üiflBiil |jj erscheint wöchentlich viermal. Bezugspreis für den laufen* den Monat DM 2.50 zuzügl. 30 Pfg. Trägerlohn. Einzelnummer 20 Pfg. Im Falle höherer Gewalt, oder bei Betriebsstörung hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung der Zeitung, auch nicht auf Rückzahlung des Bezugspreises. ültepes Heimatblatt für Staöt und Betfrft Offentmrg flnieioenblatt mit anrrttonnt qutrr tDerbennrhunq Erfüllungsort und Gerichtsstand Offenburg. Zur Zelt ist dl« Anzeigenpreisliste Nr. 2 gültig. Druck u. Verlag A. Reiff & Cie., Buchdruckerei. Offenburg/Baden. Geschäftsstelle: Offenburg, Komstraße 10. Fernsprecher: Offenburg Nr. 1537, 2134 u. 1377. PostschlieBfach Nr 333 Postscheckkonto: Karlsruhe Nr. 136 81 Nummer 145 Montag, 15. September 1952 Ausgabe a 141. Jahrgang Täuschungsmanöver der SRP „Nationale Sammlungsbewegung" sollte Ersatj für aufgelöste Parteiorganisation werden wärtigen Regierungsverhältnisse, wie es heiße, unter Billigung höchster Stellen in Bonn, zu ändern. Bei den gegenwärtigen Verhältnissen im niedersächsischen Landtag würde dieses Verhalten dazu führen, Abgeordneten der ehemaligen Remer-Partei eine Schlüsselstellung einzuräumen. Sollten sich die DP und die CDU zu solch einem gefährlichen Schritt bereitfin- den, würde das nicht ohne nachteiligen Einfluß auf die Haltung des Zentrums bei den Bemühungen um eine Einigung der christlichen Parteien angesichts der kommenden Kommunalwahlen bleiben. Eine maßgebliche Persönlichkeit des Bundesvorstandes der CDU erklärte, daß weder der Bundesvorstand der CDU noch der CDU-Lan- desverband Niedersachsen mit der Auflösung der SRP etwas zu tim habe. Die mehrfach zum Sensationelle Geheimnis um brit London. Britische Wissenschaftler sind überzeugt, daß Großbritannien bei den Versuchen auf den Montebellon-Inseln eine geheime Atomwaffe erproben will, über die kein anderer Staat der Welt verfügt. Darauf seien die scharfen Sicherheitsmaßnahmen zurückzuführen, die im Bereich der Inseln vor der australischen Nordwestküste getroffen werden. In London sind die verschiedenartigsten Kombinationen über die Art der neuen Waffe aufgetaucht. Man spricht von Kriegsschiffen, die Küstenziele mit Atomwaffen beschießen könnten, von radioaktiven „Todesstrahlen“, von ferngelenkten Atombomben-Flugzeugträgern, Ausdruck gebrachte ablehnende Stellung der CDU zur SRP bleibe unverändert bestehen. Dies beziehe sich auch auf etwaige Nachfolgeorganisationen der SRP. Bundesregierung stimmt nicht zn Bonn. Die Bundesregierung hat dem Empfang einer Delegation der sowjetzonalen Volkskammer durch das Präsidium des Bundestages nicht zugestimmt. Es wird betont, daß es zwar nicht Sache der Regierung sei, in Angelegenheiten des Bundestages einzugreifen. Da es aber um eine politische Frage gehe, wäre vielleicht eine vorherige Absprache zweckmäßig gewesen. Wie verlautet, will das Auswärtige Amt in Kürze zu dem Fragenkomplex eine Verlautbarung herausgeben. Atomwaffen? sehe Atomversuche von Flakgeschützen, die durch atomare Geschosse ganze Staffeln von Flugzeugen vernichten könnten, von Raketen mit atomarer Sprengladung oder von besonders explosiven Atombomben neuen Typs. Der wissenschaftliche Leiter der britischen Atomwaffenversuche, Penney, ist am Samstagmorgen in einem Sonderflugzeug von Singapur nach Australien abgeflogen. Die Nachricht, die von dem britischen Femost-Komman- do herausgegeben wurde, hat Anlaß zu der Vermutung gegeben, daß die Versuche an einem der nächsten Tage stattfinden werden. Nun haben die Russen auch noch den Detmold. Die Sozialistische Reichspartei, die am Freitag ihre Auflösung bekanntgab, hat gleichzeitig versucht, unter dem Namen „Nationale Sammlungsbewegung“ eine Ersatzorganisation zu bilden, welche die politische Tätigkeit der SRP fortsetzen sollte. Dies hat sich nach Mitteilung des Chefs der Regierungsbezirkspolizei in Detmold, Polizeioberrat Linne. einwandfrei aus den Geständnissen der neun SRP-Funktionäre ergeben, die am Freitagabend in Detmold verhaftet wurden. Die Verhaftungen erfolgten, als die Polizei einen als „Kundgebung der Nationalen Sammlungsbewegung“ getarnten „Reichsparteitag“ der SRP in Detmold auflöste. Linne sagte am Samstag: die Ermittlungen haben einwandfrei ergeben, daß die SRP nicht in die Illegalität gehen, sondern mit der „Nationalen Sammlungsbewegung“ tönen Ersatz für ihre aufgelöste Parteiorganisation schaffen wollte. Der getarnte „Reichsparteitag“ habe über die Gründung der Sammlungsbewegung beschließen sollen. Als Hauptredner des Parteitages war der Rechtsbeistand der SRP, Rechtsanwalt Dr. Aschauer, München, angekündigt. Der erste SRP-Vorsitzende Dr. Doris und sein Stellvertreter Dr. Krüger sollten ebenfalls an dem Parteitag teilnehmen. Der größte Teil der Festgenommenen SRP- Funktionäre hat die Geständnisse vor dem Richter wiederholt Soweit keine Verdunkelungsgefahr und kein Fluchtverdacht besteht, sollen sie wieder auf freien Fuß gesetzt werden. -Der erweiterte Landesvorstand des Zentrums wandte sich am Wochenende in Osnabrück gegen eine Regierungsumbildung in Niedersachsen. Das Zentrum sprach sich in einer Entschließung gegen angebliche Bestrebungen einiger Parteien in Niedersachsen aus, mit Hilfe der Abgeordneten der ehemaligen SRP die gegen- Preußenkönige auf Gedenkfeier im Grafensaal Hechingen. Mitglieder des ehemaligen deutschen Kaiserhauses, Vertreter vieler deutscher Fürstenhäuser und Adelsgeschlechter und führende Repräsentanten des politischen Lebens der Bundesrepublik nahmen am Sonntag auf der Burg Hohenzollem bei Hechingen an einer Gedenkfeier teil, die zur Ueberführung der Särge König Friedrich Wilhelms I. und König Friedrichs II. von der Marburger St Elisabeth- Kirche nach der Stammburg des Hohenzollem- Geschlechtes veranstaltet wurde. Der Berliner Hof- und Oberdomprediger Professor Dr. Bruno Döhring wies in seiner Gedenkrede darauf hin, daß es weder Schwärmerei oder Heroenkult noch eine politische Demonstration sei, was hier vollzogen werde. Die beiden Preußenkönige, denen die Feierstunde gelte, hätten aber das unbestreitbare Recht, von uns Heutigen gehört zu werden. Sie wollten uns die an Raum und Zeit nicht gebundene Idee, daß Königtum Dienst am Vaterland sei, ins Gedächtnis zurückrufen. „Wollen wir Deutsche nicht geschichtlos werden, so gilt es, unseren Herzen die Idee unauslöschlich einzuprägen, von welcher der große Vater und der noch größere Sohn beherrscht wurden: Volk und Vaterland!“ Im Grafensaal der Burg wurde das von Friedrich dem Großen komponierte Konzert für Flöte und Streichorchester in D-dur aufgeführt. Den Flötenpart spielte Professor Gustav Scheck auf einem Instrument aus der Werkstatt des Flötenmachers des „Alten Fritz“, F. G. Kirst. In der Burgkapelle sprach Oberdomkapitular Döhring über den Särgen der beiden Könige ein Gebet. Die sterblichen Hüllen der Monarchen ruhen in schlichten Eichensärgen, die mit der schwarz-weißen Fahne der Hohenzollem und weißen Gladiolen-Angebinden bedeckt waren. Ordengeschmückte hohen- zollerische FörsteT hielten die Ehrenwache an den beiden Sarkophagen, die auf einem steinernen Podest links und rechts vor dem Altar stehen. Mit dem Choral von Leuthen „Nun danket alle Gott“ klangen die Feierlichkeiten aus. Der Hausherr, Prinz Louis Ferdinand von Preußen, und seine Gattin Kira, die frühere Großfürstin von Rußland, gaben anschließend einen Empfang für die Gäste. Unter ihnen waren Kronprinzessin Cäcilie, der letzte noch lebende Sohn Kaiser Wilhelms H„ Prinz Oskar Burg Hohenzollem anläßlich der Überführung von Preußen mit seiner Familie, der jüngste Sohn des verstorbenen Kronprinzen, Prinz Friedrich von Preußen, Fürst Friedrich von Hohenzollem-Sigmaringen, Bundesratspräsiden' Dr. Reinhold Maier, Bundestagspräsident Dr. Hermann Ehlers, Bundesinnenminister Dr. Robert Lehr, die ehemaligen Generale Heusinger und Dr. Speidel, die Dichter Reinhold Schneider und Emst Jünger, der Rektor der Universität Tübingen mit seinen Dekanen sowie Bundespressechef Felix von Eckardt und viele Vertreter der in- und ausländischen Presse. ersten Panzer erfunden Moskau. Der sowjetische Panzergeneral Ze- linski behauptete am Samstag, ein Russe habe bereits im Jahre 1915 den ersten Panzerkampfwagen der Welt erfunden und gebaut. Dieser erste „Tank“ sei schon vor dem ersten britischen fertig geworden. Bisher wurde angenommen, daß der britische Tank „Little Wil- lie, der im September 1915 seine Probefahrt machte, der erste Panzerkampfwagen der Welt war. Zelinski erklärte, Rußland hätte schon im Anfangsstadium des ersten Weltkrieges Panzerkampfwagen verwenden können, wenn die zaristische Regierung und ihre Generale die Produktion nicht „aus Unterwürfigkeit gegenüber den Ausländem“ verhindert hätten. Kraft lehnt Generalvertrag ab Erster Bundesparteitag des Blocks der Helmatvertriebenen und Entrechteten Goslar. Die Wiedervereinigung Deutschlands sei nur möglich, wenn sich zunächst der freie Teil Europas zusammenfinde, sagte der erste BHE-Vorsitzende Waldemar Kraft auf dem ersten Bundesparteitag des Blocks der Heimatvertriebenen und Entrechteten am Wochenende in Goslar. Das wiederum sei nur über eine deutsch-französische Verständigung zu erreichen. Diese Aufgabe erfordere Geduld und Nachsicht. In seiner Eröffnungsansprache erklärt er, der BHE habe seit 1950 einen schnellen und stolzen Weg zurückgelegt, der zu der Hoffnung berechtige, daß die Partei eine bedeutende politische Zukunft in Deutschland habe. Zum Vertrag der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft sagte er, die mit dem Vertrag gestellte Grundsatzfrage, ob der Frieden erhalten werden solle, müsse bejaht werden. Das „Wie“ sei eine praktische Frage, auf die zu antworten sei, daß eine soziale Befriedung den Vorrang haben müsse, weil man ein Chaos nicht bewaffnen kann. Den Generalvertrag, der ln seiner Tendenz zu bejahen sei, lehnte Kraft ab, weil er der Bundesrepublik nicht die zugesicherte Gleichberechtigung gebe. Der BHE- Vorsitzende verwies dabei auf die Notstandsklausel, das Vetorecht der Alliierten in Fragen der Wiedervereinigung, die Beschlagnahmt deutschen Vermögens im neutralen Ausland und die sogenannte Kriegsverbrecherfrage. Der. Generalvertrag könne auf die Dauer nicht gehalten werden. Deshalb sei es besser, die Forderung auf seine Revision vorher anzumelden. Kraft lehnte das Mehrheitswahlsystem für die kommende Bundestagswahl ab. Die historischen Parteien 6eien nicht geeignet und hätten auch nicht die Erkenntnisse, um die anstehenden Probleme in der Bundesrepublik zu lö6en. Zu sozialpolitischen Problemen erklärte der schleswig-holsteinische ’ Arbeitsminister Hans Adolf Asbach, der BHE wolle nicht die Produktionsmittel in Gemeineigentum überführen, sondern verlange, daß der Betriebseigentümer selbst seinen Mitarbeitern den gerechten Anteil am Sozialprodukt und am Betrieb einräumt. Der BHE müsse seinen Kampf nicht nur gegen eine Machtposition der Gewerkschaften, sondern ebenso gegen das anonyme Managertum führen. Staatssekretär Professor Theodor Oberländer bezeichnet« die deutschen Heimatvertriebenen als den stabilsten Faktor der europäischen Politik, weil sie immun gegen den Kommunismus seien. Er forderte den Primat der sozialen Aufrüstung. Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Friedrich von Kessel wies auf die Notwendigkeit der Ansiedlung der rund 250 000 ostvertriebenen Bauern hin und verlangte ein Bodenabgabegesetz auf Bundesebene. Kraft .wurde wieder zum ersten Vorsitzenden des BHE gewählt Der »Prof/ Von Maximilian Müller-Iabusch Wir hatten einmal einen Reichskanzler namens Cuno. Der war, bevor er Generaldirektor der Hapag wurde, Geheimer Finanzrat gewesen. Das ist ein schöner Titel, und er legte mit Recht Wert auf ihn. Aber kein Journalist hat, wenn er von ihm schrieb, Reichskanzler Geheimer Finanzrat Cuno oder auch nur Reichskanzler Geheimrat Cuno geschrieben. Wenn aber vom Bundespräsidenten die Reda ist, dann liest man in deutschen Zeitungen immer wieder: Bundespräsident Professor Heuß oder gar Bundespräsident Prof. Heuß. <%Mk VfB Mfihlburg konnte auch am vierten Spielsonntag der I. Liga Sfid durch einen 2:0- Sieg beim FSV Frankfurt seine führende Tabellenposition festigen. Als einzige Mannschaft blieb der FV Offenburg ln der I. Südbadischen Amateurliga bisher ohne Punktverlast. Er führt mit 8:0 Punkten die Tabelle an. Beim Leichtathletik-Länderkampf in Düsseldorf unterlag Deutschland gegen Schweden mit 119:93 Punkten. Im Handball konnte Deutschland Oesterreich mit 22:15 Toren klar besiegen. Karl Fischer (Neustadt) errang bei den Bad. Mehrkampfmeisterschaften in Offenbarg den Meistertitel im Deutschen Zwölfkampf. Und genau so geht es ein paar anderen Staatsmännern: Bundesminister Professor Erhard, Regierender Bürgermeister Professor Reuter. Wenn von Hermann J. Abs, der in London über die deutschen Schulden verhandelte, die Rede ist, hängen ihm die Zeitungen den Professor oder mindestens den Doktor an. Er ist keines von beiden. Ein ‘Glück, daß Adenauer nicht Professor war. Er war Oberbürgermeister von Köln, und das war etwas sehr Ehrenvolles, auf das er Wert legt. Kein Mensch spricht von ihm als Bundeskanzler Oberbürgermeister Adenauer. Daß Professoren Minister wurden, ist auch früher vorgekommen: Der Reichsjustizminister Radbruch, der preußische Kultusminister Bek- ker waren Professoren. Natürlich wußte man das allgemein, aber wenn in ihrer Ministerzeit von ihnen die Rede war, sagte niemand Minister Professor Radbruch oder Becker. Warum herrscht heute die Seuche des „Prof.“ in unseren Zeitungen? Vom Paulskirchenparlament hat man gelegentlich gesagt, es sei ein Professorenparlament gewesen. Die Zahl der Hochschullehrer in diesem Parlament war groß, aber nicht das wollte man sagen, wenn man vom Professorenparlament sprach. Es lag etwas Abschätziges darin. Die Arbeit des Parlaments scheiterte. Man führte das auf die Weltfremdheit der Professoren zurück. Was liegt der Manie zugrunde, heute den Professorentitel anzubringen, wo es nur möglich erscheint? Daß eine Abschätzigkeit darin liegt wie beim Paulskirchenparlament, glaube ich nicht. Es ist eine Unsicherheit beim Gebrauch von Titeln. Als Hindenburg Reichspräsident war, nannte ihn die deutschnationale Presse nicht einfach Reichspräsident, sondern setzte dahinter: Generalfeldmarschall. Das war politische Absicht. Die Franzosen haben in einer Zeit, in der bei ihnen die Republik noch nicht gefestigt war, auch einen Marschall zum Staatsoberhaupt gemacht, MacMahon. Und so sprachen die französischen Monarchisten damals auch vom Marschall, wenn sie den Präsidenten der Republik meinten. Die politische Absicht war die gleiche wie im Falle Hindenburg. Vielleicht spielt bei den Liebhabern des „Prot“ die Erinnerung eine Rolle. Aber das Wort Bundespräsident — wie auch Bundesminister und Regierender Bürgermeister — hat ein solches Gewicht, daß dahinter nur der Name folgen darf. Allenfalls noch der Doktortitel, denn der gilt nach altem gesellschaftlichem Brauch als Namensbestn^ UeU. Das zeigt sich schon bei Unterschriften. Kein Montag, 15. September 1952 Ministerialrat oder sonstiger Würdenträger wird seine Namensunterscfarift mit „Ministerialrat Franz Mayer“ leisten. Hat er den Doktortitel, so ist die übliche volle Unterschrift „Dr. Franz Mayer“. Der Professortitel ist — in den meisten Fällen — auch ein akademischer Titel, aber er ist nicht wie der Doktortitel dem Namen verbunden. Ob man als Würdenträger vom. Doktortitel sichtbar Gebrauch machen will, ist Geschmackssache. Adenauer scheint Wert daraufzulegen — und warum nicht? Der Bundespräsident hingegen, dessen habe ich mich vergewissert, legt vor allem Wert darauf, daß man ihm nicht dauernd den Professor an die Rockschöße heftet. Auch am Doktortitel in Verbindung mit seinem Amte liegt ihm nichts. In allen Mitteilungen des Bundespräsidialamtes heißt es: Bundespräsident Theodor Heuß. Nicht mehr, nicht weniger — und das ist recht so. Er ist aus unserem Beruf hervorgegangen und betont das. Nun, es hat auch Journalisten mit dem Professortitel gegeben. Georg Bernhard zum Beispiel war stolz darauf. Aber eigentlich ist ein richtiger Journalist etwas Nicht-Professorenhaftes. Warum also sollen wir den Mann Heuß, auf den wir stolz sein können, den Professoren überantworten? Und was Heuß recht ist, das sollte Erhard und Reuter billig sein. (NP) Pankow verbietet Wochenendfahrten Berlin. Wegen des außerordentlich hohen Treibstoffbedarfs der neuen militärischen und halbmilitärischen Organisationen treten am 15. September in der Sowjetzone die bisher umfassendsten Einschränkungsmaßnahmen im Verkehrswesen seit 1945 in Kraft. Von heute an müssen alle bisher veranstalteten Wochenendfahrten im Omnibusreiseverkehr unterbleiben und alle mit Benzin oder Dieselkraftstoffen betriebenen Boote in der Binnenschiffahrt stillgelegt werden. Darüber hinaus soll die Auflösung aller staatlichen Taxistände und die Ueberweisung der Taxis an die staatliche Industrie als Transportmittel angeordnet worden sein. Deutschland darf nicht Vorfeld werden Generalleutnant a.D.Dr. Speidel über die Europäische Verteidigungsgemeinschaft Schorndorf. Die Europäische Verteidigungs- gemeinschaft solle einen neuen Zustand schaffen, der der Erhaltung eines echten Friedens diene, erklärte der militärische Sachverständige der Bundesrepublik bei der Konferenz für die Organisation der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft in Paris, Generalleutnant a. D. Dr. Hans Speidel, am Samstag vor den Hörem der Volkshochschule Schorndorf. Die Frage, ob die EVG überhaupt sinnvoll sei, könne er nur vom rein militärischen, nicht aber vom politischen Gesichtspunkt her beantworten. Militärisch gesehen sei die EVG sinnvoll, wenn sie einen möglichen Angriff aus dem Osten zu einer Gefahr für den Angreifer werden lasse. Wenn auch das erste Ziel der Verteidigungsgemeinschaft, einen etwaigen Blitzangriff zu verhindern, noch nicht erreicht sei, so sei doch das Risiko für einen Angreifer in den letzten zwei Jahren beträchtlich größer geworden. Speidel vertrat die Ansicht, wenn der Bundestag den EVG-Vertrag nicht ratifiziere, so werde ohne Zweifel der Rhein die vorderste westliche Verteidigungslinie und Westdeutschland in jeder Beziehung nur Objekt sein. Die ausländischen Befehlshaber teilten jedoch den von den deutschen Militärsachverständigen in allen Verhandlungen hervorgehobenen Standpunkt, daß Deutschland unter keinen Umständen zum Vorfeld werden dürfe. Die deutschen Delegierten bei den Pariser Verhandlungen hätten ferner keinen Zweifel darüber gelassen, daß sie eine befriedigende Lösung des Problems der noch in alliiertem Gewahrsam festgehaltenen deutschen Soldaten nicht nur als eine äußere Angelegenheit, sondern als eine Sache des Herzens und der nationalen Ehre betrachten. Treffen der Afrika-Kämpfer Stuttgart. Nachdem am Samstag als Auftakt des zweiten Bundestreffens des Verbandes ehemaliger Afrikakämpfer am Grabe von Feld- marschall Erwin Rommel in Herrlingen bei Ulm Kränze medergelegt worden waren, versammelten sich am Sonntag etwa 6500 ehemalige Afrikakämpfer, Angehörige und Hinterbliebene auf dem Stuttgarter Killesberg zu einem Feldgottesdienst. In einem anschließenden Festakt sagte General a. D. Ludwig Crue- well, „wir stehen hinter diesem demokratischen Staat und wir wissen, daß in unserer schwierigen Lage Geduld und Maßhalten die wichtigsten Voraussetzungen sind“. Cruewell, der letzte Kommandeur des Afrikakorps war, forderte seine Zuhörer auf, die gleiche zuchtvolle Haltung, die sie im Kriege gezeigt hätten, auch im Alltag beizubehalten. Zum Verteidigungsbeitrag sagte er, gerüstet dürfe nur für den Frieden werden. In diesem Sinne werde der Wehrbeitrag gewiß von vielen alten Soldaten bejaht. Er sei jedoch nur möglich, wenn das sogenannte Kriegsverbrecherproblem in der Form gelöst werde, daß alle unschuldig Verurteilten endlich freigelassen werden. Cruewell wurde wieder zum ersten Vorsitzenden gewählt. Ärztetag für Schweigepflicht Unverzügliche Freigabe der Kriegsgefangenen gefordert Berlin. Der 55. Deutsche Aerztetag appellierte am Samstag in einer Entschließung an die Regierungen aller Länder, die noch heute Dürregeschädigten wird geholfen Haushaltspläne sollen noch einmal nach den alten Ländern aufgestellt werden Freudenstadt. Der Finanzminister von Baden-Württemberg, Dr. Karl Frank, erklärte am Samstag in der ersten Sitzung der DVP/FDP- Fraktion der Verfassunggebenden Landesversammlung, er werde im Kabinett dafür eintre- ten, daß die Haushaltspläne in diesem Jahr noch einmal nach den alten Ländern aufgestellt werden. Die bäuerlichen Abgeordneten legten der Fraktion einen Antrag vor, der an die Verfassunggebende Landesversammlung weitergeleitet werden soll. Darin wird gefordert, landwirtschaftlichen Betrieben, die durch die Trok- •kemheit in akute Not geraten sind, Steuemach- laß. bei der Einkommen- und Umsatzsteuer zu gewähren. Ferner sollen Mittel zur Errichtung natürlicher und künstlicher Bewässerungsanlagen bereitgestellt werden. Das wegen Futtermangel abgestoßene Vieh soll zum Teil weggenommen und das Fleisch eingefroren werden, um einem weiteren Sinken der Viehpreise und späterem Fleischmangel vorzubeugen. Schließlich sollen verbilligte Kraftfuttermittel zur Erhaltung des restlichen Viehbestandes bereitgestellt werden. Landwirtschaftsminister Hermann erklärte zu dem Antrag, es würden bereits Vorbereitungen getroffen, um im kommenden Frühjahr, wenn die Kraftfuttermittel erschöpft seien, verbilligte Futtermittel zur Verfügung stellen zu können. Auch seien Maßnahmen eingeleitet, um den Geschädigten über die Darlehenskasse zinsverbilligte Darlehen zu beschaffen. Badische CDU fordert erneut Volksabstimmung über Verfassung Freiburg. Die Badische CDU stellte am Wochenende auf ihrer Landestagung in Freiburg fest, daß die der CDU aufgezwungene Opposition gegen die Stuttgarter Regierung einmütig von der gesamten Partei getragen werde. Die Tagungsteilnehmer forderten erneut eine Volksabstimmung über die neue Verfassung des Landes und lehnten den Namen „Schwaben“, für das neue Bundesland als für die badische Bevölkerung unannehmbar ab. Weiter forderte die Badische CDU eine Neuwahl des- Landtags, sobald die Verfassunggebende Versammlung ihren Auftrag erfüllt hat sowie die Schaffung eines Senats im neuen Bundesland, der die kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Kräfte des Volkes verkörpern müsse. Scharfen Protest erhob die CDU- Landestagung gegen den „Kanzel-Paragraphen“ Im Verfassungsentwurf der Regierungskoalition. Für den Verwaltungsaufbau des neuen Bundeslandes hält die Badische CDU eine Einteilung in 2 Landesbezirke nach wie vor als die beste Lösung. Sie glaubt aber, daß für die als unabdingbar zu fordernde Dezentralisierung der Verwaltung auch die vier vorgesehenen Landesbezirke noch tragbar sind. Die Regierungspräsidien müßten als echte Mittelinstanzen die Angelegenheiten der inneren Verwaltung, des Schulwesens, der Landwirtschafts- und Wirtschaftsverwaltung in eigener Zuständigkeit regeln. Eine Konzentrierung der Verwaltung in Stuttgart werde als den badischen Interessen abträglich abgelehnt. In allen Erziehungsfragen fordert die Badische CDU das uneingeschränkte Elternrecht Desgleichen will die Badische CDU auch den besonderen Schutz von Ehe und Familie in der Verfassung festgelegt wissen. Die mustergültigen badischen Gesetze über die Privatschulen sowie über den Natur- und Denkmalschutz sollen in das neue Bundesland übernommen werden. 90JahrfeierdesBadischenSängerbundes WIrtschaltsminister Dr. Veit überbrachte die Grüße der Landesregierung deutsche Kriegsgefangene haben, sie unverzüglich freizugeben. Der Weltärztebund soll aufgerufen werden, sich für die Linderung der Leiden der Kriegsgefangenen und ihre baldige Befreiung einzusetzen. In einer Entschließung zur ärztlichen Schweigepflicht wird verlangt, daß grundsätzlich nur der Kranke selbst den Arzt von der Schweigepflicht entbinden könne. Nur dann solle der Arzt zur Offenbarung des Geheimnisses des Patienten berechtigt sein, wenn .ein übergesetzlicher Notstand vorliege und die Berufspflicht des Arztes, Leben zu erhalten und zu schützen, die Durchbrechung der Schweigepflicht verlange. Auf Krankenscheinen solle die Diagnose nur durch eine Chiffre bezeichnet werden. Betriebe und Behörden sollten an Stelle von Attesten mit Diagnosen nur noch Bescheid über Art der Arbeitsfähigkeit und gesundheitlichen Eignung erhalten. Der Bundestag wird dringend gebeten, den begrüßenswerten Entwurf eines Strafrechtsänderungsgesetzes zu verabschieden, in dem auch Zweifelsfragen über die ärztliche Schweigepflicht klargestellt würden und das Recht auch auf diesem Gebiet fortentwickelt werde. In Zukunft müßten Vorfälle, wie sie im vergangenen Jahr die Bevölkerung in Garmisch und Weinheim beunruhigt hätten, verhindert werden. Gleichzeitig wird der Bundestag gebeten, die Vorschriften über die Schweigepflicht und das Zeugnisverweigerungsrecht auf die Personen auszudehnen, die nach dem Tode eines Arztes dessen Aufzeichnungen und Unterlagen in Verwahrung nehmen. Die strenge Anerkennung des Rechtes des Kranken auf Wahrung seiner Geheimnisse in der Praxis der Behörden müsse bundesgesetzlich geregelt werden. Neues in Kürze Der Deutsche Beamtenbund fordert den Bundestag, den Bundesrat und die Bundesregierung auf, dem fortschreitenden sozialen Abstieg der Beamtenschaft dadurch Einhalt zu gebieten, daß die Gehälter völlig an das Preisniveau angepaßt werden. Das Landgericht Dortmund beschloß, das Strafverfahren gegen drei der insgesamt fünf Angehörigen der verbotenen FDJ wegen Verdachts der Vorbereitung zum Hochverrat an den Bundesgerichtshof in Karlsruhe zu verweisen. Auf dem Ausflugsschiff der Farbenfabriken Bayer ist nach dem amtlichen Untersuchungsergebnis am 31. August bei der Vorbeifahrt am Bonner Bundeshaus nicht das „Horst-Wessel-Lled M gespielt worden. Wie die Oberstaatsanwaltschaft Köln mitteilt, ist dies von der überwiegenden Mehrzahl der an Land befindlichen Personen sowie von allen Teilnehmern der Fahrt und vom Schiffspersonal bestätigt worden. Der Sowjetzonen-Nacfarlcbtendienst ADN veröffentlichte ein Schreiben des Altreichskanzlers Dr. Joseph Wirth an Bundespräsident Heuß, in dem die Entsendung einer Delegation der Sowjetzonen-Volks- kammer nach Bonn als ein entscheidender Schritt für eine gesamtdeutsche Verständigung bezeichnet wird. Der neue amerikanische Hohe Kommissar, Walter Donnelly, hat dem demokratischen Senator William Benton in einem Schreiben erklärt, die Verhältnisse in der Bundesrepublik seien sehr ermutigend. Der österreichische Justizminister Dr. Tschadek will zurücktreten, weil er den Eindruck hat, als werde die Tatsache, daß ein Parteipolitiker das Justizministerium leitet, immer mehr zum Anlaß genommen, die Objektivität der Justiz zu bezweifeln. 29 Teilnehmer eines Lehrgangs der Volkspolizei- Offiziersschule Gloewen sind wegen „faschistischer Propaganda verhaftet worden. Die übrigen Teilnehmer des Lehrgangs wurden vorzeitig zu Ihren Ein-' beiten zurückversetzt. Als Nachfolger für den dieser Tage ausgeschiedenen Sowjetzonenminister Georg Handke (SED) ist Kurt Gregor (SED) als neuer Minister für Außenhandel und innerdeutschem Handel berufen worden. Todesstrafe für Zwölfjährige dmt. Belgrad. Das ab 1. Oktober gültige neue Strafgesetzbuch Albaniens sieht bei Hochverrat, Sabotage an Staatseigentum und Landesverrat die Todesstrafe auch für Jugendliche vom vollendeten zwölften Lebensjahr ab vor. Bei Mord und anderen die staatliche Sicherheit wenig« gefährlichen Verbrechen kann auf Tod erst ab vollendetem 14. Lebensjahr erkannt werden. Storch fordert Neuaufbau im Geiste Kolpings Freiburg. Bundesarbeitsminister Anton Stordi sagte am Sonntag auf der Abschlußkundgebung der Hündertjahrfeier der Freiburger Kolpingsfamilie, es komme bei der Neugestaltung des öffentlichen Lebens wesentlich darauf an, daß die Volksteile, die bereit seien, im christlichen Geist Verantwortung zu tragen, einen großen Teil der Verantwortung am Leben des Volkes von den Schultern des Staates nehmen. Vor Kolpingssöhnen aus dem In- und Ausland erklärte Storch, Lehre und Lebensauffassung des großen katholischen Erziehers und Gesellenvaters Adolf Kojping hätten heute mehr denn je Geltung. Aus ddr Kolpingbewegung müssen Menschen herauswachsen, die das soziale und wirtschaftspolitische Leben im christlichen Geist formten. Storch erinnerte an die Wahlen zur Selbstverwaltung für die Sozialversicherung im kommenden Jahr. Diese Selbstverwaltung werde ein Fünftel des gesamten Volkseinkommens zu verwalten haben. Es werde sehr darauf ankommen, ob in dieser Körperschaft christlicher Geist oder Materialismus herrschen werde. Es gebe in dieser Frage kein „ohne mich“. Arlberg-Paß vom Schnee blockiert Hohe Schneedecke in den Schweizer Alpen Bern. In den Schweizer Bergen hat sich durch die Schneefälle der letzten Tage außerordentlich früh für die gegenwärtige Jahreszeit eine beträchtliche Schneedecke angesammelt. Am Weißfluhjoch liegen bereits 30 Zentimeter Schnee, am Säntis wurden 27 Zentimeter gemessen, auf dem St. Bernhard 20, in Arosa 14, am St. Gotthard 10 und in Davos sechs Zentimeter. Seit dem Jahre 1914 sind im September keine derartigen Schneehöhen mehr gemessen worden. die nordtiroler Straßen, die zum Brenner-Paß führen, sind vom Schnee blockiert. Die Brennerstraße zwischen Oesterreich und Italien wurde am Samstag durch einen Erdrutsch blockiert. An der italienischen Seite des Brennerpasses stehen Hunderte von Autos, die am Ueberschreiten der Grenze gehindert sind. In den italienischen Voralpen sind zahlreiche andere Straßen unpassierbar. Schwere Unwetter, die im ganzen italienischen Alpengebiet niedergingen, haben zu Steinlawinen und Erd- Karlsruhe. Der Badische Sängerbund beging am Sonntag in seiner Gründungsstadt Karlsruhe mit einem Festakt im Badischen Staats- theater die Feier seines 90jährigen Bestehens. An dem Festakt nahm neben zahlreichen Delegationen der badischen Sängervereine und befreundeter Bünde auch der stellvertretende Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Wirtschaftsminister Dr. Hermann Veit, teil. Der Präsident des Badischen Sängerbundes, Oberregierungsrat Karl Hess, Karlsruhe, würdigte in seiner Festansprache die Bedeutung des deutschen Liedes und des deutschen Chorgesangs. Dr. Veit überbrachte die Grüße der Landesregierung und dankte für all das, was die Sänger für das kulturelle und gesellschaftliche Leben des Volkes geleistet hätten. Man dürfe den deutschen Gesang nie wieder zum Propagandainstrument der Politik machen, er müsse vielmehr in den Dienst der Menschlichkeit, der Brüderlichkeit und vor allem der Wiedergewinnung der deutschen Einheit stellen und damit nicht nur zu einem kulturellen, sondern auch zu einem geschichtlichen Faktor werden. Dr. Veit schloß seine Ausführungen mit den Worten „Deutschland in Einigkeit und Freiheit und über Deutschland das deutsche Lied“. Der musikalische Teil des Festaktes brachte u. a. die Uraufführung von drei Liedern für gemischten Chor unter der Leitung des Komponisten, Bundeschormeister Walter Schlageter, Karlsruhe. Aus Anlaß der 90-Jahrfeier fanden am Sonntag in allen Städten und Dörfern des ehemaligen Landes Baden öffentliche Lieder- singen statt. Dem Badischen Sängerbund, der bei seiner Gründung im Jahre 1862 rund 100 Vereine mit 2800 Mitgliedern umfaßte, gehören heute 1300 Vereine mit über 60 000 Mitgliedern an. Starke Schneefälle werden aus Tirol gemeldet. Zwischen 10 und 30 Zentimeter Schnee sind in den Höhenlagen über 1500 Meter gefallen, was in der gegenwärtigen Jahreszeit als ungewöhnlich gilt. Ueber den Arlberg-Paß ist kein Automobilverkehr mehr möglich. Auch Einigung Europas Mittel zum Frieden Papst Pius XII. umreißt Friedensprogramm für die im „kalten Krieg" befangenen Nationen Vatikanstadt. Papst Pius XII. umriß am Samstagabend im Vatikan ein Friedensprogramm für die im „kalten Krieg“ befangenen Nationen. Er äußerte bei einer Audienz für Pilger aus Westeuropa die Ueberzeugung, daß die Einigung Europas ein Mittel zum Frieden sein könne. Die Anschaffung von Institutionen zur Einigung Europas setze einen neuen Weg der Beziehungen zwischen den Völkern voraus. Leider sei diese Voraussetzung noch immer nicht Wirklichkeit geworden. Bis jetzt sei die Atmosphäre noch nicht vorhandöl, ohne die aber diese neuen politischen Institutionen nicht von langer Dauer sein würden. Papst Pius erklärte: im Falle eines Angriffs haben friedliebende Völker nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, sich zu verteidigen. Kein Staat und k e i ne Staatengruppe kann politische Knechtschaft oder wirtschaftlichen Ruin auf sich nehmen.“ Beim Widerstand gegen einen solchen Angriff müßten sich aber die dabei getroffenen Maßnahmen dem Friedenszustand, der im streng juristischen Sinne noch zwischen Angreifer und Angegriffenem herrscht vollkommen und ehrlich anpassen. Der Papst forderte als Maßnahmen zur Schaffung einer neuen politischen Atmosphäre die gegenseitige Achtung unter den Nationen, eine ernsthafte, auf allgemein anerkannte Tatsachen zurückgehende Geschichtsbeurteilung, Achtung des Rechtes aller Völker, das Vertrauen zwischen den Nationen, einen Patriotismus, der nicht zur Verachtung oder zum Haß gegen eine andere Nation abgleitet, und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. rutschen geführt, die zahlreiche Verkehrsverbindungen abschnitten. Familientragödie fordert drei Todesopfer Frankfurt. Drei Todesopfer forderte eine Familientragödie in Bad Homburg. In der Zweizimmerwohnung des Kaufmanns Adolf Kocks wurden die Ehefrau Maria Kocks und dgr acht Jahre alte Sohn Stephan tot aufgefunden. Der sechs Jahre alte Sohn Thomas starb später irn Krankenhaus. Die zehnjährige Tochter Maria ist auf dem Wege der Besserung. Die Sektion der Leichen im gerichtsmedizinischen Institut in Frankfurt ergab, daß der Tod wahrscheinlich durch Einnehmen einer übergroßen Dosis von Schlaftabletten verursacht wurde. Der Ehemann, Adolf Kocks, ist zur Zeit nicht auffindbar. Wetter beridit Ueber dem mittleren Europa hat sich ein Ausläufer eines bei Schottland gelegenen Hochs ausgebreitet. Eine über Westfrankreich nordwärts ziehende neue Störung wird daher nur wenig Einfluß auf unser Wetter erlangen. Aussichten bis Montagabend: Nur vorübergehend etwas mehr Bewölkung und strichweise Niederschlag. Meist wolkig bis heiter und trocken. Temperaturen steigend, am Montagmittag um 20 Grad. Winde schwach bis mäßig aus Ost und Süd. Montag, 15. September 1952 Mühlburg auch in Frankfurt siegreich Mannheimer Lokalderby endete 3:1 für Waldhof — VfB Stuttgart mußte in Aschaffenburg Federn lassen — Fürth auf eigenem Platj von Schweinfurt geschlagen — Stuttgarter Kidcers kanterten 1860 München 6:1 nieder Süddeutschlands vierter Spielsonntag stand im Zeichen der reisenden Mannschaften. In den acht Spielen blieben viermal die Gäste erfolgreich, und zweimal wurde außerdem den Platzherren bei Unentschieden noch jeweils ein Punkt geraubt. Tabellenführer bleibt der VfB Mühlburg, der auch sein viertes Spiel siegreich beendete. Vor 30 000 Zuschauern trennten sich Bayern München und der 1. FC Nürnberg torlos. Die Münchener waren meist überlegen. Aber ihre Stürmerreihe spielte sehr schwach. Nürnberg hatte zwar in Schober einen guten Mittelläufer, aber sonst war mit der Mannschaft nicht viel los. Beim 0:0 hatte der Club noch Glück, denn der Nürnberger Torwart Fösel hatte mehrere schwache Momente. Ueberraschend ist das hohe 6M (l:l)-Ergeb- nis der Stuttgarter Kickers über 1860 München. Die Münchner haben sich die Niederlage selbst zuzuschreiben, denn innerhalb von zwei Minuten verschuldete ihr Tormann Krauss durch seine Unbeherrschtheit nicht nur zwei Elfmeter, die Kronenbitter sicher verwandelte, seine Unsportlichkeit brachte ihm auch einen Platzverweis durch Schiedsrichter Alt (Frankfurt) ein. München spielte von der 55. Min. an nur noch mit neun Mann, da in der 38. Min. auch Verteidiger Müller nach einem Zusammenprall mit dem Rechtsaußen Dreher verletzt ausschied. Torschützen: Schad, Dreher, Krpnenbitter (zwei Elfmeter), Pflum und Scholz und bei München Mondschein. Eine unerwartete 2:3 (0:2)-Niederlage mußte die Spvgg Fürth auf eigenem Platz vom FC Schweinfurt einstecken. Die „Kugelstädter“ operierten sehr erfolgreich mit Doppelstopper und Steildurchbrüchen. Die Spvgg Fürth beging den Fehler, gegen die massierte gegnerische Abwehr mit unproduktivem Kurzpaßspiel anzurennen. Schweinfurt kam durch seinen Linksaußen Rath bis zur Pause zu zwei Toren. Nach dem Wechsel schien sich eine Wendung anzubahnen, als Brenzke (Foul- Elfmeter) und Göttinger auszugleichen vermochten. In verbissenem Endspurt war Schweinfurt erneut durch Rath, der einen Verteidigungsfehler in der 84. Minute entschlossen ausnutzte, erfolgreich. Das Mannheimer Lokalderby gewann der SV Waldhof gegen VfR Mannheim 3:1 (2:1). Der VfR ging durch Stiefvater in Führung, mußte sich aber in der 30. Minute durch Münchhalfen das Ausgleichstor gefallen lassen. Eine Minute vor der Pause gelang Waldhof die Führung durch den Linksaußen Gärtner. Es erhöhte durch Lipponer (Foulelfmeter) auf 3:1. Der VfB. Mühlburg blieb auch nach dem vierten Spieltag durch seinen 2:0-Sieg beim FSV Frankfurt ohne Verlustpunkte. 15 000 Zuschauer sahen ein schnelles und abwechslungsreiches Spiel. Ein Lattenschuß von Kunkelmann war die einzige Ausbeute in der ersten Halbzeit. Frankfurt dominierte dann nach dem Wechsel 15 Minuten lang. In der 83. Minute machte sich die spielerische Ueberlegenheit der Mühlburger durch ein Tor ihres Halblinken Rau bezahlt. Mittelstürmer Beck erhöhte 12 Minuten vor Schluß auf 2:0. Viktoria Aschaffenburg leistete zu Hause gegen den VfB. Stuttgart mit 2:2 (1:0) unerwartet energischen Widerstand. Dem Deutschen Meister gelang es nicht, die seit über einem Jahr auf eigenem Platz ungeschlagenen Aschaffenburger zu bezwingen. 18 000 Zuschauer sahen meist ein überlegenes Spiel der Platzherren, denen durch Budion schon nach drei Minuten ein Abseitstor gelang, das aber nicht gegeben wurde. Erst in der 42. Minute sorgte Staab für die 1:0-Führung, während Budion nach dem Wechsel auf 2:0 erhöhte. Ein überraschendes Tor von Blessing brachte Stuttgart den ersten Gegentreffer. Drei Minuten vor Schluß mußte Aschaffenburg das zweite Stuttgarter Tor hinnehmen, als ein 16-Meter- Schuß Barufkas im Gedränge ins Aschaffenburger Netz rollte. Knapper Villinger Sieg Rotweiß Lörrach — FC Villingen 0:1 (0:1) Zu einem verdienten Sieg kam Villingen bei Rotweiß Lörrach. Mit ihrer Spielstrebig- keit, der besseren Ballbehandlung und auch der größeren Erfahrung waren die Schwarzwälder stets leicht im Vorteil. Lörrach hatte nicht seinen besten Tag und versiebte viel durch Kopflosigkeit und Umständlichkeit. Das Tor des Tages erzielte der Rechtsaußen Müller in der 35. Minute, nach einem groben Abwehrfehler von ffeberle. Der Schopfheimer Funk des Feldes verwiesen SC Freiburg — SV Schopfheim 2:2 (2:0) Der SV Schopfheim bewies auch beim Tabellenvierten SC Freiburg seine Kampfkraft. Das Treffen endete dem Spielverlauf entsprechend unentschieden 2:2. Während die Freiburger in der ersten Halbzeit fast ständig im Vorteil waren, dominierten die Schopfheimer in der zweiten Hälfte. Die Freiburger erzielten bis zur Pause einen 2:0-Vorsprung durch Tore von Nageleisen und Kopp in der 8. und 12. Minute. Damit war ihr Pulver aber auch schon verschossen. In der zweiten Hälfte kamen die Schopfheimer immer mehr auf, und Eintracht Frankfurt schlug den BC Augsburg vor 15 000 Zuschauern auf dessen Platz 5:1 (1:1). Das Ergebnis entspricht jedoch nicht dem Spielverlauf, denn Augsburg war überlegen. (Eckenverhältnis 13:5). Nur der guten Form der Frankfurter Hintermannschaft mit Torwart Henig haben die Frankfurter ihren Sieg zu verdanken. TSG Ulm konnte im Spiel gegen Kickers Offenbach (2:4) ein Eckenverhältnis von 13:5 erzielen. Der temperamentvolle und zeitweise harte Kampf wurde durch die bessere Form des OUenbach.r Sturms entschieden, der es verstand seine T„\Chancen auszunutzen. Schon in der zweiten Minute mußten die „Spatzen“ durch Kirchner das erste Tor hinnehmen. Auch der zweite Treffer durch Preißendörfer war vermeidbar. Gauß verkürzte noch vor der Pause auf 1:2, aber Kirchner und Preißendörfer brachten Offenbach in der zweiten Halbzeit mit 1:4 in Front. Schlumberger schoß in der 88. Minute das zweite Tor für Ulm. bereits in der 50. Minute erzielte Mittelstürmer Most das erste Gegentor. Auch als die Schopfheimer in der 75. Minute ihren rechten Verteidiger Funk wegen Schiedsrichterbeleidigung verloren, resignierten die Gäste nicht. Sie stellten vielmehr in der 79. Minute durch Rechtsaußen Baumgarten das Unentschieden her. Neuling Radolfzell äußerst kampfstark ASV Freiburg — FC Radolfzell 2:4 Der ASV Freiburg kam auch gegen den Neuling FC Radolfzell im Heimspiel zu keinem Erfolg. Der Neuling vom Bodensee entpuppte sich als eine äußerst starke Elf und hatte vor allem im Sturm einige schnelle und technisch gute Spieler. Mit 4:0 Toren führte Radolfzell, ehe die Freiburger zu ihren zwei Gegentoren kamen. Zu der Niederlage des ASV Freiburg trug die einheimische Abwehr wesentlich bei. In der 19. Minute ging Radolfzell durch seinen Halbrechten Hehl in Führung, die in der 40. Minute Rechtsaußen Kramer auf 2:0 erhöhte. In der 58. und in der 61. Minute erhöhte der schnelle Radolfzeller Linksaußen Zwick auf 4:0. Die Gastgeber kamen erst in der 63. und 65. Minute durch zwei Tore von Heitzler zu den beiden Erfolgen. Ottenburg allem noch ohne Punktverlust Beachtliches 2:2 Unentschieden von VfR Achern in Kuppenheim In der südbadischen 1. Amateurliga setzte sich der Meister Offenburg durch seinen sicheren 3:0-Sieg gegen Stockach an die Tabellenspitze. Offenburg ist durch das 2:2-Unentschieden, mit dem sich die Schopfheimer vom SC Freiburg trennten, jetzt die einzige Mannschaft der Amateurliga ohne Punkteinbuße. Auch der Tabellendritte, der VfR Achern, kam von seiner schweren Begegnung mit dem FV Kuppenheim mit einem 2:2-Unentschieden nach Hause und hielt dadurch seinen dritten Tabellenplatz. Dem Neuling Radolfzell gelang durch seinen 4:2-Sieg gegen den ASV Freiburg der erste Erfolg. Er kletterte dadurch ins Mittelfeld der Tabelle Deutscher Hondballsieg über Oesterreich Vor 20 000 Zuschauern unterlag Oesterreich in Linz mit 15:22 (8 :9) Toren — Wurde Junker (Schutterwald), Schützenkönig (!) im Trainingsspiel, für das Länderspiel absichtlich übergangen? — Deutsche Nationalhymne verboten Auf dem Wege nach Linz zum Handball- Länderspiel gegen Oesterreich besiegte die deutsche Handball-Nationalmannschaft am Freitag in Augsburg eine bayerische Auswahl mit 15:6 (7:4) Toren. Die Leistung der Nationalelf blieb vor 2000 Zuschauern bei starkem Regen etwas hinter den Erwartungen zurück, zumal der regenglatte Boden das gewohnte, schnelle Kombinationsspiel verhinderte. Nach dem Wechsel zeigten sich die etwas verspielt wirkenden Internationalen wie verwandelt. Schulmäßig wurden die Angriffe über die Flügel vorgetragen und von den beiden Außenstürmern Junker (Schutterwald) und Stahler (Haßloch) auch erfolgreich abgeschlossen. Im Innensturm glänzten besonders der Berliner Käßler und der Mühlheimer WU1, während der Hamburger Polizist Maychrzak etwas abfiel. Vor der Pause waren für Junker und Stahler der Mühlheimer Zerling und Harder (Flensburg) eingesetzt. Torschützen: Nationalmannschaft: Junker (4), Stahler (3), Käßler (3), Harder (2), Will Maychrzak und Zerling. Bundeslehrer Otto Fromm gab nach dem Augsburger Spiel die Aufstellung für das Länderspiel gegen Oesterreich bekannt. Ueber- raschenderweise fand der Südbadener Junker, der neben Käßler und Will im Sturm am besten überzeugte, keine Berücksichtigung. Weshalb Fromm gerade für ihn den Mülheimer Zerling nominierte, dürfte für alle ein Rätsel sein, die beide Spieler beobachten konnten. Hierbei machte aber Junker durch seine eminente Wurfkraft und schnellen Spurts zweifellos den besseren Eindruck. Die Mannschaft lautete: Singer (Polizei Hamburg), Bernhard (Bayern München), Isberg (Polizei Hamburg), Ahrendt (Solingen 98), GSlkel (VfL Oßweil), Weist (Polizei Hamburg), Zerling, Will (beide RSV Mühlheim), Maychrzak (Polizei Hamburg), Käßler (BSV Berlin), Harder (Sportfreunde Flensburg). Ein Zuschauer-Rekord Das Länderspiel, das von Deutschland mit 22:15 (9:8) klar gewonnen wurde, wurde bei strahlendem Sonnenschein und einem Zuschauerrekord für Linz ausgetragen, d enn 20 000 Zuschauer hatte man dort auch bei den größten Fußballtreffen noch nicht erlebt. Die österreichische Mannschaft war wesentlich stärker als die Vertretung Austrias bei der Weltmeisterschaft. Während die deutsche Mannschaft in der obengenannten gemeldeten Aufstellung antrat, erschien Oesterreich mit folgenden Spielern: Rosenkranz, Sagmeister Sitzenberger, Golo- bitz, Krammer, Schottenhammel, Lotteraner, Stöcker, Untersberger, Huf mann, Landzettel. Oesterreich in den Zwischenspurts stark Ein unliebsames Intermezzo gab es vor dem Spiel. Das österreichische Innenministerium hatte das Spielen der deutschen Nationalhymne verboten, worauf die deutsche Elf nicht antreten wollte. War der Auftakt also nicht gerade „länderspielreif“, so waren es umso mehr die Leistungen. Nach Toren von Maychrzak, Käßler und Will konnte Deutschland gleich kurz nach Spielbeginn mit 4:0 klar in Führung gehen. Dann erst kamen die Oesterreicher langsam in Fahrt und fanden durch drei Treffer Un- tersbergers und Golobitz’ mit 3:4 wieder den Anschluß. Deutschlands Halblinker Käßler stellte das 5:3 her. Kurz danach zogen jedoch die Gastgeber durch zwei Tore Hufmanns und Stöckers auf 5:5 gleich. Maychrzak, Will und Zerling holten dann mit 9:5 wieder einen Vier- tore-Vorsprung für Deutschland heraus. Bis zur Halbzeit konnten die Gastgeber aber durch Hufmann, Untersberger und Stöcker noch auf 8:9 aufholen. Während die Oesterreicher nach Wiederaufnahme des Spieles nur durch Untersberger einmal erfolgreich waren, hatten in derselben Zeit Deutschlands Mittelstürmer Maychrzak, Zerling, Käßler und Will sechs Tore und damit wiederum einen klaren 15:9-Vorsprung erzielt. Die Oesterreicher versuchten nun das Spielgeschehen noch zu wenden, konnten aber auch in der Schlußphase nicht erfolgreicher sein als Deutschland, bei denen Harder, Will, Maychrzak, Bernhard und Zerling Treffer anbrachten, während bei den Oesterreichem Untersberger (davon durch zwei 13-Meter-Würfe) der erfolgreichste Torschütze war. Die Torerfolge verteilten sich auf (Deutschland) Maychrzak (8), Käßler (4), Will (4), Zerling (3), Harder (2), Bernhard; (Oesterreich): Untersberger (7), Hufmann (3), Stöcker (2), Golobitz (1), Landzettel, Krammer. Schaltfehler kostete Haas den Sieg Hervorragendes Absdineiden deutscher Fahrer in Monza Der erste Start im Auslande nach dem Kriege brachte den NSU-Werken bei den Motorradweltmeisterschaften in Monza einen großartigen und kaum erwarteten Erfolg. Im Rennen der Solomaschinen bis 250 ccm über 20 Runden (126 km) wurde der junge Augsburger Werner Haas von dem neuen Weltmeister Enrico Lorenzetti (Italien) nur knapp um zehn Zentimeter geschlagen. Dabei konnte das endgültige Resultat erst durch die Zielphotographie ermittelt werden. Haas hatte in den letzten vier Runden knapp geführt und mußte erst nach einem Schaltfehler in der letzten Kurve den italienischen Moto- Guzzi-Fahrer passieren lassen. Hinter den weiteren Guzzi-Werksfahrem Anderson und Montanari (Italien) belegte der Italiener Roberto Colombo auf NSU den fünften Platz. Haas fuhr mit 153,762 km pro Stunde neuen Rundenrekord der 250-ccm-Klasse. Auch die anderen deutschen Fahrer schlugen sich ausgezeichnet. Der Karlsruher Hermann Gablenz konnte mit seiner Horex den siebenten Platz belegen. Mit einer Runde Rückstand schafften die beiden Parilla-Fah- rer Göhrer (Karlsruhe) und Braun (Hechin- gen) sowie Gehring (Ostelsheim) den elften, vierzehnten und f ünfzehn ten Platz. So spielten sie . • • i. uiga öuu. SV Waldhof — VfR Mannheim 3:1; FSV Frankfurt — VfB Mühlburg 0:2; TSG Ulm 46 gegen Offenbacher Kickers 2:4; Stuttgarter Kickers — 1860 München 6:1; Viktoria Aschaf- fenburg — VfB Stuttgart 2:2; BC Augsburg gegen Eintracht Frankfurt 1:5; SpVgg Fürth gegen Schweinfurt 2:3; Bayern München gegen 1. FC Nürnberg 0:0 VfB Mühlburg Offenbacher Kickers Eintracht Frankfurt VfB Stuttgart Vikt. Aschaffenburg SV Waldhof VfR Mannheim Stuttgarter Kickers Schweinfurt 05 1860 München SpVgg Fürth FSV Frankfurt Bayern München 1. FC Nürnberg BC Augsburg TSG Ulm 46 4 4 0 0 17:4 8:0 4 3 0 1 19:6 6:2 4 3 0 1 13:5 6:2 4 2 1 1 10:7 5:3 4 2 1 1 8:8 5:3 4 2 0 2 7:6 4:4 4 2 0 2 6:6 4:4 4 2 0 2 14:16 4:4 4 2 0 2 7:9 4:4 4 1 2 1 6:9 4:4 4 1 1 2 8:10 3:5 4 1 1 2 5:10 3:5 4 1 1 2 3:8 3:5 4 0 2 2 4:8 2:6 4 1 0 3 5:11 2:6 4 0 1 3 3:13 1:7 I. Liga Südwest: Tura Ludwigshafen — Mainz 05 2:2; Engers gegen Saar 05 2:0; Worms Neunkirchen 3:0; Pirmasens — Bingen 7:0;’ VfR Kaiserslautern gegen Phönix Ludwigshafen 5:3; Kirn gegen Eintracht Trier 5:1; Sarbrücken — 1. FC Kaiserslautern 2:1; Speyer — Neuendorf 0:0 I. Liga Nord: 1. FC St. Pauli — Concordia Hamburg 4:1; Göttingen — Harburg 1:1; Altona — Werder Bremen 7:4; Arminia Hannover — Kiel 3:1; Eintracht Osnabrück gegen Hannover 96 2:2; VfB Lübeck — VfL Osnabrück 0:0; Bremerhaven — HSV 2:3; Eimsbüttel — Bremer SV 2:0 I. Liga West: 1. FC Köln — Alemannia Aachen 3:1; Leverkusen — Dellbrück 1:3; Dortmund — Fortuna Düsseldorf 5:2; Schwarz-Weiß Essen — München-Gladbach 5:0; Meiderich — Katernberg 5:3; Schalke 04 — Sodingen 2:2; Pr. Münster gegen Horst Emscher 4:1; Erkenschwick gegen Rot-Weiß Essen 1:3 II. Liga Süd: VfL Neckarau — Schwaben Augsburg 0:1; SV Darmstadt — ASV Feudenheim 1:2; ASV Durlacb — Freiburger FC 1:0; Jahn Regensburg — Singen 04 1:1; FC Bamberg — TSV Straubing 2:0; Bayern Hof — SV Wiesbaden 2:1; ASV Cham — Karlsruher FV 2:6; 1. FC Pforzheim — Union Böckingen 2:0; Hessen Kassel — SSV Reutlingen 2:1 L Südbadiscbe Amateurliga: FV Lahr — SC Baden-Baden 0:1; VfR Stockach — FV Offenburg 0:3; VfL Konstanz gegen FV Rheinfelden 5:0; RW Lörrach — FV Villingen 0:1 SC Freiburg — SV Schopfheim 2:2; SV Kuppenheim — VfR Achern 2:2; FC Gutach gegen FC Rastatt 5:1; ASV Freiburg — FV Radolfzell 0:2 FV Offenburg 4 4 0 0 15:3 8:0 SC Schopfheim 4 3 1 0 11:3 7:1 VfR Achern 4 2 2 0 8:3 6:2 SC Freiburg 4 2 2 0 9:6 6:2 Vf Konstanz 4 13 0 10:5 5:3 SC Baden-Baden 4 2 1 1 7:4 5:3 FC Villingen 4 2 1 1 7:5 5:3 RW Lörrach 4 1 2 1 6:5 4:4 SV Kuppenheim 4 1 2 1 6:6 4:4 FC Radolfzell 4 1 1 2 5:10 3:5 FC Gutach 4 1 0 3 7:9 2:6 FV Rheinfelden 4 0 2 2 5:12 2:6 ASV Freiburg 3 0 1 2 4:8 1:5 FV Lahr 3 0 1 2 2:5 1:5 VfR Stockach 3 0 1 2 2:8 1:5 FC Rastatt 3 0 0 3 4:18 0:6 II. Amateurliga, Staffel 1: Wolfach — Bühlertal 1:2; Oberachern gegen Ottenau 0:0; Mörsch — Homberg 3:0; Bietig- heim — Illingen 1:1; Kehl — Kappelrodeck 1:2; Muggensturm — Oetigheim 9:0; Bühl — Ober- kircb 5:1; Gengenbach — Lahr 0:1 SpVgg Ottenau 4 14:4 7:1 Kappelrodeck 4 8:4 7:1 SV Mörsch 3 10:2 6:0 Bietigheim 4 6:6 6:2 VfB Bühl 3 10:4 5:1 FV Kehl 4 9:11 3:5 Hornberg 4 6:10 3:5 Bühlertal 4 6:12 3:5 Illingen 3 3:2 3:3 Oberachern 3 3:3 3:3 Muggensturm 3 11:10 2:4 Oberkirch 3 6:10 2:4 Gengenbach 4 5:7 2:6 Wolfach 4 7:9 2:6 SpVgg Lahr 4 6:9 2:6 Oetigheim 4 7:16 2:6 Der richtige Tip West-Süd-Block West-Süd-Block: 1—0 — 1— 2 — 1 — 1 — 1 — 2 — 1 — 0 — 2 — 2 — 1 — 0 Nord-Südblock: 1 — 2 — 0 — 1— 0 — 1 — 2 — 0 — 0 — 1 — 1 — 0 — 1 — 1 Internationale Zehn: 0 — 0 — 2 — 1 — 2 — 0 — ausgef. — 2 — 0 — 2 — 2 Montag, 15. September 1952 Kinzigstadion bestand Bewährungsprobe Hervorragende Leistungen bei den Badischen Mehrkampfmeisterschaften und bei der 1. Badischen Gaumannschaftsmeisterschaft in Oftenburg Der Turnerbund Baden hatte dem Turnverein Offenburg die Austragung der diesjährigen Mehrkampfmeisterschaften fibergeben, mit denen zum erstenmal die Gaumannschaftsmeisterschaft verbunden war. Der Turnverein Offenburg hatte dieses Ereignis als die Bewährungsprobe ffir sein neues Stadion aufgefaßt. Der Himmel hatte ein Einsehen, und gestern morgen lag das Stadion in schönster Pracht in der Herbstsonne. Alle Wettkampf Stätten waren vorbildlich hergerichtet. Als die 300 Wettkämpfer und Wettkämpferinnen aus den sechs badischen Turngauen ins Stadion einmarschierten, begann ein Wettkampftag, der sich dem Landesturnen würdig zur Seite stellen konnte. Bunt und herzerfrischend war das Bild, als die Turnerinnen und Turner unter Führung ihrer Tumwarte sich den Kampfrichtern zur kritischen Musterung stellten. Landesobertumwart Eugen K o p p, Villin- gen, leitete die Kämpfe mit sicherer Hand. Bald herrschte im Stadion reger Betrieb, an allen Geräten wurde geturnt, die guten Leistungen waren ebenso Beweis für den hohen Stand der Tumausbildung in Baden, wie für die Güte der Stadionanlage. Der Vormittag gehörte den Einzelwettkämpfen. In neun Kämpfen stritten die besten Turner und Turnerinnen um den Titel eines Badischen Mehrkampfmeisters. Nur die Besten waren zugelassen worden. Die Uebun- gen der Geräteturner steigerten sich in ununterbrochener Kette bei den Leichtathleten konnte nur mitreden, wer z. B. im Weitsprung über die sechs Meter schaffte. Trotz der vielen gleichlaufenden Kämpfe behielt der Zuschauer die Uebersicht und sah hervorragende Leistungen. Wie es beim Kampf der Besten immer ist, so entschied auch an diesem Tag ein kleiner Zentimeter über Sieg und Niederlage, und bereits um 12 Uhr waren die Meister ermittelt. Um 14 Uhr marschierten dann in feierlichem Zug die Gaumannschaften in das Stadion ein. Ihnen gehörte der Nachmittag. Zum erstenmal hatte der Tumerbund Baden die Gaumannschaftsmeisterschaft ausgeschrieben. Sie wurde auf Anhieb ein Erfolg. Sechs Turngaue, jeder mit vier Mannschaften, standen im Kampf. Schon am Morgen war das Interesse groß gewesen, aber am Nachmittag mögen wohl 3000 begeisterte Zuschauer das weite Rund des Stadions besetzt gehalten haben. Sie kamen auf ihre Kosten. Es gab auf den vorzüglichen Bahnen weitere Leistungssteigerungen, im Wettstreit der Gaue überbot mancher Turner, was er am Morgen beim Einzelkampf gezeigt hatte. Bis zur letzten Uebung war die Entscheidung offen. Höhepunkt und Abschluß des Nachmittagprogramms waren aber die Staffeln der Gaue. Es ging um die Entscheidung der 3 x 1000 m der Männer und der männlichen Jugend, um den Sieg im 4xl00-m-Lauf der Frauen, der Männer und der männlichen und weiblichen Jugend. Mitreißende Kämpfe rissen die Zuschauer zu immer neuem Beifall hin. Dazwischen zeigte die Landesriege der Turner ein vorzügliches Schauturnen am Barren und Reck und sorgte damit für ein wirklich vollendetes Bild einer Großveranstaltung. Die Besten der Besten Dank der guten Organisation waren die Kämpfe bereits gegen 16 Uhr beendet, und im gleichen Augenblick lagen auch die Namen der Sieger vor. Die Badischen Mehrkampfmeister 1952 sind: Deutscher Zwölfkampf: Karl Fischer, Neustadt. Deutscher Zwölfkampf der Junioren: Herbert Schmitt, Rastatt. Deutscher Zwölfkampf der Jugendturner: Horst Haist, Obertsrot. Deutscher Sechskampf der Leichtathleten: Walter Stehle, Offenburg. Leichtathletischer Dreikampf der Turner: Siegfried Maier, Stockach. Leichtathletischer Fünfkampf der Junioren: Werner Eßwein, Wyhlen. Deutscher Neunkampf der Turnerinnen: Lore Imhof, Offenburg. Deutscher Vierkampf der Turnerinnen: Ella Haas, Offenburg. Deutscher Vierkampf der Jugendturnerinnen: Elfriede Pfundstein, St. Georgen. Die Gaumannschafts-Meisterschaft errang mit einer großartigen Gesamtleistung der Breisgauer Turngau. Der Sieg in der 3x1000- m-Staffel war nach hartem Kampf in Händen des Tumgaues Schwarzwald, während bei der Jugend der Ortenauer Turngau mit der Mannschaft des Turnvereins Offenburg Sieger blieb. In den beiden 4 x 100-m-Staffeln der Turnerinnen führte der Ortenauer Tumgau überlegen, bei den Frauen mit der Mannschaft des Turnvereins Offenburg, bei der Jugend mit der Staffel des Turnvereins Kehl. Der Tumgau Hegau gewann das Rennen der Männer über 4 x 100 m; der Ortenauer Tumgau dafür dasjenige der männlichen Jugend. Harmonisch wie der Anfang, war das Ende: Bei strahlender Herbstsonne marschierten noch einmal alle Wettkämpferinnen und Wettkämpfer in das Stadion ein. Das leuchtende Rot der Aschenbahn verband sich mit dem grünen Rasen und dem Weiß der Tumkleider zu einem unvergeßlichen Bilde, als die Siegerehrung begann.' Nachdem der Geschäftsführer des Tumbundes, Fritz Klipfel, den Gruß entboten hatte, begrüßte Landesober- turnwart Ko pp seine Sieger; für jene war es der schönste Augenblick des Tumjahres, für den Obertumwart die Ernte seiner Arbeit. Allen Beteiligten dankte er; denen, die es nicht geschafft hatten, gab er den Trost auf die Zukunft; sein besonderes Lob aber galt dem Turnverein Offenburg, der mit seinem Stadion und einer umfassenden Vorarbeit das Fest gestaltet hatte. Zum Schluß nahm Landesobertumwart Kopp noch eine Ehrung besonderer Art vor: Drei Offenburger Firmen, deren Begeisterung für die Leibesübungen bekannt ist, hatten Ehrenpreise gestiftet. Den Preis der Firma Vivil nahm der Turngau Breisgau für seinen Sieg in der Gaumannschaftsmeisterschaft in Empfang, der Preis der Firma Dr. Burda gehörte dem Sieger der 3 x 1000-m-Staffel und die Meisterstaffel der Männer über 4x100 m hielt strahlend den Preis der Firma Reiff & Cie. in ihren Händen. Noch einmal verband Obertumwart Kopp Dank, Gruß und Ausblick auf die Zukunft in herzlichen Worten und entließ die Turner in ihre heimatlichen Gaue. Damit hatte das größte und schönste Fest der Tumerschaft in Baden und das letzte vor der großen Heerschau beim Deutschen Turnfest in Hamburg seinen harmonischen Abschluß gefunden. Zugleich hatte der Turnverein Offenburg mit seinem neuen Stadion die Bewährungsprobe vorzüglich bestanden. -nd Badische Turnei sind sich einig Einvernehmen über Zusammenschluß in einer Resolution festgelegt Die Mitglieder des Hauptausschusses für das Badische Landestumen verfaßten bei ihrer Schlußsitzung in .Offenburg eine Resolution, die für die weitere Entwicklung des Turnens in Baden richtungsweisend sein wird. Sie hat folgenden Wortlaut: „Anläßlich der Abschlußtagung für das Landesturnen ln Offenburg 1951 bat die Arbeitsgemeinschaft der Badischen Turnverbände, Badischer Turnverband, Site Freiburg, und der Badische Turnverband, Sitz Karlsruhe, beschlossen, die gemeinsame Arbeit der beiden Verbände fortzusetzen, um den endgültigen Zusammenschluß herbeizuführen. Der Vorsitzende des Festausschus- Deutsche Leichtathleten nicht mehr in Olympitiorm Schweden schlug Deutschland beim Leichtathletik-Länderkampf mit 119:93 Punkten Im siebenten Zusammentreffen der beiden Leichtathletiknationen Schweden und Deutschland errang Schweden am Wochenende in Düsseldorf mit 119:93 Punkten den bisher größten Erfolg in diesem Wettbewerb. Die Zuschauer bereiteten den Skandinaviern daher bei der Schlußfeier eine herzliche Ovation. Aber auch die deutsche Vertretung, die am zweiten Tag hervorragend kämpfte, konnte sich über Beifall nicht beklagen. Schon am ersten Tag des Düsseldorfer Leichtathletik-Länderkampfes wurde klar, daß Schweden einen klaren Sieg herausholen würde. Die Deutschen lagen mit 44:62 Punkten hoffnungslos hinten, während wir im Vorjahr in Stockholm nach dem ersten Tag eine 60:46- Führung hatten und schließlich mit 112:100 Punkten triumphierten. Aber wenn es im Rheinstadion auch böse Enttäuschungen und lange Gesichter gab, so darf man doch nicht vergessen, daß Deutschlands Leichtathleten bei den Olympischen Spielen ihre Hochform hatten. Damals lagen sie klar vor den Schweden. Einmal mehr stellte sich aber heraus, daß Leichtathleten nur etwa über zwei Monate ihre Bestform zu halten vermögen. Für die Deutschen traf dies auf die Monate Juni und Juli, für die Schweden auf den August und September zu. Schade im 5000-Meter-Endspnrt geschlagen Eine ziemliche Enttäuschung war für uns die Niederlage von Herbert Schade im 5000-Meter- Lauf. Der Solinger führte zwar ständig bis in die Zielgerade, doch lag der Schwede Alberts- son dauernd auf Lauer und auf den letzten 50 Metern ließ dieser spritzige Langstreckler unseren diesmal eckig wirkenden Schade stehen und siegte in 14:15,0 vor Schade (14:16,8). Der Höhepunkt des zweiten Tages war der 10 000-Meter-Lauf, in dem sich der deutsche Rekordmann Herbert Schade trotz eines hervorragenden deutschen Rekordes einem Besseren beugen mußte. Obwohl der Solinger zweimal eine Niederlage einstecken mußte, zeigt sein neuer Rekord, daß er von seinem großen Können nichts eingebüßt hat und er gut gerüstet die Reise nach Japan antritt. Auch Hindemismeister Helmut Gude und 1500-Meter-Meister Werner Lueg warteten mit überzeugenden Leistungen auf. Gude zeigte, daß er seine Form wieder gefunden hat, während Lueg mit seinem taktisch klugen Lauf erkennen ließ, daß er in den olympischen Kämpfen Erfahrung gesammelt hat. Für den schwedischen Gesamtsieg ist in erster Linie die hervorragende Herbstform der Skandinavier verantwortlich. Die deutsche Mannschaft hat wie in ihren bisherigen Länderkämpfen einen guten Mannschaftsgeist bewiesen. Gegen diesen Gegner war allerdings kein Kraut gewachsen. Acht schwedischen Doppelsiegen stehen nur zwei deutsche gegenüber. Neben der erwarteten Ueberlegenheit der Schweden in den technischen Hebungen, bildete der durchschlagende Erfolg im 800-Meter- Lauf die Ueberraschung des ganzen Länderkampfes Die deutsche Mannschaft kann als Trost für sich in Anspruch nehmen, mit dem dreifachen Sieger Hans Geister, der noch als Schlußmann der siegreichen 4 x 400-Meter- Staffel lief, den erfolgreichsten Athleten des gesamten Länderkampfes gestellt zu haben. Die Ergebnisse: 100 Meter: 1. Geister-D 10,7; 2. Karlsson-S 10,9; 3. Zandt-D 10,9. —400-Meter: 1. Geister-D 47,2; 2. Brännstroem-S 48,1, 3. Zandt-D 48,1. — 800 Meter: 1. Ekfeldt-S 1:50,4; 2. Ring-S 1:51,2; 3. Ulzheimer-D 1:52,2. — 5000 Meter: 1. Alberts- son-S 14:15,0; 2. Schade-D 14:16,8; 3. Ander- son-S 14:35,8. — 110 Meter Hürden: 1. Lund- berg-S 14,9; 2. Troßbach-D 15,0; 3. Zepemick-D 15,3. — Weitsprung: 1. Israelsson-S 7.27 m; 2. Magnusson-S 7.23 m; 3. Luther-D 7.15 m. — Hochsprung: 1. Ljungquist-S 1.90 m; 2. Svens- son-S 1.85 m; 3. und 4. Naumann-D, Bähr-D. je 1.85 m. — Kugelstoßen: 1. Nilsson-S 16,23 m; 2. Sönegard-S 14.71m; 3. Janssen-D 14,64 m. Diskus: 1. Nilsson-S 49.58 m; 2. Rosendahl-D 47.86 m; 3. Fransson-S 47.31. — 4x100 Meter: 1. Deutschland (Happemagel, Fuchs, Salmen, Kraus) 41,8; 2. Schweden (Trollsas, Hagstroem, Ahlen, Karlsson) 42,0. — 4 x 400 Meter: 1. Deutschland 3:11,0; 2. Schweden 3:12,0. — 10 000-Meter-Lauf: 1. Nystroem-S 29:23,8: 2. Schade-D 29:24,8; 3. Jansson-S 29:51,2; 4. Eber- lein-D 31:35,0. — Dreisprung: 1. Ahman-S 15.08 m; 2. Normann-S 14.53 m; 3. Trozowski-D 14.22 m. — Hammerwerfen: 1. Storch-D 58.03 m; 2. Wolf-D 56.35 m; 3. Soederkvist-S 53.40. — Stabhochsprung: 1. Lundberg-S 4.20 m; 2. Lind-S 4.10 m; 3. Schneider-D 4.00 m. — 200-Meter-Lauf: 1. Geister-D 21,8; 2. Kraus-D 21,9; 3. Braennstroem-S 22,1. — 3000-Meter Hindernislauf: 1. Gude-D 8:59,2; 2. Soeder- berg-S 8:59,6; 3. Karlsson-S 9:02,2. — 1500-Me- terlauf: 1. Lueg-D 3:46,2; 2. Erics6on-S 3:46,4; 3 Karlsson-S 3:49,0; 4. Lamers-D 3:51,0. — Speerwerfen: 1. Ericsson-S 72.04 m; 2. Berg- lund-S 66.39 ; 3. Koschel-D 66.26. — 400-Meter Hürden: 1. Ylander-S 52,8; 2. Larsson-S 53,1, 3. Ulzheimer-D 53,2. Oberachem war dem Siege nahe Die Spiele der II. südbadischen Amateurliga Staffel 1 Bei den gestrigen Spielen der zweiten südbadischen Amateurliga hätte der in den bisherigen Punktekämpfen der neuen Saison ungeschlagene SV Ottenau gleich 2 Punkte eingebüßt, wenn ein Unparteiischer zur Stelle gewesen wäre, der nicht den in der zweiten Spielhälfte von Oberachem geschossenen Treffer annulliert hätte. Während der erste Durchgang offen verlief, dominierte während der 2. Spielhälfte die diesmal gut aufgelegten Gastgeber. Leider wurde das in diesem Zeitraum gefallene goldene Tor des Tages von dem Schiedsrichter aus unverständlichen Gründen nicht gewertet, so daß sich die beiden fairen Mannschaften torlos trennen mußten. Im Spiel Gengenbach gegen Lahr, das der Gast mit 0:1 Toren für sich entschied, gab es auf beiden Seiten mangelhafte Stürmerleistungen. Lediglich ein Durchbruch der Spielver- einigung führte zu Sieg und Punkten der Lah- rer Elf. Daß Bühlertal sein Auswärtsspiel gegen Wolf ach knapp mit 1:2 gewann, ist mehr oder weniger dem sprichwörtlichen Glück zuzuschreiben, das diesmal den keineswegs überzeugenden Bühlertälem hold war. Mit dem gleichen Ergebnis errangen die Kappelrodek- ker in Kehl Sieg und Punkte. Nachdem bei dieser Begegnung die erste Halbzeit völlig ausgeglichen war, ergriff der SV Kappelrodeck im zweiten Durchgang die Initiative und stellte mit diesem Ergebnis über die wieder ersatz geschwächten Kehler den knappen Sieg sicher. Der Illinger SV erzielte ein beachtliches Remis gegen Germania Bietigheim. Wenngleich auch Germania die technisch und taktisch bessere Elf stellte, so zerschellten alle gut eingefädelten Angriffe des Gastgebersturmes an der bravourös arbeitenden Hintermannschaft der Illinger. Muggensturm sorgte insofern für die Sen sation des Tages, als es mit dem Spiel des vergangenen Sonntages gegen Ottenau diesmal den Stil gegen Oetigheim umdrehte und die zerfahren spielenden Oetigheimer glatt mit 9:0 überfuhr. Der Bühler VFB befand sich nicht minder in einer hervorragenden Spiellaune und kanterte seinen Gast aus Oberkirch mit 5:1 Toren ab. Für den Sieg der Bühler bürgte eine geschlossene Mannschaftsleistung. Auch der SV Homberg hatte bei seinem Gastgeber Mörsch nichts zu bestellen, und wurde dem Spielverlauf nach mit einem gerechten 3:0 nach Hause geschickt ses des abgeschlossenen Landesturnfetes, Dr. Fischer, Gernsbach, wird den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft beibehalten.“ Wie kam es zu dieser Entschließung? Sie war der Schlußstrich unter einer erfolgreichen Vergangenheit: Am Samstag vollzog sich in Offenburg in aller Stille ein großer Richtungswechsel im Arbeitsprogramm der Badischen Turnerschaft. Am Vorabend der Badischen Mehrkampfmeisterschaften, des größten Tages im Tum* jahr 1952, wurde die erfolgreiche Vergangenheit begraben und die Arbeit an einer hoffentlich ebenso erfolgreichen Zukunft begonnen. Die Vergangenheit hieß „Badisches Landestumen“. Die neun Männer, aus Nord und Süd, die den Hauptausschuß für das Landestumen einstmals gebildet hatten, waren nach Beendigung aller Arbeiten noch einmal zusammengekommen, um den endgültigen Schlußpunkt unter dieses große Fest zu setzen. Es mag hier die Frage entstehen, warum der Schluß erst ein Jahr nach dem Fest zu erreichen war; sie ist einfach zu beantworten: Das Fest endete nicht am Abend des Festsonntags. Danach erst begann eine Hauptarbeit, die Ergebnisse mußten überprüft werden, und schließlich mußten alle Verbindlichkeiten erledigt werden. Als der Vorsitzende Dr. Fischer, Gernsbach, die Sitzung eröffnete, war dieser Zeitpunkt erreicht. Er konnte, dank der vorbildlichen Arbeit von Kassenwart Merz, den Schlußbericht geben, der in jeder Hinsicht zufriedenstellend ausfiel. Der Vorsitzende faßte alle Punkte des Festes noch einmal zusammen. Er stellte fest, daß die Arbeit des Hauptausschusses ein erfolgreiches Ende fand; er betonte danach besonders, daß das Landestumen 1951 für die Tumsache in Baden ein großer ideeller Erfolg gewesen sei, den man bis heute in allen Turnvereinen landauf, landab verfolgen könne. Dr. Fischer gedachte in einer ausführlichen Würdigung aller Personen und Vorgänge noch einmal dankbaren Herzens aller stillen Mithelfer und betonte, daß das Fest trotz deren Mithilfe schließlich nur deshalb zu dem großen Erfolg werden konnte, weil es in einer alten Tumerstadt stattgefunden habe, die unter Leitung ihres hervorragenden Oberbürgermeisters Heitz mit einer verständnisvollen Stadtverwaltung bis zum letzten Bürger sich selbstlos eingesetzt hatte. Nach einem Austausch wertvoller Erfahrungen, und nachdem bereits im Hintergrund das Wort „Landestumen 1954“ gefallen war, löste sich der Hauptausschuß nach Erfüllung seiner Aufgaben auf. Während dies geschah, hatte der Landesobertumwart Kopp, Villingen, alle Fachwarte des Landes Baden zu einer Sitzung versammelt, die bestimmt war, den Weg in die Zukunft zu weisen. Die Besprechungen galten dem Deutschen Turnfest in Hamburg 1953. Das Ergebnis der Besprechung kann kurz dahin zusammengefaßt werden: Hamburg hat bereits im ganzen Land einen großen Widerhall gefunden. Die Tradition, die in Offenburg begann, wird fortgesetzt werden. Bis dahin ist aber noch viele Arbeit zu leisten, damit der Tumerbund Baden in Hamburg den Platz einnehmen kann, der ihm gebührt. Gaston Reiff suspendiert Der belgische Leichtathletikverband hat seinen Weltrekordläufer Gaston Reiff suspendiert. Die Maßnahme erfolgte, weü Reiff nach Ansicht des Verbandes einen unhöflichen Brief geschrieben hatte, in dem er beim Verband gegen die Nichtentsendung eines anderen Läufers nach Helsinki prote*^" e. Das Sr - °'ben war von dem Verband als Beleidigung auf gefaßt worden. ‘ 4 Montag, 15. September 1952 Uebeilegenei OHenbuiger Sieg Sdiilll hielt Elfmeter beim 3:0 ln Stodcacb (g) Vom Anspiel weg versuchte Stockach in energischen Angriffen das Führungstor zu erzielen. Hierbei wurden die Gastgeber von ihrem zahlreich erschienenen Publikum mit starkem Stimmenaufwand angefeuert. Offen- burgs Hintermannschaft, die von Anfang an sofort im Bild war, hielt die gegnerischen Angriffe, die über die Flügel eingeleitet wurden, schon im Mittelfeld auf und leitete selbst durch schöne Kpmbinationszüge gefährliche Angriffe ein. Es zeigte sich sofort, daß Offenburg durch das gekonnte Flachpaßspiel die bessere Mannschaft war. Eine Flanke Kubons in der 10. Minute wurde von Kopp im Direktschuß nur ganz knapp vergeben. Eine schöne Einzelleistung des gleichen Spielers, der im Strafraum noch einen Gegner umspielte, und frei auf das gegnerische Tor zusteuerte, führte in der 12. Minute zu einem Elfmeter. Kopp wurde kurz vor dem Einschuß von hinten „umgemäht“. Den fälligen Strafstoß verwandelte Bittner sicher. Das Anspiel Stockachs führte im Gegenzug zu einem Strafstoß, der vor das Offenburger Tor gegeben wurde. Kubon, der mit zurückgegan- über Herold zu Kopp, der sich um die eigene Achse drehend, linksfüßig zum 2. Male dem Torhüter das Nachsehen gab. Bei einem Gegenangriff in der 30. Minute wäre beinahe ein Eigentor passiert. Schilli, der den aufs Tor kommenden Ball aufnehmen wollte, griff ins Leere, als Stäbler diesen Ball seinem Torwart zurückgeben wollte. Zum Glück tänzelte das Leder am leeren Tor vorbei ins Aus. Das war nochmals gut gegangen Nach dem Wechsel kam die große Zeit für Offenburg. In schulmäßigen Kombinationszügen wurden die Stockacher immer wieder ausgespielt. Das Spiel lief reibungslos und manche bewundernden Ausrufe des Stockacher Publikums zeugten für die guten Leistungen der Offenburger. Viel zu diesen überzeugenden Leistungen trug der alte Kämpe Fries bei, der durch vorbüdliche Vorlagen an die Flügel die Gegner der Hintermannschaft auseinander riß. Eine dieser Vorlagen erspurtete sich Kopp, der aus gut 18 Metern das Leder zum dritten Male in die Maschen setzte. Daß kein weiteres Tor mehr gegen die Stok- kacher fiel ist dem Torsteher zu verdanken, der schöne Abwehrleistungen zeigte. Der Offenburger Elf gebührt für ihr prachtvolles Spiel ein Gesamtlob. So wollten wir eigentlich Offenburg immer sehen. Sport in der Heimat A-Klasse Offenburg: Orschweier — Bodersweier 4:8; Schutterwald gegen Haslach 5:1; Auenheim — Offenburg II 0:4; Fautenbsch — Zell a. H. 1:0; Elgersweier gegen Ettenheim 1:1; Zusenhofen — Ortenberg 1:1; Waltersweier — Appenweier 2:0 gen war, konnte den gefährlichen Ba„ll durch einen Rückzieher beseitigen. In der 16. Minute Offenburg II 3 3 0 0 11:4 6:0 Zusenhofen 3 2 1 0 7:4 5:1 verhängte der Schiedsrichter, der sonst das Zunsweier 2 2 0 0 10:1 4:0 Spiel einwandfrei leitete, bei einer Abwehr Leutesheim 2 2 0 0 5;3 4:0 Stäblers unverständlicherweise einen Elfmeter. Schutterwald 3 2 0 1 10:4 4:2 Diese Entscheidung war zu hart, da der Stok- Bodersweier 3 1 1 l 8:7 3:3 kacher Stürmer über das Bein Stäblers geOrtenberg 3 1 1 1 3:3 3:3 stolpert war. Schilli reagierte bei der AusfühElgersweier 3 0 3 0 3:3 3:3 rung des Strafstoßes blitzschnell und konnte Ettenheim 3 1 1 1 3:5 3:3 so den Stockacher Ausgleich verhindern. Wie Zell a. H. 3 1 0 2 4:5 2:4 stark sich die eigene Läuferreihe in das SturmWaltersweier 3 1 0 2 5:6 2:4 spiel einschaltete, konnte man aus einem geFautenbach 3 1 0 2 4:6 2:4 fährlichen Weitschuß Herolds ersehen, den Haslach i. K. 3 1 0 2 6:11 2:4 Stockachs Torhüter nur mit äußerster AnAppenweier 3 0 1 2 3:6 1:5 strengung zur 1. Ecke für Offenburg abwehrte. Orschweier 3 0 0 3 5:9 0:6 Die von Bittner schön getretene Ecke kam Auenheim 8 0 0 3 0:12 0:6 Wolfach in letzter Minute geschlagen Troll überlegenem Spiel des Gastgebers ein 1:2 (l:l)-Sieg Bühlertals (wp) Auch im zweiten Heimspiel gegen die kampfkräftige und ausgeglichene Bühlertä- ler Elf, blieben die Blau-Weißen ohne Sieg, Von einigen wenigen, aber immer gefährlichen Gegenangriffen der Rot-Weißen abgesehen, beherrschten die Gastgeber fast 90 Minuten lang das Spielgeschehen. Aber was nützte letzten Endes alle Technik, wenn der Sturm die zahlreichen Gelegenheiten wieder nicht in Tore umzusetzen vermochte. Bis zur Pause mußte der Gastgeber mindestens 3:1 in Führung liegen. Zwei todsichere Sachen wurden von Färber vergeben. Vom Anstoß weg sah man ein schnelles, technisch gutes Spiel, wobei um jeden Meter Boden gekämpft wurde. Nach mehreren ausgelassenen Torchancen gelang dem Gastgeber in der 14. Minute durch Kohlberg das 1. Tor. Doch war die Freude nur von kurzer Dauer. Bereits 5 Minuten später brachte ein schneller Gegenangriff der Bühlertäler den Ausgleich. Wer im zweiten Durchgang an eine Wendung glaubte, schien zunächst Recht zu behalten. Wolfach hatte das Spielgeschehen auch weiterhin in der Hand und immer wieder kreuzte Wolfachs Sturm gefährlich vor dem Gäste-Tor auf. Doch waren die Schüsse viel zu ungenau, um den guten Gfiste-Torwart zu schlagen. Im übrigen waren die wenigen Gegenangriffe von Bühlertal nie gefährlich. Zweimal retteten Schmieder und Metzler im verlassenen Tor. Bis eine Minute vor Spielende stand das Spiel noch 1:1. Dann kam der linke Flügel von Bühlertal nochmals zum Zug und zum Schrecken des Wolfacher Anhanges landete ein Prachtschuß des Gästehalblinken im Wolfacher Gehäuse. Damit waren die Wolfacher trotz besseren Spieles erneut geschlagen. Wenn nicht bald eine Aenderung eintritt wird die Lage für Wolfachs Elf kritisch. Triberg wollte nichts gelingen FC Triberg I — FC Vöhrenbach 11:1 (0:1) (tt) Wohl kaum jemand hätte an einen derartigen Spielausgang geglaubt. Das Derby war im Lager der Gastgeber unbedingt eine Enttäuschung, die vielleicht in einem anderen Licht erscheint, wenn man berücksichtigt, daß Triberg schon nach 10 Minuten Spielzeit ihren rechten Verteidiger durch Verletzung verlor, und damit das Spielgeschehen mit nur 10 Mann bestreiten mußten. Hiermit war nicht genug; im Eifer des Kampfes fabrizierte der Gastgeber noch ein Eigentor, was die Kurstädter zunächst aus dem Tritt brachte und den Gästen mächtig Auftrieb verlieh. Vöhrenbach kam gleich gut ins Spiel und verstand es immer wieder durch seine, massive Verteidigung seinen Sturm auf die Reise zu schicken. Nachdem in der 10. Minute Triberg seinen rechten Verteidiger durch Verletzung verloren hatte, und hierzu noch ein Selbsttor fabrizierte, waren die Gastgeber aus dem Konzept, und nichts, aber auch gar nichts wollte mehr gelingen. Diese Spielfolge verlieh den Gästen mächtigen Auftrieb, der ihnen bis zur Pause ihre knappe 1:0-Führung tapfer zu verteidigen verhalt. Im zweiten Spielabschnitt kam Triberg gleich nach 4 Minuten schön durch und verbesserte unter großem Jubel seiner Anhänger zum 1:1. Nun wogte der Kampf auf und ab, der bald die eine, bald die andere Mannschaft im Angriff sah. Aber das Glück stand den Gästen zur Seite. Die bestgemeinten Schüsse der Gastgeber landeten neben oder über dem Tor, oder sie wurden eine sichere Beute des Vöhrenbacher Schlußmannes. ♦ Triberg A-Jugend — Vöhrenbach A-Jugend 4:1 (3:0). Triberg 1b — Vöhrenbach Ib 3:1 (2:1). II. Amateuriiga, Staffel 3: Villingen Ib — Konstanz Ib 6:1; Gottmadin- gen — Ueberlingen 0:1; Furtwangen — Markdorf 3:2; Dauchingen — Rlelasingen 3:1; Triberg — Vöhrenbach 1:1; Singen Ib — Donau- esefaingen 3:0; St. Georgen — Wollmatingen 5:1 St, Georgen 4 14:4 8:0 Triberg 4 12:4 7:1 Dauchingen 4 16:6 7:1 Ueberlingen 2 4:1 4:0 Singen Ib 3 8:2 4:2 Furtwangen 3 9:6 4:2 VfL Konstanz Ib 3 10:7 4:2 Donaueschingen 4 - 6:10 4:4 Rielasingen 4 7:10 3:5 Vöhrenbach 4 9:13 3:5 Villingen Ib 4 9:8 2:6 Wollmatingen 4 5:11 2:6 Blumberg 3 4:11 1:5 Gottmadingen 4 5:12 1:7 Markdorf 4 6:19 0:8 Zweimal ging Achern in Führung SV Kuppenheim—VIR Adtern 2:2 (1:1) (e) Das aufgeregte und stellenweise überharte Spielgeschehen erreichte zu keiner Minute ein besonderes Niveau. Zudem zeigte sich die rot-weiße Abwehr diesmal nicht auf gewohnter Höhe, sodaß der VfR mit der Punkteteilung zufrieden sein kann, obwohl er die ganze Halbzeit dank seines guten Seitenläufers Maier das Spiel klar diktierte. In der 10. Min. legte Santo geschickt zu Gann, der den ersten Treffer erzielte. Weitere Zähler verhinderte die Platzabwehr durch ihre geschickte Abseitsfalle. Nach Verlauf einer halben Stunde stand der Kuppenheimer Rechtsaußen Weller plötzlich ungedeckt und prompt hieß es durch Hertwig im Nachschuß 1:1. Nach der Pause schob zuerst Schwerer für die Rot-Weißen daneben, und Torwart Heckmann hatte ebenfalls Glück, als Hertwig das Leder nicht über die Linie brachte. In der 70. Minute ging dann der VfR durch ein Eigentor von Walz mit 2:1 in Führung, doch stand wenige Minuten später Weiler schon wieder ungedeckt und brachte das 2:2 zustande. Lehmann (Offenburgf pfiff gewiß nicht schlecht, traf jedoch seine Entscheidungen zu langsam. Ueberlegener Sieg von Schutterwald Schutterwald — Haslach L K. 5:1 (2:0) (j) Die Gäste aus dem Kinzigtal stellten eine kampfbetonte Mannschaft in das Feld, die von den Einheimischen alles abverlangte. In der 15. Minute wurde Schutterwald durch Sütterlin erfolgreich, und in der 36. Spielminute konnte Karl Junker das zweite Tor anbringen. Nach dem Seitenwechsel war Haslach tonangebend. In dieser Spielpbase konnte es das einzige Tor erzielen. Nun drehte Schutterwald gewaltig auf und stellte mit dem Endresultat den ein wandfreien Sieg fest. Schutterwald A-Jgd. — Bohlsbach A-Jgd. 6:0 Schutterwald BJgd. — Ortenberg B-Jgd. 1:1 B-Klasse, Staffel Nord: Kehl II — Nußbacfa 1:2; Kork — Renchen 3:2; Windschläg — Urioffen 3:2; Legelshurst gegen SC Oftenburg 2:6; Oppenau — Kehl-Sundheim 8:4 B-Klasse, Staffel Süd: Mahlberg — Mietersheim 1:2; Hausacfa gegen Sulz 8:1; Schiltacfa — Altdorf 2:1; FV Lahr II gegen Weier 0:4; Berghaupten — Ichenheim 1:5; Heiligenzell — Kürzell 3:1 C-Klasse, Staffel Offenburg—Renchtal: Oberkirch II — Ulm 2:1; Lautenbach gegen Bad Peterstal 2:1; Durbach — Olfenburg III 1:2; Ebersweier — Zell-Weierbach 1:3; Klasse C, Staffel Kinsigtal: Mühlenbach — Wolfach II 1:11; Diersburg gegen Biberach 1:1 (Freundschaftsspiel) C-Klasse, Staffel Hanauerland: Wagsburst — Altenheim 0:4; Neumühl gegen Linx 12:2; Sand — Eckartsweier ausgef. f Handball — Bezirksklasse Offenburg: Seelbach — Offenburg 9:12; Lahr — Meißenheim 8:18; Sulz — Schutterwald Ib ausgef. Gengenbach spielte — Lahr schoß das goldene Tor SV Gengenbach — SpVgg Lahr 0:1 (0:0) (a) Es gehört schon etwas dazu, über 90 Minuten überlegen zu spielen, 12 Ecken zu schießen, und dennoch zu verlieren. Dieses Kunststück brachten die Gengenbacher fertig, deren Sturm das Spiel gegen den Amateurliga-Neuling Lahr verlor. Wenn die Hintermannschaft der Gastgeber nicht so auf Draht gewesen wäre, hätten schon hier drei Durchbrüche der Lahrer in der ersten Halbzeit 3 Tore ergeben. Hingegen war es dem Gengenbacher Sturm nicht möglich, 7 Ecken und ungezählte Chancen auszunützen. Nach der Pause sah das Bild anders aus. Die Gengenbacher blieben überlegen, erzielten wiederum Ecken, waren aber vor dem Tor einfach hilflos. Zwischenzeitlich kamen die Lahrer Gäste einmal durch und besiegelten mit einem unhaltbaren Schuß in der 59. Minute das Schicksal des Gegners. Wenn auch in der letzten halben Stunde die Gengenbacher fast ununterbrochen die Hälfte der Schwarzweißen belagerten, so war ihnen der Ausgleich doch versagt. Kleiner Tabellenspiegel I. Liga Südwest: Wormatia Worms 4 19:4 8:0 1. FC Saarbrücken 4 9:3 8:0 TuS Neuendorf 4 15:4 7:1 VfR Kaiserslautern 3 9:5 6:0 1. FC Kaiserslautern 4 16:2 6:2 Tura Ludwigshafen 4 8:6 6:2 FK Pirmasens 4 13:10 4:4 FV Engers 4 9:14 4:4 VfR Kirn 4 10:17 4:4 FV Speyer 4 1:3 3:5 Eintracht Trier 4 6:11 3:5 Borussia Neunkirchen 4 8:7 2:6 Mainz 05 4 5:9 1:7 Saar 05 4 8:12 0:8 Phönix Ludwigshafen 4 6:13 0:8 Hassia Bingen 2 2:18 0:6 I. Liga Nord: VfL Osnabrück 4 13:6 7:1 TSV Eimsbüttel 4 12:3 7:1 FC St. Pauli 4 14:8 6:2 Hamburger SV 4 11:11 6:2 Göttingen 05 4 11:8 5:3 Harburger TB 4 6:8 5:3 Eintracht Osnabrück 4 9:8 4:4 Arminia Hannover 4 9:0 4:4 Holstein Kiel 4 11:13 4:4 Concordia Hamburg 4 12:8 3:5 VfB Lübeck 4 7:13 3:5' Altona 93 4 12:14 2:6 Bremerhaven 93 4 4:7 2:6 Werder Bremen 4 9:14 2:6 Hannover 96 4 5:8 2:6 Bremer SV 4 5:11 2:6 L Liga West: 1. FC Köln 4 8:3 8:0 Preußen Dellbrück 4 13:5 7:1 Borussia Dortmund 4 12:7 7:1 Preußen Münster 4 11:6 6:2 FC Schalke 04 4 13:6 5:3 Rot-Weiß Essen 4 12:6 4:4 Schwarz-Weiß Essen 4 11:10 4:4 Meidericher SV 4 10:11 4:4 Bayer Leverkusen 4 10:12 4:4 Fortuna Düsseldorf 4 10:12 4:4 Sportfr. Katernberg 4 11:12 3:5 Alemannia Aachen 4 7:9 2:6 Sodingen 4 4:7 2:6 Erkenschwick 4 5:12 2:6 Horst Emscher 4 4:14 1:7 München-Gladbach 4 4:15 1:7 II. Liga Süd: Karlsruher FV 4 3 1 0 16:3 7:1 Jahn Regensburg 4 2 1 1 10:5 SV Wiesbaden 4 2 11 5:4 Bayern Hof 4 2 11 4:3 ASV Durlach 4 1 3 0 3:2 Hessen Kassel 4 2 11 3:2 FC Bamberg 4 2 11 7:7 Union Böckingen 4 2 0 2 6;4 Freiburger FC 4 1 2 1 6:4 ASV Cham 4 2 0 2 7:8 SV Darmstadt 4 2 0 2 3:5 ASV Feudenheim 4 2 0 2 5:9 Schwaben Augsburg 4 12 1 1:5 TSV Straubing 4 0 3 1 4:6 1. FC Pforzheim 4 112 3:4 SSV Reutlingen 4 1 0 3 3:6 FC Singen 04 4 0 2 2 3:7 VfL Neckarau 4 0 13 1:6 5:3 3:3 5:3 5:3 5:3 5:3 4:4, 4:4 4:4 4:4 4:4 4:4 3:5 3:5 2:6 2:6 1:7 Aus dem Sportbezirk Baden-Baden konnten in brenzlichster Situation von Ottenaus Schlußmann noch abgewehrt werden. Daß in der 49. Minute ein Pfeifengeheul los- brach, als Oberachems Halbrediter mit dem Bail bis vor das Tor lief und ihn ins lange Eck schoß, der Schiedsrichter aber daraufhin Abseits gab, kann man sich vorstellen. Das Treffen hat gezeigt, daß die Mannen um Sei- fried auch zu schlagen sind, wenn dies Oberachem auch auf Grund einer Pechsträhne nicht ganz gelungen ist. Oberacherns Elf gebührt für ihren tapferen Einsatz ein Ge- samtiob. ♦ A-Klasse Baden-Baden: Baden-Oos — Bischweier 3:1; Rastatt gegen Rotenfels 5:1; Söllingen — Gaggenau 1:6; El- diesheim — Iffezheim 1:4; Au a. Rh. — Gernsbach 4:3; Hörden — Sandweier 4:3 B-Klasse Baden-Baden: Haueneberstein — Lichtental 3:2; WürmerzGlüddicher Gäste-Sieg SV Kehl — SV Kappelrodeck 1:2, (1:1) (m) Wegen der nichterfolgten Freigabe von Kehls Neuzugängen und der Verletzung zweier Stammspieler, mußten die Einheimischen das Punktespiel mit 5 Mann Ersatz bestreiten, worunter das Mannschaftsgefüge beträchtlich litt. Trotzdem hätten die Punkte bei größerer Entschlossenheit des Sturmes in der Drangperiode der zweiten Halbzeit in Kehl bleiben können. Die Gäste stellten eine kampfkräftige Elf ins Feld, in der vor allem der rechte Verteidiger sich äußerst sicher erwies. Im Sturm waren der Linksaußen und der Mittelstürmer die treibenden Kräfte. Bei leichter Ueberle- genheit der Einheimischen kam Kehl in der 30. Minute durch den nach links gewechselten Mittelstürmer Sester zum Führungstreffer. Der Ausgleich für die Gäste erzielte der Halblinke aus dem Gedränge heraus in der 39. Minute. Die zweite Halbzeit stand fast durchweg im Zeichen der Einheimischen. Erst in der leim — Hügelsheim 3:1; Niederbühl — Staufenletzten Viertelstunde kam Kappelrodeck wie. der etwas auf und erzielte sechs Minuten vor Schluß, nach einem Zusammenspiel zwischen Linksaußen und Mittelstürmer durch den letzteren den glücklichen Siegestreffer. Schiedsrichter annullierte Siegestreffer Oberschem -— Ottenau 0:0 Wie bereits in der vergangenen Saison bildete das Treffen Oberachem — Ottenau einen Höhepunkt, der seine Anziehungskraft nicht verfehlte. Das bewies die zahlreiche Zuschauermenge. Sie konnte wirklich befriedigt nach Hause gehen, denn es wurde ein Spiel geboten, das alles in sich hatte, wenngleich der amtierende Schiedsrichter nicht immer den Zuspruch der Zuschauer erhielt. Er war es, der Oberachem in der 49. Minute ein von Koppel schön getretenes einwandfreies Tor nicht gab. Das Spielgeschehen war während der ersten Halbzeit ausgeglichen, und beiderseits wurden schöne Sachen 'herausgespielt, die jedoch entweder mißglückten, oder von den Torhütern glänzend pariert wurden. Hier gilt auch beiden Verteidigungen ein besonderes Lob. Die zweite Halbzeit gestaltete sich dann mehr und mehr zugunsten der Einheimischen. Immer wied« rollten Angriffe auf das Tor der Murgtäler, aber wie am vergangenen Sonntag in Oberkirch, so war es auch heute am eigenen Platze. Schüsse gingen über die Lette oder berg 6:1; Plittersdorf — Lauf 1:3; Leiberstung gegen Ottersdorf 0:2; Waldulm — Stollhofen 1:1 C-Klasse, Staffel Nord: Ottenau III — Gernsbach III 4:3; Wintersdorf — Kuppenheim III 5:1; Waldprechtsweier gegen Rauental 2:3; Selbach — Forbach 2:1; Michelbach — Frankoma Rastatt III 5:3 C-Klasse, Staffel Süd: Scherzheim — Oensbach 3:1; Unzhurst gegen Bühl in 3:2; Bühlertal III — Licfatenau 2:7; Baden-Baden III — Obersasbacfa 7:0; Ulm gegen Neusatz 0:1; Schwarz ach — Vimbuch 4:3 Amateur-Reserven: Kuppenheim — Achern 3:4; Bietigheim gegen Illingen 6:2; Muggensturm — Oetigheim 2:0; Mörsch — Baden-Baden 2:5; Oberachern gegen Ottenau 3:1 Handball — Bezirksklasse Baden-Baden; Gernsbach — Steinbach 9:15; Ebersteinburg gegen Forbach 7:12; Ottenhöfen — Kuppenheim 12:10; Baden-Baden — Gaggenau n 19:3; Sandweier — Muggensturm 2:10 Kreisklasse, Staffel Nord: Durmersheim II — Kappelwindeck 5:9; Gaggenau III — Au 9:7; Hörden — Steinbach II 19:2 Kreisklasse, Staffel Süd: Eisental — Greffem 18:4; Keimlingen gegen Gamsburst 15:3; Freistett — Memprechtshofon 4:6; Ottersweier — Großweier 9:15 Montag, 15. September 1952 c t v*-‘ ■ ♦; ‘ ZE I M ITGESCH EH EN du Soktdop Nach recht kühlen Tagen, die daran erinnerten, daß die Oefen und Heizungen allmähli ch startklar zu machen sind,, bescherte das Wochenende wieder wärmenden Sonnenschein. Wie genug hatte man davon, und wie sehnte man ihn aber doch nach der kurzen, auffrischenden Regenperiode wieder herbei. Er hat sich eingestellt, obwohl jetzt eigentlich Herbstjahrmarkt und damit Regenwetter sein sollte. Nun, es ist ja noch nicht aller „Jahrmarktstage“ Abend. Jahrmarktstage in Anführungszeichen, zum erstenmal, nach dem Willen des Stadtrats. Sollte der nichtöffentliche Beschluß einstimmig gefaßt worden sein, entspräche er nicht dem Willen der Bevölkerung. Denn die Meinungen darüber sind geteilt. Das Herkommen, die Tradition und die Gewohnheit haben sich noch nicht damit abgefunden, so wenig wie mit der Verlegung des Frühjahrmarktes nach dem Messeplatz. Wenn in der alten Kirche das Patrozinium „Kreuz-Erhöhung“ festlich begangen wird, dann meint man um die Kirche schon die ersten Stände sehen zu müssen. Dieses Jahr kamen die Gläubigen, die so zahlreich zum von einer ebenso prächtig klingenden wie wiedergebenen Haydn - Messe feierlich gestalteten Festgottesdienst gingen, nicht an solchen Standgerippen vorbei. Offenburgs Herbstjahrmarkt war einmal. Es klingt schon beinahe wie ein Märchen aus Zeiten, in denen auch die schönen und immer wieder gern gehörten Volkslieder entstanden sind, mit denen die Offenburger Gesangvereine gestern vormittag auf dem Fischmarkt bzw. in den Räe-Anlagen des 90jährigen Jubiläums des Badischen Sängerbundes gedachten. Frisch und ausdrucksvoll klangen die Chöre in den von Sonne überstrahlten Morgen hinein. Der ihnen gespendete Beifall der großen Zuhörerschaft bewies, daß die Pflege dieses Kulturgutes nach wie vor eine dankbare Resonanz findet, von der zu hoffen ist, daß sie immer noch mehr sangesbegabte Jugend zu den Männerchören führt. Während des öffentlichen Liedersingens hatten im ausgezeichnet hergerichteten Kinzigstadion die Badischen Mehrkampfmeisterschaften und die ersten Gau-Mannschafts-Kämpfe bereits begonnen. Ueber 300 Turnerinnen und Turner, die besten aus Baden, stritten hier den ganzen Tag um die begehrten Meistertitel. Der Turnverein von 1846, der mit der Ausrichtung der Veranstaltung beauftragt war, hat seine ^Aufgabe glänzend gelöst. Ueber den Ablauf der Kämpfe berichten wir an anderer Stelle. Auf dem anderen Offenburger Sportplatz, der Stegermatt, herrschte gestern verhältnismäßig Ruhe. Lediglich die Jugend trat mit Spielen auf den grünen Rasen. Im benachbarten Schwimmbad nützten die „Wasserratten“ die letzte Gelegenheit. Ab heute bleibt das Bad geschlossen. Denn es wird Herbst, die Witterung unterliegt stärkeren Schwankungen und die Sonne verliert ihre Kraft, die aber immer noch ausreicht, um den reifenden Trauben die köstliche Süße zu verleihen, die wir bei den kommenden Winzerfesten in vollen Zügen kosten wollen. Girlandenschmuck und Illumination Offenburg soll zur 16. Ortenauer Herbstmesse das gleiche festliche Gewand wie im Vorjahre anlegen Daß aus der Bevölkerung heraus an die Herbstmesseleitung die Anregung ging, das Stadtbild durch die im vorigen Jahr angeschafften Wimpelgirlanden während der Ortenauer Herbstmesse besonders freundlich zu gestalten, ist ein erfreuliches Zeichen des Color Arbeiten IT’^O-HäUPTSTR;' . Bellagen-Hinweis Unserer heutigen Ausgabe liegt eine Wettzahlkarte des Bayerischen Fußball-Totos im Toto Nord-Süd bei. Bürgersinnes. Die Offenburger haben sich zur 850-Jahrfeier Wimpelgirlanden in großer Zahl angeschafft und in jeder Straße hatte ein Bürger es freiwillig übernommen, für die Dekoration Sorge zu tragen. „Die Organisation steht also“, wie man zu sagen pflegt, und das Material ist ebenfalls vorhanden. Zum diesjährigen Herbstmessefestzug wäre also nur zu beachten, daß die Girlanden von Straßenseite zu Straßenseite mindestens 4,5 m vom Boden entfernt an der tiefsten Stelle hängen dürfen, damit die Wagen ohne Störung durchkommen können. Der Festzug findet am 1. Herbstmessesonntag, den 5. Oktober 1952, statt. Am 2. Sonntag, den 12. Oktober, ist ein großes Feuerwerk vorgesehen. Wenn die Bevölkerung zum Kinzigstadion geht, soll die Stadt wieder illuminiert sein; ab 19.00 Uhr sollen die Lämpchen brennen. Die Gelatine-Becher haben sich die Familien ebenfalls aufgehoben. Es sind nur die Wachseinsätze zu beschaffen, die ohne viel Kosten zu erstehen satzstücke sind wie voriges Jahr im „Europahaus“ gegen geringes Entgelt zu erhalten. Es ist zu hoffen, daß die Bevölkerung Offenburgs ihre Anteilnahme am zur schönen Tradition gewordenen Herbstfest, der jetzt zum 16. Male stattfindenden Herbstmesse“, auch durch den Schmuck der Straßen, wie durch die Illumination der Fenster in gleich schöner Weise wie im Vorjahr bekundet. Hilfsmittel für den Landwirt Der fortschrittliche Landwirt weiß schon lange, daß er seinen Betrieb so rationell wie möglich gestalten muß, wenn er gegenüber der Konkurrenz des Auslandes bestehen will. Gerade die kleineren und mittelgroßen Betriebe, wie sie in der Ortenau zu finden sind, erfordern deshalb eine intensive Bewirtschaftung. Die Ortenauer' Herbstmesse wird aus diesem Grunde auch in diesem Jahr die Landwirtschaft ganz besonders berücksichtigen. Dabei wird weniger das Bestreben im Vorder- Kleine Stadtchronik Silberne Hochzeit Siedlungsleiter und Leiter des Volkslieder- und Kirchenchors von Hildboltsweier, Heinrich Vollmer, begeht heute mit Frau Agnes geb. Schmidt das Fest der silbernen Hochzeit. Unter den vielen Gratulanten will auch das OT. nicht fehlen. Unter den 16 ausgesuchten Weinen, die bei der Ortenauer Herbstmesse zum Ausschank kommen, wird die Winzergenossenschaft Orte n b e r g mit ihrem bekannten Sylvaner vertreten sein. grund stehen, den „letzten Schrei“ ddr Landmaschinenindustrie zu zeigen, als den Landwirten Modelle vorzuführen, die für sie brauchbar und vorteilhaft, und vor allem erschwinglich sind. Neben einer reichhaltigen Auswahl an Traktoren und landwirtschaftlichen Maschinell sind auch noch moderne Geräte für Stall und Hauswirtschaft zu sehen. Ferner ist eine sehr zweckmäßige Selbsttränkeanlage ausgestellt. Das Interesse der Landbevölkerung wird sich bei der 16. Ortenauer Herbstmesse vor allem auf die Neuerungen richten, zu denen sich noch viele andere gesellen, die für die Landwirtschaft von ebenso großem Nutzen sind. Konzertabend Hilde Findeisen Wieder Kammermusikveranstaltungen der Städtischen Musikschule Offenburg Mit einem Konzertabend der rasch bekannt gewordenen jungen Pianistin Hilde Findeisen, die auch schon in Offenburg auf getreten ist, nahm die Städt. Musikschule Offenburg die bereits im Vorjahr geübte Gepflogenheit wieder auf, künstlerisch hochstehende Kammermusik-Abende zu -veranstalten. Wie der Städt. Musikdirektor Franz Lehmann in seinen Begrüßungsworten mitteilte, sollen sind. Wimpelgirlanden und Lämpchen wie Ein- diese Konzerte nicht nur den Schülern der (UmduM Titularfest von Heilig-Kreuz In festlicher Weise beging am Sonntag die Pfarrei von Hl. Kreuz ihr Titularfest. Im lev. Hochamt hielt Herr Dekan Wilhelm Richard (Hüfingen) die Festpredigt, in der er das Kreuz als das Symbol und Siegeszeichen christlicher Lebenshaltung in unserer Zeit behandelte. Mit einer besonderen Anstrengung wartete der Kirchenchor der Pfarrei auf, der Haydns melodische „Missa in honorem St. Nicolai“ sang. Über die Besonderheiten dieser reizvollen Messe haben wir in unserer Samstagausgabe ausführlich berichtet. Der Chor brachte das Werk unter Leitung von Herrn Fasbender in der ihm gewohnten vorbildlichen Weise zu Gehör. Die solistischen Darbietungen waren hervorragende Leistungen. Die Messe bekam einen besonderen Glanz durch die farbig instrumentierte Orchesterbegleitung, die sich ebenso wirkungsvoll wie unaufdringlich in den Gesamtrahmen einfügte. Barock und zu volkstümlichster Wirkung angelegt erklang zum Schluß das Chorwerk „Christus vincit“ von Nuffel, einem flämischen Komponisten, traditionell bestimmter Kirchenmusik. Der Chor sang es voll Begeisterung und Hingabe. Es klang wie ein Bekenntnis zu den Worten der Festpredigt, Die Pfarrgemeinde versammelte sich noch abends zu einer Kreuzfeier mit Predigt. Wiederbeginn der Stenografiekurse Der Stenografenverein Offenburg beginnt Die Unfallserie der vergangenen Woche Mitgeteilt nach dem Bericht der Schutspolizei Offenburg In der Hauptstraße stießen ein Lastkraftwagen und ein Kraftradfahrer dadurch zusammen, daß der Kraftradfahrer den Lkw überholte, als dieser nach links abbog, um auf der linken Straßenseite anzuhalten. Der Kraftradfahrer zog sich leichte Verletzungen zu. Auf der Freiburger Straße lief ein dreijähriges Kind in die Fahrbahn eines Kraftrades. Es wurde angefahren und zu Boden geworfen. Seine erlittenen Verletzungen sind nur geringfügig. Ein Kraftradfahrer, der durch die Wilhelmstraße fuhr, stieß bei der Mädchenschule mit einem Lkw zusammen, der vom Lindenplatz kam und dessen Fahrer die Vorfahrt nicht beachtete. Der Kraftfahrer wurde verletzt. Die Fahrerin eines aus der Hermannstraße in die Rammersweierer Straße einbiegenden Pkw beachtete die Vorfahrt eines durch die Rammersweierer Straße fahrenden Pkw nicht. Sie fuhr dabei, ohne mit dem anderen Pkw zusammenzustoßen, auf den eisernen Zaun des Bahngeländes auf. Das Fahrzeug sowie der Zaun wurden erheblich beschädigt. Der durch die Rammersweierer Straße fahrende Pkw hatte eine übermäßige Geschwindigkeit, konnte jedoch unerkannt entkommen. In der Weingartenstraße stieß ein Kraftradfahrer mit einem auf der Straße wendenden und zurückstoßenden Pkw zusammen und kam zu Fall. Er zog sich einen komplizierten Unterarmbruch und eine Gehirnerschütterung zu. In der Straßburger Straße fuhr der Fahrer eines Pkw aus bis jetzt noch nicht geklärter Ursache über die Böschung hinunter auf einen Gartenzaun. Das Fahrzeug und der Zaum wurden stark beschädigt. Der Fahrer eines Möbelwagens mit Anhänger fuhr beim Einbiegen von der Hauptstraße in die Lange Straße mit dem Anhänger an das aufgespannte Sonnendach des. Kaufhauses Heß. Das Sonnendach wurde abgerissen und beschädigt dabei auch das Schaufenster. Auf der östlichen Auffahrt der Unfonbrücke wurde eine Radfahrerin durch einen Motorradfahrer von hinten angefahren. Sie kam zu Fall und wurde verletzt. Auf der Kreuzung der Grabenallee, Zähringer- und Lange Straße stieß ein Kraftradfahrer mit einem Pkw zusammen. Beide Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. Der Fahrer eines Dreiradlieferwagens streifte infolge Außerachtlassung der nötigen Vorsicht in der Okenstraße an einem abgestellten Lkw und beschädigte diesen. In der Friedenstraße wurde ein Radfahrer von einem überholenden Pkw gestreift und zu Fall gebracht. Es entstand geringer Sachschaden. An der Einmündung der Straßburger Straße in die Hauptstraße stießen zwei Radfahrerinnen zusammen. Der Zusammenstoß ist darauf zurückzuführen, daß eine der Radfahrerinnen von der Hauptstraße nach links in kurzer Wendung in die Straßburger Straße einbog, anstatt in weitem Bogen zu fahren. Ein Motorradfahrer gelangte wegen Trunkenheit am Steuer zur Anzeige. Festgenommen wurden: Eine Person wegen Zechbetrugs, eine wegen unerlaubten Waffenbesitzes und eine Person wegen Betteins und Landstreicherei. Aufgegriffen wurde ein aus einem Heim entwichener Jugendlicher. Entwendet wurde ein Fahrrad, aufgefunden wurden drei Fahrräder. Seit der Mülleimeraktion in Offenburg sind einzelne Familien dazu übergegangen bei Dunkelheit ihre Abfälle in Kleingärten und auf Wiesen abzulagern. Im Betretungsfalle ist mit strenger Strafe zu rechnen. am 15. September wieder mit seinen Kursen und Uebungsabenden. Die Lehr- und Uebungs- stätten des Stenografenvereins Offenburg erwarten neben den alten Schriftfreunden auch die vielen jungen Menschen, die sich in der Kurzschrift aus- und fortbilden wollen. Gerade die beginnende Herbst- und Winterzeit ist für die Ausbildung am geeignetsten, wobei es die Vereinsleitung an nichts fehlen lassen wird, durch bewährte Fachkräfte und erhöhte Aus- und Fortbildungsarbeit dieses Ziel schnellstens zu erreichen. Privat-Musikschule beginnt wieder Die Offenburger Musikschule, Hildastraße 35, beginnt mit dem 15. September das neue Wintersemester. Die Leitung der Schule hat sich in Anbetracht der allgemeinen Geldknappheit die Aufgabe gestellt, die Monatspreise so zu gestalten, daß der Musikunterricht für jedermann zugänglich gemacht werden kann. Auch für Minderbemittelte ist es jetzt möglich, Musikunterricht zu nehmen. Musikdirektor Oerk- witz ist es gelungen, die bekannte Konzert- und Solopianistin Trude Brackmann-Reichel als Lehrkraft für Klavier zu gewinnen. Die Zahl der Lehrkräfte beträgt zur Zeit 7, in Aussicht genommen sind 2 weitere, hervorragende Kräfte. Gelehrt werden alle Musikinstrumente, auch Zither, Schlagzeug und Mandoline. Verdiente Offenburger Turner ausgezeichnet Der Turnverein Offenburg hatte am Samstagabend zu der Vorführung des Films vom Landestumen eingeladen. Man kann der Fa. Photo-Stober, die für den Film verantwortlich zeichnet, bescheinigen, daß sie einen Bildstreifen geschaffen hat, der in eindrucks voller und abgerundeter Weise das herrliche Fest eingefangen hat. Lange saßen unter dem Eindruck dieses Films die Turnerinnen und Turner noch in fröhlich-besinnlicher Runde zusammen. Der Vorsitzende des Turnerbundes, Hellmut J ö r - der, benutzte die Gelegenheit, um eine Reihe besonders verdienter Turner auszuzeichnen. So erhielten vom TV Offenburg Gustav Ottstadt, Franz Schweizer, Oskar Ottstadt, Jakob Hildenbrand, Rudolf Merz, Jakob Ruck, Ludwig Zind und Bertold Baitsch die Ehrennadel des Tumerbundes. Musikschule und ihren Eltern, sondern den Musikfreunden Offenburgs überhaupt zugute kommen. Durch die Verpflichtung von Hilde Findeisen gewann gleich der erste Abend ein erfreulich künstlerisches Niveau. Die durchaus im selbständigen Rahmen wirkende einstige Meisterschülerin von Gieseking weist vorzügliche pianistische Qualitäten auf. Ihr Spiel ist von subtilstem Einfühlungsvermögen und hohem klanglichem Reiz. Der Abend bewies ihre Gewandtheit und Vielseitigkeit. Eine Sonate für Klavier des dem polyphonen Stil zugewandten Kirchenmusikers Ernst Pepping' erstand ganz in dem Sinn ihrer Erläuterungen: klar und unkompliziert, musizierfreudig der barocken Form zugetan. Die Künstlerin weist einen ausgezeichneten, zuweilen spielerisch leichten, fast graziösen Anschlag auf. Ueber den Flügel gebeugt spielt sie ungemein konzentriert, sie verschmilzt gleichsam mit ihrem Instrument, aus dem sie feinste Stimmungsbilder hervorzuzau- bem vermag. Das wurde vor allem auch bei dem Vortrag von Brahms „Variationen über ein eigenes Thema D-dur“ deutlich, die außerordentlich bemerkenswert interpretiert wurden. Echt musikantisch bewegt, springlebendig gespielt, lösten zum Schluß Bartoks „Fünf Stücke für Klavier“, kurze, scharf umrissene Stimmungsstücke, reine Freude aus. Hier vor allem schien die Pianistin offensichtlich in ihrem Element. Unter Mitwirkung von Konzertmeister Ernst Reisch kam auch die „Sonate B-dur für Violine und Klavier“ von Mozart zum Vortrag. Die ausgesprochen solistische Linie des Abends wurde damit unterbrochen. Mozart weist allerdings beiden Instrumenten reizvolle eigene Partien zu, die recht ansprechend zur Geltung kamen. Auch diese Darbietung fand, wie die übrigen, viel Beifall. Der Abend wurde zu einem erneuten Erfolg für die auch durch ihr natürliches Wesen ungemein sympathische Pianistin Hilde Findeisen. -is. Ostdeutsche Jungen im Schwarzwald Lehrer und Erzieher der 36 Schüler, die an dem Nachschulkursus im Paul-Gerhardt-Haus teilnehmen, fuhren am Donnerstagmorgen mit diesen Jungen in einem Autobus der Bundesbahn in den Schwarzwald. Dieser Ausflug sollte eine Anerkennung dafür sein, daß die Jungen während ihrer Freizeit in diesem Sommer sehr fleißig Blaubeeren für das Paul- Gerhardt-Haus gesammelt hatten. Die Fahrt führte zunächst über Gengenbach und Haslach nach Triberg. Dann ging es weiter nach Schönwald. In Langenschiltach wurde Mittagsrast gehalten. Durch Schramberg und Schiltach ging es weiter nach Wolfach, wo Vesperpause war. Ueber Hausach erfolgte die Rückfahrt. Wie während der Fahrt, so erklang auch bei der Ankunft beim Paul-Gerhardt-Haus wieder froher Liederklang aus jungen Kehlen. Es war eine wundervolle Fahrt. Die meisten Jungen, die fast alle jenseits von Oder und Weichsel ihre Heimat haben, haben bei dieser Gelegenheit wohl zum ersten Male die ganze Schönheit des Schwarzwaldes kennengelemt R. K. Ein Missionar über sein Wirken auf Borneo Bunte Bilder vom Land der „Kopfjäger" Im Aufträge des Evangelischen Jungmännerwerkes Deutschlands sprach am Mittwochabend zur Hausgemeinde des Paul-Gerhardt- Hauses Missionar Jeschawitz aus Grenzach (Kreis Lörrach), der von 1931 bis 1938 als Mis- Augen auf im Straßenverkehr! sionar der Baseler Mission auf Borneo tätig war, über Land und Leute dieser großen niederländisch-indischen Sunda-InseL An dem Abend nahmen auch die Schüler des im Paul- Gerhardt-Hause laufenden Nachschulkursus teil. In volkstümlicher, besonders die Jugend fesselnder Form sprach der Redner über seine Tätigkeit im Urwald Borneos, berichtete in bunten Bildern über die Sitten und Gebräuche der Eingeborenen, der Dajaken, der ehemaligen „Kopfjäger“, deren Leben bestimmt war von der Furcht vor Dämonen. Er schilderte das Leben auf der Missionsstation im Innern Borneos, mit seinen Orang-Utans, Schlangen und Skorpionen, sprach über die tropische Hitze und von gekochtem Regenwasser, von dem Lande, „wo man das Wachsen des Grases zwar nicht hören, aber sehen kann“. Missionar Jeschawitz ermahnte die Jugend, sich freizuhalten von Schmutz und Gemeinheit, wählerisch zu sein in ihrer geistigen Nahrung, nicht durch schlechte Lektüre ihre Seele zu vergiften. Pflicht der Eltern sei es, ein Auge dafür zu haben, was ihre Kinder lesen. R. K. Montag, 15. September 1952 G engenbacher Kinzigbrücke zur Hälfte fertiggestellt In nichtöffentlicher Stadtratssi^ung Siedlungs- und Baufragen behandelt Gengenbach, (a) Probleme, die die Siedlungen betrafen, standen auch bei der letzten nichtöffentlichen Stadtratssitzung wieder im Vordergrund. Zunächst wurde beschlossen, für die beiden Siedlungs-Doppelhäuser für Heimatvertriebene, die der Siedlung III ange- schlossen werden, ein Darlehen im Gesamtbetrag von DM 44 000.— aufzunehmen. Weiter gab der Vorsitzende die von der Landeskreditanstalt festgelegten Zins- und Amortisationsaufwendungen (monatliche Mieten), denen ein Grundpreis von DM —.90 pro Quadratmeter zu Grunde gelegt ist, bekannt. Wie die Beratungen weiter ergaben, sollen die monatlichen Mieten (Zins- und Amortisationsabgaben) für die Siedlungen I und II von DM 50.— auf DM 60.— erhöht werden, womit eine schnellere Rückzahlung der Darlehenssummen gewährleistet ist. Gleichfalls sollen die Siedlungshäuser der Siedlung III nach bewährtem Muster nach Fertigstellung der Bauarbeiten den jeweiligen Eigentümern übergeben werden. Für den Fall, daß keine Einschränkungen auf dem Geld- und Kreditmarkt erfolgen, rechnet man mit der Fertigstellung dieser Häuser bis zum Ende des Rechnungsjahres. Zwei Grundstückskäufen bzw. -verkaufen stimmte der Stadtrat zu. Gleichfalls genehmigt wurden Gesuche auf Stundung von Gemeindesteuern und -abgaben. Abgelehnt wurde jedoch ein Gesuch auf Erlaß des Wasserzinses. Nicht genehmigen konnte der Stadtrat einen Antrag auf Erstellung eines Behelfsheimes Innerhalb des städtischen Bebauungsgebietes. Nachdem das Baugesuch auf Ausbau eines Dachgeschosses vom Stadtrat gutgeheißen wurde, übernahm die Stadtverwaltung hierfür auch die Ausfallbürgschaft bei der Landeskreditanstalt. Nachdem die Neuerstellung der Haigerach- brücke an der Straße nach Schwaibach als notwendig beschlossen worden ist, sollen nunmehr .für die statische Berechnung und Bauarbeiten die erforderlichen Angebote eingeholt werden. Das städtische Sport- und Schwimmbad wurde mit dem 15. September geschlossen. Die Feuerschutzabgabe soll 1952 in der gleichen Höhe wie im Vorjahre erhoben werden. Notwendig gewordene Neueinstufungen einzelner Abgabepflichtiger wurden der Finanzkommission überwiesen. Die Kinzigbrücke ist nun am Freitag in aller Stille mit einer Hälfte dem Verkehr übergeben Offenburger Marktbericht Auf dem Offenburger Wochenmarkt wurden am Samstag folgende Preise festgestellt: Rotkraut, 500 Gramm, 20—25; Weißkraut 15; Tomaten 10—30; Zwiebeln 35—40; Gelbe Rüben SO; Bohnen 60—70; Spinat 30; Rahnen 20—25; Wirsing 20—30; Gurken, Stüde 10—30; Kopfsalat 20—40; Kartoffeln, 500 Gramm 14—15; Meerrettich, Stüde 30; Rettiche 5—10; Kohlraben 8—10; Sellerieknollen 25—30; Lauch 15. Obst: Apefel, 500 Gramm 15—30; Birnen 15 bis 40; Zwetschgen 20—30; Pfirsiche 20—60; Nüsse 80; Wacholder 35; Trauben 45—65; Frische Landeier, Stück 24—27; Dän. Frischeier 21—24; Dän. K.-Eier 25. — Anfuhr und Marktbesuch gut. Schleppend verlaufener Schweinemarkt Dem Schweine- und Ferkelmarkt am 13. 9. 1952 in Offenburg wurden 154 Ferkel und Läufer zugeführt. Der Höchstpreis betrug DM 70.— das Paar, der niedrigste Preis DM 40.— das Paar. Der Markt verlief schleppend. worden, so daß jetzt nach Abbruch der halben Behelfsbrücke die zweite Hälfte der Steinbrücke in Angriff genommen werden kann. Der Stadtrat befaßte sich mit dem Plan, an den beiden Brückengeländern längs der Gehwege Blumenkästen anzubringen. Der gutgeheißene Plan soll dem Straßenbauamt vorgelegt werden. Die Einfahrt nach Gengenbach von Richtung Offenburg soll entlang der Leutkirchstraße vor den Neubauten und dem Löwenberg’schen Park eine besondere Gestaltung erfahren. Schon einmal standen die Altbaumieten der städtischen Wohnhäuser im Stadtrat zur Debatte. Da diese Mieten seinerzeit nicht nach den geltenden Richtsätzen festgelegt wurden, soll die Finanzkommission die Angelegenheit weiter bearbeiten. Zum Abschluß der Sitzung beschloß der Stadtrat, für die Bearbeitung der Lastenausgleichsanträge einen Sachbearbeiter einzustellen. Die zeitlich befristete Stelle soll ausgeschrieben werden. Wasserleitungsbau endgültig beschlossen Ebersweier, (e) Schon längere Zeit befaßte sich der Wasser-Ausschuß mit Vorarbeiten für das bereits etliche Jahre geplante große Projekt des Wasserleitungsbaues. Hierbei ergaben sich manche Punkte, die nur nach Anhören der ganzen Einwohnerschaft geregelt werden konnten. Deshalb hatte das Gemeindeoberhaupt alle Hauseigentümer zum zweiten Male innerhalb kurzer Zeit zu einer außerordentlichen Bürgerversammlung eingeladen. Nach den interessanten Erläuterungen durch den Bürgermeister sowie durch Kreisrat August Zöller, Durbach, hatte sich die Versammlung schon bei der ersten Zusammenkunft entschlossen, den Bau so schnell wie möglich zu unternehmen. Aus den verschiedenen Vorschlägen in der Diskussion ergab sich schließlich volle Einmütigkeit darüber, daß durch uneigennützige Fronarbeit besonders bei den Ausgrabungen Mittel eingespart werden sollen. Bürgermeister Strodtbeck, Kaufmann August Zöller sowie der ebenfalls erschienene Ortsgeistliche Prof. a. D. Schwall, appellierten an Hand von Beispielen an die ganze Einwohnerschaft, sich tatkräftig bei der Ausführung einzusetzen; denn groß werde einmal die Freude für alle sein, wenn die Wassemot behoben sein werde. Der Tiefbrunnen ist schon längere Zeit fertiggestellt Es ist zu hoffen, daß nach Regelung einiger Punkte mit den zuständigen Instanzen die Hauptarbeiten recht bald aufgenommen werden können. Altersjnbilare kn September ■ Nesselried. (v> Frau Theresia Hauser Wwe, geb. Meichinger, vollendete am 3. September das 78. Lebensjahr. Der Landwirt Karl Brudy kann am 25. September den 71. Geburtstag feiern. Herzliche Glückwünsche. Sturz vom Heuboden Appenweier. Dieser Tage befand sich der Weichenwärter Ignaz Wiedemer auf der Scheunentenne um Heu und Stroh herunterzuholen. Hierbei glitt er aus und fiel durch das Tennenloch herunter auf den Scheunenboden, wobei er sich einen Oberschenkelbruch und noch andere Verletzungen zuzog. Der Verletzte wurde in das Krankenhaus Offenburg übergeführt. Obsterträgnii wird versteigert Appenweier. Am heutigen Montag, 9 Uhr, wird das Obsterträgnis der gemeindeeigenen Obstbäume am Platze versteigert Anfang am Holzweg. Sonder^ Ausstellung Montag, den 15. bis Donnerstag, den 18. September einschließlich Gasthaus „Hanauer Hof“ Franz-Volk-Straße r r n ii n DM 289 .- & (VVl 1 , ■ | nnn «»I " MEERSBURG Unsere 9 EDELSUPER AMATI 18 Kreise • 10 Philips-Röhren - Überragender UKW- Empfang • Eingebaute Antenne ■ 2 Konzert-Lautsprecher - Grobes Edelholzgehäuse - 1 Jahr Garantie KEINE ANZAHLUNG • 20 MONATSRATEN SOFORTLIEFERUNG AB WERK WELT-RADIO MEERSBURG-BODENSEE Auslöhrliche Bildprospekte und Zahlungsplan vollständig kostenlos Ueberzeugen Sie sich persönlich von Klangfülle and Leistung! V ■ . -... ■/ Gottesdienstordnunß Berghaupten. Montag: 6.45 Uhr hl. Messe für Bernhard Bauer und Valentin Bauer und hL Messe f. Franz Benz u. Ehefrau Theresia, geb. Meüe. — Dienstag: 6.45 Uhr Kindergottesdienst; hl. Messe für Gottfried Kern, Ehefrau und verstorbene Kinder und hl. Messe für Hermann Benz, Ehefrau und Angehörige. Gengenbach. Dienstag: 6 Uhr hl. Messe für Clara Rubi; 7.10 Uhr Schülergottesdienst; hl. Messe für Ludwig Erdrich, Ehefrau und Kinder, Sondersbach; 6.45 Uhr Berglemesse für Magdalena Bieser geb. Welle. — Mittwoch: 6 Uhr Gemeinschaftsmesse der Pfarr- jugend; hl. Messe für Klostermüller Alois Pf aff, Ehefrau und Angehörige; 6.35 Uhr hl. Messe für vermißten Krieger Heinrich Buss; 7.15 Uhr Seelenamt für Wilhelm Buss. Evang. Kirche Gengenbach. Dienstag bis Donnerstag: 18—20 Uhr Anmeldung zum Konfirmandenunterricht (im Pfarrhause). — Mittwoch: 9 Uhr Wochengottesdienst in der Anstaltskirche Fußbach; 14 bis 16 Uhr Sprechstunde der evang. Fürsorgerin im Pfarrhause. Offenburger Tageblatt Chefredakteur: Adolf Kimmig Verantwortliche Redaktion: Adolf Kimmig (Politik); Franz Josef Mayer (Badner Land); Karl Gies (Kultur, Unterhaltung und Heimatbeilage); Alois Hörth (Sport); Herbert Buhles (Allg. Beilagen); Walter Pichert (Landw. Beilage); Haimatteil ; Dr. Alfred Gailer. Druck und Verlag; A. Reiff & Cie., Offenburg Für unverlangte Beiträge wird keine Gewähr übernommen. &d\ichsa( ohne Roman von Lennrd Kaafman Droemesadw Veda^aanotak Mhd wa 13. Fortsetzung Worauf wollte sie bloß wieder hinaus? »Er ist doch hier mit mir zusammen.“ „Das habe ich nicht gemeint, Elisabeth. Natürlich wird er mit Ihnen glücklich sein, aber wird er sich unter uns wohlfühlen? Glauben Sie, daß er Arno vertragen wird?“ Das hatte sie in der Tat noch nicht überlegt. Sie war so froh gewesen in dem Gefühl, Rudi bald bei sich zu haben, daß sie an nichts anderes gedacht hatte. „Ich weiß es nicht. Ich glaube schon.“ „Er ist sehr lange fort und die ganze Zeit krank gewesen, Elisabeth. Vielleicht hat er sich inzwischen verändert“ Ach Gott hatte sie denn nicht ohnedies genug um die Ohren? Was wollte diese Frau von ihr? Von was redete sie, zum Teufel? Wozu dieses ganze Kreuzverhör? Jetzt könnte sie diese Frau hassen, obgleich sie sie vor einem Augenblick beinahe lieb gehabt hatte. „Sie waren nur sechs Monate verheiratet als er weg mußte, nicht wahr?“ „Ja, sechs Monate.“ War das etwa ein Verbrechen? „Und auch vorher kannten Sie ihn nicht sehr lange.“ „Aber was hat das damit zu tun? Wir lieben uns.“ Sie merkte, wie sie die Gewalt über ihre Stimme verlor. „Wollen Sie etwa damit andeuten, daß er mich nicht mehr liebt? Wollen Sie das vielleicht sagen?“ Alice nahm sie bei den Armen. „Nein. Nein, Elisabeth Nein. Natürlich will ich das nicht. Ich bin überzeugt, daß Rudi Sie liebt Ich wollte nur wissen, ob er sich bei »«■ wohlfühlen wird.“ Elisabeth hörte ihr Herz in das Kissen hineinpochen. „Und wenn schon) Die Art, wie Sie das festzustellen versuchen, ist reichlich merkwürdig.“ „Mag sein. Es tut mir leid, Elisabeth... Gute Nacht.“ Sie ging hinaus und schloß hinter sich die Tür. Elisabeth stand einen Augenblick still. Dann warf sie das Kissen auf das Bett „Der Tuufel hol’ sie!“ sagte sie laut „Der Teufel hol’ sie, diese gottverdammte Person!“ Sie nahm eine Zigarette aus der Tasche, zündete sie an und setzte sich auf das Bett. Sie erstickte fast am eigenen heftigen Atmen. Mach’ dir nichts draus und beruhige dich, redete sie sich zu. Menschen sagen doch dauernd Dinge, die sie nicht so meinen. Gewiß, Frau Ballard sprach nur von sich und ihrem Sohn, aber sie hatte ihr mit ihren Worten einen Floh ins Ohr gesetzt Drei Jahre war eine lange Zeit. Natürlich konnte ein Mann sich verändern. Er konnte sich in alle möglichen Zustände hineingrübeln. Wie konnte sie wissen, wie Rudi jetzt eingestellt war? Sie hatte sogar, als sie mit ihm zusammen war, manchmal gezweifelt ob sie ihn kenne, wirklich kenne. Sogar damals war er oft launisch, und manchmal war ihr Angst geworden, wenn er stundenlang dasaß und kein Wort sprach und sie auch nichts zu ihm sagen durfte. Seine Briefe hatten ihr keinen Trost gegeben — in den drei Jahren immer nur fünf oder sechs Zeilen, von denen keine mehr "igte, als daß er lebe und es ihm besser gehe. Der Teufel hol’ dieses Weib! Elisabeth drückte die Zigarette aus. Der Teufel soll sie holen! Nicht daran denken! Es würde schon alles gut werden.. Sie würde schon sehen. Mit Schrecken dachte sie plötzlich an Arno. Sie eilte ins Badezimmer. Arnos Gesicht war vor Schmerz ganz verzerrt. Er biß sich auf die Lippen, die Augen quollen ihm aus dem Gesicht. Das Wasser dampfte. Er verbrühte darin. Mit einem Satz war sie an der Wanne und drehte das heiße Wasser ab, ließ kaltes einlaufen. Sie riß den Stöpsel heraus. Das Wasser war so heiß, daß sie kaum hinein- fassen konnte. Sie sah Arno an, während das Wasser abfloß. Sein Körper war krebsrot und verbrüht. „Du dummer, blöder, wundervoller Idiot“, flüsterte sie. „Du wärst hier gestorben, nicht wahr? Du hättest dich lebendig totsieden lassen, weil ich dir gesagt habe, du solltest hier bleiben und ruhig sein.“ Sie lachte. „Stimmt’s? Das hättest du getan.“ Arno blickte zu ihr hinauf. Er sah sie einen Augenblick an und horchte, wie sie lachte. Und dann stimmte er laut in Elisabeths Lachen ein. Es klang mehr wie ein Heulen als wie ein Lachen. III Als Rudi den Speisewagen verließ, gab es einen Ruck und er wäre beinahe gestürzt. Er' mußte nach der Lehne eines Sitzes greifen, um sich festzuhalten, und berührte dabei eine Hand. Er sagte: „Verzeihung“, und eilte weiter durch den Gang. Er bemühte sich, seine Haltung wiederzufinden, zog seinen Schlips zurecht, zupfte an seiner Jacke und blickte aus Verlegenheit niemand an. „Blödsinniger Lokführer!“ sagte er sich. Er faßte mit dem kleinen Finger nach seinem Schnurrbart und strich ihn über der Wölbung der Oberlippe glatt. Der Zug machte eine Reihe kurzer Stöße — als hätte er einen Schlucken — und verlangsamte die Geschwindigkeit „Er muß besoffen oder verrückt sein. Oder beides.“ Diesmal blieb Rudi stehen und wartete, bis der Zug wieder ruhig fuhr. Er wollte nicht noch einmal ein Schauspiel bieten, das von diesen Hornochsen beglotzt werden konnte. Er wollte nicht noch einmal zu irgendeinem Trottel „Verzeihung“ sagen müssen, der zufällig seine fette, plumpe Hand auf der Sitzlehne hielt, wenn er grad danach griff. Die Leute! Schade, daß es auf der Welt so viele Menschen gab, die alle Luft und Nahrung und Raum beanspruchten und auf jede kleinste Bewegung aufpaßten, die man machte, und nur darauf warteten, über einen herzufallen oder sich über einen lustig zu machen. Er ging in seinen Wagen zurück und setzte sich. • „Haben Sie gut gespeist?“ fragte ihn sein Nachbar. „Einigermaßen.“ Manche Leute ließen sich ums Verrecken nicht abwimmeln. Man konnte sie beleidigen, sie abweisen, und dennoch redeten sie weiter auf einen ein. „Was gibt’s auf der Speisekarte?“ Er war ein leutseliger alter Quatschkopf mit dickem Bauch und dickem Schädel. „Ich hab’ sie nicht angesehen. Ich habe Filet Mignon und Milch gehabt.“ Welch phantastischer Gegensatz — Filet Mignon und Milch! Das Auserwählteste und das Gewöhnlichste. Schade, daß der alte Bock zu blöde war, um es zu merken. „Füet Mignon, eh? Das wäre mir bestimmt zu teuer bei den happigen Preisen in diesen Zügen.“ Der Mann begann sich über die Kostspieligkeit der Reisen zu verbreiten. Fortsetzung folgt Nachruf Am 12. September 1952 wurde unerwartet unser lieber Mitarbeiter und Kamerad Herr Bankkassier Karl Limpack aus unserer Mitte abberufen. Ein Herzschlag setzte seinem arbeitsreichen Leben mit seiner unermüdlichen Schaffenskraft ein frühzeitiges Ziel. Wir stehen tief bewegt an der Bahre dieses von uns hochgeschätzten, langjährigen, treuen Beamten. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Der Vorstand die Beamten und Angestellten der Landeszentralbank von Baden dielanzidude WALZ erteilt Ihnen erstklassigen fachmännischen Unterricht. Kunststopfarbeiten werden schön und gut ausgeföhrl Albert Schneider, sdmeidermstr. Offenburg. Zeller Sfr. 28. Tel. 2363 Offenburger Musikschule Hildastraße 35 Unterricht für Violine monatlich DM 10.- Unterricht f. Akkordeon monatlich DM 9.- Sonderpreis monatL DM 5.- Neuanmeldungen im September einen Monat kostenlosen Unterricht Auskunft u. Anmeldungen Hildastr. 35, TeL 1846 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, nach längerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meinen lieben, unvergeßlichen Gatten, unseren lieben, guten, stets treusorgenden Vater, Schwiegervater, Schwager und Onkel Anton Huber Inhaber der Fahrrad- und Maschinenhandlung heute gegen 11 Uhr wohlvorbereitet im Alter von nahezu 70 Jahren zu sich in die ewige Heimat abzurufen. Nußbach, den 13. September 1952 In tiefer Trauer: Frida Huber, geb. Ruf Anna Huber Albert Huber und Frau Karl Huber Elisabeth Huber und alle Anverwandten Die Beerdigung findet am Dienstag, den 16. September 1952, um 9.30 Uhr, statt. Abgang vom Trauerhaus 9.15 Uhr. DARMOL H regelt die Verdauung * “ steigert das Wohlbefinden J Qesc&oftseeöffuüitf! Auf Grund meiner langjährigen Erfahrungen in der Papierwaren- und Tabakwaren-Branche, eröffne ich am Montag, den 15. September 1952, ein Geschält für Tabakwaren Schreibwaien und Schulartikel OFFENBURG, Hildastrafie 38, Telefon 2157 Es wird mein ganzes Bestreben sein, meine verehrte Kundschaft in jeder Hinsicht bestens zu bedienen. tasei Hauet Kaufmann Tabakw&ren-Groß- und Einzelhandel, Schreibwaren Steppdecken Tagesdecken Neuanfertigung und Umarbeituug preiswertl Paul Schweikert, Offenburg Frie denstraße 36 Fernruf 1890 Immobilien Suche kleineres Wohnhaus in Offöiburg oder nächster Umgebung gegen Barzahlung zu kaufen. Off. u. 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D Dr. Aflgaier und der Frontsoldat beider Kriege Eintritt heil Erich Teich Der Führungsring ehemaliger Soldaten Nähmaschinen - Fahrräder Spitzeniabrikat seit 80 Jahren Vertretung: K. Pfeiffer, Offbg. Okenstr. 71 MODEN SCHAU 0 qnrfen OFFENBURG am Montag, den 15. September 1952, 20 Uhr Dienstag, den 16. September 1952, 16 und 20 Uhr Mittwoch, den 17. September 1952, 16 und 20 Uhr unter Mitwirkung hervorragender Künstler u. der Firmen: EUy Kraußs Hüte Karl Ernst: Schuhe August Kirn: Lederwaren Pelx-Hummler : Pelze Josef Wolf: Schmuck Eduard Weber: Frisuren Kartenvorverkauf: e 1ahit^ Tischbestellungen im Palmengarten — Eintritt: DM 1.— Sichern Sie sich rechtzeitig einen guten Platz DasModehaus am Marktplatz Groß im Erfolg, das ist die Kleinanzeige Fuchs Elektrogeräte Installationen Melzgenir.1 Telefon 1660 f Bettfedernreinigung jeden Donnerstag E. Tischer Ottenburg, Hauptsti. 86 ] Die Kleinanzeigen im Olienburgei Tageblatt sind Ingebo' a. 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