K UNABHÄNGIGE HEIMATZEITUNG FÜR OBERBADEN UND DAS BODENSEEGEBIET SUDKURIEK Erscheint Dienstag, Donnerstag, Samstag. Adresse: Bezug monatlich durch die Post 2.30 Mark, einschl Konstanz, Marktstätte 4 — Telefon-Anschlüsse: 6. JAHRGANG Jfc SAMSTAG 16. SEPTEMBER 1950 * NUMMER 111 27 Pf. Postzustellgebühr, durch Träger 2.10 Mark, Redaktion u. Verlag Nr. 924, 925, 1130, 1510, Hl' ’_ einschl. 25 Pf. Trägerlohn — Einzelpreis 20 Pt Bundespolizei - aber kein Militär Zwlsdienkommuniqu^ der Außenminister — Europäische Streitkrälte werden verstärkt Kinderbeihilfe in Sicht BONN. (W.-Eigenbericht). Im Sozialaus- schuß des Bundestages schreiten die Be- sprechungn über die Gewährung von Kinderbeihilfen voran. Man ist sich 'bisher noch nicht über Einzelheiten schlüssig, aber es scheint, daß vom dritten Kinde an eine monatliche Beihilfe gewährt werden wird. Ueiber die Aufbringung der erforderlichen Mittel, die je nach der Form der Beihilfen auf 400—800 Millionen OM geschätzt werden, besteht noch keine Einigkeit. Babymarkt in USA NASHVILLE. Die Behörden des amerikanischen Staates Tennessee prüfen gegenwärtig Berichte nach, daß in diesem Staat ein großer „Babymarkt“ bestehe, auf dem kleine Kinder für erhebliche Beträge an Adoptiveltern verkauft werden. Das Zentrum der großen „Handelsorganisation“ soll Memphis sein. Bis jetzt seilen über tausend Babys zum Verkauf angeboten worden sein. Die Adoptiveltern — man spricht auch von Filmstemen aus Hollywood — sollen bis zu 750 Dollar pro Baby bezahlt haben. Das Kind im Manne LUDWIGSHAFEN. Der pralle Luftballon einer vom Dürkheimer Wurstmarkt heimfahrenden Frau reizte dieser Tage den Spieltrieb eines anderen Fahrgastes der Rheiin-Haardt-Bahn. Er zündete ein Streichholz an und hielt dieses unbemerkt an den Luftballon. Der Erfolg dürfte seine kühnsten Erwartungen übertroffen haben: Der Ballon platzte mit heftigem Knall, mehrere Scheiben des Straßenbahnwagens zersprangen klirrend und eine große Stichflamme versengte Haare, Hals und Gesicht der Frau. „Sparsamer als die alten Preußen" OLDENBURG. Bundesverkehrsminister Dr. Seebohm wies auf der 50-Jahrfeier der oldenburgischen Industrie- und Handelskammer den Vorwurf zurück, daß der Bund zuviel Geld .verbrauche. Für die Bundesverwaltung, sagte er. stünden nur vier Prozent der Ausgaben zur Verfügung. Damit sei der Bund noch sparsamer als das alte Preußen, das fünf Prozent der Ausgaben beanspruchte. Leider nähmen die Kriegsfolgelasten elf Zwölftel des Ge- samtaufkömmens in Anspruch. Kurz notiert Die Bundesregierung hat die Einladung des Berliner Stadtverordneten-Vorstehers Dr. Suhr zur außerordentlichen Festsitzung des Berliner Stadtparlaments am 1. Oktober anläßlich des Inkrafttretens der neuen Berliner Verfassung angenommen. Der nordrhein-westfälische Minister Dr. Spiecker, der gegenwärtig in Südamerika weilt, um über die Wiederaufnahme der konsularischen Beziehungen mit der deutschen Bundesrepublik zu verhandeln, ist in Chile eingetroffen. Der Bundesfinanzminister will Münzen im Gesamtwerte von einer Milliarde Mark in Verkehr bringen. Bisher wurden Münzen im Werte von 167 Millionen Mark ansgegeben. Mit Worten des Dankes an das amerikanische Volk und seine Regierung weihte Vizekanzler Blücher eine ERP-Ausstellung ein. Der Zug, der 50 deutsche Städte besuchen wird, enthält eine Ausstellung über Spitzenerzeugnisse der deutschen Exportindustrie. Mit einer Ansprache des Bundesjnstizmini- sters Dr. Dehler wurde in der Paulskirche in Frankfurt der 38. deutsche Juristentag eröffnet. Die Kommandanten der drei Berliner Westsektoren haben angeordnet, daß in ihrem Besatzungsbereich kein undemokratisches Propagandamaterial verbreitet werden darf. Eine Kundgebung der kommunistischen Tarnorganisation „Komitee zur Vorbereitung des Kongresses für deutsch-sowjetische Freundschaft“ wurde in Frankfurt von der Polizei aufgelöst. Das französische Konsulat in Baden-Baden weist darauf hin, daß bei Reisen nach Frankreich außer dem Reisepaß nach wie vor bei den französischen Konsulaten ein Visum zu beantragen ist. Das Arbeitsamt Ludwigshafen teilt mit, daß folgende Fachkräfte für Australien gesucht werden: 25 Zimmerlente, 20 Schreiner, ferner mehrere Dachdecker, Flaschner, Maler, Tüncher und Installateure für sanitäre Anlagen. Seit drei Wochen ist noch keine Nachricht von zwei Bremer Schlossern eingetroffen, die am 22. August mit einem umgebauten Rettungskutter der früheren Kriegsmarine in See gegangen sind. Das Landgericht Düsseldorf verurteilte den früheren Sanitätsfeldwebel Erwin Hager wegen Kameradenmißhandlung zn 2'/i Jahren Zuchthaus. Hager batte im sowjetischen Kriegsgefangenenlager Borissow als Kommandant einer Hospital-Baracke seine kranken Kameraden aufs schwerste mißhandelt. Drei unbekannte Männer drangen in den Kassenraum der Kreissparkasse Zweibrücken ein und raubten die Tageskasse, die etwa 5000 Mark enthielt. Durch eine schwere Explosion wurde in einem Mühlenbetrieb ln Hamm (Westfalen) von sechs anwesenden Arbeitern zwei getötet and drei schwer verletzt. Der gesamte Mühlenbetrieb geriet in Brand. Die Polizei vermutet, daß es sich um eine Mehlstaub- Explosion handelt. NEW YORK. Als erste Ergebnisse der bisherigen Verhandlungen der drei westlichen Außenminister werden in New Yorker Konferenz-Kreisen folgende Punkte angesehen: 1. Erhöhung der Stahlquote der Bundesrepublik bis zur Grenze ihrer Produktionskapazität. 2. Ein Kompromiß zwischen den Plänen zur Aufstellung einer Länderpolizei und einer Bundespolizei wurde erzielt. 3. Zur Frage der Beendigung des Kriegszustandes mit Deutschland wurde beschlossen, eine gemeinsame zustimmende Erklärung herauszugeben. Während im Prinzip über die künftige diplomatische Vertretung der Bundesrepublik im Ausland Einigung erzielt wurde, blieb die Frage der künftigen Beziehungen zwischen den deutschen Diplomaten und den Alliierten Hohen Kommissaren noch ungelöst. Die Außenminister Großbritanniens, Frankreichs und der USA beendeten arg Donnerstag die erste Phase ihrer Be- WASBKNGTON. In dem Kommunique über die am Freitag zu Ende gegangene Aiußemri n'isterkonferenz ist die Beendigung des Kriegszustandes mit Deutschland vorgesehen. Die offizielle Verkündigung wird aber wohl erst erfolgen, wenn die Frage mit den übrigen Atlantikpaktmächten abgesprochen ist. Die Westmächte piü- fen zur Zeit die rechtlichen Grundlagen für die Aktion. Aus London verlautet, daß man sowohl- dort als auch in Paris die offizielle Erklärung über die Beendigung des Kriegszustandes mit Deutschland vorbereite. Präsident Truman gab bekannt, daß er das USA-Außenm ; nisterium bevollmächtigt habe, mit andren Mitgliedstaaten der ’Femostkommission informelle Vorbesprechungen über einen Friedensvertrag mit Japan aufzunehmen. Pariser Blätter kündigen die Absicht der Sowjetregierung an, einen Friedensvertrag mit Gesamtdeutschland ahschließen zu wollen. Der diplomatische Korre- Durch Explosion von Granaten sind ln letzter Zeit im volkseigenen Stahlwerk Henningsdorf (Sowjetzone) 19 Arbeiter tödlich verunglückt. Vier Arbeiter, die mit der Reparatur eines Schleppbaggers in einer Sandgrube in Möllbergen (Kreis Minden) beschäftigt waren, wurden von abrutschenden Sandmassen lebendig begraben. Fast zwei Millionen Pilger aus aller Welt haben seit Beginn des Heiligen Jahres Rom besucht. Die meisten kamen ans Italien. Es folgen Frankreich (80 000), Deutschland (48 000) und Belgien (27 000). Etwa 300 jugoslawische Priester werden nach Angaben des Vatikans zur Zeit in Jugoslawien in Haft gehalten, ohne daß ihnen der Prozeß gemacht wird. Zwei tschechoslowakische Geistliche stellten sich im tschechisch-bayerischen Grenzgebiet den deutschen Behörden, nachdem sie illegal die Grenze überschritten hatten. Nach ihren Aussagen befinden sich tansend Geistliche in tschechischen Konzentrationslagern. Zwei Tage vor seinem 65. Geburtstag wurde vorgestern der von der katholischkonservativen Fraktion vorgeschlagene Walliser Nationalrat Dr. h. c. Josef Es eher mit großer Mehrheit zum Nachfolger des als Schweizer Gesandten nach Rom berufenen Bundesrates Cello in den Schweizer Bundesrat gewählt. Das britische Unterhaus billigte obne Abstimmung das Wiederaufrüstungs-Programm der Labour-Regierung in Höhe von 3,6 Milliarden Pfund Sterling einschließlich der Verlängerung der Miiitärdienstpflicht von 18 Monaten auf zwei Jahre. In der britischen Kriegsmarine ereignete sich ein Sabotagefall. Im Scfamierölverteiler des Flugzeugträgers „Vengeance“ wurde Sand gefunden. 60 der 200 Londoner Autobus-Linien wurden durch einen Streik des Fahrpersonals lahmgelegt. Die schwedische Regierung hat beschlossen, dem Reichstag einen Nachtragsrüstungshaushalt in Höhe von 150 Millionen Kronen vor- znlegen. Finnland verlor bei einer Einwohnerzahl von 3,5 Millionen in den beiden Kriegen 1939/40 und 1941/44 insgesamt 83 900 Tote. Ein großer Teil der zur Ableistung ihrer aktiven Dienstpflicht einberufenen holländischen Soldaten soll in Deutschland ansgebildet werden. Innerhalb weniger Stunden sind in Brasilien beim Absturz von zwei Militärflugzeugen 20 Angehörige der brasilianischen Streitkräfte nms Leben gekommen. Vier Erdstöße erschütterten das Gebiet von Ascoli Piceno in der Nähe der italienischen Adria-Küste. Bei einem. Eisenbahnunglück in Ostpakistan (Indien) kamen 50 Personen nms Leben, als ein Schnellzug in eine tiefe Schlucht hinabstürzte. Die Stadt Lucknow in den indischen Nordprovinzen wird von Wölfen und Hyänen in Schrecken gesetzt, denen in den letzten Tagen 14 Kinder zum Opfer gefallen sind. sprechungen in New York. Sie trafen keine Entscheidungen, sondern unterzogen, wie es in einem Zwisdienkommunique heißt, das westeuropäische Verteidigungsproblem, die Deutschlandfrage und das Fernost- Problem einer vorläufigen Erörterung. Nach der Tagung des Atlantik-Rates, die am Sonnabend stattfindet, treten die Außenminister wieder zusammen. Ein umfassendes Schiußkommunique wird nach Beendigung der zweiten Verhandlungsphase veröffentlicht werden. Im einzelnen erörterten die Außenminister folgende Punkte: 1. Die Bildung einer einheitlichen westeuropäischen Verteidigungsstreitmacht. 2. Die Verstärkung der westeuropäischen Streitkräfte. 3. Beschleunigung der Rüstungsproduktion und Finanzierung der Aufrüstung. 4. Die etwaige Einbeziehung der Bundesrepublik in dieses Projekt. 5. Die innere Sicherheit der Bundesrepublik und Berlins. 6. Beendigung des Kriegszustandes mit Deutschland, Lockerung der Besatzungskontrollen. 7. Femost-Probleme (Korea, Formosa und Indochina). Die Hauptfrage, nämlich das Problem einer Wiederbewaffnung der Bundesrepublik, wurde bisher nicht geklärt. Die Frage eines militärischen Beitrages der Bundesrepublik zur Verteidigung Westeuropas und zum nordatlantischen Verteidigungsprogramm wird auch vom Nordatlantik- Rat erörtert werden. Ein Konferenzsprecher teilte mit, daß bereits Beschlüsse über Deutschland gefaßt worden seien, die aber erst im Abschlußkomtmmiqu^ berücksichtigt würden. Geht McArthur? BERN. Zu den möglichen Auswirkungen des Personalwechsels im USA-Verteidi- gungsministerium rechnen die „Basler Nachrichten“ auch eine Abberufung des amerikani sehen Femost-Oberkommandierenden, General McArthur. Das Blatt stützt ^ich dabei auf Meldungen aus Washington, die von einer angeblich demnächst bevorstehenden grundsätzlichen Aenderung der amerikanischen Politik gegenüber dem nationalistischen China und Formosa wissen wollen. Europas Fahnenüber Konstanz KOl^TANZ. Vom 18. bis 21. September findet in Konstanz der vierte Kongreß der Europäischen Parlamentarier statt. Es werden 230 Parlamentarier aus England, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Holland, Italien, Deutschland, aus dem Saargebiet und der Türkei erwartet. Die Schweiz wird durch Beobachter vertreten sein; die Teilnahme der skandinavischen Länder steht noch nicht fest. Auf dem Kongreß wird voraussichtlich über folgende Probleme gesprochen werden: Sicherung der Durchführung der von der Straßburger Europa-Versammlung im August 1950 angenommenen Entschließungen durch ein Zusammenwirken der nationalen Parlamente, Verteidigung Europas und des Friedens, politische Koordination der verschiedenen europäischen Wirtschaftspläne, der europäische Charakter der Flüchtlingsfrage. Am Dienstag, 19. September, nachmittags, findet auf der Marktstätte in Konstanz eine Kundgebung statt, bei der u. a. der bekannte Vorkämpfer für den Europa-Ge'danken, Graf Coudenhove- Kalergi und der Präsident des Kongresses, der Vorsitzende der sozialistischen Fraktion in der belgischen Kammer, Abg. Bohy-Brüssel, sprechen werden. Die Beratungen finden im Insel-Hotel und fen Konzil statt. Sdiiebewind für Friedenstauben Weltkrieg Nr. 2 wird liquidiert — Russischer Friedensvertrag? spondent des „Figaro“ und ein Mitarbeiter der „Epoque“ behaupten, die französische Regierung hätte bereits zuverlässige Angaben hierüber. Unmittelbar nach dem Abschluß des Friedensventrages würden sich die Sowjettruppen aiuf seit langem vorbereitete Stellungen an der Oder-Neiße-Linie zurückziehen. Der Kreml werde im gleichen Augenblick die westlichen Besatzungsmächte auffordern, ihre Truppen ebenfalls aus Deutschland abzuziehen. Die sowjetisierte Volkspolizei der Sowjetzone soll gleichzeitig einem bedeutenden deutschen General unterstellt werden, der sichere Aussicht habe, auch in Westdeutschland starke Unterstützung zu finden. Die Stärke der Volkspolizei soll auf 300 000 Mann erhöht werden. Die Zeitungen knüpfen an diese Mitteilung die Forderung der raschen Aufstellung ausreichender französisch-europäischer Truppenverbände innerhalb der nächsten sechs Monate in Westdeutschland Es dürfte sich also um eine Zweck meldung ohne reale Hintergründe handeln, wenn auch mit einem russischen Gegenschlag gegen die in New York beschlossenen Maßnahmen gerechnet werden muß. Krupp-Demontage eingestellt ESSEN. Die Entmilitarisierungsarbeiten in den Essener Krupp-Werken wurden auf Grund der Anordnung des britischen Hohen Kommissars eingestellt. Wie der Betriebsrat mitteilt, bleiben dadurch einige Fabrikhallen, Schdenenanlagen und unterirdische Kabel erhalten, die für die Neuansiedlung von Industriefirmen auf dem Kruppgelände sehr nützlich sind. Die August-Thyssen-Hütte in Duisburg ist von dem Entmilitarisierungsstop nicht betroffen, da sie als ausgesprochener Friedensbetrieb auf die Demontageliste gesetzt worden war. Das britische Landeskommissariat für Schleswig-Holstein teilte mit, daß die Flugplätze in Kiel, Lübeck, Schleswig, Westerland und Uetersen und mehrere Flugbootstützpunkte nicht mehr entmilitarisiert werden. Auch zwei große Munitionsbunkergruppen und etwa 200 bis 300 Gebäude der ehemaligen deutschen Wehrmacht bleiben infolge der Verordnung über den Abschluß der Entmilitarisierung erhalten. Konsulate in Basel und St. Gallen BASEL. Im Zusammenhang mit der mit der bevorstehenden Errichtung eines deutschen Generalkonsulates in der Schweiz mit Sitz in Zürich, wird gegenwärtig in der Nordschweizer Oeffentlichkeit die Frage der Niederlassung deutscher Konsularvertreter in Basel und St. Gallen erörtert. Presse und Wirtschaftskreise dieser Grenzkantone weisen darauf hin, daß sich im Zeichen der Wiederbelebung des Reiseverkehrs die Einrichtung deutscher konsularischer Stellen als notwendig erweisen werde. Tritt SP in die Regierung eint BONN. In Bonner parlamentarischen Kreisen ist man der Auffassung, daß die Große Koalition vielleicht bald Wirklichkeit werde. Man sieht in ihr die einzige Möglichkeit, den in Kürze zu erwartenden weitgehenden Vollmachten an die Bundesregierung auch in außenpolitischer Hinsicht gerecht werden zu können. Es wird angenommen, daß der Bundeskanzler selbst die Initiative zur Erweiterung der parlamentarischen Basis des Kabinetts ergreifen werde. Menschheit am Scheideweg Von Vor wenigen Wochen tagte in Genf der Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Wieder einmal sollte er sich um eine neue „Charta der Menschenrechte“ bemühen. Der Entwurf, der als Ergebnis wochenlanger Bemühungen vorgelegt werden konnte, enthielt nach der Ansicht der britischen Vertreter weniger, als in den Verfassungen der meisten abendländischen Staaten schon enthalten ist. Auch der Europarat hat sich in Straßburg um die Festlegung bestimmter unabdingbarer Rechte bemüht. Und die Charta der Vereinten Nationen spricht eine Aechtung des Krieges aus genau wie es nach dem ersten Weltkrieg der Briand- Kellogg-Pakt getan hat, der ebensowenig einen zweiten Weltkrieg verhindern konnte wie die Charta der UN den nordkoreanischen Angriff. Woran liegt es, daß allen diesen Proklamationen kein Erfolg beschieden war? Wie kam es, daß die feierliche Proklamation der Idee der persönlichen Freiheit des Menschen, die schon im Jahre 1789 im Namen der Vernunft erlassen wurde, im Grunde genommen unwirksam geblieben ist? Und daß das demokratische Prinzip des Westens, das auf der persönlichen Freiheit des Menschen beruht, heute in einem Kampf auf Leben und Tod steht gegen das totalitäre System des Ostens, das diese Freiheit nicht kennt? Alle Kriege und Revolutionen werden im Namen der Freiheit geführt. Aber Umfang und Gren- Labour-Regierung vor dem Sturz? Verstaatlichung der Stahlindustrie verkündet — Mißtrauensantrag der Konservativen LONDON. Eine heftige innerpolitische Kontroverse zwischen Labour-Regierung und konservativer Opposition ist am Donnerstag ausgebrochen, nachdem Premierminister Attlee in der Verteidigungsdebatte des Unterhauses bacanmtgab, daß die britische Regierung ihre Pläne zur Verstaatlichung der Eisen- und Stahlindustrie durchführen wird. Der Regierungsbeschluß mit dem das schon vom vorhergehenden Parlament verabschiedete Gesetz zur Verstaatlichung der Stahlindustrie in diie Tat umgesetzt werden soll, stieß sofort auf heftige Ablehnung der Konservativen und kann zum Sturz der Regierung führen, wenn in der kommenden Woche über einen von Churchill eingebrachten Artrag abgestimmt wird. Churchill legte einen Antrag vor, in dem bedauert wird, daß „in einer der kritischste* Perioden der nationalen Sicherheit Großbritannien an eine ernste politische Kontroverse im eigenen Land gestürzt werden soll“. Die Regierung hat Churchills Herausforderung angenommen und bekanntgegeben, daß sie seine Vorlage als einen Tadelantrag betrachte. Es wird angenommen, daß die Regierung im Felle einer Annahme des Antrags, über den im Anschluß an eine am kommenden Dienstag beginnende Debatte abgestimmt wird, zu- rüdetritt. Die Bekanntgabe Attlees hatte nach der verhältnismäßig ruhigen vorausgegangenen Aussprache über Verteidigungsfragen die Wirkung einer Bombe. Es kam au einem lebhaften Wortgefecht zwischen Attlee und Churchill, das von Beifalls- und Mißfallensäußerungen der Parteigänger beider Politiker begleitet wurde. Das Gesetz zur Verstaatlichung der britischen Stahlindustrie, das vom vorangegangenen Parlament verabschiedet wurde, sieht vor, daß die betreffenden Industriezweige am 1. Januar 1951 oder zu einem anderen Zeitpunkt während des kommenden Jahres vom Staat übernommen werden. Die Regierung hatte wiederholt darauf hingewiesen, daß sie das Gesetz sobald wie möglich in die Tat umsetzen werde. Für viele Mitglieder der Opposition kam die Regierungsankündigung trotzdem überraschend, weil sie angesichts der geringen Labourmehrheit in Parlament noch immer im Zweifel waren, ob die Regierung ihr Vorhaben wirklich wahrmachen werde. Politische Kreise Londons rechnen im Falle einer Annahme des Churchills-Antrages zur Verstaatlichungsfrage auch damit, daß die Regierung Neeuwahlen ansetzen wird.' Konrad Gunst zen der Freiheit lassen sich nicht durch die menschliche Ratio allein bestimmen. Jede Freiheit wurzelt letzten Endes im Uebernatürlichen. Dies nicht erkannt zu haben, ist eine der tragischen Ursachen aller menschlichen Konflikte. Der organisierte Massenfanatismus unserer Zeit kennt keine Rücksicht auf persönliche Ansichten und ethische Bedenken. Er macht es der freien Welt immer schwieriger, die festgelegten Menschenrechte in vollem Umfange aufrecht zu erhalten, weil sie in dem gleichen Maße, wie die totalitären Staaten die Freiheit bedrohen, gezwungen ist, Gewalt gegen Gewalt zu setzen, wobei der Vorteil zunächst bei der totalitären Macht liegt. Der Krieg in Korea ist ein bezeichnendes Beispiel dafür. Er hat eine völlig neue weltpolitische Lage geschaffen. Heute handelt es sich für die freie Welt nicht mehr nur um machtpoli- tische Ziele, sondern um die Aufrechterhaltung der menschlichen Freiheiten überhaupt. Präsident Truman hat das vor einigen Tagen sehr deutlich in einer Rundfunkrede ausgesprochen, in der er die Notwendigkeit einer Verdoppelung der Verteidigungsaristrengungen begründete. Nicht zu Angriffszwecken rüstet die freie Welt, sondern weil „den freien Nationen keine andere Wahl bleibt, als ihrfe militärische Stärke auszubauen, die zur Unterstützung des Rechts in der Welt erforderlich ist. Nur auf diesem Wege können wir die kommunistischen Führer davon überzeugen, daß sich ein Angriff nicht lohnen wird.“ Trumans „Gespräch am Kamin“ richtet sich zunächst an die Bevölkerung der Vereinigten Staaten, die langsam darauf vorbereitet werden soll, daß in einer sehr nahen Zukunft jeder amerikanische Bürger recht fühlbare Anstrengungen und Opfer für die Sicherung des Friedens auf sich nehmen muß. „Wir Amerikaner müssen schwerer und länger arbeiten, am unsere Produktion zu steigern; wir müssen die Produktion einiger Güter für den zivilen Bedarf auf das notwendige Ausmaß einschränken ; wir müssen . mehr Steuern zahlen“, sagte Truman. Der Preis, den Amerika für die Erhaltung des Friedens zu zahlen bereit ist, ist hoch, denn schließlich sind — ganz abgesehen von den Opfern, die das amerikanische Volk heute schon in Korea bringt — 30 Milliarden Dollars Verteidigungskosten im Jahr kein Pappenstiel. Vom Gesichtspunkt der Amerikaner aus ist also die Forderung an die westeuropäischen Staaten, endlich einen positiven Beitrag zur Verteidigung der demokratischen Welt za leisten, verständlich. Ebenso verständlich ist es. daß Amerika bestrebt ist, auch Deutschland in das System der nordatlantischen Verteidigung einzubeziehen. Die Serie der großen Konferenzen, die jetzt in New York begonnen hat — Außenminister, Atlantikpakt, Vereinte Nationen — befaßt sich fast ausschließlich mit der deutschen Frage. Mit Samstag, 16. September 1950 SODKUHIEH Nr. 111 / Seite 1 leisem Lächeln wird man sich vielleicht daran erinnern, daß die Außenminister- kcnferenz einst lediglich zu dem Zweck geschaffen wurde, * die Friedensverträge vorzubereiten. Heute handelt es sich schon gar nicht mehr allein darum, den zweiten Weltkrieg zu liquidieren, als vielmehr um die Frage, wie ein dritter Weltkrieg zu vermeiden sei. Den Westmächten fällt es nicht leicht, aus der unheilvollen Entwicklung der weltpolitischen Lage die letzten Konsequenzen in bezug auf Deutschland zu ziehen, so klar und einleuchtend sie auch zu sein scheinen. Es fällt ihnen nicht leicht, das Drängen auf deutscher Seite — etwa nach der Freiheit des Schiffbaus oder nach der Freiheit der Außenpolitik — zu verstehen, so wenig wie wir Deutschen auf der andern Seite begreifen können, daß die Westmächte in den Deutschlandabteilungen ihrer Außenministerien noch immer ob einzelner „Konzessionen“ an die Bundesrepublik mit sich selbst ringen, obwohl ihre Verteidigungsministerien längst mit allen Konsequenzen auf einen ganz andern potentiellen Gegenspieler umgeschaltet haben. Die Verwalter des Sieges von 1945 sehen in Deutschland immer noch den gefährlichen Feind von gestern, während die Realisfen von 1950 schon mit dem deutschen Bundesgenossen rechnen. Daher die auffallende Zweigleisigkeit der heutigen Außenpolitik. Diese Zweigleisigkeit dürfte wohl auch der Außenministerkonferenz in New York, über deren, Ergebnis noch nicht allzuviel gesagt wurde, den Stempel aufgedrückt haben. Angelpunkte der Konferenz waren Schiffbau, Stahlquöte, Verteidigung und Sicherheit. Den deutschen Werften und Häfen geht es um die Erlaubnis zum Bau größerer und vor allem schnellerer Schiffe, die konkurrenzfähig genug wären, um die deutsche Devisenbilanz entlasten zu können. Das Ruhrgebiet möchte von der Stahlquote frei werden, die der Produktionskapazität nicht entspricht und einen vollen Arbeitseinsatz verhindert. Ihre dramatische Note aber erhalten die Konferenzen wohl durch das Sicherheits- und Verteidigungsproblem, das ebenso wichtig für Frankreich, Großbritannien und die USA ist wie für Deutschland. Amerika wünscht einen deutschen Beitrag zur europäischen Sicherheit, und man sprach in den letzten Wochen von deutschen Kontingenten für eine europäische Armee, von selbständigen deutschen Formationen und von einer deutschen Schutzpolizei. Deutschland wünscht, daß es bei der Schutzpolizei bleibe, und es hat den Anschein, als ob man auch in New York nicht über den Adenauerschen Vorschlag hinausgegangen sei, zumal ja den Vertretern Frankreichs und Englands der Sprung über den eigenen Schatten sehr schwer gefallen wäre. Wir sind nicht böse darüber. Der Beitrag Deutschlands — wir haben das immer wieder 'betont, — kann nur sehr bescheiden sein und muß sich zunächst auf die Möglichkeit der Aufrechterhaltung der inneren Ordnung beschränken. Wir halten es darum auch nicht für zweckmäßig, wenn von außen her immer wieder die Frage einer deutschen Wiederaufrüstung in die Debatte geworfen wird. Die Lage und die Mentalität unseres Volkes ertragen die Erörterung dieser in vieler Hinsicht sehr, gefährlichen Frage nicht. Ausschlaggebend dagegen scheint uns zu sein, daß man Deutschland den Ausbau seiner wirtschaft- lichen Existenzgrundlage ermöglicht. Die Schaffung und Sicherung des sozialen WETTERVORHERSAGE des Amtlichen Landeswetterdienstes Atlantische Tiefdrudcstörungen greifen nun wieder auf das Festland über. Vorhersage bis Montagabend: Am Samstag verstärkte Bewölkung, zeitweilig auiheiternd und einzelne Schauer. Am Sonntag überwiegend freundliches und warmes Wetter. Gegen Abend oder zum Montag erneut aufkommende Schauertätigkeit. 100 DM tn Zürich: 15. 9.: 80 sfr.; 14. 9.: 80 sfr. Friedens in Westdeutschland ist so wichtig, auch für das übrige Europa, daß man an dieser Frage nicht achtlos Vorbeigehen kann. Dr. Niemöller, dessen frühere politischen Aeußerungeh mit Recht stark kritisiert wurden, hat dieser Tage in Stuttgart ein sehr vernünftiges Wort gesprochen. Deutschland, so sagte er, habe bei aller seiner Ohnmacht noch me eine so mächtige Rolle gespielt wie seit 1945, denn die Tatsache, daß es in Deutschland kaum 3 % Kommunisten gebe, habe verhindert, daß andere europäische Staaten, wie Italien, Frankreich oder auch Spanien und damit ganz Europa, kommunistisch überflutet worden seien. Aber auch er lehnt eine Remilitarisierung 1 Deutschlands ab. Wir sind immer noch der Ansicht, daß der dritte Weltkrieg verhindert werden kann, wenn sich die westlichen Völker einig sind. Und wir werden in dieser Ansicht bestärkt durch die Tatsache, daß der verderbliche Nationalismus des vergangenen Jahrhunderts immer mehr an Boden verliert und daß man sich in Kreisen, die sonst jeder Erörterung eines engeren internationalen, Zusammenschlusses aus dem Wege gehen, neuerdings von dessen Notwendigkeit überzeugen läßt. Das britische Unterhaus beschloß seine Session vor den Sommerferien mit einer Debatte über die Schaffung einer Weltregierung, an der sich neben den Mitgliedern der Labourparty auch zahlreiche konservative Abgeordnete durchaus positiv beteiligten. Wenige Wochen vorher hatte es im Oberhaus eine ähnliche Auseinandersetzung gegeben und es wurde dort zum Ausdruck gebracht, daß die moralische Krise, unter der heute die menschliche Zivilisation zu zerbrechen drohe, nicht durch einen Krieg, sondern nur durch eine überstaatliche und jeder Machtsphäre entrückte Aussprache zwischen den führenden Geistern der Welt gelöst werden könne. Der Anreger dieser Debatte, Lord Damley, führte dabei aus, die Menschheit sei nun an einer Wegkreuzung angelangt, an der sie sich entscheiden müsse, ob sie in dem Versuch fortfahren wolle, ihre Ideale durch Kriege und Blutvergießen zu erreichen, was sicherlich mit ihrem Untergange enden f .müßte, oder ob sie ihre Ideale durch neue Methoden zu erreichen versuchen soll. Die Entscheidung sollte nicht schwer fallen. Bonn schlägt gesamtdeutsche Wahlen vor Protest gegen ostzonalen Wahlbetrug — Aufruf zum Widerstand gegen Kommunismus BONN. (W.-Eigenbericht-) Der Bundestag und die Bundesregierung haben in einer gemeinsamen Demonstration gegen die Wahlen protestiert, die am 15. Oktober unter Außerachtlassung aller demokratischen Regeln in der Sowjetzone Deutschlands durchgeführt werden sollen. Die Organisationen der Vereinten Nationen wurden angerufen, den Rechtsbruch zu verurteilen. An das deutsche Volk richtete der Bundestag den Appell, den Widerstand gegen den Kommunismus zu verstärken. Die Bundesregierung wurde aufgefordert, sich erneut um die Einleitung freier und geheimer Wahlen in ganz Deutschland unter internationaler Kontrolle zu bemühen. Zu Beginn der Sitzung hatte Bundeskanzler Dr. Adenauer selbst zu einer Regierungserklärung das Wort ergriffen. Er erklärte, die kommunistische SED, die in verstärktem Maße die Bundesrepublik für eine gewaltsame Eroberung reif zu machen, suche, wolle sich am 15. Oktober ihre Macht in der Sowjetzone durch einen Wahlbetrug legalisieren lassen. Die Wahlen seien weder frei noch geheim und könnten daher den Willen der Bevölkerung nicht zum Ausdruck bringen. Sie seien aus diesem Grunde ungesetzlich und nach demokratischem Recht null und nichtig- Die Bundesregierung unterstütze jederzeit den Willen der Bevölkerung der Sowjetzone, sich von dem kommunistischen Joch'zu befreien. Die Wühlarbeit des Kommunismus in der Bundesrepublik werde sie energisch unterbinden. Vor aHdr Welt wiederhole sie ihren Vorschlag, gesamtdeutsche freie Wahlen abzuhalten und rufe die demokratischen Völker der Welt auf, das deutsche Volk bei der erstrebten Wiedervereinigung aller Teile Deutschlands zu unterstützen. Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, Jakob Kaiser, forderte die Entlarvung der getarnten kommunistischen Arbeitskreise und derjenigen, die bei kommunistischen Organisationen „Rückversicherung“ suchen. Kaiser verlangte darüber hinaus das Verbot der „Freien Deutschen Jugend“, die er als den aktivsten kommunistischen Stoßtrupp bezeich- nete. Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für gesamtdeutsche Fragen, Wehner (SPD) stellt, im Namen aller Fraktionen mit Ausnahme der Kommunisten fest, daß die kommunistischen Machthaber den früheren Vorschlag, gesamtdeutsche Wahlen abzuhalten, abgelehnt und diamit die Wiedervereinigung Deutschlands verhindert hätten. Die Bevölkerung in der Ostzone habe keine Möglichkeit, ihre Meinung frei zu äußern und solle jetzt durch Terror gezwungen werden, ihre Zustimmung zu diesen Zuständen zu geben, indem man sie zwinge, die Stimmzettel offen abzugeben. So müsse die Bevölkerung Kandidaten wählen, die sie hasse und verachte. Alle rechtlichen und politischen Folgerungen aus dem Wahlergebnis könnten daher niemals anerkannt werden. Der Bundestag unterbreite den Vereinten Nationen diese Tatsachen uhd bitte, den Rechtsbruch zu verurteilen, damit das deutsche Volk seinen Glauben an die Geltung von Recht und Freiheit nicht verlieret Sobald im Anschluß an diese Erklärung die kommunistische Abgeordnete Thiele an das Rednerpult trat, standen sämtliche Abgeordnete und Regierungsmitglieder auf und verließen mit einem Teil der Zuschauer und Presseleute den Saal. Protest gegen Grabschändung BONN. Bundeskanzler Dr. Adenauer hat die alliierte Hohe Kommission in einem Schreiben aufgefordert, Maßnahmen gegen die von der polnischen Regierung angeordneten Einebnungen deutscher Friedhöfe zu ergreifen. Der Bundeskanzler hat die alliierte Hohe Kommission und über sie die drei Westmächte gebeten, bei der polnischen Regierung diese systematischen Grabschändungen zu verhindere. Coca-Cola-Krieg in Bonn BONN. (W.-Eigenbericht.) ln Bonn droht der Coca-Cola-Krieg auszubrechen. Bundesfinanzminister Fritz Schaffer hat vor dem Bundestag bekanntgegeben, daß er eine Coca-Cola-Steuer einführen wolle. Die sozialdemokratische Opposition verteidigte kräftig die „Sonntagsfreuden der jungen Leute“ und wollte dem Minister den Auftrag auf den Weg geben, er solle andere Einnahmequellen sinnen. Die Begründung Schäffers, daß Coca-Cola koffeinhaltig sei und daher süchtig mache, wurde von der Opposition mit Heiterkeit quittiert. Ernster nahm man Schäffers Hinweis auf, daß kein Grund bestehe, Koffein im Gegensatz zu Kaffee nicht zu besteuern. Anlaß zu der Auseinandersetzung war ein Antrag der Bayempartei, die mit Hilfe einer Steuer auf alkoholfreie Getränke den Bierabsatz verbessern wollte. Es ging daher auch um Mineralwasser und Fruchtsäfte. Aus der kurzen, alber lebhaften Debatte ging hervor, daß Mineralwasser steuerfrei bleiben dürften und die Steuer auf Fruchtsäfte, soweit sie erhoben wird, wegfallen soll. Ein endgültiger Beschluß wurde aber noch nicht gefaßt. Für öffentlichen Dienst zugelassen BONN. Ehemalige Wehrmachtsangehörige und frühere Mitglieder militärähnlicher Organisationen können künftig wieder im öffentlichen Dienst beschäftigt werden. Ausgenommen ist nur, wer durch die deutschen Entnazifizierungsgesetze oder das alliierte Gesetz Nr. 16 über die Ausschaltung des Militarismus von dieser Tätigkeit ausgeschlossen wurde. Der öffentliche Dienst schließt Polizei, Feuerwehr und andere ähnliche Organisationen ein. Kartoffeln und Zucker BONN. Das Bundesemährunqsministerlum hat im Verbraucheraussdiuß empfohlen, mit Rücksicht auf die angespannte Transportlage die Bestellungen der Winterkartoffelrn rechtzeitig eufzugeben. Sofern mit dem vorhandenen Transportraum nicht äußerst rationell umgegangen werde, würde man durch den Waggonmangel der Bundesbahn im Herbst ein Engpaß in der Versorgung heraufbeschiwören. Staatssekretär Sonnemann kündigte an. daß die Zucker-Freigaben im Oktober rund doppelt so hoch sein würden, wie der durchschnittliche Monatshedarf. US-Landungsunternehmen in Korea UN-Truppen haben Ihre Positionen verbessert PUSAN. Die Streitkräfte der Vereinten Nationen unternahmen auf die dem Hafen Söul vorgelagerte Insel Insdion ein Landungsunternehmen. Eine britisch - amerikanische Flotte, darunter Kreuzer und Torpedoboot-Zerstörer beschossen zunächst Inschon und seine Umgebung in verstärktem Maße. Gleichzeitig führten starke alliierte Flugzeugverbände heftige Luftangriffe auf nord-koreanische Flugplätze und andere militärische Ziele. Amerikanische! Super- iestungen bombardierten das Eisenbahnnetz in der Umgebung von Söul. In den frühen Stunden des gestrigen Tages haben dann die UN-Streitkräfte nördlich der gegenwärtigen Frontlinie an drei verschiedenen Stellen der koreanischen Küste Landungsunternehmen durchgeführt. In 'Inschan, dem der ehemaligen südkoreanischen Hauptstadt Söul vorgelagerten Hafen sind die UN-Streitkräfte in beträchtlicher Stärke gelandet. Während Marine-Infanteristen und andere Luftlande- truppen in der Nähe des Haiens Insdioii an Land stürmten nud sich dort festsetzten, wurde die Stadt und der Flughafen Kim-po durch Fallschirmjäger besetzt. In einer amtlichen Erklärung des «amerikanischen Hauptquartiers heißt es, daß die Besetzung Kim- pos durch besondere Miethoden der modernen Kriegsführung erfolgte. Amerikanische Marine-Infanterie befindet sich nach den letzten Meldungen jetzt im Vormarsch auf Söul, nachdem der Hafen von Jnschon erstürmt worden war. Gleichzeitig sind südkoreanisdie Truppen 160 km südlich von Inschon an Land gegangen. An der Ostküste haben südkoreanische Komman datruppen den Hafen von Yongdok, 40 km nördlich der jetzigen Hauptkampflinie bei Pohang besetzt und einen Brückenkopf gebildet. Die Kampftätigkeit an allen Teilen der Front in Korea ist gering. Nach dem Abflauen der kommunistischen Offensiven im Nan'ktong- und Taiku-Absdinitt haben die Truppen der Vereinten Nationen ihre Stellungen festigen können. Der Oberbefehlshaber der US-Lufistreit- kräfte in Femost gab bekannt, daß die alliierten Luftstreitkräfte praktisch alle für das nordkoreanische Kriegspotential wichtige Industriezentren ausgeschalte; haben. Die nordkoreanische Schwerindustrie sei zu 75% vernichtet. Unsere Leser meinen: Wer soll das bezahlen T In der Zwischenkriegszeit war es doch so, daß unsere Kinder in den Volksschulen die reinsten Versuchskaninchen waren. Neben der Abschaffung der alten deutschen Schulschrift wurde doch nahezu in jedem neuen Schuljahr auch ein neues Lesebuch eingeführt. Nach der furchtbaren Katastrophe des zweiten Weltkrieges mit seiner immer mehr zutagetretenden Verarmung unseres Volkes sollte man annehmen, daß bei der Anschaffung neuer Lernmittel, also neuer Schulbücher, auf die mageren Geldbeutel unserer Eltern Rücksicht genommen werde. Doch davon ist heute noch nichts zu merken. Im Gegenteil! Da wurde z. B. im Frühling 1949 für die oberen Volksschulklassen ein „Deutsches Lesebuch“ (Band 3) zu dem mit Leichtigkeit erschwinglichen Preis vOn nur 3.20 DM eingeführt. Heute ist es schon wieder abgeschafft, um einem neuen Lesebuch Platz zu machen. Das letztjährige Lesebuch ist daher nicht mehr Erbgut, das, wie früher, mehrere Geschwister voneinander erben und in der Schule benützen können. O nein. Das steckt der vergnügte Familienvater jetzt in den Ofen, um sich damit den dünnen Kaffee zu wärmen. Offenbar weiß eine hohe Schulbehörde noch immer nicht, wo den kleinen Mann im Volke, und das sind wir doch alle, heutzutage der Schuh drückt. Sie ist sich anscheinend noch nicht bewußt, daß die Anschaffung immer neuer und teurer Schulbücher eine nicht zu verantwortende Zumutung für unsere Väter und Mütter ist. Wo sind da unsere Elternräte, die sich diese überflüssigen und vermehrten Geldausgaben weiterhin gefallen lassen? Daß auch der Buchhändler dabei sehr zu Schaden kommt, berüht die Schulbehörde offenbar nicht im geringsten! A. G. „Die Welt" und die Ente HAMBURG. Der Chefredakteur der in der britischen Zone erscheinenden Zeitung „Die Welt“, Paul Bourdin, ist auf Verlangen des Verwaltungsrates des Blattes zurückgetreten. Wie man hört, wurde Bourdin die Demission nahegelegt, weil er unter seiner persönlichen'Verantwortung auf der ersten Seite des Blattes den Entwurf eines angeblichen Vertrages zwischen der Sowjetregierung und der ostdeutschen Regierung veröffentlicht hatte. Dieser Entwurf war gefälscht. Paul Bourdin war von 1945 bis 1949 Chefredakteur des „Kurier“ in Berlin. Dann wurde er Pressechef der Bonner Regierung. Von diesem Posten trat er im Februar dieses Jahreg zurück. Vater in Not I1I3UÄ1 „Ei. Vater, sieh den Hut dort auf der Stange.” („Hamburger Abendblatt") SUDKURIER Verantwortlich für Politik; Konrad Gunst. Nachrichtendienst: Graf Ludwig Douglas. Wirtschaft: Dr. Gustav Adolf "Groß. Feuilleton: Ludwig Emanuel Reindl. Heimat: Alois Bede, Herbert Steinert. Sport: Alfred Strobel. Chef vom Dienst: Helmut Jacobsen. Verlag: Südkurier GmbH., Konstanz, Marktstätte 4. Druck: Druckerei Konstanz Visum und Neuer Verismus in de In der letzten Zeit hat sich im amerikanischen Theaterwesen* etwas Merkwürdiges ereignet: Die New Yorker haben wieder angefängen, in die Oper zu gehen. Der Durchschnittsmensch hat plötzlich keine Angst mehr, sich eine Karte für die Große Oper am Broadway zu kaufen. Wie ist dies zustande gekommen? Warum geht man plötzlich wieder in die Oper, die bisher in USA als altmodisch, feierlich und leicht langweilig und verstaubt galt? Spielten sich doch auf den Brettern gesungene Dramen ab, die den Menschen von heute nur noch wenig interessieren. Seit Gian-Carlo Menottis Opern auf dem Spielplan stehen, ist dies anders geworden. Menotti, der jetzt 39jährige Komponist, ein gebürtiger Italiener, der in früher Jugend nach Nordamerika kam, nimmt seine Stoffe aus dem Leben des Menschen von heute. Seine Figuren erleben und fühlen genau das, was die Menschen, die unten im Parkett sitzen sollen, auch erleben und erleiden. Bisher war der Opernbesucher gewohnt, z. B. Sätze von Wagner wie „Oh heilige Schmach — Oh schmählicher Harm! Götternot — Göt- temot — endloser Grimm — ewiger Gram“ zu hören. (In Amerika werden die Opern meist in der Originalsprache gesungen). Jetzt vernimmt er, und zwar in englischer Sprache, einfache Sätze: „Wie heißen Sie? — Magda Sorel. — Alter? — Dreiunddreißig. Was tut das zur Sache? — Haarfarbe? — Grau. — Augenfarbe? — Die Farbe der Tränen. — Beruf? — Warten, Warten, Warten . . Und er weiß genau, worum es sich handelt, denn wer unter uns hat noch keinen Fragebogen beantwortet oder wessen Personalien sind noch nie bei einer Behörde aufgeschrieben worden „Ich bin überzeugt“, sagt Menotti, „daß jede große Melodie tief im Inneren des Gasschlauch r amerikanischen Oper Menschen schlummert. Wenn ein Musiker solch eine Melodie komponiert, dann empfinden wir sie beim Hören so, als ob sie uns seit je bekannt sei. Denkt man z. B. an das Schubert-Lied: „Du bist die Ruh“, dann ist es uns, als ob wir es immer gekannt hätten. Die Melodie ist so einfach und so schön. Dies ist das Kennzeichen der wahren großen Melodie. Gelingt es uns, solche Melodien auf das Theater zu bringen, dann bereichern wir es damit. Dann drücken wir etwas aus, was dem menschlichen Herzen nahe und teuer ist.“ Für gewöhnlich sind die Kunstkritiker anderer Meinung als das Publikum. Das Publikum geht, wie es immer war, ins Theater, um unterhalten zu werden, d. h. es will, wie seit Jahrhunderten, angerührt und bewegt werden. Die Kunstkritik legt andere Maßstäbe an das Kunstwerk an. Bei Menottis Opern hat es sich nun ereignet, daß die strenge Kunstkritik ebenso entzückt ist von ihm wie das Laienpublikum. Kritik und Publikum — beide sind sich darüber einig, daß etwas gezeigt wird, was vielleicht imstande sein wird, die seit Jahrzehnten bestehende Opemkrise zu beenden. Nach der einstimmigen Ansicht der Musikkritik ist Menottis musikalischer Stil keineswegs revolutionär. Er bewegt sich etwa in der Linie traditioneller Opemmusik von Debussy und Richard Strauß. Die Fülle romantischer und zarter Melodien erinnert an Puccini. Auch die Wahl des Stoffes aus dem Leben der Gegenwart ist nicht besonders umwälzend. Bei Strauß wird schon Skat gespielt, bei Weill wird fotografiert, bei Hindemith singt die Dion in der Badewanne. Aber gerade der betonte Verismus 5 des Stofflichen im Zusammenwirken mit traditioneller Melod : k der Musik scheint den Erfolg Menottis zu bewirken In seiner Oper „Der Konsul“ wird ein Thema behandelt, welches wir alle ken- ■ nen: es handelt sich um eine Familie, die in einem faschistischen Staate ein Visum braucht, um sich zu retten. Um dieses Visum dreht sich die ganze Oper. Der Mann, Systemgegner, muß fliehen. Die von der Polizei gejagte Frau will aus- wandem. Immer wieder versucht sie beim Konsul vorzusprechen. Sie wird so lange hingehalten, bis es zu spät ist. Ihr Kind stirbt, ihre Schwiegermutter geht zugrunde. Da dreht die verzweifelte Frau den Gashahn auf. Der heimlich zurückgekehrte Mann wird von der Polizei verhaftet. Ende. Man sollte annehmen, daß der Stoff zu düster ist, als daß er dem Publikum gefällt. Aber er ist jedem verständlich, er geht jeden an — und das Publt'kum ist interessiert. Man rechnet damit, daß der „Konsul“ zwei Jahre am Broadway von New York auf dem Programm stehen wird. Er ist der größte Opernerfolg seit langem. Wieder einmal hat es sich gezeigt, daß es keine Krise beim Theater gibt, wenn ein Stoff so behandelt wird, daß er den Zuschauer fesselt. Wie alle seine vorherigen Opern so hat Menotti auch in dem „Konsul“ Text und Musik selbst geschrieben. Menottis Texte sind kurz und prägnant. Die einzelnen Sätze werden nicht, wie in den klassischen Opern üblich, stundenlang wiederholt Menotti inszeniert und studiert seine Opern am liebsten selbst ein. Denn nur dann ist er überzeugt, daß auch jede Kleinigkeit richtig gebracht wird. Er probt unermüdlich, geduldig und so lange, bis alles haargenau „sitzt“. Eine andere Oper von ihm heißt -„Das ■Medium“. Die Hauptfigur, eine alte Wahrsagerin, merkt plötzlich, daß der Gef st, von dem sie jahrelang geschwindelt hat, sie wirklich berührt. Sie verliert darüber den Verstand. Auch dieses Thema ist düster, und auch diese Oper hat kein Happy End; es ist eine Oper, die ohne jede Konzession an „das Publikum“ gemacht ist 1 Jede Note war völlig anders, als der New Yorker Broadway gewöhnt war. Die erste Aufführung war kein großer Erfolg. Er kam erst nach und nach Die Oper setzte sich durch, ging nach London und Paris und ist im Ganzen bisher über 70ümal aufgeführt worden. Eine lustige kurze Oper „Die alte Jungfer und der Dieb“ wurde allein über Radio mehr als hundertmal gesendet. Auch sie entnimmt, genau wie die zweiaktige Oper ,Amelia geht auf den Ball“ ihren Stoff dem täglichen Leben. ' Gian-Carlo Menotti, der Dichter und Kamponfst von fünf Opern, von denen nur eine ein ausgesprochener Mißerfolg war — sie hatte als Thema einen philosophischen Vorwurf — gilt in den Vereinigten Staaten ein wenig als Sonderling, da ihn weder hohe Tantiemen noch Holly- woodangebote interessieren. Ebenso wenig interessiert es ihn besonders, daß seine Opern lange Serien von Aufführungen erleben, da er der Meinung ist, daß eine lange Spielzeit sich ungünstig auf die Qualität der Aufführung auswirkt. Menotti, geboren in Italien als Sohn wohlhabender Eltern, war das neunte von elf Kindern. Seit seinem vierten Lebensjahre existierte nur die Welt der Musik, der Bühne, der Marionetten, für ihn. Er besuchte als Junge das Konservatorium in Maila nd und nach dem Tode seines Vaters das Curtis-Instftut in Philadelphia. Als er 25 Jahre alt war, ereignete sich das für einen Opernkompanisten Unwahrscheinliche: seine komische Oper ,Amelia geht auf den Ball“ wurde in der Metropali tain- Oper in New York aufgeführt. Diese, ganz im Stile der Opera buffa geschriebene Oper behandelt die Geschichte einer tanzwütigen jungen Frau, die um jeden Preis auf einen bestimmten Kostümball gehen wäll — und es nach mannigfachen Abenteuern auch erreicht. Die zu Herzen gehenden Melodien, der frische und persönliche Stil fielen sofort auf- Der Weg zum Erfolg begann. Der neben Benjamin Britten jetzt erfolgreichste Opernkomponist der Gegenwart behauptet zwar, daß jeder wahre Künstler dann und wann einen Mißerfolg brauche, um sich richtig zu entwickeln — aber bisher scheint ihm der Erfolg treuer zu sein als der Mißerfolg. Eine Seltenheit bei einem Opernkomponisten. Eva Noack-Moise Emil-Nolde-Ausstellung in Freiburg Der Kunstverein Freiburg hat der gegenwärtig gezeigten Ausstellung von Gemälden des Franzosen Georges Rouault eine Auswahl aus dem Werk Emil Noldes angeschlossen: Aquarelle, übermalte Lithographien, Radierungen und Holzschnitte aus der reifen Zeit des heute dreiundachtzig jährigen Künstlers. Neben den dunklen, melancholischen Bildern Rouaults, die aus der Tiefe religiöser Welterfahrung entstanden sind, wirkt Nolde — vor allem in seinen Aquarellen — beinahe wie ein reiner Impressionist, unintellektuell, dem bloßen optischen Eindruck der Welt verfallen. Nur einige graphische Blätter — die etwa zwischen 1918 und 1923 entstandenen — deuten an, daß auch Nolde sich in aller Eindringlichkeit mit der Gefährdung des Menschlichen in der Welt auseinandergesetzt hat. Ein religiöser Hintergrund ist auch bei ihip spürbar, nur bleibt das Religiöse unausgesprochener, noch unkonfessioneller. Sein eigentliches künstlerisches Element ist die Farbe. Nolde erfaßt die Farbe in ihrer sinnlich-sittlichen Wirkung; ob er „Herbstblumen“ malt, oder „Kakadus“, oder das Portrait einer jungen Frau, der gleiche Atem der Schöpfung beseelt das vom Künstler jeweils herausgegriffene Stück Welt. Der Freiburger Kunstverein hat mit der Rouault- und nun der Nolde- Auswahl eine Begegnung mit zwei Künstlern vermittelt, die zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Malerei unserer Zeit in Frankreich und Deutschland gehören. -ft- Samstag, 16. September 1950 SUDKUBIER Nr. 111 / Seite S Konstanz — Stätte der Verständigung Vom Konzil vor 500 Jahren bis zum heutigen Kongreß der parlamentarischen Europa-Union Vom Sonntag, den 17. September bis Donnerstag, den 21. September, wird in Konstanz eine der größten internationalen Tagungen stattfinden, die je am See veranstaltet worden sind. Unter dem Banner der ÜPE, der Union Europäischer Parlamentarier, der blauen Fahne mit dem roten Kreuz im gelben Kreis, werden sich die Vertreter von nicht weniger als 16 europäischen Nationen in der alten Konzdl- stadt treffen. Norweger, Dänen und Schweden werden Italienern, Türken und Griechen die Hand reichen. Engländer und Irländer, Franzosen und Belgier, Holländer und Luxemburger haben ihr Erscheinen zugesagt. Die westdeutsche Bundesrepublik wird vertreten sein, dazu Oesterreich und die Schweiz. Auch die USA wird eine Delegation schicken. Unter Graf Coudenhove-Kalergi Aufnahme: Sdmeicfer-Ressel Führung des Vorkämpfers der Paneuropa- Unien, des Grafen Coudenhove-Kalergi, findet sich zusammen, was den freien Zusammenschluß Europas auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage bejaht. Daß der Osten fehlt, daß auch Spanien und Portugal nicht vertreten sind, reißt die ganze Problematik unserer europäischen Situation auf. Das politische Gewissen Europas " Die UPE, die Union Europäischer Parlamentarier, ist hervorgegangen aus der 1923, dem schlimmsten Jahr der Zeit nach dem ersten Weltkriege, von Graf Couden- hove gegründeten Paneuropa-Union. Ausgehend von dem Gedanken, daß sich die Mitglieder der europäischen Parlamente zusammenflnden müßten, um hernach ihre Regierungen auf den Weg des europäischen Zusammenschlusses zu zwingen, richtete die Paneuropa-Union 1947 eine Umfrage an alle europäischen Parlamentarier. Mit überwältigender Mehrheit wurde von den Befragten der Gedanke eines europäischen Zusammenschlusses, einer europäischen Föderation bejaht. Der ersten Versammlung eines vorläufigen Komitees am 4. und 5. Juli in Gstaad (Schweiz), folgte noch im gleichen Jahr und an gleicher Stelle der 1. Kongreß der Union, der die Notwendigkeit unterstrich, so bald wie möglich einen von den nationalen Parlamenten gewählten Europarat zusammenzurufen. Graf Coudenhove, der Bahnbrecher und unermüdliche Organisator der Paneuropa-Bewegung, wurde zum. Generalsekretär der Union ernannt. Der 2. Kongreß trat wieder in der Schweiz, und zwar in Interlaken, zusammen. Auf I ihm wurde einstimmig der sogenannte Interlakener Plan angenommen mit genauen Vorschlägen für den Zusammenschluß auf föderalistischer Grundlage. Das Ergebnis ist bekannt: Die Regierungen Westeuropas entschlossen sich, den Europarat mit dem Sitz in Straßburg zu schaffen, an dessen Beratungen in diesem Jahre erstmals Vertreter des Deutschen Bundestages teilnahmen. Die Mehrzahl der Mitglieder des Europarates sind Angehörige der jetzt in Konstanz versammelten UPE, Nachdem der dritte Kongreß vom 19. bis 22. September 1949 in Venedig stattgefunden hat, hält die UPE, die Europäische Parlamentarier-Union, ihren 4. Kongreß erstmals auf deutschem Beden und erstmals gemeinsam mit deutschen Parlamentariern ab. Die heute am See versammelte UPE nimmt innerhalb der Bestrebungen zum Zusammenschluß Europas eine entscheidende Mittlersteile ein: sie ist die Tochter der Paneuropa-Union und die Mutter des Europarats. Man hat die UPE das- „politische Gewissen Europas“ genannt. Völkergemeinschaft am See Schon einmal ist in Konstanz ein wesentlicher Beitrag zur Verständigung des Abendlandes geleistet worden, schlug hier das politische Gewissen Europas Das war vor 500 Jahren. An den gleichen Stätten fast, wo heute die Vertreter der demokratisch regierten Nationen Europas Zusammenkommen, tagten die Abgesandte« der verschiedensten Völker. Für mehrere Jahre (1414—1418) war Konstanz der Brennpunkt für das gesamte Leben der abendländischen Welt. Ein Kaiser, zwei Päpste, fünf Patriarchen, Gesandte sämtlicher europäischer Könige, eine große Zahl deutscher und auswärtiger Fürsten, 29 Kardinale, mehr denn 300 Bischöfe und hohe Prälaten, viele hundert Doktoren der Universitäten, dazu ein buntfarbiges Völkergewimmel, Griechen und Mohammedaner, Armenier und Albanesen, Russen aus dem Osten, dunkelhäutige Söhne Afrikas; ja sogar zwei Aethfcpier — sie alle boten sich dem Blick des staunenden Beschauers. Noch heute weht uns die farbige Buntheit dieser mittelalterlichen Welt an, wenn wir die Chronik (heute würden wir sagen Reportage) betrachten, die der Konstanzer Bürger und Kaufmann Ulrich von Richenthal verfaßt hat und die sich jetzt im Rosgartenmuseum befindet. Heute wird Konstanz zum Tagungsort gewählt, um zu bekunden, daß der demokratisch regierte Teil Deutschlands wieder in die europäische Völkerfamilie aufgenommen ist. Damals, wurde Konstanz zur Kongreßstadt bestimmt, weil es sich im Machtbereich eines Mannes befand, der als Vermittler zwischen den streitenden Parteien nicht entbehrt werden konnte. Das war der deutsche König, spätere Kaiser Sigismund, der damals also etwa die gleiche Rolle spielte, wie heute der Graf Coudenhove- Kalergi. Auch Kaiser Sigismund stand vor der Aufgabe, Zwiespalt und Zerrüttung innerhalb der europäischen Welt beseitigen zu helfen. Auch er machte sich zum Vorantreiber und Herold einer abendländischen Angelegenheit, die keinen Aufschub duldete. Man weiß, daß er nur zum Teil Erfolg hatte. Zwar wurde der erste Programimpunkt des unter seinem Schutze stehenden Konstanzer Konzils verwirklicht und die Einheit des Abendlandes auf einem bestimmten Gebiet, dem kirchlichen wiederhergestellt. Aber die beiden andern Punkte, die auf der Tagesordnung standen, die Beseitigung aller Meinungsverschiedenheiten in bezug auf den Glauben und die Reform der kirchlichen Institutionen an Haupt und Gliedern, waren nicht zu verwirklichen. Paneuropa und christliches Abendland Graf Coudenhove-Kalergi, der Sohn eines österreichischen Vaters und einer japanischen Mutter, dessen Familie väterlicherseits aus flämischem und kretischem Adel stammt, sollte es eigentlich leichter haben als Kaiser Sigismund, der Luxemburger. Schon einfach deshalb, weil die europäische Situation heute reif, ja überreif ist. Nicht umsonst stehen die politi-, sehen Aspekte des westlichen Verteidigungsproblems mit auf der Tagesordnung des Konstanzer Kongresses der UPE. Dazu kommt das Thema der politischen Koordination der wirtschaftlichen Organisation Europas. Als europäische Angelegenheit wird auch das so brennende, noch keineswegs zum Stillstand gekommene Flüchtlingsproblem empfunden. Alle diese Themen machen deutlich, daß sich Europa zusammenschließen und verständigen muß, ob es das nun mit großer gegenseitiger Liebe tut, oder nicht. Die Zäune zwischen den einzelnen Staaten Westeuropas werden fallen, wenn nicht freiwillig und in gegenseitigem Einvernehmen, dann durch die Brachialgewalt der politischen Zwangsläufigkeiten. Ducunt fata volentem, nolen- tem trahunt. Das Schicksal führt den, der will, und zieht den, der nicht will. Es gilt es den Ernst der Stunde zu erkennen. Es ist an der Zeit, sich einmal folgendes klarzumachen. Der abendländischen Geschichte liegt eine absolute Einheitlichkeit zu Grunde. Zu den Problemen, deren Lösung uns heute zur drängenden Aufgabe geworden ist, wurde vor 500 Jahren, ja lange schon zuvor der Keim gelegt. Es bedeutete eine Wende, als mit dem ausgehenden Mittelalter, eben zu Zeiten des Konstanzer Konzils, die aus dem Zerfall des Reiches Karls des Großen entstandenen Nationalstaaten ihr Haupt erhoben. In der Zeit der sich vollendenden Gotik, im dreizehnten und vierzehnten Jahrhundert, ging mit dem zeitweiligen Erliegen des Kaisertums auch die Macht des Papsttums zurück, um folgenschwer im Exil von Avignon (1305—1378) und im großen Schisma (1378-1417) in einen Zustand völliger Ohnmacht zu geraten. Diesem Zustand setzte das Konstanzer Konzil einen Schlußpunkt; nicht aber der weiteren Ausbreitung des nationalstaatlichen Denkens. Inzwischen ist ein halbes Jahrtausend vergangen. Die Nationen haben ihre Mission erfüllt und in dem Maß ihren Sinn verloren, als echte nationale Werte von zerstörerischen nationalistischen Tendenzen überwuchert wurden. Die Völker streben wieder zueinander und schreiten voran zu umfassenderen Gesellungen. Genau wie sich damals, als die Nationen ins Leben traten, die föderalistischen Bildungen wie Gemeinde, Stadt, Territorium in eine größere Gemeinschaft eintuordnen hatten, so ist es heute den Nationen Europas bestimmt, sich als Glieder einer größeren Föderation zu sehen, um im gemeinsamen Zusammenwirken ein Haus zu bauen, das seinen Bewohnern Freiheit und Sicherheit verbürgt. Sigismund stemmte sich einer Entwicklung entgegen, die er im Grunde doch nicht aufhalten konnte. Coudenhove vertritt ein Ziel, für dessen Erfüllung die Zeit gekommen ist. Liberalismus und Sozialismus Dabei sollte es eigentlich, auch das muß einmal offen ausgesprochen werden, zwischen kirchlich-konservativen Strömungen einerseits und Strömungen, die liberaler oder sozialistischer Denkungsart entspringen, andererseits gar keine so großen Meinungsverschiedenheiten bei, der Ordnung der menschlichen Dinge geben. Was man sich gemeinhin nämlich nicht klarmacht, ist folgendes: Das Christentum basiert auf zwpi fundamentalen Werten (die deshalb auch beide von den Materialisten des Ostens verabscheut und mit Füßen getreten werden). Der eine ist das Personalitätsprinzip, der andere das Prinzip der Nächstenliebe. Anerkennung des Wertes der Persönlichkeit auch des Geringsten unter uns und die Forderung: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, machen den Inhalt des Christentums aus. Wir könnten uns alle im Geistigen bereits sehr viel näher gekommen sein, wenn nur die Erkenntnis durchdringen würde, daß diese beiden Grundprinzipien letzten Endes auch die Ausgangspunkte für die beiden großen westlichen Geistesströmungen des 19. Jahrhunderts, den Liberalismus auf der einen und den Sozialismus auf der anderen Seite abgegeben haben. Beide sind, auf ihren m mmm 25. Dezember 1417. Vor einigen Wochen hat im Kaufhaus zu Konstanz, dem späteren Konzilgebäude, das entscheidende Konklave stattgefunden. Die Wahl Martins V. zum Papst beendete einen 30jährigen Zwiespalt der Christenheit. Jetzt hat der Hl. Vater drei Weihnachtsmessen gelesen, tritt auf den Erker seiner in der Nähe des Münsters gelegenen Pfalz und spendet den Segen. Im Pfalzgarten haben sich Geistliche und Bürgersleute versammelt. Auch König Sigismund ist zugegen, dem ein großes Verdienst an der Beendigung der Kirchenspaltung zukommt. Die Konzilversammlung war ein Parlament aus Bischöfen, Aebten, Doiktoren und fürstlichen Gesandten. Abgestimimt wurde nach nationalen Gruppen. Häufig bedurfte es einsichtiger, unabhängiger Männer, die zwischen den streitenden Italienern, Franzosen, Engländern, Deutschen und Spaniern vermittelten — wie heute! (Nach U. v. Richenthals Chronik des Konzils.) Kemgehalt zurückgeführt, recht eigentlich nur abgesprungene, wenn man will verweltlichte, säkularisierte Bruchstücke aus dem geistigen Arsenal des Christentums: | der Liberalismus des Personalitätsprinzips, der Sozialismus des Prinzips der Nächstenliebe. Wer aus irgendwelchen parteimäßigen oder ideologischen Gründen die tatsächlich vorhandene entwicklungsgeschichtliche geistige Einheit des Abendlandes nicht zu sehen vermag, ver- j rät nur, daß er die Dinge nicht bis zum letzten' Grunde durchdacht hat. Deshalb ist es auch nötig, daß immer wieder Mahner und Mittler aufstehen, denen leuchtendes Ideal und klare Einsicht ist, was bei vielen nur noch als dunkel empfundene Sehnsucht oder verschollene Erinnerung schlummert. Die Parlamentarier haben in allen demokratischen Ländern das Heft in der Hand. Von ihnen, ihrem Tun und ihrer sittlichen Haltung ist in erster Linie die Zukunft Europas abhängig. Für die Wiederherstellung seiner geistigen Einheit sind immer noch viele wesentliche Voraussetzungen gegeben. Wir müssen nur den Mut aufbringen, uns wieder mit dem Ursprung zu verknüpfen. Daß der Konstanzer Kongreß der parlamentarischen Europa-Union dazu einen entscheidenden Beitrag liefern möge, muß der Wunsch aller sein, denen das Schicksal des Kontinents und seiner Völker am Herzen liegt. Denken wir nicht von diesem Kongreß, daß er einer von vielen sei. Daß seine Veranstalter ihn an den Bodensee, in die Mauern der alten Constantia verlegt halben, entsprang einem feinen Sinn für geschichtliche Zusammenhänge. Was er sich zur Aufgabe’ gestellt hat, bewegt uns alle und geht jeden an. Es wird hier an den Fundamenten unserer Welt gearbeitet. Dr. G. A. Groß IT 01086 Samstag. 18. September 1950 Nr. 111 / Seite 4 Der Doppelgänger Ein unheimliches Erlebnis von Richard Sexau Es war vor Jahrein in München, Ein einem der vielen Kammermusikabendev die mich mit zwei Freunden eng verbanden. Mitternacht mochte vorüber sein. Wir hatten eben den geheimnisvollen, ja in manchen Teilen geradezu unheimlichen Andantesatz des Brahmsschen a-moll- Trios wiederholt. Noch schwebten die Arpeggien im Raum, noch zitterten die Saiten vom Schlußpdzzicato, und schon erhob sich Oswald, pachte behutsam seine Geige in den Kasten und drückte schweigend jedem von uns die Hand. In seinem hagerenGesicht zitterte Erregung. Die grauen Augen schauten wie erloschen. Es war nicht außergewöhnlich, daß er uns so verließ. Wenn er siöh zutiefst in Musik verloren hatte, drängte es ihn meist, mit sich allein zu sein. Wir ließen ihn ruhig seiner Wege ziehen, rauchten plaudernd ein paar Zigaretten und machten uns dann daran, den Abend mit einer Beethoven- sotiate zu beschließen. Es war wie ein E^id in Luft und Licht. Das Cello des Freundes jubelte. Doch mitten im Scherzo wurden wir ärgerlich gestört. Die Flurklingel zerriß alle Stimmung. Unausgesetzt lärmte sie, markerschütternd, bissig. Der Diener, der schon zu Bett lag, schien einen unerweck- lichen Schlummer zu tun. So blieb uns denn' nichts anderes übrig, als unser Spiel abzubrechen, um selbst zu öffnen. Ich schaute auf die Straße hinunter. Kaum erschien mein Kopf im Fensterrahmen, so hörte das Klingelgerassel auf. Ein Schatten trat vor der Haustür zurück. „Laßt mich ein...“ Wie ein Hilfeschrei geilte diese Bitte herauf. Ich erkannte Oswalds Stimme. Wir liefen die Treppe hinab und schlossen auf. Ohne Hut, den MEintel aufgerissen, wankte Oswald herein. Er umkrampfte unsere Hände, als ob ihn schwindelte. Auf unsere bestürzten Fragen antwortete er stotternd in unartikulierten Lauten. Ungeduldig wies er nach oben. Ich bot ihm den Arm. Langsam tastete er sich am Stiegengeländer empor. Bisweilen hielt er keuchend inne. Im helleren Licht des Vorplatzes erbarmte uns sein Aussehen. Sein Mund war verkrampft. In nervösem Spiel biß er sich die Lippen blutig, ebne es indes augenscheinlich selbst zu bemerken. Die Augen, in denen unfaßbares Entsetzen wetterleuchtet,’ irrten un- stät hin und her. Ruhten sie eine kleine Weile auf einem von uns, so war es, als flehten sie schweigend um Trost und Hilfe. Wir führten den Verstörten ziur Ottomane, betteten ihn da, mischten Arrak mit Tee und flößten ihm dies starke und heiße Getränk ein. Einen Arzt zu rufen, verbat er sich fiebernd vor Es geschah an der belebtesten Kreuzung der Stadt. Da wo die von der Arbeit kommenden Mienschenmassen und die lins Zentrum drängenden, schon für# den Feierabend Gerüsteten aufeinandenstießen und die stadteinwärts strebenden Fahrzeuge sich stauten. Dicht vor dem Eingang des großen Kaufhauses, das eben seine Tore geschlossen hatte, prallten zwei Fußgänger zusammen. „Verzeihung!“ sagte der Mann und blickte in das Gesicht der aufschauenden Frau. Ihr gleichgültiges „Bitte!“ kam nicht ganz über die Lippen. Ein Aufleuchten ging über die arbeitsmüden Züge. Jetzt hafte auch der Mann sie erkannt. „Frau Ritte!“ rief er überrascht und erschrocken. Sein erster Gedanke war: daß ein Mensch sich so verändern kann, und daß man trotzdem sofort weiß, er ist es! Sie schüttelten sich die Hände. „Ja, Herr Doktor, das hätten Sie nicht gedacht“, sagte die Frau. „Es ist nun fast acht Jahre her — oder noch länger?“ Er konnte sich nicht auf die genaue Zeitspanne besinnen. Mechanisch erwiderte er: vMein Gott, so lange schon. Und wie ist es Ihnen ergangen? Was machen Sie jetzt?“ Die Antwort kam nach einem gewissen Stocken: „Ach ich bin jetzt im Büro bei der Ru- fag. Es geht mir ganz gut, danke. Die Kinder werden ja auch langsam groß. Ich habe eine nette Wohnung, ich kann eigentlich nicht klagen. Und Sie?“ „Man fängt wieder an, nicht wahr? Ich bin noch ziemlich lange dm Gefangenenlager gewesen*** Er sah, wie sich ihr Gesicht belebte. Unwillkürlich geriet er in eine ausführliche Schilderung dieser vergangenen Jahre. Unter ihrem teilnehmenden Blick verdichteten sich die schon fast vergessenen Leiden. Es tat wohl, einmal alles beim Namen nöhnen und loswerden zu können. Er dachte nicht mehr daran, daß sie beide hier mitten auf der Straße standen und nichts waren als ehemalige gute Bekannte. Die Frau eines gefallenen Kollegen — na ja, das vergißt man. Er hatte eie fremder, kühler in der Erinnerung behalten. Fast Erregung. Erst allmählich verlor sich das Zittern in seinen Gliedern, der irre Bück und das konvulsivische Spiel der wächsernen Hände. Viel Geduld und Schonung brauchte er, bis wir bruchstückweise aus ihm herauspreßten, was für ein Erlebnis ihn dergestalt aus Edlem Gleichgewicht gebracht hatte. In Brahmsschen Melodien befangen, schleuderte er langsam den Englischen Garten entlang, noch stark bewegt von den Eindrücken unseres Zusammenspiels. Die Nachtkälte drang ihm durch die Kleider. Nebelschleier verhüllten die Bogenlampen. Ein unwirkliches Licht umzitterte Bäume, Häuser, vorüberhuschende Gefährte und die seltsamen Nachtwandler, die ihm Leugneten oder ihn überholten. Oswald bog in die Königinstraße ein. Vor ihm wänderte einer, den er schon bemerkt hatte fast im Augenblick, da er unser Haus verließ. Mit einemmal erschien ihm seltsam, daß der da vorn den gleichen Weg ging wie er selbst und in unverändertem Abstand. Er verlangsamte seine Gangart. Der Fremde tat desgleichen. Nun blieb er stehen. Auch der Fremde stand. Einer Eingebung folgend lief er plötzlich eine kleine Strecke. Der Fremde legte laufend den gleichen Weg zurück. Wieder blieb der Zwischenraum derselbe. Erstaunt faßte Oswald den eigentümlichen Nachtwandler ins Auge. Einen dunklen Ulster trug er mit einem Gürtel wie er selbst. Der Hut, weich und breitkrempig, mochte wie sein eigener graue Tönung aufweisen. Die Gestalt ähnelte der seinen. Auch kam der Gang des befremdlichen Spaziergängers ihm vertraut vor; wie der Gang des eigenen Spiegelbildes! Eine Kältewelle rieselte ihm das Rückgrat hinab. Wieder blieb er stehen, sich eine Zigarette anzustecken. Vor ihm flammte ebenfalls ein Feuerzeug auf und beleuchtete stark, stark und deutlich einen Menschen, der ihm unverkennbar glich in Gestalt, Anzug, Bewegung und Gesichtszügen. Das Herz stockte Oswald. Sollte er zu uns zurückkehren? Aber schon den Gedanken daran schalt er feige. Er eilte vorwärts, fieberhaft seiner Wohnung zustrebend. Der Doppelgänger vor ihm hielt gleichen Schritt mit ihm. So jagte er den gespenstischen Fremden über die Ludwigstraße in den offenen Schlund der There- sienstraße. Bald konnte er das Eckhaus sehen, in dem er wohnte. Duhkel lag es da, breit, behäbig. Verschlossen das Tor Auch der Doppelgänger hielt darauf zu. Jetzt erreichte er es und nun — Oswald fühlte, wie ihn der Schreck hier lähmte — verschwand er im Schatten des Tores; kam es ihm vor, als wäre sie ihm nie so nah gewesen wie in dieser Viertelstunde nach all den Jahren, in denen keiner, etwas vom andern gewußt hatte. Er fuhr fort zu sprechen, und sie lächelte tröstend... Ein Auto hupte gellend neben ihnen am Bordstein. Frau Ritte schreckte zusamt men. „Ich muß ja nach Hause!“ rief sie und bekam wieder ihr versorgtes abgespanntes Gesicht. Natürlich, es war ja nur ein Gespräch auf der Straße, das konnte nicht ewig fortgesetzt werden. „Vielleicht trifft man eich wieder mal.“ Das war so unbestimmt, daß es gar nichts bedeutete. Ein flüchtiger Händedruck, und schon sah er ihre schmale Gestalt mit der charakteristischen Schulterhaltung im Gewühl verschwinden. Nach einem Bück auf die Uhr sprang er auf einen vorbeifahrenden Autobus. Eine halbe Stunde später empfing ihn in einem festlich erhellten Raum eine Dame im Abendkleid. „Gut, daß du kommst“, sagte sie. „Wir haben schon auf dich gewartet.“ Aufmerksam blickte er in ihr schönes selbstbewußtes Gesicht. Sie winkte ab, als er erzählen wollte. „Laß nur, wir haben über Wichtigeres zu sprechen. Ich muß dich .mit Röchlin bekanntmachen, das kann eine entscheidende Beziehung für dich werden.“ Langsam folgte er ihr in die großen farbenprächtigen, menschenerfüllten Gesellschaftsräume ... Während Frau Ritte nach Hause eilte, dachte sie: er sieht noch immer gut aus, beinahe jünger geworden. Wie elegant er wirkte. Ob er meine gestopften Strümpfe gesehen hat? Vielleicht denkt er wirklich, es ginge mir gut. Er hat gar nicht weiter gefragt. Ist auch besser so. Sie schloß die Wohnungstür auf und trat in die enge Küche. Einen Augenblick starrte sie vor sich hin und seufzte, ehe eie sich dem Herd zuwandte, auf dem die Abendgrütze zum Anwärmen bereitstand. Da stürmten die Kinder aus dem gemeinsamen Schlafzimmer herein und umringten sie. Frau Ritte begann leise zu lächeln ... verschwand und blieb verschwunden, so sehr sich Oswald auch mühte, nach ihm Umschau zu halten. Doch nun mußte sich das Abenteuer ja klären. Als Hirngespinst, Irrtum, Halluzination. Durchs Schlüsselloch war dieser Kamerad gewiß nicht geschlüpft. Und einen Schlüssel besaß er wohl noch weniger. Oswald stand am Tor — es schnürte ihm die Kehle ein, ein Flügel war nur angeiehnt. Aufsteigende Angst befahl ihm Flucht. Aber er lächelte solch weibischer Regung. Gemächlich entzündete er einen Wachsdauerbrenner — das alte Haus besaß noch keine elektrische Beleuchtung — und stieg Stufe für Stufe zu seiner im höchsten Stockwerk gelegenen Behausung empor. Die Glastür zu seiner Wohnung stand weit offen. Oswald rang mit sich, ob er nicht Hilfe rufen sollte. Aber wenn er sich dem Gespött der Hausgenossen preisgab ...? Im Vorplatz legte er Hut und Violin- kasten ab, durchschritt sein Arbeitszimmer und stieß die Tür zum Schlafraum Heimkehr im Herbst Von Hermann Sendelbach Schwebt auch heute noch der bunte Drache Ueberm Lande meiner Knabenzeit, Ueber Wiesen an dem schmalen Bache Und dem Birnbaum bei dem roten Dache In des Herbsttags blauer Einsamkeit? Mancher neue Ring gelang den Bäumen, Doch der Drache steht noch ob der Flur, Wiegt sich leise in den stillen Räumen. Nur — ein andrer Knabe wie in Träumen Schaut beglückt empor und hält die Schnur. auf, mit der kleinen Kerze dort die Lampe in Brand zu setzen. Da... erstarrte ihm das Blut in den Adern. Auf seinem Bett richtete sich, in weißem Nachtgewand, der Mensch auf, der eben noch vor ihm hergegangen war, dieses schaudervolle zweite Ich, starrte ihn stumm, voll Grauen an, und wehrte ihim v näherzutreten, mit ausgestreckten Armen und gespreizte!} Händen, mit einer Geste höchsten Entsetzens, den schweigenden Mund wie zu einem Schrei geöffnet... Erst auf der Straße fand Oswald sich wieder, in der Nähe des Karolinenplatzes. Wie ein Gehetzter mußte er gelaufen sein. Und er lief weiter, bis er unten am Haus den bebenden Finger auf den Klingelknopf drückte. — Die Erzählung, das Hin und Her der Fragen und Antworten erschlaffte Oswald. Das schwere alkoholische Getränk tat seine Wirkung. Er begann schläfrig zu werden. Unser Freund wies uns sein Gästezimmer an. Während Oswald sich dort zur Ruhe legte, tauschten wir nebenan flüsternd Mutmaßungen über das rätselhafte Geschehnis. Noch lange saßen wir wach, während drin schon geruhige Atemzüge den Schlaf des Erschöpften verrieten. Aber eine Deutung fanden wir nicht, noch weniger eine Lösung. Am andern Morgen erwachten wir spät. Unser gastlicher Freund war schon längst zum Dienst gegangen. Wir frühstückten gemächlich. Ganz nebenbei fragte Oswald, ob ich ihn nicht heimbegleiten wolle. Es ging schon gegen Mittag, als wir die Straßen entlang pilgerten, durch welche in der Nacht Oswald seinem gespenstischen Doppelgänger gefolgt war. In noch höherem Maße als ich selbst schien er mir geneigt, sein Erlebnis als unbegreifliche Ausgeburt eines überreizten Gehirnes anzusehen. Wir sprachen nicht mehr davon. Die Sonne schien klar und heiter. Die Menschen da rund um uns bewegten sich so gesund, zielbewußt, kräftig. Alles atmete natürlichen Alltag... Für Spuk war da kein Platz. Vielleicht schämten wir uns beide voreinander, daß uns die Nacht so übel mdt- gespielt hatte. Scherzend stiegen wir die Treppen zu Oswalds Wohnung hinauf. Stimmengewirr kam von oben. Die letzten Stufen nahmen wir i*n Flug. Ehe Oswald noch den Glasverschluß geöffnet hatte, wurde von innen auf getan, Hausbesitzer und ein Polizeibeamter standen im Flur mit der Haushälterin des Freundes. Diese emfing Oswald mit dem Ausruf: „Gottlob, daß der gnä’ Herr die Nacht nit heimkommen is!“ Und sie wies den Flur hinunter. Wir standen unter der Tür zum Schlafzimmer. . Ueber dem Bett war die Zimmerdecke eingestürzt. Ein Chaos von Balken, Steinen, Brettern türmte sich auf dem Lager, ven Kalk und Mörtel überrieselt. Unter der schweren Last war das Kopfende zusammengebrochen. Oswald, in dessen schreckhaft bleichem Gesicht die Lippen zuckten, schaute mich bedeutungsvoll an. In seinen Augen blitzte wieder das Entsetzen der Nacht. Auch mir schauderte... Nach acht Jahren Lebensbild aus der Gegenwart von Hedwig Rohde Liebeszauber und Totsingen Magisdie Künste der Primitiven Immer wieder berichten uns Forscher und Gelehrte von magischen Künsten primitiver Völker, die uns unfaßbar erscheinen. Kann einer von den Toten auf erstehen? Oder kann man jemand den Tod so fest wünschen, daß er vierundzwanzig Stunden später wirklich stirbt? Besitzen die Tibetaner ein Geheimwissen, von dem wir Abendländer uns nichts träumen lassen? Gibt es einen Zauber für und gegen die Liebe? Der weltberühmte Arzt und Direktor der Rockefeller-Forschung, Victor Heiser, erzählt einmal von den Zauberern bei den Papuas, die einen Feind verfluchen, worauf er'unweigerlich sterben muß. Eines Tages, so schildert der vielgereiste Arzt, erschien ein Kanake im Moßmaner Krankenhaus und erzählte, er sei behext worden und müsse am Donnerstag um 11 Uhr sterben. Der Stationsarzt Dr. Clerk untersuchte den Mann genau, ihm fehlte nicht das geringste. Trotzdem blieb der Kanake dabei, daß er sterben müsse, legte sich auf die Matratze und war nicht mehr zum Aufstehen zu bewegen. Da der Arzt dem Verzauberten seine fixe Idee auf keine Weise auszureden vermochte, schickte er nach dem Werkmeister, damit dieser den Mann überzeuge, daß er vollkommen gesund sei und nicht zu sterben brauche. Der Werkmeister kam, schaute dem Schwarzen in die Augen, schüttelte den Kopf und sagte: ,Freilich, Doktor, der Mann muß sterben!” Genau um 11 Uhr vormittags am folgenden Donnerstag setzte das Herz des Patienten, das Dr. Clerk völlig normal befunden hatte, plötzlich aus. Ein andermal hatte Nebo, der'mächtigste Zauberer, einen Mann verflucht. Der Todeskandidat war schon ganz lebensschwach, der Puls mehr als matt. Da ging ein Missionar zu dem Zauberer und drohte, er werde seinem Volk Nahrung und Tabak entziehen, wenn er den Fluch nicht sofort aufhebe. Das geschah. Nebo beugte sich über den Verzauberten, flüsterte ihm etwas zu, und augenblicklich straffte sich dessen graue schlaffe Haut und er war wieder gesund. Hans Findeisen, der mit dem Zauber der Primitiven ausgezeichnet vertraut ist, erzählt uns von den Künsten der Schamanen, die mit den Ahnengeistern in ständiger Verbindung stehen. In Nordwestaustralien können, dem Frankfurter Ethnologen Petri zufolge, schwere Vergehen gegen die Stammesgesetze mit magischem Totsingen bestraft werden. Der Name des Todeskandidaten wird in eine Eidechse gebannt, die man zersticht und verbrennt. Der Besungene stirbt wirklich, selbst dann, wenn er ohne Kenntnis der geheimnisvollen Zeremonie geblieben ist; Autosuggestion scheidet also hier aus. Prof. Rhine will bewiesen haben, daß Wünsche die Bewegung lebloser, unorganischer Körper beeinflussen. Nach P. Brunton können Zauberer leblose Figuren zum Tanzen bringen. Verblüffend ist die Wiederbelebung eines toten Sperlings durch einen Magier in Benares. Der kleine Vogel war unzweifelhaft tot, als ihn der Magier wieder ins Leben zurückrief. Eine halbe Stunde lang flatterte er im Zimmer herum, ehe er dann endgültig starb. Tibet hat seine Mystiker, die bei Frost- temperaturen nacht stundenlang im Freien sich aufhalten, ohne zu erfrieren; sie erzeugen erhöhte Eigenwärme. Das ist die Tumo-Kunst der Lamapriester, ihre Fähigkeit, innere Wärme aufzulockem. In eisigen Höhen von 4000 und 5000 Metern sitzen die Kandidaten morgens vor Sonnenaufgang völlig nackt auf der Erde oder auf Eis und kombinieren schärfste Konzentration mit Selbstsuggestion, anstrengende Atem- und Körpergymnastik mit mystischen Formeln. Allmählich verbreitet sich durch ihren Körper die „mystische innere Wärme“. Oder sie gehen ln kalten Win- temächten an das Ufer eines gefrorenen Baches, tauchen Tücher in Eiswasser, umwickeln sich damit und entwickeln so viel Körperwärme, daß die Tücher an ihnen trocknen. Wer die meisten Tücher an sich getrocknet hat, ist Sieger in diesem Eismarathon. Major Yeats-Brown behauptet, er habe zweimal eine Auferstehung von den Toten mit angesehen. Ebenso der Londoner Psychiater Dr. Alexander Cannon. Der Auferstandene soll sieben Jahre lang tot gewe- • sen sein. Das ganze Schauspiel der Erweckung ging vor dem auf seinen Thron sitzenden Großlama vor sich. Acht Männer öffneten den Deckel eines riesigen steinernen Sarges, in dem sich ein Toter befand. Dr. Cannon durfte ihn untersuchen, keine Spur von Leben war in ihm. Nach einigen Worten des Großlamas öffnete der „Tote” die Augen und er setzte sich auf. Dann ging er auf den Großlama zu, verneigte sich vor ihm, ging wieder in seinen Sarg und wurde schnell leblos wie zuvor. Wie der Großlama erzählte, werde dieser Mann erst nach weiteren sieben Jahren wieder auf erstehen; er sei bereits mehrere hundert Jahre alt. Solchem magischen Geheimwissen gegenüber versagt unsere ganze moderne Wissenschaft. Es gibt eben auch heute noch viele Dinge zwischen Himmel und Erde...! Anekdoten Schlafenszeit Auf der Friedenskonferenz von Versailles hatte Clemenceau die undankbare Aufgabe, als Vorsitzender des Rates der „Großen Vier“ dessen Sitzungszeit festzusetzen. Wilson legte Wert darauf, die Sitzungen nicht länger als bis 6 Uhr abends auszudehnen, weil sein Arzt ihm vor dem Abendessen Bettruhe verordnet hatte. Orlando erklärte, er könne nicht vor 3 Uhr erscheinen, weil er nach Tisch unbedingt Siesta halten müsse. Nur Lloyd George schwieg. Darauf entschied Clemenceau: „Die Sitzungen beginnen um 3 Uhr und enden um 6 Uhr. Dann kann der italienische Delegierte vorher schlafen, der amerikanische nachher und der britische während der Sitzung.“ C. Die Schnecken und der Zoll Da es auch im London der Nachkriegs- Entbehrung Feinschmecker gibt, erfreut sich das französische Restaurant „Zur beliebten Schnecke“ großen Zuspruchs. Immerhin war es für die Besitzer nicht ganz einfach, die Spezialität des Hauses, die echten Burgunder Weinbergschnecken, durch das Dickicht der Importrestriktionen durchzuschleusen, da in den Handelsverträgen von ihnen nicht die Rede ist. Bereits nach 1919 war man unter ähnlichen Schwierigkeiten auf den Ausweg verfallen, die Schnecken unter der Kategorie „Hornvieh“ einzuführen, was damals auch Erfolg hatte, unter der Aera Cripps aber den zoologisch offenbar besser geschulten Zöllnern nicht mehr einleuchtete. Nach langem Studium der Vorschriften verfiel man auf einen neuen Ausweg: die Schnecken werden nunmehr unter der Rubrik „Vorfabrizierte Häuser“ eingeführt, und damit gab sich der britische Zoll auch zufrieden. epr ) L Die lustigen Bildergeschichten von Vater und Sohn Gezeichnet von e. o. plauen 48. Geschichte:.gib sie wieder her“ oder: Die apportierte Kugel Fachärzte bestätigen daß Siedurdh regelmäßigen Gebraudh von PALMOLIVE-SEIEF einen hebhdheren ■ jÄ L friW LITE ^ EI r E leint haben können 0unsta£, IS. September 1950 IÜDKURIEX Nr. 111 / Seite 5 Sportdlenai iea Südkurier FC Singen in Nürnberg -1. Heimsieg des VfL Konstanz? Im Bodensee-Stadion spielt der SV Wiesbaden Dis Vertreter unseres engeren Heimatbezirks In der I. und H. Liga Süd, FC Singen und VSL Konstanz, stehen am Sonntag wieder am Kampf um die Punkte. Die weitaus schwierigere Aufgabe steht zweifellos den Leuten vom Hohentwiel bevor, die zum FC Nürnberg einen schweren Gang antreten. Es wäre wohl vermessen, in diesem Falle dem Gast ohne weiteres eine Siegerchance, auf den Weg zu geben. Die Situation des Außenseiters läßt die Singener in der Noris aber mit Ruh« antretens die Kampfkraft Singens ist in der Lage, jederzeit ein annehmbares Resultat za erzwingen. In Konstanz frägt man sich, ob der VfL Konstanz das Gesetz der Serie endlich durchbricht und den beiden Auswärtssiegen sowie 2 Heiim- niederlagen auf eigenem Platz den ersten Sieg folgen läßt. Partner ist der SV Wiesbaden, der zwar in der Tabelle keinen guten Platz eirmimmt, aber ähnlich, wie Bückingen einen harten Eifolgs- stil pflegt. Das bewies der letzte Sonntag. Di« Konstanzer sind also gewarnt. I. Liga Süd: FSV Frankfurt — Darmstadt 98 (16. 9.)i VfR Mannheim — SSV Reutlingeni Schiweinfurt 05 — VflB Müh'lburg! Schwaben Augsburg — SpVgg Fürih. Kickers Offenbach — BC Augsbuigi FC Nürnberg — FC Singen 01. L Liga West: Preußen Münster — Schalk»; Horst/Emscber — 1. FC Köln; Alemannia Aachen — Sportfreunde Katemberg i Hamborn 09 — Borussia Dortmund! Borussia M.-Gladbach — Fortuna Düsseldorf! Erkenschwick — Duisburger SV* Preußen Dellbrück — Rheydter SV, Rot-Weiß Essen — Rot-Weiß Oberbausen. L Liga Nord; VfL Osnabrück — SL Pauli Hamburg i HSV — Bremerhaven 93, Arminia Hannover — VflB Oldenburg, Güttingen 05 — Hannover 96, Werder Bremen — Concordia Hamburg, Eimsbüttel — SV Itzehoe, Holstein Kiel — Eintracht Osnabrück, Eintracht Braunschweig — Altona 93. I. Liga Sfldwest: VfR Kaiserslautern — SpVgg Andemachi FV Engere — 1. FC Kaiserslautern! VfL Neustadt — Tura Ludwigshafen; Womnatie Worms — TuS Neuendorf i Eintracht Kreuznach —ASV Landau) Phönix Ludwigshafen — 05 Mainz; FK Pirmasens — Eintracht Trier. II. Liga Süd: Hessen Kassel — ASV Dur lach.; ASV Cham — Stuttgarter Kickersi FC Freiburg — Wacker München,- Bayern Hof — 1. FC Pforzheim.! 1. FC Bamberg — Viktoria Aschafienburgi VfL Konstanz — SV Wiesbaden; &V Tübingen — Ulm 46 j SG Arheilgen — Jahn Regenäjurgi Union Bückingen — TSV Straubing. Kleines Programm in den Amatenrligen L AmateuiUga Südbaden: SC Baden-Baden — Rheinfeldeni ASV Schopf heim — Blau-Weiß Freiburgi ASV Schopfheini — Kuppenheim . In Baden-Baden hat der einheimische SC den Vorteil vor eigenem Publikum zu. spielen und sollte gegen die eifrige Elf aus Rheinfelden z-i seinem eisten Erfolg kommen, wenn es auch nur ein Teilerfolg ist. Die Kuppenheimer gastieren diesmal beim ASV Schopfbihm und haben einen schweren Gegner vor sich. I. AmateurUga Württemberg: Stuttgarter Sport- cäub — Stuttgarter Sportfreunde, Kornwestheim — Sindelflngen, Kirchheim — Eislingen. Wegen des in Gmünd stattfindenden Bundes- pokalspiel» Südwürttemberg — Nordwürttemherg sind nur drei Begegnungen angesetzt worden, bei denen keiner der südwürttembergischen Vereine vertreten ist Wie das Stuttgarter Lokaltreffen auch ausgeht, einer der beiden Vereine wird auf jeden Fall (vorläufigl) den FC 07 Ebingen von der Spitze verdrängen, und auch Slndelfingen würde im Falls «Ines Sieges die Ebinger überflügeln. Nach einem merkwürdigen, von ups bereits in der letzten Ausgabe glossierten Beschluß des Verbandsvorstandes des Fußballverbandes Würt- temberg-Hohenzollern nehmen bis auf weiteres, unabhängig von der Entscheidung des Rechtsaus- schueses des Deutschen Fußball-Bundes, als 17. Verein der Sportclub Schwenningen und als 18. Verein die SpVgg Trossingen an den Verbands- spielen der 1. Amateurliga teil. Durch das Eingreifen dieser Vereine ergibt sich in der Termin- list« folgende Aenderung: am Samstag, den 16. September, spielt die SG Untertürkheim um 17 Uhr gegen den SC Schwenningen, am Sonntag, den 24. September, um 15 Uhr, treffen der VfR Aalen und der VfL Sindelfingen aufeinander. Wie heißt der 15. und 16. Verein! Als 15. und 16. Verein für die 1. südbadische Amateurliga kommen nach Beendigung der Aufstiegerunde zur Landesliga (die zwar durch die Bildung der Amateurliga illusorisch wurde) die beiden ersten dieser Runde, Radolfzell und Weil sowie die Tabellenneunten- und zehnten der ehemaligen südbadischen Landesliga, ASV Freiburg und Stocfcach in Frage. Stockach und Weil bestreiten bereits am kommenden Sonntag in Waldsihut ihr erstes Ausscheidungsspiel. Der ASV Fiedburg hat noch einen Protest aus der vergangenen Spielrunde aus dem Spiel Ottenau laufen. Erst wenn dieser Protest entschieden ist, kann sein weiteres Ausscheidungsspiel voraussichtlich zwischen dem ASV Freiburg und Radolfzell stattfinden. Drei Villinger In Südbaden« Elf Mdbaden und Nordbaden 6teben eich am kommenden Sonntag in Offeriburg im ersten Ausscheidungsspiel um den Bundespokal gegenüber. Südbadön wird durch folgende Spieler vertreten: Schilli (Lahr), Renaud (Rastatt), Kuolt (ViUingen), Janda (Lahr), Kämmerer (ViUingen), Kunle (SC Freiburg), Ehret (SC Freiburg), Kopp (Offenburg), Tritschler (SC Freiburg), Grammel (ViUingen) und Herold (Offenburg). Handball um Punkte Bandball-Landesklasse: Friedrichshafen —Gott- madimgen, Tuttlingen — Singen, Konstanz — Tettnang, Ravensburg — Rietheim. Bei den Spielen der Landesklasse Bodensee- Oberschwaben sind erstmals auch die Vereine Gottmadingen und Singen beteiligt. Gottmadin- gen ist in Frieidrichshafen zu Gast und wird aUes «ufbieten, um im ersten Spiel ehrenvoll abeu- schneiden. Die Begegnung in Tuttlingen gegen di« Maggistädter kann ads offen bezeichnet werden, doch dürfte der eigene Platz den Gastgebern zugute kommen. Konstanz wird aus den vergangenen Spielen eine Lehre gezogen haben und gegen Tettnang alle* dransetzen, um wenigstens zu einer Punkteteilung zu kommen. Auf dem .Sdrwarzwäldle" in Ravensburg ist ein großes Treffen der beiden favorisierten Mannschaften TB und SV Riedhelm zu erwarten. Auch hier dürfte das eigens Gelände für die Gastgeber ein Plus sein. Handball - Bezirk Schwarzwald: Triberg — Schramberg i Alpirsbacfa — Schwenningen; St. Georgen — Schlltach. VfB Stuttgart—VfL Neckarau 4:1 im Oberligapunktspiel VfB Stuttgart — VfL Neckarau, das wegen des Städtespiels Zürich — Stuttgart (Samstag) bereits am Mittwochabend ausge tragen wurde, kam der deutsche Meister nach einwandfreier Ueberlegenhedt zu einem 4:1- S5eg. Ausländischer Meisterschaftsfußball Schweiz: Basel — Young Boys 5:1, Canto- nal — Zürich 1:3, Grenchen — Biel 0:2, Lausanne — Bellinzona 2:1, Locarno — Servette 0:2, Lugano — Chaux-de-F. 2:2, Young Fellows — Chiasso 2:2. — Stand: 1. Lausanne 2 Sp. 4 P., 2. Servette 2/4, 3. Chaux-de-Fonds und Young Fellows 2 / 3 , 5. Basel 2/3, 6. Biel 2/3, 7. Bellinzona 2/2. — Nationalliga B: Bern — Nordstern (3:2, Grasshoppers — Fribourg 2:0, Mendrisio — Luzern 0:3, Moutier — Winterthur 0:3, St. Gallen — Aarau 2:1, Etoile — Concordia 8:2, Urania Genf — Zug 1:0. — Stand: 1. GTasshoppei» 2/4, 2. Winterthur 2/4, 3. Luzern 2/4, 4. Bern 2/3, 5. Urania Genf 2/3, 6. Aarau 2/2. England: In der siebenten Runde des englischen Meisterschaftswettbewerbs erlitt der Tabellenführer Arsenal die erste Saisonniederlage, so daß das allein noch ungeschlagene NewicastHe United an die Spitze aufrückt. I. Division: Biack- *ooi — Wolverhampton Wanderern lii, Bolto» Wanderen — Sunderland 1:2, Fulbam — Aston Villa 2il, Hudderefield Town — Burnley 3:1, Liverpool — Derby County 1:0, Middlesbrough — Arsenal 2:1, Newcaatl« United — Cheleea 3:1, Sheffield Wednesday — Charlton Athletic 1:2, Stoka City — Bverton 2 rO, Tottenham Hotspurs — Manchester United 1 rO. West Brorawich Al- bion — Portsmouth 5:0. —< Tabellenstand: 1. Newcaetle United 7 Sp. 11 P., 2. Arsenal 7/10, 3. Middlesbrough 7/10, 4. Huddersfild Town 7/10. Bundesüga wird akut Der Deutsche Fußballverband (DFB) hat in den letzten Tagen seine Regiomalverbände aufgefordert, die Meinung ihrer Oberligavereine zum Thema „Bundesliga’' zu erforschen. Der Süddeutsche Fußballverband hat auf Grund dieser Aufforderung bereits seine Erstligavereine um eine Stellungnahme gebeten. Wie DPA hierzu aus zuverlässiger Quelle erfährt, wird sich der Spielausschuß des DFB am 29. und 30. September in Hannover mit der Frage der Bildung einer Bundesliga befassen. Nach Ansicht des Deutschen Fußballverbandes sollen die in Frage kommenden Vereine gebürt werden, bevor man irgendwelche Beschlüsse faßt. Im Dienst der kleinen Vereine Der Fußballverband Rheinland beschloß den Ankauf eines neuen modernen Motorschleppers, der mit einer iRäumeinrichtung versehen ist. Dieses Fahrzeug soll planmäßig auf allen Sportplätzen, die Unebenheiten aufweisen, eingesetzt werden. Hierdurch wird den kleinen Vereinen ein großer Dienst erwiesen, die meist aus eigenen Mitteln nicht in der Lage sind, ihre Sportplatzanlage zu begradigen. (Diese Einrichtung ist für alle Verbände empfehlenswert.) Larsen amerikanlsdier Terunlsmeister Das Endspiel dm Herren-Einzel der USA-Tennis- meisterschaften zwischen Art Larsen und Herbert Flam in Forest Hills endete mit dem Siege Larsens (6:3, 4:6, 5:7, 6:4, 6:3). Den Titel im Damen-Einzel holte eich zum dritten Male hintereinander Margaret Dupont mit 6:3, 6:3 gegen ihre Landsmännin Doris Hart. Zusammen mit MoGregor (Australien) gewann Margaret Dupont auch das Gemischte Doppel mit einem 6:4, 3:6, 6:3-£rfolg über Bart/Sedgman (USA/Australien). Audi di« Fechter wieder international Durch gute freundschaftliche Beziehungen zwischen dem Präsidenten des deutschen Fechterbundes, Erwin Casmir, und Jacques Coutrout, dem Präsidenten der Federation Internationale d'es- crime (FDE), konnte die Verbindung Deutschlands zu dem Internationalen Verband wiederhergestellt werden. Der deutsche Fechterbund hat bereits einen Antrag auf Aufnahme in die FIE gestellt, über den jedoch erst auf dem nächsten FUE-Kon- greß im März nächsten Jahres entschieden werden kann. Bis zur endgültigen Wiederaufnahme künden deutsche Fechter nicht an Turnieren und Meisterschaften, die von der FIE ausgeschrieben weiden, teilnehmen. Da jedoch die Wiederaufnahme der fechtspoTtlichea Beziehungen zu den Nachbarländern erwünscht ist, wird dis FIE auf Antrag deutschen Vereinen und Gruppen gestatten, mit ausländischen Gegnern Wettkämpfe aus- zutragen, wenn die Amateureigenschaft der deutschen Feditei vom deutschen Fechterbund bestätigt wird. Heute München-Zürich auf dem Rad Zum siebenten Male wird heute Samstag di« über 325 km führende Radfernfahrt München — Zürich ausgetragen. Am 26. September 1011 wunde die Fernfahrt aus der Taufe gehoben. 50 Fahrer aus Deutschland und der Schweiz fanden sich seinerzeit am Start auf dem Bellevue-Platz in Zürich ein, um in stockfinsterer Nacht mit Carbdd- laternen an ihren Rennmaschinen die Fahrt in Angriff zu nehmen. Die Besetzung in diesem Jahr ist stärker denn je. Aus Belgien, Luxemburg, Algerien, Italien, Frankreich, der Schweiz und Deutschland sind insgesamt 54 Fahrer genannt, darunter einige Weltklassevertreter: Deutschland: Schwarzer (Hannover-Rabeneick), Steinhilb (Stuttgart-Rabeneick), Ziege (Berlin- Dürkopp), Theissen (Hildesheim-Dürkoop), Schult» (Köln-Diirkopp), Hürmann Ludwig (Mündren-Ber- tin), Hürmaun Hans (München-Bauer), Müller (Schwenningen-Bauer), Weimer (Stuttgart-Bauer), Schild (München-Bauer), Berger (Rosenheim-Patria WKC), Saager (Bad iReicfaenhali-Rabeneick), Sie- fert (Dortmund-Patria WKC), Pfannenmüller Matthias (Nürnberg-Expreß), Stubbe (Arnsbach- Expreß), Schenk (Schweinfurt-Heidemann), Sinter (Dortmund-Bismarck), SchwaTzenberg (Aachen- Patria) WKC). Die Marschroute: (Ort, fortl. km, voraussichtl. Durchfahrt, Durchschnitt von 35,7 km): Memmingen 108, 10,06: Leutkirch 134, 10.51 i Wangen im Allgäu (Verpflegungskontrolle) 156, 11.29; Tettnang 178,5, 12.05; Fiiedrichshafen 192, 12.27: Immenstaad 108, 12.38; Meansburg 207,5, 12.55; Ueberltngen a. S. 222, 13.18; Ludwigshafen 232, 13.34;'Radolfzell 251, 14.06; Singen (Verpflegungskontrolle) 263, 14.26; Thayngen (Zoll) 274, 14.44 Hoosman und Charity K.o.-Sieqer Die beiden farbigen US-Boxer Al Hoosman und Bur! Charity kamen in den Hauptkämpfen der ersten internationalen Frankfurter Berufsboxveranstaltung zu K.-o.-Erfolgeu über Willi Fanzlau (Dortmund) bzw. Theo Imbsweilex (Frankfurt). Im Schwergewicht hatte der 24 Pfund leichtere Fauzlau gegen den 96 kg schweren Amerikaner nichts zu bestellen. Er konnte eich auf der halben Distanz gegen den verhalten boxenden Hoosman bis zur 6. Runde halten. Nach drei vorausgegangenen Niederschlägen beendete eine kurze Rechte Hoosmans in dieser Runde den ungleichen Kampf. Charity ließ sich im Halbschwergewicht von dem Frankfurter Rechtsausleger Imbsweiler in der ersten Runde überraschen und mußte auf eine harte Linke bis sieben zu Boden. In der zweiten Runde wurde Imbsweiler nach einem vorausgegangenen Niederschlag wegen einer schweren Augenbrauenverletzung vom Arzt aus dem Ring genommen. Charity wurde zum K.-o.-Sieger erklärt. Im Rahmenprogramm schlug Jupp Bessel- rnann (Küln) den Wiesbadener Wiskant in der zweiten Runde für die Zeit zu Boden. La Motta blieb durch K.-o.-Sleg Weltmeister Durch einen K.-o.-Sieg 13 Sekunden'vor Schluß des Kampfes in der 15. Runde gegen den Franzosen Laurence Dauthuille verteidigte Mittelge- wichtsweltmedster Jake La Motta (USA) seinen Titel in Detroit mit Erfolg. Der Franzose erhob sich zwar bei zehn, doch hatte der Ringrichter den Kampf bereits beendet. „Deutschland-Frage” steht jetzt 11:11 Von 22 großen internationalen Sportvarbänden haben genau die Hälfte, nämlich elf, Deutschland wieder aufgenommen, während sich ebenfalls elf bisher dieser Entscheidung wideisetzt haben. Die Wiederaufnahme erfolgte: in Leichtathletik, Schwimmen, Ringen, Schwerathletik, Radsport, Tennis, Eislauf, Bobsport, Kanu, Tischtennis, Rollsport. Noch nicht wieder aufgenommen sind wir: im Fußball, Turnen, Handball, Rudern, Boxen, Hockey, Skisport, Segeln, Golf, Reiten, Fechten. Pie U3T, der Internationale Schießverband, wurde dabei nicht berücksichtigt.) Hipp profitiert von nener Zehnkampf-Wertung Nachdem die 1AAF im vergangenen Jahr bereits im FrauennFünfkampf einen ganz neuen Austra- gungsmodus festlegte, revidierte 6ie nun auch die Wertung im Mänaer-Zehnkampf. Die alte „finnische Tabelle” wurde außer Kurs gesetzt und eine neue Skala tritt an ihre Stelle. Die künftigen Zehnkampf-Leistungen werden im Gesamtergebnis niedrigere Punktzahlen ergeben und man wird gut daran tun, sich zu vergegenwärtigen, daß der Weltrekord des Amerikaners Mathias von 8042 Punkten nach der neuen Wertung nur noch 7444 Punkte und der Europarekord des Deutschen Sievert von 7824 nur 7212 Punkten entspricht. Mit Ausnahme des 100-m-Laufes werden alle Disziplinen geringer bewertet. Nur im kurzen Sprint können gute Läufer ihr einstiges Punkte- konto erhöhen. Wie entscheidend die neue Berechnung in dieser Beziehung sein kann, geht daraus hervor, daß nach ihr in Brüssel nicht der Franzose Heinrich, sondern der Zweite, Clausen-Island, die Europameisterschaft errungen hätte. Clausen lief nämlich die 100 m in 10,9, während Heinrich 11,3 benötigte. Dies würde zu einem Sieg Clausens von 6695 zu 6856 Punkten'*ausgereicht haben, während nach der alten Wertung bekanntlich Heinrich (mit 7364 zu 7297) Europameister wurde. Da auch unser deutscher Meister Sepp Hipp ein guter Sprinter Ist (in Kassel lief er 11,1), profitiert er von der neuen Wertung. Sein Punktkonto erfährt weniger Abstriche als das anderer Athleten. Jedoch wird Hipp auf der anderen Seite im Diskuswerfen und Kugelstoßen etwas benachteiligt, weil in diesen ihm besonders liegenden Uebungen auch schwächere Leistungen nach dem neuen Modus noch relativ gut wegkommen. Hipp könnte 6eine Gesamtleistung noch erheblich verbessern, wenn er über 1500 m und 110 m Hürden bessere Zeiten erzielen würde. Hier belasten ihn die 5:07,6 Minuten bzw. 16,6 Sekunden nach der neuen internationalen Punkteskala erheblich. Europas beste Zehnkämpfer des Jahres 1950 verzeichnen nach der neuen (und alten) Wertung folgende Punkte: 1. Clausen (Island) früher 7297 P„ Jetzt 6695 Punkte (—602); 2. Heinrich (Frankreich) früher 7334 P„ jetzt 6656 P. (—708); 3. Tannander (Schweden) früher 7175 P., Jetzt 6400 P. (—775); 4. Hipp (Deutschland) früher 7074 P., jetzt 6358 Punkte (—716); 5. Widenfeld (Schweden) früher 7005 P., jetzt 6198 Punkte (—807). Viel Trainer • viel Stilarten im Boxen Verbandstrainer Ziglarski will wieder alten bewährten deutschen Boxstil Man weiß noch nicht, ob das Verteilen Deutscher Amateur-Boxmeisterschaften auf Veranstaltungen in zahlreichen Boxzentren eines Gebietes der richtige Weg ist. Eines aber weiß man nach den Schlußkämpfen in der „Dübois-Boxarena” in Essen, daß audrülie 31. Finalkämpfe um deutsche Meistertitel noch keinen Durchbruch einer produktiveren Stilart brachten. Die ISK sprach den Verbandstrainer Hanne Ziglarski, den in 320 Kämpfen ergrauten Kämpfer und hörte, daß es ihm darauf ankommen wird, die ganz verschiedenen Boxstil-Arten in Deutschland wieder auf eine produktive Richtuhg zu bringen. Mau hätte Hubschrauber haben müssen, um gleichzeitig immer mal dort am Ring einer Stadt zu »ein, wo man gerade einmal einen hoffnungsvollen Nachwuchsboxer sehen wollte. Es gehört schon 6olch Organisationstalent wie bei den Mannen um den 1. Verbamdapräsidenten Georg Dietrich dazu, um solche Monstre-Veranstaltungen um Td. 144 Boxer aufzuziehen. Ehe 128 feststanden, gab es bereits Überraschungen und k,o.-Siege, und als man über 128 und 84 dann die letzten 32 erreicht hatte, war die Verteilung wie folgt: 15 Boxer aus Süd, elf aus West, fünf aus Nord und einer aus Berlin. Aus dem Material läßt sich etwas machen. Zentren wie beim „Boxverein Trier” oder bei der „SpVgg Prag-Stuttgart” berechtigen zu Hoffnungen. Ihre Trainer sind Klasse. Kann man sie nicht als „rechte Hände” von Hanne Ziglarski heranziehen? Deutschlands Boxsport wird es ihnen danken- In wenigen Zeilen Eva Prawitz und Horst Faber, die deutschen Meister im Eistanz, habfn sich verheiratet. Der Dortmunder Lohmanax schlug den Franzosen Bethery in einem Stunden-Steherrennea bei einer Strecke von 70,600 km um 10 Meter. Gustav (filian und der deutsche Stehermeisler Erich Bautz gewannen in Hürth bei Köln Steherrennen über 40 bzw. 20 km. Der bekannte französische Rennfahrer Raymond Sommer ist bei einem Autorennen bei Toulouse tödlich verunglückt. Süddeutsche Umschau Freiburg soll Autohoi erhalten Freiburg. Die Straßenverkehrsgenossenschaft von Südbaden beabsichtigt, in unmittelbarer Nähe Freiburgs einen modernen und großzügig eingerichteten Autohof zu erstellen. In dem Freiburger Autohof wird gleichzeitig die Laderaumverteilungsstelle für den Güterfernverkehr eingebaut werden. Neben einem großen Parkplatz und dem „Fahrerheim" soll auch ein „Autohofhotel” errichtet weiden, in dem alle Zivilgäste Unterkunft finden können. Weibliche Zechpreller Freiburg. Neunzehn Tage und ebensoviele Nächte hielten sich zwei „Damen” in einem Gasthof am Rande von Freiburg auf, lebten nicht schlecht und vertrösteten den Gastgeber mit der Bezahlung bei der Abreise. Am 5. September waTen die beiden „Damen" unsichtbar geworden, und bei dem in aller Heimlichkeit vollzogenen Aufenthaltswechsel hatten sie vergessen, die auf 327 DM angelaufene Gastholrechnung zu bezahlen. Ihre Angaben, sie seien gebürtige Französinnen und in Frankreich auf gewachsen, beruhten auf Unwahrheit. MUtelbaddsche Herbstmesse In Lahr Lahr. Die Vorbereitungen zur Lahrer ,Mittelbadischen Herbstmesse”, auf welche die von dem Graphiker Martin entworfenen schmucken Plakate bereits in Stadt und aLnd hiuweisen, sind im vollen Gang. Ueber 150 Aussteller aus dem rndttel- foadisdien Raum und auch aus anderen Gegenden des Bundesgebietes werden vertreten sein. Abgesehen von der Stadthalle werden drei weitere große Hallen für die Ausstellung erstehen. Von besonderem Interesse wind die landwirtschaftliche Abteilung sein, u. a. wird auch ein Lehrgräsergarten gezeigt werden. Die Messe soll wieder Zeugnis ablegne von der Leistungsfähigkeit der alten Industrie-, Handels- und Handwerkerstadt Lahr. Die Messe wird em Samstag, den 30. September, eröffnet und dauert bis 8. Oktober. Kinzig-Korrektion vor dem Abschluß Offeidburg. Die Arbeiten zur Korrektion der Kinzig zwischen Neumühl und Griesheim sollen bis zum 15. "Oktober beendet «ein. 135 000 Kubikmeter Erde müssen bewegt und etwa 8500 Sand- und Granitsteine zur Festigung des neuen Bettes der Kinzig vermauert weiden. Die Regulation war nötig geworden, da der unregelmäßige Lauf des Flusses unter anderem während des letzten Hochwassers an die 30 000 Kubikmeter Erde, zum Teil besten Ackerlandes, fortgeschwemmt hatte. Ungetreue Sparkassenangestellte Rastatt. Eine 27jährige ehemalige Angestellte der Bezirkssparkasse in Rastatt wurde wegen Unterschlagung, Betrugs und Urkundenfälschung festgenommen. Die ersten Unregelmäßigkeiten in Buchungen, die zur fristlosen Entlassung der Angestellten führten, waren im März dieses Jahres aufgefallen. Die Ueberpiüfungen durch die Sparkasse und die Aufsichtsbehörde ergaben, daß die Angestellte durch falsche Buchungen etwa 27 000 Reichsmark und 3000 D-Mark unterschlagen hat Teilweise gelangen ihr die falschen Buchungen dadurch, daß Sparkassenkunden bei Einzahlungen Blanko-Belege unterschrieben. Die Angestellte kürzte dann den wirklichen Einzahlungsbetiag und schrieb einen Teil ihrem Privatkonto gut. Einer Erklärung der Sparkasse zufolge erleichterten die katastrophalen Raumverhältnisse und eine dadurch bedingte Personaleinschränkung, die erst im Juil 1950 behoben werden konnte, die strafbaren Handlungen der Angestellten. Andere Angestellte der Sparkasse sollen an den falschen Buchungen und Unterschlagungen nicht beteiligt sein. Verein nordbadischer Richter gegründet Karlsruhe. In Karlsruhe wurde der Verein nordbadischer Richter nnd Staatsanwälte gegründet. Dei Verein bezweckt die Wahrung der Standesinteressen der Richter und Staatsanwälte; er wird sich dem Bund deutscher Richter und Staatsanwälte in der Bundesrepublik Deutschland anschließen. Zum Vorsitzenden wurde Senatspräsident Weiler beim Oberlandesgericht Karlsruhe, zum Stellvertretenden Vorsitzenden 1. Staatsanwalt Nerz, Staatsanwaltschaft Karlsruhe, gewählt. Der Verein wird als eingetragener Verein »einen Sitz in Karlsruhe haben. Nicht mutwillig beschädigt Schorndorf. Das Daimler-Denkmal in Schorndorf, das am 2. September in Anwesenheit des Bundespiäsidenten enthüllt wurde, ist nicht mutwillig beschädigt worden. Da wenige Tage nach der Enthüllung des Denkmals dessen vordere Bronzeplatte verschiedene Flecken aufwies, war angenommen worden, daß Böswillige über die Platte eine Säure gegossen hatten. Die Untersuchungen ergaben Jedoch, daß es sich um eine natürliche Oxydation der Bronze handelt, die durch die Regengüsse der letzten Woche beschleunigt wurde. Dazu kam, daß der an die Platte angelehnte große Eichenkranz durch die in der Eiche enthaltene Gerbsäure einige kleinere Flek- ken hinterließ. Die Gerbsäure war infolg« des Welkem des Kranzes freigeworden. yareuif kommt eh Qkt Persil stets in richtiger Menge nehmen. 1 Ein Paket reicht für 3 Eimer Wasser Für einen normalen Waschkessel mit 6 Eimern Inhalt brauchen Sie also ein Doppelpaket Ar nd Spaten d*bei 1 (t 65 P*. //// ( Doppelpaket nur 1.20 DM 7 | M s Samstag. 16. September 1950 SÜDKURIER Nr. 111 / Seite Ü Das Geheimnis Oer öichen Mauer Eine Nacht im Landgerichtsgefängnis Ravensburg Von unserem Lindauer Berichterstatter Begeisterte Verehrung, Dankesbriefe, teils sachlich, teils hingebungsvoll, und zage Hoffnungen hier — erbitterte Ablehnung dort, folgten dem Auftreten des Heilkundigen Pietro Tranti im Allgäu und in den Bodenseekreisen. Es geschah dem Zeitungsmann, daß kurz vor Mitternacht ein Mann an sein erleuchtetes Bürofenster klopfte: Machen Sie mich mit Tranti bekannt: er soll meine Frau heilen! — Kreisräte und Regierungsbeamte bestätigen seine Fähigkeiten; Regierungsmedizinalräte und Juristen streiten sie ab. Was anders soll dem Journalisten Grundlage eines Urteils geben als der eigene Augenschein? Die Einladung Am Dienstag, um 16 Uhr, wartet der Journalist in einem Außenviertel Weingartens vor dem Hause der Patientin auf Trantis Wagen. Die fast einstündige Unterredung mit der Dame des Hauses war höchst aufschlußreich; der Heilerfolg wird durch den Gatten, einen kritisch und sachlich denkenden Fabrikdirektor bestätigt, durch Röntgenaufnahmen illustriert und durch die Selbstbeobachtung der Patientin erhellt, denn sie war in ihrer Jugend auf dem Weg, Medizinerin zu werden, und beobachtet mit feinem Gefühl die erstaunlichen Vorgänge des Leibes und der Seele. Tranti kommt mit Verspätung. Außer dem Begleiter Neri und den Frauen der beiden Italiener sind noch zwei Poli- zeibeamte in das Fahrzeug gepfropft. „Wir haben Auftrag, Her*n Tranti bei Herrn Amtsgerichts rat Dr. Lieb vorzuführen. Kommen Sie doch grad einmal mit. Es wird nur eine halbe Stunde dauern...“ Da der Journalist von dem entlegenen Viertel doch irgendwie weg kommen muß, da ihn ein bißchen auch die Wißbegierde treibt, spricht nichts gegen die Einladung. „Ich habe jetzt keine Zeit“, sagt jedoch der Untersuchungsrichter Dr. Lieb. „Bringen Sie gleich alle ins Gefängnis..Dann hält der panikartige Eindruck seiner Anweisung den Richter doch im Türrahmen fest. Zwei Frauen weinen, Beamte und Zivilisten reden durcheinander. So kommt es zur ersten kurzen Vorstellung. Es geht nicht ohne einige betonte Worte; denn der Richter ist ein aggressiver Herr. So lautet die nächste Entscheidung: Neri bleibt hier, die beiden anderen Männer kommen zur Namensfeststellung. „Gandhi?“ fragt der schwerhörige Justizsekretär. „Nein, Tranti.. “ „Granti?“ — „Nein, das sind wir bloß. T - R - A - N . .“ Und der andere Herr? „Der ist bloß zufällig dabei; er ist freiwillig mitgekommen“, bestätigen die beiden Polizeibeamten. Der Beamte ruft seinen Chef an und erklärt die Anwesenheit des Journalisten. „Was machen wir mit dem?“ —. ..Auch .. Was: auch. Auch festgenommen. Immerhin für eine Stunde wird es auszuhalten sein. Wir sollen ja gleich nach dem Begleiter und Chauffeur Neri drankctnmen. Papiere werden aus gefüllt. „Nun kommen Sie bitte mit!“ — „Wohin?“ — „Nach drüben.“ Drüben ist ein Haus mit dicken Mauern, das Landgerichlsaefängnis Ravensburg. Hätte man nimt das halbe Stündchen im Schreibzimmer warten können? Aber es handelt sich nicht um halbe Stündchen. Der Beamte im Empfangsraum des Gefängnisses bittet höflich, die Taschen auszuleeren. Uhr, Füllhalter, Taschenmesser, Notizblock müssen abgeliefert werden. Taschentuch und Kamm darf man behalten. Was ist eigentlich los, was ist der Rechtszustand, in dem wir uns befinden? Wir dürfen das Formular sehen: „Festgenemmen wegen Verdachtes des Vergehens gegen das Heilpraktikergesetz.“ Zelle Nummer fiebzehn So schnell kommt man also mit dem Gesetz in Konflikt. Man braucht nur mit einem anderen Verdächtigen Auto zu fahren und einem überarbeiteten Untersuchungsrichter in schwäbisch-demokratischen Ländert in den Weg zu laufen. Immerhin liegen hier vielleicht besondere Umstände vor. Frau Direktor O. in Weingarten berichtete, wie sie widerstrebend auf den Vorschlag einging, zu Tranti zu fahren. Eine geheilte Patientin habe eine Stunde lang auf sie eingeredet; und danach habe sie am Körper das merkwürdige Prickeln verspürt, das dann auch seine Heilmaßnahme kennzeichnet. Frau O., eine hochgebildete Dame, ist der festen Ueberzeugung, daß jene Patientin von Tranti mit so viel seiner merkwürdigen Energie aufgeladen war, daß dies auf ihren leidenden Körper überstrahlte. — Ob auch uns das Nebeneinander im Auto schon zu einem Strahlenherd gemacht hat, so daß uns der Staat isolieren muß? Der Aufseher jedenfalls behält sein eisernes Gesicht und führt den Reporter auf Zelle 17. Tranti ist hinter einer Tür mit höherer Nummer verschwunden. Es mag fünf oder halb sechs sein. Wenn er uns im Laufe der, nächsten Stunde verhört, reicht es noch zur Rückfahrt nach der Inselstadt Lindau. Die Tür ist mit Karbolineum gestrichen, die gekalkte Wand hat einen Fleck wie die Insel Sizilien. Die Wasserleitung, die feudalerweise die Zelle schmückt — es sei die Revierzelle, sagt der Mitinsasse — läuft nicht; sonst könnte man den fteisestaub abwa- schen. Der Strohsack tut zum Ausruhen seinen Dienst. Die Zeit verstreicht. Der Mithäftiing kennt die Gewohnheiten des Hauses. Ob der Untersuchungsrichter heute abend noch arbeitet? — Ausgeschlossen; der ist längst beim Abendessen. Auch der Zellengenosse erhält sein Abendbrot, in einer Obststeige aus dem Gasthof geholt; als Untersuchungsgefangener kann er sich selbst verpflegen. Für den Neuzugang gibt es nichts. Essenszeit war um 17 Uhr. Aber Spätnachmittagsschlaf ist für einen Nachtarbeiter auch eine Gabe. Dann dämmert es. Nun sitzen wir für heute bestimmt fest. Hätte man doch wenigstens Familie und Betrieb benachrichtigt! Wer macht die Arbeit, wer räumt das Motorrad auf, das unabgeschlossen auf dem Lindauer Reichsplatz steht? —. Der Aufseher, der sich herbeiklingeln läßt, kann nichts mehr tun. Er hat allein Nachtdienst. Beschwerden werden beim Frühappell entgegengenommen. Bettwäsche gibt es nur bis 17 Uhr; dann wird die Kammer geschlossen. „Ja, hier kommt man schnell herein und schwer heraus“, sagt der Zellennachbar. „Das ist das Geheimnis der dicken Mauer.“ Innerhalb 24 Stunden muß ein Festgenommener wohl verhört werde«. — Ja, und dann findet man dies und jenes. Herr Sch. aus Frankfurt sitzt, wie er sagt, seit 14 Tagen. Man sucht seine beiden Söhne, die als frühere Vertrauensleute der Zollverwaltung in den großen badischen Prozeß verwickelt sind. „Hätten wir die Söhne, so säßen Sie wahrscheinlich nicht da“, habe man ihm beim Verhör gesagt. Und: „Wir müssen die Füchse aus dem Bau locken.“ Der Vorwurf der Bücherfälschung wurde gegen den Vater erhoben, aber nicht nachgeprüft; die Bücher liegen unabgeholt im Frankfurter Kontor... Das gibt es in Ravensburg! Hat man so etwas nicht einmal Sippenhaft genannt? Die Aussichten werden immer ungemütlicher. Auch, daß Amtsgerichtsrat Dr. Lieb Häftlinge mit „Affe“ tituliert, weil sie, auf die Zehen getreten, „Hoi, hoi“ sagten, klingt nicht ermutigend. Licht wird im Gefängnis nicht verschwendet. Die Wolldecke kratzt auf der blanken Haut. Mein Holzbein lehnt traurig in der Ecke und dem Stumpf fehlt die gewohnte Bandage. Der Aufstieg zum Weingartner Münster hat mehr dem Gemüt als meinem halben Bein gut getan. Die eingesperrten Mädchen im oberen Stockwerk singen ein Skiläuferlied. Aber es ist erst September. Ueber den stillen Gefängnishof gibt ein Häftling seiner Frau geschäftliche Anweisungen. Eine Blaskapelle spielt in der Ferne Verdi und Rossini. Dann bringt der Aufseher doch Ueberzug und Leintuch. Er hat den Kammerverwalter noch herausgetrommelt. Bald nach 10 Uhr gehen die Musikanten ins Bett; dafür erhebt ein Hund seinen Sologesang. Es muß der Hund sein, auf den wir gekommen sind. „Herren und Doktoren gibt’s nicht“ Um neun Uhr morgens läßt der Inspektor den, Neuzugang kommen. „Rügheimer“, sagt er, — Herren gibt es im Gefängnis nicht, auch keine Doktoren — „Sie haben hier eine Beschwerde eingereicht. Der Herr Oberstaatsanwalt kommt erst morgen. Sie werden heute ohnedies vernommen. Wollen Sie die Beschwerde zurückziehen?“ Wir wollen nicht. Kurz vor elf Uhr hat der Redakteur einen Entlassungsschein, und der Amtsrichter entschuldigt sich. Es ist und wird immer eine Ermessensfrage bleiben müssen, wen der Untersuchungsrichter ein- sperrt. Er kann sein Ermessen überschreiten, dann kann man sich bei der Vorgesetzten Dienststelle beschweren. Man darf sogar Entschädigung für unschuldig erlittene Haft vom Staat verlangen. Der Familie kann die Sorge niemand ungeschehen machen. Telefonische Anfragen beim Untersuchungsrichter wurden noch am Mittwochmcrgen nicht beantwortet Gleiches Recht für alle? Menschliche Schwächen kann auch das beste Gesetz nicht ganz aussdnlten. Der Ravensburger Untersuchungsrichter war in diesen Tagen stark belastet. Er hatte schon einen Raubmörder in Behandlung, als der Fall Tranti dazukam. Nach einem moralischen Kampf mit dem Raubmörder fiel auch das Schimpfwort „Affe“ im Gefängniskorridor. Man bedenke aber, was geschieht, wenn der Häftling derart die Nerven verliert? Kommt er nicht wegen Beamtenbeleidigung und Mißachtung des Gerichtes immer tiefer in die Tunke? Leicht kommt man hinein und schwer heraus. Ist es nicht gerade darum wenig von einem Untersuchungsrichter verlangt, daß er mit zwei Sätzen und notfalls noch einem Telefongespräch feststellt, wen er festsetzt? Darf ein Bürger der Bundesrepublik das Gefühl haben, daß er nicht mir nichts dir nichts von der Straße weggeholt und ohne die Möglichkeit einer Rechtfertigung für 19 Stunden von seiner Umwelt isoliert werden kann? — Persönlich lernten wir Amtsgerichtsrat Dr. Lieb als Mann mit Verstand und vernünftigem Urteil kennen. Da des Gesetzes Zorn aber jeden treffen kann, wird sich der Justizminister von Württemberg-Hohenzollern demnächst doch einmal mit den Methoden seiner Untersuchungsrichter befassen müssen. Dr. Karl Rügheimer. Tranti frei — Krankenbehandlung im Gefängnishof Lindau. Am Donnerstagnachmittag wurde Pietro Tranti aus dem Landgerichtsgefängnis Ravensburg entlassen. Der Untersuchungsrichter Dr. Lieb bestätigte, daß diese Entscheidung getroffen wurde, weil Journalisten und Aerzte feststellen konnten, daß an Trantis Heilkraft doch etwas dran sei. Tranti hat im Laufe des Mittwoch und Donnerstag noch eine größere Zahl von Patienten in den Räumen und im Hof des Landgerichtsgefänignisses behandelt. Richter. Staatsanwälte und Aerzte wohnten diesen Behandlungen bei. s 2 $ <-<■ Wangen i. A.: Das Ravensburger Tor aus dem Jahre 1347 Vom 16.—24. September feiert Waagen i. A. sein 800jähriges Stadtju'biläum. Viele und kunstvolle Tore aus dem Mittelalter sind der Stolz des sauberen Städtchens. Bild; Büchner Schwindlerin aus Liebe Einzelheiten zu dem Sanatoriums-Schwindel im Schwarzwald Ottenburg. Zu der von uns veröffentlichten Mitteilung über den Sanatoriums-Schwindel im Rendi- tal gibt die Deutsche Presseagentur aus Heilbronn, wo die Urheberin dieses Schwindels ln Haft sitzt, noch folgende Einzelheiten; Die Schöpferin des Planes, die 48 Jahre alte geschiedene Frau E. W. aus Heilbronn, wurde am 6. September in Heilbrpnn festgenoanmen und in dai Landesgefängnis eingeliefert. Frau W. gab bei der Vernehmung zu, daß der angebliche Geldgeber, Professor Strayß, überhaupt nicht existiere. Sie habe die ganze Sache frei erfunden, um einem Bauunternehmer in Bad Friedrichshall- Kochendorf, der die Ausführung des Projektes übernehmen sollte, für sich zu gewinnen. Die Beschuldigte hatte sich, wi.e die Landespolizei für Nardwürttemberg mitteilt, dem Bauunternehmer aus BadFrie'drichshall-Ko-chendorf als Vermittlerin eines großen Bauprojektes angeboten und ihm den Schwindel von dem angeblich emigrierten Geheimrat Professor Dr. Strauß aus Calw, der ein großes Sanatorium für Tuberkulosekranke errichten wolle, aufgetischt. Als Beweis für ihre Behauptung legte sie dem Bauunternehmer eine angeblich von Professor Dr. Strauß Unterzeichnete Verfügung über eine Besprechung vor, die sie mit Strauß am 1. Juni in Stuttgart gehabt haben wollte. Nach dieser Verfügung war Frau W. berechtigt, in gemeinsamer Arbeit mit dem namentlich aufgeführten Bauunternehmer aus Bad Friedrichshall-Kochendorf die notwendigen Abschlüsse über den Erwerb von Baugelände zur Errichtung eines Tbc-Krankenhauses zu tätigen. Alle entstehenden Unkosten gingen einzig und allein auf das Konto des Geldgebers. Außerdem legte Frau W. einen Brief vor, wonach Professor Strauß im September 1950 wieder nach Deutschland komme wolle, um jnit dem Bauunternehmer zusammen das Bauvorhaben auszuführen. Auf Grund dieser Vollmachten 1 leitete der Bauunternehmer alles Erforderliche ein, führte Verhandlungen mit der Hodibauabteilung des südbadischen Innenministeriums, dem Landrat und ei*, nigen Gemeindeverwaltungen im Landkreis Offenburg. Frau W. behauptete in der Vernehmung, daß angeblich auch zwischen dem südbadischen Staatspräsidenten Leo Wohieb und ihr eine Besprechung stattgefunden habe, in deren Verlauf Wohieb ihr seine volle Unterstützung bei der Ausführung des Projekts zugesagt habe. Die Baufinna holte auch eine Reihe von Gutachten von staatlichen Stellen ein, so am 28. Juli ein Gutachten von der Abteilung Landeswetter- d.enst über die klimatischen Verhältnisse der Bau-, stelle auf dem Breunberg, am 23. August einen Untersuchungsbericht der chemischen Untersuchungsanstalt Heilbronn über die Beschaffenheit des Quellwassers an der Baustelle und schließlich am 26. August ein Gutachten von Professor D. H. Loßnitzer, Freiburg, über die Eignung des Braunberges zur Errichtung eines Tbc- Sanatoriums. Ein Architekt aus Bad Wimpfen, der mit der Projektierung des Bauvorhaoens beauftragt worden war, hatte in der Zwischenzeit alle erforderlichen Baupläne angefertigt. Die Baufirma selbst lehnte wegen d.eses Großauftrsges in den letzten drei Monaten alle anderen Aufträge ab und traf die Vorbereitungen für die Bauarbeiten, die am 15. September beginnen sollten. AUS DER CHRISTLICHEN "V^ELT Kirche und soziale Frage Ein Pionier der sozialen Bewegung tat Deutschland Es erregte Aufsehen, als im November 1868 im Münchener Pastoralblatt ein Aufsatz veröffentlicht wurde, betitelt: „Die soziale Frage, ein Appell an den Klerus," Verfaßt war er von dem 1867 geweihten Repetitor im Erzbischöflichen Seminar zu Freising Adalbert Weiß. Dier junge Priester sah es für seine Gewissenspflicht an, seine Mitbrüder auf den Emst der sozialen Frage hinzuweisen. Nachdem er unter dem Namen Albert — zu Ehren des heiligen Dominikaners Albertus Magnus 1876 — dem Dominikanerorden in Oesterreich beigetreten war, wuchsen Ansehen und Bedeutung des Ordensmannes von Jahr zu Jahr, vor allem auf dem Gebiet der Soziologie. Gerade die Schwierigkeiten, die P. Altert Weiß innerhalb den Kreisen, zu denen er zählte, fand, zeigen, welche Kämpfe zu überwinden waren. Fast gleichzeitig mit Weiß' erster Veröffentlichung wurde der bekannte Fürst Karl zu Löwenstein an die Spitze des Zentralkomitees der jährlichen großen Tagungen der Katholiken Deutschlands gestellt. Sofort leitete er Schritte ein, um den sozialen Fragen auf den Tagungen die gebührende Stellung zu sichern. So kam es, daß schon 1869 die Versammlung zu Düsseldorf den Beschluß faßte, es sei eine ständige Sektion für soziale Fragen zu bestellen mit der Aufgabe, die Bildung christlich-sozialer Vereine zum Zwecke der ökonomischen wie moralischen Hebung des Arbeiterstandes und die Verbreitung der einschlägigen literarischen Erscheinungen zu fördern. Zugleich wurde beschlossen, sich den Grundsätzen des Arbeiterprogramms des berühmten Bischofs Kelteier von Mainz änzuschließen. Jahr um Jahr erschien jetzt die soziale Frage unter den Beratungsgegenständen der Generalversammlung, wozu der Fürst genaue Instruktionen erließ. Praktisch konnte aber nichts erreicht werden, weil der sogen. Kulturkampf die Zusammenfassung aller Kräfte zur Lösung der schwierigen Aufgabe und besonders ihre gesetzgeberische Behandlung verhinderte. Kaum wurde der kirchenpolitische Kampf etwas abgebaut, so brächte Fürst Löwenstein auf der 27. Generalversammlung, die 1880 in Konstanz tagte, diesbezügliche Anträge vor, die eine klare Stellungnahme der gesetzgebenden Körperschaften zugunsten der arbeitenden Klassen forderte. Be, der dritten geschlossenen Versammlung am 15. September begründete der als bester Redner damals bekannte Dr. Moufang aus Mainz die vier Anträge bezüglich der sozialen Frage, die beweisen, wie tief das Verständnis der Generalversammlung dafür war. Jetzt ging Löwenstein daran, die in Wien entstandene und von Baron von Vogelsang vertretene soziale Bewegung auch bei uns in Fluß zu bringen. Er gab Weisung, die Frage des Kapitalismus und des Wuchers vom Standpunkt der christlichen Grundsätze im Vortrag mit praktischen Schlußforderungen unter Berück* sichtigung der tatsächlichen Verhältnisse zu behandeln. In dj.esem Sinn hielt P. Weiß auf der 29. Generalversammlung zu Frankfurt am Main 1882 einen öffentlichen Vortrag. Löwenstein wagte es daraufhin, im Juni 1883 auf seinem Schloß Haid in Böhmen und im Juli zu Salzburg eine Zahl von Männern zu versammeln, die das nötige Verstehen und Wollen zur Lösung der sozialen Frage besaßen. Zu diesen zählte auch P. Weiß. Dieser verfaßte im Auftrag der Frankfurter Versammlung 1883 die Schrift: „Gesetze für die Berechnung von Kapitai- zins und Arbeitslohn.“ Seine damals für neu geltenden Gedanken erregten mancherorts Schrecken. Ja, auf der im Herbst 1383 zu Düsseldorf tagenden Generalversammlung, zu der P. Weiß wegen Versetzung nach Italien nicht erscheinen konnte, meinten manche, es sei gut, daß ihn seine Obern aus dem Wege geräumt hätten, sonst könnte es übel ausgehen mit den bedenklichen Anschauungen, die dem modernen Sozialismus abgelernt zu sein scheinen. P. Häfele führt das anders lautende Urteil vom Schweizer Universitätsprofess: r J. Beck, seit 1902 Herausgeber der „Zeitschrift für christliche Sozialreform an: „Sie wird ihre hervorragende Bedeutung in der katholischen Wissenschaft auf eine lange Zukunft hinaus behaupten, weil sie mit einer wahrhaft imponierenden Konsequenz die mehr als ein Jahrtausend unerschütterlich feststehende Zins- und Wucherlehre der katholischen Kirche darlegt und verteidigt und sich gänzlich fernhält von jeder Konzession an den modernen Kapitalismus (Theolog.-prakt. Quartalschrift a. a. O. S. 555). 1890 erhielt P. Weiß an der neugegründeten Universität des Kantons Frecburg i. d. Schweiz den Lehrstuhl für Soziologie, den er später mit dem der Apologetik, den er bis 1919 innehatte, vertauschte. Diese Darstellung sollte — ohne eine vollständige sein zu wollen — in unseren Tagen auf einen Ordensmann hinweisen, der Pionier in der Behandlung und Lösung der sozialen Frage war. Berthold Lang SJ. Deutscher Missionsarzt für Westafrika Der Bremer Mis6ionsarzt Dr. Doering und seine Frau, die als Vikarin ausgebildet ist, werden am Sonnabend Bremen verlassen, um ihre seit langem geplante Ausreise nach Britisch-Togo anzu- treten. Aus diesem Anlaß fand in der Bremer Liebfrauenkirche eine Absdiiedsfeier statt, auf der außer M ssionsdirektor P. Ramsauer von der Norddeutschen Missionsgesellschaft der Vizepräsident des Internationalen Missionsrates sprach. Dr. Doer ng ist der erste deutsche Missionsarzt. ■ der nach dem Kriege für Westafrika entsandt wird. Reform des gehenden Scheidungsrechtes nötig „Das heute, in Deutschland geltende Scheidungsrecht und die Anwendung dieses Rechtes durch die Gerichte stellt eine ernste Gefahr für unsere Ehen dar und leistet ihrem weiteren Zerfall Vorschub“, erklärte Rechtsanwalt Jäger, Celle, in dem Arbeitskreis „Ehe und Familie“ vor den Vertretern des katholischen Deutschland auf dem 74. Katholikentag. Wenn auch, so führte der Redner u. a. aus, für den katholischen Christen die vollzogene Ehe wegen ihres sakramentalen Charakters — unabhängig von staatlicher Entscheidung — unauflösbar sei, so sei darüber hinaus die Mitgestaltung des weltlichen Rechtes in Mitverantwortung für die Gesunderhaltung der Ehen in einem Staate eine unabdingbare Aufgabe der Kirche, abgesehen davon, daß das viel freiere staatliche Ehegesetz auch auf den katholischen Staatsbürger nicht ohne lok- kernden Einfluß bleibe. Deshalb müsse gefordert werden, daß das weltliche Eherecht in seinen Grundzügen dem sittlichen Empfinden des christlichen Staatsbürgers entspreche. Diese Forderung sei aber dann nicht mehr erfüllt, wenn die Scheidung einer Ehe auch ohne subjektives Verschulden der Ehegatten nach dreijähriger Trennung möglich sei (§'48 des Ehegesetzes vom 20. 2. 1946). Wohl sei diese Bestimmung durch den Kontrollrat zum Gesetz erhoben. Er sei nun aber höchste Zeit, daß alle verantwortlichen und um den Bestand der Ehe. besorgten Kreise Deutschlands gegen diese Bestimmung Front machen, weil sie als unsittlich zu bezeichnen sei. Bei den anschließenden Aussprachen wurde übereinstimmend herausgestellt, daß alle christlichen Richter und Rechtsanwälte vor ihrem eigenen Gewissen verpflichtet seien, dafür zu sorgen, daß gesetzliche Be- | Stimmungen wie die des § 48 Eheges. ein- l schränkend angewendet würden. Vor allem ' hätten die Rechtsanwälte, Anwälte der Sittlichkeit und des Rechtes zu sein und auf Grund ihrer Mitverantwortung in dem Kampf um die Eril^tung unserer Ehen und Familien dazu beizutragen, daß die Scheidung begehrenden Ehepartner auf ihre große Verantwortung hingewiesen würden. Von den Volksvertretern in den gesetzgebenden Körperschaften wurde gefordert, unverzüglich apf eine Abänderung des geltenden Eherechtes hinzuarbeiten und um die Schaffung eines Eherechtes besorgt zu sein, das die christliche Ehe und damit die christliche Familie als seins- und vernunftsnotwendige Ursprungsquelle der Gemeinschaft und des Staates stärkt und schützt. Internationales Aussprachetreffen Frieden weiler i. Schw. Unter dem Protektorat des Freiburger Erzbischofs Dr. Wendelin Rauch und dem Ehrenprotektorat des badischen Staatspräsidenten Leo Wohlleb veranstaltet d e . Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit' (Offenburgi vom 18. September bis 1. Oktober :m Kurhaus Friedenweiler i. Schw. eine „Internat onaie Aussprache über religiöse und berufliche Probleme unserer Zeit". Das Treffen steht unter dem Gesamtthema „Christus das Zentrum der Welt”. Als verantwortliche Initiantin zeichnet Frl. Dr. Hedwig v. Skoda, Zürich. Bere'ts jetzt liegen über 50 Anmeldungen von Teilnehmern aus fast allen westeuropäischen Ländern vor. Die Tagung wird präsidiert von Direktor P erre Scbmidt-le-Roi, Straßburg, dem Präsidenten des Straßburger Komitees der Europa-Bewegung Gottesdienstsendungen für Kranke Baden-Baden. Als erster deutscher Sender denkt der Südwestdeutsche Rundfunk daran, eine Serie von Gottesdienst-Sendungen und Vorträ- gebuJür Kranke zu veranstalten. In den Sendungen sollen Dichter, Aerzte und Geistliche den kranken Hörern Rat, Hilfe und Trost bringen. Die Sendungen der evangelischen und der katholischen Krankengottesdienste sbllen ab August einmal monatlich stattfinden, die Vorträge der anderen Mitarbeiter sollen wöchentlich einmal Fragen behandeln, welche die Kranken besonders interesseren. r. Samstag, 16. September 1950 SÜDKURIER G Blick über die Grenzen Schwache Felchenünga Alton, Während die Blaufelchenfänge im Bodensee in den Monaten Mai und Juni sich außerordentlich günstig anließen, ist seit Mitte Juli auf Schweizer wie auf deutscher Seite eine große Veränderung eingetreten, und im Laufe des Monat a August wurden, die Fänge derart schlecht, daß die 40 Berufefischer des Bezirkes Arbon gegenüber den letztjährigen Blaufelchenfängen einen Ausfall von 40 000 Franken für Juli und August 1950 zu verzeichnen hatten-Dafür waren die Kretzerfänge auf Schweizer Seite befriedigend und haben deutscherseits bekanntlich alles Bisherige überboten. Gerade die Kretzer scheinen als arge 'Raubfische aber an dem Verschwänden der Belchen mit schuld zu sein. Wer entdeckt die 400 000 Franken! Z ü r i ch. Di« durch den gemeldeten Zürcher Bankraub betroffene Eidgenössische Versiche- rumgs-AG. hat für die Ermittlung der Täter eine Belohnung von 2000 Franken ausgesetzt. Außerdem wird demjenigen, dessen Mitteilungen zur Beibringung der gestohlenen Gelder führen, fünf Prozent der aufgefundenen Summe versprochen. Der glückliche Finder, der die geraubte Gesamtsumme von rund 400000 Franken „beibringen" würde, könnte also 20 000 Franken verdienen. Es Ist eine alte Geschichte Z ü r i ch. Auf einer Polizeiwache stellte sich ein 28jähriger Mann und erklärte, in einem Hotel Im Vorort Oerlikon 6eine Gebiete erdrosselt zu haben. Die Untersuchung bestätigte dies. Der Täter gab an, letztes Jahr geschieden worden zu sein, wobei ihm ein Heiratsverbot auferlegt wurde. Als er 6«in jetziges Opfer durch Inserat kennenlernte, fand er nicht den Mut, die Wahrheit zu sagen, gab sich auch als reicher Mann aus. Die beiden hatten ein paar Ferienwochen zusammen verbracht, und das Mädchen drängte zur Heirat. Als sie sich jetzt trafen, beschloß der Mann, wie er sagte, ein Ende zu machen, gab seiner Geliebten in einem Getränk zehn Schlafpillen und erdrosselte die Eingeschlummerte. Die wirtlichen Motive seiner Tat wird wohl erst die nähere Untersuchung ergeben. Gegen vertraoensunwürdige Beamte Bern. Im Hinblick auf die im Dezember fällige Wiederwahl des Bundespersanals hat der Bundesrat Weisungen zur Auflösung des Dienstverhältnisses vertranensunwürdiger Beamter, Angestellter und Arbeiter des Bundes erlassen. Wenn diesen wegen ihrer politischen Tätigkeit das für ihre Stellung erforderliche Vertrauen nicht mehr entgegengebracht werden kann, sind sie zu entlassen. Das Vertrauen fehlt, wenn die Gewißhe t nicht mehr besteht, daß ein Dienstpflichtiger dem Lande die Traue unbedingt wahrt. Professor Josef Seinhart 75 Jahre alt Solothurn. Der frühere Rektor der 6olo- thurnischen Kantonsschule, Prof. Dr. h. c. Josef i Reinhart, der als Pädagoge einen ausgezeichneten I Ruf genießt, sich vor allem aber als Mundartdich- I ter einen Namen gemacht hat, konnte seinen 75. Geburtstag federn. Besonders Reihharts volksliedhafte Gedichtsammlung „Im grüene Chlee” gilt seit Meinrad Lienerts „Schwäbelpfyffli" 41913) als die bedeutendste lyrische Dlalekfedichtung der Schweiz. Tödlicher Unfall Im Steinbrech Buchs B u ch s. km Steinbruch der Basaltstein AG. am Buchserberg verunglückte der aus dem Wallis stammende stellvertretende Bruchmeister, der wegen Abwesenheit des Maschinisten den Raupentraktor bediente, womit Steine von der Bruchwand in den zur ersten Etage abfallenden Silo gekippt weiden. In der Bedienung des Fahrzeuges zu wenig erfahren, vermochte der Mann nicht mehr rechtzeitig den Traktor zum Stehen zu bringen, so daß Mann und Maschine über den Rohstein-Silo auf die erste Etage stürzten. Der Unglückliche, Familienvater von sieben unmündigen Kindern, erlitt einen schweren Schädelbruch und verschied noch vor dem Transport ins Krankenhaus. Neue reformierte Kirche B u ch s. Die beiden Kirchengemeinden Buchs und Rohr haben nach fast 25 Jahren Bemühungen endlich eine gemeinsame reformierte Kirche zu bauen vermocht und eingeweiht. Der außerordentlich ansprechende Bau ist (nach dem preisgekrönten Entwurf der Architekten A. und H. Oesdhger) bewußt dm Geiste und mit den Mitteln unserer Zeit errichtet worden. Bei größter Einfachheit wirkt die Kirche durch ihre harmonischen Verhältnisse und eine materialgerechte Durchbildung. Auch der innere Kirchenraum zeichnet sich durch schlichte Würde aus. RCUtd^Cuik Südwestfunk (SWF); Stuttgart (St) Beromünster (Be); Vorarlberg (V) SAMSTAG, 16. September: SWF: ;1.50 Baura- poscht! (Tübingen): 14.30 Frohes Wochenend-, 15.00 Rechtsgutachten; 20.00 Zur Eröffnung der internationalen Weinbau tagung; 22.30 Tana t 1.00 Jazz. St: 11.45 Der Bauernwald: 17.00 Melodien von Leo Fall; 19.00 Amerikanische Volksmusik; 20.00 Tanz: 22.00 Schöne Stimmen, u. a. Theodor Scheidl; 23.50 Tanz. Be: 15.10 Vom Uhkenmuseum in Le Lode; 16.00 Musik aus Schweden; 16.30 „Preisinsel Schweiz?**; 1935 Operetten-Melo- dien, 20.30 „Die Falschmünzer", Lustspiel; 21.25 „Talmas Ende", Einakter von Alfred Polgar; 22.05 Tanz. V: 16.30 Hörbilder aus Spanien, 18.00 Französische Bergsteiger im Himalaja; 20.15 Tiroler Volksmusik; 2230 Plauderei über die Bdlnburger Festspiele; 2235 Tanz. SONNTAG, 17. September: SWF: 1030 Eröffnungsfeier des Deutschen Weinbaukongresses; 12.20 Bach-Kantatei 14.00 Ich schreibe einen SchuLaufsatz; 17.00 Unterhaltungskonzert mit Elfie Meyerhofer und Herbert Emst Groh; 16.00 Reinhold Schneider, Politische Betrachtungen; 20.00 Donauesdringer Musiktage; 23.00 Maurois, Kursus über Eheglück. St: 8.00 Helfer in Garten und Feld; 9.45 Dichterworte: Belgien; 11.00 Industrie der Reinlichkeit; 1120 Liturgische Symphonie von Honegger; 13.30 Mozart in der Pfalz, Hörfolge; 17.00 Richard BilUnger „Der Gigant", Hörspiel; 20.05 Musik urid Dichtung der Völker; 22.20 Tanz. Be: 14.20 Worte und Musik zum Eidg. Dank-, Buß- und Bettag; 15.00 Zweierlei Bättag, Mundartplaudere;i 1620 „Der kluge Dieb", nach einem chinesischen Märchen; 20.00 SinfoniedCantate von Mendelssohn/Bartholdy; 21.15 Tempel der Einsamkeit; 22.05 Berühmte Sonderlinge: Leo Tolstoj. V: 14.30 Handharmanikaklub Wollis- hofen; 17.00 60 Jahre Bundestextilschule Dornbirn; 18.00 Lerne im Schiafl; 20.15 „Frühlingsluft'*, Operette von Strauß; 22.20 Lächle, lieber Hörer!; 23.00 Tanz. MONTAG, 18. September: SWF: 14.30 Landfunk (Freiburg); 44.00 Seltsame Schiffe; 17.00 Am dem Rhe nmärchen von Clemens Brentano; 20.00 „Mein Handwerk fällt mir schwer", ein Volksliederspiel; 21.00 „Dia weiße Dame", Oper von Bofldieu; 22.30 Cem- baiomusik; 22.45 Dem Gedächtnis an Richard Strauß. St: 14.00 Erdkunde: Frankreich; 15.30 Fröhliches Kibdertumeo; 17.40 Der Erfinder der Dauerwellen — ein Todtnauer; 21.00 Der Friede und die KP (US-Sendung); 22.00 Zeitgenössische Musik: Hindemith, Zillig, Diamond; 22.45 Staufische, 'Dichtung aus Italien. Be: 14.00 Plauderstunde unter Freundinnen; 16.00 Sinfonie Nr. 4 von Ph. E. Bach; 18.00 Jodellieder; 19.00 Hygiene des Alltags; 20.05 Unterhaltungskonzert, Cedric Dumont, mit Laie Andersen. V: 16.45 Kindermärcheni 18.45 Vom Blut; 20.45 Von den Philharmonikern bis zum Bar-Trio. Hartnäckige Bronchitis und schmerzhafter Husten I chronüdie Derldilelmung, fUembeldUDecüen metätn [alt 3nci Jahrsehnten mitl Dr.Boether-Tabletten erfolgreich beh&mpft. üc&uterhaltiges Spesialmittel mit I 7 erprobten H)irh|toffen.Sdileimlö(enb, ausnrarffStbetnb.nadihaUige Kräftigung I bet angegriffenen Getoebe. Packungen suMI.31 unb M3.21 in ollen flpathehen.1 Mahr ol« tourend schriftliche Anerlennrngen zufriedener Hute, | Dr. Boef her-Tabletten Wir geben sofort süfyen Most (reiner Saft) frisch von der Presse zu billigstem Preise ab. Obstbaugenossenschaft„Bodensee" eGmbH-, Radolfzell Fabrikgebäude Neubau mit über 6000 qm Gelände im Bodenseegebiet, Nähe Singen, zu verkaufen oder zu verpachten. Zu erfragen unter 27 085 Südkurier Waldshut/Baden. Korsettfabrik bietet fleilj. Dauerstellung bei sehr gutem Verdienst. Anfänger werden eingearbeitet. Bewerbg. mit Angabe bish. 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Sandkühler , Freiburg — Die Steigerung des Düngeraufwandes von BundesministerProfessor Dr. Niklas — Auch Raps gehört in den Anbauplan von Dipl.- Landwirt Wilhelm Sei- f r i z , Villingen — Ursachen des Arbeitermangels auf dem Lande von Dr. Josef Huggle, Konstanz — Aus der Arbeit der badischen Rinderzüchter von Hauptgeschäftsführer Dr. Gretsch, Radolfzell* — Mehr Getreide anbauen? von ö k o n o - mieratHeinrichRies, Freiburg. Zum Thema Rechtsfragen berichtet diesmal Regierungsrat' Walter Hopf, Auers/Allgäu, über Familien- gesellschaft in der Landwirtschaft Marktberichte und Preisnotierungen. Winke für den Wein- und Obstbau, für den .Garten und die Kleintierhaltung, Umschau in der Technik sowie praktische Vorschläge für den Arbeitsbereich der Landfrau und manches mehr machen die Landpost für den Leser wertvolL Schon durch einen einzigen guten Ratschlag, den Sie benutzen, macht sich die Landpost auf lange Zeit vielfach bezahlt! Über das Fachliche hinaus wird allerlei Neues und Unbekanntes aus unserer Heimat erzählt. Interessantes und Kurioses aus Deutschland und aller Weit berichtet. Der spannende Roman, die Kurzgeschichte und vieles zum Lachen tragen dazu bei, am Feierabend die gesamte Familie zu unterhalten. Für die kommenden langen Abende wird die Landpost jeden Monat eine landwirtschaftliche Denksportaufgabe bringen. Jeden Monat werden Preise für richtige Lösungen verteilt. DDE LAND POST für diB Arbeit das BauBrn für dsn Feierabend ssinar Familie Die Landpost erscheint monatlich zweimal. Für nur 00 PTennige monatlich bAcommen Sie die vielseitigen, nützlichen und unterhaltsamen Hefte durch die Ortsagenturen der Landpost und die Vertriebsstellen des Süd kurier (monatlich 5 Pfennige Zustellgeld) oder die Post (monatlich 6 Pfennige Zustellgeld) Ins Haus geliefert. 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Diese Störungen können unter Umständen Ihre Gesundheit gefährden, so daß man mit vollem Recht sagen darf: „Die Ursache vieler Krankheiten sitzt im Darm.“ Ein ausgezeichnetes Mittel zur Wiederherstellung einer geregelten Darm- und Verdauungstätigkeit sind die klinisch geprüften und empfohlenen Maffee-Dragees. Maffee wird mit bestem Erfolg angewendet bei Stuhlverstopfung, Darmträgheit, Verdauungsstörungen, Leber- und Gallenleiden, Stoffwechselstörungen und Fettleibigkeit. Machen Sie noch heute einen Versuch mit Maffee, er wird Sie von der prompten und reizlosen Wirkung überzeugen. Keine unerwünschten Nebenerscheinungen und ohne Gewöhnung! In allen Apotheken. DM 2.50. Togal-Werk München 27. TtUin ü. UU, wie tcüikCH RICHTERTEE ft HEIT um SCHtälW UNP HUCH - out tIHO AUCH PrllC-P«* 0 » I ( IMnhir **) Ehen — Einheiraten — Sofortige Verbindung allerorts! Prospekt und Auswahlliste in verschl. Brief ohne Abs. unverbindlich gegen Doppelporto. Der Wegweiser Briefbund, Ulm/D., Radgasse 16/5 K. 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Reiser erfahren durften, sagen wir auf diesem Wege unsem allerherzlichsten Dank. Insbesondere danken wir der ehrw. Schwester vom Vinzentiushaus für den Beistand und die aufopfernde Pflege. Herzliches Vergeltsgott der hochw. Geistlichkeit vom Münster für die trostreichen Krankenbesuche und Frau Laura Müller für den erhebenden Grabgesang. Ferner danken wir für die vielen Blumen-, Kranz- und Messespenden, sowie für die Teilnahme am Begräbnis und Trauergottesdienst. Konstanz, Inselgasse 8, den 16. September 1850 Im Namen aller Hinterbliebenen Frl. Josefine Maier DANKSAGUNG Vielen Dank für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Hinscheiden meines Gatten, unseres lieben Vaters, Schwiegervaters, Großvaters und Bruders Philipp Volkwein Besonderen Dank den Herren Ärzten und dem Pflegepersonal des Städt. Krankenhauses, ebenso für die Kranz- und Blumenspenden, und all denen, welche dem lieben Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen haben. Konstanz-Wollmatingen, Meersburg, 15. September 1850 In tiefer Trauer • Familien Volkwein und Albert Unser Markus hat ein Brüder- chen Wolfgang bekommen. In dankbarer Freude Julie Maurer geb. Rohr z. Z. Wöchnerinnenheim Walter Maurer Konstanz, 13. September 1950 en BLUMENSTUBE Curt Wunderlich Konstanz, Gottlieber Sfr. 38 Tel.fon 1369 Dekorationsstoffe Stores Scheibenvorhänge Blähungen «. Hämorrhoiden, Scheer-Pillen I das altbewährte Heilmittel. 1 Packung ca. 200 Pillen DM 3.50. Erhältlich ln Jeder Apotheke. Obstbauern und Obstwarte! Apfel- und Birnstammblldner, auch %-Stämme und alle anderen Obstgehölze in bester Markenware preisgünstig. Verlangen Sie Angebot. Baumschule E BERTS, BADEN-OOS Telefon Baden-Baden 61 283 Holzwerke Pfuliendorf Säue- Hod Hobelwerk Halzgrolhandlu, Laufend Abgabe von: Hobelspänen, Sägemehl für Industrie und Streuzwecke; ferner Fi.-Schwarten und Spreißelholz Reformhaus G. 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September 1950 wieder geöffnet Freue midi, meine Kunden wieder begrüßen zu können. = Haff-Nähmaschinen jetzt Neugasse^o ^ An alle Obsterzeuger! Für die Woche vom 17. 9. bis 23. 9. 1950 werden folgende Obßtsorten zur Ablieferung an den Sammelstellen weiter freigegeben: Apfel: Harberts-Renette, Sommer-Prinzen, Röders Goldrenette, Rote Stern re nette; ferner soweit angegelbt und farbig: Salemer Klosterapfel, Bienheim. Grüne Ware drückt den Preis. Birnen: Bosc’s Flaschenbime, Clairgeaus, Gute Luise, Bergamotten, Di eis Butterbirne, Chameu, Hofrats. Steinobst: Deutsche Hauszwetschge. Mostäpfel und Gelbmöstler, faulfreie und frische Ware, werden nur nach vorheriger Rüdefrage bei der Sammelstelle bzw. bei der Obstbau- Genossenschaft angenommen. Die Verladekontrolle ist im Gange, weshalb wir nochmals dringend bitten, bei der Sortierung den strengsten Maßstab anzulegen, da nur bestsortierte Ware guten Absatz findet. Auch B-Sortierung muß noch eine gute handelsfähige Haushaltware darstellen, die deutlich vom Mostobst zu unterscheiden ist. Obstbau-Genossenschaft „Bodensee“, e.G.m.b.H., Radolfzell / SÜDKURIER Jimtjtanjer Irituna Nr. Hl / Seite 9 -v f ^ fömftatt} beit 16.September 1950 Äbenö am Segelhafen Stubenluft und Alltag hängen schwer ln den Kleidern, da trete ich an die Bucht, dort, wo sich der Segelhafen anschließt. Drüben am verwitterten, von Wind und Wasser ausgelaugten Steg liegen sie, die Kähne der Freiheit, im Wiegen des Sees leise schaukelnd. Das Licht spielt fröhlich mit ihren Farben, dem braunen Holz der jetzt unbekleideten Masten, Gestänge und den grauen Zeltbahnen, setzt kleine goldene Feuerchen auf die spiegelblanken ’Bootswände. Ich meine gar etwas zu schnuppem von dem Duft der frischen Seeluft nach Tang und Fisch, der in den Decken ihrer jetzt verwahrten weißen Flügel hängt. Leise und weich gleitet eine Jolle mit gespannten Segeln in den heimatlichen Hafen. Sif führt eine fröhliche Gesellschaft mit sich, aus der nun eine junge Frau wendig nach der Boje greift, um das Boot festzumachen. Wir, Zaungäste des 'Sommertages, dürfen Zeuge werden des frischen, eifrigen Tuns, das sich im Boot ausbreitet, um es für die Nacht zu verwahren. Die Segel ratschen leise schnurrend den Mast herunter, es wird gefaltet, gebunden, geräumt, die Bade- und Sonnenanzüge mit dem Pullover und den Shorts vertauscht, die Taschen gepackt, — und nur in den braunen und blonden Haaren knistert noch die Sonnehwärme des Tages. Draußen streicht wiederum eine große weiße Jacht herein. Mit geblähten Segeln breit sich gegen den blauen Himmel abzeichnend geht sie majestätisch vor Anker. Am Ufer wird uns die eigene Schwere bewußt und Verlangen ergreift uns nach der Weite des blauen Sees, um selbst an Bord zu stehen, das Rauschen des Windes in der weißen Wand von Leinen im Rük- ken zu haben, vor uns den Bug, der in das aufspritzende Wasser schneidet. Da lehrt uns der Knabe, der vor uns in einer alten Holzkiste mit einem einfachen Knüppel, einst wohl ein Paddel, voller Eifer „rudert“ die Weisheit des Elements, das keinem seine Freuden verwehrt, der sich ihm ganz hingibt. Drei kleine Mädchen, vom Spielen wohl müde geworden, sitzen auf der Ufermauer, dicht zusammengekauert* und aneinandergeschmiegt staunen sie in den warmen Abend. -n- Europae Fahnen über Konftanz Am Montag beginnt der 4. Kongreß der Europäischer Parlamentarier !=■ Wie zu Konzilszeiten von 1414—1418, so steht Konstanz vom kommenden Montag an auf vier Tage mit im Blickfeld europäischer Tagespolitik: Der 4. Kongreß der Europäischen Parlamentarier, der unter dem Ehrenvorsitz von Bundeskanzler Kon- rad Adenauer, der früheren französischen Ministerpräsidenten Georges Bidault und - Paul Reynaud, dem ehemaligen Reichs- tagspräsidenten Paul Lobe, dem italienischen Außenminister Graf Carlo Sforza und dem italienischen Ministerpräsidenten Alcide de Gasperi steht und vom 18. bis 21. September im Konzil tagt, kann für die weitere Entwicklung der europäischen Politik von Bedeutung sein. Dem Konstanzer Kongreß sind im Januar und Juni 1950 in Basel bziw. Riheinfelden (Schweiz) Besprechungen deutscher und französischer Parlamentarier vorausgegangen. Beide Tagungen leisteten gewissermaßen die Vorarbeit für den am Montag in Konstanz beginnenden Kongreß, an dem sich 230 Vertreter aus Frankreich, England, Deutschland, Belgien, Luxemburg, Holland, Italien, Saargebiet und der Türkei beteiligen. Aus Neutralitätsgründen entsendet die Schweiz lediglich Beobachter nach Konstanz; die Teilnahme der skandinavischen Länder war bis gestern Abend nicht endgültig zu erfahren. Der Kongreß behandelt Probleme, die gegenwärtig im Mittelpunkt des weltpolitischen Geschehens stehen. Die Delegierten werden voraussichtlich über folgende vier Punkte referieren; 1. Sicherung der Durchführung der von der Straßburger Europa- Versammlung im August 1950 angenommenen Entschließungen durch ein Zusammenwirken der nationalen Parlamente. 2. Verteidigung Europas und des Friedens. 3. Politische Koordination der verschiedenen europäischen Wirtschaftspläne. 4. Der europäische Charakter der Flüchtlingsfrage. Die Tagung, bestehend aus Vollversammlung und Koromissionssitzungen, findet im Insel-Hotel und im oberen Konzil- Saal statt, wo drei große Tischreihen für Delegierte, Gäste und für die rund 50 Vertreter in- und ausländischer Zeitungen reserviert sind. Morgen, Sonntag, tritt um 18 Uhr im Stadtratssaal der Rat der Union zusammen. Am Montag findet nach vorheriger Bildung der nationalen Delegationen im Insel-Hotel die Eröffnungssitzung um 10 Uhr im Konzil-Saal statt. Um 14.30 Uhr folgt die erste Vollversammlung. Der Dienstag ist Kommissions-Sitzungen in Insel-Hotel und Rathaus Vorbehalten. Um 18 Uhr findet voraussichtlich auf der Marktstätte eine Kundgebung statt, bei der iu„ a. der bekannte Vorkämpfer für den Europa-Gedanken, Graf Coudenhove-Ka- lergi und der Präsident des [Kongresses, der Vorsitzende der sozialistischen Fraktion in der belgischen Kammer, Abgeordneter Bohy-iBrüssel, sprechen werden. Für den Mittwoch sind zwei Vollversammlungen (9 Uhr und 14 Uhr) im Konzil vorgesehen. Einige gesellschaftliche Veranstaltungen, darunter ein Empfang bei Prinz Lennart 'Bernadette auf der Insel Mainau und ein Bankett im Insel-Hotel vervollständigen das Programm. * Die Mitglieder der deutsch-französischen Vereinigung, die den Verhandlungen als Zuhörer 'beiwohnen wollen, erhalten Eintrittskarten am Samstagvormittag im Sekretariat des Europa-Hauses, Konstanz. Tagung der Polizeichefs Am 18. und 19. September halten die Polizeidezernenten sämtlicher Innenministerien der westdeutschen Bündesrepubltk in Konstanz ihre turnusmäßige Sitzung ab. An der Tagung, die im Ratssaal in der Hussenstraße stattfindet, beteiligen sich etwa 40 Referenten. Auf dem Programm steht die Behandlung von neuen Gesetzen und Verordnungen, die von der Bundesregierung in letzter Zeit erlassen wurden, und zu denen nun die Fachreferenten auf der Konstanzer Tagung die Ausführungsbestimmungen für die einzelnen Bundesländer abzustimmen haben. Auf Anfrage teilte der Leiter der Tagung, Oberregierungsrat Trippei (Freiburg) mit, daß bei der Zusammenkunft der Polizeichefs nicht über die aktuelle Frage der Aufstellung einer Bundespolizei gesprochen werden wird. Die Tagungsteilnehmer werden außerdem einen Ausflug nach der Insel Reichenau, nach Meersburg und Ueberlingen unternehmen. über 30000 Übernachtungen in Oer Jugendherberge Jugend aus ganz Europa gibt sich ein Stelldichein Die schön gelegene Jugendherberge von Konstanz im Jahre 1931 auf der All- mannsdorfer Höhe erbauten Wasserturm der Stadt Konstanz erfreute sich auch in diesem Jahre größter Beliebtheit bei der wandernden Jugend. Von März bis Ende August wurden sie von 17 833 Jugendlichen, 11 382 Jungen und 6451 Mädchen, besucht Im gleichen Zeitraum wurdest 30114 Uebernachtungen gezählt. Einbegriffen in diese Zahl sind 193 Ausländer mit insgesamt 280 Uebernachtungen. Im vorigen Jahr^waren es von März bis November insgeRimt 27 911 Uebemachtun- gen, eine Zahl, die also 1950 schon bis Ende August wesentlich übertroffen wurde. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß in diesem Jahr die beiden neu erstellten Zeltlagerplätze in Konstanz-Staad einen erheblichen Teil der Jugendwanderer aufnahmen. Wer kennt sich am besten aus? Mit der Zielfährt des ADAC an diesem Wodienende nach Konstanz ist euch eine Orienti erungsfalhrt verbunden. Von elf Startorten aus müssen die Motorrad- oder Autofahrer verschiedene Kontrollorte an- fähren. Diese Orte weiden, erst beim Start mitejeteiit. Den Startort kann jeder Teilnehmer selbst wählen. Als Preise winken goldene, silberne und bronzene Plaketten. Für die Teilnehmer der Zielfahrt, die bereits am Samstag in Konstanz eintreffen, findet am Abend im Insel-Hotel eine unterhaltende Veranstaltung statt, bei der die bekannten Schweizer Künstler Vodl : Geiler und Heinz Morath mitwirken werden. Sonderzug nach Freiburg Die Eisenbahndirektion Karlsruhe fährt zu der Kundgebung der badischen Bauern in Freiburg morgen Sonntag, einen Sonderzug mit 50 % Fahrpreisermäßigung ab Konstanz mit Halt auf den UnterwegS- Bahnhöfen Petershausen, Reichenau, Allensbach, Radolfzell, Singen. Abfahrt Konstanz 5.00, Rückkunft 23.01. Nähere Auskünfte am Fahrkartenschalter. Auf zum Oktoberfest Das Eisenbahnverkehrsamt macht schon heute darauf aufmerksam, daß am Sams- tag/Scmntag, den 30. September/1. Oktober anläßlich des Münchner Oktoberfestes ein Verwaltungssonderzug mit großer Fahrpreisermäßigung vom Bodenseegebiet nach München und zurück fährt. Der Sonderzug wird am Samstag gegen Mittag in München eintreffen und erst wieder am Sonntag gegen Abend zurückfahren. Genauer Fahrplan und Fahrpreis wird noch durch Zeitungsanzeige rechtzeitig bekannt- gegeben. i Der Stadtrat besichtigt Den Mittwochnachmittag der kommenden Woche hat der Stadtrat für Besichtigungen vorgesehen. Zunächst werden die neu erstellten städtischen Wohnbauten an der Zasiusstnaße besichtigt und anschließend das neuerbaute Wasserreservoir auf der Friedrichshöhe besucht. Anschließend wird dem Atelier des Kunstmalers A. Eiermann ein Besuch abgestattet und schließlich noch ein neues Röntgenlaboratorium in der Mainaustraße besichtigt. Es gibt noch Kavaliere! Etappensieger der Deutschlandrundfahrt war in Konstanz das Mitglied der belgischen Mannschaft Gyselinckx. Er gewann damit als zusätzlichen Preis zu dem Preis des Oberbürgermeisters einen zehntägigen Aufenthalt im Kurhotel „Waldbaus Jakob“. Der Stifter des Preises, der Kreisdelegierte des Hotel- und Gaststättengewerbes, Hotelier Emst Siegel, hat jetzt von der Pressestelle des Arbeitsausschusses die Nachricht erhalten, daß die belgische Mannschaft diesen Preis an die Sekretärin des Arbeiteausschusses der Deutschlandrundfahrt, Frau Lilo Ropowski- Milasta aus Hannover abgetreten hat. Er wollte in die Schweiz Ein 14 Jahre alter Jugendlicher hielt es ln seiner Heimat in Württemberg nicht mehr aus. Er zog den Anzug seines Bruders an, nahm 400 DM aus der elterlichen Kasse und fuhr mit seinem Fahrrad nach Konstanz. Hier kaufte er ein 26 m langes Bergseil und Kleidungsstücke, die man in den Bergen benötigt, und außerdem eine Schweizer Flagge. Der junge Mann hatte die Absicht, von Konstanz aus in die Schweiz zu gehen. Dieses Vorhaben machte die Kriminalpolizei zunichte. Sie nahm den Jungen fest und wird ihn wieder nach Hause zurückbringen, allerdings hat sich seine Barschaft in der Zwischenzeit um 150 DM verringert. Alles will handeln! Im» ersten Halbjahr dieses Jahres wurden allein aus den. Kreisen Konstanz, Stockach und Ueberlingen 233 Anträge auf Zulassung zum Großhandel, Einzelhandel oder Vertretergewerbe von der Industrie- und Handelskammer Konstanz beurteilt. Hiervon entfallen 133 Anträge auf das erste Vierteljahr. Für Antragsteller, die eine mehrjährige kaufmännische Vorbildung nicht nachweisen konnten, wurden im 1. Vierteljahr 27 Sachkundeprüfungen abgenommen. Im 2. Vierteljahr waren es 16 Sachkundeprüfungen, wovon vier nicht bestanden wurden. Von den 19 Prüfungen in den Monaten Juli und August mußten fünf als nicht bestanden erklärt werden. Rentenzahlung beim Postamt Die Versorgungsrenten für Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene für den Monat September 1950 werden schon am 20. September an der üblichen Stelle von 8—12 und 14—18 Uhr gezahlt. Nachzügler erhalten die Rente vom 21. 9. bis einschließlich 23. 9., 18 Uhr, am Schalter 3. Renten, die bis zum 23. 9. 1950, 18 Uhr, nicht abgeholt sind, müssen dem Versorgungsamt Freiburg zur Verfügung gestellt werden. Eine Benachrichtigung der Empfänger kann künftig nicht mehr erfolgen. Menschen im Alltag Wir roollen uns nicht beklagen ♦. ♦ Ein Blick hinter die Kulissen einer Konstanz«* Familie „Di« Zeiten sind schwer.“ Jeder hat seine Sorgen, seine Klagen, mag er nun eine neue Mercedes-Limouscne fahren und eine Villa am See bewohnen, mag er als Beamter, als Angestellter oder Arbeiter für seine täglichen acht Stunden ein angemessen, erscheinendes Einkommen beziehen. Gibt es einen, der nicht klagt? — Kaum. — Der eine tut es laut, der andere leise. Niur sind die Lauten nicht immer die Aermsten. Ihnen möchte ich von einem Besuch erzählen, von einem zufälligen, Besuch bei einer neunköpfigen Familie in Konstanz. Wieviel Geld — so dachte ich — muß ein Familienvater verdienen, um diesen Standard zu halten? — Die Vierzimmerwohnung dürfte etwa 70—80 Mark im Monat kosten. Licht, Gas und Brennmaterial — sagen wir 30 [Mark monatlich. Das Essen für neun Personen, unter denen keine ganz kleinen Kinder mehr sind, was wird das kosten? — Wollen wir einmal sehr bescheiden rechnen, so 'bescheiden, daß bei den heutigen Lebensmittelpreisen ein Mensch davon nicht satt werden kann: Eine Mark pro Kopf und Tag. Ebenso bescheiden wollen wir die aUernotwendigsten, unumgäng- Wenn acht Personen um den Tis cif sitzen, da muß es schmecken. Aber es ist heute nicht leicht, ohne weiteres die Mittel für eine so große Tischgesellschaft aufzubringen, denn vor allem die Jugend hat stets einen guten Appetit. (Aufnahme: Schneider-Hesse)! Wir können sie getrost beim Namen nennen, denn die Familie Voilmar in der Spa nierstraße 30 braucht sich durchaus nicht zu verstecken. Von den sieben Kindern be. suchen drei die Oberachule. Weil sie begabt und fleißig sind, müssen sie kein Schulgeld bezahlen. E in Sohn hat bereite die Höhere Handelsschule absolviert und arbeitet zur Zeit, da er noch keine Stellung gefunden hat, als landwirtschaftlicher Praktikant. Dann sind die drei Jüngsten da, die noch auf die Volksschule gehen. Sechs von ihnen und die Eltern sah ich bei meinem Besuch. Sehr einfach, sehr sauber angezogen waren sie alle. Die guten Manieren der Kinder-ließen mich auf eine liebevolle sorgfältige Erziehung schließen. Keines machte den Eindruck, etwa schlecht ernährt zu sein. Die Wohnung: Vier mittelgroße, schlicht eingerichtete Zimmer, Küche und Bad. Ueberall Ordnung und Sauberkeit. Mein Eindruck: Eine glutbürgerliche große Familie auf einem kleinen Lebensstandard. Gut. Während alle ihr einfaches Abendessen verzehrten;, hatte ich Zeit zum Rechnen. Pinfel, Seife unO Klinge imiröen nerfchminöen ♦ ♦. Männer drängten sich gestern zum Trockenrasieren So bescheiden und anspruchslos die Männer in punkto „make-up“ und Kleidung auch eajn können, am Bart wollen eie sich nicht kitzeln lassen. Das würde ihre Eitelkeit verletzen. Sie haben viele Liebhabereien, aber nur ein — leider unerläßliches — Steckenpferd: die Rasur. Der Kampf um das glatte Kinn ist die „blutigste“ aller täglichen Pflichten. So ist es nicht verwunderlich, wenn sich auch die Technik um den Bartwuchs des Einzelnen kümmert. Erst nahm sie sich seiner mit einseifender Geste und scharfen Rasiermessern an, dann stellte sie Klingen mit x-maliger Benützung her. Nun sollen aber Rasierapparat, Klingen, Messer, Seife und Pinsel vom morgendlichen Toilettentisch verschwinden. An ihre Stelle würde ein Volks-Trockenrasierer treten, der, laut Prospekt und jahrelanger Erprobung, das Rasieren um die halbe Zeit verkürzen, es angenehmer und vollkommen unblutig machen soll. Um sich davon zu überzeugen, waren gestern zahlreiche Neugierige und ernsthafte Interessenten in den St. Johannsaal gekommen und sich den seit zwei und drei Tagen stehen gelassenen Bart entfernen zu lassen. Schon wenige Minuten nach Eröffnung der Philips-Schau surrten die Trockenrasierer. Man sage nicht, daß die älteren Herren keinen Wert mehr auf ein frisches Aeußere legen: zwei Drittel der abgeschnittenen Barthaare, die eich in der Haarkammer der Maschine sammelten, hatten das Sübergrau der über 50jährigen. Es waren kritische und prüfende Gesichter, die im Spiegel das glatter werdende Kinn beschauten. Selbst Barthaare in Grammophormadellänge und -stärke mußten schließlich ihre beachtliche Größe dem Versuch opfern. Aber nicht bei allen hatte das routierende Messer (3600 Um- drehungen^Min.) die radikale Wirkung getan. Es war eben doch noch ungewohnt Ob es auch noch Apparate geben wird um lästige Haare auf den Zähnen zu entfernen? Dann würde sich vielleicht die Anschaffung schneller bezahlt machen als dieses* jetzt bei 48 D(M der Fall ist hl- Wer hat ärztlichen Sonntagsdienst? Am Sonntag, 17. September, versieht Dr. Bundschuh, Schützenstraße 20, Tel. 60, ärztlichen Dienst. Von den Apotheken hat die Mohrenapotheke Sonntagsdienst und in der kommenden Woche Nachtdienst. — Bereitschaftsdienst der Garagen am 16717. September: Adam Müller, Bodanplatz 3, Tel. 485. liehen Ausgaben für Kleidung und Schuhwerk ansetzen: Zwanzig Mark im Monat Für Wasch- und Putzmdttel muß man, um eine Wohnung und die Wäsche so sauber au halten wie hier, wenigstens zehn Mark ausgeben. — Zusammengerechnet: 400 DM monatlich. Aber wie gesagt, um mit diesen 400 DM auszukommen, müssen' die neun Personen schon ausgesprochen dürftig leben, An den kleinsten „Luxus“ wie Bier, Zigaretten, Kaffee oder Kinobesuch ist dabei überhaupt nicht zu denken. Ebensowenig an irgendwelche Neuanschaffungen, wie [Bettwäsche, Haus- und Küchengeräte. Herr Voilmar verdient in seiner Stellung als Krankenpfleger zur Zeit, sage und schreibe 2179 DM im Monat. Das ist für einen Krankenpfleger ein normales Gehalt. Herr Voilmar sagt: „Ich kann mich durchaus nicht beklagen, die Sätze 6ind nun einmal so, dagegen ist nichts zu machen. Ich bin sogar — sagt er — dem Herrn Oberbürgermeister unendlich dankbar, weil er sein Menschenmöglichstes tat, als ich arbeitslos war, meiner Familie aus der größten Not zu helfen. Ich sehe noch, wie aufrichtig er sich mit uns freute, als es endlich gelungen war, mix die Stellung zu verschaffen. Wie man das macht? — Wie man neun Personen von 279 Mark im Monat erhält? — Nun — sagt Frau Voilmar — die Hauptsache ist, daß die Kinder satt werden. Dafür muß man hin und wieder Verwandte in der Schweiz um Hilfe angehen. Die leben allerdings selbst sehr bescheiden und haben gesagt, sie könnten nun nicht mehr helfen. Wenns garnicht mehr geht, macht man wohl auch hier und da einmal Schulden. Aber das ist furchtbar drückend und man versucht, es nach Möglichkeit zu vermeiden. Arbeiten sollen die Kinder! — So sagt man zu uns. Aber, mein Gott, sie sind doch begabt, sie haben Sprachtalente, sie sind gut in der Schule. 'Man will doch, daß die Kinder es einmal besser haben im Leben als wir. Der Aelteste, der Neunzehnjährige, wird ja nun hoffentlich bald so weit sein, daß er etwas verdient. Und mem Mann, der jetzt drei Monate lang wegen Unterernährung nicht arbeiten konnte, soll eine kleine Zulage bekommen, so daß wenigstens für seine Verpflegung gesorgt ist. Nein, wir wollen uns nicht beklagen. Irgendwie wird man sich schon durchschlagen. Es war nur ein Zufall, daß ich die Fa- miliej Voilmar kennenlernte. Wie viele Familien mögen in Konstanz und wie viele erst in ganz Deutschland unter ähnlichen wenn nicht gar noch traurigeren Verhält- nissen leben? — Wir wissen es ja — wird man sagen — Ihr braucht es gar nicht erst an die große Glocke zu hängen, Ihr ändert ja doch nichts daran. — Es mag dahingestellt bleiben, ob wir es ändern können, ob Ihr es ändern könnt, ob nicht... Es ist auch keine große Glocke an die wir hier das Schicksal der Familie Voilmar gehängt haben, nein, es ist tut ein kleines Glöckchen gewesen in dem großen Klageliederchor von den „Schlechten Zeiten“, ein Glöckchen, dessen Klang wir alle nur zu gerne überhören. Lampe War sduSn ist. MundgsnKh farbenen Zahnbelag morgens regelmäBige Zahn- Chlorodont Hfl Leo-Werke GmbH• Frankfurt/M. Samstag, 16. September 1950 8ÜDK9BIEB Nr. 111 / Seite 10 ■äiiv Jugendfunktionäre aus den Betrieben des Seekreises traten sich am vergangenen Wochenende aut der Jugendherberge Singen zu einer Wochenendschulung. Am Samstag sprach Oberregierungsrat Dr. Huggle vom Arbeitsamt über das Jugend- schutzrecht- Er wies vor allem auf die Mängel hin, die dem heute noch gültigen Jugendschutzgesetz von 1938 anhaften, und betonte die Dringlichkeit einer Neufassung. In der anschließenden Diskussion wurden Fälle aus der Praxis der Jugendvertreter besprochen und eine Resolution an den Hauptvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes abgefaßt, in der weitere Vorstöße in der Neubearbeitung des Jugendschutzgesetzes gefordert wurden. Nach dem Mittagessen kamen alle Jugendvertreter in einer Diskussion über aktuelle Jugendfragen zu Wort. Unter anderem wurde auch das Problem der Remilitarisierung angeschnitten, zu dem sich der größte Teil der Anwesenden ablehnend äußerte. Des weiteren kam das vom DGB geforderte Mitbestimmungsrecht zur Sprache. Hier gaben sogar die jüngsten Kollegen schon der Meinung Ausdruck, daß nur auf diesem Wege die Lösung der sozialen Frage und eine vernünftige und gerechte Lenkung der Wirtschaft möglich sei. Der Sonntagvormittag war mit dem Referat von Verwaltungsdirektor Riegger (AOK Konstanz) über die Entwicklung der Sozialversicherung ausgefüllt. Heute kommen die Berner Gäste Wie schon berichtet, wird die Kavallerie-Bereitermusik Bern über das Wochenende Konstanz einen Besuch abstatten. Die Kapelle setzt sich aus Bereitem des Ka- vallerie-Remontendepots Bern zusammen und wird ihre frühere kleidsame Dragoner- Uniform 1914/18 tragen. Sie trifft 15.21 Uhr in Kreuzlingen ein und marschiert an- schUeßend mit klingendem Spiel nach Konstanz. Hier findet um 17 Uhr ein kleiner Empfang im Rathaushof statt. Um 20 Uhr konzertiert das Musikkorps im Stadtgarten. Bei schlechtem Wetter wird das Konzert auf den Sonntagnachmittag verschoben. In diesem Falle würde das für die gleiche Zeit angesetzte Konzert des Handharmonika-Orchesters auf den Abend verlegt. Neuer Sportausschuß im VfL Konstanz Die stark besuchte Jahresteuptversamni- Iiunq der Fußballabteilung des VfL Konstanz in „St, Johann“ Heferte auch in Rechenschaftsberichten und in der Diskussion einen lebhaften Beweis dafür, daß in dieser* Abteilung reges Leben herrscht und daß die Fußballöffentlichkeit am Konstanzer Fußballeben außerordentlichen Anteil nimmt Uber vier Stunden saßen die Fußballfreunde zusammen, und aus Vorschlägen, Anregungen und Kritik ging hervor, daß alles getan und gesagt wurde, was jedem am Herzen liegt: dos Ansehen des Konstanzer Fußballsports. Der Präsident des VfL Konstanz, Graf L. Douglas, leitete die Versammlung wie immer straff und mit der Geschicklichkeit, die schließlich verschiedene Meinungen zium guten Ganzen zusannmenführt. Sportausschußvorsitzender Rümeli, der nach jahrelanger unermüdlicher Arbeit ebenso wie sein altverdienter Atlatus Nüßle aus geschäftlichen Gründen gern Amt zur Verfügung stellte, gab einen umfassenden Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit der fünf Fußballmannschaften. Jugendleiter Schneider konnte mit berechtigtem und verdientem Stolz trotz großer Schwierigkeiten auf eine erfolgreiche Jugendarbeit hinweisen. Die Rechnungsprüfer konnten schließlich Kassier Linder bestätigen, daß die Rechnungsführung einwandfrei und äußerst sparsam war. Nach der Entlastung widmete der Präsident den Funktionären, vor allem auch den scheidenden Ausschußmitgliedern im Namen der Fußballgemeinde herzlichsten Dank. Mit großer Mehrheit wurde folgender Sportausschuß für die laufende Saison gewählt: Vorsitzender: Ohr. Stadel: Beisitzer: Dietrich, Gerspacher, Sipennemann (Amateure), E. Klökler, Gebauer, Riedmülleri Jugendleiter: Fritz Schneider: Jugendaus- sdiuß und Betreuer: Röth, Zimmeraann, Kugler: 1. Kassier: Linder: 2. Kassier: Breinlingier; Revisoren: Boos, Braungart. Keine Kochgerüche mehr! Die Konstanzer Hausfrauen haben schon wieder Gelegenheit etwas zuzulernen. Diesmal sind es die Presto-Werke, Stuttgart, die teils in den Bayrischen Bierhallen, teils im Grünenberg ihnen etwas beiforin- gen wollen. Wie man sich denken kann, nicht aus bloßer Nächstenliebe. Man will den Hausfrauen zeigen, wieviel Vorteile das Kochen, richtiger Dämpfen, nach dem Presto-Verfahren hat. Wer die Vorteile ihres Verfahrens erkannt hat, so hoffen die Presto-Werke erfahrungsgemäß nicht zu unrecht, interessiert sich für den Kauf der einschlägigen Presto-Erzeugnisse. In erster Linie handelt es sich um einen Spanner, der jeden Kochtopf so verschließt, daß kein Dampf mehr entweicht. Jeder Topf wird auf diese Weise also zu einer Art Schnellkochtopf mit all den bekannten Vorteilen; Ersparnis an Heizenergien, an Nahrungssubstanz, an Kochfett, an Zeit und was nicht zu verachten ist: es gibt keine Kochgerüche! Eier zu 23 und 26 Pfennigen Auf dem gestrigen Wochenmarkt herrschte eine Eierschwemme. Deutsche Landeier, deren Preis unterschiedlich auf 25 und 26 Pfennigen stand, wußten sich trotz der billigeren Preise der belgischen, französischen und polnischen Eier (22—24 Pfg.) zu behaupten. Auf den Fischständen lagen die Kretzer (70—90 Pfg. das Pfund) wenigstens mengenmäßig obenan; für Blaufelchen zahlte man 1.80 DM und für Hecht 1.50. Junghähne und Junghennen hielten sich mit 2.00—2.20 DM die Waage, fanden aber, da sich der Geldbeutel der Hausfrauen immerhin schon auf dem halben Monatsweg befindet, nur stockenden Absatz, Groß war wieder das Angebot an Blumen, ein Strauß Astern zu 20 Pfg.. Dahlien in allen Farben, das Stück zu 5 Pfg. Wir notierten weiter; Aepfel 20 Pfg., Kopfsalat 15 Pfg., Endivie 15 Pfg., Weißkraut 10, Totentrompeter und Ziegenbart 50, Paradieser Zwiebeln 10, Sellerie 20, Tomaten 10, Zwetschgen 12, italienische Malagatrauben 60, Blumenkohl 50, Paprika 60, Stangenbohnen 26 Pfg. Trauer um einen verdienten Schulmann Nach längerer Krankheit verschied dieser Tage Hauptlehrer i. R. Engelbert Kienle im Alter von 69 Jahren. Ueber 30 Jahre stand Engelbert Kienle im Schuldienst. Der allgemeinen Wertschätzung, der sich der Verstorbene in seiner Woll- matinger Ruhezeit erfreute, entsprach die große Trauergemeinde, die sich zum Abschied am Grabe einfand. Stadtpfarrer Schmid dankte dem Verstorbenen für seine Tätigkeit als Dirigent und Organist des Kirchenchores St Martin. Die Volksschule Wollmatingen ehrte ihn als jederzeit bereiten Erzieher- Der Männergesangverein „Badenia“ Reichenau, brachte seinem ehemaligen Dirigenten, einen letzten Gruß. Die Ginaffen-AG- trauert um ihren geschätzten und beliebten Narrenvater. Bei den zahlreichen weiteren Kranzniederlegungen kam immer wieder von neuem die Trauer um den verdienten Lehrer zum Ausdruck. Sängerfahrt des Sängervereins Wollmatingen Der Sängerverein Wollmatingen stattete am vergangenen Sonntag, von herrlichem Herbstwetter begünstigt, dem Gesangverein „Hohenfels“ Sipplingen, einen Freundschaftsbesuch ab. Die verbindende Kraft des Liedes bewiesen die gemeinsam verbrachten Stunden der beiden Vereine. Ein wahres Preissingen, gemischt von mit Humor gewürzten Vorträgen der beiden Vereinsvorstände, sowie einer herzlichen Begrüßung durch den Bürgermeister von Sipplingen, ließen die Stunden im Fluge vergehen. Stunde der Kirchenmusik Das Programm des zweiten Abends in der Reihe „Stunde der Kirchenmusik“, der am kommenden Sonntag, abends 8 Uhr, in der Christuskirche Wollmatingen stattfindet, bringt eine Gegenüberstellung von Werken des Frühbarock mit Kirchenmusik der Gegenwart. Im ersten Teil gelangen selten zu hörende Orgelwerke von J. P. Sweelinck (Fantasia chromatica) und Sam. Scheidt'(Choralvariationen) zum Vortrag, ferner ein kleines geistliches Konzert für Baß und Orgel von Heinr. Schütz. Das Hauptwerk des Abends ist das geistliche Konzert für Baß, Violine und Orgel „Was betrübst du dich“ des zeitgenössischen Komponisten Hans F. Micheelsen. Der Abend wird gestaltet von Willi Kraus (Baß), Roland Weingartner (Violine) und Martin Gotthard Schneider (Orgel). Konstanzer Rafenpegel: 13. Sept.: 363; t4. Sept.: 361, 15. Sept. 359 Zentimeter. — Wasserwärme: Rheinstrandbad 19 Grad. Die leiöige Sportplafcfrage Mitteilungen aus der Stadtratssitzung vom Donnerstag, den 14. September Ueber den Konstanzer Sportplätzen waltet kein glücklicher Stern. Nach vielem Hin und Her glaubte man im Sommer ds. Js. die beste Lösung für die Ueberholung des Stadions gefunden zu haben. Die Vorbereitungen waren getroffen und inzwischen der Waldheim - Sportplatz hergerichtet worden, damit der Spielbetrieb dort aufgenommen werden sollte. Nun machte Oberbürgermeister Knapp in der Stadtratssitzung am Donnerstag die überraschende Mitteilung, daß wiederum eine Verzögerung eintrete. Das Tiefbauamt habe erklärt, es könne jetzt keine Leute für die Arbeiten im Stadion zur Verfügung stellen. Diese Arbeiten müßten bis 1951 zurückgestellt werden. Inzwischen wurde zwar der Waldheim-Sportplatz erweitert und ausgebaut, aber das Spielfeld noch mit Humus belegt — wer diesen Auftrag gegeben hat, war eigenartigerweise nicht festzustellen — so daß dieser Platz erst Im Sommer 1961 wieder benützt werden kann. Die Leidtragenden bei dieser etwas mysteriösen Angelegenheit sind einmal mehr die Konstanzer Sportler. Sie müssen nun wohl oder übel weiter auf dem holprigen Stadionplatz spielen und man wird im Winter wieder da» gleiche Schauspiel wie letztes Jahr erleben: an Stelle von Fußball wird Wasserball gespielt werden! Mit besonderer Betonung hob Oberbürgermeister Knapp hervor, daß man in diesem Fall der Stadtverwaltung keinen Vorwurf machen könne; sie habe durchaus korrekt gehandelt. Frau Stadtrat Leonhardt (SP) war erstaunt über den Betrag von 6000 DM, der für die Uebertragung von Rasen von Stromeyersdorf nach dem Waldheim -kl den Voranschlag dieser Arbeiten eingesetzt sei. Diese Summe erscheine ihr reichlich hoch; sie ersuche um Nachprüfung. In das sportliche Gebiet gehörte auch der Punkt „Ueberlassung von SchulräuS&utse 6taMtui Freiburg tagenden Verbandstages der Industriegewerkschaft Druck und Papier beauftragten den Zentralvorstand, das laufene Lohnao- kotmmen sofort zu kündigen, soweit das noch nicht geschehen ist. Die Lage aller in den Ge- werbezweigen DTuck und Papier Beschäftigten habe sich durch die Preissteigerungen der letzten Monate derart verschlechtert, daß neue Lohnverhandlungen eine zwingende Notwendigkeit geworden seien. Einheitlichkeit des Pachtwesens wird hergestellt Bonn. Dia Bundesregierung hat dem Bundesrat einen Gesetzentwurf über das landwirtschaftliche Pachtwesen zugestellt. Durch diesen Entwurf sollen die Zersplitterung der Pachtrechtsverhäitnisse beseitigt und das Pachtrecht den veränderten wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen angepaßt werden. Insbesondere sollen diejenigen Bestimmungen abgeändert werden, die bisher eine künstliche Verewigung der bestehenden Pachtverhältnisse verursachten. Damit soll auch den heimatvertriebenen Landwirten die Möglichkeit gegeben werden, Höfe zu pachten. Der Pachtschutz wird jedoch nicht radikal abgebaut. Die Langfristigkeit der Pachtverträge wird im Gesetz sogar besonders betont. Verlängert werden sollen langfristige Pachtverträge aber nur dann, wenn es dringend erforderlich ist. Wenn die Vertragspartner sich über die Aenderung eines Pachtvertrages nicht einigen, können sie ein Gericht anrufen. Sofern sich die Verhältnisse seit Abschluß des ursprünglichen Pachtvertrages stark verändert haben, setzt das Gericht dann einen neuen Pachtvertrag fest. Neu ist ferner, daß der Pachtschutz nicht unabdingbar ist, sondern beide Teile vor Gericht Verzicht leisten können. 50 Millionen Dosen Rindfleisch aus USA Bonn. Das Bundesernährungsministerium ist ermächtigt worden, 50 Millionen Dosen Rindfleisch im eigenen Saft (20 Unzen Dosen = id. 500 Gramm) aus den USA einzuführen. Vom Bundesfinanzministerium soll eine Zollermäßigung zugestanden werden, unter der Voraussetzung, daß die (Dosen banderoliert werden und einen festen Klein/verkaufspreis aufgedrudct erhalten. Es wird erwartet, daß sich der Kleinverkaufs- präis auf rund DM 1,10 pro Dose stellen wird. Das Schicksal der betrieblichen Pensionskassen Steuerfreiheit der Zuwendungen muß gewährleistet sein Kündigungsschutz der werdenden und stillenden Mütter U)us Cfasckuk im an Bankhaus Lindström? Kriminalroman vonHANS hyan ■ Splittericht veränderte keine Miene: „Ein Cadillac? . . . Welche Farbe hatte er denn?“ „Schwarz! Glänzend schwarz . . . und funkelnagelneu! . . . Das sah man, wiewohl er über und über bespritzt war.“ „Eine Limousine?“ „Ja, und was für eine!... Ich glaube, mein Herr, die werden Sie gar nicht einholen!“ Der Hotelier war brennend neugierig, den Grund der Verfolgung des Cadillac zu erfahren. Aber Splittericht war bei größter Liebenswürdigkeit sehr zugeknöpft. Er saß schon in seinem Wagen, winkte durch das geöffnete Fenster und war im Hui davon. Zunächst hielt er die Spur des amerikanischen Wagens ohne Mühe. Danach lag die Hauptchaussee in neu geschüttetem Schotter, er kam von der Fährte ab. Nach der Methode der Schweißhundführer, die er auf der Jagd so oft geübt hatte, griff er sofort zurück auf die Stelle, wo er die Fährte verloren hatte. Dort war er wieder gegen elf Uhr. Er fuhr zur Post und ließ sich ein Blitzgespräch nach Berlin geben- Konsul Lindström war jetzt um elf Uhr zweifelsohne in der Bank. Die Verbindung kam sofort. Splittericht überlegte genau, was er sagen wollte. Der Verdacht, der immer stärker in ihm wurde, gab ihm gerade dem Konsul gegenüber nicht das Recht, ihn zu äußern, ehe er absolute Gewißheit hatte. „Hier Splittericht. Guten Morgen, Herr Konsul! Ich klingele Sie an, um Ihnen zu sagen, daß alles gut geht und daß Sie sich in gar keiner Weise zu ängstigen brauchen. Ich bin mir noch nicht klar darüber, weshalb Fräulein Marion nach D.- gefahren ist... da ist sie übrigens nicht mehr. Der Mensch, der sie die beiden Jahre lang erpreßt hat, hat sie auch zu dieser Reise überredet oder gezwungen- Er hat sie gestern abend aus der Villa Pönsgen fortgeführt. Und daß Fräulein Marion ihm gefolgt ist, darin liegt wieder ein Beweis von der Macht, die er über sie ausübt... er ist mit der jungen Dame dann in westlicher Richtung abgefahren. Fräulein Marion ist froh und guter Dinge gewesen. Ich habe einwandfreie Beweise, daß die Spur, die ich verfolge, bis hierher richtig ist... Hier bin ich abgekommen, aber Sie dürfen versichert sein, Herr Konsul, noch ehe es Abend wird, habe ich sie wieder vor mir. Seien Sie doch, bitte, nur nicht aufgeregt. Das Wichtigste in solchen Dingen ist ein ruhiger, kühler Kopf- Wohin? Das werde ich Ihnen bei meinem nächsten Anruf sagen können. Ich vermute, daß sie von hier nach Nordwesten abgebogen sind und vielleicht ans Meer gehen ... Und bei Ihnen, Herr Konsul? ... Ach, Canist ist wieder da ... so .. • er redet noch immer dummes Zeug... ja ... das ist ja auch nicht weiter zu verwundern nach solchem Mordarausch. Und sonst? So... Ostermann hat angeklingelt ... wann? ... Um zehn Uhr? ... Also eben erst... von wo denn? •.. Aha_ Von Frankfurt am Main. So ... na ja, das liegt ja doch auf seiner Strecke. Er will nach Paris, nicht wahr, vielleicht an die Riviera ... wer’s doch auch so gut hätte! Also, verehrter Herr Konsul!. -. Schenken Sie mir weiter Ihr Vertrauen, ich hoffe, ich werde Sie nicht enttäuschen.“ Als Splittericht das Postamt verlassen hatte, setzte er sich in seinen Wagen und sagte zu dem Chauffeur: „Nath Frankfurt am Main. Und lassen Sie den Wagen laufen! Holen Sie alles aus der Maschine heraus, was drin steckt!“ Aber obwohl Splittericht die Stadt und die Umgegend nach allen Seiten wie der Blitz durchquerte, hatte er bis drei Uhr noch keine Spur von dem schwarzen Cadillac gefunden. Er klapperte die Tankstellen ab, sprach mit den Vorstehern der Polizeireviere und ließ durchblicken, daß er nicht allein einen Entführer, sondern einen Raubmörder verfolge. Aber trotz allem Interesse, das seine Verfolgung erregte, und trotz aller Hilfe die Beamte und Private ihm gaben, war es, als sei dieses schwarze Auto vom Abgrund verschlungen- Und nicht ihm, sondern seinem Schofför kam schließlich der rettende Gedanke: Hatte vielleicht detr Flüchtige den Wagen irgendwo untergestellt oder mit einem anderen vertauscht? Ja, das war es! Schon in dem dritten Autogeschäft, vor dem Splittericht hielt erfuhr er, daß jemand dem Geschäftsinhaber einen Cadillac-Wagen zu ungewöhnlich billigem Preise angeboten habe. Der Händler hätte ihn zwar nicht selbst gekauft, aber den Umtausch mit einem durchreisenden Italiener, der selbst einen Fiat fuhr, vermittelt. Splitterichts Aufgabe wurde hierdurch verwickelter. Er kannte den Fiat-Wagen nicht, mit Spurenkunde war also nichts mehr aufzustellen. Aber die Richtung, nach der der Verbrecher sich gewandt hatte, wies so einwandfrei nach Westen zur französischen Grenze hin, daß jetzt gar nichts anderes übrigblieb, als einfach draufloszusteuem und dann die Grenzen hinauf weiter nachzuforschen. Bei Bingen fuhr Splittericht über den Rhein. Es war vier Uhr. Da sah er einen Bettler am Brückenpfeiler sitzen. Er stieg aus und fragte den Mann, wie lange er dort säße. — „Von heute früh an.“ Es war ja eigentlich lächerlich, den armen Kerl zu befragen. Aber Splittericht gab ihm ein Fünfmarkstück und ließ sich etwas erzählen. Und wirklich: das Glück stand wieder einmal an seiner Seite. Der Mann hatte einen Zusammenstoß zwischen einem Lastauto und einem braunen Wagen beobachtet. So gegen elf etwa. Die Insassen, ein Herr und eine Dame, wären mit dem Schrecken davongekommen. Aber das Auto wäre vollständig demoliert worden. Splittericht ließ sich das Paar näher beschreiben und sah vor sich eine schlanke junge Frau im silbergrauen Pelz mit einer Kappe auf dem sehr blonden Haar. Der Mann trug ebenfalls einen Pelzrock, dunkelgraues Tuch mit Otterkragen, und schwarzen, weichen, eingekniffenem Hut. Er wäre nicht größer als die Frau gewesen, eher etwas kleiner. Die Dame hätte eine Zeitlang dort am Brückenpfeiler gesessen, gar nicht weit von dem Standort des Bettlers — und dann war sie mit dem Herrn in einem Taxi weitergefahren. Sie hatten zwei Handtaschen und einen ziemlich großen Lederkoffer bei sich, den der Herr nicht aus der Hand gab, obwohl er recht schwer zu sein schien. Er stellte ihn auch selbst in die Autodroschke. Der Bettler hatte gehört, wie der Herr dem Chauffeur beim Einsteigein zurief: „Zum Bahnhof!!“ Waren sie also mit der Bahn weitergefahren? — Das war wenigstens nicht so schwer zu erkunden. Um zwei Uhr mittags war ein Zug nach Koblenz abgegangen. Und Splittericht brachte es mit seiner immer offenen Hand leicht heraus, daß die Verfolgten tatsächlich diesen Zug benutzt hatten. Splitterichts Chauffeur, der all das sah und miterlebte, meinte kopfschüttelnd: „Sind Sie eigentlich Spiritist, Herr Doktor, daß Sie alles wissen, was in dem Kopf des anderen vorgeht?“ .Nein“, erwiderte Splittericht freundlich, „ich versuche nur, mir mit ein bißchen Logik klarzumachen, was ich selbst tun würde, wenn ich in der Lage des anderen wäre.“ Der Germania-Wagen zog also von neuem eilig und lautlos durch das Land, an kahlen Rebenhängen und an bunten Dörfern vorüber. Kurz nach fünf Uhr stoppte er in Koblenz, wo der Dektektiv feststellte, daß die beiden Reisenden, deren Schatten er war, in der Tat die Eisenbahn verlassen und sich in die Stadt begeben hatten. Hier gelang es ihm ohne Schwierigkeit, den Autohändler zu finden, bei dem der Verfolgte einen Ford-Wagen erstanden hatte. Spittericht fuhr durch die Altstadt, die Rheinstraße hinunter. Er hatte sein Hen- soldt-Glas zur Hand und sah plötzlich auf der nicht zu stark befahrenen Straße einen Wagen noch weit vor sich, der ihm verdächtig erschien. „Vollgas!“ kommandierte er seinem Chauffeur und fegte an Automobilen, Fuhrwerken, winkenden Polizisten vorbei wie ein Ungewitter. Er hatte sich von dem Händler in der Stadt sagen lassen, daß der Wagen, den er verfolgte, einen hellgrauen Anstrich mit etwas dunkleren Absätzen hätte. Und dieser Wagen da vor ihm war zweifellos ein grauer Ford- Wagen. Der Ford hatte gehalten, wer weiß, aus welchem Grunde. In diesem Augenblick startete er wieder. Splittericht sah durchs Glas, daß der Wagen sofort alle Schnelligkeit entwickeln wollte. Aber es gab für den Ford keine Möglichkeit, dem Germania zu entrinnen. In dem Detektiv begann sich schon, wie immer, wenn er sich seinem Ziel nahe fühlte, der Eifer zu entspannen. Er faßte nach der Pistole in der rechten Manteltasche und fühlte, sie war entsichert. Nun hatten nur der Wagen und der Chauffeur ihre Schuldigkeit zu tun. Er selbst beobachtete die immer mehr sich verringernde Entfernung zwischen dem Ford und seinem Auto. , Da war es ihm plötzlich und mit den Augen kaum erfaßbar, als würden aus dem Fenster des Ford-Wagens kleine Gegenstände herausgeworfen. Er empfand das mehr, als er es wirklich beobachten konnte. Aber ein aus diesem Gefühl aufspringender Impuls warnte den Detektiv, der seinem Chauffeur zurief: „Langsamer!“ (Fortsetzung folgt). Samstag, 16. September 1950 SODKUBIIR K Nr. 111 / Seite 12 Wann gefchah ee- öle Uhr ftanö auf 5 * 5 $ Was die Wasserschutzpolizei mm Bootsunglück bei Immenstaad sagt Die Ueberlinger Wasserschutzpolizei hat nach vorläufigem Abschluß der Ermittlungen über das Faltbootunglück: am 20. August 1950, bei dem der Student Rüdiger Ginelin und sein Kamerad Gunter Engel den Tod im See gefunden haben, folgende amtliche Feststellung getroffen: „Rüdiger Gmelin und Gunter Engel fuhren am 20. 8. gegen 14 Uhr mit dem Faltboot von Immenstaad aus über den See. Sie landeten etwa 15.30 Uhr kurz am Schweizer Ufer, wo sie von einem Schweizer Zollbeamten kontrolliert wurden. Die Beiden fuhren dann gegen 15.45 Uhr über den See in Richtung Immenstaad zurück, was von dem Schweizer Zollbeamten beobachtet wurde. Da beide die Absicht äußerten, um 18 Uhr wieder zu rüdekehren zu wollen, und sie ander- j seits bis dahin noch genügend Zeit hatten, muß angenommen werden, daß die Beiden in Anbetracht des heißen Wetters an diesem Tage vom Bcot aus ein Bad nehmen wollten und daß sie sich entkleidet haben, was aus dem Vorhandensein einzelner Bekleidungsstücke im Boot geschlossen werden konnte. Vermutlich ist das Boot beim Aiussteigen, wahrscheinlicher sogar beim Wiedereins teigen gekentert. Engel, der taubstumm war, hatte keinerlei Erfahrungen im Umgang mit Faltbooten — er fuhr an diesem Tage zum ersten Male mit einem Faltboot. Obwohl beide gute Schwimmer waren, ist doch die Annahme gerechtfertigt, daß sie, wenn der Ulnfall inmitten des Sees erfolgt ist, das Ufer nicht mehr erreichen konnten, weil beide auf große Strecken nicht trainiert waren. Das Boot wurde am anderen Morgen mitten im See vorgefunden. Einzelne Bekleidungsstücke, u. a. auch die Uhr Gmelin, fand man im Boot. Diese Uhr war um 5.58 (17.58) Uhr stehen geblieben, so daß sich der Unfall um diese Zeit ereignet haben dürfte. Alle anderen Vermutungen und Deutungen müssen bei dieser Sachlage als völlig abwegig und unbegründet abgelehnt werden.“ Ehepaar auf öer Ferienfahrt töOlich uerunglücht s. Als am Donnerstagabend ein mit einem Schlepper auf einer Probefahrt befindlicher Volontär der Firma Fahr AG. in Gottmadingen nicht rechtzeitig zurückkehrte, wurde nach ihm gesucht. Er wurde tot in der Nähe der Ruine Heilsberg aufgefunden. Augenscheinlich ist der junge Mann auf der Fahrt in einer Kurve des unebenen Geländes vom Sitz gefallen und unter das Fahrzeug geraten, so daß er überfahren wurde. Der Verunglückte stammt aus der Nähe von Hannover und war erst seit kurzem in Gottmadingen tätig. Der Verunglückte ist der Praktikant Rudolf Körte aus Lüchtringen bei Höxter und 20 Jahre alt. Nßch der näheren Untersuchung scheint sich der Unfall so zugetragen zu haben, daß Körte den Schlepper auf einem abschüssigen Waldweg nicht mehr zu halten vermochte und eine Halde hinunterstürzte, wobei der Traktor ihn unter eich begrub. • S. Am Donnerstag gegen 15.30 Uhr stießen in Singen an der Hegaustraße — Scheffelstraße ein Motorrad und ein Personenkraftwagen zusammen. Der Kraftradfahrer wurde durch die Wucht des Zusammenstoßes auf den rechten vorderen Kotflügel geschleudert und bewußtlos in das städtische Krankenhaus verbracht. Dort ist er am Donnerstag gegen 13 Uhr den schweren Verletzungen erlegen. Der Verunglückte ist der 20jährige Sohn Karl Heinz Gohl des gleichnamigen Flaschnermelsters und war im Geschäft, seines Vaters tätig. * Am Mittwochnachmittag ereigneet sich Ortsausgang von Immenstaad bei der Kurve in der Nähe des Autokauses Martin ein schweres Kraftfahrzeugunglück. Ein aus Richtung Meersburg kommender Motorradfahrer mit Soziusfahrerin stieß in der Kurve mit einem aus Richtung Friedrichshafen kommenden Sanitätskrankenwagen in voller Wucht zusammen. Die Unfallsursache ist noch nicht einwandfrei geklärt. Durch den starken Aufprall wurden der Fahrer und dessen Ehefrau , auf die Straße geschleudert. Beide erlitten sehr schwere Verletzungen, an deren Folgen sie dann bald nach dem Unfall im Krankenhaus Markdorf verstorben sind. Bei den Verunglückten handelt es sich um ein Ehepaar aus Marl/Rhld., das sich auf einer Ferienfahrt befand. * Ein tödlicher Verkehrsuntall ereignete isich am Mittwoch an der Unterseestraße in Kreuzlingen Das Personal eines Karosserie-Werkes war im Begriff, von der Werkstätte aus einen Lieferwagen guer über die Hauptstraße zu fahren, als aus Richtung Ermatingen ein 25jähriger Hilfsarbeiter mit seinem Motor red mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Kreuzlingen fuhr. Durch plötzliches Andern der Fahrtrichtung verlor der Fahrer die Übersicht und stieß mit einem parkenden Auto zusammen. Der Motorradfahrer erlitt einen Schädelbruch, seine auf dem Sozius mitfahrende Schwester außer einem Schädelbruch schwere innere Verletzungen, die ihren sofortigen Tod herbeiführten. Vom Staateroeingut Meersburg Wie wir erfahren, hat der Minister der Landwirtschaft und Ernährung in Freiburg nach dem Ausscheiden des früheren Leiters des Staatsweingutes Meersburg schon Mitte Juni den Regierungslandwirt- schaftsrat Härtner, früher Leiter einer Weinbaulehranstalt, als neuen Leiter des Staatsweingutes eingesetzt. Mit dem 15. August 1950 wurde ferner der langjährige Kellermeister des staatlichen Weinbauinstitutes in Freiburg, Stingl, mit der Leitung der Kellerei des Staatsweingutes betraut. Von der staatsanwaltschaftlichen Untersuchung wegen des „Auslaufens“ eines Fasses Traminer wurden besondere Verfahren wegen Vergehens gegen das Weingesetz usw. abgetrennt, welche demnächst ihre gerichtliche Erledigung finden werden. Von den beteiligten Behörden ist alles getan worden, um die ungewöhnliche Angelegenheit aufzuklären, Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen und Wiederholungen auszuschalten. Damit dürfte die Gewähr gegeben sein, daß der bekannt gute Ruf des Staatsweingutes Meersburg und seiner Weine in Hinkunft unangetastet bleiben wird. Figaro hier, Figaro öa! Es ist ein interessanter Weg von der alten Zunft der Bader zu der Friseurinnung, die mit vierzig Obermeistern aus Baden am Sonntag und Montag in Konstanz eine Tagung abhält.. Rossini hat diesem Beruf in seinem „Barbier von Sevilla“ ein unsterbliches Denkmal gesetzt. In unseren Sprachschatz sind viele Ausdrücke aus der Arbeit dieses Standes im übertragenen Sinne aufgenommen worden. Wir gebrauchen sie täglich, meist ohne daß wir uns ihres Ursprungs bewußt werden. Aus der ältesten, der Zunftzeit der Bader, stammen Redewendungen, wie „jemanden über den Löffel halbieren“, ihn „zur Ader lassen“, ihn „schröpfen“. Etwas ist eigenartig. Die Arbeit der Schönheitskünstler, der Friseure, ist sowohl für uns Männer, noch mehr aber für die holde Damenwelt unentbehrlich. Wie undankbar sind doch wir Menschen! Wir wählen eine Reihe von Arbeitsbezeichnungen aus dem Berufsleben dieses Standes, der uns nur nützt, um weniger schmeichelhafte seelische Qualitäten eu bezeichnen. Wir sprechen von einem „Schaumschläger“, der „schön färbt“ und 6eine „Bilanz frisiert“ und „zurechtstutzt“. Er will „gut abschneiden“ und geht deshalb anderen „um den Bart“. Gewöhnlich muß dann der Gegner „Haare lassen“ und wird „rasiert“. Bis es dann endgültig heißt; „Nun ist aber dar Bart ab!“ dann hat sich der „Schaumschläger“ selbst „geschnitten“. Wie anders ist die Wirklichkeit und singt es Figaro zum Lobe seines Standes. Sie lächeln jetzt und denken: „Klappern gehört zum Handwerk“ — beim Friseur das klappern mit der Schere bestimmt. Doch Hand aufs Herz! Jeder hat zu seinem Gesichtsverschönerungsrat unbedingtes Vertrauen. Darum heißt Konstanz die Obermeister herzlich willkommen. EK. Beim Futterholen verunglückt Säckingen. Ein Landwirt, der in Rickenbach mit seinem Wagen Grünfutter holte, mußte auf dem Heimweg die Bremsen anziehen, da der Weg über ein steiles Gewann führte. Hierbei stürzte der mit Gras beladene Wagen um und begrub den im 38. Lebensjahre stehenden Landwirt unter sich. Der Mann war auf der Stelle tot. ftus bet 9tad)barfdi(tft Treibstoff für die Landwirtschaft Wie wir erfahren, ist das Landwirt- schaftsamt Konstanz mit Sriz in Radolfzell in. der Lage, ein Nachtragskontingent für September an verbilligtem Dieselkraftstoff auszpgeben. Bezugsberechtigt sind sämtliche Schlepperbesitzer, soweit deren Maschinen beim Landwirtschaftsamt gemeldet sind. Es ist zu empfehlen, die Treibstoffmarken unbedingt abzuholen, da nicht abzusehen ist, in welchem Umfiang Treibstoffe für die Landwirtschaft im IV. Quartal zur Verfügung gestellt werden. Außerdem kann eine kleinere Menge an Vergaserkraftstoff, hauptsächlich für Gartenbaubetriebe zusätzlich verteilt werden. Dafür sind umgehend beim Landwirtschaftsamt in Radolfzell Anträge zu stellen. * Insel Reichenau. Im Strandhotel „Löch- nerhaus“ fand dieser Tage eine Tagung der Ingenieure der westdeutschen Loko- motivfabriken statt. — Morgen, Sonntag, 14.30 Uhr, findet im Gasthaus zum „Bä-, ren“ die ordentliche Hauptversammlung der landwirtschaftlichen Ein- und Verkaufsgenossenschaft statt. — Die Monatsversammlung der Interessengemeinschaft der Heimatvertriebenen ist heute, Samstagabend, im Gasthaus zum „Bären“. — Ihren 82. Geburtstag feiert heute, Samstag, Frau Hildegard Honseil. Allensbach. Die durch Allensbach führende Straße nach Konstanz bzw. nach Radolfzell weist eine Verkehrsdichte auf, wie man es fast nicht zu glauben vermag. In einer Viertelstunde wurden an einem Sonntagabend nicht weniger als 45 Omnibusse und Autos, 26 Motorräder und 88 Fahrräder gezählt. Wenn man berücksichtigt, daß der Verkehr hie und da noch bedeutend stärker ist, wird man es kaum für möglich halten, daß an einem einzigen Tage, sagen wir einmal in zehn Stunden, nicht weniger wie 6360 Fahrzeuge den Ort passieren. Dingelsdorf. Am Sonntag fand eine gutbesuchte Bürgerversammlung statt. Bürgermeister Ph. Fach gab bekannt, daß die Gemeinde Flüchtlinge aufnehmen müsse, die zwischenzeitlich eingetroffen sind. Die Gemeinde tat ihr Bestes, die Flüchtlinge gut unterzubringen. — Das letzte Oehmd ist soweit eingebracht, die Obsternte in vollem Gange. — Am Donnerstag nahm eine große Zahl von Gläubigen an der Prozession nach Oberdorf teil. — Zur Zeit sind die Drescharbeiten in vollem Gange, das Ergebnis ist zufriedenstellend. Chronik vom Bodensee Obstmarkt muß sich erst einbürgern Radolfzell. Auf dem ersten diesjährigen Obstmarkt in Radolfzell konnten etwa 30 bis 40 Prozent der angeführten Aepfel und Birnen abgesetzt werden. Für Tafelobst bezahlte man pro Kilogramm 25 bis 30 Pfennig. Den Bauern blieb fast nichts anderes mehr übrig, als ihre reiche Ernte zu Schleuderpreisen abzusetzen ,die kaum noch die eigenen Unkosten decken. Da der Obstmarkt wieder regelmäßig jeden Mittwoch stattfinden soll, hofft man, daß er sich dadurch auch wieder einbürgem wird. Lag es an der Erziehung? Singen. Eine 12jährige Schülerin,die hin und wieder in einem Haushalt beschäftigt war. konnte überführt werden, daß sie größere Geldbeträge entwendet hatte. Bei der Vernehmung gab sie zu, vom April bis Anfang September in mehreren Fällen Geld gestohlen und zum Kauf von Luxusgegenständen verwendet zu haben. Einen Teil des Geldes brachte sie ihrer Mutter, die nun wegen Hehlerei angezeigt wurde. Tödlicher Unglücksfall M e ß k i r c h. Am Mittwoch erhielt ein Gastwirt in Rohrdorf von einer auswärtigen Firma eine größere Ladung Sand. Bei dem Versuch, den Anhänger mittels eines Balkens zurückzuschieben, sprang der von einem Lehrling gehaltene Balken ab. Dadurch wurde der Junge zwischen Motorwagen und Anhänger geklemmt, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Milchfälscher verurteilt Stockach. Drei weibliche Angeklagte wurden vom Amtsgericht Stockach wegen Milchfälschung und Betrug zu mehreren Wochen Gefängnis verurteilt. Bei einer überraschenden Stichprobe der zuständigen Instanzen auf dem Hof der Beklagten wurde festgestellt, daß die von den Beschuldigten abgelieferte Milch einen Fettgehalt vor nur etwas über einem Prozent hatte. Münsterturm-Aufbau soll renoviert werden Ueberlingen. Durch den Einsturz des Kirchturms von Aufkirch macht sich die Bevölkerung auch Gedanken über die Sicherheit anderer alter 'Bauwerke. Beim Ueberlinger Münsterturm ist noch nichts zu befürchten. Dennoch hat sich der katholische Stiftungsrat mit der baulichen Neuaufführung des Turmhelmes befaßt. Man rechnet mit einem Kapitalaufwand von 50 000 bis 60 000 DM. Da die Mittel der Freiburger kirchlichen Stellen beschränkt sind, werden aller Voraussicht nach die Kosten für die Münsterturm-Renovierung örtlich zu tragen sein. Die Kuh im Porzellan-Laden Ravensburg. Ein nicht alltägliches Bild bot sich am Samstagvoiinittag während des Viehmarktes auf dem Marienplatz... Eine Kuh hatte sich selbständig gemacht, ist über den Platz spaziert und hat sich ausgerechnet ein Porzellanwarengeschäft ausgesucht, das sie mit ihrem Besuch beehrte. Das temperamentvolle Verjagen der überraschten Käufer und Verkäufer brachte die Kuh aus ihrer gemütlichen "Haltung. Halb wild geworden, verließ das Tier den Laden, zum Andenken einen am Geschäftseingang befindlichen Schaukasten zertrümmernd. Nachklänge zum Konstanzer Kriterium Bevor der Starter die Bahn zum lOO-’Riunöen- Rennen der Amateure beim 14. Internationalen Kriterium (wir berichteten bereits darüber) frei- ■gab, ging ein zahlenmäßig starkes Feld von Jugendfahrern über die Strecke. Der südbadische Jugendmeister 1950, Ehret, Freiburg, legte die 20 Runden in 36 Minuten zurück und siegte mit 13 Punkten vor Hoffmann, Tiengen (10 P.) v und Weiß, Augsburg (7 P.). Ein überlegenes Rennen fuhr Stäuber, Tettnang, in der Anfänger-Klasse C. Mit 21 Punkten placierte er sich als Erster vor Sthürer, Kreuzlingen (14 P.) und Bernaiuer, Singen (6 P.). Das Ausscheidungsfahren der B-Klasse gewann Musch-Ravensburg vor Pleulen, Rheinfel- den und Rieth, Ravensburg. Das Fazit des 14. Internationalen Konstanzer Kriteriums ist erfreulich und zugleich ermutigend für den Konstanzer Radsportverein, weitere Veranstaltungen dieser Art vorzubereiten. Gemeint ist weniger der finanzielle Erfolg (dafÜT waren es leider zu viele Zaungäste), als vielmehr die sportliche Ausbeute. Die 100-Runden-Jagd der Amateure war wohl das schnellste Rennen überhaupt, das je in Konstanz gefahren wurde. (Dia freundlicherweise vom Fahrradhaus Brunner zur Verfügung gestellte „Vespa", auf der unser We- Redaktionsmitglied das Rennen verfolgte, hatte Mühe, immer den Anschluß an das Fahrerfeld zu halten.) Erfreulich auch die Disziplin, die von den Fahrern — van einer kleinen Ausnahme abgesehen — gewahrt wurde, erfreulich ebenso die tadellose Organisation (Präsident Knittel) und am erfreulichsten die Tatsache, daß sich keinerlei Unfälle und schweren Stürze ereigneten. We. Ein Hauptgewinn Beim 5. Wettbewerb am 9./10. 9. 1950 des Württ.-Bad. Sport-Totos fielen in den Bereich der Hauptstelle ,,Q" Konstanz nachstehende Gewinne: 1 Gewinner mit 12 Punkten: 1021 DM, 106 Gewinner mit 11 Punkten: 38.50 DM, 1386 Gewinner mit 10 Punkten: 2.80 DM. — Zusatzwette: 180 Gewinner: 15.50 DM. SV Wiesbaden nicht zu unterschätzen Vor dem ersten Heimsieg des VfL Konstanz? Morgen Sonntag unternimmt der VfL Konstanz in der Meisterschaftsrunde der H. Liga den dritten Versuch, zu einem Heimerfolg zu kommen. Gegen Bückingen scheiterte er, weil der Sturm und Drang nach einigen Chancen bald nach Beginn zu spät kam. Das ist der Fingerzeig für d?e morgige Auseinandersetzung, nicht zuletzt weil auch der SV Wiesbaden eine Kampfmannschaft und durchaus in der Lage ist, wie Bückingen einen etwa erzielten überraschenden Vorsprung zu verteidigen. Abwehr, Seitenläufer 6owie Rechtsaußen Götz und Mittelstürmer Csakany wurden letzten Sonntag in Cham als besonders kampfkräftig bezeichnet. Man darf sich von der ungünstigen Tabellenposition der Hessen nicht täuschen lassen. Eine solche Einstelluung hat zu oft schon zu Ueberraschungen geführt. Wir wissen, daß sich die Konstanzer Elf für den Sonntag besonders viel vorgenommen hat, um nicht nur beide Punkte zu erobern, sondern auch wieder den Anschluß an die Spitzengruppe zu finden. Die Kon* 6tanzer Aufstellung wird überraschen; sie bietet aber immer noch Müglichkeiten zur Umstellung. Hanisdi, der übrigens beim Spiel gegen Bückingen gesundheitlich nicht ganz auf dem Posten war, wird diesmal pausieren. — Prade? Treutle, Zo e Perfekte Stenotypistin sucht Stellung zum 15. Okt. Zuschr. u. 81 733 Südk. Konstanz. Geschäftstoditer 38 J., kath., perfekt in allen Hausarbeiten, sucht Stelle, am liebsten in frauenlosem Haushalt. Kann auch im Geschäft mithelfen. Zuschr. unt. 98 80£ Südkurier Ueberlingen. ■s Gasthaus z. Mainaublick, Egg =- Heute und Sonntag, 17. - September 3. großes Schlachtfest Spezialitäten: Hausgemachte Wurst — Kesselfleisch — Kipple mit Kraut Bes. zu empfehlen: neuen süßen MOST Es ladet freundßchst ein M. MAYER Wander-Dekorateur übernimmt noch einige Fenster im Bodenseegebiet zur mortatl. Dekoration. Zuschr. unter II734 Südkurier Konstanz. C Vermiete»#— ~) Mansarde, Stadtmitte, möbl., helzb. an ruh., berufstfit. Herrn z. verm. Zuschr. u. 81 732 Südk. 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Der Oberbürgermeister GattcuHnsfr gvangel. Gottesdienste Konstanz. Luthergemeinde: Sonntag, 8.30 Uhr, Gottesdienst (altkatholische . Kirche) Dr. Timmer, Koll. für die Lutherkirche; io Uhr Kindergot- tesdienst (Gemeindehaus) 4.-8. Kl. 11 Uhr Kihdergotteadienst (Gemeindehaus), 1. bis 3. Kl. Montag, 7.30 Uhr Morgenwache; 20 Uhr Männerabend. Dienstag 20 Uhr Frauenabend; Donnerstag 20 Uhr Bibelstunde. Pauluskirche: Sonntag, 17. Sept., 9 Uhr, Gottesdienst, Freudenberg; 10 Uhr Kindergottesdienst. Allmannsdorf (im kath. Pfarrhaus): 15 Uhr, Gottesdienst, Freudenberg. Dienstag, 19. Sept., 20 Uhr, Frauen- u. Mütterabend im Konf.-Saal der Pauluskirche. Mittwoch, 20. Sept., 18 Uhr, Bibelstunde im Konf.-Saal der Pauluskirche. Kstz.-Wollmatingen: Sonntag, 10 Uhr, Eröffnungsgot- tesdienst für den Konfirmanden- Unterricht und Schulanfänger-Andacht; 11 Uhr, Kindergottesdienst; abends 8 Uhr 2 . Stunde der Kirchenmusik. Mitwirkende: Martin Gotthard-Schneider an der Orgel; Willi Kraus, Baß; Roland Weingartner, Violine. Geistliche Konzerte von Schütz und Micheelsen. Orgelkonzerte zeitgeuöss. Meister. Allensbach: Sonntag, 14 Uhr, Emtedahk-Gottesdienst mit Feier des hl. Abendmahls, 13.15 Uhr Kindergottesdienst. Heilanstalt Reichenau: Sonntag, 9 Uhr Ernte- dink-Cottesdienst. Ausläufer nicht unter 16 Jahren, gesucht, ELEKTRO-TAUSCHER Konstanz, Mainaustr. 34 Evg, Stadtmission (Gemeinschaft)! Konstanz, Schottenstraße 19. Der Predigtgottesdienst findet fortab 15 Uhr statt. Bv. freiklrchl. Gemeinde (Baptisten), Gottesdienst Sonntag, 9.30 Uhr, „Landenberg“ Allmannsdorf Mainaustraße. Alt-Kath. Gottesdienste. Christuskirche, Münsterplatz 8 Sonntag: 9.30 Uhr Amt mit Predigt. Die Christengemeinschaft, Konstanz, Mangoldstraße 9. Sonntag, 9.30 Uhr, Sonntagshandlung für Kinder; 10 Uhr, Menschenweihe- handlung. Methodisten-Kirche Konstanz. Sonntag, 9.30 Uhr, Predigt-Gottesdienst; 10.45 Uhr, Sonnfagsschule. 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Nur bis Montag: Die spannende Geschichte eines Herzensirrtums Spiel mildem Schicksal mit den beiden Weltstars GARY COOPER INGRID BERGMAN Ein großer fesselnder, abenteuerlicher Film. WO u. SO: 15, 17.30, 20 Uhr Wochenschau: Welt im Film Nur bis Montag: Ein großartig unterhaltender, humorvoller und packender Wildwestfilm Role Teufel um (il (arson Die Geschichte des berühmtesten amerikanischen Westpioniers mit Dana Andrews SA: 15, 17.30: SO: nur 15 Uhr Wochenschau: Bück in die Welt Sonntag 20.15 Uhi Liederabend Heinrich Schlusnus Film-Sonderveranstaltungen: CAPITOL: Samstag 22 Uhr und Sonntag-Matinee um 11 Uhr Die große Sportfilm-Reportage v. d. Deutschland-Rundfahrt 1950 HELGEN GER LANDSTRASSE Ein hervorragend gemachter Filmbericht v. großen Radrennen durch Deutschland mit der Durchfahrt durchs Bodenseegebiet. Achtung: Samstag 14 Uhr Jugendvorstellungen im Capitol und Scala zum Einheitspreis von 50 Pfennig für Jugendliche. SCALA: Samstag, 22.30 Uhr Spätvorstpilung: Der unvergeßliche Komiker Weiß Ferdl in dem Lachfllm DER MEISTERDETEKTIV mit Joe Stöckel, Fritz Kampers, Hans Stüwe Wochenschau WELT IM FILM sehen, heißt Sport erleben! Heute 20.15 Uhr im oberen Konzilsaal | Bunter Abend unter dem Motto: Zwei fröhliche Stunden mit Voli Geiler, Walter Morath Zürich bekannt durch den Rundfunk Beromünster, Hamburg, Berlin, | Stuttgart, München, Frankfurt. Eintrittspreise DM 4.-, 2.50,1.50 , Kartenvorverkauf im Zigarrenhaus Breig u. an d. Abendkasse j pk Insel Reichenau Cs!/ ladet ein zum Susar- Sonntag Ausschank der Weine des Winzervereins Hotel Kaiserpfalz - Strandhotel « Hotel Mohren - Hotel Hegau - Gasthaus z. Kreuz - Gasthaus z. Bären - Cafe z. Schiff K LEIN- V ENED IG Samstag - Sonntag Tanz „Adler“ Allmannsdorf Samstag, 20 Uhr TANZ Es spielen die drei Melodiker Heute Samstag u. morgen Sonntag 7 KZHZob&ld HOTEL SEESCHAU Insel Reichenau HoleUinde' Bodntan Jeden Samstag ftmiobenö Sonntag nachmittag Kaffee-Konzert Einladung Am Montag, den 18. 9. 50, 19.30 Uhr, findet im Gasthaus zum „Hirschen“ am Bodanplatz eine Versammlung des Tiersdiutzvereins Konstanz statt. Wegen der Wichtigkeit der Vorlagen werden Sie gebeten, daran texlzunehmen. Sonntag, 17. September 1950 15 Uhr SV Wiesbaden S VfL Konstanz im Stadion 14 Uhr: Vorspiel: Handball: Tettnang—VfL Kstz. r ^S Gasthaus „Löwen“ Allensbach Sonntag schmissige Tanzmusik Es spielt Sepp Bieth mit seiner „Kapelle Seesterne* Jeden Sonntag, 20 Uhr Gro^e Abendfahrl mH Tanz an Bord mit Fahrt in den Obersee. Teilnehmerpreis einschl. Fahrt und Musik (2 Kapellen) DM 5.— Prospekte u. Fahrkarten durdi Bodensee-Reisebiiro Bahnhofplatz 6' Tel. 555 Für die Herbst- und Winterkleldung in reicher Auswahl ^preiswert KONSTANZ, K es ga Hessin Ae 17 8 Tage Ferien im sonnigen Süden in LUGANO (Schweiz) Vom 14. bis 22. Oktober 1950 Teilnehmerpreis einschließl. Bahnfahrt ab Konstanz Hl. Kl., erstklassigem Hotel (volle Pension), Paßbesorgung, Reiseleitung usw. DM 187.50 (Bei n. Kl. Bahnfahrt DM 202.50). Teilnahmeberechtigt: Im Bundesgebiet wohnhafte Personen mit Kennkarte (Personalausweis). Anmeldeschluß: 4. Okt. 1950 Devisen: Jeder Teilnehmer kann außerdem bis höchstens sfr. 440.— bei der Anmeldung als zusätzliches Taschengeld bestellen (sfr. 10.- - DM 10.50). Genaues Programm, Auskunft, Anmeldung: tBodensee-Reisebüro * Bahnhofplatz 6 Konstanz und Aug.-Ruf-Str. 0, Singen sowie Reisebüro Müller Ueberlingen Morgen, 20 Uhr, ISCAiAl Heinrich SCHLUSNUS