Bezug monatlich durch die Post 2.30 Mark, einschl 27 Pf. Postzustellgebühr, durch Träger 2.10 Mark, einschl. 25 Pf. Trägerlohn — Einzelpreis 20 Pt UNABHÄNGIGE HEIMATZEITUNG FÜR OBERBADEN UND DAS BODENSEEGEBIET Erscheint Dienstag, Donnerstag, Samstag. Adresse: Konstanz, Marktstätte 4 — Telefon-Anschlüsse: Redaktion u. Verlag Nr. 924, 925, 1130, 1510, 15t Ziel einer Generation DÜSSELDORF. „Es gibt kein Europa ohne deutsch-französischen Kern und keine Gemeinschaft der westlichen Völker über den Atlantik hinaus ohne deutsch-französische Entente“. Mit diesen Worten begrüßte der französische Hohe Kommissar Francois-Poncet den deutsch-französischen Kreis für Nordrhein-Westfalen, eine neue Organisation zur Förderung der Verständigung beider Länder, die in Düsseldorf gegründet worden ist. Unter stürmischem Beifall seiner deutschen und französischen Zuhörer sagte Francois-Poncet ferner: „Diese Erkenntnis ist theoretisch weit verbreitet, wir müssen jetzt daran gehen, sie in die Tat umzusetzen. Dieses Ziel ist des Schweißes einer Generation wert. Ich habe is immer als meine Lebensaufgabe betrachtet, für die Verwirklichung dieses Zieles zu arbeiten.“ Lauterbacher verhaftet ROM. Die römischen Polizeibehörden haben die Verhaftung des früheren HJ- Führers und Gauleiters von Südhannover- Braunschweig, Hartmann Lauterbacher, bekanntgegeben. Die Verhaftung erfolgte bereits vor einiger Zeit. Hartmann Lauterbacher soll sich unter dem Namen Johann Bauer längere Zeit in Italien verborgen gehalten haben. Die italienischen Behörden wollen ihn jetzt nach Deutschland abspielen. Neuwahlen in Belgien BRÜSSEL. Prinzregent Charles von Belgien hat das belgische Parlament am Samstag aufgelöst. Die Verhandlungen zur Lösung der seit sechs Wochen andauernden belgischen Regierungskrise waren am Wochenende völlig festgefahr-en. Trotz aller Versuche war es dem mit der Regierungsbildung beauftragten amtierenden Außenminister Paul van Zeeland nicht gelungen, ein Kabinett zustande zu bringen. Die Neuwahlen sollen schon am 4. Juni stättfinden. Die Parteien haben bereits mit der Vorbereitung des Wahlfeldzuges ■begonnen. Mailänder Reklametridc MAILAND. Dreimal wurden innerhalb eines Tages über Mailand „Fliegende Untertassen“ beobachtet Zwei dieser mysteriösen Erscheinungen sollen am Samstag über eine halbe Stunde in großer Höhe über Mailand gekreuzt sein. Am Nachmittag geriet die ganze Stadt in Aufregung, als ein ganzer Verband „Fliegender Untertassen“ — man zählte 50 Stüde — in großer Höhe von Ost nach West über die Stadt dahinzog. Es kam zu großen Verkehrsstockungen. Das Polizeipräsidium konnte sich kaum vor den Anrufen aufgeregter Bürger retten. Es beschäftigte sich näher mit der Angelegenheit und gab dann bekannt, daß es sich bei den Untertassen um den Reklametrick einer Regenmante’.- flrma gehandelt habe. Der Reklamechef hatte glitzernde Scheiben hersteilen lassen, die von fast unsichtbaren Ballons in die Höhe getragen wurden. An jedem Ballon war eine Karte befestigt, die dem glüdc- lichen Finder einen Regenmantel versprach. 6. JAHRGANG DIENSTAG 2. MAI 1950 NUMMER 52 Schließt den Frieden des Herzens und der Tat! Licht und Schatten Die Rundfunk ansprache des ßundespräsidenten Heuß zum 1. Mai BONN. Bundespräsideint Professor Heuß sprach am Abend des 1. Mai über die Sender der Bundesrepublik. Jedem, der diese Rede am Rundfunk gehört hat, ist sie zu einem Erlebnis geworden. Sie richtete sich über den Eisernen Vorhang hinweg und über alle Dogmatik der Parteien an das ganze deutsche Volk. Es war zur Feier dieses Tages, den durch viele Jahrzehnte die Sozialisten aller Länder für sich allein und gegen die bürgerliche Welt beansprucht haben, die Kundgebung eines freien, umfassenden Geistes. Es war ein Zeugnis der politischen Gesinnung, die in der Erkenntnis der wirklichen Aufgaben unserer Zeit alle Parolen des Klassenkampfes und alle nationalen Gegensätze zu überwinden sucht. Gerade die Fragen, die uns in unserer inneren Entwicklung heute am meisten bedrängen, hat der Bundespräsident in ihrer geschichtlichen Verwurzelung und schicksalhaften Bedeutung aufgezeigt. Und er hat sie ebenso im besten nationalen wie im europäischen Sinne beantwortet. Einleitend erinnerte der Bundespräsident daran, daß vor sechzig Jahren zum ersten Male dieser Tag als Bekenntnis zur internationalen Solidarität der Arbeiterschaft begangen wurde. Damals ging es um eine Arbeiter - Schutz - Gesetzgebung und um den Achtstundentag. Es bildete eich nach der Kampfparole von Marx das „Proletariat“. — „Wer nimmt heute noch dieses Wort in den Mund“, fragte Heuß. Auch der Begriff der „Internationale” habe seit der Proklamation von 1889 mancherlei Verfärbung erfahren. Damals habe sie noch aus dem Glauben an das kommunistische Manifest gelebt: „Proletarier aller Länder vereinigt euch!“. Aber stärker als diese Klassensolidarität seien die der französischen Revolution entsprungenen Kräfte des demokratischen Nationalismus gewesen. In diesem Widerstreit habe sich der Gedanke der internationalen Klassensolidarität zum Ideal des Friedens zwischen den Völkern als einem in sich selber ruhenden und begründeten Wert gewandelt. Auch aus der sozialpolitischen Grundforderung von damstls ergeben sich heute neue Zielsetzungen. Die Wandlung der Begriffe Diese innere Wandlung des politischen Lebens erläuterte der Bundespräsident am Begriff des „Vaterländischen“. Die Sozialisten von 1918 fanden, als sie die Verantwortung für den Staat übernahmen, diesen Begriff von ihren innenpolitischen Gegenspielern okkupiert. Heute sei, sagte Heuß, eine Wendung um 180 Grad e ilige - treten. Es werde jetzt in radikalen Gruppen ein nationaler, ja nationalistischer Wortschatz buchstabiert, der noch vor geraumer Zeit als bourgoise Angelegenheit verschrieen worden sei und man, erlebe, daß diese Kreise auch Westdeutschland mit Provokateuren beliefern. In diesem Zusammenhang erklärte der Bundespräsident, er werde von Ausländern oft gefragt, was er vom • deutschen Nationalismus und der Gefahr seines Wiedererstehens halte. Seine Gegenfrage laute dann: „Was verstehen Sie darunter?“. Es müsse dann immer das Mißverständnis ausgeräumt werden, als ob der reizbare, überhebliche, aggressive Nationalismus eine deutsche Spezialität sei. Heuß betonte, daß dieser Typus des Nationalisten in allen Ländern vorkomme. Er wolle damit freilich nicht eigenen Unfug mit fremdem Unfug entschuldigen, sondern dazu beitragen, das Gespräch sachlich zu vergeistigen und von Ressentiments dieser argen Zeit freizuhalten. Zur Gesundung • der nationalen Seele . Die Verwirrung des deutschen Geschichtsbildes durch den jahrhundertelangen Kampf zwischen Hohenzollern und Habsburg um die Vorherrschaft in Deutschland wirke heute noch in dumpfen Volksgefüh- : len wie auch bei erleuchteten Politikern nach. Viele wüßten nicht mehr, ob sie Friedrich II. von Preußen noch den Großen nennen dürften und manche glaubten die seltsame Darstellung vom Ausland her, Bismarck sei nur das Zwischenglied von Friedrich zu Hitler gewesen. „Ich will etwas sagen, was gewiß sehr vielen nicht in eine Ansprache zum 1. Mai zu gehören scheint: war es früher überflüssig und töricht, vom Soldaten als dem ersten Mann im Staate zu sprechen, so / ist es heute schändlich,, ihn mit billigen Worten zu diffamieren. Das geschieht gelegentlich von Leuten, die den fremden Offizier heroisieren, ohne freilich bei diesem, wenn er ehrenhafter Gesinnung ist, den rechten Dank zu ernten“. Die Wiedergewinnung eines Gleichgewichts der nationalen Seele, fuhr Heuß fort, sei auch ein soziales und wirtschaftliches Problem. Die Heimatvertriebenen, Ausgebombten, Arbeitslosen und Kriegsopfer seien anfällig, solange sie nicht Wohnung und Arbeit erhielten. Dieses Problem könne Deutschland kaum allein bewältigen. Wenn der Deutsche Arbeit habe, bleibe er auch in seiner Pflicht; das habe er in diesen bösen Jahren bewiesen. „Ach, wenn doch diese Arbeitswilligkeit und Arbeitstüchtigkeit nicht wieder für die anderen zur Sorge und Beunruhigung würde!“ Man könne nicht sagen, daß die Sieger mit den Waffen auch die Sieger mit der Psychologie gewesen seien. Die „reeduca- tion“, die Umerziehung, sei innerhalb der Besatzungsrechte immer von einer tragischen Fragwürdigkeit, umso mehr, wenn sie nach Zonen verschieden instrumentiert werde. Hier wies der Bundespräsident auf die Kluft zwischen West- und Ostdeutschland hin, die das deutsche Gefühl tief verwunde. Wenn wir uns auch bewußt sein müßten, daß Hitler die gegnerischen Mächte nach Deutschland sozusagen gerufen habe, dürfe der verbrecherische Widersinn seiner Politik doch nicht auf die Dauer als Rechtfertigung für die mangelnde Einsicht der Anderen gelten. ‘ Feigheit vor der Wirklichkeit Mit aller Schärfe wandte sich Heuß dann gegen die in Deutschland gelegentlich auftretende Form von Nationalismus, die nichts anderes sei als die Feigheit gegenüber der Wirklichkeit. Wie einer, der im dunklen Wald aus lauter Angst plötzlich zu singen anfange, schrien diese Leute mit ihren großen Sprüchen sich selber Mut zu. E>er Gesinnungsmob, der von der nationalsozialistischen Erziehung herrühre, tobe sich auch wieder in antisemitischer Flegelei aus. Es sei die Pflicht jedes anständigen Menschen, mit den Menschen jüdischen Geblüts den Frieden des Herzens und der Tat zu schließen. Auch der Staat müsse hierbei seiner Pflicht genügen. Die Feier des 1. Mai als Bekenntnis zur Lebenssolidarität zwischen den Völkern müsse heute von uns wieder neu entwickelt werden. Offenbar sei es den Staatsmännern noch nicht gegeben, die Formelwelt der Verträge so zu gestalten, daß sie nicht ein Gefängnis der hadernden Anklagen, sondern errve Herberge des guten Willens sei. Vielleicht breche sich aber doch die Erkenntnis Bahn, daß alles staats- männische Geschäft bloße Machttedxuk bleibe, wenn ihr der freie und offene Sinn des Volkes nicht an die Seite trete. Jeder müsse für seine Seele Frieden schließen, die dumpfen Haßgefühle von sich werfen und in der richtigen Bewertung des Anderen die Sicherheit für das eigene vaterländische Würdegefühl finden. „Der 1. Mai ist auch Kampftag" Dr. Böckler auf der Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes Kurz notiert Im Lager Friedland sind zwei Heimkehrer- tr&nsporte aus der Sowjetunion mit insgesamt 1036 ehemaligen Kriegsgefangenen angekommen. Alle Gefangenen waren Ende des vergangenen Jahres zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden. 848 Umsiedler aus den Gebieten östlich der Oder-Nelsse-Linie wurden im Lager Friedland bei Göppingen aufgenommen. Bundespräsident Heuß wird am 1. Juni den Bord badischen Städten Pforzheim und Karlsruhe einen Besuch abstatten. Die Zahl der gegenwärtig In Deutschland stationierten amerikanischen Truppen beträgt 146 000 Mann.* Die Berliner Bürgermeisterin Luise Schröder wurde in London von Ministerpräsident Attlee empfangen. Nach einer umfangreichen Fahndungsaktion, bei der die gesamte amerikanische Militärpolizei und die Landespolizei Bayerns ein- -»Eesetzt waren, wurden zwei US-SoIdaten wieder eingefangen, die aus dem Militärgefängnis Fürstenfeldbruck ausgebroehen waren. Erneut wurden vier Landsberg-HäftUnge, die noch lange Gefängnisstrafen zn verbüßen hatten, vom amerikanischen Oberkommandierenden für den europäischen Befehlsbereich begnadigt. In den Schnlen der von Holland übernommenen deutschen Grenzgebiete soll Deutsch Vorläufig Unterrichtssprache bleiben. In Anwesenheit der nächsten Familienan? gehörigen wurde die Asche des in Windhuk (Südwestafrika) verstorbenen Prinzen Hubertus von Hohenzollern in der Gruft auf der Burg Hohenzollern beigesetzt. Das sowjetische Armeeoberkommando für Deutschland hat die Ausgangszeiten für Mannschaften der Sowjetarmee auf zwei Stunden täglich beschränkt. Frankreichs Ministerpräsident Bidault erklärte, Frankreich beabsichtige nicht, Atombomben zu produzieren. Der Präsident von Irland, Sean O'Kelly wurde mit seinem Gefolge in einer feier- »chea Audienz von Papst Pius XIL empfangen. Der 7000 BRT große Dampfer „Canopus“ (Panama) ist bei Ammerlang an der holländischen Küste auf eine Mine gelaufen und gesunken. In einer Spielhölle in Saigon (Indochina) explodierte eine Bombe. Fünf Personen wurden geötet, 64 verletzt. Auf den britischen Gouverneur von Singapur, Gimson, wurde ein Bombenattentat verübt. Der 23jährige König Aduldet von Siam heiratete die schöne 17jährige Prinzessin Sirikit Kitiyakawa, die Tochter des siamesischen Botschafters in London. Der griechische Ministerpräsident gab bekannt, daß Griechenland einen Gesandten für Jugoslawien ernennen wird. Die Vereinigung der amerikanischen Zeitungsverleger gab bekannt, daß seit dem Jahre 1929 in den Vereinigten Staaten mehr als 700 Tageszeitungen wegen der steigenden Herstellungskosten ihr Erscheinen eingestellt haben. Im Bukarester Spionageprozeß gegen fünf rumänische Staatsbürger, die bei den Informationsdiensten britischer und amerikanischer Vertretungen in Bukarest angestellt waren, wurden hohe Zuchthausstrafen ausgesprochen. Der seit 11 Tagen andauernde Londoner Hafenarbeiterstreik wurde beendet. Die Bewohner des kleinen Fischerdorfes Stronsay auf den Orkney-Inseln fanden 96 Wale am Strand, die — von der Ebbe überrascht — auf dem Sande liegend elend zu Grunde gingen. Die USA-Regierung hat die Schließung des New Vorker Büros des rumänischen Handelsattaches angeordnet. Die australische Regierung hat beschlossen, dem Parlament eine Vorlage über das Verbot der kommunistischen Partei vorzulegen. Bei einem Kricket-Match in Australien eröffnete ein Spieler, der von dem Ball am Oberschenkel getroffen wurde, einen wilden Negertanz. Er warf seinen Schläger fort und begann, seine Hosentaschen auszuräumen. Der Ball hatte eine Schachtel Zündhölzer in der Tasche in Brand gesetzt. HANNOVER. Der erste Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Dr. h. c. Hans Böckler, sagte auf einer Maikundgebung in Hannover: „Dieser Festtag der Arbeit ist zugleich auch ein Kampftag.” Die Arbeiterschaft verlange gleichberechtigte Mitgestaltung und Mitverantwortung. In seiner Ansprache vor mehr als zehntausend Gewerkschaftlern erklärte er, daß niemand der Arbeiterschaft verdenken könne, wenn sie, nachdem sie solange nur Amboß war, endlich, einmal Hammer sein wolle. Er verwies an diesem Zusammenhang auf die Beschlüsse des Bochumer Katholikentages über die Rechte der Arbeiter. An der Richtigkeit dieser Grundsätze änderten keine Klügereien und Sophistereien etwas. Böckler warnte „die ewig Gestrigen und Feinde des Fortschritts davor, sich den berechtigten Forderungen der Arbeiterschaft durch dunkle Machenschaften entgegenzustellen. Fünf Millionen Gewerkschaftler seien jederzeit bereit, für ihre Forderun- einzutreten. In der Vergesellschaftung bestimmter Industrien sehe der deutsche Gewerkschaftler das Mittel, die Welt vor neuen Schrecken der unlängst erlebten Art zu bewahren. Dieses Problem müsse auf internationaler Basis gelöst werden. Solidarität in Berlin BERLIN. Unter strahlendem Frühlingssonnenschein fanden am 1. Mai kn ganzen Bundesgebiet unter starker Beteiligung die von den Gewerkschaften veranstalteten Kundgebungen statt. Oeffentliche Gebäude waren mit den schwarz-rot-goldenen Bundesfarben und den Landesfarben beflaggt. Mit besonderer Spannung wurden die Maifeierlichkeiten in Berlin erwartet. In den Westsektoren hatten die Unabhängige Gewerkschaftsorganisation und in dem Ostsektor der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund zu Kundgebungen aufgemfen. Auf der von etwa 600 000 Berlinern besuchten Freiheitskundgebung auf dem Platz der Republik überbrachte Irving Brown (USA) im Namen des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften den tapferen freien Männern und Frauen von Berlin die Grüße und-Gefühle höchster Bewunderung von 50 Millionen Arbeitern. Volksbefragung im September? Die Abstimmung über den Südweststaat — Gesetzentwurf fertiggestellt FREIBURG. Nach dem in Tübingen ausgearbeiteten Gesetzentwurf zur Volksbefragung über die Neugliederung in den Ländern Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern soll die Volksbefragung in allen drei Ländern am sechsten Sonntag nach Inkrafttreten des Gesetzes abgehalten werden, diese Frist beginnt mit dem Tag des Inkrafttretens des Gesetzes in demjenigen Land, das es als letztes verkündet. Fällt der 6. Sonntag in die Zeit zwischen dem 31. Juli 1950 und dem 4. September 1950, so findet die Volksbefragung am 10. September 1950 statt. Der Stimmzettel hat folgenden Wortlaut: 1. Ich wünsche die Vereinigung der drei Länder Baden, Württemberg-Baden und Württemherg-Hohenzollem zum Südweststaat, oder 2 . Ich wünsche die Wiederherstellung des alten Landes Baden und des alten Landes Württemberg einschließlich Ho- henzollem. Ein Stimmberechtigter kamn nur eine der beiden Fragen beantworten. Stimmberechtigt ist, wer am Abstimmungstag 1) deutscher Staatsanghöriger ist oder einen von einer zuständigen Behörde des Landes Landes ausgestellten oder anerkannten Flüchtlingsausweis besitzt; 2) das 21. Lebensjahr vollendet hat 3) seit mindestens einem Jahr im Lande wohnt; 4) nach den im Lande geltenden Vorschriften weder vom Stimmrecht ausgeschlossen noch fo der Ausübung des Stimmrechtes behindert ist. Stimmscheine der Länder Baden und Württemberg-Hohenzollem sind nur innerhalb des Landes gültig. Stimmscheine des Landes Württemberg-Baden nur in dem Landesbezirk, in dem sie ausgegeben worden sind. In die Abstimmungsausschüsse ist auf Antrag je ein Vertreter der Organisationen zu berufen, deren I Zweck die Neugliederung in den drei Ländern ist Frankreichs Wirtschaftsentwicklung Was die europäische Oeffentlichkeit aus Frankreich vernimmt, klingt im ganzen sicher nicht sehr ermutigend. Blutige Streikunruhen in Brest und Paris, erneuter innenpolitischer Streit um die Rehabilitierung Pötains, dazu als politischer Hintergrund eine labile Regierungs-Koalition, die nach dem Ausscheiden der Sozialisten nur noch aus einer Minderheit vor» katholischer MRP und Radikal-Sozialen besteht. Aber es gibt unter der Oberfläche auch Anzeichen einer fortschreitenden Stabilisierung und Gesundung. Die industrielle Produktion hat den Stand von 1938 nicht unerheblich überschritten, die Landwirtschaft ist nach wie vor wirtschaftlich kerngesund und hat erheblich Fett ansetzen können, es gibt keine nennenswerte Arbeitslosigkeit. Dieser wirtschaftliche Gesundungsprozeß hat sich jetzt endlich auch auf die Währung ausgedehnt, seitdem die Notenpresse nicht mehr so bedenkenlos strapaziert wird. Der französische Franc, seit Jahreft das Sorgenkind jedes Franzosen und jedes auf Stabilisierung bedachten internationalen Währungsexperten, hat sich wieder erholt. Ja, er ist im Begriff, sich beinahe zu einer harten Währung zu entwickeln. Der schwarze Dollarkurs, der am 15. Dezember 1949 noch 545 fres. betrug, ist heute nur noch 356 fres. und deekt sich damit fast mit dem seit der Abrechnung festgesetzten amtlichen Kurs von 349.40. Mit anderen Worten: der Franc steht im Vergleich zum amtlichen Kurs besser da als das englische Pfund und auch die deutsche DM. Noch katastrophaler ist der schwarze Goldkurs zus&mmehgebrochen: 1 goldener 20-Francs-„Napoleon-d’Or“ sank von 6200 fres. im Dezember auf 3230 fres. Der Sparer hamstert keine Goldstücke n ehr ängstlich in seinen Strumpf, und die internationale Spekulation spekuliert nicht länger auf ein stetiges Abgleiten des Francs. Entsprechend sind an der pariser Börse französische Aktienwerte durchweg im Steigen und es mehren sich die Anzeichen, daß in Hartwährungsländer geflüchtetes französisches Kapital den Weg zurück nach Frankreich findet. Aber über all dieser erfreulichen Gesundung hängt ein Damoklesschwert. Das chronische Leiden Frankreichs, d'e unsolide staatliche Finanzwirtschaft, droht die wirtschaftliche Gesundung zu gefährden. Kaum eine Flugstunde ist die Entfernung zwischen London und Paris, aber der Unterschied in den Methoden staatlicher Finanzpolitik könnte nicht größer sein, ln England, wie das jüngste Cripps‘sche Budget wieder gezeigt hat, eine von Jahr zu Jahr, streng geplante staatliche Finanzgebarung, die bewußt einen jährlichen Ueberschuß herauswirtschaftet, in Frankreich ein planloses von der Hand in den Mund leben. Beit Poincare hat es kaum ein solides ausgeglichenes Budget mehr gegeben. Die chronische Steuerscheu des französischen Wählers zwingt die Abgeordneten, dem Finanzminister so wenig Mittel als möglich zu bewilligen. Wie er damit aus- kommt, ist sein Geheimnis. Bei der Etatberatung werden im allgemeinen keine Sparvorschläge im einzelnen gemacht, sondern nur durch ein „loi de maximum“ Höchstausgabengrenzen für jedes Ressort vorgeschrieben. Kein Abgeordneter glaubt im Emst, daß die Regierung damit auskommt. So hat auch der Staatshaushalt für 1949 mit einem unvorhergesehenen Defizit von 77 Mrd. fres. (etwa 900 Mill. DM) abgeschlossen und auch im Haushalt für 1950 zeigen sich die ersten Fehlbeträge. Der Finanzminister deckt sie mit kurzfristigen Schatzanweisungen und anderen „unorthodoxen“ Methoden des Vorgriffs auf künftige Einnahmen. Aber im Hintergrund steht die Gefahr der Notenpresse, und wenn die Notenpresse wieder lauft, dann ist es mit der Stabilität des Francs aus. Ein anderes nicht zu schließendes Loch im Haushalt ist das chronische Defizit der verstaatlichten Industriebetriebe. Nur wenige werden heute lSignen, daß sich der französische Staat mit der Verstaatlichung ganzer Industriezweige im sozialistischen Nachkriegsrausch von 1945 und 1946 schwer übernommen hat. Die Eisenbahnen arbeiten mit Defizit, desgleichen die Kohlengraben, und ein besonders trübes Kapitel ist die Flugzeugindustrie, die w egen mangelhafter Auftragsbewilligungen des Parlaments, wegen des Fehlens eines festen Produktionsplanes und fortgesetzter politischer Eingriffe allmählich vor die Hunde geht. Das größte Flugzeugwerk in Paris hat vor kurzem allen Angestellten und Arbeitern vorsorglich gekündigt. Der Aerger und die Beschwerden über die Mißwirtschaft in den verstaatlichten Industrien reißen nicht ab. Das führt zu dem anderen Gefahrenpunkt der französischen Lage: das soziale Problem ist weit davon entfernt, befriedigend gelöst zu sein. Die Verstaatlichungen haben niemandem geholfen. In dem Wettlauf zwischen Löhnen und Preisen seit r C Freiburg — FV Ebingen 2:0 (2:0) SV Bedangen — FC Rastatt 1:4 (0:2) SV Offenburg — SSV Reutlingen 2:0 (1:0) VÄ. Schwenningen — SC Fredburg 2:2 (2:2) VfB Friedrichshafen — FV Lahr 2:2 (2:0) SpVgg Trossingen — FC Villingen 1:2 (0:1) SSV Reutlingen 29 22 2 5 73:28 46-12 SV Tübingen 217 16 6 5 61:30 38-16 FC Freiburg 26 IS 8 5 59:30 38-18 FC Singen 28 17 3 8 55:34 37-19 FV Ebingen 29 14 6 9 45:40 34-24 SV Kuppemheim 23 14 J 9 60:59 33:27 VfL Konstanz 27 12 6 9 56:36 30-24 FC Rastatt 26 11 7 8 52:42 29-23 FV Lahr 28 n 4 13 45:52 26-30 FC VMMngen 217 ii 3 13 52:51 25-29 SV Offenburg ^7 8 e 11 31:45 24-30 VfB Friodrichshaf. 28 8 5 15 33:61 21-35 SC Freiburg 26 7 5 14 46:54 19-33 VfL Schwenningen 27 7 5 15 50:61 19-35 SpVgg Trossingen 27 5 5 17 38:55 15-39 SV Hediingeir 30 2 3 25 33-116 7-53 Laufende Angriffswellen - zu wenig Tore A. St., Konstanz. Oft schon häuften sich die Chancen des VfL Konstanz so zu einem sieg* versprechenden haushohen Berg. Selten aber und in emean Kampf gegen einen Qualifizierten für di# Zonenmeiaterschaftsspieile so sehr wie am Sonntag gegen Tübingen. Ebenso haushoch aber hatte sich auch das Schicksal in diesem für beide Partner bedeutenden Spiel fast tragisch gegen die Seehasen verschworen. Es scheint nicht seilten die Standardrodde des VfL Konstanz zu sein, seinen Gegner im Feld zu beherrschen, zur technisch besten Elf der Südliga gestempelt und wie kürzlich in Reutlingen als südwestoberligareif bezeichnet zu werden. So war es auch vorgestern, als 1:2) gegen SV Waldhof) als Absteiger festziustehen. Beim 1:1 (1:1) des VfB Miihllburg gegen den Spitzenreiter Fürth machte sich vor 30 000 Zuschauern bei den Fürthern das Fehlen von Schade und Appis im Sturm nachteilig bemerkbar. Durch diesen Ausfall kam der Angriff nicht zu seinem gewohnten Flachpasspiel, und die Mühlburger glichen die dennoch vorhandene technische Ueber- legeriheit ihres Gegners durch großen Eifer aus. Beim 1:0-(0:0)-Sieg des VfB Stuttgart über den Deutschen Meister VfR Mannheim war vor 35 000 Zuschauern diie bessere Kondition der Stuttgarter ausschlaggebend. Obwohl die Mannheimer ihrer Endspielform beachtlich nahe kamen, hatten sie den Gastgebern in der zweiten Hälfte nichts Gleichwertiges mehr entgegenzusetzsn. In der ersten Hälfte iiherstand die Stuttgarter Deckung während des wirbelnden Mannheimer Angriffsspiels bange Minuten. Das entscheidende Tor fiel in der 65. Minute durch Baitinger. Spannung noch nicht gelöst Oberliga Nord: Hamburger SV — St. Pauli 6:0, Conc. Hamburg — Göttingen 3:1. Lübeck — Arminia Hannover 3:0, Eintracht Braiunschweig — Osnabrück 1:1, Hannover 96 — Eimsbüttel 5:2, Breifter SV — VfB Oldenburg 4,1. Im Wettbewerb um den zweiten und dritten Platz d'er norddeutschen Fußballoberliga und am TabelltenscMuß verstärkten sich die Spannungen durch die jüngsten Ergebnisse deT Meisterschaftsspiele. Entgegen allen Erwartungen, die dem HSV eine verhaltene Spielweise im Hamburger Osrts- rivalenkampf gegen St. Pauli voraussagten, zeigte sich der Titelhalter in einer wahren Meisterform und überspielte seinen Gast sicher mit 6:0 Toren. Ein Pflaster auf diese Wunde bedeutete für St. Pauli das 1:1 zwischen Eintracht und VfL Osnabrück in Braunschweig, das dem TalbeHenrweiten einen wichtigen Punkt kostete. Hoffnungen auf einen Plate“ Oberliga-West: Arminia Bielefeld — RW-Essen 1:6. — Im einzigen Punktspiel der Oberliga- W'est, nährte Rotweiß Essen mit einem 6:1-Sdeg über Arminia Bielefeld seine Hoffnungen auf einen der vorderen Tabellenplätze. Arminia gab vor 12 000 Zuschauern eine schwache Abschiedsvorstellung aus der Oberliga. oo m 'Ijiüoriscijen in seinem wiedererstandenen Verwaltungs-^ gebäude tritt nunmehr HAUS NEUERBURG von neuem als unabhängiges Familienunternehmen auf den Plan, unter den, alten Leitung und im alten Geist! Zwei der grössten und bestausgestatteten Cigarettenbetriebe Deutschlands, die Neuerburg-Stammfabrik in Trier und ein zweites Werk in Baden-Baden, bilden das fabrikatorische Rückgrat des Unternehmens. Bei manchen Rauchern wird diese Nachricht alte Erinnerungen aufsteigen lassen an die „ Sonne auf Mazedonien* an berühmte^ Namen wie GÜLDENRING 'und OVERSTOLZ. Die Freunde dieser Marken müssen sich noch etwas gedulden, bis die Zufuhren auch der edleren Orienttabake so gesichert sind, dass Haus Neuerburg_^ mit seinem Namen für ihre bekannte und gleichbleibende Güte einstehen kann. Umsomehr hat sich Haus Neuerburg inzwischen einem Problem gewidmet, das seit langem nach einenj) zu 5 % oln. ^Lösung drängt.Die VIRGINIA-Cigarette amerikanischen Typs, die heute in Deutschland noch vorherrscht »wird bei stärkerem Verbrauch vielfach als schwer empfunden. Sie ist ja ursprünglich für das schroffe Klima der Neuen Welt und für amerikanische Lebens gewohnheiten, also für ganz andere Verhältnisse geschaffen worden. HAUS NEUERBURG hat sich die Aufgabe gestellt, aus diesen hochwertigen amerikanischen Tabaken unter Beigabe feiner Orient- Würztabake eine Cigarette zu entwickelnde unserem KLIMA und Geschmacksempfinden angepasst ist, eine fachliche Pionieraufgabe, welche der traditionellen Linie von Haus Neuerburg ganz entspricht. So übergibt HAUS NEUERBURG dem deutschen Raucher seine neue Zehn-Pfennig-Cigarette (9n£etTObA (mit dem Bild des modernen,,Tabak-Mohreri) als Typ der Akklimatisierten VIRGINIA-Cigarette und als gute deutsche Marke,die sich Heimatrecht bei uns erwerberf soll. Itttt K’G L, X* >TRIEB*BADEN-BAD£N Dienstag, 2. Mai 1950 SÜDKURIER Nr. 52 / Seit* * Fleischmann auf NSU Doppelsieger in der Eilenriede Nach zwölfjähriger Pausa feierte die traditionelle Rennstredse in der Eilenxiede Hannover mit dem ersten Lauf zur deutschen Motor- radmieistersdnaft i'hre Wiedererstehung. Dieser Lauf war ein hervorragender Auftakt für die diesjährige Meisterschaft, denn 120 000 bis 140000 Zuschauer sahen erbitterte Kämpfe. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand naturgemäß das Rennen der HalbKtsrmasdiinen, in dem Vorjahresmeister Georg Maier {München), auf BMW von seinem alten Rivalen Heiner Heischmann (Neckarsulm), auf NSU geschlagen wunde. Wechselte in der SOO-ocm-Klasee fast bei jeder Runde die Spitze zwischen Heischmann und Meder, so fuhr der NSU-Fabriktfahrer das Rennen der 350-oom-Mas chinen weit überlegen nach Haus. Heiner Fleischmann führt somit nach dem ersten Lauf der deutschen Meisterschaft sowohl in der 360-ocm-tKlaäse als auch in der 500- ccm-Klasse mit je sechs Punkten. Er stellte außerdem mit 132,5 (350 ccm.) und 140,6 std/km. (500 ccm) neue Rundemretkorde auf.. Ergebnisse: Solo bis 125 com: 1, Ried fKÖnigs- winter) auf DÖCW 50:23,9 min. gleich 91,5 std/km. 2. Etl-marin (Chemnitz) EFA-DJCW’ 89,6 6td/km Solo bis 250 cean: 1. H, P. Müller (Bielefeld) DKW 53:13,1 min. gleich 113,4 std/km. 2. Düi- ker (Stuttgart) DKW 112,4 std/km 1 . Solo bis 350 ccm: 1. Fleischmann (Neckärsulm) NSU 47:22,4 min. gileidh 127,3 std/km. 2. H. P. Müller (Bielefeld) DKW eine R/unde zurück. Solo bis 500 ocm: i Heiner Fleischmann (Neckarsulm) NSU 44:53,1 min. gleich 134,4 std/km. 2. Georg Meier (Mün- rhen) BMW 134,3 std/km. Seitenwagen bis 600 ccm: 1. Bovoehm/Fudis (Neckarsulm) NSU 39:06,7 min. gleich 117,7 std/km. 2. Klamkermeier/ Wolz (München) BMW 114,8 std/km. Seitenwagen bis 1200 ocm: 1. SepfpenhauserWenzhofer (Münohen) BMW 42:33,5 min. gleich 108,2 stdkm. 2. Forster/Wirth (München) BMW 106,7 6td/km. „Walcott Kampf scheint gesichert“ Die führende amerikanische Boxzeitschrift ,,The ring" vertritt in ihrer Mai-Ausgabe die Auffassung, daß die an-, alb- und wiederangesetzte Deaitschiandreise von Joe Walcott jetzt als gesichert anzusehen sei. (Wir sind immer noch skeptisch! Die Red.) Bedeutende Ringexperten <$er Vereinigten Staaten äußerten, daß Walcott in seiner Kampfesweise nicht der gegebene Gegner für ten Hoff sei. Es ist ein großes Wagnis, gleich einen Joe Walcott her- auszufördem, der nach übereinstimmender Ansicht trotz seines Alters immer nodi als kampfstarker Schwergewichtler nach Ezzard Charles angesehen wird. Andererseits ist es verständlich, daß die große Chance, in die erste Reihe der Schwergewichtler der Welt aufzurücken, sehr verlockend erscheint. Wobei aber auch das Schicksal eines OHe Tandberg für ten Hoff und seine optimistischen Berater eine ernste Wfernung sein sollte, den Bogen nicht zu überspannen. Walcott darf sich nämlich gerade jetzt keine Niederlage erlauben, da eT sich trotz seiner zwei Niederlagen gegen Charles ernsthafte Hoffnungen auf den Welitmei- stergürtel macht. Ezzand Charles wurde bekanntlich bei der Sitzung der National Boxing Association (NBA) auferlegt, sich einer zweimaligen ärztlichen Untersuchung zu unterziehen. Falls er fit erklärt wird, muß er den Titel Ende Mai oder Anfang Juni in Buffalo gegen Freddie Beshore verteidigen. Ist-er nicht kampffähig, muß er aus dem Ring zurücktreten. Die Aerzte meinen jedoch, er sei bald wieder hergestellt und könne seinen Titel verteidigen. (Schweiz) — Beuthiner (Deutschland) 7:5, 2:6 (abgebrochen) ; Alforecht / Sdiaubflin (Schweiz) — Beuthner/Saß peutschLand) 6:4, 6:4>j Gebrüder Blondel — Gulcz / Gramere (Deutschland/Schweiz) 2:6, 6:3, 6:4. Die deutschen Tennisspieler setzten am Sonntag ihre Kämpfe gegen Vertreter der Schweizer Davispokahnannschiaft in Basel fort. Dabei unterlag Gulcz dem Schweizer Meister Alfarecht mit 4:6, 2:6. Wertere Ergebnisse; Herren: Saß (Deutschland) — P. Blonde! 6:3, 6:4; Saß — Grange 6:3, 8:6» Beuthiner Gulcz — Alfarecht/P. Blondel 3:6, 6:4, 7:5. Die deutschen Damen schnitten besser ab als die Herren, konnten eie doch sämtliche Begegnungen erfolgreich beenden. Die Ergebnisse: Pohmann (Deutschland) — Charbonnier (Schweiz) 6:4, 6:3: v. Gerlach (Deutschland) — T^ery (Schweiz) 7:5, 4:6, 6:2; Pohmann/v. Gerlach — Fery/Kelßier (Schweiz) 6:2, 6:2; Rigdllet (Schweiz) —Pohmann 8:6, 6:2; v. Gerlach (Deutschland) — Keller 6:4, 6:3? Pohmann. /v. Gerlach—Rigol'let- Charboimiex 4:6. 6:2, 6:4. Badische Jugendmeisterschaft im Tarnen Bei den badischen Jugendmeisterscbaften in Gengenbach erwiesen «ich nach den Vommden- und Aussdieidiungskämpfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Turmvereins Rastatt sowohl ■bei den Einzel- wie auch bei den Mannschaftswertungen als weitaus am erfolgreichsten. Eigelbnisse: Klasse A männlich: 1. Schmidt, TV Rastatt, 170,5 Punkte, Weifal. Mannschaftswertung: 1 TV Rastatt 441,5 P., 2. FT/SC Freiiburg 307. Einzelwertung: 1. Vogel, TV Rastatt. Klasse B, männliche (Mannschaftswertung: 1. (Rastatt I 437,6, 2. TV Bad Dürrheim 407,5. Einzelwertung: 1. bis 3. Weimer, Hammer, Schmitt, sämtliche Rastatt, 11E Punkte. Weibliche Mannschaftswertung: 1. Rastet^ 321,5, 2. Lahr 314,5. Einzelwertung; 1. Walter, Labr, 79,5. Schweizer Radsporterfolg im Dreiländerkampf Die Radsportveranstaltung auf der Zementbahn in Dudenhofen mit dem Amateur-Länderkampf Deutschland—Sdiweiz—Luxemburg im Mittelpunkt wurde in jeder Beziehung ein voller Erfolg. Rund fünftausend Zuschauer folgten mit größter Anteilnahme den einzelnen Rennen und hatten vor allem Gelegenheit, in dem Länderkampf, einem Mannschaftsfahren über 60 Kilometer, hervorragende Leistungen zu bewundern. Die Schweizer Bucher/Müller waren von einem unbändigen Siegeswillen beseelt und zeigten, auch eine meisterhafte Fahrwelse, 6o daß die Deutschen Hölzm&nn/Intra und Klefar/Dinta sowie die Luxemburger Scheer/Goedert schließlich klein beigeben mußten. Mit einer Runde Vorsprung und sieben Punkten gewannen die Schweizer vor Holzmamn/Initra mit 21 Punkten. Klehr/Dtinta .mit 16 Punkten. Den Luxemburgern mit zehn Punkten sowie den Deutschen Schäfer Grunewald. Die bei 14 Punkten zwei Runden zurücklagen. Das Fliegenrennen gewann Westerhold (Köln) vor den Frankfurtern Intra und Schäfer sowie Kl ehr (Friesenheim). Chaillot gewann Frankfurter Steherpremlere Chaillot (Frankreich) gewann beim Auftakt der diesjährigen Frankfurter Stehersaison den „Großen Stadtwaldpreis" im Gesamtergebnis mit 64.860 fcm vor Heimann (Schweiz) 180 MeteT zurück. Metze 450 m zurück, Sdnorn 590 m zurück und Lohmüller (Schweiz) 4000 m zurück. Engeübrecht (Hannover) schied wegen Schrittmacherschadens auis. Während Chaillot im ersten Lauf über 25 tom in 21,23 'Min. vor Heimann (20 m zurück), Schorn {360 an zurück) und Metze siegreich war, holte sich Metze den zweiten Lauf ülber 40 km in 34:29 Min. vor Chaillot (140 m zurück), Heimann (200 m zurück), Schorn und Lohmüliler. Die Berliner FreilufteRadrennsaison wunde mit gut besetzten Steherrennen im Neuköllner Stadion eröffnet. Im einleitenden 2S-kim- Nach den Ausführungen des Referenten im Landwirtschafts- und Emährungsmini- sterium, S t r a u, sei heute das Hauptproblem der Vieh- und Marktwirtschaft der Warenabsatz. Die Großviehbestände hätten den Vorkriegsstand annähernd erreicht, wenn nicht schon überschritten. Obwohl man in Baden, mit einem Ueberschuß an Großvieh rechnen müsse, werde man den fehlenden Bedarf an Schweinen immer aus den natürlichen Ueberschußgebie- ten des Nordens decken müssen. Der Verbandsvorsitzende M.d.B. Mensing, Hameln, leitete die wirtschaftlich schwierige Lage des Bundes aus der gegenwärtigen Lage des Weltmarktes ab. Er forderte den Massenzusamimenschluß des Handwerks, das dann an zweiter Stelle hinter den Gewerkschaften einen wirtschaftspolitischen Machtfaktor darstellen würde, der die Regelung der Probleme auf der Bundesebene ermöglichen könnte. Der Vorsitzende des US-Zonenveroan- des, Hartmann-Framkfurt, sprach über die Häuteverwertung, die Insofern auf Schwierigkeiten stoße, als viele Häute (bis zu 78 Prozent) beschädigt seien und nicht mehr oder schwer verarbeitet werden können. Mit Rücksicht auf die verständlichen Forderung«! der Gerber- und Lederverbände müsse deshalb auf eine ordnungsgemäße Abschlachtung größter Wert gelegt werden. Hauptgeschäftsführer Schröder erklärte, anhand genauer Unterlagen werde man zu gegebener Zeit beweisen, daß das Metzgerhandwerk nicht die ihm zustehende Verarb°itungsspanne erhalte. Um existieren zu können, seien aber 25% erforderlich, wobei wiederum nur 2—3% reiner Gewinn wären. Tatsächlich würde das Pfund Fleisch heute 20—25 Pfg. unter dem zustehenden Preis verkauft. So sehr man eine Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft wünsche, so wenig könne man sich auf der anderen Seite mit einer Konkurrenz aus jenen Kreisen durch . genossenschaftliche Belastungen, Auspfund.mg usw. einverstanden erklären. Abschließend wandte sich der Vorsitzende des britischen Zonenverbandes Freube entschieden gegen das Wirtschafts- strafgeeetz und die Preisüberwachung, die als unangenehme Ueberbleibsel aus einer verworrenen Zeit zu betrachten seien. Nach der Genehmigung des Haushaltsplanes bestimmte man Baden-Baden zum nächsten Tagungsort. &bi den timen Jleieen ! Tausende neuer Leser vereinigen sich heute mit der großen Lesergemeinde des „Südkurier“. Den meisten von ihnen, die jetzt, nach dem Eingehen der „Deutschen Bodensee-Zeitung“ zu uns kommen, ist der „Südkurier“ nicht völlig unbekannt. Sie kennen ihn aus einer Zeit, in der er seine schwierige Aufbauarbeit begann. Der „Südkurier“ war bekanntlich nach dem Kriege 1945 die erste Zeitung Südbadens. Dazwischen liegen Jahre einer Entwicklung, die ihre Früchte getragen hat. Der „Südkurier" konnte mehr und mehr das verwirklichen, was sich seine Gründer zum Ziele setzten: unserer Bevölkerung im badischen Oberland und am Bodensee ein unabhängiges Heimatblatt von christlicher Prägung und Grundhaltung zu sein. An dieser Aufgabe haben in Redaktion und Verlag und auf unseren Geschäftsstellen und Heimatredaktionen draußen im Lande angesehene Presseleute mitgewirkt, die von den alten Heimatblättern zu uns kamen. Vor allem waren es ja auch die vielen Mitarbeiter aus dem Hause der alten ,,Deutschen Bodensee-Zeitung“ selbst, die an der Gründung und Entwicklung unserer Zeitung entscheidend mitgewirkt haben. So glauben wir, daß sich unsere neuen Leser rasch bei uns heimisch fühlen werden. Wir heißen sie alle herzlich willkommen! Wir möchten ihnen sagen, daß wir für ihre Mitarbeit und für jede fördernde Kritik dankbar sein werden. Wir wollen mit ihnen jene lebendige Verbindung hersteilen, die unsere Arbeit für beide Teile, für den Leser und für die Zeitung, fruchtbar macht — im Dienste der Heimat und zum Wohle unseres Volkes am See, auf dem Schwarzwald und am Hochrhein. 3000mal letftete öae Rote Kreuz HÜfe 4000 Ueberführungen in einem Jahr ins Krankenhaus Die alljährliche Haus- und Straßen- sammlung des Badischen Roten Kreuzes findet in diesen Tagen statt, und zwar die StraßensammLung am kommenden Samstag und Sonntag. Wenn dann die Sammler und Sammlerinnen des Roten Kreuzes eine Spende bitten, wollen wir nicht vergessen, daß diese Sammler nicht für weh selbst bitten. Sie bringen nur das Opfer des Sammelns, damit die Mittel zusammen klommen, um anderen zu helfen. Nicht aus öffentlichen Mitteln wird das Rote Kreuz unterhalten, sondern es muß selbst sehen, wie es die benötigten Mittel beschaffen kann, um seine Aufgaben zu lösen. Was sind diese Aufgaben? Greifen wir nur einige heraus. Ueber 100 ehrenamtliche Helfer und Helferinnen werden in Konstanz laufend ausgebildet und stehen für Unfälle und Katastrophen Tag und Nacht zu Verfügung. Ueber 50 000 km fuhr der Krankentransport im vergangenen Jahr bei fast 4000 Ueberführungen in Krankenhäuser and Heilanstalten. Ueber SOOOmal wurde im letzten Jahr in der Verbandsstelle unentgeltlich Hilfe geleistet Die Heimkehrer aus Kriegsgefangenschaft wenden sich zuerst an das Rote Kreuz, wo ihnen Rat und finanzielle Hilfe zuteil wird. Die jetzt begonnenen Umsiedlertransporte aus dem. polnisch besetzten Gebiet werden vom Roten Kreuz organisiert und betreut. Das Rote Kreuz hilft mit bei der Umsiedlung von Flüchtlingen nach Baden, Eine große Zahl Bedürftiger in Konstanz stehen in der speziellen laufenden Obhut des Roten Kreuzes. Täglich nimmt sich das Rote Kreuz der durchreisenden mittellosen Wanderer an. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Arbeit des Roten Kreuzes in Konstanz. Erfahren wir nicht fast täglich aus der Zeitung oder dem Radio von weiteren Aufgaben, in die das Rote Kreuz eingeschaltet ist! Doch, trotz aller freiwilligen Arbeit, ohne Geld geht das alles nicht. Darum nochmals die Bitte, bei der kommenden Sammlung durch eine Spende auch deinen Teil zur Lösung aller dieser Aufgaben beizutragen.! Bei der vorjährigen Sammlung ist es vorgekommen, daß Betrügern unberechtigter Weise gleichzeitig sammelten, mit der Angabe, es handle sich um die Rot-Kreuz- Sammlung. Es wird deshalb darauf hingewiesen, daß ale Sammler des Roten Kreuzes einen polizeilich beglaubigten Ausweis besitzen, der auf Verlangen vorgezeigt werden muß. Smutje Stöbtnöd)rid)ten Ihren 77. Geburtstag feiert morgen, Mittwoch, Frau Maria Heimgartner, Grünenbergweg 46. — Ihren 75. Geburtstag beging am 1. Mai Frau Wilhelmine Schack geb. Kretz, Luisenplatz 1. — Sein 25jäh- riges Geschäftsjubiläum bei der Telefon- bau und Normalzeit beging dieser Tage Friedrich Ockert. Der Lyceumsclub Konstanz veranstaltet am Mittwochabend im Europa-Haus einen Liederabend. Es singt Marianne Welsch- Konstanz, am Flügel Gertrud Köll, die außerdem Werke von Chcpin vortragen wird. Die nächste orthopädische Sprechstunde findet am Donnerstag, 4. Mai, ab 8 Uhr im Goldenen Sternen in Konstanz statt. Ehrenvolle Berufung Vor kurzem wurde der bisherige Dozent am Staatstechnikum Konstanz, Dr. Ing. Fritz Dreher, als ordentlicher Professor JugenCfonntag in öer Lutherpfarrei Der Sonntag Jubilate ist seit mehr als 25 Jahren in der Badischen Landeskirche der jungen Gemeinde gewidmet. Sie gestaltet den Gottesdienst und sie ladet zu einem von ihr getragenen Gemeindeabend ein. So war es auch am vergangenen Sonntag, der als erster richtiger Frühlingssonntag seinem fröhlichen Namen alle Ehre machte. Die Lutherkirche war mit hellem Buchengrün geschmückt — morgens um 5 Uhr waren sie schon hinausgezogen, um frische Maien zu- ihrem Sonntag zu haben. Wie es sich beinahe als Tradition für den Jugendsonntag herausgebildet hat, wurde der Gottesdienst mit der reicheren lutherischen Liturgie gefeiert. Das „Jubilate“ der jungen Stimmen des Chores war wie der Sonntag selber. Die Festpredigt hielt Religionslehrer Dr. Timmer. der junger und älterer Gemeinde ins Bewußtsein rief, daß sie trotz aller Verschiedenheiten und zeitweiligen Reibungen in einer Verantwortung stehen und in der Nachfolge eines Herrn sind. Am Nachmittag trafen sich die Jugendgruppen auf der „Frühlingswiese“ bei Allmannsdorf. um sich bei Spiel und Gesang ihres Jungseins zu freuen. Der Abend vereinigte dann noch einmal Alte und Junge, Kinder. Eltern und Großeltern im Gemeindehaus. Wieder wurde gesungen — wie könnte es bei jungen Menschen anders sein — ernsthaft vom Singkreis, nicht ganz so ernst von den übrigen. Zwei junge Männer. Bernhard Maurer, Flöte, und Martin Schneider. Klavier, spielten Musik von Mozart und Bach, helle fröhliche Musik. „Jugend ist Gold in Barren, ungeprägt und noch ungeformt“. sagte Dekan Mono in seiner kurzen Ansprache. „Es ist nun bei Euch, etwas daraus zu machen. Laßt es die Fassung für das Beste und Kostbarste werden!“ Abschluß und Höhepunkt des Abends bildete das Spiel „Die Troßbuben“ von Ulrich Kabitz. Es führt in die Zeit nach dem 30- jährigen Krieg, wo die Menschen noch kaum den Mut hatten, wieder neu aufzubauen: wo junge Menschen, die der Krieg, den sie nicht verschuldet, arm und verzweifelt wieder ausgespien hat. den Weg zurück in eine friedliche Welt nicht mehr finden können. Aber da ist einer, der als Christ weiß, daß Vergeltung, und sei es Vergeltung mit der Sanktion des Rechtes, nur immer neu den Weg aus der Apgst und dem Elend heraus verbaut, und der, zuerst ohne Dank von den Jungen, ihnen gibt, was sie noch nie empfingen: Liebe und Verstehen. Am Ende siegt seine gläubige Torheit, denn „wir müssen Brücken bauen, sonst schlagen sie sich morgen wieder die Köpfe ein und meinen, es sei Gottes Willen.“ Drittes Internationales Bach-Fest Schaffhansen Aus Anlaß des 200. Todestages Johann Sebastian Bach veranstaltet die Stadt Schaffhausen unter dem Patronat der Internationalen Bachgesellschaft vom 13. bis 21. Mal 1950 das 3. Internationale Bachfest. Das Ver- anstal+ungspi ogramm soll dem Andenken und dem Werk dieses einmaligen Genies ganz besonders Rechnung tragen. Neben den großen Chor- und Orchesterwerken, Kantaten und Motetten, kommen die Goldberg-Variationen, die Präludien und Fugen für das wohltemperierte Klavier, das Brandenburgische Konzert, Orgelwerke usw. zur Aufführung. Die altehrwürdige Kirche zu St. Johann und das Münster geben diesen Veranstaltungen einen würdigen Rahmen. Auch den Bachverehrerr, der Grenzzone Ist Gelegenheit geboten, die Festkonzerte in Schaffhausen mitzuerleben. Drei Sonderzüge und tägliche Omnibus-Sonderfahrten werden aus Anlaß des Internationalen 'Bachfestes nah Schaffhausen geführt. Für die Grenzanwohner ist dem Bodensee-Reisebüro Konstanz und dem Reise- und Verkehrsbüro Singen der Vorverkauf für die Konzertkarten übertragen worden. W. D. Ein echter Heimatabend beim Geblrgstrachtenveretn „Edelweiß“ Heimatabende, volksnahe und ohne jede Theatrallk gestaltet, erfreuen sich in Konstanz steter Beliebtheit. Diesen Beweis erbrachte erneut der große, bunte Heimatabend des Gebirgstrahtenvereins „Edelweiß“ am Samstagabend im Konzil-Saal. Der Gebirgs- trahten-Verein feierte, wie Vorstand W. Jenny bei der Begrüßung der etwa 700 Gäste hervorhob, an diesem Abend sein zweijähriges Bestehen. Es überbrahten dem Konstanzer Verein die besten Wünsche die Stadtjodler von Kreuzlingen, die Schuhplattlergruppe „Almrösli“ aus Dornbirn und der Trachtenverein aus Wangen im Allgäu. Auch der 1. Gauvorstand des Bodensee-Trahten- vereins, M. Vonier, weilte unter den Gästen. Während des ganzen Abends hatte Fritz Ehrler als Ansager die Lacher auf seiner Seite. Bereitwillig gab er seine erfrischenden Lokalwitze, die er in sheinbar unbegrenzter Menge und Qualität „auf Lager“ hat, zum Besten. Die farbenfrohen Volkstänze der einzelnen Tanzgruppen des Trachtenvereins ließen sorgfältige Einstudierung (K. Huber) erkennen. Besonders die Figurentänze der Kleinsten lösten Begeisterung aus. Der gemischte Chor des Trachtenvereins sang unter M. Liebhardt‘s Leitung mit sauberer Stimmführung ansprechende Volkslieder. Man war überrascht, welche stimmliche Festigung der Chor seit seinem Auftreten im Vorjahr erreicht hat. Die Theatergruppe (der' Verein ist in seiner Programmgestaltung fast „Selbstversorger“) wartete mit dem Bauemschwank „Der geprellte Wirt“ auf. F. Mühlmann und seine Mitwirkenden überwanden mit diesem ' lustigen Einakter auch den letzten Griesgram. Wohl selten wurden Künstler schon bei Ihrem Erscheinen im Konzil so mit Beifall überschüttet wie das Allgäuer Jodler-Terzett Wegscheider aus Scheidegg. Diese drei Sänger können sich rühmen, das Konstanzer Publikum ganz für sich gewonnen zu haben. . Man muß es einfach mögen, dieses Trio, wenn seine frischen und lebensbejahenden Lieder und Jodler vom Allgäu und Bodensee verklungen sind! Das Publikum forderte stürmisch Dreingaben, die es auch gerne erhielt. Ein prächtiges Blumengebinde war der Dank an die Allgäuer Gäste. Nach Programmschluß überreichte der Trachtenverein seinem unermüdlichen 1. Vorsitzenden Willy Jenny für seine rastlose Arbeit zur Pflege echten deutschen Volksbrauchtums ein Bild und einen Blumenkorb. Die „Edelweiß“-Kapelle. die das umfangreiche Programm musikalisch umrahmte, spielte dann noch lange f„r alt und jung zum Tanz auf. p-e. und Direktor des Instituts für Fördertechnik an die Technische Hochschule München berufen. Prof. Dr. Dreher, der Südbadener ist, studierte in Karlsruhe und war dort Mitarbeiter von Gehedmrat Be- noit am Lehrstuhl für Fördertechnik, wobei er u. a. beim Bau der Schauinisland- bahn mitwirkte. Später war Dr. Dreher in der Industrie tätig. Im Sommer 1947 kam er als Dozent an das Staatstechnikum Konstanz. So sehr sowohl Dozenten- als auch Studentenschaft des Staatstechnikums das Ausscheiden des beliebten Kollegen und Lehrers bedauern, so freuen sie sich doch mit ihm über die ehrenvolle Berufung und wünschen ihm ein erfolgreiches Schaffen Ein Förderer des deutschen Liedes Morgen Mittwoch feiert Korrektor i. R. Josef W. Bollin, Schubertstraße 3, seinen 75. Geburtstag. Der Jubilar ist in Sängerkreisen allgemein bekannt. Seine Verdienste im „Liederkranz“ Konstanz 1859, in dem er heute im 52. Jahr noch aktiv tätig ist, wurden durch Ernennung zum Ehrenvorsitzenden anerkannt. Eine Reihe angesehener Gesangvereine in St. Gallen, Zürich, Fischbach (Saar), Köln und Wald-Solingen ernannten Josef Bollin zu ihrem Ehrenmitglied. 53 Jahre war Josef Bollin im Druckereibetrieb der ehemaligen Konstanzer Zeitung, heute Druckerei Fischmarkt 5, tätig. Der M.G.V. „Liederkranz” bringt dem Jubilar heute abend aus Anlaß seines Geburtstages ein Ständchen. Die Kurve zu scharf genommen Am Montag gegen 11.30 Uhr fuhr ein 18 Jahre alter Lehrling aus Konstanz mit seinem Motorrad, auf dem sich noch ein Beifahrer befand, durch die Zähringerstraße und nahm bei der Einfahrt in die All- mannsdorfer Straße die Kurve zu scharf. Infolgedessen streifte das Motorrad am Randstein und die beiden jungen Leute wurden auf die Straße geschleudert. Der Motorradfahrer erlitt eine Gehirnerschütterung und einen Kieferbruch; der Soziusfahrer blieb unverletzt. — Am Sonntagnachmittag fuhr ein 15 Jahre alter Schüler aus Ulm, der sich mit mehreren Kameraden auf der Fahrt nach Konstanz befand, in der Allmannsdorfer Straße mit seinem Fahrrad aus noch nicht geklärten Gründen an einen Baum. Durch den Sturz zog sich der Junge eine schwere Gehirnerschütterung zu. In beiden Fällen wurden die Verunglückten mit dem Sandtätsauto ins Krankenhaus überführt. Heute Vortrag im Europa-Hause Im Rahmen der Vorträge der deutschfranzösischen Vereinigung spricht heute Dienstag 20.30 Uhr Mr. Karkell-Konstanz über ein interessantes Thema. Die Vorträge der Vereinigung erfreuen sicheines stets wachsenden Interesses, so daß auch auf den heutigen Vortrag besonders aufmerksam gemacht sei. 1 > J llJ'f |{!j ■LT • ! Dienstag, Z Mal 1950 Glückhafte Fahrt in Oie neue RuOerfaifon Boots taufe, Anrudern und Frfihlingsfest beim Ruderverein „Neptun** Konstant Schöneres, sommerlich anmutendes Wetter konnte sich der Ruderverein „Neptun“ Konstanz nicht wünschen, als er am Sonntag das An rudern mit der Taufe von vier Booten beging. Das festlich bunte Bild am schmucken Bootshaus, dort wo der Rhein den Bodensee verläßt, erinnerte an die früheren Tage des „Neptun“, der sich wieder anschickt, seine große Ruderertradition im Schnittpunkt dreier Länder fortzusetzen. Dafür sind 'auch die materiellen Voraussetzungen gegeben, denn der Konslanzer Rudersport tnarschiert mit seinem wieder beachtlichen Bootspark mit an der Spitze der zahlreichen deutschen Ruderklubs, Der Festakt am Bootshaus im Rahmen der Fahnen des Bundes, der Schweiz, Frankreichs, Badens und der Stadt Konstanz •erhielt seine Bedeutung auch durch die Anwesenheit des Bürgermeisters und Lamdtagsabgecrdneten Schneider, der die Ideale des Sports als ein Mittel zur Selbstzucht lobte und zur Ehre des „Neptun“ und von Konstanz die Glückwünsche der Stadt für eine glückhafte Fahrt in 'die Rudersaison übermittelte. 1. Vorsitzender Oskar Delisle wies bei seinen Begrüßungsworten auf die außerordentliche Aktivität' und die erfolgreiche Wie- deraufbauarbeit des Rudervereins in der kurzen Zeit seines Wiedererstehens hin Und wußte in diesem Zusammenhang zahleichen Gönnern (auch aus der Schweiz) Dank zu sagen. Eine Vierer-Jolle fein Doppel-Vierer, ein Gigvierer und ein Skiff wurden durch die Damen Ida Müller, Gretel Schwarz, Marianne Delisle, und •Lisa Marquardt auf die Namen „Reichenau“, „Hadumoth“, „Paiß uff“ und „Neptun“ getauft. Die Stadtkapeile umrahmte die schöne Feier mit musikalischen Darbietungen, während 16 Boote Zur eindrucksvollen Bootsparade auffuhren. Im Insel-fHotel, das früher schon bei vielen schönen Festen des „Neptun“ den Rahmen für das gediegene gesellschaftliche Leben im Ruderverein bildete, fand abends ein Frühlingsfest mit der Ehrung für über 40 Mitglieder für 253ährige und längere Mitgliedschaft und die feierliche Trainingsverpflichtung für 24 Junge Ruderer statt, Otto Held, wurde für langjährige unermüdliche Mitarbeit zum Ehrenmitglied ernannt; 2. Vorsitzender Walter Schwarz, seit 28 Jahrein im Vorstand, der sich um den Wiederaufbau des Vereins einmalige, Gewerkschaft der öffentlichen Dienste Die Jahreshauiptversammlung der Gewerkschaft der öffentlichen Dienste, Trans- 1 port und Verkehr, Ortsverwaltung Konstanz, im „Alemanne“, wies einen guten Besuch auf. Vor allem waren die Beamten, die seit dem 1. Januar 1950 von der Be- •amtengewerkschaft übergetreten sind, zahlreich erschienen. Die beiden Redner der Bezirksleitung Stuttgart, K. Leichsen- ring und K. Höfel, sprachen über alle die Arbeiter und Beamten interessierenden Fragen, z. B. über den Ausbau des Beamten- und Urlaubsgesetzes, Verbesserungen Im Mamteltarif für alle im öffentlichen ■Dienst Beschäftigten. Bei der Neuwahl wurden in den Vorstand wiedergewählt: 1. Vorsitzender Julius Grimm, 2. Vorsitzender Emeran Brigl, Kassier Josef Przy- kienk, I. Schriftführer Hans Hemm, 2. Schriftführer Philipp Rüttinger. kaum zu messende Verdienste erwarb, wurde mit einem Geschenk geehrt Dem 1. Vorsitzenden O. Delisle, der die große „Neptun“-Familie herzlich begrüßte, war es eine sichtliche, von Herzen kommende Freude, diese Ehrungen auszusprechen und die Treue und Mitarbeit der alten Mitglieder zu würdigen. Es gab kaum einen Berufeneren als den alten erfolgreichen Rennruderer Matthias Schneider, unter Hinweis auf die großen Regattaerfolge früherer Zeiten, die zum Training zu Verpflichtenden, mit packenden, aufmunternden Worten anzusprechen, damit sie dort wieder anknüpfen, wo die früheren Rennruderer im Wettstreit mit europäischer Spitzenklasse schöne Lorbeeren ernteten. In der Tat, bei solchen Vereinsfunktionären, die allesamt ebenso diszipliniert wie erfolgreich den „42-erSchlag“ schlugen, braucht es einem um die Zukunft des Rudervereins nicht zu bangen. Ein Tanzvergnügen, angenehm unterbrochen mit heiteren Trinkliedern des Vereinsmitgliedes Opernsänger Gurt Schmid-Reuß, hielt die Rudererkameraden bis in die Morgenstunden zusammen. A. St » Der Angelsportverein e. V. Konstanz hatte der Einladung zur Teilnahme an der Bootstaufe des Rudervereins „Neptun” ebenfalls Folge geleistet. Eine Abordnung des Vereins nahm offiziell an der Bootstaufe teil, außerdem fuhren 40 mit bunten Farben aiufgefrischte Boote auf, die als Ankerplatz die innere Hälfte des Jachtsteges und Umgebung bezogen haben. In enger Verbundenheit gaben beide Vereine zu gleicher Stunde das Signal zum Beginn der Wassersportsaison für das Jahr 1950. Freitag letztmals „Diana im Bade" Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß am kommenden Freitag, 5. Mat, die letzte Aufführung der erfolgreichen Komödie von Werner von der Sctoulenburg „Diana im Bade” in der Inszenierung von Siegfried Lowitz stattfindet. bet Stadjborfdjoft Allensbach. In der Nacht vom Sonntag «ruf Montag starb an einem Herzschlag Kaufmann Josef Mayer lm Alter von 63 Jahren. Josef Mayer war vom Herbst 1934 bis Frühjahr 1945 Bürgermeister der Gemeinde Allensbach. Während dieser Zeit hat er für unser Dorf und hier insbesondere für den Fremdenverkehr vieles geleistet. So sind u. a. der Bau des Strandbades, des Strandwege* und die Renovation des Rathauses zu erwähnen. — Am Samstagvormittag fand die Beerdigung der verstorbenen Frau Ludwicka Waldvogel statt. — Die außerordentliche Mitgliederversammlung des Ortsvereins der Flüchtlinge und Fliegergeschädigten am Samstagabend im „Löwen“ war gut besucht. Zu Beginn begrüßte der kommissarische eingesetzte 1. Vorstand Krug die Mitglieder und Gäste. Eine ausgedehnte Debatte entwickelte sich über den Rücktritt des bisherigen Vorstandes Werner. Anschließend wurde H. Krug fast einstimmig zum neuen 1. Vorstand gewählt, fernerhin wurde eine 2. Schriftführerin und zwei Vertreter für die Hauptversammlung der Interessengemeinschaft der Heimatvertriebenen gewählt. Die Versammlung beschloß den Eintritt des Vereins in die Interessengemeinschaft. In der anechlie- SÜDKURIER Freiburger Domchor am Boöenfee Welt über das Land Baden hinaus darf der Freiburger Domchor unter seinem Dirigenten Prof. Msgr. Franz Stemmer den Ruf in Anspruch nehmen, eine der ersten Chorvereinigungen Europas zu sein. In langjähriger, intensiver Arbeit hat es Msgr. Stemmer verstanden, aus dieser mehr als hundertköpfigen Singgemein- echaft ein hervorragendes Instrument künstlerischer Interpretation heranzubilden. Nach Klangschönheit, geistiger Beseelung und technischer Vollkommenheit bietet dieser Chor in der Wiedergabe der großen Vokalwerke aus ' Vergangenheit und Gegenwart Außerordentliches. Mit einem besonders interessanten und vielseitigen Programm wird dieser führende Chor des süddeutschen Raumes Radolfzell am 6. Mai (Beginn 20 Uhr im Münster) und Ueberiingen am 7. Mai (Beginn 16 Uhr im Münster) aufsuchen. Die Kirchenchöre der Dekanate Konstanz, Hegau und Engen treffen sich in Radolfzell, die Kirchenchöre der Dekanate Lmz- gau und Stockach in Ueberiingen. Bei der Gelegenheit des Konzertes in Radolfzell wird der Domchor auch im liturgischen Dienst mitwirken und die Missa „Pax vobis“ von Franz Philipp im Hochamt des Radolfzeller Münsters am Sonntag, den 7. Mai, Beginn 9 Uhr, aufführen. ßenden Aussprache wurden Fragen des' Wohnungsbaues und der Wohnungsmieten erörtert. — Der 1. Mai wurde morgens um 6 Uhr durch einen Weckruf der Blas- musikkapelle auf dem Höhrenberg eingeleitet. K Nr. 52 / Seite 6 Vfl. Konstanz — PC RadoUzell 6:1 (2:1). Trotz des zahlenmäßig eindeutigen Konstanz« Sieges ■war dem VfL die physische Belastu-tfj vom Tübinger Spiel her noch deutlich anzumerken. Die Elf, die bis auf Vögele, Zettel, Treutle und Strop- pel (statt dessen Klökler, Reisadler, Wiggenhausen Ttautner) komplett spielte, mußte sich über eine Halbzeit lang abmühen, um Radolfzell ausspielen zu können, immerhin reichte trotz der Ermüdungserscheinungen, die durch die sommerliche Hitze noch forciert wurden, die reifere Technik und das harmonischere Zusammenspiel aus, um Radolfzell, das in Hehl und seinem Ersatztorwart (!) die besten Leute hatte, zu distanzieren. Das Spiel, dem nur wenige Zuschauer beiwohn- s ten, wurde allgemein als Trainingsspiel angesehen und konnte auf Grund der gezeigten Leistungen nur als solches bewertet weTden. Bäcker — Kaminfeger 0:0. In einem Freundschaftsspiel standen sich gestern auf dem Waldheim-Hatz die Fußballmannschaften der Konstan- zer Bädcerinmmg und der Kaminfeger gegenüber. Daß es dabei torlos ausging, war im wesentlichen das Verdienst des „schwarzen" Torhüters, der die „weiße" Stürmerreihe — wohlgemerkit, beide Mannschaften spielten in ihrer Berufskleidung — immer wieder „leerlaufen" ließ. Im übrigen gab es nicht nur eine erfreulich große Zuschauerzahl zu sehen, sondern auf beiden Seiten viel Situationskomik und zum Schluß bei den 22 Akteuren zufriedene Gesichter. Rettet sfdi Hilzingen vor dem Abstieg? Bezirksliga Bodensee. Meßkirch—Hilzingen 0:1, Pfullendorf—Singen Ib 2:2. — Mit dem knappsten aller Ergebnisse entführte Hilzingen in Meßkirch beide Punkte und verwies damit den Gastgeber auf den letzten Tabellenplatz. Daß in Pfullendorf die Punkte hoch hängen, mußte auch Stegen Ib erfahren, denn es kam auf dem gefährlichen Platz nicht üb« ein Unentschieden hinaus. — Engen 18 5p./31 P-, Radolfzell 17/29, Ueberiingen.. 18/25, Singen Ib 18/23, SV Konstanz 18/18, Rielasingen 17/17, Lokale Sportumschan Pfullendorf 18/16, VfL Konstanz Ib 17/15, Zizen. hausen 19/11, Hilzingen 19/10, Wolliraatirgen 16/9, Meßkirch 17'8. Um den zweiten Platz Kreisklasse I: Immenstaad—Stetten a. k. M. 3:0; Markdiorf — Khiftern verlegt; VfL Konstanz II — Stockach II 2:0. — Immenstaad als aussichtsreicher Bewerber um den zweiten Platz ließ sich zu Hause gegen Stetten auf nicht« ein und gewann eindeutig. Auch VfL Konstanz II hat nach seinem Sieg gegen Stockach II noch papier-mäßig die Möglichkeit, bei einer Niederlage von Immenstaad im. Spiel gegen Markdorf den zweiten Tabellenplatz zu erobern, — Radolfzell Ib 16 Spr25 P.. VfL Konstanz II 15/19, Immenstaad 13/17, Markdorf 13/16, Stetten a. k. M. 15715, Stockach II 16/12, Bermatingen 15/10, Markelfingen 13/8, Kluftern 12/6. Bankholzen Meister? Kreisklasse Konstanz Gruppe A: Bankholzen— Dettingen 9:2; SV Konstanz II—Allensbach 2:3. Mit einem überzeugenden Sieg gegen Dettingen holte sich Bankholzen die fehlenden Punkte zur Meisterschaft. (Muß das Spiel gegen Böhringen nicht wiederholt werden?) Der Steg von Allensbach in Konstanz nützt dem Tahelienzweiten nichts mehr, denn sie können Bankholzen auch mit einem Sieg im noch ausstehenden Spiel gegen Rielasingen nicht mehr gefährlich werden. Bankholzen 16 86:21 25 Allensbach 15 47:27 22 Wollmatingen II 15 48:24 19 Cftrottifc oom Sobenfea Schwerer Mtotorradunfall Radolfzell. Ein 31 Jahre alter Angestellter aus Radolfzell, der mit seinem Motorrad von Stockach aus auf dem Heimweg war, wurde kurz vor dem Ortseingang in Whhlwies in überhöhter Geschwindigkeit aus einer Kurve getrieben und stürzte so schwer, daß er bewußtlos und schwer verletzt in das Stockacher Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Eine Warnung für Frauen Singen. Diel junge Leute aus Singen waren zu später Abendstunde mit einem entwendeten Auto nach Tuttlingen gefahren und hatten sich dort am Bahinhofsplatz aufgehalten. Nach ihren Angaben rechneten sie damit, im Wiartesaal irgend ein 'Mädchen oder eine Frau zu finden, die keinen Anschluß mehr gefunden habe. Man wollte einer derartigen: Person dann das Angebot machen, sie an ihre Zielstation zu bringen, wobei sie, wie die jungen Leute sagten, „zur Unterhaltung” hätte dienen müssen. Bauemtag 1950 ln Singen Singen. Der Arbeitsausschuß für den Bauern- [ tag 1960 beschloß die Veranstaltung am 8. und 9. Juli bei schönem Wetter auf dem Wiesengelände zwischen Hohentwiel und Hohenkrähen abzuhal- ten. Bei Regenwetter soll die ScheffeQhaüle und deren nächste Umgebung zut Verfügung stehen. Neutrale Straßennamen gewünscht Stockach. Da sich der Stadtrat von Stockach zur Zeit um neue Straßennamen bemüht, verdienen auch die Stimmen der Oeffentlidi'kedt zu diesem Punkt einige Beachtung. Allgemein wünscht man neutrale, d. h. nicht politische Namen, Auf solidem Fundament Frledxichshaien. In einer Betriebsversammlung der Zahnradfabrik Friedrichshafen, die mit 1200 Beschäftigten das größte Unternehmen der Stadt ist, wurde die praktische Verwirklichung eines gerechten Lohnes gezeigt. Da die Zeppelin Altersversorgung seit dem Jahre 1945 nicht mehr zahlungsfähig ist und deren Verpflichtungen seither von der ZF bestritten werden, will man 1950 den Grundstock für eine eigene Altersversorgung legen und hat dafür bereits 300 000 DM zurückgelegt. Zwar könne eine dauernde Vollbeschäftigung auf Jahre hinaus nicht vorhergesagt werden, sie sei aber für die nächsten 9—10 Monate gesichert. Freilichtspiele in Friedrichshafen Friedrichshafen. Der Kulturaussdiuß der Stadtgemeinde Friedrichshafen will cfie Stadt auch in diesem Jahre wieder zum Aufbau der Freilichtbühne am See zu veranlassen. Alle 14 Tage soll dann ein Bühnenensemble zu einem Gastspiel verpflichtet weiden. Verhandlungen wurden mit dem Bodensee-Theater Konstanz, den Schloßparkspielen Säckirfgen, der Schwäbischen Landes bühne Memmingen und dem Stadttheater Ulm aufgenommen. Zuviefl Flüchtlinge Lindau. Der Oberbürgermeister wies in einer Stadtrafcssitzung darauf hin, daß gegenwärtig über 600 Wohnungssuchende gemeldet seien. Die Angestellten der Spielbank müßten bevorzugt unfcex- gebracht werden. Kürzlich habe der Wohnungsausschuß eine Sitzung nicht abhalten können, weil keine einzige Wohnung da war, die hätte vergeben weiden können. UnW diesen Umständen empfinde man die vorgesehene Zuweisung von 900 weiteren Flüchtlingen als zu reichlich. Für einen Großteil von ihnen wurde'' man außerdem keinen Arbeitsplatz finden. Spieltag der Lindauer Lindau. Der 30. April ist von der Stadtverwaltung Lindau als Tag bestimmt worden, an dem die Bevölkerung von Stadt und Kreis Lindau die internationale Spielbank besuchen darf. An allbn anderen Tagen des Jahres ist der ortsansässigen Bevölkerung das Betreten der Spielbank verboten. VfL Konstanz III 15/16, Rielasingen II 14/15, SV Konstanz II 14/12, Böhringen 14/12, Dettingen 14/9, Reidiena.: 15/2. , Kreisklasse Konstanz GTuppe B: Böblingen — Böhringen 4:2 (0:2); Bankholzen II—'Rielasingen I'II verlegt. Pokalspiele: Rielasingen—Wollmatingen 2:1; Furtwangen—'Engen 2:3 n. V. Schiedsrichter-Untergruppe Konstanz. Der Regellehr- und Ausspracheabend findet am Donnerstag, 4. Mai, 20 Uhr, in der „Konstanter Weinstube” statt. Interessenten sind freundlich st ednge- laden. Der Seehase fragt Heimatfragen des „Südkurier" Frage 86: Welches Bis- tuan war das erste, das seinen Geistlichen gedruckte Meßbücher und Breviere zur Verfügung stellte? Antwort auf Frage 83: Der Komponist Con- radin Kreutzer und Erzbischof Dr. Conrad Gröber sind in Meßkirch geboren. Gröber starb 99 Jahre nach dem Tode Kreutzers. Den Preis von 5 Mark erhält: Josef Hipip, Roth-Sauldorf. Sonderpreise in Gestalt je eines Buches erhalten: Rosemarie Degen, Heudorf bei Meß- kirchi Josef Boos, Hoppetenzell über Stockach; Amalie Franz, Ueberiingen, Nußdorfer Straße 28; Christel Kopka, Neuhaus, Post Tengen; Gertrud Fi ©derer, Ettisweiler/Hohenzollern; Josef ine Möhrle, Aadi-Lmz bei Pfullendorf; Theresia Keller, Eggenweiier über Markdorf; Joachim Zieger, Stockach; Josef Vogel, Rohrdorf bei Meßkirch; Gerhard Bläß, Horn über Radolfzell; Hermann Löffler, Ueberiingen a. R. über Radolfzell. Für die neu hinzukoimmenden Leser noch einmal die Teilnahmebedingungen: Die beste Antwort erhält einen Preis von 5 Mark. Gehen mehrere gleichwertige Antworten ein, so entscheidet das Los. Bei besonders vielen guten Lösungen gibt es außerdem Sonderpreise in Gestalt je eines Buches. Wer zehn Fragen richtig beantwortet, erhält als Prämie ein Buch. Die Antworten sind an die nächste Geschäftsstelle oder aal die Hauptgeschäftsstelle des „Südkunier", Konstanz, Marktstätte 4, zu senden, und zwar spätestens an dem auf die Veröffentlichung der Frage folgenden Wochentage. t Heute hat der Herrgott unsern lieben guten Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Schwager Max Schweizer Gipsermeister im 70. Lebensjahr, nach langen geduldig ertragenen Krankheitsmonaten, wohlvorbereitet in seinen ewigen Frieden heimgeholt. Radolfzell, Stookach, den 29. April 1950. In stiller Trauer: Eugen und Käthe Bitzer, geb. Schweizer, und Kinder Toni Schweizer Carola Schweizer Anna Riester und Verwandte Fe?iri ie ” n .g - Dienstag, 2. Mai, 14 Uhr. — Seelenamt: Mittwoch, 3. Mai, 7.15 Uhr. äarzf« Praxis-Eröffnung Konstanz, Malnaustraße M Zahnarzt Dr. H. Wellmann Sprechst.: 9—12 Uhr, 15—18 Vhr und nach Vereinbarung Stellen-Angebote Jüngerer repräsentativer branchenkundiger EIN KiU PER auf Provisionsbasis für Schrott und Altmetalle für das Gebiet Süd-Baden, Süd-Württemberg, Süd-Bayern gesucht, eventuell mit eigenem! PKW oder Führerschein IV. Ausführliche Angebote unter 39056 Südkurier Lindau. • Suche für einen Landhaushalt in Bodenseenähe eine perfekte Köchin Bedingung sind: Erfahrung in allen Arbeit«!, die mit der Küche eines Landhaushaltes zu« sammenhängen, also: Schlachten, Einkochen, Einwecken, Marmeladen- und Geleezubereitung usw., außerdem perfekt im Kochen und Backen im Rahmen der sog. gutbürger- llchen Küche. Bewerbungen, wenn möglich mit Zeugnissen, ferner mit Angabe von Referenzen und Gehaltsaneprüchen erbeten u. 8781 Südkurier Konstanz. \ ( SfoHan-GesuA« Kraftfahrer sucht Stelle, Führerschein I, n, nimmt auch nebenbei Lagerarbeiten an, evtl, auch als PKW-Fahrer bei Herrschaft. Zuschriften unter 59 142 Südländer Konstanz. Kriegerwitwe (Ostflüchtling) sucht Stelle ln frauenlosem Haushalt, mit sämtlichen Hausarbeiten sowie Kochen und Nähen vertraut, Zimmer vorhanden. Zuschr. unt. 59 201 Südkurier Konstanz. ( Wofca—gitmisdi ) 4-Zimmerwohnnng, schöne, mit Bad in Petershausen gegen nur schöne 3- oder 2V, -Zimmerwohnung mit Bad in Petershausen zu tauschen. Hhrü. Baukostenzuschuß, dann aber nicht für Wohnblock. Zuschr. unter 8777 südkurier Konstanz. f ¥—frefwwgeti NACHRUF Im Kreise seiner Familie zn Lahr verschied mein Freund Dr.phii. Philipp Wäckerle In schwierigster Zeit fanden wir uns zu gemeinsamer Arbeit.Wenn wir etwas errichteten, das nützlich und Allen dienstbar war, dann hat er in größerem Maße dazu beigetragen. Sein klar prüfender Verstand und die nimmermüde, immer ordnende Hand hat das Unternehmen über seine nun so plötzlich abgerissene Lebenszeit hinaus gefestigt. Dafür danke ich ihm I Er war Helfer aus Treue und Selbstlosigkeit. Er war Wegbegleiter aus gleichem Streben zum gleichen Ziel. Heute nachmittag stehen wir an seinem Grab und nehmen Abschied von ihm. Robert König Feldberg „Hebelhof" Wir suchen zum Ausbau unserer Kleinlebens- und Kran- kenkassen-Organisation einen befähigten Bezirksverfreter für Süd-Württemberg. Geboten werden Gehalt, Spesen und Prov. Bewerbungen von Fachkräften, die Erfolg auf diesem Gebiet nachweisen können, an „Prima“ Organisationsleitung Stuttgart, Haupistätterstr 192 Uf lllW J I H ■ Zimmer, einfach möbl., von soli- I der Angestellten gesucht. Gute Bezahlung. 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