. . . . . . frsch«tnt wöchentlich sechsmal. Bezugspreis für den laufenden Monat 1,78 RM. zuzüglich 22 Pf. Trägeriohn Ausgabe B Nummer 41 9n^i((r oom üin^igiel / ftinMstSbr jßacfericfttcn Haslach, Donnerstag, den 18, Februar 1943 19. Jahrgang j, \ . x , v ' Andauerndes Ringen an der ganzen Ostfront Beim Kampf um Charkow erneut 15 Sowjetpanzer vernichtet In diesem Jahr ist der Winter im Osten gekennzeichnet durch einen schnellen Wechsel der Temperaturen. Tauwetter hat an dieser Stelle die Laufgräben mit Wasser gefüllt Gebückt waten die Gefechtsvorposten durch das eisige Schmelzwasser. — PK.-Kriegsberichter von der Becke (Sch) Was nGtzt es fGr den Sieg? cf. Diese Frage muß uns täglich beschäl' tigen^ sowohl als Volksganzes, wie als Einzelperson- Bei allem, was in der Oeffent- lichkeit geschieht oder was wir beruflicli und privat tun oder lassen. Wir wissen, daß eine Welt satanischen Hasses uns umgibt und nur darauf lauert, über ein kampfmüdes, am Sieg verzweifelndes Deutschland herzufallen und das Herz Europas zu vernichten. Daß damit auch der ganze Kontinent dem Untergang preisgegeben wäre, kümmert diese Verräter der europäischen Kultur nicht. Um so besser wissen wir es und ziehen rücksichtslos die harten Folgen für unser Verhalten daraus. Es ist heute für uns ganz belanglos, ob wir unsere Lieblingswünsche erfüllen können, ob wir den Beruf ausüben, den wir gelernt und in dem wir jahrzehntelang zufrieden und glücklich waren, ob wir in unseren, vielleicht seit Generationen im eigenen, Familienbesitz befindlichen Geschäft arbeiten oder irgendwo in einem Rüstungsbetrieb, es ist uns gleich, ob wir das gewohnte, traute Familienleben führen können, ob -wir an unserm Wohnort beschäftigt sind oder außerhalb. Es ist uns auch gleichgültig, ob unsere Kleidung elegant die Schuhe modern oder die Anzüge geflickt und die Mäntel abgetragen sind. Nach all diesen Dingen fragt auch der Soldat an der Front nicht. Was würden sie auch noch bedeuten, wenn sich die rote Flut des Ostens über unsere Heimat ergösse? Dann ginge es nur noch um’s nackte Leben. Von dieser Warte aus gesehen fallen alle Forderungen des totalen Krieges in der Heimat leicht. Alles, auf was wir jetzt verzichten, bringt uns hundertfach den Sieg — alles, ^vas wir jetzt noch besitzen wäre auf immer dahin, verlören wir den Krieg- Deshalb erfüllen wir auch harte Pflichten — wenn sie nur dem Sieg nützen. DNB. Berlin, 17 . Febr An der Nordfronl des Kuban- Brückenkopfes ' versuchten die Sowjets seit zwei Tagen, die deutschen Stellungen unter Einsatz von vier Schützendivisionen, vier Brigaden und einem Panzerverband zu durchstoßen. Obwohl Tauwetter und Verschlammung schwierige Geländeverhältnisse schufen, schlugen neumärkische Grenadiere und Panzermänner au dem mittleren Elbegebiet alle Angriffe unter schweren Verlusten für den Feind zurück. Ueber 1500 gefallene Bolschewisten blieben allein am 16 , Februar auf dem Kampffeld liegen. Bei Nowo- rossijsk verschütteten die Bomben unserer Sturzkampfflieger die an den Steilhängen südöstlich der Stadt eiligst aufgeworfenen feindlichen Kampfgräben mit ihren Besatzungen. Weitere Staffeln zerschlugen gut getarnte Artilleriestellungen und bereitgestelle Truppen Im Donezbogen versuchte der Feind, die planmäßiger. Bewegungen unserer Heeresverbände durch Störangriffe zu behindern. Bis auf einen sofort abgeriegelten örtlichen Einbruch blieben alle Vorstöße ergebnislos. Ebensowenig gelang es den Sowjets, die Verbindung zu dem vor einigen Tagen abgeschnittenen und immer mehr zusammenschmelzenden Kavallerieverband wieder aufzunehmen. Im Verlauf der harten Kämpfe verloren die Bolschewisten 19 Panzer. Einige von diesen vernichteten Kanoniere eines Luftwaffen- Flakregimentes, da damit innerhalb zweier Monate 106 Sowjetpanzer zur Strecke brachte. Kampffliegergechwader führten kräftige Schläge gegen feindliche Angriffsverbände und heranrückende Reserven. Mit großer Erbitterung rangen unsere Truppen am 1 6. Februar in und um Charkow. Dort griffen starke bolschewistische Kräfte, ohne Rücksicht auf Verluste, mit Massen von Menschen, Panzern und schweren Waffen an. In den Straßen der Stadt entfesselten wütende Angriffe und hartnäckige Gegenwehr sehr schwere Kämpfe. Zwischen den vom Fejnd in Brand geschossenen Häuserzeilen brachten unsere Panzerjäger ihre Pak-Geschütze in Stellung und vernichteten weiter ij Panzer. Zur Verstärkung ihres Druckes führten die Bolschewisten in Eilmärschen frische Truppen heran. Unsere Kampfflieger bombardierten diese Kolonnen aber so wirksam, daß der Feind seine eingeleiteten Vorstöße gegen eine der großen Verbindungsstraßen nicht fortsetzen konnte. Nahkampf- und Tiefflieger vernichteten zugleich weit über too Fahrzeuge und warfen Truppenunterkünfte und Betriebsstofflager in Brand. Im Raum südöstlich Orel war die feindliche Angriffstätigkeit geringer als am Vortage. Die Vorstöße der Bolschewisten blieben im Sperrfeuer liegen oder wurden in Gegenangriffen zurückgewiesen. Bei der Vernichtung eines feindlichen Bataillons fielen sämtliche schweren Waffen dieser Stoßtrupps in unsere Hand. Harte Kämpfe hatten Grenadiere zu bestehen, die nach Abriegelung eines Einbruchs wieder den Anschluß an die eigene Hauptkampflinie herstellten. Unter schweren Feuerüberfällen waren sie von überlegenen feindlichen Kräften solange angegriffen worden, bis sie völlig eingescblossen waren. ij Panzerangriffen und zahlreichen Vorstößen hielten sie stand und schossen dabei 24 bolschewistische Panzerkampfwagen ab. Durch geschickten Einsatz der in die Feperlinie vorgezogenen schweren Waffen hatte der Feind weitere sehr beträchtliche Verluste. Als die Sowjets ihre angeschlagenen Verbände umzugruppieren vesuchten, benutzten die Grenadiere diesen Augenblick zum Durchbruch und besetzten ihren zugewiesenen Abschnitt in der neuen Hauptkampflinie. Nordöstlich Orel stürmten unsere Stoßtrupps feindliche Stellungen, rollten die Gräben in 2400 m Breite auf und sprengten 36 Kampfstände, fm Nachbarabschnitt wurde ein angreifendes feindliches Batail’ n im Nahkampf zurückgeworfen. Im übrigen blic s im mittleren Abschnitt der Ostfront, bis auf Bc. oenangriffe unserei Kampfflugzeuge gegen Nachschubkolonnen und Versorgungsstützpunkte des Feindes, ruhig. Angriff mit der blanken Waffe Südöstlich des Ilmensees führten die Bolschewisten in diesen Tagen einen Angriff mit starker Infanterie und Unterstützung von Panzern gegen mehrere vorgeschobene Stützpunkte durch. Dabei gelang es dem Feind, in eine kleinere Ortschaft ein- zudringen. Eine nur 100 Meter entfernt stehende deutsche motorisierte Mörserbatterie konnte dieses Dorf nicht unter Feuer nehmen, da dort unsere Grenadiere noch Widerstand leisteten. Der Feind arbeitete sich näher an die Batterie heran und überschüttete sie mit schwerem Maschinengewehrfeuer. In dieser gefährlichen Lage befahl der Batteriechef den Angriff mit der blanken Waffe. Seinen Kanonieren voraus stürmte er gegen die Bolschewisten. Der ungestüme Angriff öffnete unseren im Dorf befindlichen Grenadieren den Rückweg. Nachdem der Batteriechef mit seinen Kanrm-ieren die Batterie wieder erreicht hatte, ließ er das Feuer eröffnen. Die Kanoniere jagten Schuß um Schuß aus den Rohren, vernichteten zwei Panzer, schossen einen weiteren bewegungsunfähig und fügten den Bolschewisten, schwerste Verluste zu. In diesem Feuerkampf fand der tapfere Batteriechef den Heldentod. Durch ihre rücksichtslose Entschlossenheit aber hatten die Kanoniere die Voraussetzung für die Zurückeroberung der Ortschaft geschaffen. Erbitterte Abwehrkämpfe zwischen dem Asowschen Meer und Orel Zwischen Wolchow und Ladogasee starke ieindliche Kräfte zerschlagen DNB. Aus demFührerhauptquartier, 17 . Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Nordfront des Kuban- Brückenkopfes wurde ein stärkerer Angriff unter bohen Verlusten für den Feind abgewiesen. Im Raum zwischen dem Asowsohen Meer und dem Gebiet südlich Orel, besonders in und um Charkow, gehen die erbitterten Kämpfe weiter. Nördlich Kursk ließ die feindliche Angriffstätigkeit gegenüber den Vortagen etwas nach. Vorstöße der Sowjets wurden abgeschlagen, örtliche Einbrüche aljgeriegelt. Südöstlich des Ilmensees und zwischen Wolchow und Ladogasee setzte der Feind seine Angriffe mit neu herangeführten starken Infanterie- und Panzerkräften fort. Unsere in. diesem Frontabschnitt kämpfenden Divisionen erzielten einen neuen Abwehrerfolg. Mehrere angreifende Kräftegruppen wurden aufgerieben. Artillerie zerschlug durch zusammengefaßtes Feuer feindliche Angriffsreserven schon in der Bereitstellung. 43 Panzer wurden allein südöstlich des H- mensees vernichtet. Insgesamt verloren die Sowjets gestern 101 Panzer. Im Rahmen des Angriffunternehmens an der tunesischen Front wurden gestern abgeschnittene feindliche Gruppen aufgerieben und zahlreiches weiteres Kriegsmaterial zerstört oder erbeutet. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge führten überraschende Tiefangriffe gegen motorisierte britische Kolonnen und zersprengten sie. Beim Tagesangriff eines USA.-Bomberverban- des auf eine Hafenstadt an der französischen Atlantikküste wurden in Luftkämpfen acht viermotorige Flugzeuge abgeschossen. Die Luftwaffe griff am Tage mit gutem Erfolg einen Hafenort in Südengland an und belegte in der vergangenen Nacht das Hafen- und Industriegebiet von Swansea mit einer großen Zahl von Spreng- und Brandbomben. Oie Kämpfe in Tunesien (Von unserem militärischen Mitarbeiter Am Montag haben die Amerikaner im tunesischen Raume eine unangenehme Ueberraschung erlebt. Im mittleren Teile der Front stießen deutsche Panzerkräfte überraschend nach Westen vor und trieben amerikanische Verbände weit zurück. Das ging für die Amerikaner nicht schmerzlos aus, ganz abgesehen von dem unangenehmen Verlust wichtigen Höhengeländes, das die feindliche Führung nur ungern vermisen wird, weil sie die Vorzüge dieses Gelände* jetzt in deutscher Hand wissen muß. Die Einbuße an Geschützen und Panzern ist beträchtlich und darum besonders kräfteschwächend für die Amerikaner, weil der Ersatz von weither herangebracht we-den muß. Dieser Vorstoß von Panzerkräften der Achse erfolgte natürlich überraschend, und darin allein liegt auch diese Wirkung. Eine erheblich« Spähtrupptätigkeit war diesem Angrifff vorausgegangen. Diese war verursacht sowohl durch eigen« wie durch gegnerische Unternehmen, die darauf gerichtet waren, Klarheit über die Lage zu schaffen. /or wenige^ Tagen erst haben Roosevelt sowohl wie Churchill in Prophetie gemacht. Sie haben den unmittelbaren Angriff in Tunis vorausgesagt. Si« meinten wahrscheinlich, den Angriff ihrer eigenen Truppen. Die Achse ist ihnen aber zuvorgekommen und ist weit nach Westen vorgestoßen. Es ist möglich, d_ß durch solches Vorgehen die mühsam auf- gebauten Grundlagen der feindlichen Absichten in* Wanken geraten sin' 1 . Es ist auch möglich, daß die Engländer und Amerikaner trotzdem einmal zu einer Offensive ansetzen. Es ist aber ein Kennzeichen für die ganze Lage im tunesischen Raume, daß der Gegner trotz der Unterstützung, die er durch da* Herankommen der 8. Armee im Südosten erhalten zu haben scheint, eigentlich geschwächter ist als zu Beginn seiner nordafrikanischen Irrfahrt. Es hat sich nämlich in den Kämpfen, die sich seit Mitte Januar anließen, immer wieder gezeigt, daß d.e gegnerischen Kräfte unseren kriegserfahrenen Truppen nicht gewachsen sind. Bei allen Begegnungen mußten vor allem die Amerikaner und neben ihnen die gaullistischen Truppen den Kürzeren ziehen. Das war in jedem Falle mit der Aufgabe von Gelände verbunden, dessen Verlust darum schmerzlich für die feindliche Führung war, weil es sich um beherrschende Höhenzüge und die Ausgänge aus dem Gebirge nacb Osten gehandelt hat. Wie aiese ersten größeren Gefechte in Tunis auf die Kampfkraft der' feindlichen Truppen gewirkt haben, ging daraut hervor, daß die gaullistischen Verbände vollständig zurückgezogen werden mußten, weil sie tn ihrer Unterlegenheit in taktischer und materieller Beziehung jedes sich entspinnende Gefecht in seinem Ausgang für den Gegner gefährdeten. Je mehr sidi der Brückenkopf Tunis für uns zu einer größeren Basis erweitert hat, um so stärker nimmt der Krieg dort den Charakter des G e - birgskrieges an. Denn die Küstenebenen liegen alle schon in unserem rückwärtigen Gebiet. Di« Front verläuft auf den sehr ansehnlichen Höhenzügen des östlichen Atlas, in dem Gebirgstruppen schon angebracht sind. Es sind von deutscher Seite darum kriegserfahrene Gebirgsjäger nach Tunis verbracht worden, die sich in solchen Räumen heimisch fühlen und dem Gegner das Leben schwer machen. In Verbindung mit starken Panzerverbänden und unter- stüzt mit der zusammengeballten Kraft der Luftgeschwader, die jede feindliche Kräfteansammlung aufzustöbem und anzugreifen versteht, wirken diese Truppen zusammen gegen einen Feind, der sich im Kriege noch nicht recht bewegen" kann und darum eine erhebliche Unsicherheit und Anfälligkeit gegenüber Krisen besitzt. Von den Engländern der ersten, und achten Armee kann man das allerdings nicht sagen. Aber auch sie sind in ihrem Einsatz abhängig vom Verhalten der bundesgenössischen Regimenter, die in der Mitte der Front stehen und schon mehr als einmal eine eingeleitete Sache verfahren haben. Mit solchen unterschiedlichen Kräften ist uns die Handlungsfreiheit nicht zu entreißen. England kann im Krieg keine sozialen Verpflichtungen übernehmen Debatte um den Beveridge-Plan im Unterhaus ,Kein Kompromiß zwischen 6andhi und dem Vizekönig“ Rashbehari Bose über Gandhis Fasten DNB. Bangkok, 17. Febr. Rashbehari Bose, der Präsident der Indischen Unabhängigkeitsliga in Ostasien sagte in Schonan in einer Erklärung anläßlich des Fastens von Mahatma Gandhi, daß «ach der ersten Fastenwoche Gandhis Gesundheitszustand nicht gerade als zufriedenstellend bezeichnet »erden könne. Die Inder in der ganzen Welt zählten die Stunden dieser kritisdien Tage mit atemloser Spannung. „Wir dürfen nicht vergessen, daß Gandhi bereits 73 Jahre ist und daß seine Gesundheit schon in den letzten sechs Monaten in britischer Gefangenschaft stark gelitten hat. Gandhi habe nun •ein Leben aufs Spiel gesetzt, um die Aufmerksamkeit der Welt auf die noch nie dagewesenen Greuel- fiten zu richten, die die Briten gegen 400 Millionen Inder begangen haben und noch begehen bei dem Versuche, das britische Weltreich vor dem be- y orstehenden Zusammenbruch zu retten. Mahatma Gandhi ist bis ins Innerste getroffen von der Art t*id Weise, in der sich die Briten an den Indem •ächen, deren einziges Vergehen darin besteht, daß *** Gandhis Forderung — die Engländer sollen Indien verlassen, damit die indische Nation ihren frieden habe — unterstüzren. Wenn die Briten nun * großer Nervosität im Hinblick auf das Fasten Gandhis und die eventuellen Folgen,“ erklärte Bose weiter, „den hoffnungslosen Versuch unternehmen, Gandhi in die von den Briten aufgezogene indische gesetzgebende Versammlung zu deputieren, so sind dies nichts weiter als negative und nutzlose Anstrengungen, die Panik der Briten zu verbergen.“ Abschließend bemerkt Bose: „Was auch immer geschieht, eines ist sicher, es gibt keinen Kompromiß zwischen indischem Nationalismus und britischem Imperialismus, es gibt keinen Kompromiß zwischen Gandhi und dem Vizekönig. Der indische Kampf gegen die Briten wird bis zu einem erfolgreichen Ende durchgeführt.“ Briten verhafteten 60000 Inder DNB. Bangkok, 17. Febr. Der Nachrichtendienst des Senders Bangkok, der unter der Leitung der indischen Unabhängigkeitsliga in Ostasien steht, gab Mittwoch bekannt, daß die Zahl der indischen Nationalisten, die von den britischen Behörden in Indien von August bis Dezember 1942 verhaftet worden seien, 60000 übersteige. Die Meldung dokumentiere, mit welch unerhörten Erpressungsmethoden die Briten gegen die Bevölkerung vorgehen, Methoden, die beispiellos in der Welt dastellen. DNB. S t o dt h o 1 m, 17. Febr. Die großen englischen Interessentenverbände, deren Hauptstütze die Konservative Partei ist, treten nach Meldungen aus London in der letzten Zeit immer mehr aus ihrer bisher gewahrten Zurückhaltung heraus und verschärfen den Kampf, indem sie sich gegen jede, wie sie sich ausdrücken, „unzeitgemäße“ Gesetzgebung auf sozialpolitischem Gebiet wenden. Sie erklären, wie es in einem Leitartikel des „Daily Telegraph“ ihres Spitzenorgans heißt, der Krieg könne «nd werde verloren werden, „wenn wir unsere Zeit durch soziale Experimente vergeuden“. Angesichts dieser dem Beveridge-Plan angesagten Fehde sah man der für Dienstag im Unterhaus angesetzten Debatte mit einer gewissen Spannung entgegen. Das Mitglied des Kriegskabineus, Mister A n- d e r s o n, hatte den Auftrag erhalten, dem Unterhaus eine ausweichende Antwort der Regierung zu übermitteln, die darin bestand, daß die Regierung zwar bereit sei, den Beveridge-Plan in «einen Grundlinien anzunehmen, daß sie jedoch nich imstande sei, Verpflichtungen für seine Verwirklichung einzugehen. Die Regierung habe den Plan geprüft und müsse sich erst ein Bild von den finanziellen Verpflichtungen Englands in der Nachkriegszeit machen. Die Schaffung eines Ministeriums für soziale Sicherheit lehne die Regierung ab. Es ist verständlich, daß die zu nichts verpflichtende Antwort der Regierung in den Kreisen der La- bour-Party stärksten Unwillen hervorgerufen hat. Unmittelbar nach der Vertagung der Unterhaussitzung hat die Labour-Party, wie der parlamentarische Korrespondent einer englischen Nachrichtenagentur erkärt, unter dem Vorsitz von Greenwood eine Bespechung abgehalten und einen Zusatzantrag formuliert, in dem es heißt, daß das Haus seine Unzufriedenheit mit der Politik in der Frage des Beve- ridge-Planes zum Ausdruck bringt und auf eine neue Ueberprüfung dieser Politik drängt, um eine baldige Inkraftsetzung des Planes zu erreichen. Das offizielle Organ der Partei „Daily Herald“ äußert sich ebenfalls sehr kritisch und meint, die Regierung werde im Laufe der weiteren Debatte entdecken, wie außerordentlich entschieden die Haltung der britischen öffentlichen Meinung zu dieser Frage sei. Der zweite Tag der Unterhausdebatte über den Beveridge-Plan fand wieder zahlreiche Redner auf dem Plan, die — wie der Londoner Nachrichtendienst meldet — seinen Appell an die Regierung richteten, ihre Haltung gegenüber dem Plan zu korrigieren“. Aus den ebenso end- wie inhaltlosen Wortgefechten der britischen Abgeordneten geht aber klar hervor, daß sie im Grunde nur die Absicht der Regierung zu unterstützen bemüht Man stirbt nicht für Geschäfte, sondern für Ideale. Ado» mtier. waren, den Plan nach allen Selten zu zerreden und den britischen Massen ein ablenkendes Gaukelspiel zu bieten. Es verlohnt sieb wirklich kaum, auf dieses innerenglische Ablenkungsmanöver näher einzu- Sfeben, denn schließlich ist es Sache des englischen Volkes, ob es sich von seiner Regierung und don hinter stehenden piutokratischen Schichten’ der unterstellten schweren Waffen. Eben wurde uns wieder einmal um eine noch so bescheidene &>■ lialleistung betrögen läßt In Deutschland, das echon seit Jahrzehnten die Vorschläge Beveridges —• und mehr als diese — zu seinen selbstverständlichen sozialen Errungenschaften zählt, können die jetzigen englischen zweckbedingten Bemühungen nur belustigend wirken. Fünf neue Ritterkreuzträger DNB. Berlin, 17. Febr Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Hauptmann Horst Niederländer, Bataillonsführer in einem Grenadier-Regiment; Leutnant d. R. Heinz V o 1 k - mann, Beobachtungsoffizier in einem Artillerie- Regiment; Oberfeldwebel Werner Mahn, Zugführer in einem Panzer-Regiment; Unteroffizier Herbert R u h n k e, Geschützführer in einer Panzerjäger-Abteilung, und Gefreiter Werner W r a n g e 1 , Richtschütze in einer Panzerjäger-Abteilung. Badische und wQrttembergische Regimenter stürmen am Ilmensee Stark ausgebaute Feindstellungen werden aulgerollt — „Tagesziel erreicht“ (NSG.) Lagebesprechung beim Chef; in dem kleinen gemütlichen Unterstand des Kompaniechefs sitzen die Zugführer der Kompanie und ein Führer Ritterkreuzträger gefallen DNB. Berlin, 17. Febr. Am 28. Januar 1943 fand bei den schweren Kämpfen im Raum von Wo- ronesdi Ritterkreuzträger Oberst Josef S ch m i d t (München), Kommandeur des Genädier-Regiments »List“, den Heldentod. Der schon im ersten Weltkrieg und in vielen Schlachten des großdeutschen Freiheitskampfes bewährte Offizier zeichnete sich besonders im Juli 1942 bei dem Vorstoß zum Don aus. Nach kühner, persönlich durchgeführter Erkundung griff er damals mit seinem Regiment den nach Süden ausbrechenden Gegner an und vernichtete ihn. Dadurch wurde die Einschließung starker feindlicher Kräfte vollendet, deren verzweifelte Durchbruchsversuche sodann die Grenadiere des Regiments „List" von ihrem Kommandeur hervorragend geführt, in erbitterten Kämpfen und Gegenstößen abwehrten. Für seine Tapferkeit und Entschlossenheit wurde Oberst Schmidt mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Sein Heldentum krönt ein vorbildliches Soldatenleben und wird den Grenadieren vom Regiment »List" für immer Ansporn und Verpflichtung sein. D er Luftangriff auf Swansea DNB. Berlin, 17 . Febr. In den Abendstunden des 16 . Februar führten deutsche Kampfflugzeuge einen etwa halbstündigen Angriff gegen die bedeutende englische Hafenstadt Swansea am Ausgang des Bristolkanals durch. Trotz des Einsatzes zahlreicher feindlicher Nachtjäger, die vergeblich unsere Kampfflieger abzudrängen versuchten, wurden viele Tonnen Spreng- und Tausende von Brandbomben über dem Industrie- und Hafengebiet abgeworfen und vor allem in den Dockanlagen zahlreiche Brände hervorgerufen Die deutschen Flieger beobachteten beim Abflug -len Feuerschein noch in einer Entfernung von über 30 Kilometern. Swansea, einer der bedeutendsten Oelhäfen Englands, ist auch einer der .'“wichtigsten Umschlagplätze für den Materialnachschub der in Uebersee kämpfenden britischen Truppen. Bulgarischer Polizeibeamter ermordet DNB. Sofia, 17 . Febr. Am Dienstagmorgen wurde der Beamte der bulgarischen Unter- suchungspolizei Sladkoff ermordet. Der Mörder und sein Komplize waren verschwunden, ehe die durch die Schüsse alarmierten Hausbeswohner herbeigeeilt waren. Der Ermordete soll sich früher mehrfach bei kommunistischen Verhaftungen hervorgetan haben, sodaß er noch in letzter Zeit Drohbriefe von kommunistischer Seite erhielt. Der italienische Wehrmachtbericht DNB. Rom, 17 . Febr. Der italienische Wehr- machtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Die in Gang befindlichen örtlichen Kampfhandlungen an der Tunesien-Front führten am 16 . Februar zur Vernichtung vereinzelter Feind- gruppen. Es wurde weiteres Kriegsmaterial erbeutet, schwere Panzerwagen wurden zerstört. Auf beiden Seiten war die Luftwaffe tätig. Zwei britische Flugzeuge wurden von der Flakartillerie abgeschossen. Bei einem Einflugversuch auf Ca- stelvetrano wurde fein viermotoriges Flugzeug vom Abwehrfeuer gefaßt und stürzte bei Porto Palo ab. Ein Meister des Menuetts Zum 200. Geburtstag von Luigi Boccherini „Sie hören ein Menuett von Buccherini!“ Wenn der Ansager im Rundfunk eine solche Musikdarbietung verheißt, so ist man gleich ganz Ohr. Die Liebenswürdigkeit, die tänzelnde Leichtigkeit und die Lebensfreude des Rokoko klingen darin auf. Man entzündet sieb an der Unbeschwertheit, der Sinnenfreude und Lebenslust — wie ein Menuett von Mozart verscheucht ein solches von Boccherini im Nu schwere, trübe Gedanken, bringt es Sonne in den sorgenvollen Alltag. Luigi Buccherini ist ein Sohn der mittelitalienischen Stadt Lucca. Am 19. Februar 1743 hat er hier das Licht der Welt erblickt. Madrid sah das Ende seines Erdenwallens. Nach einem Leben, dem ungewöhnlich fruchtbares Schaffen das Gepräge gab und das reich an Erfolgen war, ist er in der spanischen Hauptstadt gestorben, am t8. Mai iSoj. Nicht nur ein hervorragender Komponist, sondern auch ein Cellovirtuose von hohen Graden war Boccherini. Eine Konzertreise führte ihn 1769 nach Madrid. Sie trug ihm hier so große Erfolge ein, daß er der Kapelle des Infanten Don Luis verpflichtet wurde. Im Jahre 1785 wurde Boccherini zum kgL Hofkomponisten ernannt. Friedrich Wilhelm II. von Preußen schätzte diesen italienischen Komponisten und Cellovirtuosen gleichfalls hoch ein. In den Jahren 1787 f bis 1797 war Boccherini preußischer Hofkomposi- teur. Fleißig, immens fleißig ist Boccherini gewesen. Die Zahl seiner Streichquintette beträgt 125. Ferner hat er 91 Streichquartette, $4 Streidnrios, eine große Anzahl Duos, 16 Sextette, 20 Sinfonien und kirchliche Werke geschrieben. Unverkennbar auf sein Schaffen ist der Einfluß des deutschen Komponisten Johann Stanitz (1717—1757), der da» Mannheimer Orchester za wekkia umhsmvn Gatang brachte der Einsatzbefehl für den kommenden Angriff bekanntgegeben; endlich soll die schon lange geplante Frontverbesserung erzielt werden. Panzer, Artillerie und andere schwere Waffen rollen in die Ausgangsstellung, große Mengen Munition werden herangeführt, Gefechtsstände der Stäbe eingerichtet, Fernsprechverbindungen gelegt. Vor uns liegt nodi das Luftbild, welches unser Aufklärer machte. Deutlich kann man darauf das stark ausgebaute feindliche Stellungssystem erkennen. Ein Farbstift hat bereits die für die Kompanie wichtigen Bewegungen darauf festgehalten. Diese folgt zuerst als Stoßreserve und muß nach erfolgtem Einbruch die feindliche Linie nach Süden aufrollen. Bi» an die Versorgungsrollbahn des Gegners, diese überschreiten und sichern, bis unsere Panzer den Feind von hinten gepackt haben. Mit einem Händedruck entläßt uns der Chef. Durch die Nacht laufen wir zu unseren Bunkern. Am Himmel stehen Leuchtfallschirme feindlicher Flieger; sie versuchen, jede Nacht zu stören. Ob die wohl ahnen mögen, was bei uns vorbereitet wird? Langsam beginnt es zu dämmern, die Kompanie schnallt um und rückt in die Sturmausgangsstellung. Der Weg führt uns an Batteriestellungen vorbei, Kanoniere schleppen Munition, abseits davon stehen die Protzen fertig zum sofortigen Stellungswechsel nach vorne. Die Pferde stampfen unruhig und mahlen an den Trensen. Mit gedämpftem Motor rollen unsere Sturmpanzer die Mulde entlang. Pak zum Bunkerbeschuß wird nach vorne gezogen. Ein Truppenverbandsplatz richtet sich provisorisch ein. Wir sind da; an einem Hang liegt die Sturminfanterie in Deckung, die Grenadiere essen und rauchen. Es ist nicht das erste Mal, daß sie angreifen, und doch merkt man überall die Spannung, die auf jedem lastet. Die Minuten vorm Sturm, das Warten bis zum Angriff sind ein besonderes Erleben. Ich gehe zu einer Artillerie-B-Stelle und suche von hier au» da» Vorfeld nach günstigem Schußfeld ab. Vor mir liegt eine joo m breite freie Fläche, zum Teil versumpft. Die Tressenbänder, der Pioniere, die damit die geräumte Minengasse kennzeichnen, leuchten in der auf gehenden Sonne, die jetzt über dem feindlichen Waldrand hochsteigt. Ein klarer Sonntag hebt an, das richtige Angriffswetter. Noch umfängt uns alle eine große Stille, man kann es kaum glauben, daß in den nächsten Minuten ein Höllenkonzert entfesselt wird. Noch einmal werden schnell die wichtigsten Punkte des heutigen Tages bekanntgegeben, die Waffen nochmals überprüft. Da plötzlich ein Summen in der Luft, eine Staffel Jäger fegt über den Himmel und am Horizont tauchen Kette auf Kette Schlachtflieger _ und Stukas auf; der Auftakt des Unternehmens; die X- Zeit beginnt. Schon stürzen sich die ersten Maschinen auf ihre Ziele, die ersten Dreckfontänen springen hoch, es ist Ä,oj Uhr. Nun läuft mit einer unheimlichen Präzision das Unternehmen „Michael“ ab. 6,1 j Uhr. Mit einem Schlag beginnt unsere Artillerie den Waldrand unter Feuer zu nehmen. Nach wenigen Minuten ist alles jm Pulverdampf verschwunden. Die Pioniere treten an zum Mmenauf- nehmen. 6,30 Uhr. Wir treten an, mit uns rollen die Sturmgeschütze vor. Geduckt hasten wir über die freie Fläche. Da — der Gegner ist aufgewacht, wütendes Flankenfeuer von rechts empfängt uns, Hin- legen! Noch kann man keine Ziele ausmachen. Der Ruf: Schwere Maschinengewehre nach vorn" kommt durch, ich springe vor zum Chef und erhalte den Auftrag, eine Stellung zu bekämpfen. Schwere Maschiengewehre zusammengesetzt und dann gefeuert. Jetzt knallt es hell und scharf hinter uns, Sturmgeschütze und Pak greifen an, wir' bekommen etwas Luft. Doch der Gegner weicht nicht. Leuchtkugeln werden hochgeschossen und zeigen den Fliegern die Widerstandsnester. Sofort stürzt eine Kette Ju 88 auf die erkannten Ziele. Nun kommen wir wieder voran. Ununterbrochen orgeln die Geschosse der Artillerie über uns feind- wärts. Jetzt ist der Waldrand erreicht, mit „Hurra" wird die erste Linie ausgeräumt. Schnell wird gesammelt und gesichert. Ein jeder verschnauft etwas. Aber dann geht es weiter; durch Kusselgelände waten wir vor. Wir rollen die Stellung nach Süden auf. Der Gegner hat hier das Gelände fabelhaft zur Verteidigung ausgenützt. Von allen Seiten erhalten wir Feuer. Jetzt stehen wir Jäger im Nahkampf, jeder Bunker muß einzeln genommen werden. Gefangene mit ausdruckslosen stupiden Gesichtern werden zurückgebracht. Endlich erreichen wir die Rollbahn; von dort nimmt uns ein feindlicher Panzer ganz mörderisch unter Feuer. Auf Umwegen muß Pak vorgezogen werden. Der dritte Schuß ist ein Volltreffer das Ungetüm geht in Flammen auf. Noch einige Sätze und wir haben das Tagesziel erreicht. Schnell wird nach allen Seten gesichert, Leuchtkugeln zeigen unseren Stard an. Der Chef gibt durch Funkspruch dem Bataillon bekannt: „Tagesziel erreicht!“ (x) Oberjäger Hantscbel Die Operationen gegen Tschungüng DNB. Tokio, 17 . Febr. Japanische Streit- kräfte, die am 15 . Februar ln der Provinz Hopeh neue Offensivaktionen gegen die Tschungking- Truppen eingeleitet hatten, gelang es, zwei feindliche Divisionen zu vernichten. Aus Kiangsu wird ferner gemeldet, daß es kurz nach Beginn der neuen Operationen gelungen sei, die Hauptmacht der 89 . Tschungking-Armee einzukreisen Etwa 20 000 Mann Tschung-Truppen gingen ihrer Vernichtung entgegen. An der neuen Angriffsoperation nahmen Einheiten der neu aufgestellten nationalchinesisehen Armee teil. Staatspräsident Wangtschingwei hielt_ü» seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Militärrates eine Ansprache an die Militärkonferenz, in der er erneut betonte, daß bei einer Einigung aller ostasiatischen Völker der Endsieg sicher sei. Die Regierungsbehörden Nationalchinas billigten in einer Sitzung des obersten nationalen Verteidigungsrates einheitlich die von dem nationalen Wirtschaftsrat vorgelegten Vorschläge über die Wirtschaftspolitik während des Krieges. Die Lage Tschiangkaischeks scheint durchaus , nicht rosig zu sein. Wie der Vizepräsident des japanischen Informationsamtes, Kiwao Okumura, am Montag erklärte, daß trotz der Entsendung von Frau Tschiangkaischek nach Washington, die verzweifelten Bitten Tschung- kings um zusätzliche Hilfe und Unterstützung ergebnislos seih würden. Tschiangkaischek mußte sich, Meldungen aus Washington zufolge, damit einverstanden erklären, daß die nach dem Pacht- J_und Leihvertrag für Tschungking-China bestimmen Lieferungen mit Indien geteilt werden. Zeitgeschehen in Kürze auf Vorschlag des Fridk, den bisher! Berlin. Der Führer hat Reichsministers des Innern, Dr. gen geschäftsführenden Direktor und Vizepräsidenten des Robert-Koch-Instituts, Professor Dr. Gildenmeister, zum Präsidenten dieses Instituts ernannt. Berlin. Von den Ersatzbauten, die das Reich den fremden Missionen errichtet, ist nunmehr auch der Neubau für die spanische Botschaft auf dem Grundstück, Tiergartenstraße 49/51 fertiggestellt und in diesen Tagen dem spanischen Botschafter übergeben worden. Stockholm. Ebenso wie die Oberkommandierenden der britischen Armeen in Nordafrika dem USA.-General Eisenhower untergeordnet wurden, ist Jetzt auch der englische Befehlshaber der Luftstreitkräfte in Nordafrika, Luftvizemarschall Co- ningham, dem Amerikaner Spaatz unterstellt worden. S t o dt h o 1 m. Ein Vertreter des englischen sundheitsministeriums gab zu, die Nachrichten über die Steigerung ansteckender Krankheiten unter der englischen Bevölkerung „entsprächen den Tatsachen". Die Zunahme der Geschlechtskrankheiten sei in erster Linie auf die farbigen USA.-Truppen zurückzuführen. Stockholm. Nach einer Reutermeldung wurde Oberst Charles Henry Barth zum Chef des Generalstabes der USA.-Armee auf dem europäischen Kriegsschauplatz ernannt. S t o dt h o 1 m. Nach einer Reutermeldung gab die britische Admiralität den Verlust des Vorposten- schiffes „Stronsay“ bekannt. Buenos Aires. Durch ein Großfeuer wurde das bedeutende argentinische Filmtheater „Sonofilm“ in der Nähe der Bundeshauptstadt fast völlig zerstört. und als Komponist der neuen deutschen sinfonischen Musik den Weg gebahnt hat. Boccherini griff den neuen Stil von Stamitz freudig auf, als einer der ersten Komponisten seiner Zeit. Vieles, was Boccherini geschrieben, ist heute vergessen, klingt in keinem Konzertsaal mehr auf. Aber das, was geblieben, berechtigt dazu, seiner anläßlich der 200. Wiederkehr seines Geburtstages am 19. Februar zu gedenken. Otto Ftkentsdher-Ausstellung okn. Der seit Jahrzehnten in der Künstlerkolonie Grötzingen bei Karisruhe-Durlach wirkende Maler Otto Fikentscber, geboren 1862 in Zwickau, hat im Kunstverein zu Karlsruhe einen beachtlichen Teil seines künstlerischen Lebenswerkes in drei Sälen ausgestellt. Der durch seine Radierungen und Lithographien im ganzen Reich bekannt gewordene Künstler hat sich einen hochangesehenen und volkstümlich gewordenen Namen als Tiermaler erworben. Dem Tier in Hau» und Feld, im Wald, im Wasser und in der Luft gehört Otto Fikentschers Liebe, die sich fühlbar heimelig nicht nur auf das malerische, sondern auch auf das seelische Moment erstreckt. Hinzu kommt, daß er ein großsehender und charakteristisch gestaltender Landschafter ist.. So geschieht es in seinen vielen großen und kleinen Tafeln, daß Fikentscber Landschaften von Rang malt, in denen die Haustiere, die Hirsche, Rehe, Vögel als stimmungsstarke Staffage eingesetzt sind. Beileibe aber nicht in süßen und holden Genrebildern einer verschollenen Kunstauffassung. Das Tier ist vielmehr stets porträtmäßig begriffen und in seiner kennzeichnenden Eigenart mit überzeugender Treue dargestellt. Das gilt insbesondere für seine in zahlreichen Beispielen in Oel und Kohle gemalten Pferde, Wildschweine, Bären, Auerhjihne und dergleichen. Auf weiten Reisen hat Otto Fikentscber in »einem Rom. Der Generalstabschef der Faschistischen Miliz, General Galbiati, besichtigte am Dienstag zwei Schwarzhemden-Bataillone, die demnächst zum Einsatz gelangen. S o f i a. • In Palästina ereignete sich unlängst «in großer Bankkrach, dem hauptsächlich kleine arabische Sparer zum Opfer gefallen sind. Lissabon. Ein am Mittwoch im Regierung* anzeiger veröffentlichtes Gesetz bietet die Handhabe, die gesamte portugiesische Wirtschaft, soweit sie kriegswichtig ist, militärisch zu organisieren und zu kontrollieren. Lissabon. Aus Febres in Portugal wird gemeldet, daß die Wölfe immer gefährlidier werden, sie überfielen eine Schafherde und töteten 20 Schafe. Die verzweifelte Gegenwehr der Schäfer und ihrer Hunde konnte die Schafe nicht schützen. Vigo. Der brasilianische Dampfer „Cordeiro de Miranda“ hat in schwerem Unwetter auf dem westbrasilianischen Fluß San Francisco Schiffbruch erlitten. Von sechzig Personen konnten nur neunzehn gerettet werden. Vigo. In der südafrikanischen Union werden immer mehr besorgte Stimmen laut wegen der Zunahme der kommunistischen Agitation. Nanking. Ein Riesenfeuer suchte am Dienstag Nanking heim, dem trotz Einsatzes der gesamten städtischen Feuerwehr 186 Häuser, darunter auch Schulgebäude, zum Opfer fielen. 900 Menschen wurden obdachlos. Tokio. Nach einer aus Sydney eingetroffenen Meldung betragen die australischen Staatsausgaben im Jahre 1943 rund 350 Millionen Pfund Sterling, denen nur 294 Millionen Pfund Einnahmen gegenüberstehen. Eine außerordentliche Erhöhung der Steuern sei also zu erwarten. langen, gesegneten Leben, so insbesondere auf seinen Wanderungen in den Siebenbürgener Waldungen, seinen Blick und seine Motive erweitert und gehöht. Dergestalt gibt insgesamt die Karlsruher Ausstellung des über Achtzigjährigen, der immer noch ungemin- dert in eigengewonnenem Stil in seinem Malerwinkel in der altgroßherzoglichen Augustenburg, oberhalb des lieblichen Malerdorfes im Pfinztal, seiner Kunst, die auch Bildnisse und illustrationsmäßige Arbeiten einschließt, mit anerkanntem Erfolg landaus und landein obliegt. Erfreulicherweise wirkt sich dieser Erfolg auch in zahlreichen Ankäufen aus. Karl 'Joho. Ueber eine Milliarde Filmbesucher (ew) Am n. Februar fand die Bilanzsitzung des Aufsichtsrates der Ufa statt. Generaldirektor Dr. h. c. Ludwig Klitzsch und Direktor Kuhnert gaben einen umfassenden Ueberblick über Entwicklung und Ergebnisse des Geschäftsjahres 1941/42; ihre Ausführungen enthielten u. a. die Feststellung, daß die Entwicklung der Filmwirtschaft sich nicht nur im Berichtsjahr fortgesetzt sondern auch im gegenwärtigen laufenden Geschäftsjahr angehalten hätte. Im Kalenderjahr 1942 hatten die Filmtheater des großdeutschen Filmwirtscfaaftsraumes 1067 Millionen Besucher zu verzeichnen gegenüber 892 Millionen Besuchern 1941 und 275 Millionen im Jahre 1932. Dementsprechend waren die Ergebnisse der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, deren Zahl innerhalb des letzten Jahres von ji auf 83 stieg. Die bauliche und technische Vervollkommnung bezw. die Erweiterung der Betriebe konnte mit der Einschränkung, die sich aus den kriegsbedingten Verhältnissen ergibt, sowohl im Berichtsjahr als auch im gegenwärtig laufenden Geschäftsjahr fortgeführt werden. Die soziale Tätigkeit des Unternehmens, dessen Gefolgschaftsmitglieder auf weit über 10000 stiegen, wurde durch die Verleihung von zehn Gaudiplomen, acht weiteren Japan gegen bolschewistische Wühler DNB. Tokio, 17 . Febri „Wir sind entschlossen, bolschewistische Wühler, soweit überhaupt noch welche in Japan vorhanden sind, völlig auszurotten“, stellte der japanische Innenminister Yuzawa im Verlaufe einer Interpellationsdebatte im Reichstag fest Das gleiche gelte für Geaamt- ostasien, dA hierin die Voraussetzung für die Schaffung des großostasiatischen gemeinsamen Lebensraumes liege. Im übrigen seien bolsche- wistsche Strömungen seit Ausbruch des Chinakonfliktes ständig im Schwinden begriffen. 60 000 Menschen in Estland hingerichtet DNB. S t o dt h ol m, 17. Febr. Im Rahmen einer Vortragsreihe wies der finnische Generalkonsul in Göteburg, Hyuninen, am Montag, wie „Göteborgs Morgenpost“ berichtet, u. a. daraufhin, daß in Estland, da» von allen Kleinstaaten an der Ostsee am härtesten durch die sowjetische Herrschaft getroffen worden sei, 60 000 Menschen während der Sowjetokkupation hingerichtet worden seien. Finnland glaube an den Sieg des Rechtes und daran, daß da» Recht wieder einmal auferstehen und der Leitstern im Leben der Völker sein werde. Wirkung der U-Boote in USA. DNB. Vigo, 17. Febr. Die letzte von amerikanischen Hanaelsdepartement veröffentlichte Einfuhrstatistik beweist, daß die deutschen U-Boote die Einfuhr der Vereinigten Staaten nicht unbeträchtlich herabgesetzt haben. Die Einfuhr war im Jahre 194» um nicht weniger als 18 vH. geringer als im Jahre 1941, was nach Ansicht sachverständiger Kreise auf den Mangel an Schiffsraum zurückzuführen ist. Die Entwicklung seit dem 1. Januar 1943 ist in der gleichen Richtung verlaufen, hat sogar die Einfuhr in noch schnellerem Maße herabgedrückt als im Jahre 1942. Der überwiegend größte Teil dieses Einfuhr- ausfalls der USA. trifft die südameiikanischen Staaten, deren wirtschaftliche Lage dadurch von Monat zu Monat schwieriger werden muß. Aziz Ali Pascha erneut verhaftet DNB. Istanbul, 17. Febr. In einer erregten Debatte, die durch eine Anfrage des Abgeordneten Schazli Ali Pascha über die Zustände in der ägyptischen Armee ausgelöst wurde, gab Ministerpräsident Nahas Pascha die Erklärung ab, daß der ehemalige Generalstabschef Azi Ali Pascha «or kurzem neuerlich in Haft genommen wurde. Schazi Ali Pascha begründete eine Anfrage mit dem Hinweis darauf, daß andere Offiziere der ägyptischen Armee den gleichen Weg gegangen seien. Er frage die Regierung, ob es wahr sei, daß zwei hohe Offiziere verhaftet seien. Der Abgeordnete Fikri Abasa schloß sich dieser Anfage an und stellte an den Ministerpräsidenten die Frage, ob sich die verhafteten Offiziere noch in Haft befänden. Ministerpräsident Nahas Pascha gab die Verhaftung zu, wobei er erklärte, daß es sich bei einem der Offiziere um Aziz Ali Pascha handelte. Er bejah» auch die Frage des Abgeordneten Abasa. Anerkennungsurkunden und das Leistungsabzeichen für vorbildliche Sorge um'die Volksgesundheit anerkannt. Der aoHV. am 3. März soll vorgeschlagen werden, dem Sozialvermögen der Gesellsaiaft weitere 3 Mill. zuzuführen, das sich »damit auf 12 Millionen RM erhöht. Die Goethe-Medaille verliehen (DNB.) Der Führer hat dem Professor Dr. Han» Euier-Chelpin in Stockholm au» Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres in Würdigung seiner Forschungen auf dem Gebiete der Biochemie die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Der Führer hat ferner dem ordentlichen Professor Dr. med. Rudolf Klapp in Marburg a. d. Lahn au* Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres i® Würdigung seiner besonderen Verdienste um die Chirurgie die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Komödien-Uraufführung in Heidelberg okn. Am 2 6. Februar findet im Städtischen Theater zu Heidelberg die Uraufführung der Komödie „Keine Liebe ohne Heimlidikeiten“, von Lope d* Vega, in der Nachdichtung von Hans Schlegel statt. Diese Nachdichtung Hans Schlegels ist eines der Werke im Rahmen seiner etwa 40 beabsichtigten spanischen und italienischen Klassikerütersetzungtn- Die Inszenierung dieser Uraufführung liegt in den Händen von Martin Bauraann, die Bühnenbilder entwirft Stefan Schmitt. Verleger: Alfred Reiff (bei der Wehrmacht) Druck und Verlag: A. Reiff St Cie, Offenburfr__ Verlagsleiter: R. Hack, Hauptschriftleiter: Carl Für**e| Anzeigenleiter: Rudolf Berton. (PL Nr. 8). fiityig-, tDolf- und Gutodital Stadtteil Sulgen. (Altersjubilar.) Unser Mitbürger Josef Bubi konnte bei bester Gesundheit seinen 80 . Geburtstag feiern. Der Gesangverein „Frohsinn“ ehrte ihn durch ein Ständchen. Vom Uoehnehwarxmald Furtwangen. (Todesfall.) Im Alter von 71 Jahren verstarb unser Mitbürger, Dredislermeister Friedrith Oswald, unerwartet rasch. St. Georgen. (Auszeichnung.) Mit dem Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern wurde Kriegsverwaltungsinspektor Rudolf Bausch ausgezeichnet. Villingen. (Todesfall.) Im Alter von 81 Jahren verstarb unsere Mitbürgerin, Frau Elisabeth Noll geb. Storz, nach langem Leiden.'— (Versammlung.) Der Reichsbund Deutsche Familie hielt eine gutbesuchte Versammlung ab, wobei der Landesleiter Koch ein Referat hielt über die Kinder, unser größter Reichtum und die Reinhaitung der deutschen Familie. An 14 Familien aus dem ganzen Kreisgebiet konnte das Familienbuch ausgegeben werden. Uarmerxbaeh - u. 1\ ordrachtal r. Zell a. H. (Todesfall.) Nach längerem Leiden wurde Fräulein Anna Weiß im Alter von 78 Jahren vom Tode in die Ewigkeit abberufen. Die Verstorbene stand als treue Hausgehilfin viele Jahre im Dienst von Dr. Bräutigam und war mit dessen Famiile ganz verbunden, ja sie wurde als eigenes Glied der Familie betrachtet und gehalten Sie arbeitete noch bis in die letzte Zeit und ging stets still und ruhig ihren Geschäften nach. — (Kämeradschaftsabend.) Im „Badischen HoF‘ hielten die zurzeit hier weilenden .Urlauber vom Reichserholungswerk Hessen-Nassau einen Kameradschaftsabend ab. Hoheitsträger und Bürgermeister hießen sie im Namen von ganz Zell willkommen, mit dem Wunsche, sie möchten sich in unserm Schwarzwaldstädtchen wohlfühlen und sich in unserem schönen Tal gut erholen. Dr. Bräutigam gab ihnen noch verschiedene Winke zu einer gesunden Erholungsweise. Musikalische Darbietung verschönten den Abend, der in bester Eintracht und Freude verlief. Die verantwortlichen Träger der Dorfbetreuung 4. Beim Dorflehrer Bauer zu sein ist ein schöner Beruf. Vielleicht ist es der schönste Beruf; denn der Bau-'- sf«ht Gottes Herz am nächsten. Er geht in des Schöpfers Schritt. Man braucht nur einmal einen Bauer, welcher sät, über ein Feld schreiten zu sehen. Man wird gepackt von diesem Bild und man fühlt, daß aus dieser Hand Segen für uns alle quillt. Jahr um Jahr Fernunterrichts-Lehrgänge der DAF. Der totale Kriegseinsatz macht es zu* Pflicht, wo immer möglich, in den Betrieben männliche durch weibliche Arbeitskräfte 2U ersetzen. Diese setzt gründliche Schulung überall da voraus, wo hoch- qualifizierte Fach- und Spezialaufgaben zu übernehmen sind, wie z .B. in der Bilanzbuchhaltung. Für Bilanzbuchhalterinnen wurden im Vorjahr von der DAF.-Gauwaltung Baden schon Berufserziehungswochen durchgeführt. Der Erfolg war vielversprechend. Die Wochen haben auch gelehrt, daß nur der Mensch zu einer über dem Durchschnitt stehenden Arbeitskraft werden kann, der an sich unermüdlich weiterarbeitet. Darum wird die in den Lehrgängen begonnene Arbeit in einem Fernunterricht für Bilanzbuchhalterinnen fortgeführt. Dieser bringt die Buchhalterinnen an recht schwierige Spezialgebiete heran. So sind zum Beispiel Verschmelzungen von Personengesellschaften, Umwandlungen von Personal- in Kapitalgesellschaften sowie Neubewertungen bei Verschmelzungen und Umwandlungen vorzunehmen. Einen breiten Raum nimmt selbstverständlich die Bilanz ein. Jahres- und Steuerbilanzen müssen erstellt, die Verteilung und Verbuchung von Gewinn und Verlust vorgenommen und Fragen der Filialbuchhaltung behandelt werden. Die Aufgaben werden von aus dem Bilanzbuchhai- Seminar der DAF. hervorgegangenen Bilanzbuchhaltern ausgearbeitet und geprüft. Insgesamt sind sieben Aufgaben von den Teilnehmerinnen zu bearbeiten. Zur Lösung einer jeden Aufgabe stehen vier Wochen zur Verfügung. Darauf erhält jede Teilnehmerin ihre eigene Lösung geprüft und mit persönlich gehaltenen fachmännischen Hinweisen zurück. Die gelösten Aufgaben bilden ein praktisches Nach- icirduig staunen, und Ehrfurcht vor allem Leben wird das Letzte und Schönste sein, das er in den Herzen seiner Kinder wecken und hegen kann. Da_^_ die Dorfschule mitten in die Natur gestellt ist, so 1 schlagewerk' für alle späteren Arbeiten im Beruf, wird der Lehrer Tag für Tag die Jugend mit dem. y; er Aufgaben des Fernunterrichts sind bereit* Reichtum der Heimat vertraut madien. Jedes Pflanz-L e i öst; die Ergebnisse übertrafen alle Erwartungen. ------ --- — — -*- j — — j —A eln jedes Tier wird er der Jugend vor Augen DAF. wird sich nun dafür verwenden, daß die pflegt der Bauer die Mutter Erde um, vertraut ihr.führen. Mit Baum und Strauch, mit Boden und j^ rä f te den Betrieben ihren Fähigkeiten ent- die Saat, „und hofft, daß sie entkeimen werde,* Wasser wird er sie bekannt machen. Sein ganzer sprechend eingesetzt werden, sofern dies nicht zwi- zum Segen nach des Himmels Rat". I Unterricht wird heimatverbunden und heimatgebun- schenzeitlidi schon geschehen ist. Aber da ist noch ein zweiter im Dorfe, der un- den sein. Ueber die ganze Heimat muß er Bescheid », *!„/> . F„rm,nr-irirhr* wird ein Wo- ablässig den Pflug führt, der Jahr um Jahr in wissen, sie muß Kräf“^ i^nf ßS * 2 end^WuL 5 das sämtliche Teilnehmerinnen, die junges Erdre-ch die gute Saat legt und auf das die Heilpflanzen und ihre Kräfte, er kennt Beeren, . cj, • • i_ al ,j. „k«..,. Blühen und Fruchten wartet: Et ist der Dorflehrer. PUze und Wildgemüse. Am Abend sammelt eir seme St ^ e * r ßelufserliehunfdurchgehalten haben, noch- Er und sein Werk sind aus dem Dorfe nicht weg- Schüler und erschauernd stehen sie vor dtr Pracht mals zu einer Arbeitsgemeinschaft kameradschaftlich zudenken. Er muß pflügen und säen, und muß und Große des Sternenhimmels. Durd) An lernt 2Usam eführt um hier auch dle letzten noA auch jäten und pflegen, und so Gott will, darf er die Jugend die schönsten Heimtlieder, mit ihm 0 ff enen Fr \ g . n zu klären. Die so erworbenen Kenntauch ernten. Der Dorflehrer muß ein bäuerlicher!wandert sie durch die1 heimatliche Landschaft und nisse werden dann jeder Teilnehmerin ge- Mensch sein. Er muß in Haltung und Gesinnung wird voll Stolz und Freude und Selbstbewußtem. n „ . s;dlerheit ^ frohen Mutes an J ea un Kreislauf des Dorfes, des Lebens mitgehen. Die Von den Helden unser« Geschichte, von den Ja“» I Arbeitsplatz eines anderweitig für die Verteidigung Dorfgemeinschaft hat ein feines Empfinden, ob ihr unseres Volkes erzählt ihnen sein Muni Die Augen Großdeutschlands eingesetzten männlichen Arbeits- Lehrer in der Gemeinschaft steht und lebt oder ob leuchten und die Herzen schlagen hoher und die Kameraden zu treten, er sich außerhalb ihr oder gar vermeintlich über!Seelen jubeln. Nichts ist verhaßt« als Eitelkeit, als leer« Der Dorflehrer mu ß aber auch volksver- Schein und taube Schale. Der Lehrer auf dem' bunden sein . Er dar f nicfat neben 0 d er gar geg en Die UtdSatZSteuer-Erklärang für 1942 Dorfe muß in d« Dorfgemeinschaft leben als eine d j Volksgemeinschaft stehen. Nein, er ist eine Zelle d; c dieses Tahr bis Ende März abzusebende Um- Zelle im Ganzen, muß sich dem Ganzen einfügen j„ TWG.m.m.rkaff .in. 1.k.niV. 7 . 11 . Am aieses janr dis cnae rnarz aozugecienae um und .Innr/in.n will er Erfolg haben und «SDrieß- l r Dorfgemeinsdiaft, eine lebendige Zelle. Am ^Steuererklärung ist inhaltlich ganz anders ge- una einordnen, wiu er fcrtolg haben und «spneü Geschehen des Dorfes, ja jeder Familie nimmt er |Sta i tct) & ; n den Vorjahren. D« Steuerpflichtige innigsten Anteil. Er fei«t mit den Dorfbewohn«n s0 ]j durch die Abgabe der Umsatzsteuererklärung bei eine Hochzeit nach alter Sitte. Er begleitet den der Umsatzsteuerveranlagung mitwirken, indem er liehe Arbeit leisten. Kann er das nicht, so geht er neben d« Gemeinschaft einher, steht im schlimmsten Fall noch gar gegen sie und all sein Wirken T oten au f se ; nem letzten Wege. Er freut sich mit|di e Ümsatzsteuersdiufd selbst errechnet. Das Finänz- lst letztlich umsonst. Er mag seinen Kindern wohl r r „u.„ „ n j j;, „.14,. r ,u frM „ n An 1 umsatzsieu-rsenuia seiest erreennet. uasrinanz «wisse Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln. ^, n / r0 ^" ndtr0 ] e S d P r " f ? dann nur noch, ob die Berechnung _zu- gewisse Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln, allein « gilt ihnen weiter sonst nichts für Seele und Herz, w reicht ihnen Steine statt Brot. D« Dorflehrer muß ein bodenverwurzelter, ein naturverbundener Mensch sein. Darum ist dem echten Dorflehrer auch alle Hast und Eile zuwider. Man kennt ihn schon am Schritte. Er geht schw« wie ein Landmann und sein Tritt klingt bestimmt, hart und fest. Es ist kein Zufall, daß in unsern Schwarzwalddörfern Lehrer seit zwanzig und mehr Jahren sitzen. Wie die Tannen der Berge, so haben all den Feiertagen, die das bäuerliche Jahr begleiten, feiert « mit den Feiernden. Er ist in der Partei, oftmals auch in Vereinen tätig. Die Dorfkuhur muß ihm ihre beste Pflege verdanken. Er musiziert mit seiner Familie, er musiziert auch mit dem Dorfe. Wenn es sich irgendwie machen läßt, so gründet er eine Dorfbibliothek und reicht dadurch den Be- wohn«n bestes deutsches Dichterbrot. Sehr bedacht ist er auch auf Erhaltung der schönen Trachten und der alten Sitten. Niemals wird er dem Neuen gewaltsam eine Bahn schlagen. Alte Sagen wird er treffend ist. Wird sie ab richtig anerkannt, erhält der Steuerpflichtige keinen besonderen Umsatzsteuerbescheid. Die Veranlagung ist also sofort erledigt. Für diesen Fall verzichtet der Steuerpflichtige in der Umsatzsteu«erklärung auf Einlegen von Rechtsmitteln, so daß die Veranlagung im Augenblick .der Festsetzung durch das Finanzamt rechtskräftig wird. Bei dieser Sachlage muß jeder Steuerpflichtige seine Umsatzsteuererklärung besonders sorgfältig ausfüllen. Er muß nicht nur die Umsatzsteuer selbst errechnen, sondern auch die absetzbaren Umsatz- auch sie ihre Wurzeln tief in das Erdreich «senkt B ,,,, • errechnen, sondern auch die absetzbaren Umsatz- *. j 3le . 1 . r w . urze i5 . m üas h-rdreich gesenkt, sorgsam sammeln und aufzeichnen. Ueberhaupt ist Steuerbeträge selbst abziehen und die «rechnete sind sie tief im Heimatboden verwurzelt. Von „„ ", „11 4,. u r . T®. ■ , aDZle “ c " una tue erreainete dort holen sie die stärksten Kräfte für ihr ver- a Mann, um all das aufzusdireibeii, Steuerschuld mit den geleisteten Vorauszahlungen dort holen sie die stärksten Kräfte für ihr ver- rwf « wird die Dorfchronik vergleichen. Das Formblatt für die Umsatzsteuer. erkfarung ist so gehalten, daß bei einiger Aufmerksamkeit Fehler nicht zu entstehen brauchen. Ergibt sich zwischen der erredineten Umsatzsteuerschuld und den geleisteten Umsatzsteuervorauszahlungen ein antwortungsvolles und auch schweres Werk. Heimat gibt ihnen die Kraft und die Starke zu alli ihrem Tun. Niemals wird ein Mensch, der alle] Der Dorflehrer muß das Vertrauen des gan- paar Jahre seine Stelle wechselt, ein bäuerlicher zen Dorfes besitzen, und ein rechter Dorflehrer Mensch sein. Und niemals kann ein solch Ruheloser besitzt es auch, ein gut« Dorflehrer sein. Wer der Heimat, w« dem Dorfe dienen will, der muß in ihr verwachsen sin. Der rechte Dorflehrer ist der Natur ganz und gar v«bunden. Er geht in ihrem Takte, sein Weg läuft im Kreislauf des Lebens. Jahr um Jahr erschüttert _ ihn das Erwachen des Lebens im Lenze, schwingt Der Dorflehrer weckt auch V«ständnis für die sein Herz höher zur Hochzeit des Sommers, beugt -Vergangenheit des Dorfes. Er treibt Sippenkunde er sich in Demut dem herbstlichen Fruchten und und erforscht die Geschichte des Dorfes, ja jedes besitzt es auch. An ihn wendet sich jung und alt in und den geleisteten Umsatzsteuervorauszahlungen em all seinen Anliegen und Nöten. Wie manchem Unterschied, dann muß der Steuerpflichtige sofort jungen Menschen kann er den Weg in eine gute den Fehlbetrag an das Finanzamt entrichten zuzüg- Zukunft bahnen! Er kann ihm mit Rat und Tat' 1 , 1 ™ eines Säumniszuschlages von 2 Prozent, sofern zur Seite stehen. Er kann ihm dies und jenes leich-j™« Umsatzsteuerrestschuld mehr als 100 RM. be- ter machen. Gar manchesmal wird er auch zur cra § t ’ Feder greifen, um dem oder jenem zu helfen.. Reifen, sammelt er Kräfte aus der Stille des Winters. Er kennt kein Sein und wünscht keinen Stillstand. Alles ist im Werden und Vergehen. In Demut neigt er sich dem Schöpfer, weiht er sich dem großen Geschehen. Für ihn ist längst nicht alles durchsichtig und klar. Er weiß, daß die Natur ge- ( heimnisvoll ist wie am ersten Tag, daß Leben stets.Tannen rauschen ihm dann das schöne Lied dunkel und undurchsichtig ist. Er kann nur ehr-|Schwarzwald, o Heimat!" Marktberichte einzelnen Hofes. Er weist aber auch den Weg in c 1T 11 die Zukunft. Das Dorf ist seine Heimat; sein ^ erte1 ’ dle a “ e ganzes Sinnen und Fühlen und Trachten gehören dem Schwarzwalddorfe und seinen Bewohnern. Als recht« Dorflehrer will er auch unter der Dorfge- meinschaft den letzten Schlaf schlafen. Und die 0 Meßkirchcr Schweinemarkt. Aufgeführt waren 21 rkel, die alle zum Preise von 90—120 Mk. das Paar bei lebhaftem Handel v«kauft wurden. Engener Schweinemarkt. Aufgeführt waren 19 Ferkei und 10 Läufer. F«kel kosteten T20, Läufer 160 Mk. das Paar. Der Handel war gut. Oberndorf. Nächster Schweinemarkt am Freitag, Iden 19. Februar. iJmmehau ln Haslach Haslach- (Auszeichnung.) Obergefreiter Albert Köhler, Sohn der Frau Anna Köhler, Witwe, MflhlenstraOe 5 , wurde mit dem E. K. II ausgezeichnet Nachrichten aus Haumaeh Haas ach. (NSDAP., Ortsgruppe Hausach) Freitag, 19 . Februar 1943 , 20 Uhr, Dienstappell 4 er Politischen Leiter und Führer der Gliederungen. Pflicbtteilnahme. ' Hansach-Einbach. (Altersjubilarin.) Am heutigen Tage feiert unsere allseits beliebte Mitbürgerin Frau Franziska Armbruster, die Ehefrau des Theodor Armbruster, zum „Hirschen", ihren 70 . Geburtstag. Die Jubilarin ist eine go- bürtige Einbacherin (Jochenhof) und körperlich and geistig sehr rüstig. Sechs Kindern gab sie das Leben, wovon 2 Söhne im Felde stehen. Wir wünschen der Altersjubilarin noch viele gesunde Altersjahre. Aus dem Tale der Gutaeh Gut ach bei Homberg. (Gaufilmstelle.) Am heutigen Donnerstag zeigt uns ' die Gaufilmstelle den Füm d« Nation: „Der große König“ und dazu die Wochenschau. An alle Einwohn« ergeht d« Aufruf zum Besuch dieses selten schönen Filmes, der in der «Linde“ nachmittags für die Jugend und am Abend für die Erwachsenen zur Vorführung kommt. Aus dem Elxtal Waldkirch. (Todesfall.) Im Alter von 72 Jahren verstarb nach längerer Krankheit unser Mitbürger Teigwarenfabrikant Franz Josef Eble. G a t a cb bei Waldkirch. (Heldentod.) Obergefreiter Hermann Schill fand im Osten im Alter von 37 Jahren den Heldentod. E l z a ch. (Geburtetag.) Frau Luise Dold, Löwen-Wirtin, feierte dieser Tage ihren 70 . Geburtstag — (Todesfall.) Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb unser Mitbürger Schuhmachermeister Franz Xaver Wahl im Alter von 78 Jahren. Oberwinden. (Von den Imkern.) Am nächsten Sonntagnachmittag findet im „Ochsen“ in Elzach eine Versammlung der Bienenzüchter statt. Kreisstadt IVolfach Heldentod r. Am Dienstag traf bi« die Nachricht ein, daß d« Soldat Hans A 11 g a i e r, Sohn des Kronen- wirts Allgai«, im blühenden Alt« von 18 Jahren sein Leben für das Vaterland hingegeben hat. Der Trauerfamilie wendet sich allgemeine Teilnahme zu. Ehre seinem Andenken. Auszeichnungen t. Unteroffizier Willi Bender wurde mit dem EK. I ausgezeichnet, f«n« erhielt Unteroffizi« Hermann Heß, Schreiner, das EK. II. Vom Siedlungswesen t. Die Siedlungsgemeinschaft von hier hielt am vergangenen Sonntag ihre fällige Jahresversammlung in der „Ratsstube“ ab. Hierbei gab der Ortsobmann der DAF., Pg. D e dt e r, aufklärende Richtlinien, hauptsächlich üb« Düngung und Kleintierzucht. Pg. Rohm erstattete Bericht über Einnahmen und Ausgaben d« Siedlergemeinschaft. Auch üb« die praktische Auswertung der Gärten wurde gesprochen, die dazu beitragen soll, die Gemüseerzeugung zu heben. Aus dem hinteren Kinsigfa! Alpirsbach. (Todesfall.) Im Alt« von 20 Jahren verstarb nach schwerer Krankheit die Toaiter Maria der Familie Gottlob Löffler. Scbramberg. (Gastspiel.) Am heutigen Donnerstag bietet die Württ. Landesbühne ein Gastspiel und zwar die Operette „Mariette“ von Walter Kolo. — (Vom Standesregister.) In der Woche vom 7 .— 13 . Februar wurden eingetragen 8 Geburten, 4 Heiraten und 8 Sterbefälle. — Vom Der Wunsch der Ulla Ude Roman von A. von Sazenhofen Urheber-Keditssdiulj: Arthur vom Dorp. Freital 21 . Fortsetzung Da setzt sie sich in den Stuhl, in dem sie so oft gesessen in den Stunden zwichen Nacht und Tag, in der großen Einsamkeit ihrer jungen Jahre und später . . . und immer, wenn die Sorge um sie war, ob sie recht gehandelt damals, ob man ungestraft tun darf, was gegen Gesetz und Herkommen ist. Bewahre uns vor solchem Unglück, o Gott, betet sie, ohne zu wissen, daß sie betet, und in ihr steigt wieder die große Angst der letzten Tage auf wie eine drohende Flut: Wenn er nur nicht das heiße und wilde Blut seines Großvaters hat . . . wenn er sanft wäre und «tili hielte . . . wenn fer sich ihrem Willen beugen würde: Laß sein, Heinz, die Rike ist nichts für dichl Warum nicht? wird er fragen, und seine Augen werden in Trotz aufflammen: Warum nicht? Was soll sie dann antworten? Ich habe es immer verschoben, ihm die Wahrheit zu sagen. Jetzt wird es furchtbar werden . . barmherziger Gott! * Sie hört nicht, daß Marta mit dem Geschirr hereinkommt oder sie achtet nicht darauf. Sie sieht erst auf, als eine alte Hand scheu und doch zärtlich über ihr Haar streicht „FräuleiD Ulla . . . was denken Sie wieder?“ „Marta, du? Ja, ja, es ist recht Decke nur für dich und mich. Heinz wird drüben zu Nacht essen. Er kommt nicht bevor es nicht Zeit ist zum Schlafen gehen.“ Sie seufzt- Da legt die Marta das Tischtuch weg, das noch über ihren Arm hängt. „Fräulein Ulla, hören Sie mich an! Ein altes Sprichwort sagt: Es wird nicht so heiß gegessen, wie gekocht wird. Ist eben ein wenig frühreif, der Heinz . . . und glaubt, die Rike ist allein für ihn vom lieben Gott geschaffen worden Das Unglück hat dazu beigetragen, daß er jetzt nicht« anderes mehr hört und sieht als sie. Wird sich wieder geben. Lassen Sie ein paar Jahre vorübergehen, und er denkt nicht mehr an sie. Ist eben so eine Jugendliebelei. Viel zu jung sind sie ja noch ... die Kinder . . . mit sechzehn Jahren! Müßt man mal orden'Iich dazwischen fahren!“ Ulla schüttelt den Kopf. Aber sie ist doch ein wenig getröstet. „Mit dem Dazwischenfahren kann man's nur schlechter machen, Marta, bei so einem wie dem Heinz. Aber du hast recht Wenn er erst später wird und das Leben in der Stadt ... . ich will ihn ja die Landwirtschaftliche Hochschule besuchen lassen . . . kennen lernt, wenn er andere Mädchen sieht . . . vielleicht hast du recht.“ Sie steht auf. „Richte das Abendbrot an, Marta! Wir wollen von etwas anderem reden.“ * Die Ferien gehen zu Ende. Jeder Tag ist eine Kostbarkeit die Heinz mit Jungenfäusten halten will und die ihm doch zwischen den Fingern zerrinnt so daß er des Nachts mit zusammengetii»- senen Zähnen in seinem Bett flüstert: „Ich will nicht fort! Ich will nicht fort!“ Einmal sagt er: „Wozu die ganze Lemerei, wenn ich sowieso in Brinkendorf bleiben werde, mein Leben lang?“ „Eben darum . ! hat Ulla kurz gesagt und sich umgewandt. Rike liegt in einem Liegestuhl im Lehrersgarten. ein wenig zarter geworden, aber sie ist fröhlich und horcht auf die fallenden Aepfel . > . wieder einer, und noch einerl Aber in Wirklichkeit lauscht sie auf anderes . . . auf seinen starken, eilenden Schritt wie er durch den kleinen Flur des Hauses tritt, auf seine Stimme: „Ist die Rike im Garten?“ Dann sitzen eie zusammen. Er erzählt ihr, was er gelernt und gelesen ... er redet vom Fliegen. „Ich möchte Fiieger werdenl Aber es geht nicht. Brinkendorf braucht mich.“ Und leiser fügt er hinzu: „Und . . . dich! Brinkendorf braucht unsl“ Es ist das erstemal, daß er so etwas sagt. Sie nickt als hätte sie das längst gewußt. „Ja, Heinz . . . und ich könnte auch nicht leben, wenn du Flieger wärst. Ich würde vor Angst sterben.“ Sie reden weiter . . . kindlich und doch wie Große reden, denn sie sind weiter über ihre Jahre gereift Als die Dämmerung dunkelblau von der Heide her gegen das Dorf kommt und sie schon längst im Zimmer sind, in dem noch kein Licht brennt, sagt Heinz mit einer ganz dunklen Stimme, in der etwas zittert und drängt: „Morgen muß ich fort . . Von nebenan rauscht ein brausender Akkord in die Stille, die nach diesem Wort herrscht Karl Petersen spielt auf dem Harmonium. Da stehen sie sich gegenüber, sehen sich schweigend und hilflos an. Plötzlich faßt er nach ihr und küßt sie. Es ist das erstemal. Dann stürzt er wie ein Gehetzter fort, nicht nach Haus, sondern hinaus in die Heide, die ihn aufnimmt in ihrer Weite, in ihrer Ruhe, in ihrer Größe und sein wildpochendes Herz ausschlagen läßt, das Gärende und Verworrene auflöst da.« Heiße kühlt das Wilde besänftigt * Dann geht er heim, gereift und ruhig, mit dem Wissen um ein Ziel: Sein Leben ist einfach und klar und ist erfüllt von dem, was ihm die Heide schenkt . . . Heimat und Liebe. Ich habe die ganzen Wochen nicht Zeit gehabt zu schreiben. Die Seiten des braunen ledernen Buches füllen sich langsam. Wenn ich alles niederschreiben wollte, was an dunkler Angst und Sorge in mir ist würde schon sein letztes Blatt beschrieben sein. Heinz ist nun fort War das ein Abschied! „Nimm es nicht schwerl“ habe ich zu ihm gesagt „Du wirst im nächsten Jahr die Reifeprüfung machen und dann sollst du das Leben kennen lernen, ehe du dich in die Einsamkeit . . .“ Er ließ mich nicht ausreden. „Ich brauche das Leben nicht Ich habe hier alles, wm ich mir wünschen kann!“ Seine Augen loderten auf wie Flammen, und mir stockte der Atem. Was ich noch gesagt habe, weiß ich nicht mehr. Ich konnte nichts aufhalten, nichts bitten und nichts mehr sagen. Ich fürchtete mit jedem Wort alles zu verschlechtern. Christoph saß schon auf dem Bock des Wagens, mit dem wir zur Station fahren wollten. Dann kam Heinz von drüben Karl Petersen ging neben ihm. Als Heinz den Fuß auf den Tritt hatte, ich saß schon im Wagen, wandte er sich um, und ich sah, daß unter seiner gebräunten Haut kein Tropfen Blut mehr war. Er hielt Petersen die Hand hin und sagte hastig: „Bitte . . . daß die Rike nur wieier kräftiger wird . . . und daß sie keinen . Dann brach er ab, sprang hinauf und rief: „Fahr zu, Christoph!“ Petersen zog seinen Hut, und ich sah ihn. rückwärtsblickend, lang am selben Fieck stehen steinern nnd wie leblos . . . (Fortsetzung folgt) Wann gibt es einen neuen Anzug? Nach wie vor können Männeranzüge oder deren Einzelteile und die zur Herstellung benötigten Oberstoffe gegen die entsprechenden Punkte der zweiten und dritten Kleiderkarte bezogen werden. Dagegen ist ein Bezug auf die vierte Kleiderkarte nicht mehr ohne weiteres möglich. Statt dessen können gegen Abtrennung von einem Viertel des Punktwertes der dritten Kleiderkarte, also zum Beispiel beim Män- neranzug von 20 Punkten, Bezugsscheine ausgestellt werden, wenn der Verbraucher im Besitz von weniger als zwei tragfähigen Anzügen oder der entsprechenden Einzelteile ist. Unter tragfähigen Anzügen wird man dabei nur solche Anzüge zu verstehen haben, die im gewöhnlichen Tagesablauf getragen werden. Es gehören also nicht dazu, sofern sie nicht berufsmäßig getragen werden, der Smoking, der Frack und der Gehrock. . Nicht richtig ist die Auffassung, daß der einzelne •inen Rechtsanspruch auf einen Bezugsschein für «men Anzug hat, sofern er nur im Besitz von weniger als zwei tragfähigen Anzügen ist. Vielmehr kann das Wirtschaftsamt zwar in diesem Fall einen Bezugsschein erteilen, wird aber neben der formellen Feststellung des Besitzes von weniger als zwei tragfähigen Anzügen noch eine besondere Bedarfsprüfung vornehmen, die sehr wohl zur Ablehnung des Bezugsscheinantrages führen kann, wenn etwa der Antrag von einem älterSh nicht mehr berufstätigen Volksgenossen kommt Nach Luftangriffen nicht unnötig telephonieren! Viele Volksgenossen haben die Gewonheit, nach Fliegerangriffen sofort Bekannte und Verwandte telephonisch anzurufen, um sich nach deren Ergehen zu erkundigen oder sie über das eigene Wohlbefinden zu beruhigen. Das ist gut gemeint, hat aber den großen Nachteil, daß dadurch das Telephonnetz schlagartig über Gebühr belastet wird. Die Folge ist, daß für den Luftschutz und zur Rettung von Menschenleben wichtige Telephongespräche nicht rasch genug durchkommen. Die Bevölkerung wird daher aufgefordert, nicht nur während, sondern auch nach einem Luftangriff, solange Hilfsmaßnahmen im Gange sind, nur wirklich wichtige und dringende Telephongespräche zu führen. Neuregelung der Abgabe von Sammlermarken Die Versandstelle für Sammlermarken in Berlin SW. 68 und die damit verbundene Schalterstelle wird aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung nach Auslieferung der Sondermarke vom 30. Januar aufgehoben. Die Abgabe von Sondermarken der Deutschen Reichspost geht dann auf die Postämter Aber. Die bei der Versandstelle zur Zeit eingetragenen Dauerbezieher erhalten eine Bescheinigung über die bisher bezogene Menge an Sondermarken übersandt, die von ihnen bis zum 27. Februar dem Zustellpostamt vorzulegen ist. Dort sind künftig die Marken gegen Vorzeigung eines zuvor Gehändigten Ausweises innerhalb einer Woche jeweils vom ersten Ausgabetag an abzuholen. Nach Ablauf dieser Frist verfällt der Anspruch. Sonderwünsche auf Abgabe von Viererblocks werden nicht mehr berücksichtigt, ebenso von Eckrandstücken usw. Die Gausammlerwarte der Gemeinschaft deutscher Sammler oder ihre Stellvertreter beziehen ihren Bedarf wie bisher beim Vertrauenspostamt. Weitere Einzelheiten sind dem Amtsblatt des Reichspostministeriums Nh 12 vom 5. Februar 1943 zu entnehmen. Unterbringung der Lehrlinge aus stillgelegten Betrieben. Um die Ausbildung der Lehrlinge in Betrieben, die auf Grund der Verordnung zur Freimachung von Arbeitskräften für kriegswichtigen Einsatz stillgelegt werden, sicherzustellen, wird die Handwerksorganisation entsprechende Vorkehrungen treffen. Wie es im „Deutschen Handwerk“ heißt, kommt entweder die Unterbringung von Lehrlingen aus stillgelegten Betrieben in Betriebe mit kriegswichtiger Beschäftigung im gleichen Beruf oder die Zusammenfassung in Gemeinschaftslehrwerkstätten in Frage. Die Hilfsstellen „Mutter und Kind " im Gau. Die Hilfsstelle „Mutter und Kind“ der NS.-Volkswohl- fahrt ist für die schaffende Frau mit Kindern zu einer unentbehrlichen Einrichtung geworden. In einem der letzten Monate wurde die Zahl von 14 371 Besuchen in 1404 Hilfsstellen erreicht. Außerdem wurden die jetzt bestehenden 175 Mütterberatungsstellen in unserem Gau von 1314 Müttern im letzten Monat besucht. Diese Zahlen zeugen von einem hohen Stand der Mutter- und Kind-Arbeit in Baden und Elsaß. 2 00 000 RN.-Gewinn auf Nr. 107 349. In der Dienstag-Nachmittagsziehung der 5. Klasse der achten deutschen Reichslotterie fielen drei Gewinne von je 200 000 RM. auf die Nummer 107 349. In der Dienstag-Vormittagsziehung der 5. Klasse de» achten deutschen Reichslotterie fielen drei Gewinne von je 50000 RM. auf die Nummer 274 166. Blick in die Ortenau Schlachtverbot für Ferkel und Läufer ew. Die Finanz- und Wirtschaftsabteilung bei der elsässischen Zivilverwaltung hat mit Wirkung ab 10. Februar 1943 angeordnet, daß das Schlachten von Ferkeln und Läuferschweinen verboten ist. Ferner dürfen Erzeuger und Händler Ferkel und Läuferschweine nur noch gegen Aushändigung eines Berechtigungsscheines verkaufen, der dem Käufer vom Ortsbauernführer ausgestellt wird. Die Verkäufer, also Erzeuger und Ferkelhändler, haben die gesammelten Berechtigungsscheine spätestens bis zum 5. des darauffolgenden Monats an das Ernährungsamt Abt. A (Kreisbauernschaft) abzuliefern. Ebersweier. (Heldentod.) Im Alter von 21 Jahren starb bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten der Panzergrenadier August Noll den Heldentod für sein geliebtes Vaterland. Den Hinterbliebenen wird herzliches Beileid entgegengebracht. Bühl-Dorf. (Auszeichnung.) Der Obergefreite Karl Schmieder erhielt das Kriegsver- dienskreuz II. Klasse mit Schwertern. z. Griesheim. (Hohes Alter.) In körperlicher und geistiger Frische begeht der Herdschlosser Lud- wick Wacker seinen 65. Geburtstag. Desgleichen begeht am heutigen Tag der Landwirt Xaver Kramer seinen 75. Geburtstag. Die Altersjubilare sind körperlich und geistig noch rüstig und gesund. Wir wünschen ihnen noch viele Jahre bester Gesundheit. dt. Hesselhurst. (Soldatenbegräbnis.) Zu einem Akte wahrer Volksgemeinschaft gestaltete sich die Beisetzung des in einem Heimatlazarett an Krankheit verstorbenen Ostfrontkämpfers Karl Vogt am Montagnachmittag. Im Heimathause war unter Tannen und Tannengrün der Sarg aufgebahrt, bedeckt mit der Reichskriegsflagge und dem Stahlhelm. Inzwischen hatte sich vor dem Trauerhause ein Zug der Wehrmacht mit einem Musikkorps, die Vertreter der Kreisleitung der NSDAP. Kehl und die gesafnten hiesigen Parteiorganisationen, der Kriegerverein sowie eine fast unübersehbare Menge von Volksgenossen von hier und den Orten der Umgebung aufgestellt. Nach der Ansprache des Geistlichen im Trauerhause intonierte die Musikkapelle einen Choral und der Gesangverein Hesselhurst trug ein Trauerlied vor, worauf sich der Trauerzug in Bewegung setzte. Auf dem Friedhof, wo der Verstorbene zwischen dem Gedenkstein des im badischen Aufstande 1849 gefallenen Michael David Knauer von hier und dem im ersten Weltkrieg verstorbenen Joh. Vogt 3. einen Ehrenplatz erhielt, vollzog sich zuerst die kirchliche Handlung. Als der Sarg, der von Wehrmachtangehörigen zu Grabe getragen der Erde übergeben wurde, verkündeten drei Ehrensalven, daß ein Kämpfer zur großen Armee eingegangen; der Gesangverein trug ein Trauerlied vor und die Musik spielte „Ich hatt’ einen Kameraden“. Dann trat ein Hauptmann an das Grab und legte namens des Kommandanten des Standortes Straßburg einen Kranz der Wehrmacht niedere. Anschließend sprach Studiendirektor Hiß von Straßburg den Angehörigen die Anteilnahme der Partei und der ganzen Volksgemeinschaft aus. Möge die große Anteilnahme der Familie ein Trost sein! Ichenheim. (Von der Schule.) Vergangenen Donnerstagvormittag hatten sich die oberen Klassen der Volksschulen Ichenheim und Meissenheim sowie die Berufsschüler der genannten Schulen mit ihren Lehrern im Löwensaal in Ichenheim versammelt. Nach kurzen einleitenden Begrüßungsworten übergab Hauptlehrer R e i n o 1 d (Ichenheim) dem Redner, Leutnant Kurt Weber, das Wort. In klarer, eindrucksvoller Weise schilderte Leutnant Weber seine Erlebnisse in Sowjetrußland und Nordafrika, wobei die Schilderungen von Land und Leuten im Sowjetparadies ganz besonders interessierten. Am Schluß der Rede zeigte Leutnant Weber noch Lichtbilder von den Kriegsschauplätzen in Sowjetrußland und Nordafrika sowie einige Aufnahmen von der alten Kulturstätte der Akropolis in Athen. Der Redner forderte die Jugend auf, sich ebenfalls in der Heimat einzusetzen, um mitzuhelfen, den großen Endsieg zu erringen. Hauptlehrer Reinold dankte Leutnant Weber im Namen aller Schüler für die interessanten Ausführungen und schloß mit kurzen Ermahnungen an die Schüler die Veranstaltung. Obers chopfheim. (Vom Standesamt.) Folgende Kriegstrauungen wurden vollzogen: Unteroffizier Philipp Beiser und Maria Beiser, beide von hier, ferner Obergefreiter Josef Bayer von Niederschopfheim und Josefa Burbach von hier. Den beiden jungen Paaren gratulieren wir herz- lichst! S di w a i b a ch. (Todesfall.) Wenige Stunden bevor sie ihren 87. Geburtstag begehen konnte, ist hier die Witwe Franziska Buß. die im Ortsteil Bergach wohnte, verstorben. Aus der Heimat am Oberrhein Heidelberg. (Den Kaiseradler eingefangen.) Wie gemeldet wird, ist es dem Tierlehrer Wedde gelungen, den Kaiseradler aus dem Großgehege einzufangen, der zusammen mit dem Steinadler Wotan zum Freiflug erzogen werden soll. Karlsruhe. (Verlegung des Sitzes des Landesfremdenverkehrsverbandes nach Straßburg.) Die Geschäftsstelle des Landesfremdenverkehrsverbandes wurde auf Anordnung des Reichsstatthalters von Karlsruhe, Kriegsstraße 140, nach Straßburg, Ge- werbslauben 47—49, verlegt. Gleichzeitig wurde die Nebenstelle Elsaß des Landesfremdenverkehrsverbandes, bisher Straßburg, Verkehrsbau vor dem Bahnhof, und damit zugleich die Dienststelle des Beauftragten für Fremdenverkehr des Chefs der Zivilverwaltung im Elsaß mir der Hauptgeschäftsstelle, Gewerbslauben 47—49, zusammengelegt. F r e i b u r g. (Altersjubilare.) Der emer. Ordinarius für Kunstgeschichte an der Universität Freiburg, Prof. Dr. Wilhelm Vöge konnte seinen 75. Geburtstag feiern. Der Gelehrte wirkte an der Universität Freiburg von 1908 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1916. Der emer. a. 0. Prof, für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Universität Freiburg, Dr. Karl Hegar, vollendete sein 70. Lebensjahr. 1873 in Freiburg geboren, habilitierte er sich 1902 in einer Vaterstadt für Gynäkologie. 1910 wurde er zum a. o. Prof, ernannt und 1938 von seinen Verpflichtungen entbunden F r e i b u r g. (Professor Dr. W. Süß bleibt in Freiburg.) Der Rektor der Freiburger Universität, Prof. D. W. Süß, hat den vor einigen Wochen an ihn ergangenen ehrenvollen Ruf an die Universität München abgelehnt. Prof. Dr. Süß, der in Frankfurt a. M. 1895 geboren wurde ur.d in Freiburg, Göttingen und Frankfurt a. M. Mathematik studierte, war bis 1928 an der Universität Kagoshima (Japan) tätig. Nach seiner Habilitation in Greifswald wurde er 1934 Ordinarius für Mathematik in Freiburg. 1940 übernahm Prof. Dr. Süß das Rektorat der Freiburger Universität. Straßburg. (Studentische Karl-Roos-Gedenk- stunde.) Die Kameradschaft „Karl Roos" der Reichsuniversität Straßburg gedachte aus Anlaß des dritten Jahrestages, an dem Karl Roos sein Leben für das Deutschtum im Elsaß hingab, dieses ersten elsässischen Blutzeugen für die großdeutsche Idee. Außer der Witwe des Erschossenen waren Kreisleiter Schall- Straßburg, Altbürgermeister Huber, der stellvertretende Studentenführer Behrens sowie Angehörige de Nanziggruppe und Abordnungen sämtlicher anderen Kameradschaften zu der schlichten Gedenkstunde erschienen. Hersbach i. Eis. (Aus Unvorsichtigkeit erschossen.) Zwischen Hersbach und Schirmeck wurde am vergangenen Sonntag, wie berichtet, die 17 Jahre alte Johanna Gerom aus Wisch erschossen. Die Ermittelungen der Kriminalpolizei führten nunmehr zu dem Ergebnis, daß es sich bei dem Vorfall um Unvorsichtigkeit handelte. Ein junger Mann hatte unberechtigterweise eine Pistole bei sich geführt und damit unvorsichtig herumhantiert. Plötzlich löste sich ein Schuß, der durch die Zwischenwand in das danebenliegende Abteil drang und das am Fenster stehende Mädchen tödlich verletzte. Der 17jährige Täter ging zunächst flüchtig, konnte aber später festgenommen werden. Mülhausen. (Gasvergiftung.) Nachbarn verständigten die Feuerlöschpolizei, daß aus einer Wohnung in der Roßberg-Straße im Stadtteil Dörnach Gasgeruch entweiche. Bei ihrer Ankunft fand die Feuerwehr die 47 Jahre alte Maria Hütter mit Vergiftungserscheinungen, jedoch nicht bewußtlos, vor, während ein in der gleichen Wohnung lebender älterer Mann tot war. Die Frau wurde in die Städt. Krankenanstalten eingeliefert. Die Ursache der Gasvergiftung ist noch nicht geklärt. Mülhausen. (Die verhängnisvolle Straßenbahnschiene.) Zwei etwa zwölfjährige Jungen fuhren auf einem Fahrrad über den Bahnhofsplatz. Unglücklicherweise gerieten sie mit dem Fahrrad in die Straßenbahnschienen gerade in dem Augenblick, als ein Lastwagen hinter ihnen herfuhr. Obwohl der Lastwagenführer so heftig bremste, daß die Achse brach, konnte er nicht verhindern, daß einer der Jungen überfahren wurde. Er erlitt schwere Verletzungen und kam sofort in die Städt. Krankenanstalten. Sein Kamerad erlitt nur Sdiürfungen. Die heutige Ausgabe umfaßt 4 Seiten! OffenburgerStadtnachrichten Heldentod. Im Alter von 30 Jahren fiel bei den Kämpfen im Osten der Obergefreiter in einem Infanterie-Regiment, Franz S a ch s, den Heldentod. Der Gefallen», der Inhaber der Ostmedaille, des Westwallehrenzeichens und des Verwundetenabzeichens, war verheiratet mit Frau Frieda Sachs, geb. Näger, und Vater von drei Kindern. Vor seiner Einberufung war er bei der Kronenbrauerei beschäftigt. 70 Jahre alt. Seinen 70. Geburtstag kann am morgigen Freitag der Bahnschlosser i. R., Ludwig Kasper, Hildastraße 83, begehen. Der Alters- jubilar, der sich noch bester Gesundheit erfreuen darf, ist aus Nußbach, bei Oberkirch, gebürtig und wohnt schon seit dem Jahre 1896 in Offenburg. Er ist verheiratet mit Frau Theresia, geb. Klein. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor, die beide an der Ostfront stehen. Wieder um die Hälfte mehr als im Vorjahr. Det; sechste Opfersonntag wurde auch im Kreis Offenburg wieder zu einem wahren Bekenntnis der Heimat zur Front. In den Städten und Dörfern unseres Kreises wurden nicht weniger als 38 296.77 RM. gesammelt. Damit liegt das Ergebnis um 30 Prozent höher als das des sechsten Opfersonntags des Vorjahres. — Auch die fünfte Reichsstraßensammlung war wieder ein über alles Erwarten guter Erfolg. Es wurden 34196.74 RM. gesammelt. Die Zahlen sprechen für sich und zeigen, daß die Heimat gewillt ist, soviel es in ihren Kräften steht, einen Teil des großen Dankes abzutragen, den sie den kämpfenden Brüdern und Söhnen draußen schuldet. Jugendliche beitragsfrei. Der Reichsluftfahrtminister und Oberbefehlshaber der Luftwaffe hat entschieden, daß bei jugendlichen Mitgliedern des Reichsluftschutzbundes unter 18 Jahren von ' der Einziehung eines Mitgliedsbeitrages Abstand zu nehmen ist. Sie können ohne Beitragsleistung Mitglied werden. Damenhüte 1943. Bei den Damenhüten wird für das Fiühjahr und Sommer 1943 die Ausrichtung auf das notwendigste gefordert. Auch in eigener Werkstatt angefertigte Hüte müssen im Preis unter 40 Mark bleiben. Hüte bis zu 23 Mark müssen im Schaufenster deutlich sichtbar ausgezeichnet werden. Bevorzugte Abfertigung am Postschalter. Die Deutsche Reichspost fertigt — wie seither kinderreiche Mütter — künftig auch werdende und stillende Mütter mit entsprechendem Ausweis an den Postschaltern mit Vorrang ab. Vermischte Nachrichten Schiffsunfall auf der Donau Linz. Ein Schiffsunfall ereignete sich auf der Donau bei Krein. Als ein ausländischer Dampfer mit mehreren Schleppern stromaufwärts fuhr, stellte sich in der schmalen Fahrrinne der erste Schlepper quer, so daß der nachkommende mit ganzer Wucht auffuhr. Der erste Schlepper brach in der Mitte, auseinander und sank in wenigen Minuten. Die Frau des Steuermannes und ihre beiden Kinder im Alter von vier Jahren und drei Monaten fanden den Tod in den Wellen. Wolfsplage in Portugal Lissabon. Die Nachrichten über die Wolfsplage im Norden des Landes werden immer alarmierender. Die halbverhungerten Raubtiere brechen des Nachts in die Dörfer ein, so daß in manchen Gegenden die Einwohner nicht mehr wagen, nachts allein auf die Straße zu gehen. Die Schafherden werden auch am Tage und trotz zahlreicher Wachhunde von den Wölfen überfallen. Aus Vilar de Mouros wird den „Seculo“ gemeldet, daß nun auch ein Wildschwein eine Herde und die beiden ungehörigen Hütejungen angriff. Die Jungen mußten sich in eiliger Flucht in Sicherheit begeben. Todessturz eines Vierjährigen Berlin. In einem Hause in Charlottenburg öffnete der vierjährige Winfried Friebe in Abwesenheit der Mutter ein Fenster, kletterte auf die Fensterbank und stürzte ab. Er fiel zwei Stockwerke tief in den Kellerschacht des Hofes und erlitt töd- lidie Verletzungen. Wälde, Kr. Freudenstadt. (Unfall mit Todesfolge.) Als vor einigen Tagen der 71 Jahre alte Landwirt Johann Georg Günther aus Wälde-Brei- tenau an der Kreissäge beschäftigt war, schlug ihm ein Sjtück Holz gegen den Magen. Den dadurch erlittenen inneren Verletzungen ist der Verunglückte nunmehr erlegen. Donaueschingen. (Todesfall.) Im Alter von 64 Jahren verstarb unser Mitbürger Alfred Mauthe, staatl. gepr. Dentist, unerwartet rasch. Der Rundfunk am Freitag Reicfasprogramm: 13.30—16 Uhr: Solistenmusik von Liszt und Dittersdorf. 16—17 Uhr: Opera- und Konzertmusik. 18.30—19 Uhr: Der Zeitspiegel. 19—19.15 Uhr: Wehrmachtvortrag: Unsere Luftwaffe. 19.20—19.33 Uhr: Frontberichte. 19.45 bis 20 Uhr: Dr. Goebbels-Artikel: Die Offenbarung unserer Kraft. 20.15—ai Uhr: Aus Will Meiseis „Mein Herz für Silvia“. 21—22 Uhr: Heitere Klänge. '— Deutschlandsender: 17.15—18.30 Uhr: Sinfonische Musik von M. Bruch bis Wagner. 20.15 bis 21 Uhr: Franz Schubert-Zyklus. 11 —22 Uhr: „Marksteine Berliner Musikgeschichte“. Für die vielen Beweise herzl. Anteilnahme beim Hinsdieiden meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Anna Neumaler, geb. Huber bes. den Herren Geistlichen für die tröstenden Besuche, den Krankenschwestern für die liebevolle Pflege, den Kranz- u. hl. Messe-Spendern, sowie allen, die der lieb. Verstorbenen das letjte Geleite gaben, sagen wir ein herzl. Vergelts Gott Haslach, den 18. Februar 1943. 13/13 Die trauernden Hinterbliebenen. Stellenangebote Zuverlässige Bürokraft von größerem Industriebetrieb in Offenburg gesucht. Angebote unter Nr. 10/112 an die Geschäftsstelle des O. T. Je ein Buchdrucker- und Schriftsetzer- Lehrling gesucht. Buchdruckerei Franz Huber Graphische Werkstätte Offenburg, Adolf-Hitler-Str. 128. Gloria z ur Schuhpflege sparsam verwenden! I Verdrucke liefert A. Reiff & Cie. Buchdruckerei und Verlag Fernruf 1736 und 1737 Offenburg,Kornstraße 10 Rennen Sie das Märchen vom Geist in der Flasche 7 Bitte ziehen Sie die Lehre daraus, jede Flasche, in der einmal das altberühmte Einreibemitte] Wal wurz-Fluid war, gut aus- zuspülen und in der nächsten Apotheke abzugeben. Dann haben Sie oder ein anderer an rheumatischen Schmer- . zen leidender Volksgenosse, ' der auf das lindernde und heilende Walwurzfluid war- j tet, größere Aussicht, bald wieder zu einer vollen Fla- j sehe zu kommen. marin. 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