s «insaaj onnerstjJH äcbsthetru.j ENSCHAFT 20 Uhr onnerstag; Ca Pitol*) lmung ih. Strauße deutscher *1. WiHy tters, Do. Dohm, j. 20 Uhr ls einacte 'onnerstap imödie Paul Kilo, i u. a 20,15 IS SÜDKURIER 5 . JAHRGANG ' gagielnt Dienstag, Donnerstag, Samstag., Adresse: Konstanz, Marktstätte 4 feJefon-Anschlüsse: Redaktion und Verlag N 2 . 924, 925, 1130, 1510, 1511 Bir uoaOQängigr Erfmaurining oom isoorofrr DONNERSTAG 8. DEZEMBER 1949 N U M M E R 145 Bezug monatlidi durch die Post DM 2.30, einsthl. 27 Dpi Postzusteäügebühr. durch Träger DM 2.10 einschließlich 25 Dpi Trägerlohn — Einzelpreis 20 Dpi ;alische t IK0VSKY »opran Violine. Abonnec- Musikhaus tussenstr. 29 Ml AJfJf ^bellen lt und führt en mit mz. XJOOOOOOOOOOO» men die überall, üe finden ünschen- > S 81 Nr. 433 Mehr Heimkehrer BERLIN. Mitglieder der kommunistisch erientierten Freien Deutschen Jugend (JDJ), die an den O'ktofoenfeierlichkeiten ;; n Moskau teilgenommen haben, berichte- bei ihrer Rückkehr, daß in Westruß- id viele Bahnstrecken mit Heimkahrer- ;en verstopft seien. Auch Heimkehrer der Sowjetunion berichteten im Ent- ingslager Friedland, daß in den nächsten Tagen mit verstärkter Entlassung deutscher Kriegsgefangener aus der Sowjetunion gerechnet werden könne. Junger Mann mit Telefon-Spleen DÜSSELDORF. In Düsseldorf wurde ein 24jähriger junger Mann verhaftet, der durch geheimnisvolle Telefonanrufe bei hohen Persönlichkeiten in Deutschland und im Auslände seit Monaten die Kriminalpolizei der Bundesrepublik und anderer Länder beschäftigte. Er gab zu, daß er nen „Telefonspleen“ habe. Auf noch rät- Ihafte Weise hatte er sich die Kenrzif- ■m und Geheimnummem der höchsten Barsönlichlkeiten verschafft und telefonierte Beispiel vom einer Fernsprechzelle Düsseldorfers Postamtes aus mit dem ’orzimmer des New Yorker Oberbürger- ästers. Seine , perfekten englischen ■rachkenntnisse erleichterten ihm diese as seltsamen Aufrufe, die er im übriger, bezahlte. Seine Gesprächspartner legte er meistens gröblich zu beleidigen. Als Pantoffelheld getarnt IwiHN. Eine ansehnliche Menschenmenge stand vor einem Haus in Wien, um einem tBann zuzuschauen, der sich an zusammengeknüpften Bettlaken aus einem oberen Stockwerk auf die Straße herumterließ. Der Mann hatte ein umfangreiches Bündel auf den Rücken. Als man ihn nach dem Grund «einer waghaQsig&n Kletterpartie fragte, erwiderte er, seine Frau habe ihn in der Wohnung eingeschlossen. Die Menge lachte Imd zerstreute sich. Wenige Stunden später Nrurds die Polizei alarmiert, um einen Einbruch in dieser Wohnung aufzuklären. Wie Jkh herausstellte, war der vermeintliche Pantoffelheld in die Wohnung «ingedrungen und hatte alles zusammengerafft, was im in die Hände fiel. Handel mit Säuglingen NEW YORK. In New York wurden zwei Rechtsanwälte und eine Hausfrau unter der Beschuldigung festgenommen, in Miami {Florida) einen schwunghaften Handel mit Säuglingen betrieben zu haben. Das Trio hatte bei seinem Handel Gebühren bis zu 2000 Dollars eingestrichen. Im vergangenen Jahr sollen mindestens 25 bis 30 Säuglinge an Interessenten in New York und in anderen. Staaten der USA verkauft worden sein. mg ifehlung: erle jgasse 25 HP 'rauenzaub***- leu Fettabfe® ogerie Grad- 30; Boda* . Zährin^* Niditkommunistisdie Weltgewerkschaft 50 Millionen Arbeiter vereinigen sich zum Internationalen Bund Freier Gewerkschaften LONDON. Rund 50 Millionen Gewerkschaftler der nichtkommunistischen Staaten verfügen jetzt über eine neue Organisation, den „Internationalen Bund Freier Gewerkschaften“. Er ist auf dem Londoner Gründungskongreß ins Leben gerufen und gestern in aller Form konstituiert worden. Die Bildung dieser neuen Gewerksdiaftsinternationale erfolgte,'nachdem der kommunistisch beherrschte „Welt-Gewerkschaftsbund“ von den kommunistischen Gewerkschaftsorganisationen in die politischen Zielsetzungen des Ostblocks eingespannt und damit gespalten worden war. In der gestrigen Sitzung wurde mit 55 gegen 19 Stimmen beschlossen, daß die europäischen Gewerkschaftsbünde fünf von zwanzig Sitzen im Vollzugsausschuß des „Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften“ erhalten. Ursprünglich waren ihnen nur vier Sitze in dem Ausschuß zugedacht, der insgesamt 19 Mitglieder zählen sollte. Die Erhöhung der Sitzzahl wurde von dem italienischen Delegierten Enrico Parri beantragt und von den europäischen und amerikanischen Gewerkschaftsvertretern unterstützt. Die fünf europäischen Vertreter im Vollzugsausschuß des „Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften.“ werden voraussichtlich von Deutschland, Frankreich, Italien; sowie den skandinavischen Ländern und der Benelux gestellt. Die übrigen 15 Sitze entfallen auf Nordamerika (vier), Asien (drei), Großbritannien und Südamerika (je zwei), sowie Afrika, Australien, Neuseeland und Westindien (je einen). Der Vorsitzende des Gründungskongresses, der Belgier Paul Finet, gab nach der Abstimmung über die Satzungen der neuen Gewerksdiaftsinternationale am Mittwochvormittag bekannt, daß sich die Vertreter von 46 380 000 Gewerkschaftsmitgliedern für die Annahme und damit gleichzeitig für die Aufnahme in den Bund ausgesprochen haben. Die christlichen Gewerkschaften Belgiens und Frankreichs mit insgesamt 1300 000 Mitgliedern enthielten sich bei der Abstimmung über die Satzungen der Stimme. Für Deutschland ist diese Frage von geringerem Interesse, da Deutschland im Deutschen Gewerkschaftsbund eine Einheitsorgandsation besitzt, die die christlichen Gewerkschaften mitumfaßt. Der Vorsitzende des Kongresses erklärte zum Abschluß der denkwürdigen Sitzung: „Die Gewerkschaftskonferenz ist am Ziel. Sie hat im Namen von 46 Millionen organisierter Arbeiter der ganzen Welt eine Satzung angenommen, die als Grundlage für die neue Gewerkschaftsintemationale dienen wird. Ehe ich die Sitzung schließe, kann ich mit großer Freude feststellen, daß der Internationale Bund Freier Gewerkschaften gegründet ist.“ Nach den Schlußworten Finets erhoben sich die Delegierten und spendeten lebhaften Beifall. Der Sekretär der Gründungskonfe- renz, der britsche Gewerkschaftsvertreter Vincent Tewson, schüttelte Finet herzlich die Hand. Die Teilnehmer des Londoner Gründungskongresses traten am gleichen Tag erneut zusammen, diesmal zum ersten Kongreß des soeben gebildeten „Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften“. Der ständige Sitz des Internationalen Bundes der Freien Gewerkschaften wird I wahrscheinlich Amsterdam oder Den Haag sein. 18 Deutsche im Europarat? BONN- Die Bundesregierung rechnet nach der bisherigen Entwicklung damit, daß die Bundesrepublik zu Beginn des Jahres 1950 ecngeladen wird, als assoziiertes Mitglied in die Europa-Organisation einzutreten. Voraussichtlich werden der Bundesrepublik 18 Vertreter zugebilligt. Mit der gleichen Zahl sind auch Frankreich, Großbritannien und Italien im Europarat vertreten. Es gibt wichtigere Probleme als die Wiederaufrüstung Spekulationen um „Wunschgebilde” — Lebhaftes Echo zu Adenauers Stellungnahme übrigen französischen Presse „Le Monde“ für eine begrenzte Wiederaufrüstung der Bundesrepublik ein. Frankreich müsse sich entscheiden, ob es Sicherheit vor dem Osten oder vor Deutschland haben wolle. Es sei bekannt, daß die Generale Bradley, Mont- gomery, Revers und de Lattre de Tassigny — die für die europäische Verteidigung verantwortlichen Generalstabsoffiziere — für eine Heranziehung des deutschen Volkes und der deutschen Wirtschaft zur Verteidigung Europas eintreten. FRANKFURT. Die Erwägungen des deutschen Bundeskanzlers Adenauer und anderer Politiker über die Einbeziehung deutscher Truppenkontingente in eine europäische Armee Wurden von maßgebenden Beamten im Stabe des amerikanischen Hohen Kommissariats als „Wunschgebilde“ bezeichnet, da es weder einen europäischen Staatenbund noch eine europäische Armee gebe. Solange die Politik der Vereinigten Staaten auf die Verhinderung des Krieges gerichtet sei, werde ein amerikanisches Bataillon in Berlin und Westdeutschland dem Weltfrieden dienlicher sein als deutsche Divisionen. Man müsse zu der Ueberzeugung, gelangen, daß interessierte Kreise die Diskussion über die deutsche Aufrüstung nicht ein- schlafen lassen wollten. Es werde 1 bewußt der Eindruck erweckt, als könne der Gang der Ereignisse Westdeutschland eines Tages zwingen, wieder aufzurüsten. Die Aufstellung deutscher Divisionen würde aber aller Wahrscheinlichkeit nach allein schon genügen, die Völker Ost- und West- ms Plätzen Kurz notiert In den vergangenen Tagen sind im Heim- iehrerlagrr G.onenfelde bei Frankfurt an der Oder 13 524 deutsche Kriegsgefangene aus der Sowjetunion eingetroffen. Im Entlassungslager Tuttlingen, das alle in die französische Zone entlassene Kriegsgefangenen passieren, ist der 50 000. Heimkehrer aus der UdSSR verabschiedet worden. Die Regierung von Württemberg-Hohenzol- lem hat der Gemeinde Laiehingen, auf der schwäbischen Alb, die durch ihre Webereien bekannt ist, die Stadtrechte verliehen. Bundespräsident Prof. HeuB ist gestern zu einem Staatsbesuch in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden eingetroffen. Die Hauptverwaltung der Post weist darauf bin, daß Weihnachtspakete auch nach dem L Dezember angenommen und befördert Werden. Die Bank Deutscher Länder wird in Kürze »eue Banknoten zu Fiinf-n-Mark smd neue Münzen zu 50 Ffennig in Umlauf setzen. Die Gemeinde-Rabbiner der jüdischen Gemeinden in Deutschland haben sich während einer Tagung in Frankfur, vereinigt. Sie wollen die jüdischen Gemeinden religiös, kulturell und geistig betreuen. Der ehemalige Flugzeugkonstrukteur Prof. Messerschmitt, der sich seit Kriegsende mit der Entwicklung von Fertighäusern belaßt. cd im kommenden Jahr für einige Wochen hach Indien reisen, da die indische Regierung eine Produktionslizenz seiner Bauweise kaufen will. Der frühere Leiter des Reichspropaganda- *mtes Württemberg, Adolf Maurer, ist als Hauptschuldiger eingestuft und zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Henriette v. Schirach, die Frau des ehemali- len Reichsjugendführers, wurde von einer Münchner Spruchkammer als Mitläufer ein- testuft. Das Schöffengericht Cuxhaven verurteilte einen Außenbeamten des Cuxhavener Wohnungsamtes zu 30 Tagen Gefängnis, weil er : für die „wohlwollende” Erledigung von Woh- »ungsangelegenheiten Schuhe und Nahrungs- Mittel angenommen hatte. Das als Ausflugsort bekannte Gut Gröberes! in Unterentersbach bei Biberach wurde durch einen Brand völlig zerstört. Die Kriminalpolizei Tuttlingen verhaftete Mvei 10jährige Schüler, die verschiedentlich in Geschäften Lebensmittel und Kassengelder entwendet haben. Vier Soldaten der Sowjetarmee überfielen Anhalter Bahnhof in Berlin einen deutschen Schwerkriegsbeschädigten des letzten Krieges und raubten ihn mit vorgehaltener Pistole aus. Selbst der Ring wurde dem Versehrten vom Finger gerissen. In Jena wurden innerhalb einer Woche fünf deutsche Frauen von Angehörigen der Roten Armee vergewaltigt und dann ermordet. Der politische Kommentator des Leipziger Rundfunks, Hans Maaßen, der kürzlich als „lächerlicher Staatsbürger, der allen Dreck trotzkistischer Argumentationen in seinem Körper vereinigt” aus der SED ausgeschlossen wurde, hat es vorgezogen, seinen Wohnsitz in die Bundesrepublik zu verlegen. Bei schwerem Sturm ertranken im Vier- waldstätter-(Urner)-See van sieben Männern fünf, die alle nicht schwimmen konnten. Das gekenterte Boot wurde durch den Motor in die Tiefe gezogen. Die älteste Schweizerin feierte ln Gerla- fingen in völliger Frische ihren IM. Geburtstag. Das dänische Justizministerium will die ln Dänemark als Kriegsverbrecher verurteilten Deutschen zur Strafverbüßung in die Bundesrepublik senden- Die Londoner Metzger teilten dem britischen Ernährungsministerinm mit, daß sie die für Weihnachten bestimmten 75M Tonnen amerikanisches Schweinefleisch nicht haben wollen, weil es zu fett sei- Die britische Admiralität versenkte das 152 Jahre alte Kriegsschiff „Implacable", das noch an der Seeschlacht von Trafalgar teilgenommen hat, weil es nicht mehr zu reparieren war. Als letzter Veteran Ist jetzt nur no h Nelsons Flaggschiff „Vietory” übrig geblieben. Die tschechoslowakische Regierung hat xwei weitere Klöster und zwei katholische Verlagsfirmen in Staatsbesitz übernommen. Der stellvertretende tschechoslowakische Außenhandelsminister Evzen Löble soll verhaftet worden sein und wenig später im Gefängnis Selbstmord begangen haben. Bulgarien ist ans der Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen ansgetreten. Der Aetna auf Sisillen — Europas höchster Vulkan — der an zehn neuen Kratern ansgebrochen war, ist wieder zur Ruhe gekommen. Präsident Truman hat den II. Dezember | znm „Tag der Mensehenrechte” proklamiert. Dieser Tag, der in jedem Jahr begangen werden zoll, soll die volle Verwirklichung der Menschenrechte und Grundfreiheiten ! fördern. i In Angostura (Nordwest-Kolumbien) gebar ! eine jnnge Frau fünf kräftige Jungen«. Mutter und Söhne zollen wohlauf »ein. europas mit Unruhe zu erfüllen und den Weltfrieden ernstlich zu bedrohen. Abschließend werden die deutschen Politiker und die Oeffentli-chkeit aufgefordert, ihre Kraft und ihre Zeit lieber "auf die Lösung brennender Tagesprobleme, deren es in Westdeutschland genug gebe, zu konzentrieren, als sich mit falschen Spekulationen zu befassen. Deutsche Politiker dagegen . . . Der stellvertretende Vorsitzende der SPD - Fraktion dm Bundestag, Professor Carlo Schmid, erklärte, daß eine Remilitarisierung des Bundesgebietes lediglich der sowjetischen Tendenz zu einem Präventivkrieg Vorschub leisten würde. Er persönlich glaube, Deutschland dürfe in keiner Weise an militärischen Bündnissen, beteiligt werden. Der zweite SPD-Vorsitzende, Ollen- hauer, verwies auf eine vom SPD-Vorstand ausgearbeitete Entschließung, in der die Sozialdemokratie eine eventuelle Wiederaufrüstung Westdeutschlands vorbehaltlos ablehne. . . , und dafür Der Vorsitzende der hessischen FDP, August Euler, befürwortete auf einer Versammlung seiner Partei erneut die deutsche Wehrhoheit. „Uns helfen keine pazifistischen Beteuerung mehr; wir wollen aber keine Söldner in fremden Uniformen werden, sondern auf der Basis der Gleichberechtigung für das Recht um die Freiheit kämpfen.“ „Keine Neigung zur Wiederbewaffnung“ Die britischen Zeitungen sind fast ausnahmslos der Ansicht, die Erklärungen, des Bundeskanzlers habe den Beweis erbracht, daß man in Deutschland unter den augenblicklichen Verhältnissen keine Neigung zur Wiederbewaffnung habe. Die liberale Zeitung „News Ghronicle“ schreibt, Dr. Adenauer habe auf die einzige Möglichkeit hingewiesen, mit der se.ne Landsleute auf militärischem Gebiet in gewissem Umfange die Vergangenheit wiedergutmachen können, wenn sie „auf Wache“ ziehen. In Frankreich tritt im Gegensatz zu der „Langsam vertraut machen“ Mehrere Schweizer Zeitungen sagen auf Grund Dr. Adenauers bedingter Zustimmung zur Bildung deutscher Kontingente im Rahmen einer europäischen Streitmacht eine neue Entwicklung in der deutschen Wiederaufrüstung voraus. Die Basler „Natianal- zeitung“ meint, Adenauers verschiedene Interviews scheinen letzten Endes doch den Zweck zu haben, das deutsche Volk langsam mit dem Gedanken vertraut zu machen, daß es sich eines Tages in irgendeiner Form am Aufbau einer westeuropäischen Armee beteiligen müsse. 13 Mrd. Schulden bei den USA BONN. (W.-Eigenbericht.) Der Abschluß des zweiseitigen Abkommens zwischen der Bundesrepublik und den Vereinigten Staaten über die Fortsetzung der Mar- shall-Plan-Hilfe für Westdeutschland und Berlin steht bevor. Die Gesamtschulden, die Deutschland durch Heereslieferungen, Marshallplan- Beiträge und Uebernahme amerikanischer Stegwaren nach dem zweiten Weltkrieg erwuchsen, sind auf rund 13 Mrd. DM zu schätzen. Die Bundesrepublik wird diese Schulden, wenigstens soweit sie die Marsha’|plan-Lieferungervi(etwa die Hälfte dieser Schulden) betreffen, in dem Vertrag ausdrücklich anerkennen müssen. Es ist anzunehmen, daß Amerika ausdrücklich auf die Zahlung von Zinsen verzichtet. Deutscherseits besteht die Hoffnung, daß man die Schuld trotz ihrer Anerkennung nie ganz wird abtragen müssen. Audi ein Radargerät flog nach Moskau Neue Beschuldigung Jordans gegen Harry Hopkins — Das Pacht-Leih-Programm NEW YORK. Der ehemalige Fliegeroffizier Gracy Jordan, der vor einigen Tagen den früheren Sonderberater des Präsidenten Roosevelt, Harry Hopkins, des Landesverrates an die Sowjets beschuldigte, (vergleiche Nr. 144 des „Südkurier“), machte jetzt weitere Enthüllungen über die Auslieferung von Geheimnissen der amerikanischen Rüstungsproduktion an die UdSSR. Er behauptete, die Sowjets hätten sich in den Besitz von Radargeräten gesetzt, die in US-Flugzeugen eingebaut gewesen seien. Diese Maschinen wurden nach seiner Darstellung im Laufe des Pacht-Leih- programms vom Flugplatz Great Falls aus, auf dem Jordan während des Krieges Dienst tat, nach der Sowjetunion geflogen. Jordan beschreibt, wie ihm auf- gefalilen sei, daß besondere Geräte in diesen Flugzgpgen angebracht waren. Er habe sofort den Fliegeroberst Gitzinger angerufen und diesem die Geräte beschrieben. Der Oberst habe dann geantwortet: „Du lieber Gott, das müssen ja Radargeräte sein. Reißen Sie die Dinger eigenhändig aus den Maschinen.“ Bei vier Maschinen sei ihm das auch gelungen. Eine fünfte mit Radargeräte ausgerüstete Maschine habe jedoch der sowjetische Generalmajor Weljajew nach der Sowjetunion „entführt“. Henry Wallace ebenfalls beteiligt? Nach einem Interview mit, Gracy Jordan behauptete der amerikanische Rundfunk-Kommentator Fultom Lewis, auch der Führer der amerikanischen Fortschrittspartei, Henry Wallace, der unter Präsident Roosevelt Vizepräsident war, sei an der Lieferung von Materialien zur Herstellung von Atomenergie an die Sowjetunion beteüigt gewesen. Wallace wies diese Behauptung als „völlig erfunden“ zurück. UdSSR erhielt Uran Das US-Außenministerium gab bekannt, daß der Sowjetunion auf Grund des Pacht- und Leihabkommens seinerzeit vier Exportlizenzen für Uran und Schweres Wasser erteilt worden seien. Aus den Akten gebe jedoch nicht hervor, ob diese Lieferungen jemals erfolgt seien. Wohin Südafrika ? Von Harald Harlinghausen Die in letzter Zeit aus Südafrika kommenden Nachrichten über die Entwicklungen der Politik der mit Dr. Marian zur Führung gelangten Nationalisten geben zu allerlei Besorgnissen Anlaß. Zwar liegt die Südafrikanische Union weit von uns entfernt, — man braucht fast vier Wochen mit dem Schiff von Hamburg nach Kapstadt —; doch nicht weit genug, daß die aus der ganzen Bedeutung des Landes entspringenden Rückwirkungen nicht auch für Europa deutlich spürbar werden könnten. Angesichts der immer weiträumiger werdenden Wirtschafts- und Militärstrategie nennt man Südafrika oft das „Magazin“ Europas. Für England ist es da« schon im letzten Krieg gewesen. Was sich dort gegenwärtig immer stärker abzeichnet, ist weniger eine wirtschaftliche, als vielmehr eine bedrohliche innervolkliche Macht- und Haßkrise, wie sie für den Europäer schlechthin schwer verständlich ist. Es ist die seit jetzt etwas über hundert Jahren aus der zeitweisen äußeren künstlichen Eindämmung immer wieder .neu aufbrechende Spannung zwischen den als Weißen in der Mehrzahl befindlichen ersten Platzhaltern, den Buren, einerseits und den später nachdrängenden und! machtpolitisch dominierenden Briten, sowie den weit überzähligen, bisher aber in Bedeutungslosigkeit gehaltenen Farbigen, den eingeborenen „Kaffern“, den zugewanderten vielen Indern und auch den Mischblütigen andererseits. Mit allen Anzeichen politischer und rassischer Gefühlsaufpeitschung nähert sich die Spannung rasch einem neuen Höhepunkt. Dieser neue Krisenpunkt ist die bevorstehende demonstrative Einweihung des monumentalen Voortrecker-Nationaldenk- mals der Buren bei Pretoria. Man hat hierfür den 16. Dezember gewählt, den ohnehin stets mit versteckter burisch-na- tionaler, um nicht zu sagen nationalistischer und rassischer Hochspannung geladenen Dingaans-Tag, der in seinem Zusammenhang mit scharfen antibritischen Spitzen voxbereitet und auf dementsprechende Massendemonstrationen hingezielt wird. Doch nicht allein für die Engländer und die britischen Südafrikaner wird dieser diesjährige Dingaans-Tag bedenklich sein, sondern ebenso für die sich von der neuen Malan-Politib bedroht fühlenden Farbigem. Die scharfe Rassenpolitik der Nationalisten gegen die Farbigen entspringt, das darf man nicht übersehen, primär einem Selbsterhaltungstrieb. Es äst eine sich für die Zukunft sichern wollende Selbstverteidigung gegen das rasch größer werdende Ueöergewicht der Farbigen angesichts ihrer weitaus größeren Vermehrungsquote, ihrer größeren Vitalität und der in ihrer erst jetzt (teils durch kommunistische Einflüsse) sich entbindenden Primitivität schlummernden Explosivkräfte. Die Briten verfuhren angesichts ihres eigenen Rückhalts an Europa, den die Buren ja nicht mehr haben, mit den Farbigen wesentlich toleranter; ja säe strebten sogar, wenn auch sehr behutsam, deren allmähliche geistige Entfaltung an. Die sehr bewußt gepflegten Vorväter- Erzählungen der Buren bieten nun auch keinen guten Nährboden für ein freundschaftliches Verhältnis mit ihren Besiegern, den Briten, die als Weiße erheblich in der Minderzahl sind. Das immer wieder erwähnte „Jahrhundert des Unrechts“, in dem die Buren trotz ihrer älteren Rechte kn Lande und trotz ihrer zahlenmäßigen Ueberlegenheit jedoch infolge materieller Unterlegenheit durch die britische Kolonialpolitäk immer wieder an jeder politischen Verselbständigung gehindert, vom freien Meere ins abgelegene Innere abgedrängt und schließlich im Burenkrieg um die Jahrhundertwende- im ebenso ungleichen wie dramatisch-heldenhaften Kampf geschlagen wurden, das alles kann ein Bure so leicht nicht vergessen. Erstaunlich lange hat der alte Feind und spätere Freund Englands, der verständigungsbereite und unter allen Staatsmännern als weise gepriesene Feldmarschall Smuts, diese ganzen Gegensätze ausglei- chen und überbrücken können. Mit seinem Weichen vor dem Wahlsieg der Nationalisten unter Dr. Malan scheint aber auch die Verständigungspolitik am Ende zu sein. — Zwar hat die Südafrikanische Union seit ihrer Proklamierung kn Jahre 1910 mit ihrer faktischen Gleichberechtigung aber Weißen in ihr eine weitgeher.de Selbständigkeit im Rahmen des britischen Commonwealth of Natäons, doch ist der als Vertreter des britischen Königs fungierende und über aller Politik schwebende Generalgouverneur sehr vielen Buren ein böser Dorn im Auge. — Es ist nicht von ungefähr, daß den Briten die Einwanderung, die Einbürgerung und noch manches andere im Lande weitgehend erschwert worden ist, seitdem däe Nationalisten regieren. Noch bedenklicher für alle Englände* ist aber das, was in diese» Tagen angesichts des bevorstehenden Dingaanstage» mit seinen nationalen Demonstrationen jij und um die Südafrikanische Union an Ga* Donnerstag, 8. Dezember 1049 •ÜDKURIEB Nr. 145 / Seite 2 züchten kursiert. Man spricht ganz offen auch schon in britischen Zeitungen davon, daß Malan bei der offensichtlich antibritisch geplanten Einweihung des Voortrek- ker-Nationaldehkmals die bisher noch immer abgestrittene Absicht zur Lösung Südafrikas (eir schließlich ehern. Deutsch-Südwestafrikas) aus dem britischen Völkerverband und damit zur Selbständigma- chung als freie Republik proklamieren werde. Audi heißt es, daß die englische Sprache, obwohl sie neben dem burischem' Afrikaans als vollwertige Amts- und Landessprache .gilt, von den Kundgebungen verbannt werden aoH. Wenn dazu ein englischer Korrespondent nach London kabelt, daß die Zeitungen neuerdings keine Eingeborenen mehr als Zeitungsausträger verwenden dürfen, sondern nur noch Weiße, ■und zwar möglichst mit Buren-Bart, dann mag man hier darüber lächeln, ln einem so spannungsgeladfenen Land wie Südafrika ist das aber kein Scherz mehr. — Nicht umsonst nimmt die Zahl der britischen Südafrikaner und Engländer, die aus der Südafrikas sehen Union in nördlicher Richtung abwandem, in letzter Zeit ständig zu. Kleine Sekretärin macht große Politik Wenn ein Batu-Häuptling ein Londoner Mädchen heiratet KAPSTADT. (Eig. Bericht.) Der Friede eines Negerstaates, der Südafrikanischen Union und des britischen Weltreiches ist durch die Heirat eines Banfu-Häuptlings mit einer Londoner Stenotypistin gefährdet. Das klingt phantastisch, entspricht aber den Tatsachen. Vor einigen Jahren ging der noch minderjährige Bantu-Prinz Seretse Khama, dessen Thron von seinem Onkel Tschekedi verwaltet wurde, zum Studium nach England, lernte dort auf einem Ball die kleine Tippmamsell Ruth Williams kennen und heiratete sie. Als das Tschekedi hörte, berief er in Serowe, der Hauptstadt des Bamangwato-Stammes, eine Volksversammlung ein und fragte seine Neger, ob sie einverstanden wären. (Kein Häuptling der Bamangwato darf nämlich ohne Zustimmung des Stammes heiraten.) Die Neger sagten Nein. Tschekedi verbot Seretse die Heimkehr und machte es sich auf dem Thron bequem. Seretse kam aber trotzdem, berief selbst noch eine Volksversammlung, zu der er vor allem die jungen Männer einlud, und fragte noch einmal. Diesmal sagten die Neger Ja. Seretse vertrieb Tschekedi, ließ sein weißes Glück aus England kommen und nahm vom Thron seiner Väter Besitz. Nun hagelte es im Londoner Kolonial- ministerium Beschwerden. Tschekedi wollte wieder Regent sein und drohte mit Gewalt. Schlimmer war, daß die Regierung Malan in der angrenzenden Südafrikanischen Union in London erklären ließ, diese Mischehe werde als Rassenschande betrachtet und könne der weißen Bevölkerung nicht zugemutet werden. Die britische Regierung zog sich zunächst dadurch aus der Affäre, daß sie eine Untersuch ungs- kommission einsetzte, die gerade jetzt in Serowe und den umliegenden Dörfern Erhebungen anstellt, welche Volksversammlung denn nun recht hatte und wer auf den Thron gehört. Inzwischen ist aber die Sache noch komplizierter geworden. Südafrika hat nämlich verlangt, daß ihm die beiden britischen Schutzgebiete Betschu- analand und Basutoland, in deren erstem das Reich von Seretse liegt, angegliedert werden. Dem widersetzt sich die ganze schwarze Bevölkerung der Gebiete, weil sie begreiflicherweise nicht das Opfer von Malans unbarmherziger Rassenpolitlk werden möchte. In Südafrika stützt man die Forderung aber auch mit dem Hinweis auf den Fall Seretse-Williams, dessen baldige Lösung also wirklich im Interesse des inneren Friedens des britischen Weltreiches liegt. Die Untersuchungskommission wird salomonischer Weisheit bedürfen, um hier ein Urteil zu fällen, welches allen Beteiligten gerecht wird. Kolonialmächte sind unzufrieden mit der UN Frage nach den Menschenrechten eine direkte Einmischung NEW YORK. Die Frage der UN-Aufsicht über die Kolonialgebiete hat zum erstenmal seit Bestehen der UN zu Meinungsverschiedenheiten zwischen mehreren Westmächten und den USA geführt. Da die UlSA ihre Zurückhaltung der ersten Nachfcriegsjahre aufgegeben haben und wieder auf ihrem traditionellen antikolonialen Standpunkt beharren, hat das zu Verstimmungen mit den Kolonialmächten England, Frankreich und Belgien geführt. Diese Mächte haben es abgelehnt, sich an den Wahlen zum UN-Scmderausschuß für die Kolonialgebiete zu beteiligen, da sie die alljährlich von der UN-Mehrheit geforderte Berichterstattung über den Stand der Menschenrechte sowie die Entwicklung in den abhängigen Gebieten als zu weit gespannte Forderungen und direkte Einmischung ansehen. Aus demselben Grund wehrt sich Südafrika gegen die UN-For- deruirg, den Mandatscharakter des früheren Deutsch-Südwestafrika aufrecht zu er- WETTERVORHERSAGE des Amtlichen Landeswetterdlenstes Einem zur Zeit über Nordschottland liegenden Tiefdruckgebiet folgt vom Mittelatlantik ein Hochdruckgebiet nach, von dessen Ostseite kalte Luft nach Süden strömt. Wir haben daher etwa ab Freitag mit Uebergang zu wechselnder kalter Witterung zu rechnen. — Vorhersage bis Freitagabend: Anfangs wechselnd bewölkt mit einzelnen leichten Regenfällen und noch sehr milde. Etwa ab Freitag beginnt Temperaturrückgang, Niederschläge gehen in Schnee über. Besserung der Wintersportverhältnisse zum Wochenende zu erwarten. 100 DM ln Zürich: 7.12. 66/68 sfr.i 6. 12. 66/68 sfr. halten. Südafrika, das die ehemalige deutsche Kolonie praktisch seinem Hoheitsgebiet angliedern möchte, nimmt nicht mehr an den laufenden Verhandlungen im Tret- händerschafts-Ausschuß teiL Schon zu Beginn der jetzigen UN- Tagung hatte sich eine Strömung abge* zeichnet, die eine stärkere Wahrung der Interessen abhängiger Gebiete durch die Vereinten Nationen anstrebte. Die USA und die Sowjetunion stimmten sogar' gemeinsam für einige Entschließungen, durch die die Rechte der Kolonialmächte zugunsten der UN eingeschränkt werden sollten. Die Kolonialmächte, vor allem England, sind dagegen der Auffassung, daß es im Interesse des Westens liege, den Selbständigkeitsbestrebungen der Eingeborenen nur schrittweise nachzugeben, da diese Menschen durch ihre Unerfahrenheit in politischen und wirtschaftlichen Fragen in Gefahr kämen, bei übereiltem Entgegenkommen dem Kommunismus anheimzufallen. Rollenverteilung im Atlantikpakt ROM. Der italienische Verteidigungsminister Pacciardi soll das italienische Kabinett dieser Tage über die Rollen unterrichtet haben, die Italien, Frankreich und Großbritannien im Verteidigungsprogramm der Atlantikpaktmächte zugedacht sind. Danach solle Frankreich Panzer und schwere Artillerie bauen, Großbritannien Flugzeuge und Schiffe und Italien leichte und mittlere Waffen sowie kleine Kriegsschiffe, Motoren und Textilien. Jeder dieser Regierungen seien die notwendigen Rohstoffe zugesichert worden. Alte Forschungen - Werden wir «in« Mehrmals in unserem Erdzeitalter waren weite Gebiete der nördlichen Halbkugel, und damit auch Deutschlands, von Gletschern bedeckt Selbst aus dem viele Jahr- millionen zurückliegenden Altertum der Erde finden sich Spuren solcher Eiszeiten. Die KUimaschiwankungen, auf denen sie beruhen, haben den Forschem manches Rätsel aufgegeben. Es gilt jetzt als sicher, daß Aenderunqen der Erdbahn infolge störender Anziehungskräfte anderer Planeten ähre Ursache bilden. Diese Aenderunqen lassen sich für Vergiangenheit und Zukunft genau berechnen. Durch Vergleiche zwischen firnen und den-Vergletscherungen der Erde in den letzten fünfhunderttausend Jahren ist es möglich geworden, die künftige Entwicklung unseres Klimas auf große Zeiträume vorauszusagen. Wie Professor Gamow, Washington, Columbia, ausführt („Universitas“, 4. 1949), wird danach das Klima der nördlichen Halbkugel zunehmend Wärmer werden. Der Höhepunkt dieses Vorgangs wird in etwa zwanzigtausend Jahren erreicht sein. Dann wird eine Klima- verschflechteruag nach Ablauf von rund fünfzigtausend Jahren eine neue Eiszeit herbeigeführt haben. Während der Wärmeperiode wird beispielsweise eine Stadt wie Toronto in Kanada das Klima aufweisen, das heute in Miami (Florida) herrscht. Die nachfolgende. Vereisung wird die Lebensmöglichkeiten in Nordamerika wie im nördlichen Europa bedrohen. Hierauf folgt eine neue Wärmewelle, die etwa im Jahre 90 000 n. Ohr. durch eine noch weiter reichende Vergletscherung abgelöst wird. Ausgenützte Sonnenwärme? Es ist ein alter Traum der Wissenschaft, die gewaltigen, von der Sonne auf die Erde niedergestrahlt« n Energien nutzbar zu machen. Wie die Historie berichtet, setzte einst Archimedes mit Hälfe der Sonnenwärme die Potte des Römers Meteilus in Brand, als Neue Erkenntnisse Eiszeit erleben? säe sich Syrakus näherte. Später verwandte Cassini am Hofe Ludwigs XIV. einen Parabolspiegel von 1,13 m Durchmesser, um die Strahlen unseres Tagesgestims zusammen- zufassens er brachte so — in Anwesenheit des „Sonnenkönigs“ selbst — Silber und Eisen zum Schmelzen. Der berühmte Buffon beschloß, den erschütterten Glauben an die Tat des Archimedes wiederherzustellen und ließ im Jahre 1745 in Versailles 140 große ebene Spiegel aufstellen, daß sie das Sonnenlicht auf einen Punkt konzentrierten. Unschwer brachte er damit auf 60 m Entfernung ein Bündel Reisig zur Entzündung. Mlttefts Linsen von großem Durchmesser erreichte nach ihm Lavoisier fast den Schmelzpunkt des Platins (1775 Grad C). Neuerdings erzielten französische Wissenschaftler im Brennpunkt eines Flakscheinwerfers, mit dem sie die Sonnenstrahlen auf fingen, Temperaturen von über 3200 Grad. Theoretisch sind auf diese Weise zwar noch weit höhere Wärmegrade erreichbar, doch lassen sie sich nicht verwerten, weil der Graphit des Scbmeizüeqels der genannten Temperatur nicht standhält. Die wirtschaftliche Ausnützung der Son- neawärme wird sich mit geringeren Hitzegraden begnügen. Seit Jahrzehnten läuft in einem Vorort von Kairo eine hundert- pferdiqe Dampfmaschine, deren 60 m langer, röhrenförmiger Kessel im Brennpunkt eines entsprechend angeordneten Parabolspiegels verläuft. Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, mit Hilfe ähnlicher Vorrichtungen erhebliche Energiemengen zu erzeugen, zumal unter Verwendung des wirtschaftlich arbeitenden HaL&krftmotors. So denkt man in Frankreich daran, etwa in der Sahara, große Flächen mit ebenen Spiegeln zu belegen, die automatisch dem Lauf der Sonne feigen und ihr Licht einem Parabolspiegel zusenden. In ihm würden die Heizschlangen für den Betrieb der Heiß- luftmotore angebracht sein. Eine offene Frage bleibt die Wirtschaftlichkeit solcher Vor einer SED-Offensive in Westberlin Appell an die Hoffnungslosigkeit — Vor Massenkundgebungen der Kommunisten IVir meinen: Gefährliche Abwesenheit BERLIN. (A.G.-Eigenberteht.) Eine neue große Aktion der Kommunisten kündigt sich in Berlin und in der Ostzone an, wie es scheint, als Ausfluß der letzten Kom- informtagung. Der sowjetische Botschafter Puschkin ist, wie es heißt, dabei das treibende Element, gestützt auf die Erfahrungen, die er bei der Umwandlung von Ostblockländem in Volksdemokratien gemacht hat. Für Berlin wird eine Kampagne ziur Eroberung der Westberliner Sektoren durch den Kommunismus eingeleitet, für die Ostzone die Schaffung eines rein zentralistischen Regiments unter Beseitigung der bisher noch bestehenden Verfassungen für die fünf Ostzonenländer. In Westberlin sollen neben einer verstärkten Propaganda Massenkundgebungen organisiert werden, wobei unter der Parole „Einheit der Arbeiterklasse” dem kommunistisch geleiteten Freien Deutschen Gewerkschaftsbund die besondere Aufgabe zufällt, «Sie Westberliner Gewerkschaft UGO von innen her zu zersetzen. Die erste Wirkung dieser Maßnahmen ist offenbar ein Versuch, im französischen Sektor einen gemeinsam vom kommunistischen Gewerkschaftsbund und von der U,GO zu leitenden Streik zu verkünden. Als Grund wird angegeben, die französische Militärregierung beabsichtige, aus den von der Demontage befreiten Bor- sigwerken größere Schrottmengen abzutransportieren. Die Wintermonate erscheinen offenbar der kommunistischen Leitung für die geplanten Aktionen besonders günstig, weil die herrschende Arbeitslosigkeit und die Wirtschaftsdepression vorläufig noch nicht durch Kreditaktionen des Westens behoben werden konnten. „Made in Berlin" BERLIN. (A.G.-Eigenbericht.) Eine besondere Handelsmarke für Berliner Exportartikel wurde bei der Neugründung der amerikanischen Handelskammer mit dem Hauptsatz Berlin angeregt. Die Worte „Made in Berlin“ würden, wie der Vizepräsident der amerikanischen Handelskammer, Haimoff, erklärte, auf die Sympathien rechnen können, deren sich Berlin durch seine Haltung in den letzten Jahren erfreute und die besonders in den USA größer seien, als die Sympathien für das übrige Deutschland. Garry Davis will nach Deutschland PARIS. Der 28jährige „Weltbürger Nummer 1“ und frühere amerikanische Der Blickpunkt Auch in der Politik gibt es Moden. Heute gehört dazu der Regionalismus. Darunter versteht man die Zusammenarbeit einzelner Staatengruppen, die derselben geographischen Region angehören. Eigentlich ist der Regionalismus ein Notbehelf. Weil die Zeit für die allgemeine Zusammenarbeit noch nicht reif ist, schaltet man den Regionalismus zwischen Nationalismus und Universalismus. Als Stufe auf dem Wege zum Weltstaat ist der Regionalismus also zu begrüßen; wo er hingegen nur eine Flucht vor besserer Lösung darstellt, ist sein Wert fragwürdig. Benelux ist ein gutes Beispiel für wirtschaftspolitischen Regionalismus. Weil eine europäishe Union noch nicht möglich war, taten sih Holland, Belgien und. Luxemburg zu einer kleinen, übrigens noch nicht vollständigen Wirtschaftsunion zusammen. Bomberpilot Garry Davis will beim Wiederaufbau Deutschlands helfen. Davis, der vor anderthalb Jahren auf die amerikanische Staatsbürgerschaft verzichtete, hält eich noch in Paris auf. Die Mitarbeit beim Wiederaufbau Deutschlands habe er schon geplant, als er auf die amerikanische Staatsbürgerschaft verzichtete, sagte Davis. „Denn ich habe bei Deutschlands Zerstörung aktiv mitgewirkt. Obwohl ich weder Techniker noch Ingenieur bin, habe ich doch gelernt, mit einer Schaufel umzugehen”. Vereinfachte Reisen nach Österreich FRANKFURT. (St.-Eigenöericht). Oester- reichische Vertreter verhandeln zur Zeit in Frankfurt mit zuständigen Regierungsstellen über eine Vereinfachung im Reiseverkehr nach Oesterre/ch. In Zukunft soll die deutsche Kennkarte in Verbindung mit dem Passierschein für den Grenzübertritt genügen. Eine begrüßenswerte Neuerung wird auch die Ausgabe von Reiseschecks darsteilen, die bis zu einem gewissen Höchstbetrag in Deutschland gelöst werden können und on Oesterreich zu einem Kurs von 6.50 Schilling für eine Mark umge- tauscht werden. Es besteht berechtigte Hoffnung, daß ein Uebereinkommen noch vor Weihnachten* erzielt werden kann. Ab 12. Dez. keine Stromabschaltung FREIBURG. (W. S.-Eigenbericht.) Nach einer Mitteilung des Badischen Wirtschaftsministeriums sind die in der letzten Zeit durchgeführten Stromabschaltungen mit Wirkung vom 12. Dezember vorläufig aufgehoben. Die Aufhebung wurde durch zahlreiche Niederschläge der letzten Wochen ermöglicht. Auch die Beschränkung in den Schaufensterbeleuchtungen wird von diesem Tag an fallen gelassen. Schüler-Gottesdienste KARLSRUHE. Die zuständigen Behörden in WürtetmbeTg-Baden und Südbadem haben dem Vorschlag der evangelischen und katholischen Kirchen zugestimmt, am Anfang und Ende eines jeden Schultertials sämtlichen Schülern der höheren Schulen Gelegenheit zum Besuch von Schülergot- teschensten zu geben. Wie die evangelische Landeskirche mitteilt, soll für die Volksschulen am Anfang und Ende eines Schuljahres ein Schülergottesdienst abgehalten werden. An den in Frage kommenden Tagen haben* alle Schüler die ersten beiden Unterrichtsstunden frei. Die letzte Sitzung des Bundestages einen peinlichen Ausklang: Der Bundestagspräsident mußte dreimal die Beschluß. Unfähigkeit des Hauses feststellen und die Sitzung schließlich vertagen, weil nicht so viele Abgeordnete anwesend waren, als zur Beschlußfähigkeit erforderlich gewesen wären. Man wird diesen Zwischenfall gewiß nicht dramatisieren dürfen, aber er ist und bleibt peinlich, weil er das Ansehen des Bundestages als Repräsentanten der neuen deutschen Demokratie belastet. Alle 402 Abgeordneten, die heute dem Bundestag angehören, haben vor dem 14. August dem Volk in zahllosen Versammlungen, durch Rundfunk und Presse und in sonstiger Weise dargelegt, daß ihre Wahl Werbung von keinem anderen Gedanken, geleitet wird als vo*n denn, dem Volke zu dienen, für das Volk zu arbeiten und sich seine Sorgen zu eigen zu machen. Man wird deshalb auch vom Abgeordneten ohne Unterschied der Partei verlangen müssen, daß er seiner Pflicht mach kommt; denn wenn eine Pflicht einmal übernommen wurde, spielt es keine Rodle mehr, ob diese Uebermahap freiwillig erfolgte oder nicht. Dese Forderung ist nicht zuletzt deshalb so wichtig, weil das Parlament und seine Abgeordneten in besonderer Weise unter der Kontrolle der Oeffentlichkeit stehen. Und hier ist Gewissenhaftigkeit um so notwendiger, als die Einstellung der Öffentlichkeit gegenüber dem Parlament durchaus nicht immer wohlwollend ist Die Demokratie muß im deutschen Volk sich erst einen guten Namen erwerben, und jeder Volksvertreter, der auch nur den Anschein von säumiger Pflichterfüllung erweckt, schadet damit dem Ansehen des ganzen Parlaments und der Demokratie. Wer wohlwollend ist, wird die wiederholte Beschlußunfähigkeit des Bundestages als eine- Art Kinderkrankheit betrachten und ihre baldige Ueberwindung erhoffen. Fragwürdig sind aber bereits die Bemühungen um Fritalux, mit welchem scheußlichen Wort der Anschluß Italiens, und Frankreichs an Benelux gekennzeichnet werden soll. Die Pläne scheitern an der Erkenntnis, daß es ohne Deutshland nicht geht, das die einen dabei haben wollen, andere wieder nicht. Als Gegenstück zu Fritalux hat jetzt England — von der Mode angesteckt — eine Wirtschaftsgruppe aus Großbritannien und den skandinavischen Staaten vorgeschlagen, welche auf den kaum weniger scheußlichen Namen Uniscan hören soll. Auch hier wird die Wirksamkeit am fehlenden Deutschland scheitern, welches England aber ausdrücklich fernhalten möchte. Alle diese „Luxe“ sind regionalistischer Unfug. Die Stunde ist reif für den Zusammenschluß des Ganzen, oder doch wenigstens des ganzen westlichen Europas, alles andere ist Flickwerk, das nicht halten kann — auch nicht unter dem Modewort Regionalismus. -5/1' Lastenausgleich (Aus H. M. Brockmann „Satiren’’ im Willi- Weismann-Verlag, München) SUDKURIER Chefredaktion: Dr. Otto Häcker. Politik: Konrad Gunst. Nachrichtendienst: Graf Lndwig Douglas. Wirtschaft: Dr. Gustav Adolf Groß. Feuilleton: | Ludwig Emanuel Reindl. Heimat; Alois Beck, Friedrich Munding, Herbert Steinert. Sport: Alfred Strobel. Chef vom Dienst: Helmut Jacob- sen. Verlag: Südkurier GmbH.. Konstanz. Marktstätte 4. Druck: Druckerei Konstanz- Beiträge mit Verfassernamen stellen nicht unbedingt die Meinung des SÜDKURIER dar. Anlagen, deren Erstellungskosten nicht gering sein werden. Elektrische Brillen De ärtzliche Wissenschaft sieht in der Erforschung der Gehimtätiqkeit ein Land wenn auch nicht unbegrenzter, so doch großer Möglichkeiten. Nachdem Dr. Walter Rudolph Heß für seine Forschungen auf. diesem Gebiet den Nobelpreis für Medizin des Jahres 1949 erhalten hat, veröffentlichte kürzlich Dr. Wendeil J. S. Krieg (Chicago) eine Untersuchung, die den Ausblick eröffnet, in Zukunft Blinden, Tauben und Gelähmten im geeigneten Fällen Hilfe brangen zu können. Dr. Krieg geht von der bekannten Tatsache aus, daß das Auge, das Ohr, die Nerven eines gelähmten Gliedes nicht selbst „sehen“, ,hören“ oder „bewegen“, sondern daß sie nur Uebermitt- iung»Stationen and, welche die aufgenom- menen Reize in Form elektrischer inpusle an die entsprechenden Zentren des Gehirns weiterleiten. Dort erst werden dte Eindrücke ins Bewußtsein gerufen, die wir mit den genannten Organen verbinden. Auch wenn diese Organe durch Krankheit für die TROST Von Agnes Miegel Gealtert, arm, verbannt, vom Heimatstrand vertrieben, Hab ich erst recht erkannt, was mir an Trost geblieben: In dürrem Heideland der Kiefern errstes Grün, Aus moorigem Grund und Sand der Blumen goldnes Blühn< — Der grauen Wolken Zug und buntes Wum- derspiel, Der Vogelschiwärme Flug nach fernen» Wanderziel, — Ein Fiinkenlied, das quillt aüs blassem Morgengrauen Und mein« Seele füllt mit gläcsbigem Vertrauen! Aus: „Du aber bleibst in ir- r” — FKichtliags- qedidite von Agnes Miegel, Verlag der Bücherstube Fritz Seifart, Hameln Dauer ausfalien, bleibt in der Regel das Gehirn befähigt, elektrische Impulse, die ihm künstlich zugeführt werden, „richtiigi“ zu beantworten. Die Untersuchungen Dr. Kriegs richten sich auf die Möglichkeit, elektrische Geräte herzustellen, die der Patient bei sich trüge und deren Impulse es beispielsweise dem Bünden erlauben würden, zu lesen, etwa so, wie wir der Leuchtschrift einer großstädtischen Lichtreklame folgen. Neues Licht- und Röntgenbild Xerographie, auf deutsch „Trockendruck“, heißt ein etwa vor Jahresfrist veröffentlichtes Verfahren, Lichtbilder auf trockenem Wege herzustellen und zu kopieren. Dabei wird eine elektrisch geladene, mit einem lichtempfindlichen Leiter überzogene Metallplatte an Stelle eines Films verwendet. Die belichteten Stellen verlieren ihre Ladung. Dann wird die Platte mit einem sehr fein pulverisierten Kunststoff bestreut, der auf den noch elektrisch geladenen Stellen haften bleitot Dese Platte wird auf Papier abgezogen oder, wie man auch sagen kann, gedruckt; der Kunststoff wird durch Erwärmen dabei in innige Verbindung mit dem Abzug gebracht Neuerdings wurde nun das gleiche Verfahren für Röntgenaufnahmen entwickelt. Nach Angaben der Erfinder, die darüber auf dem 31. Metallkongreß in Cleveland, Ohio, berichteten, ist die neue Technik schneller und um mehr als die Hälfte billiger als die bisher übliche. Die Bilder seien schärfer als die bisherigen. Allerdings seien noch ein bis zwei Jahre erforderlich, bis die neue Arbeitsweise der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden könne. E. Friemel Jose Ortega y Gasset wandte sich bei der Eröffnung des zweiten Semesters : seines “„Instituts der Humanität“ in Madrid gegen den Existentialismus Sartres, der nicht anerkennen wolle, . daß der Mensch das einzige Lebewesen sei, das 1 nicht nur existiere, sondern leb«. Symphonie-Uraufführung in Neustadt Aul seiner Konzerttournee durch Süddeutschland brachte das Symphonische Orchester der Stadt Speyer in Neustadt in» Schwarzwald dem dort wohnenden Komponisten Alfred Erwin Broßmer zu Ehren dessen Symphonie Fis-mol op. 30 zur Uraufführung. Das aus drei breit angelegten Sätzen bestehende Werk verleugnet seine Bindung zu Wagner und Bruckner nicht, es Äst durch und duixh romantisch. Nach einem einleitenden Allegro con brio, einen» energisch vorwärtstreibenden, kraftvoll und farbenprächtig instrumentierten Satz, folgt das besinnlich-geheimnisvolle Adagio misterioso, das man als eine Zwiesprache des Komponisten mit seinem Schöpfer bezeichnen könnte; überaus reizvoll das abschließende Rondo giocoso, das die sehr eingängigen und originellen thematischen Einfälle in volkstümlich- tärzerischer Bewegung variiert und in der Instrumentation durch die bis zu kammermusikalischer Feinheit aufgelicbtete Or- chestersprache besticht. De Uraufführung durch die Speyerer Symphoniker, der auch der badische Staatspräsident beiwohnte, unter der kundigen und nachspürenden Leitung des begabten Günther Weigman» gestaltete sich zu einem starken Erfolg. M. Th. Bühref KULTUR N ACHRICHTFb Arturo Toscanini wurde in Anerkennung seiner kulturellen Verdienste ui» Italien zum „Senator auf Lebenszeit“ ernannt. Diese Auszeichnung zählt zu de» höchsten in Italien. Der „Prix Goncourt“, der au de» höchstangesehenen literarischen Auszeichnungen Frankreichs zählt, ist an Robert * Merle für sein Erstlingswerk „Wochenende in Zuydcoote“ verliehen werden Theodor Plivier wird Ende Februar in Tübingen über sein Stalingrad- buch sprechen. Außerdem sind Vorträge von »udrif Pechel. Pr?* ? Kar Hoüzamer I und Dr. Otto Rcegele vorgesehen. hinten r An d £n Ka tserdufl Innaus Hasten; nen zu; so mäd Scher S Als n jjnansfc erfrisch freier. 1 der Re Wasser den pul der Sicä bezaubc und Vi noch sc Kette Schwei: mal so Jedig- \ leie vei ten unc jrirkenc ®ck d xhaft, weit vo in der wieder Man Welt i; wird egentli and h: und B< die die schenh; nichts voller der Sri bar wi Pegelhi das kl« t 1 j Man ^hirch ging, 1 habe 1 derlei linge : Teil n und to jeden der k< hatte, • |zum T arbe abgerii knallt« erschrc die be sind , c sonder dann 1 Straße Jahre tun.g i befanc Eine 3 vor e; Darau Frau Frau ' Arm < Anepr kamei heit ft Ans bürg : Norku ausqel ihm b: ter di brüch« mer ii beseht blond« Wuch: tiefer Daum* Anzuc ver, 1 hatte »er Z Seite 2 elf ss £am| Bundes- sdiC-uß. J -nd die acht so als zur ewesea gewiß ist und ren des ' neuen 102 Ab. aq an- 5t dem . durch mstiqer rerbung geleitet dienen, i seine rd des- Unter- daß er in eine , spielt mahme deshalb d seine i unter stechen, um so :r 0:1- rlament ist Die '1k sich n, und ur den ung eres cran- e. Wer dte Beils eine- ld ihre l Willi- Konrad Douglas, uil'leton: is Bede, Sport: t Jacob- . Markt- idk un- ustadt l Süd- he Or- ,adt im Konv- er zu op. 30 eit an- erleug- Bruck- roman- gro con oenden, rinnen- eheim- ian als nit sei- iberaus fiocoso, [ineüen mlich- in der immer- te Or- iihruDÄ sr acudi vohnte, renden gmaon [•folg, ihrer "N Anerste um it“ er- ru den au den szeich- Robert enende le Fe- ngrad- orträg« ijzamer ftonftottj bett 8. ©ejembet 1949 ftetnee „Kap öcr guten Hoffnung ,/ Man hat manchmal so seine Sorgen. Dafür soll es nun ja Likör geben. Hierfür allerdings braucht man wieder Geld — ißd das hat man meistens nicht. Also jiuß man darnach trachten, die Sorgen tuf andere Art loszuwerden. Durch einen Spaziergang vielleicht, frische Luft macht ,jen Kopf klar. Da man gerade auf der jfcuktstätte ist und vom See her ein ermunterndes Lüftlein weht, zieht es einen jum Hafen, hinaus aus der Enge der Streßen. An den Schiffen vorbei, die vertäut an jen Kais liegen, schlendert man über die teerduftenden Bohlen der Landungsbrücke hinaus zum Leuchtturm, der mit seinem jlastengestänge und Raaen und den Leinen zum Hissen der Sturmsignale immer so mächtig maritim wirkt und nach Christ- Heber Seefahrt aussdeht. Als man die Stufen zum Pegelhäuschen binansteigt, fühlt man sich im Atem der erfrischenden Seewinde schon ein wenig freier. Und wenn man vom am Gitter, an der Reeling des Leuchtturmes steht, das Wasser mit den spielenden Möven und den putzigen Taucherles unter sich, — mit der Sicht auf den geweiteten See, mit dem bezaubernd schönen Blick auf die Gärten und Villen der Seestraße, und mit dem noch schöneren auf die blaudämmernde Kette der nahen Alpen drüben in der Schweiz, .—> dann fühlt man sich auf einmal so leicht und frei und aller Sorgen iedig. Was einen eben noch bedrückte, ist wie verweht. Wind und Wasser, die Gärten und Berge, die immer wieder Wunder wirkende, befreiende und erlösende Anblick dieser wahrhaft himmlischen Land- jehaft, die einen hier auf diesem kleinen, weit vorspringenden Kap sozusagen mutten in der Stadt umgibt, hat sich auch jetzt wieder als tröstlich und heilsam erwiesen. Man schaut um sich — und siehe: Die Welt ist doch schön! Die Sorgen?! Man wird sie schon meistern, ja, sie sind eigentlich schon gar nicht mehr da. Sie «ind hier angesichts der Wasser, Wälder und Berge verflogen, im Atem der Winde, die dieses winzige, steinerne, von Menschenhand geschaffene Kap umspielen, in nichts zerstoben. Mit neuem Mut beseelt, voller Hoffnung wendet man sich wieder der Stadt zu. Voller Hoffnung! Und dankbar wirft man einen Blick zurück auf das Pegelhäuschen, auf den Iouchtturm, auf das kleine Kap der guten Hoffnung! : Nikolaus — falsch verstanden Man schreibt uns: Wer am Montagabend $urch die Marktstätte und Kanzleistraße ging, hätte glauben können, die Fasnacht habe bereits begonnen. Jugendliche beiderlei Geschlechts, meistens aber Lehrlinge im Alter von 12—18 Jahren, zum Teil mit Holzstecken bewaffnet, lärmten und tollten umher und nahmeri vor allem jeden Nikolaus aufs Korn. Der Nikolaus, ] der keinen, kräftigen Ruprecht bei sich hatte, war übel dran. Er wurde verspottet, zum Teil geschlagen und mit Tannenästen jbearbeitet, die vom Christbaum für alle abgerissen worden waren. Dazwischen knallten Feuerwerfcskörper aller Art und erschreckten die Vorübergehenden. Wenn die beteiligten Jugendlichen der Meinung »ind, daß sie sich an diesem Abend besonders männlich „benommen“ haben, dann täuschen sie sich. — In der Mainaustraße schoß am gleichen Abend ein 18 Jahre alter Lehrling, der sich in Begleitung mehrerer gleichaltriger Jugendlicher befand, mehrmals mit einer Korkpistole. Eine Frau, die als Nikolaus ging, wurde vor einem Korken ins Auge getroffen. Darauf stürzten die Jugendlichen über die Frau her und warfen sie zu Boden. Die Frau trug Verletzungen am Auge und am Arm davon und mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Die jungen Burschen kamen zur Anzeige, so daß die Angelegenheit für sie noch ein Nachspiel haben wird. Zwei Ausbrecher Aus dem Landgeriditsgefängnis Ravensburg ist der gefährliche Einbrecher Petras Norkus, geboren am 6. Mai 1925 in Litauen, ausgebrochen. Die Kriminalpolizei konnte ihm bis jetzt 60 Einbrüche nachweisen. Unter diesen befinden sich auch sieben Einbrüche, die Norkus im vergangenen Sommer in Konstanz ausgefführt hat. Personen- i Beschreibung: 1,75 m groß, kräftige Gestalt, Monde, zurückgekämmte Haare, dünner Wuchs, zurüdcweichende Stirn, im Oberkiefer links zwei GoMzähne, an der rechten Daumenwurzel eine Warze, trägt braunen Anzug mit langer Hose und braunen Pullover, braune, schlechte Halbschuhe. Norkus hatte das Vorhängeschloß am Fenster seiner Zelle in Ravensburg gegen 3 Uhr morgens aufgebrochen, das Eisengitter durch- säqt und ist auf diese Weise entkommen. In der Nacht vom 6. aut 7. Dezember ist aus dam Städtischen Krankenhaus in Konstanz der als Strafgefangener wegen eines Unfaüls dort untergebrachte 29jährige technische Zeichner Karl Hoffmann entwichen. Beschreibung: 1,74 m groß, längliches Gesicht, braune Augen, dunkle Haare, Narbe am Mittelfinger, brauner Anzug und braune Halbsdmhe, heller Mantel. Hoffmann sollte gestern ins Gefängnis nach Freiburg überführt werden. Eine Minderjährige entführt Die Kriminalpolizei griff einen 26 Jahre alten verheirateten Mann auf, der in der Nähe von Hannover ein 18 Jahre altes Mädchen zwar mit deren Einverständnis, aber gegen den Willen der Eltern entführt hatte. Seit dem 29. Oktober befand sich das Paar unterwegs, zunächst in Bayern und Württemberg. Es hielt sich seit dem 19. November in Konstanz auf und hatte die Absicht, in die Schweiz zu gehen. Die Mutter des Mädchens war ihrer Tochter nachgereist und nahm sie jetzt, nachdem sie in Konstanz ermittelt worden war, wieder nach Hause. Verhängnisvoller Sprengkörper Gestern Vormittag spielten die beiden zehn- und dreijährigen Buben einer Kriegerwitwe aus dem Schilfweg im Schlachthausviertel mit einem aufgefundenen kleinkalbrigen Explosivgeschoß. Als die Buben mit einem Hammer (!) auf das Geschoß schlugen, explodierte dieses und verletzte die beiden Kinder schwer. Dem Zehnjährigen wurden neben anderen Verletzungen an der rechten Hand drei Finger der linken Hand abgerissen, während dem Dreijährigen mehrere Splitter in die Beine drangen. Beide Kinder wurden mit dem Sanitätsauto ine Städt. Krankenhaus eingeliefert, wo das ältere operiert werden mußte. Dieser Vorfall gibt erneut Anlaß zu einer Warnung an die Eltern, ihre Kinder darauf aufmerksam zu machen, herumliegende Munition nicht als Spielgerät zu benützen. Nochmals der „tatkräftige“ Gastwirt Zu der in der letzten Ausgabe veröffentlichten Notiz teilt der „tatkräftige" Gastwirt mit, der geschilderte Sachverhalt entspreche nicht in allem den Tatsachen. Der auswärtige Gast habe sich zu Unrecht über hohe Preise geäußert; diese seien durchaus normal gewesen. Auf verschiedene Beleidigungen und Bedrohungen des Gastes sei die Haustüre verschlossen worden, damit die herbeigerufene Polizei den Tatbestand aufnehmen könne. Während dieser Zeit habe der Mann versucht, zum Fenster hinauszuspringen. Dabei ging ein Blumentopf entzwei und verletzte den Gast am Kopf. Darauf wurde der Rabiate festgehalten bis die Polizei kam. Ein Ochsenziemer sei nicht benützt worden; ein derartiges Instrument befinde sich nicht im Hause. — Tatsache ist, daß der auswärtige Gast am andern Tag auf der Polizei seinen in der Nacht gegen den Gastwirt gestellten Antrag auf Körperverletzung wieder zurücknahm. Blutspender gesucht! Um die Tätigkeit der Blutspenderzentrale wirkungsvoll erhalten zu können, benötigt das Krankenhaus dringend weitere Blutspender. Gesunde, zuverlässige und möglichst ortsansässige Personen, die sich für diesen guten Zweck zur Verfügung stellen wollen, werden gebeten, ihre Personalien der Krankenhaus-Direktion schriftlich mitzuteilen, damit sie gegebenenfalls zur vorgeschriebenen ärztlichen Untersuchung einbestellt werden können. Die Mindestgebühr für eine Blutspende ■beträgt 20.— DM. Schaufenster wieder beleuchtet Wie der Einzelhandelsverband Konstanz mitteilt, ist nach einer Anordnung des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit die Sperre für Schaufenster- und Reklame- beleuchtung mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Solöaten, Die gottlob nicht fchießeo hönneo Ein Archäologe vertritt in Konstanz die Sonneberger Spielwarenindustrie Im Hause 46 in der Allmannsdorfer Straße versucht seit einem Vierteljahr der 40jährige Archäologe Dr. Jörg Fricke- Schönemann mit seinen selbstgeschnitzten Spielwaren zu Rande zu kommen. Fricke- Schönemann, Archäologe von Haus aus, Schüler des weltbekannten Papyrus-Konservators Dr. Ibscher und Spielwarenfabrikant aus Leidenschaft, gehört zu den wenigen, die heute noch die gleichfalls weltbekannte Sonneberger Spielwarenindustrie repräsentieren. Nun, mit der quantitativen „Repräsentation“ ist bei dem Mangel an Holz, an Maschinen und Räumen begreiflicherweise nicht weit her. Bei einem Zimmer, das gerade noch ein Bett, ein Tisch und einen Schrank aufzunehmen vermag, kann von einer Fabrik auch nicht die Rede sein. Außer dem Schreiner- fceeteck, seinem fachlichen Können und dem guten Willen hat Fricke-Schönemann nichts durch den Eisernen Vorhang geVorerst hat Fricke-Schönemann nur eine Auswahl der Konstanzer Stadtsoldaten und Konstanzer Trachtenpärchen hergesteilt. Die Berner Stadtwachen-Kollektion rettet, damals, 1946, als er der Ostzone den Rücken wandte. Von 1946—1949 holten ihn die Franzosen an die Panser Sorbonne, wo er alte Inkunabeln und Handschriften restaurierte. Klimak ist gleichfalls fertig, während die bären- fellbemützte englische Garde und die US- Kadetten aus West Point über die Nürnberger Spielwarenbörse für den Export gedacht sind. Zum Heiligen Jahr ist außerdem auch noch die päpstliche Schweizergarde vorgesehen. Bei den Soldaten, die allesamt gottlob nicht schießen können, handelt es sich um Holzfiguren, die bis in die kleinsten Details stil- und farbecht nachgebildet sind. Die Figuren, die auf dem deutschen Markt knapp drei DM kosten, sollen auf dem Weltmarkt beste deutsche Spiel- warentradition bedeuten. Vorerst aber plant Fricke-Schönemann die Herstellung der ersten Postkutsche Konstanz—Zürich und des ersten Bodenseecjampf schiff es. Seine große Sorge gilt außerdem der Material- und Geldfrage und dem Entgegenkommen des Rosgartenmuseums im Ausleihen von historischen Unterlagen! Als Fernziel aber schwebt :hm eine Spielwarenfabrik in Konstanz vor. wh. Heute Staötrat: Die Spielbanh=Frage Standpunkt der Gegner — Letzte Ztisam menfassung der Gründe für die Bejahung Bürgermeister Hermann Schneider bittet uns um die Veröffentlichung von Darlegungen, in denen er seine ablehnende Haltung gegenüber dem Spielbankgedanken begründet. Seine Ausführungen sind die einzige diskussionsfähige Gegenstimme, die wir erhalten haben. Wir begrüßen es, der Oeffentlichkeit zur heutigen Stadtratssitzung, in der die Spielbankfrage öffentlich verhandelt wird, auch einmal eine vo-n der unseren abweichende Ansicht vorlegen zu können. Hermann Schneider schreibt: Warum Ablehnung Per Spielbank ? Die Finanzgruppe des Spielkasinos hat die Umwandlung desselben in eine Spiel bank beantragt und damit nach wenigen Monaten erneut und m. E. in verschärftem Maße in der ganzen Bevölkerung das Ringen um dieses Problem aufgerollt. Wohl ist nur der Stadtrat als zuständiges Gremium vor die vorläufige Entscheidung gestellt — vorläufig, weil m. E. die Genehmigung zur Spielbank nur durch Gesetz des Landtages, wahrscheinlich sogar nur des Bundestages erfolgen kann. Aber es wird die Frage der Spielbank in der ganzen Bevölkerung diskutiert, weil die Konstanzer gerade durch die Intensität der Spielbankpropaganda, mit der man sie zuzudecken sucht, aufgerüttelt werden und zu ahnen beginnen. daß da ein großer Schlag geführt werden soll, dessen Auswirkung und Endergebnis sie gar nicht übersehen. Der Stadtrat hat mit Recht dieses propagandistische Ueberfahrenwerden abgelehnt und nimmt sich Zeit und Ruhe, gründlich sein Urteil über einen so entscheidenden Schritt zu bilden- Nachdem aber in der Presse nur einseitig für die Spielbank propagiert wurde, halte ich mich verpflichtet, ehrlich, klar und eindeutig vor aller Oeffentlichkeit die Gründe festzustellen, welche mich und meine Freunde zur Ablehnung einer Spielbank veranlassen. Es gibt Leute, die rieten mir davon ab: es sei unklug, sich wider die großen Finanziere und deren gleißende Versprechungen zu stellen. Aber mein Amt, die Liebe zu meiner Vaterstadt und mein Gewissen als einer, der versucht, christlich zu leben und zu handeln, verpflichtet mich zu offener Darstellung meiner Ueberlegungen und ablehnenden Entscheidung. Die wirtschaftlichen Vorteile werden in erster Linie fast schwindelerregend in den Vordergrund gestellt. Geradezu ein Märchenland soll entstehen aus dem Geldstrom, welchen die Spielbank angeblich für die Stadt auslöst. Keine Sorgen mehr für Theater und andere kulturelle Einrichtungen, der Lorettowald ein modernes Paradies, das Horn die „deutsche Riviera” — dies sind die lockenden Bilder, welche man uns vormalt. Niemand wird in Abrede stellen, daß der Zweck einer Spielbank ist, Geld zu bringen, die hinter dem Projekt stehenden anonymen Finanzleute hätten sonst bestimmt kein Interesse daran. Sie betreiben den Plan ja nicht selbstlos um des „schönen Konstanz” willen, sondern wegen der Millionen, die sie abzuschöpfen hoffen. Ich bin aber auch über die wirtschaftliche Auswirkung für die Stadt skeptisch. Mich täuschen die 60 000 DM des Spielkasinos (bei der diesjährigen Hochkonjunktur des Fremdenverkehrs und unter dem Reiz der Neuheit erreicht) nicht Wenn ab 1. 10. 49 abweichend von den Vertragsbedingungen vom Spielkasino der Stadt zugemutet wird, monatlich die halbe Miete mit 1000 DM und einen Gehaltsanteil von 1500 DM in den 6 Wintermonaten vom Gewinn abziehen zu lassen — das sind 15 000 DM — so ist dies eine schlechte Empfehlung für Millionenprojekte. welche man uns in hellsten Farben vormalt. Den Vergleich mit Neuenahr halte ich für völlig abwegig. Dort liegt das Rhein- Ruhrgsbiet mit Millionen Großstadtbevölkerung und hohen Einkommen gleichsam vor der Tür, während im glücklichen Gegensatz dazu bei uns in weitem Umkreis keine Großstädte vorhanden sind- Es kann sich deshalb eine Spielbank hier nicht in gleicher Weise entwickeln. Zudem würde bei einer Spielbank der Staat den entscheidenden Anteil abschöpfen, so daß ein größerer Gewinn der Fremdensaison, auf das ganze Jahr verteilt, der Stadt im günstigsten Fall wohl kaum mehr als wenige 100 000 Mark bringen könnte. Der gesteigerte große Fremdenverkehr dieses Jahres hat bereits erwiesen, daß auch den beteiligten städtischen Einrichtungen wesentliche Mehreinnahmen (auch Hunderttausende) zufließen. Bei planmäßiger Weiterentwicklung des echten Fremdenverkehrs (SK.) Diese Ausführungen scheinen uns wenig überzeugend, und wir müssen daher abschließend noch einiges zu ihnen sagen. Ob man der heute in Konstanz tätigen Spielcasino-Gruppe die Konzession gibt oder einer anderen, ist eine untergeordnete Frage. Man würde sich nach sorgfältiger Prüfung der Interessenten für den zu entscheiden haben, der die notwendigen Bedingungen am besten erfüllt, und anonym wird der Konzessionsnehmer nicht sein. Daß auch der Unternehmer verdienen will und wird und daß auch der Staat verdienen will und wird, ändert nichts daran, daß auch die Stadt es — in unbekanntem Umfang — tun wird. Eine ebenso untergeordnete Frage ist es, welches Gelände man einer Spielbank einräumen würde. Da darf man sich natürlich auf nichts einlassen, was wichtige andere Interessen verletzt. Bedeutungslos für das, was Konstanz will, ist ferner, wie übergeordnete Instanzen entscheiden werden. Das ist dann deren werden hier umfassende weitere Möglicb- , keiten ausgeschöpft werden können. Die wirtschaftlichen Vorteile für Gaststätten, Handel und Gewerbe scheinen mir aber bei einem breiten Gesamtfremdenverkehr größer als bei einem exklusiven kleinen Spielbankkreis. Die Wertung der ablehnenden Schweizer Stimmen erscheint mir nicht so nebensächlich, wie man es bei den Befürwortern darzustellen sucht. Man wird es über der Grenze nicht verstehen, daß der seinerseitige Standpunkt, das Spielkasino sei nur ein Geschicklichkeitsspiel, für das G1 ü ck s - spiel einer Spiel bank wäre man nie zu haben, jetzt nach kaum 5 Monaten gerade ins Gegenteil verkehrt wird. Ferner ist zu bedenken, daß wir im Ringen um das Täger- moos in schwerer Notzeit die Unterstützung treuer und aufrechter Schweizer Freunde hatten. Wir werden diese freundnachbarliche Hilfe noch weiterhin brauchen, gerade in der Fremdenverkehrsentwicklung. Da kann man nicht einfach die ernsthaften Schweizer Bedenken mit einem Kraftmeierstandpunkt: „Es ist anmaßend . . . die haben uns nichts zu sagen”, abtun. Die Freundschaft der uns wohlwollenden Schweizer Kreise ist wahrhaftig auch ein Kapital, wertbeständiger als die Spielbankintersssen und darf m. E. um dieser willen nicht verscherzt werden. Die Tradition von Stadt und Landschaft ist so eindeutig in einem gesunden Bürger- und bodenständigem Bauerntum verankert, daß m. E. eine Spielbank als Fremdkörper hier wirken muß. Selbstverständlich bejahe ich eine aktive Fremdenverkehrspolitik. Ich habe diese schon vor Jahren im Landtag vertreten als eine der Grundlagen unserer wirtschaftlichen Weiterentwicklung. Unser Lebenskreis fordert aber, daß der gute Geist unserer Stadt, die gottgeschenkte Schönheit der Landschaft nicht wesensfremden Betrieb verfallen, sondern Ruhe und Besinnlichkeit ausströmen und dadurch den zu uns kommenden Fremden Erholung und neue Kräfte schenken. Auf dieser Linie muß der Fremdenverkehr für alle gefördert werden und wird er mehr ein-bringen, ; als wenn über eine anonyme Kapitalisten- | gruppe für einen engbegrenzten Kreis von ' Spielbankbesuchern schönste Punkte unserer ' Stadt (man fordert Gelände mit Seestrand und Parkanlagen) und sonstige Sonderrechte eingeräumt werden. Nicht vargessen darf werden daß Städte mit viel größeren Schwierigkeiten (Freiburg, das zu 40% zerstört ist oder Bremen, dessen Existenzgrundlage, der Ueber- seehandel, jahrelang brach lag) den Mut zur Ablehnung jeglichen Spielbetriebes fanden. Auch scheint mir die Eile, mit welcher jetzt die Spielbankfrage von gewisser Seite betrieben wird, verdächtig- Sie entspricht wohl aus der Furcht, daß eine gesetzliche Regelung des Bundes recht bald im Volksinteresse den Spielbankbetrieb wesentlich einschränken, wenn nicht unterbinden wird. „Weltanschauliche Hemmungen”. Der Schreiber dieses Schlagwortes kann wohl nicht recht erfassen, daß — ich rede nicht gerne davon, es muß aber in diesem Zusam- ! menhang gesagt sein — für ernste Christen ! die Ablehnung der Spielbank eine Gewissens- i frage ist, die nicht Menschenmeinung ist, son- ! dern unter der Verantwortung vor Gott steht. Wo Menschen in Versuchung und die Gefahr der Vernichtung ihrer Existenz und ihres Lebensglückes, durch Befriedigung ihrer Spiel- ; leidenschaft, kommen, kann m. E. ein be- j wußter Christ nicht die Hand dazu bieten. Daß der Spielbetrieb Menschen zum Verderben wird, haben wir ja schon am kleinen Spielkasino gesehen. Die Unterschlagungen des Postangestellten wurden doch ausgelöst, weil man ihm riet, über das Spielkasino zu Geld zu kommen und er diese Gelegenheit packte und ausnützte. Man achte also einen christlichen Gewissensstandpunkt und tue ihn nicht ab mit „weltanschaulichen Hemmungen” oder „puritanischer Enge”, die man uns andichten will. Zusammengefaßt ist unsere Ablehnung also begründet a) weil wir auf weite Sicht nicht an die propagierten Geldberge für die Stadt glauben, b) weil wir unsere Tradition und die Schweizer Freundschaft höher schätzen als ein unsicheres, begrenztes Geldangebot. c) weil wir den echten Fremdenverkehr auf breiter Basis zur Erholung und Freude aller deutschen Menschen entwickeln wollen, d) weil wir es als Christmenschen vor Gott, nicht verantworten können, die Hand zur Versuchung, Gefährdung und Untergang von Menschenschicksalen zu bieten.. Meine Freunde und ich wissen uns darin mit weiten Bevölkerungskreisen einig- Sache. Aber wenn man überhaupt will, dürfte in der Tat Eile angezeigt sein. Denn es ist denkbar, daß der Bund neue Spielbanken nicht zuläßt, aber einmal bestehende sanktioniert. Wer zu spät kommt, geht dann leer aus. | Von den Stimmen aus der Schweiz darf ' man u. E. die städtische Entscheidung nicht abhängig machen- Eine die Stadt bindende Zusage, man werde keine Spielbank zulassen, ist der Schweiz nicht gegeben worden. Private Aeußerungen in dieser Richtung können keine entscheidende Bedeutung haben. Die Schweiz stellt kaum Ferienpublikum für Konstanz. Kein Schweizerbürger ist insbesondere gezwungen, in Konstanz zu spielen; keiner auch wird sich in dieser Frage gern bevormunden lassen. Für ernste Christen ist die Spielbankfrage in der Tat eine Gewissensfrage — gerade so (Fortsetzung nächste Seite) Wenn so viele einer Meinung sind, dann hat die Leistung überzeugt! -HOHE BEKÖMMLICHKEIT - FEINSTES AROMA - VOLLES GEWICHT - Donnerstag, 8. Dezember 1949 SÜDKURIER K wie die Frage, ob man Im Krieg Menschen töten darf. Das hat jeder mit sich und seinem Glauben auszumachen. Es dürfte im übrigen auf zu geringer Kenntnis der tatsächlichen Verhältnisse beruhen, wenn man das echte Roulette nach internationalen Regeln für weniger reell ansieht als das in den Spiel- Casinos übliche System. Auch bei einer Spiel bank können natürlich einmal unglückliche Ereignisse eintreten. Man kann sie dramatisieren oder man kann sie für relativ bedeutungslos ansehen; es ist abhängig davon, mit welchem Grad von Objektivität man an die Frage herangehen will. In welchem Ausmaß eine Spielbank wirtschaftliche Vorteile bringen wird, kann niemand Voraussagen; auch aus den Erfahrungen mit dem jetzigen Spiel-Casino läßt es sich nicht erkennen, weil es sich um verschiedene Dinge handelt. Für die Entwicklung des Konstanzer Fremdenverkehrs nach Oeffnung der Grenzen sind wir nicht sehr optimistisch, und jeder Verkehrsfachmann kennt die Gründe hierfür. Daher scheint uns notwendig, den Fremdenverkehr auf jede mögliche Weise und umfassend zu fördern, nicht nur in bezug auf einen bestimmten Teil des Reisepublikums. Wir denken, daß eins Spielbank viele herführen und niemanden abhalten wird, Konstanz zu besuchen, und wir sehen nicht, was dabei die Tradition von Stadt und Landschaft in Konstanz (oder Lindau) gefährden sollte. Uns scheint vielmehr, daß auch da dramatisiert wird. Aber das Fremdenverkehrs- gswerbe ist eine höchst nüchterne Angelegenheit, auch wo es Schönheit und Erholung zu „schenken” angibt. Also sollte man in der ganzen Sache überhaupt möglichst nüchtern denken. Mit Nüchternheit und Objektivität hat der Beirat des städtischen Verkehrsvereins das Problem geprüft, ehe er sich mit 12 gegen 2 Stimmen für die Spielbank ausgesprochen hat. Möge der Stadtrat um seine Entscheidung mit gleicher Objektivität und Nüchternheit ringen im Interesse der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt, von der das Wohl jeden einzelnen Bürgers abhängt. gen bekanntgegeben. Demnach können im Land Baden wohnhafte Verwandte von noch im polnischen Verwaltungsgebiet zurückgehaltenen Deutschen diese beim Kreisverein des Badischen Roten Kreuzes, Konstanz (Rheingasse 20, vormittags von 9—12 Uhr), in die Umsiedlungslisten für Sammeltransporte aufnehmen lassen. Für die Orte des Landkreises Singen, Radolfzell, Gottmadingen usw. werden die Eintragungen bei den dortigen Geschäftsstellen des Roten Kreuzes vorgenommen. Deutsche Zivilpersonen im polnischen Verwaltungsgebiet, die keine Angehörigen in den Westzonen haben, sollen sich an die „Arbeitsgemeinschaft vom Roten Kreuz in Deutschland, Hamburg 13, Har- vestehuder Weg 26” wenden. Die genaue Angabe der gegenwärtigen Anschrift (deutsch und polnisch) ist erforderlich, ebenso Geburtsdatum und Geburtsort. Name und Vorname sowie Verwandtenadressen in Blockschrift. Einreisbewilligungen nach Westdeutschland erteilt das „Bureau des Military Permit Officier in Warszawa ul. Puisa XI Nr. 3”, an das sich die umzusiedelnden Personen unmittelbar zu wenden haben. <£ijronift oom 9obettfee Ein Ueberünger Gedenktag Ueberlingen. Der Nikolaustag 1949 hatte für Ueberlingen eine besondere Bedeutung. Vor 25 Jahren brachte der Festtag des heiligen Nikolaus die feierliche Weihe des völlig renovierten St. Nikolaus-M-ünsters durch Erzbischof Dr. Karl Fritz aus Freiburg. Dieses Ereignis nahm die katholische Pfarrgemeinde zum Anlaß, um in einer Feierstunde die 25. Wiederkehr dieses Tages zu begehen. Feierlicher Abschluß des Kreutzer-Jahres Meßkirch. In zahlreichen Feiern und festlichen Gedenkstunden beging Meßkirch in diesem Sommer das 100, Todesjahr seines großen Sohnes Conradin Kreutzer, der am 14. Dezember 1894 in Riga starb. Den Abschluß des Gedenk- lahres wird eine Gedenkfeier bilden, die am 11* Dezember von der Stadtverwaltung Meßkirch veranstaltet wird und an der Verwandte des Heimatkomponisten und eine größere Zahl geladener Ehrengäste tedlnehmen werden. Das Meßkircher Postamt wird den Besuchern des Kreutzer - Gedenktages zum letztenmal die mit Kreutzer - Sonderbriefmarken frankierten Postsachen mit dem Jubiläumsstempel versehen Ferkelmarkt ohne Ferkel Meßkirch. Auf dem letzten Ferkelmarkt war nicht ein einziges Ferkel zu sehen. Käufer hatten sich zwar eingefunden, mußten aber enttäuscht wieder abziehen. Infolge des Nikolausmarktes, der mit Vieh- und Ferkeimarkt verbunden war, nahmen die Bauern wahrscheinlich an, daß kein Ferkelmarkt stattfinden würde. Der Wassernot enthoben Kein Fraktionszwang bei Der CDU Die Mitglieder der CDU des Stadtkreises Konstanz waren am Dienstagabend in beträchtlicher Zahl in St. Johann zu einem Ausspracheabend über kommunale Angeleg n- heiten erschienen. Im Mittelpunkt stand die Spielbankfrage. Es war erfreulich, festzustellen, daß Befürworter und Gegner der Spielbank offen und fair einander gegenüberstanden und ihre Meinung in durchaus sachlicher Art vertraten. Das erschien uns das Wertvollste an diesem Abend. Als Verfechter für den Gedanken einer Spielbank vertrat Stadtrat Hengartner den Standpunkt, daß man sich allerdings keiner Illusion über Riesengewinne für die Stadt hingeben dürfe. Die Konkurrenz zwischen Lindau und Konstanz sei gut; hier sprächen verschiedene Vorteile für Konstanz. Einen schlechten Einfluß auf die Bevölkerung befürchtete der Redner nicht, da sie ja von einem Besuch ausgeschlossen sei. Rücksichtnahme auf die Schweiz sei wohl nicht angebracht, denn es handle sich hier ausschließlich um eine innere deutsche Angelegenheit. Die verschiedenen wirtschaftlichen Vorteile wurden von dem R seiner eingehend erläutert. Der Gegensprecher, Stadtrat Zeller, machte vor allem moralische Bedenken gegen eine Spielbank geltend. Er wies außerdem auf die Tradition und die Kultur dar Stadt Konstanz hin, die durch ein solches Unternehmen wei- testgehnde Einbuße erleiden würden- Es könnte der Fall eintreten, daß viele Fremde, die sich Konstanz für ihren Urlaub ausgesucht hätten, gerade durch eine Spielbank abgestoßen fühlen. Der einfache Mann bringe für eine Spielbank kein Verständnis auf, zumal in der gegenwärtigen Notzeit. Auch mit den christlichen Grundsätzen sei eine Spielbank nicht zu vereinbaren. In der lebhaften Aussprache kamen beide Richtungen ausreichend zu Wort. Es wurde auf warnende Stimmen der Geistlichkeit, vor allem der jüngeren, hingewiesen; von seiten der Erzieher kamen Bedenken, ein Redner bezeichnete die Spielbank sogar als ein Teufelswerk; ein anderer stellte Ueberlegungen an, ob ein solches Unternehmen nicht noch andere Dinge im Gefolge habe. Die Befürworter wiesen die moralische Befürchtungen zurück, es komme immer auf den Einzelcharakter und die innere, Haltung an. Die wirtschaftlichen Vorteile wurden klar herausgestellt und darauf hingewiesen, daß Konstanz eine arme Stadt sei, die ihre finanzielle Lage verbessern müsse. Das Schlußwort sprach Oberbürgermeister Knapp, der mit Ueberzeugung die Meinung vertrat, daß man keinem CDU-Stadtrat den Vorwurf machen könne, er werde bei einer Entscheidung über die Spielbankfrage irgend welche christliche Grundsätze verletzen. Niemand sei dazu berufen, seinem Nächsten eine Aufsicht zur Seite zu stellen. Es könne auch keine Rede davon sein, daß in der Spielbankfrage der Boden des christlichen Sittengesetzes verlassen werde. Wie der Fraktionsvorsitzende der Stadtratsfraktion, Bankdirektor Windlinger, der den Abend leitete, im Verlauf der Aussprache mitteilte, wird bei der Abstimmung über die Spielbankfrage von seiten der Partei kein Fraktionszwang ausgeübt. Es steht jedem Stadtrat der CDU frei, seine Entscheidung nach eigenem Ermessen zu treffen. &urge Stabtnudjridjten Ihren 80. Geburtstag feiert heute Maria Hagg, Witwe, Luisenstraße 5. Die Stadtkapelle spielt heute unter der Leitung von W. Bernhagen um 18 Uhr unter dem „Christbaum für alle”. Das Programm sieht u. a. vor Ouvertüre zur Oper „Das Nachtlager von Granada”, Fantasie aus der Oper „Tiefland“ und verschiedene Advents- und Weihnachtschoräle. Die Flüchtlingsfürsorgerin des evangelischen Hilfswerks hält am Mittwoch, den 14. und 21. Dezember von 14 bis 18 Uhr Sprechstunden für die Flüchtlinge von Konstanz-Stadt und zwar im evangelischen Hilfswerk, Brauneggerstraße 11. Am Dienstag wurde eine polnische Hilfskrankenschwester, zur Zeit ohne festen Wohnsitz, festgenommen, weil sie im Verdacht stand, in der Schreibergasse einen Diebstahl ausgeführt zu haben. Bei der Durchsuchung des Gepäcks wurden die gestohlenen Gegenstände, u. a. Seiden- strümpfe, Seidenschals, Parfüm und eine Herrenanmbanduhr, vorgefunden. — In den letzten Tagen wurden verschiedere Buchhand'lun.gen und Zeitungskioske von der Kriminalpolizei auf Schundliteratur überprüft und dabei 27 Hefte beschlagnahmt. Die Kioskinhaber und der Vertreter, der die Hefte angeboten hat, kamen zur Anzeige. I 75 Jahre Hotel Halm Im Jahre 1874 gründete Hotelier Ferdinand Halm im alten Rathaus am Fischmarkt ein Hotel. Er nannte es „Hotel Halm au lac“. Später wurde es an seiner heutigen Stelle gegenüber dem Bahnhof errichtet und 1919 von Julius Augenstein erworben, der es einem umfassenden Umbau unterzog und es mit neuzeitlicher Einrichtung versah. Im Jahre 1938 wurde der schwiegerelterliche Betrieb von Otto Sänger übernommen, der es bis auf den heutigen Tag weiterfüihrt. Zahlreiche zum Teil prominente Gäste sind im Laufe der Jahrzehnte im Hotel abgestiegen. Der Maurische Saal, das Biedermeierzimmer und die übrigen gepflegten Gesellschaftsräume waren oft Mittelpunkt gesellschaftlicher Ereignisse der Stadt Konstanz. Mit dem 75jährigen Geschäftsjubiläum fällt die Rückgabe und Wiedereröffnung des Hotels und des Restaurants zusammen. Nachdem das Haus während 4 Vj Jahren von der Besatzung benützt war, ist es seit 1. Dezember wieder freigegeben. Zur Zeit werden einzelne Räume renoviert. Umsiedlung nach Westdeutschland Wie das Badische Rote Kreuz, Konstanz, mitteilt, hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz neue Bestimmungen für die Umsiedlung von Deutschen aus den polnisch verwalteten Gebieten zu deren in den Westzonen wohnenden Angehöri- Slngen. Die Singener Stadtverwaltung ließ in der Aachniederung beim Remkhof Bohrungen nach Wasser vornehmen, die von unerwartetem Erfolg gekrönt waren. Der angeschnittene Grundwasserstrom liefert 30 Sekundenliter, während die Stadt zur Zeit einen Bedarf von 12 Sekunden- liter hat. Da die Isolierdecke nicht sehr stark ist, muß im 40-Meter-Umkreis ein Schutzbezirk von insgesamt 5000 gm Fläche geschaffen werden. Noch 22 Kriegsgefangene Singen. Nach den letzten Heimkehrertransporten befinden sich noch 22 Singener in russischer lind polnischer Gefangenschaft. — Der Stadtrat beschloß, für die in laufender Fürsorge stehenden Unterstützungsempfänger, für Anstaltsinsassen und für Flüchtlingskinder eine Weihnachtsbeihilfe bereitzustellen. : — Die Stadtverwaltung erklärte sich auf Grund einer Anfrage des Land- ratsamtcas bereit, der Aufhebung der Einbahnstraßen zuzustimmen, es soll aber eine Höchstgeschwindigkeitsgrenze festgesetzt werden. Unmenschliche Tat einer Dienstmagd Ravensburg. Wegen Kindstötung und versuchter Abtreibung wurde ein 28jähriges Dienstmädchen aus Aichstetten, Kreis Wangen zu zwei Jahren acht Monaten Gefängnis verurteilt. Um die Weihnachtszeit 1948 gebar die Angeklagte von einem Dienstknecht ihres Arbeitgebers ein Kind, nachdem zahlreiche Abtreibungsversuche erfolglos waren. Aus Angst vor einem Zerwürfnis mit ihren Eltern, tötete sie das Kind auf unmenschliche Weise. Nachdem die Magd das Neugeborene in einer Decke erstickt hatte, warf sie es in eine Abortgrube, holte die Leiche später wieder heraus, versteckte sie in einem Koffer und ließ ddn:n das tote Kind von einem Bekannten in die Scherzach werfen. Nr. 145 / Seite Hotelfachfchule auf Oer Reichenau eröffnet Das Reiseziel von 32 jungen Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung unserer Heimat war am vergangenen Sonntag das Strandhotel „Löchnerhaus” auf der Insel Reichenau. In einem siebenwöchigen Lehrgang unter der Leitung von Studienrat Holzmann werden Teilnehmer in den Grundgebieten der Gastronomie und des Hotelgewerbes theoretisch unterrichtet, dem sich dann das Praktische in den eigenen Hotelbetrieben wieder anschließt. So konnte am vergangenen Montag in einer Feierstunde Direktor Müller von der Handelsschule Konstanz den Lehrgang der Hotelfachschule mit einer Ansprache eröffnen, bei der als Vertreter der Industrie und Handelskammer Dr. Herberger und von der Kreisverwaltung Oberinspektor Lienert zugegen waren. Für den Hotel- und Gaststättenverband war Geschäftsführer Merkle anwesend. Von der Gemeindeverwaltung war Bürgermeister Beck erschienen, der seiner Freude Ausdruck gab, daß gerade auf der Reichenau während den Wintermonaten die Lehrgänge der Hotefachschule stattfinden. Die wirtschaft- Hotelfachschule stattfinden. Die Wirtschaft- Hoteldirektor und Verwalter Blekert. Bei einem Besuch zeigte Studienrat Holzmann die Räume, die zur Verfügung stehen und die als ideal zu bezeichnen sind. Es sind vorhanden ein Speisesaal, ein Lehrsaal, Unterhaltungszimmer mit Klavier, Lesezimmer und Bibliothek und eine Glasveranda für Sport. So ist in bester Weise für alles gesorgt, was zu einer erfolgreichen Schulung gehört und die jungen Menschen zu guten Vertretern ihres Berufes heranbilden kann. I Insel Reichenau. Die bereits an dies». Stelle angekündigte Versammlung Badischen Landwirtschaftlichen Hauptvej* bandes findet nun am nächsten Sonntaj 14.30 Uhr im Gasthaus zum „Bären” j! Verbindung mit einer Gemüseerzeuger. Versammlung der Landwirtschaftliche.! Ein- und Verkaufsgenossenschaft s t^i Bürgermeister Moser, Litzelstetten spricht über „Arbeit des BLHV und akJ tuelle Tagesfragen’’ während Dr. Seifer' Karlsruhe, über „Die genossenschaftlich." Aufgabe in Gegenwart und Zukunft sprechen wird. * Dingelsdorf. Groß war die Freude der kleinen und großen Kinder am Montag abend, als St. Nikolaus der frohen Kinderschar in der Kirche einen Besuch machte. Schöne Lieder und Gedichte wurden vorgetragen und zum Schuß wurde je- des Kind mit einem keinen Geschenk bedacht. — In der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch starb unerwartet Altbürgerme:- ster Johann Baptist Baumann, nach kurz vollendetem 80. Lebensjahr. Vor wenigen Wochen konnte er noch im Kreise seiner Angehörigen und der ganzen Gemeijjde seinen Geburtstag feiern. Mit Joh. Bap. Baumanm ist ein allseits geachteter und beliebter Bürger von altem Schrot und Korn, von uns geschieden. Vielen stand er während seiner langen Amtszeit mit Rat und Tat zur Seite und war bis in sei;, letzten Tage unermüdlich tätig. Die Beerdigung findet morgen Freitag um 9.30 Uhr statt. Sport der Heimat VfL Konstanz im Tischtennis erfolgreich In Singen fanden die Bezirksmeisterschaften des Bezirkes Bodansee-Hegau im Tischtennis statt. Die Tisdvtennisabteilung des VfL Konstanz nahm mit einigen Spieler(innen) teil und konnte einige wertvolle Siege erringen. Im Herren-Einzel der Klasse A gelangte Horst Lorenz. VfL Konstanz, durch einen überraschenden Sieg über den früheren Bodenseemeister W. Sdimid, Singen, in das Endspiel; ebenso qualifizierte sich Franz Klein durch sichere Siege über Röhl, Meersburg, Steinhäuser, Singen, u. a. für die Schlußrunde. Das Endspiel im Herren-Einzel der Klasse A bestritten somit Lorenz und Klein, beide Konstanz. Nach technisch hochstehendem Kampfe siegte Klein knapp über Lorenz und wurde dadurch Bo- densee-Hegau-Meister 1949/50. Das Herren-Dop- pel der Klasse A wurde ebenfalls von der Kon- stanzer Vertretung Lorenz-Klein sicher qewonnen. Im Damen-Einzel A gelangte Hanna Reichle durch schöne Siege bis in das Endspiel und verlor nur knapp gegen Bucklin, Singen. Ebenso wurde im Damen-Doppel das Konstanzer Paar G. Saier- H. Reichle Zweiter. Im Herren-Einzel der Klasse B kämpfte sich Fiditer, VfL Konstanz, unter vielen Bewerbern bis ins Endspiel durch und verior nur knapp gegen Schneider, Eintracht Singen. Im Gemischten Doppel der Klasse A kamen Saier- Klein, Konstanz, bis in das EndsDiel und verloren erst nach hartem Kampfe gegen die Singener Vertretung Bauer-Friz. Fußball-Kreisklasse: Bankholzen — Allensbach 5:2. Der SV Bankholzen distanzierte in diesem vorentscheidenden Kampf seinen stärksten Widersacher in einem ausgezeichneten Soiel. Nach Spielbeginn kann Allensbach mit Hilfe des Windes eine Feldüberlegenheit erzwingen, die aber nichts einbringt. In der 20. Minute ist überraschend der Rechtsaußen von Bankholzen durchgebrannt und schießt unhaltbar zur t:0-Führung der Platzbesitzer ein. Eine Viertelstunde später erhöht der gleiche Spieler aut 2:0, und noch vor der Pause heißt es 3:0. Allensbach kann auf 3:1 verringern. In der 13. und 14. Minute nach dem Wechsel erhöht Bankholzen auf 5:1 uuu Allensbach holt aus einem Gedränge heraus ein Tor auf. Turngroßkampf in Radolfzell Nächsten Sonntag, 11. Dezember. 14.30 Uhr, findet in der Scheffelhalle Radolfzell der Rück- wettkampf der Besten des Hegau-Bodensee-Turn- gaus und des Breisgau-Turngaus statt. Da beim ersten Treffen in der Dreisamstadt die Hegau- Bodensee-Riege nur knapp gewann, sind sehr spannende Kämpfe zu erwarten. Olympia-Sieger Willi Stadel, der in Freiburg Gesamtsieger war. wird auch in Radolfzell dabei sein. Für alle Turn- und Sportfreunde unserer engeren Heimat wird es eine seltene Gelegenheit sein, diesem Turnwettkampf bester Kräfte beizuwohnen. verzeihen! Der Seehase Iragl Heimatlragen des Südkurier Frage 32: Zwei Orte vor allem sind die Schauplätze _ Seheffelscher Hauptwerke. Unweit jedes dieser Orte > liegt — der Dichter möge diese Zusammenstellung — je eine Fabrik, die auf ihrem Gebiet Bahnbrechendes geleistet hat, und deren weltbekannte Erzeugnisse vielen Hausfrauen unentbehrlich geworden sind. Welche Erzeugnisse sind das? Antwort auf Frage 29; Die weichen, abgerundeten Formen der Schwarzwaldberge deuten darauf hin, daß einst, zur Eiszeit, Gletscher über sie hinweggingen und sie abschliffen. Auch die Schwarzwaldseen. _ wie, Feldsee, Titisee und Schluchsee verdanken der Tätigkeit dieser Gletscher ihre Entstehung. Den Preis von 5 Mark erhält; Gert Blattmann, Radolfzell, Friedr-Werber-Straße 18. Einen Sonderpreis in Gestalt eines Buches erhält: Alfred Egger, Bietingen i. Hegau, Schloßstr. 5. Machen Sie mitl In jeder Ausgabe bringt der Südkurier eine interessante Frage. Die beste richtige Antwort wird mit 5 Mark ausgezeichnet. Bei gleichwertigen Antworten entscheidet das Los Die Antwort wird eine Woche nach der Frage veröffentlicht Jeder, der zehn Heimatfragen richtig beantwortet. erhält eine Prämie Die Antwort gibt man entweder schriftlich in einer Geschäftsstelle des Südkurier ab oder sendet sie, am besten auf einer Postkarte, an die Adresse; Heimatfragen des Südkurier. Konstanz Marktstätte 4. Die Antwort muß spätestens am Tage nach Erscheinen der Frage ahgeqeben werden oder den Poststempel vom Erscheinunastag oder dem folgenden Wochentage tragen. Das jo&t s r ojetfce >t*t b Sad ■* ao. V o glderb (pant b dem f ter wi Lesens fehlen. Dos eh in glicht! Sektor Indisch heißt führt derner wähltet stäßdn: sehen born - DM 9- diesem Emil S teratur Es he: SPRAC ju Hoi den Di lantis - Und n Uebers die wi ben. h ein ki sich ab dann s ALV DER. I vielen Fodc. ihand. Schicks tem u ren Be die V< und m dieses Ben D das W LUE1 ROTEi Metznc lein fi sich di MOI PAULI VIELE (Bände, Die er (letzte wie w . .ren in : Verlac : DAS nähme .150. I am M; und l Kleinik dieses RHC l EIN K E mit Bi Berlin | ' ter w ; seine ;: für si ZAC : : farbig, !! Verlac ' derbui j zum . : j : Kleinl Das Ocutfchc Wohnhaus In einem interessanten Lichtbildervortrag im Bürgersaal führte Dr. B e r n t, Marburg, seine Zuhörer durch die deutschen Gaue. Er zeigte ihnen die Entwicklungsgeschichte des deutschen Wohnhauses. Grundsätzlich müssen dabei zwei Ausgangslinien beachtet werden: Die ober- und die niederdeutsche Bauart. Da man bis zum Mittelalter nur in Holz baute, und Holzhäuser eine geringe Lebensdauer haben, so kann die Forschung erst mit dem 12. Jahrhundert beginnen. Damals waren es neben den Kirchen-fürsten die Gutsbesitzer, die um ihr Haus Handwerker und Verdingte ansiedelten. Doch bald tra-t der Händler in Erscheinung, der die langen Reisen nicht mehr persönlich unternahm, sondern sich an einem Handelsknotenpunkt niederließ und mit Tinte und Feder Fernhandel trieb. Bei ihm häufte sich das Kapital, und darum baute er sich das feste Steinhaus. Er wurde zum Stadtherrn, aber bald von den Zünften, die den Stadtrat bildeten, abgelöst. Die Grundform des Hauses war gelegt. In Oberdeutscfrla-nd treffen wir es an, mit dem Laden und der Kaufhalle im Erdgeschoß und darüber die Wohnstockwerice. Charakteristisch für diese Bauweise ist die linke Häuserzeile am unteren Stadttor in Meersburq oder in Konstanz das Haus „zum schwarzen Rüden” in der Zollemstraße. Konstanz, besonders reich an alten Steinhäusern, besitzt in dem „Hohen Haus”' das wahrscheinlich älteste in Deutschland erhaltene Steinhaus, dessen freitragende Decke im oberen Saal mit 11X14 Meter besonders beachtlich ist. Das oberdeutsch^ Haus zeichnet sich vor allem durch seine schlichte klare Schauseite aus. Die Architektur entfaltete sich nach innen, durch Verbindung mit den Hinterhäusern, die über den Hof von Stockwerk zu Stockwerk mit Gängen Zusammenhängen, den arkadischen Hofen. Die entgegengesetzte Gruppe dieser Bauart Ist die niederdeutsche. Dort entstand das Haus aus dem Bauernhaus, in dessen unterem Stockwerk, auf der Diele sich das Leben nfit Vieh und Arbeit, Schlaf und Handel von der Wiege bis zur Bahre abspiefte. Des darüberliegende Dachgeschoß diente nur zur Verlagerung der Waren. Später wurde die Diele aufgeteilt in Stuben. Als auch hier im Mittelalter durch die Zünfte die Städte aufblühten, baute man hoch, ohne sich von der hergebrachten Diele zu lösen. Aber als Hauptmerkmal trat die Außenarchitektur in Erscheinung. Nicht wie im Süden schlicht und klar, sondern plastisch und kräftig durchgebildet zeigte sich die Schauseite des Hauses. Höfe gab es nicht, es wurde fest an das Vorderhaus angebaut. Entstanden im Süden Erker und Lauben, so im Norden der Beischlaa. Im Klassizismus verwischte sich die Bauweise. Man 6ah im römischgriechischen Stil das Ideal. Der Kapitalismus stampfte dann Wohnunqen aus der Erde, Protzbauten und Mietskasernen. Erst in den letzten Jahren verlor die Fassade an Gewicht. Licht, Gesundheit und Schönheit in klarer Linie stehen heute an ihrer Stelle. Den eindrucksvollen Vortrag schloß Dr. Berat mit den Worten: „Wir befinden uns mit unserer Wohnungsfrage in etwa der gleichen Situation wie nach dem Dreißigjährigen Krieg. Doch die aufgestellten Bauprogramme geben uns die Hoffnung, daß die Zeit der lichtlosen Mietskasernen hinter uns liegt.” fi- Zeitgenössische Musik und Dichtung In Gestalt geschickt ausgewähHer Klavier- und Liedmusiken von P*ul Hindemith. Harald Geuz- mer, K. G. Buzengeiger und Fritz Neuert erlebten wir am Sonntagabend im Bürqersaal statt der üblichen fruchtlosen Polemik die praktische Begegnung mit dem modernen Kunstwerk selbst. Lyrische Rezitationen aus Gedichtwerken von Georg Trakl und Carlo Mor. oie Elisabeth Sui- ger-Gebing mit spürbarer Verinnerlichung gestaltete, umrahmten die musikalischen Vorträge. Die in großen Zügen zusammenfassende theoretische Einführung K. G. Buzengeigers über Sinn und Wesen der zeitgenössischen Musik mußten auch den Nicht-Fachmann überzeugen, denn nichts ist ernster, verantwortungsvoller und in sich begründeter als die sogenannte ,,anorganische”, völlig unsentimentale moderne Musik' mit ihren scheinbaren Dissonanzen. Um diese Musik als Ordnung vernehmbar zu machen, muß man sie anhören, immer wieder anhören und als Praxis pfleqen. Wer sich technisch und ausdrucksmäßig bei klarster gedanklicher Verarbeitung in den geistigen Raum der modernen Klaviermusik so hinein- ge&pielt hat. wie unsere einheimische Pianistin Berti Wittmann, darf als berufener Verpret dieser Kunst gelte®. Neben einem beachtlichen (für Klavier umqearbeiteten) und sinfonischen Liedzyklus K. G. Buzengeigers, dessen Baßpartie Kammersänger Hermann Eck-Sa&votti-München übernahm, hörten wir Fritz Neuerts (des begabten jungen Singener Komponisten) &:hr ansprechende kleine E-dur Sonette (3-sätzig), eine wundervoll spielerische, feusdrucksqelöste und von „Maria Stuatt"für tue Jugend Die Sehülervorstellungen des Deutschen Theaters sind nach einer verhältnismäßig kurzen Anlaufzeit bereits zu einer traditionellen und sehr begehrten Einrichtung geworden. So fand auch die letzte Veranstaltung mit „Maria Stuart" am 6. Dezember, die schon tagelanq vorher ausverkauft war, vor überfülltem Hause wieder eine so begeisterte Aufnahme, daß wegen der noch anhaltenden starken Nachtrage eine Wiederholung angesetzt werden mußte, und zwar am Freitag, den 16. Dezember, 15 Uhr. Die Eintrittspreise von durchschnittlich DM 1.— sind wieder von 50 Pin. bis 1.50 gestaffelt. feinem Humor durchzogene Sonate Harald Geuz- mers und die Ecksätze von Hindemiths B-dur Sonate aus der Schweizer Zeit. Gerade deren gewaltige Doppelfuge, ein Wunderwerk polyphoner Verflechtung und genialer Inspiration, mußte jeden der zahlreich erschienenen qeladenen Zuhörer aufs tiefste beeindrucken. Der Beifall war allgemein und herzlich. Dr. G. Lenzinger Weihnachtsschau Bernhard SpitzmfiUer Auch in diesem Jahr wieder zeigt Bernhard Spitzmüller in einer ZimmmeraussteUung in der Turnierstraße Werke religiöser und profaner Plastik. Der Besucher tritt in eine Welt von fast verwirrender Vielfalt und starker Gegensätzlichkeit, die wohl nur dem ganz verständlich ist, der um die alemannische Herkunft SnitxmüUers weiß. Spitzmüller kommt aus jenem Stamm, der vielen Fremden so unerkärlich erscheint, mit seinem Nebeneinander von tiefer Frömmigkeit und Glau- bensinbrunst und urwüchsig derber Lebenslust, wie sie beispielsweise in der Fasnacht dieser Gegend plötzlich aufbrechen kann. Tiefe Religiosität verraten Kruzifixe, in denen das Leiden des Schmerzensmannes stumm und eindringlich anklagt, die einfachen, innigen Madonnen, die schlichten Heiligen. Daneben stehen prall mit Leben gefüllte Bauerngestalten. Menschengesichten mit pfiffigem, aber auch ein weniq bitterem Humor gesehen. Das ganze Leben, Helles «nd Dunkles, Schönes und Häßliches, ist in diesen Werken vereint, die künstlerisch Gültiges aufweisen, wie zum Beispiel eine Kreuzigungsgruppe in bemalter Holzplastik, auf der andern Seite aber auch zeigen, wie sehr sidi der Künstler trotz einer unglücklichen körperlichen Behinderung in den Bereichen des Kunsthandwerks bewegt. Originell bemalte Holzkisten lassen das lebendige Verhältnis Bernhard Soitzmüllers zu seinem Material, in diesem Fall zum Holz, erkennen, von dessen Maserung er sich zu figürlicher Gestaltung anregen ließ. Spitzmüllers Arbeiten sind Volkskunst im besten Sinne des Wortes, in denen sich die Seele seiner Heimat echt und ungebrochen ausspricht. Und echte Volkskunst bestimmt das Kulturniveau eines Volkes ebenso sehr wie einzelne Spitzenleistungen. G. Qu.-S. Der Nikolaus im „Bodan‘‘ Am Sonntagabend trat der Nikolaus mit Knecht Ruprecht im Hotel „Barbarossa” beim Bürgerverein ,,Bodan" ein. Der Präsident des Vereins, Dr. Leiner, begrüßte die himmlischen Gäste und hieß sie willkommen. Nachdem der Nikolaus sieh vom Mannerchor „Winternächt'ges Schweigen“ Vorsingen ließ, schlug er sein großes Buch auf. Er sprach bei manchem kleine Tadel aus aber ftoeh viel mehr Lob über Einzelleistungen der Sängerinnen und Sänger. Dem für das Vereinswohl stets umsichtig bedachten Präsidenten brachte der Nikolaus ein eigenes Vereinsheäm. Nachdem auch der Damenchor sein Können unter Beweis stellen mußte, beschenkte der Nikolaus die Mitglieder unter bester Assistenz des witzigen Knecht Ruprecht. Die neuen Filmprogramme „Die Fledermaus”, das bunte Kind der heiteren Muse ist nun noch für eine Woche ins CAPITOL gezogen. Der starke Andrang zu diesem besaubernden Farbfilm war der Anlaß, seine Spielzeit zu verlängern. — Das GLORIA bringt nun den ersten der beiden berühmt gewordenen Indien-Spielfilme, die Eichberg nach Thea v. Harbous bekanntem Roman „Das indische Grabmal” gedreht hat. Im ersten Film, dem „Tiger von Esdinapur”, sieht man La Jana, die frühverstorbene Tänzerin, Kittv Jantzen, Theo Lingen, Frits van Dongen, A. D. Golling und Gustav Diesel noch einmal. — Den spannendsten Kriminalfilm seit langem bringt die SCALA mit des ehemals deutschen Avantgardisten Robert Siodmaks Gruselfilm „Die Wendeltreppe”, dem der Ruf erheblicher Unheimilichkeit voraus- Kulturfilm im „Gloria“ Den letzten Abenteuer- und Expeditionsfilm in diesem Jahr werden wir Samstag und Sonntag sehen. Es ist der von Armand Denis und Leiia Roosevelt gedrehte Reisefilm „Tropische Abenteuer”, der weit in die afrikanische Wildnis und m den indischen Dschungel hineinführL Alte orientalische Kunst Nicht mit kunstgeschichtlichen oder philosophischen Ideen, sondern durch einen Vergleich mit alten Werken dekorativer Kunst versuditeder französische Kunstmaler Pierre Savi in seinem Vortragsabend im „Haus der Jugend” Interesse und Verständnis für die Formen moderner biicienJer Künstler zu wecken. In seinen lebendigen Ausführungen wandte sich der Redner vor allem an die Freude jedes Menschen an schönen Farben und dekorativen Formen, die er eine „Sprach® aller Zeiten und aller Völker” nannte. Da dm Schätze der großen Museen für die meisten Menschen nicht oder nur unter größten Schwierigkeiten zugänglich sind, sollte dieser Abend einen Streifzug durch die Völker und Jahrtausende, angefangen vom ägyptischen Papyri bis zu den Fenstern von Chartres, bringen. Es ging vor j1 allem darum, zu zeigen, daß die „Primitivität alter Kunst nicht Unvermögen sei, sondern aus ganz bestimmten, sinnvolllen Formgesetzen erwachse. Lichtbilder nach Zeichnungen Pierre Sn- vis zeigten ägyptische Papyruszeichnungen, Reliefs und Mosaiken aus dem Zweistromland, ph®' nizisehe Vasen, persische Backsteinreliefs, Res« koptischer Teppiche und endlich die Glasfenster der Kathedrale von Chartres. Die kleine, ab® r aufmerksame und interessierte Hörerschaft dankt® mit herzlichem Beifall. G. Qu.-S. Erfolg einer Konstanzer Künstlerin f s- Am vergangenen Samstag und Sonntag, an* Jahrestag der Zerstörung von Heilfcronn, fand zu Ehren der vielen Gefallenen eine große kir- dherrmusikalische Aufführung statt, und zwar wurde in Anwesenheit des Komponisten zum er ; stenmal das Oratorium „Das Lebensbuch Gottes durch den Heilbrormer Singkranz unter Dr. Ernst Müller aufqeführt Hierüber berichtet die „Heil" bronner Stimme”: „Der Anteil von Kammersängerin Marta Fuchs (Sopran) und Klara Stül- ner-Schlosser (Alt) als Solistinnen am guten G®" langen war nicht der kleinste. Ueber die Qualitäten des unerhörten stimmlichen Materials v ° n Marta Fuchs viele Worte zu verlieren, ist über- flüssiq; sie ist eine begnadete Sängerin und Künstlerin- Klara Stürner-Schiotser hatte es nich* immer leicht, sich neben der überragenden Sopranistin zu behaupten.” Für Klara Stürnef" Schlosser, die eine Konstanzerin ist und h’f 1 ihren Wohnsitz hat, ist sehr erfreulich, daß s;e inzwischen außerdem auch für die Matthäus- Passion, Bachkantaten und zeitgenössische nach Stuttgart, Ludwigsburg usw. verpflicht« 1 wurde. AN SCHt Zahlt f«ln. Kohl, der I von ] Dlisch' •chör festet EN 200 S lin x Buch Boer, Werte stigei find fflenc TW Abbi Unio Sart versi teuei •ein« Natu «nd feae BÜCHER FÜR WEIHNACHTEN an dies» ung d iauptve t . , Sonntag iären» j* erzeuger. hafüich^ statt selstetten und ak.' r - Seif» chaftüdv Zukuntr- 'eude % 1 Montag aen Kdn. Besuch iite wur.jj wurde je-fj henk be- astag auf irgerme;, ach kurz wenigen se seiner Gemeinde Toh. Bap. eter und irot und stand er mit Rat in sei .< Die Be- ura 9.30 Die Kunst des Lesens % pes Lesen ist eine Kunst. Sie ■will ge- legjt sein. Man braucht dazu ein Leben, gpethe war 83 Jahre eit, als er sagte, •e&t beginne er, lesen zu lernen. Leser wir alle. Mit der Fibel fingen wir Ä Vor der Fibel beschauten wir die gjjderbücher unserer Kinderjahre. So beginnt auch unser kleiner Ratgeber mit Bü- ^em für die Kleinsten. Vorher aber möch- wir dem, der es mit der Kunst des Lesens ernster meint, zwei Bücher empföhlen, die ihm hilfreich sein können. Das eine schrieb ein um die Volksbildung ja Deutschland hoch verdienter Mann; ein jgobtlinq aus Stettin. Er war dort Direktor der Stadt-Bücherei und der Volkshochschule: Erwin Ackerknecht. Sein Buch -jiei&t „DIE KUNST DES LESENS“. Es "führt an Beispielen klassischer und moderner Erzätolkunst, ferner an ausgekehlten Gedichten, zum vertieften Verständnis der Inhalte und der künstlerischen Formen. Es erschien im Wunderborn - Verlag Heidelberg. (280 Seiten, DM 9.80). Das zweite Buch, das uns in diesem Zusammenhang wichtig ist, schrieb Emil Steiger, Professor für deutsche Literatur an der Universität in Zürich. Es heißt .MEISTERWERKE DEUTSCHER SPRACHE“ und deutet von Hölderlin bis iu Hofmannsthal einige unserer bleibenden Dichtungen. (260 Seiten, DM 8.50, Atlantis-Verlag Zürich und Freiburg i. Br.). Und nun möge man sich für die erste Uebersicht an die Sachgruppen halten, in die wir unsem Ratgeber gegliedert haben. Natürlich, was nun folgt, kann nur ein knapper Hinweis sein. Man begebe sich aber getrost zum Buchhändler. Er wird dann schon weiter wissen und raten. alle Turn- imat wird sem Turn- ragl rte vor mplätze twerke. ir Orte r möge Stellung die auf 'eieistet Erzeug- Dehrlich sse sind ien, ab- aldberge Eiszeit, , sie ab- en. wie f irdänkeri • Stellung, rf Blatt- aße 18. > Buches Hegau, e bringt ige. Die ark aus- itworien ird eine htig be- diriftiidi irier ab er Post- |en des ige nach itn oder ig oder Kinderbücher AL VERDES, Paul: STIEFELMANNS KINDER. Ein Märchen aus der Gegenwart mit vielen bunten Bildern von Beatrice Braun- Fock. Bilderbuchformat mit farbigem Einband. D!M 4.80, Südverlag Konstanz. Das Schicksal der Stiefelmannsfcinder, die Eltern und Heimat verloren haben und deren Bett ein Schrank ist. Wie drei Könige die Verlassenen wieder ins Glück führen und mit den Eltern vereinen, das erzählt dieses wunderschöne Kinderbuch des großen Dichters aus dem tiefen Glauben an das Wunder, auch in unserer harten Zeit. LUEDERS Barbara: DIE W1CHTELEI IM ROTEN EI. 32 Seiten, DM 4.50. Wolfgang Metzner, Verlag, FranJkfurt a, M. Ein Büchlein für die Kleinsten, aus deren Alltag sich die Texte und Bilder entwickeln. MOHR - MOELLER Vera: PETER UND PAULINCHEN / KINDER UND TIERE / VIELE BUNTE TIERE. Das sind drei bunte Bände, unzerreißbar auf Pappe kaschiert. [Die ersten beiden kosten je DM 4.—, das [Setzte DM 3.60. Kinderbücher von der Art, wie wir alle sie in den ersten Lebensjahren immer wieder beglückt beschauten. — Verlag Heinrich Eilermann, Hamburg. DAS ERSTE KINDERBUCH. Mit 23 Aufnahmen von Erich Retalaff. 48 Seiten, DM 4.50. Wolfqang Metzner Verlag, Frankfurt am Main. Mit Ball, Glas, Apfel, Teddybär und Uhr wird hier die Umgebung des Kleinkindes veranschaulicht, an das sich dieses Bilderbuch wendet. RHODE-JUECHTERN, Ursula: ICH BIN EIN KLEINER SONNENSTRAHL. 24 Seiten mit Bildern, DM 3.80. Erich Schmidt Verlag, Berlin-Bielefeld-München. Lieblich und heiter wie die Strophen dieses Buches sind seine Bilder aus der Weit der Kiemen und für sie. ZACHARIAS A: GUCKGUCK DADA. 24 farbige Holzschnitte. DM 3.80. Heimeran- Verlaq, München. Ein unzerreißbares Bilderbuch für die Kleinsten, des vom Ball bis „zum Auto die Welt vorführt, wie das Kleinkind sie wahrnimmt nein Vor* | || resse und ij 1 % bildender >1 K tL igen Aus* % allem aB J Hl n Farben |j fr ,,Sprache j] . Da di« | äten Men- fl k Schwierig* 1| 1.5 end einen I sende. an* J zu den fl MT Jugendbücher ANDERSEN Hans Christian: DIE SCHÖNSTEN MÄRCHEN. 196 Seiten. Zahlreiche Abbildungen und farbige Tafeln. DM 4.50. Verlagsbuchhandlung J. Kohl, Bad Kreuznach. Neben den Märchen der Brüder Grimm und den Volksmärchen v On Musäus gehören die Märchen des dä- tlerin I Aachen Dichters, aus denen hier einige der •chonsten ausgewählt sind, seit langem zum festen Bestände der Weltliteratur. ENSLINS JUGENDKALENDER 1950. 200 Seiten mit Abbildungen. DM 2.20. Ens- lin und Leiblin-Verlag, Reutlingen. Das Buch, zusammengestellt von Friedrich Boer, ist ein kleines Lexikon des Wissenswerten für die Jugend, mit manchem lustigen Wiink zu spannender Unterhaltung Und mit einem Kalendarium für das kommende Jahr. UNIVERSUM das neue. 472 Seiten. 400 Abbildungen. 12 farbige Tafeln. DM 9.80. Union, Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart Seit Jahrzehnten ist das neue Universum, mit seiner Sammlung von abenteuerlichen und belehrenden Erzählungen, •einen Aufsätzen aus Wissenschaft, Kunst, Natur und Technik eines der beliebtesten Und begehrtesten Jungensbücher. Der 66. Itevl liegt nun wieder in friedensmäßiger fewstattsng tob. ZECHLLN Ruth: WERKBUCH FÜR MÄDCHEN. 348 Seiten. 1000 Abbildungen. 39 Schnittmuster. DM 11.50. Otto Maier- Verlag, Ravensburg. Wahrlich, ein „praktisches Buch“, auch für Mütter, für Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen. In leicht verständlichen Anweisungen und vielen Bildbeispdelen regt es zur eigenen schöpferischen Tätigkeit im Handwerklichen an. ZECHLIN Ruth: HANDARBEITEN AUS STOFF UND FADEN. 112 Seiten. 365 Abbildungen. 26 Schnittmuster. DM 7.—. Otto Maier-Verlag, Ravensburg. Das ist eine in sich geschlossene Teilausgabe aus dein Werkbuch für Mädchen. Vom Maschen» aufnehmen bis zum Pullovermuster, von der Puppenschneiderei bis zur Herstellung von Hausschuhen unterweist es gründlich in allen einschlägigen Arbeiten. FRIEDRICH, Ilse: DIE AFRIKAJUNGEN. 280 Seiten mit Abbildungen. DM 6.80. Karl Habel-Verlag, Berlin/Hamiburg. Die geheimnisvolle Welt Ostafrikas, der Verfasserin aus langjährigem Aufenthalt vertraut, ersteht in dieser Schilderung des Alltags mehrerer Kinder auf den Farmen ihrer Eltern am Fuße des Kilimandscharo. SPYRY Johanna: GRITLI. 248 Seiten mit farbigen Bildern. DM 4,80. Kesselring- sche Verlagsbuchhandlung Wiesbaden. Die kleinen Helden dieser berühmten Geschichte sind aus dem vorigen Jahrhundert; aber was ihr Herz bewegt, ist das Glück und das Leid aller Kinder zu allen Zeiten, in jedem Lande, geblieben. BRÜDER GRIMM: KINDER- UND HAUSMÄRCHEN. Vollständige Ausgabe mit .der Vorrede der Brüder Grimm und neun Zeichnungen von Ludwig Emil Grimm, dem dritten der Brüder. 760 Seiten. Dünndruck-Ausgabe in flexiblem Ganzleinen, DM 14.80. Winkler - Verlag München. Das ist die schönste Ausgabe dieses klassischen Märchenbuches, die uns in den Nachkriegsjahren zu Gesicht kam. Sie wird auch den Erwachsenen willkommen sein. ALVERDES, Paul: SIEBENSOHN. Eine Geschichte für Kinder mit vielen bunten Bildern von Beatrice Braun-Fock. Bilder- buchfonnat mit farbigem Einband. DM 6.—. .Südverlag Konstanz. Im Zauberlande des Kindes spielen die abenteuerlichen. Begebenheiten von den „Singerlein“, vier kleinen Zwillingspärchen. Das ist so echt erzählt, wie von Andersen, dem großen Mär- chendächter. Romane und Erzählungen Mancher Freund der Bücher fragt seinen Buchhändler nicht: „Was gibt es Neues?“ Er fragt lieber: „Was gibt es Altes?“ Und er meint damit vor allem die berühmten Romane und Erzählungen der Weltliteratur, die sich als dauerhaft erwiesen haben seit Generationen. Lieb gewordene Gefährten, die man lange entbehren mußte, diesmal sind si.e wieder greifbar. Bei dauerhaften und schönen Einbänden meist schon wieder erfreulich billig, bieten sie sich, diese Bücher, den alten Gefährten zur Bekräftigung der Lebensfreundschaft an, zugleich suchen sie nach neuen, zumal jungen Freunden. Denn es gilt für diese Bücher fast ausnahmslos, daß sie auch schon zu den jungen Menschen sprechen, um sie dann, nie veraltend und mit immer neuen Antworten auf immer neue Fragen, durchs Leben zu geleiten. ANZENGRUBER Ludwig: SIEBEN ERZÄHLUNGEN. 280 Seiten. DM 5.80. Verlag Hans Karl, Nürnberg. Hier sind Volksdichtungen im schönsten Sinne vereinigt. Schlicht, lebersnah und spannend erzählt, erschüttern und erheitern sie jeden, er sei einfachen oder anspruchsvollen Gemüts. Und das gilt auch für den Band: AUERBACH Berthold: ERZÄHLUNGEN (Der Tollpatsch — Die Geschichte des D ; et- helrn von Buchenberg). 312 Seiten. DM 5.80. Verlag Hans Carl, Nürnberg. Es sind zwei von den berühmten „Schwarzwälder Dorfgeschichten“, dieses Meisters in der Schilderung des unverfälschten dörflichen Lebens, die hier neu dargeboten werden. Zeichnungen begleiten den Text, auch im vorerwähnten Bande. Nachworte geben allgemein verständliche Erläuterungen •— ’ Lebensabrisse der Dichter. B FONTANE Theodor: DER STECHLIN. 460 Seiten. Dünndrudk D!M 6.50. Verlag Kurt Desch, München. Das ist Fontanes letzter Roman, gesättigt mit Lebensweisheit, zugleich von hoher politischer Aktualität. RUSSISCHE LIEBESGESCHICHTEN. Uebersetzt und herausgegeben von Johann von Günther. 513 Seiten. DM 12.—. Verlag P. Keppler, Baden-Baden. Hier hat einer der besten Kenner der klassischen russischen Literatur zusammengetragen, wie sich Qual und Jubel der Herzen in russischer Dichtung ausnehmen. GRIMMELSHAUSEN Hans Jakob Christoph von: LANDSTÖRZER IN COURAGE — DER ABENTEUERLICHE SPRINGINSFELD. 376 Seiten. DM 7.80. Verlag Gert Hatje, Stuttgart. Zwei Werke vom Dichter des weltberühmten SIMPLIZISSIMUS, die uns unmittelbar angehen, denn in den Schicksalen des Dreißigjährigen Krieges spiegeln ach, mit höchster dichterischer Kraft gestaltet, die unsern. CTT.AT-S.FTF.T.n Charles: NATHAN DER SQUATTER-REGULATOR. 286 Seiten mit Zeichnungen. DM 4.50. Verlag Hans Carl, Nürnberg. Hinter dem ausländisch klingenden Namen des Verfassers verbirgt sich ein schlichter böhmischer Bauernsohn, Karl Anton Postei, der im ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts in die Vereinigten Staaten ging und als einer unserer großen Weltbürger bis in die sechziger Jahre des neunzehnten Jahrhunderts immer wieder mit farbiger Pracht und realistischer Gewalt Reiseromane schrieb, die, spannend wie ein Karl May, doch von unmittelbarer dichterischer Gewalt sind. STENDHAL Henry: ROT U. SCHWARZ. 712 Seiten. Dünndruck-Ausgabe. DM 10.—. Insel-Verlag, Zweigstelle Wiesbaden. Hier haben wir einen der hinreißenden Liebesromane der Weltliteratur in der friedensmäßigen Ausstattung der Insel-Dünndrsuk- ke, die das Ansehen des deutschen Buches in allen Kulturländern befestigt haben. STIFTER Adalbert: DER NACHSOMMER. Vollständige Ausgabe mit einem Nachwort von Fritz Krögel. 750 Seiten Flexibler Ganzleinenband. DM 14.80. — STIFTER Adalbert: WITIKO. Vollständige Ausgabe nach dem Text der Erst-Ausgabe mit einem Nachwort von Fritz Krögel. 904 Seiten. Flexibler Ganzleinenband. DM 16.—. Diese beiden großen Romane des österreichischen Dichters, wahrhaft ewige Bücher 4 e r deutschen Sprache, erschienen im WirMer-Verlag München als Dünndruckausgabe auf Bibeldruckpapier. Sie gehören zu den schönsten Büchern dieses Jahres und leiten zugleich eine Stifter- Gesamtausgabe in derselben Ausstattung ein. MEYER Conrad Ferdinand: JÜRG JE- NATSCH. 288 Seiten. DM 3.85. C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh. Diese „Bündner Geschichte“, wie der Dichter sie genannt hat, spielt im ersten Drittel des siebzehnten Jahrhunderts in Graubünden. Sie entrollt ein großartiges Bild der Kämpfe zwischen Spaniern und Franzosen um die kleine Schweizer Republik. RAABE, Wilhelm: DER HUNGERPASTOR. 418 Seiten DM 10.50. Verlagsanstalt Hermann Klemm, Braunschweig. Das ist die Lebensgeschichte von zwei Jünglingen bis zur Mannesreife. Den einen führt sein Leben in ein ärmliches, aber herzliches Glück, den anderen in den Abgrund. ROSEGGER, Peter: WALDHEIMAT. 358 Seiten. DM 7.50. Carl Beßler-Verlag, Bamberg. Aus den Erzählungen Roseggers, des berühmten „Waldschulmeisters“ sind hier die schönsten aus der Jugendzeit ausgewählt, ernsthafte und scherzhafte, echt wie das Leben selbst. DEUTSCHE ERZÄHLER: Ausgewählt und eingeleitet von Hugo von Hofmannsthal. 2 Bände, 1008 Seiten. In Halbleinen DM 15.—. Inselverlag, Zweigstelle Wiesbaden. .Eine Schatzkammer des herrlichsten deutschen ErzäWergutes; Goethe, Kleist, Mörike, Arnim, Eichendorff, die Droste, Gotthelf, Brentano, Stifter, Kaller, Jean Paul, das sind einige von den hier versammelten Meistern. Ein Grundstock für jeden, der sich wieder eine kleine Bücherei schaffen möchte. Politik und Zeitgeschichte ABSHAGEN, Karl Heinz: CANARIS. 410 Seiten. 8 Bildtafeln. DM 9.50. Union, Deutsche Veriagsgesellschaft, Stuttgart. Das Leben des ehemaligen Chefs des geheimen Nachrichtendienstes der Wehrmacht, sachlich dargestellt, dokumentarisch belegt, spannend wie die Ereignisse und die Jahre, in denen sie sich vollzogen. BURCKHARDT, Carl: GESTALTEN UND MÄCHTE. 225 Seiten. 7 Bilder. DM 12.50. Verlag Hermann Rinn, München Minister Burckhardt, ein Historiker von Weltruf, Diplomat und Politiker, bis vor kurzem Gesandter der Schweiz in Paris, zeichnet mit vollendeter Meisterschaft große Gestalten geschichtlicher Wendezeiten, wie Erasmus von Rotterdam, Maria Theresia, Gentz, er entwirft damit zugleich ungewöhnlich dichte Lebensbilder dieser geschichtlichen Epochen selbst. ESEBECK Hans Gert von: AFRIKANISCHE SCHICKSALSJAHRE. 284 Seiten. 15 Karten. 2 Fotos. DM 9.80. Limes-Verlag, Wiesbaden. Das ist die erste Darstellung vom Kampf des deutschen Afrikakorps unter Rommel. Eindrucksvoll, frei von Haß oder Vorurteil, entsteht ein Bild der Landschaft, der Leistungen und Opfer der Soldaten, der tragischen Gestalt des Generals Rommel. HOLLDACK, Heinz: WAS WIRKLICH GESCHAH. 548 Seiten. DM 16.50. Nym- phenburger Verlagsbuchhandlung, München. Gestützt auf die von den Alliierten beschlagnahmten Quellen, stellt dieses Buch die diplomatischen Hintergründe der deutschen Kriegspolitik dar. Klar wie die Dokumente, wird sachlich und leidenschaftslos erläutert, wie es zum zweiten Weltkrieg kam und warum Deutschland ihn verlieren mußte. LEHNHOFF, Franz: WINSTON CHURCHILL 392 Seiten. 14 Fotos. DM 9.—. Balduin Pick-Verlag, Köln. Einer der .großen alten Männer“ der zeitgenössischen Geschichte, der nach zwei Kriegen unerschütterlich das Recht der freien Persönlichkeit zu behaupten sucht, wird hier nicht nur als englischer Politiker, sondern als europäischer Staatsmann gewürdigt. RANKE, von Leopold: DAS BRIEF- WERK 683 Seiten. DM 24.50. Hoffmann & Campe-Verlag, Hamburg. Der berühmte Historiker, Hauptvertreter der objektiven Geschichtsschreibung, ausgezeichnet in Auffindung und Benutzung der Quellen, war zugleich einer der größten künstlerischen Darsteller des Geschichtsstoffes. Sein Briefwerk führt seine Lebensleistung knapp und faßlich vor. SCHMIDT, Paul: STATIST AUF DIPLOMATISCHER BÜHNE, 1923—1945. 604 Seiten. DM 15.—. Athenäum-Verlag, Bonn. Der Chefdolmetscher im Auswärtigen Amt schildert seine Erlebnisse mit den Staatsmännern Europas. Von Stresemann und Briand bis zu Hitler, Chamberlain und Molotow. LANDAUER, Gustav: BRIEFE AUS DER FRANZÖSISCHEN REVOLUTION. Zwei Bände, insgesamt 820 Seiten. DM 15.—. Rütten und Loening in der Potsdamer Verlagsgesellschaft. Eine menschlich wie zeitgeschichtlich gleich packende und erregende Sammlung von Selbstzeugnissen aus einer der schicksalsvollen Umbruchsepochen der Weltgeschichte. PLIVIER, Theodor: STALINGRAD. Ungekürzte Dünndruckausgabe. DM 15.—. Werner Wulf Verlag, Ueberlingen. Hier haben wir eines der Bücher, die in romanhaftem Gewände Zeitgeschehen vergegenwärtigen, .eines der wenigen, das sich durchgesetzt hat und auch weiterhin wichtig bleiben wird. CIANO, Galiaoco: TAGEBÜCHER 1937/ 38. 368 Seiten. 8 Abbildungen. DM 10.80. Wolfgang Krüger Verlag, Hamburg. Mussolinis Schwiegersohn, der italienische Außenminister der verhängnisvollen Ach- senpolitik, spiegelt in diesen Aufzeichnungen die Männer und Mächte der beiden Jahre, in denen sich die Katastrophe des zweiten Weltkrieges vorbereitete. Musik und Musiker HERRSCHE, Alexander: TRÖSTERIN MUSICA. Revidierte und vermehrte Auflage. 800 Seiten. DM 18.—. Hermann Rinn- Verlag, München. Berrsche starb während des zweiten Weltkrieges. Er war im Hauptberuf Rechtsanwalt, im Nebenberuf Musikkritiker einer Münchner Zeitung. Seine hier gesammelten Kritiken und Aufsätze zur Musik, zugleich eine Geschichte der Mlusik von den Anfängen bis zur Moderne, gehören zum Schönsten, was in deutscher Sprache über Musik geschrieben wurde. BENZ, Richard: DIE WELT DER DICHTER UND DIE MUSIK. 326 Seiten. DM 12.50. Diederichs-Verlag, Düsseldorf. Einer der besten Kenner der deutschen Geistesgeschichte und der deutschen Musik, deckt in diesem Buche die Zusammenhänge und Wechselbeziehungen zwischen der deutschen Musik und der großen deutschen Dichtung des 18. und 19. Jahrhunderts auf. FURTWÄNGLER, Wilhelm: GESPRÄCHE ÜBER MUSIK. 148 Seiten. DM 4.80. Atlantis-Verlag, Freiburg i. B./Zürich. Der weltberühmte Dirigent legt hier seine Anschauungen zu den wichtigsten Fragen der klassischen und der modernen Musik dar. PRBETORIUS, Emil: RICHARD WAGNER, BILD UND VISION. 56 Seiten. Bibliophile Ausstattung. DM 4.80. Verlag Helmut Küpper, vorm. Gerhard Bondi, Bonn. Die Auseinandersetzung mit Richard Wagner hat aufs Neue begonnen. Preetorius, durch sein Schaffen- als Bühnenbildner dem Werk von Bayreuth verbunden, begründet seinen Weg zu Wagner. SCHWARZ-REIFUNGEN, Erwin: MUSIK-ABC. 364 Seiten mit Abbildungen und Notenbeispielen. DM 10.—. Union, Deutsche Verlags-Gesellschaft Stuttgart. Die Rundfunkhörer und Musikfreunde finden hier, leicht verständlich und doch genau ausgedrückt, das Wissenswerteste. ' SCHINDLER, Anton: BIOGRAPHIE VON LUDWIG VAN BEETHOVEN. 512 Seiten. 10 Abbildungen und Notenbeispiele. DM 16.50. Karl Glöckner-Verlag, Bonn. Das Buch erschien 1840 zum erstenmal. Die Neuausgabe ist verdienstlich. Schindler lebte fast ein Jahrzehnt mit dem Meister. Er ist für Beethoven, was Eckermann für Goethe, war. STRAUSS, Richard: BETRACHTUNGEN UND ERINNERUNGEN. 206 Seiten. DM 6.50. Atlantis-Verlag Freiburg/Brg./Zürich. Gesammelt und herausgegeben von Willi Schuh, dem bekannten Schwelzar Musikkritiker, bieten diese Selbstzeugnisse des kürzlich verstorbenen letzten großen Meisters der deutschen Musik ein Bild seines Wesens und Werkes dar. Lebensbeschreib u n gen BARGELLINI, Piero: FRANZISKUS 302 Seiten. DM 6.50. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg. Das Leben des Heiligen von Assisi, in meisterlicher Darstellung uns so nahe gerückt, als ereigne es sich vor uns Heutigen, als wäre Franziskus ein Bruder unseres Alltags. GUMPERT, Martin: HAHNEMANN. 256 Seiten. 1 Bildnis. DM 8.50. Südverlag Konstanz. Der Verfasser, als Arzt so bedeutend wie als Schriftsteller, gibt in dieser hinreißend geschriebenen Biographie des ärztlichen Rebellen Hahnemann ur.d seiner Lehre, der Homöopathie, das Muster eines Abenteurer-Romans des Geistes und der leidenschaftlich bewegten Lebensschicksale. MASUR, Gerhard: SIMON BOLIVAR UND DIE BEFREIUNG SÜDAMERIKAS. 720 Seiten. 3 Bildnisse und Karten. DM 22.—. Südverlag Konstanz. Die Persönlichkeit des Befreiers Südamerikas, hineingestellt in die abenteuerliche Welt der Tropen, wächst in diesem spannenden BucTe auf zu einer der größten sinnbildlichen Gestalten der neueren Geschichte. Durchweht von dem Atem großer Epik, hat dieses Buch den eindeutigen Rang eines Werkes der Weltliteratur. BACHMANN, L G.: MEISTER, BÜRGER UND REBELL. 500 Seiten. 8 Abbildungen. DM 8.80. Verlag Ferdinand Schö- ningh, Paderborn. Ein Lebensbild des Würzburger Bildhauers Tilmann Riemenschneider, ein Zeitbild des Bauernkrieges, ein Loblied auf die fränkische Landschaft. Goethe-Ausgaben Im Insel-Verlag erschienen: der erste von den sechs Bänden der bekannten Ausgabe des VOLKS GOETHE, Ganzleinen, 670 Seiten, DM 7.50. Er enthält eine vortreffliche Allswahl von Goethes Gedichten und die Tragödie FAUST I. und H. Teil. Die verbürgte Zuverlässigkeit des Textes macht diese Ausgabe, die im Auftrag der Goethe- Gesellschaft seit 1909 im deutschen Volk verbreitet wird, zum schönsten Eingangstor in die unerschöpfliche Welt des großen deutschen Dichters. Der Verlag stellt in Aussicht, die übrigen fünf Bände bis Mitte 1950 vorzulegen. Weiter erschienen in den bekannten Dünndruckausgaben des Insel- Verlags GOETHES GESPRÄCHE MIT ECKERMANN, 796 Seiten, DM 12.50 und GOETHES GESPRÄCHE OHNE DIE GESPRÄCHE MIT ECKERMANN. Eine Auswahl aus der großen fünfbändigen Sammlung, die der Freiherr von Biedermann zu- sammentrug. 742 Seiten. DM 12.50. Die vorläufig vollständigste Auswahl-Ausgabe von Goethes Werken ist die letzte Heraus- geberarbetit Paul Wieglers: GOETHES WERKE IN AUSWAHL. Sechs Bände in Halbleinen, DM 28.50. Aufbau-Verlag Berlin. Die ersten Gesamtausgaben der Goe- theschen Werke zu Lebzeiten des Dichters erschienen in der Cotta sehen Buchhandlung, Stuttgart. Der Verlag hat es für seine Pflicht gehalten, im Goethe-Jahr eine besonders würdige Goethe-Ausgabe herauszubringen: GOETHES POETISCHE WERKE, vollständige Ausgabe in neun Bänden. Dünndruckpapier, flexibler Ganzleinenband mit Goldpressung. Subskriptionspreis für die ganze Ausgabe DM 16.50 Einzelbezugspreis DM 18.— je Band. Der erste Band, 1378 Seiten, enthält Goethes sämtliche Gedichte mit Ausnahme des „West - OestLichen Diwans“. Sämtliche Gedichte, das besagt in diesem Fall, daß man in der Rubrik „Uebergangenes“ auch manches Heikle findet, das bisher nur iin der großen wissenschaftlichen Ausgabe oder in Sonderdrucken zugänglich war. Man hat also erstmals in einem Bande tatsächlich Goethes sämtliche Gedichte, selbst solche, die ihm vielleicht nur zugeschrieben wenden, zur Hand. Höchstes Lob verdienen neben der Ausstattung die ausführlichen Register, deren eines durch die beigegebenen Jahreszahlen zugleich eine Chronologie der Goetheschen Gedichte ermöglicht. Wir halten diesen Band für den eindeutig schönsten des Goethejahres. Aus fernen Ländern WEICHMANN, Herbert: ALLTAG IN USA. 160 Seiten. DM 5.80. Dr. Ernst Haus- wedell-Verlag, Hamburg. Das Buch unterrichtet vorzüglich über das öffentliche Leben in den Vereinigten Staaten, über die amerikanische Lebensform, über die sozialen und soziologischen Probleme. SCHANTZ, Reinhard: ZWISCHEM STILLEM OZEAN UND KORiDILLERE. 260 Seiten. DM 8.80. Dir. Walter Barbier Verlag, Frankfurt/M. Auf zahlreiche Originai- fotos gestützt, gibt der Verfasser ein südamerikanisches Reisebuch, das uns, den large Abgeschlossenen, wieder die Weiten der Welt eröffnet. STUTTERHEIM, Curt von: AUSTRALIEN. 157 Seiten mit 10 Abbildungen. DM 7.20. F. A. Herbig, Verlagsbuchhandlung, Berlin Bonn. Der Verfasser, bekannt geworden durch ein Buch über England, befand sich auf einer Weltreise, als ihn der zweite Weltkrieg in Australien überraschte. Da Australien auch deutschen Auswanderern die Türen wieder zu öffnen gedenkt, gewinnt dieses Buch, das den Erdteil geologisch, wirtschaftlich, kulturell und politisch anschaulich daTstellt, besonderes Interesse. NOLDEN, Arnold: AUF SCHIFFEN SCHIENEN, PNEUS. 286 Seiten. DM 6.80 Deutsches Verlagshaus Bong, München. Der Roman einer abenteuerlichen Reise nach Mexiko und USA, als eines der besten Bücher dieser Art seit langem bekannt. KARFELD. Kurt Peter: INKA, MAJA, AZTEKEN. 48 Bildtafeln in Vierfarbdruck 32 Seiten Text, Großformat. DM 29.80 Apollo Verlag, München/Baden-Baden. Lebendige Völker auf dem Boden versunkener Kulturen, wenig bekannte landschaftliche Schönheiten in einem noch heute märchenhaft anmutenden Raum vergegenwärtigt dieses auf Originalaufnahmen beruhende Farbbildwerk. Kochbücher BAUER, Josephine: BAUERS NEUES KOCHBUCH. 408 Seiten mit 24 Bildtafeln. DM 8.80. Verlag Fleischhauer & Spohn, Stuttgart. Eines der bewährtesten Kochbücher; 1500 erprobte Rezepte, darunter 300 Backrezepte. Auch die Kost für den Säugling, das Klein- und Schulkind ist behandelt SCH ANDRE Marte; DAS BERÜHMTE REGENSBURGER KOCHBUCH. 670 Seiten. DM 8.50. Angertor-Verlag, München. In 85 Auflagen erprobt, bietet dieses so vielseitige wie zweckmäßige Kochbuch über 2000 Rezepte dar, von denen, nach dem Urteil der Hausfrauen, „jedes gelingt“. WERNER, Anna: DIE NEUE KÜCHE. 333 Seiten. 70 Bilder und Zeichnungen. DM 8.80. Heinr. Sauer-Verlag, Ettlingen- Baden. Ein Koch- und Badebuch für unsere Zeit mit über 1100 Rezepten und 200 weiteren praktischen Ratschlägen. Donnerstag, 8. Deaember 1940 SÜDKURIER Nr. 145 I Seite | Arbeitslosenfürsorge auch in Sndbaden Hitt« tür Arbeitslose ohne Ansprudi auf verskherungsmäßige Unterstützung Sportdiensi des S&dkarkr Platzender Kinderballon startet Berliner „Sechstage * 4 Australier und Italiener kämpfen um den Enderfolg Di« längst erwartet« und im Hinblick auf dl« Aussteuerung eines erheblichen Teils der Unterstützungsempfänger vordringlich gewordene Verordnung über die Arbeitslosenfürsorge ist am 3. 12. 1949 ln Kraft getreten. Dia Tendenz der Verordnung ist eindeutig; Es sollte eine Auffangvorrichtung für alle di« Arbeitslosen geschaffen werden, die keinen Anspruch auf versicherungsmäßige Unterstützung haben oder diesen Ansprudi erschöpft hatten. Der zur Arbeitslosenfürsorge zugelassene Personenkreis müßte daher ziemlich umfassend sein, schon von -dem Gesichtspunkt aus, die Haushalte der Gemeinden durch Einbeziehung möglichst vieler Arbeitsloser in die Arbeitslosenfürsorge von Fürsorgebeträgen zu entlasten. Da aber andererseits neben der finanziellen Fürsorge auch ein* Arbeitsbetreuung durch die Arbeitsämter als primäres Mittel im Kampfe gegen die Arbeitslosigkeit schon seit Jahrzehnten oberstes Prinzip ist. Ist Voraussetzung für den Bezug der Arbeitslosenfürsorge, daß der die Unterstützung Beantragende arbeitsfähig, arbeitswillig und unfreiwillig arbeitslos Ist, sich bei seinem zuständigen Arbeitsamt als arbeitsuchend gemeldet hat und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht Als weiter« Voraussetzung tritt hinzu, daß der Arbeitslose -bedürftig sein muß. Hier tritt ein Rechtsmoment auf, dias die Arbeitslosenfürsorge mit den Grundsätzen der allgemeinen Fürsorge gemeinsam hat Dagegen Ist die dem Fürsorgerecht eigene Rückzahlungspflicht der erhaltenen Unterstützungsbeiträge bei Besserung der wirtschaftlichen Lage des Empfängers ausgeschlossen- Die Bedürftigkeit wird nach den im Gesetz und den Durchführungsbestimmungen enthaltenen Grundsätzen in der Weise geprüft daß auf die Unterstützungssätze, die an. sich schon niedriger sind als in der versicherungs- [ mäßigen Unterstützung, das Einkommen des Im Gebiet des Bundesrepublik konnte 1949 eine Brotgetreideernte eingebracht werden, die 1,1 Mill. t höher ist als 1948. Dadurch ließ sich die Einfuhr senken. Die höhere Ernte, vor allem bei Roggen, führte dazu, daß sich wieder normalere Verwertungsverhältnisse einspielten; in der Vorkriegszeit wurden etwa 20—25% der Roggenernte verfüttert und in anderen europäischen Ländern wird Roggen überwiegend verfüttert. Von der Brotgetreideernte 1949 entfallen nur 41,5% auf Weizen und 58,5% auf Roggen und Wintermenggetreide. Da sich vor allem bei Roggen mehr und mehr eine niedrigere Ausmahlung durchsetzt, erhöht sich der Bruttoverbrauch an Brotgetreide. Der Bruttoverbrauch an Brot- und Futtergetreide zusammen (Saatgut, Futter, Industrie, menschliche Ernährung, Verluste) wird etwa um 2,2 Mill. t höher sein als 1948/49. Dagegen ist die Kartoffelernte um etwa 2,7 MiH t oder 0,67 Mill- t Getreidewert geringer. Der Bruttoverbrauch an Getreide und Kartoffeln zusammen läge so mit etwa 1,5 Mill. t Getreidewert über dem Vorjahr. Diese Erhöhung entspricht knapp dem Mehrbedarf an Futter für den gestiegenen Bestand an Schweinen (Anfang September 1949; 9,0 Mill- Stüde gegen 6,1 Mill. 1948 und 12,9 Mill. Stück im Vorkriegsdurchschnitt Sept. 1935/38). Der Schweinebestand hat also erst etwa 70% der Vorkriegshöhe erreicht, während die Bevölkerung etwa 120% der Vorkriegszeit beträgt. Der Einfuhrbedarf Mi Fettrohstoffen für .Nahrungszwecke mußte um ca. 60 000 t Rohfettwert erhöht werden. Diese Erhöhung ergab sich aus der Anpassung des Verbrauchs von Westberlin an die Rationen Westdeutschlands und aus der Notwendigkeit, die Erhöhung der Rationen in Westdeutschland aus den besonderen Marktverhältnissen heraus schneller vorzunehmen als beabsichtigt war. Trotzdem ergibt sich für 1949/50 erst ein Nahrungsfettverbrauch von 14,7 kg Reinfett Arbeitslosen, soweit es den Betrag von 6.— DM in der Woche übersteigt, angerechnet wird. Gelegentliche Verdienst« werden zur Hälft« des Bruttobetrages angerechnet. Das Einkommen von Angehörigen, die mit dem Arbeitslosen in gemeinsamem Haushalt leben und ihm Unterhalt zu gewähren haben, wird auf die Unterstützung angerechnet, soweit es nach Abzug von Werbungskosten 24.— DM in der Woche übersteigt Der Freibetrag von 24.— DM erhöht sich um 9.— DM für jede Person, die der verdienende Angehörige auf Grund einer rechtlichen Pflicht überwiegend unterhält. Auch Leistungen von Angehörigen, die auf einer sittlichen Pflicht beruhen, kommen zur Anrechnung. Es bildet diese Bestimmung die Ergänzung zu der im Gesetz enthaltenen Regelung, daß Erhöhungsbeiträge zum Grundbetrag von 24.— DM auch dann gegeben werden, wenn der verdienende Angehörige eine Person lediglich aus ethischen Gründen, die jedoch Pflichtcharakter tragen müssen, überwiegend unterhält Voraussetzung der Anrechnung ist gemeinsamer Haushalt mit dem Arbeitslosen. Es muß jedoch eine Anrechnung auch bei nicht gemeinsamer Haushaltführung erfolgen, wenn der vermögliche Angehörige seiner Unterhaltspflicht ohne Gefährdung seines eigenen Unterhalts nachkommen kann oder wenn der Arbeitslose oder der Angehörige den gemeinsamen Haushalt verläßt oder ihm fernbleibt in der Absicht die Anrechnung von Einkommen zu verhindern. Zu den Mitteln, die bei der Bedürftigkeitsprüfung berücksichtigt werden müssen, gehört auch Vermögen- Doch darf die Verwertung von Vermögen des Arbeitslosen — Erträgnisse hieraus sind auf jeden Fall anzurechnen! — dann nicht verlangt werden, wenn sie eine unbillige Härte bedeutet oder offenbar unwirtschaftlich wäre. je Kopf der Gesamtbevölkerung und Jahr gegenüber etwa 22 kg 1935/38. Die Eigenerzeugung an Zucker wird jetzt infolge der Trockenheit nur noch auf 555 000 t (Rohzuckerwert) gegenüber bisher 611 000 t geschätzt, während der Bedarf durch die Gleichstellung der Landbevölkerung mit der Stadtbevölkerung in der Zuckerration und durch Freistellung der Marmelade und Süßwaren von der Bewirtschaftung gestiegen ist. Infolgedessen mußte die Einfuhrmenge um 78 000 t erhöht werden. Einfuhrkürzung für Gemüse und Obst Frankfurt- In nächster Zeit ist mit einer Kürzung der Einfuhr von Südfrüchten, Obst und Gartenbauerzeugnissen zu rechnen. Bei einer Reihe von Handelsverträgen haben sich hohe Passivsalden ergeben. Die deutschen Lieferungen, besonders an Maschinen, erfolgen sehr viel langfristiger als die Ausfuhren saisonmäßig anfallender Agrarprodukte durch die Vertragsländer. Kartoffel-Brenngenehmigung beantragt Freiburg. Eine Gruppe von Landtagsabgeordneten aller Parteien hat sich in einem Antrag an den badischen Landtag dafür eingesetzt, daß die Landesregierung landwirtschaftlichen Kleinbrennereien in den obstarmen Gebieten des Schwarzwaldes das Brennen von Kartoffeln genehmigt In der Begründung wird darauf hingewiesen, daß die landwirtschaftlichen Betriebe im Schwarzwald, in der Baar, im Hotzenwald sowie in der Rheinebene sich in sehr schwieriger finanzieller Lage befänden. Südbadens Industrie fast auf Vorkriegsstand F r e i b u r g. Mit einer Beschäftigtenzahl von 127 897 erreichte die südbadische Industrie im Oktober einen Stand von 99 Prozent gegenüber 1936. Allerdings ist hier zu berücksichtigen, daß Südbaden heute stärker bevölkert ist als 1936, so daß das erreichte Niveau im Grunde um einige Punkte niedriger liegt. Aas dem Gewerkschaftsleben Welt der Arbeit Freiburg. Das Organ des Badischen Gewerkschaftsbundes für die französisch besetzte Zone „Der Badisch« Gewerkschaftler“ stellt mit Dezember sein Erscheinen ein. An seine Stelle tritt als neue Wochenzeitung des Deutschen Gewerkschaftsbundes ab 1. Januar 1950 die „Welt der Arbeit“. Sie wird einen anderen Charakter tragen als die bisherigen Gewerkschaftsblätter, die sich im wesentlichen an die Gewerkschaftsmitglieder wandten und mehr für den internen Gebrauch der Gewerkschaftsarbeit bestimmt waren. Die neue Wochenzeitung soll das „Sprachrohr aller Arbeitnehmer für eine bessere Gesellschaftsordnung“ sein. Aus diesem Grunde wendet si^ »ich an breite Kreise des Publikums. Neihettei'Sdni Ein aus Sachsen evakuierter Chemiker hat ein wirksames Mittel zur Reblaus-Bekämpfung erfunden. Ein verseuchter Weinberg, der mit dem neuen Mittel behandelt worden ist, hat in diesem Herbst einen guten Ertrag gebracht. Anders als der Schwefelkohlenstoff, der von unten nach oben wirkt und außerdem der Rebe schädlich ist, wirkt da« neue Mittel von oben nach unten. Es ist zudem billiger. Die Firma Merck-Darmstadt wird wahrscheinlich das Patent erwerben. Die Firma Paul Kaufmann, Waschmaschi- nen-Fabrik, Unterurbach, bringt einen neuen Waschmotor auf den Markt, der auf jeden Waschkessel paßt, ohne daß eine Abänderung vorgenommen werden muß. Er hat weiter den großen Vorzug, daß er gleichzeitig wäscht, kocht und schwenkt. Eine Etikettiermaschine, mit der im Durchschnitt 200 Flaschen pro Minute etikettiert werden können, ist von einer britischen Firma entwickelt worden. Vieh- and Schweinemärkte Ueberlingen. Der Ferkelmarkt anläßlich des Ueberlingier Nikolausmarktes am 7. 12. war mit 50 Ferkeln befahren. Es herrschte starke Nachfrage, doch erfolgte der Absatz stockend wegen der ungewöhnlich hohen Preise. Bezahlt wurden anfangs 100—140 DM pro Paar, später gaben die Preise bis auf 95—130 DM nach. In wenigen Stunden wurde alles verkauft. Hilzingen. Großvieh wurde am 5. 12. keines aufgeführt. Auch die Zufuhr von Ferkeln war gering, weil der zeitliche Abstand vom Katharinen-Markt bis jetzt zu kurz war. Es ging nur ein Teil der aufgeführten Ferkel ab, und nur solche zum Barpreis von 70—110 DM. Die preislich höheren Angebote bis zu 140 DM blieben ohne Käufer. S t o ck a ch. Der Schweinemarkt am 6. 12. war mit 120 Ferkeln befahren. Sämtliche Tiere wurden rasch abgesetzt. Der Preis für das Paar schwankte je nach. Qualität zwischen 70 und 120 DM- — Der nächste Pferde-, Vieh- und Schweinemarkt findet am Donnerstag, den 15. 12. statt. Riedlingen/Donau. Die nächste Zuchtvieh-Absatzveranstaltung des Vertian- dzs oberschwäbischer Fleckviehzuchtvereine Ulm, findet am 14. Dezember in Riedlingen statt. 180 Bullen und 80 weibliche Tiere sind zum Verkauf angemeldet. Frankfurt. Bei steigenden Schweine- auftrieben ist auf den meisten Schiweine- märkten des Bundesgebietes ein beachtlicher Preisrückgang eingetreten, heißt es in einer Verlautbarung des Bundesministe- riums. Ein abschließendes Urteil über die Entwicklung nach der Freigabe der Schweinepreise könne noch nacht abgegeben werden. Anzeichen sprächen jedoch dafür, daß sich die Schweinepreise allmählich auf einer Höhe einspielen werden, die dem Erzeuger einen guten Verdienst und dem Verbraucher einen tragbaren Fleischpreis gewährleisten. In der 4. Novemberwoche wurden im Bundesgebiet 30 770 Schweine aufgetrieben gegenüber 25 418 in der erscen Novem- berwodie und nur 937 Schweinen in der Vergleichswoche des Vorjahres. fa.i- Eigemberidit). 15 Jahre mußten di« Berliner auf ihre Sechstagerennen warten, die dieser Tage zum erstenmal wieder gestartet wurden. Vor 40 Jahren haben sie die Berliner aus den USA nach Europa importiert, bis man sie im Jahre des „Heils" 1934 einfach verbot- Paul Hörbiger, der bekanntlich in Wien wegen zu hoher Steuerbelastung „ausrifi" und nach einem deutschen Zwischenaufenthait nach den USA auswandern will, spielte schmunzelnd den Starter. An Stelle der noch nicht wieder aktuellen Pistole ließ man einen KmderbaUon platzen, indem man einfach eine glimmende Zigarette an den prallen Gummi hielt. Favoriten sind die Australier Strom-Arnold', die eben als frischgebackene New Yorker Sechs- taigesieger aus Amerika gekommen waren. Sie zeigten gleich ein bestechendes Können und waren zunächst nur von den Münchener Hörmännern „bedroht". Nach der ersten Nacht führten di« Ueberseer vor den Münchenern, die auf gleicher Höhe lagen wie Himer-Spelte, die Italiener Rigoni-Teruzzi und Fimda-Zoll. Ein amerikanischer Sergeant machte sich mit Dollarnoten für den Prämiensegen beliebt. In der Nacht zum Sonntag wurde viel gebummelt, die Berliner, die sonst das Sechstage-Wochenende als ..Nacht der Nächte" kannten', waren unzufrieden. Bald machten sich auch die üblichen Stürze bemerkbar. Im übrigen waren einige Fahrer auch physisch nicht auf der Höhe: Kamber (Schweiz), Preiskeit, Hans Hörmann und Saager. Auch am Montag war nicht viel los. Kilian hatte Mageubeschwerden. Erst der letzte Spurt brachte mit einem spannenden Zweikampf Preis- keit-Amold Leben. Lohmanm-Kilian gaben am Abend auf. Zwischen 20 und 22 Uhr folgte dann endlich Jagd aiuf Jagd, was insbesondere auf die Initiative der Australier und der Italiener zur .'üdezuführen war. Auch Gillen-Hoffmann und Saager-Beriger „mischten" heftig mit. Vot allem Gillen versetzte das Haus in Begeisterung. Kurz vor der Wertung gelang es den Australiern, die Mannschaft Gillen-Hoffmamn abzuschiitteln und sich mit Rumdeiworspnung an die Spitze des Feldes zu setzen. Plötzlich auftretende Magenbeschwerden Hoffmanns führten dazu, daß di« Mannschaft 3 Runden zurückfiel. Am Dienstagabend gingen die Australier wieder in Front, nachdem die davorliegenden Runden einen wechselvollen Verlauf zeigten. Fast eine Stunde verteidigten die Italiener Terruzzi- Rigoni ihren Rundenvorsprung, erlagen dann jedoch den spurtsfarkem Konkurrenten aus Ueber- see. Zoll-Funda holten sich durch aggressives Fahren viel Sympathien. Es gab z. B. Enten und einen Doppelzentner Zucker als Prämien. Der Berliner Hoffmana gab im Laufe des Abends auf. Der bisher als Ersatzmann neutralisierte Ludwig Hormarm bildete mit dem Luxemburger Gil- ien eine neue Mannschaft. Schließlich lösten Naeye-Sdiwarzer (Belgien-Deutschland) eine 20 Minuten dauernde wilde Jagd aus. Hans Hör- mann schied wegen Furunkulose aus. Die Austra- (SK) Die Sport-Toto-Vorscha-u des ..Südkui’er" enthält drei Prognosen? 1. Den Tip nach der Pa- pierform der Mannschaften, 2. den „statistischen Tip", der auf Grund der bisherigen Begegnungen — Zahlen in Klammern — gegeben wird, und 3. den Ueberraschungstip. Stuttgarter Kickers—Jahn Ragensburg ferste Begegnung). Zwar stehen die Kickers am Tabel- .lenende, (loci;, werden sie in irr Zahl der Verlustpunkte von den Regensburgern noch übertroffen. Zweifellos eine harte Auseinandersetzung, die leicht ein Unentschieden pnnuen kann. — Tip 0 (— 2). Waldhof—-FC Nürnberg (47/48 0:1, 3-1, 4349 1:0, 2:0). Waldhof braucht diese beiden Punkte, um sich auch weiterhin in der Spitzengruppe halten zu können. — Tip 1 (1, 2). 1860 München—VfR Mannheim (47/48 1:1, 1:1, 48/49 0:1, 3:1). In München hat der VfR bisher noch kein Spiel gegen 1860 gewonnen. Auch diesmal wird er kaum mehr als einen Punkt mitnehmen können. — Tip 0 (0 1). Mühiburg—Eintracht Frankfurt (47/48 6:0, 2:2. 48/49 1:1, 1:0). Die Karlsruher Vorstädter dürften gegen die im Sturm geschwächte E ntracht (Kraus gesperrt) zu einem Sieg kommen. — Tip 1 (1 2; SpVgg Fürth—VfB Stuttgart i47 '43 0:4, 0:4/. Die Verfassung des VfB ist im Augenblick nicht so gut, daß man ihm beim Tabellenführer auch nur die Chance eines Unentschieden einräumen könnte. — Tip 1. ( 2 , 21 . BC Augsburg—Kickers Offenhnji (48 49 1:2, 2:2). Wird die Erfolgsserie der Augsburger auch gegen den süddeutschen Meister anhalten? Wir 1 Her verhielten »ich bäi der Jagd ziemlich ruhig und hielten ihren zweiten Platz hinter den h». lieuem. Allmählich spitzte «ich di« Parti« M einem australisch-ita'liemschen Zweikampf zu. In den ersten Morgenstunden des Mittwoch, in der hundertsten Stunde, waren 2365 Kilometer zurückgelegt. Die Fahrer konzentrierten sich jetzt auf die entscheidende letzte Nacht. Die Jagde« des Dienstagabend, die die ausverkaufte Sport- heile in Begeisterung versetzten, waren abgt- flaut In der fünften Nacht gab es wieder rei- dien Prämiensegen: Enten. Wem, Kaffee, völlige Ausstaffierung, Wohnungseinrichtungen, Zigareb ten, Erholungsaufenthalte und Bargeld. Hier zeig. ten sich die Italiener als besonders ehrgeizig, Sie waren auch von den Australiern nicht z« halten. Rigoni (Italien) war unter anderem auch auf den Prämierikuß einer Bardame erpicht Am Mittwochmorgen führten Strom-Arnold (173 Punkte) vot Terruzzä-Rigomi (1 Runde zurück, 143 Punkte), Kamber-Keller (3 Runden zurück, 203 Punkte), Naeye-Sdiwarzer (4 Runden zurück, 150 Punkte), Saager - Berger (144 Punkte), Gdffen-L. Hörmatm (104 Punkte), Spelte-Ehmer (83 Punkte), Zoll-Funda (62 Punkte), Seres-Lamboley, Frank» reich (72 Punkte), Mirke-Preiskeit (136 Punkte). Frühere Vereinsnameo wieder möglich Gegen die Umbenennung und Führung der alten Vereinsnamen bestehen von seiten der Be- satzungsmacht keinerlei Einiwände mehr, wie aus dem Mitteilungsblatt des süddeutschen Fußball- Verbandes vom 5. 12. hervorgeht. Grundsätzlich muß jedoch beachtet werden, daß ein einfacher Vorstandsbeschluß nicht genügt. Es bedarf viel- mehr einer Mitgliederversammlunicn, bei der die bisherige Vorstandschaft in ihrem Amt bleibt Der Vorgang ist der Besatzungsmadit über das zuständige Bürgermeister- und Landratsamt bekenn tzugebem. In wenigen Zeilen Nach Abschluß der Vorrunden stehen in den verschiedenen Landesligen folgende Tabellenführer fest, Baden: VfL Neckarau,- Nordwürttem. berg: Uilm 46j Bayern: FC Bamberg. Die Meldung, wonach Gisela Herrbrudc (Pirmasens) bei ihrem Rekordversuch über 200 Meter Rücken in Pirmasens mit 2:52,0 Minuten neuen deutschen Rekord schwamm, entspricht nicht den Tatsachen. Die Ringerstaffel des SV Homberg sicherte sich durch ihrem am Sonntag errungenen 5 ^-Punktsieg über die Spfr. Lahr die Halbzeitmeisterschaft der siidibad'ischen Ringer-Oberliga. Die Hauptgewinne im Württ.-Bad. Toto mit j« 55 222 DM fielen nach Stuttgart-Stammheim, Kassel, Vaibimgen/Enz, Freiburg/Br. und Rastatt Der Bayrische Fußballtoto gibt für die Spiele des 4. Dezember folgende Gewinne aus: 1. Rang: 9 Gewinner zu je 32 335 DM: 2. Rang: 213 Gewinner zu je 1366 DM; 3. Rang: 2238 Gewinner zu je 130 DM. glauben eher an einen knappen Erfolg der Offexbacher. — Tip 2 (2, 1). FSV Frankfurt—Schwaben Augsburg (47 48 1:5, Irl, 48/49 0:3, 2:0). Der FSV wird sich strecken müssen, um gegen die stärker gewordenen Schwaben einen knappen Sieg herauszuheien. Trotzdem; Tip 1 10, 2). Sdrweinfurt 05—Bayern München (4743 0:2, 0:0, 48/49 3:2, 0:9). Die „Bayern" haben ihr Seihst- - vertrauen wieder gewonnen. Sie sind durchaus in * der Lage, in Schweinfurt eine Punkteieilung zu erzwingen. — Ti D (0 (2, 1 ). Schalke 04—iRotweiß Essen (4849 1:1, 0:2). Bei dieser Begegnung kann der Platzvorteil enlscnei- dend sein. — Tip 1 12, 2). Bremerhaven 93—Werder Bremen i0:5, 2-3). Wieder mal ein Lokalkamof, der zudem zwei ziemlich gleich starke Partner zusammenfühlt. — Tip 0, 12, 1). 1. FC Pforzheim—ASV Durlach (47/48 1:2, 1:1. 4®49 0:2, 4:0). Die Durlacher naben eich bisher besser geschlagen als die Goldstädter. Ein Unentschieden ist hier sehr leicht möglich. — Tip 0 ( 2 , 1 ). SpVgg. Feuerbach—Union Bedungen (48/49 10:0, 1:0). Trotzdem Bödcingen den besserem Tabellenplatz aufweist, ist Feuerbadi zu Hansa doch Favorit. — Tdo 1 II, 2). Untertürkheim—TSC Ulm 46 /erste Begegnung). Der Kampf des Tabellenletzten Untertürkheim gegen den Spitzenreiter dürfte mit einem knappen Gästesieg enden. — Tip 2 (—1. Sportfreunde Stuttgart—VfR Arien. Daß die Sportfreunde wieder im Kommen sind, beweisen die jüngsten Erfolge. — Tip 1 (— 2). Die Ernährungslage Westdeutschlands Gute Getreideernte, geringere Kartoffelernte — Einfuhren an Fetten und Zucker Unsere Sport-Toto-Vorsdiau JOar Spialar 23 / vom düodonseo Roman von Sebastian Bargelin Guska dachte, während er so an der Bar fn seinem Lin-dauer Hotel saß, daß es wohl kaum mehr einen Zweifel geben könne, in Njeßmer den Mörder Blässings zu sehen. Er hatte sich Emmi Schofhäutle jetzt nach Lindau bestellt, um von ihr zu erfahren, ob sie vielleicht noch Näheres vom Tod ihres Chefs wisse, ob sie erfahren habe, daß möglicherweise Blässinq die Fahrt an den Bodensee in Begleitung Meßmens gemacht habe. In Säckingen hatte das Blässinq vorgehabt, da die letzte Unterredung mit Meßmer erfolglos blieb und dieser sich unnachgiebig zeigte in seiner Weigerung, weiteres Morphium herzugeben. Blässinq wollte Meßmer auf der Fahrt begleiten, um ihn doch noch zu überreden. Gusika riet ihm ab, da er sich andere Methoden vorgenommen hatte, um Meßmer klein zu kriegen. Und als Emmi Schofhäutle ihm vom plötzlichen Tod Blässings erzählte, da war ihm nicht gleich der Verdacht gekommen, Meßmer könne damit in Zusammenhang stehen, da Blässinq durch seinen regelmäßigen Rauschgiftgenuß ohnedies nur ein Wrack war. Aber jetzt schien es ihm, daß Meßmer Blässkig aus dem Weg geräumt hatte, um einen Mitwisser weniger m haben. Der nächste sollte er selbst sein, Ainhtete Guskja- Jetzt schien es Gusika, daß der Besuch Emmd SchoShäuties in Lindau eine ganz andere Bedeutung haben; könne, als er ihm ursprünglich zuqeschrie- ben batte. Guska war nun überzeugt, daß der neue rote Brief, von dem Emmi Schofhäutle gesprochen hatte, dodi mehr war als nur der Umfuq eines — wie Guska büher geglaubt hatte — vielleicht benachteiligten Geschäftsfreundes. Die For- gpiMerunq dieses Briefes hatte etwas Gefährliches. Wußte der Unbekannt», welche Umstände mit dem Tod Blässings zusammenhmqen' und wußte er sogar, daß MSeßmer dabei im Spiel war? Und wußte dieser Briefsdireiber, daß vielleicht nun er, Guska, an der Reihe war? Wer aber konnte dies alles wissen, Doch nur einer und das war Meßmier tefllbst. Aber sollte der die roten Briefe geschrieben haben und sich selbst als Mörder ankündigen? Das war nicht üblich. Guska fühlte sich auf einmal, wie wenn ihn Frost und Fieber gffieichzeditig gepackt hätten und es schüttelte ihn. Sollte es doch wahr sein, was der Brief ankündigte, daß der Mörder nahe sei? Nein, das konnte nicht sein, das war unmöglich. Guskas Augen starrten auf die Bartheke, in deren Glasplatte sich die farbigen Lampen des Raumes spiegelten. Rote, grüne und blaue Kreise drehten sich auf ihr, so schien es Guska, zu verwirrenden Figuren, die sich ineinanderschoben, trennten, wie gezackte Schlangen auseinanderliefen und sich zu wilden Knäueln wieder verbanden. Ich bin doch nicht betrunken, dachte Guska und ein Zittern lief über seinen ganzen Körper. Da faßte ihn eine Hand am Nacken. Guska schrie auf, drehte sich um und vor ihm stand ein Mann, den er noch nie gesehen hatte. Mittelgroß, hager, fast dürr und mit einem Gesicht wie ein Faun. Hinter dicken Brillengläsern, schwarz umrandet, funkelten zwei dunkle Augen, die Guska jetzt vergnüglich anblitzten. Dazu lachte der Mensch mit einer Stimme, die man diesem dünnen Körper nie zugetraut hätte. Das Lachen klang, als ob Riesen mit gewaltigen Felsblöcken Kegel spielten, donnernd, polternd und tief. Angstverzerrt starrte Guska den Mann an und fast röchelnd sagte er zu dem Fremden: „Wer sind Sie? Was wollen Sie von mir?“ Und von neuem orgelte das gewaltige Lachen durch die Bar. „Hahaha! Sind Sie so schreckhaft, Herr Guska?“ fragte der Unbekannte. „Keine Angst, mein Lieber, ich bin kein Meuchelmörder, hahaha!“ Guska fuhr zusammen. 'Mörder’ klang es in seinen Ohren, .Mörder“ dröhnte diese furchtbare rollende Stimme, und dazu lachte dieser Mensch, lachte wie der Leibhaftige, der eine arme Seele in den Klauen hielt. Guska sah sich um, ob noch andere Menschen in der Bar wären, aber niemand war zu sehen. Nur der Mixer stand hinter der Theke an der Wand unter den bunt leuchtenden Flaschen, und auch er lachte. Guska sprang von seinem Hocker herunter, und er fühlte sich jetzt wieder sicherer, da er den Fremden um mehr als eine Haupteslänge überragte. Noch einmal fragte er: „Wer sind Sie? Was erlauben Sie sich mit mir für dumme Scherze?“ Neue Lachsalven knatterten durch den Raum, ohne daß Guska eine Antwort erhielt. Da wandte er sich ärgerlich an den Mixer: , .Sagen sie mir, bitte, kennen Sie diesen Verrückten?“ „Ja, mein Herr, er ist in Lindau und Umgebung eine bekannte Erscheinung: der Kaskadenheini. Er ist harmlos, ein fröhlicher Witzbold.“ „Was heißt das: Kaskadenheini’?“ fragte Guska, zwar beruhigt, aber doch noch indigniert. „Den Spitznamen verdankt er seiner Eigenschaft als Stammgast in der Kaskade“, einer Bar in Lindau. Aber auch in anderen Bars, wie hier bei uns, ist er ein häufiger Gast.“ Da mischte sich der Fremde ein: „Entschuldigen Sie, Herr Guska, daß ich Ihre besinnliche Feierstunde gestört habe. Aber da man mir gesagt hat, Sie wollten mich sprechen und gleichzeitig sagte, wo Sie wohnen, kam ich hierher. Ich bin Heinrich Gutfleisch.“ Guska war sofort im Bild, das war doch der Kaufmann, den ihm Frau Meßmer für seine Geschäfte empfohlen hatte. Ausgezeichnet, daß er ihn gleich hier traf, ohne noch bis Sonntag warten zu müssen. Aller Aerqer war sofort verflogen, hier galt es, eine Chance beim Schopf zu packen. „Sie haben eine originelle Art, sich ein- zufü'hren, Herr Gufcfleisch. Sie scheinen komödiantische Talente zu besitzen. Darf ich Sie als Anerkennung dafür zu einem Drink einladen?“ „Ich wüßte nicht, was mir lieb«: wäre, Herr Guska. Ich bevorzuge Champagner- flips.“ Beide setzten sich einträchtig nebeneinander auf die Hocker. Bald waren sie in ein ernsthaftes Gespräch vertieft. Gutfleisch, dem Frau Meßmer gerade eben erzählt hatte, daß er wohl ein gutes Geschäft machen könne, wenn er einmal mit Guska spreche, war ohne Zögern ins Hotel gekommen, ohne Ahnung, was ihn da erwartete. Es hatte ihn aber gleich freudig gestimmt, als der Portier, auf seine Frage nadi Guska, ihn in die Bar verwies. Und nun saß er hier, vom Ghampagncrcodctail angenehm durchrieselt. Aber, was er zu hören bekam, klang ihm weniger angenehm. Zwar, wenn man es so ansah, wie Guska die Sache darstellte, schien es ganz plausibel zu klingen und sehr einfach zu sein, mit Morphium zu handeln. Trotzdem war ihm keineswegs wohl bei Guskas Vorschlag. Er sagte es auch. „Säten Sie, Herr Gutfleisch, da brauchen Sie dodi nicht das geringste Bedenken zu haben“, versuchte Guska ihn zu beruhigen. „Bedenken hin oder her, Herr Guska, aber da gibt es schließlich gewisse Gesetze.“ „Sie erstaunen mich, Herr Gutfleisch. Gesetze sind dazu da, daß man sie umgeht. Das Gesetz verlangt auch, daß Sie Ihr Einkommen genau angeben. Tun Sie das, Herr Gutfleisch? Das sollte mich wundern." „Das ist ganz was anderes, Herr Gusika, das ist mehr eine Art Geschidolichkedtsspiel mit der Steuerbehörde.“ „Wofür die auch kein Verständnis hat Denn sie meint es leider blutig ernst.“ „Gleichviel, was aber kann mir da schon mehr passieren, als daß ich eben nachzah- len muß, wenn das Finanzamt meine Wer- bunqskosten als zu hoch angesetzt findet. Aber Morphium! Das fällt unter Rauschgift“ „Aber doch nur, wenn man es bewußt als solches vertreibt, Herr Guttfleisch,“ versuchte Guska. Wer spricht denn davon? Es handelt sich lediglich um ein gutes Werk, das ich tue.“ Gutfleisch sah seinen Gesprächspartner zweifelnd an. „Wie meinen Sie das, Herr Guska?“ „Das ist ganz einfach, mein Lieber. Denken Sie nur an all die vielen Kranken und Krüppel, die unter Schmerzen leiden. Sie haben oft nicht das Geld, in ärztliche Behandlung oder ins Krankenhaus zu gehen. Denen können Sie helfen und ihre Schmerzen lindern.“ „Und wo haben diese Leute denn das Geld - her?“ fragte Gutfleisch sehr sachlich und trocken. „Aber das ist dann doch viel bLUdger für sie, wenn sie Arzt und Krankenhaus sparen und nur das Medikament bezahlen müssen,“ beschwichtigte Guska die Besorgnis seines Gastes. Zunächst schien es ihm wichtig, Gutfleisch in Sicherheit zu wiegen und ihm harmlos zu kommen. So wandte er sich, nachdem «r seinen Bargenossen ein wenig seineen Gedankn überlassen hatte, wieder zu ihm. „Ich kann ihre Bedenken gut verstehen, Herr Gutfleisch. Es kommt mir kn Augenblick auch gar nicht so sehr darauf an, daß Sie »ich als aktiver Geschäftspartner beteiligen. Sie leisten mir schon einen Dienst, wenn Sie stiller Teilhaber werden.“ „Wie meinen Sie das?“, fragte Gutfleisd» interessiert „Es ist nur eine Gefälligkeit, um die ich Sie bitte. Ich möchte einen Koffer mit Medikamenten hier unterstellen, und Frau Meßmer wies mich auf Sie hin.“ „Ach so ist das? Na, das tue ich gern. Wo ist der Koffer jetzt?“ „Bei Dr. Meßmer, Herr Gutfleisch.“ „Sieh mal an, beim schönen Konrad. Handelt der auch mit — Medikamenten?“ (Fortsetzung folgt) Seite | ge“ rstag, 8. Dezember 1949 Statt Karten! Durch Gottes Ratschluß wurde mein guter Gatte, unser lieber Vater, Bruder und Großvater h ruia» len It*. irtüe „ zu. to*, i« itometet * jetat Jagden i Sport. > ab«, fer rei- VÖJlig, Zigaret. er zeig, irgetaie, licht m m audr *t Am 1 (173 ztHücfc, ii*, 203 1*. 150 Mllen-L. Punkte), Frank, unkte). Idi mg der der IBe. wie aus Fußball- Isätzlidi infacber rf viel, der die bleibt ber das mt be- Johann Baumann Altbürgermeister versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, im Alter von 80 Jahren zu sich ln die Ewigkeit abgerufen. Dingelsdorf, München, 6. Dezember 1949. In tiefer Trauer: Witwe Maria Baumann, geb. Braunbart; Familie Leopold Baumann; Dr. Berthold Baumann und Frau; Familie Hermann Baumann und Enkelkinder. Die Beerdigung findet am Freitag, 9. 12., V*10 Uhr, statt. t Meine liebe Frau, unsere herzensgute, treusorgende Mutter und Großmutter, Frau Auguste Weiß geb. Beil ist nur wenige Tage nach Vollendung ihres 77. Lebensjahres, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, heute nacht atill und friedlich von uns in die Ewigkeit gegangen. Konstanz, Brauneggerstr. 28, den 3. Dezember 1949. In tiefer Trauer: Karl Weiß mit Töchtern Gertrud, Margareta u. Frida und allen Anverwandten. Die Beerdigung hat auf Wunsch der lieben Verstorbenen in aller Stille stattgefunden. Nachruf in den abellen- räittfcm. de (Pir- 0 Meter i neuen cht den :rte sich !-Punkt- meister- Am 5- Dezember 1949 verschied nach schwerer Krankheit im 69. Lebensjahr das Mitglied unseres Vorstandes Herr Direktor Josef Hirt Der Verstorbene hat in unermüdlichem Schaffen über 40 Jahre seine reichen Erfahrungen und sein umfassendes Wissen in den Dienst der Gesellschaft gestellt und an ihrem Ausbau wesentlichen Anteil. > mit ja imheim, Rastatt Spiele . Rang: 313 Ge- ewinner j i Offex- Wir betrauern in ihm einen Menschen von besten Charaktereigenschaften, dessen Treue und Pflichterfüllung allen Vorbild war. Wir werden ihm in tiefer Dankbarkeit und Verehrung ein treues Gedenken bewahren. Triberg, den 5. Dezember 1949. Aufsichtsrat, Vorstand und Belegschaft der Speditions-Aktiengesellschaft vorm. Seegmiiller & Cie. '48 1:5, »trecken oidenen :uhclen. 0 : 2 , 0 : 0 , Se.'bst- iia us in. sing zu i:2|. Bei ntscnei- i, 2-3). :n zwei ährt. — ;:2, 1:1. bisher iin Un- - Tip 0 49 10:0, ibelien- ixfc Planung), irkheun i knap- Danksagung Für die uns erwiesene trostvolle Anteilnahme anläßlich des Heimganges meines lieben Mannes Friedrich Neidhart sagen wir unseren innigsten Dank. Besonderen Dank den ehrw. Schwestern für ihre aufopfernde Pflege. Ebenso danken wir für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden und das ehrende Geleit zur letzten Ruhestätte. Konstanz, Buchenberggasse 4, den 8. Dezember 1949 Frau Emma Neidhart geb. Späti mit Angehörigen Danksagung Statt Karten! Für die herzliche Anteilnahme beim Heimgang meines lieben Mannes, unseres Vaters u. Großvaters Emil May sagen wir allen unseren innigen Dank. Konstanz, den 7. Dezember 1949. SÜDKURIER t Statt Karten! Nach längerem Leiden entschlief am Dienstag, den 8. Dezember, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, unsere liebe Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und Schwiegermutter Brigitte Vogler Witwe, geb. Venis Im Alter von 7* Jahren. Radolfzell, Mooser Str. 19, Wyhlen, den 6. Dezember 1949. In tiefer Trauer: Josef Vogler mit Frau; Fritz Vogler mit Frau; Berta Honz, Wwe., geb. Vogler; Hugo Bührer mit Frau Josefine, geb. Vogler; Ignaz Stoiber, z. Zt. vermißt, mit Frau Anna, geb. Vogler; Frida Vogler; Franz Vogler mit Frau; Josef Bieth mit Frau Lina geb. Vogler; Arthur Schroff mit Frau Maria, geb. Vogler. Beerdigung heute Donnerstag, 8. Dezember, um 14 Uhr. Seelenopfer Freitagvormittag Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme, Kranz- und Blumenspenden beim plötzlichen Ableben unseres lieben Sohnes und Bruders Josef Eduard Suiger sagen wir hiermit allen ein herzliches Vergelts Gott. Konstanz-Allmannsdorf, 7. Dezember 1949. In tiefer Trauer: Familie Josef Suiger mit Kindern Inge und Hans. Und die schöne Weihnachlspuppe? Selbstverständlich von fStippGM’SiMgGI* vorm. Schalter & Co., ülarhtst&tfe 8 Eine Weihnachfsfrende für die ganze Familie A n den langen Winterabenden ist im Bauernhaus das Bedürfnis nach fachlicher Belehrung und nach anregender Unterhaltung besonders lebendig. Und wohl kaum eine Zeitschrift unseres südwestdeutschen Heimatgebiete« ist auf dem Lande jetzt so begehrt wie 2>it fanftpoff die nun schon bald in ihrem 6. Jahrgang erscheint. Der Landwirt findet hier soviel wertvolle Aufsätze, Berichte und Marktpreis-Notierungen, daß der Nutzen daraus den Preis für sein LANDPOST- Abonnement oft um ein vielfaches übersteigt- Was die LANDPOST im Familienkreis noch besonders begehrt macht, ist ihr vielseitiger Unterhaltungsteil und sind ihre schönen bebilderten Aufsätze aus Welt und Heimat Machen Sie sich und Ihren Angehörigen eine besondere Weihnachtsfreude, indem Sie die LANDPOST abonnieren. 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