UNABHÄNGIGE HEIMATZEITUNG FÜR OBERBADEN UND DAS BODENSEEGEBIET Erscheint Dienstag, Donnerstag, Samstag. Adresse: Konstanz, Marktstätte 4 — Telefon-Anschlüsse: Redaktion u. Verlag Nr. 924, 925, 1130, 1516, m 6. JAHRGANG DIENSTAG 11. JULI 1950 NUMMER 82 Bezug monatlich durch die Post 2.30 Mark, einschl. 27 Pf. Postzustellgebtlhr, durch Träger 2.10 Mark, einschl. 25 Pf. Trägerlohn — Einzelpreis 20 Pt 1900 Jahre Köln KÖLN. Zu Füßen des Kölner Domes feierten mehr als 500 000 Kölner aas 1900jährige Bestehen ihrer Stadt. Auch viele Evakuierte waren zu dieser Feier in ihre Heimatstadt zurückgekehrt. Neben Regierungsvertretern aus Bonn und Düsseldorf waren viele ausändische Missionschefs, Vertreter der Besatzungsmächte und der Kirche gekommen. Selbst in den höchsten Winkeln des Domdaches saßen die Menschen, als die Kundgebung mit dem Lied „Allen Gewalten zum Trutz sich erhalten“ begann. 2000 Sauger trugen zum erstenmal Oie Kölner Festhymne vor. Ein aus sowjetischer Gefangenschaft heim- gekehrter Kölner Junge rief dann den Versammelten zu: „Mutter Colonia, mer halde zu dir. Mer bringe dich Widder huh, mer mache dich Widder jung. Mutter Colonia, alaaf!“ Bei dem Schlußlied „Großer Gott, wir loben Dich“ übergossen Scheinwerfer den hohen Dom mit einer Lichtflut. Bundestagsvizepräsident Carlo Schmid unterstrich in seiner Festrede die enge Verbundenheit Kölns mit der europäischen Geschichte. „Die Kölner sind zu keiner Zeit treulos gewesen. Sie haben es immer verschmäht, aus dem deutschen Schicksal in die Schlauheit zu flüchten.“ Michahelles ireigesprodien BORDEAUX. Ein Kriegsgericht in Bordeaux verhängte zwei Todesurteile gegen ehemalige deutsche Offiziere, die angeklagt waren, im Festungsbezirk von Rayon Kriegverbrechen begangen zu haben. Vier Angeklagte wurden freigesprochen, drei weitere erhielten je 10 Jahre Gefängnis. Zum Tode verurteilt wurden Oberleutnant Kahrs sowie ein weiterer Offizier mit Namen Freymeier. Gegen Freymeier war in Abwesenheit verhandelt worden. Freigesprochen wurden Konteradmiral Michahelles, der frühere Verteidiger des Festungsbezirkes Rayon, sowie Fregattenkapitän Kurt Lanz, Marine-Intendant Walter Thiele und Leutnant Horst Veldten. Der Oberleutnant Erich Schade, sowie die Unteroffiziere Erich Köhler und Stefan Katschmarek erhielten je 10 Jahre Gefängnis. 200 Tote bei Erdbeben BOGOTA. .200 Menschen kamen bei einem Erdbeben im Grenzgebiet von Kolumbien und Venezuela ums Leben. Besonders betroffen wurde die nordkolumbianische Stadt Cucuta. Alle Verbindungen mit diesem Ort sind unterbrochen. Es wurden Hilfskolonnen an die Katastrophenstelle entsandt. Auch in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota war das Beben zu verspüren. US-Lufteinsatz in Korea verzehnfacht Luftoüensiven bei Tag und Nacht und bei jedem Wetter befohlen TOKIO. Die beträchtliche Steigerung der amerikanischen Lufttätigkeit während des Wochenendes hat die amerikanischen Stellungen am Kumfluß zeitweilig entlastet und den Vormarsch der Nordkoreaner verlangsamt. Wie der Oberbefehlshaber der USA-Luftstreitkräfte im Fernen Osten, Generalleutnant Stratemeyer, in Tokio bekanntgab, wurden am Sonntag 1570 Einsätze geflogen, etwa das zehnfache der täglichen Einsatzzahlen am Anfang der vergangenen Woche. Stratemeyer hat befohlen, daß die amerikanische Luftoffen- sive gegen militärische Ziele in Korea Tag und Nacht und bei jedem Wetter durchgeführt wird. Generalleutnant Stratemeyer erklärte, der Gegner sei gut organisiert, ausgerüstet und geführt. Er habe die Offensive auf Südkorea sorgfältig vorbereitet. Die amerikanischen Luftang 'iffe würden sich auf koreanisches Hoheitsgebiet beschränken. Mc Arthur UN-Oberbefehlshaber WASHINGTON. General McArthur ist zum Oberbefehlshaber der UN-Streitkräfte in Korea ernannt worden. Die Ernennung wurde von Präsident Truman bekanntgegeben, nachdem der Sicherheitsrat die amerikanische Regierung aufgefordert hatte, einen Oberbefehlshaber für die in Südkorea kämpfenden UN-Streitkräfte zu bestimmen. McArthur wurde angewiesen, künftig die Farben der UN zu führen. Bataillon durch Bomber aulgerieben TOKIO. Amerikanische Bomber und Düsenjäger haben eine aus sechs Panzern und einem Infanteriebataillon bestehende nordkoreanische Stoßgruppe vernichtet, als diese nach Süden durchzubrechen versuchte. Die amerikanischen Superfestungen warfen ihre Bomben aus 600 Meter Höhe ab und führten anschließend gemeinsam mit den Jagdflugzeugen Tieffliegerangriffe auf die Nordtaryaner, bis die vorrückende Einheit völlig aufgerieben war. US-Truppen eingeschlossen TOKIO. Südlich von Schonan wurde ein US-Bataillon von nordkoreanischen Streitkräften eingeschlossen. Die amerikanische Kampfgruppe verfügt allerdings über Panzer und Artillerie. Ein weiteres amerikanisches Bataillon versucht den Einschließungsring der Nordkoreaner aufzubrechen und die amerikanische Kampfgruppe zu entsetzen. Am vergangenen Samstag war es den Nordkoreanem bereits einmal gelungen, Kurz notiert Der Jetzt fn USA lebende ehemalige Reichskanzler Dr. Brüning nahm an der Grundsteinlegung für das neue Rathaas der Stadt Münster teil. Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Dr. D. Dibelius, wnrde ln Washington von Präsident Truman empfangen. Der deutsche Generallkonsul in London, Dr. Schlange-Schüningen, wnrde beim Finale der Wimbledon-Tennismeisterschaften der Königin-Mutter vorgestellt. Delegierte von acht Kriegsopferverbänden aus dem Bundesgebiet beschlossen, eine einheitliche Organisation auf Bnndesbasis, den Bund Deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener zu gründen. In Fnrth lm Wald (Bayer. Wald) traf ein Umsiedlertransport ans der Tschechoslowakei mit 5S1 Deutschen ein. Die Kleingeldscheine im Werte von 14 Pfennig werden am 3* *. September dieses Jahres im Bundesgebiet ungültig. Der britische Landeskommissar von Nordrhein-Westfalen hat zugesichert, daß nnr 32 Prozent der deutschen Jagdreviere für die britische Besatzungsmacht beschlagnahmt werden. Gleichzeitig empfahl er den briti- schen Jägern eine enge Zusammenarbeit mit den deutschen Jagdstellen. Reisen mit Urlaubskarten der Bundesbahn dürfen auf der Hinfahrt nnr einmal unterbrochen werden. Die Unterbrechung kann allerdings beliebig lange dauern. Der 73jährige Berliner Paul Müller, der mit einem kleinen Segelboot den Atlantik ttberqneren wollte, soll in Bassa (Liberia) gestorben sein. 65M bayerische Gemeinden, das sind M Prozent, wurden ln diesem Jahr vom Kartoffelkäfer befallen. Der Landeskassierer der SPD Südbadens, Otto Hoffmann, Freibarg, ist nach einer Mitteilung des Landesvorstandes der SPD wegen Unregelmäßigkeiten ans der Partei ausgeschlossen worden. Der Bundesabgeordnete Wolfgang Hedler (früher Deutsche Partei, jetzt DRP) wurde vom Entnazifizierungs-Hauptausschuß in Kiel ln die Groppe der „Mitläufer“ eingestuft. Auf Anweisung der sowjetischen Elsenbahndirektion Erfurt wurde jetzt das letzte Gleis der Eisenbahnstrecke Eisenberg — Ahrenshausen, die im Gebiet der Sowjetsone an die Grenze zum britischen Be- satznngsgebiet bei Witzenhansen führt, abgebaut. Noch ln diesem Sommer wird ein erster Vransport von etwa 5ß bis IM heimatlosen deutschen Kindern nach Venezuela abreisen, wo sie von venezuelischen Familien aufgenommen werden. Die sogenannte Vogelpest breitet sich in Holland immer mehr aus. Mehrere 16 909 Hühner mußten bereits geschlachtet werden. Ein schwedisches Feuerschiff vor Malmö hat zwei deutsche Seeleute geborgen, die von Bord eines vorüberfahrenden polnischen Dampfers gesprungen waren. Die beiden Matrosen waren zu einem dreijährigen Dienst in der polnischen Marine eingezogen worden. Die niederösterreichische Ortschaft Somme- rein am Leithagebirge wurde von einem verheerenden Hagelschlag heimgesucht. Ein Hagelkorn hatte ein Gewicht von 580 Gramm, In Großbritannien gibt es 10 000 Tuberkulose-Kranke, die erst nach neun Monaten in ein Krankenhaus aufgenommen werden können, weil entweder keine Betten oder kein Pflegepersonal vorhanden ist. Die Stadt New York hat gegenwärtig 7 841 610 Einwohner. Von ihnen leben 1 938 551 auf der Insel Manhattan, Die Sowjetunion hat den drei Westmächten eine neue Note zum Triest-Problem zugestellt, in der erneut behauptet wird, dafl die Westmächte die Bedingungen des italienischen Friedensvertrages verletst hätten. Beim Absturz eines fransösischen Verkehrs* flugseuges in der Nähe von Casablanca kamen 23 Personen nms Leben. 7 Personen wurden mit schweren Brandverletsungen gerettet. Die französische Handelsflotte verfügte am 1. Juli 1950 über 684 Schiffe mit einer Gesamttonnage von 2 836 864 BRT. In seiner fünfjährigen Herrschaft als ungekrönter Banditenkönig Siziliens soll der erschossene Ginliano Beute im Wert von etwa 6 Millionen DM gemacht haben. Die Polizei vermutet, daß große Teile dieser Beate bei amerikanischen Banken hinterlegt worden. Die tropische Hitze in Italien hält weiter an. Sechs Personen starben am Wochenende an Hitxschlägen. Alle Arbeiter und Angestellten der Verkehrsbetriebe Roms erbalten zum Heiligen Jahr eine einmalige Prämie in Höhe von 26 600 Lire (etwa 175 DM) als Zulage für den anstrengenden Dienst während des Heiligen Jahres. 21 Passagiere eines Autobusses wurden in der Nähe von Trichur in Indien durch einen elektrischen Schlag getötet, als der Wagen gegen einen Hochspannungsmast fuhr und die Ueberlandleitungen anf ihn fielen. Der Beginn der Regenzeit im Norden Indochinas hat snr fast völligen Einstellung sämtlicher Kampfhandlungen geführt. Die Regen- I zeit dauert mehrere Monate. eine vorgeschobene amerikanische Kampfgruppe in Bataillonsstärke einzuschließen. Trotz zehnfacher Unterlegenheit konnte sich damals das Bataillon zu den eigenen Linien durchkämpfen. Alliierte Kriegsschiffe greifen an Durch klares Wetter begünstigt, haben amerikanische und britische Kriegsschiffe, mit Unterstützung zahlreicher von Träger- schiffen aus operierender Flugzeuge, die Ostküste Nordkoreas unter Feuer genommen. Durch Gegenfeuer einer nordkoreanischen Küstenbatterie gab es im Verlauf Wird London vermitteln? LONDON. In London verdichten sich die Gerüchte über britische Vorschläge an Moskau zur Beendigung des Krieges in Korea. Sie fallen mit einer Erklärung des Staatssekretärs im britischen Außenministerium, Davies, vor dem Unterhaus zusammen, daß Großbritannien den USA keine Hilfe zur Verteidigung Formosas versprochen habe. Daraus geht der Wunsch Großbritanniens hervor, den fernöstlichen Konflikt auf Korea beschränkt zu sehen. Großbritannien berate als UNO-Mitglied „mit vielen interessierten Parteien“ über Mittel und Wege einschließlich einer diplomatischen Aktion zur Beilegung des Korea- Konflikts, erklärte ein Sprecher des britischen Außenministeriums am Montag. Berichte über eine britische Note an Frankreich, in der beabsichtigte Vorschläge Großbritanniens an Moskau zur Beendigung des Koreakrieges niedergelegt sein sollten, seien nicht gerechtfertigt, fügte der Sprecher hinzu. dieses wirksamen Kriegsschiffeinsatzes die ersten britischen Toten. Auf dem britischen Kreuzer „Jamaica“ schlug eine Granate ein, die fünf Besatzungsmitglieder sofort tötete. Große Erwartungen setzt man auf den Einsatz der im Pazifikkrieg hervorgetretenen amerikanischen Marineinfanterie, die zur Zeit an der Westküste der USA verschifft werden. Außer direktem Bombenabwurf auf Feindpanzer verwenden die US-Truppen jetzt eine neuartige Form von Brandbomben, die Fahrzeuge sofort in Brand setzen. Nordkoreaner erobern Schonan Nordkoreanische Streitkräfte haben die Stadt Schonan, 50 Kilometer nordwestlich des Regierungssitzes Taidschon, erobert Die amerikanischen Truppen wurden weiter nach Süden zurückgedrängt. Seit Mittwoch, dem ersten Tag ihrer Gefechtsberührung, wurden die amerikanischen Truppen insgesamt 50 Kilometer zurück- geschlagen. Massenhinrichtungen TAIDSCHON. Seit Ausbruch des Koreakonflikts sind nach Angaben des südkoreanischen Polizeichefs rund 1200 nordkoreanische Spione hingerichtet worden. 300 dieser Spione wurden in einer Stadt nördlich von Taidschon hingerichtet und 900 in Suwoen, bevor die Stadt in die Hände der Nordkoreaner fiel. Japan erhält Polizeireserve TOKIO. General McArthur ermächtigte die japanische Regierung, eine Polizeireserve in Stärke von 75 000 Mann aufzubauen. Gleichzeitig erhielt Japan die Erlaubnis, das Personal des Küstenschutzes um 8000 Mann zu verstärken. USA ordnen Dienstpflicht an WASHINGTON. Die USA-Regierung hat die Anwendung des Gesetzes zur Einberufung von Dienstpflichtigen angeordnet. Die drei Zweige der amerikanischen Streitkräfte wurden ermächtigt, die im Haushalt vorgesehene* Stärke zu überschreiten. Im Augenblick denkt man noch nicht an umfassende Einberufungen. Man hofft vielmehr, den wachsenden Personalbedarf weitgehend durch Freiwilligen-Meldungen decken zu können. Die augenblickliche Stärke der amerikanischen Streitkräfte beträgt 1 370 000 Mann, von denen 593 000 der Armee, 427 000 der Marine und Marineinfanterie und 350 000 Mann den Luftstreitkräften angehören. Wahlüberraschung in Schleswig-Holstein Neugegründeter Block der Heimatvertriebenen wurde drittstärkste Partei HAMBURG. Die Zahl zum zweiten schleswig-holsteinischen Landtag' ist, abgesehen von kleineren örtlichen „Flugblatt- und Plakatfehden“, ohne nennenswerte Zwischenfälle verlaufen. Nach dem vorläufigen Ergebnis verteilen sich die Stimmen und Mandate bei der Wahl in Schleswig-Holstein wie folgt: Wahlberechtigte: 1 715 258 Abgegebene Stimmen: 1 341 754 (78,2 Prozent) Gültige Stimmen: 1310 655 (75,9 Proz.) SPD: 360 266 (27,5 Proz.) 19 Mandate CDU: 256 781 (19,7 Proz.) 16 Mandate SSW (Südßchleswigsche Wählervereinigung: 71645 (5,5 Proz.) 4 Mandate KPD: 28 249 (2,2 Proe.) kein Mandat FD(P: 92456 (7,1 Proz.) 8 Mandate BIHE (Block der Heimatvertriebenen): 306 856 (23,4 Proz.) 15 Mandate DP 125 336 (9,6 Proz.) 7 Mandate DtRP (Deutsche Reichspartei): 37161 (2,8 Proz.) kein Mandat SEP (Sozialistische Reichspartei): 21041 (1,6 Proe,) kein Mandat Parteilose: 8687 (0,7 Proz.) kein Mandat Vergleichszahlen Bei der Bundestagswahl im August 1949 sind von 1,7 Millionen Wahlberechtigten 1 397 671 gültige Stimmen abgegeben worden. Die Wahlbeteiligung betrug bei der Bundestagswahl 82,4 Prozent. Die für ddp Parteien abgegebenen Stimmen betrugen damals: SPD: 413 257 (29,6), CDU: 428 966 (30,7), FDP: 103 492 (7,4), DP 169 240 (12,1), SSW: 75 388 (5,4), KPD: 43 744 (3,1), Parteilose: 105 800 (4,1), DKP: 27 066, Zentrum: 12 606, • SK. Die Neuwahlen zum Landtag in Schleswig-Holstein haben zwei bemerkenswerte Ergebnisse gebracht. Einmal ist es dem aus der „Christlich-Demokratischen Union“, der „Freien Demokratischen Partei“ und der „Deutschen Partei“ gebildeten „Deutschen Wahlblock" gelungen, die bisherige sozialdemokratische Mehrheit zu brechen, sodann hat der „Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten auf Kosten der SPD und der CDU einen überraschenden Erfolg errungen, der sie zur drittstärksten Partei macht. Ueberraschend gut abgeschnitten hat auch, wie in Nordrhein-Westfalen, die „Freie Demokratische Partei“, die im Landtag bisher nicht vertreten war, nun aber innerhalb des Wahlblocks acht von neun Kandidaten durchibringen konnte. Schleswig-Holstein ist bekanntlich das Land, das am meisten Flüchtlinge hat. Die Führer des „Blocks der Heimatvertriebenen“ bezeichneten ihre Organisation als „den letzten Damm gegen das Chaos“ und als „den Versuch, die Verbitterten und Verzweifelten in letzter Stunde an den Staat heranzubringen“. Mit dieser Forderung ist es den beiden Gründern und Parteivorsitzenden, Waldemar Kraft und Dr. Gille, gelungen, innerhalb weniger Wochen wohl den größten Teil der Heimatvertriebenen zu sammeln. Das kann ein gutes Zeichen sein. Auf der andern Seite darf nicht außer Acht gelassen werden, daß die neue Partei politisch und weltanschaulich uneinheitlich ist, daß sie als Sammelbecken der heimatlos gewordenen, sozial deklassierten, um jede Hoffnung gebrachten Menschen eine unheimliche und nicht kontrollierbare Sprengkraft besitzt und daß es schwer sein wird, diese bisher noch amorphe Masse zu einer im positiven Sinne politisch wirksamen Partei zu gestalten. Hessen lehnt Listenwahl ab FRANKFURT. Die hessische Bevölkerung hat sich, wenn auch bei schwacher Wahlbeteiligung, so doch mit starker Mehrheit der Wahlbeteiligten für die von der SPD, der CDU und den Freien Demokraten geforderte Aenderung der Watübestimmungen und der Landesverfassung entschieden. Damit kann durch Landesgesetz das von diesen Parteien gewünschtie Mehrheits-Wahlsystem mit Landeslistenausgleich eingeführt werden. In Prozenten ausgedrückt stimmten 78,4% mit Ja für die Verfassungsänderung zugunsten eines modifizierten Mehrheits- Wahlrechts und 21,6% dagegen. SK. Das hessische Volk hat sich mit überwältigender Mehrheit gegen das System der Verhältniswahl und für die Einführung des Mehrheitswahlsystems ausgesprochen. Das ist ein sehr bemerkenswerter Ruck nach der Persönkxhkeitswahl hin, wie 6ie von vielen Politikern gefordert wird. Das System der anonymen Listenwahl hat zweifellos zu einer Verschlechterung des parlamentarischen Niveaus geführt. Der Wähler will heute nicht mehr Listen wählen, sondern Männer. Konsequenzen Zur Lage in Korea KG. Zwei Tatsachen geben dem koreanischen Koflikt das Gepräge: Einmal die letzte sowjetische Note, in welcher der Kreml sich von dem bisher vertretenen Grundsatz der Ablehnung militärischer Operationen als Mittel der Politik und ihrer Bekämpfung durch Mitglieder der Vereinten Nationen distanzierte. Und ferner die Mißachtung der Demarkationslinien zwischen der russischen und westlichen Welt, wie sie in Jalta und Potsdam festgelegt worden sind. Dagegen hat die Sowjetunion am Beispiel Koreas die neue These aufgestellt, daß ein bewaffneter Angriff im Interesse der nationalen Einigung gerechtfertigt sei. Die Gefährlichkeit dieser These leuchtet ohne weiteres ein, gibt sie doch der Sowjetunion die Möglichkeit, in gleicher Weise wie gegen Südkorea etwa gegen Persien, gegen Griechenland und Jugoslawien oder etwa aus Ostdeutschland heraus gegen Westdeutschland aggressiv zu werden. Der Sowjetunion kommt dabei der Vorteil der „inneren Linie“ zugute, das heißt, sie ist jederzeit in der Lage, in einem beliebigen Teil des europäischasiatischen Kontinents einen Grenzkonflikt vom Zaune zu brechen und den Westen dadurch in Atem zu halten. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist man sich der Tragweite dieser sowjetischen Haltung durchaus bewußt, wie man jetzt auch nicht mehr im Zweifel darüber ist, daß der Angriff der Nordkoreaner auf Südkorea seit langer Zeit systematisch vorbereitet und daß er mit Mitteln und Kräften unternommen wurde, die unschwer auf eine Unterstützung durch die Sowjets schließen lassen. Diese Entwicklung schuf die zweite Tatsache von nicht zu unterschätzender Bedeutung: die Teilmobilisierung in den Vereinigten Staaten und die Beauftragung MacArthurs mit dem Oberbefehl in Korea durch die UN. Seit Präsident Truman nach dem Prager Staatsstreich vom Februar 1948 dem Kongreß die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht empfohlen hat, operierten die Vereinigten Staaten mit dem Begriff der „militärischen Diplomatie“. Sie gingen dabei von der Auffassung aus, daß ihre diplomatischen Bemühungen, den Frieden zu erhalten, gestützt werden müßten durch ein militärisches Potential, das die westliche Welt jederzeit, in die Lage versetzen würde, der militärischen Drohung aus dem Osten mit dem gleichen Mittel zu begegnen. Das hatte zunächst zur Fcüge, daß die von der Sowjetunion eingeleitete „Periode rascher Veränderungen“ abgestoppt wurde. Ja, es gelang der Sowjetunion sogar, in Amerika zeitweilig das Gefühl aufkommen zu lassen, daß eine friedliche Beilegung aller Konflikte zwischen dien beiden Mächten durchaus im Bereich der Möglichkeit liege. Rußland erreichte damit, daß die allgemeine Wehrpflicht in Amerika nur in einem sehr langsamen Tempo durchgeführt wurde und daß man nur sehr zögernd an die militärische Ausbildung de« Nachwuchses heranging. Das ist die Ursache dafür, daß die Vereinigten Staaten ihre Streitkräfte in nächster Zeit höchstens auf einen Stand von zwei Millionen Mann bringen können. Die gesamte Stärke der amerikanischen Armee dürfte ge- gegenwärtig etwa elf Divisionen betragen. Ein großer Teil davon wird jetzt durch den koreanischen Krieg in Anspruch genommen. Angesichts der weltpolitischen Lage wird es aber als dringend notwendig erachtet, daß die amerikanische Militärmacht rasch ausgebaut und daß die Staaten, die dem Atlantikpakt angehören, ihn Aufrüstung ebenfalls beschleunigen. Bei allem Vertrauen auf die rasche militärische Regenerationskraft Amerika« kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Westmächte den Ausbau dar Landstreitkräfte zu stark vernachlässigt und damit ihre Schlagkraft im Falle eine* plötzlich ausbrechenden Konflikts — wie es sich jetzt im Falle Korea gezeigt hat — beeinträchtigt haben. Vielleicht hat m»n sich auch zu sehr auf die Wunderwirkung neuer Waffen oder auf den Besitz der Atomwaffe verlassen, von der bis heute noch nicht eindeutig feststeht, ob sie Rußland nicht ebenfalls besitzt. Für die Mitglieder der Vereinten Nationen wird sehr bald die Frage akut werden, ob und in welchem Ausmaß sie bereit sein werden, zu ihrem Teü zur Wiederherstellung der Freiheit der Demokratie beizutragen. Amerika hat bisher die Last des Kampfes allein getragen. Nicht umsonst hat Senator Taft im Kongreß kürzlich die ironische Bemerkung gemacht, die UN sei bereit, „Korea bis zum letzten Amerikaner zu verteidigen." Der Ausgang des Koreakonfliktes wird vielleicht entscheidend sein für die Haltung Sowjetrußlands Westeuropa gegenüber Es kann angenommen werden, daß der Kreml mit der Entfesselung des koreanischen Krieges nicht nur die „Einheit Asiens“ errei- Dienstag, 11. Juli 1950 SODK'IRIER Nr. 92 / Seite S chen wollte, sondern daß er auch die Bereitschaft der freien Nationen zur Verteidigung ihrer Welt erproben wollte. Die gemeldeten Truppenansammlungen an der bulgarisch-griechischen lind ungarisch-jugoslawischen Grenze mögen als Ablenkungsmanöver gewertet werden. Sie sind Immerhin bezeichnend. Und bezeichnend sind auch die Ausführungen McCloys auf einer Pressekonferenz in Frankfurt a. M. Auf die Frage, ob er mit der Stärke der alliierten Streitkräfte in Westdeutschland zufrieden sei, erwiderte er: „Ueber diese Frage sollten Sie lieber die Generale fragen. Soweit ich weiß, wurden keine weiteren Truppenkontingente für Westdeutschland angefordert. Ich glaube jedoch nicht, daß die Westmächte in Europa allgemein genügend Truppen haben. Wir sollten diese Truppen so rasch wie möglich verstärken.“ Rußland aber, das zeigt sich am Beispiel Koreas, läßt sich nur durch die Stärke des Widerstands imponieren, die ihm in Form von Divisionen entgegengestellt werden kann. In Amerika scheint man das erkannt zu haben. In Westeuropa wird man sich zu dieser Erkenntnis noch durchringen müssen. Und auch zu der anderen, daß Amerika nicht in der Lage sein wird, den Schutz Westeuropas allein zu übernehmen. Diese Erkenntnis mag angesichts der immer noch blutenden Wunden aus dem letzten Krieg bitter sein. Sie könnte trotzdem heilend wirken, wenn von den Westmächten die nötigen Konsequenzen rasch und wirksam gezogen würden. Milch wird besser - aber teuerer Verbesserung des Fettgehaltes von 2,8 auf 3,4'/» — War Preiserhöhung unvermeidlich? KONSTANZ. Die oberbadischen Mi'lch- verwerter haben beschicken, den Fettgehalt der bisherigen Standardmilch von 2,8 auf 3,4 Prozent zu erhöhen, die dadurch annähernd die Eigenschaft der früheren Vollmilch erhält. Gleichzeitig haben sie eine Preiserhöhung von zwei Pfennig pro Liter angeordnet. Die Milch wird ab heute in allen genossenschaftlichen Verkaufsstellen 38 statt bisher 36 Pfennig, bzw. bei Anlieferung frei Haus 40 statt bisher 38 Pfennig kosten. Die Milchproduzenten begründen diese Maßnahme damit, daß der Landwirtschaft eine Qualitätsverbesserung nicht ohne Preiserhöhung zugemutet werden könne. • SK. Die Milchverbraucher, insbesondere die Hausfrauen, werden diese Nachricht mit sehr gemischten Gefühlen aufnehmen. Nach der Milchknappheit während des Krieges und der ersten Nachkriegszeit leben wir jetzt in einer ausgesprochenen Milchschwemme. Ueberall in der westdeutschen Landwirtschaft sind die Rindviehbestände wieder aufgebaut worden. Viele landwirtschaftliche Organisationen haben Werbeaktionen eingeleitet, um den Verbrauch von frischer Milch zu vergrößern. Butter ist so reichlich vorhanden, daß hier schon manche Produzenten hinsichtlich der Aufrechterhaltung des Butterpreises sorgenvoll in die Zukunft blik- ken. Wäre nicht auch der Landwirtschaft besser damit gedient gewesen, die Qualitätsverbesserung der Milch durchzuführen, ohne gleichzeitig den Preis zu erhöhen, zumal der Nutzeffekt für den Bauern sowieso nur ein bescheidener sein dürfte? Qualitätsverbesserung bei gleichen Preisen wäre das beste Werbemittel für einen Mehrverbrauch an Milch gewesen und hätte durch die gleichzeitig herbeigeführte Umsatzsteigerung auch für Meiereien und Erzeuger höhere Erträge gebracht. Man wird es schwer haben, in der heutigen Situation die Hausfrauen von der Notwendigkeit der angekündigten Preiserhöhung zu überzeugen. Die badische Regierung hat sich bisher noch nicht zu dieser Preiserhöhung geäußert. Bis zum Redaktionsschluß war es nicht möglich, eine Stellungnahme des zuständigen Ministers zu erhalten. Gewerkschaften warnen DÜSSELDORF. Die von der Bundesregierung geplante Ausgleichsabgabe für Margarine bedeutet nach Auffassung des Deutschen Gewerkschaftsbundes eine Umgehung der den Gewerkschaften vom Bundeskanzler gegebene Zusage, keine Fettsteuer einzuführen. In einem Brief des DG-Bundesvorstandes an Bundeskanzler Adenauer heißt es: „Die Nichteinführung der Fettsteuer sollte eine Verteuerung der Lebenshaltungskosten verhindern und dazu beitragen, sie zu senken. Das Vertrauen der arbeitenden Menschen und ihrer Familien muß auf das Schwerste erschüttert werden, wenn ein eindeutiges Kanzlerwort in solcher Weise mißachtet wird. Jede Verteuerung der Lebenshaltung und jede Maßnahme gegen preissenkende Tendenzen muß, ganz abgesehen von einer Kette von Lohnkämpfen, schwere inner- politische Konflikte auslösen.“ BONN. Ein Sprecher de® Bundesemäh- nungsmdnisteriums wieg Aeußerungen der Industrie zurück, nach denen die Aus- gleichsabgabe für Margarine die Preise bis zu" 0,25 DM je Kilo erhöhen könne. Selbstbestimmungsrecht für Flüchtlinge Eine Forderung Kaisers vor 12 000 Ostpreußen in Berlin BERLIN. Auf einer Kundgebung zum Gedenken der 30. Wiederkehr des Abstimmungstages in Ost- und Westpreußen forderten Bundesminister Jakob Kaiser und der Berliner Oberbürgermeister Ernst Reuter vor 12 000 heimatvertriebenen Ostpreußen am Berliner Funkturm die Rüdekehr der vertriebenen Ostpreußen in ihre Heimat auf der Grundlage des Selbstbestimmungsrechts der Völker. Bundesminister Kaiser appellierte an die Welt, den Heimatvertriebnen bei der Verteidigung ihres Selbstbestimmungs- WETTFRVORHERSAGE des Amtlichen Landeswetterdienstes Nach dem Durchzug einer Schauer- und Gewitterwand am Montag wird ein sich von Westen öu-sbredender Ausläufer des Azorenhochs nur vorübergehend wirksam, da weitere Störungsfronten vom Atlantik nachfolgen. Vorhersage bis Mittwochabend: Wechselnd bewölkt, nur vorübergehend aufbeiternd, zeitweilig auflebende Schauer- und Gewittertätigkeit, etwas kühler aber immer noch wanm und schiwüä. 100 DM ln Zürich: 10, 7.: 79 sfr., 8. 7.: 79 sfr. rechts zu helfen. Solange die Atlantikcharta gelte, könne die Sowjetunion nicht den Nordteil Ostpreußens an sich reißen und sei Polen nicht befugt, auch nur einen einzigen Quadratmeter von Ostpreußen, Pommern, Brandenburg oder Schlesien seinem Gebiet einzuverleiben. Es müsse erwartet werden, daß das Schicksal der Ostgebiete in einem Friedens vertrag unter voller Achtung des Selbstbestimmungsrechts des deutschen Volkes entschieden werde. Oberbürgermeister Reuter verurteilte noch einmal die Anerkennung der Oder- Neiße-Linie als deutsche Ostgrenze durch die Sowjetzonenregienung. Eine Verständigung mit einem freien Polen sei ebenso notwendig, wie die Verständigung mit Frankreich. Staatspräsident Müller in Freiburg FREIBURG. Der Staatspräsident von Württemberq-Hohenzollem, Dr. Gebhard Müller, wird am Mittwoch, den 12. Juli, in Freiburg in einer geschlossenen Versammlung über das Thema „Was bedeutet der Südweststaat für uns Katholiken?“ sprechen. CDU bleibt neutral KARLSRUHE. (W. - Eigenbericht.) In einer Entschließung begrüßte die nordbadische CDU auf einem Parteitag, daß die künftige staatliche Gliederung des südwestdeutschen Raumes nun durch einen Volksentscheid in die Hände der Bevölkerung gelegt werde. Dabei sei als Ergebnis nur die Bildung des Südweststaates oder die Wiederherstellung der alten Länder denkbar. Die Beibehaltung des jetzigen Zustandes sei nicht wünschenswert. Das Recht der CDU-Mitglieder, für einen der beiden Standpunkte einzutreten, werde nicht beschränkt. Man erwarte jedoch, daß die Prinzipien der Sachlichkeit und Mäßigung beachtet würden. In einer zweiten Entschließung stellte sich der CDU-Landesaus schu ß schützend vor diejenigen Parteimitglieder, die in letzter Zeit wegen ihres Standpunktes in der Südweststaatfrage besonders von der „Badischen Post“ angegriffen worden waren. Die CDU müsse die Angriffe vor allem gegen Finanziminister Dr. Kaufmann, Landrat Schmerbeck und Landrat Schwan ablehnen, weil sie die dazu beitragen könnten, durch die Südweststaatfrage die Einheit der CDU zra stören. Die CDU distanziere sich aber ebenso vor Angriffen und Verdächtigungen ähnlicher Art gegenüber den Anhängern Altbadens. Wir meinen: Mifjtöne aus Friedrichshofen SK. Die „Deutsche z e jtung und Wirtschaftszeitung" in Stuttgart veröffentlichte folgende Leserzuschrift:. Friedrichshafen, 3. Juli. Als Bodenseeanwohner stellen wir fest, daß die Ausfälle der höchsten Vertreter der süd- badiseben Regierung nun Formen angenommen haben, die mit der Würde freundnachbarlicher Verhältnisse bald nicht mehr zu vereinbaren sind. Es fällt uns Württember- gern tatsächlich schwer, noch badische Lokale zur Entspannung und Erholung aufzusuchen. Es ist kein Geheimnis, daß bis jetzt die württembergischen Betriebsausflüge zum überwiegenden Teil nach Konstanz und Meereburg gegangen 6ind. Ist es den Anhängern Wohiebs Ueber, wenn die württembergischen Ausflügler sich der anderen Seite des Bodensees zuwenden? Die „schwäbischen Kriegsgewinnler", wie Herr Wohieb die Nachbarn genannt hat, können ja ihr Geld auch anderswo verzehren als gerade in Wk>hlebens Baden. W. R. Die ,Deutsche Zeitung“ ist ein. Blatt von internationalem Rang. Vielleicht wollte sie ein Beispiel für Meinungsfreiheit geben, als sie diese Zuschrift veröffentlichte. Das wäre aber auch alles, was sich zur Verteidigung sagen ließe. Denn diese Zuschrift erinnert in Form und Gesinnung 95,9 Prozent für Europa-Union Die lokale Abstimmung in Breisach — 87,5 Prozent Wahlbeteiligung BREISACH. (W-S.-Eiigenbericht.) Als erste europäische Gemeinde hat die kleine Grenzstadt Breisach am Rhein über die Fraqe abgestimmt: „Sind Sie für die Beseitigung der politischen und wirtschaftlichen Grenzen innerhalb Europas und für den Zusammenschluß aller europäischen Länder zu einem Bundesstaat?“ Bei einer Wahlbeteiligung von 87,6 Prozent haben die Breisacher diese Frage mit 1316 Stimmen oder 95,9 Prozent der abgegebenen Stimmen mit Ja beantwortet. Nur 56 Wahlberechtigte, oder 4,1 Prozent, sprachen sich gegen die Vereinigten Staaten von Europa aus. Das Ergebnis dieser Probeabstimmung sollte beweisen, daß die Bevölkerung den Zusammenschluß der europäischen Staaten fordert und die Regierungen nichts anderes zu tun haben, als diese Forderung auszuführen. Am Vorabend der Wahl hatte auf dem historischen Münsterpiatz des Städtchens, das während des letzten Krieges zu 80 Prozent zerstört wurde, eine Kundgebung der Europaunion stattgefundem, in deren Verlauf Dr. Eugen Kogon, der Präsident der deutschen Europaunion gesagt hatte, von Breisach müsse eine „Kettenreaktion des guten Willens“ ausgehen. Um den Frieden zu erhalten, sei es unbedingt notwendig, für Europa eine wirtschaftliche, soziale und politische Einigung herbeizuführen. Er halte es für einen Fehler, daß die Amerikaner sich ohne jede Gegenbedingung an der Einigung Europas beteiligen und ihre Gelder zum Wiederaufbau des Kontinents hergeben. Der Generalsekretär der Schweizerischen Europabewegung, Dr. Steffan, wies darauf hin, daß Europa mit seinen 263 Millionen Menschen wirtschaftlich stärker dastehen könne, als selbst die Vereinigten Staaten von Amerika. Dieses Europa werde imstunde sein, jeden Angriff von außen abzuwehren und den Frieden zu erhalten. Die Abstimmung für eine europäische Vereinigung bedeutet nicht, wie so viele Interessierte weiszumachen versuchten, eine Abstimmung gegen Deutschland. Das Ausland .lege besonderen Wert auf die Feststellung, daß der Wunsch nach einer Einigung der europäischen Staaten in Deutschland nicht nur ein Akt des momentanen Nutzens, sondern gleichzeitig ein Verzicht auf jegliche Macht- und Willkürpolitik sein müsse. Staatspräsident Wohieb hatte im Verlauf dieser Kundgebung in einer kurzen Ansprache gezeigt, wie sehr gerade Breisach berufen sei, diese Probeabstimmung durchzuführen. „Dem Volk geht es zu langsam, das Volk sieht deutlicher als die Folitiker“, sagte er. Man dürfe nicht, wie die Weltbürger, den fünften Schritt vor dem ersten tiun, sondern man müsse bei sich anfangen, in Deutschland, in Frankreich und in der Schweiz. „Wir wallen endlich, daß die Regierungen uns gute Nachbarn sein lassen, was wir ja eigentlich schon sind.“ Kriegsopfer planen Marsch nach Bonn Bisherige Leistungen des Bundes als unzureichend angeprangert KOBLENZ. Das Präsidium des Verbandes der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands VdK) hat in Koblenz beschlossen, die organisatorischen Vorbereitungen für einen Marsch der Kriegsopfer nach Bonn so zu beschleunigen, daß er „zum geeigneten Zeitpunkt“ bestimmungsgemäß abgewik- kelt werden kann. In einer „Erklärung an die Oeffentlichkeit“ heißt es, der (VdK) werde dem stürmischen Verlangen der Kriegsopfer nach einem Marsch auf Bonn Rechnung tragen. Weiter wird in der Erklärung festge- stellt daß die bisher bekanntgewordenen Leistungen nach dem Entwurf zur Versorgungsreform von den Kriegsopfern als unzureichend abgelehnt werden. Der VdK weise alle Pläne zurück, die den Abbau oder ein Ruhen von Leistungen für große Gruppen von Versorgungsberechtigten vorsehen. Er forderte erneut, daß die Vollrente für erwerbsunfähige Kriegsbeschädigte von 100 auf 180 DM monatlich erhöht und für Kriegswitwen entsprechend festgelegt werde. Trotz konstruktiver Vorschläge des VdK stehe außer Zweifel, daß die Fertigstellung der Gesetzentwürfe zur Versorgungsreform ungebührlich lange verschleppt worden sei und weiter verzögert werde, weil die Verwaltung personell teilweise sehr schlecht besetzt sei und „gröblich“ versage. aufs peinlichste an das, was einst dW Nazipresse gegen den Besuch böhmischer Bäder, österreichischer Berge (vor dem Anschluß) und schweizerischer Kurorte w schreiben pflegte, und bis zu bewaffneten Ueberflfllen an der polnischen-vielmehr der badisch - württembergischen Grenze wäre es danach nicht mehr weil Wir empfinden also diese Bekundung „württembergischen Geistes" als ziemikh das dümmste, was uns sejt langem zu Gesicht gekommen ist. Dumm schon darum, weil auch die Wirte am badischen Bodenseeufer vielfach Schwaben und keineswegs alle Anhänger der Wiederherstellung Badens sind, so wie umgekehrt kaum jeder Wirt am württembergischen Teil de« Seeufers die Vereinigung mit Baden wilL Aber wenn ein Bodenseewirt ln Württemberg oder in Baden für ein selbständiges Württemberg oder Baden ist — ist das eine Rechtfertigung für Wirtschaftssanktionen? Wollen wir in Deutschland Stim- men-Erpressung einführen? Machen die Sonntagsausflügler aus Konstanz etwa die Wirte in Friedrichshafen dafür haftbar, daß Herr Maier oder Müller oder Kaufmann in Stuttgart oder Karlsruhe die* oder das falsch machen? Unsere Leser, soweit sie „badische Lokale“ führen, werden auch dem nervösesten württembergischen Fanatiker an Entspannung und Erholung noch immer den echten Gegenwert schwäbischer Groschen zu bieten wissen; aber sie würden ganz gewiß sämtlich für die Erhaltung eines unabhängigen Badens und gegen den Südweststaat sein, wenn etwa der Ton jenes Briefes typisch württembergiecher Ton wäre und der Ton im Südweststaat würde. Daher: „Freunde, nicht solche Töne“, um mit dem Schwaben Schiller zu sprechen. Sonst könnte es sein, daß der Südweststaatplan eines Tages von sich sagen müßte, „Der Freunde Eifer ist‘s, der mich zu Grunde richtet, nicht der Haß der Feinde.“ m „Bittschön — das geht aber wirklich afchi aal mein Konto, nicht wahr?” „Nürnberger Nachrichten” SÜDKURIER Verantwortlich für Politik; Konrad Gunst. Nachrichtendienst: Graf Ludwig Douglas. Wirtscheit: Dr. Gustay Adolf Grofi. Feuilleton: Ludwig Bma- nuel Reindl. Heimat: Alois Bede, Friedrich Muliding, Herbert Stemeit. Sport: Alfred Strobel. Chef vom Dienst: Helmut Jacobsen. Verleg: Südkurier GmbH., Konstanz. Markstätte 4. Drude: Druckerei Konstanz. Bodensee-Epos in Bildern Wie ein Dichter, der sich darauf vorbereitet, eine Landschaft in einem großen Gedichtwerk darzustellen, hat die Photographin Lotte Eckener Jahre hindurch im Bodenseegebiet ihre Studien gemacht und Bildeindrücke gesammelt. Gedicht und Photographie haben insofern etwas Verwandtes, als beide glückliches Ergebnis eines günstigen Augenblicks scheinen. Man sieht ihnen die Summe des geistigen Aufwands, der Vorbereitung und Ausarbeitung, nicht an, die nötig war, um das Gebilde des schönen Augenblicks zu vollbringen. Das Buch durchblätternd, das Lotte Ek- kener unter dem Titel „Bodensee-Landschaft und Kunst“ (im Schöller-Bild Kunstverlag, Kattenhorn) jetzt vorlegt, empfindet man deutlich, wie der See, seine Stimmungen, Licht und Schatten, Wetter und Jahreszeiten, erforscht und beobachtet werden mußten, bis dieser überraschend komponierte Bildband zustande kam. Architektur und die schönen Künste, mit denen der Mensch den Anruf der Erde beantwortet und geistigsittlich verarbeitet, haben ein entscheidendes Wort dabei mitzusprechen. Ihr Zusammenklang mit dem Landschaftlichen ist in Lotte Eckeners Bildwahl und Bildzusammenstellung aufs Schönste harmonisiert. Etwa wenn dem Blick in den Rosengarten der Mainau auf der Gegenseite im Buch das Rokoko-Ornament des weißen Saals von Schloß Mainau antwortet: das ist musikalisch empfunden wie ein Thema mit Variationen. Geht diese thematische Ordnung so weit, daß dem abgestorbenen Schilf am beschneiten Ufer die Pieta aus Markdorf gegenübergestellt ist, so überträgt sich die ungeheure Schmerzensge- walt aus dem Bild des Menschensohnes und seiner Mutter auf die winterliche Oednis mit einer untergründigen Dissonanz, die den Charakter dieses Epos in Bildern auf die äußerste Probe stellt. Daß sie bestanden wird, diese Probe, daß der Blick des Schauenden sie aushält, ist der stärkste Beweis für die Ausgereiftheit des Gefühls, aus dem heraus die Lichtbildnerin ihre Bilder wählte und anordnete. Der vorbildlich gedruckte, mit ganz- und oft zweiseitigen Bildtafeln großzügig ausgestattete Band bekommt durch den nobel hinter der Bildwirkung verhaltenen, gescheiten und wohlinformierenden Begleittext Heiner Ackermanns, eines lyrisch hingebungsvollen Interpreten der Landschaft und ihres kulturellen Reichtums, auch literarisch sein Gewicht. Im Ganzen gelang den Autoren und dem Verlag ein Werk, das würdig „Bodensee, Landschaft und Kunst“ im engeren und weitesten Wirkungsbereich vertritt. L. E. Reindl Und Blick auf Lindau Urne Sammlung guter Fotos — „Lindau — ein Fotobuch“ —, aufgenommen von Toni Schneiders und mit Geleittexten herausgegeben von Jan Thorbecke in dessen eigenem Lindauer Verlag, zeigt die Reize der bayerischen Hafenstadt, die historische Romantik ihrer Straßen und Gassen, das Spiel der Sonne und der Schatten auf den alten Mauern und den .plastischen Schmuck von Handwerker- und Künstlerhand vergangener Zeiten an Portalen und Erkern. Die Landschaft im Umkreis ist in die Schau mit einbezogen. Es ist, als nähere sich der Gast mit dem windgeneigten Segelboot auf dem ersten Bilde aus der Seeweite der Stadt. Dort steigt er aus zu einem Streifzug durch deren Schönheiten und legt gegen Abend über Schachen, Wasserburg und Nonnenhorn mit gutem Wind noch eine Schleife über den See, um zum Schluß vom Hoyerberg aus einen letzten Bliok auf di e Insel und das Panorama der Berge im Umkreis zurückzrjwerfen. Ein schöner Tag in Bildern, der manchen anregen mag. seine Freuden und Ueber- raschungen auch einmal in der Wirklichkeit kennen zu lernen oder erneut zu erleben. Dann hätte das hübsch ausgestattete Bändchen seine Schuldigkeit bestens getan. Friedrich Aumeister Kafkas „Prozeß" mit Gründgens bei den Ruhr-Fest spie len Den zweiten großen Höhepunkt der Ruhr-Festspiele in Recklinghausen brachte nach dem Hamburger Giraudoux-Gastspiel die vom Düsseldorfer Ensemble einstudierte Premiere des Dramas von Andre Gide und Jean Louis Barrault nach Franz Kafkas Roman „Der Prozeß“. Was der früh verstorbene Prager Dichter zu Anfang der zwanziger Jahre in seiner phantastischen Erzählung festgehalten hat, formten die Franzosen zu szenisch aufrüttelndem Geschehen, und Gustaf Gründgens, der die Hauptrolle übernahm und sich mit Ulrich ErfurBh in die Regie teilte, setzte es in magische Bühnen Wirklichkeit um: das Schicksal des Jose! K., dem von anonymen Mächten der Prozeß gemacht wird, weil er ohne Liebe und Güte lebte, und der, bis er hin- gerichtet wird, die Hölle der Gewissena- qual durchschreiten muß. Sein Anruf der „Gerechtigkeit“ (inmitten des visionär schon damals vorausgeahnten apokalyptischen Elends der von der Staatsmaschinerie Verfolgten), sein gespenstiges Dasein im Käfig der letzten scharf überwachten Erdentage und das jähe Verlöschen wurde durch Gründgens' ungeheuere schauspielerische Intensität zum Theater- Ereignis vom Range eines menschlichen Gleichnisses, für das ein erlesenes Publikum au6 allen Teilen Deutschlands Gründgens und allen Mitwickenden einen wahren Beifallstriumph bereitete. ,Liebe ln Feaseln“ ist der deutsche Titel des amerikanischen Films „Cass T1 m b e r 1 a n e“, der nach dem gleichnamigen Buch von Sinclair Lewis gedreht wurde KULTURN ACHRJCHTFN Professor Dr. Karl Jaspers wird vom 18. bis 20. Juli an der Universität Heidelberg Gastvorlesungen über „Philosophie in unserer Zeit“ halten. Jaspers, der jetzt an der Universität Basel lehrt, hatte bis 1948 den Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Heidelberg inne. Vom Freilichtspiel zum Zimmertheater entwickelte sich die Premiere von Kleists Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ im schönen Freiburger Rathaushof. Es begann dort als Freilichtspiel. Aber der Himmel öffnete dann unter Donner und Blitz seine Schleusen zu solchen Güssen, daß das Spiel abgebrochen, und ein Zimmertheater im großen Rathaussaal improvisiert werden mußte, wo nun die zweite Hälfte des Stückes gespielt wurde. Die Aufführung, von Willy Grüb klar und übersichtlich inszeniert, zeigte, wie wenig Meisterwerke dieser Art von irgendwelchen Theaterformen abhängig sind: des Dichters Wort setzt sich unbedingt durch. Die darstellerisch auf recht hohem Niveau stehende Freiburger Aufführung konnte mit dem Münchner Gast Heinz Suhr, der einen Dorfrichter von saftigstem Format hinstellte, einen vollen Erfolg verzeichnen. M. Th. B. Das Ine titutfür Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene, das in Freiburg in Anwesenheit zahlreicher in- und ausländischer Gäste eingeweiht wurde, ist das einzige seiner Art in ganz Europa. An dieser Forschungs- etätte wird, wie der Leiter des Institutes, Prof. Dr. Hans Bender, erläuterte, die von der Wissenschaft anerkannte und durch Lehrstühle an Universitäten legitimierte Parapsychologie noch weiter vorgötifeben und in jene Gebiete geführt, wo die Scharlatane ihr Unwesen treiben und Kapital aus der Torheit der Menge schlagen. Von vornherein distanziert sich das Institut davon, etwa den Okkultismus zu begünstigen. wohl aber sind Phänomen vorhanden, die bis heute noch keine einleuchtende Erklärung gefunden haben, deren Existenz aber nachgewiesen ist. Die Erforschung dieser Grenzgebiete, unter die man zum Beispiel die Telepathie, die Hypnose, die Präkognition usw. rechnen kann, wird eine der Hauptaufgaben des Institutes sein, ebenso aber auch die Entlarvung aller jener mit Hilfe irgendwelcher Tricks zustandegebrachten „wunderbaren Erscheinungen“ (Spuk usw.), durch die ganz« Städte und Länder in höchste Unruhe versetzt werden können. Das Institut ist an sich völlig unabhängig, steht aber In ständiger Verbindung mit den medizinischen Fakultäten, der Rechtswissenschaft und anderen Disziplinen. B. Die Universität Buenos Aires hat jetzt zum erstenmal den in Deutschland erworbenen Grad eines Doktors der Medizin anerkannt. Ebenso wurde ein Zahnarztdiplom der Universität Breslau anerkannt. Bisher mußten die deutschen Zahnärzte und Aerzte ihr Studium einschließlich des Abiturs an argentinischen Universitäten wiederholen, wenn sie im Lande praktizieren wollten. Die Entscheidung des Universitätsrates bedeutet ein« Abkehr von den bisherigen Gebräuchen und gfibt zahlreichen deutschen Aerzten und Zahnärzten die Möglichkeit, ihren Beruf in Argentinien legal auszuüben. Ein Spielfilm über den Rhein, der die „Verbundenheit der am Rhein liegenden Länder symbolisieren soll, wird in Berlin unter Herbert Friederacksrf von der Union-Filmgesellschaft hergestellt Außenaufnahmen in Basel, Straßburg, Mannheim, Mainz und in den Städten rheinab- wärta bis Rotterdam sind bereits gemacht Dem Manuskript von Beethovens 9. Symphonie und anderen nach dem Kriege „verschollenen“ Mueikhand- schriften will der Leiter der amerikanischen „National Arts Foundation" auf einer Buxopareise persönlich nacbforadM^ Dienstag, 11. Juli 1950 SÜDKURIER Nr. 82 / Seite 3 Dramatische 1500 m Crawl entschieden für Schweden Skandinavier siegten im ersten Nadikriegs-Schwinunländerkampf Deutschlands mit 3 Punkten Vorsprung Mit 97:94 Punkten siegte die schwedische S diwlmmländermannschaft in» ersten Nathkrie"s- Iänderkampf gege n Deutschland im Berliner Olympia-Stadion. Die Entscheidung fiel erst mit dem Sieg der Schweden im 1500 m Kraul für Männer. Bis dahin stand es 90:90. Der Berliner Bürgermeister Dr. Ferdinand Friedensburg eröffnet© i m Samstag vor 4000 Zuschauern den Schwimsn- länderkampf ais erstes offizielles internationales Kräftemessen einer deutschen Nationalmannschaft nach dem Kriege. Nach den SdrwHnm-Eicze'ikonkurrenzen des Samstag, die die Skandinavier sämtlich gewannen. führten sie mit 29:1h Punkten. Das Turmspringen der Damen und das Kunstspringen der Herren brachte dann die Gastgeber heran. Paula Tatarek blieb im Turmspringen mit 82,82 Punkten vor Suse von Hartungen mit 81,22 Punkten siegreich. Auch bei den Herren ■ gab es einen klaren deutschen Erfolg. Hans A’d-erhold mit 198,10 und Werner Sobeck mit 190,93 Punkten hatten einen beträchtlichen Vorsprung. 'Nbdi dem Springen führten dlie Schweden nur noch mit 34:32 Punkten. • Beim Wasserballspiel verwandelte sich da« Olympia-Stadion in einen brodelnden Hexenkessel. Die deutsche Mannschaft behielt mit 6:3 (2:2) Toren die Oberhand umd brachte die deutsche Vertretung mit 42:40 Punkten in Führung. De knappe Führung ging aber im 400-m-KrauJ- schwimmen der Damen durch die Niederlage in der , 4^ 200-m-Kraulstaffe] wieder verloren. In der Staffel sah es zunächst nach einem deutschen Siege aus. Erst auf der dritten Strecke nahm der schnelle Peter Ostrand dem Berliner Schiü- ricke den Vorsprung ab und brachte seine Mannschaft mit fünf Metern in Führung. Auf der letzten Streike vermochte Lehmann gegen Lars- son zwar Meter um Meter aufzuholen, bllefo aber zum Schluß gegen den taktisch gut schwimmenden Schweden um eine Armlänge geschlagen. Zu Beginn des zweiten Tages war das Stadion rahezu voll besetzt, mehT als 6000 Zuschauer hatten sich eingefunden. Zunächst gingen die lOO-m-Kraulschwimmer an den Start, ©er Schwede Larsson siegte ln 1:00,1 Minuten vor Werner Ditzinger, Harry Ditzinger und Synnerholm (Schweden,). Zum ersten Sieg in den Schwimm- konkurrenzen kam Deutschland im Rückenschwimmen für Damen über 100 Meter. Gertrud Herrbruck (Pirmasens) gewann in 1:16,9 Minuten überlegen vor der Schwedin Fredin in 1:21 und Liesl Weber in 1:23. Zu einem überlegenen Sieg (2:42,3) kam Europas Rekordinhaber im 200- m-B rus töchwimimen, Herbert Klein (München),-der den Schweden Rask (2:44,3) schlug-. Nach 100 Metern hatte Klein einen leichten Vorsprung herausgearbeitet, den er an der vorletzten Wende auf zirka 5 m ausgebaut hatte. Auch den Endang-riff des schwedischen Meisters Rask konnte Klein atowehren. Dritter wurde in diesem spanenden Kampf der zweite schwedische Schwimmer Rothmann (2:49,5), der erst in den letzten Metern Altmeister Heina 2:50,7) auf den 4. Platz verweisen konnte. Da« Turmspringen der Herren gestaltete sich zu einem überlegenen Sieg der beiden deutschen Springer. Besonders Haase erhielt den begeisterten Beifall der Zuschauer .Et siegte mit 171,62 Punkten vor Werner Sobeck (157,45), dem Schweden Oeihmann mit 132,12 und dem Schweden Arne Lileber gmif 108,14 Punkten. Zu dem spannendsten Rennen wurden die 1500- m-Kraul. Nach der Hälfte der Strecke führte der Schwede Oestrand in 10:35 M nuten mit drei Metern Vorsprung vor „Hase" Lehmann. Nach weiteren 100 m hatte Lehrmann, -vom Pubiiku mllebhaft angefeuert, den Abstand auf zwei Meter verkürzt und den führenden Oestrand unfer tosendem Beifall bei 1300 m auf den zweiten Platz verwiesen. Erst nach der letzten Wende gelang es dem Schweden, an Lehmann vorbeizuziehen und das Rennen mit 2 m Vorsprung in der Zeit von 19:56,3 vor Lehmann mit 19:59,8 und dem zweiten Schweden, Abrahams- son, mit 20:23,9 Minuten sowie dem zweiten Deutschen, Meier-Koch, zu gewinnen. Im Kunstspringen der Damen siegte Tatarek (Deutschland) mit 136,47 Punkten vor der Schwedin Anna Wahlberg mit 133,58, die die zweite Deutsche, Olga Hoffmann-Eckstein, mit den letzten Uebungen auf den dritten Platz verweisen konnte. Schweden herzlich begrüßt Einen herzlichen Empfang bereitete der Berliner Magistrat den schwedischen und den deutschen Schwimmern, die am ersten Nachkriegsländer- kampf teil nehmen, am Sonnabend im Schöneberger Rathaus. Bürgermeister Dr. Frd-edensburg ließ sich die 35 Mitglieder der schwedischen Expedition persönlich wonstellen. Stadtrat Walter May brachte zum Ausdruck, daß mit der Anwesenheit dieser Sportler die Verbindung mit dem Ausland wieder he rg es teilt sei. Für die Schweden dankte der Mannschaftsleiter und Vizepräsident des schwedischen Schwimmverbandes, Einar Kaisvi-k, der betonte, daß seine Landsleute gern nach Deutschland .kamen. Wieder zwei Weltrekorde Marshalls Der australische Student John 'Marshall verbesserte in Newhawen die Schwimmweltrekorde über eine halbe und eine ganze englische Meile bei offiziellen (Rekordversuchen beträchtlich. A.uf einer 50-m-Bahn legte er im Kraulschwimmen die halbe Meile in 9:43,9 Minuten und die Meile in 19:49,4 Minuten zurück. Die alten Bestleistungen standen auf 9:54,6 Minuten (Bill Smith, USA) und 20:29,0 Minuten (K. Nakama, UStA). Koch schlug Wimbledon-Teilnehmer Aber das Endspiel in Velbert gewann der Amerikaner Kovaleski gegen Jack Harper Das internationale Tennisturnier in Velbert bei Düsseldorf brachte kräftige Ueberra&diungen, denn von den sechs Ausländern schieden bereits vier aus. U. a. 6chlug Engelbert Koch den Amerikaner Irving Dorfmann 3:6, 6:2, 9:7. Durch Passierbälie brachte Koch den Amerikaner, der in Wimbledon zu den letzten 16 gehörte, zuletzt völlig aus dem Konzept. Henkel schlug den früheren australischen Jugendmeister Molloy 6:4, 5:7, 7:5. Fred Kowalewski (USA) siegte gegen den Niederrheinmeister Brandt 6:2, 2:6, 6:4. Bei den Herren ergab sich schließlich ein rein internationales Endspiel. Der Amerikaner Fred Kovaleski setzte s ch im Viertelfinale über den Schweden Bertil Blomquist nach hartem Kampf mit 5:7, 10:8, 6:1 durch. In der Vorschlußrunde behauptete sich dann Kovaleski auch gegen. Dr, Günther mit 10:8, 6:4. In der unteren Hälfte der Auslosung erreichte mit Jade Harper (Australien) ein weiterer Ausländer die Vorschlußrunde. Harper schlug Engelbert Koch 6:4, 6:4. Frl. Schmitthenner forderte Frau Weiß in der Vorschlußrunde nicht allzuviel ab. Ehe die Frank* fuirterin überhaupt richtig zum Zuge kam, war das Match mit 6:0, 6:3 für Frau Weiß entschie- Patty nach seinem Wimbledonsieg der Erschöpfung nahe Louise Brough dreimal erfolgreich — Vier Titel nach den USA hfe Kassen^gfesch^^s^n,^ 17,090 lu&dMTferpiätese ^waren-grest^os.-lae- (A.W.-Eigenbericht.) Der Höhepunkt des diesjährigen 'Wimbledon-Turniers wurde erreicht, als die beiden Finalisten Frank Sedigman (Australien) und Budge Patty (USA) auf dem Centre Court zum Endspiel der Single-Meisterschaft an- tratten. • Zwanzig Minuten .vor Matdibgffinm. wovr den sä v erf ügiai ei* XuschaUe rplätose setzt'. , Sedgman und Patty mußten sich vor dem entscheidenden Spiel noch tüchtig ausrühen, da beide im Doppelmateh vom Donnerstag während 4^2 Stunden gegeneinander gekämpft hatten. Zum Einzelfinal trat Budge Patty offensichtlich in besserer Form an. Sedgman gab schon hn ersten Satz große Zeichen von Nervosität und verschlug auffallend viele Bälle. Im zweiten Set fing sich der Australier etwas auf und konnte dan/k zweier Doppelfehler Pattys den Gewinn buchen. Dt ‘ 26jährige' Amerikaner drehte aber unverzüglich wieder auf und entschied die beiden nächsten Sätze klar für sich, um mit 6:1, 8:10, 6;2, 6:3 den Wimbledon-Sieg zu erringen, Patty schien nach dem Match der Erschöpfung ziemlich nahe, • da er sich mehrere Minuten am Rande des Courts ausruhen mußte, bevor er die zahlreichen Gratulat'ofien entgegennehmen konnte. Durch seinen Sieg über den als Nr. 1 gesetzten australischen Meister Frank Sedgman setzte der als Nr. 5 gesetzte Amerikaner Budge Patty die Tradition der USA in dieser inoffiziellen Weltmeisterschaft fort. Der 26jährige Amerikaner wurde damit der erste Spieler seit 1936, der gleich seinem großen Landsmann Donald Budge in diesem Jahre die französische und die englische Meisterschaft gewann. Nach dem Zwei- stunden-Match wurde dem Sieger in der königlichen Loge der Ehrenpreis überreicht. In knapp 15 Minuten gewann Patty den ersten Satz 6:1. Er schlug nicht nur gut auf, sondern erwies sich auch erneut am Netz als Volley- König. Sedgman verschlug viele leichte Bälle und war nervös. Der zweite Satz war der span- . nendste. Bei wechselnder Führung und gegenseitigem Abnebmen der Aufschläge, ging es bis 8:8. Nach der 9:8-Führung des Australiers leistete sich Patty einen Doppelfehler, was ihn den Satz kostete. Im dritten Satz kam Patty mit »meisterhaften Lobs und Stopvot'leys zum schnellen Gewinn mit 6:2. Im vierten Satz gelang es Sedgman bei einer 3:0-Führung seines Gegners auf 3:2 heramzukommen. Der Australier kam nur kurz auf, denn be'm 5:3 gelang Patty der große Wurf. Mit einem unnehmbaren Volley beendete er schließlich das Match, dann warf er seinen Schläger ins Netz. Sedgman erreichte nicht die Form der letzten Tage und schien auch von den Anstrengungen des Mammut-Doppels vom Donnerstag ermüdet zu sein. Patty erwies sich- dagegen als überaus intelligenter Spieler. Louise Brough erfolgreichste Teilnehmerin Die Vorjahrssiegerin Loudse Brough (USA) gewann erneut das Endspiel im Damen-Einzel. Sie besiegte ihre Landsmännin Margaret Dupont mit 6:1, 3:6, 6:1. Die Meisterin im Damen-Einzel gewann mit ihrer Endspielgegnerin Margaret Dupont auch das Damen -Doppel gegen Fry/Hart (USA) mit 6:4, 5:7, 6:1 und holte schließlich mit dem Südafrikaner Sturgess zusammen das Gemischte Doppel gegen Todd/33rown (USA/ Australien), mit 11:9, 1:6, 6:4. Luise Brough holte «ich damit drei Titel, was ihr bereits 1946 schon einmal geglückt war. Suzanne Legten (Frankreich) brachte insgesamt Viermal dtei Titel aus Wimbledon heim und zwar 1920, 192:1, 1922 und 1625. Alice Marble (USA) gewann 1939, genau Jugend der ganzen Welt eingeladen Finnland beabsichtigt, alle Nationen der Welt, einschließlich Sowjetunion, Gesamt-Deutschland und Japan zu den olympischen Spielen 1952 einzuladen. Der Präsident des finnischen olympischen Komitees, Erik von Freckell, hofft dadurch die Jugend der ganzen Welt ohne Rüdesicht auf Sprache, Fari>e oder politische Gesinnung m Helsinki zu vereinigen, denn er meint, daß jedes Land, dieser olympischen Forderung Folge leisten sollte. 9iese Ansicht vertritt auch das internationale olympische Komitee. wie ihr Landsmann Riggs, die ,.dreifache Krone“ Der Amerikaner Budge vollbrachte diese seltene Leistung in den Jahren 1937 und 1938. Die Australier Bromwidi/Quist gewannen da« Endspiel im Herren-Doppel gegen ihre Landsleute Sidwell/Brown mit 7:5, 3:6, 6:3, 3:6, 6:2. Die.' Endspiele der 'AU-EmgJahd-Tennisme'istdf- schaften am”Sofitiäbenö in Wimbledon' bewiese« erneut, daß der Vorsprung der USA und Australiens im Welttennis von den übrigen Nationen noch nicht eingehoit ist. Außer dem Südafrikaner Sturgess befanden sich- nur Vertreter der oben genannten Nationen im Finale. Amerikas Spitzenstellung wurde durch vier Titelgewinne gegen einen der Australier unterstrichen. Mexiko führt im Daviscup Mexiko führt nach den ersten beiden Spielen im Davis-Poikal-Wettbewerb der Amerikazone in Havana gegen Kuba mit 2:0. »De Ergebnisse: Puente (Mexiko) gegen Weiß (Kuba 5:7, 7:5, 1:6, 6:1, 7:5, Pa ! lafox (Mexiko) gegen Aguero (Kuba) 6:2, 6:1, 6:3. Theo Wied Zwölfkampf sieter Mit über 6000 aktiven Wettkämpfern wurde das diesjährige württembergische Landesturnfest in der festlich geschmückten Stadt Allen am Kocher zu einer eindrucksvollen turnerischen Kundgebung. Vom Freitag bis Sonntag legten die württembergisdien Turner Zeugnis von ihrem hohen Leistungsstand ab. tm Mittelpunkt der Wettkämpfe stand der Zwölfkampf der Meisterklasse, den Theo Wii-ed mit 115,40 Punkten vor seinem Bruder (Erich Wied mit 1/14,0 Punkten für «ich entschied. Beide gehören dem TSV Stuttgart- Munster an. Im Zehnkampf der Meisterklasse siegte der ehemalige Schweizer Reckmeister Josef Voigtmann (Spielverednigung Feuerbach) mit 95,75 Punkten vor Georg Strobel (SpVgg Feuerbach) mit 94,80 Punkten. den. Audi Frau Pohmann hatte bei ihrem 6:4, 6:3 gegen Frau von Gerlach keine Schwierigkeiten. Tm Herren-Doppel booteten Koval eski/Dorf man (USA) in der Vorschlußrunde Koch/Dr. Günther mit 6:4, 6:2 aus, während «ich Harper/Weiß über Buchholz/Hermann mit .7:5. 6:3 durchsetzten. Vorher hatten sich Buchiwlz/Hermann über Blom- quist/Mol'loy mit 6:3, 6:4 behauptet. Im Gemischten Doppel stehen bisher drei Paare im Semifinale: Ehepaar Weiß, Frau Haromann/DenJker und Frau Prohmann/Koch. Der Vorschlußrunden- gegner des Ehepaars Weiß wird am Sonntag* vormittag zwischen Frau von Ladiges/Blomquist und Frau von Geriach/Dr. Günther ermittelt. Am Schlußtag schlug der Amerikaner Fred Kovaleski im Endspiel den Australier Jack HarpeT 6:8, 7:5, 6:1, 6:0. Bei den Damen behielt die Argentinierin Frau Weiß über die nationale deutsche Meisterin Inge Pohmann sicher mit 6:2, 6:4 die Oberhand. Das Herren-Doppel sicherten sich Happer/Weiß über die beiden Amerikaner Kovaleski/Dorfmann auf Grund ihrer 'besseren Zusammenarbeit mit 3:6, 6:3, 6:4, 2:6, 6:4. Nachdem das Ehepaar Weiß für das Gemischte Doppel zurückzog und Frau von Gerlach Dr. Günther kampflos in die Schlußrunde einzogen, schlugen sie hier Frau Pohmann/ Koch m-t 6:2, 6:3. Glanzende alpine Leistung Wie die französische Botschaft in Neu-Delhi bekanntgibt, ist es einer französischen Bergstei- gergruppe unter Leitung von Ing. Herzog im Himalaja-Gebirge gelungen, zum eisten Male in der Geschichte des Alpinismus einen Berggipfel von über 8000 m Höhe zu ersteigen: Den Ana- puma (807-8 m). -Die französische Himalaja-Expedition war erst Ende März dieses Jahres aufgebrochen. Ihr gehörten die erfahrensten französischen Hochalpinisten an. Die - Franzosen waren bisher im Himalaja nur 1936 und 1939 tätig. Bisher waren in der Hauptsache Engländer, OÖsterreicher, Deutsche und Schweizer auf Himalajafahrt ausgezogen. Die Engländer versuchten vor allem den höchsten Berg der Erde selbst, den Mt. Everest 8840 m) zu erobern. Einen Beweis für einen eventuellen Gipfelsieg konnte man damals aber nicht erbringen. Die Deutschen unternahmen ihre Versuche am Kangchendzönga und Nanga Parbat, wo sie mehrere Siebentausender erobern konnten. Die Nanga-Par-bat-Expeditionen der Deutschen standen teilweise unter einem Unstern, da eine Anzahl Teilnehmer hierbei ums Leben kamen. Nun ist den Franzosen ein solcher Sieg gelungen. Sie waren bei der Vorbereitung ihrer Expedition davon ausgegangen, möglichst wenig Gepäck mitzunehmen, um auf dem Anmarsch so wenig wie möglich behindert zu sein. Wetterschutz und sonstige Bekleidung wurden weitgehend aus Nylon hergestellt. Auch wurden 1000 Meter Nylonseile mitgeführt. Wolf Hlrth optimistisch Der bekannte deutsche Segelflieger Wolf Hürth erklärte in einem Vortrag, man könne trotz der Tatsache, daß die Verhältnisse nach dem letzten Krieg nicht ganz einfach seien, bei etwas gutem Willen erwarten, daß den Deutschen wieder der Segelflugsport erlaubt werde. Die Segelfliegerei, so sagte Hlrth, sei ein Sport, der mit Militär oder gar mit Militarismus nichts zu tun habe. Packende Bilder beim Steherrennen in Singen - - - ~ t X’N. Im „Preis vom Hegau“ geht Baut! (1) im Endkampf an Berger (2) vorbei zum Sieg. Bild: Fauth Bautz, Zims, Berger waren erfolgreich — Guter Sport auch bei den Amateuren übereinander gestaffelt dahimbrausen und alle Vorteile für die von ihnen geführten Fahrer herauszuholen suchen, während diese sich bemühen, mit der führenden Maschine stets in gutem Kontakt zu bleiben und jede Schwäche des Gegners auszunützen. Der Vorstoß einer Maschine löst sofort eine wilde Jagd aus, in der das Tempo auf die Grenze des für den einzelnen Rennfahrer Erreichbaren gesteigert wird. Das 'Rennprogramm war am Samstag und am Sonntag mit geringen Abänderungen das gleiche. ■Die Ergebnisse: Im „Preis vom Hohenkrähen’’, Steherrennen über 20 km = 100 Runden, Sieger am Samstag Berger in 21.55 Min. vot Bautz (’/im zurück| und Zims (55 m zurück), am Sonntag Zims in 22.37 Min. vor Siefert (2 -m zurück) und Berger (5 m zurück). Der Preis vom 'Hohentwiel” ging über die gleiche Strecke und winde am Samstag von Zims-Köln in 22,21 Min. gewonnen, vor Sde- fert (2 m zurück) und Berger (5 m zurück). In diesem Rennen hatte Bautz durch einen Motorschaden seines Schrittmachers kostbare Zeit verloren, aber doch wieder bis auf 15 m aufgeholt. Am Sonntag wurde Berger über die gleiche Strecke Erster in 22.56 (Min. vor Bautz ( 2 m zurück) und Siefert (10 m zurück). Der „Preis vom Hegau” sah am Samstag Bautz als Sieger in 34.07 Män. vor Zims (101 m zurück) und Berger (HO m zurück). Am Sonntag wurde in der Wiederholung des Rennens Erster Bautz in 34.09 Min. vor Berger (370 m zurück) und Uebelacker (1200 m zurück). In den Rahmen-Veranstaltungen gewann das Jugendrennen, 'bestehen^ aus einem Fliegerrennen und Rundrekordfahren, Rolf Steger-Singen am Samstag mit vier Punkten, am Sonntag mit 12 Punkten vor Bühlhart mit 7 und Stöbri mit 5 Punkten. Das Punktefahren für Amateure über 20 Runden ” 4 km blieb am Samstag unentschieden, da Hummehnann-Singen und sein Klubkamerad Borgschulte je 13 Punkte errangen Das Mannschafts- Verfolgungsrennen am Sonntag konnten sich Rus- senbergerliFrei-Singen sichern, mit einer Zeit von 2.52’/» Min. füT zwei Kilometer. OSK) Singens Zementbahn hatte, von iRenntoahn- leiter Spöhx vorzüglich inszeniert, über das Wochenende wieder zwei auszeidmete Radsporttage, die durch die Teilnahme von Klasseleuten wie Berufsfahrer Bautz, Zions, Berger usw. besonders gekennzeichnet waren. Da war zunächst der „Preis vom Hohenkrähen” über 20 Kilometer = 100 Runden, dann der „Preis vom Hohentwiel” über die gleiche Strecke und sch-ließfich der „Preis vom Hegau” über 30 Kilometer = 150 Runden. Am Start waren erschienen: der vieTache Deutsche Meister Erich Bautz-Dort- mund mit seinem Schrittmacher Wi-l-l-i-Hornig- Essen, deT bekannte Sieger in zahlreichen Straßen- und Steherrennen, Sepp Berger-Rosenheim, geführt von Paul IResiger-Bieslau. Dann Hans Zims-Köln, ebenfalls als Sieger in vielen Steherrennen bekannt, mit A-lbert Schaub-Düsseldorf als Schrittmacher. Vielter -im Bunde war der bekannte Bahn- und Straßenfahrer Fritz Siefert-Dort- mund, Schrittmacher Walter Winter-Düsseldorf. Für den Sonntagnachmittag der zweitägigen Veranstaltung geseilte sich noch als fünfter Berufsfahrer Philipp Uebelacfcer-Dortmund dazu, dem ais Schrittmacher von Wiilensdorf-Berfin zur Verfügung stand. Noch bevor der erste Startschuß fiel, gab es rund um die Bahn brausenden Begrüßungsj-ubel für drei bekannte Fahrer, welche von der Renn- leitung auf die Ehrenrunde geschickt worden waren: Erich Bautz-Dortmund, der deutsche Stra- ßenm-eister von 1950, in Singen als Teilnehmer der großen Deutschland-Fahrt und anderer Veranstaltungen wohl bekannt. Dann der Schrittmacher Walter W'inter-CMisseldorf, der dem Franzosen Meffert zu einem neuen 104-km-Rekord verholfen hat, und der Singener Heinz Borgschulte, der die südlbadische Straß enmeistersch-aft errungen hat. Für (Viele der Zuschauer sind die Steherrennen hinter Motoren noch etwas Neues. Es ’st aber ein fesselnder Anblick, der spann-ungsreiche Momente enthält, wenn drei oder gar vier der Schrittmacher mit ihren Rennfahrern in den Kurven Lohmann bezwang Weltmeister Der deutsche Stehenneister Walter Lobmann (Bochum) gewann in München das „Goldene Rad“ gegen iMetze, Weltmeister Frosio (Italien), Lam- boley (Frankreich) und Hörmann. Nachdem Weltmeister Frosio den einleitenden 30-km-Lauf mit einem ‘Meter Vorsprung vor Lobmann gewonnen batte, ließ der Bochumex im großen Goldenen Rad über 60 km seinen Gegnern keine Chance. Vom Start weg sicherte sich zwar der Lokaimatador Ludwig Hörmann bald die Sp-itze, verlor dann aber nach zweimaligem Defekt fünf Runden. Trotzdem hielt «ich „Wigger!“ ständig im Feld und gab bei diesem Treffen der Weltmeister seine bisher beste Vorstellung. Großartig und begeisternd war sein Kännpferstil, als er Frosio ebenso erfolgreich abwies, wie dies Lohmann getan hatte. Sieben Kilometer vor Schluß stürmte Frosio erneut auf Hörmann ein. Fünf Runden lang konnte sich Hörmann, rad^an-rad-iiegend, dem Angriff des Weltmeisters erwehren, ehe er ihn dann, passieren lassen mußte. Danach gab es noch harte Positionskämpfe zwischen ‘beiden. Einmal spitzte sich das Duell 60 scharf zu, daß beide die Führungs-maschi- nen verloren und Lambo-ley als lachender Dritter •vorbeiziehen konnte. Wlälter Lohmann behielt unangefochten die Spitze und siegte mit einem knappen Vorsprung vor Frosio in 51:17,9 Minuten. Dann revanchierte sich Frosio Steherweitmeister Frosio (Italien) gewann am Südwürttembergische Leichtathleten überraschten Im Vergleichskampf gegen Nordwürttem berg mit 84:77 Punkten knapp unterlegen (iH. D.-Eigenberdcht) Auch am vergangenen Sonntag stand in Südwürttemberg die Leichtathletik im Mittelpunkt des Sportprogramms, und wohl selten wurde eine Sportveranstaltung in Tailfingen mdt soviel Spannung erwartet, wie dieser zweite Vergleichskampf der nord- und südwürt- temubergiseben. Leichtathleten. Bei schönstem Sommerwetter säumten fast 1500 Zuschauer die herrliche Anlage der Sportschule Tailfingen, deren Aschenbahn die Teilnehmer aus den beiden würt- tembergischen Landesteilen wie ein Band dex Zusammengehörigkedt umschloß. Auf ihr und dem grünen Rasen entwickelten sich bald spannende Wettkämpfe, die ein Bild vom guten Können der Nordvertreter aber auch vom stetigen Vorwärtsdrängen der oücfwurttenrbergischen Leichtathleten bot. Nordwürttemberg mußte wegen Verletzung den Sprinter Zandt und den 500-m-Meister-Läufer Eitel ersetzen. And er ko, der 1500-m-Riivale des Schwenningers Läufer sowie Schmid und Keller mußten wegen Teilnahme an den Hochsdmlmei- steischaften ersetzt werden. Aber trotzdem kamen die Nordwürttemberger mit 84:77 Punkten zu einem, wenn auch knappen Sdeg. Der Hundertmeter-Lauf gehört« klar den nord- wüxttembergischen Sprintern, die mit 10,9 Sek. durch Wudtke den ersten und durch Gehri mit 11 Sek. den zweiten Platz belegten. Mader, Bi- berach, verbesserte seine letzbsonatägliche Leistung um */» Sek. und wurde mit 11,2 Dritter. Im 200-m-LafUf bot sich dasselbe Bild. Nord belegte durch Wudtke und Hit 2 ler die ersten Plätze. Der 800-m-Lauf sah Südwürttemfcerg durch den Schwennmger Läufer siegreich, der auch die 1500 m durch seinen eminenten Endspurt sicher gewann. Einen weiteren südwürttembergiischen Erfolg gab es im Weitsprung, wo der Balinger Hipp mit 7,08 m eine gute Leistung aufsteUte. Im Hochsprung erreichten adle vier Teilnehmer 1,72 m, Haberbosch und Hipp, die beiden Südvertreter, kamen Jedoch auf die ersten beiden Plätze, da sie schon beim ersten Versuch die Latte übersprangen. Auch im Stabhochsprung siegte Süd durch den Rottweiler Müller, der 3,40 m erzielte. Damit war der Süden bei den Männern mit 56:53 Punkten bis auf drei Punkten an den favorisierten Norden herangekommen. Der 5000-m-Laüf war eine klare Sache für den Eitel ^Schüler Bolzhauser, Eßlingen, der vor dem recht gut laufenden Saulgaiuer Geiger siegte, während Hipp mit 47,18 m im Diskuswerfen ebenso klar siegte. Das Speerwerfen und das Hammerwerfen ging an NoTd, während alle übrigen technischen Disziplinen von Südwürttemberg gewonnen wurden. Die 4Xl0O-m-Staffe3 der Männer und die 4X400-m-Staffesl der Männer gewann klar NordrwuTttemberg mit 84:77 Punkten. Bei den Männern fiel der Nordsieg überraschend knapp aus, gegenüber dem letztjährigen Vergleichskampf, wo Südwürttemberg noch mit 32 Punkten im Rückstand lag. Ds Ergebnis der Frauen spricht mit 26:44 Punkten klar für Nordwürttem- berg. Resultate: Männer: 100 m Wudtke (Nord), 10,9; 2. Gehring ((Nord) 11,0. 1500 m: 1. Läufer fSüd), 4:03; 2. Schneider (Nord) 4:04. Kugel: 1. Hipp (Süd) 14,56; 2. Theuerer ((Nord) 14,35. 400 m: 1. Binder (IN) 51,8; 2. Schon fN) 52,2. 200 m: Wudtke (N) 22,7; 2. Hixler (N) 23,2. Stabhoch: 1. Müller (S) 3,40; 2. Stolze fN) 3,30. Speer: 1. Sick fN) 61,86; 2. Reitknecht (iN) 57,40. Weitsprung: 1. Hipp (S) 7,08; 2. Bratz f>N) 6,67. 800 m: 1. Läufer (S) 1:55,5; 2. Erland (N) 1:57,5. Hoch- fijprung: 1. Hipp (S) 1,72; 2. Haberbosch (S) 1,72. Diskus: 1. Hipp (S) 47,18; 2. Marktanner 04) 44,37. 5000 m: 1. Bolzhauser (IN) 15:26,2; 2. Geiger fS) 16:35. Dreisprung: Ast (S) 12,96; 2. Bitzer (S) 12,50. Hammer: 1, Lutz |N) 44,18; 2. Haas (S) 37,88; 4X100 a: 1. Nordwürttemberg 43,4; 2. Süd- württemberg 44,4. 4X400 flk: 1 . Nord 3:26,2; 2. Süd 3:31,8. Frauen: 100 m: 1. Hartnedc (N) 21,6t 2. Grundgeiger (S) 12.8. Speer: 1. Maier (N) 42,05; 2. Häenmeile (S) 36,25. Kugel: 1. Böhmle (S) 10,93; 2. Groth (N) 10,58. Hochsprung: 1. Buchholz (N); 2. Schäle (N) 1,48. Diskus: 1. Merkle (N) 37,47; 2. Grothe (JSf) 36,28. Weiteprung: 1. Fauth (SN) 5:33; 2. Sdunückle (S) 5,32. 4X100 m: 1. NoTd 51. 2. Süd 54,1. Badens Leichtathleten vor der Pfalz Der Leichtathletik-Länderkampf der Auswahlmannschaften ‘von Sachsen-Anhalt, Baden und der Pfalz in Kandel erfuhr insofern eine Aenderung, als sich die ostzonalen Sportler infolge mangelnder Erlaubnis weigerten, auch gegen die Badener offiziell anznitreten. So wurde es nur ein Kampf Sachsen-Anhalt gegen die Pfalz, dem sich Baden in einem Kampf gegen die Pfailz anschloß. Wie erwartet sicherten sich die Badener die höchste Punktzahl (132). Der Kampf Sachsen-Anhalt — Pfalz endete 121:99 für die Gäste jenseits des Eisernen Vorhangs, während der Kampf Baden — Pfalz von Baden mit 132:93 gewonnen wurde. Badische 1. Plätze gab es: Männer: 400 m: Baas-Baden 49,5; 800 m: Dengler-Baden 1:55,9; 1500 m: Lehmann-Baden 4:04,4; 4X400 m: Baden 3:24,1; Diskus: Mersi-nger, Baden, 41:88; Speer: Büttner, Baden, 75,05; Hammer: 1. Wolf, Baden 56,30. — Frauen: 100 m: Knab, Baden, 12,9-, 4XlOO m: Baden 50,1; Hochs-prung: Buntz, Baden, 1:55; Kugel: Kahler, Baden, 11,61; Diskus: Hettidi, Baden, 40,31. Jugendlicher sprang 1,86 m hoch Erstmals nach dem Kriege veranstaltete der nord- und der südbadisefae Leichtathletik-Verband in Ottenau gemeinsam die gesamtbadisdien Ju* gend-Meisterschaften. Bemerkenswert waren die Leistungen des Jugendlichen Kußmaul (Phönix Karlsruhe), der die 100 Meter in 11,4 Sekunden lief, und der Hochsprung von Koiaky (Phönix Karlsruhe mit 1,86 Meter. Von Südbaden wurden u. a. Meister: Brauchte (SchopAeim) im Weitsprung 6,45 Meter; bei den Mädchen Oehler (Biberach/Scbwarzwald) Speerwerfen 28,23 Meter. Sonntag auf der Nürnberger A&N-Rennbahn den „Großen Apollo-Preis”, ein Stunden-Rennen hinter schweren Motoren. Insgesamt legte er 61,2 km zurück und verwies damit den mit 5 m Rückstand einkommenden Vortagssieger in München, Walter Lohmann (Bochum) auf den zweiten Platz. 3. Karl Kittsteiner (Nürnberg) 8 an zurück; 4. Erich Metze flWStten-Angeln) 395 m zurück; 5. Aoque« Lamboley (Frankreich) 420 m zurück. Nach- einem glänzenden Zwischenspurt von Erich Metze, der vorübergehend in Führung ging, gab es zwischen Frosio und Kittsteiner verbissene Zweikämpfe, in die vier Minuten vor Schluß der bis dahin ruhig im Mittelfeld fahrende Lohmann eingriff. Dem deutschen Steher* meister gelang es schließlich, Kitts-teiner knapp abzufangen, er mußte jedoch dem unerhört spurt- sch'neEen und zähen Italiener ebenso knapp den Sieg überlassen. Sdbweinfurt 1889 Vereinsmannschaftssieger Der Vorjahrssieger RV 1889 Schweinfurt verteidigte bei der deutschen Vierer-Vereinsmann- schaftsmeisterschaft über 100 km, die auf einer gut gewählten Strecke mit Start und Ziel in Frankfurt ausgefahren wurde, in überzeugendem Stil «einen Titel erfolgreich. Als stärkste Gegner des .Titelverteidigers erwiesen sich der RV Germania Frankfurt und der Berliner Meister RV Luisenstadt, die auch die nächsten Plätze hinter Schweinfurt belegen konnten. Die Germania-Mannschaft startete unmittelbar vor dem späteren Sieger und hielt auch die Position vor den Schweinfurter«, ohne allerdings verhindern zu können, daß sich der Fünf-Minuten-Abstand auf 2:10 Minuten verringerte. 1. RV 1989 Schweinfurt (Popp, Ziegler, Zeißner, Wunderlich, Beetz, Knies) in 2:22,40 Stunden; 2. RSV Germania Frankfurt; 3. RV Luisenstadt-Berlin; 4. RV Stuttgart-Feuerbach; 5. Germania Hamburg. — Jugend (50 km): 1. RV 1689 Schweinfurt in lri‘1,4 Stunden; 2. Sturmvogel Wiesbaden; 3. RC Schmitter, Köln. Wünsche Tagesbester in Monschau HerrliAes Hochsommerwettei, hohe Besucherzahlen und spannende Kampfe in allen Klassen gestalteten das dTitte Monsch-aiuer Burg fing rennen für Motorräder zu einem erfreulichen Erfolg. Das erwartete Duell zwischen dem DKW-Kom- pressor-Fahrer Mansfeld und Wtünsche fand ein jähes Ende durch einen Sturz von Mansfeld in der zweiten Runde. Wünsche hielt aä>er das eingeschlagene scharfe Tempo, hart verfolgt von Kurt NitechJcy, ebenfalls auf DKW-Kompressor, und fuhr auf dem außergewöhnlich schwierigen Kurs mit 90,3 km/std. Tagesbestzeit. Die schnellste Runde blieb dem Sieger der Ha-lbliterklasse von Wödtke auf seiner neuen Norton Vorbehalten. Wieder einmal konnte Friedei Schön als Saugmotorensieger vor Thorn-Priikker und Knees in der 350er Kategorie sein großes Können und die hohe Leistung der neuen Horex unter Beweis stellen. In der VierteHitedklosse kam der Trainings- schnellste Jänsch sehr schlecht vom Start, konnte aber in bravouröser Fahrt bis zum dritten Platz aufholen, nachdem Lottes mit Thom-Piiliker im toten Rennen die Ziellinie passierten. In den schwach besetzten Seiteirwagenk-lassen dominierten Ziemer-Bergs auf NSU, während der 12Ser-Sieg eine leichte Beute von Wünsche (als Ersatzfahrer H. P. Müller) vor dem jungen Ried wurde. m iSi Der Sdiwimmverbaud Wöirttemberg-Hohenzol- lem hat den Meldeschluß für die diesjährigen Landesmeisterschaften im Schwimmen und Springen am 6. August im Ebinger Freibad auf 26. Juli festgesetzt. Dienstag, 11. Juli 1950 SÜDKURIXR Nr. 82 / Seit* < Zwei Schweden führen in der Segelflug-Meisterschaft Brasiliens Fußball mit Weltmeisterschafts-Format Olympiasieger Schweden hoch geschlagen — Spanien mußte einen Punkt abgeben Id Rio de Janeiro: Brasilien — Schweden 7:1 (34) InSaoPaMo: Uruguay— Spanien 2:2 (1:2) V.M.-Eigenbericht.) Die Tier Sieger der Aus- •dieklungerunden im Turnier um den Wieltmei- •tertitel der FußbaMer batten am Sonntag auf den Flitzen Ton Sao Paulo und Rio de Janeiro die beiden ernten Finalapiele auszutragen. Die «rata Runde haben die SQdamerilcaner für eich gebucht. Der Tumierfanrorit Brasilien wartete nrft einem geradezu sensationellen Sieg ge>*en den Olytmpiasieger Schweden auf und dem dreifachen Weltmeister Uruguay iet es gelungen. Spanien in Schach zu halten. Das Unentschieden zwischen Uruguay und Spanien kommt m erster Linie Brasilien zugute, dessen Favoritenstellung dadurch noch untermauert wird. Brasilien erteilte eine Fußball-Lektion Zu welch hervorragenden Leistungen die brasilianischen Fußballer fähig sind, offenbarte sich im Mimiziptastadicm von Rio de Janeiro, wo rd. 190000 Zuschauer den sensationellen 7:1-Sieg Brasiliens gegen Schweden erlebten. Die ausgo- ieilte Technik der Südamerikaner kam in diesem Treffen voll zum Ausdruck und durch die ersten Erfolge angespornt, kam der brasilianische Sturm immer mehr in Schwung, während die Verteidigung der Nordländer unter diesem Druck auseinanderbrach. Gleich vom Beginn des Spiels weg spielten die Brasilianer nach dem Rezept ihres Trainers Flavio Costa scharf auf Angriff. Nur sporadisch erhielten die schwedischen Stürmer einige Schußgele- genheiten. In der 17. Minute eröffnete jedoch Mittelstürmer Ademir das Skore, indem er den schwedischen Tormann von der Strafraumgrenze ans mit einem plazierten EcksdiuB bezwang. Nach einer etwas ruhigeren Phase, in welcher die Schweden mehrmals gefährlich vor das gegnerische Tor kamen, konnte wiederum Ademir einen Erfolg buchen (30. Minute). Bereits zwei Minuten spater war auch der dritte Treffer perfekt, da der Linksaußen Chico einen Paßball direkt übernahm und zum 3:0 einsandte. Nach dem Platzab tausch erhielt man den Eindruck, daß sich die Nordländer besiegt gaben. Die Uetberseer dominierten das Spielgeschehen nach Belieben und in der T. Minute war es wieder Ademir, der das Leder ins gegnerische Ziel brachte. Fünf Minuten später wiederholte er Bei der Jubiläumsregatta in Bad Ems Sommerliches Wetter begünstigte den ersten Tag der ausgezeichnet besetzten 60. Bad Emser Jufbiläums-Regatta, zu der sich die stärksten westdeutschen Boote eingefunden hatten. Den mit Spannung erwarteten „Kaiser-Vierer" gewann die Renngemeinschaft Flörsheim-Rüssels- hetm. Ergebnisse: Lahn-Senior-Vierer m. St.: 1. Hes- eia Gießen 6:55, 2. Marburger RiV. — Erster Jungmnan-Vierer m. St.: Erste Abteilung: 1. R'V Bayer Leverkusen 6:49,9: zweite Abte-lung: 1. Mainzer RV 6:52. — Jungmann-Vierer m. St.: Erste Abteilung: 1. Mülheimer RG Mulheim/Ruhr 6:59; zweite Abteilung: 1. Kölner RV 77 6:44,8: dritte Abteilung: 1. RC Rhenania Koblenz ohne Zeit, „Kaiser-Vierer": 1. ROM Flörsheim-Rüssels- heim ohne Zeit, 2. Hornberger RC Germania plus 13 Sek. — Junior-Vierer mit Steuermann: 1. Mülheimer Ruderverein 6:57,2 Min., 2. Rudergesellschaft Benrath. — Senior-Einer (Kurzstrecke): 1. Wlassersportvereln Beuel 1:44, 2. Bonner Ruder-Gesellschaft. — Senior-Vierer mit Steuermann: 1. Kölner Ruderverein 77 6:52,6, 2. „Germania" Frankfurt. Jungmann-Achter; 1. Abteilung: 1. Mülheimer Rudergesellschaft 6:26; 2. Abteilung: 1. Neuwie- der Rudergeseilschaft 6:15. — Senior-Vierer mit Steuermann (Kurzstrecke): 1. Rudergeseilschaft Flörsheim-Rüsselsheim 1:34, 2. Mar’ '”ger Ruder- verein. — Senior-Vierr. mit Steuermann (Kurzstrecke): 1. Benrather Ruderverein 1:44,9, 2. Ruderverein Bad Ems. — Alte-Herren-G'g-Vierer mit Steuermann; 1. Rudergeseilschaft Flörsheim- Rüsselsheim 3:49, 2. Limburger Klub für Wassei- eport. Senior-Einer: 1. Bonner RG 7:38, 2. Wesser- »portfreimde Beuel. — Jungmann-Gig-Vierer mit Steuermann: 1. Abteilung: 1, Neuwieder RG 3:55,8; 2. Abteilung: 1. Kölner RG 3:48,5. Senior-Achter: 1. Kölner Ruderverein 6:11, 2. Hassia Gießen. — Jugend-Achter (Rennboot) übet Ii500: 1. RG Wetzlar 1880 5:19, 2. RG Flörsheim- Rfisselsheim. — Senior-Vierer mit Steuermann (Kurzstrecke): 1. Abteilung: 1. RG Flörsheim- Rüsselsheim ohne Zeit; 2. Abteilung: 1. RG Germania Frankfurt 1:38,5; 3. Abteilung: 1. Bayer Leverkusen 1:42. — Junior-Achter: 1. Mainzer RV 6:11,2, 2. Mülheimer RG. Jungmann-Achter: 1. Abteilung: 1. Neuwieder RG 1:31; 2. Abteilung: 1. RG Trier 83, 1,26. — Junior-Vierer mit Steuermann (Kurzstrecke): 1. seine Glanzleistung nochmals und war mit bereits vier Toren am brasilianischen Erfolg beteiligt. Ein unnötiger Regelverstoß innerhalb der Strafraumgrenze führte zum schwedischen Ehrentreffer. Palmer wurde hart gefoult und Andersson verwandelte in der 21. Minute den Penalty. Brasiliens Stürmer legten sich nun etwas Schonung auf, waren aber gleichwohl überlegen. Die beiden letzten Tore fielen in den fünf Schlußminuten durch den rechten Flügel Maneca und durch Chico. 35-m-Schuß brachte Uruguay den Ausgleich Vor 50 000 Zuschauern trennten sich Spanien und Uruguay in Sao Paulo 2:2 (2:1) unentschie- | den. Spanien war zunächst feldüberlegen, mußte 1 Unsere Leser erinnern sich noch der Kontroverse, die der „Südkurier" vor einiger Zeit wegen der Protestfälle FV Ebingen und VfL Konstanz mit der Spruchkammer der Südliga hatte. Bekanntlich hatte der Trainer des VfL Schwenningen im Spiel gegen Ebingen das Ebinger Ausgleichstor dadurch verhindert, daß er ins Spielfeld eindrang und den auf das leerstehende Tor zurollenden Bali ins Feld Zurücks chlug. Auf Grund der Regeln konnte der Schiedsrichter dieses Spieles diesen Vorfall nur mit einem Sdraedsrichter- baU' „ahnden”. Der Ebinger Protest wurde von der Spruchkammer der Südliga unter Verweigerung (!) des Berufungsrechtes zurückgewiesen. Ebingen hat trotzdem beim Süddeutschen Fußball- verband Berufung eingelegt, dessen Rechtsausschuß das Urteil aufhob, soweit es die Spielwertung anbetrifft, und die Partie nunmehr neu angesetzt. Gegen die für die versuchte Unterdrückung der Berufung verantwortlichen Personen wird auf Antrag des SFV-Verbandsvorstandes bzw. auf eigenen Antrag das Disziplinarverfahren eingeleitet. Geradezu unglaublich erscheint es, daß der rechtsuchende Verein (Ebingen) für den Fall einer Berufungseinlegung mit Strafmaßnahmen bedroht worden war. Nun hat also das wirkliche Recht, für das Abteilung: 1. Gießener RG 77 1:34 ; 2. Abteilung: 1. „Bayer" Leverkusen 1:35; 3. Abteilung: Mülheimer RG 1:35. 1. Senior-Einer (Wiederholung): 1. WSV Bad Godesberg (Neuburger) 7:24,5; 1. Senior-Achter: 1. RG Hlörsheim-Rüsseileheim 6:02, 2. Kölner RV 1847 6:06. Mannheim, Regatta der Südwestruderer Beide Senior-Achter gewann der Duisburger RV einmal mit 5:40,2 vor Renngemeinschaft Lud- wigshaien/Speyer, das andere Mai mit 6:02,4 vor Flörshedm/Rüsselsheim. In den Senior-Vierem m. St. dominierten die Heilbronner Schwaben, deren Verein auch den Jungmann-Vierer errang. Den Senior-Vierer o. St. sicherte sich Flörsheim. Erster und Zweiter Jungmann-Vierer und Junior-Achter gingen verdient an den RV Saar, Saarbrücken. Die beiden Senior-Einer teilten sich Günther Lange und Horst Wilke, indem an jedem Tage einer dem anderen den Vortritt ließ. Henley 1950 Englands große Rudererniederlage Bei der Internationalen Königlichen Ruderregatta in Henley wurden fünf Rennen von ausländischen Mannschaften gewonnen. Der englische Rudersport erlitt damit seine größte Niederlage seit 1939, als vier Rennen verloren gingen und eins im toten Rennen m t Italien geteilt werden mußte. Der Achter der Harvard-Universität holte den Grand Ghallenge Cu,p zum dritten Male nach den US. Nach ihren Siegen 1914 und 1939 schlugen die Amerikaner in 7:23 Minuten den holländischen Studenten-Achter Njord mit eineinviertel Längen. Audi, im zweiten Adi- terrennen um den Thames-Cup gab es einen amerikanischen Sieg. Die Kent School aus Connecticut besiegte die B-Mannschaft des Theams RC mit einer halben Länge. Zwei Erfolge hatte auch Dänemark zu verzeichnen. ©er Hellerup RC gewann den Vierer um den Steward-Cup zum ersten Male mit vier Längen in 8:03 Minuten gegen Leander. Par- ner/Larsen, die Olympia-Zweciten 1948, siegten am Doppel-Zweier in 8:21 Minuten überlegen gegen die Engländer Brown/Tlngate. Der Zweier um die Silver Goblets wurde von den Belgiern Rosa/Van (Antwerpen) nach scharfem Endkampf mit dreiviertel Längen gegen die Londoner Pin- dies'Sturges gewonnen. Mit dem Engländer Rowe holte sich zum ersten Male seit 1933 ein Einheimischer den Einer um die berühmten Diamond Sculls. aber seine etwas sorglose Deckung la der 13. Minute mit einem Tor des Rechtsaußen Gigghia (Uruguay) bezahlen. Bia zur Pause fanden sich die Europäer besser zusammen und gingen durch zwei Tore ihres Rechtsaußen Baaora in Führung. Die zweite Halbzeit wurde bei strömendem Regen gespielt. In der 67. Minute ging Uruguays Mittelläufer Var ela mit dem Ball nach vom und schoß aus 35 Meter Entfernung den Ausgleichstreffer. Beide Mannschaften bemühten sich in der restlichen Spielzeit vergeblich um das Siegtor. Die nächsten Spiele finden am Donnerstag, 13. Juli statt. In Rio de Janeiro spielt Brasilien gegen Spanien und in Sao Paulo begegnen sich Uruguay und Schweden. der „Südkurier" seinerzeit eintrat, doch gesiegt Wir freuen uns, dies im Interesse der guten Sache des Fußballs feststellen z» 4« ) Maurermeister, tüchtiger, m. Lehrlingsbefugnis, der an selbständiges Arbeiten gewöhnt ist, von gut eingeführtem Hoch- u. Tiefbau-Unternehmen, mittl. Größe, als Entlastung des Betriebsinhabers per sofort oder später ln ausbaufähige Stellung gesucht. Alter nicht unter 35 Jahren. Zuschriften sind zu richt en u nter Nr. 5592 an Ann.-Exp. ZETWEDE, •Lörrach/Baden. Tüchtiges, zuverlässiges, kath. MSddren über lt Jahre alt, für Hausarbeiten gesucht. Baldiger Eintritt möglich. Bewerbungen an Schw. 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Wir bitten freundlichst, bis spätestens zu diesem Tag die Anmeldung vorzunehmen. Die Schulleitung Oesneht zum sofortigen Eintritt tüchtiger Gemüse- und Landwirtschafts-Gärtner für größeres Heim in der Bodenseegegend. Jüngere Gehilfen mit abgeschlossener Berufsausbildung wollen unter Vorlage von Zeugnissen, eines Lebenslaufs und Angabe der Lohnansprüche ihre Bewerbungen einreichen. Kreisverwaltung Konstanz (FrT u. Zahn- schmerzen, bei Migräne / u.Schmerzen in den kritischen Tagen der Frau. 1-2 Tabl. ^ der Frau. 1-2 Tabl. wirken schon in 10 Min. u. beheben jede Unpäßlichkeit. Ziehen Sie aber bei fieberhafter Erkrankung Ihren Arzt zu Rate. Temagin gegen Schmerzen aller Art 10 Tabl. -.90 in allen Apotheken Diesel-Lastkraftwagen 3 t, Mercedes OM 65, in fahrbereitem Zustand, mit Plane u. Spriegel, gut bereift, abzugeben. Neuwertiger l'/t-t-Lleferwagen ges. Firma Martin Oberle OHG, Vil- ltngen/Schw. Dienstag, 11. Juli 1950 SÜDKURIER K F Nr. 82 / Seite | t Statt Karten. Nach über fünfzigjähriger, glücklicher Ehe hat meine gute Lebensgefährtin, der Schutzgeist der ganzen Familie, Frau Luise Monika Heimlich geb. Raither heute Ihre Seele Ihrem Schöpfer wieder zu rüdegegeben. Getreu bis in den Tod. Konstanz-Wollmatingen, den 8. Juli 1950 Für die große Familie ln tiefem Schmerz August Constantin Heimlich Hella Heimlich Dr. med. Erika Heimlich und Enkelkinder Beerdigung Dienstag, 11. Juli, 14.30 Uhr ln Konstanz. DANKSAGUNG Statt Karten. Die überaus große Anteilnahme, die man uns beim Hinscheiden unseres lieben Verstorbenen Karl Schachtle entgegengebracht hat, verpflichtet zu innigem Dank. Wir danken dem Gesangverein „Harmonie“ Paradies für den erhebenden Gesang mit Nachruf, Herrn Rieck für. das ergreifende Grablied, sowie für die zahlreichen Kranz-, Blumen- und Messespenden, und allen denjenigen, die den^ lieben Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen, oder dem Seelenamt beigewohnt haben. Konstanz, den 10. Juli 1050 Eischenzstraße 14 Die trauernden Hinterbliebenen Frau Zita Schächtle mit Kindern Hildegard, Monika und Annele Geschwister nebst Anverwandten Ihre Vermählung geben bekannt Emst Auer Friseur meisier Gertrud Auer geb Mayer K o n s t a n z-Wollmatingen Staufen im Breisgau 11. Juli 1950 Für die Glückwünsche anläßlich unserer Vermählung danken herzlich Heinrich Weber und Frau Lore geb. Schmidt Konstanz, Mainaustraße 33 Verfettung ist langsames Sterben, überlastet n. schädigt die Füfce n. alle inneren Organe. Nur der normale h. gestraffte Kärger verbürg! lene Tatkraft, die heutige Leben gebieterisch fordert. Wieder schlank und sdiün ohne Hangern n. schädigende Wirkung madil unsere drüsenanregende Entfettungskur Knrpackung DM IS.- im rrfAgfm Reformhaus Gertrud Neumann Konstanz, Neugasse 44 pwiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiipniiiiiiriiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiNiiiiiiiniiiiiini 150*230 cm, Paar. 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Juli 1950, um 14.30 Uhr, werde ich in Konstanz im Pfandlokal, Hafenstr. 13, gegen bare Zahlung im Vollstreckungs- Wege öffentlich versteigern: 1 Couch, 1 Sofa u. 1 Sessel, 1 Ruhebett, 1 Zimmerblifett, 1 Vitrine, 1 Serviertisch, oval, 1 Kredenz, 1 Klavier, 1 Radio, 1 schmiedeiseme ele'ktr. Stehlampe, 1 Kassenschrank, 2 Rolladenaktenschränke, 2 Schreibtische, Herrenhemden, 1 Paar Her- renhalbschuhe, l Sportmanchesterhose, 15 Stamm Tannenholz, Schnittware. Konstanz, 3. Juli 1950. Härter, Gerichtsvollzieher Handelsregister Amtsgericht Konstanz Veränderung. 3. 7. 50 A Bd. 7 OZ 136 bei Firma Karl Schildknecht Nacfaf. Joh. Schmid, Messerschmied in Konstanz, Wessenbergstraße 5: Das Geschäft ist unter Beibehaltung der bisherigen Firma auf Ewti Schmid, Messerschmiedmeister in Konstanz Übergegangen. Handelsregister Amtsgericht Konstanz Veränderung. 3. 7. 50. B Bd. 5/93 bei Firma Deutsche Funkwerbung GmbH in Konstanz: Durch Gesell- schafterversammlungsbeschluß v. 20. 5. 50 sind §§ 6 u. 8 des Gesellschaftsvertrags (Geschäftsführung u. Gesellschafterversammlung) geändert und § 10 neu hinzugefügt worden. Kaufmann Gerhard Müller ist als Geschäftsführer ausgeschieden. Geschäftsführer Norbert Handwerk vertritt die Gesellschaft allein, der Geschäftsführer Wilhelm H. Kröger vertritt sie in Gemeinschaft mit dem Geschäftsführer Norbert Handwerk. Handelsregister Amtsgericht Konstanz Veränderung. 5. 7. 50. A Bd. 9 OZ 429 bei Firma Stiegeler u. Co., K.G. in Konstanz: Gustav Bünger, Wirtschaftsprüfer u. Luise Stiegeder, geb Noppel, Kommerzienratswitwe in Konstanz sind als Komplementäre ausgeschieden. Als Komplementäre eingetreten sind: 1. Lotte Bünger, geb. Stiegeler, Witwe des Wirtschaftsprüfers Gustav Bünger, 2. Anneliese Stiegeler, 3. Max Stiegeler, Kaufmann, alle in Konstanz. Ein weiterer Kommanditist ist eingetreten, so daß insgesamt 3 Kommanditisten vorhanden sind. Handelsregister Amtsgericht Konstanz Neueintrag. 7. 7. 50. A Bd. 10 OZ 532: Firma Walter Frey, Kommanditgesellschaft in Konst-inz (Zumsteinstraße 6). Persönlich haftende Gesellschafter: Walter Frey, Lina Frey Witwe, geb Speth, Kaufleute in Konstanz. Die Gesellschaft hat am 1. 1. 1950 begonnen. Es ist ein Kommanditist vorhanden. Jeder persönlich haftende Gesellschafter ist einzeln zur Vertretung der Gesellschaft ermächtigt. (Angegebener Geschäftszweig: Großhandel in Süßwaren.) Bekanntmachungen in 0 ohne Gewähr. ) Verrielfllti(ODfeB exakt, sauber schnell, billig. Arta-Werberin,, Konstanz Knndbergstr. 3, K.-Kreutzerstr. 4 Telefon 1352 Kurze und enge Schuhe mache ich ohne Beschädigung des Leders bis zu 3 Nummern größer Franz MUnah Schuhmachermeister KONSTANZ, Wessenbergftr. 18 HEUTE Gesellschaftsabend mit Tanzeinlagen vom bekannten Tanzpaar Klans Oettli • K. mattier Eröffnung Sonnabend, 15. 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Nur noch bis Donnerstag: Der Film, von dem man spricht und der uns alle angeht: ■ ,.v- S mit Luise Ulrich, Renä Deltgen, Hans Nielsen, Dieter Borsche, Käthe Haack, Angelika Voelk- ner (Lotte), Nikolai Kolin u.v.a. Wo.: 15.00, 17.30, 20.00 Uhr. SCAIA Nur noch bis Donnerstag: Das vergnügte musikalische Lustspiel, bei dem man in beste Stimmung kommt Eine Naditim Separee mit Paul Hörbiger, Olga Tsche- chowa, Kurt Seifert, Sonja Ziemann, Greti Schörg u. a. „Explosives Lachen quittiert die vielen Situationswitze und Pointen ...“ Dienstag, Mittwoch: 15.00, 17.30, 20 Uhr. Donnerstag nur noch 15 Uhr. a»’* 1 Diese Spezialitäten finden Sie nur Eisspeise Lukullus \ . •"'o % im % Freilidilbühne im Sackgarten bei trübem oder schlechtem Wetter imSt-J ohann-Saal J.JfUutcUhSc Bauem&uUM mit Wiggerl Huber, Münchens bestem Komiker Dienstag, 11. Juli bis Sonntag, 16. Juli, täglich 20.30 Uhr Sonntag, 16. 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