BADISCHES ▼erlag: Badische Zeitungsverlags-Geaellschalt m. b. H., Mannheim, S S, 10, Fernruf Nr, 432 60. Redaktion: Mannheim, 0 *, 10, Fernruf Nr. 415 85. Chefredakteur: Willy Grimm. Vertriebsfilialen: Heidelberg, Rohrbacher Straße 13—15, Bui 3421/25—01; Karlsruhe. Amallenstr. 60, Ruf 4023; Pforzheim, Westliche 77, Ruf 2596; Weinheim, Hauptstr. 88, Ruf 2419. Volkszeitm# tut Jbadm Erscheint täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Bezugspreis DM 2,50 einschl. Trägerlohn. Bel Postzustellung DM 2,05 zu*. DM —.54 Zustellgebühr. Bankverbindung: Allg. Bankgesellschaft Mannheim, Kto.-Nr. 14 077, Städt. Sparkasse Mannheim Kto.-Nr. 227, Postscheckamt Karlsruhe, Kto.-Nr. 429 39. Anzeigen- Preisliste Nr. 2 . Anzeigen werden entgegengenommen ln den Vertriebsfilialen. Cesen Sie den vollen Wortlaut des MANIFEST an das deutsche Volk auf Seite 2 Jahrgang 5 / Nr. 170 Donnerstag, 27. Juli 1950 ?. Juliwoche Preis 15 Pfg. Westeuropäischer Bundespakt - ein Betrugsmanöver „Unser Tag“ nach vierwöchigem Verhol Von Hermann Jerrentrup Nach vierwöchigem Verbot durch den französischen Hohen Kommissar erscheint heute wieder die Zeitung der werktätigen Bevölkerung Südbadens, die Stimme des Friedens, „UNSER TAG“. Während der vier Wochen, die „UNSER TAG“ verboten war, haben sich die sozialen Spannungen in Westdeutschland verschärft. _ , , 111 . i i Auftrag ihrer amerikanischen Kolonial« Deutsches Volk braucht keinen Knegsblock gegen die Sowjetunion, sondern ein einheitliches demokratisches Deutschland herren hat die Bonner Protektorats-Verwaltung einen neuen Raubzug auf die Taschen aller Werktätigen eingeleitet und die Preise Bonn. (EB.) Gegen die Stimmen der KPD-Fraktion wurde eine Entschließung Schränkung der Hoheitsrechte des Bundes großen Parteien haben unter sich die Sitze — hauptsächlich die Lebensmittelpreise — angenommen, die zur Schaffung eines westeuropäischen Bundespaktes auf ruft. Der bei der Aufstellung militärischer Einheiten verteilt und ließen hohnlachend Zentrum, i n die Höhe getrieben. Die werktätige Be- Charakter dieser Entschließug wurde unmißverständlich gekennzeichnet durch die Er- ist der Beweis für die beabsichtigte Preis- Bayernpartei und WAV gegen ihreEntschei- völkerung Westdeutschlands ist erregt und klärung des Sprechers der faschistischen „Deutschen Reichspartei“, daß sie vorbehaltlos gäbe der Souveränitätsrechte des deutschen düng protestieren.-, hinter der Entschließung stehe. Volkes zu Gunsten der amerikanischen Ko- Zu diesem erneuten Vorstoß zur Schaf- ren und insbesondere der Bevölkerung lonialherren und ihrer Generäle, fung eines antisowjetischen Kriegsblockes Westdeutschlands den Weg zur Bildung 5. Die Fraktion der KPD wendet sich mit gab für die KPD-Fraktion Walter Fisch eines geeinten, unabhängigen demokrati- aller Entschiedenheit gegen das neue Manö- folgende Erklärung ab; sehen Deutschlands zu versperren suchen, ver zu Gunsten der amerikanischen Politik „1. Die Erklärung über die Befürwortung 4. Die ausdrückliche Berufung auf den in Europa und ruft die Bevölkerung Westeines neuen Bundespaktes, die von allen Artikel 24 des Grundgesetzes ist ein Beweis deutschlands auf, dieses Betrugsmanöver Fraktionen von der äußersten Rechten bis für den entscheidenden militärischen Inhalt abzulehnen und sich mit Mut und Entschlos- wakei findet am 30. Juli in Plauen statt. Im den mit öffentlichen Protestkundgebungen zur Sozialdemokratischen Partei abgegeben des geplanten Paktes. Durch ihn soll der senheit für die Schaffung eines geeinten, Mittelpunkt der Kundgebung steht ein Re- gesteigert worden. Soweit bis rar Stunde worden ist, ist ein Hilfsmanöver für die Wunsch des amerikanischen Imperialismus unabhängigen und demokratischen Deutsch- ferat des Bundesvorsitzenden des FDGB, zu übersehen ist, wurde der Generalstreik amerikanische Politik auf europäischem Bo- erfüllt werden, daß aus der deutschen Ju- land und zur Sicherung des Friedens einzu- Herbert Wamke. Die Friedenskundgebung einheitlich durchgeführt. Die in allen süd- den. Sie entspricht den aggressiven Plänen gend Infanterie-Divisionen unter amerika- setzen.“ - soll zu einem starken Bekenntnis der Nach- badischen Städten durchgeführten Protest- des amerikanischen Imperialismus, aus nischem Oberkommando bereitgestellt wer- Bei der Wahl der Delegierten zum Euro- barvölker zum gemeinsamen Kampf um kundgebungen waren zahlreich besucht An Westeuropa einen wirtschaftlich, politisch den. Der ausdrückliche Hinweis auf Ar- parat rauften sich die so einigen USA-Euro- den Frieden und die Stärkung der Aktions- der Kampfentschlossenheit der Arbeiter- Deutsch-tschecho slowakische F r iedenskundgebung empört. In den Betrieben werden Kampfvorbereitungen getroffen, um die Preiserhöhungen abzuwehren. Von den Gewerkschaften wird verlangt, daß sie mit allen gewerkschaftlichen Mitteln Lohnerhöhungen Berlin. (EB) Eine große Friedenskund- durchsetzen, gebung mit Gewerkschaftlern aus der DDR, In Südbaden sind die Kampfmaßnahmen aus Westdeutschland und der Tschechoslo- bis zum befristeten Generalstreik, verbun- und militärisch einheitlich organisierten tikel 24 des Grundgesetzes über Blöde zu schaffen, der Seiner Direktive untersteht und das wichtigste amerikanische Kriegspotential gegen die Sowjetunion, die Volksdemokratien und die Deutsche Demokratische Republik bilden wird. 2. Die Behauptung, es handle sich um einen europäischen Bund, ist eine zweckbestimmte Irreführung: In Wirklichkeit handelt es sich um einen Zusammenschluß Westeuropas unter amerikanischer Führung, einen Zusammenschluß der Regierungen von Europa, die sich zum imperialistischen Kriegslager der Welt zählen. die Be- päer um die Verteilung der Posten. Die einheit der Arbeiterklasse werden. Schluß mit dem Verhandeln, endlich handeln Betriebsrätevollversammlung in Ludwigshafen fordert Proteststreik gegen die Preiserhöhungen schaft kann es also keinen Zweifel mehr geben. Gleichfalls verschärft hat sich in der Zeit des Verbots von „UNSER TAG“ die Gefahr eines neuen Krieges. Sie ist größer geworden. Im Verlauf des amerikanischen Krieges in Korea wurde von den Kriegstreibern 3. Die Behauptung, es handle sich um einen Schritt zur Sicherung der Gleichheit der Rechte aller europäischen Völker und zur Sicherung der Grundrechte und menschlichen Freiheiten, ist eine bewußte Täu- Lndwigshafen. (EB) Die Werktätigen sind nicht länger gewillt, der Steigerung geführt. Die Belegschaften begaben sich _ dieser furchtbaren Vernichtungswaffe _ der Preise und dem Herabdrücken der Löhne tatenlos zuzusehen! Diese Feststellung von den Betrieben aus zu den öffentlichen g e f or( j er t Gewachsen sind in dieser Zeit wurde auf der Betriebsräte-Voll Versammlung am Dienstagnachmittag in Ludwigshafen Protestkundgebungen, auf denen Betriebs- aber au ^j d ie Kräfte des Friedens. Dies getroffen. Den etwas lendenlahmen und kraftlosen Worten des Betriebsratsvorsitzen- räte und Gewerkschaftsvertreter zum Kamp* komm f. j n d er j mmer größer werdenden Zahl der Unterschriften zur Aechtung der Atomwaffe zum Ausdruck. Der Angriff auf die Taschen der Werktätigen durch neuerliche Preissteigerungen und die sich verschärfende Kriegsgefahr fal- den Lorenz von der BASF setzten die Diskussionsredner eindeutig die Forderungen gegen die Preiserhöhungen aufforderten, der Werktätigen entgegen; Schlnß mit dem Verhandeln, endlich bandeln. Am Donnerstag soll ein zweistündiger leren Gehälter erhoben werden. Bundesvorstand fordert Proteststreik durchgeführt werden und an- Die allgemeine Kampfstimmung drohte Lohnerhöhungen schließend eine Protestkundgebung, for- dem Gewerkschaftssekretär Will, der die __ __ D = _ derten die Betriebsräte. Falls die Regie- Versammlung leitete, und dem Betriebsrats- Düsseldorf. (EB.) Der Bundesvor- ] en reicht nur zeitlich zusammen. Sie siiid rung nicht binnen acht Tagen Maßnahmen Vorsitzenden Lorenz, über den Kopf zu stand des DGB forderte die Erhöhung der untrennbar miteinander verbunden. Die , - zur Preissenkung ergreift, soll der DGB wachsen. Deshalb versuchten sie zunächst Löhne und Gehälter aller^ Arbeiter, Ange- Preissteigerungen, die die Bonner Protekto- sc ung, die den wahren Charakter des so- einen allgemeinen 24stündigen Generalstreik eine ziemlich nichtssagende Resolution von stellten und Beamten des öffentlichen Dien- ratsverwaltung im amerikanischen Auftrag genannten europäischen Bundespaktes tar- für ganz Westdeutschland ausrufen. Ferner Lorenz durchzupeitschen. Will wollte dik- stes, einschließlich der Post nnd Bahn zur durchführt, sind die Verwirklichung der nen soll. In Wirklichkeit wurde dieser Pakt sollen alle Tarifabkommen gekündigt und tatorisch Redner, die sich zur Geschäftsord- Angleichung an die Preiserhöhungen. Den Goebbels'schen Parolen „Kanonen statt But- le wirtschaftliche und politische Unab- die Forderung auf generelle Lohnerhöhung nung zu Wprt gemeldet hatten, nicht spre- angeschlossenen Gewerkschaften empfahl ter“. Sie gehören zu den Kriegsvorbereitun- angigkeit der europäischen Völker zerstö- und die Erhöhung der kleinen und mitt- eben lassen. Es entstand eine lebhafte Aus- der Bundesvorstand alle lohnpolitischen gen Wieder einmal soll das werktätige Volk einandersetzung. und Will schloß die Ver- Maßnahmen vorznbereiten und gegebenen- einen neuen Krieg finanzieren. Sammlung, noch ehe es zu einer Beschluß- falls durchzuführen. ~ fassung kommen konnte. Die zurückbleibende Mehrheit der Betriebsräte forderte, daß Will keine Versammlung mehr „ „ „ „ leiten dürfe. Gleichfalls forderten sie Bonn. (EB.) Erneut versuchte die Mehr- verurteilt Ehmann hat 1933 im KZ-Lager auf, alles daran zu setzen, daß der Protest- Hetze gegen die Sowjet-Union Ist Trump! KPD weist erneuten Mißbrauch der Kriegsgefangenenfrage zurück Französisches Militärgericht verurteilt Friedenskämpfer heit des Bundestages, die für unser Volk verheerenden Folgen des verbrecherischen Hitler-Krieges, das Schicksal vieler Vermißter, zur Hetze gegen die Sowjetunion aus- Ä.ISÄÄrGS XeweMuttec kamt aM* letat, Berlin. (Nach dpa.) Das französische Mi- Es ist klar, daß das werktätige Volk jetzt auch den Abwehrkampf gegen die Preiserhöhungen und die Kriegsvorbereitungen miteinander verbinden muß. Es darf keine Trennung geben im Kampf um Brot und Frieden. Klarheit muß aber auch darüber Dachau den Antifaschisten Leonhard Haus- streik und die Protestversammlung unter litärgericht in Berlin verurteilte acht der in herrschen, daß der befristete Generalstreik mann erschossen und in sechs Fällen Häft- allen Umständen durchgeführt werden, linge mißhandelt. stenmeyer (CSU) eine Entschließung, in der die Kriegsgefangenenfrage aufgegriffen wurde zur Beschimfung der Sowjetunion und zur Verteidigung der von Deutschen in der SU begangenen Kriegsverbrechen. Abg. Rudolf Kohl (KPD) stellte dazu fest, daß die Mehrheit der Parteien es nicht mehr wagen, konkrete Zahlen zu nennen, sondern nur noch mit vagen Behauptungen gegen die TASS-Meldung zur Kriegsgefangenenfrage Sturm laufen. Er wies auf die vielen sich widersprechenden Zahlen hin, die in den letzten Monaten von Mitgliedern der Protektoratsverwaltung und der Presse zur Aufputschung der deutschen Öffentlichkeit erfunden wurden. Alle Betriebe lagen still Freiburg. (EB.) Nach den bisher vor- solange die Kriegshetzer am sind! der vergangenen Woche in Westberlin ver- gegen die Preiserhöhungen, wie er in Südhafteten Friedenskämpfer — darunter vier baden gestern durchgeführt und in ganz Frauen — zu Gefängnisstrafen von acht Ta- Westdeutschland gefordert wird, nichts Abgen bis zu sechs Wochen. Die Anklage warf schließendes sein darf. den Friedenskämpfern „feindseliges und un- Erinnern wir uns an den Herbst 1948. Da- Werke Hegenden Meldungen wurde der befristete gehöriges Verhalten gegenüber der Besät- mals wurde auch ein befristeter General- Generalstreik in Südbaden einheitlich durch- zungsmacht“ vor. streik gegen die Preiserhöhungen durchgeführt Geschlossen gab die Arbeiterschaft — ihrem Kampf willen Ausdruck, und dann — Die Nationale Front des Widerstandes kungen, monatelanges Verhandeln der rech- T . .. , ,, , . . n t.. t- • j t- t ., , . ri ten Gewerkschaftsführer mit den Regie- Internationale Massen-Kundgebung m Berlin Itir Frieden, Finnen und Auibau rungsstellen, und zum Schluß blieben die Berlin. (EB.) Zu Ehren des III. Parteitages der SED fand am Montagabend im darität, die uns französische Werktätige mit ^tre^ war'"für^dfe^eht^n “Ge^rkschafts- Berliner Lustgarten eine von Hunderttausenden besuchte internationale Kundgebung den^ Werktätigen und Demokraten Deutsch- f übrer nur d es •y en yj i um überschüssigen „Unsere beiden Völker haben bestimmt genug vom Krieg“, sagte der Generalsekretär der KP Großbritanniens, Harry Pollit. Wilhelm Pieck, für Frieden. Einheit und Aufbau, statt. Die Delegierten und Gastdelegierten des Par- lands eint, teitages, ferner die Vertreter der kommunistischen und Arbeiterparteien aus 25 verschiedenen Ländern, nahmen, von den Massen begeistert begrüßt, an der Kundgebung teil. Hans Jendretzki begrüßte die Parteivor- „aber wir Proletarier haben eine andere sitzenden Wilhelm Pieck . und Otto Tradition. Wir haben nicht vergessen, daß Die vorgelegte Entschließung, erklärte Ru- Grotewohl, ferner WalterÜlbricht. im Januar 1933 Maurice Thorez nach Berlin dolf Kohl oponiere mit einer bewußt fal- Als erster Sprecher der ausländischen Dele- kam, um sich mit Thälmann zusammen vor der Vorsitzende des ZK der SED, erklärte: sehen Darstellung der Behandlung der gierten nahm das Mitglied des ZK der KP den Gräbern Karl Liebknechts und Rosa „Die 25 Delegationen unserer Bruderpar- Kriegsgefangenenfrage auf-der Moskauer Chinas, Luxemburgs zu vereinigen, und heute;, nach teien, bestätigten uns im Namen der fried- _ _ ^ ^ Konferenz 1947. Damals habe die Sowjet- Wang Chla Hsiang der schrecklichen Prüfung des Krieges, wäh- liebenden Menschen ihrer Länder, daß ihr tionen zum”Ausdruck"gebVaäT” An" der *Ar- union von allen am Kriege gegen Nazi- das Wort und erklärte, daß das chinesische ren< l zu gleicher Zeit die französischen und Kampf für den Frieden auch unser Kampf beiterschaft in den Betrieben liegt es, diese ■nwitür+iian/i Hotoiiicri-or-i Mönktor. w_it_ ,-x voi a.. r _t i SJ . riaditerfahrt n-rnßlcjmitalisten sirh vprpiniffen. ist unH Haß sinspr Kamnf für ein einheit- Forderung durch Kampf zur Tatsache zu ge- Dampf abzulassen. Dieses Spiel mit der Kampfentschlossenheit der Arbeiterklasse darf sich nicht wiederholen. Die Vertröstung auf Preissenkungen ist eine faule Angelegenheit. Tatsache ist, die Preise sind gestiegen. Wettgemacht werden kann diese Preissteigerung nur durch Lohnerhöhungen. Dies wurde bereits unmißverständlich in zahlreichen Resolutionen von Betrieben und Gewerkschaftsorganisa- Deutschland beteiligten Mächten die Ver- Volk" "mit™größter ""Aufmerksamkeit" den deutschen Großkapitalisten sich vereinigen, ist und daß .unser Kampf für ein einheit öffentlichung der Kriegsgefangenenzahlen Kampf in der Deutschen Demokratischen um gemeinsam eine Politik der Reaktion, liches, demokratisches und friedliebendes verlangt. Dazu die Zahlen derjenigen, die Republik verfolge. Die Gründung der Chi- des Elends und des Krieges zu machen, ver- Deutschland unser heiliges nationales Recht zu zivilen Arbeiten verpflichtet und in nesischen Volksrepublik und der Deutschen künden wir mit Nachdruck die Kampfsoli- ist und ihre vollste Unterstützung findet“ fremde Kriegsdienste gezwungen wurden. Demokratischen Republik ermöglichen die Das sei durch den Vertreter der USA ver- Schaffung neuer freundschaftlicher Bezie- hindert Worden. Abgeordneter Kohl wies hungen zwischen diesen beiden Ländern, auf die früheren Erklärungen der KPD- Die wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Fraktion zur Kriegsgefangenenhetze hin und Handelsverbindung zwischen uns Werden rief der antisowjetischen Mehrheit des Bun- sich erfolgreich entwickeln. Der Kampf für destages zu: die gemeinsame Sache, die Sache des Frie- „Ueberlegen Sie ernstlich, ob Sie moralisch dens : Demokratie in der ganzen Welt berechtigt sind, ständig die Not der Kriegs- verem igv uns. gefangenen und der in der Heimat auf die Genosse Ochab, Rückkehr der Vermißten Wartenden für Mitglied des Politbüros der Vereinigten pol Erste Sitzung des Zentral-Komltees Walter Ulbricht zum Generalsekretär des ZK der SED gewählt Berlin. (EB) Am 25. Juli fand im Zentralhans der Einheit — unter dem Vorsitz des Genossen Wilhelm Pieck — die erste Si tzung des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands statt. Auf der Tagesordnung stand die Konstituierung des Zentralkomitees. Das Zentralkomitee wählte folgende Ge- Kommission. Der Genosse Karl Raab “ nossen zu Mitgliedern des Polit-Büros: wurde zum Hauptkassier des Zentralkomi- nr.-n.Ai« dcaaL- nttr, nmtmmhi uralter icieuea gewinnen. und* Sünffidi^ie 1 SowieSn?ön d bfsdiimDfM nischen Arbeiterpartei und Verteidigungs- Wilhelm Pieck, Otto* Grotewohl. Walter tees gewählt. Zi Kriee .Len£ P Bister, feierte die bahnbrechende Bedeu- Ulbricht, Franz Dahlem. Heinrich Rau. und zum Krieg gegen sie hetzen. tu ng des III. Parteitages der SED und er- Frie dridi Ebert, Wilhelm Zaisser, Fred r ._, ,_. , ..... , klärte: „Dieser Parteitag zeigt den Offensiv- Oelssner und Hermann Matern. „ . . . „ , beneralstreiJK m Lutticn geist und unterstrich die besten Traditionen Tokio. (Nach dpa.) Verbände der koreanischen Volksarmee haben am Mittwoch die stalten. Gleichzeitig muß der Kampf um den Frieden auch in den Betrieben verstärkt werden. Es darf keinen Betrieb geben, in dem die Unterschriftenlisten zur Aechtung der Atombombe nicht unterzeichnet werden. Außerdem müssen die Arbeiter in den Betrieben darangehen, betriebliche Friedenskomitees zu schaffen, um zu verhindern, daß Kriegsmaterial produziert und Westdeutschland Rüstungs-Arsenal für Amerikas Krieg wird: Dann wird das werktätige Volk den Kampf um das tägliche Brot und um den Die Lage in Korea Neuer Vermittlnngsschritt Pandit Nehrus Washington, (nach dpa). Pandit Nehru hat, Brüssel (Nach düa) Als Protest eeeen der deutschen Arbeiterklasse. - - Ha ten d« Pnlit TUim* worden mschen Volksarmee haben am Mittwoch die wasmngton. (nach dpa). Pandit Nehru hat, die Rückkehr König 3 liowlds hat der AH- Di e Grüße der italienischen Arbeiter- Stadt Had ° ng befreit Sie stehen damit in T! VOn Diplomaten bestä- Masse überbrachte der Generalsekretär der der Ebene Südkoreas und bereiten sich zur tigt wurde, an den USA-Außenminister Schmidt. Erich Jendretzky. Mickenberger und Hans gestern zum Generalstreik in Lüttich aufge- Daliens, rufen. In den Wallonischen Teilen der Pro- Palmiro Togliatti. vinz Brabant begann am Dienstagmorgen „Mögen die Leute, die von der Schaffung bereits ein Proteststreik, dem sich 18 000 sogen, europäischer Parlamente schwatzen, Arbeiter anschlossen. Der Streik ist auf 48 mögen diese Diener des amerikanischen Im- wurde Genosse Walter Ulbricht gewählt, Ctlln/Ian r .4 of Tn frian nan »— 1 2 ...- LI_1. *_ ^ Ol» —. Befreiung des letzten Viertels von Südkorea Acheson einen bisher noch geheimgehaltenen vor. persönlichen Appell gerichtet. Nehru hat sich Die in Korea eingesetzten USA-Luftstreit- darin abermals für die Zulassung der Volks- _kräfte sind nicht in der Lage, den Nach- republik China in die UN eingesetzt. In den- Zum Genera e r des Zentralko tees sc h u bverkehr der koreanischen Volksarmee selben diplomatischen Kreisen betont man: ernstlich zu gefährden, erklärte am Diens- »Im amerikanischen Außenministerium sei Werfer schauem Sie werden Zu Mitgliedem des se kretariats d es Zen - uSZ man seiTr £e Charleroi legten die Arbeiter am Mittwoch- dann verstehen, wie man die Einheit der _“ __thnr«. Die von Gründe -u hören, die Nehn, «einem Ver- wropäisAen Völter ZT Staaten“ wirklich Maikomitees die Genossen: Walter Ulbricht, thurs. Die von den USA-Bombern durch Gründe -u hören, die Nehru zu seinem Ver- europaiscften Volker und Staaten wirkucn - .. Q , - Sprengung zerstörten Brücken, Straßen und rnittlungsschntt veranlaßten. Mit einer Aen- herstelien und festigen kann“, erklärte To- Franz Dahlem, Fred Oelssner, Otto Schon, Eisenbahnlinien würden von der Volksarmee derung der amerikanischen Haltung sei je- gliattx. „Es gibt dafür nur einen Weg, aas Paul Verner, Hermann Axen, Willi Stoph, ^ raschem Tempo wieder instandgesetzt cUxh nicht zu rechnen.“ dfe Inne^ Re d aktiOTT enWlderS andeS Ba ' jmann ' Kurt Vieweg, Herbert oder durch Behelfsanlagen ersetzt Aegypten bleibt fest „Schuman und Adenauer setzen heute die Warnke und Hans Lauter. Das Zentral- ■»***Bake Success. (nach dpa). Die ägyptische reaktionäre Tradition Petains und Hitlers komitee wählte Genosse Hermann Matern . 1 j » • UN-Delegation betonte am Montag erneut fort“, erklärte zum Vorsitzenden der Zentralen Partei- i/CaUHdett dicJ\ClC^SpCOdURUCH d >e Absicht Aegyptens, im Korea- Konflikt Jacques Duclos, Kontroll-Kommission und Alfred Oelssner. und die Remilitarisierung ro—*- P eutral zu hleiben und an den vom Sichermorgen aus Protest die Arbeit nieder. Acht Jahre Zuchthaus für SS-Mörder München. (Nach dpa.) Der ehemalige KZ- Aufseher und SS-Oberscharführer Karl Ehmann wurde von einem Münchener Schwurgericht wegen Totschlag und gefährlicher Körperverletzung zu acht Jahren Zuchthaus Fraktionsvorsitzender der KP Frankreichs, zurm Vorsitzenden der Zentralen Revisions- deutschlands!' «22 vicji vuiu oiuner- heitsrat beschlossenen Sanktionen in Korea nicht teilzun hmen. Beite 2 Donnerstag, 27. Juli 195« Es geht um den Frieden, der Leben und Arbeit sichert Manifest der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands an das deutsche Volk Deutsche Männer und Frauen, deutsche Jugend! Noch brennen die Wunden des letzten Weltkrieges, nodi ist das Herzeleid nicht versiegt, das der Krieg Vätern und Müttern, Frauen und Kindern brachte, noch mahnen die Ruinen an die Schrecken des letzten Krieges, und schon wieder erfüllt imperialistisches Kriegsgeschrei die Welt Die blutigen Profltgeier des letzten Krieges, die an jeder Patrone und Bombe verdient haben, die jeden Tropfen vergossenen Blutes in bares Geld münzten, wollen sich nicht damit abflnden, daß der Frieden ihnen das Geschäft verdirbt. Die großen amerikanischen Monopolherren, denen der Weltkrieg den größten Gewinn ihres Lebens brachte, schüren die Kriegsvorbereitungen, um das Rüstungsgeschäft in Gang zu halten und neue märchenhafte Kriegsprofite einzuheimsen. Nachdem der blutige Hitlerfaschismus durch die glorreichen Siege der Sowjetarmee und den Kampf der unterdrückten Nationen Europas niedergeschlagen war, haben die Dollarimperialisten das Erbe Hitlers angetreten und schicken sich an, nunmehr den Krieg für die amerikanische Weltherrschaft zu entfesseln. Zu diesem Zwecke haben sie das Rüstungsfieber erzeugt, zu diesem Zwecke schaffen sie überall in der Welt militärische Stützpunkte, zu diesem Zwecke pressen sie die Regierungen der kapitalistischen Länder zu Militärpakten. Weil ihnen das chinesische Aufmarschgebiet im Fernen Osten verlorengegangen ist, darum haben sie die chinesische Insel Formosa faktisch okkupiert, darum haben sie den feigen Ueberfall auf die koreanische volkdemokratische Republik verübt, in der trügerischen Hoffnung, leicht einen neuen Stützpunkt zu erobern. Aber der heldenhafte Kampf des ganzen koreanischen Volkes zeigt aller Welt, daß sich das koreanische Volk nicht versklaven lassen will. Die Protestbewegung der Völker gegen den amerikanischen Interventionskrieg in Korea zeigt, daß sich die Völter nicht als willenlose Landsknechte des amerikanischen Imperialismus mißbrauchen lassen. Was die amerikanischen Räuber heute dem koreanischen Volke antun, das wollen sie morgen in Deutschland wiederholen. Sie arbeiten fieberhaft daran, ihre westdeutsche Kolonie als Aufmarschgelände für ihren Eroberungszug in Europa auszubauen. Davon zeugt der Bau militärischer Anlagen in Westdeutschland, davon zeugen die zahlreichen Vorbereitungen zur Sprengung von Straßen, Brücken und Felsen, die Westdeutschland in eine Wasserwüste verwandeln sollen, davon zeugen die Pläne zur Wiederaufrüstung Westdeutschlands und zur Pressung westdeutscher Jugendlicher in die Söldnertruppen der amerikanischen Monopolherren Deutsche Männer und Frauen, Jungen und Mädchen! Erinnert ihr euch der schrecklichen Nächte, als anglo - amerikanische Flugzeuge eure Heimatstädte mit dem Leichentuch ihrer Bombenteppiche zudeckten und euch täglich mit dem Tode bedrohten? Erinnert ihr euch der furchtbaren Wochen, als / die Fronten über euch hinwegrollten? Wollt ihr das alles noch einmal, schlimmer und furchtbarer noch, für die amerikanischen Monopolherren erleben? Nein und tausendmal nein ! Ein neuer imperialistischer Krieg kann Deutschland nur Tod und Vernichtung bringen. Im Frieden leben und ein neues Leben bauen — das ■ allein kann das Ziel des deutschen Volkes sein. Aber der Frieden kommt nicht von selbst. Er muß erkämpft und beschützt werden. Jetxt muß der Kampf um den Frieden mit aller Kraft geführt werden Wir Deutschen haben in diesem Kampfe eine besondere Aufgabe zu erfüllen. Denkt daran, daß im letzten Weltkrieg zwei Völker die größte Kraft entfaltet und die größten Opfer gebracht haben, das deutsche und das sowjetische Volk. Daraus ergibt sich die große geschichtliche Lehre, die Stalin uns gibt: „Wenn diese beiden Völker mit der gleichen Entschlossenheit, die sie im Kriege zeigten, jetzt für den Frieden kämpfen, dann wird der Friede in Europa gesichert sein.“ Laßt uns daraus unsere Aufgabe'ableiten. Das sowjetische Volk steht an der Spitze des gewaltigen Lagers, das um den Frieden kämpft. Spannen auch wir Deutsche alle Kräfte an, kämpfen wir mit noch größerer Entschlossenheit und Ausdauer, als sie jemals das deutsche Volk im Kriege aufbrachte, für den Frieden! Dann tilgen wir unsere geschichtliche Schuld und sichern den Frieden in Europa. Diese große Friedensaufgabe muß das ganz’e deutsche Volk erfüllen. Aber es muß auch für die Einheit seines Vaterlandes kämpfen. Solange Deutschland gespalten und zersplittert ist, solange ein Teil des deutschen Volkes als Kolonialarmee des Imperialismus gedrillt wird, wird es selbst ein Unruheherd in Europa sein. Darum ist die Herstellung eines einheitlichen, demokratischen und friedliebenden Deutschland eine wichtige Aufgabe zur Sicherung des Friedens in Europa. Um diese Einheit kämpft die Nationale Front des demokratischen Deutschland. Ihr größter Erfolg war die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik. Mit der ßildung der Deutschen Demokratischen Republik wurde der Grundstein für ein solch es Deutschland gelegt . Die Schaffung der antifaschistisch - demokratischen Ordnung in der Deutschen Demokratischen Republik zeigt dem ganzen deutschen Volk, wie es mit den Kriegstreibern, den Junkern, Monopolisten, Militaristen und Nazis im eigenen Lande fertig werden und einen friedliebenden Staat errichten kann. Der vom III. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands beschlossene erste Fünfjahrplan bedeutet den Beginn einer neuen Epoche in der deutschen Geschichte. Er beruht auf der Entwicklung der Friedenswirtschaft in der Deutschen Demokratischen Republik, die dem ganzen deutschen Volk zeigt, wie es aus eigener Kraft, ohne Schulden zu machen, eine planmäßige Friedenswirtschaft entwickeln kann, die keine Arbeitslosigkeit und Krisen kennt und eine ständige Verbesserung des Wohlstandes der Volksmassen garantiert. Der III. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands hat der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik den Vorschlag unterbreitet, ab 1. September eine allgemeine Erhöhung dei Arbeitslöhne, eine Erhöhung der Renten und eine Erhöhung der Lebensmittelrationen durchzuführen. Gleichzeitig hat er neue Preissenkungen in den staatlichen HO-Läden beantragt. Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands wird auch dafür sorgen, daß diese Verbesserung der Lebenslage der Werktätigen verwirklicht wird. Damit beweist der Parteitag aufs neue, daß die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands unermüdlich an der ständige Verbesserung der Lebenslage der breiten Massen arbeitet. Der vom Parteitag beschlossene Fünf jahrplan wird auf diesem Wege neue, große Erfolge bringen! Der Fünf jahrplan bedeutet die weitere, noch raschere Entwicklung der Friedenswirtschaft! Der Fünfjahrplan bedeutet Arbeit und Brot für alle Werktätigen, weitere Verbesserung der Löhne und Gehälter, gesicherten Absatz für die Bauern, Existenzsicherheit für den Mittelstand, breite Entwicklungsmöglichkeiten für die Jugend, freie Entfaltung der Wissenschaft und Kunst! Der Fünf jahresplan bedeutet eine neue, große Aufwärtsentwicklung auf alten Gebieten des Gebens Dieser große Plan, dessen Erfüllung die werktätigen Massen einem besseren und schöneren Leben entgegenführt, ist das große Beispiel für das ganze deutsche Volk. Denn der Fünf jahrplan ist djer Weg zum Aufbau eines friedliebenden, demokratischen und starken Deutschland, in dem allen schaffenden Schichten unseres Volkes Wohlstand und Glück gesichert sind. Die Außenpolitik der Deutschen Demokratischen Republik zeigt dem ganzen deutschen Volke den Weg zur friedlichen Zusammenarbeit mit den anderen Völkern, deren Inhalt nicht Waffenlieferungen und Militärpakte sind, sondern gegenseitige wirtschaftliche und kulturelle Hilfe, brüderliche Zusammenarbeit für Frieden und Wohlstand, zum Segen aller Völker! Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, die an dieser Politik der Deutschen Demokratischen Republik führend beteiligt ist, strebt die gleiche friedfertige Entwicklung für ganz Deutschland an* Als Vortrupp des deutschen Volkes macht sich die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands zur Fürsprecherin der elementarsten Interessen der ganzen deutschen Nation. Sie stellt darum den Kampf um einen dauerhaften Frieden und um die Wiedererlangung der Einheit Deutschlands auf demokratischer Grundlage in den Mittelpunkt ihrer ganzen Arbeit. In diesem Kampfe arbeitet die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands im antifaschistisch-demokratischen Block und in der Nationalen Front des demokratischen Deutschland mit allen demokratischen und friedliebenden Kräften zusammen. Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands wendet sich an alle deutschen Männer, Frauen und Jugendliche, ihre ganze Kraft einzusetzen in der Fortführung des Friedenskampfes, in der Sammlung der Unterschriften zum Verbot der Atomwaffe, i» der Vorbereitung des zweiten Weltkongresses der Friedensanhänger, in der Verhinderung aller Kriegsmaßnahmen. Vorwärts Im Kampfe der Nationalen Front des demokratischen Deutschland! Für das einheitliche, friedliebende und demokratische Deutschland, für den Abschluß eines gerechten Friedensvertrages und den Abzug der Besatzungstruppen! Die SED ruft euch alle, deutsche Männer und Frauen, Jungen und Mädel, deutsche Arbeiter und Bauern, Intellektuelle und Gewerbetreibende. Es geht um den Frieden, der euch allen Leben und Arbeit sichert! Es geht um die Einheit unseres deutschen Volkes, von der Frieden und Freiheit abhängen! Es geht um ein besseres Leben-durch Uebererfüllung des Wirtschaftsplanes! * Reiht euch ein in diesen großen -Kampf, in dem ihr das Schicksal unseres Volkes und euer eigenes Schicksal entscheidet! Berlin, 24. Juli 1950. Der III. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Dieses Manifest wurde in der Schlußsitzung des III. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands einstimmig angenommen. Gewerkschaftsführer Jahn als Provokateur Wer bezahlt Jahn? - Wo sitzen die Agenten? Provokationen und Falschmeldungen gegen .die organisierten Werktätigen werden immer 'wieder,^ und zwar sehr schnell entlarvt. Und doch gibt es eine Sorte von Agenten, die sich nicht scheuen, dieses immer wieder zu versuchen. Einer von ihnen, und zwar der besonders den westdeutschen Eisenbahnern als Unternehmerknecht bekannte amerikanisierte Gewerkschaftsführer Jahn, hat sich jetzt mit einer Neuauflage des gefälschten „Protokolls M“ hervorgetan, um damit seine Brauchbarkeit den in- und ausländischen Monopolisten zu beweisen. Doch wie seiner Zeit die Werktätigen den „M-Plan“ schnell als Lüge und Fälschung erkannt haben und als Fälscherzentrale da? sozialdemokratische Ostbüro entlarvt wurde, ebenso schnell werden auch heute die westdeutschen Arbeiter, nicht nur die Eisenbahner, die ihren Jahn ja zur Genüge kennen — als Hetzapostel gegen die Sowjetunion und gegen die Volksdemokratien, und auch als Lohndrük- ker —, vielmehr alle Werktätigen diese Neuauflage des „Protokolls M“, nämlich die Behauptung, die KPD unterhalte eine besondere Sabotage-Organisation gegen die westdeutsche Eisenbahn, als zweckgebundene Fälschung ansehen. Besonders die in der SPD organisierten Arbeiter sollten sich einmal mit derartigen Führern, die schmutzigste Agententätigkeit für den amerikanischen Imperialismus betreiben, beschäftigen. Der augenblicklich in Stuttgart unter der Regie der amerikanischen AFL . tagende sogenannte Kongreß und-fordern die weitere Entlassung von der -internationalen Transportarbeiter - Fö- der ICriegstreiber und - fällt den für den Frieden kämpfenden Hafen- und Transportarbeitern ganz Westeuropas in den Rücken mit der Aufforderung, die amerikanischen Kriegsmaterial-Transporte auszuführen. Für die Durchführung seiner Provokation hat sich der Agent Jahn diese Kulisse ausgesucht Diese Provokation gegen die Kom- derätion (ITF) entpuppt sich vor den Werktätigen der ganzen Welt als ein Instrument munistische Partei soll zweifellos wieder einmal ein Ablenkungsmanöver werden. Was ist geplant, um die Kriegs Vorbereitungen in Westdeutschland zu verstärken? Erst vor einigen Tagen ging durch die westdeutsche Presse das neue Programm der USÄ- Eisenbahnbesitzer der Western Pazifik, Mil- waukee-Railroad und Santa Fä-Railroad, deren Vertreter, ein amerikanischer Professor, den Wert der westdeutschen Eisenbahn abgeschätzt hat.. Die westdeutsche Eisenbahn soll amerikanisiert werden. Deshalb wird von kommunistischen Sabotagetrupps gesprochen, um so auf leichtere Art, ohne große Protestbewegungen der Bevölkerung in den Besitz unserer Eisenbahn zu kommen und diese wiederum in die Kriegsvorbereitungspläne einbauen zu können. Doch damit allein sind die amerikanischen Monopolisten nicht zufrieden; sie wollen auch hier ein großes Geschäft machen. Deshalb schlagen sie schon heute die Rationalisierung der westdeutschen Eisenbahn vor mindestens 80 000 Eisenbahnern, Ein großer Teil der - westdeutschen Reparaturwerkstätten soll stillgelegt werden. Westdeutschland kann ja dann dafür ausländische Personen- und Güterwagen einführen. Diese Pläne der amerikanischen Monopolisten, die auf starken Widerstand bei den westdeutschen Arbeitern und besonders bei den Eisenbahnern stoßen, ohne Schwierigkeiten durchzuführen, das ist die Aufgabe des Agenten Jahn. Deshalb die Diffamierung fortschrittlicher Gewerkschaftler, deshalb die Neuauflage des „Protokolls M“. Auf die schönen Reden amerikanischer AFL-Führer sind die westdeutschen Arbeiter in ihrer Mehrzahl bisher nicht hereingefallen. Auch die Provokation eines Jahn wird daran nichts ändern. Die .Frage ist- nur, wie lange eine, derartige Agententätigkeit für die Kriegstreiber .von,, den .westdeutschen Arbeitern.. und Angestellten geduldet wird. Der wuchtige Aufmarsch der deutschen Werktätigen auf dem III. Parteitag der SED in Berlin hat allen die Macht der Werktätigen gezeigt. Auch die westdeutsche Bevölkerung muß erkennen, daß sie unbeirrt den Kampf für den Frieden und für den Wohlstand der arbeitenden Massen in ganz Deutschland führen muß, und sie wird damit den ln- und ausländischen Monopolisten und ihren Agenten die richtige Antwort geben. H. H. Nur ein kleines Beispiel „Helft den hotleidenden Brüdern im Osten“, schrien monatelang die Sprachrohre der Adenauer und Konsorten. Hinter diesen und ähnlichen Parolen tarnten sie den Raubzug auf die Taschen der westdeutschen Werktätigen. Brot, Margarine, Zucker wurden teurer; der Großhandel hortet Lebensmittel, um. Angstkäufe und damit weitere Preiserhöhungen zu erreichen. Und der westdeutschen Jugend werden anstatt Butter schon wieder Kanonen geboten. „Helft den notleidenden Brüdern im Westen“, müßte es heißen. Schon heute im ersten Jahr der Erfolge, wie der stellvertretende Ministerpräsident der Deutschen Demokratischen Republik, Walter Ulbricht, große Kisten verpackt. Hundert Rundfunkgeräte aus der DDR, Tausende Meter Seiden und Textilien, 4000 Stück Trikotagenerzeug- nisse, Akkordeons und andere Musikinstrumente enthielt dieser eine Postwagen. Dutzende von Paketen waren jeweils an die gleiche Adresse aufgegeben. Es war einmal... ein Bundestagspräsident, der sich noch vor acht Tagen im Alkoholrausch stark wie Hermann Göring vorkam. Den KPD-Abgeordne- ten drohte, er mit schärfsten. Maßnahmen, wenn sie bei ihren, der Aufklärung des deut-^ sehen Volkes dienenden- Reden, sich nicht an dte Knebeloiigsbestimmungen der Geschäftsordnung hielten. „Und ich werde mich nicht scheuen, solche Maßnahmen durchzuführen“, rülpste der selten nüchterne Mann auf dem Präsidentenstuhl. Und nun liegt dieser Freund des Alkohols und seiner Gegenmittel, von seinen eigenen Parteifreunden im Stich gelassen, als erledigter Mann im Krankenhaus. Bisher war es ein Angriff auf die Autorität des Parlaments, offen über die Ursachen von Köhlers Unbeherrschtheiten zu sprechen. Alle Willkürmaßnahmen dieses Mannes gegen die KPD-Abgeordneten wurden von der Regierungskoalition und leider auch von der SPD gedeckt. Das einzige, wozu sich die CDU bis vor wenigen Tagen aufschwang, war, gelegentlich einmal öffentlich im Bundestag die Hände zu ringen, wenn Köhler wieder einmal einer seiner Schnapsideen vom Präsidentenstuhl aus freien Lauf ließ. Solange sich die Hausknechtsmanieren Köhlers nur gegen die KPD-Fraktion auswirkten, rieben sich die Das ist Schmuggel en gros mit freundlicher Manager im Hintergrund vergnügt die Hände. Unterstützung der Behörden des Adenauer- Staates. So arbeiten die Bankerotteure und Kreigstreiber: Sie hetzen gegen den friedlichen, erfolgreichen Aufbau in der DDR, ziehen dem Volk den Brotkorb mit den teuren Marshallplan-Waren immer höher, sabotieren den normalen innerdeutschen Handel und Außenhandel mit den natür- das Jahr 1950 nannte, ist mit der fünften liehen Handelspartnern Deutschlands im „Ich sprach mit koreanischen Kämpfern“ Marius Magmen, der Berichterstatter der „L’Humanite“ berichtet aus Pjoenjang „Ich traf in der koreanischen Grenzstadt kaner gegen diese Einheit eingreifen, müs- Sinuidschu, an der chinesisch-koreanischen sen wir sie aus dem Lande vertreiben. Sie Grenze bei strömendem Regen ein. Der Zug, bombardieren unsere Städte, töten Frauen, der zur Hauptstadt fährt, hat infolge des Kinder, Greise, Arbeiter und Bauern. Aber Krieges Verspätung. Deshalb muß ich 24 so lange es noch einen Koreaner gibt, so Stunden in Sinuidschu warten. Vom Krieg lange wir noch Dolch und Gewehr haben, sieht man wenig. Nachts sind alle Lichter wird es genügen, um den fremden Unterverdunkelt, denn man befürchtet die ver- drücker zu vertreiben, brecherischen, amerikanischen Luftbom- Verbrecherische Bombardements der bardements. amerikanischen Luftwaffe ... Unser Zug kann endlich abfahren. Er Ich sah auch die R U j nen der Industriestät- ist mit jungen Freiwilligen, die für die Be- ten der stadt pj ang . Die Amerikaner ver- freiung und die Einheit ihres Landes kämp- nieteten dort durch unsinnige Luftbom- fen, überfüllt. bardements eine Nährmittelfabrik und die Ich sprach mit Soldaten, die im Laufe der umliegenden Arbeiterhäuser. In Kinzian ersten Kämpfe verwundet wurden. Sie be- haben sie fast die ganze Bevölkerung ver- finden sich auf dem Wege der Genesung nichtet. Sie bombardierten aus niedriger und wollen nicht länger im Hinterland ver- Höhe die Schulen und die Krankenhäuser, bleiben. Sie möchten so rasch wie möglich in Seoul führten sie einen Terrorangriff die Amerikaner ans Meer zurückwerfen. durch, dem 2 000 Menschen zum Opfer fielen. Der Zug hält auf jedem Bahnhof. Ueber- Die Koreaner lassen sich aber nicht dadurch all steigen hunderte von Familien ein. Wir beeinträchtigen. Sie führen ihre siegreiche fahren durch ein fruchtbares Land. In den Offensive weiter durch. Reisfeldern, wo die Arbeiter und Arbeite- jgs | S t Sache der Koreaner“ ™nen b is a J - Kn , ie im ™ ass< ? St6 * en ’ Ich sprach mit dem gefangenen amerika- wird die Arbeit für einige Momente unter- w ttt* ca£ y+ a mir« brochen. Alles winkt dem Transportzug zu. Ä großen Preissenkung bei der HO — die bei Industriewaren bis zu 35 Prozent, bei Lebensmitteln sogar bis zu 60 Proz. betrug — die Perspektive für jeden Werktätigen ganz klar: planmäßig steigender Wohlstand. Eine solche Preisermäßigung kurz vor der Ernte beweist, daß dieser in der DDR ein- Osten und Südosten Europas — und versuchen, gleich Ratten, sich illegal an den Aufbauerfolgen der DDR zu mästen. „Immer auf Kosten des Volkes“, ist ihre Parole. Die Werktätigen Westdeutschlands sollten aus diesen kleinen Beispielen lernen und auch hier vereint die Kraft schaffen, die Wenn Köhler dabei vorher getroffene Abmachungen beiseite schob, wenn er die Geschäftsordnung willkürlich und diktatorisch auslegte, dann konnten die Herrschaften, die „ihren“ Präsidenten aus Prestigegründen bis zum letzten deckten und stützten, ihn im eigenen Kreis mit einer „Alkohollaune“ entschuldigen. Köhlers Maßnahmen gegen die KPD allerdings entsprachen ganz ihren neofaschistischen Wünschen und Vorstellungen. Und nun ist Köhlers Pseudoherrlichkeit zu Ende. Den angebotenen Posten eines Generalkonsuls, zuerst in Paris und später in Stockholm, hat er zu seinem Pech ausgeschlagen. Wir wissen nicht, ob aus Größenwahn oder im Alkoholrausch. Stempeln allerdings geschlagene Weg, auf dem es keine Ver- Ratten verjagen und unserem ganzen wird Köhler nicht zu gehen brauchen und 'Vir wollen die Freiheit und die Unab hängigkeit unseres Volkes Ich habe mit Hunderten von jungen Soldaten gesprochen. Sie sagten mir: Wir hatten Gelegenheit, die japanische Unterdrük- ,Ich sehe nicht ein, warum wir in Korea sind. Es ist die Sache der Koreaner. Die Vereinigten Staaten nehmen hier die Rolle Englands in Amerika ein, als wir damals für unsere Einheit kämpften. 1 ,Sie sind also gegen Trumans Interven- schuldung, keine Krisen und keine Arbeitslosigkeit mehr gibt, der einzig richtige und gangbare für ganz Deutschland ist. Diese Preisermäßigung garantiert den Werktätigen die Aufhebung der Bewirtschaftung sämtlicher Lebensmittel — außer Fett und Fleisch — nach der Ernte und die endgültige Angleichung der Preise für heute noch bewirtschaftete und freie Waren. Die reaktionären Kreise in Westdeutschland und ihre imperialistischen Hintermänner erkennen und fürchten die Erfolge des friedlichen Aufbaues in der DDR und versuchen ihn mit allen Mitteln zu stören. Daß sie sich dabei noch die Taschen füllen wollen, entspricht ganz ihrer Profitgier. Sie schicken keine Päckchen per „Osthilfe“ — außer mit Dynamit für Sabotageakte —, aber sie benutzen Westberlin und seine Postbehörden für den illegalen Warenschmuggel. Die Bestimmungen über die Postpaketbeförderung, die durch das Abkommen der vier Besatzungsmächte festgelegt worden sind, werden ständig bewußt verletzt. Allein im Postwagen eines Zuges von Westberlin nach Westdeutschland, am 10. Juli, befanden sich mehr als 1000 Warenpakete, die weder mit Handelsgenehmigung noch mit vorschriftsmäßigen Begleitpapieren der Post versehen waren. Bekanntlich darf das Höchstgewicht für Pakete 7 Kilo Volke Einheit, Frieden und Wohlstand bringen wird: die Nationale Front unter Führung der Partei der geeinten Arbeiterklasse. W. F. C. seine Einkünfte werden auch in Zukunft die eines Kriegsbeschädigten aus Hitlers verbrecherischem Krieg um ein Vielfaches übersteigen. USA verhinderte die friedliche Einigung Koreas Kriegsanweisungen des USA-Aufienministeriums an Korea-Kommission Washington. (EB) Starke Beunruhigung besteht, wie der Washingtoner Korrespondent der Telepreß-Agentur berichtet, im USA-Außenministerium über das Schicksal der Geheimakten der Korea-Kommission der UN, die bei der Flucht aus Seoul zu- rfickgelassen wurden. Unter diesen Akten befinden sich Instruktionen des USA-Außen- ministeriums an die Korea-Kommission, in denen diese angewiesen wird; die Vereinigung Nord- und Südkoreas mit allen Mitteln zu verhindern. Sekretär den Diener spielt, um die Unterstützung der amerikanischen Interventions- Truppen in Korea zu organisieren. Die „Prawda“ spricht von einer völligen Ergebnislosigkeit des amerikanischen Hüfe- rufes, die auf die tiefe Empörung der Bevölkerung in allen Ländern zurückzuführen sei und stellt fest: „Durch die Unterstützung der Trygve Lie, Diener der USA-Aggression Moskau, (nach dpa) Die „Prawda“ schrieb in ihrer Montag-Ausgabe, daß Trygve Lie die wenig ehrenvolle Rolle eines Dieners der amerikanischen Aggression übernommen habe. Nachdem die herrschenden Kreise der USA ihre §atelliten gezwungen haben, die friedlichen Initiative Pandit Nehrus hat Sta- * _ — — A a.__ TX-.t.aLlixßiiMrc» S\ Ln« Ji« Wa 1,m nioht mit* dn« tl CtA« TtTocf frtl* sogenannten Entschließungen über die Korea-Frage blind zu unterschreiben, haben sie beschlossen, die Ergebnisse dieses Drucks kung kennen zu lernen. Wir wollen auch die tionspolitk? 1 fragte ich. der Amerikaner nicht. Wir wollen einfach ,Ja, selbstverständlich! 1 kam die Antwort, die Einheit unseres Volkes. Da die Ameri- (Aus „1‘Humanite) nicht überschreiten, aber in diesem Zuge einzukassieren. Zu diesem Zweck haben sie —AM n amIaam Ja 1 OAA V11 A* TThj4 T h. . W. ■ ▼ Ja /\t, T 11 I“, 1 A — 4* /l o v» •« T taI 1 1 Cf O ^_ wogen vier Pakete schon je 1800 Kilo. Und Glaserzeugnisse aus Jena waren gleich in Trygve Lie mobilisiert, der in völligem Gelin nicht nur den einzig richtigen Weg für die Liquidierung des von den Amerikanern nach Korea getragenen Krieges gewiesen, sondern auch der UN die einzige Möglichkeit aufgezeigt, den Zielen und Aufgaben gerecht gensatz zu seinen Pflichten als UN-General- zu werden, für die sie gegründet wurde.“ WIR SIND DEUTSCHLANDS NEUES LEBEN Die siegreiche Jugend Chinas Mdt die FDJ ein Eine neue große Anerkennung des Friedenskampfes der deutschen Jugend »»^onnecker, der würdigste Vertreter des stolzen Millionen Verbandes der Freien ihr ausdrücklich zu einem Besuch in ihrem Deutschen Jugend, unter dessen Leitung die FDJ Erfolg auf Erfolg im Kampf um den Frieden an ihre Fahnen heften konnte, wird in das neue China fahren! Wie auf der Berliner Tagung des Exekutivkomitees des Weltjugendbundes im An- scfaluS an das Deutschlandtreffen beschlossen wurde, entsendet der WBDJ im Herbst dieses Jahres» von_ Anfang September bis Anfang Oktober, eine Delegation nach China. Auf ausdrücklichen Wunsch der heldenhaften chinesischen Jugend und nach dem Willen des Sekretariats des WBDJ, soll ein Vertreter der Avantgarde der jungen Generation Deutschlands, der Freien Deutschen Jugend, Teilnehmer dieser Delegation sein. Die 6. Tagung des Zentralrats der' FDJ beschloß, Erich Honnecker zu dieser Delegation zu entsenden. Mit der Einladung der FDJ durch die Telegramm des Führers der Weltfriedens- heldenhafte chinesische Jugend ist der stol- front, Stalin» von großer Bedeutung ist. Die zen Vorhut der deutschen Jugend, den ak- große chinesische Jugend, die Seite an Seite _ - tivsten Kämpfern zur Sicherung des Frie- mit unserem Vorbild, dem Komsomol, an gen wir ' ms des Vertrauens des großen dens, eine neue große internationale Aner- der Spitze der Front der Weltjugend für kennung zuteil geworden, die gleich dem Frieden steht, hält die FDJ für würdig, von Land eingeladen zu werden! Die FDJ darf darauf mit Recht stolz sein! Diese Anerkennung ist eine Auswirkung der mächtigen Willenskundgebung der deutschen Jugend beim Deutschlandtreffen in Berlin. Aber wie das Telegramm Stalins ist die unseren Vorsitzenden Einladung der chinesischen Jugend auch i eine große Verpflichtung für unsere Arbeit im Friedenskampf. Die Einladung beweist: die Jugend der Welt schaut auf uns! Zei- Stalin, der heldenhaften chinesischen Jugend würdig, indem wir unermüdlich ar- Vor der ersten Zwischenwertung im Friedensaufgebot Wem gehört die Sturmfahne? — Welches Land erobert die Fahne des Weltbundes Am kommenden Samstag und Sonntag findet in allen Kreisen der Freien Deutschen Jugend in ganz Westdeutschland die erste Zwischenwertung im großen Friedensaufgebot der Jugend zum Friedenstreffen der 100 000 an Rhein und Ruhr statt. Am Tage darauf werden die Abgesandten der Kreise bei den Landesvorständen Zusammenkommen» um _den besten Kreis zu ermitteln, und am nächsten Tag fahren die Delegierten der Länder nach Frankfurt, wo die zentrale Auswertung durchgeführt wird, lieber« all in den Gruppen der FDJ herrscht Gespanntheit darüber, wer im großen Wettbewerb als Bester hervorgehen wird. Große Erfolge sind bereits erreicht worden. Aus vielen Teilen des Landes häufen sich die Meldungen über hervorragende Arbeit bei der Erfüllung der Aufgaben im Aufgebot. So ergibt eine ungefähre Schätzung im Kreis Mannheim z. B., daß die Freunde das Soll des Kreises in der Unterschriftensammlung für die gesamte Zeit des Friedensaufgebotes schon im 1. Monat des Wettbewerbes zu fast zwei Dritteln erfüllt haben. Doch es ist selbstverständlich, daß man nicht stehen bleiben wird, wenn die Solls erreicht, der Plan erfüllt ist. sondern Hiroshima mahnt} Die Jugend von Hiroshima und Nagasaki richtete an die Jugend der Welt einen erschütternden Appell für das Verbot der Atombombe: „Fast fünf Jahre sind über die von der Atombombe zerstörten Gebiete hinweggegangen. In unserem Herzen aber bleibt ein lebendiger und zunehmender Haß gegen die Atombombe, die in einem Augenblick unsere Eltern» Brüder und Schwestern tötete oder verkohlte. Wir, die wir sehr nahe dem Tode entronnen sind, haben Hiroshima sich in ein Flammenmeer verwandeln sehen. Die ganze Stadt brannte noch tagelang hinterher. Junge Mütter starben mit ihren Säuglingen im Arm. Die Atombombe schuf die Hölle auf Erden. Die beiden Atombomben vernichteten Hunderttausende von wertvollen Menschenleben, glückliche Heimstätten fruchtbare Felder. Junge Mädchen und Burschen der ganzen Welt, hört unseren Appell, den Appell der» immer neue, größere Aufgaben stecken sich die Freunde, denn sie wissen, daß der Wettbewerb nur ein äußerer Ansporn ist, aber ihre Arbeit der Erkämpfung des Friedens dient. Die erste Zwischenwertung im Friedensaufgebot der deutschen Jugend wird noch einmal die gewaltigen Auswirkungen des großen Deutschlandtreffens in Berlin vor Augen führen. Sie wird zeigen, daß der Elan von Berlin, Lübeck und Bingen sich übertragen hat auf die Tausende von Jungen und Mädel, die im Friedensaufgebot alle ihre Kraft einsetzen. Die Erfüllung des Friedensaufgebotes der deutschen Jungen wird ein neuer großer Schlag gegen die Kriegstreiber und ein gewaltiger Erfolg im Kampf um die Sicherung des Friedens sein. Deshalb gilt es, am kommenden Wochenende beim „Tag des Friedensaufgebotes“ weitere hervorragende Leistungen zu erzielen. Der erste „Tag des Friedensaufgebotes“ soll ein Kampftag der Jugend werden, an dem alle Kräfte mobilisiert werden, um vor der ersten Zwischenwertung noch einmal alle Anstrengungen zu unternehmen, damit das Aufgebot nicht nur erfüllt, sondern weit übererfüllt wird! i Deshalb: Gehen wir am kommenden Sonntag mit dem Elan vom Deutschlandtreffen weiter an die Arbeit, damit unser Friedensaufgebot erfolgreich ist und das große Friedenstreffen der 100 000 an Rhein beiten, um in Deutschland neue große Erfolge für den Frieden zu erzielen. Vorwärts im Friedensaufgebot der deutschen Jugend! Vorwärts zu den Tagen des Friedensaufgebotes am 29. und 30. Juli Vorwärts zu den Kundgebungen des Hiroshimatages: Vorwärts znm Friedenstreffen an Rhein und Ruhr! Die Früchte des Deutschlandtreffens reifen eingesandt vom Jugendkorrespondenten J. F. aus Ulm Jeder von uns hat doch vor dem großen Pfingsttreffen in Berlin seine ganze Hoffnung in dieses große Ereignis gesetzt. Nun fragen wir, hat sich unsere Hoffnung erfüllt? Ja, und ob sie sich erfüllt hat. Von selbst natürlich nicht. Nur durch unsere Arbeit hat uns das Deutschlandtreffen nun auch den Erfolg nicht versagt. Vor Pfingsten haben wir in dem Städtchen Heidenheim einen Berlinfahrerausschuß gebildet» welcher es dann natürlich auch fertig brachte, einige Freunde für da« Deutschlandtreffen zu gewinnen. Seitdem war Heidenheim ein Stützpunkt. Doch dabei blieb es nicht Am Samstag, dem 15. Juli, konnten wir in der neugegründeten Gruppe Heidenheim unsere erste öffentliche Versammlung in Heidenheim abhalten. Auch die Freunde von Aalen waren gekommen, so daß die blauen Hemden zahlreich vertreten waren. Vor ca. 100 Gästen sprach ein Freund aus Ulm über das Deutschlandtreffen. Er schilderte sehr eindrucksvoll die Geschehnisse in Berlin und ihre Nachwirkungen. Die anschließende Diskussion bewies, daß es ihm gelungen war, das Volk wachzurütteln. Die ersten Erfolge waren schon nach der Versammlung zu sehen. Einige der jungen Leute sagten, daß sie auch zur FDJ kommen wollten. Auch von älteren Leuten wurde uns Mut zugesprochen. Ein älterer Herr, def selbst im 1. Weltkrieg war und im 2. Weltkrieg zwei Söhne verlor, rief uns zu: „Es ist ganz richtig, die Jugend muß endlich zu etwas anderem erzogen werden, als zu Soldaten.“ Am Sonntagmorgen stürzten wir uns gleich wieder in die Diskussionen. Wir sammelten Unterschriften zum Stockholmer Appell. Obwohl wir oft schwer zu ringen hatten, haben wir doch gute Erfolge erzielt Als wir dann am Nachmittag nach einem kühlen Bad nach Ulm zurückfuhren, waren wir wieder um einiges gestärkt in unserem Bewußtsein, daß wir auf dem richtigen Wege sind und daß wir es schaffen werden. II- Welt-Studenten-Kongreß in Prag Besondere Bedeutung für die deutschen Studenten hat der zweite Weltstudentenkongreß, der im August dieses Jahres in Prag stattfindet und ein entscheidendes Ereignis für die Studenten der Welt ist. Unter der Losung des Internationalen Studentenbundes: „Für Frieden, nationale Unabhängigkeit, Demokratisierung der Erzie- und Ruhr im Herbst dieses Jahres ein Tref-' hung und die Verteidigung der Lebensbe- fen wird, das dem Deutschlandtreffen wür- dürfnisse und Rechte der Studenten“ haben dig zur Seite steht! sich die Hochschulgruppen der FDJ zum Ziel gesetzt, alle Studenten zu erfassen und sie zu neuen großen Erfolgen im Kampf um den Frieden zu führen. Das Telegramm Josef W. Stalins an die deutsche Jugend, in dem er die deutsche Jugend als den aktiven Erbauer eines einheitlichen, friedliebenden demokratische!» Deutschlands bezeichnet, stellt die große Bedeutung unseres Deutschlandtreffens im Kampf um den Frieden klar heraus und ist auch für die deutschen Studenten die größte Anerkennung der bisher geleisteten Arbeit. Es birgt in sich die große Verpflichtung, die Friedenspropaganda an allen Universitäten und Hochschulen zu verstärken, die Absichten der imperialistischen Kriegshetzer zu entlarven und die Wissenschaft von allen verderblichen, objektivistischen und kosmo- Auf der vor einiger Zeit veranstalteten Konferenz der jungen Friedenskämpfer Süd- nen. Das legt uns allen eine große Verpflich- politischen Einflüssen zu befreien, badens in Freiburg, die 200 jugendliche Delegierte der verschiedensten Jugendorganisa- tung auf. tionen im gemeinsamen Wollen nach Frieden vereinte, wurde ein offener Brief an den Die Gewerkschaften selbst legten in ihren Die Studenten haben sich zu einer weite- Landesjugendring und alle Jugendorganisationen Südbadens abgesandt, den wir nach- Satzungen ein klares Bekenntnis für Frie- ren Aufgabe eine breite Aufklärungskam- stehend im Wortlaut veröffentlichen: ‘ den und Völkerverständigung ab. Der Badi- pagne über die friedliebende Politik der Re- sche Gewerkschaftsbund erklärte darüber gierung der Deutschen Demokratischen Republik in der Vorbereitung der Wahlen im „Die beunruhigende Tatsache, daß von den Oktober gemacht und sich verpflichtet, in den maßgebenden Kräften offen die militärische Aufrüstung mit allen Mitteln betrieben wird, „Vor dem Krieg kann keiner die Augen verschließen!“ Offener Brie! an den Landesjagendring und alle Jugendorganisationen Südbadens „Immer drohender steht vor der Mensch- Wir rufen alle Menschen mto WelL die hinaus in der Presse am 26 . 4 . 1949: heit, auch vor unserer deutschen Jugend, die guten Willens sind, diesen Appell zu unter- Gefahr eines dritten Weltkrieges. Mit bru- zeichnen.“ taler Offenheit erklären die Feinde des Frie- Aerzte, Wissenschaftler, Arbeiter, Bauern, dens, daß man in der Lage wäre, mit Atom- alte und junge Menschen, Sozialisten, Chri- Äurrusiung mit aiiemmitt^n Betrieben wird, *** “ waffen ganze Völker aüszurotten. Doch die sten, haben diesen Aufruf Folge geleistet und * ,,r,rc Tussnit »iTniio.» iro.non tcrCo» ihr« Unterschrift eeceben. Millionen Men- UI ? d sonstigen Geheimwaffen riesige Fort- Semesterferien sich in ihren Heimatorten in die Aufklärungs- und Agitationsarbeit Völker und die Jugend wollen keinen Krieg, ihre Unterschrift gegeben. Millionen Men Sie sehnen sich nach Frieden, wollen Freund- sehen stehen heute in der Weltfriedensbewe. schaft und Verständigung. gung und bilden eine mächtige Kraft, die ein Kein junger Mensch und keine Jugendor- neues Völkermorden verhindern wird. schritte macht, veranlaßt die Gewerkschaft, als Vertretung der Werktätigen, mit allem Um in der Vorbereitung des zweiten Weltstudentenkongresses alle Studenten und die Bevölkerung mit der Lage der Studenten Nachdrude gegen die Entwicklung, die un- in der Welt und der Rolle des Internationalen ganisation kann die Augen von den Tatsachen Wenn wir uns der großen Verantwortung, weigerlich zu einem militärischen Zusam- Studentenbundes im Kampf um die Verteidi- verschließen, daß durch die Drohung mit der die wir gegenüber der deutschen Jugend zu nienstoß fuhren muß, Protest zu erheben. g ung