« r Nummer 228 Verlagsort Ottenburg Dienstag, 30. Dezember 1952 Ausgabe A 141. Jahrgang Außenminister Eden: Der Westen braucht Einigkeit Neujahrsbotschaften ausländischer Staatsmänner an das deutsche Volk Bonn. Mehrere ausländische Staatsmänner haben dem deutschen Volk ln Neujahrsbotschaften für das kommende Jahr die besten Wünsche zu seiner politischen und wirtschaftlichen Entwicklung ausgedrückt. Oie Staatsmänner betonten in den Erklärungen besonders die Bedeutung des europäischen Zusammenschlusses für die Bundesrepublik und die Wichtigkeit des gemeinsamen Kampfes um die Erhaltung der Freiheit. Der britische Außenminister Anthony Eden sagte, die zentrale Tatsache des kommenden Jahres „bleibt der Kampf zur Erhaltung unserer Freiheit, in dem wir alle stehen.“ In Europa sei die Kriegsgefahr dank der Schritte der Atlantikpaktmächte zur Stärkung der Verteidigung vielleicht kle'ner geworden. „Aber ln einigen Teilen der Welt sind wir noch in wirklichem Kampf mit einem Angreifer. Die gemeinsame Gefahr lehrt uns, daß der Westen Einigkeit braucht.“ Eden wies auf die historischen Entscheidungen hin, die in Europa im abgelaufenen Jahr mit der Bildung der Montanunion und der Unterzeichnung des EVG- Vertrags getroffen worden seien. Diese Schritte, {iie zur Einheit Europas führen könnten, hätten die volle Unterstützung der britischen Regierung. Das- vergangene Jahr habe ein neues Verhältnis zwischen Deutschland und dem Westen eingeleitet. Die Ueberwindung der Spaltung Deutschlands mit friedlichen Mitteln solle fortgesetzt werden. Eden gedachte Berlins, „dieses mutigen Vorpostens unserer westlichen Welt“. Er bezweifle nicht, daß diese Stadt ihren Platz als Hauptstadt eines geeinten Deutschlands in einem friedvollen' Europa wieder einnehmen werde. Der luxemburgische Ministerpräsident Pierre Dupong stellte fest, im vergangenen Jahr habe «6 im Weltgeschehen mehr Erfreuliches als Trauriges gegeben. „Der wirtschaftliche Konsolidierungsprozeß in Westeuropa nahm seinen Fortgang, die europäischen Einigungsbestre- Bungen desgleichen. Die Gemeinschaft für Kohle und Stahl nahm ihren Betrieb auf, der Plan zur Einigung der westeuropäischen Landwirtschaft und des Gesundheitswesens rückte fin Stück vor. Die Schaffung einer westeuropäischen Armee, in der auch Westdeutschland seinen Platz finden soll, stieß zwar auf Schwierigkeiten, ist ihrem Ziel aber näher als vor einem Jahr. Kurzum, die Sache des Friedens und der Freiheit hat ein Jahr gewonnen. Wir dürfen der Entwicklung im neuen Jahr mit Hoffnung .entgegensehen.“ Der italienische Ministerpräsident und Außenminister Alcide de Gasperi unterstrich die fundamentale Bedeutung des EVG-Vertrags. „Besteht grundlegende Einmütigkeit über die Notwendigkeit der Einheit Europas, so haben die Regierungen die Pflicht, von ihren Parlamenten die Ratifizierung des EVG-Vertrags zu fordern. Dies ist die notwendige Grundlage. Sie schließt eine fortschreitende Evolution nicht aus. Mein Wunsch geht dahin, daß das deutsche Volk den EVG-Vertrag in die sem Sinne beurteilt und daß sein Parlament dementsprechend entscheidet, so daß Deutschlands volle und gleichberechtigte Zusammenarbeit mit den freien Völkern zum. Aufbau eines friedlichen Europa gesichert ist.“ Der österreichische Bundeskanzler Dr. Leopold Figl glaubt, daß 1953 aller Voraussicht nach ein Jahr bedeutungsvoller Entscheidun- Sourjets d, angen in Frohnau ein Unser Bild zeigt die Stelle an der Grenze, an der in der Nacht zum ersten We'hnachtsfeiertag der westbe-.'.inei Polizeioberwachtmeister Herb. Bauer von den Sowjets erschossen wurde. gen für die deutsche Bundesrepublik sein werde. Oesterreich sei von dem aufrichtigen Wunsch erfüllt, daß diese Entscheidungen zu einer Normalisierung der außenpolitischen Lage Deutschlands und damit zu einer Befriedung Europas beitragen mögen. Oesterreich sei sehr daran gelegen, die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zur Bundesrepublik auszubauen und zu vertiefen. Der ägyptische Ministerpräsident General Mohammed Nagib wünscht dem deutschen Volk „ein friedliches, glückliches und erfolgreiches neues Jahr.“ Im Namen aller Aegypter wünscht er den Deutschen ferner, daß Deutschland wieder völlig gesundet und seinen Platz unter den großen Nationen wiedererlangt. Der dänische Außenminister Oie Bjoern Kraft sprach, die Hoffnung aus, daß sich im kommenden Jahr „wachsender Respekt und gegenseitiges Verständnis zwischen unseren Völkern zeigen mögen.“ Er sagte, die Zeit der Zersplitterung müsse beendet werden. Auf vielen Gebieten werde Europa an die Stelle des Nationalstaates treten. Der intermistische brasilianische Außenminister Maris de Pimentei Brandao sprach den Wunsch aus, daß Deutschland in Frieden die Straße der Freiheit zu Größe und Wohlstand weitergehen und die deutsche Nation nur glückliche Tage kennenlernen möge. Brasilien verspüre von Deutschlands Aufschwung große Wirkungen. Die brasilianische Regierung habe keinen größeren Wunsch, als mit allen Mitteln „die Bande immer enger zu knüpfen, die sie mit der Bundesrepublik Deutschland verbinden“. Der chilenische Außenminister Arturo Ola- varria erinnerte an den Beitrag, den Deutsche bei der Entwicklung Chiles leisteten. „Als Staatsmann wünsche ich, daß die Welt immer mit dem großmütigen Beitrag der Deutschen zum Wohl des Fortschritts, der alle Völker der Welt mit festen Banden verbindet, rechnen kann.“ Adenauer wünscht Aussprache Versöhnungspolitik mit Frankreich soll fortgesetzt werden — Saarverhandlungen vor der Wiederaufnahme? Bonn. (64 Schweine, » Schotte. Preise: Ochsen nicht notiert; Bullen A 88. B 83—85. C 80—82. D nicht notiert; Kühe A 82—84. B 60—70, C 47—58. D 40—45; Färsen A 96—102. B 84—87, C und D nicht notiert: Kälber A 130—140, B 125—128, C 100—120. D 90—98: Schweine A bis C 130—132, D und E 128—132. F nicht notiert; Lämmer und Hammel A 85. B 80, C und Schafe nicht notiert. — Marktverlauf: Großvieh ruhig, Kälber lebhaft, Schweine flott, Schafe langsam. Haslacher Schweinemarkt Aufgefahren; 168 Ferkel und 2 Läufer: Preise: Ferkel 30—45 DM. Läufer 123 DM pro Stüde. Geschäftsgang gut. Nächster Schweinemarkt und Großviehmarkt am Montag, den 5. Januar, vormittags 8 Uh». Stimmung, wonach dem Betriebsfonds 1,7 Mil- Basler DM-Notierung Kleine Noten: Ankauf 90)4, Verkauf 93)4; Honen DM entnommen und davon 1 Million große Noten: Ankauf 90, Verkauf 93)4 Dienstag, 30. Dezember 1953 80 deutsche Siege in 138 Länderkämpfen Die Bilanz der internationalen Begegnungen des Jahres 1952 Dl* Zahl dar Underkämpfe Deutschlands Ist ständig im Steigen begriffen. Waren ** 195* erst M und 1951 dann US, so steigerte sich diese Zahl 1951 aut 139. Mit 33 Lindern (im Vorjahr 21) uaBen deutsche Sportler in offiziellen Länderkämpfen ihre Kräfte. Die Schweiz war mit 21 Begegnungen i-J*« bteste Länderkampf-Partner vor Oesterreich (15); Schweden und Italien (je 11); Frankreich (7); Holland und Finnland (je 6); Auch gegen weit entfernte Länder wie Brasilien, Australien Japan und Kambodscha wurden entweder im Rahmen der Olympischen Spiele oder der Tischtennis-Weltmeisterschaften Kämpfe ausgetragen Erstmals fand beim Olympia-Wasserballtumier auch ein Länderspiel mit der Sowjetunion statt. Die Bilanz der 138 Länderkämpfe lautet: 89 deutsche Siege, 53 Niederlagen und 5 Unentschieden. — Fußball und Handball am aktivsten Unsere Fußball- und Handballspieler waren im Jahre 1952 am aktivsten. Beide trugen Je 14 Länderspiele aus. Die Nationalmannschaft im Fußball er- aielte folgende Ergebnisse: gegen Luxemburg 3:0 Irland 3:0; Frankreich 1:3; Schweiz 5:1; 3:2; Spanien t:2, Deutschland B schlug Schweiz B 2:0. Die Amateure zeichneten sieben Begegnungen, von denen aie fünf gewannen und zwei bei einem Gesamttorverhältnis von 14kcB verloren: gegen England 2:1 und 3:0, gegen, Oesterreich 2:0, Aegypten 3:1, Brasilien 4:2, Jugoslawien 1:3, Schweden 0:2. Blütenweiß Ist die Bilanz lm Handball, wo wir die Weltmeisterschaft erringen konnten. Unsere Männer trugen lm Feldhandball neun Spiele aus, die sie ausnahmslos mit 217:60 Toren gewannen: gegen Luxemburg 34:2, Belgien 23:4; Jugoslawien 29:9. Oesterreich 22:15 und 19:4, Dänemark 23:10, Saar 19:2, Holland 29:6, Schweden 19:8. In der Halle gab es Siege gegen Dänemark mit 12:10 und Oesterreich mit 31:10 sowie ein Unentschieden gegen Schweden mit 11:11. Auch die Frauen kamen zu zwei Erfolgen: gegen Norwegen 4:3 und gegen Frankreich mit 6:0. k Auch Boxer blieben ungeschlagen Neben den Handballern blieben auch die deutschen Amateurboxer unbesiegt. Sie gewannen gegen Iran 17:3, gegen Finnland 12:8 und kämpften gegen Irland 10:10. — Die Amateurringer konnten dagegen von ihren sechs Länderkämpfen nur zwei gewinnen: gegen Schweiz 8:2 und Dänemark 8:0. Den großen Ringemationen Schweden (zweimal 1:7) und Türkei (2:8 und 0:8) waren wir aber deutlich unterlegen. Die Gewichtheber verloren Ihre zwei Treffen mit Oesterreich 3:4 und Frankreich 2:4. Hochbetrieb lm Feld-, Elt- und Rollhockey In den Mannschaftsspielen im Hockey wurden nicht weniger als 26 Länderkämpfe durchgeführt. Im Landhockey Ist die Bilanz mit 4 Siegen, 2 Niederlagen und 31:10 Toren positiv. Gewonnen wurde gegen Polen 7:2, Finnland 7:0, Oesterreich 2:1, Polen 4:0 verloren gegen Holland 0:1 und Pakistan 1:6. — Im Eishockey gab es 13 Länderspiele mit 4 Siegen, 8 Niederlagen, 1 Unentschieden und 41:71 Toren. Die Ergebnisse: gegen Schweiz 6:5, 4:3, 3:6, 1:2, 5:7, Kanada 4:1, 1:15, Finnland 1:5. Norwegen 8:2, Polen 4:4, Schweden 3:7, CSR 1:6, USA 2:8. — Negativ ist auch die Bilanz im Rollhockey mit einem Sieg, sechs Niederlagen und 20:41 Toren, Die Resultate: Schweiz: 1:9 und 1:5, Spanien 2:4, Holland 2:4, Portugal 3:7; Italien 7:1, Belgien 2:5; England 2:6. Leichtathletik-Frauen ganz groß In der Leichtathletik verzeichneten unsere Männer Siege über die Schweiz mit 117:97 und gegen Luxemburg mit 100:51. Verloren ging das Treffen mit Schweden mit 93:119 und der Geherländerkampf gegen die Schweden mit. 17:39. Unsere Frauen konnten Ihre fünf Treffen durchweg siegreich gestalten. Sie •chlugen Italien 51:42, Holland 59:32. Schweiz 73,5:31,5 Jugoslawien 54:30 und Oesterreich 55:31. Im Schwimmen besiegten unsere Männer Italien mit 39:32 und 42:34 sowie Spanien mit 56:53. Auch die Frauen waren gegen Italien zweimal erfolgreich: 39:20 und 38:22. — Nicht so erfreulich sieht es lm Wasserbau aus. Hier stehen den fünf Siegen sechs Niederlagen (44:60 Tore) gegenüber. Die Ergebnisse: gegen Schweden 4:2, 5:4, 1:5, Australien 9:4, und 5:3, Italien 4:11 und 4:7, Rumänien 8:4, Aegypten 2:5, Ungarn 1:9, UdSSR 1:6. — .In den sonstigen Wassersporarten ist im Rüdem der Dreiländerkampf Deutschland (15,5 P.) — Jugoslawien (18 P.) — Oesterreich (14,5 P,); und lm Kanusport das siegreiche Treffen gegen Belgien (61:55) zu erwähnen. k Ein einziger Sieg lm Tennissport Zwischen den weißen Linien holten Deutschlands Tennisspieler 1952 nur einen Sieg heraus: gegen Brasilien mit 3:2. Verloren gingen die Begegnungen gegen Dänemark 1:4, Italien 0:6, Finnland (ln der Halle) 2:3, Die Frauen konnten dreimal siegen (gegen Oesterreich 4:1, Schweiz 5:0; Italien 5:0); und verloren zweimal: gegen Australien 0:12 und Oesterreich 2:2. — Ausgeglichen sieht es im Tischtennis mit fünf siegen und fünf Niederlagen und 31:35 Punkten. Die Ergebnisse der Männer: gegen Indien 4:0; England 0:5; Kambodscha 5:0, Japan 0:5, Frankreich 1:5, Pakistan 5:2. Portugal 5:2, Oesterreich 5:4, Schweiz 5:4, Frauen: gegen Oesterreich 1:3. Viel Betrieb auch im Radsport Im Radsport trügen unsere Bahnamateure sechs Ländertreffen aus. Gegen dl* Schweiz 22:10 und Holland 7:5 wurde gewonnen, gegen Frankreich (10:14, Holland 4:8, England (zweimal 4:9): verloren. Ein weiterer Kampf gegen die Schweiz verlief un- enschieden 12:5:12,5. — Im Radball wo Deutschlands Farben durch das Kulmbacher ‘ Brüderpaar Pensel vertreten wurde, stehen neun deutschen Siegen nur drei Niederlagen gegenüber Resultate: gegen Schwel* 0:2, 1:3, 4:3, 4:3, Oesterreich 6:1, 9:3, 7:2, Frankreich 5:3, 1:2, Belgien 7:1, Saar 8:1, Dänemark 9:1. Die übrigen Länderkämpfe, Die Länderkämpfe ln den übrigen Sportarten brachten folgende Ergebnisse: Turnen: gegen Finnland 344,60:344,70 verloren und 355,20:343,05 gewonnen. Rugby: gegen Belgien 19:9, Italien 6:is, Spanien 17:6, Baskettball: gegen die Schweiz 64:38 und 48:21. Fechten: gegen Italien 7:9, Schach: gegen die Schweiz 12,5:7,5 Punkte. Porträt der zehn weitbesten Sportler 1952 Vier Leichtathleten sind darunter — Coppi, Bester der Berufssportler Vier Leichtathleten sind unter den ersten sehn Sportlern, die von der Sportpresse der Welt unter Regle der INTERNATIONALEN SPORTKORRESPONDENZ als die Besten des Jahres gewählt wurden. Das ist ein Ergebnis, du lm olympischen Jahr 1952 nicht wundernimmt, denn die Leichtathletik ist nun einmal das Kernstück der Olympischen Spiele. Die zehn Sportler, die von den größten Sport- und Tageszeitungen aus 19 Ländern und drei Erdteilen gewählt wurden, sind folgende: Nr. 1: Emil Zatopek (CSR), Major in der tschechischen Armee, geboren 19. 9. 1922, verheiratet, hält acht Weltrekorde zwischen 10 000 m und 30 km, dazu den Olympiarekord im Marathonlauf: vier Olympiasiege, eine Silbermedaille und zwei Europameistertitel sind im Besitz Zatopeks. Seine Gattin wurde in Helsinki Olympiasiegerin im Speerwerfen. Za topek ist 1,76 m groß und wiegt 66 kg. Nr. 2: Robert „Bob* Mathias (USA), Medizin-Student der Stanford-Universität, geboren 17. 11. 1930, Olympiasieger 1948 und 1952 lm Zehnkampf, hält seit 1950 ln dieser Disziplin den Weltrekord, den er 1952 auf 7887 Punkte steigerte. „Bob" Ist der Athlet der Athleten. Er selbst, der seit seinem 14, Lebensjahr Leistungssport betreibt, . führt seine Erfolge auf „harte Arbeit und Selbstvertrauen“ zurück. Sein „Hobby“ ist Jazz, er selbst hämmert auf dem Klavier „im Rhythmus der Zeit“. Nr 3: Fausto Coppi (Italien), Berufsradfahrer, früher gelernter Metzger, geboren 15. 9. 1919. verheiratet, Abgott der Italiener. Er gewann die bedeutendsten Straßen-Rundfahrten „Giro“ und „Tour de France“ ganz überlegen, ist Weltklasse im Zeitfahren. Trotz Sturz bester Radfahrer des Jahres, erreichte Form von 1949 (seinem stärksten Jahr als Professional). * Nr 4: Hjalmar Andersen (Norwegen). Schriftsteller, 28 Jahre, errang drei Olympiasiege im Eisschnell-- Sedgmon deklassierte Seixas Sichere 2:0-Führung Australiens gegen USA um den Daviscup laufen, hält den Weltrekord über 10 000 m. Wird der „Zatopek des Eises“ genannt. Als Fischerssohn bringt er beste physische Voraussetzungen mit (große Lunge) und befindet sich das ganze Jahr hindurch im Training (Radsport, Waldläufe), solange er nicht Schlittschuhe unterschnallen kann. Nr. 5: Alberto Ascart (Italien), Vertreter der FIAT- Werke in Mailand, Fabrikfahrer bei Ferrari, geboren 13. 7. 1918, verheiratet, zwei Kinder. Für Rennsport . erblich belastet", der Vater war schon berühmter Rennfahrer, er verunglückte im Training tödlich. Ascari jr. wurde in diesem Jahre Automobil-Weltmeister« gewann sechs der acht Wertungsläufe. Dreimal hintereinander (1950—52) triumphierte er im Großen Preis von Deutschland und wurde mit der höchsten Nürburg-Auszeichnung geehrt. Nr. 6: Viktor Tschukarln (UdSSR), Student in Moskau, 26 Jahre, der „beste Turner der Welt“. Fünf Gold- und eine Silbermedaille errang er für die Sowjetunion bei den Olympischen Spielen in Helsinki und wurde damit der erfolgreichste Athlet. Turnt mit unerhörter Kraft. „Verdienter Meister des Sports“ ist sein Titel in der Sowjetunion. 1949 bej den Studenten-Weltspielen in Budapest wurde die Welt erstmals auf TsChukarin aufmerksam. Vielseitiger Athlet, 175 m groß, 76 kg schwer. Nr. 7: Marjorle Jackson (Australien), Stenotypistin, geboren 13. 9. 1931. Die hübsche Marjorle aus dem Lande der Känguruhs hält drei Weltrekorde (100 y 10,4, 100 m 11.4 und 200 m 23,4 Sekunden), si* holte zwei Goldmedaillen in Helsinki für Australien. Der .blaue' Pfeil“, wie die Jackson genannt wird, hat- die Nachfolge der „fliegenden Hausfrau“ Fanny Blankers- Koen (Holland) ängetreten- Die Herausforderungsrunde des diesjährigen Davispokals begann am Montag in Adelaide mit der Begegnung zwischen den beiden Ranglistenersten Australiens und der USA. Dabei wiederholte der Wimbledonssieger Frank Sedgman (Australien) seinen glatten Vorjahrserfolg und schlug Vic. Sedxas (USA) in drei glatten Sätzen mit 8:3„ 6:4, 6:3. Sedgman brachte damit den Titelverteidiger Australien mit 1:0 in Führung. Sedgman deklassierte Seixas in fast allen Phasen des Kampfes. Der Australier stürmte immer wieder zum Netz, wo er durch hervorragende Fiugbälle den Amerikaner immer wieder ausplacierte. Sedgman ließ während des ganzen Kampfes nur zwei Schmet- terbälle aus, und seine brillanten Passierschläge brachte* Seixas zur Verzweiflung. Dagegen verfügte der Amerikaner über den besseren Aufschlag, doch hatte er auf der Rückhand eine deutliche Schwäche. Sedgman bewies mit diesem glatten Erfolg, daß er ln der Welt unerreicht ist und daß er jeden Spieler schlagen kann, wenn es darauf ankommt. Auch McGregor gewann ln drei Sätzen Audi lm zweiten Einzel gelang den Amerikanern kein Satzgewinn. Ken McGregor (Australien) schlug Tony Trabert (USA) mit 11:9, 8:4, 6:1. Damit beendete Australien den ersten Tag mit einer beruhigenden 2:0-Führung, so daß am glatten Endsieg des Titelverteidigers nicht mehr zu zweifeln ist. Zum Jahresausklang noch ein Weltrekord Der Olympiazweite im Rückenschwimmen, Gilbert Rozon-Frankreich, stellte zum Jahresabschluß in Troyes noch einen Weltrekord im 100-m-Rücken- schwimmen mit 1:3,3 Min. auf. „Gigi“ wurde von den 3000 Zuschauern hervorragend unterstützt. Auf die Bitte des Sprechers verhielt sich das Publikum auf den ersten drei 25-Meter-Längen muckmäuschenstill, dann aber wurde Bozon, der bei 2B Grad Wassertemperatur schwamm, stürmisch angefeuert. An der Entwicklung des Weltrekords seit 1910 haben übrigens auch zwei Deutsche mitgewirkt, wie die folgende Aufstellung zeigt: 1910: Weckesser-ßelglen 1:20,8 Min.: 1911: Baronyi-Ungam 1:18,8 Min.; 1912: Sehiele-Deutschland 1:18,4 Min.; 1912; Fahr-Deutsch- land 1:15,6; 1920: Kealoha-USA 1:14.8 Min.; 1926: Kealoha-USA 1:11,4 Min.: 1928: Läufer USA 1:11.2 Min. 1927: House-USA 4:10.2. Min.; 1928: Kojac-USA 1:08,2; 1934; Vandeweghe-USA 1:07.4; 1935: Kiefer-USA 1:07,0; 1938: Kiefer-USA 1:04,8; 1949: Stack-ÜSA 1:03,8; 1952: Bozon:Frankretch 1:03,3 Minuten. Nr. 9: Frank Sedgman (Australien), Student. 23 Jahre. der Welt bester Tennisspieler, ein Schüler Jack Crawfords. Sedgman wurde in den letzten Jahren dreimal Wimbledonsieger und damit inoffiziell Tennis-Weltmeister. Er gewann für Australien den Davispokal. Zur Zeit bemüht sich Jack Kramer (früher ebenfalls Wimbledonsieger) sehr darum, den Australier zum Uebertritt zu den Tennis-Professionals zu bewegen. Nr. 9: Ademar da Silva (Brasilien), Student, geboren 29. 9. 1927, dunkelhäutig, brach die Hegemonie der Japaner im Dreisprung. Mit. der neuen Weltrekordweite von 16.22 m wurde er Olympiasieger. „Meine sportliche Karriere verdankte ich meinem deutschen Trainer Gemer“, sagte der beliebte brasilianische Athlet nach seinem sensationellen Olym- plasieg. Nr. 10: Rocky Marciano (USA), Wfeltmeister lm Schwergewichtsboxen, 28 Jahre, verheiratet, ein Kind. Mit Marciano kam nach 15jähriger Herrschaft der Neger (1937 nahm Joe Louis dem weißen Amerikaner Jim Braddock den Weltmeistergürtel ab, Ez- zard Charles und Joe Waleott folgten ihm auf den Thron) wlÄler ein weißer Amerikaner in den Besitz der Weltmeisterschaft aller Klassen. Als Professionalsboxer ist Marciano noch unbesiegt, 1,80 m groß und 82,5 kg schwer. Viel bot fut uusete Uf Bundestreiner Sepp Herberger und die deutschen Spieler konnten sich am Sonntag nach dem Fußball- Länderspiel Spanien — Deutschland (3:2) lm Hotel Naclonal, dem Quartier der deutschen Natlonal-Elf, kaum der zahlreichen Gratulanten erwehren. Auch die Spanier versagten der deutschen Elf Ihre Anerkennung nicht. Sie gaben unumwunden zu, daß auf Grund der zahlreichen hervorragenden deutschen Chancen ein 9:2- oder gar ein 4:2-Sieg Deutschlands möglich gewesen wäre. Der spanische Nationaltrainer Pedro Escartin erklärte, daß seiner Meinung nach die deutsche Elf in dieser Form selbst gegen Argentinien hätte gewinnen können. Das Spiel gegen Deutschland habe höheres Niveau gehabt als das Länderspiel Spanien — Argentinien am 7. Dezember. Das vierte Treffen mit Deutschland müsse zu den besten Kämpfen gerechnet werden, die nach dem Kriege in Spanien ausgetragen wurden. Im spanischen Fußball-Verband sei man jedenfalls sehr froh über dieses Unentschieden, da es gegen einen großen sogar oft besser spielenden Gegner errungen worden sei. — Besonders beeindruckt waren die Spanier von der überragenden Leistung des deutschen Mittelläufer« Jupp Posipal, der einstimmig als bester Spieler auf dem Feld bezeichnet wurde. Auch der 19 Jahre alt* Eckel. Fritz Walter und Toni Turek wurden allerseits gelobt. Die Meinungen über die Spielleitung des Italiener» Orlandini gingen nach dem Spiel sehr weit auseinander. Während einige deutsche Funktionäre tatsächlich ein absichtliches Handspiel Eckel* gesehen haben wollten, hielten doch die meisten diese Elfmeter- Entscheidung für außerordentlich hart. Auch spanische Verbandsfunktionäre gaben zu. nicht mit einen* Elfmeter gerechnet zu haben. Man ist sich einig, daß Orlandini bei der deutschen Elf di* Zügel etwa« zu scharf anlegte und häufig erlaubte Härte mit unerlaubtem Foulspiel verwechselte. Bundestrainer Sepp Herberger sagte, daß er mit der Leistung seiner Mannschaft absolut zufriede» sei und erneut einen wesentlichen Fortschritt seh*. Der Einsatz Metzners nach der Kopfverletzung. Ott mir Walters (eine drei Zentimeter lange Platzwunde) und der dadurch notwendige Wechsel Fi-it* Walters in die Sturmmitte habe sieh nicht immer vorteilhaft ausgewtrkt. Mit dem Debüt Metzner* könne man jedoch sehr zufrieden sein. Silberne Ehrennadel für Posipal Auf dem Festbankett im Anschluß an das Fußball. Länderspiel Spanien — Deutschland am Sonntagabend im Hotel Ritz in Madrid überreichte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Dr. Feco Bauwens, dem deutschen Mittelläufer Jupp Posipal (HSV); der in Madrid sein zehntes Länderspiel bestritt, die silberne Ehrennadel des DFB. Der Neuling Metzner (Hessen-Kassel) erhielt die bronzene Ehrennadel. Erste Pressestimme Die einzige, bereits am Montagvormittag erscheinende Madrider Tageszeitung „Hoja de Lunes" bring* den Bericht vom Fußball-Länderspiel Spanien — Deutschland in großer Aufmachung auf der ersten Seite und schreibt, daß der bessere Fußball von der deutsdien Mannschaft gespielt wurde, „Deutschland zeigte ein ausgezeichnetes und gekonntes Spiel“ und „deutsche Technik schlug spanische« Durcheinander“, lauten die Schlagzeilen. Man sei in Spanien über di* außerordentliche Spielstärke der deutschen Elf sehr erstaunt, Deutschland sei zu einem gefährliche» Gegner geworden. Kleiser Sieger am Sdiauinsland Willi Kleiser aus Hinterzarten erhielt mit 203.9 Punkten die beste Note beim Skispringen auf dem Sdiauinsland und erreichte außerdem im zweit«i Durchgang mit 34 m als einziger Springer den kritischen Punkt der Schanze. Im ersten Durchgang hatte Kleiser mit 33 m ebenfalls die größte Weite erzielt. Zweiter der allgemeinen Klasse wurde Ernst Kümmerer aus Todtnau mit 31 und 32 m und der Note 188 5. Auffallend gut waren die Leistungen der Jugendspringer, die zum Teil besser und weiter sprangen als die Jungmannen. Georg Thoma, Hinterzarten, hätte mit seinen zwei Sprüngen von je 30 m und der Note 191.2 in der allgemeinen Klasse den zweiten Platz belegt. Titel Verteidiger KFVführt am Jahresende In der Deutschen Eishockeymeisterschaft sind vo» 56 Partien bis zum Jahresende 1952 bereits 26 gespielt. Der Titelverteidiger Krefelder EV liegt in Führung. Der neueste Tabellenstand: Krefelder EV Riessersee EV Füssen Bad Tölz Bad Nauheim Düsseldorf Preußen Krefeld EV Rosenheim 5 5 0 8 60:8 9:1 9 4 1 1 99:16 9:2 4 3 1 8 98:7 7:1 8 3 1 4 29:34 7:9 4 3 0 2 13:16 4:4 7 1 1 5 12:59 3:11 5 1 0 4 13:53 2:8 3 0 0 3 6:17 0:7 jCuk All« Recht* Vorbehalt** b«l Lttag, Weetaodort/Tlroi AS UND BargbMMra-Reman von WoUgaag Kocnter 30. Fortsetzung Da hatte Andreas Leuckner sein Weib mit großen, erstaunten Augen angesehen und war dann, t ganz verblüfft, ob dieses unerwarteten und ersten Widerstandes, ohne noch ein Wort zu sagen, aus dem Zimmer gegangen. Kaum graute der neue Morgen, da war Andreas’ Wagen schon eingespannt und wenig später fuhr er aus dem Tal. Zwei Stunden später standen Lukas und Brigitta im einfachen Sonntagskleid vor dem Altäre der schlichten Dorfkirche, um sich die Hand fürs Leben zu reichen. Unten aber in den Stühlen kniete neben Franz Übergriffen Lukas’ Mutter, der Vater fehlte. Der aus tiefstem Herzen und einem reinen Gemüte kommende Segen der Mutter mußte den des Vaters ersetzen. Die Ringe waren gewechselt. Klar und deutlich war von den Lippen der beiden das Ja gekommen. Lukas Leuckner und Brigitta Thure- ner waren Mann und Weib. Gleich nach der stillen Messe fuhr das junge Paar mit Franz und der Leucknerin mit Engelwirts Fuhrwerk nach Kirchberg hinaus, um dort den Tag in schlichter, aber gemütlicher Weise zu feiern. Kein Wort wurde von dem gesprochen, dessen Starrsinn ihnen schon so manche Stunde verdüstert hatte. Als es dämmerte, da waren sie wieder in Schönwald und nahmen dann nach einem kurzen Verweilen im „Engel“ von der Mutter Abschied. Sie baten sie, recht oft und bald aufs Windegg zu kommen, was die Leucknerin mit nassen Augen gerne versprach. Dann stiegen I.ukas und Brigitta und Franz in der nun rasch einbrechenden Herbstnacht zu Berge, ihrer gemeinsamen Heimat zu. Sie kamen am „kühlen Brunnen“ vorbei und ruhten eine Weile auf der Bank. Der Platz stand jetzt nicht mehr in dem Sonnenglanze, darin ihn Brigitta an jenem Morgen erlebt hatte, als sie, zum erstenmal in ihrem Leben von allen äußeren Schulden befreit, aus dem Tale heraufgestiegen war. Doch das traumhaft glückverheißende Erlebnis jenes Tages hatte sich bewahrheitet. Nun hatte sich ihr Leben von Grund aus umgestaltet. Sie hatte den Menschen, dem sie vertrauen konnte, den sie liebte aus der ganzen Tiefe ihres Herzens, und der ihrem Kinde wie ein leiblicher Vater war. Brigitta fiel ein, wie sie als ganz kleines Kind, als im Eltemhause noch froher Sinn herrschte und ihre Mutter noch muntere Lieder singen konnte, den seligen Frieden der Familie geschaut hatte und nachher nicht wieder Jetzt aber war alles um sie her wie vergoldet Ihr Sohn hing so wohlig angeschmiegt am Arm ihres Mannes, und dessen Augen strahlten so freudeglänzend zu ihr herüber, als vernähmen auch diese beiden im Murmeln des Brunnens eine große Verheißung von schöneren künftigen Tagen. Da wurde sie auf einmal von kindlichem Mutwillen erfaßt. Sie erhob sich leichtfüßig wie eine jugendliche Tänzerin und sang, zu Lukas und Franz geneigt, mit heller, jauchzender Stimme: „Horcht, Kinder, was klinget? Singen Englein so fein? Steigen auf und steigen nieder, Schlagen Trillerlein drein.“ Dann mußte sie laut auflachen. Lukas hatte mit offenem Munde dagesessen und erstaunt zugehört. Das sah gar zu wunderlich aus. Nun faßte er sich. „Brigitta!“, kam es in andächtigem Staunen von seinen Lippen. „Du, Brigitta, daß du eine so fröhliche Seele hast, das wüßte ich noch gar nicht!“ „Ja, du Lieber, ich wußte es auch nicht. Ich habe es selber gerade erst erfahren. Wie danke ich dir, du lieber Mann! Du hast meine Seele so leicht und froh gemacht“ „Aber Brigitta!“ rief Lukas und nahm sie stürmisch in seine Arme. „Ich glaube doch, du wärst es, die mich verwandelt hat.“ „Warum soll nicht beides stimmen?“ Brigitta sah mit einem vielsagenden Blick auf ihr Kind. „Franz, ich glaube, der Tag war sehr voll für dich. Wir wollen jetzt Vater zu uns nach Hause führen. Er wird nun immer bei uns bleiben.“ „Ja, Vater, wie freu’ ich mich!“ rief das verständige Kind. Sie brachen engumschlungen auf, Lukuä in der Mitte, Franz zur Linken, Brigitta zur Rechten, schmiegsame, lebenskräftige Gestalten. Und auch, als der Pfad wieder enger wurde, lösten sie sich nicht ganz. Franz zog vorauf und Brigitta gab sich matter als sie war. So wohl tat es, ganz das Gefühl der Geborgenheit auszukosten. Wie sicher konnte so ein starker Männerarm führen! Als sie den Hof erreichten, war alles zu ihrem Empfang bereitet. Hans war schon früh vom Fest zurückgekehrt, und Xaver war überhaupt daheim geblieben. Sie hatten alles sauber hergerichtet und bekränzt. Franz eilte den beiden von weitem entgegen. „Da ist nun mein Vater, mein guter Vater“, rief er ihnen zu. Xaver wischte sich mit der Hand über die Augen und Hans sagte mit dunkler Stimme; „Nun fängt für uns alle ein neuer Lebensabschnitt an.“ Das war Lukus und Brigittas Hochzeitstag. Lukas und Brigitta waren glücklich. Erst jetzt zeigte es sich, wie sehr diese Menschen zusammen paßten, wie sehr und glücklich sich ihre Wesensarten ergänzten. Ganz glückselig aber war Franz. Er folgte dem neuen Vater aufs Wort. Ein Freudentag für ihn war es immer, wenn ihn der Vater mit ins Revier nahm, ihm dies und jenes zeigte und erklärte und ihn auch schon im Gebrauch der Büchse unter- lichtete. Die Leucknerin stieg wöchentlich ein-, oft zweimal zum Windegg hinauf, wo sie jedesmal aufs herzlichste empfangen wurde. „Wie es mich doch freut“, sprach sie oft zu Brigitta, wenn sie beim Kaffee saßen, „daß ihr es so recht beisammen habt. Wenn es hur der Vater sähe, aber der ist in seinem Starrsinn verbohrt, der kennt kein Nach geben, und wenn er hundertmal im Unrecht ist.“ „Mutter, ich bete immer, daß sich dieses auch einrenkt“, bekannte Brigitta, und die L6uck- nerin nickte ihr dankbar zu. Das waren der alten Frau ihre schönsten Stunden. Zu Hause hatte sie an nichts mehr viel Freude. Andreas Leuckner war aufbrausender und jähzorniger als je gegen sie und die Dienstboten. Diese freilich ließen es sich nicht lange gefallen, dann packten sie ihr Eündel und suchten sich einen anderen Dienst. Die bravsten Leute, die zum Teil schon seit vielen Jahren auf dem Leucknerhof gedient batten, gingen. An ihre Stelle traten neue, meist jüngere Kräfte, die aber oft nur ein geringer Ersatz für die alten Dienstboten waren. Fortsetzung folgt. Pas Schicksal ist oft wunderlich Seltsame Zufälle des Jahres Ein Notenblatt spielt Sdiidcsal — Zu gleicher Zeit zu Tode gekommen Es gibt Zufälle im menschlichen Dasein, die man keinem Romanautor verzeihen würde, wenn er sie seinen Lesern auf- tischte. Die Wirklichkeit fragt nicht, ob etwas „kitschig“ oder „unmöglich“ ist. Im Nachfolgenden schildern wir zwei der seltsamsten Spiele des Zufalls, die sich im ab- gelaufenen Jahr ereignet haben. t>er Vater auf dem Notenblatt Die Krankenschwester am Hospital von Bearsted in der englischen Grafschaft Kent, Miß Marion Beeton Pull, widmet ihre ganze Freizeit der Musik. Miß Marion war, als ihre Mutter bei ihrer Geburt starb, von einem Ehepaar Beeton adoptiert worden, das indessen auch schon lange tot ist. Ihre richtigen Eltern hat sie nie gekannt, über sie wurde von den Adoptiveltern auch nie gesprochen. So fand sich die 37jährige damit ab, über ihre Herkunft im Ungewissen zu bleiben. Kürzlich hatte Miß Marion eine neue Notensendung erhalten, bei der sich auf dem Blatt eines Liedes das Bild eines kanadischen Komponisten namens Cecil James Pull befand. Nun ist Pull nicht eben ein ungewöhnlicher Name, und es war zunächst nur eine Laune, daß die Krankenschwester mit dem fernen Komponisten, der denselben Namen trug wie sie, über den Musikverlag in briefliche Verbindung trat. Mr. Cecil James Pull lebt in Toronto in Kanada und war nicht wenig erstaunt, einen liebenswürdigen Brief von einer musikbegeisterten Engländerin zu erhalten. Es entwickelte sich eine lebhafte Korrespondenz, in deren Verlauf Miß Marion dem kanadischen Komponisten auch ihre eigenen kleinen Kompositionen schickte und ihm ihre Lebensgeschichte erzählte. Und dann traf urplötzlich ein Telegramm in Bearsted ein: „Eintreffe in 14 Tagen — dein Vater.“ Mr. Cecil Pull hatte über seine Briefpartnerin und Namensvetterin Erkundigungen eingezogen, deren Ergebnis keinen Zweifel darüber zuließen, daß er ihr leiblicher Vater war. Pull war vor 37 Jahren nach Kanada ausgewandert; wenig später kam seine Tochter zur Welt, die Mutter starb auf dem Kindbett. Pull hatte trotz ständiger Nachforschungen niemals etwas über das Schicksal der Seinen erfahren können, bis er durch einen seltsamen Zufall mit Marion nach mehr als einem Menschenalter in Verbindung kam Dieser Tage hat das rührende Wiedersehen zwischen Vater und Tochter stattgefunden. Tragödie zweier Brüder Vor einigen Monaten ereignete sich unweit der amerikanischen Stadt Harrisonburg auf einer eingleisigen Strecke ein Eisenbahnzusammenstoß. Durch falsche Signalstellung rannte ein Schnellzug gegen einen Güterzug, der versehentlich in Harrisonburg abgelassen wurde, ehe der Schnellzug die Station passiert hatte. Meilenweit hörte man den Krach der beiden ineinanderfahrenden Züge. Zwar hatte Harry Melvin, der Lokomotivführer des Schnellzuges, mit aller Macht die Bremsen gezogen, aber es war schon zu spät. Schreckensschreie erfüllten die Luft, die Maschine des Güterzuges und vier Wagen waren umgestürzt. Während der Heizer des Schnellzuges schwere Verletzungen erlitten hatte, war Harry Melvin wie durch ein Wunder völlig unverletzt davongekommen. Er lief den Bahndamm entlang, um die Folgen des Zusammenstoßes zu betrachten. Neben der umgestürzten Lokomotive des Güterzuges lag ein Toter. Es war, wie Harry Melvin mit einem entsetzten Aufschrei feststellte, sein jüngerer Bruder Leon, der bei derselben Eisenbahngesellschaft gleichfalls als Lokomotivführer beschäftigt war und unglücklicherweise gerade die Leitung des Güterzuges erhalten hatte. Zwei Brüder waren, ohne es zu ahnen, durch eine falsche Signalstellung, mit voller Kraft aufeinander losgefahren und hatten völlig un schuldig eine Katastrophe herbeigeführt, in der der eine von ihnen sein Leben lassen mußte. Uebrigens hatten sich Harry und Leon Melvin, die in verschiedenen Städten lebten, schon seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen. Ein kleines Neujahrsgeschenk für unsere Leser Aas Pelles Kehlsack kann Petzi alle Werkzeuge herausholen, die er braucht. Keine schlechte Eigenschaft für einen Freund. Morgen erscheinen Petsi 9 Pelle und Pingo Wer mir folgt, hat es nie langweilig, sagt Petzi. Allerdings kann es natürlich Selbstlob sein. Wir beginnen in unserer Zeitung eine Zeichenserie vom klotzigen, drolligen Bärchen und seinen beiden Freunden, dem Pelikan Pelle und dem Pinguin Pingo. Es ist eine Serie für Kinder, die aber so allgemein menschlich ist, daß sie auch den Erwachsenen viel Freude machen wird. Der Zeichner Vilh. Hansen hat die Zeichnungen so kräftig und heiter gestaltet, daß sie dem Auge und der Phantasie nur Zusagen müssen. Folgen Sie Petzi vom Anfang an. Er ist mit der Konstruktion spannender Transportmittel beschäftigt, die er auf seinen abenteuerlichen Reisen benutzen wird. Es wird sich ganz bestimmt lohnen, an diesen Reisen teilzunehmen. 0° o o ° O o o o O 0 Nanu, Pingo, hast Du gesehen! Wir sind in die Zeitung gekommen, Platz auf einem feinen Wunderkur gegen schlechte Laune Der dänische Arzt Dr. Aage Petersen hat eine sieben Tage dauernde Kur gegen schlechte Laune entwickelt, die bei 73 Prozent der Versuchspersonen überraschende Erfolge erzielte. Erster Tag: Schlafe länger als üblich. Frühstücke im Bett, lies einen Roman, zu dem du sonst nie gekommen wärst und überlege dir, wer dir in den letzten 12 Monaten Leid zugefügt hat. Schreibe all deinen Aerger herunter, schreibe diesen Leuten grobe Briefe, aber schicke sie — nicht ab. Gehe nachmittags spazieren, singe und pfeife nach Herzenslust. Beschließe den Tag mit einem Kinobesuch, doch es muß ein garantiert lustiger Film sein Zweiter Tag: Lasse dir zu allen Mahlzeiten deine Lieblingsgerichte kochen, stehe früh auf, gehe ins Dampfbad und verabrede dich für den Nachmittag in einem kleinen Restaurant mit einem Menschen, den du lange nicht gesehen hast, beispielsweise mit deiner ersten Liebe, auch wenn sie inzwischen längst verheiratet ist. Stelle dir abends das Radio ans' Bett und schlafe mit dem Gedanken an deine jetzige große Liebe ein. Dritter Tag: Bleibe den ganzen Tag im Bett, lies vormittags einen Kriminalroman, bitte deine ' Mutter oder Frau, dir ein herrliches Essen ans Bett zu bringen und telefoniere den ganzen Nachmittag mit deinen alten und neuen Freunden. Vierter Tag: Ziehe deine beste Kleidung an, treffe dich zum Mittagessen mit einem alten Schulkameraden, den du lange Jahre nicht mehr gesehen hast, und erzählt euch dann gegenseitig eure Erlebnisse. Kaufe dir eine Theaterkarte und amüsiere dich bei einer lustigen Operettenvorstellung. Ehe du ins Bett gehst, leerst du eine halbe Flasche guten Weines. Fünfter Tag: Es gibt tausend Dinge, zu denen du niemals gekommen bist: beispielsweise wolltest du in deinem Schreibtisch Ordnung machen, Fotografien aus deiner Kindheit in ein Album einkleben oder ein paar Bilder einrahmen. Gehe abends in ein nettes Lokal, wo du so lange tanzen sollst, bis du todmüde in dein Bett fällst. Sechster Tag: Kaufe dir sämtliche Zeitungen und Zeitschriften mit Witzen, die du auftreiben kannst. Setze dich am Vormittag in ein kleines Cafe und studiere diese Blätter. Nachmittags gehst du ins Kino und am Abend wirst du Tourist in deiner eigenen Stadt. Du gehst durch winklige Gassen und Straßen, die du nie gekannt hast und stiftest Bekanntschaft mit Menschen, an denen du sonst vorüberzugehen pflegst. Siebenter Tag: Dieser Tag spll nur deiner' Gesundheit geweiht sein. Du' trinkst Milch, ißt Obst, viel Obst und Gemüse. Du gehst lange spazieren und sehr früh schlafen. Bevor du einschläfst, schreibst du einen Liebesbrief, einen richtigen zärtlichen Liebesbrief. Wenn du verheiratet bist, an deine Frau... z b- Als Robert Middlemas in London starb, gab es einen der größten Trauerzüge, die die Stadt je erlebt hat. Tausende von Kindern — auch ehemaligen — folgten dem Sarge des Verstorbenen, in dem sie ihren Wohltäter sahen. Der Vierundachtzigjährige war nach sehr harter Kindheit zu bedeutendem Wohlstand gekommen, hatte jedoch seine bitteren Jugenderlebnisse nie vergessen und kannte seither keine größere Freude, als Kinder glücklich zu machen. Ueber fünfzigtausend hatte er jährlich auf Ausflügen aus Londons Häusergewirr herausgeholt. Gefährliche Statistik w-t. Niemand bestreitet heute noch die Zweckmäßigkeit und Nützlichkeit einer gewissen amtlichen Statistik, die auch für die Wirtschaft als Barometer der Entwicklung interessant ist Die Vorlage eines Bundesgesetzes über die Statistik braucht also an sich kein Aufsehen zu erregen. Bei näherem Zusehen findet man aber in dem Entwurf eine Reihe von Bestimmungen, die mehr als bedenklich 6ind. Es fängt dabei an, daß jedermann verpflichtet werden soll, durch seine Angaben zur Statistik beizutragen. Vielleicht muß man zugeben, daß eine solche Bestimmung notwendig ist, wenn die Statistik vollständig und dadurch überhaupt erst sinnvoll sein soll. Aber im Zusammenhang mit anderen Bestimmungen erscheint die Auskunftspflicht doch in einem ganz anderen Licht. Nach dem Gesetzentwurf sollen die statistischen Aemter verpflichtet werden, auf Verlangen den fachlich zuständigen obersten Bundesund Landesbehörden Einzelangaben auf dem Dienstwege mitzuteilen. Sie müssen in diesem Fall dem Betroffenen lediglich mitteilen, daß seine Angaben an eine solche Behörde weitergegeben werden. Der Betroffene selbst kann 6ich nicht dagegen wehren. Er ist also machtlos, wenn Angaben, die er zu statistischen Zwecken gemacht hat, anderen Behörden zugänglich gemacht und zu ganz anderen Zwek- ken, eventuell auch gegen sein Interesse, verwandt werden. Es kann nicht ausbleiben, daß solche Bestimmungen zu einem Mißtrauen gegenüber dem Statistiker führen, die diesem selbst höchst unangenehm sein muß und seine Arbeit sicher nicht erleichtern wird. Aber das Gesetz enthält auch gleich die Handhabe, wie der Statistiker trotz dieses begreiflichen Mißtrauens zu seinen Unterlagen kommen soll, und hier müssen nun die allergrößten Bedenken erhoben werden. Laut § 10 des Gesetzentwurfs ist jedermann verpflichtet, „die Besichtigung der Gegenstände, auf die sich die Frage bezieht, und der gewerblichen und landwirtschaftlichen Grundstücke und Räume, in denen sich die Gegenstände befinden können, zu dulden, ferner Einsicht in die Unterlagen zu gewähren“. Diese Bestimmung ist so Weit gefaßt, daß der Statistiker praktisch Einsicht in alle geschäftlichen Unterlagen verlangen kann. Das könnte allenfalls angehen, wenn er sie nur für statistische Zwecke erhalten wollte. Wenn sie aber „auf Verlangen“ auch anderen Behörden zugänglich gemacht werden müssen, dann ist überhaupt nichts mehr sicher vor den Augen der Behörden. Ein gefährliches Gesetz! Frankfurter Wertpapierbörse Aktienkurse für effektive Stücke Mitgeteilt von der SÜDDEUTSCHEN BANK AG. (früher DEUTSCHE BANK) Fil. Offenburg 23.12. 29.12. 23.12. 29.12. 23.12. 29.12. Gutehoffnungsh. . 203*', 206*.. Rhein. Stahlwerke — 158 30V, 30»! Harpener . 251 251»! R.W.E. — 100*, 31 Heidelbg. Zement . 134*;, —G Salzdetfurth . . . 81 83 135 135 * Hochtief . 64 65 Siemens & Halske 107 110 87 Vi 88», Hoesch AG. 160 *;, — Süddt. Zucker . . 113 113 128 129 Holzmann . 26 26*:. Verein. Stahlwerke 189*1 194*;, 74*/, 74», Ilseder Hütte . . 137 140 Wayss & Freytag 90 90 121 122 Industriewerke — G —G Westdt. Kaufhof 98 100 89»', 91*/, Junghans ... . 47 47*’, Wintershall . . . . 99*/, 102 113», 116*;, Klöcknerwerke 191*/, 194 • Zellst. Waldhof . 59*,i 59*, 140 139 * Knorr . 92 — Krauß-Maffei . . . 62 *,* 63»! 87 89*. * Kraftübertrag. . 170 170 Hapag . 37 — 92»! 94*. Lahmeyer . 107 — Norddt. Lloyd . . . 37*.. 37 69*;, 69*.. Lanz . 51 51*. Bank-Aktien: 106 107 * Lech-Elektr. . . . 112 113 Badische Bank . . 24 24 74 74*;, Mannesmann St. 141 148 Berliner Handelsg 78 78 73*', 74*. Mez AG . 51 51 Commerzbank . 45 45*, 53 — • N.S.U . 139 139 Dt. Bank . 58*/, 59*/, — 72 Rhein. Braunkohle 170 -G Dresdner Bank . . 57 57 128B 128B Rhein. Elektr. . . . 95 95 Rheinische Hyp.Bk 30 30 Industrie und Verkehr: A. E.G. B. M.W. . •Brown, Boveri •Buderus .... •Conti Gummi Daimler-Benz . • Demag . •Deutsche Erdöl •Degussa .... •Dt. Linoleumwk Eisenhütte Köln I.G. Farben . . . Feinmecfa. Jetter •Feldmühle Pap. Felten. •Fordwerke . . . Th Goldschmidt •Grün & Bilfing Gritzner-Kayser *) Notierung in Prozenten des DM-Nennwertes (Ohne Gewähr) Kleine Wirtschaftsrundschau Gesenkte Lohnsteuerbeträge ab 1. Januar Nach soeben erfolgter Veröffentlichung der neuen erhöhten Pauschbeträge für Sonderausgaben durch das im Stollfuß-Verlag Bonn erscheinende Bundessteuerblatt bringt dieser Verlag unter Mitarbeit amtlicher Stellen jetzt seine bewährten kombinierten Lohnabzugstabellen heraus mit den neuen ermäßigten Sätzen für Lohnsteuer, Kirchensteuer, Notopfer Berlin und den Sozialversicherungsbeiträgen. Gesamtausgabe DM 2.70. Wegen der in den einzelnen Bundesländern unterschiedlichen Kirchensteuersätze erscheinen verschiedene Sonderausgaben. Schon di« - Januarlöhnung muß nach diesen neuen Tabellen berechnet werden. Für den bevorstehenden Lohnsteuerjahresausgleich ist gleichzeitig die neue Jahreslohn- steuertabelle 1952 (DM 1.60) mit genauen Erklärungen erschienen. Versicherten-Dividende bei der Leipziger Barmenia Die Leipziger Verein-Barmenia Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit. Hamburg,' vergütet mit Genehmigung des Bundesaufsichtsamtes nunmehr wieder eine Schlußdividende. Diese beträgt, gestaffelt nach beitragspflichtigen und beitragsfreien Versicherungen und nach Abschlußjahren 17,50 bis 240 DM je 1000 DM Versicherungssumme. Sie wird fällig mit der. Versicherungssumme beim Erleben des Ablauftermin* oder bei Eintritt des Todesfalles innerhalb der letzten zwei Versicherungsjahre vor Ablauf der Verträge. Hierbei handelt es sich um eine Uebergangs» regelung für die Jahre 1952 53. nie Ausschüttung erfolgt rückwirkend ab 1. 1. 1952 an die Anspxuchsbe- rechtigten ohne besondere Aufforderung. 49 Jahre „Volksfürsorge“ Die „Alte Volksfürsorge“ Gewerkschaftlich-Genossenschaftliche Lebensversicherungsaktiengesellschaft in Hamburg konnte am 16. Dezember auf ihr 40jäh- riges Bestehen zurückblicken. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten zur zweitgrößten Lebensversicherungs- und zur größten Volks- versicherungsgesellschaft Deutschlands entwickelt. Die „Alte Volksfürsorge“ verzeichnet einen Bestand von rund 3 Millionen Versicherungen mit 68 Millionen DM Jahresprämie und einer Versicherungssumme von weit über 1 Milliarde DM. Seit der Währungsreform bis Ende 1951 betrugen die Leistungen an die Versicherten über 40 Mill. DM. Das Gesamtvermögen beläuft sich zur Zeit auf mehr als 300 Millionen DM. Besondere Bedeutung kommt der ..Alte Volksfürsorge“ als Kapitalgeberin zu: dem sozialen Wohnungsbau stellte die Gesellschaft seit der Währungsreform bis jetzt allein 140.5 Millionen DM. das sind über 60 Prozent ihrer in dieser Zeit angelegten Kapitalien, zur Verfügung. ■ii unüii. i iiT i l ff* Dienstag, 30. Dezember 1952 I M ZEITGESCH EHEN tyk e mMs uo W e Muhle Die zwölf Nächte, die der Geburt des Hei' landes folgen und mit dem Dreikönigstag ihr Ende finden, sind uraltem Glauben nach erfüllt von Wundern und heiligen Geheimnissen. Keine Zeit des Jahres ist bedeutsamer für die Zukunft, in keiner anderen Nacht gibt es so viele Wahrträume und Erscheinungen. Noch heute schauen die Bauern in jeder dieser zwölf heiligen Nächte nach dem Wetter, denn wie sich die Nachtstunden zeigen, so wird der entsprechende Monat des folgenden Jahres sein. Was man aber träumt, soll unbedingte Wirklichkeit werden Die Mägde fragen in dieser Zeit nach ihrem Zukünftigen, die Knechte versuchen, den Stand der kommenden Ernte aus geheimnisvollen Zeichen abzulesen. Und selbst der Städter ist nicht ganz frei von dem Aberglauben, der in den Nächten die Welt umspinnt. Verschieden sind die Mittel, mit denen man sich bemüht, den Schleier der Zukunft zu nehmen; hier wirft man um Mitternacht einen Schuh, dort stellt man sich beim ersten Glockenschlag vor einen Spiegel und in wieder anderen Gegenden soll eine brennende Kerze auf dem Fensterbrett Orakel sein... Ueber die Jahrhunderte hinweg ist der Zauber der heiligen zwölf Nächte für die Menschen geblieben, er verklärt romantisch die Stunden von Bethlehem und gibt den sternenklaren Nächten der Jahreswende einen Mantel des Wunders. So Wie einst unsere Ahnen ihrem Banne verfielen, so lassen auch wir uns von ihnen umfangen. In dem Unglauben unserer Zeit, die alle Geheimnisse der Welt durch Sachlichkeit und Wissenschaft enthüllen will, blieben sie dennoch unerforscht und vom Rätsel der Ewigkeit gestreift. Rektor a. D. Franz Schweizer 75 Jahre Ein vorbildlicher Bürger und Pionier für die Leibesübungen Wenn Rektor a. D. Franz Schweizer, früher in Mannheim, jetzt in Offenburg, Friedrichstraße 51, lebend, am 28. Dezember seinen 75. Geburtstag begehen konnte, so darf er versichert sein, daß eine große unsichtbare Gemeinschaft deutscher Turner, aber auch große Teile der Offenburger Bürgerschaft, ihm im stillen ihre Glückwünsche dargebracht haben. Denn Franz Schweizer ragt weit aus der großen Schar aller derer heraus, die ihren Namen in das Buch pädagogischer und turnerischer Arbeit geschrieben haben. Er gehört zu der Gruppe überragender Persönlichkeiten, deren Bedeutung nicht allein in ihrer hervorragenden einmaligen Arbeit liegt, sondern ebenso sehr durch ihre Charakterwerte ihre Mitmenschen und die Jugend nachhaltig beeinflußten Gegen sich selbst war er hart und streng in der Arbeit, steckte sich immer wohl umgrenzte Ziele, die er mit offenen, geraden Mitteln zu erreichen suchte und ließ sich nicht durch Vorteil’ versprechende Konzessionen von der Gradheit seines Weges abbringen. Bescheiden und zufrieden im Glück, standhaft und treu im Unglück, ging Franz Schweizer mit ehrlichem Willen, mit beharrlichem Fleiß und mit gut fundiertem Können an alle Aufgaben heran, die sein Beruf und die vielen, vielen Aemter ihm in seinem arbeitsreichen Leben stellten. Ehrlichkeit und Lauterkeit des Charakters und die hervorragende Fähigkeit, turnerisches Erbgut nicht nur zu bewahren, sondern den Zeitforderungen entsprechend immer neu zu formen und erfolgsicher zu gestalten, diese Eigenschaften*waren es, die Franz Schweizer schon in jungen Jahren auf der turnerischen Stufenleiter hinauftrugen, die beim Mannheimer Turnverein von 1846 begann. Größere Leistungen, größere Aufgaben! Die badischen Turner taten den besten Griff, als sie anfangs der 20er Jahre Franz Schweizer zum Leiter des damaligen Kreisturnausschus- ses des X. Turnkreises Baden der DT wählten, Nur noch zwei Tage Zeit Fortschreibung von Einheitswerten des Grundbesitzes zum Jahresende Für den Grundbesitz erfolgt die steuerliche Bewertung in einem besonderen Wertfeststellungsverfahren auf Grund des Bewertungsgesetzes. Da die hiernach festgestellten Werte für verschiedene Steuern gleichmäßig als einheitliche Besteuerungsgrundlage dienen, bezeichnet man sie als Einheitswerte. Solche Einheitswerte gibt es für die wirtschaftlichen Einheiten des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens und des Grundvermögens. Die letzte Hauptfeststellung der EinheitS' werte des Grundbesitzes liegt ^chp»-.j8 . Jahre ,r.(L-'4>: 4935) zurück. Deshalb gewinnt die. Ein- •riehtung- der Fortschreibungen besondere Bedeutung. Entsprechend dem Inhalt der Feststellungen unterscheidet man Wert-, Art- und Zurechnungsfortschreibungen. Eine Artfortschreibung erfolgt, wenn sich die Art des bewerteten Gegenstands geändert hat (ein Einfamilienhaus wird beispielsweise durch Einbau einer zweiten Wohnung zu einem Mietwohn- grundstück, was in der Regel steuerlich günstiger ist). Eine Zurechnungsfortschreibung wird vorgenommen, wenn in der Person dessen, dem der bewertete Gegenstand zugerechnet worden ist, ein Wechsel eingetreten ist (z. B. durch Verkauf oder Erbschaft). Am wichtigsten ist die Wertfortschreibung. Sie setzt eine Wertänderung voraus, d. h. der jetzige Wert muß vom zuletzt festgestellten Wert in einem bestimmten Ausmaß abweichen. Die Wertabweichungen müssen entweder mehr als den zehnten Teil, mindestens aber 500 DM, oder mehr als 100 000 DM betragen. Bei Flächenänderungen erfolgt stets eine Fortschreibung. Seit 1. 1. 1951 gibt es hier kei Fortsdireibungsgrenzen mehr. Die Fortschreibung erfolgt nach den Verhältnissen vom Fortschreibungszeitpunkt. Das ist der Beginn des Kalenderjahrs, das auf die Aenderung folgt, an dem also die Aenderung auch bereits vorliegt. Der fortgeschriebene Einheitswert tritt für die Zukunft an die Stelle des bisherigen, nunmehr überholten Einheitswerts. Eine Fortschreibung wird auf Antrag, erforderlichenfalls auch von Amts wegen durch- geführt... Der Antrag, kann nur bis zum Ablauf des Kalenderjahrs, auf dessen Beginn die heue Feststellung begehrt wird, oder binnen Monatsfrist nach Rechtskraft des bisherigen Feststellungsbescheids gestellt werden. Am 31. 12. 1952 läuft also die Frist für Anträge auf Fortschreibungen auf den 1. 1. 1952 ab. Bereits vor dem 1. 1. 1952 eingetretene Aen- derungen werden grundsätzlich nur noch berücksichtigt, wenn bis spätestens 31. 12. 1952 beim Finanzamt ein entsprechender Antrag gestellt wird. Spätere Anträge könnten nur zu Fortschreibungen auf den 1. 1. 1953 führen Andererseits bedeutet dies, daß auf 1. 1. 1953 nur Aenderungen berücksichtigt werden können, die spätestens bis 31. 12. 1952 erfolgt sind. Die Steuerpflichtigen haben es jetzt noch in der Hand, durch entsprechende Anträge zu erreichen, daß bereits eingetretene Veränderungen berücksichtigt werden bzw. durch noch vorzunehmende Veränderungen die Voraussetzungen für Fortschreibungen auf 1. 1. 1953 zu schaffen. woraus sich das Amt des Oberturnwarts der badischen Turnerschaft entwickelte, das Franz Schweizer jahrzehntelang mit Weitsicht, Um' blick und Tatkraft führte. Auch nach den Jahren des Zusammenbruchs griff Franz Schweizer Wieder kräftig und aktiv in die Speichen turnerischer Arbeit. Er war hervorragend beteiligt am Aufbau des Turnerbundes Baden von seiner Wahlheimat Offenburg aus, wo er im Ortenauer Turngau neben seinem früheren treuen Mitarbeiter und Freund Gustav Ottstadt, dem langjährigen Gauvertreter der Ortenau, das Amt als Ober- tumwart führt. Lückenhaft mußte das Bild dieses unentwegt schaffenden Mannes bleiben, der nicht nur als Turnpraktiker, sondern auch als Turnschriftsteller beachtenswerte Werke Kleine Stadtchronik Die Geschäfte sind am Mittwochnachmittag im Hinblick auf den Neujahrstag wie an den anderen Werktagen geöffnet. Die bekannte Gaststätte Tritschler, Lang« Straße 33, hat der frühere Pächter des „Ortenauer Hofs“, Gastwirt und Metzgermeister Christian Grießhaber übernommen. Wir wünschen ihm auf diesem Lokal einen vollen geschäftlichen Erfolg. Die Fliegergruppe Offenburg e. V. hält zum Jahresabschluß am 30. Dezember 1952, 20 Uhr, im Gasthaus „Engel" eine Zusammenkunft ab, zu der alle Mitglieder herzlich eingeladen Sind. Segelflugwetter. Das klarere Wetter am Samstag und am Sonntag ermunterte die Mitglieder der Fliegergruppe Offenburg auf dem Flugplatz Hildboltsweier zu einem regen Flugbetrieb. Mit neuen Flugmodellen ging es an den Start. Wie immer waren die Mitglieder eifrig bei der Sache. Ihren 76. Geburtstag kann morgen Frau Anna Knoche, Stegermatt 18, feiern. Der hochbetagten Jubilarin die besten Glückwünsche. schenkte, der als Wettumer zahllose Erfolg« für sich buchen konnte, der als kühner Bergsteiger so manchen Gipfel der Alpen erstieg, desen klärende Worte und reichen Anstrengungen auch in den oberen Gremien Offen« burgs gerne gehört und beachtet wurden und beachtet werden. Franz Schweizer war 1944, in Mannheim ausgebombt, als Rektor an die Knabenschule Offenburg gekommen, an der er noch bis vor zwei Jahren segensreich als hervorragender Pädagoge wirkte. Daneben hat er auch noch Zeit gefunden, an dem politischen und kommunalen Leben aktiv Anteil zu nehmen. Er zählt zu den treuen Mitgliedern des Offenburger Ortsvereins der Freien Demokratischen Partei. Das „Offenburger Tageblatt“ entbietet diesem vorbildlichen Bürger und Pionier für die Leibesübungen in Schule und Verein nachträglich die herzlichsten Glück- und Segenswünsche für einen ungetrübten Lebensabend. Liederabend von Erna Clauss aus Legelshurst Wethnaditslieder erklangen im Paul-Gerhardt-Haus An der Stätte, wo sie vor mehreren Jahren am Traualtar stand, dem früheren evang. Gemeindesaal in der Brachfeldstraße, der jetzt «um großen Saal des Paul-Gerhardt-Hauses umgestaltet worden ist, sang Frau Erna Clauss, geb. Gier, aus Legelshurst am Abend des zweiten Feiertages Weihnachts- und einige andere Dieder. Im Jahre 1937 verließ Frau Clauss ihre badische. Heimat und siedelte zu Verwandten pach Nordamerika über, um dort bei dem Italiener Dr. Cavallo in Utica (Staat New York) eine gute Ausbildung in Klavier- und Gesangsunterricht zu erhalten. Bald war sie in dessen Kirchendior tätig, später als Solistin; auch bei öffentlichen Wohltätigkeitsveranstaltungen wirkte sie mit In Oratorien sang Frau Clauss u. a. „Die sieben Worte Christi“ von Dubois. Dreizehn Jahre weilte sie in Amerika, in welcher Zeit sie Ihr Vaterland 1948 besuchte, um im Jahre 1950 endgültig in dieses zurückzukehren. Diakon und Hausvater Eisele gab seiner Freude darüber Ausdruck, Frau Clauss im Paul-Gerhardt-Haus begrüßen zu dürfen. Und dann sang sich der Gast mit seiner wundervollen, kräftigen und glockenreinen Stimme (Dramatic-Sopran) eine Stunde lang in die Herzen der Hörer. Noch einmal erklangen — wie an den Tagen vorher — Weihnachtslieder durch den Raum, so „Tochter Zion, freue dich“, „Stille Nacht“, „Es ist ein Ros' entsprungen“. Es folgte das „Abendgebet“ aus „Hän- ael und Gretel“ von Humperdinck. Das Lied „Wenn die Rosen wieder blühen“ von Luise Beichhard erinnerte daran, daß nach dem Winter wieder ein Frühling kommen wird. Ihm •fhloß sich die „Widmung“ von Robert Franz an. Dann sang Frau Clauss das „largo* von Händel in englischer Sprache, nachdem sie zuvor eine deutsche Uebersetzung gegeben hatte. Der Abend konnte keinen schöneren Abschluß finden als mit dem „Wiegenlied“ von Brahms „Guten Abend, gute Nacht“. Die Begleitung auf dem Klavier hatte in liebenswürdiger Weise Fräul. Wunderlich übernommen, die ihrer Aufgabe in jeder Weise gerecht wurde. Weihnachtsfeier bei den „Schächern’ St. Nikolaus ließ es sich nicht nehmen, vor seiner Abreise die „Kleinen“ der Offenburger Schachvereinigung im Schachlokal zum „Grünen Baum“ zusammenzurufen. Große Freude herrschte, als der Weihnachtsmann mit einem großen Sack, aber einer schon sehr abgenützten kleinen Rute, erschien. Ein schönes Geschenk hatte er für alle mitgebracht, für das die jungen „Schachmeister“ mit schönen Gedichten und Liedern dankten. Vier Sänger der Schachsenioren erfreuten die kleine Gemeinde mit gut vorgetragenen Liedern. — Wir machen unser« Schachfreunde darauf aufmerksam, daß der regulär am Mittwoch im Gasthaus zum „Grünen Baum“ stattfindende Spielabend in dieser Woche ausnahmsweise auf heute, Dienstag, vorverlegt wurde. — Der Mannschaftskampf gegen Rastatt endete 4:3 mit einer Hängepartie. Die bisher gespielten Kampfe in der Gruppe Mittelbaden gingen wie folgt aus: Zell a. H. — Offenburg 4:4; Rastatt gegen Lahr 5:3; Offenburg — Rastatt 3:4, 1 H.; Baden-Baden — Zell a.H. 5K:2tf. Die neue Klnxigbrüche bei Gengenbach Harmonisch fügt sich die neue Gengenbacher Kinzlgbrüdce In die Landschaft ein, die vor kurzem für den beiderseitigen Verkehr freigegeben worden ist. Die Fahrbahn der 140 m langen Brücke ist 8,60 m breit. Daneben befinden sich 1,(0 m breite Fußgänger Wege. Mit der Fertigstellung dieser Brücke ist einer der letzten Engpässe im Kinzigtal beseitigt worden. Aufnahme: Sepp Braua Weihnachten der Schlesier Infolge der zahlreichen Weihnachtsfeiern und ungünstigen Saalverhältnisse war die Landsmannschaft Schlesien darauf angewiesen, ihre Feier erat am vergangenen Sonntag im „Römischen Kaiser“ durchzuführen. Man konnte sie als eine „Weihnacht der Sehnsucht bezeichnen, weil wohl kein Fest des Jahres so sehr an Heimat erinnert, wie gerade dieses hohe Fest der Liebe. 2. Vorsitzender Günther Krause, der in Vertretung des plötzlich erkrankten 1. Vorsitzenden Erich Jaritz zu den den Saal füllenden Männern, Frauen und Kindern sprach, brachte diesen nicht zuletzt auch die Verpflichtung nahe, die das Schicksal den Heimatvertriebenen auferlege. Jeder müsse sich fragen, ob er auch alles getan habe, um von sich aus sein Los zu verbessern. Ueber allem stehe die Forderung, immer wieder ein Treuebekenntnis zur Heimat abzulegen. In die harmonisch verlaufene Feier war ein besinnliches Krippenspiel eingebaut, dem die Jugendgruppe der Landsmannschaft unter der bewährten Leitung von Ingenieur Schuster zu einem vollen Erfolg verhalf. Wohl den größten Beifall aber durften die beiden Geschwister Vollmer für sich verbuchen, die in einem Zwiegespräch in Gedichtform vom Christkind erzählten. Heimatglocken kündeten davon, wie es einst daheim war. An den langen, weiß gedeckten und mit Tannengrün und Lichtem geschmückten Tischen wurden dann die Kleinen mit Kakao und dem heimischen Streußelkuchen bewirtet. Indes brachte ihnen Knecht Ruprecht Geschenkpakete mit allerlei Süßigkeiten und Spielzeug. Der Dank hierfür galt der einheimischen Geschäftswelt. Rasch tritt der Tod den Menschen an Marlen (k). Der Postbeamte i. R. Fran* Kern aus Marlen, der über die Weihnachtsfeiertage seinen verheirateten Sohn in Berghaupten besuchen wollte, ist auf dem Wege kurz vor seinem Ziel im 64. Lebensjahr einem Herzschlag erlegen. Nach Ueberführung in die Heimat wurde er am vergangenen Sonntag zur letzten Ruhe gebettet. Ein überaus großer Leichenzug, unter Vorantritt des Gesangvereins „Eintracht“ Goldscheuer und der Musikkapelle „Harmonie“ Kehl-Sundheim, gab dem Verstorbenen das letzte Geleit. Nach der' Einsegnung widmete Oberpostamtmann Benz, Offenburg, im Namen der Postbeamtenschaft von Kehl und Offenburg dem Verstorbenen Worte ehrenden Gedenkens unter Niederlegung eines Kranzes. Ebenso gedachte des Heimgegangenen der erste Vorstand des Vereins der Kriegshinterbliebenen Hermann Schäfer, während der Gesangverein „Eintracht“ Goldscheuer mit zwei Liedern Abschied nahm von seinem Sängerkameraden. Als letzten Gruß spielte die Musikkapelle „Harmonie“ Kehl-Sundheim das Lied „Ich hat einen Kameraden“. Die zahlreichen Kränze, die am Grabe niedergelegt wurden, zeugten von der Wertschätzung des so rasch Dahingeschiedenen. Den Hinterbliebenen, die vor vier Monaten auch ihre Mutter verloren haben, wendet sich allgemeine Anteilnahme zu. Dieb festgenommen Bohlsbsch. Gestern wurde ein lediger Bauschlosser wegen Diebstahls einer Geldbörse mit 21.60 DM Inhalt festgenommen und in da« Gefängnis Offenburg eingeliefert. Dienstag, 30. Dezember 1952 Die Weihnachtsfeiertage in Zell a. H. Die örtlichen Vereine hielten ihre traditionellen Weihnachtsfeiern ab *®U a, H. (*) Ueber die Feiertage fanden die im Laufe der Zeit nun schon zur Tradition gewordenen Veranstaltungen statt, und zwar am Abend des Christtages das Konzert des Mandolinen-Orchesters, Verein zur Pflege der Volksmusik, Zell-Unterharmersbach • lm Hotel „Löwen“, dem ein guter Besuch beschle- den war. Den ersten Teil der Programmfolge bestritten das Gesamtorchester und die Jugendgruppe, ein vielversprechender Nachwuchs, während am zweiten Teil sich auch die gemischte Volksmusik (Violine, Zither und Harmonika) beteiligte. Dirigent Adolf Harter und seine Künstler durften sich bei ausgezeichneten Leistungen eines herzlichen Beifalls erfreuen. Am Nachmittag des Stefanstages hielt der VdK seine Famllien-Welhnachtsfeler im Gasthaus „Zum Sternen" ab, bei der Vorstand Emst Bea eine große Anzahl von Mitgliedern mit ihren Angehörigen begrüßen konnte; auch Bürgermeister Schwab richtete herzliche "Worte an die Anwesenden. Eine Abteilung der Stadtkapelle begleitete die von allen gesungenen Weihnachtslieder, Gedichte wurden vorgetragen und die Gäste mit Wein, Kakao und Kuchen bewirtet. Auch hier bildete den Abschluß die Verlosung de« reichhaltigen Gaben tempels. Am Abend de« zweiten Feiertages fand dann das traditionelle Weihnachtskonzert des Männergesangvereins „Frohsinn" im „Bad. HOf“ statt, das auch von auswärtigen Gästen gut besucht war. Der Männerchor und der gern. Chor erfreuten mit gut ausgewählten Liedvorträgen. Als Solisten waren für den Abend gewonnen L. Ott (Cello) und Frau E. Neumayer (Klavier), die mit dem Largo, von Händel, und der '„Träumerei" von Schumann ebenfalls viel Beifall ernteten. Vorstand Morlok zollte dem umsichtigen Chormeister Erich Neumayer und den Sängern besonderen Dank, ebenso der Abteilung der Stadtkapelle für ihre Mitwirkung. Gemütliche Unterhaltung und Tanz beschloß diesen Abend. In der evang. Stadtkirche fand zum Ausklang der Feiertage eine „Besinnliche Weih- narhtsstunde“ statt, in deren Mittelpunkt das Spiel des Jungenkreises „Vom Mann, der Feuer holen ging“, nach einer Legend« von Selma Lagerlöf, stand. Das Christkind bei den Armen Gasthaus „Zum Bären" zusammen.. Der Versitzende des Ortsvereins, Emst Albrecht, begrüßte die große Familie der Heimatvertriebenen, die in unserem Tale ihre zweite Heimat gefunden haben. Bel der Bescherung konnte dank der Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung, viel Freude bereitet werden. Bürgermeister Braun und Pfarrer Stockert sprachen vom tieferen Sinn solcher Weihnachtsfeiern. Weihnachtsfeier des Gesangvereins Biberach. (s) An den beiden Weihnachtsfeiertagen hatte der Gesangverein „Liederkranz“ zur Weihnachtsfeier im Saalbau „Jehle“ eiageladen. Unter der Leitung des langjährigen Dirigenten Alfred Zimmer kamen im ersten Teil der Veranstaltung einige Weihnachtslieder zum Vortrag, die mit starkem Beifall aufgenommen wurden. Der zweite Teil umfaßte einige Weihnachtslieder zeitgenössi- Gengenbach (n). „Der Feind des Messias", so lautete dnas Theaterstück, das im Mittelpunkt der Weihnachtsfeier der Kolpingsfamilie Gengenbach stand, umrahmt von würdevoller Musik und Gesang. Der Präses gab nach kurzer Begrüßung eine Einführung in den Abend: Weihnachten ist nicht nur liebliche Romantik mit „Heil’ge Nacht, o gieße du Himmelsfrieden in dies Herz“, ist nicht nur friedliche Himmelsmusik, sondern auch reale Forderung an jeden: „Wir können erst von sel’ger Weihnacht sagen, je weniger wir unseres Glücks gedenken, je mehr wir andern unsere Liebe schenken.“ Und Weihnachten besagt Kampf: In den Frieden von Bethlehem hinein fallen die Schergen des He- rodes, der im Messias den legitimen Anwärter auf seinen Thron sieht. Mit dem Feinde des Messias treten die verschiedenen Elemente des Judentums in den Kampf: die begeisterte, ideal gesinnte Jugend (Juda), die nur aufs Irdische gerichteten Bestrebungen (Sadok) und die Mes- scher Komponisten, die ebenfalls mit vollem Erfolg zu Gehör gebracht wurden. Voraus ging eine Ansprache des Chormeisters A. Zimmer, der darauf hinwies, mit welchen Schwierigkeiten ein Verein unter den heutigen Verhältnissen zu kämpfen habe. Er bat, den Verein durch aktive oder passive Mitgliedschaft zu unterstützen. Anschließend wurde das Schauspiel „Ein Weihnachtstraum“ aufgeführt. Die Wahl der darstellenden Personen war gut getroffen. Anschließend kam der reichhaltige Gabentempel zur Verlosung. — In Fortsetzung der weihnachtlichen Veranstaltungen führt der Turnverein am Neujahrstage und am darauffolgenden Sonntag im Gasthaus „Zur Sonne“ das Ritterschauspiel „Die Hexe vom Karrenberg“ auf. Aus Gengenbachs Familienchronik Gengenbach, (a) Am 30. Dezember vollenden Gottfried Krayer, Grabenstraße, sein 72., Frau Euphrosina Wild, Leutkirchstr. 11, ihr 73. sowie Karl Faller, Klosterstraße 7, sein 75. Lebensjahr: am 31. Dezember feiert Franz Seebacher, Hauptstr. 3, »einen 81. Geburtstag. siasSehnsucht der damaligen Heidenwelt (Quirin). Sie alle müssen aber erkennen, daß der Messias ihre Waffen und den Kampf dieser Art nicht will. Herodes, der Kindermörder, ist tot, aber die Herodestat lebt weiter, ausgeführt am geborenen und ungeborenen Leben. Der Herodes- geist lebt fort und scheint sich selbst im bürgerlichen Gesetz verankern zu wollen. — Die Kolpingssöhne haben es auf ihre Fahne geschrieben, daß sie mithelfen wollen am Aufbau glücklicher Familien: „Die Rettung des Menschengeschlechtes fängt bei der Familie an“ (Kolping). Und wenn es im „Feind des Messias“ heißt: „Tod dem Idumäer!“ so heißt das heute: Kampfansage allem, was dem Kind, der Jugend nach dem Leben trachtet, körperlich und seelisch. Und wenn es dort weiter heißt: „Gott segne uns zum Schutze des Messias!“ so heißt das heute: Gott segne uns zum Schutze der Jugend 1 Rüstiger Altersjubilar Ebersweier, (e) Der weithin bekannte und geachtete, immer freundliche und hilfsbereite Landwirt Franz Ganter steht heute in guter Rüstigkeit an der Schwelle seines vierten Jahrhundert-Viertels, wozu wir ihm alle* Gute und einen noch recht langen, wohlverdienten und ruhigen Lebensabend wünschen. Als geradezu an die bäuerliche Scholle gebunden, galt der Jubilar stets als unermüdlicher Landwirt. Seit ihn eine Unfallverletzung an der Feldarbeit hindert, nimmt er am Zeitgeschehen im Ort selbst wie auch. in den Landen um so größeren Anteil. Er kann es morgens kaum erwarten, bis er wieder seine ihm in Jahrzehnten vertraut gewordene Tageszeitung, das „Offenburger Tageblatt“, ins Haus bekommt. Ein überaus arbeitsreiches und schicksalsreiches Leben hat er mutig durchgestanden; seine treusorgende Ehefrau Rosa geb. Heitz verstarb im letzten Jahre nach langem Leiden und der einzige Sohn fiel noch kurz vor Kriegsende in Deutschland, die ebenfalls der Ehe entsprossenen zwei Töchter sind hier verheiratet. Möge der 75- jährige der Dorfgemeinschaft noch lange erhalten bleiben. Gottesdienstordnung Was in Urioffen die Vereine boten Weihnachtsfeier der Kolpingsfamilie Gengenbach Aufführung des Theaterstückes »Der Feind des Messias” Feiern von Gesangverein, Turnverein, Musikverein und Radsportverein Zell a. H. (s). Auch dieses Jahr veranstaltete der DRK-Ortsverein eine Kinderweihnachtsfeier zu der 44 Kinder, bis zu 10 Jahren, nämlich Kinder aus ortsansäßigen armen Familien, Kinder von Flüchtlingen sowie vaterlose Kinder eingeladen worden waren. Nach der Begrüßungsansprache des Vorsitzenden Dr. med. Krämer erschien in Begleitung eines Engeleins das Christkind mit dem Weihnachtsbäumchen und erklärte in netten Versen seine Ankunft. Nach dem gemeinsam gesungenen Lied „Stille Nacht“ erhielt jedes Kind außer einem schönen praktischen Geschenk jeweils noch einen von Frau Fabrikant Haiß gestifteten Blumenteller mit Aepfeln, Orangen. Gebäck und Süßigkeiten, worauf die kleine Schar beglückt nach Hause zog. Am nächsten Tage wurden 32 ältere, bedürftige Personen (Flüchtlinge und Einheimische) aufgesucht und ihnen eine Geldspende, eine Flasche Wein und Gebäck sowie eine wiederum von Frau Haiß gespendete Tasse der heimischen Keramik überbracht. Fabrikant Arntz gestorben Zell a. H. (s). Wieder ereilte einen geschätzten Mitbürger der Tod: am Stephanstag verschied unerwartet an einem Herzschlag Fabrikant Fritz Arntz im Alter von nahezu 74 Jahren. Noch vor wenigen Wochen war es ihm vergönnt, das seltene Fest der goldenen Hochzeit zu feiern. Weihnachten bei Heimatvertriebenen Oberharmersbach, (m) Die Heimatvertriebenen fanden sich zu einer Weihnachtsfeier im Elgersweier, (kf) Den Reigen der diesjährigen Weihnachtsveranstaltungen eröffneten der Gesangverein „Frohsinn“ und der Musikverein. Während der Musikverein in den Saal „Zur Sonne“ zu Konzert und Laientheater einlud, waren die Freunde des Gesanges in ihrem Stammhaus „Zur Linde“ in gemütlicher, sangesfreudiger, weihnachtlicher Stimmung beisammen. Wir berichten zunächst über letztere Veranstaltung. Der 1. Teil, eingeleitet mit einem Weihnachtslied des Chores und den Begrüßungsworten des 1. Vorstandes Broß, hatte weihnachtlichen Charakter. Die Lieder des Männerchores wurden — von Dirigent Oberlehrer Ritzi mit Hingabe geleitet — mit viel Wärme und Ausdruck vorgetragen. Verschiedene Solo- Einlagen bereicherten den Abend. Nachdem im 2. Teil auch die heiteren Gemüter auf ihre Rechnung gekommen waren, hatte der 1. Vorstand noch die Freude, eine kleine Bescherung vorzunehmen. Sie galt dem Dirigenten, Oberlehrer Ritzi, als Anerkennung für sein unermüdliches Schaffen, sowie der kleinen elfjährigen Akkordeonspielerin Reinhilde Koger, die recht verständnisvoll die Chöre begleitete. Die Weihnachtsfeier des Musikvereins war fei ihrer Art anders aufgezogen. Doch es fehlte auch hier nicht die weihnachtliche Stimmung, die sich ganz besonders in dem im Mittelpunkt der Veranstaltung stehenden Einakter: „Brief an den lieben Gott!“ ausdrückte. Das Stück trug die Prägung eines christlichen, kindlich träumerischen Autors, und wurde von den Spielern getreu und wirkungsvoll wiedergegeben. Neben anderen heiteren Einlagen ura- Urloffen (f). Die Vereinsveranstaltungen über die Festtage erfreuten sich eines recht guten Besuches. Man war angenehm überrascht über die Darbietungen der Laienspieler bei den Aufführungen, die auf intensive Vorbereitungen schließen ließen. Am Christustage zeigte im „Posthorn“ die „Eintracht“ unter Leitung ihres Dirigenten Hauptlehrer Roth neben Proben schöner Männer- und gemischter Chöre u. a. das interessante Theaterstück „Der Hartmannshof“. — Am selben Abend veranstaltete der Turnverein in der Turnhalle seine Weihnachtsfeier. Mit hervorragenden Turnvorführungen sowie mit dem dramatischen Theaterstück „Allerseelennacht“ erlebten die Gäste eine abwechselnde Unterhaltung. Am Stephanstag war die großräumige Turnhalle bei der Feier des Musikvereins fast zu klein. Unter der Leitung ihres Dirigenten Dienert unterhielt die Kapelle die Gäste aufs beste. Die Aufführung des Singspiels „Die Bettelprinzessin“ erntete begeisterten Beifall. Am Sonntag war die Turnhalle wieder voll besetzt, als der Radsportverein „Glückauf“ mit seiner Feier aufwartete. Im Mittelpunkt stand die Aufführung des dramatischen Schauspiels „Der Hfenker von Jütland“, das einen großen Eindruck hinterließ und mit großem Beifall quittiert wurde. — Der Athletiksportverein wird am 4. Januar 1953 einen bunten Abend in seiner Sporthalle abhalten, für den die bekannte Lachbühne Adi Walz gewonnen werden konnte. Urloffen (f). Am 29. Dezember vollendete die rahmte die Musikkapelle den Abend mit schönen Konzertstücken unter der zügigen Leitung von Dirigent Walz. Die Erwartungen des Publikums und der Wunsch des 1. Vorsitzenden Ruf, der zu Beginn der Veranstaltung sprach, daß der Abend eine recht gemütliche Unterhaltung für jedermann bringen möge, wurden in jeder Weise erfüllt. Am Stephanstagabend hatte der Sportverein seine Veranstaltung mit Theateraufführung ebenfalls im Gasthaus „Sonne“. Der 1. Vorstand Kiefer konnte ein vollbesetztes Haus begrüßen. Er wünschte allen einige recht unterhaltsame Stunden. Zwei Weihnachtslieder leiteten den Abend ein. Anschließend kam das Volksstück „Der Doppelselbstmord“ zur Aufführung. Die Spieler gaben sich alle Mühe, die Szenen wirkungsvoll zu gestalten, und ernteten dafür reichlichen Beifall. Ein fröhliches Duett und ein witziges Terzett bereicherten die Darbietungen. Die Gabenverteilung der ausgelosten Tombola zum Schluß der Veranstaltung bereitete noch einmal große Freude. — Am Sonntagabend wiederholt der Musikverein seine Feier, während der Sportverein am 4. Januar die Wiederholung veranstaltet. Hohes Alter Zunsweier, (x) Am Dienstag vollendet Rosa Schüly, geb. Obert, das 81. Lebensjahr. Die Hochbetagte ist die Witwe des Wagnermeisters Franz Josef Schüly, der bereits 1938 verstarb. In Arbeit und Sorge für ihre Lieben groß geworden, verbringt die Altersjubilarin ihren Lebensabend im Familienkreise einer ihrer Töchter. Witwe Amalie EU geb. Siefert, Straßburger Straße 8, ihr 70. Lebensjahr. — Frau Amalie Leible, Winkelstraße 11, wird am 30. Dezember 77 Jahre alt. Mit dem Motorrad gegen einen Baum Lautenbach i. R. Am Sonntag fuhr in Sulzbach beim Erholungsheim ein Kraftradfahrer aus bis jetzt, noch ungeklärter Ursache gegen einen Baum, wobei der Kraftradfahrer und der Soziusfahrer erheblich verletzt wurden. Beim Kraftradfahrer besteht Lebensgefahr; Fessenbach, (x) Sowohl nach der musikalischen wie gesanglichen Seite hin, hatten es sich die örtlichen Vereine angelegen sein lassen, ihren Mitgliedern zum Weihnachtsfest angenehme Stunden zu bieten In der gut besetzten Winzerhalle brachte der Musikverein ein weihnachtliches Programm zur Durchführung, bestehend aus Musikstücken und den beiden Theaterstücken „Den Menschen ein Wohlgefallen“ und „Der pfiffige Franz“. Nach der Begrüßung durch Vorstand Bürkle bot Dirigent .Weigel mit seinen Musikern auserlesene Stücke die für ein intensives Schaffen im Laufe des Jahres zeugten. Bei der Jugendlichkeit der Spieler ist das Gebotene besonders anerkennenswert. Die Theateraufführungen hatten im ersten Stück Geschehnisse unserer Tage zum Inhalt, während im zweiten der Frohsinn zum Recht kam. Wenn auch St. Nikolaus etwas verspätet zu den aktiven Mitgliedern kam, waren sie für sein Kommen doch dankbar und auch die übrigen Gäste hatten reichlich Gelegenheit, ihr „Glück“ in einer Tombola zu versuchen. Echten familiären Geist kennzeichnete die Veranstaltung des „Liederkranzes“ in der „Traube“. Dem Motto „Friede auf Erden — Weihnacht ist heut“ trug das Programm in seinem ganzen Aufbau Rechnung. Eingeleitet mit dem Chor „Die Nacht“ von Schubert und einem Weihnachtsgedicht ließ Vorstand K. Lit- terst in seiner gedankentiefen und zeitnahen Ansprache die Anwesenden den eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes als das Kommen des Erlösers erleben. Weitere Männerchöre, Lieder des Frauenchores und auch ein gemischter Chor kamen zum Vortrag, geleitet von dem unermüdlichen Chormeister Fr. Kummer. Melodische Perlen streute das Zither-Duett Herrmann (Offenburg) in Begleitung mit Violine (J. Basler) in das Programm ein. In origineller Art wurden dann Sänger und Sängerinnen vom Nikolaus mit Gaben bedacht. In fein einfühlender Weise waren mit dem Beschenken „individuelle Belehrungen“ verbunden, über die man dem Nikolaus nicht gram sein konnte, und die nur dazu angetan waren, den Verlauf des Abends in harmonischer Weise zu beschließen. Den Vorabend des Hl. Abends benützten die kath. Jugendgruppen, die Kranken mit einem Liedersingen zu erfreuen. Die vertrauten alten Weihnachtslieder waren für diese Menschen eine dankbar aufgenommene Gabe, die die jugendlichen Sänger und Sängerinnen in ihrem Idealismus gern spendeten. Zell a. H. — Dienstag: 7.15 Uhr hl. Messe für Katharina Roth geb. Lang und gefallen« Söhne Albert und August von Unterharmersbach-Roth. — Mittwoch: 7.15 Uhr hL Messe für Karl Huber und Theresia geb. Lang von Unterharmersbach; 17.00 Uhr Beichtgelegenheit; 18.00 Uhr Jahresschlußandacht mit Segen. Evangelische Gottesdienste Zen a. H. — Mittwoch: 23.45 Uhr Jahresschlußgottesdienst. Biberach. — Mittwoch: 17.00 Uhr Jahresschlußgottesdienst, anschl. Feier des Hl. Abendmahles. Wir ehren das Alter Zell-Weierbach (k). Die Althebamme Fratt Viktoria Höpf geb. Schwendemann, Witwe, vollendeteren 29. Dezember das 84. Lebensjahr. 70 Jahre alt wird am 30. Dezember Frau Maria Drescher geb. Hauser. Herzliche Glückwünsch«. Weihnachtsfeier des Sportvereins Weier, (r) Am ersten Feiertag hielt der Sportverein seine Weihnachtsfeier ab. Vorstand Heinrich Brisehle konnte ein volles Haus begrüßen. Ein Weihnachtsprolog leitete die Feier ein. Allgemein gesungene Lieder, Gabenternpel und Christbaumversteigerung ergänzten das Programm. Im Mittelpunkt des Abends stand das Theaterstück „Die Schicksalswege einer Bettlerin“, das inhaltlich und spielerisch guten Anklang fand. Auf vielseitigen Wunsch wurde die Aufführung am Sonntag wiederholt — Die Weihnachtsspiele der Kleinen haben so gut gefallen, daß sie am Sonntagmittag wiederholt werden mußten. 75 Jahre alt Griesheim (g). Am 31. Dezember kann der Arbeiter und Landwirt Erhard Pfau die Vollendung seines 75. Lebensjahres feiern. Herr Pfau, gebürtig aus Wolfäch, kam in jungen Jahren als landwirtschaftlicher Arbeiter nach Griesheim. Ende der neunziger Jahre war Herr Pfau Teilnehmer am China-Feldzug um die Abtretung von Kiautschou. Er erzählt heut« noch gerne von seinen damaligen Erlebnissen im Femen Osten. Zu seinem Geburtstage gratulieren wir Herrn Pfau und wünschen ihm alles Gute für Seinen Lebensabend. Weihnachtsfeier des Musikvereins Griesheim (g). Für den Abend des 1. Weihnachtstages hatte der Musikverein zur Weihnachtsfeier im „Adler“-Saal eingeladen. In dem bis auf den letzten Platz besetzten Haue wurde die Feier mit dem Weihnachtslied: „O du fröhliche, o du selige Weihnachtszeit“ eingeleitet. Diesem folgte die Begrüßung durch den 1. Vorstand, Herrn Josef Allgeier. Danach kamen das Weihnachtsstück „Erschließe dein Herz“ und das Singspiel „Die schöne Postmeisterin“ zur Aufführung. In beiden Stücken kam nicht nur die Auswahl der schönen und lehrreichen Programmnummem zur Geltung, sondern auch die vortreffliche Darstellung der einzelnen Spieler ernteten verdienten reichen Beifall. Der ganze Abend war umrahmt von den herrlichen Tönen der Musikkapelle unter der hervorragenden Leitung des Dirigenten Herrn Kopietz. Feststimmung bei Sängern, Musikern und Sportlern Die Weihnachtsfeiern der Elgersweierer Vereine Weihnachten im Kreise der Fessenbadier Vereine Schöne Stunden bei der Musiker- und Sängerfamilie Dienstag, 30. Dezember 1952 * “Altenheim hält Jahresrückschau Umsiedlung des Rathauses und Auftorstung die wichtigsten Begebenheiten Altenheim, (r) Nur noch kurze Zeit trennt) uns vom Jahreswechsel einer besinnlichen Zeit, in welcher der Mensch gerne seine Gedanken zurückschweifen läßt in die jüngste Vergangenheit, aber auch in die Zukunft| möchte er manchmal gerne blicken. In diesem Sinne soll auch des Schaffens und Wirkens der politischen Gemeinde im vergangenen) Jahre gedacht werden. Als eine äußerst wichtige Begebenheit muß die Uebersiedlung vom alten zum neuen Rathaus bezeichnet werden, die am 24. März erfolgte. Anlaß zum Umbau der ehemaligen Winterschule zu einem Rathaus war die Vereinigung der Gemeindesparkasse mit der Bezirkssparkasse Offenburg, für welche es an geeigneten Räumlichkeiten fehlte. Nach geeignetem R ium sich umsehend, kam man auf den Gedanken, das alte Rathaus für die Sparkasse umzubauen was dann auch geschah, während die Winterschule mit modernen Büroräumlichkeiten und der Gemeihde- saal zu einem zeitentsprechenden Rathaus ausgestaltet wurde, in dessen Untergeschoß Räume freibli^ben für die Unterbringung der Post. Ferner wurde 1952 die Straßenteerung weitergeführt. ebenso, die Einschotterung und Ueberkiesung der Feldwege. Um dem Sägewerk. Zimpfer benötigtes Gelände abgeben zu können, wurde der Sportplatz weiter nach Süden verlegt, wozu die Gemeinde Gelände) stellte. Ein bedeutendes Kapital war auch die in diesem Jahre weiter betriebene Aufforstung mit Pappeln, die in der Hauptsache im Rheinwald angepflanzt wurden, während im Mittelwald Roteichen zur Anpflanzung kamen. Erweitert sollen auch in diesem Jahre die gemeindeeigenen Obstanlagen werden, und zwar durch Anpflanzung von Kirschbäumen. Das Schulhaus wurde mit einer neuen Dachdeckung versehen. Infolge der im Farrenstall aufgetretenen Maul- u. Klauenseuche mußten mehrere Zuchtfarren neu beschafft werden und auch die Anschaffung von Zuchtebern und, Ziegenböcken erforderte weitere Mittel. Ebenso wurde für den Gemeindefarrenstall ein Heuaufzug beschafft. In der' Gemarkung mußten zwei Brücken neu erbaut werden, von denen eine bei Kriegsschluß gesprengt worden war. Das Netz der Feuerwehrbrunnen soll im kommenden Jahr einen weiteren Ausbau erfahren. Auch in der Kinderschule mußte eine größere Reparatur vorgenommen werden. Im Personal des Rathauses ist insofern eine Veränderung eingetreten, als Gemeinderechner Gottlieb Wurth nach Erreichung der Altersgrenze in den wohlverdienten Ruhestand trat und an seine Stelle der schon früher auf dem Rathaus tätige Verwaltungsbeamte Jakob Fischer trat. Trotz der starken Inanspruchnahme der Gemeindekasse ist die Finanzlage der Gemeinde. durchaus zufriedenstellend, da diese ijBjffiSSlzer.trag des letzten Hiebes noch gün- konnte und die Männer des Gemeinderats unter Bürgermeister Sutter bestrebt sind, diesen günstigen Stand zu halten. Aber auch der oft unverstandenen Arbeit der Gemeindebeamten ist es zu verdanken, wenn die Führung einer so großen Gemeinde sich so reibungslos vollzieht. Mit dem Einbau der Kirchenorgel hat auch die Kirchengemeinde den Kirchbau glücklich vollendet und unsere Bewohner haben diesem 1 gewaltigen Werk die Treue gehalten und tun es auch heute noch, allen Schwierigkeiten zum Trotz, die Dürre und drei Hageljahrgänge mit sich , gebracht .habe- Möge unserer Gemeinde eine glückliche Zukunft beschieden sein. tag, den 28. Dezember, die jüngeren Mitglieder und die Oeffentlichkeit Eintritt hatten. An beiden Abenden kam das Theaterstück „Um den Kreuzhof“ und das Lustspiel „Heini, schläfst du schon.“ zur Aufführung. Die Stücke wurden mit gutem Geschick gespielt; die Darsteller ernteten reichen Beifall. — Am 10. und 11. Januar wird der Männergesangverein im „Hirsch“ ein Konzert veranstalten, bei dem zur Bereicherung des Programms das Duo Seitz aus Heiligenzell mitwirken wird. Wohlgelungene Weihnachtsfeier Ohlsbach (u). Mit einer in allen Teilen wohlgelungenen Weihnachtsfeier, die des großen Andranges wegen wiederholt werden mußte, wartete der Männergesangverein „Liederkranz“ in der „Krone“ auf. Zwei Chöre bildeten den Auftakt. Vorstand Alfons Bruder begrüßte das überfüllte Haus, insbesondere Ortspfarrer, Bürgermeister und die Ehrenmitglieder. „Elschens Weihnachtstraum“ wurde flott gespielt und schuf frohe Stimmung. Mehr die heitere Seite unterstrich das Lustspiel „Dein ist mein Herz“. Ganz ins Spaßhafte gingen ein paar Couplets, in denen sich vor allem Sangesbruder Brüderle produzierte. Und immer wieder waren es herrliche Lieder, welche die Sänger unter Alois Baus sicherer Leitung zu Gehör brachten. Reicher Beifall und anerkennende Worte eines Veranstaltungsbesuchers dankten allen Mitwirkenden für den schönen Abend. Die ersten Jubilare im neuen Jahr Ohlsbach, (ü) Gleich zu Beginn des neuen Jahres können wir einigen Hochbetagten Geburtstagsglückwünsche entbieten. Am 2. Januar wird Landwirt Josef .Schwarz 76 Jahre alt. Am gleichen Tage vollenden Landwirt Paul Bauer und Landwirt Karl Müller das 72. Lebensjahr. Eine unserer Dorfältesten, die Witwe des Seifensieders August Suhm, Rosa, get. Rappenecker, begeht am 3. Januar in guter Rüstigkeit ihren 87. Geburtstag. Weihnachtsfeier des Gesangvereins Reichenbach (s). Zum Stephanstag hat der Gesangverein zu seiner Weihnachtsfeier im „Rößle“ eingeladen. Nach den Begrüßungsworten des Vorstandes Hermann Huber wurde die Feier durch einen Choral des Gesangvereins eröffnet, gefolgt von zwei Weihnachtsliedern, die von einem Quartett gesungen wurden, dessen Darbietung in einem großen Beifall Ausdruck fand. Ein bewährtes Ensemble brachte im Anschluß das Theaterstück „Die Förster- anny“ zur Aufführung, das von dem voll besetzten Saale -mit regem Beifall aufgenommen wurde. Die Leitung des-Abends lag in den Händen des Dirigenten, Lehrer Egel, sowie Rektor Egel, denen für das Gelingen besondere Anerkennung gebührt. Frohe Fahrt! Foto: Hans Hetzlaff Wir leben länger Lebensdauer, Todesursachen und Altersgliederung in der Statistik Weihnachtsfeier in Langhurst Langhurst (r.) Am zweiten Weihnachtstag feierte der Radsport- und Musikverein in der neuerbauten „Linde“ seine Vereinsfamilienweihnacht. Dem Eröffnungsmarsch der Musikkapelle folgte die Begrüßung durch den 1. Vorstand Franz Sester.; Ein besonderer Willkommensgruß galt dem Leiter des Bad. Radsportverbandes, Herrn Eugen Diebold. Die Theateraufführung mit Einlagen der Musikkapelle gestaltete den Abend zu einem gediegenen und stimmungsvollen Erleben. Den Spielern dankte reicher Beifall für ihre Mühe innerhalb der großen Vereinsfamilie. Die Feier wurde am 28. Dezerhber für diejenigen wiederholt, die die erste Feier nicht' besuchen konnten. — Nach dem Umbau der „Linde“ war dem Radsport- und- Musikverein erstmals die Möglichkeit zur Abhaltung der Vereinsfeier in größerem Rahmen geboten. Weihnachtsfeier des MGV „Liederkranz“ Schutterwald Schutterwald (j). Die Weihnachtsfeiern des Männergesangvereins „Liederkranz“ am Abend des Christfestes sowie am Samstagabend sahen eine vollbesetzte Bähnhofwirtschaft. Der gutdisziplinierte Mannerchor leitete mit Beethovens Chor „Heilige Nacht“ unter der Leitung von Hauptlehrer Albert Braunstein stimmungsvoll die Feier ein. Vorstand Walter Junker sprach herzliche Worte der Begrüßung. Als sich der Bühnenvorhang öffnete, war man allgemein gespannt. Um es vorwegzusagen: die Laienspielgruppe des Vereins spielte in ihrem natürlich-frischen Spiel von Herz zu Herz. Nachdem in einem Einakter, „Des Liedes Macht“, Ausdruck verliehen war, folgte die Operette „Hochzeit mit Erika“. Ihre Wiedergabe war eine Glanzleistung. Hierfür zeichneten Hauptlehrer Albert Braunstein, Hugo Heuberger und Annaliese Seigel verantwortlich. Weihnachtsfeier des Sportvereins Diersburg, (s) Wie jedes Jahr, so mußte der Sportverein auch diese Weihnachten die Feier aus Platzmangel an zwei Abenden gestalten. Am zweiten Feiertage waren deshalb die älteren Mitglieder geladen, während am SonnWir lesen heute viel von der „Lebensangst“ und ..Lebensunsicherheit“ unserer Generation Beide Elemente scheinen mit ausgelöst durch die anhaltenden, politischen Spannungen in der Welt, die Furcht vor einem neuen Krieg und das Wissen um die unheimlichen Vernichtungswaffen, die die Menschheit bedrohen. Immer wieder wird in Erinnerungen die „gute alte Zeit“ Ende des vorigen Jahrhunderts und voi dem ersten Weltkrieg heraufbeschworen. Waren aber die Menschen, die vor uns lebten wirklich so frei von Furcht vor einem früher Ende ihres Lebens? Statistiker haben errechnet daß sich die durchschnittliche Lebensdauer ir Deutschland während der letzten hundert Jahre nahezu verdoppelt hat. Die 1870 Geborener konnten im Durchschnitt nur mit einem Alter von 37 Jahren rechnen. Dagegen haben die Neugeborenen des Jahres 1948 eine „mittlere Lebenserverartung“ von mehr als 62 Jahren Die Verlängerung der Lebensdauer ist vor allem auf den Fortschritt der medizinischer Wissenschaft im Kampf gegen Krankheiten zurückzuführen, denen die Menschen früherer Zeiten noch nahezu wehrlos ausgeliefert waren Die Säuglingssterblichkeit, die Tuberkulose und die akuten Infektionskrankheiten sind weitgehend zurückgedrängt worden. Nach einer zum Deutschen Aerztetag 1952 herausgegebenen Statistik starben im Durchschnitt der Jahre 189? bis 1894 im deutschen Reichsgebiet auf 10 000 Einwohner jährlich noch 13,6 an Diphterie, 4.2 an Keuchhusten und 3.1 an Masern. 1950 waren es an Diphterie und Keuchhusten nur noeb je 0,2 und an Masern 0,1. Ebenso groß ist der Sterblichkeitsrückgang an Krankheiten der Verdauungsorgane, hauptsächlich in den ersten beiden Lebensjahren. An Lungenentzündung starben vor sechzig Jahren noch 14.7 von 10 000 Einwohnern, jetzt nur noch 4.8. Am eindrucksvollsten ist das Abnehmen der Tuberkulosesterblichkeit von 25.8 auf 3,9. Allgemein ist die Sterblichkeit also gesunken Eine Zunahme ist nur eingetreten bei Krankheiten, die hauptsächlich die heute stärker vertretenen höheren Altersklassen betreffen, wie Krankheiten der Kreislauf Organe und Krebs der jetzt im Gegensatz zu früher auch als solcher erkannt wird. 1910 starben im Deutscher Reich auf 10 000 Einwohner an Krankheiter der Kreislauforgane 15.5, 1950 im Bundesgebiet 21,6. Für Schlaganfälle sind die Zahlen 6,0 gegen 12,2, für Krebs und andere Neubildunger 8,8 gegen 17,0. Die Sterblichkeit an Altersschwäche ist von 16,3 auf 7,5 gesunken, vor allem deshalb, weil früher bei Nichterfassen der Krankheit älterer Leute auf Altersschwäche erkannt wurde. Durch die vorgenannten Krankheiten sind die MänneT im allgemeine! etwas stärker gefährdet. Nur an Krebs sterben in den mittleren Altersklassen relativ mehr Frauen Der Rückgang der Sterblichkeit an Tuberku lose (in den letzten 60 Jahren mehr als 85 Prozent) bedeutet leider nicht, daß auch die Zahl dei Erkrankungen zurückgegangen ist Sie hat im Gegenteil seit 1945 (aus der Zeit vorher gibt es keine zuverlässigen Zahlen der Erkrankten) dauernd zugenommen, und zwar besonders in den schweren Fällen. Das Jahr 1946 brachte auch einen Gipfel in der Sterblichkeit, wenn sie auch noch weit unter der von 1938 lag. Seitdem hat das Verhältnis zwischen Todesfällen und Erkrankungen abgenommen. Außerdem ist die Dauer der Erkrankungen bis zum Tode länger geworden. Die an Tuberkulose erkrankten Menschen bleiben durch den medizinischen Fortschritt und die erhöhte Fürsorge auch bedeutend länger arbeitsfähig als früher. Eine Todesursache darf nicht vergessen werden: Die Verkehrsunfälle Die zunehmende Motorisierung des Verkehr: brachte naturgemäß auch eine Steigerung der Unfälle. Wenn auch die Häufigkeit tödlicher Ausgänge durch die ärztliche Kunst immer mehr herabgedrückt wird, bleibt doch noch eine Zunahme der tödlich verlaufenen Unfälle bestehen. Die jährliche Zahl von 21000 Ver kehrstoten in der Bundesrepublik mahnt zu immer größerer Wachsamkeit. Bedenklich ist die Altersgliederung des deutschen Volkes. Sein „Lebensbaum“ hatte 1910 noch die Idealform der Pyramide: Die ganz jungen Jahrgänge bildeten den breiten,'gesunden Unterbau, der sich nach oben gleichmäßig zur Altersspitze verjüngte. Die Alterspyramide von 1925 zeigte schon den verheerenden Einfluß des ersten Weltkrieges auf die Geburtenzahl. Der Unterbau war in der Schicht der Fünf- bis Zehnjährigen „eingeschnürt“ Der Lebensbaum von 1939 hatte trotz des Einschnitts der damals Zwanzig- bis Fünfundzwanzigjährigen und eines schwachen Unterbaue noch eine pyramidenähnliche Form. 1946 war |der Mittelbau der Fünfzehn- bis Vierzigjähriger schon stark ..tailliert und der Unterbau auf die Hälfte zusammengeschrumpft. Besonders auffällig war der Frauenüberschuß. 1950 war die Form eines spitzen Kegels erreicht. Dir Pyramide fing erst bei den 45—50jährigen an. In Zahlen ausgedrückt bedeutet die Pyramidenschrumpfung. daß die Bevölkerungsanteile der Jugend und der Jahrgänge bis 45 Jahre seit 1910 von 80 auf 66 Prozent gefallen und der Anteil der Jahrgänge über 45 Jahre bis 1950 von 20 auf 34 Prozent gestiegen ist. In fast allen Kulturstaaten ist während der letzten 50 Jahre ein Geburtenrückgang eingetreten, der allerdings durch das Sinken der Sterblichkeit zum Teil noch aufgehoben wird Der Geburtenüberschuß (die Differenz zwischen Todesfällen und Geburten) in Deutschland erreichte 1913 bei einer Gesamtbevölkerung von 67,2 Millionen mit 833 800 seinen hocKsten Stand. Er war 1923 (Gesamtbevölkerung 61,5 Millionen) auf 439 551 gesunken und betrug 1933 (Gesamtbevölkerung 66 Millionen) nur noch 233 227. Die-„,bevölkerungspolitischen“ Maßnahmen des Dritten Reiches schraubten den Geburtenüberschuß ' bis 1938 (Gesamtbevölkerung 68,7 Millionen) wieder auf 549 314. Der zweite Weltkrieg brachte dann den großen Ausfall. Der Geburtenüberschuß hatte in der heutigen Bundesrepublik im Jahre 1946 (44,6 Millionen Einwohner) einen Tiefstand von 123 00 erreicht. Er stieg von 1948 an wieder und erreichte 1950 (47,6 Millionen Einwohner) 273 932. Aus dieser Tabelle ist ersichtlich, daß der Wiederanstieg des Geburtenüberschusses nach dem zweiten Weltkrieg zwar bedeutend schneller eintrat, als nach dem ersten Weltkrieg, der Zahl nach aber weit geringer ist. Das Schwergewicht der Bevölkerung liegt noch immer bei den Altersklassen mit relativ geringer Sterblichkeit. Wenn diese Jahrgänge in das Alter erhöhter Sterblichkeit kommen, wird von 1960 an bei gleichbleibender Entwicklung mit einem Geburtenmangel zu rechnen sein. Siegfried Kischka. Sportler beschlossen das Jahr Gengenbach (a). Zwischen Weihnachten und Neujahr beschließen die Gengenbacher Sportler alljährlich gemeinsam das Jahr. Wie erster Vorsitzender Anton Hägele in seiner Begrüßungsansprache sagte, ist es nun schon zur Tradition geworden, daß in der Jahresabschlußfeier des Sportvereins das Weihnachtsfest nachklingt Der Rückblick auf das Jahr ist nicht erfreulich, war es doch durch vielerlei Pech nicht möglich, die erste Halbrunde erfolgreich durchzustehen. Daß es im kommenden Jahr besser sein möge, war der Wunsch des Vorsitzenden. Anschließend dankte Vorsitzender Hägele den Mitwirkenden, die sich für diesen Abend zur Verfügung gestellt haben, der Stadtmusik unter Otto Götzmann, dem Männerchor „Sängerbund-Eintracht“ unter Otto Hakenjos, der Mandolinengruppe der „Naturfreunde“ unter Georg Gaiser und der Theater-Spielgruppe. Nicht zuletzt aber dankte der Vorsitzende all den gebefreudigen Gengenbachern, die eine so reichhaltige Tombola ermöglicht haben. Der Einakter „Heimatglocken am Weihnachtsabend“ paßte so recht in diese vom Weihnachtsfest überglänzte Zeit. Große Freude brachte die Versteigerung eines prächtigen Polstersessels, die in einem heiteren Zweikampf auslief. Um Mitternacht gab es noch einmal ein Hallo, als der ehemalige 1. Vorsitzende des Sportvereins, Heinz Weber, der großen Sportlerfamilie noch einen Besuch abstattete. Altersjubilare in Reichenbach Reichenbach (s). Am 1. Weihnachtsfeiertag konnte Josef Wussler, Gemeinderechner a. D„ den 72. Geburtstag feiern. Theresia Suhm geb. Faller in Haigerach vollendet am 31. Dezember das 70. Lebensjahr. I 4*« IHM Dienstag, 30. Dezember 1952 Weihnachtliches Hofweier Hofweier, (b). Vergangenen Samstag führte die hiesige Ortsgruppe der SPD im Gasthaus »Zur Krone“ eine Kinderbescherung durch. Gerne und zahlreich baten die Kinder dieser Einladung Folge geleistet. Leiter der Ortsgruppe J. Gnädig begrüßte die Kinder mit ihren Eltern und eröffnete die Feierstunde. Kreisvorstand Seiler überbrachte die Grüße des Kreises und gab dem Wunsche Ausdrude, daß die Weihnachtsbotschaft „Und Friede den Menschen auf Erden“ endlich einmal Wirklichkeit werde. Anschließend kam das Christkind und beschenkte die Kinder, welche mit freudigen Gesichtern die Gabe entgegen- nahmen. Auch die hiesige Volksschule lud die Dorfbewohner zu einer Feierstunde ein. Es war bewundernswert zu sehen, mit welcher Innigkeit die Kinder ein Krippenspiel vorführten. • Sie hätten entsprechend den gezeigten Leistungen einen besseren Besuch verdient gehabt. Das Krippenspiel stand unter Leitung von Hauptlehrer Braunstein. Am ersten Weihnachtsfeiertag versammelten sich die Mitglieder und Gönner des Badfahrvereins im Gasthaus „Zum Engel“ zu ihrer Weihnachtsfeier. Zur Aufführung kam das Theaterstück „Hubertusmühle“ und zwei weitere Lustspiele, die dem Abend eine reiche Abwechslung gaben. * Eine weitere Weihnachtsfeier fand am Stephanstag statt, an dem der Musikverein zu einer Feierstunde einlud. Vorstand Franz Wörter begrüßte die Anwesenden und sprach u. a. die Bitte aus, die Musikkapelle weitgehend zu unterstützen, da sie ja ausschließlich zur Verschönerung der örtlichen Veranstaltungen dient. Anschließend zeichnete er einige Musiker für 25jährige aktive Tätigkeit in der Kapelle mit einer Ehrennadel aus. Im Mittelpunkt des Abends stand dag Theater-, stück „Flammen über Mexiko“, das reichen Beifall fand. Weihnachtsfeiern in Niederschopfheim Niederschopfheim (b). Die Weihnachtsfeiern des Gesangvereins am ersten Feiertag, des Musikvereins am Stephanstag, beide im „Haf- monie“-Saal, und am Sonntag diejenige des Turnvereins im „Bergschlößle“, hatten einen überaus großen Besuch aufzuweisen. Die Darbietungen fanden jeweils großen Beifall. Die Theateraufführungen gefielen, die Spieler und Spielerinnen fanden für ihr# schauspielerischen Leistungen herzliche Anerkennung. Die Kirchenchöre feierten Weihnachten Ichenheim (r). Wie alljährlich veranstaltete der Cäcilienverein am Stephanstage im Gasthaus „Zum Schwanen" seine Weihnachtsfeier, an der die ganze Pfarrgemeinde regen Anteil nahm. In seiner Ansprache dankte Pfarrer Haberstroh vor allem den Mitgliedern des Chor», ihrem Dirigenten und der Organistin für alle Mühen und Opfer, die sie im Lauf des Jahres zur Ehre Gottes und zur Verschönerung der Gottesdienste gebracht haben. Nach einem vierstimmigen Lied kam das Theaterstück „Flammen über Mexiko“ zur Aufführung. Anschließend sorgten Luststücke dafür, daß auch die Lachmuskeln in Bewegung kamen. — Am zweiten Weihnachtsfeiertag veranstaltete der evangelische Kirchenchor im „Löwen“- Saale seine Weihnachtsfeier. Nach der Begrüßungsansprache des Vorstandes Julius Schne- bel brachte der Posaunenchor einige passende Lieder und Choräle zum Vortrag. Im Anschluß an diese Darbietungen kam das Volksstück „Die Hütte am See“ zur gelungenen Aufführung. Das folgende Luststüek „D’ Stadtherrn- hos“ löste lebhaften Beifall aus. Auch die gesanglichen Vorträge des Kirchenchors unter dem langjährigen Dirigenten Joh. Dan. Schnabel fanden uneingeschränktes Lob. Großer Leichenzug Ichenheim (r). In den Vormittagstunden des vergangenen Mittwochs bewegte sich ein großer Leichenzug zum Friedhof. Es galt, den am Sonntag zuvor zwischen Ichenheim und Kürzell tödlich verunglückten 28jährigen Hilfsarbeiter Willi Bläsi zu Grabe zu tragen. Aus der Gemeinde, der näheren und weiteren Umgebung waren Bekannte, Freunde und Arbeitskamera- dan herbeigeeilt, um Abschied zu nehmen von einem jungen Menschen, den das Schicksal allzufrüh aus dem Leben gerissen hatte. — Kaum hatte sich der Grabhügel über diesem jungen Menschenleben geschlossen, als schon wieder die Totenglocke ertönte, die den Heimgang der Gattin des Blechnermeisters Johann Walter, Frau Katharina Walter geb. Müller, verkündete. Die Verstorbene stand Im 77. Lebensjahr. Silberne Hochzeit Altenheim, (r) Das Fest der silbernen Hochzeit begingen Radiotechn. Franz Heiiisch und Liesel Heinsch geb, Schütterle. Dem allseits geachteten und beliebten Paar auch unsere besten Wünsche! Nikolausfeier der Fliegergeschädigten Altenheim, (r) Der Ortsverein Altenhejm dea Bundes der Fliegergeschftdigten und der Ortsverband der Heimatvertriebenen veranstalteten am Sonntag im „Salmen“ eine gemeinsame Nikoiausfeier für die Kinder unter 14 Jahren. Herr Maul und Herr Schlegel begrüßten die Eltern und Kinder sowie die Vertreter der Gemeindebehörden sowie Herrn Pfarrer Volz. Musikstücke, Gedichte und gemeinsam« Lieder umrahmten die Feier. Bürgermeister Sutter gedachte der Zeit, als die heute versammelten hier ihre zweite Heimat fanden. Pfarrer Volz sprach in tiefempfundenen Worten die Hoffnung aus, daß die hierher Evakuierten mit der heimischen Bevölkerung immer mehr verwachsen möchten. Reiche Gaben teilte sodann der Nikolaus an die Kleinen aus. di« ihm herzlich dafür dankten. Eine schöne Tat Altenheim, (r)- Schüler unserer Gemeind« ermöglichten durch eine Sammlung, daß 31 Pakete an bedürftige Schüler der Ostzone abgeschickt werden konnten! Altersjubilare Marlen, (k) Xaver Schäfer, Fabrikarbeiter, wurde am 26. Dezember 71 Jahre alt. Ebenso kann Frau Karoline Hansert, geb. Armbruster, aus Goldscheuer am 28. Dezember auf 71 Lebensjahre" zurückblicken. Landwirt Hermann Schäfer aus Marlen vollendet am 30. Dezember sein 70. Lebensjahr. Herzlichen Glückwunsch! Offenburger Tageblatt Chefredakteur: Adolf Klmmig Verantwortlich« Redaktion: Adolf Kimmig (Politik)] Franz Jogef Mayer (Badner Land); Karl Gies (Kultur. Unterhaltung und HsimatbsUage): Alois Hört« (Sport)i Herben Buhles (AUs. Beilagen); Walter Pichen (Lendw Beilege): Helmetteil! Dr Alfred Gailer. Druck und Verlag: A. Reiff & Ci#., Offenburg Für unverlangte Beiträge wird keine Gewähr übe** nommen Sport in der Heimat VIR entthronte OFV II VIK Elgersweier — OFV II 2:S (2:0 ) (spi). Mit einem eindrucksvollen 2:0-Sieg über ihren großen Gegner unteretrichen die Rasenapieler erneut ihre Wiedererstarkung und die Offenburger Reserven mußten betrübten Herzens erfahren, daß der VfR ihnen mit hartem Zugriff die Herbstmeisterschaft entwand, die ihnen schon sicher schien. Der Triumph der Platzherren ist das Ergebnis seines ungeheuren ''Siegeswillens der jeden Mann der VfR- Elf bis zur letzten Minute beseelte. War es für die Gäste, die vielleicht etwas zu siegessicher begannen, sehen reichlich ernüchternd, daß die Partie nach einer halben Stunde noch 0:0 stand, so wurde die Geschichte geradezu unangenehm, als sich Pabst, der gute OFV-Hüter, ln einer turbulenten Szene durch den VfR-MittelstUrmer zum ersten Male geschlagen sah. Nun gewann der ohnehin schon temperamentvolle und abwechslungsreiche Kampf noch mehr Farbe und Schwung. Die Gäste, deren gekonntes und technisch bessere* Spiel nicht zu übersehen "war, boten ihre ganze Kraft auf, um bis zur Pause wenigstens gleichzuziehen. Trotzdem bekam Müller im Tor der Rasenspieler nur wenig zu Halten. Die OFV- Angriffe scheiterten nämlich fast ausnahmslos schon an der Imponierenden Abwehrleistung der einheimischen Deckung, wo Bastian der athletische Stopper mit seinen Leuten wie die Löwen kämpfte. Dann wir die Entscheidung da, schneller als man gedacht hatte: Eine schöne Kombination der schwarzroten Fünferreihe, die immer wieder gefahrbringend aufkreuzte, fand durch einen prächtigen Schuß des Halblinken Ihre Krönung. Vergeblich das verzweifelte Bemühen der Gäste auch nach der Pause um den Anschlußtreffer: sie hatten mit ihren Schüssen kein Glück, und selbst Stürzei, der Mann aus der I, OFV-Garnltur, fand kein Rezept gegen den bravourös haltenden Müller, Auch als die Rasenspieler durch Verletzung ihres Rechtsaußen die letzte schwere halbe Stunde mit 10 Mann durchstehen mußten, wurde das Spiel keineswegs einseitig, Das 3:0 lag ebenso nahe wie das 2:1. Alles in allem: ein begeisternd schöner Kampf, und bei aller Härte fair. SR Weiß aus Zell a. H. zeigte sich der nicht leichten Aufgabe gewachsen. — im Vorspiel schlugen die VfR-Reserven die II. Garnitur aus Niederschopfheim Schönes Freundschaftsspiel Diersburg I — Zell-Weierbach I 1:2 (1:1) (ä) Trotz des schlecht bespielbaren Platzes lieferten Sich beide Mannschaften ein schönes Fußball-Freundschaftsspiel, ln dem die Gäste bald mit einem Tor ln Führung gehen konnten. Aber noch vor der Pause gelang den Platzherren der Ausgleich. Nach dem Wechsel konnten die Gäste, trotz Ueberlegenheit, der Gastgeber ein Tor erzielen. Trotz äußerstem Ein. satz gelang es Diersburg nicht, den Anschluß zu erreichen, was ln der Hauptsache auf die erstklassig* Form des Gästetorwerts zurückzuführen ist. Glücklicher Sieg durcH Elfmeter Ortenberg I — Schutterwald I Oil (0:1) (a) Im Voxrundenschlußspiel standen sich obige Mannschaften im Kampf um die Punkt« gegenüber. Wehn auch das Spiel keine besonderen Höhepunkte autwies, so hielt es doch die zehlreich erschienenen Zuschauer bis zum Schlußpfiff im Banne. Nach gleichmäßig verteiltem Feldspiel, wobei der Gastgeber allerdings die klareren Torchancen herausgespielt batte, fällte der Unparteiische in der 35. Minute eine Elfmeterenticheidung, die selbst bei dem größten Teil der Gästespieler und des Publikums großes Mißfallen auslöste. Im Kampf um den Ball hat Ortenbergs linker Verteidiger den Gäste- Stürmer wohl etwas hart angegangen, aber die Entscheidung auf Elfmeter war doch des Guten zu viel. In der zweiten Halbzeit hatten sich die Gäste schon im großen und ganzen auf. das Abwehrspiel und damit auf Halten des Resultats eingestellt. Dadurch erreichte das Spiel in den letzfen 20 Minuten eine Einseitigkeit, wobei Schutterwald alles aufböt, um sein Tor rein zu halten. Der gerechte Ausgang, dem Spielverlauf entsprechend, wäre ein Unentschieden gewesen. Im Vorspiel gelang es unserer zweiten Mannschaft die bisher ungeschlagenen Gäste mit 3:1 zu besiegen. Der Mannschaft gebührt ein Gesamtlob TTC Schutterwald ermittelte seine besten Spieler (J) Der junge TTC Schutterwald beanspruchte am Stefanstag das Interesse zahlreicher Sportanhänger. ln der Bahnhofswirtschaft wurde den ganzen Tag über in den verschiedenen Klassen um die Ermittlung der Klubbesten gekämpft. Am Abend fanden vor zahlreichen Zuschauern die Endkämpfe statt, die einen spannenden Verlauf nahmen. Der Vorsitzende Artur Militz wies vor der Preisverteilung auf die bisher geleistete Arbeit des Clubs hin. Die erste und zweite Mannschaft habe sich je den zweiten Tabellenplatz in der Verbandsrunde erkämpft. Nachfolgende Sieger wurden mit schönen Preisen geehrt: Inhaber des Wanderpokals: Ulrich Reimisch. — Vereinsmeister (Einzel): 1. Willi Elble; 2. Erwin Lipps; 3. Konrad Stolzer. Jugendklasse: 1. Erwin Junker; 2. Klemens Hansmann; 3. Kurt Fautz. — Schülerklasse: 1. Heinz Oßwald; 2. Richard Kühne; 3. R. Schley. Doppel: 1. Erwin Lipps und Xaver Quartie; 2. Reinisch/Grieshaber. Statt Hirten Der Herr über Leben und Tod rief am ersten Weihnachtsfeiertag unsere gute Mutter, Oma, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Berta Spraul geb. Dupps wohlvorbereitet nach einem mit großer Geduld ertragenen Leiden im Alter von 73 Jahren zu sich in die Ewigkeit. Ihr Leben war nur Sorge um uns. Aul ihren Wunsch haben wir sie in aller Stille beigesetzt. Allen, die ihr während der Krankheit hilfreich und aufopfernd zur Seite standen, insbesondere den ehrw. Schwestern und Pflegerinnen des Marienhauses und der hochw. Geistlichkeit ein herzliches Vergelt’s Gotf! Offenb urg, Ebertplatz 2, den 30. Dezember 1952 Hausach In tiefer Trauer: Familie Dr. Alfred Spraul, Studienrat Familie Alfons Irslinger, Studienrat Danksagung Für die vielen Beweise aufrichtiger Anteilnahme anläßlich de» Hinscheidens meiner lieben Frau, Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Magdalena Buchholz geb. Ruf sagen wir allen ein herzliches Vergeltsgott. Besonderen Dank dem Hochw. Herrn Kaplan Isenmann für die tröstenden Worte und Krankenbesuche, den Ehrw. Schwestern des Vin- centiushauses für die liebevolle Pflege, den Kranz- und Messespendern, sowie all denen, die der lieben Verstorbenen das letzte Geleit gaben. Offenburg, den 29. Dezember 1952. Im Namen der trauernden' Hinterbliebenen: Anton Buchholz. dureti Msco-Zkron-Sdilank* h*Hf»Kur* Keine Hungeraiäil Angenehm! . . . und bei Darm* trögheH: Msce-Zitronetten! In Apotheken und Progerien erratigt Burg-Drog.W Lifferst.Htimf str. 17, Sdiwarzw.-Drog. A. Zsth. Wilh - Bauer-Str 2, Drog. M. Gorski. Weingar- tensfr. 37. Drog. Spinner, Hauptstraße Kauigesuche Knabenmantel für 3—4 Jahre zu kaufen gesucht. Adressen erbeten unter Nr. 27-10 an die Gwch. Bel meinen Kindern fr (das jüngste im Bild nebenstehend) habe ich mich von der wunderbaren Wirkung des Ak- :| tiv-Puders überzeugt: Bei Wundliegen wie I bei Hautrötungen. Verblüffend war der Er- : folg bei Wasserpocken! Als Drogist stehe ich V im Dienste der Volksgesundheit: Aktiv-Puder * ist uns ein unentbehrlicher Helfer geworden!“ So schreibt Herr Jakob Urbach, Horrem, Bez. Köln, Sistenicheratr. 26. 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