BADISCHES Verlag: Badische Zertungsvertags-GeseHchart m. b. H., Mannheim, S t, 10, Fernruf Nr. 432 60. Redaktion: Mannheim, S *, 10, Fernruf Nr. 432 60. Chefredakteur: Willy Grimm. Vertriebsfilialen: Mannheim-Neckarstadt, Mittelstraße 38, Ruf Nr. 509 35, Heidelberg, Rohrbacher Str 13—15, Ruf 3421/25—01, Karlsruhe, Amalien- •traße « Ruf 4023, Pforzheim, WestL 77, Ruf 2596, Weinheim, Hauptstr. 88, Ruf 2419. VolkszeUufty füc 35adm Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Bezugspreis DM 3,50 einschl. Trägerlohn. Bei Postzustellung DM 2,05 zuz. DM — ,54 Zustellgebühr. Bankverbindung: Allg. Bankgesellschaft Mannheim, Kto.-Nr. 14 77, Stadt. Sparkasse Mannheim, Kto.-Nr. 227. Postscheckamt Karlsruhe, Kto.-Nr. 429 39. Anzeigenpreis: Anzeigenpreisliste 3. Anzeigen werden entgegengenommen in Mannheim, S 3, 10, Ruf 432 60, und in den Vertriebsfilialen. Jahrgang 5 / Nr. 120 Freitag, 26. Mai 1950 Preis 15 Pfg. Aus dem Juhcrtt 2 Immer noch steigende Besatzungslasten Neue Konkumnzdemontage in der Anilin Deutsche Sondereinheiten bei der RAF Qeqm JCdegsqefahc hilft kein ßeiuhiqwtqspulvei Deutsche Jugend au! dem Weg nach Berlin Tausende von jungen Deutschen aus Westdeutschland haben die Zonengrenze bereits überschritten Frankfurt. (EB) „Schon hat die große Wanderung der deutschen Jugend nach in Berlin!! Wir grüßen die Delegierten zum Berlin begonnen", heißt es in einem Aufruf des zentralen Komitees für Vorbereitung Kongreß junger Friedenskämpfer aus allen heitliches friedliebendes Deutschland!“ des Deutschlandtreffens in Westdeutschland. „Tag für Tag in dieser Woche haben Tausende von jungen Deutschen aus dem Westen unseres Vaterlandes die Zonengrenzen überschritten. Sie lassen sich nicht davon abhalten, daß ihnen die Interzonenpässe, auf die sie mit vollem Recht Anspruch erhoben, verweigert wurden. Drohungen mit dem Verlust des Arbeits- Deutschlandtreffen im Westen unserer Hei- ^ ^ ^ ^ f Platzes, lügenhafte Gegenpropaganda, offe- mat als einen großen Erfolg. Der von den den kämpfenden* Jugend inhalier Weit" die ner Verfassungsbruch, wie die Sprengung Spaltern Deutschlands, von anglo-amerika- Delegationen aus 40 Ländern, mit denen zu- OGT Pressekonferenz oes vorbereitenden mschen Kriegshetzern und ihren deutschen ssummen wir frohe Tafip verleben und ein Komitees durch die Polizei in Bonn, haben Helfern in den Köpfen der Jugend errich- Stees Band d« nicht vermocht, die westdeutsche, Jugend tete eiserne Vorhang ist durchbrochen. Der knünfen werden. Havnn nHwihal+on cir+t riom 'ftJTaccATtVtA- TJ7;*n Ä j____ _ ** .... deutschen Landen und Aktivisten aus den volkseigenen Betrieben der DDR, die lernende und schaffende Jugend, die mutigen jungen Kämpfer für den Frieden, die bei der Unterschriftensammlung für die Aech- tung der Atombombe in erster Reihe stehen! Wir grüßen die Vertreter der für den Frie- Weitere 1024 Jugendliche aus Westdeutschland eingetrofien In den Jahren, die der Auslieferung der Macht in Deutschland an Hitler folgten, gab es Persönlichkeiten, die in dem Rüstungstaumel, in den Hitler, der Beauftragte der deutschen Imperialisten, die Welt geschleudert hatte, nicht den klaren Blick für die Dinge verloren, und die seine vernichtende Niederlage in einem Kriege, wenn er ihn demokratisches beginnen würde, klar voraussahen. Sie waren der Meinung, auch Hitler selbst müßte das sehen, und er würde also den Krieg nicht beginnen. Am 1. September 1939 stand die Welt in Flammen. Hitler hatte sie angesteckt. Heute erleben wir einen Rüstungswettlauf auf viel höherer Stufenleiter. In ihrem Mittelpunkt stehen die USA mit ihrer Industrie und ihren Rohstoffquellen, die unvergleichlich stärker sind als die des Dritten Reiches es jemals waren. Auch in davon abzuhalten, sich dem Massenbe- Wille zum Frieden und zu einem geeinten Vorwärts im Kampf für die Verteidigung kehntnis zum Frieden und zur Einheit demokratischen Vaterland ist unwider- des Friedens! Es lebe der Kongreß der jun- stehlich. g en Friedenskämpfer!’ Es lebe der Welt- Wir grüßen die friedliebende und frei- bund der Demokratischen Jugend! Es lebe heitsliebende Jugend aus ganz Deutschland die DDR! Es lebe der Kampf für ein ein- Deutschlands Seite an Seite mit den Brüdern und Schwestern in der DDR anzu- scüließen. Das beweisen die mehr als 10 000 Anmeldungen junger Deutscher von den Werkbänken und Schächten, vom Pflug und aus den Hörsälen der Universitäten, von jungen Menschen der verschiedensten Konfessionen und politischen Richtungen. Noch immer mehr wollen mit dabei sein. Diese Tatsachen kennzeichnen die Vorbereitungen zum Das Friedenstreffen der Jugend eröffnet Regierung der DDR erklärt: Niemanden wird in Berlin etwas passieren Berlin. (EB) Das Deutschlandtreffen der land Leute, die an jeder Bombe, die Eure sondern daß diese Jugend bereit ist, zur Ar- MBeataadteil eines umfassenden Programms“ „Frawda“ über den Schuman-Plan zur Schaffung eines französisch-westdeutschen Mammut-Kartells Berlin. (EB) „Der Plan des französischen Pfingsttreffens. Dank des vorbildlichen Ein- Außenministers Schuman zum Zusammen- Satzes- des Reichsbahnpersonal verläuft der schluß der westdeutschen und französischen Verkehr trotz der Hunderten von Sonder- Schwerindustrie sei Bestandteil eines um- zügen überall reibungslos und fahrplanfassenden Programms. Der Amerikaner mäßig, treibe Kriegshetze, die sich nicht nur gegen Jugend in Berlin nahm mit der feierlichen Eröffnung des Pionierlagers in der Wuhl- heide seinen Anfang. Seit Mitte der Woche wird das Straßenbild Berlins von der Jugend in ihren schmucken blauen Hemden, beherrscht. Auch der gesamte Verkehr aut den Eisenbahnstrecken der Deutschen Demokratischen Republik steht im Zeichen des Berlin. (EB) Weitere 1024 Jungen und Mädel aus Westdeutschland überschritten am Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch die Zonengrenze. Einer Gruppe von 30 Mitgliedern der FDJ aus der amerikanischen Besatzungszone in Freundschaft Westdeutschland wurde der Zonenübergang den USA gilt, wie ehedem in Hitlerdeutsch- bei Meiningen von amerikanischer Militär- land, das Wort „Kanonen sind wichtiger als Polizei verboten. Auch bei Gerstungen wur- Butter“, und eine der Größen der amerika- den Jugendliche zurückgewiesen. Sämtli- nischen Politik, Bernhard Baruch, hat chen Jugendlichen gelang es jedoch, nach vor ein paar Tagen erst, als er gefragt die Zonengrenze wurde, ob denn Sicherungen in das Aufrüstungsprogramm eingebaut werden könnten dafür, daß die sozialen Freiheiten erhalten bleiben, gesagt, er denke, dies könne am besten erreicht werden, wenn ein Krieg gewonnen sei. Inzwischen ist die Staatsschuld der USA auf 263 Milliarden Dollar angestiegen, eine phantastisch hohe Summe. In dieser Situation hat der Präsident 4er USA, Truman, der den Befehl gab, die Wasserstoffbomben, das heißt die Atom- Superbombe, die Atombombe mit tausendfacher Wirkungskraft, zu konstruieren, sich erneut zu diesem Massenvemichtungsmittel mehrmaligem Versuch heimlich zu passieren. Wohnungen und Schulen, Eure Turnhallen beit und Erhaltung des Friedens, und Spielplätze zerstörten, sehr viel Geld verdienen. Jede Träne eines Kindes war für sie in den Jahren des Krieges blanker Gewinn. Sie wollen einen neuen Krieg. Sie ... --- - ■ — hetzen zum Krieg gegen die Sowjetunion, steiler Ilja Ehren bürg traf mit der so- bekannt. Es war in Pocatello im Staate Ida- Jlja Ehrenburg in Berlin Berlin. Der bekannte sowjetische Schrift- die an der Spitze des Großen Lagers des Friedens stehen. Diese Leute hetzen auch gegen Euch, aber sie haben sich geirrt. Es ist ihnen nicht gelungen, Euch und Eure Eltern einzuschüchtern. Was ein richtiger Junger Pionier ist, der ist auch ein Held des Kampfes für den Frieden.“ die Sowjetunion und die Volksdemokratien, sondern auch gegen das deutsche und französische Volk richtet“, heißt in einem Artikel von „Prawda“. Die Verwirklichung dieses Planes würde zu einem weiteren An Wilhelm Pieck begrnBt junge Pioniere wjetischen Delegation zur Teilnahme am Deutschlandtreffen der Jugend in Berlin ein. USA-Soldaten zeichnen ifir den Frieden Miesau-Pfalz. Eine Anzahl farbige amerikanische Soldaten* von dem bei Miesau im Kreise Kusel neuangelegten Flugplatz, die von der Unterschriftensammlung ho der USA. Er würde, das war der Inhalt seiner Worte, wieder den Befehl dazu geben Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abzuwerfen, wenn er in einer ähnlichen Lage wäre. Damals wurden iin Bruchteil einer Sekunde 150 000 Menschen getötet. Die Kriegsentscheidung gegen Japan aber war schon gefallen durch die Kraft der Sowjetunion auf dem ostasiatischen Kontinent. Zur Vorbereitung eines Krieges gehört, für den Frieden erfahren haben, zeichneten daß die Völker, die ihn führen sollen, in Regierung der DDR znm Treffen der Jugend Berlin. (EB.) Die Regierung der Deutschen ________ Präsident der Deutschen Republik, Demokratischen Republik hat eine von Mi- „jpj, freiwillig in die Friedenslisten ein und eine Psychose, in die Kriegspsychose ver- Wilhelm Pieck, richtete anläßlich der Eröff- nisterprasident Otto Grotewohl unterzeich- kauften Friedenstauben. Den Unterschrlf- setzt werden. Daß dies geschieht,, davon wachsen der Erwerbslosigkeit .und zu einer nung des Pionierlagers an die jugendlichen «ete Erklärung zum Deutschlandtreffen in tensammlern drückten sie aus, daß sie kein sind wir langem Zeuge. Wie jede weiterem Senkung des Lebensstandards der Friedenskämpfer eine Ansprache, in der er Berlin abgegeben. Darin heißt es: „Die Re- i„ te r«me hätten für den weißen Heim der Krankheit im Körper Gegenkräfte erzeugt, Werktätigen in Westdeutschland und Frank- ausführte: „Es gibt in Amerika, England gierung der Deutschen Demokratischen Re- Wallstreet zu sterben und gleich wie die die den Krankheitserreger wirkungslos reich führen. und Frankreich, aber auch in Westdeutsch- publik fühlt sich mit den jungen Friedens- - - - - — ------ kämpfern auf das Engste verbunden. Die 100 Todesopfer ln La Paz deutsche Bevölkerung lieber in Frieden und machen und aus dem Körper ausscheiden, Freiheit leben möchten. wodurch der Kranke zur Genesung gelangt, so hat die Hetze zum Kriege den Willen in den Völkern zum Frieden erzeugt und ihn Blutbad unter den streikenden Arbeitern mächtig sich entwickeln lassen. Die Empp- La Paz. Nahezu 100 streikende Arbeiter rung der Massen richtet sich gegen die sind in La Paz von Regierungstruppen im Drohung mit der Atombombe vor allem. Verlauf der letzten Tage erschossen worden, Die Flut schwillt an von Willenserklärun- wie aus unterrichteten Kreisen verlautet gen, die auf die Aechtung der Atombombe Veranstaltungen des Deutschlandtreffens in Die Ke ^ erun § hatte am let ^ ten Wochenende gerichtet sind und die Bestrafung der Re- Rire 8 Obhut ngCn deS L>eutschiandtretfens 1 nur 29 Tote zugegeben. In der bolivianischen gierung, die sie als erste anwendet, als mre odhui. Hauptstadt sind bisher mehr als 400 Werk- Kriegsverbrecher fordern. Dies ganz im Unser Ziel ist, der planmäßige Aufbau ei- tätige, die sich an dem Streik beteiligten, Sinne der Stockholmer Beschlüsse. . .---- — nes einheitlichen demokratischen und fried- verhaftet worden. Die bolivianische Regie- Nach Millionen zählen die Unterschriften Frankflirt a. M. wurde vertagt, nachdem der räter an seiner sowjetischen Heimat so ka- liebenden Deutschlands. Die Welt soll hö- rung verrechnet sich jedoch, wenn sie glaubt, in allen Ländern, in denen die Aktion der Verteidiger, dem hessischen Landtagsabge- tastrophale Ende vor der Berufungskammer ren und sehen, daß die deutsche Jugend mit solchen Mitteln die soziale Frage lösen Aechtung der Atombombe eingeleitet ist. „Eine etwas enttäuschende Gerichtsverhandlung“ „Die Welt“ hätte gern einen deutschen Krawtschenko-Prozeß gehabt Frankfurt. (EB) Die zu gestern morgen nen) waren enttäuscht über den Verlauf der angesetzte Verhandlung vor dem Amtsge- Gerichtsverhandlung. Das ist erklärlich, rieht Frankfurt-Höchst gegen die Zeitung wenn man weiß, daß die „Welt“ z. B. gerne „Informationen der KPD“, die Vorgängerin einen deutschen Krawtschenko-Prozeß ge- der „Sozialistischen Volks-Zeitung“ in habt hätte, allerdings ohne das für den Ver- Eltem, der auf dem Wege nach Berlin befindlichen deutschen Jugend können unbesorgt sein. Niemanden wird in Berlin etwas passieren. Die DDR sorgt dafür, daß allen Teilnehmern am Deutschlandtreffen eine fürsorgliche Betreuung gesichert ist. Die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik nimmt alle Teilnehmer ein den keine Gefahr für andere Völker darstellt, zu können. Immer noch steigende Besatzungslasten Zehn Prozent müssen nach wie vor die wichtiger Einkommenquellen beraubte Länder tragen ordneten Emil Carlebach, als den Ver- in Paris, antwortlichen bezeiehnete, und Emil Carlebach vor Gericht selbst die Angriffe gegen die angeblich beleidigte Frau Faust alias Büber-Neumann wiederholt hatte. . Frau Faust wird bezichtigt, Agentin und Mitglied der 5. Kolonne gegen die So- wjehmion gewesen zu sein. Emil Carlebach Mannheim. (EB). Trotzdem die westlichen Obwohl die Bezahlung der Besatzungs- sehen Ausbeuter und Kriegstreiber fordern verzichtete durch seme Erklärung auf die Besatzungsmächte und die ihre Politik be- lasten seit 1. April dieses Jahres Sache der Verstärkung internationaler Solidarität der Amnestie, die dem ursprünglich angeklag- treibenden „deutschen“ Politiker in letzter Bonner Regierung sein soll an die die Län- Bergarbeiter zur Verteidigung der Sicherten Geschäftsführer. Elche ls dor t er , Zeit wiederholt verkündet hatten, daß sich der ja auch entsprechende Einkommensquel- heit bei der Arbeit und Frieden, zugute gekommen wäre Der Anwalt der die Besatzungskosten senken würden, steht es len abtreten mußten, muß das Land 10 Pro- Frau Faust, Dr. Klepper, gegenwärtig füh- jetzt fest, daß die westdeutsche Bevölkerung zent dieser Kosten — für das laufende Jahr render Mann in der „Unternehmerorganisa- j n diesem Jahr noch höhere Lasten für die sind 37,5 MilL DM veranschlagt — weiter- tion der wirtschaftspolitischen Gesellschaft Besatzungstruppen aulzubringen hat als hin selbst tragen. 1947“, ehemaliger preußischer Finanzmini- 1949 . a.us einem Bericht über die Finanzlage Das badische Finanzministerium in Frei- ster, hatte Gonngs Gestapo-Chef Diehls und von Württemberg-Baden geht hervor, daß bürg bereitet eine Stellungnahme zu dem den Gestapobeamten Geißler als Zeugen n }cht nur die für 1949 veranschlagte rund vier Milliarden DM umfassenden Be- gez.: D u g u e t.“ Bergbaubetriebe der DDR flaggen auf Halbmast Berlin. Am gestrigen Donnerstag hatten anläßlich der Trauerfeierlichkeiten für die genannt Frau Faust hatte sich schon eine Summe von 345 MilL DM für Besatzungsla- Satzungskostenvoranschlag der Hohen Kom- 9^ er ^. er -J co ^ on jf^ e ^ Ausbeutungspolitik in Laumundszeuginmitgebracht, die das Ver- sten tatsächlich um 20 Mill. DM überschritten missare vor. Aus der Stellungnahme geht halten der i aschistan Faust im KZ Ra- wur de, sondern, daß der .Voranschlag für das hervor, da für das französische Besatzungsvensburg verteidigen sollte, obwohl dahin Rechnungsjahr 1950 schon eine Erhöhung gebiet die Besatzungskosten von rupd 600 führende Vorwürfe noch gar nicht gegen sie um 30 Mill DM gegenüber 1949 vorsieht, erhoben worden sind. Die zahlreich erschienenen Vertreter der Diesen Bericht gab der württembergisch- Westpresse (der USA-Sender RIAS Berlin badische Finanzminister, Dr. Kauffmann, war sogar mit einem Funkwagen ersdiie- vor dem Landtag ab. Millionen auf 790 Mill. DM erhöht worden sind. Zu dieser Summe seien noch 68 Mill. DM Restausgaben hinzuzurechnen, so daß die drei Länder der französischen Zone jährlich 858 Mill DM Besatzungskosten aufbrin- Gelsenkirchen alle Bergbaubetriebe in der DDR auf Halbmast geflaggt. Trauer und Empörung im Kohlenrevier Die Katastrophe auf „Dahlbusch“ hat unter den Bergleuten des Reviers Trauer und Jetzt werden Stimmen laut, die ablenken möchten. Zu ihnen gehört der Verfasser eines Artikels, der kürzlich in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienen ist und in der uns der Verfasser, der Ueber- schrift entsprechend, seine Meinung darüber sagt. „Warum es nicht zum Gaskrieg kam“. Hier interessiert der letzte Absatz des Artikels: „Und die Atombombe? Auch sie ist in der Hand aller großen Mächte. Während aber früher die Rüstungsfabrikanten sich selber nicht dorthin zu begeben pflegten, wo wirklich geschossen wurde, ist vor den Atomwaffen keiner mehr sicher. Gerade darum wird es vielleicht wie bei den chemischen Kampfstoffen. Was der andere auch hat, faßt keiner gern an. Und ganz klein und unscheinbar hat der Verfasser das Wörtchen vielleicht eingefügt in den Satz mit der Voraussage, daß es mit der Atombombe ebenso werden würde wie mit den chemischen Kampfstoffen im vergangenen Krieg. Gewiß, am 7. November 1948 gab Molotow bekannt, daß es für die Sowjetunion kein Geheimnis der Atombombe gibt, und inzwischen hat die gen müßten, ln dieser Steigerung der Be- Empörung ausgelöst Von allen Seiten gehen Welt erfahren, welch großen Zwecken, der satzungskosten widerspiegeln sich die wach- dem Betriebsrat der Zeche „Dahlbusch“ Tele- ««Mdicrn Umgestaltung der Natur der —- J — -- J ^-- l '-—-*—"“*• . , . „ Verwandlung von Wüsteneien m fruchtbagramme zu, in denen das tiefempfundene res Land, die Sowjetunion die Atomkraft Mitgefühl der Bergleute zum Ausdruck ge- nutzbar macht. Die Entschlossenheit zur senden Rüstungen und Kriegsvorbereitungen in Westdeutschland. Unwetterkatastrophe über Mitteldeutschland Hamburg, (dpa) Mitteldeutschland wurde in der Nacht zum Mittwoch von einer schweren Unwetterkatastrophe heimgesucht, die büber acht Todesopfer forderte. Besonders betroffen wurden Thüringen, der Spessart und das Südharzgebiet Northeim, Osterode und Herzberg. In Thüringen gingen ein Wolkenbruch und ein Hagelschlag nieder, wie ihn die ältesten Einwohner noch nicht erlebt haben. Ueberschwenunte Bäche rissen io den Dörfern Brücken weg und zerstörten Häuser. In den betroffenen Gebieten wurde der Bestand an Groß- und Kleinvieh z. T. vernichtet Der Flurschaden beträgt bis zu 95 Proz. Bis in die frühen Morgenstunden schaufelten Volkspolizisten nnd Feuerwehrleute Eis aus den Häusern. rissen die Felder auf, zerbrachen die Straßenbefestigungen und sprengten Scheunentüren. Die Saat wurde bis zu 80 Prozent vernichtet Auch der Obstbestand ist stark mitgenommen und in der Leinegegend bis zu 70 Prozent vernichtet worden. Flugzeugkatastrophe In Kolumbien Cali (Kolumbien), (dpa) Ein zweimotoriges Flugzeug stürzte am Mittwoch mit 27 Personen an Bord im Bergland von Ipiales an der Grenze zwischen Kolumbien und Equador ab. Es wird damit gerechnet, daß sämtliche Insassen ums Lehen gekommen sind. Bis jetzt 77 Tote in Gelsenkirchen bracht wird, Hilfsaktionen angekündigt werden und' zum verstärkten Kampf der Bergarbeiter um die Ueberführung der Schacht- Gelsenkircben. Die Zahl der Toten anlagen in Volkseigentum aufgerufen wird, des Bergwerkunglücks auf der Zeche Dahl- busch hat sich bisher auf 77 erhöbt. Von den übrigen Schwerverletzten befinden sich nur drei außer Lebensgefahr. Der Zustand der anderen acht ist nach dem Urteil der Aerzte noch als sehr ernst anzuschen. Verteidigung des Friedens ist es, die denen, die den Krieg vorbereiten, die die Wirtschaft ihres Landes der Rüstung zum Krieg vollkommen unterordnen, die vor aller Welt (Fortsetzung auf Seite 2) Lie für Beendigung des „Kalten Krieges“ UN-Generalsekretär berichtet vom Friedenswillen aller Bevölkerungsschichten TaubeneigroSe Hagelkörner In Südhannover schlugen taubeneigroße Hagelkörner das Getreide auf den Feldern nieder. Von durch einen Splitterschaden den Hängen schossen reißende Ströme herab. Sie entstanden ist Berlin. (EB.) „Bin mit dem Verlauf mei- bekannten Menschen aus allen Bevölkerungs- ner Besprechungen in Moskau, Paris kreisen erhalten, wie während meiner Be- und London nicht unzufrieden und kehre suche in Moskau, Paris und London. Ich in das UN-Hauptquartier mit der Ueberzeu- kann allen versichern, daß ich meine Be- gung zurück, daß die Möglichkeit für die mühungen mit dem Zi^ fortsetzen werde, Aufnahme von Konstruktionsverhandlungen die durch den „kalten Krieg“ hervorgeru- zur Beendigung des „Kalten Krieges“ be- fene Spannung zu beseitigen, um endlich steht.“ Diese Erklärung gab der General- eine Beendigung des „Kalten Krieges“ her- sekretär der UN Trygve Lie in London, beizuführen.“ Politische Beobachter in der vor seiner Abreise nach New York, ab. „Ich Britischen Hauptstadt sehen in der Erklä- will Europa nicht verlassen“, sagte Lie, rung des UN-General-Sekretärs eine ein- „ohne alle denen zu danken, die meine Be- deutige Antwort auf die von gewissen Krei- zurückzuführen. der vermutlich schwergeprüften Ruhrbergleuten aus sowie mühungen unterstützt haben.“ Niemals zu- sen in den USA entfesselte Kampagne gegen aus der Kriegszeit Wünsche für rasche Genesung der Verwun- vor habe ich soviele Briefe und Telegramme Lie‘s Bemühungen, die bestehende Span- deten. Diese neuen Opfer der kapitalisti- und gute Wünsche von bekannten und un- nung auf friedlichem Wege beizulegen. Eisenbahnunglück bei Jülich Aachen, (dpa) Auf der Strecke Jülich—Düren entgleisten am Donnerstag zwei Wagen eines Werktstattzuges, wobei 15 Arbeiter leicht und 3 Frankreichs Gewerkschalisbnnd solidarisch mit Dahlbnsch An die Bergarbeitergewerkschaft in Gelsenkirchen, Abt. Untertage-Arbeiter „Der französische Allgemeine Gewerkschwer verletzt wurden. Die Verletzten, von de- schaftsbund (CGT) verneigt sich vor Opfern nen einer in Lebensgefahr schwebt, trugen meist furchtbarer Bergwerkskatastrophe Gelsen- Knochenbrüche davon. Das Unglück ist auf einen kirchen. Spricht Beileid Familien nnd Schienenbruch Sette 2 Freitag, 26. Mai 1950 Forderungen im Interesse der deutschen Nation Aktionsprogramm gegen Demontage und Produktionsverbote, für ungehinderte Entwicklung einer deutschen Friedenswirtschaft Hannover. Auf der zentralen Konferenz gegen die Demontagen und Produktionsverbote und -behinderungen am 21. Mai 1950 in Hannover wurde das folgende Aktionsprogramm beschlossen: Die schwierige wirtschaftliche Lage Westdeutschlands ist das Ergebnis der unheilvollen Spaltung unseres Vaterlandes, der rücksichtslos durehgeführten Konkurrenz- Demontagen in den Friedensindustrien, der Produktionsverbote und -beschränkungen und der Behinderung des gesamten Handels. In Anwendung der alliierten Vereinbarungen von Teheran und Jalta wurde im Potsdamer Abkommen der drei Großmächte, USA, England und Sowjetunion im August 1945 Ziel, Umfang und Zeitdauer der Demontagen festgelegt. Die Demontagen mußten nach diesem Abkommen im Februar 1948 abgeschlossen sein. Jede Demontage nach diesem Zeitpunkt ist völkerrechtswidrig! Unter Bruch der in Potsdam gemeinsam eingegangenen Verpflichtungen werden die Demontagen in den Friedensindustrien Westdeutschlands auch heute noch in verstärktem Maße fortgesetzt. Die Demontagen finden ihren sichtbarsten Ausdrude in der Vernichtung der ehemaligen Reichswerke in Watenstedt-Salzgitter. Das Ziel dieser Demontagen ist offensichtlich die Ausschaltung der deutschen Konkurrenz vom Weltmarkt und soll zum Verlust der wirtschaftlichen Unabhängigkeit führen. Es ist weiterhin erkennbar, daß die Demontagen von strategischen Gesichtspunkten geleitet werden. So werden die Produktionsanlagen in Watenstedt - Salzgitter u. a. darum vernichtet, weil sich diese Werke in der „toten Zone“ des militärischen Aufmarschplanes der Atlantikpakt-Staaten befinden. Zur Erhaltung der deutschen Friedenswirtschaft und zur Sicherung der Existenzgrundlage des deutschen Volkes ist notwendig: 1. Abwehr und Verhinderung aller Demontagen der Friedensindustrie, Schiffahrt und Forstwirtschaft. 2. Abschaffung und Aufhebung aller verhängten Produktionsbeschränkungen wie z. B. der Stahlerzeugung, des Schiffsbaus und der Seeschiffahrt, der Kugellagerindustrie, der Stickstofferzeugung, des Maschinen- und Werkzeugbaues usw. 3. Abschaffung und Aufhebung aller Pro- duktionsverbote für synthetischen Treibstoff, nach dem Fischer-Tropsch- und Ber- giusverfahren, Buna, Aluminium usw. 4. Abschaffung der internationalen Ruhr- bebörde und des Besatzungsstatuts. (Fortsetzung von Seite 1) sich zum Gebrauch der Atombombe bekennen, in Schach hält und ihnen Respekt einflößt. Deshalb gerade darf man sich nicht auf ein Vielleicht verlassen, vor allen Dingen, wenn man dabei an die erwähnte falsche Voraussage von Menschen guten Willens denkt, daß Hitler den Krieg nicht beginnen würde, weil seine Niederlage und sein Untergang sicher waren. Deshalb gerade muß man den Abwehrwillen wecken und verstärken. Noch haben die Kämpfer für den Frieden, besonders bei uns in Westdeutschland, viele Milionen mobil zu machen, daß sie die Atombombe ächten mit ihrer Namensunterschrift, und daß sie ihre Entschlossenheit bekunden, die Regierung, die die Atombombe als erste gebraucht, als Kriegsverbrecher zu behandeln. Je stärker dergestalt der Wille zum Frieden sich äußert, desto leichter wird es ihm fallen, die Krankheitskeime im Leben der Völker mitsamt Ihren Urhebern, den Atombomben- und anderen Rüstungsfabrikanten, mitsamt den Kriegsbrandstiftern unwirksam zu machen und auszuscheiden, und damit den Frieden zu retten. X. H. 5. Verhinderung jeder weiteren Bindung und Kontrolle der westdeutschen Schwerindustrie durch Verwirklichung des von Außenminister Schuman vorgeschlagenen Rüstungs- und Kriegskartells auf der Grundlage der Ruhrkohle und der lothringischen Minette. 6. Aufhebung aller Beschränkungen und aller den Warenaustausch behindernden Maßnahmen im innerdeutschen Handel (z. B. Stahlembargo, Negativlisten, ungehinderte Entfaltung der Textilindustrie usw.). 7. Aufhebung aller Beschränkungen im Außenhandel. Freier Abschluß von Handelsverträgen, Aufhebung aller Exportverbote, Abschaffung der Sperrlisten und der Dollarklausel, Aufhebung der Zwangsexporte von Kohle und Schrott zu Schleuderpreisen, Verbinderang jeder weiteren Exportpreissenkung für deutsche Kohle, Abwehr aller angedrohten Preiserhöhungen für Kohle auf dem Inlandsmarkt, um die Konkurrenzfähigkeit der deutschen weiterverarbeitenden Industrie, insbesondere der Stahlindustrie, zu erhalten, Freiheit des Handels mit den Ländern des Ostens, Südostens und des Fernen Ostens. 8. Kampf gegen den immer stärkeren Abbau der Kultur, gegen den Import niveauloser. unsere Jugend gefährdender Filme, gegen die Verelendung der beschäftigungslosen Künstler und Wissenschaftler. 9. Kampf um die souveränen demokratischen Rechte des deutschen Volkes auf wirtschaftlichem, sozialem und politischem Gebiet. Presse- und Meinungsfreiheit. Deutsches Recht für Deutsche. Immunität deutscher Abgeordneter vor allen Gerichten. Nur der Zusammenschluß aller aufrechten Deutschen, gleich welcher Weltanschauung und politischen Richtung ist imstande, diese Forderungen im Interesse der deutschen Nation durchzusetzen. Zur Anleitung und Führung des Existenzkampfes des deutschen Volkes ist es notwendig, in allen Betrieben, die z. Zt. der Demontage unterliegen, deren Produktion beschränkt oder verboten ist oder die durch Handelsbehinderungen betroffen sind, Komitees zu bilden. Darüber-hinaus sind in allen Gemeinden, Städten und Kreisen, die von den Auswirkungen dieser Maßnahmen der Besatzungsmächte betroffen sind, lokale Komitees zu schaffen. Die Zusammenfassung dieser Komitees in Länderkomitees und die Vereinigung derselben in einem starken zentralen Komitee für Westdeutschland, schafft die organisatorischen Voraussetzungen für den erfolgreichen nationalen Kampf gegen die Demontage, Produktionsbehinderungen und -verböte. Aufgabe dieses Komitees wird sein: 1. Die Aufklärung der westdeutschen Bevölkerung über: Die Konkurrenzdemontagen zur Vernichtung der Friedensindustrie, die vorgesehene Verschmelzung der westdeutschen Schwerindustrie mit der Kriegsindustrie der Atlantikpakt - Staaten, die Auswirkung der Produktions- und Handelsbehinderungen auf die deutsche Wirtschaft und den Lebensstandard des deutschen Volkes. 2. Wirksame Kampfmaßnahmen einzuleiten mit dem Ziel, eine freie, unabhängige Friedenswirtschaft für ganz Deutschland zu erhalten und weiterzuentwickeln. 3. Die Verteidigung und Betreuung aller deutschen Menschen, die im Kampf um die Erhaltung und Förderung einer ungehinderten deutschen Friedenswirtschaft vor Gericht gestellt und abgeurteilt werden. 4. Die erforderlichen Kampfmaßnahmen entsprechend der besonderen Lage der betroffenen Betriebe, Gemeinden, kreise und Länder einzuleiten. Auf der Grundlage dieses Aktionsprogramms wird das deutsche Volk den nationalen Kampf führen zur Sicherung des Friedens, gegen jede Wiederaufrüstung, für die Entfaltung einer ungehinderten Friedenswirtschaft, um die Erhaltung der Arbeitsplätze, für die Freiheit des Handels, zur Erhöhung des Lebensstandards des deutschen Volkes, zur Wahrung seiner demokratischen Rechte in einem friedliebenden, einheitlichen, demokratischen Deutschland. Hannover (Bödekerstr. 59 I), 21. Mai 1950 Zentrales Anti-Demontage-Komitee Karl Hartmann MdL, Vorsitzender Deutsche Sondereinheiten bei der RAF Im Dienstanzug mit militärischem Gruß / „Widerstand“ muß niedergeknüppelt werden Maßnahmen gegen „verdächtige“ Personen Mannheim. (EB) Nachdem wir gestern erst darüber berichten konnten, daß bei den englischen Panzerschlachten in der Lüneburger Heide deutsche Söldner in englische Uniformen gepreßt an den Verwüstungen des Acker- und Weidelandes teilnehmen, erreicht uns heute die Nachricht, daß auch die englische Luftwaffe bei der Ausbildung von Sondereinheiten auf Deutsche zurückgreifen. Sinn und Zweck dieser Ausbildung ist die Schaffung perfekten Polizcipersonals, das einen weitgehenden Teil der Tätigkeit der britischen Militärpolizel übernehmen soll. An einem solchen Lehrgang — der 43. dieser Art —. der ?6 Mann umfaßte, nahm auch der 25jährige L.. wohnhaft in der Nähe von Bielefeld, teil. Wie die „Neue Volks- Zeitung“ berichtet, hat L. mitgeteilt, bei der Anwerbung sei ihtp gesagt worden, es handele sich um eine „ganz zivile“ Angelegenheit. Erst nach Ende des Lehrganges habe er erkannt, für wessen Interessen er die Uniform anziehen sollte. Deshalb hätte er es vorgezogen, wieder ins Zivilleben zurückzukehren. Die ganze Organisation laufe unter dem Namen Security Guards (S. G.) — zu deutsch „Sicherheitspolizei“ — und unterstünde den britischen Militärdienststellen. Die Aufzeichnungen zweier Notizhefte, die L. zum Teil mit dem Diktat der Lehrkräfte in Bückeburg angefüllt hat. lassen die letzten Zweifel über den Charakter dieser Sicherheitspolizei schwinden. So heißt es u. a. wörtlich: „Zum Dienstanzug gehören Dienstmütze, Dienstbluse, Diensthose, Schuhe mit Gamaschen, Koppel, Polizei-Taschentuch mit Füllfederhalter oder Kopierstift, ein Polizeiausweis, eine Polizei-Armbinde, eine Signalpfeife, ein Polizeiknüppel . . .“ An einer anderen Stelle werden die Grußvorschriften behandelt. Danach ist allen gehobeneren britischen Dienstgraden, sowie verschiedenen Symbolen die Ehrenbezeu- Ncue Konkurrenzdemontage In der Anilin Die Buna-Anlage wird demontiert und iortgeschaiit Ludwigshafen (EB). Seit über einer Woche hat in der Anilin in Ludwigshafen eine verstärkte Demontage eingesetzt. Entgegen allen trügerischen Versprechungen, die durch die Bonner Separatregierung und die Landesregierung von Rheinland-Pfalz gegeben wurden, werden in den Bauten 168, 107 und 195 die dort vorhandenen Buna- Anlagen restlos abgebaut. Mit der Demontage sind rund 100 Arbeiter beschäftigt. Die Demontagearbeiten werden durch die Firma Seidenagel und Siegels (beide in Oppau) und die Eisenwerke Kaiserslautern ausgeführt. Die neue Konkurrenzdemontage hat die restlose Beseitigung der Buna-Fabrikationsanlagen zur Folge. Im Bau 166 wird der Ofenbau, im Bau 167 die Destillationsanlage und im Bau 195 die Buna-Aufarbeitung zerstört. Bereits am Mittwoch ist der erste Transport mit fünf Oefen mit unbekanntem Ziel abgegangen. Wie es heißt, sollen die demontierten Teile dem USA-Agenten Tito zur Verfügung gestellt sein. Die in größter Eile durchgeführte Konkurrenzdemontage geht fast unter Ausschluß der Oeffentlichkeit vor sich. Selbst der Betriebsrat hat bisher zu der Zerschlagung der Arbeitsplätze der Aniliner nicht Stellung genommen. Stattdessen wird sogar die Auffasung unter den Anilin-Werktätigen verbreitet, als würden die zerstörten Anlagen durch neue und verbesserte Maschinen wieder ersetzt werden. gungen zu erweisen. Eine ganze Reihe weiterer Dienstordnungs- und Rechtsvorschriften entsprechen denen anderer militärischer Organisationen. Eindeutige Aufgaben Besonders aufschlußreich aber sind die Notizen an den Stellen, wo es über die Aufgaben und den Zweck der S. G. heißt: „Unter Sicherheitsmaßnahmen ist die Abwehr von Störungen lebenswichtiger Horst- und Lagereinrichtungen, wie Telefon, Stromversorgung usw. zu verstehen. Sie umschließen ferner alle Maßnahmen, durch die vermieden wird, daß Informationen an fremde Personen gelangen. Auf Personen, die sich verdächtig machen, d. h. fotografieren, Zeichnungen oder Karten anfertigen, usw., ist besonders zu achten.“ Weiter gibt es bei den S. G. „Wachhabende“, einen „Offizier vom Dienst“, „Arrestlokale“, „Wachbücher“ und andere 'Erscheinungen mehr, die in dem Dienstreglement der ehemaligen Hitler-Wehrmacht ebenfalls zu finden waren. Am Ende der Aufzeichnung ist dann noch von der Möglichkeit einer „Gewaltanwendung“ die Rede: „Jeder S. G. ist nicht nur berechtigt, sondern meistens verpflichtet, innerhalb seines Aufgabenbereiches in die persönliche Freiheit des Einzelnen einzugreifen. Es kann Vorkommen, daß ihm Widerstand entgegengesetzt wird. In solchen Fällen hat er zu entscheiden, zu welchem Mittel er greifen muß, um den Widerstand zu brechen.“ Notfalls, so ist weiter zu lesen, könne sich der S. G. des Knüppels bedienen, und auch eine Aufzählung verschiedener Arten von Polizeigriffen fehlt nicht. Gebt den Kriegstreibern die Antwort! So sieht also die Entmilitarisierung Deutschlands, zu der sich auch die britische Regierung im Potsdamer Abkommen verpflichtete, in der Praxis aus. Die deutsche Jugend — dafür bietet unser Gewährsmann ein Beispiel — lehnt jedoch einen neuen Aktiver Kampf gegen den Krieg Der aktive Kampf um den Frieden erfaßt in Frankreich immer breitere Schichten der Bevölkerung. In Saint Brienc gelang es Hunderten von Friedenskämpfern, einen Zug mit Kriegsmaterial eineinhalb Stunden aufzuhalten. Während sich Frauen vor die Lokomotive stellten, wurden die Waggons auseinandergespannt. Einen Tag später gelang es, ebenfalls einer größeren Zahl aktiver Friedenskämpfer, am hellen Tage auf den Bahnanlagen mitten in der Stadt Nantes einen Munitionszug zum Stehen zu bringen und unter dem Gesang der Marseillaise eine 8,5 Tonnen schwere Kanone auf das Geleise zu werfen. Bewaffnete Militärpolizei, die den Zug begleitete, vermochten diese Aktion nicht aufzuhalten. Die Zustimmung zu den Stockholmer Beschlüssen greift in Frankreich immer mehr um sich. Besonders beachtlich ist ein im Sinne dieser Beschlüsse liegender Aufruf, der von 45 führenden katholischen Persönlichkeiten unterzeichnet ist. Der Chefredak r teur der katholischen Zeitung „La Croix“ beschuldigte Präsident Truman, daß sein jüngster Rechtfertigungsversuch des Atomkrieges „der natürlichen und christlichen Moral widerspricht“. Diese Bewegung, die sich bei den Katholiken Frankreichs immer mehr ausbreitet, zwang das offizielle Regierungsblatt „Le Monde“ nachträglich dazu, den Appell von Stockholm im Wortlaut abzudrucken, obwohl es ihn zuerst tof- schweigen wollte. Französische Priester unterzeichnen Paris. (EB) In Paris und in der Provinz Unterzeichneten zahlreiche Prieser und Pfarrer den Aufruf von Stockholm. H. Gouyonnaud, Pastor von Negrepelisse (Tarn et Garonne), erklärte: „Gott sagte: Du darfst nicht töten. Und um ein neues Morden .zu verhindern, unterzeichne ich.“ Osthandel lebenswichtig tiir Westdeutschland Hamburg. (EB) Die „Gesellschaft für den Osthandel" (Gefo) wurde in Hamburg in einer Versammlung gegründet, in der etwa 100 bekannte Hamburger Kaufleute sich über die Möglichkeiten und die Notwendigkeit des Osthandels aussprachen. Aus ihrer Erfahrung heraus betonten die Vertreter großer Firmen, daß gerade die Intiative des Kaufmannes in der Lage sei, bürokratische Hemmungen in Hamburg zu überwinden. Die fast allgemeine Auffassung der versammelten Hamburger Kaufleute wurde von einem Diskussionsredner ausgedrückt, der ausführte, daß es darauf ankomme, schnell und ohne Vorbehalt mit den Wirtschaftskreisen der Deutschen Demokratischen Republik, der Sowjetunion, der Volksdemokratien und China in Kontakt zu kommen, da Hamburg diesen Handel brauche. Wettbewerb zur Neugestaltung ' der Leipziger Messegetitndes'*' Leipzig. Vom Leipziger Messeamt wurde ein Wettbewerb für die Neugestaltung des Geländes der Technischen Messe in Leipzig ausgeschrieben. Die zu lösende Aufgabe bezieht sich auf die Gestaltung der Hallen, des Geländes, den Entwurf eines Verwaltungsgebäudes und auf die Verkehrsmittel, die auf dem Messegelände betrieben werden sollen. Die überdachte Ausstellungsfläche soll von bisher 53 000 qm auf rund 100 000 qm erweitert werden. Teilnahme am Wettbewerb steht allen freischaffenden deutschen Architekten offen. Für Preise sind insgesamt 30 000 DM ausgesetzt. Die Entwürfe müssen bis zum 7. August dieses Jahres beim Leipziger Messeamt eingereicht sein, wo auch die Wettbewerbsunterlagen angefordert werden können. Sronöin öec Polnrnncdt Roman von TICHON SJOMCSCHKIN Copyright Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin. 29. Fortsetzung „Charlie, alle Fuchsfelle, die auf meinem Schlitten liegen, sind nicht bezahlt Ich habe viele Jäger in der Tundra besucht, und keiner von ihnen hat auch nur eine Platte Tabak oder ein Messer oder ein Päckchen Tee bekommen. Sie warten auf ihre Bezahlung. Für diese Felle muß ich Waren haben.“ „Ich weiß ich weiß das alles. Die Fuchsfelle nimmst du wieder mit. Waren aber gebe ich dir soviel.du willst. Du bezahlst dafür später und streckst sie den Jägern auch nur vor. Das macht nichts. Im nächsten Jahr geben sie dafür ihre Pelze ab." „Oh, sie werden bestimmt bezahlen! Ich nehme ihnen alles ab, was sie haben.“ „Richtig, richtig! Man muß jetzt gleich alle Pelze kaufen, die sie im nächsten Jahr haben werden. Hast du verstanden, Alitet?“ „Ich habe alles verstanden und werde schon alle Schwänze bekommen.“ „Aber du mußt genau auf mich hören. Du siehst selbst, daß ich für dich sorge. Ich werde dich lehren, wie du mit dem amerikanischen Schoner handeln mußt, wie mit \ den Jägern in der Tundra und wie mit den Jägern an der Küste. Oh, ich habe dir das noch nie gesagt! Im Sommer, wenn der Schoner zu mir kommt, sage ich dem Kapitän, daß du viel Pelzwerk hast, und er wird unbedingt zu dir kommen wollen. Wir werden gemeinsam unsere Geschäfte machen, wie Handelsbrüder.“ Alitet legte die Hände auf die Knie, beugte sich zu Charlie hinüber und horchte aufmerksam zu. Dann dachte er: wie gut, daß ich Tygrena mitgebracht habe! Noch nie war er so gut. Er gibt mir alles! „Ich werde dir viele Waren aus Eisen geben. Alle Waten bringst du rasch zu den Jägern. Hast du verstanden, Alitet, wie du es machen mußt?“ Alitet blinzelte schlau. „Alitet versteht alles. Oh, was Alitet für einer ist!" „All right! So, jetzt können wir feiern und soviel Feuerwasser trinken, wie du willst und mit den Frauen lustig sein.“ XXVII Tygrena kehrte zum Schlitten zurück. Zum erstenmal war sie nach Loren gekommen, und nun war sie verlegen. Sie setzte sich auf die Narte. Weshalb hatte sie Alitet hierhergebracht? Das dicke Weißgesicht mit den Glasscherben vor den Augen fiel ihr ein, und sie dachte: Wie komisch seine grunzende, unverständliche Sprache ist! Der alte Rynteu kam an den Schlitten heran. „Weib“, sagte er. „Warum sitzt du hier und gehst nicht in meine Jaranga? Du bist doch nicht unterwegs, hier ist doch eine Siedlung. In Rynteus Jaranga gibt es immer Futter für die Hunde. Für Gäste gibt Charlie Tee und sogar ein bißchen Zucker.“ Tygrena stand auf. Sie sah den Alten aufmerksam an. Er war in Hauskleidung. Die Aermel der Pelzjacke baumelten ihm um die Seiten, auf dem Kopf saß keine Mütze. Sein Gesicht schien gutmütig und seine Worte freundlich zu sein. „Ich füttere immer eure Hunde", fuhr Rynteu fort. „Ich kenne keinen hier“, antwortete Tygrena. „Setze dich selbst auf den Schlitten und führe die Hunde zu dir!“ Der Alte schlenkerte die Aermel hoch, und schon staken seine Arme darin. Dann griff er eifrig nach dem Bremsstock. „Fahren wir!“ sagte er zu Tygrena. Aber in diesem Augenblick erblickte Tygrena Waamtscho, der etwas abseits stand. Erfreut sagte sie zu Rynteu: „Fahre allein! Ich komme nach.“ Und sie lief auf Waamtscho zu, der sich mit seinem Bärenfell zu schaffen machte. „Was willst du mit dem Eisbär machen, Waamtscho?“ „Ich wollte das Fell verkaufen, aber du und Alitet kamt dazwischen. Daher konnte ich den Handel nicht abschließen. Jetzt werde ich das Fell wieder mitnehmen müssen. Alitet wird Charlies Geist verderben.“ „Waamtscho, den ganzen Weg über hat er die Hunde gejagt. Er hat sich beeilt, als wolle er vom Treibeis ans Ufer gelangen. Und als er den Amerikaner sah, hat er alles stehenlassen. Die Hunde auch. Das macht er sonst niemals! Niemandem hat er sie anvertraut. Jetzt aber ist er weggegangen.“ „Tygrena, hast du Charlie gesehen? Man sagt, er sei Afltets Freund in der Tauschehe.“ Tygrena schwieg und dachte an das dicke, plumpe Weißgesicht. „Böse sind sie, Tygrena! Beide sind wie Wölfe. Kattam merkitschkin!“ fluchte Waamtscho. „Ich weiß noch was Neues. Hast du davon gehört?“ „Was denn?“ „Aje ist hier. Er ist gekommen, um die Fuchsfelle seines Hern Jatchyrgin zu verkaufen.“ Tygrena horchte auf. „Er hat nach dir gefragt. Aje ist jetzt Hirte geworden. Er sagt, es sei für ihn eine Schande gewesen, und außerdem sei es langweilig an der Küste. Sein Gewehr hat er Jatchyrgin gegeben.“ „Vielleicht will Aje für eine Frau arbeiten? Jatchyrgin hat viele Mädchen“, sagte Tygrena. „Ich weiß nicht“, erwiderte Waamtscho. „Und wo ist Aje?“ „Er ist in Rynteus Jaranga. Er unterhält sich. ‘Er verläßt das Zelt nicht. Tygrena, willst du nicht hingehen? Rynteus Jaranga ist die Quelle aller Neuigkeiten. Wenn ein Mensch viel Neues zu berichten hat, ist er überall gern gesehen.“ „Ich weiß nicht, Waamtscho, wohin ich mich wenden soll.“ In Rynteus Jaranga ging es sehr lebhaft zu. Aje lag ausgestreckt auf den Fellen, die Arme unter dem Kopf verschränkt, und erzählte: „Als ich * zu Jatchyrgin kam, fragte er. .Bist du für immer von der Küste fort? Warum? Ist es nicht mehr schön dort?' ,Ja, mir gefällt es nicht mehr. Es ist langweilig. Meine Frau hat mir Alitet weg- genommen. Meine Hände wollen nicht mehr arbeiten.' ,Aha!‘ sagte Jatchyrgin. .Hände brauche ich nicht. In der Herde brauche ich Beine. Wenn du gut laufen und die Herde hüten willst, sollst du fette Nahrung haben- Auch «in Mädchen wird sich für dich finden.' Die Frauen brachten gerade fettes, gekochtes Fleisch, herein. .Koste davon!“ sagte Jatchyrgin. Ich aß. ,Oh, du!“ sagte er. ,Ich sehe, daß du ein gieriger Esser bist. Ich werde mir ansehen, wie du die Rentiere hütest. Hütest du sie schlecht, jage ich dich fort.“ Dann rfiachte ich mich auf zur Herde. Versuche es einmal, Rentiere gut zu hüten! Sorgt dann dafür, daß sie immer weiden und sich nicht niederlegen. Zwingt sie, daß sie immer Moos zupfen, damit sie fett werden. Oh, das ist schwer! Im Schneesturm darf man nicht schlafen, man muß sie vor den Wölfen hüten und läuft selber herum wie ein Wolf. Wenn aber gutes Wetter ist, stellt man Fallen und fängt Füchse. Später ist Jatchyrgin auf schönen, weißen Rentieren selbst zur Herde gekommen. ,Aje“, sagte er, „ich sehe, daß du kein müßiger Esser bist. Du hast die Rentiere behütet und Fuchsfelle beschafft. Gib sie einmal her! Ach, meine Augen haben noch nie solche gesehen! Die _ muß man bei Charlie Rotnase gegen Waren eintauschen. Alitet wird sie nur wie gewöhnliche bezahlen. Er wird einfach zählen, ein Schwanz, zwei Schwänze, drei Schwänze. Schlaf bis Sonnenaufgang unter einem Rentterbatuh und gehe dann in die Handelsjaranga! Lege meine Schneeringe an, sie sind fest. Der Weg ist nicht leicht. Wenn du wieder zurück bist, wirst du weiter die Rentiere hüten. In drei Jahren geh ich dir eine Frau.' „So“, sagte Aje. „Ich brauche aber sein Mädchen nicht. Mein Herz zieht mich an die Küste. Ich will die Menschen vom Meer sehen. Will hören, was sie erzählen. An der Küste ist es lustig. Da sind immer Menschen, dort aber sind nur Rentiere. Und so hab ich mich aufgemacht Nach zwei Tagen sah ich im Tal zum Hasenpfad ein Feuer. Daneben ein Hundegespann und ein Zelt Ich laufe darauf zu und erkenne, daß es ein Russe ist Er kommt von weit her. Seit drei Monaten ist er unterwegs Er fährt zur Tschuktschenhalbinsel. Er nennt sich Vorgesetzter. Aber was ist das für ein Vorgesetzter? Er hat ja gar keinen Bart. Er fragt mich: ,Ist es weit bis zur Halbinsel?“ .Nein, nicht mehr weit. Eine Tagesreise mit den Hunden.' ,Oh, nur noch einen Tag? Dann können die Hunde noch ausruhen. Setz dich! Willst du Tee haben?' Zucker, Zwieback, Fleisch in eisernen Dosen und Tabak. Er hatte alles. Vielleicht ist es wirklich ein Vorgesetzter? Die ganze Nacht haben wir nicht geschlafen und uns nur unterhalten. Nach allem hat er mich gefragt. Die Kehle trocknete mir aus vom Sprechen. Er aber fragte unermüdlich. Dann fing er selbst an zu sprechen. Sachen hat er gesagt, daß sich alles in meinem Kopf drehte. Er hat erzählt, daß dort, im großen russischen Land Krieg gewesen ist. Erinnert ihr euch, wir haben Gerüchte darüber gehört? Die Reichen kämpften mit den Armen. Alle Reichen wurden verjagt, und Leute wie wir hier, die einfachen Leute, wurden selber zu Vorgesetzten und machen selbst Gesetze. Von Alitet und von Charlie hat er gesprochen. Er hat gesagt, daß er den Amerikaner aus diesem Lande hinausjagen wird und Alitet auch.. Oos hönnfe den Herren gerade so passen! Vorwärts in der Unterschriftensammlung Jedes Haus, jede Straße, jeder Betrieb ein Hort des Friedens Die Westmächte haben bei der Regierung der Sowjetunion gegen das Vorhandensein . der Volkspolizei protestiert. Das wird si- Freiburg. Der Landesfriedenskongreß der leiden haben. Ich lehne es auch vollkoin- Jeder Delegierte des Landesfriedenskon- cherlich niemand in Erstaunen setzen, denn südbadischen Kämpfer für den Frieden ist men ab, in jene Hetze mit einzustimmen, gresses, ob er aus Konstanz, Rastatt, Lör- die Volkspolizei unter der Führung von beendet 300 Delegierte und Gäste sind wie- daß die Weltfriedensbewegung eine kom- rach, aus den Dörfern des Hochschwarzwalehrlichen Antifaschisten und überzeugten der i» ihre Heimatorte zurückgefahren. Die munlstische Angelegenheit ist. Die Sache des oder aus der Rheinebene kam, hat durch Friedenskämpfern muß den Leuten ein en ge Verbundenheit und die Entschlossenheit des Friedens geht über konfessionelle und seine Zustimmung zu den Stockholmer Be- Dom im Auge sein, welche mit allen Kräf- aktiv für den Frieden zu kämpfen, die auf parteipolitische Richtungen hinweg und Schlüssen, die das Verbot der Atomwaffe Gewerkschaft der Bauarbeiter Freiburg. Die Gewerkschaft der Bauarbeiter macht am Pfingstsonntag einen Maiausflug nach Ebringen, wo im Gast- hauis „zum Bären“ frohe Einkehr gehalten wird. Für Fußwanderer und Omnibus- ten einen neuen Krieg vorbereiten. Das diesem Kongreß in Freiburg zum Ausdruck schließt alle ehrlichen friedliebenden Men- fordern, bewiesen, daß er erkannt hat, daß benützer Treffpunkt 13.30 Uhr Urachhalle Ablenkungsmanöver der Westmächte ist zu kam, hat den Teilnehmern die notwendige sehen ein. Ich sehe es als meine größte Auf- nur der Kampf für die Verwirklichung die- und Kreuzung Baslerlandstraße — Uffhau- durchsichtig, um nicht sofort durchschaut zu Stärke und Kraft vermittelt, der sie bedür- gäbe an, weiterhin aktiv für die Unter- ser Beschlüsse die Welt vor einem neuen serstraße. Mitglieder nebst Familienange- werden. General Clay, der ehemalige fen, um draußen im täglichen Leben bei der Schriftensammlung einzutreten und alle grauenhaften Blutbad bewahren kann. Je- hörigen sind herzlich eingeladen, amerikanische Oberbefehlshaber in Deutsch- Arbeit, auf Zusammenkünften und Ver- meine Freunden und Bekanten über die Ge- der Delegierter hat damit aber auch eine . ... nro land, forderte kürzlich die Aufstellung Sammlungen und bei der Sammlung von fahr eines neuen Krieges und zugleich über große Verpflichtung auf sich genommen, die Betriebsrätevollversammlung des DGB deutscher Infanterie-Verbände, welche als Unterschriften von Haus zu Haus auch den die Stärke der mächtigen Weltfriedensbewe- Verpflichtung, überall in Südbaden mitzu- Rastatt. Laut Satzung des DGB und Be- Kanonenfutter vor den amerikanischen Pan- letzten von der Notwendigkeit zu überzeu- gung aufzuklären.“ arbeiten, daß Friedenskomitees organisiert schluß der Bezirksstelle Baden in Freiburg zern und Flugzeugen hergejagt werden sol- gen, daß man für den Frieden etwas tun • Der Eisenbahner W. K. aus Freiburg, der werden. Ueberall, im Betrieb, in den Orga- findet am Freitag, den 2. Juni 1950, vormit- len. Der französische Außenminister Ro- ninli. es eilig hatte, weil er wieder zum Dienst nisationen, den er angehört und in seinem tags im großen Saal zum „Anker“ in Rastatt bert Schuman schlägt die Verschmelzung Dies zeigen auch die Antworten einiger mußte, erklärte uns kurz: ganzen Bekanntenkreis muß er die Men- die vierteljährliche Betriebsrätevollver- der deutschen und französischen Montan- Teilnehmer des Landesfriedenskongresses in „Meine Kollegen sind gespannt, was ich sehen auffordem, sich aktiv für die Stock- sammmlung statt, für welche Kollege Rei- Industrie vor, nicht nur. um die Vorherr- Freiburg, die wir nach der Beendigung des ihnen von dem Landesfriedenskongreß zu holmer Beschlüsse einzusetzen. bei das Referat übernommen hat. schaft der westlichen Monopol-Kapitalisten Kongresses nach den Eindrücken, die sie ge- berichten weiß. Ich habe erkannt, wie wich- Die Unterschriftensammlung, die schon Zu dieser Konferenz sind sämtliche Bein der deutschen Wirtschaft zu sichern, son- habt, «befragten. tig es ist, daß wir Eisenbahner auf dem einen großen Teil der südbadischen Bevöl- triebs- und Personalratsmitglieder sowie dem hauptsächlich um die in allen Ländern Frau H. Sch., Hausfrau in Freiburg, er- Platz, auf dem wir stehen, unseren Teil zum kerung für die Verwirklichung der Stock- die Betriebsobmänner des Kreises Rastatt des Westens fieberhaft vorwärts getriebe- zählte uns folgendes: „Der Kongreß war Frieden beitragen. Ich kenne unsere Auf- holmer Beschlüsse erfaßt hat, muß mit un- freizustellen. nen Kriegsvorbereitungen zu vereinheit- großartig. Es ist ein schönes Gefühl und gäbe und werde auch meine Kollegen da- verminderter Kraft weitergeführt werden. Nach § 11, Ziff. 3 des Betriebsrätege- lichen. Aus allen Teilen Westdeutschlands spornt zur Arbeit für den Frieden an, wenn von überzeugen, daß keiner von uns je wie- Jedes Haus, jeder Ort und jeder Betrieb setzes besteht Anspruch auf Lohnersatz kommen Meldungen über die Herstellung man sieht, daß es bei uns in Südbaden der Kriegsmaterial befördern und ausladen muß ein Hort des Friedens werden. und auf Ersatz der notwendigen Auslagen, von Kriegsmaterial in deutschen Fabriken, schon so viele Menschen gibt, die sich für helfen darf, denn jeder Panzer und jede Ka- Das Zetergeschrei über die Volkspolizei den Frieden aktiv einsetzen. Besonders hat none, die wir in unser Land hineinlassen, soll diese schwerwiegenden Tatsachen ver- es mich gefreut, daß so viele Jugendliche bringt ja unser Volk und damit auch uns •chleiem. und Frauen anwesend waren. Bis jetzt habe selbst in noch größeres Elend hinein und Wenn sich die. Westmächte in ihrer Pro- ich 85 Unterschriften gesammelt. Die Lan- hilft den Kriegstreibern, einen neuen testnote auf die Beschlüsse der Friedens- desfriedenskonferenz hat mir aber gezeigt, Krieg vom Zaun zu brechen.“ konferenz und das Potsdamer Abkommen daß man für den Frieden gar nicht genug ampfddenst R k :ch P umlhwyeniatxeni berufen, so spricht dies ihrer Haltung Hohn, tun kann. Ich werde mit neuer Kraft an Ein junger Sportler vom Blau-Weiß Frei- Es ist gerade die sozialistische Sowjetunion, die Arbeit gehen und will noch recht viele bürg äußert sich über den Landesfriedensweiche immer wieder die Durchführung der Menschen davon überzeugen, daß auch ihre kongreß: auf diesen Konferenzen gefaßten Beschlüsse Unterschrift ein Baustein für den Frieden „Gerade uns jungen Sportlern hat der Verlangt. Sei es die Frage der Wirtschaft- ist.“ liehen und politischen Einheit Deutschlands, Ein jugendlicher Friedensfreund aus Frei __ _ _ des Abzugs der Besatzungsmächte und ge- bürg äußerte seine Eindrücke über den Kon- Erhaltung des Friedens ist, denn nur im tung fortschrittlicher Gewerkschaftsarbeit Fuß fassen konnte, ist ein vollkommener Umrade die der Zerschlagung des deutschen greß wie folgt: Frieden ist es möglich, daß wir in ganz durchgeführt. So auch in diesem Jahr. Wir schwung zu verzeichnen. Bei Daimler-Benz Militarismus. Es sind allein die Westmächte, „Ich bin so froh, daß ich mit zu den Deutschland endlich eine demokratische erinnern nur an das Reagieren der Beleg- wählten die Angestellten auf besonderen Li- welche die Durchführung dieser von ihnen Glücklichen zählte, die am Landesfriedens- Sportbewegung aufbauen können. Deshalb sc haft bei dem Angriff auf das Betriebsab- sten. Es wurden drei Betriebsräte gewählt, mit Unterzeichneten Forderungen sabo- kongreß in Freiburg teilnehmen konnten, werde ich mich in meinem Verein und auch kommen. Dieser fortschrittlichen Gewerk- wovon zwei dieser Zielrichtung angehören. »ere 11 . Wir Jugendlichen haben es doch vor allen bei anderen Sportkameraden, mit denen ich schaftsarbeit zufolge entspricht auch in die- Auch bei der Mannheimer Straßenbahn Die besatzungshörige Westpresse über- Dingen nötig, aktiv für den Frieden zu zusammenkomme, dafür einsetzen, daß jeder sem Jahre wieder die Zusammensetzung des sind nunmehr die Betriebsratswahlen abge- schlägt sich natürlich, wie immer bei der- kämpfen. Bei einem Krieg sind wir es doch, von ihnen seine Unterschrift für den Frie- Betriebsrates. Von den gewählten 17 Be- die am meisten unter der Kriegsfurie zu den gibt.“ triebsräten entfallen 9 auf solche, die der Daimler - Benz und Mannheimer Straßenbahn wählten ihren Betriebsrat Fortschrittliche Gewerkschaftsrichtung setzt sich durch Mannheim. Die Betriebsratswahlen bei fortschritlichen Gewerkschaftsrichtung ange- Daimler-Benz, Mannheim, haben im Ge- hören. Der bisherige Vorsitzende hat sein Samtergebnis keine wesentliche Aenderung Amt wieder übertragen bekommen. Landesfriedenskongreß einmal wieder ge- gebracht. Bei Daimler-Öenz wird die Arbeit Bei den Angestellten, wo bisher die fortzeigt, wie notwendig für uns Sportler die (j es Betriebsrates seit Jahren in der Zielrich- schriftliche Gewerkschaftsbewegung kaum artigen Anlässen, vor Begeisterung über diese „Initiative“ der Weltmächte. Die Rhedn-Neckar-Zeitung faselt etwas von ei- ner „Sowjetzonen-Armee“. Die „Badische Zeitung“ spricht von einer „Militärischen Volkspolizei“. So und ähnlich rauschte es im ganzen westdeutschen Blätterwald. Die » M a nnh eimer AZ“ schießt aber, wie schon oft. den Vogel ab, sie überschreibt ihre Meldung einfach: „Volkspolizei soll verschwinden“. Für die Verwirklichung des betrieblichen Programmes Die Neuwahl der Betriebsgruppealeitung „Rhadiaseta“ in Freiburg Freiburg, in der ersten und zweiten Mit- wieweit die vorgeschlagenen Kandidaten gliederversammlung, die die Betriebsgruppe als Betriebsräte gewillt sind, sich für die der „Rhodiaseta“ zur Vornahme der Neu- Durchführung dieses betrieblichen Pro- ... „ , . , , T wähl der Leitung durchführte, stand im Mit- gramms auch einzusetzen. Leider wurde Das wurde Euch so passen, verehrte Her- telpunkt der Diskussion die Verwirklichung dem nicht nachgekommen. Selbst die ge- ren. Die Auflösung der Volkspolizei soll des betrieblichen Programms. Hierbei geht sammelten Unterschriften von über 100 Ar- 3- • . ? ur Aufhebung der demokratischen es um das Programm, das in der Beleg- beitem im Betrieb, die von der Gewerk- Einncntungen in dem Gebiete der DDR Schaftsversammlung 2 ur Vorbereitung der schaft forderten, daß vor den Betriebsräte- fuhren. Die Volkspolizei wird aber auch m Betriebsrätewahlen einstimmig Annahme wählen die aufgestellten Kandidaten sich Zukunft das Volk, die Demokratie und den gefunden hat. Mit der Zustimmung der Be- für das von der Belegschaft angenommene Frieden schützen. Das Wutgeheul der anglo- legschaft zu diesem betrieblichen Programm Programm zu verpflichten haben, fanden amerikanischen Kriegsherren und ihrer das die Forderung der Arbeiter und Ange- kein mehrheitliches Gehör. Es wurde er- Trabanten wird diese Tatsache nicht ver- stellten zum Ausdruck bringt, war die Be- klärt: „Erst nach den Wahlen sollen die Behindern können. legschaft daran interessiert, zu wissen, in- triebsräte ihre Stellungnahme zu dem betrieblichen Programm abgeben“. Mit Recht wurden diese „Roßtäuscher“-Tricks in der Betriebsgruppenversammlung mit aller Gleichzeitig wurde in der Betriebsgruppenversammlung Wert darauf gelegt, auf der Grundlage der Resolution der 15. Tagung des PV, eine noch stärkere Ausrichtung zu vollziehen. In der angenommenen Resolution wurden die Aufgaben des betrieblichen Programms ebenfalls festgehalten. Nachfolgend bringen wir einige Punkte: Erhöhung der Löhne und Gehälter und Neuschlossen. In Verwaltung und Werkstatt konnte von insgesamt 6 Kandidaten nur einer der fortschrittlichen Gewerkschaftsrichtung durchkommen. Dagegen sieht im Fahrdienst die Situation wesentlich anders aus. Hier führen die fortschrittlichen Kandidaten mit insgesamt 5. Dieses Resultat enspricht ungefähr dem des Vorjahres. Dieser schöne Vertrauensbeweis der Mannheimer Straßenbahner zu den fortschrittlichen Gewerkschaftlern spricht für sich selbst. Obwohl man während der nun stattgefundenen Betriebsratswahl krampfhaft versuchte, mit manchmal geradezu lächerlichen Argumenten gegen einen fortschrittlichen Kandidaten und bisherigen Betriebsrat zu intrigieren, erhielt dieser trotz Verleumdung und ihm angehängter unwah- Gef 3&gene namenlos verhungert und erschossen Zehntaasende russischer Kriegsgefangener ohne Registrierung durch Genickschuß erledigt — Angehörige der in den Hitler-KZs Ermordeten bis heute noch ohne amtliche Nachricht Es war aml0. April 1950 dem Befreiungs- denen sich eine ganze Reihe von politischen tag für die Opfer des Faschismus. Bei naß- Gegnern des Naziregimes befinden, die Ankaltem Wetter umstanden wir zu Hunderten gehörigen bis zum heutigen Tage nicht über der Nachtschichtzuschläge auf 25 Prozent. Sicherung des Arbeitsplatzes und Vollbeschäftigung im Betrieb. Stärkere Förderungen der sozialen Einrichtungen (Erlenbruck) durch den Betriebsrat. Die Bezahlung eines Schärfe, kritisiert. Denn der Belegschaft Jpezafelte©, .jfejwtetafeges iip. Monat 1 rer Behaupungen mit 363 Stimmen von den regelung der Prämien sowie «ne_E_o g gt ra ßenbahnem ein eindeutiges Vertrauensbekenntnis, da dies die meist abgegebene das wuchtige Kreuz auf dem KZ-Friedhof bei Schömberg in Südwürttemberg. Ich werde von einer abgehärmten älteren Frau aus der Bodenseegegend angesprochen. Ihr Mann sei im Jahre 1942 vom Sondergericht Stuttgart aus politischen Gründen zum Tode verurteilt und hingerichtet worden. Irgendeine Nachricht, was mit der Leiche geschehen, und wo sie beigesetzt sei, habe sie weder vor noch nach 1945 erhalten. Sie bat mich, darüber Nachforschungen an- izuatefllen'. Tags darauf nahm ich mir die amtliche Liste vor, in der die Namen der Leichen ent- den Verbleib der Leiche amtlich verständigt wurden^ Daher bat ich den Direktor der Anatomie in Tübingen, die Angehörigen hiervon zu verständigen und darüber Auskunft zu geben, wo die Leichen, bzw. deren Asche beigesetzt sind, und ob sich ihre Grabstätte in einem würdigen Zustand befindet. Es ist an sich schon bedenklich, wenn man die leitenden Instanzen feiner so bedeutenden akademischen Ausbildungsstätte erst auf diese selbstverständliche Pflicht aufmerksam machen muß. Die lakonische Antwort in dem vorliegenden Falle ‘lautete, daß die Leiche nach ihrer blfeb dädurcH. vcS? der'Betriebsr’atswahl vör- enthalten, welche aufgestellten Kandidaten es mit der Durchführung des betrieblichen Programms ehrlich meinen. Es ist deshalb notwendig, mit aller Nüchternheit die Ergebnisse der Betriebsrätewahlen zu beurteilen. Die Resultate zeigen deutlich, daß die Arbeiter nicht schlechthin den Kandidaten als Personen ihre Stimme gaben, sondern dem betrieblichen Pro- für die im Betrieb beschäftigten Abreiferin- nen. Bezahlung der drei Karenztage bei Krankheit sowie eine Verbesserung der bisherigen Krankengeldaufzahlung. Sicherung des 12tägigen Mindesturlaubs und die Staf- Stimmenzahl für einen Kandidaten darstellt. Die Mannheimer Straßenbahner wissen, daß es vor allen Dingen die Gewerkschaftler mit fortschrittlicher Zielrichtung waren, die in all den vergangenen Jahren die Interessen der Fahrbediensteten immer gerecht und kompromißlos, und wenn es sein mußte, in aller Schärfe, vertreten haben. In dieser Gewißheit ruht auch das Vertrauen, das die Straßenbahner diesen Kandidaten entgegen- felung nach dem bisherigen Chemietarif C brachten. Die Fahrbediensteten wählten eine 1, die auf 12 bis 18 Tage zu erhöhen ist. Volles Mitbestimmungsrecht im Betrieb. Zur besseren Vertretung der jugendlichen Interessen sind zu allen Sitzungen und Tagungen Reihe der besten Gewerkschaftler in den Betriebsrat. Sektion in Reutlingen eingeäschert und die Stuttgart dam Anatomischen Institut der Asche auf dem Tübinger Friedhof beigesetzt Universität Tübingen ubergeben wurden, gramm. Jetzt wird es wiederum vor allem die Jugendvertreter im Betrieb hinzuzuzie- bei der Belegschaft liegen, sich einmütig für hen. die Verwirklichung ihrer gestellten Forderungen einzusetzen, wobei auch eine klare Nach der Annahme dieser Entschließung Stellungnahme von Seiten der Betriebsräte wurde der neue Vorstand einstimmig ge- und der Gewerkschaft zu fordern ist. wählt. Mannheims Kanalisation - von unten gesehen Mannheim. Die Bedeutung eines ausge- Bruchteil davon würde genügen, Haupt- dehriten und lückenlosen Kanalnetzes für pumpwerk und Kanalisation in einen Stand Aus dem jUvUette&eu eine Großstadt braucht wohl kaum näher w(iivt?r9itaw x uDingdi uDtrgcoen wmueijj worden sei Diesen, nietätlo^en Vorsanst muß UiUU au * und fand darin auch den Namen de, besagten XlesthÜ wenn jetzt die Agenten des ÄX ^bierwo LÄS Mannes. Ich konnte auf Grund dieses Vor- k. a ] tpn ’ m it. imseheuerem Aufwand Ab wässer auf ein Gebiet, wo Fabrikanlagen ganges rmt einigem Recht vermuten, daß versuchend den verrußten deutstfiJTsol- und menschliche Behausungen sich häufen, zu setzen, der den modernsten technischen und hygienischen Gesichtspunkten entspricht. auch bei den übrigen Hingerichteten, unter versuchen, mit den vermißten deutschen Soldaten politische Geschäfte zu machen und die Kriegshetze gegen die Sowjetunion zu stei- Der „Woll im Schafspelz“ antwortet gern, ,£? d n0 * eines: , de £ deutschen KZ- ” »» Vernichtungslagern sind Zehntausende von Die „Badischen Neuesten richteten vor einigen Tagen Nachrichten“ russischen Kriegsgefangenen verhungert, uemu swuc wisiouu «rimnstnffhäririipr aii« Rndvwei* CCSRl weaen einen recht oder durch Genickschuß erledigt worden. Der dingungen, denn Rhein und Neckar dienen Brenn?toffhandler aus Budwe ( ) zweifelhaften Angriff gegen die Unterschrif- Stuttgarter Gestapomann Mauch__wufde un- hier, wie es in der Fahsprache heißt, als Monaten GeftogSs Die Untewuchungshaft wrfrhps wurde auf das Strafmaß angerechnet. bilden einen Seuchenherd, sobald deren Ableitung nicht vollkommen gewährleistet ist. Diese Ableitung der Abwässer Mannheims steht einerseits unter günstigen Be- MerkwUrdlge Begründung eines Sittiich- keitsvergehens . Heidelberg, (lwb). Das Heidelberger Schöf- Versammlung, die Vorlage der Resolution, Müllheim. Am Mittwoch, dem 31. Mai, findet im Gasthaus zum „Kreuz“ um 20 Uhr die 2. Generalversammlung der Ortsgruppe Müllheim statt Auf der Tagesordnung steht der Bericht über die letzte Versammlung und die inzwischen geleistete Arbeit, verbunden mit der Neuwahl der Leitung der Ortsgruppen. Die bisherige Leitung tritt bereits um 19.30 Uhr zusammen. Freiburg. Am Donnerstag, dem 1. Juni, 20 Uhr, findet in den Räumen der Landesleitung, Vaubanstr. 12, diuz weite Generalversammlung der Wohngebietsgruppe Mitte Sttihlinger statt. Auf der Tagesordnung steht der Bericht über die Tätigkeit der bisherigen Leitung seit der letzten Mitglieder- fengericht verurteilte am Dienstag einen D i s k uss ion und Neuwahl der Töt un g t Ansammlun g für das Verbot der Atom- längst in Untersuchungshaft genommen, weil „Vorfluter“ zur Abnahme und Weiterleibombe. Einer unserer Leser schreibt daraufhin folgende Antwort: „Zweifellos hat der Einsender recht, wenn er meint, man solle .seinen ehrlichen Namen“ nicht auf eine Friedensliste setzen — nämlich dann, wenn man den Frieden nicht ehrlich will. Und man will ihn gewiß nicht ehrlich, wenn man Rußland und die Oststaaten von seiner Friedensbereitschaft aus- schließt. Der Einsender nimmt gegen die Liste Stellung, weil sie auch von den Kom' Der Verurteilte hatte lm März ein elf jäh- Auf 11 Jahre alten Buben geschossen Oberwolfach. Seit einigen Tagen treibt sich in der Gegend des vorderen Rankach- tales ein Unbekannter herum, dessen Verhalten darauf hindeutet, daß es sich um ei- er für die Ermordung von fünf russischen tung. Das Kanalnetz hingegen, Häftlingen im KZ Welzheim verantwortlich über eine Länge von ungefähr 320 Kilome-v Tvrsri Tfoiior oeir.ru- und verhunLerrf 111 ^ ^ ^ rUSSiSChen Arzt wdeÄ vT versucht es zu unsittlichen Handlungen zu 1B1BU uaü --- «- ve f ,7 er J D ... . . ... . citrfHnoen^noch* niriit alle einhe-’ verleiten. Als Begründuag für seine Tat gab nen Einbrecher handelt. Nachdem er einem Welche deutsche Behörde hat sich in den orte und Siedlungen der Verurteilte vor dem Gericht an, er habe elf Jahre alten Knaben den Hausschlüssel letzten fünf Jahren die Muhe gemacht, diese zogen smd. In d« mit einen Skandal machen wollen, um von seiner zu entreißen versucht hatte, versetzte er am russischen Totenzu registneren und den An- siih bish«' ln pu^to nw se g t Frau geschieden zu werden. Diese Begrün- darauffolgenden Tage die Einwohnerschaft Äwr m tteU düng wurde vom Gericht als Beweis für die dadurch in Schrecken, daß er auf den gleichen ser Vermißten zu geben? Mit größerem Recht Wasserversorgung der Einwohner mittels als jede andere Nation darf daher die So- Gartenpumpen zu unerträglichen und ge- »v .,1 wjetunion fragen: Herr Adenauer, was haben fahrdrohenden Verhältnissen führen könnte, m-micten unterstützt wird - d h klar und Sie getan, um das Schicksal der Hunderttau- steht zwar die Entwässerung mittels Kana- SiÄ daTer den Krieg gegen Rußland senden von vermißten russischen Kriegsge- lisation gerade vor der Volladung. Aber nicht verhindern wilL fangenen in Deutschland aufzuklären. weder m der Blumenau, noch m anderen Aber es ist lächerlich zu behaußten man Darum sage ich: Unsere Regierungen haben Randsiedlungen ist eine Entwässerung vor- Aber es ist lachmim zu oehaupten, man Grund vor ihrer eigenen Türe 2U handen. stimme für den Bolschewismus, wenn man k . hr „ n * _ vsti keinen Krieg mit Rußland will. Wenn ich Kenren ; _ l gegen den Antisemitismus bin. so heißt das doch nicht, daß ich Jude werden will. Ich ^ er Gaggenauer Stadtratsitzung verurteile damit nur jede Gewaltanwen- geschwächte Geisteskraft des Angeklagten ausgelegt und als strafmildernd angesehen. Knaben einen Schuß abgab, der glücklicherweise sein Ziel verfehlte. Parteiorganisation steht lest hinter dem Parteivorstand Wie wichtig eine Entwässerungsanlage' ist. erhellt die Tatsache, daß die Kläranlage 1949 nicht weniger als 25 Millionen Kubikmeter Abwässer — das entspricht dem Verhältnis von 275 Liter am Tage pro Kopf der Bevölkerung — weitergeschafft hat. Drei- Krieg will, allerdings auch keinen Krieg gegen die Sowjetunion. __ _ _,___ „Denn dem Kreml ist jedes Mittel zur rinne, die Renovierung des Umkleideraums Erreichung seiner destruktiven Ziele recht.“ - - ..... Mit diesem Satz schließt der Artikel des Einsenders. KPD-Kreisvorstand Karlsruhe Aktivität der Sache der Arbeiterklasse zum Die anwesenden Genossinnen und Genos- Siege zu verhelfen, sen der Mitgliedervollversammlung des Kreises Karlsruhe der KPD am 19. Mai 50 KPD-Krelavorstand Heidelberg nehmen mit Entrüstung und Abscheu davon Die Funktionäre, Genossinnen und Genos- Kenntnis, daß der frühere Spitzenfunktio- sen des Kreises Heidelberg haben durch das när der Partei, Kurt Müller, ein schändli- Referat des Genossen Max Reimann vor dem ches Doppelspiel getrieben und sich zu Parteivorstand von der Verräterrolle Kurt einem Werkzeug und Agenten des Klassen- Müllers Kenntnis erhalten, gegners hergegeben hat. Die Möglichkeit Wir begrüßen die klare und politisch rich- seiner Entlarvung durch die Hinweise aus. tige Art, in der der Parteivorstand den Vereinteren Einheiten der Partei zeigt uns, daß' räter ausstieß und die Partei über seine Rolle che ideologische Klarheit der Mitglieder die mf.-imierte. , . ,, , Gaggenau. Die Kriegsereignisse sind an drnig und älles. 1 was^dazuJükrt, also ajch den zwei städtischen Freibädern in Waldsee- jede Hetze gegen die J a . bach und Bad am Kuppelstein auch nicht leiten "die _ Ahwä*«Ar rum Wer die Friedensliste unterschreibt, gibt spur i 0 s vorüber gegangen. Die laufenden HauntoumDwerk Ochsenpferch, von wo aus damit kein Bekenntnis für den Kommunis- Instandsetzungen mußten zurückgestellt si jji? in P die Kläranlage auf der Friesenmus ab, noch für irgend etee andere Partei, w€rden . Um * höher ist jetzt der Aufwand, iLl ^SeÄnd au* zu einem sondern er erklärt lediglich, daß er keinen AUein für das Waldseebad sind 10-11000 ÄL^gii ^erwertog'“ dS DM erforderlich, für die Erneuenmg des mitt( £ an heim fallen . Sprungturms, die Anlage einer Fußwasch- Das Hauptpumpwerk ist veraltet und ent- und die Instandsetzung der Spielplätze. Die spricht nicht mehr den modernen Anforde- beste Waffe zur Entdeckung aller Agenten wir sprechen unserem Parteivorstand un- Arbeiten sind bereits in vollem Gange. Auch rungen. Die Sachverständigen dringen auf und Provokateure des Klassenfeindes ist. ter dem Vorsitz des Genossen May Reimann beim Bad am Kuppelstein sind die Instand- Umstellung auf vollautomatischen Betrieb Die Karlsruher Parteimitgliedschaft spricht unser volles Vertrauen aus und werden unter Nun, das „destruktive“ Ziel, das der setzungsarbeiten begonnen; das Badebecken und die Hygieniker im Gesundheitsamt dem Partei Vorstand ihr volles Vertrauen seiner Führung uns um so fester um das Kr eml in diesem Fall erreichen will, ist die konnte allerdings nur provisorisch herge- verlangen den Anschluß — im Hinblick auf und ihre Anerkennung für das kompromiß- Banner der Kommunistischen Partei scharen. Erhaltung des Friedens. Was ist denn in richtet werden. die Seuchengefahr — der schon genannten lose Eingreifen bei der Entlarvung des Durch eingehendes Studium der Dokumente Ihren Augen konstruktiv? Kanonen, Pan- Die Hundesteuer wurde für das Rech- Vororte und Siedlungen an das Hauptnetz. Agenten Müller aus. Sie erklärt ihren der Partei werden wir uns das Rüstzeug zer, Atombomben, Massenvernichtung, Ver- nungsjahr 1950 auf 24.— DM festgesetzt. Für die Modernisierung der Anlage und festen Willen und ihre Entschlossenheit, schaffen, noch klarer und noch zielbewußter brennungsöfen vielleicht? Der Krieg ist kein In der Grenzänderungsangelegenheit mit den Ausbau des Kanalnetzes Ist aber kein alles einzusetzen, um durch erhöhte Wach- den Kampf gegen die Kriegshetzer, für den Mittel zur Erreichung eines politischen Zie- der Nachbargemeinde Rotenfels wurde die Geld da. Wirklich nicht? Die Stadt zahlt samkeit alle ähnlichen Versuche des Geg- Frieden, die Einheit Deutschlands und les, sondern ein Verbrechen.“ H. K. gegenseitige Vereinbarung unterzeichnet. jährlich 72 Millionen Besatzungskosten, ein ners zunichte zu machen und durch erhöhte Freundschaft mit allen Völkm führen. / I Seite 4 Freitag, 26. Mai 1950 10000 Mannheimer Katholiken demonstrieren iür den Frieden Mannheim. Wie tief der Friedensgedanke in allen Bevölkerungskreisen wurzelt und wie wenig die Volksmassen in Westdeutschland Lust verspüren, die Schrecken eines neuen Krieges, mit dem sie nichts zu tun haben, zu erdulden, bewiesen vor kurzem 10 000 katholische Männer, die in einem nächtlichen Demonstrationszug, schweigend und ernst dem von Fackelträgern flankierten Aachener Friedenskreuz durch die Straßen Mannheims folgten. Am Marktplatz machte der Zug Halt und gab durch eine religiöse Hymne der imposanten Friedehsaktion ein würdiges Gepräge. Zuvor hatte in der Heilig-Geist-Kirche Stadtdekan Schmidt die Gläubigen in einer Predigt aufgefordert, künftighin im Sinne ihrer Konfession im heißen Bemühen um den Frieden nicht nachzulassen. Damit wurde einmal mehr bewiesen, daß auch geistliche Würdenträger, sowie viele ehrliche Katholiken, gewillt sind, die öffentliche Meinung für den Frieden zu entfachen. Wenn die Kirchen und Geistlichen die Sache der Friedenskämpfer zu der ihrigen machen, dann erfüllen sie nicht nur tatsächlich das Gebot der höchsten Liebe und handeln im Sinne des Stifters des Christentums, sondern sie tragen auch dazu bei, wirkliches Christentum, d. h., Kamlfansage gegen die dämonischen Mächte der Kriegshetzer und Massenmörder in Erscheinung treten zu lassen. Wer aber gewillt ist, sich in die große Front des Friedens einzureihen, der wird sich dem Appell des Stockholmer Weltfriedenskomitees nicht verschließen und das vorbehaltlose Verbot der Atomwaffe als einer Waffe der Aggression und der Massenvemichtung fordern. Kriegspanik um des Profites willen Geschürte Kriegshysterie in der Schweiz und ihre Hintergründe Vor kurzer Zeit erschien im Konstanzer „S ü d k u r i e r“ ein Eigenbericht aus der Schweiz, der die Gemeinheit und Profitsucht internationaler Geschäftemacher und ihrer Schweizer Trabanten in kurzen Worten aufzeigte. Zum Verständnis des Berichtes aus dem „Südkurier“ muß vorweg gesagt werden, daß vor einigen Wochen die Schweizer Behörden die Bevölkerung in panikmachenden Aufrufen auf forderten, Vorräte für den Fall eines künftigen Krieges anzulegen. Dazu schreibt nun der „Südkurier“: „Allmählich spricht sich herum (in der Schweiz), daß die Parole, legt Vorräte an, keineswegs nur aus patriotischen Gründen an die Hausfrauen ausgegeben worden ist. Vorräte ... Die Konjunktur hält dann noch etwas länger an, solange, bis die Frauen ihre Privatlager angelegt haben. Dann ist die Bevorratungsaktion für den ganzen kleinen Staat beendet und man kann getrost abwar- ten, ob die nächsten zehn Jahre friedlich verlaufen.“ Mit zynischer Offenheit werden in diesem Eigenbericht aus der Schweiz die Hintergründe der Kriegshetze aufgezeigt. Die Monopolisten im gelobten Land der Demokratie“ profitierten im letzten Krieg durch ihre sogenannte „Neutralitätspolitik“, d. h., die schweizerischen Großindustriellen lieferten an Nazi-Deutschland und die Westalliierten ungeheure Summen. Man baute mit diesen neue Industriebetriebe auf und erlebte eine Versklavung durch die USA-Imperialisten am eigenen Leibe verspüren, hat diese Kriegspänik, die genau wie bei uns. aus Profitsucht auch in der Schweiz entfacht wird, ihre ganz besondere Bedeutung. Sie mahnt uns, daß wir entschlossen aller Kriegshetze entgegentreten müssen und durch die Erkämpfung der Stockholmer Forderungen gemeinsam mit allen Völkern der Erde den Frieden erzwingen müssen. Es spielen in großem Umfang geschäftliche noch nie dagewesene Konjunktur. Nun kam, Gründe mit.“ ln dem Bericht wird weiter erzählt, daß die Lager des Staates fast vor Vorräten platzen und auch die Lager des Großhandels nicht mehr aufnehmen können. Wörtlich geht es dann weiter: „Der Handel kann nur noch dann große Umsätze machen, wenn es gelingt, nun auch noch die einzelnen schweizerischen Haushaltungen zum Vorratskauf zu bewegen. genau wie in den USA. durch die Beendigung des zweiten Weltkrieges das dicke Ende nach. Die amerikanischen Imperialisten erfaßten die Situation und versuchten, der unausbleiblichen Wirtschaftskrise durch den Marshallplan. d. h. durch Kapital- und Fertigwarenexport in die verwüsteten westeuropäischen Länder und dem Nahen Osten zuvorzukommen. Sie hofften durch die poli- Das soll durch die jetzige Aktion geschehen, tische und wirtschaftliche Versklavung die Große Mengen Geld werden auf diese Art ser Länder, die man auf einen kolonialen und Weise im Handel zusätzlich umgesetzt Lebensstandard herabdrückte, die Wirt- und der Handel kann das brauchen, weil die schaftskatastrophe im eigenen Lande auf Hochkonjunktur der Nachkriegsjahre nach- Kosten Europas hinausschieben zu können, ließ. Auf den Schweizer Banken liegt Geld Parallel starten sie eine neue Krieghetze in großer Menge unbenutzt, verwandelt einen Teil davon Polizei als Erzieherin Jedermanns Pflicht: Verkehrssdisziplin! besser, man rond versuchen, die reaktionären westeuroin Haushalt- päischen Regierung zu einem Block der Aggression gegen die Sowjetunion und den Volksdemokratien im sogenannten Atlantikpakt zu sammeln. Die Maschinen zur Herstellung von Kriegsmaterial laufen auf vollen Touren und westeuropäische, und unter ihnen auch deutsche Söldner, sollen für die Interessen Mannheim. „Liebe Verkehrsteilnehmer! anzusehen, der eine kommt mit einem kom- Lassen Sie mich beginnen mit der Verkehrs- pletten Möbelstück angeradelt, der andere .... „ . erziehung“, so spricht der Verkehrs-Instruk- mit einem halben Wochenendhaus, ich weiß, der USA-Imperialisten aufs Neue auf den teur der Mannheimer Polizei, der im Laut- alle sind Sie Akrobaten und können frei- Schlachtfeldern verbluten sprecherwagen an der Straßenkreuzung am händig fahren, aber wenn Sie einmal links Paradeplatz sitzt und von hier aus die Vor- oder rechts abbiegen wollen, was dann? gänge auf der Straße mit Argusaugen be- Uebrigens, eine Klingel gehört auch ans obachtet. Stahlroß, das gilt für Ihren Hintermann, zu- „Zunächst einmal die Dame in dem hüb- vor . c * e . r Wä i? r !\ n ® urM * sehen blauen Kleid mit dem Fahrrad. Ja- letzt haben wir kein Geld, aber trotzdem..., wohl, Sie sind gemeint! Auch Sie müssen ab- Nach diesen wohlgemeinten Ratschlägen steigen, wenn die Straßenbahn hält. Sie j e gt der Polizist das Mikrorhon einige Zeit und Fertigwaren, die sie auf dem Weltmarkt brauchen deswegen nicht rot zu werden und ne ben sich auf den Polstersitz. Das Gramo- zu Spottpreisen auf kauften, in das verelen- so den Kopf zu verlieren, daß Sie überhaupt pj, on schaltet sich ein mit einem rythmi- dete Westdeutschland ein. um sie dort mit nicht mehr fahren können. Es genügt, wenn sdlen siow-Jazz. Das pulsierende Leben ungeheuren ^— ! - auf der Straße geht weiter, Kraftfahrer, Pedaltreter und Fußgänger richten ihr Augenmerk mit verdoppelter Aufmerksamkeit auf den Verkehr. Totengräber streckt Wildsau mit der Axt nieder Ludwigshafen, (lwb) Vorsommerlicher Sonnenschein lag über dem „größten Dorf der Pfalz“, als am Sonntag plötzlich aus den Rettichkulturen nahe dem Schifferstad- ter Friedhof vielstimmig der Schrei ertönte: „D,Sau kummt“. Wenige Minuten später raste eine wütend schnaufende Wildsau durch die Umfriedung des Friedhofes und scheuchte die feierlich gekleideten Schiffer- stadter auf die Friedhofsmauer. Der sofort herbeigerufene Totengräber erschien barfuß, eine Axt schwingend, auf der Wallstatt und ging dem Borstenvieh mutig zu Leibe, während er die Sau, manchmal aber auch die Sau ihn jagte, sammelte sich eine große Menschenmenge auf der Friedhofsmauer. Mehrere axtschwingende Männer eilten schließlich dem Streitenden zu Hilfe. Die „Jagdgesellschaft“ konnte sich ab und zu nur durch Sprünge auf die Friedhofsmauer in letzter Sekunde vor der nun völlig wildgewordenen Sau retten. Ein Kind, das die schützende Mauer nicht schnell genug erklimmen konnte, wurde im Verlauf der Hatz von der Sau angefallen und übel zugerichtet. Schließlich gelang es den Männern, voran der Totengräber, das Borstenvieh nach dreiviertelstündigem Kampf mit den Aexten zu erschlagen. Aus dem JUixteiie&M Veranstaltungen der KPD Karlsruhe Grötzingen. Mitgliederversammlung Freitag, 26. 5. 50, 20 Uhr, im Cafe Muselmann. Referent: Gen. Riedinger. Bergbausen. Mitgliederversammlung Freitag; 26. 5. 50, 20 Uhr, in der „Kanne“. Ref.: Gen. Heid. Bretten. Mitgliederversammlung Freitag, 26. 5. 50, 20 Uhr, im „Hirsch“. Referent: Genosse Dr. Mezirek. Thema bei allen Mitgliederversammlungen: „Wichtiger politischer Lagebericht“. Ettlingen. Samstag, 27.5., 19.30 Uhr, im „Engel“ Mitgliedervollversammlung. Referent: Gen. Dietz. Veranstaltungen der KPD Bruchsal Philippsburg. Samstag, 27. 5., 20 Uhr Generalversammlung. Oberhausen. Samstag, 27.5., 20 Uhr Generalversammlung. Funktionär-Konferenz für den Stadtkreis Mannheim am Freitag, den 26. Mal, 18.30 Uhr, im Kantinensaal der Motorenwerke. Thema: „Die politische Lage in Westdeutschland u. die Aufgaben der Kommunisten“. Referent: Robert Leibbrand, 1. Vors, der Landesorganisation Württemberg- Baden. Alle Funktionäre der Orts- und Betriebsgruppen, sämtliche aktiven Genossinnen und Genossen nehmen an dieser wichtigen Konferenz teil. Diese „großen“ Vorbilder versuchen nun schon seit Jahren die kleinen Brüder in der Schweiz nachzuahmen. Allerdings geschieht es etwas unauffälliger. Die kleinen Gangster in Zürich und Bern nützten aufs erste die Nachbarschaft Westdeutschlands aus und schmuggelten Lebensmittel Diese Jugendlichen wurden zu Einbrechern, weil... Sie sich das Gesagte bis zur nächsten Halte' stelle und in Zukunft merken.“ Die Dame im blauen Kleid ist tatsächlich rot geworden und biegt links in die Planken ein. „Ei, ei,“ ertönt da wieder die Stimme im Lautsprecher, „was sehe ich da, ein Mann von der Post, Sie gehen schief über die Straße, mein Guter, warum nicht rechtwinklig? Damit sparen Sie sich unnötige Schritte bringen! und sind schneller auf der anderen Seite. Nächste Woche kostet Sie das drei DM.“ ■ Der Postmann schmunzelt. „Aber das schlägt doch dem Faß den Boden aus“, meldet sich da wieder das unerbittliche Auge der Verkehrspolizei. „Sie müssen sich mit Ihrer unsinnig langen Leiter ein Gestell am Fahrrad anbringen lassen, Herr Maler, das ist bald nicht mit- „Zu Hause am Familientisch werde ich denen einmal eine gründliche Verkehrsstandpauke halten“, nimmt sich Herr Krause vor und auch Frau Müller will ihren Kindern etwas die Verkehrsregeln bei- " Whrtmsereseits hoffen/ daß sich- das Publikum nächste Woche so musterhaft verhält,-daß die Verkehcsschutzleute-j möglichst wenig Verkehrssünder schröpfen können. Als Zeichen des wachsenden Verständnisses der Oeffentlichkeit für den Emst und die Gefahren des Straßenverkehrs und die Notwendigkeit der Verkehrsdisziplin, -bü- Fußball-Toto wird angezapft Sportverbände gegen Toto-Gesetzentwurf des Ministerrates Die württembergischen und badischen Sportverbände haben an die Abgeordneten des württembergisch-badischen Landtages vereine in Nordwürttemberg-Nordbaden nicht gerecht wird.“ Radsport-Großkämpfe in Mannheim Der RV 98 Feudenheim beginnt auf Gewinnen abzusetzen. Die „Vornehmen“ dieser Zunft aber machten sich an die durch Demontagen, Steuern und Besatzungskosten ausgepowerte Industrie Westdeutschlands und sicherten sich auf diese Weise ihre Anteile an der amerikanischen Beute. Da diese Transaktionen aber nicht genügen. muß nun die Schweizer Bevölkerung herhalten. Man benutzt das Kriegsgeschrei und die Hetze gegen die Sowjetunion, um „im demokratischsten Land der Welt“ die Bevölkerung in eine Panik zu versetzen, um ihr damit die letzten Rappen für den Ankauf von Vorräten,vfür den Fall-eines Krieges aus der Tasche zu ziehen. Es sind immer die alten Tricks in neuer Auflage. Die amerikanischen Imperialisten schüren die Kriegspanik, um sich eine Basis für einen Angriffskrieg gegen die Sowjetunion in Europa zu schaffen. Ihre Helfer aber, in der Schweiz usw., versuchen ihre Scheinkonjunktur durch die Ausnutzung dieser Kriegshetze aufrecht zu erhalten. Für uns als Nachbarn, die wir täglich die Mannheim. Kaninchen, Fahrräder, Aktentaschen, Schreibmaschinen, Unterwäsche, Kleider, Schuhe, Schokolade, Zigaretten, Zwetschgenwasser, Armbanduhren, kurz eine Litanei von Gegenständen, mit denen man einen ganzen Laden hätte füllen können, hatten die beiden noch recht jugendlichen Angeklagten im Verlaufe Ihrer Diebeszüge erbeutet. Die Zwei machten vor Gericht, trotzdem mancher biedere Bürger sie mit naserümpfender Geste als üble Gewohnheitsverbrecher bezeichnen mag, einen aufgeweckten und intelligenten Eindruck. Daß aus ihnen nützliche Glieder der menschlichen Gesellschaft geworden wären, wenn beide statt zerrütteter Familienverhältnisse und einem unglückseligen Milieu, in dem sie aufwuchsen, die führende Hand einer ordentlichen fortschrittlichen Erziehung zu ^ spüren bekommen hätten, ist ein Gedanke,' der sich einem im Verlaufe der Verhandlung unwillkürlich aufdrängte. Als Subjekt und Objekt verderblicher 'Zeitumstände charakterisierte der medizinische Sachverständige die beiden 19- und 21jäh- rigen. In der Verhandlung zeigten sich beide Angeklagten geständig. Lediglich in einigen Punkten bestritt der Aeltere das Protokoll der Kriminalpolizei. In den Plädoyers kam es hierüber zu Kontroversen zwischen der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger meinte einlenkend, man dürfe ein Protokoll nicht als Evangelium betrachten, überdies hätte der Angeklagte keinen Grund, ungerechtfertigt etwas zu bestreiten, da dies bei der Fülle der Straftaten den Braten auch nicht heiß mache. Ohne die Kriminalpolizei anzugreifen, sei es bekannt, daß manchmal mit „Tricks“ und sonstigen Methoden gearbeitet werde, die bei den Angeklagten nicht immer die günstigste Wirkung hervorrufen könnten. Die Verteidigung betonte iip übrigen, daß man keinesfalls über die Angeklagten blindlings den Stab brechen dürfe, ohne die Schuld der menschlichen Gesellschaft und der Zeitverhältnisse zu berücksichtigen. Der Staat solle jedem Arbeit und Brot geben, meinte der eine der beiden Verteidiger, allerdings glauben wir, daß es sich um einen falschen Zungenschlag handelte, 1 r wenn, er hierbei ein Wort wie .Arbeitsdienst“ 'einflocht. Ich bin gewillt, in Zukunft zu arbeiten und bereue meine Tat“ äußerte der ältere Angeklagte im Schlußwort. „Seither hat man mich auf dem Arbeitsamt jedoch dauernd abgewiesen, oft in beleidigender Weise.“ Das Gericht verurteilte denn Aelteren zu 3 Jahren Gefängins und den Jüngeren zu 2 Jahre 6 Monate Gefängnis. -bü- ein Schreiben gerichtet, in dem gegen die seiner neuen Bahn am Samstag mit seinen beabsichtigte Kürzung der Totogelder für Wettbewerben bereits um 19 Uhr, Da dort den Sport Stellung genommen wird. Der die neue Nationalmannschaft gebildet wird, Ministerrat hat dem Landtag den Entwurf der ja jetzt durch die Wiederaufnahme eines Gesetzes zur Aenderung des Gesetzes Deutschlands in die UCJ erhöhte Bedeu- Nr. 527 über die Sportwette zugeleitet. In tung zukomtmt, muß bei der Qualität der § 4 dieses Gesetzentwurfes heißt es: „Die am Start erscheinenden Fahrer mit einer Wetteinsätze werden für jede Wette nach Auseinandersetzung gerechnet werden, die Abzug der Kosten, der Steuer, ferner von allen sportlichen Anforderungen gerecht Abgaben an die Staatskasse zur Förderung wird. Nicht weniger als über 30 Spitzender Leibesübungen, für die Jugendpflege fahrer aus allen Teilen Deutschlands wer- und sonstige kulturelle Zwecke an die Wet- den um den Eintritt in die Nationalmann- tenden, die das Ergebnis des Wettbewerbes schaft kämpfen und sich im Fliegen-, Zeit-, ganz oder zum Hauptteil richtig vorausge- Punkte- und Mannschaftsfahren erbitterte sagt haben, nach Maßgabe der Regelung in und technisch hochstehende Kämpfe liefern', den Wettbestimmungen ausgeschüttet. Die Am Start sind der deutsche Meister Trost, Ausschüttung beträgt mindestens fünfzig Köln, der deutsche Exmeister Schertle, vom Hundert der Wetteinsätze. Stuttgart, die Meisterschaftsanwärter Kauf» Die Sportverbände weisen darauf hin, daß Westerhold, Merkens, Creroer, schon bisher die Erträge aus dem Sporttoto Kteiraorg feUe aus Köln) Intra, Holzmann, nicht ausschließlich sportlichen Zwecken zu- Frankfurt, Barth Mainz, Klehr Ludwigsha« geführt worden seien, sondern daß der all- ° mta .Herpersdorf, gemeine Jugendsport bisher nur 55 Prozent aus den Ueberschüssen des Totos für seine Thielemann Kau fmann , Ma nnheim . Arbeit erhalten habe. 45 Prozent seien auf Der SHC Endspurt Mannheim be» Grund freiwilliger Vereinbarungen sonsti- ginnt sein internationales Nach trennen gen Zwecken zugeflossen. Die Sportverbände ebenfalls am Pfingst-Samstag, um 22 Uhr betonen in ihrer Denkschrift, daß sie auch auf der Phönix-Radrennbahn. Audi hier ist an den Schulsport, den Städte- und Ge- die Besetzung erstklassig und das 4M Run- meindetag und an die Jugendleiterschule in den-Mannschaftsfahren hat es in sich. Auch Ruit Gelder abgeführt hätten. Für diese In- der Länderkampf Deutschland — Schweiz stitutionen hätte eigentlich der Staat die wird eine interessante Auseinandersetz u ng Mittel bereitstellen müssen. im Flieger-, Zeit- und Verfolgungsfahren „Wir haben deshalb dankbar begrüßt-, « heißt es wörtlich in dem Schreiben, „daß bei o, cnit*#» ^ sL E s"Stos tajSÄÄtÄ' wie ^ieizigen S^SSSS’ ££ g^tear^SterT. Ä Mit barem Qetb Können Sie heute alles Anfängen i Ab Plingsttoto beim Wttrtt.»Bad. Toto zusätzlich durch Verlosung: 60 Geldprämien zu je .... 250.- DH und 2 Eigenheime zu Je . . 12500.- DH Jetzt wieder 10er Tip! In dieser Saison über die Hauptstelle Mannheim ausbezahlte Gewinne: Vjz Millionen DM Diese Woche fielen nach Mannheim: i Eigenheim, 2 zusätzliche Prämien k 500.— DM Pfingst- Angebot! Auswahl. Preiswürdigkeit fachmännische Bedienung im Spezialhaus für Herren-u. Knabenkleidung Weiß- und Rotwein ... 1 ltr.-FL o. CU. DM Deutscher Wermutwein FU o. Gl. DM Eririsdiungsboaboiu, wie: Eisbon bon, Himbeeren, Drops .100 gr. 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Internationales Jugendfußballturnier im Pforzheim In Pforzheim findet das traditionelle Ju- Zusam- gendturnier des VfR Pforzheim statt An menhänge zu informieren, wobei ohne wei- dem Turnier nehmen neben den besten deut- teres hätte festgestellt werden können, daß schenjugendmannschaften auch eine Reihe bisher schon die Sportorganisationöl frei- von ausländischen Manschaften teiL Um den willig und ohne Zwang über den sportlichen 'Turnäö&ieg spielen: Grazer Sportvtereini- Rahmen hinaus auch andere Einrichtungen gung, Assoziaciore Calcio Bellinzona, Armi- in den Genuß der Totomittel haben kommen nia Hannover, Germania Brötzingen, SV lassen. Wir würden es außerordentlich be- Waldh. Mannheim, Hamborn 07, VfB Ruhrdauern, wenn der Landtag zu einem Be- ort, VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt, FSV Schluß kommen würde, der den Interessen Frankfurt, Tennis Borussia Berlin und Werder mehr als zweitausöid Turn- und Sport- der Bremen. 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