BADISCHES Verlag: Badlsdie Zeitungsverlags-Gesellchaft m, b. H., Mannheim, S 3, 10 . Fernruf Nr. 432 60. Redaktion-: Mannheim, S 3, 10, Fernruf Nr. 432 60. Chefredakteur: Willy Grimm. Vertriebsfilialen: Mannheim-Neckarstadt, Mittelstraße 38, Ruf Nr. 509 35, Heidelberg, Rohrbacher Str. 13—15, Ruf 3421/25—01, Karlsruhe, Amalien- »traße 69 Ruf 4023, Pforzheim, Westl. 77, Ruf 2596, Weinheim, Hauptstr. 88, Ruf 2419. VMsz&Utmg. (üc 3iadm Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Bezugspreis DM 2.50 einschl. Trägerlohn. Bei Postzustellung DM 2,05 zuz. DM —.54 Zustellgebühr. Bankverbindung: Allg. Bankgesellschaft Mannheim, Kto.-Nr. 14 77. Stadt. Sparkasse Mannheim, Kto.-Nr. 227. Postscheckamt Karlsruhe, Kto‘-Nr. 429 39 . Anzeigenpreis: Anzeigenpreisliste 3. Anzeigen werden entgegengenommen in Mannheim, S 3. 10, Ruf 432 60, und ln den Vertriebsfilialen. Jahrgang 5 / Nr. 100 1. Mai 1950 Preis 15 Pfg. Aus dem JjthaU: Die internationale Bedeutung des 1. Mai Sport und Körperkultur im Sozialismus Kannibalen-Träume eines Generals In der Hölle von Oak Ridge «r lebe der l tltal, der Kampftag aller ii) erklölt Aufruf des Parteivorstandes der KPD zum 1. Mai - I s le >e die Nationale Front des demokratischen Deutschland Werktätige in Stadt und Land! An diesem 1. Mai jährt sich zum sechzigsten Male der Tag, an dem die Werktätigen aller Länder in machtvollen Kundgebungen den internationalen Kampftag für Frieden und Völkerfreundschaft, für die Befreiung des arbeitenden Volkes erstmalig begingen. Jahr für Jahr haben seither die Arbeiter der Welt, haben dje Besten der. Menschheit und unseres deutschen Volkes den grausamen Verfolgungen, dem bestialischen Terror der untergehenden Welt der , .Ausbeutung und des Krieges zum Trotz .-“dieJiei- lige Kampftradition des 1. Mai lebepdi-g erhalten, haben sie ihren Kampfeswillen . und ihre Solidarität, ihre Macht und ihre Siegeszuversicht demonstriert 1 . ' Wer will heute bestreiten, daß der.Glaitbe;' der die Pioniere .der Arbeiterbewegung beseelte, der Gläutid an’ die unüberwindliche Kraft des werktätigen Volkes und ■ an die Gerechtigkeit seiner: Sache,. Berge versetzt hat? Wer will bestreiten, . daß r ihre Ideen, e® Marx, Engels,' Lenins und Sta- e Welt in einem Ausmaße verändert die.- Idee lins' die haben/wie dies nie zuvor-in der 'Menschheitsgeschichte dfer 'Fall war? In diesem Geiste siegte die Große Sozialistische Oktober - Revolution des Jahres 1917, die die Todesglocken für das verfaulende System des Profits und des Krieges einläutete. In diesem Geiste schreiten heute die volksdemokratischen Länder' Mittel- und Süd.osteuropas auf dem W.ege zum Sozialismus vorwärts. In diesem Geiste trium- johi.erte die chinesische Volksrevolution über die-' volksfeindlike Kuomintang-Clique und ihre sich allmächtig dünkenden amerikanischen . Geldgeber. - - . • Auf einem Viertel der Erde, bewohnt von einem Drittel- der Menschheit,-herrscht die Welt, der Arbeit, die Welt des Friedens und der Völkerbeffeiung; die Welt des 1. Mai. Sie,'ist lebendig 'in den Herzen von vielen Millionen--in den -kapitalistischen - Ländern . • ’' ; .- \ und in den- von den Imperialisten versklavten Völkern. Ihr. Vormarsch ist - unaufhaltsam, denn in ihm verkörpert 'sich das Gesetz der Geschichte. ’ : ' ' Daher die verzweifelte Angst, der panische Schrecken derer, die von der Ausbeutung der Werktätigen, - vorn. Blut und Schweiß der unterdrückten Völker leben, denen Rüstung und Krieg Milliardenprofite einbringen. Daher die menschenfeindlichen Kriegspläne der amerikanischen Finanzherren ' und Rüstungskönige, daher 'die von ihnen erzeugte Kriegshysterie; ihr gewissenloser, Haßfeldzug gegen die friedliebenden Völker der Sowjetunion und der Volksdemokratien. Deshalb spalten sie Deutschland, verweis gern sie unserem Volke das Recht auf seine staatliche Einheit und Unabhängigkeit und auf einen gerechten Friedensvertrag. Deshalb wird mit Ruhr- und Besatzungsstatut, mi,t Demontagebefehlen und Verfolgungen Kölaniälregimes auf das werktätige Volk .abwälzt, dessen Politik Lohndruck und Massenarbeitslosigkeit, soziale Rechtlosigkeit und nationale Schande, Krieg und Verderben’ bedeutet. Werktätige, Männer und Frauen! - Deutsche Jugend! Demonstriert am 1. Mai für den Frieden, für das Verbot der Atomwaffe, dafür, daß Sflf IS AUSTRALIEN m . V ■ 1 deutscher Patrioten, mit' Pölizefmaßnahmen . des gegen friedliche Demonstranten' und Verboten gegen unbestechliche»' deutsche Zeitungen regiert. r . 1 Männer und Frauen! Deutsche'Jugend! Die amerikanischen Finanz- und Rüstungskönige wollen das Gut und das Blut, des deutschen Volkes. Sie sprechen offen davon, daß Westdeutschland Aufmarschgebiet und Rüstungsbasis sein muß. daß sie, die Regierung, die die Atomwaffe zuerst unspre deutsche Jugend ins. Gemetzel .sghik- anwendet zum Kriegsverbrecher erklärt unken wollen. . * ; von aller) . Völkern geächtet wird! . Di Aber ', die. amerikanischen Imperialisten; Kräfte, des Friedens sind unbesiegbar, wenn haben ihre deutschen Helfer, die' reak-, sie vereint kämpfen! DeV Atomkrieg wird tionäre Adenauer-Regierung, die nichts ver-. -verhindert werden, wenn alle friedlieben- tritt als das kleine volksfeindliche-Häuf-, den Menschen den Kriegsbrandstiftern ent- lein von Großkapitalisten, .das seinem Pro-- schlossen entgegentreten! fit zuliebe die nationalen Interessen’ ver- Demonstriert für einen gerechten Frie- käuft; das bereit ist, -Deutschland' zürn’, densvertrag und den Abzug der Besat- Sehlachtfeld und die westdeutsche Jugend; zungstruppen, für ein geeintes, unabhän- «um Kanonenfutter zu machen, das Deut-, giges,* demokratisches, friedliches Deutsch- sche gegen Deutsche hetzt, das die Lasten land! Demonstriert gegen ■ : , Adenauer und seine Millionärs-Regierung! Schluß mit der Politik des nationalen Verrats und der sozialen Versklavung, i mit Ruhr- und Be-' Satzungsstatut, mit der Verfolgung deutscher Patrioten und Friedenskämpfern! Demonstriert für die Aktions - Einheit der Arbeiterklasse im Kampfe um Lohn und Brot, um die Siche- kung des Arbgitsplat- * zes, um die Rückführung der Arbeitslosen in den Produktionsprozeß, um das Mitbestimmungsrecht der Betriebsräte! Fordert die Freiheit, des Handels mit efer Deutschen Demokratischen Republik und mit unseren natürlichen Handelspartner im Osten, mit der Sowjetunion, mit den Volksdemokratien,mit dem neuen China! Demonstriert für einheitliche, gesamtdeutsche Gewerkschaften und ihren Anschluß an den Weltgewerkschaftsbund ! Es lebe der 1. Mal, der Kampftag der Werktätigen für Frieden und Völkerfreundschaft! Es lebe die Freundschaft des deutschen Volkes mit der großen Sowjetunion, der Vorkämpferin und dem Hort des Weltfriedens! Es lebe die Nationale Front des demokratischen Deutschland und ihre mächtige Stütze, die Deutsche Demokratische Republik! ljs lebe der Kampf für ein geeintes, unabhängiges. demokratisches Deutschland! Es lebe das brüderliche Bündnis der Werktätigen aller Länder! Wir haben die Weltkarte vor uns. Das Antlitz der Erde hat sich im Verlaufe von 32 Jahren gewaltig verändert. Mit der großen sozialistischen Oktoberrevolution im Jahre 1917 in Rußland, die ein Sechstel der Erdoberfläche imperialistischer Herrschaft entriß, begann dieser Prozeß. Heute ist ein Viertel der Erde, das aus dem System kapitalistischer Ausbeutung und kolonialer Versklavung herausgebrochen ist. Zehn Länder bilden mit ihren Völkern das Lager des Friedens, der Demokratie und Sozialismus. An der Spitze steht die große Sowjetunion, in der der Sozialismus aufgebaat und unter der weisen und zielklaren Führung Stalins der Kommunismus verwirklicht wird. An ihrer Seite befindet < sich China, dessen Volk im vergangenen Jahre seinen geschichtlichen Sieg gegen den Weltimperialismus und gegen die einheimische feudale und kapitalistische Reaktion erfochten hat. Es zählen zurh Lager des Friedens und der Demokratie die mongolische Volks- Das Antlitz der Erde hat sich verändert Die Friedenkräfte wachsen und sind unbesiegbar repub’ik Nordkorea, Polen, Rumänien, Tsche- akei, Bulgarien, Ungarn und Albanien Diese zehn Länder haben zusammen 800 Millionen Einwohner. In ihnen wohnen über 40 Prozent, fast die Hälfte der gartten Menschheit der Erde, die 200 Milliarden zählt. 800 Millionen Menschen sind der Fesseln kapitalistisch-imperialistischer Ausbeutung, dey kolonialen und halbkolonialen Beherrschung ledig und gestalten ihr Leben aui der Grundlage des Sozialismus. Die Deutsche Demokratische- Republik mit ihiffcrn Präsidenten Wilhelm Pieck und ihrem Ministerpräsidenten Cfttp Grqtewohl pflegen mit den Regierungen. dieser befreiten Völker . freundschaftliche Beziehungen. Deutschland ist auf unserer Karte besonders schraffiert. Mit' seinen 65 Millionen' Einwohner, seiner hohen Wirtschaft liehen Leistungsfähigkeit kann es eines der schönsten und glücklichsten Länder dfer Erde werden. Der Osten unseres Vaterlandes befindet sich bereits auf diesem Wege. Der größere Teil Deutschlands, der Westen dagegen,' ist in immer stärker werdende koloniale Abhängigkeit gegenüber den imperialistischen Mächten geraten, und wird von diesen als Aufmarschgebiet und Rekrutierungsfeld für einen neuen Weltkrieg ausersehen. , Besonders gekennzeichnet auf unserer. Karte, sinfi die beiden größten imperialistischen Länder. die USA mit 8 Millionen qkm und 150 Millionen Einwohnern und Großbritannien und der nördliche Teil der Irischen Insel mit 151 000 qkm und einer Bevölkerung von 50 Millionen. Alle übrigen Länder, zum größten'.Teil 1 abhängige, pseudoselbständige. halbe und ganze Kolonien sind gleichmäßig schraffiert. Ein Teil dieser Länder befindet sich im offenen Kampf um ihre Befreiung vom imperialistischen Joch, wie insbesondere Indochina, Burma, Malaya. Ungezählte Millionen Menschen bekennen sich auch in den noch unterdrückten Teilen der Welt zu organisierten Lagern des Friedens. Diese. Karte gibt ein eindrucksvolles Bild von dem Kampf für die Verteidigung .des Friedens, für den Kampf für demokratische. Freiheiten, für den Kampf um den Sozialismus. Einen gewaltigeh Weg hat die Menschheit zurückgelegt in der historisch kurzen Zeitspanne von 60 Jahren, die vergangen sind seit dem zum ersten Mal'der 1 Mai begangen wurde. Diese Karte zeigt sinnfällig wie riesenhaft groß die Kräfte des Friedens geworden sind. Sie sind viel größer als die Kräfte der Vernichtung im Lager des Im- Tialismus und des Krieges. Der Frieden muß, kann und wird über den imperialistischen Krieg triumphieren, wenn die Kämpfer für den Frieden in allen Teilen der Erde zielbewußt voranschreiten und ständig neue Millionen für das erhabene Ziel der Menschheit mobilisieren. ‘ An diesem 1. Mai wird die Mobilisierungsarbeit sich vollziehen in einer gesteigerten Werbung für die Teilnahme an der Aechtung der Atombombe, an der Verurteilung der Regierung, die sie zuerst verwendet als kriegsverbrecherisch durch die Einzeichnung in die Listen des Komitees def Kämpfer für den Frieden in Westdeutschland. Dieser 1. Mai muß zu einer großen Heerschau der Kämpfer für den Frieden werden. i t Seit 9 : 1 Mai 1950- Ein -Gruß an Deutschland „Ich habe immer das deutsche Volk hoch- geschätzt, das der Menschheit Albrecht Dürer und Gutenberg, Lessing und Hegei Goethe und Schiller, Beethoven, Marx und Engels geschenkt hat. Die Grausamkeiten der Hitlerdiktatur, die Entfesselung des Naziterrors in fast ganz Europa, haben midi niemals dazu veranlaßt, das deutsche Volk in seiner Gesamtheit zu verurteilen, das wir nicht mit seinen Henkern dürfen. die durch den Einspruch der iHohen Kommissare gegen das Steuergesetz der Adenauer, Schäffer und Co. hervorgerufen wor- verwechseln den ist. . Am schlimmsten haben die Adenauer und Unter den deutschen Dichtern waren es seine Freunde es empfundeh, daß der Ein- Steuerdruck und Kriegsvorbereitung Die Frage, die Entscheidung fordert: Imperialistischer Krieg mit der Vernichtung der Menschheit oder Verteidigung des Friedens und Kampf den Kriegstreibern Die Aufregung hat sich noch nicht gelegt, darum, daß die furchtbaren Lasten, die auf noch — nicht bei uns! — sind.“ der großen Masse des Volkes jn West- Gemeint sind die USA. Aber das Büro deutschland liegen, abgebaut werden. Da- des Herrn Storch, Adenauers Arbeitsminizu nämlich wäre notwendig, was von der ster, hat kürzlich einmal festgestellt, als e: „Wirtschaftsrevue“ nicht erwähnt wird, die die Gründe für .die gegenwärtige Arbeits- Aufhebung der durch Besatzungsstatut, losenarmee in Westdeutschland aufzählte, Ruhrstatut und Marshallplan auferlegten daß zu Hitlers Zeiten mehr als 820 000 Men- Goethe und Heine, d/e^di^ammieistenSiebte spruch der Hohen Kommissare den Charak- Schranken, die den innerdeutschen Handel sehen, junge Menschen in der Hauptsache, Hat Goethe nicht den Sie? bei Valmy be- ter der Bonner Separat-Regierung als Zweig lahmlegen, und die den Handel mit den im Heeresdienst und im Arbeitsdienst.stan- grüßt“? (Bei Valmy siegte im Jahre 1792 einer kolonialen - Verwaltung erneut unter- Ländern im Osten, mit ihrer unbegrenzten den. Dazu kamen die vielen Menschen, die das schlecht bewaffnete aber mit Begeiste- strichen hat. Und-das mußte passieren-in Aufnahmefähigkeit für wichtige Industrie- in den Rüstungsbetrieben beschäftigt waren Friedensfreunde nach« machen! Hauingen. Die Friedensfreundin Frau Berta Her ter aus Hauingen, einer Gemeinde von zirka 1900 Einwohner, sammelte bis zum 23. April 1950 400 Unterschriften für den Frieden. Die Friedensfreundin führt die Aktion weiter fort. Damit hat dje Friedens- freundin allein das den Friedensfreunden J| in Hauingen gestellte Soll um das doppelte überboten und zirka 50 Prozent der bei den letzten Wahlen für alle Parteien abgegebenen Stimmen erreicht rung erfüllte Heer der französischen Revolu- dem Augenblick, als Adenauer in Berlin tion über die preußische Interventions - 1 erschienen War, um dort Von' einem bestell- armee unter Führung des Herzogs von ten Publikum sich-als „Befreier“ feiern und Braunschweig.' Goethe war Zeuge der das Deutschlandlied singen. zu lassen. Da Schlacht im Lager der Preußen. Die Red.) hat die Regie nicht geklappt. - Seinem Werke fehlt es nicht an Lehren für ... f. „ , . , , , einen Revolutionär. Aber die Sache hat noch-mehrere andere / . . Seiten. Ue „Wirtschaftsrevue“ in Karls- W erde fast genau sowiel ausmachen wie an tel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist. Grau, teurer Freund, ist alle Theorie ruhe, läßt dies in. einem Artikel „Ein Veto Besatzungskosten aufgebracht werden sol- Man kann ausgehen von welchem Punkt und grün des Lebens goldner Baum. 8 |gen AufStiegs-Ghancen“ deutlich- erken- i eri) nämlich vier Milliarden Mark (an Be- man will, man gelangt am Ende iirimer Diese beiden Zeilen aus Faust, in denen nen - -> Es darf im deutschen Volk weder der satzungskosten werden 4,4 Milliarden Mark wieder zu der Hauptfrage: Imperialistischer Goethe zeigt, daß das Leben unendlich rei- Eindru ckentstehen, daß die Alliierten an gefordert). Krieg mit der Vernichtung der Menschheit Produkte sich nicht entfalten lassen. die bald nach der Auslieferung der Macht Kein- Zufall sei es, schreibt die „Wirt- an Hitler auf vollen Touren liefen, schaftsrevue“, „daß sich die Zahlen für den Die ganze Hoffnungslosigkeit, die ganze Marshallplan einerseits und diqfsBesatzungs- Erbärmlichkeit des Imperialismus kommt in kosten andererseits etwa auf der gleichen diesen Feststellungen zum Ausdruck, eben- Höhe bewegen“. Und das Defizit im „Bun- so wie in der Feststellung des Blattes, daß __ deshaushalt“ Adenauers, so wird vermerkt, Arbeit für den Krieg das bevorzugte Mit- ^erdenT Von der Bonner Regierung und i 4..1 -o-i * j— i * —* den Besatzungsmächten wird ein Verbot dieser Vereinigungen erwartet. In dem Ein zweites 1933 gibt es nicht Mainz. (EB) Die Generalversammlung der Gewerkschaft Oeffentliche Dienste, Transport und Verkehr, faßte eine Resolution an den Vorstand des DGB, in der umgehende Schritte zur Abwendung der Gründung nationalistischer Kampfverbände und neufaschistischer Organisationen gefordert eher ist als jede Theorie, ließen mich an Le- «ner hohen Steuerbelastung Deutschlands nin denken, der sagte: „Der Marxismus ist interessiert sind, um uhs konkurrenzfähig Antrag heißt es: „Die deutsche Arbeiterschaft ist nicht noch einmal gewillt, eine Politik zu dulden, die zu einem zweiten 1933 kein Dogma, sondern eine Anleitung zum Handeln! Ich liebte auch den Ausspruch Goethes: „Im Anfang war die Tat“. Maurice Thorez des Volkes“. zu halten, noch um das Auf kommet! der Besatzungskosten zu sichern.“ ■ Nun wird die Konkurrenzfähigkeit einer Volkswirtschaft gewiß nicht dadurch beeinträchtigt, daß die Reichen zahlen. Aber es in seinem Buch „Sohn geht der Hochkommission auch gämicht beitslosigkeit gewesen sind und auch heute ohne Steuerdruck. Die „Wirtschaftsrevue“ wehrt sich gegen oder Verteidigung des Friedens und Kampf un< j e j neln dritten Weltkrieg führen würde.“ das Argument, „wir würden ja auch hohe gegen die Kriegstreiber. Den Frieden er- Rüstungsausgaben haben, wenn wir die Be- folgreich verteidigen, das heißt unserem satzungskosten nicht hätten“. Und was Volke das Leben retten, das heißt aber auch schreibt das Blatt dazu? „Daß Rüstungs- die nationale Unabhängigkeit erlangen, es ausgaben in hohem Maße Aufwendungen heißt unserem Volke ein glücklicheres Le- zur Beseitigung oder Verhinderung der Ar- ben zu sichern, ohne Arbeitslosigkeit und Mainzer Stadtwerke für den Frieden I. H. Eindeutiger Sieg fortschrittlicher Gewerkschafter Ludwigshafen. Obwohl die Ergebnisse der Betriebsratswahlen zum größten Teil hoch nicht vorliegen, so zeigen doch bereits die Ergebnisse aus verschiedenen größeren Betrieben, daß die Werktätigen sich eindeutig für die fortschrittlichen Gewerkschaftler, die sich für die Erhaltung der betrieblichen und gewerkschaftlichen Einheit einsetzten, entschieden haben. Bei der Fa. Haiberg, Ludwigshafen, wurden nicht nur die fortschrittlichen Gewerkschaftskollegen wieder in den Betriebsrat gewählt, sondern sie konnten auch ihre Stimmenzahl vergrößern. In den Betriebsrat der Fa. Haiberg wurden acht fortschrittliche Betriebsräte (sieben im' ver£ gangenen Jahr) gewählt, darunter ein Jul' gendvertreter. In der Tuchfabrik I. I. Marx, Lambrecht, wählte die Belegschaft drei - fortschrittliche Gewerkschaftskollegen (zwei iHi vergangenen Jahr) in den Betriebsrat; Mainz. Eine von über 800 Personen besuchte Belegschaftsversammlung der Mainzer Stadtwerke stimmte bei einer Gegenstimme und zwei Stimmenthaltungen für die Annahme einer Resolution, ln der die Belegschaft ausdrückt, durch aktiven und organisierten Widerstand ' den Kampf des Landeskomitees von Rheinland-Pfalz für die Erhaltung des Friedens mit allen Mitteln zu unterstützen, den bedrohten Frieden mit zu verteidigen und sofort in ihrem Be- - . - trieb Unterschriftenlisten für den Frieden Diese Demonstratiört aber muß sich in er- setzt. Hunger und Elend schafft der Kanz- und Churchills westdeutsche Söldnerarmee! aufzulegen. Die Solidarität mit allen Frie- Aw f* Mai heraus zur ßemonstration ■ J Marshallplan und Adenauer machen uns das Leben sauer! Die Werktätigen demonstrieren am. L Mai Bonner Regierung ist es, die durch Vor- Kampf gilt daher der reaktionären, volks- für ein besseres Leben, für die Sicherung ratskäufe den Butterpreis hochhalten will feindlichen Adenauer - Regierung, keinen ihres Arbeitsplatzes und für den Frieden, und Mietpreise und andere Preise höher Mann und keinen Grosdien für Adenauers ster Linie gegen die Adenauer-Regierung 1er der Millionäre. , . . wenden, denn die Regierungstätigkeit des Marshallnlan , Adenauer sind es wel- *■ -^ lr ka ™P f «n gemeinsam mit den Werk- Kanzlers der westdeutschen Separat-Regie- ® Hnrnä tetlgen aller fur ein besseres Le- rung ist gegen das Volk gerichtet. dle Arbeitslosigkeit schaffen, durch Ein- ; ben unc j für den Frieden. Die französi- Adenauer war es, der Westdeutschland nrn«^mv m d« ka Tn^rdeut e QehSf ar Hande I if schen und italienisdl « n Hafenarbeiter wehoffiziell dem Marshallnlan-Regime der ame- Sfe h« HmÄat ren die Ausladun S des Krieges in ihren rikanischen Imperialisten unterordnete. Die S 1 ® Länder ab - Die Arbeiter in Hamburg, Bre- für Westdeutschland katastrophalen wirt- dle . B .? n . n ? r . Begla F UI l g * tandig sabotiert den und anderen Städten haben ihre Soli- schaftlkhen Folgen des Marshallplanes sind darität mit den Kollegen in Frankreich, denskräften in der ganzen Welt wurde erklärt. • Er hat die amerikanische Krise nach Westmen. Mehr als 3 Millionen Arbeitslose sind die Folge dieser Politik. halb heraus zur Demonstration zum 1. Mai gegen Atlantik-Pakt, Marshallplan „Direkt aus Washington** USA-Abgeordneter gab Spionage-Flug zu Washington. (EB.) Nachdem die USA- Behörden in ihren offiziellen Verlautbarun- ss-ac »«s?: Ä e , ns "“: m j äs sstsr“ t**«»«.-w»»•- ='■’ Q '"•' A Mai kanischen Bombers über sowjetischen Ho- und beitsgebiet durch die Angabe, daß sich die Maschine „verflogen“ hab^, zu verschleiern, hat nunmehr der amerikanische Abg. Young unter dem Titel „Direkt aus Washington“ in einer Reihe von Zettungen des Staates Ohio aus der Schule geplaudert. Er schrieb in seinem Artikel, daß die Ver- Oas Gericht bedauert die zynische Verhöhnung des französischen Volkes durch den Angeklagten Pauli ^e^Küriwüirüen^auszukundsch 6 fte^^d Dessau. /EB) Im Dessauer Prozeß gegen schen Volkes Ausdruck verliehen hat. Die Verlauf des Prozesses gegen Herwegen und deut ®*e an, daß auch das über der Ostsee Herwegen und Komplicen gab am Donners- Erklärung des Obersten Gerichts schließt Komplicen berichtet, bezeichnete es als er- der ~ deutschland gebracht. Es sind Marshallplan. und Adenauer, die Westdeutschland ist heute die europäische Adenauer, gegen den amerikanischen Im- den Brotpreis Avied^ririnmäl erhöhen. Die Musterkolonie des Imperialismus. Unser perialismus und seine Helfershelfer. H. H. Erklärung: des Obersten Gerichts im Dessauer Prozeß Rhein-Werft wählt fortschrittlichen Betriebsrat Mainz. (EB). Die Arbeiter und Angestellten -- - - - -_ _, -___„ ^ _ . . der größten Schiffswerft von Rheinland- taavormittae -Vfir der Wiederaufnahme der mit der Bitte an den im Ger htssaal anwe- treulich, daß das Gericht in einer offiziellen art igen Auftrag gehabt habe. Weiter hob Pfalz, der Rheinwerft in Ifoinz-Mom-.. ... , senden Vertreter der französischen Presse- Erklärung sein Bedauern über die zynische der amerikanische Abgeordnete hervor, daß baefe,zahlten in ihren Betriebsrat nur fortfr \ des -fiÄ8SO tm -A§T,diese& i Bedauem dem franzö- a Yei# 9 hnu».gdes.^an?ösisphm.Volkee.,durch. S'j* , Bor S? des Flugzeuges Radarspezia- schrittjicbe itefriebsräte, die sich für die be- , gfengts de«-Obers ten GeÄem#-d»*Deufcchen sischen Volk zu übermitteln. Geherälstaats- dgn Angeklagten Pgtfli äusged’rückt hat. Der u sten befunden haben. Er ..versuchte, diese trieb! ich» und gewerkmihäfiBkhe Einheit er-aMMMwWMlaP Republik, Frau Dr. Ben ja- anwalt Dr. Melsheimer namens't/denAn-VitnfrÖspoiRlerit (fei* „Welt" wandte'sich wei- eindeutigen Feststellungen durch' ffie"“Be- klärt hatten. Die alten Betriebsratsmitglieder Win. eine 'Erklärung im Namen des Gerich- klagevertretung und Dr. Dr. Bundschuh im ter dagegen, daß von der Hamburger Re- hauptung abzuschwächen, daß auch die Sow- wurden bis auf eine Ausnahme wieder- tes ab. in der sich der Gerichtshof mit aller Namen aller Verteidiger der Angeklagten daktion seiner Zeitung Berichte über den jetunion angeblich derartige Flüge Jl '-~ Entschiedenheit’ dagegen wandte, daß ein begrüßten die Erklärung des Obersten Ge- Prozeß verbreitet wurden, die nicht von amerikanischen Küstengewässem Angeklagter, der selbst wie der Angeklagte riehts und schlossen sich ihr vollinhalt- ihm stammten und nicht der Wahrheit ent- führt. Pauli an der Auspowerung Frankreichs be- lieh an. I sprechen. ___ teiligt war, dieses Land in schamlosester Weise zu verhöhnen suchte. Die Erklärung „VVeIt“-Korrespondent verwahrt sich gegen « des Obersten Gerichts der DDR spricht das falsche Berichterstattung über Deisauer "Otu**®*’ grulfen Matinee Tnorez Bedauern darüber aus. daß Pauli einer Prozeß Ludwigshafen (EB). Die Betriebsgruppe nachträglichen Verhöhnung des einst vom Dessau. (EB) Der Korrespondent der bri- der KPD in dem größten Betrieb West- der über den deutschlands, der Badischen Anilin- und Sodafabrik in Ludwigshafen, hat in einem gewählt. Damit haben die Werktätigen der Rheinwerft gezeigt, daß sie ihrem fortschrittlichen Betriebsrat auch für die Zukunft ihr volles Vertrauen schenken. Kolonien zum Verkauf Washington, (nach ap). Die britische Re- _____ _ _ _ _ _ _ ___ _ __ _ _ t gierung hat den Vereinigten Staaten den deutschen Faschismus gequälten französi- tischen Zeitung „Die Welt Vorschlag gemacht, einen größeren Anteil über durch- Pressestimmen der Schulden Großbritanniens, gegenüber Indien, Pakistan und gegenüber den ostasiatischen Ländern zu übernehmen. Es handelt sich insgesamt um 9 Milliarden Dollair. Für diese Summe könnten die Vereinigten Staaten Großbritanniens Kolonien kaufen Anschlag auf Verhältnis Wahlrecht vereitelt Stuttgart. (EB) ln der Sitzung des würt- des Abg. Möller (SPD) für das Verhältnis- tembergisch-badischen Landtags am 26. 4. Wahlrecht, ist die SPD-Fraktion weitgehend und ihre wirtschaftliche Vormachtstellung ül für den Von der Regierung vorgelegten den Diktaturgelüsten der CDU entgegenge- Arbeitslosigkeit unter den Flüchtlinge» von Adenauer-Regierung beabsichtigt Es ist zu bezweifeln, ob die Adenauer • Regie- Telegramm an Maurice Thorez, dem ^ung ehrlich wünscht, die Flüchtlinge in ein großen Kämpfer der französischen Arbeiter- festes Arbeitsverhältnis zu überführen. Ein füh- klasse, zu seinem 50. Geburtstag ihre Glück- rendes Mitglied der CDU im Bundestag erklärte wünsche ausgesprochen. in diesen Gebieten durch direkten politischen Einfluß ergänzen. Ueber diesen imperialistischen Kuhhandel wird zurzeit in Washington beraten. Die Sachverständigen des,Todes Paris. (EB). Sachverständige der drei Westmächte begannen am Montag mit den Vorbereitungen zur neuen Kriegskonferenz. Die Pariser ,,1‘Humanite“ nennt die Londo- sehe Fraktion hat sich von allem Anfang an ner Konferenzteilnehmer „die Sachverstän- entschieden gegen die beabsichtigte Verfas- digen des Todes“. Die unabhängige franzö- sungsänderung gewandt, sische Zeitung „Liberation“ schreibt: „Es Der Abgeordnete Leibbrahd begründete scheint, daß die Veranstalter der Londo- die Haltung der KPD-Fraktiön. Dabei ent- Nächste Ausgabe 3. Mai Unsere Zeitung wird erst wieder am 3. Gesetzentwurf zur Aenderung des bisher kommen. Nur die unerbittliche Haltung der geltenden Verhältniswahlrechts nicht die CDU selbst hat es verhindert, daß das Ver- erforderliche Zweidftttelmehrheit zustande^- hältniswahlrecht nicht abgeändert wurde. __ gekommen. Bei der Schlußabstimmung Die.CDU hat 'gegen den Gesetzentwurf Mai erscheinen. Es ist dies durch den Feier- nach der dritten Lesung hat die CDU trotz gestimmt, weil er ihren Wünschen nach ei- tag am I. Mal bedingt, der üherraschend weitgehenden Vermitt- nem „Persönlichkeitswahlrecht“ nicht weit „„ lungsanträge der SPD sich nicht erweichen genug entgegenkam. Die KPD hat dagegen “J ® rsai ~ en “ naere und Träger lassen, dem zugunsten des sogenannten gestimmt, weil sie sich gegen jede Durch- Slcn aarauI einzusteuen. „Persönlichkeitswahlrechts“ veränderten Ge- löcherung des Verhältniswahlrechtes wendet. Redaktion und Vertag, setzentwurf zuzustimmen. Die kommunisti- vor kurzem in aller Offenheit: „Es ist notwendig, unter den Flüchtlingen den Wunsch nach einer Rückkehr in ihre Heimat wachzubalten. Die deutschen Ostgebiete müssen wieder einem Altdeutschen Reich angegliedert werden. Zu diesem Zweck müssen wir uns der Sympathie der Westmächte bedienen.“ Aus diesem Grunde lehnten deutsche Minister auch entrüstet Maßnahmen zur Emigration ab und bestehen darauf, daß -der britische Hochkommissar die Ausweisung weiteret 250 000 Deutscher aus Polen durchsetzen soll. „The Ecouomist“, London Triest — für Imperialisten nur ein Spielball zur Völkerverhetzungf Die Westmächte haben nicht nur das litärisches Regime in Triest eingeführt ha- noch nicht sicher waren, ob es ihrem Günst- Potsdamer Abkommen, sondern auch ande- ben. Als ein Ergebnis dieses Zustandes ling Tito gelingt, Jugoslawien aus der Frie- Sowjetunion und den^estmächten zu recht“ den Staat als Ordnunganacht stabili- Die sowjetische Note'-an die Regierungen der verwaltet wird, in einen ungesetzlicherTäng- kampf dringend einer Unterstützung besuchen, das antisowjetische Bundms ver- siere. In den Jahren von 1918-^1933 waren USA, Großbritanniens lind Frankreichs in lo-amerikanischen Flottenstützpunkt ver- durfte versprachen sie Triest der italieni- stärken und ihren Standpunkt mit wirt- « die gladien Parolen, die zur Untergra- der Frage Triest ist ein Dokument, das in wandelt, der im Süden Europas auf frem- sehen ’ Reaktion. Heute, nachdem ihnen schaftlichem und militärischem Druck durch- bung der Weimarer Demokratie ms Feld ge- einfacher, klarer Sprache den Sachverhalt der ' ’ ■ - - setzen wollen.“ .. führt wurden. Trotz der ausführlichen Rede darlegt. den An die jungen Friedenskämpfer Das Zentralbüro der FDJ richtet anläßlich des 1. Mai folgenden Aufruf' an alle jungen Friedenskämpfer: ^ nem Gebiet besteht, das weder noch Großbritannien gehört . . . Die Note nimmt darauf Bezug, daß sich Trotz der kategorischen Forderungen des die Regierungen der USA, Großbritanniens Friedensvertrages betreffend die Entmilita- Frankreichs und der Sowjetunion, sowie r i si erung und Neutralisierung von Triest Unterzeichnerstaaten in dem am wurde dieses, Gebiet .Ün Südosten von Euro- 15. 9. 1947 in Kraft getretenen Fnedensver- pa in ein von den bewaffneten Streitkräften trag mit Italien dazu verpflichteten, das Ge- der USA und Großbritanniens besetztes USA Tito mindestens so wert und teuer ist wie De Gasperi,, sind sie sich noch nicht klar darüber, wem von den beiden sie den Köder geben sollen. Auf jeden Fall aber verhinderten sie den Frieden in der Stadt und den Abzug der Besatzungstruppen, was besonders im heutigen Zeitpunkt, wo sie auf der Suche nach Häfen sind, in denen sie ihr Atlantikbiet der Stadt Triest als einen Freistaat an- Sprungbrett verwandelt und bedeutet da- P ak t-Kriegsmaterial löschen können, eine fill ahVa*i m am A Anf«AM 4am«ii t Am« n) am LJ a«i4am iJ . . _ _ _ 1 . _ • r* M A fi A f 1 ’C nfrtUM ^i IM Jam T^mi aJam im L, ’»< M AM n VvA _ zuerkennen, dessen territorialer Bestand mit eine Bedrohung für den Frieden und die und dessen Unabhängigkeit vom Sicher- Sicherheit Europas.“ Der amerikanische Außenminister Ache- ’Der 1. Mai 1950 stellt vor alle friedlieben- zu Kampftagen aller jungen Friedenskämp- den Menschen die Aufgabe, den Kampf ge- fer für Frieden und Einheit. Es gilt, JJnter- gen die anglo-amerikanischen Kriegstreiber Schriften zur Aechtung, der-Atopibombe zu UN-aaranhert“ werden "solTte^ und ihre deutschen Helfer zu verstärken sammeln. Sprecht dabei mit den Jugend- . - Außenminister der USA Frank- und für die Aechtung der Atombombe ein- liehen und ihren Eltern über das Deutsch- . , Großbritannien« unH «w Snwiet son außerte sich auf einer Pressekonferenz zutreten. landtreffen und gewinnt neue Teilnehmer. SS’iSSs «Sw 13. 19« efn pfotokoU da ^ gaher)d ' p es “ e bei der So- Der 1. Mai 1950 verlangt von der fort- in diesen Tagen werden wir in verstärk- Unterzeichneten, das* die Wahl eines Gou- WJ ui°i, e ” eme Wiederholung^einer_ An schrittlidien deutschen Jugend Einsatz aller tem Maße mit unseren Friedenlosungen über vemeurs „zum frühest möglichen Zeit- ” ” ‘ i ‘" Kräfte für den Frieden und die demokra- t: che Einheit Deutschlands. Das Deutschlandtreffen und der Kongreß junger Friedenskämpfer sind ein bedeutender Beitrag im Kampf unseres Volkes für die Sicherung de? Friedens, für die Unabhängigkeit und Einheit unseres Vaterlandes. Daher steht vor allen jungen Friedens- das Deutschlandtreffen und den Kongreß junger Friedenskämpfer aufklären. Ueber- all verkaufen wir unsere Zeitung, das „Junge Deutschland“ und die Solidaritätskarten. In den öffentlichen Versammlungen an- p„„«- v„,W und d.d die —. “ÄS große Gefahr für den Frieden in Europa bedeutet. Die sowjetische Note sollte all denjenigen die Augen öffnen, die sich über die Rolle der anglo-amerikanischen Imperialisten in Europa noch nicht im klaren sind. Die Art wir sie die Völker gegeneinander ausspielen, findet in Deutschland ihre Parallele in der Frage der Oder-Neiße-Grenze. Auch hier ging es ihnen, als sie 1945 ihre Unter- Schrift unter das Potsdamer Abkommen Diese Aeußerung ist aber wenig überzeu- setzten, und als Churchill sogar bereit war, gend,^nachdem selbst die reaktionäre „New die polnische Grenze bis vor die Tore Ber- zahl abgetragener Argumente unter Hinzu- Truppen nach den Bestimmungen des italie- Friedensvertraees “ nischen Friedensvertrages bis spätestens r ages ’ Ende Januar 1948 aus Triest zurückgezogen sein müßten. Wie die Note weiter darlegt haben sich die USA, Großbritannien und York Times“ am 22. 4. 1950 feststellen mußte lins zu verlegen, nicht darum, dem polni- läßlich des 1. Mai und insbesondere in den Frankreich nicht nur geweigert, mehreren daß die Sowjetunion „theoretisch einen sehen Volk Wiedergutmachung angedeihen Betrieben, werden wir unsere Delegierten sowjetischen Vorschlägen für den Posten plausiblen Grund dafür hat, auf den Be- zu lassen. Damals hofften sie vielmehr noch kämpfem die Aufgabe, alles zu tun, um den zum Kongreß junger Friedenskämpfer wäh- eines Gouverneurs von Triest zuzustimmen Stimmungen des Friedensvertrages tu be- darauf, durch die Abtretung der Gebiete 1. Mai zu einem machtvollen Bekenntnis len. In den Demonstrationen anläßlich des sondern sie haben sogar ihre eigenen oder stehen, daß ein Gouverneur für den Frei- östlich” der Oder-Neiße-Linie die Herren für diese großen nationalen Aufgaben un- i. Mai werden wir mit unseren blauen Fah- von befreundeten Mächten vorgebrachten Staat bestimmt wird und die anglo-amerika- Mikolajczik und andere Reaktionäre in Po- seres Volkes zu machen. Die erfolgreiche nen und Transparenten teilnehmen, getreu Vorschläge für dieses Amt, zum Beispiel den nischen, Besatzungtruppen zurückgezogen i e n zu stützten. Als dieser Plan fehlschlug Lösung dieser Aufgaben ist gleichzeitig der unserer Losung: Jeder FDJler ein guter Ge- Belgier Buisseret und den Schweizer Flük- werden.“ begünstigten sie entgegen ihrer Unterschrift beste Beitrag zur Organisierung des werkschaftler, und jeder Gewerkschaftler kjger, wieder zurückgezogen, nachdem sich Die Sowjetunion hat bewiesen, daß ihre die deutschen Revanche-Hetzer. Deutschlandtreffens und des Kongresses ein konsequenter Friedenskämpfer! Die die Sowjetunion mit diesen Vorschlägen ein- Regierung jede einmal eingegangene Ver- Sprengstoff für Kriege zu liefern, war bei junger Friedenskämpfer, zur Aufklärung Kampftage werden den Friedenswillen der verstanden erklärt hatte. Schließlich. wei- pflichtung erfüllt und zu ihrem gegebenen Versuchen, Grenzfragen zu schlichten, seit breitester Teile der Bevölkerung über den westdeutschen Jugend zum Ausdruck brin- gerten sie sich im Februar 1949 im Sicher- Wort steht. Die Westmächte dagegen haben je das Ziel der Imperialisten. Das unermüd- Inhalt des Deutschlandtreffens und des Kon- gen. Vorwärts für den -Frieden! Es lebe heitsrat der UN, die Frage der Wahl eines kaum nachdem ihre Unterschrift unter dem liehe konsequente Festhalten der Sowjet- gresses junger Friedenskämpfer. der l. Tdai, der Kampftag der einigen Ju- Gouverneurs von Triest überhaupt zu erör- italienischen Friedensvertrag getrocknet union an den einmal geschlossenen Verträ- Freunde. nur noch vier Wochen trennen gend! Vorwärts zum Deutschlandtreffen der tem. In der Note heißt es wörtlich: war jh r Wort gebrochen und Triest dazu be- gen ist eine wichtige Hilfe für alle Völker, uns vom Deutschlandtreffen. Macht darum Jugend und zum Kongreß junger Friedens- „Alles wird den anglo-amerikanischen nutzt, um Italien und Jugoslawien gegen- um derartige den Frieden gefährdende die Tage vom 30. April bis zum 1. 5. 1950 kämpfer. Pfingsten 1950 in Berliiil Militärbehörden untergeordnet, die ein mi- einander auszuspielen. Am 20. 3. 1948, als sie Pläne zu verteiteln. F. U. 4 1. Mai 1950 Die internationale Bedeutung des 1« Mai Von Max Reimann, Vorsitzender der KPD Auf Beschluß des Internationalen Arbeiterkongresses vom 20. 7. 1889 in Paris demonstrierten die Arbeiter aller Länder am 1. Mai 1890 zum erstenmal unter derselben Fahne für dieselben Forderungen. Das Proletariat hielt, wie Engels in seinem Vorwort des Kommunistischen Manifestes vom 1 Mai 1890 schrieb, „Heerschau über seine zum erstenmal mobil gemachten Streitkräfte mobil gemacht wie ein Heer unter einer Fahne“. Partei Deutschlands durch die Haltung ihrer ins Lager des deutschen Imperialismus •ibergegangenen rechten Führer zerbrach. Die Preisgabe der Grundsätze der internationalen Abeiterbewegung, der Bruch der Beschlüsse der internationalen Kongresse durch die rechten sozialdemokratischen Partei- und Gewerkschaftsführer bedeutete sie gewohnt sind, mit dem' Blute anderer Völker ihre imperialistischen Kriegsziele zu verwirklichen, sollen die Völker Westeuropas, vor allem aber die Bevölkerung Westdeutschlands das Kanonenfutter für die Durchführung ihrer Kriegspiäne stellen. Im Bunde mit den deutschen Imperialisten und ihrem willfährigen Dienen Adenauer bauen gleichzeitig die Spaltung der deutschen Ar- die amerikanischen Imperialisten _ West- beiterbewegung. Nur durch das mutige deutschland zur strategischen Basis des Auftreten Karl Liebknechts im Reichstag Krieges gegen die Sowjetunion, die Volks- „Das Schauspiel des heutigen Tages wird durch seine heldenhafte 1. Mai-Demonstra- demokratien und die Deutsche Demokrati- den Kaiptalisten und Grundherren aller tion 1916 auf dem Potsdamer Platz wurde Länder die Augen darüber öffnen, daß die Ehre der deutschen Arbeiterbewegung heute die Proletarier aller Länder in der wiederhergestellt. Die Spaltung der deut- Tat vereinigt sind.“ (Engels) Der Gedanke des 1. Mai, des internationalen Kampftages für den Achtstundentag, für die wirtschaftlichen und demokratischen Rechte der Werktätigen und für den Frieden brach sich unter den Werktätigen aller Länder immer mehr Bahn. Kein Terror keine Drohungen mit dem Verlust des Arbeitsplatzes, keine von den Unternehmern angelegten schwarzen Listen und keine Polizeiwillkür konnten verhindern, daß die Arbeiter in immer größerer Zahl am 1. Mai durch allgemeine Arbeitsruhe und in mäch- schen Arbeiterklasse, die Koalitionspolitik der rechten sozialdemokratischen Führer, die sich im Fahrwasser der. bürgerlichen Parteien befanden, hatte das Versagen der deutschen Arbeiterklasse in der Revolution von 1918 und das Wiedererstarken des deutschen Imperialismus zur Folge. In der Weimarer Republik kam die Spaltung der deutschen Arbeiterklasse auch in der Tatsache der getrennt durchgeführten Mai-Veranstaltungen der sozialdemokratischen und der kommunistischen Parteien zum Ausdruck. Während (die KPD den sehe Republik aus. So nimmt di« Gefahr eines neuen Krieges, der die Vernichtung unserer Heimat und unserer Nation zur Folge hätte, immer greifbarere Gestalt an Dennoch kann der Krieg verhindert werden. Zum erstenmal in der Geschichte gibt es in der ganzen Welt eine einheitliche Friedensbewegung. Diese Weltfriedensbewegung wächst und erstarkt. Sie erfaßt in allen Ländern der Erde immer größere Volksmassen. Die Völker haben das Grauen des letzten Krieges noch nicht vergessen. Sie wollen keinen neuen Krieg. Gegen den einheitlichen Willen der Volksmassen kann kein Krieg geführt werden. Nicht die Diplomaten, Staatsmänner und Militärs des im- tigen Demonstrationen ihre Forderungen Kampfcharakter des 1. Mai, den Kampf für perialistischen Amerikas und der anderen = ~ : J ■o-j-j j J ,,T *- imperialistischen Länder entscheiden über vor aller Welt verkündeten. Selbst im zaristischen Rußland wurde der 1. Mai durch immer mächtiger werdende Streiks und Demonstrationen gefeiert. .In einem von Stalin verfaßten - Flugblatt des Zentralkomitees der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Rußlands heißt es: „Seitdem den russischen Arbeitern ihre Lage zum Bewußtsein zu kommen begann wollten sie nicht hinter ihren Genossen Zurückbleiben, sie vereinigten sich immer mit dem allgemeinen Chor ihrer ausländischen Genossen, feierten gemeinsam mit ihnen den 1. Mai, ungeachtet der bestialischen Repressalien der Zarenregierung.“ In dem Maße jedoch, wie der durch Bernstein begründete Opportunismus die alte deutsche Sozialdemokratische Partei zerfraß, versuchten die rechten Gewerkschaftsführer wie Karl Legien und die rechten Parteiführer wie David, Heine und Noske dem 1. Mai seinen Kampfcharakter zu nehmen. Der 1. Mai, der Tag des Kampfes gegen Militarismus und Krieg, für den Frieden, für die sozialen Forderungen der Werktätigen wurde mehr und mehr zu einem Frühlingsfest im Grünen degradiert. Damit wurde der 4. August 1914 vorbereitet, der Tag, an dem die große Sozialdemokratische den Frieden und für die Rechte der Werktätigen in Kundgebungen und Demonstrationen betonte, feierten die rechten, sozialdemokratischen Partei- und Gewerkschaftsführer den 1. Mai in Familienfesten außerhalb der Großstädte. Indem die rechten sozialdemokratischen Führer dem internationalen Kampftag der Arbeiterklasse seinen Kampfcharakter nahmen, die Spaltung der Arbeiterklasse vertieften, lähmten sie zugleich die einzige Kraft, die in der Lage gewesen wäre, den Kampf gegen Faschismus und neue Kriegsgefahr erfolgreich zu führen. Nur so wurde der Sieg des Faschismus in Deutschland und die Schändung des Gedankens des 1. Mai Krieg und Frieden, sondern einzig und allein die Volksmassen. An der Spitze der Weltfriedensbewegung steht die mächtige Sozialistische Sowjetunion, die zusammen mit den vom Imperialismus befreiten Völkern der Volksdemokratien und Chinas einen Block von 800 Millionen Menschen bildet In der Weltfriedensbewegung stehen aber auch die um ihre Freiheit, ringenden kolonialen Völker und die den Frieden wünschenden Volksmassen in den kapitalistischen Ländern, wie Frankreich, Italien usw., stehen'selbst die Volksmassen in England und in den USA. Kein imperialitischer Kriegstreiber kann es wagen, gegen den Willen der Völker die Menschheit in einen neuen furchtbaren Krieg zu. treiben, wenn die friedliebenden Menschen in. aller Welt in einer einheitlichen Front gegen den Krieg kämpfen. Auch die Bevölkerung Westdeutschlands gehört in diese Friedensfront Sie muß erkennen, daß man erfolgreich für die Verteidigung des Friedens kämpfen kann und kämpfen muß. Nur als Teil der großen Weltfriedensfront kann unser Volk einer neuen und glücklichen Zukunft entgegengehen. Die Unterschriftensammlung für den Frieden, zu der das westdeutsche Komitee der Kämpfer für den' Frieden aufgerufen hat upd der 1. Mai bieten der Bevölkerung Westdeutschlands die Möglichkeit, der ganzen Wölf ihren Friedenswillen zu demonstrieren und den imperialistischen Kriegstreibern zu zeigen, daß sie nicht gewillt ist das Blut ihrer Jugend für die größenwahnsinnigen Weltherrschaftspläne der. amerikanischen und deutsechn Imperialisten zu opfern. Besonders die Arbeiterklasse gehört in die vorderste Reihe des Kampfes fiir den Frieden. Unter den Forderungen des l.Mai steht an erster Stelle der Kampf gegen Militarismus und Kriegshetze, steht der Kampf für den Frieden. Darum müssen vor allem die Organisationen der Arbeiterklasse, die Gewerkschaften, in den Kampf um den Frieden eingeschaltet werden. Die rechten Gewerkschaftsführer in Westdeutschland, die Böckler und Tarnow, entfremden heute die Gewerkschaften ihrer eigentlichen Aufgabe: den Kampf für die Interessen der arbeitenden Massen zu führen. Unter- dem Einfluß der AFL stehend unterordnen sie die Gewerkschaften der Kolonialpolitik und den Kriegsplänen der amerikanischen Imperialisten. Indem die rechten Gewerkschaftsführer gegen die konsequentesten Arbeitervertreter, die Kommunisten und fortschrittlichsten Gewerkschaftler kämpfen, leisten sie den deutschen und ausländischen Imperialisten Vorschub. Es ist die Aufgabe aller fortschrittlichen Gewerkschaftler innerhalb ihrer Organisation dafür einzutreten, daß die Gewerkschaften, entsprechend ihrer Zielsetzung wieder zu Kampfesorganisationen für die Interessen der werktätigen Massen und für den Frieden werden und die Gewerk- ' Schaftseinheit erhalten bleibt. Der 1. Mai wird in diesem Jahre den unerschütterlichen Kampfeswillen der Werktätigen aller Länder für die Verteidigung des Friedens zum Ausdruck bringen. Darin liegt seine gewaltige internationale Bedeutung in der heutigen Zeit. Die Werktätigen Westdeutschlands werden durch die Einzeichnung in die Unterschriftenlisten und in mächtigen Maidemonstrationen aller Welt zeigen, daß sie sich als Teil der Weltfriedensbewegung fühlen und daß sie bereit sind, für die Erhaltung des Friedens zu kämpfen. ' Hunderte Millionen Unterschriften unter den Aufruf zum Verbot der Atomwaffe! Der Aufruf der Stockholmer Tagung des schriftensämmlung in Dutzenden Millionen Westeuropas werden Unterschriften gesam- _ _ _____ Ständigen Komitees des Weltfriedenskon- Exemplaren zu vervielfältigen. Dieser Vor- melt In den USA Unterzeichneten bereits durch die 'Hitlerbanditen möglichrso wurde gresses hat die Völker vor die wichtigste druck wird jeder französischen Familie, ganz Zehn tausende den Aufruf des Ständigen Ko-- ■ - — ■ - - - ”-—— J - T “- J; - gleich ob der Familie eines Reichen oder mitees. In China, Polen, Ungarn, Bulgarien aber auch die Katastrophe des 2. Weltkrieges über unser Volk und die Völker Europas heraufbeschworen. * Heute, kaum fünf Jahre nach der Beendigung des 2. Weltkrieges erhebt sich die Kriegsgefahr drohender denn je vor unserem Volke und vor den Völkern der Welt Der traurige Ruhm Hitlers läßt die amerikanischen Imperialisten nicht schlafen. In Frage gestellt, von deren Lösung die Ge schicke des Friedens in vieler Hinsicht ab- hängen. Das ist die Frage des Verbots der Atomwaffe als einer Waffe zur Terrorisierung und Massenvernichtung von Menschen. Die Enfaltung einer Massenbewegung ganzer Völker für das Verbot der Atomwaffe und die Sammlung von Millionen Unterschriften für den Aufruf des Ständigen Koseinen Fußtapfen wandelnd, bereiten sie mitees bilden jetzt die zentrale Aufgabe des einen dritten Weltkrieg vor, um auf diese Kampfes für den Frieden. Menschen, die an- Weise ihre Weltherrschaft zu errichten. Da Aufruf des Bundesvorstandes des FDGB au die westdeutsche Jugend! Nun erst recht zum Deutschlandtreffen! Je näher das Deutschlandtreffen der Jugend heränrückt, um so größer wird die Nervosität. der Feinde der deutschen Einheit. In dem Bestreben, die gewaltige Kundgebung für den Frieden zu verhindern, stimmen die Interessen der anglo-amerikani- ,chen . Imperialisten mit allen reaktionären ’ räf ten in Deutschland überein. Die westdeutschen Gewerkschaftsführer versuchen in blinder Wut über die ständig Jugend teilzunehmen. Der Wille zur Einheit und zum Kanmf für den Frieden ist unter der Jugend in Westdeutschland und Westberlin stärker, als alle Verbote und Schikanen der westdeutschen Gewerkschaftsführer. Wir richten an alle Betriebsarbeiter, Betriebsräte,, und, Gewerkschaftsfunktionäre Westdeutschlands den Appell, die Vorbereir tung zum Deutschlandtreffen der Jugend zu unterstützen und die Voraussetzungen für wachsende Friedensfront, die fortschrittliche die Tei inahme breitester Teile der werktäti- gen Jugend am Deutschlandtreffen Pfing- Beschluß des Bundesvorstandes des DGB die Zusammenarbeit mit der FDJ sofort einzustellen und alle FDJ-Mitglieder aus den Gewerkschaften auszuschließen, ist ein neuer Anschlag auf die Rechte der werktätigen Jugend. Diese Maßnahme der Bock nehmen, keinerlei Unterschriften seien imstande einen Krieg abzuwenden upd die friedliche Bevölkerung vor der Vernichtung durch Atombomben zu retten, irren sich zutiefst. Die Listen der Unterschriften für den Aufruf, der die Atomwaffe verurteilt, sind keine papiernen Blätter, keine einfache Aufzählung der Namen von Russen und Amerikanern, Eigländern und Deutschen, Franzosen und Polen, Chinesen und Japanern oder von Vertretern aller anderen Völker der Welt. Durch die Unterschriften werden Millionen und aber Millionen Menschen, Arbeiter, Bauern Intellektuelle und andere Schichten der Bevölkerung, den unbeugsamen Willen und die Entschlossenheit bekunden, den Frieden zu schützen. Die' WeItbewegung T dÖr Friedensanhänger ' vereint in ihren Reihen nicht nur die Kommunisten und die mit ihnen Sympathiesie- renden, sondern alle Menschen, die guten Willens sind. Der französische Abt B o u - 1 ier, der kanadische Missionar Endicott, der ehemalige stellvertretende Justizminister der USA, Rechtsanwalt I. Rogge und viele andere sind keine Kommunisten. Als sie den Aufruf des ständigen Komitees des Weltfriedenskongresses Unterzeichneten, haben sie Gib deine Unterschrift für den Friedenr 'w, R sten 1950 zu schaffen. Bildet in allen Betrieben Ausschüsse für das Deutschlandtreffen! Die werktätige Jugend rufen wir auf, alle Kräfte .einzusetzen, um die Front des , J ... l .t unanl ?1 ucr ouu T Friedens zu stärken! Der Wille und Kampf umexzecomeien, naoen sie ler und Focher ist eine ihrer vielen gewerk- für die Einheit und den Frieden kann nicht lhre P olltlschen Anschauungen, die mit den verboten werden, deshalb trotz allem: iv? s *^! uun ® e i! der Kommul J isten i nicht über- ' , ., ,, .. , einstimmen, keineswegs aufgegeben. „Vorwärts zum Deutschlandtreffen der D; e ständige Kommission der Friedensbe- aeutschen Jugend. . wegung in Frankreich wandte sich an alle de- Bundesvorstand des FDGB mokratischen Organisationen des Landes mit gez. Herbert Warnke dem Aufruf, den Vordruck für die Unterschaftszersetzenden Handlungen. Sie ist eine grobe Verletzung der innergewerkschaftlichen Demokratie und steht in krassem Widerspruch zu den Satzungen der westdeutschen Gewerkschaften. Die Gewerkschaften sind aber nicht Böckler und Föcher, sondern dii fünf Millionen Gewerkschaftsmitglieder in 'Westdeutschland. Wir sind überzeugt, daß die Gewerkschaftler in den Betrieben sich gegen die Spaltungspolitik der Böckler und Co. wehren und die Einheit der Gewerkschaften verteidigen werden. Die Ablehnung der Zusammenarbeit mit der FDJ zeigt mit aller Deutlichkeit, daß die- westdeutschen Gewerkschaftsführer weder Vertreter der Einheit, noch Freunde der Jugend sind. Warum sollen denn die Gewerkschaften nach Böcklers Meinung mit der FDJ nicht mehr Zusammenarbeiten? Etwa deshalb, weil die Jungen und Mädel für einen dauerhaften Frieden, für ein einheitliches. demokratisches Deutschland und den Abzug der Besatzungstruppen kämpfen, eines Armen, eines Arbeiers oder Unternehmers, Geistlichen oder Lehrers, vorgelegt werden, um die Unterschriften aller Familienmitglieder zusammeln. Auch in Italien und anderen Ländern Das Porträt der Feinde der DDR Dritter Verhandlnugstag im Dessauer Wirtschaftsverbrecher-Prozeß Dessau (EB). Zu Beginn des dritten Verhandlnngstages gegen Herwegen und Komplicen wurde nochmals der Angeklagte Müller, der ehemalige technische Direktor des DCGG-Konzerns, vernommen. Der große Saal war bis auf den letzten Platz von Werktätigen aus allen Teilen der DDR besetzt. Nach einer Ermahnung des Gerichtspräsidenten, angesichts des vorliegenden erdrückenden Beweismaterials nicht ewig zn leugnen, antwortete Müller erstmalig mit einem klaren „Ja“, als er gefragt wurde, ob mit seiner Hilfe 800 000 Mark aus dem Vermögen der DCGG zum Aufbau eines Elektro - Groß- ___ _ _ _ _ _ handels-Geschäftes nach Magdeburg verschoben wurden. Die Verhandlung wurde dann den damaligen Stadträt'und heutigen Leiter mit der Vernehmung des Angeklagten Katz fortgesetzt. der Westberliner Verwalt ung Reuter, so- Katz war der Direktor der Dessauer Zuk- Sozialismus in den Konzentrationslagern an . < * en Stadtkämmerer. Haas. Der kerraffinerien, Präsident der Industrie- und ermordet wurden. Ein volles Schuldbe- Kau «.rlös wurde an die westdeutsche DCGG Handelskammer Dessau und Vorsitzender kenntnis legte Katz ab, als er sich zu seiner verschoben.^ „Ich_ bedauere diese Handlung war. SiiAon gab zu, daß er Aktien im Werte von einer Million Mark der Charlottenburger Wasserwerke, die der DCGG gehörten, nach Westberlin brachte und dem Westberliner Rechtsanwalt Koenemann Übergab. Dieser verkaufte die schon längst in Volkseigentum übergeführten Werte an ien, werden in'.den Städten und Dörfern, in den Betrieben, * Kontoren, Dorfgenossenschaften usw. neue Friedenskomitees gebildet, die bei der Sammlung von Unterschriften zum Aufruf des Ständigen Komitees zweifellos eine überaus wichtige Rolle spielen werden. Die Interessen der Wahrung des F die Lebensinteressen der gesamten fortschrittlichen Menschheit erfordern, daß dieser Kampagne viel größere Ausmaße und Or- ganisiertheit verliehen werden. Die Unterschriftensammlung muß jetzt im Brennpunkt des Kampfes aller demokratischen Organisationen für den Frieden stehen Jede Ver- oder weil sie die 42- und 45-Stunden-Woche ^j es Aufsichtsrates des DCGG-Konzem. Katz in der Voruntersuchung gemachten Aussage beu ^ e sehr“, erklärte Simon. mit Lohnausgleich, einen erhöhten Urlaub gleichen Lohn für gleiche Arbeit, Ausbildungsmöglichkeiten und Einreihung in den Arbeitsprozeß für alle Jugendlichen fordern? Wir können uns vorstellen, daß die westdeutschen Gewerkschaftsführer keine Freude an solchen Forderungen finden, weil sie sich gegen ihre Marshallplan-Politilri gegen das Besatzungs- und Ruhrstatut richten, denen sie ihre Zustimmung gegeben haben. Um so mehr muß die werktätige Jugend gemeinsam mit den älteren Kollegen in den Betrieben den Kampf für diese Forderungen führen. wird sich nach Abschluß des Desauer Prozesses auch noch in einem Kriegsverbrecherverfahren zu verantworten haben. In der von ihm geleiteten Dessauer Zudcerraffi- nerie wurde während des Krieges das berüchtigte Zyklon-B hergestellt, mit dem hunderttausende von Opfern des National- Ab L Mal In Kraft Aus dem Gesetz der Arbeit in der DDR § 1 1. Jeder Bürger der Deutschen Demokra tischen Republik hat das Recht auf Arbeit bekannte: „Man kann doch nicht verlangen. Die Vernehmung des Angeklagten Pauli daß ich meiner eigenen Enteignung zu- lieferte ein neues Beispiel dafür, welcher stimme. charakterlosen und verbrecherischen Na- Im weiteren Verlaute der Verhandlung turen sich die Monopolisten zur Verwirkli- wurde der ehemalige Landgeriditsdirektor chung ihrer volksfeindlichen Pläne bedien- in Dessau, Ernst Simon, vernommen, der als ten. Als ihm der Generalstaatsanwalt seine „juristischer Hilfsarbeiter“ bei den verbre- Verbrechen am .Volkseigentum vor Augen cherischen Konzern-Manipulationen mitge- hielt, erklärte Pauli zynisch, er leugne seine i Simon ß ab zu - da ß er sich über „innere Abneigung“ gegen die demokrati- die Enteignung des Konzerns im Klaren sehe Ordnung keineswegs. Ruf an die müfen ..... Be* einer Zusammenkunft des Präsidi- plante Einbeziehung Westdeutschlands in Junge Kolleginnen und Kollegen! Ihr steht Eg mu g ihm ein seinen Fähigkeiten ent- ams “er Aktionsgemeinschaft der Jugend für den Europapakt und damit in den atlantisch in diesem Kampf nicht allein, sondern an sprechender and zumutbarer Arbeitsplatz Deutschland am 22. und 23. April en Militärblock die akute Friedensbedrohnne Euerer Seite stehen 5 Millionen Gewerk- nachgewiesen werden. 1950 in Braunschweig stand das Deutsch- schaftler der Deutschen Demokratischen „ . landtreffen im Mittelpunkt der Beratungen. 8 * Es ist nachgerade sonnenklar, daß das Republik. Stärker als jemals ist der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund mit der *• Io unserer neuen demokratischen Ord- Freien Deutschen Jugend verbunden. Die' mmg, in der die Schlüsselbetriebe dem Jugend in der Deutschen Demokratischen Volke gehören, wird das Mitbestimmungs- Republik hat das Vertrauen, das in sie ge- recht der Arbeiter und Angestellten als die setzt wurde, durch ihr kämpferisches Ein- entscheidende Kraft im Staate in der Füb- treten für den Frieden und durch ihre Arbeit am Aufbau unserer demokratischen Wirtschaft voll gerechtfertigt. Sie konnte dieses aber nur, weil sie den .richtigen Weg in eine friedliche Zukunft des deutschen Volkes erkannt hat und vereint und entschlossen diesem Ziel entgegengeht Immer größer wird die Zahl der Jugendlichen in Westdeutschland, die bereit und entschlossen ist, am Deutschlandtreffen der rung der Wirtschaft durch die demokra tischen staatlichen Organe verwirklicht 2. Die freien deutschen Gewerkschafter sind die gesetzlichen Vertreter der Arbeiter und Angestellten zum Schutz ihrer Arbeitsrechte und Interessen in der Produktion, anf dem Gebiet des Arbeitsschutzes, der Einhaltung der im Gesetz festgelegten Arbeitsbeding'-- -en und des * „hnes, in den Betrieben und Verwaltungen. Deutschlandtreffen der Jugend in Berlin ein Bekenntnis zur Einheit Deutschlands and cum Frieden sein wird. Wir verdammen daher die verantwortungslose Hetze einiger westdeutscher Politiker und Publizisten, die verschärft Wir schließen uns den in allen deutschen Ländern immer lauter werdenden Protesten gegen die Versuche der Remilitarisierung an, insbesondere aber verurteilen wir die Anwerbung deutscher Menschen für Söldnerheere. Wir rufen noch einmal die deut- . Meses Treffen deutscher Jungen und Mädel sd> f »uf,_si(* am Deutschlandtreften ’ls einen Putschversuch hinstellen wollen. Wir protestieren aufs Schärfste gegen die > ndemokratischen Maßnahmen, die die westdeutsche Jugend an der Teilnahme sn behindern suchen. Das Deutschlandtreffen der Jugend gewinnt für den Frieden und für die Wieder- vercin'gnng Deutschlands eine um so größere Bedeutung, als die in diesen Tagen ge- zu beteiligen und sich bei unseren örtlichen Aktionsausschüssen oder bei den vorbereitenden Komitees für das Deutschlandtreffen zu melden. Wir bitten die örtlichen Aktionsausschüsse gemäß den Richtlinien von Stattgart, Bad Harzburg and Bochum ihre Werbe- und Aufklärungsarbeit noch breiter zu entfalten. Braunschweig, den 23. April 1950 Sammlung, jede Demonstration, alle Mittel der Massenarbeit müssen ausgenutzt werden um die Unterschriftensammlung zu verstärken. Um den Aufruf des Ständigen Komitees des Weltfriedenskongresses in jedermanns Hände zu bringen, ist es Pflicht und Schuldigkeit aller aufrechten Friedensanhänger und der gesamten fortschrittlichen Presse ihre Anstrengungen und ihre Energie zu verzehnfachen und so vorzugehen • f- ruf in alle Winkel der EH» Bedeutung zu erläutern und dadurch den Plänen der Kriegstreiber eine- Schlag zu versetzen, Die Friedensanhänger — Millionen und aber Millionen Mernschen in Europa, Asien. Amerika, Afrika und Australien: Arbeiter und Bauern. Männer. Frauen und Jugendliche — werden die Welt vor der Gefah. eines neuen Krieges retten / 1. Mai 1950 Seite iiii rikanlsche Wahrheit“ Im Haushaltsplan 72 Millionen für Besatzungsmacht und nur 58 Millionen für die Bevölkerung —CDU und D V P decken die erhöhten Besatzungskosten — SP D enthält sich der Stimme Der Mannheimer Haushaltsplan ist durch zwei Ziffern gekennzeichnet. Von 130 Scheidung ausgewichen. In dieser Frage Aufhebung der Zuzugsbestimpiungen aufge- gus eben dem gleichen Kreis geschenkt wor- Millionen. die über den Etat laufen, fließender Besatzungsmacht 72 Millionen zu und^ibt es keine nur 58 Millionen Mark stehpn der Stadtverwaltung zur Verfügung. Während die in Stellungnahme. Mannheim^ verausgabten Besatzungskosten um 12 Millionen gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind, sind die in Mannheim verbleibenden Mittel von 60 auf 58 Millionen gesunken. Die kommunistische Fraktion im Stadtrat hat bei den Haushaltsberatungen als erste s diese Frage angeschnitten. Sie beantragte, dafl der Mannheimer Stadtrat zu den ungeheuren. Besatzungskosten folgende Erklärung abgibt: Der Mannheimer Stadtraf nimmt mit stärkstem Befremden davon Kenntnis, daß bei einem Gesamt-Etat von rund 130 Millionen 72 Millionen der Besatzungsmacht zufließen; dies um so mehr, als gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung von 12 Millionen für Besatzüngskosten vorgenommen wurde. Es kann der Bevölkerung nicht zugemutet werden, die Kosten für die Besatzung und zur Finanzierung einer strategischen Stützpunkte-Politifc in ‘dieser ungeheuerlichen Höhe zu tragen. Neutralität. Sie erfordert worfen werden. -Diese Probleme-sind über dän. Werth wir bei .einer Reihe Steuern, Nacht da, sie werden auch bei der Etat-Be- die unmittelbare Bedeutung für die Ge Dieser Antrag der kommunistischen Fraktion wurde mit den Stimmen der DVP und CDU bei Stimmenthaltung der SPD abgelehnt. CDU und DVP finden es also ganz und gar in Ordnung, daß 'die erdrückende Last dieser hohen Besatzungskosten von der Be- Wir sind der festen Ueberzeugung, daß der von der kommunistischen Rathaüsfrak- tion gestellte Antrag über die Besatzungskosten der Zustimmung aus allen Bevölkerungskreisen sicher ist. Wir sind ebenso der Ueberzeugung, daß die sozialdemokratischen Arbeite^ kein Verständnis für die Haltung ihrer FÄktion haben. , Wir. bringen nachstehend die Ausführungen der Vorsitzenden der kommunistischen Rathausfraktion, Frau L a n g e n d o r f, in der Hauptdebatte über den Haushaltplan im Mannheimer Stadtrat. In dieser Debatte war Der Steuerbetrug ratung gesehen, doch wo sind die Mittel da- -fneinden haben, einen Rüdegang der Ein- für, ihnen beizeit -begegnen zu können? nahmen verzeichnen, dapn wollen wir fest- l halten, daK.dies nicht allein durch natür- * liehe, GrüUce verursacht ist, sondern daß In den. letzten J,ähren war sehr viel <$e dabei die‘4*o viel beklagte mangelnde Rede über die Sfeuerehrlichkeit, d. h., daß Steuerehröchkeit noch mitspricht. Ich sage sie fehle. Die Renner Steuerreform scdRe dies im Hintpfck auf die Entwicklung der nach den zunächst erlassenen Amnestien Einkommen^vund Gewerbesteuer und will für Steuersünder die Steuermoral höben. Die Beträge, um die vorher Staat und Gemeinden durch Steuersünder betrogen ■Wurden, sind im Bonner Steuergesetz im Vor- nicht versäumen zu erwähnen, daß der schaffende und ärmste Teil der Bevölkerung der fehrilchste Steuerzahler ist, bei dem nur mit 100 Prozent gerechnet wird. völkerung getragen werden müssen. Alles bezeichnend, daß nicht ein einziger Sprecher Reden ihrer Vertreter, wie sehr ihnen das Wohl der Stadt Mannheim und seiner Bevölkerung am Herzen liege, entlarvt sich an dieser Tatsache als pure Heuchelei. Die sozialdemokratische Rathausfraktion ist mit ihrer Stimmenenthaltung einer klaren Ent- der übrigen Parteien die von 60 auf 72 Millionen angewachsenen Besatzungskosten erwähnte. \ Die kommunistische Fraktion hat allein in der Hauptdebatte die politischen Seiten des Gemeindehaushalts herausgearbeitet. Rede der Genossin Langendorf zum Haushaltsplan Meine Damen und Herren! Millionen Mark Steuergelder, die in Mann- Ais ich- den vorliegenden Etat der Mann- heim von der Besatzungsmacht ausgegeben heimer Stadtverwaltung die letzten Tage werden, dient ein wesentlicher Teil kriege- durcharbeitete, beschäftigten mich Nach- rischer Vorbereitung. richten des Radios und der Presse. Ich Aus Anlaß von Erörterungen bestimmter hörte und las in diesen Tagen häufig von Situationen inj Falle eines kommenden der Absicht des amerikanischen Präsiden- Krieges, sah ich eine Skizze, die einer ame- ten Truman und seiner Regierung, einen rikanischen Zeitschrift 7 entnommen war. Feldzug für die Wahrheit gegen den Kom- Es war die evtl, notwendig werdende Zer- munismus in der. Welt zu eröffnen. Da.s stömng eines strategischen Zwischenfeldes erste, was mir bei der Betrachtung des in Europa versinnbildlicht. Die amerika- Mannheimer Etats auffiel, war eine „ame- nische Kartenskizze enthielt neben einer rikanische Wahrheit"', die gar nicht ein- Reihe Punkte an der Rheinlinie, über de- dringlicij genug ubsä sar Bevölkerung zum nen die Pilze entladener Atombomben Bewußtsein gebrächtTwerAn kann. Diese standen, auch einen solchen Pilz über der Wahrheit drückt sieh • in zvjei ^iffern aus. Stadt Mannheim. Der Aufwand von 72 Mil- Mannheim dürfte uns wohl ein Stück auf der» Weg zu der erschütternden Erkenntnis führen, warum solche Erwägungen angestefit und auf einer Karte ein Atompilz über Mannheim verzeichnet ist. Wir fordern: Wenn wir Kommunisten zu dem Etat, wie er uns vorliegt, Stellung nehmen, tun wir es nicht ohne als erstes stärksten Protest gegen die über den Etat laufenden 72 Millionen Mark/ für Besatzungszwecke zu erheben. Wir 7 tun es nicht ohne zum wiederholten Male bei dieser Gelegenheit die Bürger seien, die sehr wenig Anteil aÄi Auf- Forderung auszusprechen, nach Abzug aller bringen der Gemeindesteuern haben. Daran Den Löwenanteil politisch umgerechnet Ein Wort an die Vertreter der bürger- Mark, die aus gemeindeeigenen Steuern^ liehen Parteien, wenn wir schon bei den vereinnahmt werden. Der gewerbliche Mit- Steuem sind. Ich wünschte, die Arbeiter- telstand, die Haus- und Grundbesitzer und schaft würde einmal den gleichen Lärm die Geschäftsleute spielen dabei keine an- über die Steuern machen, wie wir es von dere Rolle,' als die der Unterkassierer der der anderen Seite gewohnt sind. Wir könn- Gemeindekasse. An dem Tatbestand ist ten dann etwas erleben. Eines will ich un- nicht zu rütteln, daß die große Masse der umwunden aussprechen. Mir ist nicht he- Bevölkerung, "die Schaffenden, die Haupt- kannt, daß anderwärts eine vernünftigere beteiligten beim Aufbringen der Mittel zum Handhabung der Gewerbesteuer, als in Bezahlen der gemeindeeigenen Steuern sind. Mannheim besteht Die Staffelung der Ge- Vielleicht macht man sich einmal die Mühe, werbesteuer in Mannheim kennzeichnet ein Bemühen, den wirklichen Verhältnissen ge- recht zu werden. Ich glaube, Stadtverwaltung und Stadtrat können sich darauf etwas zugute halten. Im Verlaufe des letzten Jahres ist von einem der Verwaltung angehörenden Vertreter einer Partei behauptet worden, daß die Mehrheit des Mannheimer Stadtrates Fordert am 1. Mai: Arbeiterwohnungen statt Besatzungskosten Von 130 Millionen Mark, die .'der Etat enthält, 'bleiben für die Industriestadt Mannheim Üei eirter Bevölkerung von mehr als 240 000 und für die vielgestaltigsten Auf-- gaben auf den Gebieten des öffentlichen Lebens ganze 58 Milloirien Mark Übrig währenddem die Besatzungsmacht in Mahn-» heim, — wir wissen nicht; üiie stark sie ist, aber sie stellt sicher nur einen winzigen Bruchteil, gemessen ah. der Zahl unserer /Einwohnerschaft dar — für sich allein 72 Millionen Mark benötigt, die über den Mannheimer Etat laufen. Eine bittere Wahrheit, von der wir im 5,Wahrheitsfeldzug“ der Amerikaner, unserer Besatzungsmacht, nichts erfahren werden. 72 Millionen Mark in Mannheim als Teil von viereinhalb Milliarden Mark, die,-im Bundesstaat von der Bevölkerung aufgebracht werden müssen. Statt Senkung Erhöhung der Besatzun^skosten Im vergangenen Jahr fielen von 120 Millionen Mark des.Etats 60 Millionen .der lionen Mark für die Besatzungsmacht in Besatzungstruppen und dem Abschluß eines Friedensvertrages mit Deutschland. Bonner Politik schafft auswegslose Etat-Situation wurde die Bemerkung geknüpft, es sollten d i e im Stadtrat zu bestimmen haben, die in erster Linie die Gemeindesteuern zahlen. Dazu will ich ein Wort sagen. Nicht so sehr wegen der auftauchepden Version eines preußischen Drei-Klassen-Wahlrechts für Gemeinden, sondern um die tatsächlichen Verhältnisse in Erinnerung zu rufen. von den 17 Millionen Mark auf 58 Millionen, die Besatzungskosten mit eingerechnet, von 17 auf 130 Millionen zu schließen und erklärt uns dann, wer davon den Löwenanteil trägt. Wenn ich diesen politisch umrechne, dann ist die arbeitende Bevölkerung in Mannheim, dann sind die treuesten Steuerzahler, trotz bestehender Arbeitermehrheit im Mannheimer Stadtrat immer noch nicht zahlreich genug vertreten. Ich sage dies insbesondere für einige Herren Daß diese Vertreter die eigene Spur schreckt, freut uns, aber ihre Verantwortlichkeit ist damit nicht, aufgehoben. Meine Damen und Herren l Stößt uns der Mannheimer Etat mit seinen beiden herausfordernden Ziffern, 58 Millionen die uns bleiben und 72 Millionen. die an die Besatzungsmacht gehen, n.«-—J _ n _:_i -„„t auf bestimmte kritische Momente der toter- Drosselung der Gememdemittel nationalen Situation, dann tobA - auch ebenso - Der Herr Oberbürgermeister hat in sei- auf Fragen-, „die Apgelegg-nheit der inneren men Ausführungen treffend gesagt, daß die Politik—‘Wenn idGeS so nennen darf — des .Gemeinden heute Kostgänger der Länder westdeutsch»* Bundesstaates sind. Wäh- -geworden Bind. In dem Maße, als sie es ge- ^ . ni [[ rend man bei der MlUionärs-Regierüng in worden sind, haben sie von ihren Hoheits- schafT und" eincTkaum Bonn und bei der Mehrheit im Bundestag rechten, von ihrem Bereich der Selbstver- anf allen möglichen Wegen der Industriel- wsltung verloren. Als Kostgänger der Län- len den Reicher. Millionen um Millionen zu- der werden die Gemeinden auf immer geschanzt, die Kosten des zweiten Weltkrie- ringer werdende Rationen gesetzt, trotzdem ges, des Bankerotts des Hitlerreichs und die die Aufgaben, die durch die Länder zuge- Ausgaben für die Besatzungsmacht auf die wiesen werden, nicht geringer, sondern Im Mannheimer Etat stehen 1.7 .Millionen Stadträte von ejer DVP. Gegen die Kulturdemontage in Mannheim Schultern des schaffenden Volkes wälzt, Stadtv«rälllftkl®'tif»fr gesäsinAensoyiel, d§£. drosselt, .digse .Politik .die Inebgösfähigkeit. Besatzungsmacht zu. Obwohl der : Etat um der Gem einde n und stellt Stadt- und Geld Millionen erhöbt ist,--kann die Maim-, meindevSwSltungen vor aißweglos^Etat-* heimer Stadtverwaltung nun doch über nicht mehr als 58 Millionen Mark verfügen. Dabei ist die Bevölkerung gewachsen, die Aufgaben and größer geworden, aber nur für die Besätzungsmacht gibt es ein Anwachsen der Mittel von 60 auf 72 Millionen Mark. Dies in der gleichen Zeit, wo zuni Ueberdruß oft von einer bedeutenden Senkung der Besätzungskosten gesprochen wurde. Dies war wohl auch eine der-„amerikanischen 'Wahrheiten“. Amerikanische Hilfe, die uns - umbringt Es wäre sicherlich verkehrt, in den 72 Ware sicnerncn verisenrt. m Millionen Mark für die Besatzungsmacht nur die ungeheuere finanzielle Belastung, die diese für unsere Bevölkerung bedeutet, zu sehen und andere wesentliche Seiten der Angelegenheit dabei außer Acht zu lassen. Viereinhalb Milliarden Mark im Bundes- Sitvationen. Ich will daran erinnern, daß die Kapitalinvestitionen seit der Währungsreform eine beträchtliche Milliardenhöhe erreicht haben, die zur Voraussetzung die in Bonn betriebene Politik der hohen Preise und niedrigen Löhnen hat. Ich will daran erinnern, daß die sogenannte Steuerreform, die nach den Veto der Hohen Kommissare in Bonn die Krisenluft erzeugt hat, denselben Schichten erneut Milliarden durch Ein- korrrmensteüersenkung schenken soll. Dem schaffenden Volk ist. für die beträchtliche Arbeitslosigkeit — die offizielle und inoffizielle zusammengerechnet — von drei Millionen als „Erfolg“ dieser Politik beschert worden. Daß an einer Industriestadt, wie Mannheim, die große Arbeitslosigkeit nicht ohne Spuren zu hinterlassen, vorbeigeht, Hegt auf der Hand. Ebenso daß. wir die nachteiligen Auswirkungen! mittelbar und unmittelbar für den Etat efer Stadt daraus haben. Staat, 72 Millionen Mark allein in Mannheim für die Besatzungsmacht, geben zu der Seblstvcrwaltttn g ste ht au | demSpid Gegenüberstellung zu dem als „Hilfe“ be- zeichneten Marshallplan-Geschäft eine böse Verlustbilanz für-uns. Man hilft uns ins "Elend und in den Abgrund. Auch darüber hören'wir nichts im Verlaufe des amerikanischen „Wahrheitsfeldzuges“, obwohl alle Schwierigkeiten, vor denen — hier wie anderswo — eine Stadtverwaltung und ein Stadtrat bei der Aufstellung Ihres Etats stehen, darin ihre allgemeine Ursache haben. Warum Atompilz über Mannheim? 72 Millionen Mark verwendet und verbraucht die Besatzungsmacht in einem Jahr in Mannheim ujid dessen Umgebung. Zu welchem Zweck? Sicherlich zu vielen, aber auch dafür, die ’militärstrategische Bedeutung Mannheims zu erhöhen. Von den 72 Gilp deine Stirrirxie Zeichne dich ein in die Unterschriftenliste! Bei der Etat-Beratung steht etwas mehr auf dem Spiele, als das Kopfzerbrechen, das sich ehrlich bemühte Stadträte über die unter den politischen Voraussetzungen, wie sie in Westdeutschland bestehen, nicht zu lösende Finanzierungsfragen machen. Es steht überhaupt das Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden auf dem Spiele, dessen Grundlage immer schmäler wird. Wir Kommunisten wollen bei den Etat- Beratungen diese Seite der Frage nicht übersehen und sie auch nicht bei unserer Entscheidung über den Etat unberücksichtigt lassen, denn für diesen Zustand gibt es eine politische Verantwortlichkeit. Die' Schuld gibt. Bonner Mehrheitsparteien, die die Re- Die Mittel, die den Gemeinden und der g'erung Adenauer tragen, sollen ja auch im Stadt Mannheim aus dem Notstock zuflie- Mannheitoer Stadtparlament vertreten sein, ßen, werden von Jahr zu Jahr geringer, Wie aus dem Etat hervorgeht, beträgt der Ab- :»C HOrtQntal schneiden. Eine Frage will ich aber noch herausgreifen. Unser wirtschaftliches und politisches j n d Stadtrat sollten sich dessen bewußt sein, wenn über das Nationaltheater gesprochen und entschieden wird. Gegenüber dem (Dec dunkle (Raum Von Emil Ginkel Aus meiner Kindheit weiß ich einen dunklen Raum. Wir hatten einen Baum, wenn Weihnacht war. Die Nacht vorher geschah ein heller Traum und alle Lichter schienen wunderbar. Die Mutter stand im Tor wie eine Fee und dabei war es nur die Küchentür. Am Fenster sank herab der tiefe Schnee. Die Dankbarkeit weiß öfter nicht, wofür? Den Vater hab’ ich jetzl nicht groß geseh’n. Verzaubert war auch er. Die Mutter ging, und wie ein Märchen ist in uns geschehen, als jeder nun sein Lichtgeschenk empfing. Nationaltheater, der Schiller-Bühne, besteht Die Mutter war nicht heilig, keine Spur, eine große Verpflichtung unserer Stadt. doch wenn sie lächelte, hast du gelacht. Gangsterfim dar! nicht Ansdruck Ein Lidlt ist gut ’ jedodl das UAt %*** unseres kulturellen Niveaus werden weil es die Mutter mit dem Herz anmacht, größer werden. Ich verweise darauf, wel- Wir Kommunisten kritisieren am Natio- ehe Ausgaben der Stadtverwaltung für die naltheater, wir halten nicht hinter dem Berg j m Schacht im Werk hoch auf dem Bau- gerüst, Bearbeitung der Soforthilfe, für die Trüm- im Urteil über die Programmgestaltung, merbeseitigung, für das Besatzungskosten- doch ziehen wir dabei nicht eine Sekunde amt, für das Amt für Kriegsschäden und seinen Wert in Zweifel. Wir wollen es er- vieles mehr entstehen. Darin liegt der halten sehen, den kulturfeindlichen Verhalt- Hauptgrund, warum seit 1938 der Anteil nissen und dem Besatzungsstatut zum Trotz allein für die persönlichen Ausgaben der und möchten verhütet wissen, daß der Stadt sich von 32 auf 54 Prozent erhöht hat. Gangster-Film, der das durchschnittliche^ Ich will dies unterstreichen, damit man den Niveau des Kinos bestimmt, zum Alleinbe- solite Löhnen und Gehältern, die die Stadtverwal- herrscher des kulturellen Ausdrucks unse- tung verausgabt, nicht die ausschließliche rer Stadt wird. in der Fabrik, im Wald, im weiten Feld und überall, wo unser Leben ist, bleibst Mutter du, daß sich der Raum erhellt. Für Verwirklichung der Lernmittelfreiheit „Sie mal, wie schnell unsere Kinder heute Fremdsprachen lernen “ Ich will nicht alle Fragen, die von meiner Fraktion im Laufe der Einzelberatungen in strich von Jahr zu Jahr die Summe von Form von Anträgen gestellt werden, an- einer Million-für Mannheim. Die Voraussetzung sollte sein, daß entsprechend dieser Kürzung die Not sich vermindert habe und eine Normalisierung fortschreitend eingetreten sei. Nur, daß die Not sich nicht an derartige, am Kanzleitisch einer Regierung ausgearbeiteten Regelungen hält, auch dann nicht, wenn ein Landesparlament seinen Segen dazu gegeben.hat. es eine Obliegenheit von Stadtverwaltung und Stadtrat sein, die fehlenden weiteren 50 Prozent zu bewilligen. Einer sozial und kulturell notwendigen Sache wäre damit zum Durchbruch verholten. In Mannheim würde ein Beispiel geschaffen. Ich mache diesen Vorschlag im Vertrauen auf die fortschrittlichen Kräfte bei -der Mannheimer Stadtverwaltung und dem Stadtrat. Unsere Entscheidung vom Interesse der schaffenden Bevölkerung bestimmt Fragen, Aus meiner Erfahrung von vielen Etat- Wh wissen, daß ein solch erschreckender Beratungen, sowohl im Stadtrat wie auch Posten, wie 72 Millionen Besatzungskosten im Landtag, habe ich den Eindruck, daß der unmittelbaren Entscheidung des Stadt- man allzuoft vergißt, daß das Etat-Recht rates entzogen ist. Eine politische Willens- die nicht gemeistert Wfrden können das Hauptrecht eines Abgeordneten ist. Nach äußerung dazu gibt es aber. Wir halten Nehmen wir ein Beispiel unter vielen * ese för notwendis ' heraus. Auf dem Gebiet des sozialen Woh- d ^ V 0 ? 1 " 4 ' Es verbleiben 58 Millionen Mark, über die nungsbaues waren die Anstrengungen der - - - Stadtverwaltung nicht klein. Viele schlimme res oftmals für recht untergeordnete Fragen Falle von Wohnungselend konnten deshalb au f ee bracht wi.i-Hp 8 behoben wewjen. Davon aber zu sprechen, g wurae ' daß die Wohnungsnot geringer geworden Zum Abschluß; Die kommunistische Frak- wäre, hieße die Wirklichkeit verkennen, tion hat es für notwendig gehalten, bei der __„, 1VJ Die Zahl der berechtigterweise Wohnung- Derlegung-ihrer Auffassung über den Etat Reihe Anträge zu den einzelnen Etat-Pos! suchenden hat sich nicht vermindert, son- nicht nur den beschränkten Gesichtswinkel, tionen stellen. Wenn sie die* tut dann dem vermehrt. Man kann sich im Voraus der Nur-Betrachtung einzelner Positionen weil sie das von ihr Vorgeschlagene im vorstellen, welche Probleme für die Stadt- walten zu lassen. Der Etat ist in die poli- Interesse der schaffenden Bevölkerung Verwaltung und den Stadtrat durch die tisdje und soziale Gesamtsituation gestellt.Mannheims für nötig hält der Stadtrat bestimmt. Wie er darüber bestimmt, wie er die Mittel verteilt, wird letztlich die Voraussetzung unserer Entscheidung bei der Gesamtabstimmung über den Etat sein. Die kommunistische Fraktion wird ein» Keueräffnung fst eisterbetrieb eicfrle sZeichle wurde in kurzer Zeit Begriff für „Leistung u. Preiswürdigkeit“. Ein Besuch wird Sie überzeugen. Anläßlich unserer Neueröffnung gewähren wir einen Sonderrabatt von 5% bis einschließlich 15. Mai 1950 Der Südwestdeutschen Kundenkredit G. m. b. H. und Badischen Beamtenbank angeschlossen. 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Im Mittelpunkt der Debatte standen zwei Anträge der'kommu- nistischen Stadtratsfrakion. Der eine wendet sich gegen den Betrag von 243 000 DM für das Besatzungskostenamt. Der-Kernsatz des Antrages: „Es kann einer!-Stadt wie Mannheim, die sowieso außerordentlich'unter den Folgen des Krieges zu leiden hat, nicht zugemutet werden,solche enorme,,SunJmen für ausgesprochene Auftragsartgelegenheiten aufzubringen“, wurde mit einigen unwesentlichen Abänderungen des • einleitenden Sat zes, in dem der Stadtrat diese ■„ Besatzungskosten für unerträglich erklärt, einstimmig angenommen. Allerdings . glaubte,,, Stadtrat Kuhn (CDU) dem kommunistischen.Antrag „Unwahrheit“ unterschieben zu können, da ja der Stadt die Ausgaben für die-Besatzung ersetzt würden. Daß diese. riesigen^ Beträge aber so oder, so von der Bevötkertmg^auf- gebracht werden müssen und' wie!sehr die Gemeinden heute von 1 den Staätsfinärizen abhängig sind, das schien StadtraHKuhn nebensächlich zu sein, obgleich er im gleichen Atemzug erklärte, daß das Land Württemberg-Baden bisher 274 Millionen Besatzungskosten aufzubringen hatte und darauf hinwies, daß die Besatzungsmacht, dieden Ländern und Gemeinden dem Ausgleich - ihres Etats vorschreibt, ihren eigenen Etat um . 20 Millionen überschritten hat. Eine-in diesen: Zusammenhang gemachte Bemerkung'.von Stadtrat Kuhn über die Folgen von Diktaturen gab dann den Ton an irr der Debatte über eitlen Antrag - der kommünistiscfeh Stadrats-Fraktion, der sich gegen die- Besatzungskosten wendet und eine eindeutige Willenserklärung des Stadtrats zu dieser Frage verlang. Dieser Antrag auf eine, Erklärung des Stadtrats zu den Besätzuagslspsten^ bei dessen Begründung Stadträtm Laggendorf betonte, daß die Bevölkerung Mannheims den Abzug der Besatzungsma_cht'wünscht und nicht den Ausbau militärischer Siutzpankte,. gab vof allen Dingen den Rednern der CDU- Fraktlon Gelegenheit, mit den:'alten Ladenhütern 'dert USA hnd in England die Antwort •auf,ihre Kriegshetze geben. Eine weitere, Voraussetzung für den Frieden sei weiterhin der Abzug der Besatzungsmächte. die uns den Handel vorschreiben und aus Konkurrenzgründen unsere Wirtschaft demontieren. Eingeleitet würde das Pfingsttreffen durch einen Friedenskongreß, der 10 000 Delegierte aus 60 Ländern vereinigen wird. Bezugnehmend auf die Einheit Deutschlands, führte der Redner aus, daß es ein unverantwortlicher Wahnsinn sei, Friedensvorschläge zu Dresdener Oberbürgermeister und Dresdener Stadträte in Stuttgart In Erwiderung eines Besuches, den vor einigen Wochen der Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Klett und Vertreter der Stadtverwaltung und des Stadtrats' derf Stadt Dresden abstatteten, traf am*.Montag abend in Stuttgart eine Delegation von Dresden unter Führung von Oberbürgermeister Weidauer ein. Dieser Besuch ist mehr'als; nur eine höfliche politische Gestel lte einer-- Zeit, da mit allen Mitteln -versucht , wird,' diel Spaltung zwischen , dem Osten und Westen zu vertiefen, und alle Brüchen zur Deutschen Demokratischen Republik zu.zer-' stören, Ist dieser Besuch über den Rahmender kommunalen Zusammenarbeit: hinaus, eine Botschaft der Freundschaft und-, des- Friedens. In einer Begrüßungsansprache hieß -Dy. ■ Klett die Gäste herzlich willkommen, und, erinnerte an die freundschaftliche Aufnahme der Stuttgarter Delegation in Dresden. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß-cfie Dresdener Gäste aus Stuttgart bereichert an’ Erfahrungen zurückkehren. Es komme darauf an, durch eine offene Aussprache den 1 kommunalen Erfahrungsaustausch zu pflegen. Oberbürgermeister Weidauef, Dresden, dankte im Namen seiner Stadt für die Einladung nach Stuttgart. Er wisse; es wohl' 1 zu schätzen, weil es bei'dieser Gegeneinladung in der Oeffentlichkeit nicht-so 1 glatt ge- gangen wäre, wie umgekehrt. Die Bericht-' erstattung der Stuttgarter Delegation über ihren Dresdener Besuch habe in ihrer Sachlichkeit überrascht und sei auf einen fruchtbaren Boden gefallen. Daraus folge die Notwendigkeit, die Aussprache fortzusetzen. Es sei bei diesem Besuch nicht die Aufgabe der Dresdener Delegation, große Politik zu treiben, und sie habe auch keinerlei Auftrag in dieser Hinsicht. Aber angesichts der' großen Zerstörungen in beiden Städten sei es notwendig, auszusprechen: „Sorgen wir dafür, daß sich solche Dinge nicht wiederholen können und tun wir alles, daß unsere gemeinsame Arbeit dazu beiträgt, das zu verhindern.“ Die- Dresdener Delegation schenkte besondere Aufmerksamkeit den vielfältigen Problemen des Wohnungsbaues. Bei verschiedenen Besichtigungsfahrten hatte sie Gelegenheit, die Schönheiten Stuttgarts zu bewundern. Erstaunt und erschüttert waren aber die Stadtväter Dresdens, als sie das Lager SchlotvJ-iese und den Tiefbunker am Feuerbacher Bahnhof besichtigten. „So etwas gibt es bei uns nicht, das würde unsere Bevölkerung-nicht dulden“, sagten die Dresdener. Gäste. Sie ließen sich die Ursachen dieser schlechten Zustände erklären und meinten, daß eben doch zur Beseitigung dieser Elendsquartiere und Bunkerunterkünfte ein Ausweg gefunden werden muß. Am Dienstagabend gab die Stadt Stuttgart im kleinen Chorsaal einen offiziellen Empfang, an dem der gesamte Gemeinderat und Vertreter der Presse teilnahmen. 'verwerfen, nur“ weil sie vom Osten kommen. Nicht nur für eine bestimmte Gruppe, sondern für alle Deutsche sei die Einheit unseres Vaterlandes vorteilhaft _ und eine bittere Notwendigkeit. Auf den 'für unsere Wirtschaft verhängnisvollen Marshallplan hinweisend, stellte der Vertreter der FDJ fest, daß er der Beweis dafür sef, daß wir uns nicht wirtschaftlich einseitig orientieren können, ohne daß unsere gesamte Industrie, Landwirtschaft und Handel darunter leiden. Auch die Aktionsgemeinschaft der Jugend Westdeutschlands habe sich für das Treffen ausgesprochen. Kulturelle und sportliche Veranstaltungen an Pfingsten in Berlin würde entgegen der Hetze bestimmter Kreise eine mächtige aber geordnete Demonstration für den Frieden sein. Nach einer Pause nachdenklichen Schweigens mußte selbst der Vertreter der Evangelischen Jugend zugeben, daß Presse und Rundfunk in ihrer einseitigen Stellungnahme zum Deutschlandtreffen übertreiben. „Man sollte objektiv bleiben und deeshalb das Treffen nicht ablehnen.“ Der Vertreter der Gewerkschaftsjugend •verwies nachdrücklich auf das Recht der Jugend, in Berlin im Gespräch um Deutschland ihre Stimme zu erheben. Gerade die Jugend kann, wenn sie einig ist, etwas erreichen. Im übrigen sei der Marshallplan nur abzulehnen. Diese eindringlichen Worte konnten auch nicht durch die haltlosen Argumente des Vertreters der Falken verwischt werden, denen es verboten ist, das Treffen zu besuchen. Ein Vertreter der katholischen Jugend erklärte. daß er keinem katholischen Jugendlichen etwas in den Weg legen wolle, wenn er nach Berlin ginge, um sich von der Wahrheit zu überzeugen. „Denn die Wahrheit ist es, die uns frei macht.“ Man müsse die Meinung aller achten und dürfe nicht von vornherein einen Gedanken ablehnen, mit dem man sich nicht beschäftigt habe. Die Naturfreunde sagten sehr richtig, daß wir in Berlin Gelegenheit haben, alle persönlichen und parteipolitischen Meinungen in den Hintergrund zu stellen, und mit der gesamten Jugend für den Frieden einzutreten. Anschließend wurde dann der Antrag ein« gebracht, der Kreisjugendausschuß solle einen Vertreter als Beobachter zum Deutschlandtreffen entsenden, der dann wahrheitsgetreu von Berlin berichten würde Mit einer Gegenstimme (Falkenjugend) wurde er mit 16 Ja-Stimmen, angenommen. Mannheim. O. Sachadä aus Chemnitz ist der Typ eines schweren Jungen. Sicher hat er, der bereits 25 Jahre seines Lebens hinter Gefängnismauern gesessen hat, wenig Lust verspürt, in der DDR einer geregelten Arbeit nachzugehen und suchte sich im „goldenen Westen“ ein dankbares Betätigungsfeld, speziell als routinierter Autoknacker. Als ihn dann eines Tages die Polizei kassierte, versuchte auch er, seine kriminellen. Delikte auf die berühmte politische Ebene abzuschieben, älsslatefte? sein ergaunertet Gold- arid Silberschmuck im Wert von nahezu 60 000 DM von „drüben“. Er spekulierte dabei auf eine eventuelle Anerkennung , wie ja bekanntlich viele auf dieser Tour hier zu reisen versuchen. Die große Strafkammer Mannheim hatte nun die Aufgabe, S. eingehend unter die richterliche Lupe zu nehmen. Seine Vergangenheit ist sehr bewegt und sein Strafregister umfassend. Mit 18 Jahren strauchelte er das erstemal. Immer mehr ging es mit ihm abwärts, Da er auch nach 1933 saß, versuchte er, sich als „politisch verfolgt“ zu bezeichnen und hatte sogar zeitweise Erfolg dabei. Nach Kriegsende betätigte er sich als „Wohltäter für Fliegergeschädigte“, ergaunerte sich Kleidungsstücke angeblich für umherirrende Nazifunktionäre und gab sich nebenbei noch als „Geheimagent der Amerikaner“ aus. Als er im April 1949 zum letztenmal aus dem Zuchthaus Bruchsal entlassen wurde, wollte er sich „bessern“. Vor dem Wart- burg-Hospjtz in Mannheim begann er dann damit, indem er; aus einem parkenden PKW einen Musterkoffer mit wertvollen Meßwerkzeugen fingerte. Vor Gericht meinte er dazu wörtlich: „Es war, als wenn der Teufel hinter mir gestanden und gesagt hätte: nimm . . .“ Aber der Teufel machte auf den Richter wenig Eindruck, zudem S. kurz darnach in Heidelberg einen neuen Coup startete. Angeblich wollte er dort mit einem „Landsmann“ Geschäfte machen, die aber mißglückten, so daß er sich gezwungen glaubte, erneut einen Wagen zu knacken, was dann auch in der Plöck geschah. Auch hierfür bediente er sich vor seinen Richtern eines höchst sonderbaren Beweggrundes, indem er ein Wort aus der Bibel zu Hilfe nahm: „Jede schlechte Tat tut eine neue gebären. . . Ueber seine Beute befragt, sprach er nur von einer Fliege, die er zu seiner bevorstehenden Hochzeit brauchte. Er hatte nämlich auch eine Braut, bei der er jedesmal Unterschlupf fand, wenn er von seinen Streifzügen zurückkehrte. Bei einem Spaziergang durch die Kaiserstraße in Karlsruhe stach ihm zum drittenmal ein PKW ins Auge. Das wurde, sejn größter Schlag, . . . brach ihm aber auch das Genick. Als er den kleinen Koffer später in einem Hausgang mit dem Taschenmesser öffnete, fand sich darin Gold- und Silberschmuck im Werte von 59 761 DM. Fleißig vertrieb S. anschließend den Schmuck in ganz Nordbaden als „Schmuckhändler aus dem Osten“, wurde ein reicher Mann und machte u. a. auch kostspielige Präsente an Frauen. 1. Mai-Feier 1950 auf dem ehemaligen Mannheim - Nord-Platz (hinter d. Uhlandschule) Musik - Tanz - Unterhaltung Beg. 19 Uhr. Unkostenbeitrag 50Pfg. veranstaltet von KPD, Ortsgruppe Neckarstadt. Die Ortsgruppen Neckarstadt - West, Neckarstadt-Ost, Käfertal, Innenstadt-Ost, Innenstadt-West, Luzenberg und Waldhof nehmen daran teil. Wenig später knackte er nochmals einen PKW vor der Universität in Heidelberg und schaute auch mal gelegentlich nach Stuttgart. So weit kam es aber nicht friehr, denn inzwischen ging er hoch. Als man ihn verhaftete, fand man bei ihm ein Stahlrohr, das er zur Tarnung tapeziert hatte. „Für den Fall, daß ich überfallen werde. . (Als er den Schmuck bei sich führte). Doch in diese Verlegenheit dürfte er in Zukunft nicht mehr kommen, denn die Strafkammer verurteilte ihn zu fünf Jahren Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust und Sicherungsverwahrung. P olizei-Streiflichter Besuch beim Amtsgericht Mannheim. Bis jetzt noch unbekannte Täter erlangten durch ein Abortfenster des Wachhäuschens am Schloß und unter Erbrechung einer Tür Zugang zu den Büroräumen des Amtsgerichts. Sie entwendeten eine Schreibmaschine, ein Dienstsiegel und eine kleine Tischuhr. : Ein weiterer Diebstahl in der Alphornstraße brachte nach Entfernung einer Schaufensterscheibe einen Radioapparat und ein Bügeleisen ein. Auch hier von den Tätern noch keine Spur. Motorraddiebstahl Mannheim. Einem 29-jährigen Kaufmann wurde vor der Gewerbeschule Mannheim von einem unbekannten Täter sein Leichtkraftrad AW — 73 228 entwendet. Die Kriminalpolizei gibt bekannt: 1. Seit 4. April 1950 wird der ledige Schmiedelehrling Horst Schieber, geboren am 27. Mai 1934 in Mannheim, zuletzt wohnhaft in Mannheim. Pflügersgrundstraße 22 vermißt. Es wird vermutet, daß der Jugendliche versucht, sich eine Arbeitsstelle zu verschaffen, um dem Elternhaus fernblelben zu können. Es besteht die Möglichkeit, daß er sich in Mannheim oder Umgebung aufhält. Beschreibung: 15 Jahre alt, 1.45 cm groß, hellblondes Haar, auffallend bleiches Gesicht, sommersprossig, dunkelbraune Augen. Stupsnase, kleine Ohren. vollständige Zähne. Operationsnarbe am Blinddarm. Bekleidung: Lange graue Sporthose, dunkelblaues Jakett, ärmelloser, dunkelblauer Pullover, braune Krepphalbschuhe. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Kriminalpolizei Mannheim. Zimmer 121. Telefon 45 231, Klinke 8169. 2. Bei der Kriminalpolizei wurde eine Dreiecks-Zeltplane sichergestellt, die vermutlich im Februar oder März 1950 aus einem Gartenhäuschen am Ortsrand von Mannheim-Waldhof entwendet wurde. Geschädigte wollen sich bei der Kriminalpolizei Mannheim, Einbruchsabteilung, Zimmer 130 a, Klinke 8178, melden. und Achtung Berlinfahrer von Neckarau Rheinau. Wir laden alle Berlinfahrer und Interessenten am Deutschlandtreffen der Jugend der Stadtteile Neckarau und Rheinau zu einem Ausspracheabend (Fahrt, Vorbereitung etc) am 1. Mai, abends 19 Uhr, im Lokal „Engel“, Neckarau, Rheingoldstraße, ein. Ausschuß zum Deutschlandtreffen Veranstaltungen der KPD Mannheim Alle Genossinnen und Genossen kommen abends 19.00 Uhr in die Maiveranstaltung der Ortsgruppe Neckarstadt-West auf dem ehemaligen Mannheim-Nordplatz (hinter der Uhlandschule). Der 1. Mai in Moskau I Von Kuba gibt es in der Welt, das Moskau nicht auch Der deutsche Dichter und Schriftsteller Kuba war im vergangenen Jahr mit anderen der Stalinsche Plan' die Stalinsche Verfas- hat. Alles was gut ist, wird neidlos anerkannt deutscucn De.egationsmitgliedern längere Zeit als Gast in der sozialistischen Sowjetunion. ,, , .*! ule ^idunscne venas dnnlrhar Se.t;e Eindrücke und Erlebnisse hat er in re n im Verlag Volk und Welt Berlin, erscble- sun 6- Man kann nicht einem Lande sechsund- u r übernommen und ubertroffen, neuen Buche „Gedanken im Fluge“ festgelialtcn. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages zwanzig Jahre vorstehen und dieses Land ZU s0 Ubertroffen, daß es nur SO eine Art hat. entnehmen wir diesem Buch einen Teil des Abschnitts, in dem Kuba seine Eindrücke aber den dem ersten Mai des Jahres neunzehnhun- Auflauf in der Ulica Gorkowal Aufregung; • in a den kapTiriisüstJten'Ländern ist der l. Mai ein Kampftag, an dem die Arbeiterschaft dertneunundvierzig führen, ohne unendlich Was? - Jemand überfahren worden? Nidlts! demonstriert für bisher unerfüllt gebliebene Forderungen. Anders in der sozialistischen So- geliebt ZU werden. Lenin war der Begrün- Ein Betrunkener liegt auf der Straße. Man wjetunion. Dort wird am l. Mai Heerschau abgehalten über die Erfolge, die im Aufbau des der, Stalin ist der Vollstrecker Alle Aeneste wird ihn wegbringen. Ein Unglücksfall... fnng unTlit e . r jSSffnd*cUrt n ‘ Dort lst der Mai ein der Freude, an dem das ganze Volk, ver g angener Jahre) al i e überwundenen Zehntausend bewegen sich über den Roten Einen Einblick in diese Feier vermittelt uns Kubas Bericht. Die Tribünen auf dem Roten Schwierigkeiten, alle Anstrengungen gipfeln Demonstranten haben die Tribünen Platz sind voll besetzt. Die Regierun*smitffiieder, die Spitzenfunktionäre der Partei, die in seinem Namen. Wenn man ihm zujubelt, der Ehrengäste eingenommen. Still und ru- Führer der Roten Armee und der Roten Flotte haben auf Ihnen Platz genommen. Der Vor- unt * Gr klatscht seinen Genossen Beifall hat binrot stehen die Sterne über dem stillen beunarsch der Roten Armee .st beendet. Jetzt marschieren die Betriebe. alles seine R^St. G6n0SSen B6lfaU ' h3 ‘ Kreml wie jeden Tag. Eine heilige Stille. Man Die Sebastian-Kathedrale teilt die anrük- Sonne drückt, und die neuen Bäume stecken hört den Wind in den Trauertannen rauschen, kenden Quadrate in zwei Teile. Die Tanks ihre Blätter immer weiter heraus. Und dort Es wird Abend, ganz Moskau ist ein ju- Regungslos stehen die Posten am Mausoleum, sind an den Tribünen vorbei und öffnen ihre steht Puschkin auf seinen Sockel. Wenn er belnder Festplatz. Jeder tanzt mit jedem, Hier ruht sich der Maitag aus. Junge Burstählernen Hauben. Der Rote Platz und der nun Goethe war, und dies wäre Deutschland, Gruppen von jungen Leuten bilden Schlan- sehen gehen Arm in Arm, singen sehr ge- Himmel darüber sind ins Gleiten gekommen, stünde es besser um uns: „Solch ein Gewim- gen. um sich nicht zu verlieren, aber andere dämpft, vielstimmig. Die Rote Nelke, der ganz Moskau ist ein lebendiger, wohltrai- mel möcht ich sehn, mit freiem Volk, auf sin< ä auch so klug, und die Schlangen verwik- Hinrichtungsplatz der Zaren, lodert wie hel- nierter Körper, der sich, seiner Schönheit be- freiem Grund zu stehn.“ Puschkin hat‘s bes- kein sich und'schon wieder wird es ein Tanz, les Feuer. Sankt Sebastianus dahinter ist als wußt, zwanglos bewegt. Noch einen Augen- ser als Goethe, hat‘s geschafft, so mit „freiem Musik überall! Die berühmtesten Volkssän- Silhouette so schön wie am farbensprühenblick vollkommene Ruhe, dann rollt eine Volk auf freiem Grund.“ ger singen auf öffentlichen Plätzen. Hunderte den Tag. feuerrote Woge heran. blauer Scheinwerfer tanzen ICasatschok am Und da ist auch Trauer am ersten Mai in nt» wmtpnpn Fahren ripr rweric ^haften Trinksprüche: Auf den Frieden! Auf die Himmel. Vorsichtig tasten sich Straßenbah- Moskau. Es ist schon spät, über die Brücken werden vorübereetraeen Danach P in bunter Arbeitern und Bauern! Auf die Freundschaft nen und Omnibusse durch die Menschenmas- gehen Menschen nach Hause. So viele ein- Blumensarten ■ die Snortler von Moskau in unsrer beiden Völker! Auf den ersten Mai! sen. Klubs und Cafes — beleuchtet bis unters same Frauen. Tagsüber hast du das nicht ihrem bunten Dreß sie heher, die Hände über Auf die Sonne! Auf Moskau! Auf ein einiges Dach. Sterne und Lichtornamente drehen, be- bemerkt. Alle waren unter allen, am Abend den Konf und klatschen den Trihiinen Beifall Deutschland! Auf die Völker der UdSSR! Auf wegen und verändern sich. Lichtflüten laufen tanzte jeder mit jedem, aber nun ist Nacht, und Beifall klatschTn die Trfbünen Beifall Nanking! Auf die Weltfriedenskonferenz.' über neue Fassaden. Nur die amerikanische So viele einsame Frauen. Sie gehen allein, klatscht die Reviemnp Beifall klatscht Ge- Auf die deutschen Neubauern! Auf den Plan! Botschaft ist so schwarz wie ein Loch; Mos- sie gehen zu Paaren. Sie stehen, schauen und nosse Stalin Uet»r ihnen seveln leldit sei- Au * Majakowski! Auf die Sowjetregierung! kau stellt es augenzwinkernd fest und vor- sehen nichts. Ihr Schmerz ist weltenweit und S uni bSnt £ SÄTS, A»I dl, BommunMirf.. P.rt«i, .»t den Cte- bei geht der Tb». KÄm TiSi; Butt. Kugelk,sk.den am Himmel, Salven- pan, in Enjiaitd, in Amerika, an wftwen In ^/nrh^f ^ eint de schonen Tu cher Die Liebe zu stalin j s t unaufdringlich und donner; bei jedem Aufleuchten treten die der ganzen Welt. Und die unbeleuchtete Fas- s ‘ grenzenlos. Die größten Erfolge tragen seinen Konturen des Kremls aus der Nacht hervor, sade der amerikanischen Botschaft wird zu Rayons, Parteikomitees, Betriebe, Betrie- Namen: Die Stalinsche Nationalitätenpolitik; Professor Sedlaczek sagt, er habe Feste in einer schwarzen Fratze, be. Und nun weiß ich auch schon, wie das mit dem spontanen Beifall ist. „Kaliber“ rückt an, na ja, die kenn ich doch, na ja, da muß ich doch ganz besonders klatschen, ganz persönlich, und ich klatsche ganz individuell und » . T , . , _ . , _ _ , , schiele nach links und rechts, kein Mensch Aus Leben eines alten Sozialisten und Gewerkschafters wundert sich, so ist's richtig, und gleich wie- Italien gefeiert, den Karneval in Nizza und AI J„„ 'IJliffimn’U ’Ttinxxpu zrfirL i Köln, das Oktoberfest in München, dies hier, HUUUHIKM, mUSSenSOKUi sagt er, sei mit nichts zu vergleichen. Nichts Heraus zum Mai tag! Füllt die Gassen! Den Freund, den Nachbar, reißt ihn mit! Der Feinde Frechheit muß erblassen Ob der Millionen Massenschritt! Wir sind die stärksten, wenn uns bindet Der Einheit leuchtend rotes Band, Wenn Hand und Hirn zusammenfindet, Zu brechen eklen Widerstand. Der Freiheit Sieg gilt unser Werben; Wir wollen länger Knecht nicht sein. Und schließlich für den Geldsack sterben Um vagen „Helden“-Glorienschein. Es soll sein Brot in Frieden essen Das Volk, wenn es die Schlacht gewann; Für eitlen Mammons Interessen Nicht einen Groschen, keinen Mann! Hinweg mit Zaudern und mit Zagen! Nun laßt mit ungebroch'nem Mut Die roten Fahnen stolz uns tragen: Es geht um unser Gut und Blut! Drum auf zum Maitag! Füllt die Gassen! Den Freund, den Nachbar, reißt ihn mit! Der Feinde Frechheit muß erblassen Ob der Millionen Massenschritt! Lux. Seht her! Erinnerung an den 1. Mai 1913 Hier auf der Straße spielen die Kinder. Es sind die ersten warmen Frühlingstage. Mit Kreide haben sie auf dem Asphalt einen Kreis gemalt, der in vier Felder geteilt ist. In diese Felder sind Buchstaben gemalt: A ist Amerika, D ist Deutschland, der muß ich klatschen weil ein Betrieb ,Rot Ic h war damals 20 Jahre alt und bei der Was er sprach von der drohenden Gefahr schwebte an jenem 1. Mai 1913 über allen Front“ heißt. Und dieser persönliche Kontakt Erülijahrsmusterung als „wehrtauglich“ be- eines Weltkrieges und dem einmütigen Wil- Industriezentren der Welt und bestärkte zwischen Spalier und Demonstrierenden ist Kunden worden. Obwohl aus kleinbürger- len des deutschen Proletariats, denselben die Teilnehmer an den. Maikundgebungen allgemein und gibt der Moskauer Demonstra- * iciler Familie stammend, in welcher dem mit allen Mitteln zu verhindern, war mir im Glauben an ihre eigene Kraft. Bei die- tion ihr eigenes Gepräge Untertanengeist ein dauernder Hausaltar er- als jungen Wehrpflichtigen aus der Seele ser Mannheimer Maifeier schüttelten sich TTT . , . . .. richtet war, rebellierte ich schon seit meiner gesprochen. Jetzt erst begriff ich, warum einander unbekannte Menschen die Hände Wir verlassen die Tribüne und gehen mit frühesten Kindheit gegen jede Ungerechtig- am 1. Mai die Polizei in erhöhter Alarm- und hielten sich lange umschlungen. Ich den Demonstranten zur Moskwa hinab. An ke it, Bevormundung und Unterdrückung, bereitschaft stand und die bürgerlichen aber war froh und stolz, in einer derart der großen Brücke Kreuzen sich die Wien- während meiner Schuljahre habe ich mehr- Hurraparteien, die Unternehmer und kirch- brüderlichen Gemeinschaft der Gesinnung '^nrPin twp^ fach das vom Vater an >dem *• Mai ange- liehen Behörden mit allen Schikanen die mitkämpfen zu dürfen, strömenden FlS“ (Majakowski hatte es ordpete Ausgehverbot durchbrochen, um Teilnahme an den Maikundgebungen zu Die ver i 0 gene Phrase vom Verteidigungsleicht Gedichte zu schreiben) Und mitten in mid \. zu überzeugen, ob wirklich die „Roten verhindern suchten. Der 1. Mai war ja noch kr ; e g genügte, um den internationalen Be- diesem strömenden Fluß hebt ein Milizmann 25? ei £ bezahlter gesetzlicher Feiertag. Die sch luß des Generalstreiks im Falle eines eine Brieftasche in die Luft „Nanu“, denkt Z P betrinken und die „anständigen freien Gewerkschaften waren als ausge- Krieges in allen Ländern zu sabotieren. Im der Ministerpräsident von Sachsen, „das ist JJensdien auf der Straße zu^terrorisieren, sprochene Kampforganisationen im kaiser- j a hre 1914 ließen sich die Kriegslüsternen doch meine“, und greift sich in die Tasche und bezog ich mächtige Haue, wei * . 1C " Deutschland so wenig salonfähig, wie vom Deutschen Reichstag die Kriegskredite merkt erst jetzt, daß er sie verloren hat. aus eigener Anschauung seine die Sozialdemokratische Partei, die damals bewilligen. Nur ein Einziger aus der sozial- Geht hin zu dem Milizmann, nennt den In- Behauptungen widerlegte. genau so verleumdet, diffamiert und ver- demokratischen Reichstagsfraktion stimmte halt, stimmt! Die Brieftasche ist da, Max Nun war ich wahrend meiner Lehrzeit mit folgt wurde, wie heute die Kommunistische dagegen, Karl Liebknecht, der von den eige- Seydewitz ist da, Max Seydewitz dankt, der dieser „roten“ Ideologie m Berührung ge- und alle die, die für Frieden, Freiheit und nen Parteigenossen als „Verräter“ bezeich- Milizmann salutiert, es ist alles in Ordnung kommen jmd hatte^siezu ^r^mernen ^ge- sozialen Fortschritt eintreten. net und später von der Reaktion feige ge- R ist Rußland und E ist England. Der Kreis ■ jedes Feld ein Land. in Moskau. Der ^ Kampf dor Gewerkschaften Die Begeisterung der vielen Tausend Zu- mordet wurde. Sein Ruf „Krieg dem soll die Welt sein Und noch immer rückt Moskau an. Alle , r S° 2ia «* e mokratie gegen aen K-neg hörer jener Mairede Ludwig Franks weckte Kriege“ löste ein lebhaftes Echo aus. Das Spiel beginnt! Straßen sind voll Tanz, Gesang und Musik. ™P?" ierte “ d d Jv Was "wunder" ein Volk gegen mit St;ienn zündenden Worten gegen den Felder, ^bereit loszulaufen. Das Mädchen, vor die Haustür gestellt, auch sie nehmen die uh an jenem l .Mai laid in me wane aes das andere zum wechselseitigen Mord zu Krieg so fanatisch begeisterte, erlag auch das in dem Feld „Amerika“ steht, ruft: ah Vnn den Fenstern zur Straße, von Festredners, des Abg. Ludwig Frank, bewaffaeu. dem Einfluß der rechten SPD-Führer. Er .Amerika erklärt den Krieg gegen . . . (die dieser internationalen Verbundenheit ger Krüppel liegen blieb. bewaffnen. _ ______ Die sozialistische Internationale bot den ist am gleichen Tage als Kriegsfreiwilliger Spannung wächst. Ein Junge läuft zu früh Schaffenden der Welt volle Garantie der den „Heldentod“ gestorben, 'an dem ich un- und die anderen auch) . . . erklärt den Unmöglichkeit eines Weltkrieges. Der Geist freiwillig auf dem „Feld der Ehre“ als jun- gegen Rußland!“ »Halt!“ ruft ein Junge und läuft schnell in sein Feld zurück. Die Anderen müssen nun stehen bleiben. Mit drei Scftrtt te n-gc r- sucht der Junge den Krie£s?rlSSrer ztTer- reichen. Mit Anlauf natürlich. Eins — zwei — drei, er beugt sich weit vor und .. . er kann sein Ziel nicht erreichen. Das Mädchen „Amerika“ hat gewonnen und trennt von dem Feld des Jungen ein Stück ab und setzt triumphierend ihren Buchstaben „A“ hinein. Seht doch her, Mütter! Das sind Eure Kinder, die Krieg auf der Straße spielen. Sind es nicht Eure Gedanken, die sich fortwährend mit dem Krieg beschäftigen, weil: Truman den Befehl gibt Wasserstoffbomben herzustellen, weil man neue Flugplätze bei uns baut, weil schon wieder Kasernen errichtet werden, weil in unseren Fabriken neues Kriegsmaterial angefertigt wird. Seht her, Lehrer! Fühlt Ihr Euch nicht verantwortlich für diese kriegerischen Spiele? Sagt doch, was tut Ihr in dieser Flut von kriegsvorbereitender Propaganda, bei den Kindern den Gedanken des Friedens zu festigen. Habt Ihr Euren Schülern gesagt, daß es Wahnsinn ist, den Heldentod auf dem Schlachtfeld zu sterben, es verbrecherisch ist, gegen ein friedliches, arbeitsames Volk zu hetzen, es noch schandbarer ist, Nationen zu überfallen, die an ihrem Aufbau arbeiten. Zeigt den Kindern friedliche Spiele und Parade ab. Von den Fenstern zur Straße, von . _ , . . _. der Straße zu den Fenstern, Rede und Gegen- drängte und mit Inbrunst an seinen Lippen rede, Grüßen und Wiedergrüßen. Und die hing. Erfahrungen eines alten Gewerkschafters Einheit der Gewerkschaften eine wirksame Walfe der Arbeiterklasse Heidelberg. An einem Abend saßen wir gewordenen Januar 1933, der verhindert dieser Tage zusammen und sprachen von den worden wäre, wenn die Arbeiterschaft dem 1 . Mai-Vorbereitungen, die bis jetzt in Hei- Ruf zur Einheit und zur geschlossenen Front delberg getroffen wurden, um den Kampftag gegen den Faschismus gefolgt _ wäre. Auf der Arbeiterschaft hier auch so durchzu- meine Frage, warum nicht gemeinsame Maiführen, wie es gerade in der Zeit großer so- Demonstratöinen durchgeführt wurden, er- zialer und nationaler Spannungen, die sich klärt mir Franz Bomng, daß sie in diesem in Westdeutschland immer deutlicher ab- Sinne an den Gewerkschaftsbund und di« zeichnen, im Interesse der Werktätigen un- SPD herantraten, diese damals aber abbedingt notwendig ist. Ganz von selbst er- lehnten. gab es sich, daß dabei die Gedanken zu frü- Anfang und Ende der Weimarer Republik heren Mai-Kundgebungen zurückschweiften werden durch dies«; beiden Daten gekenn- und zwei Daten sind mir, dem jungen Kol- zeichnet. Die Lehre aus diesen Jahren zu legen, dabei im Gespräch mit dem alten Ge- ziehen, ist bitterste Notwendigkeit für die werkschaftler und jetzigen Vorsitzenden der deutsche Arbeiterschaft. Die Einheit der Ge- Eisenbahner-Gewerkschaft in Heidelberg, werkschaft zu wahren, sie gegen alle Spal- Franz Böning, besonders im Gedächtnis tungsversuche zu verteidigen, ist eine haften geblieben. Grundvoraussetzung zur Herstelung dessen, Vom l.Mai 1919 erzählt Franz Böning, wie was der Wunsch Tausender ist, die Einheit der Spartakusbund, damals noch eine kleine der Arbeiterklasse. Gruppe in Heidelberg, zum l.Mai rüstete. „Niemals dürfen wir in begangene Fehler „Damals überlegten wir uns lange, ob wir ver f a n en und uns gegeneinander treiben eine Mai-Kundgebung veranstalten sollten i assen> wenn es um das Interesse der Werkoder nicht und ob, wenn wir dazu aufriefen, tätigen geht“, waren abschließend die Worte uns überhaupt jemand folgen würde. Einige e i nes in der Gewerkschaftsbewegung aufge- waren der Meinung, daß wir heraustreten W achsenen und mit ihrer Entwicklung eng müßten, um der Oeffentlichkeit zu beweisen, verbundenen Mannes. -kn- daß wir die alten Kampfparolen der deutschen Arbeiterbewegung als einzige noch “sSakusbund führte dann auch eine Der 1. Mai ZH Cfer Literatur eigene Kundgebung durch. An der OEG- __ ___ ___ Haltestelle am Bismarckplatz nahmen wir Ir seinem Roman „Der Amerikaner“, der die die Fahne nicht verlassen, als die Sol- und der Humanität über die Barbarei Wfs- lehrt sie, mit«.inanrior gut auszukommen. Aufstellung und ein Zug von etwa 300 Men- in wenigen Wochen im Dietz-Verlag erschei- daten mit dem Bajonett gegen die Demon- senden in den Tod zu gehen. Sagt Euren Schülern, daß das Glück in dieselben versammelte sich, zu denen Hermann nen wird, schildert Howard Fast jenen Vor- stranten Vorgehen: ihr „ehrenhaftes Bei- ser Welt von dem Glück aller abhängt. Auf Böning auf dem Bismarckplatz sprach. Mit fall, der unter dem StichwortMaymarket“ spiel“, wie der alte Ssisow sagt, bereitete den Vieles wäre noch zu erwähnen: Maja- den Landkarten in Eurem Klassenzimmer der von uns zusammengestellten Musik- i n jeder Geschichte der internationalen Ar- Boden für die Revolution, welche im Oktober k o w s k i s herrliche Worte, die in diesen sollet jjir den Schülern jene Plätze zeigen kapelle zogen wir dann durch die Stadt, be- beiterbewegung zu finden ist. Als die Ar- 1917 das Kapitel II der Weltgeschichte auf- Tagen hoffentlich recht oft zitiert werden, dle Fremde mit Krieg überzogen haben sonders durch die Straßen des Altstadtvier- beiter Chikagos am 1. Mai 1886 in den schlug. In „Pelle, der Eroberer“ halten die Erich W e i n e r t s großartiges Maigedicht, in Griechenland Malava und Vietnam Tretet tels, sangen die alten revolutionären Lieder Straßen der Stadt demonstrierten, wurden Kopenhagener Arbeiter nach ihrem Sieg in dem der Gehalt dieses Feiertages mit den fü _ d Frieden dieser Völker ein und für der Arbeiterbewegung, und auf dem Markt- sie von'der Polizei, deren Gehälter, nebenbei einem Streik, der von den Unternehmern Worten „Die Unterdrückten zur Aktion be- G . üdc werbt für den Frieden und platz vor dem Rathaus sprach nochmals Her- gesagt, der „Schlachthausköiig“ Armour be- mit unmenschlich harten Mitteln bekämpft geistern! — Das ist die Tradition des ersten ...Tr; .. „.J? * L" __ mann Böning zu allen Teilnehmern, und mit zahlte, zusammengeschossen. Aus diesem wurde, Heerschau ab. Obwohl Martin An- Mai“ gültig Umrissen wird, Kantoro- „ . . ° cnrulensammlun B- Kampfesrufen und einem Hoch auf die dritte Grunde, um egegen den Mord zu protestieren dersen Nexö das genaue Datum des Tages w i c z ’ Schilderung einer Maifeier bei den ” J J Internationale fand diese erste Kundgebung wurde am 3. Mai eine Versammlung auf dem im unklaren läßt, gibt er doch das lebens- Internationalen Brigaden in Spanien, auf- des Spartakusbundes ihren Abschluß.“ Maymarket, einem Platz im Zentrum der wahre Bild einer Demonstration in jener gezeichnet im „Spanischen Tagebuch“, Wie- Das andere Jahr, von den vielen Erleb- Stadt, einberufen. Als die Polizei auch diese Zeit, als die europäische Arbeiterbewegung land Herzfeldes Verse „An eine Mos- nissen Franz Bönings, das ich mir merkte, Versammlung von Unbewaffneten mit Waf- zu einer Macht heranwuchs, mit der die herr- kauer Straßenbahnschaffnerin“, Kubas war 1932. Er erzählt, daß die Nazis damals fengewalt auseinandertreiben wollte, warf sehende Klasse zu rechnen hatte. Strophen aus dem „Gedicht vom Menschen“, überall die Parole herausgaben, den 1. Mai- ein bezahlter Provokateur eine Bombe, die Zug der KPD zu sprengen. „Mit ihrer SA einen Polizisten ins Jenseits beförderte. Die- Verscbledenfarblg angezogene Frauen bildeten im Festzug am 1. Mai 1948 in Prag einen Sewjetstera Verteidigt den Frieden unseres Volkes- Paul Kobesons Appell zur Rettung Nazlm Hikmets Der bekannte Negersänger Paul Robe- w __ t _ ___ mi „. son hat sich, wie der „Daily Worker“ be- Cfie Wort© von Willi Bredel, M«UC Z 1 m* rtriit pt . sn flrtw>rilran*cph a ff ... • z.ug aer jvi'u zu sprengen, „ran uirer cm einen r-ouzisceu ms oeuaeiw, uciuukiic. Als die Vorhut der Arbeiterklasse in den mer j un g, Heinrich Greif, Walter Deh- .. . * Aufruf iwLanrft r f__ er i und sonstigen Terroristen wollten sie uns am ser Bombenwurf war das Signal zu einer von Jahren des blutigen Kampfes gegen die fa- mel und so manches andere wertvolle £ Betreten des Marktplatzes verhindern. Trotz- langer Hand sorgfältig vorbereiteten schistische Welle, die Europa zu über- Werk, das ausführlicher zu würdigen, hier “f* K . ra ,.~f,7‘ ep iv . ers .T; a ' dem die SA mit etwa 100 bis 200 Leuten auf- „Hexenjagd“. Die Funktionäre der Arbeiter- schwemmen drohte, den Widerstand gegen nicht der Platz ist. rrr“? 1 re ;frv zu n ®* len - wazim H . lK * marschiert war, besetzten wir den Markt- bewegung von Chikago wurden wenige Stun- Hitler und seine Trabanten, die Quislinge der aus Protest gegen seine platz, ich selbst sprach zu den mehr als 2000 den spätet verhaftet. Falsche Zeugen, par- europäischen Länder, organisierte, flogen die Heute, in einer neuen Phase des Kamp f»« , 5f‘j“ n *j“®v art > die ,*J lr s ? in ® lortschntt- Teilnehmem und forderte die sozialdemo- teiische Geschworene und bestochene Richter Gedanken der Konzentrationäre und Illega- wo die fortschrittlichen Kräfte der Welt für ^ ei ? et ’. in den Hunger ' kratischen Arbeiter und alle Werktätigen machten den Prozeß gegen sie zu einer Farce, len, der Partisanen und Kämpfer der Ke- die Erhaltung des Friedens und gegen die V re jv,J8 etreten und liegt schwer krank auf, sich zusammenzufinden, eine einheit- Vier der Angeklagten wurden, ohne daß man sistance an jenem Tag nach Moskau, der imperialistischen Kriegstreiber demonstrie- da ? ied ®. r ‘ ... liehe politische und gewerkschaftliche Front eine Spur des Beweises gegen sie gehabt freien, unbezwinglichen Hauptstadt des ren, marschiert vielleicht n ihren Reihen ein 5° sei °f m Aufruf schreibt Paul Robeson zu bilden, angesichts der Bedrohung durch hätte, zum Tode verurteilt und hingerichtet freien, unbezwinglichen Landes der Arbeiter junger Dichter, der uns in wenigen Jahren unter anderem: „Der große türkische Volks- den Faschismus. Eine begeisterte Zustim- Dieser Justizmord war ein Fanal: die Ar- und Bauern. In dem Roman „Die Gefährten“ ein Werk gleich dem Gorkis und Martin d f r Sie freuen sich denn Sie kaufen beim Funkberater und können jetzt am 1. Mai am Rundfunk feiern. Ein guter 4-Kreis-Super mit Kurz-, Mittel-, Langwellen, Schwundausgleich und überrasch. Klanggute kostet jetzt nur noch 169.56 DM - Anzahlung 34.— DM. Ein Einkreiser, besser als der Volksempfänger ab SS.— DM. Anzahlung 12.— DM. Da können auch Sie glücklicher Rundfunkhörer werden. Kommen Sie heute noch zum Funkberater fcadio-Freqtag Karlsruhe, Karlstr. 32 - Tel. 6754 Funkberater Überführungen Verstorbener und n. all. Orten d. In- u. Auslandes Spezialfahrz. - Mitfahrgelegenh. Willy Herrei, K’he, Hagsfeld Karlsruherstr. 63 - Tel. Karlsr. 97 Aufträge nimmt entgegen: Laier, Karlsruhe, Kaiserstr. 121 Telefon: 7517 Hellrigl, Karlsr., Karl-Wilh.-Str.7S Telefon: 4067. Heute billig und dennoch Qualität: Kabliau, o. K. (500 g) —.32 DM Schellfisch o. K. 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Dort werden der Köperkultur und dem Sport, die als wichtige staatliche Angelegenheiten betrachtet werden, von der Kommunistischen Partei, der Sowjetregierung und der gesellschaftlichen Organisationen große Aufmerksamkeit geschenkt. Die Körperkultur und der Sport sind in der Sowjetunion auf die Stärkung der Gesundheit der Werktätigen gelenkt, auf die Erziehung der Organisiertheit, der Disziplin, der Ausdauer, Kühnheit und der Geistesfrische der Sowjetmenschen, den heldenhaften Erbauern der kommunistischen Gesellschaft. Der große Führer des Sowjetvolkes, Josef Stalin, hat die Aufgaben der Sportbewegung in der UdSSR folgendermaßen de- 'finiert: „... eine neue gesunde und lebensfrohe Generation von Werktätigen graßzuziehen, die imstande ist* die Macht des Sowjetlandes auf die gebührende' Höhe zu heben und es mit der eigenen Brust vor feindlichen Anschlägen zu schützen.“ Dieser Hinweis J. W. Stalins wurde zum Leitfaden der gesamten Tätigkeit auf dem Gebiet der Körperkultur und des Sportes in der Sowjetunion. Millionen Teilnehmer hei den Spartakiaden Dank der Fürsorge des Sowjetstaates wurden in der UdSSR die größten Massensportorganisationen der Welt geschaffen, in denen Millionen Menschen verschiedener Nationalitäten, Altersstufen und Berufe vereinigt sind. Die Sportbetätigung ist in der UdSSR kein Zeitvertreib einer auserkorenen Gruppe, sondern ist den breitesten Massen der Werktätigen zugänglich. Als überzeugende Tatsache, daß der Sport in der Sowjetunion für Hunderte, Tausende und Millionen zugänglich ist, können die verschiedenartigen Treffen' dienen, die alljährlich stattfinden. Allein an der Ge- werkschaftaspartakiade nahmen im vergangenen Jahr mehr als anderthalb Millionen Sportler teil. An der Winter- spatakiade der Russischen Föderation nahmen an die zwei Millionen Sportler teil. Die Teilnahme der breiten Massen am Sportleben des Landes ist dank der soliden materiellen Grundlage ermöglicht worden, die von der Sowjetregierung geschaffen wurde. Der Staat hilft seinen Sportlern Viele hunderte Millionen Rubel verausgabt der Staat für die Entwicklung der Körperkultur und des'Sportes. Es genügt wohl zu sagen, daß noch 1946, im ersten Nachkriegsjahr, die Geldbewilligungen der Sowjetregierung für das Gesundheitswesen und den Sport um 50 Prozent höher waren als die Bewilligungen im Vorkriegsjahr 1940. In den darauffolgenden Jahren sind sie noch mehr gewachsen. Damit die Millionenmassen Sgwrt und Körperkultur tjeil köhneCSWhiUeh hunderte Stadien, Turn-, säle, Klubs, Schwimmbecken und mehrere zehntausende Sportplätze errichtet. Der Staat gründete elf Institute, 39 Hochschulen für Körperkultur, mehrere. Trainerschulen damit Sport- und' Turnlehrer ausgebildet werden konnten. Viele tausende hochqualifizierte Fachleute, die diese Lehranstalten absolvierten, arbeiten jetzt in den Sportverbänden der Werke, Fabriken, Kollektivwirtschaften und Lehranstalten und sind die Organisatoren der Sportbewegung unter den breiten Massen, der Arbeiter,. Angestellten, und Kollektivbauern.' Die Gewerkschaften — ein starker Pfeiler des'Sports Wie umfassend die. Tätigkeit des Gewerkschaftssports für .die UdSSR ist,- beweist die Tatsache, daß allein zwei Drittel aller sowjetischen Sportler den Sportorganisationen der Gewerkschaften angehören. Das Zentralkomitee für Körperkultur und Sport beim Ministerrat der UdSSR hat für die großen sportlichen Wettkämpfe der Gewerkschaften in diesem Jahr den vorgelegten Terminkalender genehmigt. Die Verteidiger des Friedens Die Plattiorm der Sportbewegung in der Deutschen Demokratischen Republik Das Programm der Nationalen Front ist auch die Plattform für die weitere Tätigkeit unserer demokratischen Sportbewegung. Mit diesem Programm und dem in der Volkskammer ani 8. Februar angenommenen Gesetz zur Förderung der Jugend und des Sports sind große Perspektiven für eine zukunftsfrohe Jugend und eine großzügige Entwicklung unseres sportlichen Lebens gegeben. Die Bedeutung unserer Sportbewegung und damit jedes einzelnen Sportlers erkennen wir in dem neuen Leistungssportabzeichen „Bereit zur Arbeit und zur Verteidigung des Friedens“. Jeder Sportler und jeder FDJier wird dieses Abzeichen erwerben und danr.t seinem Inhalt nach ein Kämpfer für den Aufbau und für den Frieden sein. An diesem Beispiel unseres Kampfes und der Entwicklung unseres Sportes zu einer Volkssportbewegung werden unsere westdeutschen Sportler nicht vorübergehen. Wir reichen allen westdeutschen Sportlern die Bruderhand gegen die Verderber unseres Volkes. Es liegt in derLinie der anglo-ameri- kanischen Kriegstreiber daß ihr Befehlsempfänger Adenauer jenen ■ Dr., Diem mit der’ Organisierung des Sports beauftragt, an dessen Händen das Blut unzähliger Sportler klebt. Mit dem Mäntelchen des „unpolitischen Sports“ und der sogenannten Fachleute sollen die Kader der Armeen beschaffen werden, die im Aufträge der USA-Im- perialisten aus deutschen jungen Menschen das Kanonenfutter bilden sollen für ihren Raubkrieg gegen die Länder des Ostens, in denen die Arbeiter und Bauern die Macht in ihren Händen halten. Sie reden von der Einheit irr» Sport und meinen Einheit der Ausbeuter und Sklavenhalter, die Einheit der Kriegstreiber. Wir wollen die Einheit im Sport auf demokratischer und friedlicher Grundlage. Dabei zweifeln wir nicht an dem ehrlichen Willen vieler westdeutscher Sportler, mit denen wir auch in Zukunft zu einer sehr engen Zusammenarbeit kommen wollen. Mit allen ehrlichen und aufrechten, auf dem Boden der Demokratie stehenden Sportlern werden wir einen gemeinsamen Weg im Interesse unseres Volkes gehen. Wir alle, ob in Ost und West oder Nord und Süd, wollen ein einheitliches, demokratisches und friedliches Deutschland. Wir wollen einen Sport auf einer wirklich gesunden und demokratischen Grundlage. Wir alle wollen den Frieden und die Freundschaft mit den Sportlern der Welt. Dabei gibt es keine Neutralität, sondern nur die eine Entscheidung, mit allen wahrhaft patriotischen Kräften unseres Volkes an einer glücklichen und friedlichen Zukunft zu bauen. Das große Treffen der deutschen Jugend zu Pfingsten in der Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik fordert euch auf zur Teilnahme am sportlichen Wettkampf, der unter den Symbolen der Nationalen Front, des Kampfes unseres Volkes um die Einheit und die nationale Unabhängigkeit stehen wird. Das Deutschlandtreffen muß zur großen gemeinsamen Manifestation des Friedenswillens der gesamten deutschen Jugend und aller Sportler unter der starken führendem Kraft der Freien Deutschen Jugend werden. UlNf »3 ■mm-:. ifmS> • M . I -; Die Sporttei inneD der lettischen SSR machten durch Ihre schmucke Kleidung und frische Haltung auf der AUunlons-Sportparade lm Dynamo-Stadion zu Molkau auf die vielen tausend Zuschauer einen besonders gutenu Eindruck. Mit der Bildung der Deutschen Demokratischen Republik erhielt die demokratische Sportbewegung eine erhöhte gesellschaftliche Bedeutung. Die Sportbewegung ist ein Teil unserer antifaschistisch- demokratischen Ordnung, zu deren Festigung sie einen wesentlichen Beitrag leistet. Der Sport ist also nicht Selbstzweck. Der Sport dient dem Zweck, gesunde, kräftige Menschen zu entwickeln, die ihre Aufgaben im Betrieb, in den Schulen oder , in anderen Funktionen im demokratischen Deutschland erfüllen. Einst für den Krieg — jetzt für den Frieden ■ • ■ t Früner standen viele "Sportvereine unter dem Einfluß reaktionärer Kräfte. In der Hitlerzeit wurde der Sport für imperialistische Kriegszwecke gefördert. Jetzt ist die Sportbewegung ein Teil der Nationalen Front des demokratischen Deutschland, die den Kampf um die Verteidigung des Friedens und um eine glückliche Zukunft unseres Volkes führt Die demokratische Sportbewegung dient der Gesunderhaltung der schaffenden Menschen, der Hebung der sittlichen Werte unseres Volkes, sie dient der Stärkung des Selbstbewußtseins und der Lebensfreude der Werktätigen. Deshalb kann die demokratische Sportbewegung mit der besonderen Aufmerksamkeit und Unterstützung seitens der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik rechnen. Betriebe und MAS bilden das Fundament Die demokratische Sportbewegung muß ihre Grundlage in den Zentren der Arbeit und der politischen jund kulturellen Tätigkeit der Werktätigen haben. Das sind die Betriebe.. Nur auf dieser Grundlage ist eine wirkliche Entwicklung der . Volkssportbewegung möglich. In der alten Sportbewegung war in der Vielzahl von Sport- und Turnvereinen die Sportbewegung zerrissen. Die sportbegeisterten Menschen aus den Reihen des werktätigen Volkes hatten große Schwierigkeiten, sich sportlich zu betätigen. Eine ganze Reihe von Disziplinen im Sport, wie Tennis, Rudern, Segeln und Wintersport, waren einer privilegierten Schicht Vorbehalten. Andererseits führte dieser Zustand zur Züchtung von Stars und sogenannten „Sportkanonen“. Die Uneinheitlichkeit und Zerrissenheit im Sport und das sogenannte Unpolitischsein führte mit Ausnahme des Arbeitersports zum Mißbrauch von Millionen von Sportlern für die verbrecherischen Ziele des Moriopolkapitals und der Kriegsverbrecher. Die Lehren aus dieser Entwicklung haben zur Bildung einer einheitlichen demokratischen Sportbewegung geführt. Um jedoch die demokratische Sportbewegung zu einer breiten Volkssportbewegung zu entfalten, ist es wichtig, daß man dem werktätigen Menschen die Sportmöglichkeiten von seiner Arbeitsstelle aus organisiert. Deshalb werden die volkseigenen Betriebe, die Maschinenausleihstationen und die volkseige- Sport im Kapitalismus Sport in der Dollar-Kolonie In westdeutschen Zeitungen ist schon viel Tinte über ein Thema vergossen worden, daß man zwar vielerorts gerne übersehen möchte, aber andererseits wohl oder übel als das Problem Nr. 1 des westdeutschen Fußballsports bezeichnen muß. Es dreht sich, um die Profl-Frage. Wir wollen das Kind aber einmal beim richtigen Namen nennen. Es heißt: „Sport — oder' Geschäft?“ Man kennt heute im westdeutschen Fußballsport keinen Voll - Profi, sondern den sogenannten Vertragsspieler, d. h. der unter Vertrag stehende Spieler eines Oberliga-Vereins erhält eine monatliche Gage von 160.— bis 320.— DM und übt außerdem seinen ordnungsgemäßen Beruf aus. Aber der Großteil dieser Spieler steht im sogenannten Scheinarbeitsverhältnis. Sie heben zwar das volle Gehalt ab, das für den betreffenden Posten vorgesehen ist, aber damit ist auch jegliche Arbeitsleistung beendet. Eine, weitere große Verdienstmög- lichkeit bietet der „Vereinswechsel.“ Während in ganz Westdeutschland ein kaum zu beschreibender Wohnraummangel herrscht und in den dortigen Großstädten noch heute Tausende in Kellerwohnungen hausen, erhalten einzelne Fußballspieler als „Geschenk“ für einen Vereinswechsel nicht, nur ansehnliche Geldbeträge, sondern auch schlüsselfertige mehrräumige Wohnungen zur Verfügung gestellt. Der gesunde Sportgeist beginnt dem Geschäftsgeist das Feld zu überlassen. Die körperliche Ertüchtigung ist nicht mehr der Sinn des Sports, sondern „Geldverdienen auf dem Sportplatz.“ Wer ist schuld an diesen Zuständen? Es ist wohl klar, daß der „Amerika - n i s m u s“, der mit dem Marshallplan nach Deutschland importiert wurde, nicht vor dem Sportleben halt macht. Im glorreichen Dollarika ist Sport Geschäft. Uns bedeutet Sport Erhaltung der Gesundheit, keine Zirkusvorstellung. neu "Güter das Fundament bilden "für'die demokratische Sportbewegung. Sportgemeinschaften und Produktion Die Entwicklung in den Betrieben zeigt, daß durch den Kampf um die Erfüllung der Produktionspläne eine starke Verbundenheit des werktätigen Menschen zu seinem Betrieb und darüber hinaus zu seinem Produktionszweig erfolgt. Darauf ist zurückzuführen, daß in einigen Betrieben erste Anzeichen für die Bildung von Sportgemeinschaften auf der Basis ihres Produktionszweiges zu verzeichnen sind. Man hat hier erkannt, daß sich dadurch der Sportbetrieb viel stärker • entfalten kann, viel eher eine Qualifizierung der sportlichen Leistungen möglich ist. was unzweifelhaft auch zu einer größeren Steigerung der Produktion beiträgt. Auch der Sport an den Hochschulen und Universitäten wird in Form von Betriebssportgemeinschaften der demokratischen Sportbewegung mit Hilfe der Freien Deutschen Jugend und des Ministeriums für Volksbildung entwickelt werden. Das Stalin~Jnstitut für Körperkultur Die Körperkultur ist in der Sowjetunion zum Gemeingut von Millionen Menschen geworden. Sie ist in die entferntesten Gegenden des Landes gedrungen und hilft eine gesunde, kräftige Generation von Kindern und Jugendlichen zu erziehen. Eine große Rolle spielte hierbei das Zentrale Stalin-Institut für Körperkultur in Moskau, die erste und größte der in der Sowjetunion bestehenden elf Hochschulen dieses Typs. Das Staatliche Zentrale Institut für Körperkultur besteht seit dem Jahre 1920. Es wurde auf eine von W. I. Lenin unterschriebene Verfügung hin gegründet. Die neue Hochschule ist zu einer Zeit eröffnet worden, als die junge Sowjetrepublik noch um ihre Existenz kämpfen mußte. Diese Tatsache bestätigt die außerordentlich große Bedeutung, die der körperlichen Erziehung der Werktätigen im Sowjetlande beigemessen wurde. Das Institut sollte mit der Ausbildung erstklassiger Pädagogen für körperliche Erziehung beginnen. Das war keine einfache Aufgabe. Die ersten Organisatoren der Körperkultur haben keinerlei Erbe aus der vorrevolutionären Zeit vorgefunden. Im alten Rußland waren Körperkultur und Sport nicht unter den Massen verbreitet. Darum mußte man ein neues sowjetisches System der körperlichen Erziehung schaffen. Das Institut wuchs schnell zu einem bedeutenden Zentrum der Körperkultur. Gleichzeitig mit der ersten Ausbildung der Lehrer wurden auch wissenschaftliche Forschungsarbeiten geleistet und Lehrbücher und Lehrmitteln für Gymnastik' und Sport zusammengestellt Allmählich festigte sich das Kollektiv der wissenschaftlichen Mitarbeiter und der Lehrer des Instituts und vertiefte seine Tätigkeit auf dem Gebiet der Schaffung von Grundlagen für die Theorie und Methodik der Körperkultur, wie auch für die Vervollkommnung der Technik vieler Sportarten. Unter den Teilnehmern großer Wettbewerbe und Veranstaltungen, gleich weicher Sportart, findet man regelmäßig Studenten des Stalin-Instituts^. Von, den, Erfolgen, die sie bei diesen Wettbewerben erzielten, zeugen die Listen der Sieger und Rekordmänner. Viele der Meister, die den Sowjetsport in verschiedenen Ländern vertraten, waren Studenten des Instituts. Unter ihnen fanden wir Welt-, Europa- und Landesmeister der .Sowjetunion. Jeder Sportliebhaber, auch wenn er sidi nur hin und‘wieder für internationale Wettkämpfe interessiert, kennt wahrscheinlich die Namen der Eisschnelläuferin Maria Issakowa. des Boxers Nikolaj Koroljow und der Leichtathleten Nikolaj Osolin und Tatjana Sewrjukowa. Sie alle sind, wie viele andere Sportmeister, Absolventen des Stalin-Instituts. Das Institut heute Seit seinem Bestehen hat das Institut ungefähr 9000 Spezialisten ausgebildet, die jetzt ihre Kenntnisse' den breiten Massen dei Werktätigen des Landes vermitteln. Unzählige Sport- und Gymnastiklehrer machten irr Institut einen kurzfristigen Spezialkursu? durch und kehrten zu ihrer früheren Tätigkeit zurück. Jetzt studieren an den zwei Fakultäten des Instituts der pädagogischen und der sportfachlichen, einige hundert Studenten. Fast 150 Pädagogen, darunter zahlreiche Professoren, Doktoren und Kandidaten der Wissenschaften und „Verdiente Meister des Sports“ befassen sich systematisch mit ihren Schülern und fahren außerdem fort, die wissenschaftlichen Grundlagen der Theorie und der Methodik der sowjetischen Körperkultur zu vertiefen. Wodurch unterscheiden s ; ch nun die pädagogische und sportfachliche Fakultät? Die erste bildet hauptsächlich Gymnastik- und Sportlehrer für die Hochschulen aus. Das sind vielseitig gebildete Menschen, die umfassende Kenntnisse auf allen Gebieten der Körperkultur besitzen. Der vierjährige Lehrgang vermittelt ihnen das nötige theoretische und praktische Wissen, das für einen hochqualifizierten Sportlehrer notwendig ist. Die Sportfakultät ist ebenfalls für einen vierjährigen Lehrgang berechnet, bildet jedoch pädagogisch qualifizierte Trainer aus. Das bedeutet, daß jeder, der die Fakultät für Sport und Gymnastik absolviert hat, nicht nur allgemeine Kenntnisse in allen Fächern des Lehrgangs erhält, wie auch die pädagogische Fakultät vermittelt, sondern sich auf die gewählte Sportart spezialisiert. Außerhalb des Hochschulbetriebes können die Absolventen dieser Fakultät ihre Kenntnisse in Sportverbänden anwenden, wo sie die Jugend unterrichten und trainieren, die sich in verschiedenen Sportarten betätigt. Insgesamt wird im Institut Unterricht in 24 Fächern erteilt. Darunter sind unter anderen Anatomie, Physiologie, Hygiene, Psychologie, Pädagogik, Heilgymnastik, Geschichte und Organisation der Körperkultur und deren theoretische Grundlagen und ebenfalls zahlreiche Sportfächer, wie Gymnastik, Leichtathletik, Fechten, Schwimmen. Ski- und Eislaufsport, Boxen, Sport- und Bewegungsspiele. In jedem einzelnen Fach wird theoretischer und praktischer Unterricht erteilt. Auf der pädagogischen Fakultät beginnt die Spezialausbildung im dritten Lehrjahr, auf der Sportfakultät im ersten. In den vier Lehrjahren werden an der pädagogischen Fakultät dem Unterricht in Gymnastik 350 Unterrichtsstunden eingeräumt, wobei 60 davon "theoretischen Vorlesungen und die übrigen der Praxis gewidmet sind. Eine Zweijahrsschule für Trainer Das Stalin-Instiut ist bestrebt, soweit wie möglich den Anforderungen zu entsprechen, die die Sportorganisationen steilen, und gründete infolgedessen eine Zweijahrschule für Trainer. In dieser Schule werden qualifizierte Sportler aufgenommen und Spezialisten für bestimmte Sportarten ausgebildet. Dort erhielten viele Trainer, die jetzt erfolgreich in den zahlreichen Amateursportverbänden tätig sind, ihrfe Spezialausbildung. Dasselbe Bestreben veranlaßt das Instiut, eine Sonderabteilung für die Vervollkommnung des Fachwissens der Gymnastik- und Sportlehrer verschiedener Lehranstalten zu eröffnen. Diejenigen, die vor einigen Jahren eine Hochschule absolvierten, müssen ihre Kenntnisse ergänzen und sich die neuesten Errungenschaften in der Theorie und der Praxis der Körperkultur zu eigen machen. Das alles können sie in den Dreimonatskursen für Vervollkommnung des Fachwissens erhalten. Kürzlich wurde ein Unterrichtszyklus für Leichtathletik abgeschlossen, anschließend einer über die Theorie der körperlichen Erziehung, und jetzt findet ein Kursus für Sportspiele statt. Alle diejenigen, die'ihr Fachwissen vervollkommnen, erhalten während der Unterrichtszeit ihr übliches Gehalt ausgezahit. Sturm auf SZekorde Die UdSSR hält 58 von 205 Weltrekorden Außerordentlich aufschlußreich ist ein Blick auf die Tabelle der bis zum 1. Januar 1950 erzielten Bestleistungen der Sowjetsportler in den verschiedenen Sportzweigen. Selbst der Fachmann staunt;aber Tatsachen sprechen eine überzeugende Sprache: die Sowjetunion besitzt 58 von 205 registrierten Weltrekorden! Das sind fast zweimal mehr als die USÄ mit 32, dreimal mehr als Schweden mit 19 und Frankreich mit 18, fünfmal mehr als Holland mit 12 und Finnland mit 11 und sechs- bis siebenmal mehr als Norwegen und Dänemark mit 9 und Italien mit 8 Weltrekorden. 58 von 205 — das sind fast dreißig Prozent aller Rekorde! Welch gewaltige Aufwärtsentwicklung seit 1914. da das zaristische Rußland nicht einen einzigen (!!) Weltrekord l~esaß. die USA hingegen 45. Damit hab°r die Sowjeisportler ohne jeden Zweifel die Führung im internationalen Sportleben übernommen. Allein im Jahre 1949 wurden 422 Rekorde aufgestellt. Aber trotzdem geben sich die Sowjetsportler mit den errungenen Erfolgen nicht zufrieden. Sie stehen auf dem Standpunkt, daß sie noch mehr erreichen müssen, daß sie Forderungen und Aufgaben nach der berühmten „Weisung des Zentralkomitees der KPdSU (B) vom 27. Dezember 1948 in Fragen der Körperkultur und des Sports“ noch keineswegs erfüllt worden sind. Zum Beispiel in den leichtathletischen Disziplinen: 20, 400, 800, 1500, 10 000 m. Weitsprung, Stabhochsprung, Speerwerfen der Männer, 100 m und Weitspringen der Frauen. Seit 13 Jahren steht beispielsweise der 200-m- Rekord von R. Ljulkow (21,6 Sekunden), und seit sieben Jahren hält F. Wanin seine 10 000-m-Bestleistung (30:35,2 Min.). Weit unter den Weltrekorden liegen noch die Ergebnisse der Eisschnelläufer (nicht der Eis- schnelläuferinnen!) und der Schwimmerin- ren (nicht der Schwimmer!) Auch die „Meister der Pedale“ wünschen sieh ein schnelleres Ansteigen ihrer Rekorde. Die sowjetischen Sportlerinnen und Sportler haben alle Vorbereitungen getroffen, um in diesem Jahre einen „Frontalangriff“ auf die Weltrekorde in den wichtigsten Zweigen des Sports zu unternehmen, Die Grundlage dafür bildet in erster Linie eine verstärkte Breitenarbeit der Stadt und Land, um in systematischem Training Millionen neuer Mädchen und Jungen für die schöne Sache der Leibesübungen zu begeistern. Die. Trainer und Sportlehrer haben sich verpflichtet, unermüdlich die Organisation zu verbessern und die. Qualität ihrer Trainingsarbeit und Lehrtätigkeit zu erhöhen, den Unterricht in den einzelnen Sportsektionen auf das ganze Jahr zu erweitern und die neuesten Errungenschaften der Sportwissenschaft in der Praxis zu verwirklichen. All diese Vorbereitungen werden dazu beitragen, daß in diesem Jahr eine ganze Reihe neuer Weltrekorde in den Besitz der sowjetischen Sportler übergeben werden. V, Altbekannt für gute Gegründet 1834 Waldstraße 13 Qualität ist stets ausschlaggebend Besichtigen Sie unsere Ausstellung, die stets mit Neuheiten wechselt - Wir zeigen ca. 100 Zimmer und Kfichen Schlafzimmer Eiche, nußbaum pol. B. 180 cm DM Man kauft hoi jfeäfeqe dann dort erhält man die guten Qua itäfen zu gänstigsten Preisen '&ue y KARLSRUHE ftl. 5015 ÄQtERSTR. 12 ECKE KAISEÄSTR. Das Spezia/haus für Rundfunk das ^rofie Spezialgeschäft für Herren- o. Knabenbekleidung' Karlsruhe, Kaiserstr. 50 W. K. V. 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Hebe Mutti, nimm mich ernst: Iclij fein w^der ein Spielzeug, das manchmal ii^l Wege steht, noch ein Gegenstand, den marr bei Besuchern herumreicht und sagt: „Bsj.. fer nicht wirklich reizend?“ — ich bin ersten Tag, wundere dich nicht, wenn ich die-man nicht vergißt, so gewfnnh-mart Er- mich später zu eipem „Angsthasen“ ent- kenntnisse, auf denen man aufbauen kann, wickle, der sich und der Welt wenig zu- Nur durch eigene Erfahrungen-; werde ich traut. selbständig. --. Meine ewigen Fragereien gehen dir auf die Habe auch Vertrauen zu mir und sage nicht: Nerven, sagtest du kürzlich zu Tante Gretel. „Dazu bist du noch viel zu klein! Ich finde Ich frage doch nicht zum Vergnügen, son- es viel schöner, wenn du auf derrr Stand- dem ich möchte wissen, weshalb der Mond Punkt stehst: was andere können, kann nachts scheint und das Wasser naß ist. Du mein Peter auch! Aber um zu wissen, wie kannst mir gewiß darauf eine Antwort ge- w ®!. t . ^. le an deren sind,.rpußt du für. Spiel- ben, die ich verstehe. Ich spüre genau, wenn geführten sorgen. Ich glaube,_ der Kinder- du irgend etwas dahersagst, nur um mich garten ist «ne gute Sache. Da lebt man toszuwerden'. Dann lasse ich natürlich nicht un ter sich, da lernt man, daß es nicht 1 m- 1 ocker, denn ich bin neugierig, wer bei die- me / nach dem eigenen Kopf geht, daß man sem Spiel wohl den längeren Atem behält auf die arideren Rücksicht nehmen muß. und frage immer wieder. Auch die Drohung *>« allerlei Spiele, die um so mehr mit dem Vati, der abends nach Hause Spaß machen, je mehr sich da^an, hetei- kommt, gefällt mir gar nicht. Manchmal ligen. Ist nan dagegen flnmer.allein, wird schimDft er mit mir weil ich am Vormit- man launisch, egoistisch und uhzufrieden. semmprt er mix mir, weil ich au Daß Prügeln kein Erziehungsmittel ist, we ißt taÜLungezogerwwar.. Das habe ich aber in- . .. . ... „ r * , , 1 rV zischen vergessen. Ich höre nur die du f - bebe Mutti. Wenn du glaubst mich Schelte, muß auch mitunter in der Ecke strafen zu müssen, dann überlege einmal, stehen und weiß nicht, wofür. Da kommen ««*8» ich ungezogenerer. Oft kommt mir dann Bedenken, ob du wirklich so un- £? se o^jene „böse“ Tat aus einer fal- fehlbar bist. Schau, ich sehe doch nur dich Einstellung ^ meinerseits, aus einem und deine Welt und baue daraus die meine. Denkfehler. Strafst du muh nur, ohne mir Was ihr tut und treibt, euer Benehmen un- den richtigen Weg zu zeigen, kann ich midi tereinander ahme ich nayh, ihr seid mir * aum bessern. Meine „Artigkeit“ entspringt Vorbild. Und wenn du es mit der Wahr- dann d «\ und „ Duck ‘ Qattz einfach Wirklich ganz einfach — auch für die Rücken mit ein oder zwei Knöpfen geeilt, Mensch, genau wie du, nur kleiner und noch in der Entwicklung. Aber meine Anlagen, gute wie schlechte, die sind schon da. Pflege die guten und bestutze die schlechten, dann werde ich bestimmt einmal im Lehen „meinen Mann“ stehen. Dazu gehört allerdings, daß du über mich nachdenkst, ruhig- und gründlich, und dir genau über meine Eigenschaften klar bist. Nur so kannst du mir helfen*. Sprich nicht mit mir in der Kindersprache, die ich gar nicht mag Und die ich nur an- wende, weil doch die vielen Worte, die ihr Erwachsenen habt, so schwer zu behalten sind. Es ist für mich ein riesengroßes Stück Airbeit, meine Muttersprache zu erlernen, unterstütze mich dabei, sage es mir immer wieder richtig vor, denn ich habe auch meinen Ehrgeiz; was ich gleich richtig lerne, füllt mir später viel leichter. Beachte auch bitte, daß ich noch klein hin. Gestern zum Beispiel, als wir in die Stadt führen, habe ich nicht begreifen können, weshalb du so böse wurdest. Gewiß, wir mußten den Zug erreichen,. die Zeit war knapp, aber was nutzt das 1 alles, meine Beinehen sind nicht sehr lang, ich kahn keine große Schritte nehmen, und so trippelte ich immer hinter dir her, wurde halb gezogen und lief endlos lange mit hoch erhobenem Arm — weil ich ja als artiges Kind „anfassen“ mußte, mit dir durch die Straßen. Hast du dir schon einmal überlegt, wie anstrengend das ist? Mir taten meine Glieder am Abend weh, und ich weinte. Du nanntest das „ungezogen.“ Da . wir gerade fygipi.. Spazierengehen sind, riSSätte: Ich -dir noch sagin, daß” ich dein Versteck spielen gar-nicht schön finde. Ich hüpfe um dich herum und weiß, du bist bpf mir. Eben untersuche ich ein besonders hübsches Steinchen — ich blicke auf — und säfte dich nicht mehr. Ganz allein stehe ich dui die Bäume sind plötzlich riesengroß und die Häuser drohend und feindlich. Verzweiflung packt mich, ich rufe aufgeregt, laufe hin und her und weine schließlich. Dann kommst du harmlos lächelnd aus eit?»-Ecke hervor und sagst: „Aber das war jt^räur Spaß!“ Mir jedoch ist bitter ernst zumute. Du tust das öfter und findest mich zimperlich, weil ich diesen Scherz nicht dcjüthsehaue. Ich lebe viel mehr als du im Augenblick, mein Gedächtnis ist'kurz, für nSüchbleibt dieses Spiel grausam wie am c/y oonan nimmst kann ich durch- niäuser“ möchtest du doch nicht aus mir Frau, die nur selten einmal selbst zu Nadel schlossen, aus nicht b^fen Salb du dich kuf- machen. Noch eins, liebe Mutti: und Schere greift - sind diese Schürzen Kinderleicht ist die mittlere Schürze zu rü=t Inhaid Üh einmal Lache auch üfter mit mir sei vereniiet sei herzustellen. Es ist noch nicht einmal un- schneidern. Die ganze Form ist ein oben Ü ” flunke e ’ , v , ’ , s * t ’ bedingt erforderlich, neuen Stoff hierfür zu abgeflachtes Dreieck, an dessen Ende und in zu Weihnachten schenktest du mir eine Eise - fröhlich: Ich habe schon gemerkt, daß das j cau f erlj wenn Sie noch ein altes Dirndl oder der Taillenhöhe eine Schaube genäht wird, bahn mit allen Schikanen. Da ich den kom- Leben nicht ganz einfach ist. Wenn ihn ehe-, sonst ein bun tbedrucktes Sommerkleid lie- Nett wirkts, wenn die durch die Schaube zu plizierten Mechanismus nicht verstand, zog liehe Auseinandersetzungen habt: macht gen haben. Aus den guten festen Stellen ziehenden Bänder aus einer abweichenden ich mich bald mit meinen alten, geliebten das ohne mich ab. Ich spüre jede Mifstim- läßt sich bestimmt noch eine Schürze ar- Farbe gewählt werden. Bauklötzern in eine Ecke zurück. Du warst mung, sie wirkt auf mein seelisches Gleich- beite n.. Wollen Sie aber, neuen Stoff kaufen, Zwei, allerding s ganz schmale Dreiecke enttäuscht. Doch für mich ist das Spielen gewicht. Du bist klug, du weißt genau, daß s0 reicht 1<5 Meter, bestimmt aus. bilden den oberen Teil unseres letzten Mo- kein Zeitvertreib, für mich ist es eine Ar- die Kindheitseindrücke zwischen dem er- D i e erste Schürze ist noch ein wenig dell^. Vom übereinandergehend, wird er beit. Ich möchte etwas' schaffen, etwas ge- sten und sechsten Jahr wesentlich den schwieriger zu nähen, dafür sieht sie auch dem je nach Geschmack glatt oder kraus gestalten und die Klötzchen nach meinem späteren Menschen formen. Die Schwierig- ganz besonders nett aus. Sollten Sie mit arbeiteten Rock angesetzt. Die wiederum in Sinn solange aufeinanderstellen, bis sie keiten, die ich einmal als Erwachsener ha- dem Taillenstück nicht zu Rande kommen, der Farbe schmückenden Bänder werden ln nicht zusammenpurzeln. Es stört mich, ben werde, kannst du nicht’ forträumen, kann man es auch fortlassen und"die breiten, einer Spitze oder Schleife angenäht und im wenn du dich 'einschaltest und mir zeigst, Aber das Rüstzeug, sie zu überwinden, mit krausen Rüschen verzierten Träger ganz Nacken gebunden. Gustl wie es richtig ist — ich probiere es lieber gibst du mir mit: Selbstvertrauen, Zuver- durchgehen und vorn leicht übereinander ■ selbst laus. Seit ich mir einmal die Finger sicht und die Achtung vor meinen Mitmen- kommen lassen. Der Rock teil ist ebenfalls dm Ofen verbrannte, weiß ich, daß er heiß sehen. Dafür bist du -das Schönste, was ich halbrund geschnitten und mit zwei rüschen- kin war und ob er ein guter Mensch gewe- ist. So sammelt man seine Erfahrungen, mir ' vorstellen kann: mein bester Kamerad, verzierten Taschen besetzt. Er wird im sen -sei. Scho-Pir erzählte bereitwillig alles, was er wußte, und Nisso war fest überzeugt, daß er, dessen Seele in dem Apparat wohnte, der beste und vorzüglichste Mensch sei, der je gelebt habe. —. . . . , _ - T . - .. Der Mond ging auf, und alle begaben sich Eine lehrreiche Geschichte aus dem Roman „Nisso“ von P. Lukmtzkij Sie traute ihren Augen nicht zur Ruhe. Nisso lag lange mit offenen Augen im Sie hockte sich davor, drehte vorsichtig den Trichter zu sich her und legte das Ohr Ad der Grenze zwischen Morgen- und Abendland, eingebettet zwischen himmelhohe Berge „Merk dir dieses Wort: Moskau. Der „ , , . s ~hii a und begrenzt von dunklen Schluchten Uegt Siatang, die Heimat des armen Mädchens Nisso. , - eben hast sineen hören der und ®e glaubte, daß alle S Chile Der Chan ihres Gebiets hat über ihr künftiges Schicksal schon beschlossen und sie für seinen Mensch, den CIU eDen nast Singen norqn, ae j en> gtand Sie Wieder 8«f und eine leise zi Harem bestimmt, denn sie ist schün und anmutig. Vor diesem entehrenden Los ist sie auf wohnt in Moskau, Und das Lied, das er ge- d - m Grammonhon hm abenteuerliche Art entflohen und bis in ein Gebiet gelangt, das durch die Revolution schon sunge n hat, hat Puschkin gedichtet; als er gebaut Grammophon eine große Milchpfütze er- Als die ersten Takte des Liedes mit dem MeSS?“ ^ h ^ P> Verdutzt und erschrodcen darüber, Puschkin-Text „Ich kenn« den wundervol- D .„ Mensch v0 „ dem die Seele b L r ärin ganzen Abend verbrachten Scho-Pir, daß ihr gutgemeintes Opfer nicht angenom- lan AnspnhHrk“ Arklansen «nrane Bachtior »D«r M enscn, von dem die M«e njer onn Bachtior und Nisso zusammen am Grajnmo- men worden war. wischte sie schnell den .. g g . P g ist. Nisso zeigte in die Trichteröffnung. phon und spielten immer wieder dieselben Fußboden auf. Von schlimmen Ahnungen Ich will sie rufen 1 “ Scho-Pir war ganz ernst und erklärte ihr: Platten, denn sie hatten ja nicht v4ele. gepeinigt, trug sie den leeren Krug auf die ”c i . . . .. .. . „Der ist weit weg von hier! Will man zu Tänze und Märsche machten auf Nisso kel- Terrasse zurück. „Niemand soll erfahren, „Setz dich. Scho-Pir hielt ihn am Arm p u ß hingehen, so braucht man ein Jahr da- nen Eindruck, sie wollte immer wieder die was heute nacht geschehen ist!“ nahm sich fest. ,,gieh auch gar nicht hm;^ sie soll den- zu _ Dort steht eine große ßtadt, die größte, Lieder und Romanzen hören. Nisso vor. Traurig und niedergeschlagen k’en, wir hatten sie vergessen. d j e es ganzen Sowjetland- gibt* Diese SchHeßlich brachte Scho-Pir das Gram- ging sie langsam in den entferntesten Win- Scho-Pir saii nicht zu ihr hin, als er Nisso Stadt heißt Moskau. Hast du den ?Namen mophon in sein Zimmer zurück. Nisso kel des Gartens; sie wollte den ganzen Tag herankommen hörte. Sie blickte vorsichtig schon mal gehört?“ „Nein. Scho-Pir.“' wollte ganz' genau wissen, wer dieser Pusch- mit sich allein sein. i BranD in ötf polomndit Roman von TICHON SJOMUSCHKIN Copyright Verlag Kultur und Fortschritt; Berlin. gerichtet, und die anderen Finger schienen etwas ergreifen zu wollen. Die Hand hing wie versteinert in der Luft. „Wo ist Waamtschos zweites Oberkleid?“ unterbrach Tygrena das Schweigen. „Dort ... im Vorzeit“, antwortete leise der Greis. Die Jäger holten den Anzug herein und stopften in aus. Hastig steckten sie in Joppe Hose und Fußbekleidung allerlei Hausplunder. Bald war die Puppe jaus Waamtschos Kleidern fertig. Von der annseligen Habe des Alten blieben nur noch zwei kleine Felle übrig. Alles hatte der Popanz verschlungen „Vielleicht ist er nicht fest genug gestopft?“ fragte Waal. „Nehmt auch diese! Ich werde nicht schlafen.“ Die Puppe wurde behutsam ins Vorzeit gebracht ^ XII Auf dem Heimweg hörte Trygena von weitem rollende Trommelschläge. 12. Fortsetzung ?Iäi werde zu Waal gehen, dachte Tygrena J und wie eine Ente, die das Fliegen verlernt hat, ging sie auf das Zelt des Alten zu. Darinnen saßen etwa acht Jäger beisam- meai. Sie hpck,ten im Kreigfe um den Alten. Drückendes Schweigen herrschte. Niemand bemerkte auch nur, daß die Oelflamme rfifite. ’ Tygrena ‘kroch zwischen den Jägern hindurch und brachte das Moos in der Feuerstelle mit einem Stöckchen in Ordnung. Sie fürchtete sich, nach Waamtscho zu fragen, und setzte sich schweigend abseits. Es war schon spät. Allen war es klar, daß Waamtscho vom Festland abgeschnitten war. Der alte Waal saß mit gebeugtem Kopf. Er rauchte nicht einmal. Mit der offenen Hand strich er sich übers Gesicht, sah auf die tränennassen Finger und sagte fast flüsternd: *-;,Ich hab .. . diese Tränen noch nie geiölen. Ich bin alt geworden und kann sie nicht mehr zurückhalten.“ ■ gr sah lange auL die ge=r>reizten Finger g«ner Hand. Der Baumen war nach oben Sie blieb stehen. Der Wind warf sie fast um. Tygrena Hef ins Vorzeit und lauschte aufgeregt dem Geheul des Schamanen ’ und den Klängen des Tamburins. Es war, als sei das ganze Zelt von diesen Klängen erfüllt und als flögen sie wie-lebende Wesen von Wand zu Wand, vom Boden bis zur Decke. Tygrena hatte den nie lächelnden Korauge vor Augen. In der Dunkelheit hatte sich etwas ihren Beinen genähert. Sie fühlte deutlich jemanden zu ihren Füßen. Tygrena bebte vor Schreck. Sie wollte rasch ins Zelt, konnte aber nicht. Die Beine versagten ihr den Dienst. Da hörte Tygrena ein bekanntes Winseln. Eine alte Hündin war an sie herangekrochen. Tygrena freute sich. Sie kauerte nieder, drückte den warmen Kopf des Tieres an sich und streichelte ihn zärtlich. Durch die Klänge des Tamburins drangen die Worte des Schamanen: „Wind, halte ein! Viele Tage fehlt Alitet. Geister, macht gutes Wetter, Nehmt euch Waamtscho als Opfer...“ Tygrena lauschte den Worten Korauges mit angehaltenem Atem und drückte den Hund fester an sich. Wieder rollten die Klänge des Tamburins. Und - lange setzte Korauge verzückt seine Geisterbeschwörung fort. Tygrena ließ den Hund nicht aus den Armen und flüsterte ihm zu: „Du hast es gut daß du ein Hund bist. Ich mag nicht ins Zelt und den Blicken des Alten wieder begegnen Ich möchte mit dir im Vorzeit schlafen, Im Dunkeln; daß mich keiner sieht.“ Und wieder, hörte; sie Korauges Worte Röchelnd entrangen sie sich seiner Kehle: „Sein Zelt ist eine Quelle des Unglücks... Ilineut ist erfroren . . . Waamtscho . Geister ..." Das Tamburin übertönte die Worte. Üeber den Hund gebeugt, saß Tygrena lange da. Dann wurde es still im Zelt, Nur hier und da hörte man den Alten krächzen. Er hatte sich völlig verausgabt und röchelte jetzt wie ein Walroß, dem die Harpune im Leib, steckt. Von dem regungslosen Niederhocken waren Trygenas Beine eingeschlafen und froren. Sie erhob sich vorsichtig und kroch ins Schlaf zeit Die Feuerstelle war 'erloschen; lautlos kleidete sie sich aus. Plötzlich hörte sie die heisere Stimme Korauges: „Die Tiere verlassen bei solchem Wetter Ihre Höhle nicht. Oder ziemt es sich, daß du herumgehst, wenn dein Mann nicht zu Hause ist?“ Tygrena nannte Waamtscho nicht, sagte aber: „Korauge, ein Mensch ist mit dem Eis abgetrieben worden. Es ist große Trauer in der Siedlung. Sie haben den Popanz ausge- stopft. Man möchte'doch wissen, ob der Mensch lebt Hörst du ( was für ein Wind draußen ist?“ „Ich höre alles und weiß alles. Such deine Trauer nicht dort! Alles kann geschehen. Alitet . . .“ Der Schamane sprach nicht zu Ende, weil er fürchtete, daß er die bösen Geister auf Alitet herabziehen könnte. „Wer weiß, Korauge, was die bösen Geister im Sinn haben? Wolltest du nicht sagen daß Alitet sich verirrt hat oder einen Abgrund hinabgestürzt ist?“ fragte Tygrena : die Dunkelheit nutzend. „Schweig und leg dich schlafen!“ zischte -Korauge. „Du hast eine richtige Weiberzunge. Ohne Verstand. Sie schwatzt unnützes Zeug.“ . Tygrenas .heimlicher Wunsch war es ja gerade. daß AUtet irgendwo in einem felsigen Abgrund zerscheUte. Das geschah doch sogar mit guten Menschen. Unruhig verlief die Nacht. Mit nicht nachlassender Wucht jagte der Wind an den Zielten vorbei zum Meer. Die Jäger hatten sich wieder beim alten Waal versammelt. Durch Mark und Bein ging der Sturm und das Zelt schwankte. Der Wind drang durch die Ritzen ins Zelt, und der Popanz bewegte sich von seinem Hauch. Zwei Jäger hielten abwechselnd die Wacht und riefen dem Alten von Zeit zu Zeit zu: „Er bewegt sich.“ Waal saß im Innern des Zeltes, und jedesmal, wenn der Ruf „Er bewegt sich“, zu ihm drang, huschte ein frohes Lächeln über sein müdes, zerquältes Gesicht. . Die Puppe schlenkerte hiö und her, und alle waren überzeugt, daß Waamtscho noch lebte. Gegen Mittag kamen noch mehr Jäger hinzu. Wenn das Licht zwischen den dichten Wolken durchschimmerte, beobachteten sis den Himmel und berichteten dann dem Alten, bemüht, einander zuvorzukommen: „Man muß Gegenwind abwarten. Es wird ihn ans Ufer treiben.“ „Waal, es klärt sich auf. Der Wind will naichlassen. Das ist sehr gut für ihn.“ „Man muß Korauge bitten, daß er ihm Gegenwind schickt.“ Der alte-Waal hörte den Jägern aufmerksam zu und sah sie mit traurigen, nachdenklichen Augen an. „Stopft mir eine Pfeife! Meine Seele verlangt nach Rauchen“, sagte er mit matter Stimme. Tygrena kam hereingekrochen. „Waal! Der Himmel wird hell. Der Sturm hört auf, und Waamtscho korrupt wieder Ich weiß es. . . . er ist ein geschickter Springer ..." Der Alte wackelte nur mit dem Kopf. Tygrena ließ sich an der Feuerstelle nieder und füllte sie mit Tran, den sie mitgebracht hatte: „Narginaut hat gesagt, ich soU Tran mitnehmen. Sie ist eine ver^ändige Frau.“ XIII Am Tage zuvor, als Waamtscho,- wie alle Jäger der Siedlung, ohne Beute von der Jagd heimkehrte, hatte der alte Waal gesagt: „Die Seehunde sind jetzt weit weg. In den äußersten Waken kann man sie finden.“ Waamtscho saß schweigend da und schien dem Vater' gleichmütig zuzuhören. Der Vater war ein großer Jäger, und was er sagte, galt. Aber wer würde sich so weit vom Ufer Ins Treibeis hinauswagen? An der Küste herrschte Hunger. In allen Zelten sprach man nur von der Robbenjagd. Die Fuchsjagd interessierte die meisten nicht mehr. Was war das auch für eine Jagd? Sie mochte locken, wenn man satt war. Für die Felle kaufte man Sachen. Ohne Sachen stirbt man nicht, aber ohne Nahrung kann der Mensch nicht leben. Die Robbenjagd war wichtiger. Waamtscho würde aber nicht mehr zu Alitet gehen und um Fleisch bitten. Er beschloß, sein Glück bei den fernen Waken zu versuchen, von denen der Vater gesprochen batte. Am Morgen spannte Waamtscho vier Hunde vor einen leichten Schlitten und fuhr ins Eis hinaus. ; Es war noch dunkel, und die Zelte auf dem ■ Berge verschwanden bald. Waamtscho fuhr schon lange über das Packeis, als sich endlich der Mond zeigte. Als er mit seinem kargen Licht die aufgetürmten Eismassen erhellte liefen die Hunde schneller. Endlich sah Waamtscho schon von weitem eine Wake. Dort wird es Robben geben! dachte er. und ihn erfaßte die freudige Erregung des Jägers. „Tschegyt! Los! Komm!“ rief er dem Leithund zu. Tschegyt begriff und bog nach rechts ab. Das Gespann lief an einem hohen Eisberg vorbei. Bald hielt Waamtscho die Hunde an erklomm einen Eisblock und betrachtete die Umgebung. In’ der Ferne sah man einen Streifen der offenen, ruhigen See. Es war still an diesem frühen Morgen. Das Meer dampfte. Waamtscho lief vom Eisblock hinunter, setzte sich auf den Schlitten, rief die Hunde an, und jagte auf eine offene Stelle zu. „Hier” Ich versteck mich hinter einem Eisblock. Dann kann ich die Robben gut sehen“,- sagte Waamtscho laut L cV-i *►•:* *-£virv .. +MKUX Mtr 1.Mai TA6AI1ER SCHAFFE Der fortschrittliche Geschäftsmann empfiehlt sich der werktätigen Bevölkerung fflOBEL EHRFELD H ■ Karlsruhe am Marktplatz Das führende Modehaus in Damen-, Herren- n. Kinderkleidung sowie in modischen Stoffen Damen* und Herrenwäsche, Aussteuerwaren Dem RatenkaufaBkofnmen dar Badischen Beamtenbank angeschlossen W. K. V. Vertragsfirma Radlogeräte and alle Einzelteile kaufen Sie besondeis günstig und natürlich auch auf Teilzahlung beim altbewährten Fachgeschäft RADIO-DUFFNER Kaiserstrafie 70 Am Marktplatz Deckbett mit Federn 180x130 cm 57.-an Kissen mit Federn 80 x 80 cm 17.- an und Halbdaunen In 8 Preislagen von 250 bis 17.- Matratzen, Bettröste und Polstermöbel äuBerst billig Spezial-Geschält M. Kachur / Karlsruhe K.iserstnBe 19, im HpS rechts Sportausrüstung für aile Sportarten Sportliche Kleidung Mäntel für jedes Wetter Spotäufauum WM»14* Kaiserstrafie 120 und. 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