K SUDKURIER. 6. JAHRGANG Erscheint Dienstag, Donnerstag, Samstag. Adresse: Konstanz. Marktstätte 4 Telefon-Anschlüsse: Redaktion und Verlag Ni. 924, 925, 1130, 1510, 1511 0ir unaMängiBf ^rlmaurifunp ootn ßoBrnlrr SAMSTAG/SONINTAG 21./22. JANUAR 1950 •• NUMMER 9 Bezug monatlich durch die Post DM 2.30, einschl. 27 Dpi Postzustellgebühr, durch Träger DM 2.10 einschließlich 25 Dpi Trägerlohn — Einzelprei« 20 Dpi Deutsche und Dänen KIEL. Anläßlich seines Staatsbesuches in Schleswig-Holstein sprach Bundespräsident x^Heuß auf einer Kundgebung in Flensburg, der nördlichsten Stadt der Bundesrepublik, ru zahlreichen Deutschen und Dänen,. Er erklärte, das deutsch-dänische Verhältnis müsse ohne Ressentiments gesehen werden. Die Grenze zwischen beiden Ländern sei vor 30 Jahren in loyaler Weise festgelegt worden. Neue Unruhe dürfe nicht geschaffen werden. Das Kieler Abkommen zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark habe die kulturelle Auseinandersetzung fair gestaltet und müsse von beiden Seiten beachtet werden. Der Flensburger Oberbürgermeister Moeller warnte davor, den Besuch des Bundespräsidenten als Demonstration gegen den dänisch gesinnten Teil der Bevölkerung auszulegen. Deutsche und Dänen müßten sich mitverantwortlich für Europa fühlen und die Liebe zu ihrer Heimat in einer europäischen Vaterlandsliebe vereinigen. Benzin wird frei BONN. Die Bewirtschaftung und Preisbindung für Benzin wird im Bundesgebiet am 1. Februar aufgehoben werden. Der Vorsitzende des wirtschaftspolitischen Ausschusses des Bundestages, Etzel, erklärte, daß mit diesem Beschluß der Bundesregierung die Anträge, die eine Herabsetzung des erhöhten Benzinpreises forderten, erledigt seien Die Freigabe der Benzinbewirtscbaftung erfolgte mit Genehmigung der Besatzungmächte. Es sei zu erwarten, daß jetzt die ausländischen Gesellschaften wieder selbst die Verteilung des eingeführten Benzins übernehmen. Der Marktpreis werde sich auf einen Durchschnittspreis ein»pielen. Unterschiedliche Preise der verschiedenen Gesellschaften seinen wahrscheinlich. Die Situation werde wie vor 1933 sein. Der Vertreter der Shell-Gesellschaft betonte, der Preis für Qualitätsbenzin könne mit 53 Pfennigen pro Liter einkalkuliert werden, wenn die Bundesregierung wiv- der che Vorkriegszölie einführen würde. Auch der Preis für Dieseltreibstoff dürfte dann auf etwa 35 Pfennig sinken. Aus Spiel wurde Ernst LONDON. Die Zuschauer einer Kabarettvorstellung in einem Londoner Theater spendeten lauten Beifall, als nach dem Schlangentanz der tschechoslowakischen Artistin Kocha der Vorhang fiaL Sie ahnten nicht, daß die Frau minutenlang um ihr Leben hatte kämpfen müssen, als sich ihr die 3 m lange Boa con&trictor langsam mit unwiderstehlicher Gewalt um Hals und Hüften legte. Die Tänzerin war mit einem Aufschrei zu Boden gesunken. Ihrem Gatten und dem Bühnendirektor gelang es schließlich, die Schlange zu überwältigen. Zehn Minuten später stand Frau Kocha wieder auf der Bühne. Landwirtschaft durch Importe gefährdet Minister Niklas berichtet über die Ernährungslage — „Rationierung eine ausgeleierte Maschine * 1 BONN. Bundesernährungsminister Prof. Niklas nahm in Bonn zur Aufhebung der Rationierung Stellung. Nach seinen Angaben hat das Kabinett beschlossen, die Rationierung (mit Ausnahme des Zuckers) aufzuheben, da sie eine „ausgeleierte Maschine” sei. Zur Preisentwicklung für Nahrungsmittel sagte der Minister, daß auf dem Fleischsektor nichts zu befürchten sei. Bei Butter habe es im Dezember Schwierigkeiten gegeben. Ein Umbau der Milchpreise sei erforderlich. Der Vollmilchpreis dürfte nicht hinaufgehen. Alles, was vom Eiweiß der Milch komme, müsse billiger werden, und was vom Fett komme, müsse im Preis heraufgehen. Sonst gäbe es „ein heilloses Durcheinander”, wenn im Frühjahr die Milchschwemme eintrete. Der Milchpreis sei das Fundament für die Landwirtschaft. Die Brotversorgung ist nach Angaben des Ernährungsministers für die kommende Zeit sichergestellt. Die Getreideablieferung der deutschen Landwirtschaft bezeichnet* Minister Niklas als glänzend. Die Umlage sei bereits zu 95 Prozent erfüllt. - Die Zuckerbewirtschaftung habe sich am längsten gehalten. 55 Prozent des Bedarfs an Zucker müßten aus dem Ausland gedeckt werden. — Bei anhaltender kalter Witterung können die inländische Eiererzeugung zurückgehen, aber mit einer größeren Knappheit sei nicht zu rechnen. Die Bevorratung an Oelsaaten sei günstig. Zur Zeit werde die Frage der Preisbildung bei Margarine und Oelen geprüft. In der nächsten Woche sei eine Entscheidung zu erwarten, ob eine Herabsetzung der Margarinepreise möglich sei. Ffir vier Millionen Dollar Gemüse aus Frankreich Anschließend berichtete Niklas über die Bedenken der deutschen Landwirtschaft über die im deutsch-französischen Handelsvertrag vorgesehenen Agrar-Importe. Die von französischer Seite geplanten Gemüselieferungen im Werte von fünf Mill. Dollar bedeuten nach Ansicht des Ministers eine große Bedrohung des deutschen Gemüsebaues. Er habe auf die Bedenken der Landwirtschaft hingewiesen und vorgeschlagen, das französische Angebot auf 2,5 Internationalisierung der Saargruben? Ein Vorschlag Adenauers - Der Kanzler bemüht sich um die Lösung der Saarfrage BONN. (W.-Eigenbericht). Bei der Unterredung, die Adenauer am Donnerstag mit McCloy hatte, hat der Kanzler noch einmal den deutschen Standpunkt in Uer Saarfrage dargelegt und u. a. auch eiine Lösungsmöglichkeit aufgezeigt. Es nandelt sich um die Möglichkeit, die er schon in seiner Pressekonferenz genannt hatte: Die Internationalisierung der Saargruben in der Form einer Ausdehnung des Ruhrstatuts auf die Saarminen. McCloy hatte keine Vollmachten, hierüber zu verhandeln, aber er wird dem deutschen Standpunkt ebenso wie diesen Plan in Washington dem amerikanischen Außenminister erklären, wenn er in den nächsten Tagen Bericht erstattet. Die Bundesregierung hat die Hoffnung nicht aufgegeben, zu einer Verständigung in der Saarfrage zu gelangen Allerdings rechnet sie nicht mehr mit dem Zustandekommen eines Dreiergespräches Paris-Bonn-Saarbrücken, ja, sie würde dies nach den letzten Ereignissen an der Saar — der Vorlage des Sicherheitsgesetzes, dem Rücktritt der gemäßigten Redaktion der „Saarländer Volkszeitung' und der Ausweisung des Korrespondenten der „Allgemeinen Kölnischen Rundschau“, die als Bonner Regierungsorgan galt — nicht einmal gerne sehen. Von einem Sprecher der Regierung vur- de am Freitag auf interessante Weise die Hoffnung der Regierung auf eine Lösung der Saar-Krise mit dem Europarat in Ver- Kurz notiert Die Uebergabe des fünften, insgesamt 7* Wohnungen umfassenden Teiles der Stadt Kehl an die deutschen Behörden ist durcb- geführt worden. Die Bundesregierung hat sich entschlossen, die Suche nach KriegsvermiBten dem Roten Kreuz zu übertragen und diese Arbeit finanziell zu unterstützen. Auf der Zeche Ewald in Herten (Westfalen) ereignete sich ein schweres Schlagwetter, bei dem acht Bergleute von einer 58 Meter langen Stichflamme erfaßt wurden und schwere Verbrennungen erlitten. Eine starke Explosion in den Sowjet-AG- Lignose-Werken in Schönbeck-Elbe, einer Produktionsstätte hochwertiger Sprengstoffe, vernichtete eine Halle der Werkanlage. Acht Arbeiterinnen und ein Werkpolizist wurden bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Das Hamburger Schwurgericht verurteilte den Gründer des ehemaligen KZ-Lagers Hamburg-Fuhlsbüttel wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, gefährlicher Körperverletzung, Aussage-Erpressung und fahrlässiger Tötung zu 12>j Jahren Zuchthaus. Anna Amznn, die Frau des ehemaligen Reichsleiters, wurde von einer Münchner Spruchkammer in die Gruppe der Mitläufer eingestuft. Sie muß 1008 D-Mark Strafe zahlen und die Verfahrenskosten tragen. Der Betriebsrat der Kruppwerke hat der Familie Krapp znm Ableben des Seniorchefs. Bz. Krapp v. Bohlen-Halbach, sein Beileid ansgesprochen. Als eine 65jährige Hundeliebhaberin ln Straßlach bei München ihre zwei Boxerhunde füttern wollte, fielen die beiden Tiere über *le her nnd zerfleischten sie. Die beiden Hunde hatten schon öfters Menschen angefallen. Dag Hamburger Oberfinanzpräsidium erhält eine neue Hauptportal-Flügeltür, die aus Eichenholz in modernisiertem Barockstil hergestellt wird and 12 080 D-Mark kosten soll. Der Ortsbanernverein Niederwiesen bei Alzey hat gedroht, in den Steuerstreik zu treten, falls keine staatlichen Maßnahmen Kegen die Schwarzwildschäden getroffen werden. Rund 15 808 ehemalige deutsche Kriegsgefangene sind nach ihrer Entlassung als freiwillige Arbeiter in Großbritannien geblieben, sie sind vorwiegend in der Landwirtschaft beschäftigt. Ein Angestellter des Tallfinger Gefängnisses wandelte Gefängnisstrafen in Geldstrafen um. Die Papiere des Gefangenen erhielten einfach den Vermerk „Strafe verbüßt”. Der Angestellte sitzt jetzt selbst. Eine Brüsseler Zeitung brachte folgendes Inserat: „Zn kaufen gesucht Einfamilienhaus am Meer in einer im kommenden Krieg neutralen Zone”. Der 92jährige König Gustaf von Schweden ist von seiner Erkrankung wieder völlig hergestellt. Er wird die Regierungsgeschäfte, die während seiner Erkrankung der Kronprinz als Regent wahrnahm, wieder übernehmen. Ein finnischer Hafenarbeiter, der befürchtete, an die UdSSR ausgeliefert zu werden, weil er im Jahre 1928 ans der Sowjetunion nach Finnland geflüchtet war, beging Selbstmord. Das ist in Finnland der dritte Selbstmord ans Verzweiflung nnd Angst seit der sowjetischen Auslieferungsforderung. Die bulgarische Regierung hat Jugoslawien anfgefordert, den jugoslawischen Botschafter and den Konsul in Sofia sofort abznbernfen. Auch die US-Regierung ist von Balgarien anfgefordert worden, ihren Gesandten in Sofia abznbernfen. Washington rechnet daher mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Bulgarien nnd den USA. Beim Absturz eines spanischen Militärflugzeuges während eines Probefluges, an dem auch zwei höhere spanische Stabsoffiziere teiln ahmen, kamen alle 16 Insassen ums Leben. In einem Brunnenschacht auf Sizilien fand die italienische Polizei die Leiche des berüchtigten sizflianiscben Banditen Labrnzzo, der von Angehörigen nach seinem Tode dort verborgen worden war, nm die Bewohner der Gegend weiter erpressen zu können. Die griechischen Wahlen, die am 19. Februar stattfinden sollten, sind auf den 5. März verschoben worden. Der Sondergesandte Präsident Trnmans beim Vatikan, Mayron Taylor, ist von seinem Posten zurückgefreten. Auf dem Flaggschiff einer amerikanischen Schiffahrtslinie wurde ein Blitzkochgerät in Betrieb genommen, das mit Hochfrequenzhitze arbeitet nnd z. B. ein Schnitzel in 98 Sekunden brät. Für Eier ist der Wunder- ofen nicht zu gebrauchen, da er nicht schnell genng ansgeschaltet werden kann. Im Film-Museum von Hollywood sind unter Glas luftdicht abgeschlossen einige Tränen von Greta Garbo zu sehen, die von Hollywood-Besuchern ehrfürchtig bestaunt werden. bindiung gebracht. Er sagte, die Regierung habe nach wie vor den Wunsch, dem Europarat beizutreten. Sre hoffe, daß die Saarfrage noch so geregelt werden könne, daß der Bundestag mit großer Mehrneit den Beitritt zum Europarat beschließen könne. Auf die Frage: „Und wenn dem nicht so wäre?“ erwiderte der Sprecher nur, es sei noch zu früh, um diesen Fall zu beurteilen. Auch die Unterzeichnung des französisch-deutschen Handelsvertrages, die durch Bedenken der deutschen Landwirtschaft verzögert worden ist, scheint unter der politischen Mißstimmung zu leiden. Der Regierungssprecher drückte das am Freitag mit den vorsichtigen Worten aus: „Das Gewicht der Widerstände der deutschen Landwirtschaft gegen die Einfuhr landwirtschaftlicher Güter aus Frankreich hat zugenommen mit der allgemeinem Verschlechterung der Atmosphäre.“ Millionen Dollar zu reduzieren. Da noch für 1,5 Millionen Dollar Gemüse aus nichterfüllten Kontingenten von Frankreich zu liefern sei, würde somit insgesamt für vier Millionen Dollar Gemüse importiert. Das Lieferungsangebot von französischem Käse im Wert von 1,5 Millionen Dollar sei in einem Augenblick angenommen worden, so sagte Minister Niklas, da in Deutschland ein Ueberangebot an Käse bestehe. Die deutsche Landwirtschaft werde wahrscheinlich nicht in der Lage sein, die Folgen der Liberalisierung zu tragen, erklärte der Bundesernährungsminister weiter. Die Einkommenslage der Agrarwirtschaft habe sich nicht günstig entwickelt. Bei über 2700 buchführenden landwirtschaftlichen Betrieben seien Feststellungen gemacht worden. Dabei habe eich ergeben, daß die Nettoeinnahmen je Hektar von 92 Mark in den Jahren 1035/36 auf 14 DM im Jahre 1948/49 zurückgegangen seien. Wachsame Demokratie FRANKFURT. Der Gründer der „Vaterländischen Union“, Karl Feitenhansel, der mit seiner Partei für die Remilitarisierung Deutschlands eintritt, wurde in Frankfurt am Main von Demonstranten daran gehindert, über seine Ziele zu sprechen. Bereits eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung war dar Vortragsraum so von Gegnern Fei- tenhansels überfüllt, so daß dieser Angst bekam und in letzter Minute sein Erscheinen absagen ließ. Unter dam Jubel der Anwesenden erklärte daraufhin ein Gegner Feitenhansels, daß Feitenhansel, Hedler, Remer oder ähnliche Herren gleich „ihr Testament machen könnten“, falls sie es wagen sollten, in Frankfurt zu reden. Nicht besser als Feitenhansel in Frankfurt erging es am gleichen Tag in Oldenburg dem durch den 20. Juli 1944 bekannt gewordener^? -laligem Generalmajor Remer, der dört auf einer Versaramlumg der „Sozialistischen Rechtspartei“ sprechen wollte. Kaum hatte Remer jedoch unter Pfui-Rufen das Rednerpult betreten, als auch schon eine regelrechte Saalschlacht ausbrach. Unter lauten Pfuirufen wie „Raus mit den Kriegsverbrechern“, wurde der Saal von der Polizei geräumt. Mißbrauch der Macht im Saarland Genugtuung des Ministerpräsidenten Hoffmann über die Abtrennung der Saar SAARBRÜCKEN. Der Ministerpräsident des Saarlandes, Hoffmann, hat dem saarländischen Landtag ein Gesetz zum Schutze des Saarlandes und ein weiteres Gesetz, das Vorschriften über Verbrechen gegen die Staatsordnung in das Strafgesetzbuch einfügt, vorgelegt. Beide Gesetze sollen verhindern, daß sich die Saarlandbewohner zu Unbesonnenheiten hinreißen lassen, da in Westdeutschland eine „Propaigandawelle“ gegen das Saarland gestartet worden sei. Der saarländische Landtag nahm beide Gesetzesvorlagen in erster Lesung gegen zwei sozialdemokratische Stimmen, an und hat sie an die zuständigen Ausschüsse zur Beratung weitergeleitet. Ministerpräsident Hoffmann begründete in einer Radioansprache seine beiden Gesetzesvorlagen und betonte dabei, die Erklärung des amerikanischen Außenministers zur Saarstellung dürfte nun gewissen deutschen Kreisen wohl die letzten Illusionen genommen haben. Die Saarregierung, hinter der die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung stehe — was die Bonner Regierung von sich nicht behaupten könne —, werde nicht zulassen, daß wieder von außen eine schädliche Propaganda ins Land getragen werde Die saarfeindliche Propaganda habe im eigenen Lande nur sehr wenige Helfershelfer, denen man jetzt aber auch das Handwerk legen werde. Neuer Ost-West-Konflikt in Berlin Wieder Störung des Stadtbalmverkehrs durch die Sowjets BERLIN. (A G. - Eigenbericht.) Auf den Strecken des Berliner Stadtbahnnetzes herrscht eine eigentümliche gespannte Atmosphäre. Seit drei Tagen ist die Stadtbahn, immer noch das wichtigste Verkehrsmittel der Millionenstadt, wieder Kampfobjekt zwischen Ost und West. Die Züge verkehren zum Teil in 40 Minuten Abstand statt in den fahrplanmäßigen 10- Minuten-Abständen. Die ' Folgen sind Ueberfüllungen und Tumultszenen auf den Bahnhöfen. Es ist deshalb nicht ausgeschlossen, daß von sowjetischer Seite der Eisenhahnkonflikt zu einer Prestigefrage gemacht wird. Im amerikanischen Sektor, wenige hundert Meter von der Grenze zum sowjetischen Sektor entfernt, liegt das Gebäude der alten Eisehbahndirektion Berlin. Da durch Abkommen der Besatzungsmächte seinerzeit die Betreuung des Eisenbahnverkehrs den Russen überlassen worden war, hatte dieses Gebäude sozusagen exterritorialen Charakter bekommen. Es war eine sowjetisch-kommunistische Filiale auf amerikanisch besetztem Gebiet. Die sowjetisch beaufsichtigte Eisenbahndirektion verlegte im Laufe der Zeit immer mehr ihre Dienststellen aus diesem Gebäude in den Ostsektor hinein. Da auch die eigentliche Telefonzentrale des S- Bahn-Netzes unter großem Kostenaufwand im Jahre 1949 in den Ostsektor verlegt worden war, sahen die Amerikaner keinen Grund mehr, die Exterritorialität aufrecht zu erhalten. Aus diesem Grunde wurde das Gebäude der Westberliner Polizei unterstellt. Die sowjetische Eisenbahndirektion hat sich unmittelbar nach dem Vorgang auf den Standpunkt gestellt, durch den Besetzungsvorgang sei der Eisenbahntelefcm- verkehr behindert. Der sowjetische Transportgeneral Wojewudskij hat in einem Brief die ostsektorale Eisenbahn- direktion angewiesen, den S-Bahn-Ver- kehr aus Sicherheitsgründen solange zu reduzieren, bis das Direktionsgebäude im amerikanischen Sektor wieder unter uneingeschränkter östlicher Kontrolle stehe. Flucht nadi Westberlin BERLIN. Der thüringische Finanzminister Leonhard Moog hat in einem Schreiben an den thüringischen Ministerpräsidenten Eggerath (SED) seinen Rücktritt erklärt. Gleichzeitig begab sich Moog unter den Schutz der Westberliner Polizei. Der Minister, der in den letzten Tagen außerordentlich scharfen Angriffen der SED-Presse ausgesetzt war, hatte in Berlin einen leichten Autounfall erlitten und befindet sich seitdem in einer Westberliner Privatklinik. Spandauer Gefängnis billiger BERLIN. Die im Spandauer Gefängnis untergebrachten sieben Hauptkriegsverbrecher Heß, Dönitz, Raeder, von Neurath, von Schirach, Funk und Speer kosten Berlin künftig 2SOOOO Mark im Jahr. Bisher waren es 450 000 Mark. Die alliierte Kommandantur hat die Kosten auf Antrag des Berliner Magistrats gesenkt. Es soll Personal eingespart werden. Außerdem wird das Gehalt der Gefängnisangestellten gekürzt. Rund zwei Drittel der bisherigen Angestellten wurde bereits gekündigt. Der Prüfstein Von Otto Häcker Unser Mißtrauen gegenüber allen Gefühlstönen in der Politik, insbesondere dann, wenn sie im Frack auftritt, ist durch das jähe Aufflammen der Saar-Kontroverse wieder einmal bestätigt worden. Man braucht in der politischen Chronik nur um drei Wochen zurückblättem, so tritt der Widerspruch zwischen Phrase und Wirklichkeit in einer grotesken, fast schon erheiternden Form zutage. Am 1. Januar, zur Feder der Jahrhundertmitte: was für pathetische Proklamationeu vernahm man von allen europäischen Sendern, wie viele einsichtsvolle Geschichtsbetrachtungen, welch eine Selbsterkenntnis in der Rückschau auf die nationalen Irrwege, die in der Vergangenheit allerseits beschritten wurden. Und heute? Die gleichen Leitartikler, die den Weg aus der europäischen Verwirrung zur abendländischen Gemeinschaft so zielsicher zu deuten wußten, reden wieder die ihnen seit dreißig Jahren geläufige Sprache. An diesem altgewohnten Programm läßt sich offenbar nichts ändern: zum Sonntag europäisches Symphonie-Orchester, wochentags populäre Weisen mit nationalistischem Schlagzeug. Wir sind weit davon entfernt, die Unsachlichkeit in der Beurteilung des Streitfalles und die Gefahr chauvinistischer Uebeihitzung nur auf der Gegenseite suchen zu wollen. Mit aller Klarheit muß festgestellt werden: der französische Außenminister Schuman kam zum Zweck einer freundschaftlichen Begegnung und eines Meinungsaustausches mit dem Bundeskanzler nach Bonn. Er habe nicht über bestimmte Probleme verhandeln wollen, erklärte er beim Abschied, seine Absicht sei, das politische Klima zu verbessern. Ebenso brachte Adenauer seinerseits zum Ausdruck, daß er bedauere, wie erschwerend gerade in diesen Tagen die Saarfrage in den Vordergrund getreten sei. Es war also eine von kein« Seite gewollte Komplikation, sondern ein fatales zeitliches Zusammentreffen, daß das Gespräch in Bonn mit den gerade jetzt bekanntgegebenen Verhandlungen zwischen der französischen Regierung und dem Saarland belastet wurde. Immerhin, auch das müssen wir feststellen: der Anstoß zu der Diskussion kam aus Paris und die Entgleisung ins Polemische erfolgte dadurch, daß die sehr abgewogene Erklärung des Bundespräsidenten in der französischen Presse entstellt wiedergegeben wurde. Unsere Ueberzeugung, daß der Standpunkt der Bundesregierung gegenüber der Saar mit Nationalismus nichts gemein nat, sondern sich mit unserer Vorstellung von einem übernationalen europäischen Zusammenwirken durchaus deckt, können wir um so mehr vertreten, als sie von den Sozialisten in Frankreich geteilt wird. Leon Blum hat den rein wirtschaftlichen Charakter des französischen Interesses an der Saar betont. Im Enkssoeialistisehen „Franctireur“ lesen wir dazu, die französische Regierung solle nun keine nationale Prestigefrage daraus machen und die Interessen der Schwerindustrie nicht mit denen ganz Frankreichs gleichsetzen. Soweit es sich um diese wirtschaftliche Seite des Problems handelt, wird das französische Bedürfnis nach einer künftigen befriedigenden Regelung voa uns nicht bestritten. Wir wissen, dfe Saarkohle und das lothringische Erz gehören als einer der wichtigsten Komplexe einer europäischen Wirtschaftsunion zusammen. Deshalb ist von deutscher Seite ein Zusammenschluß der westeuroäpischen Wirtschaft vorgeschlagen worden, der das Ruhrstatut über die Saar, die lothringische, luxemburgische und belgische Industrie zum Nutzen aller ausdehnen soll. Aber eben nur auf dieser höheren Ebene der Union ist das Problem zu lösen. Wir sind durchaus bereit, zuzuge- stehenydaß die Saar Europa gehört. Aber solange es solchen übernationalen, gemeinnützigen Besitzstand nicht gibt, gehört sie nach Sprache, Volkstum und Geschichte zu Deutschland. Man möge bedenken, was für eine Zerreißprobe es für das deutsche Gefühl bedeutet, wenn man einerseits das Vertrauen zu einer gesamteuropäischen Zukunft mit gleichen Rechten für alle fordert und ihm andererseits bedeutet, es habe überhaupt nicht mitzureden, wenn durch einfachen Beschluß der Alliierten ein Stück Volkstum van ihm losgerissen wird. Den Erklärungen, mit denen der französische Standpunkt vertreten wird, können wir nicht mehr als den Wert einer juristischen Argumentation beimessen. Das Saarland, so heißt es, sei ein souveräner Staat und habe mit den Landtagswahlen von 1947 seinen Wellen zum wirtschaftlichen Anschluß an Frankreich kundgetan. Dieses Selbstbestimmungsrecht, auf das mm die Verpachtung der Saargruben an. Frankreich sich gründen' soll, ist aber nicht ohne weiteres von überzeugender politischer Substanz. Vor der deutschen Währungsreform war es nicht schwer, für die Vorteile einer Wirtschaftsunion mit Frankreich unter den Saarländern Anhaogi zu fine den. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet ■amstag/Sonntag, 21. ^22. Januar 1930 SÜDKUBIER Nr. 9 ' Seite 2 il ! Br-, Bel dem nicht sehr befriedigenden Export des Saargebiets nach Frankreich fällt der Verlust des deutschen Absatzmarktes erheblich ins Gewicht. Wir möchten damit nicht sagen, daß die politische Entscheidung! der Saarländer allein vom Gesichtspunkt' der wirtschaftlichen Vorteile abhänge. Aber 1947 ist sie sicherlich dadurch beeinflußt worden. Nur eine Volksabstimmung könnte ein echtes Selbstbestimmungsrecht im Sinne der Autonomie begründen. Die Maßnahmen, mit denen der saarländische Ministerpräsident Hoffmann jetzt jede freie politische Bewegung und*demokratische Stellungnahme unterbindet, sind wohl ein hinreichender Beweis dafür, wie schwach er sich in seiner Machtposition fühlt Gerade deshalb hat er ja auch die Initiative zu Vereinbarungen mit Paris ergriffen, bevor er sich wieder einer Wahlentscheidung aus- zusetzen hat. Soll unter einem so fragwürdigen, schemdemokrätischen Redvtstitei wirklich einem Friedensvertrag vorgegriffen werden, der doch nach allem, was darüber schon gesagt wurde, keinem Diktat gleichkommen soll? Die französische Regierung erklärt zwar, durch die Vereinbarungen mit der Saarregderung werde er nicht präjudiziert werden. Was bedeutet aber dieser wirschaftliche Anschluß praktisch anderes? Die Amerikaner, die sich mit der Auffassung der französischen Regierang einig erklärt haben, rind der Meinung; daß das deutsche Volk aus nationalem Ressentiment wieder einmal nicht „realistisch“ genug denke. Die Saarfrage habe, gemessen an gesamteuropäischen Problemen, kein großes Gewicht So mag die Streitfrage jenseits des Atlantik aus sehen. Aber wir in unmittelbarer Nähe des Eisernen Vorhangs müssen feststellen, daß unsere Einwände nicht nur ideologischer Art sind, sondern aus der deutschen Wirklichkeit stammen. Der Zusammenschluß Europas und seine moralische Festigung gegenüber dem Osten kann ja nicht nur nach einem äußeren Organisationsschema erfolgen, es kommt auf das Prinzip an, nach dem es sich konstituiert Sein ganzer Selbstbehauptungswille gegenüber dem Termitenheer der Versklavung, das sich aus dem Osten heranwäilzt, gründet sich auf das Bewußtsein, daß es um den zweitausendjährigen Besitz der inneren Freiheit geht In diesem Sinne wird das Saargebiet zu einem Prüfstein. Wenn hier mit Methoden die demokratisch nicht zu rechtfertigen sind, eine Entscheidung herbeigeführt wird, so geschieht dies nicht nur zum Sachden Deutschlands. Es bedeutet auch eine Schwächung der sittlichen Front, an der Europa um seinen Bestand kämpft Acheson: Saar kommt zu Frankreich „Deutschland möge nicht vergessen, daß es eine besiegte Nation ist’’ WASHINGTON. Der amerikanische Außenminister Dean Acheson erklärte auf einer Pressekonferenz, die Vereinigten Staaten würden bei den Verhandlungen um einen Frieden mit Deutschland den französischen Standpunkt in der Saarfrage unterstützen. Als französischen Standpunkt definierte er: die Saar soll von Deutschland abgetrennt und Frankreich finanziell und wirtschaftlich eingegliedert werden. Acheson sagte, dies sei auch die Ansicht seiner Vorgänger Byrnes und Marshall gewesen. Sie finde die Billigung Präsident Tru- mans. Acheson erklärte weiter, auch nach der politischen Seite hin würden die USA die französische Absicht unterstützen, daß das Saargebiet ein gewisses Ausmaß von Autonomie haben soll. Zu den französischen Plänen, die Saargruben auf fünfzig Jahne zu pachten, meinte Acheson, daß ein derartiger Schritt dem Friedensvertrag nicht vorgreifen würde. Er fügte jedoch hinzu, daß Frankreich nichts unternehmen möge, was die Eingliederung der Bundesrepublik in den westeuropäischen Baum erschwere. Deutschland aber möge sich seinerseits auch zurückhalten und naht vergessen, daß es eine besiegte Nation sei. USA-Kredite für Spanien WASHINGTON. Die USA sind bereit, Spanien für bestimmte und wirtschaftlich zu rechtfertigende Projekte Dollarkredite zu gewähren, heißt es in dem Schreiben Achesons an den Vorsitzenden des Semats- WETTERVORHERSAGE 4es amtlichen Landes Wetterdienste» Die Kalthnftzufuhr ans Osten nach Mittel- und Westeuropa hält an und die -winterlichte Froat- periode wird mindestens bi* Mitte der kommenden Woche fortdauem. Aussichten bis Montag: Anfangs noch wöLkog, höchstens vereinzelt noch geringfügige Schneefälle. Nachtfrost in den Niederungen bis nu minus 15 Grad. Tagestemperaturen zwischen minus 5 und minus 10 Grad. Im Hochschwarzwald anhaltend strenger Frost. Wintersport. FeWberg: Gesamtschneehöhe 52 Zentimeter, Ski- und Rodel sehr gut; Schauinsland: 25 Zentimeter Gesamthöhe, Pulver, Ski und Rodel gutj Kandel: 30 cm, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut: Titisee: 15 cm, Pulver, Ski, Rodel und Eisbahn gut. Die WintETsport- mögfldchkeiten im Allgäu sind im Durchschnitt gut. Oberstdorf: Schneehöhe 31 cm, Pulver, SW und Rodel gut; Oberstaufen: 60 cm Pulverschnee, Sportmögiiehkeiten gut; Hindelang: 90 cm Schnee, Pulver, Ski und Rodel gut. 100 DM ln Zürich: 20. l. ; 85 sfr., 19. 1.: 85 sfr. Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten, Senator Connally. Die nächsten Schritte für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den ySA und Spanien müßten aber von Spanien ausgehen. Dabei könnten die Spanier damit rechnen, daß ihre Vorschläge für Kreditgewährungen mit demselben Maßstab gemessen werden wie die irgend eines anderen Landes. Die Vereinigten Staaten stellen nach Auffassung Achesons in' ihrer Politik gegenüber Spanien drei wesentliche Faktoren in Rechnung. Erstens sei nicht abzusehen, wer an die Stelle der gegenwärtigen spanischen Regierung treten soll Zweitens besitze das augenblickliche Regime eine starke Position im Lande selbst und genieße der Unterstützung vieler, die zwar möglicherweise eine andere Regierungsform oder einen anderen Staatschef vorziehen, jedoch befürchten, daß auf jeden Versuch zum Sturz der Regierung Chaos oder Bürgerkrieg folgen werden. Drittens ist Spanien nach amerikanischer Auffassung ein Teil Westeuropas und sollte nicht auf die Dauer an normalen Beziehungen mit dem westeuropäischen Gebiet gehindert werden. Wyschinski brüskierte Westmächte LONDON. Der sowjetische Außenminister Wyschinski hat es abgelehnt, mit den Botschaftern der Weltmächte in Moskau über die festgefahrenen. Vier^nächte-Besprechun- gen des österreichischen Sta«!(IVertrages zu verhandeln. Nach einem Bericht aus London hat Wyschinski den "drei Botschaftern erklärt, wenn sie verhandeln wollten, so könnten sie das mit seinem Stellvertreter Gromyko, nicht aber mit ihm tun. In Kreisen des britischen Außenministeriums wird diese Abfuhr als „die bedeutendste Brüs- kierung der Westmächte durch die Sowjetunion seit dem Kriege“ gewertet. Im britischen Außenministerium hat man es abge- lehnit, sidx zu diesem Bericht zu äußern. Die Botschafter der Westmächte hatten in der Frage des österrichischen Staatsvertrages eine gemeinsame Demarche im Kreml übernommen. WASHINGTON. Aus dem USA-Außenministerium verlautete, daß die Vereinigten Staaten sich mit dem Gedanken abgäben, „geeignete Maßnahmen zur Wiederherstellung der österreichischen Freiheit und Unabhängigkeit“ zu treffen. Bundestag stützt Berlin Errichtung eines Bundesverfassung« - Gerichte« vorgesehen BONN. (W.-Eigenbericht). Der Bundestag hat am Freitag die Errichtung einer Zweigstelle des Deutschen Patentamtes als erster Bundesbehörde in Berlin beschlossen. Zum erstenmal wiird damit Berlin so behandelt, als Kege es im Staatsgebiet der Bundesrepublik. Das Ctesetz bedarf noch der Billigung durch den Bundesrat und die Hohe Kommission. Der Entwurf des Gesetzes zur Verbesserung von Leitungen der Kriegsopfer wurde von der Opposition heftig kritisiert, weil damit den Kriegsbeschädigten nicht durchgreifend geholfen werde. Der Entwurf ging nach der ersten Lesung an den zuständigen Ausschuß. Am Donnerstag hatte die sozialdemokratische Fraktion zwei Gesetzentwürfe eingebracht, deren einer die Errichtung eines Bundesverfassungs-Gerichts versieht, während der andere Grundsätze über die Wahl der Richter enthält. Die Regierung kündigte die Vorlage eigener Entwürfe an, die Opposition bestand aber auf der Beratung ihrer Ausarbeitungen, wobei sie besonders Gewicht auf die baldige Errichtung des Bundesverfassungsgerichtes legte. Schon verschiedene Fraktionen haben angemeldet, daß sie Klagen gegen die Regierung einreichen wollen, sobald der Verfassungsgerichtshof besteht. Ueber die Aufhebung der sechsprozentigen Gehaltskürzung auf Grund der Brüningsehen Notverordnung, die für die Beamten des Bundes und der Zweizonenverwaltung einschließlich der Post und Bundesbahn noch (in Kraft ist, wurde lange debattiert, aber noch kein Beschluß herbeigeführt. Auf Antrag der CDU wurde die Bundesregierung ersucht, die Notlage ln der roten Zone (dem früheren Festungsgürtel von Basel bis Aachen) zu mildem. Jagdhoheit geiordert BONN. Die Bundesregierung wurde vorn Bundesaussdiuß für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten beauftragt, dahin zu wirken, daß die deutsche Jagdhoheit im Bundesgebiet wieder hergestellt werde. Dieser Beschluß des Ausschusses geht auf einen Antrag der CDU/CSU zurück. Ein Antrag der FDP dazu besagt, daß die Bundesregierung ersucht werden soll, gemäß Artikel 75 des Grundgesetzes ein Rahmengesetz für die Jagd vorzulegen. Sie soll dazu die Erfahrungen des Reichsjagdgesetzes verwerten und die besonders bewährten Vorschriften aus Landesgesetzen berücksichtigen. Ausweisungen werden geprüft BERN. Wie die „Neue Zürcher Zeitung“ mitteilt, steht es den einzelnen aus der Schweiz ausgewiesenen deutschen Staatsbürgern frei, ihre Ausweisung nochmals überprüfen zu lassen. Dafür ist allerdings Voraussetzung, daß sich in der Zeit seit der Ausweisung neue Tatbestände ergeben haben, die eine Revision der Ausweisungsverfügung rechtfertigen. Entlastungsbescheide deutscher Entnazifizierungsgerichte werden von den Schweizer Behörden nicht als entlastend berücksichtigt, da die Beurteilung von Einreisegesuchen als eine rein Schweizer Angelegenheit zu betrachten sei. Deutsche Generale freigesprochen PARIS. Die ehemaligen deutschen Generale Erich Petersen, Otto Schiele und Heinrich Wiese wurden von einem Militärgericht in Paris von der Anklage der Massendeportierung und der systematischen Zerstörung des Bezirkes von Ge- rardmer in den Vogesen freigesprochen. Der vierte Angeklagte, der ehemalige General Hermann Balck wurde zu zwanzig Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Gegen Wiese und Balck war in Abwesenheit verhandelt worden, weil sich beide im amerikanischen Besatzungsgebiet Deutschlands aufhalten und von den USA-Behörden nicht an Frankreich ausgeliefert wurden. Den vier Generalen war vorgeworfen worden, daß sie im Jahre 1944 540 Franzosen aus dem Kurort Gerardmer in den Vogesen nach Deutschland deportiert und ln Gerardmer durch bewußte Zerstörung von Gebäuden einen auf drei Milliarden Francs geschätzten Schaden angerichtet haben. Brandstiftung aus Neid? FREIBURG. (Sch.-Eigenbericht.) Im 21. Wettbewerb des württemberg-badischen Sport-Totos fiel, wie gemeldet, der bisher zweitgrößte Totogewinn in Höhe von 172 000 DM auf den Tipschein des Schwer- kriegsversehrten Max Hug in Kirchzarten im Schwarzwald. Am Dienstagabend gegen 21 Uhr, brach im Elternhaus des Gewinners ein Brand aus. Das Feuer, das kurz darauf bemerkt wurde, konnte von den Bewohnern gelöscht werden. Es wird Brandstiftung vermutet. Der Verdacht fällt auf einen jungen Mann, der sich am Tag des Brandes in der Nähe des Hauses aufhielt, jedoch, nachdem er sich mehrmals nach dem Aufenthalt des Totogewinners erkundigt hatte, abgewiesen wurde. Luftangriff auf Kanton TAIPEH. Flugzeuge der nationalchinesi- schen Luftstreitkräfte führten einen fünfstündigen Luftangriff gegen die Hafenstadt Kanton durch. Es soll der schwerste Angriff gewesen sein, seit die Stadt im Oktober in die Hände der Kommunisten fiel. Wir meinen: Der Blickpunkt Nah. den letzten Meldungen aus Washington ist nicht mehr daran zu zweifeln, daß die politische Rehabilitierung General Fmncos vor der Tür steht. Das zeigt sich einmal in der Bereitschaft der amerikanischen Regierung, Spanien größere Kredite zu gewähren, wobei ausdrücklich betont wird, daß Spanien nicht anders behandelt werden soll, als andere Antragsteller auch. Wichtiger noch ist die Erklärung von Außenminister Acheson, derzufölge die diplomatischen Beziehungen zu Franco-Spanien in nächster Zukunft wieder aufgenommen werden sollen. Ob es sich hierbei nicht nur um halbe Maßnahmen handelt, sondern daß eine grundlegende Kursänderung der amerikanischen Spanienpolitik bevorsteht, zeigt die Aeuße- rung Achesons, daß der seinerzeitige Abbruch der diplomatischen Beziehungen ein Mißgriff gewesen sei. Dieser Kurswechsel der amerikanischen Politik gegenüber Spanien verdient aber auch noch im größeren Zusammenhang Beachtung. Seitdem George Kennan seinen Posten als Leiter der Planungsabteilung des Außenministeriums verlassen hat, wollen die Gerüchte nicht verstummen, denen zufolge der Abgang Kennans eine neue Aera der amerikanischen Politik gegenüber der Sowjet- Union einleite. Die Anhänger dieser Theorie wollen wissen, daß Washington neuerdings wieder eine versöhnlichere Haltung gegenüber Moskau einnehmen will. Diese Auffassung dürfe nunmehr mit Sicherheit als falsch bezeichnet werden können. Wenn die USA wirklich die Absicht hätten, ernsthafte Verhandlungen mit Moskau aufzunehmen, würde nsie nicht fünf Minuten vorher durch die Rehabilitierung Francos die Erfolgsaussichten solcher Verhandlungen unnötig erschweren. Zahlen, die zu denken geben Die westdeutsche Bundesrepublik hat einen Bundespräsidenten, einen Bundeskanzler und 13 Bundesminister. In den elf westdeutschen Ländern gibt es neun Ministerpräsidenten, einen Senatspräsidenten und einen Oberbürgermeister als 'Staatschef, dazu 71 Minister und 24 Senatoren. Im Bundestag ritzen 402 Abgeordnete und der Bundesrat zählt 43 Mitglieder. Tn den elf Länderparlamenten sind nicht weniger als 1242 Abgeordnete vertreten. In Berlin gibt es 2 Oberbürgermeister und 11 gewählte Mitglieder des Westmagistrats, im östlichen Berlin 3 Bürgermeister und 14 ernannte Stadträte sowie 120 Stadtverordnete, in der sowjetisch regierten Ostzone außerdem einen Präsidenten, einen Ministerpräsidenten und gleich 17 Minister. Ir den fünf Ländern der Sowjetzone residieren außer den 5 Ministerpräsidenten 37 weitere Minister. Neben 193 Mitgliedern des Volkskongresses hat die Ostzone noch 329 Länderabgeordnete. Das Saargebiei, das ja völkerrechtlich auch zu Deutschland gehört, hat einen Ministerpräsidenten, 5 Minister und 50 Abgeordnete. Das alles zusammen ergibt eine Summe von 2597 Personen, die ein Volk von 60 Millionen „regieren“. D’e „Salzburger Nachrichten“ die diese interessante Zusammenstellun gemacht haben, rechnen s DM 120.- Kaufe laufend, (auch 1. Fleisch) Bezahlung sof., oder zuerst Gebot. Großhandel in Wildrohfellen Hugo Kiefeiie, Kand- egg (Hegau). Hämorrhoiden Dr. J. schreibt: ,.Dreimal täglich fünf Tropfen in Wasser genommen, macht schmerzfrei binnen 3 Tagen, und in den nächsten Wochen trocknen die Knoten ein“. Gratisprospekt II 31 A anfordem von Dr. Hobein & Co., Bonn 439» »HÜdcporto erbeten. Günstige Gelegenheit! Hanomag - Banernschlepper 20 PS mit Mähw. u. Verdeck, generalüberholt Lanz • Bnlldoor 45 PS mit Seilw., Druckluftanlage u. Verdeck Kaelble Zugmaschine 55 PS mit gesöil. Fahrerhaus, evtl, mit Ladeseilw. oder Kompressoranlage Ackerschlepper 11—12 PS. mit 5-Ganggetri-ebe u. kippb. 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Fürth - Inyera München 5 5 6 K Angebarg - 1. FC Niraberg 6 6 7 1860 München Schwaben Angsbnrg 7 7 8 KSV Hessen Kassel - Viktoria Aschatieuhg. 8 8 9 freahei Miaster - 5 oO° Reformhaus G. Naumann Konstanz, Naugassa 44 Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen: Walter Wittmann Erna Witt mann, geb Albre&t Konstanz, 21. Januar 1950 Bahnhofstr. 12 Wilhelmstr. 23 Wir beehren unsere Vermählung anzuzeigen: Emil Uticher, Sparkassensekretär Emm j» Uricher, geb. Mohr Insel Reichenau, 21. Januar 1950 Wir grüßen als Vermählte Kuit König Trudl König, veno. Meehter, geb. Klotz Konstanz-Wollmatingen, Fürstenbergstr. 54, 23. Januar 1950 Hausfrauen! Obst • Gemüse - Südfrüchte bekommen Sie in reicher Auswahl und stets frische, tadellose Ware zu den billigsten Tagespreisen bei REIMER oorm. Baycr-B«r Konstanz, Wilhelmstr. 16 — Tel. 906 Wiedereröffnung demnächst Konstanz, Wessen bergstrafte 17, Tel. 515 Wir bieten an: iVadelbrennholz zu DM 15.- je Ster ungesagt frei v. Haus (Sägen DM 2.— je Ster) ffl. 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Diese Schecks können bei den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege einzeln zu 10 Pfennig oder in Heftchen zu 50 Pfennig gekauft werden. Der eine Gabe Heischende erhält so a«€tatt baren Geldes seinen Scheck, den er dann bei den Stellen der Wohlfahrtspflege abgibt. Dort wird seine Notlage geprüft und den wirklich Bedürftigen mit Geld, Kleidern oder Lebensmitteln geholfen. Die Statistik des Stuttgarter Amts für öffentliche Ordnung ergab, daß z. B. von 113 Personen, die im November 1949 wegen Betteins vorgeführt wurden, seine in Stuttgart wohnte, sondern daß die meisten von ihnen laufend die größere® Städte bereisten und es in einzelnen Fällen auf diese Art zu Monatseinnnahmen bis zu 1800 DM bringen. Wenn diese Zahl auch nur Ausnahmefälle darstellt, so sind doch Einkünfte in Höhe dreistelliger Zahlen keine Seltenheit. — Man hofft, daß dur.h die Wiedereinführung des Schecks das Mitleid Wohltätiger den wirklich bedürftigen Einheimischen' zugute kommt. Es wäre zu prüfen, ob diese praktische Einrichtung nicht auch in Konstanz angewendet werden sollte. Feststellungen haben nämlich ergeben, daß der größte Teil der Bettler aus allen Gegenden Deutschlands nach Konstanz kommt. Schwacher Besuch der Wintemotküche Die vom Fürsorgeamt in Verbindung mit der Gaststätte zur „Post” eingerichtete Wintemotküche, wird nicht so besucht, wie ursprünglich erwartet wurde. Bisher kamen nur 41 Personen. Trotzdem soll die Küche bis Ende März weitergeführt werden. Das Essen kostet 65 Pfennig. Auf Anregung von Stadtrat Fischer (DP) in der letzten Stadtratssitzung, soll nunmehr geprüft werden, ob der Preis nicht auf 50 Pfg. ermäßigt werden kann. Neue Darlehensaufnahme Die Stadt Konstanz beabsichtigt, in ab* sehbarer Zeit bei der Badischen Beamtenbank in Karlsruhe ein Darlehen von 350 000 DM aufzunehmen. Die Verzinsung beträgt 6l4°/o, Rückzahlung in fünf Jahren. Das Darlehen soll für das Krankenhaus Verwendung finden. Dringend notwendig ist. dort der Bau einer Infek- dieses Darlehens. — Für das Kleinkinderkrankenhaus hatte das Hochbauamt für weitere dringende Arbeiten einen Betrag von 7400 DM beantragt. Der Stadtrat stellte sich auf den Standpunkt, daß dieser Betrag schon bei den früheren Anforderungen hätte miteinkalbuliert werden müssen. Er erklärte sich mit der Genehmigung einverstanden, wenn das Hochbauamt bei anderen Abteilungen einsparen kann. An Wohnräume bei Neubauten die gesetzlichen Vorschriften über tionsabftäilurcg. Stadtrat genehmigt« rrichteivurde» ^genehmigt, bei der Neu- in Ut.t.- C j t_.- j'i a . _ j! • Li'i j Ti. •• ■ Ji i. _-c rr;__ in seiner letzten Sitzung die Aufnahme die Erfassung von Wohnungen bei Neubauten erinnerte nochmals Bürgermeister Schneider in der letzten Stadtratssitzung. Es gab Bauherren, die der Meinung waren, sie könnten über den von ihnen geschaffenen Wohnraum frei verfügen. Das trifft nicht zu In Wirklichkeit ist es 9o, daß der Bauherr nur die Hälfte des neu geschaffenen Wohnraums zusätzlich zum bisherigen für sich beanspruchen darf. Außerdem müssen sich Wohnungsamt und Bauherr vor Baubeginn verständigen, in welcher Weise diese neu geschaffenen Wohnräume aufgeteilt werden. Bei dieser Gelegenheit erwähnte Bürgermeister Schneider, daß Südbaden vom 1. März ab bis Ende September weitere 40 000 Flüchtlinge aufnehmen muß. Golfplatz soll Zeltplatz werden In einer der letzten Stadtratssitzungen ist über die Errichtung eines Dauer-Zeltlagerplatzes gesprochen worden. Das Tiefbauamt hat nun verschiedene Vorschläge ausgearbeitet, die jetzt vo-n Stadtrat besprochen wurden. Das größte Interesse fand ein Projekt, wonach der ehemalige Golfplatz gegenüber der Insel Mainau ausgebaut werden soll. Dort könnte eine schöne Zeltstadt errichtet werden. Der Ausbau des Platzes kommt auf 6000 DM. Es söll versucht werden, daß bei der Verteilung von Toto-Geldfm, die nächste Woche erfolgt, für diesen Zweck auch der Stadt Konstanz ein entsprechender Betrag zugesprochen wird. Sportangler tagten In „Alemanne” fand unter der Leitung von Präsident H. Kirner die 32. Jahreshauptversammlung des Angelsportver- eins Konstanz statt. Unter den zahlreichen Besuchern waren auch Abordnungen der Angelsportverein Ueberlingen und Radolfzell. In längeren Ausführungen referierte der Präsident über die Gründungsversammlung des Landesfischerei- Verbandes, in dem nunmehr die Berufsund Sportfischer zur gemeinsamen Bekämpfung des Raubbaues an den Fischen und der Abwasserschäden vereinigt sind. Aus dem Jahresbericht des Präsidenten war zu entnehmen, daß durch die Vertretung der Sportfischer verschiedene Erfolge erzielt wurden. Kassen- und Revisionsbe- Vergeßt nicht We hungernden Vögel! Die plötzlich eiintretende Kälte hat die Quecksilbersäule des Thermometers auf mehrere Grad unter Null sinken lassen. Als kältester Tag in diesem Winter ist mit 8 Grad unter Null bis jetzt der gestrige Freitag zu bezeichnen. Insbesondere unsere Vogelwelt wurde von diesem schnellen Witterungsumschwung überrascht. Es wird deshalb gebeten, die hungernden Vögel nicht zu vergessen und ihnen Futter zu streuen. wähl der Präsident Gottfried Kirner so- ln zroei Wochen zehn Perfonen feftgenommen Auch eine Bohrmaschine wurde gestohlen Wie die Kriminalpolizei bekannt gibt, wurden vom 1. bis 15 Januar zehn Personen festgenommen und zwar zwei wegen Hehlerei, eine wegen Sittlichkeitsverbrechen, zwei wegen Niichtbesitz von Ausweispapieren und fünf Personen, die von verschiedenen Behörden durch Festnahme ausgeschrieben waren. Ferner kamen drei Personen wegen Unterschlagung zur Anzeige, eine wegen Betrugs, eine wegen Deliktsvortäuschung, eine wegen Uebertretung der Meldevorschriften und eine Person wegen Erregung öffentlichen Aergernisses gegenüber Kindern. Außerdem wurden fünf Diebstähle, davon zwei erschwerte, angezeigt. Ein Diebstahl konnte aufgeklärt werden. Zu den gestohlenen und nicht beigebrachten Sachen gehören eine Bohrmaschine, Damen- mantelstoffe, ein Nähkasten, ein Rucksack mit Wäsche und drei Stallhasen. Ein 19jähriger junger Mann von auswärts, der in Konstanz tätig war, vergiftete sich am 15. Dezember mit Rattengift. An den Folgen der Vergiftung ist er am Donnerstag im Städt. Krankenhaus gestorben. — In einer Wohnung in der Rosgartenstraße gerieten am Donnerstagnachmittag infolge Ueberhitzung eines Ofens die in der Nähe hängenden Vorhänge sowie eine Couch und ein Teppich in Brand. Hausbewohner und Feuerwehr löschten den Brand. Der Sachschaden beträgt etwa 500 DM. — An der Ecke Brückengasse'— Schillerstraße stießen ein junger Radfahrer und ein Motorradfahrer zusammen. Der Radfahrer erlitt eine Verstauchung an der linken Hand und Schürfwunden, dir Motorradfahrer wurde mit einer Gehirnerschütterung und Fleischwunden am Ellenbogen ins Krankenhaus überführt. Guillaume Heger verhaftet Der vor einiger Zeit von Konstanz nach Frankfurt übersiedelte Guülaiume Heger, der dort durch das von ihm erfundene Haarwuchsmittel Percutor von sich reden machte, ist dieser Tage von der deutschen Polizep festgerommen worden. Er wurde den französischen Behörden übergeben, die ihn nach Freiburg überführten. Guillaume Heger kam nach 1945 nach Konstanz und betrieb hier reichlich undurchsichtige Geschäfte. Er wurde deshalb von der Staatsanwaltschaft Konstanz wegen Betrugs gesucht, entzog sich aber der Verhaftung durch seine Abreise nach Frankfurt. Er wollte da« Abschreiben sparen Ein hier seit einigen Monaten wohnhafter, 40jähriger Archäologe benötigte für seine Arbeit verschiedene wissenschaftliche Bücher aus der Wessenberg- bibliothek und dem Stadtarchiv. Um sich die Arbeit des Abschreibens zu ersparen, schnitt er beim Studium der Bücher im Benutzungzimmer verschiedene Seiten aus dem Werk heraus. Auch bei der Wes- senbergbibliothek fehlten nach dem Verleih von Büchern verschiedene Seiten. Bei einer Haussuchung konnten die Blätter ■wieder beigeschafft werden, jedoch schritt die Kriminalpolizei zur Festnahme, weil der Mann einen Diebstahl im Rückfall begangen hatte. Wer hat ärztlichen Sonntagsdienst? Aerztlichen Dienst versieht am Sonntag, den 22. Januar Dr. Wild, Obere Laube 75, Telefon 81. — Von den Apotheken hat die Malhausapotheke Sonntagsdienst und in der kommenden Woche Nachtdienst. — Bereitschaftsdienst der Garagen am 21 ./22. Januar Richard Müller, Emmishofer Straße 3a, Telefon 1373. wie der Gesamtvorstand zum zehnten Male einstimmig wiedergewählt. Der Präsident referierte ferner über bevorstehende Organdsationsarbeiten, Pflege des Fischbestandes sowie über sportliches Fischen. An Veranstaltungen sind vorgesehen: Teilnahme am Fasnachtsumzug, Preisfischen mit anschließendem Fischessen und Weihnachtsfeier. Verschiedene Wünsche und Anträge wurden entgegengenommen. Zwei Zuchtfarren für Konstanz Bei der durch den Landesverband Badischer Rinderzüchter e. V. Radolfzell durch- geführten 263. Versteigerung von Höhen- fledovieh in Meßkirch wurden durch einen Vertreter der Stadt Konstanz zwei Zuchtfarren der Klasse III mit 5 und 6 Punkten zum Preise von 900 und 1100 DM ersteigert. Beide Fairen stemmen aus dem Meßkircher Gebiet. Ersterer wurde von Karl Häusler-Göggingen, der zweite von Anton Löffler - Leibertdngen-Lengenfeld gezüchtet. Es handelt sich um zwei gute Farren, die die Leistungsnote I und II erhielten. Der Farren für 900 DM erhielt 346 Leistungspunkte und der Farren für 1100 DM 254 Leistungspunkte. Der Ankauf der beiden Farren war notwendig, weil der bisherige Farren in Allmansdorf infolge einer Krankheit ausgefallen ist Ohne Ausnahmegenehmigung Nach Mitteilung des badischen Finanzministeriums (Abt Verkehr) bedarf es ab sofort für Kraftwagen nicht mehr der bisherigen Ausnahmegenehmigung zum Besuch der amerikanischen und britischen Zone an Sonn- und Feiertagen, die für Wagen der französischen Zone vorgeschrieben war. Dr* Arthur Schmiehhamtuer neuer Theaterinteoöant Heinz Hilpert verläßt Konstanz auf 1. Februar Immer wenn das „Deutsche Theater” auf der Tagesordnung einer Stadtratssitzung steht, gibt es ein „volles Haus”. Die Mehrzahl der Besucher kommt aber nicht aus Interesse am Theater, sondern erwartet pikante Neuigkeiten, die dann — prompt ausbleiben. Auch am Donnerstag war dies der Fall. Denn interne Einzelheiten über die Theaterfrage wurden vom Oberbürgermeister in die nichtöffentliche Sitzung genommen, so sehr ihm deswegen auch Frau Hanna Hemm (KP) und die Anwesenden grollten. Aber auch dort wären die Neugierigen nicht auf ihre Kosten gekommen. Es wurde schließlich nur bestätigt, was man vermutet und was vom „ Südkurier’’ kürzlich bereits angedeutet worden war: Heinz Hilpert verläßt Konstanz schon zum 1. Februar. Allerdings wird die Stadt vorschußweise die Forderungen der Gläubiger des Deutschen Theaters abtragen müssen. Der Stadtrat hat sich nach längerer Aussprache damit einverstanden erklärt. Dieser Beschluß ist dem Stadtrat nicht leicht gefallen. (Wer den Sitzungen des Stadtrats dauernd beiwohnt, weiß, daß dort oft um jeden Hundertmarkschein gerungen wird.) Aber es blieb schließlich kein anderer Ausweg, wenn das Theater überhaupt erhalten bleiben soll. Bei seinem Beschluß ließ sich der Stadtrat in erster Linie von dem Gesichtspunkt leiten, daß ein völliger wirtschaftlicher Zusammenbruch des Deutschen Theaters vermieden werden muß. Außerdem waren soziale Gründe maßgebend. Wenn das Theater geschlossen wird, würde eine beträchtliche Zahl von Schauspielern dem Fürsorgeamt zur Last fallen. Das liegt ebenfalls nicht im Interesse der Stadtverwaltung. Auf der Suche nach einem Ausweg betrachtete man die vorschußweise Bereitstellung eines Betrages für die Befriedigung der Gläubiger als das kleinere Uebel. Es wird manchen geben, der an diesem Beschluß des Stadtrats Kritik übt. Wer aber einen Einblick in die Verhältnisse hat, wird dem Stadtrat zustimmen müssen. Es war die beste Lösung einer schleichenden Krise. Der Stadtrat ist gleich einen Schritt weiter gegangen und hat sofort einen neuen Intendanten gewählt. Mit 17 Stimmen bed zwei Sorgen um öie SommerfaUon 1950 Ausflugsmöglichkeiten in die Schweiz sind für unsere Stadt ausschlaggebend D;e Sommersaison 1949 brachte dem Bodenseegebiet Rekordbesuch. Das war nicht überraschend, wenn man bedenkt, daß es praktisch seit einem Jahrzehnt der erste Sommer war, in dem man fast unbehindert reisen, ohne Abgabe von Lebensmittelmarken gut und reichlich — allerdings oft auch nicht gerade billig — essen und sich auch sonst noch allerlei leisten konnte, was .nun einmal zur Verschönerung des Ferienaufenthaltes gehört, je nachdem, wie weit dies der Geldbeutel des einzelnen erlaubte. Wie wird nun die Sommersaison 1950 werden? Eine Frage, die für den Bodensee und besonders für Konstanz von entscheidender Bedeutung ist und über die alle am Fremdenverkehr interessierten Kreise schon heute ernsthaft nachdenken. Man muß nicht ausgesprochener Pessimist sein, wenn man mit etwas bangen Gefühlen der Saison 1950 entgegensieht. Nicht nur die ständig steigenden Arbeitslosenziffern und die sich immer mehr verschärfende Gesamtwirtschaftslage geben Anlaß dazu. Das $ind schließlich Erscheinungen, die das Urlaubsreiseproblem ganz allgemein berühren. Es gibt darüber hinaus aber Probleme, die speziell den Bodensee und ganz besonders Konstanz angehen. Einen wesentlichen Einfluß wird zunächst das Wetter haben. Ist uns Petrus auch nur annähernd so gut gesonnen, wie im Vorjahr, so ist schon viel gewonnen Dann sind es die Preise. Sie müssen, um der Konkurrenz anderer inländischer Feriengebiete standhalten und einen Reiz ausüben zu können, gesenkt werden, selbst Wer hermt Ölefee Tier? So muß man fragen, wenn man dieses nette Bild betrachtet. Das Tier heißt .,Fifi“ und wohnt in Konstanz höchst manierlich in einem eigenen Haus und zwar An der Steig 18. Es befindet sich in guter Gesellschaft und zwar sind fünf ganz junge Foxterriers und deren Mutter in seiner Umgebung. Besitzer ist Eisenbahnbeamter Oskar Brecht. Was ist das nun für ein Tier? Die Wenigsten werden es kennen. Es ist ein Waschbär, zwei Jahre alt, tadellos ernährt, anhänglich und dankbar. Es ist eine Freude für jeden Tierliehhaber, zu beobachten, wie „Fifi“ die Taschen ihres Herrn nach Leckerhissen abtestet und mit geübten Händen in die Taschen greift, ja sogar behutsam Leckerbissen aus dem Mund nimmt. Vor wenigen Jahrzehnten war der in den Wäldern von Kanada und Nordamerika beheimatete, überaus possierliche Waschbär bei uns in Deutschland kaum oder gar nicht bekannt. Der Waschbär ist ein manierlicher und zierlicher Bursche, er trägt einen nett und ansprechend gezeichneten Pelz und ist überaus anspruchslos. Sein niedriger Körper paßt gut "zu dem pfiffig-schlauen Gesichtsausdruck. Als typischer Waldbewohner kennt er sich überall aus. Der Waschbär findet allenthalben einen reich gedeckten Tisch, und ist daher immer liebenswürdig und bereit, mit seiner Umwelt in Freundschaft zu leben. Wenn irgend tunlich, so pflegt er seine mit den biegsamen fingerartigen Krallen und seinem scharfen Gebiß sorgfältig zerlegte Nahrung vor dem Verzehren im Wasser zu spülen. Diese Gewohnheit hat ihm seinen Namen gegeben. Das Ehepaar Brecht ist gerne bereit, Schüler unter Führung ihrer Lehrer die Besichtigung zu gestatten. Nur muß gebeten werden, die Besichtigung des Waschbären „Fifi“ noch bis in die Frühlingsmonate hinein aufzuschieben, um die zu erwartende Aufzucht nicht zu gefährden. B. L. auf die Gefahr hin, daß die Rendite kleiner, vielleicht sogar sehr klein wird. Die Frage, die eich jeder im Fremdenverkehrsgewerbe Tätige zu stellen hat, muß lauten: Wie kann ich zu billigeren Preisen noch mehr leisten und die Sommergäste noch zufriedener stellen? Ein weiteres Problem hängt mit dem Fremdenverkehr nach Oesterreich zusammen. Wenn zurzeit die Verhandlungen wegen Bewilligung von Devisen für Oesterreichreisen auch eingestellt sind, so muß immerhin mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß diese Frage bis zum Sommer in einem positiven Sinne entschieden wird. Oesterreich, das auf den Fremdenverkehr mehr denn je angewiesen ist, wird alles daran setzen, zu günstigen Resultaten zu kommen. Wie es dann um den Fremdenverkehr am Bodensee aussehen wird, kann jeder Weitsichtige selbst ermessen. Der Abwanderung der Feriengäste könnte durch entsprechende preispolitische Maßnahmen z. T. begegnet werden. Konstanz das Ausfalltor Es gibt nun, besonders für Konstanz, eine entscheidende Möglichkeit, nicht nur eine Abwanderung weitgehend zu bannen, sondern sie auch als zugkräftiges Werbemoment einzusetzen: Ausflüge in die Schweiz, und zwar nicht nur für Grenzanwohner, sondern ganz allgemein. „Den Urlaub in Konstanz „verschönt ein Ausflug in die Schweiz!” hieß es in den Prospekten der Vorkriegszeit, und dann wurden Fahrten mit der SBB, dem Schienenblitz, mit Schiffen und Autobussen empfohlen nach: Schaffhausen, St. Gellen, auf den Säntis, Axenstraße, Vierwaldstätter See, Luzern, Zürich, Klausenpaß, Arosa, i Bernina, St. Moritz, Lugano, Locarno usw., ja sogar nach Vaduz. Daß die Aussichten auf derartige herrliche und genußreiche Ausflugsmöglichkeiten eine große Anziehungskraft ausübten und heute erst recht ausüben würden, wird niemand bezweifeln. Schon im letzten Sommer wurde von Feriengästen immer wieder die Frage nach Ausflügen in die Schweiz laut, und mancher wird schon im vergangenen Sommer Konstanz als Ferienort mit dem Hintergedanken gewählt haben, vielleicht doch in die Schweiz zu kommen. Wie wurden die Einheimischen um den Vorteil, in die Schweiz fahren zu dürfen, beneidet! Konstanz ist, bedingt durch seine geographische Lage, nun einmal das Ausfalltor zur Schweiz. Es war schon immer Ausgangspunkt für all die genannten verlockenden Ausflugsziele. Es liegt daher im ureigensten Interesse der Stadt und seiner zum großen Teil auf den Fremdenverkehr zugeschnittenen Wirtschaft, alles zu versuchen, um wieder in den Genuß dieser Möglichkeit zu kommen. Stadtverwaltung, Reisebüro, HoteL und Gaststättengewerbe, Reiseomnibus-Untemehmer und alle sonst am Fremdenverkehr interessierten Kreise müßten einzeln oder zusammen bei den zuständigen deutschen und französischen Dienststellen darauf hinwirken, daß die für den Fremdenverkehr unerläßliche Voraussetzung, Ausflugsfahrten nach der Schweiz durchführen zu können, geschaffen wird. Hoffentlich führen diese vereinten Anstrengungen, mit denen aber nicht lange gewartet werden darf, zu einer günstigen Lösung dieser entscheidenden Frage. Damit wäre dem gesamten Bodenseegebiet und ganz besonders der Stadt Konstanz die Voraussetzung für einen guten Start in die Sommersaison 1950 gegeben! Enthaltungen — eine Stimme fiel auf einen anderen Bewerber — wurde der bisherige stellv. Intendant Dr. Arthur Schmied- h a m m e r zum neuen Leiter des Theaters bestellt. Die Stadt will mit ihm einen neuen Vertrag abschließen, der verschiedene Sicherungen für sie enthält. So wird eine Art Kuratorium bestellt werden, das seinen Einfluß auch auf den Spielplan geltend machen soll. Ferner sollen Oper und Operette im Theater Gastrecht genießen. Im Monat Februar wird das Theater geschlossen bleiben. Der neue Intendant tritt kein leichtes Erbe an. Er wird das selbst am besten wissen. Es wird sich in den kommenden Wochen zeigen, ob diejenigen, die in letzter Zeit immer nach einer Aenderung in der Leitung des Kon- stanzer Theaters gerufen haben, jetzt, nachdem diese Aenderung eingetreten ist, nun durch ihren Besuch das Theater unterstützen. Denn nicht zuletzt war die Wandlung in der wirtschaftlichen Struktur in den letzten Monaten mit ausschlaggebend, daß Heinz Hilpert in Konstanz gescheitert ist. • Zu Beginn der Sitzung hatte Oberbürgermeister Knapp mitgeteilt, Heinz Hilpert wäre bereit, schon auf 1. Februar 1950 Konstanz zu verlassen, wenn sich eine Möglichkeit finde, ihn von seinen finanziellen Verpflichtungen zu befreien. Die Forderungen von Konstanzer Gläubigem belaufen sich auf 12 803 DM, auswärtige Forderungen auf 6784 DM. Den Angehörigen des Technischen Personals und dem Ensemble sei inzwischen gekündigt worden. Heinz Hilpert habe erklärt, es sei ihm unmöglich, seinen Vertrag zu erfüllen, da die finanziellen Zuschüsse nicht in dem von ihm erwarteten Maße eingegangen seien. Der Oberbürgermeister betonte, daß man aus menschlichen Gründen eine Lösung finden müsse, die, vor allem den Mitgliedern des in Konstanz verbliebenen Ensembles diene. Auch Schauspieler, die früher in Konstanz tätig waren, hoffen wieder auf eine aktive Betätigung. Für den Posten eines Intendanten in Konstanz seien inzwischen 35 Bewerbungen eingegangen. Mit allen gegen die Stimme von Frau Stadtrat Hemm wurde dann die Weiterberatung der Angelegenheit in der nichtöffentlichen Sitzung beschlossen. Verzicht auf Gewinn bis 15. März Die Leitung des Spiel-Casinos habe — wie Oberbürgermeister Knapp — weiter mitteilte, Ueberlegungen angestedlt, ob das Casino wegen der gegenwärtigen geringen Besucherzahl nicht vorübergehend geschlossen werden soll. Man sei aber wieder von dieser Absicht abgekommen und habe die Stadtverwaltung gebeten, für die nächsten drei Monate auf die im Vertrag vorgesehenen Leistungen an die Stadt zu verzichten. Stadtrat Diesbach (SP) widersprach diesem Ersuchen. Gute und schlechte Zeiten gebe es in jedem Unternehmen. Auch das Casino müsse damit rechnen und sich entsprechend einrichten. Bürgermeister Schneider meinte, es berühre ihn eigenartig, wenn eine Gesellschaft, die große Pläne habe, nun ihren Vertrag nicht einhalten wolle. Schließlich einigte sich der Stadtrat auf Grund einer Anregung von Stadtrat Delisle (DP) dahin, daß die Stadt bis zum 15. März auf ihren Gewinnanteil verzichtet. Dafür sollen die Beträge, die die Stadt bisher geleistet hat (personelle Vergütung und sonstiges) vom Casino getragen werden. Ferner berichtete Oberbürgermeister Knapp über die Verhandlungen, die er kürzlich mit Vertretern der Schweiz über die Zollhausneubauten am Kreuzlinger und Emmishofer Zoll geführt hat. Die Bauten am Kreuzlinger Tor (Schweizer Seite) werden noch in diesem Jahr in Angriff genommen, die Bauten am Emmishofer Zoll folgen später. Die Aufwendungen, die von deutscher Seite geleistet werden sollen, sind noch nicht bekannt. — Die Aufwandsentschädigung für dis Ordensschwestern in den spitälischen Anstalten betragen zur Zeit 50 DM. Sie sollen auf 80 DM erhöht werden. Im jetzigen Voranschlag stehen hierfür keine Mittel zur Verfügung. Ob und welche Erhöhung möglich ist, wird bei der Beratung des nächstjährigen Voranschlags besprochen. Zum Unglücksfall auf der Fähre gab Bürgermeister Arnold eine Erklärung. Er stützte sich dabei auf die im letzten „Südkurier” veröffentlichten Ausführungen. — Die Anbringung einer Reklame der Firma Berndt Heisz an der Bahnüberführung in der Mainaustraße wurde auf Vorschlag des Hochbauamtes abgelehnt, weil sie nicht in die Landschaft paßt. Statt 300 000 nur 150 000 DM Zum ersten Male seit Jahren stand de: Punkt „Lebensmittelversorgung” nicht mehr auf der Tagesordnung. Bürgermeister Schneider knüpfte daran einige allgemeine Bemerkungen, wobei er betonte, daß mit der Aufhebung der Lebensmittel-Bewirtschaftung eine schwere Zeit ihren Abschluß gefunden habe. Die Rationierung sei zwar aufgehoben, aber die Frage der Einfuhr werde nach wie vor offen bleiben. Er erinnerte in diesem Zusammenhang daran, daß allein das Land Südbaden im letzten Haushaltsjahr 11,7 Millionen DM Subventionen für Lebensmittel zu tragen hatte. Den Angestellten des Emährungs- und Wirtschaftsamtes sprach der Bürgermeister für ihre in den vergangenen Jahren geleistete, nicht immer leichte Arbeit den Dank aus. Heute sind auf dem Amt noch 20 Personen beschäftigt. Bei der endgültigen Aufhebung des Amtes wird danach getrachtet, möglichst viele von ihnen anderweitig unterzubringen. Von dem Betrag von 302 000 DM, der im Voranschlag für das Ernährungs- und Wirtschafsamt eingestellt wurde, werden wahrscheinlich nur 150 000 DM benötigt werden. — Stadtrat Fischer (DP) und Stadtrat Diesbach (SP) ersuchten, vor allem die Kriegsbeschädigten auch weiterhin zu beschäftigen. Die Stadt müsse hier mit gutem Beispiel vorangehen. In der nichtöffentlichen Sitzung wurden neben der Theaterfrage noch kleinere Vorlagen besprochen. Schluß der Sitzung: 20 Uhr. .SB u Samstag/Sonntag, 21. , 22. Jamar 1950 E 0 geht um öle 6efun0heit unterer KlnOer Ein bederblicher Bericht des Konstanter Schularztes Iß; m In der Zeit vom 1. September bis Ende November 1949 wurden durch den Schularzt 144 Kinder in Konstanz als dringend erholungsbedürftig festgestellt. Davon konnten aus verschiedenen Gründen, vor allem aber aus finanziellen, nur 31 in ein Erholungsheim überwiesen werden. Der Untersuchungsbefund bezieht sich ausschließlich auf Kinder der Volksschule. Die Kinder der Mittelschulen sollen demnächst vom Schularzt untersucht werden. Der Bericht des Schularztes stimmt sehr bedenklich. Man sollte annehmen, daß mit der Besserung der Ernährungslage auch das Allgemeinbefinden der Kinder Schritt halten würde. Leider ist dies nicht der Fall. Die in den vergangenen Jahren erlittenen Gesundheitsschäden sind so schwer, daß sie mit der Besserung der Lebensmittelversorgung allein nicht zu beheben sind. Dabei ist die Gesundheit der Heranwachsenden Jugend das wertvollste Kapital für deren persönliche und auch des Volkes Zukunft. Worin liegen die Gründe für die vom Schularzt festgestellte überraschend hohe Zahl von erholungsbedürftigen Schulkindern. Es sind Schäden aus der schlechten Ernährung der letzten Kriegsjahre und aus der Nachkriegszeit. Hinzu kommen die Auswirkungen der immer mehr um sich greifenden Verarmung und der nach dem Zusammenbruch eingetretenen sozialen Umschichtung. Das Einkommen des Vaters steht oft in krassem Mißverhältnis zur Kinderzahl der Familie. Häufig ist die Mutter die alleinige Ernährerin, weil der Vater aus dem Kriege nicht mehr heimkehrte, arbeitsunfähig oder arbeitslos ist. Die hohen Lebenshaltungskosten machen es vielen Eltern schwer, eine aufbauende Ernährung für die Kinder zu kaufen. Wenn die Mutter noch den Lebensunterhalt ihrer Kinder bestreiten und zur Arbeit gehen muß, ist vielfach eine sorgfältige Betreuung und Erziehung der Kinder nicht mehr möglich. Von besonders schädlichem Einfluß auf Körper und Seele des Kindes sind schlechte Wohnverhältnisse. In dieser Hinsicht sind die Dinge in unserer unversehrt aus dem Kriege hervorgegangenen Stadt geradezu erschütternd. Ein halbes tausend Wohnungssuchender Familien ist nur notdürftig untergebracht. Eltern und Kinder sind auf engstem Raum zusammengepfercht. Das Schlafen im überfüllten Raum, die Teilung des Bettes mit anderen Geschwistern wirken sich auf das körperliche und seelische Wachstum der Kinder hemmend und ungünstig aus. Es ist ein Verhängnis, daß in diesem kritischen Zeitpunkt, wo zu alten noch neue Gesundheitsschäden der Kinder hinzukommen, die Einrichtung der Kindererholungsfürsorge verzweifelt um ihre wirtschaftliche Existenz kämpft. Die Verbände der Christlichen Wohlfahrt, des Roten Kreuzes und der Arbeiterwohlfahrt, die zusammen mit der Allgemeinen Ortskrankenkasse bisher Hauptträger der Erholungsfürsorge waren, sind auf Grund ihrer finanziellen Lage gezwungen, ihre Hilfsmaßnahmen einzuschränken, so daß heute fast nur noch kranke Kinder verschickt werden können. Damit aber hat die Erholungsfürsorge ihren eigentlichen Sinn verloren. Vorbeugen ist besser als heilen! Ein durch schädliche Umwelteinflüsse bedrohtes Kind muß aus dieser Umgebung heraus, bevor es zu spät ist. Wir erachten es als unsere Pflicht, die Oeffentlich- keit auf diese Entwicklung hinzuweisen. Wenn die freiwilligen Verbände ausfal- len, muß die öffentliche Fürsorge der Gemeinde und des Staates aus ihrer Verantwortung um die Volksgesundheit ein- greifen. Die Stadt Konstanz hat in anerkennenswerter Weise in den Sommermonaten die Einrichtung der Walderholungsstätte mit 5 000 DM unterstützt. Diese auf den Sommer beschränkte Erholungsfürsorge reicht aber künftig nicht aus. Das Gesundheitsamt hat daher die Anregung gegeben, weitergehende Maßnahmen der Kindererholungsfürsorge zu treffen. Die Stadt Stuttgart unterhält in Storzeln im Hegau ein eigenes Kindererholungsheim, das in den vergangenen Notjahren zeitweilig auch Kinder von Konstanz aufnahm. Dies wäre sicher auch weiterhin möglich, wenn dafür Mittel ausgeworfen werden könnten. Es wird darauf hingewiesen, daß am Schieuerberg in idealer Höhe ein Waldheim liegt, das gegenwärtig leer steht. Mit der Inbetriebnahme dieses Heims würde die Stadt Konstanz ein sozial- und gesundheitsfürsorgerisches Werk vollbringen, an dem vielleicht auch der Landkreis beteiligt werden könnte. Auch ein Heim im Stadtbezirk wäre wünschenswert. Wir nehmen an, daß die Angelegenheit den Stadtrat in einer der nächsten Sitzungen beschäftigen wird. Die sozialen Nöte standen bisher stets im Vordergrund seiner Aufmerksamkeit. Sicherlich liegt dem Stadtrat das Wohl unserer Kinder nicht minder am Herzen, auch wenn der Fürsorgeetat in beängstigender Weise ansteigt. fturge Stabtnadjrtdjten Seinen 77. Geburtstag feiert morgen Sonntag Ingenieur a. D. Bruno Jungfer, Buchnerstraße 9; seinen 75. Geburtstag ebenfalls am Sonntag Fuhruntemchmier Alois Wengert, Möoebruggerstraße 26a, ferner am heutigen Samstag Eisembahn- Maschinieningenieur i. R., Karl Schille, Braun- eggerstraße 28, und Postassistent i. R. Josef Rinkenburger, Mangoddstraße 17. 70 Jahre alt werden am Montag Obertelegrafen- Inspektor i. R. Gustav Sattele, AUmanns- dorfer Straße 37b und Geiheimrat Dr. Artur Oster, Obere Laube 75. Dr. A. Oster war im Auswärtigen Amt vertragender Legations- rat/*und vermochte u. a. die Ausbürgerung Thomas Manns zwei Jahre lang zu verhindern. Als Generalkonsul in Turin kam er infolge seiner ablehnenden Haltung in Konflikt mit dem „Dritten Reich“ und mußte infolgedessen im Jahre 1936 aus dem auswärtigen Dienst scheiden. Bei der gestern stattgefundenen Jahreshauptversammlung des Hotel- und Gast- stättengewertoes wurde als Kreisdelegiierter für das Gaststättengewerbe der bisherige Delegierte Camill Grethel mit großer Mehrheit wiedergewätolt: für das Hotelgewerbe wurde Hotelier Emst Sigel als Kreisdelegierter bestimmt Die deutsche Bundespost veranstaltet einen allgemeinen Wettbewerb zur Erlangung von Ertwürfen für eine neue Einheitsbriefmarke, an dem sich alle Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit beteiligen können. Schlußtag für die Einsendungen ist der 15. Februar 1950. Im Freis- richterkollegium befindet sich auch ein Badener, der Graphiker Professor Paul Dietrich in Bodman (Bodensee). Für die Konditor-, Bäcker- und Metzgergehilfen hält die Industriegewerkschaft Nahrung-, Genuß- und Gaststätten am Dienstag, den 24. Januar 1950 um 20 Uhr im „Alemanne“, Hussenstraße, eine Versammlung ab, in der wichtige Berufs- und Tariffragen behandelt werden sollen, Alle Berufsangehörigen können an dieser Versammlung teilnehmen. Anschließend findet um 22.30 Uhr im gleichen Lokal eine Versammlung der Hotel- und Gasthausangestellten statt. Am kommenden Mittwoch spricht im Bürgersaal Dr. med. Friedrich Huaemann über Okkultismus und Anthroposophie. — Heute Samstagabend spielt das bekannte Orchester Bernhard Että im Konzil; nachmittags findet eine Kinderveranstaltung statt. Keine Blume auf dem Wochenmarkt Das sagt alles; es war zum erstenmal in der Geschichte der diesjährigen Markttage, daß die Kälte die Blumen aus der Laube verbannte. Kahl sah es aus. Blanke Tische, die von der Stadtverwaltung, weil sie als Einnahmequelle gelten, hoffnungsvoll aufgestellt worden waren, säumten das „Schlachtfeld“. D. h. dort, wo noch vor Wochen ein erbitterter Kampf um Gänse und heiße Maroni oder besser, um deren Preise von beiden Seiten angefoch- ten worden waren, zitterten nur wenige Verkäufer hinter ihren rmt Säcken verdeckten Geimisekörben. Ihre Sorge galt weniger den promenierenden „Kurgästen“, die gekommen waren, sich den frischen Wind um die Ohren wehen zu lassen, während die klammen Hände die für den ersten Fasnachtsball reservierten Portemonnais vor Schaden bewahrten, als den frierenden Krautköpfen und Apfelsinen. So geteiltes Leid veranlaßte manchen zum frühzeitigen Aufbruch. Nur eine Reiche- nauerin war schlau genug, erst kurz vor Mittag zu erscheinen, nämlich dann, als es mancher Hausfrau eben einfiel, daß man eigentlich noch etwas für den Mittagstisch brauchen könnte — sie hatte ihren Kopfsalat in einer halben Stunde verkauft „Frische Landeier“ und holländische Eier hatten zwei Eigenschaften gemeinsam — sie stammten alle vom Huhn und kosteten ungefähr zwischen 23 und 26 Pfg. Was sie überraschend am Preis nachgelassen hatten, holten die Mandarinen spielend ein, weil sie selten geworden sind. Daneben gab es auch Hasen für 1.60 DM das Pfund — ob sie auch zunehmen, ist nicht statistisch nachgewiesen. Auf jeden Fall bezahlt man für Suppenhühner 2.50 DM, für Brathähnchen über 3 DM. Eine kleine Betrachtung der Werte ergäbe, und wozu braucht man Philosophen, wenn es gewöhnliche Papptäfelchen schon sagen, daß die Vermassung der Massen in Massen die Preise von selbst umwertet. Vom Lyxeumclub Die Mitglieder des Deutschen Lyzeumsclub Konstanz trafen sich am Mittwoch kn Hotel Halm zu einem Tee-Nachmittag. Anschließend las Frau Maria Havemann aus dem im Vorjahr im Suhrkamp-Verlag erschienenen Buch von Marianne Lange- wiesche „Die Bürger von Calais’’ — eine balladenhafte Erzählung aus der Geschichte der Stadt Calais von ihren Anfängen bis zur Unterwerfung der Stadt unter Eduard III. von England. Der Ausklang: der Opfergang ihrer sechs Bürger in das Lager des Siegers, ein Thema, das uns durch Rodins Darstellung dieser Gruppe vertraut ist. Vom Cäcilienverein Wollmatingen Ein beglückendes Bild ven Einigkeit bot die im „Rößle“ stattgehabte Jahresversammlung des katholischen Kirchenchors St. Martin. Die Referate des Vorstandes Josef Degen, der Schriftführerin Gertrud Thomas und des Kassiers Deggelmann bewiesen, daß kn verflossenen Jahr fleißig gearbeitet und besonders anläßlich der Glockenweihe beträchtliche Leistungen erzielt wurden. Die Wahlen für das neue Jahr beriefen alle Vorstandsmitglieder wieder auf ihre Posten. Die Stelle des Schriftführers wurde dem Chormitglied Martha Lutz übertragen. Stadtpfarrer Schmidt dankte dem ganzen Chor, sowie seinem eifrigen Dirigenten und Organisten Engelbert Kienle für die großen Opfer an Zeit und Mühen, Ehrenvorstand Mog ermahnte die Chormitglieder, tm kommenden Jahr mit voller Hingabe sich den Vorbereitungen des Bezirks-Cäcilientref- fens zu widmen. Als Belohnung für die Opferbereitschaft des Chores wurde für den Sommer eine Fahrt nach dem Liechtenstein und dem Hohenzollem in Aussicht gestellt. Insel Reichenau. Zum schwäbisch-alemannischen Narrentreffen in Radolfzell wird morgen Sonntag eine Sonderfahrt durchgeführt. Abfahrt an der Schiffslandestelle 12 Uhr, Radolfzell ab 18.30 Uhr. Fahrpreis 70 Dpf. Iitzelstetten. Es dürfte um diese Zeit sicherlich etwas Besonderes sein, wenn jetzt Mitte Januar in einem Garten, der direkt am Bodensee liegt, vollerblühte Rosen am Strauch zu bewundern sind. Südbadens Großkaufleute tagten gestern in Radolfzell ra. In Radolfzell führte am Freitag der Landesverband Südbaden der Früchte-, Gemüse- und Kartoffel-Großkaufleute e. V., Sitz Freiburg, seine Jahreshauptversammlung durch. Die Wirtschaftsentwiddung kn Jahr nach der Währungsreform, der Uebergang von der Planwirtschaft zur freien Wirtschaft, die streckenweise Mißernte ließ einen interessanten Verlauf der aus ganz Südbaden besuchten Tagung erwarten. Der Vorsitzer des Verbandes, Köhler (Bühl), leitete die Versammlung. In seiner Begrüßung gab er einen Ueberblidc über die Lage des Versandhandels in Früchten, Gemüse und Kartoffeln. Als roter Faden ging durch sämtliche Referate das von ihm angeschnittene Problem des Verhältnisses zwischen Großhandel und den genossenschaftlich ausgerichteten Bezirksabgabestellen. Seine Forderungen; Qualitätsiieferung und einwandfreie Verpackung der Erzeugnisse. Bürgermeister Gohl entbot den Will- kommgruß der Stadt Radolfzell und machte bemerkenswerte Einwürfe hinsichtlich einer reellen und qualitativen Belieferung. Geschäftsleiter Krug (Freiburg) stellte einen interessanten Geschäftsbericht zur Diskussion. Rege Beziehungen zu Brudervereinigungen in den anderen Zonen kämen den Verbandsmitgliedem wieder zugute. Die Preisbildung auf dem Kartoffelmarkt im verflossenen Geschäftsjahr habe sich zum Schaden dss Konsumenten uneinheitlich entwickelt. Die Abhaltung von Bezirksversammlungen im Interesse einer 6traff«n Ausrichtung des Großhandels würde vorbereitet Kaufmann Scheuble (Konstanz) wandte sich in seinem Referat „Zur Lage des Versandhandels“ scharf gegen die wilden und unkontrollierbaren „Obsthändler“, die den Ruf des ehrbaren Kaufmannes nur schädigen. Mißstände zwischen Bezirksabgabestel- len und Großhandel haben das Preisgefüge bis jetzt ungünstig beeinflußt. Er kündete weiter die Bildung von Schiedsgerichten, Bestellung von Sachverständigen im Großhandel an. Lebhaft diskutiert wurde das Referat des Geschäftsführers über das Problem „Die kommende Marktgestaltung“. Der Kampf zwischen Großhandel und den Abgabestellen sei entbrannt. Die Wirtschaftslage erfordere die Festsetzung eines allgemeinen Richtpreises, und nicht von voroeherein die Fixierung eines hohen Grundpreises. Letztlich sei der Verbraucher der Preisbestimmer. Sensationell muteten die Ausführungen eines Vertreters württembergischer Verbände an. In Süd-Württemberg habe der Großhandel den Weg von den Versteigerungsstellen wieder zum Erzeuger direkt gefunden. Damit sei die eigentliche Bedeutung des Großhandels wieder hergestellt. Beachtliche Erfolge, günstige Preisverhältnisse rechtfertigen dieses Vongehen. Damit begann eine umfangreiche Diskussion über das umstrittene Verhältnis Großhandel und Genossenschaft -ier. Statifttfche ErfalTung früherer Beamter Wir weisen nochmals auf die vom Statistischen Landesamt Freiburg herausgegebenen Zählkarten zur Erfassung verdrängter Beamter und anderer im öffentlichen Dienst beschäftigter Personen oder deren Hinterbliebene hin. Es sollen die Rechtsverhältnisse nach Artikel 131 des Grundgesetzes von Personen, die am 8. Mai 1945 im öffentlichen Dienst standen und aus anderen als beamtenrechtlichen Gründen ausgeschieden sind oder bisher nicht ihrer früheren Stellung entspre- Ole Niefcerbürgler haben allerlei oor Dag Programm für Die Narrengesellechiaft „Niederburg" macht den Auftakt zur Konstanter Fasnacht 1950. Am Samstag, dien 28. JanuaT veranstaltet sie im St. Johann den traditionellen Bunten Abend jumter dem Motto „WiT helfen so-fort". Bekannte Kon- stanzer Künstler sind an der Arbeit, sämtliche Räume, Säle und Nischen in Musentempel zu verwandeln. Drei Kapellen spielen nach Alblauf des Programms zum Tanz. Für Ueberraschungen ist gesorgt. Vorverkauf zu dieser Veranstaltung im Zigarrenhaus Breig, Marktstätte und Schuhsohlerei Schilumpberger, Brückengasse. Das weitere Programm sieht vor; Schema teiger Donnerstag: 7 Uhr: traditionelles Wecken durch den Fanfarenzug nebst Burgknappen und He- roSde der Niederburg. — 9 Uhr: Uebernahme der Stadtgewalt im Rathaushof unter Mitwirkung der Konstanzer Volksschulen. Verlesung der Urkunde, Unterzeichnung und Ansprache des Stadtoberhauptes. — 10.30 Uhr; Beschlagnahme der Kellereien in der Niederburg mit anschließender Kostprobe in der Burgstube. — 11 Uhr: Traditioneller Frühschoppen im St. Johann mit Damen- und Herrensitzung uned Verleihung der Saisonorden. — 15 Uhr: Die Niederburg zeigt sich in der Stadt. Idee noch geheim. 19 Uhr: Hemglonkerumzug unter Mitwirkung aller Konstanzer Volksschulen durch »ämtliche Gassender Niederburg mit dem 13er Rat und allen Burg- kapellen. Anschließend Ansprache des Präsidenten Toni Winter und des Hemdgilonkerkönigs im illuminierten Bärengraben. 18. Z I960: Fasnachtsamstag: 20 Uhr: Großer Bürglerball in allen Sälen des St. Johann unter dem Motto „Niederburg ahoi!" Es spielen drei Kapellen, — 19. 2. 1950: Fasnacht-Sonntag: I Die Niederburg nimmt am Jubiläumsumzug der Eleanten-AG. teil — 20. 2. 1950: Fasnacht-Mon- tag: Die Niederburg schnurrt in der Stadt. 21. 2. die Fas nacht 1950 1950: Fasnacbt-Oienstag>: Die Niederburg nimmt am allgemeinen Fasnachtstreiben teil. 20 Uhr: Großer Kehraus in St. Johann mit Beerdigung der Fasnacht durch die Niederburg. ~ Lokalhumor acul acht Seiten Nebenher verstehen die „Niederbürgler“ aber auch eine Zeitung zu machen. Ihre achtseitige Narrenzeitung, die gestern im zweiten Jahrgang erschien, berichtet über viele private und amtliche Narreteien, die 6eit der vergangenen Fasnacht in Konstanz geschehen sind. Narrenblatt- Redakteur Eugen Bögle, der mit dieser Ausgabe außerdem noch sein 25. „Berütejubiläum" verbindet, hat den gesamten lokalhumoristischen Kladderadatsch mit viel Witz gesaanlmelt und verarbeitet und vor allem verschiedene Geheimnisse im Niederbürgler-Viertel gelüftet. chend Verwendung fanden, durch Bundesgesetz geregelt werden. Mit einbegriffen sind Flüchtlinge und Vertriebene, die ein derartiges Amt bekleideten, Berufssoldaten bzw. Berufsbeamte und Führer oder Führerinnen des RAD mit einer Gesamtdienstzeit von zehn Jahren, ferner Personen, die am 8. Mai 1945 versorgungsberechtigt waren und aus anderen als beamten- und tarifrechtlichen Gründen keine oder keine entsprechende Versorgung erhalten halben. Das Statistische Amt Konstanz bittet in diesem Zusammenhang alle in Frage kommenden Personen, auch Hinterbliebene, bis spätestens 23. Januar 1950 die ausgefüllte Zählkarte im .Badischen Hof”, Hussenstraße 13, Zimmer 6, abzugeben. Dort sind auch Vordrucke erhältlich. Verschärfte AusweispfUcht in Jugendherbergen Unter Hinweis auf die verschärfte Ausweispflicht in allen Jugendherbergen teilt der Landesverband Südbaden des Badischen Jugendherbergswerks mit, daß die Mitgliedsmarken für das Geschäftsjahr 1950 bei allen Ortsverbänden eingetroflen seien und dort bezogen werden könnten. Allen Inhabern von Mitgliedsausweisen, mit gültiger Jahresmarke stehe die Jugendherberge Titisee, die bisher vom Freiburger Institut für internationale Begegnungen benutzt wurde, wieder zur Verfügung. Lokale Sportnmschan FuBball-Krelsklasse 1 5. 2. VfL Konstanz II — Immenstaad 13.00 Uhr; Bermatingen—Radolfzell Ib 14.30; Stockach II— Markdorf 13.00; Markelfingen—Stetten a. k. M. 14.30. 12. 2. Kluftem—VfL Konstanz II 14.30; Markelfingen—Immenstaad 14.30; Radolfzell Ib — Stockach II 13.00; Markdorf—Stetten a. k. M. 14.30. 26. 2. VfL Konstanz II—Markelfingen 13.00; Kluftem—Radolfzell Ib 14.30; Stockach II — Stetten a. k. M. 13.00; Markdorf—Bermatingen 14.30. 5. 3: Radolfzell Ib — VfL Konstanz II 14.30; SV Konstanz — Franz. Auswahlelt. Die Fuß- ballabteilung des SV Konstanz hat für den morgigen Sonntag eine Auswahlelf der II. französischen Division zu einem Freundschaftsspiel verpflichtet. Die Gäste, die schon verschiedene Spiele in der französischen Zone und in Vorarl- Unt> noch etn Film non Wien „Wiener Melodien“ im Capitol Neben dem tragischen Wien der Nachkriegs- jahre, wie es der „Dritte Mann“ mit kühler, aber großartiger Sachlichkeit aufrollt, nun noch ein Wiener Bildstreifen im mehr gewohnten Stil, mit viel Musik und Gesang, doch kein gewöhnlicher Kitsch. Sinnenfreude und kleine Herzens- kooflikte werden in diesem zwischen 1925 und 1946 spielenden „Donau-Film" unter der Doppelregie von Theo Liegen und Hubert Marischka mit Geschmack gemischt. Im Mittelpunkte die stets feine Elfie Mayerhofer, auch hier wieder eine Freude für Auge und Ohr, und dazu darstellerisch diesmal in einer Doppelrolle besonders reizvoll. Sie spielt die beiden Zwillingschwestern, die aus dem Wiener Kinder-Waisenhaus auf ganz verschiedene Lebenswege geraten sind, nichts voneinander wissen, sich ober, aufgeblüht, wieder begegnen und finden. Natürlich finden sie auch Liebe, wobei es dank ihrer großen Aehntidfkeit allerlei artige Irrungen und Wirrungen gibt. Elfie Mayerhofers schauspielerische Leistung liegt in der, die äußere Gleichheit fast vergessen machenden scharfen Zeichnung zweier verschiedener, Mädchencba rsktere. Ihre Victoria ist wirklich schön und gefühlsstark, so innig ein Ave Maria singend wie mit vollendeter Kunst Koloraturen trillernd, — die Schwester eher KabaTettsängerm, mit schmalem Knabenkopf, energisch, kurz angebunden, witzig. Gegen den Schluß dann statmt zwar der Fachmann nicht, doch der Laie wundert sich, denn da erscheint Elfie in ihren zweierlei Gestalten gleichzeitig auf der Leinwand, ja singt sogar zweistimmig. Johannes Heesten zwischen den Schwestern mit leichter Eleganz, doch nicht ohne innere Haltung ein liebenswerter Liebhaber; Höhepunkt der Heiterkeit wenn er selber und auch ein zweiter junger Mann k*.;wn noch wissen, welche die eine und welche die andere Schwester ist. Hebt sich in Straußens unsterblichem Frühtingsstinrmen-Walzer Elfie Mayerhofens Stimme zu steroenhaft herrlicher Höhe, ist alle süße Seligkeit des alten Wien auch im heutigen (mit der schon wiederaufgebauten Donaubrücke !) von neuem da. Noch die Namen zweier Alten: Hedwig Bleibtreu, eine herzhaft humorkje Dame, Fritz Inrho ff ein köstlicher, sich Zigaretten nur schwer verschließender Logenschließer der Salzburger Festspiele. Außer Wien (Pferderennen in der Krieau!) erlebt man nämlich auch Natur und Kunst von Salzburg in ihrer ganzen unvergeßlichen Schönheit C. W. „Der Mann ohne Gewissen“ ln der Scala Zwei aneinander gekettete Menschen, vom fahrenden Polizeiauto gesprungen, auf der Flucht vor dem Gesetz. Einer dieser beiden, Martin (Jade Warner), ist der Mann ohne Gewissen, was ihm aber kaum anzumerken ist da er es rührend versteht, zu schwärmen und zu philosophieren. Er kann sogar väterlich sein zu seinem „Anhängsel", dem ihm angeketteten Willie (George Cole), einem hilflosen Jungen. In spannenden Szenen rollt die Flucht dieser beiden ab. Es ist ein Lauf im Kreiae, in den auch die Geliebte des Gewissenlosen (Jene Hylton) mit hineingeriasen wird. Ein* stille Frau, die in ihrer Liebe alles erträgt. Ais die Ketten gefallen sind, gehen die Menschen einzeln ihren dramatischen Weg weiter. Fünf Jahre Soldat, vierzehn Jahre im Gefängnis, das halbe Leben verpfuscht da hilft keine Liebe mehr, weil das Gewissen tot ist und Gut und Böse sich ineinander verwischen. Durch che etwas krampfhaft angekittete Hochzeitsreise eines Journalisten erleidet der Film manche Schwäche, und auch der Humor wirkt öfters verunglückt. Doch wird durch die Spannung, die die Kamera einzufangen versteht ein solches Manko übeibrüdct. fi - Zum Konzert Adrian Aeschbadver Zu dem am nächsten Montag, den 23. Januar, im Deutschen Theater etattfindenden vierten Meisterkonzert der Inkona, in dem sich der weitbekannte Schweiz er Pianist Adrian Aesdtbocher mit Werken von Bach. Beethoven, Schubert, Brahms und Chopin hören läßt, werden dem interessierten Konzertfoesucher einige Daten und Hinweise über dis Persönlichkeit des Künstlers willkommen sein. Adrian Aesthbaxher, 1912 in Bern geboren, ist Schüler von Arthur Schnabel und hot sich als Interpret romantischer und moderner Klaviermusik bereits in den dreißiger Jahren in Deutschland einen Nomen gemacht Durch ausgedehnte Konzertreisen in den europäischen Ländern und in Südamerika sowie durch seine Mitwirkung bei zahlreichen internationalen Musikfesten fu. a. in Luzern unter Furtwängier und in Wien unter Böhm) gelangte er rasch zu Weltruf. Vom Januar bis März dieses Jahres wird er in Holland, Skandinavien und* Finnland 30 Konzerte absolvieren, um dann von Mitte April bis Juli Konzertreisen nach Brasilien, Argentinien und Uruguay zu unternehmen. Ab Oktober wird er wieder in Deutschland zu hören sein, wo dem Künstler, wie er mit großer Freude und Genugtuung immer wieder feststellen kann, eine besonders große, tiefgehende und von ihm dankbar aufgenommene musikalische Erlebnisbereitschaft entgegengebracht wird. Von der besonderen Verbundenheit Aeschbachers zur Musik Franz Schuberts sprechen seine bekannten Schallplatten-Interpretationen der Moments musicaux und Impromptus op. 90 und op. ‘.42 und des köstlichen und beliebten ForeHenguintetts (mit dem Hamburger Quartett). Man wird dem Auftreten des Künstlers mit berechtigter Spannung entgegensehen dürfen. Lg. Kommödchen ko mm t mit zwei „m“ Das Deutsche Theater hat für Dienstag, den 24. Januar abends das Düsseldorfer literarische Cabaret „Das Kommödchen” zu einem Gastspiel verpflichtet. Das Gastspiel erfoigt mit dem neuen Programm „Macht mir den rechten Flügel stark — den linken aber auch nicht". Texte: Kay und Lore Lorentz, M, W. Lenz, Erich Kuby, Erich Kästner, Heinz Hartwig und W. Wollenberger. Musik: BmSl Schuchard und Edmund Nick. Regie: M. W. Lenz, Zürich. — Ausstattung: Fritz Butz, Zürich. Am Flügel und Spinettlno: Emil Schucharid. Symphonie-Konzert des Städt. Orchesters Am Dienstag, 31. Januar, findet im Konzil das 5. Symphoniekonzert des verstärkten Städtischen Orchesters statt. Dr. Richard Treiber, der bei seinem Gastkonzert einen enunütiq anerkannten Erfolg hatte, stellt sich an diesem Abend erstmalig in seiner Eigenschaft als künstlerischer Leiter des Städtischen Orchesters dem Konstanzer Konzertpublikum vor. Als Hauptwerk wird er Beethovens 5. Symphonie in c-moll dirigieren, dieallgemein unter dem Namen „Schicksals-Symphonie” bekannt ist. außerdem Schuberts selten zu höhrende „Ouvertüre im italienischen Stil" in C-dur. Als Solist konnte der große deutsche Geiger Gerhard Taschner gewonnen werden. Vom Städtischen Ordiestei* begleitet, wird er das Violin-Konzert in D-dui von Johannes Brahms zum Vortrag bringen. berg mit Erfolg bestanden haben, verfügen über gute Kräfte. Die Gastgeber werden alles aufbieten müssen um erfolgreich zu bestehen. Der Erfolg dieses Spieles dürfte für den SV Konstanz für die Rückronde der Verbamdssoiele von großer Bedeutung sein, da zu dieser Zeit mit veränderter Mannschaft gespielt wird. Das Spiel beginnt um 14.30 auf dem Waldhelmsportplatz. Im Vorspiel stehen sich die C-Jugend-Mannsdiaf- ten von SV Konstanz und VfL Konstanz gegenüber. Termine für die Rückrunde für die Kreisklasse I. Während die Kreisklasse Konstanz, Gruppe A, bereits am 29. Januar mit der Rückrunde beginnt, sind die Kreisklasse 1 und die Kreisklas6e, Gruppe B, Im Januar noch spielfrei und beginnen mit den Rückrundenspielen erat am 5. Februar. Jugendspiele auf dem Bodenseestadlon. Morgen Sonntag stehen sich auf dem Boidenseesta- dion jeweils drei Jugendmannschaften des VfL Konstanz und „Eintracht" Singen in Freundschaftsspielen gegenüber. Es spielen: 13 Uhr die CI-Mannschaften, 14 Uhr, BI und um 15 Uhr Ai- Jugend. In der letzten Spiel'klasse ist Singen badischer Jugendpokalmeister. Ringen KSV Konstanz — Freiburg. Den fälligen Rüdekampf im Ringen der südhadischen Oberliga trägt heute Samstag um 30 Uhr, die Kraftsportabteilung Konstanz gegen die Ringerstaffel von Blau-Wo iß Freiburg aus. Bekanntlich standen sich schon beide Staffeln bei einem Freundschaftskampf auf der Matte gegenüber, den Konstanz mit 5:3 für «ich entscheiden konnte. Konstanzer Radballes ln Reutlingen. Heute Samstag und morgen Sonntag startet die 1. Mannschaft des Radsportvereins Konstanz bei einem 3tägigen Radbaillfurnier m Reutlingen und Metzingen. Hierbei treffen Kaiser—Madella zum erstenmal im neuen Jahr auf den Deutschen Meister ATS Rulnnbadi und den süddeutschen Meister Jchwäbisrh-Gmünd, welche zusammen mit Reutlingen und Konstanz um den „Preis der Stadt Metzingen" spielen. Stadtmeistendiatten im Tischtennis. Am kom menden Sonntag finden in Konstanz die Stadtmeisterschaften hn Tischtennis statt. Zum Austrag kommen die Meisterschaften im Einzel und Doppel in der Klasse A und B für Frauen und Männer, sowie in der Jugendklasse bis 18 Jahre. In der Männerklasse A starten u. a. der letzt- jährige Stadtoeister Eogesser (VfL Konstanz), der frühere südwestdeutsche Jugendmeister und Bodensee-Meister Wurnig (Konstanz), sowie dis diesjährigen Bodensee-Hegau-Kreistneister im Einzel und Doppel Klein und Lorenz (VfL Konstanz). Die Spiele werden nach dem k.o.-System ausgetragen, d. h. jeder Verlierer scheidet aus, mit Ausnahme Im Männer-Einzel der Klasse A, wobei die letzten vier unter sich jeder gegen jeden den Meistertitel ausspielen. Die Meidege- bübr beträgt pro Spielerfin) 0.50 DM. Anmeldungen sind zu richten an die Geschäftsstelle des VfL Konstanz, Hussenstraße 4, Telefon 801. Meldeschluß ist; Samstag, 21. Januar, 16 Uhr. Das Turnier wird in der Stefansturnhaille ausgetragen und beginnt um 13 Uhr. Konstanzer Hafenpegel: Dienstag den 17. 267, Mittwoch 16. 267, Donnerstag 19., Freitag den 20. Januar 265 Zentimeter. BEILAGE D £ S SUDKIJRIEK Immer machen einige gute Menschen ein aarmes Stübchen aus, auch ohne Ofen. Dach und Fenster Gottfried Keller Lied einer Eskimofrau Jüngst hat Dr. med Johanne Christiansen in „Nationaltidende“ einen grönländischen Reisebericht veröffentlicht, aus dem hervor- qeht, daß ’tt dem un-wirtlichen, riesigen Nordpolarland, der größten Insel der Erde, noch eine große kolonisatorische Pflicht in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht zu erfüllen ist. Eine Pflicht, welche die dänische Aerztin, da es sich um die Wohlfahrt der eingeborenen Menschen handelt, den wissenschaftlichen Forschungen und gewiß auch (ter kommerziellen Suche nach Erdschätzen z-nächst voranstellt. Ein seinerzeit von dem Grönlanddurchquerer Knud Rasmussen übersetztes und durch Dr. med. Johanne Christiansen ergänztes Lied einer Eskimofrau, das anmutet wie eine Sage, und doch ein Stück moderner Volks- und Gesellschaftskunde ist, lautet in deutscher Uetoer- tragung also: Ich bin nur eine kleine Frau, die gern will fronen, die gern will schleppen und sich plagen voll frohen Eifers, bloß um nützlich zu sein. Ich mag gehen weit, weit in die Berge, Feuerung zu holen, bis meine Sohlen löcherig werden. Ich trage, trage, trage Wasser und Mist und Eis. Und wenn die großen Schiffe kommen, gehe ich mit den anderen Frauen in langen Reihen unter den schweren Balken und Säcken. Eingeleitet und übertragen von Adolf Gregori Das Los der Untermieterin Die alleinstehende Berufstätige wohnt in Untermiete. Leider ist das heute die Regel. Vor dem Kriege war es häufig anders. Damals war nur ein Bruchteil derer, die heute Untermieter sind, dazu gezwungen. In erster Linie wohl nur junge Menschen, die sich noch keine dauernde Existenz gründen wollten und konnten, die in der Ausbildung standen oder in den Anfängen einer Berufsarbeit, oder wer nur vorübergehend an einem Ort blieb. Wer heiratete, gründete selbstverständlich einen Haushalt in eigener Wohnung, mochte sie noch so bescheiden sein. Aber auch wer nicht heiratete, mietete sich eines Tages eine Wohnung, wenn er es nur irgend konnte. Und zwar gerade die alleinstehenden Frauen, auch die berufetätigen und sie wußten warum sie es taten. Denn wohl jede Frau will auf die Dauer einen privaten Lebensraum haben, und gerade die Berufstätige braucht diesen zum Ausgleich, zur Entspannung. Darum ist es besonders bedauerlich, daß bei uns heute die Mehrzahl der alleinstehenden Frauen keine eigene Wohnung hat. Warum das so ist, wissen wir alle. Der Krieg ist schuld. Es haben ja auch zahllose Familien kein Heim und verständlicherweise bemüht man sich erst einmal ihnen eines zu verschaffen. Die alleinstehende Frau bleibt also, jedenfalls fürs erste, Untermieterin. Und das ist oft gar nicht leicht. Denn sie wohnt ja in einem fremden Haushalt. Dieser Haushalt hat eie, oft genug, nur gezwungen aufgenommen. Eigentlich wollte man ja nicht vermieten und wenn schon, dann an einen gut situierten, alleinstehenden Herrn, der nun einmal als Untermieter weit genehmer ist als die alleinstehende Frau. Die Mieteinnahmen aus dem Zimmer sind zwar heute meist recht erwünscht, wenn nicht fast unentbehrlich. Aber wie oft geben die Wohnungsinhaber das nicht mal sich selbst zu. Wer fragt danach, ob sich ihre Untermieterin bei ihnen wohl fühlt? Wie wenige bemühen sich, es ihr nett zu machen. V/as stellt man ihr schon für Mobiliar ins Zimmer! Möbel, die längst ausrangiert waren Ein Tisch aus der Kinderstube von damals, als die verheiratete Tochter noch ein Dreikäsehoch war. Korbstühlchen, die früher Tag und Nacht auf der feuchten Veranda standen und dadurch recht gelitten haben. Kommoden,, deren Schlüssel verloren gingen. Nachttische, deren Füße nicht mehr recht halten wollen, so oft hat man sie schon geleimt. Bettvorleger aus Flickmaterial, das im Begriff ist wieder zu werden, was es einmal war. Zugegeben, qft hat der Vermieter keine anderen Möbel übrig und seine Einrichtung ist ebenfalls einfach. Dann läßt sich nichts dagegen sagen, wenn es auch in dem untervermieteten Zimmer bescheiden aussieht, vor allem wenn dann der Mietpreis entsprechend berechnet wird. Anders ist es, wenn das Zimmer zu einem gepflegten Haushalt gehört und seinen guten Preis kostet. Sollte man dann nicht doch ein oder das andere hübsche Stück, wenn man es hat, in das Zimmer stellen? Gewiß, die Möbel im untervermietecen Zimmer werden oft sehr strapaziert, besonders wo die Hausfrau ihre Küche nicht mitbenutzen läßt und darum im Zimmer gekocht werden muß. Fürs Essenbereiten eignet sich kein polierter Tisch, und em echter Teppich ist keine zweckmäßige Unterlage für den, der sich am Waschtisch Menschlich - allzu Unmenschliches „Ja — es gibt viele Tragödien jetzt in möblierten Zimmern, Tür an Tür mit bürgerlicher Behaglichkeit“, sagt die 55- Jährige. Zwischen 1944 und 1949 hat auch sie da und dort kampiert, gehaust, gewohnt. Heute ist eine Existenz neu begründet, wir sitzen in ihrem Ein-Zimmer- heim, einer ausgebauten Mansarde. Und sie erzählt: „Da ist zum Beispiel der alte X..., er fiel auf der Treppe, der Arzt verordnete drei Tage Bettruhe. Er bleibt einen Tag liegen, hofft, wartet, nährt sich von Brot und Aepfeln. Am zweiten Tage werden ihm Kohlen angefahren. Man schüttet sie voris Haus. Am dritten Tag steht der alte Herr auf, trägt die Kohlen korbweise in den Keller. Der Arzt kommt wieder. Er verordnet Bettruhe...“ „Man sollt’ hat als Untermieter nicht krank werden“, sagt die Erfahrene, „die Vermietenden sehen das nicht gern. Soll auch nicht fragen: Darf ich mal mein Essen in Ihrer Röhre war m halten, gnädige Frau? ... denn man darf es auch ausnahmsweise nicht. Es geht nicht an, daß den Dampfnudeln der Wohnungsfoesitzer die Hitze entzogen wird, bloß damit das Essen der Untermieter nicht kalt wird...“ „Sie kennen alle das Flüchtlingsehepaar, die alten Ostpreußen. Seit die Frau im Krankenhaus liegt macht niemand das Zimmer. Bedienung sei nicht vorgesehen. Ich gehe jeden zweiten Tag hin, hole Holz und Kohlen rauf, fege, mache das Bett, der Alte kann so was nicht mehr. Man sieht’s nicht gerne ... ist bürgerliche Ordnung gewöhnt. Gewiß, die Zimmer, miete deckt fast die Wohnungsmiete und das ist seit der Währungsreform nicht zu verachten, aber Krankheit! — das war nicht inbegriffen...“ Es ist der Heimkehrer, der diese Geschichte erzählt. Wir schweigen. Dann sagt die Hausfrau: „Die verschlossenen Herzenstüren, die Wände aus Gleichgültigkeit, das ist das Furchtbare.. “ Und der Heimkehrer sagt: „Wie soll eine neue, bessere Welt aufgebaut werden, wenn Frauen, wenn das Mütterliche in der Frau versagt? ...“ M. S. Unser Heim — die „Insel unserer Wünsche” — läßt häufig leider gerade die Dinge vermissen, die über das notwendigste hinausgehen und unser ausgesprochen weibliches Verlangen nach einer etwas persönlichen Note befriedigen. Sei es aus Raum- oder Geldmangel, (meistens aus beiden) verzichten Sie nicht auch auf das, was man früher Frisiertoilette nannte? Sehen Sie! Aber gerade der weiblichen Eitelkeit sollte wenigstens ein kleiner Winkel gestattet sein. Hier ruhen auf einem Eckbrettchen, das mit einem Stoffrest unter Glas belegt ist, Kamm und Bürsten sowie Hautpflegemittel in Fläschchen, Tuben und kleinen Tigeln. Ein anderer Stoffrest wurde etwas eingekraust und bildet den Vorhang zu einem äußerst praktischen Schuhschrank, den niemand darunter vermutet. Hätten Sie nicht Lust, morgens den ersten und abends dsn leizten Blick in einen zierlichen Spiegel über einem solch reizvollen Toilettentisch zu werfen? I s a b e 11 § 1 « im Zimmer wäscht. Aber sollten nicht jedenfalls die von der Berufsarbeit müde Heimkommenden wenigstens einen bequemen Sitz vorfinden, einen Sessel, ein kleines Sofa oder dergleichen? Und braucht nicht jeder einen ordentlichen Schrank? Wo gibt es da« sonst in einem regulären Haushalt, daß Kleider, Mäntel, Blusen, Röcke, ausschließlich, manchmal schamhaft verdeckt und doch nicht versteckt, mit ihren Bügeln an der Wand hängen müssen? Und das in Zimmern, für die zwischen 30 und 40 DM Miete gefordert und gezahlt wird. Kann man wirklich keinen Schrank entbehren, so ließen sich vielleicht einmal ein halbes Jahr lang monatlich 10 DM von der Miete weglegen, um davon für die Untermieterin einen, wenn auch gebrauchten, Kleiderschrank zu kaufen. Es läßt sich vieles arrangieren. Man muß nur guten Willens sein. Gerade Frauen untereinander sollten sich in solchen Fragen verstehen können. Wer einen eigenen Haushalt hat, weiß doch, was eine Frau zur Lebensführung braucht, weiß auch, was der eigene Herd wert ist. Man muß einmal denken, wie es wäre, wenn man ihn selber auch nicht mehr hätte. Die meisten Untermieterinnen von heute, jedenfalls die nicht mehr ganz jungen, hatten früher ihr eigenes Heim. Nur ging es ihnen mit dem Krieg verloren. Daraus auch erklärt es sich ja, daß sie selbst als Untermieterinnen, nicht auf ein persönliches kleines Reich verzichten möchten. Um darin zu kochen, zu waschen und zu putzen.' Nicht nur um Geld zu ersparen, wenn auch der Zwang zum Sparen selbstverständlich eine Rolle spielt. Entscheidend aber ist, daß sie sich so heimischer fühlen. Darum, je mehr Verständnis für ihr Verhalten und für ihre Wünsche die Untsr- mieterin bei der Vermieterin findet, um so leichter wird sie sich mit ihrem Los als „möbliertes Fräulein“ abfinden. Um so weniger aber auch wird sie, für den Haushalt der Vermieterin — eine unerfreuliche Belastung sein! Dr. EH • Hamburgsi 14-Stock-Hochhäuser enthaL ten unter anderem auch 288 Einzimmerwohnungen die für alleinsthende Frauen gedacht sind. Für diese Wohnungen ist kein Baukostenzuschuß erforderlich. Die monatliche Miete beträgt 50.— DM. Dafür hat die künftige Besitzerin Warmwasser, Telefonanschluß, Zentralheizung, Eisschrank und Elektroherd in der Kochnische, sowie die wichtigsten Möbel fest eingebaut. Das Möbelsparen ist eine Einrichtung der Sparkassenverbände im ganzen Bundessgebiet. Der Inhaber eines „Möbel- Kontos” kann frühestens nach 6 Monaten den dreifachen Betrag des gesparten Geldes als Darlehen erhalten. Er bekommt es aber nicht ausbezahlt, sondern die Sparkasse begleicht von sich aus in entsprechender Höhe die Rechnungen für gekaufte Möbel. Nürnberg wird ein Heim für berufstätige Frauen schaffen — in Verbindung mit den mittelfränkischen und städtischen Behörden, den Frauenorganisationen und der Industrie wird durch die Stiftung eines Bauplatzes und einer immerhin sechsstelligen Bausumme em Haus für 70 Frauen errichtet werden können, zugleich auch Räume für einen Kindergarten und seine Betreuerinnen. Unsere Handarbeit Die unentbehrliche Strickjacke, zu jeder Jahreszeit nützlich und für jedes Alter brauchbar. Im Winter zu Rock und Bluse, im Sommer über dem leichten Kleid zu M tragen. Hier in hübscher Form, modisch und zugleich zeitlos, wie wir es uns für ein selbstgefertigtes Stück wünschen, an das wir gerne geruhsame Stunden wenden. Verbrauch ca. 500 g einfarbige Wolle und ca, 50 g Schmuckfarbe. Nadel Nr. 3. Mustert 1 Masche rechts, 1 Masche links. Die schlechten Esser Kinder, die schlecht essen, können ein Familienleben auf den Kopf stellen. Alles dreht sich um das Essen, man fragt sich, ob das Kind krank ist, holt den Arzt (der nichts findet), beim Mittagessen wird gut zugeredet: „Ein Bissen für die Mama, einen für den Papa, einen fürs Schnauzerl“ usw. Zu dieser Schwierigkeit, die in' vielen Familien leider Tagesgespräch ist, kann man sagen, daß es gewöhnlich in einer Familie mit wenig Geld und sechs Kindern keine schlechten Esser gibt. Damit trifft man wohl den Nagel auf den Kopf. Einzelne, etwas verwöhnte, empfindliche und zarte Kinder sind meist die schlechten Esser. Um eine Besserung zu erzielen, ist als Grundsatz zu empfehlen: das Kind muß nicht essen, sondern es d a r f essen, es ist ihm gestattet. Ist nicht essen eine ganz natürliche Angelegenheit? Dazu brauchen wir dem Kind nicht zuzureden. Um Ordnung zu halten, wird Fleisch. Nachtisch und Leckerbissen zugeteilt, alles andere darf sich das Kind nehmen, wie es mag und wieviel es will. Es ist falsch, den Nachtisch zu entziehen, weil kein Gemüse gegessen wurde, oder eine doppelte Portion zu geben, um es für etwas nicht Gegessenes zu entschädigen, oder ihm eine halbe Stunde nach dem Essen mit einem Butterbrot zu helfen. Moralische Begründungen wie: „Hättest du dein Gemüse gegessen“, sind ziu vermeiden. Dafür soll man dem Kinde sagen: „Nachtisch gibt es doch immer nur einmal, das Kaffeebrot gibt es doch erst um vier Uhr' usw. Alle Gespräche über das schlechte Essen des Kindes und über seine Behandlung dürfen niemals vor dem Kind geschehen. Das gilt grundsätzlich: man soll niemals über ein Kind sprechen, wenn es selbst Ohrenzeuge ist. Ißt das Kind sehr langsam, so hat man ihm freundlich zu sagen, es müsse zusammen mit den Erwachsenen fertig sein, oder „Ich sehe, du hast keinen Hunger mehr!“ — aber freundlich! Vom Essen soll so wenig wie möglich geredet werden, als ob es die Eltern überhaupt nicht interessiere, ob das Kind nun viel oder wenig ißt. Denn das Kind regt die Erwachsenen gewöhnlich zu allerlei Aufmerksamkeiten und Maßnahmen an, um sich zur Geltung zu bringen. Und dieses Im-Mittelpunkt-Stehen zu vermeiden, dienen unsere Vorschläge. Man hat erfahren, daß Kinder, die man einfach einmal hungern läßt, die Zusammenhänge schnell begreifen, in der Regel in zwei Wochen ihr Gewicht wieder einholen und dann normal zunehmen. Voraussetzung für dieses Verfahren ist allerdings, daß das Kind gesund ist, im anderen Fall ist der Arzt zu befragen. Dr. Heinz Graupner Wenn die Haushaltskasse leer ist ... Nach den Festtagen ist die Haushaltskasse leer. Jetzt heißt es „zaubern”. Das Mittagessen darf nicht viel kosten, aber es soll schmackhaft sein. Hier sind ein paar Vorschläge: Gebackene Selleriescheiben: Große Sellerieknollen sauber bürsten, ungeschält so lange kochen, bis sie sich mit dem Hölzchen leicht durchstechen lassen, noch heiß in fingerdicke Scheiben schneiden, abschälen, salzen, in Mehl wenden und in gebräuntem Fett von beiden Seiten goldbraun braten. Dazu Kartoffelsalat. Kartoffelgemüse: Kartoffeln schälen, in recht dünne Scheiben schneiden und in Fett mit gewürfelten Zwiebeln 10 bis 15 Minuten andünsten. Soviel kochendes Wasser hinzufügen, daß die Kartoffeln halb bedeckt sind, ein Teelöffel Kümmel, nach Belieben ein halbes Lorbeerblatt beigeben und zugedeckt auf kleiner Flamme kochen lassen. Zum Schluß mit Salz abschmecken, Petersilie oder Schnittlauch darüber streuen und mit Rohkostsalat zu Tisch geben. Zwiebackauflauf: 350 g Zwieback oder 6 bis 7 alte Brötchen (in Scheiben geschnitten) werden in eine gefettete Auflaufform gelegt und etwa 50 g Rosinen dazwischen gestreut. Vs Liter Milch wird mit einem Ei, 2 bis 3 Eßlöffel Zucker und etwas Vanillin gut verrührt und gleichmäßig darüber gegossen. Man läßt das Ganze ein bis zwei Stunden weichen, gibt einige Fettflöckchen darüber und überbäckt im Ofen bei Mittelhitze etwa 20 bis 25 Minuten. Dazu gibt es Fruchttunke oder eingemachtes Obst. Weiße Bohnen auf spanische Art: 500 g weiße eingeweichte Bohnen mit reichlich Wasser, einer Prise Natron und etwas Salz zum Kochen bringen und dann 500 g geschnittene Zwiebeln, 2—3 fein gehackte Knoblauchzehen und, kurz bevor die Bohnen weich sind, 1 bis 2 Eßlöffel Tomatenmark dazugeben. Man schmeckt vor dem Anrichten mit Salz, Pfeffer und einem Eßlöffel Fett ab, falls nicht ein Stück Speck mitgekocht wurde. Mit Kartoffeln servieren. Cornelia Wissen Sie es schon? Nachdem mit der neuen Gerichtsordnung nach 1945 das Richteramt auch Frauen wieder zugänglich gemacht wurde und in Mannheim eine Frau als Amtsgerichtsrätin, in Heidelberg eine als Frie- densrichterin amtieren, wurde in Karlsruhe Elena Lange als erste Verwaltungsgerichtsrätin in ihr Amt eingeführt. Etwa 75 Firmen der ehemaligen Berliner Damenbekleidungsindustrie haben sich in Frankfurt/Main niedergelassen. Vertreter Frankfurts glauben, daß diese stadt Modezentrum wird. Die Geheimkassette der Kaiserin Elisabeth von Oesterreich wird in diesem Jahre geöffnet werden. Laut testamentarischer Verfügung darf sie erst jetzt, da keiner der Beteiligten mehr am Lehen sein kann, aufgeschlossen werden. Chancen der Geßügelzuchtgehilßn Geflügelzüchterin ist gegenwärtig ein sehr geschätzter Beruf. Trotz des starken Zustroms besteht nicht die Gefahr der Uberfüllung. Außerdem kommt eine starke Nachfrage nach deutschen Geflügelzüchterinnen aus Schweden und der Schweiz. Man hofft, daß die Ausreiseschwierigkeiten in Kürze erleichtert werden. Die Ausbildungszeit beträgt zwei Jahre in einem anerkannten Lehrbetrieb. Im zweiten Lehrjahr wird ein Grundkursus an einer Lehr- und Versuchsanstalt für Kleintierzucht absolviert. Nach bestandener Prüfung sind aus den Lehrlingen Geflügelzuchtgehilfinnen geworden. Anstellung finden sie auf Geflügelfarmen und an Brutanstalten, sowie auf Gütern, wo sie meistens die Arbeiten einer Gutssekretärin mit übernehmen. Wer tüchtig ist, kann sich nach 6jähriger Praxis und der Absolvierung eines Meisterkurses für die Meisterprüfung melden. Erhalten sie dort den Meisterbrief, sind sie zur Leitung von Geflügelfarmen berechtigt. Wobei sie allerdings noch Angestellte in einem abhängigen Arbeitsverhältnis sind, sofern sie nicht einen eigenen Zuchtbetrieb besitzen, zu dessen Anlage Kapital unerläßlich ist. Auf jeden Fall aber ist die Ausbildung zur Geflügelzüchterin — für junge Mädchen aus der Landwirtschaft — eine nutzbringend verbrachte Zeit, die ihnen entweder einen aussichtsreichen Beruf erschließt, oder wichtige Kenntnisse für die Geflügelhaltung auf dem eigenen Hof vermittelt. i i i 11 i 1 M 1 1 Ll .1 | 1 i < 11 1 | p r r i ) | • rill 1 pdxhd 1 p*~ j-j _ n r p p 1 V MioScX 1 X 5qX P P K p*~ PH “ _ r p P 1 j 11 Mx 1 » BaB? P P K xj T T 1 ~p pH “ 3 Lj p P Bqxlx Ix! Iw« x 05 P Y jx ’P" — _ P □ r K Duxl 1 w xl Ö5 P X P MxJäS x x p~~ _ M r K | TT r Mx! >o x Mx r“ X r wc T i )c ~p ~p ■“ _ M i* P 1 i r Twx ix *1 Ix5s R P K yr 1 m P~i ■“ J p BZ K K r 1 T j i jwP< 1 >d B35Z p P K xW 1 1 i x. p - * 1 r P rrr TT p< «"* j M P K s [ i 1 1 g” Ec P p P rpSyS? r ] KJ 5z p 1 - F 1 g F F Ffg ßiekF Pf K c F X g p r r [ r DOQ ux [xb< w X p xfxT i 1 p 52 BZ bd 1 ; rxlxi i T 1 11 p ! p IXTXl 1 X d P PI rj X So 11 Ix 1 x~1 KJ ii 1 SflXDfV S 1 ■■ 1 -3 n n n rT T ] fi) >05 I P~j 5ü V p 111 r i ■Ml p p n □ n | {i r 1 Tix d ri |P XDfl Ixl 1 Ed 3 S 1 | B | II iÄCT S 33 ■■ a>:< 4 >; K 5c x X y , | yfxöd xS j j | ?Q<2 Xj SflX X Y r~ - g 3 g | & yj-f ti RR Rp E % pF i 1 -ii n i D&C Xl Kl pg x Ix T i II p 3 i jy » xxJ A< l V 1 Ixpj V ; Jx | I p p p 2 5] XD? 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In blauem oder weißem Leinen, oder einfarbigem Satin für Verkäuferinnen und Angestellte; in gemustertem Schürzenstoffl oder einfarbig mit bunter Paspelie- rung für dieiHaus- arbeit. Man sieht darin nett angezogen aus und schont darunter die empfindlichere Kleidung, die weder schnell abgetragen, noch zu oft gewaschen werden darf. Größe 46, Stoffverbrauch ca. 3,75 m, 96 cm breit, Modell, Schnitt und Handarbeit „Das kleine Modenheft“. Dieses Modell ist neben vielen anderen auf dem Schnittmusterbogen Nr. 9 enthalten, den Sie in jeder Geschäftsstelle des „Südkurier'' für nur 40 Pfg. erhalten, bei schriftlicher Bestellung (auch bei der Hauptgeschäftsstelle des „Südkuirier", Konstanz, Mairktstätte 4) zuzüglich 6 Pfg- für Drudcsachenporto. Bitte, die obengenannte Nummer des Schnittbogens arogeben. — Es gibt auch Modellschnitte nach, eigenem Maß, Erforderliche Angaben: Oberweite. Taillenweite. Hüftweite, Taillenlänge, Aennellänge und ganze Länge: ferner die Nummer des Modells. Der Maßschnitt kostet 3,50 DM, bitte der Bestellung beifügen. Mafischnrtte werden ausdrücklich bestellt bei der Adresse : Sdindttewerkstatt „Das kleine Modenheft", Konstanz, Bahnhofeträße 8. Redaktion: Marion Einwäeht«* r Samstag. Sonntag, 21.'22. Januar 1950 SÜDKURIER Nr. 9 / Seite Ein halbes Jahrhundert religiöses Leben Das Heilige Jahr bietet der Christenheit alle 25 Jahre Gelegenheit zu einer fruchtbaren Gewissenserforschung. Am Rande von 1950 können wir ohne Bedauern die Jahrhunderthälfte betrachten, die eben zur Neige ging unid können der Gegenwart wie der Zukunft ohne übertriebenen Pessimismus ins Angesicht echauea Seit 1900 gab es keine Spaltung und Irrlehre, die der Rede wert wären. Fast alle Regierungen, ausgenommen die kommunistischen, sind im Vatikan vertreten, während es dort vor dem ersten Weltkriege nur einige Gesandtschaften gab. Inmitten der materiellen und moralischen Ruinen zweier Weltkriege ragt noch immer die katholische Kirche empor, „katholischer“, allumfassender als sie je war. 1926 wurden fünf chinesische und ein japanischer Bischof geweiht. 1946 tritt ein Chinese, ein. Armenier und ein Australier in das Heilige Kollegium ein, wodurch Italien darin seine traditionelle Mehrheit verliert. Von nun an hat Amerika mehr Kardinale als Spanien, und man zählt auf der Weit mehr als 60 Millionen englischsprechende Katholiken. Aber die Kirche kennt nicht nur diese beruhigenden Aussichten. Die Hoffnungen, die auf den Zusammenbruch des zaristischen Cäsaropapismus gesetzt wurden, sind rasch enttäuscht worden. Der Zutritt zur russischen Welt ist heute den katholischen Missionaren ebenso, wenn nicht noch stärker verwehrt. Der gottlose Kommunismus, von Pius XI. als „in sich pervers“ bezeichnet, erstreckt sich heute über traditionell katholische Gebiete. Er liquidiert systematisch die orientalische Christenheit und stürzt sich mit aller Gewalt und mit den verschiedensten Methoden — je nach der Stärke des Gegners — in einen Kampf ohne Pardon mit der einzigen Macht, die sich seiner totalen Bemächtigung der Seelen und Menschenherzen entgegenstellen kann. Und schon zeigen sich auch überall deutliche Anzeichen einer Bekehrung der Massen zu einer Religion des bloß Menschlichen, der bloß menschlichen Totalität, ohne daß sich für hunderte von Millionen Menschen auch nur die Frage nach einer Transcendem stellt Gewiß, es gibt 400 Millionen Getaufte in der Welt, aber das China Mao Tse Tungs allein schon weist mehr Millionen Menschen auf. Man müßte obendrein noch die Gewißheit haben, daß diese 400 Millionen Getaufte wirkliche „Katholiken“ wären. Aber wie weit fehlt es daran und vor allem im Abendlande, so gerne es auch die christliche Kultur für sich in Anspruch nehmen möchte. Sollten schließlich die Rücksicht und Achtung, die man überall den Vertretern der Hierarchie zollt, nicht doch nur Blumen über dem gissen eines Sterbenden sein, gerade noch gut genug zu Bundesgenossen im Kampfe gegen den gemeinsamen Feind? Diese Frage stellt sich — und die Krise der priesterlichen. Berufungen allein würde genügen, ihre Richtigkeit zu beweisen. Ebenso wahr ist es, daß die Kirche heute im Allgemeinen ihre Beziehungen zum Staate in einer andersgearteten Unabhängigkeit zu sehen weiß, als es vor einigen Jahrzehnten der Fall war. „Primat des Geistigen“, der Ausdruck stammt von Jaques Maritain, dessen Name sich uns sofort aufdrängt, wenn man von der Erneuerung des katholischen Denkens im 20. Jahrhundert spricht. So beherzt und oft sogar kühn dieses Denken ist, so wahrt es doch dem Dogma gewissenhafteste Treue. Seit dem Jahre 1907 hatte Pius X. mit der Verurteilung des Modernismus, dieses „Stelldichein aller Häresien“, alle Parteigänger irgendwelcher „Synthesen“ der Religion mit dem Zeitgeist entmutigt. Auch das Ordensleben, dieses Gegenstück, zur modernen Welt, übt, weit entfernt einer Dekadenz zu verfallen, eine Anziehungskraft aus, für die selbst die Protestanten in erstaunlicher Weise Verständnis aufbringen. Die Grenze zwischen Welt- und Ordensleuten will sich allmählich verwischen und man sieht aus dem Priesterstand einen wunderbaren Strom' von Selbstlosigkeit, j von persönlichem Einsatz und von einer Geistigkeit hervorbrechen, die nicht vergebens auf jene einen starken Eindruck machten, welche die Kriegsläufte eine Zeit lang zu einem gemeinsamen Leben mit den Priestern an der Front und in der Gefangenschaft gezwungen haben. Aber die Priester stehen nicht allein in der Kirche; man wid als eines der wesentlichen Kennzeichen des religiösen Lebens in dieser Jahrhunderthälfte das Wiedererwachen und -erstarken des Laienstandes festhalten müssen. Der Protestantismus findet sich in einer ständigen Erneuerung und namentlich in einem Lande, in dem er einen hervorragenden Platz unter' der geistigen Elite und den Wirtschaftskreisen ein nimmt. Wenn es im Protestantismus eine „liberale“ Richtung gibt, die man mit dem Modernismus vergleichen könnte, so führt die Lehre von Karl Barth heute doch, eine große Zahl seiner Anhänger zu einer entschlossenen Anerkennung der Transcendenz. Auch hier finden wir eine Wiedergeburt des apostolischen- Geistes, eine Ausbreitung der Missionen, einen Zug zum Gemeinschaftsleben, der keineswegs der traditionellen Bedeutung des persönlichen Bekenntnisses im Protestantismus widerspricht Eine Wiedergeburt des Glaubens, des Denkens und der Sitten tritt uns auch bei den orthodoxen Kirchen entgegen. Im Gegensatz zu den Erwartungen Roms haben die orthodoxen Kirchen den Zusammenbruch des Zarentums überlebt. Von New York bis Schanghai haben sich die emigrierten Russen wieder um ihre Priester geschart Die wiedererwachende Orthodoxie, die an Stalin ihr Wohlgefallen findet, ist eines der Instrumente zur Durchsetzung der Ziele des Kremls geworden. Die Unierten von Zentraleuropa mußten in ihren Bann zu rüdekehren und das Ansehen des „Dritten Rom“ genügt, um die religiösen Kreise der Emigration zu erschüttern. Aber im ganzen Orient und in der weiß russischen Diaspora gibt es Kirchen, die der Autorität des Moskauer Patriarchen jene des Patriarchen Athenagoras von Konstantinopel, eines entschiedenen Gegners des Kommunismus, entgegensetzen. Also eine Entwicklung, die der des Katholizismus und Protestantismus parallel läuft, der ab’sr ein gemeinsamer Zielpunkt fehlt Die „Begegnungen“ und „Treffen“ vermehren sich in illen Kirchen. Trotz manchmal ziemlich heftiger Zusammenstöße ist die Einheit und Wiedervereinigung eine der Hauptangelegenheiten geworden. (Le Monde) Aus der christlichen Welt Erstaufführung des Caritasfilmes F r e i b a t g. In Anwesenheit von Vertretern der kirchlichen und staatlichen Behörden fand in Freiburg die Erstaufführung des Cari-taefilmes „Antwort des Herzens” für die Erzdiözese Freiburg statt. Der Präsident des Deutschen Caritas- verbandea, Prälat Dr. Müller, betonte eingangs, man habe sidi bei der Herstellung dieses Filmwerks von dem Schlrtftwort leiten lassen, daß man sein Licht leuchten lassen und es nicht unter dem Scheffel stellen soll. Der Film, der kürzlich in München uceitfgeführt wurde, beweise eindringlich, daß die caritatiiven Gelder ausschließlich den vielseitigen Werken praktischer Nächstenliebe zugute kämen. Die Vorführung des Ca- ritasfilmes innerhalb der Erzdiözese Freiburg wird in etwa 14 Tagen anlau-fen. Der Film wird sowohl in den öffentlichen Filmtheatern in Sondervorstellungen als auch mit Vorführgeräten auf den Landgemeinden gezeigt werden. Südwttrttemberg für Bekenntnisschule Stuttgart. Nach einer Mitteilung des Kultusministers von Südwürttemberg-Hohenzollem sprachen sich bei einer Abstimmung über dlie Frage „Bekenntnisschule oder Gemeinschaftsschule'' 55,5 Prozent der Erzf-ehungsbexechltigten fü-r die katholische und 23,2 Prozent -für die evangelische Bekenntnisschule aus. Gegen Schmutz und Schund Mannheim. Die christlichen Jugendorganisationen Mannheims haben eine Resolution an den württemberg-badischen Landtag gerichtet, in der So-fortmaßnahmen giegen die Schmutz- und Schundliteratur gefordert werden. „Diese Magazine, Aktfotos, Liebes- und Ehetoücher übelster Sorte”, so heißt es in dieser Resolution, „bewirken an den geistigen Werten unserer deutschen Jugend eine Demontage, welche die De, montage an toten Maschinen in ihren Auswirkungen weit übertrifft. Wir möchten endlich den Zustand beseitigt wissen, daß sich die schmutzigste Profitgier noch immer mit dem Mißbrauch der demokratischen Freiheit gegen das natürliche Empfinden und saubere Denken im Menschen behauptet." Die „Erscheinungen“ von Thum-Heroldsbach Samberg. In einer Stellungnahme zu den Begebenheiten von Thurn-Henoldsbach erklärt der Bambergex Erzbischof, Dr. Otto Kolb, die kirchliche Untersuchung habe bisher nicht ergeben, was zur Annahme übernatürlichen Ursprungs berechtigen würde. Dagegen habe man Tatsachen -festgesteIHt, die zu ernsten Bedenken gegen eine solche Annahme Anilaß gäben. Die Ehrlichkeit der Pilger und die aufrichtige Frömmigkeit der Gläubigen würden nicht Sn Zweifel gezogen, doch müsse Frömmigkeit auf gesicherter Grundlage beruhen. „Wir haben Klerus und Gläubige ermahnt”, so heißt es weiter, „gegenüber den Ereignissen in H-eroldsbach Zurückhaltung zu bewahren und dem Ort der „Erscheinungen” möglichst iemzubleiben. Wir wiederholen eindringlich diese Mahnung. Die Geistlichkeit ist angewiesen worden, in Predigten und sonstigen Ver- Iaut'banungien jede Stellungnahme zu den Herolds- badier Vorgängen zu unterlassen." Ebenso sollen Prozessionen und Wallfahrten nach Heroldsbach sowie Sammlungen für die Errichtung einer Kirche oder sonstiger Gedenkstätten am Ort der „Erscheinungen” unterbleiben. Bilde über die Grenzen Schweizer Film mm Madame de S%a€l Z ü r d ch. Die ' Antcm-Fftm-Gesellschaft Hotrgen, die Produzentim des gegenwärtig im In- und Ausland flauenden Filme« „Barry*' (der Hund vom Großen St. Bernhard!, hat «ich für ihr nächstes Werk ,3ine Frau kämpft für die Freiheit'’ dem schweizerischen und überhaupt abendländischen Anliegen des freien Mantschen verpflichtet. Als Verkünderin freiheitlicher Forderungen ist Madame de Stael gewählt worden, die als Zeitgenossin Napoleons und Benjamin Constamts nult diesen und gegen jenen leidenschaftlich jede Form der Gewalt und Diktate bekämpft hat. Die Aufnahmen 6olten soweit wie möglich in Goppet am Genfer See gedreht werden, wo bekanntlich noch das Schloß der Madame de Stael steht, das zu ihrer Zeit die „Herberge Europas" genannt wurde. Beschlagnahmt und wieder freigegeben Solothurn.. Das im Spaten-Vertag Grenchen erschienene Buch ..Die 'Demobilisierung der Gretchen-Armee" von K. H. Helms-Liesenhoff, einem in Nidau wohnhaften Deutschen, das im vergangenen Sommer durch die solothurnisdve Behörde beschlagnahmt wurde, ist nunmehr mit dem Vermerk „Nicht für Jugendliche" freigegeben worden. Berner Theologieprofessor liest in Marburg Bern. Die theologische Fakultät Marburg hat den Berner Dozenten der systematischen Theologie, Professor Dr. Martin Werner, zu einer Reihe von Gastvorlesungen eingeladen. Professor Werner wird dem. Rufe Folge leisten und sich dieser Tage nach Marburg begeben. Wild in Not Andermatt. Nach den starken Schneefäl- len im Gcrtthardgebiet, die auch verschiedene Verkehrsstörungen zur Fodge hatten, wurde von Andermatt aus kürzlich beobachtet, wie Doürlen- sebwänne ständig über einer bestimmten Stelle auf dem Berg kreisten. Man forschte nach und stieß auf zwei völlig erschöpfte Hirsche, einen stattlichen Bode und eine trächtige Hirschkuh. Die beiden wurden zu Tal gebracht und richtig verpflegt, worauf sie «dion nach kurzer Zeit hn Banngebtet von Erstfeld wieder in Freiheit gesetzt werden konnten. Großer Erdrutsch lm Tessin Locarno. Ein Erdrutsch großen Ausmaßes ereignete sich in den Steinbrüchen von Ponte Asdutto im Val Rovana, einem Seitental des Maggia-Tades. Eine unterirdische Erdbewegung zwischen zwei Gängen verursachte den Absturz von etwa 100 000 Kubikmetern Material, wovon rund 20000 Kubikmeter in den Fluß 'Rovana fielen. Die Absturzstelle liegt vier Kilometer vom Cevio im Maggia-Tal entfernt. Die Kanton sstraße ist auf einer Länge vom 150 Metern verschüttet. Die Leitung für den elektrischen Strom und das Telefon wurde weggerissen und die Verbindung mit dem oberen Teile des Rovana-Tales unterbrochen. Für greise Flüchtlinge Genf- Die Internationale Flüchtlingsorganisa- tkm in Genf teilt mH, daß eine ernte Gramme von 75 greisen Flüchtlingen, die sich bisher in Lagern in Oesterreich oder im Libanon befanden, nach Beigien reisen, um m Greisenasylen hospitalisiert zu werden. Die Leute sind 50 ois 85 Jahre alt. In Deutschland. Oesterreich und anderen Ländern befinden sich noch rund 2-5 000 solche greise oder kranke Flüchtlinge- Vertreter der Flüctalingsorganisatiomen bemühen sich m alten Teilen der Wett, sie ähnlich unterzubringen, wie «6 mit der ersten Gruppe in Belgien geschieht. Unser großes Preisausschreiben Nun ist es soweit; Unser erregender Roman, der so viel Kopfzerbrechen und so viel Diskussionen hervorgerufen hat, ist abgelaufen — bis auf den Sdiluß, der des Rätsels Lösung bringt und daher erst am Donnerstag, 2. 2. im „Südkurier“ erscheinen wird. Nun ist es soweit: Jetzt sollen Sie unsere Preisfrage beantworten: schreibt die roten d$riefe ? Irgendwelche Kosten oder Verpflichtungen entstehen Ihnen dadurch nicht. Während der Wochen, in denen der Roman erschien, haben Sie hoffentlich sorgfältig auf alle in den Fortsetzungen mehr oder weniger versteckten Hinweise geachtet und Ihren kriminalistischen Scharfsinn spielen lassen. Hier sind nun die Bedingungen für die Teilnahme Die Lösung soll auf einem Zettel dem Träger des „Sfidkurier“ oder einer seiner Geschäftsstellen spätestens am 31. 1. 1954 übergeben oder auf einer Postkarte (mit der Anschrift einer unserer Geschäftsstellen oder: „Sfid- kurier“, Konstanz, Marktstätte 4) so rechtzeitig in den Postkasten geworfen werden. daß die Karte noch den Poststempel vom 31. 1. erhält. Für die Lösung können Sie auch den Vordruck im heutigen Anzeigenteil benutzen; Sie können ihn auch auf eine Postkarte aufkleben. Die Lösung soll nicht in einen Umschlag -gesteckt werden. Jeder Teilnehmer darf nur eine Lösung einsenden. Auf den Zettel oder die Postkarte soll gut leserlich zunächst das Wort „Preisausschreiben“, danach die möglichst kurze, aber eindeutige Bezeichnung der Person geschrieben werden, die Sie für den Schreiber der roten Briefe hallen, am einfachsten also durch dessen Namen; außerdem nur Ihren Vor- und Zunamen, Ihren Beruf und Ihr Lebensalter (damit wir diese Angaben, wenn Sie einen Buchgewinn erhalten sollten, berücksichtigen können), und natürlich die genaue Anschrift. Diese Bedingungen müssen wir stellen, um die Prüfung der zu erwartenden zahlreichen Lösungen etwas zu vereinfachen. Einsendungen, die dem nicht entsprechen, können wir nicht berücksichtigen. Also entschließen Sie sich, wen Sie mit dem Verdacht belasten wollen, die roten Briefe geschrieben zu haben, und schicken Sie rechtzeitig Ihre Lösung ein. Hier noch einmal die schönen Preise: 1. Preis: Motorrad für Damen oder Herren, Marke NSU Quick, :m W-rte von 550 Mark oder elektrische Nähmaschine mit Koffer im Werte von 400 Mark und dazu 150 Mark oder 55# Mark in bar. 2. Preis: Eine kostenlose Reise nach beliebigem Ziel einschließlich Bahnfahrt, Hotel und Verpflegung im Werte von 150 Mark oder 154 Mark in bar. 3. —14. Preis: Je 54 Mark in bar. 11.—24. Preis: Je ein Elektrogerät nach Wahl im Werte von 40 Mark oder 44 Mark. 21.—34. Preis: Je 25 Mark in bar. 31.—54. Preis: Je 15 Mark in bar. 51.—250. Preis: Je ein Jahresabonnement auf die schöne unterhaltende Zeitschrift „Die Erzählung” im Werte von 12 Mark. 251.—500. Preis: Je ein spannender Roman oder eine interessante Lebensgeschichte im Werte von 8—10 Mark. 501.—1000. Preis: Je ein gutes Buch im Werte von 5 bis 7.50 Mark. 1001.—2000. Preis: Weitere Bücher. Außerdem für weitere richtige Lösungen Trostpreise in Gestalt von Büchern. Die Reihenfolge der Gewinne wird durch das Los festgestellt. Im übrigen entscheidet endgültig und unanfechtbar der Verlag. Angestellte und Mitarbeiter des Südkurier und der Druckerei, sowie deren Familienangehörige dürfen nicht teilnehmen. Die Nam-n der Gewinner der Spitzenpreise werden im Südkurier veröffentlicht. Sportdienst des Südkurie r Reutlingen hat den größeren Vorteil Die übrigen führenden Südliga-Vereine müssen nach auswärts fahren Auch der zweite Rückruibdienspieltag in der S ü d 1 i g a sieht wiederum ein volles. Programm vor, wobei mit Ausnahme des SSV Reutlingen die führenden Mannschaften auf Reisen gehen. Der Halbzeitmeister Eintracht Singen ließ im letzten Spiel viele Wunsche in bezug auf Durchschlagskraft offen. Trotzdem sollte aber der Spitzenreiter beim SC Freiburg zu beiden Punkten kommen. Mit gemischten Gefühlen tritt der SV Tübingen die Reise zitm ASV Ebingen an. ln diesem Treffen hat Tübingen die 0:5-Niederlage voan vergangenen Sonntag zu korrigieren. Ob ) dieses Vorhaben mit der gegenwärtig schwankenden Form gelingt, ist mehr als fraglich, zumal Ebingen bisher vo*r dem technischen Können der Gegner keinerlei Respekt zeigte. Beständigkeit ist kein Merkmal des Freiburger FC. Nur allzu oft folgte einer guten Leistung eine äußerst schwache Partie. Im Vergleicht zum Vorjahre hat der FC Villingen zwar offensichtlich nachgelassen, immerhin aber würde eine Punkteteilung im Heimspiel gegen den Meister keine Ueberraschung bedeuten. Zu viner ausgezeichneten Elf hat sich der SSV Reutlingen entwickelt, der in der Läuferreihe den überragenden Mann- schaftsteil hat. Allerdings ist es erforderlich, daß die Reutüinger mit dem entsprechenden Ernst in das Heimspiel gegen Schwenningen gehen. Samt- lichte Liga-Neulinge haben den Vorteil des eigenen Platzes. Der VfL Konstanz tritt beim SV Kuppemheim an und sollte schon mit einem Remis (es war dann das sechste!) einen Erfolg zu verzeichnen haben. Mindestens ebenso schwer ist die Aufgabe dies SV Rastatt bei der SpVgg. Trossingen. Auch in dieser Begegnung dürfte eine Punkteteilung dem gegenwärtigen Kräfteverhältnis entsprechen. Der SV Hedilngen errang am letzten Sonntag seinen ersten Sieg, doch wird dieser die Elf kaum vor dem Abstieg retten können. Die SG Friedrichshafen müßte auf Grund der spielerischen Vorzüge zu einem knap- | pen Erfolg kommen. Zwei alte Bekannte stehen sich mit dem- FV Lahr und der SpVgg. Offen- burg gegenüber, wobei die Offenbürger Gäste mit schweren Abstiegssorgen belastet sind. Der Lahrer Sieg dürfte unumstritten sein. Südliga: SC Freiburg — Eintr. Singen (0:6), ASV Ebingen — SV Tübingen (0:2), SV Kup penheim — VfL Konstanz (0:3), FC Villingen — Freiburger FC (2:4), SpVgg. Trossingen —. SV Rastatt (2:4), FV Lahr — SipVgg. Offenburg (0:1), SSV Reutlingen — VfL Schwenningen (4:0), SV Hechingen — SG Friedridishafen (1:1). Nordliga : FSV Trier-Kürenz — SpVgg, Weisenau, TuS Neuendorf — VfL Neustadt, FSV Mainz 05 — ASV Landau, SpVgg. Andernach Eintracht Trier 05. Oberliga Süd: 1. FC Nürnberg — Ein. tracht Frankfurt, FSV Frankfurt — Kidcers Stuttgart, VfR Mannheim — VfB Müfalburg, VfB Stuttgart — Jahn Regensburg. Freundschaftsspiel; Kickers Offenbach — 1. FC Saarbrücken. Oberliga West; 1. FC Köln — Boruss« Dortmund, Duisburger SV — HorstTEmsdier, Rot- weiß Essen — Rotweiß Oberhausen, Schalke 04 — Rhenania Würselen, Hamborn 07 — Duisburg 06, Vohwinkel 80 — Erkenschwick, Arminia Bielefeld — Preußen DeflKbrück, Alemannia Aachen — Preußen Münster. Oberliga Nord: Hannover 96 — Holstein Kiel, VfB Lübeck — Bremer SV, Werder Bremen — Bremerhaven 93. Landesliga Südbaden: Lörrach — Em* anendingen, Blauweiß Freiburg — Sdioipfheim, Gutach — Rheiffifelden, fhjrtwangen — Adlern, iBaden-Baden — Ottenau, St. Georgen — ASV Freiburg. Landesliga Südwürttembeig: (Gruppe Süd): Baienfurt — Biberachi, Buchau — Laupheim. Landesliga Südwürtteiaberg: (Gruppe Nord): Mössingen — Truchtelfingen, Tailfingen — Balingen, Gosheim — Tuttlingen, Eningen — Schrembeng', Pfullingen — Lützen- ha-rdt. Südbadische Ringer • Oberliga. Sipfr. Freiburg/St. Georgen — ASV Germania Lahr, KSV Konstanz — Blauweiß Freiburg, SV Tuttlingen — SV Homberg. (In der Begegnung Tuttlingen — HornbeTg fällt die Vorentscheidung um die Meisterschaft.) Festtage in Garmisch-Partenkirchen Zum Beginn der VL Internationalen Wintersport woche (Vo.rfEigenberidrt.) Im Werdenfel-ser Land weht wieder einmal nach langer Zeit olympische Luft. Seitdem vor 14 Jahren die IV. Olympischen Winterspiele mit ihren glanzvollen Tagen den Namen von Garmisch-Partenkirchen draußen in der Welt berühmt gemacht haben, übte Deutschlands große Wintersport-Kampfstätte alljährlich bei den seit 1937 durchgeführten internationalen Wintersportiwochen ihre Anziehungskraft aus. Skä-, eis- und bobeporükhe Wettbewerbe vereinigen zum ersten Male in der Nachkriegszeit die Vertreter von sieben Nationen bei der VI. Internationalen Wintersportwoche, die im Olympia-Eisstadion eröffnet wird und die Sport-jugend aus Schweden, Finnland, Italien, Oesterreich*, der Schweiz, Amerika, England und Deutschland vereinigen wird. Finnland schickt allem Anschein nadit die sportlich stärkste Mannschaft, denn die finnische . Expedition, die am Spezial-Sprunglauf terlnkimt, ist beinahe ebenso stark wie die zu den Welt- meistersdilaften nach Amerika entsandte finnische Vertretung. Zahlenmäßig am stärksten ist mit 12 Skiläufern für Sprüngen und alpine Wettbewerbe, der Eishockeymannschaft von Djurgar- den Stockholm und zwei Bohmannschaift en Schweden vertreten. Aus England kommt die augenblicklich stärkste Eishockey-Mannschaft Har- ringay Ra-cers, die nach! ihrem Davoser Turnier- siieg ln Europa von Sieg zu Sieg eilte. Aus Amerika hat sich außer einigen Eiskunstläuferinnen der mehrfache amerikanische Bobmeister Donna Fox angemeldet- Im Rodel- und Bobsport wird um die deutschen Meisterschaften gekämpft und die Deutsche Ju- gendtmeistersdiaft im Eiskunstlauf und die Deutsche Eistanz-Meisterschaft werden uns Aufschluß geben, wie es im Eissport mit unserem Nari> wUrins bestellt ist. In dien alpinen Disziplinen ist die deutsche Spitzenklasse vollzählig am Start und hat gegen die Schweden und Oesterreicher sehr wahrsdiein- Ikb einen schweren Stand. Sehr interessant wird die 4X 10-km-Städte-Staffei werden, an der Städtemannschaften, u. a. von Innsbruck, Trient und Berlin, außer den Städtestaffeln aus den deutschen Wintersportgebieten teilnehmen. Höhepunkt der Sportwoche ist zweifellos der Schluß tag mit dem Spezial-Sprunglauf, zu dem jetzt schon ein Dutzend Sonderzüge aus ganz Süddeutschland angembldet sind. In der SiegeT- liste des Spezial-Sprunglaufes der Internationalen Wintersportwoche finden wir die Namen der Norweger Bürger Rund und H. Myrha, des Polen Möirusarz und des Deutschen Sepp Weiler. Zum ersten Male treffen unsere deutschen Spitzen- sipringer in größerem Ausmaß auf Vertreter der skandinavischen Ski-Nationen. • In der engeren südwestdeutschen Heimat 64nd es die beiden Sprunglaufkonkurrenzen in Wangen (Allgäu' und i s n y, die im Blickfeld des Interesses stehen. Heute Samstag wird auf der Wamgener Max-FischeT- und morgen Sonntag auf der Isnyer Iberg-Schanze die deutsche Sprunglauf-Elite mit Sepp Weiler, Toni Bratscher und Heini Klopfer am Start sein. Die Schweizer FIS-Mannschaft Nach umfangreichen Vorbereitungen und zahlreichen Aussch-eiduingsrennen hat der schweizerische Skiiverband seine Mannschaften für die Skiweltmeistersdiafteji in den USA aufgestellt. Die am 24. Januar nach Amerika fliegende Nationalmannschaft umfaßt folgende Läufer: Alpine Wettbewerbe: Herren: Schneider. Grosjean, Roniinger, Rubi, Bernhard und Gottilieb Perren, Graf, Ohlinger. Damen: Bleuer, Ausoni, Mühlemann. Nordische Wettbewerbe: Lang lauf; Bricker, Allenbach. Sprunglauf: Tschamnen, Däsdier, Kilopfenstein. Kombination: Stumpf, Supersaxo. Füssen und Riessersee ohne Punkt vertust Der Deutsche Meister EV Füssen und der SC Riessersee trennten sich am MMtwodi vor 8000 Zuschauern im Füssener Vorentsdieidungsspiel um die deutsche Eishockey-Meisterschaft 4:4 (2:1, 1:0, 1:3). Beide Mannschaften sind nach den bisherigen Spielen als einzige noch ohne Niederlage. 6 5 1 0 43:10 11 6 5 0 1 77:7 10 5 4 1 0 55:10 9 6 4 0 2 43:21 8 8 3 0 5 24:50 6 4 1 1 2 9:28 3 8 1 1 6 30:48 3 7 0 0 7 10:107 0 1. SC Riessersee 2. Preußen Krefeld 3. EV Füssen 4. VfL Bad Nauheim 5. Kölner EK 6. EV Tegernsee 7. Krefelder EV 8. HC Augsburg Schneider ist Nachfolger von Gustav Eder Neuer deutscher Weil tergew ich tsmeister der Berufsboxer wurde in Köln Walter Schneider (Celle) nach 12 Runden durch einen Punktsieg über Hans Schmitz (Neuß). Schneider trat damit das Erbe von Gustav Eder an, der hn Juni vorigen Jahres seinen Titel zur Verfügung stellte. Beim Urteilsspruch gab der Vorsprung von einem Punkt den Ausschlag. Beide Boxer lagen in dem vor 2000 Zuschauern ausgietragenen Titelkampf bis zur zehnten iRunde gleichauf. In den letztan drei Runden entschieden die größere Frische u«d Uebereicht die Begegnung zugunsten von Walter Schneider, der zum Schluß mit nur zwei Punkten in Front lag. * Sport in Kürze Im Zuge der Verlegung der Konzentrationslager in der Ostzone wurde auch Dr Ritter Karl von Halt auf freien Fuß gesetzt Die Mannheimer Polizei beschlagnahmte bei den in Mannheim eröffneten Totoannahmestellen des Landes Rheinland-Pfalz eine große Anzahl Wettsdieme. Es wurde von der Polizei darauf hingewiesen, daß die in Württemberg-Baden wohnhaften Personen keine Annahmestellen für den Sporttoto anderer Länder errichten dürften. Der SV Phönix Ludwigshafen hat mit dem gegenwärtigen Tabellenzweiten der 1. französischen Profidivision, FC Toulouse, ein Fußball- freundschaftsspiel abgeschlossen Die türkische Fußballnationalmannschah nimmt nach dem Verzicht Oesterreichs an den Weltmeisterschaften in Brasilien teil. Ein Franzose ergründete, mit welcher Geschwindigkeit ein Elfmeter „abgeschossen'' wird. Die Berechnungen ergaben im ersten Fünftel seiner Flugbahn eine Geschwindigkeit von 60 Kilometer in der Stunde. Um ein Länderspiel gegen Rußland bemüht sich der italienische Fußball-Verband für das Jahr 1951. Die Itelteöer haben bereits mit den Russen Verhandlungen eingeleitet. Rottweil hat zur Errichtung neuer Sportanlagen seit der Währungsreform rund 81 000 DM aufgewendet. Für den Ausbau des neuen Sportstadions stehen weitere 23 000 DM zutr Verfügung Der ehemalige Mittelstürmer des Fußballvereins Ravensburg (Landesliga Südwürttemberg Gruppe Süd) Vorminger spielt seit mehreren Monaten mit bestem Erfolg in der ersten Mannschaft' des FC St. Galten. Schweizer Nationalliga. Im Auftrag des DPB wird 3undestrainer Sepp Herbe.ger in nächster Zeit mehrere Lehrgänge zur Förderung der Nachwuchsspieler abhalten. Der Halbzeitmeister dter Handball-Zonenkla Südbadan, SV Schutterwald, hat gegen die Wertung des Meisterschaftsspiels gegen den FT-'SC Freiburg (5:6 für Freiburg) Protest eingelegt, mit der Begründung, die Niederlage sei auf eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters zurückzu- führen. Nach der Gründung des Sport-Kegl-erverbandts der französischen Zone wird diase Sportart auch in Südbaden wieder aufleben. Aus diesem Gründe wurden sieben Kneisverbände mit den Bezirken Rastatt, Offenburg, Freiburg, Lörrach, Neus-tadf (Schwarzwald), Villingen und Konstanz geschaffen. _ Die beiden Schweizer Geher Fritz Schwab und Heinrich Ermatinger wurden vom Schweizer Amateur-Leichtathletik verband bis zum 1. Mai 1950 gesperrt, weil 6ie 6ich im Oktober 1949 an einem deutschen Geherwettbewerb in Herne, Westfalen beteiligt hatten. Die Deutschen Rudermeisterschaften 1950 finden am 6. August in Hannover statt. Einen Gummi-Diskus, der mit Sand aufgefülH wird, benützt Finnlands Werfer Rautala, um im Winter auch in Halten, ohne Sdviden anzurichten, trainieren zu können. Der französische Schwergew’ditsmeister Stefar Olek kam in Paris in einem Zwölfrundenkampi gegen den Oesterreicher Joe Weidner zu ein^m Punktsieg. Der Kampf stand auf keinem hohen Niveau. Am 28./29. Januar findet in Homberg (Schwarzwald) ein Kampfrichter]ehrgang des südbadisdi^n Schweratbletikverbandes statt, der unter der Leitung von Földeak, de«n Sportwart des deut- .. sehen Sdwwerathletikverbandes. ßtehen wird. Die 1 für den 29. Januar vorgesehenen MeisterschafU- kämpf-s der südbadischeit Ringer-Oberliga wur- '■ den aus diesem Grunde auf einen späteren Zeit- 1 Punkt verlegt. /Sonntag, 21. >22. Januar 1950 SÜDKURIER Nr. 9 l Seite 13 Man fucnte öae Kint) in Oer Schweiz (S&rottife oom »obenfee Erklärung des Kmsjugendamtes Stockach zum Fall Bürgermeister radlampe sah er, daß es ein Wildschwein, war. Der Schwarzkittel ergriff die Flucht der junge Mann auch!! ngen (0* SV Ku» Hingen en — SV bürg tO:ll (4:0), SV 1. - SpVgg, -tadt, FSV [erm*di — J — Ein- Kidcers bürg. VfB MftBspiet : L Borusse her, Rof. ilke 04 — strarg 06, ia Biele. Lödien — — HoJ- Werder h — Em* opfheim, Adlern, — ASV iber g : idiaiu — beig : elfingien, .ttilingen, Lützen- rliga; iermania iurg, SV gegmrog heidung eter der nat sind i Wan- eld de« auf der ntag auf Sprung- 1 « und id zabl- hweize- für di« gestellt, ide Na- Alpine rosjean, Perren, Ausoni, Brick er, iäsdier, saxo. srlust der SC >r 8000 gs&piel ft 4:4 i nadi l ohne 10 11 «t. Die Auffindung des seit über zwei Jahren verschwunden gewesenen Kindes Margarete Bürgermeister im Hause seiner Eltern in der Aachenstraße in Stockach liat begreiflicherweise erhebliches Aufsehen erregt. Das Kreisjugendamt in Stockach gab uns auf Anfrage nachstehende Erklärung. Einige Tage vor der geplanten Einweisung des Kindes Margarete Bürgermeister jn das Erziehungsheim in Konstanz war das Kind von seinen Eltern angeblich zu Verwandten in die Schweiz verbracht worden. Da sich dies für das Kind ernäh- ningsmäßig als vorteilhaft erwiesen hätte, konnte sich die Behörde mit der Unterbringung in der Schweiz nur einverstanden erklären. Den Eheleuten Bürgermeister wurde allerdings zur Auflage gemachte, die Anschrift des Kindes bekannt- jugeben. Dieser Aufforderung sind sie trotz wiederholter Mahnung nicht nachgekommen. Sie redeten sich dahingehend aus, daß das Kind bei verschiedenen Verwandten Unterkunft und Pflege fi.rden solle, so daß ihnen die jeweilige Anschrift nicht bekannt sei. In diesem Sinne äußerten sich die Eheleute B. vor dem Amtsgericht Stockach am 23. Juli 1948, als sie mit einer Geldstrafe belegt worden waren, weil sie ihre Kinder der angeordneten Fürsorgeerziehung entzogen hatten. Immer wieder versuchte man im Guten, die Anschrift zu ermitteln. Wiederholte Rückfragen bei den Eltern und sonstige Feststellungen über den Aufenthalt des Kindes blieben aber ohne Erfolg. Durch die Ausschreibung des Kindes im Fahndungsblatt hat die Gendarmerie von sich aus in gewissen Zeitabständen Erhebungen angestellt und wurde auch bei der Familie Bürgermeister in Stockach vorstellig. Die Antwort auf mehrere Rückfragen in der Schweiz traf erst am 29 Dezember 1949 ein. Die Gemeinde Birsfelden teilte an diesem Tage definitiv mit, daß das Kind in der Schweiz nicht aufgefunden worden sei. Nun vermutete man aufs neue, daß Margarete nur in Deutschland sein könne. Die von der Gendarmerie durchgeführte gründliche Hausdurchsuchung am vergangenen Samstag hat diese Mutmaßung, wie bekannt, bestätigt. — Die Untersuchung darüber, warum das heute bereits zehn Jahre alte Kind Sieglinde noch keinen Tag die Schule besucht hat, ist noch im Gange. Runöfunhgebühren wollen auch bezahlt fein Die Post und die Schwarzhörer — Ent stören ist gar nicht so einfach Alle trüben Zukunftsaussichten, die sich besonders an den Kopenhagener Wellenplan anknüpfen (wie es damit werden soll, weiß die Bundespost selbst noch nicht), haben der Freude am Rundfunkempfang keinen Stoß versetzen können. In der Bundesrepublik zählte man 1949 unter rund 47 Millionen Einwohnern an die 6,9 Millionen Teilnehmer, in Konstanz waren es 8387 bei einer Bevölkerungszahl von rund 42 000. Zu diesen 81387 Hörern kommen noch weitere 618 aus den Bodan- rückgemeinden, aus Hagnau., Immenstaad urd von der Insel Reichenau. Sie alle zählen zum Konstanzer Rundfunkbezirk. Dre Rundfunkstelle des Konstanzer Postamts zieht aber nur die Gebühren ein und ist außerdem für den Störschutz verantwortlich. Viel Aerger bereiten der Post die Schwarzhörer, die nur schwer festzustellen sind. Wer von ihnen ertappt wird, muß mindestens ein halbes Jahr, also 12.- DM, nachbezahlen, sonst erfolgt ein Bericht an die Oberpostdirektion, dfe ihrerseits die Polizei verständigt, die das Recht hat, den Apparat des Schwarzhörers ein- auziehen. Da die Post weniger als 5Vo von der 2.— DM Rundfunk-Monatsgebühr erhält, (die übrigem 95°/o verbleiben der Rundfunkgesellschaft; in unserem Bezirk also dem SWF), und damit verschiedene, erhebliche Auslagen zu bestreiten hat, ist es begreiflich, daß die Briefträger hinter der Gebühr her sind. Einer von ihnen, der Postbote vom Hindenbungiblodk, zählt rund 500 Radiokunden, von denen er innerhalb 10 Tage die 2.— DM zu kassieren hat. 500 Stammkarten aber bedeuten 500mal Treppensteigen und in x-Fällen drei bis viier- malige Vorspraohe. Begreiflich daher die Bitte der Post an die Oeffentlichkeit, doch die Rundfunkgebühr immer zu Beginn des Monats bereitzuhalten. Dem Postamt Konstanz obliegt ferner der Rundfunkentstörungsdienst, den zwei Techniker mit zwei Suchgeräten und nur einem Auto versehen. Ihr Störbezirk reicht bis nach Pfullendorf und Meßkirch. Ein großer Bezirk, wenn man bedenkt, daß monatlich 70—80 Anträge auf Entstörung von Maschinenanlagen einlaufen. Da nur eine zivilrechtliche Handhabe besteht, die Entstörung einer elektrischen Anlage durchzusetzen, sind die Rundfunkentstörer zunächst mehr oder weniger auf die Einsicht der Oeffentlichkeit angewiesen, obwohl der Preis für den Einbau eines Schutzkondensators nur zwischen 3—10 DM liegt. Teurer wird die Sache bei Hochfrequenzapparaten, da dort die Störung nur durch einen Abschirmkäfig lokalisiert werden kann. Falls aber Störungen auf- treten, bittet die Post um Nachricht mit genauer Zeitangabe der sich wiederholenden Störgeräusche. Ehrengerichtsordnung in Südbaden Freiburg. Für die badischen Landeskammern der Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Dentisten wurde vom Innenministerium die im Landesgesetz vom Mai 1949 vorgesehene Ehrengerichtsordnung aufgestellt. Die Ehrengerichte erster Instanz, die am Sitz der jeweiligen Kammern errichtet werden, sind für ehrengerichtliche Verfahren gegen Kammermitglieder zuständig und können Streitfälle schlichten, die sich aus der Berufstätigkeit ergeben. Als Berufungsinstanz fungieren Ehrengerichtshöfe, die sich mit Berufungen und Beschwerden gegen Entscheidungen der Ehrengerichte befassen und unter bestimmten Voraussetzungen die Zurücknahme von Bestallungen und Approbationen bei den zuständigen Behörden beantragen können. Das Innenministerium führt die Staatsaufsicht über die Ehrengerichte. „Annette und Mesmer” Meersburg. „Annette und Mesmer” heißt das Thema einer Feierstunde, die anläßlich des Geburtstages der Dichterfürstin Droste-Hülshoff am 22. Januar im Meersburger Rathaussaal stattfindet. Prof. Dr. Adolf Kästner wird einen Vortrag über „Mesmersche Züge in Leben und Werk der Annette von Droste-Hülshoff” halten. Gerichtsgefängnis aufgelöst S t o c k a ch. Das Gerichtsgefängnis in Stockach ist mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres aufgelöst worden. Die Häftlinge werden von den Gefängnissen Pfullendorf, Ueberlingen und Konstanz aufgenommen werden. Kleine Wildschwein-Episode Singen. Im Wald zwischen Singen und Friädingen trieb sich dieser Tage eine Rotte Wildschweine, etwa zehn bis zwölf Stück, herum. Ein junger Mann sah bei der nächtlichen Heimfahrt* am Straßenrand etwas stehen, was er zunächst nicht erkennen konnte. Erst im Schein seiner Fahr- Sübroeftbeutfd)e Hmfdjou Wiener Sängerknaben am Hochrhein Säckingen. Die Wiener Sängerknaben werden voraussichtlich Anfang März d; J. in Säckingen ein Gastspiel geben. Es ist dies das erste Auftreten des berühmten Knabenchores am Hochrhein. War es Brandstiftung? Waldshut. In einem Bauernhaus in Nöggenschwiel brach ein Brand aus, dem das Oekonomiegebäude vollständig und das angebaute Wohnhaus größtenteils zum Opfer fiel. Der Gebäudeschaden beläuft sich etwa auf 20 000 DM, der Fahrnisschaden auf 10 000 DM. Das Vieh und ein Teil der landwirtschaftlichen Maschinen konnten gerettet werden. Vermutlich liegt Brandstiftung vor. Einbrüche am laufenden Band Donaueschingen. Nachdem die Museum-Lichtspiele in einer der letzten Nächte von einem Einbrecher heimgesucht worden waren, der glücklicherweise überrascht werden konnte, folgte in der darauffolgenden Nacht im selben Haus ein weiterer Einbruchsversuch. Der Einbrecher, der durch Einschlagen einer Fensterscheibe in das Haus eindringen konnte, war mit den Oertlichkeiten scheinbar nicht vertraut, denn er sah sich plötzlich in einem großen, leeren Saal wieder, in dem es nichts zu stehlen gab. Mit leeren Händen mußte er den Rückzug anf reten. — In den letzten Nächten wurde außerdem in zwei Do- naueschinger Geschäftshäuser eingebrochen und Lebensmittel und Tabakwaren entwendet. Spezialist Im Autoknacken Villingen. Immer wieder werden in Villingen in letzter Zeit parkende Autos auf gebrochen und beraubt, so daß die Vermutung nahe liegt, daß hier ein Spezialist im Autoknacken am Werk ist. So wurde in den letzten Tagen aus einem verschlossenen Personenwagen eine lederne Diplomatenaktentasche entwendet, die Wetn- und Likörproben enthielt. Bären im Villinger Tierpark Villingen. Der Stadtrat beschloß, den Tierpark verschönern und den Tierbestand wesentlich zu vergrößern. Unter anderem soll ein Bärenzwinger aufgestellt werden, für den zwei Bären gekauft werden. Die Kosten, die durch den Tierpark entstehen, hofft man durch die Eintrittsgelder, sowie durch den Verkauf bzw. Tausch von Tieren decken zu können. Großes Schadenfeuer B i b e r a ch. Ein schweres Schadenfeuer vernichtete das Oekonomiegebäude eines Bauern in der Gemeinde Berg bei Bibe- rach vollständig. Die gesamten Futter- und Getreidevorräte, die Fahrnis und sieben Stück Großvieh wurden ein Opfer der Flammen. Der Schaden beläuft sich auf etwa 70 000 DM. Es wird Brandstiftung vermutet. Einige Familienangehörige des Hofbesitzers wurden in Haft genommen. Automarder am Werk Singen. Aue einem Personenkraftwagen, der vor einer Gaststätte an der Hauptstraße parkte, wurde ein Reisekoffer mit Wäsche im Wert von 60 DM gestohlen. Das Genick gebrochen Friedrichshafen. Ein schwerer Unfall ereignete sich auf einem Schuttaufbereitungsplatz in Friedrichshafen. Nach dem Verladen von Sand auf einen Lastkraftwagen wurde ein 41 Jahre alter Maschinist aus Kluftern durch falsches Bedienen der Verlademaschine, die vorwärts statt rückwärts fuhr, gegen die Pritsche des Fahrzeuges gedrückt, wobei er einen Halswirbelsäulenbruch erlitt. Den schweren Verletzungen ist er nach kurzer Zeit erlegen. Kassette gestohlen — Testament verbrannt Tettnang. Auf billige Art wollte sich ein 54 Jahre alter Dienstknecht einen guten Tag machen. Er schlich sich in das Schlafzimmer seines Arbeitgebers und entwendete dort eine Kassette samt Schlüssel. Während er das Bargeld an sich nahm und es in frohem Kreis verzechte, verbrannte er die in der Kassette befindlichen wertvollen Familienpapiere, darunter e : n Testament, und vergrub die Kassette im Hof seines Arbeitgebers. Mit Hilfe eines Polizeihundes wurde die eingegrabene Kassette gefunden und der Diebstahl aufgeklärt. Havarie der „Hoyerberg“ Lindau. Durch Hilferufe mit der Dampfpfeife und durch Hissung der Notflagge gab das erste Nachmittagsschiff nach Konstanz, die „Hoyerberg“, am Mittwoch bekannt, daß eie durch einen Schaden an den Schaufelrädern zwischen Lindau und Bad Schachen bewegungsunfähig im steifen Nordorst auf dem See lag. Dem Schiff eilten das Motorboot „Bayern“, das zufällig unterwegs war, und das Kiesschiff „Paulus“ zu Hilfe. Nachdem festgestellt worden war, daß an der „Hoyerberg“, der früheren „Lindau“ mehrere Schaufeln gebrochen waren, übernahm das Motorboot die Fahrgäste und brachte sie auf das außerplanmäßig eingesetzte Motorschiff „Augsburg“, während das Kiesschiff den beschädigten Dampfer abschleppte. Infolge des starken Sturmes dauerte es zwei Stunden, bis der „Geleitaug“ die Werft erreichte, wo der Schaden ausgebessert werden soll. Bekanntmachung 7 10 21 50 28 48 107 Eder r der imeider iktsieg damit i vori- stellte. einem n dem Ikampf letztem le und Walter mkten Ida Wer- FT/SC :t, mit eine idezy- andts : auch juinde tirken ustadt ge- j und Ama- 1950 einem tfalen ) fin- efüivt m im rhten, itefa cdm,): limm lohen warz- sch»n der deul- . Die iiafts- wur- Zeit- Meisterschule für das Bauhandwerk ln Konstanz ’i Abteilung: Maurer, Betonlerer, Ze- | menter, Steinhauer u. Plattenleger, s Das Sommersemeater 1950 beginnt i am Montag, den 13. März 1950, Z und dauert bis Ende Juli 1950; anschließend Meisterprüfung. Anmeldungen an die Direktion der Meisterschule. stefansplatz 17, wo auch weitere Auskünfte erteilt werden. Konstanz, den 10. Januar 1950 Die Direktion Gottesdienste Evangel. Gottesdienste Konstanz. Lutherkirche. Sonntag, 9.30 Uhr, Gottesdienst. Dekan Mono; 10.45 Uhr, Klndergottesdlenst. Montag, 7.30 Uhr, Morgen wache; 20 Uhr, Männerabend. Donnerstag, 20 Uhr, Bibelstunde. Pauluskirche. Sonntag, 21. 1., 9 Uhr, Gottesdienst, Koch; io uhr, Kindergottesdienst; 17.30 Uhr, Christenlehre mit Abendgottesdienst, Koch. Mittwoch, 25. 1.. 16.30 Uhr, Bibel- «tundie im Konf.-Saal. Müsken. Konstanz-Wollmatingen. Sonntag, 10 Uhr, Gottesdienst; 11 Uhr, Kindergottesdienst. Mittwoch, 15 Uhr, Bibelstunde. Allensbach. Sonntag, 8.4S Uhr, Gottesdienst. Freitag, 15 Uhr, Bibelstunde. Intel Reichenau. Sonntag, 15.30 Uhr, Gottesdienst; 14.30 Uhr, Kindergottesdienst. Ev. Stadtmission (Gemeinschaft), Konstanz, Schottenstraße 19. 10.45 Uhr Sonntagsschule; 15 Uhr Predigtgottesdienst: Mittwoch, 20 Uhr, Bibelstunde. Alt-Kath. Gottesdienste. Christuskirche. Münsterplatz 8. Sonntag; 9.30 Uhr. Amt mit Predigt Die Christengemeinschaft, Kon- >tanz, Mangoldstraße 9. Sonntag, 1.30 Uhr, Sonntagshandlung für Kinder; 10 Uhr. Menschenweihe- handlung. Mittwoch, 9.30 Uhr, Menschenweihehandlung. _ Krale _ J Br. med. Hans Rhenisch, prakt. Arzt u. Geburtshelfer, zurückgekehrt am 23. 1. 50. Sprechstunden- *—1* Uhr, 18—19 Uhr, außer Sams- tagnachmittag. _ Berufliche Naturhellpraxis Frau G. Lauter- : born, Konstanz, St. Gebhardstr. : M. Homöopathie, Psychotherapie, t Zugelassen zu privaten Krankenkassen. Sprechstunden täglich v. ■»—11 und 3—5 Uhr._ Stellen-Anqebole Werbeinspektoren, tüchtige^ für gute Privatkrankenkasse werden noch eingestellt für die Bezirke; Konstanz, Singen und Ueberlingen. Bewerbungen sofort zu richten u. 3120 Südk. Konstanz. 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Stimme des Volkes: 10000 Besucher aus Konstanz sahen in der vergangenen Woche die Film-Sensation Der dritte Mann lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Wir verlängern die Laufzeit bis auf weiteres im GLORIA Heute und folgende Tage: Gute Unterhaltung, einschmeichelnde Musik, glänzende Darsteller ln Wiener Melodien mit ELFIE MAYERHOFER, der reizenden Sängerin und Schauspielerin in einer Doppelrolle JOHANNES HEESTERS, dem vielgeliebten Herzensbrecher als singendem Liebhaber WO : 15, 17.30, 20; SO: 14, 16, 18, 20 Uhr Wochenschau: „Welt im Film“ Heute und folgende Tage: Der spannungsreiche, humorgewürzte fesselnd unterhaltende Kriminalfilm Der Mann ohne Gewissen Mit Jade Warner, Jane Hylton. Eine unheimliche, höchst dramatische Verbrecherflucht und Menschenjagd, ein Film der Sensationen WO: 14 u. 16; SO: 14; MO/MI: 14, 16, 18, 20.15 Uhr Wochenschau: „Blick in die Welt“ Montag Deutsches Theater Adrian AESCHBACHER Heute morgen Sonntag Faschingsauffakt ■CORSO Für Stimmung sorgen: Eva Warweg, Lieder aus Film und Operette Jnge Keil, humoristische fanzschöptungen Lotte und Lydia, Lustige Lieder zur Laufe Ferner: Die Red Boys mit dem beliebten Schlagersänger * Helmut Günther Eintritt 1DM. Beginn 20.30 Uhr. Tischbestellung Tel. 865 Voranzeige ?ju. w n # « e . h r Hausball DEUTSCHES TH EATEK Konstanz. Leitung: Heinz Hilpert Heute und morgen Stimmung und frohe £oune mit Hluflit und Toni unter dem Motto: Jm pcotcc blüh n toieftec big Bäume Barbetrieb Kein Eintritt! Keine Preiserhöhung .Obere Sonne" Samstag ab 20 Uhr Sonntag ab 19.30 Uhr TANZ Alemanne damstag und Sonntag TANZ Gebhardshalle Petershausen am 2i. Jauuar Kappenabend mit T A N Z Es spielt die Kapelle Alfons Lehle Polizeistundenverlängerung Hotel Halm Jeden Sonntag von 16 bis 19 Uhr Tanztee. Eintritt DM 1.20 Fußball - Großkampf im Waldheim Sonntag, 22. Jan. 1950, 14.30 Uhr II. franz. Div. — SV Konstanz 13.30 Vorspiel Sa. 21. 1. St. V Das Postamt Die KomSdie der Drangen So. 22. I. 13 Uhr 20 Uhr au6 Ab Mo. 23.1. 20.15 Uhr Di. 24. 1. 15 Uhr Srhüler- vorstellg. 20 Uhr Hokuspokus Das Postamt Die KomSdie der Irrungen Klavierabend Adrian Aesdibacber Das Postamt Die KomSdie der Irrungen Gastspiel Das KommSddien Düsseldorf Beg. jew.20Uhr.Tel. Kartenbest. 1885 r Diftrtstan. 24 1„ 20.01 Deutsches Theater in Konstanz Einmaliges Gastspiel Das Kommodehen Düsseldorf Leitung: Kay Lorentz »Macht mir den rechten Flüuel stark — den linken aber auch nicht* Texte: Kay u. Lore Lorentz, M. W. Lenz, Ei ich Kuby, Erich Kästner, Heinz Hartwig und W. Wollenberger. Musik : Emil Schuchardt und Edmund Nick Regie : M. W. Lenz (Zürich) Ausstattung: Fritz Butz „ Am Flügel und Spinettino : Emil Schuchardt_ Kart. 1.30—6.50 DM Vorverk. a d.Theaterk. Tanz- Bar Die modernste Unterhaitangsstätte in KONSTANZ Täglich ab 20 Uhr Es spielt das Berliner Bar-Quartett dU wiiffa ICifyet urtU täglich von 17 bis 19 und 21 bis 0.30 Uhr S\dd-Casin 6 goHslcuia Hofei „St. Johann“ Telefon 250 Samstag, den 21 ., und Sonntag, den 22. Jan. 1950 d Schlachtfest KaiserstOtiler'.Ltrl.-DH Prima Tellersulzen Bauhof Samstag und Sonntag die gemütlichen Restaurant „Tänble“ Samstag und Sonntag ßappenabenö Gasthaus Adler Wollmatingen Heute Samstag, ab 20 Uhr Tanz mit Unterhaltung. En ladet höfl. ein: Familie Hisler Gaststätte Anker Samstag Kappenabend mit Tanz Eintritt frei. — Polizeistunden-Verlängerung! \ 1. Kappenabend I \ Samstag, 21. und Sonntag, 22. Januar 1950 I \ Beim Kappenabend Im Sdiauiniland jrr\ wird geboten allerhand, Al 1 der Eintritt klein, der Rummel groß V ff) „Kapelle Ebert“ ganz famos. \ -J Stimmung, Humor, soll ganz allein für Samstag und Sonntag Parole sein. vA/ Beginn 19.30 Uhr. Polizeistundenverlängerung! Gasthaus „Linde“, Wollmatingen Sonntag, 20 Uhr Tanzabend mit Alfons Lehle und seinem Ensemble. Letzter Omnibus nach Konstanz 23.35 Uhr „JZinda*, d&odm*n Heute Samstag Barmusik, Tanz Sonntagnaduqittag Fünfuhr-Tee ab 16 Uhr MUSIK Allg. Anthropos. Gesellschaft Oeffentlicher Vortrag: Dr. med. Fr. Husemann Okkultismus und Anthroposophie Mittw., 25. 1., 20 Uhr, Bürger- saal, 1.- DM, Schüler u. stud. 0,50 DM. RESTAURANT „Schweizerhof" Samstag, 21. Januar, ab 20 Uhr Sdiinkenessen Es ladet freundlich ein Frau Paulina Kastler Billiger Sonderzug nach Radolfzell am Sonntag, 22. Januar, zum Festumzug 12.30 ab Konstanz an 18.37 50*/* Ermäßigung. 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