dffeitegtt: SagcMatt frtcKein! wöchentlich sechsmal. Bezugspreis für den teufenden Monet 1*78 RM. zuzügfidi 22 Pf. Trägerlohn 9n$cfgcr oom ftinMttal / äinMatälcr Itaeriätdi Ausgabe B Nummer 10 CjgrA Die chinesische Nationalregiefung in Nanking hat an England und die Vereinigten Staaten von Nord- «merika den Krieg erklärt. Unser Bild zeigt den Staats- und Ministerpräsidenten der chinesischen Nationalregierung, Wang-Tsching-Wei. (Scherl-Bil- dcrdienst-Autoflex). Glückwünsche für den ReichsmarschaU DNB. Berlin, 12 . Jan. Zum 50 . Geburtstag find dem Reichsmarschall aus allen deutschen Gauen zahlreiche Grüße und Glückwünsche zugegangen, in denen die Liebe und die Verehrung aller Volkskreise zu dem treuen Mitarbeiter des Führers in herzlichster Weise zum Ausdruck kamen. — Der Führer, der dem Reichsmarschall bereits vor einigen Tagen im Hauptquartier persönlich seine herzlichsten Glückwünsche ausgesprochen hatte, ließ dem Reichsmarschall an seinem Geburtstage durch 4fn Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Ge- Mralfeldmarschall Keitel, die künstlerisch ausgeführte Urkunde seiner Ernennung zum Reichsmar- schall des Großdeutschen Reiches überreidien. Als Gratulanten , ■erschienen , Reichsminister, Reichs- leiter, Generale' und Admiräle der deutschen Wehrmacht, Reichsstatthalter und Gauleiter, ferner die Freunde und nächsten Mitarbeiter des Reichsmarschalls, Abordnungen aller dem Reichsmarschall unterstellten Dienststellen und der Division „Hermann Göring" sowie führende Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben. Vertreter des Diplomatischen Korps und ausländische Sondei delegationen überbrachten die Glückwünsche ihrer Staatschefs und ihrer Regierungen. Ehrungen Alfred Rosenbergs DNB. Berlin, 12 . Jan Anläßlich seines 50 . Geburtstages wurden, Reichsleiter und Reichsminister Alfred Rosenberg zahlreiche Ehrungen des ganzen deutschen Volkes zuteil. Der Führer ließ durch seinen Adjutanten ^-Gruppenführer Schaub ein persönliches Handschreiben mit den herzlichsten Glückwünschen überreichen. Zahlreiche hohe Angehörige der Führerschaft der Bewegung, Vertreter des Staates, der Wehrmacht und der Diplomatie sowie Angehörige befreundeter Nationen und viele Gratulanten aus allen Kreisen der Bevölkerung überbrachten Alfred Rosenberg ihre Glückwünsche. Neben den Reichskommissaren und Generalkommissaren der Zivilverwaltung der besetzten Ostgebiete vereinigten sich die Mitarbeiter der beiden Berliner Dienststellen des Reichsleiters und Reichsministers, um ihrem Chef die Glückwünsche seiner engeren Gefolgschaft auszusprechen. * Der 50 . Geburtstag des Reichsmarschalls Göring und des Reichsministers Rosenberg werden in der ganzen europäischen Presse mit herzlichen Worten gewürdigt. Drei neue Eichenlaubträger DNB. Berlin, 12 . Jan. Der Führer hat drei bewährten Fliegern das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen, und zwar: Als 172 . Soldaten der deutschen Wehrmacht dem Oberleutnanz Heinz Frank, Staffelkapitän in einem Schlachtgeschwader; als 173 . Soldaten der deutschen Wehrmacht, dem Major Dr, Ernst Kupfer, Gruppenkommandeur in einem Sturzkampfgeschwader; als ' 174 . Soldaten der deutschen Wehrmacht dem Hauptmann Bruno D i 11 e y, Kommandeur in einem Sturzkampfgeschwader. ^ Den mit der hohen Tapferkeitsauszeichnung be- liehenen Offizieren wurde folgendes Schreiben des Führers übersandt: In dankbarer Würdigung ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, gez. Adolf Hitler. " Ritterkreuz für bewährten Flak-Offizier DNB Berlin, 12. Jan. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlhabers der Luftwaffe, Reich smarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an llaup ! mann Dietrich, Batteriechef in einem Flak-Regiment. Berlin. Der Führer hat den Marineoberstkriegs- gerih'srat Eecker mit Wirkung vom 1 . Oktober 1942 zum Chefrichter der Kriegsmarine ernannt^ ' Haslach, Mittwoch, den 13. Januar 1943 19. Jahrgang Weitere 89000 BRT. auf dem Meeresgrund Neuer Schlag unserer U-Boote • Erfolgreiche Abwehrkämpfe im Osten DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 12. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Zwischen. Kaukasus und Don, im Raum von Stalingrad und im Dongebiet griff der Feind unter erneutem Einsatz starker Kräfte au den bisherigen Schwerpunkten an. Er wurde in erbitterten Kämpfen, zum Teil im Gegenstoß, zurückgewiesen und verlor 63 Panzerkampfwagen, 45 allein bei Stalingrad. Dem Masseneinsatz an Infanterie entsprechen die schweren Verluste der Sowjets. Im Gegenangriff wurde eine Schützendivision des Feindes eingeschlossen und vernichtet. Ueber 1000 Gefangene wurden eingebracht. Ein deutsches Panzerkorps hat seit dem 6. Dezember 1942 im großen Donbogen 511 Sowjetpanzer abgeschossen. Ungarische Truppen wehrten am Don angreifenden Feind verlustreich ab. Bei örtlichen Angriffsuntemehmungen im mittleren Frontabschnitt drangen starke Stoßtrupps in die feindlichen Stellungen ein, rollten sie in mehr als ein Kilometer Breite auf und machten Gefangene und Beute. Südöstlich des Ilmensees setzte der Feind mit starken Infanterie- und Panzerkräften seine vergeblichen Angriffe fort. 24 Panzerkampfwagen wurden bei den heftigen Kämpfen vernichtet. Der Transportverkehr auf der Murmanbahn wurde auch gestern durch Luftangriffe schwer getroffen. In Libyen bekämpfte die deutsche und italienische Luftwaffe in wiederholten Einsätzen britische Flugplätze sowie Ansammlungen von Truppen und In zwei Tagen 29 Schiffe mit 213000 BRT. versenkt Das OKW. zu den harten und zähen Kämpfen unserer U-Boote DNB. Berlin, 12. Jan. Zu der U-Boot Sondermeldung vom 12. Januar teilt das Oberkommando der Wehrmacht noch mit: Die in der Sondermeldung vom 10. Januar als torpediert ge meldeten, aber noch schwimmfähig gebliebenen drei Tanker des Tankergeleits von Amerika nach Afrika, wurden in den letzten 48 Stunden von unseren U-Booten weiter verfolgt und angegriffen. Bei diesen mit Hartnäckigkeit und Energie geführten Angriffen, die der Gegner durch zusammengefaßtes Feuer seiner Kanonenboote, Korvet ten und Zerstörer zu verhindern suchte, wurden zwei der beschädigten Tanker von zusammen 17 000 BRT. versenkt. Der als einziger und letz ter verbliebener Tanker des sich zuerst aus 16 Großtankern zusammensetzenden Geleitzuges hielt gleichfalls Torpedotreffer. Sein Sinken konnte jedoch wegen der starken Abwehr nicht beobachtet Werden. Zur gleichen Zeit, als die Tankervernichtungsschlacht südlich der Azoren im Gange war, wurde vor der Guayanaküste ein aus neun Schiffen und vier Zerstörern bestehender kleiner Geleitzug, der sich entlang der südamerikanischen Küste bewegte, erfaßt. In stundenlangen Nachtangriffen sandten die U-Boote vier Dampfer mit zusammen 20 000 BRT. und einen Tanker mit 8000 BRT. auf den Grund des Meeres. Im Seegebiet vor der brasilianischen Küste versanken ferner die beiden Dampfer „Yorkwood“ mit 5401 BRT. und „Baron Dechmont“ mit 3675 BRT. Auch der in feindlichen Diensten fahrende schwedische Frachter Brageland“ von 2608 BRT. wurde das Opfer eines U-Boot-Torpedos vor der südamerikanischen Küste. Außer anderen Einzelfahrern, die im Süd- und Nordatlantik versenkt wurden und deren Namen noch nicht bekannt sind, griffen U-Boote noch den von Takoradi an der Westküste Afrikas nach Liverpool fahrenden Dampfer „William Wil- berforce“ mit 5004 BRT. an und versenkten ihn. Wang-Tsching-Wei und China s. Berlin, 12 . Jan. Es war eine Sensation in der ostasiatischen Politik, als im Jahre 1939 eine der ersten politischen Größen Chinas, Präsident Wang- Tsching-Wei, den Japanern seine Mitarbeit bei der Lösung der fernöstlichen Probleme anbot. Seit über dreißig Jahren hatte Wang-Tsching-Wei mit an der Spitze des jungen, revolutionären und nationalen China gestanden. Es war einer der unbedingtesten Anhänger des chinesischen Erneuerers S u n - Y a t- s e n. Die politische Lage im Lande war verworren; die Männer der schnell wechselnden Vorläufigen Regierungen fanden keine rechte Fühlung mit dem Volke. Wang-Tsching-Wei ging davon aus, daß die Durchsetzung-der politischen Einigungspläne nur dann gewährleistet sei, wenn zugleich auch die Kräfte für den wirtschaftlichen Wiederaufbau des riesigen Landes mobilisiert würden. Diese Arbeit war aus eigenen Mitteln nicht möglich, denn China hatte seine Kraft verloren, weil es seit Generationen ein Spielball fremder Interessen gewesen ist. Außerdem war es von inneren Gegensätzen zerrissen, deren Grund in der seit altersher streng durchgeführte« Trennung der einzelnen fast selbständigen Provinzen lag. Auch zur Zeit der Blüte des Chinesischen Reiches standen die Provinzen unter Vizekönigen und Gouverneuren, deren einzige Amtspflicht darin bestand, rechtzeitig Geld, Tee, Salz, Korn und Seid* an die Residenz, endweder nach Nanking oder nach Peking, abzuliefern. Als Sun-Yat-sen nach der Revolution von 1911 zum Präsidenten von China gewählt wurde, ging sein Streben auf die Schaffung einer straffen Zentralgewalt hinaus; er starb 1916, ehe sein Ziel völlig erreicht war. Unter den Nachfolgern brach wieder der alte Provinzstreit aus. Sollte Peking führen, sollte Nanking den Vorrang haben, sollte man Kanton zum Hauptort des Reiches wählen? In blutigen Bürgerkriegen wurde nach einer Lösung dieser Fragen gesucht, und dabei verfiel China immer mehr. Die Bolschewisten schoben sich, diese Schwäche ausnutzend, immer weiter gegen Westchina vor, brachten sogar den Marschall Tschiangkaischek auf ihr« Seite und taten alles nur Mögliche, um jeder Regung der chinesischen Politik eine japanfeindliche Tendenz zu geben. Einer von denen, die dies Spiel durchschauten, war Wang-Tsching - Wei; er sah ein, daß die Freiheit Chinas unter dem Einfluß de» moskowitisch orientierten Kommunismus niemals erreicht werden konnte. Er war antikommunistisch eingestellt und zog aus dieser Sachlage die logischen Konsequenzen. Sie führten ihn an die Seite der Japaner. Er reinigte die ihm zugänglichen Teile der Kuomintang, der tragenden Staatspartei, von bolschewistischen Einflüssen, gründete in Nanking eine Nationalregierung, berief sich darauf, daß er schon 1925 Chef der Nankingregierung gewesen sei, sprach dei Tschungking-Regierung des mit Moskau verbündeten Marschalls Tschiangkaischek die Rechtmäßigkeit ab und schuf sich damit die Grundlagen zu einer neuen nationalen chinesischen Politik. Japan hat nach einer kurzen Periode des Mißtrauens die Nankingregierung anerkannt; das geschah vorwiegend deshalb, weil England und Amerika angesichts der sich anbahnenden Neuordnung bemüht waren, di* ausgesprochen japanfeindliche Tschungking-Regie- . „ . , . , . . rung mit Geld und Waffen zu beliefern, um so eine seit Kriegsbeginn 30 feindliche Kriegsschiffe mit osta °; atisdie E i nigung zu hintertreiben. — Kraftfahrzeugen mit besonderem Erfolg. Jagdflieger und Flakartillerie schossen 19 feindliche Flugzeuge ab. In Tunesien sind -örtliche Kämpfe mit feindlichen Kräften, die die Stellungen unserer Gefechtsvorposten angegriffen, noch im Gange. Im Hafen von Bougie wurde ein Handelsschiff von 5000 BRT. beschädigt.' Artilleriestellungen und Kraftfahrzeugansammlungen in Nordtunesien waren das Ziel weiterer Luftangriffe. Fünf feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen. Am späten Abend führte der Feind planlose Störangriffe über westdeutschem Gebiet durch. Die entstandenen Verluste und Schäden sind gering. Der Feind verlor zwei Flugzeuge. Sondermeldung des OKW. In unablässigen Angriffen gegen die letzten bereits schwer beschädigten, aber noch schwimmenden Schiffe des Tankergeleitzuges, aus dem bereits dreizehn Schiffe mit 124 000 BRT. herausgeschossen waren, versenkten die deutschen Unterseeboote, wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, weitere zwei Tanker mit 17 000 BRT. und torpedierten nochmals den Dritten, dessen Untergang wegen sehr starker Abwehr nicht beobachtet werden konnte. Andere Unterseeboote versenkten im Nord- und Südatlantik, zum großen Teil aus Geleitzügen, 14 Schiffe mit 72 000 BRT. Damit hat die feindliche Transportflotte wieder insgesamt 16 Schiffe mit 89 000 BRT. verloren. des feindlichen Brennstoffnachschubs, die sich für unsere Kameraden an der tunesischen Landfront als Entlastung auswirken wird. Anerkennung und Glückwünsche dem Befehlshaber der Unterseeboote und der U-Boot-Gruppe. Weiter so! Schwer beschädigt in Gibraltar eingelaufen ( DNB, Madri d, iä» Jan.-Vfie aus Algeciras berichtet wird, lief am Montag ein schwerbeschädigter britischer Zerstörer in den Hafen von Gibraltar ein. Das Schiff hatte ein klaffendes Loch am Hede' das offenbar durch einen Torpedotreffer im Mittelmeer verursacht wurde. Der Zerstörer mußte, da er bewegungsunfähig war, in den Krigeshafen einge- schleppt werden und setzte mehrere Tote und Ver- er ‘ wundete an Land. Am Montagabend lief ein britischer schwerer Kreuzer mit einem breiten Leck in den Hafen von Gibraltar ein. Der Kreuzer setzte drei Tote und eine große Anzahl von Verwundeten an Land. Wie aus Gibraltar verlautet, wurde der Kreuzer in den Gewässern Französisdi-Nordafrikas durch eine Luftmine getroffen. Rom. Die italienische U-Boot-Waffe versenkte zusammen 140000 Tonnen und 154 Handcsschiffe mit rund 1 200 000 BRT. Außerdem schossen italienische U-Boote 12 feindliche Flugzeuge ab. Peking. Die Behörden in Nordchina mobilisierten im Rahmen der neuen nationalen Bewegung alle Einrichtungen, um die Bevölkerung über den wahren Charakter der anglo-amerikanischen Politik aufzuklären. Schon im Jahre 1940 kam es zum Abschluß von Verträgen zwsichen Japan und Nanking, und Wang-Tsching- Wei erhielt weitgehende Vollmachten und Unterstützungen zur Durchführung seiner nationalchinesischen Politik. Nun ist durch die Preisgabe der japanischen Konzessionen und durch den Verzicht auf die exterritorialen Gebiete die Integrität und Souveränität Nationalchinas in aller Form zum AusAm Dienstag 42 Sowjetflugzeuge von Jagdfliegern abgeschossen Unsere Luftwaffe überall erfolgreich im Einsatz Unter den heute gemeldeten Schiffen befand sich auch als besondere Beute unserer Unterseeboote ein Geleitzug-Begleitschiff, das außerordentlich stark für die U-Bootabwehr eingerichtet war. Dieses Hilfskriegsschiff war u. a. mit vier Kanonen auf dem Vorschiff bewaffnet und verfügte über Wasserbomben, Nebelgeräte, ein Wasserflugzeug und ein großes Motorboot für direkte U-Btootbekämpfung. Von der letzten Geleitzugschlacht bei den Azoren im Dezember vorigen Jahres hatte dieses Geleitschiff, wie sich nach der Torpedierung herausstellte, eine große Anzahl Schiffbrüchiger an Bord. Nach wiederholten Angriffen versank das Schiff, das sich durch die verschiedensten Kursänderungen den U-Boot- angriffen entziehen wollte, so schnell, daß nicht einmal die Rettungsboote zu Wasser gelassen werden konnten. An der Untergangsstelle trieben, nach den Angaben des U-Bootkommandanten, auf dem Wasser schwimmend oder auf den völlig überfüllten Flößen, auf denen die Schiffbrüchigen nur stehend Platz finden konnten, 300 bis 400 Menschen. Insgesamt haben unsere U-Boote in den letzten beiden Tagen 29 Schiffsversenkungen mit zusammen 213000 BRT. als stolzes Ergebnis ihres zähen und unermüdlichen Einsatzes melden können. Großadmiral Raeder: „Weiter so!" DNB. Berlin, 12 . Jan. Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine hat am 1 . Januar 1943 an den Befehlshaber der Unterseeboote folgendes Telegramm gerichtet: Die restlose Vernichtung des feindlichen Tankergeleitzuges im Seegebiet südlich der Azoren ist ein gemeinsamer Erfolg der planvollen Führung durch die Befehlshaber der U-Boote und des schneidigen Angriffes der U-Boot-Gruppe. Neben dem Tonnageerfolg steht die Vernichtung DNB. Berlin, 12 . Jan. Deutsche Jagdflieger errangen im Laufe des Dienstags an der Ostfront über dem Gebiet zwischen Ilmen- und Ladogasee sowie im Raum von Welikije Luki wiederum einen großen Erfolg. Nach den bisher vorliegenden Meldungen wurden in diesen Abschnitten insgesamt 42 sowjetische Flugzeuge in erbitterten Luftkämpfen abgeschossen. Unter den vernichteten Feindflugzeugen befindet sich eine größere Zahl gepanzerter Tiefflieger. Allein 36 Abschüsse erzielten Jagdstaffeln eines unter Führung von Ritterkreuzträger Major Trautloff stehenden Jagdgeschwaders. Hauptmann Philipp, Träger des Eichenlaubes mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, schoß im Laufe der Dienstag-Luftgefechte sieben sowjetische Flugzeuge nacheinander ab und verzeichnet nunmehr 146 Luftsiege. An der Eismeerfront griffen am Mittag des 11 . Januar schnelle deutsche Kampfflugzeuge einen sowjetischen Ausladehafen auf der Fischerhalbinsel mit Bomben und Bordwaffen an. Mehrere Volltreffer zerstörten in großem Umfang Gleisanlagen und Stapel von Kriegsmaterial. Ein um die gleiche Zeit durchgeführten Stukaangriff gegen rollendes Mate- ral auf der Murmanbahn vernichtete zwei Güterzüge östlich der Kandalakscha-Bucht. Bahnkörper und Schienenstränge waren von zahlreichen Bombentrichtern aufgerissen und dje Strecke dadurch auf längere Zeit blockiert. Am späten Nachmittag bombardierten unsere Kampfflieger mehrere Bahnhöfe und riefen in den Anlagen Brände hervor. An der tunesischen Front griffen am 11 . Januar deutsche Sturzkampfflugzeuge erfolgreich feindliche Artilleriestellungen und von Flak geschützte Panzeransammlungen an. Tieffliegerstaffeln beschossen mit ihren Bordwaffen feindliche Stellungen. Messerschmitt-Jäger vernichteten beirü Tiefangriff gegen einen frontnahen feindlichen Feldflugplatz eine eben startende Spitfire. Fünf am Rand* des Rollfeldes abgestellte Flugzeuge wurden durch Bordwaffenfeuer beschädigt. Am Nachmittag zersprengten unsere Jäger einen gemischten feindlichen liehen Verband, aus dem sie drei Flugzeuge herausschossen. Kühne Stoßtruppunternehmungen ' Berlin, 12. Jan. Zwischen Wolchow und Ladogasee führten die deutschen Truppen am 10. Januar erfolgreiche Stoßtruppunternehmungen durch, bei denen die Bolschewisten empfindliche Einbußen an Menschen, Waffen und Kriegsgerät erlitten. Einer dieser Stoßtrupps räucherte in heftigen Nahkämpfen zahlreiche feindliche Bunker aus, überrumpelte die Bedienung eines Pan- zerabwehrgesohützes und brachte sie mitsamt der Kanone zurück. Der Feind verlor dabei außer 45 Toten viele Verwundete und Gefangene. Auch gegen stärkste feindliche Abwehr setzten sich unsere Stoßtruppen durch. So drang eine aus ostpreußischen Grenadieren und Pionieren gebildete Stoßgruppe an einer anderen Stelle der Wolchow-Front am 7. Januar nach Wegräuraen der Drahthindernisse und Minensperren überraschend in das tief gestaffelte bolschewistische Verteidigungssystem ein. Trotz schlagartig ein- setzender feindlicher Abwehr gelang es ilmen, 23 Kampfstände und Bunker zu sprengen In halten Nahkämpfen mit Handgranaten und Maschinenpistolen warf der Stoßtrupp die sich verbissen wehrenden Besatzungen aus ihren Stellungen, trieb sie bis tief hinter ihre Linien und setzte die hinter den Gräben angelegten Munitions- und Geräte- Depots in Brand. druck gebracht worden. Auf der Grundlage der völligen Freiheit seines Landes hat Wang-Tsching-Wei die Kriegserklärung an Amerika und England abgegeben. Der ausschlaggebende Grund dafür war die Tatsache, daß sich diese beiden Länder weigerten,’ auf ihre chinesischen Konzessionen zu Verzichten. Es war damit offensichtlich geworden, daß sie China auch weiterhin als Ausbeutungsobjekt in der Hand behalten wollten. Sogar ihrem Verbündeten Tschiangkaischek gegenüber halten sie seit Jahr und Tag an ihren angemaßten Vorrechten fest. Das nun an der Seite Japans im Kriege stehende Nationalchina umfaßt den Riesenraum von Peking im Norden über Tientsin, Schantung, Schanghai, Tschekiang und Fukien bis nach Kanton im Süden. Das mit diesen wenigen Stichworten gekennzeichnete Gebiet, das so groß ist wie Deutschland, Frankreich und Spanien zusammengenommen, hat etwa 250 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt Nanking war immer die Grenze zwischen Nord und Süd; sie liegt 450 km stromauf am Jangtse, einem gewaltigen Strom, der bisher immer eine Trennungslinie und nie eine Verbindungslinie gewesen ist. Ihre Einwohnerzahl übersteigt eine Million. Nanking ist mehr Handels- und Industriestadt. Sie hat sich zum Mittelpunkt und Verteilungsplatz der Erzeugnisse der Provinzen Kiangsu, Nganhuei, Kiangsi und Hupe ent- widcelt. Die Gewerbebetriebe befassen sich vorwiegend mit der Seiden- und Brokatweberei. Japaner vernichteten 34 Flugzeuge DNB. Tokio, 12 . Jan. Das Kaiserliche Hauptquartier veröffentlichte folgendes Communique: Die japanischen Armee- Luftstreitkräfte werden zur Zeit zur Unterstützung der Landoperationen und der auf dem Seewege durchgeführten Transporte eingesetzt, wobei sie starke feindliche Luftstreitkräfte im südlichen Pazifik in Kämpfe verwickelten. Seit Dezember vorigen Jahres bis zum heutigen Tage. wurden insgesamt 34 feindliche Flugzeuge vernichtet. Unsere eigenen Verluste belaufen sich auf zehn Flugzeuge, die zum Teil 1 in Luftangriffen zerstört wurden oder bei Sturzangriffen sich selbst vernichteten. Stalin endgültig „hoffähig“ DNB. Madrid, 12. Jan. Die in Tanger erscheinende spanische Zeitung „Espana“ schreibt, daß die Veröffentlichung des Geburtstages Stalins im Gbsellschaftsfeil der „Times“, in dem bisher lediglich Nachrichten aus der königlichen Familie und der Hocharistokratie gebracht wurden, großes Aufsehen in England erregt hat. Selbst „News Chronicle“ habe den Vorfall kommentiert und ironisch bemerkt, „auf diese Weise ist die letzte Sperre beseitigt worden, die uns von unseren Verbündeten trennte“. Der anglo-sowjeti- sche Pakt hat seine endgültige Bestätigung im Gesellschaftsteil der „Times“ gefunden. EFE meldet aus Neuyork: Zur Unterstützung der seit einiger Zeit in den USA. herrschenden sowjetfreundlichen Agitation hebt die „Neuyork Times“ hervor, daß Stalin in England für würdig befunden vforden sei, in die Bulletins des königlichen Hofes aufgenommen zu werden. Die Zeitung führt den Beweis durch die Reproduktion des britischen Hofbulletins, wo an zweiter Stelle Stalins 65. Geburtstag bekanntgegeben wurde. Diese Tatsache wird von der USA.-Agitation, die nur allzu gut den Aristokratenfimmel der Yankees kennt, dazu benutzt, um für die wenigen USA.-' Bürger, die noch immer an eine Wandlung des ■ Sowjetregimes glauben, zu erklären, daß, wenn das englische Hofbulletin Stalin in seine Rubriken aufnimmt, kein Zweifel mehr darüber bestehen könne, daß sie sich zum sowjetisch-demokratischen System bekennen. lieber 3500 Opfer der TJSA.-HandeUmarine DNB, S 10 ck h 0 1 m, 12. Jan. Die nordamerikanische Marineleitung gab am Sonntagabend bekannt, daß vom 27. 9. 1941 bis zum 21. 11. 1942 der Verlust von 3211 Angehörigen der USA.- Handelsmarine den nächsten Verwandten mitgeteilt worden sei. Zwischen.dem 22. 11. und dem 21. 12. 42 sei den nächsten Angehörigen der Verlust von 310 Männern bekanntgegeben worden. Zu diesen Zahlen aus Roosevelts Krieg, meint die Marineleitung weiter, daß in diesen Ziffern nur die Verluste enthalten seien, die direkt auf feindliche Einwirkungen gegen USA-Schiffe ‘ zurückzuführen sind. Ferner erfaßten sie nicht diejenigen Nordamerikaner, die auf Schiffen mit ausländischer Flagge verloren gegangen seien, was eine weitere erhebliche Einschränkung bedeutet, da viele Amerikaner z. B. unter der Flagge Panamas fuhren. Sorgenvolle Stoßseufzer der britischen Presse Ober die U-Bootgefahr Keine Verstellung vom Ausmaß der deutschen Angriife * Wie das Deutsche Nachrichtenbüro meldet, hat sich mit dem Erfolg der deutschen Unterseeboote gegen den englisch-amerikanischen /Tankergeleitzug südlich der Azoren, der Verlust dö^dem Gegner zur Verfügung stehenden Tankschiffsraumes seit Ausbruch des Krieges auf über 700 Tanker mit insgesamt rund 5,1 Millionen BRT. erhöht. Dies sind wohlgemerkt nur die yerluste an Tankern. Man kann verstehen, daß die Engländer mich auf die nereste Sondermeldung höchst nervös reagieren und sich vor jeder Stellungnahme hüten. Sie beschränken sich auf verlegene Ablenkungsversuche, schwatzen von „erbarmungslosen Angriffen“ und „einigen Verlusten“, und geben sogar zu, daß große Schwärme von U-Booten die britischen Geleitzüge gefährden. Es paßt dies zwar nicht ganz zu den früheren Behauptungen Churchills, daß die U-Bootgefahr beseitigt sei und die bitteren Tatsachen können damit auch nicht hinwegdiskutiert werden. Aber aus allen Stimmen sprechen Pessimismus und Sorge. „Die in ganzen Schwärmen der britisch-amerikanischen Geleitzüge angreifenden U-Boote erregen nicht ohne eine starke Note die Aufmerksamkeit der Engländer“, schreibt „Daily Telegraph“ vom 11. Januar in einem Kommentar zu den kürzlichen U-Bootangriffen auf einen größeren Geleitzug im Atlantik. Die in der Oeffent- lichkeit empfundene Angst, -so meint das Blatt, werde nur noch dadurch gesteigert, daß die zuständigen Behörden niemals mit Sicherheit die Versenkung einer größeren Anzahl U-Boote melden könnten. An dem letzten Angriff auf den Atlantikgeleitzug beunruhige darüber hinaus noch die unerhört lange Dauer dieser Attacken. Tag und Nacht hätten sie gewährt, ohne daß man in der Lage gewesen sei, das zu verhindern. Auf jeden Fall beweise dieser jüngste U-Boot-Angriff, so schließt der „Daily Telegraph“ seine sorgenvollen Betrachtungen, daß sich die U-Bootgefahr für Großbritannien in letzter Zeit wesentlich dadurch erhöhte, daß der Feind einen noch weit größeren Gebrauch von dieser Waffe machte. Offenbar sei man noch weit davon entfernt, mehr U-Boote zu versenken, als der Gegner neue in Dienst stelle. Solange dieses Ziel nicht erreicht sei, könne man von einer Sicherstellung der Seewege Großbritanniens nicht sprechen. Die englische Besorgnis über die U-Bootgefahr kommt auch sehr stark in einem Angriff der „Daily Mail“ gegen das vor drei Monaten nach dem Besuch des General Smuts gebildete Anti-U-Boot-Komitee des Kriegskabinetts zum Ausdruck. Nach einer Londoner Eigenmeldung einer südschwedischen Zeitung stellt die „Daily Mail" fest, daß das Problem der U-Boot-Bekämpfung noch immer nicht befriedigend gelöst sei. Wenn es stimme, daß keine Vertreter der Luftwaffe, der Kriegsmarine und der Küstenabwehr in dem Anti-U-Boot-Ausschuß säßen, dann sei etwas sehr wesentliches unterlassen worden. Neuen Grund zum Pessimismus finden die Engländer auch in Pressemitteilungen, daß die „Verstärkung“ — wie es in englischen Berichten heißt — der U-Boot-Kriegführung die Ernährungslage Großbritanniens erschwere. Lord Woolton habe mitgeteilt, daß die Zuteilungen herabgesetzt werden müßten. So merken die Inselbewohner an ihrem empfindlichsten Organ, daß die U-Boot- Gefahr nicht nachläßt. Die Kriegsmarine sorgt für die Gesundheit ihrer Männer Von Kriegsberichter Dr. Hans Reinidee Nanking. Der Außenminister der Nationalregierung Tschuminiye erklärte in einer Radioansprache, der Zweck der chinesischen Beteiligung PK. Bei der Kriegsmarine. — Daß bei den tand- einheiten der Kriegsmarine eine ständige ärztliche Betreuung genau wie bei den anderen Wehrmachtteilen erfolgt und daß sie dort ebenso einfach durchgeführt werden kann, ist angesichts der meist in modernen Kasernen «folgenden Unterbringung verständlich. Wie aber steht et mit der ärztlichen Betreung an Bord der kleineren schwimmenden Einheiten, auf denen all die Einrichtungen fehlen, die einem auf festem Grund und Boden lebenden Zeitgenossen selbstverständlich erscheinen? Gerade das enge Zusammenleben an Bord erfordert eine besonders intensive Uebetwachung des Gesundheitszustandes. Hinzu kommt, daß schwimmende Verbände immer mit der Möglichkeit von Feindberührung und damit von Verwundeten an Bord zu rechnen haben, die rasche ärztliche Hilfe brauchen, wenn unnötjge Verluste vermieden werden sollen. Deshalb soll möglichst bei jeder Flottille ein Arzt an Bord sein, der je nach dem Einsatz der Einheiten mal auf dieses und mal auf jenes Boot umsteigen muß. Wir trafen an Bord eines Räumbootbegleitschiffes im Kanal, das zur Sicherung eines Geleites eingesetzt war, einen jungen Oberassistenzarzt, der im nächsten Hafen auf ein Minenräumboot überstieg, um dort eine Revierstunde an Bord abzuhalten. Zusammen mit einem Sanitätsgefreiten nahm er den Kartenraum für seine in einem Koffer mitgeführten Instrumente in Beschlag und hantierte in diesem aufs einfachste ausgestatteten Sprechzimmer mit sicherer Hand, als wäre er in einem großen Lazarett. Im allgemeinen, so beantwortete der Bordarzt unsere Frage, ist grundsätzlich jedes.Viertel- jahr eine Gesundheit sbesidstigung fällig. Dann wird jeder Angehörige der Besatzung auf Herz und Nieren, an Hand des Gesundheits- J budies, untersucht, das den Arzt über die Gesundheit, aber auch über etwa überstandene Krankheiten jedes einzelnen unterrichtet. Im Umgang mit Maschinen und Maschinenwaffen läßt es sich nie ganz vermeiden, daß einmal jemand Verletzungen davonträgt, daß sich hier jemand an einer kleinen Wunde infiziert, dort einer den Finger quetscht, und schließlich bringen Wind und Regen Erkältungskrankheiten mit sich, denen gleich im Anfangsstadium entgegen- getreten werden muß. Natürlich können an Bord nur leichtere Krankheitsfälle behandelt werden. Ernstere werden dem nächsten Marinelazarett überwiesen. Aber der Zweck der ärztlidien Betreuung an Bord ist ja auch in erster Linie, vorbeugend zu wirken und es gar nicht erst zu einem kritischen Stadium kommen zu lassen. Haben die Boote Gefechtsberührung mit dem Feind, so sorgen Arzt und Sanitätskasten vor allem für das Anlegen von Not- Eingriffe vermögen zuweilen den Verwundeten vor lebenslänglicher Versehrtheit zu bewahren. „So konnte ich einmal während eines Nachtgefechtes einem Matrosen einen kleinen Granatsplitter aus dem Augenlid entfernen," berichtet der Oberassistenzarzt, „der dem Verwundeten sonst das Augenlicht gekostet haben würde, wenn er erst seine Einlieferung ins Lazarett hätte abwarten müssen.“ Und hier, an diesem Beispiel, scheint auch der mutige Einsatz erwähnenswert, der so ganz ungesehen von der Oeffentlidikeit von den Marineärzten geleistet wird. Hier sind sie Kamerad unter Kameraden, die ihre Pflicht erfüllen, genau wie die seemännische Besatzung oder die Männer an der Maschine. Diesen Oberassistenzarzt schmückt das EK. I und das Minensuchabzeichen. Beide Auszeichnungen sprechen still das aus, was er bescheiden verschweigt. Kommen für die Boote einmal Liegetage im Hafen, so beginnt für ihn am Sitz der Flottille, einem französischen Kanalhafen, erst die Arbeit der Auswertung der an Bord erzielten Untersuchungsergebnisse. Hier wartet ein bombensicherer Bunker auf ihn, der alle Instrumente der modernen Wissenschaft enthält, vom Sauerstoffapparat bis zum Röntgenlaboratorium. Von hier aus wird auch noch der ärztliche Dienst für den Standort geleistet. Bis — meist urplötzlich — der Befehl kommt: „Arzt einsteigen auf Boot X, um 22 Uhr seeklar!" Dann nimmt er Medikamentenkoffer und Instru- mcntentasche und geht wie befohlen an Bord. Vielleicht bedarf man seiner Hilfe in dieser Nacht! 23 feindliche Flugzeug vernichtet DNB. Rom, 12. Jan. Der italienische Wehr, machibericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In der Syrte besonders lebhafte Tätigkeit der Luftwaffe. In wiederholten Aktionen, deren Wirksamkeit festgestellt wurde, griffen italienische Kampfflugzeuge und deutsche Bomber- und Stukaverbände vorgeschobene Flugplätze sowie Truppen- und Kraftwagenansammlungen an. 18 Flugzeuge wurden im Luftkampf, sieben von italienischen und elf von deutschen Jägern, abgeschossen, eines von der Bodenab,wehr zum Absturz gebracht und weitere vier am Boden in Brand geworfen. Vier unserer Jagdflugzeuge sind nicht zu ihrem Stützpunkt zurückgekehrt. In Fessan wurden feindliche zahlenmäßig überlegene Streitkräfte zum Rückzug gezwungen. Die vorgesehene Umgruppierung unserer Garnisonen im südliby- schen Gebiet geht weiter. In Tunesien stießen von Panzerwagen unterstützte Vorstöße des Feindes auf die Verteidigung unserer vorgeschobenen Poeten. Oertliche Gefechte sind im Gang. Die deutsche Luftwaffe bombardierte einen algerischen Flugplatz, zahlreiche am Boden abgestellte Flugzeuge wurden schwer beschädigt und ein Munitionslager getroffen. Außerdem erhielt ein Handelsdampfer im Hafen von Bougie Bombentreffer. Im Verlauf lebhafter Luftkämpfe wurden fünf feindliche Flugzeuge abgeschossen. Am gestrigen Nachmittag unternahm der Feind einen Einflug auf Neapel und Umgebung. Dia Schäden sind unbedeutend. Beim Zusammensturz einiger Wohnhäuser erlitt die Bevölkerung einige Verluste. Bisher wurden 23 Tote und 65 Verletzte festgestellt. Von den acht mehrmotorigen Flugzeugen, die an der Aktion teilnahmen, wurden vier vernichtet; eines von der Luftabwehr und drei von sofort aufgestiegenen Jägern. Von den Flugzeugen stürzten zwei in der Provinz Salerno in der Nähe der Ortschaft Acerno und Calvanico (S. Crippiano), eins bei Lioni (Provinz Avellino) und das vierte zwischen den Inseln Iskia und Procida ins Meer. Einige der Besatzungsmitglieder kamen ums Leben, andere wurden gefangen genommen. Zum Tode verurteilt und Ungerichtet B e r 1 i n. Am 3 . Januar 1943 haben die in Deutschland beschäftigten ausländischen Arbeiter van Leeuven und Lardunois, die schon längere Zeit einen Raubüberfall planten, die 31 jährige Ehefraa Steffie Fiedler im Stadtbahnzug Oranienburg— Berlin ermordet und beraubt. Frau Fiedler, die von einem Besuch kam, bestieg in Oranienburg einen Wagen der S-Bahn, in der sich außer den beiden Verurteilten niemand befand. Kurz nach Abfahrt des Zuges schlug von Leeuven auf die Frau mit einem Holzhammer ein, während Lardunois ihr mehrere Messerstiche beibrachte. Nachdem sie ihrem Opfer die Handtasche entrissen hatten, warfen sie die schwerverletzte Frau aus dem fahrenden Zug. Sie wurde später tot neben den Gleisen aufgefunden. Nach der Tat kehrten die Mörder in ihr Arbeitslager zurück und teilten die nur geringe Beute von acht RM. und einigen Lebensmittelkarten. Bereits nach wenigen Tagen waren die Täter dank der vorbildlichen .Arbeit der Berliner Kriminalpolizei und der Mitwirkung des Publikums ermittelt und wurden in den. Hüben Morgenstunden des 11 . Januar 1943 dem Gericht zugeführt Noch am gleichen Vormittag verurteilte das Sondergericht die beiden Täter wegen Raubmordes zum Tode. Eine Stunde nach Urteilsverkündung wurden die Täter hingerichtet. Neuordnung der Betufserziehung der deutschen Jugend Im Vordergrund steht der Leistungsgedanke am Kriege sei, England und die USA. zu besiegen, [Verbänden bei Verwundungen, für das sachverstän- um einen gerechten Frieden zu erreichen. ldige Abbinden und so weiter. Aber auch ärztliche „Lieber deutsche Gefangenschaft als amerikanische Freiheit 11 So sprach ein französischer Haupt mann, der in Tunesien fiberlief Von Kriegsberichter Hans-Georg Schnitzer DNB. Tunesien, 12 . Jan. (PK) Das Schicksal der Franzosen, die in Nordafrika von Verrätern und Wortbrüchigen in die Hände der Amerikaner gespielt wurden, gehört wohl zu den traurigsten Kapiteln dieses Krieges um die Freiheit Europas. Wieder steht ein französischer Offizier vor uns, der keinen anderen Ausweg aus seinen Gewissenskonflikten fand als die Flucht aus den Reihen der Truppen, die Briten und Amerikaner zwingen, gegen die Verteidiger ihres Erdteils zu kämpfen. Von den anderen Gefangenen unterscheidet den Hauptmann L. R. vor allem die Tatsache, daß er in diesem Krieg schon einmal in deutscher Gefangenschaft war. Im Juni an der Marne in unsere Hände gefallen, verbrachte er sechs Monate in Deutschland, wurde dann jedoch aus Gesundheitsgründen entlassen. Die Vichy-Regierung setzte ihn als Kommissar für Eingeborenenangelegenheiten — eine halb militärische, halb zivile Kontrolleurstellung — in Marokko ein. Eineinhalb Jahre lang glaubte er dem Krieg entronnen zu sein. Als Briten und Amerikaner sich anschickten, als Ersatz für ihre Landverluste in Ostasien das französische Kolonialreich zu vereinnahmen, eilte' er zu den Fahnen Pe- tains, um die Landung der Eindringlinge verhindern 7 .u helfen. Dabei hatte sein Bataillon hohe Verluste. Allein acht Offiziere besiegelten ihre Treue zu Europa mit dem Tode. Nach der Niederwerfung des ' ranzösischen Widerstandes gingen die Amerikaner afort daran, die Truppen, die eben noch gegen sie gekämpft hatten, mit Hilfe der französischen Ver- renterdique zum Marsch Richtung Tunesien zu zwingen. Ursprünglich wurde ihnen versprochen, sie sollten erst in drei Monaten eingesetzt werden. Dann schien man jedoch verhindern zu wollen, daß sich die an- ;eschlagenen Einheiten allzu stark erholten. Man connte ja nicht wissen, ob sie bei passender Gelegenheit die Waffen wieder gegen die Eindringlinge gebrauchen würden. Und das mag wohl auch der Grund dafür gewesen sein, daß man die Kampfgruppe sehr schlecht ausrüstete. Ohne jegliche Nachrichtenmittel schickte man sie an die Front. Für jedes Maschinengewehr erhielten sie nur 250 Schuß, für jede Kompanie lediglich einen einzigen Lastkraftwagen. Und als sie dann zum Kampfe antraten, unterließ man sogar, ihnen die versprochene Artillerieunterstützung zu geben. Wie 1940 , so betrachten die Engländer auch heute noch die Franzosen, wo sie sie noch verführen können, lediglich als Kanonenfutter. Hauptmann L. spricht mit ungeheurer Erbitterung auch über die Amerikaner, die „in Marokko Brücken bewachen und die schlecht ausgerüsteten Franzosen an die Front schicken, während sie zuerst versprochen hat DNB. Berlin, 12 . Jan. Dieser Tage wird der Entwurf eines Gesetzes über die Berufserziehung der deutschen Jugend der Oeffentlidikeit übergeben werden, wie die Arbeitsberichte der Akademie für Deutsches Recht mitteilen. Dieser Entwurf soll zunächst vor allem eine Diskussionsgrundlage darstellen und dabei gerade auch zur Erörterung wichtiger konkreter Einzelfragen Anlaß geben. Der Vorsitzende des Jugendrechtausschusses, Professor Dr. S i e b e r t, nimmt in der Januar-Nummer der „Zeitschrift der Akademie für Deutsches Recht“ zu diesem Entwurf jetzt selbst Stellung und weist vor allem noch einmal auf die den Entwurf beherrschenden Grundgedanken hin. Der Volksgenosse soll nämlich seine Arbeit als Beruf auffassen und zu möglichst hoher Leistung geführt werden. Leistung ist der Ausdruck des Wertes des einzelnen Volksgenossen in der Volksgemeinschaft und im Arbeitsieben schlechthin. Die Berufserziehung ist Pflicht und Recht aller Jugendlichen. Weil alle Volksgenossen zur Arbeit aü berufliche Leistung für die Volksgemeinschaft verpflichtet sind, und weil diese Leistung eine planmäßige Jugend-Berufserziehung erfordert, muß jeder junge Volksgenosse ohne Rücksicht auf Herkunft und Vermögen eine Erziehung zu dem Beruf erhalten, in dem er nach seiner Persönlichkeit die beste Leistung für die Volksgemeinschaft erzielt. Ans den Einzelheiten des Entwurfes kann hier nur auf folgende allgemein interessierende Fragen hingewiesen werden: Das fachlich am stärk- Zeitgeschehen in KGrze Berlin. Auf einer Arbeitstagung der Deut- Italienischen Gesellschaft gab Präsident von Tscham- mer und Osten Richtlinien für die enge Zusammenarbeit der Deutsch-Italienischen Gesellschaft mit den maßgebenden Stellen der Partei Preßburg. Ministerpräsident Dr. Tuka ist von seiner Funktion als Vorsitzender der Hlinka-Partei zurückgetreten. Staatspräsident Dr. Tiso ernannte zu seinem Nachfolger den Stellvertretenden Parlamentsvorsitzenden Dr. Mederly. Genf. Die Ernennung des bisherigen Vorsitzenden des Nationalausschusses der Demokratischen Partei der USA., Flynn, zum persönlichen Vertreter Roosevelts in Australien im Range eines Botschaft sten qualifizierte Berufserziehungsverhältnis ist das Lehrverhältnis. Es soll deshalb das bisherige Anlernverhältnis verschwinden und im Lehrverhältnis aufgehen, da es sich von ihm nicht wesensmäßig, sondern nur durch die kürzere Dauer der Ausbildung unterscheidet. Die Mindestdauer des Lehrverhältnisses soll ein Jahr betragen. Die Dauer für die einzelnen Lehrver- hälnisse soll je nach den Anforderungen des Berufes durch eine Ausbildungsordnung festgesetzt werden. Eine generelle Höchstdauer für ein Lehrverhältnis sieht der Entwurf nicht vor. Als zweite Art des Ausbildungsverhältnisses schlägt der Entwurf ein Mindestausbildungsverhält- n i s von sechsmonatiger Dauer vor, das als „Anlehre" bezeichnet wird. Dieses Aniehr-Verhältnia (nicht zu verwechseln mit dem bisherigen Anlernverhältnis) bezweckt also die Ueberwindung der Ungelernten durch eine Mindestausbildung. Zur Sicherung des Berufweges sollen solche Vereinbarungen unzulässig sein, durch die ein Jugendlicher die Zeit nach Beendigung des Berufserziehungsverhältnisses in seiner Freizügigkeit oder sonstigen Einsatz seiner Arbeitskraft in einer Weise beschränkt würde, die dem Ziel der Berufserziehung insbesondere dem Leistungsge- danken widersprechen würde. Siebert schlägt in seinen Ausführungen vor, eventuelle Vereinbarungen über die spätere Bindung Jugendlicher an den Ausbildungsbetrieb von der Zustimmung de* Arbeitsamtes abhängig zu machen rront scmacen, warnend sie zuerst vcispiuuicu uai- . „ fr ... - . , , _r~, . ten, sie erst nach drei Monaten einzusetzen. Ich habe «* 1540 als Gefangener sehr unter dem Zusammenbruch Frankreichs gelitten, aber heute ist die deutsche Gefangenschaft mir lieber als die amerikanische Freiheit". der auf die Korruptheit der Regierung Roosevelts ein bezeichnendes Schlaglicht wirft. Sofia. Aus Berichten det hier eingetroffenen britischen Zeitung in Kalkutta »News Statesman“ geht hervor, daß Unruhen, Attentate und Bombenexplosionen zu den Tagesereignissen von Kalkutta, Bombay, Assam, Orissa und anderen Gegenden gehörten. Sofia. König Boris empfing am Dienstagnachmittag den von seinem Besuch im Führerhauptquartier zurückgekehrten bulgarischen Kriegsminister, General Michoff, in Audienz. Stockholm. Koni» Gustav eröffnete den neuen schwedischen Reichstag mit seiner Thronrede, in der er u. a. das schwedische Volk zur Wahrung strikter Neutralität in Wort und Schrift ermahnte. Verleger: Alfred Reiff (bei der Wehrmacht) Druck und Verlag: A. Reiff & Cie., Offenburg. Verlagsleiter: R. Hack, Hauplschriftlei er: Dr. Fr. Werner (z. Zt. in Urlaub), i. V. Carl Fürst. Anzeigenleiter: Rudolf Berton. (FL Nr. 8 ). htet " he Wehr* en Wort- t gibt be- Tätigkeit en, deren alienische nd Stuka- rie Trup- 18 Fing- a italieni- n, abge- n Abstur* in Brand sind nicht n Fessan ne Streit- irgesehene i siidliby- iießen von ) Feindes schobenen ang. Die n algeri- abges teilte und ein rhielt ein Bomben- Ee wurden der Feind img. Die usammen- völkerung » und 65 motorigen aen, wur- uftabwehr ern. Von •ovinz Sa- erno und (Provini jn Inseln der Be- andere btet i die in Arbeiter ngere Zeit e Ehefraa nknburg—• m, bestieg n, in der id befand, a Leeoven , während ite. Nadi- entrissen u aus dem leben den hrten die teilten die inigen Le- 'agen wa« irbeit der rkung de* n m Gericht verurteilte ;en Raub- [Jrteilsver- d lältnis ist shalb daa l und im ihm nicht ) kürzere Die Min- Jahr be* Lehrver- n des Be- iestgesetzt ein Lehr- Als zweite , der Ent- erhält- als „An* Verhältnis n Anlern* .düng der ng. en solche l die ein ung des Freizügig- tskraft in i Ziel der istungsge- schlägt in •einbarun- iicher an mung des I Boraben- Kalkutta, Gegenden nstagnadi* hrerhaupt- iriegsmini- lete den rhronrede, Wahrung ermahnte. Die Jagd itn Januar Der Januar bringt für alles Wild Notzeit, auch wenn der Schnee nur gering und der Frost milde ist. Alle Fütterungen für Schalen- und Niederwild sind daher dauernd»u beschicken. Kleingesdmittene Kartoffeln und Futterrüben dürfen im Futter nie fehlen, um dem Wild die nötige Feuchtigkeit zuzuführen. In normalen Jahren ruht jetzt die Jagd auf alles Nutzwild. Da der Winter sich diesmal aber milde *nläßt, und es außerdem die Ernährungslage erfordert, sind die noch nicht erfüllten Abschüsse an Rehgeißen und Kahlwild, wie auch an abschußnotwendigen Hirschen jetzt unbedingt zu tätigen. Auf Schlingensteller, die man am häufigsten unter den auf dem Lande eingesetzten Kriegsgefangenen findet, ist ebenso wie auf Kleinkaliberschützen schärfstem zu achten. Alle Wechsel und Pässe, die zu den Fütterungen fuhren, müssen daher jetzt auf etwa gestellte Schlingen regelmäßig kontrolliert werden. Wildernde Hunde, die die durch Schnee teilweise behinderte Bewegungsfreiheit des Wildes zur Befriedigung ihrer Raubgier benutzen, sind mit allen Mitteln zu bekämpfen. Raub- und Krähenvögel, die ihr Unwesen an Fasanen- und Rebhuhnschütten treiben, sind mit Pulver und Blei daran zu hindern. So hat der Heger jetzt alle Hände voll zu tun. Im Januar beginnt die Ranzzeit des Fuchses. Das Sprengen des Fuchses aus dem Bau mit einem scharfen Erdhunde ist jetzt die erfolgversprechende Jagdart. Man geht den Bau, der befahren ist, mit gutem Winde an, ohne ihn zu betreten und ohne Geräusche zu machen und schnallt den Hund, indem man ihm die Halsung abnimmt, damit er sich mit ihr im Bau nicht verfängt. Betritt man hierbei den Bau und verhält man sich beim Anstellen laut, so springt der Fuchs auch vor dem schärfsten Hunde nicht. Ist der Hund scharf und hat man dieses beachtet, so wird der Fuchs bald springen. Da in der Ranzzeit oft mehrere Füchse im Bau stecken, ist es ratsam, nach dem ersten gesprengten Fuchs ruhig stehen zu bleiben and das Springen weiterer Füchse abzuwarten, besonders aber dann, wenn der Hund gleich wieder entschlieft. Erst wenn er kein Interesse mehr für den Bau zeigt, kann man sich einem anderen zuwenden. Umschau ln Haslach Heldentod Unerwartet traf die Nachricht ein, daß ein Sohn unserer S.adt Gefreiter Zyriak Daniel, im Alter von 35 Jahren, in einem Heimatlazarett gestorben ist. Er-folgte nun seinem Bruder Alois, der auch für sein Vaterland den Heldentod fand. Der Verstorbene hinterläßt die Frau mit zwei Kindern, sowie die Eltern, Den Hinterbliebenen - wendet sich herzliche Anteilnahme zu. II. M ü h 1 e n b a ch. (Aus der Partei.) Am Sonntag fand im Parteilokal zum Biersepp die Jahressehlußversammlung statt. Ortsgruppenleiter Ketterer eröffnet» die Tagung und gedachte zunächst der gefallenen Parteigenossen, sowie aller Gefallenen in der Gemeinde, welche ihr "$,eben im Kampf für Führer, Volk und Vaterland dahingaben. Alsdann verlas Pg. Ketterer die "Richtlinien für das neue Jahr^j welches ein Jahr des Sieges sein muß. Schulungsleiter Schmieder 1 hielt sodann einen Vortrag über das künftige neue Europa. Mit Gruß und Sieg Heil auf den Führer nahm die Versammlung einen würdigen Abschluß. — Am letzten Opfersonntag beteiligte sich die Bevölkerung ebenfalls recht lebhaft. S t e i n a ch. (Todesfall.) Im Alter von 60 Jahren verstarb Frau Karolina Heitzmann, Witwe, geh. Schätzle, Altruhhofbäuerin, unerwartet rasch. Aus dem Tale der Gutach G u t a eh bei Hornberg. (Heldentod.) Oberwachtmeister Hermann Zwick und Unteroffizier Erich Münz fanden im Osten in treuer Pflichterfüllung den Heldentod. Hornberg. (Todesfall.) Im Alter von fast 69 Jahren verstarb unsere Mitbürgerin Frau Frida Oesterle, Witwe, geb. Hofmaier, nach kurzer schwerer Krankheit. Triberg. (Vom Standesamt.) Im Monat Dezember sind eingetragen: 14 Geburten, 4 Todesfälle und 3 Eheschließungen. Furtwangen. (Todesfall.) Im Alter von 80 Jahren verstarb unser Mitbürger, Rentner Theodor Hummel, nach kurzer, schwerer Krankheit. V i 11 i n g e n. (Auszeichnung.) Gefreiter Josef Storz errang sich das EK. II. — (Todesfall.) In Staufen verstarb Frau Agnes von Lilienhoff-Zwo- witzki geb. Clauß. Sie folgte wenige Wochen ihrem Manne, dem ersten Kommandeur des Villinger Bataillons im Tode nach. Noch viele Villinger werden sich an sie erinnern. — Nach schwerer Krankheit verstarb im Alter von 44 Jahren Frau P. Schlenker. V i 11 ! n g e n. (Die Folgen eines leichtsinnigen Spiels.) 'Der 13 Jahre alte Schüler, der vor einigen Wochen beim Spielen mit einer Pistole von einem Kameraden in die Brust geschossen wurde, ist nunmehr im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. 4 us dem Elstal W a 1 d k i rch. (Auszeichnung.) Gefreiter Josef Beba erhielt im Osten das Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern. Ko 11 natu (Auszeichnung.) Das Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern erhielt im Osteinsatz Unteroffizier Otto Kapp. Niederwinden. (Todesfall.) Im Alter von 80 Jahren verstarb unser Mitbürger Franz Josef Eble Alt-Eblebauer, nach kurzer Krankheit. Alte Bauernh5fe im Fischerbachtal 6. Der Moserhof Im schönen Fischerbathtal steht ein altes Gasthaus, der „Hirschen“. Schon manche Hochzeit ward darinnen schon gefeiert, so manches Glas darin geleert. Ehe die „Hintertaliger“ und die „Wald- steiniger“ heimkehren, machen sie gewöhnlich dort nochmals Halt. Dort ist die letzte Station, im „Hirschen“ wird letztmals getankt. Und dann geht es wohlgemut den Höfen zu. Hat einer ausnahmsweise mal zu viel geladen, nun ja, so ist das auch nicht schlimm. Ists dunkel, so kann er unbelästigt seines Weges ziehen, und steht der helle Mond am Himmel, so kann auch mchts passieren. Der Alte verzieht höchstens sein altes Gesicht, blinzelt mit seinen pfiffigen Augen, findet die Sache nur menschlich, allzumenschlich and — schweigt. Ja, der Mond ist ein lieber Geselle, der großzügig über alle unsere kleinen Schwächen hinwegsieht. „Um den „Hirschen“ stehen, was sonst nirgends im Fischerbach der Fall, einige Höfe beisammen. In dem einen saß der Räpple-Michel als einstiger Besitzer and Pensionär (Leibgedinger). Er hatte einem Verwandten den Hof übergeben. Unfern davon stand des Nachbars, des Moserbau'ern Haus.“ So erzählt uns Heinrich Hansjakob. Dieser Hof war vor ungefähr 200 Jahren Eigent tum des Georg Eisenmann und der Juliana Dirhold. Beider Sohn und Nachfolger von Christian Eisenmann. Im Jahre 1776 geboren, verheiratete er sich am 30. Dezember 1802 mit Johanna Vollmer. Am 24. Oktober 1818 verkaufte Eisenmann den Hof an Josef Mohr um 5300 Gulden und zwar: „Das vorhandene eineinhalbstöckige Wohnhaus samt Hofreithe, die Schweineställe und das Back- und Waschhaus; die Viehhütte auf dem sogenannten Geistacker; der beim Haus liegende Krautgarten; 91 Sester Acker; 20 Sester Matten; 64 Sester Reutfeld“. Josef Moser stammte aus Biederbach. Er ist am 21. April 1773 geboren. Im September 1818 verheiratete er sich mit Katharina Wernet, die ebenfalls aus Biederbach war. Aus der Ehe ent- sproßten neun Kinder: Matthias, Maria Anna, Veronika, Josef, Romanus, Anton, Jakob, Franziska, Theresia. Ende der 1840er Jahre brannte das Haus ab und wurde ein Neubau erstellt. Ende Oktober 1849 gab Moser den Hof an seinen ältesten Sohn, den Matthias, ab. Der Kaufpreis betrug 3300 Gulden und bestand der Hof aus einem „neuerbauten zweistöckigen Wohnhaus mit Scheuer und Stallung unter einem Dache, nebst besonderen Schweine- Ktcfeftadt IDoffiub Bunter Abend im Kreis Wölfisch t. Im Monat Januar findet in verschiedenen Orten unseres Kreises ein „Bunter Abend“ statt, welcher von einer Künstlertruppe, die von der NSG. „Kraft durch Freude“ verpflichtet wurde, veranstaltet wird. Dieser Bunte Abend steht unter dem Motto: „Froh und heiter — und so weiter“ und verspricht anregende Unterhaltung. Die verschiedenartigsten Darbietungen werden bestritten von L. Müller als Humorist, Beate Charlotte als Tänzerin, Else Schneider als Sängerin und von Jano, dem Zauberkünstler; ferner beherrscht Erika Böhm das Akkordeon, und als hervorragender Pianist wirkt See-, hörst, während Peter und Petersilie das Publikum durch ihren Exzentrikt in Bann setzen werden. Der Bunte Abend wird am Freitag, 22. Januar, in Haslach im Bahnhof restaurant auf geführt; Montag, 25. Januar, in Hausach in den Bahnhofliditspielen, und am Dienstag, 16. Januar, in Wolfach im Kranzsaal. Auch in verschiedenen anderen Orten wie Zell usw. wird die unterhaltliche Künstertruppe auftreten. Schuhortrag über das Feuerlöschwesen r. Welche Bedeutung heute dem Feuerlöschwesen beigemessen wird, zeigt schon die Tatsache, daß bereits auch die Schüler mit dem Feuerlöschwesen bekannt gemacht werden. So hielt gestern vormittag Hauptbrandmeister Otto Fehrenbacher im Schulhaus vor den Schülern der Mittelschule und den höheren Klassen der Grundschule einen Vortrag über das Verhalten der reiferen Jugend bet Waldbränden und auch bei anderen Bränden. Es besteht die Möglichkeit, daß bei Brandfällen, hauptsächlich bei Waldbränden, auch die älteren Knaben zur Brandbekämpfung herangezogen werden. Die aufklärenden Worte des Hauptbrandmeistjrs Fehrenbacher waren jedenfalls für die Jugend, die ja in dieser Hinsicht noch keine Erfahning besitzt, von großer Wichtigkeit. Von der DAF. r. In einer Arbeitstagung der Amtswalter der DAF. gab Ortsobmann Decker einen Ueberblick über die Arbeiten innerhalb der Ortsgruppe. Es fanden zehn Arbeitstagungen und drei Sammlungen im letzten Jahre statt. Einige Eingänge der Kreis- waltung wurden bekannt gegeben und des weiteren darauf hingewiesen, daß die Zellen- und Blockwalter auch ihrerseits den Hinterbliebenen von Gefallenen mit Rat und Tat beistehen sollen. Den Gefolgschaftsmitgliedern, die den feldgrauen Rodt tragen, wurden Feldpostpäckchen zugeleitet. Zum Schluß sprach der Ortsobmann zuversichtliche Worte über das Geschehen unserer Zeit und mit einem Gedenken an den Führer fand die Tagung ihren Abschluß. Aufnahmen von Hitlerjungen in die Feuerlöscb- polizei r. Heute Mittwochabend werden im Handelsschulsaal im Rathaus die Hitlerjungen zur Feuerwehr übernommen. Ausgabe der Reich skieiderkarten \ Nach dem Ausschreiben des Bürgermeisteramts findet die Ausgabe der neuen Reichskleiderkarte am kommenden Montag und Dienstag, 18. und 19. Januar, im Zimmer des Rathauses statt. Oberwolfach. (Jfltersjubilarin.) Frau Maria Bonath konnte dieser Tage ihren 80 . Geburtstag feiern. Trotz des Alters ist die Jubilarin noch rüstig. S ch i 1 1 a ch. (Heldentod.) Leutnant Peter Fröhlich, in einer Panzer-Nachrichten-Abteilung, fand im Osten in treuer Pflichterfüllung den Heldentod. macht) Dffenburg. r: Dr. Fr. irst. An- Vom Schicksal verweht Rom« von Holla 6utkeicli ÄÄ“' 21 . Fortsetzung Sedgewick haut wütend auf den Tisch. „Warum haben Sie es denn nicht getan?“ „Weil die Koionial-Verwaltung es ablehnt, Verträge mit Wilden zu schließen, die etwas kosten!“ sagt der Gouverneur kühl und amtlich. Das ist für Dos Passos Gerechtigkeitsgefühl zuviel. „Verträge, bei denen nur die eine Seite Vorteile hat, sind unmoralisch, ganz gleichgültig, wet der Vertragspartner ist.“ Der Gouverneur steht aut „Ich verbitte mir diesen Ton, Dr. Dos Passosj“ Rubber sitzt wie auf dem Sprung. Jetzt packt er seine Kamera und läuft zu den beiden Streitenden. Dos Passos läßt sich von der zornigen Geste des Gouverneurs nicht einschüchtern. „Wie Sie wollen — dann wird die Aktion eben abgeblasen!“ „Jawohl, die Aktion wird abgeblasen!“ erklärt der Gouverneur eigensinnig. „Bueno, dann behalten Sie eben Ihre Malaria und krepieren Sie daran!“ sagt Dos Passos sehr deutlich seine Meinung. Er schließt einen Augenblick die Augen, weil das Magnesiumlicht, das der photographierende Journalist aufbliizen läßt, ihn plötzlich trifft Rubber knipst immer den jeweils Sprechenden, darum wendet er sich nun dem Gouverneur zu, der gerade im Ton der Ueber- zeugung verkündet: „Bis jetzt leben wir alle noch!“ Dos Passos sieht ihn scharf an. „Bis jetzt — aber es werden* alle drankommen. Auch Sie, Exzellenz.“ Der Gouverneur steigert sich in eine für ihn ungewöhnliche Wut „Herr Doktor Dos Passos, ich verbiete Ihnen, weiterzureden!“ „Sie haben mir nichts mehr zu verbieten, Exzellenz. Ich gehe. Aber die Verantwortung für das Elend, das Puntamarra erleben wird, kommt auf Ihr Konto, Exzellenz!“ „Jawohl!“ schlägt sich der alte Sedgewick auf Dos Passos Seite. „Und da ist bald genug drauf.“ Mit großer innerer Erregung verfolgt Virginia die Szene, ihre Hände verkrampfen sich unter dem Tisch. Dabei schmerzt sie der Ring mit der großen blaßro'.en Koralle, den ihr vor Jahren Dos Passos, als er noch Peter Fischer war, an einem glücklichen Abend schenkte, und den sie nie abgelegt hat Sie bemerkt nicht daß Lewis den Zeichenblock Rubbers zu sich heran zieht, den daneben liegenden Radiergummi zur Hand nimmf und an der Zeichnung herumradiert. Dann schiebt er den Block wieder an seinen alten Platz zurück. Der Einwurf Sedgewicks hat dem Gouverneur zu denken gegeben. Er hat kein Interesse daran, sich mit dem Bankier schlecht zu stellen. Schließlich hat Sedgewick neulich Mrs. Parker das Geld für ein Perlenkollier vorgeschossen und besitzt einen Schuldschein. Und schließlich könnte Mr. Sedgewick auch mal beim Kolonialminister, dem Cousin seiner Frau, eine Bemerkung wie die eben geäußerte fallen lassen, und dies wäre unangenehm. Also wird er friedlicher. „Selbst wenn ich auf diese Bedingungen eingehen würde, Mr. Sedgewick, wer garantiert mir dafür, daß dieser Je-crois- en-Dieu den Vertrag einhält?“ „Ich, Exzellenz!“ antwortet Dos Passos schnell „Gut, ich werde Ihnen das Geld zur Verfügung stellen. Wa« brauchen Sie außerdem noch?“ Die beiden setzen sich wieder, auch Rubber geht zu seinem Platz zurück, Dos Passos überlegt. „Ich brauche etwa dreißigtausend Persi- stin-Ampullen, die sind vorhanden, außerdem (Injektionsspritzen und Desinfektionsmaterial in Ausreichendem Maße. Ferner benötige ich jeden Arzt hier und alles verfügbare Hilfspersonal, überhaupt jeden, der eine ordnungsmäßige Injektion durchführtfc kann.“ Will Rubbers Blick fällt auf seinen Block, er stutzt. Lewis hat den Vollbart wegradiert, und der Journalist erkennt jetzt sofort Peter Fischer. Er schlägt sich mit der Hand gegen die Stirn Die Worte des Gouverneurs gehen an seinem Ohr vorbei: „Gut, Dr Dos Passos, ich bin einverstanden Sie sind mir für die Durchführung der gesamten Aktion verantwortlich. Danke, meine Herren!“ Den letz'en Satz nimmt Rubber wieder zur Kenntis. Er springt auf und schmettert los: „Ich danke ebenfalls! Das wird der sensationellste Bericht, den ich je geschrieben habe. Ich werde dafür sorgen, daß jedem der Anwesenden ein Exemplar meines Berichtes mit Bildmaterial zur Verfügung gestellt wird. Darf ich mich, bevor der große. Beifallssturm losbricht, verabschieden, ich muß meinen Kabelbericht fertigmachen!“ Und schon flitzt er zur Tür hinaus. Mit einer Eile, die gar nicht zu dem sonstigen Rubberschen Schlendertempo paßt, stürmt der Reporter zum Postamt. Ihn kümmert weder die heiße grelle Sonne noch das Töchter-Trio Sedgewicks, das ihm auf der Hauptstraße, gelangweilt die Sonnenschirme drehend, entgegenkommt und sofort von seiner Gesellschaft Besitz ergreifen will. Er hat endlich seine Sensation, deretwegen er jetzt schon über eine Woche in diesem öden Maiarianest sitzL Auf dem Postamt läßt er sich ein Kabelformular der Western Union geben und zückt seinen Fellfederhalter. „London News Neuyork Office, Neuyork City“ schreibt er. „Sen- ställen und Waschhaus; zwei Mäßle Gemüsegarten beim Haus; 36 Sester Acker, Haldenadker; 4 Sester Acker, Disliseck; j Sester Acker, Dobelacker; 4 Sester Hausmatten; SA Sester Baumgartenmatten; 8 Sester Reutfeld“ Der Uebergeber behielt sich folgendes Leibgeding vor: Jährlich 20 Sester Korn, 20 Sester Hafer, 4 Sester Weizen, t Sester Bohnen, 2 j Sester Erdäpfel. 6 Pfund Sommer- und 6 Pfund Winterbutter, 2 Aepfel-, einen Bimenbaum und den 10. Teil Steinobst. Dazu kamen noch gewisse Wohnungsrechte. Matthias Moser ist am 3. März 1818 geboren. Anfang Dezember 1849 heiratete er Walburga Schöner. Aus der Ehe entsproßten 8 Kinder: Antonius, Franziskus, Gottfried, Magdalena, Helene, Agnes, Silvester, Pauline. Matthias Moser hatte auf dem Hofe wenig Glück. Bereits am 9. Oktober 1852 wurde dieser nämlich zwangsversteigert und kam für 2900 Gulden an Georg Bädble. Die Familie Moser verzog hierauf nach Schnellingen. Georg Bächle war ein Sohn von Simon Bädile und Maria Anna Räpple. Er ist 1823 auf dem Kriegerhof geboren. Am 12. April 185^ verheiratete er sich mit Walburga Vollmer, die auf dem Nill daheim war. Aus der Ehe stammen die Pauline, die Franziska, die Maria Anna und der Georg. Am 15. September 1868 trat Bächle den Hof samt Fahrnissen um 9700 Gulden an einen Juden ab, der förmlich mit Höfen handelte. Heinrich Schnurmann trat den Hof nur an, um ihn zu verstückeln und dadurch möglichst viel Geld herauszuschlagen. Es ist interessant, zu beobachten, was der Jude hierbei eroberte. Am 22. September verkaufte er 9 Sester Ackerfeld, Dislis- acker, um 900 Gulden an Vinzens Bächle. Am 3. Oktober trat er 8 Sester Reutfeld und Wald um 623 Gulden an Bürgermeister Ludwig Räpple ab. Am 28. September erwarb Johann Neumaier (Hoch) 3K Sester Wiesen, die Talermatte, um 3000 Gulden. Am 13. Oktober ging das Haus und der Rest der Grundstücke um 6400 Gulden an Michael Vetter, Schiedenbauer, über. Am 13. September hatta Schnurmann den Hof für 9700 Gulden erworben, am 13. Oktober, also genau vier Wochen später, hatte er 10 923 Gulden in Händen, mithin also I22T Gulden „verdient“. Michael Vetter war damals Schiedenbur. Er war mit Karolina Ruf verheiratet und hatte nur zwei Kinder: die Maria Anna und den Johann. Ob er den Hof für seine Tochter in Aussicht nahm oder ob er daran dachte, ihn mit dem Schiedenley- hof zu vereinigen? Am 8. April schloß der Schiedenbur seine Augen, am 29. August des gleichen Jahres trat die Witwe den Unserhof um 3000 Gulden an Cyprian Witt, wobei 32 Sester Felder und 3 Sester Wiesen ihr von dem 1868 gekauften Hofe verblieben. Cypran Witt ist 1835 geboren. Am 14. September 1871 schloß er mit Agatha Neumaier die Ehe; sie stammte vom Butzenberg. Aus dieser Ehe stammen die Kinder: Adolf, Sofie und Kreszentia. Ab 1871 nannte man das Anwesen nur s’Cypers. Da hat man also den Vornamen Cyprian nur abgekürzt. Cyprian Witt gab den Hof. seiner jüngsten Tochter. Diese verheiratete sich 1904 mit Konrad Dirhold und kam so wieder ein anderes Geschlecht auf das Anwesen. Konrad Dirhold ist 1871 auf dem Dir- holdenhof im Waldstein geboren. Das Ehepaar schenkte vier Kindern das Leben: Sofie, Wilhelm, Florian und Dirhold. Am 23. Juni 1934 verunglückte Konrad Dirhold im Waldstein beim Vermessen von Gelände. Er stürzte beim Franzpsenhof von einer kleinen Mauer und brach das Genick. Ein kleiner Bildstock bezeichnet den Ort des Unfalls. Leider kam so der brave Mann, der auch als Strohdadidecker sehr geschätzt war; zu früh um sein Leben. Die Witwe, eine fleißige und rührige Frau, trieb dann mit ihren Kindern das Anwesen allein weiter. Der Ludwig starb Anfang Juli 1941 im Osten den Heldentod. Die beiden anderen Söhne stehen im Dienste der Wehrmacht. Der Wilhelm schafft in Friedenszeiten in Haslach auf einer Säge. Er ist ein großer Freund der Bienen. Der Florian zeigt großes Interesse an der Vergangenheit seines Heimatdorfes. Und so möge ihm diese Geschichte seines Elternhauses einen Gruß aus der Heimat bringen. Sie möge ihm und seinem Bruder sagen, daß die Heimat ihre Soldaten nicht vergessen, sondern ihrer in Liebe und Treue gedenkt, wo sie auch weilen mögen. Marktberichte Schweinemarkt Haslach vom 11. Januar. Zufuhr: 113 Ferkel und 4 Läufer. Preise: Ferkel 80—170, Läufer 200—300 Mk. je Paar. Geschäftsgang mittel; Ueberstand. Bühler Schweinemarkt vom 11. Januar. Zufuhr: 23 Ferkel. Preis pro Paar 125—170 Mk. Verkauft wurden 15 Stüde. _ » J __ det umgehend per Flugpost meine Photos vom Mordprozeß Peter Fischer sowie Steckbrief des Distriktsgerichts Oklahoma gegen Fischer an Major Seegrave, Polizeiverwaltung Puntamarra stop Sensationsbericht folgt stop Will Rubber, Couniry-Club Puntamarra.“ Er reicht dem Postbeamten das Formular zurück. „Vierzig Worte macht sechzig Pesos. Bitte vierzig zurück!“ gibt der Beamte auf Rubbers Hundertpesoschein heraus. „Billig genug für ein Kabel, das mir ein Vermögen einbringen wird!“ zwinkert der Journalist den verdutzten Postbeamt an. „Ja, ja, mein Lieber, sogar in Puntamarra gibt es manchmal Sen-' sationen.“ * Auch die Dschungel erlebt ihre Sensation. Mehrere große Motorboote landen vor den Augen der Urwaldneger. „Medizinmänner“, Hausneger und eine weiße Frau steieen aus. Die Schwarzen sehen, hinter Farrenbiisehen versteckt, wie auf der Lichtung neben dem Bungalow eiD großes Sanitätszelt aufgeschlagen wird, über dem eine Rot- Kreuz-Fahne weht. Kein Pfeil fliegt, denn der große Häuptling hat es bei Todesstrafe verbo'en. Plötzlich ein Trommelwirbel, und aus dem Urwald tritt, gefolgt von seiner Leibwache, Je-rcois- en-Dieu in seinem schönsten Leopartfenfell. Dr. Dos Passos eilt ihm entgegen. • Auf dem Platz vor dem Bungalow sind mehrere Hau«n»ger mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Sie haben das halb zerstörte Holzhaus in wenigen Stunden wieder für geringste Ansprüche bewohnbar gemacht. Als sie den auf der ganzen Insel gefürchteten Dschungelhäuptling sehen, flüchten sie in das Sani.ä'szelt. Dos Passos lacht. „Das muß man sagen: Respekt haben sie vor Dir, Je-rcois-en-Dieu!“ (Fortsetzung folgt.) BUek in die Ortenau Chronik au» Schramberg Schramberg. (Kurs.) Am Mittwoch, 20. Januar beginnt in der Mütterschule ein Kurs in Hauswirtschaft und Kochen. Der Kurs wird sich über 20 Uebungsabende erstrecken. — (Generalversammlung.) Der Männergesangverein „Frohsinn" veranstaltet am kommenden Samstag seine diesjährige Generalversammlung im „Hirschen". — (Sammlung.). Der 4. Opfersonntag am 6. Dezember erbrachte im Stadtbezirk Schramberg einschließlich der Gemeinde Hardt die stattliche Summe von 10 538,27 RM. — (Kurs.) Ein Säuglingspflegekurs beginnt am Donnerstag dieser Woche an der hiesigen Mütterschule. Freudenstadt. (Heldentod.) Gefreiter Heinrich Walz fand bei den schweren Kämpfen im Osten den Heldentod. — (Todesfall.) Im Alter von 35 Jahren verstarb unser Mitbürger Hugo Kalchtaler nach langem schwerem Leiden. — (Auszeichnung.) Das Eiserne Kreuz I. Klasse erhielt Oberwachtmeister Rudi Klumpp. — (Bannschimeisterschaften.) Die am vergangenen Sonntag abgehaltenen Bannschimeisterschaften in Baiersbronn verliefen unter großer Beteiligung. Ganz besonders spannte man natürlich auf die Auseinandersetzung der Kniebiser und Baiers- bronner, der altbekannteh Heimat mancher erprobten Schikanonen. Ein Büchlein über Hans Thoma Zur Gaustraßensammlung Jeder Deutsche kennt Hans Thoma, den großen oberrheinischen Maler, Künder echt deutschen Wesens, den Mann des Volkes, dessen Werk unvergänglich ist. Sein Lebenslauf begann in einem Bauernhaus zu Bernau im Schwarzwald. In einfachen Verhältnissen aufgewachsen, lernte er früh schon den Ernst und die Sorgen des Lebens kennen. Er war erst Hirtenbub, Glasfabrikarbeiter und dann Malerlehrling, bis ihm endlich die Mutter, die an sein Talent glaubte, tatkräftig den Weg zur Akademie in Karlsruhe ebnet. Hier entwickelt sich jetzt das echte, deutsche Künstlertum aes Bernauers, ein kämpferisches, reiches und tiefes einfaches Schaffen und Leben. Auf Lehrjahre in Karlsruhe, München und Düsseldorf folgen Reisen in viele europäische Länder und Meisterjahre in Frankfurt und Karlsruhe. Er setzt sich bald durch.. Seine Bilder wandern in alle Welt. Daneben ist er aueb schriftstellerisch tätig. An äußeren Ehren fehlt eg ihm nicht. Er wird Direktor der Akademie in Karlsruhe, Professor, Ehrendoktor usf. Er selbst aber bleibt der einfache Mann aus dem Volke. Im Jahre 1924 stirbt er, 85 Jahre alt. Hans Thoma, der oberrheinische Maler, ist das vollkommene Beispiel eines tätigen' Künstlerlebens, in dem Werk und Mensch aus einem Guß sind; deutsch im Wesen, in der Geltung weltenweit. * Hans Thoma ist einer der markanten zwölf Persönlichkeiten des Oberrheins, dessen Lebensbild das Büchlein des WHW. vermittelt, das am 16. und 17. Januar anläßlich der Gaustraßensammlung zum Verkauf gelangt. Friedridishafen. (Bei der Arbeit tödlich verunglückt.) Beim Kuppeln von Eisenbahnwagen geriet der 24 Jahre alte Reichsbahnarbeiter Eugen Widmann aus Offingen bei Riedlingen zwischen die Puffer, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Scfrweinemarkt Balingen vom 9. Januar. Zufuhr: 70 Ferkel. Preis pro Stück 55—80 Mk. Der Handel war lebhaft; ein kleiner Rest blieb unverkauft. m. Urioffen. (Im Osten gefallen.) Dieser Tage traf die Nachricht bei der Familie Franz Räpple ein, daß ihr Sohn, Obergefreiter Wilhelm Räpple, un Alter von 11% Jahren bei den harten Kämpfen bei Stalingrad den Heldentod gestorben ist. Als ruhiger und gewissenhafter Mensch erfreute er sich allgemeiner Wertschätzung. Man nimmt allgemeinen Anteil an dem harten Verluste der Familie. — Ebenfalls starb den Heldentod im Kampfe im Osten der Soldat Karl Laug, Sohn des Händlers Bernhard Laug, Waidstraße 40. Der Gefallene war von Beruf Koch und hinterläßt Frau und zwei Kinder. Man bedauert allgemein die Hinterbliebenen und nimmt Anteil an dem harten Verluste. — (Geburtstagsfeier.) Ignaz S ch in i d t, Reichsbahnassistent a. D., konnte seinen 70. Geburtstag in körperlicher und geistiger Frische feiern. Sein freundliches Wesen und sein guter Humor machten ihn allgemein beliebt und geachtet. Wir gratulieren und wünschen einen frohen Lebensabend. — (Unglücksfall.) Die Ehefrau Franziska S t ä b 1 e r geb. Schneider stürzte so unglücklich, daß sie einen Beinbruch erlitt und mußte in das Offenburger Krankenhaus verbracht werden. Kehl. (Verdienter Förderer des Feuerlöschwesens gestorben.) Der langjährige und verdiente Kreisführer der Feuerwehr, der als tüchtiger Handwerksmeister weit über die Grenzen seiner engeren Heimat bekannte Gipsermeister Otto Dorsch, starb Mitte der vergangenen Woche unerwartet an den Folgen eines heimtückischen Leidens. Schon im Jahre 1907 trat der Verstorbene als ausübendes Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Kehl ein, der er sich mit Tatkraft beim Ausbau zu einer schlagkräftigen Organisation fast sein ganzes Leben widmete. Fessenbach. (Heldentod.) Bei den Kämpfen in Nordafrika starb der Obergefreite Theodor Dollinger den Heldentod für seine geliebte Heimat. Der Gefallene hinterläßt neben der Frau noch seine alte Mutter. — (Gutes Sammelergebnis.) Die anläßlich des Opfersonntags auch hier durchgeführte Haussammlung erbrachte dank des guten Einsatzes deT Sammler und der Opferfreudigkeit unserer Bevölkerung ein schönes Ergebnis. u. Zunsweier. (Motorradunfall.) Auf dem Heimgang von seiner Arbeitsstelle kam der hiesige Bürger Ambros Vetter, Feinmechaniker, infolge Ausgleiten auf der Straße mit seinem Motorrad zu Fall, wodurch er einen schweren Sdiädeibruch erlitt. Wie man hört, befindet er sich auf dem Wege der Besserung. Wir wünschen dem braven und strebsamen Familienvater recht baldige Genesung. — (Auf dem Felde der Ehre gefallen.) Der hiesige Bürgersohn ff -Scharführer Erich Vetter mußte bei den schweren Kämpfen an der Ostfront sein junges Leben dahingeben. Der Gefallene war der Sohn des Heinrich Vetter, Bahnschlosser. Er erreichte ein Alter von 23 Jahren und hinterläßt Frau und ein Kind. Von der Familie Vetter befinden sich noch fünf Söhne im Heeresdienst. Den Angehörigen gilt aufrichtige Anteilnahme. Gengenbach. (Auszeichnungen.) Obergefreiter Franz Krämer, Sohn des Sägers Franz Krämer, wurde mit dem EK. II ausgezeichnet. — Dem Feldwebel Karl F r i t s ch und dem Obergefreiten Hermann S i e f e r t, beide von hier, wurde das Verdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern verliehen. Wir gratulieren. — (Löwen-Lichtspiele.) Das Wochenendprogramm der Löwen-Lichtspiele bringt ab Donnerstag die musikalische Film-Komödie „Ein Walzer um den Stefansturm“ mit der glänzenden Darstellerschar: Olga Tschechowa, Gusti Huber, Wolf Albach- Retty, Leo Slezak, Paul Heidemann und Hans Richter. Wie ein modernes Märchen mutet die Filmhand- luisg an, in der verliebte Jugend eine reizende, abenteuerliche, lustige Geschichte erlebt, der bekannte flotte Schlagerweisen ein musikalisches Gepräge geben. Die als Beifilm laufende Deutsche Wochenschau steht unter dem Motto: „Weihnachten an der Front und in der Heimat“ und bringt Bildfolgen von der winterlichen Ostfront, den Kämpfen in Tunesien um Tebourba und von den Weihnachtsfeiern unserer Soldaten. Gengenbach. (O. Ernst Sutter liest Kalendergeschichten.) Im dritten Vortragsabend der kulturellen Veranstaltungen des Städt. Verkehrsamtes stellte sich am Sonntagabend in der Städt. Turnhalle der bekannte Heimatschriftsteller und Verfasser des Kalenders „Der Landschreiber am Oberrhein“ O. Ernst Sutter vor. Unter den Ehrengästen, denen Bürgermeister H ä g e 1 e in seiner einleitenden Ansprache ein besonders herzliches Willkommen entbot, sah man die beiden Hoheitsträger von Gengenbach und Bermersbach, Pg. Boden und Pg. M a r t h u s , Landrat Dr. Sander und Oberstabsarzt Dr. H u ck mit Begleitung. Musikalische Darbietungen des bekannten Gengenbacher Klaviertrios leiteten über zu dem Vortrag O. Ernst Sutters, den Bürgermeister Hägele unter dem Beifall der Zuhörer als künftigen Bürger der Stadt Gengenbach einführte. Der Landschreiber — übrigens der einzige Kalenderschreiber im Reich, der heute noch den gesamten»Inhalt selbst schreibt — gab zunächst einen geschichtlichen Ueber- blick über die Entwicklung des Kalenders, der in seinen Anfängen in das is- Jahrhundert zurückreicht und in den ersten Schreibkalendem wertvolles Material sowohl für die frühe medizinische Wissenschaft als auch für den Erforscher kulturgeschichtlich wichtiger Zustände enthält. Die Zeit des klassischen Kalenders knüpft an zwei Namen an, deren Stammheimat der oberrheinische Raum ist, Joh. Jak. Christoph Grimmelshausen, der Straßburg-bischöf- liche Bürgermeister von Renchen, und Johann Pete- Hebel, den Schöpfer der in seinem Schatzkästlein zusammengefaßten klassischen Anekdoten. Schon wenige Jahre nach der Erfindung des Buchdrucks erscheint der Kalender als erstes Volksbuch und wird als solches im „Türkenkalender“ auch in den Dienst einer Zweckpropaganda gestellt. Die Zeit der deutschen Kleinstaaterei ist die Blütezeit dieses Hausfreundes der Familie. Damals hatte jeder kleine Herrschaftsbereich seinen privelegierten Kalender. Den Anspruch aber, das klassische Land des Kalenders zu sein, darf der oberrheinische Raum für sich in Anspruch nehmen. Was Grimmelshausen und Hebel geschaffen, ist richtungsweisend für alle spätere Kalenderschreiberei geblieben. Der Kalender hat auch seinen eigenen Stil, der nichts gemein hat mit demjenigen moderner kalenderähnlicher Zeitschriften oder Sammlungen von Kurzgeschichten. Mit einer ihm erlaubten leichten Sentimentalität appelliert er stark an die Gemütsseite seines Lesers, dem er aber auch in vielen Dingen ein praktischer Berater ist. Im Anschluß an die einleitenden Ausführungen gab der Vortragende eine gute Auswahl bester Kalendergeschichten und Anekdoten aus alter und neuer Zeit, von welchen die vom Vortragenden selbst stammenden besonders starken Beifall fanden. In einem abschließenden Wort dankte Bürgermeister Hägele dem Vortragenden und beschloß den Abend mit dem Gruß an den Führer. d. Niederschopfheim. (Unfall.) Zimmermeister Engelbert S ch ö n t a g wollte mit dem Fuhrwerk Rüben holen. Der beladene Wagen kam auf der Straße ins Rollen und der Lenker selbst Unter die Räder. Das eine Bein wurde doppelt gebrochen. Der Verunglückte kam in das Krankenhaus Lahr. — (Von der Schule.) Der seit zwei Jahren hier wirkende Lehrer Theodor B e r s t kam an die Schule in Zusenhofen. An seine Stelle tritt daselbst Lehrerin Anna S ch m i 11, bisher in Grünsfeld, Bezirk Tauberbischofsheim. Sie hat den Dienst bereits angetreten. Harmersbach - u. \ordrächta I h. Unterharmersbach. (Generalversammlung des Krankenvereins.) Bei der am vergangenen Sonntag durchgeführten gutbesuchten Generalversammlung des hiesigen Krankenvereins gab der Vorstand des Vereins, Bürgermeister Benz, ausführlichen Bericht über die Tätigkeit im verflossenen Jahre und den derzeitigen Kassenbestand. Seit vielen Jahren wurde der hiesige Krankenvercin als selbständige Einrichtung geführt. Drei Krankenschwestern versahen die vielgestaltete Krankenbetreuung. Die aufopfernde Tätigkeit dieser drei Schwestern wurde nochmals dankend tnerkaniit. Es wurde nun beschlossen, den selbständigen Verein als solchen aufzuheben und ihn der NSV. anzü- gliedern. Im Einvernehmen der Versammiungs- besucher wurden alle Fragen, welche sich aus dieser Umgestaltung ergaben, besprochen und geregelt. Aus der Heimat am QSserrnesn Eine badische Schriftstellerin gestorben (okn) Auf dem Thomashof bei Karlsruhe-Durlach ist. im Alter von 44 Jahren nach langem, schwerem Leiden die in Ettlingen geborene Schriftstelleritt Klara Maria Frey gestorben. Urtümliches Gedanken» gut, wache Aufgeschlossenheit gegenüber den geistj» gen Forderungen der Gegenwart, eine außerordentliche Formbegabung machten ihre Gedichte und Erzählungen zu kleinen, aber hohen Kunstwerken. K. J. Straßburg. (Reichslehrgang südwestdeutschef Gärtnerinnen.) Geprüfte Gärtnerinnen. Gärtnersfrauen und Gartenbaufacharbeiterinnen aus de# Landeibauernschaften Baden/Elsaß, Württembergs Westmark, Moselland, Hessen-Nassau und Kurhessen waren in der vergangenen Woche zu einem mehrtägigen Reichslehrgang in Straßburg versammelt, um die berufsständische Ausbildung zu vertiefen und vor allen Dingen den Teilnehmerinnen Gelegenheit zu geben, sich in ihren Gebieten der einschlägigen Fragen und Aufgaben annehmen zu können. Hüningen-St. Ludwig. (Im Kanal ertrunken.) Der 40jährige Xaver Meyer war am 4. Januar mit seinem Fahrrad' nach auswärts gefahren und nicht zurückgekehrt. Die nach einigen Tagen Wartens verständigte Gendarmerie konnte die Spuren des Fahrrades Bis zu der kurz vor dem Ortseingang gelegenen Kanalbrücke feststellen. Die Durchsuchung des Kanals förderte nunmehr die Leiche des Ertrunkenen wie auch sein Fahrrad zutage. Meyer muß in der Dunkelheit vom Wege abgekommen und in den Kanal gestürzt sein. G r i ß h e i m, Kr. Staufen. (Tödlicher Jagdunfall.) Ein folgenschwerer Jagdunfall ereignet* sich im hiesigen Gemeindewald. Der an der Jagd beteiligte August Stork kam im Gehöl* vermudich* zu Fall; dabei entlud sich die Waffe und die Kugel drang dem Jäger jp den Kopf. Der Tod trat auf der Stelle ein. Diese Ausgabe umfaßt 4 Selten '764&4tkfiut , j JctlMvtAjticAt CSLNUdef&ife ■UT Kohlanklau .»»lg» v*r»»NMi «In Das ist auch so ein typischer Kohlenklau-Tricfc: Wo‘s irgend geht, klemmt er sich in Bodenluken, Bodentüren, Flurfenster, Haustüren, Hoftüren, ja sogar in Kellerfenster und Kellertüren. Da genügt schon eine Handbreite und — schwub gerät die ganze Wärme des Hausflurs oder Treppenhauses in Bewegung und fliegt zum Dach hinaus. Dadurch kühlt natürlich auch Deine Wohnung eher aus. Kohlenklau's Spezialtrick sind die offen- gelassenenTrockenboden-Luken nach der großen Wäsche. Aber — ohne uns! Du und ich und wir alle kennen den gemeinen Lümmel und passen hübsch auf ihn auf. Sobald wir merken, daß er uns reinlegen will, schreien wir: „Kohlenklau“. Dann muß er schleunigst und unverrichteter Sache verduften. Trotzdem auch weiterhin: Achtung vor Kohlenklau! Hier ist für ihn nichts mehr zu machen,— Paß auf, jetzt sucht er andre Sachen! Maria Neumaier Emil Käible Obergefr. z. Z. im Osten grüßen als Verlobt* Haslach i. K. Steinach i. K. Hansjakobitr. 14 Brauerei Käible Januar 1943 V_ ü u Stellenangebote Arbeitskräfte zum Elsen gesucht Rlegeler-Bier - Ablage Adolf Schneider, Haslach I. K. Für Nerdoi und Wwtm Bauleiter Bauführer Eisenbeton-Poliere Eisenbieger Eisenflechter gesucht Schriftl. Bewerbungen unter Hbg. 3191 an A. P.Z., Hamburg, Gänsemarkt 44. Für Wolldecken und 6robgarndecken künnen z. Z. Bezugscheine bl* auf weiteres wieder angenommen werden. JO sSttillNACHE Reparatur- Arbeiten getragener Trikotagen für Damen und Herren werdsn angenommen bei Marl QFfSNBUMfa Hausgehilfin zu baldmOglichstem Eintritt gesucht 19/7 Kaffee Stodcburger, Homberg/Schwarzwaldbahn. Freiw. Feuerwehr Haslach An der am Donnerstag, den 14. Januar 1943 um 7,10 Uhr stattfindenden Beerdigung unseres Kameraden Zyriak Daniel beteiligt sich das Feuerweh: korps. Erscheinen ist Ehrensache. Der Wehrführer. •)ede«* op '! n f «Sa # / Bim So8e darf man nie zu lange kochen, da sie sonst einsdimort und es wäre schade um jeden Tropfen. Kochen Sie nach unserem Rezept: den KNORR-Soßen wurfel fein zerdrücken, mit etwas Wasser glattrühren, V« Liter Wasser beifügen und unter Umrühren 3 Minuten kochen. KNORR Aufgerufene Rentenbankseheine Umtauschen In zahlreichen Fällen ist versäumt worden, die aufgerufenen Rentenbankscheine zu io, 50, ioo, 500 und 1000 Rentenmark bis zum 15. Dezember 1942 gegen andere umlaufsfähige Zahlungsmittel umzutauschen. Die Säumigen werden deshalb aufgefordert, die noch in ihrem Besitz befindlichen aufgerufenen Rentenbankscheine umgehend umzutauschen. Der Umtausch kann bis zum 15. Februar 1943 noch bei allen Reichsbankanstalten bewirkt werden. Wir machen die schmerzliche Mitteilung, daß mein innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, Schwiegersohn und Onkel Gefreiter Zyriak Daniel unerwartet rasch am 11.1. 43 in einem Heimatlazarett, im Alter von 35 1 /, Jahren, gestorben und damit seinem lieben Bruder Alois im Heldentod nachgefolgt ist. Haslach, 12. Januar 1943. ln tiefer Trauer: Frau Hilda Daniel, geb. Butscher mit Kindern Werner und Alfred Fam. Josef Daniel, sowie Geschwister Fam. Anton Butscher u. Anverwandte Beerdigung Donnerstag, 14. Januar 1943, vorm. 7,10 Uhr. Rosenkranz y,5 Uhr. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied am Mittwochmorgen unerwartet rasch unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Karolina Heitzmann Ww. geh. Sdiäßle Altruhhofbäuerin im Alter von 60 Jahren. Steinach, den 13. Januar 1943. In achwerem Leid: Familie Eugen Weißer, Schnellingen Frau Maria Heißmann Ww. geb. Vollmer, Hofstetten Familie Zyriak Weidete, Villingen Helena Heitzmann Andreas Heitzmann, Obergefr-, Paullna Heitzmann l z - lm Felde und Anverwandte. Beerdigung: Freitag 7,10 Uhr. Nutzkuh 38 Wochen trächtig, 22/1 zu verkaufen. Walschanstein ach Haus Nr. 16. Ab Donnerstag steht ein Trans- h SX!,Kalbinnenj”^‘" a zum Verkauf. Schlachtvieh wird entgegengenommen. Haas, Olfenburg, Wasserstraße 18, Fernruf 1436. NfccmsBaaw Kleinerer Kassenschrank sowie Bücherschrank zu kaufen gesueflt. Angebot* unter Nr. 11/19 an das 0. T.