BADISCHES Verlag: Badische Zeitungsverlags-Gesellchaft m. b. H., Mannheim, S 3, 10 , Fernruf Nr. 432 60. Redaktion: Mannheim, S 3, 10, Fernruf Nr. 432 60. Chefredakteur: Willy Grimm. Vertriebsfilialen: Mannheim-Neckarstadt, Mittelstraße 38, Ruf Nr. 503 35, Heidelberg, Rohrbacher Str 13—15, Ruf 3421/25-01, Karlsruhe, Amalien- straße 69 Ruf 4023, Pforzheim, Westl. 77, Ruf 2596, Weinheim, Hauptstr. 88, Ruf 2419. Volkszeitmq, füc 3badm Erscheint täglich außer an-Sonn- und Feiertagen. Bezugspreis DM 2,50 einsätl. Trägerlohn. Bei Postzustellung DM 2,05 zuz. DM —.54 Zustellgebühr. Bankverbindung: Allg. Bankgesellschaft Mannheim, Kto.-Nr. 14 77, Stadt Sparkasse Mannheim, Kto.-Nr. 2*7. Postscheckamt Karlsruhe, Kto.-Nr, 429 39. Anzeigenpreis: Anzeigenpreisliste-3. "Anzeigen werden entgegengenommen in Mannheim, S 3. 10, Ruf 432 60, und ln den Vertriebsfilialen/ Gib deine Stirn me Für den Jahrgang 5 / Nr. 83 Ostern 1950 Preis 15 Pfg. 2>fe fcfefteitötoüfte in ö«r D>clt imlrcp>inglui& .V Den Kriegsorganifatoiren nnrö Me Kreuzigung 5er tnenfdjljdt 5urd] einen dritten tDeitkrieg nietft gelingen Ostern 1950! Die Menschheit steht vor der furchtbaren Drohung eines dritten Weltkrieges, ohne nach dem zweiten Frieden gefunden zu haben. Atom- und Wasserstoffbomben sind Triumph der Vernichtung in den Händen weniger, aber gewissenloser Kriegstreiber, die das-nicht überwundene Leid und Elend des kaum vergessenen Massenmordens nicht abschrecken konnte, erneut die Menschheit in eine noch.schlimmere Katastrophe stürzen zu wollen. Für. sie.ist Krieg und Vernichtung Lebenselement. Wie Judas Ischariot Verräter an dem Heiland in der christlichen Legende ist. sind es jene an der Menschheit. Mit einer Emsigkeit ohnegleichen wird in den Hochburgen der Kriegsorganisatoren in Washington, London und Paris an dem Kreuz gezimmert, das die Schaffenden und Friedliebenden in der Welt unter seiner Last erdrük- ken soll. Nichts anderes erfüllt das Sinnen und Trachten dieser Feinde der Völker, als den G.olgatha-Weg, der.zur-Kreüzigungvfiihrt zur Zwangsbahn im Schicksal der-Menschen zu machen. Eine Reihe von Nationen ist bereits auf diesen Weg getrieben und an den Leidensstationen, die da heißen: Marshallplan, Altantikpakt — oder für uns in Westdeutschland Besatzungs- und Ruhrstatüt — vorbeigehetzt worden. Das unentrinnbare Ziel auf diesem Weg ist für die Menschheit wie für das Opferlamm die Schlachtbank, das Golgatha eines dritten Weltkrieges. Dieser verhängnisvolle Weg ist kein Muß, er ist nicht Schicksal, so wenig wie der Mensch willlenloses Opferlamm ist. 800 Millionen Menschen gehen den Weg des Friedens und einer hoffnungsvollen Zukunft entgegen. Vom Herzen Europas bis an die Gestade des Stillen Ozeans ist die Menschheit im Aufbruch, um den Schaffen, dem Leben Sinn und Inhalt zu gäben. Ihr Planen und Denken gilt dem Glück und nicht der Vernichtung der Menschheit. Sie zeugen für die Wahrheit: Qer Sozialismus wird die Menschheit sein! Sie geben den starken Impuls und 'die Kraft für die Millionenmasse der Unterdrückten in- der westlichen Welt des Imperialismus; sie geben den von Krieg und Vernichtung Bedrohten die Gewißheit, daß ihr Kampf gegen die Menschheitsfeinde durch den Sieg gekrönt wird. Ostern 1950! Die Friedenskjäfte in der .Welt sind stark. Sie sind stäaker, als die Kraft der Kriegstreiber. Sie sind unbezwingbar, wenn sie entfaltet werden! -ym- Grnßbotschaft der KPF an Mao Tse Tang Paris. (EB) Der 12. Jahreskongreß der KPF richtete eine Grußbotschaft an den Generalsekretär der KP Chinas. Mao Tse Tung. in dem es u. a. heißt: , „Der historische Sieg des chinesischen Volkes unter der ruhmreichen Leitung der KP Chinas und unter Ihrer persönlichen Führung ist ein Sieg des demokratischen Lagers und aller Friedensfreunde. Dieser Sieg ruft die Begeisterung des französischen Volkes hervor und ist eine unerschöpfliche Quelle des Ansporns für unsere Partei, die für die nationale Unabhängigkeit und für den Frieden gegen die amerikanischen Brandstifter eines imperialistischen Krieges und ihrer französischen Agenten kämpft.“ Die wphre Lösung „L Humanite“ zur Frage einer jleutsch-fran- zösischen Verständigung Paris. (EB) „Die Verständigung mit dem deutschen Volk, einem Volk, das sich zum Herren seines Schicksals gemacht und seiner ^9- , ,1. ’f | \' L : „ „ ". Verführer entledigt hat, das ist die einzige und wahre Lösung der Frage der Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland.“ Diese Erklärung Thorez stellt die Zeitung „L'Humanite“ den Bemühungen Churchills de Gaulles und Adenauers gegenüber, mit Hilfe einer sogenannten deutsch-französischen Union die westdeutschen Faschisten und Reaktionäre enger an die Macht- und Aggressionspolitik der imperialistischen Staaten zu ketten. Die Außenpolitik Adenauers unterscheide sich kaum von der Hitlers. Auch Hitler habe Großbritannien gegen Frankreich und später Frankreich gegen Großbritannien ausgespielt und dabei jederzeit den Kommunismus bekämpft. Der gi'oße Unterschied zu damals, fährt das Blatt fort, ist, daß es zum ersten Mal in der Geschichte eine deutsche Republik gibt, in der die Arbeiterklasse und die Demokraten die Macht .in den Händeahälfen! Die Existenz d'iesfes Deutschlands ist für!die westdeutsche Reaktion bei ihrem Versuch, sich die hitleri- sche' Außenpolitik völlig zu eigen zu machen ' das Haupthindernis.“ Friedensfeuer an der deutsch-polnischen Grenze Berlin. (EB) Die Werktätigen von Frankfurt/Oder werden zur 1.-Mai-Feier Friedensfeuer an der deutsch-polnischen Grenze abbrennen. Transparente in deutsch-polnischer Sprache werden für die Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen beider Völker werben. Die Belegschaft des volkseigenen Stakil- und Walzwerkes Henningsdorf hat beschlossen. am 1. Mai an der Sektorengrenze nach Westberlin Friedensfeuer zu entzünden. „Lok der Freundschaft“ SteJi« sdhettkt tteo Bergarbeitern eine Lokomotive Halle. (EB.). Im Rahmen der Arbeitstagung des Mansfelder Kupferbergbaues fand auf dem Marktplatz in Eisleben eine große Kundgebung statt. Dabei wurde den Mansfelder Kumpels als Geschenk des Vorsitzenden des Ministerrates der UdSSR, Generalissimus Stalin, an die Werktätigen der Deutschen Demokratischen Republik eine Lokomotive übergeben. Diese Lokomotive wurde von der Belegschaft des Lokomotiv-Werkes Karl Marx in Potsdam - Babelsberg Stalin zum 70, Geburtstag geschenkt. Stalin stellte die Lokomotive der Regierung der: Deutschen Demokratischen Republik mit der Maßgabe zur Verfügung, sie in einem wesentlichen Produktionszweig der Friedensindustrie einzusetzen. Die Lokomotive erhielt den Namen „Lok der Freundschaft“. Mit Ostern der Beginn der Friedensoffensive! Antworten an unsere'Redaktion über die Unterschriftensammlung für den Frieden Mannheim. (EB.). Die Unterschriftensammlung gegen-den Krieg, gegen.die Atombombe, gegen die Remilitarisierung Westdeutschlands beginnt! Aktive Friedensfreunde stehen in Arbeit, werben, organisieren, gehen von Haus zu Haus, yon Familie zu Familie, von Werkbank zu Werkbank, um durch Unterschrift das „Nein für die Kriegstreiber“ und „das Ja für desp Frieden“ zu bekommen. Die Friedensoffensive muß zum Erfolg führen. Sie muß das millfcnenfache Bekenntnis in Westdeutschland werden, daß auch hier .den Organisatoren neuen Unheils der Wille begegnet, ihrem Treiben Einhalt zu tun. Unsere Redaktion hat eine Reihe bekannter Personen um ihre Auffassung über die Anstrengungen der Friedensfreunde und den Wert der Unterschriftensammlung gegen den Krieg befragt. Wir geben aus der Fülle der Antworten nachstehend Auszüge wieder: Heinrich Rcsinger, Vorsitzender des „Internationalen Versöhnungsbundes“ in Mannheim: „Unsere Bestrebungen erheben sich auf der Grundlage des Christentums. Die Botschaft des Christentums ist eine Botschaft des Friedens und deshalb muß jede ernsthafte Friedensbewegung auch von den Christen getragen werden. In der Unterschriftensammlung für den Frieden sehe ich eins der Mittel, um den drohenden Schrecken eines neuen Krieges begegnen zu können.“ Dr. Helffenstein, Landtagsabgeordneter und Stadtrat der DVP: "»■ „Ich finde, man kann nie genug für den Frieden tun. Die Unterschriftensammlung ist ein Beitrag im Kampf gegen den Krieg, den ich ablehne und verabscheue. Die Ereignisse sind ernst genug, um zur Erhaltung des Friedens alle verfügbaren Kräfte einzusetzen.“ Heinrich Brand, Betriebsratsvorsitzender der Lanz A.-G.: „Schon der Gedanke an den Atomkrieg, mir ihm zu spielen, ist ein Verbrechen. Die Arbeiterschaft muß in der vordersten Reihe der Friedenskämpfer stehen.“ Wagner, Stadtrat der SPD. und Betriebsrat von BBC: . . . . „Im Grunde wollen die Völker den-Frieden Ich bin für radikalen Abbau aller Rüstungsindustrien in dpr-Welt. Die Atomwaffe darf nie zur Anwendung kommen und man, muß darüber eine hundertprozentige Kontrolle ausüben. Die Unterschriftensammlung für den Frieden in Westdeutschland versetzt deh Kriegstreibern einen Schlag.“ Heinrich Umstätter, Vorsitzender der Deutschen Friedensgesellschaft, Mannheim: „Die Deutsche Friedensgesellschaft begrüßt jeden Schritt, der dem Frieden dient. Die Unterschriftensammlung vom 9. bis 30. April muß der Bundesregierung und den Regierungen des Auslandes dokumentieren, daß die Pläne zur Remilitarisierung Westdeutschlands auf den stärksten Widerstand des Volkes stoßen." Karl Heck, Betriebsrat von Motorenwerke: „Millionen Unterschriftenin den Listen für den Frieden sind eine ernste Warnung an alle Kriegstreiber. Ihren eigentlichen Wert erhalten die Unterschriften, wenn sie mit dem Bekenntnis verbunden sind, den Kampf um den Frieden unablässig zu führen.“ Direktor Holzner, Daimler-Benz, Mannheim: „Das ist bestimmt eine gute Sache, wenn alle Menschen, die guten Willens sind, sich gegen den Krieg aussprechen. Noch bin ich skeptisch, wenn ich mir vergegenwärtige, daß es ja immer nur wenige Menschen sind, die am Kriege interessiert sind und die bisher die Völker in ihrer Mehrheit gegen ihren eigenen Willen für den Krieg mißbrauchen konnten. Nach dem furchtbaren Erlebnis des Krieges gerade irr Deutschland dürfte,es keinen Menschen mehr geben, der sich nicht für den Frieden einsetjt.“ Frau Langendorf, Lartdtagsabgeordnete und Stadträtin der KPD: - ■ „In einer Zeit, wo der Schmerz um die verlorenen Söhne noch in jeder Mutter-Brust brennt, wo Millionen Menschen heimatlos entwurzelt und 'freudlos dahinvegetieren, das vergangene Verbrechen so sichtbar allen noch vor Augen steht, kann es gegen den Krieg nur ein entschiedenes-Nein der Millionen geben, Die.Kriegstreiber.sollen wissen, daß sie nicht ungestraft ihr'Handwerk treiben .'dürfen.“ Fritz Stürmer, Vorsitzender der FDJ: „Die 'Jugend wird als‘erste bei einer Remilitarisierung Westdeutschlands als „Kontingent einer ausländischen'Armee“ verschachert — sie soll auch als erste in einem künftigen Krieg verbluten. Deshalb hat sie das größte Interese; daß die Kriegsorganisatoren gestellt werden. Die Unterschriftensammlung ist ein erstes Mittel, unser Deutschlandtreffen der Jugend an Pfingsten in Berlin dient dem gleichen Ziel.“ Ludwig Hurm, Betriebsratsvorsitzender von Daimler-Benz, Mannheim: „Es gilt zu Handlungen zu kommen! Wir beginnen mit der Unterschriftensammlung. In Frankreich und Italien hat man bereits schon mehr getan.“ . Frau Dr. Harnack, Neckargemünd, Frau des bekannten Philosophen: Als damals mein Sohn aktiven Widerstand gegen Hitler und den Krieg leistete, war* das Echo seiner Tat und sein und seiner Frau Opfer viel zu schwach. Deshalb mußten die beiden und viele hochstehende Menschen ihr Leben lassen. Das sollte man aus der hinter uns liegenden Zeit gelernt haben, daß man nicht warten und tatenlos Zusehen darf, wenn wieder die Katastrophe organisiert wird, Beizeit muß man aufstehen und kämpfen.“ Karl Morschhäuser, 2. Bevollmächtigter der IG Metall, Mannheim: „Die Unterschriftensammlung ist zu begrüßen. Es sollte Sorge' jedes Gewerkschaftlers sein, sie zum Erfolg zu führen. Der Einsatz für den Frieden muß ohne Vorbehalt erfolgen. Unsere französischen und italienischen Kameraden haben das Beispiel gegeben. Die Unterschrift soll das Gelöbnis sein, daß auch hier in Westdeutschland sich kein Finger für die Produktion und den Transport von Kriegsmaterial rührt.“ (kx) Der Arbeiter Not - der Bauern Tod Vom 12. Jahreskongreß der KPF Paris. (EB) Auf dem 12. Jahreskongreß der KPF bezeichnete Waldeck-Rochet als Hauptgründe für die augenblickliche Krise in der französischen Landwirtschaft die Verminderung der Kaufkraft der Werktätigen. die durch den Marshallplan aufgezwungen Importe landwirtschaftlicher Erzeugnisse, den Verlust zahlreicher ausländischer Märkte an die USA und die Erhöhung der Steuern. . In der Mittwoch-Nachmittagssitzüng .übte der elsässisdie Abgeordnete Rosenblatt Kritik .an dem.’Bonner • Separatstaat und, sprach „sich für eine Politik der Annäherung • mit einem friedlichen Deutschland aus. je Professor . Jöliot Curie.', der, über Fragen der, Wissenschaft im Dienste ,des Friedens .referierte, betonte. . - daß ein'Staat, der die Atomwaffe'in einem kommenden Krieg als .erster aii- wende. keineswegs ans diesem Krieg als Sieger hervorgehen muß. „Den Kommunisten ist es klar“, sagte er. „daß die Sowjetunion diese Waffe niemals zuerst an- wenden wird.“ Die Senatorin Yvonne Dumont berichtete über den Kampf der Pariser Frauen für den Frieden und gegen den schmutzigen Kolonialkrieg in Vietnam. Das Mitglied des Zentral - Komitees, Leon Fgix, berichtete über den Unabhängigkeitskampf der kolonialen und abhängigen Völker. Feix .wies darauf hin. daß, auch die Völker'Afrikas die Unterdrückung nicht mehr mit Resignation hinehmen. sondern —„wie die Bevölkerung der Elfenbeinküste bewiesen hat. — entschlössen. . sind . das „ imperialistische . Joch abzuschütteln. ■' ' \ . Im Mittelpunkt' der' MittwochrNachmit- tagssitzung stand das Referat des Vprsitzenden . der konimunistisdien Fraktion in der französischen - Nationalversammlung, Jaques Dudos. Alarmruf aus Den Haag „Aeußerst harmonisch verlaufen“, sagte Mr. Johnson, der USA-Verteidigungsminister am Samstagabend, nachdem unter seiner Leitung die letzte Sitzung der Kriegs- vorbereitungs-Konferenz in Den Haag stattgefunden hatte. Wenn man jedoch den Bericht des Observer-Welt-Dienstes gelesen hat, den „Die Welt“ brachte, kann man nicht umhin . festzustellen, daß die tiefgehenden Differenzen innerhalb des imperialistischen Lagers der Kriegsvorbereiter auch im Zusammenhang mit dieser Konferenz deutlich zutage treten. Was über die Rollenverteilung zwischen den Atlantikpaktmächten für den Krieg gesagt wurde, ist gar nicht neu. Jedoch kaum jemals vordem wurde von höchsten Regierungsbeamten, nämlich Ministern, so unverblümt und so laut davon gesprochen, was dieser und jener Atlantikpaktstaat gegen die Sowjetunion unternehmen soll. „Die USA haben mit strategischen Bombardements sowjetischer Industie- und Militärzentren zu beginnen“, wobei „Atom- und Wasserstoffbomben eingesetzt werden“ sollen. „Großbritannien ist verantwortlich gemacht für die Durchführung von Angriffen mit Kurzstreckenbombern und die Unterstützung Amerikas und Frankreichs beim Schutz“ (Schutz sagen sie) „der Seewege“. „Kontinentaleuropa,, soll taktische Lufthilfe zur „Verteidigung“ der eigenen Gebiete leisten und die Landkräfte „massieren“, das heißt, zusammenbringen. Dies alles bis Verstärkungen aus Uebersee eintreffen. Als Landstreitkraft zählt auch das „deutsche Kontingent“ in einer „europäischen Armee“, das Dr. Adenauer zu stellen bereit ist. sobald die Herren vom Petersberg es ihm zu tun erlauben. Inzwischen gibt er, von den Amerikanern beifällig aufgenommen (und jedenfalls von ihnen inspiriert) Interviews, wie es zuletzt gegenüber dem Vizepräsidenten der United-Preß für Europa A. L. Bradford geschah: „Ich stehe nicht an zu erklären, daß Amerika seine Macht stärker gegen das seiner Einigung widerstrebende Europa verwenden sollte Die Vereinigten Staaten sollten tatsächlich Europa zu seiner Erhaltung und seinem Glück nötigen, das ist bisher nicht geschehen“ Däs ist allerdings eine Sprache, wie Wallstreet sie sich anders kaum wünschen kann. Die europäischen Mächte, mit deren Verteidigungsministern M. Johnson am vergangenen Samstag in Den Haag konferierte, sind so gefügig nicht. Großbritannien z. B. nimmt es durchaus nicht mit Befriedigung auf, daß es sein Flottenbauprogramm beschneiden soll, was „maßgebende amerikanische Kreise . . . den zuständigen britischen Stellen nahe- geiegt.“ haben. Die Amerikaner begründen ihren „Ratschlag“ damit, daß Schlachtschiffe und große Flugzeugträger außer Kurs 'gesetzt worden seien durch neue Waffen, die voraussichtlich in einem künftigen Krieg angewendet werden dürften. Den Pferdefuß bei der Geschichte aber haben die Amerikaner selber aufgedeckt. Mit der Marinefrage nämlich verbunden sei das Problem der Teilung der Verantwortung. Sie wollen „einige der seit altersher unter britischer Kontrolle befindlichen Seewege . . . unter die Treuhänderschaft der USA“ stellen. Die Amerikaner geben selber zu. dies mit Großbritanniens Auffassung von seiner Pflicht zur Beschützung“ (Pflicht zur Be- schützung sagen sie) „seiner Kolonien, vor allem in Afrika, in Widerspruch gerät“. Das heißt also, daß die Wallstreet den Briten ihre Kolonien, vor allem in Afrika, liebenswürdiger Weise abnehmen möchten. Schließlich aber wird in dem Observer- Welt-Dienst-Bericht, aus dem wir zitierten. da3 „wirtschaftliche Kernproblem“ angeschnitten „Wieviel Jcann Westeuropa für seine Bereitschaft' aufwenden, ohne den Lebensstandard zu unterminieren, den es beschützen will.“ In den Atlantikpakt-Ländern sinkt der Lebensstandard in der Tat fortgesetzt, wofür Italien und Frankreich treffende Beispiele sind Nicht nur diese beiden Länder sind gemeint mit dem Schlußsatz im dem Observer - Welt -Dien st- Berich t: „Eine Anzahl europäischer Delegierter gaben jedoch ihrer persönlichen Befürchtung Ausdruck, daß die an ihre Länder gestellten Anforderungen sich als katastrophal erweisen würden“. Katastrophale Auswirkungen hat für Westdeutschland allein schon das Besatzungs-Regime, das 4,5 Milliarden Mark aus der Bevölkerung Westdeutschlands herauszieht, während gleichzeitig Besatzungsstatut. Ruhrstatut und Marshallplan die wirtschaftliche Aktivität Westdeutschlands auf Schritt und Tritt hemmen und uns mehr als zwei Millionen Arbeitslose eingebracht haben. Wenn nun noch die Last der Remilitarisierung Westdeutschlands, hinzukommen würde? In nicht verstellbarer Weise würde sich die Lebenshaltung der Bevölkerung weiter verschlechtern. Aber nicht, dies ist die größte Gefahr. Sie besteht darin., daß die Riesen- kriegsrtiaschine mit Atom- und Sauerstoffbomben gegen die Sowjetunion, gegen di« volkdemokratischen Länder, gegen die Deutsche Demokratische-' Republik und damit gegen uns selber in Tätigkeit gesetzt würde, was ja der letzte Zweck der Uebung ist. «179_ l _4__ nnf Ceito 91 (Fortsetzung von Seite 1) Hinter der fieberhaften Aufrüstung verstecken sich Schwäche und Furcht derjenigen, die sie betreiben. Sie unterminieren die Lebenshaltung ihrer Völker weiter,- und die Anforderungen der Rüstung erweisen sich heute schon als. katastrophal. In dem Lager des Friedens dagegen, an dessen Spitze die Sowjetunion steht, wird das Leben von Tag zu Tag leichter. In der Sowjetunion folgen Preissenkungen für alle Arten Lebensmittel und Gebrauchsgegenständen in kurzen Fristen aufeinander; die Kaufkraft der Einkommen steigt, die Lebenshaltung steigt. In allen Ländern ab«*- müssen die Kämpfer für den Frieden sich Ruhrbehörde gegen Deutschland Diffamierung der deutschen Arbeiter — Kampf gegen Kolonialherrschaft Ingangsetzung der Internationalen Ruhrbehörde. Nach einer Meldung der „Frankfurter Rundschau“ vom 30. März ist dieser außenpolitische Ausschuß gegen eine Erhöhung der deutschen Stahlproduktion, denn „der deutsche Ruhrstahlbedarf könne au* aus Frankreich, Belgien, Luxemburg und Holland gedeckt werden.“ Alp« unsere Rohstahlproduktion soll ge- den' Kriegsbrandstiftern in den Weg stellen, funktionäre bei der kolonialen Ausbeutung Wir in Westdeutschland haben außerordent- durch die ausländischen Imperialisten findet lieh hohe VerpfHcJitufigen. Nicht noch ein- aber nicht die Zustimmung des größten Teils mal darf Westdeutschland* der Ausgangs- der Gewerkschaftsmitglieder. Das ist auch punkt eines Krieges sein, der überdies, wenn dem Kollegen Böckler bekannt, aber er hat er zum Ausbruch käme, unser Land restlos nun einmal diese Aufgabe übernommen. Des vernichten würde. Eine machtvolle Kund- halb laviert er mit schönen Worten und ver Gewerkschaft Dr. Heinz Potthof für die Ruhrbehörde geschehen ist. Die Mitarbeit der rechten Gewerkschafts- weitsichtig genug war, im Namen einer Am 22. nnd .23. Mai wird in Düsseldorf eine „internationale“ GewerksdWiskenferenz Durchsetzung ihrer Interessen gegenüber der über die Ruhrfrage stattfinden, gibt der Vortitsende de* Deutschen Gewerkschaftsbandes werktätigen Bevölkerung. Die Politik der Hans Böckler, bekannt. Es ist keine Konferenz des Weltgewerkschaftsbundes, es ist Zusammenarbeit der rechten Gewerkschafts- die Spalterinternationale die über die Mitarbeit an der Rnhrbehörde diskutieren will. führer mit den Schwerindustriellen in der Eine Diskussion über die Ruhrfrage ist eine Diskussion über Ruhrstatut und Ruhr- Ruhrbehörde aber bedeutet Preisgabe der drosselt werden, wir sollen keinen Stahl behörde, über das Militärgesetz 75 und die Kontrolle der westdeutschen Wirtschaft. Die Interessen der Werktätigen, sie hindert die mehr exportieren (siehe China-Geschäft), wir rechten Gewerkschaftsführer scheuen sich nicht, Ihre Mitarbeit an der Ruhrbehörde und Gewerkschaften am erfolgreichen Kampf ge- sollen sogar den eigenen Bedarf im Ausland an anderen Kontrollmaßnahmen der anglo-amerikanischen Monopolisten über die west- gen das in- und ausländische Monopolkapital decken. Die französischen Schwerindustriel- deutsche Wirtschaft" anznbieten, wie das schon durch die Bestellung des Mitgliedes der Es besteht ein enger Zusammenhang zwi- len wünschen, daß die Ruhrbehörde schneller sehen der Unterdrückungspolitik der ameri- in Gang kommt, damit sie auf Kosten der kanisehen Imperialisten. durch Ruhr Statut, westdeutschen Wirtschaft ihre Profite sichern nach** MilHonen US zä'hlenden" organisiert* Marshall P'an bezw. Außenhandelskontrolle können, Nicht nur die ausländischen Stahl- SäÄaft den^ deutschen BeRriU zur und der Antreiberei, dem niedrigen Lebens- tauen» haben Absatzsorgen, auch die Koh- Ruhrbehörde zu empfehlen, so ist dies im der Arbeitslosigkeit in West- lenbarone b ^genjm ihre Gewinne. Gefühl der Verantwortung vor der euro- schland. Nach einem Bericht der Wirtsdiaftskom päischen Zukunft geschehen.“ Di e Ruhrbehörde wurde geschaffen um den mission der Vereinten Nationen rechnen die Hinter diesen Worten versteckt sich die Aufbau einer gesamtdeutschen Wirtschaft europäischen Kohlenmagnaten mit einem nacnwone r^uuu- ..* »“t hv^ii-uhu vw Anerkennung seiner Bereitschaft zur Zusam- und einer unabhängigen, demokratischen Re- Ueberschuß von 3: Millionen Tonnen Kohle fiebune des Willens zur Verteidigung des sucht den westdeutschen Werktätigen seine menarbeit mit den schlimmsten deutschen publik zu „verhindern. Die »Süddeutsche Zei- und Koks im zweiten vierteijanr ^»ou, aer Friedens muß dteUnterschrif ten ^Kampagne Arbeitsgemeinschaftspolitik mundgerecht zu Scharfmachern Pferdmenges, Dinkelbach, tung“ vom 9, März 1950 schreibt: werden die am 9 April beginnt Sie muß mac hen. Die „Süddeutsche Zeitung“ vom 9. Kost, Roelen, Zangen u. a. und gleichzeitig ..Wer das Ruhrstatut, zur Hand nimmt „Tagesspiegel vom 28. Marz 1950 schreibt, zu einer Kampfansage werden, die in Bonn, März n 1950 schreibt: mit den ausländischen Imperialisten mit dem - ■ - „Der erste Vorsitzende des Deutschen Ziel, die Ruhrarbeiter und mit ihnen die Gewerkschaftsbundes, Dr. hc, Hans Bock- ganze werktätige Bevölkerung Westdeutsch- ler, ist sich keinen Augenblick darüber im lands abzuhalten vom Kampf gegen die Ko- Unklaren gewesen, welche Diffamierung lonialherrschaft des in- und ausländischen das Ruhrsratut für Deutschland im alige- Monopolkapitals. in London und in Washington gehört und verstanden wird. E H. Landwehr verurteilt Braunschweig. (EB.) Der britische Richter Bainbridge hat am Mittwochnachmittag den niedersäehsischen Landtagsabgeordneten und Sekretär der KPD-Landtags- fraktion, Ratsherr des Osnabrücker Stadtrats. Ludwig Landwehr zu 12 Monaten Gefängnis verurteilt. In der Begründung sagte .Richter Bainbridge, daß er mit Absicht ein solch abschreckendes Urteil ausgesprochen habe. Der Abg.. Ludwig Landwehr war über 7 Jahre in Gefängnissen und Zuchthäusern während des Naziregimes. Das Urteil reiht sich an die Verurteilungen im Demontagestop-Prozeß gegen Holländer und Stertzenbach und an die Verurteilung der sieben deutschen Friedenskämpfer in Hannover. Der., unter Bruch der Immunität verhaf- „Wer d^s Ruhrstatut zur Hand nimmt, erkennt schnell, daß es sich zunächst um ein hartes Ausnahmerecht für jifas besiegte Deutschland handelt." Noch ist die Kontrolle der westdeutschen „.... der größte unverkäufliche Kohlenbestand, den die europäische Industrie seit dem Anfang der 30iger Jahre zu verzeichnen hat.“ Deshalb also wollen die französischen Wirtschaft durch die Ruhrbehörde nicht zur vollen Entfaltung gekommen. Der.außenpoli- Schwerindustriellen die „raschere Ingangsetmeinen und für die deutschen Arbeiter im Die deutschen und ausländischen Monopo- tische Ausschuß der französischen National- zung der internationalen Ruhrbehörde“. Mit- besondereij bedeutet. Wenn er trotzdem listen sind sich einig im Kampf um die Versammlung fordert deshalb die raschere tels dieser Behörde können sie entscheiden, welche Kohlengruben und welche Hochöfen stillgelegt werden sollen. Die westdeutschen organisierten Arbeit« das zeigen die Diskussionen und die Kämpfe um das Mitbestimmungsrecht und um höheren Lohn und bessere Arbeitsbedingungen, lehnen die von den rechten Gewerkschaftsführern begonnene Arbeitsgemeinschaftspolitik ab. Die Gewerkschaften dürfen sich durch nichts und von niemandem vom Kampf gegen ihre entscheidenden Klassengegner, gegen die in- und ausländischen Monopoli- Imperialisten befürchten weitere Niederlagen in Ostasien \ Die Symptome der Schwäche im Lager der Kriegstreiber Die Schüsse, mit denen der amerikanische ist „sehr beunruhigt und alarmiert“ über die tesman and Nation“ —Obwohl sie „gewöhn- Flottenbesuch im" Hafen von Saigon, dem kommunistischen Erfolge in Asien. Die .New lieh keine revolutionären Leute sind“, doch Hauptquartier der französischen Kolonial- York Times“ öffnete-am 24. März 1950 Aem die chinesische Volksrepublik unterstützen. herren, empfangen wurde, waren dazu an- gut informierten Reisenden aus Ostasien ihr« Besonders in Malaya, wo mehr als ein Drit- ‘ getan, den amerikanischen Imperialisten zum Spalten, der befürchtet, daß sich in Südost- tel der Bevölkerung Chinesen sind» hat die lassen • 8 H H Bewußtsein zu bringen, daß sie bei den Völ- asiens das europäische Beispiel von 1944 wie- Befreiung Chinas große Rückwirkungen ge- 8 kern Asiens, selbst bei der Intelligenz — es derholen könnte, als das bloße Erscheinen habt. — . . , , , > . r™r,“ ,m ****«w**»5?- «.***»»*,» tu*. ««.■ - «■■ » »■ «m »***«•*■*»«» wird also mit der gleichen Urteilsbeerün- demonstrierten — genau so verhaßt sind wie mameps zum Zusammenbruch der faschi- B i att des britischen Finanzkapitals, der Bundesgestapo wird organisiert düng de? Abschreckung“rurteüt wfTste ? ie . a “ en französischen und britischen Ko- stischen Herrschaft führte. Selbst in Kam- „Economist“ auch sonst nochbitter ent- Bonn. (Ei«. Ber.) Nachdem jeder Län- die Richter des Dritten Reiches“ wählten l° ni alherren. Eine der ersten Rückwirkungen bodscha, „dem friedvollsten der drei indo- täuscht. Abgesehen davon, daß sich die Nie- derinnenminister sein eigenes Amt für Wahrlich treffender kann dem deutschen die i er eindeutigen Antwort der indochme- chinesischen Staaten“, berichtet die „New derlage der Kommunisten, die für Juni 1949 Verfassungsschutz eingerichtet hat, kann Volke die bnitale Militärjusüz in ihrer ®‘ sche " Bevölkerung bestand darin, daß drei York Times“ an einer arideren Stelle, ist in p r0 phezeiht wurde, nicht bestätigte, habe Adenauer ohne ein Bundesamt für Verfas- Willkür mit dfer sie über alle demokratischen J^ in - ls ^ r Y?*} < * en Franzosen auf amen- letzter Zeit eine beachtliche Steigerung der sich sogar die kommunistische Guerilla-Tä- sungssdiutzstelle eingerichtet, die ein Dr. Grundrechte hinweggeht, nicht vordemon- kanisehen Befehl eingesetzten Marionetten- Guenlla-Tatigkeit zu verzeichnen. tigkeit in letzter Zeit verstärkt, klagt der Einrichtung wird zur Zeit verhandelt, striert werden. . Es gibt darauf nur eine Regierung Bao Dai das Spiel aufgaben Große Furcht flößen den Imperialisten auch „Economist“ am 25. März 1950, so daß sich Außerdem hat Jakob Kaiser m seinem 1 ren Rücktritt einreichtei^ die zehn Millionen Chinesen außerhalb die britischen Imperialisten nicht mehr an- Antiost-Ministerium eine eigene* Verfas- Seit den Schüssen von Saigon verstärken Chinas ein, die in Burma, Siam, Malaya, auf ders zu helfen wußten als durch die Ent- sungsschutzstelle eingrichtet. die _ ein Dr. sich die Aeußerungen von Furcht und Hoff- den Philippinen und in Indonesien leben, Sendung von Infanterie-Verstärkungen, Born- Lieberich leitet. Die Benennung dieser Ahnungslosigkeit im imperialistischen Lager, und die — so berichtet die der Labour-Party bern und Panzern und durch den Einsatz von te Hung ist eine Tarnung. In Wirklichkeit Sogar der amerikanische General Eisenhover nahestehende Wochenschrift „The New Sta- 400 000 Mann Polizei-Hilfstruppen gegen bearbeitet Dr. Lieberich die Spionage- und eine Kampftruppe, die nach Angaben des Sabotägearbeit des Ministeriums. Auch wt „ • » * ■ * *■ „Economist“ nicht mehr als 15 000 Mann be- Br. Lukaschek hat in seinem Bundesflüdit- Urteil gegen Dennis aufrecnterna.lten trag* soll. Es ist „äußerst wichtig, daß die Hngsministerium die gleiche Einrichtung ** =» Kommunisten schnell zermalmt werden, geschaffen, die mit ähnlichen Arbeiten be- Ein Schulbeispiel amerikanischer „Demokratie“ und daß Kräfte verfügbar sind, um jede spä- schfiftigt ist. Zwischen diesen drei korikur- tere Neugruppierung zu verhindern“, schreibt rierenden Aemtem auf Bundesebene wird Das höchste amerikanische Berufungs- heute, genau wie Dennis im Jahre 1947, diese der „Economist“, der sein Weltreich davon- zur Zeit heftig um Prioritäten und Zustän- Furcht der Kriegstreiber vor" diesem großen Bericht hielt die wegen Mißachtung des „Ko- Vorladung ignoriert, haben einige ganz hy- schwimmen fühlt. digkeit gekämpft. Innenminister Dr. Hei- Friedenstreffen. Sogar General Clay, dessen mitees für unamerikanische Umtriebe“ aus- sterische Senatoren, wie der Senator Wherry Aber auch in siam wo bisher noch keine nemann will das Amt für Verfassungsschutz ölige Reden über die „Standhaftigkeit der gesprochene Strafe von einem Jahr Gefäng- aus Nebraska verlangt, daß Truman wegen starke Kampftätigkeit zu verzeichnen war ff} 2 . Leuten aus den Canans-Kreis Berliner“ noch in unseren Ohren klingen, ist nis und tausend Dollar Geldstrafe gegen den Mißachtung des Senats geladen werden soll. fühlen sich die i mDe rialisten nicht mehr < A dmiral Canans war der Spionagechef nach einer Meldung der „New York Times“ Vorsitzenden der KP der USA, Eugen Dennis Ob Präsident Truman wohl auch zu einem sicher. Es ist ihnen zwar dort gelungen, den de T Naziwehrmacht) besetze®, stoßt aber vom 30. 3. 1950 heute der Auffassung, daß aufrecht. Dennis trat bereits im April 1947 Jahr Gefängnis verurteilt wird? Wir glaubet! von ihnen eingesetzten Marshall Pibul, der, äabei auf Bedenken bei den Besatzungs- -■ — ■ -- . v—„„„o „i„ - - ... . ■ • . —.... - es lg j. noch nicht sicher, ob das T mfertte lif “*rd, " "ob es nicht bes- . , -r, . , . - .. , . nu . r -5 ir ! e ihren Rücktritt einreichten. Antwort; ..Protest gegen die koloniale Ent- ^ reefttung. 'Kampf für die Einheit und Unabhängigkeit Deutschlands in der Nationalen Frönt! ...... Nicht mehr ihit Panzerdurchbruch? Clay will mit Milchpulver das Pfingsttreffen verhindern Je näher das Pfingsttreffen der deutschen Jugend heränrückt, desto größer wird die Aufschlußreicher Schwabenstreich Druckfehlerberichtigung Bei unserem gestrigen Leitartikel „Mitbestimmungsrecht wird nur im Kampf geboren“ ist durch Verhebung des Satzes der Sinn des Schlusses vollkommen verloren gegangen. Es| mußte heißen: „Den reaktionären Dies sind nur einige Symptome der Parteien im Bundestag, der Millionärlregie- Schwäehe. wie sie von den Imperialisten rung, den Unternehmerverbänden, den selbst zugegeben werden. Sie beweisen, daß Feinden des schaffenden Volkes kann nur die Volksbefreiungsbewagung in ganz Asien auf dem gleichen Wege ein Gesetz über auf dem stürmischen Vormarsch begriffen wirkliche Mitbestimmung abgetrotzt wer- ist und daß sich der Machtbereich der zum den. Dessen muß sich die Arbeiterschaft Untergang verurteilten Imperialisten von klar sein und deshalb muß dafür der Kampf Tag zu Tag mehr einengt. organisiert werden.“ Hamburgs Jugend in der Friedensfront so stark' vermindern werden, daß sie einer aur > mitdessen «nie aie Äf verboten wer- Methode derJamerikanis^^ ^DeTOdkfsdte-“ des Westens verdient“,-dazu zu bewege®, ^sow^ejisg^en Invasion (seit wann istpitt,^ref-■“*;^h. te ^Er. j; * I llärt& daRes entlatvt oder Ob sie.Republikaner imd De«:= Tshiahgkaisfch6fc'‘üfia Wtüf Däi* ärüzüerken- fen der deutschen Jugend eine sowjetische ßerliches Recht jedes Amerikaners ist, Kom- rhokraten gegenseitig eine Wahlschlacht lie- nen. Doch hat insbesondere dieser Schritt Invasion? d. Red.) keinen Widerstand leisten“ mumst zu sein. Für diese Aeußerung erhielt f errl) be zw. ihre Unzufriedenheit über ihre „selbst bei seinen''Anhängern“ große Unzu- Der General, dem vor noch nicht allzu lan- ® r vom damaligen Vorsitzenden des Komitees Mißerfolge aneinander auslassen. Daran je- friedenheit ausgelöst und es besteht die Ge- ger Zeit Berlin einen Krieg wert war, hat ^ a ™ el 1 Thomas, der haute wegen Betrug im doch, daß die Methoden des Komitees für fahr, daß diese Marionette der Imperialisten sich nun einem „internationalen Hilfskomi- Gefängnis sitzt, eine Strafvorladung, der er unamerikanische Umtriebe faschistische Me- „durch dieselbe Art von Staatsstreich von tee“ angeschlossen und empfiehlt heute statt keine y® 11 das Komitee für thoden sind, wie sie im tausendjährigen Armee-Offizieren gestürzt wird, wie er zur des Panzerdurchbruches „eine Kampagne, unamerikanische Umtriebe eine ungesetzliche Reich zur Anwendung kamen, kann heute Macht gekommen ist.“ um 2 Millionen Pfund Milchpulver und Trok- Einrichtung ist. Da er nicht vor dem Komitee kein Zweifel mehr bestehen. F. U kenei nach Berlin zu senden.“ erschien, wurde er verurteilt. Vor dem Be- Man sieht, der einst so kriegslüsterne Ge- rufungsgericht sprachen alle Argumente für neral ist unter dem Druck der Schläge, die Dennis, und es wäre zu seinem Freispruch die amerikanischen Imperialisten von der ß e kommen, wenn nicht der größte Teil der täglich erstarkenden Friedensbewegung aus- Geschworenen Staatsbeamte gewesen wären, ,j «uni geteilt bekamen, recht bescheiden geworden dle lhre Stellung verloren hätten, wenn sie Selbstentlarvung des Marshallplanes und glaubt, mit Milchpulver, obwohl es ge- Dennis als nichtschuldig erklärt hätten. „schrecklich unglücklich nügend Frischmilch gibt, den Siegeslauf der Der „Daily Worker“, das Organ der KP der Der Abgeordnete Rayburn aus Texas for- deutschen Jugend aufhalten zy können. Die USA, schreibt anläßlich dieses Urteils, daß derte das Repräsentantenhaus auf, den am deutsche Jugend wird ihm zu Pfingsten die Dennis ein Opfer der Reaktion und der Hy- Vortag mit Stimmenmehrheit beschlossenen richtige Antwort geben! sterie wurde, daß darunter nicht nur er, son- Zusatz wieder rückgängig zu machen, wo- dern ganz Amerika zu leiden hat. Wie recht nach Großbritannien nur unter der Bedin- P , _ . “ n f e f Bruderorgan mit dieser Feststellung gung Marshallplan-Gelder erhalten soll, daß Hamburgs Jugend in der Friedensfront Wir werden alles daransetzen, um die B T u " d H ° dh 'f rrats - hat, beweisen die Vorgänge der ietrten Tage, die Teilung Mands beendet wird. Diese Ent- Hamburg. (EB) Am Wochenende fand Hamburger Betriebe zu Bastionen im t L ch " ch ° sl °r klSChe bl .? zur Weißglut gebrachte HysteiV des Scheidung, (mit der versucht wurde, ganz Ir- in Hamburg eine Betriepsarbeiterkonferenz Kampf für den Frieden zu machen.“ densgeistliche fand ant Mittwoch vor dem „Komitee für unamerikanische Unliebe“ land und nicht nur wie bisher das Dominion de r FDJ statt die unter dem Zeichen des U /Jf SV !r ! in ? T weit> daß kein geringerer als Präsi- „Irischer Freistaat“ unter unmittelbare USA- Kampfes der Jugend für Frieden und na- Es betrifft eine Million Menschen d - T A ? g ? en t truman eine Voriadung vor das Komi- Kontrolle zu bringen, d. Red.) sei „schreck- tionale Unabhängigkeit stand. In einer klagten wurden zu ?5 Jahren bis zwei Jahren tee erhielt, weil er sich weigerte, vertrauliche lieh unglücklich“ und „hat uns angesichts der einstimmig angenommenen Resolution ga- schweren Kerkers verurteilt wahrend die Akten über Beamte des Staatsdepartementes gegenwärtigen Weltlage großen Schaden zu- t>en die jugendlichen Arbeiter Ihrem ent- beiden anderen langjährige Gefängnisstrafen auszuhändigen, die unter dem „Verdacht des gefügt“, sagte Rayburn. Die „New York Ti- schlossenen Kampfwillen für den Frieden ermeiten. Kommunismus“ stehen. Da der Präsident mes“ kommentiert dieses Abstimmungser- Ausdruck - 8eb ™ Sä £ a , ß ß ^^ hrheit dem . „Wir jungen Hamburger Betriebsarbeiter Kreml in die Hände gespielt hat. werden beweisen, daß wir unseren Kolle- Diese nervöse Stimmung beweist, daß sich gen in Frankreich und Italien nicht nach- das amerikanische Repräsentantenhaus ei- stehen, nen Schwabenstreich geleistet hat. auf den das Augenmerk der Oeffentlichkeit gelenkt zu werden verdient trotz der Tatsache, daß 4 Flaschen — 48 DM. Also 120 DM kostet die Entscheidung tatsächlich rückgängig ge- der Spaß alles in allem. macht wurde. Die Abgeordneten handelten Ja, die Herren lassen sich ihre Pläten was ganz brutal nach ihren eigenen Interessen und vergaßen dabei, ihre sonst peinlich be- Kann mandieSache nTchT auch anders f* te ‘ ea X 0 2 iC Ü! maß /T ln '« a ^ S i e ^ ansehen 9 llcb mit Ruckslch t auf die öffentliche Meinung ihre Diktate in ein demokratisches Da sagt man doch diesem Bundestag nach, Mäntelchen einwickeln müssen. , er sei überaltert ,und wir sind doch eine ni „ tt,„ __ wuchs. Aber langsam werden Sie auch „j un ge Demokratie“. Ist es da nicht zu ver- Sd ?°h gr l U ' c b6r iT* 16 - 1 !? Horrnon-Präpa- ste hen, daß die Plätenträger auf jugend- se f,f daß s^^ iat brauchen Sie nodi nidit. liches Aussehen Wert legen und sich die p i an e S so offen selbst entlarvten Daß dieser Württemberg-Baden, Lafolette, gab vor „dem USA-Monopole machtlos wäre. Was ist denn das für ein Zeug? Wiederherstellung der verschwundenen ein Mittel zur Ausübung eines unerhört har- Koordmationskomitee für. deutsche Demo- wichtig ist für uns allein die Tatsac he, daß Wie, Sie w.ssen nicht. Herr Abgeordneter Kopfzier etwas kosten lassen. Hebt das ten politischen und wirtschaftlichen Druckes kratie eine ErMärung ab, in der er den Kon- ein j/jann, der vor noch nicht allzu langer Ich weiß wirklich nicht, und dann erzählt nicht das Ansehen des Bundestages. Steht au j d j e westeuropäischen Staaten ist, um die d ? n Trurnan ersucht, geit ein maßgeblicher Vertreter der ameri-'* er mir: man die Sache von der Seite an, dann müß- amerikanischen Wirtschaftsinteressen auf d * e B° b tik der USA in Deutschland genaue- jonischen Besatzung in Westdeutschland Das ist ein von einem Holländer erfunde- ten eigentlich die Kosten dieser Behandlung Kosten der europäischen -Staaten durchzu- ? tans zu ubCTprüfen Das Komitee, dem Lato- war _ heute zugeben muß> daß die Politik, die nes Präparat gegen die Glatzköpfigkeit. Dar- als im Staatsinteresse liegende und demnach setzen, und daß er die Souveränität der Län- * e “ e seine Unterstützung lieh, stellte fest, heute in den Wes tzonen durchgeführt wird, über Ist doch viel Reklame gemacht worden, vom Staat zu ersetzende Betriebsunkosten der. deren Regierungen sich ihm ausliefer- d - , »Amerikas demokratische Ziele in die Wiedererrichtung des Faschismus und Darüber ist doch sogar im Film Reklame ge- angesehen werden. Die Konsequenz: Das ten, unterhöhlt, steht nun außer Zweifel. Wer De f, S ? , , a “i dem.Auge verloren wurden Militarismus begünstigt. Diese Tatsache, madit worden. Diätengesetz muß verbessert werden. Jedem heute noch behauptet, der Marshallplan sei una führte als Beweis hierfür das wieaerauf- zeigt uns wie t^^chtigt unsere Forderung Filme sehe Ich mir auch nicht an. Ja, Abgeordneten, der im schweren Dienst dem ein Akt der Humanität, verdient ausgelacht , exlr *m. er dle "45“" auf Verwirklichung der Ziele der Nationalen haben Sie denn schon Kunden, die sich mit westdeutschen Vaterland seinen Haar- zu werden. kehr vieler aktiver Nazis und extremer Na- p ron t ist, und wir fordern mit lauter Stimme! fiAMQlieVan 1 n unnkti/fa li’i .«lrt.A», Art und Hm * ~ Verjüngungshuren im Bundeshaus Mit Jochem‘s Hormon-Präparat 4 Flaschen reichen normalerweise aus. Heute habe ich beim Friseur des Bundeshauses den notwendigen Osterputz^vornehmen lassen. Kleiner, recht bescheiden eingerichteter Friseurladen. Zivile PreiseJSotte nette, außerordentlich höfliche Bedienung! , “f’ Ulc s i54.* nle Bei jedem Klienten wird die volle Dienst- kosten - Na ja, bei den Diäte®, bezeichnung angewandt. Und dann die in jedem Friseurladen üblichen Gesprächsthemen. Das fängt bei mir so an: Für Ihr Alter haben Sie einen erstaunlich dichten Haar- Wir jungen Hafenarbeiter weigern uns, Kriegsmaterial zu transportieren. Wir jungen Metallarbeiter weigern uns, Kriegsmaterial herzustellen. Wir jungen Bauarbeiter weigern.uns, Kasernen,' Exerzierplätze und Flugplätze zu bauen. DGB fordert Aufhebung der 6prozenti*en Gehaltskürzung Bonn. (Eig. Ber.) Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat in einer Forderung an die Bonner Regierung, die über den Beamten- rfchtsausschuß vtritergeleitet werden soll, die Aufhebung der öprozentigen Gehaltskürzung für Beamte verlangt. Fast eine Million Menschen bei der Bundesbahn, -der Post und der Bundesverwaltung werden immer noch durch diese Notverordnung aus dem Jahre 1930 betroffen. Dieses Ausnahmerecht und die ungleiche Behandlung der Bundes beamten gegenüber den Länderund Kommunalbeamten bezeichnen die Gewerkschaften als unerträglich. Was Lafolette zugeben muß „Amerikas demokratische Ziele in Deutschla nd aus dem Auge verloren“ ^daß^TdST'Ch n a r rkter a des KI MarshalT- ehemalige Militär-Gouverneur von ze n, die: ohne: dieimächtige Unterstützung der diesem Zeug behandeln lassen? Na, und ob. Sogar Abgeordnete. Das interessiert mich nun doch. schmuck geopfert hat, müßten die Mittel in ... die Hand gegeben werden, sich verjüngen Differenzen über Stahlkontrolle SSSiÄ,*".!^HS.!^ ktionen una die Herstellung der Einheit eines unabhängigen! Abge- zu lassen. Auf ein paar Märker mehr oder Wir wollen uhs nicht mit Mr. Lafolette demokratischen Deutschlands ohne „extreme Rechtsparteien“, Abschluß eines gerechten zungsmächte. Wenn diese Forderungen erfüllt sind, dann ordnete? Was kostet denn das Dreckzeug? weniger sollte es dabei wirklich nicht an- Ronn ; ^ choß ® de %^ de ? aa 5 r **5 a ] > ** darüb f!; str 5 ReI H w fi. er anter Demokratie p r j eden svertrages und Abzug aller Besat- i*> nu .___ __ netts sind über die neue Verschärfung der versteht und auch nicht untersuchen, was er 12 DM die Flasche. kommen. Ob die Bevölkerung Westdeutsch- stahlkontrolle Meinungsverschiedenheiten während der Zeit, in der er .Militärgouver- Und wie wird das angewandt. lands nun pro Kopf und Jahr für den Ab- en tfanden. Ein angekündigtes Kommunique neur war, getan hat, um eine demokratische , Wf . 8anz .® ia f acl1- ^ uerst . wird geordneten 33 Pfennig, wie das Herr Schottle über das Schreiben der Hochkommissare an Entwicklung im Sinne der Potsdamer Be- wird das deutsche Volk, wie es im Telegramm die Plat bestrahlt, mit diesem Spezialappa- ausgerechnet hat oder 36 Pfennig zahlen Dr Adenauer wurde als es schon zur Ver . sdllüsse zu fördern Entsch eidend ist für uns Stalins anläßlich der Gründung der Deutrat den Sie da in der Ecke stehen sehen, muß. Was macht das schon aus. Was macht teil ferti war wie c Zur gefomtixmtfdren Beratung fn ^tfenodj Con&cenrbcitskteifc in Tlor&rljcin*IDefifnlcn, THeöerfodjfen unb tDürttetnberg»Bn&en gebildet / Landwixtshaftslehrer Dr. Erdmahn-Kret- mitteilen, daß er dem Ausschuß seine volle mer wieder zum Ausdruck kam, daß Mar- schmer, Halle (Westfalen) hatte im Aufträge Mitarbeit zusichert. shallplan, uneingeschränkte Einfuhren und Cdrh”tw”SASS'SÄ' kSS ‘VIt 18 "* »”<» A».w«t»» g äT£'C BSdKS'anuTO ‘ dtt ral "™ lOr WürtSteS-Bato'.S” £ wurde die große EaamW.ut- ur oericnrersiattung uDer tue d • Aufruf T „ nriwi ,. tp hp _ sehe Beratung der Land- und Forstwirt- ’S Ferne? ^uAhS 5- * f-nath begrüßt Eine Anzahl Bauern, Landwirtschaftsstudenten, Diplom- beitskreis gebildet, und zwar unter Leitung Bauern hat lhre Teilnahme zugesagt. landwirte, Landwirtschaftslehrer u. a. waren des Architekten für landwirtschaftliches . In drei gutbesuchten Bauernversammlungen im Kreis Gießen (Hessen) wurden Delegierte für die Eisenacher Beratung der Land- und Forstwirtschaft gewählt Auf der Einladung gefolgt. Als Referenten spra- B^wesen, Theodor Körner, Stuttgart, des Diplomlandwirtes Leitner, Stuttgart und des Gärtners R. Karcher aus Waiblingen. Winzer in Gefahr chen der Bauer Hans Ludwig Iven aus Oberemd Kreis Bergheim (Erft) und Professor Becker, Leiter des Saatzuchtinstitutes Quedlinburg, der als Gast des Gesamtdeutschen Arbeitskreises anwesend war. In einem einstimmig angenommenen Aufruf, der die Beschlüsse. von Schierke be- weinen, Auslandsobst, Auslandgemüse er- grüßt, wenden sich die Teilnehmer der Düs- Unter dem Thema: Winzer in - Gefahr — den Bauernversammlungen, die vom Lan- Marshallplan-Diktateinfuhr von Auslands- desarbeitskreis Hessen für gesamtdeutsche Beratungen einberufen waren, wurde von Teilnehmern der Beratung in Schierke über drosseln den deutschen Winzer. — Sofort' seldorfer Tagung an alle Bauern und Bäue- hilfeabgabe und Reblausbekämpfung fanden diese Bestrebungen des gesamtdeutschen rinnen, Agrarwissenschaftler und landwirt- am 31. 3., 1. und 2. April 1950 in Lorch, Arbeitskreises der Land- und Forstwirtschaftliche Studenten, die Landarbeiter und Mittelheim und Ingelheim Winzerversamni' die Landjugend, an die Funktionäre der lungen statt, auf denen der Bundestagsab- Bauernverbände, die Landwirtschaftskam- geordnete Otto Niebergall sprach. hen schäften, Gartenbau- und Tieraichtverbände, Diskussion und Aussprache statt, wobei imj- und , an die Bodenbewerber-Siedler und Kleingärtner in Nordrhein-Westfalen, sich bereit zu finden, die Bestrebungen für eine einheitliche deutsche Landwirtschaft zu unterstützen und Delegierte zu wählen zu der großen gesamtdeutschen Beratung der Land- und Forstwirtschaft, die vom 18. bis 20. Mai 1950 in Eisenach auf der Wartburg stattfindet. , Zur Durchführung der Aufgaben Wurde ein Arbeitsausschuß gewählt, dem neben schaft Bericht erstattet. Die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen Ost- und West wurde einmütig begrüßt unfl eine tung zugesagt. Gemüseanbau, wie er sein soll Kilogramm 40prozentiges Kali und drei Die Versoreuns des Haushalts mit Garten- Kilogramm schwefelsaures Ammoniak. Alle I^ndwirtschaftslehrer ~ br! Erdmann-kret- SrÄ' ÄS *BM» schmer, Halle (Westfalen) Bauer H. L. Iven, zu jeder Jahreszeit den Ansprüchen ge- k ohlOTsauren Kalk 40 Pfund auf Oberemd,. Oberlandwirtschaftsrat Landtags- «ugen Das setzt aber viel Sorgfalt und f 0Q Quadratmeter . Zu kalte,'feuchte Böden abgeordneter Hpffmann Lindlar-Köln, Dr. Geschidc bei der Artieit im Gar^n voraus. werd ^ n durch Branntkalk; 20 P f und au f 100 Rossaint, Düsseldorf und noch andere nam- Jedes Beet muß mindestens zwei Ernten f^„ nAv . n _— hafte Persönlichkeiten angehören. bringen. Es können aber auch bis zu vier U und fünf Ernten herausgewirtschaftet wer- Von den mmeralls he n Düngemitteln be In Hannover hat sich am 1. April 1950 ein den wenn die Zusammensetzung entspre- Landesarbeitskreis für die Durchführung ^nd erfolgt. Die mustergültige Bewirtgesamtdeutscher Beratungen der Land- und shaftung eines Beetes wäre etwa folgende: Forstwirtschaft für Niedersten gebildet. Vorfrucht Feldsalat, Haifptfrucht Weißkohl. .... , . . , . niir . ... ... „. Dem Ausshuß gehören u. a. an: CDU-Land- In die weiten Re ihenabstände Kohlrabi als ? tagsabgeordneter Arndt, Woltershausen Zwischen{rucht> der nah etwa aht Wohen ™? de "’ s °? d *™ L Ä,fLn n der Vorsitzende des Bauern-Pahter- und den „ if . h ausde hnenden Kohlnflanzen Platz wahnten Dünger zum Ausstreuen gelangen. cDn _ t aen Sion ausaennenaen js-pnipnanzen t-iaiz w ... diin .. n u ann vf , rsnnh p rii* shleunigt Kali die Reife, sie alle steigern den Ertrag und erhöhen die Qualität des Gemüses. Die Anwendung der Mineraldünger muß jedoch richtig geshehen, das Shäfer mit Herde €rftc Erfolge in 5er friüijnltrobellteüung ... , , , u™ qu=ui:i...u.uv;., .»... ... „ . ., ... ... , „Friedenshektarerträge“ —. an Autobahn- werden shon vorgekeimte Kartoffeln ge- Siedlerbundes SPD- Landtagsabgeordneter mack t. Gut wird der Boden auh ausge- . Jf . Hl ’. r _ h icr.mnr.st- brücken, an Bauernhäusern, Sheunen und legt. Fast überall aber sind die Arbeiten ® e j* « n ,* Bieste ’ d f r Vertreter der nu t z t ; wenn man zwischen Spinatreihen . P * an Spruhbändern, die quer über die Straße weiter vorgeschritten als in der gleihen Landwirtshaftskammer Weser^- Ems Hen Kohl- und Salatpflanzen abwehselnd setzt. r , . ; . . f , , gespannt sind — überall in der Deutscherf Zeit des Vorjahres. Thüringen meldet, daß " " .. .. , 1 ’ Republik leuhtet diesel bereits Ende März 40,1 Prozent der für den Spitz, Landwirtshaftsschuldirektor Dr. Zuerst wird Spinat> danach Salat> spater te.»tSutedteS ÄS. Äd Feuhterhaltung. Unkrautvertilgung 6 und Ä5JÄÄ2!? ~.. . ^ TT __vuui ivuiii &atu. ucucoki wuu. Ausschlag- r c ,*„j j;« .„{«».«kefÄn v uiuaucu uaui uci ciirue verwirKiiCQen neniar uiruasbeiiuen /\riuaunacne lur oom- Siedlerbundes und Gärtner, err Re r g e b end j s t für den Ertrag der Flähe das r j T j5 tpn kann: Aufhebung der Rationierung bis auf merfuttergetreide die Aussaat zu 25 Prozent aus Sutthausen, Herr Landwirtshaftsmini- g eschickte Ineinanderpassen ■">" H„mt. Pflegearbeiten bei dem Gemüse. Je inten- F , piiph . IlnH __S_>—™ ster Dr. Dr. Gerecke der durch Arbeit frudlt Zwishenfrucht, Vor _.LI —«.. nM KmR Aiiwnlt ainnn ’ 7 er vom Kohl ganz bedeckt wird Ernte verwirklichen Hektar umfassenden Anbauflähe für Söm- verhindert war, ließ durh einen Vertreter von Haupt- und Nach- siver der Anbau betrieben wird, shwieriger ist die Arbeit. Das Hacken wird durch die Zwischenkulturen oft un- Der Erfolg im Gemüsebau hängt ferner möglich gemäht. Dann muß das Jäten mit von der richtigen Düngung und von der den Fingern die Unkrautvernihtung mit um so F * e ' sclr un< * Fett. Geshaffen aus eigener erreiht. Sommerbrotgetreide ist zu 22 Pfg. pn Kraft, ohne in Abhängigkeit von auslän- eingedrillt. Der, landwirtschaftlich bedeu- dishen Imperialisten zu geraten, wie wir tendste Kreis Sachsens, Döbeln, und der in Westdeutshland. Kreis Großenhain haben die Bestellungsarbeiten für Sommerbrotgetreide bereits _ _ _ _ o _ o _ __ _ _ _ _..... Auf allen Feldern ist reges Leben. Trak 11000 ha neues Ackerland Auswahl der Sorten ab. Die Grundlage der der Handhabe ersetzen. Der Bodenertrag toren, Pferde, Kühe oder Ohsen ziehen beendet. In Sahsen wurde nah einem Beshluß Gemüsedüngung bleibt immer Stallmist, aber wird dabei auh immer höher, wenn unter der leitenden Hand des Menshen Auh in Mecklenburg mäht die Früh- der Regierung ein Plan zur Gewinnung Durh Mineraldünger kann aber die dün- Arbeitslust und Arbeitsgeschick über diese Fflöge, Eggen, Kultivatoren und Drillma- jahrsbestellung gute Fortschritte. Das Volks- * : tprPT . .. nno ha 7 iisät 7 lirhem Arkpr- und gende Wirkung des natürlichen Mistes wei- Schwierigkeiten hinweghelfen. shinen über die Aecker. Das Wetter be- gut Böhlendorf im Kreis Rostock beendete terhin erhöht werden. Starke Düngung ist Beim Einkauf von Gemüsesamen ahte S^ n stigt die Feldarbeiten. Sorgfältiger als bereits^ Anfang letzter Woche die^ Aussaat gerade im Gemüsebau notwendig. Man man darauf, daß die Ware garantiert gut * D ' s * ler w * r< ^ der Boden bearbeitet. . Gartenland in Angriff genommen. Die gewonnenen Flähen sollen bereits in die rechnet neben Stalldünger auf 100 Quadrat- und sortenecht ist, denn nur "gutes Saatgut Nah Zeitungsberichten aus der DDR wird Frühjahrsbestellung einbezogen werden. metec vier Kilogramm Superphosphat, vier und beste Pflege sihern den Erfolg. teilweise noh Dünger gestreut teilweise von Sommerbrotgetreide. Die MAS des Kreises haben bisher 384 Hektar bearbeitet. ebenfalls DER DEUTSCHE BAUERNKRIEG Das Land Brandenburg meldet gute Ergebnisse. Dort wurden bisher • über 30 Prozent des Sommergetreides ausgesät, . . , , , die Landkreise Cottbus, Westpriegnitz und Am furchtbarsten jedoch war die Lage der ges als Flüchtling auf der Insel Ufenau im der Stadtkreis Brandenburg konnten die Bauern. Auf_ihnen lastete der ganze Shih- Züricher See starb. Aussaat bereits beenden. Zum 425. Jahrestag des Beginns der großen „Auh das deutshe Volk hat seine revo Erhebung der deutschen Bauern (2.4.1525) tenbau der Gesellschaft: Fürsten, Adel, hohe Geistlichkeit, Beamte und Patrizier. Sie In den Oderkreisen wurden bisher, rund nd bestellt Die MAS e letzter Woche 20-Pro- __, _ ____ w>v Erst als die Reformation die deutshe Na- _.. . , , , , . ,. . . „ . .... wurden überall wie Lasttiere behandelt, und lj onin ihren Tiefen aufwühlte, kamen die 2000 Hektar Brachbai _ , sv0 " Fürsten, der Adel und die hone Geistlih- schlimmer. Den größten Teil ihrer Zeit Bauern un< * die arme Stadtbevölkerung in konnten bereits Ende- - lutionare Tradition,“ leitet Friedrich keit beuteten die Jauern aus; die städtische mußte n sie als Leibeigene oder Höriee auf «^Deutschland in Bewegung. Sie erwar- zent der mit den Bauern abgeschlossenen Engels sein im Jahre 1850 geshriebenes Oberschicht, die Patrizier, lud die gesamte den Gütern der Feudalherren «chuften und * e * en von der Reformation niht nur eine Arbeitsverträge erfüllen. Werk „Der deutshe Bauernkrieg“ ein. „Es Steuerlast auf die Schultern der mittleren von dem> was sie in ihrer knaDD en FreizeU Reform der Kirche, sondern auh eine völ- • In Sahsen-Anhalt sind von der 800000 gab eine Zeit, wo Deutschland Charaktere und armen Schichten. Die Augsburger Kauf- erwarben, zog die Kirche noch den Zehnten Umbildung des gesamten Gesellschafts- Hektar großen Anbaufläche bis Ende März hervorbrachte, die sih den besten Leuten leute und Bergwerksbesitzar Fugger eig- ein, der Fronherr seinen Zins und Gült und aufbaus - Führer der revolutionären Be- u Prozent bestellt worden. Weizen wurde der Revolutionen anderer Lander an die neten sih durh Zugrunderihtung der mitt- daz i, ampn „-„u ,,'ii x ’. una wegung wurde Thomas Münzer 11493 • “ . nx * „ Seite stellen können, wo das deutsche Volk leren und kleinen Kaufleute Millionenver- steuer) sowie di * d B Reihssteuefn bis 1525 >- die „großartigste Gestalt des gan- ^sgeTäf’Die MAS Wegeleben konnte'ihre eine Ausdauer und Energie entwickelte, die mögen an und entshieden schließlich sogar Und die Ba .. prn ^ zen Bauernkrieges“, wie ihn Friedrih « l 8 , ' „ hp,- Pinpr 7Pnt.raiisiprtpn Nation die groß- die Wahl des spanischen Königs, des Habs- schah Schulden machte/ um’ ihre Zahlun- En «els-nennt. Er war Geistliher wie Mar- Arbeitsvertrage bereits m dre deutshen Kaiser, m dem gen le!sten zu können> flele ^sie shheßTih L “ tber h und - irkte «n Thürin- ^ noh den Geldwuherern in den Städten in gen ' Noch ehe Luthe r so weit zu gehen . Aüen voran bei den Arbeiten zur Früh die Hände und wurden auh von diesen wagte ’ schaffte er die lateinishe Sprahe lahrsbestelung leisten die Traktoristen Vor- Hart war in den Städten vor allem die ausgebeutet. Die Bauern konnten niht hei- tota1 'ab und ließ nicht nur die sonntäglichen bildliches. Fast alle stehen sie miteinander .. .. ■»"*.**™*i Jiiuo. Jici __JI._ro..,._ im wptthpwprh 7iir Tlphprfnllnnp ihrpr bei einer zentralisierten Nation artigsten Ergebnisse erzeugt hätte, wo deut- burgers Karl, zum she Bauern und Plebejer mit Ideen und sie diesem hohe Geldsummen Plänen shwanger gingen, vor denen ihre stehung der Kurfürsten liehen. Nahkommen oft genug zurückschaudern. Drei Jahrhunderte sind seitdem verflossen, und manhes hat sih geändert, und doch steht der Bauernkrieg unsere heutigen Kämpfen so überaus fern niht, und die zu bekämpfenden Gegner sind großenteils dieselben. Die Klassen und Klassenfraktionen, die 1848 und 1849 überall verraten haben, werden wir shon 1525, wenn auh aus einer niedrigeren Entwicklungsstufe, als Verräter vorfinden.“ Seit Engels diese Worte schrieb, ist wiederum ein Jahrhundert vergangen. Den Verrätern von 1525 und 1848/49 folgten die Verräter von 1918 und 1945. Das deutshe Volk gewann noh niht seine nationale Einheit. Die im Verrat und in der Zersplitterung wurzelnden traurigen Ergebnisse der deutshen Geshihte brahten jenen, die „noh von Föderativrepublik faseln“ niht den Platz im Irrenhaus, den ihnen Engels bereits 1850 zuwies. Sie sitzen heute als Handlanger der anglo-amerikanishen und deutshen Reaktionäre in der „Bundesregierung“ in Botin; Nahfahren der Für- stenknehte und Handelskapital - Lakaien, die 1525 den Freiheits- und Einheitswillen des »beitenden Volkes, der Bauern und Gesellen, im Blut der charaktervollsten Men- reiten und niht sterben, ohne dafür den Evangelien , sondern die ganze Bibel ver Fronherrn zu zahlen, die ihnen die Ge- Iesen : Der Himmel sei nichts Jenseitiges, im Wettbewerb zur Ueberfüllung ihrer Tagesnormen. Hierbei wurde von einigen Traktoristen, wie die Zeitung „Neues Deutshland“ meldet, shon über 200 Pro- meindeweiden und Waldungen gewaltsam predigte er Er ist in diesem Leben zu weggenommen hatten. Sie mußten neben suchen - und der Beruf der Gläubigen ist, Deutschland meldet, shon dem regelmäßigen Frondienst, für die Her- das Reich Gott « hier auf Erden herzustel- zent der Tagesnorm erreiht. ren noh Streu, Beeren und Schneckenhäu- Ien - Sen r Zie l war eine Geselishaftsord- Öe ser sammeln. Sie hatten den Herren das nun «> in ® er es weder Ausbeuter noh Aus- Hohe Gewinnausschüttung in den landwirt- Wild vor die Füße zu treiben und mußten Sebeutete gab, in der alle gleih sind und ruhig Zusehen wie dieses ihre Ernten ver- das Eigentum der ganzen Gesellschaft gewüstete. Und so wie die Herren über ihr hört , Er hatte « ew isse unklare Vorstellun- Eigentum, verfügten sie willkürlich über ge ,*? klassenlosen,^ sozialistischen Ge- ihre Person, ihre Frauen und Töhter. Sie maßten sih das Recht der ersten Naht an. schaftlichen Erzeugergenossenschaften In zahlreihen landwirtschaftlichen Er- zeugergenossenshaften Polens, die seit dem •vorjährigen Frühjahr die Kollektivwirtshaft sellschäft. Aber seine Ideale waren, da es ____ damals ein Proletariat erst im Keime gab, aufgenommen und Ende 1949 ihre Jahres- Sie warfen'die Bauern in’ den Turm"“ließen nicht zu verwirklichen. Er erkannte auh bilanz abgeschlossen haben, wurde jetzt die sie grausam foltere, totshlagen, köpfen selbst - daß d * e bestehenden gesellshaft- Ausschüttung der Einnahmen u\ter den oder vierteilen, gerade wie es ihnen beliebte. lichen Verhältnisse die Verwirklichung sei- Mitgliedern vorgenommen. Die hohen Ern- Niemand schützte die Bauere. Alle offiziel- nes zi *les niht begünstigten. Als echter *en und großen Zuchtertrage die dank der len Stände, die Fürsten und die Barone, die Revolutionär jedoch verwandte er sein Füh- gemeinshaftlihen Arbeit der Mitglieder hohe Geistlihkeit und die Patrizier, die Be- rungs- und Organisationstalent, um die Re- de s Kollektivs erzielt werden konnten, er- amten und die Rihter, lebten ja von der volutionäre der damaligen Zeit im Kampf moglihten schon im ersten Jahr des Be- Aussaugung der Bauern. gegen die Feudalherren zu einigen. Er Stehens der Erzeugergenossenshaften die Mehrmals erhoben sich die Bauern gegen wollte einen Bund stiften, der ganz Deutsh- Ausschüttung beträchtlicher Gewinne, den furhtbaren Druck. Hauptsächlich in * and umschloß. g 0 w j es z B das landwirtshaftlih-ge- Süddeutshland kam es zu einer Reihe von Um diesen Bund zu organisieren, reiste nossenshaftlihe Kollektiv in Jaglak, Kreis Aufständen, so die Bewegungen des „Bund- er von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf. Elk, das auf einer Flähe von 200 ha wirt- shuh“ (Sinnbild gegen den stiefeltragenden Seine Predigten wurden immer revolutio- shaftet, im vorigen Jahr einen Umsatz von Adel) und des „Armen Konrad“. Aber auf- närer. „Die Herren mähen das selber, daß 35 Millionen Zloty auf. Durh die Erzielung grund der Zersplitterung der Bauern blie- ihnen der arme Mann feind wird“, erklärte hoher Erträge beim Anbau von Industrie- Die Zünfte ließen da- ben diese Aufstände alle örtlih beshränkt er und drohte den Reihen: „Es wird ein pflanzen hat die Genossenshaft einen ho Thomas Münzer - • . . rrieten Dage der Gesellen. „mme . ^;ophpnsn wie heute kein scb ° n keine Gesellen mehr in ihre und wurden bald niedergeshlagen, ebenso Spiel angehen, daß die Gottlosen vom Stuhl hen Gewinn herausgewirtschaftet, trotzdem o^fhpitiir+ipr mar Mitte. Sie verwandelten sih immer mehr wie der eine Art Adelsdemokratie anstre- gestürzt, die Niedrigen aber erhöht wer- sie viele Investierungseinlagen vomahm, einneiuicner oiaai war. in Lohnarbeiter. Zusammen mit den Tag- bende innerlih reaktionäre Aufstand des den.“ Er vertrat am schärfsten die Forde- wie den Ankauf von Traktoren, Pferden Wohl gab es einen Kaiser und einen söge- löhnern sowie auh mit den verarmten niederen Adels unter Führung des pfälzi- rungen der Bauern und Plebejer, die sih und Kühen. Dieser Gewinn betrug mehr nannten Reihstag. Beide jedoch besaßen Stadtbewohnern bildeten sie in den Städten shen Ritters Franz v. Sickingen (1481 gegen- die beiden Lager der „konservativ- als 3,1 Millionen Zloty und der zur Ver- keine Mäht. Die Fürstentümer, die Bis- die Shiht der Plebejer, die, mit ihrer Lage Dis 1523), der bei der Belagerung seiner katholishen Elemente“ und „der gemäßig- teilung kommende Gewinn — nah Abreh- tümer, die Freistädte und die über 1000 unzufrieden, stets bereit waren, jede Be- Feste Landstuhl fiel, und Ulrich von ten lutherishen Reform", vfte Engels nung der im Statut vorgesehenen Beträge Reihsrittershaften regierten fast . völlig wegung zu unterstützen, die sih gegen die Huttens (1488—1523), der anderthalb schreibt, zur „revolutionären Partei“ zusam- für verschiedene Fonds — mehr als 2 5 unabhängig und nah eigener Willkür. Die herrschenden Shihten rihtete. Jahre vor Ausbruch des großen Bauernkrie- menshlossen. Millionen Zloty • M ) V t Mannheims Heimkehrer gegen Reaktion Vorstand des Ortsverbandes erhielt 100°/ 0 iges Vertrauen — Mittel zur Existenzgründung in Aussicht Mannheim. Der Ortsverband der Heimkehrer hatte am Mittwochabend seine Mannheimer Mitglieder zu einer Versammlung im „Siechen“ eingeladen. Eingangs verlas der Vorsitzende H. Seiler den Rechender Mannheimer Heimkehrer, die heute bereits 500 Mitglieder zählen, von Stuttgart bereits einmal schon diktatorisch seines Por stens enthoben, was aber bei den Mannheimer Mitgliedern damals nur ein mit- Palast: „Vagabunden der Liebe“ Dieser von einer Reihe bekannter deutscher Spitzenschauspieler getragene und nach dem gleichnamigen Schauspiel von Juliane Kay gestaltete Film der Oefa-Produktion beweist ebenfalls in unserer Ausgabe vom 4. April durch darstellerische Leistung und technische behandelten. Vollkommenheit, daß es in Deutschland auch Als nächster Punkt stand die Selbsthilfe- heute sehr gut ohne Hollywood geht, aktion zur Arbeits- und Wohnungsbeschaf- Der Stoff ist nicht nur auf sentimentale Ge- furrg auf der Tagesordnung._ Der Verband m üter abgestimmt. In eine glückliche Ehe schaftsbericht und kam dabei noch einmal leidiges Lächeln ausgelöst hatte. Er meinte habe bereits Schritte zur Erlangung des zwischen zwei Aerzten platzt eines Tages die minA'iUMlt.]. J~ v» _i_ i i_x»_ n«v% U nn J im TJinklinL oit^ FrKHaitrorbtc fllT* I^IP TT PI m WpTl Y*PT* lint.PT**' C0 00mimii)nKona m Qf*VlQ 1 ! 5 niplPfin. Auferstehung Das Frühlingserwachen in Wäldern und Fluren künd ! gt sichern Tag zu Tag mehr an. Aus den -Banden des Winters dringen die Knospen sieghaft zum Licht, und ihr frisches Grün verkündet überall den Lenz. Von der Ackererde schwingt sich die Lerche hoch ins Aetherblau zum Sonnenlicht und ihr schmetternder Jubelruf grüßt den Frühling und findet Widerhall in der Menschenbrust. Die ... _ _ _ _ _ ___„ .. Menschen verlassen die lichtlosen Bunker, ausführlich auf den Bruch mit dem reaktio- dazu am Mittwochabend im Hinblick auf Erbbaurechts für die Heimkehrer unter- sagenumwobene mondäne Schauspielerin, die Elendshöhlen zwischen den Ruinen, baden nären Landesvorstand des Zentralverban- seine Differenzen mit Stuttgart, , daß man nommen. Teils wollen die Heimkehrer fesselt den Mann an sich und betäubt ihn in ' ‘ ' ’ ' .. es ihm offensichtlich übel genommen hatte, selbst, teils auf. genossenschaftlicher Basis einer oberflächlichen Ehe. Unausbleiblich die weil er sich nicht dafür interessierte, ob der bauen. Auch sollen beschädigte Wohnungen Ernüchterung, als die Schauspielerin mit einzelne Heimkehrer Kommunist oder sonst ausgebaut werden. Jeder könne sich in sei- einem Filmregisseur durchgeht — wer kann etwas sei. In erster Linie gelte es für ihn, ner Freizeit beim Bau betätigen. Seiler der Verführer anders sein als Siegfried Breu- läuternd hinzu daß die Zersplitterung des die Interessen der notleidenden Heimkehrer meinte dazu, daß es sich ermöglichen ließe, er — und das Schicksal, das der Arzt einst sei- Verbandes für die Heimkehrer von Schaden zu vertreten. In Stuttgart habe man ihn vom Staat Kredite zu erhalten, so daß man ner Frau beschießen hatte, wird nun sein sei, aber man auf keinen Fall noch länger gefragt, ob er in Rußland tätig gewesen die Heimkehrer, die heute noch in Bunkern eigenes. Daß seihe Frau damals ein Kind er- mit dem „Waschlappen“ Supper von Stutt- sei. und als er seine Funktion als Kultur- und Kellern wohnen, schnellstens heraus- wartet hatte, wußte er nicht. Er flüchtet sich gart Zusammenarbeiten könne, der beispiel- referent ohne Verschleierung zugab, wirkte holen könnte. nun seelisch gebrochen in den Alkohol und weise den Vorsitzenden der Karlsruher seine Erklärung wie ein rotes Tuch auf den In Neuwied seien auf diesem Wege mit wird im übrigen ein wahrer Vagabund der Heimkehrer abgelehnt hatte, weil dieser reaktionären Landesvorstand. Supper machte staatlicher Unterstützung z. B. durch die Liebe. Erst als ihm sein eigenes Kind unter Kommunist ist. Die Heimkehrer von Karls, ihm daraufhin den Vorwurf, er sei Heimkehrer bereits 60 Neubauwohnungen seltsamen Umständen über den Weg läuft, sich draußen im Sonnenglanz, denn Licht Luft und Sonne sind noch nicht dosiert und umsonst zu haben als einzige Freiheit der -Armen und Bedrückten. „Ich bin die Auferstehung und das Leben,“ sprach der Nazarener, der nach der christlichen Legende am Kreuz von Golgatha mit seinem Blut die Welt erlösen sollte, die Millionen Versklavten seiner Zeit und die nachfolgenden Generationen. Aber von dem Blut Christi, das am Karfreitag vqm Kreuzesstamm floß, kam bisher der Menschheit weder Erlösung noch Auferstehung. Krieg, Tod, Hunger und Pest, die modernen apokalyptischen Reiter, verheeren noch immer die Allmutter Erde, und das Menschengeschlecht findet seit zwei Jahrtausenden keinen Frie- des der Heimkehrer in Stuttgart zu sprechen, über den wir bereits in unserer Ausgabe vom 4. April eingehend berichteten. Seiler fügte zu diesertT Punkt noch er- ruhe allerdings ließen .sich aber nicht vor Antifaschist. Deutlicher konnte sich Suppers Karren der Anti-Sowjethetze ein- -dieser Herr wirklich nicht mehr ausdrücken. spannen und distanzierten sich daraufhin In diesem Moment war es für Seiler klar, geschlossen von Stuttgart. daß man in Stuttgart keineswegs die Inerstellt worden Warum sollte das nicht auch findet er zurück zu seiner Familie* in Mannheim möglich sein. Unerwähnt Das Aerzte-Ehepaar wird ideal und ausblieb leider wieder einmal die Tatsache, drucksvoll verkörpert von Paula Wessely und daß eine umfassende Behebung der Woh- ihrem Gatten Attila Hörbiger mit einer auch Die Heidelberger Heimkehrer kehrten teressen der Heimkehrer, sondern höchstens nungsnot ganz einfach durch den Abzug der heute noch ungebrochenen schauspielerischen den. Auch dieser Frühling, auch dieses Auf- Supper ebenfalls den Rücken und schlos- seine eigenen vertritt und im übrigen be- Besatzungsmächte möglich wäre, denn mit Leistung unter der anerkennenswerten Rfegie zarctphuncrcfoct liocrt nntor /Tom /IroVinn^nn __ a :_: — ^ _ i * ■, n-n _ umßt ; m -r> i i: z- : _* K TV/TilHoT'/Jo« TJac-dj-rimoeVriciön im ToVir» lipRci \rnn T?nlf Wnncpn r?orr» mit HiPCAm TTSlm Pin erstehungsfest liegt unter dem drohenden Schatten einer sich verschärfenden Kriegsgefahr, und die Dornenkrone drückt die Völker, die Millionen Geknechteten, wie noch nie. Wo ist hier die Auferstehung und das Leben? sen sich einstimmig dem am 1. 4. 1950 neu- wußt im Rahmen der Remilitarisierung 5 Milliarden Besatzungskosten im Jahr ließe von Rolf Hansen, dem mit diesem Film ein gegründeten Landesverband der Heim- lieber einen Soldatenverein gründen möchte, kehrer von Nordbaden an. dem auch Mann- als einen Hjeimkehrerverband heim und Karlsruhe angehören und der Die anschließende Abstimmung über die heute bereits über 3000 badische Heimkeh- Entschließung zur restlosen Trennung von Nicht Leib und Blut Christi, nur wir selber rer zählt. In nächster Zeit soll versucht Stuttgart und die Beibehaltung des 1 Vorkönnen uns erlösen. Aus Millionen schaffen- werden, eine Zusammenfassung der Heim- sitzenden Seiler ergab eine lOOprozentige der Hände erwachsen auf einem Sechstel der kehrer auf Bundesebene herbei zu führen. Vertrauenserklärung für die Entschchlie- Erde, der Sowjetunion, und aus den Volks- Seiler wurde als erster Vorsitzender ßung. deren Wortlaut wir im wesentlichen demokratien eine Auferstehung und ein neues Leben: im Sozialismus. DI« wird unser Leitstern sein im Kampf um den Frieden, gegen die Mächte der Verwesung, die einen Völkerfrühling mit Waffengewalt verhindern wollen. Gegen diese verwesende Gesellschaftsordnung, die dem Stirb und Werde wie die Natur unterworfen ist, erhebt sich aus dem Schoße der alten Welt das Frühais mit guter Wurf gelungen ist. Alster: „Wiener Mädeln“ Mannheim. Es ist schade, daß ein Regisseur lieh bedeutend einfacher bauen, mühsam erkämpften Krediten. Für Geschäftsgründungen und das selbständige Gewerbe sei es Heimkehrern,möglich, aus Mitteln des Landespräsidenten in wie Willi Forst seine Kunst an einen Stoff Karlsruhe einen mit 7 Prozent verzinsten verschwendet, der schon so oft im* Wienfilm Kredit als Darlehen bis zu 10QPO DM zu abgewandelt wurde, ohne auch nur einmal erhalten. Aus dem Soforthilfe-Fönds der künstlerische Substanz zu bringen: das kai- Stadt Mannheim könnten zur Sicherung der serliche Wien, die Hofräte, Musikalienverle- Existenz für den Heimkehrer zu Bauzwek- ger und selbstverständlich die Wiener Mäd- Ken bis zu 5000 DM entnommen werden. eben. Wollte er damit nur Unterhaltung brin- Abschließend gab der Vorsitzende noch gen, oder liegt nicht viel mehr in diesen Re- bekannt. daß sich die Mannheimer Heim- miniszenzen an die Donaumonarchie Absicht? — T, ._. , . . . _ T . - ■ , . - .- =- kehrer an das „Komitee der Kämpfer für Wer die Gespenster der Altwiener Vergan- seinen Kummer. Unternehmen, m denen für Rechnung des den Frieden“ angeschlossen haben da sie genheit in solchen Prachtgewand beschwört. Einige unserer Stadtväter benehmen sich Inhabers und unter dessen Leitung für Sorgen des „Deutschen Städtetages“ Mannheim.^ Der Mannheimer Oberbürger- betriebene Wäschereien sind gewerbliche die Schrecken des Krieges kennen würden verfolgt damit ein bestimmtes Ziel, und der und alles menschenmögliche zur Erhaltung Verdacht verstärkt sich bei den Szenen vom aus nem ■senone ner anen wen aas , rnn- aber au ch wirklich nicht der Würde des hohen fremde Auftraggeber gewaschen und ge- aus aem aenoue aer alten weit aas rrun Hauses entsprechend. Wie daheim bei Mut- bügelt wird hngsbl H hen des Sozialismus und erst dieser tern strec ken sie ihre Füße unter den Tisch 8 bringt uns und allen Menschen die „Aufer- und — oh Gipfel der Taktlosigkeit — rauchen Der Betrieb einei^M i et Waschküche stehung und das Leben“. ihre Zigarre oder Zigarette. bedarf weiterhin kemer besonderen Erlaub- Hi* Anri.ctalK. Sie scheinen aber im Rathaus mitverschwo- nis. Mietwaschküchen sind Betriebe, die vom xariiKttnai un({ I r Angestellte rene nikotinsüchtige Helfershelfer zu haben. Inhaber nicht selbst betrieben, sondern an Die Bezirksleitung Württemberg-Badfen denn auf jederrrTische des Sitzungssaales ste- Personen mietweise überlassen werden, die der Industriegewerkschaft Metall hat nach hen, wahrscheinlich als stille Aufforderung sie zum Waschen selbst benützen Die Tä- ganri^dwV.^'d'eutschiand" werden amVI f“'SeÄ eingehender Prüfung der wirtschaftlichen Aschenbecher. hgkeit des Betriebsinhabers oder seines Be- 1950 , d r Jahrestag ihrer Entlassung aus «feikh und sozialen Entwicklung das Gehaltsab- Bevor unser Stadtoberhaupt seinem natür- auftragten beschränkt sich auf die Auf- dem Konzentrationslager in Tuttlingen so daß keine Besserung auf dem Lehr- Protestkundgebung am 5. März, über welche gen erfolgte, die zwar momentan den Rück- stellenmarkt abzusehen ist. Einer Reihe von wir in unserer Ausgabe vom 9. März aus- gang mit erwirkten, so kann man feststel- Heimkehrern, die sich zu Bauarbeitern um- führlich berichteten, spontan aus den Rei- ___ ______ _ len, daß sich die Hoffnungen gewisser Kre ; se schulen lassen wollten, wurden von ver- hen der Eltern gebildet wurde, wartet noch entsprechend dem Willen der Bevölkerung auf eine rapide Senkung der Erwerbslosig- schiedenen Firmen aus ähnlichen Rentabili-, immer vergeblich auf ein Entscheidung der in Schönau und Blumenau bereinigt ‘ist — keit restlos zerschlagen haben. Zudem sind tätserwägungen abgewiesen. zuständigen Instanzen » der Sache des d j e ^gekündigten Kampfmaßnahmen er- z. Zt. 1133 Arbeitslose mit Notstandsarbei- Bei kaufmännischen Berufen rechnet map Rektors Mühltaler. griffen werden! Verkehrs Ab Sonntag, dem 9. April 1950 wird die Omnibuslinie A 5a Wasserturm—Strandbad an Sonntagen bei günstiger Witterung wieder in Betrieb genommen. Haltestellen sind: Wasserturm - Tattersall auch dem Kultusministerium in Stuttgart _ Hauptbahnhof Mannheim - Lindenhofplatz zugeleitet. - Diesterwegschule - Freiheitsplatz - Rhein- Das Aktionskomitee hat daher in seiner goldstraße (Ecke SteubenStraße) - Fränzosen- letzten Sitzung den Beschluß gefaßt, daß weg (Abzweigung zum Stern) - Strandbad, nach den Osterferien — sofern die Angele- Die Abfahrten erfolgen: genheit des Schulleiters Mühltaler nicht Ab Wasserturm: 13 00, 13 40, 14.20, 15.00. 15.40, 16.20, 17.00. 17.40, 18.20, 19.00, 19.40. ten beschäftigt. in der kommenden Zeit f mit einem weiteren Trotz günstigen Wetters stagniert die Bau- Ansteigen der Arbeitslosigkeit. Auch für tätigkeit, von der man Wesentliches erhoffte, akademische Berufe sieht die Zukunft nicht durch die allgemeine Geldknappheit nach gerade rosig aus. In jener Versammlung der Kultur- und Interessengemeinschaft der Schönau-Blu- menau im Siedlerheim hatten über 600 Eltern energisch die Einsetzung des vom Dieser einheitlich geführten Aktion wird gemäß dem Willen der Siedler, durch das zur Wahrung ihres demokratischen Mitbe- 20 20, 21 00. 21.40 Uhr. Ab Strandbad: 13.20, 14.00 14 40.15 20 16.00. 16.40. 17.20, 18.00, 18.40, 19.20, 20 00 20.40, 21 20. 22.00 Uhr. Die Beförderung erfolgt nur im Bartarif: alle Vercrünstieuneen sind aufgehoben. Die Haltestelle Freiheitsnlatz gilt als Teil- Vorsicht mit Benzin Mannheim. Aus dem Tank eines auf eikamen in den letzten Tagen über 100 Bau- suche werden noch bearbeitet, arbeiter zur Entlassung. Auch auf diesem Sektor beschränkt man sich von seiten der Bauunternehmer fast ausschließlich auf Abschluß von kurzfristigen Arbeitsverhältnissen. Bis zum 31. 3. lagen auf dem Arbeitsmarkt bereits wieder Massenentlassungsanträge von drei größeren Firmen für 84 Arbeitnehmer und Einzelentlassungsanträge von 265 Betrieben für 615 Arbeitnehmer vor. 31 Betriebe mit 1160 Personen arbeiteten kurz; und 18 weitere Firmen reichten für 560 Personen Neuanträge ein. -a- -, nr T„„ pr „„eh cjnri 7an Baufach- und . . , „ .. . . Mannheimer Stadtrat auf sozialdemokra- stimmungsrechtes gebildete Komitee weiter streckengrenze. Wer über Freiheitsplatz hin- H ff^rLit^lLsAäft^nerior außerdem , 9463 Personen beziehen zur Zeit Arbeits- tische und kommunistische Initiative hin geführt und eine weitere Verschleppung ausfährt zahlt (Hin-oder Rückfahrt) 30 Dpf. Hilfsarbeiter beschäftigungslos, auueraem losen- und Forsorgeunterstutzung, 3037 Ge- ojnstjmmie nominierten verdienten Schul- unter keinen Umstanden geduldet, wie aus Billig gefahren Mannheim. Von einer hiesigen' Großgarage mietete ein Mann einen Personenkraftwagen, angeblich, um damit nach Pforzheim zu fahren. Er überließ ihn jedoch einer Händlerin rar Benutzung wobei er sich als Eigentümer des WagenVaus- gab Der Mietpreis wurde natürlich nicht bezahlt. leiters der Schönau-Schule, des z. Zt. kom- dem angeführten Beschluß unmißverständ- missarischen Rektors Mühltaler, zum or- lieh hervorgeht, dentlichen Rektor verlangt. Eis jetzt ist diese Ernennung wahrscheinlich auf Be- Auch die Lage des Lehrstellenmarktes hat gen in Brand. Nachdem der Tank ausge- sich kaum verändert. Während für 839 brannt war, konnte das Fahrzeug gelöscht männliche Bewerber 94 offene Stellen vor- werden. nem Lagerplatz in der Friesenheimer Straße treiben gewisser religiöser Kreise nicht er- Es albt in der Welt Kräfte, abgestellten Lastkraftwagen wollte sich ein ... , ’ 6 Eine einstimmig gefaßte Entschließung ließ erkennen, daß die Bevölkerung der Schönau- und Blumenau-Siedlung nicht gesonnen ist. länger noch die Mißachtung ihres Willens durch die Ministerialbüro- kratie in der Unterrichtsverwaltung Karlsruhe hinzunehmen, und daß sie gegebenenfalls diese Mißachtung mit dem Schulstreik beantworten wird. Diese Entschließung wurde übrigens sämtlichen Fraktionen des Württemberg - Badischen Landtages und Arbeiter mit Hilfe einer Flasche, die er an einer Schnur in den Tank hinunterließ, etwas Benzin herausholen. Er kam dabei mit seiner brennenden Zigarette dem Einfüllstutzen zu nahe, die ausströmenden Gase entzündeten sich und setzten den Wa- die imstande sind, die Pläne der Kriegstreiber zu durchkreuzen. Die Unterschriften - Sammlung für den Frieden vom 9. bis 30. April 1950 ist ein Ausdruck düser riesigen Kraft Totogewinner gesucht Stockach. Beim Toto Nr. 31 gewann der Inhaber des Wettscheines Q 61-195 im zweiten Rang 308 40 DM. Der Wetter, der den Schein in der Annahmestelle abgegeben hatte, vergaß seine Anschrift anzn^eben und hat sich bis jetzt noch nicht gemeldet. / liMFRJTü Wer hilft Inge durch das Labyrinth den Ausgang finden? Wüßtest du schon ? In einem Wassertropfen kann man bis zu einer Million Urtierchen finden. Es kommt ganz darauf an, woher man den Wassertropfen genommen hat, aus der Wasserleitung oder aus dem Teich. • Der Kern der Buntstifte wird aus einem Gemisch von Kaolin und Erd- oder Anilinfarben hergestellt. Kaolin ist eine weiße, fettige Erdmassc, die auch zur Herstellung von Porzellan verwendet wird. Weiße Erdfarben sind zum Beispiel Schlämmkreide, Gips, Kalk, rote Erdfarbe Zinnober, gelbe Erdfarbe Ocker, grüne Erdfarbe Berggrün. Die Erdfarben werden aus farbigen Mineralien gemahlen. Anilinfarben sind künstliche Farbstoffe. Anilin ist ein Stoff, der im Steinkohlenteer vorkommt. Aus einem Faß Teer kann der Chemiker Hunderte von schönen Farben hersteilen. Audi die farbigen Tuschen enthalten Anilinfarben. Opium ist getrockneter Milchsaft aus dem in Klcinasien wachsenden Schlafmohnpflanzen. Zur Opiumgewinnung ritzt man die unreifen Mohnkapseln an. Der herausquellcnde bittere Saft trocknet ein und wird mit der Hand gesammelt. Opium wird als Arzneimittel verwandt. Es dient in erster Linie zur Schmerzstillung. • Wärme dehnt aus, Kälte zieht zusammen. Eine Eisenbahnschiene von 15 m Länge ist bei 50 Grad Wärme nahezu zwei cm länger als bei 30 Grad Kälte. Damit das Metall genügend Spielraum hat, wird an den sogenannten Schienenstößen eine „Wärmelücke'* oder „Stoßlücke“ frei gelassen. Man verhindert dadurch, daß in einem heißen Sommer sich die Schienen verbiegen und dann die Verkehrssicherheit gefährden. • Die erste Eßgabel wurde von dem Engländer Koriat etwa im Jahre 1608 aus Italien mitgebracht. RATEN UND LACHEN „Vater, was sind das für Beeren?“ „Blaubeeren, Junge.“ „Blaubeeren, Vater? Aber die sind ja rot!“ „Na ja, aber bloß, solange sie noch grün sind.“ * Rätsel Mit vielen scharfen, spitzen Krallen fährts auf dem Felde kreuz und quer, und wenn des Sämanns Körner fallen, gleich ist es hinterher. Doch nicht ein Körnlein kann es essen, es scharrt sie alle ein. Hieraus nun könnt ihr leicht ermessen: oin Heer von Spatzen kann’s nicht sein. ( 088 a ata) Eingesandt von H. Fehl, Hagen i. W. Scherzfragen Ich habe vier Füße und kann nicht gehen, ich werde nie müde und muß immer stehen, upstx »a) Wie reist man am schnellsten? (apBgpinn 'SP jne J38 uj,j tuap JTW) Lehrer: „Ein halbes Graubrot kostet 33 Pfg. wieviel kostet da ein ganzes — Max?“ Max: „72 Pfg. Herr Lehrer.“ Lehrer: „Wie kommst du auf 72? 33 und 33 ist bekanntlich 66.“ Max: „Ich habe doch die nach' ste Brotverteuerung gleich mitge rechnet.“ * Im G sitzen die Leute gern. Mit K benutzen es die alter. Herrn. Ostereier*Suchen Das Scheunentor Hinter einem Scheunentor gucken viele Zwerge hervor, wollen was zu speisen, wollen was zu beißen. Hinter einem Scheunentor guckt ein rotes Schlänglein hervor, will etwas zu lecken, will etwas zu schlecken. Kennst du dieses Seheunentor? (punw ujaa) Ich gehe alle Tage aus, und bleibe doch zu Haus. Was ist das? (uajO laa) Auf diesem Bilde seht ihr etliche Gegenstände, die die Silbe „Ei“ enthalten. Wer die meisten findet, der schreibt uns. Der kleine Egon braucht mit Vorliebe recht kräftige Worte. Der Vater hat ihm beim letzten Mal zehn Pfennig versprochen, wenn er einen bestimmten Ausdruck nicht wieder von ihm hören würde. Als eine Woche klaglos vergangen war, gab ihm der Vater das Versprochene. „Au, Vater“, sagt Egon, „jetzt weiß ich wieder ein ganz dolles Wort, das lasse ich aber nur für eine Mark weg.“ Klaus und Klärchen / Ein Geburtstagsgeschenk, über das sich Mutter nicht recht freute Frühling wlrd’g nun weit und breit, Baum und Strauch bekommt ein Kleid aus dem schönsten, hellsten Grün. Wer will mit nach draußen zich’n? Klaus und Klärchen sind dabei, frShlich rufen sie Juchhei. Plötzlich fällt dem Klärchen ein? „Geburtstag hat das Mütterleln!“ „Was bringt man der Mutter mit?“ Klaus beschleunigt seinen Schritt- Wenn man keinen Pfennig hat, geht die Sache nicht so glatt. „Weidenkätzchen, sieh, wie fein, Mutter wiird’ sich drüber freu’n", meint das Klärchen, Klaus sagt: „Ja, sicher sind sie dafür da!" Und sie pflücken einen Strauß, „Schöner wär es", sagt der Klaus, „wenn wir etwas zum Gebrauch brächten unsrer Mutter auch." „Ach, das Ist bei uns noch schlecht, sagt Mama, und sie hat recht. Ami, Brite und Franzos’, wären wir die erst mal los — —!" Diesmal bleibt’s noch bei dem Strauß Weidenkätzchen, die zu Haus Mamas Tisch so herrlich zier’n. Doch die tut sich gar genier’n? Bearbeitet nach einer Idee von Hans Günter Brand, Hagen 1. W., Södingstraße 23 Seht, sie freut sich — freut sich nicht, und streichelt dann die Kätzchen schlicht, sagt, daß sie recht selten slnd,- brlch sie deshalb nicht, mein Kind. V =**'' V Ostern 1950 ist Das müßt ihr unbedingt sehen Lotte Pfeifer erzählt westdeutschen Jungen Pionieren über das „Haus der Kinder” in Berlin Unsere Freundin Lotte Pfeifer aus Leipzig, die erst noch vor kurzem das „Haus der Kinder“ in Berlin besuchte, las den Brief der Jungen Pioniere aus Westdeutschland in unserer Zeitung und erzählt in einem Antwortschreiben ganz vortrefflich, was sie dort sah und hörte. Wir drucken deshalb heute ihren Brief ab und hoffen, daß wir recht bald auch die Antwort der Jungen Pioniere aus dem „Haus der Kinder“ in Berlin selbst erhalten. „Meine lieben Jungen Pioniere in Westdeutschland! Mit großem Interesse habe ich Euren Brief an die Jungen Pioniere im ,Haus der Kinder* gelesen und dabei fiel mir mein Besuch dieses wunderschönen Hauses vor nicht allzu langer Zeit ein. Wenn ich an unsere Begeisterung denke, so glaube ich, daß diese bei Euch noch viel, viel größer sein würde und wenn Ihr zum Deutschlandtreffen nach Berlin kommt, müßt Ihr es Euch unbedingt ansehen. Ich will Euch nun mal kurz meine Eindrücke berichten. Also, von dem ,Haus der Kultur der Sowjetunion* wurde ein ehemaliges Gymnasium in Berlin-Lich- tenberg in dieses ,Haus der Kinder* nach dem Muster der Moskauer Kinderpaläste umgewandelt. Mehrere tausend Kinder haben hier die Möglichkeit, kostenlos außerhalb ihrer Schulstunden irgendein Fach zu belegen, für welches sie besondere Fähigkeiten mitbrachten. Wie sieht es nun aus in diesem ,Haus der Kinder 1 ? Auf Treppen und Gängen blitzblankes Linoleum, an den Wänden Bilder und Zeichnungen von Kindern aus Moskau, Baku, Taschkent und selbstverständlich auch aus Berlin, welche ein unerhörtes Können aufweisen. Überall behagliche Sitzgelegenheiten, grüne Pflanzen, alles atmet förmlich Schönheit und Sauberkeit und man ist voller Neugier und Spannung, was die verschiedenen Schulzimmer noch für Überraschungen bringen werden. Es gibt da einen ganz wunderhübschen Raum für diejenigen, welche schon frühzeitig die Schauspielkunst erlernen wollen. Wieder woanders probten kleine Mädel ihr tänzerisches Können. Dann gibt es dort Räume mit den verschiedensten optischen Geräten für eigene Kinovorführungen, für Studien auf dem Gebiete der Biologie: merkwürdige Pflanzen bevölkern ein anderes Zimmer, ein Chor probte gerade seine Lieder, ein Musikzimmer wartete auf die kleinen Musiker. In einer Werkstatt wurden Fahrräder auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt, in einer Tischlerwerkstatt surrten Hobelbänke, in der Schlosserwerkstatt wurde gefeilt und gehämmert, und so mancher von Euch würde hier bestimmt mit tausend Freuden mitarbeiten. Irgendwo anders wurde gerade eine Wandzeitung fertiggestellt — Wandzeitungen waren überhaupt in mannigfacher und origineller Ausgestaltung zu sehen. Ich weiß nicht, ob Ihr Euch darunter überhaupt etwas vorstellen könnt, und ob es das bei Euch gibt. Aber in unseren Schulen legen die einzelnen Klassen ihren ganzen Ehrgeiz auf die Ausgestaltung ihrer Wandzeitung, welche das Tagesgeschehen oder irgendwelche Schulvorkommnisse beleuchtet. Und nun kommt etwas ganz Schönes, nämlich eine wunderbare Bibliothek mit einem Leseraum für die großen und einem solchen für die kleineren Kinder, mit bequemen Sesseln und Sesselchen für die Dreikäsehochs, welche sich in eines der vielen Bilder- und Märchenbücher vergraben wollen. Da konnte man leuchtende Augen und heiße Wangen sehen! Stellt Euch vor: ca. 28 000 Bücher waren damals vorrätig, Bücher aus allen Ländern und diese Bibliothek sollte noch bedeutend erweitert werden. Nun wißt Ihr doch auch, daß es so manche Kinder gibt, die ihre kleinen Geschwister betreuen müssen. Um nun auch ihnen den Besuch zu ermöglichen, gibt es im ,Haus der Kinder* einen wunderhübschen Kindergarten mit winzigen Tischen und Stühlchen, mit vielerlei Spielzeug. Während der größere Bruder oder die Schwester an irgendeinem Unterricht teilnimmt, behütet eine freundliche Kindergärtnerin die kleinen Geschwister, und es wird wohl manchmal Tränen geben, wenn die Kleinen sich von all dem Hübschen trennen müssen. Wie ich hörte, ist auch noch der Einbau einer Sternwarte geplant, wo jedes sich hierfür interessierende Kind mit den Wundem des nächtlichen Sternenhimmels vertraut gemacht wird. An das Haus schließt sich ein großer Park mit einem Sport- IlilÄ piiiil mm M:W. Nein, die suchen keine Ostereier! Bei den paar Pfennigen, die Vater nach Hause bringt, vergißt der Osterhase, welche zu legen, sie spielen mit Murmeln, die sind auch rund, aber hart. Diese drei und alle anderen Jungen und Mädel müssen einer friedlichen und glücklichen Zukunft entgegengehen. Sagt euren Eltern, daß sie immer daran denken sollen und daß sie etwas dafür tun müssen, um euch eine solche Zukunft zu sichern. (Bild: dpa.) (Begegnungen auf- einem Uber Nacht sind Krokus, Tulpen und Kätzchen aufgegangen. Die Bäume blühen. Es ist warm. Keiner mag mehr im Zimmer bleiben. Hans malt draußen. Ännchen denkt: „Die Milch schmeckt im Freien noch mal so gut“. Sie bringt ihrem kleinen Bruder das Fläschchen. Voller Überraschungen ist der Frühling. Jedes Kind kann etwas entdecken. Peter und Liese beobachten die Bienen und den Imker. Grete pflückt lieber Blumen. Sie findet Löwenzahn. Ilse füttert ein Lämm- ^rüklingsspaaiergang chen, und Elfriede schaut, wie der Wind ihre kleinen Windmühlen dreht. Im Frühlingswind flattern Kohlweißlinge und Zitronenfalter. Audi die Wäsche flattert. In der warmen Sonne wird sie schnell weiß und trocken. Jungen wollen immer etwas fangen oder jagen. Fritz kann die Sdimetterlinge nicht kriegen. Karl verscheucht eine Ratte im Wasser. Die Eidechse sieht er nicht. Hat schon jemand die Ostereier gesehen? Nein. Willi findet aber eine Kaninchenfamilie. Er läßt sie in Ruhe. Das ist gut. platz, einer Schwimmhalle und einer Turnhalle an. Nun möchte ich mal den sehen, der hier in diesem ,Haus der Kinder* nicht mittun möchte. Und dies alles verdanken unsere Berliner Kinder der Großzügigkeit der Sowjetunion. Wir hier in unserer Deutschen Demokratischen Republik haben unendlich viel der Sowjetunion zu verdanken. Sie ist uns in vielem Vorbild und sie ist uns vor allem der Freund, der für uns das Bollwerk jenes Friedens bedeutet, dessen die ganze Welt und vor allem auch unser deutsches Vaterland so dringend bedarf. Das Deutschlandtreffen der Jugend zu Pfingsten 1950 wird ein gewaltiges Bekenntnis für die Aufrechterhaltung des Friedens sein. Ich wünsche Euch von ganzem Herzen, daß auch Ihr, meine lieben jungen Freunde, hieran teilnehmen könnt und bei dieser Gelegenheit einmal selbst seht, was bei uns alles für unsere Jugend getan wird. Ich grüße Euch recht, recht herzlich und bin Eure Lotte Pfeifer.“ ö)as Bienenbüblein Das Biencnbüblein Sum — Sum Sum, War in der Schule faul und dumm. Es wollte nicht lesen und wollte nicht schreiben, Drum sollt’ es zu Ostern sitzen bleiben. Da nahm sich der Lehrer den Faulpelz vor Und zog ihm lang sein rechtes Ohr. Wer so faul ist wie du, kann hier auf Erden Niemals etwas Gescheites werden. Das sah Sum — Sum nun freilich ein. Warum sollte auch er grad' der Faulste sein? Schnell klopft er bei Dr. Heinzel- mann an: „Sprich, Doktor, was wird gegen Faulheit getan?“ Als dies der Dr. Heinzeimann vernommen, Ist er flugs aus seinem Pilzhaus gekommen. Er sagt: „Es ist wohl das Allerbest, Ich schreibe dir gleich ein richtig Rezept. Bei Faulheit, daß ist schon stets so gewesen, Soll man täglich die ganze Fibel durchlesen. Und 100 Mal rechnen von eins bis zehn, So wird man bald schon Besserung sehn.“ Sum — Sum lernte stets nun mit großem Fleiß, Und manchmal brannte sein Köpfchen heiß. Doch zum Lohne ward er zu guter Letzt — Ostern ins neue Schuljahr ver- setzt. ' Eingesandt von Margret Gräfe, Herdecke/Ruhr, sonnenstr. 14. 8chinipansenShnlicher Menschenaffe Von dem Leben und der Arbeit früherer Zeiten berichten alte Schriftstücke und Inschriften. Von noch früheren Zeiten aber, als es noch keine Inschriften gab, erfahren wir etwas durch Geräte und Skelettreste, die von Forschem ln verschiedenen Erdschichten gefunden wurden. So ist es denn der Wissenschaft möglich, ein Bild von der geschichtlichen Entwicklung zu geben. Natürlich hat jedes Volk seine eigene Geschichte, aber wir wollen uns im folgenden mit der Hauptrichtung der Entwicklung begnügen. Es gab einmal vor Jahrmillionen schimpansenähnliche Affen, die fast wie Menschen aufrecht gingen und daher auch ihre Jungen zum Gehen erzogen, wie es noch heute der Schimpanse tut. Diese Zwerge — sie waren so groß wie Kinder, die gerade zur Schule kommen — lebten von den Wurzeln und Knollen, die sie im Boden fanden, oder von Früchten und Beeren, auch von Raupen oder sonstigen kleinen Tieren, die sie greifen konnten. Sie zogen familienweise umher und bauten sich für die Nacht aus Ästen und Urwald-Affenmensch vor dem Windschirm Die Entwicklung der Menschheit m/NU-f / Entnommen aus der Kinder = y 6 fl I ali TW a r 15 / Zeitschrift „Die Sdiulpost" Blättern Schutzdächer gegen Wind und Regen. Das alles tun noch heute die Schimpansen und Gorillas im afrikanischen Urwald, die sich aber auch vielfach auf Bäumen aufhalten, um sich vor wilden Tieren zu schützen. Diesen Schutz fanden die damaligen Bodengänger im Feuer, das sie sich aneigneten und bei ihrer täglichen Raststätte dauernd unterhielten. Zogen sie weiter, so nahmen sie ein glimmendes Holzscheit mit, denn noch wußten sie ja nicht, wie man das Feuer erzeugen könnte. Ging es einmal aus, so wanderte man kilometerweit zur Nachbargruppe, um sich das kostbare Hilfsmittel zu besorgen, wie es bei vielen Völkern noch jetzt üblich ist. Das Wildbeutertum Diese ersten Menschen unterschieden sich aber nicht nur im Feuergebrauch von ihren Affenahnen, sondern vor allem auch durch die Herstellung von Werkzeugen. Es war die Arbeit, die Stoppenjtger der Holzzeit den Affen zum Menschen werden ließ. Man mußte das Feuer unterhalten, und man mußte Werkzeuge hersteilen, um den Kampf gegen die Umwelt besser bestehen zu können. Diese gemeinsame Arbeit ist aber nur dann erfolgreich, wenn man sich verständigen kann. Die Arbeit schuf also nicht nur die Kultur, sondern auch die Sprache. Zunächst waren alle Geräte aus Holz, der Suchstode, mit dem man nach den Wurzeln scharrte, die Keule, mit der man Früchte herunterholte oder kleinere Tiere erschlug, und schließlich auch der Speer, mit dem man größere Tiere jagte. So wurden aus den Sammlern allmählich Jäger, die sich nun auch auf die Steppe hinauswagen konnten, um sich die gewünschte Fleischnahrung zu holen. Dort aber fanden sie neue Werkzeuge, Steine, mit denen sie besser schneiden und schaben konnten. Als sie dann lernten, diese Steine zu bearbeiten, indem sie Stücke von ihnen abschlugen, um schärfere Kanten zu erhalten, waren sie schon einen Schritt weitergekommen. Na di dem Material de.3 Werkzeugs nennen wir diese Entwicklungsstufe die Steinzeit. Wir haben aus jener Zeit sehr viele sogenannte Faustkeile ge- SteinzeitUdie Frülimensehen nit Faustkeilen funden, die man nun neben den Holzgeräten gebrauchte. Die Stein- Werkzeuge sind erhalten geblieben, während die Holzwerkzeuge natürlich vermodert sind. Diese Steppenjäger erinnern in ihrer Gestalt noch sehr an Affen, wie wir aus Funden von Java, China, Ostafrika und Europa wissen. Sie lebten vielfach in Höhlen, benutzNeandertaler ten aber auch in Gebieten, wo es keinen natürlichen Schutz gab, den Windschirm. Allmählich führte dis Entwicklung weiter zum Neandertaler (so nennt man ihn nach der Fundstelle), dem wir wahrscheinlich die Entdeckung verdanken, mit aneinandergeriebenen Hölzern Feuer zu erzeugen. Das war wieder ein großer Schritt vorwärts, der aber von der späteren Erfindung der weittragenden Waffen (Fernwaffen), wie Pfeil, Speerschleuder und Harpune noch überboten wurde. Die ersten Femjäger glichen in ihre Gestalt schon dem heutigen Menschen. Sie konnten mit ihren überlegenen Waffen —man gebrauchte jetzt auch Steinsplitter als Speer- und Pfeilspitzen — mehr und besser jagen. Hatten die Menschen ursprünglich die Sterbenden und Toten einfach liegenlassen, ohne sich weiter um sie zu kümmern, so gingen die Neandertaler dazu über, ihre Toten zu begraben. Aus den Felsmalereien der späteren Zeit wissen wir, daß die Femjäger einen Jagdzauber betrieben, weil sie glaubten, dadurch den Jagdertrag erhöhen zu können. Alle diese Menschen nennt man Wildbeuter, weil sie noch keinen Bodenbau kannten, sondern nur wilde Pflanzen und Tiere erbeuteten, indem sie sie sammelten, fingen oder jagten. Det Ufo XUtd dec Uund Es lebte einmal ein Bauer mit seiner Frau. Die hatten einen treuen Hund. Als er noch jung war, bewachte er dem Bauern das Haus, im Alter aber hörte er sogar zu bellen auf. Dem Bauern ward der Hund zur Last. Er nahm einen Strick, schlang ihn dem Hund um den Hals und führte ihn in den Wald. An einer Espe wollte er ihn aufhängen. Da sah er aber bittre Tränen aus des Hundes Augen fließen, und er tat ihm leid. Er ließ den Hund laufen und ging nach Hause. Der Hund blieb im Wald, legte sich hungrig unter einen Baum und verwünschte sein trauriges Los. Da kommt ein Bär daher: „Was hast du dich hier hingelegt, Hund?“ „Mein Herr hat mich fortgejagt.“ „So, und wie ist es denn sonst um dich bestellt? Hast du Hunger?“ „Na, und ob!“ „So komm mal mit mir, ich will dir was zu fressen schaffen.“ Sie liefen miteinander los. Da kommt ihnen ein Fohlen entgegen. Der Bär sprang das Fohlen an — das Fohlen stürzte. Der Bär zerriß es und sprach zu dem Hund: „Hier, friß soviel du Lust hast, und wenn es alle ist, komm wieder zu mir.“ Der Hund hatte gute Tage. Als er alles aufgefressen hatte und wieder Hunger verspürte, lief er zum Äaren. „Na, wie steht es, Bruder, hast du das Fohlen verzehrt?“ „Hab’ es aufgefressen und muß nun wieder hungern.“ „Warum denn hungern! Weißt du, wo eure Weiber Korn schneiden?“ „Ja, das weiß ich.“ „Gut, dann komm. Ich werde deine Herrin beschleichen, ihr Kind greifen und es wegschleppen. Du aber jagst mir nach, und wenn du mir das Kind abgenommen hast, bringst du es der Mutter zurück. Für diese Tat wird sie dich wieder füttern wie zuvor.“ Der Bär also kommt aufs Feld, wo die Weiber das Korn schneiden, und greift ein Kind. Das Kind schreit, die Weiber stürzen dem Bären nach, sie laufen und laufen, können aber den Bären nicht einholen und kehren unverrichteter Sache wieder um. Die Mutter weint, die anderen Weiber bedauern sie. Da kommt doch, weiß nicht woher, der Hund daher! Er jagt dem Bären das Kind ab und bringt es wieder zurück. „Seht nur“, schrien die Weiber, „der Hund hat dem Bären das Kind abgejagt’.“ Die Freude der Mutter war grenzenlos. „Ich werde“, so sagte sie, „diesen Hund niemals im Stich lassen!“ Sie brachte den Hund mit heim, goß ihm Milch in eine Schüssel und brockte ihm Brot hinein. „Hier, friß erst mal!“ Zu ihrem Manne aber sagte sie: „Hier, Männchen, diesen Hund müssen wir pflegen und füttern: er hat dem Bären unser Kind abgejagt!“ Der Hund hatte sich erholt, sich ordentlich herausgemacht. — Er hatte ja jetzt ein schlaues Leben. Auch war er des Bären bester Freund. „Guten Tag, Hund! Na, wie geht’s, wie steht’s — bist du gut aufgehoben?“ „Gott sei gelobt“, antwortete der Hund, „ein Leben wie im Paradies! Aber, was könnte ich dir nur anbieten? Komm ins Haus, meine Leute sind schon angeheitert, werden nichts merken. So-, wie du aber ins Haus trittst, schlüpf schnell unter den Ofen. Ich will dann sehen, was zu bekommen ist — womit ich dich bewirten kann ....“ Gesagt — getan. Der Bär schlüpft ins Haus — unter den Ofen. Der Hund sieht, daß seine Leute und die Gäste schon gehörig angeheitert sind, und er schleppt für seinen Freund vom Tisch herunter, was er nur greifen kann! Der Bär trank ein Gläschen, trank ein zweites — es stieg ihm tüchtig zu Kopfe. Die Gäste begannen zu singen, und auch der Bär stimmte sein eigenes Liedchen an. Der Hund beschwichtigte ihn: „Sing nicht, es könnte ein Unglück geben.“ Doch Meister Petz war nicht mehr zu halten, immer lauter wurde sein Lied. Die Gäste hörten das Brummen unter dem Ofen, holten sich Pfähle und schlugen damit auf den Bären los. Mit vieler Mühe nur gelang es ihm, zu entkommen. Und so etwas nennt man dann — zu Besuch gehen! J. Das Züchtertum Gewaltig war dann der Fortschritt, als man dazu überging, die ersten Pflanzen — zumeist Knollen und Bananen — anzubauen und Tiere zu züchten, zu- Fcrnjgfer erst kleinere, dann mittlere und schließlich auch größere, wie Rinder und Pferde. Die ersten Pflanzer lebten vor etwa 10 000 bis 20 000 Jahren in Südasien. Sie benutzten den ehemaligen Suchstock als Pflanzstock, mit dem sie Löcher in den Boden machten, um Knollen, Setzlinge oder Körner hineinzutun. Die Hauptlast der Wirtschaft trug die Frau und Mutter. Sie bebaute den Boden, fertigte Töpfe, flocht Körbe, webte, kochte und sorgte in sonstigen Dingen für die Familie. Sie stand daher im Mittelpunkt der Gesellschaft. Der Mann heiratete in die Familie der Frau, und die Kinder erbten von der Mutter. Es herrschte das Mutterrecht. Ganz entsprechend waren auch die geistigen Vorstellungen. Man glaubte an eine Gottmutter, und statt des Jagdzaubers der Fernjäger gab es nun einen Fruchtbarkeitszauber. Die angebauten Pflanzen sollten möglichst viele Früchte tragen, damit keine Not herrschte. Der Zauber diente also in erster Linie dem Kampf gegen den Hunger. Bei den Hirtennomaden sorgte im Gegensatz hierzu der Mann für den Hauptteil der Nahrung und sonstiger Verbrauchsgüter. Familienoberhaupt war jetzt der Vater. Man glaubte nicht mehr an eine Gottmutter, sondern an einen Gottvater. Das Mutterrecht war durch das Vaterrecht ersetzt. Später wurde aus dem Pflanzstock der Grabstock und schließlich der Furchenstock, mit dem man — wie der Name schon sagt — Furchen herstellte. Aus dem Furchenstock entwickelte sich dann der Pflug. T6pferin Die Klassengesellschaft Hatte der Wildbeuter bis auf wenige persönliche Gegenstände noch kein größeres Eigentum, so häufte sich jetzt allmählich der Besitz in den Händen einzelner. Dadurch gab es Neid, Raub und Totschlag. Der Boden blieb aber auch weiterhin in Gemeinbesitz. Erst als das Privateigentum an Herden und größeren Landgebieten aufkam, spaltete sich die Menschheit in Klassen. Es gab nun Reiche und Arme, Herrschende und Unterdrückte, Ausbeuter und Ausgebeutete. Habgier, Kriege und Elend waren die Folge. Die Machthaber suchten ihr Eigentum zu schützen, indem sie sich Beamte und Krieger hielten, aber auch Priester, die in diesem Sinne predigten, denn nur, wenn die neue „Ordnung“ gottgewollt erschien, wurde sie von den Besitzlosen ohne Revolten ertragen. Man vertröstete sie auf ein Leben im Jenseits, wo sie es einmal besser haben sollten, und man redete ihnen ein, daß es niemals möglich sein werde, aus eigener Kraft menschenwürdigere Zustände auf Erden zu schaffen. Wir wissen heute, daß die herrschenden Klassen in den kapita- Fischer listischen Ländern nicht die Wahrheit sagen. Sie beuten die Massen aus, und eie führen Kriege, um ihren Reichtum ins Unermeßliche Hirt Pflügender Bauer zu steigern. Das war nicht immer so, wie wir aus der Menschheitsgeschichte wissen. Jahrhunderttausende hindurch gab es. keine Klassen, keinen Staat, keine Ausbeutung. Die Menschen waren gleichberechtigt und arbeiteten gemeinsam im Kampf um ein besseres Leben. Das wird auch bei uns in höherer Form wieder so sein, wenn wir erst gelernt haben, unser Dasein selbst zu gestalten, wenn wir die Wirklichkeit erkennen und danach handeln. Wir müssen wohlüberlegt und planvoll an die Arbeit gehen, müssen alles tun, um den Krieg zu vermeiden, durch den die Ausbeuter den friedlichen Aufbau stören wollen. Nur dann wird es für jeden möglich sein, einen Beruf zu haben, der ihm Freude macht, und ein Leben zu führen, das ihm alles bietet. fflodUt AftcUcscH-Hexä Martin Andersen-Nexö, der dänische Dichter, dessen Bücher ihr später lesen werdet, war auch in seiner Kindheit als Hirtenjunge tätig, um sein Brot selber zu verdienen. Sein Vater arbeitete in einem Steinbruch, der einem reichen Besitzer gehörte, und bekam nur kargen Lohn für schwere Arbeit. Eines Tages hörte Martin, wie der Vater zur Mutter sagte: „Bei den vielen Kindern, die wir ernähren müssen, kann das bißchen Geld nicht ausreichen." Diese Worte trafen den Jungen tief ins Herz. Da die Not im Hause immer größer wurde, ging er eines Tages auf eigene Faust zu einem Bauern und fragte, ob er einen Hütejungen gebrauchen könnte. Die große Viehherde, die ihm anvertraut wurde, machte ihm beim Hüten viel Sorgen und Kummer. Aber der Bauer hatte ihm für den Sommer 15 Kronen, Kost und Wohnung Angeboten. Das war nur wenig Geld, und doch 9aß zu Hause einer weniger am Tisch, und die 15 Kronen konnte er seiner Mutter bringen. Frühmorgens um 5 Uhr zog er schon mit der großen Herde los. Er nahm für sich einen Eßkorb mit und einen Eimer mit Wasser, um auf wasserarmen Weiden das Vieh zu tränken. Martin Andersen-Nexö hat in seinem Buch „Meine Kindheit“ ausführlich über seine Hirtenzeit berichtet. Vielleicht habt ihr einmal die Gelegenheit, dieses schöne Buch zu lesen. Die j&CtitU lUsit C$clt erzf-rayen Wohin gehst du, wenn du dreizehn Jahre alt bist? CH SB? U[) Wo liegt der Hase am wärmsten? (auuBja Jap ui) Wo steht der Trompeter, wenn er bläßt? (ajaducoix Jap jsjujh) Wo sitzt man, wenn man in die Schule geht? (iqs3 ubui '}ipiu izps ubw) Wer kann höher Springer als der Kölner Dom? (uaSuiids }ipju ies uubji uioa jautpu jaa) Eingesandt von Hans-Günter Brand, Hagen I. W., Södingstraße 23 2)er ^rültlincj Frühling, o Frühling komm doch bald, Mach wieder einen grünen Wald, Dann singen auch die Vöglein wieder Ihre lustigen, frohen Linder. Wenn dann am Morgen die Sonne aufgeht . Und sie dann strahlend am Himmel steht, Dann werden die ersten Blümlein sprießen Auf den grünen, saftigen Wiesen. Und wenn ich dann ein Sträußchen binde, Mir davon ein Kränzchen winde, Dann jubel und sing ich trara — trara Der Frühling, der Frühling ist wieder da! Eingesandt von Ingrid Baier. 10 Jahre, Oberkirch/Baden, Obere Grendelstraße 1. ty&uß>fest §u t)«s selten? Die Scholle nimmt beim Schwimmen in früher Jugend eine andere Haltung ein als später. Gleich nach dem Schlüpfen aus dem Ei schwimmt sie wie die Mehrzahl aller Fische, mit der Rückenkante nach oben. Auch ihre Augen haben dann noch die bei anderen Fischen übliche Stellung, auf jeder Kopfseite befindet sich eins. Ist die Scholle 30 Tage alt geworden, so beginnt ihr linkes Auge zu wandern. Es rückt allmählich nach oben, über die Oberkante des Kopfes hinweg und auf der rechten Kopfseite wieder ein Stück herunter. Bei der 45 Tage alten Scholle liegen beide Augen auf der rechten Seite des Kopfes. Mit der Wanderung des linken Auge3 beginnt sie auch ihre Haltung beim Schwimmen zu ändern. Ist das linke Auge vollständig auf die rechte Seite gerückt, so schwimmt die Scholle nur noch waagerecht, daß heißt, mit beiden Augen nach oben. * Kokain wird aus den Blättern des südamerikanischen Kokastrauches gewonnen. In kleinen Gaben regt es die Gehimtätigkeit an. In größeren setzt es sie herab. In der Medizin dient es vor allem zur örtlichen Betäubung von Schleimhäuten. Ihr lieben Leute laßt euch sagen die Uhr hat noch nicht 12 geschlagen; nehmt die ausgestreckte Hand entgegen, die vom Osten kam, sie bringt uns Segen! Eingesandt von G. Rogmann, Kleve, Karlsplatz 9 * Der kleine Hans ist mit seinen Eltern am Meer und soll ins Wasser. Zum ersten Mal! Ein kleines Stück geht er hinein, dann kehrt er um und mag nicht mehr. „Ausgeschlossen! Ich weiß jetzt wie es bis an die Knie tut, das übrige kann ich mir denken.“ * In der Schule hält der Lehrer Moralunterricht. „In eurem Beruf müßt ihr alles, was ihr tut, so tun, daß jeder euch immer beobachten kann. Nichts braucht das Licht des Tages zu scheuen.“ „Das geht bei mir nicht“, meldet sich der kleine Moritz. „Warum nicht?“ „Ich werde Photograph!“ 'jfHte s isi krank Papa, mein Stühlchen das trauert gar sehr, mein liebes Stühlchen hat keine Beine mehr. Papa, mein Tischchen ist schief und krumm. Will ich es stellen, dann fällt es immer wieder um. Papa, und sieh doch! Ach, alles ist krank: Das Stühlchen, das Tischchen, das Schränkchen und die Bank. Pape, du mußt es mir machen zurecht, sonst geht’s meinem Hausrat noch ganz entsetzlich schlecht. Eingesandt von Christel Fehr, Hagen i. W., Schwerter Str. »g_. , Von Alice Langer' Mc Xut im Frühjahr und Sommer Schach- und Rätselecke Ein Kunstgriff zur Umwandlung eines Freibauern k Mit dem Frühjahr tauchen die kleinen Gebilde aus Stroh, Filz, Borde, Spitze und Schleier wieder auf. Welche Frau hat da nicht den Wunsch, solch ein neues Hütchen zu tragen? Vielleicht haben wir noch einen Hut, dessen Material durchaus brauchbar ist, der aber nicht mehr gut aussieht. Sind Sie sehr geschickt, können Sie die - Umänderung selbst vornehmen. Oder gehen Sie zu Ihrer Putzmacherin. Es ist erstaunlich, was fachkundige Hände aus solch einem kaum -noch hutähnlichen Etwas schaffen können. „Modem ist, was gefällt“, kann man mit Recht von der diesjährigen Hutmode sagen. Alle Formen werden getragen. Neben dem kleinen Käppchen in Holländerform behauptet, sich der große breitrandige Florentiner Leicht und angenehm zu tragen ist itn Sommer der Hut aus Exotenstroh. Vielfach wird auch Stroh mit Filz in einer anderen oder der gleichen Farbe kombiniert. Praktisch sind Hüte, die auf verschiedene Art getragen werden können. In unserer Zeichnung zeigen wir als erstes solch einen Hut. Ueber ein glatt um den Kopf geschlungenes Tuch wird ein breiter, aus spitzenähnlicher Strohborde gearbeiteter Rand nacji hinten aufgesetzt. Spanisch kommt uns das Modell vor, wenn der Rand sehr schräg aufgesetzt wird. Rechts in der Ecke haben wir einen kombinierten Hut. Ueber einen Rand aus Stroh wird zipfelmützenähnlich ein Filzkopf gezogen. Duftige Schleier ganzeren den Hinterkopf. ' Hum schlichten Kostüm oder Sportmantel trägt man nach wie vor noch gern die Baskenmütze, aus dickeflf Flausch oder Filz gearbeitet. Nun noch ein niedliches Hütchen aus Stroh. Seitlich des runden Rändchens ist eine große Schlaufe angebracht, die wiederum mit den heute so beliebten dicken Traubendolden garniert wird. v - Gustl - Gespräch mit einem summen Bein Ja, ja. Da stehst du in der Ecke, du gutes Bein, bist blank lackiert, hast silberfunkelnde Gelenke und siehst fast schöner aus als ein richtiges Bein. Aber das ist nun nicht mehr da. Dich muß man anschnallen, und dann quitsdjst du, und dann drückst du auf den Tür den Stumpf. — Das war damals einfacher und unkomplizierter mit dem richtigen Bein. ' Aber das ist ja nicht mehr da. Das liegt weit, weit weg bei Pjatigorsk im Kaukasus. Auf keiner Fotographie von früher bist du zu sehen, wie sehr ich jetzt gerade auf dich achte. Nur auf einem Kinderbild. Da stehe ich wie ein kleiner Offizier. Und der Blechsäbel schlabbert um dich herum. Ich weiß noch genau, wie das war. Du bist damals oft über den komischen Säbel gestolpert. So, als wolltest du mich warnen. Wir einfältigen Menschen messen gern unser Leben nach den Schmerzen, die wir überstanden haben. So weiß ich von dir über viele Jahre hinweg nichts mehr, weil du gesund warst. Doch dann wurdest du wieder einmal lästig. Ich weiß genau, daß du es warst und nicht das andere Bein, weil ich mich erinnere, auf welcher Seite des Bettes ich dich hinaushalten mußte wegen der Umschläge. Das war eine kleine dumme Geschichte. Kaum des Erzählens wert War damals in der SA. Machte meinen ersten Gewaltmarsch. Ist mir sehr zu Herzen gegangen, von wegen „Ehre“ und „Mannestum“ und so. — Das Blut ist mir dabei durch die Stiefelnähte gequollen. Darauf bekam ich Blutvergiftung und Fieber. Aber die „Mannestugend“ war mein, eigentlich dir, meinem Bein. Wenig später nur, es war beim Arbeitsdienst, da standen wir angetreten zur Besichtigung: du und ich. Keiner hat sich gerührt, keiner gemuckst. Von ganz oben hter ist so ein kleiner „lieber Gott“ die Front abgeschritten. Ich stand unten. Aber wo ich stand, fiel ein Fahnenmast um. Der schlug auf dich. Ich bin sicher, daß du es warst, mein Bein. Du wurdest gequetscht, und ich mußte später lange Zeit mit Schienen einherhumpeln. Damals aber, damals rührten wir uns nicht. Das ganze Kommando hätten wir Verschissen gehabt, wenn wir uns im Glied gerührt hätten. Du und ich. Nein, nein, wir blieben stehen. Das war „eisern“, ich war ein „Kerl“ und darauf waren wir stolz, wir beide- Und dann kam, was kommen mußte, altes Bein. Konntest ja auch nicht das Maul aufmachen. Und dein bedeutungsvolles Schweigen habe\ich nie richtig verstanden. Bis es zu spät- war. Bis dich die Hunde fraßen, und dein Pappkamerad aus lackiertem Sperrholz und silberglitzemden Scharnieren deine Stelle bei mir eingenommen hat. Jetzt erst weiß ich, was du mir das ganze Leben hindurch hast sagen wollen: „Emil, denk daran, wie schnell du mich lossein kannst. Ein kleiner Schuß, und weg bin ich für immer. Und noch ein kleiner Schuß und weg bist du selbst, Emil. Was willst du nur in Rußland, Emil? Hat dir einer was getan, daß du in den Kaukasus marschieren mußt? Hast du denn jemals Nutzen gehabt, überall da, wo es Säbel gab und Antreten und Marschieren und Schießen? War das denn für dich, Emil?“ Dann seh ich heute vor mich hin, wenn ich da dran denke, und sag zu dir und zu deinen Pappkameraden: „Kannst ganz ruhig sein. Krieg? Niemals mehr. Nicht für mich, sondern für meinen kleinen Jungen, und für alle kleinen Jungen, für meine Frau und für alle Frauen, für alle, die noch gesunde Beine haben. Und du kannst dich darauf verlassen, altes Bein, den Frieden, den werden wir erzwingen gegen alle jene, die heute wieder von Säbeln träumen, vom Krieg sprechen und das neue Schießen vorbereiten. Wirlassen’s nicht mehr drauf ankommen!“ Das Osterwasser Dieses Jahr soll Ostern recht zünftig ge- der Heiner den Arm um Isoldes Schulter, als die Isolde nickt, greift er eins, flink drei, feiert werden, mit allen Gebräuchen und und die läßt es sich auch ganz brav gefal- ihren Krug, läuft zum Brunnen, füllt ihn Sitten, wie vor ... zig Jahren; so hat es sich len. Schließlich fällt dem Heiner ein, was er bis zum Rand mit eisigem Wasser und ist das junge Volk im Dorf vorgenommen, eigentlich am frühen Morgen wollte, und da für kurze Zeit verschwunden. Ehe aber der Wenn es nach Feierabend beisammensitzt holt er sein Fl'äschlein hervor und besprengt Mewes-Karl noch fluchend seinen nassen und berät, findet sich wohl auch von den die Isolde so recht schön, daß sie besser als Kopf zum Fenster herausstreckt, um nach älteren der eine oder andere ein um aus tausend Rosen duftete. dem Missetäter zu sehen, der ihn aus süßem früheren Zeiten zu erzählen Daß’ man ge- »Ich muß Dich doch besprengen, auch wenn Schlummer gerissen hat, da ist der Heiner meinsam zum Ostertanz geht steht schon ich nicht zu Dir in die Kammer konnte“, schon wieder bei seiner Isolde und küßt sie fest. Nur die Isolde äußert sich nicht dazu sagt er, und Isolde bekommt einen kleinen so recht nach Herzenslust, obwohl der Heiner so sehnsüchtige Augen Schluckauf, so muß sie lachen. „Heinerle, Und wenn sich die Isolde gewundert hat, macht und nur zu gern wissen möchte wo du wolltest zu mir in die Kammer kommen, woher der Heiner so gut den Weg in ihre er sie treffen kann Die Isolde aber sieht heute morgen?“ und dann muß sie wieder Kammer wußte, dann wunderte sich der Me- seine fragenden Blicke gar nicht weil sie lachen - „In die Kammer? Aber da schläft wes-Karl und seine Frieda beim Ostertanz gerade überlegt, wie sie unbemerkt vor Son- dock der Va ter!“ noch viel mehr darüber, daß sich diä Kinder nenaufgang aus dem Hause kommt Sie ” Der Vater?“ fragt der Heiner, „so über so schnell einig wurden, obwohl aus dem möchte sich frisch fließendes Osterwasser den Ho£ von hinten rein ins Haus, wo die Stiepen und Besprengen am Morgen nichts holen; dänn der Vater hat erzählt, daß man Tür klemmt > da schläft dein Vater?“ Und geworden war. davon im kommenden Jahr schön werden • soll, wenn man sich damit wäscht. Und sie wüßte schon jemand, denfsie gefallen möchte. Und nun guckt sie doch zum Heiner hinüber und wird feuerrot, als sich ihrd Blicke treffen. Es ist nur gut, daß ihr Vater, tler Mewes-Karl, gerade wieder ein paar Schwänke aus seiner Jugendzeit zum besten gibt; daher achtet keiner auf die beiden. Ja, also der Mewes-Karl, der erzählt gerade, wie sich in manchen Gegenden die jungen Burschen Parfüm oder frisches Wasser, je nach ihrem Geldbeutel, besorgen und damit die jungen Frauen und Mädchen am Ostermorgen bespreufen. Die Mädels schließen, schon am Vorabend des Osterfestes ihre Kammern nicht ab, da jede beim Kirchgang recht schön duften möchte, um so vor den anderen zu prahlen, wieviele Burschen bei ihr in der Kammer waren. „Na“, sagt der Karl zu den Jungen, „wenn ihr Ostern richtig feiern wollt, dann besorgt euch man beizeiten Stiepruten und gutes Riechwasser. Die Ruten für die schlechten und das Riechwasser für die guten Mädchen.“ Die Mädchen kreischen schon jetzt, die Burschen aber überlegen im geheimen, wen sie mit ihrem Besuch beehren wollen. Auf dem Nachhauseweg kommt der Mewes-Karl nicht ganz zufällig neben Heiner zu gehen, der vergebens nach Isolde Ausschau hält ,die mit den anderen Mädchen vorgelaufen ist. Karl aber ist noch bei dem Erzählten von vorhin. In die Kammer der Isolde wird ja niemand finden, erzählt er dem aufhorchenden Heiner, da müßte man über den Hof und von hinten ins Haus , gehen. Außerdem klemr^t die Tür, so daß den nlckt I eickt fallen, man immer glaubt, die sei verschlossen. Das LÖSU ng zur Aufgabe Nr. 39: wäre sie aber gar nicht. Man braucht sie nur ein bissei anzuheben, dann quietscht sie nicht einmal. Ihm, dem Heiner, meint der Mewes-Karl schfflnheilig, könne er es ja im Vertrauen erzählen, er werde ja solchen Mumpitz sicherlich nicht mitmachen. Und dann läßt er den Heiner stehen: der aber klimpert in der Tasche vergnügt mit dem Geld. Gleich morgen früh wird er zum Krämer gehen und das feirftte Parfüm für die Isolde kaufen. Isolde ahnt von ihrem Glück nichts, und als der Vater am Abend vor Ostern sagt, sie solle doch bei der Mutter drunten schlafen* damit sie bei ihrem Gang nach Osterwasser nicht die ganze Familie wecke, da ist sie gleich einverstanden. Der Mewes-Karl aber zieht mit seinem Bettzeug schmunzelnd hinauf in die Kammer von Isolde und freut sich bereits auf das verdutzte Gesicht des Heiner, wenn er statt des rosigen Gesichts der Isolde seinen, Karls Schnaujbart, in den Kissen entdeckt. Isolde aber macht sich schon lange vor Sonnenaufgang mit einem Koog zum Wasserschöpfen auf den Weg. Das ganze Dorf schläft noch, selbst der Hofhund knurrt nur im Traum, ohne Laut zu geben. Als sie aber um die Hausecke biegt, läuft sie dem Heiner direkt in die Arme, der aus unersichtlichen Gründen seine Schuhe in der Hand hält und auf Socken durch die-Gegend schleicht. \ „Heiner, Du?“ ruft sie erschrocken. „Isolde, Du?“ Und weil man nun mal kein Wort sprechen darf, wenn das Osterwasser wirklich schön machen soll, nun aber der Zauber schon verflogen ist, gehen die beiden ein Stück miteinander spazieren. -Und da es in der Morgenfrische noch etwas kühl ist, legt ' Endspiel von L. van Vliet Weiß zieht und gewinnt Kontrollstellung: Weiß:, Ka 8 , Dbl, Bb7 (3) Schwarz: Ka 6 , Dc 6 (2) Die Lösung dürfte unseren Schachfreun- Unser Kreuzworträtsel Waagerecht: 1. zerbrechlicher Gegenstand, 5. (lat.) auf die Sterne bezüglich, 10. steht vor dem Rathaus zu Bremen, 11. Speisefisch, (Mehrz.) 12. linker Nebenfluß der Rhone, 13. Jüngling, 14. Kurzform für Budapest, auch sehr gefährliche Infektionskrankheit, 15. Pferderasse, 16. (lat.) Erde, 19. Tal in Vorderindien, 23. Vorsitzender einer Fakultät, 25. akademischer Titel, 27. Nachtvogel, 29. Ruf bei Gefahr, 20. europäische Hauptstadt, 31. Gewichtseinheit, 32. Enge, 33. Stadt in der Nähe von Rom, 34. Stadt an der Südgrenze der Niederlande. Senkrecht: 1. Erkältungserscheinung, 2. Lotterieanteilscheine, 3. südfranzösische Stadt (nur vier Buchstaben), 4. Teil der Bevölkerung von Turan, 5. Abkzg. für außer Dienst, 6 . Gebirgszug im Norden Finnlands, 7. niedersächsischer Dichter, gestorben, 8 . deutscher Filmschauspieler, 9. ob Ihre Geldbörse auch oft so ist?, 13. Gegenteil von ge- sundj_15. Stadt an der Mosel, 17. Stadt in Polen, 18. wurde zuerst in der Galle gefunden, 20. ein schöner Beruf, (i=j), 21. linker Nebenfluß der Weser, 22. Stufenleiter, 24. bekannter Meisterläufer, 25. Stadt in Südafrika, 26. Futterkrippe, 28. (französisch) metalldurchwirkte Stoffe. Auflösung unseres letzten Rätsels Waagerecht: 1. Tauber, 4. Zagreb, 9. Ebene, 11. Geier, 13. Salzkammergut, 14. Arie, 19. 1. Kh3 (räumt dem Läufer das Feld) Hlio, 21. Daumier, 22. Elsaß, 23. Rosine, 24. Sxf2+ Ruthene. Senkrecht: 1. Thessalien, 2. Behz, 3. Edeka, 2. Kh4 S beliebig 5 . Angel] 6 Gier, 7i ßerthollet, 8 . Emma, 10. 3. Sc7 öder 1. ... Sg3, 2. Lh2 S bei., Elli, 12. Igel, 15. Rolle, 16. Edgar, 17. Kunst, 3. Sb 6 18. Miere, 19. Krise, 20. Ilona. n 2 3 4 ES 5 6 i * (r £ 13 11 ! 12 h I I l ■ I ■m . iS ! 1? LMI Kkl _J , I 18 m 19 l 2o tr. 21 25 22 23 Vt- *>. 4x 26 r. 2* 19 29 - 3o 3i 32 u 4*t 3* «!! 14. Fortsetzung Die Reaktion ist jetzt zum Angriff übergegangen. Ich war in Amerika zur Zeit der grandiosen Streiks, die das Land erschütterten; es streikten Bergarbeiter und Eisenbahner. Die Reaktionäre hetzten die Farmer auf die Arbeiter. Im Jahre 1932 war die Streikfreiheit verkündet worden. Im Jahre 1946 schafften die Reaktionäre in ihrer Angst diese Freiheiten wieder ab. Ich glaube trotzdem nicht, daß der Sieg des Bösen lange währen wird. Es ist wahr, daß der Durchschnittsamerikaner über keine politische Reife verfügt. Als hinter seinem Rücken diejenigen, die das Ruder führen, den Kurs des Staatsschiffes gewechselt haben, merkte er es nicht; er glaubte in seiner Naivität, daß die Reaktionäre im Geist Roo- sevelts Weiterarbeiten. Er kennt Europa nicht, seine Welt ist durch zwei Ozeane begrenzt. Der Durchschnittsamerikaner ist naiv, er hält sich für den Verfechter der Demokratie, für den friedliebendsten und gebildetsten Menschen und dazu für einen guten Christen und Moralisten. Er glaubt, daß in der Hand des Amerikaners sogar die Atombombe zu einem Olivenzweig wird. Ater trotzdem hat auch ein Durchschnittsamerikaner einen gesunden Verstand und ein Herz. Er ist nicht immer gut erzogen worden, er ist mit Rassevorurteilen vergiftet, und er vergöttert den Papierdollar, auch wenn er in der Kirche hört, wie der Pastor den Kult am Goldenen Kalb verurteilt. Vielleicht ist der Durchschnittsamerikaner zu selbstbewußt, aber er ist kein böser und auch kein dummer Mensch. * Er will den Krieg nicht. Jetzt ist das Land reich, besonders wenn man es mit dem durch den Krieg ruinierten Europa vergleicht. Mit allen Kräften arbeiten die Werke in Detroit und können doch nicht alle Aufträge erfüllen. Die Menschen lassen sich für Kühlschränke, Staubsauger und Radioempfänger vormerken. Die Amerikaner haben das Feuer des Krieges nicht kennengelernt, und das. was für den Europäer kleine Unbequemlichkeiten sind, scheinen ihnen große Entbehrungen: „Wenig Butter — ... statt Beefsteak wieder Huhn . . . eine Schlange nach Nylonstrümpfen ... es ist kein weißes Hemd zu kaufen, nur farbige .. .“ Die Demobilisierten sind zurückgekehrt und suchen wieder einen Platz im Leben; sie fahren von einem Staate in den anderen, wechseln Städte und Berufe. Immer wieder brechen Streiks aus, die Preise steigen; die einen haben zu viel Geld, die anderen zu wenig. Die Luxusläden sind voller Käufer. Die bescheidenen Läden sind leer geworden. Es ist leichter, ein Paar Schuhe für dreißig als für drei Dollar zu verkaufen. Das Land erinnert an eine neubezogene Wohnung oder an den Anfang eines Schuljahres. Die Menschen denken mit Vergnügen an den morgigen Tag, der gestrige ist längst vergessen, und sie ziehen vor, an den übermorgigen nicht zu denken. Wenn ihnen ab und zu einmal der Gedanke an eine unabwendbare Krise, an Arbeitslosigkeit kommt, dann vertreibt der Mensch sie — er will eine Stunde oder ein Jahr vor der Katastrophe keinen Verdruß haben. Viele Amerikaner haben nicht nur einmal den Uebergang von der Armut zum Reichtum und vom Reichtum zur Armut miterlebt, sie haben sich einen originellen Fatalismus angeeignet, sie leben, wie es kommt, Roosevelt gab allem, was gut ist in den Herzen der Millionen Durchschnittsamerikaner, ihrer Herzlichkeit, ihrer Moral und ihrem Verlangen nach Frieden Ausdruck. Er war ein großer Staatsmann, er entsprach den Ausmaßen des Landes. Als er ging, fühlte sich der Durchschnittsamerikaner mit Recht verlassen. Kleine Politikastei- erwachten zu neuem Leben. In den Zeitungen tauchten Artikel von einem „Dritten Weltkrieg“auf. Dem Durchschnittsamerikaner wurde es ungemütlich. Empört über die Verwirrung unter den Demokraten, stimmt er für die Republikaner, obwohl er den Demokraten vorwarf, daß sie den Republikanern gleichen. Ich wiederhole: in der Politik ist er ein Kind, aber er hat auch kei» große Auswahl. Und doch ist es sinnlos %u glauben, daß der Durchschnittsamerikaner nicht fähig sei, zu denken und zu fühlen. Seine Vertrauensseligkeit hat Grenzen. Er kann wohl für geschickte Demagogen stimmen, die von einem „Präventivkrieg“ schreien, aber ihn so ohne weiteres zum Kriege zu zwingen, das wird schwieriger sein ... v Um Roosevet waren nicht nur ehrliche, sondern auch denkende Männer, die in der Lage waren, den Gang der Geschichte zu verstehen. Durch dunkle Machenschaften haben die Truste diese Männer aus der Regierung entfernt. Ich habe mich lange mit dem ehemaligen Vizepräsidenten der USA, Henry Wallace, unterhalten. Er ist ein guter amerikanischer Farmer, schlicht und edel. In seiner Freizeit arbeitet er in seinem Gemüsegarten, Er ist weit in der Welt herumgekommen, kennt die spanische Sprache, versteht russisch, sein Horizont ist weit. Die antisowjetische Kampagne erscheint ihm amoralisch und dumm, denn er kennt die Interessen des Durchschnittsamerikaners. Henry Wallace steht nicht allein — zu ihm halten die Freunde und die Mitarbeiter Roosevelts, und mit ihm sind derartige Staatsmänner wie der ehemalige Gesandte DeWes, der Senator Pepper und andere. Die Spreu scheidet sich langsam vom Weizen. Zu den Meetings, bei denen fortschrittliche Männer auftreten, kommen Zehntausende von Menschen. Die Arbeiter Amerikas beginnen über ihre geschichtliche Mission nachzudenken, die Gewerkschaften, die von fortschrittlien Männern geführt werden,erstarken; das Zeitalter der Demagogen und M>enteurer nähert sich seinem Ende. Amerika wächst — ich spreche jetzt nicht von seinen Wolkenkratzern, sondern von dem Bewußtsein seiner Menschen/ Mit jedem Jahr steigt die Zahl jener Menschen, die etwas nebelhaft „fortschrittliche Menschen“ genannt werden. Rie fordern Menschenrechte für die Neger, 'geißeln Vorurteile, Scjjeinheiligkeit, Beschränktheit, sie verurteilen die Unterstützung Francos, sie wollen den Faschismus in Deutschland wie auch außerhalb seiner Grenzen ausrotten und sie interessieren sich leidenschaftlich für die Kultur des Sowjetvolkes. Natürlich sind diese Menschen in der Minderheit, aber es ist eine Minderheit, die denkt, kämpft, und die Wahrheit sucht. Bliese Menschen sehen die Rettung Amerikas nicht darin, daß Rußland weniger Kochtöpfe haben soll, sondern darin daß jeder Amerikaner außer seinen Kochtöpfen tiefe Gedanken und echte Gefühle haben wird. ) ( Der Appell an die Christen der Welt Die nachfolgende Erklärung, die die auf dem Weltfriedens - Kongreß versammelten Geistlichen der kollektiven Sicherheit einzutreten und aller christlichen Konfessionen von der Tribüne des Kongresses in Paris als Appell an die Chri- seine Anwendung wirksam ZU gestalten, sten der Welt richteten, wurde von dem katholischen Priester B o u 1 i e r aus Paris vor dem Kongreß verlesen und von dem in der ganzen Welt bekannten Dekan von Canterbury, Dr. Johnson, begründet. „Das Reich Gottes ist ein Reich des Frie- genwärtig erprobt werden, dens. Der Christ kann nicht beten, daß es Ein schauerliches Verbrechen befindet komme, wenn er ment bereit ist, dafür zu s jch im Stadium unmittelbarer Vorberei- arbeiten in der Welt, so wie er sie vor- tU ng. Und das Christentum soll zu seiner ' toi,™ loao „ „ . Rechtfertigung herhalten. Wir haben die Jm Jahre 1949 versucht man Christen Pflich t, uns dagegen zu wehren, einen Krieg gegen die dazu zu verleiten, Sowjetunion als Kreuzzug zur Rettung des Wir haben die Pflicht, namens unseres christlichen Glaubens gutzuheißen und mitzumachen. christlichen Glaubens zu erklären, daß es für uns keinen eisernen Vorgang r gibt. Im Namen Jesu Christi, unseres gemein- daß verschiedene Ideologien und Wirtsamen Herrn, beschwören wir jeden Chri- schaftssysteme auf der Welt# nebeneinander sten, zu begreifen, daß ein solcher Kreuz- in Frieden leben können, zug ein Verbrechen gegen die Menschlich- daß der Klassenkampf, die bittere Frucht ^ ern er se ’ n Gewissen der tiefen Ungerechtigkeit» des Kapitalismen belasten darf. mus, keine Lösung durch die Gewalt fln- Einst glaubten die Herrschenden, die Ket- den wird, die die Massen zerbricht, sondern zerei auf den Scheiterhaufen ausbrennen allein durch die Gerechtigung, die die Un- zu können. Sie I ( ben nur die Spaltung terdrückten schützt und in der Achtung des Europas vollzogen. Rechts der Völker, sich das/ökonomische Re- Einst glaubten die Herrschenden, über g‘ me zu wählen, das ihnen zusagt. Islam und Byzanz triumphieren zu können, Wir haben die Pflicht, für die Vereinten als sie den Krieg in den Orient trugen. Die Nationen Partei zu ergreifen gegen die Re- Christen sind uneinig wie je, und die Kluft gierungen, die sich von ihnen abwenden, zwischen Christentum und Islam ist bis in unsere Tage offen geblieben. Man kann Wir haben die Pflicht, im Atlantikpakt die Rüdekehr zu einem Bündnissystem aufzudecken, das bisher immer nur zu Kriegen geführt hat. Wir haben die Pflicht, für *das Prinzip Wir haben die Pflicht festzustellen, daß die wirtschaftlichen Beziehungen nicht außerhalb der Vereinten Nationen geregelt werden können, sondern allein durch eine ernsthafte internationale Zursammenarbeit. Wir haben die Pflicht, kundzutun, daß das universale Christentum nicht mit der abendländischen Zivilisation identisch ist, die nur noch Spuren des Christentums enthält und den Rassenhaß, den Antisemitismus, die imperialistische und koloniale Ausbeutung geboren hat, die zu bekämpfen uns das Gebot der Nächstenliebe verpflichtet. Wir haben die Pflicht, in einer von Schrfecken müden Menschheit, der die guten Gaben Gottes in diesem Augenblick der Geschichte ungeheure Möglichkeiten des Wohlstandes eröffnen, die Zukunft zu grüßen und allen Menschen ohne Unterschied, als eine gute Nachricht die Botschaft der ' Hoffnung und des Friedens zu verkünden, deren Träger und Zeugen wir zu sein haben. J. P Jomette, A. J. Maddocks, Abbe Grangier, Josef Plojhahr, Karl Kleinscbmidt, Albert Berezki, Kenneth Ingram, Gilbert Cope, Edmond Charles, Allan Acclestine, E. N Tenipest. Etienne Watto. Dr. Max Rauer, Dr. Lajos Veto. Dr Franz Keller, Huguenon, Freddy, Jean Boulier, W. Romdals. Dr Johnson. Ideen nicht hinter Gefängnismauern isolieren oder unter Bomben begraben. Trotzdem häuft man die fürchterlichsten Waffen und sagt uns, daß sie dazu bestimmt seien, den atheistischen Kommunismus zu vernichten. Wir empören uns als Christen gegen dieses ungeheuerliche Vorhaben. Kein Christ kann, ohne seinen Glauben zu verraten, es unternehmen, Irrtum durch Polizei und Terror auszumerzen oder den Atheismus _ ... . _ unter den Ruinen der Menschlichkeit zu rigen Mädchen zu. Zwei Sowjetsoldaten, die welches Kind tut das nicht — ans Fenster, €s soll Frieden sein / Von Kart sti*x*r Hochbeladen und vollbesetzt raste der birgt. Im übrigen war sie eine Frau wie tau- Postautobus über die Landstraße. In einem send andere. Dorfe stieg eine Frau mit einem sechsjäh- Alsbald aber stahl sich das Kind — und begraben. Es gibt keinen Grund, der die Verwendung der fürchterlichen Vernichtungsmittel zu rechtfertigen vermöchte. Sie bleiben, mit welcher Begründung auch immer sie angewandt werden sollen, verbrecherische Mittel. Die Atomwaffe ist eine verbrecherische Waffe. Der Bombenangriff auf friedliche Städte, wie wir ihn kennen von Coventry, Rotterdam, Hamburg und Dresden, ist eine unmittelbar an der hinteren Tür saßen, bo- um besser hinaussehen zu können. Es kam ten bereitwillig ihre Plätze an. Die Frau dabei neben den älteren der beiden Rotar- nahm dieses Entgegenkommen wie eine misten zu stehen. Dieser betrachtete das Selbstverständlichkeit und ohne ein Wort hübsche und zierliche Mädchen mit einem des Dankes hin. Sie war in mittleren Jahren stillen Lächeln und fuhr ihr schließlich mit und hatte ein längliches, blasses Gesicht mit einer liebevollen Handbewegung über den spitzer Nase. Die Augen drückten jene, in Kopf. Das schien irgendwie mehr zu sein als Deutschland leider oft anzutreffende Ueber- die übliche Kinderfreundlichkeit der Sowjet- heblichkeit aus, die nicht die geringste in- Soldaten. nere Grundlage besitzt. Ihre einfache „Siglinde!“ fuhr die scharfe Stimme der . . . schwarze, streng wirkende Kleidung zeugte Mutter dazwischen. „Sieglinde, komm her!“ verbrecherische Waffe. So verbrecherisch, von einer überspitzten Sauberkeit, die mit Sie zog das Mädchen zu sich heran und außer wie noch fürchterlichere Methoden der Betonung jedes Stäubchen vom Aermel bläst Reichweite des Soldaten. Für einige Augen- Massenvernichtung von Menschen, die ge- und doch oft nur schmutzige Wäsche ver- blicke legte sie ihren Arm um die'Schultern der Kleinen, als ob sie sie vor irgendetwas schützen wollte. Aber es lag etwas Unechtes,' Verlogenes in dieser Bewegung. Im Laufe der Zeit jedoch erlahmte ihre Aufmerksamkeit für das Kind wieder, und sie beschäftigte sich mit einem Strickzeug, das sie aus ihrer Handtasche holte. Diesen Umstand machte sich das Mädchen zunutze und schlich sich wieder zum Fenster. Der Rotarmist, dem das Kind aus irgendeinem Grunde zu gefallen schien, entnahm seiner Manteltasche einen Fünfmarkschein, steckte ihn in das Seitentäschchen am Mantel der Kleinen und sagte leise das Wort „Bonbons!“ Mit einem schnellen Blick von unten hatte die Mutter die Situation erfaßt, sagte aber in diesem Falle nichts. Die beiden Sowjetsoldaten unterhielten sich indessen lange und ernst, wie es schien, über das Knd. In der nächsten Ortschaft" stiegen sie aus. Die Frau rief das Kind zu sich heran, nahm den Geldschein verstohlen aus der Tasche und ließ ihn in der Tiefe ihrer Handtasche verschwinden. Eine junge Frau, die gegenüber saß, meinte- zu der Mutter: „Nett von dem Soldaten!“ „Ist ja alles bloß Propaganda!“ erwiderte diese wegwerfend. „Mein Mann hat drei Jahre gegen diese da, gekämpft und ist dort gefallen. Bei mir zieht sowas nicht!“ „Dann wunderts mich aber, daß Sie das Geld nicht gleich zurückgewiesen haben“, meinte die Junge mit Auch Deine Unterschrift ist eine Hilfe im Kampf um den Frieden Wie das Alter eintritt Von Jefim Sosulje Bitte eines Heimkehrers Von Hans Harnisch' Erzähl“ mir, wenn ich bitten darf, nichts mehr vom Kriege. Und spar die stolze Trauer dir im Ton! Denn erstens ist die' Hälfte davon Lüge. ^ Und zweitens weiß ich selbst * genug davon. — Ich pfeife drauf, daß du aktiv gedient hast. Und finde Rommel gar nicht wunderbar. Ich will nicht wissen, wo du was vermint hast. Und: wer zuletzt dein Gruppenführer war. Zeig mir auch Fotos /licht von Unterständen Und nenne mich nicht immer Kamerad! Ich bin kein Freund von Traditionsverbänden Und auch kein Kind von deinem Vater Staat. Erzähl“ mir, wenn du schon vom Krieg willst reden Daß du ihn haß‘t, voll Ingrimm, wie die Pest! Daß du dich weigerst, noch einmal zu töten, Und daß du deinen Sohn nicht morden läßt! Erhebe deine Stimme ohne Schwanken Und füge zu den Worten noch die Tat. \ Die däfür sorgt, daß falsche Götzen wanken. ' Dann bin ich auch — und ganz — dein Kamerad! Wissen Sie, wie das Alter eintritt? An diesem Tage fühlen 'Sie sich besonders wohl. Sind Sie beleibt, sagen Ihnen Ihre Bekannten, daß Sie schlanker geworden sind — oh! Sie sind viel schlanker geworden und sehen unglaublich jung aus. Wenn Sie hager sind, sagen Ihnen dieselben Bekannten: Prächtig, wie Sie aus- sehen, fabelhaft. Wo haben Sie sich nur so gut erholt?“ Natürlich ist es ein Frühlingstag. Ach, ist das Leben . schön ... Der Spiegel befriedigt Sie vollauf. Dönnerwetter^wir neh- mens noch mit jedem auf! Es war nicht so ohne, wie Frau Müller einen, gestern abend angesehen hat... Und überhaupt... ernster Betonung. „Aber ich will Ihnen noch etwas sagen. Ich kann zufällig russisch und habe gehört, worüber sich die beiden unterhalten haben. Der, der das Mädchen beschenkt hat, hat erzählt, daß auch er-emmal ein Töchterchen besessen habe. Aber als es so alt. war, wie die Kleine hier, da hätte ein deutsches SD-Sonderkommando es mitsamt der Mutter umgebracht. Das ganze Dorf . . . Sie verstehen!“ Eine Weile stand Schweigen zwischen den Fahrgästen, die all das mit angehört hatten. Verständnislos und doch etwas betreten glotzte die Aeltere vor sich hin. Schließlich fragte sie wie geistesabwesend: „Aber ich verstehe nicht,'. . . warum war er denn da so freundlich, . . . warum hat er ihr was geschenkt?“ Die Antwort ; der jungen Frau fiel eindringlich in die herrschende Stille: „Damit wir endlich lernen, — es soll Friede sein!“ Sie treten auf die Straße — in die Sonne, in den Wind, in die noch nie richtig beschriebene Frühlingsfreude... Das Leben steht einem noch bevor! Jawohl! Wir Werdens euch noch zeigen! Wir werden noch... Und da plötzlich... So streift einem das Leben wie ein Henker mit einem Ruck den grauen Sack der Wehmut über den Kopf: ein kleiner Bengel — zehnfach sei er verflucht — eilt mit verschmierter, geschäftig besorgter Schnute vorbei • — weiß der Kuckuck, was ihn da treibt! — und fragt %n Vorbeilaufen besorgt: „Großvater, wie spät ist es jetzt?“ Deutsch von Michael Hell Sozialismus ist dauernde* ff.tiede „Der Sozialismus allein ist imstande, das große Werk des dauernden Friedens zu vollbringen, die tausend blutenden Wunden der Menschheit zu heilen, dje ypm^Zbge der apokalyptischen Reiter des Krieges niedergestampften Fluren Europas/in-dclühende Gärten zu verwandeln, an Stelle der vernichteten Produktivkräfte verzehnfachte neue her- vorzuzaubem, alle physischen und sittlichen Energien der Menschheit zu wecken und an Stelle des Hasses und der Zwietracht brüderliche Solidarität zu setzen, Eintracht und Achtung für alles, was Menschenantlitz trägt.“ (Aus dem „Im Namen des Spartacusbundes“ v. Karl Liebknecht. Hosa LuxemWirg, Franz -Mehring und Clara Zetkin Unterzeichneten „Aufruf an die Proletarier aller Länder!“ vom 25. November 1918.) Keine Hand HrRflstangsarbeit!' , Stoßt atis Auf den Frieden! Den folgenden Abschnitt haben wir dem Band „Frauen in Paris“ entnommen. In diesem Band schildert Gerhard Leo Erlebnisse vom Pariser Friedenskongreß 1949. „. . . und dann trinke ich auch auf die Rückkehr unserer beiden Freundinnen!“ sagte der Schuster Perret, der immer einen Hang zur Feierlichkeit hatte. „Ich trinke auf die Rückkehr aus ihren finsteren Verliesen der Polizeipräfektur, wenn ich so sagen darf“, und er hob mit ernster Miene sein Glas, in dem ein roter Burgunder aus dem guten Jahre 1945 perlte. Josette mußte lachen: „So schlimm war es nun gerade nicht, doch man weiß nicht, wie es geworden wäre, wenn sich Roger nicht so um uns bemüht hätte.“ Sie lachte zu ihm hinüber, und da er dicht bei ihr saß, beugte er sich zu ihr und gab ihr einen Kuß. „Roger!“ rief Josette ebenso entrüstet wie zufrieden. Alles lachte. Nur Lucienne, die zwei. Jahre jünger als Josette war. seufzte laut und vernehmlich: „Ach ja, diese Jugend . . .“ „Darauf müssen wir natürlich auch anstoßen“. sagte Tamara, „also auf die Jugend!“ Die Gläser klangen. „Und auf Roger, §e» heldenmütigen Lebensretter!“ rief Lucienne, die das Spotten nun einmal nicht lassen konnte. Sie war Arbeiterin bei den Barbouillon-Airforce- Werken, und die wüten dafür bekannt, daß sie nicht nur das Herz, sondern auch den Mund auf den rechten Fleck hatten. Trotzdem lächelte Roger ein wenig geschmeichelt, als er mit seinem Glas an das ihre stieß, denn schließlich war es in der Tat seinem Anruf bei Juliot-Curie zu verdanken gewesen, daß dieser als Präsident der Weltfriedenskonferenz sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt hatte, um die beiden Frauen frei zu bekommen. „Man war ordentlich böse bei der Polizei, daß mein Paß leider in Ordnung war“, sagte Tamara. „Sie hätten mich so gerne dabehalten und suchten krampfhaft nach einem formellen Vorwand. Aber noch gibt es kein Gesetz, das Friedensliebe allein schon strafbar macht.“ „Also — auf den Frieden!“ rief der alte Perret und hob erneut sein Glas Nach der zweiten Flasche pflegte er auch optimistischer zu werden, als es sonst seine Art war. „Wenn man Euch so sieht, Kinder, könnte man sich fast der Hoffnung hingeben, daß es wirklich keinen Krieg mehr gibt.“ „Es darf keinen Krieg mehr geben, das haben Josette und ich auch den Polizisten gestern abend klargemacht. Zum Schluß kamen wir mit ihnen ganz lustig ins Gespräch. Als sie nämlich hörten, daß ich Bürgerin der Sowjetunion sei, packten sie alles vor uns aus, was man im ganzen Jahr über die Sowjetunion zusammenlügt.“ „Ja,“ meinte der alte Perret, das kann man wirklich nicht alles glauben, was darüber in unseren Zeitungen geschrieben wird: alles jedenfalls nicht.“ Und Perrets Betonung hatte auf dem Wort „alles“ gelegen. Auch Roger drehte jetzt sein leeres Glas zwischen den Fingern und, als suche er nach dem richtigen Wort, begann er langsam und unsicher zu sprechen: „Ja . . . das ist nun so . . . gewiß . . . und ich bin bestimmt keiner von der Polizeipräfektur. Die Josette kennt mich . von der Widerstandsbewegung und so . . . und was man einen Kapitalisten nennt, bin ich wahrhaftig nicht ... Ich arbeite für 'meine 120 Franken die Stunde als Dreher bei den Automobilwerken Renault. Und was die Zeitungen de Gaulles über die Sowjetunion schreiben, ist ja wirklich nicht zu glaubeh. Aber es gibt doch Sachen drüben, die mir nicht gefallen. Gewiß ist Papier geduldig, und dem geschriebenen 'Wort traue ich nicht allzuviel. Aber Bilder, fotografische Aufnahmen, das sind schließlich Dokumente, die nicht lügen können. Schaut Euch z. B. einmal das hier an. Und er legte eine Pariser sozialdemokratische Zeitung auf den Tisch, die auf der ersten Seite ein großes Bild brachte mit der Unterschrift: „Verschleppt als ‘Sklavenarbeiter unter roter Knute!“ Frauen erkannte man auf diesem Bild, die mühsam Schubkarren mit Steinen fuhren. Männer schleppten Steinbrocken oder schachteten Gräben aus. Im Hintergrund war eine uniformierte Gestalt mit Reitpeitsche zu erkennen. „Nie würde ich dulden, daß meine Josette je so ein Schicksal erleidet“, erklärte Roger und ballte drohend seine Dreherfduste. und die zwei Andern, die Josctie — immer ein bißchen lächelnd — die „Zornesadem“ nannte, traten auf seiner Stirn hervor. „Auch das ist gelogen“, rief Lucienne, „Deine Zeitung ist nicht besser, als die de Gaulles!“ Roger drehte sich um: „Beweise das Gegenteil“. Doch Lucienne schwieg. Nur Tamara schüttelte den Kopf und lächelte. „Das Bild habe ich, schon einmal gesehen“, sagte sie, „doch da stand etwas ganz anderes darunter. Ich habe es zufällig bei mir.“ Sie kramte in ihrer Aktentasche und zog nach einigem Suchen eine französische Zeitschrift hervor. „Ist das nicht das gleiche Bild?“ Alle stimmten zu. „Und vielleicht ist jetzt unser Freund Roger einmal so liebenswürdig und liest uns vor, was hier unter dem Bild geschrieben steht.“ Und Roger las: „Für die Berliner Luftbrücke sind 600 (WO Kubikmeter Ziegelsteintrümmer in Fahrbahnfundamente verwandelt worden durch Deutsche, die mit Handwerkszeugen und Schubkarren unter amerikanischer Aufsicht gearbeitet haben. In Tegel wurden 20 000 Deutsche in Tag- und Nachtschichten beschäftigt. Von diesen Arbeitskräften waren 40 Prozent Frauen. Ein Mann der Hearst-Presse machte davon eine Aufnahme und schickte sie nach den USA, wo eine Hearst-Zeitung eine Bildunterschrift dazu erfand, die die Betreffenden als Sklavenarbeiterinnen bezeichnete, die unter der Knute der Roten schuften müssen. Dies berichtet der bekannte Journalist E. J. Kahn von der amerikanischen Zeitung „New Yorker“ über die Geschichte des oben abgebildeten Fotos, das mit der erfundenen Unterschrift durch die ganze Weltpresse ging.“ „Na?“ sagte Lucienne und sah Roger herausfordernd an. „Mach Dir nichts daraus, Roger, meinte Tamara, „kann jedem mal passieren, daß er auf ein gefälschtes Bild hereinfällt, weil er seine Geschichte nicht kennt. Wenn nur immer alles so schnell und gründlich aufgeklärt und widerlegt werden könnte wie dies hier.“ „Nun gut. Eins zu Null für Dich, Tamara“, sagte Roger, „ich bin schließlich kein Dickkopf („oh doch“, süufzte Josette), aber „wie ist das“, fuhr Roger fort, „warum soll gerade Amerika immer- den Krieg wollen und vorbereiten, und nur die Sowjet!"-;on soll ein Freund des Friedens sein? Wir Franzosen, so meine ich, sollten keinem von beiden trauen. Für uqs gibt es nur eines: Neutralität! Dritte Front! Da fährt man am besten. Das ist meine Ansicht, und die habe ich auch bei “meinen Arbeitskameraden bei Renault immer vertreten.“ „Und deshalb bist Du auch von ihnen nicht als Delegierter zum Friedenskongreß gewählt worden“^ warf Josette ein. „Und darum auch Deine sprichwörtlich schlechte Laune seit zwei Tagen“, bemerkte die spitze Lucienne. „Es ist allerdings auch gar nicht so, als ob ganz Amerika den Krieg wolle“, sagte Tamara. „Ich sprach erst heute mit John O’Rogge, einem prächtigen Amerikaner. Er erzählte mir von dem harten Kampf, den gerade sie drüben gegen Rassenhaß. Chauvinismus und Aufrüstung führen. Es gibt auch drüben nur eine kleine Gruppe amerikanischer Kriegsgewinnler, die einen neuen Krieg wünschen und ernsthaft vorbereiten, weil sie am Kriege verdienen und am Frieden zugrunde gehen. Ehe aber diese Herren von Kohle und Stahl, von Gummi und Nylon zugrunde gehen, versuchen sie vorher die ganze Welt in Trümmer zu legen. Und um das zu verhindern, sind wir ja nach Paris gekommen aus Amerika, aus dem Vietnam, aus China, Australien und 'England, aus Deutschland, Frankreich, Polen, Bulgarien und aus der Sowjetunion. Denn wir in der Sowjetunion wünschen und brauchen keinen Krieg. Bei uns gibt es keine Kapitalisten, die am Kriege verdienen könnten. Bei uns ist die Industrie Eigentum des Volkes, und die Völker wollen überall in Frieden leben. Sieh doch, Roger, welch große Friedenspläne wir haben. Steppen sollen bei uns in fruchtbares Land verwandelt werden. Riesige Waldgürtel wollen wir in der ganzen Sowjet- nion anlegen, die erst Generationen nach uns Wohlstand und Reichtum bringen werden. Zwei unserer größten Ströme Sibiriens, den Ob und den Jenessei, werden wir in entgegengesetzte Richtung lenken. Einer unserer bedeutendsten Ingenieure, Genosse Dawydow, hat diesen Plan ausgearbeitet. Wird er verwirklicht, dann werden aus den sibirischen Steppen fruchtbare Aecker und Gärten entstehen. Schau, mein lieber Roger, wir haben viel friedliche Arbeit, so viel zu bauen und zu schaffen, und das alles können wir nur vollenden, wenn wir für unser sozialistisches Land den Frieden erhalten. Deshalb kämpfen wir für den Frieden in der Welt, und deshalb sind wir auch zu Euch gekommen. Man möge uns noch einige Zeit des friedlichen Aufbaus gönnen, und wir werden den gleichen Lebensstandard erreicht haben, der heute für die Bevorzugten der Gesellschaft in den Vereinigten Staaten gilt. Aus welch grenzenlosem Elend haben wir bereits unser Land seit der großen Revolution 1917 herausgehoben.“ Und dann erzählte Tamara von Usbekistan und seinen Frauen, die noch vor drei Jahrzehnten den Schleier trugen, ihr Gesicht nicht zu zeigen wagten und von ihren Eltern verkauft wurden. „Mein Bruder war noch als Junge ein kleiner barfüßiger Hirte und lebte mit seinen Tieren im Gebirge wie ein Wilder. Heute ist er Flieger, und er steuert seine große Transportmaschine von Moskau nach Taskent. Die neue sozialistische Ordnung hat uns die Möglichkeit gegeben, zu lernen, zu studieren und anderen wieder den Weg zum Wissen zu ebnen. Ja, wir sind glücklich, wenn wir sehen, wie in unserer großen Sowjetunion alles blüht und gedeiht und mit Riesenschritten einer glücklichen Zukunft entgegenwächst. Jeder neue Erfolg, jedes neue Werk, eine jede eingefahrene Ernte, ein jeder gebaute Kanal, bedeuten Freude für uns alle, weil sie uns allen gehören. Und die. Gewißheit, den rechten Weg zu gehen; das Vertrauen, daß wir ohne Katastrophe unser Ziel, das große Glück, erreichen, veranlaßt uns Sowjetmenschen, einen Hauch unserer Zufriedenheit und unseres Vertrauens in das Gute im Menschen auch nach Paris zu bringen, denn wir gehören doch alle zusammen, alle, die den Krieg, den Tod und das Unglück hassen und den Frieden und das Leben lieben.“ Vom nahen Glockenturm der Notre-Dame schlug es ein Uhr. Josette öffnete das Fenster ihres Zimmers und ließ die kühle Nachtluft hereinströmen. „Vergessen wir inzwischen das Trinken nicht“, rief jetzt Perret, der nichts so sehr verachtete wie halbgeleerte Flaschen. „Wir wollen jetzt einmal auf etwas trinken, das wir alle erstreben — auf das große Glück. Ich meine das ■ erreichbare, naheliegende Glück, von dem jeder träumt. Für unsern Freund Roger mag es . . . Josette sein, und für Josette . . . Roger, für Tamara rin neuer Bewässerungsplan, für Lucienne eine Lohnerhöhung bei Barbouillon („Bravo“, rief Lucienne). für mich ein zweites Schaufenster auf der Rue Volta für meinen Schusterladen und für uns alle: Der Friede!“ Quer durchs Cand Neue Formen des Schulunterrichts sind notig Ein bedeutsamer Vortrag eines Jenaer Universitätsprofessors vor Heidelberger ^Erziehern Heidelberg. Es war sicher nicht nur der len Bildungsanstalten nicht nur größtes Tisch, helfen sich gegenseitig, JtnFi Amerikaner wegen versuchter Notzucht verhaftet Hemelt>erg - Es war sicher nicht nur der len Bildungsanstalten nicht nur größtes Tisch. ..- „ T - - ---- . - , . . eines Üeberfalls und w-ppa „Sp M Wissensdrang, den sogenannten Jenaer Plan Verständnis entgegenbringe, sondern sogar Furcht, beim Spicken erwischt zu werden, Ruck; Krawatte hochgezogen, und man steht vtrsucmer ' (eine von pädagogischen Erkenntnissen her weitgehendste Förderung zuteil werden ist hier verbannt. wieder über den Dingen. Schließlich kann Dennoch kommt auch die Einzelaufgabe man sich nicht so läppisch in der Wandelhalle otfer Wehmütig verklingen die letzten Akkorde des ersten Aufzugs einer romantischen Oper. Die Seele hat sich wieder einmal in weltent- und die sagender Mystik gebadet. — Ein energischer verhaftet" Der Sofdat a hatfr ? fm M n' 7 ,^° 7 w?' entwickelt e neue Form der Schule) kennen lasse. Auch den auf dem Jenaer Plan auf- schen Heidelärrund Mü„*en- Ä T sondern in , Ma ®?.,? twas gebauten Schulen werde in keiner Weise irländerin angegriffen und h ° ren ' w,e ep “m die Schulverhaltnisse gendwelche Schwierigkeiten gemacht, son- gewältSen Die Frau rhußte ^ineiä,1cnVer der Deutschen Demokratischen Republik be- dem auch hier sei eine weitgehende Förde- V . er : stellt ist. was die Zuhörer am Mittwoch rung besonders letzungen in ein Krankenhaus eingeliefert ^ Aula de Lehrerbildungs-Anstalt, führte werden. Ein-zweiter Soldat wurde i.n Unter- zur a aer EenrerDiiaungs Anstalt führte, suchungshaft, genommen. zu ihrem Recht. Schon nach zwei bis drei zeigen. . Tohüirie Schuljahren sind die Schüler in der Lage. Da schreiten sie einher, unseie Jebutee- über eine gestellte Aufgabe vor der Gruppe ten“, als hätten sie den Stock verschluckt, mit durch Kräfte der Besät- zu sprec hen und mit ihr zusammen die Auf- dem sie einst Prügel bekamen. Wo der bekannte Pädagoge Professor P e - tersen von de^ Universität Jena über das Thema- „Aus der Präxis-, des Jenaer Plans“ sprach. Das wurde deutlich, als nach dem Vortrag Prof. Petersen, der durch Lichte zungsmacht festzustellen. In verständnisvollen Worten, mit praktischen Beispielen erläutert, verstand Professor Petersen. auch demjenigen, der noch stark im alten Schuldenken verharrt, die Vorteile der neuen Schulform, wie sie seit bilder vervollständigt wurde, als erstes ge- einiger Zeit in der Jenaer Schule verwirk- Was könnte dafür gebaut werden! Bad Mergentfieim, Wie aus einer LWb- Meldüng^hervörgeht, beliefen sich die Be- _ . ci v __ ____ satzungsWßsten im Kreis Mergentheim für' fragt wurde, ob sieh die Anwesenheit der licht wurde, klarzumachen. — Worin be- arbeit befähigter Mütter von Schülern durch- Zeit VOm i, Juli 1948 bis 30 IVIärZ 1950 MWiptisrhcn auf rioc Koefahf nun Her TTnforenJniÄ/J (TDcfontiKeir nn. ...< . i '_._ auf -5 569 505,-40 DM. Für eienn Kreis wie Mergentheim also eine mächtige • Summe Diese. Ausgaben liegen über dem Durch^ gäbe” auszuwerten. Der Lehrer erscheint als Herr Oberregierungsrat setzt sein versohn- helfender Kamerad, und auch innerhalb der lichste Miene auf und erlaubt sich höchst ge- Schülerschaft besteht ein wesentlich bes- diegen zu räuspern: „Hervorragend, unser serer Zusammenhalt, als es in anderen GMD (Generalmusikdirektor) . . . soll ubn- Schulen jemals der Fall sein kann. Dan gens vorher groß in Gunst gestanden haben Werkunter Jcht wird große Bedeutung zu- • • • ist einer von unserem Schlage. Sie ver- gelegt Handarbeitskurse werden unter Mit- stehen? :owjetischen Besataungsmacht auf das besteht nun der Unterschied gegenüber un- Schulleben in der Deutschen Demokratischen serem seitherigen Schulsystem? Republik hemmend auswirke. In der Jenaer Schule gibt es keine Jah- __ ^ __ _ _ fn seiner sachlichen und überzeugenden resklassen. Die Schüler werden in Gruppen schnitt deiT anderen’Kreise,• wär vor allem Art kannte Prof. Petersen jegliche Zweifel zusammengefaßt, die verschiedene Jahr- auf die ■ umfangreichen Beschlagnahmungen rasc h zerstreuen und verwies die Fragenden gänge umschließen, und ein Sitzenbleiben im Kröis Mergentheim zurückzuführen ist. auf dle Tats ache. daß in der DDR der Etat in irgendeiner Klasse gibt es nicht So bii- Audt'dcü-än sieht man Wieder wie-notwen- dar Vplkssqbulpn .. beträchtlich erhöht sei, den z. B. 6-, 7- und 8jährige eine Gruppe, dig es (ist; mit der Nationalen Front für den ^? r höhere Schuleo-und Universitäten sehr zu denen nach einem Jahr der neuaufzu- JVbzug der Besatzungsmacht zu kämpfen. viel Geld zur Verfügung*gestellt werde, was nehmende Jahrgang hinzukommt und ein r * — so meinte er beiläufig — auch die west- Jahrgang in die nächsthöhere Gruppe über- Eisenbahndirektinn Knrhmlu- wieder* im lichen Zeitungen - nicht. verschweigen konn- geht. Das Klassenzimmer, wie es uns allen E.sepbaiindirektion ^Karlsruhe wieder im ten. Was die sowjetische Besatzungsmacht hier bekannt ist. ist durch ein fast wohnlich _ ‘ ' ,, ....■ betreffe, dürfe es auch dem Kreis der Lehr eingerichtetes Gemeinschaftszimmer ersetzt. . , . . „ Karlsruhe (lwb):Das Verwaltungsgebäude rer und Erzieher 'in' Westdeutschland nicht Bänke und Klappstühle sind verschwunden, / jernen und Arbeiten, der Ei&ehbähndirektion Karlsruhe; das im unbekannt sein, daß der sowjetische Mensch und es gibt keinen Katheder mehr, auf dem * Hier wird ein Weg beschritten, der viel April 1946 vollkommen ausgebrannt -war, ist ein gradezu vorbildliches Streben nach Vol- der Magister thront. Schüler und Schülerin- nach zweijähriger Bauzeit mit- einem Ko- lendung seiner Bildung zeige und daher al- nen arteten zu vieren und fünfen an einem stenaufwand von rund 500 000 DM in sei- \ ' nem :Mitfeltrakt und -söinem' Südflügel soweit : wieder hergesteilt worden, daß es mit etwa; hundert Arbeitsräumen nunmehr wieder seiner ursprünglichen Verwendung zugeführt werden könnte. Der Nordflügel wird noch im Laufe dieses Jahres wieder aufgehäut wördsn. geführt und in den sogenannten Niveaukursen wird der speziellen Begabung der Schüler Rechnung getragen. Sinnvoll gestaltete Feierstunden zu Vk>- chenanfang und Wochenende vom Lehrkörper vorher eiagehend besprochen, und unter Mitwirkung der Schüler dann durchgeführt helfen mit. das Allgemeinwissen der Schüler in ansprechender Form zu erv/eitern. Unterhaltungsabende, kulturelle Veranstaltungen. Gymnastik und Sport lockern, das Leben in dieser Schule noch weiter auf und bringen die so notwendige Freude, am -Ein leichtes Würgen sitzt mir an der Kehle; ich schleudere meine Zigarette auf den Boden und klemme mich zwischen andere Theatergäste.— — Ein Gespenst schleicht sich um das Treppengeländer und verschwindet im Garderobe- raum. — „Mensch, war das nicht der Dr. G-?“ vernehme ich hinter mir. Der war doch damals bei der Gestapo! — Ist doch ein Mörder, ein' qualifizierter Massenmörder! — Wer hat denn den laufen lassen?“ — „So ‘ne dumme Frage!“ erwidert der Nebenmann. (Ja, wirklich ‘ne dumme Frage, denk ich mir.) — „Schließlich. was heißt Mörder?“ fährt der andere fort, „letzten Endes mußten doch unsere Sol- Das Deutschlandtreffen wird das Unachtsamkeit gefährdete Spielkameradin Heidelberg. In den Nachmittagsstunden des 3. April schoß in Heidelberg-Kirchheim auf Der IJrotpreis darf nicht erhöht werden < ... * • ■ B o n n. (EB). .Sofort nach der Ankündigung des Bonner Ernährungsministers Niklas, daß der Brotpreis erhöht werden söll, beschloß die kommunistische Bundestagsfraktiön zur Abwehr dieses neuen Schlages gegen die Lebenshaltung der werktätigen Bevölkerung im Bundestag einen Antrag mit folgendem Wortlaut einzubringen: „Der Bundestag wolle beschließen: Die Bundesregierung wird beauftragt, den bisherigen Brotpreis unverändert zu belassen.“ Jugend sein! leicht noch nicht allen Anforderungen genügt. aber zt&eifellos der bisherigen Form der Schule in vielem weit überlegen ist und xrpCCpn cfisv* npeamfpn Jpii[cpkpn Anlaß genug bedeutet, sich damit ernsthaft Irenen aer gesamten aeutscnen auseinanderzusetzen, um schließlich die Form schulischer Erziehung-zu finden, die notwendige ist, um den jungen Menschen mit allem Rüstzeug auszustatten, das er zum Leben später unbedingt braucht. Nur am Rande sei vermerkt, daß Professor Petersen auf eine Schwierigkeit hinwies, die unter den Zuhörern ein lebhaftes Erstaunen hervor rief, die in der DDR darin besteht, daß einige tausend Lehrer noch daten auch jämmerlich bei Stalingrad verrecken. Wie human sind dagegen unsere Leute mit den Juden umgegangen. Man hat sie einfach in Gaskammern gesteckt . . . und aus wart!“ Jawohl, aus war‘s, und ich umklammere krampfhaft meinen Hausschlüssel. Mögen aus der Versenkung heldisch die Posaunen"schal- ... __ ___ Dazu erklärte der kommunistische Abge- gen eintreten würden? Unterdessen ist der _ _ _^ _ _ __ ___ der Hegenichstraße ein 10 Jahre alter Junge ° rdnet ® Otto Niebergall im Bundestag Butterpreis gestiegen, und jetzt wird ange- dringend' benötigt würden und Anstellung len. Mögen die Geigen süßlich weinen, wenn mit eineilt Flitzbogen. Durch unachtsamen folgendes: ,.Mir steht eine Fülle von Material kündigt, daß der Brotpreis erhöht werden finden könnten. Viele aus dem Westen stam- die Geliebten auf der Bühne den Liebestod Umgang mit diesem Spielzeug flog der abge- H^ er . e , r n°nte Handelsspannen und Preis- soll. Wir Kommunisten sind der Meinung, fiiende Lehrer hätten in der DDR heute erdulden und man sich vor Ergriffenheit in schossene Pfeil einem 12 Jahre alten Mädchen Übertretungen zur Verfügung. Das betrifft daß man mit allen Mitteln gegen diese Maß- sc fi on eine neue Aufgabe gefunden, die sie die Nase schneuzt... so wie es sich für einen mit voller Wucht in das Auge. Die Schülerin insbesondere die Arzneimittel, aber auch eine nahmen der Regierung einschreiten und von mit Begeisterung und Liebe ausfüllten, -kn- „Jebüldeten“ geziemt. — -lf.- mußte i liefert \ mul lie: wurde. in die Augenklinik Heidelberg einge- Nur ~ ob sie davon satt werden *. .7 Erwin Schick wiedergewählt ganze Reihe anderer lebenswichtiger Pro- ihr fordern muß, daß sie den Preis des Brotes dukte. auf dem gegenwärtigen Stand beläßt.“ Ich glaube, man soll die Frage der über- T „„„«HfihHA • höhten Handelsspannen nicht verhandeln, Lohnkampfe unausbleibl ch ohne auf das Preisgefüge als solches einzu- P a S. empörte Echo, das der neue Streich , ., . gehen Was soll man von Erklärungen der der Millionärsregierung in der westdeutschen Wie uns das Landratsamt Offenburg mit- wenn es dann nicht mehr reicht, um den km- Pforzheim. Der Bund der Fliegergeschädig- Bundesregierung halten z B von der Rede Bevölkerung gefunden hat, klingt den Re- teilt, — aber nein, das müssen Sie im Wort- derreichen Familien eine wirkliche ten und Sparer, Kreisgruppe Pforzheim, hielt des Herrn Adenauer vom 23 September 1949 gierungsparteien im Hinblick auf die bevor- laut lesen: Hilfe zukommen zu lassen. Die haben ja da- , am 1. April seine Jahresversammlung ab. wo er erklärte daß keinerlei Preissteigerung stehenden Landtagswahlen bekonders unan- „Der Herr Bundespräsident übernimmt zur für den Bundespräsidenten als Ehrenpaten -ir/,—*— j..- 1 —’ 6 genehm-in den Ohren. Sie fürchten die jetzt Ehrung kinderreicher Familien deutscher und wenn ihre Kinder Hunger haben, geben unausbleiblich gewordenen Lohnkämpfe Staatsangehörigkeit, die ihren Wohnsitz im sie ihnen die Ehrenurkunde zum Knabbern ebenso wie die Vergleiche mit der Deutschen Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ha- Da soll noch einmal einer sagen, der Bun- Demokratischen Republik, in der erst vor ben, die Ehrenpatenschaft in solchen despräsident habe kein Herz für die armen wenigen Tagen neue erhebliche Preissenkun- Fällen, in denen einschließlich des Patenkin- Leute! G. P gen durchgeführt werden konnten. Das CDU- des sieben lebende, eheliche Kinder vorhan- Bei der Neuwahl des Vorstandes wurden die Herren Stadtrat Erwin Schick und Architekt H. A. Heuser wiedergewählt. Audi die übrigen Vorstandsmitglieder wurddh nach einer kleinen Ergänzung wieder be stätigt. Jh | Aus dem JUvUeite&eu Steinzeitlicher Fund auf einem Friedhof , Ulm. (lwb). Bei Arbeiten im Ulmer Friedhof sgeläncfe wurde eine Steinaxt aus der Zeit um 2000 vor der Zeitrechnung gefunden. Die Axt besteht aus bearbeitetem Hornblendschiefer und ist 10 cm lang. Das,. Gerät lag 80 -uviem-'Wnter der Erdoberfläche. -ißO sbnsriültfeäßiiscfaes Staatstheater Gustav Gründgens spielt in Karlsruhe Für Samstag, den 29. April 1950 ist es gelungen, Gustav Gründgens zu einem einmaligen Gastspiel als Hamlet für Karlsruhe zu gewinnen. Unfälle am laufenden Band Karlsruhe. In der Karl-Hoffmann-Straße stieß ein Radfahrer beim Vorbeifahren an Veranstaltungen der KPD Karlsruhe „„_„_ Söllingen- Am Samstae 8 Anril i960 um Organ „Rheinische Post“ versucht seine Le- den sind, die von demselben Vater stammen. 20 Uhr im Rathaussaal Mitsliederversamrr^ ser mit den Ueberschriften zu beschwichti- Diesen stehen gleich die vorehelichen Kinder lung xtatnaussaai, Mitgliederversamm- gen . >Unnötiger um den Brotpreis“ bei denen der Vater die Vaterschaft aner- Llnkenheim. Am Samstag, 8. April 1950, ,,Verbilligungsscheine möglidi . Die w erktä- kann t Voraussetzung isL daß das 7. Kind einern palenden Personenkraftwagen gegen »n, . „Krone“, ^iahreshauptver-: r&SÄÄS — ..«n — t j-ii'wi+vi+.ö cjn «rarHon in niipn Die Ehrenpatenscha ft wird vom Bundesprasi- s* urzte un « zog sica aaoei eine Jvniev e dent in derselben Familie nur einmal über- zun ß zu - nommen“. ■mmitrsaoi.w Auf der Kreuzung,der Rhem- und Hardt- Trari-trara. jetzt kann , alsp,.iiMts .mehk,straß« stieß ein französischer Personenkraftpassieren! Der BundesprasicJent uBernimmf^y a g e n, dessen Führer mit unverminderter die Ehrenpatenschaft 1 Was macht es da z. B Jahreshauptversammlung. T . . _. . . .. Außerordentl. Funktionär-Vollversamm- • eine vollere Lohntüte ist. Sie werden in allen lung..Am Dienstag, 11. 4.. 1950.«m. I» Uhr und Gewerksdiaftten zur beab- „Württemberger Hof“.o Referent: F. Dietz, -.s! c m«S t « 1 < Bfatereisert)abupg...SteUü2g, "eh- Thema: Die Gewerkschaftsb'ew8iiih|'-«nd dire/Segpnmaßnahmen beschließen, Kommunisten. FranenmitgHeder-Versammlung. Am "Mittwoch, 12. 4. 1950 um 20 Uhr im „Auerhahn“ (Schützenstraße 58). Referentin: Hilde Hust. Thema: Frauen in der Gewerkschaft. Veranstaltungen der KPD Heidelberg VV.N. Kreisstelle Karlsruhe Für die Stadtbezirke Ost. Innen-Ost. Rintheim, Hagsfeld findet am Samstag. 8. April um 20 Uhr im Bernhardushof die Bezirksversammlung für die obengenannten Stadtbezirke mit wichtiger Tagesordnung statt. Den Anfängen muß man wehren Wohngebietsgruppe Heidelberg-Rohrbach. Vollzähliges Erscheinen ist Pflicht. . .. Am Mittwoch, 12. 4. 1950 um 2(Mfhr Mitglie- Den Anfängen jeder Rassen-, jeder Völker-, derversammlung. jeder Kriegshetze. aus. wenn Sie mit Ihren sieben Kindern, dank der Politik des Herrn Präsidenten, „zufällig“ arbeitslos sind 1 Sie haben ihn doch als Ehrenpaten! Und wenn Ihre sieben Kinder zufällig nach Brot, schreien sollten, so sagen Sie ihnen, daß sie Ehrenpatenkinder des Bundespräsiden tei* sind Sicher sind sie danach still. Damit Sie nicht in Versuchung kommen Darum Unterschriftensammlung für den Frieden vom 9. April bis 30, April 1950. Wohngebietsgruppe Pfaffengrund. Mitt- Und immer wieder Diebstähle woch, 12. 4. 1950 um 20 Uhr Mitgleiderver- Karlsruhe. Zur Nachtzeit brachen D'ebe in Sammlung. ein Verkaufsgeschäft in der Gartenstraße ein Wohngebietsgruppe Wieblingen. Mittwoch, und entwendeten Rauchwaren, Schokolade 12. 4.1950 um 20 Uhr Mitgliederversammlung Kugelschreiber und Spirituosen im Wert von Ortsgruppe Eppelheim. Am Mittwoch, 12. etwa 1500 DM. 4. 1950 um 20 Uhr Mitgliederversammlung. Diesmal waren es die Langfinger V,. Manche versuchen es auf „krummem Wege“Sie wollen teilhaben am Reichtum, den nur wenige verzehren In einem Kaufhaus wurden einer Frau aus ihrer Handtasche 2 Geldbeutel mit etwa 60 DM Bargeld gestohlen. In der Schützenstraße wurde während der Nacht die Schaufensterscheibe eines Radio- Geschäfts eingeschlagen und aus der Auslage ein Radio-Apparat entwendet. Geschwindigkeit die'Slopstelle durchfahren hatte, mit einem kreuzenden Personenkraftwagen zusammen, der hierdurch ins Schleudern geriet und umschlug. Die Insasse- erlitten hierbei Prellungen, während der Wagen stark beschädigt wurde. Ecke Sofien- und Scheffelstraße wurde ein 13jähriger Junge, der auf dem Fahrrad , - , - durch die Soflenstraße fuhr, von einem zu glauben, dieser Schritt bedeute nur der An- Kra f twa gen angefahren und verletzt. Der fang einer großzügigen Unterstützung für Kraftfahrzeugführer fuhr naob dem Unfall , kmderreijhe Familien fahrt die amtliche davon , ohnfe sic h um den Verletzten .zu Mitteilung ,iedoch ausdrücklich.fort: Beim Einbiege n von der Karl-Friedrich- „Irgendwelche Verpflichtun- Straße in die Kaiserstraße stieß ein Pergen für den Ehrenpaten, auch hinsichtlich sonenkraftwagen, dessen Führer die Vorder Gewährung eines Patengeschenkes, dür- fahrtsregelung unbeachtet ließ, mit einem fen aus der; Annahme.der Ehrenpatenschaft durch die'Kaiserstraße fahrenden Personen- nicht hergeleitet werden. Im Rahmen der kraftwagen zusammen, wobei be ; de Inaasverfügbaren Mittel übersendet der Bundes- S en verletzt und der Wagen erheblich be- präsident jedoch ein Patengeschenk in Gestalt schädigt wurden, einer Geldspende. Diese Spende setzt er nach „ . , „ . „ , , Auf der Kaiserallee wurde nach Mitternacht ein Kraftradfahrer von einem unvorsichtig überholenden Personenkraftwagen angefahren. Er stürzte und zog sich dabei leichtere Verletzungen zu, während sein Kraftrad beschädigt wurde. Der Führer des freiem Ermessen fest, wenn in der Familie eine Notlage ba|teht“. Auf Deutsch gekommen werden Sie aller Wahrscheinlichkeit nach nichts. Aber das ist Mannheim -bü-. Mehrere Langfinger stan- wenn er sich hie und da auch mal „die Nase Nichtachtung der Vorfahrtsregeln mit dem den gestern vor dem Kadi. Professionelle begieße“. Außerdem sei er in den letzten Leben bezahlt mit einer gewissen „Geschäftserfahrung“ neun Jahren straffrei gewesen. Der zweite Karlsruhe (lwb). Beim Zusammenstoß ja auch nicht so entscheidend: Sie müssen doch . . v und minder „Abgekochte“» D$r erste war Angeklagte war wesentlich jünger. Trotz- zwischen einem Lastzug und einem Kraftrad allein schon die gewaltige Ehre zu schätzen Kraftwagens Tuhr^ohne* Rücksicht "auf" den sogar noch ein unbeschriebenes Blatt. dem scheint er der spiritus rector der Taten erlitt der Lenker des Kraftrades einen wissen. cssr es» äääsä ä-ässts* ssäss ÄSÄ Sä. ÄÄoÄÄ'ÄoSf. arbeitslos gewesen und Flüchtling zu sein, eil ? e Strafe von einem Jahr zwei Monaten, . ., vorfahrtsreeeln nicht beachtet Patten, freien Dienstwohnung. Das ist ge- Naturfreundehaus am Baldenweger Buck, zutreffen, braucht man, um die Motive sei- sein Komplize vier Monaten Gefängnis. , R , « falschem Stra- rade das Notwendigste von dem, was ein Hor,no»ni,n„,. *«. -» ft«, .tand vor d OT SäÄfÄT ---- 7 U T Richter. Sie war, wenn auch berufsmäßig,- Arbeitslosen unter eehühcenrilr^Rparhhfno eine gute Schausplelerin . denn es g elan g ihr , Weinkenner an der Arbeit Äs Stempelgeldes nachzurechnen^De? gesdllagene zwei stunden ian«* den Un- B ühl. Drei junge Burschen, die in den letz- StaatsanwaltVertrat die AnsidU der An- sdluld !f ngel zu ™ imen - hatte si< *'..^f i ten Wochen zahlreiche Einbrüche in mittelgeklagte wolle mit diesen Angaben nur auf ? lner Frau ’ mit deren Tochter sie ge«*»«- badischen Weinkellereien verübten, wurden die^ GSmWstubrdrüS DerVn^kfaste lich 6tWas erledigen wollte > kurze Zeit auf " jetzt von der Renchener Gendarmerie fest- gfb an er hate s^ Mscheut s^nfr Frf f gehalten ' Die Handtasche der Tochter mit genommen. Mittels einer großen Kneifzange 8 ’ ich gescheut, seiner Frau, 30 hm war j m se iben Raume nahe bei der hatten die Einbrecher die Vorhangeschlös- Bundespräsident der internationalen Großmacht Westdeutschland braucht. Auch Sie werden sicher ohne weiteres ejn- sehen, daß er das einfach haben muß, auch tilich in die ’potizeimapoe Karlsruhe. Einem mit seiner Herde bei Ettlingen übernachtenden Schäfer wurden eingetretenen Unfall davon. Von der Bergwacht Freiburg. Am Karfreitag und Ostern sind folgende Stationen der Bergwacht besetzt: Feldberggebiet: Feldberger Hof, Hebelhof. Taturfreundehaus am Baldenweger Budi Herzogenhom: Herzogenhorpgasthaus. 711 sTP=tPhor> g rtaR Angeklagten auf einem Stuhle gestanden, ser-erbrochen und ausgesucht gute Weine in während der Nachtzeit 5 Schafe entwendet. iip<»> TTmVpcp „V btraß ® Während die Frau ihr den Rücken kehrte, mitgebrachte Gefäße abgefülK- Es gelang i n Malsch wurden zwei unverschlossen IpfnpV r« gelang es ihr blitzschnell, die Tasche zu öff- den drei Dieben, einem 21jährigen Bäcker abgestellte Fahrräder von Unbekannten ge- F S das . nÖt nfv, ,^ d nen und das Geld in ihre eigene Tasche aus Freiburg, elfcm 24jährigen Matrosen stohien . V ^ Rptwi«p„p^’ ^ gleiten zu lassen. Vor Gericht leugnete sie aus Kehl und einem verheirateten Hilfsar- - i n Wolfahrtsweier bot ein Hausierer in rfl V- j j nCht hartnäckig, sodaß auch auf die Tochter so- beiter aus Diersburg, größtenteils unbe- einem Gasthaus Fleckenentfenrengsmittel erkannte aui mildernde Umstande und ver- wie den Vater ein Sdlatten des Verdachtes merkt, mit ihrer Beute zu entkommen. au. Beim Weggehen entwendete er aus Anrechnung der Unter- -einem Schlafzimmer 200 DM. ,, Hohe Wildsohweinschädeii f n Berghausen erschwindelte sich eine I reiburg. Wie das Bundesministerium für Landfahrerin beim Begleichen ihrer Zeche Ernährung, Landwirtschaft und Forsten be- fiinen 50 -DM-Schein, dessen Verlust der Wirt Ur ^ ilte ,Wf Unter ^ nre ^ lnU1 J S d ^ r f Unter ' fällen Vußterizuletzrspitzten V si C h V aber* die suchungshaft zu sieben Monaten Gefängnis. Tatsachen s0 ein deutig zu ihren Ungunsten Zwei weitere Angeklagte hatten zusam- zu, daß sie sich geschlagen geben mußte, men zum wiederholten Male schwere Dieb- Das Urteil des Gerichtes lag bei Redaktionsstähle begangen. Der Verteidiger meinte, Schluß noch nicht vor. die Straftaten seiner Mandanten würden an kanntgibt, ist die französische Zone am ergt merkte, nachdem die Landfahrerin ge- schlimmsten von den Schaden betroffen, die gangen war Durch Verständigung 'uiS eu/ne j ?05 A rHINFN f y*ti9os- BÜROMASCHINEN BÜROMÖBEL BÜROBEDARF a/t er Syrtc-we , „ . . . . , , , Man kann allgemein feststellen, das ge- die WiMschweine im Bundesgebiet anrichten. f T j yuim suioiuge yeisianaigung der Grenze zwischen einfachen und schweren . clV+1 Vfr-up w» lorm ct.-X c . „ der Landespohzei konnte die Verfolgung der , s ,u ra de in unserer zeit, wo sich die Krise lur Von 79000 Stuck Schwarzwild im Bundes- „ , t______ ?_„ D eb ^w„i h ^ e ^' a de die Masse der Bevölkerung auf sozialem und gebiet entfallen auf die französische Zone m ° t _ ökopfigen Landfahrergruppe schnell manchmal schwer, diese Frage zu entschei- wirtschaftlichem Gebiet mehr und mehr aus- 30 000 Stück. Der Schaden wird auf unge- aufge ™} en w ^ den ‘ Nach Abteuf den. !st eine Mauer^ B nur so hoch, daß wlrkt> Diebstahlsdelikte zum täglichen Einer- fahr 7 Millionen DM, das sind 3,5 DM pro zw ei Stenden während derer die Landfah- Jn« t lian mir fi.M qw Unh«