gebiet der Schießausbildung. Zugleich sollen sie Ansporn sein, das Interesse und die Freude am Schießen, aber auch das Verständnis für die Wichtigkeit einer guten Schießausbildung zu fördern. Gute Schießkenntnisse können nicht erst an der Front erworben werden. Der Mann kann sich nicht frühzeitig genug im Schießen üben, um die notwendige Ruhe und Sicherheit zu gewinnen. Darum wird die Schießausbildung im Rahmen der außermilitärischen Wehrerziehung in verstärktem Maße weitergeführt werden, um dem Heer, der Waffen- ff, der Luftwaffe und der Kriegsmarine jederzeit gute Schützen zu stellen. Das Einlegen mit Sal-z Die meisten Gläser, Obstflaschen und Mußtöpte hat die Hausfrau nun schon gefüllt im Vorratsschrank stehen. Auch die Säckchen mit dem Dörrobst und dem Trockengemüse sind prall gefüllt mit allerlei guten Wintervorräten. Jetzt aber kommt das Einlegen an die Reihe. Und zur Abwechslung im winterlichen Küchenzettel soll dieses Jahr nicht nur das beliebte altgewohnte Sauerkraut im Verein mit den eingelegten Bohnen sorgen, sondern die findige Hausfrau weiß, daß sich neben dem Weißkraut das Rotkraut nicht weniger zum Eineigen eignet. Das Einlegen mit Salz. Sauerkraut. Von festen Herbstweißkohlköpfen nehmen wir die äußeren schadhaften Blätter weg. Die Strünke schneiden wir heraus, schneiden sie in Streifen und trocknen sie als Suppeneinlagen. Den Kohl schneiden wir fein, vermischen ihn in einer sauberen Wanne mit Salz (auf 50 kg Kohl kommen 500 Gramm Salz) und stampfen ihn gleichmäßig in einen sauberen Steintopf, dessen Boden wir mit Weinblättern ausgelegt haben. Nach Belieben können wir einige Wachholderbeeren zwischen den Kohl streuen. Beim Einstampfen de« Gemüse« muß sich so viel Lake bilden, daß sie zum Schluß zwei bis drei Finger breit über dem Gemüse steht. Dann wird es mit ausgekochtem Tuch abgedeckt, das möglichst so groß sein soll, daß man es doch an der Topfwand herunterschieben kann. Über das Tuch legt man ein rundes Holzbrett oder einen Teller und zum Beschweren einen saubergewaschenen Feldstein. Das Gefäß Weiht nun zwei bis drei Wochen zu gedeckt in einer Temperatur von zehn bis zwanzig Grad stehen. Alle acht Tage muß dm Anfang das Kraut nachgesehen werden und die weißliche Rahmschicht, die sich durch die Milchsäuerung bildet, ab genommen werden. Tuch, Brett und Stein werden 4n warmem Salzwasser aus- bzw. abgewaschen. Ist nicht mehr genug Lake auf dem Kraut, so wird sie durch neue ergänzt (auf einen Liter 15 Gramm Zucker). Nach zirka vierzehn Tagen können wir das Sauerkraut in den Keller tragen und dort aufbewahren. Hart u. unerwartet traf uns die schmerzlicke Nachricht, daft nach Gottes un- erforsdilichem Ratschluft unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Neffe ■ Uaae Obergefreiter ln einem ftlDfgn naas ArtUlerie.Regimeat kurz vor seinem Urlaub am 15. Sept. 1943 im 33. Lebensjahr im fernen Osten d«n Heldentod erlitt. Er folgte seinem vor 5 Monaten gefallenen Bruder Josef im Tode nach. Er wurde auf einem Heldenfriedhof beigeseftt In tiefer Trauer: Frau Franziska Haas Ww. und Kind Erna, Franz Haas, z. Z. auf Urlaub und Familie, Windschläg, Familie Friedrich Striegel, Enzingen (Wflrttbg.) Andreas Haas, *. Z. im Osten. Das erste Seelenamt findet am Samatag, den 9. Oktober in der Pfarrkirche in Nutzhack statt Mit dem gefallenen Helden verlieren wir einen treuen gewissenhaften und arbeitafreudigen Kameraden, dem wir stetes und ehrendes Gedenken bewahren werden. Betriebet, u. Sefolgsehaft der Fa. Ang. Koehler AS. | Nutzdach, den 5. Oktober 1943. Unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Geffr. Karl Baumann gab am 17. September 1943 im^ Osten sein Le *. *" Leben im 21. Lebensjahre für Führer, Volk und Vaterland. Die tief trauernden Hinterbliebenen: Famllls Ludwig Baumann uad Verwandte. Seelenamt am Mittwoch, den 13. Oktober morgens 7.15 in Oppenau. Oppenau-Steig, den 5. Oktober 1943 # Am 22. August 1943 atarb im Osten unser einziger, lieber Sohn, Neffe und Vetter stad. im». Fritz Griiningar Obergefreiter. Punker In einem Artillerie-Regiment. drei Tage vor seinem 25. Geburtstag den Heldentod für seine heißgeliebte Heimat. In tiefem Leid; Prof. Dr. Fritz ßrOninger, Weinhelm, und Frau Margarethe, geb. Rahm. Oberschwester Maria Rahm, Bad Nauheim. Elise Grüninger, Haslach L K. Emil Brüninger und Familie, Haslach i. K. m Ein Seelenamt für den Gefallenen findet am Dienetag, 12. Okt., morg. 8 Uhr, in Haslach statt Weinheim a.d.B., den 4. Oktober 1943. Benderstraße 1 Todasanzelgs. , Schmerzerfüllt machen wir die traurige Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meinen lieben Mann, unsern treubesorgten Vater, Großvater, Schwiegervater und Onkel Johann Mukenhirn Korbmacher nach einem -arbeitsreichen Leben und nach kurier, schwerer Krankheit im Alter von 79 Jahren zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bitten: Adailiald MukauMrii Ww. geb. Hauser und AngaMrlgc. Beerdigung am Donnerstag, den 7. Oktober 1943 in Weingarten. Abgang vom Trauerhaus um 9 Uhr vormittags. Rosenkranz am Sonntag, den 10. Oktober 1943 um 13.30 Uhr in der Kirche in Weingarten. Zell-Weierbach, Offenburg, Stuttgart-Untertürkheim, den 5. Oktober 1943. SchmerzerfüUt geben wir die Nachricht, daß nach langem Leiden, doch unerwartet rasch unser lieber guter Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Friedrich Wilhelm Müller Postschaffner a. D. heute nacht im Alter von nahezu 75 Jahren verschieden ist In tiefer Trauer: Anna Müller, Wilhelm Müller, Fritz Müller und Frau Mertha, geb. Wenninger, und Anverwandte Die Beerdigung findet am Freitag, 8. Oktober vormittags 1 1 ,10 Uhr statt Bad Griesbach, den 5. Oktober 1943 Bekanntmachungen der Stadt Offenburg Wärterin für die Reinigung, Heizung und sonstige Wartung des Kindergartens sofort neu zu besetzen. Monats- Vergütung 55 RM und freie Heizung. Familien- Dienstwohnung (3 Zimmer, Küche usw.) ist im gleichen städtischen Anwesen (II. Stock) vorhanden. Monatsmiete 35,80 RM. Bewerberinnen um diese Nebenbeschäftigung wollen schriftliche Gesuche bis 20. Oktober unter Angabe der Personalien, der familiären Verhältnisse und der sonstigen Tätigkeit hierher einreichen. Bewerbungen haben nur einen Zweck, wenn eine gleichwertige Tauschwohnung für die jetzige Inhaberin der Stelle zur Verfügung gestellt wird. Offenburg, den 4. Oktober 1943. Der Oberbürgermeister — Stadtjugendamt. Für die Anteilnahme beim Heldentode unseres lieben Sohnes und Bruders Qefr. Franz Vollmar die große Beteiligung am Trauergottezdienst und die vielenMessespenden sagen wir ein herzliches Vergelts Gott, ln tiefer Trauer: Familie Wendelin Vollmer und Anverwandte. Nuftbach-Neuberg,4. Okt.f943. Wir danken herzlich allen, die uns in unserem bitteren Leid anläßlich des Todes meiner Id. Frau, uns. teur. Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Frau Marie Buraar geb. Zeii ihre Teiln. bekundet haben. Für die liebev. Anteilnahme b. Heldentod meines lb. unverg. Sohnes, Bruders u. Schwagers Gefr. Bernhard Engel herzl. Vergelts Gott. Besond. Dank d. Schulkameraden f. die Kranzspende «.allen, die des lb. Gefallenen i. Gebete gedachten, ln tiefer Trauer: Frau Zäzilia Späth Ww., Farn. Wendelin Engel. Steinach-Niederbach, 5. 10. 43. Kann Zeit Waschpulver sparen? Ja, wenn man sie richtig nütz! und die Wäsche minde'iens 12 Stunden — am besten über Nacht — mit Claraxeinweicht. 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Sonntag, 17.Okt: Oberkirch „Obere Linde“ Beg. 20 Uhr. Montag, 18.Okt.: Oppenau „Bruderhalle" Beg. 20 Uhr. Dienstag, 19.Okt.: Gengenbach „Turnhalle“ Beginn 20 Uhr. Eintrittskarten im Vorverkauf bei den DAF.-Waltern und Warfen u. an der Abendkasse. Wildausgab« Freitag von 9 b. 13 Uhr, Nr. 901—1050. Halbe Fleischmarken. Pfirmann, Otfenb. Haushaltausweis mitbringen. Wildvertailung Donnerstag v. 15—19 Uhr, Nr. 351—500. Halbe Fleischkart. Josef Seeger, Offenb. Wer nimmt von Mannheim nach Ichenheim ein Wohnzimmer mit? W.Walther, Ichenheim, Steinstr.4 Tüchtige Hausgehilfin, eventi auch Halhtagsmldchen oder Frau für halbe Tage gesucht. Rechtsanwalt Rlebel, Offenburg Adolf-Hitler-Straße 11. Wegen Verheiratung meines Mädchens tüchtige, zuveriäss. Hausangestellte in Arzthaushalt ges Dr. Haftmann, Freiburg /Brsg. Burgunderstraße 23. Pünktl. Frau zum Putzen, einmal wöchentlich gesucht. Steiner, Friseur, Offenburg, Steinstr. 18. Wohnungstausch. Biete in Stutt- gart 3 s. sch. ger. u. preisw. 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