Meiwmt fagtwatt erschein! wftchenHieh sechsmal Bezugspreis fOr den teufenden Monat 1,78 RM. zuzüglich 22 Pt. TrJgerlohn Ausgabe B Nummer 5 Stetiger oom 2tin$ig«al / Aiii^tiSItr jSacftridncn Haslach, Donnerstag, den 7. Januar 1943 19. Jahrgang ■M '"'M' mmmm Botschaft des indischen Freiheitskämpfers Subhas Chandra Bose an seine Landsleute DNB. Berlin, 6. Jan. Der indische Freihejts-Idie eigenen Weltherrschaf tsplüne zu verschleiern, kämpfer Subhas Chandra Bose richtete am 5.|Der letzte Trick, das Weißbuch, sei bereits durch „Zwei Jahre Kampf werden Indien befreien“ Im tief verschneiten Graben wartet eine Gruppe Gebirgsjäger auf das Hereinbrechen der Dunkelheit, um in ihrem Schutze einige der Stellung liegende B-Stellen zu besetzen. — (PK.-Kriegs- berichter Schröder-Ost Sch) ln neun Minuten drei Lufisiege DNB. Berlin, 6. Jan. Ueber dem Mittelab schnitt der Ostfront kam es am Vormittag des 5. Januar zu heftigen Luftkämpfen deutscher Jagdstaffeln mit sowjetischen Schlachtflugzeugen. 14 von ihnen, durchweg gepanzert, hatten unsere Fiieger allein im Raum von Welikije Luki in einer knappen Stunde abgeschossen. Ein Oberleutnant erzielte dabei in neun Minuten drei Luftsiege An anderer Stelle gerieten feindliche Tieffliegerverbände in das zusaminengofaßte Abwehrfeuer unserer Flakbatterien. Fünf sowjetische Flugzeuge stürzten ab. Ein Pilot konnte sich durch Fallschirmabsprung retten und wurde gefangen genommen. Damit betragen die gestrigen Verluste des Feinfles allein im Mittelabschnitt 19 Flugzeuge. , ; v . * Mutige Rettungstat deutscher Soldaten DNB. Oslo, 6. Jan. Zwei deutsche Soldaten vollfübrten, wie aus Harstaci gemeldet wird, im Vigsfjord eine mutige Rettungstat. Es gelang ihnen, einem norwegischen Fischer, dessen Boot gekentert war, unter schwierigen Umständen das Leben zu retten. Ministerpräsident Quisling, dem die mutige Tat durch den Bürgermeister von-Harstad berichtet wurde, ließ den beiden deutschen Soldaten zum Zeichen seiner Anerkennung eine Ehrengabe überreichen. Wettersturz mit Wirbelstürmen in Argentinien DNB. Madrid, 7. Jan. (Funkdienst des O. T.) Nachdem Argentinien in den letzten Tagen von einer furchtbaren Hitzewelle heimgesucht wurde, die in Rasario und Buenos Aires und in Condordia mit 44 Grad im Schatten alle Rekorde schlug, erfolgte am Dienstagabend nach kräftigen Gewittern und Stürmen ein Temperatursturz bis 20 Grad Celsius. In Tucuman wurden durch einen Wirbelsturm zahlreiche Dächer abgedeckt und ganze Häuser eingerissen. Die Zahl der Opfer- steht noch nicht fest. Januar 1943 über den deutschen Kurzwellensender eine Neujahrsbotschtft an seine Landsleute in Indien, in der er seinem Vaterland Glück und Wohlstand wünschte und der Hoffnung Ausdruck gab, daß das Jahr 1943 der revolutionären Tat und dem Kampf des Jahres 1857 den endgültigen Erfolg verleihen möge. S. C. Bose gab dann einen Ueberblidk über die politische Lage in der Welt, die sich in günstiger Weise für den indischen Freiheitskampf entwickelt hätte. Die Alliierten sind aus dem gesamten östlich Indiens liegenden Asien und von dem europäischen Kontinent vertrieben worden, und wenn man die heutige Kriegslage mit der von 1917/18 vergleicht, so kann über den bevorstehenden Zusammenbruch des britischen Weltreiches überhaupt kein Zweifel mehr bestehen. Bose ging dann auf die innerpolitische Lage In diens ein und warnte seine Landsleute vor det englischen Agitation, die nichts anderes bezwecke, als den Glauben an das angeblich unbesiegbare Empire mühsam aufrecht zu erhalten und die Tag für Tag am indischen Volk verübten Greueltaten und Unterdrückungsmaßnahmen durch allzu durchsichtige Lügen über den „Terror“ der Achsenmächte in den besetzten Gebieten zu vertuschen. Auch die dauernden Reden anglo-amerikanischer Staats männer über den Wiederaufbau der Welt nach diesem Kriege seien nichts anderes als Manöver, authentische Zeugnisse vor den Amerikanern selbst widerlegt, die den Beweis erbringen, daß Roosevelt- Churchill und ihre Hintermänner die wahren Kriegstreiber und Aggressoren sind. Nicht nur Indien, sondern ^auch alle indischen Landsleute in der ganzen Welt müssen sich an dem gigantischen Freiheitskampf des indischen Volkes beteiligen. Jeder Kampf erfordert Opfer, aber zwei Jahre Kampf gegen englischen Terror und hunderttausend Menschenleben werden Indien die Freiheit bringen. Solange das indische Volk den Anglo-Amerikanern erlaubt, Indiens Menschenma- teiial, Geld und Rohstoffquellen für ihren imperialistischen Krieg auszubeuten, solange wird Indien unter dem Kriege zu leiden haben. „Ich selbst,' sagte Bose, „kenne jede Straße und jeden Platz in dem bombardierten Kalkutta, wo ich die ganze Stufenleiter des öffentlichen Dienstes bis zum Oberbürgermeister durchlau r en habe, und so groß der Schmerz auch sein mag, den mir die Leiden dieser Stadt ve. Ursachen, in der alle meine Verwandten leben, so sehe ich doch ganz klar, daß Städte wie Kalkutta und Ghittagong noch viel schwere Leiden werden durchmachen müssen, solange die anglo-amerikanischen Streitkräfte in Indien sind. Der beste Ausweg ist, diese in der Nähe von Rüstungswerken liegenden Orte sofort vollständig zu evakuieren und eine großzügige Propaganda gegen die englische Versklavung Burmas im ganzen Land aufzuziehen." USA.-Weißbuch durchgefallen In unverminderter Härte kämpfen unsere Truppen am Don U-Boot versenkte im Nordmeer 5000-BRT.-Nachschubdampfer DN. Aus dem Führerhauptquartier, 6. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Don-Gebiet hielten auch gestern die schweren Abwehrkämpfe in unverminderter Stärke an. Angriffe der Sowjets wurden unter hohen feindlichen Verlusten abgeschlagen. Eine Panzerdivision. schoß dabei 31 Panzerkampfwagen ab. Im Gegenangriff vernichtete ein motorisiertes Grena- dierregiment weitere 25 Sowjetpanzer sowie zwei Batterien und. 22 Panzerabwehrgeschütze. An anderer Stelle zerschlug ein deutscher Gegenstoß zwei feindliche Bataillone. Die Luftwaffe bekämpfte den Nachschubverkehr und Truppenbereitstellungen des Feindes. Im mittleren Frontabschnitt wurde ein feindlicher Kavallerieverband gestellt und vernichtet. Feindliche Angriffe gegen den Stützpunkt Welikije Luki und südöstlich des Ilmensees wurden abgewiesen. Jagdflugzeuge und Flakartillerie schossen über der mittleren und nördlichen Ostfront 20 Sowjetflugzeuge ab. Anlagen der Murmanbahn wurden durch deutsche Kampf- und Zerstörerflugzeuge, bei Nacht auch das Bahnhofsgelände von Kanda- lakscha angegriffen.. In Nordafrikä fanden nur Kampfhandlungen geringen Umfanges statt. In Tunesien beiderseitige lebhafte Aufklärungstätigkeit. Die Luftwaffe griff einen feindlichen Flugstützpunkt, Flaksteljungen und Panzeransammlungen an. In Luftkämpfen wurden drei Flugzeuge abgeschossen. Ein deutsches Unterseeboot versenkte im Nordmeer einen Nachschubdampfer von 5000 BRT Auch mit dem Bandenkrieg hat sich Moskau verrechnet Der geistig überlegene Deutsche siegte über sture Partisanen DNB. Berlin, 6. Jan. Der OKW.-Beridit hat dieser Tage die Erfolge im Kampf gegen das bolschewistische Bandenunwesen erwähnt. Dies geschah in der gleichen militärischen Prägnanz und Kürze, die die Welt an dem OKW.-Bericht gewöhnt ist. Diese Bande sind eine echte Manifestation des Bolschewismus. In ihnen offenbaren sich alle Instinkte menschlicher Verkommenheit. Hinterlist, Bestialität, Mord und eine grenzenlose Feigheit. Für diese Art seiner Kriegführung im weiten Raum hinter der gegnerischen Front hat der Bolschewismus die Feigheit geradezu zum Prinzip erhoben. A's besonderer Sinn dieses Kampfes aus dem Hinterhalt Im Dongebiet erneut 56 Sowjetpanzer vernichtet Wirksamer Einsatz der Luftwaffe trotz Sturmi und Kälte DNB. Berlin, 6. Jan. Im Dongebiet hielten auch am 5. Januar die heftigen Abwehrkämpfe an. Starker Frost, Sturm und Scheeverwehungen erschwerten noch zusätzlich das harte Ringen um Stützpunkte und Stellungen, die erneut den schweren Infanterie- und Panzerangriffen des Feindes ausgesetzt waren. In erbitterten Nahkämpfen gelang es jedoch unseren Truppen, die Sowjets unter hohen Verlusten zurückzuschlagen. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, schoß dabei die im Brennpunkt der Abwehrkämpfe stehende Panzerdivision allein 31 feindliche Panzerkampfwagen ab. Wo die Bolschewisten an einzelnen Stellen in die deutschen Stellungen eindringen kennten, gingen unsere Grenadiere in heftigen Gegenstößen gegen die Einbruchsstellen vor und kämpften die Hauptkampflinie wieder vom Feinde frei. Besonders erfolgreich war der Gegenangriff eines motorisierten Grenadierregiments, das seinerseits in die feindlichen Stellungen einbrach und den überraschten Sowjets erhebliche Verluste beibrachte. Der Vorstoß wurde so schnell und ener- psch geführt, daß die Grenadiere bis zu den Artilleriestellungen Vordringen und hier zwei bolschewi- sti«he Batterien vemiditen konnten. In diesem An- griffsstreifen allein blieben die Trümmer von 25 zerschossenen Panzern und 22 vernichteten Pakgeschützen des Feindes liegen. Auch an anderen Stellen führten unsere Truppen erfolgreiche örtliche Angriffe. Sie drangen in feindliche Stützpunkte ein, zerschlugen dabei zwei bolschew-slishe Bataillone und machten erhebliche Beute an Waffen und Gerät. Die Angriffs- und Abwehrkämpfe, an denen neben unseren Grenadieren auch italienische Alpini-Einheiten beteiligt waren, wurden trotz der ungünstigen Wetterlage von der Luftwaffe unterstützt. Nahkampffliegerverbände bedrängten den ganzen Tag über die feindliche Infanterie mit überraschenden Tiefangriffen, während Sturzkampfflieger mit ihren Bomben zahlreiche Geschütze, darunter drei schwere Batterien, und mehrere Panzerkampfwagen zertrümmerten. Die feindliche Flak versuchte die angreifenden Flugzeuge abzuwehren. Sie zog damit aber nur die weiteren Angriffe unserer Messerschmitt-Zerstörer auf sich, die mehrere Einzel- geschütze, Munitionsstapel und an einer Stelle nach dreimaligem Angriff eine vollständige Flakbatterie mit Bomben und Bordwaffen vernichteten. Auch im mittleren Abschnitt der Ostfront, in dem die Bolschewisten bei der Säuberung eines Waldgeländes durch' unsere Truppen 326 Tote und 78 Gefangene verloren, unterstützten wirksame Luftangriffe die Heeresverbände. Ebenso erfolglos blieben die Vorstöße des Feindes südöstlich des Ilmensees. Die starken, von Panzern begleiteten Infanterieverbände wurden in erbitterten Kämpfen zurückgeschiagen und erneute Bereitstellungen durch Artilleriefeuer zersprengt Trotz des stürmischen Wetters sicherten unsere Jäger den Luftraum über den Fronten gegen einfliegende feindliche Flugzeuge und schossen gemeinsam mit der Flakartillerie im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront 20 bolschewistische Flugzeuge ab. Madrid. Wie Reuter meldet, gehört Generalmajor Mc Laughry, der die britische Luftwaffe in Aegypten befehligte, zu den elf Toten des Flugzeugunglücks, das sich am Montag ereignete. wird die Desorganisation des gegnerischen Verwal- waltungsapparates hinter der Front angeführt. Zehn Regeln hat der Bolschewismus für den Bandenkrieg herausgegebep. Eine von ihnen besagt zum Beispiel, daß der Feind nur dann anzugreifen ist, wenn der Angriff aus dem Hinterhalt möglich und der Gegner in absoluter Minderheit ist. Diese zweckbewußte Erziehung zu einer hinterlistigen, gemeinen und letzlidi feigen Kampfesweise hat — das sei an dieser Stelle vorweggenommen — dazu geführt, daß die Banden bei einem nachrichtenmäßig bis ins letzte vorbereiteten und soldatisch harten .Zupadcen oft bis auf den letzten Mann ausgehoben werden konnten. So blieben z. B. bei einer vor etwa 14 Tagen im weißruthenisdien Raum von Kräften der ^, der Polizei und der Artillerie durchgeführten Banden-Äktion 864 Banditen tot auf dem Kampfplatz, während wir selbst nur fünf Tote zu beklagen hatten. Man muß, um sich die Bildung einer solchen Bande erklären zu können, Maßstäbe anlegen, die dem weiten russischen Land mit seinen unendlidien Wäldern und den kilometerbreiten Sümpfen gerecht werden. Ein solcher riesiger Raum kann als Land hinter der Front nicht in jedem Dorf und Waldgebiet besetzt gehalten werden. Eingehende Bandenerkundung ist die unumgängliche Voraussetzung für den Erfolg. Sie obliegt der Sicherheitspolizei und dem SD., die ihre großen Erfahrungen nutzbar machen. Ueber den weiten russischen Raum teilt, bleiben die Einsatzkommandos den Banden unermüdlich und unerbittlich auf der Spur. Gutwillige Kräfte des friedlich gesinnten Landvolkes stehen oft genug in bewußter und überzeugter Abwehr der Bandentätigkeit. (bpd) Wenn Roosevelt die Hoffnung hegte, sich durch das Fälschermachwerk seines neuesten Weißbuches innerpolitisch Entlastung zu schaffen, so kann man schon heute nach dem vorliegenden Echo feststellen, daß er mit dieser Bemührung durchgefallen ist. Selbstverständlich bemüht sich der größte Teil der amerikanischen Zeitungen, diesen Eindruck durch aufgeregte Erörterungen über die angebliche „Unschuld“ des Weißen Hauses am Kriege zu verwischen. Man rollt noch einmal an Hand der von Hüll zurechtfrisierten und in dem Weißbuch zusammengeleimten Berichte verantwortlicher und unverantwortlicher Hetzpersönlichkeiten die historischen Vorgänge auf, die bei der Entfesselung des neuen Welt* brandes durch Roosevelt eine Rolle gespielt hab-» Aber wie unsicher und lau diesen anbefohlenen Erlegungen gegenüber die wirkliche Stimmung in den USA.-Redaktionen ist, geht aus der ganzen Art der erkünstelten und recht gezwungenen Beweisführung hervor. Da die Thesen der Weißbuchfälscher selbst in breiten Kreisen der USA.-Bevölkerung auf Erstaunen und Widerspruch stoßen, ist die Roosevelt- Agitation gezwungen, in einer peinlichen Defensivstellung die Behauptungen ihres Lügenpräsidentea zu verteidigen und schmackhafter zu machen. Damit hat sich jedoch der ganze Sinn des Rooseveltschen Druckmanövers auf den neuen Kongreß bereits in sein Gegenteil verkehrt. Man wollte die Abgeordneten zur widerspruchslosen Annahme des neuen Rooseveltschen Kriegsprogramms veranlassen und sie nach Möglichkeit noch vor der Entfesselung unangenehmer Debatten mundtot machen. Jetzt muß man jedoch plötzlich den Präsidenten und seine zwischen sprupelloser Hetze und de«n Eingeständni* schwerster Unterlassungssünden hin- und herschwankende Politik verteidigen. Man muß darüber hinaus der erstaunten Weltöffentlichkeit erklären, warum es überhaupt zu dieser völlig unzeitgemäßen und unerwarteten Veröffentlichung kam. Das ist recht unangenehm und lähmend, und selbst ein Hetzblatt wie die „Neuyork Times“ hat bereits eingestanden, daß es nur mit „Melancholie“ diese Rettungsarbeit an dem Weißbuch vollziehen kann. * Nicht nur m den USA., sondern auch im Ausland ist in diesem Zusammenhang die Tatsache aufgefallen, daß sich bei der Darstellung der Vorgeschichte des Konflikts mit Japan das USA.-Außen- amt in schärftstem Gegensatz zu dem Kriegs- und Marineministerium gesetzt hat. Wenn von Hüll den militärischen Stellen offen vorgeworfen wird, daß sie die Warnungen vor einem drohenden Pearl Ha- bour überhaupt nicht beachtet hätten, so ist es natürlich klar, daß ein solcher Angriff zu einem innerpolitischen Konflikt führen mußte, und in der Tat auch geführt hat. Die gesamte USA.-Presse, aber auch die Kongreßabgeordneten, haben an diesem Punkte bereits eingehakt. Als „Entschuldigung“ für Roosevelt ist er jedenfalls kaum verwandbar und man fragt sich mit Recht, ob der Herr des Weißen Hauses bei der Erstattung der Niederlagenbilanz des Jahres 1942 erneut die Schuld von sich abwälzen und damit die' militärischen Kommandostellen belasten will, die laut USA.-Weißbuch mit der strategischen Vorbereitung des Rooseveltschen Hetzkrieges hinter dem Brandstifterkurs des Weißen Hauses nachgehinkt sind. Auch in den Kreisen der Republikanischen Partei, die jetzt erheblich verstärkt in den Kongreß .zurückgekommen ist, sind die Angriffsflächen, die _ das Weißbuch für den innerpolitischen Kampf _ bildet, bereits erkannt worden. Man wendet sich hier vor £llem dagegen, daß, wie das Weißbuch zeige, der Kongreß von Roosevelt von allen entscheidenden Maßnahmen völlig ungenügend informiert worden ist, und man unterstreicht nachdrücklich, daß er ohne diese „Isolierung“ sonst höchstwahrscheinlich seinerseits in die Entwicklung eingegriffen hätte. Damit verbinden sich ganz allgemein Vorwürfe gegen die Mammut-Bürokratie in Washington und gegen den New-Deal, der den Republikanern nach wie vor ein Dorn im Auge ist. Selbst wenn man diese Kritik nicht überschätzt, so ist doch an ihr ersichtlich, daß Roosevelt mit größeren innerpolitischen Schwierigkeiten als bisher auch in Zukunft zu rechnen hat. Auch hier hat das Weißbuch nicht zu den Wirkungen geführt, die man sich in der Fälscherwerkstatt Roosevelts und Hulls davon versprach. Daß neben dieser amerikanischen Kritik auch die neutrale Presse ihr Kopfschütteln über den verunglückten „Rechtfertigungsversuch“ Roosevelts nicht unterdrücken kann, gehört ebenfalls zu den enttäuschenden Folgen der Affäre. Besonders kennzeichnend ist hier eine Stimme des spanischen Blattes „Alkazar“, in der es offen heißt, daß das ganze Weißbuch im Grunde nur „das schlechte Gewissen der USA.-Regierung widerspiegele und ihren ver ” Wunsch, die Kongreßdebatten der nächsten Zeit zu beeinflussen". Damit ist über Roseveit der Stab gebrochen. Der skrupelloseste Kriegshetzer aller Zeiten hat sich auch mit seinen neuen Lügen nicht von der Verantwortung reinwaschen können. Der Kampf gegen die Banden erfordert auch auf dem Gebiet der Erkundung ganze, erprobte Männer. Denn ihr Gegner ist ein Heckenschütze in der Tarnung, Zivilisten im verschlissenen Rock eines Bauern oder eines Holzfällers. Nur wer die ganze Verschlagenheit der bolschewistischen Banden kennt, weiß, was es heißt, als kleiner Erkundungstrupp dem getarnten Gegner auf der Spur zu bleiben. Die Umtriebe einer Bande werden nicht nur an Hand einlaufender Meldungen zur Kenntnis genommen, sondern sorgfältig nach besonderen Gesichtspunkten registriert. Die Akten über das Unwesen einer Bande sind gleich einer Biographie. Vernehmungen von Bandenverdächtigen dauern oft tagelang, bis dann zum Schluß die Ausdauer und Gründlichkeit unserer Männer über die Verstocktheit der Bolschewisten siegt. Es ist eine finstere, trostlose Welt, in der die Banditen leben. Von ihren eigenen Landsleuten, friedlichen Bauern, als Plünderer, Diebe und Mordgesellen gefürchtet, von uns Deutschen immer wieder gejagt, verfolgt und gestellt, vegetieren sie in den düsteren, sumpfigen Wäldern der östlichen Weiten. Oft sind es politische Kommissare, manchmal auch Kommandeure der Sowjet-Armee, die die Banden bilden und Zusammenhalten. Mit den Femdzentra- len stehen sie zuweilen durch Funk in Verbindung und erhalten so nähere Anweisungen. Eine Bandenbildung ist aber nur möglich, weil Moskau es meisterhaft versteht, die von ihm gleich Marionetten eingesetzten Bandenmltglfeder in ständiger Unkenntnis und Verdummung zu hal ten. Vir können und wollen natürlich einen politischen Kommissar nicht überzeugen, denn er ist der Prototyp der bolschewistischen Menschen- verführer, die Inkarnation des moskowirisdien Un- termensdiennims. Auch die recht zahlreichen jüdischen Bandenmitglieder wollen wir nicht etwa einem besseren Dasein zuführen. Ueberlegenheit unserer Propaganda Aber wir wissen, daß Jaden and Kommissare friedliche Bauern vielfach von der Scholle weg rekrutieren und durch Terror m ihre Banden pressen. Hier setzt unsere Aufklärung mit Erfolg ein. Unsere Propaganda isr der Bandenpropaganda schon insofern überlege«, als wir stets in der Lage sind, das, was wir behaupten, auch zu beweisen. Und es steht fest: Bandenm.tglieder, die aus innerer Ueberzeu- gung sich uns freiwillig stellen, haben durch ihre Information vielfach die Anknüpfungspunkte zur Befriedung eines bandenverseuchten Raumes gegeben. Es steht ohne Zweifel fest, daß der Kreml sich weitaus mehr von dem Einsatz seiner Bandentaktik versprochen hat. Gewiß fallen hin und wieder einmal einzelne deutsche Soldaten dem hinterhältigen Mord zum Opfer. Auch gelingt es den Banden, hier oder dort einmal eine Brücke zu zerstören oder einen Eisenbahnzug durch Sprengung zu beschädigen. Es ist jedoch den Banden in keiner Weise gelungen und das wird auch künftig nicht geschehen, ihre großen Ziele zu verwirklichen, nämlich das Hinterland zu desorganisieren und den Nachschub der Front entscheidend zu stören. Zweifellos hatte der Kreml aber auch daran geglaubt, die fehlende zweite Front der Briten in Europa durch seine Banden zu ersetzen. Aber auch das blieb letzten Endes nur eine trügerische Hoffnung. Immer in stärkstem Teuer Verwundete geborgen DNB. Berlin, 6. Jan. Besondere Beweise sei- Die Kronkolonie Ceylon verlangt Selbständigkeit X Die indische Freiheitsbewegung bat jetzt trotz der englischen UnterdrücknngsmaBnahmen auch auf die Insel Ceylon übergegrBfea. Das ist um so bemerkenswerter, als Ceylon von den Engländern seit der Eroberung im Jahre 1802 nicht als ein Teil Indiens behandelt worden ist, sondern als eine eigene britische Kronkolonie, die in Ver- Wruna CBM«« teluHuwi Be i¥ juoce unfüuoiBf waltung und Wirtschaft streng von dem indischen Mutterlande getrennt gehalten wurde. Jetzt hat die Kongreßpartei in Ceylon ihren früheren Beschluß, der für Ceylon das Statut eines britischen ner Unerschrockenheit lieferte dieser Tage südöst- Dominions forderte, dahin abgeändert, daß non- lich des Ilmensees ein Sanitätsunteroffizier. Mehr- mehr die völlige Selbständigkeit und Unabhängig- fach brachte er in schwerstem feindlichen Feuer keit der Insel von England gefordert wird. Die verwundete Kameraden vom Gefechtsfeld in die deutschen Linien zurück. Als er einen Verwundeten aus vorgeschobener Stellung zurückschleppte, versuchten nadidräneende Bolschewisten ihm den Weg abzuschneiden. Mit Maschinenpistolen und Handgranaten kämpfte der Unteroffizier sich durch und brachte seinen Kameraden in Sicherheit. An anderer Stelle durchbrach der Sanitärsunteroffizier 14 Mal eine unter ständigem feindlichen Feuer liegende 100 Meter tiefe freie Ebene, um Verwundete zu bergen. Genau so kaltblütig bewies er sich am Abend des gleichen Tages, als er mit seiner Trägerkolonne in feindlichen Angriff hineingeriet und kämpfend alle von ihm geborgenen Schwerverwundeten sicher in die rückwärtigen Stellungen brachte. Vier neue Ritterkreuzträger DNB. Berlin, 6. Ian. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberleutnant Armin E r d m a n n, Kompanieführer in einem Panzergrenadier-Regiment, und Leutnant d. R. Jo hannes _Ti 11 m a nn, Kompanieführer in einem Grenadier-Regiment. Ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Rae- der, an Kapitän zur See Günther Gu mp rieh, so- ’^ie auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luft- ’-waffe, Reichsmarschall Göring, an Obergefreiten jick-m a n n , Geschützführer in einem Flak-Regiment. Bolschewisten bekämpfen im Iran Kommunisten DNB. Rom, 6. Jan. Der nordamerikanische Einfluß in Iran wird immer stärker. USA.-Beamte haben die öffentliche Verwaltung in die Hand genommen und überwachen vor allem die Lebensmittellage, die dennoch immer katastrophaler wird. Sowjetsoldaten haben die Aufgabe erhalten, Militärtransporte gegen Angriffe von kommunistischen Banden zu verteidigen, denen man vän Moskau einst selbst die Waffen für einen Kampf gegen England geliefert hat. Der iranische Versorgungsminister wurde auf einer Inspektionsreise angegriffen und mißhandelt und kam nur durch schnelles Eingreifen der begleitenden Truppen mit dem Leben davon. Auf Druck von .London hin, wo man den wachsenden USA.-Einfluß fürchtet, mußte die Regierung von Teheran einen britischen Sonderberater beim Versorgungsminister genehmigen. An der Grenze zwischen Iran und Irak kam es zu Zusammenstößen zwischen sowjetischen Besatzungstruppen und Banden. Auch einige britische Soldaten fanden dabei den Tod. Der englische Militär- komandant hat als Repressalie einige Dörfer in Brand gesteckt. Die Regierung von Teheran hat bekanntgegeben, daß für jeden ermordeten englischen, nordamerikaniseben oder sowjetischen Soldaten die Ortschaft, in deren Bezirk ein Mord nattfindet, eine hohe Strafsumme bezahlen müsse. Bei einer neuen Studentenkundgebung gegen die Besatzungsmächte in Teheran wurden 150 Personen verhaftet. Heuer Präsident des USA.-Repräsentantenhauses DNB.Sto.152 Nutz- und Fahrkuh zu verkaufen (unt. dreien dieWahl) Dundenheim, Haus Nr. 89. 23/10 sparsam verwenden! GIcTria es Scht/h pflege |5