Erschein! wöchentlich sechsmal. Bezugspreis für den laufenden Mona! 1*78 RM. zuzüglich 22 Pf. Trägerlohn 3 n$eigcr oom 2Hn$i0tal / Hin^ieiHlcr Ausgabe Nummer 35 Haslach, Donnerstag, den 1f. Februar 1943 19. Jahrgang Nach dem Abschuß des 60. Sowjetpanzers wurde dem jetzt zum Leutnant beförderten Oberwachtmeister Hugo Primozic vom Führer das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Reichsminister Dr. Goebbels empfing den Eichenlaubträger Primozic mit den tapferen Kameraden seines Geschützes. — PK.-Kriegs- berichter Mandler (PBZ-Sch) Geballte Kraft gegen Judenhaß cf. Wieder vernehmen wir zwei Stimmen aus Londoner Zeitungen mit Wunschträumen, wie man Deutschland nach dem Sieg Moskaus und seiner Hilfsvölker für immer unschädlich, für alle Zeiten zum Proletariat Europas machen könne. Es sind die gewohnten Haßgesänge, die uns eigentlich nicht überraschen, denn wir kennen ja ihre Väter; sie bestätigen uns nur, was wir immer schon von der Kampfesweise, des Juden behauptet haben. . w - Es gibt natürlich auch noch bei uns einige weltfremde Menschen, die solche an Irrsinn grenzende Forderungen nicht ernst nehmen. Sie glauben, es handelt sich hier um Privatansichten einiger wildgewordener Juden, mit denen weder das offizielle Amerika noch die „edlen Briten“ sich je identifizieren könnten. Sie glauben ja immer noch an ein demokratisches Europa von Englands Gnaden, vergessen dabei aber ganz, daß im Fall einer deutschen Niederlage nicht englische oder amerikanische Bürger das Gesicht dieses neuen Europa bestimmen, sondern Moskau, dessen Hilfs- vöiker England und Amerika geworden sind und das dann zusammen mit Juda diesen Kontinent unterwerfen und beherrschen wird. Weil wir dies wissen, erschüttern uns derartige Haßausbrüche nicht, sie machen uns nur fester und entschlossener zum entscheidenden Endkampf für unser Leben als Volk und als Einzelmensch. Front und Heimat scheuen vor keinem Opfer zurück, das uns den Endsieg und ein damit neues Europa verbürgt, in dem wir als freies Volk Immer neue Ausgeburten jüdischen Hasses Deutschlands Jugend soll eine Deneration hindurch von Ausländern unterrichtet werden Ein Quarantänegürtel um das Reich DNB. Genf, io. Febr. Mit welcher infernalischen Intensität und mit welchem geradezu als Gier zu bezeichnenden Eifer sich im anglo-amerikanischen Lager die jüdisch-demokratischen Kriegsverbrecher die Hirne zermatern, wie sie nach ihren Wahnvorstellungen das deutsche Volk nach dem Kriege am besten völlig unterjochen und vernichten, dafür bringt die britische Wochenzeitschrift „Time and Tide" einen weiteren Beweis. Sie fühlt sich bemüßigt, mit einem neuen Dokument des Hasses die Kette der Vernichtungspläne „würdig“ fortzusetzen. Diese Wochenzeitschrift hat einen eigenen Plan „zur Wiedererziehung Deutschlands nach einem Sieg der Alliierten“ ausgeheckt und schreibt dazu, daß sich die Anti-Achsenmächte auf mindestens eine Generation hinaus der Erziehung des deutschen Volkes und insbesondere der deutschen Jugend annehmen müßten. Im einzelnen meint dieses, Hetzblatt, daß in erster Linie die gesamte deutsche Lehrerschaft entlassen und die führenden Lehrkräfte einem internationalen Gerichtshof zur Aburteilung überantwortet werden müßten. Dementsprechend müßten dann nichtdeutsche Lehrkräfte eingesetzt werden, die dann mindestens eine Generation lang das gesamte deutsche Erziehungswesen „überwachen und leiten". Damit ist dieser Haßplan jedach noch nicht erschöpft. Vielmehr müßten nach den krankhaften Vorstellungen von „Time and Tide" alle Volksschulen auf ein fahr, alle höheren Schulen auf zwei fahre und schließlich alle Universitäten und Hoch- völlig nationale Vernichtung und Unterwerfung des deutschen Volkes in ihrem kranken Wahne ausmalen. Sie wetteifern förmlich, sich ip Brutalität und Vertiertheit zu übertreffen, und grübeln geradezu wollüstig, ihr haßerfülltes Untermenschentum in immer statanischeren Plänen zu dokumentieren. Allein sie irren sich gründlich. Der deutsche Soldat wird ihnen einen Strch durch ihre teuflichen Absichten machen. Das deutsche Volk aber wird sich diese Haß- und Wutpläne der jüdisch-de- moplutokratischen Kriegsverbreaier merken und sie am Tage der Abrechnung vorlegen. In der Kategorie der in Wahnsinnshaßausbrüchen gegen Deutschland, die in letzter Zeit in verstärktem Maße auf Seiten der jüdisch-bolsche- wistisch-plutokratischen Kriegsverbrecher zum Ausbruch kommen, gehört auch ein im Londoner „Daily Expreß“ vom 9. Februar veröffentlichter Artikel des parlamentarischen Korrespondenten des Blattes William Barkley, der darin seinen sadistischen Häßgefühlen freien Lauf läßt. „Am Ende dieses Krieges“, so schreibt er, „muß man den Deutschen die Krallen beschneiden, man muß ihnen alle Industrien nehmen, einen Quarantäne-Gürtel um Deutschland errichten und die Deutschen eine Generationen lang im eigenen Saft schmoren lassen!“ Deutschland sei eine Nation von Irren, die ihre Stärke zur Vernichtung anderer zu benutzen wisse. Wenn eine Naturkatastrophe die Deutschen vernichten und aus Deutschland eine libysche Wüste machen würde, schulen auf drei fahre geschlossen werden. Die dann würde sich die ganze Welt darüber freuen . Kosten für die Durchführung dieses Planes hätte selbstverständlich der deutsche Staat zu tragen. Soweit das Wahnprodukt. Wie auf de ersten Blick zu erkennen, ist es ein Machwerk jüdischen Hasses. Es setzt die Kette der jüdisdi-anglo-amerika- nischen Vemichtungspläne „würdig“ um ein weiteres Glied fort. Man braucht in diesem Zusammenhang nur an den Vorschlag des berüchtigten Juden Kauf man, das deutsche Volk za sterilisk en und den satanischen Plan eines jüdischen Hirns, die deutsche Jugend zu verschleppen und alle die anderen Pläne zu erinnern, wie gründlich sie sich die ja, man würde es direkt begrüßen, wennsdie Natur eine solche Katastrophe herbeiführen würde'' An Gehässigkeit und Sadismus übertrifft Barkley noch den ..Plan zur Wiedererziehung Deutschlands nach c' ;em Siege der Alliierten“, den die englische Wochenzeitschrift „Time and Tide“ veröffentlichte. Das Untermenschentum und der Satanismus, den die Clique der jüdisch-bolscbe- wistisch-plutokratischen Kriegsverbrecher ent wickelt, sind dem deutschen Volke nichts neues mehr; es kennt ihre -wahren Pläne und Absichten genau und schwört sich: Am Tage d'— Abrechnung wird iilchfs vergesset! Werden! Abwehrkämpfe im Süden der Ostfront in unverminderter Härte Der Feind an vielen Stellen zurtfckgeworien — Kavallerieregiment vernichtet DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 10. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die schweren Abwehrkämpfe im Südleil der Ostfront hielten auch gestern in unverminderter Härte an. In zäher Abwehr und bei wuchtigen Gegenangriffen wurden den Sowjets erneut schwere Verluste beigebracht. Bei auflebender Kampftätigkeit im Westkäu- kasus wurden alle feindliche Angriffe, die zum Teil mit Panzerunterstützung geführt wurden, abgewiesen. Im Gebiet des oberen Donez und westlich des Oskol-Abschnittes brachten die deutschen Divisionen an vielen Stellen den Vormarsch des Feindes nicht nur zum Stehen, sondern warfen die Sowjets unter schweren Verlusten nach Osten zurück. Hierbei wurde ein feindliches Kavallerieregiment fast restlos vernichtet. In diesen Kämpfen haben sich die 168. und 45. Infanteriedivision besonders ausgezeichnet. Im mittleren Abschnitt und im Nordteil der Ostfront verlief der Tag im allgemeinen ruhig. An der Nordafrika-Front nur örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit. Sturzkampfflugzeuge bekämpften wirkungsvoll feindliche Batterien im tunesischen Hochland. Bei einem Tagesvorstoß gegen den Hafen Bone trafen schnelle deutsche Kampfflugzeuge ein gro- Jeb^n können. Schwere Sowjetverluste durch den zähen Widerstand unserer Truppen Zu den schweren Abwehrkämpfen im Süden der Ostfront DNB. Berlin, 10. Febr. Im Westkaukasus griff der Feind, durch Schlachtflugzeuge und weittragende Geschütze unterstützt, am Dienstag mehrfach von neuem an. Unsere Verbände drückten aber die heftig Widerstand leistenden Bolschewisten im Gegenangriff zurück. Durch Sturzkampfflugzeuge und bewaffnete Aufklärer hatte der Feind schwere Verluste. Auch am unteren Kuban stellten die Sowjets neue erhebliche Kräfte bereit. Die AngriffsabWenn pan mutig bleibt, hat man nie etwas zu befürchten. Otto von Bismarck. sichten wurden erkannt, sodaß unsere Artillerie frühzeitig eingreifen und die Truppenansammlungen zerschlagen konnte. Im Abschnitt einer Jagddivision kam es’ zu schweren Kämpfen gegen starke feindliche Kräfte, die durch energische Gegenstöße zurückgetrieben werden mußten. Am unteren Don und am Donezbogen brachen zahlwiche Angriff» des Feindes im Abwehrfeuer oder im Gegenstoß zusammen, wobei die Bolschewisten mehrere Panzer und zahlreiche Gefangene verloren. Der Schwerpunkt des Kampfes lag am Dienstag am oberen Donez und weiter nördlich im Raum westlich des 0 s k e 1. Hier dauert die Winterschlacht in großer Heftigkeit an. Dem Bestreben des Feindes, seinen mit hohen Verlusten bezahlten Bodengewinn durch Einsatz starker Kräfte weiter aufzubauen, setzten unsere Truppen zähen Widerstand entgegen. Die rieben dabei ein sowjetisches Kavallerie-Regiment fast völlig auf. Das erbitterte Ringen verlangt eine sehr lebendige Gefechtsführung. Oft mußte sich die nach allen Seiten kämpfende Truppe erst Wege durch die tiefen Schneeverwehungen bahnen, bevor sie zu Angriffsbewegungen übergehen konnte. Unter derartigen schwierigen Gefechts- und Witterungsverhältnissen gelang es der 168. Infanterie-Division, sich in schweren, Tag und Nacht andauernden Kämpfen durch das vom Feind besetzte Gelände durchzuschlagen und den Anschluß an die eigenen Truppen wieder herzustellen. An anderer Stelle wehrte die aus Linz, dem Heimatgau des Führers, stammende 45. Infanterie-Division tagelang die ununterbrochen wütenden. Angriffe . der Bolschewisten ab und fügte dem Feine! schwere Verluste zu. Allein am 6. Februar verloren die Sowjets im Abschnitt dieser Division fast 2300 Tote, rund 150 Gefangene, drei Geschütze, 124 Granatwerfer, Maschinengewehre und Panzerbüchsen, sowie mehrere hundert Handfeuerwaffen, Woran esch rijOsskol ^ KOrofceha J) MWjowsfca}* Kjdqorod /[ Walujk Ei&nttähnfiH O SO 40 €>o upsawsk Kislow jMrobifsjlk fcamakrck SMBMtsrrmtv* ßes Frachtschiff mit schweren Bomben und zerstörten mehrere Lagerhallen. In Luftkämpfen schossen deutsche Jäger 16 feindliche Flugzeuge ab. Einzelne britische Bomber unternahmen in der vergangenen Nacht militärisch wirkungslose Stör- angriffe auf westdeutsches Gebiet. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten am gestrigen Tage mehrere Orte in J3üd- und Südostengland. Die Polizei schützt die Heimat Th. Während die waffenfähige Mannschaft det Großdeutschen Reiches an den Fronten steht, und Männer und Frauen der Zivilbevölkerung für die Rüstungsindustrie eingesetzt werden, ist die Aufrecherhaltung der Ordnung und Sicherheit im Lande zu einer Aufgabe geworden, die sich in vieler Hinsicht von den Friedensaufgaben dieser Art unterscheidet, insgesamt aber keineswegs geringer geworden ist. Trotzdem muß sie mit einem Bruchteil der dafür geschulten Kräfte durchgeführt werden, denn weit über die Hälfte der Polizeimannschaften ist während des Krieges außerhalb der Reichsgrenzen eingesetzt worden. Infolgedessen müssen sowohl alle Arbeiten, die der verschiedener Zweige der Polizei obliegen, auf ein Minimum eingeschränkt werden, wobei alle nicht unbedingt kriegswichtigen Funktionen beiseite gelassen werden müssen, und ferner muß dafür gesorgt werden, daß die in ihrer Zahl so stark herabgesetzten Polizeikräfte für die Durchführung der wirklich großen und wichtigen Aufgaben die notwendige Hilfe und Unterstützung erhalten. Ueber diese tiefgreifenden Aenderungen und neuen Maßnahmen auf dem Gebie*t des Polizeiwesens hat Generaloberst D a 1 u e g e jetzt der Oeffentlidikeit umfassenden Aufschluß gegeben. Der Kriegseinsatz der Polizei in den besetzten Gebieten und an der Front beläuft sich auf über so Prozent aller verfügbaren Kräfte. In einzelnen Teilen des Reiches und insbesondere auf dem Lande sind stellenweise kaum noch zo Prozent der aktiven Polizeimannschaften vorhanden. Nur bei der Luftschutzpolizei ist bisher eine wirkliche Verstärkung durch die Hilfe der HJ. zustande gekommen, aber da auch andere neue Aufgaben (z. B. bei der Preiskontrolle, beim Kartenzwang usw.) hinzugekommen sind, ist weitere Verstärkung erforderlich. In erster Lini4 gilt das für die eigentliche S i di e r h e i t der Frauen und Kinder sowie des Eigentums. Nun ist zwar die sehr erfreuliche Feststellung zu treffen, daß trotz des stark zurüdege- gangenen Polizeischutzes kein Ansteigen der Zahl der Verbrechen und der Verkehrsunfälle zu verzeichnen ist. Andererseits aber muß man dem Umstand Rechnung tragen, daß große Massen fremdländischer Arbeiter und Kriegsgefangener ui das deutsche Wirtschaftsleben eingereiht worden sind, und daß diese Leute, über deren Vergangenheit man keinerlei Angaben besitzt, sich zum großen Teil vollkommen frei unter der deutschen Bevölkerung bewegen. Dabei kommt es selbstverständlich in vielen Fällen vor, daß derartige Ausländer ihre Arbeitsstätten verlassen und sich im Lande herumtreiben. Sowohl solche Leute wie auch entflohene Kriegsgefangene müssen wieder festgenommen werden, und zu diesem Zweck sowie für jede anderweitige Unterstützung der Polizei bei wichtigen Sonderaufgaben ist zunächst die „Landwacht" geschaffen worden. Sie besteht aus mehreren hunderttausend altgedienter Soldaten oder Amtsträgern der Partei. Sie alle sind auf unentbehrlichen Stellen im Wirtschaftsleben eingesetzt, sind aber zugleich im Waffengebrauch ausgebildet und besitzen auch zumeist eigene Waffen. Sie werden vollkommen ehrenamtlich zu bestimmten Aktionen herangezogen, und ihrer Tätigkeit ist e« zu verdanken, daß sie im letzten Jahre bereits viele Tause von unsicheren Elementen festgenommen haben. Nach dem Muster dieser „Landwacht“ soll nun in den großen Städten auch eine „Stad t w a ch t“ nach den gleichen Grundsätzen und in besonderer Anlehnung an die SA. errichtet werden. Die Soldaten an der Front haben nun die Gewißheit, daß für den Schutz ihrer Angehörigen und ihres Eigentums in der Heimat durch den freiwilligen Einsatz dieser großen polizeilidien Hilfstruppe auf das beste gesorgt ist. Mit dem Eichenlaub ausgezeichnet DNB. Aus dem Führerhauptquartier, io. Febr. Der Führer verlieh dem Hauptmann Erwin F i s di e r, Staffelkapitän in einer Fernaufklärergruppe, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und übermittelte ihm folgendes Schreiben: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 191 . Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. gez Adolf Hitler.“ Im Kampf gegen erdrückende Uebermacht bis zur letzten Granate Bilder aus dem heldenhaften Ringen um Stalingrad DNB. Berlin, 10 . Febr. Bei den harten, erbitterten Kämpfen von Stalingrad versuchten die Bolschewisten auch von Osten her über das Eis der Wolga die deutsche Verteidigungsfront zu durchbrechen. Rücksichtlos trieben die Sowjetkommissare die Sowjettruppen immer wieder über die glatte, deckungslose Eisfläche in den Tod. Eines Nachts gelang es dem Feind, gegenüber der Wolgainsel auf dem Westufer des Stromes Fuß zu fassen. Grenadiere, Flakkanoniere und Männer eines Baubataillons warfen sich den Bolschewisten entschlossen entgegen. Unter ihnen befanden sich auch Verwundete, die am nächsten Morgen ins Lazarett gebracht werden sollten. Aber sie alle griffen zu den "Waffen. Sie wußten, daß es auf jeden ankam, und wollten ihre Kameraden nicht im Stich lassen. In erbittertem Nahkampf mit Karabiner und Handgranaten warfen sie den Feind im Gegenstoß zurück und vernichteten ihn schließlich bis auf den letzten Mann. Tageiarfg wagten die Bolschewisten keinen neuen Angriff. Unablässig zerschlugen sie mit dem Feuer der schweren Waffen, der Granatwerfer und Salvengeschütze die Deckungen unserer Grenadiere an der Wolga. Als sie glaubten, den deutschen Widerstand zermürbt zu haben, trieben die Bolschewisten von neuem ihre Infanterie zu Tausenden über das blanke Eis. Rutschend und fallend stürmten die Angreifer vor. Aber dicht am Ufer brachte unsere Flakartillerie die einzige noch vorhandene Batterie in Stellung, unbeirrt von den rechts und links einschlagenden Granaten die das Eis in Stücke rissen. Schuß um Schuß jagten die Kanoniere ihre Granaten m die Angreifer. Haufenweise fielen die Bolschewisten. Immer neue Wellen stürmten heran, die sidi über die Berge von Toten und Verwundeten hinweg ihren Weg bahnten. Unsere Flakkanoniere feuerten ihre Granaten in die Massen, bis diese zerschlagen und vernichtet waren. Die weiße Eisfläche war jetzt schwarz von den Leibern der gefallenen Bolsdiewisten. Wieder war einer der Großangriffe des Feindes an der tapferen Abwehr unserer Helden von Stalingrad zusammen- gebrochen. Erst als die letzte Granate verschossen war, wurde die Räumung dieses Ufersriidces befohlen. Ein besonders hart umkämptter Brennpunkt der Schlacht um Stalingrad war die Höhe uo,; westlich der Stadt. Die Bolschewisten hatten hier ihre erdrückende Uebermacht an schweren Waffen, an Artillerie, Granatwerfern und Salvengeschützen eingesetzt. Zwischen den Igelstellungen unserer Grenadiere stießen Sowjetpanzer immer wieder zu der Höhe durch, die von einer Flakbatterie heldenmütig verteidigt wurde Schuß um Schuß jagten die Kanoniere den stählernen Kolossen in die Flanke. Qualmend blieben sie liegen. Die vom Brand erfaßte Munition explodierte und riß die Panzer in Stücke. Nur zwei bolschewistischen Panzern war es deshalb gelungen, bis unmittelbar vor unsere Stellungen vorzustoßen. Mit höchster Geschwindigkeit jagten sie feuernd auf unsere Geschütze zu. Auf kurze Entfernung erhielten der erste und dann auch der zweite Panzer schwere Treffer. Die Panzer stießen aber trotzdem feuernd weiter vor Erst neben den Lafetten unserer Geschütze traf sie der Fangschuß. Im harten erbitterten Nahkampf wurden die bolschewistischen Begleitschützen von unseren Kanonieren erledigt. Es waren Zuchthäusler aus Wladiwostok die sich in diesem Kampf um Stalingrad Straffreiheit erkämpfen sollten. 3500. Abschuß eines Jagdgeschwaders DNB. Berlin, 10. Febr. Während der Luftkämpfe, die am 9. Februar über dem nördlichen Abschnitt der Ostfront ausgetragen wurden, erzielte das unter Führung von Ritterkreuzträger Major Trautloft stehende Jagdgeschwader •einen 3500. Abschuß im Kampf gegen die Sowjetunion. Dabei errang Eichenlaubträger Leutnant Stotz seinen 152.—154. Luftsieg, während der Eichenlaubträger Major Hahn den 102. und 103. Abschuß erzielte. Ri ilerkreueträger Rudgaffer erzielte 8 Abschüsse DNB. Berlin, 10. Febr. Am 9 Februar kam •s an der tunesischen Front im Gebiet von Kaiman zu einem großen Luftgefecht Sechs deutsche Jagdflugzeuge sichteten bei einem Sperrflug über eigenem Gebiet einen von etwa 50 Jägern begleiteten starken feindlichen Bomberverband. Trotz der zahlenmäßigen Ueberlegenheit des Gegners griffen die deutschen Jäger, sofort an und schossen in einer etwa 50 Minuten dauernden Luftschlacht nicht weniger als 15 Flugzeuge, darunter drei Lightning, ab. Ritterkreuzträger Oberleutnant Rudorffer konnte allein acht Abschüsse hintereinander erzielen. Dieser Sieg, der erneut die Ueberlegenheit der deutschen Jagdflieger an der nordafrikanischen Front beweist, ist umso höher zu bewerten, als die sechs deutschen Jäger, trotz der mehrfachen Uebermacht, die 15 Abschüsse ohne eigene Verluste erzielten und sämtlich zu ihren Startplätzen zurückkehrten. Wirkungsvoller Tagesangriff auf Süd- und Ostengland DNB Berlin, 10. Febr. In den Vormittagsstunden des Dienstag griffen schnelle deutsche Kampffflugzeuge Ziele in Süd- und Ostengland an. Einzeln fliegend, stießen die deutschen Flugzeuge über den Midlands vor und belegten bei diesem In breiter Front angesetzten Tagesangriff auch einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt mit Bomben. Es entstanden große Zerstörungen und Brände. Sämtliche deutschen Flugzeuge kehrten zurück. Ritterkreuzträger Hauptmann Kerfin gefallen DNB. Berlin, 10. Febr. An der Ostfront fiel Hauptmann Horst K e r f i n , Kompanieführer in einem Fallschirmjäger-Regiment, der sich im Westfeldzug das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erkämpfte. Beim Einsatz gegen Holland mit seinen Fallschirmjägern auf einen Brückenkopf angesetzt, hatte er nach keiner Seite Verbindung Seine Lage wurde so bedrohlich, daß er die Erlaubnis zum Zurückgehen erhielt. Dennoch hielt er unter vorbildlichem persönlichem Einsatz zäh und unbeirrt seine Stellung, bis Entsatz herankam. Der Führer verlieh am 24. Mai 1940 ihm das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Genf. Die „Britisch Oil Schipping" Aktiengesellschaft erstattete ihren Jahresbericht. Während im Vorjahr noch ij Prozent Dividende ausgeworfen wurden, fällt für das abgeschlossene letzte Geschäftsjahr die Dividende völlig aus. Preis- und Absatzsorgen im britischen Empire Vor einiger Zeit hatten sich die Rohwollerzeu- ger Australiens mit den Wollfarmem in Südafrika dahingehend geeinigt, nach Kriegsende den freien Handel in Rohwolle und die Wollauk- tionen nicht wieder aufzunehmen und stattdessen den von der britischen Regierung eingeführten Aufkauf der Wollernten in Australien, Südafrika und Neuseeland und das damit verbundene Fesl- preissystem beizubehalten. Eine im Dezember in London eingetroffene australische Abordnung soll die gemeinsamen Interessen der Empire-Woll- farmer gegenüber der britischen Regierung mit Nachdruck vertreten, um jetzt schon für die Nachkriegswirtschaft feste Zusagen bezüglich einer Uebernahme der Ernten und des Fortbestehens der kontrollierten Preise zu erlangen. Die Gründe, die die überseeischen Wollprodu- zenten zu diesem Vorgehen veranlassen, sind klar ersichtlich. In Australien und Südafrika haben sich beträchtliche Wollmengen angesammelt, die mangels Transportmöglichkeiten nicht verschifft werden können. Bei einer längeren Dauer des Krieges müssen die unabsetzbaren Vorräte derartig anwachsen, daß sich daraus die Gefahr eines ähnlichen Preiszusammenbruchs ergibt, wie er aus den Jahren nach dem ersten Weltkrieg noch in allgemeiner Erinnerung ist Die Lage hat aber gegen damals noch insofern eine grundlegende Verschiebung erfahren, als inzwischen in nahezu sämtlichen europäischen Ländern ebenso wie in Japan und den Vereinigten Staaten umfangreiche Betriebsanlagen in den neuen Kunstspinnstoffen errichtet worden sind nnd sich noch weiter im Aufbau befinden, um auf dem Textilgebiet versorgungsmäßig eine möglichst weitgehende Unabhängigkeit zu erreichen. Auch die britische Regierung dürfte sich hinsichtlich der Zukunft der Rohwöllpreise kaum im Unklaren sein, ganz unabhängig davon, welchen Entscheid sie in der von den Australiern angeschnittenen Frage treffen wird. Die Notwendigkeit die früheren Weidegebiete für Schafe, die hauptsächlich in Schottland gelegen sind, für den Anbau von Nahrungsmitteln freizumachen, hat laut englischen Meldungen einen Rückgang der Schafhaltung in Großbritannien um ein Drittel, d. b. auf 17 Millionen Stück zur Folge gehabt, was sich auch auf die englische Fleischversorgung nachteilig auswirken dürfte. Dr. E. R. ioo ooo Juden tollen angesiedelt werden DNB. Rom, zr. Febr. (Funkdienst des O. T.) Die britischen Behörden sind im Begriff, einen Ansiedlungsplan für Juden in Syrien und Libanon auszuarbeiten. Ueber löoooo Juden sollen in diesen Gebieten angesiedelt werden, wie Agenzia Stefan! aus Damaskus erfährt. Der Ansiedlungsplan hat unter den Syriern und Libanesen lebhafte Beunruhigung hervorgerufen. Die Araber werden sich mit äußerster Energie gegen die Durchführung dieses Vorhabens wehren, wie arabische Kreise in Damaskus betonen. Britische •Militärtonen in Palästina DNB. Rom, xi. Febr. (Funkdienst des O. T-) Um der Sabotage- und Attentatgefahr zu begegnen, haben die kritischen Behörden in Palästina drei Militärzonen geschaffen, in denen der arabischen Bevölkerung der Vekehr untersagt ist. Die erste Zone zwischen dem Jordan und der Staße Jerusalem— Nablus, die zweite umfaßt die Höhen westlich Nablus und die dritte besteht aus Südpalästina bis Akaba. Britisches Bluturteil in Indien DNB. Stockholm, io Febr. Wie der Sender Delhi meldet, fällte der britische Gerichtshof in Madras am Dienstag das Urteil wegen eines Ueber- falls auf das britische Salzdepot Kolasakra im September v. Js. Zwei der beteiligten Indier wurden zum Tode verurteilt, während 16 weitere lebenslängliche Gefängnisstrafen erhielten. Gandhi im Hungerstreik DNB. S t o dt h o 1 m. xo. Febr. Nach einer Reutermeldung aus Puna (Indien), wo sich Gandhi als britischer Gefangener in Haft befindet, ist der Maharma in den Hungerstreik getreten. Gandhi, der 72 Jahre alt ist« hat aus Protest gegen die britischen Gewaltmethoden in Indien am Mittwochmorgen zum ersten Male das Essen zurückgewiesen und will diesen Hungerstreik drei Wochen fortsetzen. Neuer britischer Korruptionsskandal DNB. Stockholm, io. Febr. „News Chro- nicle“ berichtet über die Aufdeckung eines der größten Korruptionsskandale der letzten Zeit. In ihn sind maßgebende höhere Beamte des englischen Ernährungsministeriums verwickelt. Es handelt sich dabei in der Hauptsache um Zuckerschiebungen größten Maßstabes, die von Beamten des Ernährungsministeriums im Verein mit einigen Spekulanten vorgenommen wurden. In der Voruntersuchung erklärte nach „News Chronicle“ der Staatsanwalt John Maude: „Es handelt sich hier um einen gigantischen und verbrecherischen Skandal.“ Schiffstrümmer in der Straße von Gibraltar DNB. Rom, 10. Febr. Wie aus Algeciras gemeldet wird, wurden bei Cap Tarife zahlreiche Schiffstrümmer an den Strand gespült und einige Rettungsboote gesichert. An Bord eines der Rettungsboote befanden sich Lebensmittel englischen Ursprungs, so daß angenommen wird, daß es sich um-die Ueberreste eines in der Nähe versenkten englischen Dampfers handelt. In den Gewässern der Meerenge von Gibraltar wurden von spanischen Fischern zwei weitere leere Rettungsboote gesichert. Zeitgeschehen in Kürze Helsinki „Helsinging Sanomat“ behandelt im Leitaufsatz die am ij. Februar stattfindende Wahl des finnischen Staatspräsidenten Rom. Die neuernannten italienischen Minister wurden am Dienstag vom König und Kaiser Viktor Fmanuel JIL vereidigt, Preßburg. Der stellvertretende Ministerpräsident und Oberbefehlshaber der Hlinka-Garde, Minister Mach, sprach auf einer Tagung der Kommandanten der Hlinka-Garde in Preßburg über den kompromißlosen Kampf gegen die jüdisch-bolschewistische Katastrophe. Tirana. Das Nationaldirektorium der Faschistischen Partei Albaniens trat unter dem Vorsitz von Parteisekretär Minister Mirakai zusammen. Das Nationaldirektorium beschloß, dem Ministcrrat einige von der Partei zugunsten der Arbeiterschaft ausgearbeitete Sozialgesetze zu unterbreiten. Madrid. Der spanische Parteiminister Arrese sprach in Sevilla auf einer falangistischen Großkundgebung. Er betonte dabei, daß die Blaue Division keine galante Geste gegenüber einer befreundeten Naiton darstelle, sondert den festen Entschluß, bis zum Endsieg gegen die bolschewistische Gefahr zu kämpfen. Madrid 10 000 Hektar Nadelwald wurden nach einer Meldung aus Buenos Aires in letzter Zeit an der argentinisch-chilenischen Grenze durch Waldbrände vernichtet. Der Schaden beläuft sich auf etwa sieben Millionen argentinische Pesos. Die enorme Ausdehnung dieser Waldbrände ist auf die anhaltende Dürre zurückzuführen. Vigo. Die kürzlich« Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Kuba und der Sowjetunion hat der kommunistischen Agitation in Kuba neuen Antrieb verliehen. Vigo. Da die Vereinigten Staaten ihre Ver- spreijfngen bezüglich weitestgehender Wirtschafts- hilfe^iuch gegenüber Columbien nicht halten, verschlechtert sich die Lage auch dieses südamerikanischen Staates ständig. Tokio. Das Oberhaus billigte am Mittwoch nach kurzer Beratung einstimmig das zusätzliche außerordentliche Militärbudget in Höhe von 17 Milliarden Yen. Damit ist dieses Budget von beiden Häusern verabschiedet. Tokio. In Anwesenheit des Tenno billigte der Geheime Staatsrat in seiner Sitzung am Mittwoch das Freundschafts- und Kulturabkommen mit Bulgarien. Tokio. Generalleutnant Yamashita, der Eroberer von Singapur und jetzige Oberbefehlshaber der japanischen Streitkräfte in Malayen, wurde zum General befördert. T 0 k * Japanische Flugzeuge bombardierten den feindlichen Luftstützpunkt Kweilin, die Hauptstadt der Provinz Kwangsi und Hengyang in der Provinz Hunan. Bilanz der Japanischen Seeschlacht DNB. Tokio, 10. Febr. Das kaiserlich* Hauptquartier gibt bekannt, daß die japanisch* Marine in der Zeit zwischen dem 1. und 7. Februar in den Gewässern südöstlich der Isabell- Insel der Salomon-Gruppe insgesamt 13 feindliche Schiffe versenkte und 86 Flugzeuge abschoß. Im einzelnen verlor der Feind zwei Kreuzer, wovon einer in wenigen Minuten versenkt wurde, einen Zerstörer und zehn Torpedoboot^ außerdem 86 Flugzeuge. Die japanischen Verluste beliefen sich auf drei Zerstörer, die beschädigt wurden, davon einer schwer, außerdem 12 Flugzeuge, die nicht zurückkehrten. Diese Schlacht wird in Zukunft die Bezeichnung führen: Seeschlacht auf der Höhe der Isabell-Insel. Das kaiserliche Hauptquartier hatte bekanntlich am 4. Februar bereits ein Zwischenergebnis bekannt gegeben. Bis zu diesem Zeitpunkt waren ein Kreuzer versenkt, ein Kreuzer schwer beschädigt und 33 Flugzeuge abgeschossen. Der Erfolg unseres japanischen Verbündeten, der dem Sieg bei der Rannel-Insel unmittelbar folgte, konnte also noch wesentlich vergrößert werden. 20 feindliche Flugzeuge abgeschossen DNB. Rom, 10. Febr. Der italienische Wehr* machtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: An der tunesischen Grenze Aufklärungstätigkeit.' Fahrzeugansammlungen und Truppenkonzentrationen wurden mit gutem Erfolg von Abteilungen der Achsenluftwaffe angegriffen. Im Kampfabschnitt von Tunis Störungsfeuer der beiderseitigen Artillerie. Ein feindlicher Flugzeugverband führte einen heftigen Bombenangriff auf Kaiman (Tunis) durch und verursachte unter der Bevölkerung zahlreiche Opfer. Deutsche Jäger schossen im Luftkampf 16 Flugzeuge ab. Spreng- und Brandbomben wurden auf einige Orte der Kalabrischen Küste am Ionischen Meer auf Not« Marina und auf die Stadt Trapani abgeworfen; Geringer Schaden. Die Zahl der Dpfer ist' noch nicht bekannt. Ueber Trapani schoß die italienisch-deutsche Flak vier Flugzeuge ab. Eines stürzte nördlich der Stadt ab. Ein anderes fiel bei der Insel Egadi ins Meer, ein drittes stürzte im Gebiet von Blandino und das vierte südlich von Faceco ab. Sven Hedin: Deutschland rettet Europa DNB. S t o ck h o 1 m, io, Febr. „Dagens Ny- heter“ bringt ein Interview mit dem bekannten Asienforscher Dr. Sven Hedin, der am Montag nach einem einmonatigen Besuch in Deutschland nach Stockholm zurückkehrte. Dr. Hedin nghm bekanntlich an der Feierlichkeit zu Görings jo. Geburtstag und der Einweihung des Institus für zen* ralasiatische Forschung an der Universität München teil. — Es sei äußerst interessant «wesen, erklärt der bekannte Forscher, im unmitÄlbaren Kontakt mit derjenigen Nation zu stehen, die alles opfere, um Europa vom Bolschewismus zu retten. Dr. Hedin hob hervor, daß seiner Ansicht nach bolschewistische Truppen in Tornedalen und Sowjetflugplätze auf Aaland sein würden, wenn nicht Deutschland gegen die UdSSR, kämpfte. Es sei Tragik der augenblicklichen Lage, Zeuge sein zu müssen, wie die USA. und England den Bolschewismus bei seiner Zerstörung der europäischen Kultur unterstüzten. 1 Englands Kotau vor dem Bolschewismus DNB. Genf, 10. Febr. In welchem Umfang die Briten vor Herrn Stalin und dem Bolschewismus Kotau machen, beweist eine Meldung der Londoner „Times“, die die Vorbereitungen anläßlich des 25. Jahrestages der Schaffung der Sowjetarmee bespricht. Danach sollen Festlichkeiten in London und anderen elf britischen Großstädten abgehalten werden. Das Informationsministerium treffe für die britische Regierung die Vorbereitungen. An den Kundgebungen würden britischerseits zwölf Kabinettsmitglieder teilnehmen, u. a. Eden, Attlee, Lytt- leton, Sir Stafford Cripps und Duff Cooper. Großfeuer auf dem Flugplatz von Gibraltar DNB. Madrid, 11, Febr. (Funkdiest des O. T.) Wie aus La Linea gemeldet wird, entstand am Mittwochabend bei einem Flugzeugstart auf dem Flugplatz von Gibraltar eine heftige Explosion. Das Flugzeug geriet in Brand und die Flammen griffen auf andere auf dem Flugfeld stehende Maschinen über. Erst gegen Mitternacht konnte das Feuer eingedämmt werden. Führer in die Welt des Unsichtbaren Vor 20 Jahren, am 10. Februar 1923, starb Wilhelm Conrad Röntgen, der Entdecker der X-Strahlen. Der im März 1845 in dem rheinischen Städtchen ennep geborene Wilhelm Conrad Röntgen atte sich schon in der Physik einen Namen geiacht, als er als Fünfzigjähriger in einer Sitzung er Physikalisch-Medizinischen Gesellschaft die ntdeckusg der X-Strahlen bekanntgab Die Phy- iker und Me-^ „ ,► liziner sahen mit unbeschreib- ichem Erstau- len den Inhalt ines verschlos- enen Holzkäst- :hens, eines le- lernen Porte- nonnaies sich mf einem Du rch- leuchtungs- ichirm scharf ibzeichnen. Als lann noch die während der 5itzung entwik- ;elfe Röntgen- lufnabme einer menschlichen Hand gezeigt -urde, an der man jeden Knochen für sich deut- ch erkennen konnte, da war allen Zuhörern die nendliche Tragweite dieser Entdeckung mit mein Schlage klar. Die Entwicklung der Röntgenröhre hat von hrer ers'en birnenförmigen Gestalt über die Ku- el- und Zylinderform bis zu den heuligen Kontraktionen mannigfache Wandlungen durchgeScherl- Archiv- Autoflex macht Von mancher Verwendungsmöglichkeit der X-Strahlen, di# uns heute geläufig sind, wußte ihr Entdecker noch nichts. Er, der unbedenklich die ersten gefahrvollen Versuche an seinem eigenen Körper ausführte, ungewiß, ob er so sein Leben für die Wissenschaft opfern würde oder nicht, hat viele glanzvolle Erfolge 3einer umwälzenden Entdeckung nicht erleben dürfen. Für uns ist es kein Wunder mehr, daß man mit den X-Strahlen die genaue Lage eine« Geschosses, eine« Knochensplitters oder eines sonstigen Fremdkörpers feststellen kann Wir wisen auch, daß die Röntgenstrahlen eine krankhafte Veränderung in den inneren Körperorganen siohtbar machen. Brüche und Verrenkungen, Verkalkungen in der Lunge und in den Arterien, Galten- und Blasensteine und vieles andere noch vermag man mit Hilfe der Röntgenstrahlen zu beobachten, zu photographieren und so genau zu erkennen, daß Behandlung und Heilung in unvergleichlichem Maße erleichtert und gefördert werden. Aber auch auf dem Gebiet der anorganischen Materie, bei der Metallprüfung und auf dem weiten Gebiet der Technick leisten die Röntgenstrah- ’.en ebenso unermeßliche Dienste, denn jeder Mangel der sich beim Nieten oder Walzen, beim Schweißen oder Ziehen ergibt, wird von den X- Strahlen entdeckt, die rücksichtslos alle Fehler festhalten und sich so als Detektive nüchternster Art erweisen. Fälschungen von Edelsteinen, von Gemälden durch Uebermalung des-ursprünglichem Bildes werden durch die X-Strahlen erkannt. Auch ihre Wirkung auf das Wachstum der Pflanzen ist dargetan. Sie fördern es in weit stärkerem Maße, als es das Sonnenlicht vermag. Sogar in der Atomforschung haben die X-Strahlen wertvolle Dienste geleistet und auch in die geheimnisvolle Welt der Urstoffe ließen sie manchen aufschlußreichen Einblick zu. Ein neues Kapitel der Röntgenphotographie wurde aufgeschlagen, als es gelang, das Schirm- bildverafhren zu entwickeln. Es ermöglicht in schneller Reihenfolge unter Verwendung gewöhnlichen Filmmaterials die Durchführung von Mas- enuntersuchungen. Durch die Aufnahmen werden ständige Vergleiche ermöglicht, während die Durchleuchtung gar eine Beobachtung der bewegten inneren Organe zuläßt. Auf diese Weise können Betriebe, die durch Berufskrankheiten gefährdet sind, unter eine ständige gesundheitliche Kontrolle gestellt werden. Die Krankheiten werden noch im Anfangsstadium rechtzeitig erkannt. Das Schirmbildverfahren ist eine hervorragende Einrichtung zur Förderung der Volksgesundheit Rudolf Hans Bartsch 70 Jahre alt (wpr.) Es ist wohl keine alltägliche Erscheinung,— _ wenn ein Offizier alter Schule nach bedeutsamen der aufgefangen. Erfolgen als Heeresanhivar den selbstgewählten S zur Schriftstellerei im Geiste der galanten Zeit :t. Dieser Grazer Hauptmann a. D., der von Haus aus ähnlich wie Bruno Brehm eine heimliche Liebe zur Deutung altösterreichischer Geschichte mitbringt, am 11. Februar 187z in der heutigen Stadt der Volkserhebung“ geboren, gehörte bereits um die Jahrhundertwende lange Jahre als Mitarbeiter dem K. u. K. Kriegsarchiv an und war vorübergehend gleichzeitig dem Institut für österreichische Geschichtsforschung zugeteilt. Von dort her stammt wohl der Hang zur poetischen Beschäftigung mit österreichischer Geschichte, deren dichterische Deutung freilich nicht an die manifestierende Größe der Werke des einstigen Soldaten Bruno Brehm heranreicht. Als Bartsch im Jahre rpoj mit der romanhaften Auslegung des Themas „Als Oesterreich 48 zdfiel“ herauskam, als er gar in seinem 1912 erschienenen Roman ,jDas deutsche Leid" durchaus ahnungsschwer hinwies auf jene dunklen Mächte, die dem Vielvölkerstaat früh das Grab schaufelten, setzte ersieh oft heftigen Fehden aus. Eindeutiger, stark aus dem Volksempfinden geschöpft, wirkt eine seiner besten Leistungen: „Zwölf aus der Steiermark“. Erstaunlich trifft dieser Steierer, der sich wie etwa Raintaler mit gutem Geschick in die verschnörkelte Vergangenheit versenkt, in seinem köstlichen Novellen- Band „Vom sterbenden Rokoko“ (1909) das Typische dieser Epoche und ihrer Menschen. Ueber- haupt ist Bartsdi besonders im Stil seiner Novellen ein kundiger Wiedererweck er jener Tage, da Reifrock und Perrücke zu Sinnbildern verzärtelter Selbstsucht wurden. Aber einen Namen und Bucherfolg von Weltruf sicherte sich R. H. Bartsch mit seinem singenden, klingenden Schubert-Roman „Schwammerl“ (1912). Hier hat er die liedersüße Welt des Frühvollendeten auf Grund sicherer Zeit- und Menschenkenntnis in einer Folge duftiger Bil- Der Erfolg blieb dem anschließend (1913) erschienenen Roman „Die Geschichte vom Hannerl und ihren Liebhabern“ nicht annähernd treu. Mit einer Palette, die oft wundersam zarte Halbtöne kennt, mit einer ganz aus der Zeit geborenen Sinnenfreudigkeit musischen Schwunges, vor allem auch als behutsamer Naturschilderer: so sehen wir den Mann am Werk, dem hohe Auszeichnungen zuteil wurden und den seine Vaterstadt, in der er lebt, im Jahre 1932 zum Ehrenbürger erhob. Wer Bartsch, der manches von den Illustratoren galanter Schule an sich hat, als Meister der mehr andeutenden Novel- listik kennenlernen will, der lasse sich in den Bann seiner „Bittersüßen Liebesgeschichten“ (1910) schlagen. Kurt Mandel. Verleger: Alfred Reiff (bei der Wehrmacht) Drude und Verlag: A. Reiff & Cie, Offenburg. Verlagsleiter: R. Hack, Hauptschriftleiter: Carl Fürst. Anzeigenleiter: Rudolf Berton. (PI. Nr. 8). 1 Hiniig-, EDolf- unö 6utad|fal ■ ' . . ' - "" " ' """T”. Umschau ln Haslach Deutsches Rotes Kreuz Haslach Der Kursabend wird auf heute, Donnerstag, vorverlegt. Teilnahme an der Kundgebung am Freitag für Helferinnen und Anwärterinnen ist Pflicht. (Zivil). Ermittlungen .über das Schicksal der ein- zeinen Stalingradkämpfer im Gange (DNB) Der begreifliche und berechtigte Wunsch der Angehörigen unserer Stalingradkämpfer, baldmöglichst über das Schicksal der Ihren Nachricht zu «halten, gibt Veranlassung, Folgendes bekanntzugeben: In allen Wehrkreisen sind die Stellen des Heeres und der Luftwaffe mit der Ermittlung und der Sammlung von Nachrichten beauftragt, um Klarheit über den Verbleib aller Soldaten zu gewinnen, deren Verbände in Stalingrad eingeschlossen waren. Die Sichtung des eingehenden Materials, die Vernehmung der noch aus Stalingrad durch die Luftwaffe herausbeförderten Verwundeten und Kranken nahmen infolge der Kampfhandlungen eine längere Zeit in Anspruch, so daß Auskünfte über das Schicksal Einzelner noch nicht gegeben werden können. Um diese Ermittlungen nicht zu stören, und die Erteilung von Auskünften dadurch nicht zu ver- tögem, werden alle Angehörige unserer Stalingradkämpfer gebeten, von Anfragen bei Dienststellen der Wehrmacht und der Partei noch ,so lange absehen zu «ollen, bis durch Presse und Bundfunk die Dienststellen bekanntgegeben werden, die in der Lage sind, gestellte Anfragen zu beantworten. Zum kommenden Opfersonntag „Vater, komm doch gleich mal her, der Block- Walter will unsere Spende zum Opfersonntag kassieren!“ — „Moment mal, ich höre immer „Unsere“. Bei dir war doch am letzten Ultimo auch Zahltag, wie? Wissen Sie, Herr X. unsere Tochter ist nämlich seit dem 1 . Oktober „Gehalts- •mpfänger“ und darum soll sie auch von jetzt ab zusätzlich zu unserem Beitrag eigenhändig ihren Obolus leisten. Nicht wahr, Ilse, so dachtest du doch auch?“ — „Ehrlich gestanden, Vater, hab leb bisher nicht daran gedacht, aber nun bin ich selbstverständlich deiner Meinung.“ Sprach’s, zückte den Bleistift und schrieb eine schwungvolle 5 in die Liste. Schaffende Jugend, ihr seit hier mit „Ilse“ angesprochen. Denkt daran, daß ihr mit dem Einreihen in die Kette der Erwerbstätigen gleichzeitig ein Glied in der Opfergemeinschaft unseres deutschen Volkes wurdet und beweist es durch die Tat am kommenden Opfersonntag. E. K. Die Lenkung des Fremdenverkehrs Im „Fremdenverkehr“, dem amtlichen Organ des Reichsfremdenverkehrsverbandes, wird ein Aufruf veröffentlicht, in dem es heißt, daß die Anordnung des Staatssekretärs für Fremdenverkehr über die Lenkung des Fremdenverkehrs im Kriege strengstens vollzogen werden muß. Di? Wohnungsgeber haben alsbald nach der Ankunft des Gastes den Beginn des Aufenthaltes in die Dritte Reichskleiderkarte einzutragen. Ein Gast, der die Kleiderkarte nicht vorlegt, darf nicht beherbergt werden. Werden bei Kontrollen Kleiderkarten ohne Eintragung festgestellt, so wird unnachsichtlich Strafanzeige gegen den Wohnungsgeber und den Gast erfolgen. Aerzt- liche Zeugnisse gelten für Kur- und Erholungsorte unter keinen Umsänden als Ausweis det Erholungsbedürftigkeit. Nur für Heilbäder und heilklimati- sche Kurorte sind ärztliche Zeugnisse mit Begründung nach vorgeschriebenem Muster zugelassen. Im übrigen gelten nur Urlaubscheine der Wehrmacht, der Behörden, der kriegswichtigen Betriebe^ usw. Die örtlichen Fremdenverkehrsstellen (Bürgermeister, Kurverwaltungen, Verkehrsämter) haben den Vollzug der Bestimmungen laufend und strengstens zu überwachen und bei allen Verfehlungen Strafanzeige gegen Wohnungsgeber und Gast zu erstatten. Die Frem- denverkehrsgemeinden sind nicht Zufluchtsorte für Faulenzer, die sich ihrer Kriegspflicht entziehen wollen. Der Staatssekretär für Fremdenverkehr erwartet, daß mit der Reichspolizeiverordnung scharf ‘ gegriffen wird, wenn anders nicht schwerwiegende Eingriffe in den Fremdenverkehr erfolgen sollen. Hornberg. (Heldentod.) Sanitätsunteroffizier Fritz Arnold fand im Osten im 30. Lebensjahr den Heldentod. — Für Führer, Volk und Vaterland starb im Osten der Gefreite Karl Schumacher den Heldentod. — (Auszeichnung.) Der Oberfeldwebel Hermann Leber erhielt das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern. Kreisstadt Wolfach Mädelgruppe 1/733 Morgen Freitag, pünktlich um 8 Uhr, ist Sportabend in der Turnhalle für die ganze Mädelgruppe. Es haben alle zu erscheinen. Todesfall r. Im Krankenhaus starb am Dienstagabend im blühenden Alter von 17 Jahren Adolf Pfeifer, Sohn der Familie Pfeifer, „Am Schützeneck“. Nachdem er eine Krankheit mit Operation glücklich überstanden hatte, kam einige Tage später eine andere Erkrankung hinzu, die ihm nun das junge Leben kostete. Der Familie wendet sich allgemeine Teilnahme zu. Schafft Kriegsgärten r. Die Tageszunahme und das Herannahen des Frühlings läßt unser Augenmerk bereits wieder auf die Bestellung der Felder und Gärten lenken. Wie im letzten Jahre, so ist es auch in diesem Jahre wieder ein Gebot der Zeit, soviel wie möglich selbst zu pflanzen, damit man möglichst wenig von den Händlern abhängig ist. So ist es die Schaffung von Kriegsgärten, das heißt die Ausnützung jeden Quadratmeters Boden, ein dringendes Bedürfnis, das heute schon in Erwägung gezogen werden soll. Oberwolfach. (Lehrgang.) Die Abschlußprüfung der Laienhelferinnen im Ortsteil Walke tand in Verbindung mit einem Schulungslehrgang für die Luftschutzhufskräfte durch Dr. Merckel am am Sonntagnadunittag statt. Im Anschluß an die Prüfung fand noch eine Unterhaltung der Teilnehmer im Gasthaus zum „Waikenstein“ statt. Auch die Lehrgangsteilnehmerinnen im Lehrgang „Bei der Kirche“ bestanden am Sonntag ihre Abschlußprüfung. v Aus dem hinteren Klnstgtal a. Schenkenzell. (Gemeinsehafts abend.) Unsere Jugend hatte wieder zu einem Elternabend eingeladen. Immer werden diese mit großer Freude aufgenommen. Am vergangenen Sonntag, den 7 . Februar, war also der Gemeinschaftsabend, von Eitern und Gästen recht zahlreich besucht und das Gebotene fand reichen Beifall. Schmetternde Fanfarentöne eröffneten den Abend und dann sprach der Führer der HJ.-Formationon Ernst Hermann herzliche aber auch ernste Worte an die Besucher. Hellklingende Mädchenstimmen gaben dem Gemeinschaftsabend einen vielversprechenden Auftakt. Dann sprach der Ortsgruppenleiter Pg. August Herrmann über das „Für und Wider“ eines Elternabends und fand für seine Ausführungen stürmischen Beifall. Dann wickelte sich ein Unterhaltungsprogramm ab, das in allen Teilen herzlichen Anklang fand. Die augenblicklich hier weilenden Reichserholungsurlauber wohnten dem Abend selbetverständlich auch bei. Ein jeder der Mitwirkenden tat sein Bestes und keiner wollte vor dem anderen zurückstehen. So erlebte die Einwohnerschaft von Schenkenzell mit ihrer Jugend einen Abend, der ihnen wohl lange in bester Erinnerung bleiben wird. Ortsgruppenleiter Pg. A. Herrmann be- Die verantwortlichen Träger der Dorfbetreuung II. Beim Ortsgruppenleiter durdigcg] ’ wiegende Der Wunsch der Ulla Ude Roman von A. von Sazenhofen Urheber-Recbtssdmtj: Arthur vom Dorp. Freital 15 . Fortsetzung Vier Sommer und vier Winter . . . viermal die grenzenlose, wohltuende, sehnsüchtige Schönheit der Heide, wenn sie dem Himmel ihr Blühen, entgegenwölbt. Und viermal ihr großes, weites, gewaltiges Schweigen. Um die Schloßmauer fliegen die Krähen, ein paar hocken weise auf den Aeeten. Um Karl Petersens Mund gräbi sich eine Linie, die von Kampf zeigt in stillen Nächten. Das Leben ist unsäglich nüchtern. Die Jette schaltet rundlich und geruhsam, befriedigt im Besitz; geehrt und von allen gegrüßt, sitzt sie im Kirchenstuhl, neben der Frau Pfarrer. Die beiden haben eine Freundschaft, die einfach aus traditionellen Gründen ist und sich in Einkochrezepten, Strick- und Häkelmustern erschöpft. Manchmal, im Sommer, wenn sehr viel Arbeit ist, meint Jette bittend: „Ich möchte dem Vater und der Mutter helfen Das Heu ist einzubringen, und man weiß nicht, ob das Wetter so bleibt“ Da nickt er . . . und es steht ein Lächeln still und selig um seinen Mund. Sie sieht es. und in ihre Augen kommt ein ratlos fragender Blick. Dann aber steht sie draußen, und der Heidewind knistert in ihren weißen, gebauschten Aer- meln und in dem rot karierten Dirndlrock . und sie hat es vergessen. Die Rike kräht selig nnd kollert mit dem Jakob von der Häuslerin in den Heuhaufen herum Kari Petersen aber wandert an diesem Tag wieder einmal weit hinaus in die Heide. Die NSDAP, ist keine Partei im üblichen Sinne des Wortes. Sie ist eine Bewegung, eine Gemeinschaft von Aktivisten, ein Bund entschlossener Menschen, das Schicksal zu meistern und die Geschichte des Volkes zu gestalten. Sie läßt das Geschehen nicht einfach treiben; nein, sie greift dem Getriebe in die Speichen, sie formt, bildet, erzieht und gestaltet. Immer wieder erinnert sie sich des Wortes eines großen Historikers: Männer machen die Geschichte! Und da an der Spitze der Bewegung ein Mann von weltgeschichtlichen Ausmaßen steht, so braucht es uns nicht wundern, daß seit Jahren Geschichte gestaltet wird. Wohl sind wir Zeugen dieses einmaligen Geschehens. Allein der Abstand zu den Ereignissen ist so klein, daß wir das Geschehen in seinem ganzen Umfange gar nicht begreifen können. Erst spätere Geschlechter werden die jetzige Zeit nach ihrem ganzen Umfange erfassen und damit auch werten können. Adolf Hitler ist der Schöpfer der Partei, er ist ihr Träger und er ist auch ihr Inhalt. Sein Ingenium, seine Gedankenwelt, sein Wille bewegt alles und alle. Von größter Bedeutung für die Geschichte un seres Volkes ist es, daß sein Wollen und seine Schau stets an das ganze Volk, an uns alle herangetragen werden, daß sein Impuls in uns lebendig wird. Um dieses Ziel zu erreichen, schuf sich Adolf Hitler die Organisation seiner Bewegung. Sie ist nicht Selbstzweck und hat nur eine Aufgabe: Dienerin des Lebens, des Ganzen zu sein. Wehe, wenn sie einmal dieser Aufgabe untreu würde! Dann müßte sie erstarren, dann müßte sie versteinern und damit höchst überflüssig werden. Die gewaltige Organisation lebt nicht ihr selbst, nein, sie lebt nur unseres Volkes wegen. Ueber die Reichsleiter, Gau- und Kreisleiter strömt des Führers Kraft, wogt sein Wille hinaus ins Volk. In den Städten und auf unseren Dörfern sind die Ortsgruppenleiter die Hoheitsträger. Sie sind die Empfänger all der Impulse von oben. Sie sind aber auch die Sender, die Leiter der kleineren Gemeinschaft. Sie sind die Bannerträger des Führers, sie sind seine Unteroffiziere, sie sind von seinen getreuesten Marsd ; erern. Kein Zweifel, ein Ortsgruppenleiter muß ein ganzer Kerl sein! Und so, wie er ist, ist seine Gefolgschaft. Ein Kreis wird nun dann auf Draht sein, wenn es dem Kreisleiter gelang, die rechten Männer als Ortsgruppenleiter zu bestimmen. Daß diese Aufgabe im Kreise Wolfach gut gelöst ist, erhellt schon aus der Tatsache, daß die meisten Ortsgruppen schon seit Jahren von den gleichen Männern geführt werden. Der verschwindende Personenwechsel beweist, daß die rechten Männer am rechten Platze stehen! Und zum fünftenma! Schnee. Es ist knapp vor Weihnachten. Da stapft der Briefträger, der zweimal wöchentlich nach Brin- kendorf kommt, die schlechte zusammengefahrene Straße daherr Er biegt seitlich ab, auf den Fußweg zum Damm, und schüttelt vor einer Hauztüre den Schnee ab. Christoph! Ich hab ein Schreiben für dich.“ Der Christoph tritt unter die Türe. Seine Haare sind grau und versteifen sich zu einer eigenwilligen Frizur, denn es wird ihnen nicht viel Gewalt angetan. Aber jetzt fährt er mit fünf gespreizten Fingern hindurch. „Für mich?“ „Ja . v . für dich!“ „Kann nicht sein!“ „Da steht Christoph Reiter. Nimm’sl“ Der Christoph streckt die Hand nicht aus. „Vom Gericht vielleicht?“, „Nee . . . von einer privaten Person.“ „Kenne keine private Person!“ Da dreht der Mann den Brief ein wenig ungeduldig um. „Da steht der Absenderl“ und buchstabiert: „Maria So . . .“ „Ja, weiß schon! Komm rein und wärm dich!“ Und Christoph hat den Brief in der starken Hand. „Bin ganz allein . . . kann dir nichts vorsetzen. Die Frau ist mir im Frühjahr gestorben.“ Der Briefträger nickt „Ist auch nur, daß man die Hände wärmen kann. Mehr brauch ich nicht So . . , danke schön!“ Der Christoph geht umständlich mit dem Brief um. Es ist eine große und wichtige Sache. Die Maria . . . Die Augen wässern ihm ein wenig. Ja, ja . . . andere Zeiten waren das damals, bei der Herrschaft. Ja ja, die Maria! Ja ja, die Maria! Was sie Ein Ortsgruppenleiter hat eine schwere, er hat aber auch eine verantwortungsvolle und schöne Aufgabe. Und welcher rechte Mann möchte nicht handeln und dafür auch mit seiner ganzen Person einstehen! Wie sich der Kreisleiter seinen Mitarbeiterstab aussuchen muß, so hat auch der Ortsgruppenleiter seine Mitarbeiter zu finden und zu bestimmen. Sie muß er mit seinem ganzen Wesen und Wollen erfüllen. In ihnen muß er den Idealismus, der ihn selbst bewegt, wecken. Ihnen muß er stets die Fackel neu entzünden, die Fackel des unbändigen Glaubens und des Vertrauens, die Fackel der bedingungslosen Hingabe und Treue. Allen Parteigenossen muß der Ortsgruppenleiter Vorbild sein. Er muß sie zu Nationalsozialisten, zu Sozialisten, zu Aktivisten erziehen. In allem Geschehen muß er stehen wie die Berge unserer Schwarzwaldheimat. Er darf nie wanken. An seinem Glauben stärkt sich der Glaube seiner Mitarbeiter wächst der Glaube des ganzen Dorfes; an seinem Willen stählt sich der Wille der Dorfgemeinschaft. Er ist der ruhende Pol in der Erscheinungen Flucht. Die politische Ausrichtung des ganzen Dorfes ist ihm oberstes Gesetz. Er kann und wird keine Staatsfeinde oder Böswillige dulden. Jedem Volksgenossen gibt er gerne Rat und Tat, für jeden hat er ein offenes Ohr und ein redliches Herz. Mit vollem Vertrauen können sie sich an ihn wenden und können sie bei ihm Hilfe suchen. Er teilt mit der Ortsgruppe Leid und Freud. Der Ortsgruppenleiter kümmert sich um vieles, muß sich um alles kümmern. In Dienstappellen feuert er die Aktivisten zu neuer Tat an. In Kundgebungen wendet er sich an glas ganze Volk. Er besucht den Dienst der HJ. wie des BDM. Er hat volles Verständnis für die Arbeit der NS.-Frauenschaft und ihrer Jugendgruppe. Ihm liegt daran, daß sich der Nationalsozialismus nidic in Worten, sondern in Taten offenbart., Die Sam- melergebnisse aller Art dürfen nie stille stehen, müssen stetig wachsen und sich verbessern. Der Ortsgruppenleiter nimmt auch Anteil an der Arbeit all der Bauern, Handwerker und Arbeiter. Er kümmert sich um die Kriegsopfer und ihm obliegt auch die Verschickung und Aufnahme von Ferienkindern. Kein Haus, keine Familie, keine Gliederung und kein Verein, in die sein Wille und sein Wissen nicht greift. Er führt sie alle nur einen Weg, den Weg der Treue zum Führer. Denn er weiß: in Treue zu Adolf Hitler liegt unser Heil. Folgen wir ihm, dem größten aller Deutschen, so ist uns der Endsieg gewiß, so treten wir den Marsch an in eine bessere und schönere Zukunft. Freudenstadt. (Todesfall.) Nach langem, schwerem Leiden verstarb im Alter von 82 Jahren unser Mitbürger August Bernhardt. — (Auszeichnung.) Auf der Kriegsarbeitstagung des Mildi- und Fettwirtsdjaftsverbandes Württemberg in Stuttgart wurde u. a. auch die Bezirksmilchverwertung Freudenstadt eGmbH. für hervorragende Leistungen im Jahre 1941 in der Herstellung von deutscher Markenbutter, Käse und Trinkmilch ausgezeichnet, Chronik aus Schramberg Schramberg. (Auszeichnung.) Unser Mitbürger, Oberleutnant d. R. Karl Bäuerle, Führer einer Grenadierkompanie, hat sich durch seine Tapferkeit wiederholt ausgezeichnet. Es wurde ihm das Deutsch* Kreuz in Gold verliehen. Die ganze Bürgerschaft beglückwünscht den tapferen Sohn unserer Stadt und wünscht, daß er sich von seiner erlittenen Verwundung recht bald wieder erholt. — Das Ergebnis des 5. Opfersonntages im Kreis Rottweil beträgt j8 283,36 RM. Davon entfallen auf die Ortsgruppe Sdiramberg 9101,50 RM, auf die Ortsgruppe Schram- berg-Sulgen 1604,25 RM. — Das Sammelergebni» in der Stadt Schramberg betrug bei der Sammlung am vergangenen Sonntag 10681,90 RM, im Stadtteil Sulgen 1093,44 RM. 4 us dem Elstal Kollnau. (Altersjubilar.) Unser Mitbürger Josef Wolf, einer der ältesten Einwohner unserer Gemeinde, feierte dieser Tage seinen 85 . Geburtstag. Gut ach b. Waldkircb. (Ausieichnung.) Unteroffizier Wilhelm Schill erhielt an der Ostfront das Eiserne Kreuz II. Klasse. — (Heldentod.) Unteroffizier Wilhelm Rißler fand im Osten wenige Tage nach seinem 29 . Geburtstag den Heldentod. Oberwinden. (Auszeichnung.) Gefreiter Albert Joos wurde im Osten mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Vom Hochschmarsutald Triberg. (Altersjubilar.) Das 81. Lebensjahr vollendete dieser Tage unser Mitbürger Franz Gleichauf. — (Kurse.) Verschiedene Kurse und Lehrgang« wird das Berufserziehungswerk der DAF. in unserer Stadt durchführen. Zunächst findet ein Lehrgang für Automatendreher und zwar „Die Leistung- und Kurvenberechnung für Revolver- und Langdrehautomaten“ statt. Es sind noch weitere Lehrgänge vorgesehen für Fachzeichnen und Fachrechnen. St. Georgen. (Konzert.) Alle Volksgenossen und -genossinnen seien auch an dieser Stelle auf da« am Sonntagnachmittag in der Turnhalle stattfindende Konzert zugunsten des Kriegs-WHW. aufmerksam gemacht. Allen Volksgenossen, besonder« den Kunstfreunden, wird das Konzert genußreiche Stunden bringen. V i 11 i n g e n. (Kriegs-WHW.-Konzert.) Am kommenden Samstagabend veranstaltet das Winterhilfswerk, in Verbindung mit der NSG. „Kraft durch Freude" des Kreises Villingen, in der Tonhalle ein Konzert zugunsten des Kriegs-WHW. Harmersbach - u. Kordrachtal Zell a. H. (Von der NSDAP.) Am Freitag, 12. Februar, um 20 Uhr, findet im Rathaus, 3. St., Dienstappell der Politischen Leiter und Führ« der Gliederungen statt. Pünktliches Erscheinen wird erwartet. Dust Ausgabe umfaßt 4 Setten nur von ihm will, daß sie ihm schreibt. lat noch nicht da gewesen, »0 etwas. War immer böse auf ihn, seit er geheiratet hat Ob sie weiß, daß seine Frau gestorben ist? Und wo das Fräulein Ulla die ganzen Jahre ist? Hätte doch bleiben sollen, im Schloß! Wird nicht begser, ein Haus, wenn es nicht bewohnt ist . . . der Garten und alles verwildert. Endlich ist er so weit, daß er lesen kann. Er räuspert sich. Ja, ja, die Maria weiß eben doch, an wen sie sich zu wenden hat Er schlupft in seinen dicken Rock und nimmt den Weg zum Pfarrer. „Was willst du, Christoph? Kommst du wegen des Totenscheins deiner Frau?“ „Nee . . . danke, Herr Pfarrer! Die Schlüssel möchte ich vom Schloß. Die Maria schreibt mir, sie kommt morgen. leb bitte schön . . . wenn der Herr Pfarrer lesen möchte?“ Der Pfarrer liest den Brief von der Marts, nickt und greift in die Schublade seines Schreibtisches. „Da hast du ... ist gut und recht, wenn das Fräulein Ude wieder kommt“ „Mein iah auch, Herr Rfarrer! Schönen guten Tagl“ 1 „Grüß Gott, Christoph!“ * Der Christoph arbeitet, bis es dunkel wird. Er kehrt den Hof und die Freitreppe vom Schnee sauber, macht Hols klein und schimpft dabei. „Schade um die schönen Scheite; müssen ja verderben ... zu wenig Luft! Gut, daß sie jetzt beim kommt . . . will der Maria sagen, die zwei Klafter muß sie zuerst nehmen zum Verbrennen.“ Wie es dunkel wird, geht er heim, kocht sich seinen Kaffee zum gewohnten Nachtmal und legt sich nieder. Der Schlaf will nicht kommsn. Sprachmittler als Stabshelferinnen Auf Grund zahlreicher Anfragen weist das Oberkommando der Wehrmacht darauf hin, daß aud» weibliche Sprachmittler (Dolmetscher und Ueber- setzer) mit russischen Sprachkenntnissen auf Grund freiwilliger Verpflichtung als Stabshelferinnen _ bei höheren Kommandos in den besetzten Ostgebieten eingesetzt werden können. Mindestalter 21, Höchstalter 45 Jahre. Die Höhe der Vergütung richtet sich nach den Kenntnissen. Außer der vollen tariflichen Vergütung werden für die Dauer des Einsatzes in den besetzten Ostgebieten Einsattzulage, freie Unterkunft und freie Verpflegung gewährt. Persönliche und schriftliche Bewerbungen und nähere Auskünfte bei der Wehrkreis Verwaltung III, Berlin-Grunewald, Cunostraße 35/43, Zimmer 52. Ja ja . . . die Maria! Und es kommen Bilder von der Jugend zurück und was sie alles miteinander erlebt haben mit ihrer Herrschaft. „Die Maria . • lallt er noch im Halbschlaf, „ich wäre besser gefahren mit ihr ..." Und im plötzlichen Gedanken an seine Frau, der mit diesem Seufzer um die andere etwa Abbruch geschähe: „Gott geb ihr die ewige Ruhe!“ # Am andern Morgen zeitig in der Früh ist er beim Bürgermeister. „Gib mir deine beiden Braunen heute. Muß auf die Station fahren, die Marta holen“, und setzt leise hinzu: „will sie mit unserem alten Schlitten holen, die Marta.“ »Gut, gut! Bin froh, wenn sie hinaus kommen, die Braunen. Mußt Obacht geben, stehen schon an die acht Tage still im Stall.“ Der Christoph hebt ein wenig die Schultern. „Wäre traurig", denkt er, „bin lang genug Kutscher gewesen . . . werde mit einem Paar solcher Bauernkloben noch fertig werden.“ Dann zieht er den Schütten aus der Remise und putzt den halben Nachmittag daran herum, klopft die Polster und die zottige schwarze Decke, schiebt ihn vor-das Tor, auf den W«g heraus, schließt hinter sich ab und holt die Pferde. Es liegt ein blauer Schein über der Weite ringsum. Es fängt an zu dämmern. Der Christoph sitzt kerzengerade auf dem Bock und hält die Zügel straff . . . und es ist ihm wohl und wehe ums Herz. * Dann braust der Zug in die kleine Station. Die Marta hat mehr Koffer und Schachteln, als sie tragen kann. Da packt er sich alles schweigend auf, schleppt es zum Schlitten und türmt es hintan auf. (Fortsetzung folgt) wh Jgrr: iipÜjE m Blick in die Brtenau D u r b a ch. (AuszeiAnung.) Dem Obergefreiten HeinriA Kiefer, Sohn des Sägemüllers Cyriak Kiefer, wurde im Osten das EK. II verliehen. Hofweier. (Dienstappell .j Der nächste Dienstappell der Politischen Leiter,»Walter und Warte, /.u dem vollzähliges Erscheinen notwendig ist, findet am kommenden Freitag, 20 Uhr, im Rathaus, statt. H Zunsweier. (Heldentod.) Unteroffizier Karl Kiefer, Sohn des Stellwerkmeisters Anton Kiefer, ist seiner schweren Verwundung im Osten in einem Feldlazarett erlegen. Er erreichte ein Alter von 32 Jahren. — Unteroffizier Alfred L i e n h a r d, Sohn des verstorbenen Eisenbahnarbeiters Karl Lienhard, erlitt ebenfalls an der Ostfront im Alter von 23 Jahren den Heldentod. Alfred Lienhard, der mit dem EK. II und dem Inf.-Sturmabzeichen in Silber ausgezeichnet war, stand vor seiner Einberufung bei der Firma L. Fischer, Baugeschäft, Offenburg, in Arbeit. — Beide Gefallenen waren hier als tüchtige und arbeitsame Menschen beliebt und geachtet. Den Angehörigen beider Familien wird von der Einwohnerschaft aufrichtige Anteilnahme entgegengebracht. Kittersburg. (Wir ehren das Alter.) Am morgigen Donnerstag vollendet eine unserer Dorfältesten, Frau Franziska Fischer, Witwe, geb. Prößel, Inhaberin des Mutterehrenkreuzes, ihr 80 . Lebensjahr. Als im Herbst 1897 — also vor bald 46 Jahren — ihr Ehemahn Karl Fischer an den Folgen eines schweren Berufsunfalles starb, stand sie mit fünf kleinen Kindern, mit irdischen Gütern nicht ausgestattet, allein da. Trotz dem schweren und harten Schicksalsschlage verzagte sie^ nicht und nahm den Lebenskampf allein auf. Sie hat ihn siegreich bestanden, obwohl ihr im Leben nichts an Not, Entbehrungen, Sorge ums tägliche Brot, Unglück, Krankheiten usw. erspart blieb. Auch als im Weltkriege 1914—18 ihre-.drei Söhne an der Front standen, erfüllte sie in nie erlahmender Schaffenskraft ihre Pflicht, ja sie konnte sogar von ihrem Wenigen ihren Söhnen mit Feldpostpaketchen noch manche kleine Freude machen. Trotz ihren 80 Jahren hilft sie auch jetzt noch täglich in Haushalt und Landwirtschaft ihrer Kinder und sucht sich nützlich zu machen, soweit dies ihre Kräfte noch gestatten. Möge auch unsere Altersjubilarin noch recht oft in gleicher Frische wie jetzt ihr Wiegenfest feiern. Das seien unsere Wünsche zu ihrem 80 . Wiegenfeste! Gengenbacher Nachrichten GengenbaA. (Auszug aus dem Standesregister.) Geburten: Januar: 2. Margareta, Vater August Wußler, Bahnarbeiter, 10. Rudolf Gerhard, V. Rudolf Schüler, Pappenfabrikarbeiter. 16. Hildegard, V. Alfred EAtle, Bauer, Sondersbach. 16. Peter, V. Wilhelm Huber, Pappenfabrikarbeiter, Berghaupten. 27. Ingeborg Magdalena, V. Wilhelm Feger, Maschinenarbeiter. 30. Rolf Helmut, V. Helmut Brämer, Revierförster. — Eheschließungen: Januar: 2. Korbmachermeister Josef Feger, und Frieda Schrempp, ohne Beruf, beide hier. 15. Hilfsschlosser Emil Dold und Stefanie Kühne, ohne Beruf, beide hier. — Sterbefälle: Januar: 16. Landwirt. Josef Jörger, 75 Jahre alt. 20. Hausgehilfin Maria Anna HimmelsbaÄ von Bermersbach-Fußbadi,' 41 J. alt. Hauptlehrerin a. D. Emma Franziska Schwarz, 76 J. alt. Verbesserungen für Kriegsbeschädigte Das Oberkommando der Wehrmacht hat im Einvernehmen mit den beteiligten Dienststellen wieder 'einige Verbesserungen für Kriegsbeschädigte getroffen. Arbeitsverwendungsunfähige Versehrte erhalten danach ab 1. April kostenfreie Heilbehandlung auch für eine nicht auf Dienstbeschädigung zurückzuführende Gesundheitsstörung. Auch die Angehörigen dieser Beschädigten erhalten freie Heilbehandlung und werden hierzu vom Reich gegen Krankheit versichert. Ferner wird die im Jahre 1934 für die beschädigten Frontkämpfer des ersten Weltkrieges geschaffene Frontzulage mit Wirkung ab i. April für die Schwerkriegsbeschädigten von fünf auf zehn RM monatlich erhöht ,,Tödlich verbrüht!“ Den Tod seines Kindes durch Gedankenlosigkeit oder Unachtsamkeit verschuldet zu haben, ist für die Eltern ein schwerer Schicksalschlag, zu dem sich noch der große Schmerz gesellt, den sie durch den Verlust ihres Kindes erleiden. Druckend schwer aber lastet die Schuld auf der Mutter, denn sie weiß, daß das Unglück hätte vermieden werden können, wenn sie am Waschtage in der Küche die nötige Umsicht hätte walten lassen. Die Reichsarbeitsgemeinschaft Schadenverhütung richtet daher an alle Mütter die dringende Mahnung: Fußböden, primitive Gestelle oder Böcke sind kein Standort für Waschgefäße mit heißem Wasser. Lassen es die örtlichen Verhältnisse nicht anders zu, dann müssen die Räume entweder abgeschlossen, oder die Gefäße mit einem Deckel gesichert werden. Am allerwenigstens sind Räume, in denen mit heißem Wasser gearbeitet wird, ein Tummelplatz für spielende Kinder Denkt daran, Kleinkinder ohne Aufsicht sind in der Waschküche großen Gefahren ausgesetzt. Schützt Eure Kinder vor dem Verbrühungstod! Wie die Betriebsschließung durchgeführt wird Neue Richtlinien regeln die Stillegung Nach den Richtlinien des Reichswirtschaftsministers ist für die Stillegungsaktion im Handel eine Aufteilung in vier Gruppen vorgesehen. Der Pressedienst des Einzelhandels veröffentlicht darüber ergänzende Einzelheiten. In der ersten Gruppe, die den Lebensmittelhandel, den Kohlen-, Dünger-, Saatgut-, Futtermittel- und Landmaschinenhandel umfaßt, wird von Ueberprüfungsmaßnahmen zunächst abgesehen. Bei der zweiten Gruppe ist eine Ueberprüfung mit dem Ziel der Schließung eines nennenswerten Teils der Betriebe vorzunehmen, jedoch dafür zu sorgen, daß der für die kriegsnotwendige und verbrauchernahe Versorgung der Bevölkerung notwendige Teil erhalten bleibt. Hier sind erwähnt der Handel mit Chirurgieinstrumenten, Haushaltswaren, Eisen- und Stahlwaren, Textil- u. Papierwaren, Schuhen, Drogen u. Chemiekalien. In der dritten Gruppe ist lediglich eine beschränkte Zahl der unbedingt versorgungswjeh- tigen Betriebe aufrechtzuerhalten, also nur eine Versorgungsmöglichkeit, ohne daß für eine Einkaufsmöglichkeit in der Nähe des Wohnorts gesorgt werden muß. In diese Gruppe fallen der Handel mit Möbelstoffen und Gardinen, Tapeten und Linoleum, Möbeln, Farben und Lacken, Galanteriewaren, Musikalien, Antiquitäten, Büchern, Lederwaren, zoologischen Artikel, Gebrauchswaren, Tabakwaren, Spielwaren, Blumen, ferner Kunst- und Kunstgewerbe, Spezialgeschäfte für Herren- und Damenhüte, Schirme und Stöcke, Herrenausstattung und so weiter. Die vierte Gruppe enthält die Fachzweige, deren Betriebe ganz zu schließen sind. Genannt sind Repräsentationsgeschäfte, beispielsweise für Automobile, Verkaufsstellen, Verkaufsstellen für Luxusporzellan, Keramik und so weiter, Fabrik filialgeschäfte, die nicht zwingend notwendig sind, Süßwarengeschäfte, Parfümeriehandel, Spezialhandel mit Juwelen- Gold- und Silberwaren, Briefmarken, Spezialgeschäfte für Teppiche, Sportartikel und Pelzwaren, Klaviere und Musikinstrumente, Rundfunkverkaufsgeschäfte. Bei Betrieben, die sich neben dem Handel auch mit Reparaturen befassen, ist auf Erhaltung der Reparaturmöglichkeit Rücksicht zu nehmen. Bei Kauf- und Warenhäusern wird eine Zusammen- drängung der nicht kriegswichtigen Abteilungen auf einen möglichst engen Raum angestrebt. Außerdem ist zu prüfen, ob bei Häufung von Warenhäusern und Einheitspreisgeschäften nicht die teilweise Schließung erfolgen kann. Die Schließungen im Gaststättengewerbe Der Leiter der Wirtschaftsgruppe- Gaststättengewerbe hat mit Zustimmung des Reichswirtschaftsministers und des Staatssekretärs für Fremdenverkehr für die Schließung der Gaststättenbetriebe eine Durchführungsanweisung erlassen. Danach sind zur Schließung die Betriebe vorzuschlagen, die zur Erfüllung der Aufgaben der Kriegswirtschaft oder zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung nicht unbedingt erforderlich sind. Vergnügungnachtbetriebe und Bars sind ausnahmslos den Landeswirtschaftsämtern zu nennen. Nachtbetriebe, die der arbeitenden Bevölkerung, etwa der Verpflegung von Nachtarbeitern in Rüstungsbetrieben dienen, kommen für die Schließung nicht in Betracht. Bei den Gaststätten mit besonders hohem Aufwand sind keineswegs schematisch alle Betriebe der Sonderpreisklasse vorzuschlagen. Andererseits können auch Betriebe der Preisklasse 3 geschlossen werden. Entscheidend ist, ob der einzelne Betrieb überwiegend dem Genußbedürfnis dient oder ob er für die Versorgung der werktätigen Volkgenossen von Bedeutung ist. Für die Schies- sung kommen somit auch andere Betriebe als die angegebenen in Frage, insbesondere Schankbetriebe ohne Essensausgabe, die für die Versor gung der Verbraucher nicht notwendig sind. Die Anweisung weist darauf hin, daß die den geschlossenen Betrieben zustehenden Kontingente für das Gewerbe des Betriebsortes erhalten bleiben müssen. Gleichzeitig ist eine Anordnung über die kriegsmäßige Umstellung aller Betriebe des Gaststättengewerbes ergangen. Männliche Arbeitskräfte, soweit sie Inländer sind, sind im weitesten Umfang durch Frauen zu ersetzen. Auch im übrigen sind die Leistungen der Küche entsprechend den Kriegserfordemissen weiter einzuschränken. Den Betrieben der Sonderpreisklasse wird empfohlen, ihre Preise auf die Preisgruppe 3 umzustellen zuziehen, wobei die Stadt selbst die Unterbringung der im Heim nicht aufstellbaren Möbel übernimmt und auch sonst den Alten in jeder Weise entgegenkommt. Der Vorschlag wurde sympathisch aufgenommen. Neustadt / Schwarzwald. (60 Jahre am Amboß.) Auf dem Hallengraben bei Waldau vollendete Schmiedmeistor Mathias Kistler sein 78 . Lebensjahr; zugleich konnte er sein 60 jähriges Berufsjubiläum feiern. Noch heute geht der rüstige Handwerksmeister seinen täglichen Arbeiten nach. Tuttlingen. (Kind in der Heißmangelstube verunglückt.) In einer Heißmangelstube in Tuttlingen brachte ein 3 14 jähriger Knabe die Hand in das Zahnradgetriebe der Maschine, wodurch ihm drei Finger so gequetscht wurden, daß sie abgenommen werden mußten. — Der Aufenthalt von Kindern unter zwölf Jahren in Waschküchen und Mangelstuben ist bekanntlich auf Grund einer Verordnung verboten Wegen Ueberschreitung dieses Verbotes wurde nun die Inhaberin des Betriebs, in dem sich der oben geschilderte Unfall ereignete, vom Amtsgericht Tuttlingen zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Mutter des Kindes ging nur deshalb straffrei aus, weil sie und das Kind durch die Verstümmelung bereits schwer betroffen wurden. Wasserburg a. B. (Schiffsunfall auf dem Bodensee.) Auf dem Bodensee kam es dieser Tage auf der Höhe von Wasserburg zu einem Schiffszusam- tflenstoß, der beinahe zwei Menschenleben gefordert hätte. Das leere Kieslastschiff „Immenstaad“ steuerte auf der Fahrt nach Hard direkt auf das Motorboot eines Lindauer Fischermeisters zu, der dort mit einem Gehilfen dem Fischfang oblag. Obwohl der Fischermeister Warnsignale mit dem Nebelhorn abgab, wurde das Fischerboot von dem Lastschiff gerammt und sank sofort. Erst durch den Aufprall wurde die Besatzung des Kiesschiffes auf das Unglück aufmerksam, der es dann in letzter Minute gelang, die beiden ins Wasser gefallenen Fischer, die sich infolge ihrer schweren Winterkleidung nur mit äußerster Kraftanstrengung an der Oberfläche halten konnten, zu retten. Die beiden Schiffbrüchigen wurden in Lindau an Land gebracht. Aus der Heimat am Oberrheia Todesstrafe für Diebstähle auf Bauernhöfen Mannheim. Das Sondergericht Mannheim hat in seiner Sitzung vom j. Februar 1943 den 58 Jahre alten Arbeiter Martin Hugelmann aus Giltenfingen als gefährlichen Gewohnheitsverbrecher und Volksschädling wegen sieben Vercumkelungsdiebstäh- len auf Bauernhöfen unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit zum Tode verurteilt. Kugelmann, der seit seinem 25. Lebensjahr ständig straffällig geworden ist, nur vom Betteln, Müßiggang und Diebstahl gelebt hat, schon im Zuchthaus war und zuletzt als Strafgefangener auf seiner Arbeitsstelle in der Nähe vonWiesloch flüchtig gegangen ist, hat in mehreren Nächten in Baiertal insgesamt sieben verschiedene Einbruchsdiebstähle in Bauernhäusern begangen und die Landbevölkerung in Furcht und Schrecken versetzt. Die herrschende Verdunkelung hat seine Taten besonders begünstigt, so daß es ihm gelungen ist, eine größere Anzahl von Kleidungsstücken und Lebensmittel zu entwenden. Das Sondergericht Mannheim hat nun unter dieses Verbrecherleben, das in der im schwersten Ringen um ihr Dasein liegenden Volksgemeinschaft keine Lebensberechtigung mehr hat, den notwendigen und gerechten Schlußstrich gezogen. In einer Zeit, in der die Besten unseres Volkes an der Front eingesetzt wurden müssen, um dort mit ihrem Leben einstehen, in dieser Zeit ist kein Platz für Verbrecher und Taugenichtse, die die Nation stören. Frankenthal. (Die Bohnenvergiftung in Flomersheim.) Am 20. Januar erkrankten, wie gemeldet, nach dem Genuß eingemachter Bohnen vier Mitglieder der Familie Mickert in Frankenthal-Flomersheim. Der Großvater, die Mutter und zwei Mädchen starben an Vergiftungserscheinungen. Nach der inzwischen vorgenommenen Obduktion und Untersuchung des gerichtsmedizinischen Instituts der Heidelberger Universität wurde festgestellt, daß ein Botulinus-Toxin die Todesursache war, das anscheinend durch Verunreinigung in die Bohnen kam. Das Glas selbst war fest gesdilossen, der Giftkeim muß also schon vorher in den Bohnen seßhaft ge-' wesen sein und sich weiter entwickelt haben, um dann seine tödliche Wirkung auszuüben. Ein fremdes Verschulden bei diesem tragischen Fall lag nicht vor, der erneut zu größter Sauberkeit beim Einmachen und Befolgung bewährter Vorschriften beim Sterilisieren mahnt. Heidelberg. (Vermißt.) Eine 16jährigeHausangestellte aus dem Stadtteil Neuenheim hat sich am Mittwochabend von Hause entfernt. Die Nachforschungen blieben bisher ergebnislos. Man befürchtet, daß das Mädchen im Neckar den Tod gesucht hat. Karlsruhe. (Drei Brüder zusammen 127Jahre im selben Betrieb.) Ein seltenes Beispiel von Betriebstreue berichtet die Gauwaltung der Deutschen Arbeitsfront aus dem Kreis Mannheim. Die drei Brüder Martin, Ignaz und Georg S di o 11 e r aus Ketsch am Rhein arbeiten zusammen jetzt über 127 Jahre im gleichen Betrieb, einer chemischen Fabrik, und zwar kann der 68jährige Maschinist Martin Schotter auf 46 Jahre 4 Monate, der 64jährige Maschinist Ignaz Schotter auf 42 Jahre 4 Monate und der 63 Jahre alte Georg Schotter auf 38 Jahre und 8 Monate Betriebszugehörigkeit zurückblicken. Außerdem gehören noch zwei Schwiegersöhne des Ignaz Schotter der gleichen Betriebsgemeinschaft an. Die drei Brüder Sdiotter hatten schon vor dem Krieg zu den verlässigsten Gefolgschaftsangehörigen ihrer Betriebsgemeinschaft gezählt, und jetzt im Krieg bewähren diese Männer erst recht ihren Wert als deutsche Arbeiter, sind sie vielen jüngeren Ar- beitskameraden ein leuchtendes Vorbild treuester Pflichterfüllung. B r e i s a ch am Rhein. (Gemüse am Eckartsberg.) Der Teilnehmergemeinschaft Eckartsberg in Breisach am Rhein, die am historischen Eikartsberg Rebge- lände besitzt, war es nicht, wie den Gemeinden Burkheim, Oberrotweil, Jeditingen usw., möglich, Arbeitskräfte für den Wieder- und Neuanbau der während der Kampfhandlungen am Oberrhein zerstörten Rebanlagen zu finden. Um nun aber das brachliegende Gelände in diesem Jahre doch noch zu nutzen, wird die Teilnehmergemeinschaft am Eckartsberg den kommenden Sommer Gemüse anpflanzen. Freiburg. (Nach Unterschlagung von 4000 RM. geflohen.) Der 50jährige Michael Brennig aus Ludwigshafen war als Beifahrer des Lieferwagens einer Freiburger Firma tätig und hatte in dieser Eigenschaft auch Rechnungsbeträge für die Firma zu kassieren. Im August des vergangenen Jahres hatte er den Betrag von rund 4300 RM. vereinnahmt, und glaubte, sich mit dieser Summe „selbständig“ machen zu können, jedenfalls kehrte er nicht mit dem Geld zu seinem Auftraggeber zurück. Er stand jetzt in Freibuig vor dem Richter, der ihn für zwei Jahre ins Gefängnis schickte als Sühne, daß er sich fremdes Eigentum angeeignet hatte. Staufen. (950 Jahre Gallenweiler.) Das zwischen Staufen und Heitersheim gelegene Winzerdorf Gallenweiler wird als „Willare“ 993, vor 950 Jahren urkundlich erstmals genannt 1184 hieß es „Wiler“, 1341 Gallungswiler, 1514 Gallenwyler. Lange Zeit gehörte das Dorf zur Baden-Durlach- schen Herrschaft Badenweiler, später zum Amtsbezirk Staufen, heute zum Landkreis Müllheim. Waldshut. (Lösung der Wohnungsfrage.) Um weiteren Wohnraum für die kinderreichen Familien der Stadt freizubekommen, hat der Bürgermeister der Stadt Waldshut am Hochrhein den alleinstehenden Bürgern und Bürgerinnen der Stadt den Vorschlag gemacht, in das Altersheim der Stadt um- Der „Fund“ in der Gartenlaube Berlin. Im August vorigen Jahres lag plötzlich ein ungeräucherter tiefgekühlter Schweineschinken in der Gartenlaube des Paul M. in Pankow. Ein Unbekannter machte durchs Telephon die Ehefrau M. auf diese merkwürdige Tatsache aufmerksam. Paul M. holte sich den Schinken. Die Polizei aber lud sich Paul M. vor, der nicht wissen wollte, wieso der Schinken in seine Laube gekommen war, und die Dreistigkeit hatte, zu behaupten, er habe den Schinken sofort irgendeinem ihm völlig Fremden weiter verschenkt, um ihn los zu sein. Erst nach seiner gerichtlichen Vorführung „entsann“ er sich, daß der Fleischermeister Paul Sch. aus Hohenschönhausen ihm auf der Rennbahn in Rühleben eine Aufmerksamkeit dafür in Aussicht gestellt hatte, daß M. anderen Fleischermeistern einen erfolgreichen Renntip gegeben hatte. M., der ein in Rühleben laufendes Rennpferd besaß, war nämlich auf nicht näher aufgeklärte Weise zu der Ueberzeugung gekommen, daß sein Pferd an dem betreffenden Tage gewinnen würde. Das geschah auch. Die Fleischermeister aber, denen M. rechtzeitig diesen Tip durch Sch. hatte mitteilen lassen, hatten ihm nun den bewußten Schinken, wiederum durch Sch., marken- und kostenfrei in die Laube legen lassen. — Das Berliner Amtsgericht sah den Fall, zumal es sich um ein übles Geschäft auf der Rennbahn handelte, keineswegs milde an und verhängte gegen M. und gegen SÄ. Gefängnisstrafen von je seÄs WoÄen. Attentat auf argentinischen Minister DNB. Madrid, 10. Febr. Nah einer Meldung aus Buenos Aires feuerte ein Straßenpassant am MittwoAmorgen vier RevolversAüsse auf den argen- tinisAen Minister für das Erziehungswesen, Dr. Guillermo Rothe, ab, der jedoA niAt getroffen wurde. Rothe befand siA gerade auf dem Wege in sein Büro. Er ist als Kandidat für die Präsident- sAaft ausgestellt worden. Der RevoIveransAlag wurde, wie unser Funkdienst meldet, sAnell aufgeklärt. NoA während der polizeiliAen Fahndung stellte siA der Täter selbst. Es handelt siA um den 65jährigen ehemaligen Universitätsprofessor Dr. Pedro Verges. Dieser wurde bereits vor längeren Jahren entlassen und hatte seitdem versuAt, wieder eingestellt zu werden. NaA seinen Angaben wollte er siA dafür an dem zuständigen Minister r ä A e n. Die Aussagen werden noA naAgeprüft. Britische Wasserbomben auf Pottwale DNB. Las Palmas (Balearen), 10. Febr. Ein in Las Palmas beheimateter FisAer stieß mit seinem Boot beim FisAfang im Mittelmeer plötzliA gegen eine riesige dunkle Masse. Im Verein mit anderen FisAern konnte er feststellen, daß es sich um einen gewaltigen Pottwal handelte, der tot an derMeeres- oberfläAe trieb. Es gelang, den fast 15 M^ter langen und etwa 3000 kg sAweren RiesenfisA' an den Strand zu sAleppen. Dort stellte siA heraus, daß das Ungetüm ein Opfer der britisAen U-Boot- Abwehr geworden ist, die es mit Wasserbomben bewarf, offenbar in der Annahme, ein feindliAes U-Boot vor siA zu haben.- Der FisA weist eine Reihe von Wunden auf, die von den Explosionen herrühren. ■ U- Tivmtti zur Reichsbahn! Kriegswichtiger und lebendiger Einsatz: Zugschaffnerinnen Aufsichtsbeamte Fahrkartenverkäuferinnen Kräfte für Fernmeldedienst Wagenreinigungspersonal Bürokräfte Berücksichtigung Deic.er Fähigkeiten und Vorbildung beim Einsatz! Deine Meldung nimmt jede Stelle der Deutschen Reichsbahn entgegen. Wenn das Arbeitsamt Dich ruft, melde Dich bei der Reichsbahn. Alle Kräfte für die Volksgemeinschaft! Stellenangebote*) Hausgehilfin welche kochen und selbständig. Haushalt führen kann, auf sofort oder später gesucht Frau Landr.s, Offenburg ^ Steinstrage 13. 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Meldungen nimmt die Sauoberin des NS.-Reichsbundes der Deutschen Schwestern, StraBbg./EleSauhaus, Pioniergasse 2, entgegen Der Rundfunk am Freitag Reithsprogramm: 15,30 bis 16 Uhr: Violinsonate von Richard Strauß. 16 bis 17 Uhr: Ballettmusik in der Oper. 17,15 bis 18,30 Uhr: MusikalisAe Unterhaltung. 18,30 bis 19 Uhr: Der Zeitspiegel. 19 bis 19,15 Uhr: WehrmaAtvortrag: Unsere Luftwaffe. 15,20 bis 19,35 Uhr: FrontberiAte. 1545 bis 20 Uhr: Dr. Go Abels-Artikel: „Unser Wille und unser Weg“. 20,15 his 22 Uhr; „Wo die LerAe singt“ von Lehar. — DeutsAlandsender: 17,15 bis 18,30 Uhr: Haydn, Händel, Respighi (Leitung Heinz Dressei, Münster). 20,15 his 21 Uhr: Franz SAmidt-Zyklus. 21 bis 22 Uhr: QuersAnitt aus „Idomeneo“ von Mozart. i n« uw. .