Menfrurair SogcMatt Erscheint wöchentlich sechsmal Bezugspreis für den laufenden Monat 1,78 RM. zuzüglich 22 Pt. Trägerlohn | Ausgabe B Nummer 4 9n;eiger oom 2tinM(idl / 2 tin?i 9 tälcr glacfericftteit Haslach, Mittwoch, den 6. Januar 1943 19. Jahrgang ■ , t t i ra p y **'■ ÄWS mt.WX:- Japanischer Besuch an der Ostfront. In Hock- •tellung, denn dieser Geländeabschnitt kann vom Feind eingesehen werden, werden dem japani- achen Oberst, der die Hauptkampflinie an der deutschen Ostfront besucht, die notwendigen Erklärungen gegeben. — PK.-Kriegsberichter Paul (Atl/Sch) Ir Afrika kommandiert heute schon Roosevelt Ueber die Pläne der USA. in Afrika - England ist in iedem Fall der Verlierer DNB: Rom, j. Jan. Ueber die Ziele, die die USA. in Europa und Nordafrika verfolgen, schreibt die vom Unterriditsminister Bottai herausgegebene Zeitschrift „Chritica Farcista“ in einem „Adricano" gezeichneten Artikel: Der Begriff „E u r a f r i k a“ hat in der letzten Zeit vor allem während des Krieges heftige Fortschritte gemacht. England, das seit Jahrhunderten in Afrika große Interessen zu vertreten hat, sieht sich heute der Hegemonie des außereuropäischen Verbündeten unterworfen, wie es schon früher in Mittelamerika der Fall war. In Afrika kommandiert heute Roosevelt. Es ist kaum anzunehmen, daß die Vereinigten Staaten sich in ein derartiges Abenteuer, wie die Landung in Nordafrika, nur aus militärischen Gründen begeben haben, ohne ein weiteres Ziel im Auge zu haben. Einerseits besteht die Meinung, daß zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien ein Programm der Zusammenarbeit in Afrika aufgestellt worden ist, nach welchem Großbritannien unter General S m u t s die politische und die Vereinigten Staaten die wirtschaftliche Oberherrschaft im schwarzen Erdteil ausüben sollten. Voraussetzung zu diesem Plan ist folgendes: Anstelle eines in enger wirtschaftlicher Beziehung mit dem Nachkriegseuropa stehenden Afrika, dem sogen. „Eurafrika“, soll Afrika geistig und politisch von Europa losgelöst werden. Die verschiedenen afrikanischen Gebiete sollen zu einer „Völkerunion“ zusammengeschlossen werden, die von Europa vollkommen unabhängig ist, abgesehen Fortdauer der schweren Abwehrkämpfe an der Ostfront Feindliche Stützpunkte in Tunesien genommen — Acht Flugzeuge abgeschossen DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 5 Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im West-Kaukasus wurde in überraschendem Zugriff ein feindlicher Stützpunkt ausgehoben. Kampfflieger griffen die Hafenanlagen von Ge- lendshik an und zersprengten Transportkolonnen auf der Küstenstraße. Feindliche Angriffe im Te- rekgebiet wurden abgewiesen. Die schweren Ab- wehrkämpfe im Don-Gebiet halten an. Im mittleren Frontabschnitt verloren, die Sowjets bei den Kämpfen bei Welikije Luki wieder 14 Panzerwagen Angriffe feindlicher Infanterie südöstlich des Hmensees und Ausbruchsversuche schwächerer feindlicher Kräfte, die in den vergangenen Kämpfen eingeschlossen wurden, braAen zusammen Auch am Wolchow und vor LeniU|prad wurden vereinzelte feindliche Vorstöße abgewiagen. An der Kandalakscha-Front scheiterten Angriffe der Sowjets unter hohen blutigen Verlusten. Mehrere feindliche Kampfgruppen, darunter ein Ski- Bataillon, wurden eingeschlossen und vernichtet, zahlreiche Waffen als Beute eingebracht. In Tunesien wurden bei Stoßtruppunternehmungen Stützpunkte des Feindes ausgehoben und englische Gefangene eingebracht. Die Luftwaffe setzte ihre Angriffe gegen feindliche Flugstützpunkte fort und erzielte dabei umfangreiche Zerstörungen. Zum Begleitschutz eingesetzte deutsche Jagdflugzeuge schossen ohne eigene Verluste acht feindliche Flugzeuge ab. - Angriffe britischer Flugzeuge auf westdeutsches Gebiet verursachten Gebäudeschäden und Verluste unter der Bevölkerung. Vier mehrmotorige Flugzeuge wurden abgeschossen. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge griffen bei Tage militärische Anlagen an der britischen Südostküste an. Sicherungsstreitkräfte der Kriegsmarine und Marineflak schossen vor der französischen und niederländischen Küste am 3. und 4 Januar drei Flugzeuge ab. Haienanlagen von Algier angegriffen DNB. Rom, 5. Jan. Der italienische Wehr- machthcT-ipht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: An der Syrtefront erschwerte auch am 4. Januar das andauernde schlechte Wetter die Tätigkeit zu Lande und in der Luft. Im Wüstengebiet Südlibyens verstärkte sich der Druck gegen unsere vorgeschobenen Stellungen. In Tunesien dauert die Verstärkung der kürzlich eroberten Stellungen 'an. In den Kämpfen des 3. Januar wurden ungefähr dreihundert Gefangene gemacht, darunter sechs Offiziere. Eine deutsche Angriffsgruppe zerstörte bei einem gelungenen Handstreich zwei Bunker und nahm zwei britische Offiziere und 28 Soldaten gefangen: ' • Acht feindliche Flugzeuge wurden in lebhaften Luftkämpfen von deutschen Staffeln abgeschossen, vier weitere am Boden in Brand gesetzt. In der vergangenen Nacht wurden die Hafenanlagen und Lagerhäuser des Hafens von Algier von unserer Luftwaffe angegriffen. Eines unserer Unterseeboote ist nicht an seinen Stützpunkt zuiaickgekehrt. Die Familienangehörigen der Besatzung wurden unterrichtet. Ein Luftangriff auf Lampedusa verursachte unbeträchtliche Schäden. Das Ritterkreuz erhalten DNB. Berlin, j. Jan. Der Führer verlieh das Riterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Hermann von Oppeln-Bronikowski, Kommandeur eines Panzer-Regiments, und auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, an Leutnant S di m i d, Staffelkapitän in einem Sturzkampfgeschwader. von England, das politisch und USA. das wirtschaftlich die Leitung dieser Union hat. Der Ursprung zu diesem Plan liegt in der amerikanischen Auffassung von der Dekadenz Europas einschließlich Englands. Europa kämpft diesen Krieg, um sein wirtschaftliches Potential mit Hilfe der Rohstoffe des schwarzen Kontinents zu stärken. Die USA. versuchen nun, Europa schon vorher von diesen Wurzeln seiner Kraft abzuschneiden, so daß sich die europäische Wirtschaft auch nach dem Kriege nicht mehr erholen kann Denn die Europäer würden sich dieser Hilfsquellen nur bedienen, um die politische Initiative in der Hand zu behalten und so neue Konflikte heraufzubeschwören. Die Engländer, die die USA. in diesem Plan unterstüzen, verraten damit nicht nur Europa, sondern sich selbst. Das übrige Europa wird sich durch einen gewonnenen Krieg retten können, währden England in jedem Fall der Verlierer sein wird. Wenn Nordafrika den Vereinigten Staaten gehören wird, dann wird auch Europa den Vereinigten Staaten gehören. Die USA. sind in Afrika entlang einer Linie eingedrungen, die von Bathurst in Britisch-Gambia ausgehend, über Fran- züsisch-Westafrika, den Tschad-See, Khartum bis nach Massaua am Roten Meer führt. Die Strecke beträgt 6000 km. Im April 1941 fuhren amerikanische Schiffe ins Rote Meer. Im August desselben Jahres errichtete die Panamerican Airwav eine transafrikanische Linie und im Dezember 1941 traf General Maxwell in Kairo ein, um den Ausbau des Stützpunktes Massaua zu leiten. Unter dem Vorwand, daß Bathurst von Dakar aus bedroht sei, erreichte Roosevelt von England die Erlaubnis, weitere Stützpunkte in Freetown (Sierra Leone), Aerä (Goldküste), Lagos (Nigeria), Duala (Kamerun), Brazzaville (Französch-Aequa- torialafrika) und schließlich in Leopoldsville (Bel- gisch-Kongo) zu errichten. Das amerikanische Einflußgebiet in Afrika bildet daher ein riesiges Dreieck, dessen Grundlinie von Bathurst nach Leopoldsville führt, während die Spitze in Massaua liegt. Zwischen den beiden afrikanischen Küsten entstanden in kurzer Zeit Flugplätze, meteorologische Stationen, Rund- funkstatipnen.. Amerikas Einfluß greift von__ Lagos, nach Takoradi* von Cookhouse bis zum Tschad- See, von Ondurman nach Aethiopien, von Dakar nach Algier. Afrika ist die Verteidigungsstellung Europas. Unter diesem Gesichtspunkt erkennt man die große Gefahr, die Europa von den USA. droht. Aus der Erkenntnis dieser Gefahr allein kann auch der europäische Widerstandswille erwachsen. Wir befinden uns heute augenblicklich, so schreibt „Cri- tica Fascista“ in einer Verteidigung historischer Werte, die die Existenz Europas bedingen. Es ist jetzt zu einem Krieg der Kontinente gekommen. Der amerikanische Kontinent versucht, den europäischen Kontinent, der augenblicklich nur durch Italien und Deutschland repräsentiert wird, zu unterwerfen. USA. hat mit Vorbedacht den Kampf auf afrikanischem Boden begonnen; denn ohne Afrika wäre Europa verstümmelt und von der übrigen Welt abgeschnitten. Der Kampf zwischen „Eurafrika“ und Amerika gipfelt in dem Wort Tunis, das auch in der Vergangenheit schon für die Geschicke Italiens von Bedeutung war. Wichtige Parole für das Jahr 1943: Sicherung des Preisstandes Ein Aufruf des Preiskommissars — Keine Milde für Preissünder (ew.) Der Reichskommissar für die Preisbildung, Staatssekretär Dr. F i s ch b ö ck, hat in einem Aufruf an seine Mitarbeiter für die Arbeit der Preisbehörden des Reiches vier Grundsätze aufgestellt. Dank der bei dem weit überwiegenden Teil des Volkes vorhandenen Disziplin und der durch die autoritäre Führung gegebenen Möglichkeiten, heißt es in seinem Aufruf, ist es gelungen, trotz der durch die unabwendbaren Bedürfnisse der Kriegswirtschaft entwickelten gewaltigen Gegenkräfte die Stabilität des Preisniveaus auch im abgelaufenen Jahre im großen und ganzen aufrecht zu erhalten. „Wie anders sind doch die deutschen Seeleute.. Ein uruguayischer Seemann über seine Erlebnisse auf einem deutschen U-Boot DNB. Lissabon, 5. Jan. Der Kapitän des uruguayischen Schiffes „Maldonado“, Mario Giam- b r u n o, ist, mit einem Lufthansa-Flugzeug aus Deutschland kommend, in Lissabon eingetroffen. Sein Schiff war am 1. August von einem deutschen U-Boot versenkt worden. Giambruno selbst wurde von dem U-Boot übernommen und in Deutschland aij Land gebracht. Man habe ihn in Berlin untergebracht, berichtete der uruguayische Kapitän, wo er völlig frei in einer Pension gelebt habe. Von den deutschen Behörden und Seeleuten sei er mit Zuvorkommenheit behandelt worden und könne sich in keiner Weise beklagen Man habe ihm sofort berichtet, daß alle Mitglieder der Besatzung seines Schiffei gerettet worden sind. Seiner Rückreise habe man keine Schwierigkeiten bereitet. Ferner berichtete Giambruno, daß die Versenkung seines Schiffes durchaus berechtigt war und nach internationalem Kriegsrecht vor sich ging, nach vorheriger Warnung und Rettung aller Besatzungsnitglieder. Ueber seine Eindrücke an Bord des J-Bootes äußerte sich Giambruno: Wie anders und -ie menschlich sind doch die deutschen Seeleute im 'Gegensatz zu dem, was uns eingetrichtert wird. Besonders eindrucksvoll, so erklärte er, sei, wie fabelhaft alles in Deutschland organisiert ist. Die Stimmung der Bevölkerung sei durchaus zuversichtlich, die Soldaten an der Ostfront seien ausgezeichnet für den Winter ausgerüstet. — Von Lissabon aus wird Giambruno nach Uruguay zurüdc- reisen. Er ist der Bruder des uruguayischen Erziehungsministers. USA.-Flieger lohen unsere Jagdflieger DNB. Stockholm, y. Jan. USA.-Fliege r , die in England stationiert sind, berichteten nach einer uordamerikanischen Agenturmeldung, daß die deutschen Jagflieger außerordentlich tüchtig und zahlreich wären und eine „neue Taktik“ bei der Bekämpfung der mehrmotorigen Bomber entwickelt hätten, mit der sie schon „ganz gute Erfolge“ gehabt hätten. — Der schwere Schlag, der den feindlichen Luftstreitkräften am Sonntag durch den Abschuß von 16 mehrmotorigen Flugzeugen an der atlantischen Küste zugefügt wurde, scheint dem Gegner an die Nieren gegangen zu sein. Aber es besteht auch weiter die Pflicht, das Vertrauen der breiten Massen unseres Volkes zu recht- fertigen, die auf Grund der ihnen wiederholt gegebenen Versicherungen ihrer Sparpflidit nachgekommen sind. Die erste und wichtigste Parole des Preiskommissars für 1943 lautet daher: Sicherung des Preisstandes. Dabei ist nach dem Aufruf des Preiskommissars den Bedürfnissen der Wirtschaft, soweit das mit dem Ziel der Preisstabilität vereinbar ist, Rechnung zu tragen. Insbesondere ist die Form des Auftretens der Ueberwachungsorgane von großer Wichtigkeit für den Erfolg ihrer Tätigkeit. Die Härte in der Wahrung der grundsätzlichen Linie — das ist der zweite Grundsatz- den der Preiskommissar aufstellt — erforderte eine verständnisvolle Haltung in der Durchführung. Anders freilich sind nach dem Aufruf des Preiskommissars die Fälle zu betrachten, in denen böswilliges Verhalten erwiesen ist. Diese Preissünder sollen wissen, daß sie mit ihrem gemeinschädlichen Verhalten letztlich auch ihr persönliches Interesse, das sie so rücksichtslos zur Durchsetzung bringen wollten, aufs empfindliche geschädigt haben. Keine Milde gegenüber volksschädigenden Preissündern! ist daher der dritte Grundsatz, den der Preiskommissar aufstellt. Zwei neue Eichenlaubträger DNB. Berlin, 5. Jan. Der Führer hat dem Oberst Reiner S t a h e 1, Kommandeur einer Luft- waffen-Kampfgruppe, als 169., und dem Oberleutnant d. R. Fritz Feßmann, Kompaniechef in einem Kradschützen-Bataillon, als 170. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und beiden folgendes Telegramm übersandt: „In dankbarer Würdigung Jhres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. gez. Adolf Hitler“. Die Schweiz an der Jahreswende Von unserem E. S.-Miiarbeiter So sehr sich die Schweiz bemüht, das insulare Dasein eines vom Krieg nicht direkt berührten Landes möglichst lange weiterzuführen, gibt es kaum Eidgenossen, die daran zweifeln, daß in Zukunft „sehr vieles anders werden wird.“ Um so größer ist der Wirrwarr der Meinungen über die Einzelheiten der kommenden Neugestaltung des staatlichen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens. Eine Fülle von Vorschlägen wirbt hier um die Gunst des Schweizervolkes. Man sucht übereifrig nach sog. „schweizerische Lösungen“ der umstrittenen Probleme. Als ob ein kleines Land mit etwas mehr als 4,2 Millionen Einwohnern seinen eigenen Weg gehen könnte, wenn sich di« übrigen Völker des Kontinents zum gemeinsamen Werk des europäischen Neuaufbaus zusammenfinden. Im allgemeinen bewegt sich die schweizerische Politik auch zu Beginn des Jahres 194® im Rahmen der traditionellen Grundsätze: Neutralität nach außen, Aufrechterhaltung der liberaldemokratischen Einrichtungen, soweit es di« kriegsbedinglen Erfordernisse zulassen, * Zurückhaltung gegenüber allen ausländischen Reformbestrebungen. Die Anpassung an die veränderten Verhältnisse des Krieges geschieht nur zögernd und schrittweise, vielfach unter dem Druck unabänderlicher Tatsachen. Immerhin ist bemerkenswert, daß beispielsweise die Entwicklung auf dem Gebiete der planwirtschaftlichen Lenkung der Produktion, des Handels und des Verbrauchs heut« viel weiter fortgeschritten ist wie vor einem Jahr. Unter den gegenwärtig aktuellen Themen der schweizerischen Innenpolitik sind es vor allem finanz- und preispolitische Fragen, die den Bürger interessieren. Das Bundesbudget (ordentlicher und außerordentlicher Haushalt) für das Jahr 1943 sieht einen Rekordfehlbetrag von rd. 1200 Mill. Franken vor (Einnahmen 783 Millionen und Ausgaben 1986 Millionen); von den Ausgaben entfallen allein 1480 Millionen auf kriegsbedingte Aufwendungen (Verstärkungen der Landesverteidigung, Aktivdienst, kriegswirtschaftliche Organisation). Ende 1942 beträgt die kriegsbedingte Bundesschuld allein rd. 4,5 Milliarden Franken, nachdem bereits 1,2 Milliarden durch Steuern getilgt werden konnten. Um diese Schuld völlig abzutragen, muß der schweizerische Steuerzahler mindestens 20 -Jahre lang die bereits beschlossenen bezw. neuerdings erhöhten Abgaben (u. a. Wehrsteuer, Warenumsatzsteuer) entrichten. Der von Churchill und Roosevelt angezettelte Krieg belastet das Schweizervolk mit Steuern, deren Ausmaß beispielsweise weit höher ist wie im ersten Weltkrieg und in den folgenden Jahren. Damals blieb eine kriegsbedingte Bundesschuld von „nur“ 1,2 Milliarden zurück, die in 17 Jahren getilgt wurde. Der steuerliche Druck, der vom Winter 1942/43 an seinen Höhepunkt erreicht, wirkt sich um so empfindlicher aus, als die Preise für die lebenswichtigen Verbrauchsgüter weiter ansteigen und damit ein ständig wachsender Anteil der Einkommen der Teuerung zum Opfer fällt. Symptomatisch ist die kürzliche Erhöhung des Fleischpreises um 30 Rappen je Kilogramm. Handelt es sich um überseeische Erzeugnisse, so erschweren die außerordentlich hohen Beförderungskosten alle Bemühungen, das Preisgebäude in Ordnung zu bringen. Fracht, Umschlagsspesen und Versicherungsbeiträge für einzelne Importgüter betragen insgesamt bis zu 320 v. H. des Kaufpreises! Die fonschreitende Teuerung vermindert zwangsläufig die Kaufkraft des Franken, obwohl die Goldreserven der Nationalbank mit über 3500 Millionen einen Rekordbetrag erreichen, so daß das schweizerische Währungsgeld über eine verhältnismäßig hohe Golddeckung verfügt. Manche Schweizer geben ihrem Mißtrauen gegenüber dem Franken dadurch Ausdruck, daß sie sich rege an der Sachwertspekulation beteiligen, u. a. mit Vorliebe Goldmünzen kaufen. Gegen diese inländische Goldhortung richtet sich die kürzlich angeordnete Kontrolle des stjkweizerischen Goldmarktes (Bewilligungspflicht für den Handel mit Gold, Höchstpreise für das Inlandsgeschäft, die Ein- und Ausfuhr von Gold) ebenso sehr wie gegen die ausländische Spekulation, die vor allem in der Nähe der französischen Grenze ihr Unwesen trieb Andererseits bestehen auch gewisse Zusammenhänge zwischen der starken Vermehrung des Notenumlaufs (z. Zt gegen 2500 Mill. Franken, mithin 12 v. EL mehr als im November 1941) und der Preisentwicklung. Ein erheblicher Teil der Banknoten wird freilich gehamstert, insbesondere von internationalen Schiebern und Spekulanten. In welchen Kreisen diese Leute zu suchen sind, zeigt die Tatsache, daß vor kurzem an der schweizerisch- französischen Grenze 500 000 Franken in Schweizer Banknoten gefunden wurden, die jüdische Emigranten auf der Flucht zurückließen. Zu Tausenden kamen die Juden über die westliche Grenze und betteln mitleiderweckend um das schweizerische Gastrecht. .diliionenbeträge aus staatlichen Krediten für die 1 Viehüingslager, öffentlichen und privaten Samm! ; i n werden für diese landfremden Elemente v wndet. Aber wenn sie unbehelligt ihren dunkeln Geschäften nachgehen können, betätigen sie sich als gewissenlose Spekulanten gegen das Land, das ihnen jetzt Zuflucht gewährt. Jeder Eidgenosse sieht heute die Folgen des von den Juden vorbereiteten Krieges, die die Urheber mit der wohlverdienten Härte treffen, aber auch die Schweiz selbst, trotz ihrer Neutralität, in Mitleidenschaft ziehen. Die kürz- lichen Bombenabwürfe britischer Flieger in den Kantonen Aargau und Wallis vervollständigen das Bild jener britisch-amerikanischen Kriegführung, die sich heute mehr denn je den jüdischen Vernichtungsplanen unterwirft. Im Landesinnern halten die Kommunisten die Zeit für gekommen, durch Hungerstreiks verhafteter, inzwischen aber wieder freigelassener „Führer'“ und Protestkundgebungen gegen Polizeimaßnahmen sich bemerkbar zu machen. Die Serie von Kommunistenprozessen ist noch nicht abgeschlossen, immer wieder begegnet man den Spuren unterirdischer Wühlarbeit. In der Jugend macht sich eine wachsende Unzufriedenheit bemerkbar, der kürzlich ein Redner auf dem jungliberalen Kongreß unwidersprochen u. a. mit folgenden Feststellungen Ausdruck gab: „Die junge Schweiz ist weder indifferent noch faul auf geistigem oder politischem Gebiet. Aber sie ist auf beiden Gebieten unglücklich und leidet wirtschaftliche Not . . . Die junge Generation wird in der Schweiz ausgebeutet ... Im Ausland kommt die Jugend viel stärker zu ihrem Recht. Aber auch bei uns fühlt die junge Generation das Anbrechen einer neuen Zeit.“ Derartige Aeußerungen, mögen sie auch vereinzelt auftreten, beleuchten die Stimmung innerhalb der schweizerischen Jugend, die sich mit den alten Schlagworten, den Beschönigungsversuchen und Versprechungen der heute herrschenden Generation nicht mehr abfinden kann. Britischer 6000 BRT.-Dampfer versenkt (DNB.) Berlin, 5 . Jan. In der Nacht zum 4 . Januar unternahmen japanische Bombenflugzeuge abermals einen Angriff auf die Rüstungsanlagen in Indien. Die angerichteten Schäden sind die schwersten aller bisherigen Angriffe. Besonders die Fabrikvorstadt H a r a h am rechten Ufer des Hugli wurde stark getroffen. Ein Fabrikgebäude von 300 Hektar Umfang wurde völlig zerstört, ein angrenzendes Oellager der British Galoline Company m Brand geworfen. Auf dem Hugli wurden fünf Leichter durch Bordwaffenbeschuß in Brand gesetzt, so daß sie kenterten. Im Dockviertel von Hastings, unweit der Stadtmittf, richteten die Tiefangriffe der japanischen Sturzkampfbomber besonders schwere Schäden an. Die Werftanlagen von „P- and O-Line" und der „British India Steam Navigation Co.“ brannten noch, als die japanischen Flugzeuge nach zweistündigem Bombardement wieder abflogen. Schwer getroffene Ziele waren noch der Bahnhof in H a u - r a h, das Kasernenviertel und Schridnapur sowie das ausgedehnte Lagerhausviertel am linken Ufer des Hugli. Einzelne japanische Flugzeuge griffen unterdessen den stromabwärts gelegenen Hafen von K a 1 k u t - t a, Diamond Harbour an und versenkten einen Dampfer von 6000 BRT. Ein in der Flußmündung liegendes britisches Kanonenboot vom „Cornwallis“- Typ kenterte unter starker Brandentwicklung. Erfolge gegen bolschewistische Banden DNB. Berlin, j. Jan. Im mittleren Abschnitt der Ostfront waren die Kämpfe am 3 . Januar infolge der unbeständigen Witterung und der bisherigen hohen Verluste des Feindes etwas leichter als an den Vortagen. Dennoch stellten diese Gefechte große Anforderungen an unsere Truppen, da Schneestürme und Vereisung alle Bewegungen erschwerten. Unsere Kampftruppen und Stoßtrupps nutzten das unsichtige Wetter aus, um ihre örtlichen Vorstöße fortzusetzen. Sie zerstörten eine Reihe feindlicher Stützpunkte und Bunkerstellungen. Gegenangriffe des Feinde* wurden abgewiesen. Neben den schweren Kämpfen an der Front liefen seit vier Wochen energische Säuberungsaktionen gegen bolschewistische Banden, die von ehemaligen höheren Sowjetoffizieren und Kommissaren geführt, in den weiten, undurchdringlichen Waldungen des rückwärtigen Gebietes einer Armee, zahlreiche Versorgungslager und Widerstandszentren mit Hunderten von Unterständen und Minensperren angelegt hatten. In wochenlangen Gefechten, Zusammenstößen, Ueberfällen und Verfolgungskämpfen, bei denen über 3100 Minen ausgebaut oder gesprengt werden mußten, konnten die deutschen Truppen die Banden einkesseln, die Lager, Bunker und Unterschlüpfe ausheben, Waffen und Munitionsvorräte vernichten. Vor allem aber gelang es auch, die Anführer unschädlich zu machen und damit die Organisation der Bandengruppe zu zerschlagen. Sofia. Die ägyptische Regierung erhielt ein Telegramm aus Afsuan, in dem die Bewohner der Umgebung dringend Hilfe verlangen, und besonders um die Lieferung von Lebensmitteln, Bekleidung und Arzneimitteln bitten, weil sie daran vollständig Mangel leiden. Roosevelts Weißbuch ist das bisher schamloseste Dokument Pressesümmen zu dem Abwälzuugs versuch des Kriegsanstlfters Nr. 1 d. Berlin, 5 . Jan. In der Ablehnung des Roose- veltschen Weißbuches ist sich die ganze, nicht auf Seiten der jüdisch-plutokratischen Kriegsanstifter stehende Welt einig. Alle vorliegenden Pressestinunen bringen dies zum Ausdruck, alle betonen, daß es sich hier wieder um eine Heuchelei Roosevelts, eine Spekulation auf das kurze Gedächtnis der Menschen handelt. F a s c i s t a“ Die italienische Zeitung „Regime straft dieses Verlegenheitsprodukt Roosevelts mit wenig Worten Lügen, in dem das Blatt schreibt: 1 . Seit über einem Jahrzehnt hetzen Roosevelt und seine jüdische Presse die Demokratien zum Kampfe gegen die Länder mit totalitärem Regime auf. i. Niemand hat jemals die Vereinigten Staaten bedroht. 3 . England hätte sich ohne die Rückversicherung der Vereinigten Staaten nie zu einem Blankoscheck an Polen entschlossen, und Polen hätte niemals wegen der an sich geringfügigen Danziger Frage ohne die Ermutigung durch die Regierung Roosevelts zu den Waffen gegriffen. 4 . Japan wurde seit über einem Jahr bedroht und verhöhnt und schließlich durch das Embargo zum Krieg gezwungen. Einer der großen Verantwortlichen für diesen Krieg sei, erklärt „Regime Fascista“, Wilson, der in Europa das chaotische System der Unterdrückungen und des Elends schuf, das in allen Völkern den Wunsch nach größerer Gerechtigkeit wach werden ließ. Die Verantwortung dafür, den Krieg gewollt und heraufbeschworen zu haben, schreibt „Gazetta del Popolo“, scheint bedrückend zu werden, da Roosevelt die Herausgabe des berüchtigten Weißbuches angeordnet habe, das das schamloseste, jemals eischienene diplomatische Dokument sei, weil manche Weisungen an die USA.-Vertreter in Europa unter^ schlagen und andere wieder in falschem Licht dar ^ 1 gestellt worden seien. Die Herausgabe des Buches bedeute, daß Roosevelt nach der Wahl eines Republikaners als Gouverneur von Neuyork wegen der nicht mehr allzu fernen Präsidentschaftswahl beunruhigt sei. Der Mißerfolg der Rooseveltschen Strategie würde allmählich, trotz der Lügen- und Bluff- propaganda, verstanden. Man begreife, daß unter diesen Umständen Roosevelt, der nur eine passive Bilanz zu präsentieren hat, wenigstens versuche, die Verantwortung dafür, den Krieg provoziert zu haben, auf andere abzuwälzen. Das sei ein vergebliches Unterfangen, ruft das Blatt aus. Die Geschichte habe ihn bereits als den Verantwortlichen Nr. 1 gekennzeichnet. f.aval über Roosevelts Doppelspiel DNB. V i ch y, j. Jan. Der französische Regierungschef L a v a 1 nahm Pressevertretern gegenüber zu dem dieser Tage veröffentlichten Weißbuch Roosevelts Stellung und erklärte u. a., die Vereinigten Staaten seien zwar nicht sofort in den Krieg eingetreten, hätten aber durch ihre Presse und durch die Kundgebungen einer gelenkten öffentlichen Meinung ebenso wie durch ihre offiziellen Vertreter in Europa alles getan, um die europäischen Nationen gegeneinander zu hetzen, den Krieg zu schüren und zu erweitern. Ueberhaupt seien alle Bemühungen, die vor dem Ausbruch des Konflikts gemacht wurden, um eine Annäherung zwischen Frankreich und Italien einerseits und zwischen Frankreich und Deutschland andererseits zu erreichen, stets von den Angelsachen torpediert worden. Schließlich sind die Amerikaner selbst in den Krieg eingetreten, nachdem sie die Angriffe der Engländer auf die französischen Kolonien gutgeheißen und sie dazu ermutigt hatten. Sie haben dann nicht gezögert, sehr nutzlose und gehässige Luftangriffe auf Teile der Zivilbevölkerung in Nord- und Westfrankreich durchzuführen Sodann haben sie — nach einer ausgiebigen Spionage- und Agitationsvorbereitung in Afrika — ihre Hand auf Marokko, Algerien. uned Westafrika gelegt. Damit ist die Zweideutigkeit in der Haltung der USA., soweit sie überhaupt jemals bestanden hat, verschwunden. Wenn Roosevelt auch sagt, arbeite für den Frieden, so könne doch jeder vernünftige Mensch in der ganzen Welt erkennen, daß seine Tätigkeit nichts anderes bedeutet als eine Kriegsverlängerung. Zudem tut er alles, um den Triumph des Bolschewismus über Europa sicherzustellen — wie könnte er auch als Verbündeter Moskaus das Gegenteil behaupten. * Auch in Spanien hat das nordamerikanische Weißbuch keineswegs überzeugt. Die Beteuerungen Roosevelts, angeblich für den Frieden eingetreten zu sein, finden in der spanischen Oeffentlichkeit schon deshalb keinen Glauben, weil sich eine Reihe von nordamerikanischen Provokationen empfindlich auf das politische und wirtschaftliche Leben Spaniens selbst ausgewirkt haben. Das Weißbuch solle lediglich die persönlichen Machtgelüste Roosevelts tarnen. Die Madrider Abendzeitung „Alcazar“ schreibt, Roosevelts Weißbuch zeige aas schlechte Gewissen der USA.-Regierung und deren Wunsch, sich vor der Oeffentlichkeit zu rechtfertigen sowie die Kongreßdebatte zu beeinflussen. Ueber 60 000 Mann Kriegsverluste der USA. DNB. Stockholm, ß. Jan. (Funkdienst des 0. T.) Nach einer Meldung des USA.-Kriegs- informationsamtes sollen die Gesamtverluste aller USA.-Streitkräfte seit Ausbruch des Krieges 61126 Mann betragen. * Vermutlich steht diese Zahl nicht in dem famosen Weißbuch Roosevelts, der einmal feierlich erklärte, daß kein USA.-Soldat außerhalb des Landes geschickt werden solle, und daß er seinem Land den Krieg ersparen wolle. Aber damals ging es um seine Wiederwahl als Präsident — heute sitzt er fest und kümmert sich nicht mehr um gegebene Versprechen. Mit solch Sentimentalitäten kommt man schließlich auch zu keiner Weltherrschaft. Roosevelt läßt 33 politische Gegner verhaften DNB. Berlin, j. Jan. Eine englische Agenturmeldung aus Washington besagt: Bis jetzt wurden 33 Personen, darunter der Herausgeber des „En- quire“, Griffin, unter der Anklage der Aufwiegelung und Untergrabung der USA.-Heeresmoral verhaftet. Sie sollen vor das Schwurgericht gestellt werden. Es ist anzunehmen, daß Präsident Roosevelt in seiner Kongreßbotschaft auch die Notwendigkeit des Kampfes gegen die „fünfte Kolonne“ erwähnen wird. Inzwisdien sind die meisten Abgeordneten und Senatoren bereits in Washington eingetroffen, und zahlreiche persönliche Fühlungnahmen haben begonnen. Starkes Anwachsen der Jugendkriminalität in USA. DNB. Madrid, 3 . Jan. Das starke Anwachsen der Kinderverbrechen in USA. hat sogar die Aufmerksamkeit des jüdischen Oberbürgermeisters von Neuyork, La Guardia, hervorgerufen. Nach einer EFE.-Meldung will er eine Anordnung erlassen, die Kinder ohne Begleitung Erwachsener nach Eintritt der Dunkelheit, Straßen, Parks und öffentliche Gärten verbietet. . Ueber seinen Wettlauf hinter dem Krieg her Kat Roosevelt eben manches außer Acht gelassen, was sich jetzt auswirkt. Dessen ungeachtet aber glaubt dieser Scharlatan, selbst den alten Kulturvölkern Europas das „amerikanische Jahrhundert“ verheißen zu dürfen. Mit solchen Versprechungen sind aber gerade die Leute am ehesten bei der Hand, die es am nötigsten hätten, vor der eigenen Tür zu kehren. Verstärkter Druck auf Iran DNB. Istanbul, 5. Jan. Das iranische Parlament sah sieh gezwungen, einem erneuten Druck der USA. nachzugeben; es mußte für das Handelsund Landwirtschaftsministerium sowie für das Schulwesen die Bestellung je eines zusätzlichen amerikanischen Beraters bewilligen, die neben den bereits tätigen amerikanischen Beratern fungieren werden. Das Gehalt dieser Berater wurde vom Palament mit je 12 000 Dollar jährlich festgesetzt. Der Londoner Nachrichtendienst mußte die unbequeme Meldung durchgeben, daß sämtliche iranische Zeitungen ihr Erscheinen eingestellt haben. Der Schritt der iranischen Presse geschah, so meldet man aus der Türkei, als Protest gegen die unhaltbare Lage des Landes, dessen Regierung nur noch ein Spielball zwischen den Interessen der drei Aggressorenmächte USA., Großbritannien und Spwjetunion ist. 7000 Milliarden Frs. französische Staatsschuld (DNB) Paris, 5 . Jan. Die französische Staatsschuld ist im Begriff, die fast astronomische Summ« von 1000 Milliarden Frs. zu erreichen, stellt die Agentur Interfrance in einem Ueberblick über di« bisherige Entwicklung der öffentlichen Schuld in Frankreich fest. Es handelt sich bei dieser Summe um reine Staatsverschuldung und die Verpflichtung lokaler Gemeinwesen. Zeitgeschehen in Kürze Berlin. Da« 1. Bataillon des seit Monaten in harten Kämpfen an der Ostfront stehenden Grenadierregiments 97 sammelte in der Neujahrsnacht für das Kriegswinterhilfswerk. Die Sammlung ergab den stattlichen Betrag von 23 760 RM. Jeder Mann des Bataillons hat damit mehr als den Wehrsold von zwei Monaten freiwillig gespendet. Stockholm. Das erste auf Tod durch Erhängen lautende Urteil wurde von dem USA.-Kriegsgericht in Glasgow verhängt. Ein Neger, der Gefreite Ni- chols, hatte einen polnischen Seemann ermordet und wurde vom Kriegsgericht abgeurteilt. Stockholm. In Nordafrika ist jetzt der Kampf um die Herrschaft im Gange, erklärte der Korrespondent einer Rundfunkgesellschatt in Algier. Die politische Lage ist hier sehr kompliziert. Eine beträchtliche Zahl Politiker aller Schattierungen und Arten kämpft hier in Nordafrika um die politische Macht. Es ist eine fieberhafte und manchmal gewalttätige Konkurrenz. Stockholm. „Die Beweise häufen sich mehr und mehr, daß der sogenannte demokratische Block in Schweden zur Zeit mit dem Bolschewismus als mit einem Kräftezuschuß für die Verwirklichung seiner Ziele rechnet", schreibt die Stockholmer Zeitung „Dagsposten“. Bern. Nach einer englischen Agenturmeldung aus Washington wurden 33 Personen, darunter der Herausgeber des „Enquirer“, Griffan, unter der Anklage der „Aufwiegelung und Untergrabung der USA.-Heeresmoral“ auf Veranlassung Roosevelts verhaftet. Rom. Der interministerielle Ausschuß für Versorgung und Preisgestaltung stellte nach eingehender Prüfung der Lebensmittellage Italiens fest, daß die Lebensmittelversorgung im Verhältnis zum letzten Winter eine befriedigende Besserung aufweise, die durch eine weitere Verbesserung der Kontroll- und Sammeldienste sowie der Zubringerdienste noch weiter gehoben werden könne. Rom. Auch in Aegypten wird die Lebensmittellage täglich schlechter, teils wegen der Hamsterkäufe der britischen und amerikanischen Militärstellen, teils wegen der ständig steigenden Preise. Sofia. Das Landesgericht in Sofia verurteilte zum ersten Male seit Bestehen des Gesetzes gegen die Spekulation drei Angeklagte zum Tode. Der Prozeß wurde gegen solche Fabrikanten und ihre Helfershelfer geführt, die bei ihrem Schwarzhandel etwa 800 000 Lewa Gewinn zusammengerafft hatten. Zwei der zum Tode verurteilten Angeklagten sind Juden. Madrid. Wie Reuter aus Kairo meldet, ist die Frau des Oberkommandierenden der britischen Luftwaffe im Mittelosten, Luftmarschall Sir Arthur 'Ledder, bei einem Flugzeugunfall ums Leben gekommen. Madrid. Einer Meldung aus Washington zufolge beträgt die öffentliche Staatsschuld der USA. gegenwärtig nach einer ausgegebenen Erklärung des Schatzamtes 112 Milliarden Dollar. Vigo. Der frühere Direktor des amerikanischen Zuchthauses Sing-Sing macht in der Zeitschrift „Coronet“ den Vorschlag, 75 Prozent der männlichen Sträflinge sämtlicher amerikanischer Zuchthäuser und Gefängnisse für den Wehrdienst freizugeben. Tokio. Durch Verordnung des Tenno wird für die Verwaltung des feindlichen Eigentum» im besetzten China eine vorläufige Regelung getroffen. Hierdurch soll der Einsatz des feindlichen Besitzes in diesem Gebiet für die Kriegsproduktion und die Kriegführung unter der Kontroll« der japanischen Regierung ermöglicht werden. Schanghai Wie Domei aus Nanking meldet, suchte der japanische Botschafter Shigern i t s u am Samstagvormittag den Präsidenten Wangtschingwei auf. Nach Austausch von Neujahrsglückwünschen hielten beide Staatsmänner eine etwa einstündige Besprechung ab. S ch a n g h a i. In einer Neujahrsbotschait an das chinesische Volk sagt Wangtschingwei: Wir müssen alles tun, um an der Durchführung des Großostasienkrieges mitzuhelfen. Bangkok. Mehr als die Hälfte der Einwohner Kalkuttas hat die Stadt infolge der wiederholten Luftangriffe der Japaner verlassen. Buenos Aires. Zum 110. Jahrestag der willkürlichen Besetzung der Malwinen (Falklandinseln) durch die Engländer machte der argentinische Verband für die Rückgliederung der Malwinen erneut Argentiniens Rechte geltend. Ein Aufruf erinnert an den Gewaltakt der- Engländer, die seinerzeit die Inseln militärisch besetzten und die argentinische Flagge herunterrissen. Oberrheinische Kultumachrichten Theaterbrief aus Mülhausen Der Spielplan der Städt Bühnen Mülhausen hat in Schauspiel und Oper in den letzten Wochen durdj reiche und gehaltvolle Abwechslung interessiert. Im Gebiet der reinen Klassik war es -Kabale und Liebe“, das durch die straffe und stilvolle Spielleitung von Theo F r i e d r i ch einen nachhaltig starken Eindruck von echt Schillerscher Bühnenkunst hinterließ. Mit gleichfalls überzeugender Anteilnahme und Hochachtung vor dem Dichterwort wurde von Spielleiter Walter B r ü dt Ernst Schäfers Volksstück „Die große Nummer“ inszeniert. Während in Schillers Werk die Reinheit der Sprache die Tragik der Musikantentochter Luise förmlich zu vergoldens chien, und bei Schäfer die Realistik des gegenwartsnahen Seiltänzerlebens in gutgestellten dramatischen Szenen fesselte, umfing uns in der letzten Erstaufführung des musikalischen Lustspiel/ „Das kleine Hofkonzert“ die romantische Welt Altmünchens z. Zt. von Carl Spitzweg. Dieses reizende Märchen wurde unter der Spielleitung von Walter B r ü ck und insbesondere durch die Gestaltung der Bühnenbilder von Sepp Feuerstein-Bal- 1 i n g mit einem bis ins Einzelne stilvoll ausgearbeiteten Szenenspiel derart reizvoll und einfaltsreich lebensgetreu gestaltet, daß nicht nur die Ijaupt- darstellerin Margarethe Bollmann, als Christine Holm dank ihrer geistvollen Spielwendigkeit und angeborenen Musikalität stark begeisterte, sondern auch das übrige große Ensemble — nicht zuletzt auch die sinnvoll tänzerischen Einlagen, die Gertrud Mannhardt mit ihrer Tnzgruppe einstudiert hatte. Neben Heinrich Schroth als Hof- marschall von Arnegg müssen u. a. Leo M. Faer- b e r als Bibliothekar und Fritz K r e h 1 als ausgezeichneter Typ eines Hofkapellmeisters hervorgehoben werden. Die Oper brachte mit gut ausgeglichenem Einsatz des Solistenpersonals unter der musikalischen Leitung von Manfred Wolf d’Alberts „Tiefland“, wobei Leo F u ch s (Pedro) u. Margarethe Bollmann (Pepa) und Esther Mühlbauer (Mlrta) sich besonders erfolgreich für die Dramatik des Werkes einzusetzen verstanden. Besonders sinnvoll in der vorweihnachtlichen Zeit war die in allen Teilen erstklassig zu bezeichnende Neueinstudierung von Humperdincks „Hansel und Gretel“. Während sich vielleicht manche große Bühne im Reich gerade an der Spieloper in neuen Versuchen ergeht, hat hier das „Große Haus“ in Mülhausen, das von Intendant Erik Wildhagen geleitet wird, durch die Schlichtheit der Darstellung und Sauberkeit in der musikalischen Wiedergabe, jene glückliche Mischung von Naivität geboten, die durä die Unaufdring lichkeit der Form unmittelbar beglückte und bereicherte. Ganz entzückend der Hänsel von Gertrud J a h o d a und Gretel von Gertrud Häuser. Dazu die Hexe, von Hugo Kratz, einem Tenor (!), gestaltet. Im Reiche der leichten Muse wurde mit vielen Wiederholungen Nico Dostals „Clivia“ serviert, ferner im „Kleinen Haus“ das musikalische Lustspiel „Die Frau ohne Kuß“ von Walter Kollo (Szenische Leitung: Heinz Rohn). Bei ebenfalls vielen Wiederholungen erfreut sich die Jugend am Weihnachsspiel von „Frau Holle", während sich der Freund der großen Oper zu den bevorstehenden Festtagen an Verdis „Aida“ erfreuen wird. Erfreulicherweise werden diese Darbietungen durchweg verständnisvoll und herzlich aufgenommen. Robert Ferdinand Stammler Sudetendeutsche Künstler in Straßburg (okn.) Am ia. Januar wird im Alten Schloß in Straßburg eine große Ausstellung sudetendeutscher Künstler mit insgesamt 230 Werken der Malerei, rapl Stellung ist vom Metzner Bund durch Pg. Viktor Eichler im Aufträge des Sudetengaues zusammen- gestellt. Eine neue Komödie in Straßburg Im Laufe des Januar kommt die Komödie „Ich brauche Dich!“ von Hans Schweikhart am Theater der Stadt Straßburg zur Erstaufführung. Ein neues Kaiser-Wilbelm-Institut (wpr.) Nach längeren Vorbereitungen wurden in’ Athen-Piräus ein deutsch-griechisches Institut für Biologie in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gegründet, dessen Einzelheiten jetzt in einem Vertrag zwischen dem Reich und der griechischen Regiepng festgelegt wurden. Vertragspartner sind die Kaiser- Wilhelm-Gesellschaft in Berlin und die Griechische Akademie der Wissenschaften in Athen. Griechenland stellt für das neue Institut ein Gebäude am Piräus zur Verfügung, Deutschland bezw. die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft übernimmt die Einrichtung des Instituts. Zu seinem Leiter wurde der bekannte deutsche Biologe Prof. Dr. Max Hartmann ernannt. Die ersten Versuchsreihen des neuen Instituts haben bereits begonnen. Sie erstrecken sich in erster Linie auf wichtige Fragen der Meeresbiologie und stellen eine wertvolle Ergänzung Dichtung am Oberrhein wird im Jahr 1943 für Leistungen auf dem Gebiet der lyrischen Dichtung vergeben. In Betracht kommen Dichter des Oberrheinraumes, die innerhalb dieses Raumes geboren sind oder ihren dauernden Wohnsitz in diesem Gebiet haben. Der Preis beträgt 3000 RM. und kann gegebenenfalls auch an mehrere Dichter zu gleichen oder unterschiedlichen Teilen vergeben werden. Die Preiszuteilung kann auf Grund schon veröffentlichter oder noch nicht veröffentlichter Arbeiten geschehen. Der Preis wird jedoch nur für das bisherige lyrische Gesamtschaffen eines oder m-hre- rer Dichter vergeben Holbeinbild als Brennholz Wie die Bolschewisten mit wertvolle netschätzen umgehen, davon wird ein neues Beispiel aus Barnowitsche berichtet, wo kürzlich aus den geretteten Kunstschätzen des dortigen Museums, in dem einst die Bolschewisten hausten, ein kleiner Kunstsalon eröffnet werden konnte. So hatten die bolschewistischen Kulturzerstörer z. B. den Rahmen eines Bildes von Hans Holbein dem Aelteren, den „Bürgermeister von Brügge", zum Teil als Brennholz verwendet, das Gemälde selbst irgendwo hingeworfen. Es konnte in mühsamer Arbeit jetzt wieder restauriert werden. Wertvolle chinesische Vasen wur- der Arbeit des deutsch-italienischen Institutes für .den auf einem Gefängnishof der GPU. in Scherben Meeresbiologie in Rovigno an der Adria dar. Die! auf gefunden un d mußten in sorgfältigster Arbeit meeresbiologischen Probleme, die von dem deutsch- itaheaischen Institut an der Adria untersucht worden sind, sollen nun auch im Piräus einer eingehenden wissenschaftlichen Untersuchung unterzogen werden. Förderungspreis für die lyrische Dichtung (okn.) Der Fördarungspreis des Deutschen Schef- felmmdes im Reithswerk „Buch und Volk" für die wieder zusammengesetzt werden. Zahllose bekannte Gemälde der venezianischen Schulen wurden verschleppt oder zerstört. Verleger: Alfred Reiff (bei der Wehrmacht) Druck und Verlag: A. Reiff & Cie., Offenburg. Verlagsleiter: R. Hack. Hauptscbrif.lei . r: Dr. Fr. Werner (z. Zt. in Urlaub), i. V. Carl Fürst. Anzeigenleiter: Rudolf Berten. (PL Nr. 8 ). * USA. waAsen e Auf- ot von NaA mg er- er naA öffent- ber tat n, was : glaubt Völkern ; rrheißen ' id aber l die es * kehren, i t 0 Par- Druck andels- ir das tzlichen jen den ngieren ie vom tgesetzt. die un- mtliche igestellt :eschah, t gegen gierting sen der und Staats- Summe llt die ber die uld in Summe liAtung arzhan- ngerafft Angeld et, ist itischea Arthur ben ge- rfon zu- der Ersehen männ- Zucht- frei- wird is im getrof- den. mel- ige- ausch Staats- : an ei: der kland- argen- Mal- Ein nder, und für Atung Ober- Ge- kann veröf- Vbei- das -hre- / spiel dS emes ,Bür- lholz nge- trben rbeit mnte Fr. i An- 1 Hinjig-, Dolf- und 6ufod|tol tungs-Obersekrtär Oberfell; Jürgen FriedriA, Vater Obertruppführer Späth, Rippoldsau. — Heiraten: Unteroffizier LoAar Metzlet, Kaufmann, und Postangestellte Hildegard Heinz. — Todesfälle: DienstkneAt Tobias Arrabruser, 74 Jahre alt. SAlosser Anton End, 40 Jahre alt. Geburtenstatistik Umschau ln Haslach Verkaufszeilen Die Stadtgemeinde Haslach weißt in einem Anschlag und auch im Inseratenteil auf die Verkaufszeiten in offenen Ladengeschäften, auf Nachmittagschließungen und weitere Ausnahmen hin. Auch an dieser Stelle soll auf diese Bestimmungen hingewiesen sein. Kartenausgabe Die Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten erfolgt am morgigen Donnerstag, den 7. Januar, für die Buchstaben A—K von 8—10 Uhr und von L—Z von 10—12 Uhr im Rathaussaal. Im Ortsteil Schnellingen erfolgt die Ausgabe der Karten zu derselben Zeit und in derselben Reihenfolge im Gefolgschaftshaus der Firma Bauer und Schönenberger. Es wird auch hier darauf aufmerksam gemacht, daß die Ausgabe der Karten nur an Erwachsene erfolgt. NSDAP. Ortsgruppe Haslach Freitag, 20 Uhr, im Rathaus Jahresschlußappell. Für Politische Leiter, Walter und Warte, Führer und Führerinnen der Formationen und Gliederungen Teilnahme Pflicht, Tätigkeitsberichte sind für diese Tagung zu fertigen und der Ortsgruppe abzugeben. D. MühlenbaA. Das neue Jabr fing bei uns ruhig und still an. An ein Neujahrssingen, wie es in früheren Jahren übliA war, daAte erostliA niemand. Man wünsAte siA gegenseitig ein neues gutes Jahr und einen baldigen siegreiAen Frieden. StandesamtliA weist das verflossene Jahr 2 Ehe- sAließungen, 19 Geburten (davon j von auswärts) und 23 Todesfälle auf. Einer der letzten Sterbefälle war Chr. Singler in der EiAhatde, der im Alter von 82 Jahren das ZeithAe segnete. Der Verstorbene war früher viele Jahre in Amerika, wo er erfolgreiA gesAäftliA tätig war. Vor mehreren Jahren baute er siA in der EiAhalde ein Eigenheim. Seine Frau und seine drei Kinder gedenken seiner in Ehren. w. S t e i n a ch- (Heldentod.) Hier traf die schmerzliche Mitteilung ein, daß wiederum ein hiesiger Bürgersohn im fernen Osten den Heldentod gestorben ist. Soldat Albert Isenmann ist in einem Kriegslazarett im Kaukasus an einer schweren Krankheit gestorben. Albert Isenmann war am 2. August 1923 als Sohn des Erbhofhauern Albert Isenmann in Steinach-Dochbach geboren. Acht Jahre lang besuchte er die hiesige Volksschule und war dann als fleißiger, junger Mann zn Hause im elterlichen Betrieb tätig. Während des Krieges wurde auch er zu den Waffen gerufen und genügte seiner Militärpflicht als treuer Soldat bis zu seinem lez‘en Atemzuge. Schwer hat das Schicksal die Familie Isenmann getroffen und um den Verstorbenen trauern Mutter — die seit 1940 Witwe ist — zwei Brüder, die beide im Osten stehen, und zwei Schwestern, die. mit der Mutter den Elterlichen Erbhof betrieben. Die Anteilnahme seitens der Bevölkerung ist groß. Zel! a H. (Von der Jugenderuppe der NS.- Frauen sAaft.) Heute, Mittwoch: Wiederbeginn der Heimabende im Rathaus, 3. StoA. z. FisAerbaA. (Altersjubilarin.) Frau Franziska K o h m a n n vollendet heute ihr 50. Lebensjahr. Die Jubilarin ist die ToAter des Johann SAmieder und der Viktoria Kohmann. Ihre Wiege stand am Kinzigstrand im Dorfteil EsAau. Am 17. März 1923 verheiratete sie siA mit Johann Kohmann, der vom Martinsbof stammt. SiesAenkte ihrem Mann seAs Kinder, wovon noA vier am Leben sind. Frau Kohmann ist eine fleißige und brave Frau. Zusammen mit ihrem Mann bewirt- sAaftet sie den großen Hof. Mögen ihr auA fernerhin Gesundheit und ein langes Leben besAieden sein. Nachrichten aus Hausach ö. H a u s a A. (Von der Ortsgruppe der NSDAP.) Jahreshauptversammlung am Freitag, 8. Januar, im Bürgersaal. Teilzunehmen haben alle Parteigenossen, die Führer der Gliederungen, PolitisAe Leiter, Walter und Warte und Ae gesamte Jugend. Furtwangen. (Todesfall.) Im Alter von 60 Jahren verstarb unser Mitbürger, SAreinermeister Friedrich Faller. St. Georgen. (Auszeichnungen.) Feldwebel Ronald HallwirA erhielt das Kriegs verAenstkreuz II. Klasse mit SAwertern. — Oberfeldwebel Kurt Feik erhielt das EK. I. Villingen. (Heldentod.) Obergefreiter Josef Ettwein fand im Alter von 30 Jahren im Osten den HeldentoA — Im Alter von 19 Jahren fand der SAütze Albert Ketterer, der einzige Sohn seiner Eltern, den Heldentod. DonauesAingen. (Altersjubilar.) Der hier im Ruhestand lebende General a. D. Hubert Lamay vollendet sein 84. Lebensjahr. Kreisstadt Wolf ach r. Im vergangenen Jahre waren an Geburten WolfaA zu verzeichnen: Im Monat Januar 3, im Februar keine, im März 6, im Apri' 2, im Mai 9, im Juni eine, im Juli 3, im August 2, im September 8, im Oktober 4, im November 4 und im Dezember 3. Somit hatten wir im vergangenen Jahre hier insgesamt 4$ Geburten zu verzeiAnen, worunter die Geburten im Entbindungsheim des Bezirkskrankenhauses inbegriffen sinA Bei einer Geburtenzahl von 66 im Jahre 1941 ist demnaA trotz der anhaltenden Kriegszeit keine wesentliAe Verringerung der Geburten zu verzeiAnen. Im Jahre 1937 beispielsweise konnte eine Registrierung von $8 Geburten vorgenommen werden, so daß wir an Hand dieser Statistik feststellen können, daß siA die Geburtenziffer trotz der anhaltenden Kriegszeit im Verhältnis zu dem angegebenen Vorkriegsjahr niAt wesentliA verringerte. Standesamtliche Mitteilungen t. Im Monat Dezember fanden hier folgende Schramberg. (Ringveranstaltung.) Die NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ bietet am morgigen Donnerstag im „Bären“ einen Konzert- Eintragungen in Ae Standesamtsregister statt: Ge-|und Gesangsabend. — (Altersjubilar.) 75 Jahre bürten: LoAar, Vater Werner SAwitzgebel.l alt wird unser Mitbürger Altersrentner Jakob Verwaltungsinspektor; Roswhha Ottilie, Verwal-| Hauber. Schaffendes Volk im Kinzigtal einst und jetzt 4. Schneider Georg Thoma und seine Nachkommen In EsAau war vor mehr denn hundert Jahren Georg Thoma als Meister Zwirn tätig. Seine zweite Ehefrau war Katharina WaAtler. Während der Ritter mit der Nadel aus EsAau stammte, war seine KaArine vom nahen StädtAen Hasle. Als letztes Kind wurde dem Ehepaar 1812 ein MädAen, die AgaAa, geboren. Im Mai 1843 verheiratete siA die Ag mit Joh. Beißer. Es ist dies ein Name, der heute hier niAt mehr vorkommt und bald naA 1843 auA anders, nämliA als Bisser, ersAeine. Nun, Bisser ist eben, mundartlkh gesproAen, das hoAdeutsAe Beißer. Bei diesem Namen darf man auA mit Fug und ReAt sagen: Nomen est Omen! Auf deutsA: Der Name ist VorzeiAen; er ist von Bedeutung, insofern er AufsAluß gibt über Wesen des Trägers oder doA seiner Vorfahren. Bisser, Beißer? Ja, waren die so bissig, haben sie denn gebissen und wen und was? O ja, sie waren wirklich bissig und haben manAen gebissen. Sie waren ganz ge- fährliA, Ae Bißer, denn sie haben manAem Men- sAen gar den Kopf abgebissen. Der Leser wird vor Verwunderung ungläubig, den Kopf sAütteln. Er wird um seinen Kopf gar niAt bange sein, er wird viel eher laAen und das Kopfabbeißen in das ReiA der Fabel verweisen. Und doA waren die Beißer bissig und haben sie Köpfe abgAissen! Denn im EhebuA der Pfarrei Weiler steht sAwarz auf weiß: Johann Beißer, eheliAer Sohn des Markus Beißer, SAarfriA- t e r s, im LauterbaA, des KönigreiAes Württemberg“. Als SAarfriAter haben die Beißer so manAem MensAen mit ihrem RiAtsAwert den Kopf „abgebissen“, den Kopf vom Rumpfe getrennt. War fürwahr kein sAönes Amt, SAarfriAter zu Stin. Und DisA hat sAon reAt, wenn er in seiner Chronik von WolfaA schreibt: „Das SAarfriAterämt war durchs ganze Mittelalter und Ae Neuzeit hin- durA bis zur großen französischen Revolution (1789), welAe das Volk selbst zum Henker maAte, äußerst veraAtet: das Gewerbe galt als „unehrliA“. Zeitweise, besonders im 16. Jahrhundert, waren die SAarfriAter, Ae siA teils aus zu diesem Amt besonders gedungenen Leibeigenen, teils aus Land- flüAtigen und oft sogar aus VerbreAem rekrutierten, derart in Verruf, daß jede Berührung mit ihnen als entehrend galt und daher ängstliA vermieden wurde. Der Henker wohnte mit seiner Familie außerhalb der Stadt in dem für ihn eigens erbauten, einsamen StöAerhäusAen. Die SAarf- riAterunehre haftete ajlen Familiengliedern an und vererbte siA auf Ae entferntesten Sprößlinge. Söhne und TöAter konnten siA nur mit ebenfalls un- ehrliAen Familien durA Heirat verbinden. (SAel- mensippe.) Ein Kind des WolfaAer Henkers, der in HausaA wohnte, heiratete z. B. in die SAarf- riAterfamilie von Kippenheim. AuA bei Bedarf von Taufpaten waren die SAarfriAterfamilien auf gegenseitige Aushilfe angewiesen. Zum BürgerreAt wurde der Henker, obwohl er in EidespfliAt angestellt war, niAt zugelassen. Vom geselligen Verkehr war er fast gänzliA ausgeschlossen; betrat er eine Herberge, so wurde er abseits am Henker- tisAAen bewirtet. Zum UntersAied von ehrliAen Gästen saß er auf einem dreibeinigen Hocker und trank aus einem henkellosen Kruge. Bei Bezahlen der ZeAe mußte er das Geld auf den TisA legen, und der Virt striA vor dem Einstecken desselben mit der Hand darüber weg oder blies darüber hin, gleiAsam um das UnehrliAe davpn wegzutreiben. Sogar in der KirAe war er von ehrliAen Leuten strenge getrennt." Daß der Johannes Sproß einer unehrliAen Familie war, genierte die Ag niAt, sowenig er daran Anstoß nahm, daß sie drei Kinder mit in die Ehe braAte. Und so wurde eben der Bund fürs Leben gesAlossen. Fehlte dann nur noA ein Heim. Aber auA dafür war bald gesorgt. Im Juli 1843 sAenkten Ae Georg Thoma’sAen Eheleute ihrer ToAter Aga Ae einen AAer „im Wurzgarteln“ im Werte von 100 Gulden. Drei Jahre zuvor hatte die Ag von Anton Remmler für 116 Gulden 10 Mäßle AAer im Sandgewann erworben. Nun konnte also ein Haus, ein Eigenheim, erstellt werden. Am 2i. Februar 1 $66 verkaufte das Ehepaar das Haus nebst Fahrnissen und GrundstüAen um 8jo Gulden an ihre ToAter Karolina. Diese verheiratete siA im gleiAen Jahre mit C y r i a k Harter von SAapbaA. Das Ehepaar suchte das Anwesen zu vergrößern. So kaufte es im Mai 1880 von Silvester Stehle, SAmiedmeister, 9 Ar AAer im Sandgewann und im Februar 1881 noAmais fast 9 Ar Ackerfeld im gleiAen Gewann. Am 28. Februar 1884 ging das Häuslein um 3550 RM. an Maria Anna BäAle über. Sie war die Witwe des verstorbenen Kostburen Moritz BäAle. Auf den Tag genau, am 28. Februar 1888, erwarb Maurermeister Josef Glatz das Haus. Er war ein Original, der alte Glatz. Er war noA am KirAen- bau in FisAerbaA besAäftigt und hat auA das SAulhaus ebenda erbaut. In seinen Wanderjahren war er naA FrankreiA und Polen gekommen. Im Waldstein hat er so manAen Trog und SAleifstein gehauen. i8jä in SAweighausen geboren, verheiratete er siA 1888 mit Regina BäAle vom oberen GeistaAer. SeAs Kinder entstammen der Ehe, lauter fleißige und tüAtige MensAen. Die jüngste ToAter, Pauline. verheiratete siA 192} mit Josef Dirhold. Er ist heute Eigentümer des Anwesens. Drei Buben und einem MädAen sAenkte das Ehepaar das Leben._ Der kleine Willi ist leider 193 6 im Alter von sieben Jahren in der Kinzig ertrunken. Josef Dirhold steht heute im weiten Osten im Dienste der Organisation Todt. Möge Am eine gesunde und frohe Heimkehr besAieden sein und möge er dann zusammen mit seiner Familie noA viele Jahre des Friedens erleben. Vom Schicksal verweht Roman von Holla Outkelch Prometheus-Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München 15. Fortsetzung Schritte auf dem Flur. Dos Passes und Förster kommen ins Zimmer. Mit strahlendem Gesicht geht der Professor auf Bob Lewis zu. „Was höre ifch da? Sie wollen wirklich auf Ihren Urlaub verzichten und Dr. Dos Passos begleiten?“ „Ja, Herr Professor.“ „Sie sind ein famoser Kerl! Was sagt aber Miß Larsen dazu?“ Förster kneift lachend ein Auge zusammen. Bob wird ein bißchen unsicher. „Ich habe ihr noch gar nichts gesagt, ich will nicht, daß sie sich Sorgen macht. Vielleicht sprechen Sie morgen mit ihr, Herr Professor, wenn wir fort sind?“ Förster ist ganz seiner Ansicht „Ja, ich glaube auch, das wird das Vernünftigste'sein, ich will es gern tun!“ Dos Passos ist zum Tisch gegangen, er betrachtet scheinbar aufmerksam die dort liegenden Karten, hört aber in Wirklichkeit gespannt zu. „Haben wir sonst noch etwas Wichtiges zu besprechen?“ fragt ihn jetzt Lewis Dos Passos deutet auf eine Dschungelkarte. „Sie kennen diesen Fluß genau?“ „Ich denke schon.“ „Kann man hier nicht ein großes Stück abschneiden, wenn man hinter den Stromschhellen in den Nebenarm abbiegt?“ Lewis macht mit dem Bleistift ein Kreuz an einer bestimmten Steile des Flusses. „Hier ist unser Landeplatz. Der Nebenarm führt direkt zu ihm Ich bin den Weg oft gefahren.“ ♦ Die kleine Palme am Ufer des Dschungel-Flusses hat der älteste Sohn des Häuptlings Je-crois- en-Dieu bestiegen. Sie schwankt hm und her, denn Paulus Gestalt verspricht schon heute, daß sie einmal der Fülle seines Vaters nacheifern wird. Der Name Paulus ist so ziemlich das Einzige, was der entlaufene Missionsknabe Je-crois-en-Dieu an Zivilisation mit in die Wildnis nahm. Er vergaß im Laufe der Zeit alle ihm mühsam in der Missionsschule beigebrachten guten Sitten und wurde wieder ein echter Buscbneger mit Leopardenschurz, vergifteten Pfeilen und großem Mißtrauen gegen alle Weißen. Auch sein kleiner Paulus ist eher ein Saulus. Gespannt äugt er den Fluß entlang und entdeckt in einiger Entfernung zwei Boote: das Außenbord-Motorschiff des Hygiene- Departements und ein. Kanu iif seinem Schlepptau. Mühelos wie ein Affe rutscht Paulus den glatten Stamm herunter und rennt ins Dickicht der Dschungel. An der Landungsstelle klettern Dos Passos und Lewis aus ihrem Boot. Sie sind dschungelmäßig ausgerüstet und stark bewaffnet. „Ausladen! Habt Ihr verstanden?“ ruft Dos Passos den drei Negern im Kanu zu. „Yes, Dr. Do!“ klingt es einstimmig zurück. „Hier geradeaus geht’s zur Station“, meint Lewis und sieht den Kollegen an „Wollen Sie Vorgehen?“ Dos Passos nickt Vorsichtig betritt er den dicht verwachsenen Weg. Lianenranken schlagen ihm ins Gesicht. Lewis folgt ihm, er wendet sich noch einmal zurück „Ihr kommt mit den Kisten nach, verstanden?“ Langgezogen ertönt die Antwort der Neger: „Yes, Mr. Doc.“ Sie heben Holzkis'.en aus dem Kanu und die Koffer der beiden Aerzte. Von Zeit zu Zeit unterbrechen sie' ihre Arbeit und lauschen ängstlich. Schließlich schultert einer der Schwarzen eine Kiste und klemmt sich eine große Zeltplane unter den Arm. „MTjiani N’fu!“ sagte er zu seinen bei- “t 1 ■ ■ ■" “ den Kameraden und verschwindet ebenfalls in der Dschungel. Plötzlich liegt vor Dos Passos die Lichtung mit der S ation. Er atmet auf. „Na, bis jetzt ist ja alles gut gegangen.“ Lewis lacht ironisch. „Bis hier ist immer alles gut gegangen.“ ,Jetzt seien Sie mal ein bißchen optimistisch, Lewis“, ermunter ihn Dos Passos. Ohne eine Erwiderung klopft Bob dreimal mit dem Knöchel gegen die Stirn. Der andere lächelt „Sogar rundes Holz, wenn das nichts hilft!“ Sie gehen über das Gras der Lichtung, es ist versengt Verkohlte Baumstümpfe ragen aus der Erde, und dort hinten steht ein halb zerstörtes Holzhaus. „Ist das die Station?“ fragt Dos Passos. Bob nickt. „Das war sie!“ Das Dach des Bungalows ist niedergebrannt nur die Wände sind erhalten. Die Fensterläden, die schief in den Angeln hängen, klappern im Wind. Eine trostlos verlassene Stimmung liegt über dem Ganzen. Dos Passos setzt sich auf einen Baumstumpf. ,,Na, das hätte noch schlimmer sein können. Mit der Zeit werden wir die Sache schon wieder in Ordnung bringen.“ Sein Op'imismus ist unverwüstlich. „Wo bleiben eigentlich unsere Leute?“ Lewis legt die Hände an den Mund. „Hallo — Ponga, Osa! Los, Ihr Faulpelze!“ Niemand antwortet. Erstaunt sieht er Dos Passos an, ruft noch einmal: „Hallo, HaHo!“ Wieder keine Antwort „Das fängt ja gut an“, murmelt Dos Passos. Er bahnt sich wieder durch das Gewirr der Lianen den Weg zum Fluß, gefolgt von Bob Lewis. Am Landeplatz ist keiner der Neger zu sehen, nur das Motorboot schaukelt noch am Sieg, das Kanu ist fort „Verstehen Sie das?“ fragt Dos Passos und blickt den Fluß entlang. „Ja.“ Lewis deutet auf den Boden. Da liegt die Kiste und die Wenn's cm der Zeit, entdunkle fein! Spar Strom am Tag, laß Licht herein! Freudenstadt. (Todesfall.) Im Alter von 69 Jahren verstarb unser Mitbürger Fuhrhalter Gottlieb Frey nach langem schwerem Leiden. 4us dem Elstal WaldkirA. (Todesfall.) Im Alter von 71 Jahren verstarb unser Mitbürger Wilhelm Hofmann naA langer, sAwerer Krankheit. Altsimonswald. (Heldentod.) Gefreiter Augustin Hug fand im Osten im Alter von 22 Jahren den Heldentod. — In Altsimonswald-NiederbruA verstarb Frau Sophie Wehrle geb. FehrenbaA, Wehrlebäuerin, im Alter von 63 Jahren. Oberwinden. (Todesfall.) Ganz unerwartet rasA verstarb unsere Mitbürgerin, Frau Wilhelmine Etnler geb. Kury. Untersimonswald. (AuszeiAnung.) Das EK. I erhielt Obergefreiter FrieAiA Ambs. / UnterpreAtal. (Heldentod.) Obergefreiter Karl Ringwald fand in den sAweren Kämpfen ira Osten den HeldentoA Gengenbacher Nachrichten GengenbaA. (Löwen-LiAtspiele.) In den L3- wen-LiAtspielen läuft ab Donnerstag bis einsAließ- liA Montag der große Lustspielfilm voller Humor. Witz und Spannung „Sprung ins Glück“ mit Rolf Wanka, Rozsi Csikos, Tibor von Halmay und Lizzi HolzsAuh in den Hauptrollen. Der Kampf um eine große Liebe und der Kampf um neue und genial« SAöpfungen auf dem Gebiete der Autoindustrie sind die entsAeidenden Momente, um die siA die Handlung des Films dreht. Dazu eine herrliAe Fahrt aa Ae blaue AAia mit ihrer märAenhaften SAönheit. — Die Deutsche WoAensAau, die uns die Ostfront im Winterkleide vermittelt, bringt außerdem Bilder aus der Heimat, von der ff-Rekrutenvereidigung in Prag, vom Neubau von U-Boot-Bunkern am Atlantik, AussAnitte aus dem Kampfraum im west- liAen Mirtelmeer, EinbliAe in das Leben unserer Soldaten im Kaukasus und Kampfszenen von der großen AbwehrsAlaAt an der Mittelfront. Berghaupten. (Hohes Alter.) Am morgigen Donnerstag kann Fräulein Zäzilie H i 1 b e r e r ihren 83. Geburtstag begehen. Die Altersjubilarin ist kör- perliA und geistig noA rüstig. m. Ohlsbach. (AuszeiAnung.) Der Obergefreit* Lorenz Benz von hier wurde mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit SAwertern ausgezekh- net. Wir gratulieren! O p p e n a u. (Todesfall.) NaA einem sAweren Herzleiden starb Dr. med. Albert Merk, gebürtig aus Freiburg, der über 40 Jahre als Arzt in Oppenau gewirkt hat. Besondere Verdienste erwarb sich der Heimgegangene um das 1903 gegründete Oppenauer Krankenhaus. Waltersweier. (Unglück im Kuhstall.) Hier mußte eine Kuh notgesAlaAtet werden, weil sie Tabakblätter gefressen hatte, die zum Bündeln in den Stall gelegt worden waren. Marktberichte Schweinemarkt Haslach vom 4. Januar. Zutriebt 58 Ferkel und 6 Läufer. Preise: Ferkel 130—170, Läufer 180—280 Mk. GesAäftsgang sehr gut. Großviehmarkt Haslach vom 4. Januar. Zutrieb: Junge OAsen 10, ältere OAsen 6, junge Kühe_ 1, ältere Kühe 1, Kalbinnen 2, Jungrinder 2. Preise: Junge OAsen 800—1500, ältere Kühe 640, Kalbinnen 500 Mk. je StüA. Marktverlauf gut bis mittel. — NäAster Großviehmarkt: 1. Februar 1943. Buhler Schweinemarkt vom 4. Januar. Zufuhr 19 Ferkel, die alle verkauft wurden. Preis pro Paar 130—160 Mk. Radolfzell. Am 14. Januar findet in Radolfzell die nächste Zuchtvieh-Absatzveranstaltung des Landesverbands badischer Rinderzüchter statt, zu der ungefähr 100 Bullen und 50 Kalbinnen und Kühe aufgetrieben werden. Am Tag zuvor wird 'die Sonderkörung durchgeführt. Zeltplane, die der Neger vorhin getragen hat. Im Holz stecken zwei Pfeile. „Ja, dann sind wir beide wohl allein?“ meint Dos Passos sehr ruhig. „Scheint so.“ Gelassen steckt sich Bob eine Zigarette an. Da beginnen die Trommeln der Dschungelneger zu dröhnen. Dos Passos lauscht, auch Lewis hebt den Kopf. Sein Blick streift das Motorboot. Dos Passos spürt, was der jüngere Kollege denkt. Forschend sieht er ihn an. Dann bückt er sieh, hebt, ohne ein Wort zu sagen, die Kiste auf die Schulter und geht zur Station zurück. Lewis wirft seine Zigarette weg. vernichtet sie, nimmt die Zeltplane und tritt schweigend denselben Weg an. Auf und ah schwillt der unheimliche Ton der Trommeln. 4c „Nein, das ist nicht wahr.“ Virginia will nicht glauben, was sie hört. Der Professor hat sie in sein Zimmer gerufen, um ihr von dem Aufbau der beiden Männer Mitteilung zu machen. „Doch, doch. Sie können stolz auf ihn sein, Miß Tarsen. Ich habe Lewis immer sehr geschätzt, aber wie er sich jetzt benommen hat — Donnerwetter!“ Lächelnd legt er ihr die Hände um die Schultern. „Ja, ja, der gute Einfluß einer Frau“* „Warum hat er mir das nicht selbst gesagt?“ fragt die junge Aerztin. „Er wollte Ihnen den Abschied nicht schwer machen, deshalb hat er mich gebeten, mit Ihnen zu sprechen. Tapfer sein. Virginia, Larsen! Ich weiß, es ist schwer für Sie, aber in solch einem Fall müssen alle persönlichen Interessen zurücktreten. Da sind Sie doch meiner Ansicht, nicht wahr?“ Virgin senkt die Lider, ihre langen Wimpern werfen Schatten auf die Wangen. „Ja“ Ein leichter Schauer geht durch ihren Körper, als friere sie. (Fortsetzung folgt.) Die Lenkung des Fremdenverkehrs Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hat die grundsätzlichen Bestimmungen über die Lenkung des Fremdenverkehrs nunmehr in einer ministeriellen Polizeiverordnung, die am 1 . Januar 1943 in Kraft trat, niedergelegt. Die im Reichsgesetzblatt vom 23 . Dezember veröffentlichte Verordnung bestimmt im einzelnen u. a.: Der gesamte gewerbliche Beherbergungsraum in Fremdenverkehrsgemeinden ist-- Fronturlaubern und Personen, die kriegswichtige Arbeit leisten, bevorzugt zur Verfügung zu stellen. Den Fremdenverkehrsgemeinden können andere Gemeinden von der Kreispolizeibehörde gleichgestellt werden. In den als Heilbäder und heilklimatische Kurorte anerkannten Fremdenverkehrsgemeinden ist der Beherbergungsraum an erster Stelle für Personen bereit zu halten, die ein mit Gründen versehenes Zeugnis über die Notwendigkeit einer Kur vorlegen. Die Beherbergungsdauer in Fremdenverkehrsgemeinden kann zeitlich begrenzt werden. Zeit und Dauer der Beherbergung sind vom Wohnungsgeber in die Reichskleiderkarte des Gastes einzutragen. Die näheren Bestimmungen zur Durchführung der Lenkung des Fremdenverkehrs erläßt der Staatssekretär für Fremdenverkehr im Reichspropagandaministerium im Einvernehmen mit den beteiligten Reichsministerien. Wer als Wohnungsgeber oder als Gast den Bestimmungen der Polizeiverordnung öder den Durchführungsvorschriften vorsätzlich oder fahrlässig zuwiderhandelt, wird mit Geldstrafe bis zu 150 RM. oder Haft bis zu sechs Wochen bedroht. Reines. Leinen für Flachs- und Hanfanbauer (ew.) Die Rücklieferung von Erzeugnissen, an denen der Bauer oder auch Industriearbeiter täglich schaffen, ist vielfach üblich, und zwar nicht erst seit dem Kriege, sondern schon : n Friedenszeiten. So erhielt, um nur ein Beispiel zu nennen, der Arbeiter einer Zigarettenfabrik immer eine gewisse Menge Rauchwaren, die Arbeiterin in einer Schokoladefabrik erhielt Schokolade usw. So ist es beredrigt, wenn der Anbauer von Faserpflanzen Leinenwaren zurückbekommt, obwohl heute in Deutschland keine andere Zivilperson die Möglichkeit hat, Leinenwaren zu beziehen. Es handelt sich dabei um eine Sonderanfertigung nur für die Faserpflanzenbauer. Zur Auslieferung gelangen Handtücher, Bettücher, Stückware 84 cm breit, Stückware 132 cm breit, Flachswerggarn und von 1943 an voraussichtlich auch blaue Leinenwaren zur Anfertigung von Arbeitsanzügen. Außerdem wird eine kleine Menge Baümwollnähgam für die Verarbeitung gewährt. Ein Faserpflanzenanbauer, der etwa 30 Dztr. Flachsstroh ohne Samen oder 60 Dztr. Hanfstroh vom Hektar abliefert, erhält beispielsweise 8,77 Meter reinleinene Stückware 1,32 Meter breit. Zur Förderung des Faserpflanzenanbaues sind Anbauverträge geschaffen worden. Auf Grund dieser Verträge erhält der Anbauer so Prozent mehr I einenwaren als bisher. Bei dem oben aufeeführten Beispiel beträgt die Rücklieferung bei Abschluß eines Anbauvertrages nicht nur 8,77 Meter, sondern 13,13 Meter lein- leinene Stückware, 1,32 Meter breitliegend. Besonders die Bauersfrau sollte deshalb darauf drängen, daß Flachs und Hanf angeb tut werden. Neben der Punktkarte ist durch die Rücklieferung von Leinenwaren an die Faserpflanzenbauer die Möglichkeit vorhanden, Leinenwaren zu beziehen, um entweder Wirtschäftswäsche anzuschaffen oder auch von diesen Waren Ausstattungen für Bauerntöchter herzustellen. Deshalb kann lur der gute Rat gegeben werden, sofort einen knbauvertrag abzn- schließen, um sich die um so Prozent erhöhte Leinenwarenrücklieferung zu sichern; letzter Abschlußtermin 28. Februar 1943. Bewahrt die .Tungbäume vor Wildschäden durch Einbinden mit Rohr, Reisig, Ginster usw. Jetzt ist es höchste Zeit! Betreuung der Versehrten durch die badische Hauptfürsorgesteile Die beim Bad. Ministerium des Innern (Landes- wohlfahrts- und Jugendamt) bestehende Badische Hauptfürsorgestelle hat mit Beginn dieses Krieges ihre in Jahrzehnten erworbenen Erfahrungen ganz in den Dienst der Kriegsopfer des jetzigen Krieges gestellt. In enger Zusammenarbeit mit den Wehrmachtfürsorgeoffizieren und den Chefärzten der Lazarette sowie mit den Berufsberatungsstellen der Arbeitsämter hat sie bei der Berufsberatung und der beruflichen Unterbringung der Versehrten mitzuwirken. Mit besonderer Sorgfalt wird die Berufsberatung durchgeführt. Sie ist für den Versehrten und dessen zukünftiges Lebensschicksal von einschneidender Bedeutung. Oberster Grundsatz ist, den Versuch zu machen, den Versehrten zunächst in seinem früheren Beruf oder in einem ähnlichen unterzubringen. Ist dies durch die Art des Kriegsleidens nicht möglich, so müssen bei der Wahl des zukünftigen Berufes unter allen Umständen die vorhandenen Berufskenntnisse verwertet werden. Wird ein Berufswechsel unbedingt für notwendig erachtet, so erfolgt die Umschulung an Fach-, Meister- und Handelsschulen, Heeresfachschulen und in Kursen der DAF. oder der Lazarette, für Versehrte aus der Landwirtschaft an landwirtschaftlichen Schulungsstätten und in Lehrgängen des Reichsnährstandes In Sonderfällen erfolgt Einzelausbildung bei geeigneten Lehrkräften, bei Versehrten Abiturienten auch an Hochschulen. Grundsätzlich ist bei der Wahl des Berufes, daß ein wirtschaftlicher Abstieg der Versehrten vermieden wird.. Nach durchgeführter Umschulung werden die Schwerbeschädigten auf Grund des Schwerbeschädigtengesetzes oder auf dem freien Arbeitsmarkt auf geeigneten Arbeitsplätzen untergebracht. Versehrte, welche bei ihrem früheren Betriebsführer nicht mellt tätig sein können, werben ebenfalls auf Grund dieses Gesetzes in die Arbeit vermittelt. Da die Hauptfürsorgestelle die nach dem Schwerbeschädigtengesetz einstellungspflichtigen Betriebe erfaßt hat und überwacht, ist sie jederzeit in der Lage, geeignete Arbeitsplätze nachzuweisen. In Baden haben die fünf Außenstellen der Hauptfürsorgestelle, die Schwerbeschädigtenabteilungen bei den Fürsorgeämtern (Sozialämtern) Konstanz (Stadt, Freiburg (Landkreis), Karlsruhe (Stadt), Pforzheim (Landkreis) und Mannheim (Landkreis), sowie die neuerdings vom Chef der Zivilverwaltung errichteten in Straßburg und Mülhausen, die Aufgabe, die persönliche Fühlung mit dem Versehrten ebenso wie mit den Betriebsführern herzustellen. Aus den bisherigen Erfahrungen kann gesagt werden, daß es immer gelungen ist und auch weiterhin gelingen wird, die Versehrten wieder geeignet unterzubringen. Eine individuelle Betreuung ist sichergestellt. Versehrte, welche zur Umschulung kommen, erhalten während der Dauer der . Umschulung von Wehrmachtfürsorge- und Versorgungsämtern ausreichende Uebergangsunterstützungen. Solche können auch erwirkt werden, wenn es trotz aller Bemühungen nicht gelingt, dem Versehrten das Einkommen sicherzustellen, das er bei normaler Arbeitsleistung in seinem früheren Beruf erreichen würde. Die Kosten der eigentlichen Umschulung (Lehrmittel, Sozialbeträge, Fahrtkosten usw.) trägt die Hauptfürsorgestelle. Sie steht den Wehrmachtfürsorgeoffizieren und den Wehrmachtfürsorge- und Versorgungsämtern beratend zur Seite. Eine weitere Aufgabe der Hauptfürsorgestelle besteht in der Betreuung der Hinterbliebenen. Im Einvernehmen mit der NSKOV. werden Er- holüngsmaßnahmen für die Kriegshinterbliebenen durchgeführt. Der überwiegende Teil der Kosten dieser Erholungsfürsorge wird von der Hauptfürsorgestelle aus Mitteln des Reiches getragen. Zur Gründung der deutschen Gesellschaft für Holzforschung Die in den letzten Jahren zunehmend Verwendung des Rohstofes Holz für früher nicht gekannte Zwecke und der gestiegene Bedarf an Bau- und Nutzholz haben eine gesteigerte Holzforschung notwendig gemacht, um das Holz als Rohstoff zu erschließen und als Baustoff rationell einzusetzen. Heute bestehen insgesamt 100 Institute und Anstalten, die Holzforschung betreiben. Schon im Jahre 1940 haben der verstorbene Reichsminister Dr. Todt und Generalforstmeister Alpers eine zentrale Zusammenfassung und Lenkung der Holzforschung angeregt Es kam zunächst zu einem Zusammenschluß der am Holz interessierten Reichsbehörden in dem im Oktober 1941 ins Leben gerufenen „Reichsausschuß Holz“ unter Vorsitz des Reichsforstmeisters. Nun wurde vor kurzem die „Deutsche Gesellschaft für Holzforschung“ gegründet. Sie hat die Aufgabe, die Forschung auf dem Gebiete der Gewinnung, Verwendung und Veredelung des Roh- und Werkstoffes Holz zu fördern und die Ausführung der Forschungsarbeiten in der Praxis zu, unterstützen. Ferner soll die Gesellschaft Forschungen anregen, mit Geldmitteln unterstützen oder in sonst geeigneter Weise dafür sorgen, daß die Ergebnisse der Forschung in den beteiligten Kreisen bekannt werden. Sie veranlaßt ferner auf Grund ihrer Arbeiten die Aufstellung geeigneter Normen. Sie pflegt die Beziehungen aller am Rohstoff Holz interessierten Kreise untereinander. Eignen sieh die Ergebnisse der Forschung zur Einführung behördlicher Allgemeinregelungen, dann soll sie die entsprechenden Vorschläge machen. Träger der Gesellschaft sind die ordentlichen Mitglieder, die sich aus den wissenschaftlich-technischen Vereinen (beispielsweise deutscher Forstverein, Verein Deutscher Ingenieure im NSBDT.) und den am Holz hauptsächlich interessierten Organisationen der gewerblichen Wirtschaft zusammensetzen. Von den Handwerksorganisationen gehören der Gesellschaft neben dem Reichsstand des Deutschen Holzhandwerks, des Böttcher- und Weinküferhandwerks, des Stellmacher- und Karosseriebauerhar Iwerks und des Tischlerhandwerks an. Von der Industrie haben die Reichsgruppe Industrie und die Wirtschaftsgruppen Bauindustrie, Chemische Industrie, holzverarbeitende Industrie, Papier-, Pappen-, Zellstoff und Holzstoff-Industrie und die Wirtschaftsgruppe Sägeindustrie ihren Beitritt erklärt. Zum Leiter der Gesellschaft wurde vom Redchsforst- meister der Öberlandfortstmeister Dr. ing. e. h. Friedrich Gernlein, der langjährige Vorsitzende des Reichsausschusses für Holzfragen und des Ausschusses für Technik in der Fortwirtschaft berufen. Sein Stellvertreter ist Dr. ing. F. Koll- mann, der Direktor der Reichsanstalt für Holzforschung in Eberswalde. Die Gesellschaft wird für eine einheitliche Lenkung der 'Holzforschung sorgen, damit Doppelarbeit vermieden wird. Richtige Verdunkelung spart Heizung Obwohl wir uns immerhin schon im vierten Kriegsjahr befinden, trifft man in vielen Wohnungen immer nodi provisorische oder unzweckmäßige Verdunkelungseinrichtungen an. Stark verbreitet, aber dennoch nicht minder unzweckmäßig ist vor allem das Bekleben der Innenfenster mit lichtundurchlässigem Papier. Tagsüber werden bei diesem System I die Innenfenster geöffnet. Abgesehen davon, daß| diese Lösung unschön wirkt, vergeudet man dadurch aber im Winter auch unnütz Brennstoff. Die doppelten Fenster sind doch eigens für den Winter gedacht. Sie sollen die Wärme besser im Zimmer halten. Wieviel Wärme aber geht durch die geöffneten Innenfenster verloren! Eine solche Vergeudung können wir uns heute gar nicht leisten, und schließlich müßte doch jeder selbst am meisten daran interessiert sein, zu Hause eine warme und gemütliche Wohnung zu haben. Also fort mit dieser unzweckmäßigen Verdunkelung. Ein richtiger hochziehbarer Verdunkelungsvorhang ist leicht selbst herzustellen oder für wenig Geld im Geschäft zu kaufen. City-Versammlung gegen Beveridge-Plan DNB. Genf, 6. Jan (Funkdienst des O. T.) In Verbindung mit der „Liberty Restoration Lea- gue“, einer Gründung der Londoner City zum Kampf gegen alle als dividendenschädigend betrachteten sozialpolitischen „Neuerungen“ hielt Captain Bernard Accworth die erste große öffentliche Rede gegen den Beveridge-Plan. Der Redner kennzeichnete ihn nach einem Bericht des „Daily Herald" als „halben Weg nach Moskau“. Er betonte dann, es komme jetzt in erster Linie darauf an, den Reichtum in England wiederherzustellen. Statteiessen werde sich der Beveridge-Plan als unmittelbare Belastung für jede englische Ausfuhr auswirken. England aber müsse die verlorenen Weltmärkte wieder erobern oder verhungern. „Daily Herald“ schildert den Verlauf der Versammlung als stürmisch. Der Redner sei oft von wütenden Zwischenrufen unterbrochen worden. Karlsruhe. (Zum Oberlandgerichtsrat ernannt.) Der Führer hat den Landgerichtsrat Dr. Otto M ü 11 er in Freiburg zum Oberlandgerichtsrat in Karlsruhe ernannt. Karlsruhe. (Rasch tritt der Tod . .) Oberreichsbahnrat Otto Bachert ist im Alter von 65 Jahren einem Schlaganfall erlegen. Herbolzheim. (Diamantene Hochzeit.) Am 8. Januar können die Eheleute Heinrich Dörle und Emilie geb. Leutner das Fest der Diamantenen Hochzeit feiern. Der Jubilar steht im 86., seine Gattin im 83. Lebensjahr. Niederrödern, Kr. Weißenburg. (Von einem Kraftwagen überfahren.) Das sieben Jahre alte Söhnchen des Gastwirts Josef Hoffarth wurde von einem Personenkraftwagen überfahren. Die Verletzungen waren so schwer, daß das Kind bald nach dem Unfall starb. Anpassung der Arbeitszeit an die VerkehsmtigtfcW- keiten (DNB.) Um den Kriegsanforderungen aller Art, die an die Reichsbahn gestellt werden, immer besser gerecht werden zu können, ist auch eine Anpassung der Arbeitszeit an die vorhandenen Verkehrsmöglichkeiten zu empfehlen Der Reich»* minister für Bewaffnung und Munition, Speer, hat deshalb die Rüstungsbetriebe angewiesen, bei der Festsetzung ihrer Arbeitszeiten auf die Verkehremöglichkeiten weitgehend Rücksicht zu nehmen und eng mit den zuständigen Reichsbahndienststellen zusamenzuarbeiten Insbesondere sind alle Äenderungen der Arbeitszeiten rechtzeitig vorher mit den zuständigen Reichsbahndienststellen zu vereinbaren, damit der notwendige Berufsverkehr mit den betrieblichen Möglichkeiten in Einklang gebracht werden kann. Erwünscht ist eine weitgehende Anpassung an den vorhandenen Fahrplan, damit die Einlegung zusätzlicher Züge oder größere Fahrplanänderungen nach Möglichkeit vermieden werden. Betriebe mit zahlreicherer Gefolgschaft können gegebenenfalls eine geeignete Staffelung der Arbeitszeiten zur Verteilung der Verkehrsspitzen durchführen. 73 Jahre Einheitsporto. Am 1.- Januar 1868 — also vor 75 Jahren — trat das Gesetz über das Posttaxwesen im Gebiet des Norddeutschen Bundes vom 4. November 1867 in Kraft. Mit der Gründung des Norddeutschen Bundes vollzog sich eine grundlegende Umgestaltung des Postwesens, das als eine einheitliche Staa.; vcrkehrsanstalt eingerichtet wurde. Unter Beseitigung der bisherigen Tarifverwirrung wurde ein Einheitstarif geschaffen, wobei die Gebühr für den freigemachten gewöhnlichen Brief auf alle Entfernung bis zum Gewicht von einem Lot Zollgewicht auf 1 Silbergroschen und bei größerem Gewicht auf 2 Silbergroschen festgesetzt wurde. Am 1. Janutr 1868 gelangten als äußeres Zeichen der neuen Posteinheit allgemein norddeutsche Postwertzeichen (Postfreimarken) und Briefumschläge mit eingedruckter Marke zur Em- führung. _ . Diese Ausgabe umfaßt 4 Setten Bekann^machungderStadtgemeinde Haslach Lebensmittelkarten-Ausgabe für die 45. Zuteilung Die Ausgabe der Lebensmittelkarten für die 45. Zuteilung erfolgt am Donnerstag, 7. Januar, und zwar: A—K von 8—10 Uhr, L—Z von 10—12 Uhr im Rathaussaal. Ortsteil Schnellingen im Gefolgschaftshaus der Firma Bauer & Schönenberger. Die Karten müssen am Donnerstagvormittag restlos abgeholt werden. Die Bestellabschnitte für Fett, Zucker, Eier usw. müssen bis spätestens Dienstag, 12. Januar, mittags 12 Uhr, in den Geschäften abgegeben sein. Die Ausgabe erfolgt nur an Erwachsene. Haslach i. K., den 4. Januar 1943. Der Bürgermeister. 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Wendelin Sclswarz sagen wir allen ein herzl. Vergelts Gott. Besonderen Dank dem Herrn Geistlichen, dem Kirchenchor, dem Radfahrerverein, den Schulkameraden u. allen Kranz- u. Blumenspendern, sow. für die zahlr. Beteilig, an d. Seelenämtern. Fisdierbach, den 6. Januar 1943. ln tiefem Schmerz: Familie Wendelin Schwarz. 1 ■ Ganz nufar’os 1 ■ 1 ■ ist das Gas verbrannt. 1 1 I das vordringt 1 | 1 unter Topfes Rand! I 1 1 J