BADISCHES Aus dem J4thaU : Bonn will Herstellung von Kriegsmaterial nicht verbieten KPD lordert Sechs-Plennig-Zigarette Solidarität mit Joliot-Curie Verlag; Badische Zeitungsveriags-GeseUefcaft m. b. H., Mannheim, s 3 , 10, Fernruf Nr. «in. Redaktion: Mannheim, S 3, 10, Fernruf Nr. «33 60. Chefredakteur: Willy Grimm. Vertriebsfilialen: Mannheim-Netkarstadt, Mittelstraße 38, Ruf Nr. 509 35, Heidelberg, Rohrbacher str. 13—15, Ruf 3431/35—01, Karlsruhe, Amaiien- straß« 69 Ruf «023, Pforzheim, Westl. 77, Ruf 2596, Weinheim, Hauptstr. 68, Ruf 2419. Vot&szeiUuu} (iic Jbadm Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Bezugspreis DM 2,30 einschl. Trägerlohn. Bei Postzustellung DM 2,05 zuz. DM —.54 Zustellgebühr. Bankverbindung: Allg. Bankgesellschaft Mannheim, Kto.-Nr. 14 77, Stadt. Sparkasse Mannheim, Kto.-Nr. 227, Postscheckamt Karlsruhe, Kto.-Nr. 429 39. Anzeigenpreis: Anzeigenpreisliste 3. Anzeigen werden entgegengenommen in Mannheim, s 3. io, Ruf 432 90, und in den Vertrlebsflliaien. Jahrgang 5 / Nr 101 Dienstag, 2. Mai 1950 Preis 15 Pfg. In aller Welt Demonstrationen für den Frieden Der 1. Mai im Zeichen des Kampfes gegen die Kriegstreiber — Delegationen aus aller Welt in Moskau — Millionen demonstrierten in den Volksdemokratien — „Avenue Josef Stalin“ in Paris — Gemeinsamer Aufmarsch der Sozialisten und Kommunisten in Tokio — Berliner Mai- Demonstration, die größte, die je erlebt wurde Moskau-Prag-Paris. (EB.). An diesem internationalen Feiertag der Werktätigen über- mit ihren Friedenslosungen, in denen sie ge- trafen die gewaltigen Demonstrationen in allen Ländern der Welt, besonders aber in der lobten, sich auch weiterhin der Entladung Sowjetunion and den Volksdemokratien, alle bisher stattgefundenen Feiern und Manife- amerikanischer Waffen zu widersetzen Stationen zum 1. Mai. Unübersehbare Menschenmengen zogen in Moskau über den Ro- an der Spitze aller Werktätigen durch die ten Plaz an der Tribüne des Lenin-Mausoleums vorbei , auf der Generalissimus Stalin mit Stadt. 14 000 streikende Hafenarbeiter in seinen engsten Mitarbeitern und den besten Wissenschaftlern, der KPdSU (B) Platz genommen hatte. Zahlreiche Delegationen nahmen an den Moskauer Maifeiern teil. Arbeitern, Mitgliedern aus der ganzen Welt amerikahörige Politik und forderten ein enges Bündnis mit der Sowjetunion und den Volksdemokratien. Festlich geschmückt waren die chinesischen Städte und Dörfer, in denen das große seine Befreiurli Ueber 400 000 Werktätige marschierten sechseinhalb Stunden lang durch die Straßen von Prag. Mehr als 6000 Farbige protestierten in Kapstadt gegen die Rassenpolitik der Regierung Malan. In Tokio wurden die Maifeiern von etwa 500 000 Sozialisten und Kommunisten gemeinsam durchgeführt die die Unabhängigkeit Japans forderten. Der Pariser traditionelle Marsch von der Bastille zum Platz der Nation vereinigte diesmal die Mehrzahl der Bevölkerung unter der Losung den Frieden. Der Antwerpen machten , den 1. Mai zu einer Volk von 450 Millionen eindrucksvollen Kundgebung für ihren ak- vom Imperialismus feierte, tiven Kampf um den Frieden. _... In der österreichischen Hauptstadt Wien aktiven Kampfes fui wunJe Kreits am Sonntagab * nd die große Feier mit einem Fackelzug von Tausenden sowjetische Marschall Wassilewski V on Jugendlichen eingeleitet. Die Jugend- des An diesem Tag verstärkten die Kämpfer für den Frieden auf der ganzen Welt ihre Unterschriftensammlung für die Beschlüsse des Stockholmer Kongresses, nach denen jede Regierung als verbrecherisch angesehen ziere im Tagesbefehl zum 1. Mai auf, auch we'terhin für den Frieden und die Sicherheit der Heimat zu wachen. Anläßlich des Weltfeiertages der Arbeiter beschlossen die Gemeinderäte der Vorstädte Gentilly und Arcueil, im Süden von Paris, die Hauptverbindungsstraße zwischen den beiden Gemeinden in „Avenue Joseph Stalin“ umzubenennen. Prag und alle anderen Städte der Tschechoslowakei waren, wie unser Berichter- -„i, ■ „t, •_ statter aus Prag meldet, von Friedenstau- Ew ganzer Betrieb zeichnet Sich ein ben, Fahnen, Losungen, Gemälden von Die Friedensfreunde in der Gaskokerei Stalin, Marx, Engels, Lenin, Gottwald und Stuttgart haben ihr Sammelergebnis bis anderen Arbeiterführern überschwemmt. 29. April noch weiter verbessert. Es waren Sechseinhalb Stunden dauerte der Marsch an diesem Tag 500 Unterschriften gezählt der Werktätigen durch die Straßen der forderte die sowjetischen Soldaten und Offi- liehen trugen Transparente mit der Auf- wird, die Atomwaffen als erste anwendet. schrift: Freundschaft mit der Sowjetunion Der 1. Mai wurde zur gewaltigen Heerschau und den Volksdemokratien! aller Kämpfer für den Frieden, die an die- In Haifa demonstrierten jüdische und sem Tag gelobten, ihren Kampf für die arabische Werktätige gemeinsam gegen die Erhaltung des Lebens noch weiter zu ver- von der israelischen Regierung verfolgte stärken. Ein zu nichts verpflichtender Beschluß Bonn. 650 000 Empfängeer von Soforthilfe sind zur Zeit noch ohne Sozialversicherungsschutz, stellte im Bundestag der Berichterstatter des Ausschusses für Sozialpolitik, Abg. Schüttler, fest. Ein am 18. Oktober 1949 im Bundestag gestellter Antrag verlangte vom Kabinett eine Anordnung an die Länder und Kommunen, den Scfort- hilfeempfängem die notwendige Fürsorge im Falle der Erkrankung zu gewähren. Nachdem der Antrag ein halbes Jahr im Ausschuß für Sozialpolitik beraten worden war, kam ein Ersuchen an das Kabinett heraus, den Länderregierungen zu empfehlen, den Bezirks-Fürsorgeverbänden eine entsprechende Anweisung zu erteilen. Da diese Formulierung keinen zu etwas verpflichtet, fand sie die einstimmige Zustimmung des Bundestages. Es liegt nunmehr an den Soforthilfeempfängern, durch einheitlichen Zusammenschluß und geschlossene Aktionen ihrem berechtigten Verlangen Geltung zu verschaffen. Rekord in Zahlungsbefehlen Kassel (vwd). Die Anzahl der Zahlungsbefehle bei den Amtsgerichten der Bundesrepublik ist nach übereinstimmenden Berichten der Justizbehörden seit 1948 ständig angestiegen und hat im ersten Quartal 1950 teilweise einen noch nicht dagewesenen Höhepunkt erreicht. Bei einzelnen Amtsgerichten war 1949 eine sechs- bis siebenfache Steigerung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Ost die eine Ciste voll? dann fordere eine neue an, Friedensfreund! worden, damit hat sich bis auf einen kleinen Rest die gesamte Belegschaft der Gaskokerei eindeutig zum Frieden bekannt. 50 Prozent Uebersoil in Wendlingen Mit 1031 Unterschriften hat Wendlingen, Kreis Nürtingen, bei der Unterschriftensammlung ihr gestelltes Soll um 50 v. H. überschritten. Hauptstadt. Unter anderem wurde auch eine Fahne der Deutschen Demokratischen Republik im Demonstrationszug mitgeführt. Nach dem Umzug strömten Tausende von Menschen auf die Straßen und Plätze der tschechoslowakischen Städte und tanzten und sangen bis in die tiefe Nacht. Mannheim. (EB.) Die Mannheimer Kundgebung am 1. Mai war nach 1945 die größte. 50 000 Menschen füllten den Mannheimer Marktplatz und die Zufahrtsstraßen. Zum ersten Male hatte sie wieder ihren ursprünglichen Kampf Charakter. Besonders eindrucksvoll war der Einmarsch der Betriebe, die aus zwei Richtungen kamen. Lanz, Vögele. Siemens vom Wasserturm her, Motorenwerke, Daimler-Benz und Straßenbahner vom Neckar herkommend. Den imposantesten Eindruck bot der Aufmarsch der Belegschaft von Daimler-Benz, die unter der roten Fahne, voraus die Kapelle der Freien Turner unter Mitführung zahlreicher Transparente bei den Klängender Internationale und des Sozialistenmarsches auf dem Marktplatz einmarschierten. Auch Lanz führte rote Fahnen und viele Transparente mit. haben. Er forderte das volle wirtschaftliche Mitbestimmungsrecht, damit nicht wieder das von den Werktätigen Erarbeitete in einem neuen Krieg gegen diese selbst verwendet werden könne. Berlins Mai-Kundgebung: größer als jemals zuvor Feier der stolzen Erfolge im Aufbau der neuen demokratischen Ordnung Berlii. (EB.). Berlin erlebte seine größte Mai-Kundgebung, seit es den Weltkampf- Charakter eines harmlosen Volksfestes zu tag der Arbeiterschaft gibt. Weit über 800 000 Werktätige aus allen Sektoren Berlins de- geben. Die in allen Städten einheitlich auf- monstrierten im Berliner Lustgarten. Die Bevölkerung der Deutschen Demokratischen marschierenden Arbeiter aller Richtungen Republik nahm hier, wie in allen anderen Städten, den 1. Mai zum Anlaß, die stol- demonstrierten aber überall unter Schriftzen Erfolge im Aufbau ihrer neuen demokratischen Ordnung zu feiern. bändern, die deutlich der Kampfentsdüos- Mehr als sieben Stunden lang zogen die Berliner in 24cr-Reihen an den Tribünen des senheit gegen Krieg und verschärfte Aus- Lustgartens vorbei. Umgeben von den begeisterten Massen sprach im Auftrag der Bun- beutung Ausdruck gaben. In Stuttgart be- desleitung des FDGB, Adolf Deter. teiligten sich 15 000 Werktätige an der _ Kundgebung vor dem Schloß. Der wegen Der Kern der Rede Deters war das Be- aus. Adolf Deter nannte die machtvolle ihres Kampfes um das Mitbestimmungsrecht kenntms zum Völkerfrieden und zur Sowjet- Kundgebung einen guten Auftakt für das ausgesperrten Belegschaft von Bauknecht Union, als der führenden Kraft des Frie- Deutschlandtreffen der Jugend. Er erläuterte wurde auf der Kundgebung Solidarität und r . . ... denslagers. Seine Grußworte an Josef Sta- das am 1. Mai in Kraft tretende „Gesetz der Unterstützung zugesichert. In Hannover In den Haag zogen die Hafenarbeiter bn losten stürmische Beifallskundgebungen Arbeit** als das fortschrittlichste Gesetz die- sprach vor etwa 10 000 Teilnehmern der ser Art, das dei Arbeitern das Recht auf Vorsitzende des DGB, Hans Böckler. In Arbeit und gleichen Lohn bei gleicher Ar- Düsseldorf marschierten 30 000 Werktätige beit garantiere; es sichere auch die gleich- durch die Straßen der Stadt. Aus München berechtigte Rolle der Frau im Produktions- wird ein Aufmarsch von 25 000 Demon- prazeß. Damit wären weitere Forderungen stranten unter den Parolen des Weltfriedens des 60jährigen Kampfes der Arbeiter in der gemeldet; ebenso erlebten Nürnberg, Solin- Deutschen Demokratischen Republik ver- gen, Aachen und die Städte des Ruhrgebie- wirklicht. tes eindrucksvolle Massenkundgebungen Im Westsektor versuchten die Spalter Von Hamburg wird gemeldet, daß rund Berlins ihre Hetztiraden an den Mann zu 120 000 Menschen an der großen Massende- bringen. Sie bedienten sich dazu eines monstration teilgenommen haben. Die Ham- eigens herbeizitierten amerikanischen Agen- burger Hafenarbeiter marschierten unter der ten, Irvin Brown, der eine hemmungslose unmißverständlichen Losung: „Smiet de Kriegshetze gegen die Sowjetunion entfes- Waffen ln de Elv!“ Provokationsversuche selte. Zur gleichen Zeit versuchte Militär- scheiterten überall an der Geschlossenheit und Sturhmpolizei vergeblich, unter An- der Werktätigen. Wendung brutaler Gewalt die Arbeiterschaft der Westsektoren am gemeinsamen Aufmarsch im Berliner Lustgarten zu hindern; es kam zu heftigen Zusammenstößen. 50000 auf Mannheimer Mai-Kundgebung r Die Betriebe gaben dem 1. Mai wieder Kampicharakter Dem Abschluß dieser machtvollen Mannheimer Kundgebung bildete der Gesang des Liedes „Brüder zur Sonne, zur Freiheit“. Demonstration in Neapel Neapel (nach dpa). Gewaltige Demonstrationen der Bevölkerung und der Hafenarbeiter fanden in Neapel statt, als am Samstagmorgen ein Schiff mit rund 200 Keine Hand für Rflstungsarbeif Tonnen amerikanischem Militärmaterial, darunter Panzer und Geschütze, unter einem Riesenaufgebot von Polizei entladen wurde. Geschlossenheit ist die Waffe des Volkes Die FDJ rückte gleichfalls geschlossen an und flankierte mit ihren Fahnen und roten Transparenten die Rednertribüne. „Jeder Gewerkschaftler ein Friedenskämpfer“ und „Deutschland-Treffen — Friedens-Treffen“ waren ihre Hauptparolen. Ueber der dicht gedrängten Menge des Marktplatzes stand das alles beherrschende Transparent, das von den Daimler-Benz-Arbeitem zuvor im Demonstrationszug mitgeführt wurde, das lautete:' „Keinen Handschlag für Kriegstransporte und Kriegsproduktion“. Andere Transparente forderten das volle Mitbestimmungsrecht und Vollbeschäftigung. Die Rede von Langhans, Mitglied des Hauptvorstandes der Gewerkschaft Oef- fentliche Dienste, Transport und Verkehr, entsprach der Stimmung der Massen und der Manifestation ihres Willens auf den Plakaten und Transparenten. Er fand scharfe Worte gegen die Kriegstreiber, gegen die Besatzungsmacht und gegen die — - - - . . . . Kapitalisten die abgewirtschaftet und nie mütig, sich die Beschlüsse der Stockholmer Sammlung wird im Monat Mai das Volksgänze und die Volkswirtschaft, Weltfriedenskonferenz zu eigen zu machen, sondern immer nur ihren Profit im Auge die ein Verbot der Atomwaffe verlangen. Bombenatientat in Singapur Kundgebungen in Westdeutschland Singapur (dpa). Auf den Gouverneur von Singapur, Sir Franklin Gimson, wurde am Sonnabend ein Bombenattentat verübt als In Westdeutschland versuchten die rech- er nach einem Boxkampf das Stadion ver- ten Gewerkschaftsführer, dem 1. Mai den ließ. Diee Bombe explodierte jedoch nicht Im Streiflicht gesehen 42 Tote bei Explosion eines Munitionslagers patiala (Ost-Pandschab). dpa. Bei einer Explosion in einem Munitionslager in Patiala (Ost-Pand- Totschlag schab) kamen am Montag 42 Personen ums Leben. Vierzig wurden verletzt Zehn Stunden nach dem Erste Landesfriedenskonferenz in Stuttgart mit 411 Delegierten aus ganz Württemberg-Baden Aufruf an alle, gegen drohenden Krieg zu kämpfen — Im Mai Unterschriftensammlung gegen Atomwaffe Stuttgart (EB). Als am Samstagnacfamittag im Sitzungssaal des Landtags in Schusses, deren Grund darin zu suchen ist rätin Maria Neuriwk mw* Ha= Stuttgart sich die 411 Delegierten zur ersten Landesfriedenskonferenz versammelt hat- daß er sich dafür einsetzta riaß , __ *’■ “? s , Sie ten, da war es schon offenbar, daß diese Konferenz einen großen Schritt vorwärts zur energie nur friedlichen Zwecket nutzbar ee sender Frauen und Kind^'d^dP^Bnm’ Sicherung des Friedens bedeuten würde. Aus allen Teilen Württemberg-Badens waren macht werde. Zwei wltere BeSSmlsI benkrieJverschuldet hat wir sie gekommen, nm über die Aufgaben, vor die sie gestellt sind, zu beraten und zu be- telegramme wurden an alle noffortivM, löethat. „Wir müssen m sfisr« sr““ "* r aer Fr ““ - d " -* 97 bzw. 81 Delegierten. Berlin und an die Landesfriedenskonferenz, Wir, das Volk, wollen es nicht!“ „Wir Die T-anHpgfr ip Hpnsknnfpr nz beschloß ein- Die im April begonnene Unterschriften- dle ™ Sonntag in Hamburg stattfand, ge- Frauen“, fuhr sie fort, „müssen eine Kette Sammlung wird im Monat Mai auf der _ des Friedens um unsere Männer und Söhne Grundlage der Stockholmer Beschlüsse fort- w * e d er darf Deutschland Kriegsschau- schließen. Keiner darf hindurch, wenn sie gesetzt werden und soll zu einem machtvol- platz werden wieder aufs Schlachtfeld sollen, wir Frauen len Bekenntnis gegen die Atomwaffe und Nadl der Wahl des Präsidiums, als dessen halten sie zurück. Das Volk hat in seiner für die Erhaltung des Friedens gestaltet Ehrenpräsidentin Frau Professor Hamack Geschlossenheit die unblutige Waffe in der werden. Außerdem forderten die Delegier- flewählt wurde, ergriff zunächst Frau Stadt- (Fortsetzung auf Seite 2) ten für Deutschland: Das Verbot jeglicher Remilitarisierung; Bestrafung der Kriegshetzer; Verständigung zwischen den Völkern des Ostens und des Westens; Friedliche Beilegung aller Konflikte zwischen den Völkern and Abschluß eines Friedensvertrages mit Deutschland und baldigen Abzug der Besatzungstruppen als Voraussetzung für eine friedliche Entwicklung in unserer Heimat. Aufruf an die Bevölkerung In ihrem Aufruf an die Bevölkerung Württemberg-Badens wenden sich die Dele- hältnis mit seiner ehemaligen Hausgehilfin gehabt haben. wegen politischer Meinungsverschiedenheiten Ebernburg (Pfalz). In einer Auseinandersetzung Unglück suchten vierhundert Spezialarbeiter noch wegen politischer Meinungsverschiedenheiten ver- immer unter den Trümmern nach weiteren Opfern, setz te ein Schuhmachermeister in Ebernburg in der die bisher noch vermißt werden. Das Munitions- fjordpfalz einem Landwirt einen Messerstich in lager befand sich in der alten Festung von Pa- den Oberschenkel, durch den die Schlagader ge- tiala. Die Explosion war von solcher Gewalt, daß troffen wurde. Der Schwerverletzte starb kurz gierten an alle Frauen und Männer, ohne große Teile der meterdicken Festungsmauer her- „ ach der Einlieferung im Krankenhaus Kreuznach. Unterschied der politischen Ueberzeugung, ausgerissen wurden. Im Umkreis bis zu einem p er xäteT biß sich nach seiner Festnahme in die der Konfession und des Standes mit der Kilometer zerbrachen sämüiche Fensterscheiben. Pu ] sader der rechten Hand und riß sich mit einem Aufforderung, gemeinsam gegen den drö- Nach einer amtlichen Bekanntgabe wurde die Ex- ros tjg en Nagel die Pulsader der Unken Hand auf henden dritten Weltkrieg zu kämpfen und plosion durch ein Feuer verursacht, das durch Un- g r „rußte ins Krankenhaus eingeliefert werden, achtsamkeit entstanden war. Eifersuchtstragödie auf offener Straße Zwei US-SoIdaten als Diebe und Räuber Paderborn (dpa). Ein Wäscheieibesitzer in Dri- München (dpa). Zwei amerikanische Soldaten, bürg bei Paderborn feuerte am Sonntag auf offe- die wegen Diebstahls und Raubes im Militärge- ner Straße aus einer Pistole auf seine 22jährige fängnis des Flugplatzes Fürstenfeldbruck inhaftiert sich der Friedensbewegung anzuschließen. „Der Friede, das kostbarste Gut der Menschheit, kann erhalten bleiben, wenn wir uns alle dafür einsetzen“. schließt der Aufruf. Telegramm an Joliot-Curie Die Delegierten beschlossen ferner, ein ehemalige Hausgehilfin. Danach richtete er die waren, sind nach Mitteilung der amerikanischen Telegramm an Prof. Johot-Cune, den Pra- Waffe auf sich selbst und brach tot zusammen. MiUtärpolizei in 4er Nacht zum Donnerstag ausge- sidenten des Weltfriedenskongresses und be- Die Frau wurde mit lebensgefährlichen Kopfver- brochen. Sie überwältigten ihre Wachen und deutenden Atomwissenschaftler, zu schicken, letzunaen in ein Krankenhaus eingeliefert. Der nahmen ihnen die Waffen ab. Die MiUtärpolizei worin sie ihm ihre Sympathie erklären. Tat wsTein Wortwechsel vorausgegangen. Nach nimmt an, daß die Ausbrecher seit ihrer Flucht Mit Entrüstung vernahmen die Delegierten den bisherigen polizeilichen Ermitüungea geschah drei Autos gestohlen und einen Raubüberfall be- von der Amtsenthebung Curies als Vorsitze aus Eifersucht. Der Täter soll ein Liebesver- gangen haben. senden des französischen Atomenergie-Aus- V ■ ‘Ä’ Bildausschnitt von der Kundgebung der 50 000 in Mannheim Seite 2 Dienstag, 2. Mai 1950 (Fortsetzung von Seite 1) Hand, mit der alle Kriegstreiber geschlagen werden können.“ Als Vertreter des westdeutschen Komitees der Kämpfer für den Frieden überbrachte Gerhard Wohlrath die Grüße des Komitees und besonders seines Präsidenten Hatzfeld. Ohne Unterschied für den Frieden Danach begann die vierstündige Diskussion, Sie gab Gelegenheit, zu erkennen, wie weit tatsächlich heute schon der Kreis gezogen ist, der die Kämpfer für den Frieden umfaßt. Betriebsarbeiter, Aerzte, Angestellte, Hausfrauen und Intellektuelle sowie die Vertreter der verschiedenen Organistionen meldeten sich zum Wort. * Frau Professor Harnack, zu Ehren deren hingerichteten Sohnes sich die Konferenz von den Sitzen erhob, sagte, daß sie sich trotz ihres hohen Alters schäme, wenn sie einmal schwach werde in ihrer 'Arbeit für den Frieden. Dann müsse sie immer ah ihren Sohn denken, der ein wirklicher Widerstandkämpfer war.. Herr Rösinger,- der Vorsitzende des Versöhnungsbundes in Mannheim, erklärte, wenn andere sagten, daß es gegen den Willen der Werktätigen keinen Krieg geben könne, dann müßten die Christen dasselbe von sich sagen können. Ein Vertreter der Karlsruher Heimkehrer grüßte in ihrem Namen die .Konferenz und forderte sie auf, ihr besonderes Augenmerk auf die Heimkehrer zu richten, die man nicht den kriegshetzerischen Einflüssen überlassen dürfe. Die Heimkehrer hätten den russischen Müttern versprochen, in ihrer Heimat dahin zu wirken, daß nie wieder Deutsche auf Russen schießen und sie hätten erfahren, daß das Sowjetvolk den Frieden liebt. Der Vertreter der Heilbronner Friedenskomitees erhielt starken Beifall für seine Mitteilung, daß in Heilbronn die Gewerkschaft Bau kollektiv dem Friedenskomitee sich angeschlossen hat. Es gebe welche, die sagten, die Friedensbewegung sei Sache der Kommunisten, andere sagten, sie sei Sache der Pfarrer. Wer so spreche, sei ein Feind, der Zwietracht unter den Friedenskämpfern säen wolle. .Ein junger Stuttgarter! Arzt erklärte, er habe sich im Krieg geschworen, dafür ein- zütretep,. daß solches sich nie wiederhole. Deshalb stehe er heute hier. Wenn die Aerzte Diener an der Menschheit sein wollten, dann gehörten sie an die Seite der Friedenskämpfer. Betriebsratsvorsitzender Eberle von Bosch hob hervor, daß die französische Hafenarbeiter wirkliche Kämpfer für den Frieden sind. Die deutschen Arbeiter müßten darauf sehen, daß sie nicht ein fehlendes Glied ln der Kette sind. Eine.Delegierte aus Ulm berichtete, wie sie auf der Straße Kinder spielen sah mit dem Thema: Deutschland erklärt den Krieg an England usw. usw. Sie habe mit ihnen gesprochen und nachher habe das Spiel geheißen; Deutschland will den Frieden von . . . Als sie Unterschriften sammeln war, sei ihr die Frage begegnet, warum sie nun schon wieder komme. Darauf habe sie geantwortet: Ich komme auch dann, wenn es an der Zeit ist, den Männern die Waffe aus der Hand zu schlagen. Ein Vertreter der FDJ wies auf das bevorstehende Pfingsttreffeii hin und auf seinen Vorschlag entstandte die Konferenz 10 Delegierte zum Kongreß Junger Friedenskämpfer an Pfingsten in Berlin. In das Landesfriedenskomtiee wählten die Delegierten anschließend eine Reihe von Persönlichkeiten, Vertreter von Betrieben und Organisationen und ferner die Vertreter der Komitees aus den einzelnen Kreisen. Hafenarbeiterstreik mit Erfolg beendet London (dpa). Der seit 11 Tagen andauernde Hafenarbeiterstreik wurde unter der Bedingung beendet, daß die drei aus der Transportarbeiter - Gewerkschaft ausgeschlossenen Kollegen weiter im Hafen beschäftigt werden. 2000 Vertreter der Streikenden beschlossen auf einer Massenversammlung die Wiederaufnahme der Arbeit. Die Truppen waren bereits vorher zurückgezogen worden. Bonn will Herstellung* von Kriegmaterial nicht verbieten Bonn (EB) Vor ihren Wählern und ihrer Presse beteuern sie täglich, daß auch sie für den Frieden seien, die Herren in Bonn. Nicht nur diejenigen, die direkt zur Regierungskoalition gehören, sondern auch die dieser Koalition untertänigst - gehorsame „Opposition“ der Schumacher und Carlo Schmidt, Heine und Ollenhauer. Aber am Donnerstag wurden sie gezwungen, Farbe zu bekennen durch einen Antrag der kommunistischen Fraktion. Die Kommunisten forderten vom Bundestag einen, Beschluß, der die Regierung verpflichten sollte, eiin Gesetz vorzulegen, in dem verboten und unter Strafe gestellt ist, die Herstellung, der Besitz, die Lagerung, die Einfuhr, die Beförderung und der Handel mit Kriegsmaterial, sowie die Beteiligung von Deutschen an ausländischen Kriegsrüstungsbetrieben. Es war Herrn .Mommer Vorbehalten, unter dem tobenden Beifall und hysterischem Geschrei aller nicht-kommunfstischen Abgeordneten bis zu den Faschisten ganz rechts im Hause den Antrag zu stellen, über die kommunistischen Vorschläge zur Tagesordnung überzugehen. Wer dieser Mommer ist? Im Verzeichnis der Abgeordneten des Bonner Bundestages liest man:. „Dr. Mommer, Karl, Referent im Friedensbüro, SPD“. Dieser Mommer also, der als seinen Beruf Referent eines Friedensbüros angibt, und der zur sozialdemokratischen Fraktion gehört, wurde zum Sprecher all derer in Bonn, die eine Beschränkung der. Aufrüstung nicht wünschen. Mommer und später Dr. Dehler, der Justizminister, beriefen sich vor allen Dingen darauf, daß der Fragenkomplex den der kommunistische Antrag anspricht, der Entscheidung der Hohen Kommissare allein überlassen sei, die sich in ihrem Besatzungsstaut alle jene Rechte reserviert hätten, die dieser kommunistische Antrag entscheiden soll. „Ich will die Regierung nicht verteidigen“, hatte Dr. Dehler gesagt, und man muß ihm zugeben, daß das, was er trotzdem zugunsten der Regierung zu sagen hatte, nicht überzeugen konnte. Viel eindeutiger war die Feststellung des Abgeordneten Fritz Rische (KPD), der sagte: „Wir wollen mit unserem Anfrag ganz klar die Verantwortung feststellen für die Dinge, die sich auf deutschem Boden abspielen. Ich glaube nicht, daß das Adenauer-Kabinett unseren Anträgen zustimmen wird, weil es mit der Erfüllung amerikanischer Befehle steht oder fällt.“ Fest steht, daß das ganze deutsche Volk den Frieden will und daß nur eine Handvoll Monopolisten sich außerhalb dieses Volkswillens stellen, weil ein Krieg ihnen den Ausweg aus der Krise und höhere Profite verspricht. Und es ist ganz offensichtlich, daß die Regierung und ihr Bundestag sich auf die Seite der Kriegstreäber gestellt haben und sich um den Willen der Werktätigen in Westdeutschland, die den Frieden fordern, nicht kümmern. Aber nicht nur auf diese sogenannten Volksvertreter, sondern auch auf das angebliche „Friedensbüro" wirft diese Angelegenheit ein bezeichnendes Licht Es wurde seinerzeit von dem Intendanten des Stuttgarter Rundfunks, Dr. Eberhard, gegründet, desselben Dr. Eberhard, der SS-Leute als Heimkehrer vor das Mikrophon stellte, um sie gegen die Sowjeunion hetzen zu lassen und der es als einziger Intendant bis heute ablehnte, die Bachkantaten aus Leipzig für den Stuttgarter Rundfunk zu übernehmen. Aus dieser Schule also kommt der sozialdemokratische Abgeordnete Mommer, der mit demagogischen Reden und mit Verdächtigungen und Beleidigungen gegen die Deutsche Demokratische Republik zu beschönigen versuchte, daß er einen kommunistischen Antrag, der den Frieden zu sichern hätte helfen können, abzuwürgen verstand. Sie alle, von der SPD bis zur Deutschen Rechtspartei, stellten sich am Donnerstag hinter die Regierung Adenauer und versuchten, den kommunistischen Redner Walter Fisch niederzuschreien. In flammenden Worten war der Abgeordnete Fisch für den Frieden und gegen die Kriegshetzer aufgetreten. Er rief in den Saal: „Wir klagen das Adenauer-Kabinett an, daß es die Aufstellung einer Söldnerarmee auf deutschem Boden betreibt. Wir klagen es an, daß es hilft, bei der Errichtung einer Todes-Zone entlang der Grenze der Deutschen Demokratischen Republik. Wir klagen das Kabinett Adenauer an, der Zustimmung zur Zerstörung von Watenstedt-Salzgitter. Wir klagen es an wegen seiner Konspiration mit den alten faschistischen Generälen.“ Wer in diesem Bundestag für den Krieg und wer für den Frieden ist, das hat diese Sitzung eindeutig erwiesen. Sie hat auch erwiesen, daß dde rechten Sozialdemokraten, die dort sitzen, nichts gelernt haben aus der Vergangenheit, der Weimarer Republik, in der auch eine „Schwarze, Reichswehr“ die Demokratie untergraben und den Krieg vorbereitet hat Weder auf Bonn, noch auf sogenannten Friedensbüros dürfen die Freunde des Friedens in Westdeutschland sich verlassen. Um den Frieden, zu verteidigen, um den Kampf für den Frieden zu organisieren, müssen die Friedensfreunde sich in den Komitees der Kämpfer für den Frieden zusammenschließen. Um den Frieden muß man kämpfen, für ihn muß man das schändliche Spiel aller derer entlarven, die vom Frieden sprechen und den Krieg vorbereiten helfen. Eine Form des organisierten Kampfes ist die Sammlung von Unterschriften. Unterschriften für den Frieden. Jeder Mann, jede Frau, jeder Junge und jedes Mädel sollten sich leidenschaftlich beteiligen. E. M. In Dessau sitzt das Volk zu Gericht Für wen setzt sich die westliche Presse ein? Auf der ersten Seite, in großer Aufmachung, mit Bildern, die im Gerichtssaal aufgenommen sind, berichtet „Die Welt" tagtäglich über den Prozeß in Dessau, in der Absicht, das Gericht und die Deutsche Demokratische Republik zu verleumden. Dabei schlägt sie sich selber ins Gesicht. Würde sie denn Gelegenheit haben, an Ort und Stelle Informationen einzuziehen, würde sie Gelegenheit haben, ihre Berichterstatter den Prozeß alä Augen- und Ohrenzeugen verfolgen zu lassen, wenn er nicht musterhaft geführt, wenn die Anklage nicht wohlbegründet wäre? In der Tat, wenn dieses Gericht, der I. Strafsenat des Obersten Gerichts der Deutschen Demokratischen Republik das Licht der Oeffentlichkeit zu scheuen hätte, dann würde es sich nicht den riesigen Saal des Landestheaters in Dessau ausgesucht haben, um dort zu prüfen und zu entscheiden, im Angesicht von 1200 Zuhörern, Werktätigen, vor allem Betriebsarbeitern, Angehörige der FDJ und anderer demokratischer Organisationen. Auch daß mit geheimnisvollen Mitteln die Angeklagten zu Aussagen, wie der Anklägef sie braucht, gezwungen worden seien, wagt „Die Welt“ nicht mehr zu behaupten. Keiner der Angeklagten meldete sich zum Wort, berichtete das Blatt am Freitag, als am Donnerstag vom Gericht die Frage gestellt wurde, ob einer von ihnen „während der Voruntersuchung unter Druck gesetzt worden sei“. Und aus der Sitzung vom Nachmittag des gleichen Tages berichtet das Blatt, daß einer der Angeklagten, Ernst Pauli, offen sagte, „daß er aus innerer Ablehnung der politischen Entwicklung“ in der Deutschen Demokratischen Republik gehandelt habe. Ein Schieber, ein Dieb am Gut des Volkes, der die Gesetzgebung innerlich ablehnt. die ihm das Handwerk legt, befindet sich damit in treuester Gemeinschaft mit jedem Schwerverbrecher der mit seiner „Ablehnung“ des Gesetzes sich nicht vor der gerechten Strafe schützen kann, die er verwirkt hat. Die Deutsche Continentale Gasgesell- schaft mit dem Sitz in Dessau ist zu Recht Eigentum des Volkes geworden, weil diejenigen, die zu Hitlers Zeiten ihre Eigentümer waren, als Kriegsverbrecher überführt worden sind. Die Hauptangeklagten in dem gegenwärtigen Prozeß haben sich eines schweren Vertrauensbruches schuldig gemacht. Sie waren zum Teil hohe Beamte des neuen Staates, wie z. B. Dr. Leo Herwegen, der den Posten eines Arbeitsministers in Sachsen-Anhalt bekleidete. Statt dem Volk zu dienen, haben sie seinen Willen grob mißachtet. Sie haben das Volk bestohlen. Sie haben Vermögenswerte der Deutschen Continentalen Gasgesellschaft in Höhe von 100 000 Millionen Mark, die dem Volk gehörten, verschoben nach Westdeutschland, wo Vorstandsmitglieder und -Direkteren der Gesellschaft den Konzern wieder aufbauten. Diesen Leuten haben-die Angeklagten Besjtztitel auf Unternehmung gen, wie das Gaswerk in Lemgo, auf Grundstücke in Westberlin, Besitztitel, die im Besitz des Volkes waren, in die Hände gespielt. „Die Welt“ nennt das „eine vernünftige wirtschaftliche Zusammenarbeit“ mit Deutschen in der Westzone. „Die Weit" meint, daß der Westen auf die Mauern unserer Städte malen sollte: „Gebt Herwegen und Brander frei!“ Sie hat da eine Parallele zu ziehen versucht mit der Massenbewegung, die es zuwege brachte, daß die britische Besatzungsmacht Max Reimann freigab, als er von einem britischen Gericht ins Gefängnis geworfen war. well er zum Ruhrstatut Nein gesagt hatte. Er und andere kommunistische Führer, die „von der Humanität der westlichen Demokratie leben“, seien „bei schweren Verstößen gegen die Gesetze des demokratischen Staates mit leichten Strafen bedacht“ worden, schreibt „Die Welt“. Gewiß, „Die Welt“ ist britisch kontrolliert. Aber es sind Deutsche, die das schreiben, Deutsche, die damit die Demontagen und das Ruhrstatut gutheißen, die Großbritanniens Kolonialjustiz preisen, die deutsche Kämpfer für die nationale Unabhängigkeit unseres Vaterlandes verurteilt. Das Volk, das wahrhaft zu Gericht sitzt in Dessau, dient damit der gemeinsamen deutschen Sache ebenso, wie in Westdeutschland die Kämpfer gegen die Demontagen, die ungesetzlich sind, weil sie im Widerspruch stehen zu den Beschlüssen von Potsdam. Das Volk, das in Dessau zu Gericht sitzt, kämpft auch für die WirwollenFrieden,FreiheitundRed}t Daß niemand sei des andern Knecht! Verteidigung des Friedens; denn die demokratische Wirtschaft in der Deutschen Demokratischen Republik ist eine Friedenswirtschaft, und die Männer, die angeklagt sind, weil sie diese Wirtschaft sabotierten, stehgn jm Dienste der Imperialisten,, die^zu. neuem Kriege .'treiben. . J, H- - .£• - KPD fordert Secbs-Pfanaig*Zigarette Bonn. Die vor einiger Zeit durchgeführte Senkung der Tabaksteuer hat zwar zur Senkung des Preises für Zigarren geführt, jedoch blieb der Preis für Zigaretten unverändert. Um den Werktätigen, den Renten- und Unterstützungsempfängern die Möglichkeit zu geben, sich das bescheidene Vergnügen des Rauchens einer Zigarette erlauben zu können, hat die KPD-Frak- tion im Bundestag beantragt: „Die Tabaksteuer ist so weit zu senken, daß eine Zigarette zu einem Kleinverkaufspreis von 6 Pfennig in den Handel gebracht werden kann.“ Kurs Bürgerkriegspolizei Münster (nach dpa). Die gesamte Polizei Westdeutschlands soll eine einheitliche organisatorische Grundlage erhalten. Diese Forderung war das Ergebnis einer dreitägigen Besprechung aller Polizeichefs in Hiltrup. An die Länder sollen Richtlinien herausgegeben werden, nach denen die Polizei „einheitlich ausgerichtet“ werden kann. (Im Gleichschritt Marsch in Richtung Bürgerkriegspolizei und Militarisierung, d. Red.) Die organisatorische Aufteilung der Polizei in Süddeutschland wird verurteilt. Sie folgen aufs Wort Bonn. Entsprechend dem Befehl der Hohen Kommissare hat sich das Bonner Finanzministerium bereit erklärt, eine Luxussteuer in Form einer zusätzlichen Umsatzsteuer einzuführen. Weiter soll eine Steuer auf bestimmte Spesen eingeführt werden, die unmittelbar vom Steuerpflichtigen erhoben wird. Diese Form werde gewählt, weil die ursprünglich ins Auge gefaßte Einführung einer Steuer auf den „übermäßigen Verzehr in Gaststätten bei der Durchführung auf erhebliche technische Schwierigkeiten stoße. Wir wollen zunächst noch abwarten. was von den folgsamen Dienern der Hohen Kommissare i n Zukunft alles als Luxus bezeichnet wird. KPD hilft dem Einzelhandel Bonn. Wie bei all ihren Maßnahmen ging die Protektoratsverwaltung auch bei der Durchführung der Tabaksteuersenkung an den Interessen des kleinen Mannes vorbei. Trotzdem in vorbereitenden Besprechungen mit den Verbänden des Tabakwarenhandels vereinbart war, daß eine Rückvergütung für über den Betrag von 5 DM gezahlten Tabaksteuer vorgenommen werden soll, wurde durch eine Verwaltungsanordnung vom 16. Februar 1950 dieser Betrag auf 50 DM erhöht. Viele Tausend kleine Tabakwarenhändler wurden also bei der Rückzahlung von Steuerbeträgen, für die nicht sie, sondern die Herstellerbetriebe dem Fiskus gegenüber haften, ausgeschaltet. Um dieses Unrecht zu beseitigen, hat die KPD-Fraktion des Bundestages beantragt. die Unterschiedsbeträge zwischen dem alten und neuen Tabaksteuersatz, soweit sie 5 DM übersteigen, auf Antrag. zu- rückzjuzahlen. iifoncrÄ“: • . c NEUES LEBEN Blaue Fahnen nach Berlin / Von Erich Honecker, 1. Vorsitzender der FDJ In allen Teilen unseres deutschen Vater- Jugend, ungeachtet aller Erpressungsmanö- lin ein und entlarvt immer konsequenter landes rüsten die Jungen und Mädchen zur ver, sich immer stärker in den Reihen der die Feinde der Sowjet-Union als die Feinde großen Fahrt nach Berlin. Ihnen allen Nationalen Front des demokratischen eines einheitlichen, unabhängigen, demokratischen, friedliebenden Deutschland. Ein wesentlicher Beitrag hierbei ist die Tatsache, daß in Vorbereitung zum Deutschlandtreffen die Mehrheit der Mitglieder der Freien Deutschen Jugend im Selbststudium und in Zirkeln die Biographie des Ueber schwebt nicht nur das große Ziel vor den Deutschland vereinigen. Augen die Hauptstadt Deutschlands, den Sitz Im Verlauf ihres Kampfes werden sie die der Regierung der Deutschen Demokrati- Herstellung der demokratischen Einheit sehen Republik, zu erleben. Sie wollen auch Deutschlands und die Herbeiführung des kundtun, daß das deutsche Volk in seinem Friedens erzwingen, schweren Ringen um die Einheit Deutsch- „„ , „ ,,, lands und den Frieden voll und ganz auf Wir legen die Quittung vor ol v, at seine Söhne und Töchter rechnen kann. Die Reuter & Co haben im Auftrag ihrer s y 1 Ueber 500 000 werden in der Metropole amerikanischen Herren die Veranstaltungen i 3 ! 000 un f Grappenfunktiona ^ Deutschlands erscheinen. Sie kommen mit anläßlich des Deutschlandtreffens der Jugend ^! 5ei „ au * 51? Erwerbung des allen nur erdenklichen Transportmitteln. Es in den Westsektoren Berlins verboten. Abzeichens „Für gutes Wissen vorbereitet, gibt kein Hindernis, das sie auf dem Wege Sie haben sich damit nochmals als getreue die Grundlage neuer und nach Berlin nicht zu überwinden verstehen. Diener der Herren der Wallstreet vor der größerer Erfolge der Patriotismen Jugend Die Zahl derer, die Zurückbleiben müssen, deutschen und internationalen Oeffentlich- Deutschlands gelegt, die m dm: Freien Deut- wird nicht klein sein. Sie werden aber in kelt entlarvt und werden in Zukunft sicher- sehen Jugend vereinigt ist oder mit ihr im Berlin nicht fehlen. Denn die Jungen und lieh noch mehr als bisher über die ihrer Poll- Westen Deutschlands brüderlich zusammen- Mädchen, die das Glück haben, bei der tik abgeneigte Jugend zu klagen haben. arbeitet. großen Heerschau der deutschen Jugend für Die Jugend selbst hat ihnen bereits jetzt 2 016 309 junge Menschen den Frieden und die demokratische Einheit durch die verstärkte Vorbereitung zum . cHe«in«i Deutschlands dabei zu sein, werden in ihrem Deutschlandtreffen die Quittung gegeben. Namen, im Namen von Millionen junger Die Ceberlegenheit der Friedenskräfte in sehen Arbeit ist zweifellos audi das stark Deutscher ihre Stimme erheben. Deutschland wird in Beantwortung der Ver- zmn Ihr Kartenhaus bricht zusammen botsmaßnahmen durch eine noch bessere po- Y er \ a ^\ Ihr Kartenhaus bricht zusammen utisdle kulturelle wirt schaftliche und orga- Deutschlandtreffen. Der Verband der Freien Die deutsche Jugend liebt den Frieden und nisatorische Vorbereitung zum Deutschland- Deutschen Jugend die Vorhut d«r deutschen ist m wachsendem Maße bereit, für ihn zu treffen sichtbarer denn je in Erscheinung Ju S end i m Kampf für Frieden, Einheit, na- kämpfen. Kein Wunder, daß die Kriegs- treten. tionale Unabhängigkeit und ein besseres hetzer vom Schlage eines Reuter, Schu- Niemand und erst recht nicht die Füh- Lebe* 1 der jungen Generation, ist um 209 463 macher, Adenauer und McCloy keine Freude rnnic der Freien Deutschen Tmremi wird Mitglieder gewachsen und zählt gegenwärtig an ihr finden. Mit allem scheinen sie nach den Kriegshetzern den Gefallen erweisen 1133 309 Mitglieder. Mit den Jungen Pio- Beendigung des zweiten Weltkrieges gerech- durch nrovoz erte Z,L*enfälIe“ TTr’ meren sind unter dem Banner der auf- net zu haben, nur nicht mit der Tatsache, daß Sektoremcrenze dUe des 'machtvoHen gehenden Sonne 2 016 309 deutsche Jungen das deutsche Volk entschlossen den Weg zur „nd ü £S und Mädel vereinigt. Sie bilden gemein- Demokratisierung Deutschlands beschreitet deuKe^ Jmlend fn sttaer Wrts^! sam mit den 35000 Jugendbrigaden in der und daß die deutsche Jugend zu einem ent- k elt zu beeto^rächticren Die FrL DeuttZ volkeigenen Industrie und der Landwirtscheidenden Faktor im T^ver d M Friede« * n beeinträchtigen. Die Freie Deutsche sÄa{t den Kem der jungen Friedenskämpfer, die Pfingsten 1950 ihre Vertreter nach scheidenden Faktor im Lager des Friedens - „ , . . . . .. . , , , , heranreift Jugend denkt nicht daran, entsprechend dem ÄnÄÄÄTÄ ‘in ihr*; sssssä entschlossenen Haltung wird sich die internationale und deutsche Reaktion die Zähne ausbeißen. Die Hauptstadt Deutschlands, Berlin, freut sich, sie in wenigen Wochen in ihren Mauern empfangen zu können. der sich immer stärker herausbäldenden Mil- deu * s ‘* en Handlanger, mit Gewalt in die lionenfront der deutschen Jugend für den Westsektoren Berlins einzudringen. Ihr Frieden, ihre kriegsvorbereitenden Pläne zu- Hegt vielmehr darin, die Herzen der sammenzufallen. Mit allen Mitteln der Lüge Berliner für die neue deutsche Jugend, für und des Terrors versuchen sie daher, die für Nationale Front des demokratischen ihre verbrecherischen Pläne unheilvolle Frie- Deutschland zu erobern. dens- und Einigungsbewegung der deutschen __, . _ Jugend aufzuhalten. Alle ihre Mühe wird ™ * ernt aus dem Leben Stalins jedoch vergeblich sein. Bereits jetzt zeichnen sich die großen Er- Weder die provokatorische Hetze gegen das folge ab, die die deutsche Jugend in Vor- Deutschlandtreffen, noch die Verhaftung und bereitung zum Deutschlandtreffen, insbe- Verurteilung von mehr als 200 jungen Frie- sondere in Führung des Wettbewerbes „Be- denskämpfem in Westberlin und in West- reit zur Arbeit und zur Verteidigung des deutschland können die Tatsache aus der Friedens“ errungen hat. Die deutsche Ju- __ — Welt schaffen, daß die Herstellung der Ein- gend tritt in wachsendem Maße, entgegen die Hetze gegen das Deutschlandtreffen mund, Frankfurt, heit unseres Vaterlandes und die Herbei- allen verbrecherischen Bestrebungen der einen Brief, in dem er seine tiefe Abscheu fuhren. führung eines gerechten Friedens dem In- deutschen und internationalen Reaktion, für gegen diese Machenschaften zum Ausdruck War es Mißbrauch der Jugend zu Propa- teresse^u.^dem Willen der Mehrheit des deut eine feste, unverbrüchliche Freundschaft mit bringt. Es heißt darin: „In Fiw F»llre schreibt zum Deutschlandtreffens „Es trieb mir die Schamröte ins Gesicht Das ehemaUge Mitglied der Falken Her- liehe in blauen Hemden und mit bert Kracke aus Hannover schrieb über Fahnen zu den Jugendtreffen nach ' ' 1 Kopenhagen und roten Dorf- Wien sehen Volkes und seiner Jugend entspricht, der großen sozialistischen Sowjet-Union und Deshalb werden das deutsche Volk und sedne ihrem weisen Führer Generalissimus S t a- Gruppe „Morgenrot“ handelt! ■ * n Abendstunden gehe ich mit Und schon kommt ein neuer Vorschlag: ememi FDJler durch die Straßen Hannovers. „Freunde, die britischen Kolonialherren Auf dem Listerplatz löschen die Budenbe- wollten mit diesem Schlag unsere Kraft - . , .. _ , ... sitzer ihre Petrolumlampen aus. Die Neon- schwächen, mit verstärkter Kraft müssen der Zeit vor ^1933 trieb es jhe ^Schamrote lichter der Nachtlokale flackern surrend auf. wir Zurückschlagen. In diesem Monat ha- ~ J Besatzungssoldaten gehen, um sich Taxi- ben wir sechs neue Mitglieder geworben. Girls zu kaufen. Den Arbeitslosen auf den Setzen wir uns das Ziel, bis zum Deutsch- Stufen des „Ernst-August-Denkmals“ wird landtreffen weitere 15 Mitglieder zu wer- gandazwecken, als 1928 die 25 000 Jungen zialismus und der internationalen Solidarität verlassen und haben sich den kapitalistischen Kriegshetzern verschrieben. Sie haben längst vergessen, wie sie die Jugend einst gelehrt. Sie haben einmal die Jugend verraten und wollen es ein zweites Mal Tn Pinem Artikel der sozialdemokra- und Mädel mit roten Fahnen singend durch * un \ w ° lle 5. daß die Jugend West- ISsst in Hannoveri vISleicht Dortmund marschierten und in der „Kampf- Deutschlands, d* ^ Kanonenfutter für den Fm mif de^mtler-krend u?d bahn Rote Erde“ vor dem sozialdemokre- geplanten Krieg gegen die Sowjetunion behauptet, es sei sdilimmer als zu Schiradis J^i“ lster Karl Severm g das Gelob- J^fn^DemoL-attohen C Republik für den Zeiten. Nur die Farben hätten sich geändert. .Damals flaggte man rot mit weißem Kreis und trug braune Hemden.“ Mir als ehemaligem „Roten Falken“ aus ins Gesicht, als ich diesen Artikel las. Hat die SPD-Führung vergessen, daß nis ablegten: „Wir folgen der roten Fahne, Wir wollen lernen für den Kampf der Arbeiter Wir wollen kämpfen für den Sieg der Arbeiter, Die rote Fahne voran!“ es kühl Nach einer Weile kommen wir an einem großen Backsteingebäude vorbei. „Das Gerichtsgefängnis“, sagt der FDJler. „Hier sind unsere sieben Freunde eingesperrt.“ ben.“ Die Gruppe „Morgenrot“ handelt. Als ich mich spät in der Nacht von der Jeder junge Deutsche fährt zum mus und Krieg anspomten? Gruppe verabschiede, geben sie mir mit auf Deutschlandtreffen Frieden demonstriert. Sie wollen es nicht wahrhaben, daß die Jugend in der Deutschen Demokratischen Republik keine Arbeitslosigkeit, keine Ausbeutung und keine Kriegshetze kennt. Darum reden sie von Mißbrauch der Jugend zu Propagandazwecken, von marschierenden Kolonnen, . . T die statt der braunen Hemden ein blaues War es Mißbrauch der Jugend daß Karl Hemd tragen Darum hassen sie me rote Se S““* ““i Ent 5- ° llanhauer dl S Ju . n f en Fahne, von der sie sich abgekehrt haben, und Madel zum Kampf gegen Kapitahs- Darum fordern sie britische und amerika . nische Panzer und Truppenverbände zur Auf nach Berlin! den Weg: „Wir geloben — und sage das auch der Jugend in der Deutschen Demo- Die Sieben von Hannöver, von denenTeute kratishen Republik - daß wir in unserem ganz Deutschland spricht. Ein britischer Eam P f f »L r die Einhait Deutschlands und Richter verurteilte sie zu drei Monaten Ge- ^ den ^ nede u ln der Nationalen Front der^völkäruAerei^stende^aU^Oberet Sekun^nachlassen! bis eine gesamtdeutsche ihre eigene Jugendbewegung, die Sozia zerstören zu lassen und damit die Stimme Westdeutschland Schulen statt des Friedens zum Schweigen zu bringen hoffte. „Alle sieben aus Eurer Gruppe?“ fragte ich meinen jungen Freund. „Aus unserer Gruppe nur zwei“, antwortete er. „Walter Bitterlich und Albert Penner, beide 19 Jahre alt.“ Wir schweigen und gehen weiter, bis wir an das Heim seiner Gruppe, der Gruppe „Morgenrot“, kommen. Ihr Lied dringt über die Straße. Emst blicken wir durch das auch in listische Arbeiterjugend (Rote Falken), Söldnerka- deren Vorsitzender Erich Ollenhauer war, semen für die Jugend gibt und ein Gesetz für die gleichen Ziele kämpfte, die heute zur Förderung der Jugend statt Gefängnis- die FDJ auf ihre Fahnen geschrieben hat? strafen für junge, aufrechte Friedenskämp- Frieden, Freiheit und Sozialismus waren fer “ J. W. die Parolen, unter denen tausende Jugend- dien aber haben längst die Fahne des So- Die Freie Deutsche Jugend hat das gestürzte Banner des Friedens wieder erhoben. Sie vereinigt Tradition, Idealismus und Friedensliebe aller früheren sozialistischen, gewerkschaftlichen und demokratischen Jugendverbände. Aus ganz Deutschland kommen die Jugendlichen zu Pfingsten nach Berlin. Sie kommen, um für Freiheit und Unabhängigkeit zu demonstrieren. „Freundschaft“ ist ihr Gruß und „Krieg dem Kriege“ ihr Kampfrt^f. Ollenhauer, Schumacher und ihresglei- Verhinderung des Jugendtreffens. Darum fordern sie Verbote und wollen Zwischenfälle provozieren. Die Jugend erhält eigene Betriebe in der DDR In der Deutschen Demokratischen Repu- gend einen eigenen Betrieb, in dem sie be- blik wurden im Zuge der Verwirklichung weisen wird, zu welchen Leistungen sie West werden während der Pfingsttage in Berlin machtvoll für die Einheit unserer Fenster, dann treten wir ein. Ein Junge des Gesetzes zur Förderung der Jugend der fähig ist, wenn man ihr Gelegenheit zur Heimat, für einen gerechten Frieden und für mit schmalem Gesicht und rotblonden Haa ren spricht: „Rudi Härtel, unser Organisationsleiter“, flüstert mein Freund mir zu. Dann hören wir auf die Resolution, die Rudi gerade verliest: „Wir fordern die Freilassung unserer sieben Freunde! Wir fordern die Niederschlagung des Prozesses, wir fordern Pressefreiheit! Wir fordern endlich einen Friedensvertrag und den Abzug der Besatzungsmächte!“ Rudi überblickt den Kreis der Freunde, er weiß, wo sie mit ihren Gedanken sind: Dort in der Leonhardtstraße, bei dem großen Backsteinbau, wo manchmal eine Hand durch ein vergittertes Fenster winkt. „Gedanken nützen unseren Freunden jetzt nichts“, ruft er, „wir müssen handeln und den britischen Kolonialbeamten die Antwort der deutschen Jugend erteilen! Freunde, die Gruppe „Morgenrot“ hat sich verpflichtet, 25 weitere Jugendliche für das Deutschlandtreffen zu gewinnen, 26 Meldungen liegen bereits vor. Ich schlage vor, wir erhöhen die Zahl auf 45. Zwei unserer Freunde haben sie in Gefängnis geworfen. Zehn, zwanzig Vertreter für jeden von ihnen werden wir für das Deutschlandtreffen werben!“ Gleich setzt eine lebhafte Diskussion ein. Auf 50 wird schließlich die Zahl erhöht. Baggerbetrieb des Krupp-Werkes Magde- Entwicklung gibt. bürg der Jugend übergeben. Zum ersten Der Betrieb wird nur von Jugendlichen Mal in der deutschen Geschichte hat die Ju- geleitet werden. Etwa 400 bis 500 junge Arbeiter werden dort arbeiten. Lediglich einige wenige qualifizierte Fachkräfte vermitteln den jungen Kollegen ihre Erfah- - rungen. In Thüringen wurde das 75 ha große Volksgut Weidensee im Kreis Mühlhausen von der Gebietsvereinigung volkeigener Güter der Jugend zur Bewirtschaftung übergeben. Für die deutsche Jugend sind diese Taten wieder ein neuer Beweis dafür, daß ihr Vaterland nur die einige Deutsche Demokratische Republik in ganz Deutschland ist Jack Domgörgen ruft zum Deutschlandtreffen auf! Der Boxer Jack Domgörgen, Exeuropa- den Abrag aller Besatzungstruppen demonstrieren, denn sie alle umschließt die ehrliche Liebe zu Deutschland. Die bisherige Geschichte der deutschen Jugendbewegung kennt kein größeres Ereignis als das Deutschlandtreffen. Ich rufe alle Sportler auf, sich rückhaltlos, allen Anfeindungen zum Trotz, in den Dienst der guten Sache zu stelleu. Vorwärts zum Deutschlandtreffen in Berlin! Vorwärts für Einheit und Frieden! Jakob Domgörgen Ex-Europameister im Leichtgewicht.“ Jugend schreibt der Staatsregierung Das Landeskomitee für das Deutschlandtreffen der Jugend in Niedersachsen hat an die Niedersächsische Staatsregierung ein Schreiben gerichtet, in der die Staatsregie- mm m meister im Leichtgewicht, wendet sich mit nmg gebeten wird, folgendem Schreiben an das Landeskomitee i. da f ür sorge zu’ tragen, daß die Kosten Onkel San: „Seht, welch schönes Geschenk." „Deutschlandtreffen“ in Niedersachsen: „Ich begrüße das Deutschlandtreffen der Jugend Pfingsten 1950 in Berlin als eine einzigartige Gelegenheit für die Jugend aus allen Teilen unseres deutschen Vaterlandes, ihre Kräfte im friedlichen sportlichen Wettkampf zu messen. 500 000 Jungen und Mädel aus Ost und für Interzonenpässe, die bis jetzt immer noch zwei DM betragen, beträchtlich herabgesetzt werden, da unter den Teilnehmern ein hoher Prozentsatz arbeitsloser Jugendlicher ist; bei der Bundesdirektion Hannover dahin zu wirken, daß die Kosten für Son tezua, erheblidi h m bg«tz. werte; *teä;„“SiS“S f S“"»££e».« Amerikas Jugend kämpft gegen den USA- Faschismus 3. bei den Presseagenturen zu fordern, daß die Verleumdungen und falschen Darstellungen über das Deutschlandtreffen eingestellt werden; 4 die Grenzpolizeistationen an den legalen Uebergangsstellen anzuweisen, beim Ue- berschreiten der Zonengrenze für die Teilnehmer am Deutschlandtreffen der Jugend Erleichterungen zu schaffen. Der Brief schließt mit den Worten: „Wir sind der festen Ueberzeugung, daß Sie diese Wünsche der Jugend berücksichtigen werden und sich mit den Ihnen zur Verfüaune stehpnrfpn _._.. ö ^ Wir rüsten zum Deutschlandtreffen Seite 4 Dienstag, 2, Mai 1950 „Go home, Ami“ Mannheim. Beim Spaziergang durch d : e Straßen Mannheims am Sonntag und Montag fiel den Passanten auf, daß über Nacht auch in Mannheim die Losung „Ami, go home“ an den Wänden und auf den Straßen aufgetaucht ist. Auch Manfred hat's geschafft Der 1, Mai in Mannheim Hausrathilfe Diejenigen Antragsteller, die bis 15. 3.1950 eine Hausrathilfe erhalten haben, wollen — Ein anderes Bild, als in den Vorjahren — Demonstration der Belegschaften — 50000 auf dem Marktplatz den^em Ha'usratshüfebe^ht^beigegebenen Mannheim. (EB.) Mannheim erlebte in bei den Mai-Kundgebungen gefehlt. Dies- Grenzen kennende Profitstreben der herr- gefim^bi's^päre'stens^is! 7 ^'lgf^an'das Amt diesem Jahr eine gewaltige Kundgebung am mal bestimmten sie den Ausdrude der sehenden Schicht noch verschärft wird. Er Soforthilfe, Luisenschüle, einsenden, da Interntionalen Kampftag der Arbeiterschaft. Kundgebung 50 000 Menschen füllten den Marktplatz und Der Anmarsch der FDJ war eindrucks Mannheim. Bei einer Zusammenkunft die angrenzenden Straßen. Das Bild dieser vo u Jugend, die bewußten Willen verkör- der Berlin-Fahrer von Waldhof zeigte der Kundgebung unterschied sich wohltuend p e rt. Nicht zu übersehen ihre Fahnen und forderte das volle wirtschaftliche Mftbestina- die Nachprüfung der ordnungsmäßigen Ver- mungsrecht und unterstrich dabei auch des- wendung der Hausrathilfe beginnt. Alle an- sen Bedeutung im Kampf gegen die Kriegs- deren Verwendungsnachweise sind innerhalb junge Arbeiter Manfred Brede allen Teil- v0 ” del J vorhergegangenen Jahre. Sinn g ro ßen Transparente, mit ihren Forderunnehmern am Deutschlandtreffen, wie man und Bedeutung des 1. Mai als Internationa- gen D j e j ugen( j hatte Sinn, ihre Fahnen es machen muß! Als ein Freund seine voll- * er Kampftag kamen wieder zum Ausdrude. un( j Transparente wirkungsvoll auf dem geklebte Sparkarte vorzeigte, holte er seine Die Tatsache, daß große und entscheidende Platz zu gruppieren. gleichfalls hervor und bezahlte auf einen Betriebe aufmarschierten, gaben von vorn- Transparente und Plakate trugen als Auf sitzenden walten würde. Er schloß ... Anhieb alle noch fehlenden Marken. Er ist herein der gewerkschaftlichen Veranstaltung sdlriften die Forderungen der Arbeiterschaft Ausführungen mit einem Appell zur ge- sich seiner Fahrt nach Berlin sicher! das Gepräge. Von der Betrieben ist in nacb vo]]er wirtschaftlicher Mitbestimmung, werkschaftlichen Einheit. erster Linie Daimler-Benz zu nennen. Die nach Vollbeschäftigung, nach Gewerkschafts- Die Rede wurde mit Beifall aufgenommen Ein nachahmenswertes Beispiel Belegschaft sammelte sich am neuen M .- e j n heif und nach sozialem Wohnungsbau, und allgemein unter den Arbeitern auf den Politik. Der Redner meinte, es gäbe in Westdeutschland weder Arbeitslosigkeit noch Wohnungsnot, wenn in der Wirtschaft nicht als oberstes Prinzip die Profitgier der Be- seine von zwei Monaten nach Gewährung der Hausrathilfe zurückzugeben. Wer Hausrathilfe mißbräuchlich verwen- Das größte Sportereignis 1950: Deutschlandtreffen! det (etwa für den Ankauf von Lebens- und —- 1 - „„j mar-sAiPrtP ” “““ *■—-** " —'“Genußmittel, Luxusgegenständen) oder die , ._ „ piaiz an aer £,oerx-t>ruace uno man -m Andere Transparente standen im Zeichen Unterschied hingewiesen, der gegenüber Einreichung des Verwendungsnachweises von a nf^ndlich^n Uf im ei Waldhof erklärte sich die^Fher^Rrüekp 6 ” ^InT^mh^die^reite des verstärkten Kampfes gegen die Kriegs- dem Vorjahr bestand, wo der ADGB-Vor- unterläßt, muß bei weiteren Zuteilungen von Jugendlichen im_ Waldhof erklärte sich die Ebert-Brucke - Bing, durch die Breite treiber und für den Frieden . sitzende Württemberg-Badens. Kleinknecht, ausgeschlossen werden. Nicht zu übersehen, riesengroß unter allen damals sich in einer Schiller-Betrachtung Im übrigen weisen wir darauf hin, daß die anderen Transparenten hervorstechend, das verloren hatte. Einreichung neuer Hausrathilfeanträge bis Transparent mit der Aufschrift „Keinen p er j Mai dieses Jahres in Mannheim auf weiteres nicht möglich ist. Die Aufhe- Handschlag für Kriegstransporte und war wieder einmal etwas, so lautete das bung dieser Antragssperre wird s. Zt. öffent- Kriegsproduktion“. allgemeine Urteil in der Bevölkerung. Sein bekanntgemacht werden. Der Redner, der der rechten Gewerk- Kampfcharakter war wieder sichtbar gewor- schaftsführung angehört. konnte sich des den. Dies und die Tatsache der großen Be- Eindrucks dieser Kundgebung nicht entziehen. _. j , des verstärkten Kampfes gegen die Kriegs „ . - Rmg, durch die Breite t ejber d fü d prieden der junge Arbeiter Hans Obert bereit, eine Straße zum Marktplatz. Beim Einbiegen in volle Patenschaft für einen arbeitslosen Ju- die Breite Straße wurde der Demonstra- gendlichen zu übernehmen, um ihm die tionszug durch die Belegschaft von Motoren- Fahrt nach Berlin zum Deutschlandtreffen werke Mannheim und den über den Neckar- zu ermöglichen. Die Tat des jungen Arbeiters weist darauf hin, mit welch großer Be- Deine Unterschrift für den Frieden geisterung die deutsche Jugend ihr großes Friedenstreffen vorbereitet, das ein wichtiger Beitrag zum Kampf der Friedensfreunde in Deutschland sein wird. Sein Nachahmung finden! steg strömenden Kundgebungsteilnehmern vergrößert. Eine eindrucksvolle Demonstration. Die Kapelle der Freien Turner führte den Zug än. Beim Einmarsch auf den Marktplatz intonierte sie unter dem Beifall der riesigen Menschenmenge die Internationale und den Sozialistenmrsch Nach einer kurzen Würdigung der Bedeutung des 1. Mai und seiner Geschichte ging Ein zweiter Demonstrationszug formierte er auf die brennendsten Tagesfragen ein. _ Wasserturm er wurde geführt von Er geißelte die dunklen Machenschaften der Chesters der Ortsverwaltung Mannheim des und Sozialrentner Sprechstunden ab, wie den Lanz-Arbeitern' Vögele und Siemens, wieaererstarkten Reaktion in Westdeutsch- Deutschen Musikerverbandes und dem Ge- 4., 16. und 25. Mai 1950; 1.. 15., 22. rne- uc« i-to.il*> ' 6 . « —._ i &_ J „«u,Ran ff pinps ffrnßpn ffpmisrhtpn s*hi B^spiei muß NaGhahmung^ find^. ^ ne- hier Rote Fahnen und viele Transpa- land und stellte fest, daß die schwere Krise, eines großen gemischten Chores sehr densfreunde, unterstützt die friedlieben unter der die Arbeitenden unseres Landes a n Wirkung gewonnen. SSaSen eSögS £» die Die beherrschenden Fahnen und Trans- zu leiden haben, von der kapitalistischen F^hrt nach Berlin!’ parente hatten in den vergangenen Jahren Wirtschaft verursacht und durch dak keine Verband der Körperbeschädigten Mannheim. Die Landesversicherungsanstalt Baden — Orthopädische Beschaffungs- Stelle —. Karlsruhe, hält in Mannheim an folgenden Tagen in der AOK, Renzstraße 11, Die Mai-Kundgebung auf dem Marktplatz in den Räumlichkeiten des Verbandes der hatte durch die Mitwirkung des Blas-Or- Kriegsbeschädigten. Kriegshinterbliebenen am: und teiligung an der Mannheimer Mai-Kundgebung beben das Kraftbewußtsein der Arbeiter schaft 29. Juni 1950, jeweils in der Zeit von 9.00 bis 13.00 Uhr. Kein „Ja“ der Kommunisten zum Städtischen Haushalt Die kommunistische Stadtratsfraktion konnte sich mit dem unsozialen Gebührenerhebungen nicht einverstanden erklären Mannheim. Die Etatverhandlungen im Mannheimer Stadtrat. über die wir in unseren letzten zwei Ausgaben bereits be richteten, vermittelten im Verlaufe der Einzelberatungen den Eindruck, daß nach den vielen Reden über die Unzulänglichkeit unseres Haushalts doch außer den Kommunisten niemand ernstlich gewillt ist, den Ur- die ergab, daß sich für denselben keine Mehrheit finden würde, zugunsten eines sozialdemokratischen Antrags., der eine Erhöhung der Einkommensgrenze für Antragsteller um 40 DM vorsieht, zurückgezogen. Ein Antrag der kommunistischen Stadtratsfraktion, die Mieten für die Bunkersachen zuleibe zu gehen. Wir berichteten zellen um die Hälfte zu ermäßigen und den bereits über die Ablehnung des kommuni- elektrischen Strom zum Selbstkostenpreis stischen Antrags, eine Willenserklärung des abzugeben, wurde dahingehend verabschie- Gesamtstadtrats gegen die hohen Besät- det, daß zwar die Bunkermieten tatsäch- gend möglich, vermieden wird. Hier wurde von der „Sabotage eines Gutachtens" (Krankenhaus) bewegliche Klage geführt. Zum Wohnungsbauwesen mußte Bürgermeister Trumpfheller feststellen, daß bisher jetzt weniger Mittel als im Vorjahre zur Verfügung ständen und kaum die laufenden Bauvorhaben weitergeführt werden könnten. Ein dringender Notstand besteht noch bei den Volksbädern, aber ein Antrag der KPD. 500 000 DM im außerordentlichen Etat Vjrt;&CtlllbSl-dLLti.dl.9 gcgtli UIC uvueu ” UCt, UaU 6WCU Uic , ,_ .UUJ*— T , >*■ • zungskosten abzugeben. Weitere kommuni- lich auf die Hälfte gesenkt, der Strom aber die stische Anträge, die ausnahmslos sozialer Natur waren, wurden teilweise abgelehnt, teilweise in abgeänderter Form angnom- men. Winterhilfe versprochen Eine längere Debatte löste ein Antrag der kommunistischen Stadtratsfraktion aus, der forderte, daß der Betrag für die Für- zum Nachtstromtarif berechnet werde. Da keine andere Fraktion den kommunistischen Antrag unterstützte, war keine bessere Lösung der Strompreisfrage zu erzielen. Auch der Hinweis, daß durch Abschaffung der kostspieligen Reiterstaffel, (die 18 500 DM) benötigt, diese Lüche im Stadtsäckel gestopft werden könne, konnte keine restlose Zustimmung zu dem Antrag sorge in alter Höhe wieder eingesetzt wer- erwirken. den soll. Im diejährigen Etat sind 350 000 Dla Unterstellung Bürgermeister Trumpf- Es denhof, Schwetzingerstadt und Käfertal von einer für das E5 - Amtsgebäude bestimmten Kreditsumme abzuzweigen, erledigte sich durch den Hinweis des Oberbürgermeisters, daß dieser Kredit voraussichtlich gar nicht in Anspruch genommen werden kann. Gebührenerhöhung für Müllabfuhr endgültig ln Kraft gesetzt Als wundester Punkt des gesamten Etats stand die endgültige Beschlußfassung über die Gebührenerhöhung für Müllabfuhr und • • Die Mannheimer Delegierten zum Landesfriedenshongreß vor ihrer Abreise war Die kommunistische Stadtratsfraktion gab neuen Straßenbahntarifs hineinge- DM weniger vorhanden. Es handelt sich Hellers, daß die Bunkerbewohner dann gar Entwässerung vor dem Stadtrat. Es _ _____ c u u t t L x a Iiurausc - w- b f M^nhlvn ansmacht" Der S| chts bez ^ hle l und rl !f i " en:eit im Verwaltungsausschuß die kluge daraufhin die Erklärung ab, daß sie in An- träufelt. Der vorherrschende Eindruck bei Winterhilfe für Mannheim ausmacht. D ström verbrauchen würden, wies Stadträtin Taktik angewandt worden, diese Gebühren- betracht des Zugeständnisses hinsichtlich der der Haushaltsberatung war aber doch ein Oberbürgermeister wollte zunach t de - Langendorf ganz energisch zuruck. erhöhung der Mannheimer Bevölkerung in Winterhilfe, des weiten Entgegenkommens unverkennbarer Fa tali smu s und der ge- mrf eindrin-liAls Verlangen der Stadträtin Will man einige besonders tiefe Schlag- Dosen einzugeben. Zunächst wurde mal bezüglich der Lernmittelfreiheit und ande- legentlich aufflaokernde Humor klang mehr itanT anffpnHnffflsfi Her Stadtrat die schatten aus dem düsteren Bild, das die grundsätzlich eine solche Erhöhung beschlos- rer sozialer Fragen trotz der unknnsequen- wie Galgenhumor. Wenn die Stadt bei einer far-an+iA lihpmehmpn' solle die Winterhilfe Einzelberatung vermittelte, herausheben, so sen - deren Inkrafttreten aber von der Not- ten Haltung hinsichtlich der Besatzungs- Bilanzsumme des städtischen Haushalts von ^ff ^ill Fälle ZU gewähren entweder vor- kann man an die trostlosen Raumverhält- wendigkeit nach Aufstellung des Etats ab- kosten dem Etat ihre Zustimmung gegeben 130 Millionen DM keinerlei eigene sichere sehiiRlieh oder wenn das Land entgegen nisse im Schulwesen und das damit hängig gemacht. Es war keiner Partei da- hätte, wenn diese unsoziale Maßnahme der und auch nur einigermaßen ausreichende Her Frwartune eben keine Winterbeihilfe auch zusammenhängende bedenkliche Lei- bei wohl, denn schließlich haben sie es vor Gebührenerhöhung vermieden worden wäre. Einnahmequellen hat und der Oberbürger- eäbe aus eigenen Mitteln wurde dann der stungsniveau der Schüler erinnern, das auch «er arbeitenden Bevölkerung Mannheims zu Es darf nicht immer wieder bei den Klei- meister zugeben muß, daß beim Versagen kornrnunistische Antrag dahingehend ent- durch einen Schulpsychologen, den die SPD verantworten, wenn sie deren Haushalt um nen geholt werden, die sowieso die Lasten des Landes — also deutlicher gesagt der sohterfen daß der Stadtrat zur gegebenen beantragt hatte, nicht gebessert werden jährlich 12 Mark und mehr belasten. So in Staat und Gemeinde hauptsächlich auf übergeordnete F ü r s o r g e s t e 11 e der Ge- Zeit die'Kosten für die Winterhilfe bewil- kann. Man kann ferner darauf hinweisen. stellte rnan^ diesen Punkt zurück und kop- ihren Schultern tragen. Die kommunistische meinden — „unser ganzer Etat wienahe treten. Verbesserungen bei Anträgen für Lernmittel Die kommunistische Fraktion verlangte auch die Einführung der 50prozentigen Lernmittelfreiheit durch einen Antrag. Er wurde nach einer eingehenden Aussprache, Gewiß gab es nicht nur dunkle Punkte sehe Angelegenheit sein. Jetzt und düstere Aspekte bei den städtischen wird der Marsch in. das neue Haushaltjahr Angelegenheiten und es soll hier gleich an- noch mit der angeblich so unentbehrlichen ergangener Meldung die Leichenhalle in Betrieben noch mehr zu erhöhen und damit einem für die Beisetzungsteilnehmer lebens- die Mehrkosten bei der Müllabfuhr zu dek- gefährlichen Zustand ist. Es fehlen genü- ken. Dieser Antrag kam dadurch zu Fall, gend Mittel zent der Kinder beiden Eltern mehr haben. Kranken- wähnte Verkoppelung der beiden Punkte — den wird. Der Wermutstropfen in diesen Wir glauben aber, daß nach Jahresfrist nicht haus und Nationaltheater sind Gebührenerhöhung und Erhöhung des Ge- Freudenbecher wurde aber gleich in Gestalt nur die Reiterstaffel vom hohen Roß herabwunde Punkte, deren Berührung, wenn ir- werbesteuerhebesatzes — durchzuführen. eines ab 1. September in Kraft tretenden gestiegen sein wird. für Horte, obgleich 50 Pro- daß seitens der drei Parteien, SPD, DVP geführt werden, daß die neue Friedens- Reiterstaffel an der Spitze angetreten. Wie inder keine volle Familie mit und CDU beschlossen wurde, die oben er- brücke am 31. August eröffnet wer- er enden wird, das ist in Dunkel gehüllt. £rnnö in det Polornadit Roman von TICHON SJOMÜSCHKIN Copyright Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin. 13. Fortsetzung Er führte das Gespann beiseite und kehrte selbst an den harten Eisrand der Wake zurück. Als er alle Vorbereitungen getroffen hatte- steckte er sich eine Pfeife an und wartete auf die Robben. Kaum hatte er aber die Blechdose mit Tabak in den Brustlatz geschoben, als er unweit eine Robbe erblickte Sie schwamm wie ein Gespenst, und Waamt- sdio schoß vor Ueberraschung nicht gleich. Sein Herz klopfte vor Freude. Er legte das Gewehr an, aber der Seehund war schon verschwunden. Waamtscho sah ’ange auf die Stelle, an der sich das Wasser leicht kräuselte. Bald war aber auch das Wasser wieder ruhig, und von der Robbe war nichts mehr zu sehen. Es gibt Seehunde hier! Ein zufriedenes Lächeln huschte über Waamtschos Gesicht Er legte das Gewehr auf die Knie und zog wieder an der Pfeife. Etwas abseits tauchte wieder eine Robbe auf. Aber auch die^e verschwand, kaum daß sie sich gezeigt hatte. Was bedeutet dies? Ob die Robben den Tabak spüren? Vielleicht wittern sie die Hunde. Ja, das wird es sein. Es kommt eine Brise vom Ufer her. überlegte Waamtscho. Er erhob sich, ging zu den Hunden und führte sie weiter weg, hinter den Eisberg. Als er zurückkam, sah er besonders wachsam auf den schwarzen Streifen der Wake hinaus. Sie wurde zusehends größer. Waamtscho richtete seine scharfe Augen auf das dunkle Meer, hielt das Gewehr bereit und wartete gespannt, ob nicht noch ein Seehund auftauche. Seine ganze Aufmerksamkeit und alle seine Gedanken waren darauf gerichtet. Am Eisrand schwamm majestätisch eine Robbe vorbei. Sie kam gerade auf den Jäger zu, als interessiere sie sich für ihn. Die Robbe schwamm und sah Waamtscho mit ihren großen, schwarzen Augen ins Gesicht. Ihr dünner Schnurrbart spreizte sich über dem Wasser, Waamtscho drückte ab, und die dumme Robbe war tot. Vor Freude sprang Waamtscho auf, und seine Augen strahlten. „Die hätte ich!“ sagte er laut. Er schleuderte gleich den Lasso auf die Robbe. Der Riemen erreichte sie aber nicht Waamtscho wurde es dunkel vor den Augen Er begriff sofort, daß die erlegte Robbe ihm entglitt. Erst jetzt bemerkte Waamtscho. daß die Brise sich versteift hatte. Er ging vom Eisrand zurück, kroch auf einen Eisblock und spähte nach der Küste. Dort ist starker Wind, und auch der Himmel ist schlecht da drüben, dachte er und beschloß, sofort zurückzukehren. Aber wie von unbekannter Macht getrieben, zog es ihn zu der erlegten Robbe. Das Meer war still. Es atmete kaum und schien dickflüssig. In diesem zähen, schwarzen Wasser, über das der Mond sein Licht §r- goß. lag die Robbe, die den Blick des Jägärs gefangenhielt. Er nahm den zusammengerollten Riemen wieder zur Hand, band seinen Gürtel daran und beschloß, den Lasso noch einmal zu trennte Waamtscho dunkel und unheildro- schleudern. Aber der Riemen erreichte auch hend von den Hunden. diesmal das Tier nicht. Er fiel so nahe neben der Robbe nieder, daß sie von der leichten Bewegung des Wassers ins Schaukeln geriet Waamtscho dachte daran, wie er als Kind Steinchen ins Meer geworfenhatte, um ein Stückchen oder Brettchen ans Hfer zu holen Das in Bewegung gebrachte Wasser trug sie Immer heran. Man mußte die Steinchen nur nicht hinter, sondern vor das Brettchen werfen. In der Hoffnung, die Robbe auf diese Weise heranholen zu können, warf Waamtscho wieder und wieder den Lasso. Er schlug dicht neben dem Tier auf, und Waamtscho wartete ungeduldig darauf, daß er ein wenig weiter fiel. Wie froh würde er sein, wenn er die Nägel in den Leib der Beute treiben und sie herüberziehen könnte! Plötzlich bemerkte Waamtscho, daß der Eisblock, auf dem er stand, sich bewegte. Sofort stürzte er in Richtung der Hunde davon. Neben dem Eisberg hatte sich aber ein Riß gebildet, und Waamtscho wurde langsam vom Eisfeld abgetrieben. Er lief am Rand entlang, aber der Riß war schon so breit, daß Waamtscho nicht mehr hinüberspringen konnte. Die Hunde . . . die Hunde . . . sind drüben geblieben! dachte Waamtscho entsetzt. Der Gedanke an die Gefahr, in der er schwebte, fuhr ihm durch den ganzen Körper. Waamtscho lief an die Stelle, der gegenüber die Hunde warteten. Er blieb stehen und pfiff so laut, daß das Echo aus der Fiswüste zurückhallte. „Tschegyt, Tschegyt, Tschegyt!“ rief er den Leithund. Hinter dem Packeis kam das Gespann hervor und lief auf den Herrn zu. Der leichte Schlitten war umgestürzt und schleifte; an die vorspringenden Eisblöcke schlagend, hinter den Hunden her. Nun war das Gespann am Eisrand angelangt und blieb stehen. Ein breiter Streifen Wasser „Tschegyt, Tschegyt! Komm, komm!“ lockte Waamtscho und schlug mit der Hand auf die Schäfte seiner Torlase. Tschegyt sah ins Wasser, winselte, rannte am Rand entlang und beschnupperte das Eis. Jetzt bin ich allein geblieben. Allein ist es schlecht. Ach, wie schlecht! dachte Waamtscho. Mit den Hunden aber -ist es nicht so schlimm. Und wieder rief Waamtscho nach Tschegyt. Der Leithund zog das Gespann hinter sich her bis an den Rand, sah hinunter und wich zurück. Tschegyt hob den Kopf und heulte klagend auf. „Nein, sie gehen nicht ins Wasser. Und sie werden auch vom Ufer abgetrieben. Sie laufen ja nicht allein nach Hause. Nein sicher nicht, sagte sich Waamtscho. Und dann werden wir auf zwei verschiedenen Eisbiöcken herumschwimmen. Waamtscho stand da tind dachte nur an die Hunde, an diese ihm jetzt besonders nahen Freunde. Die Tiere schienen ihn zu verstehen und ließen die Augen nicht von ihrem Herrn. Wenn ich hier allein bleibe, so warte ich noch vier Tage, und dann erschieße ich mich! Und wieder rief Waamtscho nach Tschegyt. Der kluge Hund stürzte auf das Wasser zu schnüffelte am Rand entlang und sprang zurück. Als sich der Ruf wiederholte, warf sich Tschegyt über den Rand des Eisblocks und blieb mit halbem Körper über dem Rand hängen. Die andern Hunde zogen ihn aus voller Kraft hoch. Tschegyt kroch zurück wobei seine Nägel auf dem Eisrand brachen, fletschte die Zähne und biß sich in der Kehle des neben ihm stehenden Hundes fest. Waamtscho griff rasch nach dem Lederriemen, der in einer Rolle an seinem Gürtel hing, und warf die mit Nägeln versehene Schlinge oeschickt auf den Schlitten. Die Nägel verfingen sich darin. Waamtscho straffte den Riemen und zog Hunde und Schlitten ins Wasser. Die Hunde schwammen jetzt auf Waamtscho zu. Was für «in Glück! Waamtscho war jetzt nicht mehr allein. Er spielte mit den Hunden, die das kalte Wasser aus dem Fell schüttelten und seine Hände leckten. Er spannte die Tiere rasch aus und sie wälzten sich im Sch nee. Auf ihrem zottigen Fell bildeten sich Eiszapfen. Waamtscho hockte neben Tschegyt nieder und schlug die Eiszapfen mit dem Griff seines Messers vom Fell. Die anderen Hunde rissen, im Schnee liegend, die Eiszapfen mit den Zähnen heraus. Der Wind wurde stärker. Der Mond ging über dem Packeis unter. Es wurde Nacht. XIV . Waamtscho nahm den Schlitten unter den Arm und ging, von seinen Hunden umringt, langsam auf einen großen Eisblock zu. Dahinter würde er Schutz vor dem kalten Wind finden. „Ja, Tschegyt, der Sturm wird stark, und wir müssen ein Zelt bauen“, sagte Waamtscho beunruhigt zum Leithund. Und wie zum Zeichen seines Einverständnisses wedelte Tschegyt mit dem Schwanz. Waamtscho ging auf eine Stelle zu, an der die Eisscholle einen Vorsprung bildete. Er besah sie sich genau und wählte mit geübtem Blck einen günstioen Platz. Mit dem Messer brach er E'sstücke heraus und drang immer tiefer in den Eisblock ein. Endlich, nach beharrlicher Arbeit, war die Höhle fertig. Waamtscho zog den Schlitten hinein, der ihm nun als Bett dienen mußte. Dann holte er die Hunde, damit sie ihm Wärme spendeten. Auf dem Schlitten liegend, nahm Waamtscho den Handschuh ab und faßte Tsche- gyts warmen Kopf. Er war durstig, der Schnee löschte den Durst aber nicht. Waamtscho erinnerte sich, wie er einmal mit dem Messer seinen Schnurrbart abschneiden wvllt«, der Vater ihn aber davon zurückgehalten hatte. Dienstag. 2. Mai 1950 Seite 5 Film der Woche Alster: „Gabriela“ Das nennt sich deutsche Produktion. Im Ueberfluß außerdem „Real-Film“. In Wirklichkeit könnte man dieses Machwerk als amerikanischen Schmalz aus Hollywood importiert, bezeichnen. Der selige Tucholski sagte einmal: „Sag mal, verehrtes Publikum, bist du wirklich so dumm?“ Das Hollywood-Klischee ist fast peinlichst eingehalten. Es fehlt nichts — vom Busen enthüllenden Dekollete bis zum Weihnachtsbaum in der Animirbar, einschließlich nasalen Tönen der großen Zarah (Wern. Groll kann« besser). — Der Inhalt? Ungefähr so: Tragödien spielen sich nur in der Brust ge- maßanzügter oder perfektkonfektionierter Männer und Frauen ab. Die staunenden westdeutschen Zuschauer bekommen Stielaugen angesichts des stilvollen Mobiliars Heidelberg leierte den 1. Mai 1950 Gewerkschaitskundgebtmgen im Zeichen der Einheit und des Friedens Aus dem JUvUetfe&w Heidelberg. Vor Anbeginn der Maikundgebung auf dem Universitätsplatz hatten sich die Eisenbahner auf dem Bahnhofsplatz versammelt, wo die Eisenbahnerkapelle durch ihre zündenden Weisen eine ansehnliche Menge Zuhörer angezogen hatte. Gewerkschaftssekretär Böning, der Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft in Heidelberg, sprach zu den Versammelten und erklärte eingangs seiner Rede, daß wir in Deutschland bis jetzt weder einen Friedensvertrag haben, noch in Westdeutschland das Mitbestimmungsrecht in irgendeiner Form verwirklicht wurde. Die Eisenbahner, die nach dem Zusammenbruch sich rückhaltlos dem Wiederaufbau zur Verfü- _____ _ _ _ _ 2 ung stellten, hätten bis heute keinen Dank Gabriela "verzieht ängeekelTden Mund "vor für ihre Anstrengungen erhalten, im Ge- schloß Boening seine kurze, wirkungsvolle Rede. den 30 Prozent, die in ihrer Animirbar an jeder Flasche verdient werden (als sie genug hat). Sie zieht sich vom Betrieb zurück. genteil 45 000 Arbeiter und Angestellte seien entlassen und zum Teil die Arbeitszeit verkürzt worden. Nur ein entschlossenes Zu- aber sehr Mit den Worten: „Vereint können wir die Kräfte des Krieges schlagen“ und der Mahnung an alle: „Einigkeit maicht stark“, schloß Adolf Engelhardt die Kundgebung. die von Chören der vereinigten Gesangvereine Heidelbergs, Liedern der Gewerkschaftsjugend und Musikstücken des Stadt. Orchesters umrahmt war. Das Wir- kunsvollste der Kundgebung waren die auf dem Platz aufgestellten Transparente, die von Kundgebungs-Teilnehmern getragen wurden, und auf denen Parolen wie: „Weg mit der Kolonial] ustiz“. „Keinen Handschlag für die Rüstungsproduktion“. „Weg mit dem Ruhr- und Besatzungsstatut — her mit dem Friedens vertrag 1 ' und „Kampf gegen Entlassungen in den Betrieben — für die Wiedereinstellung der Erwerbslosen“ zu lesen waren. -kn. um den Zuschauern mit „Mutterliebe“ auf die sammenstehen aller Eisenbahner verhin- Tränendrüsen und etwas sensibleren Menschen auf die Nerven zu gehen. Zu diesen Sensiblen gehört auch ihre Tochter Andrea, Zwei Dinge an diesem Streifen sind bewundernswert: Das Dekollete der Leander und — die angeleimten Wimpern derselben dere ein weiteres Abgleiten auf diese- jetzt eingeschlagenen Bahn. Es gelte, die Einheit Deutschlands zu verwirklichen, in der soziale Gerechtigkeit herrschen müsse, „Gebt Deutschland den Frieden“, rief Boening zum Schluß vor den (wie die nur halten). Bedauerlich, daß eine Versammelten aus und forderte die Eisen- Reihe von namhaften Schauspielern diesem Schmarren ihren Namen leihen. Eine ernsthafte Besprechung wäre zuviel Ehre. Den Gipfel erklimmt die Leander zum Schluß (Weihnachtsbaum in der Nachtbar), als sie singt: „Wenn der Herrgott will, dann wird es ewiger Frieden“. So siehste aus, geehrter Filmautor! Palast: „Tag und Nacht denk ich an Dich“ Der Film ist Geschmacksache. Dem einen gefällt er, dem anderen nicht. Die, denen er nicht gefällt, sind in der überwiegenden Mehrheit. Die teuersten Filme sind eben nicht immer die besten. Auch dann nicht, bahner auf, sich noch mehr als bisher für die Erkämpfung des Mitbestimmungsrech- tes einzusetzen, das nur durch Kampf erreicht werden könne. Mit den Worten: „Es lebe die Einheit der deutschen Arbeiterklasse, es lebe die Einheit, der deutschen Gewerkschaft, es lebe die Einheit Deutschlands, es lebe der Frieden!“, Anschließend marschierten die Eisenbahner geschlossen zum Universitätsplätz, wo sich, inzwischen 3000 Personen zur Kundgebung versammelt hatt, die dieses Jahr mehr als Tausend weniger angezogen hatte, als im vergangenen. Im Gegensatz zur Rede Boenings auf dem Bahnhofsplatz vermißte man bei der Ansprache Thea Hartmuths Düsseldorf, die Behandlung der für die Arbeiterschaft zur Zeit bedeutungsvollsten Fragen und Aufgaben. Kein Wort von dem zu* niedrigen Lohn und dem Riesenprofit der Unternehmer, kein Wort von dem immer rücksichtsloseren Vorgehen der herrschenden Klasse gegen das werktätige Volk, kein Wort von der Gefahr eines neuen Krieges, dafür aber Behauptungen über bestehende Gleichberechtigung der Frau und die verlogene These, daß Kapital und Arbeit gleichberechtigte Faktoren in der Wirtschaft seien. Besonders an die Frauen wandte sich Thea Hartmuth und forderte sie auf. auch in der Gewerkschaft ihre Organisation zu sehen, die ihnen im täglichen Kampf um das Brot helfe. Viel habe die Gewerkschaft schon geleistet, und dennoch ständen weitere große Aufgaben vor ihr. Die meisten Leute vergäßen heute, daß die Rechte, die bestimmungsrecht erfordere sowohl von den die Gewerkschaften erkämpft hätten, auch Arbeitnehmern als auch von den Arbeitge- lhnen zugute gekommen seien. Sie forderte , TT . ., .. . ein Mutterschutzgesetz sowie ein Gesetz bern eme Umstellung ihrer ganzen Auffas- über das Mitbestimmungsrecht durch den sung. Die Reaktionäre im deutschen Volk Bundestag. müßten endlich ausgeschaltet werden. Der 1- Mai in Pforzheim Auf der Maifeier in Pforzheim erklärte der amtierende württembergisch-badische Arbeitsminister. Ministerialdirektor Stetter, daß die Arbeitgeber endlich den „Herrn-im- Veranstaltungen der KPD, Kreis Mannheim Innenstadt-West, Mittwoch. 3. Mai, 19.30 Uhr im Lokal „Stadt Heilbronn“, Fertig, Holzstr. 19, Funktionärsitzung. Veranstaltungen der KPD Karlsruhe Karlsruhe-Knielingen. Mittwoch, 3. 5.50, 20.30 Uhr, in der „Rose“ Mitgliederversammlung. Karlsruhe-Miilrlburg. Am Freitag, den 5. Mai 1950, um 20 Uhr, in der „Brunnenstube“ Mitgliederversammlung. Karlsruhe - Oststadt. Am Freitag, den 5. Mai 1950. um 20 Uhr, im „Georg Friedrich“ Mitgliederversammlung. Veranstaltungen der KPD Pforzheim Werbekampagne aller Stadt- und Landortsgruppen für die Unterschriftensammlung für den Frieden, Samstag, den 29. 4. 50. Genosse Herth gestorben Genosse Karl Herth, Michelbach bei Aglasterhausen, ist unerwartet gestorben. Am Sonntag fand die Beerdigung unter großer Teilnahme der Bevölkerung statt. In dem Genossen Karl Herth verliert die Kommunistische Partei eines ihrer ältesten Mitglieder und einen der tätigsten Funktionäre des Kreises Michelbach. Der Verstorbene Hause-Standpunkt aufgeben“ sollen. Die vertrat die Kommunistische Partei bis zu sei- Arbeit müsse als Lohn die gerechte Verteilung der erzeugten Güter haben. Das Mit- Im Kampf um den Frieden kommt es auf jeden an Dr. Feith und ein Heimkehrer sprachen auf der Heidelberger Friedenskundgebung Heidelberg. „Die traurige Tatsache des Freiheit, wie sie hier im Westen tagtäg- in Heidelberg weilenden 20. Jahrhunderts besteht darin, daß nach lieh den Menschen vorgesetzt werden und der auf einer Konferenz Pater Lombardi, des Presseclubs ner Berufung als Gemeinderechner im Gemeinderat Michelbach. Er ist der Gründer der örtlichen Kriegshanterbliebenen-Organi- sation und einer der stärksten Föderer des Michelbacher Fußballvereins und der Fuß- ball-Kreis-Organisation gewesen. Die starke Anteilnahme der Bevölkerung bei seiner Be- digung die Ansprachen der Vertreter der verschiedensten Organisationen bei der Kranzniederlegung unterstrichen den großen Verlust den sie, wie wir. mit dem Tode des Genossen Karl Herth erlitten haben. Oeffentliche Stadtratsitzung Heidelberg. Am Donnerstag, dem 4. Mai 1950, findet um 16 Uhr im Saal des „Prinz Carl“ die nächste öffentliche Stadtratssit- . , _ . — , . .’ ß ' , - -- °-x- **-*'-* -.-.WWW* %r%*' wusvuv jav. „aua JUlCg VlTJUCiUUb UUlWCUUig SCI, Uiii Ulv IHVU- ° n ^ naItltel heißt, wurde geschafts- Dr. Feith auf der am Donnerstag in Heidel- liberalen Freiheit wurde die Unfreiheit der sehen wieder zu Gott zurückzuführen. Die- vrerm äe uns Warner Bros aus Hollywood zwei mörderischen Kriegen noch um den stellte fest, daß durch diese Elemente die die Ansicht äußerte, daß ein dritter Welt- _ _ _ _ _ sduckt. Nagth and Day, wie der amerika- Frieden gekämpft werden muß,“ erklärte Freiheit tatsächlich bedroht ist. „Aus der krieg vielleicht notwendig sei, um die Men- zung statt. Auf der Tagesordnung stehen " , “ i “ tw.,«# *’—*---- —'-~-*... ..-.- -• - folgende Punkte: 1. Angelegenheiten der Stadt. Bühnen. 2. Wiedererrichtung der einjährigen hauswirtschaftlichen Berufsschule. 3. Erschließung des Guteleuthofer-Feldes — 4. Feststellung der Straßen- und Baufluchten im Pfaffengrund. Volkstag auf dem Maimarkt Mannheim Verbilligte Eintrittspreise zum Maimarkt am Mittwoch, den 3. und Mittwoch, den 10. Mai 1950. Erwachsene 50 und Kinder 25 D-Pfg. tüchtig zusammen gemixt aus einem Schuß berg stattgefundenen Friedenskundgebung. Drohung mit der Atombombe. Die Freiheit schillernder Revuewelt, einer Prise Ge- die im „Westhof“ stattfand und auf der ins- soll mit der Unfreiheit erhalten werden.“ schmacklosigkeit und einer anständigen Do- gesamt sieben Delegierte für den Landes- Der Redner richtete an alle die Frage, ob sis Operettenmusik. Wie ein roter Faden friedenskongreß gewählt wurden. einige Kräfte der Vergangenheit es wert ziehen durch den ganzen Streifen einige p r Feith stellte in den Mittelpunkt sei- seien, daß wegen ihnen ein Krieg geführt Dutzend Standardtypen leicht geschürzter ner Ausführungen die geschichtliche und werde und stellte dabei fest, daß die Siche- Girls „made m USA , die an das Filmpubli- politische Entwicklung Deutschlands und kum auffallend viel sex appeal verschwenden. Dabei langweilt sich der Kinobesucher tödlich. Der Eindruck eines Films ohne Inhalt ist keine Reklame für die Produzenten und kann auch nicht durch die Bemühungen in Technicolor verwischt werden. Wenn man uns noch länger solche Qualitäten geistiger Kost vorsetzt, sind wir in absehbarer Zeit h „? ben ’ 1« ! e „ ra 5Ä; erschossen. Das zur Kritik... Kurbel: „Gasparone“ Das war ein glücklicher Gedanke, die Verfilmung von Millökers unsterblicher Operette „Gasparone“ wieder auszugraben. Der Streifen ist zwar alt, aber nach wie vor von unwiderstehlichem Reiz. Der seltene Melodienreichtum verdeckt unauffällig kleine Schwächen der Regie. Die Handlung, die korruptes italienisches Staatssystem zeichnet, indem der Kaffeeschmuggel en gros blüht und die herrschende Aristokratie in Glanz und Reichtum gehüllt das Recht zum Leben für sich gepachtet hat, wäre ohne „diese Musik“ noch unansprechlicher. Aber nicht nur Millöker war Trumpf, auch Peter Kreuder beteiligte sich mit einem bunten Melodienstrauß, was das Ganze zu einer Operettenrevue machte. Wir begegnen in diesem Film außer Marika Rökk und Johannes Heesters auch dem unvergeßlichen Leo Slezak und Rudolf Platte, die beide nicht mehr unter den Lebenden weilen. Gegenüber der zu einer Epidemie geworde- rung der Freiheit, von der so viel geredet werde, in erster Linie darin beruhe, inwieweit der Frieden für die Menschen erhalten wird, ein Friede allerdings, der einen gesicherten sozialen Wohlstand beinhalten müsse. Abschließend erklärte Dr. Feith: „Wir sind keine schwachen Friedensapostel. Für den Frieden zu kämpfen muß gen entfernt werden müssen, weil sie mit man mehr Mut aufweisen, als Mut zur Hilfe des Apparates der Presse und des Auslösung einer Atombombe gehört, bei vor allem die Entwicklung Westdeutschlands nach 1945,um an ihr zu zeigen, daß zur Erhaltung des Friedens und zum deutschen Beitrag für den Frieden erst einmal „die Kräfte der Unfreiheit, die eine stille Machtergreifung wieder durchgeführt ser Pater führe einen sogenannten „Kreuzzug der Liebe“, bemerkte er sarkastisch. Die auf der Kundgebung gewählten sieben Delegierte, unter denen allein vier Jugendliche waren, haben am Samstag und Sonntag in Stuttgart auf der Landesfriedenskonferenz die friedliebende Bevölkerung Heidelbergs vertreten. Ihr Erlebnis in Stuttgart wird ihnen Ansporn sein, sich in noch verstärkteren Maße für die Sache des Friedens einzusetzen. ßlick ins kulturelle Ceben Rundfunks die Volksmeinung auf einen kommenden Krieg hin vorbereitend beeinflussen. In treffenden Worten charakterisierte er die heuchlerischen Phrasen von Fünfzig-Pfennig-Scheine verfallen Laut Mitteilung der Bank deutscher Länder verlieren die 50-D-Pfennig-Noten (ein- der man nur auf einen Knopf zu drücken braucht." Als weiterer Redner des Abends sprach ein Heimkehrer, der das Erleben des Soldaten im Kriege im fremden Land an den Anfang seiner Ausführungen stellte, und hier unter dem Beifall der Zuhörer feststellte, daß jeder objektiv schauende Soldat nur friedliebende Menschen in jenen schließlich der mit einem B gekennzeichne- . , ,, ,.. . ten Noten) mit dem Ablauf des 30. April LatMern antraf, gegen die zu kämpfen er ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungs- ^ine gewichtige Gründe finden konnte. mittel. Umtauschmöglichkeiten besteh«! ^3? »exh rei es umnogli* gewesen, so und wohlgefälliges stü ck, das den aktuell- danach bis einschließlich 31. Juli nur noch meinte der Heimkehrer Glitscher, die Deut- stpn Punkt behandelt auf den das Ausen- „Simone und der Friede“ Erstaufführung im Schauspielhaus Karlsruhe Behaglich sitzt der Bourgeois auf gepolsterten Plüschsesseln im neuen Schauspielhaus. — Unsere Berufsschülerinnen mußten sich dafür auf erbärmlichen Hockern jahrelang den Rücken krümmen! — In solch wohlgefälliger Atmosphäre will man den „Seelenfrieden“ unserer Bürger in keiner Weise trüben. Dies beweist ein ebenso behagliches bei den Landeszentralbanken, bei denen in den Westsektoren Berlin sowie der Berliner Zentralbank. Unterrichtsbeginn nicht auf 7 Uhr morgens festgesetzt Stuttgart. (Iwb) Das württembergisch-badische Kultusministerium weist daraufhin, daß entgegen verschiedener Meldungen durch keinen Erlaß des Ministeriums der sehen in einen Krieg zu führen, doch habe es Hitler nach sechs Jahren in ununterbrochener ideologischer Beeinflussung geschafft. Auch heute werde wieder eine systematische Erzeugung des Haßgefühls gegen die Sowjetunion betrieben, die nichts anderes zum Ziele habe, als die Deutschen wieder reif zu machen, noch einmal „gen Osten zu reiten.“ Zum Schluß seiner mit großem Beifall nen amerikanischen Produktion ist dieser Unterrichtsbeginn in den Schulen auf sie- aufgenommenen Rede erklärte Glitscher. Film wie eine Erholung. Ja, als er gedreht wurde, waren die Amerikaner auch noch zu Hause . . . Capitol: „Manege frei“ Grock spielt Grock! Der Mann der Koben Uhr morgens festgesetzt worden sei. Das Ministerium habe zwar bestimmt, daß im ersten Schuljahr der Unterricht im Sommer nicht vor acht Uhr, im Winter nicht vor neun Uhr beginnen dürfe. Dies bedeutet jedoch nicht, daß für alle übrigen Schüler der Unterrichtsbeginn auf sieben nige und Fürsten zum Lachen brachte und uhr festgesetzt worden sei. Eine (laut BBC-Ansager) sogar den Geldherr- Entscheidung könne nur von den jeweils schem der Wallstreet ein millionenschweres verantwortlichen örtlichen Stellen getrof- „smilüng“ entlockte (das ihnen angesichts fen werde n. ihres heute ziemlich wackeligen Geldthrones allerdings sauer angekommen sein mag). a us dem Briütler Gemeinderat Wie dem auch sei, der wahre Wesenszug des weltberühmten Clowns scheint alles ln der letzten öffentlichen Sitzung des andere zu sein, als der eines ruhmsüchtigen Brühler Gemeinderates stellte die KPu- Speichelleckers, der um die Gunst einiger Fraktion den Antrag, der Bürgermeister solle Mächtigen buhlt „Es kann Regierungen geben, die den Krieg wollen, aber es dürfen sich keine Menschen finden, die für diese Regierungen Krieg führen.“ In der sehr regen Diskussion wurden weitere wertvolle Beiträge zum Kampf für den Frieden von jungen und alten Vertre- solche tem der Heidelberger Bevölkerung gegeben. Ein Sprecher zitierte den vor kurzem sten Punkt behandelt, auf den das Augenmerk jedes verantwortungsbewußten Menschen gerichtet ist: den Frieden. Georges Roland, Autor von „Simone und der Friede“, ist Fatalist. Die gegenwärtig für uns so klare und eindeutige Weltlage erscheint ihm in unlösbare Konflikte verwickelt. Simone als werbendes und umworbenes Mitteleuropa gleichsam, steht im Brennpunkt der vier Großmächte, die durch Chauffeure der Delegierten symbolisiert werden. In ihrer verzweifelten Lage ersehnt sie den Beistand jedes einzelnen Vertreters der Nationen, die sich jedoch unter sich zu keiner Verständigung durchringen, Ihre Situation wird auswegslos. Der Nervenarzt muß das an sich selbst irre gewordene Mädchen (also Mitteleuropa) zur Anstalt führen. Das Geschehen wird durch einen Gärtnerphilosophen betont weise und wehmütig Das Publikum spendete anhaltenden Beifall kommentiert. Und worin besteht seine ganze Weisheit?: — „Wenn auch bisher meistens die Schwarzseher recht behalten haben; es steht uns frei, zu hoffen!“ — Hoffen wir also das Beste, lieber Lesen, denn „die da oben“ werden schon über Krieg oder Frieden entscheiden. — Scheinbar ist man sich in bürgerlichen Kreisen, denen der Autor entstammt, noch nicht darüber klar, daß ein kommender Krieg angesichts der neuen, grauenhaften Massenvemich- tungsmittel, nur durch den heiligsten Kampf abgewendet werden kan»: durch den Kampf für den Frieden, Der Verfasser aber kommt über das Konstatieren eines kommenden Unheils nicht hinaus und unterläßt es wohlweislich, die Vernichtungslustigen anzuprangern. Eine sehr fragwürdige Friedens-Satire; eine Pazifismus-Clownerie, die in ihrer tränenseligen und konventionellen Philosophie deplaziert wirkt. — Keiiberth - Dresden in Karlsruhe stark gefeiert Karlsruhe. Der frühere Generalmusikdirektor des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe, Professor Joseph Keiiberth, jetzt Dresden, dirigierte kürzlich ein Sonderkonzert der badischen Staatskapelle in Karlsruhe. Auf dem Programm standen Beetho vens I. Symphonie in C-dur und die IV Symphonie in Es-dur von Anton Bruckner Einen Volkskomiker könnte man ihn nennen, der mit seiner vollendeten Kunst die Menschen zum Lachen, aber auch gleichzeitig zur Besinnung bringen möchte. sich mit dem gesamten Gemeinderat an die Spitze der Gemeinde für das Friedenskomitee stellen. Auf Anregung der SPD wurde dieser Antrag vertagt, um erst interfraktionell Bespre- Die CDU Verlorener Frühling? i£ zur Bes inn u n g Dringen inopue. chungen durchführen, zu können. Die CDU Neben der zutiefst menschlichen Seite der und ^ vp stellte sich hinter diesen SPD- ins Filmische übertragenen Lebenserinne- Antrag rungen des berühmten Künstlers werden Wir hoffen, da ß d j e ge Besprechungen nicht (allerdings nur am Rande) die politischen vom engs timigen Parteistandpunkt aus, son- Ereignisse der letzten Dezenien berührt. dern vom gesamtdeutschen und darüber hin- Zwar nur leise spürbar, aber dennoch für aus vom Standpunkt aller Völker, die den den Besucher in nicht zu verkennender Frieden wünschen, geführt werden- Weise wird der völkermordende Wahnsinn Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag des Krieges verurteilt. d es Bürgermeisters Körber zu, die Vorfinan- Der Grocksche Humor, der über Länder- zierung der Bauvorhaben in der Basserund Sprachgrenzen hinweg durch Lachen mann-Siedlung in Höhe von etwa 40 000 DM und Frohsinn eine völkerverbindende vorläufig zu übernehmen. Der Gemeinde Rriidt* schläet dürfte mit diesem Friedens- Ketsch wurde ein Beitrag- von 200 DM aus g «dank«n wohl die höchste Zweckbestim- Anlaß der Feier ihres 800jährigen Bestehens Her Versöhnune und der Ver- uberwiesen. Em weiterer Diskussionspunkt S ^ t ® in ^"auch Mehrbelastung der kleinen Gewerbetreibenschaftsproduktion dm den dje Jetzten Endeg E ich auch auf die Kon- was die ZusammensteUung und das Span sumenten durch Erhöhung der Preise oder nungsmoment anbetrifft, nicht gerade öck Verschlechterung der Qualität auswirkt. Fast lieh operiert, nur unvollkommen erwähnt aUe Gemeinderate pflichteten der KPD bei, so daß lediglich beschlossen wurde, den Speiseeisverkauf auf der Straße in der Form zu regeln, daß bestimmte Straßenplätze an den Meistbietenden vergeben werden. Da* Wetter zerstört viele Hoffnungen. Aber krank werden soll man deshalb nicht! Wer bet den ersten Anzeichen einer Erkältung (Husten, Frösteln, rauhem Hals) Kloserfrau Melissengeist nimmt, kann der Grippegelahr wirksam Vorbeugen. Auch bei Kopfweh, Müdigkeit, Depressionen und anderen Folgen des Wetterwechsels bringt er meist erstaunlich rasche Iiiife! Millionen Menschen schenkte er neue Freude am Frühling! Auch Sie sollten steh unnötigen Schmerz ersparen. Den echten Klosterfrau Melissengeist ln der blauen Packung mit den 3 Nonnen (übrigens ein ideales Geschenk zum Muttertag) erhalten Sie jetzt schon zu DM 1,45, DM 2,SO u. dm (,80 in allen Apotheken und Drogerien. wird. -bü- Wieder Stadtgarten-Konzerte Karlsruhe. Das erste diesjährige Serenadenkonzert. dessen Ausführung das Bad. Konzertorchester übernommen hat, wird - günstige Witterung vorausgesetzt - am Mittwoch, dem 3. Mai 1950 von 16 bis 18 Uhr im Stadtgarten stattflnden. Dabei werden Werke von Josef Haydn, L. v. Beethoven, Franz Schubert, Willy Grabert u. a. zu Gehör kommen. Dirigent ist Wolfgang Marzluff. Schuß gegen die Nase Heidelberg. Ein 17 jähriger Lehrling schoß in der Bergheimerstraße mit einer Luftdruckpistole, wahrscheinlich im Streit mit einem 28 Jahre alten Sattler aus Heidelberg, und traf ihn an der Nase und am Unken Auge. Der Verletzte mußte sich zur Behandlung in die Augenklinik begeben. Nur an Privat Damen-Unterwäsche in Qualitätsware z. Ansicht Postfach 1083 Mannheim 2 Musikhaus Araold, G4, U Neue und wenig gespielte Klavier« Errichtung einer Wasserfassungsanlage Die Großkraftwerk Mannheim A.-G. plant auf dem Werksgelände die Errichtung einer Wasserfassungsanlage, bestehend aus einen Sammelbrunnen mit horizontalen Filterrohren nach System Ranney. Wir bringen dies zur öffentlichen Kenntnis mit der Aufforderung, etwaige Einwendungen beim Amt für öffentliche Ordnung innerhalb von 14 Tagen, vom Tage der Veröffentlichung an, vorzubringen. Spätere Einwendungen gelten als versäumt. Die Beschreibungen und Pläne liegen während der Einspruchsfrist auf Zimmer 52 des Amtes für öffentliche Ordnung auf. Amt für öffentliche Ordnung — Abt. II/4 Ihre Inzeige In „Badisches Volksecho“ FILMTHEATER A ZARAH LEANDER oi.« T*l»phen 44447 Beginn: in „Gabriela“ 14.00 16.00 18.15 20.30 Uhr Voranzeige: ab Freitag SABU in Arahifdi« /Mächte Ein Farbfilm von den Wundern aus 1001 Nacht. MWf(H Nur noch Mi Donnerstag: Manege frei hm Meigtatz Telephon 5M M der Mann, der GROCK, die Welt zum Lachen brachte. Voranzeige: ab Freitag Dar große Ziegfeld Größer und hinreißender als „Mädchen im Rampenlicht“. Eine Revue, wie aie noch keiner sah! Beginn: 11.00 10.30 19.00 und 21.00 Uhr •raNt Hr. II.« Telephon 44435 Donnerstag letzter Tag Der Mann ml« der Narbe Beginn: 13.30, 15.35, 17.40 und 20.00 Uhr. Skandal In dar Oper Nur 9.50, 11.30 und 22.00 Uhr. 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FC Kaiserslautern 1:2 VfR Kaiserslautern — Andernach 5:2 Phönix Ludwigshafen — Landau 1:1 Südliga FC Freiburg — Ebingen 2:0 Hechingen — Rastatt 1:4 Schwenningen — SC Freiburg 2:2 Friedrichshafen — Lahr 2:2 Trossingen — Villingen 1:2 Offenburg — Reutlingen 2:0 Konstanz — Tübingen 1:1 Norddeutsche Oberliga Concordia Hamburg — Göttingen 3:1 Hamburger SV — St. Pauli 6:0 Lübeck — Arminia Hannover 3:0 Hannover 96 — Eimsbüttel 5:2 Eintracht Braunschweig — Osnabrück 1:1 Bremer SV — Oldenburg 4:1 Landesliga Nordbaden 1. FC Pforzheim — Eutingen 8:1 27 Noch ein Hoffnungsfünkchen für Mannheim Aber nur« wenn der Club in Offenbach nicht verliert — Kickers Stuttgart und Regensburg steigen ab Süddeutsche Oberliga Die Ereignisse in der süddeutschen Oberliga am letzten Wochenende im April waren nicht günstig für die Aussichten der beiden Mannheimer Vereine. Der befürchtete Sieg der Offenbacher in Frankfurt gegen die Eintracht ist zur Tatsache geworden und nach der Niederlage des VfR Mannheim ist nun der süddeutsche Meister wieder auf den 3. Platz vorgerückt und wenn er sein letztes Spiel auf eigenem Platz gegen den 1. FC Nürnberg gewinnt, wird er den dritten Platz behalten, selbst wenn Waldhof und 1860 München ebenfalls noch auf 35 Punkte kommen sollten, weil die Offenbacher das bessere Torverhältnis haben. Für Mannheim hängt alles davon ab, ob der Nürnberger Club am kommenden Sonntag auf dem Bieberer Berg wenigstens einen Punkt holt, dann könnte je nach dem Ausgang der letzten Spiele Waldhof in Schweinfurt und der 1860er in Stuttgart, entweder der VfR mit 34 Punkten durch Torverhältnis oder Waldhof „nach Punkten" noch Dritter werden. Wie gesagt, das Hoffnungs-Fünkchen ist schwach, aber es glimmt noch. Auch bei der Meisterschaftsentscheidung ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, wenn auch der VfB Stuttgart durch das Remis der Fürther in Mühlburg einen Vorsprung gewonnen hat, der aber nur dann wirksam wird, wenn der VfB am kommenden Sonntag in Mühlburg gewinnt. Bei Punktgleichheit würde Fürths besseres Torverhältnis zur Geltung kommen. Immerhin werden die Fürther am kommenden Sonntag in München gegen 1860 auf Sieg spielen müssen, wenn sie nicht zum Schluß noch abgefangen werden wollen. Die Abstiegfrage dürfte aber trotz dem Remis der Augsburger Schwaben in Schwein furt entschieden sein, denn Regensburg kann im günstigsten Fall punktgleich mit den Schweinfurtern werden und diese haben ein weit besseres Torverhältnis. Immerhin ist der Punktverlust der Schweinfrter auf eigenem Platz nicht vorteilhaft für Waldhofs Absichten am 14. Mai. SpVgg Fürth 28 16 7 5 68:37 39 VfB Stuttgart 28 15 8 5 48:34 38 Kickers Offenbach 28 13 7 8 58:47 33 SV Waldhof 29 11 11 7 51:49 33 VfR Mannheim 29 13 6 10 56:41 32 1860 München 28 14 3 11 45:38 31 FSV Frankfurt 28 11 8 9 41:37 30 VfB Mühlburg 29 10 10 9 41:41 30 1. FC Nürnberg 28 11 7 10 48:36 29 Eintracht Frankfurt 28 8 8 12 44:49 24 BC Augsburg 28 9 6 13 47:67 24 Bayern München 23 11 3 14 53:64 25 Schwaben Augsburg 29 9 6 14 37:59 24 05 Schweinfurt 28 7 9 12 34:35 22 Jahn Regensburg 28 7 6 15 44:62 20 Stuttgarter Kickers 28 4 9 15 43:60 17 Sensationen in Südwest Die stark nachlassende Wormatia konnte in Trier gegen Kürenz mit knapper Not mit 2:1 zu den beiden Punkten kommen. Auch der Meister 1. FC Kaiserslautern hatte in Engers Mühe, mit dem gleichen 2:1 siegreich zu bleiben. Wurde in diesen beiden Fällen die Sensation gerade noch vermieden, so gab es in Ludwigshafen ein überraschendes Remis 1:1 des ebenfalls sehr zurückgefallenen Phönix gegen den ASV Landau, wobei die Ludwigshafener sogar erst in den letzten nachgespielten Minuten des Kampfes den Ausgleich erringen konnten. Der VfR Kaiserslautern spurtet erfolgreich nach einem günstigen Platz für die neue Oberliga-Qualifikation. Der Sieg von 5:2 über die starken Andernacher ist beachtlich. Die beiden Vertreter von Südwest für die Zonenmeisterschaft werden beim Endkampf mit den Südliga-Vertretern mit b esseren Leistungen aufwarten müsen, wenn es keine unangenehmen Ueberraschungen geben soll. Privatspiele Victoria Hamburg — Berliner SV 92 0:1 Preußen Dellbrück — Werder Bremen 1:2 Erkenschwick — Werder Bremen 1:2 Hessen Kassel — Borussia Dortmund 0:2 98 Darmstadt — Eintracht Frankfurt 2:2 Berliner Meisterschaft Union Oberschöneweide — Hertha-BSC 5:1 Unbefriedigender Saisonschluss in Waldhof Nur Waldhofs Tcrwart rettete das 2 :1 gegen Stuttgarter Kickers 1. FC Kaiserslautern Wormatia Worms TuS Neuendorf FK Pirmasens Phon. Ludwigshafen ASV Landau VfR Kaiserslautern VfL Neustadt SpVgg Andernach 05 Mainz Eintracht Trier FV Engers SG Weisenau FSV Kürenz ASV Oppau VfR Kirn 27 23 3 1 142:21 29 22 5 2 98:20 28 21 2 5 92:26 27 19 3 5 62:29 26 12 6 8 62:55 29 11 7 11 43:61 27 10 6 11 57:53 27 10 5 12 47:50 28 11 3 14 59:58 26 9 6 11 37:56 27 7 7 13 42:64 25 8 3 14 43:77 27 3 8 16 44:84 25 4 5 16 38:90 27 3 6 18 26:78 27 4 3 20 36:106 49 49 44 41 30 29 26 25 25 24 21 19 14 13 12 Wacker — Alemannia 3:1 Tennis Borussia — Tasmania 2:0 Handball Süddeutsche Meisterschaft Göppingen — TSV Rot 8:4 Dietzenbach — 1. FC Nürnberg 12:5 Südwestdeutsche Meisterschaft Obermending — TUS Schutterwald 8:6 SSV Reutlingen — GS Haßloch 5:4 Norddeutsche Meisterschaft Poliz. Hambg. - Germ. Wilhelmshaven 16:4 Hassee Winterbeck — Flensburger TB 9:4 Phönix Ludwigshafen — ASV Landau 1:1 Waldhof: Skudlarek; Rößling, Siegel; jetzt wohl besser um die Aussichten Wald- ist einem lichten Moment von Fanz zu ver- Rendler. Krämer, Rübe; Siffling, Herbold, hofs auf den 3. Platz aussehen. danken, der sonst fast immer zu spät kam, Auch diesmal wieder war der ganze aber unmittelbar vor der Pause plötzlich t Sturm umgekrempelt, wobei Herbold, Siff- den Ball vor den Fuß bekam und diesmal ! ebr f!£? und^uoh in^r FnLa”! ling und Hölzer wieder auf ihre früheren kurz entschlossen das Leder unter die Quer- jL . .. h d Jj? ge ^ eigten d i e Plätze zurückbeordert waren. Es zeigt sich latte pfefferte. p aste “ b .f weltere Strecken das gefal- hierbei, daß Siffling auf linksaußen eine lxgere Spiel, wenn auch die durch zwei- weit, bessere Leistung bot als nun wieder Daß Waldhof diesen Vorsprung in der fach ^ n Ersatz geschwächten Ludwigshafe- als Rechtsaußen und daß Herbold als zweiten Halbzeit gegen eine meist stark im ff f de ü zweiten Halbzeit zu einer zeit- Rechtsaußen weit gefährlicher ist und seine Angriff liegende Kickers-Mannschaft trotz ff druckenden Feldüberlegenheit ge- Rolle als Rechtsverbinder wirkungslos blei- bedenklicher Schwächen in der Waldhof- fugte 11 » der Phomx - Sturm versagte m- rer Mannschaft""nicht ^verwunden^haben ben muß ’ solan g e seine an sidl prächtigen Abwehr — Rubes und Krämers Langsam- dessen bei den klarsten Ausgleichchancen, denn dieser Siee war wie der am Vor- Steilvorlagen infolge unzureichender Schnei- keit und Rößlings mangelhafte Deckung Da ttmger konnte unmittelbar vor Spiel- sonntae gegen die Bavem“ nicht Ergeh- ligkeit und Verständnislosigkeit seiner Ka- und Zurückweichen vor dem Gegner — ® nde aus 6inen ? G-ewuhl vor dem Landauer nis einer luten Mannschaftsleistung fon- ™ radea f verwertet bleiben. Es war ein halten konnte war nebst reichlich Glück Tor zum Ausgleich emschießen. dern eine reine Glückssache und wiederum fff ff mc f an , dle ” Stan ' vor allem wieder Skudlarekt zu verdanken das Verdienst eines Mannes des Waidhof- dardaufstellung hielt, sondern tüchtig m-wie überhaupt die Leistungen beider Torwart sLdlm-W Wenn n^n die nen mitwirkte und seinem Draufgehen war Torhüter die ihrer Kameraden im Spielfeld Mannschaften spielen sah. so hätte man denn ? uch , das Ausgleichstor Waldhofs eine weit überragten. Sauer, Augsburg, brachte Trautmann, Fanz, Hölzer. Kickers Stuttgart: Jirasek; Witt. Vetter; Herberger, Fauser, Hinz; S. Kronenbitter, Oswald, Grziwok, Handschuh, Pflum. Das war kein erhebender Abschluß der Meisterschaftssaison auf dem Waldhofplatz und die etwa 4000 Zuschauer, die doch noch hinausgekommen waren, werden ihre Enttäuschung trotz des Sieges ih Städtespiel Frankfurt — Ludwigshafen 13:12 Fürth ohne Schade und Appis VfR Mühlburg — SpVgg Fürth 1:1 eher' "waldhof ate^die Stuttgarter ^Kickers Viertelstunde nach dem ln der 20. Minute den Kampf trotz gelegentlich hüben und Beim Spiel des VfB Mühlburg gegen dm für den AbstLgskandteatefh^ten Winnen f™ ?<*h «fr drüben auftauchender unnötiger Härten, /l?“ Skudlarek unhaltbaren Führungstor der wobei die Stuttgarter kurzfristige Spieler- Zuschauern bei den Furthern das -Fehlen Kickers zu verdanken. Der Siegestreffer ausfälle erlitten, gut über die Zeit. Deutsche Hockey-Meisterschaft Uhlenhorst Mühlheim — HC Heidelberg 3:0 Klipper Hamburg — SG Höchst 2:2 Club Raffelberg — Berliner SC 5:1 Düsseldorf 29 — Wacker München 1:0 Frauen: Kickers Stuttgart — VfR Mannheim 5:4 ,, So lautet der richtige Tip: Württemberg-Baden: 1 — 1 — 0 — 2 — 1 — 1—0 — 2 — 1 — 1— ausgef. — 1 — 0. Drei Remis in der Südliga. In Offenburg mußte der frischgebackene Meister seine erste Niederlage seit Erringung der neuen Würde einstecken. Dem Meister macht das nichts mehr aus und auch die Offenburger können von diesem Prestige-Erfolg keinen Nutzen mehr ziehen. Sie konnten nicht einmal Villingen in der Tabelle überholen, da die VUlinger in Trossingen 2:1 gewannen. Von allergrößtem Wert für den Freiburger FC war sein Sieg 2:0 über Ebingen, womit die Freiburger nicht nur Singen vom dritten Platz verdrängten sondern sich auch endgültig unter die ersten Fünf für die neue Oberliga qualifizierten. Ebingen ist mit seinen Spielen fertig und hat es auf 36 Punkte gebracht. Diese Punktzahl kann sowohl von Kuppenheim, als auch noch von Rastatt übertroffen werden, die beide beim Gewinn aller ihrer noch ausstehenden Spiele auf 37 Punkte kommen können. Rastatt gewann in Hechingen 4:1. Die Konstanzer haben sich durch ihr 1:1 gegen Tübingen zwar die Möglichkeit verscherzt, Ebingen noch überholen zu können, sie können aber noch auf die gleiche Punktzahl wie Ebingen kommen und haben dann das bessere Torverhältnis. Der fünfte Platz ist also noch offen für Ebingen, Kuppenheim, Rastatt und Konstanz. Der Freiburger SC erzielte ein beachtliches 2:2 in Schwenningen und in Friedrichshafen erzwang Lahr das gleiche Resultat, womit die Zahl der Remis- partien an diesem Sonntag auf drei gebracht VfL Konstanz — Tübingen 1:1 Trotz fortwährender Ueberlegenheit mußte h der VfL Konstanz im wichtigsten Süd- »a-Treffen gegen den SV Tübingen mit nem Teilerfolg (1:1) begnügen. Der aus- aeichnete Tübinger Schlußmann hielt im grein mit seinen konsequent verteidigenin Vordermännern den Konstanzer Sturm Schach. Lediglich einen unhaltbaren ;rafstoß des Verteidigers Schulze mußte itschier passieren lassen. Ein Alleingang ubrichs führte in der 80. Minute zum usgleich des SV Tübingen. Stedc Francais in Konstanz De französische Fußball-Profimannschaft tade Francais Paris, trägt auf der .ückfahrt ihrer Italienreise am 11. Juni in Ions tanz ein Privatspiel gegen eine Bo- enseeauswahl aus, die sich auf Spieler der üdligavereine Konstanz, Singen und Fned- ichshafen stützt. für den Abstiegskandidaten halten können denn die Leistung der Stuttgarter stand sowohl in bezug auf Mannschaftsspiel als auch auf den Einsatz der einzelnen Spieler erheblich über der Leistung Waldhofs. Allerdings, vor dem gegnerischen Tor war der Stuttgarter Sturm noch unfähiger als der Waldhofsturm, denn er hatte Weit mehr klare Chancen und vermochte nur ein einziges Mal daraus Nutzen zu ziehen. Insofern ist der Abstieg der Kickers verständlich. Die an der gleichen Schwäche im Sturm krankenden Waldhöfer sollten sich das Schicksal ihres so berühmten Gegners zur Warnung dienen lassen. Im nächsten Jahr könnten sie an der Reihe sein. Eine Verjüngung der Mannschaft scheint dringend nötig. Einige der älteren Spieler kommen einfach nicht mehr mit und dieses Manko kann alle Routine und Technik nicht ersetzen. So scheint dann auch das bedenkliche Nachlassen der Waldhöfer in der letzten Zeit durchaus nicht durch das Fehlen Lipponers allein erklärbar zu sein. Die Mannschaft ist abgekämpft, was ja bei einer körperlich so leichten Mannschaft am Schluß einer so langen Meisterschaftssaison verständlich ist. Wie soll das dann aber erst bei einer 20er-Liga werden? Ein weiterer Grund für den bedenklichen Leistungsrückgang Waldhofs ist die dauernde Umstellung. Hätte man die Mannschaft so stehen lassen, wie sie nach dem Ausschei- Nach einer Vorlage des im Hintergrund beobachtenden Waldhofer Läufers Rendler den Lipponers im Spiel gegen den VfR so versucht Waldhofs Rechtsaußen Siffling an dem Stuttgarter Verteidiger vorbeizugroßartig spielte und kämpfte, würde es kommen. VfR unterlag ehrenvoll im Neckarstadion Gate Leistung der Mannheimer, aber V!B Stuttgart siegte 1:0 Seitdem sich Fortunas Huld in letzter ersten Halbzeit gesponnenen Faden weiter- ihnen der bereits nach einer Viertelstunde g von Schade und Appis im Sturm nachteilig bemerkbar. Durch diesen Ausfall kam der Angriff nicht zu seinem gewohnten Flachpaßspiel und die Mühlburger glichen die dennoch vorhandene technische Ueberlegenheit ihres Gegners durch großen Eifer aus. Die Mühlburger eröffneten durch ihren besten Stürmer Roth in der 21. Minute die Torfolge. Sechs Minuten später erzielte Brenzke mit einem 30-Meter-Schuß den Ausgleich. Schon vor Halbzeit verhinderte Goth durch gute Paraden seiner Elf weitere Gegentreffer. Auch nach dem Wechsel zeichnete er sich wiederholt aus. : 1. FC Nürnberg — Jahn Regensburg 5:0 Der Club, bei dem erstmalig Morlock mit bestem Erfolg im Sturm wieder mitwirkte, machte in seinem 2000. Spiel nicht viel Umstände mit dem Abstiegskandidaten aus Regensburg. Bis zur Pause hielt die Regensburger Hintermannschaft noch leidlich stand und der Club kam nur zu einem Treffer durch Herbolsheimer. Zwei weitere Tore von Herbolsheimer und je eines von Winterstein und Morlock folgten nach der Pause und nur Niemanns glänzende Paraden verhinderten eine noch höhere Abfuhr bei völliger Ueberlegenheit des Clubs. Bayern München — FSV Frankfurt 3:1 Die Münchener gewannen das für ihren Gegner doch so wichtige Spiel sicherer als man es von einem noch an der Abstiegszone befindliche Mannschaft gegen einen Anwärter auf den 3. Platz eigentlich erwarten konnte. Zwar stand der Kampf bis zur Pause noch torios, aber 5 Minuten nach Seitenwechsel konnte Scholz mit Kopfball eine Ecke zum Führungstor für Bayern verwerten. Auch als bei den Münchenern Moll wegen Verletzung in der letzten Vier- war. SSV Reutlingen 29 22 2 5 73:29 SV Tübingen 27 16 6 5 61:30 Freiburger FC 28 15 8 5 59:30 Eintracht Singen 28 17 3 8 55:33 ASV Ebingen 30 15 6 9 50:40 FV Kuppenheim 28 14 5 9 60:59 VfL Konstanz 27 12 6 9 56:36 SV Rastatt 26 11 7 8 52:42 FV Lahr 28 11 4 13 45:52 FC Villingen 27 11 3 13 52:51 FV Offenburg 27 8 8 11 31:45 SG Friedrichshafen 28 8 5 11 33:61 SC Freiburg 26 7 5 14 46:54 VfL Schwenningen 27 7 5 15 50:61 SpVgg Trossingen 27 5 5 17 38:55 SV Hechingen 29 2 2 25 30:113 Zeit, allerdings auch zu spät, den Wald- zuspinnen und den Sieg durch weitere fällig gewesene Elfmeter nicht vorenthalten telstunde ausscheiden mußte konnten die höfern zugewandt hat, ist deren Lokal- Treffer sicherzustellen. Die VfR - Abwehr worden wäre, hätte das Spiel vielleicht eine Frankfurter das Schicksal nicht wenden rivale VfR von allem guten Glück verlas- hielt nun aber sicher stand, um ihrem eige- andere Wendung genommen. In der 25. Mi- Rpsph Gr höhte auf 2-0 und nach dem von sen. Das zeigte sich bereits in dem so wich- nen Sturm für den Endspurt noch eine nute brachte Maier die Offenbacher durch erf,«™ erzielten Anschlußtreffer derFrank- tigen Spiel des VfR in Fürth, das die Chance offen zu halten. Dieses letzte Auf- direkte Verwandlung einer Flanke in Füh- furter brachte ein schönes ZusammensDiel Mannheimer ohne den einige Tage vorher bäumen des VfR gegen eine unverdiente rung und bald nach Wiederbeginn stellte dp ~ rechten Bavern - Flüeels durch Resch in Berlin verletzten Keuerleber bestreiten Niederlage scheiterte aber an der Vorsicht Buhtz auf 2:0. Aber Eintracht ließ nicht da 3 Tor y s mußten und es bestätigte sich nun abermals der ebenfalls guten Stuttgarter Hinter- locker, kam durch Schieth in der 65. Minute in dem wichtigsten Treffen des VfR in der mannschaft. auf 2:1 heran und die Offenbacher ver- 05 Schweinfurt — Schwaben Augsburg 1:1 gesamten Spielzeit am letzten Sonntag in - mochten nur mit starken Aufgebot in der bej^n Seiten überragten die Hin- Stuttgart gegen den VfB. Eintr. Frankfurt — Kickers Offenbach 1:2 Abwehr dem überlegenen Endspurt der termannschaften, gegen die sich die Stür- Genau so wie in Fürth vermochte ^der Der Sieg der Offenbacher wurde wohl Eintracht standzuhalten. mer nur g anz gelten durchsetzten. Augs- deutsche Meister die erste Halbzeit über- allgemein erwartet, aber es war doch eine ————— bürg ging durch ein Tor Hampels in der legen zu gestalten und er hätte während recht glückliche Angelegenheit für den süd- Der frühere tschechoslowaksche Tennis- 9- Minute in Führung. Molli Kupfer ver- dieser Zeit einen entscheidenden Vor- deutschen Meister. Die Eintracht wartete in und Berufsspieler-Weltmeister Karel Ko- schoß in der 26. Minute zunächst einen Elfsprung erzielen können, der ihm minde- diesem „Lokaltreffen“ wieder einmal mit zeluh ist bei einem Autounfall ums Leben meter, erzielte aber in der 39. Minute den stens einen Punkt eingebracht hätte. einer sehr guten Leistung auf und wenn gekommen. Ausgleich. 1 Vor 35 000 Zuschauern und auf dem gleichen Kampfplatz, auf dem der VfR den größten Triumph in seiner ruhmvollen Geschichte feierte, wuchs der deutsche Meister — bis auf den fehlenden Rudi Maier mit der gleichen Mannschaft wie damals — Wenn man bedenkt, daß in der Mann- nonierte Doublette Holzers meisterte, das zu einer großen Leistung empor, die nur schaft Ludwigshafens 6 Spieler aus Landes- riß die Zuschauer zu Beifallsstürmen hin. deshalb nicht die verdient gewesenen ligavereinen standeij, während die Mann- Auch Erfenbachs Vereinskamerad Jung bot brachten eine ansehnliche Flüchte trug, weil der VfR diese große heimer Mannschaft aus den Kanonen des als Stopper-Mittelläufer eine famose Lei- 12000 Zuschauer bracbten eule 31186111111016 Fußball-Städtespiel Mannheim-Ludwigshafen 2:1 bestimmt kein schlechter Tausch, sowohl in sportlicher wie finanzieller Hinsicht. Die Linie* nicht das ganze Spiel _ hindurd^zu Stechen Mösters^und^ des^SV^W^rf gtung und ^ Dritte nn Bund e der Thr^- ^flof teSl te^te ™en prol^ieri- , der Kecntsauuen rteicmmg, zeigte aucn ger amerikanischer Boxer und Boxunternehmer. ln der ermüdenden und nerven- halten vermochte und die in der ersten zusammengesetzt war, dann ist das Resul- ner, ■HaUv/pit möelich gewesenen Treffer aus- tat nicht gerade schmeichelhaft für Mann- Talent. Nennen wir noch Dattinger. Wink- blieten. 4 Ob dfs Pendeln zwischen Löttke heim. Auch das Fehlen der beiden Schuß- ler und Oster vom Phönix, dann kann man und Is acker in der „Sturmführung“ bei kanonen Langlotz und Lipponer kann die- schon verstehen, daß diese Mannschaft den kämnteWdas Städtesntel eine wlhre Erster Unfruchtbarkeit des zeitweise be- ses Versagen des Mannheimer Sturms Mannheimern zu schaffen machte. holuna ISn sah entsSende Lriitengen stechend schönen Spiels des VfR mitbe- nicht entschuldigen, denn ToJbhancen bo- Es muß aber zugegeben werden, daß die ^ Irei Bild^buchtor^ dte STfifr stimmend gewesen sein mag, soll hier nur ten sich wahrlich genung, aber die Herren Mannheimer Spieler, besonders die vom ' Fr1pnhaph , md anTedeltet wTrden. Auch dte Hintermann- Oberligisten waren zu große Zauderer, sie VfR, durch das schwere Punktespiel am £l € ud S u^S^ S des Vfll schlug sich gut, wobei be- wollten überlegene Balltechnik glänzen Vortage noch etwas übermüdet waren. Um g™ dl £Wsto Keuerieber wieder überragte. Volle lassen und dadurch bekamen die flinken so erfreulicher ist die Tatsache. ■ daß alle ““ R P ^™:L P 7 P r M Minuten nie?der leider torlos geblie- und sehr energisch drangehenden Pfälzer aufgebotenen Spieler antraten, eine große Langlf bef^dlm ^hr nette! Saln- f; __tpri großen Halbzeit des VfR- immer wieder Gelegenheit, dem Mannhei- Seltenheit bei solchen Repräsentativspielen. ^ all f.® r , d6 ™ . p ~f c nip] SL hSlt die VfR - ffintermännschaft mer Sturm in die Parade zu fahren. Lipponer und Langlotz fehlten infolg! „hö- mensem der Mannschaften nach dem Spiel dem Ansturm der mm merklich besser ge- g s mu ß a ber auc h gesagt werden, daß ker f r . Gewalt . Dieser lag krank zu Bett wordenen Stuttgarter stand, dann aber i n der Ludwigshafener Mannschaft einige und jener war unverstandkcherweise für kam der verhängnisvolle Augenblick, als Spieler standen, um die jeder Oberligaver- die86S Wohltatigkeitsspiel nicht freigegeben Blessing den Ball haargenau an Baitinger e i n f ro h sein würde. So waren z. B. die worden, vorlegte, gegen dessen Nahschuß auch Jök- wundervollen Paraden des Torwarte Er- kel machtlos war. Die Reihe Läpple, lenbach mit die schönsten Momente des herer Gewalt“. Dieser lag krank zu Bett nun die Sportler die Bande zwischen Mannheim und Ludwigshafen wieder fester knüpften und in Zukunft die so beliebten Städtespiele Mannheim — Ludwigshafen wieder eine ständige Einrichtung werden Das Städtespiel wurde nun an Stelle des und ein wohltätiger Zweck damit verbun- Schlienz, Bühler, Baitinger, Blessing ver- Spiels und wie dieser geistesgegenwärtige, Boxkampfes zum sportlichen Höhepunkt den ist. Schrempp-Karlsruhe hatte falsche suchte es nun, den vom VfR-Sturm in der unerschrockene Tormann die aufs Tor ka- der Mannheimer Maitage und das war ganz Töne in seiner Schiedsrichterpfeife.